aktiv

Stadtwerke Jülich GmbH GmbH

Jülich ·HRB 4131 Düren ·stadtwerke-juelich.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
An der Vogelstange 2 a
52428 Jülich
Handelsregister
HRB 4131, Düren
Eintragungsdatum
16. August 2001
Branche
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Speichern von Gas zu Versorgungszwecken
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Unternehmenszweck
die öffentliche Versorgung und der Handel mit Strom, Gas, Wasser und Wärme, die Erbringung von Dienstleistungen, die Übernahme von Aufgaben der sog. Daseinsvorsorge mit gemeinwirtschaftlichen Verpflichtungen sowie die Errichtung und der Betrieb von öffentlichen Bädern im Rahmen der Aufgaben eines kommunalen Versorgungsunternehmens. (2) Ferner die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Erzeugung oder Umwandlung regenerativer und konventioneller Energien, bzw. die Vermarktung der in diesen Anlagen erzeugten Energie, sowie die Erbringung von Versorgungsleistungen in den Bereichen Energie und Wärme und die mit diesen Bereichen unmittelbar und mittelbar verbundenen Dienstleistungen, die dem Hauptzweck dienen. (3) Ferner die Erbringung von weiteren Infrastruktur- und Dienstleistungen mit dem Fokus der Förderung und Unterstützung der Energiewende im kommunalen Umfeld. Dies soll verwirklicht werden durch Bau, Betrieb, Errichtung, Vermietung und Vermarktung von Informationstechnologie-, Telekommunikationsnetzen und/oder Informationstechnologie-, Telekommunikationseinrichtungen ebenso, wie der Bau, Betrieb, Errichtung, Ankauf, Erschließung, die Vermarktung und Vermietung von Wohnungsbau- und Gewerbegrundstücken, die Beteiligung an Gesellschaften der Grundstücks- und Wohungswirtschaft sowie Arealnetzen zum Zwecke der Ausstattung und des Betriebes mit ökologischer Energie-, sowie moderner Kommunikations-, Steuerungs-, Mess- und Regeltechnik. (4) Weiterer Gegenstand ist die Erbringung von allgemeinen Dienstleistungen an Dritte sowie im Digitalisierungsumfeld, welche sich aus den Kernfunktionen der Absätze (1) bis (3) ergeben. Dazu zählen Angebote von E-Share (Autos, Roller, Räder), Überwachungs- und Sicherheitsleistungen, Arbeitssicherheit, kfm. Dienstleistungen, Vermarktung und/oder Betrieb von Internet- und/oder IT basierten Plattformen sowie Services zur Datenhaltung, -verarbeitung und -nutzung. (5) Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck gefördert werden kann und die geeignet erscheinen, dem Gegenstand des Unternehmens zu dienen. Sie kann sich im Rahmen der §§ 107 und 107 a Gemeindeordnung NW zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe erwerben, errichten oder pachten. Die Gesellschaft verfährt nach den Wirtschaftsgrundsätzen des § 109 Gemeindeordnung NW.
Ökostrom- und konventionelle Stromtarife (inkl. UmweltPlus‑Option) Gasprodukte (inkl. DirektGas, Ökogas/CO2‑Kompensation) Trinkwasserversorgung Nah- und Fernwärme Planung, Verkauf und Installation von Photovoltaikanlagen (Kauf, Pacht, Mieterstrom) Wärmepumpen und Heizungs-Contracting Wallbox‑Angebote und Ladeinfrastruktur (AutoStrom) Betrieb von Freibad und Hallenbad Netzanschlussverwaltung und digitales Netzportal Glasfaseranschlüsse (Breitbandangebote) Stromlieferung Gasversorgung Wasserversorgung Fernwärme Photovoltaik Energieservice Glasfaser Elektromobilität

Finanzen

Umsatz 2024
70,30 Mio. €
Bilanzsumme 2024
73,09 Mio. €
Jahresergebnis 2024
2,32 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 73,09 Mio
  • Anlagevermögen 70,8 % 51,75 Mio
  • Umlaufvermögen 29,2 % 21,33 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 13,0 k
Passivseite 73,09 Mio
  • Eigenkapital 42,6 % 31,13 Mio
  • Verbindlichkeiten 35,9 % 26,24 Mio
  • Rückstellungen 13,4 % 9,76 Mio
  • Sonderposten für Investitionszuschüsse zum AV 8,2 % 5,96 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 77,33 Mio
  • Umsatzerlöse 90,9 % 70,30 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5,7 % −4,37 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 2,3 % 1,81 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 1,0 % 758,2 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 94,7 k
Aufwendungen 63,51 Mio
  • Materialaufwand 73,6 % −46,75 Mio
  • Personalaufwand 12,4 % −7,88 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 10,6 % −6,75 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,6 % −1,66 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,7 % −457,8 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −24,0 k
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
  • Ergebnis nach Steuern 2,34 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 2,32 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Ulf Dipl.Oec. Kamburg seit 2009 Geschäftsführer
10 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 2 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

1 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 05.11.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Jülich GmbH
  3. 2024
  4. 29.05.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Stadtwerke Jülich GmbH
  5. 29.05.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Jülich GmbH
  6. 2023
  7. 13.12.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    D*** S****** · Prokura
  8. 13.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    D*** S****** · Einzelprokura
  9. 13.12.
    Austritt einer Position
    I*** A****** · Einzelprokura
  10. 13.12.
    Austritt einer Position
    D*** S****** · Einzelprokura
  11. 13.12.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Ulf Dipl.Oec. Kamburg · Geschäftsführer
52 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 25. November 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

Stadtwerke Jülich GmbH

Jülich

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht über die Lage der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Unternehmens

Wesentliche Aktivitäten der Stadtwerke Jülich GmbH (SWJ) sind die vertriebliche und netzseitige Versorgung von Kunden mit Strom, Gas, Trinkwasser und Wärme sowie den damit zusammenhängenden Energiedienstleistungen. Daneben betreibt die Gesellschaft als Eigentümerin ein Hallen- und ein Freibad in der Stadt Jülich. Darüber hinaus betreibt die SWJ ein Glasfasernetz und beliefert Kunden mit Produkten im Telekommunikationsbereich. Dieses Netz wird sukzessive ausgebaut.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Verbraucherpreise sind im Jahr 2023 nach den Angaben des Statistischen Bundesamtes um 5,9%gestiegen. Die Preissteigerungen wurden, wie im Vorjahr von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst. Im Jahresverlauf zeigten sich jedoch auf der Verbraucherebene Sondereffekte infolge der umgesetzten Entlastungsmaßnahmen. So milderten die Entlastungsmaßnahmen die Teuerung von Energie im Jahresverlauf 2023 wie bereits im Vorjahr 2022 teilweise ab. Die Energieprodukte verteuerten sich 2023 gegenüber dem Vorjahr um 5,3 %, nach einem enormen Anstieg um 29,7 % im Vorjahr. Im Jahresverlauf zeigte sich von März bis Dezember 2023 insgesamt eine Entspannung an den Energiemärkten. Die monatlichen Teuerungsraten für die Energie fielen deutlich geringer aus als zu Jahresbeginn, im Oktober und November 2023 wurde sogar eine rückläufige Preisentwicklung ausgewiesen. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise hätte die Jahresteuerungsrate 2023 bei 6,0 % gelegen.

Zur Dämpfung der Inflationsrate trugen auch die staatlichen Entlastungsmaßnahmen bei. Kunden der SWJ wurden im Gas-, Strom und Wärmesegment um 13,9 Mio. Euro entlastet.

Gemessen am Ausmaß der Belastungen und Unsicherheiten, insbesondere für energieintensive Unternehmen, behauptete sich der Arbeitsmarkt jedoch gut: Erwerbstätigenquote ist auf 77,2 % gestiegen, 0,4 % höher als im Vorjahr. Damit lag die Beschäftigung so hoch wie nie zuvor und auch 2023 zählt zu den Jahren mit der niedrigsten Arbeitslosigkeit seit der Wiedervereinigung. Dieser positive Zustand führt jedoch in der deutschen Wirtschaft zu Defiziten in der Verfügbarkeit von Fachkräften. Hiervon ist auch die Energiebranche zusehends betroffen. Dies ist insbesondere bei der Bewältigung der Energiewende problematisch.

Der Energieverbrauch in Deutschland ist 2023 auf ein historisches Tief gefallen. Dies ist zum einen den hohen Energiekosten geschuldet, auf die energieintensive Betriebe mit einer Drosselung ihrer Produktion reagiert haben, wie aber auch den milderen Witterungsbedingungen. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AG Energiebilanzen) rechnet mit einem Rückgang um 7,9 %.

Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden. Bis 2030 soll sich der Anteil der Erneuerbaren Energien fast verdoppeln - ausgehend vom Jahr 2021. Die erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen trugen erstmals insgesamt mit 56 % des in Deutschland erzeugten Stroms bei. Somit schreitet der Transformationsprozess in der Stromversorgung in Deutschland voran. Dennoch ist festzuhalten, dass eine Verfünffachung des Zubaus an erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen notwendig sein wird, um die Ziele der Bundesregierung bis 2045 zu erreichen. Vor dem Hintergrund von Widerständen in der Bevölkerung und Kommunalpolitik gegen Wind- und große PV-Freiflächenanlagen sowie den immer noch sehr zeitintensiven Gutachten- und Genehmigungsverfahren, als auch hohen Kosten und Engpässen für die jeweils erforderliche Netzanbindung, ist es nach Meinung von Fachleuten mehr als fraglich, ob die Ziele als realistisch erreichbar angesehen werden können.

Die daraus resultierenden Anforderungen an das Stromnetz, dass von einer zentralen und fossilen Energieerzeugung zu einer dezentralen, von erneuerbaren Energien geprägten Stromversorgung, umgestellt werden muss, steigen. Die Stromnetze werden von reinen Verteilernetzen zu bidirektionalen Netzen umgebaut werden müssen, wofür deutschlandweit hunderte von Milliarden Euro aufzuwenden sein werden. Damit haben die Herausforderungen der Energieversorgungsbranche eine existentielle volkswirtschaftliche Komponente erhalten.

Im Jahr 2023 haben sich von der Gesellschaft nicht zu beeinflussende Bestandteile des Strompreises verändert: Ab Januar 2023 wurde die EEG-Umlage als Kostenkomponente für den Endkunden dauerhalt abgeschafft. Die dafür anfallenden Kosten werden nun steuerfinanziert über den Bundeshaushalt und seine Subsysteme bereitgestellt. ie Umlage nach § 19 der Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) sank von 0,437 ct/kWh auf 0,417 ct/kWh (gilt für die jeweils ersten 1.000.000 kWh). Die Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) fiel von 0,378 ct/kWh (bei einem Jahresverbrauch von bis zu 1.000.000 kWh) auf 0,357 ct/kWh. Die Offshore-Umlage nach § 17 StromNEV stieg dagegen von 0,419 ct/kWh auf 0,591 ct/kWh. Die Umlage für abschaltbare Lasten nach § 18 AbLaV wurde letztmalig in 2022 erhoben. Sie betrug 0,003 ct/kWh.

Temporär wurden die Gas-Bilanzierungsumlagen für Ausgleichs- und Regelenergie ab 01.10.2023 auf 0 ct/kWh abgesenkt. Die Absenkungen gelten für die kommenden zwölf Monate, somit bis zum 30.09.2024. Die zum 01.10.2022 eingeführte und zeitlich befristet Gasspeicherumlage beträgt 0,145 ct/kWh. Sie erhöht sich ab dem 01.01.2024 auf 0,186 ct/kWh und ab dem 01.07.2024 auf 0,25 ct/kWh. Der Festpreis für CO 2 -Zertifikate zur Senkung klimaschädlicher CO 2 -Emissionen betrug auch in 2023 30 € pro Tonne. Seit dem 1. Januar 2024 liegt der CO 2 -Preis pro Tonne ausgestoßenem CO 2 bei 45 €.

Der Wettbewerbsdruck steigt nach den Turbulenzen des Vorjahres weiter. Dies und die Veränderungen auf dem Energiemarkt, wie die Insolvenz von Energieanbietern für Geschäfts- und Privatkunden oder die Beendigung der Belieferung von Kunden in der Krisenzeit, erfordert von SWJ einen Spagat zwischen einer sicheren und bezahlbaren Energie für Kunden, einer attraktiven Rendite für die Gesellschafter und interessanten Arbeitsplätzen für Mitarbeiter.

Der immer noch andauernde Krieg Russlands gegen die Ukraine, der im Jahr 2023 hinzu gekommene Konflikt in Nahost (Israel, Palästinenser und Iran) sowie die daraus resultierenden Folgen, haben für Auswirkungen an den Energiemärkten und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung gesorgt. Daher sind weiterhin negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage möglich. Eine belastbare Abschätzung, wann diese geopolitischen Risiken sich reduzieren, sowie deren weitere Auswirkungen, ist zum derzeitigen Zeitpunkt nicht möglich.

2.2. Geschäftsverlauf

Stadtwerke Jülich GmbH konnte das Geschäftsjahr 2023 wieder erfolgreich abschließen. Das geplante Ergebnis wurde erneut und gemessen an den seinerzeit realistischen Planwerten erneut deutlich übertroffen. Dies ist u.a. der deutlichen Mengen- und Umsatzausweitung auf Basis vertrieblicher Erfolge außerhalb unseres Konzessionsgebietes sowie einer Versicherungsentschädigung zuzuschreiben. Eine Wiederholung der positiven Spotmarkteffekte des Vorjahres konnte markt- und mengenbedingt in 2023 nicht realisiert werden. Dennoch wurden die Verluste, wie auch die gebildete Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften durch die zuvor genannten Faktoren kompensiert. Die Investitionen der Gesellschaft in die Erneuerung und Erweiterung der Versorgungsanlagen wurden in Abstimmung mit unserem Asset-Management durchgeführt, um den Anforderungen des EnWG Rechnung zu tragen.

Mit der Vergabe der Konzessionen für den Betrieb des Strom- und Gasnetzes in Jülich, konnte eine wichtige Planungssicherheit für die Gesellschaft in den kommenden 20 Jahren geschaffen werden. Die Gas-Konzession gilt für das gesamte Stadtgebiet, die Strom-Konzession ist bezogen auf den Jülicher Stadtkern sowie die Ortschaften Lich-Steinstraß, Altenburg, Selgersdorf und Daubenrath. Für die beiden wichtigen Energiequellen erfolgt die Versorgung für ca. 14.000 Entnahmestellen im Stromnetz und etwa 7.600 Ausspeisepunkte im Gasnetz.

Die Erweiterung des Glasfasernetzes trat 2023 in eine Phase der Konsolidierung. In den bereits ausgebauten Gebieten wurden Verdichtungsmaßnahmen durchgeführt, so dass die aktive Kundenzahl von 1.064 zu Beginn des Berichtsjahres auf 1.673 Ende Dezember stieg. Des Weiteren wurde die Hannah & Swenn Projektgesellschaft an einen privaten Investor veräußert. Die in den Vorjahren investierten Mittel werden vom neuen Erwerber nun sukzessive zurückgeführt. Teilweise unterliegt die Rückführung der investierten Mittel dem wirtschaftlichen Erfolg der neuen Hannah & Swenn Projektgesellschaft.

Nachfolgend ist die Übersicht über die Entwicklung der wesentlichen Geschäftsfelder dargestellt:

Nutzbare Abgabe (ohne Eigenverbrauch) Veränderung
2023 2022 abs. in %
Strom MWh 65.164 52.759 12.405 23,51
Gas MWh 197.208 165.351 31.857 19,27
Wasser Tm 3 1.749 1.908 -158 -8,29

2.2.1. Stromversorgung

Der Stromverkauf (ohne Eigenverbrauch) an Endkunden der Stadtwerke Jülich stieg im Geschäftsjahr 2023 auf 65.164 MWh (Vorjahr 52.759 MWh). Ausgehend von einem geringen spezifischen Vorjahresverbrauch in Folge des Ukraine-Kriegs und der damit verbundenen sehr stark gestiegenen Energiepreise von bis zu 1000 €/MWh im August 2022, ist der Energieverbrauch in 2023 über alle Haushalte im Netzgebiet nochmals rückläufig gewesen. Dies konnte jedoch durch neu gewonnene RLM- und SLP-Kunden mehr als ausgeglichen werden. Sowohl in der Grundversorgung als auch bei den Laufzeitprodukten fand unterjährig eine deutliche Preissenkung statt, um die Kunden zeitnah an der rückläufigen Entwicklung teilhaben zu lassen, denn es ist wichtig, der sozialen Verantwortung eines kommunalen Energiedienstleisters gerecht zu werden. Bei Sondervertragskunden wurden die Beschaffungskosten auf Basis der Verbrauchsstruktur individuell und marktkonform in der Angebotskalkulation berücksichtigt, was u. a. auch zu der Kundenneugewinnung beigetragen hat.

Die von eigenen sowie durch dritte Händler gelieferte Menge im Versorgungsnetzgebiet Strom ist im Berichtsjahr um 1,8 % zurückgegangen. Es werden kontinuierlich Erweiterungs- und Erneuerungsarbeiten durchgeführt. Durch Netzausbauten wurden 38 neue Hausanschlüsse an das Versorgungsnetz angeschlossen, 34 Anschlüsse wurden erneuert. Im Berichtsjahr 2023 wurden insgesamt 1,1 km bestehende Stromleitungen erneuert sowie 0,4 km neue Leitungen hergestellt. Damit betreibt die Stadtwerke Jülich GmbH ein Stromleitungsnetz in einer Gesamtlänge von 286,3 km.

2.2.2. Gasversorgung

In der Sparte Gas ist die Verkaufsmenge an Endkunden (ohne Eigenverbrauch) um 31.857 MWh auf 197.208 MWh ebenfalls deutlich gestiegen (Vorjahr 165.351 MWh). Obwohl im Netzgebiet der Stadtwerke Jülich die Mengen um 7,1% im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen, konnte auch in der Gasbelieferung der Verbrauchsrückgang durch neu gewonnene Kunden mehr als ausgeglichen werden. Auch im Gassegment fand sowohl in der Grundversorgung als auch bei den Laufzeitprodukten unterjährig eine Preissenkung statt, die der gleichen Intention folgte wie in der Stromsparte. Im Berichtsjahr wurden 15 neue Hausanschlüsse an das Versorgungsnetz angeschlossen und 101 Gashausanschlüsse wurden erneuert. Anders als von der Bundesregierung gewünscht und initiiert durch die langen andauernden Querelen in der Bundesregierung um das Gebäudeenergiegesetz - GEG - haben viele Kunden ihre alten Gasheizungen durch neue moderne und effiziente Geräte ersetzen lassen.

Insgesamt wurden 1,7 km bestehende Leitungen erneuert sowie 0,1 km neue Leitungen hergestellt. Damit betreibt die Stadtwerke Jülich GmbH ein Gasleitungsnetz in einer Gesamtlänge von 221,2 km.

2.2.3. Wasserversorgung

Der Wasserabsatz ist um 8,3% gesunken und belief sich (ohne Eigenverbrauch) auf 1.749 Tm 3 (Vorjahr: 1.908 Tm 3 ). In 2023 fand keine Preiserhöhung statt.

Im Versorgungsnetz Wasser wurden im Berichtsjahr 47 neue Hausanschlüsse an das Versorgungsnetz angeschlossen und 149 Hausanschlüsse erneuert. Insgesamt wurde 2,0 km bestehende Leitungen erneuert sowie 0,1 km neue Leitungen hergestellt. Die Gesamtlänge des Wasserleitungsnetzes beträgt 268,5 km. Des Weiteren wurde im Jahr 2023 mit der Konzeptionierung und Planung zum Bau eines neuen Wasserwerkes und Brunnen begonnen. Diese Maßnahme dient der weiteren Sicherung der hochwertigen Wasserversorgung der Stadt Jülich, denn durch das bereits stattfindende und weiter zu erwartende Bevölkerungswachstum sowie die neue Ansiedlung von Gewerbebetrieben im Norden von Jülich, steigt der Wasserbedarf.

2.2.4. Nah- und Fernwärmeversorgung

Die Nah- und Fernwärmeabgabe (ohne Eigenverbrauch) blieb in 2023 gegenüber dem Vorjahr beinahe unverändert.

2.2.5. Freibad/Hallenbad/Nebengeschäft

Die Schadenbeseitigung des Hochwassers konnte im Frühjahr abgeschlossen werden, so dass im Sommer 2023 das Freibad für die Badesaison 2023 wieder geöffnet wurde. Die Besucherzahl im Hallenbad und im Freibad betrug 74.095 (Vorjahr: 43.960).

Die Lieferschwierigkeiten des Vorjahres für PV-Anlagen haben sich in 2023 nicht mehr so deutlich gezeigt. Dennoch bleibt der Fachpersonalmangel in diesem Bereich eine der großen Herausforderungen. Nach wie vor ist es problematisch die gewünschte Anzahl an qualifizierten Lieferanten und Installationsbetrieben zu finden, um entsprechend diversifizieren zu können. Dies liegt auch an der zunehmenden Komplexität bei der technischen Implementierung samt dazugehörender Mess- und Steuerungskonzepte. Obwohl eine zurückhaltende Kauflust der Kunden im Bereich der Erneuerbaren Energie spürbar war, konnten insgesamt 17 Photovoltaikanlagen verkauft, 13 verpachtet und zusätzlich 13 Batteriespeicher im Jahr 2023 verkauft werden. Dieser Erfolg ist möglich geworden, da der SWJ Einkauf und Vertrieb durch vorausschauende Aktivitäten im Lieferantenmanagement gut positioniert ist.

Der Gesamtbestand an PV-Anlagen im Netzgebiet summiert sich auf 557 Stück. Die installierte Gesamtleistung aller PV-Anlagen beträgt 8.647 kWp.

Im Bereich der E-Mobilität bietet die SWJ ihren Kunden weiterhin diverse Lösungen an. Dazu gehört unter anderem der Verkauf von Wallboxen inklusive Installation mit einer Leistung von bis zu 22 kW sowie die individuelle Lösung von technisch komplexen Konstrukten für die Wohnungswirtschaft. In dieser werden Lösungen von PV-Dachanlagen mit den Themen E-Mobilität und Mieterstrom kombiniert und erfolgreich vermarktet.

2.2.6. Glasfaser

Die Sparte Glasfaser befindet sich in der Phase der Kundenverdichtung der bereits ausgebauten Gebiete. Aus Sicht der langfristigen Strategie der Gesellschaft ist es auch vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Energiewirtschaft zielführend, dass sich diese Netzinfrastruktur im Zugriff befindet und die Leistungen der Daseinsvorsorge Nach wie vor ist es Wunsch des Gesellschafters, dass das gesamte Stadtgebiet Jülichs mit Glasfaser zeitnah erschlossen wird. Insgesamt sind 2.018 Kundenverträge (Vorjahr: 1.789) geschlossen und 1.826 (Vorjahr: 1.287) Glasfaserhausanschlüsse fertig gestellt worden. Bis Ende 2023 wurden 1.673 (Vorjahr: 1.064) aktive Kunden an das Glasfasernetz angeschlossen.

2.3. Lage

2.3.1. Ertragslage

Um sich ein aussagefähiges Bild von der Gesellschaft machen zu können, sind nachfolgend die wichtigsten Ertragskennzahlen dargestellt.

2023 2022
Umsatzerlöse T€ 74.788 40.742
Betriebsergebnis T€ 5.117 3.309
Finanzergebnis T€ -573 -232
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag T€ -1.967 -1.002
Jahresüberschuss T€ 2.577 2.075
Umsatzrentabilität % 3,4 5,1

Die erfolgreiche Akquisition neuer Strom- und Gaskunden über unterschiedliche Vertriebskanäle führte grundsätzlich zu einem mengenbasierten Anstieg der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen. Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr von 40.742 Tsd. € auf 74.788 Tsd. € gestiegen und haben auch den Prognosewert deutlich übertroffen. Dies ist insbesondere auf gestiegene Absatzmengen ggü. dem Plan zurückzuführen.

Das Betriebsergebnis fiel mit 5.117 Tsd. € im Vergleich zum Vorjahr (3.309 Tsd. €) deutlich höher aus. Ursächlich hierfür waren neben Mengenzuwächsen, vor allem positive Preiseffekte im Strom- und Gasbereich (die Roherträge sind von 16.619 Tsd. € im Vorjahr auf 20.168 Tsd.€ gestiegen). Die geringeren aktivierten Eigenleistungen im Zusammenhang mit dem Ausbau des Glasfasernetztes, fokussiert auf Kundenverdichtungen, wirkten sich dagegen rückläufig auf das Betriebsergebnis aus. Im Rahmen des Ausblickes und der Planungen aus dem Jahr 2022 wurde für das Geschäftsjahr 2023 ein positives Betriebsergebnis erwartet. Diese Ergebnisprognose wurde sehr deutlich übertroffen.

Das Finanzergebnis betrug im Berichtsjahr -573 Tsd. € und lag mit 341 Tsd. € über dem Vorjahr (2022: -232 Tsd. €).

Der Aufwand aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in 2023 in Höhe von 1.967 Tsd. € lag um 965 Tsd. € deutlich über dem entsprechenden Aufwand des Vorjahres. Dies ist hauptsächlich der verbesserten Ertragssituation geschuldet und dem steuerlichen Passivierungsverbot der Drohverlustrückstellung.

Die Umsatzrentabilität ist von 5,1 % im Vorjahr auf 3,4 % im Jahr 2023 gesunken, was durch den starken Anstieg der Umsatzerlöse bedingt ist. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein positives Jahresergebnis von 2.577 Tsd. € erwirtschaftet (Vorjahr: 2.075Tsd. €). Es handelt sich um das beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte.

2.3.2. Vermögens- und Finanzlage

Kennzahlenvergleich

2023 2022 2021
Eigenkapitalquote % 28,3 26,5 25,5
Anlagendeckungsgrad II % 64,1 65,3 71,9
Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögensgegenstände und Finanzanlagen T€ 5.875 8.595 9.934

Die Eigenkapitalquote stieg im Berichtsjahr von 26,5 % auf 28,3 %. Diese liegt in der Bandbreite, die von Seiten der Bundesnetzagentur aus regulatorischen Aspekten als angemessen angesehen wird (Eigenkapitalquote von 20 % bis 40 %). Die zukünftigen Herausforderungen wie die Wärmewende resultierend aus dem Gebäudeenergiegesetz, der Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen und der Wandel im Strommarktdesign, um nur einige zu nennen, sind vielfältig. Diese werden ergänzt unter anderem durch folgende Aspekte: Ausbau des Glasfasernetzes, der Umsetzung des Messstellenbetriebsgesetzes, der Stärkung des Stromnetzes aufgrund der Anforderungen der Elektromobilität, der Investitionen in das neue Wasserwerk sowie weitere energiewirtschaftlicher Einflussfaktoren. Daher wird sich aus Sicht der Gesellschaft auch für die Folgejahre nachhaltig für eine weitere Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung ausgesprochen.

Der Anlagendeckungsgrad II gibt Auskunft, inwieweit das Anlagevermögen durch langfristiges Kapital gedeckt ist. Das langfristige Kapital setzt sich zusammen aus den Passivposten der Bilanz A. Eigenkapital und B. Sonderposten für Investitionszuschüsse sowie aus langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Pensionsrückstellungen und sonstigen langfristigen Rückstellungen. Der Anlagendeckungsgrad II ist im Vorjahresvergleich leicht gesunken.

Investitionen in Sachanlagen erfolgten den technischen Notwendigkeiten sowie der Instandhaltungsstrategie dienend und führten zur Sicherstellung der technischen Funktionsfähigkeit der Versorgungseinrichtungen. Im Berichtsjahr beliefen sich die Investitionen in Sachanlagen, in immaterielle Vermögensgegenstände sowie in Finanzanlagen auf ca. 5.875 Tsd. € und machen etwa 8 % der Umsatzerlöse aus.

Im Berichtsjahr wurden keine neuen Darlehen aufgenommen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich insgesamt um 2.779 Tsd. € verringert.

Zusammen mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit und den Zahlungsmittelabflüssen aus der Investitionstätigkeit und sonstiger Finanzierungstätigkeit sind die Guthaben bei Kreditinstituten von 4.367 Tsd. € auf 2.246 Tsd. € gesunken.

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von 60.551 Tsd. € auf 65.801 Tsd. € erhöht, im Wesentlichen aufgrund der Investitionen in das Anlagevermögen sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen.

Zur Flexibilisierung der kurzfristigen Liquiditätsanforderungen und Vorfinanzierung von im Wirtschaftsplan bezeichneter Maßnahmen bestehen zwei Rahmenvereinbarungen mit der Stadt Jülich in Höhe von insgesamt 9 Mio. €. Die Inanspruchnahme betrug 6 Mio. € zum 31.12.2023. Die Liquidität war im Berichtsjahr stets gesichert.

2.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Steuerung des operativen Geschäftes verwendet die Stadtwerke Jülich GmbH neben dem Instrument von Monatsabschlüssen unter anderem die Kennzahlen "Betriebsergebnis" und "Umsatzerlöse". Das Betriebsergebnis lag im Berichtsjahr 2023 mit 5.117 Tsd. € (Vorjahr: 3.309 Tsd. €) deutlich über dem prognostizierten Wert. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtsjahr 2023 auf 74.788 Tsd. € (Vorjahr: 40.742 Tsd. €) und lagen ebenfalls deutlich über dem prognostizierten Wert.

2.5. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

2.5.1. Kundenzufriedenheit

Das Kundenerlebnis spielt eine entscheidende Rolle für die Unternehmensentwicklung, insbesondere nach der Pandemie, die den direkten Kundenkontakt einschränkte und digitale Kommunikationskanäle in den Vordergrund rückte. Dennoch kehrt der Fokus auf persönliche Kundeninteraktion zurück, nun wieder in Ergänzung zu den digitalen Medien. In diesem Kontext hat die Stadtwerke Jülich GmbH innovative Wege eingeführt, um Kundenanträge für Hausanschlüsse digital einzureichen. So wurde im Zuge eines Innovationsprojektes das Netzanschlussportal digitalisiert. Wir reagieren damit auf den wachsenden Trend zu digitalen Services, der die Kundenzufriedenheit erhöhen soll.

Die Stadtwerke Jülich GmbH engagiert sich zudem regelmäßig aktiv in Branchenvergleichen mit anderen Anbietern, um ihre Servicequalität zu beweisen und sich kontinuierlich zu verbessern. So erfolgt regelmäßig die Teilnahme an freiwilligen Leistungsvergleichen von Wasserversorgungsunternehmen, um einen hohen Standard zu gewährleisten und kontinuierlich Verbesserungen einzuführen. Dies unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Qualität und Beständigkeit im Dienst an den Kunden und der Umwelt.

2.5.2. Mitarbeiter

Im Berichtsjahr waren bei der Stadtwerke Jülich GmbH durchschnittlich 100 Mitarbeiter (Vorjahr: 97) sowie 9 Auszubildende (Vorjahr: 8) beschäftigt.

Die Stadtwerke Jülich GmbH schätzt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als zentralen Erfolgsfaktor und bemüht sich, deren Beitrag entsprechend zu honorieren. Um das Mitarbeiterpotenzial voll auszuschöpfen, bietet das Unternehmen zahlreiche Fortbildungs- und Gesundheitsprogramme an. Regelmäßige Inhouse-Schulungen und externe Fortbildungen sind Teil der Strategie, um das Wissen und die Fähigkeiten der Mitarbeiter kontinuierlich zu erweitern. Hohe Akzeptanz findet auch das Angebot eines Mitarbeitertarifes sowie das von E-Bikes.

Das schon lange zum festen Instrumentarium gehöhrende betriebliche Gesundheitsmanagement wird bei der Stadtwerke Jülich GmbH durch verschiedene Initiativen unterstützt. Im Jahr 2023 wurde in Zusammenarbeit mit einer Krankenkasse mehrere Gesundheitstage durchgeführt, bei dem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Präsenz- und Online-Veranstaltungen zu verschiedenen Präventionsmaßnahmen und Gesundheitskursen angeboten wurden. Darüber hinaus bietet das Unternehmen vor Ort Grippeschutzimpfungen durch Betriebsärzte an, die jederzeit bei gesundheitlichen Fragen zur Verfügung stehen. Auch das Angebot der Firmenfitness ist ein wichtiger Bestandteil des Gesundheitsmanagements. Die Stadtwerke Jülich GmbH übernimmt etwa die Hälfte der Kosten für ein ortsansässiges Fitnessstudio oder eine Mitgliedschaft im UrbanSportsClub.

Die langfristige finanzielle Absicherung der Mitarbeiter wird durch die Betriebszugehörigkeit und die Gewährung von Altersruhegeld sichergestellt. Diese Leistungen erfolgen über die Rheinische Zusatzversorgungskasse in Köln oder über spezielle Ruhegeldvereinbarungen. Damit wird eine umfassende Versorgung der Mitarbeiter gewährleistet, die zur Zufriedenheit und Loyalität beiträgt.

2.5.3. Soziales Engagement

Die Stadtwerke Jülich GmbH zeigt ein starkes Engagement für die Gemeinschaft, indem sie regionale Vereine und soziale Einrichtungen unterstützt. Als ein in der Region fest verwurzeltes Unternehmen erkennt die Gesellschaft ihre Verantwortung, durch Spenden und gezielte Förderungen einen Beitrag zur Stärkung des Vereins- und Kulturlebens in der Stadt Jülich zu leisten.

Beispiele sind die langjährige Unterstützung der Jülicher Tafel, oder unser Sponsoring für den TC-Jülich, Zweitligist der Tischtennisbundesliga. Neben diesen Beispielen werden viele kulturelle Veranstaltungen und lokale Vereine gefördert. Diese Unterstützung ermöglicht es, Events und Veranstaltungen in der Stadt Jülich aufrechtzuerhalten und in Qualität und Umfang zu sichern. Ohne das Engagement der Stadtwerke Jülich GmbH könnten viele Veranstaltungen nicht stattfinden oder wären in ihrem Umfang eingeschränkt.

Insgesamt zeigt die Stadtwerke Jülich GmbH als der integrierte Infrastrukturdienstleister ein starkes Bekenntnis zur lokalen Gemeinschaft und trägt wesentlich zur Förderung des sozialen und kulturellen Lebens in der Stadt Jülich bei. Dieses Engagement stärkt die Verbindung zwischen dem Unternehmen und der Stadt und schafft eine Grundlage für eine nachhaltige Partnerschaft.

2.5.4. Umwelt

Die Stadtwerke Jülich GmbH haben in den letzten Jahren ein starkes Engagement in den Bereichen "Corporate Responsibility", Nachhaltigkeit und Klimaschutz gezeigt. Durch die zunehmende Bedeutung dieser gesellschaftlichen Herausforderung, widmet sie Stadtwerke Jülich GmbH der Integration nachhaltiger Werte in die Unternehmensstrategie. Ein zentraler Baustein dieser Strategie wird die Realisierung der Wärmewende für Jülich sein, sowie die Transformation des Stromnetzes, um den wachsenden Anforderungen durch den Zubau von erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen, Wärmepumpen und Ladepunkte für E-Fahrzeuge sicher zu stellen. Die Stadtwerke Jülich arbeiten kontinuierlich an der Entwicklung und Umsetzung einer Nachhaltigkeitsstrategie. Dementsprechend werden den Kunden kombinierte, die Umwelt schonende Lösungen, mit den Komponenten PV-Dachanlagen, E-Mobilität, Wärmepumpen, Speicher und Mieterstrom sowie vielfältige Contracting Varianten angeboten. Der eigene Fuhrpark ist, soweit sinnvoll und wirtschaftlich möglich, auf E-Fahrzeuge umgestellt und die Bäder werden mittels KWK-Anlagen betrieben.

Im Zuge der Energiekrise, ausgelöst durch den Ukraine-Krieg, wurde der Bedarf an Energieeinsparungen deutlich. Die Stadtwerke Jülich unterstützten ihre Kunden hierbei mit zahlreichen Energiespartipps und veröffentlichten in ihrem Blog hilfreiche Informationen zur Energieeinsparung. Die Mitarbeiter waren als Multiplikatoren dabei Träger der Botschaft zum schonenden Umgang mit Ressourcen und die Gesellschaft selbst hat sehr viel Arbeit auf sich genommen die in einem Wassernetz immer vorkommenden Verluste deutlich zu reduzieren und leistet somit dauerhaft einen wichtigen Beitrag zur Ressourcenschonung.

Neben diesen Aktivitäten engagieren sich die Stadtwerke Jülich GmbH auch in der erneuerbaren Energieerzeugung. Über ihre Beteiligung an der RURENERGIE GmbH haben sie Ende 2023 einen Anteil von 10 % an der Erzeugungskapazität, die sich aus ca. 18,9 MW installierter Nennleistung aus Photovoltaik-Anlagen und 37,1 MW aus Windkraftanlagen zusammensetzt.

3. Prognosebericht

Die deutsche Wirtschaft ist im Berichtsjahr in eine Rezession gerutscht. Das reale Bruttoinlandsprodukt sank gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Prozent. Gemäß den Prognosen des ifo Institut für 2024 dürfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent steigen. Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft, bei Unternehmen und Verbrauchern ist schlecht und die Unsicherheit hoch. Im laufenden Quartal dürfte die Wirtschaftsleistung ihren Rückgang zunächst fortsetzen und um 0,1 % im Vergleich zum Vorquartal sinken. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr sieht das ifo Institut eine Steigerung der Wirtschaftsleistung um 1,5 %.

Aufgrund unserer stetig angepassten Beschaffungsstrategie konnten die befürchteten Auswirkungen des Ukraine-Krieges abgewendet werden. Sollten keine weiteren geopolitischen Konflikte entstehen, oder die bestehenden eskalieren, wird erwartet, dass die Entspannung an den Energiemärkten des Berichtsjahres im laufenden Geschäftsjahr erhalten bleiben. Die Stadtwerke Jülich GmbH reagieren mit adäquaten SWJ Preisstellungen auf Marktentwicklungen und verfolgen die bisher erfolgreiche Mengenausweitung konsequent weiter. Somit ist ein weiterer positiver Geschäftsverlauf zu erwarten und negative Auswirkungen auf unsere Vermögens -, Finanz- und Ertragslage sind aktuell nicht auszumachen.

Die Gasversorgung in Deutschland ist stabil und die Versorgungssicherheit konnte gewährleistet werden. Davon ist auch weiterhin auszugehen, denn die gefürchtete Gasmangellage im Winter 2022/2023 konnte erfolgreich unter schwierigeren Bedingungen verhindert werden als unten den Aktuellen. Der Winter 2023/2024 brachte unerwartet warme Temperaturen, so dass die Gas-Speicherfüllstände Ende April bei 68 % lagen. Dennoch bleibt ein sparsamer Gasverbrauch weiterhin ein zentrales Anliegen insbesondere unter dem Aspekt des Klimaschutzes.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird basierend auf aktuellen Erkenntnissen und Markterwartungen wieder ein siebenstelliger Jahresüberschuss prognostiziert. Diese positive Erwartung wird begleitet von einem ausschließlich preisbedingten Rückgang der Umsatzerlöse und einer geringen Verringerung der Umsatzrentabilität. Dabei geht die Prognose davon aus, dass keine weiteren unwartbaren Ereignisse auftreten. Ein potenzielles Risiko, das die Prognose beeinflussen kann, ist jedoch grundsätzlich der temperaturbedingte Faktor, der das kundenbezogene Verhalten maßgeblich beeinflusst. Wetterbedingungen und Verbraucherverhalten, sowie die Abstinenz exogener Schocks und klare Rahmenbedingungen sind entscheidend für die Planung der Folgejahre und den Erfolg im Geschäftsjahr 2024. Um die bestehende Stabilität in der Geschäftsplanung weiter zu gewährleisten, ist eine kontinuierliche Überwachung der Entwicklungen und eine flexible Anpassung der Strategien erforderlich und implementiert.

Die Weiterentwicklung des bestehenden Asset Managements ermöglicht gezielte Investitionsentscheidungen und eine Maximierung des Mehrwerts der vorhandenen Vermögenswerte in Bezug auf unsere definierten Ziele. Dies soll auch dazu beitragen, Kapitalaufnahmen auf ein notwendiges Minimum zu reduzieren. Dennoch kann die Unsicherheit über die ausreichende Bereitstellung der Mittel aus dem Cash-Flow bedeuten, dass Kapitalaufnahmen erforderlich werden könnten. Es werden auf dem derzeitigen Niveau befindliche Finanzierungskonditionen für das laufende Geschäftsjahr erwartet.

Um die Innenfinanzierungskraft der Gesellschaft zu stärken, wird durch die Unternehmensleitung angestrebt, das Jahresergebnis 2023 zu thesaurieren. Der Gesellschafter unterstützt diese Bemühungen durch die Durchleitung eines Infrastruktur-Förderkredits im Rahmen des Neubaus des Wasserwerks. Diese finanzielle Unterstützung trägt dazu bei, die Investitionen in dem erforderlichen Umfang vornehmen zu können.

Die geplante Beteiligung des Kreises Düren durch die Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) an der Stadtwerke Jülich GmbH wurde zum Zeitpunkt der Berichtserstellung abgeschlossen. Der Anteilskaufpreis fließt der Stadtwerke Jülich GmbH in Form einer Stammkapital- und Kapitalrücklagenerhöhung zu. Der positive Effekt auf die Kapitalausstattung des Unternehmens wird eine stabile finanzielle Grundlage für die SWJ zu schaffen. Dies ist insbesondere im Kontext der Energiewende, dem Ausbau von regenerativen Erzeugungsanlagen, dem Wandel im Strommarktdesign und den genannten Investitionen in Netze und Anlagen von entscheidender Bedeutung.

Die Mittel der zur Abdeckung kurzfristiger Liquiditätsanforderungen in 2023 abgeschlossenen und in Anspruch genommenen Rahmenvereinbarungen mit der Stadt Jülich in Höhe von 6 Mio. € konnten bereits vollständig zurückgeführt werden. Die Gesellschaft ist für das Jahr 2024 zuversichtlich, die Marktherausforderungen gut zu bestehen und weiterhin erfolgreich zu wirtschaften.

Aus langfristig strategischer Sicht hat die Gesellschaft erfolgreich die Sicherung von signifikanten Flächen in der Stadt Jülich für die Umsetzung von PV-Freiflächenanlagen und Windenergieanlagen in 2023 begonnen und im ersten Quartal des laufenden Jahres erzielt. Es stehen somit circa 85.000 m 2 für PV Freiflächen Anlagen und circa 840.000 m 2 für Windenergieanlagen zur Verfügung.

Die Realisierung der genannten PV und Wind Themen ermöglicht es der Stadtwerke Jülich GmbH, dann circa 155 % der gesamten im Netz der Stadtwerke Jülich verbrauchten Strom-Menge, gemessen an dem Stand von 2023, zu produzieren und für sich bedarfsgerecht in eigenen Portfolien nutzbar zu machen. Die Menge entspricht etwa dem Bedarfsäquivalent von 43.000 Haushalten.

Damit hat die SWJ zukünftig die Möglichkeit, auf eigene Strommengen zu zugreifen und wird damit vom Marktgeschehen unabhängiger. Durch dieses strategische Vorgehen wird die Wertschöpfungstiefe des Unternehmens vergrößert. Dies generiert dann zusätzlich die Möglichkeit, über kaufmännische und technische Dienstleistungen, weitere Zusatzlöse zu generieren.

Neben diesen Effekten ist es ebenfalls realistisch in einem überschaubaren Zeitraum durch die Umsetzung der Stadtwerke Potenziale zu einer Stromüberschussstadt zu werden. Dies schafft weitere Möglichkeiten, diese als Wirtschaftsstandort und für neue Bürgeransiedlungen noch interessanter zu machen. Denn die Umsetzung wird dann dazu führen, dass die Erreichung des Zieles einer CO 2 Bilanzneutralen Stadt für Strom, ein realistisches, zu erreichendes Szenario ist. Die langfristige wirtschaftliche Perspektive daraus ist, dass sich nach circa 8-10 Jahren Anlagenbetrieb extrem positive, wirtschaftliche und liquiditätsmäßige Auswirkungen auf die zukünftigen Erträge der Stadtwerke ergeben können.

Damit liegt es nun einzig in der Hand und Verantwortung der Politik, durch gute Entscheidungen, den Erfolg und den Weg zur CO 2 neutralen Stadt für Jülich zu sichern. Das Fundament zukünftiger Prosperität ist somit gegeben.

Aufbauend auf der jüngeren Vergangenheit rechnet die Stadtwerke Jülich GmbH in den nächsten Jahren mit positiven Entwicklungen.

3.1. Strom

Aufgrund der drastischen Preisentwicklung am Strommarkt mussten die Preise in der Grundversorgung und in den Stromprodukten in 2023 zweimal angepasst werden. Zum 01.01.2023 fand eine Preiserhöhung, zum 1.7.2023 eine Preissenkung statt. Derzeit wird von einer Abstinenz von Preismaßnahmen ausgegangen. Trotz einer leicht steigenden Absatzmenge in 2024 wird aufgrund der gesunkenen Beschaffungs- und Marktpreise mit einem Rückgang des Umsatzes gerechnet. Es ist davon auszugehen, dass der Rohertrag leicht sinken kann.

Umsatzerlöse in der Sparte Strom Netz werden durch die festgelegte Erlösobergrenze bestimmt.

3.2. Gas

Die Bewegungen auf dem Gasbeschaffungsmarkt machten Preisanpassungen in der Grundversorgung und in den Gasprodukten erforderlich. Zum 01.01.2023 fand eine Preiserhöhung, zum 01.07.2023 eine Preissenkung statt. Derzeit wird von einer Abstinenz von Preismaßnahmen ausgegangen. Im Vergleich zum Vorjahr wird bei einer konstanten Absatzmenge mit einem geringeren Umsatzerlösen und Rohertrag gerechnet.

Umsatzerlöse in der Sparte Gas Netz werden durch die festgelegte Erlösobergrenze bestimmt.

Der Preis für CO 2 -Zertifikate beträgt in 2023 unverändert 30 € pro Tonne und entspricht 0,546 ct/kWh. Für das Jahr 2024 wurde der CO 2 -Preis von 45 € pro Tonne beschlossen.

3.3. Wasser

Für das Geschäftsjahr 2024 werden im Vergleich zum Jahr 2023 leicht sinkende Umsätze erwartet, sofern sich bei den Absatzmengen keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Generell hält der Trend zum Wassersparen weiter an, technische Geräte sowie insbesondere Hausinstallationseinrichtungen führen zu reduzierten Verbrauchsmengen. Leicht gegenläufig wird die bestehende Bautätigkeit in Jülich wirken, wodurch in Summe eine höhere Zahl an letztverbrauchenden Kunden jetzt und in den Folgejahren zu erwarten ist. Zur Sicherstellung der zukünftigen Wasserversorgung sind die Vorbereitungen zum Bau eines neuen Brunnens und Wasserwerkes begonnen worden. Die Gesamtmaßnahme mit einem Volumen von ca. 15-18 Mio. € wird sich bis in das Jahr 2025 erstrecken. Die Netzinvestitionen betrugen im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 1,6 Mio. €. Zur weiteren Sicherstellung der langfristigen Zukunftsfähigkeit der Jülicher Wasserversorgung ist es erforderlich die Netzerneuerung kontinuierlich durchführen zu können. Vor dem Hintergrund der stark gestiegenen Kosten für den erforderlichen externen Leistungsbezug sind kontinuierliche Anpassungen der Wasserpreise an diese Kostenentwicklung erforderlich, weshalb im Jahr 2024 eine Preismaßnahme angestrebt wird.

Für die Sparten Strom, Gas und Wasser sind bereits im Jahr 2023 die Vorbereitungen für die im Frühjahr 2024 geplante Re-Zertifizierung des TSM (technisches Sicherheitsmanagement) getroffen worden. Die erfolgreiche Prüfung und Auditierung erfolgte im Verlauf des ersten Quartals des laufenden Geschäftsjahres.

3.4. Wärme

Zur Stärkung der Marktposition soll das Geschäftsfeld Contracting im Geschäftsjahr 2024 weiter ausgebaut werden. Im Rahmen des Contractings übernimmt die SWJ für Wärmekunden die Planung der Heizungsanlage, deren Finanzierung, Installation, Wartung und gegebenenfalls deren Störungsbeseitigung.

3.5. Hallenbad/Freibad

Der Badebetrieb im Hallenbad und im Freibad ist in 2024 ohne Einschränkungen geplant.

3.6. Glasfaser

In den weiteren Ausbau der Glasfaserversorgung in der Stadt Jülich wurden insgesamt im Geschäftsjahr 1,29 Mio. € investiert. Damit wird die Daseinsvorsorge im Versorgungsgebiet Jülich um den Bereich der Daten- und Telekommunikationsdienste erweitert. Die Gesellschaft ist der Überzeugung mit diesem Geschäftsfeld zukünftig einen deutlichen Ergebnisbeitrag generieren zu können. Gleichwohl wird für das Jahr 2024, diese Sparte betreffend, ein negatives Ergebnis erwartet, das dann auch entsprechenden Einfluss auf das Gesamtunternehmen haben wird. Dem weiter bestehenden Auftrag des Gesellschafters folgend, nach dem das gesamte Stadtgebiet Jülichs mit Glasfaser zeitnah erschlossen werden soll, prüft die Gesellschaft verschiedene Formen von Kooperationsansätzen, um sich idealerweise im laufenden Geschäftsjahr dazu eine strategische Entscheidung bestätigen zu lassen.

3.7. Investitionen

Neben den Investitionen in Erweiterungen der Strom-, Wasser- und Glasfasernetze ist der Investitionsplan 2024 wesentlich geprägt durch ein hohes Investitionsvolumen für den beginnenden Bau eines neuen Brunnens und des Wasserwerks. Darüber hinaus sieht der Wirtschaftsplan Investitionen im Bereich Contracting und Photovoltaik vor. Im Gasnetz werden mit Blick auf das Jahr 2045 nur noch Maßnahmen zur Erhaltung des Bestandsnetzes getätigt.

Die Finanzierung der Investitionen wird überwiegend aus erwirtschafteten Abschreibungen, Ertragszuschüssen sowie durch die Aufnahme von Darlehen erfolgen.

Die Gesellschaft verfolgt unter Fortführung des bisherigen erfolgreichen Vorgehens eine auf langfristiges Wachstum ausgerichtete sowie eine ausgewogene und stabile finanzwirtschaftliche Unternehmenspolitik. Vor dem Hintergrund der Investitionserfordernisse werden diese alleine durch den Cash Flow nicht zu realisieren sein, Dementsprechend präferiert die Gesellschaft eine Stärkung des Eigenkapitals anstelle von Darlehensaufnahmen. Abhängig von der dann realisierten Umsetzung kann eine weitere Option darin bestehen, zukünftig die Unterhaltungsmaßnahmen der Netze zu Gunsten erforderlicher Erweiterungsinvestitionen - bedingt durch den Einwohnerzuwachs - zu reduzieren, um limitierte Finanzmittel für andere Maßnahmen nutzbar zu machen.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Entwicklung der Chancen und Risiken

Die extremen Preisausschläge an den Energiegroßhandelsmärkten des Vorjahres haben sich in 2023 nicht mehr gezeigt. Eine Beruhigung ist in den Märkten eingetreten, die sich nach bisherigen Erkenntnissen und der Abstinenz von negativen externen Einflussfaktoren auch im laufenden Geschäftsjahr fortsetzen wird. Die Beschaffungsstrategie der Durchschnittspreis- sowie der strukturierten Beschaffung hat sich in der Energiekrise bewährt und bleibt daher das prägende Beschaffungsmodell der SWJ. Das spezielle, marktorientierte Beschaffungsprodukt, das den Kunden ermöglicht, Marktbewegungen nachzuvollziehen, erfreut sich nach wie vor großer Beliebtheit bei der Kundschaft. Es ist zu erwarten, dass dieses Produkt weiteres Wachstumspotential generieren wird.

Für Energieversorgungsunternehmen ist die markt- und preisgerechte Beschaffung von Energie in den Bereichen Strom, Erdgas und Wärme sowohl eine wesentliche Herausforderung als auch eine bedeutende Chance für den Erfolg ihrer Vertriebsgeschäfte. Die Stadtwerke Jülich GmbH hat sich daher zum Ziel gesetzt, Marktpreis- und Wetterrisiken zu identifizieren und zu bewerten, um diese an den Energiemärkten durch eine festgelegte Strategie abzusichern. Dabei nutzt sie die Beteiligung an der Beschaffungsgesellschaft. Die langjährige Zusammenarbeit mit der Quantum GmbH bietet hierfür weiterhin eine zuverlässige und solide Basis.

Risiken durch den Russland-Ukraine-Krieg stehen in der Energiewirtschaft nicht mehr mit der gleichen Gewichtung im Vordergrund wie in den beiden Vorjahren. Insofern sind aktuell keine besonderen Risiken für die Stadtwerke Jülich GmbH für das laufende Geschäftsjahr zu erkennen.

Die in 2022 verabschiedete Novelle des erneuerbaren Energiegesetzes gibt das Ziel vor, bis zum Jahr 2030 mindestens 80 % des verbrauchten Stroms in Deutschland aus erneuerbaren Energien zu erzeugen. Die Stadtwerke Jülich GmbH haben daher im Geschäftsjahr die Initiative gestartet, Flächen für Freiflächen-PV- und Windkraftanlagen für die Gesellschaft zu sichern. Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres konnten diese Ziele für PV- und Windkraftanlagen erreicht werden. Aktuell befasst sich die Gesellschaft mit der Realisierung einer PV-Freiflächenanlage auf Flächen des Stadtrandgebietes. Maßgebliches Ziel ist dabei u.a. die verbrauchernahe Erzeugung erneuerbarer Energien für die Stadt Jülich sowie die positive Wirkung auf die CO 2 -Bilanzierung der Stadt Jülich. Ein Risiko in der Realisierung der PV-Freiflächenanlage wird in den aktuell hohen Finanzierungskosten gesehen. Eine Chance liegt jedoch auf der anderen Seite in dem zunehmenden Preisverfall der Solarmodule, maßgeblich verursacht durch die Überkapazitäten der Solarmodulfertigung in China.

Risikobehaftet ist die mögliche Höhe der Investitionstätigkeit, insbesondere mit Blick auf die Energie- und Wärmewende. Als stark von langfristigen Investitionen abhängiges Unternehmen sind die Finanzierungskosten von besonderer Relevanz. Dies insbesondere auch, weil die Kostensteigerungen auch auf den Warenmärkten deutlich zu spüren sind. Hier stellt auch die aktuelle und die zukünftige Zinsentwicklung ein Risiko dar, denn die SWJ ist auch auf die Finanzierung durch Fremdkapital angewiesen. Im Falle, dass über diese nicht ausreichend verfügt werden kann, könnten sich Investitionstätigkeiten verschieben. Eine mögliche Alternative, investive Maßnahmen in Kooperation umzusetzen, sollen vermehrt betrachtet werden. Die im Geschäftsjahr 2023 beabsichtigte Beteiligung des Kreises Düren an den Stadtwerken Jülich GmbH wurde im laufenden Geschäftsjahr realisiert. Somit konnte der Mittelzufluss im Frühjahr 2024 die Eigenkapitalausstattung der SWJ maßgeblich verbessern.

Im Bereich Glasfaser lagt der Fokus im Berichtsjahr nicht auf der Planung neuer Ausbaugebiete und dazugehörigen Vorvermarktungen. Stattdessen wurde die Verdichtung in den bestehenden Ausbaugebieten durch Nachvermarktungsaktionen vorangetrieben, während Neubaugebiete opportunistisch bedient wurden. Um die Umsetzung des Ausbauzieles zu unterstützen, das gesamte Jülicher Stadtgebiet mit Glasfaser zu versorgen, wurden im Berichtsjahr Gespräche mit Kooperationspartnern geführt. Der Verlauf dieser Gespräche lässt die Prognose zu, dass die Stadtwerke Jülich GmbH im Jahr 2024 einen Kooperationsvertrag abschließen wird. Damit würde der aus einem Eigenausbau resultierende Investitionsbedarf sowie das wirtschaftliche Risiko der Gesellschaft gemindert und positive Erträge könnten in einem mittelfristigen Zeitraum erwirtschaftet werden. In diesem Zusammenhang könnte es auch sinnvoll sein, die entsprechende Sparte gemeinsam mit einem Partner in eine eigene Gesellschaft auszugliedern, was u. a. die Bilanz- und Finanzkennzahlen der Gesellschaft entlasten würde.

Mit dem Beginn der Planungen und Ausschreibungen für den Neubau eines Wasserwerkes wurde im Berichtsjahr ein wesentlicher Grundstein für die zukünftige positive Entwicklung der Gesellschaft gelegt. Mit den Probebohrungen des neuen Brunnens und der Beauftragung des Ingenieursbüros bzgl. der Planungsarbeiten für das Wasserwerk, konnte das Projekt initiiert werden. Das geplante Investitionsvolumen beträgt etwa 15-18 Millionen Euro. Die Risiken auf dem Bausektor sollen nach Möglichkeit über eine "Turn-Key-Ausschreibung" minimiert werden. Bezüglich der Risiken aus der Zinsbelastung ist keine grundlegende Änderung in 2024 gegenüber dem Berichtsjahr zu erwarten. Die sich vorsichtig andeutenden Anzeichen einer Zinssenkung im Jahr 2024/2025 werden sich aufgrund der zeitlichen Finanzmittelaufnahme nicht signifikant für das Projekt auswirken.

Dieser Neubau wird die sichere Wasserversorgung der Stadt Jülich für die nächsten Jahrzehnte gewährleisten, insbesondere vor dem Hintergrund der erwarteten positiven Bevölkerungsentwicklung der Stadt. Für die Stadtwerke Jülich GmbH bedeutet dies einen gesicherten und steigenden Wasserabsatz in Verbindung mit modernsten Aufbereitungsmöglichkeiten über einen Zeitraum von fast 40 Jahren.

In den kommenden Jahren werden der Ausbau neuer Geschäftsfelder, die Umsetzung der Wärmewende sowie die fortschreitende Digitalisierung die Hauptherausforderungen darstellen. Wesentliche Maßnahmen sind dabei der Ausbau der Online-Präsenz, die verstärkte Nutzung der Social-Media-Kanäle sowie eine zielgruppenorientierte Fokussierung und der Ausbau der Customer-Self-Service-Prozesse. In diesem Zusammenhang werden App-basierte Anwendungen für unsere Kunden im Fokus stehen.

Die Implementierung von RPA (Robotic Process Automation) und KI-Lösungen (Künstliche Intelligenz) bietet die Chance, positive Kosteneffekte zu erzielen und bestehende Kooperationen auch prozessual weiterzuentwickeln, um zusätzliche Synergien zu heben. Aktuelle Entwicklungen in der KI umfassen dabei fortschrittliche maschinelle Lernalgorithmen, die verbesserte Prognosemodelle ermöglichen, sowie Natural Language Processing (NLP), das die Interaktion mit Kunden über Chatbots und virtuelle Assistenten erheblich verbessert. Die Stadtwerke Jülich GmbH möchte diese Technologien nutzen, da zum einen Datenanalyse eine immer größere Rolle spielen, um Kundenverhalten und Markttrends zu beurteilen und zum anderen Prozesse zu automatisieren und die Effizienz zu steigern.

Eher auf der Risikoseite stellt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt dar. Durch die sehr arbeitnehmerfreundliche Lage wird es immer schwieriger, nicht nur Personal, sondern vor allem geeignetes Personal für das Unternehmen zu gewinnen. Dies gilt sowohl für Ausbildungsberufe als auch Festanstellungen, da immer weniger qualifizierte Bewerber verfügbar sind. Die aktuelle Situation am Arbeitsmarkt in Deutschland ist geprägt von einem Fachkräftemangel in vielen Branchen, einschließlich der Energieversorgungsbranche. Die Beschäftigungslage ist trotz der rezessiven Tendenzen stabil und es fehlt an qualifizierten Fachkräften, insbesondere in technischen und spezialisierten Berufen. Die demografische Entwicklung verstärkt diese Herausforderung in den kommenden Jahren, da unsere älteren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ruhestand gehen.

Um diesem Risiko zu begegnen engagieren sich die Stadtwerke Jülich GmbH in Kooperationen, wie zum Beispiel "jüwork-jülife", in der Stiftung Energieinformatik und "Studium trifft Wirtschaft". Darüber hinaus wird stetig an der Vielfältigkeit und Attraktivität der SWJ gearbeitet, um unsere Attraktivität für die zukünftige Belegschaft sichtbar machen. Dazu zählen auch unsere Bestrebungen, ein modernes Arbeitsumfeld durch unseren geplanten Neubau zu schaffen.

4.2. Risikomanagement

Das Risikomanagementsystem der Stadtwerke Jülich GmbH ist darauf ausgelegt, wesentliche Risiken für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu erkennen. Ein Risikobeauftragter und spezifische Risikoverantwortliche für die Unternehmensbereiche sind benannt. Monatlich werden Risikoanalysen im Rahmen des Monatsabschlusses durchgeführt, ergänzt durch Ad-hoc-Meldungen, wenn erforderlich.

Im Bereich der technischen Sicherheit der Versorgungsnetze ist die Stadtwerke Jülich GmbH seit 2019 erfolgreich im Technischen Sicherheitsmanagement (TSM) zertifiziert, für die Sparten Gas, Strom und Wasser. Zusätzlich sind die Anforderungen des IT-Sicherheitskatalogs der Bundesnetzagentur erfüllt, was durch das Zwischenaudit mit dem ISMS-Zertifikat bestätigt wurde. Ein Vollaudit der ISMS-Zertifizierung findet im Jahr 2025 wieder statt. Die Mitarbeiter der Stadtwerke Jülich setzen sich kontinuierlich dafür ein, die technische und organisatorische Sicherheit weiterzuentwickeln. Monatlich treffen sich die TSM- und ISMS-Teams, um laufende Projekte fortzuführen und sich auf zukünftige Re-Zertifizierungen und Wiederholungsprüfungen vorzubereiten.

Die ständigen Veränderungen in den wirtschaftlichen, rechtlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen erhöhen das potenzielle Risiko für die Geschäftsentwicklung in den Kerngeschäftsbereichen. Besonders relevant sind die Auswirkungen der Regulierungsentscheidungen der Bundesnetzagentur bezüglich der Netzentgelte für Strom und Gas. Um dem Risiko unsicherer Energiebezugskosten zu begegnen, verfolgt die Gesellschaft eine bewährte sukzessive Beschaffungspolitik. Aufgrund der Komplexität dieses Themas nutzt das Unternehmen die Expertise der Quantum GmbH in Ratingen, einem Spezialdienstleister für Energieeinkauf und -handel.

Das Aufsichtsgremium wird über Risiken und Chancen in den Sitzungen sowie durch spezielle Quartalsberichte informiert. Der Gesellschafter wird bei Bedarf in Sitzungen des Rates, des Haupt- und Finanzausschusses, der Gesellschafterversammlung und durch einzelne schriftliche Dokumentationen unterrichtet. Weitere regelmäßige Abstimmungen erfolgen in der Regel monatlich und nach Bedarf in eigens dafür anberaumten Einzelterminen mit der Verwaltungsspitze.

4.3. Wichtige Risikokategorien

4.3.1. Kreditrisiko

Aus den bestehenden Geschäftsbeziehungen ergeben sich zwangsläufig Kreditrisiken. Einem etwaigen Ausfallrisiko wird durch festgelegte Mahn- und Sperrprozesse, welche zeitnah überwacht und gegebenenfalls angepasst werden, begegnet.

4.3.2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass die flüssigen Mittel oder freien Kreditlinien möglicherweise nicht ausreichen, um finanzielle Verpflichtungen, insbesondere aus der Ablösung fälliger Finanzverbindlichkeiten, termingerecht zu erfüllen. Um Liquiditätsrisiken frühzeitig erkennen zu können, erfolgt regelmäßig ein Liquiditätsreporting sowie eine rollierende Liquiditätsplanung.

Die Gewährung von geplanten Darlehen durch die Kreditinstitute und der Fortbestand der Kontokorrentkreditlinie sind wesentliche Eckdaten. Im Berichtsjahr wurden keine Bankdarlehen aufgenommen.

Mengenentwicklungen:

Unsere Analysen zeigen, dass die Verbrauchsmengen im Vergleich zum Vorjahresniveau nach wie vor rückläufig sind. Es ist jedoch eine gewisse Bodenbildung beim Einsparpotential erkennbar. Unsere Kontakte zu den Industrie-Bestandskunden, die bei SWJ in der Stückzahl gering ausgeprägt sind, zeigt keinen Rückgang der Produktion. Mengenabweichungen, die aus kurzfristigen Mengen Zu- und Verkäufen resultieren, sind bisher Temperaturabweichungen geschuldet. Aktuell stellt sich kein zwingender Handlungsbedarf in unserer Beschaffungsstrategie dar.

Preisentwicklung:

Die Strategie der sukzessiven Energiebeschaffung hat sich während der Energiekrise bewährt und wird daher im Wesentlichen weiterhin fortgeführt. Mit den Kursrückgängen an den Energiehandelsbörsen intensiviert sich der Wettbewerb, insbesondere durch Wettbewerber, die ihre Energiemengen am Spotmarkt beschaffen. Die Preisbildungen an den Energiemärkten reagieren sensibel. Leichte Geopolitische Veränderungen führen zu direkten Preisänderungen und beeinflussen wiederum die Wettbewerbssituation.

Kunden/Zahlungsmoratorium:

Änderungen zu Abschlagszahlungen bzw. deren Reduzierung werden kaum noch von Kunden gewünscht. Die Vereinbarungen zu Ratenzahlungen sind auf einem durchschnittlichen Niveau.

Regulierung / Branchenbezogene Gesetze und Verordnungen

Der ständige Wandel des politischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Umfelds belastet die SWJ und kann Auswirkungen auf die Ertragslage haben. In den regulierten Netzbereichen Strom- und Gasverteilung sind die Erlöspfade der Gesellschaft durch die Bescheide der Regulierungskammer des Landes NRW festgelegt, die die jährlichen Erlösobergrenzen bestimmen. Die von der Regulierungsbehörde identifizierten Ineffizienzen müssen bis zum Ende einer Regulierungsperiode abgebaut werden. Dies führt dazu, dass die erwarteten Erlöse aus der Netznutzung in den folgenden Geschäftsjahren entsprechend den Effizienzvorgaben sinken.

Neben den anreizregulatorischen Vorschriften hat der Gesetzgeber weitere bürokratische Hürden geschaffen, die sowohl die Geschäftsabläufe als auch deren Dokumentation erheblich beeinflussen. Hierzu gehören die EU-Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), eine Ausweitung der Aufzeichnungspflichten bei der Energie- und Stromsteuer, die Regelwerke des Informationssicherheitsmanagementsystems (ISMS), Compliance Systeme und weitere Dokumentationspflichten. Diese binden erhebliche Personalressourcen, die somit nicht für die Weiterentwicklung des Unternehmens und für Geschäftsausweitung zur Verfügung stehen.

Zusätzlich belastet die Abwicklung der Strom- und Gaspreisbremsen das Unternehmen. Diese Maßnahmen, die im Berichtsjahr dazu dienten, die Verbraucher vor stark steigenden Energiepreisen zu schützen, werden in der finalen Abwicklung voraussichtlich erst im Jahr 2025 für die SWJ abgeschlossen sein. Die Abwicklung der Preisbremsen erfordern eine sorgfältige Abstimmung und Dokumentation, um sicherzustellen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden, was zusätzliche personelle und administrative Ressourcen bindet.

Mit dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Digitalisierung der Energiewende und dem Messstellenbetriebsgesetz (MsbG) stehen alle Betreiber von Energieversorgungsnetzen vor besonderen Herausforderungen. Diese umfassen sowohl die Verantwortlichkeit für den Messstellenbetrieb als auch den Rollout moderner Messeinrichtungen und intelligenter Messsysteme. Dies ist auch im Zusammenhang mit der gesetzlichen Vorgabe zu sehen, ab dem Jahr 2025 dynamische Tarife unseren Kunden anzubieten. Intelligente Messsysteme sind dabei als Voraussetzung zu betrachten.

4.3.3. Risiken der künftigen Entwicklung

Maßnahmen, die sich außerhalb des Kernbereiches der Energieversorgung und des Breitbandausbaus bewegen, sollten sowohl aus kapazitiven wie finanziellen Gründen unterbleiben. Aus Sicht der Gesellschaft ist mit Blick auf die zukünftigen Investitionen eine weitere deutliche Stärkung des Eigenkapitals durch den Gesellschafter anhand von Gewinnthesaurierungen angeraten. Die Bilanz- und Finanzstruktur kann noch nicht als ausgewogen respektive anzustrebendes Endziel bezeichnet werden, obgleich sie sich in den letzten Jahren - nach den bisher erzielten deutlichen Erfolgen - signifikant und stetig verbessert hat.

5. Öffentliche Zwecksetzung und Zweckerreichung

Gemäß § 2 des Gesellschaftsvertrages ist Gegenstand des Unternehmens die öffentliche Versorgung und der Handel mit Strom, Gas, Wasser und Wärme sowie die Errichtung und der Betrieb von öffentlichen Bädern im Rahmen der Aufgaben eines kommunalen Versorgungsunternehmens. Diese Aufgabenstellung wurde im Geschäftsjahr erfüllt.

 

Jülich, den 26. Mai 2024

Stadtwerke Jülich GmbH, Jülich

Die Geschäftsführung

Ulf Kamburg

Bilanz zum 31.12.2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen und ähnliche Rechte 391.248,56 298.223,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 3.335.112,10 3.480.473,31
2. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 2.357.777,42 2.586.216,69
3. Bezugsanlagen 1.478.355,55 1.557.603,54
4. Verteilungsanlagen 20.569.601,93 19.892.729,13
5. Hausanschlüsse und Zähler 10.765.148,34 9.955.970,10
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.305.512,81 7.900.905,16
7. geleistete Anzahlungen, Anlagen im Bau 1.703.107,03 1.560.819,84
48.514.615,18 47.232.941,58
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.322.946,60 2.285.946,60
2. Sonstige Ausleihungen und Genossenschaftsanteile 1,00 1,00
2.322.947,60 2.285.947,60
51.228.811,34 49.518.889,18
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe 730.484,80 828.226,80
2. Emmissionszertifikate 1.083.391,50 726.648,56
3. unfertige Erzeugnisse 59.579,19 0,00
4. geleistete Anzahlungen 149.154,86 5.340,00
2.022.610,35 1.560.215,36
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.876.091,97 2.674.099,09
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 968,97 3.962,03
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.421.789,55 2.426.967,23
10.298.850,49 5.105.028,35
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.245.802,96 4.367.045,09
C. Rechnungsabgrenzungsposten 4.835,80 0,00
65.800.910,94 60.551.177,98

Passivseite

31.12.2023 31.12.2023 Vorjahr 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 3.100.000,00 3.100.000,00
II. Kapitalrücklage 3.731.887,72 3.731.887,72
III. Gewinnrücklage 9.207.484,25 7.132.472,11
IV. Jahresüberschuss 2.577.011,02 2.075.012,14
18.616.382,99 16.039.371,97
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse zum AV 5.635.648,55 5.360.658,02
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 246.205,00 261.359,00
2. Steuerrückstellungen 2.385.053,32 934.223,54
3. Sonstige Rückstellungen 6.120.035,86 3.635.959,25
8.751.294,18 4.831.541,79
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.697.329,50 23.476.603,66
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.155.892,56 703.193,65
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistunge 710.160,22 1.435.683,83
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafterin 6.000.000,00 578.298,54
5. sonstige Verbindlichkeiten 4.208.861,42 8.125.826,52
32.772.243,70 34.319.606,20
E. Rechnungsabgrenzungsposten 25.341,52 0,00
65.800.910,94 60.551.177,98

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
2023 2022
1. Umsatzerlöse 77.292.696,38 42.868.424,00
Stromsteuer -1.375.000,00 -1.119.089,50
Erdgassteuer -1.130.100,00 -1.007.600,00
Umsatzerlöse netto 74.787.596,38 40.741.734,50
2. andere aktivierte Eigenleistungen 951.817,68 1.582.078,96
3. sonstige betriebliche Erträge 1.641.736,62 653.594,30
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene -52.556.708,16 -22.043.268,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -2.062.772,45 -2.079.728,70
-54.619.480,61 -24.122.997,51
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.383.096,76 -5.112.449,47
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung € -385.368 ; Vorjahr € -381.914 -1.578.464,86 -1.555.266,26
-6.961.561,62 -6.667.715,73
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.785.159,12 -3.453.653,51
7. sonstige betriebliche Aufwendungen -6.875.182,52 -5.401.494,05
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 62.615,26 319.037,50
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens -87.000,00 -179.000,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -548.511,83 -371.716,84
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.966.944,72 -1.001.679,32
12. Ergebnis nach Steuern 2.599.925,52 2.098.188,30
13. sonstige Steuern -22.914,50 -23.176,16
14. Jahresüberschuss 2.577.011,02 2.075.012,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben

Die Stadtwerke Jülich GmbH hat ihren Sitz in Jülich und ist eingetragen in das Handelsregister beim Registergericht Düren (Handelsregister-Nr.: B 4131).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde aufgrund gesellschaftsrechtlicher Bestimmungen nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Dabei sind Besonderheiten der Versorgungswirtschaft durch die Erweiterung der Gliederung der Bilanz berücksichtigt worden. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten erfasst und linear entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 4 bis max. 6 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Für das Sachanlagevermögen werden im Wesentlichen nachfolgende Nutzungsdauern unterstellt:

Bezeichnung Nutzungsdauern in Jahren
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 20 - 60
Technische Anlagen und Maschinen 5-40
Verteilungsanlagen 20 - 40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-20

Für eigene Leistungen werden neben den Einzelkosten angemessene Lohn- bzw. Materialgemeinkosten verrechnet. Die planmäßigen Abschreibungen für die Zugänge im Jahr 2023 werden nach der linearen Methode errechnet. Geringwertige Anlagegüter und somit Gegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis einschließlich 800,00 € werden sofort im Jahr der Anschaffung abgeschrieben. Die Vorräte werden mit fortgeschriebenen durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind die erkennbaren Risiken durch entsprechende Bewertungsabschläge berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen.

Die flüssigen Mittel sind zum Nominalwert angesetzt.

Der Sonderposten für Investitionszuschüsse beinhaltet die seit dem 1. Januar 2003 erhaltenen Baukostenzuschüsse und weiterberechneten Hausanschlüsse, die über die Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge ertragswirksam aufgelöst werden.

Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck Richttafeln 2018 G ermittelt. Sie werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Berechnung erfolgt mittels der "Projected Unit Credit Method". Bei der Berechnung wurde ein nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung festgelegter Zinssatz von 1,82 % angesetzt. Dieser Rechnungszins von 1,82 % wurde von der Deutschen Bundesbank auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren gemäß § 253 Abs. 2 HGB in Verbindung mit der Rückstellungsabzinsungsverordnung ermittelt und veröffentlicht. Künftige Gehalts- und Rentenanpassungen werden unverändert zum 31. Dezember 2023 mit einem jährlichen Anstieg von 2 % in die Bewertung einbezogen.

Jubiläumsrückstellungen werden aufgrund tariflicher bzw. betriebsinterner Vereinbarungen gebildet.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des diskontierten Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung alle derzeit erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Bei der Ermittlung der Unterschiedsbeträge zwischen Handels- und Steuerbilanz ergibt sich für die Gesellschaft (bei Anwendung eines anzulegenden Steuersatzes von 33,79 % [Gewerbesteuer: 17,96 %; Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag: 15,83 %]) ein Überhang der aktiven latenten Steuern über die passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern von insgesamt 2.359 T€ betreffen im Wesentlichen den Sonderposten für Investitionszuschüsse (1.904 T€) und Pensionsrückstellungen (28 T€). Passive latente Steuern in Höhe von 1.896 T€ betreffen im Wesentlichen das Sachanlagevermögen.

Die Gesellschaft nimmt ihr Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Anspruch und setzt die über den Saldierungsbereich hinausgehenden aktiven Steuerlatenzen in Höhe von 463 T€ in der Handelsbilanz nicht an.

3. Angaben zu den Posten der Bilanz

(1) Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (vgl. Anlage zum Anhang).

(2) Die Finanzanlagen beinhalten eine Beteiligung an der WOGE (gem. Bauverein), der RURENERGIE GmbH, an der Quantum GmbH, an one METERING e.G., an der Confer IT -GmbH sowie ein an die Hannah & Swenn Projekt GmbH gewährtes Darlehen, das aus Gründen kaufmännischer Vorsicht vollständig wertberichtigt wurde.

(3) Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

31.12.2023 31.12.2022
T€ T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.876 2.674
davon gegen den Gesellschafter 110
Forderungen gegen den Gesellschafter 1 4
Sonstige Vermögensgegenstände 4.422 2.427
davon gegen den Gesellschafter 45 -
Gesamt 10.299 5.105

Sonstige Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Ausgleichsenergie- und Bilanzkreisabrechnung, der Netzumlagen Strom sowie der Energiesteuer.

(4) Zur Flexibilisierung der kurzfristigen Liquiditätsanforderungen und Vorfinanzierung von im Wirtschaftsplan bezeichneter Maßnahmen bestehen zwei Rahmenvereinbarungen mit der Stadt Jülich in Höhe von insgesamt 9 Mio. €. Davon wurden 6 Mio. € zum 31.12.2023 in Anspruch genommen.

(5) Im Sonderposten für Investitionszuschüsse werden die seit dem 1. Januar 2003 erhaltenen steuerpflichtigen Baukostenzuschüsse und weiterberechneten Hausanschlüsse ausgewiesen.

(6) Die Rückstellungen für unmittelbare Zusagen von Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen sind im vollen Umfang unter Berücksichtigung der Sterbetabelle 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck dotiert. Der Unterschiedsbetrag i.S.d. § 253 Abs. 6 HGB beträgt 1,6 T€.

(7) Sonstige Rückstellungen wurden u.a. gebildet für energiewirtschaftliche und regulatorische Risiken, Vertragsrisiken, drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Urlaubsverpflichtungen gegenüber Betriebsangehörigen, Emissionszertifikaten und ausstehende Rechnungen. Aus der Abzinsung der Rückstellungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB ergibt sich ein Zinsertrag von 2,4 T€ (im Vorjahr 0,5 T€). Dieser ist gemäß § 277 Abs. 5 Satz 1 HGB unter dem Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen.

(8) Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

Gesamt Restlaufzeit Gesamt Restlaufzeit
31.12.2023 bis 1 Jahr über 5 Jahre 31.12.2022 bis 1 Jahr über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.697 2.574 8.352 23.477 2.779 10.588
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.156 886 0 703 445 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 710 710 0 1.436 1.436 0
Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 6.000 6.000 0 578 578 0
Sonstige Verbindlichkeiten 4.209 4.209 0 8.126 8.126 0
Gesamt 32.772 14.379 8.352 34.320 13.364 10.588

Die Bilanzposition Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter beinhaltet die Verbindlichkeit aus der Bereitstellung kurzfristiger Liquidität. Sonstige Verbindlichkeiten enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus Energieumlagen und Kreditabrechnung. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen betreffen im Wesentlichen Kautionen und Sicherheitsleistungen sowie Vorauszahlungen der Kunden auf Strom-, Gas-, Wasser- und Wärmelieferungen.

4. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

(9) Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Betriebszweige:

2023 2022
T€ T€
Stromversorgung 34.064 18.541
abzgl. abgeführter Stromsteuer -1.375 -1.119
Umsatzerlöse Stromversorgung 32.689 17.422
Gasversorgung 34.409 16.596
abzgl. abgeführter Erdgassteuer -1.130 -1.008
Umsatzerlöse Gasversorgung 33.278 15.588
Wasserversorgung 5.330 5.188
Fernwärmeversorgung 1.278 1.062
Hallenbad/Blockheizkraftwerk 111 126
Freibad 107 0
Glasfaser 741 482
Sonstige Umsatzerlöse 1.253 874
Gesamt 74.788 40.742

(10) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 242 T€, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von insgesamt 409 T€, die planmäßige Auflösung der Investitionszuschüsse in Höhe von 384 T€ und 200 T€ aus Zuschreibungen für ein Darlehen an die Hannah & Swenn Projekt GmbH.

(11) Personalaufwand

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer des Geschäftsjahres, getrennt nach Mitarbeitergruppen:

2023 2022
Kaufmännische Mitarbeiter 45 42
Gewerblich/technische Mitarbeiter 55 55
Summe 100 97
Auszubildende 9 8

Die Arbeitnehmer haben eine Alters- und Hinterbliebenenversorgung gemäß dem Tarifvertrag für Versorgungsbetriebe. Zur Erfüllung dieser Versorgungsverpflichtungen ist die Gesellschaft Mitglied in der Rheinischen Zusatzversorgungskasse (RZVK). Der im Geschäftsjahr gültige Umlagesatz betrug 4,25 %. Daneben besteht die Verpflichtung, ein Sanierungsgeld von 3,5 % der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter zu zahlen.

Für die Verpflichtungen aus diesen mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden unverändert gemäß dem Wahlrecht des Artikels 28 EGHGB keine Rückstellungen gebildet. Es existiert wie im Vorjahr kein Fehlbetrag. Der von der RZVK mitgeteilte Ausgleichsbetrag gemäß § 15 der RZVK-Satzung beträgt rund 13,91 Mio. €. Er repräsentiert den Anwartschaftsbarwert der Pensionsverpflichtungen gegenüber den versicherten und ehemaligen Mitarbeitern.

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung bestehen aus einem Jahresfestgehalt, einer erfolgsabhängigen Tantieme, Sachbezüge durch die Gestellung eines Dienstfahrzeuges sowie von Hilfsmitteln im üblichen Umfang zur Geschäftsabwicklung und diverse Versicherungsentgelte inklusive einer Versorgungsleistung durch eine beitragsorientierte Unterstützungskasse. Für das Geschäftsjahr hat die Geschäftsführung eine Festvergütung von 162,7 T€ erhalten. Für den Geschäftserfolg des Berichtsjahres 2023 wurden für die Geschäftsführung vorsorglich 40 T€ zurückgestellt. Für die Geschäftsführung bestehen keine Pensionsverpflichtungen seitens der Gesellschaft. Die betriebliche Altersversorgung nach dem Modell der beitragsorientierten Unterstützungskasse besteht seit dem 1. April 2009 und beträgt 70 % des Jahresfestgehaltes. Vergütungskomponenten mit langfristigen Anreizwirkungen wurden nicht vereinbart.

Bezüglich der Nennung von Pensionszahlungen an frühere Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB und seinerzeitige Regelungen verzichtet.

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfallen mit 1,32 Mio. € auf Konzessionsabgaben, die den größten Einzelposten bilden. Als weitere größere Einzelposten sind die Kosten für EDV i. H. v. 1,22 Mio. € zu nennen, die von dem IT-Dienstleister, der Confer-IT GmbH im Zusammenhang mit der Unterhaltung und der Instandhaltung der IT-Systeme erbracht werden. Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten, Aufwendungen für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit sowie sonstige Verwaltungskosten sind weitere Inhalte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von 170 T€.

(14) Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen Steuern für das Berichtsjahr (1.967 T€).

5. Sonstige Angaben

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 wurde durch die Beteiligungsgesellschaft Kreis Düren mbH (BTG) ein zweiter Gesellschafter Anteilseigner der Stadtwerke Jülich GmbH. Die Gesellschafteranteile teilen sich zukünftig wie folgt auf:

74,9 % Stadt Jülich

25,1% BTG

Der Erlös aus dem Anteilsverkauf der Stadt Jülich wurde dem Eigenkapital der Stadtwerke Jülich GmbH zugeführt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nicht eingetreten, über die zu berichten wäre.

Abschlussprüferhonorare

Die Gesamtvergütung des Abschlussprüfers für seine für das Berichtsjahr erbrachten Leistungen setzt sich wie folgt zusammen:

2023
T€
Abschlussprüfung 23,5
Sonstige Bestätigungsleistungen 21,0
Sonstige Leistungen 0
Gesamt 44,5

Haftungsverhältnisse

Die Stadtwerke Jülich GmbH hat am 26. Oktober 2010 Patronatserklärungen gegenüber denjenigen Gesellschaftern der Quantum GmbH abgegeben, die als Primärsicherungsgeber für die Quantum Sicherheiten gegenüber Großhandelspartnern im Rahmen des Besicherungskonzeptes stellen. Das sind die Bocholter Energie- und Wasserversorgung GmbH, Bocholt, die Energieversorgung Oberhausen AG, Oberhausen, sowie die SWK Energie GmbH, Krefeld. Ergänzend erfolgte im Jahr 2020 die Beschlussfassung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Neuwied GmbH als weiterer Primärsicherungsgeber hinzuzutreten.

Für die Jahre 2024 bis 2028 entspricht die bereits bestellte Menge, die den beiden obigen Haftungsverhältnissen unterliegt, einem Gegenwert von 43,95 Mio. € (Vorjahr: 60,5 Mio. €). Die Möglichkeit einer Inanspruchnahme ist sehr unwahrscheinlich, da letztlich die von der Gesellschaft bezogenen Mengen im Gesamtkontext der Quantum die Berechnungsgrundlage bilden.

Dem im Rahmen der Ausgründung der IT-Abteilung auf die Confer IT GmbH übergegangenen Mitarbeiter wurde unter bestimmten Voraussetzungen ein Rückkehrrecht in die Gesellschaft eingeräumt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen finanzielle Verpflichtungen von insgesamt 44 Mio. €. Sie resultieren in Höhe von 43,95 Mio. € aus Bezugsverträgen Strom (für 2024 bis 2028) und Gas (für 2024 bis 2028).

Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen Leasingverträge für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 82 T€ bei Restlaufzeiten von bis zu 33 Monaten.

Beteiligungen

Die Stadtwerke Jülich GmbH ist an der Confer IT GmbH mit Sitz in Neuwied mit 25,1 % sowie an der RURENERGIE GmbH mit Sitz in Düren mit 10 % beteiligt. Die Gesellschaft hält ebenfalls eine Beteiligung i.H.v. 1,4 % an der Quantum GmbH, Ratingen sowie an der WOGE Wohnungsbaugesellschaft, Jülich i.H.v. 1,4 % und der oneMETERING E.G. i.H.v.8,7 %

Der Jahresfehlbetrag der Confer IT GmbH für das Jahr 2022 betrug 12,38 T€. Das Eigenkapital der Gesellschaft lag bei 1,622 Mio. € per 31. Dezember 2022.

Gesellschafter

Stadt Jülich

Organe der Gesellschaft

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:

Engels, Hans-Günter Stadtverordneter, Unternehmer - Vorsitzender -
Fuchs, Axel Bürgermeister, Stadt Jülich
Erkens, Norbert Betriebsratsvorsitzender, technischer Angestellter
Friedrich, Egbert Stadtverordneter, Rentner
Frey, Heinrich Stadtverordneter, Unternehmer
Hempsch, Norbert Maria Stadtverordneter, Unternehmer
Gundelach, Klaus Stadtverordneter, Pensionär
Brandt, Dr. Felix Stadtverordneter, Angestellter
Laufs, Jürgen Stadtverordneter, technischer Verwaltungsangestellter - stellv. Vorsitzender -
Klems, Christian Stadtverordneter, Pensionär
Schlüter, Konrad Stadtverordneter, Angestellter -
Schmidt, Helmut Stadtverordneter, Rentner
Wolf Carsten Stadtverordneter, Unternehmer
Schüler, Clemens Stadtverordneter, leitender Angestellter

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten im Berichtsjahr keine Vergütung.

Geschäftsführung

Ulf Kamburg, Jülich (hauptberuflicher Geschäftsführer der Stadtwerke Jülich GmbH)

Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 2.577.011,02 € in die Gewinnrücklage einzustellen.

Angaben gemäß § 6b Abs. 2 Energiewirtschaftsgesetz

Die Stadtwerke Jülich GmbH tätigt keine Geschäfte größeren Umfangs im Sinne dieses Gesetzes, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen.

 

Jülich, 26.05.2024

Stadtwerke Jülich GmbH, Jülich

Die Geschäftsführung

Ulf Kamburg

Entwicklung des Anlagevermögens vom 1.1. bis 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand Umgliederung Zugang
1 2 3 4
Zusammenstellung nach Bilanzpositionen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 1.036.677,45 0,00 143.536,56
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.688.544,70 0,00 12.842,71
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen 6.876.684,34 0,00 30.281,84
3. Bezugsanlagen 8.329.520,40 0,00 59.200,80
4. Verteilungsanlagen 58.076.073,61 0,00 1.950.737,42
5. Hausanschlüsse und Zähler 25.533.883,39 0,00 1.474.535,23
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 13.075.384,98 0,00 761.970,28
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.560.819,84 0,00 1.318.045,06
124.140.911,26 0,00 5.607.613,34
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.285.946,60 0,00 37.000,00
2. Sonstige Ausleihungen 590.001,00 0,00 87.000,00
2.875.947,60 0,00 124.000,00
Gesamt I., II., III. 128.053.536,31 0,00 5.875.149,90
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Abgang Umbuchung Endstand
1 5 6 7
Zusammenstellung nach Bilanzpositionen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten -1.402,68 0,00 1.178.811,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 7.743,37 10.709.130,78
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen -713.487,13 303.826,43 6.497.305,48
3. Bezugsanlagen 0,00 0,00 8.388.721,20
4. Verteilungsanlagen -234.666,82 437.007,50 60.229.151,71
5. Hausanschlüsse und Zähler -163.235,87 160.439,19 27.005.621,94
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -96.446,68 259.061,77 13.999.970,35
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -7.679,61 -1.168.078,26 1.703.107,03
-1.215.516,11 0,00 128.533.008,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 2.322.946,60
2. Sonstige Ausleihungen -80.000,00 0,00 597.001,00
-80.000,00 0,00 2.919.947,60
Gesamt I., II., III. -1.296.918,79 0,00 132.631.767,42
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand Umgliederung Zugang
1 8 9 10
Zusammenstellung nach Bilanzpositionen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten -738.453,64 0,00 -49.693,57
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken -7.208.071,39 0,00 -165.947,29
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen -4.290.467,65 0,00 -334.843,00
3. Bezugsanlagen -6.771.916,86 0,00 -138.448,79
4. Verteilungsanlagen -38.183.344,48 0,00 -1.668.158,09
5. Hausanschlüsse und Zähler -15.577.913,29 0,00 -823.556,67
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -5.174.479,82 0,00 -604.511,71
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
-77.206.193,49 0,00 -3.735.465,55
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen -590.000,00 0,00 -87.000,0
-590.000,00 0,00 -87.000,00
Gesamt I., II., III. -78.534.647,13 0,00 -3.872.159,12
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Abgang Zuschreibung Endstand
1 11 12 13
Zusammenstellung nach Bilanzpositionen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 584,44 0,00 -787.562,77
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 -7.374.018,68
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen 485.782,59 0,00 -4.139.528,06
3. Bezugsanlagen 0,00 0,00 -6.910.365,65
4. Verteilungsanlagen 191.952,79 0,00 -39.659.549,78
5. Hausanschlüsse und Zähler 160.996,36 0,00 -16.240.473,60
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 84.533,99 0,00 -5.694.457,54
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
923.265,73 0,00 -80.018.393,31
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 80.000,00 -597.000,00
0,00 80.000,00 -597.000,00
Gesamt I., II., III. 923.850,17 80.000,00 -81.402.956,08
Posten des Anlagevermögens Buchrestwerte Stand 31.12.2023 Buchrestwerte Stand 31.12.2022
1 14 15
Zusammenstellung nach Bilanzpositionen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte sowie Lizenzen an solchen Rechten 391.248,56 298.223,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 3.335.112,10 3.480.473,31
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen 2.357.777,42 2.586.216,69
3. Bezugsanlagen 1.478.355,55 1.557.603,54
4. Verteilungsanlagen 20.569.601,93 19.892.729,13
5. Hausanschlüsse und Zähler 10.765.148,34 9.955.970,10
6. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.305.512,81 7.900.905,16
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.703.107,03 1.560.819,84
48.514.615,18 46.934.717,77
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 2.322.946,60 2.285.946,60
2. Sonstige Ausleihungen 1,00 1,00
2.322.947,60 2.285.947,60
Gesamt I., II., III. 51.228.811,34 49.518.889,18

Tätigkeitsabschluss nach § 6b Abs. 3 EnWG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Bilanz Elektrizitätsverteilung

Aktiva

Elektrizitätsverteilung
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 53.911,70 10.319,24 43.592,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und Bezugsanlagen 73.555,12 75.459,81 -1.904,69
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen 0,00 0,00 0,00
3. Bezugsanlagen 644.948,00 704.765,19 -59.817,19
4. Verteilungsanlagen 4.984.004,30 5.248.389,81 -264.385,51
5. Hausanschlüsse und Zähler 1.695.370,63 1.550.678,24 144.692,40
6 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 310.053,16 326.637,49 -16.584,33
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 398.195,40 176.069,22 222.126,18
8.106.126,61 8.081.999,76 24.126,85
8.160.038,31 8.092.319,00 67.719,32
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
8.160.038,31 8.092.319,00 67.719,32
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 105.685,17 95.926,43 9.758,74
Geleistete Anzahlungen 149.154,86 0,00 149.154,86
254.840,03 95.926,43 158.913,60
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
4. Forderungen gegenüb. anderen UN's-bereichen 0,00 0,00 0,00
5. Forderungen gegenüber Finanzierungssparte 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 0,00 0,00
254.840,03 95.926,43 158.913,60
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
8.414.878,34 8.188.245,43 226.632,92

Passiva

Elektrizitätsverteilung
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 693.813,86 693.813,86 0,00
II. Kapitalrücklage 835.237,24 835.237,24 0,00
0,00
III. Gewinnrücklagen/ Andere Gewinnrücklagen 3.867.301,62 3.004.568,63 862.733,00
IV. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00
V. Jahresergebnis -834.915,87 -202.435,32 -632.480,55
4.561.436,85 4.331.184,40 230.252,45
B. Empfangene Ertragszuschüsse 0,00 0,00 0,00
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.327.386,62 2.165.402,54 161.984,08
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 374.076,98 195.132,00 178.944,98
374.076,98 195.132,00 178.944,98
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 827.284,77 1.496.526,48 -669.241,72
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber anderen UN's-bereichen 0,00 0,00 0,00
7. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungssparte 324.693,12 0,00 324.693,12
1.151.977,89 1.496.526,48 -344.548,60
F. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
8.414.878,34 8.188.245,43 226.632,92

Bilanz Gasverteilung

Aktiva

Gasverteilung
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 41.601,87 3.206,59 38.395,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und Bezugsanlagen 27.882,61 28.030,61 -148,00
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen 0,00 0,00 0,00
3. Bezugsanlagen 142.084,66 135.788,82 6.295,84
4. Verteilungsanlagen 6.869.184,68 6.442.172,79 427.011,89
5. Hausanschlüsse und Zähler 3.077.260,71 3.114.954,37 -37.693,66
6 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 289.330,30 256.224,32 33.105,98
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 134.270,69 184.866,26 -50.595,57
10.540.013,65 10.162.037,17 377.976,48
10.581.615,52 10.165.243,76 416.371,76
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
10.581.615,52 10.165.243,76 416.371,76
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 77.223,30 77.633,46 -410,16
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
77.223,30 77.633,46 -410,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
4. Forderungen gegenüb. anderen UN's-bereichen 0,00 0,00 0,00
5. Forderungen gegenüber Finanzierungssparte 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 0,00 0,00
77.223,30 77.633,46 -410,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
10.658.838,82 10.242.877,22 415.961,60

Passiva

Gasverteilung
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 722.326,79 722.326,79 0,00
II. Kapitalrücklage 869.562,08 869.562,08 0,00
III. Gewinnrücklagen/ Andere Gewinnrücklagen 4.942.988,79 3.840.287,23 1.102.701,56
IV. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00
V. Jahresergebnis 435.695,08 -31.562,42 467.257,50
6.970.572,75 5.400.613,68 1.569.959,06
B. Empfangene Ertragszuschüsse 0,00 0,00 0,00
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 1.222.928,91 1.229.457,07 -6.528,16
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 45.400,00 100.040,34 -54.640,34
45.400,00 100.040,34 -54.640,34
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.736.931,96 3.512.766,13 -1.775.834,17
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber anderen UN's-bereichen 0,00 0,00 0,00
7. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungssparte 683.005,21 0,00 683.005,21
2.419.937,17 3.512.766,13 -1.092.828,96
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
10.658.838,82 10.242.877,22 415.961,60

Bilanz grundzuständiger Messstellenbetreiber

Aktiva

grundzuständiger Messstellenbetreiber
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.787,25 3.406,74 -619,49
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00
2. Erzeugungs- und Gewinnungsanlagen 0,00 0,00 0,00
3. Bezugsanlagen 1,35 1,51 -0,16
4. Verteilungsanlagen 0,00 0,00 0,00
5. Hausanschlüsse und Zähler 271.857,45 242.651,78 29.205,67
6 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 812,28 828,88 -16,60
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00
272.671,08 243.482,17 29.188,91
275.458,33 246.888,91 28.569,42
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
275.458,33 246.888,91 28.569,42
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 0,00 0,00 0,00
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
2. Forderungen gegen den Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 0,00 0,00 0,00
4. Forderungen gegenüb. anderen UN's-bereichen 0,00 0,00 0,00
5. Forderungen gegenüber Finanzierungssparte 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
275.458,33 246.888,91 28.569,42

Passiva

grundzuständiger Messstellenbetreiber
31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 0,00 0,00 0,00
II. Kapitalrücklage 0,00 0,00 0,00
0,00
III. Gewinnrücklagen/ Andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00 0,00
IV. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 0,00 0,00
V. Jahresergebnis -9.213,14 35,21 -9.248,35
-9.213,14 35,21 -9.248,35
B. Empfangene Ertragszuschüsse 0,00 0,00 0,00
C. Sonderposten für Investitionszuschüsse 0,00 0,00 0,00
D. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 0,00 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 204.990,92 246.853,70 -41.862,79
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0,00 0,00 0,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber anderen UN's-bereichen 0,00 0,00 0,00
7. Verbindlichkeiten gegenüber Finanzierungssparte 79.680,56 0,00 79.680,56
284.671,47 246.853,70 37.817,77
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 0,00 0,00
275.458,33 246.888,91 28.569,42

Gewinn- und Verlustrechnung Elektrizitätsverteilung

Elektrizitätsverteilung
2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 9.514.847,23 8.897.886,56 616.960,67
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 133.350,68 273.524,70 -140.174,02
3. Sonstige betriebliche Erträge 263.070,50 232.299,61 30.770,89
4. Materialaufwand 6.930.955,82 5.852.300,68 1.078.655,14
a) Aufwend. für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren 5.006.982,43 4.873.133,74 133.848,69
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 175.463,29 145.308,12 30.155,17
c) Innerbetriebliche Leistungsverrechnung 1.748.510,10 833.858,82 914.651,29
5. Personalaufwand 1.580.880,53 1.509.305,13 71.575,40
a) Löhne und Gehälter 1.148.113,09 1.049.668,10 98.444,99
b) Soziale Abgaben und Aufw. für Altersvers. und Unterstützung 432.767,43 459.637,03 -26.869,59
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 702.219,71 677.745,69 24.474,02
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.513.922,78 1.546.606,54 -32.683,77
a) Konzessionsabgabe 608.500,00 651.120,09 -42.620,09
b) übrige betriebliche Aufwendungen 905.422,78 895.486,45 9.936,32
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00 0,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UV 0,00 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 15.047,84 17.134,51 -2.086,67
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 208,30 -0,12 208,42
12. Ergebnis nach Steuern -831.966,56 -199.381,56 -632.585,00
13. Sonstige Steuern 2.949,31 3.053,76 -104,46
14. Jahresüberschuss -834.915,87 -202.435,32 -632.480,55

Gewinn- und Verlustrechnung Gasverteilung

Gasverteilung
2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 6.341.840,60 4.538.506,01 1.803.334,59
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 166.296,81 234.204,50 -67.907,69
3. Sonstige betriebliche Erträge 259.296,41 178.050,77 81.245,64
4. Materialaufwand 3.434.347,23 2.188.126,81 1.246.220,42
a) Aufwend. für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren 1.657.955,76 1.339.252,49 318.703,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 388.723,25 388.414,93 308,32
c) Innerbetriebliche Leistungsverrechnung 1.387.668,21 460.459,38 927.208,83
5. Personalaufwand 1.127.669,93 1.148.765,47 -21.095,55
a) Löhne und Gehälter 763.758,01 746.296,18 17.461,84
b) Soziale Abgaben und Aufw. für Altersvers. und Unterstützung 363.911,92 402.469,30 -38.557,38
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 841.806,69 758.426,28 83.380,41
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 805.548,55 846.294,74 -40.746,19
a) Konzessionsabgabe 109.603,46 116.546,95 -6.943,49
b) übrige betriebliche Aufwendungen 695.945,09 729.747,79 -33.802,70
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 478,66 -478,66
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UV 0,00 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 31.593,80 40.219,49 -8.625,69
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 89.862,89 -0,11 89.863,00
12. Ergebnis nach Steuern 436.604,73 -30.592,74 467.197,47
13. Sonstige Steuern 909,65 969,68 -60,03
14. Jahresüberschuss 435.695,08 -31.562,42 467.257,50

Gewinn- und Verlustrechnung grundzuständiger Messstellenbetreiber

Grundzuständiger Messstellenbetrieb
2023 2022 Veränderung
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 106.415,57 79.537,18 26.878,38
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 49.742,07 37.189,66 12.552,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 479,88 317,77 162,11
4. Materialaufwand 2.861,81 10.477,95 -7.616,14
a) Aufwend. für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe für bezogene Waren 149,77 739,90 -590,13
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 15,76 8,22 7,54
c) Innerbetriebliche Leistungsverrechnung 2.696,28 9.729,83 -7.033,55
5. Personalaufwand 88.031,28 50.472,95 37.558,33
a) Löhne und Gehälter 74.222,73 44.911,67 29.311,06
b) Soziale Abgaben und Aufw. für Altersvers. und Unterstützung 13.808,55 5.561,28 8.247,27
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 59.014,49 46.063,56 12.950,93
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.201,23 7.160,05 5.041,18
a) Konzessionsabgabe 0,00 0,00 0,00
b) übrige betriebliche Aufwendungen 12.201,23 7.160,05 5.041,18
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 0,00 0,00
9. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des UV 0,00 0,00 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3.728,67 2.826,36 902,31
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5,26 0,00 5,26
12. Ergebnis nach Steuern -9.205,22 43,76 -9.248,98
13. Sonstige Steuern 7,92 8,55 -0,62
14. Jahresüberschuss -9.213,14 35,21 -9.248,35

Erläuterungen zum Tätigkeitsabschluss nach § 6b Abs. 3 EnWG

1. Tätigkeiten der Stadtwerke Jülich GmbH nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die Stadtwerke Jülich GmbH bietet Versorgungsleistungen in den Sparten Strom, Gas, Wasser und Sonstige im Raum Jülich an.

Die Pflicht zur Erstellung eines Tätigkeitsabschlusses für die Stadtwerke Jülich GmbH ergibt sich unmittelbar aus § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG, der die Führung getrennter Konten für ein im Elektrizitäts- und Gasbereich tätiges Unternehmen oder eine im Elektrizitäts- oder Gasbereich tätige Gruppe von Unternehmen bei wirtschaftlicher Nutzung von Eigentum verlangt.

Die Stadtwerke Jülich GmbH führt für folgende Tätigkeiten separate Konten und stellt eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung auf:

Elektrizitätsverteilung,

Gasverteilung,

Tätigkeiten außerhalb der Elektrizitäts- und Gasverteilung.

Den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung wurden die Strom- und Gasversorgungsanlagen inklusive Instandhaltung und anteilige Ertragsteuern zugeordnet.

Die Stadtwerke Jülich GmbH ist Eigentümerin der Anlagen im Netzgebiet Jülich. Die Stadtwerke führen seit dem 1. April 2002 die Strom- und Gasversorgung in Jülich entsprechend den Strom- und Gaskonzessionsverträgen zwischen der Stadt Jülich und den Stadtwerken Jülich durch.

Die öffentlichen Ladepunkte wurden den Tätigkeiten außerhalb der Elektrizitäts- und Gasverteilung zugeordnet. Nach § 7c Abs. 1 EnWG dürfen Betreiber von Elektrizitätsverteilnetzen weder Eigentümer von Ladepunkten für Elektromobile sein noch diese Ladepunkte entwickeln, verwalten oder betreiben. Nach unserer Auffassung kann mit diesem Verbot nicht das gesamte vollintegrierte (rechtlich nicht entflochtene) Stadtwerk gemeint sein, sondern lediglich die "Marktrolle" Netzbetrieb der Stadtwerke Jülich GmbH.

2. Vorgehensweise zur Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG

2.1. Ausgangsbasis

2.1.1. Buchhaltungssystematik

Die Stadtwerke Jülich GmbH wickelt ihr Rechnungswesen mit dem Schleupen-System ab.

Der Großteil der in der Kostenrechnung verarbeiteten Kosten wurde durch Buchungen in der Finanzbuchhaltung kostenstellenscharf erfasst. Zusätzliche Kostenbelastungen und Entlastungen finden im Kostenrechnungssystem Kosy statt.

Die übergeordnete und grundsätzliche Aufgabenstellung dieser Kostenrechnung besteht darin, die in aufwands- und periodenorientierter Sortierung übernommenen Wertgrößen der Finanzbuchhaltung in eine Form zu bringen, die eine produktorientierte Darstellung ermöglicht. Die Instrumente und Methoden, die dazu benötigt werden, sind Kostenstellen und Aufträge sowie die Verfahren der innerbetrieblichen Leistungs- und Kostenverrechnung.

2.1.2. Zugrunde gelegter Jahresabschluss

Die Ermittlung der Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG erfolgte auf Grundlage des Jahresabschlusses der Stadtwerke Jülich GmbH für das abgeschlossene Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der einzelnen Tätigkeiten entsprechen den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Legalabschluss der Stadtwerke Jülich GmbH. Diesbezüglich verweisen wir auf den Anhang des Jahresabschlusses der Stadtwerke Jülich GmbH.

2.2. Vorgehensweise Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)

Auf Basis der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung wird die Verrechnung von Kostenstellen auf Aufträge oder andere Kostenstellen vorgenommen. Es werden grundsätzlich zwei Formen der Leistungsverrechnung unterschieden.

Die direkte innerbetriebliche Leistungsverrechnung basiert darauf, dass jede einzelne Leistungsinanspruchnahme in geeigneter Weise erfasst, bewertet und einem anderen Kostenrechnungsobjekt belastet wird. Die bekannteste Form ist hierbei die Mitarbeiterstunde, aber auch weitere direkte Erfassungen werden mit dieser Technik weiterberechnet.

Die indirekte innerbetriebliche Leistungsverrechnung setzt voraus, dass die beteiligten Partner beim Leistungsaustausch gleich bleiben und auch die Mengen an Leistungen, die gefordert werden, jeden Monat weitgehend konstant sind. Für diesen Fall kann auf eine wiederkehrende Erfassung der Leistungsbeziehungen verzichtet werden.

Die indirekte innerbetriebliche Leistungsverrechnung basiert darauf, dass den Leistungsempfängern Leistungsmengen zugeordnet werden, die mit Kostensätzen (innerbetrieblichen Verrechnungspreisen) bewertet werden.

Durch die vorhandene Kostenstellenstruktur und die Verfahren der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung ist es möglich, das vorhandene (und mit dem Jahresabschluss abstimmbare) Kostenvolumen direkt auf die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Tätigkeiten außerhalb der Elektrizitäts- und Gasverteilung aufzuteilen.

Für die weitere Zuordnung der Kosten spielt die innerbetriebliche Leistungsverrechnung eine herausragende Rolle, da Kosten aus dem gemeinsamen Bereich (i. W. Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen) wie oben beschrieben, per Entlastung des gemeinsamen Bereichs und Belastung der relevanten Kostenstelle verursachungsgerecht zugeordnet werden.

Um die Kosten der einzelnen Tätigkeiten zu ermitteln, wird in einem ersten Schritt eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten vorgenommen. Sofern eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist oder mit unvertretbarem Aufwand verbunden wäre, erfolgt in einem zweiten Schritt die Zuordnung durch Schlüsselung.

Der gemeinsame Bereich des Unternehmens setzt sich im Wesentlichen aus den Bestandteilen allgemeine Verwaltung, Finanzergebnis und Ertragsteuern zusammen.

Den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung wurden anteilige Ertragsteuern zugeordnet.

Der Steueraufwand der Gesellschaft folgt im Wesentlichen dem Ergebnis in den Tätigkeiten vor Steuern. Besondere steuerliche Effekte werden bei der Verteilung des Steueraufwandes auf die einzelnen Tätigkeiten steuererhöhend oder -mindernd vorab berücksichtigt. Als Beispiel sei hier die steuerliche Nichtabzugsfähigkeit von Rückstellungen erwähnt.

2.2.1. Ergebnisdarstellung Tätigkeitsebene und Unternehmensebene

Aufgrund der internen Leistungsverrechnung ist ein Abgleich der Gewinn- und Verlustrechnung des Legalabschlusses der Stadtwerke Jülich GmbH mit der Summe der Tätigkeiten auf der Ergebnisebene möglich. Die innerbetriebliche Leistungsverrechnung wurde in vollem Umfang in der GuV separat ausgewiesen.

2.2.2. Darstellung der Abschreibungssystematik

Bei der Bemessung der Abschreibung wurden bis zum 31. Dezember 2009 die jeweils geltenden steuerlichen Möglichkeiten berücksichtigt. Ab 2010 werden für Anlagenzugänge die tatsächlichen betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern für die Abschreibung zugrunde gelegt und ein linearer Verlauf unterstellt. Es wird angenommen, dass die steuerlichen Abschreibungsdauern die betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauern abbilden.

Für die Sachanlagen werden die nachfolgenden Nutzungsdauern unterstellt:

Bezeichnung Nutzungsdauern in Jahren
Grundstücksgleiche Rechte und Bauten 20 - 60
Technische Anlagen und Maschinen 5-40
Verteilungsanlagen 20 - 40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4-20

2.3. Vorgehensweise Bilanz

Im Rahmen der Erstellung der Bilanz für die einzelnen Tätigkeiten werden sämtliche direkt zuordenbare Positionen den einzelnen Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und den Tätigkeiten außerhalb der Elektrizitäts- und Gasverteilung zugewiesen.

2.4. Zusätzliche Angaben

§ 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG verweist auf die für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB. Dementsprechend sind die Vorschriften des Ersten, Dritten und Vierten Unterabschnitts des Zweiten Abschnitts des Dritten Buchs des Handelsgesetzbuchs anzuwenden und Angaben für die einzelnen Tätigkeiten zu machen. Soweit nicht näher erläutert, entsprechen die zu machenden Angaben denen, die im Anhang der Stadtwerke Jülich GmbH genannt sind, weil sie ausschließlich für die Tätigkeiten außerhalb der Strom- und Gasverteilung zu machen sind.

2.4.1. Finanzanlagen

Finanzanlagen werden in der Finanzierungssparte bilanziert.

2.4.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden in der Finanzierungssparte ausgewiesen, welche den Zahlungs- und Leistungsverkehr für alle Tätigkeiten abwickelt.

2.4.3. Verbindlichkeiten

Direkt zurechenbare zweckgebundene Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden den Tätigkeiten zugewiesen. Die restlichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden über Schlüsselung verteilt. Alle anderen Verbindlichkeiten werden in der Finanzierungssparte ausgewiesen. Die Verzinsung der Verbindlichkeiten ist in der Gewinn- und Verlustrechnung als Zinsaufwand ausgewiesen.

2.4.4. Rückstellungen

Direkt zurechenbare Rückstellungen werden den Tätigkeiten zugewiesen. Die anderen Rückstellungen werden in der Finanzierungssparte bilanziert.

2.4.5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sowohl für die Elektrizitätsverteilung als auch für die Gasverteilung bestehen keine Haftungsverhältnisse, die gem. § 268 Abs. 7 HGB anzugeben sind. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen für die Elektrizitäts- und Gasverteilung ebenfalls nicht.

2.5. Angaben über bestimmte Geschäfte gem. § 6b Abs. 2 EnWG

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen, existieren bezogen auf die Elektrizitäts- und Gasverteilung nicht.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Jülich GmbH, Jülich

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Jülich GmbH, Jülich - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Jülich GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung", "Gasverteilung" und "grundzuständiger Messstellenbetreiber", nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG sowie § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Der gesetzliche Vertreter ist auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

ob der gesetzliche Vertreter seine Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten hat und

ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und des § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Düsseldorf, den 31. Mai 2024

EversheimStuible Treuberater GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Semelka, Wirtschaftsprüfer

Fuchs, Wirtschaftsprüfer

Auszug aus der Niederschrift über die 62. Sitzung der Gesellschafterversammlung am 08.07.2024:

[...]

TOP 1: Jahresabschluss der Stadtwerke Jülich GmbH für das Geschäftsjahr 2023

Die Gesellschafterversammlung beschließt wie folgt:

1.)

Der Jahresabschluss 2023 der Stadtwerke Jülich GmbH mit einem Jahresergebnis in Höhe von 2.577.011,02 € wird festgestellt.

2.)

Aus dem Jahresüberschuss in Höhe von 2.577.011,02 € wird zum 30.09.2024 ein Betrag in Höhe von 1.500.000,00 € zuzüglich Steuern an die Gesellschafterin Stadt Jülich ausgeschüttet. Der Restbetrag wird in die Gewinnrücklage eingestellt.

[...]

Aktuelle Berichte und Vollvolumen-Zugriff auf alle Geschäftsjahre. API-Key holen →

Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
Mit API-Key abrufen API-Key holen →

Website-Inhalt

Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

Mit API-Key abrufen API-Key holen →
Profil · Finanzen · Personen · Dokumente

Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
Alle Felder mit API-Key freischalten API-Key holen →
Code · AI-Agents · No-Code · Workflows

In jeden Stack einbaubar

Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.

Diese Daten in Ihrer App

Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.