SATURIA GmbH KapitalverwaltungsgesellschaftAschheimJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Bilanz zum 31. Dezember 2024AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
ANHANG FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft hat ihren Sitz in Aschheim. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 204710 eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS UND ZU DEN BILAN- ZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN 1. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wird nach den Vorschriften des Kapitalanlagegesetzbuches (KAGB), des Kreditwesengesetzes (KWG) und des Handelsgesetzbuches (HGB) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Bilanz- und Gewinn- und Verlustrechnung sind nach den Vorgaben der Formblätter der RechKredV gegliedert. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Barreserven und Forderungen an Kreditinstitute werden zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen an Kunden und sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Sofern notwendig, werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Beteiligungen werden mit den jeweiligen Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Bewertung der immateriellen Anlagewerte und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten abzgl. planmäßiger Abschreibungen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend dem Zeitablauf. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellungen und die anderen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). III. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ 1. Barreserven Bei der Barreserve handelt es sich um den Kassenbestand der SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft. 2. Forderungen an Kunden Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. 3. Beteiligungen Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der 3. PAMIRA Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 19.316,59, das Ergebnis 2023 der 3. PAMIRA Verwaltungs GmbH beträgt € 1.554,52. Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der CAVISTA Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 19.744,48, das Ergebnis 2023 der CAVISTA Verwaltungs GmbH beträgt € 1.644,44. Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der SOMA Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 26.314,20, das Ergebnis 2023 der SOMA Verwaltungs GmbH beträgt € 10.280,63. Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der MYTHRAS Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 30.215,05, das Ergebnis 2023 der MYTHRAS Verwaltungs GmbH beträgt € 17.161,82. Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der CORSO Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 26.634,21, das Ergebnis 2023 der CORSO Verwaltungs GmbH beträgt € 5.947,48. Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der CANTOA Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 18.244,90, das Ergebnis 2023 der CAN- TOA Verwaltungs GmbH beträgt € 3.205,83. Die Gesellschaft besitzt 100 % der Anteile an der ACF Verwaltungs GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 16.250,19, das Ergebnis 2023 der ACF Verwaltungs GmbH beträgt € 3.740,78. Die Gesellschaft besitzt 49 % der Anteile an der SATURIA Asset Management GmbH, Aschheim. Das Eigenkapital der Gesellschaft beläuft sich gemäß dem Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 auf € 1.041.306,52, das Ergebnis 2023 der SATURIA Asset Management GmbH beträgt € 795.965,13. Sämtliche Beteiligungen sind weder börsenfähig noch börsennotiert. 4. Sachanlagen In den Sachanlagen sind Betriebs- und Geschäftsausstattungen i. H. v. TEUR 14 enthalten. 5. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Kautionen für die Mieträume in Höhe von T€ 21 sowie Körperschaft- und Gewerbesteuersteuerforderungen in Höhe von T€ 136. 6. Sonstige Verbindlichkeiten Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer in Höhe von T€ 36 und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer in Höhe von T€ 25. Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2024
IV. ANGABEN UND ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 1. Laufende Erträge aus Beteiligungen Die Position betrifft erhaltene Ausschüttungen aus den Beteiligungen an der SOMA Verwaltungs GmbH, der CORSO Verwaltungs GmbH, der MYTHRAS Verwaltungs GmbH und der SATURIA Asset Management GmbH. 2. Aufteilung nach geographischen Märkten Die Provisionserträge und die sonstigen betrieblichen Erträge werden ausschließlich im Inland erzielt. 3. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen den geldwerten Vorteil für die KFZ-Nutzung von Mitarbeitern in Höhe von T€ 53 und Kostenweiterbelastungen an die SATURIA Asset Management GmbH in Höhe von T€ 86. V. Sonstige Angaben 1. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 5 (Vj. 5) Angestellte beschäftigt. 2. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Berichtspflichtige Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von T€ 116 (Vj. T€ 172). 3. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Für das Geschäftsjahr wurden folgende Entgelte für Leistungen berechnet, die von der LM Audit & Tax Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft GmbH erbracht wurden:
4. Geschäfte mit nahestehenden Personen Im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft werden Geschäfte mit als nahestehend anzusehenden Unternehmen und Personen zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen. 5. Geschäftsführung Bezüglich der Gesamtbezüge wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Geschäftsführer: Herr Gerd Dombrowski, Kaufmann, einzelvertretungsberechtigt Frau Kerstin Gnirk, Kauffrau, einzelvertretungsberechtigt 6. Aufsichtsrat Bezüglich der Gesamtbezüge wurde von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht. Aufsichtsrat: Herr Andreas Tränkler, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater (Vorsitzender) Herr Rüdiger Weitzel, Vorstand der ERWE Immobilien AG (stv. Vorsitzender) Herr Prof. Dr. Jürgen Mertes, Wirtschaftsprüfer/Steuerberater 7. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet. 8. ErgebnisverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss zum 31.12.2024 beträgt € 482.192,87. Der Gewinnvortrag aus dem Vorjahr zum 31.12.2023 beträgt € 313.888,48. Zusammen stehen also € 796.081,35 für Ausschüttungen zur Verfügung. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, von diesem Betrag einen Betrag in Höhe von € 400.000,00 auszuschütten.
Aschheim, den 28. März 2025 Frau Kerstin Gnirk Herr Gerd Dombrowski Entwicklung des Anlagevermögens der SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft, Aschheim für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft, Aschheim Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft, Aschheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft, Aschheim, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 28. Mai 2025 LM Audit & Tax GmbH Tobias Igl, Wirtschaftsprüfer FESTSTELLUNG DES JAHRESABSCHLUSSES FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR VOM 01. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2024 Der Jahresabschluss zum 31.12.2024 wurde am 30.06.2025 festgestellt. Lagebericht 2024der SATURIA GmbH KapitalverwaltungsgesellschaftAschheimGliederung 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens 1.2. Ziele und Strategien 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 2.2. Geschäftsverlauf 2.3. Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage d) Gesamtaussage 3. Prognosebericht 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht 4.2. Chancenbericht 4.3. Gesamtaussage 1. Grundlagen des Unternehmens 1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft (nachfolgend SATURIA oder KVG) ist als externe Kapitalverwaltungsgesellschaft verantwortlich für eine Anzahl geschlossener inländischer AIF (Alternativ Investment Funds) und deren Objektgesellschaften. Die der SATURIA dabei übertragenen Aufgaben bestehen vorherrschend in den Bereichen Portfoliomanagement und Risikomanagement. Die Gesellschaft ist somit neben administrativen Aufgaben insbesondere mit dem operativen Management der im Besitz der Objektgesellschaften befindlichen Immobilien beauftragt und erhält für die Geschäftsbesorgung der Gesellschaften eine Vergütung, die sich je nach Umfang und Größe der einzelnen AIF und Objektgesellschaften berechnet. 1.2. Ziele und Strategien Die Strategie der SATURIA basiert auf folgenden Zielvorgaben: Optimierung der Geschäftsprozesse und Kundenzufriedenheit Die SATURIA versteht sich als Dienstleister für die zahlreichen Anleger der AIF und deren verwalteten Assets. Daraus folgt, dass die Kundenzufriedenheit in bestmöglichem Maß erfüllt und die wirtschaftlichen Ziele durch professionelles Handeln erreicht werden können. Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden, wird die SATURIA auch zukünftig darauf Wert legen, dass sowohl die für sie tätigen Mitarbeiter als auch die zur Bewältigung der einzelnen Aufgaben eingesetzten technischen Systeme die an sie gestellten Aufgaben in jeder Hinsicht erfüllen. Neben diesen übergeordneten Zielen steht insbesondere die planmäßige Beendigung der laufenden Liquidationsverfahren von drei AIF im Vordergrund der operativen Tätigkeiten. Ergänzend dazu wird verstärkt den gekündigten Beteiligungsverhältnissen der Anleger und den damit häufig korrespondierenden Immobilienverkäufen Beachtung geschenkt, so dass dieser Entwicklung erhöhte Priorität eingeräumt wird. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist in Deutschland im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,2% gesunken, trotz vorheriger optimistischer Prognosen von +0,6%. Die erhoffte Erholung nach der Corona-Pandemie und Energiekrise blieb aus. Hohe Energiepreise, gesunkene Kapazitätsauslastung und Arbeitsproduktivität drücken auf die Wettbewerbsfähigkeit und dämpfen in Zeiten einer überdurchschnittlich hohen Unsicherheit die Investitionsbereitschaft. Für das Jahr 2025 deuten die Prognosen auf eine Wachstumsrate von 0.4% hin, was die strukturell begründete Wachstumsschwäche verdeutlicht. Der Arbeitsmarkt blieb trotz der schwachen Konjunktur robust. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg über das Jahr 2024 zwar mit 0,2% im Vergleich zum Vorjahr noch leicht, aber im dritten Quartal zeigte sich bereits ein leichter Rückgang (-0,1% im Vorjahresquartalsvergleich). Erwerbstätigkeitszuwächse bei den Dienstleistungen (+0,4%), insbesondere im öffentlichen Dienst (+1,5%), konnten die deutlichen Verluste im Produzierenden Gewerbe (-0,6%) und im Baugewerbe (-1,1%) nicht aufwiegen. Der Anstieg der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten war im Jahr 2024 ausschließlich auf die Zunahme der Teilzeitbeschäftigung zurückzuführen. Ihr Anteil erhöhte sich auf 30,6%, während die Vollzeitbeschäftigung etwas zurückging. Das Beschäftigungswachstum der Vergangenheit dürfte im Jahr 2025 zum Erliegen kommen, auch da nach und nach geburtenstarke Jahrgänge in den Ruhestand eintreten werden. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote, d.h. der Anteil aller Arbeitslosen an den zivilen Erwerbspersonen nach der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), stieg laut vorläufiger Schätzung des Statistischen Bundesamts im Jahresdurchschnitt von 2,8% (2023) auf 3,2% (2024). Laut Bundesagentur für Arbeit waren im Dezember 2024 knapp 2,79 Mio. Menschen nach dem SGB III arbeitslos gemeldet. Zudem ist die Unterbeschäftigung gegenüber 2023 um 130.000 auf 3,59 Mio. Personen gestiegen. Ein weiteres Signal der Eintrübung auf dem Arbeitsmarkt war der Anstieg der Kurzarbeit von 241.000 (2023) auf 320.000 Personen (2024). Die Inflation war 2024 mit 2,2% im Vorjahresvergleich deutlich niedriger als 2023 (6,0%) und näherte sich dem mittelfristigen Ziel der EZB von 2% an. Anfang 2023 lag der Anstieg des Verbraucherpreisindex noch bei 8,7%, doch im Januar 2024 sank die Inflation auf 2,9%. Im weiteren Verlauf des Jahres reduzierte sich der Preisanstieg weiter bis auf 1,6% im September und stieg anschließend bis Dezember 2024 auf 2,6%. Das Sparverhalten der Verbraucher und der zurückhaltende Konsum schränkten den Preissetzungsspielraum für die Unternehmen im Jahre 2024 ein. Die Teuerung zeigt sich vor allem in den Dienstleistungen. Hier wurden die starken Lohnanstiege auf die Preise umgelegt. Dämpfend wirkten hingegen die gesunkenen Energiepreise. Im September 2024 lagen die Preise für Energieträger 7,6% unter denen des Vorjahres. Dieser Rückgang schwächte sich anschließend ab. Gegenüber 2020 lagen die Preise für Haushaltsenergie allerdings um 51,9% höher. Für das Jahr 2025 erwarten die Prognosen im Schnitt eine Inflationsrate von 2,1%. Die Finanzierungsbedingungen haben sich über das Jahr 2024 hinweg leicht verbessert. Dafür sorgten eine Lockerung der Geldpolitik der EZB und die gesunkene Inflation. Später als vom Markt erwartet reduzierte die EZB im Juni den seit September 2023 bei 4,5% liegenden Leitzins auf 4,25% und dann sukzessive auf 3,15% im Dezember 2024. Mit der sinkenden Inflation und der Inflationserwartung für das Jahr 2025 dürfte die EZB die Leitzinsen im Jahr 2025 weiter senken und somit positive Wachstumsimpulse für die deutsche Wirtschaft setzen. Die Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte für den Wohnungsbau erfuhr im Jahr 2023 einen Trendbruch: Das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr lag mit 2,9% deutlich niedriger als 2022 (6,6%). 2024 erreichte das durchschnittliche Wachstum in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nur 1,2%. Von Quartal zu Quartal gesehen zeigt sich aber ein erster Lichtblick: Im ersten Quartal betrug die Zunahme lediglich 0,1%, stieg dann leicht auf 0.3% im zweiten und 0,4% im dritten Quartal. Nominal lag das Volumen ausstehender Wohnungsbaukredite im dritten Quartal bei 1.816 Mrd. Euro. Die Bauwirtschaft war im Vergleich mit anderen Wirtschaftssektoren am stärksten vom Rückgang der Bruttowertschöpfung betroffen, zuletzt mit einem Minus von knapp 5% im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Vor allem die Produktion im Hochbau setzte ihren Abwärtstrend fort auf ein ähnliches Niveau wie Anfang 2018. Der Wohnungsbau verzeichnete erneut weniger Auftragseingänge. Im ersten Halbjahr 2024 lagen sie durchschnittlich 5,69% unter denen des ersten Halbjahrs 2023. Nach dem besorgniserregenden Auftragseinbruch im Wohnungsbau im Jahr 2022 mit über 15% und knapp 20% im Folgejahr 2023 befand sich das Volumen der Auftragseingänge im Jahr 2024 auf dem Niveau von vor zehn Jahren. Die leichte Stabilisierung der Auftragseingänge im zweiten Halbjahr 2024 dürfe sich aufgrund der Lockerung der Geldpolitik und der weniger stark ansteigenden Baukosten (-1% in 2025) weiter fortsetzen. Ab Mitte des Jahres 2025 dürften sich die Wohnungsbauinvestitionen erholen. Die Wirtschaftspolitik der nächsten Bundesregierung sollte bessere Bedingungen für Wettbewerbsfähigkeit, Investitionen und Innovationen schaffen, um die Strukturkrise Deutschlands zu lösen. Neben einer Reform der Unternehmensbesteuerung bedarf es Investitionen in die Infrastruktur. Um Investitionen im Bausektor zu stärken, bieten steuerliche Maßnahmen (Reduktion der Grunderwerbsteuersätze, Aufkommensneutralität der Grundsteuerreform, Absetzung von Kosten für die energetische Sanierung) zusätzliche Anreize, ebenso eine Nicht-Verlängerung der Mietpreisbremse und das Belohnen der Sanierung von Immobilen mit den schlechtesten Energieeffizienzen im Rahmen der EU-Taxonomie. Quelle: ZIA - Frühjahrsgutachten Immobilienwirtschaft 2025 2.2. Geschäftsverlauf Im Berichtsjahr 2024 fielen die Provisionserträge etwas niedriger aus als im Vorjahr. In Zahlen ausgedrückt, wurden im Berichtsjahr Provisionserträge von rd. 1,52 Mio. EUR erwirtschaftet, dem gegenüber stehen Provisionserträge in Höhe von 1,61 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023. Die Zahl der verwalteten Fonds blieb mit sechs Gesellschaften unverändert zum Vorjahr. Die im Lagebericht des Vorjahrs geäußerte Feststellung, langanhaltender Prüfungs- und Finanzierungsprozesse bei der Veräußerung von einzelnen Immobilien oder deren Finanzierung, hatte auch im Geschäftsjahr 2024 Bestand. Auch hier zeigte sich die Zurückhaltung der Investoren und der Banken in Zeiten politisch und wirtschaftlicher Verunsicherung, die auf die operativen Geschäftsprozesse einwirkte und konkrete Planungen beeinflusste. 2.3. Lage a) Ertragslage Die auch im Geschäftsjahr 2024 stabile Geschäftsentwicklung der SATURIA führte zu einer positiven und unverändert soliden Ertragslage der Gesellschaft. Auf Basis, der mit den sechs AIF bestehenden Geschäftsbesorgungsverträge konnten im abgelaufenen Berichtsjahr Provisionserträge von rd. 1,52 Mio. EUR erzielt werden. Die bereits seit längerem andauernden Liquidationsverfahren der beiden AIF „ECG Immobilienfonds GmbH & Co. KG i. L.“ sowie „SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG i. L." konnten im Laufe des Berichtsjahres entgegen den allgemeinen Erwartungen aufgrund der Abarbeitung der noch steuerlich relevanten Sachverhalte weiterhin nicht abgeschlossen werden. Während die Beendigung des Liquidationsverfahrens des AIF „ECG Immobilienfonds GmbH & Co. KG i. L.“ trotz einvernehmlicher Zusammenarbeit mit dem Finanzamt nicht vor Ende des 3. Quartals 2025 erfolgen wird, konnte jedoch für die „SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG i. L.“ die Liquidationsschlussbilanz zum 31.12.2024 erstellt werden. Die Auszahlung der restlichen verfügbaren freien Liquidität und die Löschung der Gesellschaft soll spätestens bis zum 30.06.2025 erfolgen. Die mit dem Ende der Liquidation einhergehende Reduzierungen der Erträge wird zu keinen einschneidenden wirtschaftlichen Entwicklungen der KVG führen. Eine weitere Komponente, die zu der positiven Entwicklung der Ertragslage beiträgt, sind neben den Erträgen aus der Geschäftsbesorgung, die Erträge aus Beteiligungen in Form von Ausschüttungen der Beteiligungsgesellschaften. Diese betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 427 TEUR (Vorjahr: 202 TEUR). Darüber hinaus erfolgte eine Kostenumlage der SATURIA Asset Management GmbH zugunsten der KVG in Höhe von 86 TEUR (Vorjahr: 80 TEUR). Im Geschäftsjahr 2024 erhöhten sich, nach einer Reduzierung im Vorjahr, die Personalkosten und lagen über dem Niveau des Jahres 2022. Die Personalkosten betrugen im Berichtsjahr 1.001 TEUR und erhöhten sich somit um rd. 17 TEUR gegenüber dem Vorjahr (984 TEUR) und um ca. 9 TEUR gegenüber dem Jahr 2022. Die Kosten der Verwaltung erfuhren ebenfalls in Summe eine Kostensteigerung. Einige Positionen konnten gesenkt werden, wie z. B. die Kostenposition „IT“ um rd. 15 TEUR, wohingegen sich im gleichen Zeitraum andere Kosten, wie insbesondere die Portokosten erhöhten. Im Ergebnis stiegen die Verwaltungskosten auf rd. 570 TEUR gegenüber 549 TEUR im Vorjahr. Maßgebend war die Erhöhung der Mieten für Büroräume um rd. 21 TEUR. Erfreulicherweise blieben die Kosten für Versicherungsleistungen im abgelaufenen Jahr nahezu konstant (rd. 80 TEUR), was als Ausdruck des Vertrauens der Versicherer, insbesondere der Cyber-Risk-Versicherung gewertet werden darf, da die SATURIA auch im Berichtsjahr intensive Vorkehrungen unternahm, um einen möglichen Schadenseintritt zu verhindern. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr (100 EUR) um rd. 1.100 EUR auf rd. 1.200 EUR. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr und betrug 514 TEUR (Vorjahr: 407 TEUR). Der Jahresüberschuss betrug rund 482 TEUR (Vorjahr: 347 TEUR) und erhöhte sich somit um rd. 135 TEUR. b) Finanzlage Die Finanzlage der SATURIA ist weiterhin stabil. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 29 TEUR und betrugen rd. 34 TEUR (Vj. 5 TEUR), dies entspricht etwa 2,8 % der Bilanzsumme (Vj. 0,5 %). Sämtliche Verbindlichkeiten werden stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Liquiditätslage der Gesellschaft war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin sehr stabil und führte aufgrund der kontinuierlichen Auftragslage und den erhaltenen Ausschüttungen aus den Beteiligungen zu einer unverändert positiven Liquiditätssituation der Gesellschaft. Die Stichtagsliquidität betrug zum 31.12.2024 rd. 863 TEUR (Vorjahr: 775 TEUR). Dabei berücksichtigt sind die im Geschäftsjahr 2024 erfolgten Ausschüttungen an Gesellschafter in Höhe von 400 TEUR. Nennenswerte Investitionen erfolgten im Jahr 2024 nicht. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestehen unverändert zum Vorjahr nicht. c) Vermögenslage Die Vermögenslage der SATURIA zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz der gesamtwirtschaftlichen Unabwägbarkeiten unverändert stabil. Die Vermögenswerte bestehen neben dem Sach- und Finanzanlagevermögen im Wesentlichen aus Steuerforderungen, einer Barkaution für die angemieteten Büroräume und in Form von Bankguthaben. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir aufgrund unserer Erfahrungen im Fonds- und Finanzmanagement für stabil. d) Gesamtaussage Obwohl das Geschäftsjahr 2024 aus unternehmerischer Sicht erneut eine Herausforderung darstellte, gelang es, die aus Sicht der SATURIA wesentlichen Themenschwerpunkte, wie politische Unabwägbarkeiten, Arbeitskräftemangel, Inflation sowie eine noch nicht stabilisierte Immobilienmarktentwicklung unbeschadet zu meistern. Hierbei war es von Vorteil, dass sowohl die jahrelange Zusammenarbeit mit den Beiräten der einzelnen AIF, aber auch die Kontinuität auf Ebene des Aufsichtsrats sowie der Mitarbeiterschaft die operativen Entscheidungen positiv beeinflussten bzw. von den Beteiligten mitgetragen und unterstützt wurden, so dass die Gesellschaft auch das Geschäftsjahr 2024 erneut erfolgreich abschließen konnte. 3. Prognosebericht Die vorgenannte erfreuliche Entwicklung auch im kommenden Jahr und darüber hinaus fortzuführen, stellt eine anspruchsvolle Aufgabe dar, für die sich die SATURIA jedoch - auch unter Wegfall der Erträge aus der Verwaltung des AIF „SonnenHöfe Unterhaching GmbH & Co. Fonds KG i. L.“ - finanziell und organisatorisch gut aufgestellt sieht. Es besteht die begründete Erwartung, dass sich die Inflationsrate in Deutschland und der EU-Zone weiter abschwächt und damit die bestehenden Belastungen und die Verunsicherung der Marktteilnehmer gemildert werden, mit der Folge, dass notwendige Investitionen zuverlässig geplant und finanziert werden können, da dies eine grundlegende Voraussetzung für Kaufentscheidungen und Projektentwicklungen darstellt, die wiederum positiv auch auf die notwendigen Verkaufsbemühungen der SATURIA bzw. der von ihr verwalteten AIF abfärbt. Als Folge der Neuwahlen des Bundestags wird erwartet, dass es in der kommenden Legislaturperiode gelingen wird, die wirtschaftliche Stagnation und Bürokratiehemmnisse zu überwinden, um den Unternehmen ein Signal für Investitionen und Vertrauen in den Wirtschaftsstandort Deutschland zu senden. Sollte dies gelingen und der erwartete Aufschwung einsetzen, könnte die Rezession überwunden und der Standort Deutschland erneut die erwartete Schlüsselposition als treibende wirtschaftliche Kraft in Europa einnehmen. Diese Entwicklung wird von vielen Investoren erwartet und würde die Märkte und die Binnenkonjunktur beleben und zugleich für Vertrauen in den Standort sorgen. 4. Chancen- und Risikobericht 4.1. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Es besteht weiterhin das immobilienspezifische Risiko, dass der Wandel von reiner Anwesenheit im Büro zu einer flexiblen Aufteilung zwischen Präsenztagen und Home- Office dazu führen kann, dass sich ein Überangebot von Büroflächen entwickelt, welches sich negativ auf die Mietpreise auswirkt. Als größeres Risiko wird jedoch die forcierte Einhaltung/Anwendung von ESG- Richtlinien betrachtet, da Gebäude mit einer geringen Energieeffizienz Gefahr laufen, zukünftig nicht oder deutlich schwerer vermietbar zu sein, als dies ohne die teilweise überbordenden Anforderungen der Fall wäre. Im Lebenszyklus der Immobilien könnte sich dies negativ bei der Veräußerung der Objekte auswirken und zu Kaufpreisabschlägen, im ungünstigsten Fall sogar zur Unverkäuflichkeit der Immobilien führen. Ertragsorientierte Risiken Aus Sicht der Fondsgesellschaften bestünde das Risiko, dass die ESG-Anforderungen die Finanzkraft der AIF überfordern und somit diese nicht oder nur unzureichend erfüllt werden könnten, was im Ergebnis die Vermietungschancen beeinträchtigt und letztlich auf eine Reduzierung der Mieterträge hinauslaufen würde. Es besteht weiterhin das Risiko, dass es infolge der negativen Einflüsse durch die schwieriger werdende gesamtwirtschaftliche / politische Situation zu Mietausfällen im Büro- und Einzelhandelsbereich kommt und freiwerdende Flächen nicht adäquat nachvermietet werden können. Im Fall von Verkäufen der Bestandsimmobilien der AIF können die hohen ESG- Anforderungen zu deutlichen Kaufpreisabschlägen führen, die im schlechtesten Fall die Darlehensvaluta der bestehenden Fremdfinanzierung unterschreiten oder aber zu deutlich geringen Erträgen führen als ursprünglich geplant. Die Verunsicherung der Bevölkerung über die weitere wirtschaftliche oder private Entwicklung, ein nicht kurzfristig absehbarer Aufschwung der Wirtschaft sowie die Folgen der Inflation, wie z.B. erhöhte Finanzierungskosten für eine Wohnung oder Eigenheim, könnte auf Seiten der Anleger der AIF dazu führen, dass ein Arbeitsplatzverlust droht oder ein geringeres Einkommen besteht, so dass die zu leistenden Ratenzahlungen an die jeweiligen AIF eingestellt oder reduziert werden. Führt man diese Gedanken weiter, könnte sich aus diesen Entwicklungen das Risko ergeben, dass sich die in der Verwaltung unserer Gesellschaft befindlichen geschlossenen Publikums-AIF nicht wie erwartet wirtschaftlich entwickeln und dadurch die langfristig vereinbarten Geschäftsbesorgungsverträge der SATURIA nicht oder nur teilweise erfüllt werden können. Finanzwirtschaftliche Risiken Vor dem Hintergrund ungekündigter Geschäftsbesorgungsverträge sowie einer soliden Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens werden auch im Jahr 2025 Liquiditätsrisiken ausgeschlossen. Die SATURIA verfügt über einen hohen Eigenkapitalanteil und ist jederzeit in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen umgehend und umfänglich nachzukommen. Die zuvor beschriebenen Risiken und externen Einflüsse stellen ein beherrschbares Risiko für die Finanzlage unserer Gesellschaft dar. Die SATURIA verwendet keine Finanzinstrumente, so dass sich auch hieraus keine Risiken ergeben. Nachhaltigkeitsrisiken Wenngleich die Anforderungen und der politische Zeitplan zur Umsetzung der verschiedenen Nachhaltigkeitsmaßnahmen aufgrund der Überforderung der Privaten als auch der Wirtschaft und aufgrund der gewaltigen Kosten, die dieser Umbruch erfordert, an Intensität abgenommen haben, bleibt doch festzuhalten, dass der eingeschlagene Weg unumkehrbar ist und nunmehr mit mehr Augenmaß und weniger ideologisch beschritten wird. Aus Sicht der SATURIA wird dieser Gedanke befürwortet, da zukünftige Immobilientransaktionen immer mehr auch unter den o.g. Maximen beurteilt und bewertet werden und sich somit auch in einem stärkeren Konkurrenzverhältnis bei Anmietung und Verkauf befinden. Die Einhaltung bzw. Umsetzung dieses Gedankens ist für die Mehrzahl der verwalteten Objekte jedoch aufgrund der Gesellschafterstruktur der Fondsgesellschaften, nämlich Kommanditgesellschaften ohne Nachschusspflichten der Kommanditisten, nur in begrenztem Maß umsetzbar, da die AIF zum Zeitpunkt ihrer Emission derartige Investitionen nicht vorsahen. Damit liegt aus Sicht der AIF und damit der Anleger das größte Nachhaltigkeitsrisiko in der nur begrenzt möglichen Umsetzung der durchaus wünschenswerten Ziele, was im Ergebnis dazu führen könnte, dass die Immobilien geringer bewertet werden und bei Verkauf einen geringeren Kaufpreis erzielen könnten. Die im originären Sinn antizipierten Nachhaltigkeitsrisiken, wie z.B. Umwelteinflüsse, Auswirkungen des Klimas o.ä. spielen aufgrund der Standortsituation der Objekte nur eine sekundäre Rolle. 4.2. Chancenbericht Trotz der genannten Risiken, die die klima- und weltwirtschaftlichen Entwicklungen begleiten, dürfen aber auch nicht die Chancen - die sich aus einer solchen Zäsur ergeben - unberücksichtigt bleiben. Nicht alle Eigentümer und Betreiber von gewerblichen Immobilien können die gewünschten Nachhaltigkeitsziele der Politik aus finanziellen Gründen erfüllen, und nicht alle Firmen oder Investoren, die Immobilien erwerben oder mieten, sind bereit oder finanziell dazu in der Lage, für klimafreundliche Objekte einen erhöhten Preis zu zahlen, so dass auch weiterhin diese Immobilien ihren Wert und ihre Nachfrage haben werden. Aus Sicht der AIF gilt es daher, die begrenzt für die Verbesserung der Energieeffizienz zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen so einzusetzen, dass die im Eigentum stehenden Immobilien auch mit geringeren finanziellen Mitteln weiterhin konkurrenzfähig und damit ertragsfähig bleiben. Dies betrifft Maßnahmen beim Ausbau neuer Mietflächen sowie die Anpassung energetischer Maßnahmen im Rahmen der stetigen Modernisierung der Objekte. Sollte die moderate Transformation des Gebäudebestands sukzessive gelingen, unterstreicht dies einerseits die wirtschaftliche Verantwortlichkeit der SATURIA gegenüber den AIF bzw. deren Anlegern, gleichzeitig ist es ein Hinweis, dass unsere Gesellschaft auch unter schwierigen und anspruchsvollen Rahmenbedingungen die von ihr übernommenen Managementaufgaben kompetent umsetzen und erfüllen kann, was aus Sicht der SATURIA zu einer Stärkung der Reputation führt und somit Raum für weitere Ertragschancen lässt. 4.3 Gesamtaussage Die bestehenden wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen zu Beginn des Geschäftsjahres wurden im Verlauf des Jahres begleitet durch Verunsicherung der Märkte und der Privaten, die zu einer vorzeitigen Auflösung der Bundesregierung führte. Die damit einhergehende Unzufriedenheit aller Marktteilnehmer über das Ausbleiben einer wirtschaftlichen Erholung war kennzeichnend für die Immobilienbranche und konnte bis zum Jahresende 2024 nicht überwunden werden. Vor diesem Hintergrund gelang es nur mit erheblichen Anstrengungen die im Zusammenhang mit der Geschäftsbesorgung der AIF übernommenen Aufgaben zu erfüllen, was sich insbesondere in den Tätigkeitsfeldern Immobilienfinanzierungen und - verkäufe bemerkbar machte. Es gelang der SATURIA diese Herausforderungen dank der langjährigen und vertrauensvollen Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern, Beiräten und den Anlegern so zu bewältigen, dass erwartet wird, dass unsere Gesellschaft auch in den kommenden Jahren die Geschäftsbesorgung der übernommenen AIF bestmöglich leisten wird, soweit dies die nicht beeinflussbaren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ermöglichen. Unsere Gesellschaft sieht sich für diese Aufgaben gut aufgestellt, darüber hinaus wird aufgrund der langjährigen Erfahrung im Management von AIF erwartet, dass auch das Geschäftsjahr 2025 erfolgreich und stabil verlaufen wird. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, insbesondere Liquiditätsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.
Aschheim, 28. März 2025 SATURIA GmbH Gerd Dombrowski, Geschäftsführer Kerstin Gnirk, Geschäftsführer |
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SATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Einsteinring 24
85609 Aschheim - Handelsregister
- HRB 204710, München
- Eintragungsdatum
- 8. März 2013
- Branche
-
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz - Eingetragenes Kapital
- 30.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Verwaltung von inländischen Investmentvermögen (kollektive Vermögensverwaltung). Folgende inländische Investmentvermögen sind Gegenstand der kollektiven Vermögensverwaltung: Geschlossene inländische Publikums-AIF gemäß §§ 261 ff. KAGB sowie geschlossene inländische Spezial-AIF gemäß §§ 285 ff. KAGB, welche in die folgenden Vermögensgegenstände investieren: Immobilien, einschließlich Wald, Forst- und Agrarland, die Vermögensgegenstände gemäß § 261 Abs. 1 Nr. 3 bis 6 KAGB, Wertpapiere gemäß § 193 KAGB, welche die Anforderungen des § 253 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 lit. a KAGB erfüllen, Geldmarktinstrumente gemäß § 194 KAGB, Bankguthaben gemäß § 195 KAGB. Sonstige Tätigkeiten gemäß § 20 Abs. 3 Nr. 9 KAGB. Die Gesellschaft darf Geschäfte betreiben, die zur Anlage ihres eigenen Vermögens erforderlich sind. Die Gesellschaft darf sich an Unternehmen beteiligen oder Unternehmen gründen, wenn der Geschäftszweck des Unternehmens gesetzlich oder satzungsmäßig im Wesentlichen auf die Geschäfte ausgerichtet ist, welche die Gesellschaft selbst betreiben darf und eine Haftung der Gesellschaft aus der Beteiligung durch die Rechtsform des Unternehmens beschränkt ist. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen errichten oder erwerben. Weitere Geschäfte oder Tätigkeiten darf die Gesellschaft nicht betreiben.
Finanzen
Bilanz
2025- FORDERUNGEN AN KREDITINSTITUTE 54,2 % 631,6 k
- Sonstige Vermögensgegenstände 27,0 % 315,2 k
- Beteiligungen 8,6 % 99,8 k
- Sachanlagen 6,8 % 79,3 k
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2,1 % 24,8 k
- Immaterielle Vermögensgegenstände 0,9 % 10,0 k
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,5 % 5,4 k
- BARRESERVEN 0,0 % 74
- Eigenkapital 84,9 % 990,5 k
- Rückstellungen 9,2 % 107,6 k
- Sonstige Verbindlichkeiten 4,5 % 52,9 k
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,3 % 15,1 k
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Bilanzdaten für 10 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Provisionserträge 40,7 % 1,52 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 21,4 % 796,1 k
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 13,8 % 514,2 k
- Erträge aus Beteiligungen 11,5 % 427,0 k
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8,4 % 313,9 k
- Sonstige betriebliche Erträge 4,0 % 149,5 k
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,1 % 5,2 k
- b) andere Verwaltungsaufwendungen 59,6 % 1,57 Mio
- Personalaufwand 38,0 % 1,00 Mio
- Sonstige Steuern 1,2 % 32,0 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,2 % 31,4 k
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,0 % 1,2 k
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 482,2 k
GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Gerd Helmut Dombrowski
seit 2013 Geschäftsführer
-
Kerstin Gnirk
seit 2013 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
-
Gerd Dombrowski
33,3 %
10k €
-
Kerstin Gnirk
33,3 %
10k €
- CATALEA Capital GmbH DEU 33,3 % 10k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
-
G*** D******
≥25%
50,0 %
Beteiligungen an
- CAVISTA Verwaltungs GmbH 100,0 %
- CORSO Verwaltungs GmbH 100,0 %
- MYTHRAS Verwaltungs GmbH 100,0 %
Historie
- 2020
-
23.01.
SatzungsänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
- 2018
-
20.11.
NamensänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
-
20.11.
SatzungsänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
-
20.08.
NamensänderungSATURIA GmbH
-
20.08.
SatzungsänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
-
20.08.
SitzänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
-
20.08.
AdressänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
- 2017
-
20.02.
SatzungsänderungSATURIA GmbH Kapitalverwaltungsgesellschaft
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
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client = OpenAI()
response = client.responses.create(
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tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
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