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VEKA Aktiengesellschaft AG

Sendenhorst ·HRB 8282 Münster
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Dieselstraße 8
48324 Sendenhorst
Handelsregister
HRB 8282, Münster
Eintragungsdatum
25. Juni 1990
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus Kunststoffen
Herstellung von Türen und Fenstern aus Kunststoffen
Unternehmenszweck
(1) Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung, die Verwertung und der Vertrieb von Kunststofferzeugnissen, insbesondere von Profilen, Platten, Folien und Zubehör sowie Kunststoffmischungen. (2) Die Gesellschaft ist zu allen Handlungen berechtigt, die unmittelbar oder mittelbar diesem Zweck zu dienen geeignet sind. Sie kann zu diesem Zweck andere Unternehmen gleicher oder verwandter Art gründen, erwerben oder sich an ihnen beteiligen. Sie kann ihren Gegenstand auch ganz oder teilweise mittelbar verwirklichen.

Finanzen

Umsatz 2024
455,20 Mio. €
Bilanzsumme 2024
457,84 Mio. €
Jahresergebnis 2024
39,49 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 457,84 Mio
  • Anlagevermögen 68,2 % 312,07 Mio
  • Umlaufvermögen 31,0 % 141,82 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,6 % 2,65 Mio
  • Aktive latente Steuern 0,3 % 1,15 Mio
  • Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 % 153,7 k
Passivseite 457,84 Mio
  • Eigenkapital 76,8 % 351,69 Mio
  • Rückstellungen 76,8 % 351,69 Mio
  • Verbindlichkeiten 19,6 % 89,94 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 546,19 Mio
  • Umsatzerlöse 83,3 % 455,20 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 8,0 % 43,69 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 5,4 % 29,40 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,8 % 4,20 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,7 % 3,77 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,6 % 3,42 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,5 % 2,99 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,5 % 2,80 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 725,1 k
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,0 % 0
Aufwendungen 458,81 Mio
  • Materialaufwand 52,2 % −239,61 Mio
  • Personalaufwand 23,9 % −109,71 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 17,0 % −78,22 Mio
  • Abschreibungen 3,6 % −16,55 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 1,4 % −6,33 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,2 % −5,70 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % −2,39 Mio
  • Sonstige Steuern 0,1 % −291,6 k
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
  • Gesamtleistung 462,39 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 39,78 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 39,49 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Elke Hartleif seit 2021 Vorstandsmitglied
  • Josef Leo Beckhoff seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Pascal Heitmar seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Björn Baltes seit 2021 Prokura
  • Hermann Schmitz seit 2009 Prokura
  • Joachim Brüggemann seit 2025 Prokura
  • Marco Scharmann seit 2012 Prokura
  • Peter Rafael Rosendahl seit 2024 Prokura
  • Robert Post seit 2015 Prokura
  • Sven Rusche seit 2023 Prokura
  • Thomas Sauerland seit 2004 Prokura
  • Thorsten Drüge seit 2024 Prokura
17 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

Historie

  1. 2026
  2. 09.02.
    Austritt einer Position
    Alexander Scholle · Prokura
  3. 2025
  4. 30.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Joachim Brüggemann · Prokura
  5. 30.07.
    Austritt einer Position
    Michael Pattalon · Gesamtprokura
  6. 2024
  7. 11.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    Peter Rafael Rosendahl · Prokura
  8. 09.01.
    Austritt einer Position
    P**** E****** · Gesamtprokura
  9. 09.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Thorsten Drüge · Prokura
  10. 09.01.
    Austritt einer Position
    K*** K*** · Gesamtprokura
  11. 2023
  12. 13.11.
    Austritt einer Position
    W***** D** · Vorstand
71 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 30. Januar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

VEKA Aktiengesellschaft

Sendenhorst

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen

Die VEKA AG mit Sitz in Sendenhorst (Nordrhein-Westfalen) ist ein international ausgerichtetes Unternehmen mit Tochtergesellschaften in Europa, Amerika und Asien. Wesentlicher Geschäftszweck ist die Produktion und der Vertrieb von Kunststoffhalbzeugen; dieser gliedert sich in die Kerngeschäftsbereiche Fensterprofile, VEKAPLAN und PVC-Compound. Die Hauptabsatzmärkte der VEKA AG liegen in Europa.

Stetige Innovation, ein breit gefächertes Produktportfolio, die Fähigkeit Lösungen vorausschauend an immer neue Kunden- und Marktanforderungen anzupassen, und ein umfangreiches Partnernetz tragen seit vielen Jahren zu einem kontinuierlichen Wachstum des Unternehmens bei. Schwerpunkt der Entwicklungstätigkeit sind die Bereiche Material- und Produktentwicklung, Verfahrens- und Werkzeugtechnologie sowie Prozessoptimierung. Dabei stehen die Funktionalität der Produkte (z.B. thermische Dämmung, Schallschutz, Statik, Oberflächengestaltung), die effiziente Verarbeitung beim Kunden sowie die Anbindung weiterer Technologien (z.B. Automatisierung, Beschattung, Lüftung, Klimatisierung) im Mittelpunkt. Im Rahmen der Werkzeug- und Verfahrenstechnologie werden laufend Optimierungen angestoßen, welche die Produktions- und Energieeffizienz der Fertigungs- und Logistikprozesse verbessern.

Der Geschäftsbereich Profile bildet das umsatzstärkste Geschäftsfeld der VEKA AG und umfasst die Herstellung und den Vertrieb von hochwertigen Fenster-, Rollladen- und Spezialprofilen aus PVC-Compound. Vertriebspolitisches Ziel ist die Markt- und Qualitätsführerschaft in allen wesentlichen Märkten. Produktinnovation und Konzeption sind auf die Erreichung höchstmöglicher Qualitätsstandards ausgerichtet. Mit einer einzigartigen Sortimentsvielfalt sowie durch das kontinuierliche Streben nach der Optimierung aller Produktions-, Logistik- und Innovationsprozesse, sollen neben einem uneingeschränkten Qualitätsversprechen auch ein breites Leistungsspektrum und eine außergewöhnlich gute Lieferperformance erreicht werden. Eine hohe Kundenbindung wird durch die an individuelle Kundenwünsche orientierte, partnerschaftliche Vertriebsstrategie in Kombination mit einem umfangreichen Angebot begleitender Serviceleistungen erreicht.

Der Geschäftsbereich VEKAPLAN umfasst die Herstellung und den Vertrieb von kompakten und geschäumten PVC-Platten, die insbesondere im Werbebereich, im Bausektor, im Fahrzeugbau und in der Kunststoffformtechnik eingesetzt werden. Die weltweiten Vertriebsaktivitäten werden zentral von der VEKA AG gesteuert.

Die vorrangige Aufgabe des Geschäftsbereiches Compound besteht in der Versorgung der eigenen Produktion sowie der Bereitstellung von Rohstoffen für die produzierenden Verbundunternehmen in Europa. Daneben werden auch externe Mischaufträge bearbeitet.

2. Wirtschaftsbericht

a) Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Weltwirtschaft erholt sich nur langsam von der Corona-Krise. Das weltweite Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegt im Jahr 2023 laut Einschätzung des IWF-Instituts bei 3,1 % und damit deutlich unter dem historischen Durchschnittswachstum der Jahre 2000 bis 2019 von 3,8 %. Neben den Auswirkungen des Russland- Ukraine-Konfliktes war eine anhaltende hohe Inflation und die damit verbundene strenge Geldpolitik Grund für das gebremste Wachstum. Abflachende Störungen in den Lieferketten führten zu erneuten Anpassungen in Lagerhaltungsstrategien und zur Reduktion der Bevorratung auf ein übliches Niveau. Der geringere Konsum sowie gestiegene Zinsen belasten weiter die Industriekonjunktur.

Die europäische Wirtschaft ist im Jahr 2023 nach einer ersten Schätzung von Eurostat um 0,50 % gewachsen.

In Deutschland gab es im Jahr 2023 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung. Nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts sank das BIP um 0,3 % zum Vorjahr. Zum einem belasteten die hohen Energiepreise die Industrie und zum anderen spürte Deutschland als Exportnation den schwachen Welthandel. Außerdem schrumpfte der Privatkonsum, der eine wichtige Stütze der deutschen Konjunktur ist, um 0,8 %.

Branchensituation

Im Jahr 2023 ging der Fenstermarkt in Deutschland deutlich zurück. Die führenden Branchenverbände prognostizierten im Oktober 2023 einen Absatzrückgang von 7,8 %. Dies bedeutet einen Einbruch von 15,5 Mio. abgesetzten Fenstereinheiten in 2022 auf 14,3 Mio. Einheiten in 2023. Die Inflation, höhere Zinsen und gestiegene Baupreise sind die Hauptgründe für diese Entwicklung. Aber auch die Unsicherheit aus den politischen Diskussionen über das sogenannte Heizungsgesetz und mögliche zukünftige Förderungen haben diese Entwicklung getrieben. Für den gesamten Neubaubereich wurde für 2023 ein Rückgang von 17,9 % errechnet. Bei den Sanierungen ging das Absatzvolumen um 1,2 % zurück.

b) Geschäftsverlauf

Umsatzentwicklung und sonstige bedeutsame Leistungsindikatoren

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die VEKA AG einen Nettoumsatz von 493,2 Mio. €. Das bedeutet einen Rückgang von 16,2 % gegenüber dem Vorjahrjahreswert von 588,7 Mio. €. Auf inländische Abnehmer entfiel ein Umsatzvolumen von 177,8 Mio. € (Vorjahr: 215,1 Mio. €) und auf ausländische Kunden von 191,6 Mio. € (Vorjahr: 211,1 Mio. €). Das Geschäft mit in- und ausländischen Tochtergesellschaften verringerte sich um 38,7 Mio. € auf 123,8 Mio. €.

Der Exportanteil am Gesamtumsatz betrug im Berichtsjahr 62,9 % (Vorjahr: 62,0 %). Auf Lieferungen an ausländische Tochtergesellschaften entfielen 38,2 % der Exportumsätze.

Die VEKA AG konnte im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern von 47,2 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) erzielen. In Relation zur Gesamtleistung ergab sich eine Rendite von 9,5 % (Vorjahr: 5,6 %).

Im Jahr 2023 erzielte die VEKA AG ein EBITDA von 54,0 Mio. €. Dies bedeutet eine Steigerung um 50 % im Vergleich zum Vorjahr. Das erzielte EBIT von 39,0 Mio. € liegt 86,4 % über dem Vorjahreswert (20,9 Mio. €). Damit wurde die Planung, ein EBIT in Höhe von 14,9 Mio. € und ein EBITDA von 30,5 Mio. € zu erreichen, deutlich übertroffen.

Cashflow-Rechnung

Der operative Cashflow für 2023 beträgt bereinigt um Sondereffekte aus der Gewährung und Aufnahme von kurzfristigen Darlehen im Verbundbereich 73,9 Mio. € (Vorjahr: 55,7 Mio. €).

Gesamtaussage

Den Geschäftsverlauf des Jahres 2023 mit einem Jahresüberschuss von 34,2 Mio. € beurteilen wir vor dem Hintergrund der geopolitischen und makroökonomischen Entwicklungen insgesamt als sehr zufriedenstellend.

c) Ertragslage

Umsätze der Geschäftsbereiche

Das Geschäftsjahr 2023 war von rückläufigen Materialbeschaffungskosten geprägt. Die im Vorjahr nötigen kompensatorischen Absatzpreisanpassungen aufgrund der stark gestiegenen Beschaffungskosten für Energie und Rohstoffe konnten daher im Geschäftsjahr teilweise zurückgenommen werden. Für die Umsätze bedeutete dies einen deutlichen Rückgang in sämtlichen Geschäftsbereichen gegenüber dem sehr hohen Niveau des Vorjahres.

Im Jahr 2023 konnte die VEKA AG im Geschäftsbereich Profile einen Bruttoumsatz von 386,9 Mio. € erzielen. Verglichen mit dem Vorjahresumsatz von 439,8 Mio. € entspricht dies einem Rückgang von 12,0 %. Der Anteil des Geschäftsbereiches Profile am Gesamtumsatz der VEKA AG betrug 79,5 %.

Die Inlandsumsätze reduzierten sich um 16,3 % auf 172,5 Mio. € (Vorjahr: 206,2 Mio. €). Die Exportquote fiel um 7,7 % auf 168,8 Mio. € (Vorjahr: 182,9 Mio. €) und auch bei den Umsätzen mit Tochtergesellschaften gab es einen Rückgang von gut 10 % auf 45,6 Mio. € (Vorjahr: 50,7 Mio. €).

Der Exportanteil im Profilbereich erhöhte sich leicht auf 55,4 % des Gesamtumsatzes (Vorjahr: 53,1 %). Der Anteil des Intercompany- Geschäftes am Gesamtumsatz des Geschäftsbereichs Profile betrug 11,8 % (Vorjahr: 11,5 %).

Im Geschäftsjahr 2023 konnte die VEKA AG im Geschäftsbereich VEKAPLAN einen Umsatz in Höhe von 42,2 Mio. € erzielen. Verglichen mit dem Umsatz des Vorjahres entspricht dieses einer Reduktion von 15,4 %. Der Geschäftsbereich steuerte 8,7 % des Gesamtumsatzes der VEKA AG bei.

Im Inlandsgeschäft kam es zu einem Umsatzrückgang von 4,3 % auf 8,9 Mio. € (Vorjahr: 9,3 Mio. €).

Das Umsatzvolumen, welches auf Lieferungen an ausländische Abnehmer entfiel, reduzierte sich um 18,0 % auf 33,3 Mio. € (Vorjahr: 40,6 Mio. €). Hiervon entfiel auf das Intercompany-Geschäft ein Umsatzvolumen von 6,6 Mio. € (Vorjahr 7,4 Mio. €).

Der Exportanteil im Plattenbereich reduzierte sich auf 78,8 % (Vorjahr: 81,2 %) des Gesamtumsatzes. Der Anteil des Intercompany- Geschäfts am Umsatzvolumen des Plattenbereichs betrug 15,5 % (Vorjahr: 14,7 %).

Im Geschäftsbereich Compound erzielte die VEKA AG im Geschäftsjahr 2023 einen Umsatz in Höhe von 57,6 Mio. €, was einem Minus von 37,5 % gegenüber dem Vorjahreswert von 92,2 Mio. € entspricht. Der Geschäftsbereich steuerte 11,8 % zum Gesamtumsatz der VEKA AG bei.

Die Umsatzentwicklung des Geschäftsbereiches ist in hohem Maße von der Rohstoffpreisentwicklung abhängig, da sich die Verkaufspreise für Compound überwiegend aus den Bezugspreisen für den Hauptrohstoff PVC ableiten.

Der Umsatz mit konzernfremden Abnehmern sank um 56,0 % auf 4,8 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio. €). Das Umsatzvolumen mit Tochtergesellschaften ging im Jahr 2023 von 81,3 Mio. € auf 52,8 Mio. € zurück.

Der Exportanteil betrug 52,8 % (Vorjahr: 88,2 %).

Ergebnisentwicklung

Die VEKA AG hat im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern in Höhe von 47,2 Mio. € (Vorjahr: 33,3 Mio. €) erwirtschaftet. Vermindert um Ertragsteuern und sonstige Steuern ergab sich ein Jahresüberschuss von 34,2 Mio. € (Vorjahr: 20,6 Mio. €).

In diesem Ergebnis sind Ergebnisübernahmen (-6,0 Mio. €) der VEKA Umwelttechnik GmbH und der Digital Building Solutions GmbH, Beteiligungserträge (28,5 Mio. €) und Abschreibungen auf Finanzanlagen (-18,5 Mio. €) enthalten.

Die Gesamtleistung hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 16,3 % auf 495,0 Mio. € (Vorjahr: 591,2 Mio. €) verringert.

Der Abwärtstrend bei den Beschaffungskosten für PVC, dem Kernrohstoff für die Kunststoffprofil- und Plattenproduktion, setzte sich bis Ende 2023 fort. Der Materialaufwand reduzierte sich um 28,6 % auf 264,4 Mio. € (Vorjahr: 370,4 Mio. €). In Relation zur Gesamtleistung normalisierte sich die Materialaufwandsquote auf 53,4 % (Vorjahr: 62,7 %). Dies entspricht dem Niveau aus den Jahren vor der Corona-Pandemie.

Die VEKA AG beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.489 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Personalbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 2,4 % verringert.

Die Personalaufwendungen sind um 3,1 % auf 109,1 Mio. € gestiegen. Aufgrund der reduzierten Gesamtleistung verschlechterte sich die Personalaufwandsquote der VEKA AG von 17,9 % im Vorjahr auf nunmehr 22,0 %.

Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 14,7 % auf 69,9 Mio. € (Vorjahr: 82,0 Mio. €) reduziert. Dies betrifft vor allem die verringerten Aufwendungen für Verpackung, Instandhaltung und Wertberichtigungen. Die Betriebsaufwandsquote stieg auf 14,1 % (Vorjahr: 13,9 %).

Der Steueraufwand des Jahres 2023 betrug 13,0 Mio. € (Vorjahr: 12,7 Mio. €). Die auf das Ergebnis vor Steuern bezogene Steuerquote sank von 38,1 % auf 27,5 %.

d) Finanzlage

Kapitalstruktur

Das Eigenkapital der VEKA AG hat sich im Geschäftsjahr 2023 um 31,2 Mio. € auf 454,2 Mio. € erhöht (Vorjahr: 423,0 Mio. €). Der aus dem erwirtschafteten Jahresüberschuss von 34,2 Mio. € resultierende Kapitalzuwachs verminderte sich um eine Dividendenzahlung an die Anteilseigner von 3,0 Mio. €. Die Eigenkapitalquote beträgt 86,0 % (Vorjahr: 88,5 %).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich im Jahr 2023 auf 52,7 Mio. € (Vorjahr: 31,0 Mio. €). Um das stark gewachsene Umlaufvermögen zu finanzieren, sind vor allem kurzfristige Banklinien in Anspruch genommen worden. Darüber hinaus haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 5,9 Mio. € erhöht. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg auf 10,0 % (Vorjahr: 6,5 %).

Der dynamische Verschuldungsgrad, ermittelt aus der Beziehung des EBITDA (54,0 Mio. €) zu den Netto-Finanzverbindlichkeiten (17,0 Mio. €), hat einen Wert von 0,3 (Vorjahr: -0,7).

Alle Vermögensteile der VEKA AG sind fristenkongruent finanziert. Die Finanzierung des Anlagevermögens erfolgte ausnahmslos durch Mittel, die dem Unternehmen langfristig zur Verfügung stehen. Die Anlagendeckung durch Eigenkapital beträgt 160,0 % (Vorjahr: 137,0 %). Darüber hinaus sind auch solche Teile des Umlaufvermögens, die dauerhaft im Unternehmen gebunden sind, durch langfristige Mittel finanziert.

Investitionen

Die Investitionen der VEKA AG in materielle und immaterielle Vermögenswerte des Anlagevermögens betrugen insgesamt 19,8 Mio. € (Vorjahr: 20,0 Mio. €). Davon entfielen 17,1 Mio. € auf das Sachanlagevermögen und 2,7 Mio. € auf das immaterielle Vermögen.

Auf die Anschaffung und Herstellung von Produktionswerkzeugen entfiel dabei ein Investitionsvolumen von 4,6 Mio. €. Die Investitionen in den Fuhrpark beliefen sich auf 1,5 Mio. €, wovon die Hälfte auf die Anschaffung von neuen Gabelstaplern entfielen.

Am Standort Sendenhorst wurden in den letzten 5 Jahren rund 93,2 Mio. € in das Sachanlage- und immaterielle Vermögen investiert. Dem steht ein Abschreibungsvolumen innerhalb des gleichen Zeitraums von 78,7 Mio. € gegenüber.

Das Finanzanlagevermögen der VEKA AG reduzierte sich im Geschäftsjahr 2023 um 28,5 Mio. € auf insgesamt 205,9 Mio. €. Hiervon entfielen, bedingt durch notwendige Wertberichtigungen, 18,5 Mio. € auf das Beteiligungsvermögen. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen verminderten sich aufgrund planmäßiger und außerplanmäßiger Tilgungszahlungen um 10,0 Mio. €.

Liquidität

Die Gegenüberstellung von kurzfristig liquidierbaren Vermögenswerten und kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten zeigt bei der sogenannten Liquidität 3. Grades einen deutlichen Überhang der Vermögenswerte über die korrespondierenden Schuldenposten. Die Liquiditätsversorgung der VEKA AG wird darüber hinaus durch die im Rahmen eines Konsortialkredites mittelfristig zur Verfügung gestellten, flexibel ausnutzbaren Kreditlinien gesichert.

Mit diesen ausreichend dimensionierten Kreditlinien werden auch starke saisonale Schwankungen des Working Capitals finanziert und sie bieten darüber hinaus genügend finanzielle Beweglichkeit für Investitionen in eine wachstumsorientierte Geschäftsentwicklung.

e) Vermögenslage

Die Bilanzsumme der VEKA AG erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 um 49,9 Mio. € auf 527,9 Mio. €. Das Sachanlage- und immaterielle Vermögen stieg um 4,4 Mio. € auf 78,2 Mio. €. Dagegen verminderte sich das Finanzanlagevermögen aufgrund von Tilgungen und Wertberichtigungen um 28,5 Mio. € auf 205,9 Mio. €.

Die Bilanzstruktur zeigt infolge der dargestellten Entwicklung einen verminderten Anlagevermögensanteil von 53,8 % (Vorjahr: 64,5 %) der Bilanzsumme.

Das Umlaufvermögen stieg um 45,0 % auf 239,6 Mio. € (Vorjahr: 165,2 Mio. €). Hierbei erhöhten sich die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen (116,9 Mio. €) insbesondere durch Ausgabe eines kurzfristigen Darlehens. Die Rohstoffbestände (- 20%) als auch die Bestände an Fertigerzeugnissen und Handelswaren nahmen dagegen ab (-15%).

3. Risikobericht, Prognose- und Chancenbericht

Strategie und Organisation des Risikomanagementsystems

Effektives Risiko- und Chancenmanagement ist ein integraler Bestandteil unserer Geschäftstätigkeit, um nachhaltig profitabel zu wachsen und durch einen effizienten Kapitaleinsatz finanzielle Mittel zu schonen. Unternehmerisches Handeln ist stets zukunftsorientiert und daher mit Risiken behaftet. Vor diesem Hintergrund ist unsere Risikopolitik darauf ausgerichtet, die sich ergebenden Chancen zeitnah in einer den Unternehmenswert steigernden Weise zu realisieren und Risiken aktiv zu steuern, um insbesondere bestandsgefährdende Risiken zu vermeiden. Unser Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Planung und Umsetzung unserer Geschäftsstrategien, wobei unsere Risikopolitik der übergeordneten Verantwortung des Vorstandes obliegt.

Als wichtigste operative Funktionen im Rahmen des Risikomanagements sind das Qualitätsmanagement, Compliance-Management, CSR-Management, Kosten- und Beteiligungscontrolling, eine deckungsbeitragsorientierte Kostenträgerrechnung und die hiermit verzahnte Kosten- und Planungsrechnung zu nennen.

Zur systematischen, umfassenden und nachhaltigen Steuerung von Compliance-Risiken haben wir ein Compliance-Management-System etabliert, das wichtige präventive Bestandteile kontinuierlich weiterentwickelt, Elemente neugestaltet beziehungsweise verstärkt und angemessene Reaktionen auf mögliche oder tatsächliche Risiken gewährleistet.

Der Chief Compliance Officer berichtet dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Daneben wurden Datenschutz-, Exportkontroll-, Umweltschutz-, Brandschutz-, Arbeits- sicherheits-, Geldwäsche- und Ladungssicherheitsbeauftragte ernannt, welche die Risiken in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen monitoren und Maßnahmen zu deren Reduzierung oder Vermeidung einleiten. Zudem ist im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz ein Human Rights Officer bestellt worden.

Zur transparenten Darstellung eines ökologischen, nachhaltigen Umganges mit Ressourcen und ethisch verantwortungsbewusstem Handeln in allen Unternehmensbereichen wurde eine CSR-Stabsstelle eingerichtet, welche den konzeptionellen Rahmen für die Definition von CSR-Standards schafft und auch deren Einhaltung überwachen soll.

Hierzu wird unter Berücksichtigung der CSRD-Richtlinie und EU-Taxonomie ein gruppenweites CSR-Berichtswesen implementiert, in welchem wesentliche Aspekte unternehmerischer Aktivität, hinsichtlich ihrer ökologischen und sozialen Relevanz, gemeldet und ausgewertet werden. Als weiterer Bestandteil des CSR-Managements ist die regelmäßige Publikation eines Nachhaltigkeitsberichtes unter dem Titel "ENKELGERECHT" zu nennen, in welchem die grundsätzliche strategische Ausrichtung zur Verbindung von Ökonomie, Ökologie und Gesellschaft dargestellt wird. Neben der Umsetzung einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft wird auch auf Konzepte zur Einsparung von Energie, die Innovationskraft des Unternehmens und das gesellschaftliche Engagement hingewiesen.

a) Risikobericht

Marktorientierte Risiken

Beschaffungsmarkt

Material- und Energiekosten machen den größten Teil der Kosten der VEKA AG aus. Infolgedessen haben die Entwicklungen auf den weltweiten Beschaffungsmärkten einen bedeutenden Einfluss auf unsere Ertragslage. In diesem Zusammenhang besteht die Möglichkeit, dass Maßnahmen zur Optimierung der Herstellungskosten im Bereich von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, Energie, Personaleinsatz und Automatisierung sowie in der Zusammenarbeit mit externen Partnern nicht wie geplant umgesetzt werden können.

Die Einkaufspreise für Rohstoffe und andere Vormaterialien können je nach Marktsituation erheblich schwanken und unsere Kostenstrukturen beeinflussen. Ebenso können Lieferanten ausfallen oder Transportwege für Rohmaterial eingeschränkt sein, was wiederum unsere Produktion und die Einhaltung unserer vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden gefährden kann.

Um diesem Risiko zu begegnen und daher kurzfristige Versorgungsengpässe zu überbrücken, wurden insbesondere für die Kernrohstoffe weitere Beschaffungsquellen in Überseemärkten erschlossen. Darüber hinaus resultiert aus den über Jahre aufgebauten, vertrauensvollen Lieferantenbeziehungen unter normalen Umständen ein hohes Maß an Versorgungssicherheit.

Die Priorität im Energie-Management liegt in einem nachhaltigen Umgang mit Ressourcen sowie dem energetisch optimierten und effizienten Einsatz von Produktionsmitteln. Dem Risiko steigender Energiepreise begegnen wir durch eine strukturierte Energiebeschaffung. Durch möglichst langfristige Vereinbarungen soll eine stabile Kostenbasis und damit größtmögliche Kalkulationssicherheit erreicht werden.

Absatzmarkt

Nahezu alle Absatzmärkte sind durch einen ausgeprägten Wettbewerb gekennzeichnet. Dem begegnet die VEKA AG im Wesentlichen mit der konsequenten Fortsetzung einer leistungsorientierten Vertriebsstrategie. Hohe Produktqualität, effiziente Logistik, ein umfassendes Serviceangebot sowie das zu marktgerechten Preisen angebotene umfangreiche Produktsortiment fördern die Kundenbindung. Wir überwachen und analysieren kontinuierlich Markt- und Branchendaten, um ungünstige Entwicklungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds besser voraussehen zu können, anstatt lediglich auf sie reagieren zu müssen.

Operative Risiken Forderungsausfallrisiken

In enger Kooperation von Debitorenmanagement und Vertriebsleitung werden Kreditentscheidungen getroffen und die sich daraus ergebenden Risiken bewertet. Eine Einteilung in Risikoklassen ermöglicht die systematische Auswertung des Kreditportfolios nach Ausfallwahrscheinlichkeiten und die gezielte Bearbeitung der Risikopositionen im Rahmen des aktiven Forderungsmanagements. Durch die Definition eines Eskalationsszenarios bei Kreditlimit- oder Zahlungszielüberschreitungen werden je nach vorliegender Risikoklasse bestimmte Maßnahmen eingeleitet, um die Forderungen zu sichern. Ein Element des präventiven Kunden-Kreditmanagements bildet die retrospektive Bilanzanalyse. Für inländische Risikopositionen werden anhand der im Unternehmensregister veröffentlichten Jahresabschlüsse systematisch Kennzahlen ermittelt und zu einem objektiven Kredit-Rating verdichtet. Die einzelnen Kennzahlen sowie das Kredit-Rating werden in einer Datenbank gesammelt und mit denen vergleichbar strukturierter Unternehmen der Branche verglichen.

Der ermittelte Median bildet eine dynamische Benchmark zur Einordnung und Beurteilung der Ertragskraft, Finanzkraft und Bonität der jeweils betrachteten Unternehmen. Eine Abfederung von Forderungsausfallrisiken wird nach Möglichkeit durch den Einsatz einer Warenkreditversicherung gewährleistet.

Politische Risiken

Als ein Unternehmen mit globalem Geschäft sind wir unterschiedlichen produkt- und länderbezogenen Regelungen, Gesetzen und Richtlinien ausgesetzt, die unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse beeinflussen. Daher beobachten wir die politische und regulatorische Lage in allen unseren wichtigen Märkten, um so potenzielle Störungen zu antizipieren mit dem Ziel, unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse schnell an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Gleichwohl können sich Änderungen von Regelungen, Gesetzen und Richtlinien nachteilig auf unsere Geschäftsaktivitäten und Prozesse sowie auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Finanzrisiken

Das Hedging von Zins- und Währungsänderungsrisiken erfolgt gegebenenfalls durch den Einsatz von marktgängigen, zum Teil derivativen Finanzinstrumenten, wobei diese nur in Kopplung mit entsprechenden Grundgeschäften zur Anwendung kommen. Zur Sicherung eines überdurchschnittlichen Bonitätsratings und den damit verbundenen günstigen Finanzierungsbedingungen wird im Dialog mit den Bankinstituten gezielt eine Verbesserung der wesentlichen Finanzkennzahlen angestrebt. Finanzierungsrisiken, die sich aus einer unangemessenen Abhängigkeit von Kreditinstituten ergeben würden, sollen durch die Stärkung der Innenfinanzierungskraft und einer langfristig auf Entschuldung angelegten Finanzierungsstrategie vermieden werden.

Die beschriebenen Grundsätze zur Absicherung von Finanzierungsrisiken sind bei der Modellierung der Finanzierungsstruktur im Rahmen eines Konsortialkredites umgesetzt worden.

Die Finanzierungsstruktur beinhaltet neben dem Erhalt bisheriger Gruppenfinanzierungselemente einen flexiblen Kreditrahmen für den Finanzmittelbedarf und gewährleistet in Abhängigkeit von der Erreichung sogenannter Financial Covenants die Finanzierungssicherheit des Konzerns.

Als einzuhaltende Finanzkennzahl wurde ein dynamischer Verschuldungsgrad definiert. Dieser drückt das Verhältnis der konsolidierten Netto-Finanzverbindlichkeiten zu dem konsolidierten EBITDA der Gruppe aus.

Risiken, die zu einer Verletzung der Finanzkennzahl führen könnten, sieht die VEKA AG selbst im Falle sich verschlechternder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen nicht.

Qualitätsrisiken

Die zur Erreichung der Unternehmensziele unabdingbare Erhaltung des hohen Qualitätsstandards wird mit Hilfe eines umfassenden und aufwendigen Qualitätssicherungskonzeptes erreicht. Dazu gehören nicht nur ständige Kontrollen der Beschaffenheit von Rohstoffen und Fertigerzeugnissen, sondern auch die Definition von Regeln für die elementaren Abläufe in der Prozesskette.

Die Einhaltung der Standards wird durch interne und externe Audits nach DIN ISO 9001 überprüft.

Gesamtaussage zur Risikosituation

Durch das Risikomanagement ist die VEKA AG in der Lage, die gesetzlichen Bestimmungen zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmen zu erfüllen. Aufgrund der soliden finanziellen Aufstellung ist die VEKA AG in der Lage, auch gesamtwirtschaftliche Krisensituationen zu überstehen. Gegenwärtig wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand unseres Unternehmens gefährden.

Der Vorstand erwartet unverändert, dass die Ertragskraft des Unternehmens eine solide Grundlage für die künftige Geschäftsentwicklung bildet und die notwendigen Ressourcen zur Verfügung stellt, um Chancen, die sich der VEKA AG bieten, zu nutzen.

b) Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliche Situation

Im Jahr 2024 wird das weltweite Wachstum der Wirtschaftsleistung, nach Schätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) 3,1 % betragen.

Für die Industrienationen wird im Kalenderjahr 2024 ein BIP-Wachstum von 1,5 % und für die Schwellen- und Entwicklungsländer von 4,1 % angenommen. Das BIP-Wachstum für den Euroraum wird laut Prognosen bei 0,9 % liegen. Für Deutschland wird von einem Wachstum von 0,5 % ausgegangen.

Nachdem die globale Inflation mit 8,8 % im Kalenderjahr 2022 voraussichtlich ihren Höchststand erreichte, dürfte sie sich im Kalenderjahr 2024 auf 6,4 % leicht abschwächen.

Branchensituation

Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) rechnet mit einer realen Umsatzentwicklung von - 3,0 %. Dies ist auf den erneut erwarteten Rückgang im Wohnungsbau zurückzuführen. Vor allem das hohe Zinsniveau lässt die Nachfrage sinken.

Der Fenstermarkt wird, nach einer ersten Prognose der führenden Branchenverbände, in 2024 um 2,4 % schrumpfen. Während im Segment der Fenstersanierung der Absatz voraussichtlich um 1,9 % ansteigen wird, erwartet man für den Neubaubereich einen erneut deutlichen Rückgang von 10,3 %.

Chancenbericht

Im Geschäftsjahr 2024 werden sich die Märkte unterschiedlich entwickeln und die Wettbewerbssituation wird sich in einigen Märkten weiter verschärfen. Mit der Umsetzung der Maßnahmen, die sich aus der VEKA-Strategie 2025 ableiten, werden wir den Herausforderungen der Zukunft begegnen, um unsere Ziele zu erreichen. Wir beschäftigen uns dazu intensiv mit der Marktentwicklung, den relevanten Kostengrößen sowie maßgeblichen Erfolgsfaktoren.

Regelmäßig identifizieren, analysieren und nutzen wir Chancen in allen Unternehmensbereichen. Wir treiben Innovationen voran, um nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln und gleichzeitig unsere eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Hierdurch wird unsere Marke in den etablierten sowie in den Wachstumsmärkten gestärkt.

Geschäftsentwicklung und Prognosebericht

Unser Geschäft unterliegt einer Vielzahl externer Faktoren, auf deren Entwicklung wir keinen Einfluss haben. Dazu gehören geopolitische, regulative und makroökonomische Faktoren.

Der Einschätzung der Geschäftsentwicklung der VEKA AG für das Geschäftsjahr 2024 legen wir die oben genannten Annahmen und Erwartungen zur allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung zugrunde.

Basierend auf einer soliden Finanzstruktur und einer guten Ertragsposition werden wir auch weiterhin den Fokus darauf legen für unsere Kunden ein marktgerechtes Produkt- und Dienstleistungsportfolio vorzuhalten.

In den vergangenen Jahren haben wir eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die sich positiv auf unsere Kostenstruktur ausgewirkt haben. Diese Strukturen werden wir auch weiter an die sich ändernden Marktverhältnisse anpassen. Hierzu gehören insbesondere verbesserte Planungsmechanismen in der Produktion, Lagerhaltung und Distribution zur Optimierung von Losgrößen, Zielbeständen und Frachtwegen.

Das Ergebnis ist dabei jedoch stark abhängig von der Veränderung der Rohstoffpreise. Wir erwarten für das Jahr 2024 stabile Rohstoffpreise, welche aber leicht unterhalb des Vorjahres liegen werden. Des Weiteren erwarten wir anhaltende Belastungen aus hohen Preisen für Energie.

Für das Geschäftsjahr 2024 geht die VEKA AG von einem leicht rückläufigen Umsatz aus.

Unter Zugrundelegung der genannten Parameter erwarten wir ein EBITDA vor Sondereinflüssen von etwa 27,0 Mio. € und ein EBIT von 13,0 Mio. €.

Bei den Investitionen in das Sachanlagevermögen und in die immateriellen Vermögenswerte wird die VEKA AG, wie in den vergangenen Jahren, eine Ausgabendisziplin wahren. Hierbei werden wir uns auch im Geschäftsjahr 2024 an der Ergebnisentwicklung sowie der erwarteten gesamtwirtschaftlichen Entwicklung orientieren. Die geplanten Investitionen belaufen sich auf rund 17,5 Mio. €.

Infolge der erwarteten Geschäftsentwicklung rechnen wir mit gleichbleibenden Mitarbeiterzahlen und einem Anstieg der Personalaufwendungen aufgrund der tariflich vereinbarten Erhöhung der Bezüge. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit unseren innovativen und hochwertigen Produkten sowie unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die zukünftige Entwicklung gut aufgestellt sind.

4. Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt nach § 312 Abs. 3 Aktiengesetz, dass die VEKA AG bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, eine angemessene Gegenleistung erhielt.

Weder im Interesse noch auf Veranlassung der herrschenden Gesellschaft wurden Maßnahmen zum Nachteil der VEKA AG durchgeführt.

5. Erklärung zur Unternehmensführung

Festlegungen zur Förderung der Teilhabe von Frauen an Führungspositionen:

Durch das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind in Deutschland bestimmte Gesellschaften verpflichtet, Zielgrößen für den Frauenteil in Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes festzulegen und zu bestimmen, bis wann der jeweilige Frauenanteil erreicht werden soll. Die betroffenen Gesellschaften mussten ihre Zielgrößen nebst Umsetzungsfristen erstmalig bis zum 30. September 2015 beschlossen haben. Dabei durfte die erste Umsetzungsfrist gesetzlich nicht über den 30. Juni 2017 hinausgehen, während nachfolgende Umsetzungsfristen bis zu fünf Jahre betragen können.

Für die Gremienbesetzung kommt es allein auf die fachliche und persönliche Eignung an. Das Geschlecht wird nicht als maßgebliches Auswahlkriterium angesehen. Da der Aufsichtsrat der VEKA AG aus einem Team von drei Mitgliedern besteht, unter denen sich derzeit keine Frau befindet, hat der Aufsichtsrat der VEKA AG am 21. Juni 2022 für den Frauenanteil im Aufsichtsrat eine Zielgröße von 0 % und einen Zeitraum zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt.

Für den Frauenanteil im Vorstand hat der Aufsichtsrat der VEKA AG eine Zielgröße von 20 % und ebenfalls einen Zeitraum zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt.

Für die erste Führungsebene unterhalb des Vorstands hat der Vorstand der VEKA AG eine Zielgröße von 0 % und für die zweite Führungsebene eine Zielgröße von 18 % sowie jeweils einen Zeitraum zu deren Erreichung bis zum 30. Juni 2027 festgelegt. Die festgelegte Zielgröße orientiert sich an der aktuellen Besetzung der jeweiligen Ebenen. Aufgrund der erfahrungsgemäß geringen Fluktuation und der bestehenden Altersstruktur wird die Erhaltung der Quote als realistisch angesehen.

 

Sendenhorst, 28. März 2024

Andreas Hartleif

Elke Hartleif

Pascal Heitmar

Josef Beckhoff

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 328.979,56 205.392,53
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnl. Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.930.052,00 2.767.288,00
3. geleistete Anzahlungen 2.886.393,35 1.383.300,88
6.145.424,91 4.355.981,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.537.374,61 27.573.613,61
2. technische Anlagen und Maschinen 15.688.396,87 14.330.865,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.482.230,00 22.523.577,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 8.364.919,12 5.006.399,21
72.072.920,60 69.434.454,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 183.061.028,50 201.558.596,50
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 22.792.015,52 32.826.659,96
3. Beteiligungen 34.110,66 34.110,66
4. sonstige Ausleihungen 26.300,71 39.837,66
205.913.455,39 234.459.204,78
284.131.800,90 308.249.641,01
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 20.054.002,14 25.059.086,71
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4.543.344,98 3.140.305,49
3. fertige Erzeugnisse und Waren 40.430.895,61 47.605.217,99
4. geleistete Anzahlungen 818.659,15 563.669,50
5. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -520.346,25 0,00
65.326.555,63 76.368.279,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.214.837,91 11.777.978,28
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 155.217.254,81 38.305.499,62
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.526.718,52 8.281.240,71
171.958.811,24 58.364.718,61
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.304.635,94 30.469.732,08
239.590.002,81 165.202.730,38
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.762.056,12 2.803.550,97
D. Aktive latente Steuern 1.269.988,00 1.627.158,00
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 159.395,16 170.933,26
527.913.242,99 478.054.013,62

Passivseite

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 80.000.000,00 80.000.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. gesetzliche Rücklage 8.000.000,00 8.000.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 220.000.000,00 220.000.000,00
III. Bilanzgewinn 146.202.978,18 115.037.273,69
454.202.978,18 423.037.273,69
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 579.742,00 619.269,00
2. Steuerrückstellungen 2.202.788,00 4.260.878,00
3. sonstige Rückstellungen 18.185.628,57 19.109.776,14
20.968.158,57 23.989.923,14
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 11.290.529,38 5.209.861,09
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.578.304,95 8.680.845,26
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.164.974,39 2.071.827,48
4. sonstige Verbindlichkeiten 15.708.297,52 15.064.282,96
davon aus Steuern 3.717.408,89 3.114.428,66
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 785.592,54 763.872,58
52.742.106,24 31.026.816,79
527.913.242,99 478.054.013,62

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Umsatzerlöse 493.142.767,19 588.717.866,26
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.761.942,96 -842.322,15
3. andere aktivierte Eigenleistungen 3.613.514,05 3.287.126,09
Gesamtleistung 494.994.338,28 591.162.670,20
4. sonstige betriebliche Erträge 2.467.185,10 2.998.211,27
5. Materialaufwand -264.447.816,59 -370.408.327,18
6. Personalaufwand -109.077.564,40 -105.758.075,78
7. Abschreibungen -15.039.692,57 -15.102.082,79
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -69.853.209,80 -81.969.961,97
9. Erträge aus Beteiligungen 28.506.648,43 8.121.262,86
10. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 880,62 15.499.535,48
11. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 950.471,78 1.309.913,90
12. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.119.009,79 356.769,36
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -18.534.644,44 -12.087.659,89
14. Aufwendungen aus Verlustübernahme -6.015.537,12 -88.382,29
15. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.863.053,39 -685.361,54
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -12.732.738,65 -12.482.571,40
17. Ergebnis nach Steuern 34.474.277,04 20.865.940,23
18. sonstige Steuern -308.572,55 -240.155,53
19. Jahresüberschuss 34.165.704,49 20.625.784,70
20. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 112.037.273,69 94.411.488,99
21. Bilanzgewinn 146.202.978,18 115.037.273,69

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der VEKA Aktiengesellschaft mit Sitz in Sendenhorst (Amtsgericht Münster, HRB 8282) wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des Aktiengesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Zuordnung der Vermögens- und Schuldposten sowie die der Aufwendungen und Erträge zu den einzelnen Posten ist mit der des Vorjahres identisch.

Die Vorjahresbeträge entsprechen den Werten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres.

Angaben gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss. Angaben gemäß § 285 Nr. 3 und 21 HGB sind nicht zu machen.

II. Zugehörigkeit zum Konzern der Laumann Stiftung & Co. KG

Die VEKA Aktiengesellschaft wird in den Konzernabschluss der Laumann Stiftung & Co. KG, Sendenhorst, einbezogen, welcher beim Unternehmensregister bekannt gemacht wird.

III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden und gegenüber dem Vorjahr unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit nach § 252 Abs. 1 Nr. 6 HGB wurde eingehalten.

Die im Berichtsjahr selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Herstellungskosten (Entwicklungskosten) nach § 255 Abs. 2a HGB aktiviert. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB Gebrauch gemacht wird. Von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht. Abschreibungen wurden noch nicht vorgenommen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB aktiviert und vermindert um lineare Abschreibungen bei Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren ausgewiesen.

Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Die Herstellungskosten werden nach § 255 Abs. 2 HGB ermittelt, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB Gebrauch gemacht wird. Von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 3 S. 2 HGB wird kein Gebrauch gemacht.

Die Sachanlagen werden linear nach Maßgabe der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer planmäßig abgeschrieben. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer bei Gebäuden beträgt 25 bis 33 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 25 Jahre und bei Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 11 Jahre. Für selbständig nutzbare Wirtschaftsgüter mit einem Einzelwert von 250 € und nicht mehr als 1.000 € wird ein Sammelposten gebildet, der über 5 Jahre linear abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert bewertet. Soweit Abschreibungen erforderlich waren, wurden diese durchgeführt.

Im Bereich der Vorräte wurde bei den gleichartigen Vermögensgegenständen das zulässige Verbrauchsfolgeverfahren ("Last in First out") gemäß § 256 Satz 1 HGB angewendet. Das übrige Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten gem. § 255 Abs. 1 und 2 HGB bewertet, wobei von dem Wahlrecht des § 255 Abs. 2 S. 3 HGB kein Gebrauch gemacht wird. Das strenge Niederstwertprinzip des Umlaufvermögens wurde beachtet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst) bewertet, sofern nicht nach § 253 Abs. 4 HGB ein niedrigerer beizulegender Wert anzusetzen ist.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Berücksichtigung der Einbringlichkeit und unter Beachtung der bestehenden Ausfallversicherungen vorsichtig bewertet. Für erkennbare Risiken sind angemessene Einzelwertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung des nicht einzelwertberichtigten Netto-Forderungsbestandes, welcher nicht durch eine Kreditversicherung abgedeckt ist, anhand einer aus dem Debitorenmanagement abgeleiteten Risikoklassifizierung Rechnung getragen. Die Wertberichtigungen sind aktivisch abgesetzt.

Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt worden. Soweit hier Risiken erkennbar waren, sind ebenfalls Wertberichtigungen vorgenommen worden.

Die ausgewiesenen aktiven latenten Steuern betreffen ausschließlich Differenzen aus der unterschiedlichen Bilanzierung in der Handels- und Steuerbilanz. Die latenten Steuern wurden auf Basis der Ertragsteuersätze ermittelt, die nach derzeitiger Rechtslage zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. erwartet werden. Von dem Wahlrecht des saldierten Ausweises nach § 274 Abs. 1 HGB wurde Gebrauch gemacht.

Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB sind Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, mit diesen Schulden zu verrechnen. Übersteigt der beizulegende Zeitwert der Vermögensgegenstände den Betrag der Schulden, ist dieser Betrag unter einem gesonderten Posten (Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung) zu aktivieren. Die Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bei den Pensionsrückstellungen wurden die Vorschriften des § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB berücksichtigt, wobei auf den Rechnungszinsfuß aus der Rechtsverordnung der Deutschen Bundesbank zurückgegriffen wurde. Hierbei wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, den Zinssatz für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden.

Die Steuerrückstellung und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen sämtliche am Bilanzstichtag erkennbaren Verpflichtungen, die auf vergangenen Ereignissen beruhen und deren Höhe oder Fälligkeit unsicher ist. Sie werden nur gebildet, wenn ihnen eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten zugrunde liegt. Die Rückstellungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Dieser umfasst auch die am Bilanzstichtag zu berücksichtigenden Kostensteigerungen, die sich an einer Teuerungsrate von 2 % orientieren. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Der Abzinsung liegen grundsätzlich die laufzeitadäquaten Marktzinssätze des § 253 Abs. 2 S. 1 HGB zugrunde. Lediglich eine Personalrückstellung wurde mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst.

In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit enthalten. Für Mitarbeiter, die bereits in Altersteilzeit sind oder bereits Verträge abgeschlossen haben, sind die Aufstockungsleistungen in voller Höhe sowie das Arbeitsentgelt in der Freistellungsphase ratierlich zurückgestellt worden. Die Höhe der Rückstellung für Garantie- und Gewährleistungen bemisst sich nach dem gewichteten Aufwand der zurückliegenden Geschäftsjahre für die Bearbeitung von Garantie- und Gewährleistungsfällen. Die sonstigen Personalrückstellungen basieren auf den vertraglichen, gesetzlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorschriften.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs bewertet.

IV. Angaben zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Immaterielle Vermögensgegenstände Sachanlagen Finanzanlagen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2022
T€ 16.423 379.429 304.123 699.975
Zugänge
T€ 2.579 17.094 2 19.675
Zuschreibungen
T€ 178 0 0 178
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0
Abgänge
T€ 68 6.047 10.014 16.129
Endbestand 31.12.2023
T€ 19.112 390.476 294.111 703.699
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2022
T€ 12.067 309.995 69.664 391.726
Abschreibungen laufendes Jahr
T€ 932 14.108 18.534 33.574
Zuschreibungen
T€ 36 0 0 36
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0
Abgänge
T€ 68 5.700 0 5.768
Endbestand 31.12.2023
T€ 12.967 318.403 88.198 419.568
Buchwerte
Endbestand 31.12.2022
T€ 4.356 69.434 234.459 308.249
Endbestand 31.12.2023
T€ 6.145 72.073 205.913 284.131

Die einzelnen Positionen entwickelten sich wie folgt:

Immaterielle Vermögensgegenstände Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geschäfts- oder Firmenwert geleistete Anzahlungen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2022
T€ 205 14.835 0 1.383 16.423
Zugänge
T€ 124 952 0 1.503 2.579
Zuschreibungen
T€ 0 178 0 0 178
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0 0
Abgänge
T€ 0 68 0 0 68
Endbestand 31.12.2023
T€ 329 15.897 0 2.886 19.112
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2022
T€ 0 12.067 0 0 12.067
Abschreibungen laufendes Jahr
T€ 0 932 0 0 932
Zuschreibungen
T€ 0 36 0 0 36
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0 0
Abgänge
T€ 0 68 0 0 68
Endbestand 31.12.2023
T€ 0 12.967 0 0 12.967
Buchwerte
Endbestand 31.12.2022
T€ 205 2.768 0 1.383 4.356
Endbestand 31.12.2023
T€ 329 2.930 0 2.886 6.145
Sachanlagevermögen Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten technische Anlagen und Maschinen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2022
T€ 96.310 202.773 75.339 5.007 379.429
Zugänge
T€ 379 3.895 6.266 6.554 17.094
Zuschreibungen
T€ 0 0 0 0 0
Umbuchungen
T€ 133 2.453 608 -3.194 0
Abgänge
T€ 0 1.493 4.552 2 6.047
Endbestand 31.12.2023
T€ 96.822 207.628 77.661 8.365 390.476
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2022
T€ 68.737 188.442 52.816 0 309.995
Abschreibungen laufendes Jahr
T€ 1.548 4.747 7.813 0 14.108
Zuschreibungen
T€ 0 0 0 0 0
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0 0
Abgänge
T€ 0 1.250 4.450 0 5.700
Endbestand 31.12.2023
T€ 70.285 191.939 56.179 0 318.403
Buchwerte
Endbestand 31.12.2022
T€ 27.573 14.331 22.523 5.007 69.434
Endbestand 31.12.2023
T€ 26.537 15.689 21.482 8.365 72.073
Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen sonstige Ausleihungen Summe
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Endbestand 31.12.2022
T€ 271.078 32.971 34 40 304.123
Zugänge
T€ 2 0 0 0 2
Zuschreibungen
T€ 0 0 0 0 0
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0 0
Abgänge
T€ 0 10.000 0 14 10.014
Endbestand 31.12.2023
T€ 271.080 22.971 34 26 294.111
Kumulierte Abschreibungen
Endbestand 31.12.2022
T€ 69.519 145 0 0 69.664
Abschreibungen laufendes Jahr
T€ 18.500 34 0 0 18.534
Zuschreibungen
T€ 0 0 0 0 0
Umbuchungen
T€ 0 0 0 0 0
Abgänge
T€ 0 0 0 0 0
Endbestand 31.12.2023
T€ 88.019 179 0 0 88.198
Buchwerte
Endbestand 31.12.2022
T€ 201.559 32.826 34 40 234.459
Endbestand 31.12.2023
T€ 183.061 22.792 34 26 205.913

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Entwicklungskosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 124 T€ aktiviert.

Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt 1.321 T€.

(2) Anteilsbesitz

Der Anteilsbesitz der VEKA AG setzt sich wie folgt zusammen:

Unternehmen Obergesellschaft Anteil Währung Eigenkapital 1) Jahresergebnis 2)
in % Währung in Tausend
1. Digital Building Solutions GmbH, Sendenhorst, Deutschland 100% EUR 4.996 0
2. SYSCON GmbH, Sömmerda, Deutschland 1. 76,5% EUR 314 3)
3. VEKA Umwelttechnik GmbH, Hörselberg-Hainich, Deutschland 100% EUR 10.002 0
4. VEKA Recyclage S.A.S., Vendeuvre-sur-Barse, Frankreich 3. 100% EUR 6.015 4.278
5. VEKA Recycling Ltd., Northamptonshire, Großbritannien 3. 100% GBP 3.609 -976
6. GEALAN International GmbH, Oberkotzau, Deutschland 100% EUR 88.483 37
7. GEALAN Holding GmbH, Oberkotzau, Deutschland 6. 100% EUR 93.004 17.405
8. GEALAN Fenster-Systeme GmbH, Oberkotzau, Deutschland 7. 100% EUR 24.509 0
9. UAB GEALAN Baltic S.A., Guopstos (Bezirk Trakai), Litauen 8. 65% EUR 17.846 4.283
10. S.C. GEALAN Romania s.r.l., Bukarest, Rumänien 7. + 8. 100% RON 69.084 15.945
1. GEALAN S.A.R.L., Gevrey-Chambertin, Frankreich 8. 100% EUR 2.323 629
12. GEALAN Polska Sp. z o.o., Rzgów, Polen 8. 100% PLN 129.347 18.153
13. GEALAN d.o.o., Sesvete, Kroatien 8. 100% HRK 48.886 20.117
14. GEALAN RS d.o.o., Belgrad, Serbien 13. 100% RSD 40 -6.090
15. GEALAN Fenster-Profile O.O.O., Zheleznodorozhnyj, Russland 8. 100% RUB 92.068 -34.070
16. GEALAN Tanna Fenster-Systeme GmbH, Tanna, Deutschland 7. 100% EUR 1.055 0
17. VEKA plc., Burnley, Großbritannien 100% GBP 24.330 7.164
18. VEKAPLAN UK Ltd., Leeds, Großbritannien 70% GBP 645 1.580
19. VEKA S.A.S. Thonon-les-Bains, Frankreich 100% EUR 30.091 720
20. VEKAPLAST Iberica S.A.U., Burgos, Spanien 100% EUR 17.234 2.169
21. QI Sistemi S.r.l., Mailand, Italien + 8. 100% EUR 1.862 444
22. VEKA Italia s.r.l, Mailand, Italien 100% EUR 10 -2
23. VEKA Polska Sp.z o.o., Skierniewice, Polen 100% PLN 251.828 90.490
24. VEKA Rus 0.0.0., Moskau, Russland 100% RUB 3.996.900 2.967.726
25. VEKA Romania S.R.L., Kreis Ilfov, Rumänien 100% RON 21.166 1.243
26. VEKA Bulgaria EOOD, Sofia, Bulgarien 100% BGL 867 355
27. VEKA Ukraine TOV, Kalyniwka/Kiew, Ukraine 100% UAH 273.857 7.654
28. VEKA Holdings Inc., Reno, USA 100% USD 57.780 -1
29. VEKA Inc., Fombell, USA 28. 100% USD 57.059 -1.088
30. VEKA West Inc., Reno, USA 28. 100% USD 23.668 -3.945
31. VEKA South Inc. Terrell, USA 28. 100% USD 32.397 8.227
32. VEKA East Inc., Morganton, USA 28. 100% USD -2.951 -266
33. VEKA USA Inc., Reno, USA 28. 100% USD 657 -1
34. DPS Corp. Fombell, USA 28. 100% USD 0 0
35. VEKA Canada Co., Halifax, Kanada 33. 100% USD -2.177 300
36. Inversiones VEKA Sud America S.A., Santiago, Chile 100% CLP 13.116.868 -1.698.787
37. VEKA Chile SpA, Santiago, Chile 36. 100% CLP -974.465 -1.913.619
38. VEKA Argentina S.A., Buenos Aires, Argentinien 36. 100% ARS 258.455 23.650
39. VEKA do Brasil Ltda., Biguacu/Santa Catarina, Brasilien 36. 100% BRL 3.804 -4.063
40. VEKA Asia Pacific Pte. Ltd. Singapur, Republik Singapur 100% SGD 19.484 -3.103
41. VEKA Plastics (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai, VR China 40. 100% RMB 68.100 -8.461
42. VEKA Plastics (Malaysia) Sdn Bhd., Johur Bahru, Malaysia 40. 100% MYR 4.092 1.114
43. VEKA Plastics (Singapore) Pte. Ltd., Singapur, Republik Singapur 40. 100% SGD 1.050 -323
44. VEKA India Private Limited, Mumbai, Indien 100% INR 176.126 7.280
45. NCL VEKA Private Limited, Hyderabad, Indien 50% INR 930.849 274.284
46. PlastOne uPVC Profiles Private Limited, Hyderabad, Indien 45. 100% INR 88.256 -6.102
47. GEALAN Private Limited, Hyderabad, Indien 45. 100% INR 38.616 17.183

1) Die Angaben zum Eigenkapital beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2022, da die Jahresabschlüsse 2023 noch nicht vorlagen.
2) Die Jahresergebnisse beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2022, da die entsprechenden Ergebnisse 2023 noch nicht vorlagen.
3) Auf die Angabe des Jahresergebnisses wurde gem. § 286 Abs. 3 S. 2 HGB verzichtet.

Bei den nachfolgenden Unternehmen ist aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen regelmäßig kein Jahresergebnis auszuweisen.

VEKA Umwelttechnik GmbH

Digital Buildings Solutions GmbH

GEALAN Fenster-Systeme GmbH

GEALAN Tanna Fenster-Systeme GmbH

Weitergehende Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB werden gem. § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB nicht gemacht.

(3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 44.908 T€ (Vorjahr: 36.321 T€) und sonstige Forderungen in Höhe von 110.310 T€ (Vorjahr: 1.984 T€). Diese haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 1.086 T€ (Vorjahr: 0 T€) und im Übrigen eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

(4) Aktive latente Steuern

Die aktiven latenten Steuern ergeben sich aus der Saldierung erwarteter Steuerentlastungen in Höhe von 2.296 T€ (Vorjahr: 2.615 T€) und erwarteter Steuerbelastungen in Höhe von 1.026 T€ (Vorjahr: 988 T€). Hierbei wird ein Ertragssteuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Dabei resultieren die aktiven latenten Steuern aus den Differenzen zwischen den Ansätzen in der Handels- und Steuerbilanz bei den Beteiligungen an verbundenen Unternehmen sowie im Bereich der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände und der Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern setzen sich im Wesentlichen zusammen aus unterschiedlichen Handels- und Steuerbilanzansätzen im Bereich des Anlagevermögens.

(5) Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB einer übernommenen Sozialplanverpflichtung mit Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung dieser Verpflichtung dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Die Abzinsung der Verpflichtung erfolgt gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um in Euro hinterlegte liquide Mittel, deren Bewertung zum beizulegenden Zeitwert (= Anschaffungskosten) erfolgt.

2023 2022
in T€ in T€
Sozialplanverpflichtung
Erfüllungsbetrag der Verpflichtung 46 102
Verrechnete Vermögensgegenstände
Beizulegender Zeitwert des Sicherungsvermögens (Nennbetrag) 205 273
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 159 171
Im Berichtsjahr verrechnete Aufwendungen und Erträge:
Aufwendungen und Erträge aus der Sozialplanverpflichtung
Erträge aus der Verpflichtung 0 0
Aufwendungen aus der Verpflichtung 8 1
davon aus Abzinsung 0 0
Aufwendungen und Erträge aus dem Deckungsvermögen
Erträge des Deckungsvermögens 0 0
Nettoertrag -8 -1

(6) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 80.000 T€. Es ist eingeteilt in 10,0 Mio. (Vorjahr: 10,0 Mio.) Stammaktien ohne Nennbetrag (Stückaktien).

In den Gewinnrücklagen ist wie im Vorjahr eine gesetzliche Rücklage in Höhe von 8.000 T€ enthalten.

In Höhe der aktiven latenten Steuern von 1.270 T€ und der aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögen von 329 T€ besteht eine Ausschüttungssperre, sodass insgesamt eine Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 1.599 T€ besteht.

Eine weitere Ausschüttungssperre von 2 T€ besteht in Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren nach § 253 Abs. 6 S. 2 HGB.

Das Eigenkapital entwickelte sich wie folgt:

Eigenkapitalspiegel Gezeichnetes Kapital Gewinnrücklagen Bilanzgewinn Summe
Endbestand 31.12.2022
T€ 80.000 228.000 115.037 423.037
gezahlte Dividende
T€ -3.000 -3.000
Jahresüberschuss 2023
T€ 34.166 34.166
Endbestand 31.12.2023
T€ 80.000 228.000 146.203 454.203

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag von 112.037 T€ (Vorjahr: 94.411 T€) enthalten.

(7) Pensionsrückstellungen

Zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen in Höhe von 580 T€ (Vorjahr: 619 T€) wurde das Teilwertverfahren angewendet.

Für die Berechnungen wurden folgende Annahmen getroffen:

Rechnungszins: 1,82%
erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung: 0,00%
zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln Heubeck 2018 G

(8) sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
in T€ in T€
Garantie- und Gewährleistungskosten 6.571 8.804
Altersteilzeit 2.111 1.791
sonstige Personalrückstellungen 7.745 6.093
übrige Rückstellungen 1.758 2.422
18.185 19.110

Zur Absicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeit existieren als Deckungsvermögen Wertpapiere mit einem beizulegenden Wert (Anschaffungskosten) von 692 T€ (Vorjahr: 819 T€). Dieser Wert entspricht dem Kurswert der Wertpapiere zum 31. Dezember 2023. Die Verpflichtungen aus Altersteilzeit mit einem Erfüllungsbetrag in Höhe von 2.803 T€ (Vorjahr: 2.610 T€) sind mit dem Deckungsvermögen verrechnet worden. Nach Verrechnung mit dem Deckungsvermögen beläuft sich der Erfüllungsbetrag aus den Verpflichtungen auf 2.111 T€ (Vorjahr: 1.791 T€). Aus dem Deckungsvermögen ergab sich ein Ertrag aus Wertveränderung in Höhe von 29 T€ (Vorjahr: 5 T€). Die Veränderung der Abzinsung der Verpflichtung ergab einen Zinsertrag in Höhe von 37 T€ (Vorjahr: Zinsertrag 20 T€).

(9) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Restlaufzeiten
bis zu 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre davon grundpfandrechtliche Sicherung gesamt 2022
T€ T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.611 2.680 0 3.930 11.291
(im Vorjahr:) (1.280) (3.930) (0) (5.180) (5.210)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.578 0 0 0 14.578
(im Vorjahr:) (8.681) (0) (0) (0) (8.681)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.165 0 0 0 11.165
(im Vorjahr:) (2.072) (0) (0) (0) (2.072)
sonstige Verbindlichkeiten 13.708 0 2.000 2.000 15.708
(im Vorjahr:) (13.064) (0) (2.000) (2.000) (15.064)
48.062 2.680 2.000 5.930 52.742
(im Vorjahr gesamt:) (25.097) (3.930) (2.000) (7.180) (31.027)

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus dem Erwerb von Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie von Halbfabrikaten und Waren.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1.767 T€ (Vorjahr: 557 T€) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 9.398 T€ (Vorjahr: 1.515 T€).

(10) Haftungsverhältnisse

Die VEKA AG hat zusammen mit sechs weiteren verbundenen Unternehmen der VEKA-Gruppe am 24. Juli 2019 mit einer ausgewählten Gruppe von Banken einen Konsortialkreditvertrag abgeschlossen. Hierfür haftet die VEKA AG gesamtschuldnerisch.

Folgende Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestanden zum Bilanzstichtag:

2023 2022
in T€ in T€
I. Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 35.000 35.000

Zudem hat die VEKA AG im Vorjahr für eine Tochtergesellschaft eine interne Patronatserklärung mit einer einjährigen Laufzeit abgegeben, wonach sie diese bis August 2024 mit ggf. erforderlichen finanziellen und sonstigen Mitteln ausstatten würde, sofern dies zur Fortführung derer Geschäftstätigkeit erforderlich wäre. Hierbei handelt es sich um ein Haftungsverhältnis gegenüber verbundenen Unternehmen.

Eine Inanspruchnahme aus den erklärten Gewährleistungsverpflichtungen wird aufgrund der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der begünstigten Unternehmen als gering eingeschätzt.

Sonstige Sicherheiten und Pfandrechte wurden nicht bestellt.

(11) sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen bestanden aus Leasingverträgen in Höhe von insgesamt 8.191 T€ sowie aus zeitlich unbefristeten Mietverträgen in Höhe von 196 T€ pro Jahr. Davon betreffen 170 T€ verbundene Unternehmen.

V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

(1) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023 2022
T€ T€
Inland 182.886 223.937
EU 247.433 292.001
übriges Ausland 62.824 72.780
493.143 588.718

(2) sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von 608 T€ (Vorjahr: 870 T€) enthalten, davon aus der Währungsumrechnung nach § 256a HGB in Höhe von 318 T€ (Vorjahr: 96 T€). Die Erträge beinhalten weiterhin periodenfremde Erträge aus der Zuschreibung von Vermögensgegenständen und der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 574 T€ (Vorjahr: 1.003 T€).

(3) Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren in Höhe von 256.459 T€ (Vorjahr: 362.220 T€) sowie aus Aufwendungen für bezogene Leistungen in Höhe von 7.989 T€ (Vorjahr: 8.188 T€) zusammen.

(4) Personalaufwand

Der Personalaufwand setzt sich aus Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von 91.718 T€ (Vorjahr: 88.946 T€) sowie aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung in Höhe von 17.360 T€ (Vorjahr: 16.812 T€) zusammen. Davon entfallen auf Aufwendungen für die Altersversorgung 283 T€ (Vorjahr: 297 T€).

(5) Abschreibungen

Die Abschreibungen betreffen die laufenden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 15.040 T€ (Vorjahr: 15.102 T€). Weiterhin waren aufgrund dauernder Wertminderungen außerplanmäßige Abschreibungen im Bereich der Finanzanlagen in Höhe von 18.535 T€ (Vorjahr: 12.088 T€) erforderlich.

(6) sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von 363 T€ (Vorjahr: 741 T€) enthalten. Hiervon entfällt auf die Währungsumrechnung nach § 256a HGB ein Betrag in Höhe von 313 T€ (Vorjahr: 478 T€). Im Jahr 2023 lagen keine Vorgänge von außergewöhnlicher Größenordnung gem. § 285 Nr. 31 HGB vor (Vorjahr: 5.000).

(7) Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 28.506 T€ (Vorjahr: 8.121 T€).

(8) Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens

In den Erträgen aus den Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sind Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 950 T€ (Vorjahr: 1.309 T€) enthalten.

(9) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von 69 T€ (Vorjahr: 77 T€) sowie Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.830 T€ (Vorjahr: 254 T€) enthalten. Diese beinhalten Zinserträge in Höhe von 3.173 T€, die als solche von außergewöhnlicher Größenordnung gem. § 285 Nr. 31 HGB anzusehen sind.

(10) Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von 11 T€ (Vorjahr: 12 T€) sowie Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 233 T€ (Vorjahr: 9 T€) enthalten.

(11) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten den Steueraufwand des Berichtsjahres in Höhe von 12.159 T€ (Vorjahr: 13.235 T€) und die Veränderung der latenten Steuern in Höhe von 357 T€ (Vorjahr: -843 T€). Der Steueraufwand für Vorjahre beträgt 217 T€ (Vorjahr: 91 T€).

VI. sonstige Angaben

(1) Gesellschafter

Die Laumann Group SE, Sendenhorst, hat uns gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien unserer Gesellschaft gehört. Die Laumann Group SE, Sendenhorst, hat uns gemäß § 20 Abs. 4 AktG ferner mitgeteilt, dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung an unserer Gesellschaft gehört.

Alleinige Aktionärin der Laumann Group SE ist die Laumann Stiftung & Co. KG mit Sitz in Sendenhorst.

(2) Aufsichtsrat und Vorstand

Dem Aufsichtsrat der VEKA Aktiengesellschaft gehören an:

 

Herr Dipl.-Kfm. Dr. Andreas Hillebrand, Rietberg

 

Kaufmann

 

Vorsitzender

 

Dr. Christoph Backhaus, Hamburg

 

Unternehmensberater

 

Vorstand der Contrium Consulting AG, Hamburg

 

stellvertretender Vorsitzender

 

Franz-Josef Grobecker, Ascheberg

 

Techniker und Betriebsratsvorsitzender

 

Arbeitnehmervertreter

Der Aufsichtsrat erhielt in 2023 Bezüge in Höhe von 30 T€ (Vorjahr: 30 T€).

Dem Vorstand der VEKA Aktiengesellschaft gehören an:

 

Herr Dipl.-Kfm. Andreas Hartleif

 

Vorsitzender

 

Vorstand für Konzernplanung

 

Frau Dipl.-Betriebswirtin Elke Hartleif

 

Vorstand für Personal

 

Herr Dipl.-Kfm. Pascal Heitmar

 

stellvertretender Vorsitzender

 

Vorstand für Finanzen

 

Herr Dipl.-Ing. Dr. Werner Schuler

 

(verstorben am 27.10.2023)

 

Vorstand für Technik

 

Herr Dipl.-Kfm. Josef Beckhoff

 

Vorstand für Vertrieb

Im Geschäftsjahr 2023 erhielt der Vorstand der VEKA Aktiengesellschaft Gesamtbezüge in Höhe von 3.656 T€ (Vorjahr: 3.360 T€).

An frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebenen wurden Pensionen in Höhe von 77 T€ (Vorjahr: 77 T€) gezahlt.

Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstandes und deren Hinterbliebenen beträgt 580 T€ (Vorjahr: 619 T€).

(3) Anzahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Beschäftigten betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
kaufm. technische 440 431
gewerbliche Mitarbeiter 1.049 1.095
1.489 1.526

(4) Nachtragsbericht

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ergeben.

(5) Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn, bestehend aus dem Gewinnvortrag und dem Jahresüberschuss, einen Betrag in Höhe von 30.000 T€ an die Aktionäre auszuschütten. Der unter Berücksichtigung der am 22.01.2024 beschlossenen Sonderdividende in Höhe von 112.000 T€ verbleibenden Betrag in Höhe von 4.203 T€ soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

 

Sendenhorst, 28. März 2024

VEKA Aktiengesellschaft

gezeichnet durch:

Andreas Hartleif

Elke Hartleif

Pascal Heitmar

Josef Beckhoff

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VEKA Aktiengesellschaft, Sendenhorst

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VEKA Aktiengesellschaft, Sendenhorst, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der VEKA AG, Sendenhorst, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Münster, 28. März 2024

Dr. Beermann WP Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Sebastian Drees M.A., Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Benedikt Geise, Wirtschaftsprüfer

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben vorgeschlagen, aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2023 in Höhe von 146.202.978,18 €, bestehend aus einem Gewinnvortrag in Höhe von 112.037.273,69 € und dem Jahresüberschuss in Höhe von 34.165.704,49 €, einen Betrag in Höhe von weiteren 30.000.000 € an die Aktionäre auszuschütten. Der unter Berücksichtigung der am 22.01.2024 beschlossenen Sonderdividende in Höhe von 112.000.000 € verbleibende Betrag in Höhe von 4.202.978,18 € wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Vorsitzende stellte fest, dass ein Widerspruch gegen den Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates nicht erhoben wurde. Daraufhin beschloss die Hauptversammlung einstimmig durch Zuruf die Annahme dieses Beschlussvorschlags. Es ist daher einstimmig und ohne Stimmenthaltung über die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahres 2023 beschlossen worden. Die Ausschüttung an die Aktionärin soll zum 07.10.2024 erfolgen. Diesen einstimmigen Beschluss verkündete der Vorsitzende.

 

Sendenhorst, den 29. August 2024

Dr. Andreas W. Hillebrand, Vorsitzender des Aufsichtsrates

Bericht des Aufsichtsrates gemäß § 171 Abs.2 AktG für das Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2023 intensiv mit der Lage und der Weiterentwicklung der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen befasst. Seine nach Gesetz und Satzung bestehenden Aufgaben und Rechte hat er dabei uneingeschränkt und mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Aufsichtsratstätigkeit, Sitzungen

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung regelmäßig überwacht sowie die strategische Entwicklung der Gesellschaft und wesentliche Einzelmaßnahmen beratend begleitet. Er wurde vom Vorstand regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich jeweils zeitnah und umfassend unterrichtet. Im Mittelpunkt standen hierbei die Finanz-, Investitions- und Personalplanung, die strategische Weiterentwicklung, die Risikolage und das Risikomanagement sowie die Rentabilität des Konzerns. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und anhand vorgelegter Unterlagen geprüft. Darüber hinaus berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat aus sonstigen wichtigen Anlässen. Neben verschiedenen Akquisitionsmöglichkeiten waren u.a. diverse Logistikprojekte in der Gruppe, die Vorstellung der Compliance Berichte, Änderungen des Geschäftsverteilungsplans sowie weiterhin der Umgang mit und die Auswirkungen durch den Russland/Ukraine-Konflikt auf die VEKA Gruppe Gegenstand des Austausches zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Zudem wurde Herr Pascal Heitmar mit Wirkung zum 01.01.2024 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden ernannt. Anhand der Berichte des Vorstands sowie diesbezüglicher Nachfrage, Beratung und Diskussion sind die Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Leitung der Gesellschaft durch den Vorstand, die Leistungsfähigkeit des Risikomanagements, des Compliance-Management-Systems und der Unternehmensorganisation sowie deren Wirtschaftlichkeit vom Aufsichtsrat geprüft und als gegeben erachtet worden. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates stand auch außerhalb der Sitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und wurde über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage sowie wesentliche Geschäftsvorfälle informiert. Der Vorstand informierte den Vorsitzenden des Aufsichtsrats zeitnah über aktuelle Entwicklungen und bedeutsame Einzelsachverhalte. In Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung war der Aufsichtsrat stets frühzeitig eingebunden. Soweit zu Einzelmaßnahmen des Vorstands nach Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich war, hat der Aufsichtsrat darüber Beschluss gefasst.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden 7 Aufsichtsratssitzungen statt (am 13.03., 15.03., 14.06., 29.08., 02.11., 07.12. und 21.12.2023). Die Aufsichtsratssitzungen fanden dabei überwiegend in Präsenz statt, teilweise auch hybrid durch Teilnahme Einzelner im Wege der Videokonferenz, einmal jedoch auch ausschließlich als Telefon- und ein weiteres Mal ausschließlich im Wege der Videokonferenz. Der Aufsichtsrat hat stets in seiner Gesamtheit beraten und entschieden. Die Aufsichtsratsmitglieder waren bei allen Sitzungen des Aufsichtsrates vollzählig anwesend bzw. elektronisch zugeschaltet und den Aufsichtsratsvorsitz hatte stets Herr Dr. Andreas W. Hillebrand inne. Interessenkonflikte, die eine Stimmenthaltung von Aufsichtsratsmitgliedern bei einer Beschlussfassung erfordert hätten, gab es keine.

Beschlussfassungen des Aufsichtsrates haben im Wesentlichen die Gegenstände betroffen, bei denen nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand bzw. bei Geschäften und Maßnahmen von grundlegender Bedeutung Zustimmungserfordernisse zugunsten des Aufsichtsrates bestanden. So erteilte er seine Zustimmung zu verschiedenen potentiellen Akquisitionsvorhaben sowie zu einem Standortprojekt in Italien. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 und der Vorbereitung der Hauptversammlung 2023.

Jahres- und Konzernabschluss 2023

Der vom Vorstand aufgestellte, fristgerecht vorgelegte Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023, seine Lageberichte für die Gesellschaft und den Konzern für das Geschäftsjahr 2023 wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dr. Beermann WP Partner GmbH aus Münster unter Einbeziehung der Buchführung entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Den Prüfungsauftrag hatte namens des Aufsichtsrates dessen Vorsitzender entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 29.08.2023 vergeben.

Für das Geschäftsjahr 2023 lagen der Jahres- und der Konzernabschluss, der Lagebericht und der Konzernlagebericht sowie die entsprechenden Prüfungsberichte des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrates vor. Diese Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 03.06.2024 mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer durchgesprochen und erörtert, der dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung auch persönlich berichtete. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an und erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss 2023 durch Beschluss vom 03.06.2024 und den Konzernabschluss 2023 durch Beschluss vom selben Tage gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Neben einer am 22.01.2024 beschlossenen Sonderdividende in Höhe von 112.000.000 € haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats in der Sitzung des Aufsichtsrates am 03.06.2024 der Empfehlung des Vorstandes angeschlossen, der Hauptversammlung die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von weiteren 30.000.000 € vorzuschlagen. Hierbei wurde insbesondere die Lage der Gesellschaft, namentlich ihre Finanzierungs- und Kapitalstruktur, diskutiert und geprüft.

Zudem war der vom Vorstand vorgelegte Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gem. § 312 AktG (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2023 Gegenstand der eigenständigen Prüfung durch den Aufsichtsrat. Der Abhängigkeitsbericht wurde auch vom Abschlussprüfer geprüft und mit folgendem Vermerk versehen:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1.

die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2.

bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Der entsprechende Prüfungsbericht lag dem Aufsichtsrat ebenfalls vor. Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Abhängigkeitsberichts. Das Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch den Abschlussprüfer hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeitenden für den geleisteten hohen Einsatz und ihre Arbeit im Geschäftsjahr 2023.

 

Sendenhorst, 03.06.2024

Der Aufsichtsrat

Dr. Andreas W. Hillebrand, Vorsitzender des Aufsichtsrates

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