aktiv Rechtsform GmbH & Co. KG Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG

Wunstorf ·HRA 110444 Hannover
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Stammdaten

Rechtsform
GmbH & Co. KG
Anschrift
31515 Wunstorf
Handelsregister
HRA 110444, Hannover
Branche
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Eingetragenes Kapital
50.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln.

Finanzen

Umsatz 2024
30,57 Mio. €
Bilanzsumme 2024
17,46 Mio. €
Jahresergebnis 2024
1,13 Mio. €
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Bilanz

2024
Aktivseite 17,46 Mio
  • Anlagevermögen 59,6 % 10,40 Mio
  • Umlaufvermögen 40,0 % 6,99 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 61,9 k
Passivseite 17,46 Mio
  • Eigenkapital 53,4 % 9,33 Mio
  • Rückstellungen 18,1 % 3,15 Mio
  • Verbindlichkeiten 17,5 % 3,05 Mio
  • Empfangene Ertragszuschüsse 11,0 % 1,93 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 31,94 Mio
  • Umsatzerlöse 95,7 % 30,57 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2,2 % 688,7 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,8 % 580,2 k
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,1 % 40,3 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,1 % 29,0 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 28,9 k
Aufwendungen 29,43 Mio
  • Materialaufwand 84,6 % 24,90 Mio
  • Personalaufwand 10,2 % 3,02 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,7 % 1,39 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4 % 113,6 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % 8,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 6,2 k
  • Ergebnis nach Steuern 1,13 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,13 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Beteiligungen an

Historie

  1. 2021
  2. 17.11.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
  3. 2011
  4. 17.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG · Kommanditist
  5. 26.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    TOBI Gaskraftwerksbeteiligungs GmbH & Co. KG · Kommanditist
  6. 2010
  7. 11.02.
    Registerverweis
    Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
  8. 10.02.
    Namensänderung
    Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
  9. 10.02.
    Adressänderung
    Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
  10. 10.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG · Kommanditist
  11. 20.01.
    Satzungsänderung
    Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG

Wunstorf

Jahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Jahr 2023

der Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG

Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten, wird bei Personenbezeichnungen und personenbezogenen Hauptwörtern an einigen Stellen in diesem Bericht ausschließlich die männliche Form verwendet. Im Sinne der Gleichbehandlung gelten entsprechende Begriffe grundsätzlich für alle Geschlechter.

1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung*

Die deutsche Wirtschaft wurde auch im Jahr 2023 durch eine hohe Inflation, steigende Zinsen und eine schwache Weltkonjunktur ausgebremst. Im vergangenen Jahr schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Vorjahresvergleich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes mit Stand Februar 2024 preisbereinigt um 0,3 Prozent. Kalenderbereinigt ging das BIP um 0,1 Prozent zurück. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

In den einzelnen Wirtschaftsbereichen hat sich die Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 sehr unterschiedlich entwickelt. Im produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging sie insgesamt um 2,0 Prozent zurück. Dies war hauptsächlich auf eine deutlich niedrigere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Ein preisbereinigtes Minus verzeichnete auch das Verarbeitende Gewerbe, das knapp 85 Prozent des Produzierenden Gewerbes ausmacht. Positive Impulse gingen hier vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau aus.

In den energieintensiven Industrien wie der Chemie- und Metallindustrie sanken Produktion und Wertschöpfung erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung dieser Branchen bereits 2022 besonders stark auf die gestiegenen Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben anhaltend hohen Baukosten und Fachkräftemangel zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Vor allem der Hochbau war betroffen, während die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden konnte. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt ein leichtes Plus von 0,2 Prozent.

Die Bauinvestitionen gingen 2023 preisbereinigt um 2,1 Prozent zurück. Die hohen Baupreise und die gestiegenen Bauzinsen wirkten sich negativ aus, insbesondere auf den Wohnungsbau. Lediglich im Ausbaugewerbe gab es positive Signale. Dies dürfte unter anderem auf die starke Nachfrage nach energetischen Sanierungen zurückzuführen sein.

Die meisten Dienstleistungsbranchen konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten gegenüber dem Vorjahr erneut ausweiten und stützen damit die deutsche Wirtschaft. Dabei fiel der Anstieg aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit einem Plus von 2,6 Prozent und knüpfte damit an seine langjährige nur im Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsentwicklung an. Die Bereiche Öffentliche Dienstleistungen, Erziehung, Gesundheit und die Unternehmensdienstleister konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um -1,0 Prozent zurück. Das lag vor allem am Groß- und Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten.

Im Betrachtungsjahr nahm der private Konsum gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 0,8 Prozent ab und fiel als wichtige Konjunkturstütze aus. Krisen, Kriege und eine anhaltend hohe Inflation verunsicherten die Verbraucher und verhinderten eine Verbesserung der Konsumstimmung.

Erstmals seit fast 20 Jahren reduzierte auch der Staat seine preisbereinigten Konsumausgaben. Dies ist vor allem auf den Wegfall der staatlich geförderten Corona-Maßnahmen zurückzuführen.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage machten sich 2023 auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurück ging. Dabei sanken die Importe kräftiger als die Exporte.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der wirtschaftlichen Flaute auch im Jahr 2023 weiterhin robust. Die Zahl der Erwerbstätigen ist im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich um 340.000 Personen gestiegen. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote betrug im Betrachtungsjahr rund 5,7 Prozent.

* Quellen: BMWK, Destatis Stand 02/2024

2. Branchenentwicklung*

Das Jahr 2023 war für die Energiewirtschaft sehr herausfordernd und startete unter dem Einfluss des krisengeschüttelten Vorjahres. Energiepolitisch war das Betrachtungsjahr durch eine Vielzahl gesetzlicher Änderungen und kontroverser politischer Debatten wie zum Atomausstieg, dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) und den Folgen des Urteils des Bundesverfassungsgerichts zum Bundeshaushalt geprägt.

Zu Beginn des Jahres stand nach wie vor die Bewältigung der Energiepreiskrise aufgrund des Ausbleibens von Gaslieferungen aus Russland im Vordergrund und angesichts der geopolitischen Lage war der Ausbau der LNG-Infrastruktur in Deutschland als Alternative zu den traditionellen Gaslieferanten ein Schwerpunktthema.

In der zweiten Jahreshälfte rückte dann zunehmend eine zukunftsfähige Energieversorgung und daraus folgend die Themen Solarpaket, kommunale Wärmeplanung, Wasserstoff-Kernnetz und Kraftwerksstrategie in den Fokus.

Zum Jahresende stand dann die Berichterstattung vom Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Bundeshaushalt und seinen Folgen im Fokus. Mitte Dezember einigte sich die Ampelkoalition auf der Grundlage umfangreicher Kürzungen und Einsparungen auf einen Bundeshaushalt für das Jahr 2024. Besonders betroffen von den Kürzungen ist der Klima- und Transformationsfonds (KTF). Wie der Bundeskanzler Olaf Scholz versicherte, will die Regierung den klimafreundlichen Umbau aber weiter vorantreiben.

Um den hohen Energiekostenanstieg abzufedern und die Verbraucher zu entlasten hatte die Bundesregierung bereits im Dezember 2022 eine Deckelung der Energiepreise ab März 2023, durch die sogenannte Energiepreisbremse beschlossen. Die Umsetzung und Abwicklung stellte insbesondere kleine Stadtwerke vor dem Hintergrund kurzer Fristen und hoher Komplexität, verbunden mit hohen Umsetzungskosten vor immense Herausforderungen. Zudem sorgte eine fehlende Transparenz bei Verbrauchern für starke Verunsicherung.

Vor dem Hintergrund des anhaltenden hohen Energiepreisniveaus und einer schwächelnden Wirtschaft sank der Energieverbrauch in Deutschland 2023 auf ein historisches Tief. Die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) rechnet nach ersten Berechnungen mit einem Rückgang um 7,9 Prozent. Damit liegt der Verbrauch an Primärenergien in Deutschland um mehr als ein Viertel unter dem bisherigen Höchststand von 1990. Dabei hatte die zurückgehende wirtschaftliche Leistung in Deutschland den größten Einfluss. Insbesondere die energieintensiven Industriezweige verzeichneten Produktionsrückgänge. Von der im Jahresverlauf gegenüber dem Vorjahr leicht wärmeren Witterung ging nach Berechnungen der AG Energiebilanzen nur ein schwacher verbrauchssenkender Effekt aus, witterungsbereinigt hätte sich der Energieverbrauch um etwa 7,4 Prozent vermindert. Durch den migrationsbedingten Zuzug von mehr als einer Mio. Menschen wuchs die Gesamtbevölkerung deutlich und die demographische Entwicklung bedingte den einzigen verbrauchssteigernden Effekt.

Die beschriebenen Rahmenbedingungen im Jahr 2023 beeinflussten nicht nur den Energieverbrauch, sondern auch in hohem Maße den Energieträgermix. Resultierend aus den energie- und klimapolitischen Beschlüssen und Vorgaben kommt es zu einer stetigen Veränderung bei den Anteilen der einzelnen Energieträger.

Nach vorläufigen Angaben der AG Energiebilanzen (Stand 12/2023) sank der Verbrauch von Mineralöl im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 5,5 Prozent. Der Verbrauch von Ottokraftstoff nahm um 2,3 Prozent zu, während sich der Verbrauch von Dieselkraftstoff um gut 4 Prozent verringerte. Der Verbrauch von Flugkraftstoff erhöhte sich um 3,9 Prozent. Der Absatz von leichtem Heizöl sank leicht um 2,3 Prozent. Die Lieferungen von Rohbenzin an die chemische Industrie sanken um 16,7 Prozent. Der Erdgasverbrauch verringerte sich im Betrachtungsjahr um 4,3 Prozent auf 2.641 PJ. Der Nachfragerückgang betraf sowohl die Industrie wie auch private Haushalte und den Bereich Gewerbe, Handel, Dienstleistungen.

Zur Stromerzeugung wurde gegenüber dem Vorjahr 1 Prozent mehr Erdgas eingesetzt. Die Erzeugung von Fernwärme aus Erdgas ging um 2 Prozentpunkte zurück. Der Verbrauchsrückgang ist vorrangig auf Einsparungen bei den Verbrauchern zurückzuführen, die Witterung hatte dabei einen eher geringen Einfluss.

Der Verbrauch an Steinkohle sank im Betrachtungsjahr um 16,9 Prozent. Die Kraftwerke verringerten ihren Brennstoffeinsatz um gut 30 Prozent. Der Bedarf in der Eisen- und Stahlindustrie an Kohle und Koks sank relativ gering um 2,1 Prozent.

Der Primärenergieverbrauch von Braunkohle lag im Jahr 2023 mit 912 PJ um 21,9 Prozentpunkte unter den Vorjahreswerten. Die Lieferungen von Braunkohle an die Kraftwerke der allgemeinen Versorgung sanken um 23 Prozent. Die Stromerzeugung aus Braunkohle blieb um rund 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Ursächlich waren hier der allgemeine Rückgang des Stromverbrauchs in Deutschland, die Verringerung weiterer Erzeugungskapazitäten im Zuge des schrittweisen Kohleausstiegs, die angestiegene Stromproduktion aus Windenergieanlagen sowie erhöhte Stromimporte aus dem benachbarten Ausland.

Die Stromerzeugung aus Kernenergie ging 2023 um knapp 80 Prozent zurück. Der starke Rückgang ist auf den Streckbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke und deren endgültige Stilllegung im April 2023 zurückzuführen.

Im Betrachtungsjahr wurden 9,2 Milliarden Kilowattstunden Strom mehr aus dem Ausland importiert als exportiert. Damit wurde Deutschland erstmals seit 2002 wieder Netto-Importeur von Strom. Die Ausfuhren sanken 2023 um 24 Prozent, die Importe stiegen dagegen um 38 Prozent an.

Der Beitrag der erneuerbaren Energien erhöhte sich 2023 um 2,3 Prozent auf 2.118 PJ. Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien wuchs um etwa 5 Prozent. Den größten Einfluss auf diese Entwicklung hatte die vor allem in der zweiten Jahreshälfte deutlich höhere Stromproduktion der Windenergieanlagen an Land mit einem Plus von 15 Prozent. Trotz eines starken Anstiegs bei den PV-Anlagen gab es bei der Solarenergie mit einem Plus von einem Prozent nur einen leichten Zuwachs bei der Stromproduktion. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft erhöhte sich dagegen um 11 Prozent. Die Biomasse, auf die mehr als Hälfte des gesamten Primärenergieverbrauchs der erneuerbaren Energien entfällt, blieb um 4 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück.

Die energiebedingten CO2-Emissionen im Jahr 2023 nahmen nach Schätzung der AGEB infolge des gesunkenen Gesamtverbrauchs insbesondere bei den fossilen Energieträgern um mehr als 10 Prozent ab.

* Quelle: Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen Stand 12/2023 (vorläufige Angaben)

3. Geschäftsverlauf

Unter dem Einfluss der Energiekrise haben sich die Stadtwerke Wunstorf im Geschäftsjahr 2023 wiederholt den gesetzlichen und energiewirtschaftlichen Herausforderungen erfolgreich gestellt.

Der Jahresüberschuss der Stadtwerke Wunstorf lag im Berichtsjahr bei 2.003 T€ und damit 541 T€ über der Planung. Bereinigt um Sondereffekte wurde das erwartete Ergebnis erzielt.

Der Überschuss setzt sich wie folgt zusammen:

Witterungsbedingt sowie durch das Einsparverhalten der Verbraucher sank die Erdgasabgabe im Netz nochmals wie auch im Vorjahr von 291.727 MWh auf 274.224 MWh. Trotzdem stieg der Umsatz in der Netzsparte von 5.889 T€ auf 8.757 T€. Das Spartenergebnis verminderte sich auf 24 T€, im Vorjahr betrug das Ergebnis 924 T€. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Sondereffekte und aus der Spartenverrechnung.

Auch die Erdgashandelssparte konnte den Ergebnisbetrag des Vorjahres nicht erreichen. Das Spartenergebnis sank von 2.661 T€ auf 1.075 T€. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem Wegfall der Sondereffekte. Bedingt durch die angespannte Marktsituation sind deutliche Kundenverluste zu verzeichnen.

Die Kundenanzahl im Stromvertrieb sank ebenfalls. Der Gesamtabsatz der Sparte verringerte sich von 30.034 MWh auf 28.679 MWh. Das Jahresergebnis im Stromhandel beträgt 944 T€ gegenüber 88 T€ im Vorjahr.

Die Sparte Finanzanlagen weist im Jahr 2023 einen negativen Gesamtbeitrag zum Jahresergebnis in Höhe von -143 T€ aus, gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies eine negative Entwicklung in Höhe von 78 T€.

Die Sparte Sonstige Aktivitäten erzielte einen Ergebnisbeitrag von 102 T€ gegenüber 11 T€ im Vorjahr. Dies resultiert aus der positiven Entwicklung in den Bereichen PV-Anlagen und E-Mobilität sowie aus Förderrückzahlungen für Vorjahre.

Der Anteil des mittel- und langfristig gebundenen Vermögens an der Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr erhöht. Er beträgt 45,7 Prozent (Vorjahr 40,4 Prozent). Der Anteil des Umlaufvermögens liegt bei 54,3 Prozent. Dem mittel- und langfristig gebundenen Vermögen in Höhe von 10.007 T€ standen am Bilanzstichtag Eigenkapital und sonstige mittel- bzw. langfristige Mittel in Höhe von 9.722 T€ gegenüber. Dem kurzfristigen Fremdkapital in Höhe von 12.182 T€ standen kurzfristig realisierbare Vermögenswerte in Höhe von 11.896 T€ gegenüber.

Wirtschaftliche Kennzahlen

2023 2022
Gesamtumsatz T€ 42.574 27.135
Gasabgabe (Netz) MWh 274.224 291.727
Gaskunden Anzahl 7.557 8.040
Umsatzerlöse Gasnetz T€ 8.757 5.889
Umsatzerlöse Gashandel T€ 25.002 14.928
Bezugskosten Gashandel (inkl. Netzentgelte Fremdnetz) T€ 19.404 7.566
Stromabgabe MWh 28.679 30.034
Stromkunden Anzahl 6.915 7.120
Umsatzerlöse Strom T€ 10.533 7.685
Bezugskosten Strom T€ 5.290 3.972
Abschreibungen T€ 649 678
Jahresüberschuss T€ 2.003 3.620
Cashflow T€ 2.544 4.191
Mitarbeiter/-innen Anzahl 35 33
davon Auszubildende Anzahl 1 1

Der Cashflow hat sich im Geschäftsjahr wie folgt verändert:

2023
T€
2022
T€
Jahresüberschuss 2.002,6 3.620,4
Auflösung Zuschüsse ./.107,2 ./.106,6
Abschreibungen auf das Anlagevermögen 648,6 677,5
Cash Flow 2.544,0 4.191,3

4. Beschaffung, Vertrieb und Marketing

Aufgrund gestiegener Beschaffungskosten startete das Jahr 2023 mit höheren Endkundenpreisen für die Erdgas- und Stromprodukte. Die Preiserhöhung wurde den Kunden fristgerecht im November des Vorjahres angekündigt. Im Stromsegment mussten neben den hohen Beschaffungskosten auch die stark gestiegenen Netznutzungsentgelte weitergegeben werden.

Als wärmstes Jahr seit Aufzeichnungsbeginn hat das Jahr 2023 zu einem sehr niedrigen Gas-Absatz geführt. Zudem führten das Preisniveau sowie die Energiesparaufrufe von Bundesregierung sowie Bundesnetzagentur zu einem sparsameren Verhalten. Darüber hinaus konnten die Wettbewerber, die auf den kurzfristigen Beschaffungsmärkten einkaufen, zunehmend günstigere Preise anbieten, da sich die Energiepreise auf den Beschaffungsmärkten im Laufe des Jahres entspannten. Dies führte zu weiteren Kundenverlusten und damit auch zu weiteren Absatzeinbußen. Die prognostizierten Absatzmengen wurden monatlich oft so stark unterschritten, dass die in den Beschaffungsverträgen vereinbarten Toleranzen nicht ausreichten, was zu zusätzlichen Kosten führte. Nicht zuletzt aus diesem Grund wurde auf die Weitergabe von zusätzlich unterjährig hinzugekommenen Belastungen durch die gestiegene Gasspeicherumlage und die höhere Bilanzierungsumlage an die Kunden verzichtet.

Auch der Stromabsatz ist im Vergleich zum Vorjahr bei leicht sinkender Anzahl von Verträgen zurückgegangen. Dies ist auf effizientere Technik und analog zum Gas ebenfalls auf die Einsparbemühungen der Verbraucher sowie die milde Witterung zurückzuführen.

Insgesamt betrachtet konnten die Kunden aufgrund unserer konservativen Beschaffung sicher und vergleichsweise preislich moderat durch die Hochphase der Krise geführt werden. Es bleibt aber festzustellen, dass die Preissensibilität und damit die Bereitschaft zum Lieferantenwechsel im Jahresverlauf nicht zuletzt aufgrund der Berichterstattung in den Medien spürbar angestiegen ist.

Der Vertrieb der regionalen Produkte „nordschaumburgstrom“ und „nordschaumburggas“ erhielt im Betrachtungsjahr nach dem schwierigen Start im Vorjahr unter mehr als ungünstigen Rahmenbedingungen keine neuen Impulse. Auch die Teilnahme an der Schaumburger Regionalschau in Stadthagen im April trug nicht zu einer Steigerung der Kundenzahlen bei.

Der Kundenstamm der Individualkunden hat sich auch in 2023 verfestigt. Durch die individuelle Ansprache konnte bei den Sonderkunden in der krisenbehafteten Zeit Vertrauen geschaffen werden. Mit marktgerechten Preisen und persönlicher Betreuung gelang es, alle Schlüsselkunden zu halten.

Das Berichtsjahr war in besonderem Maße durch die Abwicklung der Preisbremsen für die Bereiche Strom, Gas und Wärme geprägt. Die Umsetzung der gesetzlich vorgeschriebenen Vorgehensweise innerhalb des Abrechnungssystems war in hohem Maße zeitintensiv und hat zu zusätzlichen Kosten geführt. Die Komplexität, die ständigen Nachbesserungen und Veränderungen der gesetzlichen Grundlagen haben die Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb, Kundenservice und Shared Service an die Grenzen der Belastung gebracht. Nachdem das Kundencenter nach der Corona-Pandemie im Mai wieder für den Kundenverkehr geöffnet wurde, stieg auch der Aufwand durch die zahlreichen Kundenberatungen bezüglich der Preisbremsen. Die erklärungsaufwändige Berechnung des Entlastungsbetrages hat das tägliche Geschäft über einen langen Zeitraum beeinträchtigt. Letztendlich kann jedoch zur fachlichen Abwicklung bisher ein positives Resümee gezogen werden.

Im Vertriebsmarketing stand neben der Teilnahme am Wunstorfer Wirtschaftswochenende (WuWiWo) die Bestandskundenpflege im Vordergrund. Die erfolgreiche Abwicklung der Preisbremsen und die ausführliche Beratung zu Preisen und Tarifen zeigten eine positive Auswirkung auf die Kundenbindung.

Die Nutzerzahlen im Kundenportal entwickelten sich im Jahresverlauf weiter positiv und es wurde ein Relaunch mit kundenfreundlicherer Nutzungsoberfläche vorbereitet.

Die Strom- und Erdgasbeschaffung im Rahmen der Vollversorgung und das damit verbundene Bilanzkreismanagement wurden über die vertraglich vereinbarten Handelspartner abgewickelt. Im Strombereich über Uniper und im Gasbereich über die Thüringer Energie AG (TEAG). Für die Strom- und Erdgasbeschaffung der Lieferjahre ab 2025 wurden im Betrachtungsjahr Angebote eingeholt. Die Beschaffungssystematik wird zukünftig dichter an den aktuellen Marktpreisen geführt. Der Anteil der Mengen, die auf den Kurzfristmärkten beschafft werden, soll zukünftig eine größere Rolle spielen. Dies erfordert einen höheren Aufwand und vor allem eine umfassende Risikobewertung. Eine Entscheidung über die neuen Beschaffungsverträge soll im Februar 2024 fallen.

Die Herkunftsnachweise (HKN) zur Vergrünung der Stromtarife wurden von der Firma Klima-Invest Green Concepts GmbH bezogen, inklusive der Entwertung im HKN-Register. Auch die Beschaffung der Zertifikate für die Vergrünung der Marke „nordschaumburggas“ und die Abwicklung des CO2 - Handels wurden mit demselben Dienstleister durchgeführt.

5. Kaufmännischer Service

Der Kaufmännische Service setzt weiterhin auf Kontinuität und so wurde der Jahresabschluss auch im Jahr 2023 von der Wirtschafts- und Beratungsgesellschaft Göken, Pollak und Partner (GPP) begleitet und geprüft.

Unter der Federführung des Kaufmännischen Services wurde das Risikomanagementsystem weiterhin erfolgreich genutzt. Aktuelle Risiken, deren Potential, sowie die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Stadtwerke fließen in entsprechende Bewertungen ein. Ein jährlicher Risikobericht bezieht Branchen- und Unternehmenssituation mit ein und gibt einen gezielten Überblick. Es wurden außerdem Grundsteine für das Tax Compliance Management System gelegt, sodass eine Einführung im Folgejahr erfolgen kann.

Bei der Wirtschaftsplanerstellung hat sich die Nutzung der Software Kosy Enterprise als ressourcensparend, effizient und zugleich transparent bewährt und wird künftig fortgesetzt.

Neben der Erstellung des Wirtschaftsplans für die Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG, wurden im Jahr 2023 zusätzlich auch die Wirtschaftsplanungen für die Energie Nordschaumburg GmbH (ENS) und die Meersolarenergie GmbH (MSE) erstellt. Zudem wird erstmalig ein Jahresabschluss für die MSE angefertigt und von GPP geprüft. Des Weiteren steht dem Bereich eine aufwändige Prüfung der Soforthilfe Dezember 2022 als Teil des Jahresabschlusses bevor.

Die Anpassung der Personalkapazitäten im Verlauf des Jahres ermöglichte eine weitgehende Normalisierung der Arbeitsabläufe. Die kaufmännische Begleitung der neu gegründeten Gesellschaft MSE während der Gründungsphase und den anfänglichen Entwicklungsstufen stellte eine Herausforderung dar, die jedoch erfolgreich gemeistert wurde.

6. Technischer Service

Die Anzahl der Gashausanschlüsse hat sich im Saldo um 28 auf 10.261 erhöht. Im Betrachtungsjahr kamen 33 Gashausanschlüsse neu hinzu. Davon haben 28 Kunden von Heizöl auf Erdgas umgestellt. Fünf Gashausanschlüsse wurden getrennt.

Die Gasnetzerneuerung erfolgte überwiegend in der Bahnhofstraße. Erneuert wurde eine Strecke von 634 Metern aus den Jahren 1950/53.

Im Jahr 2025 erfolgt im Netzgebiet der Stadtwerke Wunstorf die Umstellung der Gasqualität von L-Gas auf H-Gas. Das Projekt gliedert sich im Wesentlichen in eine Erhebungs- und eine Anpassungsphase. Die Erfassung, Anpassung und die Qualitätssicherungen erfolgen durch spezialisierte und zertifizierte Fachunternehmen im Auftrag der Stadtwerke Wunstorf. Im August 2022 war der Startschuss für die Erhebungsphase. Mit Stand 31. Dezember 2023 sind rund 12.700 Gasgeräte von der Umstellung betroffen. Hiervon wurden bis zum Jahreswechsel 97,2 Prozent erfasst.

7. Zentraler Service

Die Themen Datenschutz und IT-Sicherheit waren auch im Betrachtungsjahr für die IT von zentraler Bedeutung. In der Branche kam es vermehrt zu nennenswerten Vorfällen, weshalb die eigene kritische Infrastruktur weiterhin vehement vor Angriffen und Datenmissbrauch geschützt werden musste. Zu diesem Zweck wurde ein unternehmensweites Projekt gestartet, in dessen Rahmen verschiedene Maßnahmen die Widerstandsfähigkeit der Systeme sowie die Sensibilität der Mitarbeiter und deren Umgang mit personenbezogenen Daten stärkten. Neben sogenannten Stresstests setzte die Fachabteilung auf eine Plattform, die wichtige Inhalte vermittelte und den Mitarbeitern Aufgaben stellte. Ergänzt wurde dies durch individuelle Schulungen und Unterstützung des Beauftragten für Datenschutz und IT-Sicherheit.

Die Bereiche IT und Technischer Service haben 2023 ein weiteres wichtiges Infrastrukturprojekt abgeschlossen. Die Glasfaseranbindungen für die Übertragung wichtiger Daten mit den außenliegenden Stationen wurden erneuert. Beide Abteilungen konnten auf ihre Expertise setzen und haben erfolgreich Hand in Hand gearbeitet, sodass die Umstellung auf die neue Technologie unterbrechungsfrei realisiert werden konnte.

Die Entlastungsmaßnahmen des Vorjahres und die komplexe Implementierung der vom Gesetzgeber beschlossenen Preisbremsen haben das Shared Service-Team stark beansprucht. Durch gute Planung und zahlreiche interne und externe Abstimmungen hat das Preisbremsen-Projektteam, bestehend aus Mitarbeitern der Bereiche Fibu, Kundenservice und Shared Service, die gesetzlichen Vorgaben erfolgreich in den Abrechnungsprodukten umgesetzt. Dabei konnte auf die Erfahrung und das Netzwerk der Teammitglieder zurückgegriffen werden. Zusätzlich zur Umsetzung der staatlichen Entlastungsmaßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit dem Softwareanbieter fristgerecht umfangreiche Änderungen der Marktkommunikationsformate angepasst.

Im Bereich Forderungsmanagement waren die Auswirkungen der Inflation unmittelbar spürbar. Es war notwendig, in enger Zusammenarbeit mit unserem Kundenservice diverse Konsultationen durchzuführen, um die Kunden zu unterstützen und Lösungen zu entwickeln. Das Inkassomanagement wurde verstärkt und das gesamte Mahnwesen optimiert, um die gesetzlichen Rahmenbedingungen optimal auszuschöpfen. Darüber hinaus konnte durch die Digitalisierung des Bereiches ein hohes Maß an Transparenz und eine Verbesserung der Prozesse erreicht werden.

Die regulatorischen Herausforderungen haben im Geschäftsjahr 2023 deutlich zugenommen. Neben diversen Berichts- und Veröffentlichungspflichten, die frist- und formgerecht umgesetzt wurden, führten energiepolitische Entscheidungen zu negativen Entwicklungen des regulatorischen Rahmens für die Anreizregulierung. Die Entscheidungen der Bundesnetzagentur mussten aufwendig fachlich sowie juristisch geprüft und hinterfragt werden. Nicht zum ersten Mal musste hier der Klageweg beschritten werden. Dabei konnte auf die Expertise der Partner zurückgegriffen werden, um unsere Interessen zu wahren.

8. Angaben nach § 6b Abs. 3 EnWG

Gemäß § 6b Abs. 3 EnWG wurden Tätigkeitsabschlüsse für die Bereiche Gasverteilung und sonstige Aktivitäten aufgestellt. Unter sonstige Aktivitäten wurden alle sonstigen Aktivitäten in den Bereichen Gas-, Strom-, Wärmeverkauf und E-Mobilität erfasst.

9. Chancen und Risiken

Die Wirtschaftlichkeit unseres unternehmerischen Handelns ist seit Jahren im Wesentlichen von politischen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen geprägt. Neue gesetzliche sowie regulatorische Bestimmungen beeinflussen die Struktur der Energielandschaft und stellen insbesondere kleinere Energieversorger vor immensen Herausforderungen.

Die europäische Energieversorgung ist nach wie vor von dem Krieg in der Ukraine geprägt.

Auch die Spannungen im Nahen Osten tragen nicht zur Entspannung der Situation bei. Energiekonzerne wie Uniper konnten nur durch die Übernahme durch den Staat gerettet werden. Trotzdem erholten sich die Energiepreise im Jahresverlauf. Die Gasversorgung durch Russland wurde fast vollständig durch LNG-Terminals ersetzt.

Der Staat setzte alles daran, um nach der Enteignung (von Gazprom) und Übernahme der Erdgasspeicher im Vorjahr diese wieder bis zum Winter zu befüllen. Die Finanzierung der Energiebeschaffung um den nötigen Gasspeicherfüllstand zu halten erfolgte über eine zusätzliche Umlage. Durch dieses Vorgehen wurden die Preise hochgetrieben und der Markt in eine leichte Schräglage gebracht, die Versorgungssicherheit ging jedoch vor.

Die Eingriffe durch den Gesetzgeber in einen hochkomplexen Markt waren bzw. sind mit extrem hohem Aufwand verbunden. Fehlende Umsetzungsvorgaben bei extrem kurzen Umsetzungsfristen verschärften den Druck bei der Implementierung notwendiger systemtechnischer Lösungen weiterhin. Besonders hervorzuheben sind die Themen Soforthilfe 2022 und die Preisbremse für Strom- und Gas.

Die Beruhigung des Spotmarktes nutzten die Discounter, um die preissensiblen Kunden anzusprechen und verursachten damit hohe Kundenverluste bei den Stadtwerken Wunstorf. Dies resultiert aus der langfristig ausgerichteten Energiebeschaffungsstrategien der konventionellen Energieversorger. Diese haben die Kundschaft sicher durch die Krise gebracht, erweisen sich im fallenden Markt jedoch als nachteilig. Ein großer Anteil der Kunden ist augenscheinlich preisgetrieben.

Da die Bundesregierung beschlossen hat, die Gasversorgung in Deutschland bis 2045 auslaufen zu lassen, hat sich die Geschäftsführung mit den Gesellschaftern beraten und einen Strategieworkshop durchgeführt. Dabei wurden verschiedene Maßnahmen beschlossen, sodass sich das Unternehmen möglichst schnell einem Transformationsprozess stellen muss.

Neben dem Ausbau der Elektromobilität ist der Einstieg in die Vermarktung von Wärmepumpen und PV-Anlagen vorgesehen. Durch die Übernahme eines kleinen Handwerksunternehmens ist die Meersolarenergie GmbH mit dem Kerngeschäft PV-Anlagenmontage entstanden. Als weiterer Kooperationspartner wurde die im Solarmarkt etablierte Firma PV-Green mit an Bord geholt.

Leider beschäftigt uns nun schon im 4. Jahr die Corona-Pandemie. Die Situation beruhigt sich langsam, es treten nur noch selten Fälle auf. Das mobile Arbeiten ist mittlerweile Routine geworden, die Geschäftsprozesse wurden fast vollständig digitalisiert. Notwendige Hygienemaßnahmen sind Standard und tägliche Testmöglichkeiten werden weiter angeboten.

Das Geschäft der Energie Nordschaumburg GmbH war auch im Jahr 2023 sehr schwierig, da die Einkaufskonditionen nicht günstig waren und man gegen die wieder auftretenden Discounter kaum eine Chance hat. Die neue Gesellschaft nahm im Juni 2023 die Samtgemeinde Rodenberg rückwirkend zum Januar 2023 als weiteren Partner auf. Somit wurde das Vertriebsgebiet um ca. 8.500 Haushalte erweitert.

Die moderne Vollversorgung als Beschaffungsstrategie erweist sich in der aktuellen Marktsituation als schwierig und wird von Vorlieferanten nicht mehr angeboten. Es wird künftig vielmehr im kurzfristigen Markt beschafft, was gewisse Risiken mit sich bringt. Abweichungen zwischen Prognosen und den tatsächlichen Absätzen können sich wie im Vorjahr positiv auswirken aber auch negativ ausfallen. Für diesen Fall wurden im Vorjahr Rücklagen gebildet, die in 2023 die negativen Effekte ausgleichen konnten.

Im Betrachtungsjahr stand weiterhin die Marktraumumstellung auf der Agenda. Bis 2025 müssen wir in ca. 10.500 Haushalten innerhalb kürzester Zeit ca. 13.000 Geräte anpassen. In diesem Projekt sind besonders die logistischen Herausforderungen hervorzuheben. Gemeinsam mit den Stadtwerken Garbsen haben wir im Anfang 2023 die Erfassung der umzurüstenden Geräte gestartet und bis zum Jahresende alle Geräte erfolgreich erfasst und zur Umstellung vorbereitet. Zwecks Finanzierung der hohen Investitionen in Höhe von 3,5 Mio. € bis 4 Mio. € wurde das entsprechende Verfahren bei der Bundesnetzagentur eingeleitet. Die Kosten hierfür werden künftig in Form von Netznutzungsentgelten auf die Endkunden umgelegt.

Um auch zukünftig erfolgreich am Energiemarkt agieren zu können, steht für uns eine umfassende, systematische Erfassung und Steuerung der unternehmerischen Chancen und Risiken im Fokus. Bei der Risikominimierung setzen wir auf unser neu strukturiertes Controlling, die optimale Nutzung des Regulierungsrahmens im Netzbetrieb und eine optimierte Vertriebs- und Marketingstrategie. Ein weiterer Baustein ist die Vorbereitung für die geplante Einführung eines Tax Compliance Systems.

Unsere Liquiditätsplanung passen wir permanent an aktuelle Änderungen an und sichern damit entsprechende Risiken ab. Es liegt auf der Hand, dass die Zahlungsfähigkeit der Stadtwerke Wunstorf durch eine Teilausschüttung und Thesaurierung verbessert werden muss. Auch die stark gestiegenen Beschaffungspreise und die Marktraumumstellung verursachten kurzfristige finanzielle Engpässe. Aus diesem Grund ist eine Aufstockung der Kreditlinie bis 4 Mio. € mit den zwei Hausbanken vereinbart worden.

Wachsenden Bedarf sehen wir in den Bereichen Mitarbeiterentwicklung, Fachkräftesicherung und Unterstützung bei technischen Fragestellungen durch externe Dienstleister. Im technischen Bereich werden regelmäßige Prüf- und Instandhaltungsarbeiten durchgeführt. Die IT-Sicherheit und den Datenschutz gewährleisten wir mit gezielten Maßnahmen zur Umsetzung notwendiger Anpassungen. Im Geschäftsjahr wurden auch regelmäßig Testmails versandt, um die Sensibilität der Mitarbeiter zu schärfen. Dazu wurden auch immer kleine Schulungsintervalle online angeboten, um zu lernen, wie man sich sensibilisieren und gegen Cyberangriffe wehren kann.

Der Bereich sonstige Aktivitäten ist von starken Veränderungen betroffen. Unter anderem soll das Thema E-Mobilität in intensiver Zusammenarbeit mit der Stadt Wunstorf ausgebaut und für das Kleinkesselcontracting ein schlanker Prozess erarbeitet werden. Für diese Aufgabe wurden in 2023 zwei neue Mitarbeiter eingestellt. Diese wurden erfolgreich eingearbeitet und haben den Verkauf von PV-Anlagen und Wallboxen vorangetrieben.

Der Geschäftsbetrieb der MSE wurde durch den Fachkräftemangel und Kommunikationsschwierigkeiten mit dem übernommenen Personal erschwert. Zum Ende des Jahres wurden die bestehenden Aufträge an PV Green abgegeben. Vorausblickend auf das Folgejahr ist die Beendigung der Geschäftstätigkeit beabsichtigt, um weitere Schäden abzuwenden. Stattdessen ist es geplant, mit der Firma ENOFECT, die sehr erfolgreich Wärmepumpen vermarktet, einen Neustart zu organisieren. Das neue Aufgabenfeld könnte die Beratung und Planung von Heizungsanlagen und TGA Planung sein. Gespräche hinsichtlich einer Kooperation laufen derzeit.

Für das Geschäftsjahr 2024 erwarten wir ein unter dem Vorjahresniveau liegendes Unternehmensergebnis. Wir sind aber zuversichtlich, dass sich die Beeinträchtigungen durch die aktuellen Krisen für die Stadtwerke Wunstorf auch im Geschäftsjahr 2024 in Grenzen halten werden und wir dem Wettbewerbsdruck weiterhin erfolgreich standhalten. Dabei sind Investitionen für die Weiterentwicklung und Implementierung neuer, zukunftsorientierter Geschäftsfelder außerordentlich wichtig. Diese sind zwar kostenintensiv und in manchen Bereichen anfänglich defizitär aber für die zukünftige Ausrichtung von großer Bedeutung, vor allem um den Rückgang des Erdgasabsatzes zu kompensieren. Die Stadtwerke Wunstorf setzen dabei verstärkt auf die Unterstützung der beiden privaten und in der Energiewirtschaft gut aufgestellten Gesellschafter. Die Vernetzung ist für das Unternehmen nach wie vor von großer Bedeutung.

Die Zusammenarbeit mit den Bäderbetrieben als Gesellschafter und Vermittler in die kommunale Verwaltung der Stadt Wunstorf hat nicht nur für das operative Geschäft der Stadtwerke Wunstorf einen hohen Stellenwert. Wir verstehen uns dabei als verlässlicher Partner bei den Themen Strom, Gas, Wärme und E-Mobilität sowie bei der Bewältigung aktueller und zukünftiger Herausforderungen.

Weiterhin legen wir unseren Fokus darauf, dass das Team der Stadtwerke aus gut ausgebildeten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern besteht und der Zusammenhalt weiter gestärkt wird. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben im Betrachtungsjahr einmal mehr gezeigt, dass unser bewährtes Krisenmanagement funktioniert und die betrieblichen Abläufe sowie die Umsetzung laufender Projekte gesichert wurden.

 

Wunstorf, 13. April 2024

Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
Stadtwerke Wunstorf Verwaltungs-GmbH

vertreten durch die Komplementärin

Henning Radant

Alexander Stockum

Geschäftsführung

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.594,27 13
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.028.950,36 1.081
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.458.382,97 7.161
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.203,76 508
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 440.568,51 351
9.428.105,60 9.101
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 67.878,00 10
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 504.851,66 560
572.729,66 570
10.007.429,53 9.684
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 932.995,53 875
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 765.427,10 319
2. Forderungen gegen Gesellschafter 1,59 -
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 63.834,06 56
4. Sonstige Vermögensgegenstände 785.796,13 4.727
1.615.058,88 5.102
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 9.306.964,03 8.268
11.855.018,44 14.245
C. Rechnungsabgrenzungsposten 40.975,42 40
Summe der Aktiva 21.903.423,39 23.969

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Kapitalanteile der Kommanditisten 2.000.000,00 2.000
II. Rücklagen der Kommanditisten 5.703.128,50 3.903
III. Jahresüberschuss 2.002.636,69 3.620
9.705.765,19 9.523
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse - -
C. Empfangene Ertragszuschüsse 2.018.499,85 2.060
D. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 286.773,60 508
2. Sonstige Rückstellungen 4.457.811,39 2.529
4.744.584,99 3.037
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - -
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.177.107,26 3.979
3. Sonstige Verbindlichkeiten 1.257.466,10 5.370
5.434.573,36 9.349
Summe der Passiva 21.903.423,39 23.969

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 42.574.726,47 27.134
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 50.851,86 69
3. Sonstige betriebliche Erträge 140.925,64 169
42.766.503,97 27.372
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 34.556.233,25 17.957
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 434.690,98 145
34.990.924,23 18.102
7.775.579,74 9.270
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.461.232,90 2.293
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 596.265,75 609
3.057.498,65 2.902
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 648.593,42 677
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.684.625,93 1.407
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 30.432,49 30
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 766,60 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.905,81 1
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 391.970,60 687
12. Ergebnis nach Steuern 2.009.184,42 3.626
13. Sonstige Steuern 6.547,73 6
14. Jahresüberschuss 2.002.636,69 3.620

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG Wunstorf

A. Allgemeine Hinweise

Das Unternehmen ist beim Amtsgericht Hannover unter HRA 110444 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. den §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB, den ergänzenden Bestimmungen des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Personengesellschaften im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB.

Die Gesellschaft ist ein Energieversorgungsunternehmen. Die gesetzlichen Gliederungsschemata für die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung sind vornehmlich auf Industrie-, Handels- und Dienstleistungsunternehmen abgestellt. Um die Besonderheiten eines Versorgungsunternehmens zu verdeutlichen, wurden die Gliederungsschemata in mehreren Posten erweitert und ergänzt. In der Bilanz (Anlagespiegel) sind die technischen Anlagen auf die Posten "Übernahme- und Reglerstationen" und "Verteilungsanlagen" aufgespalten worden. Auf der Passivseite sind die Posten "Empfangene Ertragszuschüsse" und "Sonderposten für Investitionszuschüsse" zusätzlich eingefügt worden.

Die Vorschriften für die Rechnungslegung und interne Buchführung für Energieversorgungsunternehmen gemäß § 6b Abs. 3 des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) sind beachtet. Die Zuordnung der in der Unbundling-Bilanz sowie der Unbundling-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Werte erfolgte weitestgehend direkt. Soweit Verteilungen notwendig waren, wurden verschiedene sachgerechte Verteilungsschlüssel (Anschaffungskosten, Umsatzschlüssel) angewandt. Durch diese Vorgehensweise ist eine verursachungsgerechte Zuordnung gewährleistet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, haben wir "davon - Vermerke" zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung in den Anhang aufgenommen. Aus dem gleichen Grunde wurden die Angaben zu Haftungsverhältnissen (§ 251 HGB i. V. mit § 268 Abs. 7 HGB) sowie die Angaben zur Mitzugehörigkeit (§ 265 Abs. 3 HGB) zu anderen Posten der Bilanz ebenfalls im Anhang gemacht.

B. Angaben zu Bilanzierung und Bewertung

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um die lineare Abschreibung bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die den planmäßigen Abschreibungen zugrunde liegenden Nutzungsdauern sind in Anlehnung an die in den steuerlichen Abschreibungstabellen vorgegebenen Nutzungsdauern festgesetzt worden.

Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben dem direkt zurechenbaren Fertigungsmaterial, den direkt zurechenbaren Fertigungslöhnen und Fremdleistungen auch Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert von bis zu € 410,00 wurden bis zum 31. Dezember 2007 im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Zugänge ab 2008 werden bis zu einem Einzelanschaffungswert von € 250,00 sofort abgeschrieben. Bei Anschaffungskosten von über € 250,00 und bis € 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet, der gleichmäßig über 5 Jahre abgeschrieben wird.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet. Soweit erforderlich werden Abschreibungen vorgenommen.

Bei den Vorräten handelt es sich um Bau- und Installationsmaterialien sowie CO2 Zertifikate. Die Vorräte sind gemäß § 253 HGB mit den Einstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Die Kapitalanteile und Rücklagen sind zum Nennbetrag angesetzt. Diese entsprechen dem Gesellschaftsvertrag und der Eintragung in das Handelsregister.

Empfangene Baukostenzuschüsse, die von neuen Anschlussnehmern nach den allgemeinen Versorgungsbedingungen bis zum 31. Dezember 2002 entrichtet wurden, werden analog den Regelungen der Eigenbetriebsverordnung als "empfangene Ertragszuschüsse" passiviert und gleichmäßig über 20 Jahre zugunsten der Erfolgsrechnungen aufgelöst. Empfangene Baukostenzuschüsse, die ab dem 1. Januar 2003 von neuen Anschlussnehmern entrichtet werden, werden aufgrund geänderter steuerlicher Vorschriften als Investitionszuschüsse behandelt und analog zu den Abschreibungen der bezuschussten Anlagegüter aufgelöst.

Bei den sonstigen bzw. den Steuerrückstellungen sind alle ungewissen Verbindlichkeiten und sonstigen erkennbaren Risiken mit dem Erfüllungsbetrag berücksichtigt. Soweit in den sonstigen Rückstellungen enthaltene Beträge eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben, sind diese unter Berücksichtigung zu erwartender Kosten- und Preissteigerungen bewertet und unter Heranziehung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten sieben Jahre gemäß § 253 Abs. 2 HGB auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Die Drohverlustrückstellung (Strombezug TOBI) wird anhand der zu erwartenden Verluste bis zur Endlaufzeit im Jahre 2043 bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens geht aus dem Anlagenspiegel hervor.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von T€ 179 (Vorjahr T€ 80) enthalten.

Die Kapitalanteile der Kommanditisten sind voll eingezahlt und betragen unverändert T€ 2.000. Den Rücklagen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 1.800 zugeführt.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen energiewirtschaftliche Verpflichtungen. Diese beinhalten die CO2 Abgabe mit T€ 1.022, Mindermengenabrechnungen mit T€ 51, Gasbezug mit T€ 837, Strombezug mit T€ 13, Netznutzungsentgelte Strom und Gas mit T€ 252 bzw. T€ 539 sowie Rückstellungen für Marktraumumstellungen mit T€ 751. Die Drohverlustrückstellung (Strombezug TOBI) beträgt T€ 729. Abrechnungsverpflichtungen wurden mit T€ 111 zurückgestellt.

Für die Verbindlichkeiten bestehen folgende Restlaufzeiten:

gesamt davon bis 1 Jahr davon > 1 Jahr
T€ T€ T€
2023 2022 2023 2022 2023 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.177 3.979 4.177 3.979 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.258 5.370 1.258 5.370 0 0
Insgesamt 5.435 9.349 5.435 9.349 0 0
davon über 5 Jahre
T€
2023 2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 0
Sonstige Verbindlichkeiten 0 0
Insgesamt 0 0

In den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 0 (Vorjahr T€ 154). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern über T€ 226 (Vorjahr T€ 167) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 6 (Vorjahr T€ 5) enthalten.

D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:

T€ 2023 T€ 2022
Strom- und Gasversorgung 44.053 28.672
Auflösung Zuschüsse 107 107
44.160 28.779
Stromsteuer 581 604
Energiesteuer (Gassteuer) 1.004 1.040
Insgesamt 42.575 27.135

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erlöse aus dem Teilverkauf von Anteilen an der Energie Nordschaumburg GmbH, Zuschüsse zu Wärmenetzplanungen sowie sonstige Erstattungen.

In den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind der Strom- und Gasbezug sowie die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten.

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für Altersversorgung sind enthalten:

T€ 2023 T€ 2022
Beiträge an die Versorgungsanstalt
des Bundes und der Länder (VBL) 113 133
Altersvorsorgungsbeiträge 36 36
Insgesamt 149 169

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind u. a. Rechts- und Beratungskosten, Mieten, Pachten, Gebühren und Beiträge sowie Versicherungsprämien und allgemeine Verwaltungskosten enthalten. An Konzessionsabgaben konnten insgesamt T€ 125 steuer- und preisrechtlich verrechnet werden.

Der Zinsaufwand resultiert im Wesentlichen aus Bereitstellungszinsen bzw. Zinsen für Kontokorrentkredite.

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag wird die Gewerbeertragsteuer ausgewiesen.

Die sonstigen Steuern resultieren im Wesentlichen aus Grundsteuer.

E. Sonstige Pflichtangaben

Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren folgende Mitarbeiter beschäftigt:

2023 2022
Arbeitnehmer 34 32
(davon Teilzeitkräfte) (5) (6)
Auszubildende 1 1
35 33

Als Geschäftsführer bei der Komplementärin waren bzw. sind bestellt:

Henning Radant, Nienstädt Diplom-Ingenieur
Alexander Stockum, Wunstorf Diplom Verwaltungswirt

Dem Aufsichtsrat gehören an:

- Rolf Herrmann, Wunstorf

(Rentner) - Vorsitzender,

- Dr. Susanna Zapreva-Hennerbichler, Hannover

(Vorstandsvorsitzende enercity AG) - stellv. Vorsitzende,

- Axel Brockmann, Wunstorf (Landespolizeipräsident)

- Carsten Piellusch, Wunstorf (Bürgermeister der Stadt Wunstorf),

- Marit Müller, Helmstedt (Vorstand Avacon AG),

- Rainer Raddau, Hannover (Vertriebsleiter enercity AG) (bis 30.06.2023)

- Simon Zöller, Hannover (Vertriebsleiter enercity AG) (ab 01.07.2023)

- Torben Klant, Wunstorf (Jurist)

Den Mitgliedern des Aufsichtsrates wurden Sitzungsgelder von insgesamt € 8.500,00 vergütet.

Die Aufwendungen nach § 285 Nr. 17 HGB betragen nach Buchstabe:

a) € 17.266,00

b) € 850,00

c) € 4.938,00

d) € 990,00

Der Jahresüberschuss soll laut Vorschlag der Geschäftsführung ca. zu € 1,5 Mio. an die Kommanditisten ausgeschüttet und der Rest thesauriert werden.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

An der Gesellschaft ist folgendes Unternehmen als unbeschränkt haftender Gesellschafter beteiligt:

Namen der Gesellschaft Sitz gez. Kapital
Rechtsform
Stadtwerke Wunstorf Verwaltungs-GmbH Wunstorf 50.000,00 GmbH

 

Wunstorf, 13. April 2024

Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG
Stadtwerke Wunstorf Verwaltungs-GmbH

vertreten durch die Komplementärin

Henning Radant, Geschäftsführer der Komplementärin

Alexander Stockum, Geschäftsführer der Komplementärin

Anlagengitter 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
historische Anschaffungs-/Herstellungskosten
Zuschreibungen Zugänge
Umbuchungen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
686.183,80 0,00 0,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.225.123,82 0,00 0,00
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Übernahme- und Reglerstationen 2.162.730,65 0,00 0,00
b) Verteilungsanlagen 28.493.455,25 426.986,77 343.310,19
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.968.668,87 101.726,13 8.206,80
4. Anlagen im Bau 351.516,99 440.568,51 -351.516,99
38.201.495,58 969.281,41 0,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungsanlagen 213.971,85 60.000,00 0,00
2. Ausleihungen 560.130,01 0,00 0,00
774.101,86 60.000,00 0,00
39.661.781,24 1.029.281,41 0,00
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
0,00 686.183,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 0,00 2.225.123,82
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Übernahme- und Reglerstationen 0,00 2.162.730,65
b) Verteilungsanlagen 0,00 29.263.752,21
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 5.078.601,80
4. Anlagen im Bau 0,00 440.568,51
0,00 39.170.776,99
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungsanlagen 2.250,00 271.721,85
2. Ausleihungen 55.278,35 504.851,66
57.528,35 776.573,51
57.528,35 40.633.534,30
Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023
Abschreibungen
Umbuchungen
Zuschreibungen
Abgänge
Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
672.778,70 6.810,83 0,00 0,00 0,00 679.589,53
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.144.608,47 51.564,99 0,00 0,00 0,00 1.196.173,46
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Übernahme- und Reglerstationen 2.002.293,66 24.280,23 0,00 0,00 0,00 2.026.573,89
b) Verteilungsanlagen 21.492.894,20 448.631,80 0,00 0,00 0,00 21.941.526,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.461.092,47 117.305,57 0,00 0,00 0,00 4.578.398,04
4. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
29.100.888,80 641.782,59 0,00 0,00 0,00 29.742.671,39
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungsanlagen 203.843,85 0,00 0,00 0,00 0,00 203.843,85
2. Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
203.843,85 0,00 0,00 0,00 0,00 203.843,85
29.977.511,35 648.593,42 0,00 0,00 0,00 30.626.104,77
Buchwert 31.12.2023
Buchwert 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
6.594,27 13.405,10
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.028.950,36 1.080.515,35
2. technische Anlagen und Maschinen
a) Übernahme- und Reglerstationen 136.156,76 160.436,99
b) Verteilungsanlagen 7.322.226,21 7.000.561,05
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 500.203,76 507.576,40
4. Anlagen im Bau 440.568,51 351.516,99
9.428.105,60 9.100.606,78
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungsanlagen 67.878,00 10.128,00
2. Ausleihungen 504.851,66 560.130,01
572.729,66 570.258,01
10.007.429,53 9.684.269,89

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG, Wunstorf

Vermerk über die Prüfung des Abschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG, Wunstorf - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personengesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/1-v2-hgb-ja-non-pie/ eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir den Tätigkeitsabschluss für die Tätigkeit

- Gasverteilung

nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie die als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.

- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätssicherungsstandards: Anforderungen an die Qualitätssicherung in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,

- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und

- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.

 

Bremen, 17. April 2024

Göken, Pollak und Partner Treuhandgesellschaft mbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft/Steuerberatungsgesellschaft

Pencereci, Wirtschaftsprüfer

Tameling-Meyer, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates zum Jahresabschluss 2023

Der Aufsichtsrat hat im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 die Geschäftsführung in vielen Fragen- und Entscheidungsbereichen begleitet, beraten und überwacht.

Es fanden drei Sitzungen statt, in denen der Aufsichtsrat jeweils über Lage und Entwicklung der Gesellschaft unterrichtet wurde. Die Geschäftsführung hat den Aufsichtsrat darüber hinaus auch außerhalb der Sitzungen bei allen wichtigen Angelegenheiten informiert.

Der Jahresabschluss der Stadtwerke Wunstorf GmbH & Co. KG zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind im Einklang mit den Bilanzierungsgrundsätzen des HGB aufgestellt und von der Göken, Pollak und Partner Treuhandgesellschaft mbH, Bremen geprüft worden. Die Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk ist erteilt worden. Der Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses liegt dem Aufsichtsrat vor. Dieser hat den Bericht geprüft und stimmt mit dem Ergebnis des Abschlussprüfers zum Jahresabschluss und zum Lagebericht überein. Der Aufsichtsrat erhebt keine Einwendungen und billigt den Jahresabschluss.

 

Wunstorf, im Juni 2024

Vorsitzender des Aufsichtsrates

Ergebnisverwendungsbeschluss

Der Jahresabschluss in Höhe von 2.002.636,69 € wird abzüglich 500.000,00 € für Rücklagen und Thesaurierung - also mithin 1.502.636,69 € - den Gesellschaftern im Verhältnis ihrer Kapitaleinlagen auf den Verrechnungskonten gutgeschrieben. Die sich sodann ergebenen Guthaben der Gesellschafter auf den Verrechnungskonten werden ausgezahlt.

Tätigkeitsabschlüsse für Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 S. 1 EnWG

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Gasverteilung

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 6.059,19 12
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 754.436,73 791
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.458.382,97 7.161
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 213.399,08 221
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 384.546,83 343
8.810.765,61 8.516
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen - -
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht - -
- -
8.816.824,80 8.528
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 55.073,83 63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.937.361,72 4.084
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,02 -
3. Sonstige Vermögensgegenstände 55.115,60 219
4.992.477,34 4.303
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 551.677,54 803
5.599.228,71 5.169
C. Rechnungsabgrenzungsposten - -
Summe der Aktiva 14.416.053,51 13.697

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Zugeordnetes Eigenkapital 4.219.177,34 4.318
II. Jahresüberschuss 24.262,38 924
4.243.439,72 5.242
B. Sonderposten für Investitionszuschüsse 2.003.720,64 2.040
C. Empfangene Ertragszuschüsse - -
D. Rückstellungen
1. Sonstige Rückstellungen 1.017.230,18 408
1.017.230,18 408
E. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr T€ 0 (Vj. T€ 0)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 400.984,24 235
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr T€ 401 (Vj. T€ 235)
3. Sonstige Verbindlichkeiten 6.750.678,73 5.772
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr T€ 6.751 (Vj. T€ 5.772)
(aus Steuern T€ 0, Vj. T€ 0)
(im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 0; Vj. T€ 0)
4. Interne Verbindlichkeiten - -
davon mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr T€ 0 (Vj. T€0) 7.151.662,97 6.007
Summe der Passiva 14.416.053,51 13.697

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Gasverteilung

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 8.756.961,18 5.889
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 49.986,35 58
3. Sonstige betriebliche Erträge 65.978,44 145
8.872.925,97 6.092
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 4.954.303,93 1.334
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 414.732,66 123
5.369.036,59 1.457
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.641.516,64 1.601
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 397.698,72 426
2.039.215,36 2.027
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 581.970,04 615
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 837.083,55 887
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 30,87 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 427,51 0
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.941,41 1
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.899,16 176
12. Ergebnis nach Steuern 30.238,24 929
13. Sonstige Steuern 5.975,86 5
14. Jahresüberschuss 24.262,38 924

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