aktiv

TST Süderelbe GmbH GmbH

Hamburg ·HRB 6246 Hamburg
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Konsul-Ritter-Straße 15-17
21079 Hamburg
Handelsregister
HRB 6246, Hamburg
Eintragungsdatum
15. Juni 1951
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Vermittlungstätigkeiten für die Güterbeförderung
Unternehmenszweck
Speditions-, Lagerei-, Umschlags- und Schiffahrtsgeschäfte, Güterkraftverkehre jeder Art sowie alle Geschäfte, die dem vorstehenden Unternehmenszweck zu dienen geeignet sind.

Finanzen

Mitarbeiter 2024
134
Bilanzsumme 2024
13,65 Mio. €
Jahresergebnis 2024
1,68 Mio. €
12 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 13,65 Mio
  • Anlagevermögen 67,7 % 9,25 Mio
  • Umlaufvermögen 32,3 % 4,41 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Passivseite 13,65 Mio
  • Eigenkapital 86,2 % 11,77 Mio
  • Verbindlichkeiten 7,4 % 1,01 Mio
  • Rückstellungen 6,4 % 879,7 k
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Bilanzdaten für 12 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 15,0 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100,0 % 15,0 k
Aufwendungen 15,49 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 50,8 % 7,86 Mio
  • Personalaufwand 38,6 % 5,97 Mio
  • Abschreibungen 5,2 % 800,2 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5,0 % 774,1 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,3 % 40,5 k
  • Sonstige Steuern 0,3 % 38,9 k
  • Rohergebnis 17,15 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 1,72 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,68 Mio
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GuV-Daten für 10 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Dirk Baumann seit 2024 Geschäftsführer
  • Henning Schröder seit 2026 Geschäftsführer
12 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Historie

  1. 2026
  2. 02.06.
    Austritt einer Position
    Frank Schmidt · Geschäftsführer
  3. 02.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Henning Schröder · Geschäftsführer
  4. 2025
  5. 24.04.
    Namensänderung
    TST Süderelbe GmbH
  6. 24.04.
    Satzungsänderung
    TST Süderelbe GmbH
  7. 2024
  8. 23.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Dirk Baumann · Geschäftsführer
  9. 23.07.
    Austritt einer Position
    Dirk Baumann · Einzelprokura
  10. 05.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Dirk Baumann · Einzelprokura
  11. 2020
  12. 25.03.
    Satzungsänderung
    TST Süderelbe GmbH
44 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 19. November 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

TST Harburg GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

TST Harburg GmbH
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Wirtschaftsbericht

I.1. Situation der Gesamtwirtschaft und der Branche

Geprägt u.a. durch den geopolitischen Konflikt in der Ukraine, wie auch durch Rekordwerte in Bezug auf die Inflationsraten, stellte uns das Vorjahr vor besondere Herausforderungen. Auch wirkten u.a. vorgenannte Themen belastend auf die Entwicklung der weltwirtschaftlichen Gesamtleistung im Berichtsjahr. Das Wachstum des weltweit realen Bruttoinlandsprodukts sank im Vorjahresvergleich erneut ab und belief sich nach ersten Einschätzungen auf lediglich +3,1 % (im Vorjahr +3,5 %).1 Einen weiteren Rückgang des Weltwirtschaftswachstums verhinderten insbesondere die staatlichen Interventionen zur Stützung der nationalen Volkswirtschaften. Dämpfend wirkten dabei die Leitzinsanhebungen, die von vielen nationalen Zentralbanken zur Bekämpfung der hohen Inflationsraten durchgeführt wurden. Die weltweite Inflation konnte somit im Berichtsjahr nach ersten Prognosen auf 6,9 % gegenüber dem Vorjahr (8,7 %) etwas reduziert werden, was der wirtschaftlichen Stabilisierung zuträglich war.2
Innerdeutsch dämpften die nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die konjunkturelle Entwicklung. Die Verbraucherpreise lagen im Berichtsjahr nach ersten Einschätzungen um +5,9 % über denen des Vorjahres.3 Weiterhin sorgten vor allem steigende Zinsen für ungünstige Finanzierungsbedingungen und eine insgesamt nachlassende Nachfrage, sowohl aus dem In- wie auch Ausland. Unter diesen Gegebenheiten verringerte sich das nationale Bruttoinlandprodukt erstmals seit den letzten beiden Jahren preis- und kalenderbereinigt gegenüber dem Vorjahr um 0,1 %.4
Die diesbezüglichen Auswirkungen auf die Logistikbranche, fallen gleichfalls ungünstig aus. Der Logistik-Indikator der deutschen Logistikwirtschaft, welcher im Auftrag der Bundesvereinigung Logistik e.V. (BVL) von Seiten des ifo Institutes ermittelt wird, zeigte im vierten Quartal 2023 zwar eine insgesamt leichte Verbesserung des Geschäftsklimas, jedoch gehen die Befragten überwiegend von ungünstigen Geschäftsbedingungen aus. Rückläufige Nachfragen sowie weitverbreitet sinkende Auftragsbestände belasten die nationale Logistikbranche. Hinzu kommen wirtschaftspolitische Unsicherheiten, die insbesondere in Deutschland höher sind als anderswo. Im ersten Quartal 2024 bestätigte sich diese Einschätzung. Die Geschäftserwartungen der befragten Unternehmen trübten sich weiter ein. Handel und Industrie korrigierten ihre Einschätzungen zur aktuellen Lage erkennbar nach unten und zeigten sich somit weitverbreitet unzufrieden. Sachlogisch trifft diese Entwicklung den Logistikbereich mit etwas Verzögerung. Entlastend wirken die Aussichten auf eine zumindest allmählich gesamtwirtschaftliche Erholung im Laufe des Jahres 2024. Auch die geldpolitische Entwicklung, insbesondere das stabilisierte bzw. leicht gesunkene Preisniveau sowie die gegenüber dem Berichtsjahr 2023 gesunkenen Kreditzinsen versprechen eine Entspannung des wirtschaftlichen Handelns, wenn auch die weiteren Rahmenbedingungen anspruchsvoll bleiben. Experten rechnen mit spürbaren Entspannungen ohnehin erst in der zweiten Jahreshälfte 2024.5
I.2. Geschäftsmodell, Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

a) Geschäftsmodell

Unsere Gesellschaft erbringt ein breites Spektrum an Logistikdienstleistungen für Kunden aus verschiedenen Branchen. Daneben ist die TST Harburg GmbH eng in die Strukturen der TST-Gruppe eingebunden und trägt maßgeblich zu deren Wertschöpfung bei. Neben dem Angebot der reinen Lagerung von Gütern, betreibt die TST Harburg GmbH an ihrem Hauptstandort in Hamburg auch Dienstleistungen, wie das Reinigen von Industrieteilen. Insbesondere diese in den letzten Jahren getätigte Investition hat der Gesellschaft ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber den Mitbewerbern verschafft.

b) Geschäftsverlauf und Ertragslage

Mit dem Verlauf des Berichtsjahres sind wir äußerst zufrieden. Die Kundenbeziehungen konnten weiter ausgebaut und gefestigt werden. Die Leistungen wurden in kooperativer Zusammenarbeit mit unseren Kunden weiter optimiert. Der im Berichtsjahr erzielte Rohertrag in Höhe von 11,6 Mio. Euro. lag um 1,5 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Bei leicht rückläufigem Umsatz konnten wir insbesondere durch die Optimierung des Einsatzes von Fremdleistungen die diesbezüglichen Aufwendungen signifikant senken und u.a. so den sehr guten Rohertrag erzielen.

Die Personalaufwendungen lagen mit 2,5 Mio. Euro um etwa 0,4 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Bedingt ist dieser Anstieg insbesondere durch die allgemeine Erhöhung des Gehaltsniveaus. Die sich gegenüber dem Vorjahr ergebende Zunahme der Abschreibungen resultiert aus einem im Geschäftsjahr planmäßig rückabgewickelten Sale-and-Lease-Back-Geschäft. Im Rahmen dieses Geschäftes wurden im Jahre 2005 Immobilien am Hauptsitz der Gesellschaft zur Besicherung eines gewährten Bankkredits in eine eigens hierfür gegründete Kommanditgesellschaft überführt. Mit Ablauf der vereinbarten Grundmietzeit, erwarb unsere Gesellschaft die Mitunternehmeranteile zurück. Im gleichen Akt wurde die Kommanditgesellschaft aufgelöst und deren Vermögenswerte und Schulden im Rahmen der Anwachsung von unserer Gesellschaft übernommen und fortgeführt. In diesem Zusammenhang entfällt ein Großteil an Mietaufwendungen, weshalb im Bereich der sonstigen betrieblichen Aufwendungen u.a. deshalb eine Aufwandsreduktion von 0,3 Mio. Euro auf 6,8 Mio. Euro verzeichnet werden kann.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern konnte damit, trotz der immer noch in Deutschland, aber auch weltweit, schwächelnden Wirtschaft und hoher Inflationsraten, gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. Euro auf 1,5 Mio. Euro gesteigert werden. Unter Berücksichtigung der höheren Ertragsteuerbelastung (0,5 Mio. Euro; Vj. 0,2 Mio. Euro), ergab sich ein Jahresüberschuss in Höhe von 1,0 Mio. Euro (Vj. 0,3 Mio. Euro).

c) Vermögenslage

Wie in Vorjahren auch macht das Anlagevermögen mit 9,6 Mio. Euro 73,0 % der Bilanzsumme aus. Größere Investitionen ins Sachanlagevermögen mussten im Berichtsjahr nicht getätigt werden. Durch die zuvor bereits beschriebene Anwachsung im Zusammenhang mit dem Erwerb von Mitunternehmeranteilen an einer Kommanditgesellschaft und der Auflösung dieser, ergaben sich jedoch Änderungen in der Zusammensetzung des Anlagevermögens. Das bisher im Bereich der Finanzanlagen bilanzierte Mieterdarlehen gegenüber dieser Gesellschaft ist durch Konfusion im Rahmen der Anwachsung untergegangen. Demgegenüber wurden die von der KG übernommenen Gebäude und der Grund und Boden aktiviert und im Rahmen der Gesamtrechtsnachfolge fortentwickelt (siehe hierzu auch die Anmerkungen unter Punkt I.2. b)).
Das Umlaufvermögen reduzierte sich um 0,1 Mio. Euro auf 3,6 Mio. Euro. Größere Änderungen gegenüber dem Vorjahr ergaben sich hierbei insbesondere im Bereich der Forderungen gegenüber Dritten (-0,3 Mio. Euro), die sich aufgrund leicht rückläufiger Umsätze sowie stichtagsbedingt reduziert haben.

Das Eigenkapital ist durch die Thesaurierung des Jahresergebnisses um 1,0 Mio. Euro auf 10,1 Mio. Euro angestiegen. Die Eigenkapitalquote unserer Gesellschaft lässt sich zum Berichtsjahresende auf 76,5 % (Vj. 66,4 %) beziffern und liegt damit deutlich über den Werten des Branchendurchschnitts.

Das kurzfristige Fremdkapital (ohne Pensionsrückstellung) beläuft sich zum Ende des Berichtsjahres auf 3,0 Mio. Euro (Vj. 4,5 Mio. Euro) und beinhaltet im Wesentlichen Rückstellungen für Ertragsteuern (0,8 Mio. Euro) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (1,0 Mio. Euro). Die gegenüber dem Vorjahr höheren Steuerrückstellungen stehen in direktem Zusammenhang mit der deutlichen Ergebnisverbesserung im Berichtsjahr; die höheren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt und wurden im Folgejahr planmäßig und fristgerecht beglichen. Die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der TST-Gruppe verringerten sich hingegen im Vorjahresvergleich um 2,7 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro, primär durch Rückführung von Darlehen.

d)  Finanzlage und Finanzierung

Zum Berichtsjahresende beläuft sich der Finanzmittelfonds in Form des Bankbestands auf 0,3 Mio. Euro. Dies entspricht einem Anstieg um 0,2 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (0,1 Mio. Euro). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass im Berichtsjahr mit anderen TST-Gruppengesellschaften ein kreditinstitutsbezogener Cash-Pooling-Vertrag eingegangen wurde, im Zuge dessen liquide Mittel von der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH in Anspruch genommen wurden. Aus dem Cash-Pooling-Vertrag bestehen zum 31. Dezember 2023 Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio. Euro.

Der operative Zahlungsmittelzufluss (Jahresüberschuss zzgl. Zinsen und Abschreibungen) belief sich auf 1,8 Mio. Euro (Vj. 0,7 Mio. Euro). Positive Liquiditätseffekte resultierten zudem aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+0,5 Mio. Euro). Im Rahmen des Cash-Pooling wurden schließlich 0,3 Mio. Euro in Anspruch genommen. Gegenläufig wirkten sich zahlungswirksame Investitionen in Sachanlagen in Höhe von 0,3 Mio. Euro aus. Zudem wurden Darlehen gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von 2,4 Mio. Euro zurückgeführt.

Der Cashflow belief sich in Folge auf insgesamt +0,2 Mio. Euro.

Im Rahmen eines Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahrens (Cash-Pooling) stellen sich die Unternehmen der TST-Gruppe untereinander bei Bedarf Liquidität zur Verfügung. Hierdurch wird die Unabhängigkeit gegenüber außenstehenden Kreditgebern verringert und gleichzeitig die Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit auf geänderte Rahmenbedingungen verbessert.

Zum Berichtsjahresende wurden keinerlei Mittel aus dem Gruppenverbund-Finanzierungs-Verfahren in Anspruch genommen. Die Finanzierung der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr stets gesichert.

I.3. Beurteilung des Geschäftsjahresverlaufs durch die Geschäftsführung

Aus Sicht der Unternehmensleitung ist das Berichtsjahr sehr gut verlaufen. Trotz weiterhin schwieriger gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen konnten wir sowohl in Bezug auf die Umsatzerlöse als auch bezogen auf das Ergebnis vor Ertragsteuern unsere Planungsannahmen übertreffen.

Die im Vorjahr prognostizierten Umsatzerlöse wurden um rund 15,0 % übertroffen, der prognostizierte starke Umsatzrückgang ist nur in abgeschwächter Form eingetreten. Möglich war dieser positive Umstand insbesondere durch die sehr gute Entwicklung unserer Kunden. Die im Rahmen dieser Geschäfte zu verarbeitenden Mengen lagen höher als angenommen. In diesem Zusammenhang stiegen auch die Betriebsaufwendungen stärker als veranschlagt. Durch eingespielte und kontinuierlich weiterentwickelte Prozesse konnte jedoch ein überproportionaler Aufwandsanstieg vermieden werden. Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag schlussendlich mit 1,5 Mio. Euro um rund 34,0 % über Plan. Der im Vorjahr prognostizierte leichte Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern wurde folglich deutlich übertroffen.

I.4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für unsere interne Unternehmenssteuerung stellen die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis vor Ertragsteuern wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren dar.

II. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

II.1. Risikobericht (Risiken und Risikomanagement)

Es sind keine bestandsgefährdenden oder sonstigen Risiken mit wesentlichem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bekannt. Ungeachtet dessen unterliegt die Gesellschaft den folgenden allgemeinen Branchenrisiken:

· Für Haftungsrisiken bei Schadensfällen sind in ausreichendem Maße Versicherungen abgeschlossen.

·  Forderungsausfälle sind aufgrund der Kundenstruktur eher theoretischer Natur. Die Kunden unserer Gesellschaft verfügen nach unserer Einschätzung über höchste Bonität.

·  Kundenverluste: Die Zusammenarbeit mit unseren Kunden ist vertraglich langfristig geregelt, sodass wir keine kurzfristigen Kundenverluste erwarten. Zudem ist die Zusammenarbeit mit unseren Kunden von strategischer Natur, da wir immer mehr betriebskritische Prozesse von diesen übernehmen. Weiterhin sind die Beziehungen zu anderen TST-Gesellschaften, für die wir Leistungen erbringen, auf Langfristigkeit ausgelegt und wegen vergleichbarer Gesellschafterstruktur ist nicht davon auszugehen, dass diese Kundenbeziehungen gefährdet sind.

·  Arbeitsmarktsituation: Die kompetenten und engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen einen zentralen Faktor für den Unternehmenserfolg der Gesellschaft dar. Als Logistiker bewegen wir uns immer noch in einem Branchenumfeld, in dem die menschliche Arbeitskraft einen hohen Stellenwert genießt. Die Prozessqualität und schlussendlich der zahlenmäßige Erfolg werden zu einem wesentlichen Teil durch unser Personal bestimmt. Kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind daher von zentraler Bedeutung. Die Gesellschaften der TST-Gruppe stehen in einem hart umkämpften nationalen / internationalen Wettbewerb. Fachkräfte an sich binden und neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, vor allem für den Beruf des Lageristen / Staplerfahrers zu akquirieren, hat oberste Priorität. Im derzeitigen Arbeitsmarktumfeld mit einer Arbeitslosenquote von nur 5,7 %6 ist dies eine große Herausforderung, der wir uns allerdings gut gerüstet gegenübersehen. Die fortschreitende Digitalisierung erfordert von uns einen konsequenten Wandel. Neue Kompetenzprofile bei Mitarbeitern und Führungskräften werden permanent weiterentwickelt. Eine eigens ins Leben gerufene Recruiting-Abteilung innerhalb der TST-Gruppe verfolgt ganzjährig die Zielsetzung Mitarbeiterpotenziale zu identifizieren und durch gezielte Weiterbildungsmaßnahmen zu heben. Zudem wird von dort die Außenpräsenz zur Akquise neuer Mitarbeiter für die TST-Unternehmensgruppe gesteuert. Die TST-Gruppe forciert darüber hinaus vor allem die Berufsausbildung junger Menschen, die so direkt für eine Beschäftigung in unserer Gruppe begeistert werden können. Zudem ermöglicht uns die Berufsausbildung, Mitarbeiter nach unseren Qualitätsstandards individuell zu entwickeln.

·  Widerstandsfähigkeit der genutzten Informationsinfrastruktur: Dem Thema Datensicherheit sowie der Effizienz und Verlässlichkeit genutzter Informationsverarbeitungssysteme kommt in unserer heutig digitalisierten Welt ein hoher Stellenwert zu. Dessen sind wir uns mehr denn je bewusst, was sich auch in entsprechender Investitionstätigkeit im Gruppenverbund widerspiegelt. Der reibungslose Lagerbetrieb kann nur mit einer gut funktionierenden IT-Infrastruktur bewerkstelligt werden. Um diese auch zukünftig sicherstellen zu können, treiben wir die Entwicklung hier kontinuierlich weiter, um auf dem aktuellsten Stand zu sein.

·  Nationale / internationale gesundheitliche Krisenzustände: Die letzten Jahre, vor allem geprägt durch Einschränkungen der Corona-Pandemie, haben gezeigt, dass die weltweit vernetzten Wirtschaftsbeziehungen sehr sensibel auf solche Entwicklungen reagieren. Diesem Thema schenken wir auch weiterhin größte Aufmerksamkeit und das ungeachtet dessen, dass die größten Gefahren der Pandemie überwunden zu sein scheinen. Die Schulung strikter Hygienemaßnahmen und Kontrolle deren tatsächlicher Umsetzung, werden weiterhin überwacht.

·   Humanitäre / wirtschaftliche Krisen: Der geopolitische Konflikt in der Ukraine wie auch die aktuelle Krisensituation in Nahost verdeutlichen die so fern geglaubten Folgen, die militärische Konflikte mit sich bringen. Flüchtlingsströme und deren effiziente zielgerichtete Koordination bestimmen das politische und reale Leben in Deutschland. Weiterhin sehen wir uns seit gut einem Jahr mit Rohstoffknappheiten und ungekannten Preissteigerungen konfrontiert, denen wir uns in unserem unternehmerischen Handeln stellen müssen. Unser Geschäftsmodell wird u.a. deshalb kontinuierlich evaluiert und situationsbezogen an die sich neu einstellenden gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen angepasst.

II.2. Prognosebericht / Chancen

Ausgehend von den Zahlen des Berichtsjahres und der sich im Jahr 2024 abzeichnenden Tendenz, rechnen wir mit einem deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse. Aufwandsseitig gehen wir hingegen von weniger stark anziehenden Werten aus. Zum einen haben sich unsere Leistungsprozesse schon im Berichtsjahr immer weiter eingespielt, sodass wir im kommenden Jahr vermutlich die vollen Synergien heben können, zum anderen treiben wir auch an Stellen, die u.E. noch Verbesserungspotential bergen, die Prozessoptimierung kontinuierlich voran. Weiterhin werden wir Skalierungsmöglichkeiten, die sich im TST-Gruppenverbund ergeben, nutzen, um die die Kostenstruktur weiter zu verschlanken und zukunftsfähiger zu machen. Wir erwarten in Folge auch einen deutlichen Anstieg des Ergebnisses vor Steuern.

Größere Veränderungen in unserer bisherigen Kundenstruktur sind nicht zu erwarten. Unsere Dienstleistungen, mit der momentan vorhandenen aber auch zukünftig vielleicht weiter diversifizierten Kundenstruktur, erachten wir als absolut zukunftsfähig. Die Nachfrage nach Logistikdienstleistern, die wichtige Aufgaben in der Supply-Chain der Industrie- und Handelsunternehmen übernehmen, wächst stetig. Durch die mittlerweile umfangreiche Erfahrung und das Renommee als zuverlässiger und leistungsfähiger Logistikpartner haben wir uns stark am Markt positioniert und sind für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Insbesondere unseren Mitarbeiterinnen und unseren Mitarbeitern gegenüber sehen wir uns in dieser gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeit besonders verpflichtet. Unser unternehmerischer Erfolg sichert das Einkommen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Wohlstand deren Familien.

Mit Blick auf die bereits abgelaufenen Monate des Jahres 2024 sehen wir uns in unserer Prognoseeinschätzung bestätigt.

II.3. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Die Gesellschaft verfügt über einen solventen Kundenstamm. Forderungsausfälle sind die Ausnahme, da unsere Kunden überwiegend eine sehr gute Bonität besitzen. Potenzielle Neukunden werden im Vorfeld auf Bonität geprüft. Ein aktives Forderungsmanagement zur Reduzierung von Ausfällen ist geübte Praxis.

Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien verschiedener Banken. Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes bedeutsame Handelsgeschäft ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen und entsprechende Gegenmaßnahmen eingeleitet.

 

Hamburg, den 27. Juni 2024

gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer

gez. Dirk Baumann, Geschäftsführer



1 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197039/umfrage/veraenderung-des-weltweiten-bruttoinlandsprodukts/ [12.04.2024, 15:25h].
2 Vgl. Statista: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/248024/umfrage/inflationsrate-weltweit/ [12.04.2024, 15:35h].
3 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.html [12.04.2024, 15:50h].
4 Vgl. D-Statis: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf?__blob=publicationFile [12.04.2024, 16:14h].
5 Vgl. BVL: *BVL_Logistikindikator_2023_Q4_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io); *BVL_ifo_Logistikindikator_2024_Q1_Kommentar_ifo.pdf (tst-group.io) [17.04.2024, 10:38].
6 Vgl. Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023 [17.04.2024, 14:07h]

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.620.488,30 10.036.230,08
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64.403,00 2.586,00
II. Sachanlagen 9.531.085,30 1.046.249,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.775.882,99 341.339,00
2. technische Anlagen und Maschinen 247.311,00 303.081,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 479.032,00 350.629,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.859,31 51.200,00
III. Finanzanlagen 25.000,00 8.987.395,08
1. Beteiligungen 25.000,00 30.000,00
2. Sonstige Finanzanlagen 0,00 8.957.395,08
B. Umlaufvermögen 3.566.198,51 3.674.988,31
I. Vorräte 590.336,93 474.831,76
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.718.277,53 3.108.197,65
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.066.095,48 1.087.262,94
2. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 507.016,16 685.715,43
3. sonstige Vermögensgegenstände 1.145.165,89 1.335.219,28
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 257.584,05 91.958,90
C. Rechnungsabgrenzungsposten 999,90 2.999,94
Aktiva 13.187.686,71 13.714.218,33

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 10.088.961,50 9.106.737,52
I. Gezeichnetes Kapital 7.720.000,00 7.720.000,00
II. Gewinnvortrag 1.386.737,52 1.051.745,50
III. Jahresüberschuss 982.223,98 334.992,02
B. Rückstellungen 1.557.993,15 835.877,71
C. Verbindlichkeiten 1.540.732,06 3.771.603,10
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 200.011,19 849.693,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen 344.316,36 2.416.864,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 996.404,51 505.045,68
Passiva 13.187.686,71 13.714.218,33

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.603.786,14 10.226.991,89
2. Personalaufwand 2.500.415,28 2.096.741,42
a) Löhne und Gehälter 2.046.205,71 1.713.339,93
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 454.209,57 383.401,49
davon für Altersversorgung 4.868,35 3.420,00
3. Abschreibungen 741.261,35 288.558,21
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 741.261,35 288.558,21
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.767.391,15 7.178.577,38
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 26.497,93 24.555,26
davon aus verbundenen und nahestehenden Unternehmen 25.164,93 24.555,26
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 72.603,08 86.857,18
davon an verbundene und nahestehende Unternehmen 55.499,85 68.664,66
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 526.727,00 226.554,00
8. Ergebnis nach Steuern 1.021.886,21 374.258,96
9. sonstige Steuern 39.662,23 39.266,94
10. Jahresüberschuss 982.223,98 334.992,02

Anhang

I Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die TST Harburg GmbH, Hamburg, ist im Handelsregister beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 6246 eingetragen.

II Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB und das GmbHG in der jeweils gültigen Fassung beachtet. Die Form der Darstellung, insbesondere die Gliederung des Jahresabschlusses, entspricht § 266 HGB für die Bilanz und § 275 Abs. 2 HGB für die Gewinn- und Verlustrechnung (Gesamtkostenverfahren).

Zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Jahresabschlusses wurden Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen sowie zugehörige Zinserträge und Zinsaufwendungen separat ausgewiesen. Als nahestehende Unternehmen wurden hierbei operativ tätige Unternehmen definiert, an denen die Gesellschafter der TST GmbH, Worms, direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt sind ("TST-Gruppe") und die nicht die Voraussetzungen eines verbundenen Unternehmens erfüllen.

Die TST Harburg GmbH hielt zum 31. Dezember 2022 94,0 % der Kommanditanteile an der Aulos Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG (nachfolgend: Aulos KG), Mainz. Mit Wirkung zum 1. Januar 2023 wurden die verbleibenden 6,0 % der Anteile an der Aulos KG erworben und die Komplementärin der Aulos KG ist gleichzeitig ausgeschieden. Das Vermögen und die Schulden der Aulos KG sind in Folge zum 1. Januar 2023 der alleinigen Kommanditistin TST Harburg GmbH angewachsen, sodass die Vergleichbarkeit des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich ist.

In der Vergangenheit hatte die TST Harburg GmbH Gebäude und Grundstücke am Standort Konsul-Ritter-Straße 15-17, Hamburg, im Rahmen einer Sale-and-lease-back-Vereinbarung an die Aulos KG veräußert. Neben den laufenden Monatsmieten leistete die Gesellschaft an die Aulos KG Zahlungen im Rahmen eines ausgereichten Mieterdarlehens. Die Darlehensansprüche der TST Harburg GmbH beliefen sich zum 31. Dezember 2022 auf TEuro 8.957. Im Zusammenhang mit der im vorherigen Abschnitt dargestellten Anwachsung zum 1. Januar 2023 ist der Darlehensanspruch durch Konfusion erloschen. Die Vermögensgegenstände und Schulden der Aulos KG wurden anschließend zum 1. Januar 2023 zu Buchwerten in die TST Harburg GmbH übernommen. Die Buchwerte der Immobilien der Aulos KG entsprachen zum 1. Januar 2023 dem im Rahmen der Anwachsung untergehenden Mieterdarlehen der TST Harburg GmbH (Aktivtausch), sodass sich bilanziell das Finanzanlagevermögen (Mieterdarlehen) reduzierte und das Sachanlagevermögen (Grundstück und Gebäude) korrespondierend (zuzüglich Grunderwerbsteuer) erhöhte. Im Hinblick auf die Ertragslage stehen im Geschäftsjahr 2023 den entfallenden Mietaufwendungen (Vj. TEuro 701) höhere Abschreibungen (TEuro 655) gegenüber. Die Finanzlage war durch die Transaktion nicht wesentlich beeinflusst.

III Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungs- dauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des immateriellen Anlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, ausgewiesen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden zeitanteilig vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Einzelanschaffungskosten bis EUR 800,00 wurden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips zu Anschaffungskosten bewertet. Für die Ermittlung der Anschaffungskosten von Verpackungsmaterial und Ersatzteilen wird das Verbrauchsfolgeverfahren nach der Fifo-Methode angewendet. Die Anschaffungskosten der Palettenbestände werden auf Basis eines Perioden-Durchschnittswertes ermittelt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nennwerten bewertet. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf die Nettoforderungen Rechnung getragen.

Der Ansatz des Kassenbestandes sowie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nominalwert.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die wirtschaftlich dem folgenden Geschäftsjahr zuzurechnen sind.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde anhand eines versicherungsmathematischen Gutachtens nach der "projected unit credit method", dem nach internationaler Rechnungslegung angewandten Anwartschaftsbarwertverfahren, ermittelt. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
· Pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren · Durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,83 % (Vj. 1,79 %), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde · Rententrend von 2,00 % (Vj. 2,00 %)
· Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"
Die Gesellschaft hat von dem Wahlrecht des Art. 67 Abs. 1 EGHGB Gebrauch gemacht. Der Betrag der in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen beläuft sich zum Abschlussstichtag auf TEuro 4 (Vj. TEuro 7). Die jährliche Mindestauflösung von 1/15 des Ursprungsbetrages von TEuro 51 beläuft sich somit auf TEuro 3.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,75 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEuro 1. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Allen am Bilanzstichtag bestehenden Risiken ist, soweit sie bis zur Erstellung des Jahres­abschlusses erkennbar waren, durch Bildung ausreichender Rückstellungen Rechnung getragen. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag.

IV Angaben zu den einzelnen Posten der Bilanz

Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im Geschäftsjahr sind auf der folgenden Seite dargestellt:


Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-,
Herstellungs-
kosten
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
77.459,13
64.000,00
0,00
0,00
141.459,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
77.459,13
64.000,00
0,00
0,00
141.459,13
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
1.109.717,75
9.012.714,00
0,00
0,00
10.122.431,75
2. technische Anlagen und Maschinen
8.998.719,15
43.250,19
66.437,82
0,00
8.975.531,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
3.206.736,91
253.958,15
49.875,29
0,00
3.410.819,77
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
51.200,00
28.859,31
51.200,00
0,00
28.859,31
Summe Sachanlagen
13.366.373,81
9.338.781,65
167.513,11
0,00
22.537.642,35
III. Finanzanlagen





1. Beteiligungen
30.000,00
0,00
5.000,00
0,00
25.000,00
2. sonstige Ausleihungen
8.957.395,08
0,00
8.957.395,08
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
8.987.395,08
0,00
8.962.395,08
0,00
25.000,00
Summe Anlagevermögen
22.431.228,02
9.402.781,65
9.129.908,19
0,00
22.704.101,48

kumulierte
Abschreibung
01.01.2023
EUR
Abschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
kumulierte
Abschreibung
31.12.2023
EUR
Anlagevermögen





I. Immaterielle Vermögensgegenstände





entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
74.873,13
2.183,00
0,00
0,00
77.056,13
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
74.873,13
2.183,00
0,00
0,00
77.056,13
II. Sachanlagen





1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
768.378,75
578.170,01
0,00
0,00
1.346.548,76
2. technische Anlagen und Maschinen
8.695.638,15
53.639,19
21.056,82
0,00
8.728.220,52
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
2.856.107,91
107.269,15
31.589,29
0,00
2.931.787,77
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Sachanlagen
12.320.124,81
739.078,35
52.646,11
0,00
13.006.557,05
III. Finanzanlagen





1. Beteiligungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
2. sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Finanzanlagen
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
Summe Anlagevermögen
12.394.997,94
741.261,35
52.646,11
0,00
13.083.613,18

Zuschreibung
Geschäftsjahr
EUR
Buchwert
Geschäftsjahr
31.12.2023
EUR
Buchwert
Vorjahr
31.12.2022
EUR
Anlagevermögen



I. Immaterielle Vermögensgegenstände



entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
0,00
64.403,00
2.586,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände
0,00
64.403,00
2.586,00
II. Sachanlagen



1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
0,00
8.775.882,99
341.339,00
2. technische Anlagen und Maschinen
0,00
247.311,00
303.081,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
0,00
479.032,00
350.629,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
0,00
28.859,31
51.200,00
Summe Sachanlagen
0,00
9.531.085,30
1.046.249,00
III. Finanzanlagen



1. Beteiligungen
0,00
25.000,00
30.000,00
2. sonstige Ausleihungen
0,00
0,00
8.957.395,08
Summe Finanzanlagen
0,00
25.000,00
8.987.395,08
Summe Anlagevermögen
0,00
9.620.488,30
10.036.230,08


Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind, wie im Vorjahr, allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEuro 1.066 (Vj. TEuro 1.087) enthalten Forderungen gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEuro 1.062 (Vj. TEuro 1.084). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten Forderungen aus Darlehen (TEuro 1.062; Vj. TEuro 1.037) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 4; Vj. TEuro 8). Im Vorjahr waren zudem Forderung aus der umsatzsteuerlichen Organschaft in Höhe von TEuro 42 enthalten.

In den Forderungen gegen nahestehende Unternehmen in Höhe von TEuro 507 (Vj. TEUR 686) sind analog zum Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere Rückstellungen für Ausgleichsansprüche aus Palettenkonten. Zudem bestehen Rückstellungen für ausstehende Urlaubs- und Überstundenansprüche, Schadensfälle, Grunderwerbsteuer, ausstehende Rechnungen, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jahresabschlusskosten.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten sind im nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel im Ein­zelnen dargestellt:

Art der Verbindlichkeit zum
Gesamtbetrag
davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023

< 1 Jahr
> 1 Jahr
davon > 5 Jahre

TEuro
TEuro
TEuro
TEuro
aus Lieferungen und Leistungen
954
954
0
0
gegenüber verbundenen Unternehmen
200
200
0
0
gegenüber nahestehenden Unternehmen
344
344
0
0
sonstige Verbindlichkeiten
42
42
0
0
Summe
1.540
1.540
0
0


Die Verbindlichkeiten waren im Vorjahre ebenso allesamt innerhalb eines Jahres fällig.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEuro 200 (Vj. TEuro 850) beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von TEuro 166 (Vj. -). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (TEuro 166; Vj. -) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 34; Vj. TEuro 696). Im Vorjahr bestanden zudem Verbindlichkeiten aus Darlehen in Höhe von TEuro 154.

In den Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Unternehmen in Höhe von TEuro 344 (Vj. TEuro 2.417) sind Verbindlichkeiten aus Darlehen (TEuro 321; Vj. TEuro 2.329) sowie aus Lieferungen und Leistungen (TEuro 23; Vj. TEuro 88) enthalten.

V Angaben zu den einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellung in Höhe von TEuro 2 (Vj. TEuro 4).

VI Sonstige Angaben

Von den Erleichterungen des § 288 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB
Die TST Harburg GmbH und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für eingeräumte Kreditlinien (inkl. Avalbürgschaften) und Darlehen über TEuro 18.750, welche zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEuro 1.033 durch die Gesellschaft und in Höhe von TEuro 2.814 durch andere Unternehmen der TST-Gruppe in Anspruch genommen wurden. Aufgrund der finanziellen Situationen der in dem vorgenannten Kreditvertrag unter gesamtschuldnerischer Mithaftung einbezogenen Unternehmen, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme der Gesellschaft derzeit nicht zu rechnen.

Die TST Harburg GmbH nimmt als Cash-Pool-Teilnehmer zudem am Cash-Pool der TST-Gruppe teil. Die Gesellschaft und weitere Unternehmen der TST-Gruppe haften gesamtschuldnerisch für Kreditverbindlichkeiten aus dem Cash-Pool. Zum 31. Dezember 2023 weisen die Cash-Pool-Konten der Cash-Pool-Trägerin TST GmbH Guthaben aus.
Aufgrund der finanziellen Situationen der am Cash-Pool teilenhmenden Gruppengesellschaften, ist mit einer diesbezüglichen Inanspruchnahme  derzeit nicht zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB
Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausstehende Verpflichtungen aus Leasingverträgen (Transportgeräte und technische Anlagen) in Höhe von TEuro 2.450.

Zudem beliefen sich die Aufwendungen aus Dauermietverträgen für Gebäude im Geschäftsjahr 2023 auf TEuro 1.895. Die zugehörigen Mietverträge haben eine Laufzeit von 2 bis 8 Jahren.

Personalbestand
Der durchschnittliche Personalbestand entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Arbeitnehmergruppen
2023
2022
Gewerbliche Arbeitnehmer
42
39
Kaufmännische und technische Arbeitnehmer
16
15

58
54


Einzelvertretungsberechtigter und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreiter Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr Herr Frank Schmidt (der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung). Die Angabe über die Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Gewinnverwendungsvorschlag
Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Unternehmen
Anteil
Eigenkapital
Jahresergebnis

am Kapital
31.12.2023
2023

in %
TEuro
TEuro
FM Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH, Worms
100,0
23
-2



Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag
Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben.

 

Worms, den 27. Juni 2024

gez. Frank Schmidt, Geschäftsführer

gez. Dirk Baumann, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2024 festgestellt.

Angaben zur Ergebnisverwendung:
Der Jahresüberschuss 2023 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die TST Harburg GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der TST Harburg GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der TST Harburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der beigefügte Lagebericht vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetztlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für alle Kaufleute geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der ISA durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Landau, 27. Juni 2024


PALATAX GmbH



Wirtschaftsprüfungsgesellschaft


gez. Arnold

gez. Konrath

Wirtschaftsprüfer

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  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
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