Hirschmann Car Communication GmbHNeckartenzlingenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis zum 30.09.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022 (01.10.2021 - 30.09.2022)Grundlagen der Hirschmann Car Communication GmbH Die Hirschmann Car Communication GmbH ("HCC") mit Sitz in Neckartenzlingen hat die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von Sende- und Empfangssystemen insbesondere für die Kommunikation in und mit Fahrzeugen zum Gegenstand. Sie hält Beteiligungsgesellschaften in Frankreich ("HCC FR"), in China ("HCC CN") und Mexiko ("HCC MX"). Die operative Geschäftstätigkeit der HCC ist in die Geschäftsbereiche Automotive und CV&M2M (Commercial Vehicles & Machine-to-machine communications) gegliedert. Darüber hinaus koordiniert und steuert sie ihre Beteiligungsgesellschaften und fungiert als Entwicklungszentrum sowie als Produktionsstandort. Neben der eigenen Fertigung in Neckartenzlingen, wird von der ungarischen TE Produktionsgesellschaft HCC HU in Békéscsaba für die HCC und teilweise für die restlichen Tochterunternehmen gefertigt. Während die französische, chinesische und mexikanische Tochtergesellschaft (HCC FR, HCC CN und HCC MX) reine Vertriebsgesellschaften darstellen. Die HCC und ihre Tochter- sowie verbundenen Unternehmen zählen Automobilproduzenten, im Wesentlichen OEMs (Original Equipment Manufacturer), als auch deren Zulieferer zu ihren Kunden. Hinzu kommen Hersteller von Nutzfahrzeugen und Kunden aus dem M2M- und Telematik-Markt. Seit April 2020 agiert die TE Connectivity Solutions GmbH, Steinach (Schweiz), als Distributionspartner der Hirschmann Car Communication GmbH gegenüber den Endkunden. Die Hirschmann Car Communication GmbH erbringt Serviceleistungen für die TE Connectivity Solutions GmbH. F&E-Schwerpunkte der HCC Die Entwicklungstätigkeiten im Berichtszeitraum 2022 konzentrierten sich auf die Entwicklung von Antennen, Radio- und TV-Broadcast-Empfangslösungen für den globalen Einsatz, mit gegebenenfalls regional bedingten Anpassungen. Darüber hinaus wurden Kundenprojekte, anderer Geschäftsbereiche innerhalb des TE-Konzerns in der System-, Elektronik- und Softwareentwicklung als auch im Projekt- und Prozessmanagement unterstützt. Weiterhin wurden interne Abläufe und Entwicklungsprozesse optimiert. Im Antennenbereich wurde in den Kundenprojekten, neben den etablierten Technologien, an der Entwicklung von Antennen für den Mobilfunkstandard 5G in verschiedenen aktiven und passiven Varianten gearbeitet. Technologisch hervorzuheben ist ebenfalls die Entwicklung einer Shark-fin Antenne mit integrierter Stabantenne für ein Kundenprojekt aus den USA. Ein weiterer Fokus lag und liegt nach wie vor auf den Navigationsdiensten (GNSS), sowie Lösungen für die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur, kurz V2X. Für V2X ist insbesondere die Serienumsetzung eines geregelten und gesteuerten Verstärkers zur Kompensation von Leitungsverlusten für den chinesischen Markt zu nennen. Neu hinzugekommen ist im Jahr 2022 die Entwicklung von Antennen für UWB (Ultra Wide Band). UWB wird zunehmend als Verfahren für die Schließsysteme bei Fahrzeugen verwendet und ist damit von direktem Interesse. Im Laufe des Jahres konnten erste Muster aufgebaut und interessierte Kunden damit versorgt werden. In der kommenden Phase, im Jahr 2023, steht die Optimierung der Funktion und Performance in den Zielimplementierungen an. Innerhalb der Entwicklung werden, darüber hinaus, kontinuierlich Konzepte für die Integration unterschiedlicher Antennen auf kleinem Bauraum optimiert, simuliert und bewertet. Der Trend zu höher integrierten Lösungen bei zunehmender Anzahl an Antennen im Fahrzeug hält nach wie vor an. Im Segment der Broadcast-Empfänger konnten für das Remote Tuner Modul zwei wichtige Serienaufträge aus der Automobilindustrie gewonnen werden. Die Serienentwicklung, für diese Radiolösungen, erstreckt sich über mehrere Jahre. Die Projektteams und die Entwicklung wurden im Jahr 2022 aufgesetzt und gestartet. Parallel zu diesen Aktivitäten wurde seitens der Vorentwicklung an Proof of Concepts mit weiteren Kunden gearbeitet. Hier werden als positive Folge der Aktivitäten konkrete Ausschreibungen zum Einsatz der Remote Tuner Technologie in 2023/2024 erwartet. In der Anwendung TV-Broadcast wurde die in den vergangenen Jahren gestartete Entwicklung eines kundenspezifischen Produktes fortgeführt. Hierbei werden neben den relevanten europäischen auch die entsprechenden japanischen Standards unterstützt. Der Start der Massenproduktion wird für Mitte 2023 erwartet. Im Bereich der Vorentwicklung wurden im Berichtszeitraum überwiegend Basisentwicklungen und Kundenanfragen innerhalb der drei Produktgruppen "Mehrfachantennensysteme", "Broadcast" und "Fahrzeug zu Fahrzeug / Infrastruktur Kommunikation (V2X)" bearbeitet. Im Bereich Antennen ist die Vorentwicklung sowohl an der Optimierung der Folienantennen beteiligt als auch an alternativen Lösungen zu den bestehenden Keramik-Patches für den GNSS-Empfang. Hier wird vor allem das Ziel der Kostensenkung und der Nachhaltigkeit aus Umweltaspekten verfolgt. Die entsprechende Materialauswahl und das damit verbundene notwendige Design sind wesentliche Parameter zur Gestaltung umweltfreundlicher und zugleich kostengünstiger Produkte. Im Bereich Fahrzeug zu Fahrzeug / Infrastruktur Kommunikation wurde, gemeinsam mit zwei Partnern aus der Industrie, das sogenannte Periscope Projekt im Rahmen eines Proof of Concepts durchgeführt. Hierbei geht es um die Verbesserung der Sicherheit von vulnerablen Verkehrsteilnehmern. Über ein Lidar-System werden Objekte unterschiedlicher Kategorie an unübersichtlichen Stellen detektiert, kategorisiert und Bewegungsvektoren zugeordnet. Relevante Informationen werden durch intelligente Algorithmen aufbereitet und über stationäre V2X-Gateways an Fahrzeuge zur Nutzung für Frühwarnsysteme gesendet. Diese Art von Systemen bieten auch die Möglichkeit, den umgekehrten Informationsweg vom Fahrzeug zur Infrastruktur zu nutzen und könnten so in naher Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit im Straßenverkehr an unübersichtlichen und kritischen Stellen leisten. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung betrugen im Berichtszeitraum TEURO 16.054 (Vj: TEURO 17.405). Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaft Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung wurde im Jahr 2022 weiterhin durch die COVID-19 Pandemie, den Angriffskrieg Russland gegen die Ukraine sowie weltweiter anziehender Inflation geprägt. Die Versorgungsengpässe bei Halbleitern sowie den unterbrochenen Lieferketten durch die COVID-19 Beschränkungen in China, die bereits in der zweiten Jahreshälfte 2021 auftraten, konnten die daraus resultierten Liefer- und Materialengpässe auch im Berichtsjahr nicht vollständig behoben werden. Trotz dieser gleichbleibenden Situation ist im vergangenen Jahr die Weltwirtschaft nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds um 3,4 % gewachsen (lt. IMF Outlook Januar 2023). Im Euroraum wurde ein Wachstum von 3,5 % verzeichnet, im Vorjahr lag hier noch ein Wachstum von 5,3 % vor (lt. IMF Outlook Januar 2023). Der Rückgang in der Eurozone ist besonders durch die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine zurückzuführen. Die Belastungen durch hohe Energie- und Nahrungsmittelpreise haben zu großen Unsicherheiten bei den Unternehmen und Verbrauchern geführt, weshalb die Wirtschaftsdynamik gegen Ende des Jahres abgeschwächt wurde. Dennoch konnte im ersten Halbjahr 2022 ein Wachstum verzeichnet werden, das vor allem durch die Abschaffung von Corona Maßnahmen erfolgte. Auch die USA konnte sich den weltweiten Lieferkettenstörungen nicht entziehen. Das erzielte Wachstum der Wirtschaftsleistung in den USA lag nur bei 2,0 %, aufgrund von Außenhandelsdefiziten und Folgen der Engpasssituation. Der chinesische Markt hat ein Wachstum von 3,0% erwirtschaftet. Weltwirtschaftswachstum 2021 - 2023
Quelle: IMF, Economic Outlook, Januar 2023 Wachstum 2022 in (Ist):
Quelle: IMF, Economic Outlook, Januar 2023 Branchenkonjunktur Laut des Verbands der Automobilindustrie (VDA) haben die internationalen Automärkte wie auch schon im Vorjahr ein turbulentes Jahr 2022 hinter sich. Besonders der Mangel an Halbleitern strapazierte die weltweiten Lieferketten sowie ein massiver Anstieg von Energie-, Rohstoff- und Nahrungsmittelpreisen sorgte für einen zunehmenden Preisdruck. Der weltweite Automobilmarkt bewegte sich im Jahr 2022 nur auf Vorjahresniveau. Der europäische Raum und der US- amerikanische Markt verzeichneten einen Absatzrückgang. Ein deutlicher Zuwachs war im chinesischen Markt zu beobachten, obwohl die Null- COVID Strategie die Absatzentwicklung negativ beeinflusste. Jedoch wurden durch staatliche Eingriffe, in Form von reduzierten Steuersätzen beim PKW-Kauf, die Verkaufszahlen gesteigert. Die Weltwirtschaft wird aufgrund der weltweit hohen Inflationsbelastung, des hohen Zinsanstieges und des fortdauernden Krieges zwischen Russland und der Ukraine unverändert belastet bleiben, deshalb ist derzeit ein Ausblick auf das Geschäftsjahr 2023 sehr schwierig. Geschäftsverlauf Das im Geschäftsjahr 2022 erzielte Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag aber vor sonstigen Steuern hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEURO -2.947 oder um ca. -14,8 % auf TEURO -22.797 erhöht und wurde neben konjunkturellen Effekten auch durch die Beschränkung der Lieferketten beeinflusst. Das Betriebsergebnis, definiert als Gesamtleistung (TEURO 57.208) abzüglich des Betriebsaufwands (TEURO -82.475) ohne Berücksichtigung des neutralen Ergebnisses sowie des Finanzergebnisses und der Ertragsteuern, schließt mit einem signifikanten Fehlbetrag von TEURO -25.267 ab. Ertragslage Als vornehmlich im Automobilzulieferbereich tätiges Unternehmen ist die HCC in besonderer Weise von der Entwicklung der Produktionszahlen ihrer OEM-Kunden in der europäischen Automobilindustrie abhängig. Diese lagen - insbesondere im Segment der für die HCC wichtigen Premiumfahrzeuge - im Berichtszeitraum unter dem Vorjahresniveau, v.a. aufgrund der Auswirkungen der unterbrochenen Lieferketten sowie der Reduzierung der Tuner Aktivitäten. Die HCC erzielte im Berichtszeitraum Umsatzerlöse in Höhe von TEURO 57.208 (Vj: TEURO 63.217).
Insgesamt sind die Umsatzerlöse um TEURO -6.009 bzw. -9,51 % auf TEURO 57.208 gesunken. In unserer Vorjahresprognose sind wir von gleichbleibenden Umsatzerlösen ausgegangen. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderung (TEURO 0) sowie aktivierter Eigenleistungen (TEURO 0) hat sich die Gesamtleistungvon TEURO 63.150 im Vorjahr auf TEURO 57.208 und damit um TEURO -5.942 oder -9,4 % verringert. Die Materialaufwandsquote (Materialaufwand / Gesamtleistung) hat sich mit 75,3 % gegenüber dem Vorjahr (66,2 %) um 9,1 % verschlechtert. Dies ist vor allem auf die gestiegenen Materialpreise sowie geringen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote liegt bei 48,8 % und hat sich im Vergleich zum Vorjahr (49,1 %) um 0,3% verringert. Das Ergebnis nach Steuern vom Einkommen und Ertrag und vor Sonstige Steuern isowie Erträgen aus der Verlustübernahme beträgt TEURO -26.508 und liegt somit um TEURO -6.667 über dem des Vorjahres (TEURO -19.841). Der erzielte Verlust wird durch einen Ergebnisabführungsvertrag durch den Mutterkonzern Tyco Electronics Group S.A getragen. Zur Steuerung des operativen Geschäfts dienen die Umsatzerlöse des Distributionspartners TE Connectivity Solutions GmbH, diese sind organisatorisch in die Geschäftsbereiche ("Business Units") Automotive und CV&M2M aufgeteilt. Der Umsatzrückgang im Automotive Bereich basiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der OEM- Fahrzeugproduktionszahlen, der reduzierten Marktnachfrage nach TV-Systemen sowie aus dem Transfer der Drittumsätze an den Distributionspartner TE Connectivity Solutions GmbH. Der Bereich CV&M2M konnte im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzanstieg verzeichnen. In der Business Unit Automotive entwickelt, produziert und vertreibt die HCC Gruppe mit Antennensystemen und Tuner Systemen anspruchsvolle, mobile Lösungen für die OEM-Kunden aus der internationalen Automobilindustrie. Die Umsätze mit Antennensystemen verhielten sich im Grundsatz analog zu den OEM- Produktionszahlen für die jeweiligen Plattformen, weil die Antennensysteme fast immer Bestandteil der Serienausstattung der jeweiligen Fahrzeuge sind, während die Umsätze bei den Tuner Systemen fast immer zur Sonderausstattung der jeweiligen Fahrzeuge gehören. Hier wurden wesentlich weniger TV-Systeme von den OEM Kunden aufgrund geringerer Marktnachfrage im Geschäftsjahr beauftragt. Die Business Unit CV&M2M beschäftigt sich neben dem traditionellen OES- (Original Equipment Service) und Aftermarket-Geschäft vor allem mit dem Vertrieb von Antennen und Antennensystemen an nicht-automotive Kunden und an Nutzfahrzeughersteller. Vermögens- und Finanzlage Das Anlagevermögen der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag am 30.09.2022 TEURO 10.374 (Vj: TEURO 10.677). Die immateriellen Vermögensgegenstände beliefen sich in Summe auf TEURO 425 (Vj: TEURO 404), das Sachanlagevermögen auf TEURO 9.392 (Vj: TEURO 9.717). Die Abschreibungen beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEURO 2.699 (Vj: TEURO 3.045). Die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen, im Wesentlichen im Bereich technischer Anlagen und Maschinen sowie Anzahlungen auf technische Anlagen und Maschinen, unterschritten die Abschreibungen um TEURO 287, im Vorjahr überschritten die Investitionen die Abschreibungen um TEURO 356. Im Geschäftsjahr 2022 lag der Schwerpunkt der Investitionen im Wesentlichen auf dem Aufbau der neuen Produktionslinie in der Fertigung sowie auf verschiedenen projektbezogenen Investitionen. Das operative Working Capital (Vorräte zuzüglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen abzüglich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen jeweils inklusive gegenüber verbundenen Unternehmen) weist einen Wert von TEURO 21.026 (Vj: TEURO 14.556) auf und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um 44 % erhöht. Die Erhöhung des Working Capitals ergibt sich im Wesentlichen aus einer Steigerung der Rohmaterialien, dem Anstieg des Lagerbestandes an unfertigen Erzeugnissen sowie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft finanziert sich seit der Integration in die TE Connectivity Gruppe über Intercompany Loans. Zum 30.09.2022 bestehen Verbindlichkeiten aus konzerninterner Finanzierung in Höhe von TEURO 29.007 (Vj: TEURO 28.336). Die Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jedem Zeitpunkt in der Lage ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Durch eine rollierende Liquiditätsplanung trägt das Finanzmanagement dazu bei, dass die Gesellschaft auch zukünftig ihre finanziellen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erfüllen kann. Sofern notwendig werden vorausschauende Maßnahmen zur Liquiditätsausstattung getroffen. Hierzu verweisen wir auch auf die Ausführungen in Abschnitt Risikobericht dieses Lageberichts. Das Eigenkapital der HCC lag am 30.09.2022 unverändert bei TEURO 6.154. Die Eigenkapitalquote betrug 9,6 % (Vj: 11,2 %). Die sonstigen Rückstellungen wurden am Bilanzstichtag mit TEURO 16.108 (Vj: TEURO 4.750) ausgewiesen und beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für noch relevante Personalaufwände sowie Rückstellungen für Intercompany Ausgaben. Bestände an flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) bestanden am Bilanzstichtag i.H.v. 51 TEUR (Vj: 0 TEUR). Das Unternehmen ist seit 2017 in den Cashpool des Konzerns TE Connectivity eingebunden. Mit Wirkung zum 25. März 2019 wurde ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Tyco Electronics Germany Holdings GmbH abgeschlossen. Dies hatte zur Folge, dass die HCC erstmalig für das Wirtschaftsjahr endend am 30.09.2019 in diesen Organkreis einbezogen wurde. Die Gesellschaft ist vor Ergebnisabführung bilanziell überschuldet. Zusammenfassende Beurteilung durch die Geschäftsführung Im Geschäftsjahr vom 01.10.2021 bis 30.09.2022 konnte ein Umsatz von TEURO 57.208 (Vj: TEURO 63.217) erzielt werden und es wurde mit einem Verlust in Höhe von TEURO 22.834 abgeschlossen. Auch das Vorjahr wurde mit einem Verlust von TEURO 19.888 abgeschlossen. Insgesamt ist die Entwicklung in der derzeitigen gesamtwirtschaftlichen Situation aufgrund der Auswirkungen der Materialengpässe, Preiserhöhungen (insbesondere bei Halbleitern), und der Lieferketten Beschränkungen aufgrund des Krieges in der Ukraine als nicht zufriedenstellend zu beurteilen. Personal Zum 30.09.2022 betrug die Mitarbeiterzahl der HCC 289 (Vj: 306). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Im Geschäftsjahr nahmen das Qualitäts-, Umwelt- und Arbeitssicherheitsmanagement sowie die auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensführung einen wichtigen Stellenwert ein. Folgende Personal- und Qualitätskennzahlen werden regelmäßig zu Informationszwecken erhoben:
Die Geschäftsbereiche in den deutschen Standorten erfüllen alle automobilspezifischen Qualitätsmanagementanforderungen und sind neben der ISO 9001 auch nach IATF 16949 zertifiziert. Darüber hinaus sind sie nach dem Umweltmanagementstandard ISO 14001 zertifiziert. Risikomanagementsystem Das implementierte Risikomanagmentsystem der HCC entspricht den formalen Anforderungen des Gesetzes zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG). Jeweils zur Planung wird zusätzlich eine Risikoinventur erstellt, in der Risiken nach Risikoarten, deren Früherkennung, Gegenmaßnahmen, Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit je Risiko aufgezeichnet und bewertet werden. Das Risikomanagementsystem ist ein elementarer Bestandteil des Managementsystems zur Realisierung des Unternehmensziels "Sicherung der Wirtschaftlichkeit". Risikobericht Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird durch die Integration der Gesellschaft in das konzerninterne Cashpooling der TE Connectivity Gruppe gewährleistet. Um die Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum weiterhin aufrecht erhalten zu können hat die Tyco Electronics Group S.A., Luxembourg, mit Datum vom 22. September 2023 eine betraglich unbegrenzte harte Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet die HCC mit finanziellen Mitteln auszustatten, sodass die HCC jederzeit in der Lage ist ihren finanziellen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit nachzukommen. Die Patronatserklärung ist bis zum 22. September 2024 zeitlich befristet bzw. bis zu dem Zeitpunkt zu dem die HCC aus der TE Connectivity Gruppe ausscheidet. Die Anteile an der HCC wurden mit Share Purchase Agreement vom März 2023 (SAPA) an eine in Hong Kong und eine auf den Seychellen registrierte Gesellschaft veräußert. Der SAPA sieht als Closing Bedingung vor, dass die o.g. Patronatserklärung aufgehoben wird, wenn gleichzeitig die Käufer der HCC eine neue betraglich unbegrenzte harte Patronatserklärung gegenüber der HCC mit einer unkündbaren Mindestlaufzeit von 12 Monaten nach dem Closing abgeben, durch die dann die Zahlungsfähigkeit der HCC für den Prognosezeitraum weiter aufrechterhalten wird. Das Closing wird nach Einschätzung der Geschäftsführung noch im Kalenderjahr 2023 erfolgen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der HCC ist bis dahin weiterhin durch die Integration der Gesellschaft in das konzerninterne Cashpooling der TE Connectivity Gruppe gewährleistet. Sofern dieses beendet oder aufgekündigt wird, wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch die finanzielle Unterstützung der Tyco Electronics Group S.A., Luxemburg, im Rahmen der Patronatserklärung abgesichert. Nach dem Closing wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Rahmen der durch den Käufer neu abzuschließenden Patronatserklärung gewährleistet. Somit besteht eine Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit der HCC zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Aufgrund der Implementierung der TE Connectivity Solutions GmbH, Steinach (Schweiz), als Distributionspartnerin der Hirschmann Car Communication GmbH besteht nur noch ein sehr geringes Ausfallrisiko von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten. Infolge der Materialverfügbarkeit können durch den Ausfall wichtiger Lieferanten Engpässe im Produktionsablauf entstehen, die dazu führen, dass die vertraglich zugesicherten Lieferzeiten oder Kundenaufträge nicht eingehalten werden können. Durch die Ukrainekrise und der daraus folgenden Lieferketten Probleme können bereits zugesagte Liefertermine kurzfristig verschoben werden. Weiterhin besteht das latente Risiko, dass durch das Ausscheiden von Mitarbeitern bzw. die Nichtbesetzung von Positionen aufgrund von Fachkräftemangel auf dem Arbeitsmarkt, insbesondere im Bereich Forschung und Entwicklung, anstehende Projekte nicht oder nicht zeitgerecht umgesetzt werden können. Obwohl unsere Geschäfte hauptsächlich in Euro und in den lokalen Märkten der Tochtergesellschaften in der Landeswährung abgewickelt werden, bestehen aufgrund der Globalisierung der Märkte Währungsrisiken. So entstehen Wechselkursrisiken dadurch, dass die Gesellschaft einen Teil des Materials in US-Dollar einkauft. Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente Es ist ein Planungs- und Kontrollinstrumentarium eingerichtet, um gegenwärtige und zukünftige Finanzrisiken sowie Risiken mit Bezug zu Finanzinstrumenten, insbesondere Finanzanlagen, Forderungen, Verbindlichkeiten und Finanzderivaten, zu minimieren. Das Ausfallrisiko bei Finanzinstrumenten betrifft insbesondere Forderungen. Es wird aufgrund der vorhergehend beschriebenen Kundenstruktur sowie der Umstellung des Vertriebskanals auf den Distributionspartner TE Connectivity Solutions GmbH, Steinach (Schweiz) und deren Bonität als gering eingeschätzt. Dennoch wird durch ein intensives Forderungs- und Key-Account-Management weiterhin die Einbringbarkeit der restlichen Forderungen überwacht. Weitere Finanzinstrumente bestehen zum Stichtag nicht. Chancen für die zukünftige Entwicklung Durch die weitergehende Integration der HCC und ihrer Tochtergesellschaften in das TE Connectivity Umfeld ergeben sich vielfältige Möglichkeiten für die Akquisition von Neukunden sowie den Ausbau der bestehenden Kundenbeziehungen durch die Kombination der bestehenden HCC-Produkte sowie das Produktportfolio von TE Connectivity. Chancen ergeben sich aus neuen Produkten und Weiterentwicklungen von bestehenden Produkten, insbesondere hinsichtlich integrierter Antennensysteme, sowie mit Neukunden, mit denen wir bereits Entwicklungsprojekte realisieren. Zudem erwarten wir im Bereich Infotainment durch Produktmodifikationen weitere Absatzmöglichkeiten. Im Bereich Automotive besteht zusätzliches Absatzpotential durch die funktionelle Aufwertung der bestehenden Antenne. Gute Chancen unsere bisherige Marktposition auszubauen, sehen wir zudem durch die Erweiterung unseres Kundenportfolios auf dem amerikanischen und asiatischen Markt. Prognosebericht Auch das Geschäftsjahr 2023 (Oktober 2022 bis September 2023) steht im Wesentlichen unter dem Einfluss der weltweit hohen Inflation, des Zinsanstieges, der Materialverfügbarkeit und entsprechenden Preiserhöhungen, sowie der enorme Einfluss der Ukraine Krise auf die Automobilindustrie. Der internationale Währungsfonds (IWF) hatte seine Prognose im April 2023 von 2,9% auf 2,8% nach unten korrigiert. Jedoch wird für das Geschäftsjahr 2023 davon ausgegangen, dass sich der Automobilmarkt stabil entwickeln wird. Für Europa und USA wird mit einem leichten Wachstum des Marktes gerechnet, in China dürfte sich durch die Lockerungen der COVID Maßnahmen, die Lage auch weiterhin stabilisieren. Lt. VDA verzeichnet der deutschen PKW Markt nach den ersten sechs Monaten des Jahres 2023 ein Wachstum von 13 Prozent, was 1,4 Mio. PKW Einheiten entspricht. Trotz der Wachstumsrate bleibt der Abstand zum Niveau vor der Krise beträchtlich, da die Neuzulassungen immer noch 24 Prozent unter den Werten der ersten sechs Monate des Jahres 2019 liegen. Im nächsten Jahr erwarten wir Umsatzerlöse und Materialaufwände in vergleichbarer Höhe und gehen somit von einem vergleichbaren negativen Ergebnis vor Ergebnisabführung aus. Gesamtbild der Risikolage und Nachtragsbericht Wie auch schon das Geschäftsjahr 2022 wird das nächste Geschäftsjahr auch durch Lieferengpässe, Materialverfügbarkeit, Preiserhöhungen sowie den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägt sein. Bezüglich der bestandsgefährdenden Risiken der Gesellschaft verweisen wir auf die Berichterstattung im Risikobericht.
Neckartenzlingen, 22. September 2023 Hirschmann Car Communication GmbH Die Geschäftsführung Harold G. Barksdale Jörg Peter Mann Dr. Dirk Wendt Bilanz zum 30. September 2022AKTIVSEITE
PASSIVSEITE
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis 30. September 2022
Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Oktober 2021 bis 30. September 20221. Grundlagen Die Hirschmann Car Communication GmbH (HCC) hat ihren Sitz in Neckartenzlingen und ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter der Registernummer HRB 225926 eingetragen. Der Jahresabschluss der Hirschmann Car Communication GmbH für das Geschäftsjahr (GJ) 01.10.21 bis 30.09.22 wurde nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Es kommen die für große Kapitalgesellschaften geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des HGB zur Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Das Konzerngeschäftsjahr des TE Connectivity Konzerns weicht im Geschäftsjahr 2021/2022 von dem der Gesellschaft ab. Deshalb wird eine Anpassung der wesentlichen Positionen auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Es wurden Positionen der Bilanz (Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen) sowie der Gewinn- und Verlustrechnung vom 25.09.2021 bis zum 30.09.2021 herausgerechnet. Mit Wirkung zum 25. März 2019 wurde ein Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Tyco Electronics Germany Holdings GmbH abgeschlossen. Dies hatte zur Folge, dass die HCC erstmalig für das Wirtschaftsjahr endend am 30.09.2019 in diesen Organkreis einbezogen wurde. Bestandsgefährdende Tatsachen Im Geschäftsjahr 2021/2022 hat die Gesellschaft wie im Vorjahr einen Jahresfehlbetrag vor Ergebnisabführung erwirtschaftet. Für das kommende Geschäftsjahr werden weitere liquiditätswirksame Verluste erwartet. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit wird durch die Integration der Gesellschaft in das konzerninterne Cashpooling der TE Connectivity Gruppe gewährleistet. Um die Zahlungsfähigkeit im Prognosezeitraum weiterhin aufrecht erhalten zu können hat die Tyco Electronics Group S.A., Luxembourg, mit Datum vom 22. September 2023 eine betraglich unbegrenzte harte Patronatserklärung abgegeben, in der sie sich verpflichtet die HCC mit finanziellen Mitteln auszustatten, sodass die HCC jederzeit in der Lage ist ihren finanziellen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit nachzukommen. Die Patronatserklärung ist bis zum 22. September 2024 zeitlich befristet bzw. bis zu dem Zeitpunkt, zu dem die HCC aus der TE Connectivity Gruppe ausscheidet. Die Anteile an der HCC wurden mit Share Purchase Agreement vom März 2023 (SAPA) an eine in Hong Kong und eine auf den Seychellen registrierte Gesellschaft veräußert. Der SAPA sieht als Closing Bedingung vor, dass die o.g. Patronatserklärung aufgehoben wird, wenn gleichzeitig die Käufer der HCC eine neue betraglich unbegrenzte harte Patronatserklärung gegenüber der HCC mit einer unkündbaren Mindestlaufzeit von 12 Monaten nach dem Closing abgeben, durch die dann die Zahlungsfähigkeit der HCC für den Prognosezeitraum weiter aufrechterhalten wird. Das Closing wird nach Einschätzung der Geschäftsführung noch im Kalenderjahr 2023 erfolgen. Die Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit der HCC ist bis dahin weiterhin durch die Integration der Gesellschaft in das konzerninterne Cashpooling der TE Connectivity Gruppe gewährleistet. Sofern dieses beendet oder aufgekündigt, wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft durch die finanzielle Unterstützung der Tyco Electronics Group S.A., Luxemburg, im Rahmen der Patronatserklärung abgesichert. Nach dem Closing wird die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Rahmen der durch den Käufer neu abzuschließenden Patronatserklärung gewährleistet. Für das mögliche Szenario, dass sich die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert und der neue Patron seinen Verpflichtungen nicht vollumfänglich nachkommen kann, wäre die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet. Somit besteht eine Unsicherheit, die Zweifel an der Fähigkeit der HCC zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Die Geschäftsführung geht aufgrund der getroffenen Maßnahmen jedoch von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft innerhalb der nächsten 12 Monate nach Aufstellung dieses Jahresabschlusses bzw. nach Abschluss des oben gennannten Closings aus. Daher wurde der Jahresabschluss weiterhin unter der Prämisse der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Grundlagen der Währungsumrechnung Die Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet: Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände und Schulden in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Für langfristige Vermögensgegenstände und Schulden werden Verluste aus Kursänderungen bis zum Abschlussstichtag stets, Gewinne aus Kursänderungen jedoch nicht berücksichtigt. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, jeweils vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Der Geschäfts- oder Firmenwert enthält langfristige Kundenbeziehungen und wird seit Erwerb über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 15 Jahren linear abgeschrieben. Zugänge, die nach dem 31.12.2007 erfolgten, werden linear abgeschrieben. Die zugrunde gelegten Nutzungsdauern betragen bei technischen Anlagen und Maschinen vier bis sechs Jahre, bei immateriellen Vermögensgegenständen, anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis fünfzehn Jahre. Für Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert von über EURO 150 bis EURO 1.000 wurde bis zum 30.09.2017 ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Anschaffungswert bis zu EURO 800 und mit einem Zugangsdatum nach dem 31.12.2017 werden vollständig im Geschäftsjahr abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Vorräte Bei den Vorräten werden die entgeltlich erworbenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Handelswaren sowie unfertigen und fertigen Erzeugnisse zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Die Herstellungskosten enthalten die Materialkosten, die Fertigungskosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist. Lagerbestandsrisiken sind durch Abschläge angemessen berücksichtigt. Soweit zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung Abwertungserfordernisse auf Waren und fertige Erzeugnisse wegen im Erlös nicht voll gedeckter Selbstkosten erkennbar waren, wurden nach dem Grundsatz der verlustfreien Bewertung entsprechende Abschläge vorgenommen. Soweit darüber hinaus für diese Produkte bereits fest kontrahierte Bestellungen vorliegen, werden hierzu Drohverlustrückstellungen gebildet. Unter den geleisteten Anzahlungen werden unter anderem geleistete Zuschüsse auf Auftragsentwicklungsleistungen ausgewiesen, die mit zukünftigen Lieferungen verrechnet werden. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, Rechnungsabgrenzungsposten und liquide Mittel Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, aktive Rechnungsabgrenzungsposten und liquide Mittel werden zu Nennwerten bilanziert. Daneben werden bei Forderungen erkennbare Einzelrisiken durch individuell bemessene Einzelwertberichtigungen sowie allgemeine Kreditrisiken durch Pauschalwertberichtigungen in angemessenem Umfang berücksichtigt. Rückdeckungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet. Soweit die Voraussetzungen für Deckungsvermögen gem. § 246 Abs. 2 HGB erfüllt sind, werden die Aktivwerte mit den zugehörigen Rückstellungen verrechnet. Passiva Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert bewertet. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und vergleichbare langfristige Verpflichtungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser Zinssatz beträgt 1,77 % (im Vorjahr: 1,98 %). Der Unterschiedsbetrag aus der Anwendung des durchschnittlichen Zinssatzes der vergangenen zehn statt der vergangenen sieben Jahre beträgt am Bilanzstichtag TEURO 357 und unterliegt grundsätzlich der Ausschüttungssperre. Für Rentensteigerungen wurden 2,0 % alle drei Jahre unterstellt. Es wurde bei der Berechnung keine Fluktuation berücksichtigt. Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff fremder Dritter entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des zweckgebundenen, verpfändeten und insolvenzgesicherten Deckungsvermögens erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes erfolgt auf Basis der vom Versicherer mitgeteilten Aktivwerte zum Bilanzstichtag. Die Jubiläumsrückstellungen sowie die Rückstellungen für Altersteilzeit werden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Der Abzinsung wurden die von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzinssätze von 0,42 % für Alterszeitzeit sowie 0,93 % für Jubiläum zugrunde gelegt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Aufwendungen und Erträge aus den Zinssatzänderungen und geänderten Schätzungen über Restlaufzeiten werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Latente Steuern sind aufgrund des mit Wirkung zum 25. März 2019 geschlossenen Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrags mit der Tyco Electronics Germany Holdings GmbH bei der Organträgerin zu erfassen. 3. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Einzelheiten zur Entwicklung des Anlagevermögens sind als Anlage zum Anhang dargestellt. Vorräte Die Vorräte setzen sich aus Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEURO 13.149), unfertigen Erzeugnissen und Leistungen (TEURO 1.714) sowie fertigen Erzeugnissen und Waren (TEURO 234) zusammen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten wie im Vorjahr keine Posten mit Restlaufzeit von über einem Jahr. Auch die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben zum 30.09.2022 eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Es bestehen Forderungen ggü. der Gesellschafterin in Höhe von TEURO 22.834. Eigenkapital Das gezeichnete Kapital beträgt TEURO 25 und ist voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage beträgt TEURO 6.129 (Vorjahr: TEURO 6.129) und resultiert aus Einzahlungen ehemaliger Gesellschafter. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen In den Pensionsrückstellungen sind unter anderem Verpflichtungen aus Entgeltumwandlungen von Führungskräften enthalten. Da sich die Höhe der Verpflichtung grundsätzlich nach dem beizulegenden Zeitwert der verpfändeten Wertpapiere richtet, wurden diese Verpflichtungen nach § 253 Abs. 1 S. 3 HGB als wertpapiergebundene Versorgungszusagen klassifiziert. Solange der Zeitwert des Deckungsvermögens über dem garantierten Mindestbetrag liegt, sind die Verpflichtungen zum beizulegenden Zeitwert des Deckungsvermögens zu bewerten. Zum Bilanzstichtag wurden Verpflichtungen i.H.v. TEURO 454 (i.V. TEURO 470) mit dem Deckungsvermögen i.H.v. TEUR 430 verrechnet. Die Erträge und Aufwendungen aus der Anpassung des Deckungsvermögens und der Verpflichtung wurden ebenfalls saldiert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr wurden Erträge i.H.v. TEURO 1 und Aufwendungen i.H.v. TEURO 24 erfasst. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen i.H.v. insgesamt TEURO 16.107 enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme (TEURO 0), sonstige Personalrückstellungen (TEURO 2.687), Rückstellungen für Restrukturierungen (TEURO 0), Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEURO 12.964), Gewährleistungsrückstellungen (TEURO 0), sowie Rückstellungen für Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEURO 413). Die Altersteilzeitrückstellungen wurde mit Deckungsvermögen i.S. des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet:
Die zugehörigen Aufwendungen und Erträge stellen sich wie folgt dar:
Die Aufwendungen aus der Aufzinsung von sonstigen Rückstellungen werden gesondert im Zinsergebnis ausgewiesen - eine Verrechnung erfolgt insoweit nicht. Verbindlichkeiten Es bestanden keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr. Verbindlichkeiten ggü. der Gesellschafterin bestehen in Höhe von TEURO 29.007. 4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse entfielen auf folgende Regionen:
Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthielten insbesondere periodenfremde Erträge in Höhe von TEURO 322, welche im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultierten. Aus der Währungsumrechnung wurden Erträge von TEURO 1.634 erfasst. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten im Wesentlichen Logistik- und Frachtkosten (TEURO 1.669), Mieten und Leasing (TEURO 3.868), Aufwendungen aus der Währungsumrechnung (TEURO 1.890), Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten (TEURO 1.284), Instandhaltungskosten (TEURO 726) und EDV- Kosten (TEURO 2.141) sowie Restrukturierungskosten (TEURO 594). Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrafen insbesondere Kosten der Verwaltung. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Aufwendungen für Quellensteuer für eine Dividendenausschüttung von HCC CN. 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach §268 Abs. 7 HGB. Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen betrug zum 30.09.2022 TEURO 6.995. Hierbei handelte es sich um Verpflichtungen gegenüber Fremden aus Mietverträgen i.H.v. TEURO 5.863 sowie Verpflichtungen für sonstiges Anlagevermögen i.H.v. TEURO 303 und aus Logistikdienstleistungen i.H.v. TEURO 829. 6. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Für Vermögensgegenstände, die im Bereich der Verwaltung (z.B. Fahrzeuge, Büroausstattung, etc.) sowie der operativen Geschäftstätigkeit genutzt werden (z.B. Maschinen und Fuhrpark), wurden Operating-Leasinggeschäfte abgeschlossen, um diese Vermögensgegenstände mit möglichst geringer Mittelbindung zu nutzen. Der Abschluss dieser Geschäfte erfolgte im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Eine Aktivierung gemieteter bzw. geleaster Vermögensgegenstände erfolgte nicht. Die Laufzeiten der Miet- und Leasinggeschäfte betragen zwischen 3 und 39 Monaten. Die zukünftige Liquiditätsbelastung aus den Miet- und Leasingverpflichtung ist aus der Aufstellung der sonstigen finanziellen Verpflichtungen ersichtlich (siehe 5. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen). 7. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen werden grundsätzlich mit den zwischen fremden Dritten geltenden Konditionen abgeschlossen. Wesentliche nicht zu marktüblichen Konditionen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen lagen Geschäftsjahr 01.10.2021 bis 30.09.2022 nicht vor. 8. Sonstige Angaben Angabe der Beteiligungen
Personal Die durchschnittliche Zahl der im Geschäftsjahr beschäftigten Arbeitnehmer betrug 289 (i.V. 314). Darin waren 201 (i.V. 223) Angestellte und 88 (i.V. 91) gewerbliche Mitarbeiter enthalten. Abschlussprüferhonorar Das Abschlussprüferhonorar für das abgeschlossene Geschäftsjahr beträgt TEURO 33 und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen. Geschäftsführung
Da nur ein Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten hat, wird auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Im Rahmen der Pensionen/ATZ gab es Auszahlungen in Höhe von 2.688,72 Euro an frühere Mitglieder der Geschäftsführung. Mutterunternehmen Das voll eingezahlte Stammkapital wird von der Tyco Electronics Germany Holdings GmbH, Bensheim, gehalten. Der Jahresabschluss der Hirschmann Car Communication GmbH, Neckartenzlingen, wird einschließlich ihrer Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der TE Connectivity Ltd. Schaffhausen, Schweiz, einbezogen, der nach den US- amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt ist. Dieser kann bei der US Securities and Exchange Commission (SEC) unter der Commission File Number 001-33260 eingesehen werden. Die Hirschmann Car Communication GmbH hat aufgrund der Befreiungsvorschrift des § 292 HGB in Verbindung mit der vom Bundesminister der Justiz herausgegebenen unbefristeten Konzernabschlussbefreiungsverordnung darauf verzichtet, einen Konzernabschluss für den kleinesten Kreis aufzustellen. Der Abschluss des Konzernmutterunternehmens, der TE Connectivity Ltd., für das Geschäftsjahr 2021/2022 wird in deutscher Sprache beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und veröffentlicht. Erläuterungen der im befreienden Konzernabschluss angewandten abweichenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Der befreiende Konzernabschluss ist nach US-amerikanischen Rechnungslegungsvorschriften (US-GAAP) aufgestellt. Dabei fanden insbesondere folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Anwendung, die vom deutschen Recht abweichen: Die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte mit dem jeweils aktuellen Kapitalmarktzins. Die Vorräte sind zu Standardkosten bewertet. Bei der Kalkulation der Abschreibungen lagen zum Teil unterschiedliche Nutzungsdauern zugrunde. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Nachtragsbericht Wirerwarten im nächsten Geschäftsjahr weiterhin Einflüsse bei unseren Kunden durch Bauteilverknappungen und makroökonomische Auswirkungen bedingt durch den Konflikt in der Ukraine. Dadurch ist mit reduzierten Produktionsstückzahlen in der Automobilindustrie und damit einhergehend ein Umsatz- und Ergebnisrückgang zu rechnen. Die Hirschmann Car Communication GmbH soll im Geschäftsjahr 2023 verkauft werden. Ein entsprechender Share Purchase Agreement wurde im März 2023 abgeschlossen. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die sich auf den Jahresabschluss zum 30.09.2022 auswirken.
Neckartenzlingen, den 22.09.2023 Harold G. Barksdale Jörg Peter Mann Dr. Dirk Wendt Entwicklung des Anlagevermögens
6.1.5 BESTÄTIGUNGSVERMERK Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hirschmann Car Communication GmbH, Neckartenzlingen, geprüft.: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hirschmann Car Communication GmbH, Neckartenzlingen, - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hirschmann Car Communication GmbH, Neckartenzlingen, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2021 bis zum 30. September 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf Abschnitt "1 - Grundlagen - Bestandsgefährdende Tatsachen" im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt "Risikobericht" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft von der Konzernzugehörigkeit zur TE-Connectivity-Gruppe abhängig ist. Die Muttergesellschaft hat mit Datum vom 22. September 2023 eine betraglich unbegrenzte harte Patronatserklärung abgeschlossen, in der sie sich verpflichtet die HCC mit finanziellen Mitteln auszustatten, sodass die HCC jederzeit in der Lage ist ihren finanziellen Verpflichtungen bei deren Fälligkeit nachzukommen. Die Patronatserklärung ist bis zum 22. September 2024 zeitlich befristet bzw. bis zu dem Zeitpunkt zu dem die HCC aus der TE Connectivity Gruppe ausscheidet. Die Anteile an der HCC wurden mit Share Purchase Agreement vom März 2023 (SAPA) an eine in Hong Kong und eine auf den Seychellen registrierte Gesellschaft veräußert. Der SAPA sieht als Closing Bedingung vor, dass die o.g. Patronatserklärung aufgehoben wird, wenn gleichzeitig die Käufer der HCC eine neue betraglich unbegrenzte harte Patronatserklärung gegenüber der HCC mit einer unkündbaren Mindestlaufzeit von 12 Monaten nach dem Closing abgeben, durch die dann die Zahlungsfähigkeit der HCC nach Ansicht der Geschäftsführung für den Prognosezeitraum weiter aufrechterhalten wird. Für das mögliche Szenario, dass sich die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert und der neue Patron seinen Verpflichtungen nicht vollumfänglich nachkommen kann, wäre die Gesellschaft in ihrem Bestand gefährdet. Wie in Angabe Abschnitt "1 - Grundlagen - Bestandsgefährdende Tatsachen" im Anhang und Abschnitt "Risikobericht" des Lageberichts dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 22. September 2023 Rödl
& Partner GmbH
Hager, Wirtschaftsprüfer Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 30.09.2022 der Hirschmann Car Communication GmbH, mit Sitz in Neckartenzlingen, wurde am 27.09.2023 festgestellt. |
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Hirschmann Car Communication GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Stuttgarter Str. 45-51
72654 Neckartenzlingen - Handelsregister
- HRB 225926, Stuttgart
- Eintragungsdatum
- 22. Oktober 2004
- Branche
-
Herstellung elektrischer und elektronischer Ausrüstungsgegenstände für Kraftwagen
Herstellung von Geräten und Einrichtungen der Telekommunikationstechnik
Herstellung von elektrischem Installationsmaterial - Eingetragenes Kapital
- 25.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
- Unternehmenszweck
- Die Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Wartung von nachrichtentechnischen, elektronischen, elektrischen und radiotechnischen Produkten, Geräten und Systemen aller Art, insbesondere von Antennensystemen, Steckverbindern und Hochfrequenz-Kabeln für die Automobilindustrie und den Autoteilehandel, sowie alle sonstigen damit in Verbindung stehenden Tätigkeiten oder Geschäfte.
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 87,6 % 82,67 Mio
- Anlagevermögen 12,4 % 11,69 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 15,5 k
- Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 % 3,1 k
- Verbindlichkeiten 69,4 % 65,55 Mio
- Rückstellungen 24,0 % 22,68 Mio
- Eigenkapital 6,5 % 6,15 Mio
Bilanzdaten für 13 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2023- Umsatzerlöse 88,5 % 70,99 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 3,7 % 2,93 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3,1 % −2,48 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 2,5 % 2,00 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2,0 % 1,61 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 124,3 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 37,0 k
- Materialaufwand 46,1 % −56,71 Mio
- Personalaufwand 24,4 % −29,98 Mio
- Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen übernommene Verluste 19,4 % 23,94 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 8,6 % −10,53 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,3 % −1,57 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,3 % −319,4 k
- Sonstige Steuern 0,0 % −37,2 k
- Gesamtleistung 72,64 Mio
- Betriebsergebnis −24,14 Mio
- Ergebnis nach Steuern −23,90 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
GuV-Daten für 13 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Dirk Oliver Wendt
seit 2018 Geschäftsführer
-
Felix Timmermann
seit 2026 Geschäftsführer
-
Matthias Klenz
seit 2024 Geschäftsführer
-
Holger Bischoff
seit 2020 Prokura
-
Thomas Brien
seit 2024 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Hirschmann Mobility Holding GmbH DEU 100,0 % 25k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Historie
- 2026
-
01.07.
Austritt einer PositionIlona Isabelle Laws · Gesamtprokura
-
01.07.
Eintritt eines MitgliedsFelix Timmermann · Geschäftsführer
-
21.01.
Austritt einer PositionAndré Habisch · Gesamtprokura
- 2024
-
13.12.
SatzungsänderungHirschmann Car Communication GmbH
-
22.02.
Eintritt eines MitgliedsA**** H****** · Gesamtprokura
-
22.02.
Austritt einer PositionH****** R****** · Geschäftsführer
-
22.02.
Austritt einer PositionH***** B****** · Geschäftsführer
-
22.02.
Eintritt eines MitgliedsThomas Brien · Gesamtprokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2022 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
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Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
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-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Hirschmann Car Communication GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: c84ad04f5fc92244d9e0f9934a98106d",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
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}],
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}
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