Aktien-Gesellschaft "Ems"EmdenKonzernabschluss und Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2022Lagebericht zum 134. (180.) Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2022 und KonzernlageberichtA. Wirtschaftsbericht 1. Darstellung zum Geschäftsverlauf 1.1. Geschäftsmodellbeschreibung Die Aktien-Gesellschaft "EMS" betreibt gemeinsam mit der Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt Gesellschaft mit beschränkter Haftung den Verkehr zwischen Emden und der Insel Borkum, wobei die AG "EMS" den Schiffsverkehr mit seinen Nebenbetrieben sowie den organisatorischen Ablauf des Gesamtverkehrs abwickelt und die Borkumer Kleinbahn den Landverkehr auf Borkum durchführt. Der Eemshaven-Borkum-Verkehr wird von der AG "EMS" und der Borkumer Kleinbahn in gleicher Weise wie der Emden-Borkum-Verkehr betrieben. Zur Abfertigung der Fähren greift die Gesellschaft in Eemshaven auf Einrichtungen und Dienstleistungen der A.G. EMS Nederland B.V. zurück. Mit ihren Tochtergesellschaften und Beteiligungen entfaltet die AG "EMS" weiter unternehmerische Aktivitäten in den Bereichen Fährverkehr zur Insel Helgoland und nach Neuwerk, Ausflugsfahrten mit Schiffen, Hafenumschlag, maritime Dienstleistungen bei Offshore-Projekten, Hotelbetrieb sowie Flugverkehr an Nord- und Ostsee. 1.2. Entwicklung des Nordsee-Tourismus als wirtschaftliches Umfeld Die Tourismusbranche in Deutschland hat sich teilweise von den Auswirkungen der weltweiten Covid-19-Pandemie erholt, hat jedoch auch im Jahr 2022 noch nicht die Gästezahlen aus dem Jahr vor der Pandemie erreicht. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg um 2,0 % zum Vorjahr. Die Übernachtungen im Deutschland-Tourismus erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 45,3 % auf rd. 450,8 Mio., liegen aber noch um 9,1 % unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahr 2019. Die Ostfriesischen Inseln verzeichneten nach Angaben der Kurverwaltungen einen Anstieg von 38,5 % bei den Gästeankünften und 19,5 % bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr, im Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 stellt dies jedoch einen Rückgang um 14,9 % der Gäste und 16,8 % der Übernachtungen dar. In den Küstenbadeorten stiegen die Gästezahl um 45,0 % bzw. Übernachtungen um 34,4 % im Vergleich zum Vorjahr, gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegen die Zahlen im Bereich der Gäste um 0,4 % und im Bereich der Übernachtungen um 3,1 % höher. Auf Borkum nahm die Gästezahl im Vorjahresvergleich um 33,1 % auf 303.031 Personen und die der Übernachtungen um 15,3 % auf 2.309.856 zu. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 bedeutet dies jedoch minus 1,8 % Gäste und minus 7,7 % bei den Übernachtungen. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 7,6 Tage. Der Verkehr nach Helgoland legte gegenüber 2021 um 25,5 % auf rd. 314.000 Gästeanreisen und um rd. 14 % auf rd. 313.000 Gästeübernachtungen zu. 2019 waren es noch rd. 356.000 Fahrgäste und rd. 332.000 Übernachtungen. 1.3. Fahrgastschifffahrt und Inselversorgung Das Fahrgastaufkommen im Linienverkehr mit der Insel Borkum erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 31,8 % auf 962.937 Personenbeförderungen. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 beträgt der Rückgang noch knapp 6 %. Das Fahrzeugaufkommen legte gegenüber 2021 um 15,7 % auf 102.692 Einheiten zu, gegenüber dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 ist dies ein Minus von 0,9 %. Die Fahrten von Fähre und Katamaran erhöhten sich um 14,9 % zum Vorjahr und liegen damit auf Vor-Corona-Niveau. Die ab Jahresbeginn 2021 gültigen Fahrpreise wurden zum 01.04.2022 um rund 5,2 % angepasst. Unsere verlängerte, modernisierte und auf einen Gas-elektrischen Antrieb mit LNG-Dual-Fuel Motoren umgerüstete Fähre Münsterland hat im April den Linienfahrplan insbesondere auf der Eemshaven-Strecke aufgenommen und sich sehr bewährt. MS Groningerland konnten wir deshalb im Mai aus unserer Flotte ausgliedern. An Bord unserer Schiffe bestand Corona-bedingt ganzjährig noch eine FFP2 Maskenpflicht gemäß bundesweit gültigem Infektionsschutzgesetz bis Anfang Februar 2023. Im Ausflugsverkehr der AG "EMS" über See und im Binnenschiffsverkehr (Hafenboote und Kanalfahrten) erzielten wir eine um 33,3 % erhöhte Gästezahl zum Vorjahr, wir liegen damit noch immer um fast 27 % unter dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Die Nutzung der Emder Borkumgaragen erhöhte sich im Vorjahrsvergleich um 3,6 %, in Eemshaven um 53,0 %. Der hohe Anstieg resultiert aus der Betriebspause des Fährverkehrs ab Eemshaven im Vorjahr. Insgesamt liegt das Aufkommen bei minus 2,7 % gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019. Unsere Gastronomie an Land und an Bord verzeichnete einen jahresbezogenen erhöhten Umsatz um 59,8%, welcher sich um 12,4 % über dem Vor-Corona-Jahr 2019 bewegt. 2. Darstellung der Lage der AG 2.1. Umsätze der AG im Überblick 2.2. Personal der AG Entsprechend unseres Tarifvertrags stiegen die Löhne im ersten Quartal um 3 %. Die Beschäftigtenzahl bei der AG "EMS" liegt bei 143 (im Vj. 136) Mitarbeitern (jahresdurchschnittlich Vollzeitbeschäftigte), dazu kommen 25 (im Vj. 22) Auszubildende. Der Personalaufwand erhöhte sich um rd. 2.117 T€. Dies resultiert hauptsächlich aus der Kurzarbeit, die noch im ersten Halbjahr 2021 in Abstufungen bestanden hatte. 2.3. Vermögens- und Kapitalstruktur der AG Vermögensstruktur zum 31.12.2022 (im Vj.)
Kapitalstruktur zum 31.12.2022 (im Vj.)
Der Großteil unseres Vermögens ist im Anlagevermögen gebunden. Dessen fristenkongruente Finanzierung erfolgt weiterhin hauptsächlich durch Eigenkapital und wird durch mittel- und langfristiges Fremdkapital ergänzt. Das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote haben sich bei leicht gesunkener Bilanzsumme erhöht. 2.4. Finanzmanagement, Finanzierungsmaßnahmen und Finanzlage der AG Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden die Bankverbindlichkeiten im Rahmen der planmäßigen Tilgungen um 3.796 T€ abgebaut. Neue Darlehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit, wurden im Berichtsjahr in Höhe von 4.691 T€ aufgenommen.
Aus laufender Geschäftstätigkeit werden bedeutende Mittelzuflüsse generiert. Diese wurden im Geschäftsjahr im Wesentlichen verwendet für die Tilgung von Krediten und Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow beträgt 8.438 T€ (im Vj. 7.342 T€). Die Gesellschaft ist im Berichtsjahr zu jeder Zeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 2.5. Ertragslage der AG
Unsere Umsatzerlöse konnten wir wieder ausschließlich am Markt erzielen, ohne dabei auf öffentliche Corona-Hilfen angewiesen zu sein. Die Treibstoffkosten für den Schiffsbetrieb haben sich vor dem Hintergrund von Fahrplan- und Kapazitätsausweitungen und insbesondere Preiserhöhungen mehr als verdoppelt. Im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine waren die Spotmarkt-Beschaffungspreise für Gasöl im Sommer 2022 bis auf das 3-fache und für LNG auf das 10- bis 12-fache unseres bisherigen und langfristig von uns vereinbarten Niveaus gestiegen. Einen größeren Treibstoffkostenanstieg konnten wir durch Weiterverkauf von preislich fixierten LNG-Mengen und durch einen weitgehenden Wechsel auf im Verhältnis relativ günstigen Marinediesel - wie politisch zur Schonung der nationalen Gasreserven gewünscht - in Höhe einer mittleren sechsstelligen Summe kompensieren. Aus dem Verkauf unseres Fährschiffs "Groningerland" erzielen wir knapp 1,3 Mio. € sonstige betriebliche Erträge. Im Ergebnis der AG "EMS" sind ferner Ertragszuflüsse aus Gewinnabführungsverträgen mit der Cassen Eils GmbH sowie Verlustübernahmen von der OFD-Ostfriesischer Flug-Dienst GmbH, der Borkumer Kleinbahn GmbH und der Inselhotel VierJahresZeiten GmbH enthalten, außerdem anteilige Ergebnisübernahmen von der AG Ems Nederland B.V. und der AG "EMS" & Co. Schiffahrts KG. Gesamthaft belaufen sich die Ergebnisübernahmen auf -410 T€. 2.6. Mehrjahresübersicht AG
2.7. Investitionen in AG und im Konzern Größte Einzelinvestition ist der Erwerb des Hotels Kachelot mit derzeit 73 Gäste-Zimmern durch die AG Ems und Konzerngesellschaften zu Jahresbeginn 2022. Insgesamt betragen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände bei der AG "EMS" 10.312 T€ und im Konzern 18.715 T€. Einzelinvestitionen über 150 T€ wurden wie folgt getätigt:
Aufwandswirksam haben wir weiterhin in die Modernisierung der Absatzkanäle investiert, insbesondere in eine Digitalisierung und Bündelung von eigenen und fremden Dienstleistungen im Onlinevertrieb, um die Kundenbeziehungen nachhaltig weiter auszubauen und die sich daraus ergebenden Umsatzpotentiale voll auszuschöpfen. Ferner reduzieren wir mit diesen Maßnahmen nachhaltig unseren Administrationsaufwand. 2.8. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung Die Corona-Pandemie hat sich auf unsere Geschäftsaktivitäten insgesamt nur noch gering ausgewirkt und wir haben fast wieder das mengenmäßige Umsatzvolumen der Vor-Corona-Zeit erreicht. Unsere Vermögens- und Finanzlage ist stabil und es konnte eine Steigerung des Eigenkapitals erreicht werden. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets nahe der Zahlungsfrist zu begleichen und wesentliche Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen, was gelungen ist. 3. Darstellung der Lage des Konzerns 3.1. Umsätze des Konzerns im Überblick Die Gesamtumsätze der Unternehmensgruppe lagen mit 78,590 Mio. € (+ 32,1 % gegenüber 2021). Die Verteilung auf Sparten gliedert sich wie folgt (eine Veränderung des Spartenumsatzes ist dabei in Klammern angegeben): 3.2. Personal im Konzern Beschäftigungsspiegel AG "EMS"-Gruppe auf Basis von Vollzeitstellen (im Vj.)
Der Personalaufwand im Konzern stieg um 26,7 % auf 31.132 T€. 3.3. Vermögenslage und Kapitalstruktur des Konzerns Vermögensstruktur zum 31.12.2022 (im Vj.)
Kapitalstruktur zum 31.12.2022 (im Vj.)
Konsolidierungskreisänderungen haben sich nicht ergeben. Der Großteil unseres Vermögens ist im Anlagevermögen gebunden. Dessen fristenkongruente Finanzierung erfolgt weiterhin hauptsächlich durch Eigenkapital und wird durch mittel- und langfristiges Fremdkapital ergänzt, insbesondere durch Bankdarlehen. Das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote konnten bei leicht rückläufiger Bilanzsumme gesteigert werden. 3.4. Finanzmanagement, Finanzierungsmaßnahmen und Finanzlage des Konzerns Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden die Bankverbindlichkeiten im Rahmen der planmäßigen Tilgungen um 7.085 T€ abgebaut. Neue Darlehen im Zusammenhang mit Investitionstätigkeiten wurden im Berichtsjahr in Höhe von 5.362 T€ aufgenommen.
Der Cashflow beträgt 16.752 T€ (im Vj. 13.868 T€). Die in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind im Berichtsjahr zu jeder Zeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. 3.5. Ertragslage im Konzern
Die Pensionsrückstellungen haben wir insbesondere vor dem Hintergrund eines nochmals reduzierten Abzinsungssatzes um 642 T€ auf 6.754 T€ erhöht. Den Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen wurden 980 T€ zugeführt, während die Rückstellungen wegen eines mehrjährigen Bauprozesses um 260 T€ auf 140 T€ reduziert wurden. 3.6. Mehrjahresübersicht Konzern
*) Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und nicht als passivischer Sonderposten ausgewiesen **) auf immaterielles Anlagevermögen sowie Sachanlagen ***) ohne Anteile anderer Gesellschafter 4. Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften und Geschäftsbereiche 4.1. Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt GmbH Im Vergleich zum Jahr 2021 erholten sich Fahrgastzahlen und Umsätze nach den Pandemie-Monaten wieder deutlich. Gegenüber dem Jahr 2021 stieg die Personenbeförderung auf Straße und Schiene kumuliert um knapp 40% und lag damit nur noch 10% unter dem Jahr 2019. Die Jahreskilometerleistung erhöhte sich im selben Verhältnis um knapp 40 % gegenüber dem Vorjahr und liegt noch 11% unter dem Jahr 2019. Im Hafenbereich haben wir die Erneuerung einer Spundwand aufwandswirksam i.H.v. 270 T€ abgeschlossen und die neue Frachthalle im September 2022 in Betrieb genommen. Eine niveauausgleichende Erhöhung unserer Bahnsteige am Hafen samt einem zusätzlichen Gleis wurde so weit vorbereitet, dass eine Bauausführung im ersten Halbjahr 2023 erfolgen kann. Die Umsatzerlöse belaufen sich auf 6.176 T€ (im VJ 5.322 T€). Insgesamt erzielte die Borkumer Kleinbahn ein Jahresfehlbetrag von 866 T€ (im Vorjahr ein Fehlbetrag i. H. v. 556 T€), der von der AG "Ems" entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages übernommen wurde. 4.2. Inselhotel VierJahresZeiten GmbH und Kachelot Hotel Betriebs GmbH Die Zimmerauslastung im Insel- und Strandhotel einschließlich der im Mai eröffneten Villa Düne auf Borkum stieg gegenüber dem Vorjahr um 4,6 %-Punkte auf 52 % (bei 365 theoretischen Belegungstagen) und beläuft sich auf 31.299 Belegungstage. Die Umsatzerlöse lagen mit 7.556 T€ um 44,6 % über dem Vorjahr. Der Umsatz pro Gast konnte deutlich gesteigert werden. Im letzten Vor-Corona-Jahr hatten die Umsatzerlöse noch 4.662 T€ und die Zimmerauslastung mit 27.717 Belegungstagen 60,3 % betragen. Nach Pacht- und Mietzahlungen von insgesamt 923 T€, die im Wesentlichen an konzernzugehörige Gesellschaften fließen, und einem Ertrag aus der Ergebnisabführung der Kachelot Hotel Betriebs GmbH ergibt sich ein Jahresfehlbetrag in Höhe von 242 T€ (im Vj. ein Jahresfehlbetrag i. H. v. 418 T€), der gemäß Ergebnisübernahmevertrag von der AG "EMS" zu übernehmen war. Ursache für das Nicht-Vollkosten-deckende und deutlich unter unseren Planungen liegende Betriebsergebnis sind überproportionale Steigerungen bei Wareneinsatz und Personalkosten, insbesondere im gastronomischen Bereich. Die Kachelot Hotel Betriebs GmbH hat mit Jahresbeginn 2022 den Betrieb aufgenommen. Die Zimmerauslastung mit 12.565 Belegungstagen im Hotel Kachelot betrug im Geschäftsjahr 81,8 % (bezogen auf die Öffnungstage) bzw. 51,4 % (bezogen auf 365 theoretische Belegungstage). Die Umsatzerlöse lagen bei 1.808 T€ und das Ergebnis liegt über unserem Planansatz. Nach Mietzahlungen in Höhe von 295 T€ an konzernzugehörige Gesellschaften ergibt sich ein Jahresüberschuss i. H. v. 252 T€, der gemäß Ergebnisabführungsvertrag an die Inselhotel VierJahresZeiten GmbH abgeführt wurde. 4.3. Helgoland, Neuwerk und Reederei Cassen Eils Gegenüber dem Vorjahr erhöhte sich das Fahrgastaufkommen mit Helgoland, Neuwerk und bei Ausflugsfahrten um 51,1 % auf 523.427 Personenbeförderungen und die Umsatzerlöse stiegen um 35,8 % auf 11.677 T€. Das Verkehrsangebot nach Helgoland wurde durch Einsatz der Katamarane Nordlicht I und Nordlicht II erweitert. Die Treibstoffaufwendungen der Flotte haben sich durch Mengen- und Preiseffekte um rund 192 % erhöht, die Personalaufwendungen stiegen um nahezu 40 % und die Instandhaltungsaufwendungen der konventionellen Seebäder-Flotte um rund 22,3 %. Aus laufenden Beteiligungsüberschüssen sind der Gesellschaft rd. 306 T€ zugeflossen. Ein Jahresüberschuss der Reederei Cassen Eils GmbH in Höhe von 526 T€ (im Vj. 1.497 T€) wurde entsprechend dem Ergebnisübernahmevertrag abgeführt. 4.4. Offshore Die zusammengefassten Umsätze des Offshore-Bereichs (vollkonsolidiert unter Einbeziehung der Ems Maritime Offshore B.V., der Einschiffgesellschaften für die Crew-Transfer-Vessel sowie einschl. außenstehender Gesellschafter) liegen nach unseren internen Auswertungen mit 13.068 T€ über dem Vorjahrsniveau. Nach Abschreibungen in Höhe von 1.222 T€ entfällt auf den uns zuzurechnenden Beteiligungsanteil ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis. Ein gut 50 Passagiere fassender Wasserbus wurde gemeinsam mit der Nordseebad Spiekeroog GmbH realisiert und dem Betreiber noch im Dezember einsatzklar übergeben; zwei weitere Wasserbusse wurden von der EMO beauftragt. Ein Elektro-Hybrid-CTV für den Einsatz in der deutschen Nordsee befindet sich im Wesentlichen planmäßig in der Fertigstellung ebenso wie eine Betriebs- und Instandhaltungsbasis für zwei Kunden (Niedrigenergiebau) am Standort Mukran. Basis sind jeweils langfristige Charter- bzw. Pachtverträge mit Kunden guter Bonität. Der Umsatz der Ems Maritime Offshore GmbH (EMO) erhöhte sich auf 10.192 T€ und die EMO erzielte einen Jahresüberschuss i. H. v. 193 T€ (im Vj. i. H. v. 11 T€). 4.5. Luftfahrt Die Gesamtumsätze der OFD Ostfriesischer Flugdienst GmbH erreichten mit 4.753 T€ das Vor-Corona-Niveau von 2019, als 4.745 T€ erzielt wurden. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Ticketerlöse um 16,2 % und die Paketfrachten um 6,3 %. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresfehlbetrag von 177 T€ (im Vj. einen Jahresüberschuss i. H. v. 23 T€), der entsprechend dem Ergebnisübernahmevertrag von der AG "EMS" übernommen wurde. Die Helgoland AirService GmbH und die Ostsee-Flug-Rügen GmbH erwirtschafteten Jahresüberschüsse i. H. v. 113 T€. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns und zu Leistungsindikatoren Die Umsätze der AG und Konzerngesellschaften lagen auch im Geschäftsjahr 2022 noch unter dem Vor-Corona-Niveau von 2018 / 2019. Unsere Vermögens- und Finanzlage ist stabil, was sich in den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren entsprechend niederschlägt. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets nahe der Zahlungsfrist zu begleichen und wesentliche Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen, was gelungen ist. Das Eigenkapital wurde gesteigert. Die Eigenkapitalquote der AG "EMS" beträgt 52,2 % und die des Konzerns 47,5 %. Für die Entwicklung der Finanzlage der Aktien-Gesellschaft "EMS" und des Konzerns im Geschäftsjahr 2022 haben wir die Nettosachinvestitionen sowie den Cashflow aus laufender Tätigkeit als die bedeutsamsten Leistungsindikatoren identifiziert. Zur werteorientierten Steuerung der Unternehmensgruppe sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes System mit regelmäßen Austausch im Leitungskreis eingerichtet. Das Steuerungssystem ist integraler Bestandteil des konzernweiten Controlling- und Planungsprozesses. Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage sind die Fahrgastzahlen, die Kapazitätsauslastungen, der Umsatz sowie das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis je Gesellschaft. Das bereinigte Betriebsergebnis definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen und Beteiligungsergebnis, Ertragssteuern und neutralen Erträgen und Aufwendungen. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere über ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 identifiziert und bewertet. Zur Verbesserung unserer Energiebilanz haben wir Heizungsanlagen erneuert und drei Betriebsimmobilien mit Photovoltaik ausgestattet und für unsere Emder Borkumgaragen auf Bestandsgebäuden eine Photovoltaikanlage beauftragt, weitere Maßnahmen sind in Planung. Der Neubau des Borkumer Frachtzentrums wird mit einer autarken, nachhaltigen und CO 2-neutralen Energieversorgung konzipiert. Der Betrieb von zwei Elektrobussen auf Borkum, drei kleine Elektroboote für den Emder Binnenhafen sowie E-Ladepunkte für KfZ in den Garagen in Emden und Eemshaven und vor Bürogebäuden sind Beiträge für die E-Mobilität. In der Prüfung befindet sich eine Umstellung auf vollelektrische Akku-Speicherloks bei der Borkumer Kleinbahn. Im Schiffsverkehr setzen wir auf umweltschonendes LNG, haben den Neubau eines CO 2-neutralen Hafenbootes mit Methanol-Brennstoffzelle sowie ein Elektro-Hybrid-CTV in Bau und prüfen darüber hinaus den Einsatz von Elektrospeichern an Bord von Neubautonnage. Durch diese Maßnahmen und ein CO 2-Monitoring im Rahmen neuer Projekte leisten wir Beiträge zum Klima- und Umweltschutz und stärken unsere Marktposition. Durch Präsenz in On- und Offline-Medien, auf Messen, durch Mitarbeiter-Mehrwerte sowie durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in unterschiedlichsten Funktionsbereichen des Konzerns stellen wir unseren Bedarf an Fachkräften sicher. Mit unseren Betriebsratsmitgliedern haben wir eine offene und konstruktive Zusammenarbeit. Wir können auf einen festen Stamm sehr langjährig Beschäftigter zählen. Die personelle Fluktuation ist jedoch gestiegen, es gab bei der AG bezogen auf 142 Vollzeitäquivalente nur zehn nicht-altersbedingte Austritte von unbefristet in Vollzeit stehenden MitarbeiterInnen, deutlich erhöht ist aber die Fluktuation bei den nicht Vollzeit Beschäftigten und in der Probezeit. Insbesondere im Verkehrsbereich an Bord und der Gastronomie verschärfen sich personelle Engpasslagen, auf welche wir reagieren müssen. Dabei können Personalwohnungen eine besondere Bedeutung spielen, vor allem auf den Inseln. Als wichtig erachten wir es, einen jährlich stetigen Zugang von neuen Auszubildenden beizubehalten, wobei wir auch auf leistungsbereite Nicht-EU-BürgerInnen setzen. B. Erklärung der Unternehmensführung zu Zielgrößen des Frauenanteils Gemäß gesetzlichen Vorschriften besteht die Verpflichtung, Angaben zu den Zielgrößen für Frauenanteile im Aufsichtsrat, im Vorstand und auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes zu machen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass die Zielgröße für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand bis 30.6.2025 0% beträgt. Abweichend vom gesetzlichen Muster gibt es unterhalb des Vorstands nur eine Führungsebene. Die Zielgröße für den Frauenanteil ist vom Vorstand mit 0% bei einer Frist bis zum 30.6.2025 festgelegt. Darüber hinaus stellt der Aufsichtsrat fest, dass er bei Wahlvorschlägen zu Aufsichtsratsmitgliedern und bei der Besetzung des (Allein-) Vorstands schon von jeher allein nach Sachverstand und Kompetenz der Kandidatinnen und Kandidaten entschieden hat. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale oder religiöse Zugehörigkeiten der Personen waren und sind für die Entscheidungen ohne Belang. Gleichlautende Kriterien legt der Vorstand im Falle der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen zugrunde. C. Risikobericht und Finanzinstrumente sowie Prognose und Chancenbericht 1. Risikobericht und Finanzinstrumente Die Energiekosten, welche im Zuge des russischen Angriffskrieges im Laufe des Jahres 2022 förmlich explodiert waren, haben sich zwischenzeitlich wieder entspannt und wir konnten für 2023 erhebliche Verbrauchsmengen zu Preisen unter den Vorjahresbeschaffungskosten fixieren. Besondere Risiken bei der Energiebeschaffung sehen wir aktuell deshalb nicht. Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft vorrangig über Eigenmittel sowie über Bankkredite bei regionalen Geschäftsbanken, mit denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Darüber hinaus werden bei großen Investitionsprojekten separate projektbezogene Liquiditätspläne erarbeitet. Zusätzlich verfügen wir für den Fall von überraschenden Ertragseinbrüchen über freie Kreditlinien. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Risiko der finanziellen Belastung durch Zinsänderungen wird durch langfristige Zinsbindungen und fristenkongruente Zinssicherungsgeschäfte minimiert. 2. Prognose und Chancenbericht Vor dem Hintergrund steigender Energiekosten, allgemeiner Geldentwertung und möglicherweise einer rückläufigen Konjunkturentwicklung antizipieren wir für das neue Geschäftsjahr negative Einflüsse auf das Reiseverhalten unserer heterogenen Gästeklientel. Erwartete Fahrgastrückgänge um rund fünf Prozent und eingetretene Energiepreissteigerungen werden durch moderate Fahrplan- und Fahrpreisanpassungen kompensiert. Erfreulicherweise schließen die ersten vier Monate des laufenden Jahres 2023 bei den Personen- und Fahrzeugbeförderungen des Borkumverkehrs an das Vorjahr und das Vor-Corona-Niveau von 2018 mit ähnlichen Ferienzeiten an. Umsätze und Ergebnisse der AG und des Konzerns befinden sich im Wesentlichen im Plan. Die sich in Deutschland und Europa verfestigenden energiepolitischen Zielsetzungen führen zu grundsätzlich verbesserten Rahmenbedingungen für unsere Offshore-Aktivitäten. Erhöhte Instandhaltungsaufwendungen erwarten wir bei zwei älteren Helgolandschiffen der Reederei Cassen Eils. Die Bahnsteigerhöhungen am Ortsbahnhof sowie Jacob-von-Dyken-Weg auf Borkum verlagern sich zeitlich auf den Winter 2023/2024 und die Fertigstellung des Büro- und Sozialgebäudes auf Herbst 2023. Nach umfangreicher Marktrecherche zu einem neuen Buchungssystem für unser konzernübergreifendes Fährgeschäft haben wir uns für den schwedischen Softwareentwickler Hogia entschieden und lösen hiermit die bestehende Individualsoftware ab. Ein Proof of Concept ist bereits in 2022 erfolgreich durchgeführt worden, die Migration in unsere Betriebe ist eingeleitet und die produktive Nutzung erfolgt ab Jahresbeginn 2024. Zur Erfassung von wirtschaftlichen Risiken bestehen in der AG "EMS"-Gruppe zeitnahe Abrechnungs-, Kontroll- und Prognoseinstrumentarien, die Fehlentwicklungen frühzeitig aufzeigen und lokalisieren. Aufgrund dieser Instrumente und der wirtschaftlichen Verhältnisse sehen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das kommende Geschäftsjahr insgesamt als gesichert an. Wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungen erkennen wir nicht. Liquiditätsvorschauen sowie Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher. Insgesamt sind wir zuversichtlich, weitgehend die bisherigen Beförderungs- und Gästezahlen der Vor-Corona-Zeit zu erreichen und planen für das Geschäftsjahr 2023 mit leicht steigenden Umsatzerlösen und einem konstanten operativen Ergebnis, um so an die entsprechende Ertragskraft der Vorjahre aus dem operativen Geschäft anschließen zu können.
Emden, im April 2023 gez. Dr. B. Brons Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2022Allgemeine Angaben Die Aktien-Gesellschaft "Ems" hat ihren Sitz in Emden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aurich unter HRB 100021 eingetragen. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen im Konzernanhang, soweit dies zur Aufstellung eines klaren und übersichtlichen Konzernabschlusses erforderlich erscheint. Die Gliederung der Konzernbilanz erfolgt nach dem um konzernspezifische Posten erweiterten Gliederungsschema nach § 266 HGB für große Kapitalgesellschaften. Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung entspricht dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB. Das Geschäftsjahr für den Konzern und die konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Aus rechentechnischen Gründen können in Tabellen und bei Verweisen Rundungsdifferenzen zu den sich mathematisch exakt ergebenden Werten (Geldeinheiten, Prozentangaben usw.) auftreten. Konsolidierungskreis Folgende Tochterunternehmen werden im Rahmen der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Die nachfolgend aufgeführten Gemeinschaftsunternehmen werden gemäß § 310 HGB anteilsmäßig in den Konzernabschluss einbezogen:
Auf der Grundlage des § 296 Abs. 2 HGB werden die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen nicht in den Konzernabschluss einbezogen, da Umsatz, Ergebnis und Bilanzsumme dieser Gesellschaften für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind. Auch liegen keine anderen Sachverhalte vor, die für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wesentlich sind:
Für die nachfolgend aufgeführten Unternehmen sind die Vorschriften der §§ 311, 312 HGB nicht angewendet worden, da die Summen des anteiligen Eigenkapitals und der anteiligen Ergebnisse dieser Gesellschaften für den Konzernabschluss von untergeordneter Bedeutung sind oder diese teilweise zum Zwecke ihrer Weiterveräußerung gehalten werden:
Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung für Erwerbsvorgänge, die in Geschäftsjahren bis einschließlich 2009 erfolgt sind, wird auf der Grundlage des Art. 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB unter Anwendung der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a.F.) vorgenommen. Dabei wird der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Buchwert des anteiligen Eigenkapitals, das sich im Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss ergab, aufgerechnet. Für Erwerbsvorgänge, die in Geschäftsjahren erfolgen, die nach dem 31. Dezember 2009 begonnen haben, erfolgt die Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB). Dabei wird der Buchwert der Beteiligung an jedem Stichtag mit dem Wert des Eigenkapitals verrechnet, das sich aus der Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden zu dem Zeitpunkt ergibt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung werden gem. § 301Abs. 3 HGB auf der Aktivseite als Geschäfts- oder Firmenwerte ausgewiesen und planmäßig über eine betriebliche Nutzungsdauer von vier Jahren abgeschrieben. Verbleibende passive Unterschiedsbeträge werden grundsätzlich unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen und nach Maßgabe des § 309 Abs. 2 HGB erfolgswirksam aufgelöst. Bei Eigenkapitalcharakter (insbesondere Gewinnthesaurierungen) werden passive Unterschiedsbeträge in die Gewinnrücklagen eingestellt. Beim Hinzuerwerb von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen wird dieser Vorgang als ein Vorgang zwischen zwei Gesellschaftergruppen behandelt und eine Erstkonsolidierung für die hinzuerworbenen Anteile nicht durchgeführt. Ein sich ergebender aktiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung der Anschaffungskosten der Anteile mit dem darauf entfallenden anteiligen Eigenkapital zum Zeitpunkt des Hinzuerwerbs dieser Anteile wird mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gem. § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB mit dem Buchwert angesetzt. Der Wertansatz der Beteiligung und ein sich ergebender Unterschiedsbetrag werden dabei auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Ein sich ergebender Unterschiedsbetrag wird in Folgejahren entsprechend der Behandlung der den Unterschiedsbetrag zugeordneten Vermögensgegenstände und Schulden fortgeführt, abgeschrieben oder aufgelöst. Verbleibende aktive Unterschiedsbeträge aus der Equity-Bewertung werden als Geschäfts- oder Firmenwerte fortgeführt und planmäßig über eine betriebliche Nutzungsdauer von vier Jahren aufgelöst. Verbleibende passive Unterschiedsbeträge werden nach Maßgabe des § 309 Abs. 2 HGB erfolgswirksam aufgelöst. Bei Eigenkapitalcharakter (insbesondere Gewinnthesaurierungen) werden passive Unterschiedsbeträge in die Gewinnrücklagen eingestellt. Für Anteile fremder Gesellschafter an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird in der Konzernbilanz ein Ausgleichsposten in Höhe des Anteils der fremden Gesellschafter am Eigenkapital unter der Bezeichnung "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Schulden zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen. Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften gegeneinander aufgerechnet. Soweit in den zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Vermögensgegenständen Zwischenergebnisse aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr enthalten sind, werden diese erfolgswirksam eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden aktive und passive Steuerabgrenzungen gemäß § 306 HGB vorgenommen, sofern sich die Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten und deren steuerlichen Wertansätzen in späteren Jahren voraussichtlich wieder ausgleichen. Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen werden dabei miteinander verrechnet. Die sich ergebenden Steuerbe- und -entlastungen werden dabei mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen werden einheitlich nach den hier beschriebenen Grundsätzen bilanziert und bewertet. Der Konzernabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktien-Gesetzes aufgestellt. Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Konzerns ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Anlagevermögen Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 bis 10 Jahre zugrunde gelegt. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden aufgrund des Lebenszyklus der Produkte und Auswirkungen der Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte des erworbenen Unternehmens planmäßig über einen Zeitraum von 4 Jahren abgeschrieben. Soweit eine dauernde Wertminderung vorliegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, angesetzt. Das bewegliche Anlagevermögen wird degressiv oder linear abgeschrieben. Nutzungsdauer der Sachanlagen
Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen. Umlaufvermögen Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bei Anwendung zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Wertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Forderungen mit Laufzeiten von über einem Jahr sind abgezinst. Flüssige Mittel sind mit dem Nominalwert angesetzt. Disagio Das ausgewiesene Disagio wird entsprechend der Laufzeit der Darlehen aufgelöst. Latente Steuern Für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen auf Ebene der Einzelabschlüsse und der Handelsbilanzen II oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden aktive latente Steuern in Höhe der passiven Steuerlatenzen angesetzt und mit den passiven latenten Steuern verrechnet ausgewiesen. Auf eine Aktivierung eines verbleibenden aktiven Überhangs an latenten Steuern wird hier in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts verzichtet. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei mit den individuellen Steuersätzen des jeweils betreffenden einbezogenen Unternehmens, die im Geschäftsjahr der Umkehrung der zeitlichen Bewertungsunterschiede oder der Nutzung der Verlustvorträge gültig sein werden. Steuersatzänderungen werden berücksichtigt, sobald die maßgebliche gesetzgebende Körperschaft die Änderung verabschiedet hat. Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird. Der Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG wird über einen Zeitraum von 15 Jahren verteilt und jährlich mit einem Fünfzehntel angesammelt (Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB). IDW FAB 1.021 ist nicht anzuwenden, da keine rückgedeckten Altersversorgungsverpflichtungen bestehen. Rückstellungen Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen und prognostizierten Verpflichtungen. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt und mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Bei der Bildung von Bewertungseinheiten werden die Wertänderungen oder Zahlungsströme aus den Grund- und Sicherungsgeschäften gegenübergestellt und nur ein negativer Überhang aus dem ineffektiven Teil der Marktwertveränderungen zurückgestellt. Die unrealisierten Gewinne und Verluste aus dem effektiven Teil gleichen sich vollständig aus und werden weder bilanziell noch ergebniswirksam erfasst (sog. Einfrierungsmethode). Die Bilanzierung von derivativen Finanzinstrumenten, für die keine Bewertungseinheit mit dem Grundgeschäft gebildet wird, erfolgt dagegen imparitätisch, d. h. für negative Marktwerte werden Rückstellungen gebildet, positive Marktwerte werden nicht angesetzt. Erläuterungen der Konzernbilanz 1. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 Anschaffungs- und Herstellungskosten
Abschreibungen
Buchwerte
2. Geschäfts- oder Firmenwert Der Posten beinhaltet aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung und im Rahmen von Unternehmenstransaktionen erworbenen Geschäfts- und Firmenwerten. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgte aufgrund der Auswirkungen der Veränderungen der Absatz- und Beschaffungsmärkte der erworbenen Unternehmen linear über eine Nutzungsdauer von vier Jahren. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 14 TEUR) sowie Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 387 TEUR (Vorjahr: 280 TEUR). 4. Aktive und passive latente Steuern Zeitliche Differenzen zwischen den Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden in der Konzernbilanz und den Steuerbilanzwerten entstehen insbesondere durch unterschiedliche Bilanzierung- und Bewertungsmethoden bei Rückstellungen. Bei einzelnen inländischen Tochterunternehmen bestehen steuerliche Verlustvorträge. Der Konzern bilanziert keine aktiven Überhänge aus temporären Differenzen zwischen den steuerlichen Wertansätzen und den Ansätzen der Handelsbilanzen II und aufgrund steuerlicher Verlustvorträge. Die in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen ausschließlich Steuerabgrenzungen auf Zwischengewinneliminierungen im Sachanlagevermögen. 5. Eigenkapital
Das Grundkapital der Aktien-Gesellschaft "Ems" ist in 63.924 auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. 6. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Der Gesamtbetrag der Unterdeckung der Pensionsrückstellungen gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB, der sich aufgrund der geänderten Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergibt, beläuft sich auf 34 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 6.778 TEUR. Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,78 % (Vorjahr: 1,87 %), einem durchschnittlichen Rententrend von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) sowie durchschnittlichen Lohn- und Gehaltssteigerungen von 1,0 % (Vorjahr: 1,0 %) pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018). Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 389 TEUR. 7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 66 TEUR (Vorjahr: 68 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 1.096 TEUR (Vorjahr: 843 TEUR). Erläuterungen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Aperiodische Aufwendungen und Erträge Es liegen keine wesentlichen aperiodischen Erträge und Aufwendungen vor. 3. Erträge und Aufwendungen aus Währungsumrechnung Es liegen keine wesentlichen Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung vor. 4. Finanzergebnis In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung in Höhe von 121 TEUR (Vorjahr: 110 TEUR) enthalten. 819 TEUR (Vorjahr: 711 TEUR) entfallen auf in Anspruch genommene Darlehen für die Finanzierung des Anlagevermögens. 5. Angaben gemäß Artikel 75 Abs. 5 EGHGB Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHBG in Höhe von 17 TEUR (Vorjahr: 17 TEUR). 6. auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn/Verlust Der Betrag beinhaltet wie im Vorjahr nur anteilige Gewinne. Erläuterungen der Kapitalflussrechnung In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente einbezogen. Darüber hinaus werden jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sowie andere kurzfristige Kreditaufnahmen, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, berücksichtigt. Der Finanzmittelfonds setzt sich danach wie folgt zusammen:
Sonstige Angaben 1. Organe der Aktien-Gesellschaft "Ems" Vorstand des Konzerns ist Dr. Bernhard Brons, Emden (Dipl.-Kfm.) Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen: Dr. Claas T. H. Brons, Emden (selbstständiger Unternehmer und Rechtsanwalt) - Vorsitzender - Dr. Matthias Klasen, Leer (selbstständiger Rechtsanwalt und Notar) - stellvertretender Vorsitzender - Hajo Brons, Potsdam (Diplom-Kaufmann und Heilpraktiker) - ordentliches Mitglied - Wilko Hapig, Leer (selbstständiger Rechtsanwalt und Notar a. D.) - ordentliches Mitglied - Tino Schuhknecht, Hamburg (Kapitän) - Arbeitnehmervertreter - Michael Blok, Emden (Kaufmann) - Arbeitnehmervertreter - Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr auf 54 TEUR (Vorjahr: 45 TEUR). Die Bezüge für frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrugen im Geschäftsjahr 0,00 EUR. Die Pensionsrückstellungen hierfür betragen -647,00 EUR. Unter Hinweis auf § 314 Abs. 3 HGB wurde auf die Angabe der Vorstandsbezüge verzichtet. 2. Arbeitnehmer Im Geschäftsjahr wurden in den konsolidierten Gesellschaften im Durchschnitt (ohne Auszubildende) 547 (Vorjahr: 476) Arbeitnehmer beschäftigt. Die durchschnittliche Anzahl von Auszubildenden lag bei 32 (Vorjahr: 44). In den nach § 310 HGB quotal einbezogenen Unternehmen wurden im Durchschnitt 14 (Vorjahr: 20) Arbeitnehmer beschäftigt. 3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen sowie aus Wartungsverträgen betragen zurzeit jährlich ca. 2.668 TEUR. 4. Derivative Finanzinstrumente Im Rahmen des Risikomanagements des Konzerns werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente dienen der Absicherung von Risiken aus Zinsschwankungen. Die Absicherung der Zinsrisiken erfolgt durch verschiedene Zinssicherungsgeschäfte wie Zinsswaps und Caps, denen deckungsgleiche Darlehensverbindlichkeiten gegenüberstehen. Die Grundgeschäfte der Gesellschaft, die Zinsänderungsrisiken ausgesetzt sind, werden mit den Zinsderivaten in Bewertungseinheiten zusammengefasst, soweit die Voraussetzungen erfüllt sind. Um das Zinsänderungsrisiko zu reduzieren, bestanden im Zinsbereich per 31. Dezember 2022 Sicherungsgeschäfte in Form von Zinscaps mit einem Nominalwert von 1.767 TEUR. Die Zinsderivate als Sicherungsgeschäfte werden mit den entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Grundgeschäft zu einer wirtschaftlichen Bewertungseinheit zusammengefasst. Zinsänderungsrisiken sind hierdurch ausgeschlossen. Die gegenläufigen Marktwerte von Grund- und Sicherungsgeschäften entsprechen sich, so dass keine imparitätische Abgrenzung erfolgt. 5. Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers Die für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare gliedern sich wie folgt:
6. Befreiender Konzernabschluss Die Aktien-Gesellschaft "Ems" nimmt die Befreiung gemäß § 264 b HGB und 264 Abs. 3 HGB in Anspruch. Sie erstellt für die folgenden Personengesellschaften der AG "Ems"-Gruppe und Kapitalgesellschaften, mit denen ein Gewinn-/Verlustübernahmevertrag besteht, einen befreienden Konzernabschluss: - Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Emden - Habich & Goth Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Emden - AG "Ems" & Co. Schiffahrts-Kommanditgesellschaft, Emden - Reederei Cassen Eils GmbH, Cuxhaven - Inselhotel Vier Jahres Zeiten GmbH, Borkum - OFD-Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH, Emden - Kachelot Hotel Betriebs GmbH, Borkum 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDas Geschäftsjahr 2022 des Mutterunternehmens Aktien-Gesellschaft "Ems", Emden, schließt mit einem Jahresüberschuss der Aktien-Gesellschaft "Ems" in Höhe von 2.428.548,57 EUR ab. Der Vorstand schlägt vor, einen Betrag in Höhe 74.130,00 EUR in die gesetzliche Rücklage sowie einen Betrag in Höhe von 1.000.000,00 EUR in die Gewinnrücklage einzustellen sowie die Ausschüttung einer Dividende von 20,00 EUR je dividendenberechtigten Stückaktie, insgesamt 1.278.480,00 EUR vorzunehmen und den restlichen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.
Emden, den 12. Mai 2023 gez. Dr. Bernhard Brons Vorstand Kapitalflussrechnung für 2022
Eigenkapitalspiegel für 2022
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Aktien-Gesellschaft "Ems" Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Aktien-Gesellschaft "Ems" und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Aktien-Gesellschaft "Ems" für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die von uns vor dem Datum dieses Bestätigungsvermerks erlangte Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angabe zur Frauenquote) sowie die übrigen Teile des Geschäftsberichtes, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und der inhaltlich geprüften Bestandteile des zusammengefassten Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, den inhaltlich geprüften Bestandteilen des zusammengefassten Lageberichts oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. - holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. - beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, den 12. Mai 2023 Treuhand
Weser-Ems GmbH
Wehming, Wirtschaftsprüfer Witte, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch die regelmäßige Vorlage von schriftlichen Berichten des Vorstandes über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen unterrichtet gehalten. Darüber hinaus haben wir Angelegenheiten der AG "EMS"-Gruppe in sechs Sitzungen am Hauptsitz in Emden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Hinzu kommen Beiratssitzungen der Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt GmbH sowie der A.G. EMS Nederland B.V.. Besondere Schwerpunkte von Aufsichtsratssitzungen waren die Budgetplanungen für die AG "EMS" sowie für die wesentlichen Konzerngesellschaften, eine Nachbetrachtung der (finanziellen) Auswirkungen der Corona-Pandemie, Reaktionen auf die Energiekostenexplosion, eine Bewertung von Chancen und Risiken sowie Ertragssituation im Offshore-Bereich, personelle Perspektiven und Organisation der Führungsebenen im Konzern, der Erwerb eines bebauten Nachbargrundstücks auf Borkum, der Neubau eines Binnenfahrgastschiffes für den Hafen- und Grachtenverkehr mit elektrischem Methanol-Brennstoffzellen-Antrieb, ein Umstieg auf vollelektrische Speicherlokomotiven bei der Borkumer Kleinbahn und die Aufträge zum Bau von weiteren Wasserbussen. Anlässlich einer Beratung zum Jahresabschluss und Konzernjahresabschluss waren die Abschlussprüfer live bzw. virtuell zugegen. Soweit Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrates zu Geschäftsführungsmaßnahmen erforderten, haben wir die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand schriftlich, über digitale Medien, telefonisch und in persönlichen Besprechungen abgestimmt. Jahresabschluss, Konzernabschluss und Geschäftsbericht haben wir geprüft. Die Abschlussprüfer haben uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Dazu haben wir nichts zu bemerken. Unsere Prüfung umfasste auch den Gewinnverwendungsvorschlag. Wir schließen uns diesem Vorschlag an. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand vorgelegten Geschäftsbericht und die Jahresabschlüsse für AG und Konzern. Der Jahresabschluss 2022 ist damit festgestellt. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.
Emden, den 02. Juni 2023 Der Aufsichtsrat der Aktien-Gesellschaft "Ems" Dr. Claas Brons Vorsitzender |
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Reederei Cassen Eils GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Bei der Alten Liebe 12
27472 Cuxhaven - Handelsregister
- HRB 204231, Tostedt
- Eintragungsdatum
- 20. Januar 2006
- Branche
-
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für die Schifffahrt a. n. g.
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wasser- und Luftfahrzeugen - Eingetragenes Kapital
- 1.525.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Den Geschäftsführern kann jeweils Einzelvertretungsbefugnis erteilt werden. Den Geschäftsführern kann jeweils die Befugnis erteilt werden, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
- Unternehmenszweck
- Schiffsverkehr von und zur Insel Helgoland, von und mit anderen Nordseehäfen, sowie die Tätigkeiten einer Schiffsagentur, die Vermarktung von maritimen Dienstleistungen und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten sowie die Tätigkeiten eines Hafenagenten und alle damit zusammenhängenden Tätigkeiten
Finanzen
Bilanz
- Anlagevermögen 87,3 % 118,32 Mio
- Umlaufvermögen 12,5 % 16,94 Mio
- Aktive latente Steuern 0,1 % 183,5 k
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 120,2 k
- Eigenkapital 48,2 % 65,28 Mio
- Verbindlichkeiten 42,3 % 57,34 Mio
- Rückstellungen 9,3 % 12,64 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 302,9 k
Bilanzdaten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzerlöse 85,8 % 86,83 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 10,2 % 10,38 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 3,6 % 3,61 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 217,8 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 % 163,0 k
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 29,1 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 4,8 k
- Personalaufwand 42,7 % 32,65 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 28,0 % 21,46 Mio
- Materialaufwand 26,3 % 20,11 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,8 % 1,39 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,2 % 909,1 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 6,5 k
- Ergebnis nach Steuern 3,96 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,96 Mio
GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Birte Sievers
seit 2025 Geschäftsführer
-
Warner Wanders
seit 2025 Geschäftsführer
-
Claus Hirsch
seit 2024 Prokura
-
Janna Reich
seit 2024 Prokura
-
Monika TANTS
seit 2022 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Reederei Cassen Eils GmbH DEU 100,0 % 50k DEM
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- EM - Transporte Helgoland GmbH 100,0 %
- Reederei Cassen Eils GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
09.06.
Austritt einer PositionPetar Rachev · Gesamtprokura
- 2025
-
14.07.
Austritt einer PositionMarcel Diekmann · Geschäftsführer
-
14.07.
Eintritt eines MitgliedsPetar Rachev · Gesamtprokura
-
14.07.
Eintritt eines MitgliedsBirte Sievers · Geschäftsführer
-
14.07.
Eintritt eines MitgliedsWarner Wanders · Geschäftsführer
-
14.07.
Austritt einer PositionBernhard W. Dr. Brons · Geschäftsführer
- 2024
-
06.05.
Austritt einer PositionP**** E****** · Geschäftsführer
-
06.05.
Eintritt eines MitgliedsJanna Reich · Gesamtprokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2023 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2022 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
/v1/fetch-document- Aktueller Auszug (AD) PDF
- Chronologischer Auszug (CD) PDF
- Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
- Gesellschafterliste PDF
- Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Reederei Cassen Eils GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 0eed5171ee86dc9c7f11b2addb69583e",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Dieses Unternehmen abfragen
Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:
Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Reederei Cassen Eils GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.
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