Sustainable Partner GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Sustainable Partner GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Sustainable Partner GmbH und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Sustainable Partner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse:
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 19. August 2023 Baker
Tilly GmbH & Co. KG
Abel, Wirtschaftsprüfer Merget, Wirtschaftsprüferin Konzernbilanz
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-AnhangI. Grundlagen der Rechnungslegung und allgemeine Angaben Die Sustainable Partner GmbH (im Folgenden "Sustainable Partner" oder "Gesellschaft") ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in München. Die Gesellschaft ist im Handelsregister München unter der Nummer HRB 152429 eingetragen. Die Geschäftsanschrift lautet St.-Martin-Str. 59, 81669 München. Der Konzernabschluss der Sustainable Partner für den Zeitraum vom 01. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften, des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags in Euro aufgestellt. Der Konzernabschluss steht im Einklang mit den am Abschlussstichtag gültigen Rechnungslegungsstandards (DRS). Neben dem Konzernabschluss bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung sowie Konzernanhang, wurde ein Konzernlagebericht aufgestellt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen auftreten. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Bilanzstichtag der Sustainable Partner GmbH sowie aller einbezogener Tochterunternehmen ist der 31. Dezember. II. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze 1. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 wurden neben der Sustainable Partner GmbH (Mutterunternehmen) folgende Tochterunternehmen einbezogen (vollkonsolidiert):
Die neu gegründete Gesellschaft ClimatePartner Impact Fund Management GmbH wurde mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit erstmalig im Januar 2023 in den Konzernabschluss einbezogen. Mit Gründung und Aufnahme der ClimatePartner Impact Fund Management GmbH in den Konsolidierungskreis hat sich die Vermögenslage des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. 2. Kapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgt unter Anwendung der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem neu bewerteten Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs. Dabei wird das Eigenkapital mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der erworbenen Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Zeitpunkt des Erwerbs beizulegen ist. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert. Negative Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten werden im Rahmen der Folgekonsolidierung entsprechend den korrespondierenden Vermögensgegenständen, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten fortgeführt. Aus der Kapitalkonsolidierung zum 31. Dezember 2023 ergeben sich die folgenden Effekte:
Die Geschäfts- und Firmenwerte werden linear über zehn Jahre abgeschrieben. Aus der erstmaligen Konsolidierung des neu gegründeten Konzernunternehmens CPIF ergeben sich im Berichtszeitraum keine Unterschiedsbeträge oder Ergebniseffekte. 3. Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden gemäß § 301 Abs. 1 HGB konzerninterne Forderungen, Rückstellungen und Verbindlichkeiten sowie entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam ausgebucht. 4. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden gemäß § 305 Abs. 1 HGB die Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträgen zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden korrespondierenden Aufwendungen verrechnet. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge werden ebenso mit den entsprechenden Zinsaufwendungen verrechnet. 5. Zwischenergebniseliminierung Die Konsolidierung von Zwischenergebnissen gemäß § 304 HGB wurde - soweit wesentlich - vorgenommen. Insbesondere im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen wurden um Zwischenergebnisse bereinigt. 6. Steuerabgrenzung Führen Konsolidierungsvorgänge zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen, und bauen sich diese Differenzen in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ab, werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Durch erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen entstehende latente Steuerbe-/entlastungen werden mit dem für die jeweiligen Gesellschaften zu erwartenden Steuersatz berücksichtigt. 7. Währungsumrechnung im Rahmen der Konsolidierung Die Jahresabschlüsse der ClimatePartner Switzerland AG (Schweizer Franken, CHF), ClimatePartner UK Ltd. (Britisches Pfund, GBP), SPC US Holding Inc. und ClimatePartner LLC (US-Dollar, USD) sowie ClimatePartner Sweden AB (Schwedische Krone, SEK) wurden in Fremdwährungen aufgestellt. Die Währungsumrechnung erfolgte gemäß § 308a HGB. Die Aktiv- und Passivposten der auf fremde Währungen lautenden Bilanzen wurden, mit Ausnahme der Posten des Eigenkapitals, die zu historischen Kursen in Euro umgerechnet wurden, zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen sind zum Durchschnittskurs in Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen sind innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Vermögenswerte und Schulden der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach den für den Sustainable Partner Konzern einheitlich geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angesetzt; es handelt sich dabei um die deutschen handelsrechtlichen Grundsätze (HGB). Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert (lineare Methode). Die Herstellungskosten umfassen Fertigungseinzelkosten sowie angemessene Teile zugehöriger Gemeinkosten. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert (lineare Methode). Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von zehn Jahren linear abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare planmäßige Abschreibungen vermindert. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (EUR 250 - EUR 800) werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (EUR 250 - EUR 800) erfolgt der Ausweis im Anlagenspiegel als Zugang und Abgang im gleichen Geschäftsjahr (Abgangsfiktion). Vorräte werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Emissionsminderungsgutschriften bzw. Zertifikate werden in der Reihenfolge ihrer Anschaffung verbraucht. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr sind abgezinst. Kurzfristige nicht disponible Termingelder werden in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach dem versicherungsmathematischen Berechnungsverfahren des Anwartschaftsbarwertverfahrens (Projected Unit Credit-Methode) unter Verwendung der Richttafeln "2018 G" von Klaus Heubeck berechnet. Die Rückstellungen für Pensionen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der Zinssatz beträgt 1,83% (i. Vj. 1,78%). Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt TEUR 19 (i. Vj. TEUR 80). Die an leitende Angestellte erteilten Pensionszusagen enthalten einen Pauschalbetrag für jedes Jahr der Betriebszugehörigkeit, so dass erwartete Lohn-, Gehalts- und Rentensteigerungen nicht zu berücksichtigen waren. Die jährliche Steigerung ab Rentenbeginn wurde mit 2,00% berücksichtigt. Den Rückstellungen für Pensionen wurden im Geschäftsjahr 2023 TEUR 45 zugeführt, davon entfielen TEUR 44 auf den Personalaufwand und TEUR 1 auf den Zinsaufwand. Aufwendungen und Erträge aus Zinssatzänderungen werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in der Höhe angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre gemäß der Fristigkeit der Verpflichtung abgezinst. Rückstellungen mit einer Laufzeit von einem Jahr oder weniger wurden nicht abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung von Verlust- und Zinsvorträgen werden angesetzt. Das Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB wird ausgeübt und aktive latente Steuern und passive latente Steuern verrechnet. Verlustvorträge werden berücksichtigt, soweit eine Verrechnung mit steuerpflichtigem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Jahre erwartet wird. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden, mit dem für die jeweiligen Gesellschaften zu erwartenden Steuersatz berücksichtigt. Die Umsatzrealisierung im Konzern erfolgt mit Gefahrenübergang. Dies ist der Zeitpunkt, an dem alle wesentlichen Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind. In Bezug auf das Stilllegen von Emissionsminderungsgutschriften bzw. Grünstromzertifikaten ist dies der Fall, sobald alle vertraglich vereinbarten Mengen an Gutschriften bzw. Zertifikaten dem Kunden im Lager und im System zugeteilt wurden. Im Zertifikathandel findet der Risikotransfer und somit die Umsatzrealisierung zum Zeitpunkt der Übertragung des Zertifikats an den Kunden im Register statt. Erträge im Rahmen der Bereitstellung der unternehmenseigenen Software werden über den Zeitraum der vertraglich vereinbarten Nutzung realisiert. IV. Angaben zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Konzern-Anlagevermögen Die Aufgliederung und die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens, der Sachanlagen und Finanzanlagen sowie der Abschreibungen sind im Einzelnen im Konzern-Anlagespiegel (Anlage 1 zum Anhang) dargestellt. Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Entwicklungskosten beträgt TEUR 8.188. Davon entfallen TEUR 1.254 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens. Unter selbst geschaffenen Rechten und Werten werden der ClimatePartner Certified Hub sowie der ClimatePartner-Footprint Manager der ClimatePartner GmbH und die Online-Plattformen YOU der ClimatePartner Foundation gGmbH ausgewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis fünf Jahre. Unter entgeltlich erworbenen Rechten und Werten werden die Aktivierungen von Gewährleistungs- und Individualmarken sowie Videorechte der ClimatePartner GmbH ausgewiesen. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre. 2. Anteilsbesitz Die Sustainable Partner GmbH hält zum 31. Dezember 2023 Anteile von mindestens 20,00% an den folgenden Unternehmen:
*) Gewinnabführungs- und
Beherrschungsvertrag zwischen dem Tochterunternehmen als
gewinnabführendem Unternehmen und ClimatePartner GmbH
3. Vorräte Die Vorräte enthalten Emissionsminderungsgutschriften in Höhe von TEUR 43.354 (i. Vj. TEUR 62.570) sowie unfertige Leistungen aus Projektentwicklungen in Höhe von TEUR 8.801 (i. Vj. TEUR 5.466). 4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Kapitalsteuererstattungsanspruch der Volkswagen ClimatePartner GmbH in Höhe von TEUR 230 sowie Zinserträge aus Termingeldanlagen der Volkswagen ClimatePartner GmbH in Höhe von TEUR 74 enthalten. Alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig (TEUR 21.842; i. Vj. TEUR 24.915). Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 1.101 (i. Vj. TEUR 16.757) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 311 (i. Vj. TEUR 136) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. 5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen im Voraus bezahlte Software- und Lizenz-Kosten und Beiträge. 6. Latente Steuern Für die Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen wurden aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 4.623 (i. Vj. TEUR 1.041) gebildet. Sie resultieren im Wesentlichen aus steuerlichen Verlustvorträgen. Gegenläufig wirken sich Effekte aus der Aktivierung von selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen aus. Der zur Ermittlung der latenten Steuern 2023 verwendete Steuersatz entspricht einem gewichteten Steuersatz von 28,16%. Durch das Mindestbesteuerungsgesetz sind keine Auswirkungen auf die Gesellschaften zu erwarten. 7. Eigenkapital Zur Entwicklung des Eigenkapitals während des Geschäftsjahres 2023 verweisen wir auf die gesondert dargestellte Konzern- Eigenkapitalveränderungsrechnung. Minderheitsgesellschafter der ClimatePartner Austria GmbH mit einer Beteiligung von 33,33% ist unverändert zum Vorjahr DI Dr. Klaus Reisinger, Wien. Minderheitsgesellschafter der Volkswagen ClimatePartner GmbH mit einer Beteiligung von 49,90% an den Stimmrechtsanteilen ist unverändert zum Vorjahr Volkswagen Kraftwerk GmbH, Wolfsburg. Minderheitsgesellschafter der ClimatePartner Impact Fund Management GmbH mit einer Beteiligung von 50,00% ist NIXDORF Asset Management GmbH, München. 8. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Wir verweisen auf die oben gemachten Ausführungen. 9. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen ausstehende Rechnungen für Kombiprojekte (TEUR 1.537, i. Vj. TEUR 0), Urlaubsansprüche (TEUR 1.139, i. Vj. TEUR 1.286) und Jahresabschlusskosten (TEUR 361, i. Vj. TEUR 370). Im Vorjahr waren darüber hinaus ausstehende Rechnungen für Emissionsminderungsgutschriften (i. Vj. TEUR 605) und Mitarbeiterboni und -prämien (i. Vj. TEUR 430) enthalten. 10. Verbindlichkeiten
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten handelt es sich um Bankdarlehen und Kontokorrentkredite bei der ClimatePartner GmbH sowie um ein COVID- 19-Darlehen bei der ClimatePartner Switzerland AG. 11. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen abgegrenzte Umsatzerlöse aus mehrjährigen Kundenverträgen. 12. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse wurden von den in folgenden geographischen Märkten ansässigen Tochtergesellschaften erzielt:
Nach Tätigkeitsbereichen untergliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:
In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erträge aus Vorjahren in Höhe von TEUR 612 (i. Vj. TEUR 0) enthalten. 13. Materialaufwand Der Materialaufwand beinhaltet periodenfremde Aufwendungen aus 2021 und 2022 in Höhe von TEUR 2.015 (i. Vj. TEUR 0) für Baumpflanzungen aus Kombiprojekten. 14. Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.138 (i. Vj. TEUR 1.567) enthalten. Die periodenfremden Erträge (TEUR 636; i. Vj. TEUR 170) sind vorranging aus der Herabsetzung von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen auf Forderungen (TEUR 545; i. Vj. TEUR 0) und aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 79; i. Vj. TEUR 170) entstanden. Dem gegenüber stehen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen solche aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.403 (i. Vj. TEUR 1.327). Die periodenfremden Aufwendungen in Höhe von TEUR 317 (i. Vj. TEUR 0) betrafen Aufwendungen für Beratungsleistungen, Abgaben und Mieten. 15. Zinsergebnis Die Zinsaufwendungen enthalten mit TEUR 2.070 (i. Vj. TEUR 595) vorrangig Zinsen für die Bankdarlehen und Kontokorrentkredite. Darüber hinaus waren im Vorjahr TEUR 19 an Zinsen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen enthalten. Die Zinserträge betreffen mit TEUR 986 (i. Vj. TEUR 27) primär die Zinsen auf Bankguthaben und Termingelder der Volkswagen ClimatePartner GmbH und ClimatePartner GmbH. Auf die Abzinsung der Pensionsrückstellungen entfallen im Geschäftsjahr Zinserträge in Höhe von TEUR 12. V. Sonstige Angaben 1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag lagen Haftungsverhältnisse aus Bürgschaften gegenüber Dritten in Höhe von TEUR 2.043 (i. Vj. TEUR 853) vor. Das Risiko einer Inanspruchnahme dieser Bürgschaften halten wir für gering. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 87.474 (i. Vj. TEUR 109.773) im Wesentlichen aus Terminbeschaffungsgeschäften für Emissionsminderungsgutschriften in Höhe von TEUR 75.295 (i. Vj. TEUR 99.668) sowie aus Mietverträgen für Büroräume in Höhe von TEUR 9.820 (i. Vj. TEUR 9.605). Es bestanden keine sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffend die Altersversorgung oder gegenüber nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen. 2. Durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer Die Arbeitnehmer des Konzerns teilten sich wie folgt auf:
3. Befreiungen gem. § 264 Abs. 3 HGB Die folgenden Tochtergesellschaften machen für das Geschäftsjahr 2023 von den Befreiungen des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
4. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.708 erhöht auf TEUR 27.626. Für die Details verweisen wir auf die beigefügte Konzern-Kapitalflussrechnung. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
5. Abschlussprüferhonorar Das vereinbarte Honorar für die Abschlussprüfung 2023 beträgt TEUR 111 für die inländischen Gesellschaften, TCHF 7 für ClimatePartner Switzerland AG, TGBP 7 für ClimatePartner UK Ltd sowie TEUR 25 für sonstige Leistungen. 6. Geschäftsführung Die Geschäftsführung der Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr wahrgenommen von
7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen Jahresfehlbetrag der Sustainable Partner GmbH in Höhe von EUR 7.152.639,03 auf neue Rechnung vorzutragen. 8. Nachtragsbericht Ende Januar 2024 wurde das finale Sanierungsgutachten gemäß dem IDW S6 Standard den Finanzierern der ClimatePartner vorgelegt. Dieses bescheinigt der Gruppe eine positive Fortführungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Auch auf Basis des positiven Sanierungsgutachtens konnte die Finanzierung der Gruppe bis Ende 2025 gesichert werden. Dabei wurde die Ende Dezember 2022 seitens einer der kreditgebenden Banken vorgenommene Sistierung eines Teilbetrags ihrer gewährten Kreditlinie, z.T. wieder rückgängig gemacht. ClimatePartner hat sich gegenüber den finanzierenden Kreditinstituten verpflichtet, bestimmte Maßnahmen umzusetzen und definierte Meilensteine zu erreichen. Alle Maßnahmen wurden angestoßen und deren Umsetzung erfolgt derzeit plankonform. Teil der Vereinbarung ist zudem die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Die Nicht- Einhaltung würde zu einem potenziellen Kündigungsgrund führen. Bisher wurden die Kennzahlen eingehalten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Liquidität der Gruppe gewährleistet ist. Für den unerwarteten Fall nicht absehbarer negativer Effekte hat die Gesellschaft bereits Vorbereitungen getroffen und befindet sich in Gesprächen zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung. Die ClimatePartner Impact GmbH gründete am 22. März 2024 die Sand River Carbon Limited mit Sitz in Sarit Centre, Kenia. Die Gesellschaft wird im Geschäftsjahr 2024 erstmalig in den Konzernabschluss der Sustainable Partner GmbH einbezogen.
München, 15. August 2024 Sustainable Partner GmbH Die Geschäftsführung Konzern-Anlagenspiegel
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
KonzernlageberichtI. Grundlagen des Konzerns Sustainable Partner ist eine Unternehmensgruppe, die sich auf Dienstleistungen im Bereich der Nachhaltigkeit spezialisiert hat, wobei sich die Unternehmenstätigkeit insbesondere im Bereich des Klimaschutzes und im Voluntary Carbon Market konzentriert. Der wesentliche Geschäftszweig firmiert unter dem Namen ClimatePartner. ClimatePartner ist ein führender Lösungsanbieter im Klimaschutz für Unternehmen. Das 2004 gegründete Unternehmen bietet vielfältige Leistungen für Unternehmen auf deren Weg zu Netto-Null-Emissionen an. Dabei verfolgt Climate Partner einen hybriden Ansatz, indem es individuelle Beratung mit einer innovativen Software kombiniert. Das Unternehmen unterstützt aktiv mehr als 6.000 Kunden bei der Berechnung und Reduktion von CO 2 - Emissionen und ermöglicht ihnen, finanzielle Beiträge zu Klimaschutzprojekten zu leisten und ihr Engagement transparent zu kommunizieren. Die Dienstleistungen von ClimatePartner umfassen unter anderem die Bereitstellung von Software zur Emissionsberechnung und Lieferantenaktivierung, die Begleitung und Beratung durch Experten zu spezifischen Reduktionsthemen (wie der Erfüllung von Berichtspflichten, dem Setzen wissenschaftsbasierter Reduktionsziele und dem Erarbeiten von Dekarbonisierungsplänen) sowie die Kommunikation des Klimaschutzengagements gegenüber Kunden, Lieferanten und der interessierten Öffentlichkeit. ClimatePartner bietet Unternehmen zudem die Möglichkeit, eine Vielzahl von Klimaschutz-projekten in verschiedenen Regionen und mit unterschiedlichen Technologien und Standards finanziell zu unterstützen. Besonderen Wert legt ClimatePartner auf die vielfältigen zusätzlichen positiven sozialen Effekte der Projekte. Bei der Entwicklung und Auswahl hochwertiger Klimaschutzprojekte orientiert sich ClimatePartner an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, den SDGs (Sustainable Development Goals). Das übergeordnete Ziel von ClimatePartner besteht darin, einen Beitrag zur Erreichung globaler Klimaneutralität im Sinne von Netto- Null-Emissionen zu erreichen. Die Unternehmensgruppe setzt hierbei auf das freiwillige Engagement von Unternehmen. Ersichtlich wird der Erfolg der Gruppe unter anderem durch eine zunehmende Zahl an Unternehmen, die sich dazu verpflichten, die Anforderungen der ClimatePartner Gütesiegel für unternehmerischen Klimaschutz zu erfüllen, in 2022 noch dem ClimatePartner Label "klimaneutral", ab 2023 unter den neuen Labeln ",ClimatePartner certified" und "Financial climate contribution". ClimatePartner beschäftigte zum 31. Dezember 2023 473 Mitarbeitende in Berlin, Boston, Den Haag, Essen, Frankfurt, London, Mailand, München (HQ), Paris, Stockholm, Wien und Zürich. Die Entwicklung von Software zum Carbon Management (Messung und Berechnung, Setzung und Implementieren von Reduktionszielen, Unterstützung von Klimaschutzprojekten und transparente Kommunikation) ist ein Kern der Geschäftsaktivitäten von ClimatePartner. Die Software wird Kunden weltweit zur Verfügung gestellt und kontinuierlich erweitert und verbessert. Immer mehr Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen setzen sich Ziele zur Reduktion von Emissionen, die nicht nur auf interne Aktivitäten abzielen, sondern auch vor- und nachgelagerte Wertschöpfungsstufen einbeziehen. Besonders Handelsunternehmen und produzierende Unternehmen mit komplexen Lieferketten stehen dabei vor der Herausforderung, verlässliche Daten zu den Emissionen zu erhalten, die sie einkaufen. Durch regulatorische Vorgaben, wie zum Beispiel im Rahmen der Carbon Border Adjustment Mechanisms der Europäischen Union (CBAM), der Corporate Sustainablilty Reporting Directive (CSRD) oder der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) nimmt der Druck auf Unternehmen weiter zu, sich intensiv mit ihren Lieferketten zu befassen, Transparenz über die Entstehung von CO 2 -Emissionen zu schaffen und die nicht-finanzielle Berichterstattung verpflichtend zu erweitern. ClimatePartner stellt diesen Unternehmen eine Plattform zur Sammlung und Auswertung klimarelevanter Informationen zur Verfügung und kombiniert dies mit der Schulung von Lieferanten und Geschäftspartnern zu Themen wie CO 2 -Bilanzierung, Reduktion und Klimaschutzprojekte. Viele Unternehmen suchen Unterstützung bei der Entwicklung ambitionierter Klimaschutz- und Reduktionsstrategien. ClimatePartner bietet zahlreiche Beratungsleistungen an, vom initiierenden Workshop bis hin zur Entwicklung wissenschaftlich basierter Reduktionsziele (SBTi; Science Based Target initiative) und der Beratung zu Reporting-Initiativen wie CDP, RobecoSAM oder dem Dow Jones Sustainability Index. Hierzu beschäftigt ClimatePartner ein interdisziplinäres Team von Klimaschutzexperten, die sich bestens mit aktuellen Initiativen und Herausforderungen für Unternehmen auskennen und sie Schritt für Schritt begleiten, Klimaschutzaktivitäten strategisch voranzutreiben. ClimatePartner unterstützt seine Kunden auch operativ bei der Reduktion von CO 2 -Emissionen, z. B. durch den Umstieg auf erneuerbare Energie und die Schulung von Mitarbeitenden im Rahmen der ClimatePartner Academy oder Inhouse-Schulungen vor Ort. Dienstleistungen zur Erbringung eines finanziellen Beitrags zu Klimaschutzprojekten umfassen bei ClimatePartner sowohl die Entwicklung eigener Klimaschutzprojekte als auch die Verwendung von Emissionsminderungsgutschriften aus dem freiwilligen Markt. Im Geschäftsjahr 2022 konnte mit der ClimatePartner Impact GmbH eine eigene Gesellschaft gegründet werden, die das Ziel verfolgt, hochwertige Klimaschutzprojekte zu entwickeln und zu vertreiben. Zusätzlich wurde in 2022 mit der Volkswagen ClimatePartner GmbH ein Joint Venture zusammen mit Volkswagen Kraftwerk GmbH gegründet, das auf die Entwicklung hochwertiger Klimaschutzprojekte abzielt. Hierdurch kann ClimatePartner das Risiko von Angebotsengpässen auf dem freiwilligen Markt für Emissionsminderungsgutschriften reduzieren und das Angebot hochwertiger Klimaschutzprojekte sicherstellen. Im Jahr 2023 hat ClimatePartner einen zweijährigen, umfassenden Reviewprozess für das bis dahin angebotene Label "klimaneutral" abgeschlossen und im April 2023 ein neues Label veröffentlicht. Maßgebliches Ziel des Reviews bestand darin, die Anforderungen an die Labelvergabe kritisch zu hinterfragen und an aktuelle wissenschaftliche, politische und wirtschaftliche Entwicklungen sowie die Rechtsprechung in Bezug auf das "klimaneutral" Label anzupassen. Dabei wurden unterschiedliche Stakeholderperspektiven angehört und einbezogen. So wurden intensive Gespräche mit Kunden aus unterschiedlichen Branchen geführt, ein interner Expertendialog absolviert und diverse kritische Themen aus der Berichterstattung aufgegriffen. Ziel des Reviews war es auch das adaptierte und optimierte Label "ClimatePartner certified" zum zweiten Quartal 2023 vorzustellen und damit in Zukunft das am Markt wohlbekannte ClimatePartner-Label "klimaneutral" abzulösen. Das neue Siegel "ClimatePartner certified" steht für ein Höchstmaß an Transparenz über das Klimaschutzengagement von Unternehmen. Anhand einer mit dem jeweiligen Siegel verknüpften Climate-ID Website können interessierte Kreise umfangreiche Informationen zum CO 2 -Fußabdruck des jeweiligen Unternehmens oder seiner Produkte oder Dienstleistungen erhalten. Es werden verpflichtende Reduktionsziele und umgesetzte Maßnahmen angezeigt und darüber hinaus wird transparent dargestellt, in welchem Umfang Klimaschutzprojekte gefördert wurden. Ergänzt wird der Konzern durch die als gemeinnützig anerkannte ClimatePartner Foundation gGmbH, in der sich insbesondere Privatpersonen für den Klimaschutz fortbilden und engagieren können sowie Klimaschutzprojekte in Kooperation mit anderen gemeinnützigen Organisationen durchgeführt werden. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Jahr 2023 war von wirtschaftlicher Stagnation geprägt, die auf zunehmende geopolitische Unsicherheiten, gestiegene Energie- und Nahrungsmittelpreise zurückzuführen ist. Daraus folgte eine gedämpfte Konsumlaune. Der anhaltende Krieg in der Ukraine und die zusätzliche Eskalation des Nahostkonflikts infolge des Angriffs der Hamas auf Israel im Oktober sorgten für anhaltende Verunsicherung und Zurückhaltung bei Unternehmen.
Das Wirtschaftsklima wurde in den meisten EU-Ländern dementsprechend pessimistisch eingeschätzt, nachdem es sich nach der Corona-Pandemie zunächst wieder positiv entwickelt hatte.
Nachdem Klimaschutz im Jahr 2022 in der öffentlichen Wahrnehmung aufgrund des Kriegs in der Ukraine und der daraus folgenden Energiekrise eine eher untergeordnete Rolle gespielt hat, drängte sich das Thema durch die deutlich spürbaren Auswirkungen der globalen Erwärmung im Jahr 2023 wieder stärker in den Vordergrund. Insgesamt geht das Jahr 2023 als eines der heißesten der letzten 125.000 Jahre in die Geschichte ein. Im Zeitraum von Februar 2023 bis Januar 2024 wurde erstmals die politisch wichtige 1,5°C-Marke dauerhaft überschritten. Die Sommermonate im Jahr 2023 waren durch extreme, anhaltende Hitze geprägt. So wurden sowohl im Death Valley in den USA als auch im Nordwesten Chinas Temperaturen jenseits der 50°C gemessen. Großflächige Waldbrände hatten verheerende Auswirkungen in Nordamerika und Südeuropa. Die Rauchschwaden der Waldbrände in Kanada erreichten New York City und vernebelten die Stadt. Auf Hawaii und in Griechenland forderten Waldbrände zahlreiche Todesopfer. In Italien wurde aufgrund brennender Wälder der Notstand ausgerufen. Landwirte verzeichneten Ernteausfälle aufgrund der extremen Wetterlagen. Während des Sommers verging kaum ein Tag ohne Berichte über die zunehmend sichtbaren Auswirkungen der globalen Erwärmung. Die allgemeine Wirtschaftslage in der EU, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich war entsprechend angespannt und herausfordernd für Unternehmen. ClimatePartner ist in einer derartigen Situation durch einen branchenübergreifenden Ansatz jedoch gut aufgestellt und nicht von der Stimmung in einzelnen Industriezweigen abhängig. Grundsätzlich bleibt das Marktumfeld für Software und Beratungsleistungen rund um das Themenfeld Nachhaltigkeit in Unternehmen hochdynamisch. Experten gehen für den Zeitraum von 2023 bis 2027 von einem Wachstum von 30% für Softwareangebote und 17% für Beratungsleistungen mit Bezug zu ESG-Themen aus. Ein wichtiger Treiber ist hierbei eine zunehmende Regulierung im ESG- Bereich für Unternehmen innerhalb und außerhalb der EU. Die Politik reagiert auf die zunehmenden Herausforderungen mit einer Vielzahl von Gesetzesvorhaben, einige davon gebündelt unter dem Dach des Europäischen Green Deals. Für Unternehmen schaffen neue Regularien auf der einen Seite neuen Aufwand, zum Beispiel in Form neuer Berichtspflichten im Rahmen der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) oder durch den sogenannten Corresponding Border Adjustment Mechanism (CBAM). Gleichzeitig bieten aktuell laufende Vorschläge für neue Direktiven Unternehmen Chancen, indem sie Rechtssicherheit schaffen und einen klaren Rahmen bieten, in dem sie agieren können. Hierbei ist insbesondere die ",Green Claims Directive" zu nennen. Sie soll klare Regeln für umweltbezogene Produktaussagen definieren, in denen klar geregelt ist, was ein Umweltsiegel ausmacht, wie die Umweltauswirkungen von Produkten bewertet und kommuniziert werden können. Anhaltende Diskussionen zu diesen und anderen Initiativen führen allerdings während des Gesetzgebungsverfahrens zu Unsicherheiten bei den Unternehmen und mitunter zu Verzögerungen bei geplanten Aktivitäten, weil Unternehmen abwarten, bis sie mehr rechtliche Sicherheit haben. Der Voluntary Carbon Market (VCM) war im Jahr 2023 stark geprägt durch Debatten über die Wirksamkeit und Integrität von Klimaschutzprojekten. Verschiedene Berichte stellten die Qualität insbesondere von Waldschutzprojekten infrage, während sich gleichzeitig unterschiedliche Initiativen mit integren Aussagen und Qualitätskriterien für Klimaschutzprojekte befassten. Die Stimmung im Markt hat sich im Laufe des Jahres deutlich gewandelt und gipfelte in zahlreichen Ankündigungen während der Weltklimakonferenz (COP) in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bei denen sich führende Akteure im Markt zusammenschlossen, um gemeinsam an einer Stärkung des VCM zu arbeiten. Auch politische Akteure, wie ein Zusammenschluss von sieben EU-Staaten, darunter Deutschland, nutzten die COP, um sich für eine Stärkung des VCM einzusetzen. Gleichzeitig konnten auf der COP keine nennenswerten Fortschritte zur Operationalisierung von Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommens erzielt werden, wodurch weiterhin Unsicherheit über die Zukunft des VCM und seine Verbindung mit den staatlichen Emissionshandelssystemen besteht. Nimmt man das Volumen an neu ausgestellten verifizierten Emissionsreduktionen (VER) als Maß für das Angebot auf dem VCM, so zeigte sich im Jahr 2023 ein deutlicher Rückgang um 25% verglichen mit dem Vorjahr. Ein Rückgang konnte besonders bei Projekten zum Ausbau erneuerbarer Energien und naturbasierten Projekten, also beispielsweise Aufforstungs- und Waldschutzprojekten beobachtet werden. Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz, zum Beispiel durch effizientere Kochöfen, konnten weiter ausgebaut werden. Bei den Stilllegungen zeigt sich ein anderes Bild. Die Menge stillgelegter Zertifikate stagnierte über das Gesamtjahr, wobei die Monate Mai bis August relativ niedrige Volumen verzeichneten und der Dezember hingegen eine Rekordmenge an Stilllegungen vorweisen konnte. Die Preise auf dem VCM sind nach wie vor stark abhängig von den jeweiligen Projekttechnologien und zugrundeliegenden Qualitätsstandards. Insgesamt sind die Preise über alle Technologien hinweg im Jahr 2023 gegenüber dem Vorjahr gesunken. In Deutschland führte die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über den zweiten Nachtragshaushalt im November 2023 dazu, dass in Summe 60 Mrd. EUR für den "Klima- und Transformationsfonds" fehlen. In der Folge wurden verschiedene Vorhaben der Regierungskoalition auf Eis gelegt oder vorzeitig beendet. Für Unternehmen und Privatpersonen führte dies zu Verunsicherung und Verzögerungen bei Investitionen und Konsumausgaben, insbesondere für solche, die einen wichtigen Beitrag zur Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft leisten könnten. Die anhaltende globale Erwärmung macht deutlich, dass privatwirtschaftliche Akteure weiterhin gefordert sein werden, zügig ambitionierte Strategien zur Reduktion von Treibhausgasemissionen innerhalb der eigenen Wertschöpfungskette umzusetzen. Freiwilliges Engagement wird in Zukunft - gerade bei größeren Unternehmen - immer stärker durch regulatorisch geforderte Maßnahmen ergänzt oder verdrängt werden. In der EU stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung in den nächsten Jahren umfassende Berichte über ihre Klimastrategien und damit verbundene Chancen und Risiken offenzulegen. Bleiben ambitionierte Maßnahmen zur Reduktion des globalen Treibhausgasausstoßes aus, so steuert die Erde auf eine Erwärmung von mehr als 4°C gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu. Das Ausmaß der Auswirkungen und Folgen einer solchen Erwärmung sind ungewiss, lassen sich anhand von Extremereignissen, wie unverhältnismäßig zahlreichen Waldbränden in Europa und den USA, im vergangenen Jahr bereits deutlich erahnen. Auch anhaltende Hitzeperioden lassen erkennen, wie sich die globale Erwärmung in unseren Breitengraden auswirken wird. Insgesamt war das Jahr 2023 in Deutschland das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Bedingt durch diese Entwicklungen, stehen Unternehmen zunehmend in der Verantwortung, sich ehrgeizige Ziele zur Reduktion von Emissionen zu setzen und diese ebenso konsequent zu verfolgen. Neben wissenschaftlichen Fakten und der schieren Notwendigkeit, unverzüglich ehrgeizige Anstrengungen zur Reduktion von Emissionen zu unternehmen, um die Wirtschaftsgrundlagen zu erhalten, führt ein steigendes Bewusstsein für Klimarisiken am Kapitalmarkt, zunehmende Regulierung einzelner Staaten, wie zum Beispiel in Frankreich oder Initiativen im Rahmen des Green Deals der EU und ganz besonders auch steigende Nachfrage durch Kundschaft und Geschäftspartner, dazu, dass immer mehr Unternehmen sich aktiv mit dem Klimawandel auseinandersetzen. Eine stetig wachsende Zahl von Unternehmen geht deshalb dazu über, ihre Reduktionsziele an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen auszurichten und sich öffentlich zur Erreichung dieser Ziele zu verpflichten. 2. Geschäftsverlauf Der Konzern steigerte im Jahr 2023 seine Umsatzerlöse um 55 % auf 171 Mio. EUR. Das Betriebsergebnis lag bei -15 Mio. EUR mit einem Verlust vor Steuern in Höhe von 16 Mio. EUR. Um die gestiegene Nachfrage der Vorjahre decken zu können, wurde in 2022 verstärkt auf die Einstellung von Fachkräften gesetzt. Leider musste die Unternehmensgruppe aufgrund der vorgenannten makroökonomischen Gründe zu Jahresbeginn 2023 zur Abfederung von Kosten und der aufgrund von Presseberichten zunächst verhaltene Nachfrage von Kunden rund 140 Mitarbeiter entlassen. Gleichzeitig hat ClimatePartner wesentliche Anstrengungen unternommen seine Strukturen zu verbessern, zu standardisieren und zu automatisieren. Der Kritik an Klimaschutzprojekten durch Umweltorganisationen ist ClimatePartner ebenfalls entgegengetreten. So hat ClimatePartner im Geschäftsjahr Maßnahmen wie die Ausweitung interner Due Diligence Prozesse für Klimaschutzprojekte, den Ausbau der eigenen Entwicklung von qualitativ hochwertigen Klimaschutzprojekten sowie die Einleitung des neuen Labels "ClimatePartner certified" zur Steigerung der qualitativen Anforderungen an das Label und zur Ablösung des Labels "klimaneutral", ergriffen. Die im Jahr 2022 gegründeten zwei neuen Gesellschaften, ClimatePartner Impact GmbH und Volkswagen ClimatePartner GmbH, haben sich bei ClimatePartner als strategische Säulen des Konzerns zur Generierung von Emissionsminderungsgutschriften durch eigen entwickelte Klimaschutzprojekte bewiesen. Dabei entwickelt die ClimatePartner Impact GmbH Klimaschutzprojekte für das ClimatePartner Projektportfolio sowie im direkten Auftrag von Kunden. Die Volkswagen ClimatePartner GmbH, die der Konzern zusammen mit der Volkswagen Kraftwerk AG etablierte und an der die Tochtergesellschaft ClimatePartner GmbH 50,10% der Stimmrechtsanteile hält, erstellt Klimaschutzprojekte für die Volkswagen Kraftwerk AG sowie für das ClimatePartner Projektportfolio. Durch die Eigenentwicklung von Klimaschutzprojekten sichert sich ClimatePartner zukünftig die Unabhängigkeit vom Marktplatz der Emissionsminderungsgutschriften, welcher geprägt ist von Schwankungen in Volumen, Preis und Qualität der Klimaschutzprojekte. Obwohl es ClimatePartner im Laufe des Geschäftsjahres möglich war, Umsatz und Rohertrag weiter zu steigern, hat der Konzern seine geplante Ertragskraft noch nicht wieder erzielt. Der operative Cashflow des Konzerns wird weiter durch Kreditlinien der Banken finanziert. Im Jahr 2023 wurde mit den finanzierenden Banken ein umfangreiches Sanierungskonzept für die Gesellschaft vereinbart, was im Januar 2024 unterschrieben und bis zum Jahr 2025 andauert. Zusammengefasst ist es ClimatePartner gelungen in einem sehr herausfordernden Marktumfeld die Umsatzerlöse um 55 % zu steigern bei einem relativ geringen Verlust vor Steuern von 9% bezogen auf den Umsatz, was als erfolgreiches Geschäftsjahr gewertet wird. III. Lage des Konzerns ClimatePartner zieht finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren zur Steuerung des Konzerns heran. Diese sind in erster Linie der Umsatz, die Bruttomarge sowie das verkaufte Volumen an Emissionsminderungsgutschriften (in Mio. t CO 2 ). Daneben werden die Anzahl der Kunden gesamt, der Neukunden pro Jahr sowie der Vollzeitäquivalente von Mitarbeitern in die Betrachtung einbezogen. Diese Kennzahlen werden sowohl auf Konzernebene als auch auf Ebene der operativen Gesellschaften verwendet. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wurde im Geschäftsjahr durch einen wachsenden Kundenstamm, schwankende Preise für Emissionsminderungsgutschriften, expansionsbedingte Kosten für Personal resultierend aus dem Aufbau in 2022 sowie hohe Rechts- und Beratungskosten im Rahmen der eingeleiteten Sanierungsmaßnahmen geprägt. Zudem wurden zahlreiche Maßnahmen implementiert, um das Working Capital Management zu optimieren. 1. Vermögenslage
Das Anlagevermögen ist im Geschäftsjahr um TEUR -964 auf TEUR 5.845 gesunken. Im Rahmen der integrierten Digitalisierung der angebotenen Dienstleistungsprozesse wurden in den ersten beiden Monaten des Geschäftsjahres weitere TEUR 1.254 aktiviert. Seit März 2023 wird der selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstand (TEUR 6.437) nun linear abgeschrieben. Auf das Geschäftsjahr entfällt eine Abschreibung in Höhe von TEUR 1.788. Geschäfts- und Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung betragen am 31. Dezember 2023 TEUR 31. Das Sachanlagevermögen hat sich im Geschäftsjahr um TEUR -345 auf TEUR 673, insbesondere durch die Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung, reduziert. Die Vorräte enthalten hauptsächlich erworbene Emissionsminderungsgutschriften, deren Bestand sich im Vergleich zum Vorjahr mit Fokussierung auf die gezielte Verminderung des Vorratsbestände um TEUR -19.216 auf TEUR 43.354 verringerte. Darüber hinaus umfassen die Vorräte in Höhe von TEUR 8.801 (i. Vj. TEUR 5.466) in Entwicklung befindliche eigene Projekte zur Emissionsminderung. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 18.554 vermindert. Trotz gestiegener Umsatzerlöse konnten die Forderungen gegenüber Kunden um TEUR -3.074 von TEUR 24.915 im Vorjahr auf TEUR 21.841 im Geschäftsjahr durch die Verbesserung des Mahnwesens vermindert werden. Der starke Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um TEUR 15.480 (TEUR 1.412; i. Vj. TEUR 16.892) ist insbesondere auf die im Vorjahr bestandene Forderung der Volkswagen ClimatePartner GmbH gegenüber deren Minderheitsgesellschafter VW Kraftwerk GmbH in Höhe von TEUR 13.000 für ausstehende Einzahlungen ins Eigenkapital, die im Geschäftsjahr 2023 getätigt wurde, zurückzuführen. Die liquiden Mittel umfassen insbesondere die vom Minderheitsgesellschafter geleistete Kapitaleinlage in die 2022 neu gegründete und vollkonsolidierte Volkswagen ClimatePartner GmbH (TEUR 13.000; i.Vj. TEUR 26.000). Daneben bestehen zum Stichtag Termingelder in Höhe von TEUR 36.000. Wir verweisen darüber hinaus auf unsere Ausführungen zur Finanzlage. Der Rückgang des Eigenkapitals resultiert aus dem Konzernjahresfehlbetrag 2023 in Höhe von TEUR 11.425. Der Bilanzgewinn hat sich im Geschäftsjahr auf TEUR -3.124 vermindert. Der Anstieg der Rückstellungen ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für ausstehende Rechnungen für Kombiprojekte (TEUR 1.537; i. Vj. TEUR 0) zurückzuführen. Kompensiert wird der deutliche Anstieg der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen durch den starken Rückgang der Steuerrückstellungen (TEUR 1.793; i. Vj. TEUR 3.098). Die enthaltenen Pensionsrückstellungen haben sich am 31. Dezember 2023 durch im Berichtsjahr erdienten Ansprüche und finanzmathematischen Effekte auf TEUR 731 erhöht. Der Rückgang in den Verbindlichkeiten ergibt sich aus den folgenden Effekten: Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um TEUR 1.803 auf TEUR 36.675 erhöht. Einer Abnahme bei den Darlehen aufgrund von Rückzahlungen in Höhe von TEUR 1.048 steht ein Anstieg bei in Anspruch genommenen Kontokorrentkrediten von TEUR 2.850 gegenüber. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen sind um TEUR 10.128 auf TEUR 21.626 gesunken. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind vorrangig stichtagsbedingt und durch Einkäufe von Emissionsminderungsgutschriften um TEUR 5.172 auf TEUR 15.512 angestiegen. In den sonstigen Verbindlichkeiten ergab sich eine Abnahme von TEUR 4.216, insbesondere aus niedrigerer abzuführender Umsatzsteuer. Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten Umsatzerlöse des Folgejahres und sind im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig um TEUR 364 gesunken. 2. Finanzlage
Der Finanzmittelbestand hat sich im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um TEUR 7.708 auf TEUR 27.626 erhöht. Die wesentlichen Veränderungen ergaben sich aus dem Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit von TEUR -23.388 im Vorjahr auf TEUR -1.655 im Geschäftsjahr bedingt durch die deutliche Abnahme des Vorratsvermögens in Höhe von TEUR 13.901, den Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.074, die Abschreibung auf Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 2.347 sowie die Zunahme der sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.367. Der Effekt wurde durch den im Geschäftsjahr 2023 erzielten Konzernjahresfehlbetrag (TEUR -11.549) sowie die niedrigeren Erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (TEUR -10.127) kompensiert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beinhaltet insbesondere Auszahlungen für in Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR -1.305), die teilweise durch die erhaltenen Zinsen (TEUR 998) insbesondere der Volkswagen ClimatePartner GmbH kompensiert werden. Zum Abschlussstichtag bestehen keine Investitionsverpflichtungen. Im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist die vom Minderheitsgesellschafter geleistete Kapitaleinlage in die 2022 gegründete und vollkonsolidierte Volkswagen ClimatePartner GmbH (TEUR 13.000) enthalten. Gegenläufig sind die Darlehensrückzahlungen in Höhe von TEUR 1.052 sowie die gezahlten Zinsen in Höhe von TEUR 2.295 zu betrachten. Zum Bilanzstichtag erfolgte die Finanzierung von ClimatePartner durch marktüblich verzinste Bankkreditlinien. Zum 31. Dezember 2023 beliefen sich die bestehenden Finanzverbindlichkeiten aus den kurzfristigen Kreditlinien auf einen Nominalbetrag von TEUR 32.339 (bei einem ausnutzbaren Kreditgesamtrahmen für kurzfristige Kontokorrentziehungen von TEUR 42.123) und aus den langfristigen Darlehen auf einen Nominalbetrag von TEUR 4.268. Zudem besteht eine gegenüber der ClimatePartner Switzerland AG eingeräumte Endfälligkeitsfinanzierung mit vorzeitiger Tilgungsoption mit einem Volumen von nominal TCHF 62 (per 31. Dezember 2023), die im Juni 2025 zur Rückzahlung fällig wird (Rückzahlung zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung bereits erfolgt). Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird mit Hilfe der eingeräumten Kreditlinien bedient. 3. Ertragslage
Die Gesamtleistung des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr um 46 % auf TEUR 176.870 erhöht. Die von ClimatePartner aufgrund des starken Wachstums der Vergangenheit höher gesetzten Umsatzziele für 2023 konnten, bedingt durch die Zurückhaltung der Kunden aufgrund der verschlechterten wirtschaftlichen Lage nicht erreicht werden. Dennoch konnte mit Hilfe des hervorragenden Kundenstamms, der sehr guten Marktstellung und der hohen Nachfrage nach Dienstleistungen im Bereich des Klimaschutzes trotz der widrigen Umstände im Geschäftsjahr Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 170.840 (i. Vj. TEUR 110.190) erzielt und das Umsatzwachstum mit einer Rate von 55 % (i. Vj. 75,86%) weiter fortgesetzt werden. Das Verkaufsvolumen von Emissionsminderungsgutschriften wurde dabei von 12 Mio. t CO 2 im Vorjahr auf rund 19 Mio. t CO 2 im Geschäftsjahr gesteigert, hauptsächlich durch den Anstieg bei der Volkswagen ClimatePartner GmbH. Zusätzlich gelang es ClimatePartner, wie im Vorjahr ca. 2.000 Neukunden zu gewinnen und seinen Kundenstamm weiter auszubauen. Dies liegt nicht zuletzt begründet in dem allgemein stark gestiegenen Bewusstsein für die Risiken des Klimawandels und der Notwendigkeit von Klimaschutzmaßnahmen sowie der regulatorischen Anforderungen im Rahmen des EU Green Deals und der damit verbundenen Berichtspflichten, auf die sich Unternehmen vermehrt vorbereiten. Insbesondere große Handelsketten und Konsumgüterhersteller beziehen Klimaschutzstrategien in ihre Lieferketten ein, was zu einer gestiegenen Nachfrage nach Lösungen in diesem Bereich führt. Neben den Umsatzerlösen sind in der Gesamtleistung Bestandsveränderungen der in den Vorräten enthaltenen Emissionsminderungsprojekte in Höhe von TEUR 4.776 (i. Vj. TEUR 5.793) sowie aktivierte Eigenleistungen für in Entwicklung befindliche selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 1.254 (i. Vj. TEUR 5.183) enthalten. Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Erträgen ergibt sich im Wesentlichen durch höhere realisierte Erträge aus der Währungsumrechnung. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional erhöht, wodurch im Vergleich zum Vorjahr etwas geringere Margen realisiert werden konnten. Die Bruttomarge hat sich im Berichtsjahr von 43% auf 31% verringert. Ursächlich für die Reduktion der Margen sind Preissteigerungen, die gezielt, aber nicht vollständig, weitergegeben werden konnten. Zudem konnten erhebliche Umsatzsteigerung im Wesentlichen bei hochvolumigen Transaktionen erzielt werden. Die Margen dieser Transaktionen sind allgemein geringer, bewegen sich jedoch auf Vorjahresniveau. Grundsätzlich geht ClimatePartner davon aus, dass die Aufrechterhaltung eines stabilen Margenniveaus durch das besondere Dienstleistungsangebot und das Angebot hoch qualitativer Projekte weiterhin möglich ist. ClimatePartner hat mit der Gründung der ClimatePartner Impact GmbH, die eigene Klimaschutzprojekte entwickelt, auf die Marktentwicklung reagiert und will künftig mit eigenen qualitativ hochwertigen Emissionsminderungsgutschriften marktfähig bleiben. Der Personalaufwand ist im Geschäftsjahr um TEUR 5.105 angestiegen. Zum Stichtag lag die Mitarbeiterzahl bei 473 (i. Vj. 652). Die Zahl der Vollzeitäquivalente ist im Vergleich zum Vorjahr um 111 (496; i. Vj. 607) zurückgegangen. Die Reduktion des Personalstammes ist eine der zu Beginn des Geschäftsjahres durchgeführten wichtigen Maßnahmen zur Stärkung der Liquidität und zur Wiederherstellung der Ertragskraft der Gruppe. Der Anstieg in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert insbesondere aus vermehrt für die Projektentwicklung seitens ClimatePartner Impact GmbH und ClimatePartner GmbH bezogenen Fremdleistungen (TEUR 7.099; i. Vj. TEUR 4.238) sowie aus höheren Rechts- und Beratungskosten (TEUR 4.746; i. Vj. TEUR 2.117). Darüber hinaus sind gestiegene realisierte Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Das Zinsergebnis hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 538 auf TEUR -1.296 verringert. Die Zinsaufwendungen enthalten mit TEUR 2.070 (i. Vj. TEUR 595) vorrangig Zinsen für die Bankdarlehen und Kontokorrentkredite. IV. Prognose, Risiken und Chancen 1. Prognose Das Marktumfeld wird im Jahr 2024 geprägt sein durch die zunehmende Regulierung mit Bezug auf ESG-Themen. Insbesondere der Entwurf der Green Claims Directive wird weiterhin verhandelt. Zusätzlich werden sich die Unternehmen intensiv auf die Umsetzung der Anforderungen aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) und dem im Juli 2024 verabschiedeten Lieferkettengesetz (CSDDD) vorbereiten. Hierbei ist zu erwarten, dass Softwareanbieter und Beratungshäuser entsprechende Angebote entwickeln und an den Markt gehen. In Bezug auf den freiwilligen Markt für Emissionsminderungsgutschriften (VER) ist damit zu rechnen, dass die Entwicklung in Richtung von sog. Contribution Claims und harmonisierten Regeln für eine integre Verwendung von VER und die damit verbundene Kommunikation im Unternehmenskontext weiter vorangetrieben werden. Auch die Diskussionen zur Operationalisierung von Artikel 6 des Pariser Klimaschutzabkommen werden im Jahr 2024 fortgeführt. Dem Kampf um personelle Ressourcen tritt ClimatePartner auch weiterhin durch die zunehmende Digitalisierung der Dienstleistung entgegen. Nach einer Phase sehr schnellen personellen Wachstums geht ClimatePartner für 2024 von einem moderaten Wachstum aus. Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach CO 2 -Bilanzierungen - auch in Vorbereitung auf die Umsetzung der Anforderungen aus der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) - erwarten wir eine Steigerung der Umsatzerlöse aus der Erbringung unserer Dienstleistungen. Mit Wiederherstellung des Vertrauens in den VCM, insbesondere durch die Vereinheitlichung der Qualitätsstandards, und zusätzlich getrieben durch zahlreiche Initiativen verschiedener Unternehmen zur Erreichung der eigenen Netto-Null- Emissionsziele, ist perspektivisch mit einem Wachstum des Marktes zu rechnen. Vor dem Hintergrund dieser Rahmenbedingungen erwartet die Geschäftsführung eine positive Entwicklung der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage. Verglichen mit dem Vorjahresniveau wird ein moderates Umsatzwachstum, ein leicht steigendes Volumen an verkauften Emissionsminderungsgutschriften sowie ein leicht negatives Jahresergebnis erwartet. 2. Risiken Zum 31. Dezember 2023 bestanden Bankverbindlichkeiten in Höhe von 36,7 Mio. EUR, die im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme von Kontokorrentkreditlinien herrührten. Bis zur endgültigen Vorlage des finalen Sanierungsgutachtens gemäß IDW S6 wurde ein Stillhalteabkommen mit den finanzierenden Kreditinstituten abgeschlossen. Ende Januar 2024 wurde das finale Sanierungsgutachten gemäß dem IDW S6 Standard den Finanzierern der ClimatePartner vorgelegt. Dieses bescheinigt der Gruppe eine positive Fortführungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Auch auf Basis des positiven Sanierungsgutachtens konnte die Finanzierung der Gruppe bis Ende 2025 gesichert werden. Dabei wurde die Ende Dezember 2022 seitens eine der kreditgebenden Banken vorgenommenen Sistierung eines Teilbetrags ihrer gewährten Kreditlinie, z.T. wieder rückgängig gemacht. ClimatePartner hat sich gegenüber den finanzierenden Kreditinstituten verpflichtet, bestimmte Maßnahmen umzusetzen und definierte Meilensteine zu erreichen. Alle Maßnahmen wurden angestoßen und deren Umsetzung erfolgt derzeit plankonform. Teil der Vereinbarung ist zudem die Einhaltung bestimmter Finanzkennzahlen. Die Nicht- Einhaltung würde zu einem potenziellen Kündigungsgrund führen. Bisher wurden die Kennzahlen eingehalten. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die Liquidität der Gruppe gewährleistet ist. Für den unerwarteten Fall nicht absehbarer negativer Effekte hat die Gesellschaft bereits Vorbereitungen getroffen und befindet sich in Gesprächen zur kurzfristigen Liquiditätsbeschaffung. Diese könnten im umfangreichen Verkauf von Emissionsminderungsgutschriften zu ermäßigten Verkaufspreisen bestehen. Davon will die Gesellschaft nur im äußersten Notfall Gebrauch machen. Die Geschäftsführung geht vom Fortbestand des Unternehmens aus. Risiken ergeben sich auf der Einkaufsseite durch die Preisvolatilität bei Emissionsminderungsgutschriften. ClimatePartner begegnet diesen, indem neue langfristige Abnahmeverpflichtungen nicht mehr eingegangen werden und größere Transaktionen, bei denen die Emissionsminderungsgutschriften nicht vorrätig sind, im Rahmen vom Back-to-back-Geschäften abgebildet werden. Auf EU-Ebene wird im Rahmen des EU Green Deals im Zuge der Green Claims Initiative zur Stärkung der Rechte von Verbrauchern an einheitlichen rechtlichen Vorgaben für die Vergabe und Nutzung von Umweltsiegeln gearbeitet. Das Gesetzgebungsverfahren ist noch in vollem Gange und aktuell sind noch viele Detailfragen offen. Grundsätzlich ist es jedoch zu begrüßen, dass auf EU-Ebene an einheitlichen Regeln gearbeitet wird, die dazu führen werden, dass Umweltsiegel verlässliche Aussagen treffen und Unternehmen Rechtssicherheit für die Kommunikation ihres Umweltengagements gegenüber Verbraucherinnen und Verbrauchern herstellen. ClimatePartner agiert in einem Marktumfeld, das in den vergangenen Jahren von verschiedenen Akteuren aus der Zivilgesellschaft zum Teil kritisch beurteilt wurde. Zahlreiche negative Medienberichte im Jahr 2023 befassten sich mit mutmaßlichen Missständen in Klimaschutzprojekten, die zur Generierung von Emissionsminderungsgutschriften genutzt werden. Prominentes Beispiel war das Kariba-Projekt der Firma South Pole, das in einem umfassenden Bericht des Magazins New Yorker kritisiert wurde und letztendlich zum Rücktritt des CEO der Firma führte. ClimatePartner begegnet derartiger Kritik auf zwei Wegen. Einerseits unterzieht ClimatePartner alle Projekte, die von Projektentwicklern eingekauft werden, einer umfassenden Due Diligence, um sicherzustellen, dass höchste Qualitätsstandards eingehalten werden. Zum anderen setzt ClimatePartner vermehrt auf die Entwicklung eigener Projekte und kontrolliert damit direkt die Aktivitäten vor Ort und kann frühzeitig einschreiten, wenn Unregelmäßigkeiten oder Widrigkeiten auftreten bzw. deren Vermeidung sicherstellen. ClimatePartner hat durch das stetige Wachstum in allen Unternehmensbereichen kontinuierlichen Bedarf an neuen Talenten, sodass der Fachkräftemangel ein Risiko darstellen könnte. Allerdings ist ClimatePartner an verschiedenen Standorten vertreten, um auf einen möglichst großen Talent-Pool zugreifen zu können. Außerdem bietet ClimatePartner Jobs mit Purpose, die den Mitarbeitenden ermöglichen im Beruf, an einem der dringendsten Themen unserer Zeit zu arbeiten. 3. Chancen Für ClimatePartner ergeben sich aktuell die größten Chancen durch die weiterhin anhaltende Nachfrage nach hochwertigen Klimaschutzlösungen durch Unternehmen sowie den Ausbau des bestehenden internationalen Geschäfts. Die in 2025 für viele Unternehmen wirksam werdenden regulatorischen Anforderungen in den Bereichen Berichterstattung und Transparenz bieten darüber hinaus Chancen, das Geschäftsfeld auszuweiten und neue Beratungsleistungen zu entwickeln. ClimatePartner profitiert von der Positionierung als Komplettanbieter für den freiwilligen Klimaschutz. Mit der Projektentwicklungsgesellschaft ClimatePartner Impact GmbH ist es bereits gelungen die eigene Wertschöpfungskette erfolgreich zu erweitern. Hochwertige Klimaschutzprojekte zu entwickeln, die zusätzlich auch den Fokus auf Social Impact legen, helfen nicht nur die Qualität besser zu kontrollieren, sondern differenzieren ClimatePartner klar von den Wettbewerbern, die lediglich eingekaufte Emissionsminderungsgutschriften anbieten. Das gestiegene Interesse und die bereits erfolgreiche Vermittlung von Klimaschutzprojekte an große internationale Firmen untermauern den eingeschlagenen Weg und stellen eine große Chance auch für zukünftiges Wachstum dar. Regulatorische Initiativen sollen nicht nur dazu beitragen, bestehende Unsicherheiten im Markt zu verringern, sondern verpflichten Unternehmen konkrete Schritte in Richtung Klimaschutz zu gehen. Für ClimatePartner eröffnen sich damit vielfältige Chancen Unternehmen auf dem Weg zu Netto-Null- Emissionen - allein oder in Kooperation mit Partnern - zu begleiten. Der zunehmende Druck die eigenen Lieferketten zu dekarbonisieren, machen Unternehmen potente Multiplikatoren, indem sie ihre Zulieferer dazu bewegen, ebenfalls den Weg zu mehr Klimaschutz einzuschlagen. Im Ergebnis entsteht bei Unternehmen jeder Größe der Bedarf nach Lösungen zur Bilanzierung, Reduktion und Kommunikation von CO 2 -Fußabdrücken. Diesen Bedarf deckt ClimatePartner mit Softwarelösungen, Beratung sowie dem Angebot hochwertiger Emissionsminderungsgutschriften. Zugang zum Kapitalmarkt ClimatePartner verzeichnet aufgrund der insgesamt soliden Wirtschaftsleistung und des zukünftigen Marktpotenzials trotz des Jahresfehlbetrags weiterhin reges Interesse von Kapitalgebern. V. Nachtragsbericht Wir verweisen hierzu auf die Ausführungen im Konzernanhang.
München, 15. August 2024 Sustainable Partner GmbH Die Geschäftsführung |
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Sustainable Partner GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
St.-Martin-Str. 59
81669 München - Handelsregister
- HRB 152429, München
- Eintragungsdatum
- 5. Mai 2004
- Branche
-
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Unternehmensberatung
Erbringung von Dienstleistungen für Forstwirtschaft und Holzeinschlag - Eingetragenes Kapital
- 102.122,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Erbringung von Beratungsdienstleistungen im Bereich Nachhaltigkeit.
Finanzen
Bilanz
- Umlaufvermögen 79,5 % 37,96 Mio
- Anlagevermögen 16,3 % 7,79 Mio
- Aktive latente Steuern 4,0 % 1,93 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 33,1 k
- Eigenkapital 66,9 % 31,95 Mio
- Verbindlichkeiten 28,1 % 13,41 Mio
- Rückstellungen 5,0 % 2,40 Mio
- Passive latente Steuern 0,0 % 0
Bilanzdaten für 9 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzerlöse 87,9 % 140,01 Mio
- EBIT 8,2 % −13,05 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 1,8 % 2,80 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1,4 % −2,18 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,8 % 1,23 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 0
- Materialaufwand 55,7 % −89,39 Mio
- Personalaufwand 26,6 % −42,69 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 11,9 % −19,12 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2,6 % −4,13 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,6 % −2,54 Mio
- Abschreibungen 1,5 % −2,48 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % −480
- Ergebnis nach Steuern −18,49 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −18,49 Mio
GuV-Daten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Moritz Philipp Lehmkuhl
seit 2004 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Conservation Luxco S.à.r.l. 50,0 % 51k €
- 10x GmbH DEU 18,1 % 19k €
- Lehmkuhl Consult GmbH DEU 13,9 % 14k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
-
M***** L******
≥25%
25,0 %
-
A****** E****
6,1 %
Beteiligungen an
- One Carbon GmbH 100,0 %
- ClimatePartner GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
20.08.
SatzungsänderungSustainable Partner GmbH
- 2025
-
02.10.
SatzungsänderungSustainable Partner GmbH
-
02.10.
Änderung des Stamm-/GrundkapitalsSustainable Partner GmbH
- 2023
-
23.11.
Austritt einer PositionT****** F****** · Geschäftsführer
- 2021
-
23.11.
Änderung des Stamm-/GrundkapitalsSustainable Partner GmbH
-
23.11.
SatzungsänderungSustainable Partner GmbH
- 2018
-
26.02.
AdressänderungSustainable Partner GmbH
- 2011
-
19.09.
Austritt einer PositionJ** B***** · Geschäftsführer
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
/v1/fetch-document- Aktueller Auszug (AD) PDF
- Chronologischer Auszug (CD) PDF
- Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
- Gesellschafterliste PDF
- Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Sustainable Partner GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 97efd892cf37df864ee8240e39f49656",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Dieses Unternehmen abfragen
Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:
Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Sustainable Partner GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.
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