aktiv Rechtsform GmbH

Stadtwerke Schweinfurt GmbH

Schweinfurt ·HRB 3521 Schweinfurt ·stadtwerke-sw.de

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Bodelschwinghstr. 1
97421 Schweinfurt
Handelsregister
HRB 3521, Schweinfurt
Eintragungsdatum
19. August 1999
Branche
Wärme- und Kältehandel
Bau von Versorgungseinrichtungen für Elektrizität und Telekommunikation
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Eingetragenes Kapital
8.200.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft von diesem alleine vertreten. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer gemeinsam oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Die Geschäftsführer sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, uneingeschränkt zu vertreten.

Unternehmenszweck
a) Die Versorgung und der Handel mit elektrischer Energie, Gas, Wasser und Wärme, b) der öffentliche Personennahverkehr, der Bau und der Betrieb von Bädern, die Telekommunikation und die Führung eines Hafenbetriebs, c) die Erbringung von Dienstleistungen im Zusammenhang mit den vorgenannten Zwecken. Die Betätigung erfolgt im Rahmen der Gesetze.

Finanzen

Umsatz 2024
175,73 Mio. €
Mitarbeiter 2024
379
Bilanzsumme 2024
249,59 Mio. €
Jahresergebnis 2024
960.306 €
12 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 89,56 Mio
  • Zugeordnetes Eigenkapital 59,2 % 53,02 Mio
  • Verbindlichkeiten 33,6 % 30,05 Mio
  • Empfangene Ertragszuschüsse 5,8 % 5,21 Mio
  • Rückstellungen 1,3 % 1,18 Mio
  • Aktive latente Steuern 0,1 % 104,0 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 86
Passivseite 89,56 Mio
  • Eigenkapital 59,2 % 53,02 Mio
  • Verbindlichkeiten 33,6 % 30,05 Mio
  • Empfangene Ertragszuschüsse 5,8 % 5,21 Mio
  • Rückstellungen 1,3 % 1,18 Mio
  • Passive latente Steuern 0,1 % 104,0 k
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 86
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 189,16 Mio
  • Umsatzerlöse 90,8 % 171,69 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5,2 % 9,80 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,9 % 3,65 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,9 % 1,64 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,6 % 1,14 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,5 % 999,2 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 225,6 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 5,9 k
Aufwendungen 169,19 Mio
  • Materialaufwand 76,6 % 129,58 Mio
  • Personalaufwand 15,7 % 26,61 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 6,9 % 11,64 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,6 % 1,10 Mio
  • Sonstige Steuern 0,2 % 256,6 k
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 8,3 k
  • Ergebnis nach Steuern 1,26 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,00 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Thomas Kästner seit 2016 Geschäftsführer
  • Andreas Göb seit 2017 Prokura
  • Tobias Steinmetz seit 2017 Prokura
16 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Stadt Schweinfurt DEU 100,0 % 8,2M €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2026
  2. 18.03.
    Austritt einer Position
    Mirko Hrnjak · Gesamtprokura
  3. 2025
  4. 11.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Energieallianz Bayern GmbH & Co. KG · Kommanditist
  5. 13.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    NE Energiepark Werntal GmbH & Co. KG · Kommanditist
  6. 06.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Batteriespeicher Schweinfurt GmbH & Co. KG · Kommanditist
  7. 2023
  8. 30.08.
    Austritt einer Position
    A*** B***** · Gesamtprokura
  9. 20.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    M**** H***** · Gesamtprokura
  10. 2022
  11. 28.11.
    Austritt einer Position
    H***** M****** · Gesamtprokura
  12. 03.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    A*** B***** · Gesamtprokura
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Stadtwerke Schweinfurt GmbH

Schweinfurt

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft

Im Rahmen der Daseinsvorsorge steht die Stadtwerke Schweinfurt GmbH in der Pflicht, die Bürgerinnen und Bürger in Schweinfurt mit Energie und Trinkwasser zu versorgen sowie einen öffentlichen Nahverkehr bereitzustellen. Hinzu kommt der Betrieb des SILVANA Sport- und Freizeitbades und des Hafens in Schweinfurt. Über die Tochtergesellschaft RegioNet Schweinfurt GmbH wird das Portfolio noch auf Telekommunikationsdienstleistungen, d.h. Internet, Telefonie und Fernsehen, ausgeweitet. Um den gesellschaftlichen Anforderungen einer nachhaltigen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien nachzukommen, betreibt die Tochtergesellschaft Mainfranken Regenerativ GmbH einen Windpark sowie eine Reihe von Photovoltaik-Aufdachanlagen. Ebenfalls bestehen Beteiligungen an zwei Erneuerbaren Energien Gesellschaften, der Marienbachtal Erneuerbare Energien GmbH sowie der Poppenhausen Erneuerbare Energien GmbH, an einem Laufwasserkraftwerk, an zwei Bürgersolargesellschaften sowie am Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH (GKS), mit dem die maßgebliche Energie für die Fernwärmeversorgung produziert wird. Die Stadtwerke Schweinfurt bewegen sich in einem dynamischen Marktumfeld, in dem Themen wie Digitalisierung, Servicedienstleistungen und Elektromobilität immer stärker an Bedeutung gewinnen. Energieversorgungsunternehmen stehen vor der Herausforderung, den Vertrieb von Energie und den Netzbetrieb zu stärken und um weitere - auch spartenübergreifende - Angebote zu ergänzen. Steigender Wettbewerb auf der Vertriebsseite - beispielsweise durch Internetanbieter von Strom und Erdgas - sowie steigender Regulierungsdruck in der Strom- und Erdgasinfrastruktur üben Druck auf das Kerngeschäft aus.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 betrug das Bruttoinlandsprodukt Deutschlands rund 4,12 Billionen Euro. Preisbereinigt sank es damit gegenüber dem Vorjahr um 0,3 %. Die erwartete Erholung setzt sich insbesondere aufgrund des hohen Preisniveaus und ungünstiger Finanzierungsbedingungen nicht weiter fort. Zeitgleich haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % erhöht. Die Inflationsrate verringerte sich damit gegenüber dem Vorjahr um 1,0 %, liegt aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Das Jahr 2023 war weiterhin geprägt vom Ukraine-Krieg und der daraus folgenden Energiekrise. Die Energiepreise wurden im Jahr 2023 durch die Preisbremsen der Bundesregierung gedeckelt. Nichtsdestotrotz befanden sich die Preise weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Erst im zweiten Halbjahr 2023 wurde eine leichte Entspannung sichtbar, woraufhin die Preisbremsen vorzeitig zum31. Dezember 2023 ausliefen, da viele am Markt verfügbare Angebote unterhalb der Referenzpreise der Energiepreisbremsen lagen.

Der Energieverbrauch in Deutschland erreichte im Jahr 2023 eine Höhe von 10.791 Petajoule (PJ) oder 368,2 Millionen Tonnen Steinkohleneinheiten. Der Energieverbrauch ist somit um 7,9 % gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Laut der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen liegt er damit um mehr als 25 % unter dem Höchststand aus dem Jahr 1990. Die rückläufige wirtschaftliche Leistung vor allem in den energieintensiven Industriezweigen ist hierfür die Hauptursache. Trotz des Gesamtrückgangs der Nachfrage nach Energie waren starke Zuwächse im Bereich der Erneuerbaren Energien zu verzeichnen. Dieses Feld deckt mittlerweile mehr als die Hälfte des nationalen Bruttostromverbrauches und ist gleichzeitig ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Deutschland.

2.2 Geschäftsverlauf

Die Stadt Schweinfurt gilt als das industrielle Zentrum der Region Mainfranken.

Im Geschäftsjahr 2023 lag der Fokus der Stadtwerke Schweinfurt GmbH weiterhin auf den Themen rund um die Energiekrise. Dementsprechend nahm die Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung mit Energie und Wärme einen hohen Stellenwert ein wie auch die Umsetzung der vom Gesetzgeber beschlossenen Hilfspakete.

Darüber hinaus wurden viele Maßnahmen mit Fokus auf die Klimawende durchgeführt, da die Stadtwerke Schweinfurt sich das ambitionierte Ziel gesteckt haben, bis zum Jahr 2035 klimaneutral zu sein. Unter anderem wurden die Privatkunden im Jahr 2023 vollständig auf Ökostrom umgestellt sowie die Eigenversorgung der Liegenschaften mit Photovoltaik-Strom vorangetrieben. Darüber hinaus konnte im Bereich des ÖPNV ein weiterer Schritt in Richtung Energie- und Mobilitätswende getan werden, um künftig verstärkt einen klimaneutralen und emissionsfreien ÖPNV-Betrieb gewährleisten zu können. Im September 2023 nahmen die ersten beiden batterieelektrisch betriebenen Busse ihren Dienst auf. Zusätzlich werden die Stadtwerke Schweinfurt in den kommenden Monaten 21 weitere E-Fahrzeuge erhalten, die schrittweise in die Flotte integriert werden. Zudem wurden mit der Marienbachtal Erneuerbare Energien GmbH und der Poppenhausen Erneuerbare Energien GmbH zwei neue Tochtergesellschaften gegründet, die sich aktiv am Ausbau der erneuerbaren Energien beteiligen und die Entwicklung, Planung, Errichtung und den Erwerb von erneuerbaren Energieanlagen in der Region vorantreiben.

Ein weiterer Meilenstein im Bereich der Digitalisierung konnte durch den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung zum flächendeckenden Glasfaserausbau mit der Telekom Deutschland erreicht werden. Damit soll allen Kundinnen und Kunden die Nutzung einer modernen und zukunftssicheren Glasfaserinfrastruktur ermöglicht werden. Durch die Kooperation kann der flächendeckende Glasfaserausbau in Schweinfurt noch einmal deutlich beschleunigt werden.

2.3 Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Stadtwerke Schweinfurt GmbH stiegen im Berichtsjahr um 83.855 TEUR auf 216.747 TEUR.

Umsatzerlöse abzüglich Strom- und Energiesteuer 2023
TEUR
2022
TEUR
Stromversorgung 119.775 72.885
Erdgasversorgung 61.850 32.586
Wasserversorgung 11.179 10.289
Fernwärmeversorgung 12.290 7.249
Personenverkehr & Fahrzeugtechnik 7.346 6.056
Hafen 1.779 1.565
SILVANA Sport- und Freizeitbad 990 867
Gemeinsamer Bereich 1.538 1.395
216.747 132.892
Kundenverträge Vertrieb 2023 2022
Strom Anzahl 34.235 36.912
Erdgas Anzahl 11.577 12.776
Trinkwasser Anzahl 12.895 12.886
Fernwärme Anzahl 798 774

Absatzentwicklung

Absatz 2023 2022
Strom Mio. kWh 155,6 172,6
Erdgas Mio. kWh 386,7 369,8
Wasser Mio. m 3 5,7 5,6
Fernwärme Mio. kWh Mio. kWh 87,8 88,9

Stromversorgung

In der Stromversorgung ist im Vergleich zum Vorjahr ein deutlicher Rückgang des Stromabsatzes zu verzeichnen. Die verkaufte Menge sank um 9,8 % auf 155,6 Mio. Kilowattstunden. Auch der Absatz an die Weiterverteiler war rückläufig. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf den wieder anziehenden Preiswettbewerb infolge der gesunkenen Börsenpreise zurückzuführen.

Zahlreiche günstige Anbieter konkurrieren auf den bekannten Vergleichsportalen um Kunden. Sogar umstrittene Anbieter sind wieder auf den Markt zurückgekehrt. Gleichzeitig belasten hohe Inflationsraten und der wirtschaftliche Abschwung in der lokalen Industrie die Endkunden finanziell. Daher reagieren die Kunden sehr preissensibel und die Bereitschaft zum Anbieterwechsel nimmt stetig zu - unabhängig der Strompreisbremse auf 40 Cent pro Kilowattstunde.

Obwohl die Absatzmenge rückläufig war, verzeichneten die Stadtwerke eine deutliche Steigerung der Umsatzerlöse um 42,1 % auf 53,9 Mio. EUR. Dies ist auf das spürbar höhere Preisniveau infolge der Krise auf dem deutschen Energiemarkt zurückzuführen.

Erdgasversorgung

Im Erdgasvertrieb war eine Steigerung des Erdgasabsatzes um 4,6 % auf insgesamt 386,7 Mio. Kilowattstunden zu verzeichnen. Diese Zunahme ist besonders hervorzuheben, da das Jahr 2023 in Deutschland als das Wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen gilt.

Die gesteigerte Nachfrage nach Erdgas ist vor allem auf den Wiedereinsatz von Erdgas anstelle von Erdöl zurückzuführen. Viele Gewerbekunden, die im Jahr 2022 kurzfristig auf Öl umgestiegen waren, kehrten nun wieder zum Erdgas zurück. Darüber hinaus scheinen die Sparbemühungen der privaten Haushalte rückläufig gewesen zu sein.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Umsatzerlöse nahezu verdoppelt und belaufen sich nun auf 53,8 Mio. Euro. Dieser Anstieg ist auf das erheblich gestiegene Marktpreisniveau zurückzuführen, das sich infolge des Krieges in der Ukraine und der Krisensituation auf dem deutschen Gasmarkt entwickelt hat.

Fernwärmeversorgung

Trotz des überdurchschnittlich warmen Jahres verzeichnete der Fernwärmeabsatz nur eine geringe Abnahme um 1,2 % auf 87,8 Mio. Kilowattstunden. Es scheint, dass die Sparbemühungen der privaten Haushalte rückläufig waren. Der Absatz im Gewerbebereich blieb nahezu stabil.

Aufgrund der vertraglichen Preisindizierung erhöhten sich die Arbeitspreise, welche das gestiegene Preisniveau auf dem Wärmemarkt und der eingesetzten Energieträger widerspiegeln. Infolgedessen stiegen die Umsatzerlöse um 69,8 % auf 11,7 Mio. Euro.

Trinkwasserversorgung

Die Trinkwasserabgabe blieb im Vergleich zum Vorjahr stabil. Insgesamt wurden 5,7 Mio. Kubikmeter Trinkwasser abgegeben, wovon 1,5 Mio. Kubikmeter an Weiterverteiler über die Trinkwasserverbundleitung geliefert wurden. Die Umsatzerlöse stiegen aufgrund einer moderaten Wasserpreiserhöhung zum 01.07.2023 um 6,5 % auf 10,7 Mio. Euro.

Personenverkehr

Das Fahrgastaufkommen im öffentlichen Personennahverkehr sank im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 15,5 % auf 6,8 Mio. Der Rückgang ist insbesondere auf den Linienverkehr zurückzuführen, die Beförderungsfälle im Schülerverkehr stiegen leicht an.

Hafen

Im Hafenbetrieb stiegen die Erlöse um 214 TEUR auf 1.779 TEUR. Dies ist vor allem auf einen Anstieg der Mieterlöse zurückzuführen, da weitere Flächen vermietet wurden. Zudem hat die Erhöhung der Mieten für Lagerflächen zum 1. Juli 2022 sich im Jahr 2023 auf das komplette Jahr ausgewirkt. Der Güterumschlag ist gegenüber dem Vorjahr um 6,0 % gestiegen.

SILVANA Sport- und Freizeitbad

Die Besucherzahlen im SILVANA Sport- und Freizeitbad stiegen im Jahr 2023 um 6,1 % auf 209.636. Im Freibad wurden insgesamt 78.015 Eintritte (Vorjahr 80.643) erfasst, was einen Rückgang um 3,3 % bedeutet. Die Gästezahl im Hallenbad stieg mit 65.090 Besuchern um 7,0 % an. In der Sauna sank die Besucherzahl um 1.989 auf 5.819, da diese aufgrund der Energiekrise zeitweise geschlossen war. Die Anzahl der Kursbesucher erhöhte sich von 6.170 im Vorjahr auf 11.635.

Die sonstigen betrieblichen Erträge gingen um 460 TEUR auf 4.566 TEUR zurück. Dies ist vor allem auf den Wegfall der Hilfen im Rahmen der Corona-Pandemie zurückzuführen. Gleichzeitig kam es zu Zahlungen im Rahmen der Preisbremse, die einen ertragssteigernden Effekt hatten.

Der Materialaufwand ist um 75.571 TEUR angestiegen. Dabei erhöhten sich sowohl die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um 70.799 TEUR auf 117.235 TEUR (152,5 %) als auch die Kosten für bezogene Leistungen um 4.772 TEUR auf 40.998 TEUR (13,2 %).

Es erhöhten sich die Kosten für den Energie- und Fernwärmebezug inkl. Umlagen um 70.825 TEUR auf 115.167 TEUR (159,7 %), was insbesondere auf die um 82,4 % gestiegenen Energiebezugskosten zurückzuführen ist. Aufgrund der Energiekrise wurden wesentlich mehr Verträge als in der Vergangenheit über den Energiehandel abgedeckt, was zu einem Anstieg der Bezugskosten aus diesem Sektor um 28.119 TEUR führte.

Im Bereich der Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen vor allem die Kosten für beauftragte Baudienstleistungen um 28,8 %. Die Netznutzungsentgelte hinsichtlich des vorgelagerten Netzbetreibers sowie die Netzentgelte für fremde Netze erhöhten sich um 533 TEUR. Gleichzeitig entstanden um 1.068 TEUR höhere Kosten für die für Gasspeicher- und Bilanzierungsumlage. Die Kosten für die Offshore- Haftungsumlage stiegen um 35,9 %.

Der Personalaufwand stieg um 1.435 TEUR auf 23.479 TEUR. Die Tariferhöhungen im Tarifvertrag der Versorgungsbetriebe (TV-V) und des Nahverkehrs (TV-N) sowie Höhergruppierungen wirkten sich aufwandserhöhend aus. Zudem stieg die Zahl an Beschäftigten um 8,8 %.

Der sonstige betriebliche Aufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 378 TEUR auf 10.023 TEUR. Ursächlich dafür sind unter anderem die Bildung einer Rückstellung für Rückzahlungen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm 2022, vermehrte Kosten für Fortbildungen, Dienstleistungen sowie Lieferungen und Leistungen der Verwaltung bei gleichzeitigem Rückgang der Konzessionsabgabe sowie der Pauschalwertberichtigung. Diese wurde im Berichtsjahr von 4,0 % auf 3,0 % reduziert. Ursächlich für diese Anpassung ist, dass Zahlungsausfälle nicht in der erwarteten Höhe eingetreten sind, jedoch durch die gesetzlichen Regelungen eine Forderungsbeitreibung immer schwieriger wird, wodurch im Vergleich zur Vergangenheit ein deutlich höheres Risiko von Forderungsausfällen besteht.

Der Steueraufwand stieg ergebnisbedingt von 3.089 TEUR auf 5.665 TEUR.

Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich in der Folge auf 16.238 TEUR (Vorjahr 13.198 TEUR). Der Jahresüberschuss stieg entsprechend von 12.878 TEUR im Jahr 2022 auf 15.909 TEUR im Jahr 2023.

Durch die Abführung der Konzessionsabgabe (2.576 TEUR) und der Gewerbesteuer (2.311 TEUR) leistete die Stadtwerke Schweinfurt GmbH auch im Jahr 2023 ihren Beitrag zur finanziellen Stabilität der Stadt Schweinfurt.

Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG

Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen wie die Stadtwerke Schweinfurt GmbH sind zur Führung von getrennten Konten je Tätigkeitsbereich sowie zur Aufstellung von gesonderten Tätigkeitsabschlüssen verpflichtet.

Entsprechend dieser Berichtspflicht werden in der internen Rechnungslegung der Stadtwerke Schweinfurt GmbH jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Erdgasverteilung und den intelligenten Messstellenbetrieb sowie für sonstige Tätigkeiten innerhalb sowie außerhalb der Tätigkeitsbereiche der Strom- und Erdgassparte sowie den intelligenten Messstellenbetrieb geführt. Mit Erstellung des Jahresabschlusses ist für die Tätigkeiten Elektrizitäts- und Erdgasverteilung und den intelligenten Messstellenbetrieb eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung zu erstellen und mit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen.

Die Zuordnung der Aktiva und Passiva sowie der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung auf die einzelnen Tätigkeitsbereiche und anderen Tätigkeiten erfolgte weitestgehend direkt. Soweit Verteilungen notwendig waren, wurden sachgerechte Verteilungsschlüssel angewandt.

Finanzlage

Der Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit betrug im Jahr 2023 9.581 TEUR. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit betrug -15.452 TEUR und lag damit aufgrund höherer Investitionen sowie weniger Fördermitteln deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Investitionen konnten nicht aus dem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert werden. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf 3.364 TEUR. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 4.047 TEUR zurückgeführt und es wurden neue Kredite in Höhe von 8.000 TEUR aufgenommen.

Der Bestand an flüssigen Mitteln verminderte sich folglich zum Bilanzstichtag von 22.959 TEUR auf 20.452 TEUR.

Cash Flow
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 9.581 TEUR
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -15.452 TEUR
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 3.364 TEUR
Cash Flow Gesamt -2.507 TEUR

Wesentliche Investitionen

Zum Ausbau und zur Erweiterung der Anlagen wurde im Geschäftsjahr 2023 in folgende Bereiche investiert:

Ø Stromnetze, Stationen und Verteilungsanlagen 9.016
TEUR
Ø Erdgasnetze und Stationen 1.177 TEUR
Ø Wassergewinnung, Speicherung sowie Verteilung 3.081 TEUR
Ø Fernwärmenetz 2.807 TEUR
Ø Personennahverkehr 2.450 TEUR
Ø SILVANA Sport- und Freizeitbad 328 TEUR
Ø Hafen 165 TEUR
Ø Gemeinsamer Bereich 782 TEUR

Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Vermögenslage

Angaben zur Bilanzstruktur

Bild

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 22.117 TEUR auf 235.889 TEUR. Der Anstieg der Sachanlagen um 8.630 TEUR ergibt sich v.a. aufgrund verstärkter Investitionen in Verteilungsanlagen und Anlagen im Bau. Die Finanzanlagen reduzierten sich insbesondere durch erhaltene Tilgungsleistungen für ein an die Mainfranken Regenerativ GmbH gewährtes Darlehen zur Errichtung des Windparks Waldsachsen um 829 TEUR. Insgesamt verminderten sich die Finanzanlagen um 746 TEUR auf 9.460 TEUR.

Der Anstieg im Bereich des Umlaufvermögens um 14.412 TEUR ist insbesondere bedingt durch den Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 16.855 TEUR auf 54.116 TEUR. Herauszuheben ist dabei die Position der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sich um 11.718 TEUR auf 28.182 TEUR erhöht hat. Hier spielen insbesondere um 7.636 TEUR vermehrte Rückzahlungsansprüche aus der Jahresverbrauchsabrechnung eine Rolle. Die Forderungen aus Energielieferungen erhöhten sie um 1.660 TEUR. Zudem waren Nachzahlungen aus der Endabrechnung des Baus der Trinkwasserverbundleitung in Höhe von 963 TEUR ausstehend. Die Forderungen gegen den Gesellschafter Stadt Schweinfurt erhöhten sich um 4.229 TEUR aufgrund einer Liquiditätsausgleichsvereinbarung. Die Anlagenintensität war mit 66,76 % im Vergleich zum Vorjahr (70,1 %) rückläufig.

Die Erhöhung des Eigenkapitals auf 138.556 TEUR resultiert aus dem Jahresüberschuss 2023. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich um 1,3 Prozentpunkte auf 58,7 %.

Im Bereich der Rückstellungen ist ein Anstieg sowohl bei den Steuerrückstellungen (+ 1.135 TEUR) als auch bei den sonstigen Rückstellungen (+ 840 TEUR) zu verzeichnen. Ursächlich hierfür sind insbesondere Zuführungen im Bereich Gewerbe- und Körperschaftsteuer bzw. ein Anstieg im Bereich der noch nicht in Rechnung gestellten Leistungen sowie Rückerstattungsverpflichtungen aus dem ÖPNV-Bereich.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind im Geschäftsjahr 2023 aufgrund der Neuaufnahme eines Darlehens bei gleichzeitigen Tilgungsleistungen um 4.053 TEUR gestiegen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung sanken zum Stichtag um 3.830 TEUR auf 16.218 TEUR vor allem resultierend aus der Endabrechnung der Baumaßnahme der Trinkwasserverbundleitung im Laufe des Jahres 2023 sowie geringeren ausstehenden Zahlungen für Einspeiser bei gleichzeitigem Anstieg der Energiebezugsverbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, stiegen um 1.389 TEUR auf 5.149 TEUR. Als Begründung sind insbesondere die gestiegenen Fernwärmebezugskosten zu nennen.

2.4 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Vergleich des tatsächlichen mit dem geplanten Geschäftsverlauf

Gesamt Plan 2023 Ergebnis 2023
Umsatzerlöse 154.106 TEUR 216.747 TEUR
Jahresergebnis n. St. 705 TEUR 15.909 TEUR
Netzmenge Strom 726.492 MWh 661.521 MWh
Netzmenge Erdgas 749.566 MWh 631.944 MWh
Absatz Strom 157.690 MWh 155.611 MWh
Absatz Erdgas 339.016 MWh 386.650 MWh
Absatz Wasser 5,7 Mio. m 3 5,7 Mio. m 3
Absatz Fernwärme 97.925 MWh 87.774 MWh

Zur Steuerung der Gesellschaft werden hauptsächlich die finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz, Jahresergebnis (nach Steuern) sowie die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Netzmenge in den Bereichen Strom und Erdgas sowie Absatz in den Bereichen Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme herangezogen.

Die Umsatzziele wurden im Berichtsjahr ebenso übertroffen wie die Planzahl des Jahresergebnisses. Gründe hierfür waren insbesondere Erlössteigerungen sowie der Erhalt von Hilfen und Unterstützungen. Die geplanten Netz- und Absatzmengen konnten außer in den Bereichen Wasserabsatz und Erdgasabsatz nicht erreicht werden.

2.5 Gesamtaussage

Der Jahresüberschuss in Höhe von 15.909.072,09 Euro im Geschäftsjahr 2023 stellt sich gegenüber dem Ergebnis 2022 leicht verbessert dar und entwickelte sich auch deutlich besser als prognostiziert. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit den aktuellen Rahmenbedingungen sehr positiv zu bewerten.

Die Eigenkapitalquote beträgt 58,7 % und liegt damit über dem Branchendurchschnitt. Im Hinblick auf die geplanten Instandsetzungs-, Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen ist dies als positiv zu bewerten.

Die Geschäftsführung ist mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Berichtsjahres zufrieden und beurteilt die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als stabil.

3. Prognosebericht

Zwei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine haben sich nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung die Erdgasmärkte stabilisiert. Der Erdgasverbrauch in Deutschland ist 2023 gegenüber dem Vorjahr weiter leicht gesunken und liegt erheblich unter dem Durchschnitt der Jahre 2018 bis 2021. Damit setzt sich ein Trend fort, der auch langfristig für einen strukturellen Nachfragerückgang spricht. Von dieser Entwicklung ist auch die Schweinfurter Wirtschaft betroffen. Es ist zu erwarten, dass die Energieverbräuche und Netzmengen der Schweinfurter Industrie und Gewerbetreibenden auch im Jahr 2024 nicht die Werte aus der Zeit vor Beginn der Corona-Pandemie erreichen werden.

Die folgenden Prognosewerte 2024 entsprechen dem genehmigten Wirtschaftsplan 2024 und beziehen sich auf das Ergebnis 2023. Eine hohe Prognoseunsicherheit bleibt weiterhin bestehen, insbesondere aufgrund der geopolitischen Krisen wie beispielsweise dem sich immer weiter eskalierenden Nahost-Konflikt oder die Attacken der Huthi-Rebellen auf Schiffe im Roten Meer, die je nach weiterer Entwicklung Auswirkungen auf die globale Ölversorgung und damit auch auf die Entwicklung aller Energiepreise haben können.

Für das Jahr 2024 ist ein Anstieg der Investitionen der Stadtwerke Schweinfurt GmbH auf 37,7 Mio. EUR geplant. Die beabsichtigten Investitionen im Bereich Stromversorgung in Höhe von ca. 11,6 Mio. EUR beinhalten sowohl die Erneuerung von Mittel- und Niederspannungsleitungen als auch Projekte im Telekommunikationsnebengeschäft. Die Investitionen im Bereich der Erdgasversorgung mit 1,3 Mio. EUR betreffen im Wesentlichen das Niederdruckleitungsnetz sowie den Messstellenbetrieb. In der Wasserversorgung belaufen sich die geplanten Investitionen auf 2,2 Mio. EUR, was vor allem auf die Erneuerung von Hauptversorgungsleitungen zurückzuführen ist. Die mit 8,7 Mio. EUR geplanten Investitionen ins Fernwärmenetz betreffen überwiegend das Heißwassernetz. Der Verkehrsbetrieb plant Investitionen in Höhe von 9,5 Mio. EUR insbesondere für eine Neubaumaßnahme sowie zur Anschaffung elektrischer Busse. Im Hafen und im SILVANA Sport- und Freizeitbad sollen 0,2 bzw. 0,3 Mio. EUR für Erneuerungsmaßnahmen investiert werden.

Anhand der Mittelfristplanung der Personalkosten ist für das Jahr 2024 zu erkennen, dass Austritte nahtlos oder mit einer Einarbeitungszeit ersetzt werden. Auszubildende sollen nach Beendigung der Berufsausbildung auf offene Arbeitsplätze übernommen werden, um den ausgebildeten Nachwuchs im Unternehmen weiterzuentwickeln, offene Stellen effektiv zu besetzen und die positive Alters- und Qualifikationsstruktur im Unternehmen fortzuschreiben. Darüber hinaus werden Beschäftigte entsprechend den Anforderungen des Unternehmens weiterqualifiziert. Der Personalstand bleibt mittelfristig relativ stabil.

In der Planung für das Jahr 2024 wird mit Umsatzerlösen in Höhe von 181,6 Mio. EUR gerechnet.

Gesamt IST 2023 Plan 2024
Netzmenge Strom 661.521 MWh 719.617 MWh
Netzmenge Erdgas 631.944 MWh 678.200 MWh
Absatz Strom 155.611 MWh 165.604 MWh
Absatz Erdgas 386.650 MWh 362.221 MWh
Absatz Wasser 5,7 Mio. m 3 5,4 Mio. m 3
Absatz Fernwärme 87.774 MWh 99.703 MWh

Der Wirtschaftsplan geht von einem Jahresergebnis nach Steuern in Höhe von ca. 2,0 Mio. EUR sowie einem Jahresüberschuss in Höhe von ca. 1,7 Mio. EUR aus.

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1 Risikobericht

RISIKOSTEUERUNGS- UND CONTROLLINGPROZESS. Die Anforderungen des Risikomanagements beziehen sich auf das Management der wesentlichen Risiken. Der Risikosteuerungs- und Controllingprozess wurde standardisiert und wird für alle Legaleinheiten des Konzerns im Rahmen der kaufmännischen Geschäftsbesorgung von der Stadtwerke Schweinfurt GmbH ausgeführt. Die systemseitige Erfassung der Risiken erfolgt standardisiert mit einer datenbankbasierten Risikosoftware. Die Erhebung von Risiken ist ein permanenter Prozess, der den Verantwortlichen der Abteilungen obliegt. Die Frage der Beurteilung von Risiken erfolgt im Rahmen einer turnusbasierten, jährlichen, systemseitigen Abfrage von Schadensumfang und Eintrittswahrscheinlichkeit. Für Risiken, bei denen das Schadensausmaß netto mindestens ein Prozent vom Stammkapital ist, oder die Eintrittswahrscheinlichkeit mindestens 95 Prozent entspricht, wird eine detaillierte Quantifizierung und Bewertung vorgenommen und darüber hinaus entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen implementiert. Risiken, welche sich unterhalb dieser Grenzwerte befinden, müssen nicht detailliert bewertet werden. Die Risikobewerter müssen bei diesen Risiken angeben, ob ein Anpassungsbedarf besteht oder nicht. Ein Anpassungsbedarf besteht, sobald durch Änderungen das Risiko den oben genannten Grenzwert vom Schadensausmaß netto oder der Eintrittswahrscheinlichkeit entspricht oder überschreitet. Sobald ein Risiko angepasst werden muss, ist folglich eine detaillierte Bewertung der Risiken durch den Risikobewerter durchzuführen. Den identifizierten Risiken wird stets mit geeigneten Steuerungsmaßnahmen begegnet. Die Ergebnisse werden im Rahmen von Risikokonferenzen mit den Bewertern und Verantwortlichen besprochen.

Die Risikoberichterstattung an Geschäftsführung und Aufsichtsrat erfolgt jährlich. Für Risiken aus den Aktivitäten an den Energiemärkten wurden eigene Bewertungs- und Berichtssysteme implementiert.

ADRESSAUSFALLRISIKEN. Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch das Einholen und die Bewertung von Bonitätsauskünften vor Vertragsabschluss ab definierten Auftragsvolumina minimiert. Gleichzeitig werden bei veränderter Bonität von Bestandskunden ab einem definierten Wert Vorauszahlungen angefordert. Zudem werden Abschreibungsbudgets in den Wirtschaftsplänen bereitgestellt und regelmäßig angepasst. In der Energiebeschaffung sind maximale Auftragsvolumina je Handelspartner festgelegt.

MARKTPREISRISIKEN. Durch die Aktivität an den Energiemärkten existieren mehrere Preisrisiken in den Bereichen Energiebeschaffung beziehungsweise Energievertrieb. Die Risiken der Beschaffung beschränken sich auf die volatilen Energiemärkte im Strom- und Erdgassektor. Das Risiko ergibt sich aus offenen Positionen in der Energiebeschaffung. Diese werden risikobasierend täglich mittels Delta-Normal-Ansatz bewertet und laufen gegen das festgelegte Risikokapital der jeweiligen Commodity. Die Risiken im Energievertrieb umschreiben die negative Veränderung der der Kalkulation zu Grunde liegenden Preisbestandteile sowie den verstärkten Preisdruck aufgrund des erhöhten Wettbewerbs. Insbesondere aufgrund der hohen Einkaufspreise steigen die Risiken bei Absatzrückgang und Preisverfall im Lieferjahr.

OPERATIONELLE RISIKEN. Diese ergeben sich aus dem Betrieb und dem Unterhalt von technischen Anlagen. Die festgestellten Ausfallrisiken wurden analysiert und, sofern möglich und wirtschaftlich, mit dem Abschluss von Versicherungen auf den Versicherungsgeber übertragen. Außerdem wird die Eintrittswahrscheinlichkeit durch regelmäßige, zertifizierte Wartung/Überprüfung sowie die rechtzeitige Erneuerung der Assets reduziert. Ein IT-Sicherheitsplan sowie Gebäudeberechtigungskonzepte liegen ebenfalls vor. Mengenrisiken liegen in der Abweichung des Absatzverhaltens durch konjunkturelle, wetter- oder wechselbedingte Schwankungen gegenüber der Prognose. Zur besseren Risikosteuerung werden die Absatzprognosen regelmäßig durch neue Erkenntnisse angepasst. Personelle Risiken sowie Prozessrisiken werden durch eine aktive Personalentwicklung, Maßnahmen zur Mitarbeiterbindung sowie die Einführung und Einhaltung interner Richtlinien minimiert. Außerdem besteht durch die aufgrund der Energiewende das Risiko einer Entwertung des Gasnetzes. Bis 2045 könnten die Betriebsmittel im Gasnetz teilweise oder vollständig verloren gehen.

RECHTLICHE RISIKEN. Veränderungen von energiewirtschaftlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen, wie die Nichtanerkennung von Kosten sowie die Bildung von Effizienzwerten mit der Folge von sinkenden Erlösobergrenzen, und die Strompreisdeckelung, stellen grundlegende Risiken unabhängig von den bisher erreichten Werten dar. Im Nahverkehrsbereich ist die Reduzierung oder der Wegfall von staatlichen und kommunalen Fördermitteln ein mögliches Szenario. Durch gesetzliche Änderungen auf EU-Kommissionsebene könnte die Aufrechterhaltung des steuerlichen Querverbundes nicht mehr gewährleistet werden.

Auch auf dem Energiemarkt in Deutschland hat der Krieg in der Ukraine enorme Auswirkungen. Der Markt reagierte extrem volatil und die Preise stiegen in einem zuvor nicht gekannten Ausmaß. Die daraus für die Stadtwerke Schweinfurt GmbH entstandenen, kausalen Risiken, bleiben bestehen. Im Bereich der Commodities Gas und Strom könnte der Ausfall von Lieferanten die Folge von derzeit exorbitant steigenden Preisen sein. Es ist daher nicht auszuschließen, dass Gas- und Stromlieferanten ihren Lieferverpflichtungen künftig nicht mehr in der gewohnten Weise nachkommen, ggf. sogar insolvent werden. Darüber hinaus besteht das Risiko eines Gasembargos und möglicher weiterer Anschläge auf die europäische Energieimportinfrastruktur. Sollte die Gasmangellage ein komplettes Geschäftsjahr andauern, so würde sich dies deutlich negativ auf den Cashflow der Stadtwerke Schweinfurt GmbH auswirken.

Für sämtliche Risiken wurden eine Quantifizierung und Bewertung vorgenommen und darüber hinaus entsprechende Gegensteuerungsmaßnahmen implementiert. Nach Einschätzung der Geschäftsführung sind für die Prognosejahre keine Risiken erkennbar, die einzeln - oder in Wechselwirkung mit anderen Risiken - zu einer maßgeblichen bzw. dauerhaften Beeinträchtigung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage führen könnten. Die identifizierten Risiken haben keinen bestandsgefährdenden Charakter, auch in die Zukunft gerichtet. Die Geschäftsführung bewertet die Gesamtrisikolage zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts daher weiterhin als begrenzt und beherrschbar. Nach Durchführung aller Maßnahmen zur Risikominderung, Risikomeidung und zum Risikotransfer, ergibt sich im datenbankbasierten Risikomanagementsystem ein kumulierter Nettorisikowert aller definierten Risiken in Höhe von 21.929 TEUR für die Stadtwerke Schweinfurt GmbH.

4.2 Chancenbericht

Die vielfältigen Entwicklungen und gesetzlichen Rahmenbedingungen, innerhalb derer sich die Energiebranche bewegt, bergen nicht nur Risiken, sondern bieten zugleich auch Chancen.

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH legt einen Fokus auf den Bereich der erneuerbaren Energien mit dem Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung. Neben den deutlich geringeren Emissionen kann dadurch die Abhängigkeit von Energieimporten verringert werden.

Auch eine Verstärkung der Investitionen in Eigenerzeugungsanlagen vergrößert die Unabhängigkeit und stabilisiert die Wärmeversorgung in unsicheren Zeiten.

Da bekannt ist, dass die Sparte Erdgas aufgrund des von der Bundesregierung ausgegebenen Ziels des Erdgasausstiegs keine bzw. nur eine sehr eingeschränkte Perspektive hat, werden die Erlöse aus diesem Bereich sukzessive geringer. Im weiteren Ausbau des Fernwärmenetzes wird die Chance gesehen, die wegbrechenden Erlöse aus dem Gasvertrieb durch den vermehrten Fernwärmevertrieb zu substituieren.

Im Bereich der E-Mobilität wird die Akzeptanz und der Ausbau von E-Mobilität, auch durch eine Steigerung von kundeneigenen Ladestationen, gefördert.

Durch die Einigung mit der Telekom Deutschland GmbH auf eine Kooperation beim Ausbau eines flächendeckenden Glasfasernetzes kann in den kommenden Jahren nahezu allen Kunden in Schweinfurt eine moderne und zukunftssichere Glasfaserinfrastruktur ermöglicht werden und zu einer höheren Auslastung des Netzes sowie der Gewinnung neuer Kundengruppen beitragen.

Die Krisen der vergangenen Jahre bieten den Stadtwerken Schweinfurt die Chance, von den Kunden als langfristiger, stabiler Partner in der Versorgung wahrgenommen zu werden und neue Kundensegmente zu erschließen. Ein Umdenken weg vom Discounter hin zum ortsansässigen, seriösen Versorger kann stattfinden, insbesondere auch dadurch, dass auch in der Krise die Preise für langfristige Kunden geglättet werden konnten.

Außerhalb der Stadtgrenzen setzt die Stadtwerke Schweinfurt GmbH auf Dienstleistungen für andere Energieversorgungsunternehmen sowie Kooperationen mit Regionalversorgern aus Unterfranken. Insbesondere in den Bereichen der Marktkommunikation, der Verbrauchsabrechnung und des Rechenzentrumsbetriebes verfügt die Stadtwerke Schweinfurt GmbH über hohe Kompetenzen, die am Markt angeboten werden. Darüber hinaus ist es dem Unternehmen möglich, den Netzbetrieb kleinerer Versorger zuverlässig abzuwickeln und Unterstützung im Bereich der Netzleitstelle der Stadtwerke Schweinfurt GmbH zur Verfügung zu stellen.

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung der Stadtwerke Schweinfurt GmbH trotz des Auf- und Ausbaus diverser zusätzlicher Geschäftsfelder weiterhin eng an den Witterungsverlauf und indirekt auch an sich verändernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen gekoppelt.

 

Schweinfurt, 26. April 2024

Thomas Kästner, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

EUR Stand 31.12.23
EUR
Stand 31.12.22
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 584.497,59 852
2. Geleistete Anzahlungen 381.785,39 966.282,98 266
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
a) Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 12.752.906,13 12.182
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 87.218,65 87
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 25.040,16 27
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 3.147.171,96 3.147
4. Bauten auf fremden Grundstücken, die nicht zu Nummer 1 und 2 gehören 44.874,00 42
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 11.132.386,00 11.463
6. Verteilungsanlagen 108.549.773,65 100.649
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen 509.828,00 392
8. Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr 1.509.080,00 659
9. Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 5 bis 8 gehören 1.109.837,00 1.057
10. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.064.515,00 3.023
11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.115.187,58 147.047.818,13 5.690
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.228.977,17 2.229
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.971.428,48 5.800
3. Beteiligungen 2.257.845,51 2.175
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.687,26 9.459.938,42 2
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.560.988,27 3.560.988,27 3.497
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.182.181,41 16.464
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.737.478,09 1.292
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 238.772,45 153
4. Forderungen gegen Gesellschafter 8.130.463,20 3.901
5. Sonstige Vermögensgegenstände 15.826.779,51 54.115.674,66 15.451
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 20.452.340,66 22.959
C. Rechnungsabgrenzungsposten 286.074,02 313
235.889.117,14 213.772

Passivseite

EUR Stand 31.12.23
EUR
Stand 31.12.22
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 8.200.000,00 8.200
II. Kapitalrücklage 24.491.398,56 24.491
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 89.955.538,70 77.078
IV. Jahresüberschuss 15.909.072,09 138.556.009,35 12.878
B. Empfangene Ertragszuschüsse 13.228.146,45 11.205
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 391.633,00 423
2. Steuerrückstellungen 5.471.603,38 4.337
3. Sonstige Rückstellungen 6.183.373,74 12.046.610,12 5.343
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.953.589,18 33.901
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 974.484,09 1.281
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.218.251,19 20.048
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 163.348,92 14
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.149.221,55 3.760
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 779.660,10 1.030
7. Sonstige Verbindlichkeiten 10.058.342,35 9.348
davon aus Steuern EUR 2.417.202,89 (Vorjahr TEUR 265) 71.296.897,38
E. Rechnungsabgrenzungsposten 109.172,44 214
F. Passive latente Steuern 652.281,40 221
235.889.117,14 213.772

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

EUR EUR EUR Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 221.231.603,60 137.583
abzüglich Stromsteuer / Erdgassteuer -4.484.784,23 216.746.819,37 -4.691
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 572.003,79 607
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.565.671,78 221.884.494,94 5.026
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 117.234.528,48 46.436
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 40.997.866,49 158.232.394,97 36.225
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.506.790,83 17.208
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung, 4.971.935,92 23.478.726,75 4.836
davon für Altersversorgung EUR 1.355.399,30 (Vorjahr TEUR 1.357)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.485.450,51 8.721
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 10.022.890,61 201.219.462,84 9.644
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.220.367,96 1.037
9. Erträge aus Beteiligungen 6.615,20 4
10. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 225.969,19 121
davon aus verb. Unternehmen EUR 225.506,08 (Vorjahr TEUR 121)
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 395.668,60 1.848.620,95 32
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 7.829,24 7
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 602.534,95 610.364,19 355
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.665.423,32 3.089
15. Ergebnis nach Steuern 16.237.865,54 13.198
16. Sonstige Steuern 328.793,45 320
17. Jahresüberschuss 15.909.072,09 12.878

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH hat ihren Sitz in Schweinfurt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt unter HR B 3521 eingetragen.

2. Erstellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss 2023 wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entspricht, bis auf die Erweiterung um branchenspezifische Posten, den §§ 266 und 275 HGB, wobei für die Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren gewählt wurde. Branchenspezifische Posten sind auf der Aktivseite Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen, Verteilungsanlagen, Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen, Fahrzeuge für Personen- und Güterverkehr, Maschinen und maschinelle Anlagen, die nicht zu Nummer 5 bis 8 gehören sowie Forderungen gegen Gesellschafter. Auf der Passivseite handelt es sich bei den branchenspezifischen Posten um Empfangene Ertragszuschüsse sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter, in der Gewinn- und Verlustrechnung um Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie Aufwendungen aus Verlustübernahme.

Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 18 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) und gehört zu einer Gruppe von vertikal integrierten Energieversorgungsunternehmen im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG. Damit hat sie die Vorschriften zur Rechnungslegung gemäß § 6b Abs. 3 EnWG insbesondere zur buchhalterischen Trennung der Tätigkeiten zu beachten.

Die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz oder Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke wurden ebenso wie die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang zu machenden Vermerke überwiegend im Anhang aufgeführt.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze und unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um im Zeitraum 2004 bis 2009 erhaltene Ertragszuschüsse, Investitionszuschüsse sowie planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen auf Anlagenzugänge erfolgen seit dem 1. Januar 2010 für alle Geschäftsbereiche linear. Die degressive Abschreibung der Anlagenzugänge vor dem 1. Januar 2010 wurde beibehalten. Die Bandbreite der Restnutzungsdauer liegt bei immateriellen Vermögensgegenständen zwischen 0 und 14 Jahren und bei Sachanlagevermögen zwischen 0 und 50 Jahren.

Beim Zugang von beweglichen Gütern des Anlagevermögens wird der Abschreibungsbetrag zeitanteilig berechnet. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis 250,00 EUR werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von 250,01 EUR bis 1.000,00 EUR werden Sammelposten gebildet und in den folgenden Jahren mit jeweils einem Fünftel gewinnmindernd abgeschrieben. Sonderabschreibungen nach § 3 Zonenrandförderungsgesetz wurden bis einschließlich Geschäftsjahr 1994 in Anspruch genommen. Dadurch hat sich das Ergebnis des Geschäftsjahres um 113 TEUR verbessert.

Aufgrund des in den Vorjahren angewandten Zonenrandförderungsgesetzes wird bei der Stadtwerke Schweinfurt GmbH in den nächsten Jahren bei positiven Jahresergebnissen eine Zunahme der jährlichen Ertragsteuerbelastung erwartet.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Bei Vorliegen einer dauerhaften Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den am Stichtag beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tagespreisen bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Die Pauschalwertberichtigung wurde im Berichtsjahr von 4 % auf 3 % verringert. Ursächlich für diese Anpassung ist, dass sich unter anderem durch die Maßnahmen der Bundesregierung im Rahmen der Preisbremse trotz des hohen Preisniveaus die Forderungsausfälle in Grenzen hielten. Nichtsdestotrotz können immer mehr Kunden die Forderungen nur durch Abschluss von Ratenvereinbarungen begleichen und die Forderungsbeitreibung wird durch die gesetzlichen Rahmenbedingungen immer weiter erschwert.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennbetrag bilanziert. Die Kapitalrücklage besteht aus anderen Zuzahlungen der Gesellschafter in das Eigenkapital gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Vor dem Hintergrund des BMF-Schreibens vom 27. Mai 2003 zur Behandlung von Baukostenzuschüssen in der Versorgungswirtschaft wurden nach dem 31. Dezember 2002 vereinbarte Baukostenzuschüsse aktivisch von den entsprechenden Verteilnetzpositionen im Anlagevermögen direkt gekürzt. Mit Inkrafttreten des BilMoG wurde die Regelung zur umgekehrten Maßgeblichkeit aufgehoben. Somit wurden die nach dem 31. Dezember 2009 vereinnahmten Baukostenzuschüsse passivisch in der Bilanzposition Empfangene Ertragszuschüsse abgegrenzt und äquivalent zur Nutzungsdauer erfolgswirksam aufgelöst.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik mittels der sogenannten "Projected-Unit-Credit-Methode". Berechnungsgrundlage sind die "Richttafeln 2018 G" von Dr. Heubeck, Köln. Zum Bilanzstichtag wird ein Zinssatz gemäß RückAbzinsV von 1,82 % zum Ansatz gebracht (Vorjahr 1,78 %). Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 2 TEUR. Es wurde ein Rententrend von 3,0 % angenommen. Bei den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen kam ein Gehaltstrend von 4,0 % sowie ein Rechnungszins von 1,74 % zum Ansatz (Vorjahr 1,44 %).

Nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB sind Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr abzuzinsen. Der Abzinsung haben die Rückstellungen für Altersteilzeit, Jubiläums- und Pensionsrückstellungen unterlegen.

Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen passiviert.

Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie einen Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Stadtwerke fassen physische Strom- bzw. Erdgasbezugs- und Absatzgeschäfte sowie ggf. finanzielle Derivate unter Berücksichtigung der IDW-Stellungnahme zur Rechnungslegung "Besonderheiten bei der Bilanzierung von Energiebeschaffungs- und Energieabsatzverträgen in handelsrechtlichen Abschlüssen von Energieversorgungsunternehmen" (IDW RS ÖFA 3) in verschiedenen Portfolien zusammen. An dieser Stelle werden folgende Portfolien gebildet:

• Strombezugs- und Stromabsatzgeschäfte je Lieferjahr und Kundensegment,

• Erdgasbezugs- und Erdgasabsatzgeschäfte je Lieferjahr und Kundensegment.

Um den Anforderungen hinsichtlich der zeitlichen und sachlichen Homogenität der IDW-Stellungnahme zu entsprechen, wurden Grund- und Sicherungsinstrumente mit demselben Rohstoff-Risiko und den gleichen Laufzeiten zusammengefasst und gesteuert. Es erfolgt eine permanente Überwachung der offenen Position hinsichtlich der Mengengleichheit von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument.

Die in den Portfolien enthaltenen Bezugs- und Absatzgeschäfte spiegeln teilweise auch Planmengen wider. Diese sind Bestandteil der Wirtschaftsplanung der Stadtwerke, deren Eintritt überwacht und für die eine hohe Eintrittswahrscheinlichkeit der Transaktionen unterstellt wird.

Für die Portfoliobewertung beim Strom und Erdgas erfolgt die Aufstellung einer Ergebnisbeitragsrechnung für alle bewirtschafteten Jahre mit den direkt zuordenbaren Kosten.

Die Basis der Ergebnisbeitragsrechnung bilden die preislich fixierten Bestellmengen des Vertriebs und die zum Abschlussstichtag dafür durchgeführten Beschaffungsgeschäfte.

Bei der Ergebnisbeitragsrechnung werden pro Portfolio und Jahresscheibe die offenen Positionen durch die Saldierung der unrealisierten Verluste und Gewinne bewertet.

Aufgrund vereinbarter Flexibilitätsgrenzen wurde für einen Vertrag im Tranchenmodell, der nicht Teil der Portfoliobewertung nach IDW RS ÖFA 3 ist, eine Drohverlustrückstellung gebildet.

ÖPNV-Zuweisungen wurden wie im Vorjahr nicht erfolgsneutral in der Kapitalrücklage, sondern erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Hieraus ergibt sich für das Geschäftsjahr 2023 ein positiver Ergebniseffekt von 1.084 TEUR (Vorjahr 1.196 TEUR).

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz ermittelt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht. Ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt daher. Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 28,78 % zugrunde (15 % für die Körperschaftsteuer, 12,95 % für die Gewerbesteuer und 0,83% für den Solidaritätszuschlag), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird.

4. Erläuterungen zur Bilanz-Aktivseite

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ergibt sich aus dem Anlagenachweis dieses Anhangs.

4.2 Finanzanlagen

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH ist als Gesellschafter an der Gemeinschaftskraftwerk Schweinfurt GmbH (GKS GmbH), Schweinfurt, an der Mainkraftwerk Schweinfurt GmbH (MKS GmbH), Schweinfurt, an der Bürgersolar Schweinfurt 1 GmbH & Co. KG, Schweinfurt, an der Bürgersolar Schweinfurt 3 GmbH & Co. KG, Schweinfurt, an der Marienbachtal Erneuerbare Energien GmbH, Dittelbrunn, und an der Poppenhausen Erneuerbare Energien GmbH, Schweinfurt, beteiligt. Darüber hinaus hält die Gesellschaft Anteile an der RegioNet Schweinfurt GmbH, Schweinfurt, an der Mainfranken Regenerativ GmbH, Schweinfurt, sowie an der Stadtwerke Schweinfurt Dienstleistungs GmbH, Schweinfurt.

Unternehmen Eigenkapital
TEUR
Anteil am Kapital
TEUR
Anteil am Kapital
%
Ergebnis nach Steuern
TEUR
GKS GmbH 44.177 ** 2.096,00 12,80 2.099 **
MKS GmbH 256 ** 64,00 25,00 0 *
Bürgersolar Schweinfurt 1 GmbH & Co KG 226 ** 10,00 4,40 8 **
Bürgersolar Schweinfurt 3 GmbH & Co KG 269 ** 20,00 7,20 34 **
Marienbachtal Erneuerbare Energien GmbH 79 33,00 33,00 -21
Poppenhausen Erneuerbare Energien GmbH 87 50,00 50,00 -13
RegioNet Schweinfurt GmbH 1.250 1.250,00 100,00 0 *
Mainfranken Regenerativ GmbH 2.319 525,00 100,00 141
Stadtwerke Schweinfurt Dienstleistungs GmbH 16 25 100 0 *

* Ergebnis gleich null, da Ergebnisabführungsvertrag

** Zahlen des Abschlusses 2022

4.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Art der Forderungen Restlaufzeit Summe
unter 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
EUR
1) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 28.170.747,77 11.433,64 28.182.181,41
Vorjahr 16.443.181,17 21.085,75 16.464.266,92
2) Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.737.478,09 0 1.737.478,09
Vorjahr 1.291.878,25 0 1.291.878,25
3) Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 238.772,45 0 238.772,45
Vorjahr 153.156,73 0 153.156,73
4) Forderungen gegen Gesellschafter 8.130.463,20 0 8.130.463,20
Vorjahr 3.900.498,44 0 3.900.498,44
5) Sonstige Vermögensgegenstände 15.826.779,51 0 15.826.779,51
Vorjahr 15.451.338,00 0 15.451.338,00
Gesamt 54.104.241,02 11.433,64 54.115.674,66
Vorjahr 37.240.052,59 21.085,75 37.261.138,34

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen gegenüber der RegioNet Schweinfurt GmbH aus dem Ergebnisabführungsvertrag (1.220 TEUR) sowie Forderungen aus Umsatzsteuer (55 TEUR). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen den Gesellschafter (Stadt Schweinfurt) enthalten Forderungen aus der Liquiditätsausgleichsvereinbarung (5.000 TEUR) sowie aus Zuschüssen zum ÖPNV-Betrieb (675 TEUR).

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche für Stromsteuer (155 TEUR), Energiesteuer (365 TEUR), Umsatzsteuer aus Kundenguthaben (743 TEUR) sowie aus Vorsteuer im Folgejahr abziehbar (1.534 TEUR) enthalten. Diese Forderungen entstehen rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag. Des Weiteren sind vor allem Forderungen aus der Zahlung von Fördermitteln und Zuschüssen (5.410 TEUR), Umlagen (987 TEUR), der Ausweis der debitorischen Kreditoren (839 TEUR), Forderungen aus den Preisbremsen (4.579 TEUR), Forderungen aus Einspeiserguthaben (977 TEUR), Zinsforderungen (144 TEUR) sowie sonstige Forderungen (94 TEUR) enthalten.

5. Erläuterungen zur Bilanz-Passivseite

5.1 Eigenkapital

Das Eigenkapital erhöhte sich um 15.909 TEUR aufgrund des Jahresüberschusses 2023.

5.2 Rückstellungen

Die Rückstellungen umfassen Pensionsrückstellungen mit 392 TEUR (Vorjahr 423 TEUR), Steuerrückstellungen in Höhe von 5.472 TEUR (Vorjahr 4.337 TEUR) und sonstige Rückstellungen über 6.183 TEUR (Vorjahr 5.344 TEUR). In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten, CO 2 Zertifikate, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Archivierung sowie Rückstellungen für Abrechnungsverpflichtungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge, Jahresabschlussprüfung, drohende Verluste, Rückforderungen aus dem ÖPNV-Rettungsschirm sowie für Ausgleichsleistungen aus dem Ausbildungsverkehr, noch nicht in Rechnung gestellte Leistungen, Mehr- /Mindermengenabrechnung, Bilanzkreisabrechnung Strom und Umlagen enthalten.

5.3 Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeiten Restlaufzeit Summe
bis 1 Jahr
EUR
größer 1 Jahr
EUR
davon >5 Jahre
EUR
EUR
1) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.349.111,86 33.604.477,32 18.203.600,54 37.953.589,18
Vorjahr 3.547.246,97 30.353.603,46 16.945.962,36 33.900.850,43
2) Verbindlichkeiten erhaltener Anzahlungen auf Bestellungen 974.484,09 0 0 974.484,09
Vorjahr 1.281.013,53 0 0 1.281.013,53
3) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.218.251,19 0 0 16.218.251,19
Vorjahr 20.048.317,81 0 0 20.048.317,81
4) Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 163.348,92 0 0 163.348,92
Vorjahr 14.498,00 0 0 14.498,00
5) Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5.149.221,55 0 0 5.149.221,55
Vorjahr 3.760.363,96 0 0 3.760.363,96
6) Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 779.660,10 0 0 779.660,10
Vorjahr 1.029.654,68 0 0 1.029.654,68
7) Sonstige Verbindlichkeiten 9.958.342,35 100.000,00 0 10.058.342,35
Vorjahr 9.148.160,07 200.000,00 0 9.348.160,07
Gesamt 37.592.420,06 33.704.477,32 18.203.600,54 71.296.897,38
Vorjahr 38.829.255,02 30.553.603,46 16.945.962,36 69.382.858,48

Die Verbindlichkeiten der Stadtwerke Schweinfurt GmbH gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 4 Mio. EUR durch eine Grundschuld besichert (Vorjahr 4 Mio. EUR). Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten neben den Verbindlichkeiten aus der Verlustübernahme der Stadtwerke Schweinfurt Dienstleistungs GmbH (8 TEUR, Vorjahr 7 TEUR) wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, enthalten wie im Vorjahr ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter, der Stadt Schweinfurt, enthalten sowohl Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (122 TEUR, Vorjahr 365 TEUR) als auch sonstige Verbindlichkeiten aus der Weiterleitung von vereinnahmten Niederschlags- und Schmutzwassergebühren in Höhe von 432 TEUR (Vorjahr 375 TEUR), Guthaben aus der Jahresverbrauchsabrechnung (182 TEUR) und Verbindlichkeiten aus der Zahlung der Konzessionsabgabe (43 TEUR, Vorjahr 289 TEUR).

5.4 Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 109 TEUR (Vorjahr 214 TEUR) enthält hauptsächlich Abgrenzungen des Strombereiches für Mieten und Nutzungsrechte und Jahreskarten des Verkehrsbetriebes.

6. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

6.1 Umsatzerlöse abzüglich Strom- und Energiesteuer 2023
TEUR
2022
TEUR
Stromversorgung 119.775 72.885
Erdgasversorgung 61.850 32.586
Wasserversorgung 11.179 10.289
Fernwärmeversorgung 12.290 7.249
Personenverkehr & Fahrzeugtechnik 7.346 6.056
Hafen 1.779 1.565
SILVANA Sport- und Freizeitbad 990 867
Gemeinsamer Bereich 1.538 1.395
216.747 132.892

6.2 Erträge und Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

Im Bereich der sonstigen betrieblichen Erträge sind im Berichtsjahr Zuwendungen aus dem D-Ticket mit 1.703 TEUR und Zahlungen für Preisbremse in Höhe von 908 TEUR enthalten.

6.3 Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Vorjahren für die Wasserverbundleitung, aus der Vermarktung von THG-Quoten, Durchleitungsentgelten, Installationsarbeiten, Straßenbeleuchtung, Zählermontagen, Reparaturen usw. in Höhe von 370 TEUR enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge für Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von 642 TEUR, Erträge aus Anlagenabgängen in Höhe von 61 TEUR sowie Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 21 TEUR enthalten. Zusätzlich sind 30 TEUR aus Versicherungserstattungen und 38 TEUR Erträge aus Vorjahren vor allem im Rahmen der Erstattung für Energiesteuer enthalten.

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beinhalten eine Gutschrift aus dem Fernwärmebezug in Höhe von 483 TEUR aus dem Jahr 2022 sowie eine Korrektur der Bilanzkreisabrechnung Strom in Höhe von 41 TEUR.

In den bezogenen Leistungen sind Aufwendungen aus Vorjahren insbesondere für die Erneuerung von Stromhausanschlüssen in Höhe von 210 TEUR enthalten.

Aufgrund der Nachholung von Abschreibungen betreffen 429 TEUR Vorjahre.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 207 TEUR, aus Verlusten aus Anlagenabgängen in Höhe von 143 TEUR sowie sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 411 TEUR insbesondere aufgrund von Forderungsberichtigungen und Rückzahlungsverpflichtungen enthalten.

In den Ertragsteuern sind Zahlungen für Vorjahre in Höhe von 125 TEUR enthalten.

6.4 Aufwendungen und Erträge aus der Auf- und Abzinsung

Aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind 14 TEUR in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

6.5 Ertragsteuerbelastung

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen im Jahr 2023

aus Körperschaftsteuer + Solidaritätszuschlag 2.798 TEUR
aus Gewerbeertragsteuer 2.310 TEUR
Steuerzahlungen aus Einkommen und Ertrag aus Vorjahren 125 TEUR
Latente Steuer 432 TEUR
Gesamter Steueraufwand 5.665 TEUR

7. Sonstige Angaben

7.1 Latente Steuern

Passive latente Steuern aus handelsrechtlich und steuerrechtlich voneinander abweichenden Wertansätzen ergeben sich aus dem steuerlich abweichenden Ansatz der Rückstellungen für Archivierung sowie aus der degressiven Abschreibung. Der Anstieg der passiven latenten Steuern ist auf die Wiedereinführung der degressiven Abschreibung zurückzuführen, die zur Erhöhung der latenten Steuern im Bereich der Erzeugungs-, Gewinnungs-, Bezugs-, und Verteilungsanlagen geführt hat.

Aktive latente Steuern ergeben sich aus dem steuerbilanziell abweichenden Ansatz der Rückstellungen aus Altersteilzeit, Jubiläum, Urlaub, Pensionen, Überstunden, Drohverlusten und künftigen Betriebsprüfungen sowie aus Anteilen an verbundenen Unternehmen und der Bilanzierung von Vorräten. Dadurch ergaben sich im Jahr 2023 passive latente Steuern in Höhe von 652.281,40 EUR.

Passive latente Steuern wurden mit aktiven latenten Steuern verrechnet. Der angewendete Steuersatz beträgt 28,78 %.

1.1.2023 Veränderung 31.12.2023
Aktive latente Steuern 363.423,94 EUR 101.361,07 EUR 464.785,01 EUR
Passive latente Steuern 584.059,81 EUR 533.006,60 EUR 1.117.066,41 EUR

7.2 Angaben gemäß § 6b Abs. 2 EnWG

Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen i. S. v. § 271 Abs. 2 HGB oder § 311 HGB bestehen wie folgt:

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH erbrachte für die RegioNet Schweinfurt GmbH, Mainfranken Regenerativ GmbH, Stadtwerke Schweinfurt Dienstleistungs GmbH, Marienbachtal Erneuerbare Energien GmbH und die Poppenhausen Erneuerbare Energien GmbH technische und kaufmännische Dienstleistungen im Gesamtvolumen von 816 TEUR. Darüber hinaus verrechnete die Stadtwerke Schweinfurt GmbH für das Geschäftsjahr 2023 eine Netzmiete in Höhe von 1.005 TEUR an die RegioNet Schweinfurt GmbH. Der Ergebnisabführungsvertrag mit der RegioNet Schweinfurt GmbH vom 1. Oktober 2002 führte zu einer Ergebnisabführung im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 1.396 TEUR.

7.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es besteht für EDV-Anlagen eine Leasingverpflichtung von insgesamt 195 TEUR, davon werden 163 TEUR im Jahr 2024 und 32 TEUR für die Jahre 2025 - 2027 fällig.

Darüber hinaus liegen Zahlungsverpflichtungen aus nicht durchgeführten Investitionen in Gegenstände des Anlagevermögens sowie für Dienstleistungen vor. Diese betreffen mit 21.254 TEUR die Beschaffung neuer Busse, Anmietleistungen im Linienverkehr, Softwareverträge sowie diverse Erneuerungsmaßnahmen und Zählerwechsel im Bereich der Strom-, Erdgas- und Wasserversorgung sowie des Ausbaus mit Glasfaser und der Fernwärme. Zudem wurden bereits Verträge für die Jahre 2024 bis 2025 über Stromlieferungen in Höhe von 34.427 TEUR sowie Verträge für die Jahre 2024 bis 2025 über Erdgaslieferungen in Höhe von 30.144 TEUR abgeschlossen.

7.4 Mitarbeiter

Zahl der Mitarbeiter/innen im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Beschäftigte 344,75 319,25
Auszubildende 14,5 16,75

Darin enthalten sind 53,50 Teilzeitbeschäftigte (Vorjahr 45,00).

Die Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung enthalten u. a. die Umlagen an die Zusatzversorgungskasse der bayerischen Gemeinden (ZVK) und die Umlagen an den Bayerischen Versorgungsverband. Die ZVK-Umlage wurde 2023 mit einem Beitragssatz von 3,75 % zuzüglich eines Zusatzbeitrages von 4,0 % aus den ZVK-pflichtigen Entgelten von 17.009 TEUR errechnet. Darüber hinaus wird hier die Veränderung der Pensionsrückstellung erfasst.

7.5 Angaben zu den Organen der Stadtwerke Schweinfurt GmbH

Mitglieder des Aufsichtsrates

Vorsitzender: Sebastian Remelé, Oberbürgermeister der Stadt Schweinfurt

Stellv. Vorsitzender: Stefan Funk, Stadtrat (Diplom-Verwaltungswirt (FH); Geschäftsleiter)

Monika Herrmann (Angestellte)

Rüdiger Köhler, Stadtrat (Dipl.-Bauingenieur)

Johannes Petersen, Stadtrat (Wissenschaftlicher Mitarbeiter)

Dr. Ulrike Schneider, Stadträtin (Angestellte)

Stefanie Stockingervon Lackum, Stadträtin (Redakteurin)

Stefan Labus, Stadtrat (Unternehmer)

Holger Laschka, Stadtrat (Journalist)

Geschäftsführung

Thomas Kästner, Geschäftsführer der Stadtwerke Schweinfurt GmbH

Die Aufwandsentschädigung für den Aufsichtsrat betrug für das Geschäftsjahr 11 TEUR. Für die Bezüge des Geschäftsführers wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

7.6 Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers wird gemäß § 285 Nr. 17 HGB (Aufnahme der Angaben in einen das Unternehmen einbeziehenden Konzernabschluss) verzichtet.

7.7 Konzernabschluss

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH ist Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 1 HGB und stellt einen Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis auf. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht.

7.8 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

7.9 Ergebnisverwendung

Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 beträgt 15.909.072,09 EUR. Die Geschäftsführung schlägt vor, diesen den Gewinnrücklagen zuzuführen.

 

Schweinfurt, 15. April 2024

Thomas Kästner, Geschäftsführer

Anlagennachweis zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Endstand 31.12.2023
EUR
1 2 3 4 5 6
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.647.415,41 170.413,55 1.152.809,67 0,00 8.665.019,29
2. Geleistete Anzahlungen 265.826,48 115.958,91 0,00 0,00 381.785,39
Summe 9.913.241,89 286.372,46 1.152.809,67 0,00 9.046.804,68
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
a) Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 44.519.613,83 1.188.366,47 31.987,77 9.259,86 45.685.252,39
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 103.924,09 0,00 0,00 0,00 103.924,09
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 113.154,32 0,00 0,00 0,00 113.154,32
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 3.193.534,90 0,00 0,00 0,00 3.193.534,90
4. Bauten auf fremden Grundstücken, die nicht zu Nr. 1 und 2 gehören 158.568,71 6.091,71 0,00 2.286,90 166.947,32
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 31.180.386,87 292.121,04 0,00 101.589,37 31.574.097,28
6. Verteilungsanlagen 317.121.065,52 11.171.630,22 1.771.685,60 3.267.872,97 329.788.883,11
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen 1.424.731,02 56.087,82 9.737,55 98.104,87 1.569.186,16
8. Fahrzeuge für Personenund Güterverkehr 7.569.030,83 1.194.685,19 220.191,51 0,00 8.543.524,51
9. Maschinen und masch. Anlagen, die nicht zu Nr. 5 - 8 gehören 8.957.238,07 308.328,72 141.114,58 2.421,44 9.126.873,65
10. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 14.909.203,94 889.417,45 221.339,67 59.651,41 15.636.933,13
11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.690.073,24 4.413.394,07 1.447.092,91 -3.541.186,82 5.115.187,58
Summe 434.940.525,34 19.520.122,69 3.843.149,59 0,00 450.617.498,44
Zwischensumme 444.853.767,23 19.806.495,15 4.995.959,26 0,00 459.664.303,12
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.598.727,17 0,00 369.750,00 0,00 2.228.977,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.799.999,92 0,00 828.571,44 0,00 4.971.428,48
3. Beteiligungen 2.175.475,00 85.780,51 3.410,00 0,00 2.257.845,51
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.687,26 0,00 0,00 0,00 1.687,26
Summe 10.575.889,35 85.780,51 1.201.731,44 0,00 9.459.938,42
Gesamt 455.429.656,58 19.892.275,66 6.197.690,70 0,00 469.124.241,54
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Abschreibungen im Wirtschaftsjahr
EUR
anges. AfA auf die in Spalte 4 ausgewiesenen Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Endstand 31.12.2023
EUR
1 7 8 9 10 10
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.795.337,82 437.993,55 1.152.809,67 0,00 8.080.521,70
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 8.795.337,82 437.993,55 1.152.809,67 0,00 8.080.521,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
a) Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 32.337.947,19 626.386,84 31.987,77 0,00 32.932.346,26
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 16.705,44 0,00 0,00 0,00 16.705,44
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 86.114,16 2.000,00 0,00 0,00 88.114,16
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 46.362,94 0,00 0,00 0,00 46.362,94
4. Bauten auf fremden Grundstücken, die nicht zu Nr. 1 und 2 gehören 116.793,71 5.279,61 0,00 0,00 122.073,32
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 19.717.220,87 724.490,41 0,00 0,00 20.441.711,28
6. Verteilungsanlagen 216.472.339,71 6.144.573,20 1.377.803,45 0,00 221.239.109,46
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen 1.032.170,02 36.925,69 9.737,55 0,00 1.059.358,16
8. Fahrzeuge für Personenund Güterverkehr 6.910.141,83 344.494,19 220.191,51 0,00 7.034.444,51
9. Maschinen und masch. Anlagen, die nicht zu Nr. 5 - 8 gehören 7.900.375,07 257.589,16 140.927,58 0,00 8.017.036,65
10. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 11.886.411,94 905.717,86 219.711,67 0,00 12.572.418,13
11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 296.522.582,88 9.047.456,96 2.000.359,53 0,00 303.569.680,31
Zwischensumme 305.317.920,70 9.485.450,51 3.153.169,20 0,00 311.650.202,01
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 369.750,00 0,00 369.750,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 369.750,00 0,00 369.750,00 0,00 0,00
Gesamt 305.687.670,70 9.485.450,51 3.522.919,20 0,00 311.650.202,01
Kennzahlen
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte am 31.12.2023
EUR
Restbuchwerte am 31.12.2022
EUR
AfA Sätze
v.H.
Restbuchwerte
v.H.
1 11 12 13 14
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 584.497,59 852.077,59 5,1 6,7
2. Geleistete Anzahlungen 381.785,39 265.826,48 0,0 0,0
Summe 966.282,98 1.117.904,07 4,8 10,7
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
a) Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 12.752.906,13 12.181.666,64 1,4 27,9
b) Bahnkörper und Bauten des Schienenweges 87.218,65 87.218,65 0,0 83,9
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 25.040,16 27.040,16 1,8 22,1
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 3.147.171,96 3.147.171,96 0,0 98,5
4. Bauten auf fremden Grundstücken, die nicht zu Nr. 1 und 2 gehören 44.874,00 41.775,00 3,2 26,9
5. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 11.132.386,00 11.463.166,00 2,3 35,3
6. Verteilungsanlagen 108.549.773,65 100.648.725,81 1,9 32,9
7. Gleisanlagen, Streckenausrüstungen und Sicherungsanlagen 509.828,00 392.561,00 2,4 32,5
8. Fahrzeuge für Personenund Güterverkehr 1.509.080,00 658.889,00 4,0 17,7
9. Maschinen und masch. Anlagen, die nicht zu Nr. 5 - 8 gehören 1.109.837,00 1.056.863,00 2,8 12,2
10. Betriebs- u. Geschäftsausstattung 3.064.515,00 3.022.792,00 5,8 19,6
11. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 5.115.187,58 5.690.073,24 0,0 100,0
Summe 147.047.818,13 138.417.942,46 2,0 32,6
Zwischensumme 148.014.101,11 139.535.846,53 2,1 32,2
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.228.977,17 2.228.977,17
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.971.428,48 5.799.999,92
3. Beteiligungen 2.257.845,51 2.175.475,00
4. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.687,26 1.687,26
Summe 9.459.938,42 10.206.139,35
Gesamt 157.474.039,53 149.741.985,88 2,0 33,6

Tätigkeitsbilanzen zum 31. Dezember 2023 nach § 6b (3) EnWG

Aktivseite

Elektrizitätsverteilung EUR 31.12.2023 Elektrizitätsverteilung EUR 31.12.2022 IMSB EUR 31.12.2023 IMSB EUR 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.515,02 486.423,50 7.066,00 37.665,00
2. Geleistete Anzahlungen 134.006,68 93.305,10 0,00 0,00
425.521,70 579.728,60 7.066,00 37.665,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 2.646.304,15 2.318.549,39 0,00 0,00
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 8.789,11 9.491,11 0,00 0,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Verteilungsanlagen 40.118.054,46 39.136.134,28 4.851,00 6.586,00
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.490,39 1.032.179,86 0,00 0,00
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.239.093,45 856.857,55 0,00 0,00
45.987.731,56 43.353.212,19 4.851,00 6.586,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.250.000,00 1.250.000,00 0,00 0,00
1.250.000,00 1.250.000,00 0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 846.206,51 664.876,79 0,00 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.134.612,01 4.499.466,68 69.636,59 45.100,43
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.181,91 5.973,50 3,44 0,61
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.290,27 0,00 60,72 0,00
4. Forderungen gegen Gesellschafter 1.273.970,40 98.997,53 13.844,92 194,26
5. Sonstige Vermögensgegenstände 3.277.815,04 2.237.681,37 602,64 159,63
9.709.869,63 6.842.119,08 84.148,31 45.454,93
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 4.740.983,17 6.181.561,05 55.929,27 67.688,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 60.514,10 83.910,39 7.053,96 7.408,21
63.020.826,67 58.955.408,10 159.048,54 164.802,14

Passivseite

Elektrizitätsverteilung EUR 31.12.2023 Elektrizitätsverteilung EUR 31.12.2022 IMSB EUR 31.12.2023 IMSB EUR 31.12.2022
A. Zugeordnetes Eigenkapital 45.009.023,32 40.851.010,93 129.030,99 104.667,46
B. Empfangene Ertragszuschüsse 4.248.897,86 3.807.074,80 0,00 0,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 156.653,20 169.161,60 0,00 0,00
2. Steuerrückstellungen 431.632,84 541.450,65 0,00 0,00
3. Sonstige Rückstellungen 845.285,53 810.288,75 26.345,75 15.997,55
1.433.571,57 1.520.901,00 26.345,75 15.997,55
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.198.460,59 7.043.351,79 0,00 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 62.426,34 131.407,41 1.155,44 28.773,10
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.804.520,24 4.549.607,08 1.833,90 15.683,51
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151.431,32 7.582,20 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 357.018,74 364.609,49 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 40.056,87 334.156,37 6,72 3,65
7. Sonstige Verbindlichkeiten 531.256,93 284.508,44 674,90 -324,03
davon aus Steuern 412.604,85 201.460,72 2.082,43 1.123,84
12.145.171,03 12.715.222,78 3.670,96 44.136,23
E. Rechnungsabgrenzungsposten 70,94 82,45 0,84 0,90
F. Passive Latente Steuer 184.091,95 61.116,14 0,00 0,00
63.020.826,67 58.955.408,10 159.048,54 164.802,14
Gasverteilung EUR 31.12.2023 Gasverteilung EUR 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 58.810,28 101.140,60
2. Geleistete Anzahlungen 78.609,61 54.733,67
137.419,89 155.874,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 1.033.361,63 1.183.944,63
2. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 5.155,76 5.567,57
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten 69.814,80 69.814,80
4. Erzeugungs-, Gewinnungs- und Bezugsanlagen 2.327.069,00 2.490.087,00
5. Verteilungsanlagen 14.898.849,57 14.723.530,27
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 558.257,39 574.777,78
7. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 120.015,37 231.447,17
19.012.523,52 19.279.169,22
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
0,00 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 113.413,04 99.203,70
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 999.943,95 858.724,08
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92,27 19,58
3. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.630,37 0,00
4. Forderungen gegen Gesellschafter 371.749,22 6.228,73
5. Sonstige Vermögensgegenstände 110.543,52 253.371,09
1.483.959,33 1.118.343,48
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1.501.753,63 2.170.360,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.863,46 39.121,60
22.271.932,87 22.862.073,17

Passivseite

Gasverteilung EUR 31.12.2023 Gasverteilung EUR 31.12.2022
A. Zugeordnetes Eigenkapital 15.016.873,43 16.028.661,47
B. Empfangene Ertragszuschüsse 1.403.955,20 1.473.609,12
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 117.489,90 126.871,20
2. Steuerrückstellungen 73.270,38 252.943,33
3. Sonstige Rückstellungen 461.733,15 345.487,07
652.493,43 725.301,60
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.644.810,59 3.067.005,50
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.343.663,55 1.342.710,21
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00
6. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 11.595,03 36.221,45
7. Sonstige Verbindlichkeiten 136.559,10 166.890,49
davon aus Steuern 93.515,61 48.899,36
5.136.628,27 4.612.827,65
E. Rechnungsabgrenzungsposten 22,47 28,95
F. Passive Latente Steuer 61.960,07 21.644,38
22.271.932,87 22.862.073,17

Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 nach § 6b (3) EnWG

Elektrizitätsverteilung EUR 2023 Elektrizitätsverteilung EUR 2022 IMSB EUR 2023 IMSB EUR 2022
1. Umsatzerlöse 43.444.000,58 40.024.555,66 253.475,30 189.563,93
abzüglich Stromsteuer/Erdgassteuer 0,00 0,00 0,00 0,00
43.444.000,58 40.024.555,66 253.475,30 189.563,93
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 238.759,59 342.698,29 0,10 2,22
3. Sonstige betriebliche Erträge 210.163,39 141.189,36 1.205,62 359,06
43.892.923,56 40.508.443,31 254.681,02 189.925,21
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.106.623,78 6.832.147,24 4.992,52 3.609,85
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 20.164.952,29 18.723.105,18 107.634,23 46.888,34
29.271.576,07 25.555.252,42 112.626,75 50.498,19
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 5.147.869,80 5.021.044,02 144.636,28 87.851,86
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.378.974,86 1.402.881,03 38.976,78 24.812,88
davon für Altersversorgung 381.105,55 401.238,87 11.262,27 7.800,60
6.526.844,66 6.423.925,05 183.613,06 112.664,74
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.060.812,05 2.884.814,12 208.146,15 204.425,70
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 2.547.325,15 2.648.515,60 48.612,55 17.944,54
41.406.557,93 37.512.507,19 552.998,51 385.533,17
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 88.265,31 6.981,92 1.041,28 67,38
88.265,31 6.981,92 1.041,28 67,38
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 106.528,04 65.026,80 17,41 20,16
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 647.297,46 782.993,21 -85.553,00 -56.211,50
12. Ergebnis nach Steuern 1.820.805,44 2.154.898,03 -211.740,62 -139.349,24
13. Sonstige Steuern 46.414,64 47.205,63 103,45 70,02
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 1.774.390,80 2.107.692,40 -211.844,07 -139.419,26
Gasverteilung EUR 2023 Gasverteilung EUR 2022
1. Umsatzerlöse 11.448.436,56 10.098.552,38
abzüglich Stromsteuer/Erdgassteuer 0,00 0,00
11.448.436,56 10.098.552,38
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 12.021,56 13.867,88
3. Sonstige betriebliche Erträge 95.227,18 47.136,60
11.555.685,30 10.159.556,86
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.814.627,47 774.240,26
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.247.027,18 3.999.351,07
7.061.654,65 4.773.591,33
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.305.957,44 2.115.312,83
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 618.296,12 595.182,19
davon für Altersversorgung 172.460,63 175.814,53
2.924.253,56 2.710.495,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.571.945,51 1.418.243,27
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 342.799,93 208.845,55
11.900.653,65 9.111.175,17
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,00 0,00
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 27.962,34 2.653,19
27.962,34 2.653,19
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 48.869,18 33.175,13
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -47.102,69 250.842,79
12. Ergebnis nach Steuern -318.772,50 767.016,96
13. Sonstige Steuern 14.838,20 14.262,60
14. Jahresüberschuss/-fehlbetrag -333.610,70 752.754,36

Entwicklung des Anlagevermögens Elektrizitätsverteilung zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Endstand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.712.329,09 31.612,04 617.579,32 0,00 2.126.361,81
2. Gegebene Baukostenzuschüsse 1.214.852,01 0,00 0,00 0,00 1.214.852,01
3. Gel. Anzahlungen auf imm. Wirtschaftsgüter 93.305,10 40.701,58 0,00 0,00 134.006,68
Zwischensumme 4.020.486,20 72.313,62 617.579,32 0,00 3.475.220,50
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke 1.233.468,58 413.800,16 0,00 0,00 1.647.268,74
Gebäude 7.116.598,71 14.086,22 4.601,63 0,00 7.126.083,30
8.350.067,29 427.886,38 4.601,63 0,00 8.773.352,04
2. Grundstücke u. grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 39.717,16 0,00 0,00 0,00 39.717,16
3. Verteilungsanlagen 127.984.197,33 2.806.819,32 689.012,98 599.414,70 130.701.418,37
abzüglich BKZ/HAS-Ersätze -2.343.161,67 0,00 0,00 0,00 -2.343.161,67
125.641.035,66 2.806.819,32 689.012,98 599.414,70 128.358.256,70
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.520.266,20 257.345,45 25.700,13 8.341,10 4.760.252,62
5. Anlagen im Bau 856.857,55 1.989.991,70 0,00 -607.755,80 2.239.093,45
Zwischensumme 139.407.943,86 5.482.042,85 719.314,74 0,00 144.170.671,97
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.250.000,00 0,00 0,00 0,00 1.250.000,00
Zwischensumme 1.250.000,00 0,00 0,00 0,00 1.250.000,00
Gesamtsumme 144.678.430,06 5.554.356,47 1.336.894,06 0,00 148.895.892,47
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Endstand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.225.905,59 226.520,52 617.579,32 1.834.846,79
2. Gegebene Baukostenzuschüsse 1.214.852,01 0,00 0,00 1.214.852,01
3. Gel. Anzahlungen auf imm. Wirtschaftsgüter 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 3.440.757,60 226.520,52 617.579,32 3.049.698,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke 16.459,00 0,00 0,00 16.459,00
Gebäude 6.015.058,90 100.131,62 4.601,63 6.110.588,89
6.031.517,90 100.131,62 4.601,63 6.127.047,89
2. Grundstücke u. grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 30.226,05 702,00 0,00 30.928,05
3. Verteilungsanlagen 88.259.262,05 2.477.854,96 676.034,10 90.061.082,91
abzüglich BKZ/HAS-Ersätze -1.754.360,67 -66.520,00 0,00 -1.820.880,67
86.504.901,38 2.411.334,96 676.034,10 88.240.202,24
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.488.086,34 322.122,95 25.447,06 3.784.762,23
5. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 96.054.731,67 2.834.291,53 706.082,79 98.182.940,41
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamtsumme 99.495.489,27 3.060.812,05 1.323.662,11 101.232.639,21
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte am 31.12.2023
EUR
Restbuchwerte am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 291.515,02 486.423,50
2. Gegebene Baukostenzuschüsse 0,00 0,00
3. Gel. Anzahlungen auf imm. Wirtschaftsgüter 134.006,68 93.305,10
Zwischensumme 425.521,70 579.728,60
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke 1.630.809,74 1.217.009,58
Gebäude 1.015.494,41 1.101.539,81
2.646.304,15 2.318.549,39
2. Grundstücke u. grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 8.789,11 9.491,11
3. Verteilungsanlagen 40.640.335,46 39.724.935,28
abzüglich BKZ/HAS-Ersätze -522.281,00 -588.801,00
40.118.054,46 39.136.134,28
4. Betriebs- und Geschäftsausstattung 975.490,39 1.032.179,86
5. Anlagen im Bau 2.239.093,45 856.857,55
Zwischensumme 45.987.731,56 43.353.212,19
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.250.000,00 1.250.000,00
Zwischensumme 1.250.000,00 1.250.000,00
Gesamtsumme 47.663.253,26 45.182.940,79

Entwicklung des Anlagevermögens Gasverteilung zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Umbuchungen
EUR
Endstand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.306.950,90 10.594,15 174.426,68 0,00 1.143.118,37
2. Gel. Anzahlungen auf imm. Wirtschaftsgüter 54.733,67 23.875,94 0,00 0,00 78.609,61
Zwischensumme 1.361.684,57 34.470,09 174.426,68 0,00 1.221.727,98
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke 286.524,35 0,00 0,00 0,00 286.524,35
Bauten 2.836.693,04 249,65 0,00 0,00 2.836.942,69
3.123.217,39 249,65 0,00 0,00 3.123.467,04
2. Grundstücke u. grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
Unbebaute Grundstücke 69.814,80 0,00 0,00 0,00 69.814,80
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 23.298,47 0,00 0,00 0,00 23.298,47
4. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 3.483.540,39 0,00 0,00 0,00 3.483.540,39
5. Verteilungsanlagen 70.662.126,81 1.029.758,82 416.210,00 200.442,96 71.476.118,59
abzüglich BKZ/HAS-Ersätze -1.364.428,27 0,00 0,00 0,00 -1.364.428,27
69.297.698,54 1.029.758,82 416.210,00 200.442,96 70.111.690,32
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.550.884,63 168.308,20 90.392,58 4.892,97 2.633.693,22
7. Anlagen im Bau 231.447,17 93.904,13 0,00 -205.335,93 120.015,37
Zwischensumme 78.779.901,39 1.292.220,80 506.602,58 0,00 79.565.519,61
Gesamtsumme 80.141.585,96 1.326.690,89 681.029,26 0,00 80.787.247,59
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Abgang
EUR
Endstand
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.205.810,30 52.924,47 174.426,68 1.084.308,09
2. Gel. Anzahlungen auf imm. Wirtschaftsgüter 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 1.205.810,30 52.924,47 174.426,68 1.084.308,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke 1.206,65 0,00 0,00 1.206,65
Bauten 1.938.066,11 150.832,65 0,00 2.088.898,76
1.939.272,76 150.832,65 0,00 2.090.105,41
2. Grundstücke u. grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
Unbebaute Grundstücke 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 17.730,90 411,81 0,00 18.142,71
4. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 993.453,39 163.018,00 0,00 1.156.471,39
5. Verteilungsanlagen 55.787.402,54 1.052.461,48 376.513,00 56.463.351,02
abzüglich BKZ/HAS-Ersätze -1.213.234,27 -37.276,00 0,00 -1.250.510,27
54.574.168,27 1.015.185,48 376.513,00 55.212.840,75
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.976.106,85 189.573,10 90.244,12 2.075.435,83
7. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme 59.500.732,17 1.519.021,04 466.757,12 60.552.996,09
Gesamtsumme 60.706.542,47 1.571.945,51 641.183,80 61.637.304,18
Posten des Anlagevermögens Restbuchwerte am 31.12.2023
EUR
Restbuchwerte am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände 58.810,28 101.140,60
2. Gel. Anzahlungen auf imm. Wirtschaftsgüter 78.609,61 54.733,67
Zwischensumme 137.419,89 155.874,27
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Grundstücke 285.317,70 285.317,70
Bauten 748.043,93 898.626,93
1.033.361,63 1.183.944,63
2. Grundstücke u. grundstücksgleiche Rechte ohne Bauten
Unbebaute Grundstücke 69.814,80 69.814,80
3. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit Wohnbauten 5.155,76 5.567,57
4. Erzeugungs- und Bezugsanlagen 2.327.069,00 2.490.087,00
5. Verteilungsanlagen 15.012.767,57 14.874.724,27
abzüglich BKZ/HAS-Ersätze -113.918,00 -151.194,00
14.898.849,57 14.723.530,27
6. Betriebs- und Geschäftsausstattung 558.257,39 574.777,78
7. Anlagen im Bau 120.015,37 231.447,17
Zwischensumme 19.012.523,52 19.279.169,22
Gesamtsumme 19.149.943,41 19.435.043,49

Entwicklung des Anlagevermögens IMSB zum 31.12.2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Endstand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände 112.242,63 4.185,00 116.427,63
Zwischensumme 112.242,63 4.185,00 116.427,63
II. Sachanlagen
Verteilungsanlagen 397.466,10 171.546,50 569.012,60
Zwischensumme 397.466,10 171.627,15 569.093,25
Gesamtsumme 509.708,73 175.812,15 685.520,88
Abschreibungen
Posten des Anlagevermögens Anfangsstand 01.01.2023
EUR
Zugang
EUR
Endstand
EUR
Restbuchwerte am 31.12.2023
EUR
Restbuchwerte am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte u. ä. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Immaterielle Vermögensgegenstände 74.577,63 34.784,00 109.361,63 7.066,00 37.665,00
Zwischensumme 74.577,63 34.784,00 109.361,63 7.066,00 37.665,00
II. Sachanlagen
Verteilungsanlagen 390.880,10 173.281,50 564.161,60 4.851,00 6.586,00
Zwischensumme 390.880,10 173.362,15 564.242,25 4.851,00 6.586,00
Gesamtsumme 465.457,73 208.146,15 673.603,88 11.917,00 44.251,00

Erläuterungen zu den Tätigkeiten in der internen Rechnungslegung für das Geschäftsjahr 2023

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH hat ihren Sitz in Schweinfurt. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Schweinfurt unter HR B 3521 eingetragen.

Die Stadtwerke Schweinfurt GmbH hat nach § 6b Abs. 3 EnWG für folgende Tätigkeiten jeweils eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung (Tätigkeitsabschluss) aufzustellen:

- Elektrizitätsverteilung,

- Intelligenter Messstellenbetrieb,

- Gasverteilung.

Für die weiteren Tätigkeiten der Stadtwerke Schweinfurt GmbH, die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie die Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors werden getrennte Konten geführt. Die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors enthalten den Vertrieb von Strom und Gas, die Dienstleitungen Strom und Gas sowie die Erzeugung von Strom. Die Tätigkeiten außerhalb des Strom- und Gassektors beinhalten Fernwärmeversorgung, Wasserversorgung, Personenverkehr und Fahrzeugtechnik, Hafen und Bäder.

Wesentliche Lieferbeziehungen zwischen den einzelnen Tätigkeiten wurden zu Marktpreisen bewertet.

Die Tätigkeitsabschlüsse zum 31. Dezember 2023 sind nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt worden. Für die Gewinn- und Verlustrechnungen wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Die Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen sind nach§ 266 und § 275 HGB gegliedert. Die Gliederungen wurden um branchenspezifische Gliederungspunkte ergänzt.

Bei den für das Gesamtunternehmen geführten Konten werden alle Buchungen mit geschäftsbereichsbezogenen Kontierungen (Geschäftsbereiche: Elektrizitätsverteilung, Intelligenter Messstellenbetrieb, andere Tätigkeiten innerhalb des Stromsektors, Gasverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors, Wasser, Fernwärme, Personenverkehr und Fahrzeugtechnik, Hafen, Bäder und Gemeinsame) versehen, die es jederzeit ermöglichen, eine Zuordnung zu den einzelnen Geschäftsbereichen über die Kostenrechnung vorzunehmen. Im Zusammenhang mit der Erstellung des Jahresabschlusses werden Buchungen, die unter dem Geschäftsbereich "Gemeinsame" erfasst worden sind, auf die Sparten Elektrizitätsverteilung, Intelligenter Messstellenbetrieb, andere Tätigkeiten innerhalb des Stromsektors, Gasverteilung, andere Tätigkeiten innerhalb des Gassektors, Wasser, Fernwärme, Personenverkehr und Fahrzeugtechnik, Hafen und Bäder verteilt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung werden zu diesem Zweck die Jahresabschlussdaten aus dem Buchhaltungs- und Kostenrechnungssystem Oxaion 7.2 verwendet und in die Auswertesoftware Kosy Enterprise übernommen. Nach hier hinterlegten Schlüsseln werden die nicht direkt zugeordneten Werte auf die Geschäftsbereiche verteilt. Die Unterteilung der Geschäftsbereiche Strom und Gas jeweils in "Verteilung", "Intelligenter Messstellenbetrieb" und "Andere Tätigkeiten innerhalb des Sektors" erfolgt für die Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich entsprechend den Auswertungen der Kostenrechnung. Die Unterteilung der Sparten Strom und Gas in der Bilanz jeweils nach "Verteilung", "Intelligenter Messstellenbetrieb" und "Andere Tätigkeiten innerhalb des Sektors" wird durch einzelne Beurteilungen der Posten vorgenommen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Anhang des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sind maßgebend für die Erstellung der Tätigkeitsabschlüsse. Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden einheitlich ausgeübt.

C. Zuordnungsregeln

Tätigkeitsbilanzen

Das Anlagevermögen wurde zunächst direkt auf die Geschäftsbereiche Strom, Gas, Wasser, Fernwärme, Personenverkehr und Fahrzeugtechnik, Hafen, Bäder und Gemeinsame zugeordnet. Die Restbuchwerte des Geschäftsbereiches Gemeinsame wurden im Anschluss daran anhand des Schlüssels Gemeinsames Anlagevermögen auf die Geschäftsbereiche umgelegt. Die Unterteilung der Sparten Strom und Gas nach Tätigkeiten erfolgte danach im ersten Schritt durch direkte Zuordnung und im zweiten Schritt der nicht direkt zugeordneten Werte unter Schlüsselung auf Basis Gemeinsames Anlagevermögen. Aus der Zuordnung der Restbuchwerte wurden die Anlagespiegel für die einzelnen Tätigkeiten entwickelt.

Die Vorräte wurden über die Geschäftsbereiche den Tätigkeiten direkt zugeordnet.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen, gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und gegen den Gesellschafter wurden den Geschäftsbereichen direkt zugeordnet. Die Forderungen der Strom- und Gasverteilung und des Intelligenten Messstellenbetriebes gegenüber den anderen Tätigkeiten innerhalb des Strom- und Gassektors sind aus Auswertungen der Jahresverbrauchsabrechnung (Software Schleupen) entnommen. Der Anteil des Gemeinsamen Geschäftsbereiches wurde entsprechend dem Schlüssel Rohgewinn aufgeteilt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden ebenfalls zuerst direkt und danach entsprechend dem Verteilungsschlüssel Rohgewinn zugeordnet.

Der Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten wurde nach dem Verteilungsschlüssel Rohgewinn aufgeteilt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten, die nicht direkt verteilt werden konnten, wurden nach dem Verteilungsschlüssel Rohgewinn zugeordnet.

Die nach sachgerechter Zuordnung und Schlüsselung der Konten entstandenen Residualgrößen in den einzelnen Tätigkeitsbilanzen wurden entsprechend des Kapitalbedarfs im Eigenkapital ausgewiesen. Entsprechend des erläuterten Vorgehens ist kein Ausgleich zwischen den Tätigkeiten erforderlich. In den jeweiligen Tätigkeitsbilanzen existieren somit keine bilanziellen Ausgleichsposten.

Der Gewinn bzw. Verlust der Geschäftsbereiche und der Tätigkeiten errechnet sich aus der Gewinn- und Verlustrechnung.

Die empfangenen Ertragszuschüsse wurden direkt den Geschäftsbereichen und den Tätigkeiten zugeordnet.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden direkt auf die Geschäftsbereiche und die Tätigkeiten aufgeteilt.

Die sonstigen Rückstellungen wurden weitestgehend direkt zugeordnet. Bei Rückstellungen des gemeinsamen Bereiches wurde die Verteilung entsprechend des Umlageschlüssels der belasteten Kostenstellen ermittelt.

Der Anteil der jeweiligen Sparte an den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurde direkt zugeordnet.

Die Erhaltenen Anzahlungen wurden den Sparten und Tätigkeiten direkt zugeordnet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, gegenüber verbundenen Unternehmen, gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gegenüber Gesellschafter sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden soweit möglich direkt zugeordnet. Die nicht direkt zuordenbaren Beträge wurden entsprechend der Verteilungsschlüssel Personal, Umsatz und Rohgewinn zugewiesen. Die Verbindlichkeiten der Tätigkeiten innerhalb des Strom- und Gassektors gegenüber der Strom- und Gasverteilung wurden entsprechend der Forderungen angesetzt.

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wurde weitestgehend direkt zugeordnet, nicht direkt zuordenbare Beträge wurden nach dem Rohgewinnschlüssel verteilt.

Die passiven Latenten Steuern wurden direkt den Geschäftsbereichen und den Tätigkeiten zugeordnet.

Tätigkeits-Gewinn- und Verlustrechnungen

Die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Versorgungssparten basiert auf den Ausgangsrechnungen des Geschäftsjahres für abgesetzte Mengen an Strom, Gas, Wasser, Fernwärme und Weiterverrechnungen aus Kundenaufträgen. Innerhalb der Geschäftsbereiche Strom und Gas wurden die Umsatzerlöse aus Netzentgelten den Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Intelligenter Messstellenbetrieb bzw. Gasverteilung mittels Bruttodarstellung zugeordnet. Für die Sparten Personenverkehr und Fahrzeugtechnik, Hafen und Bäder liegen den Umsatzerlösen Verkäufe aus Fahrkarten, Eintrittskarten und sonstige Verrechnungen an Kunden zu Grunde. Die Auflösung der empfangenen Ertragszuschüsse wurde direkt den Geschäftsbereichen und den Tätigkeiten zugeordnet.

Die Aufteilung der anderen aktivierten Eigenleistungen wurde im Wesentlichen direkt vorgenommen, Anteile für den Gemeinsamen Geschäftsbereich wurden nach dem Rohmargenschlüssel verteilt.

Eindeutig zuordenbare sonstige betriebliche Erträge, Materialaufwendungen, Personalaufwendungen, sonstige betriebliche Aufwendungen, Finanzerträge (ohne Zinserträge) sowie sonstige Steuern wurden direkt zugeordnet. Dem Geschäftsbereich Gemeinsame zuordenbare Erträge und Aufwendungen wurden unter Verwendung verursachungsgerechter Bemessungsgrößen (u.a. Rohmargenschlüssel, Mitarbeiter, Zähler, Netzlänge, Gebäude, Bauschlüssel) auf die Sparten und Tätigkeiten verteilt.

Die Abschreibungen wurden aus dem Anlagevermögen der Sparten bzw. Tätigkeiten abgeleitet.

Grundlage für die Aufteilung der Zinsen und ähnlichen Aufwendungen bildet die Zuordnung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wurden auf der Grundlage des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nach sonstigen Steuern ermittelt, wobei den Verlustbereichen Steuergutschriften erteilt wurden.

D. Zusätzliche Angaben

Aus der Auf- und Abzinsung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind 4 TEUR für die Elektrizitätsverteilung und 3 TEUR für die Gasverteilung in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

Die Restlaufzeiten der Forderungen und Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

unter 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
Elektrizitätsverteilung 9.709.869,63 0 9.709.869,63
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.134.612,01 0 5.134.612,01
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 6.181,91 0 6.181,91
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.290,27 0 17.290,27
Forderungen gegen Gesellschafter 1.273.970,40 0 1.273.970,40
Sonstige Vermögensgegenstände 3.277.815,04 0 3.277.815,04
Intelligenter Messstellenbetrieb 84.148,31 0 84.148,31
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 69.636,59 0 69.636,59
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3,44 0 3,44
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 60,72 0 60,72
Forderungen gegen Gesellschafter 13.844,92 0 13.844,92
Sonstige Vermögensgegenstände 602,64 0 602,64
Gasverteilung 1.483.959,33 0 1.483.959,33
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 999.943,95 0 999.943,95
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 92,27 0 92,27
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.630,37 0 1.630,37
Forderungen gegen Gesellschafter 371.749,22 0 371.749,22
Sonstige Vermögensgegenstände 110.543,52 0 110.543,52

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche für Energiesteuer, Umsatzsteuer aus Kundenguthaben sowie aus Vorsteuer im Folgejahr abziehbar enthalten. Diese Forderungen entstehen rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag (Elektrizitätsversorgung 353 TEUR und Gasverteilung 98 TEUR).

Verbindlichkeiten

unter 1 Jahr über 1 Jahr Gesamt
Elektrizitätsverteilung 4.892.415,91 7.252.755,12 12.145.171,03
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 945.705,47 7.252.755,12 8.198.460,59
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 62.426,34 0 62.426,34
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.804.520,24 0 2.804.520,24
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 151.431,32 0 151.431,32
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 357.018,74 0 357.018,74
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 40.056.87 0 40.056,87
Sonstige Verbindlichkeiten 531.256,93 0 531.256,93
Intelligenter Messstellenbetrieb 3.670,96 0 3.670,96
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.155,44 0 1.155,44
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.833,90 0 1.833,90
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 6,72 0 6,72
Sonstige Verbindlichkeiten 674,9 0 674,9
Gasverteilung 1.754.308,68 3.382.319,59 5.136.628,27
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 262.491,00 3.382.319,59 3.644.810,59
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.343.663,55 0 1.343.663,55
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 11.595,03 0 11.595,03
Sonstige Verbindlichkeiten 136.559,10 0 136.559,10

Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

 

Schweinfurt, 26. April 2024

Thomas Kästner, Geschäftsführer

Bericht des Aufsichtsrats

Im Jahr 2023 fanden am 1. März, 26. Mai, 26. Juli, 18. Oktober, und 13. Dezember fünf reguläre Sitzungen des Aufsichtsrates statt.

Die Geschäftsführung besteht aus dem Alleingeschäftsführer Thomas Kästner.

In den Sitzungen hat die Geschäftsführung regelmäßig schriftlich und mündlich berichtet. Über wichtige Fragen wurde diskutiert, für die Gesellschafterversammlung und den Stadtrat im Vorfeld beraten und entschieden.

Die BBH AG prüfte aufgrund gesetzlicher Bestimmungen den Jahresabschluss und Lagebericht der Gesellschaft sowie den Konzernabschluss und -lagebericht und gab diesen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

Das Prüfungsergebnis der BBH AG wurde vom Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Ebenso hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und Lagebericht 2023 geprüft und festgestellt sowie den Konzernabschluss und -lagebericht geprüft und der Gesellschafterversammlung empfohlen, diesen zu billigen. Dem Vorschlag der Geschäftsführung, den Jahresüberschuss in Höhe von 15.909.072,09 EUR den Gewinnrücklagen zuzuführen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei der Geschäftsführung, dem Betriebsrat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit.

 

Sebastian Remelé, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Oberbürgermeister

Sonstiger Berichtsteil

Auszug aus der Aufsichtsratsitzung vom 24.7.2024:

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresüberschusses geprüft. Einwände wurden nicht erhoben. Der Aufsichtsrat stellt den Jahresabschluss und Lagebericht 2023 der Stadtwerke Schweinfurt GmbH - wie vorgelegt - fest.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Stadtwerke Schweinfurt GmbH, Schweinfurt

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Schweinfurt GmbH, Schweinfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Schweinfurt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft, zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DER EINHALTUNG DER RECHNUNGSLEGUNGSPFLICHTEN NACH § 6B ABS. 3 ENWG UND § 3 ABS. 4 SATZ 2 MSBG

Prüfungsurteile

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung, Gasverteilung und Messstellenbetrieb nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

• Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

• Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F.) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG " weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG.

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

• ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

• ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG und § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sowie nach § 3 Abs. 4 Satz 2 MsbG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Erfurt, 24. Juni 2024

BBH AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Bianca Engel, Wirtschaftsprüferin

Jürgen Gold, Wirtschaftsprüfer

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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
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