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Zemke Autohaus Bernau GmbH GmbH

Bernau bei Berlin ·HRB 25 Frankfurt/Oder ·zemke.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Schwanebecker Chaussee 21
16321 Bernau bei Berlin
Handelsregister
HRB 25, Frankfurt/Oder
Eintragungsdatum
7. Mai 1990
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Einzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
Unternehmenszweck
Ausführung aller Instandsetzungs- und Serviceleistungen an und mit Kraftfahrzeugzubehörteilen einschließlich der Kfz.-Wartung und Pflege und des Kfz.-Elektrodienstes sowie: - Neu- und Gebrauchtwarenhandel, - Mietwagenverleih, - Kleinproduktion und Fertigungen, - Unternehmensberatung.
Verkauf von Neuwagen Verkauf von Gebrauchtwagen Fahrzeugvermietung Kfz-Reparatur Wartung und Inspektion Karosserie- und Lackierarbeiten Reifenservice Finanzierungs- und Leasingangebote Kfz-Versicherung Zubehörverkauf Fahrzeugankauf Reparaturen Neuwagenverkauf Gebrauchtwagenverkauf Fahrzeugvermietung Kfz-Service Reparatur Wartung Karosseriearbeiten Lackierung

Finanzen

Umsatz 2025
77,92 Mio. €
Mitarbeiter 2025
219
Bilanzsumme 2025
33,94 Mio. €
Jahresergebnis 2025
609.996 €
19 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 33,94 Mio
  • Umlaufvermögen 66,2 % 22,46 Mio
  • Anlagevermögen 33,1 % 11,23 Mio
  • Aktive latente Steuern 0,6 % 198,0 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 56,8 k
Passivseite 33,94 Mio
  • Verbindlichkeiten 65,3 % 22,15 Mio
  • Eigenkapital 29,4 % 9,98 Mio
  • Rückstellungen 5,2 % 1,75 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 66,7 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 86,25 Mio
  • Umsatzerlöse 90,3 % 77,92 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8,6 % 7,38 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,1 % 935,9 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 9,9 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 3,4 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 987
Aufwendungen 78,26 Mio
  • Materialaufwand 75,9 % −59,44 Mio
  • Personalaufwand 13,4 % −10,49 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,3 % −5,69 Mio
  • Abschreibungen 2,0 % −1,58 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,9 % −732,3 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4 % −282,6 k
  • Sonstige Steuern 0,1 % −48,1 k
  • Ergebnis nach Steuern 658,1 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 610,0 k
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GuV-Daten für 19 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Laura Zemke seit 2026 Geschäftsführer
  • Rico Voigt seit 2019 Geschäftsführer
  • Thomas Zemke seit 2005 Geschäftsführer
  • Tim Zemke seit 2026 Geschäftsführer
  • Bert Prengemann seit 2026 Prokura
  • Delia Simke seit 2015 Prokura
3 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2026
  2. 15.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Bert Prengemann · Einzelprokura
  3. 15.01.
    Austritt einer Position
    Bert Prengemann · Geschäftsführer
  4. 15.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Tim Zemke · Geschäftsführer
  5. 15.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Laura Zemke · Geschäftsführer
  6. 15.01.
    Adressänderung
    Zemke Autohaus Bernau GmbH
  7. 2024
  8. 05.03.
    Verschmelzung
    Zemke Autohaus Bernau GmbH
  9. 2022
  10. 11.04.
    Satzungsänderung
    Zemke Autohaus Bernau GmbH
  11. 2021
  12. 11.05.
    Geschäftsübernahme mit Firmenfortführung (§25 HGB)
    Zemke Autohaus Bernau GmbH
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Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2025 Jahresabschluss
  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2024

Veröffentlicht am 22. Juli 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Zemke Autohaus Bernau GmbH

Bernau bei Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.09.2023 bis zum 31.08.2024

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

ZEMKE AUTOHAUS BERNAU GMBH, BERNAU BEI BERLIN

I. Vorbemerkung

Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung der Zemke Autohaus Bernau GmbH vom 13. Dezember 2013 hat die Zemke Autohaus Bernau GmbH ihr Geschäftsjahr vom Kalenderjahr auf den Zeitraum vom 01. September eines Jahres bis zum 31. August des Folgejahres umgestellt.

II. Grundlagen des Unternehmens

Die Zemke Autohaus Bernau GmbH ist an den Standorten Bernau, Finowfurt, Oranienburg und Fürstenwalde als markengebundenes Autohaus tätig. Der Unternehmensgegenstand besteht in der Ausführung aller Instandsetzungs- und Serviceleistungen und dem Handel mit Kraftfahrzeugen und Kraftfahrzeugzubehören einschließlich der Fahrzeugwartung und -pflege, des Fahrzeugelektrodienstes sowie des Neu- und Gebrauchtwagenhandels und Mietwagenverleih. Zu Beginn des Geschäftsjahres wurden die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Audi vertreten, seit dem 01.03.2024 besteht zusätzlich im Standort Finowfurt ein Servicevertrag für die Marken Seat und Cupra. Mit der Verschmelzung der Caravan Park Barnim GmbH in die Zemke Autohaus Bernau GmbH wurde die Angebotspalette auf den Verkauf, die Reparatur und die Vermietung von Freizeitfahrzeugen und Caravans erweitert.

III. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres wurde die Lage der deutschen Wirtschaft weiterhin von Stagnation geprägt. Die Auslandsnachfrage nach Industrieprodukten blieb auch im 3. Quartal 2023 schwach, die gestiegenen Finanzierungskosten dämpften die Investitionen und damit verringerte sich die inländische Nachfrage besonders in der Bauwirtschaft und in der Industrie. Die noch vorhandenen Auftragsbestände konnten das nur teilweise abfedern. Zwar stellte sich der Arbeitsmarkt noch robust dar und die Inflation schwächte sich ab trotzdem hielten sich die privaten Haushalte mit höheren Konsumausgaben zurück. In Summe führten diese Randbedingungen dazu, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im 3. Quartal 2023 gegenüber dem 2. Quartal - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um 0,1% gesunken ist. (destatis.de - "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 3. Quartal 2023" - Pressemitteilung Nr. 451 vom 24.11.2023)

Für das gesamte Jahr 2023 wies die deutsche Wirtschaftsleistung einen Rückgang von 0,3% aus. Im Schlussquartal bremsten die rückläufigen Investitionen die Konjunktur, während der private Konsum leicht zulegte. (destatis.de - "Bruttoinlandsprodukt: Ausführliche Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023" - Pressemitteilung Nr. 066 vom 23.02.2024)

Das erste Halbjahr 2024 verlief gesamtwirtschaftlich weiterhin sehr mäßig. Laut der Halbjahresbilanz der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) sei das Bruttoinlandsprodukt im 2. Quartal 2024 um 0,1% gesunken nachdem es zu Jahresbeginn noch 0,2% zugelegt hatte. Besonders in der Industrie sei die Produktion nicht in Gang gekommen, vielmehr würde die Kapazitätsauslastung zurückgehen, die Exporte schwächeln und bei den Neuaufträgen im Verarbeitenden Gewerbe herrsche regelrecht Flaute. (dihk.de - "Wirtschaftsentwicklung im ersten Halbjahr eine Enttäuschung" - 30.07.2024)

Auch die Stimmung der Verbraucher bleibt im Verlauf des Jahres sehr gedämpft. Zu Jahresbeginn brach der GfK-Konsumklima-Index ein, hauptsächlich beeinflusst durch das Inkrafttreten der umstrittenen Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) - dem sogenannte Heizungsgesetz. Im Laufe der folgenden Monate erholte der Index sich saisonbedingt. Aber im August erlitt die Verbraucherstimmung in Deutschland einen herben Rückschlag und sinkt im Vergleich zum Vormonat im 3,4 Zähler auf -22,0 Punkte. Leicht steigende Arbeitslosenzahlen, eine Zunahme der Unternehmensinsolvenzen sowie Personalabbaupläne diverser Unternehmen in Deutschland lassen bei einer Reihe von Beschäftigten die Sorgen um ihren Arbeitsplatz zunehmen. Die Hoffnungen auf eine stabile und nachhaltige Erholung der Konjunktur müssen damit weiter verschoben werden. (gfk.de - "Deutlicher Rückschlag für das Konsumklima" - 27.08.2024)

In der Jahresbilanz 2023 konnte die Kfz-Branche in Deutschland bei den Pkw-Neuzulassungen noch einen Zuwachs auf 2,84 Millionen Fahrzeuge verzeichnen, das sind 7,3% mehr als im Vorjahr. Allerdings zeigte schon der Dezember 2023 deutliche Bremsspuren, es wurden 23% weniger neue Pkw zugelassen als im Dezember 2022. (kba.de - Pressemitteilung 01/2024 Fahrzeugzulassungen im Dezember 2023 - Jahresbilanz - 04.01.2024)

Am 15.12.2023 gab das Bundesministerium für Wirtschaft bekannt, dass die Förderung des Absatzes von elektrisch betriebenen Fahrzeugen - der sogenannte Umweltbonus - zum 17.12.2023 beendet wird und dann keine neuen Anträge mehr gestellt werden dürfen. Grund war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum aktuellen Bundeshaushalt, woraufhin dem Klima- und Transformationsfonds 60 Milliarden Euro fehlten. Die Bundesregierung musste daher 2024 kurzfristig Einsparungen vornehmen und stoppte unter anderem den Umweltbonus. (adac.de - "Umweltbonus: Plötzliches Aus für die Förderung von E-Autos" - 11.01.2024)

Das plötzliche Förderende führte zu heftiger Kritik bei Autoherstellern, Kfz-Branche und Verbraucherschützern. Obwohl die meisten Hersteller die ausgefallende Förderprämie durch eigene Zuschüsse oder Preisnachlässe kompensierten kam es in den folgenden Monaten zu einem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Elektro-Neufahrzeugen.

Von Januar bis August 2024 wurden 241.911 batterieelektrische Fahrzeuge (BEV) neu zugelassen, da sind 32% weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Insgesamt führte die stabile Nachfrage bei Pkw mit konventioneller und auch hybrider Antriebstechnik bis Juli aber zu steigenden Zulassungszahlen. Erst ein deutlicher Einbruch im August 2024 um minus 27,8% gegenüber dem Vorjahresmonat drückte den Gesamtjahresverlauf bei den Neuzulassungen in ein leichtes Minus von 0,3%. Robust zeigte sich dagegen der Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland, die Besitzumschreibungen stiegen von Januar bis August 2024 um 8,5% gegen über dem Vorjahreszeitraum. (kba.de - Pressemitteilung 30/2024 Fahrzeugzulassungen im August 2024 - 04.09.2024)

2. Geschäftsverlauf

Die Zemke Autohaus Bernau GmbH hatte für das abgelaufene Geschäftsjahr mit folgenden wesentlichen Eckdaten geplant: Die Gesamtleistung sollte 54.312 TEUR erreichen, bei einer geplanten Umsatzrendite (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern bezogen auf die Gesamtleistung) von 2,2% war das Ziel, einen Jahresüberschuss von 1.231 TEUR vor Steuern zu erreichen. In der Planung war die Übernahme der Caravan Park Barnim GmbH nicht berücksichtigt. Unter anderem durch diesen Sondereffekt wurde im Berichtsjahr 2023/24 eine Gesamtleistung von 75.917 TEUR realisiert. Damit wurde das Gesamtleistungsziel um 40,7% übertroffen. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 1.083 TEUR nach 1.964 TEUR im letzten Geschäftsjahr. Die Umsatzrendite beträgt damit 1,4% und hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/23 (3,3%) verringert. Damit wurde das anvisierte Ziel bei der Umsatzrendite verfehlt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erwiesen sich die politischen und wirtschaftlichen Randbedingungen als herausfordernd für das Erreichen der gesteckten Ziele in den verschieden Geschäftsfeldern. Der Verkauf und die Vermittlung von Neufahrzeugen entwickelten sich bei den Marken sehr uneinheitlich. Bei der Marke Volkswagen waren besonders Fahrzeuge der SUV-Kategorie wie die Modelle Tiguan und T-Roc mit Verbrennungsmotoren nachgefragt. Auch das Kompaktmodell Golf verzeichnete eine höhere Nachfrage nachdem das Modell zu Beginn des Jahre 2024 eine Überarbeitung erhielt und sich insbesondere das Bedienkonzept verbesserte. Außerdem reagierte die Marke Volkswagen auf den sich verschärfenden Wettbewerb mit mehr Verkaufsförderungsmaßnahmen, aber da die Nachfrage und der Absatz bei den batterieelektrischen Fahrzeugen deutlich zurück gingen, sank die Stückzahl der ausgelieferten Volkswagen Neuwagen insgesamt von 459 auf 385 Fahrzeuge.

Die Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge zeigte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr absatztechnisch robust. Insbesondere der ab Juni 2024 nicht mehr produzierte Transporter T6.1 war sehr gut nachgefragt. Verkaufsleitung und Disposition konnten den Modellauslauf mit möglichst variantenreicher Lagerhaltung und Vorlaufplanung zugunsten kurzfristiger Geschäfte ausnutzen. Ziel war es außerdem, die lokale Marktposition im Transporter Segment stabil zu halten, da vom avisierten Nachfolgemodell New Transporter erst im ersten Quartal 2025 Auslieferungen erfolgen werden. Das Geschäft in den anderen Modellbaureihen Caddy, Crafter und Amarok erreichte etwa Vorjahresniveau, das Wettbewerbsumfeld sorgte für Druck auf die erzielten Margen. Der mit großen Erwartungen während des vorletzten Geschäftsjahres gestartete vollelektrische ID.Buzz konnte die anfänglich euphorische Nachfrage nicht aufrechterhalten. Auch auf Grund der allgemein gesunkenen Nachfrage nach batterieelektrischen Fahrzeugen kann das Modell derzeit nur mit verkaufsfördernden Maßnahmen gestützt in den Markt gebracht werden.

Die Marke Audi musste im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland Rückgänge bei den Stückzahlen und dem Marktanteil im Wettbewerbsvergleich hinnehmen. Per September wurden 17% weniger Fahrzeuge neu zugelassen als im Vorjahreszeitraum und der Marktanteil rangierte mit 7,2% hinter BMW und Mercedes. (Quelle - interne Auswertung Vertrieb Audi - 30.09.2024). Unsere Verkaufsmannschaft im Audi Zentrum konnte sich vom Bundestrend absetzen und steigerten die Audi Neuwagenauslieferungen um insgesamt 46 Stück auf 220 Fahrzeuge im Eigengeschäft und 89 Agentur-Vermittlungen.

Zusammenfassend entwickelten sich die Absatzzahlen im Gesamtunternehmen wie folgt (Vorjahreswerte in Klammern): Neuwagen VW: 385 (459), Audi 309 (263), VW Nutzfahrzeuge 214 (195), Gebraucht- und Jahreswagen: 1.338 (958). Bei den Neufahrzeugen hat sich der Anteil der Agenturgeschäfte, die im Namen und für Rechnung der Hersteller getätigt werden, im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich verringert. Über alle Marken summierten sich die Agenturauslieferungen auf 221 (450) Fahrzeuge, darunter 45 (126) batterieelektrische VW ID. Damit fiel das Vermittlungsgeschäft von neuen Elektrofahrzeugen in unserem Unternehmen auf das Niveau des vorletzten Geschäftsjahres zurück.

Im Caravan Park Barnim wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 76 Freizeitmobile und 24 Wohnwagenanhänger ausgeliefert.

Das Geschäft mit Gebrauchtwagen entwickelte sich im Vergleich zum vorletzten Geschäftsjahr deutlich besser. Da die Bestände an Jahreswagen, Leasing-Rückläufern und Finanzierungsverwertungen bei den Herstellern wieder anstiegen, konnte im aktiven Zukauf wieder mehr Ware im Vergleich zum Vorjahr angeboten werden. Da es auch keine weiteren Zinssteigerungen in der Absatzfinanzierung gab und durch die Volkswagen Finanz einige Aktions-Leasing und Finanzierungskonditionen angeboten wurden konnte die Verkaufsmannschaft die Verkäufe von Gebrauchtwagen deutlich steigern. Der Absatz von Gebraucht- und Jahreswagen steigerte sich nach Stückzahlen und Umsatz um 40%. Der durchschnittlich erzielte Verkaufspreis verringerte sich auf 23.024 EUR leicht gegenüber dem Vorjahreswert.

Im einem wettbewerbsintensiven und durch die etablierten Internetbörsen auch sehr transparenten Marktumfeld konnte die Gebrauchtwagenabteilung die Margen stabil halten. Der Bruttogewinn (Fahrzeugerlös abzüglich Fahrzeugeinstandskosten zuzüglich erhaltene Boni und Zuschüsse) der Kostenstelle Gebrauchtwagen blieb nahezu stabil bei 8,1% (Vorjahr 8,4%). (Quelle - internes Auswertungstool zemke.planapp.de)

Das Werkstattgeschäft einschließlich der Fahrzeugvermietung - in der Branche auch als Aftersales bezeichnet - sorgt zuverlässig für stabile Erträge in unseren Autohäusern. Unsere Mitarbeiter stellen sich täglich den anspruchsvollen Aufgaben, die sich aus Wartung und Reparatur der vielen unterschiedlichen Fahrzeuge vom Kleinwagen bis zum Nutzfahrzeug mit Spezialausbau und den daraus resultierenden sehr unterschiedlichen Ansprüchen unserer Kunden ergeben. Ein weiteres Marktsegment wurde im Standort Finowfurt erschlossen. Seit dem 01.03.2024 sind wir dort autorisierter Servicepartner der Marken Seat und Cupra. Da sich der Neuwagenverkauf dieser Marken in Deutschland in den letzten Jahren sehr positiv entwickelt hat sehen wir ein interessantes Potential neue Kunden zu gewinnen und zusätzliche Umsätze zu generieren.

Insgesamt hat sich des Servicegeschäft im abgelaufenen Geschäftsjahr auf Grund weiterhin hoher Nachfrage, komplexen technischen Anforderungen und steigenden Ersatzteilpreisen sehr positiv entwickelt. Mit einer Umsatzsteigerung von 10,3% auf 17.623 TEUR wurde ein neuer Bestwert für die fünf Autohaus-Standorte erzielt. Der Bruttogewinn konnte auf hohem Niveau gesteigert werden. (Quelle - internes Auswertungstool zemke.planapp.de)

Zum Beginn des Kalenderjahres 2024 wurde die strategische Entscheidung getroffen, das Produktportfolio der Zemke Autohaus Bernau GmbH um das Segment der Freizeitfahrzeuge zu ergänzen. Die bisher guten Erfahrungen mit den California Modellen der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge und eine gründliche Marktanalyse bereitete die Basis. Deshalb wurde mit der Übernahme und Verschmelzung der Caravan Park Barnim GmbH auf die Zemke Autohaus Bernau GmbH ein sechster Standort unseres Unternehmens geschaffen. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte zum 23.05.2024. In den Monaten bis zum Geschäftsjahresende erfolgte die Anpassung der Systeme in die gemeinsame Buchhaltung sowie die personelle und organisatorische Anpassung an unser Unternehmen. Mit der erfolgreichen Integration erwarten wir eine Stärkung unserer Marktposition als Anbieter einer breiteren Fahrzeugenpalette, Reparaturen, Vermietungen und Instandsetzungen.

Zum 31. August 2024 gehörten 239 Mitarbeiter (Vorjahr 200) zur Belegschaft. Davon gehörten 34 Mitarbeiter (Vorjahr 24) zur Personengruppe der Auszubildenden.

3. Lage

a. Ertragslage

Die Kennzahlen zur Ertragslage spiegeln die herausfordernde Branchenlage wieder. Im Rohertrag wurden 25,7% erzielt, 2,7% weniger als im Vorjahr. Die Umsatzrentabilität (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern bezogen auf die Gesamtleistung) verringerte sich von 4,2% im letzten Geschäftsjahr auf 2,5%. Sie liegt damit noch über dem Branchendurchschnitt im Kfz-Gewerbe von 2,1 im Jahr 2023, den der Zentralverband des deutschen Kfz-Gewerbes (ZDK) ermittelt hat. (autohaus.de - ZDK-Jahrespressekonferenz: Ausbaden, was die Politik verbockt hat - 04.03.2024) Die Eigenkapitalrentabilität (Jahresüberschuss bezogen auf das eingesetzte Eigenkapital zum Jahresanfang) verringerte sich von 15,8% auf 7,5%. Das Ergebnis vor Ertragsteuern beträgt 1.964 T€ (Geschäftsjahr 2021/2022: 1.573 T€).

Die Materialintensität erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,6%-Punkte auf 75,6%. Gründe dafür sind hauptsächlich die geringeren erzielten Margen im Fahrzeugverkauf. Im langfristigen Vergleich entspricht dieser Wert wieder dem Niveau der Geschäftsjahre vor der Corona-Pandemie. Die Personalintensität verringerte sich von 14,1% im Vorjahr auf 13,4%. Die übrigen Aufwendungen (ohne Abschreibungen) lagen mit 7,8% knapp über dem Vorjahresniveau von 7,5%.

Auf Grund des hier im Bericht beschriebenen Branchenumfeldes kann die Rentabilität als gut mit der Tendenz zu sehr gut eingeschätzt werden.

b. Finanzlage

Unsere Finanzlage ist auf hohem Niveau stabil. Das Finanzmanagement der Zemke Autohaus Bernau GmbH ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Gesellschaft verfügt über eine solide Finanzstruktur, eine jederzeitig ausreichende Liquidität und damit über eine kontinuierlich gesicherte Zahlungsbereitschaft. Wir verfügen über deutlich höhere Kreditlinien, als wir durchschnittlich in Anspruch nehmen.

c. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Zemke Autohaus Bernau GmbH erhöhte sich im Vergleich zum vorigen Geschäftsjahr um 12,5 % von 28.031 TEUR auf 31.521 TEUR zum 31.08.2024.

Auf Grund der Verschmelzung mit der Caravan Park Barnim GmbH erhöhten sich die Sachanlagen an technischen Anlagen, der Betriebsausstattung sowie an Geschäfts- und Vorführwagen um 951 TEUR. Der Anteil des Anlagevermögens beträgt gemessen an der Bilanzsumme 35,6% und sinkt damit um 1,5% gegenüber dem Geschäftsjahr 2022/2023. Die Vorratsbestände erhöhten sich zum Bilanzstichtag um 2.016 TEUR. Gemessen an der Bilanzsumme liegt das Vorratsvermögen mit 48,9% (Geschäftsjahr 2022/2023: 47,8%) über dem Niveau des Vorjahres. Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme verringerte sich auf 11,0 % (Geschäftsjahr 2022/2023: 12,4%). Die Eigenkapitalquote beträgt 29,7 %, im Vorjahr waren es 30,9%. Die wertmäßige Steigerung des Eigenkapitals konnte damit fast mit der Erhöhung der Bilanzsumme Schritt halten. Die Lieferantenverbindlichkeiten verringerten sich gemessen an der Bilanzsumme auf 9,0% (Geschäftsjahr 2022/2023: 10,4%). Der Anteil der Bankverbindlichkeiten erhöhte sich hauptsächlich auf Grund der gestiegenen Vorratsbestände auf 49,9% gegenüber 44,5 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Anteil der Rückstellungen verringerte sich von 10,3% auf 6,7% der Bilanzsumme.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen verkaufte Fahrzeuge, verkaufte Stunden im Werkstattbereich, Umsatzrendite und den Cashflow heran.

Die Anzahl der in den Autohäusern verkauften bzw. als Herstelleragenturen abgewickelten Neu- und Gebrauchtfahrzeuge belief sich insgesamt auf 2.246 Stück (Vorjahr 1.875).

Im Caravan Park Barnim wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 76 Freizeitmobile und 24 Wohnwagenanhänger ausgeliefert.

Im Aftersales wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr über alle Autohaus-Standorte 55.695 Werkstattstunden verkauft. Das sind 3,9% bzw. 2.113 Stunden mehr als im vorhergehenden Geschäftsjahr. Das Potential wurde dabei nicht vollständig ausgeschöpft, besonders die im Vergleich mit Vorjahren hohe Anzahl an krankheitsbedingten Fehltagen beim Servicepersonal senkte die Anzahl der verkauften Stunden.

Die Umsatzrendite (Ergebnis vor Ertragsteuern zur Gesamtleistung) verringerte sich auf 1,4%. Der Cashflow (Summe aus Jahresergebnis, Abschreibungen und Dotierung bzw. Auflösung von Rückstellungen) beträgt 2.151 T€ und ist um 325 T€ niedriger als im Geschäftsjahr 2022/23.

Im Vorjahr prognostizierten wir erhöhte verkaufte Werkstattstunden, eine generelle leichte Umsatzerhöhung sowie ein positives Jahresergebnis und einen positiven Cash-Flow. Die Prognose wurde im Wesentlichen erfüllt, die deutliche Umsatzsteigerung war zum Prognosezeitpunkt nicht vorhersehbar und begründet sich vor allem durch die Integration der Caravan Park Barnim GmbH.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für unseren Unternehmenserfolg ist das Engagement und die Zufriedenheit unserer Mitarbeiter essentiell. Vertrauen, gegenseitiger Respekt und Wertschätzung sind dabei die Grundlagen der Zusammenarbeit. Ständige fachliche Aus- und Weiterbildungen sollen in allen Unternehmensbereichen die Bewältigung der zukünftigen Herausforderungen sichern. Wir sind bestrebt, Auszubildenden nach erfolgreichem Lehrabschluss eine Perspektive anzubieten und damit weiterhin eine ausgewogene Altersstruktur der Belegschaft zu gewährleisten.

Die Mitarbeitergewinnung steuern wir mit dem Recruiting-System von Personio. Mit diesem Werkzeug werden zeitgemäß Kontaktmöglichkeiten von Social Media bis Print bespielt, eingehende Bewerbungen effizient verwaltet und der Leitungsebene damit schnelle Entscheidungen ermöglicht. Ein Maß der Mitarbeiterzufriedenheit ist die Fluktuationsrate. Wir berechnen die Fluktuationsrate aus dem Verhältnis von nicht betrieblich initiierten Personalabgängen (14) zur Summe aus Personalstand (211) zu Beginn des Berichtszeitraums und Neueinstellungen (56) im Berichtszeitraum. Die Fluktuationsrate im Unternehmen ist im Geschäftsjahr 2023/24 auf 5,2% gesunken. Im Vorjahr betrug sie 9,7%. Die aktuellste Vergleichszahl, die ermittelt werden konnte, ist die Fluktuationsrate von 15,3% bei Handels- und Dienstleistungsunternehmen in Norddeutschland im Jahr 2023. Ermittelt wurde dieser Wert durch den AGA Unternehmensverband. (aga.de - "AGA-Umfrage Fehlzeiten & Fluktuation: Mitarbeiterbindung als Schlüsselfaktor" - 25,04,2024)

Seit dem Oktober 2023 bieten wir unseren Mitarbeitern als Benefit ein Dienstfahrradleasing in Kooperation mit Lease-a-Bike an. Das Programm zur Mitarbeiterbindung findet Anklang und zu Geschäftsjahresende waren 20 Verträge aktiv.

Wir messen permanent die Zufriedenheit unserer Kunden und werten sie in den Standorten regelmäßig aus. Das Kundenfeedback zeigt uns Potentiale zur Verbesserung unserer Arbeitsqualität auf. Zur Messung und Auswertung der Kundenzufriedenheit setzen wir verschiedene Systeme ein. Mit Unterstützung der Hersteller wird ein Customer Experience Monitoring (CEM) per E-Mail oder telefonisch durchgeführt. Jeweils nach Fahrzeugübergabe oder Serviceereignis werden die Kunden kontaktiert und können Ihre Zufriedenheit mit einer 5-Sterne-Skala bewerten. Im Vergleich zum vorigen Geschäftsjahr konnten wir die Kundenzufriedenheit trotz der herausfordernden Umfeldbedingungen stabil halten. Unter anderem wurden wir am Hauptstandort Bernau bei der Marke Audi im Werkstattservice mit 4,61 von 5 Sternen bewertet (Vorjahr 4,61) und bei der Marke Volkswagen Nutzfahrzeuge mit 4,31 (Vorjahr 4,27). Die Kundenzufriedenheitswerte an den anderen Standorten bewegen sich ebenfalls auf hohem Niveau.

IV. Prognosebericht

Zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2024/2025 steht die Weltwirtschaft weiterhin durch eine Vielzahl von Krisen unter Druck. Bewaffnete Auseinandersetzungen wie der mehr als zwei Jahre andauernde russische Angriffskrieg in der Ukraine und der eskalierte Nahostkonflikt belasten die wirtschaftlichen Aussichten. Die Aussichten variieren in den Ländern außerordentlich, im Mittel geht der Internationale Währungsfonds (IWF) bei seiner globalen Wachstumsprognose für das laufende Jahr (2024) von knapp über drei Prozent Wachstum aus. Für Deutschland prognostiziert der IWF das schwächste Wachstum der führenden westlichen G7-Industriestaaten. Der Fonds erwartet null Prozent Wachstum, das sind 0,2 Punkte weniger als im Juli vorausgesagt. Im kommenden Jahr wäre Deutschland mit 0,8 Prozent der Vorhersage nach gemeinsam mit Italien das Schlusslicht. Besonders wird in der IWF-Prognose auf die Haushaltskonsolidierung, den Rückgang der Immobilienpreise und den schon länger bestehenden strukturellen Problemen wie dem Fachkräftemangel hingewiesen. Auch die Zurückhaltung der Konsumenten wirkt sich wachstumshemmend aus. (tagesschau.de - "Wachstumserwartungen für Deutschland sinken weiter" - 22.10.2024)

Nach den ersten drei Quartalen des Jahres 2024 befinden sich die Pkw-Neuzulassungen auf dem deutschen Pkw-Markt - trotz eines im historischen Vergleich bereits schwachen Vorjahresniveaus - im Minus. In den ersten neun Monaten wurden insgesamt 2,12 Mio. Pkw neu zugelassen. Dies waren 1 Prozent weniger als nach den ersten drei Quartalen des Vorjahres. Infolge der zuletzt wieder rückläufigen Pkw-Registrierungen wächst der Abstand zum Vorkrisenniveau wieder etwas an: Das aktuelle Volumen liegt knapp 23 Prozent unter dem Absatzniveau im identischen Zeitraum des Jahres 2019. Im September waren die Neuzulassungen im Vergleich zum jeweiligen Vorjahresmonat das dritte Mal in Folge rückläufig. Der deutsche Markt für Elektro-Pkw (BEV, PHEV, FCEV) entwickelt sich im Jahresverlauf weiterhin unterdurchschnittlich und kann auch trotz der insgesamt schwachen Performance des Gesamtmarktes nicht mithalten. Nach neun Monaten wurden insgesamt 409.400 Einheiten neu registriert - 20 Prozent weniger als noch in den ersten drei Quartalen des Vorjahres. (vda.de - Pressemitteilung: "Produktion und Markt im September 2024" - 04.10.2024)

Im kommenden Jahr lassen die derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Belebung des Neuwagen-Marktes in Deutschland unwahrscheinlich erscheinen. Die unter dem Druck der Einhaltung der CO 2 Flottengrenzwerte stehenden Hersteller könnten gezwungen sein, den Absatz von Elektrofahrzeugen durch zusätzliche Subventionen zu forcieren und andererseits die aktuell gut nachgefragten Modelle mit Verbrenner-Motoren weiter zu verteuern.

Die aktuellen politischen Rahmenbedingungen in der Welt, Europa und Deutschland hemmen die Investitionsneigung der meisten Wirtschaftsbereiche und dämpfen das Konsumklima der Verbraucher. Der Volkswagen Konzern steht angesichts der sinkenden Absätze besonders in den wichtigen Märkten China und USA vor großen Herausforderungen um Ertrag und Kosten wieder in ein profitables Verhältnis zu bringen. Die von der Unternehmensleitung erwogenen Einsparpläne sehen neben massiven Stellenstreichungen auch erstmals mehrere Werksschließungen in Deutschland vor. (welt.de - "Volkswagen nennt erste Details zu Sparplänen - Kritik von IG Metall" - 30.10.2024)

Im Premiumsegment startete die Audi AG im zweiten Halbjahr 2024 die lange verzögerte Modelloffensive zur grundlegenden Erneuerung der Angebotspalette. Dabei stehen zukünftig die Modelle mit gerader Nummerierung (z.B. Q4, A6) für die batterieelektrischen Fahrzeuge (BEV) und die mit ungerader Modellbezeichnung (z.B. Q3, A5) für Fahrzeuge mit Verbrenner- und Hybridantrieb. Auch in diesem Segment kämpft der Hersteller mit aktuell sinkender Nachfrage in wichtigen Märkten bei gleichzeitig hohen Wettbewerbsdruck.

Deshalb richten wir unsere Absatzplanung für die Marken VW, VW Nutzfahrzeuge und Audi an den Prognosen und Risiken unter Berücksichtigung der Chancen unserer Marktgebiete aus. Wir erwarten auf Grund der oben ausgeführten Umfeldbedingungen gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr stagnierende bis sinkende Absatzzahlen bei neuen Pkw und Nutzfahrzeugen. Konkrete Absatzprognosen im Neuwagengeschäft auf Basis der mit den Herstellern vereinbarten Jahresziele für Neuwagenverkäufe sind derzeit aufgrund ausstehender Zielabschlüsse nicht möglich.

Wir werden trotz schwieriger Randbedingungen im Verkauf an Fuhrparks und gewerblichen Kunden weiter anstreben, das Geschäft stabil zu halten. Ein wichtiger Wettbewerbsvorteil ist der Status als Großkundenleistungszentrum, der sich unmittelbar zählbar bei der Provisionierung der Fahrzeugverkäufe an Großabnehmer auswirkt. Mit den Standorten und dem geschulten Personal sehen wir uns hier gut aufgestellt. Ein starker Außendienst und der weitere Ausbau der Kooperationen mit Aufbauherstellern sichern unsere Position im Markt. Zur Verringerung der Risiken aus Leasing-Geschäften finden die Herstellerprogramme zur Restwertabsicherung konsequent Anwendung.

Der Verkauf von Gebrauchtwagen wird auch im kommenden Geschäftsjahr einen erheblichen Umsatzanteil generieren. Wir erwarten für das kommende Geschäftsjahr eine stabile bis steigende Nachfrage im Marktgebiet. Auf Grund der durch die Inflation gesunkenen Kaufkraft werden sich vor allem private Kaufinteressenten eher für Gebrauchtwagen interessieren. Durch den qualifizierten Zukauf attraktiver Ware werden wir die Ertragschancen sichern und die Deckungsbeiträge aus diesem Geschäftsbereich stabil halten. Mit permanentem Monitoring der Angebotspreise im Vergleich zum Preisniveau der Online-Börsen wird ein hoher Umschlagfaktor und kurze Standzeiten der Gebrauchtfahrzeuge angestrebt. Die Digitalisierung des Verkaufsprozesses von der Hereinnahme bis zur Kundenauslieferung unterstützt die Verkaufsleitung dabei entsprechend und sichert das ständige Controlling aller Geschäftsfälle. Seit dem zweiten Quartal ist das neue Fahrzeug Verwaltungsprogramm Cargate im Einsatz, mit dem eine Effizienzsteigerung gegenüber dem abgelösten Vorgängersystem angestrebt wird. Die Nutzung unseres in die Homepage implementierten Ankaufstool realisiert steigende Zugriffzahlen und generiert Leads zur Erstellung von Fahrzeugankäufen. Der Online-Fahrzeugverkauf für Endkunden bleibt derzeit noch eine Randerscheinung in überschaubaren Stückzahlen. Die entsprechende Applikation der Hersteller, der sogenannte OneShop, wurde in den Verkaufsstandorte aktiviert und die Mitarbeiter geschult. In der Regel wird das Geschäft aus der Online-Anbahnung über Börsen oder unserer eigenen Homepage dann in ein reguläres Inhouse-Geschäft überführt, da die Probefahrt für die deutliche Mehrheit der Käufer weiterhin essentiell ist.

Der Anteil der Abteilungen Werkstattservice und Teiledienst am Gesamtumsatz beträgt 23,6%, aber sie erzielen 52,3% des Gesamtbruttoertrages. Die größte Herausforderung ist dabei die adäquate Bereitstellung von Personal und Kapazität, um die vorhandenen Marktpotentiale ertragreich abschöpfen zu können. Die Kunden erwarten zu Recht von uns ein exzellentes Serviceerlebnis, eine hohe Reparaturqualität und die Einhaltung der vereinbarten Termine. Wir investieren dazu permanent in die Qualifizierung unseres Servicepersonals und halten die erforderlichen Diagnose-Tools, die Werkstattausrüstungen sowie die digitale Infrastruktur zur Auftragsbearbeitung und Abrechnung auf einen aktuellen Stand. Dazu intensivieren wir das Personal-Recruiting im Kampf um die besten Köpfe und die eigene Ausbildung unserer Nachwuchskräfte. Ein Zeichen der Anerkennung ist dabei der Gewinn des Ausbildungspreises des Landes Brandenburg der uns im Herbst 2024 verliehen wurde.

Im Bereich Karosserie und Lack erwarten wir stabile Umsätze. Auch hier ist ein motivierter und gut geschulter Personalstamm Basis des unternehmerischen Erfolges. Der Ausbau von Kooperationen mit anderen Handelsbetrieben und freien Werkstätten sorgen für eine gleichmäßigere Auslastung. Gestiegene Umweltanforderungen für lackverarbeitendes Gewerbe, die unser Standort auf Grund der modernen Ausrüstung erfüllt, wird in der nächsten Zeit die Zahl der Wettbewerber verringern. Daraus ergibt sich die Chance, weitere Marktanteile in diesem Geschäftsbereich zu erschließen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erweiterten wir die Transportkapazitäten für die Überführung von Unfallfahrzeugen zu Auftraggebern oder zwischen unseren Standorten und verringern damit Standzeiten oder unproduktive Leerläufe.

Durch das zentrale Reifenlager in Schorfheide wird auch im neuen Geschäftsjahr das Räder- und Reifengeschäft in den Standorten Bernau, Finowfurt und Oranienburg professionell und kundenorientiert ablaufen. Im Audi Zentrum Fürstenwalde wird diese Dienstleistung in Kooperation mit einem lokalen Dienstleister angeboten.

Wir rechnen für das kommende Geschäftsjahr damit, dass sich die Anzahl der verkauften Werkstattstunden und der Umsatz von Ersatzteilen, Reifen und Zubehör leicht erhöhen werden. Wir sind optimistisch, dass wir aufgrund unserer gefestigten Marktstellung auch im Geschäftsjahr 2024/2025 ein ausgeglichenes bis positives Ergebnis erreichen werden und erwarten einen positiven Cash-Flow.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die politische Weltlage stellt sich zu Beginn unseres neuen Geschäftsjahres komplex und konfrontativ da. Die Vereinigten Staaten stehen auf Grund der Präsidentschaftswahl vor einem Politikwechsel, der sich auch auf das Verhältnis mit Europa auswirken wird. Die Ukraine ist nach fast drei Jahren Krieg gegen den Angreifer Russland in die Defensive geraten. Besonders die osteuropäischen Länder forcieren stärkere Rüstungsanstrengungen um das weitere Machtstreben Russlands eigenständig abschrecken zu können, falls die amerikanische Unterstützung nachlässt. Durch den Gegensatz zwischen China und Indien ist der BRICS-Staatenbund eher wirtschaftlich als politisch verbunden, zeigt aber, dass sich die weltpolitischen Verhältnisse in den letzten Jahren deutlich verändert haben.

Die europäische Union zeigt sich diesen Herausforderungen nur bedingt gewachsen. Die unterschiedlichen politischen Strömungen auf dem Kontinent zeigen zu selten Einigkeit um auf die immensen Herausforderungen adäquate Antworten zu finden. Der im sogenannten Green Deal postulierte europäische Anspruch, in sehr naher Zukunft die CO 2 -Emissionen deutlich zu senken, zwingt die europäische Wirtschaft in eine grundlegende Transformation. Die Grundhaltung der Brüsseler Gremien alles detailliert regulieren zu wollen, erzeugt Wettbewerbsnachteile für europäische Unternehmen und führt letztlich zu steigenden Preisen für die Verbraucher. Beispielhaft sei dafür das Lieferkettengesetz genannt.

Deutschland steht in diesem Umfeld besonders schlecht da und belegt in vielen aktuellen Statistiken letzte Plätze. Und die Rahmenbedingungen für Besserung sind gerade ungünstig. Mit dem Zerfall der bisherigen Regierungskoalition werden sich drängende politische Entscheidungen verzögern bis zur Bildung einer neuen Regierung nach den vorgezogenen Neuwahlen voraussichtlich im ersten Quartal 2025.

Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft ist entsprechend schlecht. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Oktober das erste Mal nach vier Monaten zwar leicht auf 86,5 Punkte gestiegen, nach 85,4 im September. Die Erwartungen sind aber nach Branche sehr unterschiedlich. Im verarbeitenden Gewerbe bleibt Auftragsmangel ein zentrales Problem, die Kapazitätsauslastung gab um 1,2 Prozentpunkte nach und liegt mit 76,5 Prozent deutlich unter dem langfristigen Mittelwert. Dienstleistungsbranche und Handel zeigen sich etwas optimistischer und waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima verschlechtert. Grund dafür waren pessimistischere Erwartungen der Unternehmen. (ifo.de - "ifo Geschäftsklimaindex gestiegen (Oktober 2024)" - 25.10.2024)

Bei den Verbrauchern hat sich die Stimmung laut GfK-Konsumklima-Index verbessert. Der Indexwert betrug im Oktober -21,0 Punkte, das ist zwar der höchste Wert seit April 2022 nach Beginn des Ukraine-Krieges, aber trotz des Anstiegs bleibt das Niveau des Konsumklimas nach wie vor überaus niedrig. Die Verunsicherung durch Krisen, Kriege und gestiegene Preise ist derzeit immer noch sehr ausgeprägt und verhindert, dass für den Konsum positive Faktoren, wie spürbare reale Einkommenszuwächse, nicht ihre volle Wirkung entfalten können. Meldungen über eine steigende Zahl an Unternehmensinsolvenzen und über Beschäftigungsabbaupläne bzw. Produktionsverlagerungen ins Ausland verhindern zudem eine deutlichere Erholung der Konsumstimmung. (nielseniq.com - "Konsumklima klettert auf den höchsten Stand seit April 2022" - 29.10.2024)

Im Kfz-Gewerbe steht auf Grund des Kostendrucks auf die Marken die Vertragsbeziehung Hersteller und Händler vor herausfordernden Zeiten. Der weitere Umstieg auf den Agentur-Vertrieb zusätzlich zu den batteriebetriebenen Modellen der Marken Audi und Volkswagen wurde auf unbestimmte Zeit verschoben. Auf Seiten der Hersteller wurde die Komplexität des Neuwagen-Handels in eigener Rechnung (B2C) augenscheinlich unterschätzt. Die Auswirkungen haben zu Mehraufwand für die Verkaufsabteilungen geführt und belasteten teilweise auch die Kundenzufriedenheit. Damit stehen die Vorteile für die Händlerseite bei der Agentur - vor allem der Wegfall der Vorfinanzierung der Handelsware - wachsenden Nachteilen gegenüber, neben der Kürzung der Handelsmarge ein steigender organisatorischer Aufwand.

Der Verkauf beziehungsweise die Vermittlung von neuen batterieelektrischen Fahrzeugen liegt zurzeit immer noch unter den Erwartungen von Politik und Herstellern. Die sogenannten First Mover als anfängliche Treiber der Nachfrage sind mit Fahrzeugen ausgestattet und sorgen nur mit Ersatzkäufen bzw. Folgeleasingverträgen für Absatz. Allerdings sind sowohl das immer noch hohe Zinsniveau als auch die im europäischen Vergleich hohen Strompreise deutliche Absatzbremsen. Staatliche Stützungen wie eine wieder diskutierte Kaufprämie sind unwahrscheinlich.

Auch im Gebrauchtwagensegment ist der Verkauf von Elektrofahrzeugen nach wie vor risikobelastet. Je höher der frühere Neupreis der Fahrzeuge umso deutlicher ist der prozentuale Wertverlust, der dem bei vergleichbaren Verbrenner-Modellen deutlich übersteigt. Dazu trägt auch die disruptive Evolution bei der Fahrzeugtechnik bei, die die jeweilige Vorgängergeneration sprichwörtlich "alt" aussehen lässt. Durch strikte Vorgaben bei der Inzahlungnahme und konsequenter Anwendung der Restwertabsicherungsprogramme bei Leasingfahrzeugen werden wir das Risiko eingrenzen. Der Abverkauf gebrauchter Elektrofahrzeuge in das europäische Ausland ist dabei ein wichtiges Ventil.

Auf Grund des steigenden Ausrüstungsgrades der Automobile mit Assistenzsystemen gehen Experten von zukünftig sinkenden Unfallzahlen und damit zurückgehenden Erlösen im Werkstattbereich Karosserie und Lack aus. Diese Tendenz ist aktuell noch nicht wahrnehmbar. Beeinflusst wird der Umsatz bei der Unfallinstandsetzung eher von Bemühungen der Versicherungswirtschaft die Schadensaufwendungen durch Steuerung der Geschädigten in kostengünstigere Kooperationsbetriebe oder nachträgliche Anfechtungen der ausgeführten Leistungen und deren Preise. Die rechtssichere Abwicklung und die Sicherstellung einer hohen Qualität bei der Abwicklung der Karosserieschäden sind deshalb die Grundlagen um das Risiko von Rechtsstreitigkeiten und Zahlungsausfällen zu minimieren.

Die größte Herausforderung im Aftersales ist aktuell die Bindung und Gewinnung von ausreichendem Fachpersonal. Das gilt deutschlandweit für die gesamte Kfz-Branche. Bei einer Online-Umfrage, die der TÜV Rheinland im Juni 2024 gemeinsam mit den Marktforschern von Vogel Research durchgeführt hat, gaben von den 250 befragten Autohäusern und Werkstätten 93 Prozent an, zu wenig Personal in ihren Betrieben zu haben - fast zwei Drittel sprechen von einem starken bis sehr starken Mangel. Gerade einmal 7 Prozent sehen sich personell gut aufgestellt. Vor allem in der Werkstatt manifestiert sich der Personalmangel: Knapp 80 Prozent der Befragten suchen Mechatroniker und 57 Prozent Kfz-Elektriker. (kfz-betrieb.vogel.de - "Der Personalmangel gefährdet die Servicequalität" - 08.11.2024)

2. Chancenbericht

Wir sehen uns mit unserer Marke "Zemke" gut aufgestellt um in den kommenden wettbewerbsintensiven Zeiten auskömmliche Deckungsbeiträge zu erlösen. Im Neuwagenverkauf sehen wir besonderes Potential bei der Betreuung der Groß- und Flottenkunden als Großkundenleistungszentrum. Eine hohe Beratungsqualität, die schnelle Reaktionszeit auf Anfragen, die Generierung von Follow-up-Geschäften und schnelle Bereitstellung der gelieferten Neufahrzeuge sind Grundlagen für entsprechende Bruttoerträge. Bei der Erreichung entsprechender Stückzahlen erhöhen zusätzliche Boni den Gesamtertrag. Ein weiteres wichtiges Standbein ist der Verkauf an Gewerbekunden. Besonders bei der Marke VW Nutzfahrzeuge sehen wir uns als Kooperationspartner führender Aufbau- und Sondereinbauten-Hersteller wettbewerbsfähig aufgestellt. Mit fachlichem Knowhow und Verständnis für branchenspezifischen Problemlösungen werden unsere Nutzfahrzeugverkäufer ihre Marktanteile sichern und zum Unternehmensertrag beitragen. Im Neuwagenverkauf der Marke Audi kommt es auf hohe Beratungsqualität, Verständnis für die Individualität der Kunden und exzellente Produktkenntnis an. Mit Anlaufen der angekündigten Produktoffensive stehen unsere Verkäufer vor der Herausforderung, im anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld Marktanteile für die Marke Audi zurück zu erobern. Wir planen vorsichtig optimistisch dabei stabile Auslieferungszahlen bei positiven Deckungsbeiträgen zu erzielen.

Wichtige Unterstützung bei der Erreichung der Neuwagen Auslieferungsziele werden uns unsere Vermittler liefern. Die von Ihnen vermittelten Fahrzeuge tragen zu höheren Bemessungszahlen für Ermittlung unserer Neuwagen Boni bei und erzeugen damit zusätzlichen Bruttoertrag. Allerdings erschwert der nur auf die autorisierten Händler zugeschnittene Informationsfluss rund um das Neuwagengeschäft die Arbeit der Vermittler vor Ort. Verkaufsleitung und Disposition stehen entsprechend vor der Herausforderung, den Vermittlern ausreichend Information und Unterstützung zukommen zu lassen um sie zu erfolgreichen Verkaufsabschlüssen zu ertüchtigen.

Im Gebrauchtwagengeschäft sehen wir uns sehr gut aufgestellt und erwarten steigende Stückzahlen bei leicht höheren Deckungsbeiträgen. Die Prozesse entlang der Wertschöpfung, beginnend bei der Ankaufsbewertung, der Hereinnahme, der Reparatur und Aufbereitung, der Präsentation, dem Standzeitmanagement und letztlich dem Verkaufsprozess werden digital gesteuert, kontrolliert und ausgewertet. Der Zukauf attraktiver Ware zu wettbewerbsfähigen Preisen und die Überwachung der Inzahlungnahmen zur Vermeidung überhöhter Zukäufe ist Chefsache der Verkaufsleitung. Fehlkalkulationen würden in Zeiten europaweit transparenter Preise mit Verlusten bezahlt werden und sollen damit ausgeschlossen werden. Der Zugriff unserer Vermittler und der Standorte unserer Holdingpartner erweitert die möglichen Sellingpoints unseres Bestandes.

Mit der Verschmelzung der Caravan Park Barnim GmbH auf die Zemke Autohaus Bernau GmbH hat unser Unternehmen ein neue Geschäftsfeld erschlossen. Der Markt der Freizeitmobile erlebte vor allem während der Corona-Pandemie ein ungebremstes Wachstum. Nach einem Rückgang auf Grund der globalen Krisen 2022 und 2023 steigen die Neuzulassungen bei den motorisierten Freizeitfahrzeugen wieder an. So wurden von Januar bis September 2024 63.046 Reisemobile in Deutschland neu zugelassen, das sind 9,9% mehr als im Vorjahr. Bei den Wohnwagenanhängern, in der Branche als Caravans bezeichnet, stagnieren die Neuzulassung unterhalb der Vorjahre. Es wurden mit 18.339 Stück 2,2% weniger als im Vergleichszeitraum 2023 zugelassen. (civd.de - "September 2024: Weiterhin geteiltes Bild bei Neuzulassungen" - 21.10.2024)

Insgesamt zeigt sich trotz politischer und wirtschaftlicher Herausforderungen ein stabiles Interesse bei den deutschen Verbrauchern zu individuellem und flexiblem Urlaub mit Reisemobilen oder Caravans. Im Jahr 2023 wurden so viele Übernachtungen auf Campingplätzen und ausgewiesenen Reisemobilstellplätzen wie noch nie zuvor in Deutschland registriert. Insgesamt 54,5 Millionen Gästeübernachtungen auf Campingplätzen sowie 13,5 Millionen Übernachtungen auf Reisemobilstellplätzen stellen einen neuen Rekord dar und dokumentieren diesen Trend. (civd.de - "Reisemobil-Neuzulassungen weiterhin deutlich über Vor-Corona-Niveau. Caravansparte verzeichnet leichtes Minus. Caravaning-Tourismus beschert deutscher Wirtschaft Rekordumsatz." - 30.08.2024)

Vor diesem Hintergrund sieht die Geschäftsführung der Zemke Autohaus Bernau GmbH in der Integration des Caravan Park Barnim eine wichtige Ergänzung des Unternehmensportfolios. Nach erfolgter Konsolidierung des Geschäftsmodells und der Nutzung der vorhandenen Synergien wie zum Beispiel der Karosserie- und Lackabteilung des Autohauses werden wir die bisher ungenutzten Ertragspotentiale erschließen und zusätzliche Deckungsbeiträge im Marktgebiet erschließen.

Die fortschreitende Digitalisierung des Autogeschäfts erfordert von unseren Unternehmen weitere Anstrengungen. Zur Entlastung des Personals im Kundenkontaktbereich und Verbesserung der telefonischen Terminvereinbarung planen wir die Implementierung eines KI-gestützten Telefonbots in unserem Hauptstandort Bernau. Die Offerten weiterer möglicher Anwendungen KI-gestützter Systeme in unserer Branche wird durch Geschäftsführung und IT-Abteilung aufmerksam registriert.

Für die verbindliche vorgeschriebene Einführung der elektronischen Rechnung haben wir den Empfang und die Verarbeitung durch unseren Workflow bereits aktiviert. Der ab 01.01.2026 gesetzlich vorgeschriebene Versand im e-Rechnungs-Format wird im Laufe des nächsten Jahres in unserem Dealer Managementsystem (DMS) Cross systemseitig aktiviert.

Die angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen lassen die Kostenkontrolle wieder stärker in den Focus des unternehmerischen Handelns rücken. Wir werden in allen Bereichen unseres Unternehmens Prozesse, Abläufe und Einkäufe auf Ineffizienz und Einsparpotentiale untersuchen und entsprechend anpassen. Deshalb wurde bereits die Verkaufsleitung VW Nutzfahrzeuge und Gebrauchtwagen in einer Hand vereinigt.

Auf Grund unserer Bilanzsumme über 25 Mio. Euro und unseren Nettoumsatzerlösen über 50 Mio. Euro sind wir im nächsten Geschäftsjahr von der Berichtspflicht nach der CSRD betroffen. Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSSD) wurde im November 2022 verabschiedet. Dies bringt zukünftig für Unternehmen verschiedene Herausforderungen und zusätzlichen administrativen Aufwand mit sich. Neben der finanziellen Performance rücken nun auch ökologische und soziale Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit stärker in den Focus von Berichtspflichtigen. Damit wird nicht nur eine rein retrospektive Berichterstattung gefordert, sondern auch die Planung und Dokumentation zukunftsorientierter Maßnahmen. Wir werden uns im aktuellen Geschäftsjahr dieser Herausforderung stellen. Ziel soll dabei sein, die aus dem CSRD-Berichtsprozess gewonnenen Erkenntnisse gewinnbringend zu nutzen, um unser Unternehmen langfristig wettbewerbsfähiger aufzustellen.

3. Gesamtaussage

Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

Für das kommende Wirtschaftsjahr sieht die Geschäftsführung die wesentlichen Chancen der künftigen Entwicklung der Zemke Autohaus Bernau GmbH in der Festigung der erreichten Marktposition.

Wir sind optimistisch, dass wir aufgrund unserer Marktstellung auch im Geschäftsjahr 2024/2025 ein ausgeglichenes bis positives Ergebnis erreichen werden.

VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsbeziehung stets über die Bonität unserer Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Im langfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Bankdarlehen. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft mittels Lieferantenkrediten und Einkaufsfinanzierung der Volkswagen Bank.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

VII. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

Bernau, den 21. November 2024

Zemke Autohaus Bernau GmbH

Geschäftsführung

gez.

Thomas Zemke

Bert Prengemann

Rico Voigt

BILANZ ZUM 31. AUGUST 2024

ZEMKE AUTOHAUS BERNAU GMBH, BERNAU BEI BERLIN

AKTIVA

31.8.2024
EUR
31.8.2023
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 11.208.824,95 10.412.325,15
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 877.998,32 1.022.904,32
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.065,32 59.890,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 840.933,00 963.014,00
II. Sachanlagen 10.268.606,64 9.316.944,64
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.907.133,64 4.952.076,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 649.838,00 593.389,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 690.014,00 545.288,00
4. Geschäftsfahrzeuge und Vorführwagen 4.021.621,00 3.226.191,00
III. Finanzanlagen 62.219,99 72.476,19
1. Beteiligungen 5.395,17 4.875,17
2. Sonstige Ausleihungen 56.824,82 67.601,02
B. UMLAUFVERMÖGEN 19.812.734,27 17.508.497,64
I. Vorräte 15.418.411,55 13.402.343,92
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 65.833,60 70.992,21
2. Fertige Erzeugnisse und Waren 15.352.577,95 13.331.351,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.689.635,29 3.882.913,19
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.460.996,97 3.483.197,14
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 11.534,18 11.382,10
3. Sonstige Vermögensgegenstände 217.104,14 388.333,95
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 704.687,43 223.240,53
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 227.843,13 65.594,97
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 272.000,00 44.200,00
31.521.402,35 28.030.617,76

PASSIVA

31.8.2024
EUR
31.8.2023
EUR
A. EIGENKAPITAL 9.365.803,56 8.662.537,73
I. Gezeichnetes Kapital 250.000,00 250.000,00
II. Gewinnrücklagen 1.738.326,97 1.738.326,97
III. Gewinnvortrag 6.674.210,94 5.301.935,15
IV. Jahresüberschuss 703.265,65 1.372.275,61
B. RÜCKSTELLUNGEN 2.123.696,16 2.880.546,24
1. Steuerrückstellungen 29.854,00 823.100,00
2. Sonstige Rückstellungen 2.093.842,16 2.057.446,24
C. VERBINDLICHKEITEN 19.865.235,84 16.220.867,04
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 15.715.454,93 12.497.094,97
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 354.838,57 175.924,31
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.842.710,36 2.912.951,38
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 3.514,83
5. Sonstige Verbindlichkeiten 952.231,98 631.381,55
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 166.666,79 266.666,75
31.521.402,35 28.030.617,76

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

2023/24
EUR
2022/23
EUR
1. Umsatzerlöse 75.936.625,01 59.016.029,04
2. Verminderung/Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -19.589,36 70.549,41
3. Sonstige betriebliche Erträge 920.365,90 646.069,56
4. Materialaufwand -57.357.806,77 -43.121.042,74
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -57.001.780,60 -42.762.047,79
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -356.026,17 -358.994,95
5. Personalaufwand -10.184.807,50 -8.339.626,52
a) Löhne und Gehälter -8.376.681,85 -6.863.175,91
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.808.125,65 -1.476.450,61
6. Abschreibungen -1.410.677,66 -1.336.914,13
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.410.677,66 -1.336.914,13
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -5.900.003,86 -4.404.883,63
8. Erträge aus Beteiligungen 495,44 490,88
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.441,95 17.412,87
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -850.981,70 -531.375,22
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -380.232,16 -592.064,70
12. Ergebnis nach Steuern 757.829,29 1.424.644,82
13. Sonstige Steuern -54.563,64 -52.369,21
14. Jahresüberschuss 703.265,65 1.372.275,61
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 6.674.210,94 5.301.935,15

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023/24

ZEMKE AUTOHAUS BERNAU GMBH, BERNAU BEI BERLIN

I. Allgemeine Angaben

Die Zemke Autohaus Bernau GmbH hat ihren Sitz in Bernau bei Berlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt (Oder) unter der Nummer HRB 25 FF eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß der §§ 242 ff und §§ 264 ff HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätzen nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265, 266 ff HGB).

Mit Verschmelzungssvertrag vom 05. März 2024 wurde die Caravan Park Barnim GmbH auf die Zemke Autohaus Bernau GmbH verschmolzen. Die Verschmelzung erfolgte rückenwirkend mit Wirkung zum 01.09.2023. Eine Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist somit nur bedingt möglich.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Darstellungswahlrechte dahingehend ausgeübt, dass ergänzende Angaben und Davon-Vermerke im Anhang ausgewiesen werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (lineare Methode) vermindert. Der in 2017 aktivierte Geschäftswert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Unsere Schätzung basierte auf der voraussichtlichen Länge der Kundenbindungsvorteilen. Der im Geschäftsjahr 2020/2021 erworbene Firmenwert wird über 10 Jahre abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe von der Finanzverwaltung veröffentlichen Abschreibungstabellen abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert € 250 nicht übersteigen, werden sofort als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert zwischen € 250 und € 1.000 werden in einem Sammelposten erfasst und über die Laufzeit von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Bei den Finanzanlagen werden die Beteiligungen grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten erfasst. Die sonstigen Ausleihungen sind zu Nennbeträgen angesetzt.

Die Vorräte sind zu Anschaffungskosten, zuzüglich Anschaffungsnebenkosten und abzüglich Anschaffungskostenminderungen und Wertberichtigungen angesetzt. Bei der Bewertung wurde das strenge Niederstwertprinzip beachtet.

Die Anschaffungskosten der Ersatz- und Zubehörteile werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt und aus einem gewogenen Durchschnittspreis gebildet. Aus der Anwendung des Bewertungsvereinfachungsverfahrens ergeben sich keine erheblichen Bewertungsunterschiede zum letzten beizulegenden Wert. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werde durch angemessene Wertabschläge berücksichtigt.

Die Bewertung der Neufahrzeuge erfolgt zu den Anschaffungskosten abzüglich angemessener Abschläge.

Für Gebrauchtfahrzeuge wurden auf der Grundlage von Einzelfahrzeugbewertungen nach DAT (Deutsche Automobiltreuhand GmbH) Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben für zukünftige Wirtschaftsjahre.

Der Ansatz der Steuerrückstellung und sonstigen Rückstellungen erfolgte zu dem Betrag, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Der Wertansatz beinhaltet alle bekannten Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterscheide zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen gebildet, sofern diese sich in späteren Jahren voraussichtliche abbauen. Die sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als aktive latente Steuer angesetzt. Es wird ein Steuersatz von 28,08% zugrunde gelegt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel (Anlage 3/A) dargestellt.

Forderungen gegen Gesellschafter

Forderungen gegenüber Gesellschaftern werden unter den Bilanzposten "Sonstige Ausleihungen" in Höhe von TEUR 57 (Vj. TEUR 68) und "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" in Höhe von TEUR 12 (Vj. TEUR 11) ausgewiesen.

Vorräte

Das Vorratsvermögen beinhaltet Vorräte der verschmolzenen Caravan Park Barnim GmbH in Höhe von TEUR 3.205.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Drohverluste aus Rücknahmeverpflichtungen (1.102 TEUR), für Personalverpflichtungen (TEUR 516), sowie für regelmäßig wiederkehrende Gewährleistungsrisiken (TEUR 248) gebildet.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt (TEUR):

Restlaufzeiten
Art der Verbindlichkeit bis zu 1 Jahr mehr als 1 Jahr mehr als 5 Jahre Gesamt-
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.768 1.947 139 15.716 *
(Vj. 10.653) (Vj. 1.844) (Vj. 185) (Vj. 12.497)
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 355 - - 355
(Vj. 176) (Vj. -) (Vj. -) (Vj. 176)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.843 - - 2.843
(Vj. 2.913) (Vj. -) (Vj. -) (Vj. 2.913)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - - - -
(Vj. 4) (Vj. -) (Vj. -) (Vj. 4)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 952 - - 952
(Vj. 631) (Vj. -) (Vj. -) (Vj. 631)
davon aus Steuern 684 - - 684
(Vj. 506) (Vj. -) (Vj. -) (Vj. 506)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit - - - -
(Vj. -) (Vj. -) (Vj. -) (Vj. -)
Summe 17.918 1.947 139 19.865
(Vj. 14.377) (Vj. 1.659) (Vj. 185) (Vj. 16.221)

*) abgesichert durch Grundschulden, Sicherungsübereignungen, Bürgschaften und Raumsicherungsübertragung von Waren.

Latente Steuern

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungen bestehen wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 83 TEUR (aktiv)
Sachanlagen 244 TEUR (passiv)
Sonstige Rückstellungen 1.129 TEUR (aktiv)

Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 28,08% zugrunde gelegt.

Die latenten Steuern entwickelten sich wie folgt (EUR):

31.08.2023 Verbrauch Zugang 31.08.2024
aktive latente Steuern 116.200 - 227.800 293.600
passive latente Steuern -72.000 - - -72.000
aktive latente Steuern 44.200 - 227.800 272.000

Aus der Veränderung der latenten Steuern ergab sich ein Ertrag von TEUR 177 (Vj. Ertrag TEUR 5). Die aktiven latenten Steuern sind für Ausschüttungen gesperrt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. August 2024 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von TEUR 2.976.

Die Gesellschaft hat sich darüber hinaus verpflichtet, Fahrzeuge von Leasinggesellschaften nach Ablauf der Grundmietzeit in Höhe der vereinbarten Restwerte von insgesamt TEUR 25.082 abzunehmen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Von den Umsatzerlösen entfallen 44,7 Mio. € auf Fahrzeugverkäufe, 13,6 Mio. € auf Service- bzw. Werkstattleistungen inklusive Ersatzteile und Zubehör und 0,6 Mio € auf Fahrzeugvermietungen. In den Umsatzerlösen sind Erlöse der verschmolzenen Caravan Park Barnim GmbH in Höhe von 6,0 Mio. € enthalten.

Altersversorgung

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind TEUR 20 (VJ. TEUR 20) für Altersversorgung enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 130 enthalten. Diese betreffen den Verschmelzungsverlust aus der verschmelzung der Caravan Park Barnim GmbH.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

In den "Sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge" sind Erträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 152,08 (VJ: EUR 149,60) enthalten.

Aus der Abzinsung von Rückstellungen ergaben sich Zinserträge in Höhe von EUR 0,00 (VJ. EUR 5.053,63).

V. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Thomas Zemke, Karosserie- und Fahrzeugbauermeister

Herr Bert Prengemann, Dipl.-Ing. Elektrische Bahnen

Herr Rico Voigt, KFZ-Mechaniker

Von der Schutzvorschrift zur Angabe der Geschäftsführerbezügen nach § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht, da sich hierdurch die Bezüge eines jeden Geschäftsführers ableiten lassen würden.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter (ohne Geschäftsführung):

Gewerbliche Arbeitnehmer 70
Angestellte 113
183
Auszubildende 31
214

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss der Zemke Autohaus Bernau GmbH, Bernau wird in den Konzernabschluss der RUB Automobile GmbH, Premnitz einbezogen.

Abschlussprüferhonorar

Das Honorar des Abschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen beträgt TEUR 25. Weitere Leistungen wurden nicht erbracht.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Bernau, den 21. November 2024

gez.

Thomas Zemke

Bert Prengemann

Rico Voigt

Geschäftsführung

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Sep. 2023
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Aug. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 206.536,48 47.911,08 4.248,00 0,00 258.695,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.455.864,71 0,00 0,00 0,00 1.455.864,71
1.662.401,19 47.911,08 4.248,00 0,00 1.714.560,27
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 10.118.610,91 142.624,26 48.769,04 0,00 10.310.004,21
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.635.549,21 0,00 142.880,04 0,00 1.778.429,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.093.226,89 286.401,55 183.943,96 0,00 2.563.572,40
4. Geschäftsfahrzeuge und Vorführwagen 4.250.572,32 6.597,61 4.584.911,62 3.777.370,42 5.064.711,13
18.097.959,33 435.623,42 4.960.504,66 3.777.370,42 19.716.716,99
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 4.875,17 520,00 0,00 0,00 5.395,17
2. Sonstige Ausleihungen 67.601,02 0,00 0,00 10.776,20 56.824,82
72.476,19 520,00 0,00 10.776,20 62.219,99
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Sep. 2023
EUR
Verschmelzung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Aug. 2024
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 146.646,16 41.051,08 33.933,00 0,00 221.630,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 492.850,71 0,00 122.081,00 0,00 614.931,71
639.496,87 41.051,08 156.014,00 0,00 836.561,95
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.166.534,27 19.499,26 216.837,04 0,00 5.402.870,57
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.042.160,21 0,00 86.431,04 0,00 1.128.591,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.547.938,89 146.612,55 179.006,96 0,00 1.873.558,40
4. Geschäftsfahrzeuge und Vorführwagen 1.024.381,32 2.871,61 772.388,62 756.551,42 1.043.090,13
8.781.014,69 168.983,42 1.254.663,66 756.551,42 9.448.110,35
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
NETTOBUCHWERTE
31. Aug. 2024
EUR
31. Aug. 2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 37.065,32 59.890,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 840.933,00 963.014,00
877.998,32 1.022.904,32
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.907.133,64 4.952.076,64
2. Technische Anlagen und Maschinen 649.838,00 593.389,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 690.014,00 545.288,00
4. Geschäftsfahrzeuge und Vorführwagen 4.021.621,00 3.226.191,00
10.268.606,64 9.316.944,64
III. FINANZANLAGEN
1. Beteiligungen 5.395,17 4.875,17
2. Sonstige Ausleihungen 56.824,82 67.601,02
62.219,99 72.476,19

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Zemke Autohaus Bernau GmbH, Bernau bei Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Zemke Autohaus Bernau GmbH, Bernau bei Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. August 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Zemke Autohaus Bernau GmbH, Bernau bei Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. August 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. September 2023 bis zum 31. August 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Plettenberg, 21. November 2024

Prange Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Kathrin Gerlach, Wirtschaftsprüferin

Otto Prange, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde am 28. November 2024 festgestellt.

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
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  • Gesellschafterliste
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  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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