aktiv Rechtsform GmbH

IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH

Berlin ·HRB 95422 Charlottenburg (Berlin) ·produktqualitaet.com

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Wagner-Régeny-Straße 8
12489 Berlin
Handelsregister
HRB 95422, Charlottenburg (Berlin)
Eintragungsdatum
30. Dezember 2004
Branche
Forschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Erbringung von Dienstleistungen von medizinischen Laboratorien
Herstellung von Prüfmaschinen
Eingetragenes Kapital
750.100,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer mit einem Prokuristen vertreten. Einzelvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Unternehmenszweck
analytische Dienstleistungen für die Sicherheit von Lebensmitteln, Futtermitteln, Arzneimitteln, Kosmetika und Bedarfsgegenständen sowie Wasser und Umwelt, ergänzend und verbunden mit gutachterlichen Stellungnahmen. Das Unternehmen entwickelt und produziert diagnostische Testkits für die Bereiche Lebensmittel, Futtermittel, Pharma, Wasser und Umwelt sowie Veterinär und Klinik und ist forschend in den genannten Bereichen tätig

Finanzen

Umsatz 2022
29,36 Mio. €
Mitarbeiter 2022
428
Bilanzsumme 2022
117,47 Mio. €
Jahresergebnis 2022
0 €
16 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 117,47 Mio
  • Umlaufvermögen 90,7 % 106,52 Mio
  • Anlagevermögen 9,3 % 10,88 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 73,6 k
  • Aktive latente Steuern 0,0 % 0
Passivseite 117,47 Mio
  • Verbindlichkeiten 49,9 % 58,63 Mio
  • Eigenkapital 41,8 % 49,06 Mio
  • Rückstellungen 6,9 % 8,08 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,9 % 1,04 Mio
  • SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 0,6 % 651,0 k
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Bilanzdaten für 16 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 147,08 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 42,1 % 61,95 Mio
  • Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 37,9 % −55,72 Mio
  • Umsatzerlöse 20,0 % 29,36 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % −37,3 k
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 12,1 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 4,8 k
Aufwendungen 35,57 Mio
  • Personalaufwand 42,8 % −15,23 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 33,9 % −12,05 Mio
  • Materialaufwand 14,8 % −5,27 Mio
  • Abschreibungen 7,5 % −2,66 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 % −276,5 k
  • Sonstige Steuern 0,2 % −58,8 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,1 % −32,6 k
  • Ergebnis nach Steuern 55,78 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
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GuV-Daten für 9 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Markus Dr. Zell seit 2024 Geschäftsführer
  • Patrick William Bennett seit 2024 Geschäftsführer
  • Wolfgang Dr. Weber seit 2004 Geschäftsführer
  • Christin Halleda seit 2021 Prokura
  • Martin Dr. Röder seit 2022 Prokura
  • Thomas Schätz seit 2025 Prokura
12 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Ifp-labs GmbH DEU AG Charlottenburg, HRB 231735 100,0 % 750k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2026
  2. 05.06.
    Austritt einer Position
    Thomas Gottfried Anger · Geschäftsführer
  3. 2025
  4. 01.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Thomas Schätz · Prokurist
  5. 01.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Thomas Schätz · Einzelprokura
  6. 2024
  7. 06.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Thomas Gottfried Anger · Geschäftsführer
  8. 06.09.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH
  9. 06.09.
    Satzungsänderung
    IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH
  10. 28.08.
    Verschmelzung
    IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH
  11. 28.08.
    Verschmelzung
    IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2019 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2018 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Volltext

IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.10.2021

Lagebericht für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2021

IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH, Berlin

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH (kurz: IfP GmbH) wurde im Dezember 2004 gegründet und ist unter der Nummer HRB 95422 beim Amtsgericht Charlottenburg registriert. Das Unternehmen ist im Technologiepark Berlin - Adlershof angesiedelt und betreibt dort seine Geschäftstätigkeit. Die Gesellschaft ist auf die Erbringung analytischer Laboruntersuchungen für die Lebensmittel-, Futtermittel- und pharmazeutische Industrie spezialisiert. Zusätzlich werden Untersuchungen von Trinkwasser angeboten. Die Dienstleistungen werden auch an den Standorten in Stendal und Ohrdruf angeboten. Ergänzend zu den analytischen Dienstleistungen entwickelt und produziert die IfP GmbH innovative Diagnostika, sogenannte Testkits oder -bestecke, für die Anwendung in nationalen und internationalen Untersuchungs- und Prüflaboratorien. Diese werden von verschiedenen namhaften Partnern weltweit vertrieben.

Zur Aufrechterhaltung der Innovationskraft und zur kontinuierlichen Verbesserung der Produkte und Dienstleistungen unterhält die IfP GmbH zudem eine Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Zielsetzung dabei ist stets Innovationen direkt in Patente und neue Technologien der IfP GmbH fließen zu lassen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Ernährungsindustrie erzielte im Jahr 2021 einen Umsatz von 186,3 Mrd. EUR im Vergleich zu 185,3 Mrd. EUR im Vorjahr. In Deutschland gibt es 5.581 Lebensmittelhersteller mit 577.312 Beschäftigten (Quelle: www.de.statista.com).

Bei der Prüfung der Qualität und Hygiene von Lebensmitteln sowie bei der Kontrolle von Produkten aller Art gibt es kaum noch Produktions- und Dienstleistungsprozesse, bei denen nicht an zentralen Stellen Laborleistungen und Labordiagnostik eingesetzt werden. Die Laborleistungen in den Bereichen Lebensmittelanalyse sowie Material- und Umweltanalytik sind dabei Teil des größeren Marktes für Testing, Inspection and Certification (der sogenannten TIC-Branche).

Die Nachfrage nach Laborleistungen steigt kontinuierlich weltweit seit Jahrzehnten aufgrund zunehmender Lebensqualität, wachsender Ansprüche der Verbraucher, technologischen Fortschritts und einer voranschreitenden Globalisierung weiter an. Im Marktsegment der Lebensmittelanalyse gibt es kleine Labore mit weniger als 5 Mitarbeitern bis hin zu weltweit agierenden Laborkonzernen.

Der Testmarkt für Lebensmittelanalysen hat nach eigenen Schätzungen in Deutschland ein Volumen von 500 - 600 Mio. EUR, das im Wesentlichen abhängig ist vom Gesamtumsatz der Ernährungsindustrie. Langfristig erwarten wir weiteres Wachstum mit einer Dynamik von 4 - 6 % jährlich. Der IfP GmbH gelingt es weiterhin zu wachsen und damit verbunden die Ertragskraft zu stärken.

2.2 Geschäftsverlauf 2021

Das Geschäftsjahr 2021 war weiterhin stark geprägt durch die globale Covid-19 Pandemie. Das hat zu Beginn der Pandemie die gesamte Branche verunsichert. Mit Fortschreiten der Impfkampagne zeichnete sich in 2021 eine Stabilisierung der Lage ab. Die Lebensmittel herstellende Industrie gehört zu den systemrelevanten Bereichen, die pandemiebedingten Einschränkungen führten aber auch in verschiedenen Segmenten wie Hygienekontrollen und Inspektionen zu starken Einbrüchen. Durch die Schließung von Hotels, Restaurants und Systemgastronomie brach ein gesamter Wirtschaftszweig ein. Der Einzelhandel hat nach den starken Umsatzzuwächsen im Vorjahr in 2021 ein moderates Wachstum zu verzeichnen.

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2021 stellte sich vor dem Hintergrund der Pandemie und der nach wie vor angespannten Arbeitsmarktlage trotzdem positiv dar. Während im Dienstleistungsbereich der IfP GmbH die Auftragslage stabil und mit 1.1 % nur leicht unter dem Vorjahr lag, konnten die Umsätze durch die Etablierung eines Corona-Testzentrums für die SARS-CoV-2 Analytik und die Zulassung für medizinische Testungen im Dienstleistungsbereich deutlich gesteigert werden. Im Bereich der Produktion von Testkits verzeichnete die Gesellschaft nach einem pandemiebedingten leichten Rückgang im Vorjahr eine erneut wachsende Nachfrage.

Im September 2021 wurden 100 % der Anteile an der IfP GmbH an die ifp-labs GmbH (ehemals aptus 1830. GmbH) veräußert. Im Zuge des Gesellschafterwechsels hat die Gesellschaft ihr Geschäftsjahresende auf den 31. Oktober verlegt und berichtet daher für das Rumpfwirtschaftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Oktober 2021. Der Vergleich zum Vorjahr ist somit nur eingeschränkt aussagekräftig und wir beziehen unsere vergleichenden Erläuterungen aus diesem Grund auf den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Oktober 2020.

2.2.1 Umsatz- und Absatzentwicklung

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die IfP GmbH im Vergleich zu den ersten 10 Monaten des Geschäftsjahres 2020 eine deutliche Umsatzsteigerung von 3.3 Mio. EUR auf 25.1 Mio. EUR zu verzeichnen, die mit einem Anstieg von 2.7 Mio. EUR im Wesentlichen auf die hohe Nachfrage für die Dienstleistung des Corona-Testzentrums zurückzuführen ist. Weiterhin sind die Umsätze aus der Produktion der Test-Kits, die im Vorjahr pandemiebedingt rückläufig waren, auf 3.6 Mio. EUR angestiegen und liegen damit um 7,8 % über dem Niveau der ersten 10 Monate des Geschäftsjahres 2020.

2.2.2 Investitionen

Die Bilanzsumme der IfP GmbH beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 62.545 und ist damit nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (2020: TEUR 62.613). Die IfP GmbH investierte in 2021 rund TEUR 911 in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

2.2.3 Personal

Die Personalquote (Personalaufwand zur Gesamtleistung) konnte bei leicht gesunkener Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr von 51,3 % auf 48,0 % gesenkt werden. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte die IfP GmbH 349 Mitarbeiter*innen (berechnet als Vollzeitäquivalente und bereinigt um studentische Hilfskräfte; Vorjahr 355). Das Unternehmen bildet in den Bereichen "Kaufmann/-frau für Bürokommunikation" sowie "Chemielaborant/in" aus und stellt damit auch die Zukunft seine Fachkräfteversorgung sicher. Auch die interne Weiterqualifikation von Fachkräften durch Weiterbildungsmaßnahmen soll den stetig steigenden Bedarf an qualifiziertem Personal decken. Bachelor- und Masterarbeiten in Zusammenarbeit mit den Universitäten ergänzen das Ausbildungsspektrum in der IfP GmbH.

2.2.4 Forschungs- und Entwicklungsbericht

Die IfP GmbH unterhält eine eigene Forschungsabteilung mit 7 Mitarbeiter*innen in den bioanalytischen und chemischen Bereichen. Die Entwicklungskosten haben in 2021 insgesamt TEUR 389 betragen, bezogen auf die Gesamtkosten stellen sie somit einen Kostenblock von ca. 3 % dar. Mit den Forschungs- und Entwicklungsergebnissen konnten auch im Jahr 2021 erneut Neuentwicklungen im Bereich Verfahren und Technologien entwickelt werden. Diese Entwicklungen flossen unmittelbar in die Optimierung der Prozesse des Unternehmens ein.

2.2.5 Geschäftsergebnis

Im Rumpf-Wirtschaftsjahr 2021 wurde ein Rohergebnis von TEUR 20.985 erwirtschaftet, es liegt damit 8,8 % hinter dem Vorjahr (Vorjahr entspricht dem Geschäftsjahr 2020 vom 1. Januar bis 31. Dezember).

3. Lage der Gesellschaft

3.1 Ertragslage

Rumpfgeschäftsjahr 01.01. bis 31.10.2021 Vergleichszeitraum * 01.01. bis 31.10. 2020 Veränderung Vorjahr 2020
TEUR TEUR TEUR
Gesamtleistung 25.707 100,0 % 22.100 100,0 % 16,3 % 27.710
Materialaufwand -4.722 -18,4 % -4.055 18,3 % 16,4 % -4.697
Rohertrag 20.985 81,4 % 18.045 81,7 % 16,3 % 23.013
Personalaufwand -12.348 -48,0 % -11.633 -52,6 % 6,1 % -14.208
Sonstiger Betriebsaufwand -3.742 -14,6 % -3.009 -13,6 % 24,4 % -3.876
EBITDA 4.895 19,0 % 3.403 15,4 % 43,8 % 4.929
Abschreibungen -2.397 -9,3 % -2.298 -10,4 % 4,3 % -2.803
EBIT 2.498 9,7 % 1.105 5,0 % 126,2 % 2.126
Finanzergebnis -928 -3,6 % -190 -0,9 % 388,4 % -235
Ergebnis vor Ertragssteuern 1.570 6,1 % 915 4,1 % 71,6 % 1.891
Ertragssteuern -493 -1,9 % -276 -1,2 % 80,0 % -574
Ergebnis nach Steuern 1.074 4,2 % 639 2,9 % 68,1 % 1.317

*) Die Werte für den Vergleichszeitraum wurden aus der betriebswirtschaftlichen Auswertung vom Zeitraum 1. Januar bis 31. Oktober 2020 entnommen. Die Salden unterlagen keiner Jahresabschlussprüfung.

Die Gesamtleistung liegt in 2021 7,2 % hinter dem Vorjahr, während die Materialaufwendungen sich um 0,5 % erhöht haben. Damit hat sich der Rohertrag um TEUR 2.028 verringert und beträgt nunmehr 81,4 % bezogen auf die Gesamtleistung. In der Betrachtung zum Vergleichszeitraum konnte die Gesamtleistung um 16,3 % gesteigert werden.

Der Personalaufwand mit T€ 12.348 stellt weiterhin den größten Kostenblock dar. Bezogen auf die Gesamtleistung beträgt der Anteil 48,0 % und konnte im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 %-Punkte und in Bezug zum Vergleichszeitraum um 4,6 %-Punkte verringert werden.

Der EBITDA verbesserte sich bezogen auf die Gesamtleistung von 17,8 % (Vergleichszeitraum 15,4 %) auf 19,0 %.

Der Netto-Finanzaufwand hat sich von TEUR 235 auf TEUR 928 erhöht. Dies liegt im Wesentlichen in Vorfälligkeitszahlungen durch die vorzeitige Rückführung der Darlehensfinanzierung für die Gebäude und das Grundstück in Berlin begründet.

Das Ergebnis insgesamt vor Steuern liegt mit TEUR 1.570 um 17,0 % unter dem Vorjahr; wird der Vergleichszeitraum betrachtet, ist ein Rückgang von 71,6 % zu verzeichnen.

Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr von der hohen Nachfrage für das Corona-Testzentrum profitiert und konnte dadurch die Profitabilität gemessen an den EBITDA und EBIT-Margen weiterhin verbessern, insbesondere getrieben durch die geringere Personaleinsatzquote. Der Kundenstamm ist stabil und spiegelt damit auch wider, dass trotz der Pandemie die Bestandskunden die Gesellschaft als zuverlässigen Partner sehen und der Gesellschaft die Treue halten.

3.2 Vermögens- und Finanzlage

Die aus der Forschung und Entwicklung resultierenden Patente sind im Betriebsvermögen aktiviert. Das Anlagevermögen des Unternehmens hat sich von TEUR 51.379 im Vorjahr auf TEUR 49.654 im abgeschlossenen Geschäftsjahr vermindert. Der Anteil des Anlagevermögens hat sich mit 79 % im Vergleich zum Vorjahr (82 %) verringert. Die im Vorjahr ausgewiesenen Darlehen für Investitionen im Bereich Grundstücke und Bauten in Höhe von TEUR 16.826 sind im Geschäftsjahr 2021 durch Zuführung von Eigenkapital abgelöst worden und darüber hinaus auch weiterhin durch öffentliche Zuschüsse teilfinanziert. Die Betriebs- und Geschäftsausstattung ist teilweise mittels Mietkauf finanziert, deren Restschuld einen Wert von TEUR 1.668 (Vorjahr TEUR 2.655) ausweist.

Die branchenspezifische Eigenkapitalquote liegt nach unseren Schätzungen zwischen 15 - 20 %. Die IfP GmbH wies im Gegensatz dazu zum Bilanzstichtag eine Eigenkapitalquote von 78,5 % (Vorjahr 49,6 %) auf.

Die Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital stellte sich wie folgt dar:

2021
TEUR
2020
TEUR
Eigenkapital 49.059 31.042
Sonderposten 7.910 8.207
Steueranteil des Sonderpostens (30,2%) - 2.389 - 2.479
berichtigtes Eigenkapital 54.580 36.770
Anlagevermögen 49.654 51.379
Anlagendeckung in % 1,10 0,72

Der Anlagendeckungsgrad des Anlagevermögens durch das Eigenkapital belief sich auf 110 % (Vorjahr 72 %).

Das Working Capital errechnet sich wie folgt:

2021
TEUR
2020
TEUR
Vorräte 1.876 1.852
Kurzfristige Forderungen 4.609 4.522
Liquide Mittel 5.989 4.556
kurzfristiges Umlaufvermögen 12.474 10.930
Rückstellungen 1.410 901
Kurzfristige Verbindlichkeiten 1.859 4.712
Kurzfristiges Fremdkapital 3.269 5.613
Working Capital 9.205 5.317

Die Liquidität der IfP GmbH war im abgeschlossenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt und gewährleistet. Der Kapitaldienst der Gesellschaft wurde stets fristgerecht erbracht, alle fälligen Verbindlichkeiten wurden zeitgerecht bedient. Die eingeräumten Kontokorrentlinien der betreuenden Banken wurden nicht genutzt.

4. Prognose und Ziele

Die in den letzten Jahren getätigten Investitionen in Grundstücke, Gebäude und Laborausstattung stellen eine solide Basis für das zukünftige Umsatz- und Ertragswachstum der Gesellschaft dar. Die Räumlichkeiten bieten Möglichkeiten weitere Neueinstellungen vornehmen zu können und die Belegschaft dem Umsatzwachstum anzupassen. Wesentliche Investitionen in die Anschaffung weiterer Analysegeräte sowie zum Ausbau des Standortes in Berlin - Adlershof sind für das Geschäftsjahr 2022 nicht geplant. Der Ausbau der Produktionskapazitäten mittels Automatisierung ist erst einmal weitgehend abgeschlossen, so dass die Produktion eine solide Basis für weiteres Wachstum aufweist.

Durch die Coronakrise mit Beginn März 2020 ist eine verlässliche Wachstumsprognose schwer abzugeben. Für das Jahr 2022 wird ein moderater Umsatzzuwachs im mittleren einstelligen Bereich erwartet. Weitere Corona-bedingte Lockdowns sind zum jetzigen Zeitpunkt nicht auszuschließen, wir gehen aber nicht davon aus, dass ein Rückgang bei den Einsendungen an Proben zu verzeichnen sein wird. Für den Export von Testkits erwarten wir ein niedriges einstelliges Wachstum.

Das Institut hat erfolgreich ein Corona-Testzentrum etabliert und gleicht mit dem Umsatz auftretende Schwankungen im Ergebnis weitgehend aus.

Wir erwarten derzeit aus der Ukraine-Krise keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf unsere Umsatzprognose, da wir keine signifikanten Kundenbeziehungen zu Unternehmen in der Ukraine oder Russland unterhalten. Eine indirekte Beeinflussung der Nachfrage aufgrund der gestiegenen Inflation ist jedoch nicht auszuschließen, eine verlässliche Abschätzung aber derzeit noch nicht möglich. Darüber hinaus rechnen wir allerdings auch mit einem Anstieg unserer Kosten, insbesondere bei den Material- als auch den Energiekosten ebenso wie im Bereich der Personalkosten. Zur Neutralisierung dieser Kostensteigerungen nehmen wir seit Beginn diesen Jahres Preisanpassungen für unsere Dienstleistungen vor.

Die Mitarbeiteranzahl wird in 2022 insgesamt voraussichtlich konstant bleiben, wir planen allerdings mit dem Aufbau von Mitarbeitern in den Bereichen Sales & Marketing, IT, Human Resources und Finance, dieser soll allerdings durch Personaleinsatzoptimierung im Laborbereich ausgeglichen werden.

Das Ergebnis vom Vorjahr 2021 wird wieder angestrebt. Der zu erwartende EBITDA ist ausreichend, um den verpflichtenden Kapitaldienst voll und ganz zu erfüllen.

Die durch Prozessoptimierungen angestrebten Verringerungen der Durchlaufzeiten in unseren Laboren sowie diszipliniertes Forderungsmanagement sollen darüber hinaus zu einer Optimierung unseres Net Working Capital beitragen.

5. Chancen und Risiken

Grundsätzlich ist die Firmenpolitik der IfP GmbH zudem darauf ausgelegt, Chancen und Risiken gegeneinander abzuwägen und Entscheidungen nach dem Grundsatz der Vorsicht zu tätigen.

Die Kunden werden mit den stark variierenden Rohstoffpreisen am Weltmarkt immer preissensibler. Preiserhöhungen sind daher nur schwer durchzusetzen. Die Gesellschaft entgegnet diesem Trend daher auch mit einer Optimierung der Wirtschaftlichkeit. In diesem Zusammenhang werden einzelne Bereiche auf Profitabilität durchleuchtet und bereinigt. Durch weitere Effizienzsteigerungen infolge der Ausweitung der Digitalisierung und Erhöhung des Automatisierungsgrades von Prozessen sollte es der IfP GmbH gelingen, die Kosten zusätzlicher Analysen und weiterer Produktionssteigerungen sowie die allgemeine Preissteigerung mehr als zu kompensieren.

Chancen zur Gewinnung neuer Kunden, die sich aufgrund Weiterempfehlungen ergeben, werden stets konsequent weiterverfolgt. Der Aufbau einer eigenen Vertriebsstruktur ist beschlossen und wird ab dem zweiten Halbjahr umgesetzt. Neue Umsatzpotenziale können insbesondere durch neu entwickelte Produkte sowie verfeinerte und umfassendere Analysetechniken erschlossen werden.

Das Risiko für Wachstum und Ergebnis ist in der Rekrutierung von Laborpersonal und Lohnquote begründet. Dem wird jedoch permanent entgegengewirkt mit einer aktiven Personalpolitik sowie dem Hervorheben des attraktiven Standortes und der IfP GmbH als lukrativen und sicheren Arbeitgeber.

Ausfallrisiken von Forderungen aus Lieferungen- und Leistungen sind nicht zu beobachten. Die homogene Kundenstruktur kann kurzfristige Zahlungsverzögerungen gut kompensieren. Sollte ein Großkunde seine Dienstleistungen mit der IfP GmbH kündigen, würde das auf Grund der homogenen Umsatzverteilung und der Geschäftsbereiche kein Risiko darstellen.

Liquiditätsrisiken der Gesellschaft sind nicht zu verzeichnen. Den Kreditverpflichtungen kann jederzeit fristgemäß nachgekommen werden. Die Kontokorrentlinien sind ausreichend für den geplanten Bedarf an Working Capital.

6. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die hohe Eigenkapitalquote des Unternehmens erlaubt eine eher untergeordnete Betrachtung des Risikos der verwendeten Finanzierungsinstrumente. Forderungsrisiken, insbesondere Ausfall- und Liquiditätsrisiken, werden durch eine laufende Offene Posten-Buchhaltung begegnet, überfällige Beträge werden zeitnah angemahnt. Erhaltene Fördermittel sind an vertraglich gebundene Bedingungen geknüpft. Diese werden fortlaufend auf Einhaltung kontrolliert und überprüft. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden feste Zinssätze oder Zinslimitierungen angestrebt. Preisänderungsrisiken wird durch eine Zentralisierung des Einkaufs und unternehmensweite Bündelung der Bestellvolumina begegnet. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden im Rahmen einer offenen Posten-Buchhaltung überwacht, welche unter Ausnutzung der eingeräumten Zahlungsziele bedient werden.

 

Berlin, den 30. Juni 2022

Dr. Wolfgang Weber, staatlich geprüfter Lebensmitteltechniker, Geschäftsführer

Carolin Poweleit, staatlich geprüfte Lebensmitteltechnikerin, Geschäftsführerin

BILANZ ZUM 31. OKTOBER 2021

IFP PRIVATES INSTITUT FÜR PRODUKTQUALITÄT GMBH, BERLIN

AKTIVA

31.10.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 49.653.565,78 51.378.770,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 544.500,52 565.991,41
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 289.891,41 314.914,41
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.713,00 251.077,00
3. Geleistete Anzahlungen 64.896,11 0,00
II. Sachanlagen 48.304.606,96 49.758.720,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.361.044,96 39.477.490,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.103,00 62.443,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.884.459,00 10.218.787,00
III. Finanzanlagen 804.458,30 1.054.058,30
1. Beteiligungen 804.458,30 804.458,30
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 249.600,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 12.581.401,09 10.929.577,54
I. Vorräte 1.876.398,35 1.851.848,80
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.761.519,78 1.785.449,57
2. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 102.919,16 55.691,66
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 11.959,41 10.707,57
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.716.235,31 4.521.509,95
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.608.727,37 4.226.653,83
2. Sonstige Vermögensgegenstände 107.507,94 294.856,12
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 163.199,98)    
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.988.767,43 4.556.218,79
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 34.094,44 3.776,33
D. AKTIVE LATENTE STEUERN 275.776,00 301.048,00
  62.544.837,31 62.613.172,54

PASSIVA

   
31.10.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. EIGENKAPITAL 49.058.585,89 31.042.823,09
I. Gezeichnetes Kapital 750.000,00 750.000,00
II. Kapitalrücklage 40.517.147,64 23.575.000,00
III. Gewinnvortrag 6.717.823,09 5.400.187,67
IV. Jahresüberschuss 1.073.615,16 1.317.635,42
B. SONDERPOSTEN FÜR ZUSCHÜSSE UND ZULAGEN 7.909.842,63 8.207.255,53
C. RÜCKSTELLUNGEN 1.410.028,33 900.983,44
1. Steuerrückstellungen 296.404,87 313.388,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.113.623,46 587.595,44
D. VERBINDLICHKEITEN 3.014.380,46 21.220.110,48
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.668.305,82 19.480.906,65
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 513.157,64 (Vorjahr: EUR 2.973.231,05)    
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 1.155.148,18 (Vorjahr: EUR 16.507.675,60)    
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 665.378,42 865.110,72
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 665.378,42 (Vorjahr: EUR 865.110,72)    
3. Sonstige Verbindlichkeiten 680.696,22 874.093,11
- davon aus Steuern: EUR 607.870,42 (Vorjahr: EUR 474.709,82)    
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.770,94 (Vorjahr: EUR 4.709,84)    
- davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr: EUR 680.696,22 (Vorjahr: EUR 874.093,11)    
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 1.152.000,00 1.242.000,00
  62.544.837,31 62.613.172,54

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS RUMPFGESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS ZUM 31. OKTOBER 2021

Rumpfgeschäftsjahr 2021
EUR
2020
EUR
1. Umsatzerlöse 25.052.695,25 26.991.318,61
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 48.479,34 10.393,29
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 3.543,00 47.924,59
4. Sonstige betriebliche Erträge 602.120,59 661.317,00
5. Materialaufwand -4.721.602,99 -4.696.847,03
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -3.753.187,16 -3.719.409,17
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -968.415,83 -977.437,86
6. Personalaufwand -12.348.197,61 -14.208.625,53
a) Löhne und Gehälter -10.287.890,86 -11.845.346,93
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.060.306,75 -2.363.278,60
- davon für Alterversorgung: EUR 22.305,25 (Vorjahr: EUR 22.384,72)    
7. Abschreibungen -2.396.804,62 -2.803.021,56
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.686.400,75 -3.827.752,17
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 7.348,97 10.387,04
- davon aus Abzinsung: EUR 2.826,17 (Vorjahr: EUR 5.312,07)    
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -935.572,37 -244.990,30
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -496.814,99 -574.353,44
- davon Aufwand aus Veränderung latenter Steuern: EUR 25.272,00 (Vorjahr: EUR 34.940,00)    
12. Ergebnis nach Steuern 1.128.793,82 1.365.750,50
13. Sonstige Steuern -55.178,66 -48.115,08
14. Jahresüberschuss 1.073.615,16 1.317.635,42

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2021

IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH, Berlin

A. Allgemeine Angaben

1. Die IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die Gesellschaft ist in das Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 95422 eingetragen. Sie hat ihren Sitz in der Wagner-Regeny-Str. 8 in 12489 Berlin.

2. Der Jahresabschluss der IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

3. Die Bilanz ist nach den Bestimmungen des § 266 Abs. 2 und 3 HGB gegliedert. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gliederungsschema des Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewendet.

4. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Geschäftsjahr weitgehend unverändert beibehalten. Sie sind nachstehend begleitend zu den einzelnen Positionen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung erläutert.

5. Das Geschäftsjahr 2021 umfasst aufgrund der Änderung des Geschäftsjahres einen Zeitraum von 10 Monaten. Aufgrund dessen sind einige Werte insbesondere in der Gewinn- und Verlustrechnung zum Vorjahr, der einen Zeitraum von 12 Monaten umfasst, nicht vergleichbar.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

1. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen.

2. Die Vermögensgegenstände und Schulden sind zum Bilanzstichtag einzeln bewertet.

3. Es wurde vorsichtig bewertet, insbesondere wurden alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Bilanzstichtag entstanden sind, berücksichtigt. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie zum Bilanzstichtag realisiert waren.

4. Herstellungskosten wurden mit den Pflichtbestandteilen nach § 255 Abs. 2 HGB angesetzt.

C. Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

1. Es wurde - wie im Vorjahr - vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht und selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Angesetzt wurden dabei Patententwicklungen sowie Laborsoftware.

Dabei sind von dem im Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten von T€ 389 (Vorjahr T€ 391) auf die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände Kosten i.H.v. T€ 0 (Vorjahr T€ 1) aktiviert worden.

Soweit die Patententwicklungen zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen waren, wurden keine Abschreibungen vorgenommen. Der Gesamtbetrag der Abschreibungen auf selbstgeschaffene Patente betrug im Geschäftsjahr T€ 8 (Vorjahr T€ 10). Die selbst geschaffene Laborsoftware wurde in Höhe von T€ 17 (Vorjahr T€ 20) planmäßig abgeschrieben.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig auf die voraussichtliche Nutzungsdauer linear verteilt abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten ohne Einbeziehung von Zinsen bewertet.

Die Abschreibungen wurden linear über die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände von 3 bis 33 Jahren vorgenommen. Die Abschreibung bei unterjährigen Zugängen des Sachanlagevermögens erfolgte zeitanteilig.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800 wurden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Für Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, die regelmäßig ersetzt werden, deren Gesamtwert für das Unternehmen von nachrangiger Bedeutung ist und die nur geringen Veränderungen unterliegen, wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB ein Festwert gebildet.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten ausgewiesen.

Die Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel, der diesem Anhang beigefügt ist.

2. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. In die Berechnung der Herstellungskosten wurden angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, die von der Gesellschaft regelmäßig ersetzt werden, ist weiterhin mit einem Festwert von T€ 737 (Vorjahr T€ 737) angesetzt. Dieser Wert wurde im Rahmen einer Inventur im Jahr 2020 per körperlicher Bestandsaufnahme aufgenommen und spiegelt den Wert der in den Laboren gelagerten Bestände, die regelmäßig ersetzt werden und hinsichtlich der Zusammensetzung des Bestandes nur geringen Veränderungen unterliegen, wider.

3. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wurde durch eine vorgenommene Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Forderungen gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 9 (Vorjahr T€ 11).

4. Die flüssigen Mittel betreffen laufende Bankguthaben und Kassenbestände. Sie sind zum Nennwert angesetzt.

5. Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

6. Latente Steuern ergeben sich aus Differenzen zwischen dem handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Ansatz von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen, Sachanlagen, sonstigen Rückstellungen und einem passiven Rechnungsabgrenzungsposten. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer von 30,18 % (Vorjahr 30,18 %) zugrunde gelegt.

7. Das gezeichnete Kapital betrug zum Bilanzstichtag T€ 750 (Vorjahr T€ 750) und ist voll eingezahlt. Zum 31.10.2021 bestanden ausschüttungsgesperrte Beträge i.S.d. § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 560 (Vorjahr T€ 616). Davon entfielen T€ 202 (Vorjahr T€ 220) auf die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände, reduziert um passive latente Steuern, sowie T€ 357 (Vorjahr T€ 396) auf aktive latente Steuern.

8. Der Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen beinhaltet erhaltene Zuschüsse und Investitionszulagen für den Bau von Betriebsgebäuden und die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt linear entsprechend der Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände. Der Auflösungsbetrag betrug im Geschäftsjahr T€ 297 (Vorjahr T€ 358) und wird unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

9. Die Rückstellungen berücksichtigen alle wesentlichen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- bzw. Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst.

10. Die Steuerrückstellungen berücksichtigen die voraussichtlichen Zahlungsverpflichtungen.

11. Die sonstigen Rückstellungen von insgesamt T€ 1.145 (Vorjahr T€ 588) betreffen Personalkostenrückstellungen in Höhe von T€ 652 (Vorjahr T€ 490), Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von T€ 23 (Vorjahr T€ 25), Rückstellungen für die Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen in Höhe von T€ 68 (Vorjahr T€ 65), sowie weitere Rückstellungen in Höhe von T€ 46 (Vorjahr T€ 8).

12. Die Verbindlichkeiten sind mit den jeweiligen Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Es bestehen für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 1.668 (im Vorjahr T€ 1.644) Eigentumsvorbehalte der kreditgebenden Institute an Gegenständen der Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht in Höhe von T€ 140 (im Vorjahr T€ 86).

13. Im Passiven Rechnungsabgrenzungsposten ist die Zahlung für den Verkauf eines Rechts aus dem Geschäftsjahr 2012 enthalten, welches handelsrechtlich über 20 Jahre aufgelöst wird.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde unverändert nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

2. Die Erfassung von Umsatzerlösen findet statt, sobald die Leistung bzw. Lieferung an den Kunden und der Gefahrübergang entsprechend den vereinbarten Lieferbedingungen auf den Kunden erfolgt ist bzw. bei Barverkäufen mit Übergang des Eigentums.

3. Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:

31.10.2021
T€
31.12.2020
T€
Dienstleistung 21.893 24.230
Produktion 3.070 2.653
Gewährung von Rechten 90 108
  25.053 26.991

Von den Umsätzerlösen entfallen 84,11 % (im Vorjahr 86,41 %) auf das Inland sowie 15,89 % (im Vorjahr 13,59 %) auf das Ausland, überwiegend Europa.

4. Die anderen aktivierten Eigenleistungen werden auf Einzelkostenbasis ermittelt und nach dem Bruttoprinzip ausgewiesen.

5. Sonstige betriebliche Erträge und die betrieblichen Aufwendungen werden mit Erbringung bzw. Inanspruchnahme der Leistung oder zum Zeitpunkt ihrer Realisierung bzw. Verursachung als Ertrag bzw. Aufwand erfasst. Erforderlichenfalls werden Zahlungen abgegrenzt, um sie periodengerecht als Ertrag bzw. Aufwand auszuweisen.

E. Sonstige Angaben

1. Im Rahmen eines Rechte-Verkaufsvertrags aus dem Jahr 2012 bestehen Lieferverpflichtungen bis zum Jahr 2032, dessen Umfang nicht im Voraus vereinbart ist. Die Menge bestimmt sich nach dem jährlichen Bestellungen zu dem aus dem Rechteverkauf resultierenden Produkt.

2. Während des Geschäftsjahres 2021 waren durchschnittlich 372 Mitarbeiter (im Vorjahr 407 Mitarbeiter) beschäftigt, deren Anteil an der Gesamtbelegschaft sich wie folgt zusammensetzte:

Produktion 23
Dienstleistung 308
Verwaltung 41

3. Die Gesellschaft hält eine 50 % des Stammkapitals umfassende Beteiligung an der MQD Institut für Analytik, Hygiene und Produktqualität GmbH mit Sitz in Güstrow. Die MQD Institut für Analytik, Hygiene und Produktqualität GmbH schloss das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 mit einem Jahresüberschuss von € 254.576,74 und wies per 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital von € 996.047,66 aus.

4. Ferner ist die Gesellschaft mit einer 38 % des Stammkapitals von T€ 366 umfassenden Beteiligung an der Agroisolab GmbH mit Sitz in Jülich beteiligt. Die Agroisolab GmbH schloss das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020 mit einem Jahresfehlbetrag von € 10.724,68 und wies per 31. Dezember 2020 ein Eigenkapital von € 962.162,62 aus.

5. Das Abschlussprüferhonorar für das Geschäftsjahr betrug T€ 19 (im Vorjahr T€ 20). Dieses entfällt vollständig auf Abschlussprüfungsleistungen.

6. Geschäftsführer im Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Oktober 2021 waren:

Dr. Wolfgang Weber, staatl. gepr. Lebensmittelchemiker, Berlin.

Carolin Poweleit, staatl. gepr. Lebensmittelchemikerin, Berlin

Dem Aufsichtsrat gehörte bis zum 30.08.2021 an:

Dr. Ralf Jochem, Arzt für Laboratoriumsmedizin, Frankfurt/Main (Vorsitzender)

Nach dem Gesellschafterwechsel ist die Bildung eines Aufsichtsrates nicht mehr im Gesellschaftervertrag vorgesehen.

7. Die für die Tätigkeit im Geschäftsjahr gewährten Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen T€ 586.

8. Die Geschäftsführung schlägt unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB vor, den Bilanzgewinn zum 31.10.2021 von € 7.791.438,25 auf neue Rechnung vorzutragen. Der Bilanzgewinn setzt sich zusammen aus dem Gewinnvortrag von € 6.717.823,09 und dem Jahresüberschuss von € 1.073.615,16.

F. Nachtragsbericht

Seit Dezember 2021 haftet die Gesellschaft durch den Schuldbeitritt/Bürgschaft für ein Darlehen der Gesellschafterin der IfP Privates Institut für Produktqualtität GmbH in Höhe von 55 Mio. €.

 

Berlin, den 28. Februar 2022

Geschäftsführer

Geschäftsführerin

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Okt. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 381.916,87 0,00 0,00 381.916,87
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 551.847,22 12.282,45 0,00 564.129,67
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 64.896,11 0,00 64.896,11
  933.764,09 77.178,56 0,00 1.010.942,65
II. SACHANLAGEN        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 44.353.069,86 14.900,80 112.419,86 44.255.550,80
2. Technische Anlagen und Maschinen 80.144,10 0,00 0,00 80.144,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.439.831,19 910.541,37 79.630,72 18.270.741,84
  61.873.045,15 925.442,17 192.050,58 62.606.436,74
III. FINANZANLAGEN        
1. Beteiligungen 804.458,30 0,00 0,00 804.458,30
2. Sonstige Ausleihungen 249.600,00 0,00 249.600,00 0,00
  1.054.058,30 0,00 249.600,00 804.458,30
  63.860.867,54 1.002.620,73 441.650,58 64.421.837,69
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2021
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31. Okt. 2021
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE        
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 67.002,46 25.023,00 0,00 92.025,46
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 300.770,22 73.646,45 0,00 374.416,67
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  367.772,68 98.669,45 0,00 466.442,13
II. SACHANLAGEN        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.875.578,90 1.062.138,80 43.211,86 5.894.505,84
2. Technische Anlagen und Maschinen 17.701,10 3.340,00 0,00 21.041,10
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.221.044,19 1.232.656,37 67.417,72 8.386.282,84
  12.114.324,19 2.298.135,17 110.629,58 14.301.829,78
III. FINANZANLAGEN        
1. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
  12.482.096,87 2.396.804,62 110.629,58 14.768.271,91
NETTOBUCHWERTE
31. Okt. 2021
EUR
31. Dez. 2020
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE    
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 289.891,41 314.914,41
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 189.713,00 251.077,00
3. Geleistete Anzahlungen 64.896,11 0,00
  544.500,52 565.991,41
II. SACHANLAGEN    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 38.361.044,96 39.477.490,96
2. Technische Anlagen und Maschinen 59.103,00 62.443,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.884.459,00 10.218.787,00
  48.304.606,96 49.758.720,96
III. FINANZANLAGEN    
1. Beteiligungen 804.458,30 804.458,30
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 249.600,00
  804.458,30 1.054.058,30
  49.653.565,78 51.378.770,67

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Oktober 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH, Berlin, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Oktober 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Oktober 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 15. Juli 2022

LEGALES Kreutzmann PartG mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Swetlana Sandmann, Wirtschaftsprüferin

Gabi Geyer, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss wurde am 22.07.2022 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.

MCP-Dokumentation

Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: daf3c9781639b526384dc7c424e34aa8",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

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Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von IfP Privates Institut für Produktqualität GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

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