TST Harburg
GmbH
Hamburg
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
TST Harburg GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
I. Wirtschaftsbericht
I.1. Situation der Gesamtwirtschaft und der Branche
Geprägt u.a. durch den geopolitischen Konflikt
in der Ukraine, wie auch durch Rekordwerte in Bezug auf die
Inflationsraten, stellte uns das Vorjahr vor besondere
Herausforderungen. Auch wirkten u.a. vorgenannte Themen
belastend auf die Entwicklung der weltwirtschaftlichen
Gesamtleistung im Berichtsjahr. Das Wachstum des weltweit
realen Bruttoinlandsprodukts sank im Vorjahresvergleich
erneut ab und belief sich nach ersten Einschätzungen
auf lediglich +3,1 % (im Vorjahr +3,5 %).1 Einen
weiteren Rückgang des Weltwirtschaftswachstums
verhinderten insbesondere die staatlichen Interventionen
zur Stützung der nationalen Volkswirtschaften.
Dämpfend wirkten dabei die Leitzinsanhebungen, die von
vielen nationalen Zentralbanken zur Bekämpfung der
hohen Inflationsraten durchgeführt wurden. Die
weltweite Inflation konnte somit im Berichtsjahr nach
ersten Prognosen auf 6,9 % gegenüber dem Vorjahr
(8,7 %) etwas reduziert werden, was der wirtschaftlichen
Stabilisierung zuträglich war.2
Innerdeutsch dämpften die nach wie vor hohen
Preise auf allen Wirtschaftsstufen die konjunkturelle
Entwicklung. Die Verbraucherpreise lagen im Berichtsjahr
nach ersten Einschätzungen um +5,9 % über
denen des Vorjahres.3 Weiterhin sorgten vor allem steigende
Zinsen für ungünstige Finanzierungsbedingungen
und eine insgesamt nachlassende Nachfrage, sowohl aus dem
In- wie auch Ausland. Unter diesen Gegebenheiten
verringerte sich das nationale Bruttoinlandprodukt erstmals
seit den letzten beiden Jahren preis- und kalenderbereinigt
gegenüber dem Vorjahr um 0,1 %.4
Die diesbezüglichen Auswirkungen auf die
Logistikbranche, fallen gleichfalls ungünstig aus. Der
Logistik-Indikator der deutschen Logistikwirtschaft,
welcher im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V.
(BVL) von Seiten des ifo Institutes ermittelt wird, zeigte
im vierten Quartal 2023 zwar eine insgesamt leichte
Verbesserung des Geschäftsklimas, jedoch gehen die
Befragten überwiegend von ungünstigen
Geschäftsbedingungen aus. Rückläufige
Nachfragen sowie weitverbreitet sinkende
Auftragsbestände belasten die nationale
Logistikbranche. Hinzu kommen wirtschaftspolitische
Unsicherheiten, die insbesondere in Deutschland höher
sind als anderswo. Im ersten Quartal 2024 bestätigte
sich diese Einschätzung. Die Geschäftserwartungen
der befragten Unternehmen trübten sich weiter ein.
Handel und Industrie korrigierten ihre Einschätzungen
zur aktuellen Lage erkennbar nach unten und zeigten sich
somit weitverbreitet unzufrieden. Sachlogisch trifft diese
Entwicklung den Logistikbereich mit etwas Verzögerung.
Entlastend wirken die Aussichten auf eine zumindest
allmählich gesamtwirtschaftliche Erholung im Laufe des
Jahres 2024. Auch die geldpolitische Entwicklung,
insbesondere das stabilisierte bzw. leicht gesunkene
Preisniveau sowie die gegenüber dem Berichtsjahr 2023
gesunkenen Kreditzinsen versprechen eine Entspannung des
wirtschaftlichen Handelns, wenn auch die weiteren
Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben. Experten rechnen
mit spürbaren Entspannungen ohnehin erst in der
zweiten Jahreshälfte 2024.5
I.2. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf und
Lage der Gesellschaft
a) Geschäftsmodell
Unsere Gesellschaft erbringt ein breites Spektrum an
Logistikdienstleistungen für Kunden aus verschiedenen
Branchen. Daneben ist die TST Harburg GmbH eng in die
Strukturen der TST-Gruppe eingebunden und trägt
maßgeblich zu deren Wertschöpfung bei. Neben dem
Angebot der reinen Lagerung von Gütern, betreibt die
TST Harburg GmbH an ihrem Hauptstandort in Hamburg auch
Dienstleistungen, wie das Reinigen von Industrieteilen.
Insbesondere diese in den letzten Jahren getätigte
Investition hat der Gesellschaft ein Alleinstellungsmerkmal
gegenüber den Mitbewerbern verschafft.
b) Geschäftsverlauf und Ertragslage
Mit dem Verlauf des Berichtsjahres sind wir
äußerst zufrieden. Die Kundenbeziehungen konnten
weiter ausgebaut und gefestigt werden. Die Leistungen
wurden in kooperativer Zusammenarbeit mit unseren Kunden
weiter optimiert. Der im Berichtsjahr erzielte Rohertrag in
Höhe von 11,6 Mio. Euro. lag um
1,5 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Bei
leicht rückläufigem Umsatz konnten wir
insbesondere durch die Optimierung des Einsatzes von
Fremdleistungen die diesbezüglichen Aufwendungen
signifikant senken und u.a. so den sehr guten Rohertrag
erzielen.
Die Personalaufwendungen lagen mit
2,5 Mio. Euro um etwa 0,4 Mio. Euro
über denen des Vorjahres. Bedingt ist dieser Anstieg
insbesondere durch die allgemeine Erhöhung des
Gehaltsniveaus. Die sich gegenüber dem Vorjahr
ergebende Zunahme der Abschreibungen resultiert aus einem
im Geschäftsjahr planmäßig
rückabgewickelten Sale-and-Lease-Back-Geschäft.
Im Rahmen dieses Geschäftes wurden im Jahre 2005
Immobilien am Hauptsitz der Gesellschaft zur Besicherung
eines gewährten Bankkredits in eine eigens
hierfür gegründete Kommanditgesellschaft
überführt. Mit Ablauf der vereinbarten
Grundmietzeit, erwarb unsere Gesellschaft die
Mitunternehmeranteile zurück. Im gleichen Akt wurde
die Kommanditgesellschaft aufgelöst und deren
Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Anwachsung
von unserer Gesellschaft übernommen und
fortgeführt. In diesem Zusammenhang entfällt ein
Großteil an Mietaufwendungen, weshalb im Bereich der
sonstigen betrieblichen Aufwendungen u.a. deshalb eine
Aufwandsreduktion von 0,3 Mio. Euro auf
6,8 Mio. Euro verzeichnet werden kann.
Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte damit, trotz
der immer noch in Deutschland, aber auch weltweit,
schwächelnden Wirtschaft und hoher Inflationsraten,
gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. Euro auf
1,5 Mio. Euro gesteigert werden. Unter
Berücksichtigung der höheren
Ertragsteuerbelastung (0,5 Mio. Euro; Vj.
0,2 Mio. Euro), ergab sich ein
Jahresüberschuss in Höhe von
1,0 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro).
c) Vermögenslage
Wie in Vorjahren auch macht das Anlagevermögen
mit 9,6 Mio. Euro 73,0 % der Bilanzsumme
aus. Größere Investitionen ins
Sachanlagevermögen mussten im Berichtsjahr nicht
getätigt werden. Durch die zuvor bereits beschriebene
Anwachsung im Zusammenhang mit dem Erwerb von
Mitunternehmeranteilen an einer Kommanditgesellschaft und
der Auflösung dieser, ergaben sich jedoch
Änderungen in der Zusammensetzung des
Anlagevermögens. Das bisher im Bereich der
Finanzanlagen bilanzierte Mieterdarlehen gegenüber
dieser Gesellschaft ist durch Konfusion im Rahmen der
Anwachsung untergegangen. Demgegenüber wurden die von
der KG übernommenen Gebäude und der Grund und
Boden aktiviert und im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge
fortentwickelt (siehe hierzu auch die Anmerkungen unter
Punkt I.2. b)).
Das Umlaufvermögen reduzierte sich um
0,1 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro.
Größere Änderungen gegenüber dem
Vorjahr ergaben sich hierbei insbesondere im Bereich der
Forderungen gegenüber Dritten (-0,3 Mio. Euro), die
sich aufgrund leicht rückläufiger Umsätze
sowie stichtagsbedingt reduziert haben.
Das Eigenkapital ist durch die Thesaurierung des
Jahresergebnisses um 1,0 Mio. Euro auf
10,1 Mio. Euro angestiegen. Die Eigenkapitalquote
unserer Gesellschaft lässt sich zum Berichtsjahresende
auf 76,5 % (Vj. 66,4 %) beziffern und liegt damit
deutlich über den Werten des Branchendurchschnitts.
Das kurzfristige Fremdkapital (ohne
Pensionsrückstellung) beläuft sich zum Ende des
Berichtsjahres auf 3,0 Mio. Euro (Vj.
4,5 Mio. Euro) und beinhaltet im Wesentlichen
Rückstellungen für Ertragsteuern
(0,8 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen (1,0 Mio. Euro). Die
gegenüber dem Vorjahr höheren
Steuerrückstellungen stehen in direktem Zusammenhang
mit der deutlichen Ergebnisverbesserung im Berichtsjahr;
die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sind stichtagsbedingt und wurden im Folgejahr
planmäßig und fristgerecht beglichen. Die
Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der
TST-Gruppe verringerten sich hingegen im Vorjahresvergleich
um 2,7 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro, primär durch
Rückführung von Darlehen.
d) Finanzlage und Finanzierung
Zum Berichtsjahresende beläuft sich der
Finanzmittelfonds in Form des Bankbestands auf
0,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um
0,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr
(0,1 Mio. Euro). Zu berücksichtigen ist
hierbei, dass im Berichtsjahr mit anderen
TST-Gruppengesellschaften ein kreditinstitutsbezogener
Cash-Pooling-Vertrag eingegangen wurde, im Zuge dessen
liquide Mittel von der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH in
Anspruch genommen wurden. Aus dem Cash-Pooling-Vertrag
bestehen zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten in
Höhe von 0,3 Mio. Euro.
Der operative Zahlungsmittelzufluss
(Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und Abschreibungen)
belief sich auf 1,8 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro). Positive
Liquiditätseffekte resultierten zudem aus dem Aufbau
der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+0,5
Mio. Euro). Im Rahmen des Cash-Pooling wurden
schließlich 0,3 Mio. Euro in Anspruch genommen.
Gegenläufig wirkten sich zahlungswirksame
Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mio. Euro
aus. Zudem wurden Darlehen gegenüber nahestehenden
Unternehmen in Höhe von 2,4 Mio. Euro
zurückgeführt.
Der Cashflow belief sich in Folge auf insgesamt +0,2
Mio. Euro.
Im Rahmen eines
Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahrens (Cash-Pooling)
stellen sich die Unternehmen der TST-Gruppe untereinander
bei Bedarf Liquidität zur Verfügung. Hierdurch
wird die Unabhängigkeit gegenüber
außenstehenden Kreditgebern verringert und
gleichzeitig die Flexibilität und
Reaktionsgeschwindigkeit auf geänderte
Rahmenbedingungen verbessert.
Zum Berichtsjahresende wurden keinerlei Mittel aus
dem Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahren in Anspruch
genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft war im
abgelaufenen Geschäftsjahr stets gesichert.
I.3. Beurteilung des Geschäftsjahresverlaufs
durch die Geschäftsführung
Aus Sicht der Unternehmensleitung ist das
Berichtsjahr sehr gut verlaufen. Trotz weiterhin
schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen
konnten wir sowohl in Bezug auf die Umsatzerlöse als
auch bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern unsere
Planungsannahmen übertreffen.
Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse
wurden um rund 15,0 % übertroffen, der
prognostizierte starke Umsatzrückgang ist nur in
abgeschwächter Form eingetreten. Möglich war
dieser positive Umstand insbesondere durch die sehr gute
Entwicklung unserer Kunden. Die im Rahmen dieser
Geschäfte zu verarbeitenden Mengen lagen höher
als angenommen. In diesem Zusammenhang stiegen auch die
Betriebsaufwendungen stärker als veranschlagt. Durch
eingespielte und kontinuierlich weiterentwickelte Prozesse
konnte jedoch ein überproportionaler Aufwandsanstieg
vermieden werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag
schlussendlich mit 1,5 Mio. Euro um rund
34,0 % über Plan. Der im Vorjahr prognostizierte
leichte Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern wurde
folglich deutlich übertroffen.
I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren
Für unsere interne Unternehmenssteuerung stellen
die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern
wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dar.
II. Chancen und Risiken der künftigen
Entwicklung
II.1. Risikobericht (Risiken und
Risikomanagement)
Es sind keine bestandsgefährdenden oder
sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt.
Ungeachtet dessen unterliegt die Gesellschaft den folgenden
allgemeinen Branchenrisiken:
· Für
Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind in
ausreichendem Maße Versicherungen abgeschlossen.
·
Forderungsausfälle sind aufgrund der
Kundenstruktur eher theoretischer Natur. Die Kunden unserer
Gesellschaft verfügen nach unserer Einschätzung
über höchste Bonität.
·
Kundenverluste: Die Zusammenarbeit mit unseren
Kunden ist vertraglich langfristig geregelt, sodass wir
keine kurzfristigen Kundenverluste erwarten. Zudem ist die
Zusammenarbeit mit unseren Kunden von strategischer Natur,
da wir immer mehr betriebskritische Prozesse von diesen
übernehmen. Weiterhin sind die Beziehungen zu anderen
TST-Gesellschaften, für die wir Leistungen erbringen,
auf Langfristigkeit ausgelegt und wegen vergleichbarer
Gesellschafterstruktur ist nicht davon auszugehen, dass
diese Kundenbeziehungen gefährdet sind.
·
Arbeitsmarktsituation: Die kompetenten und
engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen
zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg der
Gesellschaft dar. Als Logistiker bewegen wir uns immer noch
in einem Branchenumfeld, in dem die menschliche
Arbeitskraft einen hohen Stellenwert genießt. Die
Prozessqualität und schlussendlich der
zahlenmäßige Erfolg werden zu einem wesentlichen
Teil durch unser Personal bestimmt. Kompetente und
engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daher von
zentraler Bedeutung. Die Gesellschaften der TST-Gruppe
stehen in einem hart umkämpften nationalen /
internationalen Wettbewerb. Fachkräfte an sich binden
und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem
für den Beruf des Lageristen / Staplerfahrers zu
akquirieren, hat oberste Priorität. Im derzeitigen
Arbeitsmarktumfeld mit einer Arbeitslosenquote von nur
5,7 %6 ist dies eine große Herausforderung, der
wir uns allerdings gut gerüstet gegenübersehen.
Die fortschreitende Digitalisierung erfordert von uns einen
konsequenten Wandel. Neue Kompetenzprofile bei Mitarbeitern
und Führungskräften werden permanent
weiterentwickelt. Eine eigens ins Leben gerufene
Recruiting-Abteilung innerhalb der TST-Gruppe verfolgt
ganzjährig die Zielsetzung Mitarbeiterpotenziale zu
identifizieren und durch gezielte
Weiterbildungsmaßnahmen zu heben. Zudem wird von dort
die Außenpräsenz zur Akquise neuer Mitarbeiter
für die TST-Unternehmensgruppe gesteuert. Die
TST-Gruppe forciert darüber hinaus vor allem die
Berufsausbildung junger Menschen, die so direkt für
eine Beschäftigung in unserer Gruppe begeistert werden
können. Zudem ermöglicht uns die
Berufsausbildung, Mitarbeiter nach unseren
Qualitätsstandards individuell zu entwickeln.
·
Widerstandsfähigkeit der genutzten
Informationsinfrastruktur: Dem Thema Datensicherheit
sowie der Effizienz und Verlässlichkeit genutzter
Informationsverarbeitungssysteme kommt in unserer heutig
digitalisierten Welt ein hoher Stellenwert zu. Dessen sind
wir uns mehr denn je bewusst, was sich auch in
entsprechender Investitionstätigkeit im Gruppenverbund
widerspiegelt. Der reibungslose Lagerbetrieb kann nur mit
einer gut funktionierenden IT-Infrastruktur bewerkstelligt
werden. Um diese auch zukünftig sicherstellen zu
können, treiben wir die Entwicklung hier
kontinuierlich weiter, um auf dem aktuellsten Stand zu
sein.
·
Nationale / internationale gesundheitliche
Krisenzustände: Die letzten Jahre, vor allem
geprägt durch Einschränkungen der
Corona-Pandemie, haben gezeigt, dass die weltweit
vernetzten Wirtschaftsbeziehungen sehr sensibel auf solche
Entwicklungen reagieren. Diesem Thema schenken wir auch
weiterhin größte Aufmerksamkeit und das
ungeachtet dessen, dass die größten Gefahren der
Pandemie überwunden zu sein scheinen. Die Schulung
strikter Hygienemaßnahmen und Kontrolle deren
tatsächlicher Umsetzung, werden weiterhin
überwacht.
·
Humanitäre / wirtschaftliche Krisen: Der
geopolitische Konflikt in der Ukraine wie auch die aktuelle
Krisensituation in Nahost verdeutlichen die so fern
geglaubten Folgen, die militärische Konflikte mit sich
bringen. Flüchtlingsströme und deren effiziente
zielgerichtete Koordination bestimmen das politische und
reale Leben in Deutschland. Weiterhin sehen wir uns seit
gut einem Jahr mit Rohstoffknappheiten und ungekannten
Preissteigerungen konfrontiert, denen wir uns in unserem
unternehmerischen Handeln stellen müssen. Unser
Geschäftsmodell wird u.a. deshalb kontinuierlich
evaluiert und situationsbezogen an die sich neu
einstellenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen
angepasst.
II.2. Prognosebericht / Chancen
Ausgehend von den Zahlen des Berichtsjahres und der
sich im Jahr 2024 abzeichnenden Tendenz, rechnen wir mit
einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse.
Aufwandsseitig gehen wir hingegen von weniger stark
anziehenden Werten aus. Zum einen haben sich unsere
Leistungsprozesse schon im Berichtsjahr immer weiter
eingespielt, sodass wir im kommenden Jahr vermutlich die
vollen Synergien heben können, zum anderen treiben wir
auch an Stellen, die u.E. noch Verbesserungspotential
bergen, die Prozessoptimierung kontinuierlich voran.
Weiterhin werden wir Skalierungsmöglichkeiten, die
sich im TST-Gruppenverbund ergeben, nutzen, um die die
Kostenstruktur weiter zu verschlanken und
zukunftsfähiger zu machen. Wir erwarten in Folge auch
einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern.
Größere Veränderungen in unserer
bisherigen Kundenstruktur sind nicht zu erwarten. Unsere
Dienstleistungen, mit der momentan vorhandenen aber auch
zukünftig vielleicht weiter diversifizierten
Kundenstruktur, erachten wir als absolut
zukunftsfähig. Die Nachfrage nach
Logistikdienstleistern, die wichtige Aufgaben in der
Supply-Chain der Industrie- und Handelsunternehmen
übernehmen, wächst stetig. Durch die mittlerweile
umfangreiche Erfahrung und das Renommee als
zuverlässiger und leistungsfähiger
Logistikpartner haben wir uns stark am Markt positioniert
und sind für die Zukunft sehr gut aufgestellt.
Insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und unseren
Mitarbeitern gegenüber sehen wir uns in dieser
gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeit besonders
verpflichtet. Unser unternehmerischer Erfolg sichert das
Einkommen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den
Wohlstand deren Familien.
Mit Blick auf die bereits abgelaufenen Monate des
Jahres 2024 sehen wir uns in unserer
Prognoseeinschätzung bestätigt.
II.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung
von Finanzinstrumenten
Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten
zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten
und Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Gesellschaft verfügt über einen
solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die
Ausnahme, da unsere Kunden überwiegend eine sehr gute
Bonität besitzen. Potenzielle Neukunden werden im
Vorfeld auf Bonität geprüft. Ein aktives
Forderungsmanagement zur Reduzierung von Ausfällen ist
geübte Praxis.
Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die
Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten
und über Kreditlinien verschiedener Banken.
Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter
Zahlungsfristen gezahlt.
Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das
Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur
Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für
jedes bedeutsame Handelsgeschäft ein
Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick
über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.
Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und
Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende
Wertberichtigungen vorgenommen und entsprechende
Gegenmaßnahmen eingeleitet.
Hamburg, den 27. Juni
2024
gez.
Frank Schmidt, Geschäftsführer
gez.
Dirk Baumann, Geschäftsführer
1 Vgl. Statista:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/
[12.04.2024, 15:25h].
2 Vgl. Statista:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/
[12.04.2024, 15:35h].
3 Vgl. D-Statis:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html
[12.04.2024, 15:50h].
4 Vgl. D-Statis:
https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile
[12.04.2024, 16:14h].
5 Vgl. BVL:
*BVL_Logistikindikator_2023_Q4_Kommentar_ifo.pdf
(tst-group.io);
*BVL_ifo_Logistikindikator_2024_Q1_Kommentar_ifo.pdf
(tst-group.io) [17.04.2024, 10:38].
6 Vgl. Bundesagentur für Arbeit:
https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023
[17.04.2024, 14:07h]
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
9.620.488,30 |
10.036.230,08 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
64.403,00 |
2.586,00 |
| II.
Sachanlagen |
9.531.085,30 |
1.046.249,00 |
| 1.
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
8.775.882,99 |
341.339,00 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
247.311,00 |
303.081,00 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
479.032,00 |
350.629,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
28.859,31 |
51.200,00 |
| III.
Finanzanlagen |
25.000,00 |
8.987.395,08 |
| 1.
Beteiligungen |
25.000,00 |
30.000,00 |
| 2.
Sonstige Finanzanlagen |
0,00 |
8.957.395,08 |
| B.
Umlaufvermögen |
3.566.198,51 |
3.674.988,31 |
| I.
Vorräte |
590.336,93 |
474.831,76 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
2.718.277,53 |
3.108.197,65 |
| 1.
Forderungen gegen verbundene Unternehmen |
1.066.095,48 |
1.087.262,94 |
| 2.
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen |
507.016,16 |
685.715,43 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
1.145.165,89 |
1.335.219,28 |
| III.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
257.584,05 |
91.958,90 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
999,90 |
2.999,94 |
| Aktiva |
13.187.686,71 |
13.714.218,33 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
10.088.961,50 |
9.106.737,52 |
| I.
Gezeichnetes Kapital |
7.720.000,00 |
7.720.000,00 |
| II.
Gewinnvortrag |
1.386.737,52 |
1.051.745,50 |
| III.
Jahresüberschuss |
982.223,98 |
334.992,02 |
| B.
Rückstellungen |
1.557.993,15 |
835.877,71 |
| C.
Verbindlichkeiten |
1.540.732,06 |
3.771.603,10 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
200.011,19 |
849.693,42 |
| 2.
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen |
344.316,36 |
2.416.864,00 |
| 3.
sonstige Verbindlichkeiten |
996.404,51 |
505.045,68 |
| Passiva |
13.187.686,71 |
13.714.218,33 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
11.603.786,14 |
10.226.991,89 |
| 2.
Personalaufwand |
2.500.415,28 |
2.096.741,42 |
| a)
Löhne und Gehälter |
2.046.205,71 |
1.713.339,93 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
454.209,57 |
383.401,49 |
| davon
für Altersversorgung |
4.868,35 |
3.420,00 |
| 3.
Abschreibungen |
741.261,35 |
288.558,21 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
741.261,35 |
288.558,21 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
6.767.391,15 |
7.178.577,38 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
26.497,93 |
24.555,26 |
| davon
aus verbundenen und nahestehenden Unternehmen |
25.164,93 |
24.555,26 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
72.603,08 |
86.857,18 |
| davon
an verbundene und nahestehende Unternehmen |
55.499,85 |
68.664,66 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
526.727,00 |
226.554,00 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
1.021.886,21 |
374.258,96 |
| 9.
sonstige Steuern |
39.662,23 |
39.266,94 |
| 10.
Jahresüberschuss |
982.223,98 |
334.992,02 |
Anhang
I Allgemeine Angaben zum Unternehmen
Die TST Harburg GmbH, Hamburg, ist im Handelsregister
beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 6246 eingetragen.
II Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.
Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften
für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d.
§ 267 Abs. 2 HGB und das GmbHG in der jeweils
gültigen Fassung beachtet. Die Form der Darstellung,
insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses,
entspricht § 266 HGB für die Bilanz und
§ 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und
Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren).
Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen
Jahresabschlusses wurden Forderungen und Verbindlichkeiten
gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie
zugehörige Zinserträge und Zinsaufwendungen
separat ausgewiesen. Als nahestehende Unternehmen wurden
hierbei operativ tätige Unternehmen definiert, an
denen die Gesellschafter der TST GmbH, Worms, direkt oder
indirekt mehrheitlich beteiligt sind ("TST-Gruppe") und die
nicht die Voraussetzungen eines verbundenen Unternehmens
erfüllen.
Die TST Harburg GmbH hielt zum 31. Dezember 2022 94,0
% der Kommanditanteile an der Aulos
Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co.
Vermietungs KG (nachfolgend: Aulos KG), Mainz. Mit Wirkung
zum 1. Januar 2023 wurden die verbleibenden 6,0 % der
Anteile an der Aulos KG erworben und die
Komplementärin der Aulos KG ist gleichzeitig
ausgeschieden. Das Vermögen und die Schulden der Aulos
KG sind in Folge zum 1. Januar 2023 der alleinigen
Kommanditistin TST Harburg GmbH angewachsen, sodass die
Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses zum 31. Dezember
2023 mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich
ist.
In der Vergangenheit hatte die TST Harburg GmbH
Gebäude und Grundstücke am Standort
Konsul-Ritter-Straße 15-17, Hamburg, im Rahmen einer
Sale-and-lease-back-Vereinbarung an die Aulos KG
veräußert. Neben den laufenden Monatsmieten
leistete die Gesellschaft an die Aulos KG Zahlungen im
Rahmen eines ausgereichten Mieterdarlehens. Die
Darlehensansprüche der TST Harburg GmbH beliefen sich
zum 31. Dezember 2022 auf TEuro 8.957. Im Zusammenhang mit
der im vorherigen Abschnitt dargestellten Anwachsung zum 1.
Januar 2023 ist der Darlehensanspruch durch Konfusion
erloschen. Die Vermögensgegenstände und Schulden
der Aulos KG wurden anschließend zum 1. Januar 2023
zu Buchwerten in die TST Harburg GmbH übernommen. Die
Buchwerte der Immobilien der Aulos KG entsprachen zum 1.
Januar 2023 dem im Rahmen der Anwachsung untergehenden
Mieterdarlehen der TST Harburg GmbH (Aktivtausch), sodass
sich bilanziell das Finanzanlagevermögen
(Mieterdarlehen) reduzierte und das Sachanlagevermögen
(Grundstück und Gebäude) korrespondierend
(zuzüglich Grunderwerbsteuer) erhöhte. Im
Hinblick auf die Ertragslage stehen im Geschäftsjahr
2023 den entfallenden Mietaufwendungen (Vj. TEuro 701)
höhere Abschreibungen (TEuro 655) gegenüber. Die
Finanzlage war durch die Transaktion nicht wesentlich
beeinflusst.
III Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Immaterielle Vermögensgegenstände werden
zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen
nach der linearen Methode über die
betriebsgewöhnliche Nutzungs- dauer. Die
Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen
Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.
Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert
um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die
Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über
die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die
Abschreibungen auf Zugänge des
Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter mit
Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im
Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.
Bei den
Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu
Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten
und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert
angesetzt.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter
Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten
bewertet. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten
von Verpackungsmaterial und Ersatzteilen wird das
Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet.
Die Anschaffungskosten der Palettenbestände werden auf
Basis eines Perioden-Durchschnittswertes ermittelt.
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind mit ihren
Nennwerten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch
eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die
Nettoforderungen Rechnung getragen.
Der Ansatz des
Kassenbestandes sowie der
Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum
Nominalwert.
Der
aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die wirtschaftlich dem
folgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.
Das
gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.
Die
Rückstellung für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen wurde anhand eines
versicherungsmathematischen Gutachtens nach der "projected
unit credit method", dem nach internationaler
Rechnungslegung angewandten Anwartschaftsbarwertverfahren,
ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die
Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
· Pauschale durchschnittliche
Restlaufzeit von 15 Jahren · Durchschnittlicher
Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (Vj.
1,79 %), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht
wurde · Rententrend von 2,00 % (Vj. 2,00 %)
· Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck
"Richttafeln 2018 G"
Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Art. 67
Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der in der Bilanz
nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen
beläuft sich zum Abschlussstichtag auf TEuro 4 (Vj.
TEuro 7). Die jährliche Mindestauflösung von 1/15
des Ursprungsbetrages von TEuro 51 beläuft sich somit
auf TEuro 3.
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit
dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn
Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Jahre (1,75 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von
TEuro 1. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der
Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.
Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken ist,
soweit sie bis zur Erstellung des Jahresabschlusses
erkennbar waren, durch Bildung ausreichender
Rückstellungen Rechnung getragen. Die
Rückstellungen sind in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.
Der Ansatz der
Verbindlichkeiten erfolgte zum
Erfüllungsbetrag.
IV Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz
Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen
Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr
sind auf der folgenden Seite dargestellt:
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
|
Zugänge
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
77.459,13
|
64.000,00
|
0,00
|
0,00
|
141.459,13
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
77.459,13
|
64.000,00
|
0,00
|
0,00
|
141.459,13
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
1.109.717,75
|
9.012.714,00
|
0,00
|
0,00
|
10.122.431,75
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
8.998.719,15
|
43.250,19
|
66.437,82
|
0,00
|
8.975.531,52
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
3.206.736,91
|
253.958,15
|
49.875,29
|
0,00
|
3.410.819,77
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
51.200,00
|
28.859,31
|
51.200,00
|
0,00
|
28.859,31
|
Summe Sachanlagen
|
13.366.373,81
|
9.338.781,65
|
167.513,11
|
0,00
|
22.537.642,35
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
30.000,00
|
0,00
|
5.000,00
|
0,00
|
25.000,00
|
2. sonstige Ausleihungen
|
8.957.395,08
|
0,00
|
8.957.395,08
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
8.987.395,08
|
0,00
|
8.962.395,08
|
0,00
|
25.000,00
|
Summe
Anlagevermögen
|
22.431.228,02
|
9.402.781,65
|
9.129.908,19
|
0,00
|
22.704.101,48
|
|
kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
|
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Abgänge
EUR
|
Umbuchungen
EUR
|
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
74.873,13
|
2.183,00
|
0,00
|
0,00
|
77.056,13
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
74.873,13
|
2.183,00
|
0,00
|
0,00
|
77.056,13
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
768.378,75
|
578.170,01
|
0,00
|
0,00
|
1.346.548,76
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
8.695.638,15
|
53.639,19
|
21.056,82
|
0,00
|
8.728.220,52
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
2.856.107,91
|
107.269,15
|
31.589,29
|
0,00
|
2.931.787,77
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Sachanlagen
|
12.320.124,81
|
739.078,35
|
52.646,11
|
0,00
|
13.006.557,05
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
2. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
Summe
Anlagevermögen
|
12.394.997,94
|
741.261,35
|
52.646,11
|
0,00
|
13.083.613,18
|
|
Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
|
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
|
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
|
Anlagevermögen
|
|
|
|
I. Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
|
|
|
entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten
|
0,00
|
64.403,00
|
2.586,00
|
Summe Immaterielle
Vermögensgegenstände
|
0,00
|
64.403,00
|
2.586,00
|
II. Sachanlagen
|
|
|
|
1. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
|
0,00
|
8.775.882,99
|
341.339,00
|
2. technische Anlagen
und Maschinen
|
0,00
|
247.311,00
|
303.081,00
|
3. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung
|
0,00
|
479.032,00
|
350.629,00
|
4. geleistete
Anzahlungen und Anlagen im Bau
|
0,00
|
28.859,31
|
51.200,00
|
Summe Sachanlagen
|
0,00
|
9.531.085,30
|
1.046.249,00
|
III. Finanzanlagen
|
|
|
|
1. Beteiligungen
|
0,00
|
25.000,00
|
30.000,00
|
2. sonstige Ausleihungen
|
0,00
|
0,00
|
8.957.395,08
|
Summe Finanzanlagen
|
0,00
|
25.000,00
|
8.987.395,08
|
Summe
Anlagevermögen
|
0,00
|
9.620.488,30
|
10.036.230,08
|
Die
Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr,
allesamt innerhalb eines Jahres fällig.
Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen in
Höhe von TEuro 1.066 (Vj. TEuro 1.087) enthalten
Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in
Höhe von TEuro 1.062 (Vj. TEuro 1.084). Die
Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten
Forderungen aus Darlehen (TEuro 1.062; Vj. TEuro 1.037)
sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 4; Vj. TEuro
8). Im Vorjahr waren zudem Forderung aus der
umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEuro 42
enthalten.
In den
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in
Höhe von TEuro 507 (Vj. TEUR 686) sind analog zum
Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen enthalten.
Die
sonstigen Rückstellungen beinhalten
insbesondere Rückstellungen für
Ausgleichsansprüche aus Palettenkonten. Zudem bestehen
Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und
Überstundenansprüche, Schadensfälle,
Grunderwerbsteuer, ausstehende Rechnungen,
Berufsgenossenschaftsbeiträge und
Jahresabschlusskosten.
Die Restlaufzeiten der
Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden
Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt:
Art der Verbindlichkeit zum
|
Gesamtbetrag
|
davon mit einer Restlaufzeit
|
31.12.2023
|
|
< 1 Jahr
|
> 1 Jahr
|
davon > 5 Jahre
|
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
TEuro
|
aus Lieferungen und
Leistungen
|
954
|
954
|
0
|
0
|
gegenüber
verbundenen Unternehmen
|
200
|
200
|
0
|
0
|
gegenüber
nahestehenden Unternehmen
|
344
|
344
|
0
|
0
|
sonstige
Verbindlichkeiten
|
42
|
42
|
0
|
0
|
Summe
|
1.540
|
1.540
|
0
|
0
|
Die Verbindlichkeiten waren im Vorjahre ebenso
allesamt innerhalb eines Jahres fällig.
Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von TEuro 200 (Vj. TEuro 850)
beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin in Höhe von TEuro 166 (Vj. -). Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
resultieren aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEuro
166; Vj. -) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 34;
Vj. TEuro 696). Im Vorjahr bestanden zudem
Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEuro 154.
In den
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden
Unternehmen in Höhe von TEuro 344 (Vj. TEuro
2.417) sind Verbindlichkeiten aus Darlehen (TEuro 321; Vj.
TEuro 2.329) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro
23; Vj. TEuro 88) enthalten.
V Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und
Verlustrechnung
Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten
Aufwendungen aus der Aufzinsung der
Pensionsrückstellung in Höhe von TEuro 2 (Vj.
TEuro 4).
VI Sonstige Angaben
Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde
Gebrauch gemacht.
Haftungsverhältnisse gemäß § 251
HGB
Die TST Harburg GmbH und weitere Unternehmen der
TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für
eingeräumte Kreditlinien (inkl. Avalbürgschaften)
und Darlehen über TEuro 18.750, welche zum 31.
Dezember 2023 in Höhe von TEuro 1.033 durch die
Gesellschaft und in Höhe von TEuro 2.814 durch andere
Unternehmen der TST-Gruppe in Anspruch genommen wurden.
Aufgrund der finanziellen Situationen der in dem
vorgenannten Kreditvertrag unter gesamtschuldnerischer
Mithaftung einbezogenen Unternehmen, ist mit einer
diesbezüglichen Inanspruchnahme der Gesellschaft
derzeit nicht zu rechnen.
Die TST Harburg GmbH nimmt als Cash-Pool-Teilnehmer
zudem am Cash-Pool der TST-Gruppe teil. Die Gesellschaft
und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften
gesamtschuldnerisch für Kreditverbindlichkeiten aus
dem Cash-Pool. Zum 31. Dezember 2023 weisen die
Cash-Pool-Konten der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH
Guthaben aus.
Aufgrund der finanziellen Situationen der am
Cash-Pool teilenhmenden Gruppengesellschaften, ist mit
einer diesbezüglichen Inanspruchnahme derzeit
nicht zu rechnen.
Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß
§ 285 Nr. 3a HGB
Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausstehende
Verpflichtungen aus Leasingverträgen
(Transportgeräte und technische Anlagen) in Höhe
von TEuro 2.450.
Zudem beliefen sich die Aufwendungen aus
Dauermietverträgen für Gebäude im
Geschäftsjahr 2023 auf TEuro 1.895. Die
zugehörigen Mietverträge haben eine Laufzeit von
2 bis 8 Jahren.
Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte
sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:
Arbeitnehmergruppen
|
2023
|
2022
|
Gewerbliche Arbeitnehmer
|
42
|
39
|
Kaufmännische und
technische Arbeitnehmer
|
16
|
15
|
|
58
|
54
|
Einzelvertretungsberechtigter und von den
Beschränkungen des § 181 BGB befreiter
Geschäftsführer der Gesellschaft war im
Geschäftsjahr Herr Frank Schmidt (der ausgeübte
Beruf entspricht der Organstellung). Die Angabe über
die Geschäftsführerbezüge wird
gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.
Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den
Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Aufstellung des Anteilsbesitzes
Unternehmen
|
Anteil
|
Eigenkapital
|
Jahresergebnis
|
|
am Kapital
|
31.12.2023
|
2023
|
|
in %
|
TEuro
|
TEuro
|
FM
Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Worms
|
100,0
|
23
|
-2
|
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem
Stichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich
nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.
gez. Frank Schmidt,
Geschäftsführer
|
|
gez. Dirk Baumann,
Geschäftsführer
|
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.
Angaben zur Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss 2023 wird auf neue Rechnung
vorgetragen.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die TST Harburg GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der TST Harburg GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TST
Harburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der
beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen
Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften. Der beigefügte
Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von
der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetztlichen
Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die
Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des
Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung sowie unter ergänzender
Beachtung der International Standards on Auditing (ISA)
durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen
Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für alle Kaufleute geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in
Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig
bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses
zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen
Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h.
Manipulationen der Rechnungslegung und
Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie
unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte
Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets
aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen
Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als
wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet
werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf
der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts
getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken
durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für
unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als
das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden,
da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken,
Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten,
irreführende Darstellungen bzw. das
Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten
können.
· gewinnen wir ein Verständnis von
dem für die Prüfung des Jahresabschlusses
relevanten internen Kontrollsystem und den für die
Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die
unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch
nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit
dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der
von den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von
den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten
Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen
oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und
im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere
Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum
unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder
Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die
Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von
der Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere
die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde
liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein
erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige
Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
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PALATAX GmbH
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Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
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gez. Arnold
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gez. Konrath
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Wirtschaftsprüfer
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Wirtschaftsprüfer
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