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Hanseatic Delifood GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

SchenefeldSchenefeld/Krs. Pinneberg, DEU ·HRB 10066PI Pinneberg ·hanseaticdelifood.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Osterbrooksweg 60
22869 Schenefeld
Handelsregister
HRB 10066PI, Pinneberg
Eintragungsdatum
4. Mai 2012
Branche
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Großhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Unternehmenszweck
Der Handel und die Vermittlung von Seafood und Seafood-Produkten, Speiseeis, Sushi (Frisch plus TK) sowie Frisch-Fleisch und TK-Fleisch, Wurstprodukten, ausgenommen jedoch Feinkost (z.B. Fleischsalat), sowie die Tätigkeit als Handelsvertreter in diesem Produktbereich.

Finanzen

Umsatz 2025
609,57 Mio. €
Mitarbeiter 2025
279
Bilanzsumme 2025
72,40 Mio. €
Jahresergebnis 2025
3,52 Mio. €
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 72,40 Mio
  • Umlaufvermögen 67,5 % 48,89 Mio
  • Anlagevermögen 29,9 % 21,62 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 2,6 % 1,89 Mio
Passivseite 72,40 Mio
  • Verbindlichkeiten 88,3 % 63,96 Mio
  • Eigenkapital 6,0 % 4,35 Mio
  • Rückstellungen 5,6 % 4,09 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 610,86 Mio
  • Umsatzerlöse 99,8 % 609,57 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 1,13 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 110,9 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,0 % 61,4 k
Aufwendungen 607,22 Mio
  • Materialaufwand 96,6 % 586,44 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,2 % 13,18 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,6 % 3,53 Mio
  • Personalaufwand 0,5 % 2,90 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % 1,10 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme / Erträge aus Gewinnabführungen 0,0 % −84,5 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 891
  • Rohergebnis 24,25 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 3,52 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,52 Mio
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GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Sven Schömer seit 2012 Geschäftsführer
  • Nikolas-Nikita Alexander Dr. Heeckt seit 2020 Prokura
2 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

1 weitere Gesellschafter · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

1 mit ≥ 25 %
49,3 % identifiziert 50,8 % nicht identifiziert
  • S*** S****** ≥25% 35,0 %
  • S*** S****** 12,8 %
2 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2022
  2. 16.12.
    Satzungsänderung
    Hanseatic Delifood GmbH
  3. 2021
  4. 01.03.
    Austritt einer Position
    J****** R****** · Prokura
  5. 2020
  6. 23.11.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    Sven Schömer · Geschäftsführer
  7. 23.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Nikolas-Nikita Alexander Dr. Heeckt · Prokura
  8. 2019
  9. 09.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    J****** R****** · Prokura
  10. 12.07.
    Satzungsänderung
    Hanseatic Delifood GmbH
  11. 2018
  12. 09.10.
    Satzungsänderung
    Hanseatic Delifood GmbH
  13. 2016
  14. 26.05.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    Der Handel und die Vermittlung von Seafood und Seafood-Produkten, Speiseeis, Sushi (Frisch plus TK) sowie Frisch-Fleisch und TK-Fleisch, Wurstprodukten, ausgenommen jedoch Feinkost (z.B. Fleischsalat), sowie die Tätigkeit als Handelsvertreter in diesem Produktbereich.
42 weitere Einträge API-Key holen →
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Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2025 Jahresabschluss
  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2024

Veröffentlicht am 20. August 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Hanseatic Delifood GmbH

Schenefeld/Krs. Pinneberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Anhang für das Geschäftsjahr 2024

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Hanseatic Delifood GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Osterbrooksweg 60, 22869 Schenefeld
Registergericht: Pinneberg
Register-Nr.: HRB 10066 PI

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 Abs. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Soweit Ausweiswahlrechte in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde überwiegend der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Unternehmensfortführung

Der Jahresabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Das Sanierungsverfahren konnte planmäßig zum Juni 2025 abgeschlossen werden. Hinsichtlich der damit verbundenen Risiken verweisen wir auf den Lagebericht im Abschnitt 5. „Risikobericht“.

Anlagevermögen

Die Gesellschaft hat von den im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten bestehenden Aktivierungs- und Passivierungswahlrechten keinen Gebrauch gemacht.

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten unter EUR 800 wurden in voller Höhe als Aufwand berücksichtigt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. - unter Beachtung des gemilderten Niederstwertprinzips - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert aktiviert.

Ohne Rücksicht darauf, ob die Nutzung des Anlagevermögens zeitlich begrenzt ist, sind bei Immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen, um diese mit dem niedrigeren Wert anzusetzen, der am Abschlussstichtag beizulegen ist. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten angesetzt.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt und wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel wurden zum Nominalwert aktiviert.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten zeigt Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sich der Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag betreffen.

Eigenkapital

Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Diese werden zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Eine Abzinsung erfolgt mangels Langfristigkeit nicht.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

3. Erläuterung der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens kann dem Anlagenspiegel in der Anlage entnommen werden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von TEUR 30.826 (Vorjahr: TEUR 29.248) betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände.

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Darlehen über TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 568), die mit einer Rangrücktrittsvereinbarung versehen sind.

Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Im Vorjahr bestand noch ein Darlehen in Höhe von TEUR 568 in den sonstigen Vermögensgegenständen, das eine Laufzeit von größer einem Jahr besaß.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.811 (Vorjahr: TEUR 3.178) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 1.300 (Vorjahr: TEUR 1.590), für Rückvergütungen in Höhe von TEUR 962 (Vorjahr: TEUR 965) sowie Personalkosten von TEUR 391 (Vorjahr: TEUR 386) und für die Jahresabschluss- und Prüfungskosten in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 109).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeitengliederung der Verbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag zum 31.12.2024 bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr von mehr als fünf Jahren
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.010.800,18 9.995.719,51 2.015.080,67 0,00
(Vorjahr) (13.478.883,39) (7.741.633,39) (5.737.250,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.146.798,59 40.146.798,59 0,00 0,00
(Vorjahr) (31.134.376,35) (31.134.376,35) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 23.423.936,51 10.624.647,55 12.799.288,96 0,00
(Vorjahr) (26.613.518,51) (6.830.897,55) (19.782.620,96) (1.800.000,00)
Summe 75.581.535,28 60.767.165,65 14.814.369,63 0,00
(Vorjahr) (71.226.778,25) (45.706.907,29) (25.519.870,96) (1.800.000,00)

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Darlehen der Gesellschafter in Höhe von insgesamt EUR 250.000,00 (Vorjahr: EUR 250.000,00).

4. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Effekte aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 1).

Die Erträge aus Gewinnabführungen bestehen vollständig aus Erträgen von verbundenen Unternehmen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Effekt aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 91 (Vorjahr TEUR 929). Es bestehen periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 155).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag entfallen in voller Höhe auf die gewöhnliche Geschäftstätigkeit.

5. Sonstige Angaben

Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 36 (Vorjahr: 34).

Abschlussprüferhonorar

Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss der Gesellschaft.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von TEUR 197 sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen sowie TEUR 241 aus Leasingverträgen.

Haftungsverhältnisse gem. § 251 HGB

Im Rahmen des Factorings, welches für einen Teil der Industriekunden der Gesellschaft durchgeführt wird, besteht zum Bilanzstichtag ein Veritätsaval zugunsten des Factorers, der Commerzfactoring GmbH, Mainz, in Höhe von insgesamt TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 180).

Für das Darlehen der Tochtergesellschaft Hanseatic Produkcja Sp. z.o.o., Grudziadz, Polen, von "PAULA FISH" SŁAWOMIR GOJDŹ SPÓŁKĄ JAWNĄ in Höhe von ursprünglich TEUR 5.000 hat die Hanseatic Delifood GmbH eine Bürgschaft in Höhe von bis zu TEUR 7.500 erteilt.

Bei beiden Haftungsverhältnissen wird aufgrund der wirtschaftlichen Lage des Hauptschuldners nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet.

Angaben zu Beteiligungen

Die Gesellschaft war zum Abschlussstichtag an folgenden Gesellschaften beteiligt:

Guba-Trade GmbH, Schenefeld

Stammkapital: TEUR 25 (100 %)

Eigenkapital: TEUR 25

Ergebnis: TEUR 0 (nach Ergebnisabführung)

Conti-Mar GmbH, Schenefeld

Stammkapital: TEUR 25 (100 %)

Eigenkapital: TEUR -1.078

Ergebnis: TEUR -243

Hanseatic Produkcja Sp. z o.o., Grudziadz (Polen)

Stammkapital: TEUR 114 (PLN 500.000) (100 %)

Eigenkapital: TEUR 2.917

Ergebnis: TEUR 1.652

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte der Gesellschaft durch den Geschäftsführer, Herrn Sven Schömer, Kaufmann, Hamburg, geführt.

Die Angaben zu den Geschäftsführerbezügen im Sinne von § 285 Nr. 9a HGB unterbleiben zulässigerweise gemäß § 286 Abs. 4 HGB.

Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft stellt für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss auf, dem im Unternehmensregister offengelegt wird.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Geschäftsjahrs nicht ergeben.

Gewinnverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Gewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Schenefeld, den 30. Juni 2025

Hanseatic Delifood GmbH

Sven Schömer

Entwicklung des Anlagevermögens 2024

Historische Anschaffungs- / Herstellungskosten
Stand am 01.01.2024 Zugänge 2024 Abgänge 2024 Stand am 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.633.270,72 1.450.000,00 0,00 4.083.270,72
2.633.270,72 1.450.000,00 0,00 4.083.270,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 94.270,49 110.000,00 0,00 204.270,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 142.234,32 83.370,13 -57.212,89 168.391,56
236.504,81 193.370,13 -57.212,89 372.662,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 6.164.215,26 6.939.294,39 0,00 13.103.509,65
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 5.800.000,00 0,00 -5.800.000,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 4.000,00 0,00 0,00 4.000,00
11.968.215,26 6.939.294,39 -5.800.000,00 13.107.509,65
14.837.990,79 8.582.664,52 -5.857.212,89 17.563.442,42
Kumulierte Abschreibungen
Bis zum 01.01.2024 Zugänge 2024 Abgänge 2024 Bis zum 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.710,72 5.823,00 0,00 13.533,72
7.710,72 5.823,00 0,00 13.533,72
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 86.050,49 15.342,00 0,00 101.392,49
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 29.460,32 50.681,13 -36.021,89 44.119,56
115.510,81 66.023,13 -36.021,89 145.512,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
123.221,53 71.846,13 -36.021,89 159.045,77
Buchwerte
Stand am 31.12.2024 Stand am 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.069.737,00 2.625.560,00
4.069.737,00 2.625.560,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 102.878,00 8.220,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.272,00 112.774,00
227.150,00 120.994,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.103.509,65 6.164.215,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 5.800.000,00
3. Genossenschaftsanteile 4.000,00 4.000,00
13.107.509,65 11.968.215,26
17.404.396,65 14.714.769,26

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Hanseatic Delifood GmbH, Schenefeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Hanseatic Delifood GmbH, Schenefeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hanseatic Delifood GmbH, Schenefeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hervorhebung eines Sachverhalts - Beendigung des Sanierungsverfahrens

Wir verweisen auf Angaben in Abschnitt 2 Unterpunkt „Unternehmensfortführung“ im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 5 des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass sich die Hanseatic Delifood-Gruppe bis Juni des Geschäftsjahres 2025 in einem Sanierungsverfahrens befunden hat und sodann die für den Abschluss des Sanierungsverfahrens erforderlichen Folgefinanzierungsverträge abgeschlossen wurden.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 30. Juni 2025

nbs partners GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Michels, Wirtschaftsprüfer

Sigl, Wirtschaftsprüferin

Bilanz zum 31. Dezember 2024

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.069.737,00 2.625.560,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 102.878,00 8.220,00
2 . Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 124.272,00 112.774,00
227.150,00 120.994,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 13.103.509,65 6.164.215,26
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 5.800.000,00
3. Genossenschaftsanteile 4.000,00 4.000,00
13.107.509,65 11.968.215,26
17.404.396,65 14.714.769,26
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Fertige Erzeugnisse und Waren 7.747.563,01 4.362.611,79
2. Geleistete Anzahlungen 1.855.216,89 2.125.728,22
9.602.779,90 6.488.340,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.467.479,15 15.515.952,39
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 30.825.708,84 29.248.407,90
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.608.972,63 2.870.879,27
49.902.160,62 47.635.239,56
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 410.512,96 1.581.277,89
59.915.453,48 55.704.857,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.162.099,79 2.174.951,15
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.881.247,79
79.481.949,92 74.475.825,66

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Verlustvortrag -1.931.247,79 -3.952.142,30
III. Jahresüberschuss 2.718.089,83 2.020.894,51
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.881.247,79
836.842,04 0,00
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 253.037,80 71.300,80
2. Sonstige Rückstellungen 2.810.534,80 3.177.746,61
3.063.572,60 3.249.047,41
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.010.800,18 13.478.883,39
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 40.146.798,59 31.134.376,35
3. Sonstige Verbindlichkeiten 23.423.936,51 26.613.518,51
- davon aus Steuern EUR 3.241.603,72 (Vorjahr: EUR 2.756.917,66)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 9.194,92 (Vorjahr: EUR 12.578,74)
75.581.535,28 71.226.778,25
79.481.949,92 74.475.825,66

Aktiva

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 540.738.181,22 504.748.716,35
2. Sonstige betriebliche Erträge 551.499,66 274.097,11
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 510.381.980,06 482.200.185,01
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 8.797.983,68 6.367.341,35
519.179.963,74 488.567.526,36
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 2.304.347,62 1.977.908,43
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 484.503,44 378.714,05
2.788.851,06 2.356.622,48
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 71.846,13 56.962,69
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.791.430,16 10.526.301,42
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 242.873,10 372.994,79
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 216.094,52 (Vj.: EUR 331.469,89)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4.027.506,81 3.632.479,74
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 290.775,00 163.399,96
10. Ergebnis nach Steuern 2.382.181,08 92.515,60
11. Sonstige Steuern 1.008,00 278,00
12. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages erhaltene Gewinne 336.916,75 1.928.656,91
13. Jahresüberschuss 2.718.089,83 2.020.894,51

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2025 festgestellt.

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

1. Markt- und Wettbewerbsumfeld

Die Hanseatic Delifood GmbH konnte sich im dem zurückliegenden Geschäftsjahr in einem sehr anspruchsvollen Markt weiterentwickeln:

„Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2024 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Kalenderbereinigt ging das BIP ebenfalls um 0,2 % zurück. Die Wirtschaftsleistung sank damit im zweiten Jahr in Folge. Das BIP lag im Jahr 2024 nur noch 0,3 % höher als vor der Corona-Pandemie im Jahr 2019. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege [ ... ].“1

Die angespannte Lage der Wirtschaft betraf auch den Einzelhandel, der sich allerdings in der zweiten Jahreshälfte 2024 leicht erholen konnte, wozu das statistische Bundesamt kommentiert:

„Der Einzelhandel in Deutschland hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahr 2024 real (preisbereinigt) 1,1 % und nominal (nicht preisbereinigt) 2,5 % mehr Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2023. Das erste vorliegende reale Jahresergebnis liegt damit 0,2 Prozentpunkte unter der am 8. Januar 2025 veröffentlichten Schätzung, die bereits die zu erwartenden Nachmeldungen zum Weihnachtsgeschäft berücksichtigte. Nachdem die reale Umsatzentwicklung im Einzelhandel im 1. Halbjahr 2024 gegenüber dem Vorjahreszeitraum rückläufig war (-0,5 %), wuchsen die realen Umsätze im 2. Halbjahr 2024 im Vorjahresvergleich um 2,6 %.“2

Ausweislich des „Trendreport Ernährung 2025“ der Bundeszentrale für Ernährung (BZfE) und des Nutrition Impact Hub3 bedienen Fisch und Meeresfrüchte anhaltend die wichtigsten Trends in der Ernährung: (1) dem Trend zum Flexitarier (als Substitution von Fleisch zu vielfältigeren Proteinalternativen, (2) weiter steigendem Fokus auf Nachhaltigkeit und Klimafreundlichkeit. Auch die weiteren Trends zu Individualisierung, Funktionalisierung und darm- und blutzuckerfreundlicher Ernährung lassen sich durch Fisch als Teil der Ernährung optimal bespielen4.

Die dadurch steigende Ausgabenbereitschaft der Konsumenten für Fisch- und Meeresfrüchteprodukte hat sich in 2023 ganzjährig bestätigt und wird auch für 2024 stabil erwartet.

„Der Pro-Kopf-Verbrauch von Fisch und Meeresfrüchten in Deutschland lag in den letzten Jahren in einer stabilen Bandbreite von 12,5 kg bis 15 kg. [...] Obwohl der Pro-Kopf-Verbrauch um 8,8 Prozent zurückging, stiegen die Ausgaben der Haushalte für Fisch und Meeresfrüchte gleichzeitig an. Dies zeigt, dass die Deutschen sich den Fisch trotz eines insgesamt hohen Preisniveaus nicht vom Teller nehmen lassen und bereit sind, mehr Geld für weniger auszugeben.“5

1 Statistisches Bundesamt Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2024 für Deutschland“ vom 15. Januar 2025
2 Statistisches Bundesamt Pressemitteilung Nr. 40 „Einzelhandelsumsatz im Jahr 2024 real um 1,1 % höher als 2023“ vom 31. Januar 2025
3 Nutrition Impact Hub gUG, Hamburg, und BfZE in Kooperation, „Trendreport Ernährung 2025: Es wird gesund, flexibel und selbstbestimmt“ vom 29. Januar 2025
4 Fisch-Informationszentrum e.V. (FIZ), „Trendcheck 2025: So gut passen Fisch und Meeresfrüchte zu den aktuellen Ernährungstrends“, März 2025

Insgesamt ist der Markt für Fisch und Meeresfrüchte in 2023 um 3,6 % im Vergleich zum Vorjahr auf EUR 5,07 Mrd. gewachsen6 ; wir erwarten, dass sich dieser Trend auch für die Auswertung des Gesamtjahres 2024 bestätigen wird, sich der Markt für Fisch und Meeresfrüchte also schneller erholt als der Gesamteinzelhandel und dieser wiederum schneller als die Gesamtwirtschaft.7

In Summe ergab sich ein wachsender Markt in Wert und Volumen, allerdings mit starkem Druck auf die Preise, so dass sich das Verhältnis Volumenrückgang / Wertzuwachs aus 2023 umgekehrt hat in ein überproportionales Volumenwachstum bei gleichzeitig leicht sinkenden Preisen.

2. Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf

Die Hanseatic Delifood Gruppe verkauft Fisch und Seafood Produkte aller Art und Herkunft, Zucht- als auch wildgefangene Ware. Ausnahmslos sind diese Produkte nachhaltig zertifiziert. Als einer der Schwerpunkte produziert und handelt die Hanseatic Gruppe Lachsprodukte und beschafft zudem einen Großteil der für die Produktion der Fertigwaren notwendigen Rohwaren. Dabei handelt es sich schwerpunktmäßig um Zuchtlachs aus Norwegen.

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt von einer fortschreitenden Normalisierung nach den pandemischen und inflatorischen Verwerfungen der Vorjahre, allerdings wirtschaftlich weiterhin geprägt von den Unsicherheiten insbesondere der politischen Entwicklungen in Deutschland, Europa, in der Ukraine und in Amerika. Die Rohwarenpreisentwicklung war im ersten Halbjahr leicht erhöht im Vergleich zu den Vorjahren, in der zweiten Jahreshälfte ungefähr auf dem Niveau der Jahre 2022 und 2023. Aus der Erfahrung der in den letzten drei Jahren herrschenden hohen Rohwarenpreise und gesteigerten Rohwarenvolatilitäten heraus wurden diese Effekte in den Kontrakten am Ein- und Verkaufsmarkt abgebildet und diese konnten sich deutlich risikomindernd auf das Ergebnis des Geschäftsjahres auswirken.

In diesem Marktumfeld konnte sich die Hanseatic Delifood GmbH positiv entwickeln, indem sie bei leicht steigendem Umsatz die Profitabilität verbessern und damit die Position im Markt weiter festigen konnte. Die Grundlage für diese positive Geschäftsentwicklung ist die nachhaltig und zu gegenseitigem Vorteil wachsende Geschäftsbeziehung zum Hauptkunden im In- und Ausland wie auch der Ausbau des Geschäfts mit flankierenden klassischen Lebensmitteleinzelhandelskunden. Eine Rolle spielte dabei die Entwicklung des Portfolios mit Produkten auf Basis von Lachsforelle. Die weitere konsequente Umsetzung von Konzepten im Bereich der ultrafrischen Seafood-Produkte für den SB8 -Bereich im Discount und im klassischen Lebensmitteleinzelhandel bleibt ein Wachstumsmarkt. In der Langfristentwicklung gewinnen diese Vertriebskanäle Marktanteile im Wettbewerb der Einzelhandelsvertriebsformen, vor allem auf Kosten des spezialisierten Fachhandels9. Durch die Verlagerung von Frischfisch- und Feinkostprodukten von der Frischetheke in den SB-Bereich wird sich dieser Effekt verstärken.

5 FIZ Pressemitteilung, „Enorme Wertschätzung trotz Inflation: Deutsche geben so viel für Fisch aus wie noch nie“. vom 14.8.2024
6 FIZ, Studie „Fisch Wirtschaft - Daten und Fakten 2024“ vom August 2024
7 FIZ, Studie „Fisch Wirtschaft - Daten und Fakten 2024“ vom August 2024
8 Selbstbedienung, im Gegensatz zum Category-Konzept der Bedientheke
9 vgl. Handelsverband Deutschland, Studie „Zahlenspiegel 2023“ Abschnitt „Marktanteilsentwicklung nach Vertriebsformen 2002-2022“; Stand August 2023

Die Hanseatic Delifood GmbH hat im Endkundengeschäft in 2024 die eigene Marktposition gefestigt, ohne dafür wesentliche Abstriche in der Profitabilität hinnehmen zu müssen, so dass sich im Gesamtjahr ein um ca. 7 % wachsender Umsatz einem ca. 9 % wachsendem Absatz gegenübersteht. Diese Lücke entsteht bei der HDF vor allem durch die Zunahme von Frischfisch im Kategorienmix, wodurch das Gewicht der „werthaltigeren“ Artikel in der Feinkost, insbesondere Räucherlachs, an Gewicht verliert.

Das Ergebnis der Hanseatic Delifood GmbH ist aus verschiedenen Gründen nur sehr schwer als Einzelentwicklung zu interpretieren und lässt sich erst im Konzernverbund vollständig erklären, insbesondere im Vergleich zwischen verschiedenen Geschäftsjahren. Die Hanseatic Delifood GmbH verkauft schwerpunktmäßig Lachsprodukte, die basierend auf einem Jahres-Planpreis in eigenen und fremden Produktionsstätten gefertigt und an die Hanseatic Delifood GmbH (teils konzernintern) vertrieben werden.

Zudem kennzeichnen die Hanseatic Delifood GmbH zwei relevante Faktoren, die ursächlich über die ganze Gruppe hinweg getrieben werden, sich aber allein im Ergebnis der Hanseatic Delifood GmbH niederschlagen:

1.

Zum Einen beschafft die Hanseatic Delifood GmbH Rohwaren für die Herstellung der vertriebenen Fertigwaren der Hanseatic Delifood GmbH sowie des Tochterunternehmens Guba-Trade GmbH. Diese Lachsrohware - die im Jahresverlauf sehr volatil ist und z. B. durch Absicherungsverträge im Preis teilweise fixiert werden kann - vertreibt die Hanseatic Delifood GmbH (teils konzernintern) zum erwarteten Jahresmittelpreis an die Produktionsstätten, um so über das Jahr stabile Abnahmepreise für die Fertigwaren darzustellen. Positive oder negative Abweichungen der Ist-Rohwarenpreise von den Planpreisen schlagen sich für die gruppenweiten Rohwarenbedarfe zu Gunsten oder Ungunsten der Hanseatic Delifood GmbH in deren Ergebnis nieder.

2.

Ferner ist die konzerneigene Produktionsstätte für Räucherfisch - die Hanseatic Produkcja Sp. z. o. o. in Grudziądz - eine 100 % Tochter der der Hanseatic Delifood GmbH. Abweichungen in Auslastung, Ausbeute und Produktivität manifestieren sich zwar im Ergebnis der Tochtergesellschaft, allerdings plant und arbeitet die Produktionsstätte auf Basis fest definierter, normierter Standard-Rohwarenqualitäten und -Fischgrößen. Belegbare rohwarenbedingte Abweichungen der Ausbeute gleicht die Hanseatic Delifood GmbH der Tochtergesellschaft für die Produktion der Gesamtgruppe aus. Gleichsam sehen die Rohwarenverträge der Hanseatic Delifood GmbH systematisch gewisse Flexibilitäten und Maximalanteile von nicht-Standard-Rohwaren (etwa in Größe und Farbe der Fische) vor, um dem Charakter eines Naturproduktes und der damit einhergehenden Breite des Spektrums der Fischernte Rechnung zu tragen. Unterschreiten die Qualitäten die vereinbarten Ziele oder überschreiten die Lieferungen gewisse Toleranzen etwa in Farbe und Größe, leitet die Hanseatic Delifood GmbH sogenannte Rückerstattungsansprüche (im Industriejargon: „claims“) gegen die Rohwarenlieferanten ein, die dann geprüft und meist einvernehmlich beschieden werden. In dem Maße, wie die Ansprüche der Hanseatic Produkcja gegen die Hanseatic Delifood GmbH (gemessen als Abweichungen der Rohwarenlieferungen zu fest definierten Standardqualitäten) abweichen von den durchsetzbaren Ansprüchen der Hanseatic Delifood GmbH gegen die Rohwarenlieferanten (gemessen als Abweichungen der Rohwarenlieferungen zu vertraglich definierten Qualitäten inklusive Abweichungstoleranzen), trägt die Hanseatic Delifood GmbH potenziell Risiken aus dem Rohwarengeschäft für den Räucherwarenabsatz der gesamten Gruppe, nicht allein der Hanseatic Delifood GmbH.

Die Markterwartungen und deren Abbildung in den internen Verrechnungspreisen haben in 2023 und 2024 im Vergleich zu Vorjahren dazu geführt, dass Rohertrag, EBITDA, EBIT und Jahresüberschuss der Hanseatic Delifood GmbH prozentual und absolut deutlich höher ausfallen konnte als in den voranliegenden Geschäftsjahren (finanzielle Leistungsindikatoren). Damit wurde die dem Sanierungsplan zu Grunde liegende Planung im zweiten Jahr in Folge mindestens erreicht. Wesentlicher Treiber der fortgesetzten positiven Entwicklung ist die durch eine hohe Absicherungsquote im Preis fixierte Rohware und die konsequente Ergreifung von Opportunitäten am Rohwarenmarkt zur Abdeckung nicht-abgesicherter Bedarfe. Die Geschäftsführung ist daher zufrieden mit dem Geschäftsjahresverlauf.

Sofern die Branche nicht durch äußere Faktoren wie Umwelteinflüsse oder Krankheiten der Rohwarenbestände unvorhergesehen negativ beeinflusst wird, wird die zukünftige Entwicklung des Markts und in Folge des Geschäftsvolumens positiv sein.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die Umsätze von TEUR 540.738 (Vorjahr: TEUR 504.749) beinhalten sowohl Umsatzerlöse aus Warenlieferungen an Dritte als auch im Konzernverbund. Da in den Jahresverhandlungen mit den Großkunden steigende Volumina durchgesetzt werden konnten, war der erzielte Umsatz im Gegensatz zum Geschäftsjahr 2023 wachsend.

Der Rohertrag erhöhte sich umsatzbedingt um TEUR 5.654 auf TEUR 22.110 im Geschäftsjahr (Vorjahr: TEUR 16.455).

Dem Geschäftsverlauf entsprechend wurden zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Deshalb sind die Personalaufwendungen im Verlauf gestiegen (2024: TEUR 2.789; Vorjahr: TEUR 2.357).

Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2024: TEUR 12.791; Vorjahr: TEUR 10.526) resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Kosten der Warenabgabe von TEUR 5.559 (Vorjahr: TEUR 4.404) aus dem höheren Absatz sowie Kostensteigerungen.

Die Zinsaufwendungen von TEUR 4.028 (Vorjahr: TEUR 3.632) erhöhten sich aufgrund der Ausweitung der Inanspruchnahme von Lieferantenkrediten und der Steigerung des Zinsniveaus.

Nach Abzug des Zinssaldos von TEUR 3.784 (Vorjahr: TEUR 3.260) ergibt sich ein EBIT in Höhe von TEUR 6.458 (Vorjahr: TEUR 3.515). Das EBITDA von TEUR 6.529 (Vorjahr: TEUR 3.572) errechnet sich aus dem Jahresüberschuss nach Gewinnabführung der Guba-Trade GmbH zuzüglich Zinssaldo und Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von TEUR 72 (Vorjahr: TEUR 57).

Das Jahresergebnis fällt mit TEUR 2.718 leicht höher aus als im Vorjahr (TEUR 2.021).

Vermögenslage

Die Hanseatic Delifood GmbH schließt das Geschäftsjahr 2024 mit einer Bilanzsumme in Höhe von TEUR 79.482 (Vorjahr: TEUR 74.476) ab.

Die Finanzanlagen erhöhten sich um die Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 6.939, gleichzeitig wurden Darlehen an diese Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 5.800 zurückgeführt.

Das Vorratsvermögen erhöhte sich absatzbedingt um TEUR 3.385 und beinhaltet fertige Erzeugnisse und Waren von TEUR 7.748 (Vorjahr: TEUR 4.363) und geleistete Anzahlungen auf Rohware von TEUR 1.855 (Vorjahr: TEUR 2.126).

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 15.467; Vorjahr: TEUR 15.516) sowie gegen verbundene Unternehmen (TEUR 30.826; Vorjahr: TEUR 29.248) lagen in Summe auf Vorjahresniveau. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen, Gewinnabführungen und sonstigen Vermögensgegenständen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich zum Vorjahr (TEUR 2.871) auf TEUR 3.609.

Das Eigenkapital erhöhte sich um das Jahresergebnis auf TEUR 837 (Vorjahr: TEUR -1.881).

Im Geschäftsjahr waren um rund TEUR 290 niedrigere Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen zu bilden, sodass sich die sonstigen Rückstellungen von TEUR 3.178 auf TEUR 2.811 verminderten.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 12.010 (Vorjahr: TEUR 13.479) beinhalten Kontokorrentkredite sowie Bestandsdarlehen.

Im Geschäftsjahr erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt von TEUR 31.134 auf TEUR 40.147.

In den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 23.423 (Vorjahr: TEUR 26.614) sind langfristige Darlehen mit Rangrücktritt (TEUR 20.033; Vorjahr TEUR 23.733) enthalten. Im Geschäftsjahr wurden Tilgungen von TEUR 3.700 geleistet.

Finanzlage

Zum Stichtag bestehen Liquide Mittel in Höhe von TEUR 410 (Vorjahr: TEUR 1.581).

Die freien Linien aus Kontokorrentlinien betragen zum Stichtag TEUR 6.726 (Vorjahr: TEUR 7.392).

Die Factoring-Linie von TEUR 1.000 wurde in Höhe von TEUR 946 genutzt (Vorjahr: TEUR 4).

4. Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements sind das Erreichen eines positiven Cash-Flows und die nachhaltige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit. Die Gesellschaft ist in das Cashpooling der Gruppe eingebunden und war jederzeit in der Lage ihren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

5. Risikobericht

Die Hanseatic Delifood GmbH befand sich planungsgemäß noch bis Mitte des Geschäftsjahres 2025 in einem Sanierungsprozess. Es liegt ein Sanierungsgutachten gemäß IDW S6 der nexpert AG, Hamburg, mit Datum vom 29. September 2022 vor, das zahlreiche Sanierungsmaßnahmen vorsieht. Die existierende Bankfinanzierungen wurden im Juni 2025 bis zum Jahr 2028 prolongiert. Darüber hinaus wurden weitere liquide Mittel über verschiedene Finanzierungspartner gewährt , u. a. durch eine Zahlungsbürgschaft und eine Warenkreditversicherung. Das Sanierungsverfahren konnte hierdurch im Juni 2025 planmäßig abgeschlossen werden.

Das Sanierungskonzept konnte weiterhin erfolgreich umgesetzt und von der Nexpert AG als erfahrenem Sanierungsberater begleitet werden. Zudem überwacht die Geschäftsführung den laufenden Geschäftsbetrieb durch regelmäßig stattfindende Gesprächsrunden auf der Ebene der Geschäftsführung sowie mit den nachgelagerten Entscheidungsträgern. Die Liquidität wird permanent vom Unternehmen selbständig überwacht.

Im Geschäftsjahr 2024 hat sich sowohl die Rohertragsmarge als auch das EBIT plangemäß entwickelt. Auch im Geschäftsjahr 2025 bewegt sich die Unternehmensgruppe bisher auf Planniveau. Die Liquiditätssituation hat sich seit Erstellung des Sanierungsgutachtens stabil entwickelt.

Der Jahresabschluss wird weiterhin unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die Sanierung zum Juni 2025 planmäßig abgeschlossen werden konnte..

Darüber hinaus gibt es Risiken, die sich aus der Teilnahme der Gesellschaft am Wirtschaftsverkehr im Lebensmittelbereich ergeben. Hier sind folgende Risiken unter Abschätzung des Risikogrades zu nennen:

Analog zu wettbewerblich motivierten Angebotspreisschocks (s. u.) können und werden biologische, politische oder meteorologische Prozesse und Ereignisse den Markt für SB- Seafood-produkte potenziell betreffen - so etwa die internationale Erderwärmung, Wetter- oder Naturphänomene wie El Nino oder die Algenblüte, die grundsätzliche Entwicklung der Fischbiomasse, internationale Abkommen zu Fangquoten oder kriegerische Auseinandersetzungen und / oder pandemische Ereignisse für Mensch und Tier wie Corona oder die Lachslaus. Aufgrund dieser Vielzahl der theoretischen Konstellationen gilt der Eintritt eines unvorteilhaften Ereignisses per se als wahrscheinlich. Die Auswirkungen auf die Hanseatic Delifood GmbH sind aber generell kaum zu bemessen und werden deshalb als mittelgroß eingeschätzt. Grundsätzlich wirken die hohe Absicherungsquote einerseits, die enge Kooperation mit Kunden und Lieferanten im Krisenfall (Beispiel Verkaufspreiserhöhungen in 2022) andererseits und die fortgesetzte Entwicklungsarbeit an Alternativ- und Substituts-produkten (z. B. nicht-Lachs Portfolio) als nivellierende Maßnahmen für etwaige Szenarien, wie sie oben beschrieben sind.

Die Hanseatic Delifood GmbH ist ein mittelständischer Betrieb in großstädtischer Peripherie und vom Fachkräftemangel betroffen. Die sogenannte Fachkräftelücke lag laut Institut der deutschen Wirtschaft im Dezember 2023/24 bei 532.000 offenen Stellen, für die deutschlandweit keine qualifizierten Fachkräfte arbeitslos gemeldet waren10. BMWK und das statistische Bundesamt widmen sich dem Thema in ausführlichen Studien und Maßnahmenpaketen. Im Falle der Hanseatic Delifood GmbH betrifft die Lücke vor allem die kaufmännischen Berufe in den Bereichen Auftragsbearbeitung, Vertriebsinnendienst und Buchhaltung. Verstärkt wird das Risiko durch das Wachstum der Hanseatic Delifood Gruppe, welches den Mitarbeiterbedarf stetig erhöht. Die Hanseatic Delifood GmbH und die Hanseatic- Gruppe als Ganzes begegnen dem Risiko mit einer Mischung aus dauerhaftem (Pool-)Recruiting, einer hochgradig diversen Belegschaft verschiedenster Ausbildungs- und Herkunftshintergründe, kompetitiven Entlohnungsstrukturen, der Aufnahme der Ausbildung im Hause, flexibilisierten Arbeitszeitmodellen und zunehmender Automatisierung ehemals manueller transaktionaler Tätigkeiten, etwa durch die Forcierung von EDI11 (Ersatz von verschiedenen Formaten in Bestellung, Rechnung, Lieferankündigung und Lieferschein durch elektronische Kommunikation) und der Einführung eines Dokumentenmanagementsystems (Umstellung des physischen Umlaufs in Rechnungsprüfung und -freigabe auf digitale Plattform). Zusätzlich führen die zunehmende Ausdifferenzierung und Spezialisierung von Abteilungen dazu, dass die Arbeit immer effizienter strukturiert werden kann. Trotz all dieser flankierenden Maßnahmen stellt die Verfügbarkeit von Arbeitskräften ein mittelgroßes Risiko dar.

Es ist eine Erkenntnis der letzten Verhandlungsperioden, dass Abschlüsse immer häufiger im Verbund und immer seltener „Produkt für Produkt“ betrachtet werden. Basierend auf den strategischen (Preis-) Zielstellungen des Handels und ggf. persönlichen Überzeugungen und Zielen der Einkäufer auf einzelnen Kategorien, Spezies oder Verpackungsgrößen / Artikeln mögen dabei Ergebnisse resultieren, in denen auskömmlicher abgeschlossene Artikel solche quersubventionieren, die zu für den Handel vorteilhafteren Bedingungen abgeschlossen werden, um in Summe der indikativen Planmengen (und nicht Produkt für Produkt) eine auskömmliche Profitabilität für den Lieferanten zu erreichen. Dabei ergibt sich die Gefahr, dass im Ergebnis die Absätze der für Lieferanten unattraktiven Artikel über die Erwartungen hinauswachsen, während für Lieferanten attraktive Artikel hinter den Erwartungen zurückbleiben und sich insgesamt ein unprofitablerer Produktmix ergibt. Da die geschlossenen Verträge dem Wesen nach Zeit- und nicht Volumenverträge sind, ergibt sich ein mittleres Risiko zu unvorteilhaften Planergebnisabweichungen (ebenso zu vorteilhaften Planabweichungen). Allerdings wird dieses Risiko über die unterschiedlichen Herangehensweisen der verschiedenen Handelspartner nivelliert. Zudem setzen sich zumindest informell immer stärkere „Absprachen“ bzw. „Bedingungen“ durch, die mit diesen Paketabschlüssen verbunden werden und auch im Falle von Abweichungen einforderbar sind; insofern tendieren die reinen Zeitverträge dem Wesen nach in Richtung von „beidseitig anzustrebender Zielvolumen auf Einzelartikeln“, die in Nachverhandlungen durchaus Gewicht haben und dienlich sind, die Ergebnisse der ursprünglichen Vereinbarung wieder herzustellen.

Es besteht das Risiko der weitergehenden Konzentration am Lieferantenmarkt für Rohlachs, der als oligopolistisch zu charakterisieren ist. Die Hanseatic Delifood GmbH als Rohwaren- Einkäufer für die Hanseatic-Gruppe unterhält direkt und über Zwischenhändler gute Lieferbeziehungen zu beinahe allen namhaften Lachsfarmern und schließt Absicherungsverträge für einen Großteil der benötigten Rohwaren ab. Auf dieser Basis werden die Fertigwarenpreise mit den Handelskunden verhandelt, so dass theoretisch auch steigende Rohwarenpreise aus Anbieterkonzentration abgedeckt wären. Das verbleibende sich ergebende Risiko wäre die Regulierung des Marktes durch die Nachfrage, die qua höherer Regalpreise zu niedrigeren Volumen und dann theoretisch zu einer Reallokation von Regalplatz an andere Einzelhandelskategorien und einer Schrumpfung der Gesamtkategorie führen könnte. Dieses Risiko wird mittelfristig aufgrund der zunehmenden Bedeutung von „Proteinen aus dem Meer“ als gering eingeschätzt.

Das Risiko des Lieferantenausfalls wird weitestgehend durch eine Mehrlieferantenstrategie im Bereich der Rohware sowie bei den Volumenprodukten ausgeglichen. Dazu gibt es im Wesentlichen nur Verträge mit einer Laufzeit von unter 18 Monaten. Das Risiko für die Hanseatic Delifood GmbH ist als gering einzustufen.

Es besteht das Risiko, dass durch die Reduzierungen von Fangquoten entsprechende massive Preissteigerungen einhergehen, wodurch ebenfalls der Wettbewerbsdruck steigt und die Gewinnerwartung sinkt. Dieses Risiko betrifft insbesondere das arrondierende Geschäft der Hanseatic Delifood GmbH außerhalb des Zuchtlachses und wird im Markt zur Substitution auf weniger knappe Rohwaren oder Zuchtfische führen. Die Hanseatic Delifood GmbH hat große Expertise im Anbieten der vom Handel und dem Konsumenten gewünschten großen Bandbreite an Seafood-Artikeln und listet diese - typischerweise zugekauften - Artikel mit „cost-plus“-Logik unter der Maßgabe von auskömmlicher Profitabilität. Damit ist dieses relevante Risiko für die Hanseatic Delifood GmbH in seinem zu erwartenden Ergebniseffekt als gering zu bewerten.

Es besteht das Risiko, dass es zu einer weitergehenden Konzentration im deutschen und europäischen Lebensmitteleinzelhandel kommt, mit der Folge, dass die Nachfrage sich oligopolisiert und die Gewinnerwartung der Zulieferer sinkt. Da sich der historische Trend des Gewinns der Discounter zu Lasten des LEH deutlich abflacht12 und die Hanseatic Delifood GmbH zudem im LEH13 -Bereich deutlich ausbaut, wird dieses Risiko als gering eingeschätzt.

Dem Forderungsausfallrisiko wird dadurch begegnet, indem vorwiegend mit Handelskunden Geschäftsbeziehungen unterhalten werden, welche über eine gute Bonität verfügen. Zudem besteht hier i.d.R. Versicherungsschutz. Auch im traditionell schwierig versicherbaren Produzentenbereich besteht eine hohe Absicherung und das Ausfallrisiko beschränkt sich weitestgehend auf die versicherungstechnischen Selbstbehalte. Insgesamt ist das Risiko als gering einzustufen.

Darüber hinaus sind uns keine Risiken bekannt, die den Bestand des Unternehmens gefährden oder seine Entwicklung wesentlich beeinträchtigen könnten.

10 vgl. Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung (KOFA) im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz, Artikel „Fachkräftelücken belasten wichtige Wirtschaftszweige“ von Philip Herzer und Gero Kunath, Stand November 2024

11 Electronic data interchange (elektronischer Datenaustausch)

12 vgl. Handelsverband Deutschland, Studie „Zahlenspiegel 2023“ Abschnitt „Marktanteilsentwicklung nach Vertriebsformen 2002-2022“; Stand August 2023
13 Lebensmitteleinzelhandel

6. Chancenbericht

Die Geschäftsführung der Hanseatic Delifood GmbH arbeitet im Nachgang des Abschlusses der Jahreskontrakte mit dem Handel aktiv an der Verwirklichung beeinflussbarer Zusatzpotenziale und versucht, die Auswirkung gesellschaftlicher (Mega-)Trends gemeinsam mit Zulieferern und Handel bestmöglich zu nutzen. Wesentliche Chancen in beiden Kategorien betreffen in Rangfolge die Folgenden:

Es besteht die Chance, jenseits der preislich abgesicherten Rohwarenkäufe die Zusatzkäufe am Spotmarkt zu optimieren. Diese Optimierung wird von der breiten Basis der Anbieter, den verschiedenen Verarbeitungszustände der Rohwaren (z. B. ganze Fische vs. Filets) und vom zeitlichen Ausspielen von Kontrakt- vs. Spotkäufen getragen. So besteht die mittelgroße Chance, die durchschnittlichen jährlichen Rohwarenpreise gegenüber dem Plan positiv zu beeinflussen.

Es besteht die Chance, in Zusatzausschreibungen zu den verhandelten Jahreskontrakten für zusätzliche Volumen den Zuschlag zu bekommen. Diese Zusatzmengen speisen sich aus unterjährigen Aktionen, Neuprodukteinführungen und aus Ersatzlieferungen ausfälliger Konkurrenten. Voraussetzung für die Berücksichtigung sind typischerweise tadellose Lieferperformance (on time, on quality), laut Handelskunden eines der differenzierenden Merkmale der Hanseatic Delifood GmbH und Hanseatic-Gruppe im Wettbewerb. Diese Chance ist als mittelgroß zu bewerten.

Es besteht die Chance, durch erfolgreiche Produktentwicklung sowohl auf technischer wie auch auf kulinarischer Ebene das Marktpotenzial der Hanseatic Deifood GmbH zu erweitern und damit die Umsatzpotenziale zu erhöhen. Beispiele für derartige Erschließung von Zusatzpotenzialen sind etwa die positive Aufnahme neuer Kernartikel durch den Kunden - mit entsprechenden erfolgreichen Abverkäufen. Hierzu gehören auch in 2024 hochwertig conveniente Artikel („Fix & Fertig-Produkte“), das Angebot von Räucherlachsartikeln mit kalibrierten Scheiben, insbesondere für die Ableger unserer Kunden im westeuropäischen Ausland, oder die Einführung von Premium- und Markenartikeln. Auch die Wahrscheinlichkeit dieser Opportunität ist als mittelgroß zu bewerten.

Es besteht die Chance, dass der Einsatz innovativer Verpackungstechniken ermöglicht, die Restlaufzeit bei den ultrafrischen Artikeln weiter zu steigern. Dies würde zu einer Ausdehnung der potenziellen Verkaufsmöglichkeiten führen. Die Auswirkungen dieser Chance auf das kurzfristige Ergebnis sind aller Voraussicht nach eher gering und nur langfristig zu betrachten.

Die Hauptkunden der Hanseatic Delifood GmbH gehören auch im gesamteuropäischen Umfeld zu den Marktanteilsgewinnern.

„Der Abstand zur Konkurrenz wird immer größer. In diesem Jahr macht die Schwarz-Gruppe erstmals genauso viel Umsatz wie die beiden Verfolger Rewe Group und Aldi (Nord und Süd) zusammen. [...] Aber der Trend, dass diese drei deutschen Player sich in der Spitzengruppe festsetzen, bestätigt sich. Die deutschen Händler sind somit für die globalen

Markenhersteller eine unübersehbare Hausnummer in Europa, da sie nicht nur deutsche Umsätze generieren, sondern breite Distribution bieten.“14

In diesem Zusammenhang gibt es mittels zentralisierten Einkaufs und als etablierter Lieferant Chancen, die Internationalisierung der existierenden Kunden mit Wachstum zu begleiten. Auch diese Chance wird im Einzelfall ergriffen und ist ein langanhaltender Trend bei fortgesetzt guter Lieferbeziehung. Der erwartete kurzfristige Einfluss auf die über die in den Jahresgesprächen geplanten Mengen hinaus ist allerdings als gering zu bewerten.

Es besteht die Chance, dass durch die sich weiter entwickelnde bewusste Ernährung der europäischen Bevölkerung Fisch als gesunde Nahrungsquelle immer größere Bedeutung gewinnt. Dieser Megatrend ist anhaltend und ihr Einfluss deutlich spürbar, allerdings sind die Einflussmöglichkeiten der Hanseatic Delifood GmbH eher gering.

Darüber hinaus sind uns keine Chancen bekannt, die den Bestand, die die Situation des Unternehmens mit wesentlicher Eintrittswahrscheinlichkeit befördern oder seine Entwicklung wesentlich positiv beeinflussen könnten.

7. Prognosebericht

Der Markt für Fisch und Fischereierzeugnisse in Deutschland wächst derzeit wertmäßig und der Marktanteil jener Einkaufsstätten, deren Absatz von Fisch und Fischereierzeugnissen vollständig oder zu relevanten Teilen auf Selbstbedienungstheken basiert, nimmt in diesem Markt weiter zu, wohingegen die reinen Fachhändler an Marktanteilen einbüßen. Es ist also davon auszugehen, dass der Bereich der SB-Fischartikel gegenwärtig wächst.15 Im Kategorienmix der Planumsätze der Hanseatic Delifood GmbH holen insbesondere Frische aber auch Feinkostartikel gegenüber TK-Artikeln wieder auf. Hier sehen wir auch für 2025 eine weitere Entwicklungsmöglichkeit. Die Verbraucher sehen das Produkt Fisch als eine sehr gesunde Nahrungskomponente an, und die Hanseatic Delifood GmbH hat für das Jahr 2025 insbesondere auch stärkere Abschlüsse in den Kategorien mit „Aufholpotenzial“ - Frische und Feinkost- vorzuweisen. So sieht der Plan der Hanseatic Delifood GmbH etwa für Frische-Artikel in 2025 eine Umsatzsteigerung von etwa 30% und im Räucherbereich gar von ca. 60% bei gleichzeitig rückläufigen TK16 -Volumen vor. Im Bereich der Rohwarenbeschaffung liegen weitere Entwicklungsmöglichkeiten, denn die Nachfrage der Verarbeitungsbetriebe hierzu steigt stetig an.

Für die Hanseatic Delifood GmbH bedeutet dies konkret, dass für 2025 erneut von einer deutlichen Steigerung des Umsatzes im Vergleich zu 2024 auszugehen ist. Basis dieses Umsatzwachstums ist die sehr solide Lieferperformance in 2024 und das damit bestätigte Vertrauen der Handelskunden durch bestehende Kontrakte.

Konkrete Treiber sind das deutlich erstarkende Geschäft mit Räucherlachs, neue Produkte und Ausbau der Distribution mit Frischlachs und die starke Entwicklung der klassischen LEH-Kunden im Umsatzmix. In der Summe der Faktoren wird für die Hanseatic Delifood GmbH ein Umsatzwachstum erwartet (ca. TEUR 550 geplant, was einer Steigerung von ca. 15 % zum erwirtschafteten Wert von ca. TEUR 480 in 2024 entspricht unter Herausrechnung der Intercompany-Umsätze in der Fertigware), welches sich etwa zu zwei Dritteln aus dem Wachstum im Räucherfisch in allen Kanälen speisen wird.

14 Lebensmittelzeitung, Autor Bernd Biehl, Artikel „Top 50 - Das sind Europas größte Lebensmittelhändler“, vom 18. November 2024
15 vgl. FIZ, Studie „Fisch Wirtschaft - Daten und Fakten 2024“ vom August 2024
16 Tiefkühl

Angesichts leicht sinkend erwarteter durchschnittlicher Rohwarenpreise zwischen 2024 und 2025, weiterhin deutlich gesteigerten Absatzmengen und Umsätze und im Mittel 1 bis 2 % niedrigerer erwarteter Verkaufspreise an den Handel erwarten wir einen Rohertrag, ein EBITDA und ein EBIT unter Berücksichtigung der konzernintern zu verteilenden Rohwarenallokationen die im Vergleich zu den Umsatzerlösen überproportional steigen. Wir gehen somit - auch im Vergleich mit dem planmäßigen Geschäftsjahr 2024 - von einer positiven Entwicklung für das zukünftige Geschäftsjahr aus.

 

Schenefeld, 30. Juni 2025

Hanseatic Delifood GmbH

Sven Schömer

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