![]() valantic GmbHMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024Inhalt 1 Grundlagen des Konzerns 1.1 Organisation und Leistungsspektrum 1.2 Investitionstätigkeit 2 Wirtschaftsbericht 2.1 Rahmenbedingungen 2.2 Geschäftsverlauf 2.3 Leistungsindikatoren 2.4 Forschung und Entwicklung 3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 3.1 Ertragslage 3.2 Finanzlage 3.3 Vermögenslage 4 Wesentliche Risiken und Chancen 4.1 Umgang mit Risiken 4.1.1 Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten 4.1.2 Operationelle Risiken 4.1.3 Finanzrisiken 4.1.4 Rechtliche Risiken 4.1.5 Sicherheits- und Umweltrisiken 4.1.6 IT- und Cybersecuritiy Risiken 4.1.7 Risiken aus dem Krieg in der Ukraine 4.1.8 Risiken aus der Inflation 4.1.9 Risiken aus Zöllen 4.2 Chancenbericht 4.2.1 Mitarbeitende 4.2.2 Technologien und Märkte 4.2.3 Internationalisierung 4.2.4 Akquisitionen 4.2.5 Prozesse und Systeme 4.3 Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage 5 Prognosebericht Konzernlagebericht 20241 Grundlagen des Konzerns1.1 Organisation und Leistungsspektrum Die Geschäftsleitung der valantic GmbH (die „Gesellschaft“ bzw. „Mutterunternehmen“ oder „valantic“) legt hiermit den Konzernlagebericht zusammen mit dem Konzernabschluss (bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung sowie dem Eigenkapitalspiegel) der Gesellschaft für das zum 31.12.2024 endende Geschäftsjahr vor. Die valantic-Gruppe wurde 2012 von Holger von Daniels gegründet, der bis heute valantic als CEO führt und gemeinsam mit dem Managementteam (Dennis Zentgraf (CFO), Sebastian Hauptmann (CSO), Guido Schlief (CCO), Joachim Lauterbach (Head of FSA), Alexander Diepold (Head of Strategic Finance)) und der Partnerschaft über die oberste Konzernmuttergesellschaft einen wesentlichen Anteil an der Gesellschaft hält. Der Geschäftserfolg und die Nachhaltigkeit des Geschäfts basieren maßgeblich auf einem Wertegerüst, das bei Gründung wie eine Verfassung aufgestellt wurde.1 Die valantic GmbH ist im Rahmen einer 100%tigen Beteiligungskette in den Konzern der VAL FCV TopCo S.à r.l., Luxembourg (LU) eingebunden. Hinter dieser stehen verschiedene Gesellschafter, neben dem Hauptgesellschafter Deutsche Private Equity (DPE) als langfristiger Investor und Finanzierungspartner halten auch die Manager der Gruppe wesentliche Anteile. valantic ist über den Konzern der VAL FCV TopCo in Finanzierungsvereinbarungen eingebunden und hat aus diesen externe Darlehen erhalten und in diesem Zusammenhang auch Sicherheiten für die gesamte Finanzierung gestellt. valantic ist Beratungsunternehmen, Software-Anbieter und Implementierungspartner. Das Angebotsportfolio von valantic unterteilt sich in die 5 Divisionen Digital Strategy & Analytics, Customer Experience, SAP-Services, Smart Industries und Financial Services Automation. Digital Strategy & Analytics: Die Division Digital Strategy & Analytics unterstützt Unternehmen und deren Managementteams sowie Investoren bei der Entwicklung digitaler Strategien, großer IT-Transformationsprozesse und der Umsetzung von datengetriebenen Lösungen. Dabei reicht das Leistungsportfolio von der Erstellung von Digitalstrategien über IT-Roadmaps und Softwareauswahl, Commercial & Technical Due Diligence sowie Begleitung von Carve-ins und Carve-outs und der Entwicklung von Value Creation Plänen. Neben der Begleitung der technischen Umsetzung solcher Strategien umfasst das Leistungsspektrum Beratung und Dienstleistungen in den Feldern Cyber Security, Artifical Intelligence, Advanced Analytics, Business Intelligence, Reporting und Data Engineering. Für den CFO-Bereich besteht darüber hinaus ein 360° Beratungsangebot von der Strategie bis zur technischen Umsetzung. Customer Experience: Die Division Customer Experience konzentriert sich auf die Digitalisierung aller Kontaktpunkte mit Kunden durch technologieagnostische Beratung und innovative Softwarelösungen. valantic entwickelt Strategien und kreative Lösungen für nahtlose Omnichannel-Erlebnisse, Marketingprozesse, E-Commerce und Kundenbindungs-Programme. Einen besonderen Schwerpunkt legt valantic auf die Implementierung und Integration von führenden Customer Experience-Softwarelösungen. Mit diesen Lösungen können Unternehmen die gesamte Customer Journey abbilden und den Customer Lifetime Value optimieren. SAP-Services: Die SAP-Division unterstützt Unternehmen beim Design, Implementierung, Rollout und Betrieb integrierter Best Practices Geschäftsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette auf Basis innovativer SAP-Technologien. Hierbei erstreckt sich das Angebot über sämtliche Geschäftsbereiche und Kundenprozesse wie Vertrieb, Marketing, Finance, Controlling, Einkauf, Human Capital Management (HCM), Supply Chain Planung, Logistics Execution, Produktion bis hin zum Asset Management. Smart Industries: Die Division Smart Industries ist auf die Digitalisierung und Automatisierung rund um die Produkte, Services und Geschäftsprozesse der Kunden von valantic fokussiert. valantic bietet passgenaue Software-Lösungen auf Basis von hybriden Cloud-Umgebungen an - sowohl eigene Produkte, Partnerprodukte und individuelle Lösungen. Hierbei kann valantic auf hohe Expertise in der Applikationsentwicklung auf Basis agiler Methoden sowohl im high-code als auch im low-code Bereich zugreifen. Die Kompetenzen spannen sich über Bereiche wie Industrial Internet of Things (IoT), Industry 4.0., Supply Chain Management, Product Lifecycle Management, Business Process Management, Prozess Mining, Device Management, Cloud Technologien und viele weitere. Financial Services Automation: Die Division Financial Services Automation entwickelt und verkauft innovative Technologielösungen zur Automatisierung von geschäftskritischen Prozessen in der Finanzindustrie, wie z. B. den elektronischen Handel von Wertpapieren, den Zahlungsverkehr, die Abwicklung von Fonds-, Bonds-, Aktien-, Derivate- oder Kryptogeschäften sowie das Enterprise Data Management. Die Gruppe ist hauptsächlich in Europa tätig und zählt über die letzten Jahre zu den am schnellsten wachsenden Digital Solutions-, Consulting- und Software-Gesellschaften am Markt2. valantic begleitet seine Kunden dabei vollumfänglich von der Strategie bis zur Umsetzung und hat mit seinem tiefgreifenden Verständnis für die Herausforderungen der digitalen Transformation langjährige Beziehungen zu zahlreichen mittelständischen und großen Unternehmen auf- und ausgebaut. valantic ist an über 30 Standorten in Europa vertreten und hat darüber hinaus noch weitere Standorte außerhalb von Europa, welche bei der Gewinnung und der Bearbeitung von Kundenprojekten tätig sind. 1.2 Investitionstätigkeit Neben dem organischen Wachstum ist auch das anorganische Wachstum ein wesentlicher Bestandteil der Strategie von valantic. Die Gruppe wächst daher auch konstant durch Zukäufe von Unternehmen. Aufgrund des schwierigeren Marktumfelds hat valantic sich entschieden in 2024 weniger Akquisitionen umzusetzen als noch in den Jahren zuvor. In 2023 hatte valantic sich zum Eintritt in die digitale Vorreiterregion Nordics entschieden. Mit dem Erwerb der dänischen Digitalberatung Venzo hat valantic im November 2024 seine Marktstellung dort deutlich ausgebaut. Mit seinem Consulting- und Lösungsportfolio zählt Venzo zu den führenden Digitalisierungsanbietern Dänemarks. Im Mittelpunkt stehen dabei Microsoft-Lösungen, mit denen das Unternehmen seinen Kunden insbesondere in den Themenfeldern IT-Sicherheit, KI, Automatisierung, Produktivitätstools und Cloud-Infrastruktur Wettbewerbsvorteile verschafft. 2 Wirtschaftsbericht2.1 Rahmenbedingungen Nach einem Rückgang des deutschen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 um 0,2% ging das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2024 ebenfalls um 0,2% zurück3. Deutschland ist mit einem Anteil von rd. 62% am Gruppenumsatz der wichtigste Markt. Mit rd. 9% bzw. 6% vom Gruppenumsatz stellen die Schweiz und Österreich den zweit- und drittwichtigsten regionalen Markt für valantic dar. Wichtiger als das Bruttoinlandsprodukt ist für valantic allerdings die Entwicklung der ITK-Branche (Informationstechnik, Telekomunikation und Consumer Electronis), im speziellen dabei die Entwicklung des Marktes für IT-Services und Software4. Dessen Marktvolumen in Deutschland stieg gemäß Bitkom e. V. (Branchenverband der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche) im Jahr 2024 um +6,4% an (2023 +7,1%), wobei das Wachstum im Markt für IT-Services mit +3,8% (2023 +5,0%) geringer ausfiel als im Software-Markt mit +9,5 % (2023 +12,1%). valantic erzielt den größeren Anteil seiner Umsatzerlöse im IT-Services Markt. Im Jahr 2025 soll der Branchenumsatz dann um +6,8% auf EUR 104,9 Mrd. wachsen, wobei auch hier der Software Markt mit +9,8% stärker wachsen soll als der IT Services Markt (+5,0%).5 Wachstum im deutschen Informationstechnikmarkt ![]() ![]() Geopolitische aber auch lokale (vor allem Deutschland) Veränderungen sowie herausfordernde gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen beherrschten auch im Jahr 2024 die Märkte. Die Inflation in Deutschland und damit auch die Zinssituation hat sich ab Mitte 2024 sukzessive entspannt und der Leitzins in Europa wurde durch die EZB in mehreren Schritten gesenkt. Valantic konnte bei der Gesamtleistung im Jahr 2024 ein Wachstum von 9% verzeichnen, was leicht über dem Marktniveau lag. 2.2 Geschäftsverlauf Der valantic-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2024 eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse zzgl. der Bestandsveränderungen) in Höhe von TEUR 550.753 (VJ: TEUR 504.921) und ein EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen) von TEUR 55.867 (VJ: TEUR 40.949). Die unterjährig erworbenen Gesellschaften werden dabei zeitanteilig entsprechend ihrer Konzernzugehörigkeit in die Ermittlung einbezogen. Speziell durch das zusätzliche Wachstum der Gruppe durch Akquisitionen und sich daraus ergebenden Maßnahmen zur Integration ergeben sich verschiedene Sondereffekte, welche das Ergebnis einmalig oder über einen begrenzten Zeitraum so beeinflussen, so dass die Aussagefähigkeit inkl. dieser Effekte eingeschränkt ist. Um eine bessere Vergleichbarkeit zum Vorjahr aber auch die Aussagekraft zur Ergebnisqualität (Marge) zu erreichen, verwendet valantic zur Steuerung intern weitere Kennzahlen, das EBITDA adjusted, sowie die Pro-Forma Gesamtleistung und das Pro-Forma EBITDA adjusted. Für das EBITDA adjusted werden Sondereffekten im Geschäftsjahr bereinigt. Dies sind Transaktionskosten, welche im Rahmen beabsichtigter, aber nicht durchgeführter Akquisitionen angefallen sind, sowie Personalsonderzahlungen (welche z. B. im Zusammenhang mit Akquisitionen stehen) und weitere Effekte mit einmaligem oder nicht operativem Charakter. Im Geschäftsjahr 2024 betreffen die Sondereffekte Aufwendungen / Erträge von saldiert TEUR 6.970 (VJ: TEUR 18.223). Um die Sondereffekte bereinigt, betrug das EBITDA adjusted damit TEUR 62.837, was einem Wachstum von 6,2% gegenüber dem Vorjahreswert von TEUR 59.172 entspricht. Noch aussagekräftiger für die Performance des Konzerns ist die Entwicklung auf Basis von Pro-Forma Werten. Hierzu werden die unterjährig im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften ganzjährig in der jeweiligen Periode in die Betrachtung mit einbezogen. Darüber hinaus erfolgt der Ansatz von wesentlichen Projekten, welche nach deutschen handelsrechtlichen Regeln zu Herstellungskosten bilanziert werden müssen, für die Pro-Forma Darstellung bereits nach dem Projektfortschritt als Umsatzerlöse. Dieser Projektfortschritt entspricht je nach Vereinbarung erbachten Meilensteine oder geleisteten Stunden und ist durch Abrechnungen an den Kunden und erhaltene Anzahlungen dieser dokumentiert. Aus rechtlicher Sicht verbleibt hierbei jedoch ein Gesamtfunktionsrisiko, welches das Management durch die Projektverläufe zwar als gering einschätzt, das die (volle) Gewinnrealisierung nach HGB aber nicht zulässt. Für die Beurteilung der Entwicklung der Leistungsindikatoren Gesamtleistung und (bereinigtes) EBITDA ist diese Darstellung aus Sicht des Managements allerdings zielführender, da so größere Schwankungen im Gewinn, die allein aus dem Zeitpunkt der Fertigstellung von Projekten resultieren, entfallen. Zudem werden in dieser Darstellung Erlöse aus SAP-Provisionen, bei denen valantic die Leistung bereits erbracht hat, im Einklang mit den internationalen Rechnungslegungsstandards, berücksichtigt. Für die Beurteilung der Entwicklung der Leistungsindikatoren Gesamtleistung und (bereinigtes) EBITDA ist diese Darstellung aus Sicht des Managements zielführender, da so größere Schwankungen im Gewinn, die allein aus dem Zeitpunkt der Fertigstellung von Projekten bzw. die allein aus dem Zeitpunkt der Auszahlung resultieren, entfallen. Der Effekt aus der vorgezogenen Gewinnrealisierung auf die Gesamtleistung und das EBITDA in 2024 betrug TEUR 4.304 (VJ: TEUR -1.483). Hinzu kommen Effekte aus dem ganzjährigen Einbeziehung im Geschäftsjahr neu erworbener Gesellschaften bzw. Geschäftsbetriebe auf die Gesamtleistung TEUR 41.263 (VJ: TEUR 38.285) und auf das EBITDA TEUR 3.014 (VJ: TEUR 6.203). Auf Basis der Pro-Forma Darstellung hätte valantic eine Pro-Forma Gesamtleistung (adjusted) von TEUR 596.365 (VJ: TEUR 541.723) erzielt. Das Pro-Forma EBITDA (adjusted) hätte TEUR 70.282 (VJ: TEUR 63.892) und die EBITDA Marge (adjusted) 11,8% (VJ: 11,8%) betragen. Zudem bilden diese Kennzahlen die Ausgangslage für die zukünftige Ertrags- und Ergebnisfähigkeit der Gruppe, da alle zum 31.12.2024 zum Konzern gehörenden Gesellschaften im Geschäftsjahr 2025 ganzjährig zum Konzernergebnis beitragen werden. Auch für die im Rahmen der Fremdfinanzierung wesentliche Kennzahl Nettoverschuldungsgrad wird auf eine Pro-Forma Darstellung abgestellt. valantic hat die für das Geschäftsjahr 2024 gesetzten Ziele beim Wachstum von 10% der Gesamtleistung (ProForma adjusted Basis) gegenüber dem Vorjahr mit 10% genau erreicht, allerdings wurde das Wachstum stark durch die Akquisition von Venzo unterstützt. Im Bestandsgeschäft (valantic ohne Akquisitionen im Geschäftsjahr) fiel das Wachstum geringer aus als geplant. Neben einer allgemein schwächeren Nachfrage in allen Divisionen, war ein Umsatzrückgang in der Division Customer Experience um ca. 4%, welche während der Corona Pandemie noch ein überdurchschnittliches Wachstum verzeichnet hatte, der Hauptgrund für die Abweichung. Alle anderen Divisionen konnten ein Wachstum in der Gesamtleistung erzielen, was unter anderem an der weiterhin guten Nachfrage nach Digitalisierungsprojekten bei Kunden, aber auch einer breiten Branchenabdeckung von valantic liegt. Beim Aufbau von neuen Mitarbeitenden ist valantic daher bewusst unter den gesteckten Zielen (ähnliches Wachstum wie Gesamtleistung) geblieben, um auf das reduzierte Wachstum entsprechend mit einem geringeren Kostenaufbau zu reagieren. Durch das geringere Wachstum der Gesamtleistung konnten dadurch die gesteckten Ziele auch beim EBITDA adj. im Bestandsgeschäft nicht voll erreicht werden. Durch die Gegenmaßnahmen bei den Kosten sowie der Akquisition von Venzo wurde allerdings ein Wachstum von 10% erzielt, was damit auf dem Niveau des Anstiegs der Gesamtleistung liegt. Die EBITDA-Marge unter Einbezug des Zukaufs Venzo wurde damit bei 11,8% im zweistelligen Prozentbereich gehalten. Eine Verbesserung über den Vorjahreswert 11,8% wurde aufgrund der konjunkturellen Belastungen im Bestandsgeschäft aber nicht erreicht. Die Performance im Geschäftsjahr 2024 ist vor den Hintergründen einer Rezession im Kernmarkt Deutschland und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung durchaus positiver zu sehen, als die reinen Wachstumszahlen widerspiegeln. Der Fokus in einem Jahr mit reduziertem Wachstum lag dabei auf Optimierung der Kostenstruktur und interner Prozesse. So konnten die Kosten für externe Partner weiter reduziert und somit die Rohertragsmarge gesteigert werden.
Abbildung 2: Überleitung der Konzern Zahlen nach HGB auf eine, um Sondereffekte bereinigte, EBITDA adjusted Darstellung. Im zweiten Schritt werden unterjährig im jeweiligen Geschäftsjahr erworbene Gesellschaften ganzjährig in die Betrachtung des jeweiligen Jahres mit einbezogen und weitere ProForma Anpassungen vorgenommen, um eine bessere Vergleichbarkeit herzustellen. 2.3 Leistungsindikatoren valantic verwendet zur Steuerung und Weiterentwicklung der Gruppe verschiedene finanzielle und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Diese werden für die einzelnen Einheiten sowie für die Gruppe als Ganzes festgelegt und regelmäßig überprüft. Bei den finanziellen Indikatoren wird, neben dem Wachstum der Gesamtleistung, vor allem auch auf die Entwicklung der Rentabilität (EBITDA vor Sondereffekten im Verhältnis zur Gesamtleistung) auf Basis der Pro-Forma Darstellung geachtet. Ziel ist es, neben einem absoluten Wachstum der Kennziffern Gesamtleistung und Ergebnis auch die Rentabilität konstant zu steigern. Dies wird vor allem durch die ständige Überprüfung des angebotenen Leistungsspektrums unterstützt. Bei den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren steuert valantic die Gruppe nach verschiedenen Kennzahlen, welche die Auslastung der operativen Mitarbeiter sowie die Vertriebsperformance misst. Darüber hinaus legt valantic vor allem Wert auf die Mitarbeiterverfügbarkeit und -bindung. Dabei misst das Management die Entwicklung über die Fluktuations- sowie die Einstellungsquote der Mitarbeitenden. Des weiteren fließen ESG Kennzahlen wie Diversität, aber auch C02 Footprint in die interne Berichterstattung und Steuerung mit ein. 2.4 Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2024 hat die valantic-Gruppe das bestehende Produktportfolio weiterentwickelt. Vor allem in den Bereichen Financial Service Automation, Supply Chain Management und den eigenen Lösungen für SAP wurden und werden die bestehenden Lösungen weiterentwickelt. Darüber hinaus werden auch neue Lösungen geschaffen, um die bestehende Produktpalette zu erweitern und Bestands- wie auch Neukunden in Kombination mit entsprechenden Dienstleistungen zu bedienen. Zu den Förderungen dieser Tätigkeiten erhält valantic teilweise Unterstützung nach dem Forschungszulagengesetz und hat im Geschäftsjahr Investitionszulagen für förderungsfähige Aufwendungen von TEUR 1.052 (VJ: 0 EUR) ertragswirksam vereinnahmt. Im Rahmen der Entwicklung greift die Gruppe vor allem auf die internen Fachexperten zurück und unterstützt diese je nach Bedarf durch externe Dienstleister. Hierzu beschäftigte die valantic-Gruppe Ende 2024 ca. 200 Mitarbeitende, welche die Entwicklung der bestehenden, aber auch der neuen eigenen Lösungen vorantreiben. Auf Konzernebene wurde, wie im Vorjahr hauptsächlich in die Weiterentwicklung von Banking-Lösungen investiert. Angefallene Entwicklungskosten wurden nicht aktiviert. Diese finden sich vor allem in den Personalkosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen wieder. 3 Ertrags-, Finanz- und VermögenslageDie Geschäftsführung der valantic beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns als im Wesentlichen positiv, trotz der aktuellen globalen Krisen, dem Ukraine Krieg sowie des sich eintrübenden gesamtwirtschaftlichen Ausblicks. Einen Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung des Konzerns geben die Darstellungen und Erläuterungen unter den folgenden Punkten: 3.1 Ertragslage Die Umsatzerlöse des Konzerns betrugen im Geschäftsjahr TEUR 543.599 (VJ: TEUR 511.469). Im Geschäftsjahr wurden Bestände an unfertigen Leistungen in Höhe von TEUR 7.154 aufgebaut (VJ: TEUR 6.548 abgebaut). Der Anstieg bei den Bestandsveränderungen ist auf den Start mehrerer größerer Projekte zurückzuführen, welche zum Jahresende noch nicht abgeschlossen waren. Damit lag die Gesamtleistung für das Geschäftsjahr bei TEUR 550.753 (VJ: TEUR 504.921). Zur Aufgliederung des Umsatzes nach Märkten und Geschäftsbereichen verweisen wir auf den Konzernanhang. Der Personalaufwand im Konzern wird durch variable Erfolgsvergütungen für die Mitarbeiter bzw. das Management wesentlich beeinflusst. Zum Ende des Geschäftsjahres wurden 3.921 Mitarbeiter beschäftigt. Der Anstieg des Personalaufwands im Vergleich zum Vorjahr ist dabei vor allem auf den ganzjährigen Einbezug der in 2023 erworbenen Gesellschaften zurückzuführen. Im Geschäftsjahr selbst hat valantic, neben dem Zugang von 164 Mitarbeitern zum Jahresende durch den Zukauf von Venzo, nur im geringen Umfang neue Mitarbeiter aufgebaut. Gleichzeitig wurde der Einsatz von externen Partnern reduziert, was sich im Rückgang der bezogenen Leistungen widerspiegelt. Die für valantic maßgebliche Fluktuation lag im Geschäftsjahr bei 10% (VJ 10%). Die Abschreibungen von TEUR 65.327 (VJ TEUR: 82.250) auf Geschäfts- oder Firmenwerte, Auftragsbestände, erworbene Software, Markennamen und weitere Vermögenswerte die im Rahmen von Kaufpreisallokationen aufgedeckt und bewertet wurden beeinflussen die Abschreibungen von insgesamt TEUR 70.053 (VJ TEUR: 86.504) maßgeblich. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen zu einem Großteil aus Kosten, welche unter anderem stark durch die Anzahl der Mitarbeitenden beeinflusst werden, wie Mieten und Nebenkosten für Büroraum, Kfz-Kosten, Reisekosten und sonstige Personalkosten für Fort- und Weiterbildung und Recruiting. Darüber hinaus zählen Marketing- und Beratungskosten zu den größten Posten. Das Zinsergebnis besteht zum überwiegenden Teil aus Zinszahlungen für Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern, sowie für endfällige Kreditverbindlichkeiten einschließlich aufgelaufener Zinsen gegen Gesellschafter. Das Konzernjahresergebnis beträgt TEUR -64.844 (VJ: TEUR -93.187) und wird maßgeblich durch die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf Firmenwerte sowie auf Abschreibungen auf im Rahmen von Erstkonsolidierungen aktivierte immaterielle Vermögenswerte von TEUR 65.327 (VJ: TEUR 82.250) und das Zinsergebnis von TEUR 42.295 (VJ: TEUR 46.299) negativ beeinflusst. 3.2 Finanzlage Der Finanzmittelfonds TEUR 9.109 (VJ: TEUR 21.256) besteht aus Guthaben bei Banken (TEUR 34.504; VJ: TEUR 32.950), die zum Großteil in Euro gehalten werden, abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien (TEUR 25.395; VJ: TEUR 11.693). Der Anstieg der Kontokorrentlinie resultiert aus einer Umstrukturierung der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber einem finanzierenden Kreditinstitut i.H.v. TEUR 15.000 von einem klassischen Darlehen in eine Kontokorrentlinie. Beeinflusst wurde der Finanzmittelfonds neben dem Zufluss aus dem operativen Geschäftsbetrieb (TEUR 36.047) auch durch die Mittelabflüsse für die Investitionstätigkeit (TEUR 34.987). Der Cashflow aus der operativen Tätigkeit basiert auf der nachhaltigen operativen Ertragskraft der Gruppe, wesentliche Working Capital Effekte lagen im Geschäftsjahr nicht vor. Dies Investitionen wurden durch die Einzahlung aus Eigenkapitalzuführung von Gesellschaftern (TEUR 57.322) finanziert. Gleichzeitig gab es im Geschäftsjahr Auszahlungen für Zinsen auf Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Darlehensgebern in Höhe von TEUR 43.130. In Summe verfügt die Gruppe über ein für die laufenden Zahlungsverpflichtungen ausreichendes Maß an liquiden Mitteln sowie die Möglichkeit der weiteren Inanspruchnahme der Kontokorrentlinie. Zum 31.12.2024 bestand eine offene Kontokorrentlinie auf Ebene der Muttergesellschaft von TEUR 4.605. Weitere Akquisitionen können über Darlehen und anteilige Eigenmittel finanziert werden. Dafür steht der Gruppe eine weitere Kreditlinie über bis zu TEUR 235.000 zur Verfügung, welche unter Einhaltung gewisser Voraussetzungen in Anspruch genommen werden kann. Die zentrale Verfügbarkeit der liquiden Mittel auf Ebene der valantic GmbH wird durch ein umfangreiches Cash-Pooling System in Deutschland sichergestellt. 3.3 Vermögenslage Im Geschäftsjahr 2024 standen den Investitionen in immaterielles Vermögen und Sachanlagen in Höhe von TEUR 38.750 planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 66.231 gegenüber. Aus Vorsichtsgründen wurden zudem die Erwartung an die Nutzungsdauer an den Geschäfts- oder Firmenwert einer in 2023 erworbenen Einheit reduziert, welche eine niedrigere Ertragssituation aufweist als ursprünglich geplant. Dies führte zu einer Erhöhung der Abschreibungen auf diesen Firmenwert von TEUR 3.822. Zugänge von Geschäfts- oder Firmenwerten und sonstigen Vermögenswerten resultieren aus der Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaft sowie aus Zugängen zu bestehenden Firmenwerten durch nachlaufende Kaufpreisbestandteile. Trotz dieser Zugänge reduziert sich der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte aufgrund der vorgenommenen Abschreibungen auf TEUR 364.637 (VJ: TEUR 396.962) und begründet damit im Wesentlichen das um 10% gesunkene Bilanzvolumen6. Der Anteil langfristig gebundener Vermögensgegenstände an der Bilanzsumme beträgt 68%. Unter den Vorräten werden im Wesentlichen die zum 31.12.2024 abgegrenzten unfertigen Leistungen gezeigt. Das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insgesamt gering, da sich diese zum wesentlichen Teil gegen Großkunden mit einer hohen Bonität richten. Das Konzerneigenkapital beträgt zum 31.12.2024 TEUR 58.484 (VJ: nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Bilanzverlust in Höhe von TEUR 40.208). Maßgeblich hierfür ist die Erhöhung der Kapitalrücklage durch Wandlung von nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 98.306 sowie Einzahlungen in die Kapitalrücklage von TEUR 57.322, welche den Konzernjahresfehlbetrag überkompensieren. Die Ursache für den Konzernjahresfehlbetrag sind die nicht liquiditätswirksamen Abschreibungen auf die Firmenwerte und die im Rahmen der Erstkonsolidierung aufgedeckten immateriellen Vermögensgegenstände. Aussagekräftiger im Jahresvergleich ist eine Betrachtung des wirtschaftlichen Eigenkapitals als Summe aus bilanziellem Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, die mit einer Rangrücktrittserklärung versehen sind. Dieses wirtschaftliche Eigenkapital beträgt zum 31.12.2024 TEUR 61.518 (VJ: TEUR 62.903) und damit 11% der Bilanzsumme. Die Rückstellungen sind im Vergleich zum 31.12.2023 relativ konstant geblieben. Bis auf einen Anteil von TEUR 19.327 (VJ: TEUR 22.876) sind die sonstigen Rückstellungen kurzfristig fällig. Von den Verbindlichkeiten sind zum 31.12.2024 TEUR 334.450 zwischen 1 und 5 Jahren fällig und betreffen nahezu vollständig Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern. Die Verbindlichkeiten mit einer Fälligkeit von mehr als 5 Jahren haben sich von TEUR 339.768 zum 31.12.2023 auf TEUR 0 zum 31.12.2024 reduziert. Grund ist, dass die Laufzeit der Verbindlichkeiten zum 31.12.2024 nun zwischen 4 und 5 Jahren fällig sind. Verbindlichkeiten von TEUR 94.594 sind kurzfristig. Zum 31.12.2023 waren TEUR 102.842 kurzfristig und TEUR 109.258 zwischen 1 und 5 Jahren fällig. Insgesamt belaufen sich das Eigenkapital und die sonstigen langfristigen Passiva auf TEUR 413.388 und übersteigen damit, das im Anlagevermögen langfristig gebundene Vermögen der Gruppe von TEUR 387.567. Die Bilanzierung der passiven latenten Steuern basiert hauptsächlich auf der Aktivierung von immateriellen Vermögenswerten, welche im Zuge des Erwerbs der valantic und der weiteren Unternehmenskäufe zum beizulegenden Zeitwert angesetzt wurden. 4 Wesentliche Risiken und Chancen4.1 Umgang mit Risiken Das Mutterunternehmen wendet konzerneinheitliche Grundsätze für das allgemeine Risikomanagement an und hat Konzernvorschriften für bestimmte Risikobereiche, wie das Wechselkurs-, Kredit-, Zins- und Liquiditätsrisiko, implementiert. Um die Risiken aus dem operativen Geschäft vollständig zu erfassen, ist ein monatliches Reporting der Berichtseinheiten obligatorisch, welches auch die ad-hoc Meldung von Risiken umfasst. Ausgehend von unserer Unternehmensstrategie werden Chancen identifiziert und durch entsprechende Investitionen und Maßnahmenplanungen oder Akquisitionsbudgets unterstützt. Gleichzeitig arbeitet das Management der Gruppe daran die Erhebung und Messbarkeit von Risiken weiter zu optimieren. Eine gute Corporate Governance gehört zu den zentralen Werten der Gesellschaft. Die Geschäftsführung der Gesellschaft bzw. die Geschäftsführung der operativen Einheiten arbeiten gemeinsam daran, die Einhaltung der zentralen Werte innerhalb des gesamten Konzerns zu gewährleisten bzw. diese auch vorzuleben. Zu diesem Zweck wird eine Unternehmenskultur gefördert und unterstützt, die auf höchsten ethischen Standards, internen Kontrollen und der Einhaltung von Rechtsvorschriften aufbaut. Der valantic Beirat aus fünf Personen ist kritischer Begleiter der Unternehmensentwicklung. Der Beirat nimmt dabei die Perspektive von Kunden, aktueller aber auch zukünftiger Kolleginnen und Kollegen ein und vergleicht valantic auch mit direkten und indirekten Wettbewerbern. Damit ist der Beirat ein wichtiger Gespächspartner und Impulsgeber für die Geschäftsführung. Ende 2021 hatte valantic auf Gruppenebene einen Code of Conduct und ein ESG-Konzept (Environment - Social - Governance) entwickelt, welche im ersten Halbjahr 2022 für alle Gruppengesellschaften verpflichtend wurden. Im Geschäftsjahr 2024 hat valantic weitere Schritte unternommen, um den Ausstoß von Emissionen pro Mitarbeiter durch interne Maßnahmen zu reduzieren. Dies wird erreicht, indem valantic umweltfreundliche Praktiken und neue Technologien innerhalb der Organisation einführt und eine Kultur der Verantwortung und Rechenschaftspflicht für eigene Umweltauswirkungen erzeugt. Auch im Bereich Cyber Security hat valantic in 2024 weitere Investitionen getätigt um sich gegen steigende Risiken abzusichern. 4.1.1 Risikobericht über die Verwendung von Finanzinstrumenten Die von der Gesellschaft getätigten Umsatzerlöse und Einkäufe erfolgen hauptsächlich in Euro. Daher werden keine währungsbezogenen Finanzinstrumente zu Hedgingzwecken eingesetzt. Kredit- und Zinsrisiken ergeben sich weitgehend aus der Konzernfinanzierung, welche zum Erwerb der Unternehmenskäufe aufgenommen wurde. Die Risiken unterliegen einer strengen Kontrolle und Nachverfolgung, da die Gesellschaft über Vorschriften verfügt, mit denen sichergestellt wird, dass die Regeln aus dem Kreditvertrag eingehalten werden. Die Gesellschaft erstellt monatlich ein Reporting, welches die Einhaltung der wesentlichen Pflichten und Regeln (z.B. Überwachung der Covenants) beinhaltet. Die Konzernfinanzierung ist langfristig angelegt und ermöglicht der Gesellschaft in den kommenden Jahren das operative Wachstum fortzusetzen. Unterstützt wird dies durch die endfälligen Gesellschafterdarlehen, welche zusätzlich mit einem Rangrücktritt versehen sind. Im Rahmen des Gesellschafterwechsels auf Ebene der VAL TopCo S.a.r.l. im Jahr 2022 wurde zudem die Laufzeit der Konzernfinanzierung verlängert, sowie die relevanten Convenants auf die neue Struktur und Laufzeit angepasst, welches dem Konzern deutlich mehr Spielraum gegen wirtschaftliche Schwankungen einräumt. Die Kreditmarge wurde dabei nur leicht erhöht. Zur Sicherung von Zinsänderungsrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt (siehe unter Finanzrisiken). Aus Finanzinstrumenten aus dem operativen Geschäft bestehen überschaubare Risiken. So zeigt die Fälligkeitsanaylse der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2024 eine hohe Quote an nicht fälligen bzw. nur im üblichen Bereich überfälligen (bis zu 60 Tagen) offenen Posten von 94% (VJ 93%). Bei den restlichen Posten ist von einer Bezahlung auszugehen bzw. wurde eine entsprechende Wertberichtigung gebildet. 4.1.2 Operationelle Risiken Der Geschäftserfolg der Gesellschaft kann vor allem durch die Bereitschaft der Kunden zu Investitionen in die Digitalisierung von IT-Systemen und Prozessen beeinflusst werden. Diese werden kontiniuierlich durch ein Monitoring der Vertriebsperformance bzw. der Profitablität der einzelnen Konzerngesellschaften überwacht. Gesamtwirtschaftlich ist sepziell in Deutschland ein Rückgang der Investitionsbereitschaft zu verzeichnen, gleichzeitig besteht bei vielen Kunden von valantic weiterhin eine höhere Bereitschaft Invesitionen in die Digitalisierung fortzusetzen um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Valantic bewertet daher Branchen- und Kundenentwicklungen sehr differenziert um bestmöglich auf Nachfrageänderungen reagieren zu können. 4.1.3 Finanzrisiken Aus der Verpflichtung zur Bedienung der Fremdfinanzierung bestehen verschiedene Risiken. Zum einen müssen vertraglich vereinbarte Zinszahlungen geleistet werden. Zur jederzeitigen Erfüllung dieser Zahlungsverpflichtungen muss der valantic eine entsprechende Liquidität zur Verfügung stehen. Dies wird durch das Bestehen bzw. den Abschluss neuer Ergebnisabführungsverträge zwischen der valantic und allen wesentlichen deutschen Tochtergesellschaften unterstützt. Bei Tochterunternehmen mit Sitz im Ausland werden Ausschüttung in der Regel mit der Feststellung des Jahresabschlusses bei entsprechender Liquiditätslage beschlossen und durchgeführt. Durch die derzeitige Finanzlage des Unternehmens (Bestand an liquiden Mitteln und der positive Cashflow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit) zeigt sich das Liquiditätsrisiko begrenzt. Das seit dem Geschäftsjahr 2020 bei nahezu allen deutschen Gruppengesellschaften eingeführte flächendeckende Cash-Pooling System führt zu einer hohen Verfügbarkeit der zuvor dezentral vorgehaltenen Liquidität auf Ebene der valantic GmbH und wurde im Jahr 2023 um weitere Gruppengesellschaften erweitert. Ebenso wurde in 2024 Maßnahmen zur optimierteren Einbindung der Gesellschaften außerhalb von Deutschland in das Cashmanagement ergriffen. Dazu wurden die Investitionen in den Bereich Treasury erhöht. Ferner besteht ein Zinsänderungsrisiko, da der Zins für die Fremdfinanzierungen sich aus einer Zinsmarge sowie dem 6-Monats-EURIBOR zusammensetzt. Da sich der EURIBOR in 2024 vom Höchststand in 2023 durch mehrere Zinssenkungen ab Mitte 2024 reduziert hat, gab es in 2024 eine leichte Entlastung gegenüber 2023. Für 2025 werden höhere Entlastungen erwartet. Die Geschäftsführung hatte Ende 2022 bzw. Anfang 2023 den Entschluss getroffen 100% der zum 31.12.2022 bestehenden variabel verzinslichen Darlehensverbindlichkeiten über Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) bis Ende 2026 gegen einen Anstieg des 6-Monats-EURIBOR über 3 % abzusichern. Damit wurde das Risiko aus weiter steigenden Zinsen auf den Teil des Fremdkapitals begrenzt, welcher nach dem 31.12.2022 aufgenommen wurde. Hier hatte die Geschäftsführung auf weitere Absicherungsmaßnahmen verzichtet, da sich im Markt kein weiterer Anstieg bzw. ein Rückgang der Zinsen andeutete, der in 2024 auch eingetreten ist. Durch eine endfällige Tilgungsstruktur kann zudem die operativ erwirtschafte Liquidität zum Großteil in das Wachstum investiert werden. Ein weiteres Risiko im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung kann sich aus der Nichteinhaltung bzw. Verschlechterung der im VAL FCV HoldCo-Kreditvertrag (siehe auch Haftungsverhältnisse im Konzernanhang) aufgeführten Finanzkennzahl ergeben. Sowohl zum 31.12.2024, als auch unterjährig, hat die im Kreditvertrag verpflichtete Gruppe allerdings die Finanzkennzahl mit ausreichendem Abstand zu der festgelegten Obergrenze eingehalten. Mit Blick auf die Planungsperiode der nächsten drei Jahre sieht die Geschäftsführung ein niedriges Risiko für einen Bruch der Finanzkennzahl, da für die Zukunft der einzuhaltende Grenzwert sukzessive moderat absinkt, allerdings bei einem gleichzeitig geplanten Anstieg der Ergebnisse. Allerdings ist die Mittelfristplanbarkeit im Rahmen der aktuellen Krisen schwieriger geworden. Auf Basis der Ende 2024 erstellen Planung werden über die nächsten drei Jahre aber alle Grenzwerte mit ausreichend Abstand eingehalten. Für den Fall von Liquiditätsengpässen steht der Gruppe zudem eine umfangreiche Kontokorrentlinie zur Verfügung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, über Finanzierungspartner und Gesellschafter der valantic-Gruppe - auch für akquisitorisches Wachstum - weiteres Kapital aufzunehmen. Bei der Anlage etwaiger Liquiditätsreserven besteht grundsätzlich das Risiko, dass Anlagen aufgrund der Zahlungsunfähigkeit einer Bank oder anderer Adressen ausfallen. Aus diesem Grund achten die Unternehmen der Gruppe auf eine konservative Anlage der Liquiditätsreserven bei Banken. Zudem dienen diese Mittel als Sicherheiten für die Finanzierung. Eine Anlage in Form von Wertpapieren etc. erfolgt aktuell nur in einem begrenzten Umfang und ist auf Wertpapiere begrenzt, welche im Rahmen einer Akquisition durch den Konzern erworben wurden. Die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit der Gesellschaften ist ein wichtiges Unternehmensziel. Durch das implementierte Cash-Pooling System in Kombination mit einer entsprechenden Liquiditätsplanung und -steuerung werden mögliche Engpässe rechtzeitig transparent gemacht, zum Großteil automatisiert ausgeglichen und bei Bedarf weitere angemessene Schritte ausgelöst. Im Rahmen der Unternehmensplanung wird die Liquiditäts- und Finanzlage für den Planungshorizont von drei Jahren prognostiziert. Der kurzfristige Liquiditätsbedarf wird auf Grundlage einer rollierenden Feinplanung abgeschätzt. Ein Währungsrisiko besteht nur im geringen Ausmaß, da die Umsatzerlöse überwiegend in Euro abgerechnet werden und auch der überwiegende Teil der liquiden Mittel in Euro gehalten wird. Ebenso bestehen die Verpflichtungen aus der Konzernfinanzierung in Euro. 4.1.4 Rechtliche Risiken Die Gesellschaften übernehmen im Rahmen des operativen Geschäfts in den Verträgen mit ihren Kunden zum Teil vertragliche Haftungen und Gewährleistungen. Diese sind teilweise durch Versicherungen oder Ansprüche gegen Dritte abgedeckt. Für sämtliche Rechtsrisiken und sofern sich aus den vertraglichen Haftungen konkrete Einzelrisiken ergeben, werden bei den betreffenden Gesellschaften entsprechende Rückstellungen gebildet. Zudem hat die Gruppe eine umfassenden Versicherungsschutz, welcher konstant auf die Angemessenheit in Bezug auf das operative Geschäft überprüft und bei Bedarf angepasst wird. 4.1.5 Sicherheits- und Umweltrisiken Die Gesellschaft sieht aus ihrem operativen Geschäftsmodell nur geringe Sicherheits- und Umweltrisiken. Das Ziel ist es, solche Vorkommnisse vollständig zu verhindern. Es wurden daher Sicherheitsvorschriften festgelegt, die verpflichtend für alle unsere Mitarbeitenden sind, damit dieses Ziel erreicht werden kann. 4.1.6 IT- und Cybersecuritiy Risiken Cyberangriffe stellen ein großes Risiko für die Geschäftstätigkeit von Unternehmen dar und auch die valantic Gruppe ist verschiedenen Bedrohungen ausgesetzt. Valantic hat daher im Geschäftsjahr weiter in die Absicherung gegen solche Angriffe investiert. Darunter zählt z.B. der Ausbau eines flächendeckenden Darknet Monitorings, sowie einfacheren Maßnahmen wir Training von Mitarbeitern und Schwachstellenscans. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich überwacht und an neue Bedrohungen angepasst. Die dezentrale Struktur der Gruppe sorgen für eine natürliche Risikostreuung. Zusätzlich schützt eine gruppenweite Cybersecurity-Versicherung vor den finanziellen Auswirkungen potenzieller Angriffe 4.1.7 Risiken aus dem Krieg in der Ukraine Im Rahmen der Akquisition der valantic NL (vormals ISM-Gruppe) hat valantic auch einen Standort in Schytomir in der Westukraine erworben. Aktuell werden dort ca. 60 Entwickler beschäftigt, welche valantic NL bei Kundenprojekten in den Niederlanden unterstützen. Oberste Priorität hat die Unterstützung der Kollegen und ihrer Familien in der Ukraine. Die geschieht sowohl finanziell als auch durch Hilfsangebote für einen Umzug in die Niederlande oder an andere valantic-Standorte. Zum aktuellen Zeitpunkt kann der Betrieb mit nur leichten Einschränkungen aufrecht erhalten werden. Es besteht aber weiterhin ein Risiko, dass die Geschäftstätigkeit des Standorts weiter eingeschränkt wird oder sogar komplett eingestellt werden muss. Zudem verfolgt valantic konstant die Entwicklung der Sanktionen gegenüber Russland. Direkte Auswirkungen aus den Sanktionen auf die Geschäftstätigkeit von valantic bestehen jedoch nicht. 4.1.8 Risiken aus der Inflation Durch den Rückgang der Inflation im Jahr 2024 haben sich Risiken auf das Geschäftsmodell der valantic ebenfalls deutlich reduziert. Die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklung allerdings weiterhin um bei einem möglichen neuen Anstieg entsprechend reagieren zu können. 4.1.9 Risiken aus Zöllen Für valantic als Dienstleistungsunternehmen und Unternehmen mit einem geringeren Volumen an Lizenzverkäufen stellen die aktuellen Zolldiskussionen nur ein geringes Risiko dar, da diese Leistungen aktuell nicht von Zöllen betroffen sind. Sollte sich dies ändern wäre das Risiko wohl auf die Umsätze außerhalb der Europäischen Union, vor allem die USA, begrenzt. Hier hat valantic Umsatzerlöse i.H.v. TEUR 19.860 welche einem Risiko unterliegen würden. Ein größeres Risiko liegt in den Auswirkungen von globalen Zöllen auf Kunden von valantic welche stark Export orientiert sind. Hier ist eine Risikoeinschätzung aktuell nur schwer möglich, die Geschäftsführung beobachtet die Entwicklungen allerdings genau um schnell auf andere Branchen ausweichen zu können. 4.2 Chancenbericht Neben den bereits dargestellten Risiken bestehen auch Chancen, die über die in der Planung prognostizierte Geschäftsentwicklung hinausgehen. Die Geschäftsführung sieht diese insbesondere in den folgenden Bereichen: 4.2.1 Mitarbeitende Durch das Wachstum und den am Markt weiter zunehmenden Bekanntheitsgrad des Brands „valantic“ hat sich die Visibilität und Attraktivität der Gruppe stetig erhöht. Darüber hinaus wurden weitere Gruppengesellschaften auf den valantic Brand überführt, was diesen Effekt verstärkt. Mit dem Rebranding von insgesamt elf Competence Centern hat valantic einen weiteren großen Schritt in Richtung eines einheitlichen Markenauftritts gemacht. Die Umbenennung der Gesellschaften, die zuvor noch unter alter Marke firmierten, unterstreicht das One-Firm-Prinzip von valantic und sorgt für eine Steigerung der Brand Awareness in diversen Zielmärkten des Unternehmens. Die Möglichkeit, den künftigen Erfolg der Gruppe mitgestalten zu können und in einem dynamischen Umfeld mit kurzen Entscheidungswegen und flacher Hierarchie arbeiten zu dürfen, zieht weiterhin viele Bewerberinnen und Bewerber an. Mit Blick auf die sicher veränderten Marktbedingungen hat valantic im Geschäftsjahr aber selektiver agiert und rund 650 Kolleg:innen eingestellt (VJ: ca. 950), netto wurden im Vergleich zum 31.12.2023 ohne Zugang durch die Akquisition von Venzo nur 26 Mitarbeiter bis zum 31.12.2024 aufgebaut. Zudem bietet valantic neuen Mitarbeitenden die Möglichkeit, an komplexen und herausfordernden Projekten mitarbeiten zu können. Zudem investiert valantic konstant in die Weiterbildung und in Führungskonzepte und gewährleistet so, dass sich sowohl junge als auch langjährige Mitarbeitende konstant weiterentwickeln können und der Gruppe somit treu bleiben. Verstärkt wird dieser Effekt durch die langjährige Betriebszugehörigkeit der Führungskräfte. Um auch weiterhin gegen den akuten Fachkräftemangel und den fortschreitenden demographischen Wandel bestehen zu können, ist valantic auch in der Zusammenarbeit mit Hochschulen aktiv, um über Praktika bzw. Traineeprogramme Talente langfristig an valantic zu binden. Die Gewinnung und Integration ausländischer Fachkräfte ist für valantic ebenfalls ein wesentliches Fundament der ambitionierten globalen Wachstumsstrategie. Neben dem Auf- und Ausbau eigener Standorte im inner- und außereuropäischen Ausland zählt die Integration ausländischer Mitarbeitender in den deutschen Arbeitsmarkt zu den wichtigsten Voraussetzungen für ein weiterhin kraftvolles Unternehmenswachstum. Hierbei ist die Offenheit und Vielfalt der Belegschaft ein Kernmerkmal der Unternehmenskultur von valantic. Hinsichtlich der Integration von Mitarbeitenden aus asiatischen Ländern - mit einem besonderen Fokus auf Indien - hat valantic im Geschäftsjahr 2024 weitere Onboarding-Prozesse entwickelt. Ebenfalls relevant für valantic als personalintensives Unternehmen ist die konstante Weiterbildung seiner Mitarbeitenden. Speziell die neuen Möglichkeiten aus dem Einsatz von AI Assistenten kann die Effizienz deutlich steigern. Auch hier hat valantic in 2024 weiter investiert. Siehe hierzu auch die Ausführungen unter Forschung und Entwicklung. Zudem hat valantic einen Großteil seiner rund 4.000 Mitarbeitenden durch umfassende Schulungsprogramme erfolgreich in die Lage versetzt, KI-Lösungen zur Unterstützung des eigenen Arbeitsalltags zu nutzen. Hierbei wird insbesondere ein interner KI-Coworker eingesetzt, der in einer Compliance-konformen Arbeitsumgebung betrieben wird und derzeit das Sprachmodell ChatGPT 4.0 von OpenAI nutzt. Dieser kann selbständig Texte und Dokumente interpretieren, darauf reagieren und sinnvolle Ergebnisse generieren. Mitarbeitende von valantic können den Chatbot für eine Vielzahl von Aufgaben einsetzen, um die Effizienz zu steigern und die Informationsbeschaffung zu erleichtern. valantic hat jedoch nicht nur das eigene Unternehmen weiter auf das Zeitalter der künstlichen Intelligenz vorbereitet, sondern auch das KI-fokussierte Technologie- und Dienstleistungsportfolio deutlich erweitert. So unterstützt valantic seine Kunden inzwischen unter anderem bei der Entwicklung und Umsetzung von Datenstrategien und -architekturen, bei Data Engineering und -Governance, der KI-Implementierung und Mitarbeiterbefähigung sowie der Entwicklung und Umsetzung branchenspezifischer KI-Anwendungen. 4.2.2 Technologien und Märkte valantic verfügt über umfassendes Know-how insbesondere in Trendtechnologien. Der beschriebene Wandel des IT-Marktes, der sowohl IT-Unternehmen als auch Unternehmen aus klassischen Branchen erfasst, eröffnet ein großes Marktpotenzial für die Gruppe. Die Expertise in technologischen Themen ermöglicht es den valantic-Gruppengesellschaften auch zu neuen Geschäftsfeldern, mit bedeutenden Wachstumspotenzialen, einen Zugang zu erlangen. Aber auch der Eintritt in neue Marktsegmente und Regionen durch organisches oder akquisitorisches Wachstum schafft neue Möglichkeiten. Die Gruppe arbeitet konstant auch an verschiedenen IT-Lösungen, welche zukünftig auch zur Ergebniskraft beitragen sollen. Das Leistungsportfolio von valantic weist in allen Feldern der Digitalisierung eine hohe Diversifizierung auf, gepaart mit einer tiefgehenden fachlichen Spezialisierung durch Expertenteams. In der Folge ist valantic in der Lage, auch umfassende Kundenprojekte ganzheitlich zu begleiten. Damit positioniert sich valantic kontinuierlich als leistungsfähiger End-to-End-Partner in der digitalen Transformation. Auch im Jahr 2024 hat valantic in die Weiterentwicklung seiner End-to-End-Kompetenzen investiert: Einerseits wurde dies durch weitere Vernetzung von Fachbereichen über Competence-Center-Grenzen hinweg erreicht (z.B. Gründung der Data & AI Practice) - unterstrichen durch die Gewinnung fachübergreifender Kundenprojekte mit interdisziplinären Teams. Andererseits wurden verbliebene Portfoliolücken durch neue Partnerschaften oder die Akquisition spezialisierter Anbieter geschlossen. 4.2.3 Internationalisierung Neben Deutschland, Österreich und die Schweiz, hat sich durch die Akquisition von Venzo auch Dänemark zu einem Kernmarkt von valantic entwickelt. Perspektivisch sieht valantic in diesen und auch anderen Ländern weiteres Wachstumspotenzial. Auch bei der Zusammenarbeit mit Dienstleistern im Near- und Offshorebereich bzw. der Akquisition weiterer solcher Gesellschaften kann eine Option liegen, das angestrebte Wachstum zu unterstützen und gleichzeitig eine Verbesserung der Marge zu erzielen. ![]() Abbildung 3: Länder mit valantic Standorten Auch 2024 hat valantic seine internationale Reichweite über die DACH-Region hinaus ausgebaut. Zum Jahresende unterhielt das Unternehmen Standorte in 18 Ländern weltweit, was neben der globalen Fachkräftegewinnung die regionalen Vertriebschancen weiter steigert und die Umsetzung länderübergreifender Projekte erleichtert. Zuletzt ist mit dem Zugewinn der dänischen Digitalberatung Venzo der Ausbau der Präsenz im Nordics-Markt gelungen - eine Region, die zu den digitalen Vorreitern Europas zählt. 4.2.4 Akquisitionen Auch im Geschäftsjahr 2025 will valantic durch Akquisitionen wachsen, da diese einen wichtigen Bestandteil der Unternehmensstrategie und -entwicklung darstellen. Neben den beschriebenen Risiken aus Akquisitionen stellen diese aber auch eine erhebliche Chance zur Beschleunigung des Wachstums für den weiteren, gezielten und strategischen Aufbau der Gruppe dar. Der Fokus der Akquisitionstätigkeit richtet sich hierbei auf mittelständische IT-Unternehmen, deren Geschäftsmodell sich in der Vergangenheit bereits bewährt hat, da diese Unternehmen am meisten davon profitieren, sich einer größeren Gruppe anzuschließen. 4.2.5 Prozesse und Systeme Die stetige Verbesserung der internen Organisation und Zusammenarbeit hat für valantic hohe Priorität. Der Einsatz moderner Systeme und durchdachter Prozesse erlaubt es, gruppenübergreifend effizient zusammenarbeiten zu können. Auch im Geschäftsjahr 2024 ist valantic konsequent darin fortgeschritten, seine internen IT-Systeme über Competence-Center-Grenzen hinweg zusammen zu führen, Schnittstellen zu entwickeln und End-2-End-Prozesse zu verbessern. So wurde etwa die Transparenz zu Vertriebspotenzialen dank der Zusammenführung von CRM-Systemen unternehmensweit optimiert. Ebenso wurde der Automatisierungsgrad bei der Datenübertragung zwischen Systemen der Angebotserstellung und der anschließenden Projektorganisation erhöht, was zeitintensive manuelle Arbeitsschritte und die Fehleranfälligkeit reduziert. 4.3 Gesamtbild der Risiko- und Chancenlage Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich das Gesamtrisiko, dem valantic ausgesetzt ist, unter Berücksichtigung des angewandten Risikomanagements, im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht hat. Zwar hat der Rückgang der Zinsen einen positiven Effekt auf ein für valantic größeres Risiko, gleichzeitig ist die Unsicherheit bei vielen Kunden von valantic durch die Zolldiskussionen gestiegen, was sich auf die Auftragslage auswirken könnte. Allerdings können die geplanten zusätzlichen Investitionen der neuen Bundesregierung in Deutschland dazu beitragen, die Risiken zu reduzieren. Das konzernweite Risikomanagementsystem sowie die damit im Zusammenhang stehenden organisatorischen Maßnahmen erlauben es der Geschäftsführung, Risiken zeitnah zu erkennen, um adäquate Maßnahmen einzuleiten. Bestandsgefährdende Risiken bestehen für die Gruppe zum aktuellen Zeitpunkt nicht. Das Management sieht valantic für die Zukunft gut aufgestellt. Das Leistungsportfolio wurde im Jahr 2024 nochmals erweitert und ist auf die Bedürfnisse der Kunden im Rahmen der Digitalisierung ausgerichtet und wird durch die flexible Organisationsstruktur unterstützt. 5 PrognoseberichtDie Geschäftsführung sieht in der aktuellen Entwicklung zur Digitalisierung von Geschäftsprozessen einen wesentlichen Wachstumstreiber für die kommenden Jahre. Weiterentwicklungen von Technologiepartnern und neue Megatrends führen zu weiteren Auftrags- und Umsatzchancen. Speziell im Bereich der großen Mittelstandskunden sowie Großkunden sieht die Geschäftsführung die Chance für weitere gruppenübergreifende Projekte und damit einen weiteren Ausbau des Cross-Selling, welches bereits jetzt konstant gesteigert werden kann. Auch die steigende Internationalisierung der valantic führt dazu, dass weitere Kundensegmente und Projektopportunitäten bedient werden können. Mögliche Risiken aus der Abhängigkeit von einzelnen Kunden für die Gruppe sind dabei überschaubar. Die Kundenbeziehungen zu Großkunden in der Gruppe sind in der Regel langfristiger Natur. Durch das organische und anorganische Wachstum und den damit einhergehenden Ausbau des Leistungsspektrums verspricht sich die Geschäftsführung zusätzliche Chancen bei der Gewinnung von Großprojekten, aber auch beim Recruiting neuer Mitarbeiter und somit einer Verstärkung des operativen Wachstums. Die Fragmentierung bei anhaltender Konsolidierung des deutschen IT-Service-Marktes stellt für valantic eine bedeutende Chance dar. Zahlreiche IT-Servicegesellschaften werden von potenziellen Kunden als zu klein angesehen, um als verlässlicher Geschäftspartner mit „Preferred Supplier Status“ geführt zu werden. Aus diesem Grund verfolgt valantic das Ziel, durch starkes organisches und anorganisches Wachstum in den kommenden Jahren die erreichte Größe weiter auszubauen, um bei immer mehr internationalen Großkonzernen und führenden Mittelständlern als starker Partner auftreten zu können. Ziel von valantic ist es, neben einem operativen Wachstum der bestehenden Gruppengesellschaften in 2025 wieder etwas stärker ein zusätzliches Wachstum durch weitere Akquisitionen zu erreichen. Hierzu führt das Management fortwährend Gespräche mit potenziellen neuen Gruppenunternehmen. Für die bestehenden Gruppengesellschaften erwartet valantic im Geschäftsjahr 2025 eine Steigerung der Gesamtleistung um ca. 10%. Das Ergebnis (EBITDA) soll ebenfalls um über 10% gesteigert werden, was unter anderem durch den ganzjährigen Einbezug der neuen Gruppengesellschaft Venzo und einem Rückgang der Sondereffekte liegt. Basierend auf den Pro-Forma Zahlen für 2024 erwartet valantic im Geschäftsjahr 2025 eine etwas geringere Steigerung der Gesamtleistung (Basis EUR 596Mio.) um ca. 5%. Das Ergebnis (EBITDA vor Sondereffekten auf Basis der ProForma Darstellung) soll vom Ausgangswert EUR 69,9 Mio. um mehr als 10% gesteigert werden. Die EBITDA-Marge auf Basis der ProForma Darstellung soll dabei im zweistelligen Prozentbereich gehalten und ausgehend vom Vergleichswert 11,8% auf über 12% gesteigert werden. Bei den Mitarbeitern sieht die Planung ein Wachstum im einstelligen Prozentbereich vor. Auf Grund der volatilen gesamtwirtschaftlichen Lage in unseren Zielabsatzmärkten, kann eine Anpassung der Ziele allerdings unterjährig erforderlich sein.
München, 31. Mai 2025 Dr. Holger von Daniels, Geschäftsführer Alexander Diepold, Geschäftsführer Dr. Sebastian Hauptmann, Geschäftsführer Guido Schlief, Geschäftsführer Dennis Zentgraf, Geschäftsführer Inhalt Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024 Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2024 Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 20241 Allgemeine Angaben Angaben zur Identifikation des Mutterunternehmens Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Angaben zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr 2 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden Konsolidierungskreis Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2024 Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis: Konsolidierungsmethoden und Equity-Bewertung 3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Vorräte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Wertpapiere Flüssige Mittel Rechnungsabgrenzungsposten Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag Eigenkapital Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen Steuerrückstellungen Sonstige Rückstellungen Verbindlichkeiten Rechnungsabgrenzungsposten Latente Steuern Fremdwährungsumrechnung Derivative Finanzinstrumente 4 Erläuterungen der Posten der Bilanz Anlagevermögen Geschäfts- oder Firmenwerte Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Eigenkapital Rückstellungen Verbindlichkeiten Sicherheiten für Verbindlichkeiten Latente Steuern Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente 5 Erläuterung der Posten der Gewinn- und Verlustrechnung 6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung 7 Weitere Angaben Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Konzernzugehörigkeit Honorar des Abschlussprüfers Gesamtvergütung der Geschäftsführung Nachtragsbericht Geschäftsführung Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2024
Konzerneigenkapitalspiegel zum 31. Dezember 2024
Ergänzende Angaben zum Konzerneigenkapital per 31.12.2024* :
* diese Angaben beziehen sich auf das Mutterunternehmen, die valantic GmbH Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 20241 Allgemeine AngabenAngaben zur Identifikation des Mutterunternehmens Die valantic GmbH hat ihren Sitz in München und ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter der Registernummer HRB 246035 eingetragen. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die valantic GmbH ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2024 eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Der Konzernabschluss der valantic GmbH wird nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Die Geschäftsführung hat die Auswirkungen von Ereignissen nach dem Abschlussstichtag auf den Konzern und die valantic GmbH bis zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung überwacht. Wertaufhellende Ereignisse sind in diesem Abschluss berücksichtigt worden. Bezüglich zukünftiger Risiken verweisen wir auf die Ausführungen im Risikobericht des Lageberichts. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Zur Vergrößerung der Klarheit und Übersichtlichkeit der Darstellung werden Davon-Vermerke sowie Angaben, die wahlweise in der Konzernbilanz bzw. der Konzern-Gewinn- oder Verlustrechnung oder im Konzernanhang gemacht werden können, weitestgehend im Konzernanhang gemacht. Angaben zur Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr Aufgrund von Zugängen zum Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr und im Vorjahr ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses mit dem Vorjahresabschluss nicht ohne weiteres gegeben. Die Vergleichbarkeit wird daher durch zusätzliche Angaben im Anhang hergestellt. So werden die Veränderungen des Konsolidierungskreises im Folgenden einzeln aufgeführt. Die Auswirkungen, die sich aus der erstmaligen ganzjährigen Einbeziehung der im Vorjahr unterjährig erstkonsolidierten Gesellschaften auf die Konzern-GuV ergeben sind wie folgt:
Aus den Zugängen zum Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr ergeben sich keine Auswirkungen auf die Konzern-GuV. Auf diese entfallen jedoch folgende Anstiege in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024.
2 Konsolidierungskreis und KonsolidierungsmethodenKonsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die valantic GmbH und die nachfolgend aufgeführten Tochterunternehmen. Tochterunternehmen sind alle Unternehmen, auf die die valantic GmbH unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Ein Unternehmen, auf dessen Geschäfts- und Finanzpolitik mittelbar ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird, ist als assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode bewertet. Anteilsbesitz zum 31. Dezember 2024
Im Geschäftsjahr 2024 ergaben sich folgende wesentliche Änderungen im Konsolidierungskreis:
Konsolidierungsmethoden und Equity-Bewertung Die Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis 31.12.2024 der einbezogenen Tochterunternehmen sind grundsätzlich auf den Stichtag des Mutterunternehmens (31.12.2024) aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung (Erstkonsolidierung) wird nach der Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB) vorgenommen. Dabei werden die Anschaffungskosten der Anteile an den einbezogenen Tochterunternehmen mit dem jeweils anteiligen Reinvermögen basierend auf den beizulegenden Zeitwerten der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dieser Unternehmen zum Zeitpunkt, zu dem das jeweilige Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, verrechnet. Die Anschaffungskosten umfassen neben dem Erstkaufpreis auch variable Kaufpreisbestandteile, welche an die Erreichung zukünftiger Ergebnis- bzw. Umsatzziele gekoppelt sind. Die Höhe dieser variablen Kaufpreisbestandteile wird zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung auf Basis von Wahrscheinlichkeitsannahmen bewertet. Darüber hinaus umfassen die Anschaffungskosten sämtliche Kosten, die im direkten Zusammenhang mit dem Anteilserwerb stehen. Akquisitionskosten werden im Aufwand gebucht, sofern sie keine Anschaffungsnebenkosten darstellen. Bei der Neubewertung des Eigenkapitals werden die gesetzlichen Vorschriften sowie die bei der valantic GmbH geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Ein positiver Unterschiedsbetrag aus der Verrechnung wird als Geschäfts- oder Firmenwert bilanziert. Für Anteile von Minderheitsgesellschaftern an Tochterunternehmen wird im Konzerneigenkapital ein Ausgleichsposten unter der Bezeichnung „Nicht beherrschende Anteile“ ausgewiesen. Die Auf- oder Abstockung von Anteilen an Tochterunternehmen wird jeweils als Erwerbsvorgang abgebildet. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden gegeneinander aufgerechnet. Konzerninterne Umsatzerlöse sowie andere Erträge werden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Wesentliche Zwischenergebnisse aus Geschäftsvorfällen zwischen einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Nach der Equity-Methode werden entsprechend § 312 HGB die Beteiligungen anfangs mit ihren Anschaffungskosten angesetzt und der Buchwert danach um die dem Konzern anteilig zurechenbaren Eigenkapitalveränderungen des assoziierten Unternehmens korrigiert. Auf die Beteiligung entfallende Gewinnausschüttungen werden abgesetzt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert in der Konzernbilanz und dem anteiligen Eigenkapital wird im Konzernabschluss fortgeführt. Ein darin enthaltener Geschäfts- oder Firmenwert wird über 10 Jahre verteilt. Der Unterschiedsbetrag wird zu dem Zeitpunkt ermittelt, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Aufgrund der Veräußerung der Anteile an der Pimcore GmbH besteht zum 31. Dezember 2024 keine Beteiligung mehr, die nach der Equity Methode zu bewerten ist. Soweit einschlägig, erfolgt bei Asset Deals und vermögensübertragenden Umwandlungen im Konzernabschluss eine analoge Anwendung der Grundsätze des DRS 23. Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Jahresabschlüsse werden alle Vermögenswerte und Schulden, mit Ausnahme des Kapitals, zu Stichtagskursen umgerechnet. Das Kapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnungen erfolgt mit den monatlichen Durchschnittskursen. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird ergebnisneutral im Eigenkapital im Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" ausgewiesen. Die geringen Währungsumrechnungsdifferenzen im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen der Zwischenergebniseliminierung werden vereinfachend keine Umrechnungsdifferenzen ermittelt. 3 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenFür alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewendet. Immaterielle Vermögensgegenstände Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich von Dritten erworbene Software wird zu Anschaffungskosten aktiviert. Im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbene Software wird mit ihrem Zeitwert im Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt. Die Abschreibung erfolgt jeweils über die betriebsübliche Nutzungsdauer von 3 bis 7 Jahren. Auftragsbestände, Markennamen und sonstige Werte, die im Rahmen von Unternehmenserwerben zugegangen sind, werden mit ihrem Zeitwert zum Stichtag der Erstkonsolidierung bewertet. Sie werden über ihre betriebsübliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Für Marken sind dies 5 Jahre, für Auftragsbestände 1 bis 5,75 Jahre. Geschäfts- oder Firmenwerte aus dem Erwerb von Tochterunternehmen, wie unter „Kapitalkonsolidierung“ beschrieben, werden grundsätzlich planmäßig über 10 Jahre abgeschrieben. Sie werden den erworbenen Unternehmen bzw. Sparten zugeordnet. Die Nutzungsdauer wird mit 10 Jahren geschätzt, da die erworbenen Gesellschaften eine überdurchschnittliche Markt- und Wettbewerbsposition besitzen. Durch die Implementierung ihrer Produkte bei Kunden mit langfristigen oder sich in der Regel jährlich verlängernden Serviceverträgen besteht eine hohe Sicherheit zur Realisierung des ökonomischen Nutzens. Darüber hinaus haben die erworbenen Gruppengesellschaften durch ihre Positionierung in Themengebieten mit stetig steigenden Anforderungen, wie z.B. der Banken-Regulatorik oder der Dokumentations- und Auskunftspflicht in der Telekommunikationsindustrie, eine sehr gute Marktpositionierung. Die langjährige Betriebszugehörigkeit von Schlüsselmitarbeitern und Kompetenzträgern ist ebenfalls ein Grund für die gewählte Abschreibungsdauer. Eine Überprüfung und Reduzierung der Nutzungsdauer wird vorgenommen, wenn Anzeichen dafür vorliegen dass sich Wesentliche Faktoren wie die Dauer der Kundenbeziehungen oder die Betriebszugehörigkeit von Mitarbeitern im Vergleich zur ursprünglichen Annahme ungünstiger entwickelt. Dies betrifft im Geschäftsjahr den Firmenwert eines im Vorjahr erworbenen Tochterunternehmens, dessen Nutzungsdauer mit drei Jahren neu geschätzt wurde. Geschäfts- oder Firmenwerte, die aus dem Erwerb von Geschäftsbetrieben im Rahmen von Asset Deals resultieren und bei denen die Übernahme von Mitarbeitern und Kompetenzen (Teams) im Vordergrund standen, werden über eine kürzere Nutzungsdauer von 4 bis 5 Jahren abgeschrieben, wenn dies der Zeit entspricht, über die die valantic GmbH voraussichtlich von den übernommenen Teams profitieren kann. Immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben, im Zugangsjahr zeitanteilig. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei entsprechenden Anzeichen gesondert auf außerplanmäßigen Wertminderungsbedarf hin überprüft. Soweit notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Sachanlagen Die Sachanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten, soweit sie abnutzbar sind, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bei Sachanlagen mit zeitlich begrenzter Nutzung werden lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern von 3 bis 13 Jahren für Geschäftsausstattung vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von weniger als EUR 1.000 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Soweit notwendig werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert Finanzanlagen Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bei dauerhafter Wertminderung. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet. Diese Unternehmen werden im Zugangszeitpunkt mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Sofern ein Unterschiedsbetrag zwischen den Anschaffungskosten und dem anteiligen Eigenkapital besteht, der nicht einer bestimmten Kategorie von Aktiva oder Passiva zugerechnet werden kann, wird dieser grundsätzlich abgeschrieben. Der auf die gehaltenen Anteile entfallende Anteil des Ergebnisses der Beteiligung wird in der Folge in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung gesondert ausgewiesen. Auf die Anpassung etwaiger vom Konzernabschluss der valantic GmbH abweichender Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Abschluss der assoziierten Unternehmen wird verzichtet. Vorräte In Arbeit befindlichen Aufträge werden als unfertige Leistungen bilanziert. Erst mit der Übertragung des Risikos auf den Kunden wird der Umsatzerlös gebucht und der Gewinn realisiert. Für abgrenzbare Teilprojekte kann der Umsatzerlös auch früher mit Teilabnahme gebucht werden, wenn kein Gesamtfunktionsrisiko übernommen wird. Die unfertigen Leistungen sowie fertigen Erzeugnisse sind mit einem auf Basis der handelsrechtlichen Herstellungskosten ermittelten Stundensatz bewertet. Die Herstellungskosten beinhalten auch angemessene Anteile an den allgemeinen Verwaltungskosten. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wird durch eine am Projekterlös orientierte retrograde Bewertung sichergestellt. Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Abschlussstichtag. Geleistete Anzahlungen werden zum Nennwert bilanziert Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zu Nominalbeträgen unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Sonstige Wertpapiere Sonstige Wertpapiere sind grundsätzlich zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert. Flüssige Mittel Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nennwerten bilanziert. Guthaben in fremder Währung werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Abschlussstichtages umgerechnet. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Bilanzstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Nicht durch Konzerneigenkapital gedeckter Fehlbetrag Dieser Posten enthält den Bilanzverlust, soweit dieser die sonstigen Posten des Eigenkapitals übersteigt. Somit kommt es zu einem Überschuss der Passivposten über die Aktivposten und einem gesonderten Ausweis dieses Postens am Schluss der Bilanz auf der Aktivseite. Eigenkapital Als Gezeichnetes Kapital wird das Stammkapital des Mutterunternehmens zum Nennwert bilanziert. Die Kapitalrücklage enthält sonstige Zuzahlungen der Gesellschafterin. Pensionsrückstellungen und Deckungsvermögen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen kommt als versicherungsmathematisches Verfahren das Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G zur Anwendung. Aufgrund der Regelung in § 253 Abs. 1 HGB (Ansatz von Rückstellungen zum Erfüllungsbetrag) werden bei der versicherungsmathematischen Bewertung der Pensionsrückstellungen jährlich erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen von 3,2 Prozent p. a. bzw. 2,2 Prozent p. a. angesetzt. Als Diskontierungssatz wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten zehn Jahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren verwendet (1,9 Prozent). Soweit Pensionsverpflichtungen rückgedeckt sind, erfolgt die Bewertung nach dem Aktivprimat mit dem Buchwert des Rückdeckungsversicherungsanspruchs. Ein Bestand an Altersversorgungszusagen, dessen Höhe sich ausschließlich nach dem Wert der Rückdeckungsversicherungen bestimmt, wird mit dem beizulegenden Zeitwert (Aktivwert) der Rückdeckungsversicherungen bewertet. Das Deckungsvermögen enthält verpfändete Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen, die mit dem von der Versicherung mitgeteilten Aktivwert angesetzt sind, da ein beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Das Deckungsvermögen wird mit dem Bestand an Pensionsverpflichtungen saldiert, zu dessen Erfüllung es gebildet wurde. Die verbleibenden Überhänge werden in den Rückstellungen für Pensionen gezeigt. Die Erträge und Aufwendungen aus dem Deckungsvermögen werden mit den Ergebniswirkungen aus Aufzinsungen und Änderungen des Rechnungszinses im Finanzergebnis saldiert. Steuerrückstellungen Rückstellungen für laufende Steuern werden für die nach den lokalen Steuergesetzen berechneten Verpflichtungen für abgelaufene Geschäftsjahre gebildet. Steuervorauszahlungen werden bei der Berechnung der Rückstellung berücksichtigt. Sonstige Rückstellungen Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlichen Erfüllungsbetrages. Die sonstigen Rückstellungen beinhalten alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Mit ihnen werden Verpflichtungen abgedeckt, die dem Grunde nach erkennbar, aber hinsichtlich ihrer Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind. Sofern die Restlaufzeit von Rückstellungen über einem Jahr liegt, werden diese mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahren abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten sind zu Erfüllungsbeträgen bewertet. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nominalbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Umsatz für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Latente Steuern Latente Steuern werden auf temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen angesetzt. Bei der Berechnung der latenten Steuern wurde für die im Geschäftsjahr erstkonsolidierten Gesellschaften mit Sitz im Ausland ein Steuersatz von 10% (Bulgarien), 12,5% (Schweiz) bzw. 22% (Dänemark) verwendet. In allen anderen Fällen erfolgte die Bewertung mit einem Durchschnittssteuersatz von 30,0%. Bei Aktivüberhang wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 298 HGB kein Gebrauch gemacht, so dass ein Ansatz des Aktivüberhangs in der Bilanz unterbleibt. Fremdwährungsumrechnung Das Mutterunternehmen sowie die meisten der einbezogenen Tochterunternehmen führen ihre Bücher und Aufzeichnungen in Euro. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Schulden werden bei Zugang mit den Kursen am Transaktionstag eingebucht und zum Devisenkassamittelkurs am Stichtag umgerechnet und die entstehenden Kursdifferenzen in den Erträgen und Aufwendungen abgebildet. Für Vermögensgegenstände und Schulden mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wird bei der Währungsumrechnung die Bewertung zum niedrigeren beizulegenden Wert bzw. nicht über den Anschaffungskosten sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente Prämien für Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bilanziert und in den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesen. Die Auflösung der Prämien erfolgt pro rata temporis linear über die Laufzeit der Vereinbarung. Der Aufwand aus der Auflösung wird unter den Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Erträge aus Ausgleichszahlungen aus Zinsbegrenzungsvereinbarungen werden unter den Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge ausgewiesen. Bilanzielle Bewertungseinheiten werden nicht gebildet. 4 Erläuterungen der Posten der BilanzAnlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der Abschreibungen sind im folgenden Anlagespiegel dargestellt:
Der Abgang der Anteile an assoziierten Unternehmen von TEUR 1.142 (VJ: Abgang TEUR 866) beinhalten Ergebnisanteile aus der Fortschreibung des Equity-Wertansatzes von TEUR 275 (VJ: TEUR 642). Geschäfts- oder Firmenwerte Die Zugänge zu den Geschäfts- oder Firmenwerten entfallen mit TEUR 28.090 (VJ: TEUR 132.178) auf die Erstkonsolidierung der im Geschäftsjahr erworbenen Gesellschaften und mit TEUR 2.363 (VJ: TEUR 3.692) auf höhere Erwartungen bezüglich nachgelagerten Kaufpreisbestandteilen. Der Abgang von den Geschäfts- oder Firmenwerten betrifft reduzierte Erwartungen hinsichtlich der Verpflichtungen aus nachgelagerten Kaufpreisbestandteilen. Von den Geschäfts- oder Firmenwerten per 31.12.2024 sind TEUR 348.525 (VJ: TEUR: 378.226) im Rahmen der Kapitalkonsolidierung (Share Deal) und TEUR 16.112 (VJ: TEUR 18.736) aus Erwerben von Geschäftsbetrieben (Asset Deal) entstanden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben TEUR 227 (VJ: TEUR 529) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen wie im Vorjahr ausschließlich gegen die Gesellschafterin und betreffen sonstige Vermögensgegenstände. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind u.a. zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Zinsbegrenzungsvereinbarungen von TEUR 325 (VJ: TEUR 3.299) und Forderungen aus deutscher Gewerbe- und Körperschaftsteuer, vorwiegend aus Vorauszahlungen in 2024, von TEUR 1.656 (VJ: TEUR 4.172) enthalten. Daneben werden hier debitorische Kreditoren, Kautionen und im Folgejahr abziehbare Vorsteuer bilanziert. Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 2.275 (VJ: TEUR 4.046) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen von TEUR 887 (VJ: TEUR 667) enthalten, die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Eigenkapital Die Entwicklung des Eigenkapitals ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen. Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen belaufen sich auf TEUR 121 (VJ: TEUR 102). Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt zum 31. Dezember 2024 TEUR 646 (VJ: TEUR 558). Das mit dem beizulegenden Zeitwert bewertete mit den Pensionsrückstellungen verrechnete Deckungsvermögen beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 525 (VJ: TEUR 457). Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten. Bei den Rückstellungen für Altersvorsorgeverpflichtungen ergibt sich zwischen dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz nach dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR -4 (VJ: TEUR 6). Unter den sonstigen Rückstellungen (TEUR 71.526; VJ: TEUR 72.282) sind im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für Urlaub und Überstunden, Rückstellungen für variable Kaufpreisbestandteile, Rückstellungen für Gewährleistungen, Jahresabschlusskosten und ausstehende Rechnungen bilanziert. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlauzeit von bis zu einem Jahr betreffen u.a. mit TEUR 25.395 (VJ: TEUR 11.693) eine in Anspruch genommene Kontokorrentlinie, die valantic noch mehr als 4 Jahre zur Verfügung steht. Die erhaltenen Anzahlungen betreffen in Arbeit befindliche Aufträge. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (zugleich Gesellschafter) belaufen sich auf TEUR 3.033 (VJ: TEUR 103.111). Im Vorjahr betrafen diese zum Großteil (TEUR 98.328) Darlehen, welche zusätzlich zu den Darlehen gegenüber Kreditinstituten und sonstigen Kreditgebern im Rahmen des Erwerbs der einzelnen operativen Einheiten aufgenommen wurden. Diese sind im Geschäftsjahr durch Einlage der entsprechen Darlehensforderungen in die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens erloschen. Verbindlichkeiten gegenüber sonstigen Kreditgebern betreffen Darlehen eines DebtFund, welche ebenfalls für die Finanzierung des Erwerbs der valantic GmbH im Jahr 2019 sowie der Zukäufe in den Folgejahren aufgenommen wurden. Von den Verbindlichkeiten mit einer von bis zu einem Jahr abgesehen haben diese eine Restlaufzeit von mehr als 4 Jahren. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. Steuern in Höhe von TEUR 15.180 (VJ: TEUR 14.886) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 1.912 (VJ: TEUR 2.014). Die sonstigen Verbindlichkeiten aus Steuern und sozialer Sicherheit haben wie im Vorjahr ausnahmslos eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Weiterhin werden hier auch der Höhe nach feststehende Kaufpreiszahlungen für Erwerbe von Unternehmen bilanziert. Sicherheiten für Verbindlichkeiten Für die bei dem DebtFund aufgenommenen Darlehen sowie die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden die folgenden wesentlichen Sicherheiten bestellt:
Latente Steuern Die latenten Steuern nach § 306 HGB beruhen im Wesentlichen auf Differenzen aus den im Rahmen der Erstkonsolidierungen vorgenommenen Neubewertungen der immateriellen Vermögensgegenstände sowie aus der Zwischengewinneliminierung. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt:
Nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte derivative Finanzinstrumente Zur wirtschaftlichen Absicherung von Zinsänderungsrisiken wurde eine Zinsbegrenzungsvereinbarungen abgeschlossen. Die Cap-Prämien werden in den sonstigen Vermögensgegenständen mit einem Buchwert von TEUR 325 ausgewiesenen. Der beizulegende Zeitwert der Zinsbegrenzungsvereinbarungen entspricht dem Marktwert und beträgt TEUR 325, der abgesicherte Nominalwert TEUR 310.000. Die Marktwerte wurden auf Basis bankinterner Modelle ermittelt, die auf dem Black & Scholes-Modell basieren. 5 Erläuterung der Posten der Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse lassen sich wie folgt aufgliedern:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen verrechnete Sachbezüge und Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen enthalten. Die Erträge aus der Währungsumrechnung betragen TEUR 464 (VJ: TEUR 317), die periodenfremden Erträge inklusive Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen TEUR 1.090 (VJ: TEUR 1.370). Von diesen TEUR 1.090 entfallen TEUR 365 auf die Auflösung von Rückstellungen für Sonderboni. Die Erträge aus dem Investitionslagegesetz belaufen sich auf TEUR 1.052 (VJ: TEUR 0). Aus der Veräußerung einer Beteiligung an einem zuvor At-Equity-bilanzierten Unternehmen wurde ein Ertrag von TEUR 4.924 realisiert, der außergewöhnlich i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB ist. Der Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersvorsorge in Höhe von TEUR 3.637 (VJ: TEUR 2.562). Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 6.473 (VJ: TEUR 9.135) resultieren im Wesentlichen aus Sonderboni, die in Zusammenhang mit Transaktionen gewährt wurden und Reorganisationsmaßnahmen. Diese Aufwendungen sind außergewöhnlich i.S.d. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB. Die Abschreibungen enthalten außerplanmäßige Abschreibungen auf eine nicht länger genutzte Marke von TEUR 276 (VJ: TEUR 0). Aus der Verkürzung der erwarteten Nutzungsdauer eines im Vorjahr erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerts ergibt sich eine erhöhte Abschreibung von TEUR 3.822. Im Vorjahr beliefen sich die außerplanmäßige Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert auf TEUR 12.400. Diese Aufwendungen sind von außergewöhnlicher Größenordnung. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Kosten für Miete, Reisen, KfZ, Marketing, IT und Lizenzen enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 428 (VJ: TEUR 408) und Aufwendungen aus Währungsumrechnung TEUR 899 (VJ: TEUR 963). Wesentliche außergewöhnliche Aufwendungen i.S.v. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB betreffen im Geschäftsjahr mit TEUR 3.513 (VJ: TEUR 3.590) Aufwendungen für erfolgte Akquisitionen, welche nicht als Anschaffungskosten aktiviert wurden bzw. für geprüfte, aber nicht durchgeführte Akquisitionen und mit TEUR 1.924 (TEUR 4.975) Aufwendungen für Strategieberatung, Rebranding- und Reorganisationsmaßnahmen. Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen entfallen TEUR 212 (VJ: 113) auf verbundene Unternehmen, die zugleich Gesellschafter sind. Das Ergebnis nach der Equity Methode enthält Aufwand aus der Auflösung des Unterschiedsbetrages in Höhe von TEUR 112 (VJ: TEUR 224). Das Ergebnis des assoziierten Unternehmens für den Zeitraum bis zur Veräußerung wurde auf der Basis der laufenden Finanzbuchhaltung des assoziierten Unternehmens und nach Kürzung von Ertragsteuern berücksichtigt. Zinsen und ähnliche Aufwendungen stammen mit TEUR 2.650 (VJ: TEUR 5.901) aus Darlehen von verbundenen Unternehmen, die zugleich Gesellschafter sind. Weitere Zinsen und ähnliche Aufwendungen von TEUR 39.098 (VJ: TEUR 37.810) resultieren aus Bank- bzw. sonstigen Darlehen, wovon TEUR 4.023 (VJ: TEUR 7.865) auf einmalige Bankgebühren und -provisionen entfallen und außergewöhnliche Aufwendungen darstellen. Aus der Abzinsung von Rückstellungen resultiert Aufwand von TEUR 104 (VJ: TEUR 233) und aus der Auflösung von Zinsbegrenzungsvereinbarungen ein Aufwand von TEUR 2.974 (VJ: TEUR 4.082), wovon TEUR 1.100 (VJ TEUR 2.238) auf außerplanmäßige Auflösungen entfallen (außergewöhnliche Aufwendungen). Die Erträge aus dem Deckungsvermögen (6 TEUR) wurden mit den Zinszuführungen (9 TEUR) gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Der sich ergebende Saldo von 3 TEUR ist im Finanzergebnis unter dem Posten „Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ohne latente Steuern betragen TEUR 10.395 (VJ: TEUR 6.222). Aus der Veränderung bilanzierter latenter Steuern ist ein Ertrag in Höhe von TEUR 2.420 (VJ: TEUR 5.755) entstanden 6 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungIn der Kapitalflussrechnung sind die Zahlungsströme entsprechend dem DRS 21 des Deutschen Rechnungslegungs Standards Committee e.V. nach Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aufgeteilt. Die gezahlten Zinsen enthalten einen Betrag von TEUR 1.117 aus dem Kauf einer Zinsbegrenzungsvereinbarung und Zinszahlungen an Gesellschafter über TEUR 4.400, die erst zum Ende der Laufzeit fällig gewesen wären und direkt wieder an die Gesellschaft zur Tilgung von Cashpool-Verbindlichkeiten zurückgeführt worden. Im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Venzo HoldCo ApS wurden Anteile an der Venzo A/S mit einem vorsichtig geschätzten Zeitwert von TEUR 8.881 nicht-liquiditätswirksam in die Gesellschaft eingebracht. Von den Kaufpreisen der im Geschäftsjahr durchgeführten Akquisitionen entfallen TEUR 3.945 auf bedingte Kaufpreisbestandteile, die erst in Folgeperioden zahlungswirksam werden. Im Geschäftsjahr wurden von der Gesellschafterin Einlagen in die Kapitalrücklage des Mutterunternehmens von TEUR 155.628 getätigt. Hiervon entfallen TEUR 98.306 auf nicht zahlungswirksam eingelegte Darlehensforderungen, die durch Konfusion mit den entsprechenden Verbindlichkeiten erloschen sind. Die Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten resultieren mit TEUR 15.000 aus einer Umstrukturierung der Darlehensverbindlichkeiten gegenüber einem finanzierenden Kreditinstitut, die in eine Kontokorrentlinie gewandelt wurden. Der Finanzmittelfond umfasst den Posten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich in Anspruch genommener Kontokorrentlinien von TEUR 25.395 die in der Bilanz unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen werden. Von den Guthaben bei Kreditinstituten sind TEUR 32 nicht im unmittelbaren Zugriff des Konzerns. Hierbei handelt es sich vollständig um Kautionskonten. 7 Weitere AngabenDurchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 3.874 angestellte Arbeitnehmer - ohne Mitglieder der Geschäftsführung - im Konzern beschäftigt. Mit 2.148 Angestellten ist davon der Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland beschäftigt, 1.552 sind im europäischen Ausland angestellt und weitere 174 außerhalb Europas. Zum 31.12.2024 waren es 3.921 angestellte Arbeitnehmer. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die valantic-Gruppe hat weitreichende Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestellt, die der Absicherung eines Darlehens eines verbundenen Unternehmens (VAL FCV HoldCo S.à.r.l.) dienen. Die Haftungsverhältnisse werden begründet durch: • Globalzessionsvertrag bezüglich der Forderungen, • Verpfändung von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen, • Verpfändung der Guthaben-Konten bei Banken, Eine konkrete Verfügungsbeschränkung in Bezug auf die Liquidität ist damit jedoch nicht verbunden, da die Verfügung im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsbetriebes nach den Bestimmungen des Darlehensvertrages gestattet wurde. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Sicherheiten wird als gering eingeschätzt, da der VAL FCV HoldCo S.à r.l. ausreichende Cashflows zur Bedienung des Darlehens über die Gruppengesellschaften zur Verfügung stehen. Am Bilanzstichtag valutierten die Darlehen mit MEUR 89 (VJ: MEUR 89). Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten sind, für die folgenden 5 Jahre beläuft sich auf TEUR 43.978, davon für das Folgejahr TEUR 14.404. Die Verpflichtungen resultieren überwiegend aus Miet- und Leasingverträgen. Für Mietverpflichtungen und Kreditkarten wurden Sicherheiten in Form von Bankavalen in Höhe von TEUR 1.458 gestellt. Ein einbezogenes Unternehmen hat Fördermittel über insgesamt TEUR 440 erhalten, die im Falle einer Nicht-Einhaltung von Förderbedingungen (Nachweis über das achtjährige Bestehen von in Berlin geschaffenen Arbeitsplätze) zurückgezahlt werden müssen. Das Unternehmen geht nicht davon aus, dass dies eintreten wird. Konzernzugehörigkeit Der Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der VAL FCV TopCo S.à r.l, Luxembourg (LU). Der Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, in den die valantic GmbH als Tochterunternehmen einbezogen wird, ist der Konzernabschluss der valantic MidCo GmbH, München. Die Konzernabschlüsse werden beim Luxemburger Handels- und Firmenregister (RCS) bzw. im Unternehmensregister elektronisch eingereicht und veröffentlicht. Honorar des Abschlussprüfers Die Aufwendungen für den Prüfer des Konzernabschlusses betragen TEUR 301 für Abschlussprüfungsleistungen und TEUR 0 für sonstige Leistungen. Gesamtvergütung der Geschäftsführung Die Gesamtbezüge der Geschäftsführer betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.658. Nachtragsbericht Zur weiteren Optimierung des Liquiditätsmanagements und der Finanzierungsoptionen hat sich valantic dazu entschlossen eine Factoring Programm aufzusetzen. Dieses wird im ersten Schritt bei drei deutschen Gruppengesellschaften eingeführt und kann dann bei Bedarf auf weitere Gruppengesellschaften ausgedehnt werden. Durch Factoring kann valantic auf das steigende Forderungsvolumen sowie auch längere Zahlungsziele besser reagieren und sichert sich somit auch gegen Liquiditätsschwankungen besser ab. Geschäftsführung Der Geschäftsführung der valantic GmbH gehörten im Geschäftsjahr an: Dr. Holger von Daniels, CEO
München, den 31. Mai 2025 Dr. Holger von Daniels, Geschäftsführer Alexander Diepold, Geschäftsführer Dr. Sebastian Hauptmann, Geschäftsführer Guido Schlief, Geschäftsführer Dennis Zentgraf, Geschäftsführer
1
www.valantic.com/de/ueber-uns BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die valantic GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der valantic GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der valantic GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Leipzig, den 12. Juni 2025 PricewaterhouseCoopers GmbH Carl Erik Daum, Wirtschaftsprüfer ppa. Marcus Engelmann, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 21. Juli 2025 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
valantic GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Ainmillerstraße 22
80801 München - Handelsregister
- HRB 246035, München
- Eintragungsdatum
- 7. Januar 2019
- Branche
-
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften - Eingetragenes Kapital
- 25.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Erbringen von Dienstleistungen (z.B. Beratungsleistungen, Geschäftsführerleistungen, Dienstleistungen auf den Gebieten innovativer Technologien) sowie von anderen Tätigkeiten in Bezug auf die Verwaltung eigenen Vermögens und Erwerb, Finanzierung, Verwaltung, Steuerung, Beratung und Leitung von Beteiligungen an Unternehmen sowie alle damit in Zusammenhang stehenden Maßnahmen. Erstellung eigener Produkte, auch eigener Softwarelösungen, im Rahmen des Gegenstandes.
Finanzen
Bilanz
2025- Anlagevermögen 61,8 % 334,52 Mio
- Umlaufvermögen 34,5 % 186,95 Mio
- Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 2,1 % 11,57 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,5 % 8,21 Mio
- Verbindlichkeiten 83,0 % 449,13 Mio
- Rückstellungen 14,9 % 80,84 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1,9 % 10,37 Mio
- Passive latente Steuern 0,2 % 909,0 k
- Eigenkapital 0,0 % 0
Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2025- Umsatzerlöse 49,5 % 609,27 Mio
- Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 27,4 % −337,90 Mio
- Verlustvortrag aus dem Vorjahr 22,1 % −271,54 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,7 % 9,03 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,2 % 1,96 Mio
- Nicht beherrschenden Anteilen zustehender Gewinn/Verlust 0,1 % 965,0 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 449,0 k
- Ergebnisse aus assoziierten Unternehmen 0,0 % 0
- Personalaufwand 56,5 % −387,63 Mio
- Materialaufwand 13,9 % −95,10 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 12,8 % −87,99 Mio
- Abschreibungen 10,5 % −71,81 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5,4 % −37,09 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,9 % −6,44 Mio
- Sonstige Steuern 0,0 % −36,0 k
- Gesamtleistung 611,23 Mio
- Ergebnis nach Steuern −65,36 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −65,39 Mio
GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Alexander Diepold
seit 2020 Geschäftsführer
-
Guido Heinz Schlief
seit 2024 Geschäftsführer
-
Holger Dr. von Daniels
seit 2019 Geschäftsführer
-
Sebastian Dr. Hauptmann
seit 2020 Geschäftsführer
-
Ali Reza Dr. Moussavian
seit 2026 Prokura
-
Nicole Berg
seit 2026 Prokura
-
Patrick Kuske
seit 2024 Prokura
-
Timo Huguet
seit 2024 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- valantic MidCo GmbH DEU 100,0 % 25k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- valantic people GmbH 100,0 %
- valantic Business Analytics GmbH 100,0 %
- valantic Transaction Solutions GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
25.02.
Eintritt eines MitgliedsNicole Berg · Gesamtprokura
-
25.02.
Eintritt eines MitgliedsAli Reza Dr. Moussavian · Gesamtprokura
-
25.02.
Änderung der VertretungsbefugnisAlexander Diepold · Geschäftsführer
- 2025
-
13.10.
Austritt einer PositionDennis Zentgraf · Geschäftsführer
-
27.05.
Austritt einer PositionJoachim Wolfgang Boris Lauterbach · Geschäftsführer
-
20.02.
Berichtigung personenbezogener DatenTimo Huguet · Gesamtprokura
- 2024
-
12.12.
Eintritt eines MitgliedsPatrick Kuske · Gesamtprokura
-
12.12.
Eintritt eines MitgliedsTimo Huguet · Gesamtprokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2025 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2024 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2023 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2024 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
/v1/fetch-document- Aktueller Auszug (AD) PDF
- Chronologischer Auszug (CD) PDF
- Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
- Gesellschafterliste PDF
- Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
Weitere Unternehmen entdecken
Unternehmensdaten direkt im AI-Chat
Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von valantic GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 625b743de6e89efdd7eb9e3c1f863f6b",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Dieses Unternehmen abfragen
Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:
Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von valantic GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.
Kopieren war nicht möglich. Bitte den Text markieren und manuell kopieren.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
- Diese Hilfe
- ?



