aktiv Rechtsform eG

VR-Bank Memmingen eG

Memmingen ·GnR 501 Memmingen ·vr-memmingen.de

Stammdaten

Rechtsform
eG
Anschrift
Maximilianstraße 24
87700 Memmingen
Handelsregister
GnR 501, Memmingen
Eintragungsdatum
9. Mai 1926
Branche
Kreditinstitute des Sparkassensektors
Kreditinstitute mit Sonderaufgaben
Kreditinstitute des Genossenschaftssektors
Eingetragenes Kapital
100,00 EUR
Vertretungsregelung

Die Genossenschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Gegenstand geändert; nun: Buchstaben j), k) und l) (Erweiterung des Gegenstands des Unternehmens), 10 Abs. 3 (Regelungen zur Auseinandersetzung nach Kündigung einzelner Geschäftsanteile), 19 Abs. 3 (Erweiterung der möglichen Verfahren für eine Beschlussfassung des Vorstandes), 23 Abs. 1 f (Regelungen zur Durchführung der Vertreterversammlung), 25 Abs. 2 und 3 (Regelungen zur Beschlussfähigkeit und zur Beschlussfassung des Aufsichtsrats), 26e Abs. 2 (Regelungen zum Erlass der Wahlordnung der Vertreterversammlung), 27 Abs. 3 (Regelungen zum Tagungsort der Vertreterversammlung einschließlich schriftlicher und/oder elektronischer Durchführung), 28 Abs. 3 (Regelungen zur Einberufung der Vertreterversammlung), 33 Abs. 1,3,4,5 (Regelungen zur Abstimmung und Wahlen der Vertreterversammlung), 35 Abs. 2 und 5 (Regelungen zur Versammlungsniederschrift der Vertreterversammlung), 36 (Teilnahme der Verbände), 40 (Nachschusspflicht; Aufhebung der Nachschusspflicht ab dem 01.01.2022) und 42 Abs. 3 (Bekanntmachung von Jahresabschluss und Lagebericht gegenüber Mitgliedern und Vertreterversammlung). Zudem wurden neu eingefügt: §§ 36 a (schriftliche oder elektronische Durchführung der Vertreterversammlung (virtuelle Vertreterversammlung), elektronische Teilnahme an einer Präsenzversammlung), 36 b (schriftliche oder elektronische Mitwirkung an der Beschlussfassung einer nur als Präsenzversammlung durchgeführten Vertreterversammlung), 36c (Übertragung der Vertreterversammlung in Bild und Ton).

Finanzen

Mitarbeiter 2025
154
Bilanzsumme 2025
1,43 Mrd. €
Jahresergebnis 2025
935.944 €
Jahresabschluss · –
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

Jahresabschluss · –
2025
Aktivseite 1,43 Mrd
  • Forderungen an Kunden 61,9 % 885,96 Mio
  • Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 15,0 % 214,93 Mio
  • Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 13,9 % 198,78 Mio
  • Forderungen an Kreditinstitute 6,4 % 91,91 Mio
  • Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1,3 % 18,91 Mio
  • Barreserve 0,7 % 9,91 Mio
  • Sonstige Vermögensgegenstände 0,3 % 4,83 Mio
  • Anteile an verbundenen Unternehmen 0,2 % 2,21 Mio
  • Sachanlagen 0,1 % 1,69 Mio
  • Treuhandvermögen 0,1 % 1,69 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 106,8 k
  • Immaterielle Vermögensgegenstände 0,0 % 61,2 k
  • Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind 0,0 % 0
  • Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,0 % 0
Passivseite 1,43 Mrd
  • Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 66,7 % 955,08 Mio
  • Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22,1 % 316,39 Mio
  • 11.Fonds für allgemeine Bankrisiken 4,9 % 70,10 Mio
  • Eigenkapital 4,9 % 69,52 Mio
  • Nachrangige Verbindlichkeiten 0,9 % 13,02 Mio
  • Sonstige Rückstellungen 0,2 % 3,56 Mio
  • Treuhandverbindlichkeiten 0,1 % 1,69 Mio
  • Sonstige Verbindlichkeiten 0,1 % 1,56 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 62,9 k
  • Verbriefte Verbindlichkeiten 0,0 % 0
  • 8. 0,0 % 0
  • Genussrechtskapital 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresabschluss · –
2025
Erträge 65,20 Mio
  • Zinserträge aus 52,2 % 34,03 Mio
  • Provisionserträge 21,0 % 13,71 Mio
  • Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 11,4 % 7,41 Mio
  • Laufende Erträge aus 7,8 % 5,06 Mio
  • 24a.Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken 4,1 % −2,70 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,1 % 743,7 k
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 1,1 % 735,9 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,9 % −612,5 k
  • Einstellungen in Ergebnisrücklagen 0,3 % −200,0 k
  • Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,0 % 0
  • Nettoertrag des Handelsbestands 0,0 % 0
  • 9............................ 0,0 % 0
  • Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,0 % 0
  • Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,0 % 0
  • 18............................ 0,0 % 0
  • Außerordentliche Erträge 0,0 % 0
  • Außerordentliches Ergebnis 0,0 % 0
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,0 % 0
  • Entnahmen aus Ergebnisrücklagen 0,0 % 0
Aufwendungen 49,29 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 43,6 % −21,50 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26,0 % −12,84 Mio
  • Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere 15,2 % −7,49 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7,6 % −3,77 Mio
  • Provisionsaufwendungen 4,4 % −2,17 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,3 % −1,11 Mio
  • Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,8 % −409,5 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −2,6 k
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 0
  • Außerordentliche Aufwendungen 0,0 % 0
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 935,9 k
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Oliver Willi Dirk Willy Winter seit 2023 Vorstandsmitglied
  • René Schinke seit 2015 Vorstandsmitglied
  • Alexander Horst Blaser seit 2012 Prokura
  • Eduard Steinle seit 2016 Prokura
  • Elmar Mack seit 2023 Prokura
  • Heinrich Peter Wetzstein seit 2006 Prokura
  • Ralf Gresser seit 2022 Prokura
  • Rudolf Bertele seit 2003 Prokura
19 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • R*** S******
  • O***** W*****

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

  • R*** S****** 0,00 %
1 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 24.07.
    Satzungsänderung
    VR-Bank Memmingen eG
  3. 2024
  4. 04.12.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    René Schinke · Vorstand
  5. 04.12.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Oliver Willi Dirk Willy Winter · Vorstand
  6. 2023
  7. 14.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Oliver Willi Dirk Willy Winter · Vorstand
  8. 14.12.
    Austritt einer Position
    Oliver Willi Dirk Willy Winter · Prokura
  9. 06.10.
    Austritt einer Position
    J** W***** · Vorstand
  10. 25.08.
    Satzungsänderung
    VR-Bank Memmingen eG
  11. 03.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Elmar Mack · Gesamtprokura
91 weitere Events inklusive aller Details API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2025 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Jahresabschluss Volltext

VR-Bank Memmingen eG

Memmingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2024

I. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Die VR-Bank Memmingen eG ist eine eingetragene Genossenschaft, die der amtlich anerkannten BVR Institutssicherung GmbH und der zusätzlichen freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen ist Organe sind der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Vertreterversammlung.

Zweck der Genossenschaft ist die wirtschaftliche Förderung und Betreuung der Mitglieder. Wir betreiben grundsätzlich alle banküblichen Geschäfte. Dafür unterhalten wir insgesamt fünf Geschäftsstellen sowie unseren Hauptsitz in Memmingen.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Das Jahr 2024 stellte sich als ein weiteres Jahr voller Herausforderungen für die deutsche Wirtschaft heraus, die bereits 2023 in eine Rezession gerutscht ist. Trotz sinkender Energiepreise und teils positiver Entwicklungen in einzelnen Sektoren prägte der strukturelle Wandel, geopolitische Unsicherheiten und eine schwache Konsumnachfrage das wirtschaftliche Umfeld. Während sich der Arbeitsmarkt noch robust zeigte, stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen spürbar an. Besonders betroffen waren kleine und mittelständische Betriebe.

Im Jahr 2024 schrumpfte das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland leicht um 0,2%. Damit erlebte Deutschland den ersten zweijährigen Rückgang seit den frühen 2000er Jahren, nachdem das BIP bereits im Jahr 2023 um 0,3% abnahm. Die industrielle Produktion ohne Energie und Baugewerbe verzeichnete 2024 aufgrund der hohen Energiekosten und einer schwachen Auslandsnachfrage einen deutlichen Rückgang von 4,5%. Besonders betroffen war davon das verarbeitende Gewerbe, geprägt von energieintensiven Sparten. Dort fielen im Mittel sowohl der Auftragsbestand um rund 3% als auch die Neuaufträge um 2,5% im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch verlängerte sich die allgemeine Reichweite der Auftragsbücher leicht auf 7,2 Monate. Im Baugewerbe blieben die Werte trotz der Belebung des Wohninvestmentmarktes mit einem Rückgang von 3,8% hinter den Vorjahreswerten zurück. Auch die Bautätigkeit im Bereich der öffentlichen Infrastruktur stagnierte, weil die finanziellen Spielräume der Kommunen begrenzt waren. Einzig der Dienstleistungssektor entwickelte sich 2024 mit einem Plus von 0,8% insgesamt positiv, allerdings uneinheitlich.

Die Zurückhaltung der Marktteilnehmer zeigte sich auch in der rückläufigen Investitionstätigkeit, die bereits 2023 deutlich eingebrochen war. Die Bruttoanlageinvestitionen gingen insgesamt um 2,8% zurück. Besonders stark betroffen waren die nicht-staatlichen Bauinvestitionen, die mit einem Minus von 4,3% bereits das vierte Mal in Folge sanken. Auch die Investitionen in Ausrüstungen wie Maschinen und Fahrzeuge verzeichneten mit einem Rückgang von 5,5% einen deutlichen Einbruch.

Die Auswirkungen auf die deutsche Handelsbilanz zeigten sich in einem Rückgang der Exporte und Importe. Trotz eines Bilanzwachstums von 10,3% und einem Exportüberschuss von 241 Mrd. Euro sank das Exportvolumen um 1,0% und das Importvolumen um 2,8%.

Im Jahr 2024 erreichte die Zahl der Erwerbstätigen mit durchschnittlich 46,1 Millionen Personen erneut einen Höchststand. Allerdings verlangsamte sich das Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren auf 0,2%. Der Zuwachs wurde ausschließlich vom Dienstleistungssektor getragen, der 2024 75,5% aller Beschäftigten stellte. Außerhalb des Dienstleistungssektors ging die Beschäftigung hingegen zurück, besonders im Baugewerbe, das einen Rückgang von 1,1% aufwies. Trotz des generellen Anstiegs der Erwerbstätigkeit erhöhte sich auch die Zahl der Erwerbslosen deutlich um 13,4%, was die Auswirkungen der abgeschwächten Konjunktur widerspiegelt. Infolgedessen stieg auch die Arbeitslosenquote und erreichte zum Jahresende 6,0%.

Angesichts dieser Entwicklung und der unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen schränkten die privaten Haushalte ihren Konsum weiter ein. Dadurch übertraf die Sparquote 2024 erneut das Vorjahresniveau und erreichte 11,5%.

Die Inflation, gemessen am Verbraucherpreisindex, lag im Jahr 2024 bei durchschnittlich 2,2%. Damit überschritt sie den Zielwert der Europäischen Zentralbank von 2,0% zwar noch immer, fiel jedoch spürbar niedriger aus als im Vorjahr. Während die Energiepreise bis zum Jahresende sich insgesamt um 3,2% verringerten, verteuerten sich Dienstleistungen um 3,8% und Waren um 1,0% gegenüber dem Vorjahr.

Das Jahr 2024 war trotz zahlreicher Hürden ein außerordentlich positives Börsenjahr. Viele Aktienindizes behaupteten sich gegen die vorherrschenden geopolitischen Krisen und erreichten neue Allzeithöchststände. Die Tatsache, dass es zu keinen bedeutenden Eskalationen im Ukraine-Krieg und in Nahost kam, verlieh den Märkten Stabilität. Sinkende Inflationsraten veranlassten die EZB dazu, ihren Leitzins 2024 zu senken. Sie vollzog insgesamt vier Zinsschritte, beginnend im Juni, von 4,5% auf zuletzt 3,15%. Auch die US-Notenbank FED senkte ab September ihren Leitzins in drei Schritten auf einen Zielwert von 4,25% bis 4,5%. Allerdings stieg die Inflationsrate in den USA im November und Dezember 2024 überraschend wieder, weshalb die FED ankündigte, die Geldpolitik restriktiv zu gestalten.

Die Zinsschritte der Notenbanken spiegelten sich in den Geldmarktsätzen wider. Der dreimonatige Euribor fiel im Jahresverlauf von 3,9% Anfang Januar auf 2,7% Ende Dezember. Der Rentenmarkt entwickelte sich 2024 relativ stabil. Ausgehend von rund 2,0% zu Jahresbeginn stieg die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihen bis Ende des Jahres auf rund 2,4%. Die Zinsstrukturkurve, die das Zinsniveau in Abhängigkeit von der Laufzeit zum Beispiel einer Staatsanleihe beschreibt, war 2024 die meiste Zeit leicht steigend. Das bedeutet, dass Anleihen mit kurzer Laufzeit eine niedrigere Verzinsung haben als länger laufende Anleihen.

Viele Aktienindizes erreichten im Jahresverlauf neue Allzeithöchststände. Der deutsche Aktienmarkt verzeichnete fast das ganze Jahr über einen positiven Trend. Nur im April und August gab es kurze Rücksetzer, von denen sich der DAX aber schnell wieder erholte. Unterm Strich legte der DAX von rund 16.700 Punkten Anfang 2024 auf rund 19.900 Punkte zu. Das entspricht einem Kursgewinn von etwa 19%. Wichtige Treiber waren dabei die Zinssenkungen der Notenbanken, aber auch die Wiederwahl von Donald Trump als US-Präsident und der damit verbundene Optimismus für neue wirtschaftliche Impulse. Der europäische Index EuroStoxx stieg im Jahresverlauf ebenfalls an. Von rund 4.500 Punkten zu Beginn des Jahres kletterte das europäische Börsenbarometer auf etwa 4.900 Punkte. Der US-amerikanische S&P 500 schloss das Jahr mit knapp 6.000 Punkten ab. Gegenüber 4.700 Punkten zum Jahresanfang ist dies ein Plus von etwa 24%.

Die 180 bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken haben im Jahr 2024 trotz herausfordernder Rahmenbedingungen ihren Erfolgskurs fortgesetzt. Sowohl das Privatkundengeschäft als auch das Geschäftskundensegment sind bei Kundengeldern und Krediten gewachsen. Die positive Entwicklung spiegelt sich auch in der Bilanzsumme wider, die um 3,1% auf 210,3 Milliarden Euro anstieg.

Die Gesamt-Ausleihungen der Institute stiegen um 2,7% auf 142,3 Milliarden Euro. Bei den Firmenkunden wuchs das Kreditvolumen um 3,2% - ein Plus von rund 2,4 Milliarden Euro. Dabei legten die Kredite an Privatkunden um 1,7% (etwa eine Milliarde Euro) auf 61,5 Milliarden Euro zu. Besonders der Bereich der Wohnimmobilienkredite verzeichnete einen deutlichen Aufschwung. Das Neugeschäft im Wohnungsbau belief sich auf circa 13,3 Milliarden Euro - ein Zuwachs von rund 17% gegenüber dem Vorjahr.

Die bilanziellen Kundengelder der Institute legten um 3,5% auf 161,2 Milliarden Euro zu. Die Umschichtung von Sicht- in Termineinlagen, die 2023 deutlich zu sehen war aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus, setzte sich Anfang 2024 noch fort. Inzwischen ist diese Entwicklung so gut wie zum Erliegen gekommen. Auf Jahressicht wuchsen die Sichteinlagen leicht um 0,9% auf 96,2 Milliarden Euro an, die Termineinlagen verzeichneten ein Wachstum von 22,5% auf 35,7 Milliarden Euro. Die Spareinlagen verringerten sich hingegen das sechste Jahr in Folge (-6,9% auf 28,5 Milliarden Euro).

Das bei Verbundpartnern angelegte Volumen nahm um 8,1% auf 123,1 Milliarden Euro zu. Dieser Anstieg ist neben der positiven Entwicklung an den Aktienmärkten auch auf reines Neugeschäft zurückzuführen. So haben Kunden der bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken netto, also abzüglich der Verkäufe, Wertpapiere im Wert von 6,0 Milliarden Euro gekauft. Im vergangenen Jahr wurden außerdem rund 126.000 Wertpapierdepots bei den Banken und ihren Verbundpartnern neu eröffnet, knapp 19.000 mehr als im Jahr zuvor. Somit hält der Trend zu Wertpapieranlagen an.

Das Gesamtbetriebsergebnis lag mit 2,1 Milliarden Euro (entspricht 1,0% der durchschnittlichen Bilanzsumme) leicht über dem Vorjahresniveau von 2,0 Milliarden Euro. Dabei blieb der Zinsüberschuss der Genossenschaftsbanken 2024 nahezu konstant bei 3,5 Milliarden Euro. Die Provisionserträge sind um 3,4% auf 1,4 Milliarden Euro gestiegen. Die Banken haben dabei eine strikte Kostendisziplin bewiesen. So blieben die Betriebskosten mit 2,9 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau. Die Aufwand-Ertrags-Relation (CIR) lag bei 59,8% und damit noch mal niedriger als im Vorjahr (60,3%). Das bereinigte Ergebnis vor Ertragssteuern lag mit 1,8 Milliarden Euro etwas unter dem Vorjahreswert (2,1 Milliarden Euro). Das lag insbesondere daran, dass die Kreditinstitute mit Blick auf die Wirtschaftslage und die Konjunkturaussichten ihre Risikovorsorge im Kreditgeschäft erneut erhöht haben. Nach Abschreibungen in Höhe von 283 Millionen Euro im Vorjahr betrug 2024 die Kreditrisikovorsorge 371 Millionen Euro. Im Wertpapierbereich waren hingegen das zweite Jahr in Folge Zuschreibungen zu verzeichnen. Das Bewertungsergebnis für Wertpapiere lag bei 144 Millionen Euro, nach 324 Millionen Euro im vergangenen Jahr.

Dank des guten Ergebnisses konnten die Banken ihre Eigenkapitalausstattung 2024 weiter ausbauen. Das harte Kernkapital beläuft sich mittlerweile auf 20,9 Milliarden Euro, ein Plus von 7,0% gegenüber dem Vorjahr. Die harte Kernkapitalquote ist von 16,3% auf 17,2% gestiegen.

II.2 Leistungsindikatoren

Definition unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Über unsere strategische Eckwert- und Kapitalplanung planen und steuern wir die Entwicklung unseres Institutes auf Grundlage von Kennzahlen und Limiten. Dabei verwenden wir die folgenden bedeutsamsten Leistungsindikatoren, die sich auch aus unserer Geschäfts- und Risikostrategie ableiten lassen und die wir mithilfe unseres internen Berichtswesens regelmäßig überwachen:

- Als bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikator für die Rentabilität der Bank wird die Relation des Betriebsergebnisses vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme festgelegt. Betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern bleiben unberücksichtigt. Die Leistungskennzahl unterscheidet sich insofern von der Gewinn- und Verlustrechnung.

- Als weiteren bedeutsamen Leistungsindikator für die Wirtschaftlichkeit, Effizienz oder Produktivität unseres Instituts haben wir die Cost Income Ratio (nachfolgend: CIR) bestimmt. Sie stellt das Verhältnis von Aufwendungen zu den Erträgen dar. In die Erträge fließen die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen saldiert ein. Das Bewertungsergebnis, betriebswirtschaftlich neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern bleiben unberücksichtigt.

- Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit der Bank durch nachhaltiges Wachstum werden im Kontext steigender Kapitalanforderungen angemessene Eigenmittel benötigt. Als weiteren bedeutsamen Leistungsindikator für die Kapitalausstattung dient die harte Kernkapitalquote nach Art. 92 Abs. 2 CRR (Eigenmittel des Instituts in Prozent des Gesamtrisikobetrags). Die weiteren einzuhaltenden Kapitalanforderungen (Kapitalpuffer, SREP-Zuschlag und Eigenmittelempfehlung) fließen in die Steuerung mit ein.

- Liquidity Coverage Ratio (LCR) als Liquiditätskennzahl nach den Verordnungen (EU) 2015/61 und 575/2013 (Bestand an liquiden Aktiva / Nettoabflüsse in den nächsten 30 Tagen).

In den nächsten Abschnitten des Lageberichts wird auf deren Entwicklung bei der Analyse und Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage der Genossenschaft sowie im Rahmen des Prognoseberichts eingegangen.

Entwicklung unserer bedeutsamsten Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2024

Die Entwicklung der von uns definierten bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Geschäftsjahr 2024 stellt sich wie folgt dar:

Unser Betriebsergebnis vor Bewertung erhöhte sich im Vorjahresvergleich von 12,5 Mio. EUR auf 14,6 Mio. EUR. Die Rentabilitätskennzahl (Betriebsergebnis vor Bewertung/durchschnittliche Bilanzsumme) verbesserte sich entsprechend im Vorjahresvergleich von 0,95 % auf 1,08 %. Die Vorjahresprognose wurde somit deutlich übertroffen.

Die CIR lag im Geschäftsjahr bei 60,5% und verbesserte sich dementsprechend (Vorjahr: 63,9%). Die Vorjahresprognose von 65 % konnte damit ebenso übertroffen werden.

Die harte Kernkapitalquote belief sich auf 13,25 %; ein Rückgang von 0,56 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr. Sie entwickelte sich somit gleichbleibend.

Die Liquidity Coverage Ratio wurde im Geschäftsjahr jederzeit eingehalten.

Wesentliche Abweichungen zu den im Vorjahr getroffenen Prognosen ergaben sich bei der Ertragslage, insbesondere bei den laufenden Erträgen und im Bewertungsergebnis. Zu den Details der Abweichungen vgl. Ausführungen im Abschnitt "Ertragslage".

II.3 Geschäftsverlauf der VR-Bank Memmingen eG

Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Bilanzsumme 1.392.984 1.340.884 + 52.100 3,9
Außerbilanzielle Geschäfte 215.929 121.931 + 93.998 77,1

Die Bilanzsumme erhöhte sich um 52,1 Mio. EUR auf 1.393,0 Mio. EUR. Maßgeblichen Einfluss auf diese Entwicklung hatte das Wachstum im Kundenkreditgeschäft sowie die Ausweitung der Bankenrefinanzierungen.

Die außerbilanziellen Geschäfte, die sich aus Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 17,0 Mio. EUR, anderen Verpflichtungen in Höhe von 114,9 Mio. EUR und derivativen Geschäften in Höhe von nominell 84,1 Mio. EUR zusammensetzen, liegen aufgrund höherer offener Kreditzusagen und in 2024 neu abgeschlossener Zinsswaps deutlich über Vorjahresniveau.

Aktivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Kundenforderungen 892.969 822.862 + 70.107 8,5
Wertpapiere 384.583 363.368 + 21.215 5,8
Forderungen an Kreditinstitute 70.810 77.144 - 6.334 8,2

Im Geschäftsjahr konnte das Kundenkreditgeschäft, insbesondere im Firmenkundenbereich und bei den gewerblichen Immobilienkrediten, um 8,5 % ausgebaut werden. Die Entwicklung blieb aufgrund geringerer Nachfrage und einer Überarbeitung der Kreditrisikostrategie leicht hinter der Erwartung von 9,8 % Wachstumsrate zurück.

Die Wertpapieranlagen haben sich in Folge der Sacheinbringung bankeigener Immobilien in den Spezialfonds der VR-Memmingen Immobilien geschlossene Investment GmbH & Co. KG um 64,3 Mio. EUR erhöht. Des Weiteren wurden Umschichtungen bei den Eigenanlagen - teilweise zu Gunsten der Beteiligungen - vorgenommen.

Beim Rückgang der Forderungen an Kreditinstitute handelt es sich im Wesentlichen um täglich fällige Guthaben bei unserer Zentralbank.

Passivgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 303.712 261.762 + 41.950 16,0
Spareinlagen von Kunden 82.901 101.635 - 18.734 18,4
andere Einlagen von Kunden 837.070 819.398 + 17.672 2,2

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich um 42,0 Mio. EUR erheblich erhöht. Die Veränderung resultieren aus der Aufnahme weiterer Refinanzierungen über die genossenschaftliche FinanzGruppe sowie der angestiegenen Nachfrage nach Programmkrediten.

Das Volumen der Kundengelder blieb mit einer Reduktion von 0,1 % bzw. 1,1 Mio EUR im Vorjahresvergleich konstant. In unserer Prognose, welche wir aufgrund des intensiven Wettbewerbs nicht erreichen konnten, gingen wir von einer Zuwachsrate von 4,3 % aus.

Dienstleistungsgeschäft Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Erträge aus Wertpapierdienstleistungs- und Depotgeschäften 2.632 2.282 + 350 15,3
andere Vermittlungserträge 6.488 7.423 - 935 12,6
Erträge aus Zahlungsverkehr 4.509 4.436 + 73 1,6

Die Erträge aus dem Dienstleistungsgeschäft entwickelten sich im Vorjahresvergleich, hauptsächlich durch verringerte Kreditvermittlungstätigkeit, insgesamt leicht rückläufig. Der Rückgang fiel etwas geringer aus als wir in der Prognose erwartet hatten.

Investitionen

Im Mittelpunkt der Investitionen stand im Berichtsjahr weiterhin das Neubauprojekt in Memmingerberg. Das Verwaltungsgebäude nebst Geschäftsstelle sowie die zwei weiteren Gebäudekomplexe inkl. Tiefgarage befanden sich per 31.10.2024 weiter in der Bauphase. Zu diesem Datum wurde das Objekt und weitere Immobilien in den Spezialfonds der VR-Memmingen Immobilien geschlossene Investment GmbH & Co. KG eingebracht.

Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr

Den veränderten Rahmenbedingungen haben wir durch eine Konzentration unseres Geschäftsstellennetzes Rechnung getragen.

Die VR-Bank Memmingen eG hat per 31.10.2024 im Wege der Sacheinbringung Immobilien mit einem Buchwert von 63,9 Mio. EUR aus dem Direktbestand in die VR-Memmingen Immobilien geschlossene Investment GmbH & Co. KG eingebracht. Die Verwaltung und das Management des neu aufgelegten Spezialfonds erfolgt durch eine externe Kapitalverwaltungsgesellschaft.

II.4 Lage der VR-Bank Memmingen eG

II.4.1 Ertragslage

Die wesentlichen Erfolgskomponenten unserer Bank haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt:

Gewinn- und Verlustrechnung Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Zinsüberschuss 1) 17.689 17.895 - 206 1,2
Laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 6.688 3.170 + 3.518 111,0
Provisionsüberschuss 2) 11.034 12.573 - 1.539 12,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3) 775 1.117 - 342 30,6
Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwendungen 13.189 14.021 - 832 5,9
b) andere Verwaltungsaufwendungen 7.515 7.181 + 334 4,7
Bewertungsergebnis 4) -3.901 -5.345 + 1.444 27,0
Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 10.826 8.010 + 2.816 35,2
Steueraufwand 2.411 2.303 + 108 4,7
Jahresüberschuss 914 907 + 7 0,8

1) GuV-Posten 1 abzüglich GuV - Posten 2.
2) GuV-Posten 5 abzüglich GuV - Posten 6.
3) GuV - Posten 8 abzüglich GuV - Posten 12.
4) GuV-Posten 13 - 16

Im Berichtsjahr war ein leichter Rückgang des Zinsüberschusses zu verzeichnen. Entgegen unserer Prognose, in der wir von einem leichten Anstieg der Zinsspanne ausgingen, stiegen die Zinsaufwendungen für Kundeneinlagen und Refinanzierungen etwas stärker als die Zinserträge im Kredit- und Eigenanlagegeschäft.

Die Steigerung der laufenden Erträge ist auf die gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere Ausschüttung aus unserem Spezialfonds zurückzuführen. Des Weiteren wurden Erträge aus Anteilen an verbundenen Unternehmen in Höhe von 600 TEUR ausgeschüttet.

Der Provisionsüberschuss fiel, hauptsächlich durch verringerte Kreditvermittlungstätigkeit, mit einer Reduktion von 1.539 TEUR bzw. 12,2 % spürbar niedriger als im Vorjahr aus. Größere Auswirkung hatte auch der Anstieg der Provisionsaufwendungen für das Plattformkreditgeschäft. Unsere Prognose ging von bis zu -6,0 % aus. Insgesamt bewegte sich das Provisionsergebnis weiterhin auf überdurchschnittlich hohem Niveau.

Die Personalaufwendungen haben sich um 832 TEUR bzw. 5,9 % leicht reduziert, hauptsächlich waren Einmaleffekte im Vorjahr hierfür verantwortlich. In den Planungen für das Geschäftsjahr 2024 sind wir von einem konstanten Personalaufwand ausgegangen.

Die moderate Erhöhung der anderen Verwaltungsaufwendungen um 4,7 % ist auf allgemeine Kostensteigerungen zurückzuführen. Der Aufwand von 7.515 TEUR konnte aufgrund der vorsichtigen Vorjahresschätzung leicht unter der Planung gehalten werden.

Aufgrund der oben dargestellten Entwicklung der Erträge und Aufwendungen verbesserte sich die Aufwands-/Ertragsrelation (Cost-Income-Ratio - CIR, vgl. Definition im Abschnitt II.2) von 63,9 % im Vorjahr auf 60,5 % leicht.

Das Bewertungsergebnis aus dem Kreditgeschäft war mit einem Aufwand von 3.625 TEUR erneut durch hohe Risikovorsorge geprägt. Der Anstieg fiel wesentlich stärker als geplant aus. Das negative Bewertungsergebnis des Wertpapier- und Beteiligungsbestands von 276 TEUR fiel insgesamt erwartungsgemäß aus.

Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit hat sich aus den oben dargestellten Gründen im Vorjahresvergleich um 2.816 TEUR erheblich erhöht.

Vom Jahresüberschuss wurden 200 TEUR den Rücklagen zugeführt. Der Vorstand schlägt vor, vom Bilanzgewinn in Höhe von 714 TEUR, 52 TEUR den Rücklagen zuzuweisen.

Das ordentliche Gesamtbetriebsergebnis (ohne neutrale Erfolgsfaktoren und Ertragssteuern) stellt sich im Geschäftsjahr 2024, unter Berücksichtigung der Ausschüttungspolitik, bedeutend besser als im Vorjahr prognostiziert dar.

II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage

Die vorhandenen liquiden Mittel reichten im Geschäftsjahr aus, um die aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Mindestreservebestimmungen und Bestimmungen der CRR) zu erfüllen.

Den Zahlungsverpflichtungen nach Art, Höhe und Fristigkeit konnte im Berichtsjahr stets nachgekommen werden.

Die monatlichen Meldungen der Liquidity Coverage Ratio (LCR) wiesen im Berichtszeitraum einen Wert von mindestens 139 % aus. Zum Bilanzstichtag lag die Stresskennzahl bei 163 %.

Die liquiden Mittel haben sich im Stichtagsvergleich zum Vorjahr um insgesamt 5,3 Mio. EUR reduziert. Dies ist auf die Verringerung der täglich fälligen Guthaben bei unserer Zentralbank zurückzuführen.

Neben den dargestellten liquiden Mitteln stehen uns kurzfristig verfügbare Kreditlinien bei unserer genossenschaftlichen Zentralbank (DZ BANK AG) und die Refinanzierungsfazilitäten der EZB zur Verfügung. Das Angebot der Deutschen Bundesbank, Refinanzierungsgeschäfte in Form von Offenmarktgeschäften (Hauptrefinanzierungsgeschäfte) abzuschließen, wurde im Geschäftsjahr 2024 nicht genutzt. Übernachtkredite (Spitzenrefinanzierungsfazilitäten) wurden nicht in Anspruch genommen.

Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist auch in den folgenden Jahren aufgrund der vorhandenen Liquiditätsreserven sowie der Einbindung in den genossenschaftlichen Liquiditätsverbund nicht zu rechnen.

Bis zur Erstellung des Lageberichts liegen keine Anhaltspunkte für Umstände vor, die die Liquiditätslage der Bank nachteilig verändern könnten.

Weitere Ausführungen finden sich unter III.4. Liquiditätsrisiken.

II.4.3 Vermögenslage

Eigenkapital

Das Eigenkapital stellt sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt dar:

Eigenkapital Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Gezeichnetes Kapital 23.942 22.181 + 1.761 7,9
Rücklagen 44.363 44.105 + 258 0,6

Veränderungen beim Eigenkapital ergaben sich durch Ausbau der Geschäftsguthaben unserer Mitglieder sowie durch Gewinnthesaurierung. Daneben besteht ein Fonds für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB in Höhe von 67.400 TEUR.

Der Anteil der bilanziellen Eigenmittel an der Bilanzsumme hat sich hierdurch von 10,40 % auf 10,67 % erhöht.

Die harte Kernkapitalquote beläuft sich auf 13,25 % und hat sich leicht reduziert (Vorjahr 13,81 %). Die wesentliche Ursache hierfür ist die Verbesserung der Eigenmittel-Ausstattung bei gleichzeitig stärkerer Ausweitung der Risikoaktiva. Die aufsichtsrechtlich geforderte Mindestgröße wurde jederzeit erfüllt. Eine weitere Stärkung der Eigenmittelausstattung ist auch zukünftig vorrangiges Ziel der Geschäftspolitik.

Die Kapitalrendite gemäß § 26a Abs. 1 Satz 4 KWG (Quotient aus Nettogewinn (Nettogewinn = Jahresüberschuss nach Steuern) und Bilanzsumme) beläuft sich auf 0,07 %. Unter Berücksichtigung der Zuführungen zum Fonds für allgemeine Bankrisiken würde sich eine Kapitalrendite von 0,60 % ergeben.

Ergänzend zu den Ausführungen im Rahmen des Geschäftsverlaufs zum Aktiv- und Passivgeschäft sind neben der Entwicklung des bilanziellen Eigenkapitals folgende wesentliche Aktiv-/Passivstrukturen im Rahmen der Vermögenslage zu erwähnen.

Kundenforderungen

Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme beträgt 64,1 % (Vorjahr: 61,4 %). Die Steigerung des Bilanzsummenanteils ist in erster Linie auf das Firmenkunden- und gewerbliche Immobilienkreditgeschäft zurückzuführen.

Vom Gesamtkreditvolumen entfallen auf Firmenkunden 62 %, auf Privatkunden 37 % und Sonstige 1 %.

Branchenschwerpunkte im Kreditbestand liegen bedingt durch unsere geschäftspolitische Ausrichtung im Grundstücks- und Wohnungswesen.

Risiken im Kreditgeschäft sind in voller Höhe durch Einzelwertberichtigungen sowie Pauschalwertberichtigungen und Vorsorgereserven abgeschirmt.

Die aufsichtsrechtlichen Kreditgrenzen sowie die festgelegten Kreditbeschränkungen nach § 49 GenG wurden im Berichtszeitraum bis auf eine vorgekommene Überschreitung stets eingehalten.

Wertpapiere

Die Wertpapieranlagen unserer Bank setzen sich wie folgt zusammen:

Wertpapiere Berichtsjahr Vorjahr Veränderung
TEUR TEUR +/- TEUR %
Anlagevermögen 345.672 328.400 + 17.272 5,3
Liquiditätsreserve 38.911 34.968 + 3.943 11,3

Die eigenen Wertpapieranlagen haben insgesamt einen Anteil von 27,6 % an der Bilanzsumme. Hiervon entfällt ein Anteil von 46,9 % auf Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 5) bzw. von 53,1 % auf Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (Aktivposten 6 - insbesondere Spezialfonds).

Die Veränderungen kamen neben den getätigten Transaktionen und Fälligkeiten von Wertpapieren insbesondere durch die Sacheinbringung bankeigener Immobilien in den Spezialfonds der VR-Memmingen Immobilien geschlossene Investment GmbH & Co KG zustande.

Die Wertpapiere im Anlagevermögen werden überwiegend nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Dadurch wurden Abschreibungen in Höhe von 8.671 TEUR vermieden.

Strukturierte Finanzinstrumente wurden als einheitlicher Vermögensgegenstand nach den allgemeinen Grundsätzen bilanziert und bewertet.

Weitere wesentliche Aktiv- und Passivstrukturen

Das Sachanlagevermögen ist im Vorjahresvergleich um 54,6 Mio. EUR gesunken. Hauptursache ist die Übertragung von Immobilien aus dem Direktbestand (Bilanzierung A12, Sachanlagen) auf unseren Spezialfonds (Bilanzierung A06, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere).

Derivategeschäfte

Zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv-Passiv-Steuerung) wurden Zinsderivate in einem Umfang von 84.100 TEUR eingesetzt. Diese Derivate werden in die verlustfreie Bewertung des Zinsbuches einbezogen.

II.5 Zusammenfassende Beurteilung des Geschäftsverlaufs und der Lage

Insgesamt beurteilen wir die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage unseres Hauses im Vergleich zur ursprünglichen Planung unter Berücksichtigung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und der Ausschüttungspolitik als zufriedenstellend, da das Ergebnis eine adäquate Stärkung der Eigenmittelausstattung ermöglicht. Die in der Vorperiode berichteten Prognosen wurden insgesamt übertroffen.

Die Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität wurden jederzeit eingehalten.

Die Ertragslage war geprägt durch deutlich höhere laufende Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren. Die Betriebskosten sind weiterhin moderat angestiegen. Im Bewertungsergebnis wirkte sich die dargestellte Risikovorsorge im Kreditgeschäft spürbar auf das Jahresergebnis aus.

III. Risiken der künftigen Entwicklung (Risikobericht)

III.1 Risikomanagementsystem

Die Ausgestaltung unseres Risikomanagements ist bestimmt durch unsere Geschäfts- und Risikostrategie, die hieraus abgeleiteten operativen Zielgrößen/Plandaten sowie die Risikotragfähigkeit der Bank. Im Rahmen der jährlichen Risikoinventur identifizieren, quantifizieren, beurteilen und dokumentieren wir unsere Risiken. Wir legen die für uns wesentlichen Risiken fest und entwickeln entsprechende Risikostrategien.

Die Risikotragfähigkeit in der normativen Perspektive, die einen periodischen Steuerungskreis darstellt, zielt auf die Fortführung der operativen Geschäftstätigkeit. In der normativen Perspektive betrachten wir die Einhaltung regulatorischer Anforderungen. Diese umfassen insbesondere die Kapitalgrößen wie Kapitalanforderungen sowie Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals wie beispielsweise die Höchstverschuldungsquote und die Großkreditgrenzen. Die Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, sofern der ermittelte Kapitalbedarf die Einhaltung der Kapitalquoten bewirkt und sämtliche Strukturanforderungen hinsichtlich des Kapitals erfüllt werden.

Die normative Perspektive bilden wir ausgehend von der Gesamtbankplanung über einen Zeithorizont von fünf Jahren ab. In dieser wird die Entwicklung des regulatorischen Kapitalbedarfs im Rahmen einer mehrjährigen Kapitalplanung bestimmt. Neben einem Planszenario werden mögliche abweichende Entwicklungen wie Bonitätsverschlechterungen im Kundenkreditgeschäft in einem adversen Szenario berücksichtigt.

Die Risikotragfähigkeit in der ökonomischen Perspektive zielt auf den Schutz der Gläubiger ab. In der ökonomischen Perspektive, die in unserem Institut barwertig ermittelt wird, werden das Risikodeckungspotenzial und die konsistent dazu ökonomisch ermittelten Risiken gegenübergestellt.

Die ökonomische Risikotragfähigkeit ist demnach gegeben, wenn die barwertigen Risiken durch das Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Die Bewertung des Risikodeckungspotenzials erfolgt unabhängig von Rechnungslegungskonventionen und aufsichtlichen Eigenmittelanforderungen.

Auf Basis des ermittelten Risikodeckungspotenzials legen wir im Rahmen unseres Strategie- und Limitierungsprozesses einmal im Jahr unser Gesamtbankrisikolimit fest. Wir stellen dabei sicher, dass genügend freies Risikodeckungspotenzial zur Verfügung steht, um zukünftige Wertschwankungen aufzufangen.

Im Rahmen einer regelmäßigen Risikoberichterstattung bzw. Ad-hoc-Berichterstattung werden Vorstand und Aufsichtsrat informiert.

Die Funktionsfähigkeit und Angemessenheit aller Risikocontrolling- und Risikomanagement-Aktivitäten werden durch die Interne Revision geprüft.

Die Steuerung unserer Risiken erfolgt insbesondere im Rahmen der ökonomischen Risikotragfähigkeit. Aus dem Risikodeckungspotenzial leiten wir unser Gesamtbankrisikolimit ab, welches wir in festgelegte Teilrisikolimite für die wesentlichen Risiken untergliedern.

Nachfolgend stellen wir die Risikotragfähigkeit zum Bilanzstichtag dar:

Risikotragfähigkeit zum 31.12.2024 Ökonomische Perspektive (Werte
in TEUR)
Risikodeckungspotential 177.503
Gesamtbankrisikolimit 123.000
Marktpreisrisiko gesamt 32.529
Davon Zinsrisiko 26.911
Davon Aktienrisiko 5.618
Adressenausfallrisiken 48.117
Davon aus Kundenkreditgeschäft 9.396
Davon aus Eigenanlagen 38.721
Operationelles Risiko 4.917
Sonstige wesentliche Risiken 23.780
Anteil der Risiken am Gesamtbankrisikolimit in % 88,9
Anteil Risiken am Risikodeckungspotential in % 61,6

Unser Stresstestkonzept umfasst die beiden Steuerungsperspektiven der Bank (ökonomische und normative Perspektive) und fokussiert hierbei jeweils die Adäquanz der Kapital- und Liquiditätsausstattung der Bank. Im Rahmen des Stresstestkonzeptes ermitteln wir regelmäßig und anlassbezogen die Auswirkungen von Stresstests, adversen Szenarien und Sensitivitätsanalysen. Die Reflexion und kritische Würdigung dieser Auswirkungen ist ein zentrales Element unseres Risikomanagements.

Im Folgenden erläutern wir das Risikomanagement unserer wesentlichen Risiken.

III.2 Marktpreisrisiken

Zinsänderungsrisiken

Die Zinsrisiken messen wir monatlich mit dem Software Modul VR Control Zinsmanagement, wobei ein Konfidenzniveau von 99,9 % und eine Haltedauer von 250 Tagen zur Anwendung kommt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Teilrisikolimit gegenübergestellt, dessen Überschreiten die Anwendung bestimmter Maßnahmen auslöst. Im Geschäftsjahr bewegte sich das Zinsrisiko innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Teilrisikolimits.

Zur Ermittlung der Auswirkungen von Zinsänderungen hat die Bank für die wesentlichen variablen Positionen Ablauffiktionen auf der Grundlage gleitender Durchschnitte ermittelt. Neben der Risikoermittlung im Rahmen der Risikotragfähigkeit werden die Zinsrisiken auch im Kontext des Zinsrisikokoeffizienten ermittelt.

Aufgrund des von uns eingegangenen Zinsänderungsrisikos ist ein Anstieg des Zinsbuchbarwertes nur bei fallenden Zinssätzen zu erwarten. Die Bank setzt bei ihrer Zinsrisikosteuerung auf Gesamtbankebene verschiedene Zinssicherungsinstrumente ein. Im Rahmen der Aktiv / Passiv-Steuerung haben wir dazu Zinsswaps im Bestand.

Sonstige Marktpreisrisiken

Daneben bestehen Risiken aus festverzinslichen Wertpapieren sowie Kursänderungsrisiken aus Investmentfonds. Diese weiteren für uns wesentlichen Marktpreisrisiken werden entsprechend den aufsichtsrechtlichen Regelungen bei der Gesamtbanksteuerung berücksichtigt. Für Fondsrisiken verwenden wir VaR-exante-Kennzahlen der Kapitalgesellschaften. Währungsrisiken spielen eine untergeordnete Rolle.

III.3 Adressenausfallrisiken

Forderungen an Kunden

Das Adressenausfallrisiko im Kundengeschäft messen wir mittels des Kreditportfoliomodells Kundengeschäft aus dem Software-Modul VR-Control KRM mit einem Konfidenzniveau von 99,9 % und einer Haltedauer von 250 Tagen.

Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertig ermittelter Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Die Überwachung und Steuerung des Kreditgeschäfts erfolgt auf der Basis von Limitierungen sowie Steuerungsvorgaben für das Neugeschäft. Unsere Auswertungen geben Auskunft über die Verteilung des Kreditvolumens nach Branchen, Größenklassen, Sicherheiten und Risikoklassen. Risikokonzentrationen bestehen bei Blankokrediten (> 2 Mio. EUR) sowie der Branche Grundstücks- und Wohnungswesen.

Risikovorsorge wird auf Basis der handelsrechtlichen Vorschriften gebildet.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr überwiegend innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Eigenanlagen

Für die Identifizierung, Beurteilung und Überwachung der Risiken greifen wir auf die Ratingergebnisse von Ratingagenturen, eigene Analysen von Berichten, Veröffentlichungen und Beobachtungen der Spreadentwicklun- gen der Emittenten zurück.

Die Messung der Adressrisiken bei den Eigenanlagen erfolgt durch das Kreditportfoliomodell für Eigengeschäfte, indem das zukünftige Verhalten definierter Risikoparameter auf Basis von Zufallszahlen in einer Monte-Carlo-Simulation abgebildet wird (Konfidenzniveau 99,9 %, Risikohorizont 250 Tage).

Der Risikoausweis umfasst den unerwarteten Verlust, welcher als barwertiger Credit Value at Risk (CVaR) ermittelt wird.

Diesen Risiken begegnen wir dadurch, dass wir keine Wertpapiere von Emittenten bzw. aus Emissionen erwerben, deren Rating von einer anerkannten Ratingagentur mit schlechter als "Investment Grade" beurteilt wurde.

Das Ausfallrisiko inländischer und ausländischer Emittenten begrenzen wir durch ein System interner Strukturlimite.

Risikokonzentrationen bestehen in der Anlageklasse Bankanleihen.

Das Adressenausfallrisiko bewegte sich im Geschäftsjahr überwiegend innerhalb des vom Vorstand vorgegebenen Limitsystems.

Für weitere Ausführungen zu den Eigenanlagen verweisen wir auf unsere Darstellungen im Rahmen der Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage.

Länderrisiken

Nennenswerte Länderrisiken bestehen im Bereich der Eigengeschäfte in Form von Staatsanleihen.

III.4 Liquiditätsrisiken

Da das Zahlungsunfähigkeitsrisiko aufgrund seiner Eigenart nicht sinnvoll mit Risikodeckungspotential begrenzt und somit nicht in die klassische Risikotragfähigkeit integriert werden kann, haben wir diesbezüglich einen weiteren Prozess (Liquiditätstragfähigkeit) in die Risikosteuerungs- und Controllingprozesse aufgenommen.

Die Überwachung der Liquiditätstragfähigkeit bzw. die Steuerung des Zahlungsunfähigkeitsrisikos erfolgt mit Hilfe entsprechender Liquiditätsablaufbilanzen (LAB), in welchen wir die szenariospezifischen Zahlungsmittelabflüsse den szenariospezifischen Zahlungsmittelzuflüssen an den jeweiligen Zahlungsmittelzeitpunkten gegenüberstellen. Sofern sich hieraus im Zeitverlauf ein kumulierter Zahlungsmittelbedarf entwickelt, prüfen wir, ob dieser mit dem jeweilig definierten Liquiditätsdeckungspotential (LDP) für einen zuvor definierten Zeitraum (Liquiditätshorizont bzw. Überlebenshorizont) im jeweiligen betrachteten Szenario abgedeckt werden kann. Der Überlebenshorizont von 60 Monaten im Standardszenario wurde im Berichtszeitraum nicht unterschritten.

Weiter wird zur frühzeitigen Erkennung eines Liquiditätsengpasses die LCR-Kennziffer gemessen und gesteuert. Zum Bilanzstichtag belief sich die Kennziffer auf 163 %. Im Geschäftsjahr bewegte sie sich zwischen 139 % und 169 % und lag somit stets über dem geforderten Mindestwert von 100 %. Zusätzlich haben wir eine minimale Zielgröße in Höhe von 110 % definiert.

Im Zuge der Eckwertplanung erstellt die Bank einen Refinanzierungsplan für den jeweiligen Planungshorizont.

Darüber hinaus wird die Liquidität durch Fälligkeitslisten und Cashflow-Ermittlung überwacht.

Zur Sicherstellung der mittel- bis langfristigen strukturellen Liquidität beobachten wir regelmäßig die NSFR (Net Stable Funding Ratio). Damit beurteilen wir insbesondere die Abhängigkeit von kurzfristigen Refinanzierungen sowie unsere Stressresistenz insgesamt. Zum Bilanzstichtag lag die NSFR bei 125 % und damit über unserer Beobachtungsgrenze von 110 % und über der Mindestanforderung von 100 %.

In Hinblick auf unsere Refinanzierungsquellen verweisen wir auf Abschnitt II.4.2 Finanz- und Liquiditätslage. Das Refinanzierungskostenrisiko wurde im Rahmen der Risikoinventur als unwesentlich eingestuft.

In liquiditätsmäßig engen Märkten sind wir nicht engagiert. Die Gefahr, dass mangels ausreichender Marktliquidität Verkäufe erschwert werden, schätzen wir als gering ein.

Eine Liquiditätsmanagementfunktion wurde mit dem Ziel der Liquiditätssteuerung eingerichtet, um in Phasen eines sich abzeichnenden Liquiditätsengpasses einschließlich eines Stressfalls die Zahlungsfähigkeit zu sichern und eine Unterschreitung der bankaufsichtlichen LCR-Mindestquote zu verhindern. Zudem wurde für den Fall eines Liquiditätsengpasses ein Notfallplan festgelegt. Im Rahmen der Eigenanlagen- und Liquiditätsstrategie streuten wir die Positionen der Liquiditätsreserve über Laufzeiten und Emittenten, um ein hohes Maß an Liquidierbarkeit zu erreichen, damit wir jederzeit kurzfristig auf unerwartete Zahlungsstromschwankungen reagieren können.

III.5 Operationelle Risiken

Wesentliche identifizierte operationelle Risiken werden in einer Schadensfalldatenbank erfasst, analysiert und überwacht.

Die operationellen Risiken werden anhand eines Self-Assessments aufgrund eigener Erfahrungswerte sowie der Poolwerte des Verbandsgebietes nach Eintrittswahrscheinlichkeit sowie der voraussichtlichen Schadenshöhe eingeschätzt. Die Verbarwertung erfolgt für ein Konfidenzniveau von 99,9% und wird über einen Multiplikatoren-Ansatzes errechnet. Zudem werden auch Worst-Case-Annahmen im Rahmen von regelmäßigen Stresstests berücksichtigt.

Den operationellen Risiken begegnen wir mit unterschiedlichen Maßnahmen. Dazu zählen insbesondere Arbeitsanweisungen, die Einhaltung einer ausreichenden Funktionstrennung, die laufende Optimierung der Arbeitsabläufe, Mitarbeiterschulungen, der Einsatz von Sicherheits-, Compliance-, Datenschutz- und Geldwäschebeauftragten, laufende Investitionen in neue DV-Systeme über die von uns beauftragte Rechenzentrale, Backup-Einrichtungen, Prüfung der Verfahren und Systeme durch die Interne Revision und Versicherungen (z.B. Diebstahl- und Betrugsrisiken). Zusätzlich hat unser Haus eine Notfallplanung erstellt.

Dem Rechtsrisiko begegnen wir durch die Verwendung der im Verbund entwickelten Formulare. Bei Rechtsstreitigkeiten nehmen wir juristische Hilfe in Anspruch.

Im Geschäftsjahr sind keine operationellen Risiken mit spürbarer Ertragsauswirkung eingetreten.

III.6 Weitere Risiken

Wir führen derzeit im Wesentlichen Verbundbeteiligungen. Wir beurteilen Beteiligungsrisiken als wesentliche Risikoart. Die Risikomessung erfolgt mittels des im Tool BETRIS der parcIT ermittelten Value-At-Risk (VaR). Das ermittelte Beteiligungsrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.

Die Risiken aus unserem Immobilienportfolio messen wir mittels des Immobilienrechners der parcIT. Wir beurteilen Immobilienrisiken als wesentliche Risikoart. Das ermittelte Immobilienrisiko wird auf das Teilrisikolimit angerechnet.

III.7 Gesamtbild der Risikolage

Zusammenfassend ist die Risikolage insgesamt als geordnet einzustufen, da die Risikotragfähigkeit im Geschäftsjahr 2024 unter den definierten Standard- als auch den festgelegten Stressszenarien gegeben war.

Die aufsichtsrechtlichen Eigenmittelanforderungen haben wir im Jahr 2024 jederzeit eingehalten. Die zu ihrer Deckung vorhandenen Eigenmittel belaufen sich auf 150,9 Mio. EUR. Wir verweisen hierzu ergänzend auf unsere Ausführungen bei der Vermögenslage.

Nach derzeitigem Planungsstand ist die Risikotragfähigkeit im Berichtszeitraum 2025 angesichts der laufenden Ertragskraft und der Vermögens- und Substanzsituation der Bank gegeben.

Bestandsgefährdende Risiken sind aufgrund der Zugehörigkeit zur kreditgenossenschaftlichen Sicherungseinrichtung nicht erkennbar.

IV. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken (Prognosebericht)

Die Prognosen, die sich auf die voraussichtliche Entwicklung der VR-Bank Memmingen eG für das nächste Geschäftsjahr 2025 beziehen, stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis der zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts zur Verfügung stehenden Informationen und Planungsrechnungen getroffen haben. Wir weisen darauf hin, dass sich die Prognosen durch die Veränderungen der zugrunde liegenden Annahmen als unzutreffend erweisen können.

Die Darstellung erwarteter Veränderungen unserer prognostizierten Leistungsindikatoren gegenüber dem entsprechenden Istwert des Berichtsjahres erfolgt auf Basis von Punktprognosen und qualifiziert-komparativen Prognosen (Richtung und Intensität der Veränderung). Unsere Einstufungen sind wie folgt zu interpretieren:

- stark / erheblich sinken bzw. steigen: Abweichung größer - 15 % / größer + 15 %

- geringfügig / leicht sinken bzw. steigen: Abweichung zwischen - /+ 5 % und - /+ 15 %

- konstant bleiben: Abweichung zwischen - 5 % und + 5 %

Entwicklung der Gesamtwirtschaft und der bayerischen Kreditgenossenschaften

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wird laut Konjunkturprognose des ifo Instituts in 2025 voraussichtlich nur leicht um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr zulegen, insofern ist eine Stagnation zu erwarten. Die Inflation wird weiter zurückgehen und sich mit 2,2 % dem Zielniveau annähern (Quelle: Statista GmbH).

Die Zinsstrukturkurve wird nach unseren Planungsannahmen im Jahresverlauf konstant bleiben.

Das geschäftliche Umfeld und die Entwicklung der bayerischen Kreditgenossenschaften werden nach unseren Einschätzungen auch in den kommenden Jahren von dem verstärkten Wettbewerb, sich weiter entwickelnden Kundenansprüchen, steigendem Margendruck und wachsenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen geprägt.

Voraussichtlicher Geschäftsverlauf und voraussichtliche Lage

In Erwartung einer leicht verbesserten Wirtschaftsentwicklung gehen wir auf Basis unserer vertrieblichen Planungen für das nächste Geschäftsjahr von einem Wachstum in Höhe von bis zu 6,5 % im Kundenkreditgeschäft aus. Diese Prognose basiert auf der Prämisse eines konstanten Zinsniveaus in 2025.

Im Einlagengeschäft gehen wir von einer moderaten Steigerung von 3,5 % aus.

Da das Kreditwachstum gemäß Planung nur zum Teil aus dem Kundeneinlagenwachstum refinanziert wird, planen wir zunächst einen weiteren Abbau von Eigenanlagen sowie die Nutzung von Programmkrediten. Unseren Refinanzierungsbestand bei der DZ BANK möchten wir kontinuierlich reduzieren, indem wir Fälligkeiten nicht in vollem Umfang wiederaufnehmen.

Aufgrund unserer Volumensplanungen in Verbindung mit der erwarteten Zinsstruktur und der Prognose der laufenden Erträge, sehen wir nach dem Stand unserer letzten Planung, ein um 4 % - 5 % gesteigertes Zinsergebnis.

Im Provisionsergebnis können wir das Niveau aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr verbessern. Wir gehen aufgrund höherer Vermittlungsprovisionen von einem leicht steigenden Provisionsergebnis in 2025 von bis zu 6 % aus. Die Provisionsspanne wird sich weiterhin auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau bewegen.

Die Personalaufwendungen werden nach unseren Planungen im nächsten Geschäftsjahr, insbesondere durch Tariferhöhungen, mit +11 % spürbar ansteigen. Bei den Sachaufwendungen rechnen wir mit einer geringfügigen Verminderung von 7 %.

Die Risikovorsorge im Kreditgeschäft wird neben der weiteren konjunkturellen Entwicklung auch erheblich durch die regionale Wirtschaftsentwicklung beeinflusst. Wir gehen bei der Einzelrisikovorsorge für das Kreditgeschäft von einem erheblich niedrigeren Aufwand in 2025 aus. Bei unserem Wertpapierbestand gehen wir von keinen wesentlichen Abschreibungen aus. Für die Wertpapiere des Anlagevermögens wird weiterhin das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet.

Erwartete Auswirkungen auf unsere bedeutsamsten Leistungsindikatoren

Vor dem Hintergrund der geschilderten Entwicklungen und Annahmen erwarten wir für das nächste Geschäftsjahr die nachfolgend dargestellten Auswirkungen auf unsere bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Definition Abschnitt II.2):

Das Betriebsergebnis vor Bewertung zur durchschnittlichen Bilanzsumme wird konstant bleiben.

Wir erwarten für das nächste Geschäftsjahr eine Cost Income Ratio von ca. 59 %.

Nach unseren Planungsrechnungen erwarten wir eine weitere Steigerung unserer Eigenmittel durch die voraussichtliche künftige Dotierung der Rücklagen und des Sonderpostens für allgemeine Bankrisiken nach § 340g HGB bei gleichzeitig steigenden Eigenmittelanforderungen, im Besonderen durch die CRR III. Wir planen für das nächste Geschäftsjahr mit einer im Vorjahresvergleich leicht reduzierten Kernkapitalquote von 12,6 %. Wir gehen davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert eingehalten wird.

Bei der Liquidity Coverage Ratio (LCR) und Net Stable Funding Ratio (NSFR) gehen wir davon aus, dass der aufsichtsrechtlich geforderte Mindestwert jederzeit eingehalten wird.

Gesamtaussage

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2025 ein konstantes Betriebsergebnis vor Bewertung sowie die jederzeitige Einhaltung der Anforderungen an das Eigenkapital und die Liquidität. Mit einer Beeinträchtigung der Liquiditätslage ist aufgrund der ausreichend zur Verfügung stehenden Refinanzierungsmöglichkeiten bei unserer Zentralbank auch im nächsten Geschäftsjahr nicht zu rechnen.

Die Risikotragfähigkeit der Bank wird nach unseren Planungen weiterhin gegeben sein.

Risiken

Wesentliche Risiken für die Ertragslage bestehen im kommenden Jahr bei einer deutlich schlechteren Konjunkturentwicklung als prognostiziert, die zu einer rückläufigen Geschäftsentwicklung führen könnte sowie bei einer unerwarteten Entwicklung der Zinsstrukturkurve, die zu einer Beeinträchtigung des geplanten Zinsergebnisses führen könnte.

Negative Entwicklungen an den Finanz- und Beschaffungsmärkten (insbesondere im Hinblick auf Zinsentwicklung und die Baukosten) können einen erheblichen Rückgang der Bautätigkeit und mithin des Finanzierungsbedarfs auslösen, der sich möglicherweise in wesentlich geringerer Nachfrage im Baufinanzierungsgeschäft mit der Folge niedrigerer Zins- und Provisionserträge niederschlagen wird.

Chancen

Wesentliche Chancen für die Ertragslage und den voraussichtlichen Geschäftsverlauf im nächsten Geschäftsjahr insbesondere bei einer deutlich besseren Konjunkturentwicklung als prognostiziert.

Wesentliche Chancen können sich zudem aus einer unerwartet guten Börsenentwicklung ergeben, die zu höheren Wertpapierumsätzen und Fondsvermittlungen als prognostiziert führen werden.

Des Weiteren sehen wir im stärkeren Ausbau unseres Vermittlungsgeschäftes Chancen.

V. Zweigniederlassungen

Es bestehen keine Zweigniederlassungen.

 

Memmingen, 28. April 2025

VR-Bank Memmingen eG

Der Vorstand

gez. Oliver Winter

gez. René Schinke

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben erfüllt. Er nahm seine Überwachungsfunktion wahr und traf die in seinen Zuständigkeitsbereich fallenden Beschlüsse, dies beinhaltet auch die Befassung mit der Prüfung nach § 53 GenG.

Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat die Unabhängigkeit des Abschlussprüfers überwacht. Insbesondere beinhaltete die Überprüfung, dass keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen von Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, erbracht wurden. Bei zulässigen Nichtprüfungsleistungen lagen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat in regelmäßig stattfindenden Sitzungen über die Geschäftsentwicklung, die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie über besondere Ereignisse.

Der vorliegende Jahresabschluss 2024 mit Lagebericht wurde vom Genossenschaftsverband Bayern e.V. geprüft. Über das Prüfungsergebnis wird in der Vertreterversammlung berichtet.

Den Jahresabschluss, den Lagebericht und den Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses hat der Aufsichtsrat geprüft und in Ordnung befunden. Der Vorschlag für die Verwendung des Jahresüberschusses entspricht den Vorschriften der Satzung.

Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss zum 31.12.2024 festzustellen und die vorgeschlagene Verwendung des Jahresüberschusses zu beschließen.

 

Memmingen, 19. Mai 2025

gez. Bernhard Kerler, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Jahresabschluss der Kreditinstitute in der Rechtsform der eingetragenen Genossenschaft

Bestandteile Jahresabschluss

1. Jahresabschluss (Formblatt 1)

2. Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform)

3. Anhang

1. Jahresbilanz zum 31.12.2024

Aktivseite

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 7.715.413,61 7.056
b) Guthaben bei Zentralnotenbanken 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
c) Guthaben bei Postgiroämtern 0,00 7.715.413,61 0
2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind
a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen 0,00 0
darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar 0,00 (0)
b) Wechsel 0,00 0,00 0
3. Forderungen an Kreditinstitute
a) täglich fällig 40.496.449,86 46.499
b) andere Forderungen 30.313.209,06 70.809.658,92 30.645
4. Forderungen an Kunden 892.969.187,89 822.862
darunter:
durch Grundpfandrechte gesichert 472.415.379,27 (437.723)
Kommunalkredite 10.891.945,00 (10.954)
5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere
a) Geldmarktpapiere
aa) von öffentlichen Emittenten 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
ab) von anderen Emittenten 0,00 0,00 0
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 0,00 (0)
b) Anleihen und Schuldverschreibungen
ba) von öffentlichen Emittenten 39.876.134,51 52.014
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 39.876.134,51 (52.014)
bb) von anderen Emittenten 140.504.691,33 180.380.825,84 148.428
darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank 79.415.282,21 (82.590)
c) eigene Schuldverschreibungen 0,00 180.380.825,84 0
Nennbetrag 0,00 (0)
6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 204.201.868,23 162.926
7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften
a) Beteiligungen 16.592.587,69 1.531
darunter: an Kreditinstituten 825.075,02 (825)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 1.890.980,00 18.483.567,69 1.741
darunter: bei Kreditgenossenschaften 1.666.000,00 (1.666)
bei Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
bei Wertpapierinstituten 0,00 (0)
8. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.328.488,13 2.328
darunter: an Kreditinstituten 0,00 (0)
an Finanzdienstleistungsinstituten 0,00 (0)
an Wertpapierinstituten 0,00 (0)
9. Treuhandvermögen 1.971.110,11 2.593
darunter: Treuhandkredite 1.971.110,11 (2.593)
10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand
einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch 0,00 0
11. Immaterielle Anlagewerte
a) Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 0
b) Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 17.487,00 19
c) Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0
d) Geleistete Anzahlungen 0,00 17.487,00 0
12. Sachanlagen 2.059.007,91 56.647
13. Sonstige Vermögensgegenstände 11.908.458,49 5.409
14. Rechnungsabgrenzungsposten 138.948,30 186
Summe der Aktiva 1.392.984.022,12 1.340.884

Passivseite

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
a) täglich fällig 1.329.961,56 12.588
b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 302.381.920,59 303.711.882,15 249.175
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden
a) Spareinlagen
aa) mit vereinbarter Kündigungsfrist von drei Monaten 82.901.011,65 101.635
ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten 0,00 82.901.011,65 0
b) andere Verbindlichkeiten
ba) täglich fällig 607.464.487,06 594.758
bb) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 229.605.030,37 837.069.517,43 919.970.529,08 224.639
3. Verbriefte Verbindlichkeiten
a) begebene Schuldverschreibungen 0,00 0
b) andere verbriefte Verbindlichkeiten 0,00 0,00 0
darunter: Geldmarktpapiere 0,00 (0)
eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf 0,00 (0)
4. Treuhandverbindlichkeiten 1.971.110,11 2.593
darunter: Treuhandkredite 1.971.110,11 (2.593)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 5.469.367,64 2.708
6. Rechnungsabgrenzungsposten 103.465,47 150
7. Rückstellungen
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 8.572.498,00 8.642
b) Steuerrückstellungen 166.720,00 167
c) andere Rückstellungen 2.698.825,30 11.438.043,30 3.046
8. 0,00 0
9. Nachrangige Verbindlichkeiten 13.899.822,43 13.890
10. Genussrechtskapital 0,00 0
darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig 0,00 (0)
11.Fonds für allgemeine Bankrisiken 67.400.000,00 59.900
darunter: Sonderposten n. § 340e Abs. 4 HGB 0,00 (0)
12. Eigenkapital
a) Gezeichnetes Kapital 23.942.200,00 22.181
b) Kapitalrücklage 0,00 0
c) Ergebnisrücklagen
ca) gesetzliche Rücklage 16.700.000,00 16.600
cb) andere Ergebnisrücklagen 27.663.477,42 27.505
cc) 0,00 44.363.477,42 0
d) Bilanzgewinn 714.124,52 69.019.801,94 707
Summe der Passiva 1.392.984.022,12 1.340.884
1. Eventualverbindlichkeiten
a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln 0,00 0
b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen 16.953.837,83 25.760
c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten 0,00 16.953.837,83 0
2. Andere Verpflichtungen
a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften 0,00 0
b) Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen 0,00 0
c) Unwiderrufliche Kreditzusagen 114.874.814,24 114.874.814,24 70.071
darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften 0,00 (0)

2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2024

EUR EUR EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 27.589.808,15 21.973
b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen 4.385.197,03 31.975.005,18 4.233
darunter: in a) und b) angefallene negative Zinsen 1,67 (0)
2. Zinsaufwendungen -14.286.451,95 17.688.553,23 -8.311
darunter: erhaltene negative Zinsen 619,69 (0)
3. Laufende Erträge aus
a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren 6.688.110,00 3.170
b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 392.815,39 98
c) Anteilen an verbundenen Unternehmen 600.000,00 7.680.925,39 500
4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen 0,00 0
5. Provisionserträge 13.943.602,32 14.463
6. Provisionsaufwendungen -2.909.559,36 11.034.042,96 -1.890
7. Nettoertrag des Handelsbestands 0,00 0
8. Sonstige betriebliche Erträge 1.057.510,35 1.640
darunter: aus der Abzinsung von Rückstellungen 7.079,64 (9)
9. 0,00 0
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -10.495.827,76 -11.002
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -2.693.423,38 -13.189.251,14 -3.020
darunter: für Altersversorgung -801.689,42 (-1.094)
b) andere Verwaltungsaufwendungen -7.514.513,85 -20.703.764,99 -7.181
11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen -1.350.730,05 -769
12. Sonstige betriebliche Aufwendungen -282.422,34 -523
darunter: aus der Aufzinsung von Rückstellungen -92.670,00 (-118)
13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft -3.663.114,31 -4.655
14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft 0,00 -3.663.114,31 0
15. Abschreibungen u. Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere -238.118,00 -690
16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 0,00 -238.118,00 0
17. Aufwendungen aus Verlustübernahme -397.324,37 -26
18. 0,00 0
19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 10.825.557,87 8.010
20. Außerordentliche Erträge 0,00 0
21. Außerordentliche Aufwendungen 0,00 0
22. Außerordentliches Ergebnis 0,00 (0)
23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.254.041,10 -2.252
24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen -157.392,25 -2.411.433,35 -51
24a.Zuführung zum Fonds für allgemeine Bankrisiken -7.500.000,00 -4.800
25. Jahresüberschuss 914.124,52 907
26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,00 0
914.124,52 907
27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen
a) aus der gesetzlichen Rücklage 0,00 0
b) aus anderen Ergebnisrücklagen 0,00 0,00 0
914.124,52 907
28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen
a) in die gesetzliche Rücklage -100.000,00 -100
b) in andere Ergebnisrücklagen -100.000,00 -200.000,00 -100
29. Bilanzgewinn 714.124,52 707

3. Anhang

A. Allgemeine Angaben

Die VR-Bank Memmingen eG, Memmingen, ist beim Amtsgericht Memmingen unter der Genossenschaftsregister-Nummer 501 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde nach den für Kreditinstitute geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung richtet sich nach den vorgeschriebenen Formblättern. Gleichzeitig erfüllt der Jahresabschluss die Anforderungen des Genossenschaftsgesetzes (GenG) und der Satzung der Bank.

Die Bilanz wurde unter teilweiser Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die unter Aktiva 06 und Aktiva 12 angegebenen Vorjahresbeträge sind aufgrund der erfolgten Sacheinbringung bankeigener Immobilien in einen Spezialfonds nicht vergleichbar.

B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden entspricht den allgemeinen Bewertungsvorschriften der §§ 252 ff. HGB unter Berücksichtigung der für Kreditinstitute geltenden Sonderregelungen (§§ 340 ff. HGB).

Bei der Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Einzelnen folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Barreserve

Die auf EUR lautende Barreserve wurde mit dem Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Sorten erfolgte zum Kassakurs am Bilanzstichtag.

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden

Forderungen an Kreditinstitute und Kunden wurden mit dem Nennwert ausgewiesen. Unterschiedsbeträge zwischen Auszahlungsbetrag und höherem Nennwert wurden - sofern Zinscharakter vorliegt - in den passiven Rechnungsabgrenzungsposten bzw. Unterschiedsbeträge zwischen höherem Auszahlungsbetrag und dem Nennwert in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt und zeitanteilig aufgelöst. Anteilige Zinsen, deren Fälligkeit nach dem Bilanzstichtag liegt, die aber am Bilanzstichtag bereits den Charakter von bankgeschäftlichen Forderungen oder Verbindlichkeiten haben, sind dem zugehörigen Aktiv- oder Passivposten der Bilanz zugeordnet.

Die in den Forderungen an Kunden erkennbaren Bonitätsrisiken haben wir durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen und Einzelrückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

Für vorhersehbare, noch nicht individuell konkretisierte Adressenausfallrisiken im Kreditgeschäft werden für Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden sowie Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen (einschließlich widerruflicher und unwiderruflicher Kreditzusagen) Pauschalwertberichtigungen gemäß IDW RS BFA 7 gebildet. Die Berechnung der Pauschalwertberichtigungen erfolgt auf Grundlage des im Rahmen des internen Risikomanagements ermittelten erwarteten Verlusts über einen Betrachtungszeitraum von zwölf Monaten ohne Anrechnung von Bonitätsprämien (sog. Bewertungsvereinfachungsverfahren). Der erwartete Verlust wird unter Berücksichtigung der Ausfallwahrscheinlichkeit, der Verlustquote bei Ausfall sowie der erwarteten Kredithöhe zum Ausfallzeitpunkt ermittelt. Die Ausfallwahrscheinlichkeiten werden auf Basis der im genossenschaftlichen Finanzverbund etablierten VR-Rating-Verfahren geschätzt. Die Annahmen zu Kredithöhen im Ausfallzeitpunkt, den zukünftigen Zahlungen und den Sicherheitenverwertungserlösen und -kosten basieren auf einem LGD-Modell. Beim Verfahren VR-Rating Immobilienkunden wurden erforderliche Ratingverschlechterungen über sog. Anpassungen des Managements abgebildet, um die Risikosituation zum Abschlussstichtag hinreichend widerzuspiegeln. Die technische Umstellung auf das neue Ratingverfahren wird im Jahr 2025 vorgenommen.

Als Voraussetzung für die Anwendung der Bewertungsvereinfachung ist im Rahmen der Kreditvergabepraxis sichergestellt, dass die Konditionenvereinbarung zum Zeitpunkt der Kreditvergabe unter Berücksichtigung einer risikoadäquaten Bonitätsprämie erfolgt, deren Höhe sich an dem erwarteten Verlust über die Restlaufzeit orientiert.

Die Risikovorsorgebeträge für die Forderungen an Kreditinstitute und die Forderungen an Kunden werden als Pauschalwertberichtigungen von den jeweiligen Aktivposten abgesetzt. Die für Eventualverbindlichkeiten sowie unwiderrufliche Kreditzusagen ermittelten Risikovorsorgebeträge werden von den Unterstrich-Positionen abgesetzt und als pauschale Rückstellungen in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c) ausgewiesen. Für widerrufliche Kreditzusagen erfolgt allein die Passivierung einer pauschalen Rückstellung in den anderen Rückstellungen (Passivposten 7c).

Zur Sicherung gegen die besonderen Risiken des Geschäftszweiges haben wir ferner Vorsorgereserven gemäß § 340f HGB im Bestand.

Wertpapiere

Die dem Umlaufvermögen zugeordneten Wertpapiere (Liquiditätsreserve) wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis oder dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert bewertet.

Die Wertpapiere im Anlagevermögen wurden größtenteils nach dem gemilderten Niederstwertprinzip mit ihren Anschaffungskosten bewertet.

Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens wurden im Geschäftsjahr und in den Vorjahren Anschaffungskosten über pari durch anteilige Abschreibungen des Agios an den niedrigeren Einlösungskurs angepasst.

Strukturierte Finanzinstrumente

Strukturierte Finanzinstrumente werden als einheitlicher Vermögensgegenstand bilanziert.

Auf eine getrennte Bilanzierung konnte verzichtet werden, weil gemäß § 253 Abs. 3 oder 4 HGB am Abschlussstichtag eine Bewertung zum niedrigeren aus beizulegendem Wert und fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt und die Bewertung auf einer Notierung des strukturierten Finanzinstruments auf einem aktivem Markt basiert.

Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie Anteile an verbundenen Unternehmen

Die Beteiligungen und die Geschäftsguthaben bei Genossenschaften sowie die Anteile an verbundenen Unternehmen wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip zu Anschaffungskosten vermindert um außerplanmäßige Abschreibungen bilanziert.

Treuhandvermögen

Die Bewertung des Treuhandvermögens erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. zum Nennwert.

Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Anlagewerte und Sachanlagen erfolgte zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und, soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten wirtschaftlichen Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffenlichten Abschreibungstabellen orientieren. Soweit hierbei Bandbreiten bestehen, wählen wir in der Regel die kürzest zulässige Nutzungsdauer.

Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Netto-Einzelwert von 250 EUR wurden als andere Verwaltungsaufwendungen erfasst. Sie wurden in voller Höhe abgeschrieben, sofern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um einen darin enthaltenen Vorsteuerbetrag, für das einzelne Wirtschaftsgut über 250 EUR, aber nicht über 800 EUR lagen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Sonstige Vermögensgegenstände wurden zum Nennwert oder zu Anschaffungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bewertet.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die Unterschiedsbeträge bei Forderungen, deren Nennwert niedriger als der Auszahlungsbetrag ist, wurden in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Die Unterschiedsbeträge wurden planmäßig auf die Laufzeit der Forderung verteilt.

Latente Steuern

Zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen bestehen zeitliche oder quasi-permanente Differenzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Passive Steuerlatenzen bestehen insbesondere in der Position Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, denen aktive Steuerlatenzen in den Positionen Forderungen an Kunden, Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und Rückstellungen gegenüberstehen.

Bei einer Gesamtdifferenzbetrachtung errechnet sich ein aktiver Überhang von latenten Steuern, der in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht angesetzt wurde.

Der Berechnung der Steuerlatenzen wurde ein Steuersatz von 30,0 % zugrunde gelegt.

Verbindlichkeiten

Die Passivierung der Verbindlichkeiten erfolgte zum jeweiligen Erfüllungsbetrag.

Treuhandverbindlichkeiten

Die Bewertung der Treuhandverbindlichkeiten erfolgte zum Erfüllungsbetrag, der mit dem Nennwert der Verpflichtung übereinstimmt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge und Bearbeitungsgebühren enthalten, die bei Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden. Die Unterschiedsbeträge werden planmäßig auf die Laufzeit der Forderungen verteilt.

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen bzw. drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem Rechnungszins der Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) abgezinst.

Den Pensions- und Altersteilzeitrückstellungen liegen versicherungsmathematische Berechnungen auf Basis der "Richttafeln 2018 G" (Prof. Dr. Klaus Heubeck) zugrunde. Laufende Rentenverpflichtungen und Altersversorgungsverpflichtungen gegenüber ausgeschiedenen Mitarbeitern sind mit dem Barwert bilanziert. Die Berechnung der Rückstellungen aus Altersteilzeit erfolgte nach dem Barwertverfahren.

Es wurden langfristige Lohn- und Gehaltssteigerungen in Höhe von 2,0 % sowie eine aus den laufenden Tarifverhandlungen zu erwartende einmalige Erhöhung von 6,0 % berücksichtigt und zusätzlich eine Rentendynamik in Höhe von 2,0 % zugrunde gelegt.

Die Abzinsung der Pensionsrückstellungen erfolgte unter Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren (Vereinfachungsregel) mit 1,90 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre auf Basis des von der Deutschen Bundesbank per Dezember 2024 ermittelten Zinssatzes). Im Vergleich zu einer Abzinsung mit einem entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ergibt sich nunmehr erstmalig ein negativer Unterschiedsbetrag von 54.385 EUR, entsprechend entfällt die Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB.

Erfolgswirkungen aus einer Änderung des Diskontierungssatzes im Zusammenhang mit den Pensionsrückstellungen sowie den Rückstellungen für Altersteilzeitverpflichtungen werden analog zum Ab-/Aufzinsungseffekt im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

Im Übrigen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet.

Verlustfreie Bewertung der zinsbezogenen Geschäfte des Bankbuchs

Die zinsbezogenen Finanzinstrumente des Bankbuchs einschließlich der zur Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossenen Zinsderivate werden im Rahmen einer Gesamtbetrachtung aller Geschäfte nach Maßgabe von IDW RS BFA 3 verlustfrei bewertet. Hierzu werden die zinsinduzierten Barwerte den Buchwerten gegenübergestellt. Der sich daraus ergebene positive Differenzbetrag wird anschließend um den Barwert der direkt aus den Zinsprodukten des Bankbuchs resultierenden Gebühren- und Provisionserträge erhöht und um den Risikokostenbarwert im Kundenkreditgeschäft sowie Eigengeschäft und den Bestandsverwaltungskostenbarwert vermindert. Bei den zurechenbaren Gebühren- und Provisionserträgen werden im Wesentlichen Kontoführungsgebühren, Postenentgelte und Kartenentgelte, sofern die jeweilige Karte Bestandteil des Kontomodells ist, angesetzt. Gemäß einer internen Erhebung bzw. Schätzung wird der Anteil der Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte an den gesamten Verwaltungsaufwendungen ermittelt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Bei der Bemessung der voraussichtlich noch anfallenden Verwaltungskosten für die Bestandsführung der zinsbezogenen Geschäfte werden Overheadkosten anteilig berücksichtigt.

Individuelle Refinanzierungsmöglichkeiten werden bei dieser barwertigen Betrachtung berücksichtigt. Für einen danach eventuell verbleibenden Verlustüberhang wird eine Drohverlustrückstellung gebildet, die unter den anderen Rückstellungen ausgewiesen wird.

Nach dem Ergebnis der Berechnungen zum 31. Dezember 2024 war keine Rückstellung zu bilden.

Vermerke unter dem Bilanzstrich

Im Rahmen der üblichen Geschäftstätigkeit übernehmen wir regelmäßig Bürgschaften.

Dabei ist es für uns erforderlich, Zahlungen an den Begünstigten zu leisten, wenn ein anderer seinen Verpflichtungen nicht nachkommt oder Leistungen nicht vertragsgemäß erfüllt. Der Umfang der übernommenen Verpflichtungen ist aus den Angaben unter dem Bilanzstrich ersichtlich.

Die dargestellten Beträge zeigen nicht die künftig aus diesen Verträgen zu erwartenden Zahlungsströme, da die Mehrzahl der Eventualverbindlichkeiten nach unserer Einschätzung ohne Inanspruchnahme ausläuft.

Von den unwiderruflichen Kreditzusagen zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 114.874.814 EUR betreffen 106.544.745 EUR Zusagen von Buchkrediten an Nichtbanken. Die darüberhinausgehenden unwiderruflichen Kreditzusagen betreffen die Zeichnung von Investmentfonds im Cash-Call-Verfahren.

Wir gewähren unwiderrufliche Kreditzusagen, um den Finanzierungsbedürfnissen unserer Kunden zu entsprechen. Unwiderrufliche Kreditzusagen umfassen die nicht in Anspruch genommenen Anteile der gewährten Zusagen, welche nicht durch uns widerrufen werden können.

Die Kreditzusagen werden mit dem Nominalbetrag gezeigt. Im Falle der Passivierung einer Rückstellung für noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusagen oder für Eventualverbindlichkeiten wird der jeweilige Posten unter dem Strich in Höhe des zurückgestellten Betrags gekürzt.

Die widerruflichen und unwiderruflichen Kreditzusagen werden bei der Überwachung der Kreditrisiken berücksichtigt.

Im Rahmen des Risikomanagementprozesses wird vor dem verbindlichen Eingehen sowie während der Laufzeit einer Verpflichtung das Risiko aus der Inanspruchnahme für Eventualverbindlichkeiten und andere Verpflichtungen eingeschätzt. Dabei ist im Wesentlichen die Bonität des Auftraggebers bzw. Kreditnehmers sowie bei Credit Linked Notes die Bonität des Referenzschuldners ausschlaggebend. Im Falle der Verschlechterung der Bonität, die den Ausgleich der Inanspruchnahme ganz oder teilweise nicht mehr erwarten lässt, werden Rückstellungen gebildet. Den latenten Risiken der Positionen unter dem Bilanzstrich wurde durch die Bildung von Pauschalrückstellungen gemäß IDW RS BFA 7 Rechnung getragen.

Derivative Finanzinstrumente

Die zur Absicherung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos abgeschlossenen derivativen Geschäfte wurden in die Gesamtbetrachtung des Zinsbuchs einbezogen und waren somit nicht gesondert zu bewerten. Ausgleichszahlungen aus Zins-Swaps zur Absicherung von zinstragenden Geschäften werden zeitanteilig abgegrenzt.

Zinserträge/Zinsaufwendungen

Negative Zinsen aus Aktivgeschäften werden im Zinsertrag erfasst (Reduktion des Zinsertrags). Negative Zinsen aus Passivgeschäften werden im Zinsaufwand erfasst (Reduktion des Zinsaufwands).

Im Falle von Zinsswaps werden die Zahlungsströme je Swapvertrag verrechnet und der verbleibende Saldo vorzeichengerecht als Zinsertrag bzw. -aufwand ausgewiesen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden mit dem Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages umgerechnet. Sie umfassen täglich fällige Währungsguthaben und -verbindlichkeiten, für die die Voraussetzungen an eine besondere Deckung vorliegen. Als besonders gedeckt werden gegenläufige Fremdwährungspositionen angesehen, soweit sie sich beitragsmäßig und hinsichtlich ihrer Fristigkeit entsprechen. Die Ergebnisse aus der Währungsumrechnung dieser Positionen gleichen sich vollständig aus, so dass netto im sonstigen betrieblichen Ergebnis kein GuV-Ausweis erforderlich ist.

C. Entwicklung des Anlagevermögens (volle EUR)

Anschaffungs-/ Herstellungskosten 01.01.
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen (+/-)
EUR
a) Abgänge b) Zuschüsse
EUR
Anschaffungs-/ Herstellungskosten am Bilanzstichtag
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 206.356 12.270 0 a) 11.138 207.488 17.487
b) 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 63.210.672 8.710.721 0 a) 70.992.993 928.400 99.398
b) 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.156.841 1.901.617 0 a) 1.809.922 6.248.536 1.959.610
b) 0
a 69.573.869 10.624.608 0 a) 72.814.053 7.384.424 2.076.495
b) 0
Buchwerte Vorjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 18.893
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 55.538.555
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.108.688
a 56.666.136
Abschreibungen (kumuliert) 01.01.
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Zugängen (ohne Abschreibungen Geschäftsjahr) (+)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Abgängen (-)
EUR
Änderung der kumulierten Abschreibungen aufgrund Umbuchungen (+/-)
EUR
Immaterielle Anlagewerte 187.463 0 11.138 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 7.672.117 0 7.135.170 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.048.153 0 1.804.226 0
a 12.907.733 0 8.950.534 0
Abschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Zuschreibungen Geschäftsjahr
EUR
Immaterielle Anlagewerte 13.676 0
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 292.055 0
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.044.999 0
a 1.350.730 0
Abschreibungen (kumuliert) am Bilanzstichtag
EUR
Immaterielle Anlagewerte 190.001
Sachanlagen
a) Grundstücke und Gebäude 829.002
b) Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.288.926
a 5.307.929
Anschaffungskosten 01.01.
EUR
Veränderungen (saldiert)
EUR
Buchwerte am Bilanzstichtag
EUR
Wertpapiere des Anlagevermögens 331.839.558 12.698.779 344.538.337
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 3.312.502 15.171.066 18.483.568
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.688.488 -360.000 2.328.488
b 337.840.548 27.509.845 365.350.393
Summe a und b 407.414.417 367.426.888

D. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanz

In den Forderungen an Kreditinstitute sind 70.505.145 EUR Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b)(ohne Bausparguthaben) 10.313.209 0 20.000.000 0
Forderungen an Kunden (A 4) 45.860.258 90.219.540 246.515.976 486.657.444

In den Forderungen an Kunden sind 23.715.970 EUR Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Von den in der Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 12.357.965 EUR fällig.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere in Höhe von nominal 5.000.000 EUR wurden für die Derivategeschäfte als Sicherheit an die DZ BANK AG verpfändet.

In den Forderungen und Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Forderungen an Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kreditinstitute (A 3) 70.505.145 76.953.557
Schuldverschreibungen u. andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 61.089.409 80.997.975
Forderungen an verbundene Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Forderungen an Kunden (A 4) 138 274.871

Wir halten Anteile an Sondervermögen (§ 1 Abs. 10 KAGB) von mehr als 10 % (Bilanzposten A 6).

Anlageziele Buchwert
EUR
Zeitwert
EUR
Differenzen (Zeitwert/ Buchwert)
EUR
Erhaltene Ausschüttungen
EUR
Tägliche Rückgabe Ja / Nein
Risikodiversifikation 115.600.919 115.832.701 231.782 6.018.495 Nein
Risikodiversifikation 64.291.010 64.426.021 135.011 0 Nein

Beschränkungen in der täglichen Rückgabemöglichkeit bestehen teilweise aufgrund Investments in illiquiden Vermögensgegenständen (Anteile an Immobilienfonds und Beteiligungsgesellschaften etc.).

Die Genossenschaft besitzt folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, mit denen ein Konzernverhältnis besteht:

Name und Sitz Anteil am Gesell- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vor-
schaftskapital liegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
a) VR-Memmingen Beteiligungs GmbH, Memmingen 100,00 2023 98.144 2023 5.517
b) Windkraft Hoppberg 2 GmbH & Co. KG, Memmingen 60,00 2023 1.096.375 2023 62.938
c) Windkraft Lohberg 2 GmbH & Co. KG, Memmingen 64,63 2023 744.622 2023 60.826
d) VR-Memmingen Energie GmbH, Memmingen 100,00 2023 -16.044 2023 -184.124
e) VR-Memmingen Erste Verwaltungs GmbH, Aitrach 100,00 2023 34.705 2023 3.277
f) VR-Memmingen Zweite Verwaltungs GmbH, Boos 100,00 2023 34.689 2023 3.310
g) VR-Memmingen 1. Baulandentwicklungs GmbH & Co. KG, Aitrach 100,00 2023 527.248 2023 26.611
h) VR-Memmingen 2. Baulandentwicklungs GmbH & Co. KG, Boos 100,00 2023 332.467 2023 -14.528
i) VR.FinanzConsult GmbH, Memmingen 55,00 2023 79.448 2023 12.126

Ein Konzernabschluss wurde nicht aufgestellt, weil aufgrund untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 290 Abs. 5 HGB i.V.m. § 296 Abs. 2 HGB) auf die Aufstellung verzichtet werden konnte.

Daneben besitzt die Genossenschaft folgende Beteiligungen an anderen Unternehmen, die nicht von untergeordneter Bedeutung sind:

Name und Sitz Anteil am Gesell- Eigenkapital der Gesellschaft Ergebnis des letzten vor-
schaftskapital liegenden Jahresabschlusses
% Jahr EUR Jahr EUR
Beteiligungs-AG der bayerischen Volksbanken, Pöcking 1,14 2023 233.450.978 2023 8.464.531
Bayerische Raiffeisen-Beteiligungs-AG, Beilngries 0,51 2023 871.391.077 2023 42.236.971

Weitere Beteiligungen wurden aufgrund der untergeordneten Bedeutung gem. § 286 Abs. 3 HGB nicht angegeben.

In folgenden Posten sind enthalten:

börsenfähig
EUR
börsennotiert
EUR
nicht börsennotiert
EUR
nicht mit dem Niederstwert bewertete börsenfähige Wertpapiere
EUR
Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) 180.380.826 165.666.065 14.714.761 119.118.109

In der Wertpapieraufstellung sind die nicht mit dem Niederstwert bewerteten börsenfähigen Wertpapiere besonders gekennzeichnet. Die Abgrenzung erfolgte nach Wertpapiersegment und Ratingeinstufung.

Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert (ohne Stückzinsen) von 118.357.827 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 112.214.958 EUR.

Auf die im Anlagevermögen ausgewiesenen Wertpapiere wurden außerplanmäßige Abschreibungen von 6.142.869 EUR nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB nicht vorgenommen. Die Wertminderungen werden von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da Störungen der Zins- und Tilgungsleistung bei den betreffenden Wertpapieren nach unserer derzeitigen Einschätzung nicht zu erwarten sind. Des Weiteren besteht Dauerhalteabsicht.

Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 24.309.939 EUR haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von 21.782.295 EUR.

Auf die im Anlagevermögen ausgewiesenen Investmentfondsanteile wurden außerplanmäßige Abschreibungen von 2.527.644 EUR nach § 253 Abs. 3 Satz 6 HGB nicht vorgenommen. Die Wertminderung bei diesen Anlagen wird von uns als voraussichtlich nicht dauerhaft beurteilt, da für die in den Fonds enthaltenen festverzinslichen Wertpapiere eine Durchhalteabsicht besteht und die Rückzahlung zum Nennwert erfolgt. Die weitere Zusammensetzung und Risikopositionierung der Fonds lassen auf eine nicht dauerhafte Wertminderung schließen.

Im Bilanzposten 'Treuhandvermögen' (A9) sind ausschließlich Kredite ausgewiesen, die im eigenen Namen und für fremde Rechnung gehalten werden. Bei diesen handelt es sich um Forderungen an Kunden.

In den Sachanlagen sind enthalten: EUR
- Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten 96.668
- Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.959.610

Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:

EUR
Verrechnung Baukosten an die VR-Memmingen Immobilien geschlossene Investment GmbH & Co. KG 5.517.038
Steuererstattungsansprüche 2.167.399

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind 84.268 EUR Agiobeträge auf Forderungen (Vorjahr: 112.358 EUR) enthalten.

In folgenden Posten und Unterposten der Aktivseite sind Vermögensgegenstände, für die eine Nachrangklausel besteht, enthalten:

Posten - Unterposten Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A 4 Forderungen gegenüber Kunden 3.278 4.136
A 5 Festverzinsliche Wertpapiere 30.919.244 30.929.208

In den Vermögensgegenständen sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 546.932 EUR enthalten.

In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind 285.479.752 EUR Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank enthalten.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeiten auf:

bis drei Monate
EUR
mehr als drei Monate bis ein Jahr
EUR
mehr als ein Jahr bis fünf Jahre
EUR
mehr als fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1b) 17.299.812 9.620.943 128.501.432 146.959.734
Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) 98.818.760 66.625.615 59.277.115 4.883.540

Die Zinsabgrenzung wurde aus Vereinfachungsgründen dem ersten Restlaufzeitenband zugeordnet.

Im Bilanzposten 'Treuhandverbindlichkeiten' (P4) sind ausschließlich Refinanzierungsmittel ausgewiesen, die wir im eigenen Namen für fremde Rechnung halten. Bei diesen handelt es sich um Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 103.465 EUR (Vorjahr: 145.689 EUR) enthalten.

Angaben zum Posten Nachrangige Verbindlichkeiten:

Im Geschäftsjahr fielen Aufwendungen in Höhe von 231.329 EUR an.

Mittelaufnahmen, die 10 % des Gesamtbetrages der nachrangigen Verbindlichkeiten übersteigen, erfolgten zu folgenden Bedingungen:

Betrag Währung Zinssatz Fälligkeit
Nachrangige Einlage mit fester Laufzeit 5.000.000 EUR 1,15 04.05.2030
Nachrangige Einlage mit fester Laufzeit 2.500.000 EUR 1,45 07.04.2031
Nachrangiges Schuldscheindarlehen 5.000.000 EUR 1,95 22.01.2031

Eine vorzeitige Rückzahlungsverpflichtung ist ausgeschlossen. Die Nachrangigkeit der Verbindlichkeit ist wie folgt geregelt:

Die aufgeführten Verbindlichkeiten sind im Falle der Insolvenz oder der Liquidation der Bank erst nach Befriedigung aller nicht nachrangigen Gläubiger zurückzuzahlen. Etwaige Ansprüche der nachrangigen Gläubiger sind untereinander gleichrangig.

Für die nachrangigen Verbindlichkeiten gelten die folgenden wesentlichen Bedingungen: Die mit den Gläubigern der nachrangigen Verbindlichkeiten getroffenen Nachrangabreden erfüllen die Voraussetzungen für die Anerkennung als Eigenmittel gemäß Art. 63 CRR. Die Restlaufzeit der nachrangigen Verbindlichkeiten liegt zwischen 1 und 7 Jahren. Die nachrangigen Verbindlichkeiten sind mit Zinssätzen von 0,71 % bis 3,5 % ausgestattet.

In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:

Verbindlichkeiten gegenüber
Beteiligungsunternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) 285.479.752 230.930.075
Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 1.037.035 2.011.952

Die unter dem Passivposten Gezeichnetes Kapital ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:

Geschäftsguthaben EUR
a) der verbleibenden Mitglieder 23.046.700
b) der ausscheidenden Mitglieder 773.900
c) aus gekündigten Geschäftsanteilen 121.600
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile EUR 0

Die Ergebnisrücklagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Gesetzliche Rücklage
EUR
Andere Rücklagen
EUR
Stand 1. Januar 2024 16.600.000 27.505.158
Einstellungen
- aus Bilanzgewinn des Vorjahres 0 58.319
- aus Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 100.000 100.000
Stand 31. Dezember 2024 16.700.000 27.663.477

Der Vorstand schlägt vor, den Jahresüberschuss sowie der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vorwegzuweisungen in die gesetzlichen Rücklagen (100.000,00 EUR) und die anderen Ergebnisrücklagen (100.000,00 EUR) wie folgt zu verwenden:

EUR
Ausschüttung einer Dividende auf Geschäftsguthaben von 3,000 % 661.913,46
Zuweisung zu den gesetzlichen Rücklagen 0,00
Zuweisung zu den anderen Ergebnisrücklagen 52.211,06
Insgesamt 714.124,52

In Bezug auf die Gesamttätigkeit der Bank

- sind die folgenden Eventualverbindlichkeiten (Vermerkposten 1 unter dem Bilanzstrich) von wesentlicher Bedeutung:

Art der Eventualverbindlichkeiten EUR
Bürgschaften gegenüber Nichtbanken (5 Kreditnehmer) 10.317.358

- sind die folgenden Anderen Verpflichtungen (Vermerkposten 2 unter dem Bilanzstrich) von wesentlicher Bedeutung:

Art der Verbindlichkeit EUR
unwiderrufliche Kreditzusagen gegenüber Nichtbanken (13 Kreditnehmer) 47.994.792

In den Schulden und Eventualverbindlichkeiten sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 1.087.657 EUR enthalten.

Der aus der Bewertung von Altersversorgungsverpflichtungen nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag entfällt, da sich im Geschäftsjahr erstmalig ein negativer Unterschiedsbetrag von 54.385 EUR ergibt.

Termingeschäfte und derivative Finanzinstrumente Nichthandelsbestand

Zum Bilanzstichtag bestanden noch nicht abgewickelte Zinsswaps des Nichthandelsbestands.

Die Zinsderivate wurden ausschließlich als Sicherungsinstrumente im Rahmen der Steuerung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos im Bankbuch (Aktiv/Passiv-Steuerung) abgeschlossen.

In der nachfolgenden Tabelle sind die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Derivategeschäfte des Nichthandelsbestands zusammengefasst (§ 36 RechKredV bzw. § 285 Nr. 19 HGB). Neben der Gliederung nach Produktgruppen wird die Fälligkeitsstruktur auf Basis der Nominalbeträge dargestellt. Die beizulegenden Zeitwerte werden ohne rechnerisch angefallene Zinsen angegeben ('clean prices').

Nominalbetrag Beizulegen- Beizulegen-
Angaben
in TEUR
Restlaufzeit der Zeitwert der Zeitwert
bis 1 Jahr üb.1-5 J. über 5 J. Summe positiv negativ
Zinsbezogene Geschäfte
OTC-Produkte
Zins-Swaps (gleiche Währung) 0,0 15.000,0 69.100,0 84.100,0 572,0 220,0

Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erfolgte bei Zinsswap-Vereinbarungen durch Diskontierung der zukünftigen erwarteten Zahlungsströme auf den Abschlussstichtag.

Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:

Passivposten Zur Sicherheit übertragene Vermögensgegenstände Gesamtbetrag
in EUR
1b. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Abtretung von Forderungen bzw. Sicherheiten 127.961.275
Posten unter dem Strich bzw. außerhalb der Bilanz
Derivate (Zinsswaps) 5.000.000

II. Gewinn- und Verlustrechnung

Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, die für die Gesamttätigkeit von wesentlicher Bedeutung sind, resultieren insbesondere aus der Vermittlung von Krediten, Immobilien und Versicherungsverträgen.

Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage nicht unwesentlich sind, sind enthalten in den Posten:

Sonstige betriebliche Erträge EUR
Mieteinnahmen 818.789
Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen - periodenfremd 119.133
Sonstige betriebliche Aufwendungen EUR
Vermittlungskosten Vermietungen 111.780

In den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind, soweit nicht vorstehend erläutert, folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:

EUR
Sonstige Steuern (Umsatzsteuernachzahlung) 125.355

E. Sonstige Angaben

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Im Geschäftsjahr beliefen sich die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats auf 58.133 EUR und der früheren Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene auf 938.560 EUR.

Für frühere Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene bestehen zum 31.12.2024 Pensionsrückstellungen in Höhe von 8.564.704 EUR.

Am Bilanzstichtag betrugen die gewährten Vorschüsse und Kredite sowie die eingegangenen Haftungsverhältnisse für

EUR
Mitglieder des Vorstands 3.126
Mitglieder des Aufsichtsrats 39.929

Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht als Haftungsverhältnisse anzugeben, jedoch für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind bestehen in Form von Garantieverpflichtungen gegenüber der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (Garantieverbund) in Höhe von 3.277.456 EUR.

Ferner besteht eine Beitragsgarantie gegenüber dem institutsbezogenen Sicherungssystem der BVR Institutssicherung GmbH. Diese betrifft Jahresbeiträge zum Erreichen der Zielausstattung bzw. Zahlungsverpflichtungen, Sonderbeiträge und Sonderzahlungen falls die verfügbaren Finanzmittel nicht ausreichen, um die Einleger eines dem institutsbezogenen Sicherungssystem angehörigen CRR-Kreditinstituts im Entschädigungsfall zu entschädigen, sowie Auffüllungspflichten nach Deckungsmaßnahmen.

Gemäß Teil 8 der CRR (Art. 433c Abs. 2 CRR) offenzulegende Inhalte sind zum Teil im Lagebericht enthalten. Wir beabsichtigen die weiteren Angaben in einem separaten Offenlegungsbericht zu machen und auf unserer Homepage zu veröffentlichen.

Die Zahl der im Jahr 2024 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte
Kaufmännische Mitarbeiter 94,50 78,75
Gewerbliche Mitarbeiter 3,25 11,75
97,75 90,50

Außerdem wurden durchschnittlich 12,25 Auszubildende beschäftigt.

Mitgliederbewegung im Geschäftsjahr Anzahl der Mitglieder Anzahl der Geschäftsanteile
Anfang 2024 19.969 429.216
Zugang 2024 451 50.002
Abgang 2024 757 18.284
Ende 2024 19.663 460.934
Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich im Geschäftsjahr vermehrt um EUR 1.585.900
Höhe des Geschäftsanteils EUR 50 Höhe der Haftsumme EUR 0

Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

Türkenstraße 22 - 24

80333 München

Mitglieder des Vorstands:

René Schinke, Geschäftsleiter, Ressort Marktbereich

Oliver Winter, Geschäftsleiter, Ressort Betriebsbereich

Mitglieder des Aufsichtsrats:

Bernhard Kerler (Vorsitzender), Erster Bürgermeister Gemeinde Bad Grönenbach

Thomas Vogt (stv. Vorsitzender), Steuerberater, Partner bei der Steuerkanzlei Ritter Vogt & Lindau

Brigitte Müller, Geschäftsführerin der Müller & Kollegen Steuerberatungsgesellschaft mbH & Co. KG

Birgit Steinle, angestellte Sozialpädagogin B.A. bei der Regens-Wagner-Stiftung in Lautrach

Georg Paulus, Landwirtschaftsmeister

Maximilian Mai, angestellter Gesundheitsökonom (M.Sc.) am Klinkum Memmingen AöR

 

Memmingen, 28. April 2025

VR-Bank Memmingen eG

Der Vorstand

gez. Oliver Winter

gez. René Schinke

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die VR-Bank Memmingen eG, Memmingen

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der VR-Bank Memmingen eG (im Folgenden "Genossenschaft") - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Genossenschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Genossenschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Genossenschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO i. V. m. §§ 55 Abs. 2, 38 Abs. 1a GenG, dass alle bei uns beschäftigten Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

Bewertung Kundenforderungen

Unsere Darstellung der besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:

a) Sachverhalt und Problemstellung

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Bewertung Kundenforderungen

a) Sachverhalt und Problemstellung

Die Forderungen an Kunden, saldiert mit den gebildeten Risikovorsorgen, belaufen sich auf 893,0 Mio. EUR. Dies entspricht 64,1 % der Bilanzsumme. Zudem bestehen unwiderrufliche Kreditzusagen in Höhe von 114,9 Mio. EUR sowie Eventualverbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen in Höhe von 17,0 Mio. EUR.

Die Identifizierung von Wertminderungen und die Ermittlung von Einzelwertberichtigungen sowie die Bemessung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und unwiderrufliche Kreditzusagen unterliegen wesentlichen Schätzungsunsicherheiten und Ermessensspielräumen. Das Risiko für den Jahresabschluss liegt darin, dass Wertberichtigungsbedarf nicht rechtzeitig identifiziert wird bzw. die Höhe der Wertberichtigung von der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der jeweiligen Kreditnehmer sowie von der Bewertung der Kreditsicherheiten beeinflusst wird. Daher ist die zutreffende Bewertung der Kundenforderungen für den Jahresabschluss und insbesondere die Ertragslage von entscheidender Bedeutung und stellt nach unserer Einschätzung einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt dar.

b) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse

Wir haben zunächst beurteilt, ob die für die Bewertung der Kundenforderungen relevanten Prozesse der Genossenschaft derart ausgestaltet sind, dass akute Risiken mit hinreichender Sicherheit rechtzeitig erkannt werden und gegebenenfalls eine Risikovorsorge in ausreichendem Umfang gebildet wird. In Folge haben wir uns von der Funktionsfähigkeit der Regelungen bzw. Prozesse überzeugt. Hierbei stellen wir auf die eingerichteten relevanten Kontrollen der Genossenschaft ab. Des Weiteren haben wir umfangreiche analytische Prüfungshandlungen bzw. Datenanalysen durchgeführt. Dabei wurde der Datenbestand der Genossenschaft in Hinblick auf vordefinierte Prüfkriterien ausgewertet. In diesem Zuge wurden u.a. Auswertungen zur Datenqualität bei den Ratings, zu Forbearance-Maßnahmen sowie allgemeinen Auffälligkeiten (z.B. bei den Sicherheiten oder den Konditionen) sowie zu möglicherweise von den wirtschaftlichen Entwicklungen des Geschäftsjahres stark betroffenen Kreditnehmern durchgeführt. Hierauf aufbauend haben wir bewusst ausgewählte Kreditengagements hinsichtlich der Notwendigkeit und - soweit erforderlich - der Angemessenheit einer Risikovorsorge einer Einzelfallprüfung unterzogen. Bei der Auswahl haben wir insbesondere Kreditengagements berücksichtigt, die von den rückläufigen Konjunkturaussichten, von der die Zins- und der Preisentwicklung (z.B. Energie) und dem damit veränderten Konsumverhalten betroffen sind.

c) Verweis auf weitergehende Informationen

Weitere Angaben der Genossenschaft zur Bilanzierung und Bewertung von Forderungen im Kreditgeschäft sind im Anhang im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden enthalten. Darüber hinaus enthält der Lagebericht Ausführungen zu den Kreditstrukturen und Verfahren der Risikoerkennung.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter und der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichts - ohne weitere Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kreditgenossenschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Genossenschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 53 Abs. 2 GenG, §§ 340k, 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Genossenschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Genossenschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Genossenschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Genossenschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Genossenschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit dem Aufsichtsrat unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber dem Aufsichtsrat eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihm alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit dem Aufsichtsrat erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir sind als zuständiger Prüfungsverband gesetzlicher Abschlussprüfer der Genossenschaft.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit unserer Berichterstattung an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO i. V. m. § 58 Abs. 3 GenG (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Bei uns beschäftigte Personen, die das Ergebnis der Prüfung beeinflussen können, haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht der geprüften Genossenschaft angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für die geprüfte Genossenschaft bzw. für die von dieser beherrschten Unternehmen erbracht:

Prüfung des Depot- und Wertpapierdienstleistungsgeschäfts nach § 89 WpHG

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Tobias Blässing

 

München, 19. Mai 2025

Genossenschaftsverband Bayern e.V.

gez. Walter Friedrich, Wirtschaftsprüfer

gez. Tobias Blässing, Wirtschaftsprüfer

Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 25. Juni 2025 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.

BaFin - Instituts - Nummer: 101499

Anlage zum Jahresabschluss gemäß § 26a Abs. 1 Satz 2 KWG zum 31. Dezember 2024

("Länderspezifische Berichterstattung")

Die VR-Bank Memmingen eG hat keine Niederlassungen im Ausland. Sämtliche nachfolgenden Angaben entstammen dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 und beziehen sich ausschließlich auf ihre Geschäftstätigkeit als regional tätige Kreditgenossenschaft in der Bundesrepublik Deutschland. Die Tätigkeit der VR-Bank Memmingen eG besteht darin, Einlagen oder andere rückzahlbare Gelder von Privat- und Firmenkunden entgegenzunehmen und Kredite für eigene Rechnung zu gewähren.

Die VR-Bank Memmingen eG definiert den Umsatz aus der Summe folgender Komponenten der Gewinn- und Verlustrechnung nach HGB: Zinserträge, Zinsaufwendungen, laufende Erträge aus Aktien etc., Erträge aus Gewinngemeinschaften etc., Provisionserträge, Provisionsaufwendungen und sonstige betriebliche Erträge. Der Umsatz beträgt für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2024 37.461 TEUR.

Die Anzahl der Lohn- und Gehaltsempfänger in Vollzeitäquivalenten zum Jahresende beträgt 146.

Der Gewinn vor Steuern beträgt 10.826 TEUR.

Die Steuern auf Gewinn betragen 2.254 TEUR und betreffen laufende Steuern.

Die VR-Bank Memmingen eG hat im Geschäftsjahr keine öffentlichen Beihilfen erhalten.

Registerdokumente

Originalauszüge und Gesellschaftsdokumente als PDF oder XML in Ihre Anwendung einbinden.

GET/v1/fetch-document
Dokumenten-API ansehen
  • Aktueller Auszug (AD) PDF
  • Chronologischer Auszug (CD) PDF
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML) XML
  • Gesellschafterliste PDF
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag PDF

Weitere Unternehmen entdecken

Handelsregister-API · MCP

Unternehmensdaten direkt im AI-Chat

Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.

MCP-Dokumentation

Assistent verbinden

  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von VR-Bank Memmingen eG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: a143a6d21291cdf25dd7a2ae357f1854",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Dieses Unternehmen abfragen

Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von VR-Bank Memmingen eG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

entity_ida143a6d21291cdf25dd7a2ae357f1854