Möbelfolien GmbH BiesenthalBiesenthalJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023INHALTSVERZEICHNIS 1. Bilanz zum 30. September 2023 2. Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022/23 3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022/23 4. Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB 5. Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 6. Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers 7. Feststellung des Jahresabschlusses Bilanz zum 30. September 2023Aktivseite
Passivseite
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2022/23I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM UNTERNEHMEN Die Möbelfolien GmbH Biesenthal hat ihren Sitz in Biesenthal. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) unter HR B 325 FF eingetragen. II. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS 1. Der vorliegende Jahresabschluss ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie gemäß § 42 GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. 2. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung ist gegenüber dem Vorjahr unverändert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das bisher angewendete Gesamtkostenverfahren beibehalten. 3. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften wahlweise in der Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringenden Vermerke insgesamt im Anhang aufgeführt. Die Vermerke zu den Verbindlichkeiten sind ebenfalls im Anhang aufgenommen. III. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung unter Beachtung ergänzender Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften stetig angewandt: Aktivseite 1. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. 2. Das nicht abnutzbare Sachanlagevermögen ist mit Anschaffungskosten, das abnutzbare Sachanlagevermögen mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben; ihr Abgang wird vereinfachend im Jahr des Zugangs unterstellt. Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten 250,00 EUR aber nicht 1.000,00 EUR übersteigen, werden in einen Sammelposten eingestellt und über die Dauer von fünf Jahren gleichmäßig abgeschrieben. 3. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten angesetzt. Die Herstellungskosten beinhalten die Material- und Fertigungskosten sowie die notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten und den Wertverzehr des Anlagevermögens, soweit er durch die Herstellung veranlasst ist (§ 255 Abs. 2 HGB). Wenn ein niedrigerer Wert vorliegt, der diesen Vermögensgegenständen am Abschlussstichtag beizulegen ist, sind Abschreibungen gem. § 253 Abs. 4 HGB vorgenommen. 4. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen 5. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert. Passivseite 6. Die Rückstellungen für Pensionen sind nach versicherungsmathematischen Gutachten nach dem Barwertverfahren bewertet, unter Berücksichtigung eines Zinssatzes in Höhe von 1,81 % (bei einer Laufzeit von 15 Jahren entsprechend der Veröffentlichung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der letzten 10 Jahre der Deutschen Bundesbank) und der Richttafeln Heubeck 2018 G. Eine Dynamik der anrechenbaren Bezüge sowie eine Fluktuation wurden nicht eingerechnet. Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre (1,63 %) ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 1 TEUR. Dieser Unterschiedsbetrag ist für Ausschüttungen gesperrt. 7. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Dabei werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre lt. Abzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank - unter Berücksichtigung von Kosten- und Preissteigerungen, entsprechend der Inflationsrate - abgezinst. 8. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ Aktivseite 1. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist in der Anlage zum Anhang dargestellt. 2. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 117 TEUR (Vj.: 176 TEUR). Passivseite 3. Im Geschäftsjahr erfolgte eine Einzahlung der Gesellschafter in die Kapitalrücklage der Gesellschaft in Höhe von 900 TEUR. 4. In den Bilanzverlust ist ein Verlustvortrag von 298 TEUR mit einbezogen. 5. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel:
6. Andere Verbindlichkeiten beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 1 TEUR (Vj.: 18 TEUR). 7. Die anderen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 222 TEUR (Vj.: 172 TEUR). Es handelt sich hierbei, wie im Vorjahr, um verbundene Unternehmen. V. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Zinsen und ähnliche Aufwendungen Der Posten enthält Zinsaufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 2 TEUR (Vj.: 2 TEUR) und Zinsen an verbundene Unternehmen in Höhe von 9 TEUR (Vj.: 7 TEUR). VI. SONSTIGE ANGABEN 1. Anzahl der Arbeitnehmer Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 55 Vollzeit- und 5 Teilzeitarbeitskräfte. 2. Konzernabschluss Die Möbelfolien GmbH Biesenthal ist ein Tochterunternehmen der Melaplast Verwaltungs-GmbH, Schweinfurt, und wird in deren freiwilligen Konzernabschluss einbezogen. 3. Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2022/23 gehörten der Geschäftsführung an: Herr Johannes la Cour, Geschäftsführer Herr Sandro Zeißig, Geschäftsführer ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS IM GESCHÄFTSJAHR 2022/23
Unterzeichnung des Jahresabschlusses gem. § 245 HGB
Biesenthal., 29.02.2024 gez. Johannes la Cour, Geschäftsführer gez. Sandro Zeißig, Geschäftsführer Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/2023Möbelfolien GmbH BiesenthalI. Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Das Unternehmen ist ein führender Hersteller von imprägnierten und lackierten Finishfolien, Ummantelungsfolien, Einschicht- und Dublierkanten sowie CPL - Laminaten auf Papierbasis und beliefert die Möbel- und Holzwerkstoffindustrie im In- und Ausland. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft tätigt in branchenüblichem Umfang Entwicklungen zur Sortiments- und technischen Weiterentwicklung vorhandener Produkte sowie Neueinführungen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Möbelindustrie in Deutschland und Europa bekam in 2023 das schwache Konsumklima zu spüren. Die Möbelnachfrage war verhalten, die Verbraucher angesichts von Inflation, Energiewende und internationalen Konflikten stark verunsichert. Die Auftragseingänge der deutschen Möbelindustrie lagen deutlich unter dem Vorjahr. Der fortwährende Russland- Ukraine-Krieg stellte auch in 2023 einen weiteren Unsicherheitsfaktor für die produzierende Industrie dar. Bei der Materialversorgung, die während der Corona-Pandemie stark gestockt hatte, war in der zweiten Jahreshälfte eine Entspannung festzustellen. Die Lieferzeiten bewegten sich wieder im regulären Rahmen. Die Materialpreise waren teils rückläufig, befanden sich allerdings unverändert auf einem hohen Niveau. Verpackungsmaterialien und Logistikdienstleistungen verteuern sich dagegen weiterhin stark. Eine erhebliche Belastung für die Unternehmen stellten zudem die hohen Energiepreise dar. Die Herausforderung bestand im Handling der Kostensteigerungen und des Nachfragerückgangs. Der Trend der Vormonate zum Ende des Jahres 2022 bestätigte sich. In einigen Teilbranchen gab es im Dezember kräftige Rückgänge, Holzwerkstoffe -19,2%, Holzverpackungen -13,9%, Ladenmöbel -3,3%, Wohnmöbel -1,5%. Preisbereinigt sind die Rückgänge deutlich höher. Das Branchenjahresergebnis 2022 sieht auf den ersten Blick noch gut aus, wenngleich die Zuwächse häufig nur den Preissteigerungen zu verdanken sind. Ein realistischeres Bild zeichnet die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen. Während es im Holzgewerbe insgesamt einen Beschäftigungsaufbau gab, waren die Beschäftigtenzahlen in der Möbelindustrie bereits rückläufig. Im Vergleich zu 2021 sind die Umsätze 2022 im Holzgewerbe um 13,7%, in der Möbelindustrie um 6,9% und in der Kunststoffindustrie um 10,5% gestiegen. Im Holzgewerbe gibt es die größten Steigerungen bei Holzverpackungen mit 19,7% und Sägewerken mit 18,1%. Es folgen der baunahe Bereich mit 12,5% sowie Holzwerkstoffe mit 8,4%. In der Möbelindustrie liegen Küchenmöbel um 9,5%, Wohnmöbel um 8,0%, Polstermöbel um 6,6%, Büromöbel um 8,4%, Ladenmöbel um 6,3% über 2021. In der Kunststoffindustrie schließen Baubedarfsartikel mit einem Zuwachs von 11,2% gegenüber 2021 sehr gut ab. Im Jahr 2023 haben bis September nahezu alle Teilbranchen z.T. deutliche Umsatzrückgänge hinnehmen müssen. Die kumulierten Rückgänge haben sich verfestigt. Im Vergleich zu Januar bis September 2022 sind die Umsätze im Holzgewerbe um 15,8 %, in der Kunststoffindustrie um 6,1% und in der Möbelindustrie um 2,9% gesunken. In der Möbelindustrie liegen Büromöbel um 5,4%, Küchenmöbel um 2,7 %, Ladenmöbel um 2,1 % über den Vorjahreswerten, während Polstermöbel um 3,6% und Wohnmöbel sowie sonstige Möbel und Möbelteile um 11,4 % darunter lagen. In der Kunststoffindustrie liegen Baubedarfsartikel mit 9,3% deutlich unter dem Vorjahreszeitraum. Langsam scheint sich auch die Situation beim Beschäftigtenbedarf zu ändern. Im September waren im Vergleich zum Vorjahresmonat die Beschäftigtenzahlen in den meisten Teilbranchen niedriger. 2. Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2022/2023 sinkt der Umsatz des Unternehmens aufgrund der geopolitischen Lage und der resultierenden weiteren Rohstoff- und Energiepreissteigerungen gegenüber dem Vorjahr um -15,3 %. Die Planungsziele wurden nicht erreicht. Der Rohertrag sinkt entsprechend dem erreichten Umsatz absolut um -38,7 % bzw. relativ im Verhältnis zur gesunkenen Gesamtleistung um -10,0 % im Vorjahresvergleich. Beschaffung Die Rohstoffversorgung war durch vertrauensvolle Kooperationen mit Lieferanten und Alternativlieferanten relativ gesichert. Produktionsprobleme und steigende Kosten insbesondere Energie bei europäischen Herstellern haben in den letzten Monaten die Marktsituation bei den Rohstoffen besonders für Leim- und Imprägnierharzen und Papieren geprägt. Sowohl bei Melamin als auch bei Phenol und Zellstoff ist es zu erheblichen Kostensteigerungen gekommen. Weiterhin haben sich die Maßnahmen zur Optimierung der Produktion und der Qualitätssicherung positiv ausgewirkt. Investitionen Im Berichtsjahr wurden geringe Investitionen zur Sicherung des Anlagevermögens und der Qualität getätigt. Personal Im Berichtsjahr 2022/2023 waren zum 30.09.2023 60 Arbeitnehmer (Vorjahr 70) beschäftigt, die aktiv den gesamten bisherigen und kommenden Veränderungsprozess tragen. 3. Lage des Unternehmens Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um 446 TEUR auf 5.737 TEUR verringert. Das Anlagevermögen reduzierte sich um 109 TEUR auf 2.150TEUR. Die wirtschaftliche Eigenkapitalquote beträgt 69,1 % nach 64,3 % im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aus der eingeräumten Kreditlinie konnten stets eingehalten werden. Der betriebliche Rohertrag bewegt sich mit 3.011 TEUR um 1.898 TEUR unter dem Vorjahrswert. Der Personalaufwand hat sich absolut um 874 TEUR bzw. um 26,8 % gegenüber dem Vorjahr reduziert; im Verhältnis zur gesunkenen Gesamtleistung konnte eine Einsparung von 2,7 % erreicht werden. In Summe ergibt sich ein Jahresfehlbetrag von 958 TEUR. 4. Finanzielle Leistungsindikatoren Die interne Unternehmensteuerung erfolgt vorrangig anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatzentwicklung, EBITDA sowie Jahresergebnis. Weiterhin wird die Entwicklung branchenspezifischer Kennzahlen wie Auslastung / Produktivität und Umschlagshäufigkeit beobachtet. Der Umsatz ist im Berichtsjahr um rd. 15,3 % gesunken, die Materialintensität steigt von 59,2 % auf 69,2 % an. Der Jahresfehlbetrag von -958 TEUR hat neben weiteren kleineren Veränderungen zu einem negativen Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von -929 TEUR geführt. Zudem wurden Investitionen im Geschäftsjahr 2022/2023 von 116 TEUR geleistet. Andererseits konnte ein positiver Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von 1.211 TEUR erzielt werden. Dieser Zufluss an liquiden Mitteln ist auf die Einzahlung in die Kapitalrücklage von 900 TEUR und die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von rund 200 TEUR zurückzuführen. Für das kommende Geschäftsjahr erwarten wir eine Verringerung des Umsatzes durch eine sich abschwächende Konjunktur in Deutschland. Daher könnten weitere Finanzierungs- maßnahmen der Gesellschafter erforderlich werden. 5. Gesamtaussage Unsere Vermögenslage schätzen wir als ausreichend ein. Unsere Finanzlage ist aufgrund des rückläufigen Umsatzes und der anhaltend hohen Material-, Rohstoff- und Energiepreise angespannt. Wir gehen davon aus, dass wie in der Vergangenheit, unsere Gesellschafter eventuelle Liquiditätsengpässe ausgleichen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist unter voller Ausnutzung der Skontoabzüge zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr 2023/2024 sieht eine Umsatzentwicklung aufgrund der geänderten geopolitischen Lage und resultierenden Nachfragerückgang von ca. 9 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023 vor. III. Prognosebericht Der Verband der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) vertreten durch den Geschäftsführer Jan Kurth hat für das Jahr 2024 noch keine Branchenprognose abgegeben. Kurth betont jedoch in einem Statement, dass der Branche weitere herausfordernde Monate bevorstünden. Eine schnelle Besserung der Rahmenbedingungen sei derzeit nicht in Sicht. Eingetrübt werde der Ausblick auch durch den stockenden Wohnungsneubau sowie pessimistische Konsumaussichten. Der Blick auf die kommenden Monate sei von vielen Unsicherheiten geprägt, betont Kurth. So lasse sich beispielsweise nur schwer abschätzen, wie sich die staatlichen Entlastungspakete zur Abfederung der stark gestiegenen Energiekosten auf die Konsumstimmung auswirken werden. "Die Rahmenbedingungen für unsere Industrie bleiben sehr herausfordernd", so Kurth. Der geplante Umsatzrückgang fordert verschiedene Maßnahmen. Um ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen, wurden und werden gezielt Kosteneinsparungen sowie Umstrukturierungen in administrativen und produktiven Bereichen des Unternehmens vorgenommen. Außerdem werden Produkte neu oder weiterentwickelt, Neukunden und Märkte bearbeitet und unsere Stammkunden im In- und Ausland gepflegt, um den Umsatzrückgang minimal zu halten. Der Verdrängungswettbewerb und Konsolidierungen in der Branche wird weiter verstärkt anhalten, trotzdem sind erforderliche Preiserhöhungen gegenüber unseren Kunden umzusetzen. Änderungen in der Geschäftspolitik sind nicht geplant. IV. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht Branchen- und ertragsorientierte Risiken Risiken sehen wir insbesondere durch weitere ungünstige Entwicklungen auf den Finanzmärkten, der Konjunktur-, Inflations- und Preisentwicklungen u.a. als Folge des Ukrainekrieges. Mit einer Erholung des privaten Konsums sowie der Bauinvestitionen ist nicht zu rechnen. Finanzielle Risiken Die Liquiditätslage ist angespannt. Wir gehen jedoch davon aus, dass unserer Gesellschafter wie in der Vergangenheit eine Ausstattung der Gesellschaft mit ausreichend Liquidität gewährleisten. Das Unternehmen finanziert sich im Wesentlichen durch Lieferantenverbindlichkeiten, eine Kontokorrentlinie und Gesellschafterdarlehen. Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen. Kundenforderungen sind durch Warenkreditvesicherungen gesichert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfalls- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Rechtliche Risiken Darüber hinaus unterliegen wir den branchenüblichen Risiken, die sich besonders aus den gesetzlichen Vorgaben der EU ergeben. 2. Chancenbericht Gerade in wirtschaftlich schwierigen Konjunkturphasen erweist sich unsere gute Marktpräsenz im Inland und im EU-Ausland als Vorteil. Auf Grund einer hohen Flexibilität und der anerkannten Produktqualität sowie unserer Serviceleistungen sehen wir unsere Stärke in der schnellen Anpassung an die veränderten Marktbedingungen. Durch die vorhandene gute technische Ausrüstung und die Produkt-, Weiter- und Strukturentwicklungen ist es uns möglich, sowohl qualitativ als auch in der Flexibilität die Marktbearbeitung weiter zu verbessern und Wettbewerbsvorteile aufzubauen.
Biesenthal, 29. Februar 2024 gez. Johannes la Cour, Geschäftsführer gez. Sandro Zeißig, Geschäftsführer In dem beigefügten, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt: BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Möbelfolien GmbH Biesenthal Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Möbelfolien GmbH Biesenthal, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Möbelfolien GmbH Biesenthal, Biesenthal, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Erlangen, 14. März 2024 ETH
Erlanger Treuhand GmbH
gez. Schmitz, Wirtschaftsprüfer Datum der Feststellung Der Jahresabschluss der Möbelfolien GmbH Biesenthal zum 30.09.2023 wurde am 27.03.2024 festgestellt. |
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Möbelfolien GmbH Biesenthal
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Bahnhofstr. 150
16359 Biesenthal - Handelsregister
- HRB 325, Frankfurt/Oder
- Eintragungsdatum
- 26. Juni 1990
- Branche
-
Herstellung von Büromöbeln
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Herstellung von Ladenmöbeln und sonstigen Objektmöbeln - Eingetragenes Kapital
- 4.100.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer mit einem Prokuristen vertreten. Einzelvertretungsbefugnis kann erteilt werden.
- Unternehmenszweck
- Produktion und Handel, Import und Export von Möbelfolien und anderen getränkten Folien für die Herstellung von dekorativen Möbelflächen sowie dem dazugehörigen Kanten- bzw. Schmalflächenmaterial. Die Gesellschaft ist auch berechtigt, ihr eigenes Vermögen zu verwalten und zu allen Geschäften und Maßnahmen weiter berechtigt, die zur Erreichung dieses Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen.
Finanzen
Bilanz
- Umlaufvermögen 58,6 % 2,93 Mio
- Anlagevermögen 41,4 % 2,07 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 1,2 k
- Eigenkapital 66,1 % 3,31 Mio
- Verbindlichkeiten 27,7 % 1,39 Mio
- Rückstellungen 6,1 % 306,7 k
Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 81,3 % −1,29 Mio
- Verlustvortrag/Gewinnvortrag 18,7 % −297,7 k
- Personalaufwand 59,1 % −2,39 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 33,9 % −1,37 Mio
- Abschreibungen 5,6 % −225,3 k
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,8 % −31,8 k
- Sonstige Steuern 0,7 % −27,1 k
- Rohergebnis 3,05 Mio
- Ergebnis nach Steuern −966,0 k
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −993,1 k
GuV-Daten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Johannes la Cour
seit 2005 Geschäftsführer
-
Michael Gründel
seit 2025 Geschäftsführer
-
Christa, geb. Lange Lenz
seit 2005 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Melaplast Verwaltungs GmbH DEU 85,0 % 3,5M €
- Möbelfolien Beteiligungs GmbH DEU 15,0 % 615k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
-
S****** l*
3,7 %
Historie
- 2025
-
20.03.
Eintritt eines MitgliedsMichael Gründel · Geschäftsführer
- 2024
-
01.07.
Austritt einer PositionS***** Z***** · Geschäftsführer
- 2023
-
28.08.
SatzungsänderungMöbelfolien GmbH Biesenthal
- 2021
-
08.02.
Austritt einer PositionChrista, geb. Lange Lenz · Geschäftsführer
- 2019
-
11.12.
Eintritt eines MitgliedsS***** Z***** · Geschäftsführer
- 2018
-
14.06.
Austritt einer PositionG*** B****** · Geschäftsführer
- 2009
-
03.12.
AdressänderungMöbelfolien GmbH Biesenthal
- 2008
-
07.04.
Eintritt eines MitgliedsG*** B****** · Geschäftsführer
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2024 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2023 Jahresabschluss Volltext
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https://mcp.handelsregister.ai/mcp
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-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Deinem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
Einmal im Terminal ausführen:
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--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
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tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
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