gelöscht Rechtsform AG

Villeroy & Boch Aktiengesellschaft

Mettlach ·HRB 63610 Saarbrücken
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Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
66693 Mettlach
Handelsregister
HRB 63610, Saarbrücken
Eintragungsdatum
18. Mai 1987
Branche
Großhandel mit Sanitärkeramik
Großhandel mit keramischen Erzeugnissen und Glaswaren
Herstellung von keramischen Haushaltswaren und Ziergegenständen
Eingetragenes Kapital
71.909.376,00 EUR
Vertretungsregelung

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten. Jedes Vorstandsmitglied ist befugt, im Namen der Gesellschaft als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Unternehmenszweck
Herstellung, Handel und Vertrieb von Erzeugnissen und Waren aller Art in den Bereichen (i) Bad und Wellness sowie (ii) Küche, Essen und Wohnen (Dining & Lifestyle).

Finanzen

Umsatz 2025
1,45 Mrd. €
Bilanzsumme 2025
1,62 Mrd. €
Jahresergebnis 2025
14,70 Mio. €
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 1,62 Mrd
  • Anlagen (gesamt) 100,0 % 1,62 Mrd
Passivseite 1,62 Mrd
  • Gesamtverbindlichkeiten abzüglich Minderheitenanteile 77,7 % 1,26 Mrd
  • Gesamtkapital Minderheitenanteile (brutto) 22,3 % 362,70 Mio
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Bilanzdaten für 14 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 4,36 Mrd
  • Umsatzerlöse 33,2 % 1,45 Mrd
  • Betriebsertrag 33,2 % 1,45 Mrd
  • Bruttoergebnis vom Umsatz 12,5 % 543,30 Mio
  • Ausgaben Verkauf und Marketing 7,6 % 331,70 Mio
  • EBITDA 3,4 % 146,90 Mio
  • Normierte EBITDA 3,3 % 144,80 Mio
  • EBIT 1,5 % 64,70 Mio
  • Gesamtbetriebsgewinn wie berichtet 1,3 % 58,60 Mio
  • Betriebsgewinn 1,2 % 52,90 Mio
  • Zinsüberschuss 0,8 % −33,50 Mio
  • Unverwässerte durchschnittliche Aktien 0,6 % 26,77 Mio
  • Verwässerte durchschnittliche Aktien 0,6 % 26,77 Mio
  • Verwässerte NI, verfügbar für Stammaktionäre 0,3 % 14,70 Mio
  • Normierter Überschuss 0,3 % 12,92 Mio
  • Zinsertrag, nichtbetrieblich 0,1 % 4,00 Mio
  • Zinsertrag 0,1 % 4,00 Mio
  • Summe ungewöhnliche Posten ohne Goodwill 0,0 % 2,10 Mio
  • Summe ungewöhnliche Posten 0,0 % 2,10 Mio
  • Unverwässertes Ergebnis je Aktie 0,0 % 15
  • Verwässertes Ergebnis je Aktie 0,0 % 15
  • Minderheitenanteile 0,0 % 0
  • Sonstige Dividenden Vorzugsaktien 0,0 % 0
Aufwendungen 4,53 Mrd
  • Gesamtaufwand 30,8 % 1,39 Mrd
  • Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 20,0 % −903,70 Mio
  • Berichtigte Herstellungskosten 20,0 % 903,70 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 10,8 % 490,40 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 9,8 % 444,70 Mio
  • Verwaltungsgemeinkosten 2,5 % 113,00 Mio
  • Berichtigte Abschreibung 1,8 % 82,20 Mio
  • Zinsaufwand, nichtbetrieblich 0,9 % 39,70 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,9 % 39,70 Mio
  • Nichtbetrieblicher Zinsertragsaufwand (netto) 0,7 % −33,50 Mio
  • Forschungs- und Entwicklungskosten 0,6 % 26,90 Mio
  • Ertrag vor Steuern 0,6 % 25,00 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,4 % 18,20 Mio
  • Steuerrückstellung 0,2 % 10,40 Mio
  • Summe sonstiger Finanzaufwand 0,0 % −2,20 Mio
  • Steuerwirkung ungewöhnliche Posten 0,0 % 315,0 k
  • Steuersatz zur Berechnung 0,0 % 0
  • Jahresüberschuss Stammaktionäre 14,70 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 14,70 Mio
  • Jahresüberschuss mit Minderheitenanteilen 14,70 Mio
  • Jahresüberschuss fortlaufender Betrieb 14,60 Mio
  • Jahresüberschuss aus fortgeführtem/eingestelltem Betrieb 14,70 Mio
  • Jahresüberschuss aus fortgeführtem Betrieb abzüglich Minderheitenanteile 14,70 Mio
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GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • E***** L** J**** seit 2023 Vorstandsmitglied
  • G**** H****** L*** seit 2020 Vorstandsmitglied
  • M***** D** W****** seit 2015 Vorstandsmitglied
  • P**** W******* D** D**** seit 2023 Vorstandsmitglied
  • W******* F**** E*** L******* M**** v** B********** seit 2007 Vorstandsmitglied
  • A****** S********** seit 2021 Prokura
  • A******** S******** seit 2019 Prokura
  • B******* N** seit 2025 Prokura
  • G******* G****** seit 2020 Prokura
  • J***** R*** M**** R***** F*** seit 2022 Prokura
  • K******* S****** seit 2021 Prokura
  • M****** M********** seit 2019 Prokura
  • O**** D** A*** seit 2021 Prokura
  • S**** J**** seit 2025 Prokura
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Eigentum & Beteiligungen

Historie

  1. 2026
  2. 08.06.
    Austritt einer Position
    J** P**** T**** · Gesamtprokura
  3. 08.06.
    Austritt einer Position
    G******* S***** · Vorstandsvorsitzende
  4. 18.05.
    Satzungsänderung
    Villeroy & Boch Aktiengesellschaft
  5. 2025
  6. 19.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    S**** J**** · Gesamtprokura
  7. 07.11.
    Berichtigung von Unternehmensdaten
    Villeroy & Boch Aktiengesellschaft
  8. 07.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    H***** H******* · Gesamtprokura
  9. 07.11.
    Austritt einer Position
    K****** K*** · Einzelprokura
  10. 07.11.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    H***** H******* · Gesamtprokura
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2019 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Konzernabschluss Volltext
Geschäftsbericht

Konzernlagebericht

3 GRUNDLAGEN DES KONZERNS 17 RISIKO- UND CHANCENBERICHT
3 Geschäftsmodell des Konzerns 17 Risikostrategie
5 Steuerungssystem 17 Risikomanagement
5 Forschung und Entwicklung 19 Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
7 Einkauf für die Konzernrechnungslegung
7 Mitarbeiter:innen 20 Einzelrisiken
25 Chancenbericht
7 WIRTSCHAFTSBERICHT
7 Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen 29 PROGNOSEBERICHT
8 Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns
9 Ertragslage 30 SONSTIGE ANGABEN
12 Finanzlage
15 Vermögenslage 30 VERGÜTUNGSBERICHT
15 Sonstige finanzielle Leistungsindikatoren
30 ZUSAMMENGEFASSTE VERSICHERUNG
16 NACHHALTIGKEIT DER GESETZLICHEN VERTRETER:INNEN
16 Allgemeine Erläuterungen
17 Nichtfinanzielle Erklärung
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Geschäftsbericht
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3 An unsere Aktionär:innen Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzernanhang Weitere Informationen

KONZERNLAGEBERICHT Erneut erfolgreiche Geschäftsentwicklung in 2022: -Konzernumsatz um 5,2 % auf 994,5 Mio. € gesteigert (Vorjahr: 945,0 Mio. €). -Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mit 96,8 Mio. € um 7,0 % verbessert (Vorjahr: 90,5 Mio. €). -Konzernergebnis mit 71,5 Mio. € deutlich über Vorjahr (60,5 Mio. €). GRUNDLAGEN DES KONZERNS GESCHÄFTSMODELL DES KONZERNS Organisatorische Struktur des Konzerns Der Villeroy&Boch-Konzern ist ein international führender Keramikhersteller mit einer 275‑jährigen Firmengeschichte. Kaum eine andere Premiummarke 1 mit weltweitem Ansehen kann auf eine vergleichbare Historie und dauerhaften Erfolg zurückblicken. Auf dem Weg vom kleinen, 1748 gegründeten Manufaktur zum internationalen Konzern hat sich Villeroy&Boch vom produktionsorientierten Keramiker zum umfassenden Lifestyle-Anbieter gewandelt. Mit seinen Produkten gestaltet und prägt die Marke heute das Zuhause seiner Kund:innen in der ganzen Welt. Als Komplettanbieter im Bad und für hochwertige Tischkultur sowie Wohnaccessoires unterteilt sich unser operatives Geschäft in die beiden Unternehmensbereiche Bad&Wellness sowie Dining&Lifestyle. Konzernübergreifende Aufgaben und Funktionen werden von unseren Zentralbereichen wahrgenommen. Die Villeroy&Boch AG fungiert als Konzernobergesellschaft für insgesamt 51 (31. Dezember 2021: 52) direkt oder indirekt gehaltene, vollkonsolidierte Tochtergesellschaften. Wie im Vorjahr wurden drei Tochtergesellschaften nicht in den Konzernabschluss der Villeroy&Boch AG einbezogen, da diese Gesellschaften eine nur geringe aktive Geschäftstätigkeit aufweisen und deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Weitere Informationen zum Konsolidierungskreis und zur Beteiligungsstruktur des Villeroy&Boch-Konzerns sind in Tz. 2 und 62 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss dargestellt. Unternehmensbereiche und Absatzmärkte Unsere Produkte werden in rund 125 Ländern verkauft. Im Unternehmensbereich Bad&Wellness umfasst unser Produktportfolio keramische Badkollektionen in unterschiedlichen Stilrichtungen, Badmöbel, Dusch-, Badewannen- und Whirlpoolsysteme, Armaturen, keramische Küchenspülen und ergänzendes Zubehör. Hierfür wenden wir uns in der Regel über einen zwei- bzw. dreistufigen Vertriebsweg an die Endverbraucher:innen. Unsere Kernzielgruppen stellen dabei Händler:innen, das verarbeitende Handwerk, Architekt:innen, Interior Designer:innen und Fachplaner:innen dar. Weltweit sind unsere Bad-&Wellness-Produkte in über 12.000 Showrooms ausgestellt. Daneben erreichen wir die jeweiligen Zielgruppen über unterschiedliche Kommunikationsmedien. Etwa über die Villeroy&Boch App, die alle Informationen rund um unsere Bad-&Wellness-Produkte auf einen Blick bietet. Diese können sowohl am PC als auch auf dem Tablet oder dem Smartphone innerhalb kurzer Zeit und immer aktuell abgerufen werden. Neben Detailinformationen zu unseren Produkten bietet die App die Möglichkeit, Produkte gemäß Kundenwunsch direkt im Verkaufsgespräch zusammenzustellen, zu visualisieren und die Produkt-Kombination live in einer 360 °-Ansicht anzuzeigen. Änderungswünsche bei der Planung können so direkt aus der App geladen werden.

Geschäftsbericht 2022
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Produktionsstandorte nach Regionen

EUROPA ASIEN-PAZIFIK
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Gustavsberg und Vårgårda (Schweden) Saraburi (Thailand)
Hódmezövásárhely (Ungarn)
Lugoj (Rumänien)
Merzig, Mettlach, Torgau und Treuchtlingen (Deutschland)
Mondsee (Österreich)
Roden (Niederlande)
Roeselare (Belgien)
Valence d’Agen (Frankreich)

Die App ergänzt das Angebot auf unserer Internetseite in dem speziell für Architekt:innen, Planer:innen und Handwerker:innen eingerichteten Profi-Bereich. Dem/der Endverbraucher:in stehen zudem mit dem Badinspirator, dem Badplaner und der Augmented Reality App praktische Anwendungen zur Verfügung, die es ihm/ihr in einer virtuellen Umgebung ermöglichen, komplette Bäder individuell zu planen und zu gestalten. Darüber hinaus bauen wir unsere Präsenz in wichtigen Social-Media-Kanälen wie Instagram, Pinterest und TikTok mittels einer Content-Offensive aus, um designaffine Zielgruppen gezielt anzusprechen. Unser Unternehmensbereich Dining&Lifestyle bietet schon heute weit mehr als klassische Tischkultur: Tischaccessoires werden zu Wohnaccessoires und Geschenken. Bei der jungen und trendorientierten Zielgruppe erfreut sich unser Trend-Sortiment like. zunehmender Beliebtheit. Dabei bedienen wir zum einen den Fachhandel – vom spezialisierten Porzellangeschäft über große Warenhausketten bis hin zu E-Commerce-Anbietern. Zum anderen erreichen wir die Endverbraucher:innen über unsere eigenen Einzelhandelsaktivitäten. Dazu zählen 84 Villeroy&Boch-Geschäfte sowie mehr als 500 Verkaufspunkte in namhaften Warenhäusern. Außerdem verfolgen wir auch im eigenen Einzelhandel den kontinuierlichen Ausbau unserer weltweiten Onlinepräsenz. Mittlerweile vertreiben wir unsere Dining&Lifestyle-Produkte in mehr als 15 Ländern über eigene Online-Shops. Insgesamt sind unsere Produkte an weltweit rund 4.200 Verkaufsstellen erhältlich. Darüber hinaus ergänzen wir unser Sortiment mit lizenzbasierten Produkten aus dem Bereich „Living“. Hierzu gehören vor allem Bodenbeläge (Fliesen, Holz), Leuchten, Bad- und Küchentextilien, Wohn- und Esszimmer- sowie Küchenmöbel. Im Projektgeschäft beider Unternehmensbereiche setzen wir auf spezialisierte Vertriebseinheiten. Zielgruppe für Projekte im Sanitärbereich sind in erster Linie Architekt:innen, Interior Designer:innen sowie Planer:innen von öffentlichen Einrichtungen, Bürogebäuden, Hotels und hochwertigen Wohnkomplexen. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle sprechen wir vorrangig Investor:innen und Betreiber:innen von Hotels und Restaurants an. Standorte Die Villeroy&Boch AG und ihre Konzernzentrale haben ihren Sitz im saarländischen Mettlach. Wir unterhalten derzeit 13 Produktionsstandorte in Europa und Asien. Unsere Produkte für den Unternehmensbereich Dining&Lifestyle werden in den Werken Merzig und Torgau (beide Deutschland) hergestellt. In den übrigen elf Werken fertigen wir Produkte für den Unternehmensbereich Bad&Wellness. Sanitärkeramik produzieren wir an den Standorten in Mettlach (Deutschland), Valence d‘Agen (Frankreich), Hódmezövásárhely (Ungarn), Lugoj (Rumänien), Gustavsberg (Schweden) und Saraburi (Thailand). Darüber hinaus stellen wir in Treuchtlingen (Deutschland) und Mondsee (Österreich) Badmöbel her, während wir in Roden (Niederlande) und Roeselare (Belgien) Bade- und Duschwannen sowie Whirlpools und in Vårgårda (Schweden) Armaturen fertigen.

Geschäftsbericht 2022
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STEUERUNGSSYSTEM Der Vorstand der Villeroy&Boch AG steuert den Gesamtkonzern mittels einer fest definierten Führungsstruktur und operativer Ziele, deren Erreichungsgrad durch festgelegte Kennzahlen überwacht wird. Hierbei werden finanzielle Steuerungsgrößen durch ausgewählte nicht-finanzielle Kennzahlen ergänzt. Die Leistungsstärke unseres Konzerns im Ganzen sowie unserer beiden Unternehmensbereiche im Einzelnen wird mit den folgenden finanziellen Steuerungsgrößen gemessen: Nettoumsatzerlöse, das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (operatives EBIT) und rollierende operative Nettovermögensrendite. Letztere errechnet sich aus dem rollierenden operativen Ergebnis, dividiert durch das operative Nettovermögen auf Basis der Durchschnittswerte der vergangenen zwölf Monate. Das hier verwendete operative Ergebnis ist das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit auf Konzernebene. Das operative Nettovermögen errechnet sich als die Summe der immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte, Vorräte, Warenforderungen und der sonstigen operativen Vermögenswerte abzüglich der Summe der Lieferantenverbindlichkeiten, Rückstellungen und der übrigen operativen Verbindlichkeiten (inkl. Leasingverbindlichkeiten). Ausführliche Informationen zur Entwicklung der finanziellen Steuerungsgrößen sind im Wirtschaftsbericht dargestellt. Neben den finanziellen Steuerungsgrößen gewinnen nichtfi-nanzielle Leistungsindikatoren zunehmend an Bedeutung. So sind konkrete Nachhaltigkeitsziele im Vergütungssystems des Vorstands verankert, zum einen die Relation von CO2-Emissionen Keramik (in t) zu Nettoproduktionsmenge (in t) und zum anderen die Abdeckung des Einkaufsvolumens durch den Code of Conduct. Für weitere Einzelheiten wird auf die Kapitel „Nachhaltigkeit“ bzw. „Vergütungsbericht“ verwiesen. Ausführliche Informationen über unsere nichtfinanzielle Leistung sind im Nachhaltigkeitsbericht des Villeroy&Boch-Konzerns dargestellt. Dieser nach § 315b Abs. 3 HGB erstellte, gesonderte nichtfinanzielle Konzernbericht ist im Internet unter https://www.villeroyboch-group.com/de/investor-relations/publikationen/nachhaltigkeitsberichte.html für das Geschäftsjahr 2022 abrufbar. Für weitere Einzelheiten wird auf das Kapitel „Nachhaltigkeit“ verwiesen. FORSCHUNG, ENTWICKLUNG UND INNOVATION Forschung, Entwicklung und Innovation sichern unsere Wettbewerbsfähigkeit und bilden die Basis für einen langfristigen und nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg. Einschließlich der Designentwicklung haben wir im Geschäftsjahr 2022 im Villeroy&Boch-Konzern 19,8 Mio. € (Vorjahr: 18,7 Mio. €) in Forschung und Entwicklung investiert. Hiervon entfielen 15,1 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Bad&Wellness sowie 4,7 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Dining&Lifestyle. Unsere Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten konzentrierten sich auch im Geschäftsjahr 2022 darauf, die in Zukunft angestrebte Umstellung der Brennprozesse auf Wasserstoff oder Strom voranzutreiben und gleichzeitig unsere keramischen Werkstoffe, Produkte und Fertigungstechnologien weiterzuentwickeln. Forschungskooperationen für innovative Lösungen Gemeinsam mit Partnern aus der angewandten Forschung und der industriellen Entwicklung wurden Kooperationen und Projekte aus den Themenfeldern Dekarbonisierung, Ressourcen-Effizienz sowie Digitalisierung geplant und durchgeführt. Um sowohl den aktuellen als auch den zukünftigen Heraus-forderungen einer nachhaltigen Produktion gerecht zu wer-den, wurden mit externen Know-how-Trägern Projektideen zur Dekarbonisierung, insbesondere technologische Entwicklungen zur Vorbereitung erster Versuche zur Umstellung von Brennprozessen auf nicht fossile Brennstoffe, verfolgt bzw. geplant. Erste Versuchsbrände an Laboröfen mit 100 % Wasserstoff als Brenngas wurden durchgeführt und die wichtigsten Eigenschaften der so erhaltenen Werkstoffproben intensiv untersucht. Parallel hierzu wurde die Installation eines Elektro-Versuchsofens vorbereitet, um auch dort Versuchsbrände durchzuführen, um die Machbarkeit und notwendige Rahmenbedingungen eines künftig auch denkbaren Wechsels auf grünen Strom als Energieträger testen zu können. Darüber hinaus wurden weitere Forschungsanstrengungen unternommen, um die Ressourcen-Effizienz über die Verwendung von Sekundärrohstoffen in keramischen Werkstoffen (Scherben und Glasur) zu verbessern. Im Rahmen des Entwicklungsprojekts „Energieeffiziente Hochtemperaturprozesse für große und geometrisch komplexe Bauteile“ (HTPgeox), das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert wird, wurden prozessrelevante Ofenparameter digital erfasst. Diese Daten können nun mit modernen Software-Tools analysiert und des Weiteren für numerische Computersimulationen verwendet werden. Mit Hilfe von industriellen Bildverarbeitungstechnologien soll die Fehlerdetektion im Prozess automatisiert werden. Diese Digitalisierung ermöglicht ein effektives Prozessmonitoring. Die Ergebnisse einer umfassenden thermoanalytischen Charakterisierung der keramischen Werkstoffe in Verbindung mit dem erweiterten Prozessmonitoring wurden in Computersimulationen von Teilabschnitten des Ofens verarbeitet. Im Projektverlauf sollen weitere Abschnitte des Ofens simuliert werden, um einen parametrisierten digitalen Zwilling des Brennprozesses zu erstellen mit dem Ziel, den Brennprozess der Keramik energieeffizienter zu gestalten.

Geschäftsbericht 2022
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Im Rahmen eines EFRE-Projekts (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) wurde der Einsatz eines sensitiven Roboters zur Bearbeitung der Sanitärkeramik erprobt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung eines Prototyps für die Automatisierung von Fertigungsschritten und einer sensorbasierten Qualitätskontrolle. Dabei kommen auch Methoden der Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz. Neben Produktivitätssteigerungen sollen zudem Verbesserungen in der Arbeitssicherheit erreicht werden. Auch das vor dem Hintergrund von Pandemien wissenschaftlich und wirtschaftlich bedeutende Forschungsthema „Hygienisches Patientenzimmer der Zukunft“ wurde 2022 weiterverfolgt. In einem anwendungsorientierten Forschungs- und Studienlabor auf dem Gelände des Städtischen Klinikums Braunschweig befindet sich seit August 2022 ein Beispiel der entwickelten Nasszelle. Erfolgreiche Teilnahme am TOP 100-Innovationswettbewerb 2022 Erfreulich für uns ist, dass wir im Jahr 2022 infolge der Teilnahme am TOP 100-Innovationswettbewerb im Rahmen der Preisverleihung mit über 1.000 Teilnehmer:innen im Juni 2022 mit dem TOP-100-Siegel als eines der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands ausgezeichnet wurden. Unter der Leitung von Prof. Dr. Nikolaus Franke, Vorstand des Instituts für Entrepreneurship und Innovation der Wirtschaftsuniversität Wien, wurden von einer Fachjury in einem wissenschaftlichen Auswahlverfahren die innovativsten deutschen Unternehmen ermittelt. Die Verleihung der Auszeichnung als TOP 100-Unternehmen erfolgte aufgrund besonders innovativer Prozesse von der Produktneuentwicklung bis zur Marktreife und besonderer Kundenorientierung durch vielfältige virtuelle Möglichkeiten der Produktpräsentation. Interne Weiterentwicklung von Fertigungsverfahren Im Rahmen der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer Fertigungsverfahren haben wir Projekte zur Schaffung von robusten Prozessen, zur Rohstoff- und Ressourceneffizienz sowie zur Standardisierung und damit die zur Ausbringungsverbesserung vorangetrieben. Um neue Ideen zur Gestaltung von Produkten mit anspruchsvollem Design umzusetzen, bedarf es oftmals weiterentwickelter Fertigungsverfahren. Mittels intelligenter Nutzung und Kombination vorhandener Technologien entstehen verschiedene Produkt- und Verfahrensentwicklungen. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an der Optimierung der Technologien, die gemeinhin unter dem Schlagwort „Industrie 4.0“ bekannt sind. Neue verfügbare Methoden wurden dabei hinsichtlich ihres Potenzials und der Integrationsmöglichkeit in bestehende Fertigungsanlagen an unseren Produktionsstandorten untersucht. Produktentwicklung Produktbezogene Entwicklungen im Unternehmensbereich Bad&Wellness waren unter anderem der Ausbau des Produktangebots mit einem universellen Modell unserer neuen Spültechnologie TwistFlush, die die physikalische Kraft eines Wasserwirbels nutzt, um mit einem niedrigen Wasserverbrauch ein besonders gründliches Spülergebnis zu erreichen. Darüber hinaus haben wir unser Profisegment mit Waschtischen der Serien Architectura und O.novo erneuert, die durch deutliche Gewichtsreduktion nicht nur einem filigraneren Designanspruch folgen, sondern auch mit optimierten, ressourcenschonenden Produktionsprozessen hergestellt werden. Wir bieten unseren Kunden ein Komplettbad von Villeroy&Boch an. Dabei sind unsere neuen Armaturen auf unsere Badkollektionen, die installationsfreundlich und kompromisslos hochwertig sind, abgestimmt. Die im Geschäftsjahr 2022 in den Markt eingeführte rutsch-feste und gleichzeitig leicht zu reinigende Oberfläche CeraSoft ist das Ergebnis einer Eigenentwicklung, die beson-dere keramische Rezepturen mit einer anspruchsvollen Pro-zesstechnik verbindet. Zudem haben wir den Duschplatz revolutioniert. Mit dem Produkt „Wallway“ präsentieren wir die erste Generation von Quaryl® Duschwannen mit Wandablauf für maximale Hygiene und Sicherheit im Bad. Die Duschwanne bietet ein ganzheitliches zertifiziertes und dichtes Duschwannen-System mit durchgehender Duschfläche zum bodenflachen Einbau an. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle umfasste der Schwerpunkt unserer Entwicklungsaktivitäten ein neues Produktionsverfahren zur Herstellung von Tassen. Dabei können analog der Tellerfertigung auch komplexere Artikel, wie beispielsweise Tassen mit Henkeln, durch Verpressen keramischer Granulate effizient hergestellt werden. Gleichzeitig ermöglicht diese Technik auch weitere Freiheitsgrade in der Ausgestaltung und bietet somit auch die Grundlage zur Schaffung neuer innovativer Artikel. Produktbezogene Entwicklungen konzentrierten sich auf Reaktivglasuren und die Einführung bzw. die Erweiterung unserer farbigen Massen, welche auch in dem Sortiment der To-Go-Serien und dem neuen Sortiment „La Boule“ zum Einsatz kommen. Wir arbeiten an neuartigen Applikationen und Designkon-zepten für neue Dekorationen und im Bereich Pottery (Effektglasuren) an technischen Umsetzungskonzepten.

Villeroy & Boch AG
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Weiterhin sind wir zu additiven Fertigungsverfahren im engen Austausch mit einer Forschungsanstalt und einem Start-up-Unternehmen und haben 3D-Druck-Entwicklungen im Bereich Keramik vorangetrieben, wodurch eine hohe Designfreiheit ermöglicht wird. Unser Ziel ist es, sowohl Druckgeschwindigkeit und Baugröße als auch Qualität und Gebrauchseigenschaften der gedruckten Keramikprodukte fortlaufend zu optimieren. EINKAUF Das Beschaffungsportfolio des Villeroy&Boch-Konzerns umfasst sowohl den Einkauf von Rohmaterialien, Energie sowie Hilfs- und Betriebsstoffen für eigene Produktionsstätten als auch den Zukauf von Halbfertig- und Fertigwaren. Darüber hinaus werden Investitionsgüter, Verpackungsmaterialien, Transportleistungen und eine große Bandbreite weiterer Dienstleistungen beschafft. Insgesamt beträgt unser Beschaffungsvolumen inklusive Investitionen wertmäßig über 60 % der Umsatzerlöse. Ziel unserer Einkaufsorganisation und unserer Beschaffungsstrategien ist es, einen nachhaltigen Beitrag zum langfristigen Unternehmenserfolg zu leisten, indem wir die benötigten Materialien und Dienstleistungen in der erforderlichen Qualität und Menge zum geforderten Zeitpunkt und zum möglichst optimalen Preis bereitstellen. Im Geschäftsjahr 2022 waren die Beschaffungsmärkte nur noch zu Beginn des Jahres durch eine hohe Nachfrage und ausgelastete Produktionskapazitäten angespannt. Auch die Schiffs- und Containerkapazitäten beeinträchtigten die Wiederbeschaffungszeiten aus den Lieferketten aus Asien nicht mehr signifikant. Herausfordernd waren vielmehr die drastisch gestiegenen Energiepreise, die sowohl bei der direkten Energiebeschaffung für unsere Produktionsstätten als auch bei unseren Rohstoff- und Materiallieferanten zu erheblichen Preissteigerungen geführt haben. Die Abwertung des Euro gegenüber dem US‑Dollar führt zu negativen Wechselkurseffekten vor allem für in Asien in US‑Dollar beschaffte Waren. Wir messen unseren Lieferantenbeziehungen eine große Bedeutung bei. Im Rahmen eines konsequenten strategischen Beschaffungsmanagements führen wir laufend Bewertungen unserer Lieferanten anhand eines standardisierten Kriterienkatalogs in den Kategorien Qualität, Kosten, Logistik, Service, Technologie und Umwelt durch und entwickeln auf dieser Basis unsere Zusammenarbeit weiter. Außerdem gilt es, Lieferantenbeziehungen so zu gestalten, dass jegliche Risiken in der Zusammenarbeit möglichst minimiert werden. Dementsprechend werden Lieferantenverträge verhandelt, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften verfolgt und ein daran ausgerichtetes Risikomanagement praktiziert. Insbesondere verpflichten wir unsere Lieferanten im Rahmen des „Code of Conduct“, sich hinsichtlich Integrität, Geschäftsethik, Arbeitsbedingungen und Beachtung von Menschenrechten an dieselben Standards zu halten, denen wir als Unternehmen verpflichtet sind und zu deren Einhaltung wir uns bekennen. MITARBEITER:INNEN Personalstand Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte der Villeroy&Boch-Konzern insgesamt 6.759 Mitarbeiter:innen. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag reduzierte sich der Personalstand um 148 Personen (Vorjahr: 6.907 Mitarbeiter:innen). Auf den Unternehmensbereich Bad&Wellness entfielen 4.383 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 4.439 Mitarbeiter:innen), auf den Unternehmensbereich Dining&Lifestyle 1.857 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 1.945 Mitarbeiter:innen) und auf die Zentralbereiche 519 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 523 Mitarbeiter:innen). 37,6 % der Belegschaft waren in Deutschland tätig (Vorjahr: 37,1 %). Anzahl der Mitarbeiter:Innen (Stichtag)

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Im Jahresdurchschnitt erhöhte sich unser Personalstand gegenüber dem Vorjahr leicht von 6.771 auf 6.778 Mitarbeiter:innen. WIRTSCHAFTSBERICHT DIE WIRTSCHAFTLICHEN RAHMENBEDINGUNGEN Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres bedingt durch die anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten und die hohen Energiepreise abgeschwächt. Auf Basis des Berichts des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom 30. Januar 2023 wird das globale Wachstum für 2022 auf 3,4 % geschätzt.

Geschäftsbericht 2022
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Im Frühjahr 2022 war die Expansion der Weltwirtschaft bedingt durch die hohe Inflation, die ausgeprägten Lieferengpässe und die großen Unsicherheiten - hauptsächlich aufgrund des Kriegs in der Ukraine - deutlich verlangsamt worden. Im Verlauf des Jahres haben die Lieferengpässe nachgelassen. Ferner sind die konjunkturellen Auswirkungen aus der Corona-Pandemie nahezu überwunden. Die Wirtschaftsentwicklung im Euroraum war insbesondere durch die Lösung von der Abhängigkeit von Russland in der Gas- und Ölversorgung und den rasant steigenden Energiepreisen erheblich belastet. Laut der jüngsten IWF-Prognose betrug die Steigerung im Euroraum 3,5 %. Ebenso verzeichnete die Wirtschaftsleistung in den USA insbesondere wegen der robusten Binnennachfrage einen leichten Anstieg um 2,0 %. In China bremsten die strikte Null-Covid-Politik und Probleme im Immobiliensektor die wirtschaftliche Aktivität. Nachdem sich die chinesische Wirtschaft im dritten Quartal von den Lockdowns des Frühjahrs erholt hatte, drohte gegen Jahresende angesichts der Abkehr von der Null-Covid-Politik und wieder ansteigenden Inzidenzen eine erneute Ausbremsung der Konjunktur, weswegen der IWF die Wachstumsschätzung für China für das Jahr 2022 auf 3,0 % leicht herabsetzte. Im Unternehmensbereich Bad&Wellness wird die Geschäftsentwicklung maßgeblich durch die europäische Wohnungsbaukonjunktur beeinflusst. Im Verlauf des Jahres 2022 wirkten gestiegene Bau- und Finanzierungskosten zunehmend negativ auf Neuaufträge, insgesamt blieb der Wohnungsbau jedoch dank hoher Auftragsbestände robust. Gleichwohl zeigte sich über die Regionen ein sehr heterogenes Bild; insbesondere in den für uns wichtigen umsatzstarken Regionen DACH und Nordics war die Bautätigkeit von einer stagnierenden bis hin zu einer rückläufigen Dynamik gekennzeichnet. Ein wichtiger Einflussfaktor für die Geschäftsentwicklung im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle ist das Konsumklima der Privathaushalte. In Deutschland stiegen die privaten Konsumausgaben im Vorjahresvergleich, wobei die frei verfügbare Kaufkraft der privaten Haushalte durch die hohen Energie- und Lebensmittelpreise stark belastet wurden. Die Sparquote der privaten Haushalte lag nahezu auf Vor-Pandemie-Niveau. Mit der fortschreitenden Normalisierung der Aktivitäten nach der Corona-Pandemie verlagerten die Konsument:innen die Einkaufsgewohnheiten wieder zum stationären Handel. GESCHÄFTSVERLAUF UND LAGE DES KONZERNS Der Vorstand der Villeroy&Boch AG beurteilt die wirtschaftliche Lage des Konzerns als positiv. Der Villeroy&Boch-Konzern konnte das Geschäftsjahr 2022 trotz eines herausfordernden Umfelds erfolgreich abschließen. Wir haben unsere für das Geschäftsjahr 2022 gesteckten Ziele für die Umsatz- und EBIT-Entwicklung sowie die operative Nettovermögensrendite erreicht. Eine Gegenüberstellung der prognostizierten Kennzahlen zu den Istwerten für das Jahr 2022 ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

ZIELE DES KONZERNS
Prognose 2022 Ist 2022
Umsatz Steigerung um 5 – 6 % 994,5 Mio. € (+5,2 %)
EBIT operativ Verbesserung um 5 – 10 % 98,2 Mio. € (+5,8 %)
Operative Nettovermögens- rendite leicht unter Vorjahr (32,9 %) 31,5 %
Investitionen operativ (ohne Leasing) unter 45 Mio. € (1) 36,7 Mio. €

(1)Unterjährig aktualisierte Prognose Im Geschäftsjahr 2022 betrug der Konzernumsatz insgesamt 994,5 Mio. € (Vorjahr: 945,0 Mio. €). Die gute Umsatzentwicklung zum Halbjahr 2022 wurde vor allem durch die infolge der hohen Inflation einsetzende Konsum- und Investitionszurückhaltung im zweiten Halbjahr gedämpft. Während wir im ersten Halbjahr 2022 volumenmäßig wachsen konnten, fußte das Wachstum im zweiten Halbjahr primär auf Preiserhöhungseffekten, so dass wir letztendlich eine Umsatzsteigerung von 5,2 % erreichen konnten. Während wir unser Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 7,0 % steigern konnten, haben wir das darin enthaltene operative Ergebnis um 5,8 % bzw. um 5,4 Mio. € auf 98,2 Mio. € gesteigert. Wesentlicher Treiber hierfür war der erzielte Mehrumsatz und die daraus resultierende höhere absolute Bruttomarge, die den Vorjahreswert um 7,4 Mio. € übertraf. Die relative Marge blieb gleichwohl um 1,6 Prozentpunkte hinter dem Niveau des Vorjahres zurück. Ursächlich hierfür ist, dass die unterjährig vollzogenen Verkaufspreisanpassungen ihre volle Wirkung zeitversetzt entfalten; entsprechend konnten die immensen Steigerungen der Energie- und Materialpreise im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht vollumfänglich kompensiert werden. Auf der Strukturkostenseite ist es uns gelungen, inflationsbedingte Erhöhungen, insbesondere bei den Personalkosten, durch Sachkosteneinsparungen in Vertrieb, Marketing und Verwaltung weitgehend auszugleichen. Die rollierende operative Nettovermögensrendite des Konzerns lag zum Jahresende mit 31,5 % weiter auf hohem Niveau, jedoch um 1,4 Prozentpunkte leicht unter dem Vorjahr (32,9 %). Der Rückgang war bedingt durch die Erhöhung des rollierenden operativen Nettovermögens auf 311,5 Mio. € (Vorjahr: 282,3 Mio. €), was insbesondere an Preissteigerungseffekten und dem vorsorglich betriebenen Aufbau der Vorräte infolge einer erwarteten, aber nicht eingetretenen Gasmangellage lag.

Villeroy & Boch AG
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Die im Geschäftsjahr 2022 getätigten Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte betrugen insgesamt 36,7 Mio. € (Vorjahr: 32,8 Mio. €) und lagen damit im unterjährig angepassten Prognoserahmen. Die unterjährigen Anpassungen erfolgten vor allem aufgrund von Verzögerungen durch Lieferengpässe. Weitere Informationen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung der beiden Unternehmensbereiche Bad&Wellness sowie Dining&Lifestyle sind in den nachfolgenden Erläuterungen zur Ertragslage dargestellt. Die Entwicklung weiterer Kennzahlen wird in den Abschnitten „Finanzlage“, „Vermögenslage“ und „Sonstige finanzielle Leistungsindikatoren“ im Konzernlagebericht beschrieben. ERTRAGSLAGE Die folgenden Erläuterungen geben einen Überblick über unsere Ertragslage im Geschäftsjahr 2022. Konzernumsatz 2022 Konzernumsatz um 5,2 % gestiegen Der Villeroy&Boch-Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Konzernumsatz (inkl. Lizenzerlöse) in Höhe von 994,5 Mio. € und lag getrieben durch höhere Verkaufspreise um 49,5 Mio. € bzw. 5,2 % über Vorjahr. Währungsbereinigt entspricht dies einer Umsatzsteigerung von 4,0 %. Dabei überwogen positive Währungseffekte, vor allem aus dem Chinesischen Yuan und dem US-Dollar, Abwertungen aus der Schwedischen Krone. Die im Umsatz enthaltenen Erlöse unseres Lizenzgeschäfts lagen mit 4,4 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (4,6 Mio. €). In unserer Hauptregion EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) konnten wir eine Umsatzsteigerung von 2,2 % verzeichnen. Hervorzuheben sind hier hauptsächlich Südeuropa (+18,0 %) und Osteuropa (+8,6 %). Einen sehr starken Umsatzrückgang hatten wir in Russland (-47,0 %) zu verzeichnen. Daneben entwickelte sich der Umsatz in Nordeuropa konjunktur- und währungsbedingt rückläufig (-8,6 %). In Übersee erzielten wir eine Umsatzsteigerung von 19,4 % bzw. 32,0 Mio. €. Dabei konnten wir unsere Umsätze in der Region Asien-Pazifik um 26,1 % bzw. 30,8 Mio. € steigern, wozu vor allem Umsatzzuwächse in China (+31,8 % bzw. 22,9 Mio. €) betrugen. Umsatz in den Unternehmensbereichen Umsatz nach Unternehmensbereichen

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Der Unternehmensbereich Bad&Wellness erzielte im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 661,9 Mio. € und lag damit um 32,5 Mio. € bzw. um 5,2 % über Vorjahr. Währungsbereinigt erreichten wir eine Umsatzsteigerung von 4,4 %. Erfreulicherweise konnten wir in fast allen Geschäftsfeldern ein Umsatzwachstum erzielen. Im Geschäftsfeld Sanitärkeramik konnten wir den Umsatz um 32,4 Mio. € bzw. 8,6 % steigern. Dabei haben wir im asiatischen Markt mit marktspezifischen Produkten, insbesondere unseren Dusch-WCs ViClean, deutliche Umsatzzuwächse vor allem im Projektgeschäft erreichen können. Im Geschäftsfeld Möbel konnten wir im Wesentlichen dank der guten Entwicklung der Produktneuheiten ein Umsatzwachstum von 3,6 Mio. € bzw. 5,8 % verzeichnen. Im Geschäftsfeld Armaturen erzielten wir, insbesondere aufgrund der erfolgreichen Entwicklung unserer Villeroy&Boch-Küchenarmaturen im Hauptabsatzmarkt Deutschland sowie der starken Lokalmarke Vatette in Nordeuropa, im Vergleich zum vergangenen Jahr ein Umsatzwachstum von 1,8 Mio. € bzw. 2,1 %. Im Geschäftsfeld Wellness mussten wir dagegen einen Umsatzrückgang von -6,4 % (5,2 Mio. €) hinnehmen. Dies lag zum einen an der Einstellung unserer Geschäftstätigkeiten in Russland und zum anderen an der rückläufigen Entwicklung des Marktes für Outdoor-Spas infolge der Energiekrise in Europa. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle haben wir im Geschäftsjahr 2022 einen Umsatz von 329,4 Mio. € erzielt und lagen damit um 16,7 Mio. € bzw. 5,3 % über Vorjahr. Währungsbereinigt erreichten wir eine Umsatzsteigerung von 3,2 %.

Geschäftsbericht 2022
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Dabei konnten wir den Umsatz mit unseren stationären Handelspartnern (+11,6 Mio. € bzw. +13,0 %) sowie mit unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften (+7,8 Mio. € bzw. +8,3 %) gegenüber dem Vorjahr deutlich steigern. Nach dem Auslaufen der Covid-bedingten Restriktionen verlagerte sich die Nachfrage vom E-Commerce zurück zum stationären Handel. Dementsprechend sank unser Umsatz im E-Commerce gegenüber dem außergewöhnlich starken Vorjahr um 12,7 Mio. € bzw. 12,2 %, bleibt allerdings deutlich über dem Vor-Corona-Stand und damit auf hohem Niveau. Treiber für die positive Umsatzentwicklung sind die überarbeitete Sortiments-, Vermarktungs- und Digitalisierungsstrategie sowie die erfolgreichen Produktneuheiten. Besonders hervorzuheben ist nicht zuletzt das starke Wachstum unseres Hospitality-Geschäfts, bei dem Pandemie-bedingte Ausfälle der Vorjahre aufholen konnten (+10,5 Mio. € bzw. +47,1 %). Auftragsbestand Der Auftragsbestand im Villeroy&Boch-Konzern zum 31. Dezember 2022 hat sich im Vergleich zum sehr hohen Vorjahresniveau um 49,5 Mio. € auf 137,3 Mio. € vermindert. Dies zeigt sich vor allem im Unternehmensbereich Bad&Wellness, wo wir den hohen, zum Teil auch Sonderkonjunktur-bedingten Stand im Verlauf des Jahres abarbeiten konnten und nun zum 31. Dezember 2022 mit 116,9 Mio. € (Vorjahr: 165,1 Mio. €) wieder eine Normalisierung sehen. Der Auftragsbestand im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle betrug 20,4 Mio. € und lag damit auf einem vergleichbaren Niveau des Vorjahres (21,7 Mio. €). Konzern-EBIT Im Geschäftsjahr 2022 erzielten wir ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) in Höhe von 96,8 Mio. € und lagen damit um 7,0 % über dem Vorjahr (90,5 Mio. €). Der Ergebnisanstieg resultiert aus dem erzielten Mehrumsatz und der damit einhergehenden absoluten Margensteigerung in Höhe von 7,4 Mio. €. Die Einstandskosten der verkauften Waren lagen mit 568,7 Mio. € vor allem infolge stark gestiegener Faktorkosten um 42,0 Mio. € über Vorjahr (526,7 Mio. €). Die relative Marge blieb um 1,6 Prozentpunkte hinter dem Niveau des Vorjahres zurück. Ursächlich hierfür ist, dass die unterjährig vollzogenen Verkaufspreisanpassungen ihre volle Wirkung zeitversetzt entfalten; entsprechend konnten die immensen Energie- und Materialpreis-Steigerungen im abgelaufenen Geschäftsjahr noch nicht vollumfänglich kompensiert werden. Die Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten in Höhe von 270,3 Mio. € stiegen im Vorjahresvergleich nur leicht um 0,9 Mio. €. Damit ist es uns gelungen, trotz hoher inflationsbedingter Kostensteigerungen das Niveau insgesamt auf Vorjahr zu halten. Gleiches gilt für die Verwaltungskosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge beliefen sich saldiert auf ‑9,5 Mio. € (Vorjahr: ‑8,2 Mio. €). Das nicht-operative Ergebnis betrug ‑1,4 Mio. € gegenüber ‑2,3 Mio. € im Vorjahr. Dabei stehen einem Ertrag aus der Veräußerung eines ehemaligen Werksgrundstücks in Frankreich Aufwendungen für Restrukturierung, Aufwendungen aus der Veränderung von Rückstellungen für Rekultivierungs- und Rückbaumaßnahmen sowie Projektaufwendungen gegenüber. Im Vorjahr waren hauptsächlich Aufwendungen aus der Fortführung unseres Transformations- und Effizienzsteigerungsprogramms sowie Aufwendungen aus der Veränderung der Rückstellungen für Rekultivierungs- und Rückbaumaßnahmen enthalten. Die Inhalte des nicht-operativen Ergebnisses betreffen sämtliche Funktionen der Gewinn- und Verlustrechnung und sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sachverhaltsgerecht zugeordnet. Ebit nach Unternehmensbereichen

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Operatives Ergebnis (EBIT) der Unternehmensbereiche Unternehmensbereich Bad&Wellness Der Unternehmensbereich Bad&Wellness erzielte vor allem dank der sehr positiven Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr einen operativen Gewinn (EBIT) von 67,3 Mio. € (Vorjahr: 64,2 Mio. €) und lag damit um 3,1 Mio. € bzw. 4,8 % über dem Vorjahr.

Villeroy & Boch AG
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Unternehmensbereich Dining&Lifestyle Der Unternehmensbereich Dining&Lifestyle konnte das Geschäftsjahr 2022 infolge der Umsatzsteigerung mit einem operativen Gewinn (EBIT) von 30,9 Mio. € (Vorjahr: 28,6 Mio. €) abschließen und lag damit 8,0 % über dem Vorjahr. Konzernergebnis Konzernergebnis

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Im Geschäftsjahr 2022 haben wir ein Konzernergebnis in Höhe von 71,5 Mio. € erzielt. Dies entspricht einem deutlichen Plus von 11,0 Mio. € bzw. 18,2 % gegenüber dem Konzernergebnis des Vorjahres. Das Finanzergebnis lag mit ‑1,5 Mio. € um 3,5 Mio. € über Vorjahr (‑5,0 Mio. €-). Die Verbesserung resultierte primär aus dem gestiegenen Zinsniveau und damit einhergehenden Abzinsungseffekten bei der Bewertung langfristiger Rückstellungen. Der Ertragsteueraufwand lag mit 23,8 Mio. € um 1,2 Mio. € unter dem Vorjahr (25,0 Mio. €). Die Steuerquote des Geschäftsjahres 2022 betrug 25,0 % (Vorjahr: 29,2 %). Die Haupttreiber dieser Veränderung sind die steuerliche Nutzung einer Kapitalmaßnahme in Mexiko sowie die Neubewertung eines steuerlichen Risikos in China.

Geschäftsbericht 2022
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Struktur der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (IFRS) Zusammenfassend ergibt sich folgendes Bild der Ertragslage im Geschäftsjahr 2022:

STRUKTUR DER KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
in Mio. € 2022 % vom Umsatz 2021 % vom Umsatz
Umsatzerlöse 994,5 100,0 945,0 100,0
Einstandskosten der verkauften Waren - 568,7 - 57,2 - 526,7 - 55,7
Bruttoergebnis vom Umsatz 425,8 42,8 418,3 44,4
Vertriebs-, Marketing-, Entwicklungskosten - 270,3 - 27,2 - 269,4 - 28,5
Allgemeine Verwaltungskosten - 48,2 - 4,8 - 48,2 - 5,1
Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge - 9,5 - 1,0 - 8,2 - 0,9
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 0,4 0,0 0,3 0,0
Operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 98,2 9,9 92,8 9,8
Nicht-operatives Ergebnis - 1,4 - 0,1 - 2,3 - 0,2
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) 96,8 9,7 90,5 9,6
Finanzergebnis - 1,5 - 0,2 - 5,0 - 0,5
Ergebnis vor Steuern (EBT) 95,3 9,6 85,5 9,0
Ertragsteuern - 23,8 - 2,4 - 25,0 - 2,6
Konzernergebnis 71,5 7,2 60,5 6,4

Vorschlag für die Dividende 2 Aufsichtsrat und Vorstand schlagen der Hauptversammlung am 21. April 2023 vor, den Bilanzgewinn der Villeroy&Boch AG zur Ausschüttung einer Dividende von 1,15 € für die Stamm-Stückaktie 1,20 € für die Vorzugs-Stückaktie zu verwenden. Das Ausschüttungsvolumen beträgt 33,0 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Bestands eigener Vorzugs-Stückaktien der Gesellschaft zum Ausschüttungszeitpunkt wird der Liquiditätsabfluss daraus voraussichtlich 31,1 Mio. € betragen. FINANZLAGE Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements Wir verfügen über ein zentrales Finanzmanagement, das die globale Liquiditätssteuerung, das Cash Management sowie das Management von Marktpreisrisiken umfasst. Das Finanzmanagement wird konzernweit einheitlich aus der zentralen Abteilung Konzern-Treasury heraus ausgeführt. Den Rahmen hierfür bilden neben externen gesetzlichen und regulatorischen Anforderungen auch interne Richtlinien und Limite. Unser Liquiditätsmanagement stellt sicher, dass wir jederzeit unsere Zahlungsverpflichtungen erfüllen können. Die Zu- und Abflüsse aus dem operativen Geschäft sind Basis der täglichen Kontendisposition sowie der kurz- und mittelfristigen Liquiditätsplanung. Daraus entstehende Finanzierungsbedarfe werden in der Regel über Bankkredite abgedeckt. Liquiditätsüberschüsse legen wir unter Beachtung von Risiko- und Renditegesichtspunkten am Geldmarkt an. Unter der Bedingung einer guten Bonität der Finanzhandelspartner, ausgedrückt in einem Investment-Grade-Rating, verfolgen wir das Ziel, ein optimales Finanzergebnis zu erreichen. Unser Cash Management wird ebenfalls zentral gesteuert. Die Zentralisierung von Zahlungsströmen durch Cash- Pooling-Verfahren steht dabei im Rahmen der wirtschaftlichen Effizienz an vorderster Stelle. Ein Inhouse-Cash-System führt konzerninterne Zahlungsströme immer dann über interne Verrechnungskonten aus, wenn dies steuerlich und rechtlich möglich ist. Durch die konzerninterne Verrechnung reduzieren wir somit die Anzahl externer Bankgeschäfte auf ein Mindestmaß. Zur Durchführung des Zahlungsverkehrs sind standardisierte Prozesse und Übermittlungswege etabliert.

Villeroy & Boch AG
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Das Management von Marktpreisrisiken umfasst die Bereiche Währungskursrisiken, Zinsänderungsrisiken und sonstige Preisänderungsrisiken. Unser Ziel ist es, negative Auswirkungen von Schwankungen auf das Ergebnis der Unternehmensbereiche und des Konzerns zu begrenzen. Das konzernweite Risikopotenzial wird hierzu regelmäßig ermittelt, und entsprechende Sicherungsentscheidungen werden getroffen. Weitere Informationen zum Management von Risiken finden sich im Kapitel „Risiko- und Chancenbericht“ des Konzernlageberichts. Kapitalstruktur Unsere Finanzierungsstruktur, die in der nachfolgenden Tabelle dargestellt ist, hat sich im Geschäftsjahr 2022 wie folgt verändert:

KAPITALSTRUKTUR
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital 372,5 307,1
Langfristige Schulden 277,2 361,2
Kurzfristige Schulden 330,5 293,4
Summe Eigenkapital und Schulden 980,2 961,7

Das Eigenkapital ist im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahresstichtag um 65,4 Mio. € auf 372,5 Mio. € angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf das verbesserte Konzernergebnis in Höhe von 71,5 Mio. € zurückzuführen. Daneben verminderte die im April 2022 erfolgte Ausschüttung der Dividende (‑25,8 Mio. €) unser Eigenkapital. Des Weiteren trugen erfolgsneutrale Bewertungseffekte, insbesondere aus der Zinssatzsteigerung bei den Pensionsverpflichtungen (+28,7 Mio. €) sowie gegenläufige Währungseffekte (‑7,3 Mio. €) zu einer Erhöhung des Eigenkapitals bei. Insgesamt erhöhte sich unsere Eigenkapitalquote auf 38,0 % gegenüber 31,9 % zum Vorjahresstichtag. Das Konzernanlagevermögen in Höhe von 286,8 Mio. € wurde zu 129,9 % durch Eigenkapital abgedeckt. Die langfristigen Schulden in Höhe von 277,2 Mio. € umfassten Pensionsrückstellungen, Finanzverbindlichkeiten, Leasingverbindlichkeiten, sonstige Rückstellungen, Personalrückstellungen, sonstigen Verbindlichkeiten sowie latente Steuerschulden. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die langfristigen Schulden um 84,0 Mio. € vermindert. Die Abnahme ist im Wesentlichen auf die Verminderung der Pensionsrückstellungen (‑48,6 Mio. €), der sonstigen Verbindlichkeiten (‑24,1 Mio. €) sowie der langfristigen Finanzverbindlichkeiten (-10,0 Mio. €) zurückzuführen. Dabei steht die Verminderung der sonstigen Verbindlichkeiten mit der Umgliederung der bisher als langfristig ausgewiesenen potenziellen Rückzahlungsverpflichtung aus dem Verkauf unseres ehemaligen luxemburgischen Werksgeländes in Zusammenhang. Die kurzfristigen Schulden, bestehend aus sonstigen Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Rückstellungen, Ertragsteuerschulden, Personalrückstellungen, Leasingverbindlichkeiten und Finanzverbindlichkeiten, stiegen im Vorjahresvergleich um 37,1 Mio. € auf 330,5 Mio. €. Dabei standen dem Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um 37,3 Mio. € und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 16,9 Mio. € vor allem ein Rückgang der Finanzverbindlichkeiten um 14,9 Mio. € gegenüber. Investitionen Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte Im Geschäftsjahr 2022 betrugen unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 36,7 Mio. € (Vorjahr: 32,8 Mio. €). Von den genannten Investitionen entfielen 57 % auf das Inland (Vorjahr: 33 %). Zum Jahresende 2022 bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 19,6 Mio. €. Die Finanzierung der Investitionsverpflichtungen erfolgte aus dem operativen Cashflow. Der Großteil unserer Investitionsausgaben entfiel mit 25,6 Mio. € bzw. 69,8 % auf den Unternehmensbereich Bad&Wellness. Der Investitionsfokus lag in der Modernisierung und Automatisierung der Produktion unserer Standorte im In- und Ausland, insbesondere unserer Keramik-Werke in Ungarn und Rumänien sowie unserer Möbelwerke in Treuchtlingen und Österreich. Verteilung der Investitionen nach Unternehmensbereichen

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Geschäftsbericht 2022
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Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle investierten wir 11,1 Mio. €, was 30,2 % der Gesamtinvestitionen entsprach. Für unsere Produktion in den Werken Merzig und Torgau wurden neue Maschinen und Werkzeuge erworben. Darüber hinaus wurde in die weitere Optimierung des Einzelhandelsnetzes wie zum Beispiel die Renovierung bzw. Neueröffnung von Verkaufsgeschäften investiert. Zu weiteren Informationen über die wesentlichen Investitionstätigkeiten des Konzerns im Berichtszeitraum wird auf Tz. 6 im Konzernanhang des Konzernabschlusses verwiesen. Finanzierung

KURZFASSUNG KAPITALFLUSSRECHNUNG
in Mio.€ 2022 2021
Konzernergebnis 71,5 60,5
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte 41,4 40,3
Veränderung der langfristigen Rückstellungen - 14,2 - 3,8
Ergebnis aus Anlagenabgängen - 3,1 0,0
Veränderungen Vorräte, Forderungen, Verbindlichkeiten und kurzfristige Rückstellungen sowie sonstige Aktiva und Passiva - 52,6 - 38,3
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen 11,1 15,1
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit 54,1 73,8
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 19,2 - 75,9
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 69,0 - 33,5
Summe der Cashflows - 34,1 - 35,6
Zahlungsmittelbestand am 01.01. 264,1 297,8
Veränderung lt. Summe der Cashflows - 34,1 - 35,6
Wechselkursbedingte Änderung des Zahlungsmittelbestands - 3,4 1,9
Zahlungsmittelbestand am 31.12. 226,6 264,1

Unser Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit betrug 54,1 Mio. € (Vorjahr: 73,8 Mio. €) und war vor allem durch das Konzernergebnis (71,5 Mio. €) geprägt. Dabei standen dem Aufbau der Vorräte (49,0 Mio. €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13,0 Mio. €) sowie der Veränderung der langfristigen Rückstellungen (14,2 Mio. €) ein Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16,9 Mio. €) und der sonstigen Verbindlichkeiten (13,2 Mio. €) gegenüber. Darüber hinaus flossen im Jahr 2022 Steuerzahlungen in Höhe von 18,2 Mio. € ab. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von ‑19,2 Mio. € (Vorjahr: ‑75,9 Mio. €) beinhaltet Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von 36,7 Mio. € (Vorjahr: 25,7 Mio. €) sowie langfristige finanzielle Vermögenswerte von 3,2 Mio. €. Den vorgenannten Investitionen stehen Einzahlungen aus Anlagenabgängen in Höhe von 4,3 Mio. € sowie Einzahlungen aus fälligen Anlagen in Höhe von 15,0 Mio. €, die im Vorjahr zur Vermeidung von Verwahrentgelten getätigt wurden, gegenüber. Im Vorjahr wurden zu diesem Zwecke weitere 25,0 Mio. € angelegt. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug ‑69,0 Mio. € (Vorjahr: -33,5 Mio. €) und umfasste den Tilgungsanteil der Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 18,2 Mio. €, die getätigte Dividendenzahlung (25,8 Mio. €) sowie die Auszahlungen für die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von 24,9 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). Liquidität Nettoliquidität Unsere Nettoliquidität betrug zum Bilanzstichtag 141,2 Mio. € (Vorjahr: 153,8 Mio. €). Der Rückgang der Nettoliquidität resultiert dabei insbesondere aus dem gegenüber dem Vorjahr geringeren operativen Cashflow, in dem sich die unterjährige Veränderung im Working Capital widerspiegelt. Bei der Berechnung der Nettoliquidität wurden der Zahlungsmittelbestand sowie die kurz- bzw. langfristigen Finanzverbindlichkeiten zusammengefasst. Zudem verfügten wir zum 31. Dezember 2022 über nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in Höhe von 237,8 Mio. € (Vorjahr: 200,4 Mio. €), die keinen Beschränkungen unterliegen.

Villeroy & Boch AG
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VERMÖGENSLAGE Bilanzstruktur Die Bilanzsumme des Villeroy&Boch-Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2022 auf 980,2 Mio. € gegenüber 961,7 Mio. € zum Vorjahresstichtag. Die Bilanzstruktur zeigte nachstehendes Bild: Bilanzstruktur im Jahresvergleich

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Das langfristige Vermögen in Höhe von 321,3 Mio. € (Vorjahr: 318,4 Mio. €) umfasste langfristige Vermögenswerte einschließlich der Leasing-Nutzungsrechte sowie latente Steueransprüche und sonstige Vermögenswerte. Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Sachanlagen (+9,5 Mio. €) und Nutzungsrechte (+4,1 Mio. €) sowie die Verminderung der latenten Steueransprüche (‑10,7 Mio. €) zurückzuführen. Der Anteil des gesamten Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug 29,3 % (Vorjahr: 28,5 %). Das kurzfristige Vermögen setzte sich hauptsächlich aus den Vorräten, dem Zahlungsmittelbestand, den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sowie kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten zusammen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich das kurzfristige Vermögen um 15,6 Mio. € auf 658,9 Mio. € (Vorjahr: 643,3 Mio. €). Der Zahlungsmittelbestand lag mit 226,6 Mio. € um 37,5 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres, was insgesamt mit den Veränderungen des operativen Nettovermögens, hier vor allem dem gezielten Aufbau unserer Vorratsbestände wegen der erwarteten Gasmangellage, in Zusammenhang stand. Die kurzfristigen Vermögenswerte (ohne Zahlungsmittelbestände) erhöhten sich von 379,2 Mio. € um 53,1 Mio. € auf 432,3 Mio. €. Dies war im Wesentlichen durch den Anstieg der Vorräte (49,0 Mio. €) und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13,0 Mio. €) sowie dem Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte (‑14,5 Mio. €) bedingt. Die Positionen der Passivseite werden im Konzernlagebericht im Kapitel Kapitalstruktur erläutert. SONSTIGE FINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Neben den für uns wesentlichen Steuerungsgrößen Umsatz und Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), deren Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr im Abschnitt „Ertragslage“ erläutert wird, liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der rollierenden operativen Nettovermögensrendite. Das operative Nettovermögen errechnet sich aus dem operativ eingesetzten Anlagevermögen (bestehend aus den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Nutzungsrechten) sowie Vorräten, Warenforderungen und sonstigen operativen Vermögenswerten abzüglich der Summe der Lieferantenverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrigen operativen Verbindlichkeiten (inkl. Leasingverbindlichkeiten). Die operative Nettovermögensrendite wird wie folgt ermittelt: Berechnungsformel ONVR

rollierende operative Nettovermögensrendite (ONVR) = operatives Ergebnis (EBIT)
operatives Nettovermögen (ø 12 Monate)
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Geschäftsbericht 2022
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16 An unsere Aktionär:innen Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzernanhang Weitere Informationen

Das rollierende operative Nettovermögen des Villeroy&Boch-Konzerns setzte sich zum 31. Dezember 2022 wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG DER ROLLIERENDEN OPERATIVEN NETTOVERMÖGENSRENDITE
Konzern
in Mio.€ 2022 2021
Operatives Nettovermögen 311,5 282,3
Anlagevermögen 218,1 219,5
Vorräte 220,4 172,7
Warenforderungen 129,8 127,6
Lieferantenverbindlichkeiten - 99,3 - 84,2
Sonstiges Nettovermögen - 157,5 - 153,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 98,2 92,8
Operative Nettovermögensrendite 31,5 % 32,9 %

Zum Jahresende 2022 hat sich die operative Nettovermögensrendite des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um ‑1,4 Prozentpunkte auf 31,5 % reduziert. Der Verbesserung des operativen Ergebnisses wirkte die Erhöhung des operativen Nettovermögens, die sich vorwiegend im gestiegenen Vorratsvermögen widerspiegelt, entgegen. Das rollierende operative Nettovermögen des Unternehmensbereichs Bad&Wellness stellte sich folgendermaßen dar:

ZUSAMMENSETZUNG DER ROLLIERENDEN OPERATIVEN NETTOVERMÖGENSRENDITE
Bad & Wellness
in Mio.€ 2022 2021
Operatives Nettovermögen 210,6 203,7
Anlagevermögen 164,8 169,8
Vorräte 132,6 104,6
Warenforderungen 95,3 94,3
Lieferantenverbindlichkeiten - 73,3 - 63,7
Sonstiges Nettovermögen - 108,8 - 101,3
Operatives Ergebnis (EBIT) * 75,0 72,4
Operative Nettovermögensrendite 35,6 % 35,5 %

Die vom Unternehmensbereich nicht beeinflussbaren Ergebnisanteile des Zentralbereichs werden bei Berechnung der operativen Nettovermögensrendite nicht berücksichtigt. Die operative Nettovermögensrendite des Unternehmensbereichs Bad&Wellness ist gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Dabei steht der Verbesserung des operativen Ergebnisses um 2,6 Mio. € ein Anstieg des operativen Nettovermögens vor allem aufgrund des Anstiegs der Vorräte gegenüber. Das rollierende operative Nettovermögen des Unternehmensbereichs Dining&Lifestyle setzte sich wie folgt zusammen:

ZUSAMMENSETZUNG DER ROLLIERENDEN OPERATIVEN NETTOVERMÖGENSRENDITE
Dining & Lifestyle
in Mio.€ 2022 2021
Operatives Nettovermögen 100,9 78,6
Anlagevermögen 53,3 49,7
Vorräte 87,8 68,1
Warenforderungen 34,5 33,3
Lieferantenverbindlichkeiten - 26,0 - 20,5
Sonstiges Nettovermögen - 48,7 - 52,0
Operatives Ergebnis (EBIT) * 35,7 32,8
Operative Nettovermögensrendite 35,4 % 41,7 %

Die vom Unternehmensbereich nicht beeinflussbaren Ergebnisanteile des Zentralbereichs werden bei Berechnung der operativen Nettovermögensrendite nicht berücksichtigt. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle hat sich die operative Nettovermögensrendite trotz der erreichten Verbesserung des operativen Ergebnisses vor allem aufgrund des Vermögensaufbaus, insbesondere in den Vorräten, von 41,7 % auf 35,4 % vermindert. NACHHALTIGKEIT ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGEN 3 Das Erreichen der finanziellen Ziele ist für uns eng mit den verschiedenen Facetten der Nachhaltigkeit verbunden, um unser unternehmerisches Handeln neben ökonomischen auch mit ökologischen und sozialen Rahmenbedingungen in Einklang zu bringen. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit unseren Stakeholdern – allen voran Kund:innen und Lieferanten, Mitarbeiter:innen, Sozialpartner und Aktionär:innen – sowie der verantwortungsbewusste Umgang mit der Umwelt nehmen daher einen besonderen Stellenwert in unserer Organisation und unseren Prozessen ein.

Geschäftsbericht 2022
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Nachhaltige Unternehmensführung im Sinne einer guten und transparenten Corporate Governance erfordert das integre und rechtskonforme Verhalten aller Villeroy&Boch-Mitarbeiter:innen, damit ein langfristiger Unternehmenserfolg erreicht werden kann. Die Einhaltung von gesetzlichen und behördlichen Vorschriften sowie unternehmensintern geltenden Kodizes und Richtlinien – hierzu gehört vor allem unser für alle Mitarbeiter:innen geltender Verhaltenskodex – wird durch ein konzernweit wirksames Compliance-Management-System gesichert. Da der Unternehmenserfolg zudem untrennbar mit dem Engagement von kreativen und motivierten Mitarbeiter:innen verbunden ist, legen wir im Rahmen unserer Personalstrategie großen Wert auf ein attraktives Beschäftigungsumfeld mit gesunden und sicheren Arbeitsbedingungen, einer fairen Bezahlung, gezielten Weiterbildungsangeboten sowie einer gelebten Vielfalt und Chancengleichheit. Unsere Kund:innen vertrauen auf die hohe Qualität unserer Produkte – und diese basiert gleichermaßen auf einem stilvollen Design, einer extrem hohen Langlebigkeit und einer maximalen Produktsicherheit. Mit technisch überlegenen Produkten und einer nachhaltigen Wertschöpfung wollen wir uns dieses Vertrauen auch in Zukunft erhalten. Deshalb stellen wir ebenso hohe Anforderungen an unsere Lieferanten wie an unsere eigene Produktion. Neben der Einhaltung von Recht und Gesetz sowie Arbeits- und Umweltstandards setzen wir uns zum Ziel, unsere außergewöhnliche Produktqualität mit einer möglichst hohen Ressourcen- und Energieeffizienz zu erreichen. Der Einsatz von Managementsystemen und standardisierten Prozessen unterstützt uns dabei. NICHTFINANZIELLE ERKLÄRUNG Die Villeroy&Boch AG ist gemäß §§ 289b, 315b HGB verpflichtet, den Lagebericht bzw. den Konzernlagebericht um eine nichtfinanzielle Erklärung zu erweitern. Berichtspflichtige Aspekte im Sinne des § 289c HGB umfassen unternehmensbezogene Angaben zu Umwelt-, Arbeitnehmer- und Sozialbelangen, zur Achtung der Menschenrechte sowie zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung und beziehen sich damit unmittelbar auf unsere nachhaltigkeitsrelevanten Aktivitäten in den zuvor skizzierten Handlungsfeldern. Bei der Erstellung der nichtfinanziellen Erklärung machen wir von dem gesetzlichen Wahlrecht Gebrauch, alternativ einen zusammengefassten, gesonderten nichtfinanziellen Bericht für den Villeroy&Boch-Konzern und die Villeroy&Boch AG zu erstellen und im Internet unter dem Link https://www.villeroyboch-group.com/de/investor-relations/publikationen/nachhaltigkeitsberichte.html zu veröffentlichen. Der nichtfinanzielle Bericht ist integriert in unserem Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022, in dem wir ausführlich über unsere nichtfinanzielle Leistung informieren. RISIKO- UND CHANCENBERICHT RISIKOSTRATEGIE Unsere Geschäftspolitik ist darauf ausgerichtet, die Leistungsfähigkeit und Ertragskraft sowie damit einhergehend den Wert unseres Unternehmens im Sinne unserer Aktionär:innen und weiterer Anspruchsgruppen nachhaltig zu steigern. In diesem Zusammenhang eröffnen die Geschäftsaktivitäten des Villeroy&Boch-Konzerns eine Vielzahl von Chancen; zugleich bringen sie fortwährend Risiken mit sich. In unserem unternehmerischen Handeln unterliegen wir dabei allgemeinen konjunkturellen und spezifischen Branchenrisiken sowie den üblichen finanzwirtschaftlichen Risiken. Gemäß unserem Risikoverständnis werden potenzielle Geschäftsrisiken frühestmöglich identifiziert, bewertet und – soweit möglich – mittels anerkannter Methoden und Maßnahmen minimiert bzw. vollständig vermieden. Risiken gehen wir bewusst dann ein, wenn die damit verbundenen Erfolgs-aussichten entsprechend attraktiv sind. Zudem müssen die vorliegenden Risiken kalkulierbar und in der Höhe verkraftbar sein. Innerhalb unseres Unternehmens besteht ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagement. Dieses System dient dazu, den Fortbestand des Konzerns zu sichern und das Erreichen unserer Unternehmensziele – vor allem finanzielle, operative oder strategische Ziele – zu gewährleisten. INterne KOntrollen und RISIKOMANAGEMENT Grundsätze des Internen Kontroll- und Risikomanagementsystems Unser Internes Kontrollsystem (IKS) und unser Risikomana-gementsystem (RMS) basieren auf den vom Vorstand einge-führten Grundsätzen, Richtlinien und Maßnahmen, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands abzielen. Unser IKS und RMS beinhaltet das Management von Risiken und Chancen in Bezug auf das Erreichen der Geschäftsziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie die Einhaltung der für Villeroy&Boch maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen. Dabei sind auch Nachhaltigkeitsaspekte eingeschlossen, die auf Basis der regulatorischen Vorgaben fortlaufend weiterentwickelt werden. Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen der Wirksamkeit eines jeden IKS und RMS. Kein System – auch wenn es als angemessen und als wirksam beurteilte wurde – kann beispielsweise garantieren, alle tatsächlich eintreten-den Risiken vorab aufzudecken oder jedwede Prozessverstöße auszuschließen. IKS und RMS dienen dazu, Risiken angemessen zu begegnen und nicht, diese vollständig zu beseitigen. Das Risikomanagementsystem umfasst sämtliche Bereiche unseres Konzerns und ordnet allen Organisationseinheiten eindeutige Verantwortlichkeiten und Aufgaben zu. In diesem System legt der Vorstand über die allgemeinen Grundzüge der Konzernstrategie hinaus auch die Grundsätze der Risikopolitik und -behandlung fest und sorgt für deren Überwachung. Ein weiterer Baustein dieser Systematik ist die konzernweit für alle Mitarbeiter:innen und Führungskräfte gültige Verhaltensrichtlinie, mit der die Risiken möglicher Rechts- und Regelverletzungen begrenzt werden sollen.

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In der Umsetzung des Gesamtsystems sind verschiedene aufeinander abgestimmte Planungs-, Berichts- und Kontrollprozesse sowie Frühwarnsysteme eingerichtet, die darauf abzielen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Konzerns gefährden, frühzeitig zu erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen wirksam zu ergreifen. Dabei wird zur Bewertung der Risikotragfähigkeit des Villeroy&Boch-Konzerns dem aggregierten Gesamtrisiko in Form eines „value at risk“ das aktuelle Eigenkapital gegenübergestellt. Unser operatives Risikomanagement umfasst den gesamten Prozess von der Risikofrüherkennung bis hin zur Steuerung bzw. Handhabung der Risiken und liegt einschließlich der gebotenen Gegenmaßnahmen primär in der Verantwortung der Prozessverantwortlichen, also dezentral in den Unternehmensbereichen. Das Risikocontrolling identifiziert, misst und bewertet alle Risiken. Im Besonderen ist mit der Einbindung des jeweiligen Unternehmensbereichscontrollings die Integration des Risikomanagements in die dezentrale Controlling-Organisation gewährleistet. Zusätzlich werden die Funktionen des Risikomanagements zur Gewährleistung eines konzerneinheitlichen und reibungslosen Prozessablaufs zentral koordiniert. Das interne Kontrollsystem umfasst die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur -Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, -Gewährleistung der Nachhaltigkeitsziele, -Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Finanz- und Nachhaltigkeitsberichterstattung sowie -Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften (Compliance). Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des internen Kontroll- und Risikomanagement-systems sind in konzernweit gültigen Richtlinien und Arbeitsanweisungen kodifiziert. Diese fachspezifischen Vorgaben basieren sowohl auf Gesetzen und Regularien als auch auf ergänzenden Unternehmensstandards und werden in kontinuierlichen Abständen an externe und interne Entwicklungen angepasst. Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementprozesses Die Gesamtverantwortung für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem liegt beim Vorstand. Die Prozess-verantwortlichen und die Geschäftsführungen der Konzern-gesellschaften sind dafür verantwortlich, die Kontrollziele einzuhalten und ein wirksames IKS und RMS in ihren jeweiligen Verantwortungsbereichen einzurichten und aufrecht zu erhalten. Auf der Grundlage eines vom Vorstand delegierten Mandats überprüft die Konzernrevision regelmäßig die Effizienz der Arbeits- und Prozessabläufe sowie die Effektivität der in den dezentralen Unternehmensbereichen eingerichteten internen Kontrollen und des installierten Risikomanagementsystems. Die Konzernrevision berichtet dem Vorstand zeitnah über die durchgeführten Revisionsprüfungen, insbesondre über bestehende Kontrollschwächen und eventuell daraus resultierende Risiken. Zudem werden zur Behebung dieser Schwächen Maßnahmen vereinbart und deren spätere Umsetzung sichergestellt. Im Einzelnen ist unsere Konzernrevision dafür verantwortlich, im Rahmen ihres Tätigkeitsspektrums Risiken zu erkennen (Aufdeckungsfunktion), diese unabhängig und objektiv zu beurteilen (Bewertungsfunktion) sowie Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten (Beratungsfunktion) und deren Umsetzung zu verfolgen (Nachschaufunktion). Zusätzlich überwacht der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats die Wirksamkeit des Risikomanagement-, internen Kontroll- und internen Revisionssystems sowie insbesondere den Rechnungslegungsprozess. Darüber hinaus wird im Rahmen der externen Prüfung des Konzernjahresabschlusses durch unsere Wirtschaftsprüfer bestätigt, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen insbesondere zur Einrichtung eines Überwachungssystems in geeigneter Weise getroffen hat, und dass das Überwachungssystem in allen wesentlichen Belangen geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, mit hinreichender Sicherheit frühzeitig zu erkennen. Allgemeines Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem 4 Das Verzeichnis der allgemeinen internen Kontrollen ist die konzernweite Grundlage des allgemeinen IKS. Es beschreibt alle wesentlichen Prozesse und die daraus resultierenden Risiken mit den entsprechend festgelegten risikominimieren-den Kontrollen und legt damit die weltweit gültigen Kontrollziele fest. Damit werden den Prozessverantwortlichen die Maßnahmen an die Hand gegeben, ihr Kontrollumfeld zu strukturieren und damit ihre Kontrollziele zu erreichen.

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Der Vorstand beurteilt zu jedem Geschäftsjahresende die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS. Diese Beurteilung basiert auf der jährlichen Bestätigung der zustän-digen IKS- bzw. RMS-Verantwortlichen aus den beiden Unternehmensbereichen. Ergänzt werden diese um die eben-falls vorliegenden Bestätigungen zu den definierten Kontrol-len in Bezug auf unser rechnungslegungsbezogenes IKS. Zweck dieser Bestätigungen ist es, einen Überblick über die wesentlichen Elemente des IKS und RMS der Vil-leroy&Boch AG und ihrer verbundenen Unternehmen zu geben, die Aktivitäten zur Überprüfung ihrer Angemessenheit und Wirksamkeit zusammenzufassen und alle kritischen Kontrollschwächen, die ggf. im Rahmen dieser Aktivitäten identifiziert wurden, hervorzuheben. Die im Rahmen dieses Prozesses festgestellten internen Kontrollschwächen werden bewertet und entsprechende Gegenmaßnahmen von den Verantwortlichen eingeleitet. Einmal im Jahr wird eine Gesamtaussage des Vorstands über die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS und RMS getroffen. Basierend darauf liegt dem Vorstand kein Hinweis vor, dass das IKS oder RMS zum 31. Dezember 2022 in ihrer jeweiligen Gesamtheit nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wäre. INTERNES KONTROLL-UNDRISIKOMANAGEMENT-SYSTEM FÜR DIE KONZERNRECHNUNGSLEGUNG Die Villeroy&Boch AG ist als kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB dazu verpflichtet, gemäß § 315 Abs. 4 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess zu beschreiben. Dies beinhaltet sowohl die Angemessenheit als auch die wirksame Ausgestaltung. Die Zwecksetzung dieses Systems besteht darin, mit hinreichender Sicherheit zu gewährleisten, dass die Finanzberichterstattung verlässlich ist und die Rechnungslegung einheitlich und im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben, den Grundsätzen ordnungsgemäßer Buchführung sowie den internen Richtlinien erfolgt. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ist integraler Bestandteil unseres konzernweiten Kontroll- und Risikomanagementsystems, wodurch Doppelroutinen vermieden werden. Es trägt damit zu einem effizienten Ablauf der Unternehmensprozesse bei und dient dem Schutz des Unternehmensvermögens bzw. der Vermeidung oder Aufdeckung doloser Handlungen. Es umfasst die Organisations- sowie Kontroll- und Überwachungsstrukturen, mit denen wir sicherstellen, dass die Geschäftsvorfälle und unternehmerischen Sachverhalte ordnungsgemäß vollständig, transparent, zeitnah und sachgerecht erfasst, aufbereitet und bilanziell abgebildet werden. Die zentrale Grundlage für einen ordnungsgemäßen, einheitlichen und kontinuierlichen Rechnungslegungsprozess bilden einschlägige Gesetze und Normen, geltende Rechnungslegungsvorschriften sowie unternehmensinterne Vorgaben und Grundsätze, die in einer konzernweit gültigen, laufend aktualisierten Bilanzierungsrichtlinie kodifiziert und für alle konsolidierten Konzernunternehmen verbindlich sind. Zudem existieren eindeutig festgelegte Verfahrensweisen, die durch eine einheitliche Rechnungslegung, einen einheitlichen Kontenrahmen für die Berichterstattung, einen konzernweit gültigen Terminplan für die Abschlusserstellung und diverse Handbücher spezifiziert werden. Darüber hinaus folgen die im Rahmen des Rechnungslegungs- und Konsolidierungsprozesses wahrgenommenen Funktionen (zum Beispiel Konzernberichtswesen, Controlling, Finanzbuchhaltung, Personalabrechnung, Steuern und Treasury) klaren fachlichen wie personellen Zuordnungen, wodurch eine trennscharfe Abgrenzung der spezifischen Verantwortungsbereiche gewährleistet wird. Neben angemessenen personellen Ressourcen wird die Konzernabschlusserstellung durch eine einheitliche, standardisierte Berichterstattungs- und Konsolidierungssoftware unterstützt, die umfangreiche Prüf- und Validierungsroutinen beinhaltet. In diesem Sinne sieht das rechnungslegungsbezogene interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowohl präventive als auch detektive Kontrollen vor. Hierzu gehören konzernweit verbindliche Standards, wie systemtechnische und manuelle Abstimmungen in Form von regelmäßigen Stichproben- und Plausibilitätskontrollen, diverse risiko-, prozess- oder inhaltlich orientierte Kontrollen in den Unternehmensbereichen, die grundsätzliche Einrichtung von Funktionstrennungen und vordefinierten Genehmigungsprozessen, die konsequente Umsetzung des Vier-Augen-Prinzips bei allen wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Prozessen sowie streng reglementierte Zugriffsregelungen und Berechtigungskonzepte in unseren IT-Systemen zur Vermeidung von unberechtigten Datenzugriffen auf rechnungslegungsrelevante Inhalte unter Einhaltung des Prinzips der Mindestinformation. Um die Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sicherzustellen, wird die Einhaltung der Kontrollsysteme und Bilanzierungsvorgaben durch die Konzerngesellschaften regelmäßig durch analytische Prüfungen überwacht – namentlich von den lokalen Geschäftsführern und Abschlussprüfern, der Zentralabteilung Konzernberichtswesen, der Konzernrevision und dem Konzernabschlussprüfer. Die Überwachung beinhaltet die Identifizierung und das Kommunizieren von Schwachstellen, die Einleitung von geeigneten Gegensteuerungsmaßnahmen sowie die Überprüfung, ob die Schwachstellen behoben worden sind. Darüber hinaus erfolgt eine Anpassung der Kontrollmaßnahmen immer dann, wenn sich Geschäftsgegebenheiten ändern und die bisher definierten Kontrollmaßnahmen die neue Risikosituation nicht mehr abdecken. In einer konzernweit genutzten IT-Anwendung werden alle für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem relevanten Geschäftsprozesse einschließlich ihrer Nachweise über die Wirksamkeit der Kontrollen einheitlich und prüfungssicher dokumentiert sowie transparent dargestellt.

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EINZELRISIKEN Nachfolgend werden die Risiken erläutert, die sich aus Sicht des Villeroy&Boch-Konzerns als bedeutend erweisen und bei ihrem potenziellen Eintritt relevante nachteilige Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben können. Einen Gesamtüberblick über die einzelnen Risiken vermittelt die nachstehende Übersicht. Ausgehend von einem einjährigen Prognosehorizont zeigt sie die relative Bedeutung der Einzelrisiken, welche sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen finanziellen Auswirkungen – nach etwaigen Maßnahmen zur Risikobegrenzung (Nettorisiko) – ergibt. Dabei wird eine Eintrittswahrscheinlichkeit von weniger als 30 % als „niedrig“, eine von mehr als 60 % als „hoch“ eingestuft. Die Einschätzung über die möglicherweise eintretenden finanziellen Auswirkungen erfolgt auf Grundlage der qualitativen Kriterien „unwesentlich“ (Schadenswert kleiner als 1 Mio. €), „moderat“ (Schadenswert zwischen 1 Mio. € und 5 Mio. €) und „wesentlich“ (Schadenswert größer als 5 Mio. €). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die mögliche finanzielle Auswirkung bei Liquiditätsrisiken, aufgrund geopolitischer Unwägbarkeiten, wie durch den Krieg in der Ukraine und damit einhergehender Restriktionen im Zahlungsverkehr, von unwesentlich auf moderat erhöht. Einem Anstieg der Risikolage infolge von stark angestiegenen Cyberkriminalitätsfällen begegneten wir mit einer Erhöhung der eingerichteten Gegenmaßnahmen, so dass keine Veränderung im Risikoprofil ergeben hat. Darüber hinaus ergaben sich keine weiteren Änderungen.

RISIKOPROFIL DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS
Eintrittswahrscheinlichkeit Mögliche finanzielle Auswirkungen
Risikoart niedrig mittel hoch unwesentlich moderat wesentlich
Allgemeine und branchenspezifische Marktrisiken X X
Leistungswirtschaftliche Risiken
Beschaffungsrisiken X X
Produktentwicklungsrisiken X X
Produktionsrisiken X X
Umweltschutzrisiken X X
Finanzwirtschaftliche Risiken
Bestandsrisiken X X
Ausfall- und Bonitätsrisiken X X
Liquiditätsrisiken * X X
Währungsrisiken X X
Zinsänderungsrisiken X X
Sonstige Preisänderungsrisiken X X
Steuerrisiken X X
Personalrisiken X X
Rechtliche Risiken X X
IT-Risiken X X

* Erhöhung mögliche finanzielle Auswirkung gegenüber Vorjahr Allgemeine und branchenspezifische Marktrisiken Als weltweit agierendes Unternehmen vermarkten wir unsere Produkte gegenwärtig in rund 125 Ländern. Typischerweise ist mit jeder internationalen Geschäftstätigkeit eine Vielzahl von allgemeinen Marktrisiken verbunden, die von gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen, gesellschafts- und geopolitischen Faktoren sowie regulatorischen Rahmenbedingungen abhängen. Insbesondere wirken sich neben geopolitischen auch makroökonomische Veränderungen, wie etwa Konjunktur-, Währungs-, Inflations- oder Zinsschwankungen, unmittelbar auf die Investitions- und Konsumbereitschaft unserer Kund:innen aus.

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Als branchenspezifisches Risiko im Unternehmensbereich Bad&Wellness sehen wir die in den vergangenen Jahren erfolgte Konzentration innerhalb der Sanitärbranche an, die sich vor allem in einem erhöhten Wettbewerbsdruck im Projektgeschäft niederschlägt. Des Weiteren wirkt der Mangel an Installationskapazität (Handwerkermangel) insbesondere in unseren europäischen Kernmärkten dämpfend. In Asien ist unverändert zum Vorjahr die potenzielle Eintrübung der chinesischen Bauwirtschaft als konkretes Risiko zu nennen. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle bleibt – neben konjunkturbezogenen Absatzrisiken – die dynamische Veränderung des Kaufverhaltens unserer Kund:innen in Richtung E-Commerce eine Herausforderung, die wir jedoch weniger als Risiko denn als Chance sehen. Dementsprechend werden wir unsere bereits erfolgreichen Anstrengungen zur Optimierung unseres Store-Portfolios einerseits sowie unserer Online-Strategie andererseits weiter intensivieren. Im Hinblick auf die aufgeführten Marktrisiken betreiben wir ein umfassendes Risiko-Monitoring, indem wir kontinuierlich die für unser Geschäft besonders wichtigen makroökonomischen Daten sowie Konjunktur- und Branchenentwicklungen beobachten und analysieren. In unseren operativen Unternehmensbereichen werden die daraus erkennbaren Anpassungserfordernisse und Maßnahmen zur Abwehr drohender Risiken sowie vor allem auch zur Nutzung sich bietender Chancen konzipiert, vorbereitet und umgesetzt. Leistungswirtschaftliche Risiken Beschaffungsrisiken Allgemeine Beschaffungsrisiken umfassen Risiken aus Materialpreisentwicklungen, mangelnder Qualität von gelieferten Materialien, Lieferanteninsolvenz sowie Störungen der Lieferketten. Für diese Risiken sind im Rahmen des Risikomanagements geeignete Gegenmaßnahmen definiert worden, wie die permanente Beobachtung der Märkte und der finanziellen Stabilität wesentlicher Lieferanten sowie die Definition und Umsetzung von Beschaffungsstrategien. Dazu gehört auch die weitestgehende Vermeidung von Single-Sourcing-Situationen. Allerdings sehen wir uns in einigen Ausnahmefällen – davon auch im wichtigen Bereich der Rohmaterialien – mit Marktkonstellationen konfrontiert, in denen es kaum alternative Bezugsquellen gibt. Die Beschaffungsmärkte haben sich im Laufe des Jahres beruhigt, d.h. Lieferzeiten und Verfügbarkeiten haben sich weitestgehend normalisiert. Unser größtes Risiko im Geschäftsjahr 2022 stellte die Versorgung unserer keramischen Produktionswerke mit Erdgas dar. Auf eine mögliche Gasmangellage sowie die Unterbrechung der Stromversorgung und die daraus resultierende Produktionsunterbrechung haben wir uns u.a. durch eine zusätzliche Bevorratung sowohl selbst produzierter Waren als auch extern zugekaufter Produkte vorbereitet. Die Absicherung der Stromversorgung für die IT-Infrastruktur wurde in Zusammenarbeit mit den IT-Service-Providern deutlich verbessert. Ein installierter Notfallplan sichert im Fall eines Stromausfalls die uneingeschränkte Verfügbarkeit der wichtigen Zentralsysteme sowie der notwendigen Datenleitungen für mindestens 80 Stunden ab. Erreicht wird dies durch den Ausbau der autarken Notstromversorgung mit zusätzlichen Kraftstoffvorräten sowie einer verteilten Stromeinspeisung. Ergänzend wurde im Notfallplan eine gezielte Lastreduktion festgelegt, die durch gesteuerte Abschaltung von weniger wichtigen Systemen die Versorgung der Zentralsysteme erhält. Durch die stark gestiegenen Energiepreise und die dadurch hervorgerufene Preisinflation unserer Produktionskosten sowie vieler extern bezogener Rohstoffe und Materialien sind unsere Beschaffungskosten stark gestiegen. Wo möglich und sinnvoll, wirken wir Preisänderungsrisiken mit Absicherungsgeschäften entgegen. Weitere Informationen dazu werden unter den finanzwirtschaftlichen Risiken im Kapitel „Management der sonstigen Preisänderungsrisiken“ dargestellt. Produktentwicklungsrisiken Da unsere Wettbewerbsposition sowie unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung in signifikanter Weise von der Entwicklung kommerziell erfolgreicher Produkte und Produktionstechnologien abhängen, investieren wir angemessene finanzielle Mittel in Forschung und Entwicklung. Die Entwicklungsprozesse erfordern einen hohen Zeit- und Ressourcenaufwand und unterliegen technologischen Herausforderungen sowie regulatorischen Vorgaben. Dadurch und zudem aufgrund eines starken Wettbewerbs ist jedoch nicht sichergestellt, dass alle Produkte, die sich zukünftig oder derzeit in unserer Entwicklungspipeline befinden, ihre geplante Marktreife erreichen und sich auf dem Markt kommerziell erfolgreich behaupten werden. Weiterführende Informationen über unsere Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung werden in dem gleichnamigen Abschnitt des Kapitels „Grundlagen des Konzerns“ dargestellt. Produktionsrisiken Produktionsrisiken resultieren aus möglichen Betriebsunterbrechungen, die beispielsweise aufgrund von Maschinen- oder Ofenausfällen entstehen, und können erhebliche finanzielle Aufwendungen sowie eine Beeinträchtigung unseres Geschäftsergebnisses zur Folge haben. Aus diesem Grund halten wir ein angemessenes Instandhaltungsbudget vor, um regelmäßige Wartungen und Ersatzinvestitionen der Produktionsanlagen zu gewährleisten. Darüber hinaus wird ein schnelles Eingreifen bei eventuellen Betriebsproblemen (intern und extern) sichergestellt.

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Der Klimawandel gewinnt weltweit an Bedeutung. Regierungen erlassen strengere Regelungen zur Reduzierung von Emissionen oder bringen entsprechende Gesetzesvorgaben auf den Weg. Beispielsweise hat sich die Europäische Union mit dem „Green Deal“ das Ziel gesetzt, bis ins Jahr 2050 die Netto-Emissionen von Treibhausgasen auf null zu reduzieren und damit erster klimaneutraler Kontinent zu werden. Da in Deutschland seit dem Jahr 2021 eine CO2-Bepreisung erhoben wird – ähnliche Regelungen zur Verteuerung von Emissionen sind zukünftig auch in anderen Ländern zu erwarten – sind damit für unsere europäischen Produktionsstandorte nicht unerhebliche Mehrkosten verbunden, mit entsprechenden Auswirkungen auf unsere internationale Wettbewerbsfähigkeit. Vergleichbare Herausforderungen ergeben sich aus der aktuellen Energiekrise und den im Zuge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine entstandenen Marktpreisbewegungen bei Strom und Gas. Wenngleich wir diese als temporär erachten und mittelfristig von einer deutlichen Beruhigung ausgehen, werden wir mit Blick auf unsere strategischen Dekarbonisierungsziele den Fokus künftiger Investitionen verstärkt auf neue Technologien richten, insbesondere im Bereich der Brenntechnik, um so ökologisches und ökonomisches Wirtschaften noch stärker als bisher miteinander zu verzahnen. Umweltschutzrisiken Im Rahmen der Produktion lassen sich Umweltbelastungen nicht vollkommen vermeiden. Um damit einhergehenden Umweltschutzrisiken, gerade vor dem Hintergrund einer sich verschärfenden Gesetzgebung, vorzubeugen, werden umweltschutz- und auch arbeitsschutzrelevante Gesetze in regelmäßigen Zeitabständen analysiert und nachfolgend bei entsprechender Relevanz organisatorische Maßnahmen eingeleitet. Im Rahmen einer kontinuierlichen Überprüfung der Altlastsituation werden bestehende Risiken durch angemessene Rückstellungen abgedeckt. Des Weiteren erfolgt eine kontinuierliche Überwachung von Emissionswerten an all unseren Standorten. Diese umfasst nicht nur eine Analyse der konkreten Umweltauswirkungen, vielmehr werden auch hieran angrenzende Arbeitsschutzaspekte mitberücksichtigt (zum Beispiel Immissionen an den jeweiligen Arbeitsplätzen). Zentrale Grundlage für das laufende Monitoring bildet ein eigenständiges Berichtswesen, in dem standortbezogene Informationen gebündelt und für den Gesamtkonzern dargestellt werden. Sofern Handlungsbedarf besteht, reagieren wir mit entsprechenden Investitionen im Bereich des Umwelt- und Arbeitsschutzes. Ein weiterer wichtiger Baustein der Präventionsarbeit sind unsere Mitarbeiter:innen, die wir regelmäßig zu aktuellen Themen in den Bereichen Umwelt und Energie sensibilisieren. Die Mitarbeiter:innen werden in ihrem jeweiligen Umfeld in verschiedene operative Projekte eingebunden, um Potenziale zu erschließen und Risiken zu minimieren. Finanzwirtschaftliche Risiken Wir sind als weltweit agierender Konzern finanzwirtschaftlichen Risiken ausgesetzt. Diese sind im Besonderen: - Bestands-, Ausfall- und Bonitätsrisiken, - Liquiditätsrisiken sowie - Marktpreisrisiken (Währungskurs-, Zinsänderungs- und sonstige Preisänderungsrisiken). Das weltweite Management der finanzwirtschaftlichen Risiken erfolgt zentral durch unseren Fachbereich Konzerntreasury. Für den Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken bestehen detaillierte Richtlinien und Vorgaben, die unter anderem eine Funktionstrennung von Handel und Abwicklung vorsehen. Die konzernweit gültigen Grundsätze regeln sämtliche relevante Themen wie Bankenpolitik, Finanzierungsvereinbarungen sowie die globale Liquiditätssteuerung. Management der Bestandsrisiken: Für das Sachanlagevermögen und für die Vorratsbestände besteht ein Versicherungsschutz gegen die diversen Risiken eines physischen Untergangs. Gegen das Risiko von Wertverlusten aufgrund eingeschränkter Verwertbarkeit des Vorratsvermögens ist ein detailliertes Berichtswesen bezüglich Höhe, Struktur, Reichweite und Veränderung der einzelnen Positionen eingerichtet. Weitere Informationen enthält der Konzernanhang in Tz. 6 und Tz. 12. Innerhalb unseres Konzerns liegt keine wesentliche Konzentration der Bestandsrisiken vor. Im Jahr 2022 gab es weder Änderungen in Art und Umfang dieser Risiken noch in der Art und Weise der Risikosteuerung und -bewertung. Management der Ausfall- und Bonitätsrisiken: Ausfall- und Bonitätsrisiken bezeichnen die Unsicherheit, dass eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Zur Minderung dieser Risiken sehen unsere Richtlinien vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Geschäftspartnern und, falls erforderlich, unter Einholung von Sicherheiten eingegangen werden.

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Die wesentlichen Kundenforderungen sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Das Ausfallrisiko für den nicht versicherten restlichen Forderungsbestand wird durch ein Limitsystem und ein Berichtswesen gesteuert. Die Limiteinhaltung wird zentral überwacht. Möglichen Ausfallrisiken begegnen wir ggf. auch durch von unseren Kund:innen hinterlegte Sicherheiten wie Bürgschaften oder Hypotheken sowie durch zeitnahe Inkassomaßnahmen. Für dennoch auftretende konkrete Ausfallrisiken, insbesondere bei erheblichen finanziellen Schwierigkeiten des Schuldners und drohenden Insolvenzen, werden Einzelwertberichtigungen gebildet (vgl. Tz. 13 des Konzernanhangs zum Konzernabschluss). Ein potenziell erhöhtes Ausfallrisiko aufgrund einer prognostizierten Insolvenzsteigerungsquote (durch hohe Inflation, hohe Energiepreise, Krieg in der Ukraine) wurde entsprechend berücksichtigt. Auch für Kreditinstitute sind Mindestanforderungen an ihre Bonität und individuelle Höchstgrenzen für das einzugehende Engagement (Limite) festgelegt, die auf die Ratings internationaler Rating-agenturen, auf die Preise von Absicherungsinstrumenten (Credit Default Swaps) sowie auf interne Bonitätsprüfungen abstellen. Die Limiteinhaltung wird laufend überwacht. Die Ausfallrisiken bei Geldanlagen und derivativen Finanzinstrumenten sind gering, da grundsätzlich nur mit Vertragspartnern gehandelt wird, die über ein Investment-Grade-Rating einer internationalen Ratingagentur verfügen. Zusätzlich wird auf eine externe Sicherung der jeweiligen Kapitalanlage geachtet, wie beispielsweise durch Einlagensicherungssysteme. Innerhalb unseres Konzerns liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor. Im Jahr 2022 gab es keine wesentlichen Änderungen in Art und Umfang dieser Risiken und auch nicht in der Art und Weise der Risikosteuerung und -bewertung. Für 2023 erwarten wir ebenfalls keine wesentliche Änderung. Management der Liquiditätsrisiken: Um unsere jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie unsere finanzielle Flexibilität sicherzustellen, steuern wir den kurz-, mittel- und langfristigen Finanzierungs- und Liquiditätsbedarf durch das Halten von angemessenen Liquiditätsreserven, ausreichenden Kreditlinien bei in- und ausländischen Banken sowie durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsvorschau. Der Finanzierungsbedarf von Konzerngesellschaften wird grundsätzlich über interne Darlehensbeziehungen abgedeckt. Dies ermöglicht eine kostengünstige und stets ausreichende Deckung des Finanzbedarfs für das operative Geschäft und für Investitionen vor Ort. Wir setzen länderübergreifende Cash-Pooling-Systeme ein, die zu reduzierten Fremdfinanzierungsvolumina sowie zu einer Optimierung des Finanzergebnisses führen. Nur sofern dies in Ausnahmefällen rechtliche, steuerliche oder sonstige Gegebenheiten nicht zulassen, werden für betroffene Konzerngesellschaften externe Finanzierungen bereitgestellt. Innerhalb unseres Konzerns liegt keine wesentliche Konzentration der Liquiditätsrisiken vor. Die im Jahr 2022 gestiegenen Kapitaltransferrisiken für Dividenden aus Russland heraus haben keine Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit und Gesamt-Liquiditätssituation des Konzerns. Es gab in 2022 keine Änderungen in der Art und Weise der Risikosteuerung und -bewertung. Weitere Informationen zum Management der Liquiditätsrisiken enthält der Konzernanhang zum Konzernabschluss in Tz. 54. Management der Währungsrisiken: Im Rahmen unserer globalen Geschäftsaktivitäten entstehen Währungsrisiken aus Fremdwährungstransaktionen. Als Sicherungsgeschäfte setzen wir überwiegend Devisentermingeschäfte ein, die mit Kreditinstituten guter Bonität kontrahiert werden. Die Absicherung des Währungsrisikos erfolgt bei uns grundsätzlich für den Zeitraum von zwölf Monaten, in Ausnahmefällen kann die Absicherung über diesen Zeitraum hinaus erfolgen. Zur Ermittlung des notwendigen Absicherungsvolumens werden zunächst konzernweit die Forderungen und Verbindlichkeiten je Fremdwährungspaar aufgerechnet. Der verbleibende Fremdwährungssaldo wird auf Basis historischer Erfahrungen in einem ersten Schritt grundsätzlich bis zu 70 % abgesichert. Ab Vertragsabschluss wird periodisch nachgewiesen, dass mögliche Währungsschwankungen des geplanten Grundgeschäftes während der Vertragslaufzeit durch gegenläufige Kurseffekte aus dem Sicherungsgeschäft ausgeglichen werden. Für bereits abgerechnete Geschäfte wird außerdem zu jedem Bilanzstichtag die Volumenidentität der geplanten und realisierten Fremdwährungsumsätze überprüft und dokumentiert. Innerhalb unseres Konzerns liegt keine wesentliche Konzentration der Währungsrisiken vor. Änderungen in der Art dieser Risiken sowie hinsichtlich Art und Weise der Risikosteuerung und -bewertung waren für das Jahr 2022 nicht zu verzeichnen. Allerdings ergibt sich wie in den Vorjahren ein erhöhtes Risiko durch die Volatilität verschiedener Währungen, wie zum Beispiel des US-Dollars, der Norwegischen und Schwedischen Krone und des Chinesischen Renminbis. In diesen Währungen muss auch für 2023 von einem erhöhten Währungsrisiko ausgegangen werden. Diesen Risiken tragen wir mit einem dynamischen Sicherungsansatz Rechnung. Weitere Informationen zum Management der Währungsrisiken enthält der Konzernanhang zum Konzernabschluss in Tz. 54. Management der Zinsänderungsrisiken: Zinsrisiken treten durch marktbedingte Schwankungen der Zinssätze auf, wenn Finanzmittel zu festen und variablen Zinssätzen angelegt oder aufgenommen werden. Das aus Zinsänderungen resultierende Ergebnisrisiko wird auf Basis von Sensitivitätsanalysen ermittelt und durch das Konzerntreasury gesteuert, indem ein angemessenes Verhältnis zwischen festen und variablen Mittelaufnahmen eingehalten wird. Das Risiko von volatilen Zinsmärkten wird durch bestehende Festzinskreditvereinbarungen begrenzt. Im Jahr 2022 gab es weder Änderungen der Zinsrisikopositionen noch Änderungen in der Art und Weise der Risikosteuerung und -bewertung. Durch die erfolgten Zinserhöhungen der Zentralbanken fielen Verwahrentgelte und Negativzinsen im Laufe des Jahres 2022 weg. Weitere Informationen zum Management der Zinsänderungsrisiken enthält der Konzernanhang zum Konzernabschluss in Tz. 54.

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Management der sonstigen Preisänderungsrisiken: Im Rahmen des Risikomanagements identifizieren wir Preisänderungsrisiken bei der Rohstoffbeschaffung. Zur Absicherung nutzen wir vertragliche Preisfixierungen über Lieferanten und Energieversorger sowie auch kapitalmarktorientierte Finanzprodukte. Derzeit sichern wir die Rohstoffe Messing und Teile des Gasbedarfs mittels Rohstoff-Swaps mit Kreditinstituten guter Bonität ab. Der Bedarf für das kommende Jahr gemäß Produktionsplanung wird auf Basis der Erfahrungswerte aus den Vorjahren in der Regel zu 70 % abgesichert. Dazu werden zwecks Risikostreuung über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren Sicherungsgeschäfte in kleinen Tranchen durchgeführt. Die vollständige Deckung des Volumens der Sicherungsgeschäfte durch entsprechende Grundgeschäfte war im Jahr 2022 monatlich gegeben. Innerhalb unseres Konzerns liegt somit keine wesentliche Konzentration von sonstigen Preisrisiken der abgesicherten Rohstoffe vor. Im Jahr 2022 waren die Preisänderungsrisiken insbesondere durch die Turbulenzen an den Energiemärkten stark erhöht. Der geänderten Risikobewertung wurde durch eine kurzfristige Erhöhung der Sicherungsquoten insbesondere für Gas begegnet. Weitere Informationen zum Management der Rohstoffpreisrisiken enthält der Konzernanhang zum Konzernabschluss in Tz. 54. Steuerrisiken Der Villeroy&Boch-Konzern unterliegt aufgrund seiner weltweiten Geschäftstätigkeit einer Vielzahl von landesspezifischen steuerlichen Gesetzen und Regelungen. Änderungen der einschlägigen Steuerrechtslage können die Besteuerung der Konzerngesellschaften negativ beeinflussen. Bei den im In- und Ausland ansässigen Konzerngesellschaften kann eine Überprüfung der deklarierten und abgeführten Steuern durch die lokal zuständigen Finanzverwaltungen erfolgen. Damit einhergehende Risiken bestehen prinzipiell für alle offenen Veranlagungszeiträume und ergeben sich vornehmlich im Zusammenhang mit ggf. abweichenden bzw. restriktiveren Auslegungen bestehender Vorschriften durch die Finanzverwaltungen, woraus sich finanzielle Belastungen ergeben können. Die Identifizierung sowie systematische Überprüfung und Bewertung steuerlicher Risiken erfolgt fortlaufend im Rahmen unseres Risikomanagementsystems. Entsprechende fachliche Fragestellungen werden dabei durch die zentrale Konzernsteuerabteilung in Zusammenarbeit mit externen Steuerberatungsunternehmen analysiert und beurteilt. Für bereits bekannte Steuerrisiken wurden Rückstellungen in ausreichender Höhe gebildet. Personalrisiken Der nachhaltige Erfolg des Villeroy&Boch-Konzerns hängt maßgeblich von engagierten und leistungsfähigen Fach- und Führungskräften ab. In Hinblick auf die langfristige Nachwuchs- und Know-how-Sicherung legt der Konzern großen Wert auf eine zielgerichtete Personalpolitik, die sich inhaltlich mit der Rekrutierung bzw. Ausbildung neuer qualifizierter Mitarbeiter:innen sowie der laufenden Fortbildung des Stammpersonals im Rahmen von Führungs- und Persönlichkeitsschulungen und fachbezogenen Lernprogrammen beschäftigt. Eine zunehmend größere Herausforderung für uns als Arbeitgeber ist der sich verschärfende Wettbewerb um die Gewinnung neuer Mitarbeiter:innen, da gesellschaftliche Entwicklungen, wie vor allem der demografische Wandel, zu einer Verschiebung von Angebot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt führen. Notwendige Nachbesetzungen von qualifizierten Mitarbeiter:innen in Schlüsselpositionen bedeuten teilweise länger andauernde Rekrutierungsprozesse. Zudem steigt die Fluktuation, da Fach- und Führungskräfte aufgrund der attraktiven Stellenangebote auf dem Arbeitsmarkt wechselwilliger sind. Dies wird zu Kapazitätsengpässen führen, da nicht alle Nachfragen mit externen Kandidat:innen abgedeckt werden können. Wir begegnen diesem Risiko, indem wir unter anderem die interne Weiterbildung und Weiterentwicklung mittels Jobrotation und Nachfolgeplanung stärker fördern und in eine attraktive Arbeitgebermarke (Employer Branding) investieren. Ferner müssen wir uns an die Änderungen der zukünftig benötigten Berufsbilder im Hinblick auf die Digitalisierung anpassen. Unser neues Human-Capital-Management-System ermöglicht die notwendige Transparenz und systemische Unterstützung, um die Themen im Zusammenhang mit der Personalentwicklung gezielt zu forcieren. Zur Altersversorgung unserer Mitarbeiter:innen erteilen wir Versorgungszusagen für Pensionen und pensionsähnliche Leistungszusagen. Ein finanzielles Risiko für uns stellen dabei Veränderungen relevanter Bewertungsparameter wie beispielsweise Zinssätze, Sterbewahrscheinlichkeit und Gehaltssteigerungsraten dar, da diese Parameter zu einer Veränderung des Verpflichtungsumfangs führen und unser Eigenkapital sowie unser Ergebnis belasten können. Die Pensionsrückstellungen werden in Tz. 26 des Konzernanhangs beschrieben. Rechtliche Risiken

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Mit fortschreitender Internationalisierung unserer Geschäftstätigkeiten steigen die Anzahl und die Komplexität rechtlicher Vorschriften. Infolgedessen sind wir ständig Risiken aus den Bereichen Gewährleistungspflichten oder Sachmängel, Produkthaftung, Wettbewerbs- und Kartellrecht, gewerbliche Schutzrechte sowie Ansprüchen aus Vertragsverstößen ausgesetzt. Soweit vorhersehbar und wirtschaftlich sinnvoll, decken wir die bestehenden rechtlichen Risiken durch branchenübliche Versicherungen ab und bilden für darüber hinaus bestehende Verpflichtungen entsprechende Rückstellungen in ausreichendem Umfang. Um potenzielle Kosten rechtlicher Risiken zu reduzieren, werden mit regelmäßiger Überwachung der Produktion und laufenden Verbesserungen hohe Qualitätsstandards unserer Produkte gewährleistet. Zudem stellen wir ein verantwortungsvolles und rechtmäßiges Handeln über die vom Vorstand eingerichtete Compliance-Organisation sicher. Im Zusammenhang mit der Entscheidung der EU im kartellrechtlichen Verfahren „Bathroom Case“ hat das Oberlandesgericht Saarbrücken am 16. Februar 2022 die Urteile des Landgerichts Saarbrücken bestätigt und die Rechtsmittel im Regressverfahren gegen ehemalige Vorstandsmitglieder vollumfänglich abgewiesen und die Revision nicht zugelassen. Der Aufsichtsrat hat vor Ablauf der Rechtsmittelfrist in seiner Sitzung am 9. März 2022 nach Diskussion und Abwägung der relevanten Aspekte nach rechtlicher Beratung entschieden, keine weiteren Rechtsmittel gegen die Urteile des Oberlandesgerichts einzulegen. Dieses Verfahren hat damit ein Ende gefunden. IT-Risiken Generell kann zwischen folgenden IT-Risiken unterschieden werden: - Nichtverfügbarkeit von Daten und IT-Systemen, - fehlende oder falsche Bereitstellung von Daten, - Verlust oder Manipulation von Daten, - Cyberkriminalität, - Compliance-Verletzungen (Datenschutzbestimmungen, Lizenzverstöße etc.), - Offenlegung vertraulicher Daten und Informationen. Um diese Risiken aktiv zu managen, gibt es konzernweit gültige, detaillierte Sicherheitsrichtlinien und Vorgaben, die regelmäßig durch Wirtschaftsprüfer auf Einhaltung und Wirksamkeit geprüft werden. Unsere zentrale IT-Organisationsstruktur sowie der Einsatz standardisierter, konzernweit genutzter IT-Systeme und Prozesse sind wichtige Maßnahmen, um die Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken zu minimieren. Die interne IT‑Sicherheitsorganisation wurde im Geschäftsjahr 2022 weiter personell verstärkt; zudem wurde im Sinne eines Managed Security Service eng mit externen IT-Security Service Providern zusammengearbeitet. Das IT-Sicherheitskonzept orientiert sich an Best-Practice-Standards (BSI, ISO 27001) und bezieht dabei alle IT‑Servicedienstleister vollumfänglich ein. Eine Cyberversicherung ergänzt den Maßnahmenkatalog. Bei der Auswahl unserer IT‑Servicepartner achten wir streng auf die Erfüllung entsprechender Sicherheitszertifizierungen. Die jährlich durchgeführten Sicherheitstests (sog. Penetrationstests) verifizieren die Eignung der Schutzmaßnahmen. Die fortschreitende Digitalisierung unserer Geschäfts- und Produktionsprozesse sowie die im Jahr 2022 weiter stark gestiegene Gefahr von Cyberangriffen forciert eine kontinuierliche Weiterentwicklung der IT-Sicherheitsarchitektur. Ein Schwerpunkt für die weitere Erhöhung der IT-Sicherheit sind die Bereiche Produktion und Logistik, da insbesondere hier die Bedrohungslage deutlich zugenommen hat. Ein Teil- oder Totalausfall dieser Steuerungssysteme würde unvermeidlich zu negativen Beeinflussungen der Wertschöpfungsketten führen. Neben der Einführung eines Business Continuity Plans, der organisatorische und technische Handlungsanweisungen zur Aufrechterhaltung eines Notfallbetriebs vorgibt, wurde die Notfallplanung der veränderten Bedrohungslage angepasst. Aus dem teilweisen Verlagerungsprozess der Verkaufsaktivitäten vom stationären Handel hin zum Online-Handel und der damit verbundenen, steigenden Bedeutung des elektronisch abgewickelten Umsatzvolumens sowie einer weiteren Digitalisierung der Wertschöpfungskette resultiert ein höheres Schadenspotenzial. Die wirksame Absicherung aller Konzernstandorte erfolgt durch eine einheitliche und zentral gesteuerte Firewall-Technologie, umfangreiche Schutzmaßnahmen für stationäre und mobile Endgeräte, Spear-Phishing E‑Mail-Filterung einschließlich Schulungsmaßnahmen für Anwender:innen, zusätzliche Alarmierungssysteme sowie durch die Segmentierung der internen Datennetze. Die Auswirkung von partiellen Stromausfällen („Blackouts“) auf die IT-Systeme wurde geprüft; IT-Ausfallrisiken konnten durch zusätzlich implementierte Maßnahmen reduziert werden. Gesamtbild der Risikolage Der Vorstand der Villeroy&Boch AG überprüft regelmäßig die Risikosituation des Konzerns und ist von der Wirksamkeit des eingerichteten Risikomanagementsystems überzeugt. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Risikoprofil im Geschäftsjahr 2022 nicht wesentlich verändert. Nach Überzeugung des Vorstands weisen die vorstehend beschriebenen Risiken in Anbetracht ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihrer Auswirkungen weder einzeln noch in ihrer Gesamtheit bestandsgefährdenden Charakter auf. Die einzelnen Risiken werden im Rahmen des Risikomanagementsystems gesteuert und durch in ausreichender Höhe vorhandene Risikodeckungsmassen begrenzt. Der Vorstand erwartet daraus keinen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. CHANCENBERICHT Für den Villeroy&Boch-Konzern bestehen vielfältige Chancen, die unseren künftigen langfristigen Unternehmenserfolg sichern. Nachfolgend werden die wesentlichen Chancen des Konzerns dargestellt, mit denen zusätzliche Ergebnispotenziale einhergehen. Chancen durch Keramik-Kompetenz

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Die Kompetenz rund um den Werkstoff Keramik ist fest mit der DNA des Unternehmens Villeroy&Boch verbunden und ein wesentlicher Erfolgsfaktor unserer über 270-jährigen Historie. Im Fokus steht dabei die Kombination aus Produktdesign, Rohstoff- und Herstellungskompetenz sowie Funktion und Qualität des Produkts. Mit Erfolgsprodukten wie dem spülrandlosen DirectFlush-WC und Neuheiten wie dem hochmodernen Dusch-WC ViClean-I 100, bei dem die gesamte Technik in die Keramik im Inneren des WCs integriert ist, unterstreichen wir unseren Anspruch auf die Innovationsführerschaft im Bereich der Sanitärkeramik. Ein weiterer Beweis ist TwistFlush, unsere neueste Spültechnologie, die durch die physikalische Kraft des Wasserwirbels für perfekte Sauberkeit sorgt, garantiert Wasser spart und damit die Nachhaltigkeit im Bad fördert. Weitere Beispiele dafür sind Materialinnovationen wie TitanCeram, das ausgewählte natürliche Rohstoffe wie Feldspat, Quarz, Ton und Titandioxid für besonders filigrane und ebenso stabile Waschtische miteinander kombiniert, und unsere Matt-Glasur TitanGlaze, die dank hochreinem, kristallinem Aluminiumoxid die Keramik mit einer besonders kratz- und schlagbeständigen Oberfläche veredelt. Innerhalb unserer erfolgreichen Aufsatzwaschtischfamilie Artis bieten wir neben klassischem Weiß auch eine BiColour-Optik an. Aufgrund unserer langjährigen keramischen Farbexpertise können wir mit unserem BiColour-Angebot den aktuellen Farbtrends folgen. Wir arbeiten in unserem eigenen Entwicklungszentrum sowie mit ausgewählten Forschungspartnern an der Keramik von morgen und sind der festen Überzeugung, dass wir uns hiermit auch zukünftig vom Wettbewerb differenzieren können. Chancen durch Ansprache aktueller gesellschaftlicher Trends Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle liegt eine wesentliche Chance darin, gesellschaftliche Trends in puncto Essen, Trinken und Genuss frühzeitig zu erkennen, um mit einem passgenauen Produktangebot davon zu profitieren. Mit unseren Produkten unterstützen wir Kund:innen dabei, ihr Zuhause so zu gestalten, wie es ihren persönlichen Wünschen und Vorlieben entspricht und es zu etwas Besonderem zu machen. Mit dem Auf- und Ausbau unseres Geschenke-Sortiments geben wir Kund:innen zudem die Möglichkeit für jeden Anlass das passende Geschenk bei uns zu finden und so auch anderen eine Freude zu bereiten. Chancen durch Wachstumsmärkte Während unser Fokus in den Märkten Europas primär auf dem Ausbau unserer Marktanteile liegt, ist unser Handeln in den Wachstumsregionen auf die Steigerung der Markenbekanntheit und damit auf den Aufbau der Marktposition ausgerichtet. Das größte Wachstumspotenzial im Unternehmensbereich Bad&Wellness sehen wir nach wie vor in unserem chinesischen Markt. Zu den Marktinvestitionen in China gehören sowohl die Intensivierung der Vermarktung als auch der Ausbau der logistischen Infrastruktur, um das Wachstum zu beschleunigen und die Bekanntheit der Marke Villeroy&Boch zu erhöhen. Bei der Keramik setzen wir dabei auf Kapazitätserweiterungen für die im Markt bedeutenden Ein-Stück-Toiletten (One Pieces) und marktspezifische Waschtische. Auch die Entwicklung und Vermarktung von Washlet-WCs und Armaturen der Marke Villeroy&Boch sind Wachstumstreiber. Die Bearbeitung der Märkte in den anderen Ländern wie in Südostasien und Australien wird mittels Distributoren ausgebaut und durch neue Armaturen-Sortimente erweitert. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle setzen wir mithilfe einer differenzierten Sortimentspolitik weiterhin auf die Stärkung der bestehenden Handelsstruktur, insbesondere im US-amerikanischen Markt und in einigen ausgewählten europäischen Märkten. Zudem stehen die Stärkung des Heimatmarktes (Deutschland, Österreich und Schweiz) sowie weiteres Wachstum, vor allem in Frankreich und Italien – nicht zuletzt durch den Ausbau des E-Business – im Fokus. Chancen durch Projektgeschäft Im Projektgeschäft des Unternehmensbereichs Bad&Wellness sehen wir weltweit unverändert gute Chancen, unser Absatzvolumen zu steigern. Die im Hotelgeschäft während der Pandemie zurückgestellten Investitionen bekommen mittlerweile wieder eine neue Dynamik. Ein besonders hohes und weiter ausbaufähiges Wachstumspotential sehen wir im Bereich Health&Care und Wohnungsbau. Die Arbeit unserer nationalen Projektvertriebe sowie unserer zentralen Organisationsarbeit „Global Projects“ mit Hauptsitz in London, über die wir die Ansprache von Top Interior Designer:innen, internationalen Hotelgruppen und internationalen Projektentwickler:innen steuern und koordinieren, verstärken wir durch die Nutzung des CRM-Systems Salesforce. Hauptmärkte für unser Projektgeschäft sind Zentraleuropa, die Region Naher und Mittlerer Osten sowie China. Mit führenden Hotelketten und Betreibergesellschaften bestehen globale Kooperationsverträge, die unsere Erfolgschancen in diesem Bereich deutlich erhöhen. Daneben sollen Sortimente wie Möbel und Vorwandinstallationen stärker als bisher zum Wachstum im Projektgeschäft beitragen. Chancen durch Lizenzpartnerschaften Die Vergabe von Markenlizenzen stellt für uns ein weiteres Instrument dar, um die Marke Villeroy&Boch außerhalb unserer Kerngeschäftsfelder zu positionieren. Folglich dient das Lizenzgeschäft der Erschließung neuer Zielgruppen sowie der Erweiterung unseres Produktspektrums. Im Marken-Lizenzbereich werden durch unsere Lizenzpartner derzeit Fliesen, Armaturen, Leuchten, Decken und Plaids, Wohn- und Esszimmermöbel, Küchenmöbel, Küchen- und Badtextilien und Laminat unter der Marke Villeroy&Boch angeboten.

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Chancen durch Digitalisierung Chancen durch Digitalisierung für die Vermarktung Wir haben unsere Strukturen und Investitionen im Bereich Digitalisierung in den vergangenen Jahren massiv erhöht und richten unsere Online-Aktivitäten darauf aus, unseren Kund:innen innovative und bedarfsgerechte Konzepte anzubieten, sowohl offline als auch online. Ziel ist es, überall dort vertreten zu sein, wo der/die Kund:in uns sucht, und ihm/ihr ein konsistentes Informations- und Einkaufserlebnis zu bieten. Durch die stetig wachsende Nutzung digitaler Kanäle haben unsere Online-Angebote weiter an Bedeutung gewonnen. Dabei gehen wir von einem dauerhaft veränderten Internetnutzungsverhalten der Konsument:innen aus, sodass auch nach der Corona-Pandemie das Interesse an unseren Online-Angeboten weiter steigt. Um dieser beschleunigten Entwicklung Rechnung zu tragen und die Potenziale voll auszuschöpfen, wird die kontinuierliche Verbesserung unseres Internetauftritts sowie unserer Online-Shops, die Forcierung unserer Social-Media-Aktivitäten, die verstärkte Nutzung von Online-Marketing-Kanälen und die Optimierung unserer Web-Inhalte für Suchmaschinen immer weiter an Bedeutung gewinnen. In diesem Zusammenhang haben wir in den vergangenen Jahren die Web-Inhalte der Villeroy&Boch-Internetseite kontinuierlich optimiert, und um zusätzliche Funktionen erweitert. Des Weiteren wurden verstärkt Mittel hin zu Online-Marketing-Maßnahmen allokiert, um gezielt und unter Nutzung moderner Targeting-Ansätze unsere Produkte in der passenden Zielgruppe zu bewerben. Im Ergebnis hat sich die Sichtbarkeit und Präsenz von Villeroy&Boch in den digitalen Kanälen über alle Regionen deutlich erhöht. Wesentlicher Bestandteil unserer Online-Strategie ist inzwischen auch die Aktivierung von Bestandskund:innen über Kanäle wie E-Mail-Marketing. Im Vordergrund steht hier auch die stärkere Nutzung unserer Cloud-basierten Omni-Channel- und CRM-Lösung Salesforce, um noch effektiver, zielgerichteter und individueller Bestandskund:innen zu aktivieren. Dafür werden weiterhin die technischen und organisatorischen Fähigkeiten ausgebaut. Auch der verstärkte und professionalisierte Einsatz von Marketing Automation und künstlicher Intelligenz spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Für unseren Unternehmensbereich Dining&Lifestyle ist der E‑Commerce ein strategisch bedeutender Absatzkanal. Dieser umfasst sowohl unsere eigenen Online-Shops als auch die Verkaufsplattformen anderer Anbieter. Für die kommenden Jahre rechnen wir nach einem im Vorjahr insbesondere durch die Corona-Pandemie beschleunigten Wachstum und der daran anschließenden Normalisierung mit guten Zuwachsraten im Online-Geschäft und gehen davon aus, dass sich dieser Vertriebskanal weiterhin dynamisch entwickeln wird. Im Geschäftsjahr 2022 konnten wir das Pandemie-gestützte, überproportional starke Umsatzniveau des Vorjahres zwar nicht in gleichem Maße aufrechterhalten, der kontinuierliche Aufbau und die stetige Professionalisierung unserer E-Commerce-Aktivitäten bleibt jedoch auf Grund der zuvor skizzierten Annahme der weiteren Dynamik und Wachstumschancen in diesem Kanal eine große Priorität für den Unternehmensbereich. Dabei sind insbesondere auch die eigenen Online-Shops eine wichtige Säule und bieten uns zudem eine direkte Interaktion mit unseren Kund:innen und wichtige Einblicke in ihr Verhalten. Villeroy&Boch ist ein starker und innovativer Partner im digitalen Geschäft. Sei es, um die Sichtbarkeit der Marke allgemein zu stärken oder um qualitativ hochwertige Daten und Content im digitalen Sektor bereitzustellen – sowohl im Online-Shop als auch wenn es darum geht, unsere Kund:innen im Profi- und Portalbereich mit den entsprechenden Daten zu unterstützen. Im Rahmen der Digitalisierung bieten wir eine Händlersuche auf unserer Internetseite an und senden vielseitige digitale Newsletter an unsere Partner. Digitale Trainings mit entsprechenden Tools und virtuelle Messen sowie Events finden regelmäßig und erfolgreich statt. Die Vernetzung von Online und Offline wird stetig weiter ausgebaut und die Customer Experience verbessert, was einerseits auf den Erfolg in unserem eigenen Online-Geschäft einzahlt, aber auch auf die Sichtbarkeit unserer Marke bei unseren Handelspartnern.

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Im Unternehmensbereich Bad&Wellness spielen unterdessen in erster Linie digitale Service-Angebote und -Tools eine Rolle. Mit Anwendungen wie unserem Badplaner, dem Badinspirator sowie dem Stilfinder und unserer Augmented Reality App können Verbraucher:innen ihre Wunschbäder planen und die ausgewählten Produkte per Smartphone oder Tablet in den dafür vorgesehenen Raum projizieren, um eine lebensechte, dreidimensionale Darstellung zu erhalten. Der Einsatz neuer Technologien erzeugt somit einen Zusatznutzen für die Kund:innen. Außerdem lassen sich durch die Nutzung von digitalen Kanälen zielgerichtet und effizient sowohl Endkund:innen als auch Geschäftskund:innen (unter anderem Architekt:innen, Planer:innen und Installateur:innen) erreichen. So generieren wir wertvolle „Leads“ (Kontakte potenzieller Käufer:innen) mit zusätzlichem Umsatzpotenzial, die wir bei Einverständnis der Kund:innen an unsere Händler:innen weiterleiten. Hier werden kontinuierlich weitere Kontaktstrecken über digitale Kanäle aufgebaut und verbessert und darüber hinaus die Bearbeitung der Leads mit unseren Händler:innen weiter optimiert. Mit der Villeroy&Boch App bieten wir unseren Partnern eine digitale Lösung, mit der sie alle Informationen wie aktuelle Preise, Maße oder Montageanleitungen auf einen Blick auf ihrem Smartphone, am Tablet oder am PC verfügbar haben. Nicht zuletzt bietet Social Media, beispielsweise über Plattformen wie Pinterest, Instagram oder TikTok, große Chancen, eine hohe Anzahl an Kontakten zu neuen Zielgruppen zu schaffen. In diesem Bereich liegt ein Fokus auf der Erstellung von digitalen Inhalten, die über verschiedene Social-Media-Plattformen die Vielfalt und Designkompetenz von Villeroy&Boch zeigen. Chancen durch Digitalisierung in der Produktion Die Digitalisierung bietet ein enormes Potenzial für unsere Produktionsstandorte. Hierbei haben sich bereits erste Pilotprojekte als bestmögliche Methoden bzw. Standards etablieren können, welche eine zügige Skalierung auf weitere Anwendungsbereiche ermöglichen. Die dazu parallele Ausweitung von standardisierten sowie durchgängigen IT-Systemen und die Vernetzung von Maschinen innerhalb des Produktionsprozesses sind weiterhin Grundlage für weiterführende Bereiche der Digitalisierung. In einigen Werken liefern Maschinen mittels moderner IoT-Technik (Internet of Things) bereits Daten zur Auswertung in unseren Cloud-basierten Data Lake. Das Potenzial zur Verbesserung durch statistische Fehleranalysen und die Stabilisierung von Prozessparametern wird weiterhin genutzt. So ist unter anderem Predictive Analytics im Umfeld der Digitalisierung ein Baustein, welcher zur Ergebnisverbesserung dient. Basis zur Potenzialausschöpfung ist dabei die Erfassung und Sammlung aller relevanten Daten eines Produkts im Herstellungsprozess. In den Sanitärfabriken werden dabei an Messstationen alle Produkte zunächst via Barcode identifiziert, um anschließend qualitätsrelevante Daten in einem zentralen Analysesystem zu sichern, beispielsweise in Bezug auf die Keramikzusammensetzung und den Materialfluss sowie auf die klimatischen Bedingungen, die verwendeten Werkzeuge oder die Prozessparameter der Fertigungsanlagen. Ziel ist es, die erfassten Daten so miteinander zu verknüpfen, dass im ersten Schritt Einfluss, kritische Wertebereiche und Wechselwirkungen der Prozessparameter identifiziert werden, um langfristig möglichst verlässliche Vorhersagen über das Risiko eines fehlerhaften Produkts am Ende des Herstellungsprozesses zu treffen. Übersteigt in einem auf Basis definierter Grenzwerte kontrollierten Prozess die Fehlerwahrscheinlichkeit eine vorher definierte Höhe, wird das Produkt frühzeitig aussortiert, um keine unnötigen Prozesskosten zu verursachen und – speziell im Hinblick auf den energieintensiven Brennprozess – die Energieeffizienz zu erhöhen. Vom sukzessiven Rollout und der kontinuierlichen Verbesserung dieser Analyse-Systeme in sämtlichen Werken versprechen wir uns langfristig relevante Ergebnisverbesserungen. Seit 2022 kommt verstärkt künstliche Intelligenz zum Einsatz, beispielsweise werden Teile der Entwicklung oder Fertigung in digitalen Zwillingen abgebildet, um so die Prozesse weiter nachhaltig ressourcenschonend zu optimieren oder mit Hilfe von Bilderkennungsverfahren automatisiert Fehler auf Produkten u.a. bereits innerhalb der Fertigung zu erkennen. Als weiterer wichtiger Baustein wird eine Wissensdatenbank aufgebaut. Die gewonnenen Erkenntnisse aus der Prozess-Digitalisierung in Kombination mit dem Fachwissen der Experten werden dort abgelegt. Diese Wissensdatenbank vereint einfaches Handling, KI-unterstützte Suche und automatische Verlinkung von zusammengehörigen Inhalten (Video, Audio, Bilder, Dokumente aus verschiedenen Quellen). Durch den Multi-Language-Ansatz ist das Wissen weltweit zugänglich. Dadurch sichern wir nachhaltig das bestehende Wissen und machen es hürdenfrei zugänglich. Unter anderem können neue Mitarbeiter:innen einfacher und schneller angelernt werden und Problemlösungen werden werksübergreifend bereitgestellt. Ebenso werden neueste Technologien, wie der Einsatz von kollaborativen Robotern für überwiegend manuelle und körperlich anstrengende Prozessschritte innerhalb der Produktion, geprüft. Dazu arbeiten wir mit Roboter-Herstellern sowie mit Forschungsinstituten eng zusammen. Chancen durch Digitalisierung in der Administration Die Digitalisierung wirkt sich nicht zuletzt auch positiv auf die Effizienz in unseren administrativen Bereichen aus. Die Nutzung und Leistungssteigerung von einheitlichen IT-Systemen sowie der Einsatz neuer Technologien tragen erheblich zur kontinuierlichen Effizienzsteigerung bei. Das Optimierungspotenzial besteht in der konzernweiten Harmonisierung und Standardisierung von repetitiven Prozessen und betrifft grundsätzlich alle Funktionsbereiche. Hierbei konnte insbesondere im Personalbereich durch die Einführung einer Cloud-basierten Plattform die Grundlage für modernes Personalmanagement gelegt werden. Der Einsatz standardisierter Prozesse und einheitlicher IT-Systeme sind die Voraussetzung für den Ausbau der gebündelten Bearbeitung von Geschäftsvorfällen in Shared Service Centern in den Bereichen Personal, Einkauf und Finanzen. Die weitere Digitalisierung von Prozessen unter Nutzung neuer digitaler Tools, wie Robotic Process Automation, Process Mining und dem Einsatz von Bots, zielt auf die Verbesserung der Leistungsfähigkeit und Qualität unserer Prozesse bei gleichzeitiger Erhöhung der Effizienz ab. Chancen durch digitale Transformation

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Neben den bereits genannten Anwendungsfeldern und den darin liegenden Chancen der Digitalisierung wird weiterhin die eigene Organisationseinheit verstärkt, die den digitalen Wandel des gesamten Unternehmens vorantreibt und damit die Chancen der Digitalisierung im Arbeitsalltag nutzbar macht. Im Vordergrund stehen hier zum Beispiel Aktivitäten in Bezug auf den Aufbau eigener, neuer digitaler Geschäftsmodelle im Unternehmen oder die Beteiligung an digitalen Start-ups, um so neue Geschäftsfelder und Vertriebsmöglichkeiten zu erschließen, oder auch die Entwicklung von Methoden und Know-how im Bereich Data Science, so etwa die Nutzung von Big Data oder künstlicher Intelligenz in allen Wertschöpfungsprozessen. Bereits umgesetzte Projekte in diesem Bereich zeigen den Nutzen dieser Initiativen, sodass diese Tätigkeitsfelder in Zukunft ausgebaut werden sollen. Darüber hinaus liegt ein verstärkter Fokus auf internen Programmen und Initiativen zur Begleitung der digitalen Transformation und des Kulturwandels im Unternehmen. Chancen durch Akquisitionen Neben einem organischen Wachstum bieten auch Akquisitionen Potenzial für einen Ausbau unserer Geschäftsaktivitäten. Deshalb beobachten wir unser Umfeld kontinuierlich und prüfen eventuell gegebene sinnvolle Ergänzungen mit der gebotenen Umsicht. Derzeit analysieren wir mögliche Akquisitionen sowohl im Unternehmensbereich Bad&Wellness wie im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle. Nicht-operative Ergebnispotenziale Außerhalb des operativen Geschäfts sehen wir Ergebnispotenziale bei der Entwicklung und Vermarktung von operativ nicht mehr benötigten Immobilien. Es besteht eine zusätzliche Ertragschance im Zusammenhang mit der Entwicklung unserer Immobilie in Luxemburg. Im Jahr 2019 wurde die Immobilie bis auf das Schlossareal veräußert. Das daraus erzielbare Ergebnis ist abhängig vom Umfang des realisierbaren Baurechts. Gemeinsam mit den Erwerbern und der Stadt Luxemburg arbeiten wir an einer punktuellen Modifikation des bestehenden Flächennutzungsplans und der Ausarbeitung eines Bebauungsplans für das Gesamtgelände Rollingergrund, das zu einem attraktiven, lebendigen Stadtviertel für das Leben und Arbeiten mit einem hohen Anteil an Wohnbebauung entwickelt werden soll. Der Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplans wurde Anfang Januar 2022 von den zuständigen Gremien in Luxemburg gefasst. Im Dezember 2022 wurde der Bebauungsplan im Gemeinderat gebilligt. Der Bebauungsplan bedarf zu seiner Wirksamkeit jedoch der inhaltlichen Prüfung durch die Innenministerin, die innerhalb von drei Monaten nach Erhalt der Unterlagen entscheiden muss, ob der Bebauungsplan veröffentlicht und nachfolgend in Kraft treten kann. Wir gehen davon aus, dass es im 1. Halbjahr 2023 zu einer Entscheidung der luxemburgischen Innenministerin kommen wird. Würde diese Entscheidung positiv ausfallen, so wäre mit einer entsprechenden Ertragsrealisierung in Höhe von über 20 Mio. € zu rechnen. Daneben sind noch weitere Immobilienprojekte in Entwicklung, die über einen längeren Zeitraum ein Ertragspotenzial in Höhe eines hohen einstelligen Millionenbetrags ergeben können. PROGNOSEBERICHT Mit Blick auf das Jahr 2023 gehen wir von einem insgesamt schwach verlaufenden weltwirtschaftlichen Wachstum aus. Der Krieg in der Ukraine und die Anhebung der Zentralbankzinsen zur Inflationsbekämpfung belasten weiterhin die Wirtschaftstätigkeit. Dagegen erwarten wir, dass die globale Inflation zurückgeht. Der Konjunkturverlauf im Euroraum dürfte sich moderat entwickeln, wobei für die Konjunktur in Deutschland eine deutliche Eintrübung erwartet wird. In Übersee sehen wir dagegen ein moderates Wachstum. So auch für die chinesische Wirtschaft, die von der Aufgabe der Null-Covid-Politik profitieren sollte. Risiken für die weltwirtschaftliche Entwicklung könnten sich aus dem weiteren Verlauf des Kriegs in der Ukraine, insbesondere sofern dieser eskaliert, ergeben. Ferner könnten massiv steigende Corona-Inzidenzen in China den dortigen Aufschwung bremsen. Des Weiteren ist eine neuerliche Eskalation im Handelsstreit und dem politischen Konflikt zwischen den USA und China nicht auszuschließen. Auch geopolitische Spannungen und regierungskritische Proteste in verschiedenen Ländern könnten zusätzlich dämpfend wirken. Für den europäischen Wohnungsbau, der ein maßgeblicher Indikator für die Geschäftsentwicklung des Unternehmensbereichs Bad&Wellness ist, rechnen wir im Prognosezeitraum insgesamt mit einer leichten Steigerungsrate. Dagegen erwarten wir in Deutschland im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ein unterdurchschnittliches Wachstum In der chinesischen Bauwirtschaft gehen wir nach der Immobilienkrise im vergangenen Jahr von einer potenziellen Belebung aus. Für unser Dining&Lifestyle-Geschäft ist der private Konsum nach wie vor einer der wichtigsten Einflussfaktoren. Im erwarteten wirtschaftlichen Umfeld gehen wir insbesondere durch die fortschreitende Inflation von einer eher gedämpften Konsumneigung aus. Die hier dargestellten Prognosen für die Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbe-dingungen basieren auf den von verschiedenen Forschungs-einrichtungen publizierten Angaben sowie eigenen Einschät-zungen. Umsatz, Ergebnis und Investitionen im Konzern Auf Basis des erwarteten wirtschaftlichen Umfelds streben wir im Geschäftsjahr 2023 insbesondere aufgrund von Preissteigerungseffekten eine organische Steigerung des Konzernumsatzes um 4 % bis 7 % an und erwarten inflationsbedingt ein operatives EBIT auf Vorjahresniveau.

Geschäftsbericht 2022
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Im Geschäftsjahr 2023 werden wir voraussichtlich mehr als 50 Mio. € in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte investieren. Im Hinblick auf unsere Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte gehen wir für das Geschäftsjahr 2023 von voraussichtlich mehr als 50 Mio. € aus. Die Steigerung der Investitionstätigkeiten umfasst den strategischen Ausbau der beiden Unternehmensbereiche sowie Investitionen zur CO2-Emissionsverringerung. Der hauptsächliche Anteil des Gesamtinvestitionsvolumens wird im Unternehmensbereich Bad&Wellness liegen, wo unter anderem in eine Erweiterung unserer One-Piece-Kapazitäten am thailändischen Produktionsstandort investiert wird. Ferner sind weitere Investitionen für das Standortentwicklungsprojekt „Mettlach 2.0“ vorgesehen. Aufgrund dessen sowie durch eine inflationsbedingte Erhöhung des Umlaufvermögens wird sich unsere operative Nettovermögensrendite im Jahr 2023 voraussichtlich um mehr als 5 Prozentpunkte verringern. Die in diesem Lagebericht enthaltenen Aussagen über zukünftige Entwicklungen beruhen auf den Einschätzungen des Vorstands der Villeroy&Boch AG nach bestem Wissen und Gewissen zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses. Die Aussagen sind grundsätzlich einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen, wenn eine der im Risiko- und Chancenbericht genannten bzw. andere Unsicherheiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen. SONSTIGE ANGABEN Angaben betreffend den Erwerb eigener Aktien Angaben zum Erwerb eigener Aktien gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG sind im Konzernanhang des Konzernabschlusses in Tz. 19 dargestellt. Übernahmerelevante Angaben nach § 315a HGB sowie erläuternder Bericht Die übernahmerelevanten Angaben nach § 315a Abs. 1 HGB sind mit Ausnahme der Angabe nach § 315a Abs. 1 Nr. 6 HGB im Konzernanhang des Konzernabschlusses in den Tz. 17 und Tz. 25 dargestellt und erläutert. Die Bestellung und die Abberufung von Mitgliedern des Vorstands sind in den §§ 84 und 85 AktG sowie in § 31 Mitbestimmungsgesetz geregelt. Der Vorstand besteht gemäß § 6 Ziff. 1 der Satzung aus mindestens zwei Mitgliedern; die genaue Zahl wird vom Aufsichtsrat nach den Bedürfnissen der Gesellschaft festgelegt. Ein Vorstandsmitglied kann vom Aufsichtsrat zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt werden. Eine Änderung der Satzung bedarf nach § 179 AktG eines Beschlusses der Hauptversammlung. Die Befugnis zu Änderungen, die nur die Fassung betreffen, ist gemäß § 7 Ziff. 8 Abs. 2 der Satzung dem Aufsichtsrat übertragen. Satzungsändernde Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfen nach § 179 Abs. 2 AktG einer Mehrheit von mindestens drei Vierteln des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals, sofern die Satzung nicht eine andere Kapitalmehrheit bestimmt. § 8 Ziff. 2 b) der Satzung sieht vor, dass Beschlüsse der Hauptversammlung grundsätzlich mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen und, soweit eine Kapitalmehrheit erforderlich ist, mit der einfachen Mehrheit des vertretenen Grundkapitals gefasst werden können, sofern nicht durch Gesetz eine größere Mehrheit zwingend vorgeschrieben ist. Konzernerklärung zur Unternehmensführung Hinsichtlich der nach § 315d i. V. m. § 289f HGB geforderten Konzernerklärung zur Unternehmensführung wird auf die im Geschäftsbericht 2022 abgedruckte und im Internet unter dem Link https://www.villeroyboch-group.com/de/investor-relations/finanznachrichten/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung.html zugängliche Version verwiesen. VERGÜTUNGSBERICHT Grundzüge des Vergütungssystems Die Grundzüge des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht nach § 162 AktG im Geschäftsbericht 2022 und im Internet unter dem Link https://www.villeroyboch-group.com/de/investor-relations/corporate-governance/verguetungssystem-des-vorstands.html dargestellt. ZUSAMMENGEFASSTE VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER:INNEN 5 Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

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Mettlach, den 17. Februar 2023 Dr. Peter Domma Frank Göring Georg Lörz

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Geschäftsbericht 2022

Konzernabschluss

34 KONZERNBILANZ
36 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
37 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
38 KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
39 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
40 KONZERNANHANG
40 Allgemeine Informationen
52 Erläuterungen zur Konzernbilanz
79 Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
83 Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung
84 Erläuterungen zum Konzern-Segmentbericht
87 Sonstige Erläuterungen
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Geschäftsbericht 2022
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KONZERNBILANZ
in Mio.€
Aktiva
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen
Nutzungsrechte
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Anlagevermögen
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Latente Steueransprüche
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Ertragsteuerforderungen
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen
Summe Vermögenswerte

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze)

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in Mio.€
Passiva
Eigenkapital
Den Anteilseignern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Kapitalrücklage
Eigene Anteile
Gewinnrücklagen
Bewertungsrücklagen
Minderheitsanteile am Eigenkapital
Langfristige Schulden
Pensionsrückstellungen
Langfristige Personalrückstellungen
Sonstige langfristige Rückstellungen
Langfristige Finanzverbindlichkeiten
Langfristige Leasingverbindlichkeiten
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten
Latente Steuerschulden
Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Personalrückstellungen
Sonstige kurzfristige Rückstellungen
Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Ertragsteuerschulden
Summe Schulden
Summe Eigenkapital und Schulden

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze)

Villeroy & Boch AG
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36
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KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
in Mio.€
Umsatzerlöse
Einstandskosten der verkauften Waren
Bruttoergebnis vom Umsatz
Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten
Allgemeine Verwaltungskosten
Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Ergebnis nach der Equity-Methode bilanzierter Finanzanlagen
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)
Zins- und sonstige finanzielle Erträge
Zins- und sonstige finanzielle Aufwendungen
Finanzergebnis
Ergebnis vor Steuern (EBT)
Ertragsteuern
Konzernergebnis
Davon entfallen auf:
Die Anteilseigner der Villeroy & Boch AG
Minderheitsgesellschafter
Konzernergebnis
Ergebnis je Aktie:
Ergebnis je Stammaktie
Ergebnis je Vorzugsaktie

Verwässerungseffekte bestanden in den Berichtsperioden nicht.

Geschäftsbericht 2022
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KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG
in Mio.€
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungen
Gewinne und Verluste aus Cashflow Hedges
Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen
Gewinne und Verluste aus übrigen Wertänderungen
Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden
Summe Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis nach Steuern
Davon entfallen auf:
Die Anteilseigner der Villeroy & Boch AG
Minderheitsgesellschafter
Summe Gesamtergebnis nach Steuern

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze)

Villeroy & Boch AG
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38
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KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG
in Mio.€
Anhang Tz.
Stand 01.01.2021
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis nach Steuern
Ausgabe von Mitarbeiteraktien
Dividendenausschüttung
Stand 31.12.2021
Stand 01.01.2022
Konzernergebnis
Sonstiges Ergebnis
Gesamtergebnis nach Steuern
Dividendenausschüttung
Stand 31.12.2022

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze)

Geschäftsbericht 2022
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KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG
in Mio.€
Konzernergebnis
Abschreibungen auf langfristige Vermögenswerte
Veränderung der langfristigen Rückstellungen
Ergebnis aus Anlagenabgängen
Veränderung der Vorräte, Forderungen und sonstigen Aktiva
Veränderung der Verbindlichkeiten, kurzfristigen Rückstellungen und sonstigen Passiva
Gezahlte / erhaltene Steuern im Geschäftsjahr
Gezahlte Zinsen im Geschäftsjahr
Erhaltene Zinsen im Geschäftsjahr
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen
Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
Investitionen in langfristige finanzielle Vermögenswerte
Investitionen in kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Einzahlungen/Investitionen aus/in sonstige/n kurzfristige/n Vermögenswerte/n
Einzahlungen aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und sonstigen Geschäftsbereichen
Einzahlungen aus Anlagenabgängen
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
Auszahlungen für die Rückzahlung von Darlehen
Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Leasingschulden
Gezahlte Dividende an andere Gesellschafter
Einzahlungen aus der Ausgabe von Minderheitsanteilen
Gezahlte Dividende an Aktionär:innen der Villeroy & Boch AG
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
Summe der Cashflows
Zahlungsmittelbestand zum 01.01.
Veränderung lt. Summe der Cashflows
Wechselkursbedingte Änderungen des Zahlungsmittelbestandes
Gesamtveränderung des Zahlungsmittelbestandes
Zahlungsmittelbestand zum 31.12.
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Villeroy & Boch AG
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KONZERNANHANG ALLGEMEINE INFORMATIONEN Die Villeroy&Boch Aktiengesellschaft mit Sitz in MettlachSaaruferstraße 1 – 3, ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft deutschen Rechts. Sie ist im Handelsregister B des Amtsgerichts Saarbrücken in Deutschland unter der Nummer 63610 eingetragen. Die Villeroy&Boch AG übt die Funktion der Muttergesellschaft des Villeroy&Boch-Konzerns aus. Der Villeroy&Boch-Konzern ist ein international führender Keramikhersteller. Als Komplettanbieter im Bad und „rund um den gedeckten Tisch“ unterteilt sich unser operatives Geschäft in die beiden Unternehmensbereiche Bad&Wellness sowie Dining&Lifestyle. Die Börsennotierung der Villeroy&Boch AG erfolgt im Prime Standard der Deutschen Börse AG. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 wurde unter Berücksichtigung des § 315e HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Der Konzernabschluss wurde nach § 315e HGB um weitere Erläuterungen ergänzt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der Kon-zernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht gesondert vermerkt, werden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) angegeben. Der Jahresabschluss der Villeroy&Boch AG sowie der Konzernabschluss der Villeroy&Boch AG werden im Unternehmensregister veröffentlicht. Der Vorstand der Villeroy&Boch AG hat den Konzernabschluss am 17. Februar 2023 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Auswirkungen des Ukrainekriegs Aktuell begegnen Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vielschichtigen zum Teil interdependenten Herausforderungen, die aufgrund des Kriegs in der Ukraine zu erheblichen Unsicherheiten und Risiken führen. Die Auswirkungen auf diesen Geschäftsbericht werden nachfolgend zusammenfassend dargestellt. Durch den Krieg in der Ukraine kam es infolge des Auftragsstopps und der Kündigung der Distributorenverträge zu einem Umsatzrückgang in den Ländern Russland und Belarus. Mittlerweile haben wir auch die vorgehaltene Personalstruktur entsprechend reduziert. Darüber hinaus sind die Energiepreise in Europa durch den Krieg in der Ukraine sprunghaft angestiegen. Verstärkt wurde dieser Effekt durch Russlands Entscheidung, die Gaslieferungen an mehrere EU-Mitgliedstaaten auszusetzen. Vor diesem Hintergrund wurden im Geschäftsjahr 2022 ergänzende Sicherungsgeschäfte für Gas abgeschlossen (vgl. Tz. 54). Zusätzlich erhöht die Gefahr einer Gasmangellage in der EU die Wahrscheinlichkeit für eine Rezession. Begünstigt durch den Krieg in der Ukraine ist die Inflationsrate im aktuellen Geschäftsjahr 2022 stark angestiegen. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken hat die Europäische Zentralbank die Zinsen im Laufe des Geschäftsjahres 2022 deutlich erhöht. Hierdurch verringerte sich der Barwert der Pensionsverpflichtungen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021 erheblich. (vgl. Tz. 26). In Anbetracht einer unsicheren Gasversorgungslage hat der Vorstand entschieden, die Vorratsbestände zu erhöhen, um eventuelle Lieferengpässe zu vermeiden. Hierzu wurden unter anderem die Betriebsferien der Werke in Deutschland und Ungarn vom Sommer in den Dezember verschoben (vgl. Tz. 12). Daneben haben wir im Rahmen der fortlaufenden Risikobewertung unseres Forderungsbestands eine angemessene Wertberichtigung (vgl. Tz. 13) vorgenommen. Weitere Erläuterungen zum Verlauf des Geschäftsjahres 2022 finden Sie im vorstehenden Wirtschaftsbericht (vgl. Konzernlagebericht). Im Folgenden werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der IFRS beschrieben, wie diese im Villeroy&Boch-Konzern regelkonform angewendet werden.

Geschäftsbericht 2022
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1.BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS-GRUNDSÄTZE Modifikationen durch übernommene Rechnungslegungsvorschriften Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen mit Ausnahme der im Geschäftsjahr erstmalig verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen im Wesentlichen den im Vorjahr angewandten Vorschriften. Die Änderungen der erstmals im Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwendenden IFRS-Regelungen werden in Tz. 63 vorgestellt und hatten keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Villeroy&Boch-Konzern. Zudem wurden verschiedene neue Rechnungslegungsvor-schriften veröffentlicht, die jedoch für Berichtsperioden zum 31. Dezember 2022 nicht verpflichtend anzuwenden sind. Diese wurden vom Villeroy&Boch-Konzern nicht vorzeitig angewendet. Die Auswirkungen dieser neuen Regeln auf die laufende oder auf künftige Berichtsperioden sowie auf absehbare künftige Transaktionen werden als nicht wesentlich angesehen. Über die Entwicklungen des IFRS-Regelwerks informiert Tz. 63. Daneben haben wir aufgrund der stark steigenden Wertentwicklung der Emissionsrechte die Bilanzierungsmethodik in diesem Bereich kritisch hinterfragt und uns dazu entschieden, die Bilanzierung umzustellen. Bisher wurden unentgeltlich zugeteilte Emissionsrechte als immaterielle Vermögenswerte bei Zugang mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Zeitgleich wurde der Gegenwert als staatlicher Zuschuss passiv abgegrenzt. Für die Folgebewertung wurde das Neubewertungsmodell gemäß IAS 38.75 ff. angewendet. Entsprechend dem jeweiligen CO2-Ausstoß erfolgte der erfolgsneutral behandelte Verbrauch der zugeteilten Emissionsrechte. Dabei wurden die als Rechnungsabgrenzungsposten passivierten staatlichen Zuwendungen in der Folge verbrauchsabhängig gegen die Rückstellung für die Rückgabeverpflichtung aufgelöst. Wurden während eines Geschäftsjahres weniger umweltschädliche Gase emittiert als von der betreffenden Behörde für diesen Zeitraum zugewiesen, konnten die noch nicht verbrauchten Zuwendungen entweder erfolgswirksam verkauft oder in Folgeperioden erfolgsneutral verbraucht werden. Betroffen von dieser Thematik sind die beiden Länder Rumänien und Ungarn. Zum 31. Dezember 2021 ergaben sich aufgrund der stark gestiegenen Preise der Emissionszertifikate im Zuge der Folgebewertung wesentliche Auswirkungen bei den immateriellen Vermögenswerten, den Bewertungsrücklagen, den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und den sonstigen Rückstellungen. Da es sich bei den Emissionsrechten um unentgeltlich zugeteilte Rechte handelt, die für den Villeroy&Boch-Konzern nur einen durchlaufenden Posten darstellen, wurde die Bilanzierungsmethode auf freiwilliger Basis mit Verweis auf IAS 8.14 seit dem 30. Juni 2022 auf die „Net Liability Methode“ umgestellt. Diese Bilanzierungsmethode vermittelt ebenso zuverlässige Informationen wie die Neubewertungsmethode, da bei beiden Methoden die gleichen zentralen Inputparameter verwendet werden. Die Anwendung der „Net Liability Methode“ gewährleistet eine wirtschaftlich sinnvollere Abbildung, weil eine Bilanzverlängerung vermieden wird. Zudem erfolgt eine Angleichung an die gängige Bilanzierungspraxis, da sie der herrschenden Vorgehensweise bei der Bilanzierung von Emissionsrechten bei DAX und MDAX Unternehmen entspricht und somit für den Abschlussadressaten einen relevanteren Vergleich ermöglicht. Solange die unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte ausreichen, um die getätigten Emissionen abzudecken, haben Preisänderungen bei den Emissionsrechten zukünftig keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Gemäß der „Net Liability Methode“ erfolgt kein Ansatz der unentgeltlich zugeteilten Emissionsrechte als Immaterieller Vermögenswert und keine passive Abgrenzung der staatlichen Zuschüsse. Eine Rückstellung wird nur dann erfasst, wenn die tatsächlichen Emissionen die erfolgsneutral zugeteilten Emissionsrechte übersteigen. In diesem Fall werden die Emissionskosten als Einstandskosten der verkauften Ware erfasst. Da wir die Auswirkung dieser Bilanzierungsänderung als wesentlich einstufen, haben wir die Bilanzierung rückwirkend geändert. Auf der Aktivseite der Konzernbilanz reduzieren sich die immateriellen Vermögenswerte um 11,2 Mio. € (per 31.12.2021: 10,7 Mio. €). Demgegenüber reduzieren sich die Bewertungsrücklagen um 5,8 Mio. € (per 31.12.2021: 6,5 Mio. €), die sonstigen langfristigen Rückstellungen um 0,5 Mio. € (per 31.12.2021: 1,3 Mio. €) und die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 4,9 Mio. € (per 31.12.2021: 2,9 Mio. €). Die neue Bilanzierungsweise hat dementsprechend zu keiner Anpassung des Gewinns pro Aktie geführt. Immaterielle Vermögenswerte Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu den Anschaffungskosten aktiviert, die notwendig waren, um diese in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden im Jahr ihres Entstehens nur dann aktiviert, sofern diese die Voraussetzungen des IAS 38 erfüllen. Die Zugangsbewertung erfolgt zu Herstellungskosten inklusive der zurechenbaren Gemeinkosten. Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer werden entsprechend dem Nutzungsverlauf um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Vermögenswerte werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, zu dem diese im Geschäftsbetrieb eingesetzt werden. Die Nutzungsdauer liegt überwiegend bei drei bis sechs Jahren. Die Abschreibungen sind im Wesentlichen in den allgemeinen Verwaltungskosten enthalten. Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer, wie beispielsweise Geschäfts- oder Firmenwerte, werden nur bei nachgewiesenem Wertverlust abgeschrieben. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit werden die fortgeführten Anschaffungskosten dem erzielbaren Betrag gegenübergestellt. Der erzielbare Betrag ist definiert als der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungswert und Nutzungswert des gleichen Vermögenswerts. Der Nettoveräußerungswert entspricht dem Erlös nach Abzug aller noch anfallenden Verkaufskosten, der mit einem unabhängigen Geschäftspartner erzielbar wäre. Der Nutzungswert („Value in Use“) wird nach der Discounted-Cashflow-Methode durch Abzinsung der dem Vermögenswert zurechenbaren Zahlungsströme (netto) unter Anwendung eines angemessenen langfristigen Zinssatzes vor Ertragsteuern berechnet. Steigerungsraten in Umsatz und Ergebnis sind in den zugrunde liegenden Berechnungen berücksichtigt. Die hierbei angesetzten Zahlungsströme werden aus den aktuellen Mittelfristplanungen abgeleitet, wobei die Zahlungen in den Jahren außerhalb des Planungshorizonts aus der Situation des letzten geplanten Jahres abgeleitet werden. Die Planungsprämissen basieren auf den gegenwärtigen Erkenntnissen. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends und historische Entwicklungen berücksichtigt. Festgestellte Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Entfällt der Grund für eine in Vorjahren durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung. Bei den aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerten besteht ein Zuschreibungsverbot. Für die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt dieser jährliche Werthaltigkeitstest auf Ebene der Unternehmensbereiche. Staatlich zugeteilte und entgeltlich erworbene Emissionsrechte werden als immaterielle Vermögenswerte ausgewiesen. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet, die im Fall von kostenlos zugeteilten Emissionsrechten null betragen. Übersteigen die tatsächlich angefallenen Emissionen die kostenlos zugeteilten Emissionszertifikate, wird aufwandswirksam eine Rückstellung gebildet. Die Bemessung der Rückstellung berücksichtigt die Anschaffungskosten zugekaufter Zertifikate bzw. den Marktwert von Emissionszertifikaten zum jeweiligen Bewertungsstichtag. Sachanlagen Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger nutzungsbedingter Ab-schreibungen bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen sämtliche Nettokosten, die notwendig sind, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Der Ansatz zu Herstellungskosten erfolgt auf Basis der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie anteiliger Material- und Fertigungsgemeinkosten. Wartungs- und Reparaturaufwendungen von Sachanlagen werden erfolgswirksam erfasst. Besteht ein Vermögenswert aus mehreren Komponenten, deren Nutzungsdauern sich wesentlich voneinander unterscheiden, werden die einzelnen Elemente ihrem individuellen Leistungspotenzial entsprechend planmäßig abgeschrieben. Die Sachanlagen werden entsprechend dem Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Folgende Nutzungsdauern liegen konzerneinheitlich unverändert zum Vorjahr zugrunde:

ANLAGENKLASSE
Nutzungsdauer in Jahren
Gebäude (überwiegend 33 Jahre) 20 – 50
Betriebsvorrichtungen 10 – 20
Öfen 5 – 15
Technische Anlagen und Maschinen 5 – 12
Fahrzeuge 4 – 8
EDV-Anlagen 3 – 6
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 – 10

Die geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauern werden regelmäßig überprüft. Sachanlagen werden außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der Nutzungswert bzw. der Nettoveräußerungswert des betreffenden Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten gesunken ist. Entfallen die Gründe für eine in Vorjahren durchgeführte Wertminderung, erfolgt eine Zuschreibung. In der Herstellung befindliche Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten bilanziert. Finanzierungskosten, die direkt während der Erstellung eines sogenannten qualifizierten Vermögenswerts entstehen, werden aktiviert. Anlagen im Bau werden erst ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, zu dem die betreffenden Vermögenswerte fertiggestellt sind und im Geschäftsprozess eingesetzt werden. Leasing Ein Leasingverhältnis ist ein Vertrag, der das Recht auf die Nutzung eines Vermögenswertes (des Leasingobjektes) für einen vereinbarten Zeitraum gegen Zahlung eines Entgeltes begründet. Mietet der Villeroy&Boch-Konzern Leasingobjekte für eine Gesamtnutzungsdauer von weniger als zwölf Monaten oder von geringem Wert, werden die Leasingzahlungen grundsätzlich linear über die Laufzeit des Vertragsverhältnisses als Aufwand erfasst. Bei allen anderen Leasingverhältnissen, bei denen der Villeroy&Boch-Konzern als Mieter agiert, wird der Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen als Verbindlichkeit angesetzt. Die Leasingzahlungen werden nach der Effektivzinsmethode in Tilgungs- und Zinsanteile aufgeteilt. Korrespondierend wird zu Beginn des Leasingverhältnisses das Nutzungsrecht am gemieteten Vermögenswert aktiviert, das grundsätzlich dem Barwert der Verbindlichkeit zuzüglich direkt zurechenbarer Kosten und Rückbau- und Abrissverpflichtungen entspricht. Vor Beginn des Leasingverhältnisses geleistete Zahlungen sowie vom Leasinggeber gewährte Mietanreize werden ebenfalls im Buchwert des Nutzungsrechts berücksichtigt. Das Nutzungsrecht wird über die Laufzeit des Vertragsverhältnisses oder – falls kürzer – über die Nutzungsdauer des geleasten Vermögenswertes linear abgeschrieben. Die Regelungen zur Ermittlung und Erfassung von Wertminderungen von Vermögenswerten gelten auch für aktivierte Nutzungsrechte. Ändern sich die erwarteten Leasingzahlungen, z. B. bei indexabhängigen Entgelten oder aufgrund neuer Einschätzungen bezüglich vertraglicher Optionen, wird die Verbindlichkeit neu bewertet. Die Anpassung an den neuen Buchwert erfolgt grundsätzlich erfolgsneutral durch eine korrespondierende Anpassung des aktivierten Buchwertes des Nutzungsrechts. Variable Leasingzahlungen, die nicht an einen Index oder Zinssatz gekoppelt sind, werden bei Anfall aufwandswirk- sam erfasst. Die Berechnung des Barwertes der Leasingzahlungen erfolgt zum Grenzfremdkapitalzinssatz, der aus den Referenzzinssätzen der Geldmarktrenditen in der Transaktionswährung abgeleitet wird. Diese Referenzzinssätze werden um eine laufzeitabhängige, die Unternehmensbonität widerspiegelnde Risikoprämie ergänzt, die auf der Renditedifferenz zu erstklassigen Anleihen mit einer Laufzeit von bis zu 15 Jahren basiert. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. Leasingverträge, bei denen der Villeroy&Boch-Konzern als Vermieter agiert und bei denen die wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Vermögenswerts nicht auf den Vertragspartner übertragen werden, werden als Operating-Leasingverhältnisse erfasst. Der Leasinggegenstand wird grundsätzlich weiterhin im Anlagevermögen ausgewiesen und die Leasingzahlungen werden linear über die Laufzeit als Mietertrag erfasst. Erhält der/die Mieter:in die wesentlichen Chancen und Risiken aus der Nutzung des Vermögenswertes, wird der Barwert der ausstehenden Mindestleasingzahlungen als Forderungen aus Finanzierungsleasing bilanziert. Zahlungen des/der Mieter:in werden als Tilgungsleistungen bzw. Zinsertrag erfasst. Die Zinserträge werden über die Laufzeit nach der Effektivzinsmethode erfasst. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und erst erfasst, wenn der Konzern die damit verbundenen Bedingungen mit angemessener Sicherheit erfüllt und die Zuwendungen gewährt wurden. Erhaltene öffentliche Zuschüsse und Subventionen für den Erwerb bzw. die Errichtung von materiellen und immateriellen Vermögenswerten kürzen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, sofern sie den einzelnen Vermögenswerten zugeordnet werden können. Anderenfalls findet eine passivische Abgrenzung mit einer anschließenden erfüllungsgradabhängigen Auflösung statt. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien Zur Erzielung regelmäßiger Miet- und Pachteinkünfte gehaltene Grundstücke und Gebäude (Investment Properties) werden getrennt von den operativ genutzten Vermögenswerten ausgewiesen. Eine gemischt genutzte Immobilie wird anteilig als Finanzinvestition klassifiziert, wenn der vermietete Gebäudeteil gesondert verkauft werden könnte. Ist das Kriterium der Einzelveräußerbarkeit nicht erfüllt, gilt das ganze Objekt als ein Investment Property, wenn der selbst genutzte Anteil unbedeutend ist. Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Abschreibungen entsprechen denen der betrieblich genutzten Sachanlagen. Verkehrswerte werden durch unabhängige Gutachter:innen sowie durch eigenes Personal ermittelt. Die beauftragten Gutachter:innen berechnen in der Regel den Verkehrswert nach dem Ertragswertverfahren. Als Kontrollrechnung wird in diesem Fall der Verkehrswert der Immobilie nach dem Sachwertverfahren ermittelt. Grundlage für die interne Bestimmung der Verkehrswerte bilden hauptsächlich die offiziellen Vergleichspreise aus den Bodenrichtwertkarten der Gutachterausschüsse, ergänzt um objektbezogene angemessene Zeitwerte der jeweiligen Aufbauten. Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Villeroy&Boch-Konzern über einen maßgeblichen Einfluss verfügt. Der Villeroy&Boch-Konzern besitzt einen maßgeblichen Einfluss, wenn die Möglichkeit besteht, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, ohne dass eine Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung besteht. Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Hierbei werden die zum Erwerbszeitpunkt angefallenen Anschaffungskosten u. a. um die zukünftigen anteiligen Ergebnisse der assoziierten Beteiligung fortgeschrieben. In der Erfolgsrechnung werden die Eigenkapitaländerungen hieraus im betrieblichen Ergebnis ausgewiesen. Finanzinstrumente Finanzinstrumente entstehen aus Verträgen, die zu einem finanziellen Vermögenswert oder einer finanziellen Verbindlichkeit bzw. einem Eigenkapitalinstrument führen. Sie werden bilanziell angesetzt, sobald der Villeroy&Boch-Konzern einen entsprechenden Vertrag abschließt. Jedes Finanzinstrument wird gemäß IFRS 9 in Abhängigkeit der Ausgestaltung seiner vertraglichen Zahlungsströme und der Art des Geschäftsmodells in eine von vier Bewertungskategorien gemäß der in Tz. 54 beschriebenen Klassifizierung eingeordnet und in Abhängigkeit der gewählten Kategorie entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert (Fair Value) bewertet. Ein Finanzinstrument wird ausgebucht, wenn der Zahlungsausgleichsanspruch ausgelaufen ist. Vorräte Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und dem Nettoveräußerungswert bewertet. Die Herstellungskosten umfassen die direkt zurechenbaren Einzelkosten (zum Beispiel Fertigungsmaterial und Fertigungslöhne) und Gemeinkosten des Produktionsprozesses. Die Bewertung erfolgt unter Anwendung der Standardkostenmethode. Die Anschaffungskosten beim Großteil der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie der Handelsware werden nach der gleitenden Durchschnittsmethode ermittelt und beinhalten alle angefallenen Kosten, um diese an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem und ausreichendem Umfang Wertberichtigungen vorgenommen. Als Nettoveräußerungswert werden die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse, vermindert um die bis zum Verkauf anfallenden Kosten, angesetzt. Soweit bei früher wertberichtigten Beständen der Nettoveräußerungswert gestiegen ist, erfolgt eine ergebniswirksame Wertaufholung, die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Minderung der Einstandskosten der verkauften Waren erfasst wird. Steigerungen der Produktionskosten pro Stück, bedingt durch Produktionsausfälle bzw. Unterauslastung, werden durch eine angemessene Leerkostenkorrektur berücksichtigt. Forderungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige kurzfristige Forderungen werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis unter Berücksichtigung der erwarteten Verluste bis zum vereinbarten Zahlungsziel aktiviert. Liegen in der Folge objektive Hinweise für einen möglichen Ausfall einer Forderung vor, wird eine zusätzliche Wertberichtigung gebildet. Die Ermittlung der zu erfassenden Risikovorsorge erfolgt in Höhe der über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste. Langfristige Forderungen werden bei Zugang zu Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Hierbei wird eine Vorsorge für das mögliche Ausfallrisiko gebildet, das innerhalb der nächsten zwölf Monate bestehen könnte. Steigt während der Vertragslaufzeit das Kreditrisiko signifikant an, wird die Wertberichtigung um den Betrag eines möglichen Ausfalls während der gesamten Restlaufzeit erhöht. Anzeichen sind beispielsweise Verschlechterung des Ratings oder die Überfälligkeit von mehr als 90 Tagen. Liegen in der Folge weitere objektive Hinweise für einen möglichen Ausfall einer Forderung vor, zum Beispiel die Anmeldung der Insolvenz, wird die Wertberichtigung erhöht. Die Wertminderungen tragen den Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Vermögenswerte. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen Als Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen (Zahlungsmitteläquivalente) werden Kassenbestände, PayPal-Guthaben, Sichteinlagen und Festgelder mit einer ursprünglichen Laufzeit von bis zu drei Monaten zusammengefasst. Zahlungsmittel werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Eigene Anteile Eigene Anteile mindern in Höhe ihrer ursprünglichen Anschaffungskosten das Eigenkapital. Pensionsverpflichtungen Für Verpflichtungen aus leistungsorientierten Pensionsplänen (Defined-Benefit-Pläne) werden Rückstellungen in Höhe der versicherungsmathematischen Barwerte (Defined Benefit Obligation: DBO) der bereits erdienten Anwartschaften gebildet. Hierbei werden auch die künftig zu erwartenden Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Sind Pensionsverpflichtungen ganz oder teilweise durch Fondsvermögen gedeckt, so wird der Marktwert dieses Vermögens mit der DBO verrechnet, wenn diese Vermögenswerte als Treuhandvermögen klassifiziert und von Dritten verwaltet werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, wie zum Beispiel aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors oder der unterstellten Sterblichkeit, werden in der Bewertungsrücklage des Eigenkapitals erfasst. Von den jährlichen Pensionskosten werden der Dienstzeitaufwand (Service Cost) im Personalaufwand und der Zinsanteil (Interest Cost) im Zinsergebnis ausgewiesen. Für beitragsorientierte Versorgungspläne (Defined-Contribution-Pläne) werden keine Rückstellungen gebildet, da die geleisteten Zahlungen in derjenigen Periode als Personalaufwand erfasst werden, in der/die Arbeitnehmer:innen die Arbeitsleistungen erbracht haben, die zu den Versorgungsbeiträgen berechtigen. Sonstige Rückstellungen Rückstellungen werden für rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten gebildet, die aus einem vergangenen Ereignis entstanden sind, wobei ein Mittelabfluss zur Begleichung der bestehenden Verpflichtung wahrscheinlich und zuverlässig schätzbar sein muss. Der Ansatz erfolgt zum zukünftigen Erfüllungsbetrag auf Basis einer bestmöglichen Schätzung. Soweit erforderlich, wird eine Abzinsung vorgenommen. Verbindlichkeiten Finanzverbindlichkeiten und sonstige Verbindlichkeiten werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind eventuelle Verpflichtungen, vorwiegend aus Bürgschaften, die in der Vergangenheit begründet wurden, aber deren tatsächliche Existenz vom Ein-treten eines künftigen Ereignisses abhängig und bei denen die Inanspruchnahme zum Bilanzstichtag nicht wahrscheinlich ist. Sie werden außerhalb der Bilanz vermerkt. Umsatzrealisierung Umsatzerlöse aus dem Warenverkauf werden erfasst, wenn die zugehörige Leistungsverpflichtung, durch Übertragung der Waren an den/die Kund:in, erfüllt wurde. Die Waren gelten zu dem Zeitpunkt, zu dem der/die Kund:in die Verfügungsgewalt über die Waren erlangt, als übertragen. Bei Transaktionen mit dem Großhandel ist dieser Zeitpunkt in Abhängigkeit der individuell vereinbarten Lieferbedingungen zu beurteilen. Bei Konsignations- oder Kommissionsagenturmodellen erfolgt die Umsatzrealisation zum Zeitpunkt des Weiterverkaufs an den/die Endkund:in. Im eigenen Einzelhandel werden die Umsätze unmittelbar zum Transaktionszeitpunkt bei Bezahlung der Ware erfasst, während im eigenen Online-Versandhandel die erfolgte Auslieferung der Waren an den/die Kund:in maßgeblich ist. Mit Blick auf die wesentlichen Zahlungsbedingungen gewährt der Konzern gewerblichen Kund:innen länder- und branchenspezifische Zahlungsziele, im Regelfall jedoch nicht länger als 90 Tage. Ebenso ist bei einzelnen Kundengruppen die Vereinbarung von Voraus- und Anzahlungen nicht unüblich. In beiden Fällen beinhalten die zugrunde liegenden Verträge keine wesentlichen Finanzierungskomponenten. Die Höhe der zu erfassenden Umsatzerlöse bemisst sich nach dem Transaktionspreis, das heißt dem Betrag der Gegenleistung, der im Austausch für die Übertragung der Waren voraussichtlich – unter Abzug von Rabatten, Skonti und Kundenboni – geleistet wird. Anders als Rabatte und Skonti werden Boni nicht rechnungsbezogen gewährt, sondern es handelt sich um nachträgliche, umsatzabhängige Rückvergütungen an den/die Kund:in. Sobald davon auszugehen ist, dass der/die Kund:in die vereinbarten Bedingungen zur Gewährung der Boni erfüllt, wird dieser Betrag über eine korrespondierende Schuld erlösschmälernd abgegrenzt. Für die unterjährige Abgrenzung der Kundenboni werden Hochrechnungen auf Basis von kunden- und länderspezifischen Daten erstellt (Methode des wahrscheinlichsten Betrags). Einige Verträge räumen den Kund:innen das Recht ein, die Produkte innerhalb einer festgelegten Frist zurückzugeben. Diese Rückgaberechte führen zu einer variablen Gegenleistung, die mit ihrem Erwartungswert bilanziert wird. Eine Begrenzung der Schätzung variabler Gegenleistungen erfolgt dabei nicht, da die Unsicherheit über die einzurechnenden Beträge aufgrund der laufenden Aktualisierung der Hochrechnungen nur über einen vorübergehenden Zeitraum anhält. Villeroy&Boch generiert des Weiteren Umsätze aus der Lizenzierung von Markenrechten an Dritte. Die zugrunde liegende Leistungsverpflichtung wird während der Vertragslaufzeit durch den/die Lizenznehmer:in durch die Produktion unter dem Label des Villeroy&Boch-Konzerns erfüllt. Die resultierenden umsatzbasierten Lizenzerlöse werden gemäß den Vertragsbedingungen periodengerecht erfasst. Realisierung übriger Erträge und Aufwendungen Dividendenerträge werden erfasst, wenn ein Rechtsanspruch auf Zahlung entstanden ist.Zinserträge werden nach Maßgabe der fortgeführten Anschaffungskosten und der Effektivzinsmethode zeitlich abgegrenzt.Mieterträge aus als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien sind linear über die Laufzeit des relevanten Mietverhältnisses zu erfassen. Erlöse aus konzerninternen Transaktionen werden erst realisiert, wenn die Vermögenswerte den Konzern endgültig verlassen haben. Betriebliche Aufwendungen werden zum Zeitpunkt ihrer wirtschaftlichen Verursachung ergebniswirksam erfasst. Mietaufwendungen aus kurzfristigen Leasingverträgen, das bedeutet aus Verträgen mit einer maximalen Vertragsdauer von zwölf Monaten, sowie Mietaufwendungen aus Verträgen über Vermögenswerte von geringem Wert werden linear über den vereinbarten Zeitraum erfasst. Mietaufwendungen auf Basis variabler Leasingzahlungen, die nicht bei der Bewertung des Nutzungsrechtes berücksichtigt wurden, werden ergebniswirksam erfasst. Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten entstehen bei einer eigenständigen und planmäßigen Suche nach neuen wissenschaftlichen oder technischen Erkenntnissen. Sie werden nach IAS 38 bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, verfügbare theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen. Die Entwicklung endet mit dem Beginn der gewerblichen Produktion oder der kommerziellen Nutzung. Während der Entwicklungsdauer anfallende Kosten werden aktiviert, wenn die Voraussetzungen zur Bilanzierung als immaterieller Vermögenswert erfüllt sind. Aufgrund der bis zur Markteinführung bestehenden Risiken werden diese Voraussetzungen regelmäßig nicht vollständig erfüllt. Steuern Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe aus laufendem Steueraufwand und aus latenten Steuern dar. Sowohl die laufenden als auch die latenten Steuern werden erfolgswirksam als Aufwand oder Ertrag erfasst, es sei denn, dass sie im Zusammenhang mit Posten stehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden. In diesen Fällen wird die Steuer ebenfalls direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss aus der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in früheren/späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die Verbindlichkeiten des Villeroy&Boch-Konzerns für die laufenden Steuern werden auf Grundlage der anzuwendenden Steuersätze bilanziert. Die latenten Steuern werden in den einzelnen Ländern unter Zugrundelegung der zum Realisierungszeitpunkt erwarteten Steuersätze ermittelt. Diese entsprechen den am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten gesetzlichen Regelungen. Rundung von Beträgen Sofern nicht anders vermerkt, werden sämtliche im Ab-schluss und in den Anhangangaben ausgewiesenen Beträge auf volle Millionen Euro mit einer Nachkommastelle gerundet.

ZUSAMMENFASSUNG AUSGEWÄHLTER BEWERTUNGSMETHODEN
Position Bewertungsmethoden
AKTIVA
Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwert (Fortgeführte) Anschaffungskosten (Folgebewertung: Impairment Test)
Entgeltlich erworbene sonstige immaterielle Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte (Fortgeführte) Herstellungskosten (Einzel- und direkt zurechenbare Gemeinkosten)
Sachanlagen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Nutzungsrechte (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte
Forderungen und sonstige Vermögenswerte (Fortgeführte) Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode
Wertpapiere (Schuldinstrumente) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert mit Ergebnisrealisierung bei Abgang oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Wertpapiere (Eigenkapitalinstrumente) Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert ohne Ergebnisrealisierung bei Abgang oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert
Sicherungsinstrumente Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Ineffektivitäten: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert)
Vorräte Niedrigerer Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen (Fortgeführte) Anschaffungskosten
PASSIVA
Rückstellungen
Pensionsrückstellungen Methode der laufenden Einmalprämien (Anwartschaftsbarwertverfahren)
Personalrückstellungen
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Abgezinster Erfüllungsbetrag (mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit)
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer:innen Methode der laufenden Einmalprämien (Anwartschaftsbarwertverfahren)
Sonstige Rückstellungen Abgezinster Erfüllungsbetrag (mit höchster Eintrittswahrscheinlichkeit)
Finanzielle Schulden
Sonstige Verbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten
Leasingverbindlichkeiten (Fortgeführte) Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode
Sicherungsinstrumente Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Ineffektivitäten: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Fortgeführte) Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode

Schätzungen und Beurteilungen des Managements Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind zu einem gewissen Grad Annahmen zu treffen und/oder Schätzungen vorzunehmen, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen und Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese wirken beispielsweise auf die Beurteilung der Beherrschungs-möglichkeiten zur Festlegung des Konsolidierungskreises, die Beurteilung der Werthaltigkeit des aktivierten Vermögens, die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Beurteilung der Vertragslaufzeit von Leasingverträgen, die Einzahlungszeitpunkte von Forderungen, die Höhe der variablen Kaufpreise (vgl. Tz. 31), die Einschätzung zum Ausfallrisiko und den erwarteten Verlustraten durch Zahlungsausfälle, die Einschätzung der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge und den Ansatz von Rückstellungen. Die wesentlichen Ursachen von Schätzungsunsicherheiten betreffen in die Zukunft gerichtete Bewertungsfaktoren wie den Rechnungszins, die Annahmen zur weiteren Ertragsentwicklung, die Annahmen zur Risikosituation und zur Zinsentwicklung. Die zugrunde gelegten Annahmen und Schätzungen beruhen auf dem zum Aufstellungszeitpunkt dieses Konzernabschlusses aktuell verfügbaren Informationsstand. Zum Ende des Geschäftsjahres gab es weder zukunftsbezogene Annahmen noch Angaben über sonstige am Abschlussstichtag wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, das innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erwarten lässt. Hierzu zählen auch Schätzunsicherheiten im Rahmen des Kriegs in der Ukraine sowie der Corona-Krise, die sich beispielsweise in Unsicherheiten in der Planungsrechnung oder der Ermittlung von Ausfallwahrscheinlichkeiten manifestieren. In Einzelfällen können die tatsächlichen Werte von den projizierten Ansätzen abweichen. Änderungen hiervon werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis unmittelbar berücksichtigt. Die Buchwerte der betroffenen Posten werden einzeln in den jeweiligen Textziffern dargestellt. 2.KONSOLIDIERUNGSKREIS In den Konzernabschluss der Villeroy&Boch AG sind 14 (Vorjahr: 14) inländische und 38 (Vorjahr:39) ausländische Tochterunternehmen einbezogen, die – direkt oder indirekt – von der Villeroy&Boch AG beherrscht und vollkonsolidiert werden. Die Veränderung des Konsolidierungskreises des Villeroy&Boch-Konzerns stellt sich wie folgt dar:

GESELLSCHAFTEN DES VILLEROY & BOCH-KONZERNS
Inland Ausland Gesamt Vorjahr
Stand zum 01.01.2022 14 39 53 53
Abgang durch Liquidationen (a) – - 1 - 1 –
Stand zum 31.12.2022 14 38 52 53

(a) Abgang durch Liquidation: Zur Optimierung der Konzernstruktur wurde die Villeroy&Boch Czech s.r.o., Prag, am 16. Februar 2022 liquidiert. Sonstige Angaben Der Villeroy&Boch-Konzern gliedert sich nach Hauptzweck und Sitz der Einzelgesellschaften wie folgt:

ANZAHL KONZERNGESELLSCHAFTEN
Inland Ausland 2022 Inland Ausland 2021
Anteilsbesitz: 100 %
Geschäftsbereich
Bad & Wellness 3 23 26 3 24 27
Dining & Lifestyle 4 20 24 4 20 24
Andere Geschäftszwecke 8 2 10 8 2 10
Überleitung - 1 - 9 - 10 - 1 - 9 - 10
Summe 14 36 50 14 37 51
Anteilsbesitz: 50–99 %
Bad & Wellness – 2 2 – 2 2
Summe Konzern 14 38 52 14 39 53

Im Villeroy&Boch-Konzern bestehende Immobilien- und Betreibergesellschaften für Restaurants werden in der Kategorie „Andere Geschäftszwecke“ zusammengefasst. Einige Unternehmen, wie beispielsweise die Villeroy&Boch AG, sind in beiden Unternehmensbereichen aktiv. Mehrfachnennungen werden über die Zeile „Überleitung“ eliminiert. Einzelheiten zu den nicht 100%igen Tochtergesellschaften, an denen für den Villeroy&Boch-Konzern wesentliche Minderheitsanteile bestehen, werden in Tz. 22 dargestellt. Information zur Struktur des Villeroy&Boch-Konzerns enthält der Lagebericht im Abschnitt „Geschäftsmodell des Konzerns“. In den Villeroy&Boch-Konzernabschluss wird darüber hinaus ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen (vgl. Tz. 9). Für die Bilanzierung nach der Equity-Methode wurde jeweils der letzte verfügbare Jahresabschluss nach lokalem Recht zugrunde gelegt. Der Villeroy&Boch-Konzern bilanziert zum 31. Dezember 2022 die Anteile an drei Konzerngesellschaften von untergeordneter Bedeutung als finanzielle Vermögenswerte (vgl. Tz. 10(a)). Als nicht konsolidierte Tochterunternehmen sind diese sowohl einzeln als auch insgesamt für die Darstellung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Villeroy&Boch-Konzerns von untergeordneter Bedeutung (vgl. Tz. 62). Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 Abs. 2 HGB erfolgt in Tz. 62. Der Villeroy&Boch-Konzern nimmt folgende nationale Erleichterungen in Bezug auf die Prüfung und Offenlegung von Jahresabschlussunterlagen in Anspruch: Der Villeroy&Boch-Konzern macht für fast alle inländischen Tochterunternehmen im Geschäftsjahr 2022 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB für die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines eigenen Jahresabschlusses und ggf. eines eigenen Lageberichts Gebrauch. Die formalen Voraussetzungen seitens der jeweiligen Konzerngesellschaft sowie von der Villeroy&Boch AG sind erfüllt. Die betreffenden Gesellschaften sind in der Anteilsliste (vgl. Tz. 62) entsprechend gekennzeichnet. Für diese Gesellschaften ist der Konzernabschluss der Villeroy&Boch AG der befreiende Konzernabschluss. Die beiden niederländischen Gesellschaften Ucosan B.V., Roden, und Villeroy&Boch Tableware B.V., Oosterhout, nutzen die nach § 403(1b) des 2. Buchs (Teil 9) des niederländischen Bürgerlichen Gesetzbuchs zulässigen Erleichterungsvorschriften zur Aufstellung, Veröffentlichung und Prüfung des Jahresabschlusses. Die Bilanzdaten beider Unternehmen sind als vollkonsolidierte Tochtergesellschaften im Konzernabschluss der Villeroy&Boch AG enthalten, welcher beim niederländischen Handelsregister hinterlegt ist. Für die Villeroy&Boch S.à.r.l., Faiencerie de Septfontaines-lez-Luxembourg, wird gemäß § 314 des Luxemburger Gesetzes über Handelsgesellschaften auf die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts verzichtet. Die Bilanzdaten sind als vollkonsolidierte Tochtergesellschaften im Konzernabschluss der Villeroy&Boch AG enthalten, welcher beim luxemburgischen Handels- und Gesellschaftsregister hinterlegt ist.

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3.KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE Die Jahresabschlüsse der in den Abschluss des Villeroy&Boch-Konzerns einbezogenen Gesellschaften werden nach konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und in die Konsolidierung einbezogen. Der Bilanzstichtag der konsolidierten Gesellschaften entspricht dem der Villeroy&Boch AG als oberste Muttergesellschaft. Der Konzernabschluss beinhaltet die Geschäftsvorfälle derjenigen Gesellschaften, die zum Bilanzstichtag als Tochtergesellschaften und als assoziierte Unternehmen der Villeroy&Boch AG gelten. Tochtergesellschaften sind diejenigen Gesellschaften, bei denen die Villeroy&Boch AG – direkt oder indirekt – die maßgebliche Geschäftstätigkeit einseitig bestimmen kann. Die maßgebliche Geschäftstätigkeit umfasst alle relevanten Aktivitäten, die die Profitabilität der Gesellschaft wesentlich beeinflussen. Beherrschung ist nur gegeben, wenn die Villeroy&Boch AG die relevanten Tätigkeiten des untergeordneten Unternehmens steuern kann, einen Rechtsanspruch auf variable Rückflüsse aus dem Engagement im untergeordneten Unternehmen besitzt und die Höhe der Ausschüttungen beeinflussen kann. In der Regel beruht die Beherrschungsmöglichkeit im Villeroy&Boch-Konzern dabei auf einer mittel- oder unmittelbaren Stimmrechtsmehrheit der Villeroy&Boch AG. Hierbei werden auch potenzielle substanzielle Stimmrechte berücksichtigt. Die Einbeziehung beginnt zu dem Zeitpunkt, ab dem die Möglichkeit der Beherrschung besteht. Sie endet, wenn die Möglichkeit der Beherrschung nicht mehr gegeben ist. Im Zuge der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungskosten der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt ihres Erwerbs, mit dem auf sie entfallenden neu bewerteten Eigenkapitalanteil verrechnet. Die sich danach eventuell ergebenden positiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwerte bilanziert (vgl. Tz. 1 – Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze: Immaterielle Vermögenswerte). Negative Unterschiedsbeträge werden nach nochmaliger Überprüfung sofort ergebniswirksam erfasst. Die Anschaffungsnebenkosten eines Unternehmenszusammenschlusses werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergebniswirksam erfasst. Im Rahmen der Folgekonsolidierung werden aufgedeckte stille Reserven und Lasten entsprechend den korrespondierenden Vermögenswerten und Schulden fortgeführt. Die Anteile von Minderheitsgesellschaftern am erworbenen Unternehmen werden zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens bewertet und unter dem Posten Minderheitsanteile am Eigenkapital (vgl. Tz. 22) in der Konzernbilanz der Villeroy&Boch AG ausgewiesen. Transaktionen mit Minderheitsgesellschaftern, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, werden erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion erfasst. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben erfolgt eine erfolgswirksame Neubewertung von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs bereits gehaltenen Anteilen. Nachträgliche Anpassungen bedingter Kaufpreisbestandteile werden ergebniswirksam erfasst. Bei der Schuldenkonsolidierung werden die abgestimmten gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten der in die Konsolidierung einbezogenen Gesellschaften untereinander aufgerechnet. Umsätze, Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Zwischenergebnisse im Anlage- sowie Vorratsvermögen werden neutralisiert. Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochtergesellschaften werden ab dem tatsächlichen Erwerbszeitpunkt bzw. bis zum tatsächlichen Abgangszeitpunkt in der Konzernerfolgsrechnung erfasst. Soweit sich ein abweichender Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich ausgleicht, werden auf ergebniswirksame Konsolidierungsmaßnahmen latente Steuerabgrenzungen vorgenommen. Bei der erstmaligen Einbeziehung einer assoziierten Unternehmung werden die Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. Anteile an verbundenen Unternehmen von untergeordneter Bedeutung werden zu Anschaffungskosten bilanziert (vgl. Tz. 10 (d)). Im Geschäftsjahr wurde die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises regelmäßig überprüft. Die Villeroy&Boch AG beherrschte alle bisherigen Tochtergesellschaften. Die im Vorjahr angewendeten Konsolidierungsgrundsätze wurden beibehalten.

Geschäftsbericht 2022
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4.WÄHRUNGSUMRECHNUNG Auf Basis der Einzelabschlüsse werden sämtliche Geschäftsvorfälle in ausländischer Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung angesetzt. Zum jeweiligen Bilanzstichtag erfolgt eine Bewertung zum Stichtagskurs. Die in ausländischer Währung aufgestellten Einzelbilanzen der konsolidierten Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Bei allen ausländischen Konzerngesellschaften ist die funktionale Währung die jeweilige Landeswährung, da diese Gesellschaften ihre Geschäfte in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die Vermögenswerte und Schulden werden aus praktischen Erwägungen zum Mittelkurs am Bilanzstichtag, sämtliche Posten der Gewinn- und Verlustrechnung zu monatlichen Durchschnitts- kursen umgerechnet. Aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochterunternehmen resultierende Differenzen werden erfolgsneutral behandelt (vgl. Tz. 21(a)). Währungseffekte aus Nettoinvestitionen in ausländische Konzerngesellschaften werden ebenfalls in den Bewertungsrücklagen (vgl. Tz. 21(b)) ausgewiesen. Diese verbleiben bei einer partiellen Zurückführung der Nettoinvestition in diesem Bilanzposten. Verlassen bisher konsolidierte Unternehmen den Konsolidierungskreis, werden die erfolgsneutral erfassten Umrechnungsdifferenzen ergebniswirksam aufgelöst. Die Wechselkurse wichtiger Währungen zum Euro veränderten sich wie folgt:

WÄHRUNG
1€ = Stichtagskurs Durchschnittskurs
2022 2021 2022 2021
Schwedische Krone SEK 11,12 10,24 10,58 10,13
Chinesischer Yuan CNY 7,35 7,22 7,08 7,68
US-Dollar USD 1,07 1,13 1,06 1,19
Australischer Dollar AUD 1,57 1,56 1,51 1,58
Thailändischer Baht THB 36,84 37,87 37,02 37,76
Norwegische Krone NOK 10,51 9,97 10,07 10,20
Ungarischer Forint HUF 400,87 370,15 390,72 359,11
Mexikanischer Peso MXN 20,86 23,24 21,32 24,08
Rumänischer Leu RON 4,95 4,95 4,93 4,91
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Villeroy & Boch AG
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44 An unsere Aktionär:innen Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzernanhang Weitere Informationen

Erläuterungen zur Konzernbilanz 5.IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE Die immateriellen Vermögenswerte haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. € Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte Geschäfts- oder Firmenwerte Gesamt
Kumulierte Anschaffungswerte
Stand zum 01.01.2021 21,3 40,4 61,7
Währungsanpassungen – - 0,1 - 0,1
Zugänge 1,7 – 1,7
Abgänge - 0,4 – - 0,4
Umbuchungen 0,1 – 0,1
Stand zum 01.01.2022 22,7 40,3 63,0
Währungsanpassungen – - 0,3 - 0,3
Zugänge 1,1 – 1,1
Abgänge - 0,3 - 0,6 - 0,9
Umbuchungen – – –
Stand zum 31.12.2022 23,5 39,4 62,9
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 01.01.2021 17,2 8,8 26,0
Währungsanpassungen – – –
Planmäßige Abschreibungen 1,7 – 1,7
Wertminderungen 0,5 – 0,5
Abgänge - 0,3 – - 0,3
Stand zum 01.01.2022 19,1 8,8 27,9
Planmäßige Abschreibungen 1,7 – 1,7
Wertminderungen 0,3 – 0,3
Abgänge - 0,3 – - 0,3
Stand zum 31.12.2022 20,8 8,8 29,6
Restbuchwerte
Stand zum 31.12.2022 2,7 30,6 33,3
Stand zum 31.12.2021 3,6 31,5 35,1

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) Die Anlagengruppe „Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte“ enthält im Wesentlichen von Tochtergesellschaften aktivierte Schlüsselgelder für angemietete Einzelhandelsflächen im Wert von 0,8 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €) und aktivierte Softwarelizenzen in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden Wertminderungen auf Schlüsselgelder in Höhe von 0,3 Mio. € verbucht. Die Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 30,6 Mio. € (Vorjahr: 31,5 Mio. €) wurden dem Unternehmensbereich Bad&Wellness als zahlungsmittelgenerierende Einheit zugeordnet. Die wesentlichen Kenngrößen des Unternehmensbereichs Bad&Wellness werden im Segmentbericht (vgl. Tz. 53) dargestellt. Die Werthaltigkeit der aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurde auf Grundlage der Ermittlung eines Nutzungswertes überprüft. Hierzu wurde der Barwert der zukünftigen Zahlungsüberschüsse aus diesem Unternehmensbereich gemäß der Planung festgestellt. Die prognostizierten Zahlungsströme wurden über den Detailplanungszeitraum bis 2026 mit einem Zinssatz vor Ertragsteuer von 9,4 % p. a. (Vorjahr: 6,1 % p. a.) und spätere Cashflows mit einem Zinssatz vor Ertragsteuer von 8,5 % p. a. (Vorjahr: 5,4 % p. a.) unter Verwendung einer Wachstumsrate diskontiert. Dabei bewegen sich die prognostizierten Zahlungsströme auf einem vergleichbaren Niveau wie im vorangegangenen Geschäftsjahr 2022. Durch die Anwendung eines Wachstumsabschlags in Höhe von 1,0 % wird ein moderates Wachstum abgebildet. Der so ermittelte Barwert lag über dem Nettovermögen des Unternehmensbereichs, sodass keine Wertminderung für diese Bilanzposten erforderlich war. Derzeit hält das Management keine Änderung der wesentlichen Bewertungsparameter für möglich, die eine Wertminderung nach sich zöge.

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6.SACHANLAGEN Im Berichtsjahr entwickelten sich die betrieblich genutzten Sachanlagen wie folgt:

in Mio. € Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus- stattungen In Herstellung befindliche Sachanlagen Gesamt
Kumulierte Anschaffungswerte
Stand zum 01.01.2021 197,7 361,5 91,3 14,3 664,8
Währungsanpassungen - 1,2 - 2,6 0,5 - 0,1 - 3,4
Zugänge 1,2 5,5 5,4 11,8 23,9
Abgänge - 0,3 - 1,1 - 5,0 - 0,1 - 6,5
Umbuchungen 1,5 7,1 1,3 - 9,8 0,1
Stand zum 01.01.2022 198,9 370,4 93,5 16,1 678,9
Währungsanpassungen - 1,4 - 3,6 - 0,2 - 0,4 - 5,6
Zugänge 1,0 5,6 6,0 23,0 35,6
Abgänge - 8,9 - 5,1 - 4,8 – - 18,8
Umbuchungen 0,6 6,8 1,3 - 8,7 –
Stand zum 31.12.2022 190,2 374,1 95,8 30,0 690,1
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 01.01.2021 130,9 289,4 77,8 – 498,1
Währungsanpassungen - 0,6 - 2,0 0,4 – - 2,2
Planmäßige Abschreibungen 3,4 14,0 5,5 – 22,9
Wertminderungen – – 0,2 – 0,2
Abgänge - 0,2 - 1,1 - 4,7 – - 6,0
Umbuchungen – – – – –
Stand zum 01.01.2022 133,5 300,3 79,2 – 513,0
Währungsanpassungen - 0,4 - 2,9 - 0,3 – - 3,6
Planmäßige Abschreibungen 3,0 14,4 5,7 – 23,1
Wertminderungen 0,1 0,2 – – 0,3
Abgänge - 8,7 - 5,0 - 4,4 – - 18,1
Umbuchungen – – – – –
Stand zum 31.12.2022 127,5 307,0 80,2 – 514,7
Restbuchwerte
Stand zum 31.12.2022 62,7 67,1 15,6 30,0 175,4
Stand zum 31.12.2021 65,4 70,1 14,3 16,1 165,9

Im Geschäftsjahr wurden Sachanlagen im Wert von 35,6 Mio. € (Vorjahr: 23,9 Mio. €) erworben. Hiervon entfielen 7,7 Mio. € auf das Standortentwicklungsprojekt Mettlach 2.0. Diese Investitionen wurden anteilig auf die beiden Unternehmensbereiche verteilt. Auf den Unternehmensbereich Bad&Wellness entfielen Investitionen in Höhe von 24,9 Mio. € (Vorjahr: 16,8 Mio. €). Schwerpunktmäßig wurde in die Modernisierung und Automatisierung der Produktion investiert. Der Fokus lag dabei auf der Sanitärfertigung in Hódmezövásárhely (Ungarn) und Lugoj (Rumänien). In den beiden Möbelwerken in Mondsee und Treuchtlingen wurde in eine Kantenanleimmaschine und eine Montagelinie investiert. Weiterhin wurde in Roden (Niederlande) und Roeselare (Belgien) in Formen für Bade- und Duschwannen investiert. Im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle wurden Investitionen in Höhe von 10,7 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €) getätigt. Für die Produktion und Logistik an den Standorten Merzig und Torgau wurden neue Maschinen und Werkzeuge im Wert von 5,4 Mio. € (Vorjahr: 4,3 Mio. €) erworben. Darüber hinaus wurde in die weitere Optimierung des Einzelhandelsnetzes wie zum Beispiel die Renovierung bzw. Neueröffnung von Verkaufsgeschäften in Deutschland (Ingolstadt) und Niederlande (Roermond) investiert. Im Berichtszeitraum wurden Anlagen im Wert von 8,7 Mio. € fertiggestellt und in die betriebliche Wertschöpfung integriert (Vorjahr: 9,8 Mio. €). 3,5 Mio. € entfielen auf Ungarn, wo hauptsächlich in den Druckguss und die Glasierung von WC- Becken investiert wurde. Daneben wurden in Rumänien Anlagen im Wert von 1,4 Mio. € in Betrieb genommen. Im Wesentlichen wurde hier eine neue Glasierlinie errichtet und der Brandschutz verbessert. In Deutschland wurden insgesamt Anlagen im Wert von 1,6 Mio. € fertig gestellt. Hierzu zählen unter anderem die Modernisierung der Masse- und Glasuraufbereitung in unserem Sanitärwerk, der Ausbau des Armaturen-Prüfzentrums und die Anschaffung einer isostatischen Bol-Presse und einer Pottery-Glasierlinie für das Werk in Torgau. Im Vorjahr wurden vor allem neue Anlagen in Deutschland (1,0 Mio. €), in Ungarn (3,7 Mio. €) und in Thailand (1,8 Mio. €) erstmals eingesetzt. Die Abgänge des Geschäftsjahres bei den Anschaffungskosten in Höhe von 18,8 Mio. € (Vorjahr: 6,5 Mio. €) und bei den kumulierten Abschreibungen in Höhe von 18,1 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €) resultierten vorwiegend aus einem Verkauf einer Liegenschaft in Frankreich sowie der Verschrottung bereits vollständig abgeschriebener, nicht mehr nutzbarer Vermögenswerte. Im Vorjahr wurden Immobilien in Deutschland in Höhe von 0,1 Mio. € aus den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien in die Sachanlagen umgegliedert (vgl. Tz. 8).

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7.NUTZUNGSRECHTE Der Villeroy&Boch-Konzern mietet Verkaufsräume, Lager-stätten, Büroräume, Einrichtungen und bewegliche Vermögenswerte an. Im Berichtsjahr entwickelten sich die aktivierten Nutzungsrechte wie folgt:

in Mio. € Grundstücke und Gebäude Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsaus- stattungen Gesamt
Kumulierte Anschaffungswerte
Stand zum 01.01.2021 61,0 10,2 71,2
Währungsanpassungen 1,2 – 1,2
Zugänge 9,0 1,8 10,8
Abgänge - 3,0 - 1,7 - 4,7
Stand zum 01.01.2022 68,2 10,3 78,5
Währungsanpassungen - 0,2 - 0,1 - 0,3
Zugänge 18,5 3,0 21,5
Abgänge - 5,0 - 1,0 - 6,0
Stand zum 31.12.2022 81,5 12,2 93,7
Kumulierte Abschreibungen und Wertminderungen
Stand zum 01.01.2021 24,6 5,9 30,5
Währungsanpassungen 0,6 0,0 0,7
Planmäßige Abschreibungen 11,8 2,6 14,4
Wertminderungen/Zuschreibungen – 0,0 0,0
Abgänge - 2,5 - 1,7 - 4,2
Umbuchungen – – –
Stand zum 01.01.2022 34,5 6,8 41,3
Währungsanpassungen - 0,3 - 0,1 - 0,4
Planmäßige Abschreibungen 12,6 2,6 15,2
Abgänge - 2,8 - 0,9 - 3,7
Stand zum 31.12.2022 44,0 8,4 52,4
Restbuchwerte
Stand zum 31.12.2022 37,5 3,8 41,3
Stand zum 31.12.2021 33,7 3,5 37,2

Wir aktivierten im Geschäftsjahr neue Nutzungsrechte im Wert von 21,5 Mio. € (Vorjahr: 10,8 Mio. €). Die Zugänge des Geschäftsjahres resultierten zum Großteil aus der Erneuerung sowie der Verlängerung von bestehenden Mietverträgen. Die Abgänge des Geschäftsjahres resultierten vorwiegend aus vorzeitigen Vertragsbeendigungen. Den planmäßigen linearen Abschreibungen in Höhe von 15,2 Mio. € (Vorjahr 14,4 Mio. €) liegen folgende Nutzungsdauern der Nutzungsrechte zugrunde:

in Mio. € 2022 2021
Grundstücke und Gebäude 1 bis 27 Jahre 1 bis 27 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 7 Jahre 1 bis 7 Jahre

Den zu Beginn eines Leasingverhältnisses aktivierten Nutzungsrechten stehen korrespondierende kurz- und langfristige Leasingverbindlichkeiten gegenüber (vgl. Tz. 30), die durch die laufenden Mietzahlungen getilgt werden. Die langfristigen Leasingverbindlichkeiten werden aufgezinst (vgl. Tz. 30). Der Villeroy&Boch-Konzern nutzt die beiden Wahlrechte, Leasingverträge mit einer Gesamtlaufzeit von maximal zwölf Monaten und Verträge über einen Vermögenswert von geringem Wert nicht zu aktivieren. Im Geschäftsjahr setzt sich der Aufwand für nicht aktivierungspflichtige Leasingvereinbarungen und nicht aktivierungspflichtige Anteile der Leasingzahlungen wie folgt zusammen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Aufwand aus variablen Mietzahlungen aus Immobilien-Leasing - 8,5 - 7,9
Aufwand aus kurzfristigem Immobilien-Leasing - 1,3 - 1,1
Aufwand aus Leasing über einen Vermögenswert von geringem Wert - 1,2 - 1,2
Aufwand aus kurzfristigem Mobilien-Leasing - 0,9 - 0,7
Aufwand aus variablen Mietzahlungen aus Mobilien-Leasing - 0,1 - 0,1
Aufwand aus rückwirkenden Änderungen von Verträgen – 0,3
Aufwand aus nicht in die Aktivierung einbezogenen Leasingverträgen - 12,0 - 10,7

Der Aufwand aus variablen Mietzahlungen resultiert größtenteils aus der Anmietung von Verkaufsflächen, bei denen die Mieten ganz oder teilweise von dem auf der jeweiligen Fläche realisierten Umsatz abhängen. Direkt in die Erfolgsrechnung wird nur der variable Anteil der Umsatzmiete erfasst. Eine vertraglich vereinbarte Mindestumsatzmiete wird als Bestandteil der Anschaffungskosten des jeweiligen Nutzungsrechtes berücksichtigt. Der Villeroy&Boch-Konzern vermietet zurzeit ausgewählte, freie Grundstücke und Gebäude, die als Sachanlagen aktiviert werden (vgl. Tz. 6). Die wesentlichen Chancen und Risiken aus diesen Liegenschaften verbleiben bei Villeroy&Boch. Aus diesen als Operate Lease klassifizierten Mietverträgen wurden Einnahmen in Höhe von 1,5 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) realisiert. Wir erwarten folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen von unseren Mieter:innen:

in Mio. € 2022 2021
Fällig innerhalb der nächsten 12 Monate 0,4 0,9
Fällig ab dem 13. Monat bis zum 24. Monat 0,3 0,4
Fällig ab dem 25. Monat bis zum 36. Monat 0,3 0,3
Fällig ab dem 37. Monat bis zum 48. Monat 0,2 0,3
Fällig ab dem 49. Monat bis zum 60. Monat 0,2 0,2
Fällig nach dem 61. Monat bis zum Vertragsende 2,4 2,3
Summe erwartete Leasingzahlungen 3,8 4,4

Durch die Untervermietung von zurzeit nicht betrieblich genutzten, ungekündigten Mietobjekten wurden Einnahmen in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) erzielt. Anfallende Nebenkosten und sonstige Verpflichtungen werden von den Untermieter:innen getragen. Die Untervermietung endet spätestens mit dem Auslaufen des Konzernmietvertrags. Wir erwarten folgende zukünftige Mindestleasingzahlungen unserer Untermieter:innen:

in Mio. € 2022 2021
Fällig innerhalb der nächsten 12 Monate 0,4 0,4
Fällig ab dem 13. Monat bis zum 24. Monat 0,0 0,3
Fällig ab dem 25. Monat bis zum 36. Monat 0,0 0,1
Fällig ab dem 37. Monat bis zum 48. Monat 0,0 0,0
Fällig ab dem 49. Monat bis zum 60. Monat 0,0 0,0
Fällig nach dem 61. Monat bis zum Vertragsende 0,1 0,0
Summe erwartete Leasingeinzahlungen 0,5 0,8

Der Villeroy&Boch-Konzern vermietet daneben einige aus-gewählte Flächen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (vgl. Tz. 8).

Geschäftsbericht 2022
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8.ALS FINANZINVESTITION GEHALTENE IMMOBILIEN Die als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien haben sich wie folgt entwickelt:

Nicht betrieblich genutztes Vermögen
in Mio. € Grundstücke Gebäude 2022 2021
Kumulierte Anschaffungswerte
Stand zum 1. Januar 0,3 62,8 63,1 63,2
Umgliederungen – – – - 0,2
Stand zum 31. Dezember 0,3 62,8 63,1 63,0
Kumulierte Abschreibungen
Stand zum 1. Januar – 58,0 58,0 57,4
Planmäßige Abschreibungen – 0,5 0,5 0,5
Stand zum 31. Dezember – 58,5 58,5 57,9
Restbuchwerte
Stand zum 31. Dezember 0,3 4,3 4,6 5,1

Der Posten enthält Immobilien im Saarland, in Frankreich und Ungarn. Der Verkehrswert zum 31. Dezember 2022 für alle in dieser Position enthaltenen Immobilien beträgt 11,5 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €). In der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 werden diese Verkehrswerte der Stufe 3 zugeordnet. Aus den Bestandsimmobilien erwirtschaftete der Konzern:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Mieteinnahmen 1,4 0,7
Aufwendungen für Bewirt- schaftung und Ähnliches 0,1 0,1

Es wird erwartet, dass sich die Miete wie folgt entwickelt:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Fällig innerhalb der nächsten 12 Monate 0,7 0,5
Fällig ab dem 13. Monat bis zum 24. Monat 0,7 0,5
Fällig ab dem 25. Monat bis zum 36. Monat 0,3 0,5
Fällig ab dem 37. Monat bis zum 48. Monat 0,3 0,5
Fällig ab dem 49. Monat bis zum 60. Monat 0,3 0,5
Fällig nach dem 61. Monat bis zum Vertragsende 1,9 4,4
Summe erwartete Leasingzahlungen 4,2 6,9

Die zukünftigen Mieten erhöhen sich gemäß der Entwicklung des jeweils gültigen Verbraucherpreisindexes. Die Mieter:innen tragen in der Regel sämtliche Instandhaltungsaufwendungen. 9.NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTE FINANZANLAGEN Der Villeroy&Boch-Konzern bilanziert unverändert ein Unternehmen nach der Equity-Methode des IAS 28. Das weiterhin bilanzierte nicht börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Deutschland, für das § 313 Abs. 3 S.4 HGB Anwendung findet, ist keinem operativen Unternehmensbereich zuzuordnen.

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10.SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte umfassen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Wertpapiere (a) 25,0 25,1
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 25,0 25,1
Wertpapiere (a) 20,1 18,9
Beteiligungen (b) 2,1 2,1
Ausleihungen (c) 1,2 1,5
Anteile an nicht konsolidierten, verbundenen Gesellschaften (d) 6,4 6,4
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 29,8 28,9
Summe finanzielle Vermögenswerte 54,8 54,0

a) Im Villeroy&Boch-Konzern werden seit dem Geschäftsjahr 2021 sowohl kurzfristige als auch langfristige Wertpapiere gehalten. In der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 werden diese Bilanzposten der Stufe 1 zugeordnet. Als kurzfristige Kapitalanlagen werden Derivate und Geldmarktfonds zum aktuellen Börsenwert bilanziert. Wertänderungen des Geldmarktfonds werden in der Bewertungsrücklage des Eigenkapitals erfasst (vgl. Tz. 21(f)) und bei Abgang des jeweiligen Wertpapiers erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung recycelt. Wertänderungen der Derivate werden direkt erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Als langfristige Kapitalanlagen werden Wertpapiere börsennotierter Renten, Aktien, und Investmentfonds zum aktuellen Börsenwert bilanziert. Wertänderungen von Renten und Investmentfonds, die den SPPI-Test bestanden haben, werden in der Bewertungsrücklage des Eigenkapitals erfasst (vgl. Tz. 21(f)) und bei Abgang des jeweiligen Wertpapiers in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Die Wertänderungen der übrigen Renten und Investmentsfonds werden direkt erfolgswirksam in der Gewinn– und Verlustrechnung erfasst. Wertänderungen von Aktien, die zu Handelszwecken erworben wurden, werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertänderungen der übrigen Aktien werden aufgrund der langfristigen Halteabsicht in der Bewertungsrücklage des Eigenkapitals (vgl. Tz. 21(f)) erfasst und bei Abgang des jeweiligen Wertpapiers direkt in die Gewinnrücklage umgegliedert. Aus Gründen der Portfoliooptimierung wurden Aktien mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 0,5 Mio. € aus dieser Position verkauft. Der korrespondierende Veräußerungsverlust in Höhe von 0,4 Mio. € wurde direkt in die Gewinnrücklagen umgegliedert. Die Dividendenerträge der erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Wertpapiere beliefen sich im aktuellen Geschäftsjahr auf 0,1 Mio. €. Die Anlagen sind wie folgt unterteilt:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Förderfonds der Stammaktionär:innen 1,5 1,5
Freie Kapitalanlagen 43,6 42,5
Restlaufzeit bis 1 Jahr 25,0 25,1
Restlaufzeit über 1 Jahr 18,6 17,4
Insgesamt 45,1 44,0

Von den Stammaktionär:innen wurde anlässlich des 100- jährigen Bestehens der Mosaikfabrik Mettlach am 17. Januar 1970 ein Sondervermögen bereitgestellt, das der Förderung der Berufsaus- und Weiterbildung von Mitarbeiter:innen der Villeroy&Boch AG und deren Angehörigen, der Förderung von Forschung und Wissenschaft sowie von Investor Relations und von Corporate Governance des Villeroy&Boch-Konzerns dienen soll. Die freie Kapitalanlage erfolgt renditeoptimiert. Sämtliche Wertänderungen des Sondervermögens werden in der Bewertungsrücklage des Eigenkapitals erfasst (vgl. Tz. 21(f)). b) Innerhalb der Beteiligungen wird ein 2,29 %-Anteil am Grundkapital der V&B Fliesen GmbH, Merzig, mit einem Buchwert von 2,1 Mio. € ausgewiesen (Vorjahr: 2,1 Mio. €). c) Als Ausleihungen an Fremde werden im Wesentlichen staatliche Pflichtausleihungen in Frankreich bilanziert. Die Ausleihungen an Dritte werden wie folgt fällig:

in Mio. € 2022 2021
Bruttowert zum 31. Dezember 1,2 1,5
Davon: Zum Abschlussstichtag weder wertgemindert noch überfällig 1,2 1,5
Innerhalb eines Jahres fällig 0,2 0,2
In zwei bis fünf Jahren fällig 0,2 0,2
In mehr als fünf Jahren fällig 0,8 1,1

d) Dieser Bilanzposten enthält die Anteile an der Villeroy&Boch Innovations GmbH, Mettlach (vgl. Tz. 2). Die Geschäftsbeziehungen mit dieser Gesellschaft werden in Tz. 57 dargestellt.

Geschäftsbericht 2022
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11.LATENTE STEUERANSPRÜCHE UND LATENTE STEUERSCHULDEN In der Bilanz werden die folgenden latenten Steuern ausgewiesen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Aktive latente Steuer aus temporären Differenzen 20,8 32,4
Aktive latente Steuer auf Verlustvorträge 10,7 9,8
Latente Steueransprüche 31,5 42,2
Latente Steuerschulden 5,9 4,2

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge sind in Höhe von 10,7 Mio. € (Vorjahr: 9,8 Mio. €) ausgewiesen. Sie betreffen Verlustvorträge ausländischer Konzerngesellschaften. Die latenten Steuern aus temporären Differenzen resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Konzernbilanz und Steuerbilanz in den folgenden Posten:

Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
in Mio. € Tz. 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Immaterielle Vermögenswerte 5 0,3 0,3 1,0 2,2
Sachanlagen 6 1,3 1,6 1,9 3,0
Nutzungsrechte 7 0,0 0,0 7,7 7,0
Finanzielle Vermögenswerte 10 0,5 0,2 1,8 0,8
Vorräte 12 4,0 4,1 0,0 0,0
Sonstige Vermögenswerte 14 1,8 1,3 1,4 0,6
Steuerlicher Sonderposten 0,0 0,0 3,8 4,4
Pensionsrückstellungen 26 8,6 22,9 0,0 0,0
Sonstige Rückstellungen 28 5,3 6,6 0,1 0,7
Leasingverbindlichkeiten 30 7,9 7,2 0,0 0,0
Sonstige Schulden 3,2 3,1 0,3 0,0
Wertberichtigung 0,0 - 0,4 0,0 0,0
Zwischensumme 32,9 46,9 18,0 18,7
Aktiv-/Passivverrechnung - 12,1 - 14,5 - 12,1 - 14,5
Latente Steuer aus temporären Differenzen 20,8 32,4 5,9 4,2

Die Veränderung der aktiven latenten Steuern aus temporären Differenzen um ‑11,6 Mio. € auf 20,8 Mio. € (Vorjahr: 32,4 Mio. €) resultiert im Wesentlichen aus der Minderung der Steuerlatenz auf Pensionsrückstellungen um 14,3 Mio. € (vgl. Tz. 26). Latente Steueransprüche werden nur in dem Umfang angesetzt, in dem die Realisierung des entsprechenden Steuervorteils wahrscheinlich ist. Für die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit werden neben der Ertragslage der Vergangenheit und den jeweiligen Geschäftserwartungen für die absehbare Zukunft auch die steuerlichen Verlustvorträge berücksichtigt, die Verlustverrechnungsbeschränkungen unterlagen. Die latenten Steueransprüche, deren Realisierung nicht wahrscheinlich ist, haben sich im aktuellen Geschäftsjahr von 14,6 Mio. € auf 11,8 Mio. € vermindert. Zum Geschäftsjahresende wies das Unternehmen steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 55,0 Mio. € (Vorjahr: 62,9 Mio. €) aus, die Verlustverrechnungsbeschränkungen unterlagen. Die Villeroy & Boch AG hat latente Steuerschulden für zu versteuernde temporäre Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen, assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen in Höhe von 4,8 Mio. € (Vorjahr: 4,8 Mio. €) nicht bilanziert, da Sie in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung zu steuern, und sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Villeroy & Boch AG
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12.VORRÄTE Zum Bilanzstichtag setzten sich die Vorräte wie folgt zusammen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 40,2 31,1
Unfertige Erzeugnisse 22,4 20,3
Fertige Erzeugnisse und Waren 175,8 138,0
Summe Vorräte 238,4 189,4

Aus Sicht der einzelnen Unternehmensbereiche gliederten sich die Vorräte wie folgt:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Bad & Wellness 140,8 118,3
Dining & Lifestyle 97,6 71,1
Summe Vorräte 238,4 189,4

Der deutliche Anstieg der Vorräte im Unternehmensbereich Dining&Lifestyle um 26,5 Mio. € auf 97,6 Mio. € resultiert aus einem veränderten Bevorratungsverhalten, um Lieferengpässe zu vermeiden, sowie aus gestiegenen Faktorpreisen. Der Anstieg der Vorräte im Unternehmensbereich Bad&Wellness um 22,5 Mio. € auf 140,8 Mio. € kommt ebenfalls aus einem veränderten Bevorratungsverhalten zur Vermeidung von Lieferengpässen, gestiegenen Faktorpreisen und dient zudem der Verbesserung von Servicelevels. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. geminderter Verwertbarkeit ergeben, wurde eine Wertberichtigung in Höhe von 33,3 Mio. € bilanziert. Diese erhöhte sich im Geschäftsjahr um 9,4 Mio. €. 13.FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden beim erstmaligen Ansatz zum Transaktionspreis unter Berücksichtigung der erwarteten Verluste bis zum vereinbarten Zahlungsziel aktiviert. Villeroy&Boch gewährt seinen Kund:innen länder- und branchenspezifische Zahlungsziele. Regional verteilten sich diese Forderungen nach dem Sitz der Kund:innen wie folgt:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Deutschland 28,7 20,5
Übriger Euroraum 29,8 27,1
Sonstiges Ausland 76,1 73,5
Bruttobuchwert 134,6 121,1
Wertberichtigung aufgrund der erwarteten Verluste (Stufe 1) - 0,9 - 0,8
Wertberichtigung aufgrund von objektiven Hinweisen (Stufe 2) - 4,9 - 3,9
Wertberichtigungen - 5,8 - 4,7
Summe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 129,4 116,4

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entfielen mit 90,5 Mio. € (Vorjahr: 79,8 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Bad&Wellness und mit 38,9 Mio. € (Vorjahr: 36,6 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Dining&Lifestyle. Forderungen gegen verbundene, nicht konsolidierte Gesellschaften betragen 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,0 Mio. €) (vgl. Tz. 57). Die Wertberichtigungen werden nach einem zweistufigen Verfahren bilanziert, da die einzelnen Forderungen hauptsächlich kurzfristig fällig werden und demzufolge keine signifikanten Finanzierungskomponenten enthalten. Das Ausfallrisiko bei den nichtwertberichtigten Forderungen trägt im Wesentlichen eine Versicherung. In der ersten Stufe wird der erwartete Verlust bis zum vereinbarten Zahlungsziel als Wertberichtigung erfasst. Nicht versicherte Forderungsbestände werden durch Limite auf Basis der Versicherungsklassifizierung und eines internen Ratings gesteuert. Die Ermittlung der erwarteten Verluste erfolgt im Wesentlichen auf Basis externer und interner Kundenratings und den verbundenen historischen Ausfallwahrscheinlichkeiten. Liegen in der Folge konkrete Hinweise für einen möglichen Ausfall einer Kundenforderung vor, wird eine zusätzliche Wertberichtigung gebildet (Stufe 2). Die Ermittlung der zu erfassenden Risikovorsorge erfolgt in Höhe der über die gesamte Restlaufzeit erwarteten Verluste. Die nachfolgende Tabelle zeigt den bestehenden Forderungsbestand und die jeweils zugehörigen Wertberichtigungen. Diese basiert auf den beobachteten historischen Ausfallquoten, ergänzt um zukunftsbezogene Schätzungen.

2022 2021
in Mio. € Brutto Wertberichtigung Brutto Wertberichtigung
Stufe (1) Pauschal wertgemindert, aber nicht überfällig 104,4 - 0,8 94,2 –
Stufe (1) Pauschal wertgemindert, aber überfällig 7,9 - 0,1 8,7 –
Stufe (2) Einzel wertgemindert, aber nicht überfällig (1) 16,7 - 1,2 11,3 - 0,4
Stufe (2) Einzel wertgemindert und überfällig 6,2 - 3,7 6,9 - 4,3
Kund:innen seit maximal 90 Tagen säumig 2,3 - 0,3 2,2 - 0,1
Kund:innen zwischen 91 und 360 Tagen säumig 1,6 - 1,2 1,2 - 0,8
Kund:innen seit mindestens 361 Tagen säumig 2,3 - 2,2 3,5 - 3,4
Bruttowert insgesamt 135,2 - 5,8 121,1 - 4,7
Wertberichtigungen - 5,8 – - 4,7 –
Nettobuchwert 129,4 – 116,4 –

(1)nicht durch Kreditversicherung abgedeckte Forderungen Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besteht eine Warenkreditversicherung. Hierdurch ist der wesentliche Teil der Forderungen im Villeroy&Boch-Konzern abgesichert. Beschränkt wird die Deckungszusage oder werthaltige Sicherung durch Limite, die für Kund:innen oder Kundengruppen definiert wurden. Dem Risiko des nicht versicherten und nicht einzelwertberichtigten Forderungsbestands wird durch eine pauschale Wertberichtigung Rechnung getragen, die aus historischen Daten und Erfahrungswerten abgeleitet wurde. Lagen in der Folge objektive Hinweise für einen möglichen Ausfall vor, wurde in der zweiten Stufe eine zusätzliche Wertberichtigung gebildet und die Forderung als wertgemindert und überfällig ausgewiesen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen in den beiden Stufen wird in der nachstehenden Tabelle dargestellt.

in Mio. € 2022 2021
Stufe 1 Stufe 2 Summe Stufe 1 Stufe 2 Summe
Stand zum 1. Januar 0,8 3,9 4,7 0,7 4,6 5,3
Zuführungen 0,1 2,7 2,9 0,1 1,5 1,6
Währungsanpassungen – 0,1 0,1 0,0 0,2 0,2
Inanspruchnahmen – - 1,0 - 1,0 0,0 - 0,8 - 0,8
Auflösungen - 0,1 - 0,8 - 0,9 – - 1,6 - 1,6
Stand zum 31. Dezember 0,9 4,9 5,8 0,8 3,9 4,7

Die Wertberichtigungen entsprechen 4,3 % des gesamten Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr: 3,9 %). Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Kund:innen verteilt sind. Die Gefahr einer potenziellen Steigerung der Insolvenzraten aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Situation (u.a. hohe Inflation) wurde in der Stufe 1 der Wertberichtigungen berücksichtigt. Aufgrund des Kriegs in der Ukraine lagen zudem konkrete Hinweise für einen möglichen Forderungsausfall vor. Neben weiteren Sachverhalten wurden hierfür angemessene Wertberichtigungen in Höhe von 0,8 Mio. € gebildet (Stufe 2). Die weitere Einschätzung der Auswirkungen der aktuellen wirtschaftlichen Bedingungen und der prognostizierten Richtung der Entwicklung am Bilanzstichtag führte zu keiner weiteren Steigerung der erwarteten Verlustraten für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr.

Geschäftsbericht 2022
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  1. SONSTIGE LANG- UND KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE Die sonstigen Vermögenswerte beinhalten:
in Mio. € Buchwert Restlaufzeit Buchwert Restlaufzeit
31.12.2022 Bis 1 Jahr Über 1 Jahr 31.12.2021 Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
Kautionen 2,6 0,8 1,8 2,4 0,7 1,7
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 5,4 4,3 1,1 3,4 3,1 0,3
Übrige finanzielle Vermögenswerte 10,9 10,9 – 27,2 27,2 –
Summe Finanzinstrumente (*) 18,9 16,0 2,9 33,0 31,0 2,0
Sonstige Steuerforderungen 8,9 8,9 – 9,5 9,5 –
Geleistete Anzahlungen 3,0 2,9 0,1 1,5 1,5 –
Vertragsvermögenswerte 0,6 0,6 – 0,3 0,3 –
Rechnungsabgrenzung 2,0 2,0 – 2,6 2,6 –
Summe sonstige Vermögenswerte 33,4 30,4 3,0 46,9 44,9 2,0

(*) Die Beschreibung der Finanzinstrumente erfolgt in Tz. 54. Die Sicherungsinstrumente betreffen zum Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte (4,1 Mio. €/Vorjahr: 0,9 Mio. €) und Rohstoffsicherungsgeschäfte für Messing und Gas (1,3 Mio. €/Vorjahr: 2,5 Mio. €). Die aktivierten Kautionen in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €) wurden in Form von Zahlungsmitteln bei den jeweiligen Vermieter:innen hinterlegt. Der beizulegende Zeitwert dieser Sicherheiten entspricht den Buchwerten. Vertragsvermögenswerte umfassen erfasste, aber noch nicht abgerechnete Lizenzansprüche im Wert von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Im Geschäftsjahr 2022 wurden von den zum Bilanzstichtag des Vorjahres aktivierten Werten 0,3 Mio. € (Vorjahr: 1,2 Mio. €) an Lizenznehmer:innen fakturiert und neue Ansprüche im Wert von 0,6 Mio. € gebildet (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Im Wesentlichen verminderte sich die Position „übrige finanzielle Vermögenswerte“ im Vergleich zum Vorjahr von 27,2 Mio. € um 16,3 Mio. € auf 10,9 Mio. € durch das Auslaufen von Geldanlagen in Höhe von insgesamt 15 Mio. € zur Vermeidung von Verwahrentgelten. Darüber hinaus umfassen die „übrigen finanziellen Vermögenswerte“ hauptsächlich Forderungen aus dem Verkauf des Anlagevermögens unseres ehemaligen Sanitärwerkes in Mexiko, Rückgabeansprüche auf retournierte Waren, debitorische Kreditoren sowie eine Vielzahl an Einzelsachverhalten. Die sonstigen Steuerforderungen in Höhe von 8,9 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio. €) umfassen vor allem Umsatzsteuergut- haben in Höhe von 6,4 Mio. € (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält hauptsächlich Versicherungsprämien und abzugrenzende Eingangsrechnungen für Lizenzen. Bei Zweifeln an der Einbringlichkeit von Forderungen wurden von den Portfolioverantwortlichen Wertberichtigungen in ausreichender Höhe vorgenommen, die direkt mit den Buchwerten verrechnet sind. Die Risikovorsorge bei den kurzfristigen Vermögenswerten erfolgt nach dem vereinfachten, zweistufigen Verfahren. Zum 31. Dezember 2022 bestehen in dieser Bilanzposition, wie im Vorjahr, keine überfälligen Forderungen. Im Konzern liegt keine wesentliche Konzentration von Ausfallrisiken vor, da diese über eine große Anzahl von Vertragspartnern verteilt sind. 15.ERTRAGSTEUERFORDERUNGEN Die Ertragsteuerforderungen in Höhe von 9,1 Mio. € (Vor-jahr: 3,4 Mio. €) enthalten im Wesentlichen ausstehende Körperschaftsteuererstattungsansprüche. Davon betreffen 3,8 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) ausländische Konzerngesellschaften.

Geschäftsbericht 2022
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16.ZAHLUNGSMITTEL UND kurzfristige Einlagen Der Zahlungsmittelbestand setzte sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Kassenbestand inkl. Schecks 0,4 0,3
Guthaben auf laufenden Konten bei Kreditinstituten 104,4 100,4
Kurzfristige Einlagen 121,8 163,4
Summe Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 226,6 264,1

Die Mittel werden ausschließlich kurzfristig bei Banken mit hoher Bonität gehalten, die überwiegend einem Einlagensicherungssystem angehören (vgl. Tz. 54). Aus diesem Grund erwarten wir keine Ausfälle innerhalb der nächsten zwölf Monate. Die Kreditwürdigkeit unserer Bankpartner verfolgen wir kontinuierlich, um bei einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos gegenzusteuern. 17.GEZEICHNETES KAPITAL Das gezeichnete Kapital der Villeroy&Boch AG beträgt zum Bilanzstichtag unverändert 71,9 Mio. € und ist in 14.044.800 voll eingezahlte Stamm-Stückaktien und 14.044.800 voll eingezahlte stimmrechtslose Vorzugs-Stückaktien eingeteilt. Am Grundkapital sind beide Anteilsklassen jeweils im gleichen Umfang beteiligt. Die Inhaber:innen der stimmrechtslosen Vorzugs-Stückaktien erhalten aus dem jährlichen Bilanzgewinn eine um 0,05 € je Vorzugs-Stückaktie höhere Dividende als die Inhaber:innen von Stamm-Stückaktien, mindestens jedoch eine Vorzugsdividende in Höhe von 0,13 € je Vorzugs-Stückaktie. Reicht in einem Geschäftsjahr der Bilanzgewinn zur Zahlung dieser Vorzugsdividende nicht aus, so erfolgt die Nachzahlung der Rückstände aus dem Bilanzgewinn der folgenden Geschäftsjahre. Hierbei werden die älteren Rückstände vor den jüngeren getilgt. Erst nach Tilgung sämtlicher Rückstände wird die Vorzugsdividende des aktuellen Geschäftsjahres geleistet. Das Nachzahlungsrecht ist Bestandteil des Gewinnanspruchs desjenigen Geschäftsjahres, aus dessen Bilanzgewinn die Nachzahlung auf die Vorzugs-Stückaktien gewährt wird. Jede Stamm-Stückaktie gewährt eine Stimme. Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien stellt sich im Einzelnen wie folgt dar:

Stück 2022 2021
Stamm-Stückaktien
Im Umlauf befindliche Stückaktien 14.044.800 14.044.800
Vorzugs-Stückaktien
Ausgegebene Stückaktien 14.044.800 14.044.800
Vom Villeroy & Boch-Konzern gehaltene Aktien Stand am 31. Dezember 1.627.199 1.627.199
Im Umlauf befindliche Stückaktien 12.417.601 12.417.601

Der Hauptversammlungsbeschluss vom 26. März 2021 er-mächtigt den Vorstand der Villeroy&Boch AG nach den folgenden Regeln eigene Stamm-Stückaktien und/oder Vorzugs-Stückaktien zu erwerben und zu verwenden: a) Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 25. März 2026 einschließlich eigene Stamm-Stückaktien und/oder Vorzugs-Stückaktien der Gesellschaft bis zu 10 vom Hundert des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens oder – falls dieser Wert geringer ist – des zum Zeitpunkt der Ausübung dieser Ermächtigung bestehenden Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Die von der Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. März 2018 erteilte Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien wird für die Zeit ab dem Wirksamwerden der neuen Ermächtigung aufgehoben, soweit sie noch nicht ausgenutzt worden ist. Auf die aufgrund dieser Ermächtigung zu erwerbenden Aktien dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr nach den §§ 71a ff. AktG zuzurechnen sind, nicht mehr als 10 vom Hundert des Grundkapitals entfallen. Der Erwerb kann sich auf die Aktien nur einer Gattung beschränken. Der Erwerb von Vorzugs-Stückaktien darf nach Wahl des Vorstands erfolgen entweder über die Börse oder aufgrund eines an alle Vorzugsaktionär:innen gerich-teten öffentlichen Kaufangebots bzw. aufgrund einer an alle Vorzugsaktionär:innen gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten un-ter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes. Der Erwerb von Stamm-Stückaktien darf nach Wahl des Vorstands erfolgen entweder aufgrund eines an alle Stammaktionär:innen gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. aufgrund einer an alle Stammaktionär:innen gerichteten öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Verkaufsangeboten unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes oder von einzelnen Stammaktionär:innen unter Ausschluss des Andienungsrechts der übrigen Stammaktionär:innen. b) Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung gemäß vorstehend lit. a) oder einer oder mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Die eigenen Aktien können über die Börse oder aufgrund eines an alle Aktionär:innen gerichteten Angebots unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes veräußert und insbesondere auch zu den folgenden Zwecken ggf. unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre verwendet werden: Veräußerung gegen Barleistung; Veräußerung gegen Sachleistung; Sachausschüttung neben oder anstelle einer Barausschüttung; Veräußerung im Rahmen von aktienbasierten Vergütungs- bzw. Belegschaftsaktienprogrammen an Personen, die in einem Arbeitsverhältnis zur Gesellschaft oder einem von ihr abhängigen oder im Mehrheitsbesitz der Gesellschaft stehenden Unternehmen stehen oder standen. Der Vorstand ist ferner ermächtigt, eigene Aktien einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. c) Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die aufgrund der Ermächtigung gemäß vorstehend lit. a) oder einer oder mehrerer früher erteilten Ermächtigungen erworbenen eigenen Vorzugs-Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft im Rahmen der Vorstandsvergütung auszugeben. d) Sämtliche vorstehenden Ermächtigungen können einzeln oder gemeinsam, einmal oder mehrmals, ganz oder teilweise, in Verfolgung eines oder mehrerer Zwecke ausgenutzt werden. Die vorstehenden Ermächtigungen dürfen nicht zum Zwecke des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 2 AktG). Der Vorstand darf von den vorstehenden Ermächtigungen zu lit. a), b) und d) nur mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch machen. 18.KAPITALRÜCKLAGE Die Kapitalrücklage beträgt unverändert 194,2 Mio. €. 19.EIGENE ANTEILE Die Einstandskosten der gehaltenen 1.627.199 (Vorjahr: 1.627.199) Vorzugs-Stückaktien betragen 14,5 Mio. € (Vorjahr 14,5 Mio. €). Nach IAS 32.33 vermindern die gesamten Anschaffungskosten das Eigenkapital. Alle Transaktionen erfolgten auf Basis gültiger Hauptversammlungsbeschlüsse und nach Zustimmung des Aufsichtsrats über die Börse. Anteilstransaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten nicht. Eigene Aktien sind nicht dividendenberechtigt. Die Verwendung der gehaltenen Vorzugs-Stückaktien ist durch die ergangenen Beschlüsse begrenzt. 20.GEWINNRÜCKLAGEN Die Gewinnrücklagen des Villeroy&Boch-Konzerns in Höhe von 195,8 Mio. € (Vorjahr: 150,4 Mio. €) enthalten die Gewinnrücklagen der Villeroy&Boch AG und die anteiligen – seit Konzernzugehörigkeit erwirtschafteten – Erfolge der konsolidierten Tochtergesellschaften.

in Mio. € 2022 2021
Stand zum 1. Januar 150,4 104,0
Den Gesellschaftern der Villeroy & Boch AG zurechenbarer Anteil am Konzernergebnis 71,2 60,2
Dividendenausschüttung - 25,8 - 13,8
Stand zum 31. Dezember 195,8 150,4
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Geschäftsbericht 2022
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21.BEWERTUNGSRÜCKLAGEN Die Bewertungsrücklagen umfassen die Rücklagen des sonstigen Ergebnisses für:

in Mio. € 2022 2021 Veränderung
Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Konzerngesellschaften (a) - 21,2 - 11,6 - 9,6
Währungsumrechnung von als Nettoinvestitionen klassifizierten, langfristigen Darlehen an ausländische Konzerngesellschaften (b) - 5,7 - 8,0 2,3
Cashflow-Hedges (c) - 3,8 - 4,7 0,9
Latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden (d) - 0,9 - 0,5 - 0,4
Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden:
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen (e) - 67,0 - 107,1 40,1
Übrige Bewertungserfolge (f) - 0,9 1,1(1) - 2,0
Latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden (g) 20,8 32,2 - 11,4
Stand zum 31. Dezember - 78,7 - 98,6 19,9

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) (a) Rücklage für Währungsumrechnung von Abschlüssen ausländischer Konzerngesellschaften Konzerngesellschaften, die in ausländischer Währung bilanzieren, werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet (vgl. Tz. 4). Aus der Umrechnung dieser Abschlüsse resultiert im Geschäftsjahr 2022 ein Nettoeffekt in Höhe von -9,6 Mio. € (Vorjahr: -4,7 Mio. €). (b) Rücklage für Währungsumrechnung von als Netto-investitionen klassifizierten, langfristigen Darlehen an ausländische Konzerngesellschaften Innerhalb des Villeroy&Boch-Konzerns bestehen Darlehen, die eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäfts-betrieb finanzieren. Darlehen in ausländischer Währung werden am Bilanzstichtag zum jeweiligen Stichtagskurs bewertet. Währungseffekte aus den als Nettoinvestition klassifizierten Darlehen werden in dieser Bewertungsrücklage ausgewiesen. Im Berichtszeitraum betrug diese Nettoeigenkapitaländerung +2,3 Mio. € (Vorjahr: +1,2 Mio. €). (c) Rücklage für Cashflow-Hedges Im Villeroy&Boch-Konzern werden Finanzderivate zur Risikominderung geplanter operativer Währungs-, Rohstoff- und Messingtransaktionen genutzt (vgl. Tz. 54). In der Bilanz werden diese Sicherungsgeschäfte mit ihren beizulegenden Zeitwerten entweder als sonstiger Vermögenswert (vgl.  Tz.  14) oder als sonstige Verbindlichkeit (vgl. Tz. 31) ausgewiesen. Wertänderungen der beizulegenden Zeitwerte in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: -2,8 Mio. €) sind im Berichtszeitraum erfolgt. In Vorperioden angesparte Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: -0,4 Mio. €) wurden im Geschäftsjahr ergebniswirksam umgebucht, da sich zu diesem Zeitpunkt auch das abgesicherte Grundgeschäft auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkte. Im Berichtszeitraum betrug die Nettoeigenkapitaländerung +0,9 Mio. € (Vorjahr: -3,2 Mio. €). (d) Rücklage für latente Steuer auf Posten, die in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden Die Rücklage enthält zum Bilanzstichtag unter anderem die auf die bilanzierte Cashflow-Hedge-Rücklage gebildete latente Steuer. Sie hat sich wie folgt entwickelt:

in Mio. € 2022 2021
Stand zum 1. Januar - 0,5 - 7,4
Zugänge - 1,7 7,0
Abgänge 1,3 - 0,1
Stand zum 31. Dezember - 0,9 - 0,5

Bei der Abrechnung des jeweiligen Sicherungsinstruments wird anteilig die in dieser Rücklage gebildete Steuerlatenz in die Erfolgsrechnung umgegliedert. (e) Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen Die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen (vgl.  Tz.  26) entsteht bei der Bewertung von Versorgungszusagen durch die stichtagsbezogene Aktualisierung von versicherungsmathematischen Parametern, wie beispielsweise des Abzinsungssatzes, der Rentenbezugsdauer oder des langfristigen Gehaltstrends. Im Berichtszeitraum veränderte sich dieser Posten von ‑107,1 Mio. € um +40,1 Mio. € auf ‑67,0 Mio. € (vgl. Tz. 26). (f) Rücklagen für übrige Bewertungserfolge In dieser Rücklage werden zusammengefasst:

in Mio. € 2022 2021 Ver- änderung
Bewertungserfolge von Wertpapieren - 1,5 0,8 - 2,3
Bewertungserfolge von Personalrückstellungen 0,6 0,3 0,3
Stand zum 31. Dezember - 0,9 1,1 - 2,0

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) Der Villeroy&Boch-Konzern bilanziert börsennotierte Wertpapiere (vgl. Tz. 10). Diese Finanzinstrumente werden zum jeweiligen beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Börsenkurs und wird in der Fair-Value-Hierarchie in die erste Stufe eingruppiert. Wertänderungen während der Haltedauer werden erfolgsneutral in der Bewertungsrücklage erfasst. Bei der Ausbuchung verbleiben die bisher in dieser Position ausgewiesenen Erfolge in den Rücklagen (vgl. Tz. 10). Im Berichtszeitraum veränderte sich dieser Posten von 0,8 Mio. € um -‑2,3 Mio. € auf ‑1,5 Mio. € Die Personalrückstellungen (vgl. Tz. 27) enthalten langfristige Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiter:innen der Villeroy&Boch (Thailand) Co. Ltd., die in Höhe der versicherungsmathematischen Barwerte bilanziert werden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, wie zum Beispiel aus der Veränderung des Abzinsungsfaktors oder der unterstellten Sterblichkeit, werden in dieser Position erfasst. Im Berichtszeitraum veränderte sich dieser Posten von 0,3 Mio. € um 0,3 Mio. € auf 0,6 Mio. €. (g) Rücklage für latente Steuer auf Posten, die nicht in die Erfolgsrechnung umgegliedert werden Die Rücklage enthält zum Bilanzstichtag ausschließlich die latente Steuer auf die Rücklage für versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Hieraus entstand im Geschäftsjahr eine Nettoeigenkapitalveränderung in Höhe von -11,4 Mio. € (Vorjahr: - 1,9 Mio. €).

Villeroy & Boch AG
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22.MINDERHEITSANTEILE AM EIGENKAPITAL Die Minderheitsanteile am Eigenkapital betragen 3,8 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €). Minderheitsgesellschafter sind, wie im Vorjahr, an zwei Konzerngesellschaften beteiligt (vgl. Tz. 62). Eine wesentliche Beteiligung von Minderheitsgesellschaftern liegt nur in einer der beiden Konzerngesellschaften vor. Zusammengefasst stellt sich diese Konzerngesellschaft zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

Argent Australia Pty. Ltd., Australien
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Prozentsatz der Minderheitsanteile 55,0% 55,0%
Langfristige Vermögenswerte 6,0 4,8
Kurzfristige Vermögenswerte 16,6 13,0
Langfristige Schulden - 4,6 - 3,8
Kurzfristige Schulden - 10,4 - 7,1
Nettovermögen 6,3 6,9
Nettovermögen der Minderheitsanteile 3,7 3,7
Umsatzerlöse 23,4 19,3
Gewinn 0,6 0,5
davon auf die Minderheitsanteile entfallend 0,3 0,3
Dividendenausschüttung an Minderheitsgesellschafter - 0,2 - 1,3

Diese zusammenfassenden Finanzinformationen enthalten Transaktionen mit anderen Gesellschaften des Villeroy&Boch-Konzerns, die im Zuge der Konsolidierung eliminiert werden, wie beispielsweise Verbindlichkeiten aus dem Bezug von Waren und noch nicht realisierte Zwischengewinne. Unsere Konsolidierungsgrundsätze werden in Tz. 3 beschrieben.

Geschäftsbericht 2022
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23.AUSSCHÜTTUNGSFÄHIGE BETRÄGE UND DIVIDENDEN Die hier dargestellten Erläuterungen beziehen sich auf die Verwendung des nach deutschem Handelsrecht ermittelten Bilanzergebnisses der Villeroy&Boch AG. Der Jahresüberschuss 2022 der Villeroy&Boch AG beträgt 53,6 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von 3,6 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 57,2 Mio. €. Aufsichtsrat und Vorstand der Villeroy&Boch AG schlagen der Hauptversammlung am 21. April 2023 vor, den Bilanz-gewinn wie folgt zur Ausschüttung einer Dividende zu verwenden: 1,15 € für die Stamm-Stückaktie 1,20 € für die Vorzugs-Stückaktie Der Gewinnverwendungsvorschlag entspricht einer Dividende von:

Stamm-Stückaktie:16,1 Mio. €
Vorzugs-Stückaktie:16,9 Mio. €

Summe:33,0 Mio. € Sofern sich zum Zeitpunkt des Gewinnverwendungsbeschlusses noch eigene Anteile im Besitz der Gesellschaft befinden, verringert sich die Dividendenzahlung für das Vorzugskapital um den auf die eigenen Anteile entfallenden Betrag. Der auf die eigenen Anteile entfallende Betrag soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. An die Inhaber:innen der Villeroy&Boch-Aktien wurde in den Vorjahren die in der folgenden Tabelle dargestellte Dividende ausgezahlt:

06.04.2022 13.07.2021
Dividendenberechtigte Aktiengattung Stück- dividende in € Gesamt- dividende in Mio. € Stückdividende in € Gesamtdividende in Mio. €
Stamm-Stückaktien 0,95 13,4 0,50 7,0
Vorzugs-Stückaktien 1,00 12,4 0,55 6,8
25,8 13,8

24.Kapitalmanagement Vorrangige Ziele des zentralen Kapitalmanagements im Villeroy&Boch-Konzern sind die jederzeitige Sicherstellung der Liquidität sowie der Zugang zu den Kreditmärkten. Dadurch werden Handlungsspielräume eröffnet und der Unternehmenswert nachhaltig gesteigert. Die langfristigen Finanzierungsquellen des Villeroy&Boch-Konzerns bestehen aus:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Eigenkapital 372,5 307,1
Pensionsrückstellungen (vgl. Tz. 26) 126,9 175,5
Langfristige Finanzverbindlichkeiten (vgl. Tz. 29) 75,0 85,0
Langfristige Finanzierungsquellen 574,4 567,6

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) 25.Stimmrechtsmitteilungen Gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz sind die veröffentlichten Inhalte von Mitteilungen über das Bestehen von Beteiligungen an der Villeroy&Boch AG, die nach § 20 Abs. 1 oder Abs. 4 AktG oder nach § 33 Abs. 1 oder Abs. 2 WpHG (bzw. §§ 21 ff. WpHG in der vor dem 03.01.2018 geltenden Fassung) mitgeteilt worden sind, anzugeben. Diese Angabe können Sie dem im Unternehmensregister veröffentlichten Jahresabschluss der Villeroy&Boch AG entnehmen (Vgl. Tz 1).

Geschäftsbericht 2022
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26.Pensionsrückstellungen Im Villeroy&Boch-Konzern bestehen diverse leistungsorientierte Pensionspläne. Die hierfür zu bildenden Pensionsrückstellungen wiesen folgende regionale Verteilung auf:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Deutschland 115,5 154,6
Übriger Euroraum 7,4 9,5
Sonstiges Ausland 4,0 11,4
Pensionsrückstellungen 126,9 175,5

In Deutschland bestehen ein Endgehaltsplan und mehrere Entgeltpunktepläne. In Schweden wird ein Endgehaltsplan angeboten. Die Pensionspläne in Schweden, in der Schweiz, in Norwegen und in Mexiko sind teilweise durch die Anlage von finanziellen Vermögenswerten bei externen Verwaltern gedeckt. Im Villeroy&Boch-Konzern besitzen 7.622 Personen (im Vorjahr: 7.666 Personen) einen leistungsorientierten Pensionsanspruch. Deren regionale Verteilung stellt sich wie folgt dar:

Personen 31.12.2022 31.12.2021
Deutschland
Anwärter:innen 2.030 2.074
Unverfallbar Ausgeschiedene 1.388 1.337
Rentner:innen 2.360 2.374
Summe 5.778 5.785
Übriger Euroraum
Anwärter:innen 363 368
Unverfallbar Ausgeschiedene 38 28
Rentner:innen 76 79
Summe 477 475
Sonstiges Ausland
Anwärter:innen 923 973
Unverfallbar Ausgeschiedene 169 164
Rentner:innen 275 269
Summe 1.367 1.406
Personen mit einer Zusage 7.622 7.666

Die Bewertung erfolgte anhand folgender gesellschaftsspezifischer Parameter:

2022 2021
in % Ø Spanne Ø Spanne
Abzinsungssatz 4,0 2,0 – 9,25 1,0 0,0 – 7,9
Erwarteter langfristiger Lohn- und Gehaltstrend 3,0 1,2 – 10,0 2,5 0,0 – 8,0
Erwarteter langfristiger Rententrend 1,8 0,0 – 3,8 1,3 0,0 – 2,04

Die Durchschnittswerte (Ø) werden als gewichtetes Mittel auf Basis der Barwerte ermittelt. Der Abzinsungssatz wird auf der Grundlage erstrangiger, festverzinslicher Industrieanleihen bestimmt. Die landesspezifischen Abzinsungssätze bewegen sich in einer Spanne zwischen 2 % in der Schweiz und 9,25 % in Mexiko. Im Vorjahr reichte die Spanne der landesspezifischen Abzinsungssätze von 0,2 % in der Schweiz bis 7,9 % in Mexiko. In Deutschland wird ein Abzinsungssatz in Höhe von 4,00 % (Vorjahr: 1,00 %) verwendet. Bei der Schätzung der künftigen Entgelt- und Rententrends werden Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und andere Faktoren des Arbeitsmarktes berücksichtigt. Für die deutschen Konzerngesellschaften erfolgt die Bewertung der Pensionsverpflichtungen unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck Richttafel 2018 G (Vorjahr: Heubeck Richttafel 2018 G). In den übrigen Konzernunternehmen wurden landesspezifische Sterbetafeln verwendet. Nachfolgend werden die Pensionspläne zusammengefasst dargestellt, da wie im Vorjahr der wesentliche Anteil dieser Rückstellung auf deutsche Gesellschaften entfällt. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen kann wie folgt auf die in der Bilanz ausgewiesene Rückstellung übergeleitet werden:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Barwert der Anwartschaften 149,2 201,0
Marktwert des Planvermögens - 22,3 - 25,5
Bilanzausweis 126,9 175,5

Die passivierten Anwartschaftsbarwerte haben sich wie folgt entwickelt:

in Mio. € 2022 2021
Stand zum 1. Januar 201,0 218,0
Laufender Dienstzeitaufwand 2,1 2,7
Zinserträge und Zinsaufwendungen 1,9 1,5
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die aus
Veränderungen bei den demografischen Annahmen entstehen - 0,1 - 0,3
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen entstehen - 43,5 - 5,9
Veränderungen bei den übrigen Annahmen entstehen 2,2 - 2,0
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand - 0,1 - 0,3
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer:innen 0,5 0,3
Gezahlte Rentenleistungen - 13,2 - 12,7
Veräußerungen - 0,1 - 0,1
Währungsänderungen aus Nicht-EURO-Plänen - 1,5 - 0,2
Stand zum 31. Dezember 149,2 201,0

Das Planvermögen veränderte sich wie folgt:

in Mio. € 2022 2021
Stand zum 1. Januar 25,5 25,0
Zinserträge und Zinsaufwendungen 0,0 0,0
Erträge aus dem Planvermögen ohne die vorgenannten Zinsen 0,3 0,2
Gewinne und Verluste aus dem Planvermögen - 1,4 1,5
Beiträge des Villeroy & Boch-Konzerns als Arbeitgeber 0,8 0,4
Beiträge der begünstigten Arbeitnehmer:innen 0,5 0,4
Gezahlte Rentenleistungen - 2,2 - 2,0
Währungsänderungen aus Nicht-EURO-Plänen - 1,2 - 0,0
Stand zum 31. Dezember 22,3 25,5

Das Planvermögen verteilt sich auf die Gesellschaften in der Schweiz (25,3 %), Norwegen (7,1 %), Schweden (67,1 %) und Mexiko (0,2 %). Im Vorjahr verteilte sich das Planver- mögen auf die Gesellschaften in der Schweiz (23,3%), Norwegen (6,4 %), Schweden (70,2 %) und Mexiko (0,1 %). Es wies folgende Portfoliostruktur auf:

31.12.2022 31.12.2021
in Mio. € % in Mio. € %
Renten/Rentenfonds 9,1 41 10,6 42
Aktien/Aktienfonds 5,0 22 6,3 25
Immobilien/Immobilienaktien 2,4 11 2,6 10
Zahlungsmittel 0,2 1 0,1 –
Anlagen an einem aktiven Markt 16,7 75 19,6 77
Versicherungsverträge 5,6 25 5,9 23
Planvermögen 22,3 100 25,5 100

Risiken Die mit den leistungsorientierten Verpflichtungen verbundenen Risiken im Villeroy&Boch-Konzern betreffen im Wesentlichen die zukunftsbezogene Festlegung der versicherungsmathematischen Grundannahmen auf Basis der historischen Entwicklungen bei der Berechnung des Bilanzansatzes. Dieser Barwert wird insbesondere durch die Diskontierungssätze beeinflusst, wobei das in diesem Jahr stark gestiegene Zinsniveau zu einer vergleichsweise niedrigen Pensionsrückstellung im Vergleich zum Vorjahr beiträgt. Ein Anstieg der Rendite auf dem Kapitalmarkt für erstklassige Industrieanleihen würde zu einem weiteren Rückgang der Verpflichtungen führen. Eine Simulationsrechnung wird im nachfolgenden Abschnitt „Sensitivitäten, erwartete Entwicklung und Duration“ dargestellt. Innerhalb des Planvermögens bestehen durch die Auswahl der einzelnen Kapitalanlagen und deren Zusammenstellung in einem Depot Risiken, wie beispielsweise das Aktienkurs- und Emittenten-Ausfallrisiko. Aufgrund des insgesamt überschaubaren Volumens des Planvermögens erachtet der Villeroy&Boch-Konzern diese Risiken als angemessen und wertet diese in ihrer Gesamtheit als unkritisch. Die Rendite des Planvermögens wird in Höhe der Diskontierungssätze angenommen, die auf Basis von erstrangigen, festverzinslichen Industrieanleihen bestimmt werden. Sofern die tatsächlichen Renditen der Planvermögen die angewendeten Diskontierungssätze unterschreiten, erhöht sich die Nettoverpflichtung aus den Pensionsplänen. Sensitivitäten, erwartete Entwicklung und Duration Die im Folgenden dargestellte Sensitivitätsanalyse der Anwartschaftsbarwerte berücksichtigt jeweils die Änderung einer Annahme, wobei die übrigen Variablen gegenüber der ursprünglichen Berechnung unverändert bleiben: Das Intervall für die Angabe der Sensitivitäten des Abzinsungssatzes und des Rententrends bleibt unverändert zum Vorjahr bei +/- 0,1 %. Seit dem Geschäftsjahr 2022 wird auch die Sensitivität für die Lebenserwartung mit einem Intervall von +/- 1 Jahr berechnet. Für die Bestimmung der Auswirkungen auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen bei Änderung der zugrunde liegenden Parameter wurde eine alternative Bewertung der Pensionsverpflichtungen durchgeführt. Eine lineare Extrapolation dieser Werte bei abweichenden Veränderungen der Annahmen oder die Addition bei Kombination der Veränderung einzelner Annahmen ist nicht möglich. Für das Folgejahr wird folgende Entwicklung der Anwartschaftsbarwerte erwartet:

in Mio. € Erwartung 2023 Erwartung 2022
Anwartschaftsbarwerte zum 31.12.2022 bzw. 2021 149,2 201,0
Erwarteter Dienstzeitaufwand 1,1 2,1
Erwartete Zinskosten 5,5 2,0
Erwartete Rentenzahlungen - 11,5 - 13,7
Erwartete Anwartschaftsbarwerte 144,3 191,4

Bei der Ermittlung der erwarteten Pensionsverpflichtungen werden die demografischen Annahmen über die Zusammensetzung des Teilnehmerkreises aus dem aktuellen Szenario übernommen. Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen im nächsten Jahr erfolgt auf Basis der am Bewertungsstichtag bestehenden Situation. Zum 31. Dezember 2022 beträgt die gewichtete Duration der Pensionsrückstellung im Villeroy&Boch-Konzern 10,1 Jahre (Vorjahr: 12,5 Jahre). Bei den Pensionsplänen deutscher Gesellschaften liegt die gewichtete Duration bei 9,4 Jahren (Vorjahr: 11,6 Jahre).

Veränderung der versicherungs- mathematischen Annahme Auswirkung auf die Anwartschaften in Mio. €
31.12.2022 31.12.2021
Barwert der Anwartschaften 149,2 201,0
Abzinsungssatz Erhöhung um 0,1 % 147,7 197,4
Verminderung um 0,1 % 150,7 203,8
Lebenserwartung Erhöhung um 1 Jahr 156,7 –
Verminderung um 1 Jahr 142,5 –
Rententrend Erhöhung um 0,1 % 150,5 202,2
Verminderung um 0,1 % 148,0 199,0
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Geschäftsbericht 2022
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57 An unsere Aktionär:innen Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzernanhang Weitere Informationen

27.LANG- UND KURZFRISTIGE PERSONALRÜCKSTELLUNGEN Bei den Personalrückstellungen richtet sich die Leistung des Villeroy&Boch-Konzerns nach den rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Gegebenheiten des jeweiligen Landes. Im Berichtszeitraum veränderten sich diese Rückstellungen wie folgt:

in Mio. € Langfristige Rückstellungen für:
Jubiläums- gratifika- tionen Abferti- gungen Alters- teilzeit Sonstige Summe Kurzfristige Personal- rück- stellungen Gesamt- betrag
Stand zum 01.01.2021 7,3 6,8 1,0 1,9 17,0 15,3 32,3
Währungsanpassungen – – – – – 0,1 0,1
Inanspruchnahmen - 0,8 - 0,7 - 0,8 - 0,7 - 3,0 - 13,4 - 16,4
Auflösungen – – – – – - 1,2 - 1,2
Zuführungen 0,4 0,8 0,4 0,3 1,9 20,0 21,9
Umbuchungen – – – – – – –
Stand zum 01.01.2022 6,9 6,9 0,6 1,5 15,9 20,8 36,7
Währungsanpassungen - 0,0 0,1 – – 0,1 - 0,1 - 0,0
Inanspruchnahmen - 1,6 - 1,3 - 0,4 - 0,5 - 3,8 - 18,3 - 22,1
Auflösungen - 0,3 – – – - 0,3 - 0,7 - 1,0
Zuführungen 0,2 0,8 0,1 – 1,1 15,8 16,9
Stand zum 31.12.2022 5,2 6,5 0,3 1,0 13,0 17,5 30,6

Die Rückstellungen für Jubiläumsgratifikationen werden von Konzerngesellschaften gebildet, die sich gegenüber ihren Arbeitnehmer:innen verpflichtet haben, diesen anlässlich von Dienstjubiläen entsprechende Geld- oder Sachzuwendung zu gewähren. Die Villeroy&Boch AG bilanziert eine Verpflichtung in Höhe von 4,0 Mio. € (Vorjahr:5,1 Mio. €). Dies entspricht 75,7 % (Vorjahr: 74,3 %) dieser Rückstellung. Die Bewertung erfolgte, wie im Vorjahr, unter Anwendung der biometrischen Annahmen der Heubeck Richttafel 2018 G. Die Rückstellungen für Abfertigungen werden für gesetzlich vorgeschriebene Leistungen bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses gebildet, die unter anderem bei einem Arbeitgeberwechsel oder Renteneintritt gezahlt werden müssen. In der Regel handelt es sich hierbei um Einmalzahlungen an Mitarbeiter:innen in Thailand, Österreich, Italien, Australien, Rumänien und Indien. Der Rückstellungsbetrag entfällt zu 48,2 % auf Ansprüche der Mitarbeiter:innen der Villeroy&Boch Thailand (Vorjahr: 48,5 %) und zu 25,5 % auf die Ansprüche der Mitarbeiter:innen der Villeroy&Boch Austria GmbH (Vorjahr: 27,7 %). Über Altersteilzeitprogramme besteht die Möglichkeit, die Arbeitszeit von Mitarbeiter:innen unter bestimmten persönlichen Voraussetzungen während eines gesetzlich festgelegten Zeitraums vor Rentenbeginn zu reduzieren. Der Rückstellungsbetrag entfällt zu 50,3 % auf Mitarbeiter:innen der Villeroy&Boch AG (Vorjahr: 76,9 %). Die sonstigen langfristigen Personalrückstellungen beinhalten im Wesentlichen den Demografie-Fond sowie die Rückstellung für Sterbegelder. Der Demografie Fond wird aktuell als Instrument zur Bewältigung des demografischen Wandels genutzt. Zukünftig sollen so auch Maßnahmen zur Gesundheitsprävention, zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen und zur Unterstützung lebensphasenorientierter Arbeitszeiten finanziert werden. In den kurzfristigen Personalrückstellungen werden hauptsächlich Rückstellungen für variable Vergütungsbestandteile in Höhe von 16,7 Mio. € (Vorjahr: 20,2 Mio. €) bilanziert. Die Bewertung der lang- und kurzfristigen Personalrückstellungen basiert auf extern erstellten Gutachten, arbeitsvertraglichen Regelungen mit den Mitarbeitern, auf vorliegenden Erfahrungswerten sowie auf staatlichen Vorschriften.

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28.SONSTIGE LANG- UND KURZFRISTIGE RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen lang- und kurzfristigen Rückstellungen haben sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:

in Mio. € Sonstige langfristige Rück- stellungen Kurzfristige Rückstellungen für:
Restruk- turierung Garantie Rekulti- vierung und Rückbau Bera- tungs- und Prozess- kosten Übrige Summe Gesamt- betrag
Stand zum 01.01.2021 20,3(1) 8,0 6,3 7,4 2,5 7,2 31,4 51,7
Währungsanpassungen - 0,1 – – – – 0,2 0,2 0,1
Inanspruchnahmen - 0,4(1) - 5,3 - 0,6 - 1,6 - 0,4 - 2,8 - 10,7 - 11,1
Auflösungen - 7,2 - 1,2 – – - 0,1 - 1,2 - 2,5 - 9,7
Zuführungen 8,0(1) 1,4 1,5 – 1,1 6,6 10,6 18,6
Umbuchungen 2,0 – – - 2,0 – – - 2,0 –
Stand zum 01.01.2022 22,6 2,9 7,2 3,8 3,1 10,0 27,0 49,6
Währungsanpassungen - 0,3 0,1 - 0,1 – – - 0,1 - 0,1 - 0,4
Inanspruchnahmen - 0,2 - 1,9 - 0,3 - 0,2 - 2,1 - 4,1 - 8,6 - 8,8
Auflösungen - 4,0 - 0,5 - 0,5 – - 0,9 - 0,5 - 2,4 - 6,4
Zuführungen 3,2 1,5 1,4 – 2,1 5,3 10,3 13,5
Umbuchungen - 2,5 – – 2,5 – - 0,3 2,2 - 0,3
Stand zum 31.12.2022 18,8 2,1 7,7 6,1 2,2 10,3 28,4 47,2

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) Die langfristigen Rückstellungen bestehen insbesondere für Rekultivierungs- und Immobilien-Rückbauverpflichtungen für mehrere Liegenschaften von bestehenden oder ehemaligen Produktionsstandorten und für Verpflichtungen zum Rückbau von Mietereinbauten. Von den bilanzierten langfristigen Rückstellungen entfallen 17,0 Mio. € (Vorjahr: 20,6 Mio. €) auf Rekultivierungs- und Rückbauverpflichtungen. Diese decken entsprechende Verpflichtungen in Deutschland, Luxemburg, Frankreich, Schweden, Ungarn und Rumänien ab. Während des Geschäftsjahres 2022 erhöhten sich die Rückstellungen hierfür um 0,2 Mio. € (Vorjahr: 7,9 Mio. €). Zusätzlich ergaben sich Zugänge in Höhe von 2,5 Mio. € aus Preissteigerungseffekten, die aufgrund der langen Restlaufzeit der Umweltrückstellungen berücksichtigt wurden. Durch veränderte Restlaufzeiten und Zinssatzänderungen, ergaben sich im aktuellen Geschäftsjahr Auflösungen aus Abzinsungseffekten in Höhe von 2,2 Mio. €. Gleichzeitig wurden 1,5 Mio. € an Rückstellungen aufgelöst, da die Sanierungsanforderungen von Seiten der Behörden konkretisiert wurden und so Kosteneinsparungen möglich waren. Im Vorjahr wurden 7,0 Mio. € an Rückstellungen aufgelöst, da sich die Kosten der Rekultivierungsarbeiten als niedriger herausgestellt hatten. Außerdem wurden Rückstellungen in Höhe von 2,5 Mio. € (Vorjahr 2,0 Mio. €) von den langfristigen Rückstellungen für Rekultivierungs- und Rückbauverpflichtungen in die kurzfristigen Rückstellungen umgegliedert. Der im Geschäftsjahr 2019 definierte Restrukturierungsplan wurde sukzessive umgesetzt und erweitert. Die damit verbundenen Maßnahmen dieses Transformations- und Effizienzsteigerungsplans umfassten sämtliche Funktionen und Märkte des Villeroy&Boch-Konzerns. Durch die Umsetzung und teilweise Erweiterung des Restrukturierungsplans kam es im Geschäftsjahr 2022 zu Inanspruchnahmen in Höhe von 1,9 Mio. € und Zuführungen in Höhe von 1,5 Mio. €. Diese entfielen ausschließlich auf die Restrukturierungsrückstellung für Personal. Die Berechnung dieser Verpflichtung erfolgte auf Basis von unternehmensspezifischen aktualisierten Erfahrungswerten. Die Kosten wurden vollumfänglich zurückgestellt und sollen erwartungsgemäß innerhalb der nächsten zwölf Monate vollständig verbraucht werden. Der Villeroy&Boch-Konzern verkauft seine Produkte in der Regel mit einer länder- und branchenspezifischen Garantie. Die Bemessung der Rückstellung für Garantieleistungen erfolgte auf Grundlage unternehmensbereichsspezifischer Erfahrungswerte der Vergangenheit. Zusätzlich flossen aktuelle Erkenntnisse aus eventuellen neuen Risiken in Zusammenhang mit neuen Materialien, geänderten Produktionsprozessen oder sonstigen, die Qualität beeinflussenden Faktoren in die Bewertung ein. Die übrigen Rückstellungen umfassten Rückstellungen für Provisionen, Lizenzgebühren und eine Vielzahl an weiteren Einzelsachverhalten. 29.LANG- UND KURZFRISTIGE FINANZVERBINDLICHKEITEN Unter den Finanzverbindlichkeiten werden zum 31. Dezember 2022 die verzinslichen Verpflichtungen gegenüber Kreditinstituten ausgewiesen. Zum 31.12.2022 bestehen langfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 75,0 Mio. € (Vorjahr: 85,0 Mio. €) sowie kurzfristige Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 10,4 Mio. € (Vorjahr: 25,3 Mio. €). Im Dezember 2022 wurde ein Darlehen über 20 Mio. € fristgerecht zurückgezahlt. Hierdurch reduzierte sich die Anzahl der bestehenden Bankdarlehen auf vier (Vorjahr: fünf). Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten ein Bankdarlehen über 10,0 Mio. € welches im Januar 2023 fällig wird. Im Geschäftsjahr 2022 wurde dieses Bankdarlehen in die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten umgegliedert. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten zwei Darlehen über jeweils 25,0 Mio. € welche im Jahr 2024 fällig werden und ein Darlehen über 25,0 Mio. € welches im Jahr 2025 fällig wird. Die Zinsen sind quartalsweise bzw. jährlich zu zahlen. Diese Finanzierungen enthalten Negativerklärungen der Villeroy&Boch AG. Im Falle eines Kontrollwechsels bei der Villeroy&Boch AG würde ein mehrjähriger Kreditvertrag vorzeitig enden. Der beizulegende Zeitwert der langfristigen Finanzverbindlichkeiten beträgt 70,1 Mio. €. Forderungen an bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €) konsolidiert (vgl. Tz. 16). Die Aufrechnungstatbestände und die Absicht zur Abwicklung auf Nettobasis sind gegeben. Die zahlungswirksame Veränderung betrug im Berichtsjahr -24,9 Mio. € (Vorjahr: -4,9 Mio. €).

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30.LANG- UND KURZFRISTIGE LEASINGVERBINDLICHKEITEN Die Leasingverbindlichkeiten betreffen ausschließlich zukünftige Zahlungsverpflichtungen aus der langfristigen Anmietung von Vermögenswerten (vgl. Tz. 7). Sie werden mit dem Barwert der über die Vertragslaufzeit zu leistenden Zahlungen für die Nutzung des Vermögenswertes an den/die Vermieter:in passiviert. Die lang- und kurzfristigen Leasingverbindlichkeiten veränderten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

in Mio. € Langfristige Leasing- verbindlichkeiten Kurzfristige Leasing- verbindlichkeiten Gesamtbetrag
Stand zum 01.01.2021 30,5 10,8 41,3
Zahlungswirksame Veränderungen – - 14,4 - 14,4
Zahlungsunwirksame Veränderungen:
Erstmaliger Ansatz 10,8 – 10,8
Zinskapitalisierungen - 0,6 – - 0,6
Umgliederungen - 16,0 16,0 –
Währungsanpassungen 0,8 – 0,8
Stand zum 01.01.2022 25,5 12,4 37,9
Zahlungswirksame Veränderungen – - 18,2 - 18,2
Zahlungsunwirksame Veränderungen:
Erstmaliger Ansatz 21,5 – 21,5
Zinskapitalisierungen - 0,6 – - 0,6
Umgliederungen - 18,5 18,5 –
Währungsanpassungen 1,3 – 1,3
Stand zum 31.12.2022 29,2 12,7 41,9

Im Geschäftsjahr wurden Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten in Höhe von ‑0,6 Mio. € (Vorjahr: ‑0,6 Mio. €) ergebniswirksam erfasst. Die undiskontierten Verpflichtungen aus den aktivierten Mietverträgen werden wie folgt fällig:

in Mio. € 2022 2021
Fällig innerhalb der nächsten 3 Monate 3,6 3,3
Fällig ab dem 4. Monat bis zum 12. Monat 9,8 9,3
Fällig ab dem 13. Monat bis zum 24. Monat 10,5 9,2
Fällig ab dem 25. Monat bis zum 36. Monat 8,0 6,9
Fällig ab dem 37. Monat bis zum 48. Monat 5,4 4,6
Fällig ab dem 49. Monat bis zum 60. Monat 2,8 2,7
Fällig nach dem 61. Monat bis zum Vertragsende 4,1 3,0
Summe undiskontierte Leasingzahlungen 44,2 39,0
Enthaltener Zinsanteil - 2,3 - 1,1
Bilanzierte Leasingverbindlichkeit 41,9 37,9

In den Leasingverträgen bestehen teilweise Preisanpassungsklauseln sowie Verlängerungs-, Kauf- und Kündigungsoptionen. Für die Ermittlung der Leasingverbindlichkeit werden solche Optionen nur dann einbezogen, wenn mit hinreichender Sicherheit von einer Verlängerung bzw. Nicht-Kündigung ausgegangen werden kann. Variable Leasingzahlungen, die nicht von der Entwicklung eines Index oder Kurses abhängen, wie etwa umsatzabhängige Teile einer Miete, dürfen ebenfalls nicht in die Leasingverbindlichkeiten einbezogen werden. Aus diesen nicht bilanzierten Vertragsklauseln könnten folgende theoretische zusätzliche Zahlungen resultieren:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Künftig mögliche Abflüsse aus
variablen Leasingzahlungen 1,7 1,5
Verlängerungs- und Kündigungsoptionen 11,9 6,8
Restwertgarantien – –
Vertragsstrafen 0,0 0,0
Verträgen, bei denen das Leasingobjekt noch nicht übergeben wurde 0,5 1,7
14,0 10,0

In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge umfassen neben Auszahlungsbeträgen für den Zins- und Tilgungsanteil der bilanzierten Leasingverbindlichkeit auch Auszahlungen für nicht bilanzierte kurzfristige Leasingverträge sowie für Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte. Der Tilgungsanteil wird innerhalb des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit und der Zinsanteil innerhalb des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit ausgewiesen.

in Mio. € Tz. 31.12.2022 31.12.2021
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Aufwendungen aus kurzfristigen Leasingverhältnissen 7 - 2,1 - 1,9
Aufwendungen aus Leasingverhältnissen über einen geringwertigen Vermögenswert 7 - 1,2 - 1,2
Aufwendungen aus variablen Mietzahlungen 7 - 8,6 - 7,9
Übrige Leasingaufwendungen 7 - 0,1 - 0,1
Erträge aus der Vermietung von Sachanlagen 7 1,5 1,4
Erträge aus der Untervermietung 7 0,5 0,5
Erträge aus der Vermietung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 8 0,7 0,8
Zinsaufwendungen für Leasingverbindlichkeiten 30 - 0,6 - 0,6
Veränderung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit - 9,9 - 9,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für den Tilgungsanteil der Mietschulden 30 - 18,2 - 14,4
Veränderung des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit - 18,2 - 14,4
Gesamtveränderung des Zahlungsmittelbestands aus Zahlungsmittelabflüssen für Leasingverhältnisse - 28,1 - 23,4
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Geschäftsbericht 2022
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60 An unsere Aktionär:innen Konzernlagebericht Konzernabschluss Konzernanhang Weitere Informationen

31.SONSTIGE LANG- UND KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN Die sonstigen lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten umfassten:

in Mio. € Buchwert Restlaufzeit Buchwert Restlaufzeit
31.12.2022 Bis 1 Jahr Über 1 Jahr 31.12.2021 Bis 1 Jahr Über 1 Jahr
Bonusverbindlichkeiten 64,6 64,6 – 52,5 52,5 –
Marktwerte von Sicherungsinstrumenten 9,2 2,7 6,5 8,0 3,0 5,0
Verbindlichkeiten gegen nicht konsolidierte Gesellschaften 0,2 0,2 – 0,3 0,3 –
Übrige Verbindlichkeiten 30,3 28,8 1,5 34,6 7,6 27,0
Summe Finanzinstrumente * 104,3 96,3 8,0 95,4 63,4 32,0
Personalverbindlichkeiten 21,6 21,6 – 19,8 19,8 –
Sonstige Steuerverbindlichkeiten 10,8 10,8 – 11,0 11,0 –
Vertragsverbindlichkeiten 13,6 13,6 – 10,5 10,5 –
Rechnungsabgrenzung 1,2 0,8 0,4 1,6 1,1(1) 0,5
Summe Buchwert 151,5 143,1 8,4 138,3 105,8 32,5

Die Beschreibung der Finanzinstrumente erfolgt in Tz. 54 (1) Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) Der starke Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten im aktuellen Jahr resultiert vor allem aus dem Anstieg der Bonusverbindlichkeiten um 12,1 Mio. €. Die Bewertung von Sicherungsinstrumenten (vgl. Tz. 54) entfällt mit 6,4 Mio. € auf Devisensicherungen (Vorjahr: 8,0 Mio. €) und mit 2,8 Mio. € auf Rohstoffsicherungsgeschäfte (Vorjahr: 0,0 Mio. €). Die Vertragsverbindlichkeiten umfassen erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen in Höhe von 9,6 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €) sowie Verbindlichkeiten aus Kundenbindungsprogrammen in Höhe von 4,0 Mio. € (Vorjahr: 3,6 Mio. €). Die übrigen Verbindlichkeiten umfassten unter anderem eine Verpflichtung aus dem Verkauf des Werkgrundstücks in Luxemburg in Höhe von 24,7 Mio. €. Diese wurde im aktuellen Geschäftsjahr in die kurzfristigen Verbindlichkeiten umgegliedert, da wir bis spätestens Ende 2023 mit einem rechtskräftigen Bebauungsplan rechnen. Der Verkauf des Werksgrundstückes erfolgte am 6. Dezember 2019 im Rahmen eines Unternehmensverkaufs. Das Vermögen der verkauften Gesellschaft bestand fast ausschließlich aus dem Grundstückswert. Der Erwerber beabsichtigt, das Grundstück baurechtlich zu erschließen, zu entwickeln und anschließend zu vermarkten. Der Kaufpreis für sämtliche Gesellschaftsanteile richtet sich nach der maximal bebaubaren Grundfläche auf diesem Gelände. Diese Baudichte ergibt sich erst aus dem endgültigen Bebauungsplan, dessen endgültige Freigabe aktuell noch aussteht. Der Erwerber leistete im Jahr 2019 eine Kaufpreiszahlung in Höhe von 114,0 Mio. €. Aufgrund der Kopplung mit einer möglichen Variabilität der Baudichte handelt es sich um eine Transaktion mit einem entsprechend variablen Kaufpreis. Jede Veränderung der Baudichte führt zu einer Anpassung des Kaufpreises. Daher erfolgte die Bewertung der Transaktion unter Berücksichtigung von verschiedenen, als möglich erachteten Szenarien. Die als möglich erachteten sechs Szenarien betrachteten eine unterschiedliche Baudichte verbunden mit einer Schätzung der Eintrittswahrscheinlichkeit, die sich zwischen 0 % und 80 % bewegte. Das voraussichtlich wahrscheinlichste Szenario mit einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 80 % führte zu einem Fair Value (Stufe 3) in Höhe von 89,3 Mio. €. Dies bedeutete für das Geschäftsjahr 2019 eine entsprechende Ertragsrealisierung in der vorstehend genannten Höhe. Daraus resultierte wiederum der Ansatz einer seither unveränderten potenziellen Rückzahlungsverpflichtung in Höhe von 24,7 Mio. €. Darüber hinaus umfassen die übrigen Verbindlichkeiten kreditorische Debitoren sowie eine Vielzahl an weiteren Einzelsachverhalten. Die sonstigen Steuerverbindlichkeiten enthielten hauptsächlich Umsatzsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 5,7 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) sowie Lohn- und Kirchensteuerverpflichtungen in Höhe von 4,4 Mio. € (Vorjahr: 4,5 Mio. €). Der passive Rechnungsabgrenzungsposten setzte sich im Wesentlichen aus erhaltenen Mietzahlungen und Zuwendungen zusammen. Die übrigen Verbindlichkeiten gegen verbundene, nicht konsolidierte Gesellschaften bestehen hauptsächlich aus verzinslichen Darlehen dieser Tochterunternehmen im Rahmen des allgemeinen Liquiditätsausgleichs (vgl. Tz. 57).

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32.VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN Bezogen auf den Sitz der Konzerngesellschaft betrafen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Deutschland 46,9 35,5
Übriger Euroraum 10,5 9,8
Sonstiges Ausland 42,0 37,2
Stand zum 31. Dezember 99,4 82,5

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN- GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG 33.UMSATZERLÖSE Aufgliederung der Umsatzerlöse Der Villeroy&Boch-Konzern erzielt Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Darüber hinaus werden die aus dem Lizenzgeschäft erzielten Erlöse als Bestandteil des Konzernumsatzes ausgewiesen. Eine Aufgliederung der Umsätze – kategorisiert nach Umsatzart bzw. Unternehmensbereichen und Regionen – wird im Rahmen der Segmentberichterstattung in Tz. 53 dargestellt. Vertragssalden Hinsichtlich der Entwicklung der Vertragssalden bezogen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Tz. 13), Vertragsvermögenswerte (Tz. 14) und Vertragsverbindlichkeiten – diese entsprechen dem Bilanzposten „Vertragssalden“ (Tz. 31) – wird auf die angegebenen Textziffern verwiesen. Im Geschäftsjahr 2022 wurden Umsätze in Höhe von 9,6 Mio. € (Vorjahr: 6,9 Mio. €) erfasst, die zu Beginn der Berichtsperiode im Saldo der erhaltenen Anzahlungen (10,5 Mio. €) enthalten waren. Der Betrag der im Geschäftsjahr 2022 erfassten Umsätze aus Leistungsverpflichtungen, die in früheren Perioden erfüllt waren, belief sich auf 2,8 Mio. € (Vorjahr: 1,0 Mio. €). Leistungsverpflichtungen Zu ausführlichen Angaben über die Leistungsverpflichtungen aus Verträgen mit Kund:innen wird auf den Abschnitt „Umsatzrealisierung“ in Tz. 1 „Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze“ verwiesen. Zum Bilanzstichtag betrug der Gesamtbetrag der noch unerfüllten Leistungsverpflichtungen, das heißt der Auftragsbestand des Konzerns, 137,3 Mio. € (Vorjahr: 186,8 Mio. €), wovon voraussichtlich 136,9 Mio. € (Vorjahr: 186,7 Mio. €) innerhalb der kommenden zwölf Monate und 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) in dem Zeitraum danach erfüllt werden. In den angegebenen Beträgen sind nachträglich zu gewährende Abzüge sowie aus dem Lizenzgeschäft zu erwartende umsatzabhängige Erlöse unberücksichtigt. 34.EINSTANDSKOSTEN DER VERKAUFTEN WAREN Die Einstandskosten der verkauften Waren in Höhe von ‑569,0 Mio. € (Vorjahr: ‑526,7 Mio. €) umfassen die Kosten der umgesetzten Erzeugnisse und der verkauften Handelswaren. Hierbei sind gemäß IAS 2 neben den direkt zurechenbaren Kosten wie zum Beispiel Material-, Personal- und Energiekosten auch die Gemeinkosten und zurechenbare Abschreibungen auf Produktionsanlagen berücksichtigt. 35.VERTRIEBS-, MARKETING- UND ENTWICKLUNGSKOSTEN In diesem Posten sind die Kosten des Vertriebs und des Marketings (inkl. Kosten des Außendienstes, Werbe- sowie Logistikkosten, Lizenzaufwendungen) sowie Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt ‑271,7 Mio. € (Vorjahr: ‑269,7 Mio. €) enthalten. Die Aufwendungen für Forschung und technische Entwicklung entfallen wie folgt auf unsere beiden Unternehmensbereiche:

in Mio. € 2022 2021
Bad & Wellness - 15,1 - 13,8
Dining & Lifestyle - 4,7 - 4,9
Summe - 19,8 - 18,7

36.ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN Die allgemeinen Verwaltungskosten in Höhe von ‑48,4 Mio. € (Vorjahr: ‑48,3 Mio. €) umfassen die Personal- und Sachkosten der Leitungs- und Verwaltungsstellen.

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37.SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Die sonstigen betrieblichen Erträge setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. € 2022 2021
Kursgewinne 3,8 1,7
Auflösung von Rückstellungen * 3,7 8,7
Buchgewinne aus Anlagenabgängen 3,4 0,2
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 0,9 1,7
Erträge aus staatlichen Zuschüssen 0,8 1,8
Erstattungen für Schadensersatz 0,6 0,4
Ausbuchung von Verbindlichkeiten 0,5 0,8
Übrige Sachverhalte 2,9 2,5
Summe 16,6 17,8

Ohne Anteile in anderen GuV-Zeilen (Einstandskosten der verkauften Waren, Vertriebs-, Marketing- und Entwicklungskosten sowie allgemeine Verwaltungskosten) 38.SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthielten:

in Mio. € 2022 2021
Kursverluste - 8,1 - 1,5
Aufwendungen für Rekultivierungs- und Rückbaumaßnahmen - 1,9 - 6,7
Beratungsleistungen - 3,4 - 2,6
Zuführung Wertberichtigungen auf Forderungen - 2,7 - 2,2
Aufwendungen für Dienstleistungen - 1,0 - 3,3
Buchverluste aus Anlageabgängen - 0,3 - 0,2
Reorganisationsaufwand - 0,2 - 1,3
Aufwendungen für Instandhaltungen/ Reparaturen - 0,2 - 0,7
Zuführung Wertberichtigungen auf sonstige Forderungen 0,0 - 0,1
Übrige Sachverhalte - 7,8 - 9,3
Summe - 25,6 - 27,9

39.ERGEBNIS AUS NACH DER EQUITY-METHODE BILANZIERTEN FINANZANLAGEN Diese Position enthält das anteilige Ergebnis aus der Beteiligung an einem assoziierten Unternehmen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Weitere Angaben sind in Tz. 9 zu finden. 40.ZINSERTRÄGE UND SONSTIGE FINANZIELLE ERTRÄGE Die finanziellen Erträge umfassten:

in Mio. € 2022 2021
Zinserträge aus:
Zahlungsmitteln 1,3 0,4
Forderungen und sonstigen Vermögenswerten 0,3 0,1
Rückstellungen 4,0 0,1
Summe Zinserträge 5,6 0,6
Dividenden aus Wertpapieren 0,2 0,3
Sonstige finanzielle Erträge 0,2 0,6
Summe Finanzerträge 6,0 1,5

Der Zinsertrag aus Rückstellungen stieg um 3,9 Mio. € auf 4,0 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund des Ertrags aus der Abzinsung der Umweltrückstellungen (vgl. Tz. 28) und dem angepassten Diskontierungszinses bei der Bewertung der Jubiläumsverpflichtungen der Villeroy&Boch AG. Der Zinsertrag der Jubiläumsverpflichtung stieg im Vorjahresvergleich, da sich der Diskontierungszins der Jubiläumsverpflichtungen von 0,6 % zum 31. Dezember 2021 auf aktuell 3,7 % erhöht hat. 41.ZINSAUFWENDUNGEN UND SONSTIGE FINANZIELLE AUFWENDUNGEN Die finanziellen Aufwendungen betrafen:

in Mio. € 2022 2021
Zinsaufwendungen aus:
Rückstellungen - 2,0 - 1,4
Leasingverbindlichkeiten - 0,6 - 0,6
Kurzfristigen Kontokorrentkrediten - 2,2 - 1,4
Langfristigen Krediten - 1,1 - 1,1
Sonstigen Aufnahmen - 0,3 - 1,8
Summe Zinsaufwendungen - 6,2 - 6,3
Sonstige finanzielle Aufwendungen - 1,3 - 0,2
Summe Finanzaufwendungen - 7,5 - 6,5

Der Zinsaufwand aus Rückstellungen stieg um 0,6 Mio. € auf 2,0 Mio. €, im Wesentlichen aufgrund des angepassten Diskontierungszinses bei der Bewertung der Pensionsverpflichtungen der Villeroy&Boch AG. Der Zinsaufwand der Bewertung der Pensionsrückstellung hat sich im Vorjahresvergleich erhöht, da im Berichtszeitraum der Zinssatz des Jahres 2021 von 1,0 % und im Vorjahr der Zinssatz des Jahres 2020 von 0,7 % wirkte (vgl. Tz. 26). Der aktuelle Pensionszins von 4,0 % beeinflusst das Zinsergebnis des Geschäftsjahres 2023. Die sonstigen finanziellen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. € auf -1,3 Mio. € gestiegen. Dieser Anstieg beruht im Wesentlichen auf Verlusten aus der Bewertung und dem Verkauf von Wertpapieren. (vgl. Tz. 10) 42.ERTRAGSTEUERN Als Ertragsteuern sind die gezahlten bzw. geschuldeten Steuern vom Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Das im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 anzuwendende deutsche Steuerrecht sieht für die deutschen Gesellschaften des Villeroy&Boch-Konzerns, unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Gewerbesteuersätze, einen Steuersatz von 30,8 % (Vorjahr: 30,7 %) vor. Die für ausländische Gesellschaften zugrunde gelegten jeweiligen länderspezifischen Ertragsteuersätze liegen zwischen 9,0 % und 30,0 % (Vorjahr: 9,0 % und 30,0 %).

in Mio. € 2022 2021
In Deutschland gezahlte bzw. geschuldete Steuern - 10,7 - 13,1
Im Ausland gezahlte bzw. geschuldete Steuern - 11,9 - 12,8
Effektive Steuern - 22,6 - 25,9
Latente Steuern - 1,2 0,9
Steuern vom Einkommen und Ertrag - 23,8 - 25,0

Die auf Basis des deutschen Gesamtsteuersatzes von 30,8 % erwarteten Ertragsteueraufwendungen (laufende und latente) weichen von den ausgewiesenen wie folgt ab:

in Mio. € 2022 2021
Ergebnis vor Ertragsteuer (EBT) 95,3 85,5
Erwartete Ertragsteuer (EBT x Steuersatz 30,8 %) - 29,3 - 26,3
Unterschiede aus ausländischen Steuersätzen 2,6 4,4
Steuereffekte aus:
Steuerlich nicht abzugsfähigen Aufwendungen - 5,9 - 5,2
Anpassung/Wertberichtigungen auf latente Steuern 4,6 6,2
Steuerfreien Erträgen 1,9 2,1
Steuern Vorjahre 1,6 - 5,5
Steuersatzänderungen – - 0,6
Sonstigen steuerlichen Abgrenzungen 0,7 - 0,1
Tatsächlicher Ertragsteueraufwand - 23,8 - 25,0
Tatsächlicher Steuersatz in % 25,0 29,2

Die Überleitung der aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz zu den in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen latenten Steuern stellt sich wie folgt dar:

in Mio. € 2022 2021
Veränderung der Bilanzposten:
Aktive latente Steueransprüche (Tz. 10) - 10,7 6,3
Passive latente Steuerschulden (Tz. 10) - 1,7 0,4
Zwischensumme - 12,4 6,7
Erfolgsneutral verrechnet (Tz. 21(d)) 11,9 - 4,9
Währungsanpassungen - 0,7 - 0,9
Latente Steuer gemäß Gewinn- und Verlustrechnung - 1,2 0,9

43.AUF MINDERHEITSGESELLSCHAFTER ENTFALLENDES KONZERNERGEBNIS Die Minderheitsanteile am Konzernergebnis betrugen 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,3 Mio. €). Konzerngesellschaften, an denen Minderheitsgesellschafter beteiligt sind, werden in der Anteilsliste (vgl. Tz. 62) aufgeführt. Die wesentlichen Kennzahlen sind in Tz. 22 dargestellt.

Villeroy & Boch AG
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63

44.ERGEBNIS JE AKTIE Das Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionär:innen der Villeroy&Boch AG zurechenbaren Anteils am Konzernjahresergebnis durch die gewichtete Zahl ausgegebener Aktien:

Stammaktien 31.12.2022 31.12.2021
Anzahl der im Umlauf befindlichen Stückaktien 14.044.800 14.044.800
Anteiliges Konzernergebnis (in Mio. €)* 37,5 31,6
Ergebnis je Aktie (in Euro)* 2,67 2,25
--- --- --- --- ---
Vorzugsaktien 31.12.2022 31.12.2021
Anzahl der im Umlauf befindlichen Stückaktien 12.417.601 12.417.601
Anteiliges Konzernergebnis (in Mio. €)* 33,7 28,6
Ergebnis je Aktie (in Euro)* 2,72 2,30

Jeweils bezogen auf die im Umlauf befindlichen Stückaktien Die Aufteilung des auf die Aktionär:innen der Villeroy&Boch AG entfallenen Anteils am Konzernergebnis erfolgt unter Berücksichtigung der satzungsmäßigen Ergebnisverwendung (vgl. Tz. 17). Die Entwicklung des eigenen Aktienbestandes wird in Tz. 19 beschrieben. Verwässerungseffekte bestanden in den Berichtsperioden nicht. 45.ABSCHREIBUNGEN Die Abschreibungen des Geschäftsjahres setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. € 2022 2021
Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 1,7 1,7
Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten 0,3 0,5
Planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen 23,1 22,9
Wertminderungen von Sachanlagen 0,3 0,2
Planmäßige Abschreibung auf Nutzungsrechte 15,2 14,4
Wertminderungen auf Nutzungsrechte 0,0 0,0
Planmäßige Abschreibungen auf als Finanzinvestition gehaltene Immobilien 0,5 0,5
Wertminderungen auf Finanzanlagen 0,3 0,0
Summe Abschreibungen 41,4 40,2

Die planmäßigen Abschreibungen basieren auf konzerneinheitlichen Nutzungsdauern (vgl. Tz. 1). 46.MATERIALAUFWAND Der Materialaufwand umfasste:

in Mio. € 2022 2021
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (einschließlich Vorprodukte) - 161,5 - 144,5
Aufwendungen für bezogene Waren - 159,6 - 140,7
- 321,1 - 285,2
Aufwendungen für bezogene Leistungen - 58,4 - 41,2
Summe Materialaufwand - 379,5 - 326,4

47.PERSONALAUFWAND Die Personalaufwendungen setzten sich wie folgt zusammen:

in Mio. € 2022 2021
Löhne und Gehälter - 239,8 - 234,8
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses:
Aufwendungen aus leistungs- orientierten Plänen (vgl. Tz. 26) - 2,0 - 2,4
Aufwendungen aus beitragsorientierten Plänen - 17,3 - 16,7
Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses - 3,0 - 2,7
Sonstige Leistungen - 34,0 - 31,9
Summe Personalaufwand - 296,1 - 288,5

Der Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne betrifft im Wesentlichen die Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung. Die „sonstigen Leistungen“ enthalten Arbeitgeberbeiträge zur Krankenversicherung, Beiträge zu Berufsgenossenschaften und ähnliche Aufwendungen. Durchschnittlicher Personalbestand

ANZAHL DER MITARBEITER:INNEN
2022 2021
Lohnempfänger:innen 3.519 3.467
Gehaltsempfänger:innen 3.259 3.304
Durchschnittlicher Stand 6.778 6.771

Vom gesamten Personalbestand sind 2.521 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 2.496) in Deutschland und 4.257 Mitarbeiter:innen (Vorjahr: 4.275) im Ausland beschäftigt. Die Unternehmensbereiche beschäftigen:

ANZAHL DER MITARBEITER:INNEN
2022 2021
Bad & Wellness 4.421 4.363
Dining & Lifestyle 1.855 1.889
Übergreifend 502 519
Durchschnittlicher Stand 6.778 6.771

48.SONSTIGE STEUERN Der Aufwand aus den sonstigen Steuern betrug im Berichtszeitraum -4,0 Mio. € (Vorjahr: -3,7 Mio. €). Auf Gesellschaften mit Sitz in Deutschland entfielen – 1,0 Mio. € (Vorjahr: -0,9 Mio. €) und auf ausländische Konzerngesellschaften -3,0 Mio. € (Vorjahr: -2,8 Mio. €). Unter „sonstige Steuern“ werden hauptsächlich Aufwendungen aus der Grundsteuer in Höhe von -1,7 Mio. € (Vorjahr: - 1,7 Mio. €) ausgewiesen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN- KAPITALFLUSSRECHNUNG 49.CASHFLOW AUS Der BETRIEBLICHEn TÄTIGKEIT Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit wird nach der indirekten Methode ermittelt. Dabei wird das Konzernergebnis nach Steuern um zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge, wie zum Beispiel Abschreibungen, korrigiert, und es werden die zahlungswirksamen Veränderungen des operativen Vermögens berücksichtigt. Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit des Geschäftsjahres 2022 betrug 54,1 Mio. € (Vorjahr: 73,8 Mio. €). Dieser Cashflow war vor allem durch das hervorragende Konzernergebnis (71,5 Mio. €) geprägt. Darüber hinaus trug der Aufbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (16,9 Mio. €) und der sonstigen Verbindlichkeiten (13,2 Mio. €) – hier hauptsächlich durch höhere erhaltene Anzahlungen und Boni-Verbindlichkeiten zur Verbesserung des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit bei. Gegenläufige Effekte resultierten aus dem Aufbau der Vorräte (49,0 Mio. €), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13,0 Mio. €) und gezahlten Steuern in Höhe von 18,2 Mio. €. Darüber hinaus trug der Abbau der langfristigen Rückstellungen zu einer Verringerung des operativen Cashflows bei. Die Zeile „sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen“ enthält:

in Mio. € 2022 2021
Zinsen aus der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1,8 1,4
Aufwendungen/Erträge aus latenter Steuer 0,4 - 1,0
Zuführungen zu den Steuerrückstellungen 9,7 15,2
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge - 0,8 - 0,5
Summe 11,1 15,1

50.CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von ‑19,2 Mio. € (Vorjahr: ‑75,9 Mio. €) umfasste hauptsächlich die Auszahlungen für die im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Investitionen in Sachanlagen sowie immaterielle Vermögenswerte in Höhe von ‑36,7 Mio. € (Vorjahr: ‑25,7 Mio. €) sowie in langfristige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von ‑3,2 Mio. € (Vorjahr: ‑15,7 Mio. €) (vgl. Tz. 10). Gegenläufige Effekte ergaben sich aus Einzahlungen von Anlagenabgängen in Höhe von 4,3 Mio. € (Vorjahr: 5,0 Mio. €) sowie Einzahlungen aus fälligen Anlagen die im Vorjahr zur Vermeidung von Verwahrentgelten getätigt wurden (15,0 Mio. €) (vgl. Tz. 14). Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr die dritte Kaufpreisrate aus dem im Geschäftsjahr 2020 erfolgten Verkauf der mexikanischen Sanitärfabrik in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) an uns gezahlt. 51.CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug ‑69,0 Mio. € (Vorjahr: ‑33,5 Mio. €). Hauptsächlich enthalten sind hier Auszahlungen zur Tilgung von Leasingverbindlichkeiten in Höhe von ‑18,2 Mio. € (Vorjahr: ‑14,4 Mio. €) sowie die während des Geschäftsjahres 2022 getätigte Dividendenzahlung in Höhe von insgesamt ‑25,8 Mio. € (Vorjahr: ‑13,8 Mio. €). Darüber hinaus kam es zu Auszahlungen für die Rückzahlung von Darlehen in Höhe von ‑24,9 Mio. € (Vorjahr: ‑4,9 Mio. €). 52.ZAHLUNGSMITTELBESTAND Der Zahlungsmittelbestand beträgt zum Bilanzstichtag 226,6 Mio. € (Vorjahr: 264,1 Mio. €) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 37,5 Mio. € gesunken.

Geschäftsbericht 2022
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ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERN- SEGMENTBERICHT 53.KONZERN-SEGMENTBERICHT Der Villeroy&Boch-Konzern ist in die nachfolgend beschriebenen operativen Unternehmensbereiche gegliedert, die die Konzernaktivitäten rund um unser Produktgeschäft bündeln. Die Unternehmensbereiche entsprechen der internen Organisations- und Berichtsstruktur und stellen die berichtspflichtigen Geschäftssegmente im Sinne des IFRS 8 dar. Der Unternehmensbereich Bad&Wellness stellt Sanitärkeramik, keramische Küchenspülen, Badmöbel, Bade- und Duschwannen, Whirlpools, Armaturen (für Bad und Küche) sowie Zubehör her. Unter anderem Dusch-WCs, Installationssysteme, Outdoor-Whirlpools und Accessoires runden die Produktpalette ab. Der Unternehmensbereich Dining&Lifestyle umfasst ein komplettes Sortiment aus Geschirr, Glas und Besteck für den stilvoll gedeckten Tisch, außerdem Wohnaccessoires, Geschenkartikel und durchdachte To-Go-Lösungen aus Porzellan. Das Betriebsergebnis der Unternehmensbereiche stellt neben den Nettoumsatzerlösen die zentrale Kenngröße dar, um Entscheidungen über die Ressourcenverteilung zu treffen und die Ertragskraft der Unternehmensbereiche zu bestimmen. Darüber hinaus wird zur Messung der Ertragsstärke des Konzerns sowie der einzelnen Unternehmensbereiche die rollierende operative Nettovermögensrendite verwendet. Diese ergibt sich aus dem operativen Nettovermögen zum Monatsende als Durchschnittswert der letzten zwölf Monate in Relation zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (vor Aufwendungen der Zentralbereiche). Die Konzernfinanzierung und die Ertragsteuern werden konzerneinheitlich gesteuert und nicht den einzelnen Unternehmensbereichen zugeordnet. Die Verrechnungspreise zwischen den Unternehmensbereichen werden anhand marktüblicher Konditionen ermittelt. Die Unternehmensbereiche des Villeroy&Boch-Konzerns erzielten folgende Umsatzerlöse:

Umsatzerlöse aus Warenverkäufen an externe Kund:innen Erlöse aus dem Lizenzgeschäft Erlöse zwischen den Segmenten Summe
in Mio. € 2022 2021 2022 2021 2022 2021 2022 2021
Bad & Wellness 661,6 629,1 0,3 0,3 – – 661,9 629,4
Dining & Lifestyle 328,5 311,3 0,9 1,4 – – 329,4 312,7
Überleitung/Sonstige – – 3,2 2,9 – – 3,2 2,9
Summe der Segmenterlöse 990,1 940,4 4,4 4,6 – – 994,5 945,0
Eliminierungen – – – – – – – –
Konsolidierte Umsatzerlöse 990,1 940,4 4,4 4,6 – – 994,5 945,0

Das Betriebsergebnis der beiden Unternehmensbereiche wurde wie folgt als operatives Segmentergebnis (EBIT) ermittelt:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Bad & Wellness 67,3 64,2
Dining & Lifestyle 30,9 28,6
Nicht-operatives Ergebnis (1) - 1,4 - 2,3
Operatives Ergebnis (EBIT) 96,8 90,5
Finanzergebnis (vgl. Tz. 40 und 41) - 1,5 - 5,0
Ergebnis vor Steuern 95,3 85,5
Ertragsteueraufwand (vgl. Tz. 42) - 23,8 - 25,0
Konzernergebnis 71,5 60,5

(1)Für die Veränderung des nicht operativen Ergebnisses vgl. Lagebericht; Ertragslage. Den Unternehmensbereichen wurden die folgenden Vermögenswerte und Schulden zugeordnet:

Vermögenswerte Schulden Nettovermögen
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Bad & Wellness 403,3 369,41) 189,1 170,41) 214,2 199,0
Dining & Lifestyle 198,2 166,8 88,7 79,8 109,5 87,0
Überleitung 378,7 425,5 329,9 404,4 48,8 21,1
Summe 980,2 961,7 607,7 654,6 372,5 307,1

(1)Änderung Bilanzierung Emissionsrechte gemäß IAS 8.14 (Erläuterungen siehe Kapitel 6.1.1 Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze) Das rollierende operative Nettovermögen der beiden Unternehmensbereiche stellte sich zum Berichtszeitpunkt wie folgt dar:

rollierende Vermögenswerte rollierende Schulden rollierendes Nettovermögen
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Bad & Wellness 400,4 376,7 189,8 173,0 210,6 203,7
Dining & Lifestyle 185,4 156,3 84,5 77,7 100,9 78,6
Summe 585,8 533,0 274,3 250,7 311,5 282,3

Das Segmentvermögen umfasst immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Nutzungsrechte, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Vermögenswerte. In den Segmentschulden werden Rückstellungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Leasingverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten berücksichtigt. Die Überleitung enthält im Wesentlichen Finanzanlagen, Zahlungsmittel, als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, latente Steueransprüche, Pensionsrückstellungen, Finanzverbindlichkeiten und latente Steuerschulden. Sonstige Segmentinformationen

Zugänge von immateriellen Werten und Sachanlagen Zugänge an Nutzungsrechten Summe
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Bad & Wellness 25,6 25,1 8,5 3,6 34,1 28,7
Dining & Lifestyle 11,1 7,7 13,0 7,2 24,1 14,9
Summe 36,7 32,8 21,5 10,8 58,2 43,6
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Planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Werte und Sachanlagen Planmäßige Abschreibungen auf Nutzungsrechten Summe
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Bad & Wellness - 19,9 - 19,6 - 5,6 - 5,1 - 25,5 - 24,7
Dining & Lifestyle - 5,4 - 5,5 - 9,6 - 9,3 - 15,0 - 14,8
Summe - 25,3 - 25,1 - 15,2 - 14,4 - 40,5 - 39,5

Die planmäßigen Abschreibungen betreffen die den einzelnen Unternehmensbereichen zugeordneten immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte. Die Sonderabschreibungen entfielen mit 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) auf den Unternehmensbereich Bad&Wellness (vgl. Tz. 45). Auf den Unternehmensbereich Dining&Lifestyle entfielen im aktuellen Geschäftsjahr Sonderabschreibungen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €) (vgl. Tz. 45). Die Umsatzerlöse mit externen Kund:innen und die langfristigen Vermögenswerte gliederten sich nach dem Sitz der jeweiligen Landesgesellschaft:

Umsatzerlöse aus Warenver- käufen an externe Kund:innen Langfristige Vermögenswerte *
in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021 31.12.2022 31.12.2021
Deutsche Konzerngesellschaften 503,7 469,2 98,8 90,4
Gesellschaftssitz im übrigen Euroraum 148,3 144,4 43,8 41,2
Gesellschaftssitz außerhalb des Euroraums 338,1 326,8 115,0 126,2
Summe 990,1 940,4 257,6 257,8

gemäß IFRS 8.33 (b)

Villeroy & Boch AG
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65

SONSTIGE ERLÄUTERUNGEN 54.FINANZINSTRUMENTE Die Bilanzierung der originären und derivaten Finanzinstrumente richtet sich nach ihrer Zuordnung zu den vier Bewertungskategorien des IFRS 9. Im Villeroy&Boch-Konzern werden im Berichtszeitraum folgende Bewertungskategorien genutzt: Zu „fortgeführten Anschaffungskosten“ werden Fremdkapitalinstrumente, wie beispielsweise Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Bankguthaben und Lieferantenverbindlichkeiten, bilanziert, die vorrangig zur Erzielung von vertraglich vereinbarten Zahlungsströmen gehalten werden und deren Zahlungsströme sich auf die Verzinsung und die Tilgung eines ausstehenden Nominalwertes beziehen. Als „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ werden Fremdkapitalinstrumente bilanziert, die bis zur Endfälligkeit gehalten werden sollen und nur Zins und Tilgung enthalten. Ein Verkauf ist grundsätzlich nicht ausgeschlossen. Eigenkapitalinstrumente, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, sind ebenfalls „erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert“ bilanziert. Die Wertänderung zwischen zwei Bilanzstichtagen wird erfolgsneutral in den Rücklagen erfasst. Die im Laufe der Zeit in den Rücklagen angesammelten Gewinne und Verluste werden bei Ausbuchung eines Fremdkapitalinstrumentes in die Erfolgsrechnung umgegliedert (sog. „Recycling“). Bei der Ausbuchung eines Eigenkapitalinstruments werden die angesammelten Gewinne und Verluste in die Gewinnrücklage umgegliedert. Alle übrigen Finanzinstrumente werden „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ bilanziert. Positive und negative Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes werden grundsätzlich über die Erfolgsrechnung erfasst. Als „Sicherungsgeschäfte“ werden im Villeroy&Boch-Konzern Finanzderivate ausschließlich zur Risikominderung einer geplanten operativen Transaktion (Cashflow-Hedge) eingesetzt. In der Bilanz sind diese mit ihren beizulegenden Zeitwerten erfasst. Zu Beginn der Sicherungsbeziehung wird die Verbindung zwischen dem Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert. Wertänderungen des beizulegenden Zeitwertes, die sich nach Maßgabe von IFRS 9 als effektiv erweisen, werden im Eigenkapital ausgewiesen. Effektivität bedeutet, dass die Marktwertänderung des abgesicherten Grundgeschäftes durch gegenläufige Zeitwertänderungen des Sicherungsinstrumentes ausgeglichen wird. Die zunächst im Eigenkapital kumulierten Wertänderungen werden später in dem Zeitraum ergebniswirksam ausgewiesen, in dem sich das abgesicherte Grundgeschäft auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirkt. Ineffektive Anteile der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden bei Auftreten sofort ergebniswirksam erfasst. Inventar der Finanzinstrumente In der Villeroy&Boch-Konzernbilanz sind folgende Finanzinstrumente gemäß IFRS 9 enthalten: Auf der Aktivseite der Bilanz werden Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen (Tz. 16), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Tz. 13), sonstige finanzielle Vermögenswerte (Tz. 10) und sonstige Vermögenswerte (Tz. 14) zu Anschaffungskosten nach IFRS 9 bilanziert. Ausgenommen hiervon sind: a) Sonstige finanzielle Vermögenswerte in Höhe von 39,7 Mio. € (Vorjahr: 45,9 Mio. €), die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Tz. 10) sowie 7,5 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio. €) die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. b) Sonstige Vermögenswerte in Höhe von 11,5 Mio. € (Vorjahr: 13,9 Mio. €), die nicht nach IFRS 9 bilanziert werden, und 5,4 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) an Cashflow-Hedges, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bei den nicht nach IFRS 9 bilanzierten sonstigen Vermögenswerten handelt es sich um Steuerforderungen, Vertragsvermögenswerte, geleistete Anzahlungen und aktive Rechnungsabgrenzungsposten (vgl. Tz. 14). Auf der Passivseite der Bilanz werden Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Tz. 32), Finanzverbindlichkeiten (Tz. 29) und sonstige Verbindlichkeiten (Tz. 31) zu Anschaffungskosten nach IFRS 9 bilanziert. Ausgenommen hiervon sind: c) Sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 33,6 Mio. € (Vorjahr: 42,9 Mio. €), die nicht nach IFRS 9 bilanziert werden, und 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €) an Cashflow-Hedges, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Bei den nicht nach IFRS 9 bilanzierten sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Personalverbindlichkeiten, Vertragsverbindlichkeiten, sonstige Steuerverbindlichkeiten und passive Rechnungsabgrenzungsposten (vgl. Tz. 31). Aufgrund der kurzen Laufzeiten der flüssigen Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Forderungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Verbindlichkeiten wird angenommen, dass die beizulegenden Zeitwerte den Buchwerten entsprechen. Die beizulegenden Zeitwerte der sonstigen Forderungen sowie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen werden als Barwerte der erwarteten zukünftigen Zahlungen ermittelt. Zur Diskontierung werden auf die jeweilige Anlagedauer bezogene, marktübliche Zinssätze verwendet. Die beizulegenden Zeitwerte der Devisentermingeschäfte und Fremdwährungspositionen werden anhand der Marktpreise zum Bilanzstichtag bestimmt. Grundlage der Fair-Value-Bewertung Die beizulegenden Zeitwerte der bilanzierten Finanzinstrumente wurden, wie im Vorjahr, bei Sicherungsgeschäften auf Basis von Marktpreisen der den Derivaten zugrundeliegenden Parameter, wie zum Beispiel Tages- und Terminkurse sowie Zinsstrukturkurven, ermittelt. Börsenkurse werden bei der Bewertung von den Wertpapieren des Förderfonds und der freien Kapitalanlage (vgl. Tz. 10) genutzt. Diese stellen Eingangsparameter der Stufe 1 im Sinne der Fair-Value-Hierarchie des IFRS 13 dar. Die Bewertung der sonstigen finanziellen Vermögenswerte, die zum Großteil erfolgsneutral zum Fair Value bewertet werden, erfolgte auf Stufe 2. Management von Finanzinstrumenten Gemeinsames Kennzeichen aller originären und derivativen Finanzinstrumente ist ein zukünftiger Anspruch auf Zahlungsmittel. Entsprechend unterliegt der Villeroy&Boch-Konzern insbesondere Risiken aus der Volatilität von Wechselkursen, Zinssätzen und Marktpreisen. Um diese Marktrisiken zu begrenzen, besteht innerhalb des Villeroy&Boch-Konzerns ein funktionsfähiges und wirksames Risikomanagementsystem mit einer klaren funktionalen Organisation. Weitere Informationen zum implementierten Risikomanagementsystem werden im Abschnitt „Risikomanagementsystem“ des Konzernlageberichts beschrieben. Management der Währungskursrisiken Unter dem Währungsrisiko versteht man die Unsicherheit, dass der beizulegende Zeitwert (Fair Value) oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Wechselkursänderungen schwanken. Zur Absicherung setzt der Villeroy&Boch-Konzern Devisentermingeschäfte ein. Hauptsächlich werden hierbei zukünftige Transaktionen in Schweizer Franken, ungarischen Forint und rumänischen Leu abgesichert. Die durchschnittlichen Sicherungskurse pro EUR betragen dabei 0,98 CHF, 424,37 HUF und 5,46 RON. Die Vorgehensweise bei der Absicherung von Währungsschwankungen wird im Lagebericht im Kapitel „Management von Währungsrisiken“ beschrieben. Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 werden Devisentermingeschäfte wie folgt ausgeführt:

Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
in Mio. € Transaktions- volumen Marktwert- änderungen Transaktions- volumen Marktwert- änderungen
Innerhalb der nächsten drei Monate 25,7 0,9 2,4 0,1
In drei bis sechs Monaten 34,6 0,9 3,8 0,1
In sechs bis zwölf Monaten 42,9 1,6 8,8 0,2
Nach zwölf Monaten 19,0 0,8 44,8 6,0
Summe 122,2 4,2 59,8 6,4

Der Villeroy&Boch-Konzern bilanzierte zum Bilanzstichtag des Vorjahres folgende Transaktionen:

Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
in Mio. € Transaktions- volumen Marktwert- änderungen Transaktions- volumen Marktwert- änderungen
Innerhalb der nächsten drei Monate 9,3 0,3 19,2 0,8
In drei bis sechs Monaten 8,6 0,2 17,4 0,7
In sechs bis zwölf Monaten 11,7 0,3 43,8 1,5
Nach zwölf Monaten 6,4 0,1 39,9 5,0
Summe 36,0 0,9 120,3 8,0

Zum Bilanzstichtag sind rund 30 % der geplanten Fremdwährungsumsätze in verschiedenen Währungen noch ungesichert. Im Wesentlichen sind hier die Fremdwährungen Chinesischer Yuan, Schwedische Krone, Norwegische Krone, US-Dollar und Britisches Pfund betroffen. Bei einer Änderung der jeweiligen Kursnotierungen um +/- 10 % und unter der theoretischen Annahme, dass alle übrigen Variablen konstant geblieben wären, würden zum 31. Dezember 2022 die bilanzierten Buchwerte um 4,0 Mio. € (Vorjahr: 5,6 Mio. €) steigen bzw. sinken. Auf die Erfolgsrechnung des Berichtsjahres hätten diese beiden Szenarien einen entsprechenden Einfluss. Management der Rohstoffpreisrisiken Unter dem Rohstoffpreisrisiko versteht man die Unsicherheit, dass der beizulegende Zeitwert (Fair Value) oder die künftigen Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Die Sicherungsstrategie des Villeroy&Boch-Konzerns wird im Konzernlagebericht im Kapitel „Management der sonstigen Preisänderungsrisiken“ beschrieben. Aus den bestehenden Rohstoff-Swaps auf Messing und Gas werden folgende Zahlungsströme nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 fällig. Dabei liegt der durchschnittliche Absicherungspreis für Gas bei 93,66 € pro MWh und der durchschnittliche Absicherungspreis für Messing bei 5.590 € pro Tonne:

Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
in Mio. € Transaktions- volumen Marktwert- änderungen Transaktions- volumen Marktwert- änderungen
Innerhalb der nächsten drei Monate 1,4 0,3 4,3 1,1
In drei bis sechs Monaten 1,4 0,2 1,9 0,4
In sechs bis zwölf Monaten 2,8 0,5 3,8 0,9
Nach zwölf Monaten 4,5 0,3 5,5 0,4
Summe 10,1 1,3 15,5 2,8

Der Villeroy&Boch-Konzern bilanzierte zum Bilanzstichtag des Vorjahres folgende Transaktionen:

Vermögenswerte zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag
in Mio. € Transaktions- volumen Marktwert- änderungen Transaktions- volumen Marktwert- änderungen
Innerhalb der nächsten drei Monate 1,2 0,5 – –
In drei bis sechs Monaten 1,6 0,6 – –
In sechs bis zwölf Monaten 3,0 1,2 0,1 –
Nach zwölf Monaten 1,5 0,2 – –
Summe 7,3 2,5 0,1 0,0

Auf Basis der Produktionsplanung besteht zum Bilanzstichtag eine ungesicherte Messingposition von insgesamt 3.920 Tonnen für die nachfolgenden vier Geschäftsjahre (Vorjahr:  3.192 Tonnen). Bei einer Änderung der Messingnotierung um +/- 10 % und unter der theoretischen Annahme, dass alle übrigen Variablen konstant geblieben wären, würden zum 31. Dezember 2022 die bilanzierten Buchwerte um 2,1 Mio. € (Vorjahr: 2,0 Mio. €) steigen bzw. sinken. Auf die Erfolgsrechnung 2022 hätten diese beiden Szenarien wie im Vorjahr keinen Einfluss. Auf Basis der Planung besteht zum Bilanzstichtag eine ungesicherte Gasposition von insgesamt 305.197 MWh (Vorjahr: 71.780 MWh) für das nachfolgende Geschäftsjahr. Bei einer Änderung des Gaspreises um +/- 10 % und unter der theoretischen Annahme, dass alle übrigen Variablen konstant geblieben wären, würden zum 31. Dezember 2022 die bilanzierten Buchwerte um 2,6 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) steigen bzw. sinken. Auf die Erfolgsrechnung 2022 hätten diese beiden Szenarien wie im Vorjahr keinen Einfluss. Das allgemeine Beschaffungsmarktrisiko wird im Lagebericht erörtert. Management der Zinsänderungsrisiken Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man die Unsicherheit, dass der beizulegende Zeitwert (Fair Value) oder die künftigen Zahlungen eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Die eingesetzte Managementmethode wird im Konzernlagebericht im Kapitel „Management der Zinsänderungsrisiken“ beschrieben. Aus den bestehenden Zinspositionen ist der Villeroy&Boch-Konzern marktbedingten Schwankungen ausgesetzt. Bei einer theoretischen Änderung der Zinssätze im Geschäftsjahr 2022 um +/- 50 Basispunkte wäre das Finanzergebnis gemäß einer Sensitivitätsanalyse vor Steuereffekten um 0,3 Mio. € (Vorjahr: +/- 0,2 Mio. €) gestiegen bzw. gesunken, wenn alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Eine Zinssatzänderung um +/- 100 Basispunkte bei den fix- und variabel verzinslichen Anleihen im Wertpapierbestand (vgl. Tz. 10) würde zu einer Änderung des beizulegenden Werts und des Finanzergebnisses in Höhe von 0,5 Mio. € führen, wenn alle anderen Variablen konstant geblieben wären. Management der Ausfall- und Bonitätsrisiken Ausfall- und Bonitätsrisiken bezeichnen die Unsicherheit, dass eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nachkommt, wie zum Beispiel bei Kund:innen im Rahmen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen oder bei Kreditinstituten im Rahmen von Geldanlagen. Zur Minderung dieses Risikos hat der Villeroy&Boch-Konzern umfangreiche Maßnahmen ergriffen, die im Konzernlagebericht im Kapitel „Management der Ausfall- und Bonitätsrisiken“ dargestellt sind. Management der Liquiditätsrisiken Um sicherzustellen, dass der Villeroy&Boch-Konzern jederzeit zahlungsfähig und finanziell flexibel ist, wird eine ausreichende Liquiditätsreserve vorgehalten. Die Sicherungsstrategie wird im Konzernlagebericht im Kapitel „Management der Liquiditätsrisiken“ beschrieben. Zur Steuerung der Liquidität werden Finanzinstrumente in Form von Zahlungsmitteln (vgl. Tz. 16) und Kreditaufnahmen (vgl. Tz. 29) eingesetzt. Aufgrund der vertraglichen Laufzeiten der finanziellen Verbindlichkeiten wird mit folgenden Auszahlungen gerechnet:

Abfluss in folgenden Zeitbändern erwartet
in Mio. € Buchwert zum 31.12. Brutto Innerhalb von drei Monaten Vom vierten Monat bis einem Jahr Zwischen einem und fünf Jahren Später als in fünf Jahren
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 82,5 82,5 82,5 – – –
Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten (a) 110,3 130,3 22,7 20,8 86,8 –
Leasingverbindlichkeiten 37,9 39,0 3,3 9,3 23,4 3,0
Sonstige Verbindlichkeiten 87,4 87,4 57,4 3,1 26,9 –
Verbindlichkeiten aus Cashflow-Hedges (b) 8,0 120,5 19,2 61,4 39,9 –
Summe zum 31.12.2021 326,1 459,7 185,1 94,6 177,0 3,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 99,4 99,4 99,4 – – –
Kurz- und langfristige Finanzverbindlichkeiten (a) 85,4 101,4 24,8 0,6 76,0 –
Leasingverbindlichkeiten 41,9 44,2 3,6 9,8 26,7 4,1
Sonstige Verbindlichkeiten 95,1 95,1 82,0 11,5 1,6 –
Verbindlichkeiten aus Cashflow-Hedges (b) 9,2 75,2 6,8 18,2 50,2 –
Summe zum 31.12.2022 331,0 415,3 216,6 40,1 154,5 4,1

a) Im Zahlungsstrom der kurz- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten sind zukünftige Zinszahlungen in Höhe von 1,8 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €) berücksichtigt, die wirtschaftlich erst nach dem 31. Dezember 2022 anfallen werden. Kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 14,5 Mio. € (Vorjahr: 17,1 Mio. €) wurden in der Bilanz konsolidiert (vgl. Tz. 29). b) Dem Transaktionsvolumen der Verbindlichkeiten aus Cashflow-Hedges in Höhe von 63,8 Mio. € (Vorjahr: 120,5 Mio. €) stehen Gegeneffekte aus den jeweiligen Grundgeschäften gegenüber. Zum Bilanzstichtag wird ein Nettoeffekt in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €) erwartet, der dem Bilanzposten entspricht. In den nächsten drei Monaten sind hiervon 1,2 Mio. € (Vorjahr: 0,8 Mio. €) auszugleichen. In der Liquiditätsplanung werden die bilanzierten Verpflichtungen mit ihrem Zahlbetrag zum Fälligkeitstag angegeben. Hierbei werden die künftigen Zinsen berücksichtigt, die zum Bilanzstichtag nicht in der Bilanz enthalten sind, da diese erst in späteren Geschäftsjahren anfallen werden. Nachfolgend sind die finanziellen Vermögenswerte und Schulden aufgeführt, die Verrechnungsvereinbarungen unterliegen. Die mit unseren Banken abgeschlossenen Rahmenverträge für Finanztermingeschäfte regeln unter anderem, dass im Insolvenzfall eines Vertragspartners die bestehenden Kontrakte gekündigt und zum jeweiligen Marktwert ausgeglichen werden müssen. Sofern bei einem Vertragspartner mehrere Geschäfte abgerechnet werden, werden positive und negative Marktwerte saldiert und nur die verbleibende Spitze ausgeglichen. Zum 31. Dezember 2022 bestehen Vermögenswerte aus Finanztermingeschäften in Höhe von 5,5 Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus Finanztermingeschäften in Höhe von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €). Nach Saldierungen in Höhe von 3,8 Mio. € (Vorjahr:  0,7 Mio. €) verbleiben zum 31.12.2022 Vermögenswerte in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 2,6 Mio. €) und Verbindlichkeiten in Höhe von 4,5 Mio. € (Vorjahr: 7,0 Mio. €). Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten Im Berichtsjahr erzielte der Villeroy&Boch-Konzern aus dem Einsatz von originären und derivaten Finanzinstrumenten ein Nettoergebnis in Höhe von -3,0 Mio. € (Vorjahr: - 5,0 Mio. €). Hiervon entfielen -0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €) auf derivate Finanzinstrumente und –2,8 Mio. € (Vorjahr -5,7 Mio. €) auf originäre Finanzinstrumente. Im Wesentlichen enthält das Nettoergebnis aus originären Finanzinstrumenten Zinsaufwendungen aus der Kreditfinanzierung. 55.EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND HAFTUNGSVERHÄLTNISSE Im Villeroy&Boch-Konzern bestanden folgende Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Bürgschaften 0,8 0,9
Eventualverbindlichkeiten aus Mietverpflichtungen 0,3 0,5

Es sind die maximal übernommenen Bürgschaftsverpflichtungen angegeben, für die der Villeroy&Boch-Konzern höchstens in Anspruch genommen werden kann. Bürgschaften wurden im Wesentlichen von der Villeroy&Boch AG zugunsten von Kreditinstituten und Vermieter:innen gestellt. 56.SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN Zum Bilanzstichtag bestanden folgende finanzielle Verpflichtungen:

in Mio. € 31.12.2022 31.12.2021
Verpflichtungen aus vergebenen Aufträgen:
Für Investitionen in Sachanlagen 19,2 9,1
Für Investitionen in Nutzungsrechte 0,5 1,7
Für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 0,4 0,4

Die Verpflichtungen zum Erwerb von Sachanlagen in Höhe von 19,2 Mio. € entfielen mit einem Anteil von 54,4 % auf die Villeroy&Boch AG, gefolgt von der Villeroy&Boch Magyarország Kft. mit 23,3 % und der Villeroy&Boch Austria GmbH mit 4,5 %. Im Vorjahr entfiel auf die Villeroy&Boch AG 72,5 %, gefolgt von der Villeroy et Boch S.A.S. mit 6,8 % und der Villeroy&Boch Magyarország Kft. mit 6,5 %. Die Verpflichtungen zum Erwerb von Nutzungsrechten resultieren aus bereits unterschriebenen Leasingverträgen, bei denen das Objekt noch nicht zur Nutzung übergeben wurde (vgl. Tz. 30). 57.BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN Angaben zu nahestehenden Unternehmen Im Rahmen unseres operativen Geschäftes beziehen wir weltweit Materialien, Vorräte und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern. Unter diesen befinden sich auch solche, an denen der Villeroy&Boch-Konzern beteiligt ist, und Unternehmen, die mit Gesellschaften oder Organmitgliedern der Villeroy&Boch AG in Verbindung stehen. Die Villeroy&Boch AG mit Sitz in Deutschland ist das oberste beherrschende Unternehmen des Villeroy&Boch-Konzerns. Die Transaktionen zwischen der Villeroy&Boch AG und den Tochtergesellschaften sowie zwischen den einzelnen Tochtergesellschaften beziehen sich im Wesentlichen auf den Austausch von unfertigen und fertigen Erzeugnissen sowie Waren und Dienstleistungen. Entsprechend den Konsolidierungsgrundsätzen (vgl. Tz. 3) wurden diese eliminiert und werden an dieser Stelle nicht erläutert. Der Villeroy&Boch-Konzern bilanziert eine Gesellschaft nach der Equity-Methode (vgl. Tz. 9). Mit diesem deutschen Unternehmen bestehen keine Liefer- und Leistungsbeziehungen. Der Umfang von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten der assoziierten Gesellschaft war aus Sicht des Villeroy&Boch-Konzerns unwesentlich. Die Villeroy&Boch AG bilanziert unverändert drei Gesellschaften, die keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns besitzen, als sonstige finanzielle Vermögenswerte (vgl. Tz. 10). Die Villeroy&Boch AG hat an diese Gesellschaften im Geschäftsjahr hauptsächlich Produkte des Unternehmensbereiches Dining&Lifestyle im Wert von 12 T € (Vorjahr: 32 T €) geliefert. Als Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aktiviert der Konzern einen Saldo in Höhe von 3 T € (Vorjahr: 6 T €) (vgl. Tz. 13). Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung belaufen sich auf 199 T € (Vorjahr: 0 T €). Darüber hinaus werden Cash-Pooling-Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 194 T € (Vorjahr: 292 T €) gegenüber diesen Gesellschaften bilanziert. Diesen stehen Cash-Pooling-Forderungen in Höhe von 602 T € (Vorjahr: 582 T €) gegenüber. Im Berichtszeitraum wurden darüber hinaus keine weiteren Geschäfte von materieller Bedeutung mit nahestehenden Unternehmen abgeschlossen. Grundsätzlich erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. Angaben zu nahestehenden Personen Zur Gruppe der nahestehenden Personen gehören Aktionär:innen mit der Möglichkeit einer maßgeblichen Einflussnahme auf die Villeroy&Boch AG und Personen in Schlüsselpositionen sowie die Familienangehörigen dieser Personenkreise. Als Personen in Schlüsselpositionen gelten die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands. In der folgenden Tabelle werden sämtliche Bezüge dieser Personengruppe aufgeführt:

in Mio. € 2022 2021
Kurzfristig fällige Leistungen 5,3 4,2
Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses 2,2 1,9
Andere langfristig fällige Leistungen – 0,2
Summe 7,5 6,3

Innerhalb des Villeroy&Boch-Konzerns beschäftigte Familienangehörige dieses Personenkreises erhalten eine stellen- bzw. aufgabenorientierte Vergütung, die unabhängig von der Person des/der Stelleninhaber:in geleistet wird. Im Berichtszeitraum wurden keine weiteren Geschäfte von materieller Bedeutung mit nahestehenden Personen abgeschlossen. Grundsätzlich erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. 58.VERGÜTUNG VON AUFSICHTSRAT UND VORSTAND Vergütung des Aufsichtsrats Die Hauptversammlung der Gesellschaft hat am 1. April 2022 ein neues Vergütungssystem für die Aufsichtsratsmitglieder der Villeroy&Boch AG verabschiedet und die entsprechende Satzungsänderung beschlossen. Die Aufsichtsratsvergütung besteht daher seit dem 1. Januar 2022 satzungsgemäß aus einer reinen Festvergütung. Darüber hinaus haben die Mitglieder des Aufsichtsrats laut Satzung einen Anspruch auf die Erstattung der Ihnen durch die Tätigkeit entstandenen Auslagen. Die nachfolgenden Vergütungen werden zuzüglich einer eventuell anfallenden gesetzlichen Mehrwertsteuer gezahlt. Ein Vergütungsanspruch besteht nur pro rata temporis für die Dauer der Bestellung. Die feste jährliche Basisvergütung eines Mitglieds des Aufsichtsrats beträgt 40 T €. Zusätzlich erhält der Vorsitzende 80 T €, sein Stellvertreter 17 T €. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten pro Sitzung des Gesamtgremiums ein Sitzungsentgelt in Höhe von 2 T €. Die Vorsitzende des Prüfungsausschusses erhält 25 T €, der Vorsitzende des Investitionsausschusses 4 T € und der Vorsitzende des Personalausschusses 10 T €. Die Mitglieder des Investitionsausschusses erhalten jeweils 2,5 T € pro Jahr zusätzlich zur Basisvergütung. Die Mitglieder des Prüfungs- und Personalausschusses erhalten 3 T € zusätzlich. Nähere Infos zu den Grundzügen des Vergütungssystems sind im Vergütungsbericht nach § 162 AktG im Geschäftsbericht 2022 und im Internet unter dem Link https://www.villeroyboch-group.com/de/investor-relations/corporate-governance/verguetungssystem-des-vorstands.html dargestellt. Im Geschäftsjahr erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats der Villeroy&Boch AG im Rahmen der Mandatsausübung eine Gesamtvergütung in Höhe von 1,0 Mio. € ausgezahlt (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Hiervon entfielen 0,7 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) auf die fixe Basisvergütung, 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) auf Sitzungsgelder und 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) auf die variable Vergütung für ihre Tätigkeit im Vorjahr, die im Berichtsjahr ausgezahlt wurde. Im Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2022 wurden insgesamt 992 T € als Aufwand für Aufsichtsratsbezüge erfasst (Vorjahr: 883 T €). Neben dem gezahlten Fixum und den Sitzungsgeldern 2022 enthält der Aufwand Versicherungsbeiträge in Höhe von 195 T € (Vorjahr: 172 T €). Der Vorjahresbetrag enthält darüber hinaus den variablen Vergütungsanteil für das Geschäftsjahr 2021. Vergütung des Vorstands Im Geschäftsjahr 2022 ist ein Aufwand in Höhe von 3.763 T € (Vorjahr: 4.386 T €) in der Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Der Aufwand setzt sich aus 1.753 T € (Vorjahr: 1.637 T €) fixen und 1.866 T € (Vorjahr: 2.430 T €) variablen Gehaltskomponenten sowie Aufwendungen für Pensionsanwartschaften und ähnlicher Verpflichtungen aktiver Vorstände in Höhe von 144 T € (Vorjahr: 319 T €) zusammen. Die variable Gehaltskomponente besteht aus einer einjährigen Vergütung in Höhe von 850 T € (Vorjahr: 1.141 T €) und einer mehrjährigen Vergütung in Höhe von 1.016 T € (Vorjahr: 1.289 T €). In dem Fixum ist ein Sachbezug in Höhe von 78 T € (Vorjahr: 78 T €) enthalten, inklusive Versicherungsbeiträge in Höhe von 4 T € (Vorjahr: 4 T €). Für ehemalige Mitglieder des Vorstands bestehen Pensionsrückstellungen in Höhe von 14.712 T € (Vorjahr: 18.617 T €). Im Geschäftsjahr bezogen ehemalige Mitglieder des Vorstands Renten in Höhe von 2.054 T € (Vorjahr: 1.626 T €).

Geschäftsbericht 2022
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66

59.HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS Die Honorare für den Abschlussprüfer Ernst&Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gliederten sich wie folgt auf:

in Mio. € 2022 2021
Abschlussprüfung 0,5 0,4
Andere Bestätigungsleistungen 0,1 0,0
Steuerberatungsleistungen – 0,1
Sonstige Leistungen 0,0 0,0

Die Honorare für andere Bestätigungsleistungen fielen für die Prüfung des Vergütungsberichts sowie für die freiwillige Prüfung des Nachhaltigkeitsberichts an. Im Vorjahr wurden steuerliche Beratungsleistungen im Rahmen eines Projekts zur Steigerung der Zahlungsmittel, der Fremdfinanzierungsfähigkeit sowie des Unternehmenswerts in Anspruch genommen. 60.ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AKTG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2022 wurde von Vorstand und Aufsichtsrat der Villeroy&Boch AG am 30. Dezember 2022 abgegeben. Die Entsprechenserklärung ist auf der Internetseite https://www.villeroyboch-group.com/de/ dauerhaft zugänglich. 61.EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG Es liegen aktuell keine Ereignisse von besonderer Bedeutung vor, die nach Abschluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.

Geschäftsbericht 2022
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62.ANTEILSBESITZLISTE Im Folgenden wird die Aufstellung des Anteilsbesitzes des Villeroy&Boch-Konzerns gemäß § 313 Abs. 2 HGB * aufgeführt:

in % Vollkonsolidierte Beteiligungen Beteiligung Villeroy & Boch AG
Inland Unmittelbar Mittelbar Insgesamt
1. Gästehaus Schloss Saareck Betreibergesellschaft mbH, Mettlach (1) 100 – 100
2. Heinrich Porzellan GmbH, Selb (1) 100 – 100
3. Hol Badshop und Service GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
4. INTERMAT – Beteiligungs- und Vermittlungsgesellschaft mbH, Mettlach (1) 100 – 100
5. Keraco GmbH, Wadgassen 100 – 100
6. Sales Design Vertriebsgesellschaft mbH, Merzig (1) 100 – 100
7. Sanipa Badmöbel Treuchtlingen GmbH, Treuchtlingen (1) 100 – 100
8. V & B International GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
9. VilboCeram GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
10. Villeroy & Boch Creation GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
11. Villeroy & Boch Gastronomie GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
12. Villeroy & Boch Interior Elements GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
13. Villeroy & Boch K-Shop GmbH, Mettlach (1) 100 – 100
Ausland Unmittelbar Mittelbar Insgesamt
14. Argent Australia Pty. Ltd., Brisbane (Australien) 45,36 – 45,36
15. Delfi Asset S.A., Luxemburg (Luxemburg) – 100 100
16. EXCELLENT INTERNATIONAL HOLDINGS LIMITED, Hongkong (China) 100 – 100
17. Kiinteistö Oy, Helsinki (Finnland) – 100 100
18. Mondial S.A., Lugoj (Rumänien) 99,5 – 99,5
19. Ucosan B.V., Roden (Niederlande) 100 – 100
20. V AND B SOUTH AFRICA PTE LTD., Claremont (Südafrika) 100 – 100
21. Vilbomex S.A. de C.V., Ramos Arizpe (Mexiko) – 100 100
22. Vilbona Mexiko S.A. de C.V., Ramos Arizpe (Mexiko) – 100 100
23. Villeroy & Boch (Schweiz) AG, Lenzburg (Schweiz) – 100 100
24. Villeroy & Boch (Thailand) Co. Ltd., Saraburi (Thailand) 16,51 83,49 100
25. Villeroy & Boch (U.K.) Ltd., London (Vereinigtes Königreich) – 100 100
26. Villeroy & Boch Arti della Tavola S.r.l., Mailand (Italien) 0,2 99,80 100
27. Villeroy & Boch Asia Pacific Pte. Ltd., Singapur (Singapur) 100 – 100
28. Villeroy & Boch Australia Pty. Ltd., Brookvale (Australien) – 100 100
29. Villeroy & Boch Austria GmbH, Mondsee (Österreich) 100 – 100
30. Villeroy & Boch Belgium S.A., Brüssel (Belgien) 99,99 0,01 100
31. Villeroy & Boch Danmark A / S, Rødovre (Dänemark) – 100 100
32. Villeroy & Boch Gustavsberg AB, Gustavsberg (Schweden) 100 – 100
33. Villeroy & Boch Gustavsberg Oy, Helsinki (Finnland) – 100 100
34. Villeroy & Boch Hogar S.L., Barcelona (Spanien) 44 56 100
35. Villeroy & Boch Magyarország Kft., Hódmezövásárhely (Ungarn) 100 – 100
36. Villeroy & Boch MC S.à r.l. , Monaco (Monaco) 99,99 0,01 100
37. Villeroy & Boch Norge AS, Lorenskog (Norwegen) – 100 100
38. Villeroy & Boch OOO, Moskau (Russland) 100 – 100
39. Villeroy & Boch Polska Sp. z o.o., Warschau (Polen) – 100 100
40. Villeroy & Boch S.à r.l., Faiencerie de Septfontaines-lez-Luxembourg, Luxemburg (Luxemburg) 100 – 100
41. Villeroy & Boch Sales India Private Limited, Mumbai (Indien) 99,99 0,01 100
42. Villeroy & Boch Tableware (Far East) Ltd., Hongkong (China) – 100 100
43. Villeroy & Boch Tableware B.V., Oosterhout (Niederlande) 100 – 100
44. Villeroy & Boch Tableware Ltd., Toronto (Kanada) – 100 100
45. Villeroy & Boch Trading (Shanghai) Co. Ltd., Shanghai (China) 100 – 100
46. Villeroy & Boch Ukraine TOV, Kiew (Ukraine) 100 – 100
47. Villeroy & Boch USA Inc., New Jersey (USA) – 100 100
48. Villeroy & Boch Wellness N.V., Roeselare (Belgien) 99,99 0,01 100
49. Villeroy et Boch Arts de la Table S.A.S., Paris (Frankreich) – 100 100
50. Villeroy et Boch S.A.S., Paris (Frankreich) 100 – 100
51. Villeroy et Boch Valence d´Agen S.A.S., Valence d´Agen (Frankreich) – 100 100
Anteile an verbundenen, nichtkonsolidierten Unternehmen Unmittelbar Mittelbar Insgesamt
52. Villeroy & Boch Innovations GmbH, Mettlach (Deutschland) 100,00 – 100
53. Villeroy & Boch Ventures GmbH, Mettlach (Deutschland) – 100 100
54. Wabu GmbH, München (Deutschland) – 100 100

(1)Für diese Gesellschaft wird § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. *Bei einer inländischen Beteiligung wird § 313 Abs. 3 S.4 HGB angewendet.

Villeroy & Boch AG
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63.ENTWICKLUNGEN INNERHALB DES IFRS-REGELWERKS Folgende Verlautbarungen des internationalen Standard-Setters International Accounting Standards Board (IASB) wurden von der EU im Rahmen des sogenannten Endorsement-Verfahrens übernommen und sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2021 beginnen, verpflichtend anzuwenden:

Standard Name
IFRS 3 Reference to the Conceptual Framework
IAS 37 Onerous Contracts Costs of Fulfilling a Contract
IAS 16 PP&E: Proceeds before Intended Use
IFRS/IAS 1/9/16/41 Jährliche Verbesserungen an IFRS 1, IFRS 9, IFRS 16, IAS 41

Alle oben genannten von der EU übernommenen Verlautbarungen des IASB waren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 verpflichtend anzuwenden. Wie bereits im Geschäftsbericht 2021 dargestellt, hatten die oben genannten Änderungen keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Villeroy&Boch-Konzern. Folgende Verlautbarungen des IASB wurden von der EU übernommen und waren für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022 noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Standard Name
Neue Standards
IFRS 17 IFRS 17 Versicherungsverträge einschließlich der Änderungen an IFRS 17 (EU-Endorsement im November 2021)
Änderungen und Ergänzungen an bestehenden Standards
IAS 1 Offenlegung von Rechnungslegungsgrundsätzen (EU-Endorsement im März 2022)
IFRS 17 Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichende Informationen
IAS 8 Definition von Schätzungen in der Rechnungslegung (EU-Endorsement im Juni 2021)
IAS 12 Latente Steuern im Zusammenhang mit Vermögenswerten und Verbindlichkeiten aus einem einzigen Geschäftsvorfall (EU-Endorsement im Juni 2021)

Im Geschäftsjahr 2022 kam es zu mehreren Änderungen bzw. Ergänzungen an bestehenden Standards, die schon von der EU übernommen waren, aber für das abgelaufene Geschäftsjahr noch nicht verpflichtend anzuwenden waren. Die Änderung an IFRS 17 „Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 Vergleichende Informationen,“ betrifft Unternehmen, die IFRS 17 und IFRS 9 gleichzeitig zum ersten Mal anwenden. Unternehmen ist es nun gestattet, Vergleichsinformationen über einen finanziellen Vermögenswert so darzustellen, als ob die Vorschriften zur Klassifizierung und Bewertung von IFRS 9 bereits zuvor auf diesen finanziellen Vermögenswert angewendet worden wären. Die übrigen Verlautbarungen wurden bereits im Geschäftsbericht 2021 dargestellt. Alle Änderungen werden keine materiellen Auswirkungen auf die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Villeroy&Boch-Konzern haben. Die EU hat folgende IASB-Verlautbarungen noch nicht übernommen:

Standard Name
IFRS 16 Leasingverbindlichkeit bei Sale-and-Leaseback
IAS 1 Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants
IAS 1 Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig

Die vorgenannten Neuerungen und Ergänzungen sind vorbehaltlich ihrer Übernahme in EU-Recht ab dem 1. Januar 2024 anzuwenden. Das Amendment zu IAS 1 „Classifications of Liabilities as Current or Non-Current” stellt die Kriterien zur Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig klar. Das Datum der Erstanwendung wurde durch die Verlautbarung des IASB am 31. Oktober 2022 auf den 1. Januar 2024 verschoben. Das Amendment zu IAS 1 „Non-Current Liabilities with Covenants” stellt klar, dass die Klassifizierung von Schulden als kurz- oder langfristig nur durch Nebenbedingungen beeinflusst werden kann, die ein Unternehmen am oder vor dem Abschlussstichtag erfüllen muss. Das Amendment zu IFRS 16 „Lease Liability in a Sale and Leasback” beinhaltet Vorgaben für die Folgebewertung von Leasingverhältnissen im Rahmen eines Sale-and-Leaseback für Verkäufer-Leasingnehmer. Vor allem die Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten soll vereinheitlicht werden, um unangemessene Gewinnrealisierungen zu verhindern. Grundsätzlich führt die Änderung dazu, dass bei der Folgebewertung von Leasingverbindlichkeiten im Rahmen eines Sale-and-Leaseback die zu Laufzeitbeginn erwarteten Zahlungen zu berücksichtigen sind. In jeder Periode wird die Leasingverbindlichkeit um die erwarteten Zahlungen reduziert und die Differenz zu den tatsächlichen Zahlungen erfolgswirksam erfasst. Nach derzeitigen Erkenntnissen wird der Villeroy&Boch-Konzern nur unwesentlich von den oben genannten Neuerungen betroffen sein. Die Europäische Kommission hat entschieden, folgende IASB-Verlautbarungen nicht in europäisches Recht zu übernehmen:

Standard Erst-Anwendung Name
IFRS 10 and IAS 28: unbestimmt Amendments to IFRS 10 and IAS 28: Sale or Contribution of Assets between an Investor and its Associate or Joint Venture (issued on 11 September 2014)
IFRS 14 unbestimmt Regulatory Deferral Accounts (issued on 11 September 2014)

Der Villeroy&Boch-Konzern darf diese Regeln bei der Erstellung eines nach § 315e Abs. 1 HGB befreienden Konzernabschlusses, aufgrund der fehlenden Umwandlung in EU-Recht, nicht anwenden. Von beiden Regeln wäre der Villeroy&Boch‑Konzern nicht betroffen. In Ermangelung einer offiziellen deutschen Übersetzung sind diese Texte mit ihren englischen Titeln angegeben. Mettlach, den 17. Februar 2023 Dr. Peter Domma Frank Göring Garbriele Schupp Georg Lörz

Geschäftsbericht 2022

1 Gemäß einer repräsentativen Umfrage in neun Ländern mit jeweils 500 Teilnehmern pro Unternehmensbereich im Jahr 2021 zur Bekanntheit und Wahrnehmung von Villeroy&Boch. 2 Es handelt sich bei diesem Abschnitt um einen ungeprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. 3 Es handelt sich bei diesem Abschnitt um einen ungeprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. 4 Es handelt sich bei diesem Abschnitt um einen ungeprüften Bestandteil des Konzernlageberichts. 5 Es handelt sich bei diesem Abschnitt um einen ungeprüften Bestandteil des Konzernlageberichts

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Villeroy & Boch Aktiengesellschaft. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 681bc7c1e7364c736714a96100070ec7",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Dieses Unternehmen abfragen

Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Villeroy & Boch Aktiengesellschaft. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

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