aktiv Rechtsform AG

Upside Beteiligungs-AG

MünchenGrünwald, DEU ·HRB 193183 München

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Steinsdorfstraße 2
80538 München
Handelsregister
HRB 193183, München
Eintragungsdatum
7. Juni 2011
Branche
Beteiligungsgesellschaften
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Eingetragenes Kapital
7.531.250,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Erwerb, Übernahme, Halten und Verwalten (einschließlich der Veräußerung) von unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an überwiegend nicht börsennotierten Unternehmen (Private Equity-Beteiligungen) im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.

Finanzen

Mitarbeiter 2024
0
Bilanzsumme 2024
69,80 Mio. €
Jahresergebnis 2024
0 €
9 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 69,80 Mio
  • Anlagevermögen 69,9 % 48,80 Mio
  • Umlaufvermögen 30,1 % 21,00 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 0
Passivseite 69,80 Mio
  • Eigenkapital 99,7 % 69,56 Mio
  • Verbindlichkeiten 0,2 % 166,2 k
  • Rückstellungen 0,1 % 76,5 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 9 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Martin Daubenmerkl seit 2021 Vorstandsmitglied
3 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

Historie

  1. 2025
  2. 10.10.
    Änderung des bedingten Kapitals
    Upside Beteiligungs-AG
  3. 10.10.
    Satzungsänderung
    Upside Beteiligungs-AG
  4. 10.10.
    Änderung des bedingten Kapitals
    Upside Beteiligungs-AG
  5. 2024
  6. 25.10.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Upside Beteiligungs-AG
  7. 25.10.
    Satzungsänderung
    Upside Beteiligungs-AG
  8. 16.10.
    Satzungsänderung
    Upside Beteiligungs-AG
  9. 16.10.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Upside Beteiligungs-AG
  10. 16.10.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    Upside Beteiligungs-AG
59 weitere Einträge API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Upside Beteiligungs-AG

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Upside Beteiligungs-AG München Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I.  Grundlagen des Unternehmens

Umfang der Geschäftstätigkeit
Der Zweck der Gesellschaft besteht im Erwerb, der Übernahme, dem Halten und Verwalten (einschließlich der Veräußerung) von unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen an überwiegend nicht börsennotierten Unternehmen (Private Equity-Beteiligungen) im eigenen Namen und auf eigene Rechnung.
Die Gesellschaft ist nach § 2 Abs. 4 i. V. m. § 44 KAGB als AIF-Kapitalverwaltungsgesellschaft bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) registriert.

II.  Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Trotz geopolitischer Unsicherheiten (Ukraine-Krieg), Langzeit-Effekten der COVID-19 Pandemie und deutlicher Leitzinsanhebungen durch die Zentralbanken zeigte sich die globale wirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2023 überraschend widerstandsfähig. Auch die sinkende Inflation - und damit die Erwartung geldpolitischer Lockerungen durch die Zentralbanken - führte zu einer langsamen, aber kontinuierlichen wirtschaftlichen Erholung. Dabei waren jedoch regional große Unterschiede zu verzeichnen: während die USA - auch durch hohe Staatsausgaben - ein wesentlicher Treiber des globalen Wirtschaftswachstums waren, fiel die Entwicklung in Europa wegen restriktiverer Geldpolitik und hoher Energiepreise deutlich verhaltener aus.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) wies für das Jahr 2023 eine Zunahme der globalen Wirtschaftsleistung um 3,2 % aus, wobei der Euro-Raum ein Wachstum von 0,4 % und die USA von 2,5 % verzeichnen konnten. In Deutschland ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % geschrumpft.
Quellen: Jahresbericht des Sachverständigenrates zur Begutachtung der deutschen Wirtschaft 23/24 und IWF.

2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Aufgrund der Diskrepanz bzgl. der Bewertungserwartungen von Käufern und Verkäufern nach den deutlichen Leitzinserhöhungen seit Q1 2022 war die Aktivität im Private Equity-Markt im Jahr 2023 gering: das Volumen neuer Transaktionen sank gegenüber dem Vorjahr um 37 %, das Exitvolumen um 44 %. Im Buyout Bereich wurden 38 % weniger Fonds geschlossen (obwohl das insgesamt eingeworbene Kapital aufgrund einiger weniger sehr großer Fonds gegenüber dem Vorjahr sogar anstieg).
Quelle: Bain & Company Global Private Equity Report 2024

3. Geschäftsverlauf

Hinsichtlich des Grundkapitals und der Aktionärsstruktur gab es im Geschäftsjahr 2023 keine wesentlichen Ereignisse.
Im Geschäftsjahr hat sich die Gesellschaft an einem europäischen und einem US-amerikanischem Growth Equity-Fonds beteiligt.
Trotz des schwierigen Marktumfeldes entwickelte sich die Gesellschaft hinsichtlich der Entwicklung des Portfolios positiv und konnte das Jahr 2023 mit einem Wertzuwachs von 8,6 % (berechnet auf Basis des berichteten, realisierten und unrealisierten Net Asset Values der Beteiligungen) abschließen.
Es bestanden im Geschäftsjahr 2023 keine für das Verständnis des Geschäftsverlaufs bedeutsamen nichtfinanziellen Leistungsindikatoren.

III.  Darstellung des Geschäftsverlaufes und Geschäftsergebnisses

1.  Vermögenslage
Die Vermögenslage stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

 
2023
2022
 
Veränderung
 
 TEUR
 TEUR
 
in %
Bilanzsumme
66.954
67.249
 
-0,4%
Anlagevermögen
49.690
48.438
 
2,6%
Umlaufvermögen
17.264
18.811
 
-8,2%
davon liquide Mittel
12.204
18.489
 
-34,0%
Eigenkapital
66.517
67.163
 
-1,0%


Die Vermögenslage des Unternehmens ist außerordentlich stabil. Die Bilanzsumme hat sich im Berichtsjahr zum Vorjahr um TEUR 296 (0,4%) verringert. Dies ist auf der Passiva im Wesentlichen auf die Ausschüttung i. H. v. TEUR 2.456 bei gleichzeitig im Berichtsjahr erzielten Jahresüberschuss (TEUR 1.810) zurückzuführen. Auf der Aktivseite erhöhten sich vor allem die sonstigen Wertpapiere (TEUR 4.907) und Beteiligungen (Erhöhung um TEUR 1.252). Größte Position des Umlaufvermögens sind die liquiden Mittel mit TEUR 12.204 (71% des gesamten Umlaufvermögens) welche sich entsprechend um TEUR 6.285 - aufgrund von Investitionen in sonstige Wertpapiere - verringerten.

2. Finanzlage
Die Liquiditätsstruktur der Gesellschaft ist gut.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR -192 und ermittelt sich aus dem Jahresüberschuss (TEUR 1.810), zuzüglich der Abschreibungen (TEUR 1.964), abzüglich der Zuschreibungen (TEUR 171), zuzüglich der Veränderung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 170), abzüglich der Veränderung der Rückstellungen (TEUR 5), zuzüglich der Veränderung der Verbindlichkeiten (TEUR 355), abzüglich der Zinserträge (TEUR 294) sowie abzüglich der Beteiligungserträge und der Erträge aus Ausleihungen (TEUR 4.021).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -3.637 und setzt sich aus Auszahlungen aus Investitionen in Finanzanlagen i.H.v. TEUR 6.620, Auszahlungen aus Investitionen in sonstige Wertpapiere (TEUR 4.907), Einzahlungen aus Tilgungen der Ausleihungen (TEUR 590), Einzahlungen aus erhaltenen Zinsen (TEUR 294) sowie aus Einzahlungen aus Beteiligungserträgen und Kapitalrückzahlungen der Finanzanlagen i.H.v. TEUR 7.006 zusammen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -2.456 und resultiert aus einer vorgenommenen Gewinnausschüttung.
Die flüssigen Mittel betragen zum Jahresende 2023 TEUR 12.204. Im Verlauf des Geschäftsjahres 2023 waren stets ausreichend liquide Mittel vorhanden, um allen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.
Die Gesellschaft ist fristenkongruent finanziert.

3. Ertragslage
Die Gesellschaft erzielte im Geschäftsjahr 2023 Erträge aus Beteiligungen i. H. v. TEUR 3.718 welche annähernd ausnahmslos aus Ausschüttungen aus den Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform von Personengesellschaften (Private Equity Fonds) stammen. Daneben wurden im Wesentlichen Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (TEUR 302), aus der Zuschreibung von im Anlagevermögen ausgewiesenen Beteiligungen (TEUR 171) sowie aus Kursdifferenzen (TEUR 152) ausgewiesen.
Den Erträgen standen im Wesentlichen Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 1.963), Büro- und Verwaltungsaufwendungen (TEUR 493), Aufwendungen aus Währungsdifferenzen (TEUR 223) sowie Prüfungs-, Abschluss-, Rechts- und Beratungskosten (TEUR 99) gegenüber, so dass sich insgesamt ein Jahresüberschuss von TEUR 1.810 ergibt.

IV.  Risikobericht
1. Adressausfallrisiko: Das Ausfallrisiko eines Vertragspartners schätzen wir als nicht wesentlich ein. Alle Aktionäre der Gesellschaft haben ihre Einzahlungsverpflichtungen vollständig geleistet. Das Adressausfallrisiko ist bei den Beteiligungen an einzelnen Unternehmen wegen der fehlenden Diversifikation als höher einzuschätzen als bei Beteiligungen an Fonds. Das Adressausfallrisiko hinsichtlich der Bankguthaben wird aufgrund der Streuung über mehrere Institute, der teilweisen Anlage in Staatsanleihen und der fortlaufenden Prüfung der Bonität ebenfalls als unbedeutend angesehen.
2. Marktpreisrisiko: Der Marktpreis der Beteiligungen im Portfolio kann erheblichen Schwankungen unterliegen. Verlustrisiken ergeben sich aus diesen Schwankungen in erster Linie im Hinblick auf den Net Asset Value des Portfolios; Verlustrisiken in Relation zu den nach HGB ausgewiesenen Werten (Anschaffungskosten) im Rahmen des Jahresabschlusses sind - insbesondere in der Gesamtheit der Beteiligungen - als überschaubar einzuschätzen.
Aufgrund des substanziellen Anteils von Beteiligungen in Fremdwährungen (v.a. US-Dollar) können sich aus Wechselkursschwankungen nicht unerhebliche Risiken ergeben. Eine Absicherung des Wechselkursrisikos erscheint dennoch nicht sinnvoll, da die Kosten einer solchen Absicherung das Risiko typischerweise übersteigen.

3. Liquiditätsrisiko: Das Liquiditätsrisiko wird als gering eingestuft, da die Gesellschaft eine solide Kapitalausstattung aufweist. Die zu erwartenden Verbindlichkeiten - in erster Linie Kapitalabrufe der Beteiligungen der Gesellschaft - sind weitgehend planbar; das Risiko, dass diese nicht fristgerecht bedient werden können, wird daher als gering eingestuft. Die Gesellschaft führt eine detaillierte Liquiditätsplanung, die kontinuierlich an tatsächliche Ereignisse und erwartete Veränderungen des Umfelds angepasst wird.

4. Operationelle Risiken: Personalrisiken, Ordnungsmäßigkeitsrisiken, Risiken in neuen Märkten und neuen Produkten, Risiken der Informationstechnologie, Rechtsrisiken und Projekt- und Prozessrisiken sowie Ausfallrisiken werden kontinuierlich überwacht. Wir schätzen diese Risiken insgesamt als gering ein. Durch geeignete technische sowie organisatorische Maßnahmen werden operationelle Risken bestmöglich begrenzt.

Durch die kontinuierliche Überwachung der dargestellten Risiken durch den Vorstand der Gesellschaft kann die Risikoposition stets objektiv beurteilt werden und ggf. notwendige Maßnahmen zur Gegensteuerung können ergriffen werden.

V.  Chancenbericht
Die Gesellschaft ist seit mittlerweile 13 Jahren erfolgreich am Markt aktiv und konnte ein qualitativ hochwertiges Portfolio aus Fondsbeteiligungen weltweit führender Private Equity-Manager und attraktiver Direktbeteiligungen aufbauen. Insgesamt wurden aus diesem Portfolio bisher Ausschüttungen generiert, die etwas mehr als 85 % aller seit Gründung der Gesellschaft erfolgten Kapitalabrufe in Fonds- und Direktbeteiligungen wieder zurückgeführt haben. Die Aktionärsbasis konnte seit Gründung im Rahmen mehrerer Kapitalerhöhungen kontinuierlich erweitert werden und zeichnet sich durch eine sehr hohe Stabilität aus. Der Vorstand der Gesellschaft wird unterstützt durch den in alle Investment Entscheidungen eingebundenen Aufsichtsrat und kann eine mehrere Jahrzehnte lange Investment-Expertise vorweisen. Die Gesellschaft ist somit gut aufgestellt, um auch in einem veränderten Marktumfeld das Beteiligungsportfolio weiter erfolgreich auszubauen.

VI.  Prognose-Ist-Vergleich
Entsprechend der Prognose im Vorjahr ist der Jahresüberschuss für das Gesamtjahr 2023 deutlich geringer ausgefallen als im Jahr 2022. Dies war vor allem den wie erwartet erheblich geringeren ertragswirksamen Ausschüttungen geschuldet. Auch die Kapitalabrufe blieben aufgrund der geringen Aktivität im Markt wie prognostiziert hinter den Vorjahren zurück. Abwertungen in Folge der Börsenkorrekturen im Jahr 2022 mussten die Manager der Fonds wie prognostiziert nur noch vereinzelt vornehmen.

VII.  Prognosebericht / Gesamtaussage
Trotz der weiterhin bestehenden hohen Unsicherheit aufgrund des geopolitischen Umfelds erwarten wir für das Jahr 2024 eine Zunahme der Aktivität, da sich allem Anschein nach im Markt langsam ein Konsens bezüglich eines neuen, allgemein akzeptierten Bewertungsniveaus gebildet hat. Auch die erwartete Senkung der Leitzinsen, das sehr hohe Volumen an nicht investiertem Kapital sowie die hohe Zahl an Portfoliounternehmen, die bereits länger als ursprünglich geplant gehalten werden, dürften diese Entwickelung begünstigen.
Daher gehen wir für das Jahr 2024 von einer moderaten Zunahme der Kapitalabrufe, aber auch der ertragswirksamen Ausschüttungen aus den Beteiligungsportfolios gegenüber dem Vorjahr aus, und erwarten damit einen stabilen oder leicht zunehmenden Jahresüberschuss.
Mit der erwarteten und teils auch bereits zu beobachtenden Zunahme der Aktivität erwarten wir, dass sich im neuen Bewertungsumfeld attraktive Beteiligungsmöglichkeiten ergeben werden.
Insgesamt sieht der Vorstand die Gesellschaft aufgrund des hohen Diversifikationsgrades (die Gesellschaft hält aktuell direkt und mittelbar Beteiligungen an ca. 500 Unternehmen) und der hohen Liquidität gut aufgestellt, um die Auswirkungen der aktuellen Krise auf den Portfoliowert in Grenzen halten und gleichzeitig die sich am Markt ergebenden Investitionschancen für sich nutzen zu können.
Unter Berücksichtigung der vorstehenden Ausführungen schätzt die Geschäftsführung die Lage der Gesellschaft als günstig ein.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 49.689.902,88 48.438.349,45
I. Finanzanlagen 49.689.902,88 48.438.349,45
B. Umlaufvermögen 17.263.456,25 18.810.746,82
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 152.278,66 321.928,58
II. Wertpapiere 4.907.295,00  
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 12.203.882,59 18.488.818,24
C. Rechnungsabgrenzungsposten 159,00  
Aktiva 66.953.518,13 67.249.096,27

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 66.516.568,62 67.162.545,84
I. Gezeichnetes Kapital 7.153.150,00 7.153.150,00
II. Kapitalrücklage 33.796.145,00 33.796.145,00
III. Gewinnrücklagen 715.315,00 715.315,00
IV. Gewinnvortrag 23.041.544,13 15.419.466,29
V. Jahresüberschuss 1.810.414,49 10.078.469,55
B. Rückstellungen 70.110,00 74.657,53
C. Verbindlichkeiten 366.839,51 11.892,90
Summe Passiva 66.953.518,13 67.249.096,27

Anhang

Upside Beteiligungs-AG
München

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I.  Allgemeine Angaben

I.1. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Upside Beteiligungs-AG
Firmensitz laut Registergericht: München
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: München
Register-Nr.: B 193183

I.2.  Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Gliederung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung liegen die Vorschriften der §§ 266 und 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Der Anhang wurde unter weitgehender Inanspruchnahme der Erleichterungen gemäß § 288 HGB erstellt.

II.  Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Finanzanlagen werden wie folgt angesetzt und bewertet:

· Beteiligungen zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. soweit erforderlich zum niedrigeren beizulegenden Wert. Die Anschaffungskosten des Finanzanlagevermögens in fremder Währung werden zum Transaktionszeitpunkt mit den jeweiligen Tageskursen in Euro umgerechnet.

· Die Bilanzierung erhaltener Ausschüttungen aus den Beteiligungsgesellschaften in der Rechtsform von Personengesellschaften (Private Equity Fonds) erfolgt nach dem Rechnungslegungsstandard des IDW zur Bilanzierung von Anteilen an Personenhandelsgesellschaften (IDW RS HFA 18). Danach werden Ausschüttungen nur insoweit als Erträge aus Beteiligungen ausgewiesen, als es sich dabei um eine Ausschüttung laufender bzw. stehen gelassener Gewinne handelt.

·  Soweit es sich lediglich um eine gesellschaftsrechtlich zulässige Ausschüttung freier Liquidität handelt, werden die Ausschüttungen als anschaffungskostenmindernde Kapitalrückzahlungen erfasst.

·  Zum Bilanzstichtag lag der beizulegende Zeitwert (Net Asset Value) von zwei Beteiligungen an Private Equity Fonds (TEUR 1.335) unter den ausgewiesenen Buchwerten (TEUR 1.579). In Übereinstimmung mit § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB wurde jeweils von einer Abschreibung abgesehen, da der Vorstand angesichts der planmäßigen Entwicklung der Gesellschaften von einer lediglich vorübergehenden Wertminderung ausgeht.

·  Ausleihungen zum Nennwert

Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zum Nennwert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden mit dem Betrag der Zahlung angesetzt, soweit dieser Aufwand bzw. Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellt.

Die sonstigen Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken und un­gewissen Verbindlichkeiten mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung er­forderlichen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Soweit der Kurs am Tage des Geschäftsvorfalles bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden unverändert beibehalten.

III.  Angaben zur Bilanz

III.1.  Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

III.2.  Eigenkapital

Das Grundkapital der Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 7.153.150 (i. Vj.: EUR 7.153.150) ist eingeteilt in 143.063 (i. Vj.: EUR 143.063) auf den Namen lautende Stückaktien zu einem Nennwert von EUR 50,00 je Aktie. Es sind im Geschäftsjahr keine Aktien gezeichnet worden.

Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 22. Juni 2020 die Genehmigten Kapitalia 2017/I und 2018/I aufgehoben sowie die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals 2020/I beschlossen. Der Vorstand wird damit ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 21. Juni 2025 gegen Bareinlage einmal oder mehrmals, um insgesamt bis zu EUR 2.381.250,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2020/I). Die Eintragung im Handelsregister ist am 30. Juni 2020 erfolgt. Hiervon wurde im Geschäftsjahr 2021 in Höhe von EUR 2.003.150,00 Gebrauch gemacht. Die entsprechenden Eintragungen in das Handelsregister erfolgten am 2. Februar 2021, 31. März 2021, 12. Mai 2021 und 7. Juli 2021. Nach der teilweisen Ausschöpfung beträgt das genehmigte Kapital 2020/I zum 31.12.2023 EUR 378.100,00.

Die Kapitalrücklage enthält (wie im Vorjahr) andere Zuzahlungen i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Im Geschäftsjahr gab es keine Veränderung der Kapitalrücklage.

III.3.  Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten haben (wie im Vorjahr) Restlaufzeiten von unter einem Jahr.

III.4.  Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat sich verpflichtet, im Rahmen der eingegangenen Beteiligungen weitere Einzahlungen in Höhe von umgerechnet TEUR 27.638 zu leisten. Die aus­stehenden Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar sind mit dem Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023 in Höhe von 1,105 US-Dollar für einen Euro bewertet. Die ausstehenden Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am 31. Dezember 2023 von 0,926 CHF für einen Euro bewertet.

IV.  Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgen wie im Vorjahr in voller Höhe außerplanmäßig.

V.  Sonstige Angaben

V.1.  Anzahl der Arbeitnehmer

Während des Geschäftsjahres wurden keine Arbeitnehmer beschäftigt.

V.2.  Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 2.456.391,71 auszuschütten und im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen.

V.3.  Vorstand

Einzelvertretungsberechtigter Vorstand der Gesellschaft ist:

Herr Martin Daubenmerkl, Unternehmer, München

Der ausgeübte Beruf entspricht der Organstellung.

V.4.  Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

·  Herr Stefan Herzog (Vorsitzender), Unternehmer, München
·  Herr Dr. Dominik Meyer (stellvertretender Vorsitzender), Unternehmer, Zug (Schweiz)
·  Herr Dr. Florian Schulte Unternehmer, Baden-Baden
·  Herr Dr. Jan Wiechmann, Unternehmer, München

V.5.  Ereignisse nach dem Stichtag

Hinsichtlich des Grundkapitals und der Aktionärsstruktur gab es nach dem Stichtag keine Ereignisse.
Nach einer fortgesetzten Stabilisierung des Bewertungsumfeldes für Wachstumsunternehmen im Technologiebereich im Jahr 2023 ist seit Anfang des Jahres 2024 auch eine leichte Zunahme der Aktivität bzgl. Neubeteiligungen und Veräußerungen festzustellen. Das aktuell über 500 Unternehmen umfassende Portfolio der Upside Beteiligungs-AG beinhaltet zahlreiche (im Wesentlichen nicht börsennotierte) solcher Technologie-Wachstumsunternehmen.
Im Mai 2024 beschloss die Upside Beteiligungs-AG eine neue Beteiligung an dem Fonds Index Ventures Growth VII (Jersey), L.P. in Höhe von USD 5 Mio. einzugehen.
Trotz der sinkenden Inflation und der damit verbundenen Erwartung sinkender Zinsen ist die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, auch aufgrund der geopolitischen Lage (Ukraine-Krieg, Krieg in Israel und Gaza), nach wie vor mit hohen Unsicherheiten behaftet. Grundsätzlich könnten bei einer negativen Entwicklung auch weniger zyklische Geschäftsmodelle getroffen werden, was eine Absenkung der Buchwerte teilweise auch unter Einstandskosten zur Folge haben könnte.
Hinsichtlich weiterer Einzelheiten zu der Art der Vorgänge und zu ihren möglichen finanziellen
Auswirkungen verweisen wir auf die entsprechenden Darstellungen im Lagebericht.



sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 31. Mai 2024


Upside Beteiligungs-AG

gez. Martin Daubenmerkl, Vorstand

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die Upside Beteiligungs-AG

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Upside Beteiligungs-AG - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Upside Beteiligungs-AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft.
Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

· vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für mein Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 45a Abs. 1 KAGB i.V.m. § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

· identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

· gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

· beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

· ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

· beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

· beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

· führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

Köln, 24.06.2024

Prof. Dr. Rainer Jurowsky
Wirtschaftsprüfer

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