Trianel GmbHAachenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023A. Grundlagen der Gesellschaft I. Geschäftsmodell 1. Rechtliche Unternehmensstruktur 2. Geschäftsfelder 3. Wichtige Produkte und Dienstleistungen, Geschäftsprozesse und Projekte 4. Leitung und Kontrolle II. Strategie und Steuerung des Unternehmens 1. Strategie des Unternehmens 2. Unternehmensinternes Steuerungssystem 3. Innovationsmanagement B. Wirtschaftsbericht I. Rahmenbedingungen 1. Entwicklung an den Strom- und Gasmärkten 2. Energiepolitische Entwicklungen II. Geschäftsverlauf III. Lage 1. Ertragslage 2. Finanzlage 3. Vermögenslage C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht 1. Ausrichtung der Trianel GmbH 2. Erwartete Ertragslage 3. Erwartete Finanzlage II. Chancenbericht III. Risikobericht 1. Risikomanagement-System 2. Risikobereiche und Einzelrisiken 3. Verwendung von Finanzinstrumenten D. Berichterstattung nach § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW A. Grundlagen der Gesellschaft I. Geschäftsmodell 1. Rechtliche Unternehmensstruktur Im Berichtsjahr 2023 hat sich die Gesellschafterstruktur der Trianel GmbH geändert. Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) und die Gelsenwasser AG sind als neue Gesellschafter beigetreten. Die SWU Energie GmbH, die Schleswiger Stadtwerke GmbH und die Stadtwerke Bad Salzuflen GmbH sind im Berichtsjahr ausgeschieden. DEW 21 und Gelsenwasser AG haben Anteile der als Gesellschafter ebenfalls ausscheidenden Salzburg AG für Energie, Verkehr und Telekommunikation, der Stadtwerke Herford GmbH und der Regio Energie Solothurn übernommen. Weiterhin haben die beiden neuen Gesellschafter jeweils hälftig einen Teil der Anteile der Stadtwerke Witten GmbH und der N.V. HVC sowie die gesamten eigenen Anteile der Trianel GmbH übernommen, sodass sie jeweils mit 7,5 Prozent an der Trianel GmbH beteiligt sind. Zum 31. Dezember 2023 sind 53 Gesellschafter an der Trianel GmbH wie folgt beteiligt: Gesellschafter der Trianel GmbH
Stand: 31.12.2023 Zum 31. Dezember 2023 beträgt das Stammkapital der Gesellschaft wie bisher 20.152.575 €. Unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses aus dem Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 68,8 Mio. € verfügt die Trianel GmbH zum Bilanzstichtag über ein Eigenkapital in Höhe von 124,9 Mio. €. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 ist die Trianel GmbH unmittelbar an 14 Tochter-/ Beteiligungsgesellschaften beteiligt: Beteiligungen der Trianel GmbH
Die Trianel Gaskraftwerk Hamm GmbH & Co. KG (TGH) mit Sitz in Aachen betreibt seit 2008 am Standort Hamm-Uentrop (Nordrhein-Westfalen) das erste kommunale Gas- und Dampfturbinenkraftwerk mit einer Leistung von 840 MW. Die Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG (TGE) mit Sitz in Aachen bewirtschaftet seit 2009/2010 eine Erdgasspeicheranlage am Standort Epe im Kreis Borken (Nordrhein-Westfalen). Seit 2013 betreibt die Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG (TKL) mit Sitz in Lünen ein modernes, hocheffizientes 750-MW-Steinkohlekraftwerk am Standort Lünen (Nordrhein-Westfalen). Die Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG (TWB I) mit Sitz in Aachen ist Betreiber der ersten Ausbaustufe von 200 MW des insgesamt auf 400 MW ausgelegten Projekts Trianel Offshore-Windpark Borkum (ehemals Borkum-West II) rund 40 km vor der Küste der Nordseeinsel Borkum (Niedersachsen). TWB I hat 2015 den kommerziellen Regelbetrieb aufgenommen. Die Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG (TWB II) hat 2020 die zweite Ausbaustufe von weiteren 200 MW abgeschlossen und die 32 Windkraftanlagen in Betrieb genommen. Die Trianel GmbH hat im Berichtsjahr die Kommanditbeteiligung an der TGH von bislang 6,12 Prozent auf 11,01 Prozent durch Erwerb der Kommanditanteile der aus der TGH ausscheidenden niederländischen Gesellschafter Cogas Participatie TGH B.V. und ONS Facilitair Bedrijf B.V. erhöht. Die Umsetzung des Erwerbs erfolgte auf Basis eines bereits im Jahr 2018 erworbenen Optionsrechtes. Die persönlich haftenden Gesellschaften Trianel Gaskraftwerk Hamm Verwaltungs GmbH, Trianel Gasspeicher Epe Verwaltungs GmbH, Trianel Kohlekraftwerk Lünen Verwaltungs GmbH sowie Trianel Windkraftwerk Borkum Verwaltungs GmbH übernehmen als Komplementärgesellschaften die Geschäftsführung für die vorstehenden Kommanditgesellschaften. Sämtliche Gesellschaften haben ihren Sitz in Aachen. Die 2013 als Einheits-KG gegründete Trianel Onshore Windkraftwerke GmbH & Co. KG (TOW) mit Sitz in Aachen projektiert, errichtet und betreibt Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Sie verantwortet zudem die Beteiligung an Gesellschaften mit Sitz in Deutschland, die Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien betreiben. Mit gleichem Gesellschaftszweck wie die TOW wurde 2015 als Folgegesellschaft die Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG (TEE), ebenfalls als Einheits-KG, mit Sitz in Aachen gegründet. In weiterer Fortsetzung der Projektgesellschaften für erneuerbare Energien wurde 2020 die Trianel Wind und Solar GmbH & Co. KG (TWS), ebenfalls als Einheits-KG, mit Sitz in Aachen gegründet. Gesellschaftszweck ist auch hier die Entwicklung, die Errichtung und der Betrieb von Anlagen in Deutschland zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien und zur Speicherung von Energie sowie die Beteiligung an Gesellschaften mit diesem Zweck oder Ziel. Die Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG (TEP) bündelt die Projektaktivitäten der Trianel GmbH im Bereich Onshore Wind und Photovoltaik (PV). Sie ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Trianel GmbH mit Sitz in Aachen. Mit der von der TEP neu gegründeten Tochtergesellschaft TEP AT GmbH mit Sitz in Wien erfasst Trianel GmbH die Projektentwicklung im Bereich Photovoltaik in Österreich. Die niederländische Vertriebsgesellschaft Trianel Energie B.V. mit Sitz in Maastricht musste aufgrund von Kundenausfällen Ende des Jahres 2012 einen Antrag auf Insolvenz stellen. Das Insolvenzverfahren ist derzeit noch nicht abgeschlossen. 2. Geschäftsfelder Die Geschäftsaktivitäten der Trianel GmbH zielen darauf ab, den Ausbau erneuerbarer Energien zu forcieren und erneuerbare Energien besser in den Markt zu integrieren. Stadtwerke sollen dabei in ihrer Wettbewerbsfähigkeit und damit in ihrer Eigenständigkeit gestärkt werden. Als Stadtwerke-Kooperation erschließt die Trianel GmbH das Potenzial liberalisierter Energiemärkte durch Bündelung gleichgerichteter Interessen aus dem kommunalen Umfeld. So können gemeinsam Geschäftsfelder erschlossen werden, die für einzelne Stadtwerke wirtschaftlich unrentabel wären. Kerngeschäfte von Trianel sind die Entwicklung neuer Projekte zur Erzeugung erneuerbarer Energie - organisiert im Profitcenter Projektentwicklung - sowie der Handel, die Beschaffung und die Lieferung von Energie - organisiert im Profitcenter Midstream. Trianel beschafft an den Großhandelsmärkten Energie für Weiterverteiler und Stadtwerke und ermöglicht ihren Kunden einen einfachen Marktzugang sowie durch Dienstleistungen eine optimierte Beschaffung. Damit unterstützt Trianel Stadtwerke bei der Belieferung ihrer Endkunden. Darüber hinaus optimiert Trianel die energiewirtschaftliche Betriebsführung von konventionellen und erneuerbaren Energieerzeugungsanlagen für Stadtwerke und Industriekunden. Für Wind- und PV-Anlagen sowie für konventionelle Stromerzeugungs- und Gasspeicheranlagen übernimmt Trianel die energiewirtschaftliche sowie kaufmännische Betreuung und Optimierung der Anlagen. In der Projektentwicklung für erneuerbare Energien (Onshore Wind, Photovoltaikanlagen) identifiziert und sichert Trianel potenzielle Flächen und entwickelt diese bis zur Baureife, finanziert sie und übergibt sie bei PV-Projekten an den Investor. In der Sparte Wind arbeitet Trianel für die beiden Projekt-Gesellschaften TEE und TWS. Um die entsprechende Handlungsfähigkeit zu ermöglichen, hat Trianel die Tochtergesellschaft TEP gegründet. Hier entwickelt Trianel die Projekte auf eigene Chance und Risiko. Alle Geschäftsfelder von Trianel werden weiterhin durch den anhaltenden Ausbau der erneuerbaren Energien, die zunehmende Dezentralisierung und Dekarbonisierung der Energiewirtschaft sowie das Innovationspotenzial aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung geprägt. Sämtliche Aktivitäten der Trianel GmbH werden in enger Abstimmung mit den Geschäftszielen der Gesellschafterunternehmen vorangetrieben und auf deren Bedürfnisse zugeschnitten. 3. Wichtige Produkte und Dienstleistungen, Geschäftsprozesse und Projekte Die Trianel GmbH ist in zahlreichen Handelsmärkten für Strom- und Gasprodukte aktiv - als Handelspartner für bilaterale Geschäfte (OTC-Markt) ebenso wie als Teilnehmer an den wichtigsten Energiebörsen. Die Aktivitäten für Strom umfassen die deutschen, niederländischen, belgischen, österreichischen, schweizerischen und französischen Marktgebiete sowie Spanien, Nordic (Nordpool) und UK. Im Gasbereich deckt Trianel die deutschen Marktgebiete für H-Gas und L-Gas (TAE) sowie den liquiden TTF-Markt ab. Der Eintritt in den Gashandel UK und Frankreich wurde vorbereitet. Daneben werden CO 2 - Zertifikate und Kohle (API2) gehandelt. Vielfältige Vertriebsprodukte im Liefergeschäft basieren auf Aktivitäten im Markt, die den Trianel Kunden einen Bezug von Handelsprodukten ermöglichen. Das Handelsvolumen Strom belief sich 2023 auf 134 TWh (Vorjahr: 115 TWh), das Handelsvolumen Gas lag bei 88 TWh (Vorjahr: 76 TWh). Energiewirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen 2023 bildete das Portfoliomanagement auf der Beschaffungs- und Erzeugungsseite weiterhin eine der Hauptsäulen der energiewirtschaftlichen Aktivitäten. Es beinhaltet die optimierte Strom- und Gasbeschaffung, die Vermarktung und Absicherung von Strom aus Eigenerzeugungsanlagen sowie die Bewirtschaftung von Speicheranteilen für Kunden. Zusätzlich gewannen Beratungsaktivitäten im Bereich des Vertriebsportfoliomanagements an Bedeutung. Im Portfoliomanagement, im Handel und im Energievertrieb hat Trianel innerhalb der digitalen Plattform Trianel DESK eine neue Reporting-Landschaft für die Beschaffung sowie das Risiko- und Liefermanagement entwickelt. Die Reports bieten adressatengerechte Kennzahlen und Übersichten sowie neue Möglichkeiten, die Portfolios digital zu steuern und damit Effizienzsteigerungen und Prozessexzellenz für Trianel und ihre Kunden zu schaffen. Zudem weitet Trianel mit dem Trianel DESK ihre energiewirtschaftlichen Dienstleistungen vor allem auf der Absatzportfolio-Managementseite auf IT-Managed Services aus. So kann Trianel weitere Leistungen wie das Lizenz-, Applikations- und Infrastrukturmanagement für Stadtwerke erbringen. Trianel ist weiterhin umfassender Dienstleister für die erlösoptimierte Vermarktung von Erzeugungsanlagen jeglicher Art. 2023 bewirtschaftete Trianel rund 2.500 MW konventionelle Kraftwerksleistung. Darüber hinaus konnten zusätzliche Reporting- und Beratungsdienstleistungen erbracht werden. Über Vermarktungsaktivitäten im Spot-, Intraday- und Regelenergiemarkt wurden in der Bewirtschaftung des Kohlekraftwerks Lünen zusätzliche Deckungsbeiträge in Höhe von 6,1 Mio. € erzielt. Daneben wurden gegenüber dem Ausfallreservevertrag 1,2 Mio. € im Rahmen des Ausfallmanagements eingespart. Die genannten Deckungsbeiträge kommen den 28 Gesellschaftern von TKL direkt zugute. Auch Trianel profitiert im Rahmen der vertraglich festgelegten variablen Vergütung von diesen Ergebnissen. Für das Gaskraftwerk Hamm wurde im Rahmen der mit den Gesellschaftern der TGH abgestimmten Vermarktungsstrategie 2023 ein Ergebnis von 27 Mio. € erzielt, an dem Trianel durch eine erfolgsabhängige Vergütung partizipiert. Das Geschäftsfeld der Direktvermarktung von Strom aus EEG-Anlagen wurde 2023 weiter optimiert, um die Abwicklung von PPAs zu ermöglichen und zusätzliches Dienstleistungsgeschäft aufzubauen. Für den Lieferzeitraum 2024 beinhaltet das Direktvermarktungsportfolio Anlagen mit ca. 2.100 MW Leistung. Ein Teil des Portfolios ist klassisch in Direktvermarktungsverträgen gebunden, ein Teil über Festpreisverträge abgesichert und ein Teil wird dienstleistend für den Kunden bewirtschaftet. Der Bereich der Flexibilitätsvermarktung von EEG-Anlagen wurde zu einem wesentlichen Ergebnisstandbein entwickelt und stark ausgebaut. Trianel strebt an, einer der führenden Flexibilitätsvermarkter und Anlagenoptimierer für kleine dezentrale Anlagen zu werden. Neben der Abwicklung der Direktvermarktung hat Trianel ein neues Produkt mit dem Fokus der Portfolioberatung für erneuerbare Energien aufgebaut. Im Rahmen des Produkts wird das Know-how zur Terminvermarktung von konventionellen Anlagen auf erneuerbare Energieanlagen überführt und damit ein wesentlicher Beitrag zur Marktintegration erbracht. Dienstleistungen zur Unterstützung von Stadtwerken Trianel unterstützt Stadtwerke bei der Bewältigung der Herausforderungen, die aus der Umsetzung kommunaler Klimaschutzvorhaben und der Digitalisierung resultieren. Dazu identifiziert und evaluiert Trianel Trends und geeignete Lösungen im Trendscouting und pilotiert diese im Trianel Digital Lab (digitale Innovationen) sowie im FlexStore (Innovationen rund um energiewirtschaftliche Flexibilitäten). Geschäftsprozesse An den Energiehandelsmärkten steigen sowohl die Zahl kurzfristiger Transaktionen als auch die Preisvolatilitäten erheblich. Gleichzeitig differenzieren sich Produkte, Ländermärkte und regulatorische Anforderungen immer weiter aus. Dies erfordert eine IT-Landschaft, die Prozesse hochautomatisiert, schnell, kostengünstig und transparent in konstant hoher Qualität ausführt. Gleichzeitig ist eine hohe Flexibilität erforderlich, um mit begrenztem Aufwand und in hoher Geschwindigkeit jederzeit neue Prozesse, Produkte und Märkte integrieren zu können. Daher hat Trianel ihre veraltete Bestandslandschaft mit mehr als 200 Applikationen modernisiert und baut eine neue IT-Landschaft zur weiteren Optimierung der Handels- und Kundenprozesse auf. Projektentwicklung und Projekte Das Projektentwicklungsgeschäft der Trianel GmbH fokussiert sich auf Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Seit 2019 hat sich die 100-prozentige Konzerntochter TEP über die hierfür gegründeten Projektgesellschaften durch erfolgreiche Teilnahmen an Ausschreibungen, durch Kooperationsmodelle sowie Projekt-Transaktionen im Markt etabliert. Ende 2023 hatte die TEP 18 Tochtergesellschaften, in denen jeweils ein oder mehrere PV-Projekte realisiert werden. In der im Jahr 2020 gegründeten Tochtergesellschaft TEP Netze GmbH & Co. KG werden insbesondere Umspannwerke errichtet und betrieben, die für die Umsetzung der Wind- und PV-Projekte notwendig sind. Darüber hinaus hält die TEP eine Beteiligung an der TAP Windprojekte GmbH & Co. KG, in der gemeinsam mit der TEE Projekte entwickelt und umgesetzt werden. Mit der Beteiligung an der Wasserstoffzentrum Hamm GmbH & Co. KG entwickelt die TEP gemeinsam mit der Stadtwerke Hamm GmbH, der Stadtwerke Bochum Holding GmbH und der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21) einen Elektrolyseur mit einer Leistung von 20 MW. Ferner hat die TEP zur Ausweitung ihrer Geschäftsaktivitäten in ausländischen Märkten mit einem in Österreich angesiedelten Partner ein Joint Venture in Österreich gegründet, in dem gemeinsam PV-Projektentwicklungen erfolgen sollen. Für die Offshore-Windparks TWB I und TWB Il ist Trianel dienstleistend in der Projektentwicklung Offshore tätig. Eine weitere wichtige Säule in der Energiewirtschaft ist für Trianel die Bereitstellung von Flexibilität. Darum wurde die Gründung einer weiteren Projektentwicklungsgesellschaft als Konzerntochter, analog zur TEP, auf den Weg gebracht. Diese soll 2024 ihre Arbeit aufnehmen. Kern der Trianel Flexibilitätsprojekte GmbH & Co. KG (TFP) wird die Entwicklung von Projekten in den Geschäftsfeldern grüner Wasserstoff und Großbatterien sein. Trianel untersucht seit einigen Jahren Geschäftspotenziale, die aus der notwendigen Flexibilisierung des Energiesystems entstehen, und sieht hier ein wesentliches Wachstumsfeld. Mit Aktivitäten wie Intraday-Trading, Kurzfrist-PPA und PV-Innovationsprojekten wurde in den Kerngeschäftsfeldern Midstream und Projektentwicklung bereits erhebliches Wachstum generiert. Aufbauend auf den Erfolgen in der Projektentwicklung von EE-Anlagen möchte Trianel diese Marktentwicklung weiter nutzen und Großbatteriespeicher und regionale Wasserstoffprojekte entwickeln. Das Geschäftsmodell zielt auf eine skalierende, dauerhafte Projektentwicklung für Flexibilitäts- und Speicherprojekte in Deutschland ab. Aufgrund der aktuellen Markterwartung stehen bei Batteriespeichern Projekte in einer Größenordnung von 100 MW bis 400 MW als Ein- oder Zweistundenspeicher im Fokus. Mit der Entwicklung regionaler Wasserstoffprojekte zielt das Geschäftsmodell darauf ab, den regionalen Bedarf an grünem Wasserstoff für den ÖPNV, die Müllentsorgung, die Stadtreinigung oder auch den lokalen Schwerlastverkehr und die regionale mittelständische Industrie zu decken. Das Leistungsspektrum reicht von der Standortsicherung über die Planung und den Netzanschluss bis hin zur Baukoordinierung und Inbetriebnahme. Mit dem Wasserstoffzentrum Hamm und dem Großbatteriespeicherprojekt in Waltrop sind jeweils konkrete erste Aktivitäten vorhanden. 4. Leitung und Kontrolle Neben Sven Becker als Sprecher der Geschäftsführung ist Dr. Oliver Runte als Geschäftsführer der Trianel GmbH bestellt. Die Gesellschafterversammlung sowie der zwölfköpfige Aufsichtsrat zählen zu den weiteren Organen. II. Strategie und Steuerung des Unternehmens 1. Strategie des Unternehmens Aktuelle Ausrichtung Trianel entwickelt ihre Rolle als Drehscheibe zwischen Erzeugung und Verbrauch für die zunehmend klimafreundlichen und digitalen Energiewelten weiter. Dazu bietet Trianel Stadtwerken und weiteren Kunden Lösungen für eine erneuerbare, dezentrale und flexible Energiewirtschaft in einem weiterhin immer volatileren Markt. Trianel verzahnt hierbei die Leistungen in den verschiedenen Geschäftsfeldern zunehmend intensiver und realisiert so Synergien. Der Ausbau und die Marktintegration erneuerbarer Energien, die Bewirtschaftung von energiewirtschaftlichen Portfolios und Assets, das Zusammenführen vielfältiger Daten aus Erzeugung und Verbrauch sowie die Erprobung und Implementierung digitaler Lösungen zur Unterstützung des Betriebs moderner kommunaler Infrastrukturen bilden wichtige Felder für die Ausrichtung des Unternehmens. Durch das Trendscouting verfolgt Trianel gemeinsam mit ihren Gesellschaftern das Ziel, frühzeitig Geschäftschancen aus den sich verändernden Rahmenbedingungen zu identifizieren und zu evaluieren. Ausgehend vom Trendscouting werden daneben im Trianel Digital Lab sowie im FlexStore Ideen gemeinsam pilotiert und bei entsprechendem Potenzial weiterentwickelt. Produkte und Dienstleistungen Trianel passt ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot kontinuierlich an die aktuellen Rahmenbedingungen an. Die Anpassungen erfolgen unter Berücksichtigung der strategischen Schwerpunkte auf Basis eigener Markteinschätzung und energiewirtschaftlicher Expertise. Kunden Trianel wird ausschließlich von kommunalen Stadtwerken getragen und versteht sich als unabhängiges Unternehmen, das die Interessen ebenfalls unabhängiger Stadtwerke unterstützt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Trianel GmbH sind eines der wichtigsten Assets des Unternehmens. Trianel setzt auf kompetente und engagierte Teams, um in einem umkämpften Umfeld hinsichtlich Innovationskraft, Produkttiefe und -reife sowie Marktdurchdringung Vorteile gegenüber Wettbewerbern zu erzielen. Der Personalstand der Trianel GmbH belief sich am 31. Dezember 2023 auf 385 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt 72 Eintritte standen 21 Austritten gegenüber. Dies reflektiert den eingeschlagenen Wachstumspfad in den zentralen Geschäftsfeldern Energiehandel und Projektentwicklung. Die Fluktuationsquote für 2023 liegt bei 5,2 Prozent und ist somit auf einem sehr niedrigen Niveau. Im Mittelpunkt der personalwirtschaftlichen Ausrichtung steht derzeit die Flexibilisierung des Arbeitsmodells hin zu mehr flexiblem und mobilem Arbeiten bei gleichzeitiger Stärkung der Zusammenarbeits- und Führungskultur. Im Herbst 2023 wurde erneut eine interne Mitarbeiterbefragung im Rahmen der TOP-JOB- Auszeichnung durchgeführt. Dabei stellt sich die Trianel GmbH kontinuierlich dem externen Benchmark mit anderen Unternehmen und unterstreicht ihre Ambitionen, sich als attraktiver Arbeitgeber weiterzuentwickeln und ihre Stärken in diesem Bereich auch nach außen hin zu präsentieren. Gesellschaft und Umwelt Die Trianel GmbH ist als Folge der Liberalisierung der Energiemärkte entstanden. Sie bekennt sich daher uneingeschränkt zum Wettbewerb und ist bestrebt, diesen weiter zu fördern. Mit ihren Gesellschaftern verfolgt Trianel das gemeinsame Ziel, eine nachhaltige, dezentrale sowie bürger- und kundennahe Energieversorgung sicherzustellen. Trianel bekennt sich ausdrücklich zu den Zielen des Pariser Klimaschutzabkommens vom 12. Dezember 2015, die eine Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung auf deutlich unter zwei Grad gegenüber vorindustriellen Werten vorsehen. Dazu investiert Trianel gemeinsam mit ihren Gesellschaftern in den Ausbau erneuerbarer Energien und die Modernisierung des deutschen Kraftwerksparks. In den letzten 16 Jahren hat Trianel gemeinsam mit Stadtwerken Investitionsentscheidungen in Höhe von rund 5,5 Mrd. € getroffen. Über 50 Prozent der Investitionsmittel sind in erneuerbare Energien geflossen. Seit einigen Jahren fokussiert sich Trianel ausschließlich auf erneuerbare Energien. 2. Unternehmensinternes Steuerungssystem Die Geschäftsführung setzt zur Steuerung und Überwachung des Unternehmens sowie zur Analyse und Dokumentation von Unternehmensrisiken und -chancen eine Vielzahl von Systemen und Verfahren ein. Im Fokus der Steuerung stehen die Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung des Unternehmens sowie das Management von Risiken. Zur Messung dieser Entwicklungen werden unter anderem Deckungsbeiträge, Strukturkosten, Ergebniskennzahlen, Liquiditätsbestände und Risikokennzahlen ermittelt. Durch regelmäßige Ermittlung und kontinuierliche Messung des Risikokapitalbedarfs für die relevanten Risikoarten stellt Trianel einen zielgerichteten Umgang mit Risiken und Chancen sicher. Extremwertbetrachtungen liefern zusätzliche Erkenntnisse für außerhalb der Standardverfahren liegende Ereignisse (siehe auch Risikobericht, C. III). Von den Gesellschafterunternehmen beauftragte Auditoren prüfen quartalsweise die Einhaltung der Risikorichtlinie. Die Produktentwicklungsstrategie ist durch die sorgfältige Beobachtung von Kundenanforderungen und aktuellen Marktentwicklungen sowie die Bewertung der sich daraus ergebenden möglichen künftigen Entwicklungen gekennzeichnet. Große Investitionsentscheidungen werden auf Grundlage von Discounted-Cashflow-Modellen getroffen. Die Geschäftsführung prüft regelmäßig die Fortschritte der wesentlichen Projekte und überwacht die Einhaltung von Projektplänen und Zielvorgaben. Die Steuerungs- und Kontrollmechanismen werden kontinuierlich an die Unternehmensstrukturen angepasst. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig über alle wesentlichen wirtschaftlichen Entwicklungen der Trianel GmbH unterrichtet. Die Aufgaben einer internen Revision werden durch einen Mitarbeiter der Trianel GmbH sowie durch externe Dienstleister erbracht, die jeweils direkt an die Geschäftsführung berichten. Das Geschäftsmodell der Trianel GmbH ist darauf ausgerichtet, durch Dienstleistungen die Wertschöpfung bei ihren Kunden zu steigern. Trianel strebt ein Ergebnis vor Steuern an, das eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Eigenkapital widerspiegelt. Ein weiteres wichtiges finanzielles Ziel ist die Stärkung der Eigenkapitalbasis, um die zur Umsetzung der Energiewende erforderlichen Investitionen und das geplante Unternehmenswachstum finanzieren und realisieren zu können. 3. Innovationsmanagement Das Innovationsmanagement von Trianel ist in das Trendscouting, das Trianel Digital Lab und den FlexStore eingebettet und schließt die Gesellschafter der Trianel GmbH gezielt in Markt- und Trendbeobachtung sowie Pilotierungen mit ein. In einem mehrstufigen Prozess werden unter Einsatz agiler Arbeitsmethoden systematisch neue Trends identifiziert, evaluiert und pilotiert. Beispiele für solche neuen Akzente sind die inzwischen regelmäßig stattfindenden "Innovation Days" (Zusammenbringen von Start-ups und Stadtwerken), "Smart City Days" (Entwicklungen in der Modernisierung kommunaler Infrastruktur) und "Labortage" (Erfahrungen bei der Pilotierung digitaler Lösungen) sowie verschiedene Workshops des FlexStore (Erfahrungen bei der Pilotierung energiewirtschaftlicher Flexibilitäten). B. Wirtschaftsbericht I. Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch rückläufigen Inflationsraten geprägt. Dies hatte auch unmittelbare Auswirkungen auf die deutsche Energiewirtschaft. Die Energiepreiskrise infolge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wirkte sich auf den privaten Konsum sowie auf die Produktion energieintensiver Industrien aus. Hinzu kommt die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der 2023 weiter gewachsenen geopolitischen Spannungen und Krisen. Die stagnierende deutsche Wirtschaft machte sich 2023 auch in einem deutlich geringeren Energieverbrauch bemerkbar. Dieser ist nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) 2023 um 7,9 Prozent auf etwa 3.000 TWh gesunken und erreichte einen historischen Tiefstand. Die Nettostromerzeugung verminderte sich 2023 laut Fraunhofer um weitere 26 TWh auf 457 TWh. Der Erdgasverbrauch fiel 2023 um 4,3 Prozent auf 733,6 TWh. Die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung blieb mit 45,8 TWh für die öffentliche Stromversorgung und 29,6 TWh für den industriellen Eigenverbrauch leicht unter dem Niveau des Vorjahres. Infolge der Abschaltung der letzten drei Atomkraftwerke im April 2023 trug die Atomkraft nur noch 6,7 TWh zur Stromerzeugung bei, das entspricht einem Anteil von 1,5 Prozent. Einen deutlich geringeren Anteil an der Stromerzeugung hatten 2023 auch Braun- und Kohlekraftwerke. Der Anteil von Braunkohle an der Stromerzeugung sank um ca. 27 Prozent, von 105,9 auf 77,5 TWh. Der Einsatz von Steinkohlekraftwerken sank um 35 Prozent für den öffentlichen Stromverbrauch auf 36,1 TWh (-35 Prozent) und auf 0,7 TWh für den industriellen Eigenverbrauch. Die Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle hatte 2023 einen Anteil von 26 Prozent. Die erneuerbaren Energien haben 2023 ihren Anteil an der Stromerzeugung auf 59,7 Prozent erhöht. Die Windkraft war die wichtigste Stromquelle, sie trug 139,8 TWh bzw. 32 Prozent zur öffentlichen Stromerzeugung bei. Damit lag sie 14,1 Prozent über der Produktion des Vorjahres. Die Solarenergie hatte einen Anteil von 12 Prozent und lieferte 52,2 TWh. Erstmals seit 2002 war Deutschland 2023 Nettoimporteur von Strom. 2022 wurde im Stromhandel noch ein Exportüberschuss von 27,1 TWh erzielt. 2023 war ein Importüberschuss von 11,7 TWh zu verzeichnen. Dies lag besonders an den geringeren Stromerzeugungskosten in den europäischen Nachbarländern im Sommer und den hohen Kosten der CO 2 -Zertifikate. Der Großteil der Importe kam aus Dänemark (10,7 TWh), Norwegen (4,6 TWh) und Schweden (2,9 TWh). Deutschland exportierte Strom nach Österreich (5,8 TWh) und Luxemburg (3,6 TWh). 1. Entwicklung an den Strom- und Gasmärkten Der europäische Gas- und Strommarkt hat sich 2023 normalisiert. Neue Lieferketten haben sich nach dem Ende der russischen Pipeline-Gaslieferungen etabliert und es ist eine Beruhigung auf hohem Niveau eingetreten. Die im Spätsommer 2022 begonnene Normalisierung der Strom- und Gaspreise auf den europäischen Märkten hat sich im Laufe des Jahres 2023 fortgesetzt. Im historischen Vergleich blieb das Preisniveau bis zum Ende des Jahres 2023 unverändert hoch. Der zu beobachtende Preisrückgang 2023 war dabei nicht einheitlich. Bis Anfang Juni 2023 ließ sich ein schneller Rückgang beobachten. An diesen schloss sich dann bis in den Oktober hinein eine von großer Unsicherheit geprägte Seitwärtsphase an. Erst ab Mitte Oktober ließ sich wieder ein einheitlicher Rückgang der Preise beobachten.
Quelle: Bloomberg, Trianel Zur Beruhigung der Märkte trugen unter anderem die Füllstände der Gasspeicher in Nord- West-Europa (NWE) bei. Diese hatten zum Ende der Heizsaison 2022/2023 einen Füllstand von 55 Prozent und erreichten zu Beginn der Wintersaison wieder einen Füllstand von mehr als 90 Prozent. Dies ging auf den milden Winter 2022/2023, einen rückläufigen Strom- und Gasverbrauch, eine geringere Gasverstromung sowie hohe LNG-Importe und stabile norwegische Pipeline-Flüsse über den Winter zurück. Die Bedeutung russischer Restimportmengen nahm im Laufe des Jahres immer weiter ab. Verstärkt wurde die Beruhigung der Märkte durch die Situation an den LNG-Märkten. Durch die ausbleibende Konjunkturbelebung in China nach dem Ende der chinesischen Corona-Politik blieb die Nachfrage nach LNG im asiatischen Raum gering, sodass NWE keine hohen Prämien auf LNG-Importe bezahlen musste. Entsprechend fielen die Preise und die Volatilität an den Märkten. Im Juni 2023 zeigte sich jedoch die weiter hohe Sensibilität der Märkte. Eine kleine Erhöhung der Residuallast im Sommer sowie Streikrisiken an den LNG-Terminals in Australien führten erneut zu einer erhöhten Volatilität und Nervosität an den Märkten. Dies alles kulminierte dann durch den Beginn des Krieges zwischen der Hamas und Israel im Oktober. Der Markt zeigte sich besorgt darüber, ob eine regionale Ausweitung des Konflikts die LNG-Exporte aus dem Nahen Osten gefährden könnte. Darüber hinaus stiegen im Sommer und Herbst erneut die Sorgen um die Füllstände der Gasspeicher, da die norwegischen Gasimporte infolge einer intensiven und immer wieder verlängerten Wartungssaison stockten. Dies führte dazu, dass im September saisonal unüblich in NWE kaum Gas eingespeichert werden konnte.
Quelle: Bloomberg, Trianel Daneben gab es noch zwei Ereignisse im Jahr 2023, die den Markt auch im Jahr 2024 beschäftigen werden. Eine deutliche Auspreisung der Risiken in den Spark-Spreads (den Margen von Gaskraftwerken) führte dazu, dass Gaskraftwerke wieder konkurrenzfähiger im Vergleich zu den Kohlekraftwerken wurden. Durch den niedrigen CO 2 -Preis blieb der Anteil der Gasverstromung am deutschen konventionellen Energiemix im Jahr 2023 aber weiterhin gering. Zum anderen normalisierte sich die französische Kernkraftwerks-Stromproduktion ab dem dritten Quartal 2023 und sorgte für eine merkliche Entspannung auf den Strommärkten.
Quelle: Bloomberg, Trianel Zum Ende des Jahres 2023 war der europäische Gas- und Strommarkt in einer entspannten Lage. Seit Oktober fielen die Preise durchgehend. Getrieben wurde dies durch den erneut milden Winterverlauf und die damit verbundene Erwartung, dass die Speicher zum Ende der Heizsaison 2023/2024 wieder um die 55 Prozent gefüllt sein werden. 2. Energiepolitische Entwicklungen Nachdem Deutschland im Jahr 2022 energiepolitisch stark von der Bewältigung der Energiekrise infolge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine geprägt war, rückten zu Beginn des Jahres 2023 Strukturreformen für Energiesicherheit und Klimaschutz verstärkt in den Fokus. Bereits zu Jahresbeginn 2023 trat die Novelle des Erneuerbare-Energien- Gesetzes (EEG 2023) in Kraft, mit der Genehmigungshürden beseitigt und die Förderung der erneuerbaren Energien von einer Umlagefinanzierung auf eine Steuerfinanzierung umgestellt wurde. Wesentliche Änderungen ergaben sich auch durch die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) und dessen Verknüpfung mit der kommunalen Wärmeplanung. Von diesen Gesetzesänderungen gehen Impulse für die Dekarbonisierung des Wärmesektors und der Umgestaltung der Fernwärme aus. Mit der Änderung des § 28r Abs. 1 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) hat die Bundesregierung die Voraussetzungen für die Schaffung eines sogenannten Wasserstoffkernnetzes geschaffen. Dieses schafft die Voraussetzungen für den Hochlauf der deutschen Wasserstoffwirtschaft. Positiv ist, dass krisenbedingte Markteingriffe wie beispielsweise die Erlösabschöpfung im Strombereich nicht verlängert wurden. Im Jahr 2023 intensivierte sich die Dynamik des Übergangs zu einem Stromsystem, das hauptsächlich auf erneuerbaren Energien basiert. Insbesondere nahm der Ausbau von Photovoltaik und Windenergie deutlich Fahrt auf. Dadurch werden nun vermehrt Fragen zur flexibleren Gestaltung des Stromsystems und zum Ausbau regelbarer Kraftwerke aufgeworfen, um die Schwankungen in der Erzeugung von volatilen erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne auszugleichen. Die nötigen Änderungen am Strommarktdesign sowie die sogenannte Kraftwerksstrategie kamen 2023 nicht voran. Obwohl der vom Bundeswirtschaftsministerium initiierte Stakeholder-Prozess zur Klärung dieser Fragen, die Plattform Klimaneutrales Stromsystem, im Jahr 2023 weitgehend abgeschlossen wurde, wird der Abschlussbericht erst für das Jahr 2024 erwartet. Viele wichtige Fragen bleiben bisher unbeantwortet, darunter die Frage der zukünftigen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien, die Schaffung verbesserter Anreize für Flexibilität und die Diskussion über lokale Preissignale oder die mögliche Aufteilung der einheitlichen deutschen Gebotszone im Strommarkt. Die politische Einigung innerhalb der Bundesregierung auf eine Kraftwerksstrategie, deren Ziel es ist, bis zu 10 GW regelbare und wasserstofffähige Kraftwerke ans Netz zu bringen und bis 2028 einen Kapazitätsmechanismus einzuführen, wurde erst Anfang Februar 2024 vorgestellt. Die genaue Ausgestaltung ist allerdings noch unklar. II. Geschäftsverlauf Mit einem Vorsteuerergebnis in Höhe von 99,0 Mio. € konnte das Geschäftsjahr 2023 äußerst erfolgreich abgeschlossen werden. Das geplante Vorsteuerergebnis in Höhe von 21,4 Mio. € wurde um 77,6 Mio. € sehr deutlich übertroffen. Dieses außerordentliche gute Ergebnis ist maßgeblich auf äußerst erfolgreiche Handels- und Optimierungsgeschäfte sowie Direktvermarktungsaktivitäten zurückzuführen. Gegenläufig hierzu mussten insbesondere die Rückstellungen für drohende künftige Verluste im Rahmen der Vermarktungsgeschäfte unserer Kraftwerksscheibe am Steinkohlekraftwerk Lünen merklich erhöht werden, woraus erhebliche negative Planabweichungen resultieren. Darüber hinaus konnten unsere regenerativen Projektentwicklungs- und Kraftwerksaktivitäten die Planerwartungen leicht übererfüllen, so dass in Summe die höher als geplant angefallenen Personalaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen signifikant überkompensiert wurden. Als wesentliche Sondereffekte lassen sich die erhöhten Dotierungen der Rückstellungen für drohende Verluste aus der Vermarktung der Kraftwerksscheibe am Kohlekraftwerk Lünen aufgrund verschlechterter Terminpreise in den Frontjahren sowie die Abwertungen von Beteiligungsbuchwerten bei zwei Gesellschaften (in Summe rd. 1,1 Mio. €) nennen. Daneben wurde die allgemeine Risikovorsorge um 8 Mio. € aufgestockt sowie auf Ebene der 100%igen Tochtergesellschaft Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG eine Thesaurierung zur Umsetzung des weiteren Wachstums in Höhe von 12 Mio. € vorgenommen. Das Eigenkapital steigt durch den hohen Jahresüberschuss und unter Berücksichtigung der bereits durchgeführten Vorabausschüttung in Höhe von 25 Mio. € sowie der Effekte aus der Übernahme und der Veräußerung von eigenen Anteilen in Höhe von 8,4 Mio. € (Saldo) um rund 7 Prozent auf 125 Mio. € an. Dem durch das hohe positive Ergebnis geprägten Anstieg des Eigenkapitals 2023 wird im Folgejahr ein rückläufiger Effekt in Höhe der weiteren Gewinnausschüttung aus dem Geschäftsergebnis 2023 gegenüberstehen. Die Eigenkapitalentwicklung für 2024 hängt daneben von dem noch zu realisierenden Ergebnis für das Geschäftsjahr 2024 ab. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 liegt im Einzelabschluss der Trianel GmbH zum 31.12.2023 bei 16 Prozent und ist im Vorjahresvergleich aufgrund des hohen Jahresüberschusses und der verminderten Bilanzsumme (- 147 Mio. € auf 780 Mio. €) angestiegen. Die Bilanzsumme wird wie in den Vorjahren durch vergleichsweise hohe Forderungen bei gleichzeitig hohen Verbindlichkeiten geprägt, die sich infolge der rückläufigen Preisentwicklungen an den Energiehandelsmärkten reduziert haben. Beides spiegelt das im Energiegroßhandel übliche Vorgehen wider, dass Energieabrechnungen monatsweise fakturiert werden. Dadurch sind zum Jahresende regelmäßig die Forderungen und Verbindlichkeiten aus den Lieferungen des Monats Dezember - einem der umsatzstärksten Monate des Jahres - auszuweisen. Vor diesem Hintergrund sehen wir die Eigenkapitalausstattung weiterhin als solide und konservativ an. Im Geschäftsjahr 2023 verfügten wir weiterhin über auskömmliche Finanzierungsspielräume und waren sowohl für das Börsengeschäft als auch für unvorhergesehene Entwicklungen ausreichend gewappnet. III. Lage 1. Ertragslage Mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 99,0 Mio. € konnte die Trianel GmbH ein hervorragendes Ergebnis erzielen, das den bereits sehr positiven Vorjahreswert (66,3 Mio. €) noch einmal merklich übertrifft. Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 2023 9.382 Mio. € (Vorjahr: 14.042 Mio. €) und sind damit um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Grundsätzlich lässt die absolute Höhe des Umsatzes und damit verbunden der Materialaufwendungen aufgrund der Beschaffung und Vermarktung für Dritte sowie preisbedingter Effekte keinen wesentlichen Rückschluss auf den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens zu. Zur Erhöhung der Aussagekraft wurden die physischen eigengeschäftlichen Umsätze mit den zugehörigen Materialaufwendungen im Berichtsjahr in Höhe von 1.792 Mio. € (Vorjahr: 2.666 Mio. €) saldiert. Die Materialaufwandsquote liegt mit 98,3 Prozent leicht unter dem Niveau des Vorjahrs (99,1 Prozent). Die Personalaufwendungen haben sich insbesondere vor dem Hintergrund der Methodik für erfolgsabhängige Bonuszahlungen von 59.623 T€ auf 53.535 T€ vermindert. Das Beteiligungsergebnis hat sich mit 5.225 T€ (Vorjahr: 3.547 T€) im Vergleich zum Vorjahr insbesondere aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr deutlich erhöhten Ausschüttung aus der TEP erhöht. Das unbereinigte Finanzergebnis beträgt 9.171 T€ (Vorjahr: -918 T€). Bereinigt um die neutralen Effekte insbesondere aus der Auf- und Abzinsung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Höhe von -243 T€ (Vorjahr: -491T€) sowie phasengleich vereinnahmter Gewinne in Höhe von 2.003 T€ (Vorjahr: 482 T€) ergibt sich ein bereinigtes Finanzergebnis in Höhe von 6.924 T€ (Vorjahr: -1.891 T€). Ertragsteuern sind in Höhe von 30.164 T€ (Vorjahr: 38.590 T€) angefallen und sonstige Steuern betrugen 46 T€ (Vorjahr: 49 T€), sodass sich insgesamt ein Jahresüberschuss in Höhe von 68.788 T€ (Vorjahr: 27.630 T€) ergibt. 2. Finanzlage Während das Vorjahr aus Liquiditätsgesichtspunkten noch stark unter dem Einfluss der Auswirkungen aus dem Ukraine-Krieg stand und es dadurch zu hohen börslichen Margin- Zahlungen kam, haben sich diese Einflussgrößen im Zuge rückläufiger Energiepreise erwartungsgemäß wieder deutlich reduziert. Insbesondere entwickelten sich die Variation Margins im Jahresverlauf von rund +101 Mio. € (Zuflussüberhang) auf rund -4 Mio. € (Abflussüberhang), was neben den im Geschäftsjahr erfolgten Realisierungen von im Wert gestiegenen Kontrakten auch in vorübergehenden börslichen Absicherungen von Marktzugangsgeschäften begründet liegt. Gegenläufig entwickelten sich die zu leistenden Initial Margins im Jahresverlauf von rund 47 Mio. € auf rund 35 Mio. € zurück. Zum Jahresende verfügte Trianel über vergleichsweise hohe, aber im Jahresverlauf deutlich rückläufige Cash-Bestände, was im Wesentlichen auf die oben genannten Margin-Effekte zurückzuführen ist. Diese Liquiditätsbestände wurden konservativ im Overnight-Bereich und als Tagesgelder angelegt. Im Vergleich zum Vorjahr, als für die vorgehaltene Liquidität noch Verwahrentgelte entrichtet werden mussten, konnte im vergangenen Geschäftsjahr ein adäquater Zinsertrag generiert werden. Auch wenn die Volatilität an den Energiemärkten im Jahr 2023 wieder zurückgegangen ist, haben die Marktverwerfungen der Jahre 2021 und 2022 gezeigt, dass eine angemessene Liquiditätsvorsorge vorzuhalten ist. Dementsprechend haben wir im Jahresverlauf unsere Kontokorrent-Linien und Avalrahmen bei unseren Banken moderat auf 211,8 Mio. € ausgeweitet. Eine Ziehung von Kontokorrent-Linien war über das gesamte Geschäftsjahr nicht notwendig. Im Berichtsjahr betrug der Cashflow der Trianel GmbH aus laufender Geschäftstätigkeit -27.473 T€ nach 185.294 T€ im Vorjahr. Die Änderung des Cashflows war geprägt vom hohen Rückstellungsaufbau im Geschäftsjahr 2022 sowie der oben beschriebenen Entwicklung bei den Variation Margins während des Geschäftsjahrs 2023. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von 7.583 T€ (Vorjahr: 8.361 T€) betraf vornehmlich Investitionen in das Finanzanlagevermögen sowie Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von - 38.895 T€ (Vorjahr: -40.342 T€) enthält Ausschüttungen an unsere Gesellschafter (44.415 T€) und Zinszahlungen (1.895 T€). Der Finanzmittelbestand hat sich zum Bilanzstichtag auf 162.127 T€ (Vorjahr: 221.116 T€) vermindert. Insgesamt war die Finanzlage im Geschäftsjahr 2023 jederzeit auskömmlich. 3. Vermögenslage Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr insbesondere aufgrund der marktpreisbedingt zurückgehenden Forderungen von 926.934 T€ auf 779.934 T€ (Bilanzsumme des Konzerns: 822.698 T€). Wesentlichen Anteil hieran hatten auf der Aktivseite die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände in Höhe von 498.004 T€ (Vorjahr: 559.314T€) und korrespondierend auf der Passivseite die Verbindlichkeiten, die im Jahresverlauf von 565.461 T€ auf 424.330 T€ gesunken sind. In den sonstigen Vermögensgegenständen entfielen auf geleistete Initial-Margins 34.795 T€ (Vorjahr: 46.799 T€) sowie auf geleistete Variation-Margins 3.772 T€, die im Vorjahr noch auf der Passivseite der Bilanz in den sonstigen Verbindlichkeiten mit 100.857 T€ ausgewiesen waren. Die liquiden Mittel sind im Wesentlichen infolge der beschriebenen Entwicklungen bei den börslichen Margins von 221.116 T€ um 58.989 T€ auf 162.127 T€ gesunken. Die Eigenkapitalquote der Trianel GmbH ist im Geschäftsjahr vor dem Hintergrund der gesunkenen Bilanzsumme und des hohen Jahresüberschusses merklich auf 16,0 Prozent (Vorjahr: 12,6 Prozent) gestiegen. Für den Konzern stieg die Eigenkapitalquote auf 19,2 Prozent. In absoluten Zahlen erhöhte sich das Eigenkapital im Einzelabschluss um 7.824 T€ auf 124.884 T€ und im Konzernabschluss um 19.177 T€ auf 157.949 T€. Die Veränderung des Eigenkapitals im Einzelabschluss resultiert aus dem Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 68.788 T€, der 2023 erfolgten Gewinnausschüttung aus dem Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 26.015 T€, den Kapitalmaßnahmen im Zusammenhang mit den Gesellschafterwechseln und der Auflösung der Gewinnrücklage in Höhe von -9.949T€ sowie der beschlossenen Vorabausschüttung in Höhe von 25.000 T€. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht I. Prognosebericht 1. Ausrichtung der Trianel GmbH Die Geschäftsaktivitäten der Trianel GmbH werden in den nächsten Jahren geprägt sein durch
Damit setzt Trianel auf den anhaltenden Ausbau erneuerbarer Energien sowie deren Integration in den Markt mit einem entsprechenden Ausbau des Energiehandels. Während im Bereich der Projektentwicklung der Fokus auf dem Ausbau von Photovoltaik-Projekten im In- und Ausland liegt, soll im Geschäftsfeld Midstream der Ausbau des Energiehandels durch Intensivierung des strukturierten Eigenhandels, des Spread-Tradings, der regionalen Diversifikation im europäischen Umfeld und der Weiterentwicklung des kraftwerksbasierten Tradings weiteres Ergebniswachstum ermöglichen. Die Synchronisierung von Angebot und Nachfrage wird immer anspruchsvoller und erweitert die Aufgabenfelder für energiewirtschaftliche Dienstleistungen und den Energiehandel. Digitale Prozesse sind die Grundlage sowohl für die Optimierung von Prozessen in Stadtwerken und die Interaktion von Stadtwerken mit ihren Kunden als auch zur Umsetzung zukünftiger (kleinteiliger und dezentraler) Geschäftsmodelle. Die verpflichtende Direktvermarktung ist unverändert eine gute Voraussetzung für die Entwicklung dieses Geschäftsbereichs. Auch bei sich verändernden Marktmodellen im Bereich der Erneuerbaren wie zum Beispiel Power Purchase Agreements (PPAs) oder dem Weiterbetrieb ausgeförderter EEG-Anlagen bleibt die Kurzfristvermarktung ein entscheidender Erfolgsfaktor. Kurzlaufende PPAs haben sich als fester Bestandteil insbesondere für ausgeförderte Anlagen etabliert. Neben der Direktvermarktung für Wind/PV bietet der steigende Bedarf an flexibler Leistung eine gute Entwicklungsmöglichkeit für das virtuelle Kraftwerk und die Optimierung von kleinen dezentralen flexiblen Erzeugern. Trianel erwartet für die Zukunft eine hohe Nachfrage von Stadtwerken nach regenerativen Erzeugungskapazitäten. Neue Aufgaben in der Betriebsführung entstehen gerade; so wird zum Beispiel für die TWB I die eigene technische Betriebsführung und die Vermarktung der erzeugten Energiemengen nach Ablauf der hohen EEG-Vergütung immer wichtiger. Trianel konnte hierbei ein neues Vermarktungsprodukt platzieren, die dienstleistende Direktvermarktung, für das Trianel 2024 ein hohes Marktpotenzial erwartet. Weiterhin unterstützt Trianel die TWB I bei der Vermarktung des erzeugten Stroms am Terminmarkt sowie bei den Abschlüssen von PPAs. Für den bestehenden Dienstleistungsvertrag zwischen Trianel und TWB I zum Asset Management wurde eine Verlängerung um weitere fünf Jahre vereinbart, ebenso konnte der Dienstleistungsvertrag zwischen Trianel und TWB II aufgrund von zunehmenden Aufgaben erweitert werden. In der Projektentwicklung Onshore steht im Jahr 2024 neben der Umsetzung der fortgeschrittenen Windprojekte des TAP-Portfolios für die TEE die Weiterentwicklung der Weißflächenprojekte für die TWS im Fokus. Trianel erwartet im Folgejahr die Erteilung mehrerer Genehmigungen eigenentwickelter Projekte sowie die Inbetriebnahme von drei Windparks des TAP-Portfolios. Im Technologiebereich Photovoltaik steht im Geschäftsjahr 2024 die abschließende Inbetriebnahme der vier Innovationsprojekte (Kombination aus einer Photovoltaikanlage und einem Batteriespeicher) mit einer Gesamtleistung von 60 MWp sowie die Errichtung weiterer klassischer PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 45 MWp im Vordergrund. Ferner ist die Sicherung neuer Flächen sowie deren Weiterentwicklung bis zur Baureife geplant. Vorgesehen ist, zukünftig ca. 200 MWp pro Jahr bis zur Baureife zu entwickeln und weitere Umspannwerke zu errichten. In beiden Segmenten - Wind und PV - wird Trianel 2024 an weiteren Ausschreibungsrunden teilnehmen. 2. Erwartete Ertragslage Nachdem bereits die Vorjahresplanung gegenüber den vorangegangenen Planungen deutlich gesteigerte Ergebnisziele gezeigt hatte, wurden diese mit der Wirtschaftsplanung für den Zeitraum 2024 bis 2028 nochmals ambitionierter gestaltet. Der mit der aktuellen Wirtschaftsplanung angestrebte weitere Ergebnisanstieg basiert weiterhin auf den im Rahmen des Strategieprojekts "Trianel 2025" formulierten, in einem Validierungsprozess mit einem Beratungshaus bestätigten und von der Gesellschafterversammlung verabschiedeten Fokussierungen auf die Geschäftsfelder Projektentwicklung und Midstream. Im Geschäftsfeld Midstream ist unter anderem der weitere Ausbau des europäischen Energiehandels mit Fokus auf die Commodities Strom und Gas an verschiedenen Trading- Hubs in Europa (finanziell und mit physischen Produkten), der Strukturhandel von Fahrplänen und Blockprodukten sowie die Erweiterung des Portfolios zur Vermarktung flexibler Erzeugungskapazitäten wie Biogas- und KWK-Anlagen vorgesehen. Im Geschäftsfeld der Projektentwicklungen wird der bislang äußerst erfolgreiche Ausbau eines eigenen Rechteportfolios sowie eine Erhöhung der Umsetzungsvolumina von PV-Projekten und zeitlich nachgelagert eigenen Wind-Onshore-Projekten forciert. Darüber hinaus soll die Weiterentwicklung der Dienstleistungsverträge für die Offshore-Gesellschaften sowie die sukzessive Realisierung der Potenziale für Großbatteriespeicherprojekte und weitere Flexibilitätsoptionen durch Gründung einer hierauf ausgerichteten Holdingstruktur erfolgen. Die wesentlichen, das Geschäft von Trianel leitenden Leistungskenndaten sehen für das Planjahr 2024 eine Bruttospanne (Erlöse abzüglich Materialaufwand) von rund 91,3 Mio. €, ein Vorsteuerergebnis von 27,1 Mio. € und Investitionen von rund 26,2 Mio. € vor. Die Mitarbeiteranzahl wurde mit 449 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern geplant; umgerechnet in Vollzeitmitarbeiteräquivalente (Full Time Equivalent - FTE) und unter Berücksichtigung von Eintrittsdaten ergibt sich ein FTE-Wert von 399,2. 3. Erwartete Finanzlage Nach den außerordentlich hohen Liquiditätsständen in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 erwarten wir im Geschäftsjahr 2024 aufgrund bereits absehbarer Liquiditätsabflüsse einen merklichen Liquiditätsrückgang. Wesentliche Liquiditätsabflüsse betreffen die anstehenden Ertragssteuerzahlungen für die sehr erfolgreichen Geschäftsjahre 2022 und 2023 sowie die geplanten Ausschüttungen für das Geschäftsjahr 2023. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 erwarten wir vorbehaltlich der nicht planbaren Margin-Entwicklungen ein zwar reduziertes, aber dennoch auskömmliches Liquiditätsniveau, das mit den Liquiditätsständen in den Jahren vor der Ukraine-Krise vergleichbar ist. Die Erfahrungen in den letzten, durch hohe Volatilitäten gekennzeichneten Jahren haben aufgezeigt, dass große Liquiditätsschwankungen sehr kurzfristig und unvorhergesehen eintreten können und der Höhe nach nicht planbar sind. Vor diesem Hintergrund halten wir Kontokorrentlinien und Avalrahmen in auskömmlicher Höhe vor, die wir plangemäß 2024 vor dem Hintergrund des weiteren Geschäftswachstums angemessen ausweiten wollen. Einhergehend mit den sukzessive zurückgehenden Liquiditätsständen erwarten wir einen Rückgang des seitens der EZB gesteuerten Leitzinses. Infolge beider Effekte wird es zu deutlich rückläufigen Zinserträgen bei unseren Geldanlagen kommen. Zusammenfassend ist die Liquiditätslage trotz des für das Geschäftsjahr 2024 erwarteten Rückgangs auf das Niveau vor der Ukraine-Krise positiv zu bewerten und ausreichend für das Geschäftsmodell der Trianel dimensioniert. Die bestehenden Liquiditätsrisiken werden über eine ausreichende Ausstattung an Kreditlinien und Avalrahmen abgedeckt. II. Chancenbericht Die Energiewende erfordert von Stadtwerken die Erweiterung ihrer erneuerbaren Erzeugungskapazitäten und den Ausbau der bestehenden Aktivitäten in der Beschaffung und der Bewirtschaftung von Erzeugungs- und Vertriebsportfolios. Stadtwerke müssen sich mit Themen wie der Integration erneuerbarer Energien in den Energiemarkt und in die Verteilnetze, erheblichen Preisvolatilitäten, der Umsetzung lokaler Klimaschutzprogramme, weiter steigende Anforderungen an die Synchronisation von Erzeugung und Verbrauch sowie der weiteren Digitalisierung interner und externer Prozesse befassen. Trianel sieht gute Chancen, Stadtwerke in den nächsten Jahren bei diesen Herausforderungen mit attraktiven Dienstleistungen und Produkten unterstützen zu können. Für den Bereich Midstream ergeben sich zukünftig verschiedene Chancen, Stadtwerke und andere Kunden bei der Integration von Strom aus erneuerbaren Energien zu unterstützen. Hierzu gehört zum Beispiel die Erstellung und Umsetzung von Konzepten, um die fluktuierende Erzeugung aus eigenen Projekten oder aus PPAs im Beschaffungsportfolio risikooptimal zu bewirtschaften. Ähnliches gilt für die Vermarktung bzw. Preisabsicherung von Strommengen aus Erzeugungsanlagen im Marktprämienmodell und in der sonstigen Direktvermarktung, für die neue Produkte erarbeitet wurden, die 2024 vermarktet werden sollen. Aufgrund der bisherigen Erfolge in der Vermarktung von Flexibilitäten sieht Trianel Chancen auf ein weiter wachsendes Portfolio im Bereich der Flexvermarktung. Trianel baut seine Aktivitäten und Prozesse im stark gewachsenen Intraday-Handel weiter aus. Hierbei wird der Fokus nicht nur auf die Lieferung bis fünf Minuten vor physischer Erfüllung gelegt, sondern auch auf die Weiterentwicklung und Bereitstellung von Optimierungsmöglichkeiten, um weitere Potenziale in eigenen Positionen und in denen von Kunden in immer volatileren Energiemärkten realisieren zu können. Die zunehmende Digitalisierung der Energiewirtschaft bietet für Trianel Chancen, Stadtwerke bei der Neuausrichtung ihrer internen Prozesse, der Schnittstelle zu Endkunden sowie fortgeschrittenen Datenanalysen im Umfeld loT möglichst nahe an der Echtzeit zu unterstützen. Durch eine neue IT-Landschaft und die digitale Kundenschnittstelle Trianel DESK werden die energiewirtschaftlichen Dienstleistungen zunehmend digitalisiert und damit dem Kunden Effizienzpotenziale ermöglicht. Trianel erkennt für 2024 Chancen, die sehr gute Geschäftsentwicklung aus dem Jahr 2023 im Energiehandel und im Projektentwicklungsgeschäft für PV und Onshore Wind bestätigen zu können. Unter striktem Risikomanagement bietet die erwartete Entwicklung der Energiepreise Chancen für den Geschäftsbereich Midstream. In der Projektentwicklung Onshore konnten in den vergangenen Geschäftsjahren große Projektportfolios im Wind- und PV-Bereich akquiriert und weiterentwickelt werden, die die zukünftigen Ergebniserwartungen und die geplante Ausweitung der Geschäftsaktivitäten stützen sollen. Ferner besteht mit der im Jahr 2023 vorgenommenen Gründung einer österreichischen Tochtergesellschaft der TEP die Chance, die Geschäftsaktivitäten und damit Deckungsbeitragspotenziale auch in Österreich auszubauen. Die angestrebte Dekarbonisierung in Deutschland und Europa wird für einen stark steigenden Bedarf an neuen Energieträgern wie grünem Wasserstoff und grüner Wärme sorgen. Zusätzlich gehen wir von einem wachsenden Bedarf an Speichermöglichkeiten mittels Großbatteriespeichern aus, um die stark schwankende Erzeugung durch die erneuerbaren Energien auszugleichen. Hier sehen wir in den kommenden Jahren großes Potenzial, die Kompetenzen von Trianel für ihre Gesellschafter und für sich selbst einzusetzen und zusätzliche Erlöse zu erzielen. Aufgrund der durch den Ukraine-Krieg ausgelösten energiepolitischen Entwicklungen mit einer weitgehenden Auflösung der Abhängigkeiten von Russland wächst die Bedeutung der Integration von erneuerbaren Energien schneller als vormals angedacht. Hieraus resultieren zum einen Chancen für unser auf die Kombination von Midstream-Aktivitäten und erneuerbare Energien ausgelegtes Geschäftsmodell. Zum anderen dürfte sich das erwartbar höhere Energiepreisniveau positiv auf unser Projektentwicklungsgeschäft sowie auf unsere Beteiligungen an Erzeugungsgesellschaften auswirken und in Kombination mit einer zunehmenden Volatilität auch Impulse für das Handelsgeschäft entfalten. III. Risikobericht Die Geschäftstätigkeit der Trianel GmbH erfordert es, Risiken bewusst einzugehen, um die finanziellen Ziele der Gesellschaft erreichen zu können. In der Definition von Trianel und so auch für diesen Risikobericht werden Risiken als negative unerwartete Abweichungen vom Planergebnis angesehen. 1. Risikomanagement-System Den Rahmen für das Risikomanagement-System bildet die Risikotragfähigkeit der Trianel GmbH. Diese ist an den verfügbaren Eigenmitteln und Liquiditätsspielräumen ausgerichtet. Die Risikotragfähigkeit von Trianel wird definiert als das maximale Risikoausmaß, das Trianel ohne Gefährdung ihres Fortbestands tragen kann. Risikomanagement-Organisation Um ein wirksames Risikomanagement zu ermöglichen, besteht eine organisatorische Trennung in solche Bereiche, Stellen und Funktionen, die Risiken im Rahmen ihrer Tätigkeit eingehen, und solche, welche die eingegangenen Risiken überwachen, gegebenenfalls limitieren und berichten. Der Bereich Risikomanagement ist für die Erarbeitung, Weiterentwicklung und Implementierung von Richtlinien, Methoden und Prozessen im Rahmen von Messung, Steuerung und Monitoring der wesentlichen Risikoarten sowie für die Berichterstattung zur Risikolage zuständig. Zudem überwacht das zentrale Risikomanagement die Einhaltung der Risikorichtlinien und definierter Risikogrenzen. Mit dem Instrumentarium der Risikoinventur verfolgt Trianel das Ziel, mindestens einmal jährlich einen umfassenden Überblick über alle wesentlichen Risiken der Gesellschaft zu erlangen. Das zentrale Risikomanagement der Trianel GmbH wird durch die Compliance-Funktion ergänzt. Das bei Trianel implementierte Compliance-Management-System (CMS) verfolgt das Ziel, Compliance-Risiken rechtzeitig zu identifizieren und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hierüber aufzuklären. Darüber hinaus sollen dadurch Regelverstöße verhindert werden. Sollte es dennoch zu Regelverstößen kommen, erfolgt die Aufklärung durch die Compliance- Abteilung. Die regelmäßige Abstimmung zwischen allen Compliance-Funktionsträgern sowie die Überwachung der Wirksamkeit und die systematische Weiterentwicklung des CMS werden durch das Compliance-Komitee gewährleistet. Das bestehende CMS wird zur Begrenzung steuerlicher Risiken um ein steuerspezifisches internes Kontrollsystem (IKS Steuern) ergänzt. Über die Umsetzung und den Anpassungsbedarf des Risikomanagement-Systems berät das Risikokomitee der Trianel GmbH in der Regel einmal im Monat. Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des Risikomanagement-Systems werden durch die Interne Revision, die bedarfsweise von Revisionsdienstleistern unterstützt wird, sowie durch externe, von den Gesellschaftern beauftragte Auditoren überwacht. Im Risikomanagement wird ein unternehmensweites Risikoaggregationsmodell zur Ermittlung des Risikokapitalbedarfs auf Basis von Monte-Carlo-Simulationen eingesetzt und eine konsequente, nachvollziehbare Erfassung von Risiken dokumentiert. Risikomanagement-Prozess Die Risikosteuerung umfasst sämtliche Maßnahmen und Instrumente, um erkannte Risiken zu vermeiden, zu vermindern und überzuwälzen, aber auch gewisse (Rest-)Risiken bewusst einzugehen. Um die Wirksamkeit der eingerichteten Maßnahmen zur Risikosteuerung zu beurteilen, findet innerhalb der Risikoüberwachung ein regelmäßiger Abgleich zwischen der angestrebten und der tatsächlich gemessenen Risikosituation statt. Über die aktuelle Ergebnis-, Liquiditäts- und Risikosituation sowie die getroffene bilanzielle Vorsorge werden interne und externe Adressaten regelmäßig informiert. Häufigkeit sowie Art und Umfang der Berichterstattung variieren je nach Risikoart und -bedeutung. Wegen der volkswirtschaftlichen Risiken der Corona-Pandemie sowie wegen des Ukraine-Kriegs wurde das Monitoring der Kredit-, Markt- und Liquiditätsrisiken sowie zusätzlicher operationeller Risiken intensiviert. 2. Risikobereiche und Einzelrisiken Die Risikosteuerung von Trianel erfolgt über die Risikotragfähigkeit der Trianel GmbH sowie die daraus abgeleitete Bereitstellung von Risikokapital. Das von der Gesellschafterversammlung freigegebene Risikokapital stellt die Obergrenze des akzeptierten Gesamtrisikos dar. Dem Aufsichtsrat und der Gesellschafterversammlung wird darüber hinaus auch der Bedarf an Risikokapital der wesentlichen Risikoarten Markt-, Projekt-, Kredit-, Beteiligungs- sowie operationelle und sonstige Risiken berichtet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden die Marktopportunitäten weiterhin mit einem angemessenen Risikoappetit genutzt. Die sich beruhigende Marktlage hat zudem wieder mehr Geschäftsmöglichkeiten bei enger Risikobegleitung erlaubt. Marktrisiken Marktrisiken können die Ergebnissituation der Trianel GmbH in Form von Marktpreisschwankungen und Veränderungen der Marktliquidität sowie durch Mengenabweichungen maßgeblich beeinflussen. Die Handelsaktivitäten der Trianel GmbH werden arbeitstäglich auf die Einhaltung des Valueat-Risk-Limits sowie ergänzender Limite überwacht. Zusätzlich wird monatlich das Risiko aus dem Gesamtportfolio der Trianel GmbH ermittelt und im Rahmen des Gesamtrisikos dem genehmigten Risikokapital gegenübergestellt. Im Börsengeschäft und über Margining Agreements führen Marktpreisveränderungen zu Schwankungen des kurzfristigen Cashflows des Unternehmens. Bei der Trianel GmbH wird das damit verbundene Liquiditätsrisiko arbeitstäglich überwacht und im Rahmen der Liquiditätssteuerung berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2023 haben sich die Commodity-Märkte weitgehend entspannt, was sich in sinkenden Preisen widerspiegelte. Entsprechend sanken die Risikomesswerte, sodass eindirektionale Positionen sowie Langfriststrategien im Handelsbereich erneut aufgenommen werden konnten. Darüber hinaus konnte der Handelstisch das Handelsportfolio der Trianel um weitere Märkte und Produkte erfolgreich erweitern. Auch die Bewirtschaftungsstrategien für die Assets wurden gemäß Risikolage begleitet. Die Abstimmung zwischen Risikomanagement und Marktbereichen erfolgte regelmäßig. Im Eigenhandel sowie im Asset-Management wurden diverse Limitstrukturen reviewt, um sich dem aktuellen Risikogehalt und der Marktvolatilität anzupassen. Engste Risikobegleitung im Sinne der Einzeldeal-Freigaben sah das Risikomanagement im sich deutlich entspannenden Marktumfeld als nicht mehr erforderlich an. Kreditrisiken Bei außerbörslichen Energiehandelsgeschäften (OTC) ist die Trianel GmbH anders als bei Börsentransaktionen dem Risiko ausgesetzt, dass Handelspartner ihre vertraglichen Erfüllungspflichten zur Lieferung oder Zahlung einer Commodity nicht oder nur verspätet einhalten. Zur Begrenzung dieser Kreditrisiken durchläuft jeder potenzielle Handelspartner der Trianel GmbH ein mehrstufiges Bonitätsbewertungsverfahren. Die Bonitätsbewertung der Handelspartner wird mindestens einmal jährlich überprüft. In Abhängigkeit von dieser Bonitätsbewertung wird für jeden Handelspartner ein individuelles Kreditlimit eingeräumt. Die Einhaltung der eingeräumten Kreditlimite wird arbeitstäglich durch die Ermittlung der Kreditrisiken sowie der verbleibenden Handlungsspielräume je Geschäftspartner überwacht und berichtet. Zusätzlich wird monatsweise das Risiko aus dem Gesamtkreditportfolio simuliert und im Rahmen des Gesamtrisikos dem vorgehaltenen Risikokapital gegenübergestellt. Aufgrund der sinkenden Preise für Strom und Gas im Laufe des Jahres 2023 gegenüber den historischen Höchstständen im dritten Quartal 2022 hat sich das aggregierte Kredit-Exposure von Trianel seitdem stetig reduziert und lag zum Ende des Berichtsjahres bei rund 1,2 Mrd. € (Vorjahr: 1,3 Mrd. €). Beteiligungsrisiken Beteiligungsrisiken bestehen insbesondere durch mögliche Planabweichungen bei Beteiligungsunternehmen und/oder der Entwicklung von Asset-Projekten. Trianel ist an den wesentlichen operativ tätigen Projektgesellschaften mit Minderheitsanteilen beteiligt und wird über die Gremien der Projektgesellschaften regelmäßig über die Entwicklung und die Risikosituation der Gesellschaften informiert. Im besonderen Fokus standen im Berichtsjahr die Verhandlungen mit den finanzierenden Banken des Kohlekraftwerks TKL rund um einen aus Sicht der Banken vorliegenden Kündigungsgrund, die erfolgreich beendet werden konnten, sowie unsere Beteiligung an TWB II aufgrund des bereits im Vorjahr identifizierten Serienschadens. Die Beteiligungsrisiken sind einzeln in dem unternehmensweiten Risikoaggregationsmodell abgebildet und damit Teil der Monte-Carlo-Simulationen zur Ermittlung des Risikokapitalbedarfs. Ein separater Wert für die Beteiligungsrisiken wird ebenfalls berichtet. Operationelle und sonstige Risiken Als operationelle und sonstige Risiken werden insbesondere Risiken aus den Bereichen Recht und Personal sowie Risiken aus Prozessen und Systemen bezeichnet. Rechtliche Risiken liegen vor, wenn Verträge eingegangen wurden, die nicht die von der Trianel GmbH gewünschten rechtlichen Positionen beinhalten. Diesen Risiken begegnet die Trianel GmbH zum Beispiel durch die frühzeitige Einbindung der eigenen Rechtsabteilung sowie des Kaufmännischen Bereichs in alle relevanten Vorgänge, einen verbindlichen Markt- und Produktfreigabeprozess und die weitestmögliche Verwendung standardisierter Verträge. Regulatorische Risiken im Energiehandel werden von der Compliance-Abteilung überwacht und gesteuert. Die im Rahmen der europäischen Marktmissbrauchsverordnung geforderte elektronische Überwachung der Handelsaktivitäten sowie die damit verbundenen Richtlinien spielen dabei eine zentrale Rolle. Schadensrisiken, die auf Änderungen rechtlicher oder regulatorischer Rahmenbedingungen zurückzuführen sind, werden ebenfalls dem operationellen Risiko zugeordnet. Die Kommunikations- und Informationssysteme sind für die Geschäftsprozesse der Trianel GmbH von zentraler Bedeutung. Dabei sind insbesondere die Aspekte IT-Security, Datensicherheit und Datenschutz zu berücksichtigen. Zu IT-Sicherheitsthemen findet eine regelmäßige Sensibilisierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Schulungsmaßnahmen und das Intranet statt. Entsprechende Regelungen sind auch Bestandteil der Unternehmensrichtlinien. Darüber hinaus bestehen Risiken im Zusammenhang mit dem weiteren Um- und Ausbau der IT-Landschaft (insbesondere der handelsnahen Systeme) sowie der Abwanderung von Know-how- bzw. Leistungsträgern. Die im Geschäftsjahr durchgeführte, aber noch nicht final ausgewertete Risikoinventur bestätigt im Bereich der operationellen Risiken die Ergebnisse aus dem Vorjahr. Das Risiko, dass aufgrund eines Angriffs auf die IT-Infrastruktur (Cyber Attack) ein großer Teil der operativen Prozesse über einen längeren Zeitraum unterbrochen oder gestört wird, kann sich erheblich auf die Leistungsfähigkeit und die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Entsprechend wurden weiterführende Maßnahmen eingeleitet, um das Eintrittsrisiko zu reduzieren. Bis auf das Cyber-Attack-Risiko wurden keine operationellen Einzelrisiken oder hochkorrelierte Gruppen von operationellen Einzelrisiken identifiziert, die mit signifikanter Wahrscheinlichkeit den Fortbestand der Gesellschaft gefährden oder das Ergebnis deutlich bis hin zu einer Verlustsituation belasten könnten. Zur Analyse der Gesamtrisikosituation wird bei der Trianel GmbH eine mögliche Zusammenwirkung der Risikoarten mit einer Konfidenz von 99 Prozent ermittelt und dem genehmigten Risikokapital gegenübergestellt. Basierend auf dieser Analyse wird die Gesamtrisikosituation der Gesellschaft als nicht bestandsgefährdend eingeschätzt. Für Risiken mit hoher Eintrittswahrscheinlichkeit wurde bilanzielle Vorsorge getroffen. 3. Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den Finanzinstrumenten zählen originäre und derivative Finanzinstrumente. Die originären Finanzinstrumente beinhalten auf der Aktivseite im Wesentlichen Forderungen, flüssige Mittel und Finanzanlagen. Auf der Passivseite enthalten die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen zum Rückzahlungsbetrag bewertete Verbindlichkeiten. Die Höhe der finanziellen Vermögenswerte in der Bilanz gibt das maximale Ausfallrisiko für die genannten Positionen an. Sollten hier Ausfallrisiken bestehen, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Von der Trianel GmbH werden derivative Finanzinstrumente zur Absicherung von Marktrisiken, zur Optimierung und zum Eigenhandel eingesetzt. Dabei dürfen beispielsweise finanzielle Swaps, Optionen und Futures mit Bezug auf Energie oder Emissionszertifikate zum Einsatz kommen. D. Berichterstattung nach § 108 Abs. 3 Nr. 2 GO NRW Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Energie im In- und Ausland mit dem Ziel, die örtliche Energieversorgung zu stärken. Zu diesem Zweck darf die Gesellschaft folgende Aufgaben wahrnehmen:
Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten. Die im Anhang und im Lagebericht gegebenen Erläuterungen und Daten veranschaulichen, dass wir dem unserer gesellschaftsvertraglichen Aufgabenstellung folgenden öffentlichen Zweck voll gerecht wurden.
Aachen, den 19. April 2024 Trianel GmbH Sven Becker Dr. Oliver Runte Geschäftsführung der Trianel GmbH BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023Aktiva
Passiva
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2023 BIS 31. DEZEMBER 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Form und Darstellung des Jahresabschlusses Die Trianel GmbH hat ihren Sitz in Aachen und ist unter der Nummer HRB 7729 im Handelsregister B des Amtsgerichts Aachen eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) für große Kapitalgesellschaften in Verbindung mit den ergänzenden Bestimmungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern haben wir die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz im Anhang gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Die wesentlichen Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang gesondert erläutert. Für eine bessere Darstellung der Ertragslage werden Umsatzerlöse und Materialaufwendungen von physischen eigengeschäftlichen Handelsgeschäften saldiert ausgewiesen. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bilanzierung und Bewertung erfolgten unter Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit . Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, bewertet. Beginnend mit dem Jahresabschluss 2022 wurde das vormals in Anspruch genommene Wahlrecht zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens gemäß § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB nicht weiter ausgeübt. Die zum 31. Dezember 2022 noch bilanzierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden im Berichtsjahr in Höhe von 273 T€ vollständig abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden planmäßig linear entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Anlagegüter vorgenommen. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Tilgungen, Abschreibungen und zuzüglich Zuschreibungen bewertet. Unverzinsliche Zinsforderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem restlaufzeitadäquaten Marktzins abgezinst. Die Beurteilung der Werthaltigkeit des Beteiligungsbuchwerts und der Gesellschafterdarlehen der Trianel Windkraftwerk Borkum GmbH & Co. KG wurde aufgrund der engen vertraglichen Verknüpfung von Beteiligung und Darlehen in einer zusammengefassten Betrachtungsweise vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Niederstwertabschreibungen angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bilanziert, erforderliche Wertberichtigungen wurden berücksichtigt. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden, sofern nicht ein fester Euro- Umrechnungskurs besteht, mit dem Kurs zum Zeitpunkt der Verbuchung umgerechnet. Bis zum Bilanzstichtag auftretende Gewinne und Verluste aus Währungskursänderungen sind gemäß § 256a HGB berücksichtigt. Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalwert bilanziert. Das Wahlrecht zur Aktivierung latenter Steuern wird nicht in Anspruch genommen. Der Ansatz des gezeichneten Kapitals erfolgt zum Nennwert. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde unter Bezugnahme auf die am 15. Dezember 2023 beschlossene Vorabausschüttung in Höhe von 25.000 T€ nach Ergebnisverwendung aufgestellt. Die Rückstellungen sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre gemäß der Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank abgezinst. Die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen ("Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck). Erfolgswirkungen aus der Aufzinsung und der Änderung des Rechnungszinses werden im Finanzergebnis erfasst. Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Zur Bewertung der Handelsgeschäfte werden die gebuchten und schwebenden Geschäfte sowie zugehörige Vorräte grundsätzlich, d. h. im Falle der Nutzung der Möglichkeit zur Bildung einer bilanziellen Bewertungseinheit, mit den zugehörigen finanziellen Geschäften zu den sieben Portfolios Asset Strom, Asset Gas, Handel und Marktzugang, Liefermanagement Strom, Liefermanagement Gas, Origination und Kommissionsgeschäft in einer jeweils jahresweisen Betrachtung zusammengefasst. Die ab 01. Januar 2023 im Mandat Kommissionsgeschäft getätigten Geschäfte werden hiervon abweichend analog zum Mandat Einzelhedges als aus typischerweise jeweils zwei Kontrakten bestehende Mikro-Hedges geführt. Zur Sicherung von Fremdwährungsgeschäften werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt, die mit den Schuldposten je eine Bewertungseinheit bilden. Als Methode zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile aller gebildeten Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode verwendet. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus dem Reverse-Charge-Verfahren gemäß § 13b UStG wurden miteinander saldiert dargestellt. 3. Erläuterungen zur Bilanz 3.1. Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens und der Abschreibungen im Geschäftsjahr ergibt sich aus dem Anlagespiegel, der als gesonderte Anlage dem Anhang beigefügt ist. Die Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 15.100 T€ entfallen auf:
Die Anteile an Beteiligungen in Höhe von 19.820 T€ (Vj.: 20.933 T€) entfallen auf:
* Stand: 31.12.2022.
Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten, vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen und unter Berücksichtigung von Zuschreibungen, aktiviert. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Abwertung der Anteile an der Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG, Aachen, in Höhe von 720 T€. Ebenfalls wurde eine Abwertung der Anteile in der Trianel Windkraftwerke Borkum II GmbH & Co. KG, Aachen, in Höhe von 393 T€ vorgenommen. 3.2. Umlaufvermögen Das Vorratsvermögen betrifft eingespeicherte Gasmengen in Höhe von 15.965 T€ (Vorjahr: 29.822 T€), CO 2 -Emissionsrechte in Höhe von 8.427 T€ (Vorjahr: 12.694 T€) und unfertige Leistungen in Höhe von 1.302 T€ (Vorjahr: 1.169 T€), die aus Leistungen für Projektentwicklungen und Rechten resultieren. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten überwiegend Ansprüche aus Strom- und Gaslieferungen, die mit gleichartigen Verbindlichkeiten in Höhe von 148.970 T€ (Vj.: 246.281 T€) verrechnet wurden. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit 3.747 T€ (Vj.: 3.253 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie noch nicht erfolgte Ausschüttungen der Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG in Höhe von 10.097 T€ (Vj.: 8.094 T€). Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten mit 71.314 T€ (Vj.: 87.851 T€) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Mit den Forderungen wurden gleichartige Verbindlichkeiten in Höhe von 69.464T€ (Vj.: 6.412 T€) verrechnet. Die Forderungen an Beteiligungsunternehmen umfassen neben Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die aus Energielieferungen und der Erbringung von Dienstleistungen resultieren, auch Forderungen gegen die insolvente Trianel Energie B.V. (TEBV) in Höhe von 13.851 T€, die in Höhe von 9.946 T€ einzelwertberichtigt sind. Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen geleistete Initial Margins in Höhe von 34.795 T€ (Vj.: 46.799 T€) und Forderungen aus Umsatzsteuer in Höhe von 25.825 T€ (Vj.: 21.067 T€). Im Geschäftsjahr 2023 wurden die debitorischen Kreditoren in Höhe von 15.875 T€ (Vorjahr: 4.794 T€) aus den Forderungen aus Lieferung und Leistungen in die sonstige Vermögensgegenstände umgegliedert. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Aufgrund langwieriger Verfahren ist die Forderung gegen TEBV auf unbestimmte Zeit offen. Der unbestimmten Laufzeit wurde mittels Wertberichtigungen Rechnung getragen. 3.3. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 176.123 T€ (Vj.: 211.863 T€) beinhalten Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten in Höhe von 42.518 T€ (Vj.: 84.018 T€). Diese betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Boni aus dem Personalbereich in Höhe von 36.450 T€ (Vj.: 33.431 T€). Weiterhin wurden Rückstellungen für offene Rechnungen in Höhe von 1.748 T€ (Vj.: 38.637 T€) gebildet. Die hierunter fallenden Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen sind durch Planvermögen bei der Feuersozietät, Berlin Brandenburg, gesichert. Dieses dient ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus den Altersteilzeitverpflichtungen und ist daher dem Zugriff aller anderen Gläubiger entzogen. Die Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände des Planvermögens betragen 272 T€. Der Erfüllungsbetrag der Altersteilzeitverpflichtungen beläuft sich auf 371 T€. Nach Saldierung des Erfüllungsbetrags mit den zum Zeitwert bewerteten Vermögensgegenständen des Planvermögens ergibt sich eine Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 99 T€. Ansonsten sind Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 133.605 T€ (Vj.: 127.845 T€) enthalten. Zum Bilanzstichtag bestanden im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen für die Asset-Positionen in Höhe von 98.706 T€ (Vj.: 76.967 T€). 3.4. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten langfristige Bankdarlehen und abgegrenzte Zinsen sowie Verbindlichkeiten aus der Bereitstellung von Initial Margins durch ein Kreditinstitut. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren vornehmlich aus Energiebezügen und Beratungsleistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern enthalten überwiegend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sich aus Energielieferungen ergeben. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von 56 T€ (Vorjahr: 10.585 T€), aus Stromsteuer in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 1 T€) sowie aus Lohn- und Kirchensteuern in Höhe von 469 T€ (Vorjahr: 410 T€) und aus Sozialversicherungen in Höhe von 151 T€ (Vorjahr: 151 T€) enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten ein Schuldscheindarlehen inklusive Zinsabgrenzung in Höhe von 10.119 T€ (Vorjahr: 10.119 T€).
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 10 Mio. € sind durch ein Grundpfandrecht besichert. 3.5. Latente Steuern Aus den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen der Finanzanlagen, der Forderungen und der sonstigen Rückstellungen bestehen Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren ausgleichen werden. Diese Differenzen führen zu aktiven und passiven latenten Steuern. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein Steuersatz von 32,45 % angesetzt. Aus der Ermittlung resultiert ein Überhang aktiver latenter Steuern. Das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB wird nicht genutzt und daher keine aktive latente Steuer bilanziert. 3.6. Bewertungseinheiten / Derivative Finanzinstrumente Von der Möglichkeit zur Bildung von bilanziellen Bewertungseinheiten (BWE) gemäß § 254 HGB wurde in unten angegebenem Umfang Gebrauch gemacht. Die Wirksamkeit wird durch Messung der physischen Lieferäquivalente bzw. durch die Einhaltung vorgegebener Regeln wie beispielsweise von VaR-Limiten im Rahmen des bestehenden Risikomanagementsystems nachgewiesen. Das operative Geschäft der Trianel GmbH wird in so genannten Mandaten geführt und gesteuert. Die Steuerung über die Mandate schließt nicht aus, dass innerhalb der Mandate in Teilportfolios einzelne Vertragsgruppen separat dargestellt und bewertet werden, um bedarfsweise eine höhere Auflösung sowie Delegation von Teilaufgaben zu ermöglichen. Die nicht unter eine BWE zu fassenden Positionen im Mandat Asset Strom sind unter bilanziellen Gesichtspunkten nach den klassischen Regeln zu bewerten. Hier wurden für negative Bewertungssalden in einer jahresbezogenen Betrachtung Drohverlustrückstellungen (DVR) gebildet. Die Betragsangaben zu den über BWE abgesicherten Risiken und zu dem über eine Saldierung begrenzten Verlustausweis sind theoretische Größen, da hier sämtliche Einzelgeschäfte bewertet werden, während durch die mandatsbezogene Steuerung offene Handelspositionen jederzeit angemessen begrenzt werden. Im Einzelnen bestehen zum Bilanzstichtag nachfolgende BWE: 3.6.1. BWE Mandat Asset Strom In dieser BWE sind die bestehenden Strombezugsverträge (PPA) mit Kraftwerksgesellschaften mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte sowie Vermögensgegenstände einbezogen. In der BWE 2024 sind Grundgeschäfte in Höhe von 18.127 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 13.749 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 19.437 T€ für 2024 abgesichert. Weiterhin wurde für das Jahr 2024 eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten in Höhe von 2.712 T€ gebildet. In der BWE 2025 sind Grundgeschäfte in Höhe von 18.778 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 674 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 1.851 T€ für 2025 abgesichert. Weiterhin wurde für das Jahr 2025 eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten in Höhe von 9.301 T€ gebildet. Für die Jahre 2026 bis 2032 wurden Rückstellungen in Höhe von 75.824 T€ gebildet. 3.6.2. BWE Mandat Asset Gas In dieser BWE sind vertragliche Verpflichtungen aus Speichernutzungsverträgen inklusive der Gasvorräte mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte sowie Vermögensgegenstände einbezogen. In der BWE 2024 sind Grundgeschäfte in Höhe von 10.334 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 8.333 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 1.687 T€ für 2024 abgesichert. Weiterhin wurde für das Jahr 2024 eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten in Höhe von 7.287 T€ gebildet. In der BWE 2025 sind Grundgeschäfte in Höhe von 1.978 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 562 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 709 T€ für 2025 abgesichert. Weiterhin wurde für das Jahr 2025 eine Rückstellung aus Bewertungseinheiten in Höhe von 1.328 T€ gebildet. Für die Jahre 2026 bis 2028 wurden Rückstellungen in Höhe von 2.252 T€ gebildet. 3.6.3. BWE Mandat Handel und Marktzugang In dieser BWE sind die bestehenden Energiegroßhandelsgeschäfte mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die grundsätzlich jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte, Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten einbezogen. Ergänzend wird der Sicherungszusammenhang im Falle von jahresübergreifenden Spread-Positionen über Abgrenzungen sachgerecht abgebildet. In der BWE 2024 sind Grundgeschäfte in Höhe von 10.963.054 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 10.863.779 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 4.697.972 T€ für 2024 abgesichert. In der BWE 2025 sind Grundgeschäfte in Höhe von 3.096.034 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 3.089.365 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 838.812 T€ für 2025 abgesichert. In der BWE 2026 sind Grundgeschäfte in Höhe von 925.744 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 919.929 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 131.496 T€ für 2026 abgesichert. In der BWE 2027 sind Grundgeschäfte in Höhe von 5.138 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 4.688 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 33 T€ für 2027 abgesichert. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich aufgrund der vorliegenden Sicherungsbeziehungen in den jeweils betrachteten Jahren weitgehend aus. 3.6.4. BWE Mandat Liefermanagement Strom In dieser BWE sind die bestehenden Stromverträge mit Kunden mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte einbezogen. In diesen BWE sind zum Bilanzstichtag weder Grundgeschäfte noch Sicherungsgeschäfte enthalten. 3.6.5. BWE Mandat Liefermanagement Gas In dieser BWE sind die bestehenden Gasverträge mit Kunden mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte einbezogen. In diesen BWE sind zum Bilanzstichtag weder Grundgeschäfte noch Sicherungsgeschäfte enthalten. 3.6.6. BWE Mandat Origination In dieser BWE sind die bestehenden Verträge mit Kunden mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte einbezogen. In der BWE 2024 sind Grundgeschäfte in Höhe von 278 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 6.562 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 0 T€ für 2024 abgesichert. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich aufgrund der vorliegenden Sicherungsbeziehungen in den jeweils betrachteten Jahren weitgehend aus. 3.6.7. BWE Mandat Kommissionsgeschäft In dieser BWE sind die bis zum 31. Dezember 2022 abgeschlossenen Finanzkommissionsgeschäfte mit Kunden mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge jahresweise zusammengefasst. Die ab 1.Januar 2023 getätigten Geschäfte werden dagegen regelmäßig pärchenweise als Mikro-Hedges abgebildet. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweiligen BWE werden schwebende Geschäfte einbezogen. In der BWE 2024 (Portfolio-Hedge) sind Grundgeschäfte in Höhe von 151.454 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 153.018 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 95.614 T€ für 2024 abgesichert. In der BWE 2025 (Portfolio-Hedge) sind Grundgeschäfte in Höhe von 16.645 T€ sowie Sicherungsgeschäfte in Höhe von 16.659 T€ enthalten. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 8.896 T€ für 2025 abgesichert. Die Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte der als Mikro-Hedges behandelten Lieferkontrakte belaufen sich für 2024 auf 223.861 T€ bzw. 224.083 T€. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 75.489 T€ abgesichert. Die Grundgeschäfte und Sicherungsgeschäfte der als Mikro-Hedges behandelten Lieferkontrakte belaufen sich für 2025 auf 21.797 T€ bzw. 21.837 T€. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 6.204 T€ abgesichert. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich aufgrund der vorliegenden Sicherungsbeziehungen in den jeweils betrachteten Jahren weitgehend aus. 3.6.8. BWE Mandat Kaufmännische Betriebsführung In dieser BWE sind die bestehenden kaufmännische Betriebsführungsverträge mit den zugehörigen Sicherungsgeschäften als Portfolio-Hedge zusammengefasst. Abgesichert wird das aus Marktpreisschwankungen resultierende Preisänderungsrisiko. In die jeweils jahresweise betrachteten BWE werden schwebende Geschäfte einbezogen. In diesen BWE sind zum Bilanzstichtag weder Grundgeschäfte noch Sicherungsgeschäfte enthalten. 3.6.9. BWE Mandat Einzelhedges Bei den in diesem Mandat enthaltenen Kontrakten sind sich gegenüberstehende Ein- und Verkaufsgeschäfte regelmäßig pärchenweise abgebildet. Die jeweils zugehörigen Geschäfte wurden teilweise als BWE in Form von Mikro-Hedges zusammengefasst. Die Grundgeschäfte der als BWE behandelten Lieferkontrakte belaufen sich für 2024 auf 458.285 T€ und die Sicherungsgeschäfte der als BWE behandelten Lieferkontrakte für 2024 auf 458.473 T€. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 127.293 T€ für 2024 abgesichert. Für Unterdeckungen in den bestehenden Mikro-Hedges wurden für 2024 Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von insgesamt 461 T€ gebildet. Die Grundgeschäfte der als BWE behandelten Lieferkontrakte belaufen sich für 2025 auf 41.076 T€ und die Sicherungsgeschäfte der als BWE behandelten Lieferkontrakte für 2025 auf 41.120 T€. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 10.229 T€ für 2025 abgesichert. Für Unterdeckungen in den bestehenden Mikro-Hedges wurden für 2025 Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von insgesamt 55 T€ gebildet. Die Grundgeschäfte der als BWE behandelten Lieferkontrakte belaufen sich für 2026 auf 27.429 T€ und die Sicherungsgeschäfte der als BWE behandelten Lieferkontrakte für 2026 auf 27.469 T€. Durch die BWE wurden Risiken aus einer Einzelgeschäftsbetrachtung in Höhe von 5.127 T€ für 2026 abgesichert. Für Unterdeckungen in den bestehenden Mikro-Hedges wurden für 2026 Rückstellungen aus Bewertungseinheiten in Höhe von insgesamt 51 T€ gebildet. Soweit das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten nicht genutzt wurde, wurden für Geschäfte mit einem Geschäftsvolumen von insgesamt 104.936 T€ Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 34.333 T€ gebildet. Den gennanten schwebenden Geschäften stehen jeweils energieartengleiche schwebende Geschäfte mit jeweils gleichem Underlying und einem Geschäftsvolumen von 104.835 T€ gegenüber, deren beizulegender insgesamt 34.231 T€ beträgt. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.1. Umsatzerlöse Die Bruttoumsätze abzüglich Stromsteuer gliedern sich in folgende Tätigkeitsbereiche:
Im Geschäftsjahr wurden Kundenskonti in Höhe von 2 T€ (Vj.: 176 T€) gewährt. Diese wurden in der Aufstellung nicht berücksichtigt. In den periodenfremden, unsaldierten Umsätze sind Aufwendungen in Höhe von 5.535 T€ (Vj.: 14.373 T€) enthalten. Die Höhe der Umsätze der Trianel GmbH hängen wie bei allen Energiehandelshäusern von mehreren Faktoren ab, die keine direkten Rückschlüsse auf die wirtschaftliche Lage eines solchen Unternehmens zulassen. Die Materialquote ist in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. 4.2. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge resultieren im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 9.652 T€ (Vj.: 17.911 T€) und aus der Weiterbelastung von Sachkosten 273 T€ (VJ.: 170 T€). Daneben sind periodenfremde Erträge in Höhe von 36 T€ (Vorjahr: 630 T€) und Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 594 T€ (Vorjahr: 672 T€) in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. 4.3. Materialaufwand Die Materialaufwandsquote ist in etwa auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Im Materialaufwand sind periodenfremde Erträge in Höhe von 5.226 T€ (Vorjahr: 20.888 T€) enthalten. 4.4. Personalaufwand Der Personalaufwand betrifft im Durchschnitt 359 (Vj.: 336) Angestellte. Der Personalaufwand beträgt 53.535 T€ (Vorjahr: 59.623 T€). In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Erfolgsvergütungen an die Mitarbeiter von 22.307 T€ (Vorjahr: 21.188 T€) enthalten. Ebenso beinhalten die Personalaufwendungen Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 345 T€ (Vorjahr: 333 T€) 4.5. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 240 T€ (Vj.: 164 T€) sowie Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von 579 T€ (Vj.: 630 T€) enthalten. 4.6. Erträge aus Beteiligungen Bei den Erträgen aus Beteiligungen handelt es sich im Wesentlichen um die teilweise phasengleiche Vereinnahmung des Jahresüberschusses 2023 der Trianel Energieprojekte GmbH & Co. KG in Höhe von 2.003 T€ (Vorjahr: 482 T€). 4.7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens umfassen neben den Zinsen aus Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen auch die im Berichtsjahr erhaltenen Rückzahlungen von Zinsforderungen. 4.8. Abschreibungen auf Finanzanlagen Im Geschäftsjahr lagen die Voraussetzungen für eine voraussichtlich dauernde Wertminderung bei zwei Finanzanlagen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB vor. Die Wertminderungen betreffen die Trianel Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG, Aachen in Höhe von 720 T€ und die Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG, Oldenburg in Höhe von 393 T€. 4.9. Zinsaufwendungen In den Zinsaufwendungen in Höhe von 2.514 T€ (Vj .: 3.503 T€) sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen bzw. aus der Abzinsung von Forderungen in Höhe von 441 T€ (Vj .: 334 T€) enthalten. 4.10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Steueraufwendungen für das laufende Geschäftsjahr belaufen sich auf 30.164 T€ (Vj.: 38.285 T€). Insgesamt 4 T€ (Vorjahr: 306 T€) entfallen auf Aufwendungen für Vorjahre aus Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag sowie Gewerbesteuer. 5. Sonstige Angaben 5.1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
( ) = davon fällig in 2024 Es bestehen zugestandene Kreditlinien von 25.282 T€. Davon wurden 23.701 T€ von den Vertragspartnern in Anspruch genommen. 5.2. Haftungsverhältnisse Zur Besicherung von Bankverbindlichkeiten der Trianel Kohlekraftwerk Lünen GmbH & Co. KG, der Trianel Gasspeicher Epe GmbH & Co. KG und der Trianel Windkraftwerk Borkum II GmbH & Co. KG hat die Trianel GmbH ihre Geschäftsanteile einschließlich Dividenden an diesen Gesellschaften sowie an der Trianel Kohlekraftwerk Lünen Verwaltungs GmbH an Kreditinstitute verpfändet. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften ist mit einer Inanspruchnahme zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu rechnen. 5.3. Abschlussprüferhonorar Die Angaben erfolgen gemäß § 285 Nr. 17 HGB im Konzernabschluss der Trianel GmbH. 5.4. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen an: Dietmar Spohn, Bochum, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH (Vorsitzender bis 31.12.2023), Michael Lucke, Kempten, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerk GmbH (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Christian Becker, Aachen, Mitglied des Vorstands der Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, Jörg Dorroch, Georgsmarienhütte, Geschäftsführer der Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH, Arjan ten Elshof, Alkmaar (Niederlande), Geschäftsführer der N.V. HVC, Martin Heun, Fulda, Sprecher der Geschäftsführung der RhönEnergie Fulda GmbH, Ron Keßeler, Borken, Geschäftsführer der Stadtwerke Borken/Westfalen, Ulrich Koch, Herne, Vorstand der Stadtwerke Herne AG, Dr. Jens Meier, Lübeck, Geschäftsführer der Stadtwerke Lübeck Gruppe GmbH, Christian Meyer-Hammerström, Lilienthal, Geschäftsführer der Osterholzer Stadtwerke GmbH & Co. KG, Markus Schümann, Uelzen, Geschäftsführer der Stadtwerke Uelzen GmbH, Marco Westphal, Bonn, Geschäftsführer der Stadtwerke Bonn GmbH. Im Geschäftsjahr 2023 wurden, wie im Vorjahr keine Aufwandsentschädigungen durch die Trianel GmbH erstattet. 5.5. Geschäftsführung Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 waren Herr Dipl.-Volkswirt Sven Becker (Sprecher) und Herr Dr. Oliver Runte (Dipl.-Chemiker) Geschäftsführer der Gesellschaft. Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer bestehen jeweils aus einem Jahresfestgehalt, einer erfolgsabhängigen Tantieme sowie Sachbezügen und sonstigen Leistungen. Die Geschäftsführer erhielten im Geschäftsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 1.337 T€, die sich wie folgt zusammensetzt:
1 erfolgsunabhängige Vergütung
5.6. Jahresabschluss Der Jahresabschluss wird im Unternehmensregister unter der Nummer HRB 7729 veröffentlicht. 5.7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung wird dem Aufsichtsrat als Beschlussempfehlung für die Gesellschafterversammlung vorschlagen, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahrs 2023 in Höhe von 43.787.774,01 € in Höhe von 20.348.996,61 € auf die für das Geschäftsjahr 2023 gewinnberechtigten Geschäftsanteile im Verhältnis ihrer Nennbeträge unter Anrechnung der am 15. Dezember 2023 beschlossenen und am 29. Februar 2024 geleisteten Vorabausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 25.000.000,00 € auszuschütten. Der verbleibende Betrag in Höhe von 23.438.777,40 € wird in die Gewinnrücklagen eingestellt.
Aachen, den 19. April 2024 Trianel GmbH Sven Becker Dr. Oliver Runte Geschäftsführung der Trianel GmbH Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Trianel GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Trianel GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Trianel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungs- nachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Duisburg, den 24. April 2024 PKF
Fasselt
Hünger, Wirtschaftsprüfer Hesse, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsIm Geschäftsjahr 2023 haben sich die Energiemärkte nach dem Ende der russischen Pipeline-Erdgaslieferungen auf neue Lieferketten eingestellt und auf einem hohen Niveau eingependelt. Weiterhin zeigten sich die Energiemärkte aber nervös und von hoher Volatilität geprägt. Entsprechend musste die Energiewirtschaft weiter mit Umsicht auf die neue Situation reagieren. Die Rahmenbedingungen für den Ausbau der erneuerbaren Energien haben sich 2023 verbessert. Weitere Strukturreformen in Bezug auf den Wärmesektor und den Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft wurden auf den Weg gebracht. Trianel hat diese Entwicklungen aufgegriffen und sich gut vorbereitet. Die deutsche Bundesregierung blieb allerdings hinter den Erwartungen an einen klaren Fahrplan für die Zukunft des deutschen Kraftwerksparks und für ein neues Strommarktdesign zurück. Die Stärkung des Handelsgeschäfts und die Entwicklung von Projekten im Bereich der erneuerbaren und flexiblen Energien bestimmten die strategischen Weichenstellungen und Weiterentwicklungen von Trianel und wurden 2023 aktiv vorangetrieben. Angesichts der weiter außergewöhnlichen Bedingungen für den Energiehandel im Jahr 2023 hat Trianel ihre Resilienz erneut unter Beweis gestellt und von ihren optimierten Prozessen und Systemen im Energiehandel profitiert. Darüber hinaus hat Trianel eine sehr gute Basis für das weitere Wachstum in der Projektentwicklung von erneuerbaren Energien gelegt. Gemeinsam mit den Gesellschaftern hat Trianel 2023 ihre Gesellschafterstruktur angepasst. Mit der Dortmunder Stadtwerke GmbH (DEW 21) und der Gelsenwasser AG wurden zwei neue Gesellschafter gewonnen. Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 regelmäßig und intensiv mit der Lage und Entwicklung der Gesellschaft beschäftigt und die Konsequenzen der sich verändernden Rahmenbedingungen ausführlich diskutiert. Sämtliche Aufgaben und Pflichten, die dem Aufsichtsrat nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegen, wurden umfassend und sorgfältig wahrgenommen. Die Geschäftsführung von Trianel wurde satzungsgemäß bei der Leitung des Unternehmens kontinuierlich überwacht. Wir berieten zudem die Gesellschafterversammlung bei Beschlussfassungen und sprachen Beschlussempfehlungen aus. In Entscheidungen der Gesellschafterversammlung, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen waren, wurden wir unmittelbar eingebunden und erörterten regelmäßig zusammen mit der Geschäftsführung die aktuellen strategischen Fragestellungen des Unternehmens. Die Geschäftsführung hat regelmäßig und zeitnah sowohl schriftlich als auch mündlich über alle wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung umfassend an den Aufsichtsrat berichtet. Der Aufsichtsrat kam insgesamt sechs Mal zusammen. Die vier ordentlichen Aufsichtsratssitzungen fanden am 14. Februar und 24. Mai in Essen, am 22. September digital und am 17. November 2023 in Köln statt. Darüber hinaus trat der Aufsichtsrat am 2. Juni digital und am 15. Dezember 2023 in Aachen zu außerordentlichen Sitzungen zusammen. Die strategische Ausrichtung von Trianel wurde in der jährlich stattfindenden Klausurtagung am 30. März 2023 umfassend erörtert. Hier wurde insbesondere der im Vorjahr begonnene Strategieprozess zum Wachstum und zur Ausrichtung des Gesellschafterkreises fortgesetzt. Im Rahmen der Sitzung vom 14. Februar 2023 wurde Dietmar Spohn, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding GmbH, erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Michael Lucke, Geschäftsführer der Allgäuer Überlandwerk GmbH, wurde zu seinem Stellvertreter gewählt. Zum 31. Dezember 2023 ist Dietmar Spohn aus dem Berufsleben ausgeschieden und damit auch aus dem Aufsichtsrat. Dietmar Spohn gilt unser großer Dank für sein langjähriges und immer umsichtiges Wirken an der Spitze des Aufsichtsrats. Im Amt folgt ihm ab dem 1. Januar 2024 Dr. Christian Becker, Vorstand der STAWAG Stadtwerke Aachen Aktiengesellschaft, der in der Sitzung des Aufsichtsrates am 17. November 2023 einstimmig zum Vorsitzenden gewählt wurde. Der Aufsichtsrat war jederzeit über die aktuelle operative Entwicklung des Unternehmens, die wesentlichen Geschäftsvorgänge, die Entwicklung der Finanzkennzahlen und anstehende Entscheidungen informiert. Bei jeder der Aufsichtsratssitzungen war die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrats gegeben. Der Aufsichtsrat war an allen wesentlichen Entscheidungsprozessen beteiligt. Die Überwachung der unternehmerischen Weiterentwicklung und der Effizienzsteigerungsmaßnahmen, das Risikomanagement und die Weiterentwicklung des Erneuerbaren-Geschäfts mit der Gründung der österreichischen Tochter Trianel Energieprojekte Österreich sowie der geplanten Gründung der Trianel Flexibilitätsprojekte GmbH & Co. KG waren wichtige Themen. Beraten wurde auch über die Aufnahme der Handelsgeschäfte in Italien. Im Fokus des Geschäftsjahres stand der Gesellschafterbeitritt der Dortmunder Stadtwerke GmbH (DEW21) und der Gelsenwasser AG und die damit verbundenen Veränderungen in der Anteilsstruktur. Wegen des erfolgreichen Geschäftsverlaufs von Trianel wurden auch Ausschüttungsfragen beraten und unter anderem eine Vorabausschüttung aus dem Jahresergebnis 2023 beschlossen. Der Aufsichtsrat befasste sich mit dem Jahresabschluss 2022, den Handelsaktivitäten der Gesellschaft sowie dem Wirtschaftsplan 2024 bis 2028. Angesichts der sehr dynamischen Preisentwicklungen für Strom und Gas wurde auch regelmäßig über Maßnahmen zur Vorsorge für bilanzielle und finanzielle Risiken informiert und beraten. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Trianel GmbH zum 31. Dezember 2023 sowie der Lagebericht wurden von der PKF FASSELT Partnerschaft mbB Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft Rechtsanwälte, Duisburg, geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats danke ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Trianel für die hervorragenden Leistungen in einem weiterhin dynamischen Umfeld. Das ergebnisseitig sehr erfolgreich abgeschlossene Geschäftsjahr 2023 belegt erneut die gute Verfassung des Unternehmens und beweist seine Resilienz. Für das laufende Geschäftsjahr wünsche ich dem Unternehmen, dass die Herausforderungen des Marktes in einem sehr bewegten politischen und gesellschaftlichen Umfeld weiter gut bewältigt werden können.
Aachen, 17. Mai 2024 Dr. Christian Becker, Vorsitzender des Aufsichtsrats Der Jahresabschluss der Trianel GmbH für das Geschäftsjahr 2023 endend zum 31. Dezember 2023 wurde am 21.06.2024 festgestellt. Das Geschäftsjahr schließt mit einem Bilanzgewinn in Höhe von EUR 43.787.774,01. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von EUR 43.787.774,01 werden EUR 20.348.996,61 an die für das Geschäftsjahr 2023 gewinnberechtigten Geschäftsanteile im Verhältnis ihrer Nennbeträge unter Anrechnung der am 15.12.2023 beschlossenen und am 29.02.2024 ausgezahlten Vorabausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von EUR 25.000.000,00 am 28.06.2024 ausgeschüttet. Aus dem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 wird der nach der Ausschüttung verbleibende Betrag in Höhe von EUR 23.438.777,40 in die Gewinnrücklage eingestellt. |
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Trianel GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Krefelder Straße 203
52070 Aachen - Handelsregister
- HRB 7729, Aachen
- Eintragungsdatum
- 15. Juli 1999
- Branche
-
Elektrizitätshandel
Wärme- und Kältehandel
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern - Unternehmenszweck
- Gegenstand des Unternehmens ist der Handel im In- und Ausland mit Energie mit dem Ziel, die örtliche Energieversorgung zu stärken. Zu diesem Zweck darf die Gesellschaft folgende Aufgaben wahrnehmen: 1.1 Handel mit a. Energie (Strom, Gas, Öl, Kohle), b. Energiederivaten und energiebezogenen Finanzderivaten (i.S.d. Kreditwesengesetz/KWG: Eigengeschäfte), c. auf die Versorgung bezogenen Finanzprodukten wie Wetterderivten und Emissionszertifikaten (i.S.d. KWG: Eigengeschäfte) 1.2 Vertrieb von Energie 1.3 Erbrigung von beratenden und sonstigen entgeltlichen Dienstleistungen im unmittelbaren Bereich der Energieversorgung. 2. Die Gesellschaft ist zu allen Maßnahmen und Geschäften berechtigt, durch die der Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar gefördert werden kann. Sie kann sich zur Erfüllung ihrer Aufgaben anderer Unternehmen bedienen, sich an ihnen beteiligen oder solche Unternehmen sowie Hilfs- und Nebenbetriebe errichten, erwerben und pachten, ferner Interessengemeinschaften eingehen und Zweigniederlassungen errichten.
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 87,9 % 685,82 Mio
- Anlagevermögen 11,9 % 92,76 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 1,35 Mio
- Verbindlichkeiten 54,4 % 424,33 Mio
- Rückstellungen 29,6 % 230,72 Mio
- Eigenkapital 16,0 % 124,88 Mio
Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 99,0 % 8,45 Mrd
- Vorabausschüttung 0,4 % −30,00 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,3 % 28,81 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 10,48 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,1 % 9,39 Mio
- Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 2,86 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 1,87 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 351,9 k
- Entnahmen aus der Gewinnrücklage 0,0 % 0
- Ausschüttung aus Gewinnrücklagen 0,0 % 0
- Materialaufwand 98,6 % 8,30 Mrd
- Personalaufwand 0,7 % 55,09 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4 % 33,60 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,3 % 24,64 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % 3,08 Mio
- Abschreibungen 0,0 % 1,53 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 134,7 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 46,5 k
- Ergebnis nach Steuern 58,85 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 58,81 Mio
GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Oliver Dr. Runte
seit 2017 Geschäftsführer
-
Sven Becker
seit 2005 Geschäftsführer
-
André Eickhoff
seit 2022 Prokura
-
Carl Josson
seit 2024 Prokura
-
Michael Ober
seit 2011 Prokura
-
Ulrich Schmerkotte
seit 2011 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- enwor energie & wasser vor ort GmbH DEU 2,2 % 445k €
- Allgäuer Überlandwerk Gesellschaft mit beschränkter Haftung DEU 1,7 % 350k €
- GSW Gemeinschaftsstadtwerke GmbH Kamen – Bönen-Bergkamen DEU 0,82 % 166k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 106 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Beteiligungen an
- Trianel Gaskraftwerk Hamm Verwaltungs GmbH GmbH 100,0 %
- Trianel Gasspeicher Epe Verwaltungs GmbH GmbH 100,0 %
- Trianel Kohlekraftwerk Lünen Verwaltungs GmbH GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
14.04.
Eintritt eines MitgliedsTrianel BESS 1 GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2024
-
19.12.
Eintritt eines MitgliedsTrianel Flexibilitätsprojekte GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
19.12.
Eintritt eines MitgliedsTrianel Flexibilitätsprojekte GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
18.03.
Eintritt eines MitgliedsCarl Josson · Gesamtprokura
- 2023
-
10.01.
Austritt einer PositionH***** K****** · Gesamtprokura
- 2022
-
15.06.
Eintritt eines MitgliedsAndré Eickhoff · Gesamtprokura
-
15.06.
Austritt einer PositionR****** D** · Gesamtprokura
-
23.05.
Berichtigung personenbezogener DatenOliver Dr. Runte · Geschäftsführer
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
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