aktiv Rechtsform AG

Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft

Heilbronn ·HRB 100644 Stuttgart ·salzwerke.de

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Salzgrund 67
74076 Heilbronn
Handelsregister
HRB 100644, Stuttgart
Eintragungsdatum
11. Juni 1971
Branche
Herstellung von Batterien und Akkumulatoren
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Eingetragenes Kapital
27.000.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Der Vorstand besteht aus einer oder mehreren Personen. Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, vertritt es allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Vorstandsmitglied mit einem Prokuristen.

Unternehmenszweck
Gewinnung, Beschaffung, Veredelung, Verarbeitung, Vertrieb, Handel, Transport und Vermittlung von Sole, Salzen, sonstigen Mineralien, chemischen Produkten und verwandten Erzeugnissen. Erforschung und Entwicklung einschlägiger Erzeugnisse. Gewinnung und Verteilung elektrischer Energie. Verwertung und Entsorgung von Reststoffen, insbesondere die Nutzung von Hohlräumen für Entsorgungsdienstleistungen gemäß berg- und abfallrechtlicher Vorschriften. Bau und Betrieb von Anlagen zur Behandlung, Verwertung, Recycling und Ablagerung von Reststoffen. Vermittlung von Dienstleistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes, der Entsorgung und Verwertung von Reststoffen.

Finanzen

Umsatz 2025
343,82 Mio. €
Bilanzsumme 2025
575,65 Mio. €
Jahresergebnis 2025
33,79 Mio. €
Konzernabschluss · –
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

Konzernabschluss · –
2025
Aktivseite 575,65 Mio
  • Noncurrent Assets 54,2 % 312,10 Mio
  • Current Assets 45,8 % 263,55 Mio
Passivseite 575,65 Mio
  • Equity 49,2 % 283,28 Mio
  • Noncurrent Liabilities 41,7 % 239,93 Mio
  • Current Liabilities 9,1 % 52,45 Mio
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Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

Konzernabschluss · –
2025
Erträge 903,93 Mio
  • Revenue 38,0 % 343,82 Mio
  • Raw Materials And Consumables Used 13,2 % 118,97 Mio
  • Other Expense By Nature 12,3 % 111,23 Mio
  • Employee Benefits Expense 11,6 % 104,87 Mio
  • Profit Loss Before Tax 5,2 % 46,60 Mio
  • Changes In Inventories Of Finished Goods And Work In Progress 5,0 % −45,32 Mio
  • Profit Loss 3,7 % 33,79 Mio
  • Profit Loss Attributable To Owners Of Parent 3,7 % 33,61 Mio
  • Depreciation Amortisation And Impairment Loss Reversal Of Impairment Loss Recognised In Profit Or Loss 3,0 % 26,77 Mio
  • Income Tax Expense Continuing Operations 1,4 % 12,81 Mio
  • Finance Income 1,3 % 12,17 Mio
  • Other Work Performed By Entity And Capitalised 0,4 % 3,56 Mio
  • Finance Costs 0,4 % 3,33 Mio
  • Other Income 0,4 % 3,32 Mio
  • Share Of Profit Loss Of Associates And Joint Ventures Accounted For Using Equity Method 0,4 % 3,29 Mio
  • Other Income Expense From Subsidiaries Jointly Controlled Entities And Associates 0,0 % 276,0 k
  • Profit Loss Attributable To Noncontrolling Interests 0,0 % 182,0 k
  • Gains Losses On Exchange Differences On Translation Net Of Tax 0,0 % 9,0 k
  • Basic Earnings Loss Per Share 0,0 % 3
  • Diluted Earnings Loss Per Share 0,0 % 3
  • Reclassification Adjustments On Exchange Differences On Translation Net Of Tax 0,0 % 0
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GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Natascha Groll seit 2021 Vorstandsmitglied
  • Ulrich Fluck seit 2014 Vorstandsmitglied
  • Birgit Alexandra Hipp seit 2014 Prokura
  • Harald Peter Müller seit 2016 Prokura
  • Markus Koch seit 2016 Prokura
  • Michael Sudwischer seit 2014 Prokura
11 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2024
  2. 20.06.
    Satzungsänderung
    Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft
  3. 15.04.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Harald Peter Müller · Prokura
  4. 2023
  5. 09.08.
    Satzungsänderung
    Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft
  6. 2021
  7. 13.01.
    Austritt einer Position
    W****** R***** · Vorstand
  8. 13.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Natascha Groll · Vorstand
  9. 2018
  10. 25.07.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    Gewinnung, Beschaffung, Veredelung, Verarbeitung, Vertrieb, Handel, Transport und Vermittlung von Sole, Salzen, sonstigen Mineralien, chemischen Produkten und verwandten Erzeugnissen. Erforschung und Entwicklung einschlägiger Erzeugnisse. Gewinnung und Verteilung elektrischer Energie. Verwertung und Entsorgung von Reststoffen, insbesondere die Nutzung von Hohlräumen für Entsorgungsdienstleistungen gemäß berg- und abfallrechtlicher Vorschriften. Bau und Betrieb von Anlagen zur Behandlung, Verwertung, Recycling und Ablagerung von Reststoffen. Vermittlung von Dienstleistungen auf dem Gebiet des Umweltschutzes, der Entsorgung und Verwertung von Reststoffen.
  11. 25.07.
    Satzungsänderung
    Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft
  12. 2016
  13. 04.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Harald Peter Müller · Gesamtprokura
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2025 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Konzernabschluss Volltext

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzerngewinn- und Verlustrechnung 2024 1 alle Beträge in T€ Anhang 2024 2023 Umsatzerlöse (7) 337.310 337.607 Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 26.976 2.476 Andere aktivierte Eigenleistungen 2.192 2.023 Sonstige betriebliche Erträge (8) (17) 10.189 6.810 Materialaufwand (9) -92.470 -79.893 Personalaufwand (10) -95.797 -92.395 Abschreibungen (11) -25.011 -22.384 Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) (17) -117.942 -112.516 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen (13) 3.459 2.880 Übriges Beteiligungsergebnis (14) 153 325 EBIT (operatives Ergebnis) 49.059 44.933 Finanzielle Erträge (15) (17) 4 .545 2.795 Finanzielle Aufwendungen (15) (17) -9.628 -3.260 Ergebnis vor Ertragsteuern 43.976 44.468 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (16) -11.331 -11.974 Jahresüberschuss des Konzerns 32.645 32.494 davon auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallend (18) 112 66 davon auf Aktionäre der SWS AG entfallend (19) 32.533 32.428 Ergebnis je Aktie (unverwässert), in € je Aktie (19) 3,10 3,09 Ergebnis je Aktie (verwässert), in € je Aktie (19) 3,10 3,09 Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzerngesamtergebnisrechnung 2024 2 alle Beträge in T€ Anhang 2024 2023 Jahresüberschuss des Konzerns 32.645 32.494 Gewinne (+) und Verluste (-) aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen -7 13 Erfolgswirksame Umgliederungen realisierter Gewinne aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen - - Reklassifizierbare Gewinne und Verluste -7 13 Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) (nach Steuern) (32) 396 -1.211 Nicht reklassifizierbare Gewinne und Verluste 396 -1.211 Sonstiges Ergebnis des Konzerns (nach Steuern) 389 -1.198 Gesamtergebnis des Konzerns 33.034 31.296 davon auf Anteile ohne beherrschenden Einfluss entfallend 114 57 davon auf Aktionäre der SWS AG entfallend 32.920 31.239 Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 3 Aktiva alle Beträge in T€ Anhang 31.12.2024 31.12.2023 Langfristige Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte (21) 36.966 38.080 Biologische Vermögenswerte (22) 2.050 2.050 Sachanlagen (23) 2 03.279 182.378 Nutzungsrechte (24) 3.935 3.815 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (25) 14 1.052 At equity bewertete Beteiligungen (26) 11.386 9.035 Langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte (30) 326 421 Langfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (27) 10.427 10.443 Latente Steueransprüche (35) 4.915 2.897 273.298 250.171 Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte (28) 71.055 41.009 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (29) 43.118 58.767 Kurzfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte (30) 3.318 2.904 Kurzfristige sonstige finanzielle Vermögenswerte (27) 87.207 65.794 Laufende Ertragsteueransprüche 8 2.651 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (44) 40.989 42.945 245.695 214.070 518.993 464.241 Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024 4 Passiva alle Beträge in T€ Anhang 31.12.2024 31.12.2023 Eigenkapital (31) Anteil der Aktionäre der SWS AG am Eigenkapital Gezeichnetes Kapital der SWS AG 27.000 27.000 Kapitalrücklage der SWS AG 26.788 26.788 Gewinnrücklagen 214.360 198.770 Andere Rücklagen 50 57 268.198 252.615 Anteile ohne beherrschenden Einfluss 568 490 268.766 253.105 Langfristige Schulden Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (32) 19.794 20.900 Langfristige andere Rückstellungen (33) 83.701 72.097 Latente Steuerverbindlichkeiten (35) 10 30 Langfristige Finanzverbindlichkeiten (24) (34) 2 .735 2.784 Sonstige langfristige Verbindlichkeiten (37) 94.246 64.888 200.486 160.699 Kurzfristige Schulden Kurzfristige andere Rückstellungen (33) 22.024 17.913 Laufende Ertragsteuerverbindlichkeiten 898 235 Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (24) (34) 2.440 2.768 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (36) 19.379 17.704 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten (37) 5.000 11.817 49.741 50.437 518.993 464.241 Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung 2024 5 alle Beträge in T€ Gezeich- netes Kapital Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Andere Rücklagen Anteil der Aktionäre der SWS AG am Eigen- kapital Anteile ohne beherr- schenden Einfluss Konzern- eigen- kapital Stand per 01.01.2024 27.000 26.788 198.770 57 252.615 490 253.105 Jahresüberschuss des Konzerns - - 32.533 - 32.533 112 32.645 Sonstiges Ergebnis des Konzerns - - 394 -7 387 2 389 Gesamtergebnis des Konzerns - - 32.927 -7 32.920 114 33.034 Gezahlte Dividenden - - -17.337 - -17.337 -36 -17.373 Stand per 31.12.2024 27.000 26.788 214.360 50 268.198 568 268.766 alle Beträge in T€ Gezeich- netes Kapital Kapital- rücklage Gewinn- rücklagen Andere Rücklagen Anteil der Aktionäre der SWS AG am Eigen- kapital Anteile ohne beherr- schenden Einfluss Konzern- eigen- kapital Stand per 01.01.2023 27.000 26.788 182.780 44 236.612 478 237.090 Jahresüberschuss des Konzerns - - 32.428 - 32.428 66 32.494 Sonstiges Ergebnis des Konzerns - - -1.202 13 -1.189 -9 -1.198 Gesamtergebnis des Konzerns - - 31.226 13 31.239 57 31.296 Gezahlte Dividenden - - -15.23 6 - -15.236 -45 -15.281 Stand per 31.12.2023 27.000 26.788 198.770 57 252.615 490 253.105 Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernkapitalflussrechnung 2024 1 alle Beträge in T€ Anhang 2024 2023 1. Operativer Bereich Jahresüberschuss 32.645 32.494 Ertragsteuern 11.331 11.974 Finanzielle Aufwendungen 9.628 3.260 Finanzielle Erträge -4.545 -2.795 Übriges Beteiligungsergebnis -153 -325 Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen -3.459 -2.880 Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 25.011 22.384 Veränderung der Rückstellungen (ohne Zinseffekte) 2.489 9.849 Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -2.485 -1.392 Gewinn / Verlust aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten und aus Abgängen von zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 301 516 Veränderungen der Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -11.484 -13.941 Veränderungen sonstiger Vermögenswerte und Schulden 23.223 44.745 Operativer Cashflow 82.502 103.889 Erhaltene Dividenden 1.254 1.899 Erhaltene Zinsen 3.593 1.317 Gezahlte Zinsen -300 -138 Gezahlte Ertragsteuern -10.782 -8.726 Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (43.1) 76.267 98.241 2. Investitionsbereich Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -319 -436 Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen 23 19 Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen -40.927 -33.379 Auszahlungen für Investitionen in als Finanzinvestition gehaltene Immobilien -9 -47 Auszahlungen für at equity bewerteten Beteiligungen gewährte Darlehen - -254 Einzahlungen aus der Tilgung von at equity bewerteten Beteiligungen gewährten Darlehen 25 - Einzahlungen aus Abgängen von sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 122.000 64.487 Auszahlungen für Investitionen in sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte -143.000 -105.000 Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 6.155 - Cashflow aus der Investitionstätigkeit (43.2) -56.052 -74.610 3. Finanzierungsbereich Gezahlte Dividenden -17.373 -15.281 Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzschulden - 788 Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzschulden -691 -256 Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -2.111 -1.916 Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (43.3) -20.175 -16.665 4. Finanzmittelbestand Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands (Zwischensumme Ziffer 1. – 3.) 40 6.966 Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelbestands -1.996 - Finanzmittel am Anfang des Geschäftsjahres 42.945 35.979 Finanzmittel am Ende der Periode (44) 40.989 42.945 Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 1 Grundlagen des Konzernabschlusses (1.1) Grundlegende Informationen Die Südwestdeutsche Salzwerke AG (SWS AG) ist ein in Deutschland ansässiges Unternehmen in der Rechtsform einer Aktiengesellschaft mit Sitz im Salzgrund 67, 74076 Heilbronn. Die SWS AG wird beim Handelsregister Abteilung B des Amtsgerichts Stuttgart unter der Nummer 100644 geführt. Der SWS-Konzern ist überwiegend in den Bereichen Salz und Entsorgung tätig. Weitere Geschäftsaktivitäten erfolgen vor allem in den Bereichen Logistik und Tourismus (siehe auch Textziffer (6.2) Beschreibung der einzelnen Segmente). Der Konzernabschluss wurde durch den Vorstand der SWS AG am 13. März 2025 aufgestellt und soll vom Aufsichtsrat der Gesellschaft in seiner Sitzung am 31. März 2025, nach Beratung im Prüfungsausschuss, gebilligt und anschließend zur Veröffentlichung freigegeben werden. (1.2) Grundlagen der Abschlusserstellung Der Konzernabschluss der SWS AG ist nach den bis zum Abschlussstichtag in Kraft getretenen und von der Europäi- schen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt. Außerdem kommen die gemäß § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften zur An- wendung. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Kosten, mit Ausnahme gewisser Positionen, wie zum Beispiel biologische Vermögenswerte, die mit ihren Zeitwerten ausgewiesen werden. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu- grunde. Die Einzelabschlüsse aller Tochterunternehmen und Beteiligungen sind auf den Stichtag des Konzernabschlus- ses aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Aus Gründen der Übersichtlichkeit werden alle Beträge – soweit nicht anders vermerkt – in Tausend Euro (T€) angegeben. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (T€, %, usw.) auftreten. Einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzerngewinn- und Verlustrechnung sind zum besseren Verständnis zu- sammengefasst. Ein gesonderter Ausweis dieser Posten erfolgt im Konzernanhang. Vom Wahlrecht, bestimmte Anga- ben im Konzernanhang zu machen, wird aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit grundsätzlich Gebrauch ge- macht. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 2 (1.3) Neue Standards und Interpretationen

Anwendungs-
zeitpunkt Übernahme
Standard / Interpretation laut IASB durch die EU Wesentliche Änderungen
Neue und geänderte Standards / Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2024 erstmalig verpflichtend anzuwenden sind
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von 01.01.2024 19.12.2023 Sofern Unternehmen bislang die Absichten des Managements bei der
„Darstellung des Verbindlichkeiten als kurz- oder Bestimmung der Klassifizierung von Verbindlichkeiten berücksichtigt haben,
Abschlusses“ langfristig können sich Auswirkungen ergeben. Ab sofort sind nur noch diejenigen
Bedingungen, die ein Unternehmen innerhalb von zwölf Monaten nach dem
Berichtszeitraum erfüllen muss, für die Klassifizierung einer Schuld relevant. Die
Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SWS
AG.
Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeit in einem 01.01.2024 20.11.2023 Die Änderungen betreffen nur die Bilanzierung einer Sale-and-Leaseback-
„Leasingverhältnisse“ Sale-and-Leaseback Transaktion beim Verkäufer/Leasingnehmer, wenn die Anforderungen von IFRS
15 für die Bilanzierung als Verkauf erfüllt sind. Die Änderungen an IFRS 16
betreffen grundsätzlich alle Sale-and-Leaseback-Transaktionen, wirken sich
aber nur auf Transaktionen aus, die variable Leasingzahlungen enthalten und
nicht von einem Index oder einem Zinssatz abhängen (und keine de facto festen
Leasingzahlungen sind). Die Änderungen haben keine Auswirkungen auf den
Konzernabschluss der SWS AG.
Änderungen an IAS 7 Lieferantenfinanzierungs- 01.01.2024 15.05.2024 Durch die Änderungen wird die Transparenz von Lieferantenfinanzierungs-
„Kapitalflussrechnungen“ vereinbarungen vereinbarungen und deren Auswirkungen auf die Verbindlichkeiten, Cashflows
und IFRS 7 und das Liquiditätsrisiko eines Unternehmens erhöht. Die Änderungen ergänzen
„Finanzinstrumente“ bereits bestehende Angabeanforderungen dahingehend, dass Unternehmen
verpflichtet sind, qualitative und quantitative Informationen über
Finanzierungsvereinbarungen mit Lieferanten zur Verfügung zu stellen. Die
Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SWS
AG.
Von der Europäischen Union übernommene, aber im Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards / Interpretationen
Änderungen an IAS 21 fehlende Umtauschbarkeit 01.01.2025 12.11.2024 Die Änderungen verpflichten Unternehmen zur Anwendung eines einheitlichen
„Auswirkungen auf einer Währung Ansatzes bei der Beurteilung, ob eine Währung in eine andere Währung
Wechselkursänderungen“ umtauschbar ist, und, sofern dies nicht der Fall ist, bei der Bestimmung des zu
verwendenden Wechselkurses sowie der erforderlichen Anhangangaben. Die
geplanten Änderungen haben keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss
der SWS AG.

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 3

Anwendungs-
zeitpunkt Übernahme
Standard / Interpretatio n laut IASB durch die EU Wesentliche Änderungen
Vom IASB veröffentlichte Standards / Interpretationen, die von der Europäischen Union noch nicht übernommen wurden und vom Konzern nicht angewendet
werden
Änderungen an IFRS 9 Klassifizierung und Bewertung 01.01.2026 noch Die Änderungen betreffen die Ausbuchung von elektronisch übertragenen
„Finanzinstrumente“ und von Finanzinstrumenten festzulegen finanziellen Verbindlichkeiten, die Anwendung des Zahlungsstromkriteriums bei
IFRS 7 „Finanzinstrumente: der Kategorisierung von Finanzinstrumenten in verschiedenen Konstellationen
Angaben“ sowie zusätzliche Angabepflichten in IFRS 7. Die geplanten Änderungen haben
keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SWS AG.
Änderungen an IFRS 9 Verträge über naturabhängige 01.01.2026 noch Ziel dieser Änderungen ist es, ausgewählte Vorschriften in IFRS 9 klarzustellen
„Finanzinstrumente“ und Stromversorgung festzulegen und anzupassen, welche sich bei der Bilanzierung von bestimmten physisch
IFRS 7 „Finanzinstrumente: oder virtuell erfüllbaren Stromlieferverträgen als herausfordernd erwiesen
Angaben“ haben. Dies ist dann der Fall, wenn bei solchen Verträgen mit spezifischen
Merkmalen die produzierte Strommenge abzunehmen ist, auch wenn diese zu
bestimmten Zeitpunkten nicht exakt dem Bedarf entspricht, insb. da solche
Verträge meist langfristig sind. Der neue IFRS-Standard hat aktuell keine
Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SWS AG.
IFRS 18 01.01.2027 noch IFRS 18 wird den bisherigen Standard IAS 1 ersetzen. Ziel ist es, die
„Darstellung und Angaben festzulegen Darstellung finanzieller Informationen zu verbessern und Abschlüsse
im Abschluss“ transparenter und besser vergleichbar zu machen. IFRS 18 sieht im Kern eine
Unterscheidung in operatives, investives und finanzielles Ergebnis vor und gibt
in diesem Zusammenhang verbindliche Zwischensummen in der Gewinn- und
Verlustrechnung (GuV) vor. Der Anhang ist künftig um Informationen über vom
Management definierte Leistungskennzahlen (sog. Management Performance
Measures „MPM") zu erweitern. So ist u.a. die Berechnungsgrundlage der
Größe selbst sowie eine Überleitungsrechnung dieser zu der am meisten
vergleichbaren verbindlichen Zwischensumme der GuV nach IFRS 18 zu
erweitern. Hierbei stellen MPMs vom Management verwendete Ergebnis- und
Steuerungsgrößen dar, die keine verbindlichen Zwischensummen innerhalb der
GuV des IFRS 18 darstellen (z.B. „EBIT"). In den primären
Abschlussbestandteilen sowie im Anhang sind künftig neue prinzipienbasierte
Aggregations- und Disaggregationsvorschriften zur Gruppierung von
Informationen zu berücksichtigen, um den Abschlussadressaten zusätzliche
relevante und vergleichbare Informationen zu gewähren. Der neue Standard
wird Auswirkungen auf die Darstellung der finanziellen Informationen im SWS-
Konzern, insbesondere in der GuV und dem Themengebiet der definierten
Leistungskennzahlen (MPM), haben.
IFRS 19 Angaben 01.01.2027 noch IFRS 19 legt reduzierte Angabevorschriften fest, die ein infrage kommendes
„Tochterunternehmen ohne festzulegen Unternehmen anstelle der Angabevorschriften in den anderen IFRS-
öffentliche Rechnungslegungsstandards anwenden darf. Der neue IFRS-Standard hat
Rechenschaftspflicht“ keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der SWS AG.

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 4 (1.4) Währungsumrechnung Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen ausländischen Tochterunternehmen werden nach dem Konzept der funktionalen Währung umgerechnet. Da alle Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben, ist die Basis die jeweilige Landeswährung. Vermögenswerte und Schulden werden zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Unterschiede aus der Währungsumrechnung bei den Vermögenswerten und Schulden gegenüber der Umrechnung des Vorjahres sowie Umrechnungsdifferenzen zwischen Gewinn- und Verlustrechnung einerseits und Bilanz andererseits werden ergebnisneutral im Eigenkapital innerhalb der anderen Rücklagen ausgewiesen. Sie werden erfolgswirksam er- fasst, wenn die zugrunde liegenden Vermögenswerte und Schulden abgehen. (2) Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss werden neben der SWS AG grundsätzlich alle Tochtergesellschaften einbezogen, bei denen die Beherrschungskriterien des IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ erfüllt werden. Dies ist der Fall, wenn die SWS AG Verfü- gungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, eine Risikobelastung durch oder Anrechte auf schwankende Rendi- ten aus ihrem Engagement in das Beteiligungsunternehmen besitzt und durch Ausübung ihrer Verfügungsgewalt die Möglichkeit zur Beeinflussung der Rendite des Beteiligungsunternehmens hat. Dies ist in der Regel bei einem Anteilsbe- sitz von mehr als 50 % der Fall. Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurden neben der SWS AG vier inländische (Vorjahr: 4) Tochtergesell- schaften vollkonsolidiert. Sämtliche Anteile an der bisher vollkonsolidierten ausländischen Tochtergesellschaft Nethsalt Trading B.V. mit Sitz in Moerdijk, Niederlande, wurden im vierten Quartal 2024 an die Eurosalt Handelmaatschappij B.V. (im Folgenden: Eurosalt) mit Sitz in Moerdijk, Niederlande, veräußert und entkonsolidiert. Bei der Eurosalt handelt es sich um ein nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24, welches im SWS-Konzern nach der Equity-Methode bi- lanziert wird. Weitere Informationen zu diesem Geschäftsvorfall sind unter Textziffer (45) enthalten. Nach der Equity-Methode werden Beteiligungen bilanziert, bei denen der SWS-Konzern einen maßgeblichen Einfluss ausübt. Dies ist in der Regel bei einem Anteilsbesitz bzw. Stimmrechtsanteil zwischen 20 % und 50 % der Fall. Zudem werden Unternehmen, bei denen der SWS-Konzern gemeinsam mit einem Dritten die gemeinsame Führung ausübt, nach der Equity-Methode bilanziert. Ebenfalls nach der Equity-Methode wird ein Unternehmen bilanziert, bei dem trotz Mehrheit der Stimmrechte aufgrund von Beschränkungen in Bezug auf die Geschäftsführung die Beherrschungskriterien nicht erfüllt werden. Zum 31. Dezember 2024 werden sechs Unternehmen (Vorjahr: 6) nach der Equity-Methode konsolidiert. Der Konzern hält unter den langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerten Eigenkapitalinstrumente in Form von Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss und Beherrschung durch den SWS-Konzern. Bei diesen Beteiligungen wird aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Bilanzierung nach IFRS 10 bzw. IAS 28 verzichtet. Diese Eigenkapitalinstrumente werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Zum 31. Dezember 2024 werden vier Unternehmen (Vorjahr: 4) aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidiert. De r Buchwert beläuft sich auf 220 T€ (Vorjahr: 211 T€). In der Anlage zum Konzernanhang sind die vollkonsolidierten Beteiligungsgesellschaften, die at equity bewerteten Un - ternehmen und die aus Wesentlichkeitsgründen nicht konsolidierten Gesellschaften aufgeführt. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 5 (3) Konsolidierungsmethoden Im Rahmen der Kapitalkonsolidierung nach IFRS 3 werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile an Toch- terunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am neu bewerteten Eigenkapital zum Erwerbs- zeitpunkt verrechnet. Die Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des Tochterunternehmens werden hierbei mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Ein verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Negative Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden nach nochmaliger Überprüfung sofort erfolgswirksam verrechnet. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Alle Forderun- gen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Zwischenergebnisse zwischen den konsolidier- ten Gesellschaften werden im Konzernabschluss eliminiert. Im Falle sukzessiver Erwerbe bei bereits bestehender Beherrschung werden sich ergebende Unterschiedsbeträge zwi- schen Kaufpreis und Buchwert der erworbenen nicht beherrschenden Anteile erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Bei Beteiligungen, die nach der Equity-Methode konsolidiert sind, werden die Anschaffungskosten jährlich um die dem SWS-Kapitalanteil entsprechenden Eigenkapitalveränderungen erhöht bzw. vermindert. Die dabei erfassten anteiligen Jahresergebnisse basieren auf den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Beteiligungen nach der Equity-Methode werden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung ent- sprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Die erfolgswirksamen Veränderungen des anteiligen Ei- genkapitals werden im Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung be- rücksichtigt. Zwischengesellschaftliche Gewinne und Verluste werden bei diesen Gesellschaften anteilig eliminiert, so- weit sie wesentlich sind. Sonstige Beteiligungen sind Eigenkapitalinstrumente in Form von Beteiligungen mit maßgeblichem Einfluss und Be- herrschung durch den SWS-Konzern. Bei diesen vom Konzern gehaltenen sonstigen Beteiligungen handelt es sich grundsätzlich um Anteile an anderen Unternehmen, die unter IFRS 10 bzw. IAS 28 fallen, bei denen jedoch aus Wesent- lichkeitsgründen auf eine Bilanzierung nach IFRS 10 bzw. IAS 28 verzichtet wird. Diese finanziellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dies gilt auch für die übrigen Beteiligungen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 6 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (4.1) Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für die einzelnen Posten der Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Ver- lustrechnung werden, mit Ausnahme von IFRS 9 sowie IAS 36, grundsätzlich in den jeweiligen Abschnitten des Kon- zernanhangs, in denen sie jeweils relevant sind, dargestellt. Eine Zusammenfassung der wesentlichen Bewertungs- grundsätze nach Bilanzposten stellt sich wie folgt dar:

Bilanzposten Bewertungsgrundsatz
Aktiva
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte Impairment-only-Ansatz (siehe Textziffern (4.3) und (21))
Mit begrenzter Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Biologische Vermögenswerte Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungs- und Herstellungskosten
Nutzungsrechte Fortgeführte Anschaffungskosten
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Fortgeführte Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte siehe gesonderte Tabelle unter Textziffer (4.2)
Sonstige Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten
Passiva
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Barwert der zukünftigen Verpflichtungen (projected unit credit method)
Andere Rückstellungen Erwarteter Erfüllungsbetrag
Finanzverbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten
Sonstige Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 7 (4.2) Finanzinstrumente nach IFRS 9 IFRS 9 „Finanzinstrumente“ betrifft eine Vielzahl von Bilanzposten. Die Kategorien von finanziellen Vermögenswerten nach IFRS 9 stellen sich wie folgt dar:

Bewertungsmaßstab IFRS 9 Folgebewertungsgrundsatz Folgebewertung
Erfolgswirksam zum beizulegenden Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Erfolgswirksam zum beizulegenden
Zeitwert (aFVTPL) Nettogewinne und -verluste inklusive Zinsen und Dividenden werden in der Zeitwert (aFVTPL)
Konzerngewinn- und Verlustrechnung gezeigt.
zu fortgeführten Anschaffungskosten Diese Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter zu fortgeführten Anschaffungskosten
(aAC) Anwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Wertminderungsaufwendungen werden von den fortgeführten Anschaffungskosten abgezogen. Zinsergebnis und (aAC)
Wertminderungsaufwendungen werden in der Konzerngewinn- und
Verlustrechnung erfasst. Etwaige Gewinne und Verluste bei Ausbuchung werden
ebenfalls erfolgswirksam erfasst.
Erfolgsneutral zum beizulegenden Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Das Erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert im sonstigen Ergebnis Zinsergebnis auf Basis der Effektivzinsmethode und Zeitwert im sonstigen Ergebnis
(aFVTOCI) − Schuldinstrument Wertminderungsaufwendungen werden in der Konzerngewinn- und (aFVTOCI)
Verlustrechnung gezeigt. Sonstige Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral
im sonstigen Ergebnis gezeigt. Bei Ausbuchung werden kumulierte Gewinne und
Verluste in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (Recycling).
Erfolgsneutral zum beizulegenden Diese Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Dividenden Erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert im sonstigen Ergebnis werden als Gewinn in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gezeigt, außer die Zeitwert im sonstigen Ergebnis
(aFVTOCI) − Eigenkapitalinstrument Dividende stellt eindeutig eine teilweise Rückzahlung der Investitionskosten dar. (aFVTOCI)
Sonstige Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis
gezeigt und können nicht umgegliedert werden.

Die finanziellen Vermögenswerte werden entsprechend IFRS 9 bilanziert und setzen sich aus Forderungen aus Liefe- rungen und Leistungen, Wertpapieren, sonstigen finanziellen Forderungen wie kurzfristigen Festgeldanlagen oder ge- währten Krediten und Darlehen sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen. Finanzielle Vermögenswerte werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der SWS-Konzern Vertragspartei des Finanz- instruments wird und ihm somit ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Marktübliche Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden grundsätzlich zum Erfüllungstag bilanziert. Beim erstmaligen Ansatz werden finanzielle Vermögenswerte, mit Ausnahme von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die zum Transaktionspreis gemäß IFRS 15 bewertet werden, zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgt anhand der sog. Fair-Value- Hierarchie des IFRS 13. Transaktionskosten werden in den Wertansatz einbezogen, wenn das Finanzinstrument in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wird. Beim erstmaligen Ansatz des finanziellen Vermögenswerts er- folgt anhand des IFRS 9-Klassifizierungsmodells eine Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte in Form von Schuld- instrumenten zu einer der drei Geschäftsmodelle „Halten“, „Halten und Verkauf“ oder „Handel“. Die Kategorisierung der Schuldinstrumente ergibt sich dabei sowohl in Abhängigkeit der vertraglichen Zahlungsströme des Schuldinstruments als auch des Geschäftsmodells, in dem das Schuldinstrument gehalten wird. Je nach Ausprägung dieser Bedingungen ergibt sich eine der drei folgenden Bewertungen: Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode (aAC, Geschäftsmodell „Halten“) bewertet, wenn dieser mit der Zielsetzung gehalten wird, die vertraglichen Zahlungs- ströme in Form von Tilgungs- und Zinszahlungen entsprechend den Vertragsbedingungen zu vereinnahmen. Zinsen sind dabei das Entgelt für die Kapitalüberlassung und die Risikoübernahme für einen festgelegten Zeitraum. Wertänderungen eines zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerts werden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Dem Geschäftsmodell „Halten“ werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die in Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 8 den sonstigen Forderungen und Vermögenswerten sowie den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen fi- nanziellen Forderungen, Ausleihungen, Wertpapiere und Darlehen sowie die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquiva- lente zugeordnet. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente umfassen den Kassenbestand, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten. Soweit die genannten Vermögenswerte innerhalb von zwölf Monaten nach dem Bilanzstichtag fällig werden, werden sie als kurzfristige Vermögenswerte ausgewiesen. Ein finanzieller Vermögenswert wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (aFVTPL, Geschäftsmodell „Halten und Verkauf“) bewertet, wenn dieser sowohl mit der Zielsetzung gehalten wird, die vertraglichen Zahlungsströme in Form von festgelegten Tilgungs- und Zinszahlungen, basierend auf dem ausstehenden Kapitalbetrag, entsprechend den Vertrags- bedingungen zu vereinnahmen, als auch darin, den finanziellen Vermögenswert zu verkaufen. Bei Nichtanwendung der Fair-Value-Option erfolgt die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis (aFVTOCI). Handelt es sich um ein Schuldinstrument, werden die im Zeitverlauf in den Rücklagen angesammelten Ge- winne und Verluste bei der Ausbuchung des Finanzinstruments in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (Re- cycling). Handelt es sich beim betroffenen Vermögenswert um ein Eigenkapitalinstrument, verbleiben bei der Ausbu- chung sämtliche im Zeitverlauf entstandenen Gewinne und Verluste im sonstigen Ergebnis. Es erfolgt keine Umgliede- rung in die Gewinn- und Verlustrechnung (kein Recycling). Der Konzern hat diesem Geschäftsmodell derzeit keine Ver- mögenswerte zugeordnet. Bei einem finanziellen Vermögenswert, der nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizule- genden Zeitwert bewertet wird, erfolgt die Bewertung erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert (aFVTPL, Geschäfts- modell „Handel“). Hierbei kann SWS beim erstmaligen Ansatz bestimmter Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente unwiderruflich die Wahl treffen, im Rahmen der Folgebewertung die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts im sonsti- gen Ergebnis zu erfassen (aFVTOCI). Der SWS-Konzern hat hiervon keinen Gebrauch gemacht und diesem Ge- schäftsmodell keine finanziellen Vermögenswerte in Form von Schuldinstrumenten zugeordnet. Finanzielle Vermögenswerte, die den Geschäftsmodellen „Halten“ sowie „Halten und Verkauf“ zugeordnet sind, werden anhand des dreistufigen allgemeinen Wertminderungsmodells des IFRS 9 daraufhin überprüft, ob eine Wertminderung aufgrund erwarteter Kreditverluste zu erfassen ist. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Bar- werts eines erwarteten Zwölf-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3). Der Konzern macht von der Möglichkeit Gebrauch, ein verein- fachtes Verfahren bei der Betrachtung des Wertminderungsmodells anzuwenden. Nach dem vereinfachten Verfahren muss der SWS-Konzern die Änderungen des Kreditrisikos nicht nachverfolgen, sondern sowohl beim erstmaligen Ansatz als auch zu jedem nachfolgenden Abschlussstichtag eine Risikovorsorge in Höhe des zu erwartenden Verlusts innerhalb der Gesamtlaufzeit erfassen. Der Konzern wendet das vereinfachte Wertminderungsmodell bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an. Danach wird auf den Gesamtbestand an nicht fälligen sowie fälligen und nicht einzelwertgeminderten Forderungen eine Risikovorsorge basierend auf einer unternehmenseigenen Ausfallquote für erwartete Kreditverluste gebildet. Die unter- nehmenseigenen Ausfalldaten bilden die primäre Informationsquelle und die Grundlage zur Ermittlung des zu erwarten- den Wertminderungsbedarfs. Bei finanziellen Vermögenswerten in Form von Wertpapieren, Finanzforderungen, gewähr- ten Darlehen und Krediten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten kommt das allgemeine Wertminde- rungsmodell zur Anwendung, nach dem Kreditausfälle, die in den nächsten zwölf Monaten erwartet werden, zu erfassen Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 9 sind. Die in den Finanzforderungen enthaltenen Festgeldanlagen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bei Kreditinstituten werden regelmäßig auf etwaige Ausfallwahrscheinlichkeiten hin überprüft. Die Ausfallwahrscheinlich- keit ermittelt sich unter Berücksichtigung der Bonität des jeweiligen Kreditinstituts und der von einer Ratingagentur ermit- telten statistischen laufzeitadäquaten Ausfallrate. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn das Anrecht auf Zahlungsströme aus dem finanziellen Vermögenswert ausgelaufen ist oder alle wesentlichen Risiken und Chancen, die mit dem Eigentum verbun- den sind, auf einen Dritten übertragen wurden. Für den Fall, dass wesentliche Risiken und Chancen weder übertragen noch behalten werden, werden finanzielle Vermögenswerte ausgebucht, wenn die Verfügungsmacht an dem finanziellen Vermögenswert auf einen Dritten übertragen wurde. Der Konzern setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug von Strom- und Gasproduk- ten zu reduzieren. Hierbei handelt es sich um Termingeschäfte auf diese Commodities. Diese Finanzinstrumente werden ausschließlich zum Zwecke der Deckung des eigenen erwarteten Nutzungsbedarfs des Unternehmens gehalten und fal- len daher nicht in den Anwendungsbereich von IFRS 9. Die Fair-Value-Option wird nicht angewendet. Finanzielle Verbindlichkeiten setzen sich zusammen aus Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten. Unter den sonstigen Verbind- lichkeiten werden unter anderem erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen beziehungsweise Vertragsverbindlichkeiten nach IFRS 15 ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um Geschäftsvorfälle, bei denen der Kunde den Kaufpreis ganz oder teilweise gezahlt hat, und zwar noch bevor der SWS-Konzern die entsprechenden Waren übertragen oder Dienst- leistungen erbracht hat. Die Finanzverbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. In den Folge- perioden werden sie zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode bilanziert. Der An- satz sowie die Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten, die unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen wer- den, ist bei den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden für Leasingverhältnisse beschrieben. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden anfänglich ebenfalls zum beizulegen- den Zeitwert abzüglich gegebenenfalls anfallender Transaktionskosten angesetzt und in der Folge zu fortgeführten An- schaffungskosten bewertet. Weiterhin werden Verbindlichkeiten aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen der Belegschaft unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 10 (4.3) Werthaltigkeitsüberprüfung nach IAS 36 (Impairment-Test) Vermögenswerte, die einer planmäßigen Abschreibung unterliegen, werden auf Wertminderungsbedarf geprüft, wenn entsprechende Ereignisse bzw. Änderungen der Umstände (Triggering Events) anzeigen, dass der Buchwert gegebe- nenfalls nicht mehr erzielbar ist. Ein Wertminderungsverlust wird in Höhe des den erzielbaren Betrag übersteigenden Buchwerts erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert des Vermögenswerts abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Der Nutzungswert entspricht dem Barwert der erwarteten Cash- flows. Sofern kein erzielbarer Betrag für einen einzelnen Vermögenswert ermittelt werden kann, wird der erzielbare Be- trag für die kleinste identifizierbare Gruppe von Vermögenswerten bestimmt, der dem betreffenden Vermögenswert zu- geordnet werden kann. An jedem Bilanzstichtag ist zu überprüfen, ob die Gründe für in der Vergangenheit vorgenomme- ne außerplanmäßige Wertberichtigungen entfallen sind. Wenn dies der Fall ist, werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen, jedoch maximal bis zur Höhe der fortgeschriebenen historischen Anschaffungskosten. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern mindestens einmal jährlich auf Werthal- tigkeit untersucht (siehe Textziffer (21)) . Die aus Unternehmenserwerben resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden zum Zweck des Werthaltigkeitstests den identifizierbaren Gruppen von Vermögenswerten (zahlungsmittelgene- rierende Einheiten) zugeordnet, die aus den Synergien des Erwerbs Nutzen ziehen sollen. Im SWS-Konzern entfällt der Geschäfts- oder Firmenwert vollständig auf das Segment Salz und umfasst sämtliche zahlungsmittelgenerierenden Ein- heiten dieses Segments mit Ausnahme der Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projekt SuedLink. Ein etwaiger Wert- berichtigungsbedarf wird durch einen Vergleich des Buchwerts dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheiten gemäß IAS 36 mit den diskontierten erwarteten zukünftigen Cashflows aus den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ermittelt, de- nen der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Eine Zuschreibung auf einen bereits abgeschriebenen Geschäfts- oder Firmenwert ist ausgeschlossen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 11 (5) Annahmen und Schätzungen Im Konzernabschluss müssen in einem bestimmten Umfang Annahmen getroffen und Schätzungen vorgenommen wer- den, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge haben. Sämtliche Schätzungen und Annahmen werden fortlaufend überprüft und basieren auf historischen Erfahrungen und anderen Annahmen, einschließlich Erwartungen hinsichtlich zukünftiger Ereignisse, die unter den ge- gebenen Umständen als zutreffend und vernünftig erachtet werden. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzun- gen abweichen. Annahmen und Schätzungen sind insbesondere erforderlich bei: - der Bestimmung der Nutzungsdauern von langfristigen Vermögenswerten, - der Einschätzung der Laufzeiten von Leasingvereinbarungen für Lagerhallen und Lagerflächen, - der Festlegung der Bewertungsprämissen, geplanten Ergebnissen und Schätzungen von Nettoveräußerungs- preisen im Rahmen von Werthaltigkeitstests, insbesondere für bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte, - der Beurteilung des Ansatzes von latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge unter Berücksichtigung der erwarteten Geschäftsentwicklung, - der Bestimmung des Rechnungszinssatzes und weiterer Parameter für die Bewertung von Pensionsrückstel- lungen und anderen Rückstellungen sowie - der Bestimmung von Erfüllungszeitpunkten und weiteren Parametern für die Bewertung bergbaulicher Rückstel- lungen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 12 Angaben zur Segmentberichterstattung (6.1) Ausrichtung der Segmentberichterstattung Die Segmentberichterstattung des SWS-Konzerns ist an der internen Organisations- und Berichtsstruktur an den Vor- stand ausgerichtet. Die Untergliederung in Segmente basiert primär auf den am Markt angebotenen Produkten und Dienstleistungen. (6.2) Beschreibung der einzelnen Segmente Das Segment Salz umfasst die Produktion, den Vertrieb und Handel von Stein- und Siedesalzen aller Art für die Ge- schäftsfelder Speise- und Gewerbesalz, Auftausalz und Industriesalz sowie den Vertrieb von Produkten zur Sortiments- ergänzung für den Straßenwinterdienst. Sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Projekt SuedLink sind auf- grund des engen Zusammenhangs mit den bergbaulichen Tätigkeiten dem Segment Salz zugeordnet. Die Realisierung der aus dem Projekt resultierenden Ergebnisbeiträge nach den Regelungen des IFRS 16 findet erst mit Zurverfügung- stellung des Leasinggegenstands an die Auftraggeberin statt (siehe Textziffer (24.2) ). Das Segment Entsorgung beschäftigt sich mit der Einlagerung von Reststoffen in die untertägigen Hohlraumressour- cen im Verbundbergwerk an den Standorten Bad Friedrichshall/Kochendorf und Heilbronn. Segmente und Geschäftsaktivitäten, die nicht den beiden berichtspflichtigen Segmenten Salz und Entsorgung zugeord- net werden können, werden im Einklang mit IFRS 8 unter der Bezeichnung Alle sonstigen Segmente zusammenge- fasst. Hier werden die Dienstleistungen des Segments Logistik in den Bereichen Binnenschifffahrt sowie Umschlag und Lagerwirtschaft der Reederei Schwaben GmbH zugeordnet. Ferner sind die Tourismusaktivitäten an den Standorten Berchtesgaden, Bad Reichenhall und Bad Friedrichshall sowie die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien hierunter ausgewiesen. Die Eliminierung der Intersegmentumsätze wird in der Segmentberichterstattung in der Überleitungsspalte dargestellt. (6.3) Angaben zu Umsatzerlösen aus Verträgen mit Kunden Der SWS-Konzern kategorisiert seine Erlöse aus Verträgen mit Kunden auf Basis der Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Umsätze, so wie sie innerhalb der Segmente Salz, Entsorgung sowie Alle sonstigen Segmente berichtet wer- den, und unterscheidet dabei hinsichtlich der Erlöserfassung zwischen zeitpunktbezogenen und zeitraumbezogenen Er- lösen. Die Realisierung der Erlöse erfolgt entsprechend den dargestellten Grundsätzen zur Erlösrealisierung aus Verträ- gen mit Kunden. Wesentliche Ermessensentscheidungen bei der Erlösrealisierung bestehen in keinem Segment. Bei den unter den Umsatzerlösen ausgewiesenen Erlösen des Berichtsjahres handelt es sich um Erlöse aus erfüllten Leistungsverpflichtungen. Zum 31. Dezember 2024 beläuft sich der Gesamtbetrag der den verbleibenden Leistungsver- pflichtungen zugeordneten Erlöse aus Kundenverträgen mit einer ursprünglichen Laufzeit größer ein Jahr auf 24.609 T€ (Vorjahr: 15.807 T€). Der SWS-Konzern wird diesen Umsatz realisieren, sobald die in den Kundenverträgen enthaltenen Leistungsverpflichtungen erfüllt sind. Der Konzern erwartet die Erlösrealisierung in folgenden Zeitbändern: Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 13

Erlöse
Erlöse Erlöse nach dem
alle Beträge in T€ im Folgejahr im 2.-5. Jahr 5. Jahr Summe
Erwartete Erlösrealisierung aus in Kundenverträgen
(Vertragslaufzeit > 1 Jahr) enthaltenen
Mindestabnahmemengen 13.870 10.722 17 24.609

Die im Segment Salz ausgewiesenen Umsatzerlöse aus Lieferungen beinhalten Erlöse aus Leistungsverpflichtungen zur Bereitstellung oder Lieferung von Salzen in den Geschäftsfeldern Auftausalz, Industriesalz, Speise- und Gewerbesalz. Weiterhin werden Erlöse aus Leistungsverpflichtungen hierunter ausgewiesen, die den Vertrieb von Produkten zur Sor- timentsergänzung für den Straßenwinterdienst betreffen. Die Erlöse werden unter Abzug von Erlösschmälerungen zum Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsmacht an den Waren, der hierbei, in Abhängigkeit von den Vereinbarungen im Kundenvertrag, in der Bereitstellung für oder Auslieferung der Waren an den Kunden liegen kann, realisiert. Bei den sonstigen Umsätzen innerhalb des Segments Salz handelt es sich im Wesentlichen um Erlöse aus Kundenver- trägen, die die Lieferung von Energie in Form von Strom, Dampf und Wärme zum Gegenstand haben. Weiterhin sind hierunter Erlöse ausgewiesen, die aus projektbezogenen Kundenverträgen resultieren. Mit Ausnahme der Erlöse aus den zeitraumbezogenen Energielieferverträgen, bei denen dem Kunden die Leistung zum Zeitpunkt der Leistungserbrin- gung durch SWS zufließt, sowie Teilen der projektbezogenen Kundenverträge handelt es sich im Segment Salz um zeit- punktbezogene Erlöse. Bei den Umsatzerlösen des Bereichs Entsorgung handelt es sich um Erlöse aus Dienstleistungsverträgen mit Kunden, die die Verwertung und Entsorgung von Reststoffen in den untertägigen Hohlraumressourcen des Verbundbergwerks an den Standorten Bad Friedrichshall/Kochendorf und Heilbronn zum Gegenstand haben. Hierbei werden Reststoffe direkt beim Kunden abgeholt oder von diesen angeliefert und anschließend nach Art und Beschaffenheit des Reststoffs aufbe- reitet und zwecks Verbringung und Einlagerung als Big Bag oder Schüttgut konditioniert. Die Erlöse werden zu dem Zeitpunkt erfasst, in dem die Verfügungsmacht an den Reststoffen vom Kunden auf den SWS-Konzern übergegangen ist. Dies ist regelmäßig der Zeitpunkt, in dem der Reststoff in der vereinbarten Beschaffenheit in den physischen Besitz des SWS-Konzerns gelangt. Für zum Bilanzstichtag bereits erfasste Erlöse aus Kundenverträgen, bei denen die Verfü- gungsmacht an den Reststoffen bereits auf den SWS-Konzern übergegangen, die Verbringung und Einbringung ins Ver- bundbergwerk allerdings noch nicht erfolgt ist, wird eine Rückstellung erfasst, die die dafür noch anfallenden Kosten be- rücksichtigt. Die im Segment Alle sonstigen Segmente ausgewiesenen Umsatzerlöse aus Lieferungen beinhalten im Wesentlichen Erlöse des Bereichs Tourismus aus dem Verkauf von Waren. Die Umsatzerlöse aus Leistungen betreffen den Verkauf von Eintrittskarten und Veranstaltungen der Besucherbergwerke Berchtesgaden und Bad Friedrichshall/Kochendorf und der Alten Saline in Bad Reichenhall. Weiterhin sind Erlöse des Bereichs Logistik enthalten, die hauptsächlich aus Frachtdienstleistungen resultieren. Mit Ausnahme der Erlöse aus der Vercharterung von Binnenschiffen, Frachtdienst- leistungen in Form von Schiffstransporten sowie Lagergeldern handelt es sich um zeitpunktbezogene Erlöse. Bei den sonstigen Umsätzen innerhalb des Segments Alle sonstigen Segmente handelt es sich insbesondere um Erlöse aus abgeschlossenen Miet- und Pachtverträgen, unter anderem aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Bei den Erlösen aus Miet- und Pachtverträgen handelt es sich um zeitraumbezogene Erlöse. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 14 (6.4) Segmentergebnis und Transaktionen zwischen den Segmenten Zur internen Steuerung und als Indikator für die nachhaltige Ertragskraft des operativen Geschäfts dient im SWS- Konzern das EBIT vor Sondereinflüssen, d. h. ein um außergewöhnliche Effekte bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern. Zu den Bereinigungen zählen bestimmte wesentliche nicht operative Aufwendungen und Erträge mit einmali- gem bzw. seltenem Charakter. Die Darstellung der Ergebnisse der Segmente erfolgt auf konsolidierter Basis, d. h., intra- segmentäre Aufwendungen und Erträge werden konsolidiert. Lieferungen und Leistungen zwischen den Segmenten werden in der Regel zu Marktpreisen getätigt. Interne Leistungen, z. B. aus dem Bereich Administration, werden kostenbasiert auf die übrigen Geschäftsbereiche verrechnet. (6.5) Segmentinformationen nach Bereichen

2024 Alle sonstigen Summe
alle Beträge in T€ Salz Entsorgung Segmente Segmente Überleitung Konzern
Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 263.539 62.639 11.132 337.310 - 337.310
darin enthalten
Umsatzerlöse aus Lieferungen 261.732 - 1.515 263.247 - 263.247
Umsatzerlöse aus Leistungen 159 61.373 8.151 69.683 - 69.683
Sonstige Umsätze 1.648 1.266 1.466 4.380 - 4.380
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung
Zeitpunktbezogen 262.416 62.639 8.929 333.984 - 333.984
Zeitraumbezogen 1.123 - 2.203 3.326 - 3.326
Intersegmentumsatz 9.630 1.115 6.815 17.560 -17.560 -
EBIT 20.670 22.670 5.719 49.059 - 49.059
darin enthalten
Abschreibungen 19.145 3.247 2.619 25.011 - 25.011
planmäßig 19.145 3.247 2.619 25.011 - 25.011
Ergebnis aus at equity
bewerteten Beteiligungen 2.962 504 -7 3.459 - 3.459
Investitionen in langfristiges Ver mögen 28.618 6.744 4.892 40.254 - 40.254

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 15

2023 Alle sonstigen Summe
alle Beträge in T€ Salz Entsorgung Segmente Segmente Überleitung Konzern
Umsatzerlöse aus Kundenverträgen 265.728 60.278 11.601 337.607 - 337.607
darin enthalten
Umsatzerlöse aus Lieferungen 263.741 - 1.566 265.307 - 265.307
Umsatzerlöse aus Leistungen 210 58.951 8.548 67.709 - 67.709
Sonstige Umsätze 1.777 1.327 1.487 4.591 - 4.591
Zeitlicher Ablauf der Erlöserfassung
Zeitpunktbezogen 264.242 60.278 9.067 333.587 - 333.587
Zeitraumbezogen 1.486 - 2.534 4.020 - 4.020
Intersegmentumsatz 10.158 920 7.027 18.105 -18.105 -
EBIT 24.490 17.233 3.210 44.933 - 44.933
darin enthalten
Abschreibungen 17.720 2.319 2.345 22.384 - 22.384
planmäßig 17.720 2.319 2.345 22.384 - 22.384
Ergebnis aus at equity
bewerteten Beteiligungen 2.444 465 -29 2.880 - 2.880
Investitionen in langfristiges Vermögen 24.616 3.725 5.521 33.862 - 33.862

Die Überleitung von den Segmentumsätzen der berichtspflichtigen Segmente zu den Konzernumsätzen stellt sich wie folgt dar:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Umsatzerlöse der berichtspflichtigen Segmente 336.923 337.084
Umsatzerlöse Alle sonstigen Segmente 17.947 18.628
Überleitung zum Konzern -17.560 -18.105
Umsatzerlöse des Konzerns 337.310 337.607

Die Überleitung vom EBIT der berichtspflichtigen Segmente zum Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns ist nachfol- gend dargestellt:

alle Beträge in T€ 2024 2023
EBIT der berichtspflichtigen Segmente 43.340 41.723
EBIT Alle sonstigen Segmente 5.719 3.210
EBIT des Konzerns 49.059 44.933
Finanzielle Erträge 4.545 2.795
Finanzielle Aufwendungen -9.628 -3.260
Finanzergebnis -5.083 -465
Ergebnis vor Ertragsteuern des Konzerns 43.976 44.468

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 16 ( 6.6) Informationen über wichtige Kunden Im Geschäftsjahr 2024 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des SWS-Konzerns getätigt. (6.7) Informationen über geografische Gebiete Die Umsatzerlöse und die langfristigen Vermögenswerte nach Regionen gliedern sich wie folgt:

Umsatzerlöse Langfristige Vermögenswerte
alle Beträge in T€ 2024 2023 2024 2023
Deutschland 273.187 271.639 257.736 234.892
Europäische Union 53.271 55.475 - 1.624
Übrige Regionen 10.852 10.493 - -
Summe 337.310 337.607 257.736 236.516

Die Zuordnung der Umsatzerlöse zu den Regionen richtet sich nach dem Sitz der Kunden. Die Zuordnung der langfristi- gen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die lang- fristigen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen immaterielle Vermögenswerte, biologische Vermögenswerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien und at equity bewertete Beteiligungen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 17 Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung (7) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden setzen sich wie folgt zusammen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Umsatzerlöse aus Lieferungen 263.247 265.307
Umsatzerlöse aus Leistungen 69.682 67.709
Sonstige Umsätze 4.381 4.591
337.310 337.607

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei den ausgewiesenen Umsatzerlösen handelt es sich um Erlöse aus Kundenverträgen, bei denen die Verfügungs- macht über die gelieferten Waren oder erbrachten Dienstleistungen auf den Kunden übergegangen ist. Die Erlösrealisie- rung basiert hierbei auf den in den Kundenverträgen enthaltenen einzelnen Leistungsverpflichtungen und den Zeitpunk- ten oder Zeiträumen, zu oder in denen diese Leistungsverpflichtungen erfüllt werden. Eine Leistungsverpflichtung wird über einen Zeitraum erfüllt, wenn der Kunde den Nutzen gleichzeitig mit der Leistungserbringung durch SWS erhält und verbraucht oder SWS eine Leistung erbringt, die einen vom Kunden während der Leistungserbringung kontrollierten Vermögenswert schafft oder verbessert. Erfolgt die Erfüllung der Leistungsverpflichtungen über einen Zeitraum, wird auch der Umsatz über den Leistungszeitraum realisiert. Andernfalls erfolgt eine zeitpunktbezogene Umsatzrealisierung. Der Konzern erfasst die Erlöse aus Kundenverträgen in Höhe der Gegenleistung, die er im Austausch für die gelieferten Waren oder erbrachten Dienstleistungen erhält. Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, die den Verkauf von Waren zum Gegenstand haben, werden unter Abzug von Erlösschmälerungen zum Zeitpunkt des Übergangs der Verfügungsmacht an den Waren, der hierbei, in Abhängigkeit von den Vereinbarungen im Kundenvertrag, in der Bereitstellung für oder Auslieferung der Waren an den Kunden liegen kann, realisiert. Umsatzerlöse aus Kundenverträgen, die die Erbringung von Dienstleistungen zum Gegenstand haben, werden erfasst, wenn die zugesagten Leistungsverpflichtungen aus dem Kundenvertrag erfüllt sind. Erlösschmälerungen in Form von Kundenrabatten und Boni werden in der Periode berück- sichtigt, in der die Erlöse aus Kundenverträgen erfasst werden. Die Zahlungsziele für Leistungsverpflichtungen aus Ver- trägen mit Kunden liegen üblicherweise zwischen 10 und 30 Tagen nach Rechnungsstellung. Die Rechnungsstellung er- folgt in der Regel zum Zeitpunkt der Leistungserfüllung. Die Kategorisierung der Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kun- den erfolgt nach Segmenten und Regionen innerhalb der Segmentberichterstattung (Textziffern (6.3), (6.5) und (6.7)). Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 18 (8) Sonstige betriebliche Erträge

alle Beträge in T€ 2024 2023
Erträge aus sonstigen Lieferungen und Leistungen 405 536
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 2.646 24
Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 21 83
Erträge aus Währungskursdifferenzen 8 5
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 4.504 299
Übrige betriebliche Erträge 2.605 5.863
10.189 6.810

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren aus der Auflösung wegen Nichtinanspruchnahme. Die üb- rigen betrieblichen Erträge umfassen eine Vielzahl von Einzelsachverhalten, wie z. B. sonstige Erstattungen, Schadens- ersatzleistungen und Versicherungserstattungen in Höhe von 1.103 T€ (Vorjahr: 226 T€) sowie sonstige Erträge aus dem laufenden Betrieb. Im Vorjahr waren Erträge aus der Bewertung biologischer Vermögenswerte (siehe auch Textzif- fer (22)) in Höhe von 1.317 T€ sowie Erträge im Zusammenhang mit den Energiepreisbremsengesetzen in Höhe von 3.033 T€ enthalten. Im aktuellen Jahr sind derartige Erträge nicht angefallen. Das Veräußerungsergebnis aus der Ent- konsolidierung der Tochtergesellschaft Nethsalt Trading B.V. mit Sitz in Moerdijk, Niederlande, beläuft sich auf 2,6 Mio. € und ist in den Erträgen aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten enthalten. (9) Materialaufwand

alle Beträge in T€ 2024 2023
Aufw endungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 64.059 65.017
Aufw endungen für bezogene Leistungen 28.411 14.876
92.470 79.893

(10) Personalaufwand und im Jahresdurchschnitt Beschäftigte

alle Beträge in T€ 2024 2023
Löhne und Gehälter 77.230 75.220
Soziale Abgaben und Aufw endungen für Unterstützung 18.401 16.991
Aufw endungen für Altersversorgung und ähnliche Verpflichtungen 166 184
95.797 92.395

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung sind Arbeitgeberanteile zu gesetzlichen Rentenversiche- rungen in Höhe von 9.652 T€ (Vorjahr: 8.933 T€) enthalten. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 19 Die Zahl der im Jahresdurchschnitt Beschäftigten stellt sich wie folgt dar:

2024 2023
Gewerbliche Beschäftigte 617 601
Angestellte (inkl. Leitende) 461 442
Auszubildende 41 36
1.119 1.079

Darüber hinaus wurden vorwiegend im Bereich Tourismus im Jahresdurchschnitt 39 (Vorjahr: 41) geringfügig Beschäftig- te eingesetzt. (11) Abschreibungen

alle Beträge in T€ Anhang 2024 2023
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte (21) 1.434 1.303
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen (23) 21.416 19.100
Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechte (24) 2.130 1.945
Planmäßige Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (25) 31 36
25.011 22.384

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

alle Beträge in T€ 2024 2023
Vertriebsaufwendungen 67.755 66.688
Sach- und Dienstleistungen, allgemeine Verwaltungsaufwendungen 28.310 24.955
Werbung und Verkaufsförderung 2.634 2.540
Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 322 540
Forderungsverluste / Wertberichtigungen auf Forderungen 89 33
Aufwendungen aus Währungskursdifferenzen 22 9
Übrige betriebliche Aufwendungen 18.810 17.751
117.942 112.516

Die Vertriebsaufwendungen umfassen im Wesentlichen Transport- und Lagerkosten sowie sonstige Vertriebskosten. Der Anstieg bei den Sach- und Dienstleistungen sowie allgemeinen Verwaltungsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus den gegenüber dem Vorjahr erhöhten Instandhaltungsaufwendungen. Der Anstieg der übrigen betrieblichen Auf- wendungen resultiert vor allem aus der Summe der Zuführungen zu den sonstigen Rückstellungen und dem Saldo aus Zuführung und Verbrauch der bergbaulichen Rückstellungen in Höhe von 8.197 T€ (Vorjahr: 6.907 T€). Die sonstigen Personalaufwendungen belaufen sich auf 2.160 T€ (Vorjahr: 2.026 T€). Des Weiteren sind sonstige Steuern in Höhe von 367 T€ (Vorjahr: 1.144 T€) sowie Versicherungsprämien in Höhe von 1.948 T€ (Vorjahr: 1.559 T€) enthalten. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 20 Angefallene Forschungs- und Entwicklungskosten betreffen Prozessverbesserungsmaßnahmen, die als Aufwand er- fasst wurden, da sie nicht selbstständig nutzbar sind. Es handelt sich dabei nicht um Aufwendungen im Sinne von IAS 38. Andere produktbezogene Aufwendungen, wie Aufwendungen für Werbung und Absatzförderung, werden im Zeit- punkt ihres Anfalls ergebniswirksam erfasst. (13) Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen Das Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen beinhaltet im Saldo Erträge in Höhe von 3.459 T€ (Vorjahr: 2.880 T€). (14) Übriges Beteiligungsergebnis Das übrige Beteiligungsergebnis enthält die Erträge aus Sonstigen Beteiligungen. Ansprüche aus Gewinnausschüttun- gen werden zum Zeitpunkt erfasst, in welchem der entsprechende vertragliche bzw. rechtliche Anspruch entsteht. (15) Finanzielle Erträge und finanzielle Aufwendungen

alle Beträge in T€ 2024 2023
Zinsen und ähnliche Erträge 4.545 1.801
Erträge aus Zinssatzänderungen bei Rückstellungen - 994
Zinserträge 4.545 2.795
Erträge aus der Währungsumrechnung - -
Sonstige finanzielle Erträge - -
Finanzielle Erträge 4.545 2.795
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -324 -162
Zinsanteile an Zuführungen zu Rückstellungen -9.304 -3.008
Zinsaufwendungen -9.628 -3.170
Aufwendungen aus der Marktbewertung - -90
Sonstige finanzielle Aufwendungen - -90
Finanzielle Aufwendungen -9.628 -3.260
-5.083 -465

Das Finanzergebnis, das sich aus den Positionen finanzielle Erträge und finanzielle Aufwendungen in der Konzernge- winn- und Verlustrechnung zusammensetzt, wird im SWS-Konzern in die Kategorien Zinsergebnis und sonstiges Fi- nanzergebnis untergliedert. Zinserträge und Zinsaufwendungen werden zeitanteilig unter Anwendung der Effektiv- zinsmethode erfasst. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 21 Zum Zinsergebnis zählen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Zinserträge 4.545 2.795
Zinsaufwendungen -9.628 -3.170
-5.083 -375

Das Zinsergebnis umfasst alle Zinserträge aus Bankguthaben, Finanzforderungen, verzinslichen Wertpapieren und nichtfinanziellen Vermögenswerten sowie sämtliche Zinsaufwendungen aus Darlehen, Krediten, Leasingverbindlichkei- ten und nichtfinanziellen Verbindlichkeiten. Weiterhin sind Zinserträge und -aufwendungen aus Steuern enthalten. Die Zinsanteile an Rückstellungszuführungen enthalten die jährlichen Aufzinsungsbeträge sowie Zinsaufwendungen aus Zinssatzänderungen im Zusammenhang mit der Barwertfortschreibung der langfristigen Rückstellungen. Die entspre- chenden Zinserträge sind in der Position Erträge aus Zinssatzänderungen bei Rückstellungen enthalten. Das sonstige Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Sonstige finanzielle Erträge - -
Sonstige finanzielle Aufwendungen - -90
- -90

Das sonstige Finanzergebnis enthält alle sonstigen Finanzerträge und Finanzaufwendungen, die aus der Folgebewer- tung und dem Abgang von Finanzinstrumenten entstehen und nicht dem Zins- bzw. dem Beteiligungsergebnis zugeord- net werden können. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 22 (16) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Der Ertragsteueraufwand (+) und -ertrag (-) setzt sich wie folgt zusammen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Laufende Ertragsteuern 13.580 11.674
Latente Steuern -2.249 300
(davon aus temporären Unterschieden) (-2.249) (300)
(davon aus Verlustvorträgen) (-) (-)
11.331 11.974

Der Zusammenhang zwischen dem unter Anwendung des in Deutschland geltenden Steuersatzes erwarteten Steuer- aufwand und dem ausgewiesenen Steueraufwand ist in der nachfolgenden Überleitungsrechnung dargestellt:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Ergebnis vor Ertragsteuern 43.976 44.468
Erwartete Ertragsteuern (Steuersatz: 30 %) 13.193 13.340
Abweichung durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer 19 13
Abweichungen vom erwarteten Steuersatz -145 -144
Nutzung von Verlustvorträgen -10 -136
Effekte aus Verlustvorträgen des laufenden Jahres - -37
Steuermehrung (+) / Steuerminderung (-) aufgrund sonstiger
steuerlich nicht abzugsfähiger Aufwendungen und steuerfreier Erträge -1.746 -907
Periodenfremde Steuern (Erträge (-) / Aufwendungen (+)) 20 -155
Ausgewiesene Ertragsteuern 11.331 11.974

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die ausgewiesenen laufenden Ertragsteueransprüche und Ertragsteuerverbindlichkeiten werden auf Basis der am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen in der Höhe erfasst, in der eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Latente Steuern werden für deutsche Gesellschaften mit einem Gesamtsteuersatz von 30 % (Vorjahr: 30 %) ermittelt. In dem Gesamtsteuersatz sind neben der Körperschaftsteuer der Solidaritätszuschlag von 5,5 % und die Gewerbeertrag- steuer enthalten. Für die latente Steuerberechnung der Auslandsgesellschaften werden die landesspezifischen Steuer- sätze herangezogen. Bei der Zwischenergebniseliminierung und bei sonstigen erfolgswirksamen Konsolidierungsmaß- nahmen kommt ein konzerneinheitlicher Steuersatz von 30 % (Vorjahr: 30 %) zur Anwendung, da der überwiegende An- teil der Konzernbeziehungen zwischen den deutschen Gesellschaften abgewickelt wird. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 23 (17) Ergebnis aus der Währungsumrechnung Erträge bzw. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in den folgenden Positionen der Konzerngewinn- und Verlustrechnung enthalten:

alle Beträge in T€ Anhang 2024 2023
Sonstige betriebliche Erträge (8) 8 5
Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) -22 -9
Sonstige finanzielle Erträge (15) - -
Sonstige finanzielle Aufwendungen (15) - -
-14 -4

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit den zum Zeitpunkt der Ersterfassung gültigen Kursen umgerechnet und am Bilanzstichtag in den Jahresabschlüssen der Konzerngesellschaften mit dem jeweils gültigen Stichtagskurs bewertet. Unterschiede aus der Umrechnung werden erfolgswirksam erfasst. (18) Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Jahresergebnis Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am Jahresergebnis in Höhe von 112 T€ (Vorjahr: 66 T€) betreffen die anteili- gen Jahresergebnisse der anderen Gesellschafter an vollkonsolidierten Tochtergesellschaften. (19) Ergebnis je Aktie Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich wie folgt:

2024 2023
Anteil der Aktionäre der SWS AG am Jahresüberschuss des Konzerns (in T€) 32.533 32.428
Durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien in Stück (in Tausend) 10.508 10.508
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€ je Aktie) 3,10 3,09
Verwässertes Ergebnis je Aktie (€ je Aktie) 3,10 3,09

Das Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Anteils der Aktionäre der SWS AG am Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der ausgegebenen Aktien. Dieser Anteil stellt das im Konzern insgesamt erwirtschaf- tete Ergebnis des Jahres nach Abzug bzw. Hinzurechnung der auf die Gesellschafter ohne beherrschenden Einfluss ent- fallenden Ergebnisanteile dar. Im Jahr 2024 gab es, wie im Vorjahr, keine Veränderungen bei der Anzahl der ausgege- benen Aktien.

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 24 (20) Dividende je Aktie Der für die Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung stehende Betrag bemisst sich nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss der SWS AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Die im Jahr 2024 bezahlte Dividende für das vorangegangene Geschäftsjahr betrug 17.337.375,00 € (1,65 € je Aktie) nach 15.235.875,00 € (1,45 € je Aktie) im Vorjahr. Für das Geschäftsjahr 2024 werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, aus dem Bilanzge- winn in Höhe von 20.008.844,84 € eine Dividende von 1, 90 € je Stückaktie, d. h. einen Betrag von 19.964.250,00 €, aus- zuschütten und den Restbetrag in Höhe von 44.594,84 € auf neue Rechnung vorzutragen. Die vorgeschlagene Dividen- de ist abhängig von der Genehmigung durch die Aktionäre auf der Hauptversammlung.

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 25 Erläuterungen zur Konzernbilanz (21) Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt:

Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte Geschäfts- oder
und Werte sowie Firmenwerte
Lizenzen an aus
solchen Rechten Unternehmens- Geleistete
alle Beträge in T€ und Werten erwerben Anzahlungen Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand per 01.01.2024 64.047 51.232 40 115.319
Zugänge 253 - 66 319
Umbuchungen 1 - - 1
Abgänge - - - -
Stand per 31.12.2024 64.301 51.232 106 115.639
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand per 01.01.2024 53.912 23.327 - 77.239
Abschreibungen 1.434 - - 1.434
Abgänge - - - -
Stand per 31.12.2024 55.346 23.327 - 78.673
Buchwerte
Stand per 01.01.2024 10.135 27.905 40 38.080
Stand per 31.12.2024 8.955 27.905 106 36.966

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 26 Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Konzessionen,
gewerbliche
Schutzrechte und
ähnliche Rechte Geschäfts- oder
und Werte sowie Firmenwerte
Lizenzen an aus
solchen Rechten Unternehmens- Geleistete
alle Beträge in T€ und Werten erwerben Anzahlungen Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand per 01.01.2023 63.521 51.232 82 114.835
Zugänge 405 - 31 436
Umbuchungen 127 - -73 54
Abgänge -6 - - -6
Stand per 31.12.2023 64.047 51.232 40 115.319
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand per 01.01.2023 52.615 23.327 - 75.942
Abschreibungen 1.303 - - 1.303
Abgänge -6 - - -6
Stand per 31.12.2023 53.912 23.327 - 77.239
Buchwerte
Stand per 01.01.2023 10.906 27.905 82 38.893
Stand per 31.12.2023 10.135 27.905 40 38.080

Es bestehen keine Belastungen oder Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der immateriellen Vermögenswerte. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 27 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer, insbesondere Lizenzen, Paten- te, Konzessionsrechte, Markenrechte und Kundenstämme, werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linea- rer Abschreibungen bewertet. Hierbei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Nutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte Jahre
Markenrechte 20 – 30
Software 3 – 5
Sonstige Rechte und Werte 5 – 15

Der größte Einzelwert innerhalb des Postens Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten sind die Rechte an der Marke „Bad Reichenhaller“. Der Restbuchwert der Marke „Bad Reichenhaller“ beläuft sich auf 8.365 T€ (Vorjahr: 9.411 T€). Die Restnutzungsdauer der Marke beträgt zum 31. Dezember 2024 8 Jahre. Der Restbuchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts (27.905 T€) entfällt vollständig auf das Segment Salz. Der jährlich durchzuführende Werthaltigkeitstest für Geschäfts- oder Firmenwerte wurde zum 30. September 2024 durchgeführt. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts werden die Restbuchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit (cash generating unit) mit ihrem erzielbaren Betrag (recoverable amount), d. h. dem höheren Wert aus Nettoveräußerungspreis (fair value less costs of disposal) und Nutzungswert (value in use), ver- glichen. Bei der Ermittlung des erzielbaren Betrags wird der Barwert der künftigen Zahlungen, der aufgrund der fortlaufenden Nutzung der jeweiligen Einheit und deren Abgang am Ende der Nutzungsdauer erwartet wird, zugrunde gelegt. Die Prognose der Zahlungsströme stützt sich auf die jeweils letzten genehmigten mittelfristigen Planungen des SWS- Konzerns. Diese umfassen einen Zeitraum von drei Jahren und basieren auf eigenen Einschätzungen und Erwartungen hinsichtlich der Entwicklung des operativen Geschäfts unter Berücksichtigung aktueller Geschäftsergebnisse und exter- ner Einflussfaktoren der relevanten wirtschaftlichen sowie politischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. Die Herlei- tung erfolgt in einem Bottom-up-Verfahren, ausgehend von der Absatzplanung. Grundlegende Annahmen und Schät- zungen betreffen die Absatz- und Umsatzentwicklung sowie Kostensteigerungsraten bei wesentlichen Betriebsfaktoren auf Basis der vorhandenen personellen und technischen Kapazitäten. Diese Annahmen basieren weitgehend auf eige- nen Erfahrungswerten sowie allgemeinen Marktdaten wie beispielsweise dem Konjunktur- oder Inflationsverlauf sowie Informationen zu Entwicklungen auf den für den SWS-Konzern relevanten Absatz- und Beschaffungsmärkten. Weiterhin fließt die zum Planungszeitpunkt bestehende Gesetzeslage ein. Zum Zwecke der Ermittlung des über den mittelfristigen Planungshorizont hinausgehenden Zeitraums wurde das letzte Planjahr der Mittelfristplanung in eine ewige Rente (Terminal Value) überführt. Diese stellt die Basis für die Wertermitt- lung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit nach Ablauf der Detailplanungsphase dar. Zur Ermittlung des Terminal Va- lue, auf Basis eines langfristigen eingeschwungenen Zustands, wurden zunächst repräsentative vergangenheitsbezoge- ne Analysen wesentlicher relevanter Kennzahlen zur Rendite und Ertragskraft des Konzerns durchgeführt. Die Rendite- kennzahlen wurden im nächsten Schritt, unter Berücksichtigung von Chancen und Risiken der langfristigen Geschäfts- entwicklung und Trendannahmen zur Ertragskraft des Konzerns bei der Ermittlung des Terminal Value, angewendet. Hierbei flossen Annahmen und Einschätzungen des Managements zur langfristigen Anpassungsfähigkeit des Konzerns Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 28 an sich wandelnde wirtschaftliche, rechtliche und politische Rahmenbedingungen und zum Erhalt der Wettbewerbsfähig- keit ein. Auch die Fähigkeit des Unternehmens, inflationsinduzierte Preissteigerungen an Kunden und Abnehmer weiter- zugeben, wurde im Rahmen der Ermittlung des Terminal Value berücksichtigt. Die ewige Rente wird mit einer Wachs- tumsrate von 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) fortgeschrieben. Die Abzinsung der Zahlungsströme erfolgt mit einem gewichteten Kapitalkostensatz (WACC), der unter Verwendung des Capital Asset Pricing Model bestimmt wird. Zur Ermittlung der Kapitalkosten werden spezifische Peer-Group- Informationen für Beta-Faktoren, Kapitalstrukturdaten sowie den Fremdkapitalkostensatz verwendet. Die Eigenkapital- kosten werden aus dem risikolosen Basiszins sowie einem Zuschlag für das Marktrisiko errechnet. Der Kapitalkostensatz beträgt für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten 7,28 % nach Steuern (Vorjahr: 8,08 %) und 10,42 % vor Steuern (Vorjahr: 11,68 %). Der zum 30. September 2024 durchgeführte Werthaltigkeitstest für den bestehenden Geschäfts- oder Firmenwert im Segment Salz bestätigte dessen Buchwert. Zur Berücksichtigung von Schätzungsunsicherheiten wesentlicher Annahmen wurden Sensitivitätsrechnungen (Erhö- hung des Kapitalkostensatzes um +1,0 %-Punkt sowie Reduktion der Ergebnisbeiträge (EBIT) bei der Ermittlung des Va- lue in Use um 10 %) durchgeführt. Hierbei wird jeweils die Änderung einer Annahme berücksichtigt, wobei die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben. Die Sensitivitätsrechnungen bestätigten ebenfalls die Werthaltigkeit des Buchwerts. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 29 (22) Biologische Vermögenswerte Der SWS-Konzern besitzt in Berchtesgaden mit rund 105 Hektar ausgedehnte Waldflächen über dem Bergwerk, die der langfristigen Absicherung des Grubengebäudes und der Wasserqualität für die Herstellung der Sole dienen. Die betrie- bene Waldwirtschaft beschränkt sich auf die langfristige Absicherung des Waldbestands. Die Bilanzwerte haben sich wie folgt entwickelt:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Stand zu Beginn des Jahres 2.050 733
Veränderung (Zu- bzw. Verkäufe) - -
Veränderung des beizulegenden Zeitwerts - 1.317
Stand zum Ende des Jahres 2.050 2.050

Im Berichtsjahr wurden, wie im Vorjahr, keine biologischen Vermögenswerte erworben. Für die Pflege abzüglich der Er- löse aus notwendigen Durchforstungen wurden 1 T€ erwirtschaftet. Im Vorjahr wurden im Saldo 2 T€ aufgewendet. Es bestehen keine Belastungen oder Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der biologischen Vermögenswerte. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die biologischen Vermögenswerte in Form von Waldflächen werden zum beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung des Waldvermögens wird mit dem, in der forstlichen Bewertungspraxis gängigen, Alterswertfaktorenverfahren durchge- führt. Der Waldwert wird im Wege einer Einzelwertermittlung hergeleitet und gesonderte Wertermittlungen für den Holz- bestand durchgeführt. Für die Bestandsbewertung werden einzelne Waldbestände mit ähnlichen bewertungsrelevanten Merkmalen (Baumartenzusammensetzung, Baumalter, Bestandsdichte, Holzqualität etc.) unterteilt. Der ermittelte Be- standswert entspricht dabei dem Barwert des Netto-Cashflows und repräsentiert den beizulegenden Wert abzüglich ge- schätzter Verkaufskosten nach IAS 41. Eine Überprüfung des beizulegenden Werts des Waldvermögens durch einen ex- ternen, unabhängigen Gutachter erfolgte im Oktober 2023. Das Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fällt unter Stufe 1 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Gewinne und Verluste aus der Erst- und Folgebe- wertung von biologischen Vermögenswerten und landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die zum beizulegenden Zeitwert ab- züglich geschätzter Verkaufskosten bewertet werden, werden erfolgswirksam erfasst. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 30 (23) Sachanlagen Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt:

Grundstücke,
grundstücks-
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich Andere Anlagen, Geleistete
der Bauten Technische Betriebs- und Anzahlungen
auf fremden Anlagen und Geschäfts- und Anlagen
alle Beträge in T€ Grundstücken Maschinen ausstattung im Bau Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand per 01.01.2024 94.919 462.649 53.134 24.798 635.500
Zugänge 1 1.614 13.502 3.869 24.211 43.196
Umbuchungen 4.453 12.424 717 -17.595 -1
Abgänge 1 - -5.490 -1.036 - -6.526
Änderung Konsolidierungskreis, Umgliederungen und Sonstiges - - -815 - -815
Stand per 31.12.2024 100.986 483.085 55.869 31.414 671.354
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand per 01.01.2024 63.723 348.573 40.826 - 453.122
Abschreibungen 1.497 16.943 2.976 - 21.416
Umbuchungen - - - - -
Abgänge - -5.181 -1.023 - -6.204
Änderung Konsolidierungskreis, Umgliederungen und Sonstiges - - -259 - -259
Stand per 31.12.2024 65.220 360.335 42.520 - 468.075
Buchwerte
Stand per 01.01.2024 31.196 114.076 12.308 24.798 182.378
Stand per 31.12.2024 35.766 122.750 13.349 31.414 203.279
1 enthalten in Technische Anlagen und Maschinen: Zugänge (3.270 T€) und Abgänge (0 T€) aus Veränderungen der Anschaffungskosten für zukünftige
Rückbauverpflichtungen

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 31 Die Sachanlagen entwickelten sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt:

Grundstücke,
grundstücks-
gleiche Rechte
und Bauten
einschließlich Andere Anlagen, Geleistete
der Bauten Technische Betriebs- und Anzahlungen
auf fremden Anlagen und Geschäfts- und Anlagen
alle Beträge in T€ Grundstücken Maschinen ausstattung im Bau Summe
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand per 01.01.2023 94.476 439.396 50.121 20.517 604.510
Zugänge 1 484 15.367 3.358 17.451 36.660
Umbuchungen 13 12.528 575 -13.170 -54
Abgänge 1 -54 -4.642 -920 - -5.616
Stand per 31.12.2023 94.919 462.649 53.134 24.798 635.500
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand per 01.01.2023 62.238 336.994 39.106 - 438.338
Abschreibungen 1.503 14.972 2.625 - 19.100
Umbuchungen - 6 -6 - -
Abgänge -18 -3.399 -899 - -4.316
Stand per 31.12.2023 63.723 348.573 40.826 - 453.122
Buchwerte
Stand per 01.01.2023 32.238 102.402 11.015 20.517 166.172
Stand per 31.12.2023 31.196 114.076 12.308 24.798 182.378
1 enthalten in Technische Anlagen und Maschinen: Zugänge (3.281 T€) und Abgänge (-555 T€) aus Veränderungen der Anschaffungskosten für zukünftige
Rückbauverpflichtungen

Es bestehen, mit Ausnahme von zwei Schiffshypotheken (insgesamt 750 T€), keine Belastungen oder Verfügungsbe- schränkungen hinsichtlich der Sachanlagen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Ab- schreibungen, bewertet. Die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen umfassen Einzelkosten sowie die zurechenba- ren Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich der Abschreibungen. Das Sachanlagevermögen wird konzern- einheitlich linear abgeschrieben. Unterjährige Zugänge werden monatsgenau abgeschrieben. Anlagegegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten zwischen 250 € und 1.000 € werden in einem Sammelposten zusammengefasst und linear mit 20 % pro Jahr abgeschrieben. Ersatzteile und Wartungsgeräte, die länger als eine Periode genutzt wer- den, werden innerhalb des Sachanlagevermögens ausgewiesen. Haben wesentliche Teile eines langfristigen Vermögenswerts unterschiedliche Nutzungsdauern, werden sie als separate langfristige Vermögenswerte des Sachanlagevermögens bilanziert und planmäßig abgeschrieben (component ap- proach). Kosten, die aus der Verpflichtung der Beseitigung bzw. der Verfüllung nach Ende der Nutzung langfristiger Vermögenswerte resultieren, werden als Anschaffungskosten zum Anschaffungs- / Herstellungszeitpunkt bzw. mit Ent- Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 32 stehen der Verpflichtung aktiviert. Kosten für wesentliche Großreparaturen werden innerhalb der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und ebenfalls gesondert abgeschrieben. Die Nutzungsdauern des Sachanlagevermögens betragen üblicherweise:

Nutzungsdauern für Gegenstände des Sachanlagevermögens Jahre
Gebäude 10 – 40
Technische Anlagen und Maschinen 3 – 50
Kraftfahrzeuge 5 – 25
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 15

Aufwendungen, die im Rahmen von Investitionsprojekten für die Basisplanung anfallen, werden aktiviert. Erstreckt sich die Bauphase von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens über einen längeren Zeitraum, werden die bis zur Fer- tigstellung anfallenden Fremdkapitalzinsen als Bestandteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Übereinstim- mung mit den Bedingungen des IAS 23 aktiviert. Die Abschreibung erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der Investi- tion. Instandhaltungs- und Reparaturaufwendungen werden sofort als Aufwand berücksichtigt. Kosten für Maßnahmen, die zu einer Nutzungsverlängerung oder einer Steigerung der künftigen Nutzungsmöglichkeit der Vermögenswerte führen, wer- den aktiviert. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert erfasst, wenn eine angemessene Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfül- len wird. Zuwendungen im Zusammenhang mit Investitionen mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derje- nigen Vermögenswerte, für welche die Zuwendungen gewährt wurden. Soweit die Zuwendungen vor Abschluss der In- vestition gewährt werden, erfolgt der entsprechende Ausweis unter den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Er- tragsbezogene Zuwendungen werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst. Im Geschäftsjahr 2024 wurden Investitionszuschüsse im Zusammenhang mit Effizienzmaßnahmen und energetischen Optimierungen in Höhe von 1.001 T€ von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der betroffenen Vermögenswerte, für welche die Zuwendungen gewährt wurden, abgesetzt. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 33 (24) Leasingverhältnisse Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden SWS tritt am Markt als Leasingnehmer auf und bilanziert Leasingverhältnisse nach IFRS 16 unter Anwendung folgen- der Ansatz- und Bewertungsvorschriften und getroffener Ermessensentscheidungen: Ein Leasingvertrag liegt gemäß IFRS 16.9 vor, wenn das Recht zur Beherrschung eines bestimmten (identifizierbaren) Vermögenswerts gegen Entgelt auf den Leasingnehmer übertragen wird. Das Recht zur Beherrschung eines identifizier- ten Vermögensgegenstands wird nach IFRS 16.B9 dann übertragen, wenn dem Leasingnehmer der wesentliche wirt- schaftliche Nutzen zufließt und der Leasingnehmer das Recht hat, über die Nutzung zu bestimmen. Ein Vermögensge- genstand gilt in diesem Zusammenhang dann als bestimmt, wenn er in einem Vertrag explizit genannt wurde. Dies kann sich auch implizit in dem Zeitpunkt ergeben, in dem der Vermögenswert dem Leasingnehmer zur Verfügung gestellt wird. Die Leasingverbindlichkeit entspricht dem Barwert der noch nicht geleisteten Leasingraten, die während der Laufzeit der Vereinbarung zu zahlen sind. Als Zinssatz verwendet der SWS-Konzern einen Grenzfremdkapitalzinssatz, da der dem Leasingverhältnis implizierte Zinssatz nicht bestimmbar ist. Der erstmalige Ansatz des Nutzungsrechts entspricht grund- sätzlich der Höhe der Leasingverbindlichkeit, eventuell erhöht um anfängliche direkte Kosten oder Rückbaukosten. Das Nutzungsrecht wird danach zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und linear über den kürzeren der beiden Zeit- räume aus Nutzungsdauer und Laufzeit des Leasingvertrags abgeschrieben. Die Leasingverbindlichkeit wird unter An- wendung der Effektivzinsmethode folgebewertet. Die Leasingrate wird dabei in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgespal- ten. Der Tilgungsanteil aus den mit den aktivierten Nutzungsrechten in Verbindung stehenden Leasingzahlungen wird als Bestandteil des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Der Zinsanteil wird unter den gezahlten Zinsen und die Zahlungen im Rahmen kurzfristiger Leasingverhältnisse sowie Vermögenswerte von geringem Wert im operati- ven Cashflow ausgewiesen. Der Ermittlung des Grenzfremdkapitalzinssatzes liegen laufzeitäquivalente Referenzzinssätze von bis zu 10 Jahren, ba- sierend auf den Renditen von deutschen Staatsanleihen unter Berücksichtigung von Kreditrisikoaufschlägen, zugrunde. Die Grenzfremdkapitalzinssätze werden entsprechend ihrer Fristigkeit in drei Laufzeitbänder (kurzfristig, mittelfristig, langfristig) aufgeteilt. Nutzungsrechte werden in der Konzernbilanz gesondert ausgewiesen, die Leasingverbindlichkeiten werden, je nach Fris- tigkeit, unter den kurz- bzw. langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Ausnahmeregelungen, nach denen bei Leasingverhältnissen mit einer Laufzeit von bis zu zwölf Monaten (kurzfristige Leasingverhältnisse) sowie bei Leasingverträgen über geringwertige Vermögenswerte (Richtwert 6.000 €) auf eine Er- fassung eines Nutzungsrechts und einer Leasingverbindlichkeit verzichtet werden kann, werden in Anspruch genommen. Die mit diesen Leasingverhältnissen verbundenen Leasingzahlungen werden über die Laufzeit der Vereinbarung, wie bisher, als Aufwand in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst. Aus Vereinfachungsgründen erfolgt keine Trennung in Leasing- und Nichtleasingkomponenten, stattdessen werden alle Komponenten als eine einzige Leasingkomponente bilanziert. Tritt der SWS-Konzern als Leasinggeber auf, erfolgt zu Vertragsbeginn die Einstufung als Finanzierungs- oder Opera- ting-Leasing, abhängig davon, ob alle mit dem Eigentum an einem zugrunde liegenden Vermögenswert verbundenen Ri- Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 34 siken und Chancen im Wesentlichen übertragen werden. Wenn dies der Fall ist, wird das Leasingverhältnis als Finanzie- rungsleasingverhältnis klassifiziert; anderenfalls handelt es sich um ein Operating-Leasingverhältnis. (24.1) SWS als Leasingnehmer Nutzungsrechte, die im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen stehen, werden in der Konzernbilanz gesondert aus- gewiesen. Die Leasingverbindlichkeiten werden hingegen, in Abhängigkeit ihrer Fristigkeit, unter den kurz- bzw. langfris- tigen finanziellen Verbindlichkeiten (siehe Textziffer (34) ) ausgewiesen.

alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 2.404 2.284
Technische Anlagen und Maschinen 249 288
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.282 1.243
Nutzungsrechte 3.935 3.815
Kurzfristig 1.734 1.850
Langfristig 2.290 2.035
Leasingverbindlichkeiten 4.024 3.885

Die Zugänge bei den Nutzungsrechten belaufen sich im Berichtsjahr auf 2.250 T€ (Vorjahr: 1.441 T€). Unter der Kategorie Grundstücke und Bauten mietet der SWS-Konzern vor allem Lagerhallen und Lagerflächen für den Bereich Auftausalz. Bei den technischen Anlagen werden beispielsweise Brandmeldeanlagen ausgewiesen. Die anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung umfassen den geleasten Fuhrpark und IT-Equipment wie z. B. Server und Drucker. Bei der Anwendung von IFRS 16 hat SWS Ermessensentscheidungen im Bereich der Festlegung der Lea- singlaufzeiten getroffen. Mietverträge werden in der Regel für feste Zeiträume von drei bis zehn Jahren abgeschlossen. Bei revolvierenden Mietverträgen, insbesondere bei den Lagerflächen und -hallen, legt der SWS-Konzern bei der Ein- schätzung der realistischen Leasinglaufzeiten verschiedene Parameter, wie die bereits bestehende Dauer der Mietver- träge, die Berücksichtigung der Lagerflächen im Rahmen der mittelfristigen Planung, strategische Überlegungen sowie die Ausübungswahrscheinlichkeit bestehender Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, zugrunde. Die jeweiligen Mietbedingungen werden individuell verhandelt und beinhalten eine Vielzahl von unterschiedlichen Para- metern. Leasingverträge, die der SWS-Konzern abgeschlossen hat, enthalten keine Kreditbedingungen mit der Ausnah- me, dass die Leasinggegenstände als Sicherheit für den Leasinggeber dienen. Geleaste Vermögenswerte dürfen somit auch nicht als Sicherheit für Kreditaufnahmen verwendet werden. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 35 Die Konzerngewinn- und Verlustrechnung enthält folgende Beträge im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Abschreibungen auf Nutzungsrechte −
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 1.457 1.360
Abschreibungen auf Nutzungsrechte − Technische Anlagen und Maschinen 78 71
Abschreibungen auf Nutzungsrechte −
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 595 514
Abschreibungen auf Nutzungsrechte 2.130 1.945
Zinsaufwendungen aus Leasingverbindlichkeiten 122 101
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen 578 509
Aufwendungen aus Leasingverträgen über geringwertige Vermögenswerte 1.240 1.180

Die gesamten Auszahlungen für Leasingverhältnisse betrugen im Berichtsjahr 4.051 T€ (Vorjahr: 3.706 T€). Eine Fällig- keitsanalyse der Leasingverbindlichkeiten für die Folgejahre ist bei den Liquiditätsrisiken unter Textziffer (41.2) darge- stellt. (24.2) SWS als Leasinggeber Im Geschäftsjahr 2021 hat die SWS mit den nahestehenden Unternehmen TransnetBW SuedLink GmbH & Co. KG, Stuttgart, sowie deren Muttergesellschaft TransnetBW GmbH, Stuttgart, einen Errichtungsvertrag über den Bau einer Kabeltrasse nebst dazugehörigem Nutzungs- und Wartungsvertrag abgeschlossen. Am 3. Juli 2023 hat die TransnetBW GmbH, Stuttgart, alle Verträge und Beauftragungen ihrer Tochtergesellschaft TransnetBW SuedLink GmbH & Co. KG, Stuttgart, übernommen und ist somit ab diesem Zeitpunkt alleinige Auftraggeberin der SWS im Zusammenhang mit dem Infrastrukturprojekt. Bei der TransnetBW GmbH, Stuttgart, handelt es sich um ein nahestehendes Unternehmen im Sinne des IAS 24. Gemäß Bundesbedarfsplangesetz soll eine Höchstspannungsgleichstromverbindung zwischen den Netzverknüpfungs- punkten Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Großgartach in Baden-Württemberg hergestellt werden. Teile der Strom- leitungen werden dabei untertägig durch das Bergwerk der SWS verlegt. Hierfür erstellt SWS für die Auftraggeberin eine Kabeltrasse. An den oberirdischen Eintritts- und Austrittspunkten der Stromleitung wird hierfür zum Zwecke der Ein- und Ausführung der Stromkabel jeweils ein neuer Schacht abgeteuft. Weiterhin werden neue Strecken aufgefahren und be- reits bestehende Strecken für die Kabelverlegung vorbereitet. SWS übernimmt zudem die Herstellung des Kabelgrabens in jeweils erforderlicher Ausführung. Die Verlegung des Kabels erfolgt durch die Auftraggeberin selbst. Nach Fertigstellung erfolgt eine Nutzungsüberlassung der Kabeltrasse durch SWS unter Einräumung des damit verbun- denen dinglichen Rechts zugunsten der Auftraggeberin. SWS wird damit Leasinggeber. Das Leasingverhältnis ist als Fi- nanzierungsleasing einzustufen und wird dementsprechend nach den Regelungen des IFRS 16 abgebildet. Die Vergütung wird (bei einem derzeit grob geschätzten Auftragswert wie im Vorjahr in Höhe eines niedrigen dreistelli- gen Millionenbetrags) grundsätzlich auf „cost plus“-Basis abgerechnet und – bei Zahlung von monatlichen Abschlägen – jeweils mit Abnahme des Werkerfolgs fällig, dem die Leistungen zuzurechnen sind. SWS kann alle nachgewiesenen Kosten, die ihr bei und/oder im Zusammenhang mit der Erbringung der nach dem Vertrag geschuldeten Leistungen, Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 36 gleich ob im Rahmen von Eigenleistungen oder durch Nachunternehmerleistungen, entstehen, gegenüber der Auftrag- geberin abrechnen. Die der Herstellung der Kabeltrasse zuzuordnenden Aufwendungen werden über die Bau- bzw. Errichtungsphase bis zum Zeitpunkt der Zurverfügungstellung an die Auftraggeberin aktiviert und innerhalb des Vorratsvermögens als „in Her- stellung befindlicher Leasinggegenstand“ (31. Dezember 2024: 31,3 Mio. € / Vorjahr: 8,9 Mio. €) ausgewiesen. Die während der Bauphase von der Auftraggeberin vergüteten Entgelte, die unter anderem auch die erstatteten Herstel- lungskosten der Kabeltrasse zuzüglich eines Gemeinkosten- und Risikoaufschlags enthalten, sowie von der Auftragge- berin erhaltene Vorauszahlungen werden bis zur Bereitstellung des Leasinggegenstands unter den sonstigen langfristi- gen Verbindlichkeiten passivisch (31. Dezember 2024: 94,2 Mio. € / Vorjahr: 64,9 Mio. €) abgegrenzt . Eine erfolgswirksame Erfassung der angesammelten bzw. abgegrenzten Positionen erfolgt am Ende der mehrjährigen Bauphase (nach aktuellem Planungsstand voraussichtlich im Jahr 2027) mit Zurverfügungstellung des Leasinggegen- stands an die Auftraggeberin. Bezüglich der Darstellung in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung werden die Vor- schriften für Hersteller oder Händler nach IFRS 16.71 ff. analog angewendet. Die Geschäftsvorfälle im Zusammenhang mit der Kabeltrasse (Projekt SuedLink) werden im Segment Salz dargestellt. Die im Rahmen des Wartungs- und Nutzungsvertrags anfallenden Leistungen der SWS, die nach der Errichtung der Ka- beltrasse zu erbringen sind, fallen in den Anwendungsbereich des IFRS 15 und stellen eine eigenständig abgrenzbare Leistungsverpflichtung dar. (25) Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

alle Beträge in T€ 2024 2023
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand per 01.01. des Jahres 3.143 3.095
Veränderung (Zu- bzw. Abgänge) 9 47
Umbuchungen - -
Änderungen Konsolidierungskreis -3.138 -
Stand per 31.12. des Jahres 14 3.143
Kumulierte Wertberichtigungen
Stand per 01.01. des Jahres 2.091 2.055
Abschreibungen 31 36
Abgänge - -
Umbuchungen - -
Änderungen Konsolidierungskreis -2.122 -
Stand per 31.12. des Jahres - 2.091
Buchwerte
Stand per 01.01. des Jahres 1.052 1.040
Stand per 31.12. des Jahres 14 1.052

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 37 Unter als Finanzinvestition gehaltene Immobilien wird zum 31. Dezember 2024 eine dem Segment Alle sonstigen Seg- mente zugeordnete Immobilie ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um ein langfristig vermietetes in Deutschland gelegenes Industriegrundstück. Die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte auf Basis von Bodenrichtwerten für das jeweilige Industriegelände. Demnach liegt der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie zum 31. Dezember 2024 um 2,4 Mio. € über dem Buchwert. Das angewendete Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie des IFRS 13. Mit dem Verkauf sämtlicher Anteile an der bisher vollkonsolidierten Tochtergesellschaft Nethsalt Trading B.V. mit Sitz in Moerdijk, Niederlande, ist auch eine in ihrem Eigentum befindliche Lagerhalle für Auftausalz mit dazugehörigem Grund- stück veräußert worden. Im Berichtszeitraum wurden Mieterträge von 435 T€ (Vorjahr: 472 T€) erzielt. Die direkt zurechenbaren betrieblichen Aufwendungen einschließlich planmäßiger linearer Abschreibungen betrugen 100 T€ (Vorjahr: 132 T€). Die vereinbarten Mietentgelte für die vertraglich festgelegten Folgejahre sind in der folgenden Übersicht dargestellt:

nach dem Gesamt Gesamt
alle Beträge in T€ im Folgejahr im 2.-5. Jahr 5. Jahr 2024 2023
Mieterträge 160 642 882 1.684 2.389

Es bestehen keine Belastungen oder Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich der als Finanzinvestition gehaltenen Im- mobilien. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien umfassen Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigem Vermögenszuwachs gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden. Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewer- tet. Die Abschreibung erfolgt linear. Die Nutzungsdauern für abnutzbare, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien be- tragen bis zu 25 Jahre. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 38 (26) At equity bewertete Beteiligungen In den Konzern der SWS AG werden zwei Gemeinschaftsunternehmen (Vorjahr: 2) und vier assoziierte Unternehmen (Vorjahr: 4) nach der Equity-Methode (siehe Textziffer (3)) einbezogen. Der Gesamtbuchwert der Anteile an den Gemeinschaftsunternehmen beträgt 953 T€ (Vorjahr: 784 T€). Das anteilige Er- gebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen beider Gemeinschaftsunternehmen beträgt 505 T€ (Vorjahr: 465 T€) und entspricht dem Gesamtergebnis. Die anteiligen Dividendenausschüttungen beliefen sich auf 335 T€ (Vorjahr: 295 T€). Die wesentlichsten Beteiligungen an assoziierten Unternehmen stellen die Eurosalt Handelmaatschappij B.V., Moerdijk, Niederlande (im Folgenden „Eurosalt“), und die Salzkontor Kurpfalz GmbH, Kronau (im Folgenden „SK Kurpfalz“), dar. Beide Unternehmen sind dem Segment Salz zugeordnet und werden unter Anwendung der Equity-Methode bilanziert. Die Eurosalt beliefert als Vertriebsgesellschaft vor allem den Markt in den Niederlanden, Belgien und Frankreich vorwie- gend mit Auftausalz sowie Industrie- und Sortensalz. Die SK Kurpfalz bedient als Vertriebsgesellschaft den regionalen Salzmarkt in Deutschland. Vertrieben werden verschie- dene Sorten Salz, vorwiegend Gewerbe-, Speise- und Auftausalz. Beide wesentlichen assoziierten Unternehmen weisen folgende Werte aus:

alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
Kurzfristige Vermögenswerte 8.875 12.048 5.619 6.178
Langfristige Vermögenswerte 7.344 2.029 1.321 1.393
Kurzfristige Schulden 3.931 5.205 1.821 2.924
Langfristige Schulden 27 27 - -
2024 2023 2024 2023
Umsatzerlöse 23.173 22.100 16.165 13.665
Ergebnis aus fortzuführenden
Geschäftsbereichen 3.218 2.936 1.915 1.475
Sonstiges Ergebnis - - - -
Gesamtergebnis 3.218 2.936 1.915 1.475

Eurosalt SK Kurpfalz Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 39 Die Überleitungsrechnung von den dargestellten zusammengefassten Finanzinformationen zum Buchwert der Beteili- gungen beider wesentlicher assoziierten Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

Eurosalt SK Kurpfalz
alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
SWS-Anteil 60 % 60 % 40 % 40 %
Anteiliges Eigenkapital 7.357 5.308 2.048 1.859
Geschäfts- oder Firmenwert 512 512 - -
Zwischenergebniseliminierung -338 -254 -15 -9
At-equity-Ansatz 7.531 5.566 2.033 1.850

Die Dividendenausschüttungen beider wesentlicher assoziierten Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr auf 720 T€ (Vorjahr: 1.256 T€). Der Gesamtbuchwert der Anteile an allen übrigen assoziierten Unternehmen beträgt 869 T€ (Vor- jahr: 835 T€). Das anteilige Ergebnis aus fortzuführenden Geschäftsbereichen aller übrigen assoziierten Unternehmen beträgt 87 T€ (Vorjahr: 65 T€) und das anteilige sonstige Ergebnis -7 T€ (Vorjahr: 14 T€). Damit beträgt das anteilige Gesamtergebnis 80 T€ (Vorjahr: 79 T€). Die anteiligen Dividendenausschüttungen aller übrigen assoziierten Unterneh- men beliefen sich im Geschäftsjahr auf 46 T€ (Vorjahr: 23 T€). (27) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

alle Beträge in T€ Langfristig Kurzfristig 31.12.2024 Langfristig Kurzfristig 31.12.2023
Sonstige Beteiligungen 220 - 220 211 - 211
Wertpapiere 10.003 - 10.003 10.003 - 10.003
Finanzforderungen 204 87.207 87.411 229 65.794 66.023
10.427 87.207 97.634 10.443 65.794 76.237

Bei den Sonstigen Beteiligungen handelt es sich um die aus Wesentlichkeitsgründen nicht nach IFRS 10 bzw. IAS 28 konsolidierten Gesellschaften (siehe Textziffer (3)). Bei den Wertpapieren handelt es sich um Hypothekennamenspfandbriefe. Diese festverzinslichen Wertpapiere wurden der Kategorie „Halten“ zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Überprüfung nach dem allge- meinen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 (siehe Textziffer 4.2)) ergab keinen nennenswerten Wertminderungsbedarf. Die Finanzforderungen umfassen ausgereichte Darlehen, Kredite und Festgeldanlagen. Zum Abschlussstichtag war keine der Forderungen überfällig oder wertgemindert. Es deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Das maximale Ausfallrisiko, dem der Konzern am Abschlussstichtag ausgesetzt ist, besteht in Höhe des oben dargestellten Buchwerts des Forderungsbe- stands. In den kurzfristigen Finanzforderungen sind Festgeldanlagen in Höhe von 86.894 T€ (Vorjahr: 65.430 T€) enthal- ten. Die Überprüfung eines erwarteten Kreditverlusts entsprechend dem allgemeinen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 ergab keinen nennenswerten Wertminderungsbedarf. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 40 (28) Vorräte

alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 21.806 18.927
Unfertige Erzeugnisse 4.544 3.831
Fertige Erzeugnisse und Waren 13.013 9.139
Geleistete Anzahlungen 433 204
In Herstellung befindlicher Leasinggegenstand 31.259 8.908
71.055 41.009

Im Berichtsjahr wurde ein Aufwand aus Wertberichtigungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von 1.152 T€ (Vorjahr: 559 T€) erfasst. Von den Vorräten sind 1.216 T€ (Vorjahr: 1.433 T€) zum Nettoveräußerungswert angesetzt. Den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen liegen die üblichen Eigentumsvorbehalte zugrunde. Bei dem in Herstellung befindlichen Lea- singgegenstand (Projekt SuedLink) handelt es sich um unfertige Leistungen für die in Herstellung befindliche Kabeltras- se (siehe Textziffer (24.2) ). Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und realisierbarem Nettoveräuße- rungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden auf Basis des Durchschnittswertverfahrens und der First-in-First-out-Methode (FIFO) bestimmt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungs- einzelkosten auch die Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen, die durch den Produktionsprozess veranlasst sind, sowie fertigungsbezogene Verwaltungskosten. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der notwendigen variablen Veräußerungs- kosten. Wertberichtigungen auf Vorräte werden vorgenommen, soweit die Anschaffungs- oder Herstellungskosten über den erwarteten Nettoveräußerungserlösen liegen. Entfällt der Grund für die Abwertung, erfolgt eine Zuschreibung höchs- tens bis zu den ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Unentgeltlich erworbene Emissionsrechte des laufenden Geschäftsjahres werden mit dem Nominalwert, die zur De- ckung des erwarteten Verbrauchs gegebenenfalls entgeltlich erworbenen Emissionsrechte mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beilzulegenden Wert unter den Vorräten bilanziert. Für die Verpflichtung zur Rückgabe von CO 2 - Emissionsrechten wird eine sonstige Rückstellung gebildet, sofern die bis zum Abschlussstichtag getätigten CO 2- Emissionen nicht durch unentgeltlich gewährte Emissionszertifikate gedeckt sind. Hierbei gehen die benötigten entgelt- lich erworbenen Emissionszertifikate mit ihrem Buchwert in die Rückstellung ein. Für die in Bestand befindlichen entgelt- lich erworbenen Emissionszertifikate wird als Bewertungsvereinfachungsverfahren die Durchschnittsmethode angewen- det. In Höhe einer nach Verwendung aller unternehmenseigenen Bestände an Emissionsrechten noch bestehenden Dif- ferenz der CO 2 -Emissionen zur Rückgabeverpflichtung erfolgt der Rückstellungsansatz mit dem beizulegenden Zeitwert der Emissionsrechte am Bilanzstichtag. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 41 (29) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Analyse und Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Wertminderungen stellt sich wie folgt dar:

31.12.2024 1-30 Tage 31-90 Tage Mehr als 90 Tage
alle Beträge in T€ Nicht überfällig überfällig überfällig überfällig Summe
Bruttobuchwert Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 38.142 4.863 215 453 43.673
Wertminderungen -5 -66 -31 -453 -555
Buchwert 38.137 4.797 184 - 43.118
--- --- --- --- --- ---
31.12.2023 1-30 Tage 31-90 Tage Mehr als 90 Tage
alle Beträge in T€ Nicht überfällig überfällig überfällig überfällig Summe
Bruttobuchwert Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 54.902 3.636 280 615 59.433
Wertminderungen -13 -38 - -615 -666
Buchwert 54.889 3.598 280 - 58.767

Hinsichtlich des nicht überfälligen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertminderungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Bei den zum Abschlussstichtag überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Wertminderungen liegen keine wesentlichen Veränderungen der Kreditwürdigkeit vor. Mit einer Tilgung der ausstehen- den Beträge wird gerechnet. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es be- steht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand breit ist und keine Korrelationen be- stehen. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen grundsätzlich die üblichen Eigentumsvorbehal- te. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht abgezinst. Die Wertminderungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Stand Wertminderungen per 01.01. 666 855
Zuführungen 75 22
Auflösungen -7 -73
Verbrauch / Inanspruchnahme -179 -138
Stand Wertminderungen per 31.12. 555 666

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 42 Für den Gesamtbestand an nicht einzelwertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde eine Risi- kovorsorge für erwartete Kreditverluste in Höhe von 55 T€ (Vorjahr: 51 T€) gebildet. Hierbei wird auf Basis einer unter- nehmenseigenen Ausfallquote eine Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste (siehe Textziffer (4.2)) auf den Gesamt- bestand an nicht einzelwertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Die unternehmenseige- nen Ausfalldaten bilden die primäre Informationsquelle und die Grundlage zur Ermittlung des zu erwartenden Wertmin- derungsbedarfs. Die ermittelten Ausfallquoten liegen, unter Berücksichtigung der Altersstruktur, zwischen 0,02 % und 1,0 % (Vorjahr: zwischen 0,03 % und 1,0 %). In den Wertminderungen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistun- gen in Höhe von 500 T€ (Vorjahr: 615 T€) einzelwertgemindert. Einzelwertminderungen werden im Rahmen des laufen- den Forderungsmanagements gebildet. Dabei werden Forderungen einzelwertgemindert, bei denen eine Überfälligkeit eingetreten ist und einzelfallbezogen nicht mit einem Zahlungseingang in Höhe des ausstehenden Betrags zu rechnen ist. Die erfasste Wertminderung ermittelt sich hierbei aus der Differenz zwischen Buchwert und erwarteter Höhe des Zah- lungseingangs. Bei der Bildung von Einzelwertminderungen wird die Dauer der Überfälligkeit berücksichtigt. Die Einzel- wertminderungen betragen hierbei zwischen 50 % und 100 % des Bruttobuchwerts der betroffenen Forderungen. Forde- rungen werden einzelwertgemindert, wenn über den Schuldner das Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Die erfasste Wertminderung ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden. (30) Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

alle Beträge in T€ Langfristig Kurzfristig 31.12.2024 Langfristig Kurzfristig 31.12.2023
Sonstige Vermögensw erte 326 2.659 2.985 421 2.265 2.686
Rechnungsabgrenzungsposten - 659 659 - 639 639
326 3.318 3.644 421 2.904 3.325

Die sonstigen Vermögenswerte sind nicht abgezinst. (31) Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt 27.000 T€ (Vorjahr: 27.000 T€) und setzt sich aus 10.507.500 (Vorjahr: 10.507.500) stimmberechtigten, auf den Inhaber lautende Stückaktien ohne Nennbetrag zusammen. Der rechnerische Wert je Stück- aktie beträgt 2,57 €. Am Bilanzstichtag waren alle Aktien der SWS AG ausgegeben und befanden sich im Umlauf. Alle von der Gesellschaft ausgegebenen Anteile sind voll eingezahlt. Am Bilanzstichtag bestand weder genehmigtes Kapital bzw. bedingtes Kapital, noch lagen Wandel- oder Bezugsrechte vor. Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien durch die SWS AG. Die Gewinnrücklagen enthalten die in der Vergangenheit erzielten Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezo- genen Unternehmen, soweit sie nicht ausgeschüttet wurden, sowie das Konzernergebnis des Geschäftsjahres. Des Wei- teren werden die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus Pensionsverpflichtungen unter Berücksichti- gung latenter Steuern unmittelbar in den Gewinnrücklagen erfasst. In den anderen Rücklagen werden ausschließlich die Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse von nicht in Eu- ro bilanzierenden Tochtergesellschaften erfasst. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 43 Die Anteile ohne beherrschenden Einfluss bestehen zum 31. Dezember 2024 bei der Reederei Schwaben GmbH so - wie der AGROSAL GmbH. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 44 (32) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Innerhalb des SWS-Konzerns bestehen Pensionsverpflichtungen in Form von Einzelzusagen gegenüber ehemaligen Mitgliedern des Vorstands, einzelnen ehemaligen Mitgliedern der Geschäftsführungen von Tochtergesellschaften sowie leitenden Angestellten und einzelnen außertariflichen Mitarbeitern. Weiterhin bestehen Zusatzversorgungen über zwei Unterstützungskassen sowie ein Versorgungsplan für bestimmte Mitarbeiter, die das ehemals angebotene Altersteilzeit- modell in Anspruch genommen haben. Die bestehenden Pensionsverpflichtungen entfallen auf die Muttergesellschaft und eine inländische Tochtergesellschaft. Die einzelvertraglichen Pensionsleistungen der ehemaligen Vorstands- und Geschäftsführungsmitglieder und eines Teils der übrigen genannten Personengruppen basieren auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der jeweiligen Personen. Weite- re Einzelzusagen gewähren einen Anspruch entsprechend der Zusatzversorgung der Pensionszusatzstiftung, grundsätz- lich unter Berücksichtigung eines Vervielfältigers. Zudem besteht eine Versorgungsverpflichtung für Mitarbeiter, die gemäß Tarifvertrag vom 26. Juni 1997 das Altersteil- zeitmodell gewählt haben. Zweck dieser Versorgungszusagen ist der Ausgleich des Rentenabschlags durch die vorzeiti- ge Inanspruchnahme der gesetzlichen Rente. Weitere Pensionspläne bestehen über die Unterstützungskassen Pensionszusatzstiftung der SWS AG, Heilbronn, und Belegschaftshilfe Reederei Schwaben e. V., Heilbronn. Aufgabe dieser beiden Einrichtungen ist es, den anspruchsbe- rechtigten Mitarbeitern nach Beendigung ihrer Dienstzeit neben der gesetzlichen Versorgung eine laufende Zusatzver- sorgung zu gewähren. Der Rentenanspruch orientiert sich in beiden Fällen an der Betriebszugehörigkeit der jeweiligen Mitarbeiter, wobei für jedes Dienstjahr ein Festbetrag erdient wird. Bei der Belegschaftshilfe ist zudem ein fester Grund- betrag vorgesehen. Bei der Pensionszusatzstiftung sind die erdienbaren Ansprüche nach oben begrenzt. Für beide Zusatzversorgungen ist eine Wartezeit von zehn Jahren vorgesehen. Die Zusatzversorgungswerke der SWS AG bzw. der Reederei Schwaben sind für Neuzugänge seit dem 1. Januar 1999 bzw. dem 1. Juli 1998 geschlossen. Risiken in Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen bestehen insbesondere in der Langlebigkeit der Anspruchs- berechtigten sowie im Falle der entgeltabhängigen Zusagen in Inflations- und Gehaltssteigerungen. Zudem bestehen versicherungsmathematische Risiken, wie das Anlage- und Zinsrisiko. Die Finanzierung der Pläne erfolgt mit zwei Ausnahmen aus den laufenden Erträgen. Das im Konzern bestehende Plan- vermögen entfällt vollständig auf die Zusatzversorgung der Belegschaftshilfe Reederei Schwaben e. V. Weiterhin beste- hen Rückdeckungsversicherungen, die aufgrund ihrer Ausgestaltung jedoch nicht als Planvermögen einzustufen sind. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Pensionsverpflichtungen werden für die im Konzern bestehenden leistungsorientierten Pensionspläne bilanziert. Ein leistungsorientierter Plan ist ein Pensionsplan, der einen Betrag an Pensionsleistungen festschreibt, den ein Mitarbeiter bei Renteneintritt erhalten wird und dessen Höhe üblicherweise von einem oder mehreren Faktoren wie Alter, Dienstzeit und Gehalt abhängig ist. Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit me- thod) auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten bewertet. Vom Barwert der Pensionsverpflichtung (Defined Be- nefit Obligation, DBO) wird der Zeitwert des Planvermögens abgezogen, woraus sich die Nettopensionsverpflichtung aus den leistungsorientierten Plänen ergibt. Der Nettozinsaufwand des Geschäftsjahres wird ermittelt, indem der zu Beginn Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 45 des Geschäftsjahres ermittelte Diskontierungssatz auf die zu diesem Zeitpunkt ermittelte Nettopensionsverpflichtung an- gewandt wird. Die DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz von In- dustrieanleihen höchster Bonität, die auf die Währung lauten, in der auch die Leistungen bezahlt werden, abgezinst wer- den. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die sich aus der Änderung der Annahmen hinsichtlich Diskontie- rungszins, Gehaltsentwicklungen, Rententrends und Lebenserwartung gegenüber der Einschätzung zum Periodenbe- ginn bzw. gegenüber dem tatsächlichen Verlauf während der Periode ergeben, werden erfolgsneutral unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst. Weiterhin wird der Unterschied zwischen den tatsächlichen und den durch die Nettozins- komponente implizierten Erträgen auf das Planvermögen erfolgsneutral erfasst. Diese Neubewertungen werden auch in zukünftigen Perioden nicht in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung umgegliedert (recycled), sondern verbleiben im sonstigen Ergebnis innerhalb der Gewinnrücklagen. Bei der Berechnung der Rückstellung werden folgende Rechenparameter zugrunde gelegt:

31.12.2024 31.12.2023
Rechnungszinsfuß 3,50 % 3,20 %
Erwartete Rentenentwicklung 2,00 % 2,00 %

Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die bewertungsrelevante Fluktuation beläuft sich auf 1,43 %. Eine Einkommensentwicklung ist zum Stichtag nicht zu berücksichtigen, da die gehaltsabhängigen Pensionszusagen aus- schließlich auf bereits ausgeschiedene Personengruppen entfallen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 46 Die Ermittlung der bilanzierten Pensionsrückstellung stellt sich unter Berücksichtigung von Planvermögen und versiche- rungsmathematischer Effekte wie folgt dar:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Anwartschaftsbarwert
Versorgungsverpflichtung zu Beginn des Jahres 21.339 20.100
Dienstzeitkomponente 93 91
Laufender Dienstzeitaufwand 93 91
Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche 659 736
Neubewertungen der Nettoschuld -560 1.714
Erfahrungsbedingte Anpassungen 207 428
Versicherungsmathematische Gewinne (-) / Verluste (+) aus der Veränderung
finanzieller Annahmen -767 1.286
Gezahlte Versorgungsleistungen -1.291 -1.302
Versorgungsverpflichtung zum Ende des Jahres 20.240 21.339
Planvermögen
Planvermögen zu Beginn des Jahres 439 442
Beiträge der Arbeitgeber 25 31
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen 14 17
Sonstige Aufwendungen (-) / Erträge (+) aus dem Planvermögen 6 -16
Gezahlte Versorgungsleistungen -38 -35
Planvermögen zum Ende des Jahres 446 439
Bilanzierte Rückstellung (Nettoverpflichtung) zum Ende des Jahres 19.794 20.900

Die Veränderung der bilanzierten Nettoverpflichtung der Pensionspläne setzt sich aus folgenden Komponenten zusam- men: Die Dienstzeitkomponente setzt sich aus dem laufenden Dienstzeitaufwand (Anstieg des Barwerts der DBO, der auf die in der Berichtsperiode erdienten Anwartschaften aktiver Arbeitnehmer entfällt) und dem nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand (Änderung des Barwerts der DBO aufgrund von Planänderungen oder -kürzungen) zusammen. Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand wird in der Periode seiner Entstehung ungeachtet etwaiger Unverfallbarkeits- regelungen sofort und vollumfänglich erfasst. Das Nettozinsergebnis (Nettozinskomponente) im Rahmen eines leistungsorientierten Pensionsplans umfasst den Zinsaufwand aus der Aufzinsung der Bruttopensionsverpflichtung und den erwarteten Zinsertrag aus der Verzinsung des Planvermögens. Der erwartete Zinsertrag aus der Verzinsung des Planvermögens wird unter Berücksichtigung des Dis- kontierungszinssatzes, der auch bei der Berechnung der Pensionsverpflichtung angewandt wird, ermittelt. Eine am Be- richtsjahresende abweichende (tatsächliche) Verzinsung des Planvermögens wird als Abweichung unter den Neubewer- tungen und damit im sonstigen Ergebnis erfasst. Die angenommenen Abzinsungsfaktoren spiegeln die Zinssätze wider, die am Bilanzstichtag für erstrangige Industrieanleihen oder Staatsanleihen mit entsprechender Laufzeit und in entspre- chender Währung gezahlt wurden. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 47 Bei den Neubewertungen (Neubewertungskomponente) handelt es sich um versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus der Bewertung der Bruttopensionsverpflichtung und der Differenz zwischen normierter (erwarteter) und tatsächlicher Rendite des Planvermögens. Die folgenden Beträge wurden in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung erfasst:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Laufender Dienstzeitaufwand 93 91
Im Personalaufwand erfasste Dienstzeitkomponente 93 91
Aufzinsung der in Vorjahren erworbenen Ansprüche 659 736
Erwartete Erträge aus dem Planvermögen -14 -17
Im Finanzergebnis erfasste Nettozinskomponente 645 719
In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge 738 810

Die folgenden Beträge wurden im sonstigen Ergebnis erfasst:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Neubewertungen der Nettoschuld -560 1.714
Sonstige Erträge (-) / Aufwendungen (+) aus dem Planvermögen -6 16
Latente Steuern auf direkt im Eigenkapital verrechnete Neubewertungen 170 -519
Im sonstigen Ergebnis erfasste Neubewertungskomponente (nach Steuern) -396 1.211

Das Planvermögen entfällt mit 446 T€ (Vorjahr: 439 T€) vollständig auf die rechtlich selbstständige Belegschaftshilfe Reederei Schwaben e. V. Die hierauf entfallende Versorgungsverpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 3.111 T€ (Vorjahr: 3.362 T€). Das Planvermögen besteht zum Bilanzstichtag aus Sicht- und Termineinlagen. Für einen Teil der Pensionsverpflichtungen werden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die aufgrund ihrer Ausgestaltung nicht als Planvermögen einzustufen sind. Die Erstattungsansprüche aus diesen Verträgen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 344 T€ (Vorjahr: 374 T€) und sind unter sonstige Forderungen und Vermögenswerte ausgewie- sen. Die tatsächlichen Erträge aus Rückdeckungsversicherungen betragen 39 T€ (Vorjahr: 41 T€). Für das Folgejahr wird ein Ertrag auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Im Hinblick auf die Höhe, den zeitlichen Anfall und die Unsicherheit zukünftiger Zahlungsströme wurde in Bezug auf die Bruttoverpflichtung des Pensionsplans nachfolgend dargestellte Sensitivitätsanalyse für jede signifikante versicherungs- mathematische Bewertungsannahme durchgeführt. Dabei bleiben die übrigen Annahmen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert, d. h., mögliche Korrelationseffekte zwischen den einzelnen Annahmen werden dabei nicht be- rücksichtigt. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 48

alle Beträge in T€ 2024 2023
Versorgungsverpflichtung zum 31. Dezember 20.240 21.339
Rechnungszins
Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 18.236 19.140
Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 22.672 24.027
Rententrend
Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 20.738 21.883
Lebenserwartung
Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr 21.569 22.714

Die gewichtete Duration der Pensionsverpflichtung zum 31. Dezember 2024 beträgt 10,9 Jahre (Vorjahr: 11,3 Jahre). Die nachfolgende Übersicht enthält die erwarteten Fälligkeiten der undiskontierten Pensionszahlungen:

weniger als 1 zwischen 1 zwischen 2 mehr als 5 bis
alle Beträge in T€ Jahr und 2 Jahren und 5 Jahren 10 Jahre Summe
Versorgungszahlungen aus Pensionsrückstellungen 1.423 1.392 4.014 6.189 13.018

Die voraussichtlichen Aufwendungen für die Pensionspläne im Geschäftsjahr 2025 betragen einschließlich der Netto- zinsaufwendungen etwa 745 T€. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 49 (33) Andere Rückstellungen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die anderen Rückstellungen werden entsprechend IAS 37 „Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventual- forderungen“ bzw. nach IAS 19 „Leistungen an Arbeitnehmer“ bilanziert. Eine Rückstellung wird gebildet, wenn dem Konzern eine rechtliche oder faktische Verpflichtung aus einem Ereignis der Vergangenheit entsteht und es wahrschein- lich ist, dass ein Abgang eines ökonomischen Nutzens zur Begleichung der Verpflichtung erfolgen wird. Wenn der Effekt wesentlich ist, werden langfristige Rückstellungen abgezinst. Restrukturierungsrückstellungen werden gebildet, wenn ein detaillierter formeller Restrukturierungsplan genehmigt wur- de und die Restrukturierung entweder öffentlich verkündet oder eingeleitet wurde. Die Jubiläumsrückstellung wird als langfristig fällige Leistung an Arbeitnehmer i. S. d. IAS 19.153 ff. für künftige Zahlun- gen anlässlich des 25-jährigen, 40-jährigen oder 50-jährigen Dienstjubiläums von Beschäftigten gebildet. Die versiche- rungsmathematische Bewertung erfolgt nach IAS 19 nach der sog. projected unit credit method, einer Einmalprämienfi- nanzierung für den jährlichen Anwartschaftszuwachs unter Berücksichtigung von Trendannahmen. Den Berechnungen liegen die biometrischen Grundwerte (Wahrscheinlichkeiten für Todes- und Invaliditätsfälle) der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Die Rückstellungen aus anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer i. S. d. IAS 19.153 ff. in Form von Le- bensarbeitszeitkonten werden als Saldo aus der Verpflichtung abzüglich des am Abschlussstichtag beizulegenden Zeit- werts des Planvermögens angesetzt.

Absatz-
alle Beträge in T€ Bergbau Personal bereich Sonstige Summe
Stand per 01.01.2024 64.314 8.116 3.174 14.406 90.010
Zuführung 1.822 6.210 3.662 6.961 18.655
Verbrauch -1.091 -5.697 -3.017 -562 -10.367
Auflösung - -77 -75 -4.352 -4.504
Ab- bzw. Aufzinsung 11.561 46 - 324 11.931
Stand per 31.12.2024 76.606 8.598 3.744 16.777 105.725
Langfristig 75.318 1.316 - 7.067 83.701
Kurzfristig 1.288 7.282 3.744 9.710 22.024
Stand per 31.12.2024 76.606 8.598 3.744 16.777 105.725
Langfristig 63.155 1.347 - 7.595 72.097
Kurzfristig 1.159 6.769 3.174 6.811 17.913
Stand per 31.12.2023 64.314 8.116 3.174 14.406 90.010

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 50 Die Rückstellungen für bergbauliche Verpflichtungen sind aufgrund gesetzlicher Regelungen wie dem Bundesberg- gesetz und behördlicher Auflagen zu bilden und umfassen im Wesentlichen Verpflichtungen zur Verfüllung von Gruben und Schächten sowie Bergschadenwagnisse. Die Verpflichtungen werden insbesondere in Betriebsplänen und behördli- chen Erlaubnisbescheiden konkretisiert. Die bergbaulichen Rückstellungen sind überwiegend langfristige Rückstellun- gen, die auf Basis der zukünftig erwarteten Aufwendungen mit dem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag bilanziert werden. Dabei werden als Abzinsungsfaktor Zinssätze zwischen 0,0 % und 2,60 % (Vorjahr: zwischen 0,0 % und 3,40 %), künftige Preissteigerungen in Höhe von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) sowie die Berücksichtigung eines techni- schen Fortschritts in Höhe von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) der Berechnung zugrunde gelegt. Die Aufzinsung der Rückstellun- gen beträgt im Berichtsjahr 2.118 T€ (Vorjahr: 1.782 T€). Auf die Veränderung des Zinssatzes entfällt ein Betrag von 9.443 T€ (Vorjahr: -1.466 T€), von denen 6.173 T€ (Vorjahr: -911 T€) erfolgswirksam waren. Die Rückstellungen für Personalverpflichtungen beinhalten insbesondere Ansprüche der Belegschaft aus Erfolgsbe- teiligung. Weiterhin enthalten sind Rückstellungen für Jubiläumsleistungen und Sterbegeldverpflichtungen, welche nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gutachterlich ermittelt werden. Den Berechnungen wurde jeweils ein Rech- nungszins von 3,40 % (Vorjahr: 3,20 %) zugrunde gelegt. Im Absatzbereich sind Rückstellungen für Frachten, ausstehende Vertriebsprovisionen und Preisnachlässe wie Rabatte und Boni sowie sonstige absatzbezogene Verpflichtungen enthalten. Die sonstigen Rückstellungen beziehen sich auf zu erwartende Aufwendungen für Sanierungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten. Im Vorjahr waren zudem Rückholverpflichtungen für eingelagerte Stoffe enthalten. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 51 (34) Finanzverbindlichkeiten

alle Beträge in T€ Langfristig Kurzfristig 31.12.2024 Langfristig Kurzfristig 31.12.2023
Leasingverbindlichkeiten 2.290 1.734 4.024 2.035 1.850 3.885
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 445 706 1.151 749 918 1.667
2.735 2.440 5.175 2.784 2.768 5.552

In der Position Finanzverbindlichkeiten werden ausschließlich Beträge ausgewiesen, die auf Euro lauten und mit den fol- genden Zinssätzen verzinst werden:

alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023
Zinssatz kleiner 3 % 1.416 2.741
Zinssatz größer 3 % 3.759 2.811
5.175 5.552

Die sonstigen Finanzverbindlichkeiten enthalten unter anderem Darlehen von sonstigen Unternehmen zu marktübli- chen Konditionen. Sicherheiten wurden hierfür nicht gewährt. Weitere Informationen zu den Leasingverbindlichkeiten sind unter Textziffer (24) aufgeführt. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 52 (35) Latente Steueransprüche und Steuerverbindlichkeiten Die aktiven und passiven latenten Steuern betreffen überwiegend Bewertungsunterschiede zu den steuerlichen Wertan- sätzen. Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus den einzelnen Bilanzpositionen wie folgt:

Aktive Passive Aktive Passive
latente latente latente latente
Steuern Steuern Steuern Steuern
alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2023
Immaterielle Vermögenswerte - 2.510 - 2.823
Biologische Vermögenswerte - 395 - 395
Sachanlagen - 7.828 - 6.309
Nutzungsrechte - 1.181 - 1.144
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien - - 163 -
Vorräte 1.531 - 1.306 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - 76 - 120
Eigenkapital - 18 - 22
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 4.347 419 4.581 410
Andere Rückstellungen 10.844 - 7.754 129
Sonstige Verbindlichkeiten, nichtfinanziell 3.242 2.671 3.175 2.756
Finanzverbindlichkeiten 1.208 1.169 1.166 1.170
Gesamt vor Saldierungen 21.172 16.267 18.145 15.278
Saldierungen -16.257 -16.257 -15.248 -15.248
Gesamt nach Saldierungen 4.915 10 2.897 30

Aktive und passive latente Steuern sind je Gesellschaft miteinander saldiert. Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Stand zu Beginn des Jahres -2.867 -2.648
Erfolgswirksam erfasste Beträge -2.249 300
Im Eigenkapital erfasste Beträge 170 -519
Effekt aus Entkonsolidierung 41 -
Stand zum Ende des Jahres -4.905 -2.867

In den latenten Steuern sind aktive latente Steuern von 1 T€ (Vorjahr: 12 T€) aus Konsolidierungsmaßnahmen und 4.914 T€ (Vorjahr: 2.885 T€) aus Einzelabschlüssen sowie passive latente Steuern von 10 T€ (Vorjahr: 30 T€) aus Ein- zelabschlüssen ausgewiesen. Im Zusammenhang mit Anteilen an Tochterunternehmen und Gemeinschaftsunternehmen bestehen temporäre Differen- zen in Höhe von 805 T€ (Vorjahr: 652 T€), für die keine latenten Steuerschulden angesetzt wurden. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 53 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Latente Steuern werden gemäß IAS 12 „Ertragsteuern“ für alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Vermögenswerte und Schulden in der Steuerbilanz (tax base) und ihren Buchwerten im IFRS-Abschluss angesetzt. La- tente Steuern werden unter Anwendung der Steuersätze und Steuervorschriften bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Darüber hinaus werden grund- sätzlich aktive latente Steuern für steuerlich nutzbare Verlustvorträge angesetzt, wenn mit deren Realisierung gerechnet werden kann. Latente Steuerforderungen sind in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu ver- steuernder Gewinn verfügbar sein wird, gegen den die temporäre Differenz verwendet werden kann. Latente Steuerver- bindlichkeiten, die durch temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen entste- hen, werden nicht angesetzt, wenn der Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen vom Konzern gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden. (36) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert und sind in voller Höhe innerhalb eines Jahres fällig. Ihnen liegen die üblichen Eigentumsvorbehalte zugrunde. (37) Sonstige Verbindlichkeiten

alle Beträge in T€ Langfristig Kurzfristig 31.12.2024 Langfristig Kurzfristig 31.12.2023
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen/
Vertragsverbindlichkeiten - 225 225 - 183 183
Rechnungsabgrenzungsposten - 38 38 - 28 28
Sonstige Verbindlichkeiten 94.246 4.737 98.983 64.888 11.606 76.494
94.246 5.000 99.246 64.888 11.817 76.705

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Urlaubs- und Gleitzeitansprüchen in Höhe von 3.626 T€ (Vorjahr: 2.998 T€) , sonstige Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 1.018 T€ (Vorjahr: 8.499 T€) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit mit 75 T€ (Vorjahr: 86 T€) enthalten. Von den unter Erhaltene Anzahlungen auf Be- stellungen bzw. Vertragsverbindlichkeiten zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Beträgen sind 183 T€ (Vorjahr: 262 T€) im Berichtsjahr als Erlöse erfasst worden. Bei den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich vollum- fänglich um die im Rahmen des Projekts SuedLink von der Auftraggeberin vergüteten und passivisch abzugrenzenden Entgelte. Für weitere Erläuterungen wird auf Textziffer (24.2) verwiesen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 54 (38) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Ausgaben
Ausgaben Ausgaben nach dem Gesamt Gesamt
alle Beträge in T€ im Folgejahr im 2.-5. Jahr 5. Jahr 2024 2023
Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen 5.583 5.627 56 11.266 7.624
Begonnene Investitionsvorhaben (Bestellobligo) 11.098 12.017 - 23.115 10.743
Verpflichtungen aus Stromlieferverträgen 10.096 1.983 - 12.079 14.446
Andere sonstige finanzielle Verpflichtungen 10.324 18 52 10.394 5.601
37.101 19.645 108 56.854 38.414

Bei den Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sind nach IFRS 16 in der Konzernbilanz erfasste Leasingver- hältnisse nicht berücksichtigt. Die hier ausgewiesenen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen resultieren aus Sachverhalten, die kein Leasing im Sinne des IFRS 16 darstellen, sowie aus kurzfristigen Leasingverträgen und Lea- singverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte. Andere sonstige finanzielle Verpflichtungen enthalten im We- sentlichen Verpflichtungen aus Abnahmeverträgen. Des Weiteren bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 93.110 T€ (Vorjahr: 0 T€) aus einem Errichtungsvertrag für Schachtbauwerke im Zusammenhang mit dem Projekt Sued- Link. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 55 Angaben zum Finanz- und Kapitalmanagement (39) Buchwerte und beizulegende Zeitwerte von Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien Die nachfolgende Übersicht zeigt die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte sämtlicher im SWS-Konzernabschluss er- fassten Finanzinstrumente (siehe Textziffer (4.2) ) klassifiziert nach Bewertungskategorien:

Aktiva Bewertungs- Bewertungs-
maßstab hierarchie nach Beizulegender Beizulegender
IFRS 9 1 IFRS 13 Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2023
Forderungen aus aAC -
Lieferungen und Leistungen 43.118 43.118 58.767 58.767
Wertpapiere aAC Stufe 2
10.003 8.339 10.003 8.150
Finanzforderungen 87.411 87.411 66.023 66.023
sonstige Finanzforderungen aAC - 87.411 87.411 66.023 66.023
Zahlungsmittel und aAC -
Zahlungsmitteläquivalente 40.989 40.989 42.945 42.945
181.521 179.857 177.738 175.885
--- --- --- --- --- --- ---
Passiva Bewertungs- Bewertungs-
maßstab hierarchie nach Beizulegender Beizulegender
IFRS 9 1 IFRS 13 Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2023
Verbindlichkeiten aus aAC -
Lieferungen und Leistungen 19.379 19.379 17.704 17.704
Sonstige aAC -
Finanzverbindlichkeiten 1.151 1.151 1.667 1.667
20.530 20.530 19.371 19.371
1 aAC: at Amortised Costs (zu fortgeführten Anschaffungskosten)

Die beizulegenden Zeitwerte (Marktwerte) der Finanzinstrumente werden entsprechend dem IFRS 13, der eine einheitli- che Definition sowie Grundsätze zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts beschreibt, anhand der sog. Fair-Value- Hierarchie ermittelt. Dabei werden grundsätzlich die zum Bilanzstichtag verfügbaren Marktinformationen zugrunde ge- legt. Der beizulegende Zeitwert wird als Preis definiert, der beim Verkauf eines Vermögenswerts zu erzielen oder bei Übertragung einer Schuld zu zahlen wäre. Bei Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Finanzforderungen und - verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entspricht aufgrund der Kurzfristigkeit der Buchwert näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Bei den Wertpapieren handelt es sich um Hypothekennamenspfandbriefe. Das angewendete Bewertungsverfahren zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts fällt unter Stufe 2 der Bemessungshierarchie nach IFRS 13. Der beizulegende Zeitwert des Finanzinstruments zum Bilanzstichtag ergibt sich hierbei aus der Marktwertinformation des Emittenten. Finanzinstrumente, die in der Konzernbilanz zu beizulegenden Zeitwerten bewertet werden, lassen sich in folgende Be- wertungshierarchien einstufen: Finanzinstrumente der Stufe 1 werden anhand notierter Preise auf aktiven Märkten, zu Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 56 denen der SWS-Konzern am Bewertungsstichtag Zugang hat, für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten be- wertet. Bei Finanzinstrumenten der Stufe 2 erfolgt die Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die auf Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (auf Basis von Preisen) oder indirekt (abgeleitet von Preisen) beobachten lassen. Die Bewertung der Fi- nanzinstrumente der Stufe 3 basiert auf Inputfaktoren, die nicht aus beobachtbaren Marktdaten ableitbar sind. Nicht be- obachtbare Inputfaktoren der Stufe 3 werden nur in dem Maße zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendet, wie relevante beobachtbare Inputfaktoren (Stufe 1 und Stufe 2) nicht zur Verfügung stehen. (40) Nettoergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorien Die Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien setzen sich wie folgt zusammen:

2024 Forderungen Verbindlich-
aus Sonstige Sonstige Zahlungsmittel keiten aus
Lieferungen finanzielle finanzielle und Zahlungs- Lieferungen Finanz-
und Vermögens- Vermögens- mittel- und verbindlich-
alle Beträge in T€ Leistungen werte werte äquivalente Leistungen keiten Gesamt
Bewertungsmaßstab IFRS 9 1 aAC aAC aFVTPL aAC aAC aAC
Zinserträge 31 3.472 - 1.042 - - 4.545
Zinsaufwendungen - - - - - -38 -38
Zinsergebnis 31 3.472 - 1.042 - -38 4.507
Ergebnis aus der Folgebewertung
zum beizulegenden Zeitwert - - - - - - -
zu fortgeführten
Anschaffungskosten - - - - - - -
aus Wertminderungen -75 - - - - - -75
aus Zuschreibungen 23 - - - - - 23
Währungsumrechnung -14 - - - - - -14
Ergebnis aus Abgängen -15 - - - - - -15
Nettoergebnis -81 - - - - - -81
Gesamtergebnis -50 3.472 - 1.042 - -38 4.426
1 aAC: at Amortised Costs (zu fortgeführten Anschaffungskosten); aFVTPL: at Fair Value Through Profit and Loss
(erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert)

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 57

2023
Forderungen Sonstige Sonstige Zahlungsmittel Verbindlich-
aus finanzielle finanzielle und Zahlungs- keiten aus Finanz-
Lieferungen Vermögens- Vermögens- mittel- Lieferungen verbindlich-
alle Beträge in T€ und Leistungen werte werte äquivalente und Leistungen keiten Gesamt
Bewertungsmaßstab IFRS 9 1 aAC aAC aFVTPL aAC aAC aAC
Zinserträge - 1.316 - 459 - - 1.775
Zinsaufwendungen - - - - - -25 -25
Zinsergebnis - 1.316 - 459 - -25 1.750
Ergebnis aus der Folgebewertung
zum beizulegenden Zeitwert - - -90 - - - -90
zu fortgeführten
Anschaffungskosten - - - - - - -
aus Wertminderungen -1 - - - - - -1
aus Zuschreibungen 83 - - - - - 83
Währungsumrechnung -4 - - - - - -4
Ergebnis aus Abgängen -32 - - - - - -32
Nettoergebnis 46 - -90 - - - -44
Gesamtergebnis 46 1.316 -90 459 - -25 1.706
1 aAC: at Amortised Costs (zu fortgeführten Anschaffungskosten); aFVTPL: at Fair Value Through Profit and Loss
(erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert)

Das Nettoergebnis aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthält Veränderungen aus Wertminderungen, Gewinne und Verluste aus Währungsumrechnungen, Ausbuchungen sowie Zahlungseingänge und Wertaufholungen auf ursprünglich abgeschriebene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Nettoergebnisse aus sonstigen finanziellen Vermögenswerten sowie aus Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquiva- lenten enthalten Gewinne oder Verluste aus der Währungsumrechnung sowie Zinserträge. Das Nettoergebnis aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthält Gewinne oder Verluste aus der Wäh- rungsumrechnung. Das Nettoergebnis aus Finanzverbindlichkeiten enthält Gewinne oder Verluste aus der Währungsumrechnung sowie Zinsaufwendungen aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber sonstigen Unternehmen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 58 (41) Art und Ausmaß der aus Finanzinstrumenten resultierenden Risiken und deren Management Der SWS-Konzern ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit insbesondere Währungs- und Zinsänderungs- risiken ausgesetzt, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen. Das übergreifende Risikomanagement des Konzerns zielt darauf ab, die aus dem operativen Geschäft sowie den daraus resultierenden Finanzierungserforder- nissen entstehenden Risiken zu minimieren. (41.1) Ausfallrisiko Im Konzern bestehen keine signifikanten Konzentrationen hinsichtlich möglicher Ausfallrisiken. Die Adressenausfallrisi- ken sind gering, da das Forderungsportfolio breit gestreut ist und keine Risikokonzentration bei einzelnen Adressen be- steht. Die beizulegenden Zeitwerte gemäß Textziffer (39), die in der Regel dem Buchwert der im SWS-Konzernabschluss er- fassten finanziellen Vermögenswerte entsprechen, stellen das maximale Ausfallrisiko des Konzerns dar. Dabei finden erhaltene Sicherheiten keine Berücksichtigung. (41.2) Liquiditätsrisiko Die folgenden Tabellen zeigen die vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns und enthal- ten sowohl Zins- als auch Tilgungszahlungen. Die angegebenen Werte beruhen auf undiskontierten Cashflows finanziel- ler Verbindlichkeiten basierend auf dem frühesten Tag, an dem der Konzern zur Zahlung verpflichtet werden kann. Dar- gestellt werden die möglichen künftigen Zahlungsströme, die dem in der Fälligkeitsanalyse enthaltenen Instrument zure- chenbar und nicht im Buchwert der finanziellen Verbindlichkeit in der Konzernbilanz enthalten sind. Die Mittelabflüsse für finanzielle Verbindlichkeiten einschließlich Zinszahlungen basieren auf den Konditionen zum 31. Dezember 2024.

31.12.2024 Fälligkeiten
bis zwischen zwischen mehr als
alle Beträge in T€ 1 Jahr 1 und 2 Jahren 2 und 5 Jahren 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 19.379 - - - 19.379
Finanzverbindlichkeiten 2.440 1.101 1.456 178 5.175
Leasingverbindlichkeiten 1.734 1.022 1.220 48 4.024
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 706 79 236 130 1.151
21.819 1.101 1.456 178 24.554

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 59

31.12.2023 Fälligkeiten
bis zwischen zwischen mehr als
alle Beträge in T€ 1 Jahr 1 und 2 Jahren 2 und 5 Jahren 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 17.704 - - - 17.704
Finanzverbindlichkeiten 2.768 1.250 1.045 489 5.552
Leasingverbindlichkeiten 1.850 1.151 789 95 3.885
Sonstige Finanzverbindlichkeiten 918 99 256 394 1.667
20.472 1.250 1.045 489 23.256

Der SWS-Konzern verfügt zum Bilanzstichtag über fest zugesagte und nicht in Anspruch genommene Kreditlinien und Avale bei verschiedenen Banken in Höhe von 9.165 T€ (Vorjahr: 9.308 T€). Es wird erwartet, dass die finanziellen Ver- pflichtungen aus dem operativen Cashflow und dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllt werden können. Eventuellen Liquiditätsrisiken begegnet der SWS-Konzern durch die Erstellung periodischer Liquiditätsübersichten sowie täglicher Finanzdispositionen. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden ausreichend liquide Mittel bereitgehalten. (41.3) Marktrisiko (41.3.1) Währungsrisiko Der Konzern ist schwerpunktmäßig im Inland sowie den angrenzenden Nachbarländern des Euro-Raums tätig und infol- gedessen einem nur geringen Fremdwährungsrisiko ausgesetzt. Die Risikomanagementpolitik des Konzerns sieht des- halb derzeit keine Absicherung der innerhalb der nächsten zwölf Monate erwarteten Transaktionen (hauptsächlich Ex- portverkäufe) vor. Eine Veränderung des Euro gegenüber der jeweiligen Fremdwährung hätte deshalb nur eine unterge- ordnete Bedeutung für das Ergebnis. (41.3.2) Zinsrisiko Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergeb- nis aus, wenn diese Finanzinstrumente zum beizulegenden Zeitwert bilanziert sind. Marktzinssatzänderungen von fest- verzinslichen originären Finanzinstrumenten, die als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert sind, wirken sich auf die Marktbewertungsrücklage im Eigenkapital aus. Alle originären Finanzinstrumente mit fester Verzinsung, die zu fortge- führten Anschaffungskosten bewertet sind, unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Das Zinsrisiko des SWS-Konzerns entsteht durch variabel verzinsliche originäre Finanzinstrumente und hier insbesondere durch die langfristig variabel verzinslichen Verbindlichkeiten. Die nachfolgend dargestellten Sensitivitätsanalysen wurden anhand des Zinsänderungsrisikos von originären Instrumen- ten zum Bilanzstichtag bestimmt. Für variabel verzinsliche Verbindlichkeiten wird die Analyse unter der Annahme erstellt, dass der Betrag der ausstehenden Verbindlichkeit zum Bilanzstichtag für das gesamte Jahr ausstehend war. Im Rahmen der internen Berichterstattung über das Zinsrisiko an die Leitungsgremien wird dabei ein Anstieg bzw. ein Absinken des Zinses von 100 Basispunkten unterstellt. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 60 Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2024 (Vorjahr: zum 31. Dezember 2023) um 100 Basispunkte höher / niedriger gewesen wäre, wäre das Ergebnis um 3 T€ niedriger / 3 T€ höher (Vorjahr: 6 T€ niedriger / 6 T€ höher) gewe- sen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung ergibt sich aus variabel verzinslichen Finanzinstrumenten mit -3 T€ / 3 T€ (Vorjahr: -6 T€ / 6 T€). (42) Kapitalmanagement Im Hinblick auf das Kapitalmanagement verfolgt der SWS-Konzern das Ziel, langfristig seine Unternehmensfortführung zu sichern und angemessene Renditen für die Anteilseigner zu erwirtschaften. Die hierbei betrachtete Größe ist die Ei- genkapitalquote als Verhältnis von Konzerneigenkapital zur Bilanzsumme. Bedingt durch die auf das Projekt SuedLink anzuwendenden Bilanzierungsvorschriften (siehe Textziffer (24.2) ) kommt es im Bereich der langfristigen Schulden zu einem deutlichen Anstieg (Bilanzverlängerung) während der Projektlaufzeit. Zur besseren Vergleichbarkeit und zur Erhöhung der Transparenz weisen wir daher zusätzlich die um das Projekt SuedLink vereinfacht bereinigte Eigenkapitalquote aus. Diese ergibt sich durch Bereinigung der Bilanzsumme um die das Projekt betroffene Position auf der Passivseite der Konzernbilanz. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital und der Kapitalrücklage der SWS AG sowie den Gewinnrücklagen, anderen Rücklagen und den Anteilen ohne beherrschenden Einfluss. Die Kapitalstruktur des SWS-Konzerns setzt sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung
Konzernbilanzstruktur Mio. € % Mio. € % %
Eigenkapital 268,8 51,8 253,1 54,5 6,2
1
bereinigte Eigenkapitalquote - 63,3 - 64,3 -
Langfristige Schulden 200,5 38,6 160,7 34,6 24,8
Kurzfristige Schulden 49,7 9,6 50,4 10,9 -1,4
Summe Passiva 519,0 100,0 464,2 100,0 11,8
1 um das Projekt SuedLink vereinfacht bereinigte Eigenkapitalquote

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 61 Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung (43) Darstellungsgrundsätze der Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung ist in die drei Bereiche laufende Geschäftstätigkeit sowie Investitions- und Finanzie- rungstätigkeit unterteilt. Im Falle von gemischten Geschäftsvorfällen wird, soweit erforderlich, eine Zuordnung zu mehre- ren Tätigkeitsbereichen vorgenommen. Die Darstellung des Cashflows aus der betrieblichen Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Finanzmittelbestand umfasst die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (siehe Textziffer (44)). Die Zusammensetzung des Finanzmittelbestands, die allgemeine Darstellungsform der Konzernkapitalflussrech- nung sowie die Ausübung der Ausweiswahlrechte blieben im Vergleich zur Vorperiode unverändert. (43.1) Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Die Finanzierungsrechnung beginnt mit dem Jahresüberschuss des Konzerns gemäß Konzerngewinn- und Verlustrech- nung. Der operative Cashflow zeigt den Einnahmeüberschuss aus betrieblicher Tätigkeit. Zins- und Dividendeneinnah- men sowie Zinszahlungen und Steuerzahlungen werden in voller Höhe im Bereich der laufenden Geschäftstätigkeit aus- gewiesen. (43.2) Cashflow aus der Investitionstätigkeit Die Cashflows aus Investitionstätigkeiten umfassen Cashflows aus dem Erwerb oder der Veräußerung von immateriellen Vermögenswerten, Sach- und Finanzanlagen sowie Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen. (43.3) Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit enthält gezahlte Dividenden, Ein- und Auszahlungen durch die Aufnahme und Tilgung von Finanzschulden sowie die Auszahlungen aus der Tilgung von Leasingverbindlichkeiten. Darüber hinaus werden Zahlungsströme aus Änderungen der Eigentumsanteile an Tochterunternehmen, die nicht zu einem Verlust der Beherrschung führen, als Finanzierungstätigkeit klassifiziert. Die Ein- und Auszahlungen der Finanzverbindlichkeiten haben sich wie folgt entwickelt:

Zahlungsunwirksam
Änderung des
Zahlungs- Konsolidierungs- Sonstige beizulegenden
alle Beträge in T€ 01.01.2024 wirksam kreisänderungen Veränderungen Zeitwerts 31.12.202 4
Langfristige Finanzverbindlichkeiten 2.784 -585 - 536 - 2.735
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 2.768 -2.215 - 1.887 - 2.440
5.552 -2.800 - 2.423 - 5.175

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 62 (44) Finanzmittelbestand Der Finanzmittelbestand am Ende der Periode umfasst die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 40.989 T€ (Vorjahr: 42.945 T€). Die Überprüfung eines erwarteten Kreditverlusts entsprechend dem allgemeinen Wertminderungsmodell nach IFRS 9 (siehe Textziffer (4.2)) ergab keinen nennenswer- ten Wertminderungsbedarf. Der Finanzmittelbestand des SWS-Konzerns setzt sich aus Zahlungsmitteln (Barmittel und täglich fällige Sichteinlagen) und Zahlungsmitteläquivalenten (kurzfristige, äußerst liquide Finanzmittel, die jederzeit in Zahlungsmittel umgewandelt werden können, und Finanzinvestitionen mit einer Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt von nicht mehr als drei Monaten) zu- sammen. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 63 Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen (45) Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen An dieser Stelle werden die Geschäftsvorfälle zwischen dem SWS-Konzern und den nahestehenden Unternehmen im Sinne des IAS 24 erläutert, die nicht konsolidiert werden. Alle Geschäftsbeziehungen mit den genannten Unternehmen werden zu marktüblichen Bedingungen ausgeführt und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Nahestehende Unternehmen sind insbesondere die unmittelbaren und mittelbaren Gesellschafter Beteiligungsgesell- schaft Stadt Heilbronn mbH, die Stadt Heilbronn und das Land Baden-Württemberg, da sie gemeinschaftliche Führung auf den SWS-Konzern ausüben. Auch die von ihnen beherrschten, gemeinschaftlich geführten und maßgeblich beein- flussten Unternehmen stellen nahestehende Unternehmen im Sinne des IAS 24 dar. Für Beziehungen zwischen dem SWS-Konzern und den öffentlichen Stellen der Stadt Heilbronn bzw. dem Land Baden- Württemberg und den diesen nahestehenden privatrechtlichen Unternehmen und Behörden wird die Ausnahmeregelung des IAS 24.25 in Anspruch genommen. Die Geschäftsvorfälle zwischen Unternehmen des SWS-Konzerns und der Stadt Heilbronn sowie den von ihr beherrsch- ten, gemeinschaftlich geführten und maßgeblich beeinflussten Unternehmen betreffen im Wesentlichen erhaltene Liefer- und Leistungsbeziehungen in Form von Gas- und Wasserbezugsverträgen sowie damit zusammenhängende Servicever- träge. Im Jahr 2024 wurden hieraus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 6,6 Mio. € (Vorjahr: 4,1 Mio. €) bezogen. Zum 31. Dezember 2024 beläuft sich der Saldo der Verbindlichkeiten aus diesen Geschäftsvorfällen auf 0,7 Mio. € (Vor- jahr: 0,3 Mio. €). Die Geschäftsvorfälle zwischen Unternehmen des SWS-Konzerns und dem Land Baden-Württemberg sowie den von ihm beherrschten, gemeinschaftlich geführten und maßgeblich beeinflussten Unternehmen betreffen im Wesentlichen folgende Liefer- und Leistungsbeziehungen: - Erhaltene Lieferungen und Leistungen aus Energiebezugsverträgen sowie damit zusammenhängende Service- verträge und sonstige Dienstleistungen in Höhe von 7,2 Mio. € (Vorjahr: 9,9 Mio. €). Zum 31. Dezember 2024 belaufen sich die Forderungen aus diesen Geschäftsvorfällen auf 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) und die Ver- bindlichkeiten auf 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €). - Erbrachte Entsorgungsdienstleistungen in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €). Zum 31. Dezember 2024 belaufen sich die Forderungen aus diesen Geschäftsvorfällen auf 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) und die Ver- bindlichkeiten auf 0,0 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €). SWS hat im Geschäftsjahr 2021 mit den nahestehenden Unternehmen TransnetBW SuedLink GmbH & Co. KG, Stutt- gart, sowie deren Muttergesellschaft TransnetBW GmbH, Stuttgart, einen Errichtungsvertrag über den Bau einer Kabel- trasse, nebst dazugehörigem Nutzungs- und Wartungsvertrag abgeschlossen. Am 3. Juli 2023 hat die TransnetBW GmbH, Stuttgart, alle Verträge und Beauftragungen ihrer Tochtergesellschaft TransnetBW SuedLink GmbH & Co. KG, Stuttgart, übernommen und ist somit ab diesem Zeitpunkt alleinige Auftraggeberin der SWS im Zusammenhang mit dem Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 64 Infrastrukturprojekt. Die der Herstellung der Kabeltrasse zuzuordnenden Aufwendungen über die Bau- bzw. Errichtungs- phase werden bis zum Zeitpunkt der Zurverfügungstellung an die Auftraggeberin aktiviert und innerhalb des Vorratsver- mögens als „in Herstellung befindlicher Leasinggegenstand“ ausgewiesen. Die während der Bauphase von der Auftrag- geberin vergüteten Entgelte, die unter anderem auch die erstatteten Herstellungskosten der Kabeltrasse zuzüglich eines Gemeinkosten- und Risikoaufschlags enthalten, sowie von der Auftraggeberin erhaltene Vorauszahlungen, werden bis zur Bereitstellung des Leasinggegenstands unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten passivisch abgegrenzt. Für weitere Erläuterungen wird auf Textziffer (24.2) verwiesen. Zum 31. Dezember 2024 belaufen sich die Anzahlungsanforderungen aus diesen Geschäftsvorfällen auf 2,0 Mio. € (Vor- jahr: 1,3 Mio. €). SWS hat im vierten Quartal 2024 sämtliche Anteile an der bisher vollkonsolidierten ausländischen Tochtergesellschaft Nethsalt Trading B. V. mit Sitz in Moerdijk, Niederlande, an die Eurosalt Handelmaatschappij B.V. (im Folgenden: Euro- salt) mit Sitz in Moerdijk, Niederlande, veräußert und entkonsolidiert. Bei der Eurosalt handelt es sich um ein naheste- hendes Unternehmen im Sinne des IAS 24. Die Nethsalt Trading B. V. ist eine nicht operativ tätige Gesellschaft, welche ausschließlich eine in ihrem Eigentum befindliche Lagerhalle für Auftausalz mit dazugehörigem Grundstück vermietet. Der Kaufpreis für die Unternehmensanteile in Höhe von 6,1 Mio. € wurde ausschließlich in Zahlungsmitteln geleistet. Insgesamt sind Vermögenswerte in Höhe von 3,6 Mio. € und Schulden in Höhe von 0,1 Mio. € aufgrund der Veräuße- rung abgegangen. Die entkonsolidierten Vermögenswerte entfallen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (1,0 Mio. €), Sachanlagen (0,6 Mio. €) sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (2,0 Mio. €), während die abge- gangenen Schulden im Wesentlichen sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten beinhalten. Aus dem Verkauf ergab sich, unter Berücksichtigung direkter Transaktionskosten, ein Veräußerungsergebnis in Höhe von 2,6 Mio. €, welches in den sonstigen betrieblichen Erträgen innerhalb des Segments Alle Sonstigen Segmente enthalten ist. Gemäß den Definitionen des IAS 24 wurden der Aufsichtsrat und der Vorstand der SWS AG als nahestehende Personen identifiziert. Die Mitglieder dieser Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane erhalten lediglich Bezüge im Rahmen ihrer Funktion als Personen in Schlüsselpositionen. Weitere Informationen über die Bezüge von Aufsichtsrat und Vorstand der SWS AG können dem Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG entnommen werden. Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der SWS AG sind zum Teil Mitglieder in Aufsichtsgremien und Ge- schäftsführungen von anderen Unternehmen, mit denen der SWS-Konzern im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstä- tigkeit Beziehungen unterhält. Der SWS-Konzern hat darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen und durchgeführt. Die weiteren Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden in den Kategorien nicht konsoli- dierte verbundene Tochterunternehmen, at equity bewertete Unternehmen und sonstige nahestehende Unternehmen und Personen (Ausweis der übrigen Beteiligungen) dargestellt. Die erbrachten und erhaltenen Lieferungen und Leistungen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit nahestehenden Unternehmen umfassten hauptsächlich Geschäfte mit eigenen Produkten und Han- delswaren, Vermittlungsgeschäfte und sonstige betriebstypische Geschäfte. Die übrigen Forderungen und Verbindlich- keiten resultierten hauptsächlich aus Finanzierungsgeschäften bzw. für das Cash-Pooling verwendeten Konten sowie sonstigen finanzbedingten und operativen Geschäften und Sachverhalten. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 65

Erbrachte Lieferungen und Erhaltene Lieferungen und
Leistungen Leistungen
alle Beträge in T€ 2024 2023 2024 2023
Waren- und Dienstleistungsverkehr mit
nicht konsolidierten verbundenen Tochterunternehmen 3.066 2.401 292 212
at equity bewerteten Unternehmen 15.339 12.115 63 21
sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen 3.770 3.793 - -
22.175 18.309 355 233
Finanzverkehr mit
nicht konsolidierten verbundenen Tochterunternehmen - - - -
at equity bewerteten Unternehmen 14 5 - -
sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen - - - -
14 5 - -
Summe 22.189 18.314 355 233
--- --- --- --- ---
Forderungen aus Lieferungen und Verbindlichkeiten aus
Leistungen Lieferungen und Leistungen
alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
nicht konsolidierte verbundene Tochterunternehmen 454 430 - -
at equity bewertete Unternehmen 3.776 3.616 82 29
sonstige nahestehende Unternehmen und Personen 843 451 - -
Summe 5.073 4.497 82 29
--- --- --- --- ---
Übrige Forderungen Übrige Verbindlichkeiten
alle Beträge in T€ 31.12.2024 31.12.2023 31.12.2024 31.12.2023
nicht konsolidierte verbundene Tochterunternehmen - - - -
at equity bewertete Unternehmen 242 429 3 -
sonstige nahestehende Unternehmen und Personen - - - -
Summe 242 429 3 -

Den Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen die üblichen Eigentumsvorbehalte zu- grunde und sind nicht wertgemindert. Für Finanzverbindlichkeiten und Finanzforderungen wurden keine Sicherheiten gewährt bzw. erhalten. Die ausstehenden Beträge werden zu marktüblichen Konditionen verzinst. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 66 Sonstige Angaben (46) Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres sind nicht gegeben. (47) Angaben zu Organmitgliedern Die Gesamtbezüge des Vorstands haben im Geschäftsjahr 767 T€ (Vorjahr: 732 T€) betragen und enthalten ein erfolgs- unabhängiges Jahresgrundgehalt, variable erfolgsbezogene Vergütungsbestandteile bezogen auf das Jahr 2024 sowie sonstige Vergütungen. Die variablen Vergütungen des Berichtsjahres enthalten einen Bestandteil, der von einer Gremi- enentscheidung des Jahres 2025 abhängig ist. Von der im Vorjahr angegebenen Gesamtvergütung kamen einschließlich geldwerter Vorteile insgesamt 627 T€ (Vorjahr: 623 T€) zur Auszahlung. Die sonstigen Vergütungen umfassen insbesondere geldwerte Vorteile aus der Bereitstellung von Dienstwagen und Rei- sekosten sowie Beiträge zu Versicherungen. Die Bezüge früherer Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen i. S. v. § 285 Nr. 9b HGB aus Pensionen (Vor- jahr: aus Pensionen und Tantiemen) für frühere Geschäftsjahre betragen im Geschäftsjahr bei der SWS AG und im SWS-Konzern 243 T€ (Vorjahr: 277 T€). Der Anwartschaftsbarwert (Defined Benefit Obligation) der Versorgungszusa- gen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands und deren Hinterbliebenen betrug im SWS-Konzern zum 31. Dezember 2024 3.166 T€ (Vorjahr: 3.322 T€). Die Vergütungen des Aufsichtsrats für seine Aufsichtsratstätigkeit beliefen sich im Geschäftsjahr 2024 auf 198 T€ (Vorjahr: 200 T€). Bei den Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (Organmitglieder) handelt es sich um die Mitglieder des Aufsichtsrats und die Vorstände der SWS AG. In der Anlage zum Konzernanhang sind die Organe der Gesellschaft auf- geführt. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen setzen sich wie folgt zusammen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Kurzfristig fällige Leistungen 1.095 1.047
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses - -
Sonstige langfristig fällige Leistungen 108 105
1.203 1.152

Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 67 (48) Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die für die Dienstleistungen des Abschlussprüfers RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, angefallenen Honorare setzen sich wie folgt zusammen:

alle Beträge in T€ 2024 2023
Honorare für die Abschlussprüfungsleistungen 327 308
Honorare für andere Bestätigungsleistungen 138 96
Honorare für Steuerberatungsleistungen - -
Honorare für sonstige Leistungen 30 9
495 413

Die Abschlussprüfungsleistungen umfassen die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse der einbe- zogenen inländischen Gesellschaften. Die anderen Bestätigungsleistungen umfassen im Wesentlichen Honorare für be- triebswirtschaftliche Prüfungen, insbesondere für die freiwillige Prüfung der nichtfinanziellen Erklärung sowie, wie im Vor- jahr, energierechtliche Bescheinigungen. Die sonstigen Leistungen enthalten Honorare für die Ordnungsmäßigkeitsprü- fung eines IT-Projektes sowie wie im Vorjahr Honorare für Fortbildungsveranstaltungen. (49) Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der SWS AG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der SWS AG (www.salzwerke.de) zugänglich gemacht. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 68 (50) Mitteilungen Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 40 Abs. 1 Satz 1 WpHG Mit Schreiben vom 18. November 2019, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmittei- lung vom Land Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland – Korrektur einer Bestandsmeldung nach § 127 Abs. 2 WpHG mit Datum der Schwellenberührung 01.04.2002 – erreicht: Das Land Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland, hat als Mitteilungspflichtiger aus „Sonstiger Grund: Korrektur ei- ner Bestandsmitteilung gemäß § 127 Abs. 2 WpHG“ dem Emittenten Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft, Salzgrund 67, 74076 Heilbronn, LEI: 391200STZEMUP01ZDM10 unter weiterer Benennung der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH und der Beteiligungsgesellschaft Stadt Heilbronn mbH als unmittelbaren Aktionären mit 3 % oder mehr der Stimmrechte mit dem Datum der Schwellenberührung 01.04.2002 gemeldet: Der neue Anteil Stimmrechte beträgt 93,11 % (letzte Mitteilung n/a), der neue Anteil Instrumente 0 % (letzte Mitteilung n/a) und die neue Summe Anteile 93,11 % (letzte Mitteilung n/a). Die Gesamtzahl der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wurde mit 10.507.500 angege- ben. Zu den Einzelheiten zu den Stimmrechtstatbeständen nach §§ 33, 34 WpHG wurde mitgeteilt: ISIN DE0007346603, absolut direkt (§ 33 WpHG) 0, absolut zugerechnet (§ 34 WpHG) 9.783.043, Summe 9.783.043, in Prozent direkt (§ 33 WpHG) 0,00 %, in Prozent zugerechnet (§ 34 WpHG) 93,11 %, Summe 93,11 %. Als vollständige Kette der Tochterun- ternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen, wurde angegeben: (i) Land Baden-Württemberg mit Stimmrechten von 93,11 %, Summe 93,11 %, Baden-Württemberg Stiftung gGmbH mit Stimmrechten von 45,00 %, Summe 45,00 %, sowie weiterhin (ii) Land Baden-Württemberg mit Stimmrechten von 93,11 %, Summe 93,11 %, Landeskreditbank Baden-Württemberg – Förderbank ohne Angabe von Prozentzahlen. Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 40 Abs. 1 Satz 1 WpHG Mit Schreiben vom 18. November 2019, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmittei- lung der Stadt Heilbronn, Heilbronn, Deutschland – Korrektur einer Bestandsmeldung nach § 127 Abs. 2 WpHG mit Da- tum der Schwellenberührung 01.04.2002 – erreicht: Die Stadt Heilbronn, Heilbronn, Deutschland, hat als Mitteilungspflichtiger aus „Sonstiger Grund: Korrektur einer Be- standsmitteilung gemäß § 127 Abs. 2 WpHG“ dem Emittenten Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft, Salz- grund 67, 74076 Heilbronn, LEI: 391200STZEMUP01ZDM10 unter weiterer Benennung der Beteiligungsgesellschaft Stadt Heilbronn mbH und der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH als unmittelbaren Aktionären mit 3 % oder mehr der Stimmrechte mit dem Datum der Schwellenberührung 01.04.2002 gemeldet: Der neue Anteil Stimmrechte beträgt 93,11 % (letzte Mitteilung n/a), der neue Anteil Instrumente 0 % (letzte Mitteilung n/a) und die neue Summe Anteile 93,11 % (letzte Mitteilung n/a). Die Gesamtzahl der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wurde mit 10.507.500 angegeben. Zu den Einzelheiten zu den Stimmrechtstatbeständen nach §§ 33, 34 WpHG wurde mitgeteilt: ISIN DE0007346603, absolut direkt (§ 33 WpHG) 58.478, absolut zugerechnet (§ 34 WpHG) 9.724.565, Summe 9.783.043, in Prozent direkt (§ 33 WpHG) 0,56 %, in Prozent zugerechnet (§ 34 WpHG) 92,55 %, Summe 93,11 %. Als vollständige Kette der Tochterun- ternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen, wurde angegeben: Stadt Heilbronn mit Stimmrechten von 93,11 %, Summe 93,11 %, Beteiligungsgesellschaft Stadt Heilbronn mbH mit Stimmrechten von 46,00 %, Summe 46,00 %, sowie ohne Angabe von Prozentzahlen ZEAG Zement- werk Lauffen-Elektrizitätswerk Heilbronn AG und WPCW Industrie-Beteiligungs-Gesellschaft mbH. Südwestdeutsche Salzwerke AG Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2024 69 Veröffentlichung einer Mitteilung gemäß § 40 Abs. 1 Satz 1 WpHG Mit Schreiben vom 18. November 2019, eingegangen bei uns an demselben Tag, hat uns folgende Stimmrechtsmittei- lung der Stadt Heilbronn, Heilbronn, Deutschland – Freiwillige Konzernmitteilung mit Schwellenberührung auf Ebene Tochterunternehmen mit Datum der Schwellenberührung 21.08.2002 – erreicht: Die Stadt Heilbronn, Heilbronn, Deutschland, hat als Mitteilungspflichtiger aus den Gründen „Erwerb bzw. Veräußerung von Aktien mit Stimmrechten“ sowie „Sonstiger Grund: Freiwillige Konzernmitteilung mit Schwellenberührung auf Ebene Tochterunternehmen“ dem Emittenten Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft, Salzgrund 67, 74076 Heilbronn, LEI: 391200STZEMUP01ZDM10 unter weiterer Benennung der Beteiligungsgesellschaft Stadt Heilbronn mbH und der Baden-Württemberg Stiftung gGmbH als unmittelbaren Aktionären mit 3 % oder mehr der Stimmrechte mit dem Datum der Schwellenberührung 21.08.2002 gemeldet: Der neue Anteil Stimmrechte beträgt 93,06 % (letzte Mitteilung 93,11 %), der neue Anteil Instrumente 0 % (letzte Mitteilung 0 %) und die neue Summe Anteile 93,06 % (letzte Mitteilung 93,11 %). Die Gesamtzahl der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wurde mit 10.507.500 angegeben. Zu den Einzelheiten zu den Stimmrechtstatbeständen nach §§ 33, 34 WpHG wurde mitgeteilt: ISIN DE0007346603, absolut direkt (§ 33 WpHG) 58.478, absolut zugerechnet (§ 34 WpHG) 9.720.243, Summe 9.778.721, in Prozent direkt (§ 33 WpHG) 0,56 %, in Pro- zent zugerechnet (§ 34 WpHG) 92,51 %, Summe 93,06 %. Als vollständige Kette der Tochterunternehmen, beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem obersten beherrschenden Unternehmen, wurde angegeben: Stadt Heilbronn mit Stimmrechten von 93,06 %, Summe 93,06 %, Stadtwerke Heilbronn GmbH ohne Angabe von Prozentzah- len, Beteiligungsgesellschaft Stadt Heilbronn mbH mit Stimmrechten von 46,00 %, Summe 46,00 %. Heilbronn, 13. März 2025 Südwestdeutsche Salzwerke AG Der Vorstand Ulrich Fluck Natascha Groll Südwestdeutsche Salzwerke AG Anteilsbesitzliste für das Geschäftsjahr 2024 1 Aufstellung des Anteilsbesitzes (Teil des Anhangs)

Beteili-
Lfd. Wäh- Nenn-/ gungs- Eigenkapital 1 1
Jahresergebnis
Nr. Gesellschaft rung Festkapital quote (in Tausend) (in Tausend)
1. Konsolidierte Unternehmen
Salz
AGROSAL GmbH,
1 Heilbronn EUR 30.000 55,00 1.137 239
Entsorgung
UEV Umwelt, Entsorgung
2 und Verwertung GmbH, Heilbronn EUR 250.000 100,00 250 1.586 2
Alle sonstigen Segmente
Reederei Schwaben GmbH,
3 Heilbronn EUR 1.600.000 95,00 3.101 238
Salzwerke Beteiligungen GmbH,
4 Heilbronn EUR 55.000 100,00 5.610 1.278
2. At equity bewertete Beteiligungen
Salz
Eurosalt Handelmaatschappij B.V.,
5 Moerdijk/Niederlande EUR 18.400 60,00 9.043 3.133 4
Rheinsalz AG, CHF 100.000 642 185 4
6 Pratteln/Schweiz (EUR) (106.146) 45,00 (681) (196) 4
Salzkontor Kurpfalz GmbH,
7 Kronau EUR 52.000 40,00 5.004 1.833 4
Entsorgung
MF Mineralstoff Franken GmbH,
8 Bad Friedrichshall EUR 25.000 50,00 367 334
Palladio Umwelt S.r.l.,
9 Brendola/Italien EUR 10.000 50,00 1.285 659 4
Alle sonstigen Segmente
Carbuna AG,
10 Memmingen EUR 2.204.230 11,93 495 1

1)1) 2 1) 2 1) 2 1) 2 Südwestdeutsche Salzwerke AG Anteilsbesitzliste für das Geschäftsjahr 2024 2

3. Nicht konsolidierte verbundene Unternehmen 3
Salz
TiSol Kft., HUF 16.000.000 60.469 43.468 4
11 Budapest/Ungarn (EUR) (38.927) 100,00 (147) (106) 4
UE Verwertung+Entsorgung Schweiz CHF 20.000 47 3 4
12 GmbH, Basel/Schweiz (EUR) (21.229) 100,00 (50) (3) 4
Beteili-
Lfd. Wäh- Nenn-/ gungs- Eigenkapital 1 1
Jahresergebnis
Nr. Gesellschaft rung Festkapital quote (in Tausend) (in Tausend)
4. Übrige Beteiligungen 3
Salz
WTA − Wassertechnische
13 Anlagen GmbH, Kronau EUR 26.000 50,00 305 61 4
Entsorgung
ARGE-Schlackenverwertung OHG,
14 Stuttgart EUR (-) 50,00 151 16 4
1 Die Werte entsprechen den nach landesspezifischen Vorschriften aufgestellten Abschlüssen
2 Jahresergebnis vor Gewinnabführung oder Verlustübernahme
3 Im Konzernabschluss zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert
4 Bei den vorgelegten Werten handelt es sich um Abschlüsse zum 31. Dezember 2023

Südwestdeutsche Salzwerke AG 1 Organe der Gesellschaft (Teil des Anhangs) Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB VORSTAND ULRICH FLUCK Sprecher des Vorstands VORSTAND FÜR DIE BEREICHE Vertrieb Steinsalz, Vertrieb Siedesalz, Finanzen, Controlling, Personal, Marketing / Tourismus, Interne Revision, Informationstechnologie, Logistik Mitglied des Aufsichtsrats: Carbuna AG, Memmingen Mitglied des Verw altungsrats: Rheinsalz AG, Pratteln (Schw eiz) NATASCHA GROLL VORSTAND FÜR DIE BEREICHE Arbeitssicherheit, Einkauf / Materialw irtschaft, Entsorgung, Prozessmanagement / Qualitätsmanagement / Anw endungstechnik / Forschung und Entw icklung, Produktion Steinsalz, Produktion Siedesalz Südwestdeutsche Salzwerke AG 2 AUFSICHTSRAT Mitglieder des Aufsichtsrats Anteilseignervertreter HARRY MERGEL Vorsitzender (ab 07.06.2024), Stv. Vorsitzender (bis 07.06.2024) Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn HARALD PFEIFER Polizeihauptkommissar THOMAS STROBL Stv. Vorsitzender (ab 07.06.2024), Vorsitzender (bis 07.06.2024) Minister des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg THOMAS RANDECKER Elektrotechnikermeister SUSANNE BAY Regierungspräsidentin des Regierungsbezirks Stuttgart GISELA SPLETT Staatssekretärin im Ministerium für Finanzen Baden-Württemberg Malte Höch (ab 24.10.2024) Rechtsanw alt WILLI STÄCHELE Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg WOLF THEILACKER (bis 20.08.2024) Oberstudienrat a. D. Arbeitnehmervertreter ANDREAS HINTERSTOIßER Industriefachw irt, Betriebsratsvorsitzender Standort Bad Reichenhall STEFAN KÜHNEL Industriemechaniker, Gesamtbetriebsratsvorsitzender, Betriebsratsvorsitzender Standorte Baden-Württemberg ANDREAS KLOSE Gew erkschaftssekretär IG Bergbau, Chemie, Energie RAINER SCHLEYER Bergmann Südwestdeutsche Salzwerke AG 3 AUFSICHTSRAT Mandate des Aufsichtsrats Anteilseignervertreter HARRY MERGEL Vorsitzender (ab 07.06.2024), Stv. Vorsitzender (bis 07.06.2024) Vorsitzender des Aufsichtsrats: Beteiligungsgesellschaft Stadt Heilbronn mbH, Heilbronn Heilbronn Marketing GmbH, Heilbronn Regiow ert Wohnungsprivatisierungsgesellschaft mbH, Heilbronn SH Gebäudeservice GmbH, Heilbronn SLK-Kliniken Heilbronn GmbH, Heilbronn Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, Heilbronn WTZ Heilbronn GmbH, Heilbronn Stv. Vorsitzender des Aufsichtsrats: Experimenta – Science Center der Region Heilbronn-Franken gGmbH, Heilbronn Stv. Vorsitzender des Verw altungsrats: Kreissparkasse Heilbronn, Heilbronn THOMAS STROBL Stv. Vorsitzender (ab 07.06.2024), Vorsitzender (bis 07.06.2024) Mitglied des Aufsichtsrats: Badische Staatsbrauerei Rothaus AG, Grafenhausen-Rothaus e-mobil BW GmbH, Stuttgart Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart SUSANNE BAY Mitglied des Beirats: SV SparkassenVersicherung Holding AG, Stuttgart Mitglied des Hochschulrats: Hochschule für öffentliche Verw altung und Finanzen, Ludw igsburg (ab 26.07.2024) MALTE HÖCH Mitglied des Aufsichtsrats: Heilbronner Versorgungs GmbH, Heilbronn (ab 23.07.2024) SLK-Kliniken Heilbronn GmbH, Heilbronn (ab 23.07.2024) THOMAS RANDECKER Mitglied des Aufsichtsrats: Volkshochschule Heilbronn gGmbH, Heilbronn Südwestdeutsche Salzwerke AG 4 GISELA SPLETT Vorsitzende des Aufsichtsrats: Staatliche Toto-Lotto GmbH, Stuttgart Stv. Vorsitzende des Aufsichtsrats: Badische Staatsbrauerei Rothaus AG, Grafenhausen-Rothaus ProWST Projektgesellschaft Württembergische Staatstheater Stuttgart GmbH, Stuttgart Präsidentin des Verwaltungsrats: Hafenverw altung Kehl, Körperschaft des öffentlichen Rechts, Kehl Mitglied des Aufsichtsrats: Baden-Württemberg international – Gesellschaft für internationale w irtschaftliche und w issenschaftliche Zusammenarbeit mbH, Stuttgart e-mobil BW GmbH, Stuttgart Landesmesse Stuttgart GmbH, Stuttgart (bis 27.08.2024) Landesmesse Stuttgart GmbH & Co. KG, Stuttgart (ab 25.10.2024) Landesmesse Stuttgart Verw altungs-GmbH, Stuttgart (ab 25.10.2024) WILLI STÄCHELE Mitglied des Verw altungsrats: Hafenverw altung Kehl, Körperschaft des öffentlichen Rechts, Kehl WOLF THEILACKER (bis 20.08.2024) Mitglied des Aufsichtsrats: Katharinenstift Heilbronn gGmbH, Heilbronn (bis 23.07.2024) Stadtsiedlung Heilbronn GmbH, Heilbronn (bis 23.07.2024) Stadtw erke Heilbronn GmbH, Heilbronn (bis 23.07.2024)

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Südwestdeutsche Salzwerke Aktiengesellschaft. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 79daa576cb47c294a0b70ed52042e01a",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

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