aktiv Rechtsform GmbH

Willy Bogner GmbH

München ·HRB 280214 München

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Neumarkter Straße 75
81673 München
Handelsregister
HRB 280214, München
Eintragungsdatum
4. November 2022
Branche
Herstellung von Sportgeräten
Großhandel mit Sportartikeln und -zubehör
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Bekleidung und Bekleidungszubehör
Eingetragenes Kapital
5.628.660,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von und mit Bekleidung, insbesondere Sportmoden, aller Art; die Herstellung, der Vertrieb und der Handel von und mit Accessoires, Lederwaren, Schuhen, Brillen und Brillenfassungen, Sportgeräten, Schmuckgegenständen, kosmetischen Erzeugnissen und allen Produkten, die geeignet sind, das Sortiment zu ergänzen, oder diesem zu dienen; der Betrieb von Einzelhandelsgeschäften, der Betrieb von Outlets, die Veranstaltung und der Verkauf von Reisen; Dienstleistungen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens zusammenhängen

Finanzen

Umsatz 2025
130,07 Mio. €
Bilanzsumme 2025
148,67 Mio. €
Jahresergebnis 2025
3,11 Mio. €
2 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2025
Aktivseite 148,67 Mio
  • Anlagevermögen 36,7 % 54,54 Mio
  • Umlaufvermögen 18,6 % 27,67 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,0 % 1,42 Mio
Passivseite 148,67 Mio
  • Verbindlichkeiten 47,6 % 70,81 Mio
  • Eigenkapital 36,5 % 54,27 Mio
  • Rückstellungen 15,6 % 23,22 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 375,7 k
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Bilanzdaten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2025
Erträge 138,99 Mio
  • Umsatzerlöse 93,6 % 130,07 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 2,0 % 2,76 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,8 % 2,54 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,9 % −1,30 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,9 % 1,26 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,8 % 1,05 Mio
Aufwendungen 130,76 Mio
  • Materialaufwand 46,6 % 60,97 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 22,1 % 28,92 Mio
  • Personalaufwand 20,7 % 27,07 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahmen 5,5 % 7,17 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 4,3 % 5,61 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 % 1,01 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 3,11 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 3,11 Mio
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GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Arne Michael Freundt seit 2026 Geschäftsführer
  • Frank Wiesner seit 2025 Geschäftsführer
  • Elke Gross seit 2022 Prokura
  • Juliane Drerup-Hero seit 2022 Prokura
3 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

1 mit ≥ 25 %
40,0 % identifiziert 60,0 % nicht identifiziert
  • W**** B***** ≥25% 37,5 %
1 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2026
  2. 25.08.
    Austritt einer Position
    Daniel Hiendlmeier · Geschäftsführer
  3. 11.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    Arne Michael Freundt · Geschäftsführer
  4. 2025
  5. 20.11.
    Satzungsänderung
    Willy Bogner GmbH
  6. 08.10.
    Zweigniederlassung eingetragen
    Willy Bogner GmbH
  7. 04.09.
    Satzungsänderung
    Willy Bogner GmbH
  8. 18.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Frank Wiesner · Geschäftsführer
  9. 18.02.
    Austritt einer Position
    Frank Wiesner · Gesamtprokura
  10. 23.01.
    Austritt einer Position
    Gerrit Schneider · Geschäftsführer
18 weitere Events inklusive aller Details API-Key holen →

Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

3 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2025 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2024 Jahresabschluss Volltext

Willy Bogner GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.03.2024

Zusammengefasster Bericht über die Lage für das Geschäftsjahr 1. April 2023 - 31. März 2024

1 Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Willy Bogner GmbH sowie die Willy Bogner GmbH Gruppe (nachfolgend als BOGNER bezeichnet) ist ein deutsches Traditionsunternehmen, das seit mehr als 90 Jahren als Pionier im Sports Fashion Segment steht und durch die Kombination von Sport, Mode und hoher Qualität eine besondere Stellung auf den globalen Luxus-Märkten eingenommen hat.

Der Vertrieb der Marke BOGNER mit den Kollektionen Active Sports, Ready-to-Wear und Kids sowie der Marke FIRE+ICE erfolgt weltweit in 55 Ländern und über rund 900 Handelspartner, darunter 90 BOGNER Stores (32 selbst betriebene Geschäfte, darunter 3 Concession Stores und 11 Outlets sowie 58 Partner Stores). Seit den 2000er Jahren betreibt BOGNER zudem einen eigenen Online-Flagshipstore und hat damit frühzeitig die Voraussetzungen für eine starke Online-Präsenz geschaffen.

Zusätzlich zum Vertrieb der von Designern entwickelten Sommer- und Winterkollektionen gehört die Vergabe von Lizenzen für die Herstellung und den Vertrieb von hauptsächlich nicht-textilen Produkten (u.a. Schuhe, Taschen, Ski, Skihelme, Skihandschuhe, Eyewear, Golfbekleidung in Südkorea sowie Kosmetik) zum Geschäftsmodell des Unternehmens.

1.2 Ziele und Strategien

Die Vision von BOGNER „Own Sports Fashion“ steht an erster Stelle. BOGNER setzt auf die unverkennbare Marken-DNA, innovative Produkte und eine durchdachte Vertriebsstrategie, um sich weiter als führende Marke im Luxus-Sportmoden-Segment zu etablieren und ein nachhaltiges Wachstum zu sichern. Unverändert verfolgt das Unternehmen eine Strategie der Internationalisierung, in dem es die Vertriebskanäle Online und Wholesale ausbaut und zusätzlich vereinzelt eigene Stores sowie Partner Stores in wichtigen Fashion-Metropolen weltweit eröffnet. Gleichzeitig soll der verstärkte Fokus auf die drei Produktkategorien Outerwear, Jersey/Sweat und Knitwear die Begeisterung für die Produkte weltweit steigern. Für die einzelnen Marken und Kollektionen gelten in diesem Kontext jeweils spezifische Strategieansätze.

BOGNER vereint Funktion und Design in seinen Kollektionen Active Sports und Ready-to-Wear und positioniert sich im Accessible Luxury Market. Die Ski- und Golfkollektionen bestehen aus innovativen, hochfunktionalen Materialien, die sich sowohl für verschiedene Sportarten als auch den Alltag eignen. Die Fashionkollektion spricht Kunden mit einer klaren sportiven Casual-Ausrichtung an, und das Ziel ist es, die beiden Kollektionen unter dem Konzept "Luxury Sports Fashion" zu vereinen. Dabei setzt BOGNER auf hochwertige Materialien, innovative Designs und präzise Verarbeitung, um den urbanen Luxus und die Sportlichkeit widerzuspiegeln, für die BOGNER bekannt ist. Die Kollektion richtet sich an eine anspruchsvolle Zielgruppe, die Qualität und Stil schätzt.

FIRE+ICE verkörpert eine dynamische Ästhetik und einen urbanen Lebensstil. Die Kollektion vereint funktionale Outdoor-Bekleidung mit zeitgemäßem Design und urbanem Flair. Sie spricht eine Zielgruppe an, die einen aktiven Lebensstil pflegt und Mode mit Leistung und Stil kombiniert. FIRE+ICE positioniert sich im Affordable Luxury Market.

Das Lizenzgeschäft nutzt strategisch die Stärke der Marke BOGNER für ausgewählte Produktgruppen. Dabei werden Lizenzen nur an Partner vergeben, die die Positionierung der Marke BOGNER als Luxury Sports Fashion unterstützen. Neben den Lizenzgebühren tragen die erweiterte Marktdurchdringung von BOGNER-Produkten sowie die Kommunikationsleistungen der Partner maßgeblich zur Bedeutung dieses Geschäftsmodells für das Unternehmen bei.

Der Umsatz des Willy Bogner GmbH Konzerns stellt sich dabei wie folgt dar: BOGNER Ready-to-Wear (38%), BOGNER Active Sports (33%), FIRE+ICE (23%), BOGNER Licenses (5%) und BOGNER Kids (1%). Der Gesamtmarkenumsatz mit Endkunden direkt oder indirekt über Partner liegt dabei entsprechend höher.

2 Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Jahr 2023 war die Weltwirtschaft weiterhin von dem Russland-Ukraine-Konflikt geprägt. Die damit einhergehenden Verwerfungen auf den weltweiten Rohstoffmärkten sorgten für eine starke Inflation von bis zu 10%. Nach Angaben des IWF (Internationaler Währungsfonds) ist die Weltwirtschaft im Jahr 2024 nur um +0,2% gewachsen (2023: +3,0%). Das stark unter der Prognose liegende Wachstum der Weltwirtschaft ist auf die Auswirkungen des Russland/Ukraine Konflikts, die steigende Inflation und den Nahost- Konflikt zurückzuführen.

Die anhaltende Inflation im europäischen als auch im nordamerikanischen Wirtschaftsraum haben zu einer weiteren Erhöhung der jeweiligen Leitzinssätze der Zentralbanken geführt. Die EZB hat ihren Leitzinssatz im Geschäftsjahr 2023/24 von 3,75% auf 4,5% erhöht. Ebenso fand von Seiten der FED eine Erhöhung von 5,0% auf 5,5% statt.

Im Jahr 2025 wird gemäß der ifo Konjunkturprognose aus dem Frühjahr 2024 ein Wachstum der Weltwirtschaft von 1,5% prognostiziert.

Auch die USA leiden im 1. Quartal 2024 unter einem langsamen Wirtschaftswachstum, das gemäß dem US Bureau of Economic Analysis mit 1,6% deutlich unter der Prognosen von 2,4% liegt. Durch die weitere Zinserhöhung der FED sollte die Inflation bekämpft werden. Die Wirtschaftsentwicklung betrug laut IWF Word Economic Outlook vom April 2024 im Jahr 2023 2,5% während im Jahr 2024 prognostizierte 2,7% und im Jahr 2025 1,9% erwartet werden.

China hatte gemäß Einschätzung des IWFs aus Mai 2024 das niedrigste Wachstum seit 4 Jahrzehnten. Für 2024 wird von einem Wachstum der chinesischen Wirtschaft von 5,0% (2023: 5,2%) ausgegangen.

Branchenentwicklung

Laut dem McKinsey-Bericht „The State of Fashion 2024“ ist der Luxury Fashion Market trotz der globalen Herausforderungen mit Blick auf die Weltwirtschaft stabil und es wird für die kommenden Jahre mit einer weiteren positiven Entwicklung und einem Wachstum von bis zu 5% gerechnet.

BOGNER ist dabei bestens im Accessible & Affordable Luxury Market für das weitere Wachstum positioniert und China dürfte gemäß dem McKinsey-Bericht im Jahr 2024 das größte Wachstumspotenzial haben, da sich Europa und Nordamerika noch von der Inflation erholen.

2.2 Marketing und Vertrieb

BOGNER arbeitet weiterhin aktiv an einer strategischen Weiterentwicklung und Harmonisierung der Marktpräsenz in den Kernmärkten Europa, USA und China. Im Zuge dessen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr u.a. in New York, Los Angeles, London, sowie in Frankreich neue Stores eröffnet. Zukünftig plant BOGNER die Eröffnung neuer Partner Stores sowie die Expansion des Einzelhandelsnetzes in strategisch wichtigen Regionen. Parallel dazu setzt BOGNER strategische Optimierungen an der Online Präsenz um, damit der digitale Absatz weiter zu organischen Wachstumskurven führen wird. Die Strategie sieht dabei die weitere Integration und Harmonisierung von Wholesale, Retail und Digital vor, um einen erstklassigen Omnichannel-Markenauftritt global zu etablieren. BOGNER wird auch weiterhin intensiv mit Markenbotschaftern zusammenarbeiten und insbesondere im professionellen, alpinen Skisport die DNA der Marke pflegen. So ist BOGNER seit vielen Jahren Ausrüster des deutschen alpinen Skiverbands und prägt damit den Auftritt der besten deutschen alpinen Skiathleten maßgeblich.

2.3 Beschaffung und Lieferbereitschaft

BOGNER bezieht seine Waren auf nahezu allen für hochwertige Produkte relevanten Märkten Europas, des Mittelmeerraums und Asiens. Die Herausforderung besteht dabei darin, die hochwertigen BOGNER-Produkte in der erforderlichen Qualität, in exklusiven Mengen, zum richtigen Zeitpunkt und zu einem marktgerechten Preis zu liefern. Es werden alle erforderlichen produktionstechnischen Mischformen, von der Lohnveredelung bis zum Vollgeschäft, genutzt. Die intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten und die Betreuung in den Fertigungsbetrieben vor Ort dienen dazu, die hohe Qualität zu gewährleisten sowie Risiken der Beschaffung zu begrenzen.

BOGNER fertigt nach wie vor einen erheblichen Anteil seiner Sport- und FIRE+ICE-Produkte im asiatischen Raum. Dies bedeutet, dass eine hohe Konzentration auf diese Region besteht, was durch die Tatsache verstärkt wird, dass das Know-how zur Fertigung der hochwertigen Ski-Kollektion auf anderen Beschaffungsmärkten, wie beispielsweise Europa, nur bedingt vorhanden ist. Möglichen Risiken wird durch eine sehr stabile, langjährige und intensive Zusammenarbeit mit den Lieferanten entgegengewirkt. Vietnam, China und die Türkei bilden für BOGNER dabei die wichtigsten Produktionsstandorte. Es bleibt eine entscheidende Herausforderung für die Beschaffung und die langfristige Strategie, das Beschaffungsrisiko durch enge Kooperationen und Streuung auf unterschiedliche Regionen zu begrenzen.

Die hohe Komplexität der BOGNER-Produkte macht es zwingend erforderlich, die notwendigen Kernkompetenzen der Schnittentwicklung und Verarbeitungstechnik konsequent mit internen Ressourcen & Know-how weiterzuentwickeln und nur begrenzt und in Teilbereichen an externe Dienstleister zu verlagern. Bei BOGNER werden fortlaufend im funktional-technischen Bereich Produkte weiterentwickelt, die große Herausforderungen in der Verarbeitung und Produktion mit sich bringen.

2.4 Supply-Chain - Logistik

Die zentrale Logistikplattform in Deutschland mit der Qualitätskontrolle, der Lagerung von Rohmaterial und fertigen Erzeugnissen und der Abwicklung des Im- und Exportes spielt eine zentrale Rolle bei der reibungslosen Warenversorgung innerhalb des Unternehmens. Bereits im Jahr 2021 konnten zentrale Logistikdienstleistungen an einen externen Dienstleister ausgelagert werden.

Über die Logistikplattform wird die gesamte zu liefernde Ware der Willy Bogner GmbH (Muttergesellschaft) bewegt. Für den nordamerikanischen Markt erfolgt die Lieferung direkt von den weltweiten Lieferanten an die Bogner of America Inc., USA. Ein globales durchgängiges Qualitätsmanagement, von der Rohmaterialbeschaffung über die Auswahl und Betreuung der Lieferanten bis zur konsequenten Qualitätsprüfung, sichert weiterhin den BOGNER-Qualitätsstandard.

2.5 Information Technologies - IT

BOGNER nutzt entlang der Wertschöpfungskette eine umfangreiche IT-Landschaft.

Dabei wird Wert auf die Datensicherheit und auf die Sicherung der Rund-um-die-Uhr-Verfügbarkeit der IT-Systeme gelegt. Um den umfangreichen Anforderungen des Datenschutzes gerecht zu werden, fungiert ein Datenschutzbeauftragter als Kontrollinstanz. Einen großen Stellenwert nimmt dabei der Schutz unserer Kundendaten ein. Um den datenschutzrechtlichen Anforderungen zu entsprechen, werden alle relevanten Prozesse und Systeme regelmäßig auf ihre Eignung hin überprüft. Zusätzlich wird die IT-Infrastruktur regelmäßig mit einem externen IT-Sicherheitsdienstleister aktualisiert, um gegen mögliche Cyberangriffe geschützt zu sein.

2.6 Mitarbeitende

Um die Wachstumsstrategie durch eine ausgewogene Belegschaftsstruktur nachhaltig abzusichern, engagiert sich BOGNER unverändert in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung. Zum Geschäftsjahresende wurden im Konzern 24 junge Menschen zu Änderungs- und Modeschneidern, Einzelhändlern, Industriekaufleuten, Informatikkaufleuten, Handelsfachwirten und als Bachelors Textilmanagement ausgebildet.

Die Führungsverantwortlichen nehmen regelmäßig an Schulungs- und Coaching-Programmen teil. Das Weiterbildungsprogramm sieht fachliche und persönliche Unterstützung für Mitarbeitende aller Hierarchiestufen vor.

3 Darstellung der Lage

3.1 Willy Bogner GmbH (Jahresabschluss)

3.1.1 Umsatz- und Ertragslage der Willy Bogner GmbH

Der um Erlösschmälerungen und Ausgangsfrachten bereinigte Umsatz der Willy Bogner GmbH lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 126,1 Mio. EUR und damit 19,9 Mio. EUR über dem Vorjahr (106,2 Mio. EUR). Wachstumstreiber war dabei das Geschäft mit Wholesale Partnern in Europa.

Nach Abzug der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Leistungen i.H.v. 58,1 Mio. EUR (Vorjahr: 56,3 Mio. EUR) verbleibt ein Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderungen abzgl. Materialaufwand zzgl. sonstige betriebliche Erträge) von 70,7 Mio. EUR nach 66,9 Mio. EUR im Vorjahr. Die Rohergebnisquote (Rohertrag/Umsatzerlöse) reduzierte sich somit auf 56,1% nach 63,0% im Vorjahr. Die niedrigere Rohergebnisquote lässt sich unter anderem auf die im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin hohen Rohstoffpreise und Frachtkosten zurückführen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge (4,5 Mio. EUR) beinhalteten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2,4 Mio. EUR sowie aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,6 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Erträge des Vorjahres (11,5 Mio. EUR) waren durch Kurserträge i.H.v. 5,5 Mio. EUR, durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 2,1 Mio. EUR und die Veräußerungen von Finanzanlagevermögen in Höhe von 1,9 Mio. EUR geprägt.

Der Personalaufwand lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 27,0 Mio. EUR (Vorjahr: 26,9 Mio. EUR). Die Abschreibungen betrugen wie im Vorjahr 1,6 Mio. EUR. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 28,4 Mio. EUR (Vorjahr 33,7 Mio. EUR). Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf Kosteneinsparungen in allen Bereichen zurückzuführen.

Das EBIT für das Geschäftsjahr belief sich auf 13,8 Mio. EUR (Vorjahr 4,7 Mio. EUR).

Die Zinserträge beliefen sich auf 1,3 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR), die Zinsaufwendungen auf 5,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR).

Im Finanzergebnis ist zudem der Aufwand von 9,4 Mio. EUR (Vorjahr: 1,3 Mio. EUR) aus der Übernahme des Verlustes der Bogner Commerce GmbH gemäß Gewinnabführungsvertrag enthalten.

Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit 1,0 Mio. EUR ein um 5,5 Mio. EUR geringeres Ergebnis nach Steuern erwirtschaftet (Vorjahr: 6,5 Mio. EUR). Die Verringerung des Ergebnisses nach Steuern ist vor allem auf den Ergebniseffekt aufgrund der Übernahme des Verlusts der Bogner Commerce GmbH zurückzuführen.

Die Willy Bogner GmbH konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen, die langfristige Marken- und Vertriebsstrategie zeigt Wirkung.

3.1.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

In den Prognoseberichten des zusammengefassten Lageberichts des Vorjahres konnte eine Vorhersage hinsichtlich des Umsatzes aufgrund der Unsicherheiten durch den Russland/Ukraine Konflikt nur in Bandbreiten getroffen werden. Im Geschäftsjahr 2023/24 wurde ein Umsatzwachstum von +2,5%-+7,5% im Vergleich zum Vorjahresumsatz prognostiziert. Diese Prognose konnte mit einem Wert von 18,8% deutlich übertroffen werden.

Für das Ergebnis (vor Steuern) wurde mit einem Wert zwischen 2,0 Mio. EUR und 7,0 Mio. EUR gerechnet. Das Ergebnis (vor Steuern) von 1,4 Mio. EUR liegt damit deutlich unter der prognostizierten Bandbreite.

3.1.3 Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der Willy Bogner GmbH hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,4 Mio. EUR auf 150,8 Mio. EUR reduziert. Das Anlagevermögen ist hierbei mit einem Bestand von 54,8 Mio. EUR zum 31. März 2024 nach einem Wert von 55,6 Mio. EUR im Vorjahr gesunken. Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um 0,4 Mio. EUR auf 5,4 Mio. EUR reduziert. Die Veränderung im Sachanlagevermögen von 0,3 Mio. EUR auf 4,2 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr ist vor allem auf die Abschreibung der Betriebs- und Geschäftsausstattung zurückzuführen. Das Finanzanlagevermögen hat sich um 0,2 Mio. EUR auf 45,1 Mio. EUR reduziert. Die Reduzierung ist auf die Verschmelzung der Bogner Sport GmbH zurückzuführen.

Die Vorräte sind im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Mio. EUR auf einen Wert von 15,6 Mio. EUR gesunken. Materialien und fertige Erzeugnisse sind mit entsprechenden Abschlägen versehen. Die Bewertungsmaßstäbe bei der Willy Bogner GmbH wurden hierbei vorsichtig auf Basis der Abverkaufsquoten angesetzt.

Der Forderungsbestand aus Lieferungen und Leistungen lag durch ein verbessertes Forderungsmanagement zum Abschlussstichtag mit 5,3 Mio. EUR um 0,8 Mio. EUR unter dem Stand zum Vorjahresultimo in Höhe von 6,1 Mio. EUR. Die sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich zum Bilanzstichtag auf 2,5 Mio. EUR und beinhalten u.a. geringer erwarteter Steuererstattungen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 3,4 Mio. EUR verringert und betragen zum 31. März 2024 28,5 Mio. EUR. Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen reduzierte sich auf 62,3% (Vorjahr 63,0%).

Das Eigenkapital belief sich zum 31. März 2024 auf 51,2 Mio. EUR und liegt somit um 1,0 Mio. EUR über dem Vorjahreswert von 50,2 Mio. EUR. Der Anstieg ist auf den Jahresüberschuss des aktuellen Geschäftsjahres zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote ist von 32,1% auf 33,9% zum aktuellen Bilanzstichtag gestiegen.

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß versicherungsmathematischem Gutachten mit 11,5 Mio. EUR bilanziert und lagen um 0,9 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau. Die Reduzierung ist auf eine Verringerung der Anzahl der Anwartschaften zurückzuführen, die den Effekt des weiterhin gestiegenen Marktzinses überkompensierte.

Die sonstigen Rückstellungen befanden sich mit 14,3 Mio. EUR zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres um 2,6 Mio. EUR unter dem Vorjahresniveau von 16,9 Mio. EUR. In den sonstigen Rückstellungen sind überwiegend Rückstellungen für Retouren sowohl für externe Kunden als auch gegenüber dem Tochterunternehmen Bogner Commerce GmbH enthalten.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich auf 4,0 Mio. EUR nach 3,7 Mio. EUR im Vorjahr. Um 0,5 Mio. EUR verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind auf 19,2 Mio. EUR (Vorjahr 18,8 Mio. EUR) aufgrund von Verzinsungen gestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich zum Bilanzstichtag auf einen Wert von 37,5 Mio. EUR (Vorjahr: 40,4 Mio. EUR).

Die Fristenentsprechung von Kapitalverwendung und Kapitalherkunft ist unter Einbeziehung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen unverändert gewahrt. Allen erkennbaren Risiken in Vorräten und Forderungen wird durch ausreichend bemessene Abschläge Rechnung getragen.

3.1.4 Mitarbeitende in der Willy Bogner GmbH

Die Anzahl der Mitarbeitenden in der Willy Bogner GmbH betrug durchschnittlich 310 Personen (Vorjahr: 339).

3.1.5 Gesamtaussage

Die Willy Bogner GmbH konnte nach den von Covid-19 beeinflussten Vorjahren im Geschäftsjahr 2023/2024 eine erfreuliche Umsatzsteigerung von 18,8% erzielen. Durch die Begebung der Schuldverschreibung durch die Willy Bogner GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023, ist die Liquiditäts- und Kapitalausstattung sehr gut für das Geschäftsjahr 2024/2025 und darüber hinaus aufgestellt worden. Die Weiterentwicklung der Marken sowie die Wholesale Expansion in den Kernmärkten Europa, USA und China stehen weiter im Zentrum der Strategie.

3.2 Der BOGNER-Konzern

In den Konzernabschluss sind folgende Tochtergesellschaften einbezogen:

Die Bogner of America Inc., Burlington/USA, dient als Vertriebs- und Logistikgesellschaft für den nordamerikanischen Markt. Die Abwicklung des Onlinegeschäfts in den USA erfolgt wiederum über deren 100%ige Tochtergesellschaft Bogner Direct US LLC, Burlington/USA. Der Versand an die kanadischen Kunden erfolgt über deren 100%ige Tochtergesellschaft Bogner du Canada Inc., Cowansville, Quebec/Kanada. Die Gesellschaften verzeichneten im abgelaufenen Geschäftsjahr einen konsolidierten Umsatz von 24,7 Mio. EUR/26,7 Mio. USD (Vorjahr: 26,9 Mio. EUR/27,9 Mio. USD). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 0,4 Mio. EUR/0,5 Mio. USD (Vorjahr: 1,8 Mio. EUR/2,0 Mio. USD). Die BOA finanziert sich über den eigen generierten Cashflow. Trotzdem stehen für die Abwicklung der Herbst/Winter-Aufträge ausreichend Kreditlinien bei den lokalen Banken zur Verfügung. Zum 1. April 2024 wurde der Sitz der Gesellschaft Bogner of America Inc. Von Burlington/USA nach New York City/USA verlegt. Ebenfalls zum 1. April 2024 wurde die Tochtergesellschafter Bogner Direct US LLC, Burlington/USA per Up-Stream-Merger auf die 100% Mutter Bogner of America Inc. verschmolzen.

Die Bogner Commerce GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Willy Bogner GmbH. Sie betreibt Mono-Brand Retail Stores in repräsentativen Innenstadtlagen, Outlet-Standorten in Deutschland und in Österreich sowie den Onlinestore für Europa. Die verkauften Waren werden von der Willy Bogner GmbH bezogen. Ergänzend erfolgt der Vertrieb von Lizenzartikeln, die direkt von den Lizenzpartnern der Muttergesellschaft beschafft werden. Das Engagement im eigenen Retail ist integraler Bestandteil der Markenpräsentation von BOGNER am Endverbrauchermarkt und komplettiert neben dem Wholesale- und Online-Business das Portfolio der Absatzkanäle im Konzern. Die Finanzierung der Bogner Commerce GmbH erfolgt auch künftig durch die Muttergesellschaft, die Willy Bogner GmbH.

Die Bogner Vertriebsgesellschaft m.b.H, Salzburg, vertreibt BOGNER Produkte an Einzelhändler in Österreich. Im abgelaufenen Geschäftsjahr belaufen sich die Umsatzerlöse auf 6,2 Mio. EUR (Vorjahr: 5,7 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Steuern ist mit minus 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR) neutral.

Die Bogner Sport AG, Zürich, betreibt den Vertrieb von BOGNER Produkten an den Einzelhandel in der Schweiz und unterhält fünf Einzelhandelsgeschäfte in Zürich, St. Moritz, Zermatt, Landquart und Schönenwerd. Des Weiteren hat sie ein 100%iges Tochterunternehmen BHS Versandhandels AG, St, Gallen per 30.03.2023 von der Bogner Commerce GmbH erworben die anschließend per 01.01.2024 mit der Bogner Sport AG, Zürich fusioniert wurde.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte die Bogner Sport AG, Zürich, einen Umsatz von 14,4 Mio. EUR/13,8 Mio. CHF (Vorjahr: 14,2 Mio. EUR/14,1 Mio. CHF). Das Ergebnis vor Steuern der Gesellschaft beträgt im Geschäftsjahr minus 0,6 Mio. EUR/0,6 Mio. CHF (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR/0,8 Mio. CHF).

Die Bogner Asia Ltd., Hong Kong/China, beschäftigt sich als 100%iges Tochterunternehmen einerseits mit der Entwicklung der asiatischen Absatzmärkte und verfolgt andererseits den Geschäftszweck, die Muttergesellschaft bei der Beschaffung von BOGNER-Produkten auf dem asiatischen Beschaffungsmärkten zu unterstützen. Die Gesellschaft verzeichnete für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Umsatz von 2,6 Mio. EUR/2,8 Mio. USD (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR/1,9 Mio. USD), der primär das Wholesale-Business in Asien betrifft. Das Ergebnis von 0,1 Mio. EUR/0,2 Mio. USD der Gesellschaft war über Vorjahresniveau (Vorjahr: 0,1 Mio. EUR/0,1 Mio. USD). Das Eigenkapital der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr leicht im Plus mit 0,4 Mio. EUR. Es steht ausreichend Liquidität zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs zur Verfügung.

Die Bogner Eastern Europe LLC, Moskau, vertreibt BOGNER Produkte an Einzelhändler in der russischen Föderation. Als 100%ige Tochter der Willy Bogner GmbH betreut die Gesellschaft die zahlreichen russischen Kunden vor Ort und ist auch dort mit eigener Logistik und eigenem Lager vertreten. Damit ist die Bogner Eastern Europe LLC für die Abwicklung und Organisation des Imports der Waren verantwortlich und garantiert den russischen Abnehmern eine den strengen Vorschriften der russischen Behörden konforme Verzollung. Mit der Belieferung und Rechnungsstellung über die Bogner Eastern Europe LLC können russische Kunden die Waren in Rubel beziehen. Dieser Mehrwert für den russischen Absatzmarkt bedeutet gerade in Zeiten des sehr volatilen Rubels eine entsprechende Gefahr von Wechselkurseffekten für BOGNER, welcher durch geeignete Maßnahmen kontinuierlich entgegengewirkt wird. Die Bogner Eastern Europe LLC betreibt keine eigenen Stores oder Outlets. Für das Geschäftsjahr belaufen sich die Umsatzerlöse der BEE auf 21,8 Mio. EUR/2.125,5 Mio. RUB (Vorjahr 16,9 Mio. EUR/1.418,4 Mio. RUB). Das Ergebnis vor Steuern lag bei 4,3 Mio. EUR/ 424,5 Mio. RUB (Vorjahr: 1,7 Mio. EUR/116,9 Mio. RUB) im Geschäftsjahr. Die Vermögenswerte des russischen Tochterunternehmens sind zum Bilanzstichtag mit hinreichender Sicherheit bewertbar. Aus diesem Grund wurden keine Wertberichtigungen der Vermögenswerte vorgenommen. Die Bogner Eastern Europe LLC betreibt in Russland bis auf Weiteres keine eigenen Läden. Die Partner Stores und zwei Outlets in Russland werden von den lokalen Handelspartnern betrieben, die unter Einhaltung der Sanktionen und im Rahmen der vertraglichen Verpflichtungen im notwendigen Umfang beliefert werden. Die Bogner Eastern Europe LLC hat keinen Einfluss darauf, ob diese geöffnet sind. Die Beteiligung der Willy Bogner GmbH an der BEE wurde bereits im Geschäftsjahr 2021/2022 auf 1 EUR abgeschrieben.

Die Bogner France SARL, La Bäthie, vertreibt BOGNER Produkte an Einzelhändler in Frankreich.

Die Bogner Direkt Marketing GmbH, München, dient zur Abwicklung von Sonderverkäufen im Inland.

Die Bogner GCA IP GmbH & Co. KG, Grünwald, dient als Gesellschaft, die die „BOGNER“ und “FIRE+ICE“ Markenrechte verwaltet für die Länder VR China, Macau, Hong Kong und Taiwan. An der Gesellschaft hält die Bosideng Internation Ltd., Britische Jungferninseln, einen Minderheitsanteil von 45% der Kapitalanteile.

Die Bogner GCA IP Management GmbH, Grünwald, ist die geschäftsführende Komplementärin der Bogner GCA IP GmbH & Co. KG. An der Gesellschaft hält ebenfalls die Bosideng Internation Ltd. einen Minderheitsanteil von 45% der Kapitalanteile.

Die Bogner Homeshopping Beteiligung GmbH, München (ehemalig persönlich haftende Gesellschafterin der Bogner homeshopping GmbH & Co.KG) wurde per 31.12.2023 mit der Bogner Commerce GmbH verschmolzen und die Bogner Sport GmbH, München wurde per 31.12.2023 mit der Willy Bogner GmbH verschmolzen.

3.2.1 Umsatz- und Ertragslage des Konzerns

Die konsolidierten Umsätze der BOGNER Gruppe, bereinigt um Erlösschmälerungen und Ausgangfrachten, beliefen sich für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/2024 auf 187,6 Mio. EUR und waren damit um 12,0 Mio. EUR höher im Vergleich zum Vorjahr (Vorjahr: 175,6 Mio. EUR). Der Wachstumstreiber war dabei das Geschäft mit Wholesale Partnern in Europa sowie das Online-Geschäft in Europa und den USA. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen, der sonstigen betrieblichen Erträge und nach Abzug der Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren und sonstige Fremdleistungen verblieb ein Rohergebnis von 118,6 Mio. EUR (Vorjahr: 123,9 Mio. EUR). Die Rohergebnisquote (Rohertrag/Umsatz) hat sich um 7,33 Prozentpunkte von 70,55 % auf 63,22 % verschlechtert. Ursache hierfür waren höhere Rohstoffpreise sowie geringere sonstige betriebliche Erträge. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von 5,2 Mio. EUR (Vorjahr 18,3 Mio. EUR) beinhalteten im abgelaufenen Geschäftsjahr im Wesentlichen Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von 2,8 Mio. EUR sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1,8 Mio. EUR

Die Lizenzpartner der Willy Bogner GmbH erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 einen Umsatz von 40,6 Mio. EUR (Vorjahr 43,9 Mio. EUR).

Der Personalaufwand betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 45,1 Mio. EUR (Vorjahr 44,5 Mio. EUR). Die Abschreibungen betrugen 4,0 Mio. EUR (Vorjahr: 4,0 Mio. EUR) und waren damit identisch zum Vorjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen bei 60,9 Mio. EUR im Geschäftsjahr 2023/2024 (Vorjahr: 65,8 Mio. EUR).

Die Reduzierung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf geringere Rechts- und Beratungskosten, Einsparungen bei den fremden Serviceleistungen und geringeren Währungsaufwendungen zurückzuführen.

Das EBIT für das abgelaufene Geschäftsjahr 2023/2024 hat sich auf 8,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr reduziert (Vorjahr: 9,5 Mio. EUR).

Die Zinserträge beliefen sich auf 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,8 Mio. EUR). Die Zinsaufwendungen beliefen sich auf 5,4 Mio. EUR (Vorjahr: 2,6 Mio. EUR). Die Aufwendungen bzw. Erträge aus Beteiligungen beliefen sich auf 0 Mio. EUR (Vorjahr: 8,0 Mio. EUR), die Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen auf 0,6 Mio. EUR (Vorjahr: 6,4 Mio. EUR).

Nach Berücksichtigung eines Finanzergebnisses von minus 4,6 Mio. EUR (Vorjahr: minus 0,1 Mio. EUR) ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von 4,0 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahreswert von 9,3 Mio. EUR. Das Ergebnis nach Steuern beträgt 2,0 Mio. EUR nach einem Wert von 7,3 Mio. EUR im Vorjahr.

Im Vorjahr betrug das Konzernjahresergebnis insgesamt 7,5 Mio. EUR. Das Konzernjahresergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023/2024 beträgt 2,5 Mio. EUR.

Die BOGNER Gruppe konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr den eingeschlagenen Wachstumskurs fortsetzen, die langfristige Marken- und Vertriebsstrategie zeigt Wirkung.

3.2.2 Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

In den Prognoseberichten des zusammengefassten Lageberichts des Vorjahres konnte eine Vorhersage hinsichtlich des Umsatzes nur in Bandbreiten getroffen werden. Je nach Szenario der makroökonomischen Auswirkungen des Russland/Ukraine Konfliktes und der damit einhergehenden Inflation sowie Konsumzurückhaltung in Europa wurde das Umsatzwachstum für das Geschäftsjahr 2023/2024 von +2% bis +4% im Vergleich zum Vorjahresumsatz prognostiziert. Diese Prognose konnte mit einem Wert von 6,9% übertroffen werden.

Für das Konzernjahresergebnis (vor Steuern) wurde mit einem Wert zwischen 2,0 Mio. EUR und 7,5 Mio. EUR gerechnet. Die Prognose konnte mit einem Konzernjahresergebnis (vor Steuern) von 4,0 Mio. EUR bestätigt werden.

3.2.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 Mio. EUR auf 158,5 Mio. EUR vermindert.

Die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich um 0,6 Mio. EUR auf 8,8 Mio. EUR reduziert.

Das Sachanlagevermögen hat sich im Konzern zum Vorjahresvergleich um 1,7 Mio. EUR erhöht und beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 15,4 Mio. EUR vor allem aufgrund der Investitionen in die Stores in Landquart/Schweiz, sowie in die Showrooms in Zürich/Schweiz und Düsseldorf/Deutschland sowie Investitionen in die IT und Geschäftsausstattung.

Die Finanzanlagen haben sich im Konzern zum Vorjahresvergleich um 0,8 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR verringert. Dies ist im Wesentlichen auf die Aufwendungen au Beteiligungen an assoziierten Unternehmen von 0,6 Mio. EUR zurückzuführen.

Die Vorräte sind gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mio. EUR auf 25,8 Mio. EUR gesunken. Die Reduzierung der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr ist auf die höheren Umsätze im Wholesale im Rahmen der Wachstumsstrategie zurückzuführen. Materialien und fertige Erzeugnisse sind mit entsprechenden Abschlägen versehen. Die Bewertungsmaßstäbe bei der BOGNER Gruppe wurden hierbei vorsichtig auf Basis der Abverkaufsquoten angesetzt.

Mit einem Wert von 15,1 Mio. EUR sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Vorjahresvergleich um 1,7 Mio. EUR gesunken.

Die Forderungen gegen den Gesellschafter WYSÔ Bogner GmbH i.H.v. 34,1 Mio. EUR haben sich nur leicht um 0,7 Mio. EUR erhöht.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um 0,5 Mio. EUR auf 4,1 Mio. EUR zum Stand 31. März 2024 vor allem aufgrund geringer erwarteter Steuererstattungen gesunken.

Der Anteil des Umlaufvermögens am Gesamtvermögen reduzierte sich auf 76,23% (Vorjahr 77,16%).

Allen erkennbaren Risiken in Vorräten und Forderungen wird durch ausreichend bemessene Abschläge Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten betrugen zum Bilanzstichtag 41,7 Mio. EUR (Vorjahr 45,8 Mio. EUR).

Das Konzerneigenkapital betrug zum Abschlussstichtag 66,6 Mio. EUR (Vorjahr: 64,9 Mio. EUR). Der Anstieg ist vor allem auf den Konzernjahresüberschuss des abgelaufenen Geschäftsjahres 2023/2024 zurückzuführen.

Die Eigenkapitalquote zum aktuellen Bilanzstichtag betrug 42,0% (Vorjahr 39,5%).

Die Pensionsrückstellungen wurden mit 11,5 Mio. EUR in ähnlicher Höhe wie im Vorjahr (12,5 Mio. EUR) bilanziert. Die Reduzierung ist auf eine Verringerung der Anzahl der Anwartschaften zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von 17,4 Mio. EUR im Vorjahr auf 12,8 Mio. EUR zum 31.03.2024 reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen mit 6,4 Mio. EUR um 0,7 Mio. EUR über dem Vorjahresniveau von 5,7 Mio. EUR.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sind aufgrund von Verzinsungen auf 19,2 Mio. EUR (Vorjahr 18,8 Mio. EUR) gestiegen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind von 43,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 39,8 Mio. EUR gesunken. Hierin enthalten ist die im Geschäftsjahr 2022/2023 begebene Schuldverschreibung von 36,5 Mio. EUR (Vorjahr: 36,5 Mio. EUR). Die Fristenentsprechung von Kapitalverwendung und Kapitalherkunft ist auch im Konzern unverändert gewahrt.

Die zukünftige Aufrechterhaltung der Liquidität ist durch die im Geschäftsjahr 2022/2023 abgeschlossene Finanzierung in Höhe von 36,5 Mio. EUR mittelfristig gesichert. Die Willy Bogner GmbH hat sich im Rahmen der Finanzierung verpflichtet, bestimmte Finanzkennzahlen auf Ebene der BOGNER Gruppe einzuhalten. Die BOGNER-Gruppe besteht aus der Holdinggesellschaft WYSÖ Bogner GmbH, der operativen Muttergesellschaft Willy Bogner GmbH und diversen Tochtergesellschaften, wobei die Willy Bogner GmbH die Finanzierung der Gruppe übernimmt und die diversen Gesellschaften der Gruppe Sicherheiten hierfür stellen. Um die Einhaltung dieser Finanzkennzahlen sicherzustellen, werden diese kontinuierlich überwacht, allerdings wurden im Geschäftsjahr einige Finanzkennzahlen der Finanzierung nicht eingehalten. Die daraus entstandenen Rechte seitens der Finanzierungspartei wurden im Rahmen einer im Dezember 2024 abgeschlossenen Vereinbarung zwischen der Willy Bogner GmbH und der Finanzierungspartei bis Ende Mai 2025 ausgesetzt. Derzeit liegen der Geschäftsführung der Muttergesellschaft keine Kenntnisse vor, dass die Aussetzung der Rechte der Finanzierungspartei nicht über Ende Mai 2025 hinaus verlängert wird. Weiter besteht für die Geschäftsführung der Muttergesellschaft auf Basis der mit alternativen Finanzierungspartnern geführten Gespräche, die begründete Annahme, dass durch eine alternative Finanzierung die notwendigen Finanzierungsmittel von 36,5 Mio. EUR der Willy Bogner GmbH und der BOGNER Gruppe zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit zur Verfügung gestellt werden können. Sollten jedoch entgegen der Erwartung der Geschäftsführung der Muttergesellschaft die Rechte der Finanzierungspartei ausgeübt werden und keine alternative Finanzierung seitens der Gesellschaft abgeschlossen werden können, ist der Bestand der Gesellschaft und somit auch des Konzerns gefährdet.

3.2.4 Die Mitarbeiter im Konzern

Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern betrug durchschnittlich 635 Personen (Vorjahr: 636).

3.2.5 Gesamtaussage

Die BOGNER Gruppe blickt auf ein sehr erfreuliches Geschäftsjahr 2023/2024 trotz der volkswirtschaftlichen Herausforderungen aufgrund der Auswirkungen des Russland/Ukraine Konfliktes sowie der andauernden hohen Inflation zurück. Durch die Begebung der Schuldverschreibung durch die Willy Bogner GmbH im Geschäftsjahr 2022/2023 mit einer Laufzeit von 4 Jahren, konnte die Liquiditäts- und Kapitalausstattung für das Geschäftsjahr 2023/2024 und darüber hinaus aufgestellt werden. Die Weiterentwicklung der Kollektionen sowie die Wholesale Expansion in allen Regionen und das weitere Wachstum im eigenen Onlinekanal stehen weiter im Mittelpunkt.

3.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren:

Die BOGNER Gruppe nutzt verschiedene Kennzahlen zur Kontrolle der Leistungen im Hinblick auf das Erreichen der Unternehmensziele. Die zentralen Ziele Wachstum und Profitabilität beziehen sich dabei auf die bedeutsamen Kennzahlen Umsatz (Umsatz 187,6 Mio. EUR, Vorjahr: 175,6 Mio. EUR) und Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT 8,6 Mio. EUR, Vorjahr: 9,5 Mio. EUR).

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren:

Gut ausgebildete und erfahrene sowie zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind eine wichtige Voraussetzung für unseren Unternehmenserfolg. Ihre Leistungen, ihre Fähigkeiten und ihr engagierter Einsatz tragen erheblich zu unserem Unternehmenserfolg bei. Die ständige Verfügbarkeit hochqualifizierter und international erfahrener Talente für Schlüsselpositionen ist ein Leistungsindikator für BOGNER.

4 Chancen- und Risikobericht

Der Chancen- und Risikobericht bezieht sich im Folgenden sowohl auf den Konzern als auch auf die Willy Bogner GmbH.

Gesamtwirtschaftliche Risiken und Chancen

Wesentliche gesamtwirtschaftliche Risiken für die zukünftige Entwicklung resultieren zu einem großen Teil aus der andauernden hohen Inflation, dem weiterhin hohen Zinsniveau in Europa sowie der USA, sowie den niedrigen volkswirtschaftlichen Wachstumsraten in Europa vor allem in Deutschland. Die hohe Inflation kann entsprechend zu höheren Bezugspreisen bei Waren und Dienstleistungen führen. Auch die entsprechenden Anpassungen der Personalkosten an die Inflation kann zu weiteren Kostensteigerungen in dem Bereich führen. Die andauernden niedrigen volkswirtschaftlichen Wachstumsraten, vor allem in Deutschland, können das Konsumverhalten negativ beeinflussen.

Branchenrisiken und -chancen

Die Fashion-Industry unterliegt mit ihrem schnellen Wandel nicht unerheblichen Risiken. BOGNER konnte sich an die strukturellen Veränderungen der letzten Jahrzehnte erfolgreich anpassen und entwickelte kontinuierlich geeignete Strategien, um sowohl die Willy Bogner GmbH als auch die BOGNER Gruppe auf ein solides wirtschaftliches Fundament zu stellen und gleichzeitig die sich ergebenden Chancen zu nutzen, neue Geschäftsfelder zu entwickeln und Investitionen in die Zukunft zu tätigen. Die Verwerfungen auf den globalen Beschaffungsmärkten sowie der Anstieg bei Rohstoff- und Energiepreisen in den letzten Jahren haben sich weitestgehend normalisiert. Allerdings kann es durch den aktuellen Nahost-Konflikt zu Beeinträchtigungen der Lieferkette mit asiatischen Lieferanten und Produzenten kommen. Auch damit einhergehende kurzfristige Erhöhungen der Frachtkosten stellen ein Risiko dar. Die zukünftigen Entwicklungen werden fortlaufend beobachtet um entsprechend kurzfristige sowie mittelfristige Gegenmaßnahmen abzuleiten und umzusetzen.

Unternehmensrisiken und -chancen

Weitere Risiken bestehen auf der Beschaffungsseite in den Unwägbarkeiten der internationalen Märkte und in konkreten Fällen in der Zusammenarbeit mit den verschiedenen Lieferanten, auf die sich wichtige Teile der Produktion konzentrieren. Die BOGNER Gruppe versucht diesen Risiken durch eine Diversifikation der Lieferanten, einer intensiven Betreuung, einer noch früheren Beschaffung sowie in der Ableitung und Umsetzung von kurzfristigen Gegenmaßnahmen entgegenzuwirken.

Die BOGNER Gruppe ist, wie der Großteil der deutschen Wirtschaft, auf den freien Welthandel und den Zugang zu internationalen Absatzmärkten angewiesen. Dies betrifft sowohl die Export- als auch die Importseite der Geschäftstätigkeiten. Beschränkungen des freien Handels sind je nach Ausprägung dazu geeignet, das Geschäft der BOGNER Gruppe zu beeinträchtigen.

Rechtliche Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage haben könnten, sind derzeit nicht bekannt. Für laufende Rechtsstreitigkeiten- und verfahren wurden entsprechende Rückstellungen in der Bilanz gebildet.

Erhebliche Chancen bestehen in der Erweiterung des Geschäftsvolumens durch verstärkte Internationalisierung, der Erschließung neuer Märkte vor allem im Bereich Wholesale sowie weiterer Investitionen in das eigene Online-Geschäft.

Preisänderungsrisiken (Zahlungsstromrisiken) auf der Beschaffungsseite wird durch eine frühzeitige Disposition als auch durch eine dynamische Verkaufspreiskalkulation entgegengewirkt. Werden fertige Erzeugnisse in Fremdwährung beschafft, werden diese mittelfristig im Rahmen der Risikomanagementstrategie in Form von Devisentermingeschäften abgesichert. Die Grundgeschäfte stellen dabei ausschließlich die Lieferung von fertigen Erzeugnissen dar.

Liquiditätsrisiken werden durch eine langfristige Cashflow Planung, eine mittelfristige Liquiditätsplanung sowie eine Working Capital Planung gesteuert, um sicherzustellen, dass Zins- und Schuldenrückzahlungen bei Fälligkeit jederzeit erfolgen können. Ausfallrisiken im B2B-Absatzgeschäft werden durch Vorkassamodelle und entsprechende Warenkreditversicherungen reduziert.

Die Willy Bogner GmbH hat sich im Rahmen der Begebung der Schuldverschreibungen verpflichtet, bestimmte Kennzahlen auf Ebene der BOGNER Gruppe einzuhalten. Um Verstöße gegen diese Vertragsklauseln zu vermeiden, die negative Folgen für die BOGNER Gruppe haben würden, werden diese kontinuierlich überwacht. Allerdings wurden, wie unter 3.2.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns erläutert im Geschäftsjahr einige Finanzkennzahlen der Finanzierung nicht eingehalten. Der Bestand der Gesellschaft und somit des Konzerns ist gefährdet, sollten entgegen der Erwartung der Geschäftsführung der Muttergesellschaft die Rechte der Finanzierungspartei ausgeübt werden und keine alternative Finanzierung abgeschlossen werden können.

Risikofaktoren der Informationsrisiken können aufgrund eines Verlusts der Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit oder Authentizität von Informationen oder Daten entstehen. Dies beinhaltet auch Cyber-Risiken. Fehlfunktionen oder Störungen der Datenverarbeitungssysteme oder der darauf genutzten Programme, einschließlich Angriffen von außen - zum Beispiel durch Hacker oder Schadsoftware -, könnten sich nachteilig auf die Fähigkeit auswirken, die für die Durchführung der Geschäftstätigkeiten notwendigen Prozesse aufrechtzuerhalten. Zudem könnten solche Fehlfunktionen oder Störungen zum vorübergehenden oder dauerhaften Verlust von Daten führen. Dies kann Einschränkungen der Geschäftstätigkeit und negative Reputationseffekte zur Folge haben. Um die Integrität der Daten der Willy Bogner GmbH zu erhalten und um die Risiken zu reduzieren und zu kontrollieren, setzen wir stetig Maßnahmen zur Erhöhung der Informationssicherheit um. Dies beinhaltet regelmäßige Tests durch externe IT & Cyberrisk-Spezialisten.

5 Prognosebericht

Das abgelaufene Geschäftsjahr war vor allem durch die anhaltend hohe Inflation in Europa und den USA, ein damit einhergehendes hohes Zinsniveau in Europa und den USA, sowie niedrige volkswirtschaftliche Wachstumsraten in Europa vor allem in Deutschland geprägt. Diese Faktoren haben entsprechend auch negative Einflüsse auf das Konsumklima in den jeweiligen Absatzmärkten.

Es wird davon ausgegangen, dass die vorgenannten Faktoren auch im nächsten Geschäftsjahr in der gleichen Intensität fortbestehen und deren aktives Management einen entsprechenden Einfluss auf die Prognose für das Geschäftsjahr 2024/25 haben wird. Auch die weiteren möglichen Auswirkungen des Nahost-Konfliktes sind entsprechend zu berücksichtigen.

Dem Management sind keine rechtlichen oder tatsächlichen Gegebenheiten bekannt, die der Annahme der Unternehmensfortführung entgegenstehen.

Grundsätzlich hält die BOGNER Gruppe weiter an den geplanten zielgerichteten und weitreichenden Investitionen in die Weiterentwicklung, der internationalen Geschäftsaktivitäten, der Marke, der IT und der Onlineaktivitäten fest, um die Marktposition auch zukünftig erfolgreich verteidigen und ausbauen zu können.

Aufgrund der eben genannten Einflussfaktoren lässt sich eine Vorhersage hinsichtlich des Umsatzes und der Geschäftsentwicklung nur in Bandbreiten für die Willy Bogner GmbH treffen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 wird eine Umsatzprognose von +2,0% bis +7,0% im Vergleich zum Vorjahrsumsatz erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024/2025 wird für die Willy Bogner GmbH mit einem Ergebnis (vor Steuern) von 3,0 Mio. EUR bis 5,0 Mio. EUR gerechnet.

Die Vorhersage für die BOGNER Gruppe hinsichtlich des Umsatzes und der Geschäftsentwicklung lässt sich auch nur in Bandbreiten vorhersagen. Im Geschäftsjahr 2024/2025 wird eine Umsatzsteigerung von +2,5% bis +7,5% im Vergleich zum Vorjahrsumsatz erwartet.

Für die BOGNER Gruppe wird für das Geschäftsjahr 2024/2025 mit einem Ergebnis (vor Steuern) von 5,0 Mio. EUR bis 10,0 Mio. EUR gerechnet.

Das Management der BOGNER Gruppe prüft fortlaufend interne und externe Risiken, um Maßnahmen zur Reduzierung möglicher Auswirkungen auf die Ertragslage einzuleiten.

 

München, den 11. Februar 2025

Frank Wiesner

Daniel Hiendlmeier

Bilanz zum 31. März 2024

AKTIVSEITE

Vorjahr
€ € T€
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.423.457,00 5.817
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 5.423.457,00 0
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 103.124,00 26
2. Technische Anlagen und Maschinen 66.674,00 70
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.064.927,00 4.328
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 4.234.725,00 62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.939.991,01 32.136
2. Beteiligungen 13.162.393,16 45.102.384,17 13.162
54.760.566,17 55.601
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 938.887,00 1.077
2. Unfertige Erzeugnisse 40.316,00 525
3. Fertige Erzeugnisse 14.460.151,52 15.717
4. Geleistete Anzahlungen 125.065,61 15.564.420,13 151
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.309.595,78 6.055
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.084.536,75 6.779
3. Forderungen gegen Gesellschafter 34.053.217,80 33.323
4. Sonstige Vermögensgegenstände 2.469.978,17 49.917.328,50 2.899
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 28.490.802,88 31.878
93.972.551,51 98.404
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 2.041.439,29 2.180
150.774.556,97 156.185

PASSIVSEITE

Vorjahr
€ € T€
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.628.660,00 5.629
II. Kapitalrücklage 10.841.969,53 10.842
III. Gewinnrücklagen 273.780,00 274
IV. Gewinnvortrag 33.421.418,78 26.929
V. Jahresüberschuss 994.437,46 6.492
51.160.265,77 50.166
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 11.512.713,00 12.452
2. Steuerrückstellungen 743.602,38 915
3. Sonstige Rückstellungen 14.309.768,84 26.566.084,22 16.899
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.051,63 0
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.988.500,69 3.720
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.802.537,26 12.350
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 19.172.707,13 18.833
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 131.994,43 0
6. Sonstige Verbindlichkeiten 37.523.571,17 72.623.362,31 40.372
davon aus Steuern 479.970,57 € (Vj. 1.248 T€)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 58.370,30 € (Vj. 4 T€)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 424.844,67 478
150.774.556,97 156.185

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis 31.03.2024

01.04.23 bis 31.03.24 01.04.22 bis 31.03.23
€ € T€
1. Umsatzerlöse 126.131.028,87 106.192
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -1.740.956,16 5.540
124.390.072,71 111.732
3. Sonstige betriebliche Erträge 4.456.085,11 11.488
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 57.229.145,56 55.813
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 866.497,83 58.095.643,39 494
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 23.244.970,26 22.679
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 3.736.632,11 26.981.602,37 4.256
davon für Altersversorgung 145.115,11 € (Vj. 564 T€)
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.553.177,80 1.611
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 28.378.765,64 33.711
8. Erträge aus Beteiligungen 1.024.879,61 1.814
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.284.838,08 804
10. Abschreibungen (Vj. Zuschreibungen) auf Finanzanlagen 0,00 -3.426
11. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 9.428.425,64 1.316
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 5.277.651,28 2.559
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 446.171,93 331
14. Ergebnis nach Steuern 994.437,46 6.492
15. Jahresüberschuss 994.437,46 6.492

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis 31. März 2024

1. Allgemeine Angaben

Die Willy Bogner GmbH hat ihren Sitz in München. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 280214 eingetragen.

Der Jahresabschluss ist nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB und den ergänzenden Bestimmungen des GmbHG aufgestellt. Bei der Aufstellung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt.

Die Willy Bogner GmbH ist zusätzlich zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 290 HGB verpflichtet, da die GmbH die Mehrheit der Stimmrechte an zahlreichen Tochterunternehmen hält (siehe Aufstellung des Anteilsbesitzes in Ziff. 2)). Die Gesellschaft hat den Lagebericht und den Konzernlagebericht nach § 315 Abs. 5 HGB zusammengefasst.

Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses haben wir die für einzelne Posten geforderten Zusatzangaben in den Anhang übernommen. Aus dem gleichen Grund wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke ebenfalls im Anhang gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 2, 266 ff. HGB).

Bei der Bewertung wird von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Ausführungen im Abschnitt „Ereignisse nach dem Abschlussstichtag“, in denen beschrieben wird, dass der Bestand der Gesellschaft gefährdet ist, sollten entgegen der Erwartung der Geschäftsführung der Gesellschaft die Rechte der Finanzierungspartei ausgeübt werden und keine alternative Finanzierung seitens der Gesellschaft abgeschlossen werden können.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung linearer Abschreibungen von bis zu 20 Jahren angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB angesetzt und wird soweit abnutzbar über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 bis 12 Jahren linear abgeschrieben.

Geringwertige Vermögensgegenständen (GWG) mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250 werden sofort aufwandswirksam erfasst. GWG von EUR 250 bis EUR 800 werden erfasst und im Jahr der Anschaffung voll abgeschrieben.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 3 bis 5 Jahre
Geschäfts- oder Firmenwert 15 Jahre
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5 bis 20 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 bis 20 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Bei dauerhaften Wertminderungen werden entsprechende außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Vorräte an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren werden unter Beachtung des Niederstwertprinzips mit ihren Anschaffungskosten nach § 255 Abs. 1 HGB bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch Abschläge berücksichtigt. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden je nach Fertigungsstufe mit den Herstellungskosten nach § 255 Abs. 3 HGB zu Vollkosten bewertet. Die Vollkosten bestehen aus Materialkosten, Bezugskosten, Fertigungskosten sowie Gemeinkosten. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert wurden für Saisonware und ungängige Posten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Erkennbare Einzelrisiken werden bei Bedarf durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverlusten, allgemeinen Ausfallrisiken und Mahnkosten wird durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstitutionen werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten umfassen gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Bilanzierung des Eigenkapitals erfolgte zum Nennbetrag.

Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen werden gem. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB mit der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Anwartschaftsbarwertmethode auf der Basis eines Rechnungszinsfußes von 1,83 % (Vorjahr: 1,79 %) entsprechend § 253 Abs. 2 S. 2 und S. 4 HGB und der Anwendung der Richttafeln 2018 G nach Prof. Heubeck angesetzt.

durchschnittlicher Marktzins der vergangenen zehn Jahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren, der von der Dt. Bundesbank bekanntgemacht wurde 1,83%
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen 0%
Fluktuation 2%
Rententrend 1%
Zugrunde gelegte Sterbetafel Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck

Der Effekt aus Ab- oder Aufzinsung wird im Finanzergebnis unter Zinsertrag oder -aufwand gezeigt.

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

TEUR
Erfüllungsbetrag der Schulden 11.529
Zeitwert der verrechneten Vermögenswerte (Anschaffungskosten 20 TEUR) -17
Bilanzwert zum 31. März 2024 11.512
Unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinses aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von 1,80 % ergibt sich folgender Erfüllungsbetrag der Schulden 11.561
Ausschüttungsgesperrter Unterschiedsbetrag 31

Im Geschäftsjahr wurden die aus dem Rückdeckungsvermögen entstandene Gewinne in Höhe von TEUR 0,7 mit den Aufwendungen aus der Pensionsrückstellung verrechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Rückstellungen aus erwarteten Garantie- und Gewährleistungsfällen werden anhand von Erfahrungswerten aus den Umsatzerlösen der Jahre abgeleitet, für die solche Verpflichtungen bestehen.

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gem. § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden verrechnet angesetzt. Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragssteuersatz liegt bei 31,83 %. Der gewichtete Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 457 %.

Über den Saldierungsbereich hinausgehende aktive latente Steuern wurden in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht aktiviert.

Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung des Fremdwährungsrisikos in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Für die Marktwertermittlung werden die Cashflows aus dem Devisengeschäft mit den für die Restlaufzeit aktuell gültigen Diskontfaktoren auf den Bewertungsstichtag abgezinst. Die sich ergebenden Fremdwährungsbeträge werden dann zum Kassakurs des Bewertungsstichtages in die Währung des Barwerts umgerechnet. Die Differenz der ermittelten Beträge ergibt den ausgewiesenen Barwert. Auf die Bildung von Bewertungseinheiten nach § 254 HGB wurde verzichtet.

3. Währungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung wurden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung, deren Laufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Beträgt die Restlaufzeit mehr als ein Jahr, wurden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten „sonstige betriebliche Erträge“ bzw. „sonstige betriebliche Aufwendungen“ ausgewiesen.

ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ergibt sich aus nachstehendem Anlagespiegel.

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023/2024

Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1.4.2023 Zugang Abgang Umbuchungen Stand 31.3.2024
€ € € € €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.040.739,08 271.893,01 174.846,39 0,00 12.137.785,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.679.169,46 0,00 0,00 0,00 2.679.169,46
14.719.908,54 271.893,01 174.846,39 0,00 14.816.955,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken 1.321.206,65 81.447,40 230.435,47 14.776,45 1.186.995,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.566.415,99 5.009,00 2.390.148,18 0,00 181.276,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.888.525,76 564.779,23 4.330.227,89 47.319,16 16.170.396,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.095,61 0,00 0,00 -62.095,61 0,00
23.838.244,01 651.235,63 6.950.811,54 0,00 17.538.668,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 33.921.712,98 0,00 196.000,00 0,00 33.725.712,98
2. Beteiligungen 13.162.393,16 0,00 0,00 0,00 13.162.393,16
47.084.106,14 0,00 196.000,00 0,00 46.888.106,14
85.642.258,69 923.128,64 7.321.657,93 0,00 79.243.729,40
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1.4.2023 Zugang Abgang Stand 31.3.2024
€ € € €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 6.223.652,08 665.523,01 174.846,39 6.714.328,70
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.679.169,46 0,00 0,00 2.679.169,46
8.902.821,54 665.523,01 174.846,39 9.393.498,16
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken 1.295.614,65 13.427,85 225.171,47 1.083.871,03
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.496.678,99 8.072,00 2.390.148,18 114.602,81
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 15.560.742,21 866.154,94 4.321.427,89 12.105.469,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
19.353.035,85 887.654,79 6.936.747,54 13.303.943,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.785.721,97 0,00 0,00 1.785.721,97
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.785.721,97 0,00 0,00 1.785.721,97
30.041.579,36 1.553.177,80 7.111.593,93 24.483.163,23
Buchwerte
Stand 31.3.2024 Stand 31.3.2023
€ €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.423.457,00 5.817.087,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
5.423.457,00 5.817.087,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten sowie Bauten auf fremden Grundstücken 103.124,00 25.592,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 66.674,00 69.737,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.064.927,00 4.327.783,55
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 62.095,61
4.234.725,00 4.485.208,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 31.939.991,01 32.135.991,01
2. Beteiligungen 13.162.393,16 13.162.393,16
45.102.384,17 45.298.384,17
54.760.566,17 55.600.679,33

2. Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft Höhe der Beteiligung Anteilsquote Währung Eigenkapital 31.3.2024 Kurs 31.3.2024
in % in Mio. ausl. Währung
1. Bogner of America Inc., Burlington/USA 100 unmittelbar USD 25 1,07750
2. Bogner Eastern Europe LLC, Moskau/Russland 100 unmittelbar RUB 690 100,19740
3. Bogner Asia Ltd., Hong Kong/China 100 unmittelbar USD 0 1,07750
4. Bogner GCA Holding PTE. Ltd, Singapur 45 unmittelbar USD 31 1,07750
5. Bogner GCA IP GmbH & Co. KG, Grünwald/Deutschland 55 unmittelbar EUR
6. Bogner GCA IP Management GmbH, Grünwald/Deutschland 55 unmittelbar EUR
7. Bogner Sport AG, Zürich/Schweiz 100 unmittelbar CHF 12 0,97590
8. Bogner Vertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg/Österreich 100 unmittelbar EUR
9. Bogner Direkt Marketing GmbH, München/Deutschland 100 unmittelbar EUR
10. Bogner Commerce GmbH, München/Deutschland 100 unmittelbar EUR
11. Bogner France SARL, La Bâthie/Frankreich 100 unmittelbar EUR
Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital 31.3.2024 Ergebnis Geschäftsjahr 2023/2024 Kurs 2023/2024 Ergebnis Geschäftsjahr 2023/2024
Mio. EUR in Tausend ausl. Währung TEUR
1. Bogner of America Inc., Burlington/USA 24 4.008 1,08403 3.697
2. Bogner Eastern Europe LLC, Moskau/Russland 7 336.490 97,74848 3.442
3. Bogner Asia Ltd., Hong Kong/China 0 159 1,08403 147
4. Bogner GCA Holding PTE. Ltd, Singapur 29 190 1,08403 175
5. Bogner GCA IP GmbH & Co. KG, Grünwald/Deutschland 21 -1.814
6. Bogner GCA IP Management GmbH, Grünwald/Deutschland 0 0
7. Bogner Sport AG, Zürich/Schweiz 12 -529 0,96060 -550
8. Bogner Vertriebsgesellschaft m.b.H., Salzburg/Österreich 3 -171
9. Bogner Direkt Marketing GmbH, München/Deutschland 0 1
10. Bogner Commerce GmbH, München/Deutschland 10 0
11. Bogner France SARL, La Bâthie/Frankreich 0 93

2. Forderungen

Bei den ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen bestehen Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr in Höhe von:

TEUR TEUR (Vj.)
Sonstige Vermögensgegenstände 94 91
94 91

In dem Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 8.078 (Vorjahr: TEUR 1.679) enthalten.

3. Eigenkapital

Das Stammkapital wurde voll eingezahlt.

Der Gesamtbetrag der ausschüttungsgesperrten Beträge im Sinne des § 268 Abs. 8 HGB beträgt TEUR 3. Dieser ergibt sich aufgrund der Aktivierung von Vermögensgegenständen zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der hierauf entfallenden passiven latenten Steuern.

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 31. Dieser Unterschiedsbetrag ist nach §253 Abs. 6 HGB für die Ausschüttung gesperrt.

5. Sonstige Rückstellungen

Zusammensetzung der sonstigen Rückstellungen:

2023/2024 VJ
TEUR TEUR
Überstunden- und Urlaubsrückstände 1.111 1.141
Jahresprämie 362 356
Variable Vergütung 1.022 785
Jubiläumszusagen 116 83
Abfindungen 428 935
Gewährleistungen 274 441
Abnahmeverpflichtungen 1.026 1.099
Drohende Verluste aus Derivaten 0 565
Ausstehende Rechnungen 626 1.614
Rückstellung für Retouren 7.946 8.687
Sonstige 1.399 1.193
14.310 16.899

6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.504 (Vorjahr: TEUR 9.632), aus Finanzierung von TEUR 228 (Vorjahr: TEUR 3.243) sowie aus Verlustübernahme in Höhe von TEUR 9.428 (Vorjahr: TEUR 1.316).

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Investmentvereinbarung i. H. v. TEUR 36.500 (Vorjahr: TEUR 36.500). Für diese Verbindlichkeiten bestehen Sicherheiten in Form von Forderungsabtretungen („Globalzession“) und Raumsicherungsübereignungen.

Für alle anderen Verbindlichkeiten bestehen in notwendigem Umfang branchenübliche Sicherheiten.

Die Zusammensetzung der Verbindlichkeiten und ihrer Restlaufzeit ergibt sich aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel.

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.03.2024

Restlaufzeiten
bis 1 Jahr mehr als 1 Jahr davon mehr als 5 Jahren
31.3.2024 31.3.2023 31.3.2024 31.3.2023 31.3.2024 31.3.2023
EUR TEUR EUR TEUR EUR TEUR
Verbindlichkeiten
1. gegenüber Kreditinstituten 4.051,63 0 0,00 0 0,00 0
2. aus Lieferungen und Leistungen 3.988.500,69 3.720 0,00 0 0,00 0
3. gegenüber verbundenen Unternehmen 11.802.537,26 12.350 0,00 0 0,00 0
4. gegenüber Gesellschafter 19.172.707,13 18.833 0,00 0 0,00 0
5. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 131.994,43 0 0,00 0 0,00 0
6. sonstige Verbindlichkeiten 966.016,76 3.812 36.557.554,41 36.560 0,00 0
davon aus Steuern 479.970,57 1.248 0,00 0 0,00 0
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 58.370,30 4 0,00 0 0,00 0
36.065.807,90 38.715 36.557.554,41 36.560 0,00 0
Gesamt Gesamt
31.3.2024 31.3.2023
EUR TEUR
Verbindlichkeiten
1. gegenüber Kreditinstituten 4.051,63 0
2. aus Lieferungen und Leistungen 3.988.500,69 3.720
3. gegenüber verbundenen Unternehmen 11.802.537,26 12.350
4. gegenüber Gesellschafter 19.172.707,13 18.833
5. gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 131.994,43 0
6. sonstige Verbindlichkeiten 37.523.571,17 40.372
davon aus Steuern 479.970,57 1.248
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 58.370,30 4
72.623.362,31 75.275

7. Angabe nach § 285 Nr. 29 HGB

Die aktiven und passiven latenten Steuern ergeben sich aus Buchwertunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanzen i. S. d. § 274 Abs. 1 HGB und verteilen sich auf die einzelnen Bilanzpositionen wie folgt:

31.03.2024 Differenzen 31.03.2023 Differenzen Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Passive latente Steuern Sachanlagevermögen -5 -289 284
Finanzanlagevermögen -6.416 -6.416 0
-6.421 -6.705 284
Aktive latente Steuern
Rückstellungen für Pensionen 3.766 4.280 -514
Sonstige Rückstellungen 309 232 77
4.075 4.512 -437
Summe -2.346 -2.193 -153
hieraus 31,83 % bzw. 15,825 % FAV 279 329 -49
Verlustvortrag Körperschaftsteuer
zum 31.03.2023 TEUR 1.411
zum 31.03.2024 TEUR 1.846
hieraus 15,83 % 292 223 69
Verlustvortrag Gewerbesteuer
zum 31.03.2023 TEUR 13.047
zum 31.03.2024 TEUR 11.174
hieraus 16,00 % 1.788 2.138 -350
Überhang aktive latente Steuern Organgesellschaft 74 187 -113
Netto-Betrag aktive latente Steuern 2.434 2.877 -443

8. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

a) Haftungsverhältnisse, die gemäß § 251 HGB unter der Bilanz auszuweisen sind

Für die Bogner Commerce GmbH wurde eine Bürgschaft abgegeben, wonach die Willy Bogner GmbH für sämtliche Verpflichtungen aus dem Mietverhältnis München, Residenzstraße 14, mithaftet. Aufgrund der Bonitätseinschätzung der Haftungsnehmer liegt kein erkennbares Risiko für eine Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen vor.

b) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Fällig 2024/2025 Fällig 2026 bis 2029 Fällig nach 2029
TEUR TEUR TEUR
a) Verpflichtungen aus eigenen Verträgen:
aa) Miet- und Pachtverträge 4.281 15.058 11.469
ab) Leasingverträge 156 158 0
ac) Software-Miete 126 0 0
b) Bürgschaften für Verpflichtungen von verbundenen Unternehmen
(Bogner Commerce GmbH) 7.929 15.949 253
12.492 30.765 11.722

9. Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung des Zinsänderungs- und Währungsrisikos eingesetzt.

Zum 31.03.2024 bestanden bei der Willy Bogner GmbH derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften zur Wechselkurssicherung mit einem Nominalvolumen von 25,9 Mio. USD (23,4 Mio. EUR).

Art Nominalbetrag Zeitwert Buchwert Bilanzposten
kUSD TEUR TEUR
Devisentermingeschäfte USD 25.900 -102 0 sonstige Rückstellung

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich nach den folgenden Produktbereichen:

TEUR %
Handel mit Bekleidung und Sportartikeln 113.759 90,19
Sonstige Umsatzerlöse 13.463 10,67
Erlösschmälerungen -1.091 -0,86
126.131 100,0
Davon
Inland 57.359 45,48
Ausland 68.772 54,52
126.131 100,0

2. Bestandsveränderung

Die Bestandsminderung beträgt TEUR -1.741 und ist damit um TEUR 7.281 niedriger als im Vorjahr (Vj.: Bestandserhöhung TEUR 5.540).

3. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 2.444 (Vj.: TEUR 5.536) enthalten.

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechung mit TEUR 1.237 (Vj.: TEUR 3.692) ausgewiesen.

5. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 1.620 (Vj.: TEUR 2.409) enthalten.

6. Finanzergebnis

Geschäftsjahr Vorjahr
Gesamt davon aus/an verbundene(n) Unternehmen Gesamt davon aus/an verbundene(n) Unternehmen
TEUR TEUR TEUR TEUR
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.285 716 804 639
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -5.278 -182 -2.559 -270
Davon Aufwand aus der Aufzinsung von Rückstellungen -217 -229
Erträge aus Beteiligungen 1.025 1.025 1.814 1.814
-2.968 1.559 59 2.183

SONSTIGE ANGABEN

1. Organe der Gesellschaft

a) Geschäftsführung

Gerrit Schneider, Betriebswirtin, CEO (bis 12/2024)

Daniel Hiendlmeier, Dipl. Sportwissenschaftler, CIO (ab 06/2024)

Frank Wiesner, Diplom Betriebswirt, CFO (ab 12/2024)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge im Geschäftsjahr 2023/2024 wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

b) Beirat

Die Gesellschaft besitzt einen Beirat, der aus drei Personen besteht. Mitglieder des Beirats waren im Berichtsjahr:

Name Wohnort Tätigkeit im Beirat ausgeübter Beruf / Aufgabenbereich Unternehmen
Arndt Geiwitz München Vorsitzender Wirtschaftsprüfer, Steuerberater SGP Schneider Geiwitz & Partner
Dr. Daniel Heine Saanen Vertreter Investor Managing Director Patrimonium Asset Management AG
Michael Dorn (ab 11/2024) Roetha Vertreter Familie Diplom-Kaufmann RTgroup
Christian Laus (ab 11/2022 bis 07/2023 ab 07/2024 bis 11/2024) Dietramszell Vertreter Familie Geschäftsführer Bogner Film GmbH
Christopher Cramer (ab 07/2023 bis 07/2024) München Vertreter Familie Unternehmer TBBC

Den Mitgliedern des Beirats wurden im Geschäftsjahr 2023/2024 Bezüge in Höhe von insgesamt 75.000 EUR gewährt.

2. Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt)

Die Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr:

kaufmännische Angestellte 294
kaufmännische Aushilfen 4
gewerbliche Angestellte 11
gewerbliche Aushilfen 1
Gesamt 310

3. Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers sind im Konzernabschluss enthalten.

4. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen bestehen insbesondere innerhalb des Bogner Konzerns. Es handelt sich vor allem um Miet-, Dienstleistungs- und Finanzierungsgeschäfte. Sofern für derartige Geschäfte ein entsprechender Markt besteht, werden sie regelmäßig zu auf dem Markt üblichen Konditionen abgeschlossen.

5. Mutterunternehmen

Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Willy Bogner GmbH, München. Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die WYSÖ Bogner GmbH, München.

Der Konzernabschluss der Willy Bogner GmbH wird unter der Handelsregisternummer HRB 280214 in München veröffentlicht und der Konzernabschluss WYSÖ Bogner GmbH unter der Handelsregisternummer HRB 41754 in München.

6. Gewinnverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der Willy Bogner GmbH schlägt vor, den ausgewiesenen Jahresüberschuss der Willy Bogner GmbH in Höhe von EUR 994.437,46 auf neue Rechnung vorzutragen.

7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Die Willy Bogner GmbH hat sich im Rahmen der Finanzierung verpflichtet, bestimmte Finanzkennzahlen auf Ebene der BOGNER Gruppe einzuhalten. Die BOGNER-Gruppe besteht aus der Holdinggesellschaft WYSÖ Bogner GmbH, der operativen Muttergesellschaft Willy Bogner GmbH und diversen Tochtergesellschaften, wobei die Willy Bogner GmbH die Finanzierung der Gruppe übernimmt und die diversen Gesellschaften der Gruppe Sicherheiten hierfür stellen. Allerdings wurden im Geschäftsjahr einige Finanzkennzahlen der Finanzierung nicht eingehalten. Die daraus entstandenen Rechte seitens der Finanzierungspartei wurden, wie im zusammengefassten Lagebericht unter 3.2.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns erläutert, im Rahmen einer im Dezember 2024 abgeschlossenen Vereinbarung zwischen der Willy Bogner GmbH und der Finanzierungspartei bis Ende Mai 2025 ausgesetzt. Derzeit liegen der Geschäftsführung keine Kenntnisse vor, dass die Aussetzung der Rechte der Finanzierungspartei nicht über Ende Mai 2025 hinaus verlängert wird. Weiter besteht für die Geschäftsführung auf Basis der mit alternativen Finanzierungspartnern geführten Gespräche die begründete Annahme, dass durch eine alternative Finanzierung die notwendigen Finanzierungsmittel von 36,5 Mio. EUR der Willy Bogner GmbH und der BOGNER Gruppe zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit zur Verfügung gestellt werden können. Sollten jedoch entgegen der Erwartung der Geschäftsführung der Gesellschaft die Rechte der Finanzierungspartei ausgeübt werden und keine alternative Finanzierung seitens der Gesellschaft abgeschlossen werden können, ist der Bestand der Gesellschaft gefährdet.

 

München, den 11. Februar 2025

Willy Bogner GmbH

Frank Wiesner

Daniel Hiendlmeier

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 01.07.2025 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Willy Bogner GmbH, München

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der Willy Bogner GmbH, München - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Willy Bogner GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

―

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. März 2024 und

―

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

WESENTLICHE UNSICHERHEIT IM ZUSAMMENHANG MIT DER FORTFÜHRUNG DER UNTERNEHMENSTÄTIGKEIT

Wir verweisen auf die Ausführungen in Abschnitt 7. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag des Anhangs und Abschnitt 3 Darstellung der Lage, Unterabschnitt 3.2.3 Vermögens- und Finanzlage des Konzerns sowie Abschnitt 4 Chancen- und Risikobericht des zusammengefassten Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass, sollten entgegen der Erwartung der Geschäftsführung die Rechte der Finanzierungspartei ausgeübt werden und keine alternative Finanzierung seitens der Gesellschaft abgeschlossen werden können, der Bestand der Gesellschaft gefährdet ist. Wie in den Ausführungen dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES BEIRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Beirat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefassten Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

―

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

―

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

―

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

―

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

―

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

―

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

―

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 11. Februar 2025

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Frank Thomas Buchwald, Wirtschaftsprüfer

Andreas Leitenmaier, Wirtschaftsprüfer

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
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    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
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from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Willy Bogner GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: ed2bf133196b86ff84c608b46a08175a",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
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      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
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