aktiv Rechtsform GmbH Gesellschaft mit beschränkter Haftung

tonies Holding GmbH

DüsseldorfDüsseldorf, DEU ·HRB 96556 Düsseldorf

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Oststraße 119
40210 Düsseldorf
Handelsregister
HRB 96556, Düsseldorf
Eintragungsdatum
24. Juni 2019
Branche
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Eingetragenes Kapital
102.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Der Erwerb, das Halten, Verwalten und Verwerten von Beteiligungen, insbesondere der direkten Beteiligung an der A.VI Beteiligungs GmbH, mit dem Sitz in München, eingetragen im Handelsregister München unter HRB 249934.

Finanzen

Mitarbeiter 2024
523
Bilanzsumme 2024
558,30 Mio. €
4 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 438,01 Mio
  • Anlagevermögen 63,9 % 280,04 Mio
  • Umlaufvermögen 36,1 % 157,97 Mio
Passivseite 438,01 Mio
  • Eigenkapital 99,9 % 437,69 Mio
  • Verbindlichkeiten 0,0 % 196,0 k
  • Rückstellungen 0,0 % 121,0 k
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Bilanzdaten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 2,66 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 65,9 % 1,75 Mio
  • Umsatzerlöse 34,1 % 907,0 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,0 % 0
Aufwendungen 1,55 Mio
  • Personalaufwand 54,1 % −837,4 k
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 34,5 % −535,0 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 11,4 % −176,4 k
  • Materialaufwand 0,0 % 0
  • Ergebnis nach Steuern 1,11 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,11 Mio
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GuV-Daten für 1 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Christoph Oliver Frehsee seit 2025 Geschäftsführer
  • Hansjörg Müller seit 2025 Geschäftsführer
  • Tobias Wann seit 2024 Geschäftsführer
  • Virginia Saino McCormick seit 2024 Geschäftsführer
  • Philipp Michael Dr. Storm seit 2022 Prokura
7 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • tonies SE LUX Registre de commerce et des sociétés Luxembourg B252939 100,0 % 102k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2026
  2. 05.01.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Virginia Saino McCormick · Geschäftsführer
  3. 05.01.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Hansjörg Müller · Geschäftsführer
  4. 2025
  5. 09.09.
    Austritt einer Position
    Jan Dr. Middelhoff · Geschäftsführer
  6. 09.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    Christoph Oliver Frehsee · Geschäftsführer
  7. 09.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    Hansjörg Müller · Geschäftsführer
  8. 2024
  9. 26.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    Virginia Saino McCormick · Geschäftsführer
  10. 10.04.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    J** M****** · Geschäftsführer
  11. 10.04.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Tobias Wann · Geschäftsführer
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2019 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Volltext

tonies Holding GmbH

Düsseldorf

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1. Konzernbilanz

2. Konzerngesamtergebnisrechnung

3. Konzernkapitalflussrechnung

4. Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Konzernbilanz

Konzernbilanz Anmerkungen 31.12.2023 31.12.2022
in TEUR
Vermögenswerte
Sachanlagen 7 6.620 7.026
Nutzungsrechte an Vermögenswerten 7 5.356 5.407
Immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) 8 108.569 114.598
Goodwill 8 162.236 162.236
Sonstige Vermögenswerte 2 2
Langfristige Vermögenswerte 282.782 289.269
Vorräte 10 76.069 84.322
Ansprüche auf Rückgabe 19.2 1.155 115
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11 50.866 34.545
Sonstige Vermögenswerte 11 23.718 18.006
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 12 58.463 52.491
Kurzfristige Vermögenswerte 210.271 189.479
Gesamtvermögen 493.053 478.748
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 13 102 102
Kapitalrücklage 13 437.558 436.458
Sonstige Rücklagen 13 27.823 25.337
Gewinnrücklagen 13 -110.075 -62.041
Gewinn (Verlust) 13 -17.583 -48.034
Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital 337.824 351.821
Nicht beherrschende Anteile 0 0
Eigenkapital insgesamt 337.824 351.821
Verbindlichkeiten
Leasingverbindlichkeiten 9 4.758 4.989
Verbindlichkeiten aus aktienbasierten Vergütungen 21 6.816 6.049
Latente Steuerverbindlichkeiten 26 24.257 20.209
Langfristige Verbindlichkeiten 35.831 31.247
Einkommensteuerverbindlichkeiten 26 2.739 78
Darlehen und Kredite 15 15.555 0
Leasingverbindlichkeiten 9 856 586
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 42.553 39.412
Sonstige Verbindlichkeiten 16 38.870 34.367
Rückstellungen 17 18.825 21.237
Kurzfristige Verbindlichkeiten 119.398 95.680
Verbindlichkeiten insgesamt 155.229 126.927
Eigenkapital und Verbindlichkeiten insgesamt 493.053 478.748

Die beigefügten Angaben im Konzernanhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzerngesamtergebnisrechnung

Konzernkapitalflussrechnung Anmerkungen 1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
in TEUR
Fortgeführte Aktivitäten
Umsatzerlöse 19 360.948 258.282
Bestandsveränderung -8.829 47.574
Materialaufwendungen 20 -129.659 -166.547
Bruttogewinn 222.460 139.309
Lizenzaufwendungen -36.332 -31.668
Bruttogewinn nach Lizenzaufwendungen 186.128 107.641
Aktivierte Eigenleistungen 1.416 0
Sonstige Erträge 23 6.923 8.406
Personalaufwendungen 22 -48.623 - 57.170
Sonstige Aufwendungen 24 -137.428 -90.419
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 8.416 -31.542
Abschreibungen 7 / 8 -19.480 - 18.414
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) -11.065 -49.956
Finanzerträge 25 2.230 0
Finanzierungsaufwendungen 25 -2.036 -3.062
Ergebnis vor Steuern (EBT) -10.870 -53.018
(Steueraufwendungen)/Steuerertrag 26 -6.713 4.984
Gewinn (Verlust) der Periode -17.583 -48.034
Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden oder werden können
Wechselkursdifferenzen aus der Umrechnung in die Berichtswährung -2.459 -821
Sonstiges Ergebnis der Periode -2.459 -821
Gesamtergebnis der Periode -20.043 -48.855
Der Gewinn (Verlust) ist zuzurechnen:
Eigentümer des Mutterunternehmens -17.583 -48.034
Das Gesamtergebnis ist zuzurechnen:
Eigentümer des Mutterunternehmens -20.043 -48.855
Gewinn (Verlust) pro Anteil (in EUR)
Unverwässert 27 -0,18 -0,48
Verwässert 27 -0,18 -0,48

Die beigefügten Angaben im Konzernanhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzernkapitalflussrechnung

Konzernkapitalflussrechnung Anmerkungen 1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
in TEUR
Gewinn (Verlust) für die Periode -17.583 -48.034
Abschreibungen 7 / 8 19.480 18.414
(Finanzertrag)/Finanzierungsaufwendungen 25 -194 3.062
(Steuerertrag)/Steueraufwendungen 26 6.713 -4.984
EBITDA 8.416 -31.542
Abnahme (Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11 -16.321 -12.234
Verminderung (Erhöhung) der Vorräte 10 8.253 -52.792
Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16 3.142 8.621
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens -4.926 -56.406
Abnahme (Zunahme) der sonstigen Aktiva 11 -6.752 973
Zunahme (Abnahme) der sonstigen Rückstellungen 17 -2.412 -1.622
Zunahme (Abnahme) der sonstigen Verbindlichkeiten 16 7.589 -1.499
Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus aktienbasierten Vergütungen 21 1.321 -1.885
Zunahme der aktienbasierten Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 21 4.945 24.539
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit vor Ertragsteuern 8.180 -67.442
Gezahlte Einkommensteuer 26 -36 -565
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 8.144 -68.007
Erwerb von Sachanlagen 7 -3.959 -3.404
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten 8 -7.619 -10.147
Aktivierte Entwicklungsaufwendungen -1.416 0
Erhaltene Zinsen 81 0
Cashflow aus Investitionstätigkeit -12.913 -13.551
Einzahlungen in die Kapitalrücklage 13 1.100 70.000
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 15 15.000 0
Rückzahlung von Krediten 15 0 -332
Gezahlte Zinsen 15 -1.803 -451
Zahlung von Leasingverbindlichkeiten 15 -1.099 -588
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13.199 68.629
Nettozunahme der Zahlungsmittel 8.431 -12.929
Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursdifferenzen -2.459 892
Zahlungsmittel zu Beginn der Periode 12 52.491 64.528
Zahlungsmittel am Ende der Periode 12 58.463 52.491

Die beigefügten Angaben im Konzernanhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Konzerneigenkapital-veränderungsrechnung Anmerkungen Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2023 102 436.458
Gesamtergebnis der Periode
Gewinn (Verlust) der Periode
Sonstiges Ergebnis der Periode 13
Gesamtergebnis der Periode 0 0
Beiträge und Ausschüttungen
Einzahlung in die Kapitalrücklage 13 1.100
Aktienbasierte vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 21
Beiträge und Ausschüttungen insgesamt 0 1.100
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens insgesamt 0 1.100
Andere Änderungen
Stand zum 31. 12. 2023 102 437.558
Konzerneigenkapital-veränderungsrechnung Währungsumrechungsrücklage Rücklage für aktienbasierte Vergütung
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2023 -1.357 26.694
Gesamtergebnis der Periode
Gewinn (Verlust) der Periode
Sonstiges Ergebnis der Periode -2.459
Gesamtergebnis der Periode -2.459
Beiträge und Ausschüttungen
Einzahlung in die Kapitalrücklage
Aktienbasierte vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 4.945
Beiträge und Ausschüttungen insgesamt 0 4.945
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens insgesamt 0 4.945
Andere Änderungen
Stand zum 31. 12. 2023 -3.816 31.639
Konzerneigenkapital-veränderungsrechnung Gewinnrücklagen Gewinn (Verlust) Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital Nicht-beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2023 -110.075 0 351.821 0 351.821
Gesamtergebnis der Periode
Gewinn (Verlust) der Periode -17.583 -17.583 -17.583
Sonstiges Ergebnis der Periode -2.459 -2.459
Gesamtergebnis der Periode 0 -17.583 -20.043 0 -20.043
Beiträge und Ausschüttungen
Einzahlung in die Kapitalrücklage 1.100 1.100
Aktienbasierte vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 4.945 4.945
Beiträge und Ausschüttungen insgesamt 0 4.945 0 6.045
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens insgesamt 0 4.945 0 6.045
Andere Änderungen
Stand zum 31. 12. 2023 -110.075 -17.583 337.824 0 337.824

Die beigefügten Angaben im Konzernanhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung

Konzerneigenkapital-veränderungsrechnung Anmerkungen Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2022 100 368.610
Gesamtergebnis der Periode
Gewinn (Verlust) der Periode
Sonstiges Ergebnis der Periode 13
Gesamtergebnis der Periode 0 0
Beiträge und Ausschüttungen
Einzahlung in die Kapitalrücklage 13 70.000
Aktienbasierte vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 21 -2.155
Beiträge und Ausschüttungen insgesamt 0 67.845
Änderungen in den Eigentumsverhältnissen
Änderungen im NCI ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse 13 2 3
Summe der Änderungen der Eigentumsanteile 2 3
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens insgesamt 2 67.848
Andere Änderungen
Stand zum 31. 12. 2022 102 436.458
Konzerneigenkapital-veränderungsrechnung Währungsumrechungsrücklage Rücklage für aktienbasierte Vergütung
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2022 -536 0
Gesamtergebnis der Periode
Gewinn (Verlust) der Periode
Sonstiges Ergebnis der Periode -821
Gesamtergebnis der Periode -821
Beiträge und Ausschüttungen
Einzahlung in die Kapitalrücklage
Aktienbasierte vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 26.694
Beiträge und Ausschüttungen insgesamt 0 26.694
Änderungen in den Eigentumsverhältnissen
Änderungen im NCI ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse
Summe der Änderungen der Eigentumsanteile 0 0
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens insgesamt 0 26.694
Andere Änderungen
Stand zum 31. 12. 2022 -1.357 26.694
Konzerneigenkapital-veränderungsrechnung Gewinnrücklagen Gewinn (Verlust) Den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnendes Eigenkapital Nicht-beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2022 -80.346 0 287.828 18.836 306.663
Gesamtergebnis der Periode
Gewinn (Verlust) der Periode -48.034 -48.034 -48.034
Sonstiges Ergebnis der Periode -821 -821
Gesamtergebnis der Periode 0 -48.034 -48.855 0 -48.855
Beiträge und Ausschüttungen
Einzahlung in die Kapitalrücklage 70.000 70.000
Aktienbasierte vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 24.539 24.539
Beiträge und Ausschüttungen insgesamt 0 0 94.539
Änderungen in den Eigentumsverhältnissen
Änderungen im NCI ohne Änderung der Eigentumsverhältnisse 18.836 18.841 -18.836 5
Summe der Änderungen der Eigentumsanteile 18.836 0 18.841 -18.836 5
Transaktionen mit Eigentümern des Unternehmens insgesamt 18.836 0 113.380 -18.836 94.544
Andere Änderungen -531 531 531
Stand zum 31. 12. 2022 -62.041 -48.034 351.821 0 351.821

Die beigefügten Angaben im Konzernanhang sind integraler Bestandteil dieses Konzernabschlusses.

Konzernanhang

1. Allgemeine Informationen

Die tonies Holding GmbH (die "Gesellschaft" oder "tonies Holding") hat ihren Sitz in Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts B in Düsseldorf unter der Nummer HRB 96556 eingetragen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in der Oststraße 119, 40210 Düsseldorf, Deutschland. Der vorliegende Konzernabschluss umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "Konzern", "Gruppe" oder "tonies" bezeichnet).

Die tonies Holding ist über ihre indirekte Tochtergesellschaft tonies GmbH der Hersteller des innovativen Audiosystems "Tonies", das aus einer Lautsprecherbox namens Toniebox und verschiedenen Figuren besteht, die unter dem Namen Tonies vermarktet werden und es Kindern ermöglichen, Geschichten und Musik ihrer Wahl zu hören, indem sie einen Tonie auf die Toniebox stellen.

Die tonies Holding ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der tonies SE, Luxemburg, die im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert ist.

Zum 31. Dezember 2023 stellt sich die Konzernstruktur der tonies SE als globale Obergesellschaft und direkte Muttergesellschaft der tonies Holding wie folgt dar:

Die tonies SE stellt den Konzernabschluss für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, dem die tonies Holding als Tochterunternehmen angehört; dieser ist am Ort der Muttergesellschaft bzw. unter https://ir.tonies.com erhältlich.

2. Grundlagen der Erstellung

2.1. Erklärung zur Einhaltung der Vorschriften

Der Konzernabschluss von tonies wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) erstellt, wie sie von der Europäischen Union zum 31. Dezember 2023 übernommen wurden. Die Bezeichnung IFRS umfasst auch alle gültigen International Accounting Standards (IAS) sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC).

Der Konzernabschluss wurde von der Geschäftsführung am 27. Juni 2025 genehmigt.

Die Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz wurden gemäß IAS 1 nach den Kriterien des IAS 1.54 ff. als kurzfristig / langfristig klassifiziert.

tonies hat sich entschieden, eine Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung nach dem Gesamtkostenverfahren zu erstellen.

tonies hat sich für die Darstellung des konsolidierten Gesamtergebnisses nach dem "One-Statement"-Ansatz entschieden. Die Konzernbilanz entspricht den Gliederungsvorschriften des IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Bei der Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses werden die Posten, die in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden, getrennt von den Posten dargestellt, die nie umgegliedert werden. Die Vermögenswerte und Schulden werden nach ihrer Fälligkeit gegliedert. tonies stellt den konsolidierten Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit nach der indirekten Methode dar. Einzelne Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und des sonstigen Ergebnisses sowie der Konzernbilanz werden zusammengefasst, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern. Diese Posten werden im Anhang des Konzernabschlusses erläutert.

Alle Beträge wurden auf den nächsten Tausender gerundet, sofern nicht anders angegeben. Da die Beträge in Tausend Euro angegeben sind, kann es aufgrund kaufmännischer Rundung zu Rundungsdifferenzen kommen. In Einzelfällen kann es vorkommen, dass gerundete Beträge und Prozentangaben bei der Addition nicht 100 % der angegebenen Summe entsprechen und dass die Zwischensummen in Tabellen geringfügig von den ungerundeten Werten abweichen.

2.2. Fortführung des Unternehmens

Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung gemäß IAS 1.25 erstellt.

2.3. Bemessungsgrundlage

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der historischen Kosten erstellt. Dies gilt grundsätzlich nicht für derivative Finanzinstrumente, da diese zum beizulegenden Zeitwert am Bilanzstichtag angesetzt werden. Eine entsprechende Erläuterung erfolgt im Zusammenhang mit den jeweiligen Rechnungslegungsgrundsätzen.

2.4. Funktionale Währung und Berichtswährung

Der vorliegende Konzernabschluss wird in Euro, der Berichtswährung von tonies, erstellt. Alle Beträge wurden auf die nächsten Tausend Euro gerundet, sofern nicht anders angegeben.

2.5. Kurzfristige/langfristige Klassifizierung

Ein Vermögenswert wird als kurzfristig eingestuft, wenn erwartet wird, dass er innerhalb des normalen Betriebszyklus von einem Jahr realisiert oder verbraucht wird. Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft.

Eine Verbindlichkeit wird als kurzfristig eingestuft, wenn sie voraussichtlich innerhalb des normalen Geschäftszyklus von einem Jahr beglichen wird. Alle anderen Verbindlichkeiten werden als langfristig eingestuft.

3. Wesentliche Rechnungslegungsgrundsätze

tonies hat die folgenden Rechnungslegungsgrundsätze konsequent auf alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Zeiträume angewandt

Es wurden keine größeren Auswirkungen aktueller externer Faktoren wie Klimakrise, Risiken in der Lieferkette oder Ukraine-Krise auf die Rechnungslegungsstrategien und -praktiken der Unternehmen festgestellt.

3.1. Konsolidierung

3.1.1. Unternehmenszusammenschlüsse

Die Gruppe bilanziert Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode, wenn die erworbenen Aktivitäten und Vermögenswerte die Definition eines Unternehmens erfüllen und die Kontrolle auf die Gruppe übergegangen ist. Bei der Feststellung, ob eine bestimmte Gruppe von Aktivitäten und Vermögenswerten ein Geschäft ist, beurteilt die Gruppe, ob die Gruppe von Vermögenswerten und Aktivitäten, die erworben wurden, mindestens einen Input und einen substantiellen Prozess beinhaltet und ob die erworbene Gruppe die Fähigkeit hat, Outputs zu produzieren.

Die beim Erwerb übertragene Gegenleistung wird im Allgemeinen zum beizulegenden Zeitwert bewertet, ebenso wie das erworbene identifizierbare Nettovermögen. Ein eventuell vorhandener Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und bei auslösenden Ereignissen auf Ad-hoc-Basis. Jeder Gewinn aus einem günstigen Erwerb wird nach weiterer Prüfung in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Transaktionskosten werden bei ihrem Anfall als Aufwand verbucht, es sei denn, sie stehen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Schuldtiteln oder Aktien.

3.1.2. Tochtergesellschaften

Tochterunternehmen sind Unternehmen, die von der Gruppe beherrscht werden. Die Gruppe "beherrscht" ein Unternehmen, wenn sie schwankenden Renditen aus ihrem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen durch ihre Macht über Unternehmen zu beeinflussen. Die Jahresabschlüsse von Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet, in den Konzernabschluss einbezogen.

3.1.3. Bei der Konsolidierung eliminierte Geschäftsvorfälle

Konzerninterne Salden und Transaktionen sowie alle nicht realisierten Erträge und Aufwendungen (mit Ausnahme von Gewinnen oder Verlusten aus Fremdwährungstransaktionen), die sich aus konzerninternen Transaktionen ergeben, werden eliminiert.

3.2. Fremdwährung

3.2.1. Fremdwährungstransaktionen

Transaktionen in Fremdwährungen werden zu den am Tag der Transaktion geltenden Wechselkursen in die jeweilige funktionale Währung der Konzernunternehmen umgerechnet.

Auf Fremdwährungen lautende monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zu dem am BIlanzstichtag geltenden Wechselkurs in die funktionale Währung umgerechnet. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die mit ihrem beizulegenden Zeitwert in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs in die funktionale Währung umgerechnet, der zum Zeitpunkt der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts gültig war. Nicht monetäre Posten, die zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsdifferenzen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst und im Materialaufwand ausgewiesen.

3.2.2. Fremdwährungsgeschäfte

Die Vermögenswerte und Schulden ausländischer Geschäftsbetriebe, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts und der Anpassungen an den beizulegenden Zeitwert, die sich aus dem Erwerb ergeben, werden zu dem am geltenden Wechselkurs in Euro umgerechnet. Die Erträge und Aufwendungen ausländischer Geschäftsbetriebe werden zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Kurs in Euro umgerechnet. Während des gesamten Jahres werden für die Umrechnung der Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen ausländischer Tochtergesellschaften Monatsend- und Monatsdurchschnittskurse verwendet.

Fremdwährungsdifferenzen werden im sonstigen Gesamtergebnis (OCI) erfasst und in der Umrechnungsrücklage kumuliert, es sei denn, die Umrechnungsdifferenz wird den NCI zugeordnet.

3.3. Sachanlagen

3.3.1. Ansatz und Bewertung

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Wenn wesentliche Teile einer Sachanlage unterschiedliche Nutzungsdauern haben, werden sie als gesonderte Posten (Hauptbestandteile) von Sachanlagen bilanziert.

Jeder Gewinn oder Verlust aus der Veräußerung einer Sachanlage wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

3.3.2. Nachträgliche Ausgaben

Spätere Ausgaben werden nur dann aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass der mit den Ausgaben verbundene künftige wirtschaftliche Nutzen dem Unternehmen zufließt. Alle anderen Ausgaben für Sachanlagen werden sofort als Aufwand erfasst.

3.3.3. Abschreibung

Die Abschreibung wird berechnet, um die Anschaffungskosten von Sachanlagen abzüglich ihres geschätzten Restwerts linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abzuschreiben, und wird im Allgemeinen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die geschätzte Nutzungsdauer der Sachanlagen für den laufenden und die Vergleichszeiträume beträgt für:

Nutzungsrechte an Vermögenswerten 2 - 10 Jahre
Grundstücke und Gebäude bis zu 10 Jahre; je nach Mietvertrag
Technische Ausrüstung und Maschinen 3 - 10 Jahre
Werkzeugbau 3 - 5 Jahre
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauer und Restwerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft und gegebenenfalls angepasst.

3.3.4. Ausbuchung

Sachanlagen werden ausgebucht, wenn sie veräußert werden oder wenn kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen aus der weiteren Nutzung des Vermögenswerts zu erwarten ist. Der Gewinn oder Verlust aus dem Verkauf oder der Stilllegung einer Sachanlage wird als Differenz zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen Erträgen oder sonstigen Aufwendungen erfasst.

3.4. Immaterielle Vermögenswerte

3.4.1. Geschäfts- oder Firmenwerte

Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Wenn die Summe der übertragenen Gegenleistung den beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens übersteigt, wird ein Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung und des Betrags, der für nicht beherrschende Anteile und frühere Beteiligungen erfasst wurde, über die erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerte und übernommenen Schulden ergeben. Übersteigt der beizulegende Zeitwert des erworbenen Nettovermögens die Summe der übertragenen Gegenleistung, nimmt die Gruppe eine erneute Beurteilung vor, ob sie alle erworbenen Vermögenswerte und alle übernommenen Schulden korrekt identifiziert hat, und überprüft die Verfahren, die zur Bewertung der zum Erwerbszeitpunkt zu erfassenden Beträge verwendet wurden. Ergibt die erneute Beurteilung immer noch einen Überschuss des beizulegenden Zeitwerts der erworbenen Nettovermögenswerte über die Summe der übertragenen Gegenleistung, wird der Gewinn in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu den Anschaffungskosten abzüglich aller kumulierten Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die von dem Zusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden, unabhängig , ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen Einheiten zugeordnet werden.

3.4.2. Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte, einschließlich Patente und Marken, Kundenbeziehungen, Software und Auftragsbestand, die von der Gruppe erworben wurden und eine begrenzte Nutzungsdauer haben, werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

3.4.3. Nachträgliche Ausgaben

Nachträgliche Ausgaben werden nur dann aktiviert, wenn sie den künftigen wirtschaftlichen Nutzen des jeweiligen Vermögenswertes, auf den sie sich beziehen, erhöhen. Alle anderen Ausgaben, einschließlich der Ausgaben für selbst geschaffenen Geschäfts- oder Firmenwert und Marken, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn sie anfallen.

3.4.4. Abschreibung

Die Abschreibung wird berechnet, um die Kosten der immateriellen Vermögenswerte abzüglich ihres geschätzten Restwertes linear über ihre geschätzte Nutzungsdauer abzuschreiben, und wird im Allgemeinen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht abgeschrieben.

Die geschätzten Nutzungsdauern für den laufenden und die Vergleichszeiträume betragen für:

Marke 15 Jahre
Technologie 15 Jahre
Kundenbeziehung 10 - 15 Jahre
Auftragsbestand 1 Jahr
Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte und Werte 3 - 7 Jahre

Abschreibungsmethoden, Nutzungsdauern und Restwerte werden zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft und angepasst.

Der Geschäftswert wird nicht systematisch über einen bestimmten Zeitraum abgeschrieben. Er wird mindestens einmal jährlich einem Wertminderungstest unterzogen. Weitere Einzelheiten sind der Anmerkung 3.7.2 zu entnehmen.

3.4.5. Ausbuchung

Ein immaterieller Vermögenswert ist bei seinem Abgang oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, auszubuchen. Der Gewinn oder Verlust aus der Ausbuchung eines immateriellen Vermögenswertes, der sich als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes ergibt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wenn der Vermögenswert ausgebucht wird. Er wird unter den sonstigen Erträgen oder sonstigen Aufwendungen erfasst.

3.5. Leasingverhältnisse

Zu Beginn eines Vertrags beurteilt tonies, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis ist oder enthält. Ein Vertrag ist oder enthält ein Leasingverhältnis, wenn der Vertrag das Recht überträgt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum gegen eine zu kontrollieren. tonies tritt ausschließlich als Leasingnehmer auf.

Zu Beginn oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, ordnet tonies die Gegenleistung im Vertrag jeder Leasingkomponente auf der Grundlage ihrer relativen Einzelpreise zu.

tonies erfasst zu Beginn des Leasingverhältnisses ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert und eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird bei der erstmaligen Bewertung zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, die den anfänglichen Betrag der Leasingverbindlichkeit, berichtigt um alle zu oder vor dem Beginn des geleisteten Leasingzahlungen, zuzüglich aller anfänglich angefallenen direkten Kosten und einer Schätzung der Kosten für den Abbau und die Entfernung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder die Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet, abzüglich aller erhaltenen Leasinganreize, umfassen.

Das Nutzungsrecht wird anschließend vom Beginn bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben, es sei denn, der Leasingvertrag überträgt das Eigentum an dem zugrunde liegenden Vermögenswert bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf tonies oder die Kosten des Nutzungsrechts spiegeln wider, dass tonies eine Kaufoption ausüben wird. In diesem Fall wird das Nutzungsrecht über die Nutzungsdauer des zugrundeliegenden Vermögenswertes abgeschrieben, die auf der gleichen Grundlage wie die der Sachanlagen bestimmt wird. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht regelmäßig um etwaige verringert und um bestimmte Neubewertungen der Leasingverbindlichkeiten angepasst.

Die Leasingverbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der zu Beginn des Leasingverhältnisses noch nicht gezahlten Leasingraten bewertet, abgezinst mit dem dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz oder, falls dieser nicht ohne weiteres ermittelt werden kann, mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz von tonies. Im Allgemeinen verwendet tonies seinen Grenzfremdkapitalzinssatz als Abzinsungssatz.

tonies bestimmt seinen zusätzlichen Fremdkapitalzinssatz, indem sie Zinssätze von verschiedenen externen Finanzierungsquellen einholt und bestimmte Anpassungen vornimmt, um die Bedingungen des Leasingverhältnisses und die Art des geleasten Vermögenswerts zu berücksichtigen.

Die in die Bewertung der Leasingverbindlichkeit einbezogenen Leasingzahlungen setzen sich wie folgt zusammen:

•

feste Zahlungen, einschließlich faktischer fester Zahlungen;

•

variable Leasingzahlungen, die von einem Index oder einem Zinssatz abhängen, wobei die anfängliche Bewertung anhand des Indexes oder des Zinssatzes zum Zeitpunkt des Beginns der Laufzeit erfolgt;

•

Beträge, die voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen sind; und

•

der Ausübungspreis im Rahmen einer Kaufoption, deren Ausübung für tonies hinreichend sicher ist, Leasingzahlungen in einem optionalen Verlängerungszeitraum, wenn tonies hinreichend sicher ist, eine Verlängerungsoption auszuüben, und Vertragsstrafen für die vorzeitige Beendigung eines Leasingverhältnisses, es sei denn, tonies ist hinreichend sicher, nicht vorzeitig zu kündigen.

Die Leasingverbindlichkeit wird zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Sie wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Leasingzahlungen aufgrund einer Änderung eines Indexes oder Zinssatzes ändern, wenn sich die Schätzung von tonies hinsichtlich des Betrags ändert, der voraussichtlich im Rahmen einer Restwertgarantie zu zahlen ist, wenn tonies seine Einschätzung darüber ändert, ob es eine Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption ausüben wird, oder wenn es eine geänderte feste Leasingzahlung gibt.

Wenn die Leasingverbindlichkeit auf diese Weise neu bewertet wird, wird eine entsprechende Anpassung des Buchwertes des Nutzungsrechts am Vermögenswert vorgenommen oder im Gewinn oder Verlust erfasst, wenn der Buchwert des Nutzungsrechts am Vermögenswert auf Null reduziert wurde.

Um zu beurteilen, ob ein Vertrag das Recht überträgt, die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren, prüft tonies, ob:

•

der Vertrag die Nutzung eines identifizierten Vermögenswerts beinhaltet - dieser kann explizit oder implizit angegeben werden und sollte physisch getrennt sein oder im Wesentlichen die gesamte Kapazität eines physisch getrennten Vermögenswerts darstellen. Wenn der Lieferant ein substanzielles Substitutionsrecht hat, ist der Vermögenswert nicht identifiziert;

•

tonies das Recht hat, im Wesentlichen den gesamten wirtschaftlichen Nutzen aus der Nutzung des Vermögenswerts über den gesamten Zeitraum der Nutzung zu ziehen; und

•

tonies das Recht hat, die Nutzung des Vermögenswerts zu bestimmen. tonies hat das Recht, wenn sie die Entscheidungsrechte hat, die am relevantesten für die Änderung der Art und des Zwecks der Nutzung des Vermögenswerts während des gesamten Nutzungszeitraums sind. Wenn alle Entscheidungen darüber, wie und zu welchem Zweck der Vermögenswert genutzt wird, vorherbestimmt sind, hat tonies das Recht, die Nutzung des Vermögenswerts zu bestimmen, wenn entweder:

•

tonies das Recht hat, den Vermögenswert zu betreiben; oder

•

tonies den Vermögenswert in einer Weise konzipiert haben, die vorgibt, wie und zu welchem Zweck er verwendet wird.

tonies weist seine Leasingverträge in der Konzernbilanz unter "Nutzungsrechte" aus.

tonies hat sich dafür entschieden, keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte und kurzfristige Leasingverträge, einschließlich IT-Ausrüstung, zu erfassen. tonies erfasst die mit diesen Leasingverträgen verbundenen Leasingzahlungen linear über die Laufzeit des Leasingvertrags als Aufwand.

3.6. Vorräte

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten basieren auf dem einfachen gewogenen Durchschnittspreis. Bei produzierten Vorräten umfassen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten einen angemessenen Anteil an den Produktionsgemeinkosten auf der Grundlage der normalen Betriebskapazität. Wertminderungen aufgrund eingeschränkter Marktgängigkeit von Artikeln werden durch Abschreibungen berücksichtigt.

Die Veränderung des Bestands an unfertigen und fertigen Erzeugnissen wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Zeile Bestandsveränderung ausgewiesen. Rohstoffe und Handelswaren sind nicht in der Zeile Bestandsveränderung enthalten.

3.7. Wertminderungen

3.7.1. Nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte

Finanzinstrumente

Die Gruppe bemisst die Wertberichtigungen im Allgemeinen mit einem Betrag in Höhe von:

•

12-monatige erwartete Kreditverluste (Expected Credit Losses ("ECLs")) (allgemeiner Ansatz) für Bankguthaben, bei denen sich das Kreditrisiko (d. h. das Risiko eines Ausfalls während der erwarteten Laufzeit des Finanzinstruments) seit dem erstmaligen Ansatz nicht wesentlich erhöht hat;

•

lebenslange ECLs (allgemeiner Ansatz) für Bankguthaben, bei denen sich das Kreditrisiko seit dem erstmaligen Ansatz erheblich erhöht hat;

•

lebenslange ECLs (vereinfachter Ansatz) für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Bei der Feststellung, ob sich das Kreditrisiko eines finanziellen Vermögenswerts seit dem erstmaligen Ansatz signifikant erhöht hat, und bei der Schätzung der erwarteten Kreditausfälle berücksichtigt die Gruppe angemessene und vertretbare Informationen, die relevant und ohne unangemessene Kosten oder Aufwand verfügbar sind. Dazu gehören sowohl quantitative als auch qualitative Informationen und Analysen, die auf den historischen Erfahrungen der Gruppe und einer fundierten Bonitätsbeurteilung beruhen und auch zukunftsgerichtete Informationen umfassen.

Die Gruppe geht davon aus, dass sich das Kreditrisiko für einen finanziellen Vermögenswert erheblich erhöht hat, wenn dieser mehr als 30 Tage überfällig ist. Die Gruppe betrachtet einen finanziellen Vermögenswert als in Verzug, wenn:

•

es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen Kreditverpflichtungen gegenüber der Gruppe in vollem Umfang nachkommen kann, ohne dass die Gruppe auf Maßnahmen wie Verwertung von Sicherheiten (sofern vorhanden) zurückgreift; oder

•

der finanzielle Vermögenswert mehr als 180 Tage überfällig ist.

Lifetime ECLs sind die ECLs, die sich aus allen möglichen Ausfallereignissen während der erwarteten Laufzeit eines Finanzinstruments ergeben.

12-Monats-ECLs sind der Teil der ECLs, der aus Ausfallereignissen resultiert, die innerhalb von 12 Monaten nach dem Berichtsstichtag möglich sind (oder einem kürzeren Zeitraum, wenn die erwartete Laufzeit des Instruments weniger als 12 Monate beträgt).

Der maximale Zeitraum, der bei der Schätzung der Kreditausfälle berücksichtigt wird, ist der maximale Vertragszeitraum, über den die Gruppe einem Kreditrisiko ausgesetzt ist.

Messung von ECLs

ECLs sind eine wahrscheinlichkeitsgewichtete Schätzung der Kreditverluste. Kreditverluste werden als Barwert aller Zahlungsausfälle (d. h. der Differenz zwischen den dem Unternehmen vertraglich geschuldeten Zahlungsströmen und den von ihm erwarteten Zahlungsströmen) gemessen. ECLs werden mit dem Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswertes abgezinst.

Kreditgefährdete finanzielle Vermögenswerte

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt die Gruppe, ob die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerte kreditgefährdet sind. Ein finanzieller Vermögenswert ist "kreditgefährdet", wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die eine nachteilige Auswirkung auf die geschätzten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts haben.

Zu den Nachweisen, dass ein finanzieller Vermögenswert kreditgefährdet ist, gehören folgenden beobachtbaren Daten:

•

erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners;

•

ein Vertragsbruch, z. B. ein Zahlungsverzug oder eine Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen;

•

die eines Darlehens oder Vorschusses durch Gruppe zu Bedingungen, die die Gruppe sonst nicht in Betracht ziehen würde;

•

es wahrscheinlich ist, der Schuldner in Konkurs geht oder eine andere finanzielle Reorganisation erfährt; oder

•

das Verschwinden eines aktiven Marktes für ein Wertpapier aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten.

Darstellung der Wertberichtigungen für Kreditausfälle in der Bilanz

Die Wertberichtigungen für Bankguthaben und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden vom Bruttobuchwert der entsprechenden Vermögenswerte abgezogen.

Abschreibung

Der Bruttobuchwert eines finanziellen Vermögenswerts wird abgeschrieben, wenn tonies keine vernünftigen Erwartungen hat, einen finanziellen Vermögenswert in seiner Gesamtheit oder einen Teil davon wiederzuerlangen. Bei Einzelkunden schreibt die Gruppe den Bruttobuchwert ab, wenn der finanzielle Vermögenswert mehr als 180 Tage überfällig ist, basierend auf historischen Erfahrungen mit der Einbringung ähnlicher Vermögenswerte. Bei Firmenkunden nimmt die Gruppe eine individuelle Beurteilung hinsichtlich des Zeitpunkts und des Betrags der Abschreibung vor, je nachdem, ob eine begründete Erwartung auf Einziehung besteht. Die Gruppe rechnet nicht mit einer signifikanten Erholung des abgeschriebenen Betrags. Ausgeschriebene finanzielle Vermögenswerte könnten jedoch weiterhin Gegenstand von Vollstreckungsmaßnahmen sein, um die Verfahren der Gruppe zur Einziehung fälliger Beträge einzuhalten.

3.7.2. Nicht-finanzielle Vermögenswerte

Zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft tonies die Buchwerte seiner nicht-finanziellen Vermögenswerte (mit Ausnahme von Vorräten und latenten Steueransprüchen), um festzustellen, ob es Anzeichen für eine Wertminderung gibt. Wenn ein solches Anzeichen vorliegt, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes geschätzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung geprüft und auf Ad-hoc-Basis im Falle von auslösenden Ereignissen.

Für die Prüfung der Wertminderung werden die Vermögenswerte in der kleinsten Gruppe von Vermögenswerten zusammengefasst, die Mittelzuflüsse aus der fortgesetzten Nutzung erzeugen, die weitgehend unabhängig von den Mittelzuflüssen anderer Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierender Einheiten (CGU) sind. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss entsteht, wird den CGUs oder Gruppen von CGUs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie von den Synergien des Zusammenschlusses profitieren.

Der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer CGU ist der höhere der beiden Beträge aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert basiert auf den geschätzten künftigen Cashflows, die unter Verwendung eines Abzinsungssatzes vor Steuern, der die aktuelle Markteinschätzung des Zeitwerts des Geldes und die für den Vermögenswert oder die CGU spezifischen Risiken widerspiegelt, auf ihren Barwert abgezinst werden.

Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer CGU seinen erzielbaren Betrag übersteigt.

Wertminderungsaufwendungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Sie werden zunächst zur Verringerung des Buchwerts eines der ZGE zugeordneten Geschäfts- oder Firmenwerts und dann zur Verringerung der Buchwerte der anderen Vermögenswerte in der ZGE auf einer anteiligen Basis zugewiesen.

Ein Wertminderungsaufwand in Bezug auf den Geschäfts- oder Firmenwert wird nicht rückgängig gemacht. Bei anderen Vermögenswerten wird ein Wertminderungsaufwand nur insoweit rückgängig gemacht, als der Buchwert des Vermögenswerts nicht den Buchwert übersteigt, der sich nach Abzug der Abschreibungen ergeben hätte, wenn kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

3.8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel werden als Kassenbestand und Bankguthaben definiert. Die Bankguthaben umfassen Zahlungsdienstleister mit Banklizenzen in den jeweiligen geografischen Regionen.

Gelder, die bei Dienstleistern und Einzelhandelsplattformen ohne Banklizenz gehalten werden, sind nicht in den Barmitteln, sondern in den sonstigen Vermögenswerten enthalten, da diese Gelder in keinem Fall ohne Einschränkungen übertragen werden können. Kurzfristige Bankverbindlichkeiten sind nicht in den Barmitteln für die Darstellung oder den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten für die Kapitalflussrechnung enthalten.

3.9. Eigenkapital

Zusätzliche Kosten, die direkt der Ausgabe von Kapitalanteilen zuzuordnen sind, werden als Abzug vom Eigenkapital erfasst. Ertragsteuern, die sich auf die Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion beziehen, werden in Übereinstimmung mit IAS 12 bilanziert.

3.10. Rückstellungen

Eine Rückstellung ist eine Verbindlichkeit mit ungewisser Fälligkeit oder ungewisser Höhe. Rückstellungen werden gebildet, wenn tonies eine gegenwärtige Verpflichtung gegenüber einem Dritten hat, die auf einem Ereignis in der Vergangenheit beruht, ein Abfluss von Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und die Höhe der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt wesentlich ist.

Rückstellungen, bei denen der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich innerhalb des nächsten Jahres eintritt, werden als kurzfristig eingestuft, alle anderen Rückstellungen als langfristig.

Rückstellungen werden durch Abzinsung der erwarteten künftigen Cashflows mit einem Zinssatz vor Steuern ermittelt, der die aktuelle Markteinschätzung des Zeitwerts des Geldes und die spezifischen Risiken der Verbindlichkeit widerspiegelt. Die Aufzinsung wird als Finanzaufwand erfasst.

Eine Rückstellung für Garantien wird gebildet, wenn die zugrunde liegenden Produkte oder Dienstleistungen verkauft werden, und zwar auf der Grundlage historischer Garantiedaten und einer Gewichtung der möglichen Ergebnisse mit den entsprechenden Wahrscheinlichkeiten.

3.11. Finanzinstrumente

3.11.1. Ansatz und erstmalige Bewertung

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erstmalig zum Zeitpunkt ihrer Entstehung erfasst. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden erstmalig angesetzt, wenn tonies Vertragspartei des jeweiligen Instruments wird.

Ein finanzieller Vermögenswert (es sei denn, es handelt sich um eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente) oder eine finanzielle Verbindlichkeit wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet, zuzüglich oder abzüglich der Transaktionskosten, die dem Erwerb oder der Emission direkt zurechenbar sind, wenn es sich nicht um einen erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Posten (FVTPL) handelt. Eine Forderung aus Lieferungen und Leistungen ohne wesentliche Finanzierungskomponente wird bei der Erstbewertung zum Transaktionspreis angesetzt.

3.11.2. Klassifizierung und anschließende Messung

Finanzielle Vermögenswerte

Beim erstmaligen Ansatz wird ein finanzieller Vermögenswert als zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet eingestuft; der beizulegende Zeitwert wird über die sonstige Gesamtergebnisrechnung (FVOCI) - Fremdkapitalinvestitionen; FVOCI - Eigenkapitalinvestitionen; oder FVTPL ermittelt.

Finanzielle Vermögenswerte werden nach ihrem erstmaligen Ansatz nicht umgegliedert, es sei denn, die Gruppe ändert ihr Geschäftsmodell für die Verwaltung von finanziellen Vermögenswerten; in diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der ersten Berichtsperiode nach der Änderung des Geschäftsmodells umgegliedert.

Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn er beide der folgenden Bedingungen erfüllt und nicht als FVTPL eingestuft ist:

•

sie im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Ziel es ist, Vermögenswerte zu halten, um vertragliche Zahlungsströme zu erzielen; und

•

ihre Vertragsbedingungen führen zu bestimmten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen, bei denen es sich ausschließlich um Zahlungen von Kapital und Zinsen auf den ausstehenden Kapitalbetrag handelt.

Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVOCI bewertet eingestuft sind, werden zu FVTPL bewertet. Dazu gehören auch alle derivativen finanziellen Vermögenswerte. Beim erstmaligen Ansatz kann die Gruppe einen finanziellen Vermögenswert, der ansonsten die Anforderungen für eine Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zu FVOCI erfüllt, unwiderruflich als zu FVTPL bewertet einstufen, wenn dadurch eine ansonsten entstehende Inkongruenz in der Rechnungslegung beseitigt oder erheblich verringert wird.

Finanzielle Vermögenswerte - Folgebewertung und Gewinne und Verluste

Finanzielle Vermögenswerte zu FVTPL

Diese Vermögenswerte werden anschließend zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nettogewinne und -verluste, einschließlich etwaiger Zins- oder Dividendenerträge, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten

Diese Vermögenswerte werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die fortgeführten Anschaffungskosten werden um Wertminderungsaufwendungen verringert. Zinserträge, Wechselkursgewinne und -verluste sowie Wertminderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden erfolgswirksam erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten - Klassifizierung, Folgebewertung und Gewinne und Verluste

Finanzielle Verbindlichkeiten werden als zu fortgeführten Anschaffungskosten oder FVTPL bewertet eingestuft. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird als FVTPL eingestuft, wenn sie als zu Handelszwecken gehalten eingestuft wird, wenn es sich um ein Derivat handelt oder wenn sie beim erstmaligen Ansatz als solche eingestuft wird, um eine ansonsten entstehende Inkongruenz in der Rechnungslegung zu beseitigen oder erheblich zu verringern. Finanzielle Verbindlichkeiten zu FVTPL werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und Nettogewinne und -verluste, einschließlich etwaiger Zinsaufwendungen, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, mit Ausnahme des Anteils des "eigenen Kreditrisikos" an der Anpassung des beizulegenden Zeitwerts, der im sonstigen Ergebnis erfasst wird, es sei denn, dies würde eine Inkongruenz in der Rechnungslegung schaffen oder vergrößern. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinsaufwendungen sowie Fremdwährungsgewinne und -verluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung werden ebenfalls im Ergebnis erfasst.

3.11.3. Ausbuchung

Finanzielle Vermögenswerte

tonies bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Cashflows aus dem finanziellen Vermögenswert auslaufen, oder es die Rechte auf den Erhalt der vertraglichen Cashflows in einer Transaktion überträgt, bei der im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen des finanziellen Vermögenswertes übertragen werden, oder bei der tonies im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen weder überträgt noch zurückbehält und auch nicht die Verfügungsmacht über den finanziellen Vermögenswert behält.

Finanzielle Verbindlichkeiten

tonies bucht eine finanzielle Verbindlichkeit aus, wenn ihre vertraglichen Verpflichtungen erfüllt oder gekündigt werden oder auslaufen. tonies bucht eine finanzielle Verbindlichkeit auch dann aus, wenn ihre Bedingungen geändert werden und sich die Cashflows der geänderten Verbindlichkeit wesentlich unterscheiden; in diesem Fall wird eine neue finanzielle Verbindlichkeit auf der Grundlage der geänderten Bedingungen zum beizulegenden Zeitwert erfasst.

Bei der Ausbuchung einer finanziellen Verbindlichkeit wird die Differenz zwischen dem getilgten Buchwert und dem gezahlten Entgelt (einschließlich aller übertragenen nicht zahlungswirksamen Vermögenswerte oder übernommenen Verbindlichkeiten) erfolgswirksam erfasst.

3.11.4. Derivative Finanzinstrumente

Die Gruppe hält derivative Finanzinstrumente, um einen Teil ihres Fremdwährungsrisikos wirtschaftlich abzusichern. Eingebettete Derivate werden vom Basisvertrag getrennt und separat verbucht, wenn der Basisvertrag kein finanzieller Vermögenswert ist und bestimmte Kriterien erfüllt werden.

Derivate werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die Derivate zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und Änderungen dieses Wertes werden im Allgemeinen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Schuldkomponente eines zusammengesetzten Finanzinstruments wird beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert einer vergleichbaren Schuld angesetzt, die keine Option auf Umwandlung in Eigenkapital hat. Die Eigenkapitalkomponente wird zunächst in Höhe der Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert des gesamten zusammengesetzten Finanzinstruments und dem beizulegenden Zeitwert der Schuldkomponente angesetzt. Alle direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden der Schuld- und der Eigenkapitalkomponente im Verhältnis zu ihrem ursprünglichen Buchwert zugewiesen.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird die Schuldkomponente eines zusammengesetzten Finanzinstruments zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Eigenkapitalkomponente eines zusammengesetzten Finanzinstruments wird nach dem erstmaligen Ansatz nicht neu bewertet.

Die mit der finanziellen Verbindlichkeit verbundenen Zinsen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei der Umwandlung wird die finanzielle Verbindlichkeit in das Eigenkapital umgegliedert, und es wird kein Gewinn oder Verlust ausgewiesen.

3.12. Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden auf der Grundlage der in einem Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung gemessen und schließen Beträge aus, die zu einem bestimmten Zeitpunkt im Namen Dritter eingezogen werden. tonies erfasst Umsatzerlöse, wenn es die Kontrolle über ein Gut auf einen Kunden überträgt. Potenzielle Rückgaben werden von den Umsatzerlösen abgezogen, was zu einer Rückgabeverbindlichkeit und einem entsprechenden Rückgabeanspruch führt.

Weitere Informationen über die Art und den Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der Umsatzrealisierung sind in Anmerkung 19 beschrieben.

3.13. Aktienbasierte Vergütungen

Der beizulegende Zeitwert von anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, die Mitarbeitern gewährt werden, wird im Allgemeinen als Aufwand mit einer entsprechenden Erhöhung des Eigenkapitals über den Erdienungszeitraum der Prämien erfasst. Der als Aufwand erfasste Betrag wird angepasst, um die Anzahl der Prämien widerzuspiegeln, für die erwartet wird, dass die zugehörigen Dienstleistungs- und Nicht-Markt-Leistungsbedingungen erfüllt werden, so dass der letztendlich erfasste Betrag auf der Anzahl der Prämien basiert, die die zugehörigen Dienstleistungs- und Nicht-Markt-Leistungsbedingungen am Tag der Unverfallbarkeit erfüllen. Bei anteilsbasierten Vergütungen mit Nicht-Ausübungsbedingungen wird der beizulegende Zeitwert der anteilsbasierten Vergütung am Tag der Gewährung so bemessen, dass er diese Bedingungen widerspiegelt, und es erfolgt kein True-up für Unterschiede zwischen den erwarteten und den tatsächlich erzielten Ergebnissen.

Der beizulegende Zeitwert des an die Mitarbeiter zu zahlenden Betrags für Aktienwertsteigerungsrechte (SARs), die in bar abgegolten werden, wird über den Zeitraum, in dem die Mitarbeiter einen uneingeschränkten Anspruch auf die Zahlung erwerben, als Aufwand mit einer entsprechenden Erhöhung der Verbindlichkeiten erfasst. Die Verbindlichkeit wird zu jedem Berichtszeitpunkt und am Erfüllungstag auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwerts der SARs neu bewertet. Alle Änderungen der Verbindlichkeit werden erfolgswirksam erfasst.

3.14. Personalaufwendungen

Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer werden als Aufwand erfasst, wenn die entsprechende Leistung erbracht wird. Eine Verbindlichkeit wird für den voraussichtlich zu zahlenden Betrag ausgewiesen, wenn die Gruppe eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung zur Zahlung dieses Betrags aufgrund der von dem Arbeitnehmer in der Vergangenheit erbrachten Leistungen hat und die Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann.

3.15. Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Der Finanzierungsaufwand von tonies umfasst Zinsaufwendungen aus Darlehen und Krediten sowie Zinsaufwendungen aus Leasing und aus Factoring. Für Details in Bezug auf das Factoring-Programm verweisen wir auf die Anmerkung 11. Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Periode erfasst, in der sie anfallen.

Der "Effektivzinssatz" ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Barzahlungen oder -einnahmen über die erwartete Laufzeit des Finanzinstruments exakt abgezinst werden:

•

den Bruttobuchwert des finanziellen Vermögenswertes; oder

•

die fortgeführten Anschaffungskosten der finanziellen Verbindlichkeit.

Bei der Berechnung von Zinserträgen und -aufwendungen wird der Effektivzinssatz auf den Bruttobuchwert des Vermögenswertes (wenn der Vermögenswert nicht kreditgefährdet ist) oder auf die fortgeführten Anschaffungskosten der Verbindlichkeit angewendet. Bei finanziellen Vermögenswerten, deren Kreditwürdigkeit nach dem erstmaligen Ansatz gemindert wurde, wird der Zinsertrag jedoch durch Anwendung des Effektivzinssatzes auf die fortgeführten Anschaffungskosten des finanziellen Vermögenswertes berechnet. Wenn der Vermögenswert nicht mehr kreditgefährdet ist, erfolgt die Berechnung der Zinserträge wieder auf Bruttobasis.

3.16. Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand umfasst laufende und latente Steuern. Er wird in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, er bezieht sich auf einen Unternehmenszusammenschluss, oder die Posten werden direkt im Eigenkapital oder im OCI erfasst.

3.16.1. Laufende Steuern

Die laufenden Steuern umfassen die erwartete Steuerschuld oder -forderung auf das zu versteuernde Einkommen oder den steuerpflichtigen Verlust des Jahres sowie alle Anpassungen der Steuerschuld oder -forderung in Bezug auf frühere Jahre. Der Betrag der zu zahlenden oder zu erstattenden tatsächlichen Steuern ist die beste Schätzung des Steuerbetrags, der voraussichtlich gezahlt oder erstattet wird, und spiegelt die Ungewissheit in Bezug auf die Ertragsteuern wider, sofern vorhanden. Er wird anhand der Steuersätze bemessen, die am Bilanzstichtag gelten oder in Kürze gelten werden.

Laufende Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden nur verrechnet, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind.

3.16.2. Latente Steuern

Latente Steuern werden in Bezug auf temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten für Zwecke der Rechnungslegung und den für steuerliche Zwecke verwendeten Beträgen erfasst. Latente Steuern werden nicht angesetzt für:

•

temporäre Differenzen beim erstmaligen Ansatz von Vermögenswerten oder Schulden bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und sich weder auf den bilanziellen noch auf den steuerlichen Gewinn oder Verlust auswirkt;

•

temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und gemeinschaftlichen Vereinbarungen in dem Maße, in dem die Gruppe in der Lage ist, den Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern und es wahrscheinlich ist, dass sie sich in absehbarer Zeit nicht umkehren werden; und

•

zu versteuernde temporäre Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes.

Temporäre Differenzen in Bezug auf ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert und eine Leasingverbindlichkeit für ein bestimmtes Leasingverhältnis werden für die Zwecke der Erfassung latenter Steuern als Nettopaket (das Leasingverhältnis) betrachtet.

Latente Steueransprüche werden für nicht genutzte steuerliche Verluste, nicht genutzte Steuergutschriften und abzugsfähige temporäre Differenzen in dem Maße angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass künftige zu versteuernde Gewinne verfügbar sein werden, gegen die sie verwendet werden können. Künftige zu versteuernde Gewinne werden auf der Grundlage der Umkehrung relevanter zu versteuernder temporärer Differenzen ermittelt. Wenn der Betrag der zu versteuernden temporären Differenzen nicht ausreicht, um ein latentes Steuerguthaben in vollem Umfang zu erfassen, werden künftige zu versteuernde Gewinne, bereinigt um die Umkehrung bestehender temporärer Differenzen, auf der Grundlage der Geschäftspläne für einzelne Tochtergesellschaften der Gruppe berücksichtigt. Latente Steueransprüche werden zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft und in dem Maße reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass der damit verbundene Steuervorteil realisiert wird; solche Reduzierungen werden rückgängig gemacht, wenn sich die Wahrscheinlichkeit künftiger steuerpflichtiger Gewinne verbessert.

Nicht ausgewiesene latente Steueransprüche werden zu jedem Berichtszeitpunkt neu bewertet und in dem Umfang ausgewiesen, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass künftige steuerpflichtige Gewinne verfügbar sein werden, gegen die sie verwendet werden können.

Latente Steuern werden zu den Steuersätzen bewertet, die bei der Umkehrung von temporären Differenzen erwartet werden, und zwar unter Verwendung von Steuersätzen, die zum Berichtszeitpunkt in Kraft sind oder im Wesentlichen in Kraft sind, und spiegeln die Ungewissheit in Bezug auf die Ertragssteuern wider, sofern vorhanden. Die Bewertung der latenten Steuern spiegelt die steuerlichen Konsequenzen wider, die sich aus der Art und Weise ergeben würden, in der tonies zum Bilanzstichtag erwartet, den Buchwert seiner Vermögenswerte und Schulden zu realisieren oder zu begleichen.

Latente Steueransprüche und -schulden werden nur dann saldiert, wenn bestimmte Kriterien des IAS 12.74 erfüllt sind.

3.17. Neue und geänderte IFRS-Standards

Eine Reihe neuer und überarbeiteter Standards und Änderungen bestehender Standards wurden bis zum Berichtszeitpunkt veröffentlicht und treten für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, in Kraft. Sie sind auch für eine vorzeitige Anwendung verfügbar. tonies hat jedoch keine der neuen oder geänderten Standards bei der Erstellung dieses vorzeitig angewendet. Auf der Grundlage einer detaillierten Analyse der folgenden Standards sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss von tonies haben:

•

IFRS 17 (einschließlich Änderungen an IFRS 17) - Versicherungsverträge

•

Änderungen an IAS 1 und IFRS Practice Statement 2 - Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen

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Änderungen an IAS 8 - Definition von Schätzungen der Rechnungslegung

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Änderungen an IAS 12 - Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Schulden aus einem Geschäftsvorfall

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Änderungen an IAS 12 - Internationale Steuerreform - Säule Zwei Modellregeln

In der folgenden Tabelle sind die jüngsten Änderungen der IFRS aufgeführt, die für einen nach dem Datum des Inkrafttretens beginnenden Jahreszeitraum anzuwenden sind. Es wird nicht erwartet, dass die geänderten Standards und Interpretationen einen wesentlichen Einfluss auf die konsolidierten Abschlüsse von tonies haben.

Standard Titel der Norm oder der Änderungen Datum des Inkrafttretens
IAS 8.30, EU Endorsement ist bis zum Datum der Freigabe zur Veröffentlichung erfolgt
Änderungen an IFRS 16 Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Leaseback Verträgen 1. Januar 2024
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz- oder langfristig/ Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants 1. Januar 2024
IAS 8.30 EU-Endorsement steht noch aus
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 Finanzierungsvereinbarungen für Lieferanten 1. Januar 2024
Änderungen an IAS 21 mangelnde Austauschbarkeit 1. Januar 2025
Änderungen an IFRS 10 und IAS 28 Verkauf oder Einbringung von Vermögenswerten zwischen einem Investor und seinem assoziierten Unternehmen oder Joint Venture

4. Verwendung von Ermessensentscheidungen und Schätzungen

Bei der Erstellung dieses Konzernabschlusses hat die Geschäftsleitung Ermessensentscheidungen und Schätzungen vorgenommen, die sich auf die Anwendung der Rechnungslegungsgrundsätze und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Erträge und Aufwendungen auswirken. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen.

Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst.

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts eines Vermögenswerts oder einer Verbindlichkeit verwendet tonies so weit wie möglich beobachtbare Marktdaten. Die beizulegenden Zeitwerte werden in einer Hierarchie der beizulegenden Zeitwerte in verschiedene Stufen eingeteilt, die auf den in den Bewertungstechniken verwendeten Inputs basieren, wie folgt:

•

Stufe 1: auf aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten notierte (nicht berichtigte) Preise.

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Stufe 2: Andere Inputfaktoren als die in Stufe 1 enthaltenen notierten Preise, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (d. h. als Preise) oder indirekt (d. h. abgeleitet von Preisen) beobachtbar sind.

•

Stufe 3: Eingaben für die Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten beruhen (nicht beobachtbare Eingaben)

Der vorliegende Konzernabschluss enthält die folgenden wesentlichen Posten, deren Buchwerte in erheblichem Maße von Ermessensentscheidungen und den zugrunde liegenden Annahmen und Schätzungen abhängen:

Ermessensentscheidungen

Informationen über Ermessensentscheidungen bei der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, die die größten Auswirkungen auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Beträge haben, sind in den folgenden Anmerkungen enthalten:

•

Anmerkung 9 - Laufzeit des Leasingvertrags: ob die Gruppe mit hinreichender Sicherheit von Verlängerungsoptionen Gebrauch machen wird.

Annahmen und Schätzungsunsicherheiten

Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum 31. Dezember 2023, bei denen ein erhebliches Risiko besteht, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr führen, sind in den folgenden Anmerkungen enthalten:

•

Anmerkung 7 und 8 - Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen: Grundlegende Annahmen über die zugrunde liegende Nutzungsdauer und die künftige Nutzung des Werts der Vermögenswerte. Bezüglich einer Anpassung der Nutzungsdauer für Werkzeugausrüstung verweisen wir auf die Anmerkung3.3.3 ;

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Anmerkung 8.2 - Geschäfts- oder Firmenwert: Schlüsselannahme über die erzielbaren Beträge der CGU und das zugrunde liegende Budget;

•

Anmerkung 8.2 - Überprüfung der Wertminderung von immateriellen Vermögenswerten: Schlüsselannahme über die Nutzungsdauer und den zugrunde liegenden erzielbaren Betrag;

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Anmerkung 17 - Ansatz und Bewertung von Rückstellungen: Schlüsselannahmen über die Wahrscheinlichkeit und den Umfang des Mittelabflusses, insbesondere bei Lizenzrückstellungen;

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Anmerkung 18.2.1 - Bewertung der Wertberichtigung auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen: Schlüsselannahmen zur Bestimmung der gewichteten durchschnittlichen Ausfallrate.

5. Liste der Tochtergesellschaften

Der Aktienbesitz der Gesellschaft umfasst:

Name Eingetragener Sitz Anteil (in %)
tonies Beteiligungs GmbH Düsseldorf, Deutschland 100
tonies GmbH Düsseldorf, Deutschland 100
tonies UK Ltd. Bishops Stortford, UK 100
tonies US Inc Palo Alto / Kalifornien, US 100
tonies Frankreich SAS Paris, Frankreich 100
tonies ANZ Pty Ltd. Sydney, Australien 100

Die Gesellschaft tonies ANZ Pty Ltd. wurde im Jahr 2023 neu gegründet. Alle anderen Kapitalanteile im Konzern haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Tochtergesellschaften tonies Beteiligungs GmbH, Düsseldorf, und tonies GmbH, Düsseldorf, nehmen die Befreiung nach § 264 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2023 in Anspruch.

6. Geschäftssegmente

Seit dem 31. Dezember 2023 hat die Gruppe ihr Geschäft in die drei Geschäftssegmente DACH, Nordamerika ("NA") und Rest der Welt ("RoW") unterteilt, um die Leistung zu bewerten und operative Entscheidungen zu treffen. Diese drei Segmente basieren auf der geografischen Struktur der Hauptabsatzmärkte mit den externen Kunden von tonies und entsprechen den berichtspflichtigen Segmenten:

•

Die DACH-Region umfasst die Vertriebsländer Deutschland, Österreich und Schweiz, wobei die Geschäfte unter dem Dach der tonies GmbH, Deutschland, geführt werden.

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NA setzt sich aus den Vertriebsländern USA und Kanada zusammen, wobei der Vertrieb in letzterem im September 2023 begonnen hat. Das Geschäft in Nordamerika wird über tonies US, Inc. mit Sitz in Kalifornien, USA, abgewickelt.

•

Die RoW-Vertriebsregion umfasst derzeit Großbritannien, Irland und Frankreich als Kernmärkte mit lokalen Teams sowie Nicht-Kernmärkte wie Hongkong und mehrere Länder, die vom europäischen Webshop bedient werden (z. B. Belgien, Luxemburg, die Niederlande, Portugal und Spanien). Im Jahr 2023 wurden Vorbereitungen getroffen, um das Vertriebsgebiet in Zukunft auf Australien und Neuseeland auszuweiten. In Frankreich und Großbritannien gibt es eigenständige Vertriebsgesellschaften, die zur Erschließung der entsprechenden Märkte genutzt werden. Alle anderen genannten Regionen werden durch das deutsche Unternehmen tonies GmbH abgedeckt.

In allen drei Segmenten wird das komplette Produkt- und Dienstleistungsportfolio der Gruppe angeboten, d.h. die Segmente generieren ihre Umsätze aus dem Verkauf des innovativen "Tonies"-Audiosystems, das die Toniebox und verschiedene Figuren, die unter der Marke Tonies vertrieben werden, sowie diverses Zubehör und digitale Inhalte umfasst.

Es gibt keine Transaktionen zwischen den Geschäftssegmenten.

Die Zuordnung von Erträgen und Aufwendungen zu den einzelnen Geschäftssegmenten erfolgt, soweit vorhanden, auf der Grundlage der lokalen Finanzberichterstattung der in der jeweiligen Region ansässigen Gesellschaften. Für die Regionen DACH und RoW werden die Erträge und Aufwendungen so zugeordnet, als ob in der Region eine eigene Gesellschaft existiert hätte. Diese Zuordnung erfolgt nach den Bewertungsgrundsätzen des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) und den international anerkannten Verrechnungspreisrichtlinien der OECD.

Informationen über die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Geschäftssegmente werden nicht regelmäßig an die verantwortliche Unternehmenseinheit berichtet und daher nicht offengelegt.

Für jedes Segment ist ein geschäftsführender Direktor verantwortlich. Der Vorstand, der sich aus den beiden Co-CEOs und seit dem 1. Mai 2023 aus dem CFO zusammensetzt, ist der Hauptentscheidungsträger, der die Ergebnisse der Geschäftssegmente regelmäßig überprüft und Entscheidungen über die Zuteilung der Ressourcen der Gruppe trifft.

Aus Sicht des Managements sind die primären Leistungsindikatoren der Geschäftssegmente der Nettoumsatz mit externen Dritten, das EBITDA und der Deckungsbeitrag (zur Definition siehe Konzernlagebericht, Abschnitt 1.6. "System der Leistungsmessung / Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren"), die regelmäßig im internen Management-Reporting berichtet werden. Andere Kennzahlen werden nicht regelmäßig berichtet.

Bis zum Geschäftsjahr 2022, als die Gruppe nur in einem Geschäftssegment berichtete, war einer der wichtigsten Leistungsindikatoren für Managementzwecke das bereinigte EBITDA. Bereinigungen beziehen sich auf Aufwendungen, bei denen das Management der Meinung ist, dass sie aufgrund ihres außergewöhnlichen und nicht-operativen Charakters bereinigt werden sollten. Seit dem Geschäftsjahr 2023 werden diese Sachverhalte nicht mehr regelmäßig den Geschäftssegmenten zugerechnet, weshalb das EBITDA zur Steuerung der Geschäftssegmente herangezogen wird.

Funktionale Bereiche der Gruppe, wie die traditionellen Zentralfunktionen Buchhaltung, Steuern, Recht, Treasury, strategische Planung und IT, werden als nicht-operatives Segment "Corporate Headquarters" zusammengefasst und separat ausgewiesen. Weitere produktbezogene Dienstleistungen wie der Betrieb des Webshops oder der technischen Produktinfrastruktur, marktübergreifende Marketingdienstleistungen, Logistikdienstleistungen und Kundenservice werden ebenfalls in der Konzernzentrale erbracht. Die erbrachten Leistungen werden den Geschäftssegmenten zu den gleichen Konditionen in Rechnung gestellt bzw. zugewiesen, wie sie mit Dritten ausgehandelt wurden.

Einzelheiten zu den Umsätzen und Ergebnissen der Geschäftssegmente und der Konzernzentrale sowie die Überleitung zum Konzernergebnis sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Tausend Euro DACH NA RoW Geschäfts-segmente insgesamt Hauptsitz des Unternehmens Überleitung tonies Gruppe nach IFRS
1. 1. 2023 - 31. 12. 2023
Umsatzerlöse (ext) 165.863 140.364 54.721 360.948 0 0 360.948
Umsatzerlöse insgesamt 165.863 140.364 54.721 360.948 0 0 360.948
Lizenzaufwendungen -27.968 -13.076 -5.725 -46.769 5.974 4.463 -36.332
EBITDA 26.982 -4.486 -4.782 17.714 -8.739 -559 8.416
Deckungsbeitrag 33,5% 26,3% 31,3% 30,3% 35,3%

Die Spalte "Überleitung" enthält IFRS-Anpassungen, da die Segmentergebnisse auf den jeweiligen lokalen GAAP beruhen. Darüber hinaus werden hier Sondereinflüsse ausgewiesen, die außergewöhnlich sind und daher nicht einem Geschäftssegmente zugeordnet werden. Im Geschäftsjahr 2023 sind in der Überleitungsspalte periodenfremde Aufwendungen/Erträge in Höhe von TEUR 7.287 enthalten.

in Tausend Euro 2023
IFRS 2 (aktienbasierte Vergütung) -5.712
IFRS 16 (Leasing) 1.100
Periodenfremde Aufwendungen/Erträge 7.287
Sonstige Anpassungen -3.234
Insgesamt -559

Die Segmentdaten für den Vergleichszeitraum 2022 liegen nicht in der oben beschriebenen Form vor und werden daher nicht berichtet. Der Aufwand, diese Daten nachträglich zu extrahieren und zu ermitteln, steht in keinem Verhältnis zum Informationsgehalt der Daten.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge der Umstrukturierung in die drei oben genannten Segmente neu zugewiesen; Einzelheiten sind in Anmerkung 8.2 erläutert.

6.1. Geografische Informationen

In den geografischen Informationen werden die Umsatzerlöse und das Anlagevermögen des Konzerns nach dem Sitzland des Unternehmens und anderen Ländern analysiert. Bei der Darstellung der geografischen Informationen wurden die Segmenterlöse nach dem geografischen Standort der Kunden gegliedert.

in Tausend Euro 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
Aufschlüsselung der Einnahmen nach Ländern
Deutschland 159.997 145.728
Alle ausländischen Länder
Vereinigte Staaten (US) 139.871 65.586
Vereinigtes Königreich (UK) 39.202 25.426
Alle anderen ausländischen Länder 21.878 21.542
Insgesamt 360.948 258.282

Die folgende Tabelle zeigt die des Anlagevermögens der Gruppe. Bei der Darstellung der geografischen Informationen wurde das Segmentvermögen auf der Grundlage des Standorts der Vermögenswerte ermittelt.

in Tausend Euro 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
Aufgliederung des Anlagevermögens
Deutschland 281.160 288.005
Vereinigte Staaten (US) 1.157 919
Vereinigtes Königreich (UK) 204 188
Alle anderen ausländischen Länder 261 157
Insgesamt 282.782 289.269

Die Umsatzerlöse der Gruppe nach Produktarten und geografischen Hauptmärkten sind in der Anmerkung 19 aufgeführt.

6.2. Wesentlicher Kunde

Die Bruttoumsatzerlöse mit einem Kunden des Konzerns machten rund TEUR 30.477 (8 %) (2022: Bruttoumsatzerlöse mit einem Kunden TEUR 24.365 (9 %)) der gesamten Bruttoumsatzerlöse des Konzerns aus. Der Kunde gehört zum Geschäftssegmente NA.

7. Sachanlagen und Nutzungsrechte

Die Sachanlagen (einschließlich der Nutzungsrechte) lassen sich in die folgenden Posten untergliedern:

Anschaffungs- und Herstellungskosten Nutzungsrechte an einem Vermögenswert Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Werkzeuge
in TEUR
Stand zum 01.01.2023* 6.501 977 2.964 5.427
Zugänge 869 115 699 1.031
Umgliederungen 0 0 114 0
Stand zum 31.12.2023 7.370 1.092 3.777 6.458
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2023* 1.094 187 1.597 2.389
Abschreibungen 920 163 654 1.556
Umgliederungen 0 -1 -38 0
Stand zum 31.12.2023 2.014 349 2.213 3.945
Buchwert zum 31.12.2023 5.356 743 1.564 2.513
Anschaffungs- und Herstellungskosten Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Insgesamt
in TEUR
Stand zum 01.01.2023* 3.266 323 19.458
Zugänge 1.273 42 4.029
Umgliederungen -31 -295 -212
Stand zum 31.12.2023 4.508 70 23.275
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2023* 1.758 0 7.025
Abschreibungen 987 0 4.280
Umgliederungen 5 28 -6
Stand zum 31.12.2023 2.750 28 11.299
Buchwert zum 31.12.2023 1.758 42 11.976
Anschaffungs- und Herstellungskosten Nutzungsrechte an einem Vermögenswert Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Werkzeuge
in TEUR
Stand zum 01.01.2022 1.210 536 5.432 0
Zugänge 5.291 32 1.226 0
Umgliederungen 0 409 1.211 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022* 6.501 977 7.869 0
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2022 345 96 1.269 0
Abschreibungen 749 91 2.040 0
Umgliederung 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022* 1.094 187 3.309 0
Buchwert zum 31.12.2022 5.407 790 4.560 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung Anlagen im Bau Insgesamt
in TEUR
Stand zum 01.01.2022 2.012 1.620 10.810
Zugänge 1.823 323 8.695
Umgliederungen 0 -1.620 0
Abgänge -47 0 -47
Stand zum 31.12.2022* 3.788 323 19.458
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2022 1.710 0 3.420
Abschreibungen 772 0 3.652
Umgliederung -47 0 -47
Stand zum 31.12.2022* 2.435 0 7.025
Buchwert zum 31.12.2022 1.353 323 12.433

* Anpassungen im Übergang von 2022 auf 2023 aufgrund eines geänderten Ausweises innerhalb der Sachanlagen

8. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwert

8.1. Überleitung von Buchwert und Abschreibung

Die immateriellen Vermögenswerte lassen sich wie folgt aufgliedern:

Anschaffungs- und Herstellungskosten Marke Technologie Kundenbeziehung Auftragsbestand
in TEUR
Stand zum 01.01.2023 34.738 90.688 4.819 669
Zugänge 0 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 34.738 90.688 4.819 669
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2023 7.527 19.649 1.427 669
Abschreibungen 2.316 6.046 438 0
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 9.843 25.695 1.865 669
Buchwert zum 31.12.2023 24.895 64.993 2.954 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten Erworbene Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte Werte Selbst geschaffene Marken und ähnliche Rechte und Werte in der Entwicklung Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte Insgesamt
in TEUR
Stand zum 01.01.2023 26.253 0 0 157.167
Zugänge 4.288 1.416 3.260 8.964
Umgliederungen 212 0 0 212
Stand zum 31.12.2023 30.754 1.416 3.260 166.343
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2023 13.303 0 0 42.575
Abschreibungen 6.400 0 0 15.200
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2023 19.702 0 0 57.774
Buchwert zum 31.12.2023 11.051 1.416 3.260 108.569
Anschaffungs- und Herstellungskosten Marke Technologie Kunden-beziehung Auftrags-bestand
in TEUR
Stand zum 01.01.2022 34.738 90.688 4.819 669
Zugänge 0 0 0 0
Umgliederungen 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 34.738 90.688 4.819 669
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2022 5.211 13.603 988 669
Abschreibungen 2.316 6.046 439 0
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 7.527 19.649 1.427 669
Buchwert zum 31.12.2022 27.211 71.039 3.392 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten Erworbene Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte Werte Selbst geschaffene Marken und ähnliche Rechte und Werte in der Entwicklung Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögenswerte Insgesamt
in TEUR
Stand zum 01.01.2022 13.724 0 0 144.638
Zugänge 10.147 0 0 10.147
Umgliederungen 0 0 0 0
Abgänge 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 23.871 0 0 154.785
Abschreibungen in TEUR
Stand zum 01.01.2022 4.954 0 0 25.425
Abschreibungen 5.961 0 0 14.762
Umgliederungen 0 0 0 0
Stand zum 31.12.2022 10.915 0 0 40.187
Buchwert zum 31.12.2022 12.956 0 0 114.598

Die Marke und das aktivierte gekaufte Technologiepaket (verschiedene Kerntechnologien) stellen den größten Teil der immateriellen Vermögenswerte sowie der gesamten Vermögenswerte dar. Beide Vermögenswerte haben eine erwartete Nutzungsdauer von 15 Jahren und werden linear abgeschrieben.

Die Vermögenswerte für Kundenbeziehungen, die künftige Einnahmen generieren, werden zwischen dem B2B- und dem B2C-Geschäft aufgeteilt und haben eine Nutzungsdauer von 15 Jahren bzw. 10 bis 25 Jahren.

8.2. Geschäfts- oder Firmenwert und Wertminderungstest

Bis 2022 bestand tonies aus nur einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit (ZGE). Der aus dem Erwerb der tonies GmbH resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde daher in vollem Umfang dieser CGU zugewiesen. Im Jahr 2023 änderte tonies ihre operative Management- und Berichtsstruktur und identifizierte drei separate CGUs, die den berichteten Segmenten entsprechen. Infolgedessen wurde der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts den Geschäftssegmenten auf der Grundlage der relativen beizulegenden Zeitwerte zugewiesen.

Die folgende Tabelle zeigt die Zuordnung und Entwicklung der Geschäfts- und Firmenwerte, die ausschließlich in der Eurozone entstanden sind, zu den CGUs:

Buchwerte (in TEUR) DACH NA RoW Insgesamt
Buchwert zum 1.1.2022 0 0 0 162.236
Erfasste Zugänge/Veräußerungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Buchwert zum 31.12.2022 0 0 0 162.236
Neuzuweisung 23.594 132.536 6.106 0
Erfasste Zugänge/Veräußerungen aus Unternehmenszusammenschlüssen 0 0 0 0
Buchwert zum 31.12.2023 23.594 132.536 6.106 162.236

Mit der Neuzuordnung des Geschäfts- oder Firmenwerts wurden die neuen CGUs auf Wertminderung geprüft. Der Test hat keinen Wertminderungsbedarf ergeben. Im Berichtszeitraum gab es keine weiteren auslösenden Ereignisse.

In den Berichtszeiträumen wurde keine Wertminderung festgestellt. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich und bei Vorliegen von auslösenden Ereignissen ad-hoc auf Wertminderung geprüft.

Für den Wertminderungstest werden die erzielbaren Beträge der CGUs mit ihren Buchwerten (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) verglichen. Die erzielbaren Beträge der CGUs werden durch Berechnung des Nutzungswerts nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Grundlage hierfür ist die konsolidierte Mittelfristplanung des Managements für die Jahre 2024 bis 2027, aus der die Cashflows nach Steuern verwendet wurden. Für die Jahre danach wurden Annahmen für das Wachstum bis 2034 getroffen, um für die Jahre nach 2034 eine Wachstumsrate zwischen 0,5 % und 2,0 % anzunehmen. Die letztgenannte Wachstumsrate wird für das Segment RoW verwendet, da sie die künftige internationale Expansion von Tonies widerspiegelt.

Die Planungsannahmen basieren auf einer stabilen Entwicklung in den bereits erschlossenen Märkten. Das EBITDA wird daher auch in diesen Märkten stabil geplant, während für das Segment RoW leicht steigende EBITDA-Margen angenommen werden.

Der Grund für den verlängerten Planungszeitraum bis 2034 sind die hohen Wachstumsraten, die bis 2027 erwartet werden und bei denen es nicht realistisch ist, die langfristige Wachstumsrate unmittelbar danach vollständig zu reduzieren. Der Konzern geht von einem deutlichen Anstieg der Nachfrage durch zusätzliche Marktdurchdringung und neue Produktentwicklungen aus. Darüber hinaus wurde das erwartete Umsatzwachstum in neu erschlossenen Märkten (insbesondere in den Segmenten RoW und NA) berücksichtigt. Schließlich wurde die Einschätzung von Optimierungspotenzialen auf der Beschaffungsseite berücksichtigt. Sowohl expansive Investitionen als auch Kostenoptimierungspotenziale wurden nur insoweit berücksichtigt, als das Unternehmen bis zum 31. Dezember 2023 gebunden ist. Die den wesentlichen Annahmen zugeordneten Werte stellen die Einschätzung des Managements über die zukünftige Entwicklung in der jeweiligen Branche dar und basieren auf Erfahrungswerten aus externen und internen Quellen.

Inputvariablen des Wertminderungstests in % im Jahr 2023 DACH NA RoW
Jahre 1 - 4 Jahre 5 - 11 Jahre 12 + Jahre 1 - 4 Jahre 5 - 11 Jahre 12 + Jahre 1 - 4 Jahre 5 - 11 Jahre 12 +
Abzinsungssatz 9,99% 9,99% 9,99% 9,90% 9,90% 9,90% 10,12% 10,12% 10,12%
Wachstumsrate der Einnahmen 2,84% 0,50% 0,50% 46,41% 15,43% 0,50% 36,20% 18,57% 2,00%
EBIT-Wachstumsrate 5,15% 1,00% 0,50% 16 ,90% 17,20% 0,50% -5,38% 137,57% 27,50%
Inputvariablen des Wertminderungstests in % im Jahr 2022 tonies
Jahre 1 - 3 Jahre 4 - 12 13 +
Abzinsungssatz 9,51% 9,51% 9,51%
Wachstumsrate der Einnahmen 39,89% 8,00% 0,50%
EBIT-Wachstumsrate 1,82% 11,85% 1,00%

Bei den Abzinsungssätzen handelt es sich um Nach-Steuer-Werte, die auf der Grundlage des historischen Durchschnitts der gewichteten Kapitalkosten der Branche geschätzt werden.

Die Sensitivitätsanalyse, die für die wichtigsten Annahmen, einschließlich Umsatz, EBITDA und Abzinsung, durchgeführt wurde, ließ uns zu dem Schluss kommen, dass keine vernünftige Änderung des Modells zu einer Wertminderung des Firmenwerts führen würde.

9. Leasingverhältnisse

tonies mietet mehrere Büroimmobilien, vor allem in Düsseldorf, Schwäbisch Gmünd, London/Großbritannien, Paris/Frankreich und Santa Cruz/USA, sowie mehrere Fahrzeuge. Die Laufzeit der Mietverträge beträgt bis zu zehn Jahre, abhängig von den individuellen Verträgen.

tonies hat nicht die Möglichkeit, die Vermögenswerte am Ende der Vertragslaufzeit zu erwerben. Die Entwicklung der Nutzungsrechte an Vermögenswerten ist der nachstehenden Tabelle zu entnehmen.

Ein Immobilienleasingvertrag enthält eine Verlängerungsoption, die von der Gruppe bis zu einem Jahr vor Ablauf der nicht-kündbaren Vertragslaufzeit ausgeübt werden kann. Die Verlängerungsoption ist in den Leasingverbindlichkeiten nicht berücksichtigt und würde insgesamt TEUR 216 betragen. Wo dies möglich ist, versucht die Gruppe, Verlängerungsoptionen in neue Leasingverträge aufzunehmen, um operative Flexibilität zu gewährleisten. Die bestehenden Verlängerungsoptionen können nur von der Gruppe und nicht von den Leasinggebern ausgeübt werden. Der Konzern beurteilt zum Zeitpunkt des Beginns des Leasingverhältnisses, ob die Ausübung der hinreichend sicher ist. Die Gruppe beurteilt erneut, ob sie mit hinreichender Sicherheit die Optionen ausüben kann, wenn ein bedeutendes Ereignis eintritt oder sich die Umstände, auf die sie Einfluss hat, wesentlich ändern.

Die Gruppe hat keine wesentlichen neuen Verträge für neue Büroflächen im Jahr 2023 abgeschlossen.

Darüber hinaus mietet die Gruppe weitere Büroimmobilien und Fahrzeuge mit Vertragslaufzeiten von bis zu einem Jahr oder unbefristeten Verträgen mit der Option, diese fristgerecht zu kündigen. Da es sich hierbei um kurzfristige Leasingverhältnisse handelt, hat die Gruppe beschlossen, keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für diese Leasingverhältnisse zu erfassen.

Informationen über Leasingverträge, bei denen die Gruppe Leasingnehmer auftritt, sind nachstehend aufgeführt:

Leasingverhältnisse in TEUR Grundstücke und Gebäude Fahrzeuge Insgesamt
Nutzungsrecht an Vermögenswerten
2022
Stand zum 1.1.2022 539 326 865
Abschreibungsaufwand für das Jahr 597 152 749
Zugänge zu Nutzungsrechten an Vermögenswerten 5.291 0 5.291
Stand zum 31.12.2022 5.233 174 5.407
2023
Stand zum 1.1.2023 5.233 174 5.407
Abschreibungsaufwand für das Jahr 797 123 920
Zugänge zu Nutzungsrechten an Vermögenswerten 844 26 869
Stand zum 31.12.2023 5.279 77 5.356

Bei der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten diskontiert tonies die Leasingzahlungen mit einem risikolosen Zinssatz zuzüglich eines vertragsindividuellen Credit Spreads. Für die Berechnung der risikofreien Zinssätze wird für jeden Leasingvertrag der Kassazinssatz für eine europäische AAA-Anleihe gewählt. Die gewählte Laufzeit des Kassazinssatzes entspricht der Hälfte der Laufzeit des Leasingvertrags. Dies ist darauf zurückzuführen, dass es sich bei den mit AAA bewerteten Anleihen um endfällige Zahlungen mit voller Amortisation handelt und monatlichen Mietzahlungen handelt. Die Verwendung der halben Laufzeit anstelle der gesamten Laufzeit des Leasingvertrags dient somit als Laufzeitanpassung.

Zur Ermittlung der Kreditrisikoprämie wurden zunächst die Credit Spreads der einzelnen Kredite von tonies bestimmt. Zum 31. Dezember 2023 betragen die gesamten Leasing-Verbindlichkeiten TEUR 5.614 (31.12.2022: TEUR 5.575).

Zur Berechnung der Credit Spreads werden die Kassazinssätze (risikolose Zinssätze) zum 31. Dezember 2023 herangezogen. Die gewählte Laufzeit des Kassazinssatzes entspricht der Hälfte der Laufzeit des Darlehensvertrags. Anschließend wurde der Kassazinssatz vom Sollzinssatz des Darlehensvertrags subtrahiert, um die jeweiligen Credit Spreads zu erhalten. Anschließend wurden die Spreads auf der Grundlage der Darlehensvolumina gewichtet. Schließlich wurde als Abzinsungssatz für jede Leasingverbindlichkeit der risikofreie Zinssatz zuzüglich der Kreditspanne zum 31. Dezember 2023 auf der Grundlage des im Jahr 2023 unterzeichneten neuen Konsortialkredits verwendet.

Leasingverhältnisse in TEUR 2023 2022
Im Gewinn oder Verlust erfasste Beträge
1. Zinsen auf Leasingverbindlichkeiten 269 251
2. Aufwendungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Mietverträgen 1.099 163
In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge
1. Gesamtmittelabfluss aus Leasingverträgen 1.099 588

10. Vorräte

Die Vorräte können wie folgt aufgeschlüsselt werden:

Vorräte in TEUR 31. 12. 2023 31. 12. 2022
1. Fertige Waren 62.107 70.034
2. Rohmaterialien 12.878 12.302
3. Laufende Arbeiten 1.084 1.986
Insgesamt 76.069 84.322

Aufwandswirksame Abwertungen der Vorräte wurden im Jahr 2023 in Höhe von TEUR -2.898 (Umsatz und Ausschuss) und im Jahr 2022 in Höhe von TEUR -1.988 (Umsatz und Ausschuss) vorgenommen. Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewerteten Vorräte beträgt TEUR 6.117 (2022: TEUR 3.594).

Zum 31. Dezember 2023 sind die Vorräte der tonies GmbH in Höhe der Inanspruchnahme des Konsortialkredits als Sicherheit für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgetreten. Die Sicherheit besteht in der Sicherungsübereignung des Lagers mit wechselndem Bestand an Fertigwaren. Weitere Sicherheiten für Verbindlichkeiten bestanden im Geschäftsjahr und im nicht. Weitere Informationen sind in der Anmerkung 15 zu finden.

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögenswerte lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in TEUR 31. 12. 2023 31. 12. 2022
Finanzielle Vermögenswerte
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.070 34.545
2. Forderungen gegen nahestehende Personen 1.796 0
Insgesamt 50.866 34.545
Sonstige Vermögenswerte in TEUR 31. 12. 2023 31. 12. 2022
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
1. Forderungen an Arbeitnehmer 23 28
2. Forderungen gegenüber Marktplätzen 4.111 7.928
3. Kautionen 3.936 158
4. Vorauszahlungen an Lieferanten 0 0
5. Sonstige finanzielle Forderungen 249 1.258
Summe der sonstigen finanziellen Vermögenswerte 8.319 9.372
Sonstige nicht-finanzielle Vermögenswerte
1. Forderungen aus Vorsteuern und Mehrwertsteuer 10.441 5.236
2. Rechnungsabgrenzungsposten und aktive Rechnungsabgrenzung 4.958 3.104
3. Sonstige Forderungen nicht-finanzieller Art 0 294
Summe der sonstigen nicht-finanziellen Vermögenswerte 15.398 8.634
Insgesamt 23.718 18.006

Für Einzelheiten zu den erwarteten Kreditverlusten verweisen wir auf Anmerkung 18.2.1.

Die Gruppe nimmt für die wichtigsten Tochtergesellschaften tonies GmbH und tonies US Inc. an einem Factoring-Programm teil, in dessen Rahmen sie durch Factoring ihrer Forderungen gegenüber B2B-Kunden eine vorzeitige Zahlung ihrer Rechnungen von einer Bank erhält. Im Rahmen dieser Vereinbarung erklärt sich eine Bank bereit, ausstehende Beträge von einem qualifizierten Kunden in Bezug auf Rechnungen, die der Gruppe geschuldet werden, zu zahlen, und erhält den Ausgleich vom Kunden zu einem späteren Zeitpunkt. Der Hauptzweck dieses Programms ist die Erleichterung einer effizienten Zahlungsabwicklung und die Verbesserung der Liquidität der Gruppe, indem Zahlungen von Kunden vor ihrem Fälligkeitsdatum ermöglicht werden.

Die Zahlungen von der Bank sind im operativen Cashflow enthalten, da sie weiterhin Teil des normalen Betriebszyklus der Gruppe sind und ihr Hauptcharakter weiterhin operativ ist - d. h. Zahlungen für den Verkauf von Waren.

Zum 31. Dezember 2023 sind nicht verkaufte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der tonies GmbH in Höhe von TEUR 643 (31.12.2022: TEUR 0) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten abgetreten.

12. Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel umfassen Bargeld und Bankguthaben. Zum 31. Dezember 2023 verfügt tonies über Zahlungsmittel mit einem Buchwert von TEUR 58.463 (31.12.2022: TEUR 52.491). Da der Betrag der Barmittel unter EUR 500 liegt, wird kein Betrag ausgewiesen.

Zahlungsmittel in TEUR 31. 12. 2023 31. 12. 2022
1. Bargeld 0 0
2. Bankguthaben 58.463 52.491
davon verwendungsbeschränkt 842 872
Insgesamt 58.463 52.491

Für Einzelheiten zu erwarteten Kreditverlusten verweisen wir auf die Anmerkung 18.2.1

Die Barmittel mit Verfügungsbeschränkung beziehen sich auf die Einlagen von Zahlungsdienstleistern mit Banklizenz.

13. Eigenkapital

Die Veränderungen der verschiedenen Eigenkapitalbestandteile vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2023 sind in der konsolidierten Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

Das gezeichnete Kapital beträgt EUR 102.000,00 aufgeteilt auf 100.002 Anteile im Jahr 2023 (31.12.2022: 100.002 Anteile). Der Nennwert der Anteile beträgt für 100.000 Anteile EUR 1 und für zwei Anteile EUR 1.000. Alle Anteile sind voll eingezahlt.

Im Jahr 2022 erhielt die Gesellschaft von der tonies SE Einzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 70.000. Im Jahr 2023 erhielt die Gesellschaft eine weitere Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 1.100.

Das Gesamtergebnis der Periode enthält Währungsdifferenzen aus der Umrechnung in die Berichtswährung in Höhe von TEUR -2.459 im Jahr 2023 (2022: TEUR -821). Für weitere Informationen zum Thema Währungsumrechnung siehe Anmerkung 3.2.

Zum 1. Januar 2022 erwarb die tonies Holding den verbleibenden nicht beherrschenden Anteil an der tonies Beteiligungs GmbH von der tonies SE, was zu einer Kapitalerhöhung von 2 TEUR führte. Da der Erwerb mit Wirkung zum 1. Januar 2022 erfolgte, wurden keine Auswirkungen auf den Gewinn/Verlust oder das sonstige Ergebnis berücksichtigt. Das auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapital zum 1. Januar 2022 in Höhe von 18.835 TEUR wurde im Laufe des Jahres 2022 vollständig in die Gewinnrücklagen umgebucht.

14. Kapitalmanagement

Die Gruppe ist bestrebt, eine starke Kapitalbasis aufrechtzuerhalten, um das Vertrauen von Investoren, Gläubigern und Märkten zu erhalten und die künftige Entwicklung des Unternehmens zu unterstützen.

Im Rahmen des Kapitalmanagements ist das Unternehmensziel neben der Sicherstellung der die langfristige Steigerung des Unternehmenswertes.

Die Eigenkapitalquote der Gruppe verringerte sich von 73,5 % auf 68,5 % trotz der Erhöhung der Kapitalrücklage bei der tonies Holdings im Jahr 2023, hauptsächlich aufgrund des negativen Nettoergebnisses und des geringeren Betriebskapitals.

Zum Jahresende verfügte der Konzern über ungenutzte Kreditlinien in Höhe von TEUR 14.677 (31.12.2022: TEUR 26.000) von einer Gesamtkreditlinie von TEUR 30.000 (31.12.2022: TEUR 26.000). Der Konzern war im Berichtsjahr und danach jederzeit in der Lage, seinen finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Konzernleitung ist in ständiger Diskussion mit ihren Banken, um auch in Zukunft stabile zu gewährleisten, damit stets ausreichend Liquidität vorhanden ist. Weitere Informationen zu den Forderungsverzichten während des Berichtszeitraums finden Sie in der Anmerkung 15.

15. Darlehen und Kredite

Die Darlehen und Kredite lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

Ausleihungen und Darlehen in TEUR 31. 12. 2023 31. 12. 2022
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Kurzfristiger Anteil an besicherten Bankkrediten 15.323 0
Sonstige Darlehen und Kredite 232 0
Insgesamt 15.555 0

Ein neuer Konsortialkredit, der von vier Finanzinstituten bereitgestellt wird, wurde am 25. September 2023 im Austausch für die bestehenden individuellen Kreditlinien in Höhe von TEUR 26.000 unterzeichnet. Der Konsortialkredit hat ein Gesamtvolumen von TEUR 30.000 mit einer Erhöhungsoption um weitere TEUR 10.000 und eine Laufzeit bis zum 25. September 2026. Die Erhöhungsoption ist an die Erfüllung bestimmter Voraussetzungen geknüpft, die zu erfüllen sind. Zum 31. Dezember 2023 ist ein Betrag von TEUR 14.677 zuzüglich aufgelaufener Zinsen in Anspruch genommen worden.

Informationen über das Liquiditäts- sowie Zins- und Währungsrisiko von tonies finden Sie in den Anmerkungen 18.2.2 und 18.2.3.

15.1. Bedingungen und Tilgungsplan

Darlehen und Kredite Originalwährung Reift in Zinsart
31.12.2023
Gesicherte Bankkredite EUR 25. September 2026 fest1
Sonstige Darlehen und Kredite EUR k.A. fest1
Insgesamt
31.12.2022
Gesicherte Bankkredite EUR k.A. fest1
Insgesamt
Darlehen und Kredite Effektiver Zinssatz Nominell Wert Buchwert
in % in TEUR in TEUR
31.12.2023
Gesicherte Bankkredite 8,91% 15.000 15.323
Sonstige Darlehen und Kredite 8,91% 232 232
Insgesamt 15.232 15.555
31.12.2022
Gesicherte Bankkredite 0 0 0
Insgesamt 0 0

Zum 31. Dezember 2023 verfügt der Konzern über ausstehende Kreditlinien (nach tatsächlicher Inanspruchnahme) aus Kontokorrentkrediten aus besicherten Bankdarlehen in Höhe von TEUR 14.677 des verfügbaren Gesamtbetrags von TEUR 30.000 (31. 12. 2022: TEUR 26.000; keine Inanspruchnahme zum Jahresende 2022).

Bezüglich der Abtretung von Vorräten als Sicherheit für Bankverbindlichkeiten siehe Anmerkung 10.

15.2. Kreditvereinbarung

Die tonies SE und die tonies GmbH haben den oben genannten neuen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis zum 25. September 2026 unterzeichnet.

tonies ist verpflichtet, auf Ebene des Teilkonzerns der tonies GmbH mehrere Finanzkennzahlen zu besicherten Bankkrediten einzuhalten:

•

Mindest-EBITDA

•

Mindesteigenkapital und

•

Mindestdeckung der kurzfristigen Verbindlichkeiten durch kurzfristige Vermögenswerte

Die Nichteinhaltung einer finanziellen Verpflichtung stellt einen wichtigen Grund für die Beendigung des Darlehens dar und berechtigt alternativ dazu, die Stellung oder Verstärkung von Sicherheiten zu verlangen. Dies kann zur sofortigen Rückzahlung des ausstehenden Betrags führen. Es wurden keine Verstöße gegen die Finanzkennzahlen festgestellt, und wir erwarten aus heutiger Sicht auch für die Zukunft keine Verstöße.

15.3. Überleitung der Entwicklung der Verbindlichkeiten zum Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

Die folgende Tabelle enthält eine Überleitung zwischen den Eröffnungs- und den Schlusssalden in der konsolidierten Vermögensaufstellung. Die Veränderungen der Cashflows aus der Finanzierung von Darlehen und Krediten und Leasingverbindlichkeiten werden separat dargestellt.

Darlehen und Kredite & Leasingverbindlichkeiten (Überleitung der Bewegungen) Bankdarlehen Leasingverbindlichkeiten Sonstige Darlehen Insgesamt
in TEUR
Stand zum 1.1.2023 0 5.575 0 5.575
Veränderungen aus Finanzierungsströmen
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen und Krediten 15.000 0 0 15.000
Rückzahlung von Darlehen und Krediten 0 0 0 0
Zahlungen von Leasingverbindlichkeiten 0 -1.099 0 -1.099
Gezahlte Zinsen 0 0 0 0
Summe der Veränderungen aus Finanzierungsströmen 15.000 -1.099 0 13.901s
Verbindlichkeiten
Neue Leasingverbindlichkeiten 0 869 0 869
Zinsaufwand 323 269 0 592
Andere 232 0 232
Sonstige Veränderungen im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten insgesamt 555 1.138 0 1.693
Stand zum 31.12.2023 15.555 5.614 0 21.169
Darlehen und Kredite & Leasingverbindlichkeiten (Überleitung der Bewegungen) Bankdarlehen Leasingverbindlichkeiten Sonstige Darlehen Insgesamt
in TEUR
Stand zum 1.1.2022 332 884 0 1.216
Veränderungen aus Finanzierungsströmen
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen und Krediten 0 0 0 0
Rückzahlung von Darlehen und Krediten -332 0 0 -332
Zahlungen von Leasingverbindlichkeiten 0 -588 0 -588
Gezahlte Zinsen -451 0 0 -451
Summe der Veränderungen aus Finanzierungsströmen -783 -588 0 -1.371
Verbindlichkeiten
Neue Leasingverbindlichkeiten 0 5.290 0 5.290
Zinsaufwand 694 251 0 945
Andere -243 -262 0 -505
Sonstige Veränderungen im Zusammenhang mit Verbindlichkeiten insgesamt 451 5.279 0 5.730
Stand zum 31.12.2022 0 5.575 0 5.575

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31. 12. 2023 31. 12. 2022
in TEUR
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 34.521 34.139
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen 658 176
3. Passive Rechnungsabgrenzungsposten 3.453 4.817
4. Rücknahmeverpflichtungen 3.921 280
Summe der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42.553 39.412
Sonstige Verbindlichkeiten 31. 12. 2023 31. 12. 2022
in TEUR
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten für Lizenzen 21.100 15.543
2. Verbindlichkeiten für Kundenbonus 0 0
3. Rechnungsabgrenzungen 5.221 5.946
4. Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern 1.256 496
5. Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 115 2.202
6. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0
Summe der sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten 27.693 24.187
Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten
1. Lohnsummensteuer und Sozialversicherungsbeiträge 1.206 1.087
2. Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer 6.301 4.832
3. Verbindlichkeiten aus Löhnen und Gehältern 1.332 1.067
4. Sonstige nicht-finanzielle Verbindlichkeiten 2.339 3.194
Summe der sonstigen nicht-finanziellen Verbindlichkeiten 11.178 10.180
Insgesamt 38.870 34.367

Die passiven Rechnungsabgrenzungen bestehen im Wesentlichen aus Werbekostenzuschüssen, Personalkosten und ausstehenden Rechnungen für Einzelbedarfe aus Lizenzverträgen. Die ausstehenden Rechnungen wurden im Vorjahr aufgrund einer höheren Unsicherheit zum damaligen Zeitpunkt teilweise als Rückstellungen erfasst.

Informationen über das Liquiditäts- sowie Zins- und Währungsrisiko von tonies finden Sie in den Anmerkungen 18.2.2 und 18.2.3.

17. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen Garantien Lizenzen Rechtliches Andere Insgesamt
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2023 2.857 16.673 1.694 13 21.237
Zuführungen 318 6.233 0 5.931 12.483
Inanspruchnahme -1.661 -9.977 0 0 -11.638
Auflösung 0 -3.257 0 0 -3.257
Stand zum 31. 12. 2023 1.514 9.672 1.694 5.945 18.825
Datum der Fälligkeit
Kurzfristig 1.514 9.672 1.694 5.945 18.825
Langfristig 0 0 0 0 0
Sonstige Rückstellungen insgesamt 1.514 9.672 1.694 5.945 18.825
Sonstige Rückstellungen Garantien Lizenzen Rechtliches Andere Insgesamt
in TEUR
Stand zum 1. 1. 2022 922 18.678 3.247 13 22.860
Zuführungen 2.857 1.602 235 0 4.694
Inanspruchnahme -922 -3.607 -1.788 0 -6.317
Stand zum 31. 12. 2022 2.857 16.673 1.694 13 21.237
Datum der Fälligkeit
Kurzfristig 2.857 16.673 1.694 13 21.237
Langfristig 0 0 0 0 0
Sonstige Rückstellungen insgesamt 2.857 16.673 1.694 13 21.237

Die Rückstellungen für Lizenzen wurden gebildet, um die Gebühren für die Organisationen für Aufführungsrechte, Verwertungsgesellschaften und ähnliche Organisationen abzudecken. Zur Ermittlung der Lizenzrückstellung wurden die Umsatzzahlen des vorangegangenen Geschäftsjahres und die zu erwartende Gebühr herangezogen.

Wesentliche Unsicherheiten beziehen sich auf die tatsächlich anfallenden Gewährleistungsaufwendungen und den damit verbundenen Abfluss von Ressourcen, sei es in Form von Barmitteln oder Tauschmitteln. Darüber hinaus basiert die Berechnung potenzieller Lizenzzahlungen auf Annahmen, die sich aus den laufenden Gesprächen mit den Lizenzgebern und den erwarteten Berechnungsmodellen ergeben. Der Mittelabfluss wird kurzfristig sein, sobald die zugrunde liegenden Berechnungsschemata zwischen den beteiligten Parteien abgeschlossen sind. Die gleichen Unwägbarkeiten bestehen bei den rechtlichen Rückstellungen.

18. Finanzinstrumente und Risikomanagement

18.1. Finanzinstrumente

Die folgende Tabelle enthält die Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte aller finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich ihrer Stufen in der Zeitwerthierarchie. Sie enthält keine Angaben zum beizulegenden Zeitwert für finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn der Buchwert einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Zeitwert darstellt. Die beizulegenden Zeitwerte (MTM) werden auf der Grundlage stochastischer Modelle unter Berücksichtigung der abgezinsten erwarteten künftigen Cashflows der gegenseitigen Zahlungsverpflichtungen zum Bewertungsstichtag berechnet.

Finanzinstrumente Hinweis Obligatorisch zu FVTPL - Sonstige Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten
in TEUR
Stand zum 31.12.2023
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 11 74.584
2. Zahlungsmittel 12 58.463
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 133.046
1. Gesicherte Bankkredite 15
2. Sonstige Darlehen und Kredite 15
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 16
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten
1. Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Stufe 2) 115
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 115
Finanzinstrumente Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Insgesamt Beizulegender Zeitwert
in TEUR
Stand zum 31.12.2023
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 74.584 na
2. Zahlungsmittel 58.463 na
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 133.046 na
1. Gesicherte Bankkredite 15.323 15.323 na
2. Sonstige Darlehen und Kredite 232 232 na
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 81.423 81.423 na
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 96.978 96.978 na
1. Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Stufe 2) 115 115
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 115 115
Finanzinstrumente Hinweis Obligatorisch zu FVTPL - Sonstige Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Insgesamt Beizulegender Zeitwert
in TEUR
Stand zum 31.12.2022
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 11 52.551 52.551 na
2. Zahlungsmittel 12 52.491 52.491 na
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 105.042 105.042 na
1. Gesicherte Bankkredite 15 0 0 na
2. Sonstige Darlehen und Kredite 15 0 0 na
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 16 73.778 73.778 na
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 73.778 73.778 na
1. Derivative finanzielle Verbindlichkeiten (Stufe 2) 2.202 2.202 2.202
Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten 2.202 2.202 2.202

Gemäß IFRS 7.29 gibt die Gruppe die beizulegenden Zeitwerte von Finanzinstrumenten nicht an, wenn die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten einen angemessenen Näherungswert für die beizulegenden Zeitwerte darstellen.

Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften, die zur wirtschaftlichen Absicherung eingesetzt werden, wird auf der Grundlage von Devisenkursen und Renditekurven bestimmt, die aus beobachtbaren Marktparametern - und gegebenenfalls auf der Grundlage von Black-Scholes- oder lokalen Volatilitätsmodellen, die auf verfügbare Volatilitätsnotierungen kalibriert sind - erstellt werden.

Wenn Umgliederungen in andere Stufen der Bewertungshierarchie erforderlich sind, werden sie am Ende des Geschäftsjahres vorgenommen, in dem das Ereignis eintritt, das die Umgliederung erfordert. Für alle Perioden gab es keine Umgliederungen.

18.2. Finanzielles Risikomanagement

Die Geschäftsführer von tonies tragen die Gesamtverantwortung für die Einrichtung und Überwachung des Risikomanagementrahmens von tonies. Die geschäftsführenden Direktoren sind auch für die Entwicklung und Überwachung der Risikomanagementrichtlinien verantwortlich.

Die Risikomanagementrichtlinien von tonies dienen dazu, die Risiken, denen die Gruppe ausgesetzt ist, zu identifizieren und zu analysieren, angemessene Risikolimits und interne Kontrollen festzulegen sowie die Risiken und die Einhaltung der Limits zu überwachen. tonies ist bestrebt, durch seine Schulungs- und Managementstandards und -verfahren ein diszipliniertes und konstruktives Kontrollumfeld aufrechtzuerhalten, in dem alle Mitarbeiter ihre Rollen und Pflichten verstehen. Das Unternehmen passt derzeit die internen Risikomanagement- und Kontrollprozesse an, um den Anforderungen eines börsennotierten Unternehmens gerecht zu werden und sie an das anhaltende Wachstum der Gruppe anzupassen. Dies beinhaltet eine detaillierte Dokumentation der Prozesse, der implementierten Kontrollen und der damit verbundenen Managementtests. Wo nötig, werden die Prozesse angepasst und zusätzliche Kontrollen eingeführt. Dieser Prozess ist jedoch aufgrund des starken Wachstums im In- und Ausland aufgrund der ständigen Prozessänderungen weiterhin stetigen Änderungen unterworfen. Das Management hat jedoch detektivische interne Kontrollen implementiert, um vollständige und genaue Finanzinformationen zu gewährleisten.

Zu den wichtigsten finanziellen Verbindlichkeiten der Gruppe gehören Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen und Kredite, die aus besicherten und unbesicherten Bankkrediten sowie Leasingverbindlichkeiten bestehen. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit der Gruppe und die Gewährung von Garantien zur Unterstützung ihrer Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus hat die Gruppe sonstige Verbindlichkeiten und Barmittel, die direkt mit ihrer Geschäftstätigkeit zusammenhängen. Die Gruppe ist hauptsächlich einem Liquiditätsrisiko sowie einem geringen Kredit- und Marktrisiko ausgesetzt.

18.2.1. Kreditrisiko

Das Kreditrisiko ist das Risiko eines finanziellen Verlusts für das Unternehmen, wenn eine Gegenpartei eines Finanzinstruments ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Das maximale Kreditrisiko des Unternehmens ergibt sich aus den Buchwerten der finanziellen Vermögenswerte abzüglich der Versicherungen des Unternehmens für bestimmte Vermögenswerte. Das Unternehmen überwacht sein Risiko regelmäßig.

Bewertung der erwarteten Kreditverluste für Gegenparteien

Das Unternehmen ordnet jedes Engagement einem Kreditrisiko zu und stützt sich dabei auf Daten, die für die Vorhersage des Verlustrisikos als geeignet erachtet werden. Das maximale Kreditrisiko ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Maximales Kreditrisiko der finanziellen Vermögenswerte 31. 12. 2023 31. 12. 2022
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (nicht verkauft, nicht versichert) 2.953 7.154
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.319 8.086
Zahlungsmittel 58.463 52.491

Bei den sonstigen finanziellen Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um Einlagen und Forderungen gegenüber Zahlungsdienstleistern, bei denen das Ausfallrisiko gering ist. Aus diesem Grund wurden für keine der berichteten Perioden wesentliche Wertminderungsaufwendungen für sonstige finanzielle Vermögenswerte ermittelt.

Die liquiden Mittel bestehen hauptsächlich aus Bankguthaben. Die entsprechende Kreditwürdigkeit wird ebenfalls regelmäßig überwacht. Aufgrund der guten Bonität der Banken haben die Barmittel ein sehr geringes Ausfallrisiko. Daher wurden für keinen der Berichtszeiträume wesentliche Wertminderungen festgestellt.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet das Unternehmen den sogenannten "vereinfachten Ansatz" an und erfasst die erwarteten Kreditverluste über die gesamte Restlaufzeit bereits bei Zugang. Im Rahmen des vereinfachten Ansatzes ermittelt das Unternehmen die erwarteten Kreditausfälle je Kategorie der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen unter Berücksichtigung historischer Ausfallraten auf der Grundlage historischer Ausfalldaten des letzten Geschäftsjahres und unter Berücksichtigung zukunftsorientierter makroökonomischer Indikatoren.

Das Unternehmen unterscheidet zwischen Forderungen an Unternehmen und Forderungen an einzelne Kunden. Für letztere wurden keine erwarteten Kreditverluste berücksichtigt. Für Forderungen an Unternehmen hat das Unternehmen eine Versicherung für mehrere Kunden abgeschlossen. Daher werden nicht alle Forderungen an Unternehmen bei der Ermittlung des maximalen Kreditrisikos berücksichtigt.

Eine Einzelwertberichtigung wird nach dem vereinfachten Ansatz gebildet, wenn ein oder mehrere Ereignisse eingetreten sind, die sich negativ auf die Bonität des Schuldners auswirken. Diese Ereignisse sind unter anderem Zahlungsverzögerungen, eine drohende Insolvenz oder Zugeständnisse des Schuldners aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden direkt abgeschrieben, wenn ihre Einbringlichkeit nach vernünftigem Ermessen nicht mehr zu erwarten ist. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn die Zahlungsunfähigkeit des Schuldners festgestellt wird.

Die erwarteten Kreditverluste bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beziehen sich nur auf Verträge mit Kunden und haben sich wie folgt entwickelt:

in Tausend Euro Erwarteter Kreditverlust
Stand zum 1.1.2023 8
Netto-Neubewertung der Wertberichtigung 125
Stand zum 31.12.2023 133
Stand zum 1.1.2022 41
Netto-Neubewertung der Wertberichtigung - 33
Stand zum 31.12.2022 8
Kreditrisiko Gewichteter Durchschnitt Verlustrate Bruttobuchwert Verlustausgleich Nettobuchwert
in % in TEUR in TEUR in TEUR
31.12.2023
Aktuell (nicht überfällig) 0,08 % 1.708 57 1.651
1 - 30 Tage überfällig 0,11 % 282 33 249
31 - 60 Tage überfällig 0,20 % 248 11 237
61 - 90 Tage überfällig 0,34 % 162 16 146
Mehr als 90 Tage überfällig 0,63 % 553 16 537
Insgesamt 2.953 133 2.820
31.12.2022
Aktuell (nicht überfällig) 0,07 % 4.164 3 4.161
1 - 30 Tage überfällig 0,10 % 1.323 1 1.322
31 - 60 Tage überfällig 0,16 % 1.273 2 1.271
61 - 90 Tage überfällig 0,20 % 0 0 0
Mehr als 90 Tage überfällig 0,39 % 393 2 391
Insgesamt 7.154 8 7.146

18.2.2. Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass tonies Schwierigkeiten hat, die Verpflichtungen im Zusammenhang mit seinen finanziellen Verbindlichkeiten zu erfüllen, die durch die Lieferung von Barmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten beglichen werden.

tonies ist bestrebt, den Bestand an liquiden Mitteln auf einem Niveau zu halten, das die erwarteten Mittelabflüsse aus finanziellen Verbindlichkeiten übersteigt.

Liquiditätsrisiko

Die folgende Tabelle zeigt die verbleibenden vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten von tonies zum Berichtszeitpunkt. Die Beträge sind brutto und nicht abgezinst und beinhalten die vertraglichen Zinszahlungen:

Liquiditätsrisiko Buchwert Insgesamt < 1 Jahr 1 - 5 Jahre Mehr als 5 Jahre Zinssatz
in TEUR
31.12.2023
Leasingverbindlichkeiten 5.614 7.224 1.359 3.605 2.260
Darlehen und Kredite 15.555 15.555 15.555 0 0 8,91 %
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 81.423 81.423 81.423 0 0
Insgesamt 102.592 104.202 98.337 3.605 2.260
31.12.2022
Leasingverbindlichkeiten 5.575 9.349 1.469 7.752 128
Darlehen und Kredite 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 73.778 73.778 73.778 0 0
Insgesamt 79.353 83.127 75.247 7.752 128

tonies ist Liquiditätsrisiken ausgesetzt, wenn die Finanzkennzahlen für die besicherten und unbesicherten Bankkredite nicht eingehalten werden. Neben der Erhöhung der Kapitalrücklage wurde im März 2025 unter Einbeziehung eines weiteren Kreditinstituts eine Verlängerung und Ausweitung der bestehenden Konsortialvereinbarung unterzeichnet. Hierzu verweisen wir auf Abschnitt 30.

tonies hat außerdem ein tägliches Cash-Reporting eingeführt, um einen aktuellen Überblick über die kurzfristige Liquidität im Vergleich zu den geplanten Mittelabflüssen zu erhalten.

18.2.3. Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich Änderungen der Marktpreise - z. B. der Wechselkurse, Zinssätze und Aktienkurse - auf die Erträge von tonies oder den Wert der von ihr gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Bei den vom Marktrisiko betroffenen Finanzinstrumenten handelt es sich im Wesentlichen um finanzielle Verbindlichkeiten.

Zinsänderungsrisiko

Im Allgemeinen ist das Zinsrisiko das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert künftiger Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwankt. In Bezug auf Tonies haben bestimmte anerkannte Darlehen und Kredite Zinssätze, die auf variablen Parametern basieren.

Die folgende Tabelle zeigt die festverzinslichen oder unverzinslichen Verbindlichkeiten und die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten:

Buchwerte der verzinslichen Finanzverbindlichkeiten in TEUR 31. 12. 2023 31. 12. 2022
Festverzinslich oder unverzinslich Variabler Zinssatz Festverzinslich oder unverzinslich Variabler Zinssatz
Darlehen und Kredite 232 0 0 0
Gesicherte Bankkredite 0 15,323 0 1

Die Sensitivität der besicherten Bankdarlehen ist wie folgt:

Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern in TEUR Darlehen und Kredite Darlehen und Kredite
(+ 100 BP) (- 100 BP)
31.12.2023 -137 137
31.12.2022 0 0

Währungsrisiko

tonies ist einem transaktionsbedingten Fremdwährungsrisiko in dem Maße ausgesetzt, in dem eine Diskrepanz zwischen den Währungen, auf die Darlehen und Kredite sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen lauten, und der jeweiligen funktionalen Währung von tonies besteht. Die funktionale Währung von tonies ist der Euro. Die Einnahmen lauten teilweise auf USD und GBP, während der größte Teil der Einnahmen nach wie vor in EUR erwirtschaftet wird, wobei die USD-Einnahmen der US-Einheit ständig steigen. Die Beschaffung erfolgt teilweise in USD für wichtige Lieferanten (z. B. für Boxen und Tonies) und einige in Anspruch genommene IT-Dienstleistungen.

Die folgende Tabelle zeigt das Währungsrisiko von tonies:

Währungsrisiko 31. 12. 2023
TEUR $ £
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 22.611 7.149
Zahlungsmittel 731 23.365 12.537
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 -16.714 -1.659
Nettoexposition 731 29.262 18.027
Währungsrisiko 31. 12. 2022
TEUR $ £
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 16.739 2.851
Zahlungsmittel 0 7.961 10.240
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 0 - 6.233 - 903
Nettoexposition 0 18.467 12.188

Im Geschäftsjahr 2023 wurden von der Gruppe Devisentermingeschäfte in Höhe von TUSD 12.440 (2022: TUSD 40.000) zur Absicherung von Währungsrisiken aus Einkäufen in USD eingesetzt.

Es wurden die folgenden wesentlichen Wechselkurse angewandt:

Durchschnittskurs Umrechnungskurs zum
2023 2022 31. 12. 2023 31. 12. 2022
1 EUR / USD 1,0903 1,0589 1,1050 1,0666
1 EUR / GBP 0,8617 0,8695 0,8690 0,8869

Im Jahr 2023 ergaben sich aus der Währungsumrechnung Erträge in Höhe von TEUR 6.754 (2022: TEUR 11.225) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.060 (2022: TEUR 10.753).

Die Währungssensitivität stellt sich für die Bilanzpositionen wie folgt dar:

Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern USD Nettorisiko USD Nettorisiko GBP Nettoengagement GBP Nettoengagement
(+ 10 %) (- 10 %) (+ 10 %) (- 10 %)
31.12.2023 7.554 -9.233 2.903 -3.549
31.12.2022 2.550 - 3.117 977 - 1.195

Sonstige Marktrisiken

tonies ist keinen nennenswerten sonstigen Marktrisiken ausgesetzt.

19. Umsatzerlöse

In der folgenden Tabelle sind die Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden nach geografischen Hauptmärkten, die die Berichtssegmente darstellen, und nach Hauptprodukten aufgeschlüsselt.

Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 2023 2022
in TEUR
DACH 165.863 154.241
Starterset 35.415 38.892
Tonies 118.896 109.223
Sonstiges (z. B. Zubehör und Mytonies) 11.552 6.127
NA 140.364 70.227
Starterset 46.309 34.603
Tonies 75.045 31.347
Sonstiges (z. B. Zubehör und Mytonies) 19.009 4.277
RoW 54.721 33.813
Starterset 18.662 13.767
Tonies 33.463 18.549
Sonstiges (z. B. Zubehör und Mytonies) 2.597 1.497
Insgesamt 360.948 258.282

19.1. Leistungsverpflichtungen und Grundsätze der Umsatzrealisierung

Umsatzerlöse werden auf der Grundlage der im Vertrag mit einem Kunden festgelegten Gegenleistung bewertet. tonies erfasst Umsatzerlöse, wenn es die Kontrolle über ein Gut auf einen Kunden überträgt. Entsprechende Rückgabeoptionen werden berücksichtigt, sofern sie zutreffend und wesentlich sind.

Zum 31. Dezember 2023 wurden potenzielle Produktrückgaben auf der Grundlage von Erfahrungswerten aus der Vergangenheit geschätzt, was zu Erlösminderung in Höhe von TEUR 3.921 (31.12.2022: TEUR 670) und zum Ansatz einer Rückgabeverbindlichkeit in Höhe von TEUR 3.921 führte (siehe Anmerkung 16). Ein entsprechendes Rückgaberecht in Höhe von TEUR 1.155 (31.12.2022: TEUR 115) wurde aktiviert, was zu einer Reduzierung des Materialaufwands und der Lizenzkosten führt.

Die folgende Tabelle enthält Informationen über die Art und den Zeitpunkt der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen in Verträgen mit Kunden, einschließlich wesentlicher Zahlungsbedingungen, und die damit verbundenen Grundsätze der Umsatzrealisierung:

Art des Produkts Art und Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung, einschließlich der wesentlichen Zahlungsbedingungen Umsatzerfassung nach IFRS 15
Startersets, Tonies und Zubehör B2B: Da tonies hauptsächlich den Incoterm DDP verwendet, Der Umsatz wird erfasst, wenn der Kunde das Produkt erhält.
Die Kunden erhalten die Kontrolle über das Produkt, wenn sie es erhalten. Die Rechnungen werden erstellt und die Einnahmen werden zu diesem Zeitpunkt verbucht. Die Rechnungen sind in der Regel innerhalb von 30 bis 90 Tagen zahlbar. Marketingzuschüsse und Kundenboni sowie eventuelle Rabatte werden von den Einnahmen abgezogen
B2C: Die Kunden erhalten die Kontrolle über das Produkt, wenn sie es erhalten. Die Rechnungen sind direkt zahlbar, je nach Wahl der Zahlungsmethode des Kunden
mytonies Die Rechnungen werden zum Zeitpunkt Herunterladens der Artikel von der Plattform erstellt und die Einnahmen verbucht. Die Einnahmen werden erfasst, wenn der Download durchgeführt wird.
Die Rechnungen sind in der Regel sofort zahlbar, da Kreditkarten, Paypal oder direkte Überweisungen verwendet werden.

19.2. Rücksendungen, Erstattungen und ähnliche Verpflichtungen

Tonies hat eine allgemeine Rückgabepolitik, wobei die Rückgabefristen in den einzelnen Märkten aufgrund der Kundenstruktur, der Vertriebskanäle und der gesetzlichen Bestimmungen unterschiedlich sind.

Renditen werden nach den Leitlinien von IFRS 15.55 und IFRS 15.B20-27 verbucht. Die Erträge werden für die größeren Märkte DACH und USA überwacht. Für andere Märkte wird diese Überwachung derzeit eingerichtet, liefert aber noch keine zuverlässigen Daten, die für die Bilanzierung von Retouren verwendet werden können. Die Erwartungen an die Wiederverwendbarkeit von zurückgegebenen Produkten werden auf einer Marktebene berücksichtigt, die sich auch von den tatsächlichen und gesetzlichen Anforderungen unterscheidet. Im Konzernabschluss wird sowohl eine Verbindlichkeit für Retouren als auch ein Vermögenswert für Retouren ausgewiesen. Die Umsatzerlöse und Umsatzkosten werden entsprechend angepasst (IFRS 15.B21). Die Verbindlichkeit wird in Höhe des an den Kunden zurückzugebenden Betrags einschließlich der Versandkosten gebildet. Der Vermögenswert für die Rückgabe wird für das Recht berechnet, Produkte von Kunden zurückzuerhalten, wenn die Rückgabeverpflichtung erfüllt ist. Lizenzkosten, die zurückerstattet werden können, werden in die Berechnung einbezogen.

19.3. Garantien

Für Garantieleistungen gelten die allgemeinen länderspezifischen Rechte. Nimmt ein Kunde tonies für ein defektes Produkt in Anspruch, übernimmt tonies die Versandkosten für die Rücksendung des ursprünglichen Artikels und liefert im Austausch auf eigene Kosten einen neuen Artikel. Ist das Produkt tatsächlich defekt, müssen auch die Kosten für die Qualitätsprüfung (durch einen externen Partner) und die ordnungsgemäße Entsorgung der Batterien und elektronischen Teile von tonies übernommen werden.

Daher ist die Verpflichtung, ein neues Produkt im Austausch zu liefern, der Hauptkostentreiber im Rahmen der Garantie; die Qualitätskontrolle (teilweise interne Personalkosten, teilweise externe Kosten) und die Lieferkosten, einschließlich der von unserem Logistikpartner erhobenen Gebühren für die Abfallentsorgung, sind ebenfalls in der Garantieberechnung enthalten.

Die gesetzlichen Anforderungen an die Garantie und die Länge des Garantiezeitraums sind ein starker Indikator dafür, dass die Garantie nicht als Leistungsverpflichtung gemäß IFRS 15 gilt. Die Gewährleistungsrechte der Kunden sind im ursprünglichen Verkaufspreis enthalten und können nicht separat erworben oder verlängert werden. Daher werden die Garantien von tonies als Zusicherungen betrachtet und nach IFRS 15 B30 bilanziert tonies seine Garantien in Übereinstimmung mit IAS 37.

20. Material- und Lizenzaufwendungen

Die Material- und Lizenzaufwendungen lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

Material- und Lizenzaufwendungen 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
1. Verwendete Roh- und Betriebsstoffe 127.895 164.471
2. Zugekaufte Dienstleistungen 1.764 2.076
3. Lizenzaufwendungen 36.332 31.668
Insgesamt 165.991 198.215

Die Kosten für eingekaufte Dienstleistungen bestehen hauptsächlich aus Qualitätskontrolldiensten.

Die Lizenzaufwendungen umfassen Aufwendungen für verschiedene Lizenzen und Konzessionen in Höhe von TEUR 36.332 (2022: TEUR 31.668). Der Anstieg gegenüber 2022 ist hauptsächlich auf höhere Einnahmen nach erfolgreichen Verhandlungen mit Verwertungsgesellschaften sowie auf neue Verträge mit besseren Tarifen aufgrund des Mengenwachstums zurückzuführen.

Bis 2022 wurden die Fremdwährungsgewinne und -verluste im Materialaufwand ausgewiesen, da sie hauptsächlich aus dem Einkauf von Roh- und Betriebsstoffen in Fremdwährung resultierten. Mit der fortschreitenden Internationalisierung von tonies resultieren die Fremdwährungsgewinne und -verluste jedoch zunehmend auch aus anderen Geschäftsvorfällen. Sie werden daher aus Gründen der Übersichtlichkeit unter den sonstigen Erträgen (Fremdwährungsgewinne) und den sonstigen Aufwendungen (Fremdwährungsverluste) ausgewiesen. Die Spalte des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

Die Gesamtkosten für die Lizenzierung setzen sich aus zwei Hauptkategorien zusammen:

Kategorie 1 sind direkte Lizenzaufwendungen an Lizenzgeber für die Nutzung der Tonies-Figuren sowie für Musik und Inhalte, die von dritten Lizenzgebern lizenziert werden. Die Lizenzen werden meist pro verkaufter Einheit gezahlt. Es werden keine Rechte oder Lizenzen erworben.

Kategorie 2 sind direkte Lizenzaufwendungen an Verwertungsgesellschaften wie GEMA, ZPÜ, AustroMechana, Suisa und andere. Diese Lizenzgeber erheben Lizenzgebühren für die Vervielfältigung und Verbreitung von Musik und anderen Inhalten. Die Lizenzen werden meist pro verkaufter Einheit gezahlt. Es werden keine Rechte oder Lizenzen erworben.

Infolgedessen hat tonies durch die oben genannten Lizenzzahlungen keine Lizenzen oder Rechte erworben und aktiviert daher keine Lizenzkosten. Lizenzzahlungen sind ein wesentlicher Teil der Verbindlichkeiten der Unternehmen im Zusammenhang mit der Produktion und dem Verkauf von Tonies und Tonieboxen an Kunden.

21. Aktienbasierte Vergütungen

21.1. Virtuelles Aktienvergütungsprogramm auf Ebene der tonies Holding GmbH

Ab März 2020 hat die Gruppe ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm für berechtigte Mitarbeiter in Form von virtuellen Aktienoptionen eingeführt, die auf einem künftigen potenziellen Gewinn auf der Grundlage eines Ausstiegspreises des Unternehmens abzüglich der anfänglichen Investitionen und Transaktionskosten basieren. Das Programm wird vollständig in bar abgewickelt und soll die langfristige Mitarbeiterbindung verbessern.

Der Plan hat eine Sperrfrist von 48 Monaten und eine Cliff-Periode von 12 Monaten. Er umfasst eine bestimmte Anzahl fester, virtueller Aktien. In Einzelfällen umfasst er eine bestimmte Anzahl von Aktien, die bei Erreichen von Leistungsbedingungen, z. B. Umsatzzielen, unverfallbar werden.

Zum 31. Dezember 2023 umfasst das Programm 20 (31.12.2022: 21) Mitarbeiter der C- und D-Führungsebene. 142.437 Aktien wurden im Jahr 2023 unverfallbar (2022: 382.383 Aktien).

Für zwei Begünstigte ist das Programm teilweise von bestimmten Meilensteinen abhängig, die in lokalen Unternehmen erreicht werden müssen. Diese Komponenten werden als zeitbasierte Optionen behandelt.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt TEUR 284 (2022: TEUR 756) als Personalaufwand für diese Mitarbeiter erfasst. Der beizulegende Zeitwert wurde unter Verwendung der Aktienkurse zum Jahresende 2023 berechnet, da die Aktienkurse die beste Schätzung für die zukünftigen Zahlungen darstellen. Der Plan führte zu Auszahlungen in Höhe von TEUR 1.207 im Jahr 2023 und TEUR 1.295 im Jahr 2022. Die Gesamtverbindlichkeit aus diesem Plan beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 4.689 (31.12.2022: TEUR 4.356).

21.2. Virtuelles Aktienvergütungsprogramm auf der Ebene der tonies SE

Ab 2022 hat die Gruppe ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm für berechtigte Mitarbeiter von tonies US, Inc. in Form von virtuellen Aktienoptionen eingeführt. Das Programm wird vollständig in bar abgewickelt, mit einer Option auf einen Ausgleich in Aktien. Im Laufe des Jahres 2023 wurde dieses Programm auf sechs Mitarbeiter der tonies GmbH und der tonies UK Ltd. ausgeweitet.

Der Plan hat eine Sperrfrist von 48 Monaten und eine Cliff-Periode von 12 Monaten, außer für einen Mitarbeiter ohne Cliff-Periode. Er umfasst eine bestimmte Anzahl fester, virtueller Aktien. In Einzelfällen umfasst er eine bestimmte Anzahl von Aktien, die bei Erreichen von Leistungsbedingungen, z. B. Umsatzzielen, unverfallbar werden.

Zum 31. Dezember 2023 umfasst das Programm 23 leitende Angestellte (31.12.2022: 19 Angestellte). Im Jahr 2023 wurden insgesamt 239.432 Aktien unverfallbar, während TEUR 699 ausgeübt wurden. Bis zum 31. Dezember 2022 hat keine Ausübung stattgefunden.

Für zwei Begünstigte ist das Programm teilweise von bestimmten Meilensteinen abhängig, die in lokalen Unternehmen erreicht werden müssen. Diese Komponenten werden als zeitbasierte Optionen für die Vereinfachung behandelt.

Im Jahr 2023 wurden für diese Mitarbeiter insgesamt TEUR 1.133 als Personalaufwand erfasst (2022: TEUR 1.693). Der beizulegende Zeitwert wurde anhand der Aktienkurse zum Jahresende 2023 berechnet, da die Aktienkurse die beste Schätzung für die zukünftigen Zahlungen darstellen. Im Jahr 2023 erfolgten Auszahlungen in Höhe von TEUR 699, während es im Jahr 2022 keine Auszahlungen aus diesem Plan gab. Die Gesamtverbindlichkeit aus diesem Plan beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.126 (31.12.2022: TEUR 1.693).

21.3. Aktienoptionsplan auf Ebene der tonies SE

Die tonies SE hat mit Wirkung zum 26. November 2021 einen Aktienoptionsplan mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu Gunsten der Höllenhunde GmbH über die Ausgabe und den Bezug von öffentlichen Aktien der tonies SE im rechnerischen Nennbetrag aus dem bestehenden genehmigten Kapital der tonies SE durchgeführt. Gleichzeitig mit der Ausgabe und Übertragung der Neuen Höllenhunde-ESOP-Publikumsaktien zahlte die Höllenhunde GmbH an die 468 SPAC I SE (tonies SE) den Betrag in bar, der dem Nominalwert der ausgegebenen Neuen Höllenhunde-ESOP-Publikumsaktien entspricht, auf ein von der tonies SE zu benennendes Konto. Es wurde ein Erdienungszeitraum von 24 Monaten mit einer Sperrfrist von 12 Monaten vereinbart.

Der Aktienoptionsplan umfasste insgesamt 2.751.208 Aktien, die am 26. November 2021 gewährt wurden und zu Beginn des Berichtszeitraums am 1. Januar 2022 vollständig ausstanden. Ende November 2022 wurden 50 % der Aktien, die 1.375.604 Aktien entsprechen, unverfallbar. Die verbleibenden 50 % waren am 31. Dezember 2022 ausstehend und mit 12,5 %, die jeweils 343.901 Aktien entsprechen, am 26. Februar, 26. Mai, 26. August und 26. November 2023 unverfallbar. Der relevante Aktienkurs für die unverfallbaren und die ausstehenden Aktien beträgt Euro 11,50 zum Zeitpunkt der Gewährung.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt TEUR 4.945 (2022: TEUR 24.539) als Personalaufwand für diese Mitarbeiter erfasst. Der beizulegende Zeitwert wurde unter Verwendung der Aktienkurse am Tag der Gewährung berechnet, da die Aktienkurse die beste Schätzung für die zukünftigen Zahlungen darstellen. 1.375.607 Aktien wurden durch Bereitstellung von Aktien an die Höllenhunde GmbH ausgeübt.

Entwicklung der aktienbasierten Vergütung tonies Holding GmbH tonies SE
in TEUR
Kumulierte gewährte Anteile zum 1. Januar 2022 6.413 2.155
Zusätzliche gewährte Anteile im Jahr 2022 920 24.539
Ausübung im Jahr 2022 -1.235 -15.819
Kumulierte gewährte Anteile zum 31. Dezember 2022 6.098 10.874
Zusätzliche gewährte Anteile im Jahr 2023 1.416 4.945
Ausübung im Jahr 2023 -699 -15.819
Kumulierte gewährte Anteile zum 31. Dezember 2023 6.816 0

22. Personalaufwendungen

Die Aufwendungen für Leistungen an Arbeitnehmer umfassen die folgenden Posten:

Personalaufwendungen 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
1. Löhne und Gehälter 36.808 27.018
2. Aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich 767 1.234
3. Sozialversicherungsbeiträge 6.103 4.677
4. Aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente 4.945 24.241
Insgesamt 48.623 57.170

Im Jahr 2023 wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt, um das weitere Wachstum zu unterstützen. Der Rückgang des Personalaufwands gegenüber dem Vergleichszeitraum resultiert im Wesentlichen aus dem anteilsbasierten Vergütungsprogramm mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente für die Höllenhunde GmbH, die die beiden ehemaligen Co-CEOs repräsentiert, das im November 2021 aufgelegt wurde und erst im Jahr 2022 wesentliche Aufwandseffekte hat.

Weitere Informationen zu den Auswirkungen von aktienbasierten Vergütungen finden Sie in der Anmerkung 21.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten stieg von 365 im Jahr 2022 auf 453 im Jahr 2023.

23. Sonstige Erträge

Zu den sonstigen Erträgen gehören die folgenden:

Sonstige Erträge 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
1. Periodenfremde Erträge 146 635
2. Andere Einkünfte 6.776 7.771
Insgesamt 6.923 8.406

Die sonstigen Erträge umfassen hauptsächlich Erträge aus realisierten und nicht realisierten Währungsgewinnen. Aufgrund der aktuellen Währungsentwicklungen sind die Erträge aus diesen Währungsgewinnen leicht zurückgegangen.

In den Vorjahren wurden die genannten Währungsgewinne im Materialaufwand ausgewiesen, da sie hauptsächlich aus dem Einkauf von Roh- und Betriebsstoffen in Fremdwährung resultierten. Mit der fortschreitenden Internationalisierung der Tonnagen resultieren die Fremdwährungsgewinne und -verluste jedoch zunehmend auch aus anderen Geschäftsvorfällen. Sie werden daher aus Gründen der Übersichtlichkeit unter den sonstigen Erträgen (Fremdwährungsgewinne) und den sonstigen Aufwendungen (Fremdwährungsverluste) ausgewiesen. Die Spalte des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

24. Sonstige Aufwendungen

Zu den sonstigen Aufwendungen gehören die folgenden:

Sonstige Aufwendungen 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
1. Logistische und vertriebsabhängige Aufwendungen 58.841 37.142
2. Marketing-Aufwendungen 29.654 25.013
3. IT-Aufwendungen 9.313 6.438
4. Rechts-, Prüfungs- und Beratungsaufwendungen 6.120 4.870
5. Verwaltungsaufwendungen 4.824 2.722
6. Lageraufwendungen 3.660 2.117
7. Variable Gebühren, Beiträge und Versicherungen 1.331 980
8. Periodenfremde Aufwendungen 593 985
9. Garantien 318 274
10. Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 22.774 9.877
Insgesamt 137.428 90.419

Die sonstigen Aufwendungen sind im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, was vor allem auf die erfolgreiche internationale Expansion zurückzuführen ist, die zu einem Anstieg der Betriebskosten, z. B. für die Logistik in den USA, führte.

Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen aus realisierten und unrealisierten Währungsverlusten in Höhe von TEUR 9.070 (2022: TEUR 6.429). Aufgrund der aktuellen Währungsentwicklungen haben sich die Aufwendungen aus diesen Währungsverlusten erhöht.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten waren im Vorjahr mit TEUR 4.400 im Wesentlichen in den IT-Aufwendungen enthalten. Im Jahr 2023 wurden die IFRS-Anforderungen für die Aktivierung erfüllt. Infolgedessen wurden für die ersten Projekte sowohl interne als auch extern bezogene Kosten aktiviert.

In den Vorjahren wurden die genannten Währungsverluste im Materialaufwand ausgewiesen, da sie hauptsächlich aus dem Einkauf von Roh- und Betriebsstoffen in Fremdwährung resultierten. Mit der fortschreitenden Internationalisierung von tonies resultieren die Fremdwährungsgewinne und -verluste jedoch zunehmend auch aus anderen Geschäftsvorfällen. Sie werden daher aus Gründen der Übersichtlichkeit unter den sonstigen Erträgen (Fremdwährungsgewinne) und den übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Fremdwährungsverluste) ausgewiesen. Die Spalte des Vorjahres wurde entsprechend angepasst.

25. Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen

Die Finanzergebnisse sind wie folgt aufgeschlüsselt:

Finanzerträge 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
1. Finanzerträge aus Devisentermingeschäften 2.087 0
2. Sonstige Zinserträge 143 0
Insgesamt 2.230 0
Finanzierungsaufwendungen 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
1. Zinsaufwand aus Darlehen an verbundene Unternehmen 0 0
2. Zinsaufwand aus Konokorrentkrediten 1.224 431
3. Zinsaufwand aus Factoring 501 178
4. Zinsaufwand aus Leasing 269 251
5. Finanzierungsaufwendungen aus Devisentermingeschäften 0 2.202
6. Sonstige Finanzierungsaufwendungen 41 0
Insgesamt 2.036 3.062

Alle Finanzerträge und Finanzierungsaufwendungen resultieren aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die nicht zum FVTPL bewertet werden.

Zinsen aus Darlehen

Informationen über das Zinsänderungsrisiko von tonies finden Sie in der Anmerkung 18.2.3.

26. Ertragsteuern

26.1. Im Gewinn oder Verlust erfasste Steuern

Die in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Steuern stellen sich wie folgt dar:

Ertragsteuern 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
Steueraufwand für das laufende Jahr
Laufende Steuer Vorjahr aus steuerlichem Verlustrücktrag -2.091 0
Änderungen von Schätzungen in Bezug auf frühere Jahre -574 0
Gesamtsteueraufwand für das laufende Jahr -2.665 0
Latenter Steuerertrag
Entstehung und Umkehrung von temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen (Aufwand) -4.048 4.984
Latenter Steuerertrag insgesamt -4.048 4.984
Steuerertrag aus fortgeführten Geschäftsbereichen (Aufwand) -6.713 4.984

Der anzuwendende Ertragsteuersatz für 2023 sowie für 2022 beträgt 31,225 %. Die Ertragsteuerverbindlichkeiten belaufen sich auf TEUR 2.739 (31.12.2022: TEUR 78).

IFRIC 23 ist auf die Ermittlung des zu versteuernden Ergebnisses (steuerlichen Verlusts), der Steuerbemessungsgrundlage, der noch nicht genutzten steuerlichen Verluste, der noch nicht genutzten Steuergutschriften und der Steuersätze anzuwenden, wenn Unsicherheiten hinsichtlich der ertragsteuerlichen Behandlung gemäß IAS 12 bestehen. In diesem Zusammenhang ging die Gruppe davon aus, dass eine Steuerbehörde, die das Recht hat, alle ihr gemeldeten Beträge zu prüfen, diese Beträge prüfen wird und über alle relevanten Informationen verfügt. Darüber hinaus hat der Konzern geprüft, ob es wahrscheinlich ist, dass die zuständige Behörde jede steuerliche Behandlung oder Gruppe von steuerlichen Behandlungen, die er in seiner Einkommensteuererklärung verwendet hat oder zu verwenden beabsichtigt, akzeptieren wird. Infolgedessen sieht die Gruppe keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

26.2. Steuerliche Überleitungsrechnung

Die Überleitung der effektiven Steuern sieht wie folgt aus:

Überleitungsrechnung der effektiven Steuern 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
Ergebnis vor Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen -10.870 -53.018
Erwartete Steuer unter Verwendung des Steuersatzes des Unternehmens (31,225 %) 3.394 16.555
Steuerliche Verluste des laufenden Jahres, für die kein latenter Steueranspruch angesetzt ist (steuerliche Verluste alle Gesellschaften außer tonies GmbH) -4.569 -4.264
Steuereffekte aus früheren Jahren -574 0
Nicht ausgewiesene aktive latente Steuer auf IFRS 2-Anpassungen -239 -1.889
Nicht abzugsfähige Aufwendungen / Gewerbesteuerliche Korrekturen -1.544 -7.569
Andere -3.181 2.151
Effektiver Steuerertrag -6.713 4.984
Gewinn (Verlust) für den Berichtszeitraum -17.583 -48.034

26.3. Entwicklung der latenten Steuerguthaben

Die aktiven und passiven latenten Steuern sind den folgenden Posten zuzuordnen:

Aktive und passive latente Steuern 31. 12. 2023 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Direkt im Eigenkapital erfasst 1. 1. 2023
in TEUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -41 -110 0 69
2. Vorräte 1.395 104 0 1.291
3. Leasing 1.191 1.211 0 -20
4. Verlustverträge aus Derivaten 652 -35 0 687
5. Steuerliche Verlustvorträge 1.609 -7.976 0 9.585
6. Andere -31 -31 0
7. Immaterielle Vermögenswerte -29.032 2.789 0 -31.821
Latente Steueransprüche (vor Saldierung) 4.847 -6.785 0 11.612
Latente Steuerverbindlichkeiten (vor Saldierung) -29.104 2.737 0 -31.821
Insgesamt (Nettodarstellung der passiven latenten Steuern) -24.257 -4.048 0 -20.209
Aktive und passive latente Steuern in TEUR 31. 12. 2022 In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst Direkt im Eigenkapital erfasst 1. 1. 2022
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 69 0 0 69
2. Vorräte 1.291 454 0 837
3. Leasing -20 - 22 0 2
4. Verlustverträge aus Derivaten 687 687 0 0
5. Steuerliche Verlustvorträge 9.585 1.157 0 8.428
6. Immaterielle Vermögenswerte 31.821 -2.708 0 34.529
Latente Steueransprüche (vor Saldierung) 11.612 2.277 0 9.336
Latente Steuerverbindlichkeiten (vor Saldierung) 31.821 -2.708 0 34.529
Insgesamt (Nettodarstellung der passiven latenten Steuern) 20.209 -4.984 0 25.193

Die Leasingzahlungen sind bei Zahlung steuerlich absetzbar. Bei der Bilanzierung der latenten Steuern im Zusammenhang mit dem Leasing werden sowohl der Leasinggegenstand als auch die Verbindlichkeit getrennt betrachtet. Latente Steuern auf zu versteuernde temporäre Differenzen und abzugsfähige temporäre Differenzen werden getrennt ausgewiesen. Spätere Änderungen der steuerpflichtigen und temporären Differenzen werden bei der Berechnung der latenten Steuern berücksichtigt. Der Netto-Steuereffekt aus Leasing umfasst aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 20 (31.12.2022: TEUR 1.688) und passive latente Steuern in Höhe von TEUR 0 (31.12.2022: TEUR 1.708).

Aktive und passive latente Steuern dürfen nur dann saldiert werden, wenn sie sich auf dieselbe Steuerbehörde beziehen. Die latenten Steuern im Jahr 2024 beziehen sich auf die tonies GmbH und wurden entsprechend auf Unternehmensebene saldiert. Die Brutto- und Nettoeffekte aus aktiven und passiven latenten Steuern sind in der obigen Tabelle aufgeführt.

26.4. Nicht ausgewiesene latente Steueransprüche

Zum 31. Dezember 2023 sind latente Steueransprüche in Bezug auf den Ansatz einer Verbindlichkeit für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 767 (31.12.2022: TEUR 1.509) nicht angesetzt worden.

Aktive latente Steuern wurden nur für steuerliche Verluste der tonies GmbH angesetzt. Für alle anderen Gesellschaften wurde der Effekt aus steuerlichen Verlusten in Höhe von TEUR 89.810 (31.12.2022: TEUR 57.010) nicht angesetzt. Die im Konzern bestehenden steuerlichen Verlustvorträge sind mit Ausnahme der USA (auf Bundesebene auf 10 Jahre begrenzt) unbegrenzt vortragsfähig. Die Höhe der steuerlichen Verlustvorträge, die in einem Geschäftsjahr genutzt werden können, kann jedoch auf einen bestimmten Betrag beschränkt sein.

27. Ergebnis je Anteil

Die Gesellschaft ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung, die ihren Gesellschaftern Anteile der Gesellschaft zuteilt.

Das Ergebnis je Anteil (unverwässert) und das Ergebnis je Anteil (verwässert) werden auf der Grundlage des den Gesellschaftern der tonies Holding zustehenden Ergebnisses berechnet. Verwässerungseffekte sind nicht eingetreten.

Der den Gesellschaftern der tonies Holding zurechenbare Verlust (unverwässert und verwässert) beträgt TEUR -14.594 (2022: TEUR - 48.034). Die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile (unverwässert und verwässert) beträgt 100.002 (2022: 100.002).

Den Stammaktionären zurechenbares Ergebnis (unverwässert) in TEUR 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
Gewinn (Verlust) für das Jahr, der den Eigentümern des Unternehmens zuzurechnen ist -17.583 -48.034
Dem Gesellschafter zurechenbarer Gewinn (Verlust) -17.583 -48.034
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Anteilen (unverwässert) 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
Ausgegebene Anteile zum 1. Januar 100.002 100.002
Gewichtete durchschnittliche Anzahl von Anteilen zum 31. Dezember 100.002 100.002
EPS 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
Den Gesellschaftern zurechenbares Ergebnis in TEUR -17.583 -48.034
Durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Anteile 100.002 100.002
Unverwässertes Ergebnis in EUR je Anteil -0,18 -0,48
Verwässertes Ergebnis in EUR je Anteil -0,18 -0,48

28. Verbundene Unternehmen und Personen

28.1. Muttergesellschaft und oberstes beherrschendes Unternehmen

Seit November 2021 ist die tonies SE, Luxemburg, das oberste beherrschende Unternehmen der Gruppe. Die tonies Holding wird auf Ebene der tonies SE in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Aktionäre der tonies SE zum 31. Dezember 2023 sind die folgenden Unternehmen, von denen keines aufgrund seines Anteilsbesitzes ein beherrschendes Unternehmen ist:

Armira 27.5 %
Milou GmbH (vormals Höllenhunde GmbH) 8.5 %
Santo Ella Co-Invest GmbH & Co. KG 5.5 %
468 SPAC Sponsors 5.1 %
Eigene Aktien 10.4 %
Streubesitz 43.0 %

tonies SE wird derzeit in keinem Konzernabschluss auf Ebene der Gesellschafter konsolidiert. Keiner der Kommanditisten hat eine Beteiligung von mehr als 25 %. Die in der obigen Tabelle dargestellten Beteiligungen von Armira stellen lediglich eine Gruppe von separaten Investmentgesellschaften dar, die einzeln eine Beteiligung an tonies SE von jeweils deutlich unter 25 % halten.

28.2. Transaktionen mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

28.2.1. Vergütung von Führungskräften in Schlüsselpositionen

Die Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen setzt sich wie folgt zusammen.

Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
Kurzfristige Leistungen an Arbeitnehmer 1.033 811
Aktienbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente (Unverfallbarkeit bis 2023) 4.945 24.539
Aktienbasierte Vergütungen mit Barausgleich (Unverfallbarkeit bis 2023) 129 0
Insgesamt 6.107 25.350

Die Vergütung der Mitglieder des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst Gehälter und Sachbezüge. Darüber hinaus sind aus einem aktienbasierten Vergütungsprogramm mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente bei der tonies SE 1.375.604 Aktien unverfallbar und von der tonies SE an die Höllenhunde GmbH übertragen worden. Zu Einzelheiten verweisen wir auf den Vergütungsbericht 2023.

Ab dem 1. Mai 2023 wurde Jan Middelhoff zum Geschäftsführer und CFO der tonies Holding GmbH und anderer Konzerngesellschaften ernannt. Daher ist seine Vergütung in der obigen Tabelle für acht Monate enthalten. Darüber hinaus sind aus einem anteilsbasierten Vergütungsprogramm mit Barausgleich bei der tonies Beteiligungs GmbH 24.582 Aktien unverfallbar geworden, von denen 16.388 Aktien (= 8/12) auf die Zeit als Geschäftsführer und CFO entfallen. Für Details verweisen wir auf den Vergütungsbericht 2023.

28.2.2. Sonstige wichtige Management-Transaktionen

Der Gesamtwert der Transaktionen und ausstehenden Salden im Zusammenhang mit Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen und Unternehmen, über die sie Kontrolle ausüben, stellt sich wie folgt dar.

1. 1. 2023 - 31. 12. 2023
Nahestehende Personen Transaktionsvolumen
in TEUR Zinserträge Zinsaufwendungen Verkauf von Waren und Dienstleistungen Käufe von Waren und Dienstleistungen
Transaktionen mit der Höllenhunde GmbH 0 0 0 400
Transaktionen mit PIXIPOP 0 0 0 468
Transaktionen mit tonies SE 26 0 0 658
Transaktionen mit Armira Beteiligungen GmbH & Co. KG 0 0 0 0
Insgesamt 26 0 0 1.526
Nahestehende Personen 31. 12. 2023
in TEUR
Ausstehende Beträge
Forderungen Verbindlichkeiten
Transaktionen mit der Höllenhunde GmbH 0 400
Transaktionen mit PIXIPOP 0 221
Transaktionen mit tonies SE 29 658
Insgesamt 29 1.279
1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
Nahestehende Personen Transaktionsvolumen
in TEUR Zinserträge Zinsaufwendungen Verkauf von Waren und Dienstleistungen Käufe von Waren und Dienstleistungen
Transaktionen mit der Höllenhunde GmbH 0 0 0 0
Transaktionen mit PIXIPOP 0 0 0 396
Transaktionen mit tonies SE 0 0 0 0
Transaktionen mit Armira Beteiligungen GmbH & Co. KG 0 0 0 48
Insgesamt 0 0 0 444
Nahestehende Personen 31. 12. 2022
in TEUR
Ausstehende Beträge Ausstehende Beträge
Forderungen Verbindlichkeiten
Transaktionen mit der Höllenhunde GmbH 0 0
Transaktionen mit PIXIPOP 0 176
Transaktionen mit tonies SE
Insgesamt 0 176

PIXIPOP Faßbender Kommunikations-Design & Illustration wird von Nina Faßbender, der Ehefrau des ehemaligen Co-CEO der tonies Holding, Patric Faßbender, kontrolliert und ist an der Gestaltung bestimmter Tonies beteiligt. Die Vergütung wird als Festbetrag pro verkauftem Artikel gezahlt.

29. Honorare des Abschlussprüfers

Die Gesamthonorare für Dienstleistungen des Abschlussprüfers KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Düsseldorf, für die Jahre 2023 und 2022 im Konzern betrugen:

Prüfungshonorare 1. 1. 2023 - 31. 12. 2023 1. 1. 2022 - 31. 12. 2022
in TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 418 748
davon KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft 418 608
Andere Bestätigungsleistungen 0 21
Sonstige Leistungen 160 0
Insgesamt 578 769

Der Posten "Abschlussprüfungsleistungen" umfasst die Honorare und Ausgaben für die Prüfung des Konzernabschlusses und der gesetzlich vorgeschriebenen Abschlüsse von tonies und seinen Tochtergesellschaften. Zu den sonstigen Leistungen gehören das CSRD-Coaching, die Unterstützung durch Validierungsdienste und die Beratung in Rechnungslegungsfragen.

30. Ereignisse nach dem Berichtszeitraum

Die folgenden Ereignisse sind nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 eingetreten und könnten einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2023 sind die Gründer und Co-CEOs der Gruppe, Patric Fassbender und Marcus Stahl, als geschäftsführende Direktoren ausgeschieden. Tobias Wann wurde vom Aufsichtsrat zum neuen CEO und Geschäftsführer der tonies Holding GmbH, der tonies SE und anderer Gruppenunternehmen bestellt. Im September 2024 wurde Virginia McCormick als Chief Experience Officer (CXO) und Geschäftsführerin bestellt.

Am 28. März 2025 wurde eine Änderung der bestehenden Vereinbarung für den Konsortialkredit unterzeichnet, um die verfügbaren Kreditlinien von TEUR 30.000 auf TEUR 60.000 zuzüglich saisonaler Erhöhungsoptionen zu erhöhen. Darüber hinaus wurde tonies US, Inc. als Bürge in den Vertrag aufgenommen.

Wir haben keine weiteren Ereignisse nach dem Ende des Geschäftsjahres 2023 identifiziert, die einen wesentlichen Einfluss auf die zukünftige Ertragslage, Finanzlage und Vermögenslage von tonies haben könnten.

 

Düsseldorf, 27. Juni 2025

tonies Holding GmbH

Geschäftsführung

Tobias Wann, CEO

Dr. Jan Middelhoff, CFO

Virginia McCormick, CXO

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell

Der Konzern der tonies SE und insbesondere die tonies Holding GmbH und ihre Tochtergesellschaften (im Folgenden „tonies“, „Konzern“ oder „Gruppe“) entwickelt, produziert und vertreibt eine digitale, cloudbasierte und interaktive Audioplattform und ein Unterhaltungssystem für Kinder ab drei Jahren, das ein Hör- und Geschichtenerlebnis bietet, das ihre Fantasie anregt und ihnen intuitives, taktiles Spielen ermöglicht. tonies wurde 2013 als Boxine GmbH gegründet und ist der Begründer einer neuen, milliardenschweren Kategorie. tonies erzielt Umsatzerlöse aus dem Erstverkauf der „Toniebox" und aus Folgekäufen von „Tonies" und „Accessories & Digital".

Die Toniebox ist ein konnektiver Audioplayer, der eine von tonies patentierte Hardware nutzt. Der Verkauf einer Toniebox markiert den Beginn der Kundenreise durch das tonies-Ökosystem. Kinder können die Toniebox selbstständig bedienen. Die Lautstärke kann durch Drücken auf eines der beiden Ohren der Toniebox erhöht oder verringert werden und Kapitel oder Lieder können durch Antippen der Seiten der Toniebox gewechselt oder durch Kippen der Toniebox vor- und zurückgespult werden. Sogar das Austauschen von Geschichten ist ganz einfach, indem man einen anderen Tonie auf die Box setzt, um ein neues Abenteuer zu beginnen.

Tonies sind Figuren, die oben auf die Toniebox gestellt werden können. Jeder Tonie enthält einen Download-Code, der als Schlüssel zum Freischalten von Inhalten dient, die dann aus der Cloud auf die Toniebox heruntergeladen werden. Tonies decken ein breites Spektrum an Inhalten ab, darunter Lieder, Geschichten, Unterhaltung und Bildung. Der Umsatz wird mit Content-Tonies, die eigenproduzierte oder extern lizenzierte Inhalte von Partnern wie Disney, Sony und Universal enthalten und Kreativ-Tonies erzielt, die die eigenen Inhalte des Kunden abspielen können, wie z. B. Lieblingsbücher, die mit der eigenen Stimme aufgenommen wurden, das Singen von Lieblingsliedern, das Bewahren von wertvollen Familienerinnerungen für die Zukunft oder das Senden von Nachrichten an geliebte Menschen aus der Ferne.

Die Produktkategorie Accessories & Digital umfasst Umsätze aus Zubehör, z.B. angrenzende Produkte und Merchandising wie Kopfhörer, Transportlösungen und Dekoration sowie Umsätze aus der digitalen Bibliothek von tonies, die eine Vielzahl von digitalen Inhalten bietet, die über die mytonies-App einem Tonie zugeordnet werden können.

Der Konzern ist in den geografischen Regionen DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz), Nordamerika und Rest der Welt (einschließlich Großbritannien und Frankreich als größte Märkte) mit lokalen Teams tätig.

tonies-Produkte werden über verschiedene Online- und Offline-Vertriebskanäle verkauft: im Großhandel (stationäre Partnergeschäfte und Online-Kanäle von Einzelhandelspartnern) und über das Direct-to-Consumer Geschäft (DTC) der Gruppe, bestehend aus ihren eigenen Online-Shops und dem Amazon-Marktplatz in den verschiedenen Ländern. In Hongkong werden die Produkte der Gruppe über ein Vertriebsmodell vermarktet. Bei den Großhandelsumsätzen beliefert die Gruppe große Einzelhändler ("Key Accounts") in den Bereichen Unterhaltungselektronik, Spielzeug und Bücher sowie Fachhändler, die in den Bereichen Spielzeug und Bücher tätig sind.

Das Marketing von tonies stützt sich in hohem Maße auf eine Markenbildungsstrategie. Durch die Präsentation von Tonieboxen und Tonies als kategoriedefinierende Produkte hat tonies eine eigene Identität auf dem Markt geschaffen, die einen hohen Wiedererkennungswert bietet und eine Differenzierung von anderen Produkten auf dem Markt ermöglicht. Die Aufrechterhaltung der starken Markenidentität von tonies ist von entscheidender Bedeutung für die Kundentreue und für die anhaltende Steigerung von Umsatz und Profitabilität.

Neben dem Know-how im Einzelhandel und im Vertrieb verfügt die Gruppe - gemeinsam mit ihren Zulieferern - auch über die erforderlichen Kenntnisse in den Bereichen Design, Herstellung und Produktentwicklung sowie über die entsprechenden Patente. Die Verwendung von speziell codierten Chips ermöglicht ein geschlossenes System.

Die tonies SE wird von ihrem Hauptsitz in Luxemburg aus geleitet und betrieb ihr Geschäft im Jahr 2023 von sechs verschiedenen Standorten in Deutschland, Großbritannien, den USA und Frankreich aus. In den USA und Frankreich verkauft die tonies GmbH über eigene Tochtergesellschaften an ihre Kunden. Die tonies GmbH übernimmt auch den Vertrieb für den europäischen Webshop. Der Vertrieb für Großbritannien und Irland wird von der britischen Tochtergesellschaft von tonies koordiniert. Der Vertragspartner für die Kunden war jedoch bis zum 31. August 2023 die tonies GmbH. Seit dem 1. September 2023 führt die tonies UK Ltd das komplette operative Geschäft in Großbritannien und Irland.

1.2. Struktur des Konzerns

Die tonies Holding GmbH, eine 100% Tochter der börsennotierten tonies SE seht an der Spitze des Konzerns. Der Sitz des Unternehmens befindet sich in der Oststraße 119, 40210 Düsseldorf.

Zum 31. Dezember 2023 hielt die tonies SE 100% an der tonies Holding GmbH, die wiederum 100% an der tonies Beteiligungs GmbH hielt. Diese Konzernstruktur ist das Ergebnis eines Unternehmenszusammenschlusses. Die tonies Beteiligungs GmbH hält alle Anteile an der tonies GmbH, die das operative Geschäft der Gruppe in der DACH-Region, den europäischen Webshop und andere internationale Aktivitäten, die nicht durch eigene Einheiten abgedeckt sind, sowie alle zentralen Funktionen betreibt. Sie ist auch die Muttergesellschaft der internationalen Tochtergesellschaften. Das operative Geschäft in den USA wird von tonies US Inc. , in UK von tonies UK Ltd und in Frankreich von tonies France SAS betrieben. Am 16. November 2023 wurde tonies ANZ Pty Ltd gegründet, um die Marktaktivitäten in Australien und Neuseeland zu übernehmen.

1.3. Externe Einflussfaktoren auf das Geschäft

Zu den wesentlichen Faktoren, die sich kurzfristig auf die Geschäftstätigkeit der Gruppe auswirken könnten, gehören Veränderungen der allgemeinen makroökonomischen und politischen Bedingungen sowie der branchenspezifischen Konjunktur. Diese werden in Abschnitt 2.1. näher erläutert. Weitere Erläuterungen zu Risiken und Chancen in Bezug auf das Geschäft des Konzerns finden sich in Abschnitt 4.

1.4. Strategie der Gruppe

Vision und Mission

Unsere Vision ist, dass unsere spielerischen Hörerlebnisse ein fester Bestandteil des Lebens von Kindern auf der ganzen Welt werden. Um diese Vision zu erreichen, stützt sich die Strategie von tonies auf drei wichtige Säulen. Die erste ist die agile geografische Expansion, die sich derzeit auf die weitere Durchdringung der bestehenden Märkte konzentriert. Die zweite Säule ist die Produktinnovation, die entscheidend ist, um unseren Kunden weiterhin einen Mehrwert zu bieten. Die dritte Säule konzentriert sich auf die Organisation und die Prozesse, die für eine erfolgreiche internationale Expansion und Produktinnovation erforderlich sind. Auf dem Weg zur Verwirklichung unserer Vision ist es tonies' Mission, Momente für kleine Zuhörer auf der ganzen Welt zu bereichern.

Agile geografische Expansion

Geografisch gesehen führt der Konzern sein Geschäft in drei verschiedenen Regionen: DACH, Nordamerika und Rest der Welt, die jeweils von einer eigenen Führungskraft geleitet werden.

DACH: Unser DACH-Markt ist auf einer EBITDA Basis bereits profitabel. In diesem reifen Markt liegt der Fokus auf der weiteren Steigerung der Profitabilität. Dazu gehören Optimierungen der Vertriebskanäle, ein aktives Portfoliomanagement mit Entscheidungen über die Einstellung weniger profitabler Produkte und die Optimierung der Unit Economics.

USA: Im Einklang mit unserer Strategie rollen wir unser profitables DACH-Geschäftsmodell international weiter aus und sehen eine anhaltend starke Dynamik in den USA. Wir bauen unsere Einzelhandelspartnerschaften weiter aus, insbesondere durch die weitere Expansion bei Target und die Aufnahme von Walmart als neuen Großkunden im Jahr 2023.

Rest der Welt: Diese Region umfasst derzeit Großbritannien, Irland, Australien und Frankreich als Kernmärkte mit lokalen Teams sowie sogenannte Nicht-Kernmärkte einschließlich Hongkong sowie mehrere Länder, die vom europäischen Webshop bedient werden (z. B. Belgien, Luxemburg, Niederlande, Portugal und Spanien). In den Nicht-Kernmärkten verfolgt tonies einen agilen Ansatz, bei dem die Märkte entweder nur über digitale Kanäle oder über ein Vertriebsmodell bedient werden.

Produktinnovation

Die Produktinnovation bei tonies besteht aus einer Kombination von physischen und digitalen Produkten sowie aus Inhalten, die aus lizenzierten und proprietären Inhalten bestehen.

Physisch: Innovationen im Bereich der physischen Plattformen werden ein wichtiger Treiber sein, um unsere führende Position in der Kategorie zu sichern, einschließlich einer Weiterentwicklung der Toniebox. Während die klassischen Startersets (Toniebox plus Tonie) und die Einführung von Tonie-Figuren unser Portfolio attraktiv halten werden, werden neue Tonie-Formate wie die Steiff Soft Cuddly Friends dazu beitragen, unser Tonieangebot für Familien zu erweitern. Darüber beinhaltet das tonies Zubehörportfolio Kopfhörer, Regale, Transportlösungen, Nachtlichter und Vieles mehr.

Digital: Digitale Präsenz ermöglicht ein großartiges Kundenerlebnis (z. B. über unsere mytonies-App) und bietet neue Möglichkeiten. Zwei Beispiele für neue Möglichkeiten sind ein verbessertes Erlebnis für Kreativ-Tonies durch erweiterte Freigabefunktionen, die es den Kunden ermöglichen, ihre Lieblingsaufnahmen mit anderen zu teilen, und neue Modelle für eine verbesserte digitale Monetarisierung wie die Option, digitale Inhalte zu kaufen und physischen Content-Tonies und Kreativ-Tonies zuzuordnen.

Inhalt: Neben dem physischen Aspekt unserer Produkte sind hochwertige Audio-Inhalte das Herzstück unserer tonies-Erlebnisse. Während wir weiterhin lizenzierte globale Blockbuster und lokale Heldengeschichten anbieten, werden wir zunehmend eigene Lizenzmarken ("tonies Originals") aufbauen. Die erste Marke, die wir auf den Markt gebracht haben, ist „Schlummerbande", die sich auf die Einschlafroutine konzentriert, eine der wichtigsten Nutzungsmöglichkeiten für unser Produkt.

Organisation und Prozesse ermöglichen

Daten: tonies ist ein datengesteuerter Konzern. Wir wollen die vorhandenen und zusätzliche Daten weiter nutzen, um den Konzern während seines Aufbaus aktiv zu steuern.

Skalierbare Abläufe: Skalierbare Abläufe sind und werden in den kommenden Jahren ein Schwerpunktbereich bei tonies sein, und mit "Tune up tonies" haben wir eine spezielle Initiative ins Leben gerufen. Dazu gehört der Aufbau von Prozessen und Strukturen, die die Wachstumspläne von tonies ermöglichen. Darüber hinaus geht es darum, den Betrieb und die Produktion weiter zu stabilisieren, zu standardisieren und Risiken zu verringern. Ein Beispiel dafür ist, dass tonies in der Lage war, alternative Bezugsquellen für die knappen Halbleiterchips zu sichern.

Teams und Kultur: Teams zu befähigen, das Beste aus ihrem Potenzial herauszuholen, wird weiterhin eine Priorität sein. Ein Teil davon ist, unsere tonies-Kultur lebendig zu halten, da immer mehr Menschen an unterschiedlichen Standorten arbeiten und der Konzern internationaler und vielfältiger wird. Deshalb haben wir unsere fünf tonies-Grundsätze entwickelt: (1) Wir arbeiten auf ein gemeinsames Ziel und eine gemeinsame Vision hin, (2) wir geben Raum zum Wachsen und Hören nie auf zu lernen, (3) wir sind ein Team, (4) wir sind leidenschaftlich und ehrgeizig, (5) wir sind verantwortungsbewusst und ergebnisorientiert.

Nachhaltigkeit: Nachhaltigkeit ist ein Bereich, in dem alle internen und externen Interessengruppen kontinuierliche Fortschritte erwarten. tonies hat seine Nachhaltigkeitsvision und einen Fahrplan entwickelt, den der Konzern umsetzen wird. Die Initiativen reichen von nachhaltigeren Produktangeboten bis hin zu mehr Transparenz und der Reduzierung von CO2 -Emissionen in unseren Betrieben.

Profitabilität: Das Leistungsmanagement ist der Schlüssel zu einem profitablen Konzern. Gerade in einem herausfordernden makroökonomischen Umfeld ist es wichtig, diesen Bereich aktiv zu steuern. Einerseits ist unser Geschäftsmodell darauf ausgelegt, dass neue Märkte innerhalb weniger Jahre nach ihrem Start profitabel werden, wobei die DACH-Region als Blaupause dient. Andererseits werden wir weiterhin die Profitabilität optimieren, unter anderem in Bezug auf unsere Vertriebskanäle, unser Produktportfolio, die Beschaffung und die Marketingeffizienz. Darüber hinaus wird der Konzern kostenbewusst bleiben und während seines internationalen Wachstums eine solide Kostenbasis beibehalten.

1.5 Forschung und Entwicklung

tonies betreibt keine Grundlagenforschung, sondern entwickelt seine Produktfamilie kontinuierlich weiter, um den Anforderungen des Marktes gerecht zu werden und die Marktfähigkeit der Produktfamilie auch für die Zukunft zu sichern. Dabei helfen uns der enge Kontakt zu den Märkten und die Innovationskraft unserer Mitarbeiter, sowie zu verbundenen Geschäftspartnern und Lohnherstellern. Eine hauseigene Entwicklungsabteilung unterstützt die gezielte Entwicklung neuer Produkte auf Basis der Toniebox-Technologie sowie die Weiterentwicklung von Anwendungsmöglichkeiten und potenziellen neuen Zielgruppen.

Im Jahr 2023 aktivierte tonies Entwicklungskosten in Höhe von 1,4 Mio. EUR für wesentliche Projekte, die vor allem aus der internen Entwicklung stammten. Mit unseren professionalisierten Entwicklungsteams reduzieren wir auch in Zukunft die Abhängigkeit von externen Partnern.

1.6 System zur Leistungsmessung / Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Die Gruppe wird durch die Geschäftsführung und den erweiterten Führungskreis, das Tonies Leadership Team („TLT“) sowie das Extended Tonies Leadership Team („ETLT“) gesteuert. Diesen Gremien gehören neben der Geschäftsführung alle wesentlichen Funktionsbereiche sowie alle Managing Director bzw. General Manager der internationalen Märkte an. Wöchentliche Abstimmungen der Geschäftsführung mit dem TLT bzw. ETLT und mindestens vierteljährliche Sitzungen mit dem Aufsichtsrat der tonies SE garantieren einen engen Informationsaustausch zu operativen und strategischen Fragen.

Das operative Geschäft wird auf der Ebene des jeweiligen Managing Director bzw. General Manager für DACH, UK, USA und Frankreich geführt. Alle anderen internationalen Aktivitäten sind unter „Sonstige“ zusammengefasst und werden von einem separaten Director betreut.

Im Jahr 2023 wurden Umsatz und Profitabilität des Konzerns auf Segmentebene unterhalb der Konzernebene gesteuert und überwacht. Diese Segmente folgen der Struktur der Managementteams des Konzerns basierend auf den wichtigsten Absatzmärkten von tonies: DACH, Nordamerika und Rest der Welt. Im Zusammenhang mit der Einführung der Steuerung nach Segmenten wurden die bisherigen wichtigen Leistungsindikatoren (KPIs) zur Steuerung des Geschäfts teilweise überarbeitet. Während das Gesamtgeschäft bisher auf der Basis der Umsatzerlöse, der bereinigten EBITDA-Marge sowie der Bruttomarge, der Bruttomarge nach Lizenzaufwendungen, der Deckungsbeitragsmarge, des Nettoumlaufvermögens und des Freien Cashflows gesteuert wurde, wurde das Performance Management auf der Basis der Segmente eingeführt.

Seit dem Geschäftsjahr 2023 verwendet der Vorstand die Umsatzerlöse, die Deckungsbeitragsmarge (a), die bereinigte EBITDA-Marge (b) und die EBITDA-Marge (c) zur Messung der operativen Performance der Segmente als Grundlage für die strategische Planung und als nützliche Information für Investoren und andere Personen zum Verständnis und zur Bewertung der Geschäftsergebnisse sowie als nützliche Kennzahl für Periodenvergleiche des Geschäftserfolgs der Gruppe. Die KPIs sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Weitere Informationen zu den Segmenten finden Sie in Abschnitt 6, „Geschäftssegmente“, in den Anhangangaben zum Konzernabschluss.

KPI 2023 (geprüft) 2022 (geprüft)
Umsatzerlöse 361 Mio. EUR 258 Mio. EUR
Deckungsbeitragsmarge(a) 35,3 % 27,2 %
Bereinigte EBITDA-Marge(b) 3,9 % -2,4 %
EBITDA-Marge(c) 2,3 % -13,5 %

(a) Zur Definition, Erläuterung und Überleitung der Deckungsbeitragsmarge siehe 2.3. Ertragslage - Profitabilität

(b) Für die Definition, Erläuterung und Überleitung der bereinigten EBITDA-Marge siehe 2.3. Ertragslage - Profitabilität

(c) Zur Erläuterung der EBITDA-Marge siehe 2.3. Ertragslage - Profitabilität

Außerdem findet eine enge Beobachtung des für uns relevanten Marktes statt. Hierzu werden auch die Art und Verbreitung ähnlicher Systeme eng betrachtet, um die Markt- und Produktentwicklung weiterhin proaktiv gestalten zu können.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Laut der Winterprognose des Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel) vom Dezember 20231 hat sich die Weltwirtschaft angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik besser entwickelt als erwartet, wenngleich die wirtschaftliche Expansion moderat war. Obwohl die Inflation nun rasch zurückgeht, gab es Ende 2023 keine Anzeichen für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Dies hat sich bis heute bestätigt.

1 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf

Während das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in 2023 um -0,3% und in 2024 um -0,2% gesunken ist, konnte im Euroraum eine leicht positive Entwicklung des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts von 0,6% bzw. 0,8% verzeichnet werden. Großbritannien (+1,1%) und die USA (+2,8%) konnten in 2024 sogar besser abschneiden.2

2 https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers/konjunktur/#m-tab-0-deutschland mit Verweis auf das statistische Bundesamt

Die Weltproduktion (gemessen an Kaufkraftparitäten) ist 2023 um 3,3% gewachsen. Zwischen den entwickelten Volkswirtschaften gab es 2023 erhebliche Unterschiede in der Produktivitätsentwicklung, wobei sich die US-Wirtschaft als besonders robust erwies, während die gesamtwirtschaftliche Produktion in Europa eher stagnierte. In China hat sich die gesamtwirtschaftliche Produktion im dritten Quartal 2023 deutlich belebt, obwohl sie im historischen Vergleich nach wie vor niedrig ist, was bedeutet, dass das Land einen Großteil seiner Rolle als Motor der globalen wirtschaftlichen Expansion verloren hat.

Der US-Dollar hat angesichts des gestiegenen Zinsdifferenzials zwischen den Vereinigten Staaten und Europa aufgewertet. Seit dem September haben sich die Erwartungen an den Finanzmärkten über die Leitzinsen deutlich verändert, wozu die erwarteten Politikänderungen durch die neue US-Administration wohl beigetragen haben. Während in den USA für die kommenden zwei Jahre angesichts gestiegener Inflationsrisiken nun geringere Zinssenkungen erwartet werden, gehen die Finanzmärkte für den Euroraum vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur von schnelleren Zinssenkungen und einem niedrigeren Endniveau aus.

Die für tonies nicht unerheblichen Anstiege der Verbraucherpreise haben Ihren Anstieg in allen relevanten Märkten von 2023 nach 2024 deutlich verlangsamt, liegen aber immer noch über der langfristigen Inflationserwartung der Europäischen Zentralbank.3

3 https://www.ifw-kiel.de/de/themendossiers/konjunktur/#m-tab-0-deutschland mit Verweis auf das statistische Bundesamt

Viele Störfaktoren sind im Laufe des Jahres 2023 wieder verschwunden, die Rohstoff- und Energiepreise sind deutlich gesunken und die Reallöhne leicht gestiegen. Allerdings bleiben die geopolitischen und innenpolitischen Unsicherheiten für Unternehmen und Verbraucher hoch und die Investitions- und Konsumneigung dämpfen. Daher prognostiziert das Kieler Institut für Wirtschaftsforschung für das Jahr 2024 nur ein globales Produktionswachstum von 3,2%.

2.2 Geschäftsverlauf

Insgesamt verzeichnete tonies ein sehr starkes Jahr 2023 mit exponentiellem Umsatzwachstum, angeführt von Nordamerika, und einer erheblichen Verbesserung der Profitabilität: Auf der Ebene des bereinigten EBITDA und des EBITDA wurde die tonies Gruppe profitabel.

Die Umsatzerlöse beliefen sich im Jahr 2023 auf EUR 360,9 Mio., was einem Wachstum von 39,7% gegenüber dem Vorjahr entspricht, wobei der Umsatz in allen Regionen und allen Produktkategorien anstieg. In Nordamerika haben sich die Umsatzerlöse auf EUR 140,4 Mio. mehr als verdoppelt.

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete die Gruppe den größten Teil ihrer Umsatzerlöse in der DACH-Region, auf die EUR 165,9 Mio. des Gesamtumsatzes von EUR 360,9 Mio. entfielen. Aufgrund der weiterhin erfolgreichen internationalen Expansion wachsen die Umsatzerlöse in den internationalen Märkten rasant und stellen erstmals einen größeren Anteil am Gesamtumsatz dar als die DACH-Region - im Jahr 2023 wurden rund 54% der Umsatzerlöse in den internationalen Märkten erwirtschaftet, gegenüber 39% im Jahr 2022.

Die Deckungsbeitragsmarge stieg deutlich von 27,2% im Jahr 2022 auf 35,3% im Jahr 2023. Dies war in erster Linie auf eine wesentlich höhere Bruttomarge (Bruttogewinn in Prozent der Umsatzerlöse mit Dritten) und niedrigere Lizenzaufwendungen zurückzuführen. Die Bruttomarge stieg aufgrund von Preiserhöhungen, die im Mai 2022 umgesetzt wurden, niedrigeren Kosten für die Inbound-Logistik (hauptsächlich Luftfracht) sowie positiven Effekten aus dem Kanal-, Produkt- und Regionalmix. Die Lizenzaufwendungen sanken aufgrund von regionalen Mixeffekten (geringerer Umsatzanteil der DACH-Region, die tendenziell höhere Lizenzkosten aufweist), einem höheren Anteil an eigenproduzierten Inhalten und selbst entwickelten Lizenzen, erfolgreichen Neuverhandlungen mit Lizenzpartnern und einem Einmaleffekt aus der Auflösung von Lizenzrückstellungen in Höhe von rund EUR 3,3 Mio.

Die bereinigte EBITDA-Marge des Konzerns verbesserte sich deutlich von -2,4% im Jahr 2022 auf +3,9% im Jahr 2023. Dies ist insbesondere auf die deutliche Verbesserung der Bruttomarge, im Verhältnis zu den Umsatzerlösen geringere Marketing- und Lizenzkosten, einschließlich Einmaleffekten im Zusammenhang mit der Auflösung von Lizenzrückstellungen, zurückzuführen.

Auch die EBITDA-Marge des Konzerns verbesserte sich deutlich von -13,5% im Jahr 2022 auf +2,3% im Jahr 2023. Neben einer deutlich höheren Deckungsbeitragsmarge waren die Personalkosten vor allem aufgrund des deutlich geringeren Anteils der anteilsbasierten Vergütungen niedriger. Diese positiven Auswirkungen auf die EBITDA-Marge konnten einen starken Anstieg der Fulfillmentkosten aufgrund höherer Logistik- und Vertriebskosten infolge der starken US-Expansion mehr als ausgleichen.

2.3 Ertragslage

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse stiegen um 39,7% von EUR 258,3 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 360,9 Mio. im Jahr 2023.

Trotz ihres reifen Marktprofils verzeichnete die DACH-Region ein beachtliches Umsatzwachstum von 4,8% auf EUR 165,9 Mio. Der Umsatzanstieg ist in erster Linie auf eine robuste Expansion im Direktvertrieb zurückzuführen, zusammen mit einer beeindruckenden Leistung in Produktkategorien wie Tonies-Figuren und Zubehör & Digital.

Die Umsatzerlöse in Nordamerika stiegen auf EUR 140,4 Mio., was einem Wachstum von 114,0% entspricht. Dieser Anstieg wurde in allen Vertriebskanälen und Produktkategorien erzielt. Während die Direktvertriebskanäle ein hohes Wachstumstempo beibehielten, waren die Umsatzerlöse im Großhandel sogar noch deutlicher gestiegen.

In der Region Rest der Welt, die Großbritannien, Irland, Frankreich, Hongkong und den europäischen Webshop umfasst, stiegen die Umsatzerlöse um 59,1% von EUR 34,4 Mio. auf EUR 54,7 Mio. im Jahr 2023. Dieses Wachstum wurde vor allem durch stark steigende Umsatzerlöse in Großbritannien und eine Verdreifachung derselben in Frankreich angetrieben.

Aufgrund der anhaltend internationalen Expansion wuchsen die Umsatzerlöse in den internationalen Märkten rasant und machen erstmals einen größeren Anteil am Gesamtumsatz aus, als die DACH-Region - im Jahr 2023 wurden rund 54% der Umsatzerlöse in den internationalen Märkten erzielt, verglichen mit 39% im Jahr 2022.

Nach Produktkategorien betrachtet, stiegen die Umsatzerlöse mit Tonieboxen im Vergleich zum Vorjahr um 35,4% auf EUR 118,1 Mio. Die meisten Tonieboxen wurden in Nordamerika verkauft, wodurch das Fundament für die Expansion der tonies Gruppe im wichtigsten Wachstumsmarkt deutlich ausgebaut und gefestigt wurde.

Die Umsatzerlöse mit Tonies-Figuren stiegen deutlich um 41,7% auf EUR 225,5 Mio., mit rund 23,4 Mio. verkauften Tonies-Figuren in allen Märkten. Der Anstieg wurde durch eine Kombination aus lizenzierten Tonies von Drittanbietern sowie von uns selbst produzierten Inhalten erzielt. Die Einführung des ersten Adventskalender-Tonies, unserer eigenen Content-Serie „Leo's Day“ und „Clever Tonies", einem Edutainment-Audioprodukt für Kinder ab fünf Jahren, unterstreicht das Engagement von Tonies, kontinuierlich innovative Angebote auf den Markt zu bringen, die insbesondere auf ältere Kinder zugeschnitten sind.

Die Umsatzerlöse in der Kategorie Zubehör & Digitales verzeichneten ein beachtliches Wachstum und stiegen um 45,4% auf EUR 17,3 Mio. Dieses Wachstum wurde durch den Verkauf von Kopfhörern, Transportlösungen, Regalen und Ladegeräten vorangetrieben.

Was die Vertriebskanäle betrifft, blieben sowohl der Großhandel als auch DTC für tonies strategisch relevant. Der Anteil des eigenen Online-Geschäftes an den Umsatzerlösen nahm weiter zu und erreichte im Jahr 2023 45% des Konzernumsatzes gegenüber rund 37% im Jahr 2022. Haupttreiber waren hier Ländermix-Effekte, da internationale Märkte, die im Vergleich zur DACH-Region eine höhere Online-Durchdringung aufweisen, einen höheren Anteil am Umsatzerlös der Gruppe ausmachen.

in EUR Mio. 2023 2022 Veränderung
Umsatzerlöse 360,9 258,3 39,7 %
nach Region
DACH 165,9 158,3 4,8 %
US 140,4 65,6 114,0 %
Rest der Welt 54,7 34,4 59,1 %
nach Produktkategorie
Tonieboxen 118,1 87,3 35,4 %
Tonies-Figuren 225,5 159,1 41,7 %
Accessories & Digital 17,3 11,9 45,4 %

Profitabilität

Das bereinigte EBITDA ist ein wichtiger Leistungsindikator, der aus dem EBITDA abgeleitet wird. Indem dieses um verschiedene Effekte bereinigt wird, wird eine Kennzahl für die zugrunde liegende Profitabilität des Geschäfts geschaffen. Das EBITDA wurde im Jahr 2022 um die folgenden einmaligen Effekte bereinigt: (i) Effekte aus anteilsbasierter Vergütung, (ii) Eigenentwicklung von Software (nicht aktiviert). Die Bereinigungen beziehen sich auf Aufwendungen, bei denen das Management der Ansicht ist, dass diese aufgrund ihres außergewöhnlichen und nicht-operativen Charakters ausgeklammert werden sollten. Im Jahr 2023 umfassten diese Anpassungen nur die Kosten für die aktienbasierte Vergütung. Im Jahr 2023 begannen die tonies mit der Aktivierung von Eigenleistungen, die im Jahr 2022 noch als Bereinigung gezeigt wurden. Die bereinigte EBITDA-Marge ist definiert als bereinigtes EBITDA in Prozent der Umsatzerlöse. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich deutlich von -12,2 % des Umsatzes im Jahr 2022 (EUR -31,5 Mio.) auf +2,3 % der Umsatzerlöse im Jahr 2023 (EUR 8,4 Mio.), trotz der fortgesetzten Investitionen in das internationale Wachstum. Haupttreiber war die deutliche Verbesserung der Bruttomarge. Die Abweichung in der bereinigten EBITDA-Marge zwischen tonies Holding GmbH und tonies SE ist auf höhere sonstige Aufwendungen in der tonies SE zurückzuführen, insbesondere auf Rechts-, Prüfungs- und Beratungskosten sowie auf übrige sonstige betriebliche Aufwendungen.

Verkürzte Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS (nach eigener Gliederung):

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. % der Umsatzerlöse EUR Mio. % der Umsatzerlöse EUR Mio.
Umsatzerlöse 360,9 100,0 258,3 100,0% 102,7
Materialeinsatz -138,5 -38,4 % -119,0 -46,1 % -19,5
Bruttogewinn 222,5 61,6 % 139,3 53,9 % 83,2
Lizenzaufwendungen -36,3 -10,1 % -31,7 -12,3 % -4,7
Bruttogewinn nach Lizenzaufwendungen 186,1 51,6 % 107,6 41,7 % 78,5
Aktivierte Eigenleistungen 1,4 0,4 % 0,0 0,0 % 1,4
Sonstige Erträge 6,9 1,9 % 8,4 3,3 % -1,5
Personalaufwendungen -48,6 -13,5 % -57,2 -22,1 % 8,5
Sonstige Aufwendungen -137,4 -38,1 % -90,4 -35,0 % -47,0
EBITDA 8,4 2,3 % -31,5 -12,2 % 39,9
Abschreibungen -19,5 -5,4 % -18,4 -7,1 % -1,1
EBIT -11,1 -3,1 % -50,0 -19,3 % 38,9
Finanzergebnis 0,2 0,1 % -3,1 -1,2 % 3,3
Finanzerträge 2,2 0,6 % 0,0 0,0 % 2,2
Finanzierungsaufwendungen -2,0 -0,6 % -3,1 -1,2 % 1,1
EBT -10,9 -3,0 % -53,0 -20,5 % 42,1
Ertragsteuererträge -6,7 -1,9 % 5,0 1,9 % -11,7
Verlust der Periode -17,6 -4,9 % -48,0 -18,6 % 30,4

Das bereinigte EBITDA wird wie folgt aus dem EBITDA berechnet:

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. % der Umsatzerlöse EUR Mio. % der Umsatzerlöse EUR Mio.
EBITDA 8,4 2,3 -31,5 -12,2 39,9
(i) Effekte aus anteilsbasierter Vergütung 5,7 1,6 24,2 9,4 -18,5
(ii) Eigenentwicklung von Software (nicht aktiviert) 0,0 0,0 4,4 1,8 -4,4
Bereinigtes EBITDA 14,1 3,9 -2,9 -1,1 17,0

Die Deckungsbeitragsmarge ist definiert als der Deckungsbeitrag in Prozent der Umsatzerlöse. Der Deckungsbeitrag errechnet sich aus dem Bruttogewinn nach Lizenzaufwendungen abzüglich verschiedener vertriebsbezogener Kosten, die als Logistik- bzw. andere umsatzabhängige Kosten zusammengefasst werden (im Wesentlichen Gebühren für Online-Marktplätze, Kosten für den Zahlungsverkehr und bestimmte variable Vertriebskosten). Deckungsbeitragsgewinn und Deckungsbeitragsmarge zeigen, wie viel für die Deckung von Fixkosten wie Personal, sonstige Aufwendungen und Marketing zur Verfügung steht. Die Deckungsbeitragsmarge stieg deutlich von 27,2% der Umsatzerlöse im Jahr 2022 auf 35,3% der Umsatzerlöse im Jahr 2023. Der Anstieg ist vor allem auf eine deutlich höhere Bruttomarge und niedrigere Lizenzaufwendungen zurückzuführen. Der Deckungsbeitrag lag mit EUR 127,3 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau von EUR 70,2 Mio.

Überleitung Deckungsbeitrag:

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. % der Umsatzerlöse EUR Mio. % der Umsatzerlöse EUR Mio.
Bruttogewinn nach Lizenzaufwendungen 186,1 51,6 % 107,6 41,7 % 78,5
Logistikaufwendungen -34,8 - 9,7 % -23,6 -9,1 % -11,3
Andere umsatzabhängige Aufwendungen -24,0 - 6,7 % -13,9 -5,4 % -10,1
Deckungsbeitrag 127,3 35,3 % 70,2 27,2 % 57,1

Die Bruttomarge verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 53,9% auf 61,6%. Dies ist in erster Linie auf die im Mai 2022 durchgeführten Preiserhöhungen, niedrigere Kosten für die Inbound-Logistik (hauptsächlich Luftfracht) sowie günstige Effekte aus dem Kanal-, Produkt- und Regionalmix zurückzuführen.

Die Lizenzaufwendungen sanken von 12,3% der Umsatzerlöse im Jahr 2022 auf 10,1% im Jahr 2023 aufgrund von regionalen Mix-Effekten (geringerer Umsatzanteil der DACH-Region, die höhere Lizenzkosten verzeichnet), einem höheren Anteil an eigenproduzierten Inhalten und selbst entwickelten Lizenzen, erfolgreichen Neuverhandlungen mit Lizenzpartnern und einem Einmaleffekt durch die Auflösung von Lizenzrückstellungen in Höhe von rund EUR 3,3 Mio. Die Bruttomarge nach Lizenzaufwendungen stieg entsprechend von 41,7% im Jahr 2022 auf 51,6% im Jahr 2023.

tonies erfüllte die Voraussetzungen für den Ausweis von selbst erstellten Vermögenswerten aus aktivierten Eigenleistungen in Höhe von EUR 1,4 Mio. zum ersten Mal im Jahr 2023.

Die Personalaufwendungen sanken von EUR 57,2 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 48,6 Mio. im Jahr 2023. Haupttreiber waren deutlich geringere Aufwendungen für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von EUR 5,7 Mio. im Jahr 2023 gegenüber EUR 24,2 Mio. im Jahr 2022. Diese waren hauptsächlich auf ein Programm zurückzuführen, das den Co-CEOs im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses der tonies mit der 468 SPAC I SE im Jahre 2021 gewährt wurde. Darüber hinaus wurden sowohl in 2022 als auch in 2023 virtuelle Aktien und Aktienoptionen ausgegeben. Alle Kosten für anteilsbasierte Vergütungen wurden von der Ermittlung des bereinigten EBITDA ausgeschlossen. Bereinigt um diesen Effekt sanken die Personalkosten im Verhältnis zu den Umsatzerlösen im Vergleich zum Vorjahr von 12,7% auf 11,9%.

Sonstige Aufwendungen stiegen von EUR 90,4 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 137,4 Mio. im Jahr 2023. Die sonstigen Aufwendungen umfassen eine Reihe verschiedener Aufwendungen wie Logistikkosten, sonstige umsatzabhängige Kosten, Marketing und sonstige betriebliche Aufwendungen, die durchgängig mit dem fortgesetzten internationalen Wachstum gestiegen sind. Insbesondere die Logistik- und sonstigen umsatzabhängigen Kosten sind mit der fortgesetzten internationalen Expansion gestiegen, da internationale Märkte mit höherer Online-Penetration einen größeren Anteil an den Umsatzerlösen der Gruppe ausmachen. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auch Aufwendungen aus realisierten und unrealisierten Währungsverlusten, die aufgrund der Währungsmarktentwicklung deutlich angestiegen sind. In der Vergangenheit standen die Währungsgewinne und -verluste vor allem im Zusammenhang mit den Beschaffungsaktivitäten von tonies, insbesondere dem Kauf von Roh- und Verbrauchsmaterialien in Fremdwährungen. Daher wurden diese Beträge in den Vorjahren unter Materialeinsatz ausgewiesen. Mit der Ausweitung der globalen Präsenz von tonies und der Diversifizierung des Geschäfts ist tonies zunehmend an einer breiteren Palette von internationalen Transaktionen beteiligt. Infolgedessen ergeben sich Fremdwährungsgewinne und -verluste nun aus einem breiteren Spektrum von Geschäftsaktivitäten als nur der Beschaffung und werden deshalb in den sonstigen Erträgen/sonstigen Aufwendungen ausgewiesen. Im Interesse der Konsistenz und Vergleichbarkeit wurden die Finanzzahlen des Vorjahres angepasst, um diese Umgliederung genau widerzuspiegeln.

Die Abschreibungen in Höhe von EUR 19,5 Mio. im Jahr 2023 (2022: EUR 18,4 Mio.) umfassen Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. Ein kleiner Teil dieser Position resultiert aus einer Kaufpreisallokation im Jahr 2019, als die tonies GmbH (ehemals Boxine GmbH) von der tonies Beteiligungs GmbH (ehemals A. VI Beteiligungs GmbH) erworben und Teil der Konzernstruktur wurde.

Das Finanzergebnis sank von EUR 3,1 Mio. im Jahr 2022 auf EUR 0,2 Mio. im Jahr 2023.

Das Steuerergebnis drehte von einem Ertrag im Vorjahr (EUR 5,0 Mio.) zu einem Steueraufwand von EUR 6,7 Mio. aufgrund von für das Jahr 2023 berechneten laufenden Steuern und einem Steueraufwand aus der Auflösung von latenten Steueransprüchen auf steuerliche Verlustvorträge.

Der Verlust für den Berichtszeitraum verringerte sich deutlich von EUR -48,0 Mio. im Jahr 2022 auf EUR -17,6 Mio. im Jahr 2023.

2.4. Finanzlage

Verkürzte Konzern-Kapitalflussrechnung (nach eigener Gliederung):

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. EUR Mio. EUR Mio.
EBITDA 8,4 -31,5 39,9
Abnahme (Zunahme) des Nettoumlaufvermögens (net working capital) -4,9 -56,4 51,5
Abnahme (Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -16,3 -12,2 -4,1
Verminderung (Erhöhung) der Vorräte 8,3 -52,8 61,0
Zunahme (Abnahme) in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3,1 8,6 -5,5
Veränderung sonstiger Posten 4,7 19,9 -15,3
Cashflow aus betrieblicher (operativer) Tätigkeit 8,1 -68,0 76,1
Erwerb von Sachanlagen -4,0 -3,4 -0,6
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten -7,6 -10,1 2,5
-1,4 0,0 -1,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit -12,9 -13,6 0,6
Zunahme (Abnahme) aus der Eigenkapitalfinanzierung nach Transaktionskosten 1,1 70,0 -68,9
Rückzahlung von Darlehen (einschließlich Zinsen) 12,1 -1,4 13,5
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 13,2 68,6 -55,4
Nettozunahme der Zahlungsmittel 8,4 -12,9 21,4
Veränderung der Zahlungsmittel aus Wechselkursdifferenzen -2,5 0,9 3,4
Freier Cashflow -4,8 -81,6 76,8

Der Cashflow aus betrieblicher (operativer) Tätigkeit drehte im Jahr 2023 ins Positive und belief sich auf EUR 8,1 Mio. (2022: EUR -68,0 Mio.). Ausschlaggebend dafür waren ein deutlich höheres EBITDA, das um EUR 39,9 Mio. auf EUR 8,4 Mio. anstieg, und eine ebenfalls deutlich geringere Zunahme des Nettoumlaufvermögens in Höhe von EUR -4,9 Mio. (2022: EUR -56,4 Mio.) aufgrund einer Verminderung (2022: Erhöhung) der Vorräte. Nach einem Aufbau der Vorräte in der ersten Jahreshälfte 2023 zur Vermeidung von Leerbeständen im Lager und hohen Luftfrachtkosten im Falle von makroökonomischen Störungen und zur Erleichterung der weiteren internationalen Expansion, gingen die Vorräte in der zweiten Jahreshälfte 2023 deutlich zurück. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis eines effizienteren Vorratsmanagements und eines starken Umsatzwachstums, insbesondere im vierten Quartal 2023.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit spiegelt die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte wider und beläuft sich im Jahr 2023 auf EUR -12,9 Mio. (2022: EUR -13,6 Mio.). Dazu gehören Investitionen in Werkzeuge zur Herstellung von Tonies-Figuren, produktbezogene Ausgaben sowie die Produktion eigener Inhalte und Software.

Der freie Cashflow (die Summe aus Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit und Cashflow aus Investitionstätigkeit) lag im Jahr 2023 bei EUR -4,8 Mio. (2022: EUR -81,6 Mio.), was auf den erheblichen Anstieg des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit zurückzuführen ist. Der freie Cashflow stellt die Cash-Effizienz des Konzerns dar und ermöglicht eine Bewertung der Profitabilität. Diese Kennzahl berücksichtigt auch Kapitalinvestitionen und Veränderungen im Nettoumlaufvermögen. Er zeigt somit die Veränderung der liquiden Mittel vor Berücksichtigung der Finanzierungstätigkeit.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Jahr 2023 auf EUR 13,2 Mio. (2022: EUR 68,6 Mio.), hauptsächlich aufgrund der teilweisen Inanspruchnahme von Kreditlinien für den Aufbau von Vorräten. Der höhere Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Jahr 2022 ist auf eine Kapitalerhöhung (vor Gebühren) in Höhe von 60,0 Mio. EUR im November 2022 und die Ausgabe von unbesicherten Wandelanleihen mit einem Gesamtnennbetrag von 10,0 Mio. EUR zurückzuführen.

Insgesamt stiegen die Zahlungsmittel der Gruppe von EUR 52,5 Mio. im Jahr 2022 um EUR 6,0 Mio. auf EUR 58,5 Mio. im Jahr 2023.

Die Gruppe war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Insgesamt standen der Gruppe zum Ende des Geschäftsjahres ungenutzte Kreditlinien von insgesamt EUR 14,7 Mio. zur Verfügung. Die Gruppe war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen.

2.5. Vermögenslage

Verkürzte Konzern-Bilanz nach IFRS (nach eigener Gliederung):

2023 2022 Veränderung
EUR Mio. % der Bilanzsumme EUR Mio. % der Bilanzsumme EUR Mio.
Vermögenswerte 493,1 100,0 478,7 100,0 14,3
Langfristige Vermögenswerte 282,8 57,4 289,3 60,4 -6,5
Sachanlagen 6,6 1,3 7,0 1,5 -0,4
Immaterielle Vermögenswerte 270,8 54,9 276,8 57,8 -6,0
Sonstige langfristige Vermögenswerte 5,4 1,1 5,4 1,1 -0,1
Kurzfristige Vermögenswerte 210,3 42,6 189,5 39,6 20,8
Zahlungsmittel 58,5 11,9 52,5 11,0 6,0
Vorräte 76,1 15,4 84,3 17,6 -8,3
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 50,9 10,3 34,5 7,2 16,3
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 24,9 5,0 18,1 3,8 6,8
Eigenkapital und Verbindlichkeiten 493,1 100,0 478,7 100,0 14,3
Eigenkapital 337,8 68,5 351,8 73,5 -14,0
Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage 439,8 89,2 438,7 91,6 1,1
Sonstiges inkl. kumuliertem Ergebnis -101,9 -20,6 -86,9 -18,2 -15,0
Verbindlichkeiten 155,3 31,5 126,9 26,5 28,4
Langfristige Verbindlichkeiten 35,8 7,3 31,2 6,5 4,6
Leasingverbindlichkeiten 4,8 1,0 5,0 1,0 -0,2
Aktienbasierte Vergütungsverbindlichkeiten 6,8 1,4 6,0 1,3 0,8
Latente Steuerschulden 24,3 4,9 20,2 4,2 4,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten 119,4 24,2 95,7 20,0 23,7
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 42,5 8,6 39,4 8,2 3,1
Darlehen und Kredite 15,6 3,2 0,0 0,0 15,6
Sonstige Verbindlichkeiten und Rückstellungen 61,3 12,4 56,3 11,8 5,0

Die Bilanzsumme ist zum Jahresende 2023 mit EUR 493,1 Mio. gegenüber dem Jahresende 2022 (EUR 478,7 Mio.) gestiegen.

Die Vermögenswerte (Aktiva) bestehen insbesondere aus langfristigen Vermögenswerten (EUR 282,8 Mio.), die zum 31. Dezember 2023 57,4% der Bilanzsumme ausmachen und gegenüber dem 31. Dezember 2022 um 6,7 % gesunken sind. Der größte Posten sind die immateriellen Vermögenswerte. Diese sind stark von der Kaufpreisallokation für den Erwerb der tonies GmbH im Jahr 2019 geprägt. Der Geschäfts- oder Firmenwert, die Marke und die aktivierte Technologie sowie die Kundenbeziehungen machten den weitaus größten Teil der immateriellen Vermögenswerte aus. Der Rückgang von EUR 276,8 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 270,8 Mio. zum 31. Dezember 2023 resultiert vor allem aus den planmäßigen Abschreibungen auf die Marke und die Technologie. Die Investitionen in die immateriellen und materiellen Vermögenswerte der Gruppe wurden 2023 fortgesetzt. Neben Maschinenkapazitäten und Modernisierungen im Produktionsmanagement wurde vor allem in die IT-Infrastruktur (Hard- und Software) investiert, um die Zukunftsfähigkeit der Systeme der Gruppe zu gewährleisten und für das geplante internationale Wachstum gerüstet zu sein.

Die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen von EUR 189,5 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 210,3 Mio. zum 31. Dezember 2023. Die liquiden Mittel stiegen leicht von EUR 52,5 Mio. per 31. Dezember 2022 auf EUR 58,5 Mio. zum 31. Dezember 2023. Das starke, geplante internationale Wachstum führte im Vorjahr zu einem strategischen Anstieg der Vorräte, die in diesem Jahr wieder sanken von EUR 84,3 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 76,1 Mio. zum 31. Dezember 2023. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen aufgrund des Anstiegs der Umsatzerlöse in 2023 im Vergleich zu 2022 von EUR 34,5 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 50,9 Mio. zum 31. Dezember 2023. Die sonstigen Vermögenswerte (kurzfristig) stiegen von EUR 18,1 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 24,9 Mio. zum 31. Dezember 2023. Dieser Posten umfasst unter anderem Umsatzsteuerforderungen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten.

Im Vergleich zum Jahresende 2022 verringerte sich das Eigenkapital um EUR -14,0 Mio. auf EUR 337,8 Mio. Die Eigenkapitalquote sank dementsprechend um 5,0 Prozentpunkte auf 68,5% zum 31. Dezember 2023 und blieb damit auf einem sehr hohen Niveau (31. Dezember 2022: 73,5%).

Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen zum 31. Dezember 2023 auf EUR 35,8 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 31,2 Mio.). Die Leasingverbindlichkeiten sind nahezu unverändert geblieben. Die Rückstellungen für anteilsbasierte Vergütungen stiegen leicht von EUR 6,0 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 6,8 Mio. zum Jahresende 2023, während die latenten Steuerverbindlichkeiten von EUR 20,2 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 24,3 Mio. zum 31. Dezember 2023 anstiegen.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen von EUR 95,7 Mio. zum 31. Dezember 2022 auf EUR 119,4 Mio. zum Jahresende 2023. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bleiben nahezu unverändert (EUR 39,4 Mio. zum 31. Dezember 2022 zu EUR 42,6 Mio. zum 31. Dezember 2023). Im Geschäftsjahr 2023 gab es kurzfristige Kreditverbindlichkeiten in Höhe von EUR 15,6 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 0,0 Mio.). Die sonstigen (kurzfristigen) Verbindlichkeiten und Rückstellungen stiegen auf EUR 61,3 Mio. zum 31. Dezember 2023 gegenüber EUR 56,3 Mio. zum Jahresende 2022. Dieser Posten enthielt auch Rückstellungen für Verwertungsgesellschaften und Speichermediengebühren.

Die Vermögenslage in 2024 bildet das weitere Wachstum ab, stellt sich aber strukturell nicht wesentlich verändert dar.

2.6. Vergleich zwischen dem tatsächlichen Geschäftsverlauf und dem Ausblick (Vorjahr)

Für das Geschäftsjahr 2023 erwartete tonies Umsatzerlöse von EUR 354,0 Mio., was einem Wachstum von rund 37% gegenüber dem Vorjahr entsprochen hätte, und Umsatzerlöse in den USA (jetzige Bezeichnung „Nordamerika“) von EUR 116,0 Mio., was einem Anstieg von rund 77% gegenüber dem Vorjahr entsprochen hätte. Die bereinigte EBITDA-Marge wurde für das Geschäftsjahr 2023 "leicht positiv", nach einer bereinigte EBITDA-Marge für das Geschäftsjahr 2022 von - 2,4%, erwartet.

Die Umsatzerlöse des Konzerns übertrafen mit EUR 360,9 Mio. die Prognose von EUR 354,0 Mio., angetrieben durch stärkere als ursprünglich erwartete Umsatzerlöse in den USA von EUR 140,4 Mio., die die Prognose von EUR 116,0 Mio. für das Geschäftsjahr 2023 deutlich übertrafen. Haupttreiber war die fortgesetzte Expansion von tonies in den USA, insbesondere mit großen Einzelhandelspartnern, darunter Target und Walmart. Die bereinigte EBITDA-Marge war wie erwartet "leicht positiv" und lag bei 3,9%, ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreswert von -2,4%. Der Margenanstieg war das Ergebnis einer deutlichen Verbesserung der Bruttomarge, im Verhältnis zu den Umsatzerlösen niedrigerer Marketingkosten und geringerer Lizenzaufwendungen.

Insgesamt hat tonies im Jahr 2023 eine sehr starke Geschäftsentwicklung gezeigt und seine Prognosen erneut erfüllt bzw. sogar übertroffen.

Prognose versus Ergebnisse 2023

Prognose2023 Ergebnisse 2023
Umsatz der Gruppe (Mio. EUR) 354,0 360,9
US-Umsatz (Mio. EUR) 116,0 140,4
Bereinigtes EBITDA der Gruppe (% des Umsatzes) leicht positiv" 3,9 %

2.7. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Insgesamt betrachtet das Management die wirtschaftliche Lage der Gruppe auf der Grundlage des beschriebenen Geschäftsverlaufs und der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als solide. Im dritten Quartal 2023 entwickelte tonies seine Finanzstruktur weiter, um Wachstumschancen zu nutzen, indem es erfolgreich einen neuen Konsortialkredit in Höhe von 30 Mio. EUR abschloss, der frühere bilaterale Kreditfazilitäten mit einem Gesamtbetrag von 26 Mio. EUR ersetzte. Dieser Kredit, der in enger Zusammenarbeit mit den renommierten Banken Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank und KfW strukturiert wurde, wird tonies helfen, den saisonalen Betriebskapitalbedarf für das Wachstum zu sichern und trägt zu einer soliden Liquiditätssituation bei.

3. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Ende Dezember 2023 beschäftigte die Gruppe 508 Mitarbeitende. Dies stellt einen Zuwachs von 17,8% im Vergleich zu 431 Mitarbeitenden Ende des Jahres 2022 dar. Ein Großteil der Mitarbeitenden (61%) war per Ende Dezember 2023 bei der in Düsseldorf ansässigen Gesellschaft tonies GmbH tätig.

Vielfalt hat viele Facetten, Geschichten und Gesichter bei den tonies. Sie ist fester und wichtiger Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Unsere Mitarbeitenden repräsentieren diese Vielfalt, u.a. durch unterschiedliche Nationalitäten & kulturelle Hintergründe, eine breite Altersgruppenverteilung, die Länge der Betriebszugehörigkeit und das Geschlecht. Besonders stolz sind wir auf eine annähernde Gleichverteilung von weiblichen (57%) und männlichen Mitarbeitenden (43%) zum Jahresende 2023.

2023 (Jahresende)
Gesamtzahl der Beschäftigten (Anzahl der Mitarbeiter nach Headcount) 508
Beschäftigte insgesamt
Männlich 43%
Weiblich 57%
Beschäftigte insgesamt
in Europa 434
Außerhalb Europas 74
Führende Positionen
Männlich 58%
Weiblich 42%

4. Risiko- und Chancenbericht

4.1. System für das Management von Risiken und Chancen

Als internationaler Konzern ist tonies einer Vielzahl von Risiken und Chancen ausgesetzt. Risiken und Chancen sind Ereignisse und Entwicklungen, die mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten und wesentliche negative oder positive finanzielle oder nicht-finanzielle Auswirkungen auf unsere Zielerreichung haben können.

Wir betrachten das Risikomanagement als integralen Bestandteil zur Sicherstellung der Transparenz über Risiken und damit zur Verbesserung der Entscheidungsprozesse. Der Konzern pflegt eine risikobewusste Unternehmenskultur in allen Entscheidungsprozessen. Wir wägen die mit unseren Entscheidungen und Geschäftsaktivitäten verbundenen Risiken und Chancen sorgfältig und sachkundig ab. Dazu gehört auch das bewusste Eingehen kalkulierter Risiken im Rahmen unserer Risikobereitschaft. Für andere Risiken bereiten wir entsprechende Gegenmaßnahmen vor.

tonies ist bestrebt Risiken proaktiv und effektiv zu managen. Dies erfordert ein maßgeschneidertes Risikomanagementsystem, um Managemententscheidungen auf allen Ebenen des Konzerns zu kommunizieren. Um dieses Engagement zu unterstützen, wird das Risikomanagement auf einer angemessenen Ebene in alle Geschäftsprozesse integriert.

Mindestens einmal jährlich werden die Fachabteilungen sowie die lokalen Tochtergesellschaften in Workshops befragt, um ein grundlegendes Verständnis der wichtigsten Risiken und Chancen zu erhalten, die dann in einem Risikoregister zusammengefasst werden. Während das Management für die laufende Überwachung und Analyse aller relevanten Risiken verantwortlich ist, ist das Risikocontrolling, ein integraler Bestandteil des Ansatzes des Managements, dafür verantwortlich strategische Ziele zu erreichen und zum langfristigen Wachstum des Konzerns beizutragen. Jeder Abteilungsleiter ist in der Verantwortung, alle Risiken in seinem jeweiligen Bereich zu identifizieren und zu überwachen und sicherzustellen, dass geeignete Vorkehrungen getroffen werden, um mögliche negative Auswirkungen zu minimieren. Der erweiterte Führungskreis erörtert die Risiken frühzeitig in den wöchentlichen Sitzungen, wägt verschiedene Handlungsoptionen ab und ergreift entsprechende Maßnahmen.

Im Rahmen unseres Risikomanagementkonzepts werden die Risiken qualitativ und bei Schlüsselrisiken auch quantitativ auf der Grundlage ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihres potenziellen Ausmaßes überprüft. Für alle Risiken im Risikoregister sind Maßnahmen formuliert und das Management entscheidet, ob zusätzliche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Wahrscheinlichkeit negativer Auswirkungen und deren Folgen für den Konzern zu verringern. Das Management berichtet auch dem Aufsichtsrat über die Gesamtrisikolage.

Alle Risiken und Chancen werden regelmäßig daraufhin überprüft, ob sie noch gültig sind und richtig bewertet wurden. Anschließend wird die Dokumentation aktualisiert und im Risikoregister zusammengefasst.

4.2. Internes Kontrollsystem

Im Rahmen der Börsennotierung Ende 2021 wurde ein internes Kontrollsystem eingeführt, das sich auf die interne Kontrolle der Finanzberichterstattung konzentriert und auch andere wichtige Bereiche und Prozesse des Konzerns abdeckt. Dieses befindet sich teilweise schon in der Umsetzung, in einzelnen Bereichen läuft aktuell noch die Einführung. Bei der Einführung wurden die Unternehmensprozesse, die mit höheren Risiken behaftet sind, priorisiert. Die kontinuierlich weitere Verbesserung und Feinjustierung unserer bestehenden Prozess- und Kontrollstrukturen stand auch im Jahr 2023 auf der Agenda.

Ziel des internen Kontrollsystems ist die Identifizierung, Bewertung und Steuerung von Risiken, die die ordnungsgemäße Erstellung des Konzernabschlusses beeinflussen könnten. Als Kernbestandteil des Rechnungslegungs- und Berichterstattungsprozesses umfasst das interne Kontrollsystem für die Finanzberichterstattung präventive, aufdeckende, überwachende und korrigierende Kontrollmaßnahmen in den Bereichen Rechnungswesen, Konzernrechnungswesen, Controlling und operative Funktionen, die einen methodischen und einheitlichen Prozess zur Erstellung des Konzernabschlusses sicherstellen sollen. Das interne Kontrollsystem verfolgt einen ähnlichen Ansatz für Funktionen, die nicht direkt mit der Erstellung der konsolidierten Konzernrechnungslegung zusammenhängen.

Das interne Kontrollsystem wurde auf der Grundlage eines risikobewussten Ansatzes eingerichtet. Die wichtigsten Prozesse wurden identifiziert, die Risiken wurden bewertet und die relevanten Prozesse wurden dokumentiert. In einem nächsten Schritt wurden die Kontrollprozesse definiert, wobei stets das Prinzip der Aufgabentrennung angewandt wurde.

Aufgrund ihrer inhärenten Grenzen können die internen Kontrollen der Gruppe für die Finanzberichterstattung Fehler oder falsche Angaben in den Abschlüssen der Gruppe nicht vollständig verhindern oder aufdecken.

4.3. Wichtigste Risikokategorien

In dem nachstehenden Bericht werden die wichtigsten Risiken zusammengefasst und dargelegt.

Intern werden die nachstehend beschriebenen Risiken derzeit in erster Linie auf qualitativer Basis und zunächst vor der Berücksichtigung von Maßnahmen zur Risikominderung betrachtet. Die Maßnahmen zur Risikominderung werden gesondert erläutert. Dementsprechend werden die Risiken in der Reihenfolge ihrer abnehmenden Relevanz und Auswirkung auf die Gruppe dargestellt.

Finanzierungsrisiken

Angesichts der ehrgeizigen Wachstums- und Expansionsphase, die auch in den kommenden Jahren stark bleiben soll, hat die Gruppe nach wie vor einen für einen Konzern dieser Phase typischen Finanzierungsbedarf. Im Jahr 2023 hat tonies einen wesentlichen Schritt in Richtung einer widerstandsfähigeren Finanzstruktur unternommen.

Im dritten Quartal 2023 entwickelte tonies seine Finanzstruktur weiter, um Wachstumschancen zu nutzen, indem es erfolgreich einen neuen Konsortialkredit in Höhe von 30 Mio. EUR abschloss, der frühere bilaterale Kreditfazilitäten mit einem Gesamtbetrag von 26 Mio. EUR ersetzte. Dieser Kredit, der in enger Zusammenarbeit mit den renommierten Banken Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank und KfW strukturiert wurde, wird tonies helfen, den saisonalen Betriebskapitalbedarf für das Wachstum zu sichern und trägt zu einer soliden Liquiditätssituation bei.

Das Kreditvolumen von EUR 30 Mio. und zusätzliche EUR 10 Mio. als Aufstockungsoption in Kombination mit dem Erreichen der Gewinnzone beim bereinigten EBITDA im Jahr 2023 und anderen positiven geplanten finanziellen Effekten im Jahr 2024 verbessern die finanziellen Ressourcen. Zusammen mit den bestehenden Finanzierungsmöglichkeiten aus Factoringvereinbarungen in Deutschland und den USA war tonies immer in der Lage, alle Verbindlichkeiten zeitgerecht zu bedienen.

Wir verweisen auf die im Konzernanhang unter den Entwicklungen nach dem Bilanzstichtag dargestellte deutliche Erhöhung der Kreditvolumina Anfang 2025.

Makroökonomische und geopolitische Risiken

Als international tätiger Konzern sind wir den globalen makroökonomischen und geopolitischen Entwicklungen und den damit verbundenen Risiken ausgesetzt, die sich auf unsere Umsatz- und Beschaffungsmärkte sowie Gewinnmargen auswirken. Die derzeitige makroökonomische Situation bleibt herausfordernd, insbesondere aufgrund der Auswirkungen von COVID-19, des anhaltenden Krieges in der Ukraine und der verschärften Situation im Nahostkonflikt. Zu den Folgen gehören die eingeschränkte Verfügbarkeit von Rohstoffen, die Verzögerung von Waren und erhöhte Frachtkosten, die sich noch verschärfen könnten. Eine Verschärfung des Konflikts zwischen China und Taiwan und die Verhängung von Sanktionen gegen China würden die Beschaffung stark beeinträchtigen und stellen daher ein Risiko dar. Durch die Wiederwahl von US-Präsident Trump wurden bereits in 2024 direkte Auswirkungen auf die Wirtschaft erwartet, wie die Verhängung von Einfuhrzöllen mit der Folge von internationalen Gegenzöllen, Steuersenkungen für US-Unternehmen oder indirekte Auswirkungen durch den Austritt aus der NATO und der WTO. Dies hat sich bis heute zumindest in Bezug auf die Zölle und einer deutlichen Veränderung der internationalen Zusammenarbeit bestätigt, wobei die Auswirkung auf die tonies Gruppe hier noch nicht abschließend bewertet werden kann. Auch neue und nicht beendete internationale Konflikte bzw. Kriege belasten anhaltend die Konsumhaltung in den großen westlichen Volkswirtschaften.

Die Situation wird durch die anhaltende Inflation und Rezession weiter verschärft, die durch die oben erwähnte Situation und Unsicherheiten beeinflusst wird, die die Kaufkraft der Menschen verringern und sich auf das Einkaufsverhalten auswirken (Preis-Leistungs-Verhältnis; weniger Ausgaben). Die gesamte (Einzelhandels-)Landschaft könnte unter einem Nachfragerückgang und hohen Zinssätzen (für die Finanzierung des Geschäfts) leiden, was möglicherweise zu Ausfällen von Handelspartnern und anderen Geschäftspartnern für tonies (einschließlich Lieferanten) führt.

Unter diesen unvorhersehbaren globalen Bedingungen, mit unserem komplexen Geschäftsmodell (z. B. Lizenzen, physische Waren, E-Commerce) und unserer internationalen Wachstumsstrategie ist eine genaue Vorhersage eine der größten Herausforderungen. All dies kann zu fehlerhaften Annahmen in der Finanzplanung, zur falschen Zuweisung unserer Ressourcen oder zu einem zu aggressiven Einsatz unserer Ressourcen für das Wachstum führen.

Um den internationalen Konzern mit diesen komplexen Unwägbarkeiten erfolgreich zu führen, werden umfangreiche und vielseitige Maßnahmen ergriffen. Neben einer umsichtigen Unternehmensführung wurde ein umfassendes Managementkonzept eingeführt. Wir beobachten die makroökonomische Entwicklung und verfolgen unsere wichtigsten Leistungsindikatoren in Bezug auf Umsatzerlöse, Kosten und Zahlungsmittelplanung. Die Optimierung des Umlaufvermögens war 2023 ein Schwerpunkt und wird auch 2024 im Fokus bleiben.

Werkzeuge, Prozesse und Strukturen

Als schnell wachsender und internationaler Konzern sind wir mit Risiken konfrontiert, die mit unseren operativen Geschäftsprozessen, Strukturen sowie Rollen und Verantwortlichkeiten zusammenhängen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken und die Gruppe darauf vorzubereiten, ihr Geschäft weiter auszubauen, wurde ein funktionsübergreifendes und mehrdimensionales Projekt initiiert. Dieses Projekt umfasst beispielsweise die Einführung von Instrumenten zur Reduzierung manueller Tätigkeiten.

Wir können uns auf ein erfahrenes Managementteam verlassen, das über Geschäftserfahrung in verschiedenen nationalen und internationalen Branchen verfügt. Die Gruppe fördert eine enge Abstimmung zwischen den Abteilungen, beispielsweise durch die Verwendung von Zielen und Schlüsselergebnissen (OKRs) als konzernweiten Zielsetzungsrahmen.

Währungsrisiken

Zu den wesentlichen Risikofaktoren der Gruppe gehören neben den nicht genau vorhersehbaren wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen (z. B. signifikante Änderungen der Zinssätze oder Änderungen der Zollbestimmungen) auch ein sich verändernder USD- und GBP-Wechselkurs sowie politische Unsicherheiten in den Produktionsländern.

Der USD-Kurs ist für uns ein sehr relevantes Währungsrisiko, da etwas mehr als die Hälfte unseres Einkaufsvolumens direkt oder indirekt auf dem USD basiert. Entsprechend führt eine Abwertung des Euro gegenüber dem USD zu einem Anstieg des Materialeinsatzes. Bis zu einem gewissen Grad dienen die USD-Umsatzerlöse aus unserem stetig wachsenden Geschäft in den USA zunehmend als natürlicher Hedge und kompensieren diesen Effekt.

Die Gruppe hat ein professionelles Treasury-Management eingerichtet und begegnet dem verbleibenden USD-Risiko zum Teil durch den selektiven Einsatz von Währungssicherungsgeschäften.

Einhaltung der Vorschriften

Im Rahmen einer ersten Analyse der Compliance-Risiken wurden bestimmte Compliance-Bereiche ermittelt. Diese Bereiche sind mit erheblichen Compliance-Risiken verbunden. Dies bedeutet, dass ein Verstoß gegen die rechtlichen Anforderungen in diesem Bereich zu erheblichen finanziellen, rufschädigenden und/oder sonstigen Schäden für tonies führen kann.

Ausgewiesene Compliance-Bereiche sind Korruptionsbekämpfung, Geldwäschebekämpfung/Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung, Kartellrecht, Wirtschaftssanktionen, Datenschutz, Menschenrechte und Kapitalmarkt-Compliance. Wie bei Compliance-Risiken üblich, schätzen wir die Eintrittswahrscheinlichkeit als vergleichsweise gering ein. Im Falle des Eintretens sind die negativen Auswirkungen für die Gruppe jedoch wahrscheinlich hoch.

Informationstechnologie

Um als globaler Konzern erfolgreich zu sein, investieren wir kontinuierlich in den Ausbau und die Modernisierung unserer IT-Plattformen. Im Mittelpunkt stehen dabei unser ERP-System und unser Online-Shop sowie zunehmend auch unsere digitalen Produkte wie die mytonies-App. Schnittstellen zwischen unseren Systemen sorgen für einen reibungslosen Datentransfer.

Der größte Teil unseres Umsatzes wird nach wie vor im Einzelhandel erwirtschaftet (stationäre Partnergeschäfte und deren Online-Kanäle). Gleichzeitig werden Online-Verkaufskanäle für unser Geschäft immer wichtiger, sodass das Risiko eines Systemausfalls zu einem Umsatzrisiko führen könnte, vor allem in umsatzstarken Zeiten wie rund um Weihnachten, wo die Belastung unserer Systeme besonders hoch ist. Bislang konnten wir dank unserer Erfahrung und Vorausplanung alle Nachfragespitzen bewältigen.

Bedrohungen durch Cyberrisiken, können unsere wichtigen internen Tools oder Kundenanwendungen stören. Maßnahmen, um diesen Risiken zu begegnen sind regelmäßige Penetrationstests und der Fokus des IT-Teams auf das Thema Cybersicherheit. Im Falle eines Cyberangriffs ist der finanzielle Schaden bis zu einem gewissen Grad durch eine IT-Versicherung gedeckt.

Für den strukturierten Ausbau unserer IT-Infrastruktur ist ein zentralisierter IT-Genehmigungsprozess etabliert. Darüber hinaus werden bestehende und neue Systeme unter Risikogesichtspunkten bewertet, um über weitere Sicherheitsmaßnahmen zu entscheiden. tonies beschäftigt derzeit ein hochqualifiziertes Team von rund 70 IT-Mitarbeitern.

Abhängigkeit von wichtigen Partnern

In verschiedenen Bereichen unseres Geschäftsmodells arbeiten wir mit wichtigen Partnern wie Lizenzgebern, Entwicklungspartnern und Lieferanten zusammen, was uns einen Mehrwert bringt, aber auch das Risiko der Abhängigkeit mit sich bringen kann.

Wir können unseren Kunden Tonies mit Inhalten anbieten, die auf einer breiten Palette von spannenden und bekannten internationalen Lizenzen wie Disney basieren, was unser Produkt für Kunden sehr attraktiv macht und uns bei der Internationalisierung hilft. Dies ist ein wichtiges Element unserer Portfoliostrategie. Auf diese Weise tragen wir dem Risiko Rechnung, zu sehr von einzelnen Lizenzgebern abhängig zu werden. Neben der Diversifizierung zwischen verschiedenen interessanten Lizenzgebern entwickeln wir unser eigenes Content-Portfolio und bauen das Produktportfolio unserer eigenen Lizenzmarke aus, z. B. „Schlummerbande“, das sich auf die Schlafenszeit konzentriert. Diese Produktstrategie ermöglicht es uns auch, unsere Profitabilität zu steigern, da keine Lizenzkosten anfallen. Die Fortführung erfolgreicher Geschäftsbeziehungen mit unseren Lizenzpartnern ist eine tragende Säule in unserem Geschäftsmodell. Bei der Neuverhandlung von Lizenzsätzen streben wir gemeinsame Wachstumsziele an, um die prozentual niedrigeren Lizenzaufwendungen zu kompensieren. Die Neuverhandlung von Lizenzgebühren birgt jedoch das Risiko einer Nichteinigung mit dem Lizenzgeber. Dies könnte zu verschiedenen negativen Auswirkungen führen, wie z. B. dem ungeplanten Auslaufen eines Tonies und Vertragsstrafen.

In den letzten Jahren haben wir unsere Abhängigkeit von Lieferanten verringert. Es besteht jedoch nach wie vor das Risiko, dass sich ein Ausfall eines Lieferanten aus verschiedenen Gründen wie geopolitischen Problemen, Naturkatastrophen oder Insolvenz negativ auf unsere Lieferkette auswirkt. Wir verbessern kontinuierlich unsere Strategie für mehrere Lieferanten und bereiten den Konzern bestmöglich auf mögliche Ausfälle vor.

Risiko von Forderungsausfällen

Wir arbeiten mit großen Handelspartnern zusammen, die derzeit den Großteil unserer Umsätze ausmachen. Einzelhandelsunternehmen (v. a. für Bücher, Spielwaren, Elektronik) sind wie unsere Kunden und andere Geschäftspartner für tonies (inklusive Lieferanten) von Zahlungsausfall oder gar Insolvenz bedroht.

Ausfallrisiken bei Forderungen werden durch Versicherungen und ein effizientes Mahnwesen reduziert. Allerdings versichern unsere Kreditversicherungsgesellschaften derzeit nicht immer unser gesamtes Geschäft mit Einzelhändlern. Im Falle eines Ausfalls müssten wir unseren eigenen Anteil und möglicherweise den Anteil, der das Kreditlimit übersteigt, selbst tragen.

Um unser Ausfallrisiko weiter zu minimieren, wird derzeit konzernweit eine effiziente Kreditkontrolle eingeführt, die ein zusätzliches Genehmigungsverfahren auf der Grundlage von Recherchen und Erfahrungen beinhaltet, das für Transaktionen erforderlich ist, die Kreditversicherungsgrenzen überschreiten. Darüber hinaus gehen wir bei zweifelhaften Kunden auf Vorkasse über.

4.4.Wichtige Kategorien von Chancen

Neben den Risiken gibt es zahlreiche Chancen für tonies. Diese können sich positiv auf die künftige Geschäftsentwicklung auswirken und beinhalten Wachstumschancen und das Potenzial zur Verbesserung der Profitabilität. In der folgenden Übersicht sind die wichtigsten Chancen zusammengefasst.

Internationale Expansion

Jeder internationalen Markteinführung der Toniebox ist bisher ein starkes Wachstum gefolgt. Auch die Märkte in Großbritannien und Frankreich weisen weiterhin starke Wachstumsraten auf. Neu wurde der Markt in Australien / Neuseeland in 2024 operativ eröffnet. Neben den bestehenden Märkten liegen in weiteren Ländern Wachstumspotenziale für die Zukunft. Der europäische Webshop wird weiter ausgebaut, um diese Potenziale zu nutzen. Die Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern, z. B. in Hongkong, und lokalen Einzelhändlern wird weiter intensiviert, um Umsatzpotenziale zu realisieren.

Steigender Umsatzanteil in digitalen Vertriebskanälen

Die Markteinführung während der Covid-19 Pandemie in den USA 2020 hat gezeigt, dass digitale Kanäle, wie der eigene Onlineshop, sehr profitabel sind. In Zukunft werden digitale Kanäle auch auf dem DACH-Markt verstärkt genutzt. Im Jahr 2023 wurden 45% unseres Umsatzes über digitale Kanäle erzielt, verglichen mit 37% in 2022 und 26% in 2021. Wir erwarten, dass der Anteil der digitalen Kanäle in Zukunft noch höher sein wird. Das macht uns flexibler, diversifiziert unsere Vertriebskanäle und erhöht unsere Profitabilität.

Multiple-Source-Strategie

In der Vergangenheit haben wir mit einem Partner in Tunesien für die Produktion von Tonies und einem Partner in China für die Produktion von Tonieboxen zusammengearbeitet. Dies führte zu hohen Abhängigkeiten.

Daher wurde die Zusammenarbeit auf einen Partner für die Produktion von Tonieboxen in Ungarn und zwei Partner für die Produktion von Tonies in China und Vietnam ausgeweitet. Zudem konnte man weitere Partner für alternative Bezugsquellen für Rohstoffe und Hilfsteile gewinnen. Diese breitere Lieferantenbasis reduziert die Abhängigkeit und verbessert die Einkaufsbedingungen, was sich positiv auf die Bruttomarge auswirkt und erwarten, dass sich die neue Struktur auch zukünftig positiv auf unsere Bruttomarge auswirken wird, da immer mehr Volumen auf neue Lieferanten verlagert wird.

Durch die breitere Lieferantenbasis werden zusätzliche Kapazitäten geschaffen, um den globalen Wachstumskurs fortzusetzen. Zum einen reduzieren wir unser Risiko, das sich aus Produktionsausfällen ergibt, zum anderen verfügen einzelne Produktionspartner auch über Produktionskapazitäten in Nordamerika/Mexiko, die attraktive und kosteneffiziente Möglichkeiten für weiteres Wachstum aufzeigen.

tonies-Marke

Wir betrachten die wertvolle Marke tonies und ihren hohen Bekanntheitsgrad als einen Schlüsselfaktor für unseren langfristigen Erfolg. Unsere Content-Tonies und ihr Design genießen einen hohen Wiedererkennungswert. Wir glauben, dass die Marke tonies viele Chancen für die Zukunft schafft. Neben einer starken Kundenbindung kann sie den Verkauf von tonies-Produkten und -Zubehör unterstützen.

Erweiterung der Produktportfolios und Produktinnovation

Das Produktportfolio wird fortlaufend erweitert. Jedes Jahr kreieren wir eine große Auswahl an neuen Tonies-Figuren. Die immer größer werdende Produktvielfalt mit einer Vielzahl von Lizenzpartnern führt dazu, dass immer mehr Kinder ihre Helden in unserem Portfolio finden können.

Auch zusätzliche Zielgruppen, wie ältere Kinder, rücken weiter in den Fokus. Die entsprechenden Inhalte kommen zunehmend aus unseren Eigenproduktionen, die für uns in der Regel auch profitabler sind.

Um Familien bei der Abend- und Einschlaf-Routine zu unterstützen, hat tonies zudem die erste eigene Lizenzmarke auf den Markt gebracht: die „Schlummerbande“, eine Reihe von Tonies und Produkten mit besonderem Design und unterschiedlichen Inhalten rund um das Thema Schlaf. Mit der neuen Marke verfolgt tonies konsequent seine Strategie, verstärkt auf Eigenproduktionen („tonies® Originals“) und selbst entwickelte Lizenzen zu setzen.

Neben neuen Tonies-Figuren bauen wir auch unsere digitale Audiobibliothek kontinuierlich aus. So können Kunden zusätzliche Inhalte und Geschichten erwerben und ihren Tonies-Figuren zuordnen. Auch bei der Herstellung von Tonies setzen wir zunehmend auf alternative Materialien. So können wir unseren Kunden in Zukunft eine noch breitere und vielfältigere Produktpalette anbieten.

Unsere Marke ist die Grundlage, auf der wir unseren Kunden Produkte in verwandten und ergänzenden Kategorien anbieten können. Zusätzlich zu den Kopfhörern, Transportboxen, Rucksäcken, Holzregalen, Dekorationen und Ersatzladekabeln, die wir bereits verkaufen, gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten, die wir selbst oder mit Lizenzpartnern nutzen können.

Trend zur bildschirmfreien Kinderunterhaltung

Eine Besonderheit von tonies ist, dass unser Konzept völlig bildschirmfrei ist und von kleinen Kindern selbstständig bedient werden kann. Bildschirmfreie Unterhaltung erleichtert es Eltern ihre Kinder zu Bett zu bringen Kinder und spiegelt den Wunsch vieler Eltern wider, ihren Kindern entwicklungsfördernde Aktivitäten zu bieten und gleichzeitig unerwünschte Einflüsse wie passive Bildschirmzeit zu reduzieren.

tonies hat auf diesen Trend reagiert und bietet Kindern erfolgreich die Kombination aus attraktiven Charakteren und Audio-Inhalten an, was es einzigartig auf dem Markt macht. Wir gehen davon aus, dass sich dieser Trend weg von Bildschirmen und hin zu Audioformaten, die die Fantasie der Kinder anregen, auch in Zukunft fortsetzen und unser Wachstum in allen unseren Märkten weiter vorantreiben wird.

4.5. Risiken und Chancen im Überblick

Kurzfristig bestehen Unsicherheiten über den weiteren Verlauf der geopolitischen Spannungen und des makroökonomischen Umfelds, insbesondere des Konsumklimas, und dessen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft.

Während die internen Risiken immer besser in den Griff zu bekommen sind, haben die externen Risiken, insbesondere die geopolitischen und makroökonomischen Risiken, erheblich zugenommen.

Die Geschäftsführung ist weiterhin zuversichtlich, dass die Gruppe über eine solide Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung und die notwendigen Ressourcen verfügt, um die sich bietenden Chancen zu nutzen.

5. Prognosebericht

5.1. Makroökonomische Entwicklung

In der Winterprognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW Kiel)4 vom Dezember 2023 wird erwartet, dass im Jahr 2024 die Auswirkungen der negativen Schocks nachlassen, die Unsicherheit aber bestehen bleibt. Im Laufe des Jahres 2023 sind die Störfaktoren, die die Erholung von der COVID-19-Krise im vergangenen Jahr abgebrochen haben, weitgehend verschwunden: Die Rohstoffpreise, insbesondere für Energie, sind deutlich gesunken, und die Inflation ist infolgedessen zurückgegangen. Die Reallöhne steigen dank sinkender Inflation und steigender Gehälter wieder an, und die Versorgungsengpässe haben sich normalisiert. Diese Entwicklungen haben sich im Jahr 2024 bestätigt, wie oben unter Abschnitt 2.1 ausgeführt. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit für Unternehmen und Verbraucher hoch. Diese ist zum Teil geopolitischer Natur und resultiert aus anhaltenden oder neuen militärischen Konflikten (Ukraine, Gaza/Israel, Israel/Iran) oder wirtschaftlichen Auseinandersetzungen (USA/China), aber auch in einer unklaren oder uneinheitlichen Wirtschaftspolitik (Europa). Die Wahlen in den USA und die infolgedessen im Jahr 2025 von US-Präsident Trump in Gang gesetzte Zolltariferhöhung führt aktuell zu deutlicher Unsicherheit auf den Beschaffungsmärkten aber auch zu Belastungen der Aktienmärkte weltweit. All dies dürfte sich weiterhin negativ auf die Investitionen und die Verbraucherausgaben auswirken.

4 https://www.ifw-kiel.de/fileadmin/Dateiverwaltung/IfW-Publications/fis-import/6bf368c2-c935-48e4-8f28-098420e6c252-KKB_109_2023-Q4_Welt_DE.pdf

5.2. Prognose

tonies hat im Geschäftsjahr 2024 erwartungsgemäß Umsatzerlöse von EUR 480,5 Mio. und Umsatzerlöse in Nordamerika von über EUR 200 Mio. erzielt. Dies bedeutet für 2024 ein Wachstum der Umsatzerlöse für die Gruppe von mehr als 33% und für Nordamerika von mehr als 42% im Vergleich zum Vorjahr. Die weitere signifikante Steigerung der Umsatzerlöse wurde vor allem durch die fortgesetzte internationale Expansion gestützt, insbesondere auf dem nordamerikanischen Markt, der im Jahr 2024 erstmals der größte Markt für tonies war.

tonies hat weiterhin auch im Jahr 2024 eine weitere Steigerung der Profitabilität und prognosegerecht eine bereinigte EBITDA-Marge im Bereich von fast 8%, verglichen mit 3,9% im Jahr 2023, erreicht. Die Steigerung konnte durch eine kontinuierliche Verbesserung des Deckungsbeitrags aufgrund einer höheren Bruttomarge erreicht werden. Gleichzeitig konnten aufgrund unserer volumenbedingt verbesserten Verhandlungsposition verbesserte Lizenz- und Einkaufskonditionen erzielt werden.

Darüber hinaus konnte auch der für 2024 erwartete positive Cash Flow von EUR >10 Mio. mit EUR 33,1 Mio. deutlich übertroffen werden.

tonies ist zuversichtlich, dass es dank seiner starken Produkte und seines Geschäftsmodells, seiner widerstandsfähigen Kategorie, seiner starken und langjährigen Partnerschaften sowie seiner strategischen Planung gut aufgestellt ist, um diese turbulenten Zeiten erfolgreich zu meistern. Mit einem vielfältigen Instrumentarium, darunter mehrere Beschaffungsoptionen, eine starke Preisgestaltungsmacht und solide Cashflow-Generierungskapazitäten, sieht sich der Konzern gut gerüstet, um die aktuellen makroökonomischen Unsicherheiten zu bewältigen. Darüber hinaus ist die Finanzlage, mit einer Erreichung der Cashflow-Breakeven im Jahr 2024 und einem neuen Konsortialkredit in 2025, der die finanzielle Flexibilität erhöht, weiterhin robust. Das DACH-Geschäft von tonies ist weiterhin ein wichtiger Pfeiler der Finanzkraft und liefert einen stabilen und verlässlichen Cashflow, der die übergeordnete Strategie unterstützt. Darüber hinaus ist die globale Produktmarktanpassung weiterhin stark, sodass tonies gut positioniert ist, um seinen Erfolg in verschiedenen Märkten, darunter Nordamerika und dem Rest der Welt, fortzusetzen.

tonies blickt weiterhin optimistisch in die Zukunft. Der Konzern wird genauere Prognosen für die gesamte tonies SE-Gruppe abgeben, sobald mehr Klarheit über die sich entwickelnde Marktdynamik besteht.

 

Düsseldorf, 27. Juni 2025

tonies Holding GmbH

Geschäftsführung

Tobias Wann, CEO

Dr. Jan Middelhoff, CFO

Virginia McCormick, CXO

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die tonies Holding GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der tonies Holding GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der tonies Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

•

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

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holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

•

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 27. Juni 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jessen, Wirtschaftsprüfer

Ramsauer, Wirtschaftsprüfer

Die Billigung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2023 erfolgte mit Gesellschafterbeschluss vom 22. August 2025

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client = OpenAI()
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    tools=[{
        "type": "mcp",
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        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
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