Volksbank eG Braunschweig WolfsburgWolfsburgJahresabschluss mit Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach EntgTranspG als Anlage des Lageberichts zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, WolfsburgGliederung des Lageberichts A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen a) Konjunktur in Deutschland b) Finanzmärkte c) Immobilienmarkt in der Region Braunschweig-Wolfsburg d) Geschäftsentwicklung der Kreditgenossenschaften 2. Finanzielle Leistungsindikatoren 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage b) Finanzlage c) Vermögenslage 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikomanagementziele und -prozess 2. Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit 3. Risikoarten 4. Gesamtbild der Risikolage D. Prognosebericht E. Erklärung zur Unternehmensführung - ungeprüft - F. Nichtfinanzielle Berichterstattung - ungeprüft - A. Grundlagen der Geschäftstätigkeit Geschäftszweck der Bank als Kreditinstitut ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder und Kunden. Darin gründet auch die enge regionale Bindung an das Geschäftsgebiet im Südosten Niedersachsens sowie angrenzende Gebiete Sachsen-Anhalts als Kerngeschäftsgebiet, verteilt auf die Direktionen Braunschweig, Wolfsburg, Gifhorn, Peine und Salzgitter. Die einzelnen Direktionen wiederum untergliedern sich in insgesamt 10 Filialverbünde mit 37 Präsenzgeschäftsstellen und 27 SB-Stellen. Immobilieninvestments befinden sich in vertretbarem Umfang auch bundesweit. Die strategische Ausrichtung der Volksbank BraWo fokussiert darauf, in einem attraktiven, zukunftsfähigen Markt zu wachsen, um Marktanteile zu steigern. Die strategische Ausrichtung zielt auf eine aktive Innovationskultur ab, die Innovationsaktivitäten der Mitarbeiter unterstützt, um hierdurch Spezialthemen zu entwickeln und bestehende Marktnischen erfolgreich zu bearbeiten. Dies soll mit den folgenden strategischen Geschäftsfeldern realisiert werden:
Die Bank nutzt darüber hinaus das Leistungsangebot innerhalb der Genossenschaftlichen FinanzGruppe. Im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit unterhalten wir folgende Zweigniederlassungen:
B. Geschäftsverlauf und Lage (Wirtschaftsbericht) 1. Rahmenbedingungen a) Konjunktur in Deutschland Schwächeres Wachstum und höhere Inflation Die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands wurde 2022 spürbar durch die Folgen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine belastet. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,8 %. Damit expandierte die Wirtschaftsleistung deutlich schwächer als 2021 (+2,6 %), trotz der auch 2022 noch andauernden Erholung vom Coronakrisenjahr 2020. Die allgemeine Teuerung legte bedingt durch den Krieg in der Ukraine weiter zu. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamts war die Inflationsrate mit 6,9 % so hoch wie seit fast 50 Jahren nicht mehr. Vorherige amtliche Berechnungen hatten sogar eine noch höhere Inflationsrate von 7,9 % ergeben, die dann aber im Zuge einer routinemäßigen Anpassung nach unten revidiert wurde. Maßgeblich für die Abwärtskorrektur waren veränderte Konsumgewohnheiten, die zu einer Verminderung des Energiegewichtungsanteils führten. Konjunktur trübte sich zunehmend ein Zu Jahresbeginn war die Wirtschaftsleistung noch kräftig expandiert, getragen insbesondere durch die voranschreitende Erholung der kontaktintensiven Dienstleistungsbereiche nach dem pandemiebedingten Einbruch 2020. Im weiteren Jahresverlauf verschlechterte sich die Konjunktur aber deutlich, was in einer Schrumpfung zum Jahresende mündete. Hauptgrund für die Verschlechterung waren die wirtschaftlichen Begleiterscheinungen des Ende Februar 2022 einsetzenden russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine, wie nochmals steigende Energie- und Rohstoffpreise, länger bestehende Lieferkettenstörungen und enorme Unsicherheiten, nicht zuletzt über die Gasversorgung. Ende August stellte Russland seine Gaslieferungen nach Deutschland vollständig ein. Gedämpft wurde die gesamtwirtschaftliche Entwicklung zudem durch den bereits vor dem Kriegsausbruch verbreiteten Arbeitskräftemangel und die Spätfolgen der Coronapandemie, die sich unter anderem in zeitweisen Lockdowns in wichtigen Häfen und Metropolen Chinas und den streckenweisen hohen Krankenständen hierzulande zeigten. Gebremster Anstieg der Konsumausgaben Die Konsumausgaben der privaten Haushalte sind, nach einem geringfügigen Zuwachs im Vorjahr (+0,4 %), im Verlauf von 2022 zunächst kräftig gestiegen. Angesichts der Rückführung von Infektionsschutzmaßnahmen wurde vor allem in den Bereichen Gastgewerbe sowie Freizeit, Unterhaltung und Kultur mehr ausgegeben. Zum Jahresende bremste dann jedoch der Höhenflug der Verbraucherpreise die Kaufkraft der Haushaltseinkommen verstärkt aus. Auf Jahressicht konnten die privaten Konsumausgaben dennoch preisbereinigt um deutliche 4,3 % zulegen und mit soliden 2,1 Prozentpunkten zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beitragen. Die Konsumausgaben des Staates sind erneut gestiegen. Befördert wurden sie unter anderem durch das Nachholen verschobener medizinischer Behandlungen und die Mehrausgaben für aus der Ukraine geflüchtete Menschen. Der Zuwachs des Staatsverbrauchs fiel aber mit 1,2 % schwächer aus als im Vorjahr (+3,8 %), das stärker durch pandemiebedingte Sonderausgaben geprägt war. Stagnierende Investitionen Die Gemengelage aus enormen Preiserhöhungen, andauernden Personal- und Materialengpässen, eingetrübten Ertragsaussichten, weniger günstiger Finanzierungsbedingungen sowie hohen Unsicherheiten belastete das Investitionsklima spürbar. In Fahrzeuge, Maschinen und andere Ausrüstungen wurde angesichts der voranschreitenden Digitalisierung und der zunehmenden Bestrebungen zur Erhöhung der Energieeffizienz zwar mehr investiert, aber der preisbereinigte Zuwachs um 3,5 % blieb etwas hinter dem Anstieg des Vorjahres (+3,3 %) zurück. Die Bauinvestitionen gaben hingegen um 1,7 % nach, da nahezu unveränderten öffentlichen Investitionen spürbare Rückgänge im Wohnungs- und Wirtschaftsbau gegenüberstanden. Insgesamt stagnierten die Bruttoanlageinvestitionen, nachdem sie im Vorjahr noch bedeutsam zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum beigetragen hatten. Negativer Außenbeitrag Der Außenhandel erholte sich weiter vom pandemiebedingten Konjunktureinbruch des ersten Halbjahres 2020. Die Exporte (+2,9 %) und Importe (+6,0 %) legten zu, wenngleich weniger dynamisch als im Vorjahr (+9,7 % beziehungsweise +9,0 %). Dämpfend wirkten nicht zuletzt die anhaltenden Materialknappheiten der deutschen Industrie, die aufgrund des Ukrainekrieges verhängten Sanktionen und die generell schwächere Weltkonjunktur. Da die Importe - in preisbereinigter Rechnung - angesichts der höheren inländischen Nachfrage nach Konsumgütern und nach Ausrüstungen erheblich stärker expandierten als die Exporte, verminderte der Außenhandel als Ganzes den Anstieg des Bruttoinlandsprodukts rechnerisch merklich, um 1,2 %. Geringeres Defizit der öffentlichen Hand Die Lage der öffentlichen Finanzen blieb angespannt. Unter anderem wegen verschiedener Einmalzahlungen zur Abfederung der hohen Energiekosten übertrafen die Ausgaben erneut deutlich die Einnahmen, deren Anstieg auch durch den vorübergehend gewährten staatlichen Tankrabatt vermindert wurde. Das gesamtstaatliche Finanzierungsdefizit ist aber gegenüber dem Vorjahr auf erhöhtem Niveau zurückgegangen, von 134,3 auf rund 101,3 Mrd. Euro. Die Defizitquote, die den Finanzierungssaldo ins Verhältnis zum kräftig gestiegenen nominalen Bruttoinlandsprodukt setzt, sank von 3,7 % auf 2,6 %. Der Bruttoschuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt dürfte sich von 68,6 % im Vorjahr auf rund 67 % vermindert haben. Stabiler Arbeitsmarkt Auch am Arbeitsmarkt setzte sich die Erholung vom Krisenjahr 2020 fort. Die Zahl der amtlich registrierten Arbeitslosen ging weiter zurück. Trotz eines zeitweisen Anstiegs, im Zuge der erstmaligen Erfassung ukrainischer Flüchtlinge, gab die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt um etwa 200.000 auf rund 2,4 Mio. nach. Vor diesem Hintergrund sank auch die Arbeitslosenquote nochmals, von 5,7 % im Vorjahr auf 5,3 %. Die Erwerbstätigenzahl erhöhte sich 2022 um knapp 600.000 auf rund 45,6 Mio. Menschen. Sie erreichte damit einen neuen Höchststand. Höchste Inflationsrate seit 49 Jahren Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag mit 6,9 % im Jahresdurchschnitt 2022 erheblich über ihrem Vorjahreswert von 3,1 %. Einen noch höheren Anstieg der Preise für die Lebenshaltung hatte es in der Bundesrepublik zuletzt 1973 mit 7,1 % gegeben. Maßgeblich für die enorme Teuerung waren die Energie- und Nahrungsmittelpreise, die im Zuge des Ukrainekriegs sowie der andauernden Lieferengpässe um außerordentliche 29,7 % und 13,4 % stiegen. Die Verbraucherpreisdynamik war bereits im Januar mit einer Inflationsrate von 4,2 % sehr kräftig. Sie beschleunigte sich angesichts extremer Import- und Erzeugerpreisanstiege weiter und führte im Oktober und November zu Jahreshöchstständen der Inflationsrate von jeweils 8,8 %. Die Gesamtteuerung wäre allerdings noch höher ausgefallen, wenn der Staat nicht durch Entlastungsmaßnahmen gegengesteuert hätte. Zu nennen sind hier beispielsweise das 9-Euro-Ticket und der Tankrabatt, die in den Monaten Juni bis August wirkten, sowie die einmalige Übernahme der Gas- und Wärmerechnungen im Dezember. Stagnation in der Industrie Das verarbeitende Gewerbe hatte 2022 mit kriegsbedingt beschleunigten Preissteigerungen, anhaltenden Liefer- und Personalengpässen, einer schwächeren Weltkonjunktur und politischen Unsicherheiten zu kämpfen. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Wirtschaftsbereichs stagnierte daher im Wesentlichen (+0,2 %), nachdem sie 2021 im Zuge der Erholung vom Coronaeinbruch 2020 noch um kräftige 5,1 % expandiert war. Innerhalb der Industrie zeigten sich teilweise recht unterschiedliche Tendenzen, was sich vielfach durch die verschiedenen Energieintensitäten der einzelnen Branchen erklären lässt. Die von den weiter anziehenden Energiepreisen besonders betroffenen Wirtschaftszweige verminderten ihre Produktion zumeist spürbar. Dies trifft etwa auf die Herstellung von chemischen Erzeugnissen (-11,7 %), die Herstellung von Papier, Pappe und Waren daraus (-5,6 %) sowie die Metallerzeugung und -bearbeitung (-4,6 %) zu. In den beiden für die Gesamtentwicklung sehr wichtigen, aber weniger energieintensiven, Wirtschaftsbereichen Maschinenbau (+0,3 %) sowie Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen (+3,3 %) kam es hingegen zu Produktionszuwächsen. Insgesamt waren im Verarbeitenden Gewerbe im Jahresmittel knapp 7,5 Mio. Erwerbstätige beschäftigt, was gegenüber 2021 einem minimalen Plus von 0,3 % entspricht. Rückläufige Wertschöpfung im Baugewerbe Im Berichtsjahr verdichteten sich die Hinweise dafür, dass der langjährige Bauboom ausläuft. Wichtige Indikatoren wie der Auftragseingang im Bauhauptgewerbe und die Baugenehmigungen im Hochbau folgten im Jahresverlauf einem sichtlichen Abwärtstrend. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des Baugewerbes sank um deutliche 2,9 % und damit stärker als im Vorjahr (-1,4 %). Hauptgründe für den merklichen Wertschöpfungsrückgang dürften die andauernden Engpässe bei Materialien, Personal und Bauland gewesen sein, die zu neuerlichen kräftigen Baukostenanstiegen führten, sowie die generell verschlechterten Finanzierungsbedingungen im Zuge der Zinswende der Europäischen Zentralbank. Hiervon wurde das Bauhauptgewerbe offenbar etwas deutlicher belastet als das Ausbaugewerbe, das stärker mit weniger konjunkturreagiblen Arbeiten im Gebäudebestand betraut ist. Dies legen zumindest die amtlichen Daten zum baugewerblichen Umsatz nahe, die jedoch nicht preisbereinigt, sondern nur in jeweiligen Preisen vorliegen. Demnach erhöhte sich der Umsatz in den ersten drei Quartalen gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Ausbaugewerbe um 12,5 %, während er im Bauhauptgewerbe um 11,0 % stieg. Die Erwerbstätigenzahl legte im gesamten Baugewerbe auf Jahressicht nur noch leicht um 0,5 % auf gut 2,6 Mio. Menschen zu. b) Finanzmärkte Krieg in Europa, Inflation, Zinserhöhungen - der Dreiklang an den Finanzmärkten: Das Jahr 2022 wurde auch an den Finanzmärkten vom russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine geprägt, der am 24. Februar 2022 begann. Der Krieg führte zu steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, die sich wiederum global in den höchsten Verbraucherpreisinflationsraten seit mehreren Jahrzehnten niederschlugen. Dabei traf die kriegsbedingte Energie- und Nahrungsmittelinflation auf eine bereits hohe Kerninflation, die den Preisauftrieb ohne diese beiden Faktoren misst. Diese hatte in den USA im Dezember 2021 bereits bei annualisiert 5,5 % gelegen, im Euroraum bei 2,6 %. 2022 stiegen beide Kernraten weiter und erreichten 5,7 % beziehungsweise 5,2 %. Verantwortlich hierfür waren anfangs vor allem Angebotsengpässe infolge aufgehobener Coronabeschränkungen weltweit - mit Ausnahme Chinas - und fortbestehende Lieferkettenprobleme infolge eben dieser Beschränkungen. Im Jahresverlauf kamen Zweitrundeneffekte hinzu, als vom Kostenanstieg betroffene Unternehmen ihre Preise erhöhten. Weltweit reagierten Notenbanken auf die hohe Inflation mit Zinserhöhungen, also einer restriktiveren Geldpolitik. Während Schwellenländer ihre Leitzinsen teils schon 2021 erhöht hatten - wie etwa Brasilien, das seinen Leitzins bereits 2021 von 2 % auf 9,25 % erhöhte -, folgten die Industriestaaten erst 2022. Die US-Notenbank Fed erhöhte ihren Leitzins erstmals im März 2022. Die Europäische Zentralbank (EZB) begann im Juli 2022 mit Zinserhöhungen. Zuvor hatten beide Notenbanken eine stark expansive Geldpolitik mit sehr niedrigen Zinssätzen betrieben. Die Federal Funds Rate lag bei 0 bis 0,25 %, die Hauptrefinanzierungsrate der EZB ebenfalls bei 0 %. Zum Jahresende 2022 lag der Leitzins der EZB bei 2,5 %, der der Fed bei 4,25 bis 4,5 %. EZB hadert mit Inflationsgefahren Zum Jahresbeginn ging die EZB trotz hoher und steigender Inflationsraten noch von einem temporären Inflationsschub aus. In mehreren Schritten beendete sie zuerst ihre Anleihekaufprogramme, die eingeführt worden waren, um die bestehende stark expansive Geldpolitik noch zu verstärken. Im Februar endeten die Zukäufe des pandemiebedingten Anleihekaufprogramms (PEPP) und im Juli die des schon 2014 gestarteten Anleihekaufprogramms APP. Die Leitzinsen blieben daher zunächst noch extrem niedrig. Parallel stieg die Verbraucherpreisinflation im Euroraum im ersten Halbjahr von 5 auf 8,6 %. Beginnend mit dem 27. Juli erhöhte die EZB dann auch ihren Leitzins erstmals seit dem Jahr 2011. In fünf Monaten stieg er um 250 Basispunkte auf 2,5 %. Zum Jahresende kündigten EZB-Präsidiumsmitglieder weitere Zinsschritte für das Jahr 2023 an, um die Inflation auf den Zielwert von 2 % zurückzuführen. Parallel zu den Zinserhöhungen änderte die Notenbank nachträglich die Bedingungen der zuvor an Banken ausgereichten gezielten längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (englisch TLTRO). Mit diesen hatte sie unter anderem während der Coronapandemie Kreditinstituten günstige Finanzierungskonditionen angeboten, mit dem Ziel einer Stabilisierung beziehungsweise Erhöhung der Kreditvergabe. Die Änderungen erhöhten den auf diese Geschäfte von den Kreditinstituten zu zahlenden Zins. Die EZB begründete ihre Entscheidung mit dem geänderten Leitzinsumfeld, aber auch mit dem Ziel einer Dämpfung der Kreditvergabe angesichts der hohen Inflation. Zusätzlich bot die EZB zum Jahresende 2022 vorzeitige Rückzahlungen der TLTRO-Kredite an, um deren Volumen zu verringern. Bis Jahresende wurden so 35,2 % der Bestände abgebaut. Auf ihrer letzten Sitzung im Jahr 2022, am 15. Dezember, entschied die EZB zudem, die vollständige Reinvestition ihrer Bestände an Staatsanleihen zu beenden. Ab März 2023 sollen auf diesem Weg Bestände in Höhe von durchschnittlich 15 Mrd. Euro monatlich abgebaut werden. Diese Entscheidung gilt für das Kaufprogramm APP mit einem Volumen von insgesamt 3.258 Mrd. Euro, nicht aber für das Pandemie-Notfallprogramm PEPP. Dessen Anleihen in Höhe von insgesamt 1.684 Mrd. Euro sollen bis mindestens Ende 2024 vollständig reinvestiert werden. Anleiherenditen im Aufwärtsgang Das vergangene Jahr war auch für die internationalen Anleihemärkte außergewöhnlich. Sorgte Russlands Angriff auf die Ukraine unmittelbar noch für einen Rückgang der Anleiherenditen und damit eine Kurserholung, stiegen die Renditen im weiteren Jahresverlauf deutlich. Die zunehmend straffen Zinsschritte weltweit wichtiger Notenbanken, insbesondere aber in den Industrieländern, bewirkten einen deutlichen Kursverfall. Entsprechend deutlich stiegen die Renditen. Die Renditen begannen ihren Anstieg im März 2022, als die US-Notenbank Fed ihren Kurs änderte und ihre Leitzinsen erstmalig erhöhte. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe war am 4. März 2022 zum letzten Mal negativ, bei -0,10 %. Bis zum 20. Juni erhöhte sie sich aufgrund steigender Inflations- und Zinserwartungen auf 1,75 %; die Anstiege anderer Staatsanleihen verliefen ähnlich. Im Sommer beruhigten sich die Renditen zwischenzeitlich und fielen, erneut am Beispiel 10-jähriger deutscher Staatsanleihen, auf 0,76 % am 1. August zurück. Die Anleger reagierten in dieser Zeit auf die stark negativen Konjunkturprognosen des Sommers, die etwa für Europa eine Gasmangellage mit Energierationierung prognostizierten. Zugleich herrschte auch hinsichtlich der Zins- und Inflationspfade noch größere Unsicherheit, die auch die Marktbewertung von Anleihen erschwerte. Ab Mitte August setzte dann jedoch ein erneuter Aufwärtstrend ein, der von den nun parallelen Zinserhöhungen der großen westlichen Notenbanken geprägt war. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe stieg auf 2,56 % zum Jahresende. Damit lag die Rendite 274 Basispunkte höher als zu Jahresanfang. Die Rendite der zehnjährigen US-Bundesanleihe stieg 2022 von 1,50 % auf 3,83 %, also um 233 Basispunkte. Neben den Renditen stieg auch die Volatilität an den Anleihemärkten, die insbesondere in der zweiten Jahreshälfte sehr stark auf makroökonomische Daten und die Ankündigungen sowie Kommunikation der Notenbanken Fed und EZB reagierte. Euro fiel zeitweise unter Parität, konnte sich aber stabilisieren Die europäische Gemeinschaftswährung schwächte sich im Jahresverlauf - ausgehend von einem Kurs zum Jahresauftakt von 1,14 Dollar - gegenüber dem Dollar deutlich ab. Insbesondere in den ersten drei Quartalen 2022 wirkten sich die schnelleren Zinserhöhungen der Fed und die erwarteten schweren konjunkturellen Folgen der Energiekrise für Europa durch Russlands Angriffskrieg negativ auf den Wechselkurs des Euro aus. Auch der Status des Dollar als sichere globale Reservewährung ließ die Gemeinschaftswährung wie viele andere Devisen an Gegenwert verlieren. Im August unterschritt der Euro erstmals seit 2002 die Parität zum US-Dollar. Am 27. September 2022 erreichte er mit einem Wert von 0,96 Dollar sein Minimum. Im 4. Quartal konnte sich der Euro dann jedoch wieder etwas erholen. In diesem Zeitraum nahmen die Schätzungen für die weiteren Zinsschritte der Fed leicht ab, während die für den Euroraum stiegen. Damit verringerte sich der erwartete, zu Ungunsten des Euroraums ausfallende Zinsabstand der großen Währungsräume. Weiterhin profitierte der Euro von rückläufigen Rohstoff- und Energiepreisen sowie einem ungewöhnlich milden Winter, der die Wahrscheinlichkeit einer Gasmangellage deutlich verringerte. Die Gemeinschaftswährung beendete das Jahr 2022 mit einem Gegenwert von 1,07 Dollar, immer noch ein Rückgang von 6,1 % zum Vorjahresendwert. DAX schließt mit moderaten Verlusten An den Aktienmärkten begann der DAX das Jahr mit leichten Verlusten, die sich nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine schnell ausweiteten. Nach noch 15.884,86 Punkten zum Jahresauftakt fiel der Deutsche Leitindex bis zum 8. März auf einen zwischenzeitlichen Tiefstand von 12.831,51 Punkten. Zwar konnten die starken Verluste wieder ausgeglichen werden, die Abwärtsbewegung hielt aber an. Am 29. September erreichte der DAX seinen Jahrestiefstand mit 11.975,55 Punkten, ein Rückgang um 24,6 % zum Stand vom Jahresanfang. Dahinter standen die mit dem Krieg verbundenen Preisanstiege bei Rohstoffen und insbesondere Energie, also Erdöl und -gas. Für Erdgas konnte zudem eine Knappheit mit entsprechenden Rationierungen nicht ausgeschlossen werden. Zudem verteuerte die zunehmend weniger expansive Geldpolitik die Refinanzierung der Unternehmen und senkte die Wachstumserwartungen für das laufende und die kommenden Jahre. Der ungewöhnlich warme Winter des 4. Quartals 2022 entschärfte diese Negativszenarien der Konjunktur und Energieversorgung. Da der Energieverbrauch aufgrund des milden Wetters sank, die chinesische Wirtschaft bis spät im Jahr in Corona-Lockdowns verharrte und entsprechend weniger Energie nachfragte, fielen auch die Notierungen der Energiepreise. Damit verbesserten sich die Erwartungen für die europäische Wirtschaft, während auf hohem Niveau rückläufige Inflationsraten in den USA die Erwartung an weitere Leitzinserhöhungen dämpften und damit die Konjunkturerwartungen verbesserten. Zuletzt wandte sich die Volksrepublik China im Dezember 2022 von ihrer Null-Covid-Politik ab. Dadurch zeichnete sich eine wirtschaftliche Öffnung des Landes und damit wieder mehr Absatzchancen für westliche und deutsche Unternehmen im Jahr 2023 ab. Der DAX konnte sich daher zum Jahresende auf 13.923,59 Punkte erholen, ein Anstieg um 16,3 % zum Tiefststand in September. Auf das Gesamtjahr gerechnet, verlor der DAX allerdings 12,3 % und zeichnete sich wie die globalen Aktien- und Anleihenmärkte durch deutlich gestiegene Volatilität aus. Im internationalen Vergleich entwickelte sich der Deutsche Leitindex damit schlechter als der europäische Index Euro Stoxx 50, der 11,7 % verlor, oder der traditionelle US-Index Dow Jones mit -8,8 %. Der technologielastige Nasdaq verlor hingegen mit 33,1 % deutlich stärker an Wert. c) Immobilienmarkt Die Stimmung an den deutschen Immobilienmärkten hat sich seit dem zweiten Quartal 2022 spürbar abgekühlt. Der Krieg in der Ukraine und die hohe Inflationsrate sowie die Zinswende und eine nachlassende Wirtschaftsdynamik gehen mit erheblichen Herausforderungen für die deutsche Immobilienbranche einher. Die von der Corona-Pandemie verursachten Trends wie Homeoffice oder der Boom des Online-Handels hatten nach wie vor Einfluss. Dazu kamen tiefgreifende wirtschaftliche Belastungen und Unsicherheiten als Folgen des russischen Angriffs auf die Ukraine. Die Immobilienwirtschaft hatte es mit Fachkräftemangel, Lieferengpässen und rapide wachsenden Kosten für Neubau und Modernisierung zu tun. Steigende Kapitalmarktrenditen treiben die Finanzierungskosten für Immobilien ebenso wie die Renditeanforderungen der Anleger in die Höhe. Dazu trug auch die EZB mit kräftigen Leitzinserhöhungen im Jahr 2022 bei. Dennoch setzte der Immobilienmarkt seinen Trend im Jahr 2022 fort. Die Immobilienpreise stiegen - zwar moderat - auch im Jahr 2022 an. Die Preisentwicklung für Bauland, Reihenhäuser sowie Doppelhaushälften, Eigentumswohnungen und Ein- und Zweifamilienhäuser setzte sich im Jahr 2022 nach oben fort. Der Leerstand im Büromarkt ist weiterhin als sehr gering einzustufen und liegt immer noch deutlich unter den Niveaus von 2015 bis 2017. Der nach dem historischen Tief 2019 im Zuge der Pandemie begonnene Trend der Zunahme des Leerstands hat sich im Jahr 2022 nicht fortgesetzt. Der Nachfrageseite steht nahezu unverändert nur eine begrenzte Anzahl von Flächen zur Verfügung. Die Büromieten haben ihre positive Entwicklung auch im Jahr 2022 weiter fortgesetzt. Die allgemeine Preisentwicklung macht sich im Kontext mit zumeist indexierten Verträgen auch bei den Mieten im Bestand bemerkbar. Die Steigerung bei den Neuvermietungen fiel dabei größer aus als bei den Bestandsmieten. Aufgrund der weiter steigenden Marktmieten werden sich auch die Mieten im Bestand bei fortschreitender Inflation sukzessive erhöhen. d) Geschäftsentwicklung der Kreditgenossenschaften In einem gesamtwirtschaftlich anspruchsvollen Umfeld konnten die 737 Genossenschaftsbanken ihr Kredit- und Einlagengeschäft mit ihren über 30 Millionen Privat- und Firmenkunden im Geschäftsjahr 2022 erneut ausweiten. Auch wenn die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands im Jahr 2022 im Zuge des russischen Angriffskriegs in der Ukraine durch steigende Leit- und damit in der Folge auch höhere Kreditzinssätze, aber auch durch einen gravierenden Fachkräftemangel und Materialengpässe sowie den Kaufkraftentzug durch die hohe Teuerung geprägt war, steigerten die deutschen Genossenschaftsbanken im Geschäftsjahr 2022 erneut ihre Kreditvergabe. So stiegen die bilanziellen Kundenforderungen der Genossenschaftsbanken im Vorjahresvergleich um 46 Milliarden Euro auf 757 Milliarden Euro (+6,5 %). Auch die Kundeneinlagen legten zu, wobei die Sparquote der privaten Haushalte wieder auf das Vor-Pandemie-Niveau zurückgegangen ist. So sparten die Kunden auch im zurückliegenden Jahr trotz deutlich gestiegener Ausgaben aufgrund der Rekordinflation gut 28 Milliarden Euro und steigerten die Kundeneinlagen insgesamt auf 861 Milliarden Euro (+3,4 %). Die addierte Bilanzsumme aller Genossenschaftsbanken stieg im Jahr 2022 um 30 Milliarden Euro oder 2,7 % auf 1.175 Milliarden Euro. Kredite legten weiterhin zu - insbesondere im langfristigen Laufzeitband Größere Verschiebungen und Bestandsveränderungen ließen sich im Kreditbereich der Genossenschaftsbanken per Ende 2022 durch einen Anstieg in allen drei Laufzeitbändern feststellen. Die im Jahresverlauf rückläufigen Finanzierungsanfragen angesichts hoher Inflation und Energiepreise sowie die im zweiten Halbjahr gesunkene Vergabe neuer Kredite bremsten auf Jahressicht das Kreditwachstum insgesamt jedoch nur leicht, sodass die Rekordmarke der Genossenschaftsbanken beim Kreditwachstum von 6,9 % im Jahr 2021 nur leicht unterschritten wurde. Per Dezember 2022 nahmen die Kreditbestände der Genossenschaftsbanken an Nichtbanken um 6,5 % auf 757 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr zu. Die langfristigen Forderungen nahmen per Dezember 2022 um 6,2 % im Vergleich zum Vorjahr auf 679 Milliarden Euro zu. Der prozentuale Zuwachs per Ende 2022 im Kreditgeschäft der Genossenschaftsbanken insgesamt lag durch die anziehende Kreditnachfrage im kurzfristigen Bereich (+11,5 %) und im mittelfristigen Laufzeitband (+8,7 %) etwas höher bei 6,5 % (ein Plus von gut 46 Milliarden Euro). Die kurzfristigen Forderungen wuchsen auf 33 Milliarden Euro, die mittelfristigen Forderungen auf 45 Milliarden Euro. Die Kreditbestände legten in beiden Geschäftsfeldern - Privat- und Firmenkundengeschäft - zu. Treiber insbesondere des hohen langfristigen Kreditwachstums bei den Genossenschaftsbanken dürfte die bis in die erste Jahreshälfte hohe Nachfrage nach langfristigen Immobilienkrediten von Privatkunden sein. Die Kredite an Privatkunden insgesamt wuchsen per Ende 2022 um 5,0 % auf 358 Milliarden Euro. Gut neun Zehntel der Kredite an Privatkunden waren Wohnbaukredite (320 Milliarden Euro, +6,0 % Zunahme). Ferner sicherten sich Unternehmen und Selbstständige sowie sonstige Firmenkunden angesichts der Unsicherheiten über den wirtschaftlichen Fortgang Liquidität und Kreditlinien. Die Firmenkundenkredite stiegen - leicht höher als Privatkundenkredite - um 7,9 % auf 399 Milliarden Euro. Nachfrage nach Sicht-, Termineinlagen und Sparbriefen im Plus - Spareinlagen rückläufig Nachdem während den coronabedingten Konsumeinschränkungen in hohem Maß zusätzliche Ersparnisse in Sichteinlagen gebildet wurden, normalisierte sich die Einlagenbildung im kurzfristigen Bereich weiter. Die gestiegenen Unsicherheiten durch den Ukrainekrieg dürften das Wachstum der Kundeneinlagen tendenziell erhöhen. Anderseits entzieht die hohe Inflation Kaufkraft und die Sparfähigkeit der Kunden geht zurück. Angesichts der weiterhin sehr hohen Inflation ist von einer Sparquote von etwas über 11 % für das zurückliegende Jahr auszugehen. In Summe nahmen die täglich fälligen Sichtguthaben zwar weiter zu, aber geringer als noch in den Vorquartalen seit März 2020 zu Beginn der Coronapandemie. Auch die Termineinlagen legten infolge des allgemeinen Zinsanstiegs deutlich zu. Bei den weniger liquiden Bankprodukten insbesondere den Spareinlagen zogen die Kunden in Summe Gelder ab, wenngleich der Bestand an Sparbriefen anzog. Die Genossenschaftsbanken steigerten ihre Kundeneinlagen seit Dezember 2021 um 28 Milliarden Euro oder 3,4 % auf 861 Milliarden Euro per Ende 2022. Treiber dieses absoluten Zuwachses waren die Sichteinlagen, die um 20 Milliarden Euro (oder 3,3 %) auf 626 Milliarden Euro stiegen. Der Bestand an Termineinlagen nahm angesichts der im zweiten Halbjahr anziehenden Habenzinsen um 32,2 % (oder 14 Milliarden Euro) auf 56 Milliarden Euro ebenfalls deutlich zu. Der Sparbriefbestand stieg auf 6 Milliarden Euro (+53,0 %). Hingegen sanken die Spareinlagen um knapp 8 Milliarden Euro auf 174 Milliarden Euro (-4,1 %). 737 Genossenschaftsbanken Der Konsolidierungsprozess unter den Instituten setzte sich gegenüber dem Vorjahr in einem leicht verringerten Umfang fort. Die Zahl der selbstständigen Genossenschaftsbanken lag per Ende 2022 bei 737 Banken. Sie sank fusionsbedingt um 35 Institute bzw. um 4,5 % im Vergleich zum Vorjahr. 62 Banken betrieben neben dem Bankgeschäft auch das Warengeschäft (Vorjahr: 67 Institute). Der rückläufige Trend bei der Filialnutzung durch Privat- und Firmenkunden setzte sich im Jahr 2022 fort. Die Coronapandemie beschleunigte zudem einschneidend das Kundennutzungsverhalten von Filialen. Kunden und Mitglieder gingen seltener persönlich in die Zweigstellen und nutzten stattdessen immer mehr die digitalen Angebote und Services für ihre Bankgeschäfte. 2. Finanzielle Leistungsindikatoren Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unserer Gruppe auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen: Wachstum im Vergleich zum Markt und das Betriebsergebnis nach Bewertung auf Gruppenebene. Als bedeutsamster Leistungsindikator für die Rentabilität wird die Relation des Betriebsergebnisses nach Bewertung auf Gruppenebene zur durchschnittlichen Bilanzsumme (nachfolgend: "BE nach Bewertung/dBS") festgelegt (1,5 % in 2022). Die Kennzahl BE nach Bewertung/dBS misst die Ertragskraft in Relation zum Geschäftsvolumen. Die finanzielle Leistungskennzahl stimmt unter Berücksichtigung der nicht ausgeschütteten Ergebnisse der Tochtergesellschaften mit dem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Betrag überein. Als weiterer bedeutsamer Leistungsindikator für die Zukunftsfähigkeit der Bank wurde ein überdurchschnittliches Wachstum gegenüber dem Marktwachstum definiert. Dies wird anhand der Zielgröße volumengewichtetes Wachstum auf Aktiv- und Passivseite des Kundengeschäfts quantifiziert. Wir definieren dies als Indikator für die Generierung von Erträgen, die Zukunftsfähigkeit unseres Instituts und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Die Darstellung, Analyse und Beurteilung der einzelnen finanziellen Leistungsindikatoren erfolgt in den nächsten Abschnitten. Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2022 hat unsere Prognose in Teilen erfüllt. Unser Leistungsindikator für die Zukunftsfähigkeit der Bank, das überdurchschnittliche Wachstum gegenüber dem Marktwachstum der Volks- und Raiffeisenbanken, hat unsere Prognose erfüllt. Die Entwicklung unseres bedeutsamen finanziellen Leistungsindikators für die Rentabilität lag aufgrund des zunehmenden schwierigen allgemeinen wirtschaftlichen Umfeldes - insbesondere der steigenden Energiepreise und der Zinsentwicklung - moderat unter unseren Erwartungen eines Anstiegs um 5,0 %. Die Entwicklung stellen wir im Folgenden dar. 3. Darstellung, Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Aufgrund vom Sprengungen an Geldautomaten entstanden an fünf Standorten erhebliche, zum Teil substanzielle Gebäudeschäden. Diese und die entwendeten Geldbeträge waren über unsere Sachversicherungen gedeckt. Der Geschäftsbetrieb für diese Standorte wird - zum Teil in Ausweichquartieren - fortgeführt.
*) Hierunter fallen die Posten unter dem Bilanzstrich 1 (Eventualverbindlichkeiten), 2 (Andere Verpflichtungen) und Derivatgeschäfte. Die Bilanzsumme ist nochmals, auch im Vergleich zum Vorjahr und im Vergleich anderer Genossenschaftsbanken, überdurchschnittlich um TEUR 338.842 (+5,9 %) gestiegen. Dieses Wachstum wurde auf der Aktivseite vorwiegend durch die Zuwächse im Kundenkreditgeschäft, aber auch durch Investitionen in Beteiligungen und Immobilien bewirkt. Zum großen Teil standen diesen Zuwächsen auf der Aktivseite auch Anstiege der Kundeneinlagen gegenüber. Zudem gab es Umschichtungen (Aktivtausch) aus den Eigenanlagen und der Barreserve. Bankenrefinanzierungen deckten den weiteren Refinanzierungsbedarf ab. Die Entwicklung des außerbilanziellen Geschäfts muss differenziert betrachtet werden: Rückläufige Volumina bei den Avalen (- TEUR 22.014) stand eine deutliche Erhöhung der Kreditzusagen (+ TEUR 59.616) gegenüber.
1) Aktivposten 1, 2) Aktivposten 4, 3) Aktivposten 5 und 6, 4) Aktivposten 3 Das deutlich geänderte Zinsumfeld - Zinserhöhungen durch die EZB - und geänderte Konditionen für Guthaben bei der Deutschen Bundesbank führten zu einem starken Abbau der liquiden Mittel um TEUR 290.136 (-70,3 %). Um trotzdem den aufsichtsrechtlichen Anforderungen an die Liquiditätsausstattung gerecht zu werden, wurden die Umschichtungen in Wertpapieranlagen um außerbilanzielle Kreditfazilitäten bei der DZ BANK ergänzt. Das Plus von TEUR 356.505 bei den Kundenforderungen lag mit 10,5 % klar über dem Niveau des Kreditwachstums aller Kreditgenossenschaften (+6,5 %). Unternehmenskredite waren in diesem Geschäftsjahr erneut mehr nachgefragt als Kredite von Privatpersonen; Wohnungsbaukredite blieben hier der Hauptantriebsmotor. Der Blick auf die Laufzeitbänder zeigt ein sehr unterschiedliches Bild: Laufzeiten bis fünf Jahre waren sehr stark nachgefragt. Im oberen Laufzeitbereich - ab fünf Jahre - überstiegen die Tilgungen die Neuvalutierungen merklich. Im gewerblichen Bereich dominierten Kreditvergaben an Dienstleistungsunternehmen mit einem Anteil von 37,6 %. Größte Branche innerhalb des Dienstleistungsgeschäfts war das Grundstücks- und Wohnungswesen mit einem Anteil von fast 50 %. 35,8 % der von uns ausgereichten Kredite bewegten sich in der Größenklasse ab TEUR 10.000.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 78.344 (+7,4 %) angestiegen. Dies beruht zum großen Teil (+ TEUR 66.944) auf der Aufnahme von Globaldarlehen auch zur Refinanzierung von Investitionsprojekten. Aber auch das Förderkreditgeschäft hat höhere Zuwächse als im Vorjahr zu verzeichnen. Diese sind in Summe um TEUR 12.545 (+4,0 %) angewachsen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Kundeneinlagen um TEUR 178.683 (+4,4 %) leicht angestiegen. Das Wachstum fiel damit im Vergleich zum Wachstum der Kundeneinlagen aller Kreditgenossenschaften mit einem Plus von 3,4 % etwas höher aus als das Marktwachstum. Zuflüsse gab es jedoch hauptsächlich bei den Einlagen mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist, die um TEUR 170.592 (+673,2 %) wuchsen. Dies beruht im Wesentlichen auf der Einführung von Festgeldangeboten nach dem Ende der Negativzinsphase. Hier kam es auch zu Umschichtungen aus den täglich fälligen Flex-Geld- und Geldmarktkonten. Trotzdem gab es bei den täglich fälligen Einlagen in Summe Zuwächse, da die Einlagen in den Kontomodellen BraWo-MeinKonto diese Abflüsse überkompensierten. Das Minus bei den Spareinlagen ist ebenfalls auf die Umschichtung in befristete Geldanlagen zurückzuführen. Zur Stärkung der Eigenmittel wurden vermehrt nachrangige Verbindlichkeiten mit einer durchschnittlichen Verzinsung von 2,11 % und Laufzeiten von 6, 7 und 10 Jahren angeboten.
*) Vorjahreswerte wurden um doppelt erfasste Metakreditanteile bereinigt Das betreute außerbilanzielle Kundenwertvolumen war in 2022 um TEUR 83.052 (-2,51 %) leicht rückläufig. Hierbei entwickelten sind die Aktiv- und Passivgeschäfte unterschiedlich. Die Vermittlung in Passivprodukte verzeichnete einen Rückgang um TEUR 97.714 (-4,28 %). Die Minderung dieser Bestände floss auch in bilanzielle Passivprodukte der Bank. Die Vermittlung in Kredite an Verbundpartner stieg um TEUR 14.662 (+1,43 %) an. Rückgänge bei der Münchner Hypothekenbank durch Tilgungen wurden von vermehrten Kreditvergaben durch die R+V-Versicherung und die DZ Hyp AG überkompensiert. 4. Darstellung, Analyse und Beurteilung der wirtschaftlichen Lage a) Ertragslage Die wesentlichen Erfolgskomponenten der Genossenschaft haben sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:
1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV-Posten 2 zuzüglich GuV-Posten 3 und 4 2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV-Posten 6 3) GuV-Posten 8 abzüglich GuV-Posten 12 (erstmalige tabellarische Darstellung im Bericht) 4) Saldo aus den GuV-Posten 1 bis 12 5) Saldo aus den GuV-Posten 13 bis 16 Der deutlich gestiegene Zinsüberschuss um TEUR 8.868 (+8,96 %) ist zum Einem auf die Ausschüttungen verbundener Unternehmen und Beteiligungen zurückzuführen. Aber auch steigende Zinserträge im Kunden- und Wertpapiergeschäft trugen dazu bei, steigende Zinsaufwendungen im Interbankengeschäft mehr als zu kompensieren. Das Planergebnis für den Zinsüberschuss wurde somit übertroffen. Mit einem Plus von TEUR 625 (+1,64 %) im provisionsabhängigen Geschäft war eine leichte Steigerung gegenüber den Vorjahren zu verzeichnen, lag aber dennoch deutlich unter dem Planergebnis. Insbesondere bei den Provisionen aus Kreditvermittlung sowie dem Wertpapier- und Depotgeschäft einschließlich der Vermögensverwaltung und -beratung blieben die Erträge hinter der Planung zurück. Letzteren standen aber auch geringere Aufwendungen für das Wertpapier und Depotgeschäft gegenüber und lagen auch hier ebenfalls unter den geplanten Aufwendungen. Der Personalaufwand ist um TEUR 679 (+1,33 %) gestiegen. Gehaltssteigerungen aufgrund einer Tariferhöhung und auch die gestiegene Zahl der Mitarbeiter waren dafür ursächlich. Im Vergleich zu den Planwerten waren höhere Aufwendungen angefallen. Die anderen Verwaltungsaufwendungen lagen klar über den Planwerten. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Anstieg um TEUR 6.206 (+16,44 %) zu verzeichnen. Ursächlich waren höhere Aufwendungen im Bereich Marketing, höhere Beiträge zum Restrukturierungsfonds und zur Sicherungseinrichtung, erhöhte Kosten für Strom und Wärme, höhere Prüfungs- und Beratungskosten und ungeplante Instandhaltungen bei Immobilien. Der Saldo aus den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen lag über den Planwerten. Gegenüber dem Vorjahr war das ein Rückgang um TEUR 1.755 (-5,79 %). Im Vorjahr waren hier einmalige Erträge aus einem Immobilienprojekt enthalten. Das Bewertungsergebnis aus dem Kundengeschäft stellt sich besser dar als geplant; Auflösungen von Wertberichtigungen glichen hier den Zuführungsbedarf beinahe aus. Beim Wertpapierergebnis machte sich das deutlich gestiegene Zinsniveau bemerkbar und führte hier zu einem erhöhten Abschreibungsbedarf. Auch ein einmaliger Ertrag aus dem Beteiligungsgeschäft konnte dies nicht vollständig ausgleichen. Somit konte das Planergebnis nicht erreicht werden. In Summe lag das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit um TEUR 4.786 (+9,51 %) über dem des Vorjahrs. Die geringere Steuerlast erklärt sich aus den Ausschüttungen der Tochtergesellschaften - enthalten im Zinsergebnis - in Höhe von TEUR 26.478. Diese wurden bereits in den Gesellschaften versteuert. Insgesamt stieg der Jahresüberschuss um TEUR 5.052 (+18,97 %). Aufgrund dieses Ergebnisses sind wir daher in der Lage, der Vertreterversammlung die Zahlung einer Dividende von 10 % vorzuschlagen, die deutlich über den Dividendenzahlungen anderer Genossenschaftsbanken liegt. Aus den obigen Zahlen ergibt sich nach unserer internen Berechnung für den Leistungsindikator - Betriebsergebnis nach Bewertung auf Gruppenebene - zusammen mit den nicht ausgeschütteten Ergebnissen der Tochtergesellschaften ein vorläufiger Ertrag von 68,0 Mio. EUR (1,15 % der dBS); vorläufig, da noch nicht alle Ergebnisse der Tochtergesellschaften vorliegen. Die Planwerte wurden damit nicht erreicht. Ursächlich sind hierfür die bereits beschriebenen höheren Verwaltungsaufwendungen, das Bewertungsergebnis bei den Wertpapieren sowie geringere Überschüsse bei Gesellschaften des Geschäftsfelds Corporate Investments. b) Finanzlage Investitionen
1) Aktivposten 7 und 8, 2) Aktivposten 11 und 12 Das Investment in Beteiligungen und Sachanlagen ist auch weiterhin ein wichtiger Geschäftszweig zur Stabilisierung der Ertragslage der Bank. Folgerichtig haben wir auch im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter in Unternehmen und Projekte investiert. Wesentliche neue Beteiligungen und Tochtergesellschaften bzw. Kapitalaufstockungen machten ein Volumen von TEUR 100.577 (+40,80 %) bei diversen Gesellschaften aus. Die Nennenswertesten sind:
Im Bereich der Sachanlagen haben wir weitere Investitionen in Immobilien getätigt. Als wesentliche Projekte mit einem Gesamtvolumen von TEUR 85.670 sind die Folgenden zu nennen:
Zum Abschlussstichtag bestehen rechtliche Investitionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 33.816 aus begonnenen Investitionsmaßnahmen bei Bestands- und Neubauimmobilien. Diese sollen über das Einlagenwachstum und ggf. durch Bankenrefinanzierungen finanziert werden. Liquidität Die Liquiditätslage stellt sich wie folgt dar: Die Geschäfts- und Refinanzierungsstruktur der Bank ist maßgeblich geprägt durch das Kundengeschäft als Basis der Liquiditätsausstattung. Durch unsere Refinanzierungsstruktur besteht eine gewisse Abhängigkeit von Entwicklungen am Geld- und Kapitalmarkt bei Refinanzierungen über die DZ BANK. Die Zahlungsfähigkeit unseres Instituts war im abgelaufenen Geschäftsjahr nach Art, Höhe und Fristigkeit gegeben. Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 131,8 aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 191,6 (Vorjahr 139,1). Das bankintern festgelegte Mindestniveau der LCR in Höhe von 110 setzt sich aus der gesetzlichen Mindestanforderung und einem bankintern festgelegten Puffer zusammen. Bei Liquiditätsschwankungen kann die Bank auf hochliquide Aktiva und ausreichende Liquiditätsreserven auch in Form von Bankguthaben zurückgreifen. Durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe bestehen weitere Refinanzierungsmöglichkeiten. Vor diesem Hintergrund ist die Fähigkeit der Kreditgenossenschaft zur Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen jederzeit gesichert. Ungeplante Liquiditätsbelastungen aus außerbilanziellen Verpflichtungen haben sich nicht ergeben. Die gesetzlichen Mindestreserveverpflichtungen gemäß Statut der EZB wurden stets voll erfüllt. c) Vermögenslage Die Eigenkapitalstruktur der Bank ist geprägt von erwirtschafteten Rücklagen und Geschäftsguthaben der Mitglieder, ergänzt durch nachrangige Kundeneinlagen. Im Geschäftsjahr wurde das Eigenkapital durch Zuführung zu den Rücklagen und zum Fonds für allgemeine Bankrisiken gestärkt. Der Anteil des bilanziellen Eigenkapitals an der Bilanzsumme hat sich um 16,7 % (TEUR 98.249) erhöht. Es beträgt nun 11,3 % (Vorjahr 10,2 %) der Bilanzsumme. Die in unserem Institut getroffenen Vorkehrungen zur ordnungsgemäßen Ermittlung des Kern- und des Ergänzungskapitals im Rahmen der bankaufsichtlichen Meldungen sind angemessen. Nach den vertraglichen sowie satzungsmäßigen Regelungen erfüllen die angesetzten Kapitalinstrumente die Anforderungen der CRR zur Anrechnung als aufsichtsrechtlich anerkanntes Kern- und Ergänzungskapital. Die relevanten Vorgaben des KWG sowie der CRR zu den Eigenmittelanforderungen wurden eingehalten. Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG beläuft sich auf 0,52 %. Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenmittelausstattung und Kapitalquoten haben sich in den letzten fünf Jahren wie folgt entwickelt:
1) Hierzu rechnen die Passivposten 9 (Nachrangige Verbindlichkeiten), 11 (Fonds für allgemeine Bankrisiken) und 12 (Eigenkapital). Die Wertpapieranlagen der Genossenschaft entwickelten sich wie folgt:
Von den Wertpapieranlagen entfällt ein Anteil von 33,8 % auf Schuldverschreibungen und festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 66,2 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6). Die im Bestand befindlichen Wertpapiere im Aktivposten 5 wurden vollständig der Liquiditätsreserve zugeordnet und nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Im Wertpapierbestand sind zu 97,6 % festverzinsliche und zu 2,4 % variabel verzinsliche Wertpapiere (jeweils ohne Berücksichtigung der Zinsabgrenzung) enthalten. Dabei entfallen 96,8 % auf Emittenten von guter Bonität. Weitere 1,5 % haben mindestens ein Rating von BB+; für die übrigen 1,7 % liegt kein Rating vor. Auf den gesamten festverzinslichen Wertpapierbestand entfallen TEUR 66.735 auf öffentliche Emittenten, TEUR 11.505 auf Kreditinstitute, TEUR 43.824 auf Nichtbanken. Alle Wertpapiere lauten auf Euro und wurden zu 57,8 % von inländischen, zu 23,9 % von Emittenten aus dem Euroraum, zu 5,0 % von Emittenten aus Staaten der übrigen EU sowie zu 13,3 % aus Staaten mit gleichwertigen Aufsichtssystemen aufgelegt. Wesentliche Veränderungen in der Struktur sowie Bonitätseinstufung bei den Wertpapieranlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von Zukäufen ergeben. Der Aktivposten 6 beinhaltet ausschließlich Anteile an Investmentfonds, davon sind TEUR 219.814 in einem Spezialfonds, TEUR 13.246 in Infrastrukturfonds und TEUR 5.740 in Immobilienfonds. Die Investmentfonds sind in Höhe von TEUR 233.061 dem Anlagevermögen und im Übrigen der Liquiditätsreserve zugeordnet. Überschüssige Liquidität sowie durch Fälligkeiten oder Verkäufe frei gewordene Mittel im Wertpapierportfolio wurden sowohl zur Finanzierung der Kundenforderungen als auch der Investitionen eingesetzt. In Anbetracht des sich stark ändernden Niedrigzinsniveaus wurde bei den Anlagen auf eine Ausgewogenheit zwischen Bonität, Rentabilität und Liquidität geachtet. Vom gesamten Wertpapierbestand wurde ein Betrag in Höhe von TEUR 233.061 wie Anlagevermögen bewertet. Bei einer Bewertung nach dem strengen Niederstwertprinzip wären keine zusätzlichen Abschreibungen angefallen. Im gesamten Wertpapierbestand sind Kursreserven von TEUR 7.821 enthalten. 5. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses vor dem Hintergrund unseres bedeutsamen Leistungsindikators für die Zukunftsfähigkeit der Bank und dem Leistungsindikator für die Rentabilität im Vergleich zu anderen ähnlich großen Kreditgenossenschaften als gut. Das Wachstum des für die Bank wichtigsten Geschäftsbereichs, dem Geschäft mit Kunden überwiegend aus der Region stammend, setzte sich fort. Sowohl beim Kreditgeschäft als auch im Einlagengeschäft wurden die Erwartungen aus der Eckwertplanung übertroffen. Die Vermögenslage der Bank zeichnet sich unverändert durch eine angemessene Eigenkapitalausstattung aus. Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen wurden im Vorjahr und auch im Geschäftsjahr eingehalten. Für erkennbare und latente Risiken in den Kundenforderungen sind Wertberichtigungen gebildet worden. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug von Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden. Finanzlage und Liquiditätsausstattung entsprechen den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen. Vor dem Hintergrund eines deutlich gestiegenen Betriebsergebnisses vor und nach Bewertung hat sich auch im Vergleich zu anderen Kreditgenossenschaften die Ertragslage der Bank wieder verbessert. C. Risiko- und Chancenbericht 1. Risikomanagementsystem und -prozess Unsere Geschäfts- und Risikostrategie basiert auf einem regelmäßigen Strategieprozess und ist auf das Kundengeschäft mit Mitgliedern und Kunden schwerpunktmäßig aus unserer Region ausgerichtet. Wesentliche Bestandteile der Geschäftsstrategie sind die aus der Risikotragfähigkeit unserer Bank abgeleiteten Teilstrategien der vor allem vertrieblichen Geschäftsfelder. Konsistent zu unserer Geschäfts- und Risikostrategie wurde eine Unternehmensplanung entwickelt, die eine langfristige und umfassende Begleitung unserer Mitglieder und Kunden im Hinblick auf Finanzierungswünsche, Vermögensanlagen und Dienstleistungen rund um den Zahlungsverkehr sicherstellt. Die Geschäfts- und Risikostrategie sowie die Teilstrategien werden im Rahmen des von uns festgelegten Strategieprozesses regelmäßig überprüft. Das von der Bank verwendete Strategiemodell zeigt den organisatorischen Rahmen für die Überprüfung der Strategie und für die Vernetzung der strategischen und operativen Gesamtbanksteuerung auf. Ziel unserer Risikostrategie ist nicht primär die Vermeidung von Risiken, sondern die Wahrung eines angemessenen Chance-Risiko-Profils entsprechend unserer Risikopräferenz. Wir haben ein System zur Früherkennung von Risiken implementiert. Vor dem Hintergrund wachsender Komplexität der Märkte im Bankgeschäft sehen wir dies als eine zentrale Aufgabe an. Die zuständigen Organisationseinheiten berichten unmittelbar an den Vorstand. In diesem Rahmen ist ein Risikocontrolling- und Managementsystem mit entsprechenden Instrumenten eingerichtet, um bei Bedarf gegensteuernde Maßnahmen einleiten zu können. Ziel des Risikomanagements unserer Bank ist es, Risiken, die den Erfolg wesentlich beeinflussen oder gar den Fortbestand gefährden können, frühzeitig zu erkennen sowie umfassend zu messen, zu überwachen und zu steuern. Integraler Bestandteil ist dabei die fortlaufende Sicherstellung der Risikotragfähigkeit. 2. Risiko- und Liquiditätstragfähigkeit Risikotragfähigkeit Unser Risikotragfähigkeitskonzept haben wir im Berichtsjahr entsprechend der Neuausrichtung der Bankenaufsicht zur "Aufsichtlichen Beurteilung bankinterner Risikotragfähigkeitskonzepte und deren prozessuale Einbindung in die Gesamtbanksteuerung ('ICAAP')" angepasst. Hiernach haben die zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit eingesetzten Verfahren sowohl das Ziel der Fortführung des Instituts als auch den Schutz der Gläubiger vor Verlusten aus ökonomischer Sicht zu berücksichtigen. Zur Erfüllung dieser beiden Schutzziele berücksichtigt unser Risikotragfähigkeitskonzept sowohl eine normative als auch eine ökonomische Perspektive. In der normativen Perspektive verfolgen wir das Ziel der Fortführung unserer Bank durch Sicherstellung aller regulatorischen Anforderungen, insbesondere Kapitalanforderungen. Mithilfe einer strategischen Eckwert- und Kapitalplanung für einen Zeitraum von fünf Jahren steuern wir die Entwicklung unseres Instituts. Die Annahmen für die Markt- und Volumenentwicklungen erfolgen hierbei durch Experten. Die abgeleiteten Ertrags- und Vermögenswirkungen werden anhand von Simulationsrechnungen mit Unterstützung der Steuerungssoftware VR-Control ermittelt. In der ökonomischen Perspektive verfolgen wir das Ziel des Schutzes der Gläubiger vor Verlusten. Unser Risikodeckungspotenzial leiten wir dabei barwertnah ab, in dem wir, ausgehend von den Eigenmitteln, diese um weitere Vermögenspositionen - u. a. stille Reserven und Lasten - sowie Abzugsposten ergänzen bzw. korrigieren. Die eingerichteten Systeme und Verfahren des Risikomanagements sind dem Profil und der Geschäfts- und Risikostrategie unserer Bank sowie ihrer Größe angemessen und entsprechen den Anforderungen der MaRisk. Liquiditätstragfähigkeit Die Liquiditätsrisiken im engeren Sinne können nicht sinnvoll mit Kapital unterlegt werden. Daher wird die Liquiditätstragfähigkeit durch die Vorhaltung ausreichender Liquidität als strenge Nebenbedingung unmittelbar und kapitalunabhängig durch die Limitierung über das Liquiditätsdeckungspotenzial überwacht. Darüber hinaus wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Bank durch die Einbindung in die Genossenschaftliche FinanzGruppe unterstützt. Die Liquiditätslage ist für die nachfolgenden Risikoklassen mit Blick auf den Liquiditätshintergrund quantitativ nicht wesentlich. Risiken In der ökonomischen Steuerungssicht wird das Risikodeckungspotenzial - abgeleitet nach einem barwertnahen Ansatz - der Summe der barwertig ermittelten wesentlichen Risken gegenübergestellt. Für unsere Risikobeurteilung zum Abschlussstichtag legen wir einen Zeitraum von einem Jahr und ein Wahrscheinlichkeitsniveau (= Konfidenzniveau) von 99,9 % zugrunde, in dem auch das Vorliegen von bestandsgefährdenden Risiken beurteilt wird. Bestandsgefährdende Risiken liegen für den hier zugrunde gelegten Beurteilungszeitraum von einem Jahr nicht vor. 3. Risikoarten Kreditrisiko Das Kreditrisiko bezeichnet die Gefahr von Verlusten aus dem teilweisen oder vollständigen Ausfall von Gegenparteien (Kreditnehmer, Emittenten, Kontrahenten) und aus der Migration der Bonität dieser Adressen. Es beinhaltet das Kreditrisiko Kundengeschäft, das Kreditrisiko Eigengeschäft (Migrations- und Spreadrisiko) und das Kontrahentenrisiko (jeweils einschließlich des Länderrisikos). Beteiligungsrisiken entstehen bei unseren strategischen Beteiligungen, Funktions- und Kapitalbeteiligungen sowie kreditnahen Beteiligungen. Das Kreditrisiko im Kunden- und Eigengeschäft stufen wir als aufsichtsrechtlich und betriebswirtschaftlich wesentlich ein. Das Risiko kann wesentliche Auswirkung auf die Vermögens- und Ertragslage haben. Das Länderrisiko hat keine wesentliche Auswirkung auf unsere Vermögens- und Ertragslage und wird als unwesentlich eingestuft. Zur Steuerung des Kreditrisikos setzen wir im Kundengeschäft Ratingsysteme zur Beurteilung der Bonität einzelner Engagements ein (im wesentlichen VR-Rating). Mithilfe der Steuerungssoftware VR-Control sowie angemessener Geschäftsprozesse im Kundenkreditgeschäft können wir ungünstige Entwicklungen im Kreditportfolio rechtzeitig identifizieren und frühzeitige Maßnahmen einleiten. Wir ermitteln monatlich mithilfe des Moduls Kreditportfoliomodell für Kundengeschäfte (KPM-KG) unter VR-Control einen unerwarteten Verlust (Credit-Value-at-Risk) aus dem Kundenkreditgeschäft. Die Berechnung erfolgt in einem mehrstufigen Verfahren, dem sowohl die aggregierten Blankoanteile in den Risikoklassen bzw. -gruppen des Forderungsbestands als auch Ausfallwahrscheinlichkeiten und Branchenparameter zugrunde liegen. Das Kreditrisiko bei Eigenanlagen ermitteln wir im Rahmen unserer Risikotragfähigkeitskonzeption monatlich mithilfe des Kreditportfoliomodells für Eigengeschäfte (KPM-EG). Die Berechnungen basieren auf verschiedenen Marktpartnersegmenten, die differenzierte Spread- und Ratingmigrationen, Spreadverteilungen sowie Migrationsmatrizen aufweisen. Bei den Eigenanlagen nutzen wir für Wertpapiere die Ratinginformationen der DZ Bank auf Basis externer Ratingagenturen und bei den Fonds die Risikoinformationen der Fondsgesellschaft Union Investment. Turbulenzen an den Finanzmärkten begegnen wir durch eine breite Diversifikation auf Ebene der Emittenten und Anlageklassen mittels zusätzlich eingezogener Strukturlimite. Das aufgelaufene Bewertungsergebnis wird monatlich ermittelt und im Risikodeckungspotenzial berücksichtigt. Der erwartete Verlust in Form der Risikoprämienbarwerte wird von der Risikodeckungsmasse abgezogen. Die Beteiligungsrisiken werden je nach Art der Beteiligung über VR-Control BETRIS, KPM-KG oder per Durchschau auf die Einzelrisiken ermittelt. In der Risikoinventur wurden die Beteiligungsrisiken für die Vermögens- und Ertragslage als wesentlich eingestuft. Marktpreisrisiken Das Marktpreisrisiko beschreibt die Gefahr, dass aufgrund nachteiliger Veränderungen von Marktpreisen oder preisbeeinflussenden Parametern Barwertverluste entstehen können. Unterschieden werden die Marktpreisrisiken in Zins-, Aktien-, Fremdwährungs-, Rohstoff-, Inflations- und Fondsrisiken. Gemäß Risikoinventur werden die Marktpreisrisiken Zins-, Aktien- und Fondsrisiko für die Vermögens- und Ertragslage als wesentliches Risiko eingestuft. Bei den anderen Marktpreisrisiken handelt es sich um nicht wesentliche Risiken für die Vermögens- und Ertragslage der Bank. Die Risikomessung beim Zinsrisiko erfolgt anhand eines Value-at-Risk-Verfahrens mittels der Verfahrensstandards der Genossenschaftlichen FinanzGruppe Volksbanken Raiffeisenbanken. Der Value at Risk wird dabei im Rahmen einer historischen Simulation mit einer Haltedauer von 250 Tagen und auf einem Konfidenzniveau von 99,9 % gemessen. Der Beobachtungszeitraum, der der historischen Simulation zugrunde liegt, ist im Normalszenario auf 2.500 Handelstage bei zusätzlich gespiegelten Barwertveränderungen festgelegt. Die Risikoermittlung für Fonds erfolgt auf Basis von Risikokennzahlen, die seitens der jeweiligen Fondsgesellschaften regelmäßig bereitgestellt werden. Zur Ermittlung der Fondsrisiken wird ein Value at Risk unterteilt in Kredit- und Marktpreisrisiken (Haltedauer von 250 Tagen, Konfidenzniveau von 99,9%) verwendet. In Aktien wird lediglich im Bereich der Fonds investiert, sodass diese bereits in den Fondsrisiken berücksichtigt werden. Der Zinsrisikokoeffizient für Zinsänderungsrisiken sowie die Frühwarnindikatoren im Anlagebuch werden auf Grundlage barwertiger Veränderungen mit Unterstützung von VR-Control ermittelt. Dabei werden alle wesentlichen Positionen des Anlagebuchs einbezogen. Für Positionen mit unbestimmter Kapital- oder Zinsbindung sind geeignete Annahmen getroffen. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken können grundsätzlich in der Form des Zahlungsunfähigkeitsrisikos, des Refinanzierungsrisikos und des Marktliquiditätsrisikos auftreten. Zahlungsunfähigkeitsrisiken treten ein, wenn Zahlungsverpflichtungen nicht fristgerecht oder nicht in ausreichender Höhe erfüllt werden können. Refinanzierungsrisiken entstehen, wenn die Liquidität nicht zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann oder die Refinanzierungsmittel nicht im erforderlichen Umfang zur Verfügung stehen. Marktliquiditätsrisiken treten ein, wenn Anlagen nicht zum gewünschten Zeitpunkt oder in der geplanten Höhe liquidiert werden können. Die Liquiditätsrisiken werden aufsichtsrechtlich begrenzt und gesteuert. Daneben ist die Finanzplanung unseres Hauses streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und künftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Insoweit achten wir auf ausgewogene Laufzeitstrukturen der Aktiva und Passiva. Bei unseren Geldanlagen in Wertpapieren bzw. bei Korrespondenzbanken tragen wir dementsprechend neben Ertrags- auch Liquiditätsaspekten Rechnung. Durch die Einbindung in die genossenschaftliche FinanzGruppe bestehen ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwartete Zahlungsstromschwankungen auffangen zu können. Mittels Liquiditätsrisikosteuerung stellt die Bank sicher, dass ein potenzieller Liquiditätsbedarf rechtzeitig erkannt wird. Neben der täglichen Überwachung der LCR nutzen wir zur Quantifizierung des Liquiditätsrisikos eine Szenarioanalyse, welche einen Abzug der zehn größten kurzfristig abziehbaren Kundeneinlagen, eine Kombination aus dem Abzug der zehn größten Einlagen in Verbindung mit einer gleichzeitigen Inanspruchnahme der zehn größten offenen Zusagen und die damit verbundenen Auswirkungen auf die LCR simuliert. Zusätzlich erfolgt eine regelmäßige Erhebung und Messung der NSFR. Darüber hinaus werden zum Zweck der Beurteilung des Liquiditätsrisikos insbesondere Liquiditätsablaufbilanzen verwendet, welche einem definierten Liquiditätsdeckungspotential gegenübergestellt werden. So kann in einem simulierten Fall eine entsprechende Einschätzung unseres Liquiditätsrisikos beurteilt und für Steuerungsimpulse genutzt werden. Operationelle Risiken Operationelle Risiken betreffen die Gefahr von Verlusten, die infolge der Unzulänglichkeit oder des Versagens von internen Prozessen, Menschen oder Systemen oder infolge externer Ereignisse eintreten. Wir haben eine einheitliche Festlegung und Abgrenzung der operationellen Risiken zu den anderen betrachteten Risikokategorien vorgenommen und diese in den Organisationsrichtlinien fixiert und kommuniziert. Wesentliche operationelle Risiken werden jährlich identifiziert und analysiert. Hierzu wird auf eine Schadensfalldatenbank zurückgegriffen, in die eingetretene Schäden eingestellt werden. Über die IT-Risiken, die das Rechenzentrum betreffen, erhalten wir regelmäßige Berichte des lT-Dienstleisters einschließlich der Darstellung der eingeleiteten Maßnahmen bei Problemen. Im Rahmen einer Expertenschätzung werden über eine Risikolandkarte alle relevanten operationellen Risiken in einer ex-ante-Betrachtung einzeln beurteilt und bewertet. Zudem werden Rechtsrisiken aus nicht abgesicherten schwebenden Verfahren und offene Schadensfälle des aktuelles und des Vorjahres berücksichtigt. Für alle wesentlichen Schadensereignisse in Bezug auf bankinterne Risiken besteht ein umfassender Versicherungsschutz. Betriebliche Notfallplanungen wurden insbesondere auf die Anforderungen aus dem lT-Bereich abgestimmt. Rechtlichen Risiken begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare sowie die Inanspruchnahme juristischer Beratung. Für operationelle Risiken werden angemessene Beträge in der Berechnung der Risikotragfähigkeit berücksichtigt. Anhand der Risikoinventur stufen wir die operationellen Risiken bezogen auf die Vermögens- und Ertragslage als aufsichtsrechtlich wesentlich ein. Immobilienrisiko Das Immobilienrisiko entsteht aus einer nachteiligen Entwicklung des Objektwerts und Erträgen von Immobilienpositionen (d.h. Direktanlagen, Fonds und eigengenutzte Immobilien) in Bezug zu ihrem Erwartungs- bzw. Planungswert. Das Immobilienrisiko teilt sich in die Komponenten Wertänderungsrisiko, Ertragsrisiko und Mietausfallrisiko auf. Zur Messung des Immobilienrisikos aus Direktinvestments setzen wir das okular Tool IRIS von der parcIT ein. Dabei nutzen wir ein Konfidenzniveau von 99,9 %. Eingangsparameter sind detaillierte Gebäudeinformationen zu Wert, Nutzungsart, Fläche und Miete, Alter sowie Lage des Gebäudes. Die Wesentlichkeit des Immobilienrisikos bezogen auf die Vermögens- und Ertragslage ist lt. Risikoinventur gegeben. Wir begegnen diesem Risiko durch ein laufendes Reporting, die Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept und die Einbindung von qualifizierten Partnern bei Immobilientransaktionen. Entwicklungsrisiko Im Entwicklungsrisiko werden mittels Korrekturverfahren die risikobehafteten Erträge und Kosten durch pauschale Risikozuschläge bzw. -abschläge verändert und die Konsequenzen für das Gesamtergebnis des Projektes abgebildet. Die Veränderung der Erträge und Kosten unterstellt implizit eine potenzielle Anpassungsnotwendigkeit (z. B. durch verzögerte Genehmigungen, Marktveränderungen etc.) bei der Umsetzung des Projekts. Wir begegnen diesem Risiko durch ein laufendes Reporting, der Berücksichtigung im Risikotragfähigkeitskonzept und der Einbindung von qualifizierten Partnern bei Immobilienprojekten. Die Wesentlichkeit dieser Risiken wird grundsätzlich anlassbezogen bzw. turnusmäßig überprüft. Sonstige Risiken Unter dieser Kategorie analysieren wir alle nicht bankspezifischen Risiken. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir dabei u. a. dem strategischen und Geschäftsrisiko (wesentlich bezogen auf die Ertragslage), dem Pensionsrisiko, dem Reputationsrisiko und dem Nachhaltigkeitsrisiko. Aktuell stufen wir die letztgenannten sonstigen Risiken als unwesentlich ein. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten Zum Ende des Geschäftsjahrs 2022 befanden sich keine zinsbezogenen Derivate im Bestand. 4. Gesamtbild der Risikolage Auf Basis unserer Verfahren des Risikomanagements zur Ermittlung der Risiken sowie des Risikodeckungspotenzials war die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2022 in dem von uns definierten Steuerungsszenario zu jeder Zeit ökonomisch uneingeschränkt gegeben. Nach dem derzeitigen Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens-/Substanzsituation des Instituts auch im Geschäftsjahr 2023 gegeben. Die dargestellten Risiken werden die künftige Entwicklung unserer Bank nicht wesentlich beeinträchtigen. Im Rahmen der Risikosteuerung ergaben sich keine Anhaltspunkte für bestandsgefährdende Risiken für die Vermögens-, Finanz- bzw. Ertragslage. Dies wird durch die Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung unterstützt. Der am 24. Februar 2022 begonnene Russland-Ukraine-Krieg ist noch immer geprägt von geopolitischen Spannungen, die global in die Volkswirtschaften ausstrahlen. So haben zum Beispiel die Europäische Union sowie die USA seit Kriegsbeginn umfangreiche Sanktionspakete verabschiedet und verhängt. Es ist nicht auszuschließen, dass auf Ebene der Wirtschaftspolitik weitere Maßnahmen beschlossen werden, die einen wesentlichen Einfluss auf die Geschäftstätigkeit und somit auch auf die Wirtschaftlichkeit des Handelns der Marktteilnehmer in den betroffenen Wirtschaftsräumen haben können. Ein Ende dieser durch Ungewissheit geprägten Situation ist nicht absehbar. Die Auswirkungen auf die Kreditrisiken im Kundengeschäft wurden analysiert. Neben den relevanten größten Kundenblankovolumen wurden auch Kunden mit Geschäftsaktivitäten in den sanktionierten Gebiete analysiert. Hierbei wurden keine relevanten Auffälligkeiten im Kundenbestand mit Bezug zur Russland-Ukraine-Krise gefunden. Lediglich in einigen Branchen wie z. B. im Handwerk, dem Speditionsgewerbe sowie der Landwirtschaft sind negative Effekte aus steigenden Energiekosten sowie Preiserhöhungen bei Materialien/Rohstoffen und Treibstoffen zu erkennen. Die weitere Entwicklung wird von uns intensiv beobachtet. Akute Risiken im Kundengeschäft sind im erforderlichen Umfang durch Einzelwertberichtigungen und Rückstellungen abgeschirmt. Für latente Risiken besteht der Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB. Zum Bewertungsstichtag 31.12.2022 betrugen die barwertnahen Risiken insgesamt 427,2 Mio. EUR. Demgegenüber stand ein betriebswirtschaftlich konservativ ermitteltes Risikodeckungspotenzial in Höhe von 723,1 Mio. EUR. D. Prognosebericht Gemäß der Jahresprojektion der Bundesregierung wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands 2023 um 0,2 % steigen. Der Projektion zufolge wird das preis-, kalender- und saisonbereinigte BIP, nach einer Abkühlung zu Jahresbeginn infolge des Energiepreisschocks und der Zinswende, im weiteren Verlauf von 2023 wieder an Fahrt aufnehmen. In Hinblick auf die Inflation wird damit gerechnet, dass diese zunächst weiterhin hoch bleiben wird. Die Inflationsrate, gemessen am Verbraucherpreisindex, werde der Projektion zufolge im Jahresdurchschnitt 2023 bei 6,0 % liegen. Die seit einigen Monaten tendenziell rückläufigen Energie- und Verbraucherpreise wirken entlastend auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, auch infolge der Gas- und Strompreisbremse der Bundesregierung. Zu Jahresbeginn hat sich die Stimmung in der deutschen Wirtschaft weiter aufgehellt. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist von 88,6 Punkten im Dezember auf 90,2 Punkte im Januar 2023 gestiegen. Die vom ifo Institut befragten Unternehmen beurteilen ihre Geschäftsperspektiven für das erste Halbjahr 2023 insgesamt deutlich weniger pessimistisch als zuvor. Angesichts des nachlassenden Preisauftriebs bei Energie hat sich zum Jahresanfang in Deutschland nicht nur das Geschäftsklima, sondern auch die Verbraucherstimmung verbessert. Gemäß der GfK-Umfrage haben sich sowohl die Konjunktur- als auch die Einkommenserwartungen der Konsumenten weiter erholt. Ihre Anschaffungsneigung hat allerdings leicht nachgelassen. Im Euroraum stieg die Kernrate der Inflation, an der sich die Notenbanken orientieren, von 5,3 % auf 5,6 % für Februar 2023. Das sind die beiden höchsten jemals im Euroraum gemessenen Werte. Entsprechend baut die EZB geldpolitisch vor. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass das Zwei-Prozent-Ziel bindend sei. Die Notenbank werde ihre Zinserhöhungen erst einstellen, wenn die Inflation belastbar auf 2 % zurückkehre. An den Märkten wurden Einschätzungen eines Einlagezinssatzes der EZB von 4 % schon Anfang März 2023 gehandelt. Das würde nach der Erhöhung um 50 Basispunkte im März 2023 eine gleichstarke Erhöhung im Mai 2023 und zwei Schritte um 25 Basispunkte im Juni 2023 und Juli 2023 bedeuten. Die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen erreichten bereits Anfang März 2023 ihren höchsten Stand seit 2011. Sie stehen damit stellvertretend für die Korrektur an den Finanzmärkten, die sich auf eine länger höhere Inflation und entsprechende Leitzinsen einstellt. Der deutsche Arbeitsmarkt zeigt sich weiterhin beständig gegenüber der aktuellen Konjunkturschwäche im Zuge der Energiekrise. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote verharrte im Februar 2023 mit 5,5 % auf dem niedrigen Niveau der Vormonate. In naher Zukunft ist angesichts der noch immer starken Arbeitskräftenachfrage mit einer Fortsetzung des Beschäftigungsaufbaus zu rechnen. Der BA-Stellenindex (BA-X), der bundesweit die Nachfrage nach Personal misst, blieb im Februar 2023 gegenüber dem Vormonat unverändert bei hohen 127 Punkten. Die Leitzinssteigerungen, zusätzliche Eigenkapitalanforderungen, eine hohe Wettbewerbsintensität, die steigende digitale Affinität unserer Kunden, volatile Kapitalmärkte sowie die Auswirkungen der Energiekrise in Verbindung mit dem Ukrainekrieg bildeten die Herausforderungen unserer Gesamtbankplanung. Angesichts dieser Rahmenbedingungen planen wir in den Geschäftsjahren 2023 und 2024 über das Kundenkreditgeschäft, die Immobiliendirektinvestitionen und das Einlagengeschäft ein bilanzielles Wachstum, welches leicht unterhalb des Niveaus des Berichtsjahrs liegen wird, aber dennoch unseren Leistungsindikator für die Zukunftsfähigkeit 'Erzielung eines überdurchschnittlichen Wachstums' erfüllen wird. Die Entwicklung des Zinsüberschusses bleibt im Zeitraum bis 2024 für die Ertragslage prägend. Auf Grundlage des erhöhten Zinsniveaus planen wir im Kundeneinlagengeschäft die Zinserträge zu steigern. Eine positive Auswirkung auf die Ertragslage dürfte sich allerdings durch Steigerung der Gewinnausschüttungen aus unseren Immobilien- und Beteiligungsinvestitionen ergeben. Insofern erwarten wir eine Steigerung des Zinsüberschusses von ca. 10 % bis 2024. In den provisionsabhängigen Geschäftsfeldern soll durch eine Intensivierung der Beratung insbesondere das Wertpapiergeschäft, das Versicherungs- und Kreditvermittlungsgeschäft ausgeweitet und dadurch eine Steigerung des Provisionsergebnisses von durchschnittlich ca. 3,5 % p.a. erreicht werden. Bei den allgemeinen Verwaltungsaufwendungen sehen wir aufgrund der derzeitigen Inflationsrate und prognostizierten Tariferhöhungen Steigerungsraten, die berücksichtigend von optimierenden Kostenmaßnahmen für 2023 und 2024 mit ca. 6,5 % und ca. 2,8 % p. a. ausfallen dürften. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen ist 2022 rückläufig. Mit Blick auf die zusätzlichen Mieterträge aus unseren getätigten Immobilieninvestitionen sowie aufgrund eines Sonderertrags im Jahr 2023 steigt der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen im Jahr 2023 und ist dann in 2024 allerdings betragsmäßig nur leicht unter dem Niveau des Berichtsjahrs. Angesichts der beschriebenen Wirkungen erwarten wir für das Jahr 2023 ein Betriebsergebnis vor Bewertung, welches ca. 8,5 Mio. EUR oberhalb des Niveaus des Berichtsjahres liegen dürfte. Für das Jahr 2024 wird von einer weiteren Steigerung von ca. 10 % ausgegangen. Beim geplanten Bewertungsaufwand im Kreditgeschäft wurden die Auswirkungen des Ukrainekrieges berücksichtigt. Basierend auf den makroökonomischen Folgen haben die Banken im Jahr 2023 aufgrund der wirkenden Inflation und des stark gestiegenen Zinsniveaus mit erhöhten Risiken und Abschreibungen im Kreditgeschäft zu rechnen. Für das Jahr 2023 planen wir mit einem deutlich höheren Aufwand für die Bewertung unserer Kundenforderungen. Bei den Eigenanlagen erwarten wir hingegen kein Bewertungsergebnis. Beim gesamten Bewertungsergebnis gehen wir für 2023 von ca. 0,02 % der durchschnittlichen Bilanzsumme aus. Hierbei wirkt sich jedoch ein Sonderertrag durch einen Buchgewinn aus dem Teilverkauf einer Beteiligung aus. Angesichts der dargestellten Entwicklungen erwarten wir in unseren Planungen steigende Betriebsergebnisse nach Bewertung, unser Leistungsindikator in Bezug auf die Rentabilität, und damit das Erreichen unseres strategischen Ziels von 1,5 % in den Jahren 2023 und 2024. Im Rahmen der Kapitalplanung wird die langfristige Entwicklung der Eigenmittel und der Kapitalquoten über einen Betrachtungszeitraum von fünf Jahren jährlich überprüft. Auf Basis der Kapitalplanung werden die Eigenmittel durch die Dotierung von Rücklagen nachhaltig leicht gestärkt und damit die aufsichtsrechtlichen Kennziffern im Eigenmittelbereich eingehalten. Von einer geordneten Finanz- und Liquiditätslage, welche den aufsichtsrechtlichen und betrieblichen Erfordernissen entspricht, gehen wir zukünftig aus. Chancen im Hinblick auf den erwarteten Geschäfts- und Ergebnisverlauf sehen wir in den sich in der Umwandlungsphase befindenden Kapitalmarkt. Hierbei erwarten wir eine deutliche Steigerung im Einlagengeschäft, leicht höhere Wertpapierumsätze und damit einhergehend eine moderate Ergebnissteigerung. Basierend auf unserer Geschäftsstrategie werden wir die Märkte für die definierten Immobiliennutzungsarten sowie Beteiligungen bearbeiten. Hierbei werden wir bei positiv entwickelnden Märkten Chancen im Bereich Immobilien und Beteiligungen wahrnehmen. Jedoch beobachten wir im Immobilienmarkt aufgrund der gestiegenen Finanzierungszinssätze sowie aufgrund des gestiegenen Preisniveaus für Baukosten auch erhöhte Risiken. Für unseren Immobilienbestand haben wir ein stringentes Monitoring implementiert, dass u.a. auf einen diversen Mieter-Mix achtet sowie die Leerstandsquote überwacht. Im Rahmen der Immobilienaktivtäten der Volksbank BRAWO bzw. der Tochtergesellschaften ergeben sich auch Entwicklungsrisiken, welche ein Bündel von Risiken darstellen, die sich bei der Realisierung von Immobilienprojektentwicklungen ergeben. Weiterhin ergeben sich mit dem Eingehen von Beteiligungen auch Risiken. Wir haben für unsere Beteiligungsaktivitäten das Beteiligungsrisiko definiert. Für das Immobilien-, Entwicklungs- und das Beteiligungsrisiko haben wir entsprechende Limite definiert, welche im Rahmen unseres Risikomanagements überwacht werden. Risiken könnten sich z. B. aufgrund eines noch länger anhaltenden hohen Inflationsniveaus, aus einem konjunkturellen Abschwung und einer rückläufigen Beschäftigungslage in der Region Braunschweig/Wolfsburg mit Auswirkungen auf das Kundengeschäft und die Risikovorsorge im Kreditgeschäft ergeben. Auch eine steigende Zahl von Insolvenzen als Folge der hohen Energiekosten können das Kreditgeschäft belasten. Deutliche Verwerfungen an den Finanzmärkten hätten ebenfalls negative Folgen für die Ergebnislage der Bank. Die aufgeführten Risiken werden jedoch als nicht bestandsgefährdend angesehen. Abschließend möchten wir darauf hinweisen, dass - soweit wir vorstehend Prognosen und Erwartungen geäußert haben oder unsere Aussagen die Zukunft betreffen - die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen hiervon abweichen können. Insbesondere beruhen die unseren Ausführungen zugrunde liegenden Prognosen auf unserer Einschätzung des andauernden Russland-Ukraine-Kriegs. E. Erklärung zur Unternehmensführung - ungeprüft - Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft (Festlegung von Zielgrößen vor dem 12. August 2021) Das Gesetz für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft greift auch bei Instituten der Genossenschaftlichen FinanzGruppe, sofern sie den Regelungen des Drittelbeteiligungsgesetzes unterliegen. Die Volksbank BraWo fördert im Rahmen der regional bestehenden Möglichkeiten den Einsatz von qualifizierten Frauen in Führungspositionen der Bank. Der Vorstand hat gemäß § 9 Abs. 3 GenG in 2022 für die Besetzung der zweiten und dritten Führungsebene mit Frauen Zielgrößen von 14,3 % und 34 % für den nächsten Fünfjahreszeitraum festgelegt. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Vorstands mit Frauen eine Zielgröße von 0 % festgelegt. Die festgelegte Zielgröße für den Vorstand entsprach dem Status quo und den erwarteten Möglichkeiten zur Besetzung des Vorstands mit Frauen. Diese Zielgröße ist maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 30.06.2027. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 9 Abs. 4 GenG für die Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen eine Zielgröße von 30 % festgelegt. Die festgelegte Zielgröße für den Aufsichtsrat entspricht den gesetzlichen Anforderungen und ist maßgeblich für den Zeitraum bis einschließlich 30.06.2027. Die Zielfestlegungen für die Führungsebenen sind maßgeblich für den Bezugszeitraum bis einschließlich 30.06.2027. Die erstmalige Festlegung von Zielen hatte spätestens am 30.09.2015 zu erfolgen. Für die erstmalige Erreichung der Ziele war nach § 168 GenG ein Höchstzeitraum bis 30.06.2017 gesetzlich vorgeschrieben. Danach konnten Zeiträume zur Zielerreichung mit einer Höchstdauer von bis zu fünf Jahren festgelegt werden (§ 9 Abs. 3 Satz 4 und Abs. 4 Satz 4 GenG). Die festgelegten Zielgrößen für die Führungsebenen entsprechen dem Status quo. Eine Steigerung kommt nicht in Betracht, da nach derzeitigem Stand im Bezugszeitraum voraussichtlich weder Stellen frei noch zusätzliche Stellen geplant sind. Die festgelegten Zielgrößen für den Aufsichtsrat entsprechen dem Status quo und den erwarteten Möglichkeiten zur Besetzung des Aufsichtsrats mit Frauen. Über die im Bezugszeitraum festgelegte Quote hinaus hält der Aufsichtsrat einen Frauenanteil von 30 % für sinnvoll. F. Nichtfinanzielle Berichterstattung - ungeprüft - Wir werden den gesonderten nichtfinanziellen Bericht für das Geschäftsjahr 2022 zusammen mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 nach § 325 HGB im Bundesanzeiger offenlegen. Er ist zudem auf unserer Internetseite abrufbar (unter https://www.volksbank-brawo.de/volksbank_brawo/publikationen/geschaefts--und-offenlegungsberichte.html). Eine nichtfinanzielle Erklärung ist daher nicht abzugeben. Der gesonderte nichtfinanzielle Bericht ist durch den Abschlussprüfer nicht inhaltlich geprüft.
Wolfsburg, 9. Mai 2023 Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg Der Vorstand: Jürgen Brinkmann Ralf Schierenböken Mark Uhde Anlage - Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit nach § 21 EntgTranspG Die grundlegenden Entgeltregelungen und Arbeitsbewertungsverfahren der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg beruhen auf dem Vergütungstarifvertrag für die Volksbanken und Raiffeisenbanken (VTV), der auf diskriminierungsfreien Kriterien aufbaut. Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg hat bereits im Jahr 2005 damit begonnen, ein Soll-Eingruppierungskonzept zu implementieren, welches seither fortlaufend weiterentwickelt wurde. Auf Basis von Stellenbeschreibungen sowie Anforderungs- und Qualifizierungsprofilen, die für jede Stelle in der Bank vorliegen, wurden in enger Abstimmung zwischen der Arbeitgeberseite und dem Betriebsrat hierbei Soll-Vergütungsgruppen definiert. Diese Soll-Vergütungsgruppen werden bei allen internen Stellenausschreibungen transparent ausgewiesen und sind geschlechtsneutral. Jede Eingruppierung einer neuen Stelle wird unter anderem dem Betriebsrat zur Genehmigung vorgelegt. Erst nach eingehender Prüfung und entsprechender Freigabe dürfen die Stellen eingesetzt werden. Insofern ist das gesamte Vergütungssystem der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg mitbestimmt. Im Rahmen der grundlegenden Neufassung des Vergütungstarifvertrags für die Volks- und Raiffeisenbanken und der einhergehenden Umstellung der Vergütungstabellen im Jahr 2019 wurde das bestehende Soll-Eingruppierungskonzept an die neuen Rahmenbedingungen angepasst und hierbei vollumfänglich überprüft. Die Gleichwertigkeit der Bezahlung auf gleichwertigen Tätigkeiten konnte hier erneut verifiziert werden. Das Soll-Eingruppierungskonzept dient unverändert als Richtschnur und verbindet die tariflichen Ansprüche mit unseren betrieblichen Erfordernissen. Die Soll-Eingruppierung bestimmt das Grundgehalt einer Stelle. Dieses Gehalt steigt entsprechend der tariflichen Vereinbarungen. Alle freiwilligen sozialen Leistungen, die die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg ihren Mitarbeitenden gewährt, sind in enger Abstimmung mit dem Betriebsrat im Rahmen von Arbeitsanweisungen und Betriebsvereinbarungen geregelt und werden unabhängig vom Geschlecht gewährt. Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg bietet aktiv Tätigkeiten während der Elternzeit, sowohl für weibliche, als auch für männliche Beschäftigte an. Diese Möglichkeit wird von Mitarbeitenden beider Geschlechter rege genutzt. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach längeren Abwesenheiten vom Arbeitsplatz, beispielsweise aufgrund von Elternzeit, Krankheit oder Pflegezeit, wird bankseitig, auch im Hinblick auf eine eventuell gewünschte Teilzeitbeschäftigung, intensiv begleitet. Sofern Mitarbeitende sich benachteiligt oder diskriminiert fühlen, obliegt es ihnen, sich an die zuständige Beschwerdestelle in der Bank zu wenden. Davon wurde bis dato kein Gebrauch gemacht, was als Indikator gewertet werden kann, dass Benachteiligungen aufgrund des Geschlechts im Haus der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg nicht stattfinden. Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg wurde im Betrachtungszeitraum mehrfach als familienfreundlicher Arbeitgeber ausgezeichnet. Unter anderem wurde sie zum wiederholten Mal mit dem "Tob Job Award" geehrt. Das "Top Job Siegel" ist eine Auszeichnung für die besten Arbeitgeber im deutschen Mittelstand. Darüber hinaus wurde die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg als familienfreundlicher Arbeitgeber mit dem "FaMi-Siegel" ausgezeichnet. Dabei wurden untern anderem das Angebot flexibler Arbeitszeitmodelle, Teilzeittätigkeiten und die Möglichkeit familienfreundlicher Urlaubsgestaltung berücksichtigt. Die Auszeichnungen spiegeln spiegelt die Zufriedenheit der Mitarbeitenden in diesen Bereichen wider. Angaben nach § 21 (2) i. V. m. § 22 (3) EntgTranspG
1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2022Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, WolfsburgGenossenschaftsregisternummer 100001 beim Amtsgericht BraunschweigAktivseite
2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2022
3. Anhang für das Geschäftsjahr 2022Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, WolfsburgA. Allgemeine Angaben Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg mit Sitz in Wolfsburg ist beim Amtsgericht Braunschweig unter der Genossenschaftsregisternummer 100001 eingetragen. Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute, Finanzdienstleistungsinstitute und Wertpapierinstitute (RechKredV) aufgestellt. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der § 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB). Gemäß Art. 67 Einführungsgesetz zum Handelsgesetzbuch (EGHGB) wird die (nachstehende) im Jahresabschluss 2010 angewandte Übergangsvorschrift des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) (hier: Beibehaltungs- und Fortführungswahlrechte für bestimmte Bilanzposten und Wertansätze) entsprechend der Rechtslage vor Inkrafttreten des BilMoG wie folgt fortgeführt: - Beibehaltung der steuerrechtlichen Abschreibungen (§ 279 Abs. 2 i. V. m. § 254 Satz 1 HGB a. F.) nach Art. 67 Abs. 4 Satz 1 EGHGB Barreserve Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden wurden mit dem Nennwert angesetzt, wobei der Unterschiedsbetrag zwischen dem höheren Nennwert und dem Auszahlungsbetrag - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten abgegrenzt wurde. Dieser Unterschiedsbetrag wird grundsätzlich planmäßig, und zwar zeitanteilig aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet. Die bei den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken sind durch Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen abgedeckt. Den latenten Risiken im Kreditgeschäft wurde durch die Bildung von Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen. Die Ermittlung der Pauschalwertberichtigung erfolgt zum 31. Dezember 2022 erstmalig über ein Expected-Credit-Loss-Modell und wird über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien ermittelt. Die Berechnung des erwarteten Verlusts erfolgt unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt für alle unter den Bilanzpositionen Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden ausgewiesenen Geschäften sowie für unter der Bilanz auszuweisende Eventualverpflichtungen und anderen Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen). Im Hinblick auf unwiderrufliche Kreditzusagen und Eventualverpflichtungen erfolgt die bilanzielle Erfassung in Form einer Rückstellung. Zusätzlich besteht zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweigs ein Sonderposten für allgemeine Bankrisiken gemäß § 340g HGB. Wertpapiere Die wie Umlaufvermögen behandelten festverzinslichen Wertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, wie Investmentanteile, wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. Dabei wurden die von den "Wertpapiermitteilungen" (WM Datenservice) zur Verfügung gestellten Jahresschlusskurse herangezogen. Von der Möglichkeit der Verrechnung des Aufwandspostens 13 mit dem Ertragsposten 14 gemäß § 32 RechKredV und des Aufwandspostens 15 mit dem Ertragsposten 16 gemäß § 33 RechKredV haben wir Gebrauch gemacht. Sofern bei einzelnen Wertpapieren kein verlässlicher Börsen- oder Marktpreis vorlag und auch keine Ermittlung des beizulegenden Wertes mithilfe des Discounted Cashflow-Verfahrens möglich war, da keine hinreichend gesicherten Informationen zur Verfügung stehen, wurde der beizulegende Wert anhand eines pauschalen Wertabschlages auf Basis der indikativ gestellten Referenzkurse ermittelt. Die wie Anlagevermögen behandelten Wertpapiere wurden einheitlich nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Auch bei einer Bewertung zum strengen Niederstwertprinzip ergäbe sich hieraus kein zusätzlicher Abschreibungsbedarf. Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) im Nichthandelsbestand der Absicherung von schwebenden Geschäften, wurden Bewertungseinheiten gebildet, sofern hierfür die erforderlichen Voraussetzungen vorlagen. Die Bewertung dieser derivativen Finanzinstrumente erfolgte nach den Vorschriften von § 254 HGB. Eine Methode zur Feststellung der Wirksamkeit (Effektivitätsmessung) ist nicht erforderlich, da Grund- und Deckungsgeschäft ausschließlich betrags- und fristenkongruent abgeschlossen werden. Die nachfolgende Tabelle weist für jede Art von Grundgeschäften das Volumen der in Bewertungseinheiten einbezogenen Grundgeschäfte aus: Angaben zu Bewertungseinheiten gemäß § 285 Nr. 23a HGB
Bei den gebildeten Bewertungseinheiten handelt es sich um perfekte Micro-Hedges. Grundgeschäft und Sicherungsinstrument stimmen jeweils in allen relevanten Ausstattungsmerkmalen überein. Daher fallen die gegenläufigen Zahlungsströme in Bezug auf das abgesicherte Risiko zeitkongruent an und gleichen sich vollständig aus. Aufgrund der übereinstimmenden relevanten Ausstattungsmerkmale erwarten wir auch künftig für die festgelegte Dauer der Sicherungsbeziehung eine wirksame Absicherung der Zahlungsstromrisiken. Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird. Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2022 war keine Rückstellung zu bilden. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung wurden sie mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert angesetzt. Treuhandvermögen Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu den Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert. Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, bei Gebäuden und beim beweglichen Sachanlagevermögen linear vorgenommen. In der Handelsbilanz wurden diese Vermögenswerte linear entsprechend der bisher angewandten Abschreibungssätze abgeschrieben, die der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer und den bisherigen Empfehlungen der Finanzverwaltung entspricht. Bei Mietereinbauten wurde als Nutzungsdauer die Vertragslaufzeit des Mietvertrags angesetzt, soweit diese kürzer als die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer ist. Erhöhte Absetzungen für Abnutzung und Abschreibungen gemäß § 6b EStG sowie Sonderabschreibungen nach dem Steuerrecht gemäß § 3 Zonenrandförderungsgesetz für vor dem 1. Januar 2010 angeschaffte Sachanlagen wurden weitergeführt. Die angeschafften geringwertigen Wirtschaftsgüter mit einem Netto-Einzelwert bis zu EUR 250 wurden in voller Höhe als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über EUR 250, aber nicht über EUR 800 lagen. Sonstige Vermögensgegenstände Die Bewertung der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte nach den Grundsätzen des strengen Niederstwertprinzips. Aktive latente Steuern Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren abbauen. Die aktiven latenten Steuern beruhen insbesondere auf Differenzen zwischen handelsrechtlichem und steuerrechtlichem Wertansatz im Bereich der Forderungen an Kunden, Wertpapiere, Beteiligungen und Rückstellungen. Passive Steuerlatenzen bestehen nahezu ausschließlich in der Position Sachanlagen. Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde. Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 31,11 % zugrunde gelegt. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung Vermögensgegenstände, die die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllen, wurden mit den Altersversorgungsverpflichtungen und vergleichbaren langfristigen Verpflichtungen verrechnet. Das Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von EUR 574.354 (Anschaffungskosten in Höhe von EUR 574.354) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von EUR 570.272 saldiert. Ein nach der Saldierung verbleibender Überhang wurde in Höhe von EUR 4.082 im Aktivposten 16 aktiviert. Eine Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen wurde nicht vorgenommen, da aus dem Deckungsvermögen keine Erträge erzielt wurden. Verbindlichkeiten Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zu dem jeweiligen Erfüllungsbetrag. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen sowie sonstigen über den Basiszins hinausgehenden Vorteilen für Einlagen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Treuhandverbindlichkeiten Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst. Den Pensionsrückstellungen und den Rückstellungen für Altersteilzeit liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" zugrunde. Verpflichtungen aus Pensionsanwartschaften und Altersteilzeitrückstellungen wurden mittels Anwartschaftsbarwertverfahren angesetzt. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern wurden mit dem Barwert bilanziert. Für die Pensionsrückstellungen wurden erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 1,84 % und eine Rentendynamik in Höhe von 1,84 % zugrunde gelegt. Der bei der Abzinsung der Pensionsrückstellungen angewendete Zinssatz von 1,80 % und bei Jubiläumsrückstellungen sowie Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen von 1,46 % wurde unter Inanspruchnahme der Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren festgelegt. Dieser beruht auf einem Rechnungszinsfuß gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV). Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre in Höhe von 1,80 % abgezinst. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt TEUR 1.348. Der Belastung aus Einlagen mit steigender Verzinsung und aus Zuschlägen wurde durch Rückstellungsbildung in angemessenem Umfang Rechnung getragen. Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Die erstmalige Einbuchung von Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr erfolgte mit dem abgezinsten Betrag (Nettomethode). Währungsumrechnung Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Auf fremde Währungen lautende Vermögensgegenstände oder Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr oder mit besonderer Deckung, für die Erträge aus der Währungsumrechnung in der Gewinn- und Verlustrechnung grundsätzlich zu vereinnahmen sind, bestanden nicht. Als besonders gedeckt wurden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich betragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung wurden bei dem GuV-Posten berücksichtigt, bei dem die sonstigen Bewertungsergebnisse des umgerechneten Bilanzpostens oder Geschäfts ausgewiesen werden. Angaben zur Behandlung von negativen Zinsen Negative Zinsen auf finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung bei den betreffenden Zinserträgen bzw. Zinsaufwendungen in Abzug gebracht. Verwendung des Jahresergebnisses Der Jahresabschluss wurde nach teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Abweichungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden Von den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden des Vorjahres wurde in folgenden Fällen abgewichen: Für die latenten Kreditrisiken bei Forderungen an Kunden sowie bei Eventualverbindlichkeiten wurde erstmals eine Pauschalwertberichtigung auf Basis der IDW Stellungnahme zur Rechnungslegung IDW RS BFA 7 gebildet. Es handelt sich dabei um eine verpflichtende Anwendung dieser Vorschrift - ab dem Jahresabschluss per 31. Dezember 2022. Gegenüber der bisherigen Berechnung nach den Grundsätzen des BMF-Schreibens vom 10. Januar 1994 ergibt sich ein zusätzlicher Aufwand in Höhe von TEUR 9.844, der im Posten Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft (GuV 13) berücksichtigt worden ist. Der Vorgang hat im Geschäftsjahr keinen Einfluss auf die Finanzlage. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zukünftiger Jahre sind unbedeutend. C. Entwicklung des Anlagevermögens 2022
D. Erläuterungen zur Bilanz Forderungen an Kreditinstitute
Forderungen an Kunden
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB sind für marktpreisbezogene Wertveränderungen nicht erforderlich gewesen, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Forderungen an verbundene Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Investmentvermögen mit einem Anteil von mehr als 10 Prozent aufgegliedert nach Anlagezielen
Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen
Treuhandvermögen
Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen
Sonstige Vermögensgegenstände
Nachrangige Vermögensgegenstände
Bei den nachrangigen Vermögensgegenständen in dem Posten 4 handelt es sich in Höhe von EUR 248.293 um durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau haftungsfrei gestellte Kredite. Fremdwährungsposten
Restlaufzeitspiegel für Forderungen
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Restlaufzeitenspiegel für Verbindlichkeiten
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden nicht nach den Restlaufzeiten gegliedert. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Treuhandverbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten
Nachrangige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Eigenkapital
Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen
Akute Risiken einer Inanspruchnahme aus den unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Haftungsverhältnissen sind durch Rückstellungen gedeckt. Die in den Posten 1b) und 2c) der unter dem Bilanzstrich ausgewiesenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich Bürgschafts- und Gewährleistungsverträge für bzw. offene Kreditzusagen gegenüber Kunden. Die Risiken wurden im Zuge einer Einzelbewertung der Bonität dieser Kunden beurteilt. Die ausgewiesenen Beträge unter 1b) zeigen nicht die zukünftig aus diesen Verträgen zu erwartenden tatsächlichen Zahlungsströme, da die überwiegende Anzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme auslaufen wird. Darüber hinaus besteht für Währungsdarlehen unserer Kunden als Refinanzierungsmöglichkeit eine Globalgarantie für die DZ PRIVATBANK S.A. Luxembourg in unbegrenzter Höhe. Die in Anspruch genommene Valuta betrug zum Bilanzstichtag EUR 13.148.649. Dieser Betrag ist als Aval unter dem Vermerkposten 1b) unter dem Bilanzstrich ausgewiesen. Durch Übertragung von Vermögensgegenstände gesicherte Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten
Zur Sicherung von Verbindlichkeiten wurden Kundenforderungen aus dem Fördermittelgeschäft per Globalzession an die entsprechenden Förderbanken abgetreten. Fremdwährungsposten
Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente
(Angaben in TEUR):
E. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Zinserträge und Zinsaufwendungen
Provisionserträge
Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Periodenfremde Erträge bzw. Aufwendungen
Hiervon entfallen auf:
F. Sonstige Angaben Vorstand und Aufsichtsrat
Ausschüttungsgesperrte Beträge
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen, falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen. Personalstatistik
Außerdem wurden durchschnittlich 53 Auszubildende beschäftigt. Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr
Aufwendungen für den Abschlussprüfer
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes
Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Karl-Wiechert-Allee 76 a 30625 Hannover Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats
Brinkmann, Jürgen, - Vorsitzender - , Bankleiter Ressort Stabsbereiche, Real Estate, Corporate Investments und Corporate Responsibility Schierenböken, Ralf, Bankleiter Ressort Produktion und Steuerung Uhde, Mark, Bankleiter Ressort Vertrieb
Kietzmann, Torsten-Armin, - Vorsitzender - , Dipl.-Kaufmann, Sprecher der Geschäftsführung der Autohaus Wolfsburg Hotz und Heitmann-Gruppe Düe, Jens, - stellvertretender Vorsitzender - , Dipl.-Kaufmann, Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, Partner bei PKF Fasselt Partnerschaft mbB Kielhorn, Niels, - stellvertretender Vorsitzender - , Dipl.-Kaufmann, Geschäftsführer der Gebr. Schmidt GmbH Bade, Detlef, selbstständiger Bezirksschornsteinfegermeister Horn, Uwe, selbstständiger Glasermeister Leifert, Anette, Geschäftsführerin, Bäckerei Leifert GmbH Loke, Birgit, selbstständige Steuerberaterin Schulze, Rudolf, freiberuflicher Hausarzt Fricke, Gabriele, Bankkauffrau, Angestellte der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg Koch, Birgit, Bankkauffrau, Angestellte der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg Pfeffer, Katja, Bankkauffrau, Angestellte der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg Weichert, Sven, Dipl.-Bankbetriebswirt ADG, Angestellter der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg Angaben gemäß § 340a Abs. 4 HGB
Nachtragsbericht
Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg hat im Januar 2023 einen Kooperationsvertrag mit der Volksbank Magdeburg eG mit dem Ziel einer Verschmelzung geschlossen. Den Vertreterversammlungen im Juni 2023 soll die Verschmelzung rückwirkend zum 1. Januar 2023 zur Beschlussfassung vorgelegt werden. Zur Vorbereitung und Durchführung der vertrieblichen, organisatorischen und technischen Zusammenführung der beiden Institute wurden Projektgruppen benannt, die ihre Arbeiten zielorientiert durchführen. Vorschlag für die Ergebnisverwendung
Wolfsburg, 9. Mai 2023 Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg Der Vorstand Jürgen Brinkmann Ralf Schierenböken Mark Uhde Aufstellung des Anteilbesitzes
*) Es besteht ein Gewinnabführungsvertrag mit der DZ Bank AG. Mit den unter Ziffern 1) - 73) genannten Unternehmen besteht ein Konzernverhältnis. Auf den Konzernabschluss wird verwiesen. Jede der Gesellschaften unter den Ziffern 1), 3), 4), 10), 51) - 54), 58), 62) und 72) ist Muttergesellschaft eines Teilkonzerns. Innerhalb dieses Konzerns nimmt die Gesellschaft die dominierende wirtschaftliche Rolle ein. Auf die Angabe der Tochtergesellschaften wird daher verzichtet. Darüber hinaus bestehen weitere Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB, auf deren Angabe jedoch aufgrund der insgesamt untergeordneten Bedeutung verzichtet wurde. Als untergeordnet werden Beteiligungen eingeordnet, deren direkter Anteil am Gesellschaftskapital unter 20 % liegt. Die Gesellschaft unter Ziffer 59) wurde erst im Laufe des Jahres 2022 gegründet. Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2022 lag bei Erstellung unseres Jahresabschlusses noch nicht vor. Die Gesellschaft unter Ziffer 62) wurde im Jahr 2021 gegründet. Zum Zeitpunkt der Erstellung unseres Jahresabschlusses lag der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Jahr 2021 noch nicht vor. Die Werte in der Spalte "Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses" sind bei den Gesellschaften unter den Ziffern 1), 10), 12), 13), 29), 66) nur eingeschränkt mit dem Vorjahr vergleichbar, da hier im Vorjahr der Bilanzgewinn ausgewiesen wurde. Im Zuge einer besserern Klarheit und Übersichtlichkeit wird bei allen Gesellschaften der Jahresüberschuss bzw. -fehlbetrag ausgewiesen. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, Wolfsburg Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, Wolfsburg (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir im Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse - entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 und - vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: 1. Bewertung der Kundenforderungen 2. Verändertes Marktzinsumfeld und Auswirkungen auf den Jahresabschluss Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: a) Sachverhalt und Problemstellung b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse c) Verweis auf weitergehende Informationen zu 1.a) Die Genossenschaft ist wesentlich im Kundenkreditgeschäft tätig. Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen insbesondere im gewerblichen Kreditgeschäft für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar. zu 1.b) Im Rahmen der Jahresabschlussprüfung haben wir zunächst die Angemessenheit des relevanten internen Kontrollsystems der Genossenschaft zur Bewertung von Kundenforderungen beurteilt. Dabei haben wir Kontrollmaßnahmen in den zur Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozessen der Genossenschaft identifiziert. Für die relevanten Kontrollmaßnahmen haben wir deren Aufbau bzw. Ausgestaltung gewürdigt und uns vergewissert, dass diese Kontrollen eingerichtet sind. In Folge haben wir uns von der Wirksamkeit der eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft stichprobenhaft überzeugt. Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. Im diesem Zuge wurden neben den Ratingeinstufungen insbesondere die Höhe der ungesicherten Kreditteile und die Gesamtzusage berücksichtigt. Aufbauend auf den vorstehend genannten verschiedenen Prüfungshandlungen haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. zu 1.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden enthalten. zu 2.a) Die im Geschäftsjahr gestiegenen Marktzinsen haben insbesondere Auswirkungen auf die künftige Zinsmarge der Genossenschaft sowie auf die Marktpreise der Wertpapiere. Mit den Forderungen an Kreditinstitute und an Kunden, den Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie den Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren auf der Aktivseite (insgesamt 4.460,4 Mio. EUR bzw. 73,3 % der Bilanzsumme) und den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Kunden sowie den nachrangigen Verbindlichkeiten auf der Passivseite (insgesamt 5.432,1 Mio. EUR bzw. 89,2 % der Bilanzsumme) gehören wesentliche Teile der Bilanz zu den Finanzinstrumenten des Zinsbuchs der Bank. Die Finanzinstrumente des Zinsbuchs sind im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller zinstragenden bilanziellen und außerbilanziellen Positionen des Bankbuchs nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 n. F. von der Genossenschaft verlustfrei zu bewerten. Hierbei werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebende positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert und den Verwaltungskostenbarwert vermindert. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang ist eine Drohverlustrückstellung zu bilden, die unter den anderen Rückstellungen auszuweisen wäre. Sowohl dem Ansatz und der Folgebewertung von Rückstellungen einschließlich der hierbei zugrundeliegenden Annahmen und Parameter liegen in einem hohem Ausmaß Einschätzungen und Annahmen und Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass wesentliche Annahmen und Parameter nicht sachgerecht berücksichtigt werden bzw. Ermessenspielräume nicht sachgerecht genutzt werden. Daher waren diese Sachverhalte für den Jahresabschluss und insbesondere für die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und waren aus unserer Sicht von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung. zu 2.b) Im Rahmen unserer Prüfung der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir uns unter anderem mit den bei der Bewertung zugrunde gelegten Annahmen und Parametern sowie der Abgrenzung des Bankbuchs auseinandergesetzt. Schwerpunkt war die Würdigung der Annahmen zur Schätzung der direkt aus den zinsbezogenen Geschäften des Bankbuchs resultierenden Provisionserträgen, der zugrundeliegenden Kostenannahmen, insbesondere im Bereich der Verwaltungskosten, der Standard-Risikokosten im Eigen- und Kundengeschäft sowie der zugrundeliegenden Annahmen für Geschäfte mit unbestimmter Zins- bzw. Kapitalbindung. Des Weiteren haben wir die zutreffende Ableitung der laufzeitadäquaten Zinssätze aus Marktdaten nachvollzogen und haben uns von der Kongruenz der verwendeten Methoden, Steuerungsinstrumenten und Parametern zur internen Risikosteuerung überzeugt. Das Berechnungsschema der verlustfreien Bewertung des Bankbuchs haben wir anhand der einfließenden wesentlichen Annahmen und Parameter einschließlich der Diskontierung nachvollzogen und plausibilisiert. Dabei haben wir bestimmte von den gesetzlichen Vertretern angewandte Annahmen und Parameter einer Einzelfallprüfung unterzogen. zu 2.c) Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen sind im Anhang im Abschnitt "B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden" enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts: - die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), Die sonstigen Informationen umfassen zudem: - den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b bis 289e HGB - die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Davon werden uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt: - den gesonderten nichtfinanziellen Bericht nach § 289b bis 289e HGB - die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen - wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder - anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus - identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. - gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. - beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. - ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. - beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. - beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft. - führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht: - Wertpapierdienstleistungs- und Depotprüfung nach § 89 WpHG - Prüfungsgutachten gemäß § 81 UmwG zur Verschmelzung der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, Wolfsburg mit der Volksbank Magdeburg eG, Magdeburg - Schulungsseminar für den Aufsichtsrat - Prüfungen der "Aufstellung von Finanzangaben" für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Mario Pries.
Hannover, 19. Mai 2023 Genossenschaftsverband - Verband der Regionen e.V. Jürgen Engelke, Wirtschaftsprüfer Mario Pries, Wirtschaftsprüfer Feststellung des Jahresabschlusses und Beschlussfassung über die ErgebnisverwendungDie Vertreterversammlung vom 12.06.2023 hat den Jahresabschluss zum 31.12.2022 festgestellt und die Verwendung des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 31.683.375,34 - unter Einbeziehung eines Gewinnvortrages in Höhe von EUR 2.473,80 - wie vom Vorstand vorgeschlagen beschlossen. Bericht des AufsichtsratesVolksbank eG Braunschweig Wolfsburg, WolfsburgIm Berichtsjahr hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und fasste die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse. Dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG sowie die Prüfung des gesonderten, nichtfinanziellen Berichts nach § 289b HGB. Darüber hinaus stand der Aufsichtsrat dem Vorstand auch bei grundsätzlichen Fragen der aktuellen und künftigen Geschäftspolitik beratend zur Seite. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat und die Ausschüsse des Aufsichtsrats turnusmäßig, zeitnah und umfassend in den monatlich stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse. Neben den monatlich stattfindenden Aufsichtsratssitzungen fand im Geschäftsjahr 2022 eine weitere, außerordentliche Sitzung statt. Die Sitzungen wurden je nach Corona-Inzidenzlage entweder als Präsenzsitzung, als Videokonferenz oder auch in hybrider Form durchgeführt. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat in regelmäßigen Abständen umfangreich über aktuelle Planzahlen, die Mehrjahresplanung sowie die strategische Ausrichtung des Unternehmens informiert. Über diese Themen hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende in einem engen Austausch mit dem Vorstand. Auf Grundlage der Berichterstattung des Vorstands hat der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung sowie für das Unternehmen wichtige Entscheidungen und Vorgänge ausführlich behandelt und begleitet. Im Dezember 2022 erfolgte eine Weiterbildung der Aufsichtsräte, die durch Referenten des Genossenschaftsverbandes - Verband der Regionen e. V. durchgeführt wurde. In den Aufsichtsratssitzungen wurde über die genannten Themen hinaus über zukunftsweisende Investitionen sowie den nachhaltigen Auf- und Ausbau weiterer Geschäftsfelder zusätzlich zum klassischen Bankgeschäft beraten und entschieden. Neben diversen Projektentwicklungen der zur BRAWO GROUP gehörenden Development Gesellschaften stand zum Jahresende vor allem die Beteiligung an der "Alter Fischereihafen Cuxhaven GmbH" im Fokus. Das betroffene Areal hat seit einiger Zeit keine hafenwirtschaftliche Bedeutung mehr, bietet allerdings ein großes Entwicklungspotenzial als touristischer Anziehungspunkt und soll nun fortlaufend saniert werden. In Anlehnung an dieses Geschäftsfeld hat sich die Volksbank BraWo im vergangenen Jahr an der Pegasus Capital Partners Holding GmbH beteiligt. Der Schwerpunkt dieses Unternehmens stellt das Mezzanine-Partnering dar, welches die Lücke zwischen dem Kapitalbedarf von Projektentwicklern und der klassischen Kreditvergabe von Banken schließt. Der Aufsichtsrat wurde außerdem vom Vorstand ausführlich über Entwicklungen und Fortschritte laufender Projekte in Kenntnis gesetzt. Die strategischen Entscheidungen der letzten Jahre und deren konsequente und zielgerichtete Umsetzung ermöglichen es auch weiterhin, die Menschen und Unternehmen in der BraWo-Region bestmöglich zu unterstützen. Neben der weiterhin "braworösen" Entwicklung von BraWo-MeinKonto stellten die BRAWO OPEN ein weiteres Highlight im Geschäftsjahr 2022 dar. Für das ATP-Tennisturnier hat die Volksbank BraWo im vergangenen Jahr erstmals das Sponsoring übernommen. Die Vertreterversammlung im Jahr 2022 konnte nach der Coronapandemie erstmals wieder als Präsenzveranstaltung durchgeführt werden und fand am 13.Juni 2022 im CongressPark in Wolfsburg statt. Im Jahr 2020 folgte die Bank der BaFin-Aufforderung, auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten. Das Versprechen an unsere Mitglieder, die Zahlung der ausgefallenen Dividende ais 2020 in den Folgejahren nachzuholen, wurde eingelöst. In 2021 und im vergangenen Geschäftsjahr wurden zusätzlich zu der regulären Dividende von 10 % eine im Rahmen der regulatorischen Möglichkeiten zulässige Sonderdividende von 5 % an unsere Mitglieder ausgeschüttet. Damit ist die Dividende aus 2020 vollständig gezahlt worden. Der Aufsichtsrat hat im Rahmen der jährlichen Selbsteinschätzung die an ihn gestellten Anforderungen überprüft und sichergestellt. Weiterhin hat der Aufsichtsrat aus seiner Mitte den Personalausschuss eingerichtet, welcher bei Bedarf in unregelmäßigen Abständen zusammentritt. Der Ausschuss tagte im Geschäftsjahr ein Mal. Hierbei wurden die persönlichen Belange der Vorstände umfänglich erörtert. Aus den Sitzungen des Ausschusses wurde im Gesamtaufsichtsrat berichtet. Der vom Vorstand nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches aufgestellte Jahresabschluss 2022 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband e.V. - Verband der Regionen e. V. geprüft, der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk ist erteilt worden. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung am 12. Juni 2023 berichtet. Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und für in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns - unter Einbeziehung des Gewinnvortrags und der Vorwegzuweisung zu den Rücklagen - entspricht den Vorschriften der Satzung. Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.Dezember 2022 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen. Durch Ablauf der Wahlzeit scheiden in diesem Jahr Anette Leifert und Jens Düe mit Ende der Vertreterversammlung aus dem Aufsichtsrat aus. Für beide Mitglieder des Aufsichtsrats ist die Wiederwahl zulässig und wird der Versammlung vorgeschlagen. Außerdem endet in diesem Jahr die Wahlzeit der vier Arbeitnehmervertreter Katja Pfeffer, Gabriele Fricke, Birgit Koch und Sven Weichert. Am 23. Mai 2023 werden die neuen Mitglieder des Aufsichtsrats der Arbeitnehmerseite gewählt. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg für die erfolgreiche Zusammenarbeit und Einsatzbereitschaft im Geschäftsjahr 2022. Dem Vorstand danken wir für die stets von Vertrauen geprägte harmonische Zusammenarbeit.
Wolfsburg, im Mai 2023 Der Aufsichtsrat Torsten-Armin Kietzmann, Vorsitzender des Aufsichtsrates Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg, WolfsburgAnlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2022 ("Länderspezifische Berichterstattung")Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgende Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren. Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2022 TEUR 177.396. Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten beträgt 650,3. Der Gewinn vor Steuern beträgt TEUR 55.106. Die Steuern auf Gewinn betragen TEUR 8.025 und betreffen laufende Steuern. Die Volksbank eG Braunschweig Wolfsburg hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten. CORPORATE RESPONSIBILITY Nachhaltigkeitsbericht 2022 Mit dem Herzen dabei Gemeinsam können wir die Welt zu einem besseren Ort machen Was uns in unserem vielfältigen, umfangreichen gesellschaftlichen Engagement unterscheidet, ist die Leidenschaft, mit der wir für uns für eine lebenswerte Zukunft einsetzen. Wir entwickeln Konzepte, die Menschen in aktuellen prekären Situationen hilft und dabei auch die Zukunft mit ihren Fragestellungen berücksichtigt. Wir wollen in unserer Region und darüber hinaus etwas bewegen, zum Besseren für eine lebenswerte Zukunft für alle. Eine Zukunft, die wir aktiv mitgestalten wollen. Auf unserem Weg bleibt das Ziel im Fokus: Wir wollen erreichen, dass sich ein generelles Grundverständnis für Nachhaltigkeit und Enkeltauglichkeit in der Region verankert. Wir glauben daran, dass wir gemeinsam die Welt zu einem besseren Ort machen können. Als wir United Kids Foundations 2005 ins Leben gerufen haben, folgte die Volksbank BraWo der Vision, in der Region vieles zum Positiven zu verändern. Diese Hoffnung hat sich erfüllt: Bisher wurden insgesamt 568 soziale Projekte initiiert und ca. 76.680 Kinder erreicht. Eine Plattform für ehrenamtliches Engagement hat sich etabliert, mit Events, wie den im Jahr 2019 ins Leben gerufenen walk4help, wurden viele Menschen erreicht und ein deutschlandweit beachtetes Zeichen im Kampf gegen Kinderarmut gesetzt. Allein bei diesem Charity-Walk kam die rekordverdächtige Spendensumme von über 1,1 Millionen Euro zur Förderung bedürftiger Kinder zusammen. Im Rahmen der Weihnachtsinitiative der Volksbank BraWo Stiftung erhielten 523 Familien/Wohngruppen mit 1.272 Kindern eine weihnachtliche Überraschung. Seit Start der Initiative 2009 sind insgesamt 3.888 Familien/Wohngruppen mit 8.297 Kindern beschenkt worden. Dennoch darf das Engagement für eine bessere Zukunft nicht nachlassen. Übergewicht, Haltungsschäden, Herz-Kreislauf-Schwäche, kaum Zugang zum ersten Arbeitsmarkt und emotionale Kälte sind traurige Spätfolgen von Kinderarmut. Das von Jürgen Brinkmann und Robert Lübenoff initiierte Kindernetzwerk der Volksbank BraWo stemmt sich seit der Gründung kraftvoll gegen die dramatischen Fehlentwicklungen, die die betroffenen Kinder und Jugendlichen belasten. Heute die Weichen für morgen stellen Die Gesellschaft, also alle Menschen, sind verantwortlich für das, was sie tun und was sie nicht tun. Deswegen ist es uns überaus wichtig, neben unserem wirtschaftlichen Auftrag auch gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Mit unserem Engagement setzen wir aktiv positive Impulse in der Region. Als Spender, Sponsor und Stifter unterstützen wir Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Sport, Umwelt und Soziales. Für eine wirkungsvolle und nachhaltige Hilfe haben wir die Aktivitäten im Bereich Corporate Responsibility gebündelt. Zukunft aktiv gestalten. Mit der Gründung 2005 von United Kids Foundations wurde eine Plattform geschaffen, auf der sich lokale Akteure, Stiftungen und Non-Profit-Organisationen sowie Prominente, Sportler und Unternehmen versammeln, die sich dem gemeinsamen Ziel verschrieben haben, Kindern in der Region Braunschweig-Wolfsburg zu helfen. Engagierte Partner mit ihren Stiftungen oder Vereinen, wie Peter Maffay, Uschi Glas, Henry Maske, Franziska van Almsick, sowie die Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V., Volksbank BraWo Stiftung und das EngagementZentrum begleiten das Kindernetzwerk auf seinem Weg. Inhaltsverzeichnis Gemeinsam etwas verändern, Engagement für eine nachhaltige Zukunft >> S. 151 Nachhaltigkeit betrifft uns alle, Nachhaltiges Agieren in der BRAWO GROUP >> S. 152 Langfristige Partnerschaften, Kunst, Kultur und Sport >> S. 154 Aufschlag BRAWO OPEN, Das Tennis Highlight des Jahres >> S. 158 Perspektiven schaffen, Seit 17 Jahren United Kids Foundations >>S. 160 1 Million Euro Scheck, Förderung von Kinderhilfsprojekten >> S. 164 Die Wiederaufforstung im Harz schreitet voran, United Kids Foundations Wald: 25.046 neue Bäume >> S. 165 Glamouröse Gala zu Ehren des sozialen Engagements, Die Verleihung des zweiten LupoLeo Awards >> S. 168 Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft, Durch step4help zu mehr Bewegung >> S. 172 Schrittewettbewerb motiviert 4.095 Kinder, Mit step BraWo zum bundesweiten step Sieg >> S. 174 Sport, Spiel und Spaß, BraWo McArenas: Sporthalle und Sportplatz >> S. 176 Für eine bessere Gesellschaft, Engagement intensiv und vielfältig unterstützen >> S. 178 Einfach Stiften, Mittels Crowdfunding zum Stiftungsfonds >> S. 180 Perspektiven für die Zukunft, Stiftungsarbeit so wichtig wie nie >> S. 182 Zukunft gestalten, Die Welt für unsere Kinder besser machen >>S. 184 Verantwortung für unsere Umwelt, Die BraWo Strategie für mehr Nachhaltigkeit >> S. 186 Transparenter Dialog, Stakeholder stehen im Mittelpunkt >> S. 194 Ausbildung, Weiterbildung, Zukunft, Die BRAWO GROUP setzt auf Mitarbeiterbindung >> S. 196 Gemeinsam Brücken bauen, 28 Mitarbeitende unterstützten Projekttag >> S. 200 Hinweise zum Nachhaltigkeitsbericht 2022 >> S. 202 Gemeinsam etwas verändern Engagement für eine nachhaltige Zukunft Die BRAWO GROUP mit ihren genossenschaftlichen Werten ist weit mehr als nur eine Bank: Sie bildet mit ihren Partnern aus der Genossenschaftlichen FinanzGruppe der Volksbanken Raiffeisenbanken eine starke Gemeinschaft. Durch die Diversifizierung des Geschäftsmodells wurden zusätzliche Standbeine geschaffen. Von Anfang an hat die BRAWO GROUP gesellschaftlich verantwortungsvolles Handeln in die Unternehmenskultur integriert. Ziel des gesellschaftlichen Engagements der Unternehmensgruppe ist es, Menschen sowie die Wirtschaft vor Ort zu stärken und gleichzeitig andere für mehr Engagement zu begeistern. "Nachhaltigkeit bedeutet für uns vor allem auch, für die Lebensbelange zukünftiger Generationen die Verantwortung zu übernehmen. Als Ein-Wort-Wert haben wir für die Volksbank BraWo den Begriff 'Enkeltauglichkeit' geprägt", erklärt Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo. Mit dem Herzen dabei Gesellschaftliches Engagement und soziale Verantwortung wird bei der BRAWO GROUP und der Volksbank BraWo großgeschrieben. Dieser Leitgedanke gab 2005 den Impuls, die Volksbank BraWo Stiftung (35 Millionen Euro Stiftungsvermögen) zu gründen und das Kindernetzwerk United Kids Foundations zur Förderung von Kindern und Jugendlichen ins Leben zu rufen. Mit dem Engagement-Preis LupoLeo Award oder dem Waldprojekt United Kids Foundations Wald im Harz werden aktuell starke Zeichen für die Zukunft der heranwachsenden Generation gesetzt. Neu hinzu gekommen ist 2021 die BraWo Stiftergemeinschaft, eine Plattform für gesellschaftliches Engagement. Zukunft gestalten. Jetzt! Mit einer Bilanzsumme über sechs Milliarden Euro zählt die Volksbank BraWo zu den größten Volksbanken Norddeutschlands. Sie ist sich ihrer Bedeutung als ein wichtiger Arbeitgeber und Motor für den Großraum Braunschweig-Wolfsburg sehr bewusst. Deshalb fördert sie auf lokaler Ebene zahlreiche heimische Vereine, Organisationen, Institutionen und ist bestrebt, mit zahlreichen Aktionen zu einem besseren Umweltbewusstsein beizutragen sowie eine gesündere Lebensumgebung zu schaffen. Besondere Projekte kurz vorgestellt step4help: Der Charity-Lauf step4help zugunsten von Kinderbewegungsprojekten und -programmen in ganz Deutschland. United Kids Foundations Wald: Der Wald im Harz leidet weiter stark unter den Folgen des Klimawandels. Deshalb hat das Kindernetzwerk United Kids Foundations in Kooperation mit den Niedersächsischen Landesforsten ein Projekt zur Unterstützung der Wiederaufforstung der Harzer Wälder ins Leben gerufen. LupoLeo Award: Mit dem zweiten LupoLeo Award vergab die Volksbank BraWo im Rahmen von United Kids Foundations Fördermittel in Höhe von insgesamt 100.000 Euro. step BraWo: Bei dem Bewegungswettbewerb der fit4future foundation waren bereits zum vierten Mal Grundschüler gefragt und sollten so viele Schritte wie möglich sammeln. GifHelp: Finanziert mit einer Spende von einer Million Euro, können geflüchtete Kinder und Jugendliche schnell und unbürokratisch psychosoziale Betreuung erhalten. Nachhaltigkeit betrifft uns alle Warum die BRAWO GROUP nachhaltiges Agieren in ihrer Verantwortung sieht Wirtschaftliches Handeln, soziale Verantwortung und Umweltbewusstsein sind untrennbar miteinander verbunden - das hat die BRAWO GROUP frühzeitig erkannt. Wie die nachhaltige Ausrichtung bei der Unternehmensgruppe aussieht, verraten die für das Nachhaltigkeitsmanagement Verantwortlichen Katja Pfeffer und Dr. Lars Berkefeld im Interview. Sie beide verantworten das Thema Nachhaltigkeit. Was bedeutet der Begriff für Sie persönlich? Dr. Lars Berkefeld: "Nachhaltigkeit bedeutet für mich ganzheitliches Denken. Es bedeutet, Verantwortung in der Region für die Region in Bezug auf Umwelt und Soziales zu übernehmen. Sich darüber Gedanken zu machen, welche Auswirkungen unser Tun und Handeln hat." Katja Pfeffer: "Es geht darum, so zu handeln, dass auch künftige Generationen sich auf eine lebenswerte Zukunft freuen können." Welche Bedeutung kommt dem Thema Nachhaltigkeit in der BRAWO GROUP zu? Dr. L. Berkefeld: "Nachhaltigkeit ist ein Muss. Niemand kann und sollte sich mehr aus der Verantwortung herausnehmen. Denn das wäre nicht nur eine Gefahr für die Gesellschaft, sondern im unternehmerischen Kontext auch für das eigene Geschäftsmodell. Deswegen haben wir uns schon lange mit dem Thema Nachhaltigkeit auseinandergesetzt." K. Pfeffer: "Bereits vor mehr als 15 Jahren haben wir bspw. mit unserem Engagement für benachteiligte Kinder und Jugendliche begonnen und dies kontinuierlich ausgebaut. Auch mit nachhaltigen Investments haben wir uns frühzeitig beschäftigt und z. B. einen der damals größten Solarparks Deutschlands am Schleizer Dreieck erworben." Welche Themen stehen aktuell an? Dr. L. Berkefeld: Das Spektrum ist breit gefächert. Derzeit konzentrieren wir uns darauf, den Nachhaltigkeitsgedanken noch stärker in der Unternehmenspolitik zu berücksichtigen. Wir haben ein Leitbild erstellt, in dem wir beschreiben, wofür wir stehen und was wir bereits tun. Darüber hinaus haben wir dokumentiert, welche Arten von Geschäften wir für uns ausschließen. Diese Ausschlusskriterien definieren, dass wir bspw. keine Korruption oder Missachtung der Menschenrechte finanzieren." Wie interpretieren Sie Verantwortung für die Region? Dr. L. Berkefeld: "Es geht darum, Impulse zu setzen und den Fokus auf die Menschen zu behalten, die hier leben. Dafür entwickeln wir innovative Produkte, wie das kostenlose Kontomodell BraWo-MeinKonto, vermitteln Anlageprodukte nach ESG * -Kriterien und sparen Ressourcen durch nachhaltiges Wirtschaften. Genauso sehen wir es als unsere Aufgabe, Investitionsströme zu lenken und für unsere Mitglieder, Kunden und für die Menschen vor Ort das Beste herauszuholen." K. Pfeffer: "Zusätzlich nutzen wir das soziale Engagement über unsere Volksbank BraWo Stiftung, unser Kindernetzwerk United Kids Foundations sowie Aktivitäten mit Partnern, um zur nachhaltigen Entwicklung beizutragen." Frau Pfeffer, Sie sind seit Oktober 2022 Nachhaltigkeitsbeauftragte. Wie sind Sie gestartet, was waren Ihre wichtigsten Aufgaben am Anfang? K. Pfeffer: "Zunächst war es wichtig, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen und schnellstmöglich einzuarbeiten, um andere Bereiche in der BraWo als Expertin unterstützen zu können. Darüber hinaus lag es mir von Anfang an am Herzen, bestehende Netzwerke zu verstärken beziehungsweise neue zu bilden. Mir ist es wichtig, mit allen relevanten Ansprechpartnern im Dialog zu bleiben, sodass wir uns gegenseitig ergänzen und Know-how und Ideen austauschen können. Wir stehen alle vor den gleichen Herausforderungen. Gemeinsam können wir Potenziale besser ausschöpfen und viel mehr erreichen." Was steht als nächstes bei Ihnen beiden auf der Agenda, wo wollen Sie Akzente setzen? Dr. L. Berkefeld: "Einer der nächsten Schritte wird sein, dass wir die ESG * -Kriterien konsequent weiter in unser Tagesgeschäft übernehmen. Dies bedeutet zum Beispiel, Investitionen der Kunden, aber auch der Bank, noch umfangreicher unter ESG * -Kriterien zu bewerten. Zudem verändern sich die Anforderungen bezüglich gesetzlicher Vorgaben. Dies wird zur Folge haben, dass wir entsprechende ESG * -Risiken für das gesamte Bankgeschäft abschätzen müssen." K. Pfeffer: "Wir werden konkrete Maßnahmen zu unseren gesteckten Zielen definieren. Darüber hinaus steht die interne Kommunikation im Fokus. Wir möchten alle für das Thema begeistern." Das klingt nach einer spannenden wie umfangreichen To-do-Liste. Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen und viel Erfolg. ESG * -Kriterien - der Schlüssel zur nachhaltigen Unternehmensführung Die Abkürzung "ESG" steht für Environmental, Social und Governance (zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) und bezeichnet ein umfassendes Regelwerk zur Bewertung der nachhaltigen und ethischen Praxis von Unternehmen. Mithilfe von ESG-Kriterien können Staaten, Unternehmen oder Finanzproduktanbieter hinsichtlich der drei Aspekte Umwelt (z. B. Ressourcen- und Artenschutz), Soziales (z. B. Arbeitsbedingungen und -sicherheit) und Unternehmensführung (z. B. Schutz vor Ausbeutung oder Korruption) bewertet werden. Langfristige Partnerschaften Kunst, Kultur und Sport machen das Leben l(i)ebenswerter Die Unternehmensgruppe setzt nicht nur bei ihren Produkten und Dienstleistungen auf Nachhaltigkeit. Als Spender, Sponsor und Stifter unterstützt sie im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements auch Projekte, Vereine und Institutionen in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport. Kunst verbindet Kulturen. Gesellschaftliches Engagement verbindet Menschen. Wir verbinden Menschen und Kultur(en) mit zahlreichen Aktionen und fördern kulturelle wie sportliche Vielfalt. Wie z. B. mit der Volksbank BraWo Bühne, dem Wolters Applaus Garten oder beim Eishockey. Menschen zusammenbringen Ein Schwerpunkt der kulturellen Förderung sind Musikveranstaltungen. Die "Volksbank BraWo Bühne" begeisterte 2022 über 25.000 Besucher - und stellt damit einen neuen Publikumsrekord auf. Mit zweijähriger Verzögerung und 1.081 Tage nach dem Vorverkaufsstart in 2019 konnten die Open Airs auf der Volksbank BraWo Bühne in Braunschweig vom 28. bis 31. Juli 2022 endlich wieder stattfinden. Los ging es mit dem Auftritt von Wincent Weiss. Der charmante Sänger brachte das ein oder andere Herz zum Schmelzen und sein Publikum zum Mitsingen. Das Wochenende läutete am Freitag SIDO ein - die Menge tanzte zu den Songs seines aktuellen Albums "Ich & keine Maske" und Hits wie "Bilder im Kopf". Am Samstag sorgte Sänger Johannes Oerding für Gänsehautfeeling und glückliche Gesichter bei Jung und Alt. Den krönenden Abschluss feierten 8.000 Fans schließlich am Sonntag beim ausverkauften Konzert von Sarah Connor. Live-Programm unter freiem Himmel Mitten im Grünen, umgeben von großen Bäumen und lauer Sommerluft - die ideale Voraussetzung für einen entspannten Abend mit den Liebsten, leckerem Essen, kühlem Getränk und Livemusik. Im Juni 2022 öffnete der "Wolters Applaus Garten" seine Tore und die Grünfläche des Hofbrauhauses verwandelte sich für mehrere Wochen in eine Veranstaltungs- und Gastronomie-Location mit wechselndem Live-Programm. Während der 60 Veranstaltungen genossen rund 17.500 Besucher Beats, Swing, Jazz, Blues und Comedy. Aufschlag BRAWO OPEN Die 28. Auflage startete mit einem neuen Namen, der Volksbank BraWo als neuem Hauptsponsor und frischem Elan. Das traditionsreiche Braunschweiger ATP-Challenger-Tennisturnier eröffnete 2022 eine neue und erfolgreiche Ära im Braunschweiger Bürgerpark. Im Zusammenspiel gewinnen Auf sportlicher Ebene unterstützt die Bank seit über 20 Jahren Eintracht Braunschweig. Die Kooperation mit dem VfL Wolfsburg wurde sukzessive ausgebaut, seit 2020 ist sie Payment-Partner des Erstligisten. Neben dem Fußballfeld begibt sich die Volksbank BraWo auch auf die Eisfläche. Als Sponsor und Partner fördert sie den DEL-Eishockey-Club Grizzlys Wolfsburg und führte z. B. das bargeldlose Bezahlen an der Tageskasse sowie im Fanshop ein. In 2022 ist die Volksbank mit ihrer Direktion, dem Private Office, als Sponsor bei dem Bundesligisten Braunschweiger Basketball Löwen eingestiegen. Neben den größeren Vereinen unterstützt die Volksbank zusätzlich mehrere kleinere regionale Vereine. Kunstausstellung "Kontraste" Bei Künstler Peter Matzat ist nicht der Pinsel das Hauptarbeitswerkzeug, sondern es sind verschiedene Schaum- und Kunststoffrollen. Diese Rollen, die sonst zum Anstreichen von Wänden verwendet werden, waren laut eigener Aussage "die Entdeckung meines Lebens!". Durch das Experimentieren mit den Malerrollen stellte er fest, dass sich auf diese Weise ganz andere Möglichkeiten des Farbauftrags ergeben. Die Volksbank BraWo gab dem Künstler in ihren Räumlichkeiten am Berliner Platz die entsprechende Bühne. Matzat stellte seine Werke von September bis Ende 2022 im Foyer des Bankgebäudes für jedermann zugänglich aus. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch eine Kooperation der Volksbank BraWo mit der Kunststiftung Grove-Moldovan Art Foundation Braunschweig. Das perfekte Bild von Dieter Nuhr 90 geladene Gäste waren am 19. Oktober 2022 bei der Premiere des Kons-Salons in Köln dabei. Sie erlebten einen tiefsinnigen Dieter Nuhr und einen humorvollen Wolfram Kons. Im Kölner Wartesaal am Dom zeigte Dieter Nuhr eine weitere Facette seines umfangreichen künstlerischen Spektrums. Viele kennen ihn als erfolgreichen Kabarettisten und Satiriker, aber der Künstler ist auch anerkannter Maler. Der 61-Jährige studierte bildende Kunst an der Universität Essen, seine Arbeiten werden in vielen Museen und Galerien gezeigt. Sie schmücken zahlreiche internationale Ausstellungen, zuletzt im LuxehillsArt Museum Chengdu/China, im Osthaus Museum Hagen oder im Sale Monumentali der Biblioteca Nazionale Marciana in Venedig. Der Kons-Salon ist eine Kooperation der Braunschweiger Privatbank mit dem bekannten Moderator Wolfram Kons. Geplant ist, die Veranstaltungsreihe als feste Institution zu etablieren. Der Salon wird außer in Köln auch in weiteren Städten stattfinden. Angedacht sind bspw. Oldenburg, Braunschweig, München, Berlin oder Hamburg. "Der Salon kommt in die Städte, wo unsere Kunden sind", erklärt Sascha Köckeritz, Leiter Braunschweiger Privatbank. Aufschlag BRAWO OPEN Das Tennis-Highlight des Jahres Die 28. Auflage startete mit einem neuen Namen, der Volksbank BraWo als neuem Hauptsponsor und frischem Elan. Über 30.100 Zuschauer sahen hochklassigen Tennissport. Darüber hinaus sorgten u. a. die Pop-Sängerin Alice Merton und das Elektropop-Duo Glasperlenspiel für eine auch aus kultureller Sicht hochwertige Veranstaltung. Die Voraussetzungen für ein langfristig erfolgreiches Turnier sind gelegt: Die Volksbank BraWo verlängert ihr finanzielles Engagement bis zum Jahr 2025. "Wir möchten das hochkarätige Turnier, zusammen mit dem langjährigen Veranstalter Brunswiek Marketing, zukünftig kontinuierlich weiterentwickeln und verbessern. Mit unserer Beteiligung erhalten wir die beliebte, etablierte Veranstaltung. Die BRAWO OPEN sind eine besondere Plattform, ein einzigartiges Aushängeschild, für die attraktive, weltoffene Region und für alle Menschen, die hier leben", erläutert Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo. Doch nicht nur beim Tennis-, sondern auch beim Entertainment-Programm zieht die veranstaltende Brunswiek Marketing GmbH alle Register: "Wir präsentieren ein facettenreiches und familienfreundliches Unterhaltungsprogramm für unsere Gäste", sagt Markus Beese, Leiter Marketing bei der Volksbank BraWo und Geschäftsführer der Brunswiek Marketing GmbH. Er ergänzt: "2023 werden wir es noch abwechslungsreicher und auch nachhaltiger gestalten." Die BRAWO OPEN wirken nachhaltig Ein weiteres Anliegen der Bank ist es, nicht nur eine besondere Erlebniswelt zu schaffen, sondern auch ihre gesellschaftliche Verantwortung nicht außer Acht zu lassen. In allen Facetten des Turniers setzen die Verantwortlichen, dort, wo es möglich ist, auf nachhaltige Optionen. Tendenz stetig steigend. Die Stromversorgung während des Turniers realisiert Landstrom, der Energieversorger der Landwind-Gruppe. Diese betreibt etwa 120 Windenergieanlagen, die jährlich über 600.000.000 Kilowatt Strom produzieren. Der auf den BRAWO OPEN verbrauchte Strom ist also 100 Prozent ökologisch. Er wird aus erneuerbaren Energien gewonnen, bei deren Nutzung weder schädliche Emissionen oder atomarer Abfall entstehen. Statt für volle Abfalleimer und verstreuten Einwegmüll zu sorgen, wird bei den BRAWO OPEN auf Mehrweggeschirr gesetzt. 2022 wurden zur Abfalltrennung erstmals gelbe Tonnen von ALBA aufgestellt. Für 2023 ist die komplette Trennung des Abfalls geplant. ÖPNV statt Parkplatzsuche: Für eine entspannte Anreise ist gesorgt, denn der Fahrpreis für regionale Busse und Bahnen ist bereits im Ticketpreis für die BRAWO OPEN enthalten. "Die BRAWO OPEN bieten eine Mischung aus Weltklassetennis, Musik und Unterhaltung." Markus Beese, Leiter Marketing Volksbank BraWo Perspektiven schaffen United Kids Foundations setzt sich seit mehr als 17 Jahren für Kinder und Jugendliche ein "Die Kinder von heute sind die Zukunft von morgen" - so beschrieb es Robert Lübenoff, Initiator von United Kids Foundations, beim LupoLeo Award im vergangenen Jahr. Diesem Grundsatz verschrieben, setzt sich das Kindernetzwerk der Volksbank BraWo seit mehr als 17 Jahren für eine nachhaltig gesunde Zukunft von Kindern und Jugendlichen in der BraWo-Region ein. Als Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, und Robert Lübenoff, Gesellschafter der lübMEDIA GmbH, 2005 United Kids Foundations ins Leben riefen, wollten sie damit ein Netzwerk schaffen, das Kindern und Jugendlichen aus benachteiligten und wirtschaftlich schwächer situierten Familien durch soziales Engagement zur Seite steht. Seitdem konnten 568 Projekte im Rahmen von United Kids Foundations realisiert werden, die 76.680 Kinder erreicht haben. Im Fokus steht dabei, die Spätfolgen von Kinderarmut wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Schwächen, später wenig Zugang zum Arbeitsmarkt und emotionale Kälte zu lindern. Dafür engagiert sich das Kindernetzwerk in den Bereichen Bildungs-und Begabtenförderung, Bekämpfung von Bewegungsarmut, gesunde Ernährung und Gewaltprävention. Als ein enger Partner unterstützt die Volksbank BraWo Stiftung die Projekte des Kindernetzwerks. Genau so arbeiten bundesweite Unterstützer wie die Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V., die fit4future foundation Germany oder Stiftungen prominenter Botschafter wie Felix Neureuther, Peter Maffay oder Franziska van Almsick eng mit United Kids Foundations zusammen. 568 Projekte in der Region / 76.680 erreichte Kinder und Jugendliche Im vergangenen Jahr wurde die Erfolgsgeschichte weiter fortgesetzt und es konnten zahlreiche Projekte im Rahmen des Kindernetzwerks durchgeführt werden:
Dieses Bestreben, Kindern und Jugendlichen eine lebenswerte Zukunft zu gestalten, wird United Kids Foundations auch in den nächsten Jahren weiter antreiben. Jedes Projekt leistet einen wertvollen Beitrag für zukünftige Generationen. "Die Kinder von heute sind die Zukunft von morgen." / Robert Lübenoff, Initiator von United Kids Foundations 1-Million-Euro-Scheck Mit den gesammelten Spenden werden Kinderhilfsprojekte gefördert Soziales Engagement und die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, um ihnen für ihre Zukunft Chancengleichheit, Bildung, Gesundheit und Bewegung zu ermöglichen - das ist das erklärte Ziel von United Kids Foundations, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo. Zu diesem Zweck war die Volksbank BraWo zum wiederholten Male beim RTL-Spendenmarathon dabei. Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, übergab im November 2022 in der längsten Charity-Sendung im deutschen Fernsehen für die BRAWO GROUP einen Spendenscheck in Höhe von einer Million Euro. Moderator Wolfram Kons nahm die Spende symbolisch in Köln per Videoschaltung aus dem Braunschweiger BraWoPark für die "Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V." in Empfang. Unterstützung erhielt er dabei von "Kinderreporterin" Linda, die dafür extra ins Business Center II gereist war, um Jürgen Brinkmann zu interviewen. "Um unser Ziel zu erreichen und noch mehr für unsere Region und die Kinder und Jugendlichen vor Ort zu tun, freue ich mich, erneut eine so große Summe an den RTL-Spendenmarathon übergeben zu können. Dies wurde maßgeblich durch das Engagement unserer Mitarbeitenden, Unterstützer und Partner ermöglicht, die uns und unser Kindernetzwerk seit mittlerweile 17 Jahren begleiten", so Brinkmann. Der RTL-Spendenmarathon sammelt seit 1996 Spenden für Kinderhilfsprojekte. In diesem Jahr erzielte er eine Spendensumme von über 41 Millionen Euro, genauer 41.107.923. Ein neuer Rekord! Brinkmann hofft, dass eine große Summe zurück in die BraWo-Region fließt, um weitere Aktivitäten für die Kinder und Jugendlichen im Rahmen von United Kids Foundations zu fördern. Die Wiederaufforstung im Harz schreitet voran 25.046 Bäume im Jahr 2022 für den United Kids Foundations Wald Der Wald ist ein echtes Multitalent: Er ist Klimaschützer, Luftverbesserer, Lebensraum für Tiere und Naherholungsgebiet für Menschen. Doch der natürliche Tausendsassa ist betroffen vom Wäldersterben: Die Folgen des Klimawandels wie Dürre und Trockenheit hinterlassen ihre Spuren. Um Kindern und Jugendlichen den Wald langfristig erlebbar zu machen, setzt sich die Volksbank BraWo in enger Zusammenarbeit mit der Volksbank BraWo Stiftung mit dem United Kids Foundations Wald für die Wiederaufforstung ein. Durch zahlreiche Projekte im vergangenen Jahr konnten inzwischen über 87.850 Bäume (Bestand bis zum 23. Januar 2023) gepflanzt werden. Klimaschutz fängt schon im Kleinen, besser gesagt bei den Kleinsten an: Im Rahmen der Weltsparwoche vom 24. bis zum 28. Oktober 2022 wurde für jedes Kind, das sein Gespartes in diesem Zeitraum bei der Volksbank BraWo einzahlte, ein Baum im United Kids Foundations Wald im Harz gepflanzt. Die fleißigen Spender erhielten eine personalisierte Urkunde über die Baumspende. Stolze 1.000 Bäume, die eine Unterstützungssumme von 5.000 Euro bedeuten, kamen so zusammen. "Unsere Intention war es, den Wald noch stärker zu unterstützen. Deswegen haben wir neben der Förderung durch den Tut-GutKredit auch die Weltsparwoche genutzt, um neue Bäume zu pflanzen, anstatt Werbegeschenke zu verteilen, die oft keinen nachhaltigen Nutzen haben", erklärt André Bonitzke, Leiter Privatkundenmarkt. Weitere Pflanzlinge durch den TutGutKredit und den LupoLeo Award Durch den angesprochenen TutGutKredit kamen 2022 weitere 3.028 Bäume in Höhe einer Summe von 15.140 Euro hinzu. Für jeden abgeschlossenen Kredit im Zeitraum vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 spendete die Volksbank BraWo jeweils zwei Bäume. Für jeden Besucher der LupoLeo-Award-Gala im November 2022 spendete die Bank ebenfalls zwei weitere. 1.100 Bäume und 5.500 Euro waren das Ergebnis. "Durch die zusätzliche Unterstützung im Rahmen des LupoLeo Awards konnten wir ein Gesamtpaket schnüren, das als Unterstützung eine wirklich stattliche Anzahl an Bäumen für den Wald enthält. Darauf bin ich sehr stolz und freue mich, dass wir damit einen Beitrag für eine gesunde Zukunft des Walds leisten können", so Markus Beese, Leiter Marketing der Volksbank BraWo und United Kids Foundations-Botschafter. Unternehmer und Privatpersonen helfen mit Baumspenden Doch nicht nur durch die Unterstützung der Volksbank BraWo sind im vergangenen Jahr insgesamt 25.046 Baumspenden) zusammengekommen. Viele Unternehmen der BraWo-Region oder Privatpersonen spendeten Pflanzlinge, um die Wiederaufforstung voranzutreiben. Und diese ist zwingend erforderlich: Dürre, Trockenheit, Sturm und Winde setzen den Wäldern stark zu und schaffen für den Borkenkäfer leider ideale Lebensbedingungen. Besonders die Fichten sind davon betroffen und sterben massenhaft ab. Kinder und Jugendliche werden die Folgen des Wälderschwunds am stärksten zu spüren bekommen. Daher soll mit dem United Kids Foundations Wald das Ziel verfolgt werden, die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen durch einen intakten Wald nachhaltig zu verbessern. Im Harzer Kellwassertal, nahe dem Altenauer Ortsteil Torfhaus, findet der United Kids Foundations Wald Platz. Ein robuster Mischwald wird so wieder aufgeforstet. Damit unterstützt die Volksbank BraWo mit ihrem Kindernetzwerk den Kampf der Niedersächsischen Landesforsten gegen das Waldsterben. Ein Einsatz, der zukünftigen Generationen zugutekommen wird. "Setzlinge werden gut anwachsen" Beste Startbedingungen für den jungen United Kids Foundations Wald So sieht es aktuell im United Kids Foundations Wald aus - ein Bericht der Niedersächsischen Landesforsten Die Pflanzsaison in den Niedersächsischen Landesforsten neigt sich dem Ende entgegen. "Viel besser hätte es für den jungen Wald nicht laufen können", blickt Landesforsten-Präsident Dr. Klaus Merker zurück. "Der viele Regen und der schmelzende Schnee haben die oberen Bodenschichte gut durchfeuchtet. Die zahlreichen Setzlinge werden gut anwachsen können", ist Merker zuversichtlich. Auch für Setzlinge, die mittlerweile im United Kids Foundations Wald wachsen, ist die Prognose günstig. Hier werden die Förster jetzt vor allem darauf achten, dass Gräser die noch kleinen Bäumchen nicht überwachsen, bis diese die Oberhand gewinnen. Doch der Jahresbeginn mit dem vielen Regen darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die tieferen Bodenschichten noch immer zu trocken sind. Merker erklärt: "Hier hat sich in den vergangenen Jahren seit 2018 ein beträchtliches Niederschlagsdefizit aufgebaut, der Boden ist in der Tiefe immer noch zu trocken." Dies habe auch weiterhin zur Folge, dass die noch verbleibenden Fichtenwälder im Harz besonders anfällig für den Befall durch Borkenkäfer seien. Dort, wo noch die Chance besteht, den Wald zu retten, tun die Förster ihr Möglichstes. "Dass die Holzpreise zwischenzeitig gestiegen sind, ist dabei nur ein schwacher Trost", bedauert Merker mit Blick auf die weiterhin große Zahl an Fichten, die infolge des Borkenkäferbefalls gefällt werden müssen. "Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie wichtig es ist, dass wir auch im Schutz der alten Bäume den Waldumbau vorantreiben und Mischbaumarten pflanzen, um den Wald auf den Klimawandel vorzubereiten." Glamouröse Gala zu Ehren des sozialen Engagements Die Verleihung des zweiten LupoLeo Awards im Staatstheater Braunschweig Es ist der größte Förderpreis für soziales Engagement im Kinder- und Jugendbereich in Deutschland: der LupoLeo Award. Am 19. November 2022 fand die glamouröse Verleihung im Staatstheater Braunschweig statt. In diesem Jahr stand der mit insgesamt 100.000 Euro dotierte Förderpreis unter dem Motto "Gestärkt aus der Krise" und zeichnete Projekte und Personen aus, die Kinder und Jugendliche in der Coronapandemie besonders unterstützt haben. In den Kategorien "Projekt-Award", "Wahre Helden" und "Persönlichkeit des Jahres" haben sich das Projekt Villa Wertvoll aus Magdeburg, Roger Grolimund von der GORILLA Deutschland gGmbH aus Wolfratshausen sowie der Comedian Bülent Ceylan durchgesetzt. "Ich freue mich enorm, im Namen der gesamten United Kids Foundations-Familie Projekte und Menschen zu ehren, die von dem gleichen Spirit beseelt sind wie wir. Gerade in diesen Zeiten ist es besonders wichtig, Ihnen zu danken und Sie alle zu motivieren, sich für das Wohl der Kinder und Jugendlichen stark zu machen", sagte Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo und Initiator von United Kids Foundations, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo, bei der Gala des LupoLeo Awards. Gemeinsam mit Robert Lübenoff rief er im Rahmen des 15. Geburtstags von United Kids Foundations den Förderpreis ins Leben, um soziales Engagement im Kinder- und Jugendbereich besonders zu würdigen. Neben dem Kindernetzwerk waren das EngagementZentrum sowie die PHINEO gAG Veranstalter des Abends. Im vergangenen Jahr fand die glamouröse Gala zum zweiten Mal statt. 550 Gäste kamen dafür im Staatstheater Braunschweig zusammen und erlebten einen Abend der Extraklasse: Auftritte von Kabarettist und Bestsellerautor Dr. Eckart von Hirschhausen sowie der kanadischen Star-Sopranistin Anna Maria Kaufmann zusammen mit dem Staatsorchester Braunschweig boten der Veranstaltung einen feierlichen Rahmen. Wolfram Kons, Moderator des RTL-Spendenmarathons, führte durch die Gala. Stephan Weil, Niedersächsischer Ministerpräsident, war Schirmherr des Abends. Nachhaltiger Nebeneffekt: Für jeden der anwesenden Gäste spendete die Volksbank BraWo zwei Bäume für den United Kids Foundations Wald. "Die Jugend von heute ist die Zukunft von morgen. Sie braucht Vertrauen, Ansporn und Inspiration. Die Verantwortung unserer Generation liegt darin, Voraussetzungen zu schaffen, die unseren Kindern eine eigenständige Entwicklung ermöglichen, die ihnen alle Chancen offenlassen und Freiraum für Kreativität und Zukunftsgestaltung bieten. Die heutigen Preisträger leben diese Verantwortung auf bewundernswerte Weise", so Robert Lübenoff über die Geehrten. In den Kategorien "Projekt-Award", "Wahre Helden" und "Persönlichkeit des Jahres" erhielten Projekte und Personen den LupoLeo Award, deren soziales Engagement während der Coronapandemie besonders herausstach. 289 Bewerbungen aus ganz Deutschland gingen dazu im Vorfeld ein. "Die Preisträger leben ihre Verantwortung auf bewundernswerte Weise." / Robert Lübenoff, Initiator LupoLeo Award "Persönlichkeit des Jahres": Bülent Ceylan Der Kölner Comedian Bülent Ceylan engagierte sich während der Coronapandemie in vielfältiger Weise für Kinder und Jugendliche: Er sorgte bspw. für die Ausstattung von zahlreichen schulpflichtigen Jugendlichen mit technischen Geräten während des Homeschoolings. In dem Langzeitprojekt "Don ́t Stop the Music" und "Don ́t Stop the Music KIDS" gab er Kindern aus benachteiligten Familien die Chance, ein Musikinstrument zu lernen oder im Chor zu singen. Für diesen Einsatz wählte ihn das Jugendkomitee des LupoLeo Awards, bestehend aus Jugendlichen im Alter von 14 bis 17 Jahren, zur "Persönlichkeit des Jahres". Mit dem Preis ist eine Fördersumme von 20.000 Euro für ein gemeinnütziges Projekt seiner Wahl verbunden. Bülent Ceylan stellt dieses Geld seiner eigenen Stiftung zur Verfügung, um Schulen zu unterstützen, die Kindern bisher nicht das Spielen auf Musikinstrumenten beibringen konnten. "Musik sollte kein Privileg sein, sondern alle Kinder sollten die Möglichkeit haben, ein Instrument zu erlernen", so der Comedian. "Ich bin überglücklich, dass gerade junge Leute mich gewählt haben. Mit dieser Ehre habe ich bei diesen Nominierten gar nicht gerechnet." Neben Bülent Ceylan waren u. a. die Fußballer Thomas Müller und Matthias Ginter, der Fernsehmoderator Ralph Caspers, die Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo und der Sänger Max Giesinger nominiert. "Projekt-Award"-Gewinner: Villa Wertvoll gGmbH aus Magdeburg In der Villa Wertvoll gGmbH in Magdeburg können Kinder und Jugendliche ihre künstlerischen Fähigkeiten in einem professionellen Rahmen entdecken, entfalten und entwickeln. Dabei gestalten sie die Angebote nach dem Motto "Du bist brillant!" aktiv mit. Während der Pandemie war dieses Projekt eine besondere Stütze, da es um digitale Alternativen wie z. B. Zoom-Konferenzen, tägliche Ermutigungsbotschaften auf Social Media, YouTube-Tanz-Tutorials oder einen Tonstudio-Führerschein für Musikproduktionen erweitert wurde. Dafür erhielt das Projekt den ersten Preis in der Kategorie "Projekt-Award", der mit 30.000 Euro dotiert war. Der zweite Platz und damit 20.000 Euro gingen an Soulbuddies aus Rheda-Wiedenbrück. Als Verein bieten sie Kindern und Jugendlichen Psychotherapie, Beratung und pädagogische Hilfen an, insbesondere in Form einer ersten schnellen, kostenfreien und kompetenten Orientierung ohne lange Wartezeiten. Den dritten Platz belegte Dunkelziffer e. V. und erhielt damit 10.000 Euro Fördergeld. Durch Präventionsarbeit sollen Kinder und Jugendliche vor sexueller Gewalt bewahrt werden. Therapieangebote helfen Betroffenen zugleich, die Erlebnisse zu verarbeiten. Während der Pandemie hat der Verein dieses Angebot erheblich ausgebaut. In der Kategorie "Projekt-Award" sichtete die PHINEO gAG die Bewerbungen und traf nach zuvor festgelegten Kriterien eine Vorauswahl. Im nächsten Schritt wiederum war das Jugendkomitee des LupoLeo Awards am Zug und wählte daraus ihre zehn Favoriten. Eine renommierte Jury (u. a. mit Skirennläufer Felix Neureuther, Dr. Eckart von Hirschhausen, Schauspielerin Uschi Glas und Wolfram Kons) kürte aus diesen zehn Vorschlägen in anonymer Wahl die drei Preisträger. "Wahre Helden": Roger Grolimund aus Wolfratshausen Als dritte Kategorie galt es, die "Wahren Helden" auszuwählen. Dafür stimmten die Leser von FOCUS online ab. Ausgezeichnet werden ehrenamtliche Projektmitarbeitende, die sich in besonderer und vorbildlicher Weise engagieren und als "das Gesicht" eines Projekts wahrgenommen werden. Roger Grolimund durfte sich über diese Auszeichnung und das damit verbundene Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro freuen. Er hat das GORILLA-Schulprogramm entwickelt und 2014 aus der Schweiz nach Deutschland gebracht. Es ist ein mehrfach ausgezeichnetes Gesundheitsförderungs- und Bildungsprogramm für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, das sich durch ein Zusammenspiel aus kreativer Bewegung, Ernährung sowie Nachhaltigkeit mit bekannten Freestyle-Vorbildern an junge Menschen richtet. Das Hauptziel ist, dass Jugendliche Verantwortung für sich und die Umwelt übernehmen. Gerade im Hinblick auf Corona konnte das Projekt durch die Onlineplattform mit interaktiven und fächerübergreifenden Unterrichtseinheiten unterstützen. Schritt für Schritt in eine bessere Zukunft Durch step4help fließen 105.352,77 Euro in Bewegungsprogramme von United Kids Foundations Mit jedem Schritt in eine gesündere Zukunft von Kindern und Jugendlichen - das war das Anliegen des bundesweiten Charity-Laufs step4help unter der Schirmherrschaft des ehemaligen Profi-Skirennläufers Felix Neureuther. Vom 1. bis zum 30. Juni 2022 sammelten 510 Teilnehmende in 51 Teams der BraWo-Region durch Laufen, Walken oder Gehen mit jedem Schritt Fördermittel für die Unterstützung von Bewegungsprojekten für Kinder und Jugendliche in der Region. Beachtliche 105.352,77 Euro kamen dadurch am Ende zusammen, womit Bewegungsprogramme von United Kids Foundations, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo, gefördert werden. Bundesweit waren 1.802 Teilnehmende aktiv, die insgesamt 411.780.380 Schritte für den guten Zweck zurücklegten. Alles mit dem Ziel, Kindern und Jugendlichen eine bessere Zukunft zu bieten und sie durch die Bewegungsprojekte nach den Einschränkungen durch die Coronapandemie wieder zu mehr Bewegung zu motivieren. Dabei zeigte sich besonderes Engagement in der BraWo-Region: Das Peiner Team "Die Alltagshelden" legte nicht nur regional die meisten Schritte zurück, sondern auch bundesweit: 7.116.163 Schritte gingen auf das Konto der bunt gemischten Mannschaft, die u. a. aus Schülerinnen, Hausfrauen, Polizisten, einer Büroangestellten, einem Zeitungszusteller sowie einem Busfahrer bestand. Zwei Peiner Teams bundesweit an der Spitze Den Peiner Doppelsieg komplettierte das Team der Volksbank BraWo aus den Filialen Schwicheldt, Edemissen und Stederdorf. Sie belegten mit ebenfalls mehr als sieben Millionen Schritten bundesweit den zweiten Platz. Den dritten Platz in der Deutschlandwertung erreichte das Team "Tick, Trick und Track" von The Walt Disney Company. "Es ist großartig, dass sich zwei Teams aus unserer Region bundesweit gegen 234 andere durchgesetzt haben. Beide Teams haben mit Begeisterung unfassbar viele Schritte zurückgelegt. Das verdient größten Respekt und Anerkennung. Echt stark!", so Markus Beese, Botschafter von United Kids Foundations. "Ich bedanke mich im Namen von United Kids Foundations auch ganz herzlich bei allen anderen Teams, allen Sponsoren und Spendern für ihr Engagement. Durch Ihre Unterstützung ist ein Gesamtbetrag in Höhe von 105.352,77 Euro zusammengekommen, den wir gezielt für Bewegungsprojekte für Kinder und Jugendliche einsetzen werden." Prominente Botschafter als Motivatoren Initiiert wurde der Charity-Lauf von der fit4future foundation in Zusammenarbeit mit der Allianz "Felix Neureuther & Friends", der Felix-Neureuther-Stiftung und United Kids Foundations. Felix Neureuther übernahm die Schirmherrschaft des Projekts: "Ich bin sehr beeindruckt von dem Gesamtergebnis. Über 411 Millionen Schritte, das muss man sich mal vorstellen. Da sieht man, was alles möglich ist, wenn man ein Ziel vor Augen hat, und alle gemeinsam an einem Strang ziehen. Ich gratuliere allen, die mitgemacht haben. Ihr könnt stolz auf euch sein. Danke für euren großartigen Beitrag!" Unterstützt wurde Neureuther dabei von zahlreichen weiteren prominenten Botschaftern wie Franziska van Almsick, Dirk Nowitzki und Thomas Müller. Sie riefen während des Wettbewerbszeitraums zu regelmäßigen Bewegungs-Challenges auf. Durch Bewegung mehr Bewegung schaffen Angesprochen wurden beim step4help in erster Linie Unternehmen. Sie hatten die Möglichkeit, entweder selbst ein Team zu stellen oder alternativ ein Team durch ihre finanzielle Unterstützung ins Rennen zu schicken. Die Volksbank BraWo übernahm in beiden Fällen die Teilnahmegebühr, die Unternehmen den Beitrag für die gelaufenen Schritte: ein Euro oder 50 Cent pro 1.000 zurückgelegte Schritte. Dabei wurden die Schritte einfach und unkompliziert mithilfe des step4help-Schrittezählers gemessen und über die step4helpApp auf das gemeinsame Team-Konto hochgeladen. Ein Team bestand jeweils aus zehn fleißigen Schritte-Sammlern, die mit ihrer Leistung Kindern zu mehr Bewegung verhelfen wollen. Ein besonderes Projekt, dass durch Bewegung mehr Bewegung schafft. "Da sieht man, was alles möglich ist, wenn man ein Ziel vor Augen hat, und alle gemeinsam an einem Strang ziehen." / Felix Neureuther Schrittewettbewerb motiviert 4.095 Kinder Mit step BraWo zum bundesweiten step-Sieg Mehr Bewegung in den Alltag von Kindern und Jugendlichen zu integrieren und sie so zu einem nachhaltig gesünderen Leben zu motivieren - das ist das Ziel von United Kids Foundations, dem Kindernetzwerk der Volksbank BraWo. Der Schrittewettbewerb step BraWo leistet dazu spielerisch einen Beitrag: Bei einem interaktiven Wettbewerb werden die teilnehmenden Schüler aus den verschiedenen Direktionen der BraWo-Region mit einem digitalen Schrittzähler ausgestattet. Welche Klasse am Ende die meisten Schritte gesammelt hat, wird step BraWo-Champion. Darüber hinaus nehmen die Klassen automatisch am bundesweiten step-Wettbewerb teil und haben so die Chance, step-Champion zu werden. Genau das gelang Elo and the cool kids der Grundschule Adenstedt aus Peine für das Schuljahr 2022/2023. 8.540.339 Schritte sammelten die insgesamt acht Schülerinnen und Schüler der Klasse 3 der Grundschule Adenstedt, Außenstelle der Grundschule Gadenstedt, unter dem Wettbewerbsnamen Elo and the cool kids im Wettbewerbszeitraum vom 28. November 2022 bis zum 2. Februar 2023. Der Name beruft sich auf "Elo", das Klassenmaskottchen, ein Elefantenstofftier. Insgesamt erzielten die Kinder 21.350.848 Scoring-Punkte und ließen damit nicht nur alle anderen teilnehmenden Klassen der BraWo-Region, sondern auch deutschlandweit alle anderen hinter sich. Damit auch kleinere Klassen dieselbe Siegeschance haben und um den Wettbewerb fair zu gestalten, werden die Schritte mittels einer Formel in Scoring-Punkte umgerechnet, die miteinander verglichen werden. Für ihre Leistung erhielten Elo and the cool kids nicht nur den step BraWo-Pokal für den Sieg in der Direktion Peine, sondern auch den bundesweiten step-Pokal. "Es bestätigt, dass unser Weg richtig ist" "Ich bin wahnsinnig beeindruckt, dass der step-Champion in diesem Jahr aus dem Peiner Land kommt. Elo and the cool kids haben es mit ihrer großartigen Leistung von 8.540.339 Schritten wirklich verdient", sagte Stefan Honrath, Botschafter von United Kids Foundations und Leiter der Direktion Peine, bei der Pokalübergabe. "Mit step BraWo versuchen wir, einen Impuls zu mehr Bewegung im Alltag zu setzen. Dass die Schülerinnen und Schüler durch unseren Wettbewerb so motiviert wurden, bestätigt, dass unser Weg richtig ist, mit spielerischen Aktionen gegen die Bewegungsarmut bei vielen Kindern anzugehen." Ein mögliches Erfolgsrezept: Der Wettbewerb greift den Trend digitaler Medien auf. Für den Leistungszeitraum werden die Teilnehmenden mit einem digitalen Schrittzähler ausgestattet, der die gelaufenen Schritte aufzeichnet und auf einem digitalen Klassenkonto anonymisiert zusammenträgt. Motivation in der gesamten BraWo-Region Nicht nur in Peine waren Schüler im Rahmen von step BraWo aktiv, sondern auch in den übrigen Direktionen der Volksbank BraWo aus Braunschweig, Gifhorn, Salzgitter und Wolfsburg bewegten sich Kinder anlässlich step BraWo. 200 Klassen von insgesamt 52 Schulen nahmen am Wettbewerb teil. 4.095 Kinder erzielten so 1.246.546.939 Schritte und waren mit großer Leidenschaft beim Wettbewerb dabei. Unglaubliche 853.186 Kilometer und somit 20,8 Weltrumrundungen sind so im vergangenen Wettbewerbszeitraum über alle Direktionen hinweg zusammengekommen. Initiiert wurde die Bewegungsinitiative von fit4future foundation in Zusammenarbeit mit United Kids Foundations sowie der Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V. und wird auch im nächsten Jahr fortgeführt werden. Dabei steht bereits fest: 2.600 Kinder werden bereits im Schuljahr 2023/2024 an step BraWo teilnehmen. step BraWo in Zahlen: 20,8 Weltumrundungen 52 Schulen 4.095 Kinder 853.186 Kilometer 1.246.546.939 Schritte 200 Klassen Sport, Spiel und Spaß Die BraWo McArenas sind eine innovative Mischung aus Sporthalle und Sportplatz Sport bei jedem Wetter, das machen die barrierefreien BraWo McArenas in Gifhorn und Peine möglich. Die überdachten Kunstrasenplätze bieten ein allwettertaugliches, vielfältiges Sportangebot. Die Freilufthallen bieten an 365 Tagen im Jahr Sport, Spiel und Spaß an der frischen Luft und gleichzeitig optimalen Wetterschutz bei Regen oder Schnee. In den heißen Sommermonaten freuen sich die Sportler zusätzlich über den Schatten. Beste Bedingungen bei jedem Wetter und 100 Prozent Sport, Spiel und Spaß garantieren die multifunktionalen BraWo McArenas in Gifhorn und Peine. Die innovativen Freilufthallen stehen Vereinen, Betrieben, Hobbymannschaften und Familien überregional zur Verfügung und können mit wenigen Klicks über das Onlinebuchungssystem reserviert werden. Große und kleine Kicker, Vereinsmannschaften und Freizeitteams, Betriebssport und Kindergeburtstage - alles ist möglich, alle sind herzlich willkommen. Sport mit Premium- Ausstattung Der unverfüllte Kunstrasen ist mit Markierungen für Fußball und Volleyball versehen. Dementsprechend gehören zur Ausstattung Fußballtore sowie ein Volleyballnetz, das höhenverstellbar außerdem für Fußballtennis oder Badminton genutzt werden kann. Die Anlage für die Torschuss-Geschwindigkeitsmessung und der Torzähler runden das Topangebot ab. Für andere Sportarten, wie z. B. Yoga, Zumba oder Pilates, sind die BraWo McArenas ebenfalls bestens geeignet. Ein besonderes Highlight ist das LED-Flutlicht mit automatischer Steuerung, sodass den sportlichen Aktivitäten bei Dämmerung oder Dunkelheit nichts im Wege steht. "Jeder kann hier wetterunabhängig seiner Lieblingssportart nachgehen und findet eine ideale Trainingsfläche vor", erklärt Meike Krenz, Geschäftsführerin der BraWo McArenas. Ein besonderes Highlight: Vereine, öffentliche Einrichtungen und Stammkunden erhalten Sonderrabatte. Spielfeld mit vollem Spielspaß Ein großes Angebot mit vielfältigem Equipment finden die Sportler in den auf den Geländen frei zugänglichen Materialhütten. Dieses Angebot trifft auf eine große Nachfrage: Ab Freitagnachmittag und über das Wochenende sind die Freilufthallen so gut wie immer ausgebucht. "Ganz besonders, wenn die Kinder zum Trainieren kommen, sieht man schon den Wow-Effekt in ihren Augen glänzen", freut sich Meike Krenz. Informationen zu den Hightech Freilufthallen: www.brawo mcarenas.de "Mit unseren Freilufthallen bieten wir vielen Sportbegeisterten ganzjährig die Möglichkeit, aktiv zu sein." / Meike Krenz, Geschäftsführerin BraWo McArenas Für eine bessere Gesellschaft Engagement intensiv und vielfältig unterstützen Gesellschaftliches Engagement wird immer wichtiger, die Nachfrage steigt seit Jahren, der Bedarf ist konstant hoch. Um diesen Entwicklungen gerecht zu werden, erhalten Stiftungen und Non-Profit-Organisationen Unterstützung von der Braunschweiger EngagementZentrum GmbH, die zusätzlich das Vernetzen der Teilnehmenden aktiv fördert. Seit ihrer Gründung 2015 hat sie ihr Angebot deutschlandweit professionell erweitert. Mit ihren vielseitigen Dienstleistungen unterstützt sie die Arbeit von aktiven gemeinnützigen Organisationen wie Stiftungen sowie das Engagement von Privatpersonen und Unternehmen. "Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der sich immer mehr Menschen langfristig für die Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen engagieren", erklärt Monika Schmidt, Geschäftsführerin der EngagementZentrum GmbH. Sie weiß: Kooperationen sind der Schlüssel für nachhaltige Erfolge. Kennen Sie die Schwarmfinanzierung? Gemeinnützige Projekte benötigen häufig Spenden für eine solide Finanzierung. Dabei hilft das Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung. Das Crowdfunding-Prinzip ist einfach: Es ist häufig leichter, 100 Personen zu finden, die für ein bestimmtes Projekt einen Betrag von fünf Euro geben, als nur einen Geldgeber, der 500 Euro spendet. Quantität bringt hier den entscheidenden Vorteil. "Diese alternative Finanzierungsform eignet sich insbesondere für Vorhaben und Projekte von gemeinnützigen Organisationen", so Matthias Marx, Fundraising- und Stiftungsberater im EngagementZentrum. Auf der BraWo-Spendenplattform "Viele schaffen mehr" finden gemeinnützige Projekte und helfende Menschen zusammen. "Wir ermöglichen gemeinnützigen Organisationen kostenlos, ihre sozialen und gemeinnützigen Projekte vorzustellen, für die sie finanzielle Unterstützung erbitten", erklärt der bundesweit anerkannte Fundraising-Spezialist. Auf dieser Internetseite kann jeder einfach online für diese Projekte spenden. Alle Spenden fließen bei erfolgreichem Abschluss des Crowdfunding-Projekts zu 100 Prozent an die dahinterstehende gemeinnützige Organisation. "Das EngagementZentrum ist die zentrale Anlaufstelle für gesellschaftliches Engagement." / Monika Schmidt, Geschäftsführerin der EngagementZentrum GmbH BraWo-Spendenplattform "Viele schaffen mehr"
Weitere Informationen finden Sie hier www.viele-schaffen-mehr.de/ brawo-spendenplattform Einfach Stiften Mittels Crowdfunding zum Stiftungsfonds Einfache Gründung, professionelle Verwaltung, höhere Erträge. Unter dem Dach der BraWo Stiftergemeinschaft wird Stiften leicht gemacht. Mit ihrer Stiftungsexpertise will sie das gemeinschaftliche Engagement von Bürgern, Vereinen und Unternehmen auf eine breitere Basis stellen. Die BraWo Stiftergemeinschaft spricht eine Einladung zum Mitmachen aus. Unter ihrem Dach können Stiftende schnell und einfach ihre Unterstiftung mit eigenem Namen einrichten und sich so dauerhaft für ihre Herzensangelegenheit engagieren. Das Kapital wird mit dem der anderen Stiftungsfonds unter dem Dach der Stiftergemeinschaft angelegt. Die Erträge fließen jeweils dem zuvor festgelegten Zweck jährlich zu. Sie bilden damit eine verlässliche Größe für die begünstigte Institution und helfen bei der Bewältigung der Aufgaben. Verwaltet wird das Geld der Stifter von der BraWo Stiftergemeinschaft. Bereits mit 25.000 Euro ist die Gründung eines Stiftungsfonds auf den Wunschnamen möglich. Unterstützt wird die BraWo Stiftergemeinschaft von der EngagementZentrum GmbH. Als Bindeglied koordiniert sie die Abläufe auf der Crowdfunding-Plattform und übernimmt die Verwaltung der Stiftungsfonds. Stiftungsfonds: die persönlich(st)e Art für gemeinnützige Hilfe Grund zum Jubeln gab es am 2. Juli 2022 für den Sportverein Brackstedt. Dieter Schulze, der von 1967 bis 2017 als erster Vorsitzender maßgeblich zur positiven Entwicklung des Vereins beitrug, sorgte für einen besonderen Moment. Zur nachhaltigen Förderung des Sportvereins hatte er einen Stiftungsfonds mit einem Stiftungsvermögen von 50.000 Euro gegründet, die "Dieter Schulze Sportstiftung". Mit ihr möchte er den Sport, insbesondere die sportlichen Aktivitäten des SV Brackstedt e. V., langfristig unterstützen. "Ich habe lange überlegt, wie ich mein gemeinnütziges Wirken fortsetzen und dabei meinen Namen für die Nachwelt erhalten kann. Mein Ziel ist es, den SV Brackstedt nachhaltig zu fördern, aber mit möglichst geringem Aufwand und ohne großartige Formalitäten", erklärt der Stifter. Crowdfunding für Stiftungsfonds Ende 2022 stellte die Hospiz Salzgitter gGmbH ihr Engagement und den Wunsch zur nachhaltigen Sicherung des Hospizes auf der Onlineplattform "Viele schaffen mehr" einer breiten Öffentlichkeit vor - und es wurde ein voller Erfolg. Innerhalb von acht Wochen sammelte das Hospiz 33.590 Euro und gründete damit den "Stiftungsfonds Hospiz Salzgitter". "Ich bin unendlich dankbar, dass uns die Bevölkerung in Salzgitter beim Ansammeln des Startkapitals für unseren Stiftungsfonds so tatkräftig unterstützt hat und danke der BraWo Stiftergemeinschaft für die Möglichkeit, einen Stiftungsfonds unter dem Dach der BraWo Stiftergemeinschaft betreiben zu können", so die Hospiz-Geschäftsführerin Britta Bötel. Einen bislang für Vereine in Deutschland ungewöhnlichen Weg ging auch der MTV Vater Jahn Peine. Mit der Gründung des Jahner Stiftungsfonds Anfang 2023 soll die Grundlage geschaffen werden, dass der Verein zukünftig jedes Jahr mit vorhersehbaren Einnahmen wirtschaften kann. Auf ewig helfen Ein Stiftungsfonds eröffnet die Möglichkeit, sich unbürokratisch für ein Projekt zu engagieren, das einem besonders am Herzen liegt. Welchem Zweck das gestiftete Geld zugutekommen soll, entscheidet der Stiftende. So funktioniert ein Stiftungsfonds Was ist ein Stiftungsfonds Ein Stiftungsfonds ist eine Zustiftung. Er ermöglicht dem Zustifter, die Organisation einer bereits bestehenden Stiftung wie die BraWo Stiftergmeinschaft zu nutzen, sodass ihm kein großer Aufwand für die Gründung und Verwaltung entsteht. Das Stiftungsfondsvermögen geht als Träger in das Stiftungsvermögen der Stiftung auf. Wie bei Stiftungen üblich, hat der Stiftende keinen Zugriff mehr auf das gestiftete Vermögen. Es dient über den vom Stifter definierten Zweck. Wie wird das Geld angelegt? Die Gelder aller Stiftungsfonds unter dem Dach der Stiftergemeinschaft werden von der Stiftergemeinschaft angelegt und verwaltet. Dies ermöglicht bessere Konditionen bei der Anlage. Was geschieht, wenn ein Projekt wegfällt, das aus einem Stiftungsfonds gefördert wird? Ist die vom Stifter festgelegte Förderung durch den Stiftungsfonds nicht mehr möglich, wird bereits im Vertrag definiert, dass die Stiftergemeinschaft in so einem Fall eine Institution sucht, die dem ursprünglich definierten Zweck möglichst nahekommt. "Es gibt die Stiftergemeinschaft, weil es vielen Menschen ein innerer Antrieb ist, nachhaltig etwas zu fördern, was ihnen am Herzen liegt." / Claudia Kayser, Vorstandsvorsitzende der Stiftergemeinschaft Perspektiven für die Zukunft Stiftungsarbeit so wichtig wie nie 2022 hatte es in sich. Krise folgte auf Krise - trotzdem gab es positive Meldungen, Mut machende Entwicklungen. Im Interview spricht Thomas Fast, Vorsitzender der Volksbank BraWo Stiftung, über das, was ihn in den vergangenen Monaten besonders berührt hat, darüber, wie er und sein Team Stiftungsarbeit interpretieren und wo aus seiner Sicht noch enormer Handlungsbedarf in der Gesellschaft besteht. Worum geht es bei Ihrer Stiftungsarbeit, was ist Ihr Ziel? "Wir wollen Menschen, insbesondere Kindern und Jugendlichen, Hoffnung schenken, ihnen Perspektiven und Wege zeigen. Sie sollen spüren, dass sie nicht allein sind." Ist nach Corona wieder Normalität eingekehrt? "Wir waren auf einem sehr guten Weg, konnten bspw. für Kinder wieder lebenswichtige Schwimmkurse anbieten. Als im Februar 2022 der Ukraine-Krieg begann, änderte sich die Lage schlagartig. Innerhalb kürzester Zeit ging es darum, traumatisierten Kindern zu helfen, Unterkünfte und Freizeitbeschäftigungen zu organisieren." Welchen Stellenwert bekommen Partner in so einer Situation? "Dass wir so schnell und effizient helfen können, ist ein Zusammenspiel von mehreren Faktoren: Wir sehen die Problematik und erkennen, wo wir ansetzen können. Zusätzlich stehen uns ein wertvolles Netzwerk und engagierte Partner zur Seite. Wie zum Beispiel die Stiftung RTL - Wir helfen Kindern e. V., deren Hilfe von unschätzbarem Wert ist." Wird Hilfe auch über die sechs RTL-Kinderhäuser in der BraWo-Region organisiert? "Als eine RTL-Musterregion stehen wir im engen Kontakt und stimmen uns über die sich verändernden Bedürfnisse ab. Im Herbst 2023 planen wir ein großes Treffen, bei dem sich alle Leitenden der Kinderhäuser treffen." Schauen wir von den Herausforderungen zu den Erfolgen. Was hat Sie 2022 persönlich besonders berührt? "Das war die unglaubliche Summe von einer Million Euro, die wir vom RTL-Spendenmarathon für ukrainische Flüchtlingskinder erhalten haben. Damit konnten wir gemeinsam mit der Diakonischen Jugend- und Familienhilfe Kästorf sowie dem Landkreis Gifhorn das Projekt GifHelp in kürzester Zeit als das größte Projekt seiner Art in Gifhorn an den Start bringen." An wen richtet sich GifHelp? "Insbesondere an geflüchtete Familien aus der Ukraine, aber es steht auch Kindern und Jugendlichen anderer Nationalitäten offen." Welche Unterstützung kann GifHelp geben? "Im Schwerpunkt über Bildungs-, Sport- und Musikangebote. Die Kinder wurden entwurzelt, müssen oft traumatische Erlebnisse verarbeiten. Deswegen soll 2023 das Angebot noch um Psychotherapeuten erweitert werden." Worauf müsste aus Ihrer Sicht zukünftig noch viel stärker der Fokus gerichtet werden? "Ich sehe großen Handlungsbedarf in unserer gesamten Region. Nehmen wir nur einmal die Brennpunktschulen. Durch Corona und den Ukraine-Krieg werden z. B. Anti-Aggressionstrainings nur noch reduziert angeboten." Was denken Sie, was ist in den nächsten Monaten, Jahren zu erwarten? "Schon jetzt ist klar, die Herausforderungen für Stiftungen, Vereine, Tafeln werden zunehmen. Die Bedarfe steigen unkontrollierbar, und für diese Menschen muss es Lösungen geben. Ich mache das mal an einem Beispiel deutlich: Als wir mit unserer Weihnachtsinitiative 2008 gestartet sind, haben wir 79 Kinder in einkommensschwachen Familien mit Weihnachtspäckchen überrascht. Den größten Sprung von 799 auf über 1.200 Kinder erlebten wir von 2021 auf 2022. Das zeigt leider sehr deutlich die Situation der Familien." Vor diesem Hintergrund, was haben Sie sich mit Ihrer Stiftung für 2023 vorgenommen? "Wir richten unser Engagement darauf, die Kinderzufriedenheit 2023 zu erhöhen. Wir bekämpfen weiter die unterschiedlichen Facetten der Kinderarmut und kümmern uns darum, dass Kinder nicht auf die schiefe Bahn geraten." Die Region kann also weiter auf Sie und auf die Hilfsprojekte zählen? "Auf jeden Fall! Unsere sechs RTL-Kinderhäuser sind bis 2025 finanziert Das Eine-Million-Projekt GifHelp wird fortgesetzt, so wie das Projekt "Klasse! Wir singen". Bei diesem Projekt bildeten ca. 20.000 Kinder aus teilweise stark finanziell benachteiligten Familien in der Volkswagenhalle einen beeindruckenden Chor, der ihnen sehr viel Mut und Zuversicht gab. Und das sind nur einige Beispiele unseres breiten Hilfsangebots." Unterstützen Sie uns! Damit wir helfen können, benötigt es Hilfsmittel, Menschen und finanzielle Mittel. Projekte, die Ihre Aufmerksamkeit brauchen:
"Wir bleiben dran, geben nicht auf!" / Thomas Fast, Vorsitzender der Volksbank BraWo Stiftung Zukunft gestalten Die Welt für unsere Kinder besser machen Sechs von zehn Kindern können bei ihrer Einschulung keinen Purzelbaum schlagen. Jedes fünfte Kind in Deutschland leidet an Übergewicht. Und die Alarmzeichen werden immer deutlicher. Dieser negative Trend muss dringend umgekehrt werden. Dafür arbeitet die Volksbank BraWo Stiftung im Rahmen von United Kids Foundations seit Jahren eng mit der fit4future foundation Germany (vormals Cleven-Stiftung) zusammen. Das Hauptanliegen der von Dr. h. c. Hans-Dieter Cleven ins Leben gerufenen Stiftung ist es, Kinder und Jugendliche zu einem aktiven und nachhaltig gesunden Lebensstil zu motivieren und spielerisch ihre Gesundheitskompetenzen zu stärken. Das gelingt durch mehr Spaß an regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung, der Stärkung von kognitiven Fähigkeiten und einer Verbesserung der psychischen Gesundheit. Seit 2016 hat die Stiftung die DAK-Gesundheit als Kompetenzpartner an ihrer Seite. Start der gemeinsamen Partnerschaft mit fit4future Sowohl die fit4future foundation als auch das Kindernetzwerk United Kids Foundations verfolgen das gemeinsame Ziel, Kindern und Jugendlichen eine nachhaltig gesunde Zukunft zu ermöglichen. Aus diesem Grund war United Kids Foundations von Beginn an ein starker Partner der fit4future foundation und holte die Bewegungsprogramme der Stiftung in die BraWo-Region. Der Start der gemeinsamen Erfolgsgeschichte: Ab 2006 setzte das Kindernetzwerk so die Initiative fit4future für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren an Grund- und Förderschulen in der BraWo-Region um. Dieses Gesundheitsprogramm erreichte hier mehr als 120 Grundschulen und hat sich mittlerweile zur größten Präventionsinitiative für Kinder und Jugendliche in Deutschland entwickelt. Bewegungsprogramme erreichen über drei Millionen Kinder und Jugendliche Inzwischen wurde das ursprüngliche Programm um das Modul Verhältnisprävention zur Schaffung einer gesundheitsförderlichen Lebenswelt erweitert und einer breiteren Zielgruppe zugänglich gemacht. Neben fit4future Kids für die Sechs- bis Zwölfjährigen, gibt es seit 2019 fit4future Teens für Kinder und Jugendliche von zehn bis 19 Jahren auf weiterführenden Schulen. Seit 2020 werden mit fit4future Kita die drei- bis sechsjährigen Kinder in Kindertagesstätten angesprochen. Darüber hinaus werden im Rahmen von United Kids Foundations über die fit4future foundation auch die Programme step BraWo (weitere Infos auf Seite 174/175) sowie deinsport.de in der BraWo Region umgesetzt. Bei letzterem bildet United Kids Foundations ein Netzwerk mit der Sportjugend Niedersachsen, die das Projekt mit den für die Städte zuständigen Sportbünden koordiniert. Bis 2024 werden 5.600 Kinder an Schulen in Braunschweig, Gifhorn, Peine, Salzgitter und Wolfsburg den Parcours des "Finde Deinen Sport Tages" von deinsport.de durchlaufen, um eine Empfehlung für "ihren Vereinssport" zu erhalten. Zusammengerechnet erreichten die Programme der fit4future foundation Germany bereits über drei Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland - Zahl steigend. Foundation mit neuem Vorstand Seit Mai 2022 ist Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender der Volksbank BraWo, neu im Vorstand der fit4future foundation Germany. "Es ist erreichten die Programme der für mich eine Ehre und Verpflichtung zugleich, dem Vorstand der fit4future foundation Germany anzugehören", sagt Jürgen Brinkmann. "Die fit4future foundation Germany wird künftig für Projekte, Organisationen und Persönlichkeiten offen sein, die sich gemeinsam mit uns in ganz Deutschland für das Wohl der Kinder und Jugendlichen einsetzen." "Gemeinsam können wir mehr erreichen." / Jürgen Brinkmann, Vorstandsvorsitzender Volksbank BraWo und Mitglied des Vorstands fit4future foundation Germany Verantwortung für unsere Umwelt Die BraWo-Strategie für mehr Nachhaltigkeit Nachhaltige Unternehmensführung ist für die Volksbank BraWo das Fundament für eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit und ein wesentlicher Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie. Ihr nachhaltiges Management basiert auf drei Pfeilern: Ökonomie, Soziales und Ökologie. Damit soll ein langfristiger Nutzen für sämtliche Anspruchsgruppen, das Gemeinwesen, unsere Mitarbeitenden, unsere Kunden und Geschäftspartner sowie für die Umwelt geschaffen werden. Mit ihrem Engagement und eigenen Anspruch als Maßstab leistet die Volksbank BraWo einen wesentlichen Beitrag, die Lebensqualität für die Menschen in der BraWo-Region zu bewahren und zu steigern. Gleichzeitig optimiert sie den mit ihrer Wertschöpfungskette verbundenen Ressourcenverbrauch und senkt durch sie verursachte Umweltbelastungen. Ein konsequentes Energiemanagement sorgt dafür, dass der ökologische Fußabdruck sich kontinuierlich verkleinert. Gleichzeitig setzt sie neue Impulse: Sie unterstützt als Spender, Sponsor und Stifter Projekte aus den Bereichen Kunst, Kultur, Sport, Umwelt und Soziales. Mit ihrem gelebten Engagement übernimmt sie bewusst eine Vorbildfunktion. Gemeinsam nachhaltig - Ziele brauchen Taten und Engagement Die BRAWO GROUP verbindet mit ihrer permanenten Weiterentwicklung ihres Leistungsangebots die wirtschaftliche Wertschöpfung mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Das genossenschaftliche Prinzip stärkt diesen Standpunkt zusätzlich und unterstreicht, dass der Mensch, die Umwelt, die regionale Wirtschaft und der Fortschritt einen hohen Stellenwert einnehmen. Diese soziale, ökologische und unternehmerische Verantwortung ist im Kerngeschäft der Volksbank verankert und ist Triebfeder für die gesamte Unternehmensgruppe. Ein umfassendes, alle Stakeholder betreffendes Thema ist die Digitalisierung. Gewünscht ist die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung digitaler Dienstleistungen sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter. Viele digitale Angebote sind bereits umgesetzt, weitere werden in Zukunft folgen. Wald für die nächsten Generationen Insgesamt 15.140 Euro übergibt die Volksbank BraWo für die abgeschlossenen TutGutKredite in 2022 zugunsten des United Kids Foundations Walds. Das entspricht genau 3.028 Bäumen. Hinzu kommen 5.000 Euro aus der Weltsparwoche 2022 und 5.500 Euro, die beim LupoLeo Award zusammenkamen. Insgesamt unterstützte die Bank den Wald mit 25.640 Euro beziehungsweise 5.128 Bäumen, die auf der wieder aufzuforstenden Fläche im Harz gepflanzt werden. 2023 wird die Aktion, die auf Nachhaltigkeit angelegt ist und in Kooperation mit den Niedersächsischen Landesforsten stattfindet, selbstverständlich fortgesetzt. In der Direktion Salzgitter der Volksbank BraWo wird zudem zu besonderen Geburtstagen der Kunden und Mitglieder eine Baumspende für das Waldprojekt geschenkt und somit auf den üblichen Blumenstrauß verzichtet. Energieversorgung mit Ökostrom Auf ihrem Weg, ein CO 2 -neutrales Unternehmen zu werden, ist die Bank einen großen Schritt vorangekommen. Zum Jahreswechsel hat sie 2020/2021 den kompletten Strombedarf auf Ökostrom umgestellt. Über die CO-neutrale Stromproduktion ihres Solarparks "Schleizer Dreieck" speiste die BRAWO GROUP 2022 Stromenergie in Höhe von 10.476.168 Kilowattstunde in das Netz ein, was einer Steigerung von 6,85 Prozent entspricht. Der Solarpark geht in die eigens dafür gegründete Tochtergesellschaft BraWo Green Power SP Schleizer Dreieck GmbH & Co. KG ein und ist fester Bestandteil des Konzerns. Die bereits auf einigen unserer Filialen installierten Fotovoltaikanlagen reduzieren zusätzlich den Verbrauch fossiler beziehungsweise nicht erneuerbarer Energien. 2022 wurden hierüber bereits 539,86 Gigajoule ins Netz eingespeist. Über ein Tochterunternehmen, die BraWo Green Power BHKW BraWoPark GmbH, wird zudem ein eigenes Blockheizkraftwerk betrieben. Das BraWoPark Business Center I wird somit wirtschaftlich als auch ökologisch sinnvoll kostengünstig mit Strom und Wärme versorgt. Digitale Lösungen sparen massiv Papier ein Im Vergleich zum produzierenden Gewerbe spielen Ressourcen und Emissionen bei einem Finanzdienstleistungsunternehmen eine untergeordnete Rolle. Dennoch führte die Volksbank BraWo bereits vor einigen Jahren das papierlose Büro ein. Über die Digitalisierung nahezu sämtlicher Unterlagen (bspw. Kunden-, Kontenunterlagen, Kreditakten) und die Anpassung der entsprechenden Prozesse (bspw. elektronische Unterschrift) konnte massiv Papier eingespart werden. Im eigenen Haus schonend mit Ressourcen umzugehen und den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten, ist eine wichtige Aufgabe jedes Mitarbeiters der BRAWO GROUP. Die Mitarbeiter achten aufmerksam auf die Auswirkungen ihres Arbeitsalltags auf die Umwelt und leisten engagiert ihren persönlichen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz. Diese Sensibilisierung für den Umwelt- und Klimaschutz erfolgt z. B. über das Projekt "Digitalisierung". Hier wurde eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um Kunden für die intensivere Nutzung von elektronischen Postfächern und Kontoauszügen zu begeistern. Ressourcen schonen mit System In der Umsetzung vollständig digitalisierter Prozessketten sieht die Bank - neben der Einsparung von Papier - einen entscheidenden Erfolgsfaktor, um Zeit- und Kostenersparnisse bei der Bearbeitung von Geschäftsvorfällen zu realisieren. Dabei geht es weniger um die Bereitstellung elektronischer Daten. Vielmehr wird es künftig von zentraler Bedeutung sein, mithilfe von IT-Systemen Daten so zu verwerten beziehungsweise vorzubereiten, dass Routinearbeiten weitgehend automatisiert durchgeführt werden und die jeweiligen Bearbeiter sich auf kundenorientierte, wertschöpfende und komplexe Sachverhalte fokussieren können. Kontinuierlich wird die Anzahl der Arbeitsplatzdrucker überprüft und wo möglich reduziert. Alle Arbeitsplatzdrucker sind mit dem Umweltlabel "Blauer Engel" ausgezeichnet. Hierbei handelt es sich um Geräte, die sich durch langlebige und recyclinggerechte Konstruktion, Vermeidung und Verminderung umwelt und gesundheitsbelastender Materialien, geringen Stromverbrauch sowie geringe Emissionen von Geräuschen und Schadstoffen zeichnen. Das wirkt sich positiv auf die Gesundheit der Mitarbeiter aus und senkt die Umweltemissionen. Digitale Arbeitswelt - modern und flexibel Gewünscht ist die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung digitaler Dienstleistungen sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter. Dazu zählen das mobile Arbeiten genauso wie die Online-Einreichung von Krankschreibungen. Viele digitale Angebote sind bereits erfolgreich etabliert, weitere Innovationen werden sukzessive umgesetzt. Mit Rad und Bahn für den Klimaschutz Mitarbeitende der Volksbank BraWo beteiligten sich begeistert beim "Stadtradeln", der weltweiten Aktion des Klima-Bündnisses zur Vermeidung von CO 2. Die Volksbank BraWo registrierte sich mit 31 Mitarbeitenden als Team und konnte 4.032 Kilometer beitragen. Damit konnten immerhin 620,8 Kilogramm CO 2 vermieden werden. Auch außerhalb punktueller Aktionen können Mitarbeitende durch das vergünstigte Job-Abo komfortabel etwas für den Klimaschutz tun. Die vergünstigten Monatskarten nutzen aktuell 81 Mitarbeiter der Volksbank BraWo. Die seit dem 1. April 2021 bestehende Möglichkeit, Dienstfahrräder zu leasen, erfreut sich in der Belegschaft der Volksbank BraWo weiterhin großen Interesses. Frische Ideen willkommen Bereits 2018 entwickelten Auszubildende der Volksbank BraWo ein bankweites Nachhaltigkeitskonzept mit den Schwerpunkten Facility Management, betriebliches Gesundheitsmanagement und Mitarbeiterbindung. Damit soll einerseits eine Struktur mit einer ganzheitlichen Betrachtung geschaffen werden. Das Konzept wird im laufenden Prozess aktualisiert. Ferner kann sich jeder im Unternehmen, in den Tochtergesellschaften oder dem Verbund beschäftigte Mitarbeitende oder Auszubildende an der "BraWo Idee" beteiligen. Nach erfolgter Umsetzung des Vorschlags erhält der Mitarbeitende eine Prämie. Außerdem haben die Mitarbeiter die Möglichkeit, sich aktiv an der Teilnahme des Nachhaltigkeitsberichts zu beteiligen, indem sie ihre Ideen für nachhaltige Themen aus ihren Abteilungen einbringen können. Klimafreundliche Fahrzeuge senken Emissionen Voranschreitende Mobilität ist wichtig. Fakt ist jedoch auch, dass Autos einen erheblichen Anteil an dem Ausstoß von Treibhausgasen haben. Dieser Entwicklung wirkt die BRAWO GROUP mit der Neustrukturierung ihres Fuhrparks entgegen. Durch die Anschaffung weiterer Hybridfahrzeuge konnte der CO 2 -Ausstoß erneut gesenkt werden. -- Kleine Schritte für die Umwelt Die Volksbank BraWo baut ihren Fuhrpark auf Hybrid- und Elektrofahrzeuge um. Mittlerweile verfügt sie über 19 dieser klimafreundlicheren Autos. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Klimaprogramm der Volksbank BraWo. Die aktuellen Verbrauchsdaten zu Strom, Heizenergie, Papier etc. sind in der DNK-Erklärung unter Kriterium 12 "Ressourcenmanagement" aufgelistet. www.deutschernachhaltigkeitskodex.de 18 Hybridfahrzeuge 1 Elektrofahrzeug -- Nachhaltiges Bauen und Sanieren Im Real Estate-Bereich erfolgt die Kombination von Nachhaltigkeit und Innovation auf Basis der aktuellen Nachhaltigkeits- und Megatrends. Sowohl bei der blueorange Advisory GmbH, blueorange Development 21 GmbH Berlin, blueorange Development Partner GmbH als auch bei der Volksbank BraWo Projekt GmbH ist eine definierte Gruppe von Mitarbeitenden dafür verantwortlich. Bei der Umsetzung der nachhaltigen Konzepte wird auf einen bewussten Umgang und Einsatz vorhandener Ressourcen, auf die Minimierung von Energieverbrauch und auf ein Bewahren der Umwelt geachtet. Gleichzeitig wird auf soziale Aspekte wie die Zufriedenheit der Bewohner eines Projekts oder eine faire Honorierung der Projektpartner achtgegeben. Für eine nachhaltige Bauweise werden verschiedene Zertifizierungskriterien (bspw. DGNB) individuell auf potenziell sinnvolle Gebäudetypen angewandt. Zudem werden die von einem Projekt betroffenen Stakeholder gesondert identifiziert und entlang der Wertschöpfungskette eingebunden. Bei allen zukünftigen (Bau-) Projekten, die bei der BRAWO GROUP begonnen werden, achtet sie auf Ressourceneffizienz und Klimafreundlichkeit. Für weitere bereits im Bestand befindliche Objekte fließen bei Sanierungen energetische Aspekte und Faktoren in Bezug auf Ressourceneffizienz ein. Bei Neu- oder Umbauprojekten, wie bspw. dem Business Center III, setzt die BRAWO GROUP weiterhin konsequent auf Nachhaltigkeit im Bau. Das umfasst ökonomische, ökologische, soziokulturelle und technische Qualitätsaspekte. Bei Bau- und Umbaumaßnahmen werden gezielt regionale Handwerks- und Gewerbebetriebe beauftragt, um die Region weiter zu stärken und so u. a. durch deutlich geringeren Aufwand bei Transport und Logistik Ressourcen einzusparen. Klimaschutz ist Unternehmenspflicht Nachhaltigkeit ist ein Grundpfeiler im Klimaschutz. Daher agieren die Töchter der Unternehmensgruppe gleichermaßen für eine nachhaltige Entlastung der Umwelt. Die nachfolgenden Beispiele verdeutlichen dieses Engagement: Der Versicherungsmakler Döhler Hosse Stelzer führte 2022 ein Umweltmanagement nach ISO-Norm ein. Der Fokus liegt hierbei auf der Digitalisierung von Prozessen, um Papier- und Zeitersparnisse zu generieren. Zu seinem 100-jährigen Bestehen in 2022 startete der Versicherungsmakler eine Spendenaktion zugunsten des United Kids Foundations Walds. Zusätzlich verzichtete die Geschäftsführung wieder auf Weihnachtskarten und konnte somit insgesamt 20.000 Euro beziehungsweise 4.000 Bäume dem Waldprojekt zukommen lassen. Außerdem stellte der Versicherungsmakler der Schülerfirma mk:return leere Druckerpatronen zur Verfügung, die gewinnbringend an einen professionellen Aufbereiter verkauft werden. Damit werden Kartuschen und Patronen nachhaltig und professionell aufbereitet, also Ressourcen gespart. Die Erlöse kommen dem Gymnasium Martino Katharineum in Braunschweig zugute. Die Immobilienwirtschaft trägt in ihrer Aufgabe u. a. als Projektentwickler, Planer, Bauherr, Eigentümer in besonderem Maße Verantwortung für die Gestaltung unser aller Lebensräume und somit dafür, positive Impulse in die jeweilige Region zu setzen. Gleichzeitig bilden baukulturelle Werte und gesellschaftliche Akzeptanz die Basis für wirtschaftlichen Erfolg. Der Real-Estate-Bereich und insbesondere die Gesellschaften Volksbank BraWo Projekt GmbH und blueorange Development Partner GmbH sehen daher die Notwendigkeit, sich im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten und aus eigener Initiative für einen Paradigmenwechsel und eine neue Baukultur einzusetzen. Der Anspruch der Gesellschaften der BRAWO GROUP ist es, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit negative Eingriffe in die Umwelt für alle nachfolgenden Generationen vermieden werden. Infolgedessen bringen sie sich zur Erreichung der Klimaschutzziele aktiv ein. Bei Planung, Errichtung und Betrieb wird eine optimale Ökoeffizienz angestrebt, was ebenso den aktiven Einsatz regenerativer Rohstoffe und recycelbarer Baustoffe sowie Systeme zur Reduktion von Energieverbrauch und Emissionen bei Herstellung und Betrieb unterstellt. Die Volksbank BraWo Projekt GmbH und blueorange Development Partner GmbH kombinieren bei ihren Projektentwicklungen Nachhaltigkeit und Innovation auf Basis der aktuellen Nachhaltigkeits- und Megatrends. Eine Gruppe aus drei bis vier Mitarbeitenden arbeitet federführend an diesem Entwicklungsprozess. Bei der blueorange Development West GmbH werden Nachhaltigkeitsaspekte bei ihren Produkten/Projekten insbesondere im gesetzlich geregelten Verfahren zur Schaffung von Planungsrecht betrachtet (Bebauungsplanbegründung, Umweltverträglichkeitsprüfung, Umweltbericht, Gutachten, Eingriffs-/Ausgleichsregelungen). Nachhaltigkeitsanforderungen sind daher einerseits vorgaberechtlich determiniert, andererseits sind die Mitarbeitenden zu ressourcenschonendem Handeln aufgefordert. Die Braunschweiger Immobilien Management GmbH (BIM) kümmert sich um die Verwaltung von Immobilienobjekten. Dabei beschäftigt sie sich täglich mit der Bewirtschaftung der Objekte (Reinigung, Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser), dem Werterhalt sowie der Wertsteigerung durch Modernisierung, Sanierung und Instandsetzung. Dabei ist es maßgeblich, die Kennzahlen jedes Jahr zu prüfen und wenn möglich zu verbessern. Hierdurch sollen Ressourcen gespart werden, die Umwelt entlastet und nachhaltige Konzepte für die Mieter und Eigentümer erzielt werden. Zudem fokussiert sich die Partnergesellschaft Magni3 GmbH über die üblichen "ESG"-Investmentmodelle hinaus auf die Erreichung von mehr Impact. So sollen neben der Vermeidung von Negativkriterien tatsächliche ökologische und/oder soziale Wirkungen in den einzelnen Projekten erzielt werden. Vielfältig, wirksam, nachhaltig Bei der Umsetzung ihrer nachhaltigen Konzepte achtet die Volksbank BraWo gezielt auf einen bewussten Umgang und Einsatz der vorhandenen Ressourcen, auf die Minimierung des Energieverbrauchs und auf das Bewahren der Umwelt. Zahlen, Daten, Fakten rund um den Verbrauch Der langfristige Nutzen resultiert aus einer kontinuierlichen Wertschöpfung, der Schaffung eines hohen Gesellschaftsnutzens und einer größtmöglichen Vermeidung von Umweltbelastungen. Volksbank BraWo: Als Kopierpapier wird zu 38,76 Prozent CO 2 -neutrales Papier verwendet. Der Kopierpapierverbrauch reduzierte sich um 0,45 Prozent zum Vorjahr auf 2.348.000 Blatt. Gedruckte Kontoauszüge waren bei den Kunden weniger nachfragt. Der Verbrauch des Kontoauszugspapiers reduzierte sich um 12,64 Prozent auf 4.230.000 Blatt. Werbeflyer und Broschüren wurden ebenfalls um 8,66 Prozent auf 9.974 Exemplare verringert. Für sonstige Druckerzeugnisse wurden 2.015.126 DIN-A4-Papierbögen verbraucht, wovon 525.618 Stück aus Recycling-Papier mit dem Blauen-Engel-Zertifikat bestehen. Transparenter Dialog Stakeholder stehen im Mittelpunkt der Unternehmensstrategie Die BRAWO GROUP verbindet mit ihrer permanenten Weiterentwicklung ihres Leistungsangebots die wirtschaftliche Wertschöpfung mit ökologischer und sozialer Verantwortung. Zur Identifikation und Weiterentwicklung unserer Handlungsschwerpunkte beziehen wir unsere Konzernsicht ebenso wie die Perspektive unserer Stakeholder ein, zu denen neben Mitarbeitenden, Kunden, Mitglieder und Lieferanten auch Nichtregierungsorganisationen, eine Vielzahl weiterer Anspruchsgruppen und die Menschen in der Region gehören. Unser Ziel ist es, Communitys zu stärken, damit sie sich weiterentwickeln können - indem wir allen Stakeholdern branchenführende Produkte und Dienstleistungen anbieten und es damit unseren Kunden sowie unseren Mitarbeitern ermöglichen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Ein umfassendes, alle Stakeholder betreffendes Thema ist die Digitalisierung. Gewünscht ist die schnelle und unkomplizierte Bereitstellung digitaler Dienstleistungen sowohl für die Kunden als auch für die Mitarbeiter. Viele digitale Angebote sind bereits umgesetzt, weitere werden in Zukunft folgen. Fairness und Kompetenz, Offenheit als Faktor für Kundennähe Wir unterstützen unsere Kunden weiterhin dabei, diese außerordentlich herausfordernden Zeiten zu meistern und ihre Ziele zu erreichen. Kunden bei ihren Zielen und Transformationsprozessen zu begleiten, steht im Mittelpunkt unserer Strategie. Im Dialog mit unsren Kunden sind uns Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei Produkten oder Dienstleistungen ebenso wichtig wie Respekt, Wertschätzung und Verantwortung. Vertrauen zählt zu den wichtigsten Grundlagen unseres unternehmerischen Handelns. Dafür haben wir Produkte, Beratung und Dienstleistungen auf unsere Ansprüche an Fairness und Kompetenz sowie an Verantwortung und Nachhaltigkeit geprüft und ausgerichtet. Aufgrund unseres intensiven Dialogs sind wir in der Lage, unsere Kunden umfassend zu beraten. Wie das Energiehaus Blechinger, einen Familienbetrieb auf Expanisonskurs. Die Spezialisten für Fotovoltaik widmen sich einem der brandaktuellen Themen der Gegenwart. Die Leitidee: Licht in Energie umzuwandeln, sich diese nutzbar zu machen und idealerweise unabhängig von externen Versorgern zu sein. Damit liegen Tom und sein Vater Eckhardt Blechinger mit ihrem Familienunternehmen genau im Trend - und sind zukunftsweisend aufgestellt. Als langjähriger Partner begleitet die Volksbank BraWo im Regionalmarkt Gifhorn-Wolfsburg die beiden Geschäftsführer auf ihrem konstanten Wachstumskurs. Wie Vater und Sohn gemeinsam ihr prosperierendes Unternehmen leiten, lesen Sie im Bereich Finance (BRAWO GROUP Jahresbericht 2022). Mehrwert(e) schaffen Fasst man die Themen zusammen, die die Stakeholder über die Volksbank BraWo in 2022 äußern, sind das: hohe Kundenzufriedenheit, Verlässlichkeit in der Geschäftsbeziehung, z. B. die Fortführung des kostenlosen Privatgirokontos (BraWo-MeinKonto), sehr starkes Wachstum im Kundengeschäft 2022. Zum Ende des Jahrs 2022 bestanden bereits über 30.000 BraWo-MeinKonten. Zudem standen die Firmenkundenberater wie 2021 in engem Austausch mit ihren Kunden und entwickelten dabei passgenaue Lösungen, um die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sowie der stark angestiegenen Inflation inklusive der hohen Gas, Mineralöl- und Strompreise zu meistern. Ausgezeichneter Arbeitgeber Die Volksbank BraWo ist ein besonders attraktiver Arbeitgeber. Die starke Mitarbeiterorientierung zeigt sich z. B. durch das TOP-JOB-Siegel, das sie im März 2022 bereits zum vierten Mal erhalten hat. Seit 2021 trägt die Bank zusätzlich die Auszeichnung "Zukunftgeber" in ihrer Region. Menschenrechte sind universelle Werte Die Achtung der Menschenrechte sowie die Verhinderung von Kinder- und Zwangsarbeit gehören zum Selbstverständnis der BRAWO GROUP. Wir sind ein regional ansässiges Unternehmen und arbeiten überwiegend mit vor Ort sitzenden Firmen. Wo immer es möglich ist, vergeben wir die Aufträge an unsere Kunden und Mitglieder. Diese Grundsätze sind in der Mitglieder- und Geschäftsstrategie verankert. Bei unseren Partnern werden die geltenden Gesetze eingehalten. Dementsprechend gehen wir davon aus, dass die grundlegenden Menschenrechte jederzeit beachtet werden und somit keine wesentlichen Risiken in Bezug auf Menschenrechtsbelange bestehen. Dies wird fortlaufend umgesetzt, ohne zeitlich festgelegte Ziele. Die zentrale Personalabteilung der Volksbank BraWo ist bei sämtlichen personalpolitischen Maßnahmen eingebunden. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, über ein anonymes Hinweisgebersystem Menschenrechtsverstöße zu melden. Null-Toleranz-Strategie bei Korruption und Bestechung Der Volksbank BraWo ist die Einhaltung von Wohlverhaltensregeln besonders wichtig. Daher hat sie zur Verhinderung von Bestechung oder Korruption einen Verhaltenskodex für Mitarbeiter erlassen. Es gilt dabei eine Null-Toleranz-Strategie. Die eigenständige Compliance-Abteilung der Volksbank BraWo verantwortet und koordiniert die Einhaltung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Der Leiter der Compliance-Abteilung in seinen Funktionen als Geldwäschebeauftragter und als Beauftragter für Ma-Risk-Compliance wurde für die Unternehmensgruppe berufen. Auf diese Weise gewährleisten wir, dass einheitliche Verfahrensweisen zur Verhinderung von dolosen Handlungen in der BRAWO GROUP bestehen. Für Mitarbeiter, Vorstand und Aufsichtsrat wurde eine Richtlinie für Geschenke formuliert. Sie regelt genau, in welchen besonderen Ausnahmefällen Einladungen etc. von Kunden und Geschäftspartnern angenommen werden dürfen. Grundsätzlich lässt sich die Volksbank BraWo bei ihren geschäftspolitischen Entscheidungen nicht durch Incentives oder Ähnliches manipulieren. Darüber hinaus tätigt die Volksbank BraWo keine Spenden oder Zuwendungen an Regierungen, Parteien, Politiker oder mit ihnen verbundene Einrichtungen, da sie grundsätzlich unpolitisch aufgestellt ist. Der genossenschaftliche Gedanke ist durchweg demokratisch geprägt. Die Unterstützung nur einer oder weniger Parteien würde diesem Grundsatz im Weg stehen. Ausbildung, Weiterbildung, Zukunft Die BRAWO GROUP setzt auf langfristige Mitarbeiterbindung Auszubilden heißt, jungen Menschen eine Perspektive zu bieten, ihnen das theoretische und praktische Wissen für ihr bevorstehendes Berufsleben zu vermitteln. Aber damit endet der Weg bei der BRAWO GROUP nicht: Weiterbildung, Entwicklung, Ankommen. Das gilt auch für Berufserfahrene - denn die Unternehmensgruppe steht für Arbeitsplätze mit Zukunft. 32 junge Menschen haben im Jahr 2022 eine Ausbildung beziehungsweise ein Duales Studium bei der BRAWO GROUP gestartet, 22 davon bei der Volksbank BraWo. "Die Ausbildung junger Menschen ist uns ein besonderes Anliegen. Wir bilden nicht nur im Kerngeschäft der Bank, sondern auch innerhalb der BRAWO GROUP in diversen Berufen aus", erklärt Michael Krupka, Leiter Personal. Jeweils zum 1. August eines Jahrs werden Bankkaufleute, Kaufleute für Büromanagement, Kaufleute für Versicherungen sowie duale Studierende im Bereich Finanzdienstleistung oder - seit diesem Jahr - im Bereich Wirtschaftsinformatik gesucht und eingestellt. Entweder erfolgt die Ausbildung unmittelbar bei der Volksbank BraWo oder einem Tochterunternehmen wie z. B. Döhler Hosse Stelzer und der blueorange Development Partner GmbH. "Historisch bedingt liegt unser Schwerpunkt natürlich in der Bankausbildung. Durch unser breit gefächertes Leistungsspektrum in der BRAWO GROUP können wir jedoch unser Ausbildungsangebot stetig erweitern", freut sich der Personalleiter. Ausbildung mit Fokus auf Theorie und Praxis Die Volksbank BraWo bietet 2023 erstmalig das duale Studium der Wirtschaftsinformatik in Zusammenarbeit mit der Welfenakademie an: "Wahrscheinlich denkt man erst einmal nicht an eine Bank bei diesem Berufsfeld. Aber ich kann sagen: Wir sind die richtige Ausbilderin dafür", weiß Michael Krupka. "Wir haben mit der Welfenakademie eine erfahrene Partnerin an der Seite, die eine fundierte theoretische Ausbildung ermöglicht. In unserem IT-Management erlernen die Studierenden umfassendes Praxiswissen. Zudem haben wir mit der Atruvia AG, dem Digitalisierungspartner der Volks- und Raiffeisenbanken, Experten im IT-Sektor für Hospitationsmöglichkeiten." Die Kombination aus Theorie und Praxis liegt bei allen Ausbildungen der BRAWO GROUP im Fokus. Dies resultiert aus der persönlichen Verantwortung der Volksbank BraWo und ihrer Tochterunternehmen, sich bestmöglich auf alle Herausforderungen des Arbeitsalltags vorzubereiten. "Fit for BraWo" schafft größtmögliche Praxisnähe Dazu wurde das "Fit for BraWo"-Trainingsprogramm ins Leben gerufen, um größtmögliche Praxisnähe zu schaffen. Hauseigene Trainer führen individualisierte Trainings durch, um Auszubildenden losgelöst von den alltäglichen Inhalten einer Ausbildung vielfältige Einblicke in die Praxis zu gewähren. Dabei wird jeder Jahrgang intensiv von einem hauseigenen Trainer begleitet. Erlernt werden bspw. Methoden, in denen Gesprächstechniken und Verkaufspsychologie im Fokus stehen. Jeder Ausbildungsjahrgang erarbeitet im Rahmen von "Fit for BraWo" ein Projekt und stellt das Ergebnis dem Vorstand der Volksbank BraWo vor - immer mit dem Ziel, sich persönlich als auch fachlich weiterzuentwickeln. Learning & Development Die persönliche Weiterentwicklung spielt bei der BRAWO GROUP eine bedeutende Rolle. Zahlreiche Fortbildungsmaßnahmen wie Persönlichkeits- und Führungskräfteentwicklungsseminare oder die BraWo Academy stehen den Mitarbeitenden und Führungskräften bei Bedarf oder auf Wunsch zur Verfügung. "Unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, ihre persönliche Entwicklung aktiv voranzutreiben und zu erleben", betont der Personalleiter. Um der Bedeutung von Weiterbildung intern einen bewussteren Stellenwert zu verschaffen, wurde auch die Bereichsbezeichnung geändert: Aus Personalentwicklung und Ausbildung ist Learning & Development geworden. Darunter sind die Themenfelder Personalentwicklung, Personalrecruiting, Personalmarketing sowie Ausbildung und Studium zusammengefasst. Netzwerken, auch außerhalb der Arbeitszeit Neben Weiterbildungsmöglichkeiten will die Unternehmensgruppe durch zahlreiche andere Benefits und Maßnahmen langfristig und nachhaltig Mit arbeitende an sich binden. Hier sind nur beispielhaft die leistungsorientierte Vergütung oder die Mitarbeiterkapitalbeteiligung anzuführen. Doch nicht nur halt intern auszubauen, wurde beispielsweise das Format "Walk & Talk" von Mitarbeitenden ins Leben gerufen: Standortübergreifend treffen sich Mitarbeitende der BRAWO GROUP zu kleinen Wanderungen oder zum Austausch innerhalb des Geschäftsgebiets - Braunschweig, Gifhorn, Peine, Salzgitter oder Wolfsburg - selbst organisiert und aus Freude am gegenseitigen Vernetzen und Kennenlernen. In 2023 wird zudem das neue Format "BraWo Match" eingeführt. Per Zufallsprinzip werden Kollegen der BraWo für ein kurzes Gespräch während der Arbeitszeit einander zugelost, um auch das Netzwerk über die eigene Abteilung hinaus zu stärken. Auszeichnungen und Qualitätssiegel Das Engagement der Volksbank BraWo für ihre Kunden und Mitarbeitenden zahlt sich aus: Am 24. September 2022 erhielt die Bank beim renommierten "Großen Preis des Mittelstandes" den Sonderpreis "Bank des Jahres". Ausgezeichnet werden Unternehmen, die nicht nur wirtschaftlich erfolgreich sind, sondern auch durch starke Werte überzeugen und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen sowie sich durch außerordentliches regionales und soziales Engagement auszeichnen. Das Zentrum für Arbeitgeberattraktivität (zeag GmbH) verlieh der Volksbank BraWo zudem das TOP-JOB-Siegel 2022. Besonders überzeugen konnte die BraWo dabei bei der Mitarbeiter- und Managementbefragung im Bereich Kultur und Kommunikation. "Es ist uns eine große Ehre, bereits zum vierten Mal in Folge das TOP-JOB-Siegel erhalten zu haben. Durch solche Siegel werden unsere Bemühungen zertifiziert und für potenzielle Bewerber noch sichtbarer", erklärt Michael Krupka. Auch regional werden diese Aktivitäten anerkannt: Der Arbeitgeberverband Region Braunschweig-Wolfsburg zeichnete die Volksbank BraWo mit dem Siegel Zukunftgeber aus. Und beim 100aus38-Ranking des Wirtschaftsmagazins Standort38 rangierte die Bank unter den Top 10. Unterzeichner der Charta der Vielfalt Um diesen Bemühungen auch Nachhaltigkeit zu verschaffen, unterzeichneten die BRAWO GROUP sowie die Volksbank BraWo im vergangenen Jahr die Charta der Vielfalt. Damit wird ein wertschätzendes Arbeitsumfeld für alle Mitarbeitenden - unabhängig von Alter, ethnischer Herkunft, Nationalität, Geschlecht sowie geschlechtlicher Identität, körperlichen und geistigen Fähigkeiten, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft - geschaffen. Die Unterzeichner setzen sich für ein Klima des gegenseitigen Respekts und Vertrauens ein: "Wir haben die Werte, die hinter der Charta der Vielfalt stehen, grundsätzlich schon früher gelebt", so der Personalleiter. "Mit der Unterzeichnung tragen wir dieses auch offiziell nach außen, um langfristig sichtbar Verantwortung für unsere Mitarbeitenden zu übernehmen und als ein wertschätzender Arbeitgeber wahrgenommen zu werden." BENEFITS FÜR MITARBEITENDE DER VOLKSBANK BRAWO
"Unsere Mitarbeitenden haben die Möglichkeit, ihre persönliche Entwicklung aktiv voranzutreiben." / Michael Krupka, Leiter Personal Gemeinsam Brücken bauen 28 Mitarbeitende der Volksbank BraWo unterstützten Projekttag in sozialen Einrichtungen Den Pinsel ein letztes Mal in Farbe tauchen, den finalen Pinselstrich setzen. Fertig. Die Holzbauten des SOS-Mütterzentrums in Salzgitter erstrahlen nun in neuer Farbe. Zu verdanken ist dies den fleißigen Helfern der Volksbank BraWo. Sie tauschten am 15. September 2022 ihre PCs gegen Pinsel, Schreibtisch gegen Schaufel und Büro gegen den Besuch in sozialen Einrichtungen. Insgesamt waren 28 Mitarbeitende der Volksbank BraWo im Rahmen des Aktionstags des Projekts "Brücken bauen - Unternehmen engagieren sich" in verschiedenen Häusern der BraWo-Region unterwegs, um vor Ort zu unterstützen. Sich sozial zu engagieren und Verantwortung für ihre Umgebung zu übernehmen, ist für viele Mitarbeitende der BRAWO GROUP eine Herzensangelegenheit. Seit etlichen Jahren wirken Kollegen der Volksbank BraWo aktiv beim Aktionstag Brücken bauen mit. "Etwas in der Region zu bewirken und sich dort einzubringen, wo Hilfe benötigt wird, macht unseren Mitarbeitenden immer viel Freude", erklärt Michael Krupka, Leiter Personal der Volksbank BraWo. "Dieser Aktionstag ist eine sinnvolle Abwechslung zum Bankalltag und bietet die Möglichkeit, etwas Nachhaltiges in der Region zu bewirken. Wir übernehmen gern Verantwortung für die Region, in der wir leben und arbeiten. Deswegen packen wir gemeinsam an." "Brücken bauen" existiert seit 2007 in der BraWo-Region als ein Projekt der Bürgerstiftung Braunschweig, Salzgitter und Wolfsburg. Dabei tauschen Mitarbeitende verschiedenster Unternehmen für einen Tag ihren Arbeitsplatz gegen die Unterstützung in einer sozialen Einrichtung. Im Schnitt werden dabei 60 Projekte in etwa 50 Organisationen mit rund 350 Mitarbeitenden aus etwa 50 Unternehmen umgesetzt. Salzgitter, SOS-Mütterzentrum: Erneuerung von Spielgeräten Eins dieser Projekte im vergangenen Jahr: die Erneuerung von Holzoberflächen, Treppenstufen und Wänden des SOS-Mütterzentrums in Salzgitter. Auf zwei Ebenen finden sich zahlreiche Spielmöglichkeiten für täglich rund 30 Kinder. Dabei sind die Holzeinbauten und Nischen in die Jahre gekommen, sodass eine Erneuerung notwendig war. "Dass wir heute das Büro gegen einen Besuch im SOS-Mütterzentrum Salzgitter Bad tauschen durften, hat uns allen viel Spaß gemacht", sagt Gewerbekundenberater Marcel Beneke, einer der elf fleißigen Helfer in Salzgitter. "Am Ende des Tages können wir auf ein tolles Ergebnis blicken und so die ehrenamtliche Arbeit der Helferinnen und Helfer hier vor Ort unterstützen. Dies ist etwas ganz Besonderes." Wolfsburg, DRK-Altenpflegeheim: neue Farbe für die Einrichtung Auch das DRK-Altenpflegeheim im Schulzen Hof in Wolfsburg erhielt an diesem Tag von acht motivierten Volksbänkern einen neuen Anstrich. In Grün und Orange leuchten nun die Flurwände des Pflegeheims. "Es ist schön zu sehen, wie sich die Bewohnerinnen und Bewohner des Pflegeheims über die neuen Farben der Wände freuen. Das ist ein positives Gefühl und dieses tragen wir nun alle im Herzen", sagte Katharina Jambor, Mitarbeiterin im Zahlungsverkehrsmanagement bei der Volksbank BraWo, im Nachgang zu der gemeinsamen Aktion. Gifhorn, Kinderschutzbund: Beete, Kleintiergehege und Obstbäume Statt Pinsel und Farbe waren in Gifhorn Schaufel und Spaten gefragt: Beim Kinderschutzbund in der Winkeler Straße waren neun Mitarbeitende der Volksbank BraWo damit beschäftigt, Rahmenbeete anzulegen, durch die Kinder in eigenständiger Bewirtschaftung Umweltschutz und selbstständiges Handeln erlernen. Zudem wurde das Kleintiergehege neu gestaltet, weitere Obstbäume gepflanzt und der Gartenweg zwischen den einzelnen Beeten erneuert. Patricia Dölves, Baufinanzierungsberaterin, erzählt abschließend: "Es war eine wunderbare Aktion, bei der wir etwas Gutes tun und den Kinderschutzbund bei ihren wertvollen Ideen unterstützen konnten. 'Brücken bauen' ist ein besonderes Projekt, durch das wir für einen Tag die Möglichkeit bekommen, der Gesellschaft etwas zurückzugeben." Hinweise zum Nachhaltigkeitsbericht Diese Publikation stellt das nachhaltige Engagement der Volksbank BraWo mit ihrer Unternehmensgruppe, der BRAWO GROUP, vor. In diesem nichtfinanziellen Berichtswesen sind im Rahmen der Konzernbetrachtung neben der Mutter Volksbank BraWo ausschließlich die folgenden konsolidierten Tochterunternehmen berücksichtigt: blueorange Advisory GmbH, blueorange Development 21 GmbH, blueorange Development Partner GmbH, blueorange Development West GmbH, blueorange Green Energy GmbH, Braunschweiger Immobilien Management GmbH, BraWo Capital Management GmbH, BraWo Shared Service Center GmbH, BraWoBau GmbH, Brunswiek Marketing GmbH, Colbitzer Heide-Brauerei GmbH, Döhler Hosse Stelzer GmbH & Co. KG, EngagementZentrum GmbH, Hofbrauhaus Wolters GmbH, Hofbrauhaus Wolters Service GmbH, KICK OFF Consulting GmbH, Lange GmbH Versicherungsmakler, ÜBERLAND GmbH, Volksbank BraWo Immobilien GmbH, Volksbank BraWo Projekt GmbH, Volksbank BraWo Service GmbH, Wolters Gaststätten GmbH. Weiterhin gehören die folgenden Gesellschaften zum Konsolidierungskreis, die in dieser Erklärung aufgrund ihrer geringfügigen Relevanz wenig Beachtung finden. Bei den Gesellschaften blueorange Binz 1 GmbH, blueorange Schönefeld I GmbH, blueorange Viktoriastadt GmbH, BraWo Projekt Langer Kamp GmbH & Co. KG, JenAsset Gutshof Zwätzen GmbH, BOL Freiburg GmbH und S&S Steintorstraße 13 Projekt GmbH handelt es sich um Unternehmen, die explizit für einzelne Immobilienprojekte von der blueorange Gruppe gegründet wurden und auch operativ von ihr betreut werden. Daher sind bei diesen Gesellschaften keine Mitarbeiter zugehörig. Die Gesellschaften Braunschweiger Parken GmbH, BraWo 1. Beteiligungsholding GmbH, BraWo Capital GmbH, BraWo Green Power BHKW BraWo Park GmbH, BraWo Green Power SP Schleizer Dreieck GmbH & Co. KG, BraWo McArenas GmbH, BraWoCity 1 GmbH, BraWoPark Business Center I GmbH, BraWoPark Shopping Center GmbH sind ebenfalls Zweckgesellschaften, die von Geschäftsführern gesteuert werden, allerdings über keine eigenen Mitarbeiter verfügen. Die Tochtergesellschaften des Konzerns sind grundsätzlich finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in das Unternehmen der Konzernmutter eingegliedert. Wo immer es möglich ist beziehungsweise sinnvoll erscheint, werden relevante Unterschiede, Besonderheiten und die Kennzahlen getrennt nach Konzern und der Volksbank BraWo dargestellt. Im Rahmen der nichtfinanziellen Erklärung bestehen keine bekannten Risiken gemäß § 289c Abs. 3 Nr. 3 und 4 HGB. Informationen zu unserem Geschäftsmodell können Sie dem Lagebericht entnehmen, der Bestandteil des Geschäftsberichts ist. Deutscher Nachhaltigkeitskodex (DNK) Mit dem Ziel, die Nachhaltigkeit in Unternehmen transparent zu kommunizieren, ist im März 2017 die EU-CSR-Richtlinie verpflichtend geworden. Die Erstellung einer nichtfinanziellen Erklärung auf Basis des Rahmenwerks "Deutscher Nachhaltigkeitskodex" ist für uns jedoch nicht nur Pflicht. Das Thema Nachhaltigkeit ist bei uns bereits fest im Unternehmen verankert und betrifft alle Bereiche in unserer Bank und den Tochtergesellschaften. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung dieses Berichts haben wir uns an den gesetzlichen Vorgaben, aber zur vereinfachten Darstellung an keinem Rahmenwerk orientiert. Weitere Informationen zu unserem Nachhaltigkeitsbericht können Sie in unserer Entsprechenserklärung in der Onlinedatenbank des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) (www.deutscher-nachhaltigkeitskodex.de) nachlesen, die nach dem Rahmenwerk des DNK verfasst ist. Unsere Geschäfts- und Offenlegungsberichte erhalten Sie online unter www.volksbank-brawo.de/geschaeftsbericht. |
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Volksbank BRAWO eG
Stammdaten
- Rechtsform
- eG
- Anschrift
- Wolfsburg
- Handelsregister
- GnR 100001, Braunschweig
- Eintragungsdatum
- 25. Januar 1925
- Branche
-
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Kreditinstitute mit Sonderaufgaben
Kreditinstitute des Genossenschaftssektors - Eingetragenes Kapital
- 50,00 EUR
- Vertretungsregelung
Die Genossenschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Gegenstand des Unternehmens ist die Durchführung von banküblichen und ergänzenden Geschäften, insbesondere a) die Pflege des Spargedankens, vor allem durch Annahme von Einlagen; b) die Gewährung von Krediten aller Art; c) die Übernahme von Bürgschaften, Garantien und sonstigen Gewährleistungen sowie die Durchführung von Treuhandgeschäften; d) die Durchführung des Zahlungsverkehrs; e) die Durchführung des Auslandsgeschäfts einschließlich des An- und Verkaufs von Devisen und Sorten; f) die Vermögensberatung, Vermögensvermittlung und Vermögensverwaltung; g) der Erwerb und die Veräußerung sowie die Verwahrung und Verwaltung von Wertpapieren und anderen Vermögenswerten; h) die Vermittlung oder der Verkauf von Bausparverträgen, Versicherungen, Immobilien und Reisen; i) der Erwerb sowie gegebenenfalls die Erschließung, die Bebauung, die Vermietung, Verpachtung und Verwaltung, die Belastung und die Veräußerung von Grundstücken und grundstücksgleichen Rechten.
Finanzen
Bilanz
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64,1 % 3,97 Mrd
- Sonstige Wertpapiere 3,6 % 220,95 Mio
- Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3,1 % 191,46 Mio
- Forderungen an Kreditinstitute 2,8 % 171,04 Mio
- Sonstige Wertpapiere 2,6 % 160,86 Mio
- Barreserve 2,0 % 122,36 Mio
- Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 0,0 % 0
- 6a. Handelsbestand 0,0 % 0
- Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 66,0 % 4,09 Mrd
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20,5 % 1,27 Mrd
- Eigenkapital 6,8 % 420,08 Mio
- Fonds für allgemeine Bankrisiken 3,7 % 230,00 Mio
- Nachrangige Verbindlichkeiten 1,8 % 109,63 Mio
- Sonstige Rückstellungen 0,7 % 44,82 Mio
- Treuhandverbindlichkeiten 0,3 % 15,99 Mio
- Sonstige Verbindlichkeiten 0,2 % 13,55 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 75,8 k
- Verbriefte Verbindlichkeiten 0,0 % 0
- 3a. Handelsbestand 0,0 % 0
- Passive latente Steuern 0,0 % 0
- [gestrichen] 0,0 % 0
- Genussrechtskapital 0,0 % 0
Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Zinserträge aus 37,1 % 113,98 Mio
- Provisionserträge 13,9 % 42,57 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 11,1 % 34,02 Mio
- Laufende Erträge aus 10,9 % 33,52 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9,3 % 28,50 Mio
- Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 9,0 % 27,52 Mio
- Bilanzgewinn/Bilanzverlust 7,6 % 23,35 Mio
- Einstellungen in Ergebnisrücklagen 1,0 % 3,00 Mio
- 28a. Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,1 % 424,7 k
- Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,0 % 2,5 k
- darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 0,0 % 1
- Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,0 % 0
- [gestrichen] 0,0 % 0
- Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,0 % 0
- Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,0 % 0
- [gestrichen] 0,0 % 0
- Außerordentliche Erträge 0,0 % 0
- Außerordentliches Ergebnis 0,0 % 0
- Entnahmen aus Ergebnisrücklagen 0,0 % 0
- Allgemeine Verwaltungskosten 59,9 % 101,57 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 19,8 % 33,61 Mio
- Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 11,7 % 19,91 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3,7 % 6,31 Mio
- Provisionsaufwendungen 2,9 % 4,98 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 1,0 % 1,69 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,7 % 1,20 Mio
- Sonstige Steuern 0,2 % 392,1 k
- Nettoertrag/-aufwand des Handelsbestands 0,0 % 0
- Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 0
- Außerordentliche Aufwendungen 0,0 % 0
- 24a. Aufwendungen aus der Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 0,0 % 0
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 25,92 Mio
GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Jürgen Brinkmann
seit 2006 Vorstandsmitglied
-
Lars Berkefeld
seit 2024 Vorstandsmitglied
-
André Bonitzke
seit 2024 Prokura
-
Arne Meyer
seit 2024 Prokura
-
Carsten Ueberschär
seit 2024 Prokura
-
Claudia Kayser
seit 2024 Prokura
-
Malte Spieß
seit 2024 Prokura
-
Markus Wenk
seit 2024 Prokura
-
Markus Wilhelm Herbert Beese
seit 2024 Prokura
-
Martin Apel
seit 2024 Prokura
-
Michael Arndt
seit 2024 Prokura
-
Michael Krupka
seit 2024 Prokura
-
Michael Pannwitz
seit 2024 Prokura
-
Michael Vogler
seit 2024 Prokura
-
Sascha Köckeritz
seit 2024 Prokura
-
Stefan Honrath
seit 2024 Prokura
-
Steffen Krollmann Steffen Krollmann
seit 2014 Prokura
-
Thomas Fast
seit 2024 Prokura
-
Thomas Fast Roland Horst Steffen Krollmann
seit 2012 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- BRAWO Capital Management GmbH 100,0 %
- DHS Versicherungsmakler Verwaltungs GmbH 100,0 %
- BRAWO RE Projekt Holding Braunschweig GmbH 100,0 %
Historie
- 2024
-
13.09.
Eintritt eines MitgliedsMalte Spieß · Prokurist / Prokura
-
13.09.
Änderung der VertretungsbefugnisSascha Köckeritz · Prokurist
-
13.09.
Eintritt eines MitgliedsArne Meyer · Prokurist / Prokura
-
13.09.
Eintritt eines MitgliedsCarsten Ueberschär · Prokurist / Prokura
-
13.09.
Austritt einer PositionLars Berkefeld · Prokurist / Prokura
-
13.09.
Austritt einer PositionAndré Bonitzke · Prokurist / Prokura
-
13.09.
Eintritt eines MitgliedsStefan Honrath · Prokurist / Prokura
-
13.09.
Eintritt eines MitgliedsN***** M****** · Prokurist / Prokura
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2023 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2022 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2021 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2020 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Jahresabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2022 Jahresabschluss Volltext
Registerdokumente
Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.
/v1/fetch-document- Aktueller Auszug (AD) PDF
- Chronologischer Auszug (CD) PDF
- Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
- Gesellschafterliste PDF
- Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF
Unternehmensdaten direkt im AI-Chat
Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Volksbank BRAWO eG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 855f98d3055c94b239d7e416d2158a97",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Dieses Unternehmen abfragen
Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:
Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Volksbank BRAWO eG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.
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- I
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- 1–6
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