aktiv Rechtsform GmbH

BookBeat GmbH

Berlin ·HRB 199466 München ·bookbeat.com/de

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Friedrichstraße 126
10117 Berlin
Handelsregister
HRB 199466, München
Eintragungsdatum
24. April 2012
Branche
Einzelhandel mit Büchern
Großhandel mit Büchern, Zeitschriften, Zeitungen sowie bespielten Ton- und Bildträgern
Einzelhandel mit bespielten Ton- und Bildträgern (ohne Audiobooks)
Eingetragenes Kapital
25.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Vertrieb von Hörbüchern und anderer Medien insbesondere in digitaler Form sowie mit dem Medienvertrieb und Verlagsgeschäft im Zusammenhang stehende Geschäfte.

Finanzen

Umsatz 2024
360,45 Mio. €
Mitarbeiter 2024
882
Jahresergebnis 2024
33,16 Mio. €
8 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2023
Aktivseite 233,58 Mio
  • Umlaufvermögen 92,8 % 216,75 Mio
  • Anlagevermögen 7,0 % 16,35 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 482,5 k
Passivseite 233,58 Mio
  • Verbindlichkeiten 51,8 % 121,03 Mio
  • Rückstellungen 27,2 % 63,48 Mio
  • Eigenkapital 20,5 % 47,97 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 1,05 Mio
  • Passive latente Steuern 0,0 % 52,7 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 448,25 Mio
  • Umsatzerlöse 80,4 % 360,45 Mio
  • Aufgrund eines Gewinnabführungvertrages abgeführter Gewinn 7,7 % −34,68 Mio
  • Gewinnvortrag aus den Vorjahren 4,4 % 19,58 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 3,7 % 16,68 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,2 % 5,18 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,9 % −4,04 Mio
  • Konzernergebnis nach Anteilen fremder Gesellschafter 0,6 % −2,90 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,5 % 2,22 Mio
  • Konzernergebnis vor Anteilen fremder Gesellschafter 0,3 % −1,52 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,2 % 1,01 Mio
Aufwendungen 331,65 Mio
  • Materialaufwand 52,9 % −175,50 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 23,4 % −77,50 Mio
  • Personalaufwand 18,6 % −61,61 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5,1 % −17,00 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % −33,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −10,4 k
  • Ergebnis nach Steuern 33,18 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 33,16 Mio
  • Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresergebnis 1,38 Mio
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GuV-Daten für 8 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Christian Mathias Schumacher-Gebler seit 2014 Geschäftsführer
  • Kathrin Rüstig seit 2019 Geschäftsführer
2 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2019
  2. 14.08.
    Austritt einer Position
    P**** D*** · Geschäftsführer
  3. 14.08.
    Adressänderung
    BookBeat GmbH
  4. 14.08.
    Namensänderung
    BookBeat GmbH
  5. 14.08.
    Satzungsänderung
    BookBeat GmbH
  6. 14.08.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    Vertrieb von Hörbüchern und anderer Medien insbesondere in digitaler Form sowie mit dem Medienvertrieb und Verlagsgeschäft im Zusammenhang stehende Geschäfte.
  7. 14.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Kathrin Rüstig · Geschäftsführer
  8. 2014
  9. 07.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Christian Mathias Schumacher-Gebler · Geschäftsführer
  10. 07.01.
    Austritt einer Position
    H****** J****** · Geschäftsführer
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Konzernabschluss Volltext

Bonnier Media Deutschland GmbH

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Der Bonnier Media Deutschland-Konzern (im Folgenden Bonnier Media-Gruppe genannt) gehört zu den führenden deutschen Publikumsverlagsgruppen. Die Bonnier Media-Gruppe verlegt Bücher und artverwandte Produkte wie Hörbücher, Kalender und thematisch verbundene Non-Books.

Neben den Marktsegmenten Belletristik und Sachbuch ist die Bonnier Media-Gruppe insbesondere im Kinder- und Jugendbuch, Geschenkbuch und im Comic- und Cartoon-Markt aktiv, im geringeren Umfang auch in den Bereichen Ratgeber und Fachbuch. Neben klassischen Print-Produkten werden digitale Produkte wie E-Books, digitale Hörbücher und Apps angeboten.

Die Bonnier Media-Gruppe ist zudem - allerdings in deutlich geringerem Maße - im Handel von Medienprodukten tätig; sie betreibt neben e-Commerce Aktivitäten insbesondere ein Großhandels-Unternehmen für "Modernes Antiquariat".

Die Unternehmensgruppe ist dezentral organisiert, die Tochtergesellschaften sind auf verschiedene Standorte im Bundesgebiet verteilt. Das Hauptabsatzgebiet der oben genannten Produkte liegt im deutschsprachigen Raum, Urheberrechte werden darüber hinaus weltweit vertrieben.

Konzernstruktur und Steuerungssystem

Die Steuerung der Bonnier Media-Gruppe erfolgt über die in München ansässige Holdinggesellschaft Bonnier Media Deutschland GmbH. Neben der Muttergesellschaft umfasst die Bonnier Media-Gruppe zum Abschlussstichtag zwölf Tochterunternehmen, die in den oben genannten Marktsegmenten tätig sind und ihre Geschäfte im Rahmen konzernweiter Vorgaben eigenständig führen. Im Geschäftsjahr gab es keine Änderungen im Verlagsportfolio. Eine bislang inaktive Gesellschaft nahm im Geschäftsjahr die Geschäftstätigkeit als Buchverlag auf, erste Umsatzerlöse dieses Unternehmens sind für das Jahr 2024 zu erwarten.

Die Holdinggesellschaft Bonnier Media Deutschland GmbH erbringt innerhalb des Konzerns zahlreiche Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften, beispielsweise das Konzernrechnungs- und -berichtswesen, das Liquiditätsmanagement, die Administration urheberrechtlicher Verträge einschließlich Honorarabrechnung oder Vertriebs- und IT-Dienstleistungen.

Die Bonnier Media Deutschland GmbH übt entweder direkt oder indirekt die vollständige Beherrschung über alle Tochterunternehmen aus. Die Berichterstattung zur Lage der Bonnier Media-Gruppe entspricht damit grundsätzlich der Berichterstattung der Bonnier Media Deutschland GmbH. Ergänzende Angaben zum Einzelabschluss werden unter Punkt V. dieses Lageberichts dargestellt.

II. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach zwei pandemiebedingten Krisenjahren belastete im Jahr 2022 der Krieg in der Ukraine die deutsche Konjunktur, das Bruttoinlandsprodukt wuchs lediglich um 1,8%. Der negative Trend setzte sich 2023 fort, mit einem Minus von 0,3% schlitterte die deutsche Wirtschaft sogar in eine leichte Rezession. Deutliche Preissteigerungen und hohe Zinsen führten zu rückläufigen privaten und staatlichen Konsumausgaben. Während der Dienstleistungsbereich noch ein leichtes Wachstum aufwies, verlor das produzierende Gewerbe 2,0% im Jahresvergleich (Quelle: Statistisches Bundesamt, destatis.de).

Andere wichtige Konjunkturdaten entwickelten sich unterschiedlich. Der Preisanstieg verlangsamte sich insbesondere gegen Ende des Jahres 2023, im Jahresdurchschnitt lag die Teuerung bei 5,9% (Vj.: 6,9%). Auf der anderen Seite stieg die Arbeitslosenquote leicht von 5,3% auf 5,7% an (Quelle: statista.com). Dieser Wert kann nach der Reihe von Krisenjahren immer noch als moderat angesehen werden, doch scheint sich auf dem Arbeitsmarkt eine Wende anzubahnen.

Im Jahr 2023 verzeichnete der Buchmarkt über alle Vertriebskanäle hinweg ein Umsatzwachstum von 2,9% (+2,8% im Sortimentsbuchhandel) im Vergleich zum Vorjahr. Die Anzahl der verkaufen Bücher reduzierte sich allerdings um 1,9%. Der Anstieg der Erlöse resultiert alleine aus Preissteigerungen (+4,9%), im Durchschnitt kostet ein Buch über alle Ausgabeformen hinweg gut 15 €. Erfreulicherweise wiesen die Marktsegmente Belletristik, Sachbuch und Kinder- und Jugendbuch, die den Schwerpunkt der Geschäftsaktivitäten der Bonnier Media-Gruppe bilden, allesamt eine positive Entwicklung auf. Das Marktsegment mit den größten Verlusten waren die physischen Hörbücher (-22,8%), wobei man beachten muss, dass diesen Verlusten ein Wachstum bei den digitalen Ausgabeformen entgegensteht. Erfreulicherweise hat der gesamte Buchmarkt nun, nach vier Jahren, das Umsatzniveau des "Vor-Corona-Jahres" 2019 erreicht (+1,6%), der stationäre Buchhandel weist allerdings nach wie vor ein signifikantes Minus aus (-4,7% im Vergleich zum Jahr 2019, Quelle: boersenblatt.net).

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Bonnier Media-Gruppe hat einen starken Fokus auf Umsatz- und Ergebniskennzahlen. Diese werden zur Analyse und Steuerung der Aktivitäten um einige aus der Bilanz abgeleitete Kennzahlen ergänzt, welche aber nur eine untergeordnete Rolle spielen. Auch nicht-finanzielle Leistungsindikatoren sind für die Steuerung der Unternehmensgruppe nur sekundär.

Wir betrachten das Umsatzwachstum und das Ergebnis nach Steuern als zentrale Kenngrößen unserer betriebswirtschaftlichen Analysen.

2023 2022
Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr in % 4,9 0,5
Ergebnis nach Steuern in T€ 36.444 28.063

Vorjahresprognose

Im letztjährigen Konzernabschluss sind wir davon ausgegangen, dass der Umsatz auf dem hohen Niveau des Jahres 2022 stagnieren würde und das Ergebnis nach Steuern eine Verminderung im niedrigen zweistelligen Prozentbereich erleiden würde.

Die Umsätze verzeichneten im Jahr 2023 - getrieben durch eine Vielzahl gut verkäuflicher Titel, durch einen Anstieg der Ladenpreise und durch Zuwächse im Bereich der digitalen Umsätze - ein solides Wachstum von nahezu 5%. Der Umsatzanstieg führte zu einem erhöhten Deckungsbeitrag, der in erster Linie für den Anstieg des Ergebnisses verantwortlich war. Die Entwicklung des Deckungsbeitrags wurde zudem durch eine erhöhte Deckungsbeitragsmarge unterstützt, die durch höhere Ladenpreise und dem Ende der massiven Preissprünge im Bereich der Herstellungskosten bedingt ist. Die Prognosen des Vorjahres wurden damit übertroffen.

Geschäftsverlauf

Zum achten Mal in Folge konnte die Bonnier Media-Gruppe einen Umsatzanstieg realisieren, zum sechsten Mal in Folge sogar einen Umsatzrekord. Man muss natürlich in Betracht ziehen, dass es sich um nominale und nicht um reale Umsatzzuwächse handelt. Als Reaktion auf die deutliche Inflation und insbesondere des starken Anstiegs der Druck- und anderer Herstellkosten der letzten beiden Jahre, sind auch im Buchmarkt die (Laden-) preise angestiegen. Nichtsdestotrotz ist der deutliche Anstieg vor dem Hintergrund der derzeitigen Wirtschaftslage durchaus erfreulich.

Auf der Kostenseite ist bei den Einzelkosten, insbesondere den Herstellungskosten, ein Ende des signifikanten Preisanstiegs festzustellen. Die resultierende höhere Deckungsbeitragsmarge führte zusammen mit dem Umsatzanstieg zu einem höheren Deckungsbeitrag, der die Kostensteigerungen im Gemeinkostenbereich überkompensierte und zu einer Ergebnisverbesserung führte.

Kinder- und Jugendbuch

Der Kinder- und Jugendbuchbereich stagnierte im Vorjahr nach vier Jahren teilweise rasanten Wachstums. In 2023 konnte erneut ein Wachstum, diesmal im mittleren einstelligen Prozentbereich, realisiert werden. Der anhaltende Erfolg der Reihe "Schule der magischen Tiere", erfolgreiche Einzeltitel wie "Das Klugscheißerchen" und Events im Zusammenhang mit dem 100. Geburtstag des Klassiker-Autors Otfried Preußlers sind Gründe für das Wachstum.

Comic und Cartoon:

Comic und Cartoon stagnierte im Geschäftsjahr 2023 auf hohem Niveau. Nach mehreren Jahren deutlichen Wachstums, das insbesondere aus dem Manga-Segment resultierte, ist eine Konsolidierung eingetreten. Die Erlöse haben sich seit 2018 mehr als verdoppelt.

Belletristik:

Die Belletristik konnte aufgrund einer Vielzahl gut verkäuflicher Titel ein solides Wachstum im einstelligen Prozentbereich erzielen. Der von der Amerikanerin Bonnie Garmus geschriebene Top-Titel des Vorjahres "Eine Frage der Chemie", verkaufte sich erneut glänzend. Zudem konnten eine ganze Anzahl neuer Titel, beispielsweise von Nele Neuhaus, Dirk Oschmann oder Robert Seethaler geschrieben, Spitzenpositionen auf den Bestsellerlisten erzielen.

Sachbuch:

Auch das Sachbuch konnte im Jahr 2023 im einstelligen Prozent-Bereich wachsen. Der Spitzentitel des Vorjahres, Ein Finanzratgeber des ehemaligen Investmentbankers und YouTubers Thomas Kehl, war auch im Berichtsjahr der herausragende Titel.

Geschenkbuch:

Der Geschenkbuchbereich musste das zweite Jahr in Folge einen Rückgang im niedrigen zweistelligen Prozentbereich hinnehmen. Die Verkäufe der "Escape-Room"-Titel, die in den Vorjahren einen wahren Boom erlebten, liegen zwar immer noch auf hohem Niveau, normalisierten sich aber etwas.

Hörbuch:

Nach sieben Jahren Wachstum mit zum Teil sehr deutlichen Zuwachsraten musste der Hörbuch-Bereich erstmals wieder einen Rückgang im einstelligen Prozentbereich hinnehmen. Allerdings profitierte das Vorjahr von einem Sondereffekt im Bereich der digitalen Erlöse, der den Jahresvergleich erschwert. Die Ablösung der physischen Hörbücher durch digitale Produkte (Download oder Streaming) schreitet weiter voran. Rund 90% der Umsätze wurden durch die digitalen Ausgabeformen realisiert.

Modernes Antiquariat (MA):

Das Großhandelsgeschäft im Bereich Modernes Antiquariat stagnierte auf dem soliden Niveau des Jahres 2022. Zwar konnten die Rekordwerte vergangener Jahre nicht erreicht werden, doch gehört der Tiefpunkt des Jahres 2021, das durch die pandemiebedingten Lockdowns belastet wurde, endgültig der Vergangenheit an.

e-Commerce

Durch den Einstieg in die Distribution digitaler Hörbücher im Jahre 2019 konnten die Umsätze im Bereich e-Commerce in den letzten Jahren deutlich gesteigert werden. Auch im Jahr 2023 setzte sich das Wachstum fort, es betrug rund 20% im Vergleich zum Vorjahr. Allerdings ist die Ausgangsbasis immer noch gering. Die Handelsumsätze resultierend aus dem Modernen Antiquariat und dem Bereich e-Commerce machen zusammengerechnet nur ca. 10% der Umsätze der Unternehmensgruppe aus.

Lage

Ertragslage

Das Konzernergebnis hat sich von T€ -1.875 auf T€ -1.208 verbessert. Aufgrund von Ergebnisabführungsverträgen werden die Gewinne der meisten Tochtergesellschaften erst an die Bonnier Media Deutschland GmbH und dann an deren Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH abgeführt. Effekte aus der Konsolidierung verbleiben jedoch im Konzernabschluss der Bonnier Media Deutschland GmbH. Im Geschäftsjahr hat sich der Aufwand aus der Konsolidierung gruppeninterner Ausschüttungen von T€ 2.725 auf T€ 2.234 verringert. Dieser Rückgang war der Hauptgrund der Ergebnisverbesserung. Die Gewinne von Tochtergesellschaften, die nicht mit der Muttergesellschaft über einen Ergebnisabführungsvertrag verbunden sind und die somit im Konzern verbleiben, stiegen leicht von T€ 3.537 auf T€ 3.681.

Das operative Ergebnis der Unternehmensgruppe ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau, die Umsatzrentabilität beläuft sich im Geschäftsjahr auf 15,5%. Die Ergebnissituation wird anhand der nachfolgenden Kennzahlen erläutert. Zur Steuerung des Geschäfts sind für uns insbesondere das Wachstum der Umsatzerlöse und Ergebnis nach Steuern bedeutsam.

2023
T€
2022
T€
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 347.382 331.299 4,9
Operatives Ergebnis 53.864 40.947 31,5
Finanzergebnis 1.596 108 1.377,8
Steuern -19.015 -12.992 46,4
Ergebnis nach Steuern 36.444 28.063 29,9
Ergebnisabführung -37.642 -29.937 25,7
Konzernergebnis -1.208 -1.875 -35,6

Zur Entwicklung der Umsatzerlöse verweisen wir auf die Ausführungen im Geschäftsverlauf.

Die gestiegenen Umsätze führen zu einem Rohertrag (Umsatzerlöse zzgl./abzgl.. Bestandsveränderung zzgl. sonstiger betrieblicher Ertrag abzüglich Materialaufwand) in Höhe von T€ 188.832 (Vj.: T€ 169.510). Die Rohertragsquote steigt deutlich auf 54,4% (Vj.: 51,2%). Nach einem deutlichen Anstieg der Herstellungskosten, welche ursächlich für die Minderung des Ertrags im Vorjahr waren, haben Gegenmaßnahmen und nachgebende Papierpreise zu einer weitgehenden Normalisierung im Jahr 2023 in diesem Bereich beigetragen.

Der Personalaufwand (T€ 58.540) ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,6% gestiegen. Der Anstieg ist die Folge von Gehaltssteigerungen, höheren variablen Vergütungen und einer deutlich höheren Anzahl an Beschäftigten.

Der sonstige betriebliche Aufwand in Höhe von T€ 72.650 ist nahezu unverändert zum Vorjahr. Anstiege in mehreren Kostenarten (z.B. im Bereich Reise- und IT-Kosten), wurden durch rückläufige Logistikkosten ausgeglichen.

Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen belaufen sich auf T€ 3.778 und sind im Vergleich zum Vorjahr (T€ 3.786) leicht rückläufig. Verantwortlich für den Rückgang sind geringere Abschreibungen im Bereich der Sachanlagen welche, absolut betrachtet, höhere Abschreibungen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände übersteigen.

Gestiegene Umsätze und ein geringerer Materialaufwand führten, trotz gestiegener Personalkosten, zu einem deutlichen Anstieg des operativen Ergebnisses von T€ 40.947 auf nunmehr T€ 53.864.

Durch die allgemeine Zinsentwicklung hat sich das Finanzergebnis deutlich auf T€ 1.596 (Vj.: T€ 108) erhöht. Die Verbesserung resultiert insbesondere aus Zinserträgen aus dem Cash-Pooling. Für den Gesamtkonzern ist diese Kennzahl allerdings weiterhin nur von untergeordneter Bedeutung.

Der Steueraufwand in Höhe von T€ 19.015 (Vj.: T€ 12.992) resultiert mit T€ 17.837 (Vj.: T€ 11.487) aus einem Steuerumlagevertrag mit der Organträgerin Bonnier Deutschland GmbH.

Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf T€ 36.444 (Vj.: T€ 28.063).

Vermögenslage

Die Bilanzsumme in Höhe von T€ 233.583 hat sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 23.923 erhöht. Während beim Anlagevermögen ein Rückgang zu verzeichnen war (-T€ 1.756) ist das Umlaufvermögen (+T€ 25.678, inklusive aktiver Rechnungsabgrenzung) gestiegen.

Im Anlagevermögen verminderte sich der Buchwert der immateriellen Vermögensgegenstände (-T€ 2.434). Der Buchwert der Sachanlagen erhöhte sich hingegen (+T€ 678). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen waren die planmäßigen Abschreibungen (T€ 2.835, davon 2.674 auf Firmenwerte) des Geschäftsjahres höher als die Investitionen in Höhe von T€ 401. In den genannten Investitionen in Firmenwerte sind T€ 250 enthalten, die aus einem Earn Out resultieren.

Der Buchwert des Sachanlagevermögens erhöhte sich auf T€ 4.923. Investitionen in Höhe von T€ 1.626 standen Abschreibungen in Höhe von T€ 943 und Buchwertabgänge in Höhe von T€ 5 gegenüber. Die Investitionen wurden zu großen Teilen im Bereich der Einbauten auf fremden Grundstücken und im IT-Bereich getätigt. In geringerem Umfang betrafen sie auch Kraftfahrzeuge und BGA. Aufgrund von Umbauten und Renovierungsarbeiten von Büros und größeren Neuanschaffungen von IT-Equipment lagen die Investitionen mit T€ 1.626 im Jahr 2023 deutlich über dem Vorjahr (T€ 538).

Im Umlaufvermögen sehen wir einen leichten Anstieg beim Vorratsvermögen (+T€ 509 zum Vorjahr) und einen deutlichen Anstieg bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen (+T€ 25.208). Der Anstieg der Vorräte begründet sich aus einem höheren Wert der Autorenrechte. Unter anderem aufgrund einer positiven Umsatzentwicklung im vierten Quartal erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 18.881, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen stiegen aufgrund höherer Forderungen gegenüber der Treasury-Gesellschaft (Cash-Pooling, vgl. Finanzlage) um T€ 5.514.

Bankguthaben und Kassenbestände in Höhe von T€ 30 (Vj.: T€ 104) spielen nach wie vor im Konzern eine untergeordnete Rolle. Der weitaus größte Teil der erwirtschafteten Liquiditätsüberschüsse wird in den internationalen Cash-Pool der Bonnier-Gruppe eingespeist.

Das Umlaufvermögen einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzung in Höhe von T€ 217.231 übersteigt das kurzfristige Fremdkapital (einschließlich passiver Rechnungsabgrenzung) um T€ 33.325.

Finanzlage

Ein negatives Konzernergebnis (T€ -1.208) und Ausschüttungen an Minderheitsgesellschafter (T€ 1.302) führten zu einer Verringerung des Eigenkapitals um T€ 2.509. Das Eigenkapital beträgt nunmehr T€ 47.970.

Die im Einzelabschluss der Bonnier Media Deutschland GmbH ausgewiesenen Gewinne werden wie in den Vorjahren an die Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH abgeführt. Das Konzernergebnis resultiert deshalb wieder einerseits aus den Ergebnissen von Tochtergesellschaften, mit denen kein Ergebnisabführungsvertrag besteht (T€ 3.681, Vj.: T€ 3.537), und andererseits aus Konsolidierungsmaßnahmen (T€ -4.889, Vj.: T€: -5.412), die fast ausschließlich aus Firmenwertabschreibungen und der Neutralisierung von Ausschüttungen innerhalb der Gruppe resultieren.

Das rückläufige Eigenkapital und eine gleichzeitige Verlängerung der Bilanzsumme führten zu einer reduzierten Eigenkapitalquote von 20,5% (Vj.: 24,1%).

Abgesehen von den Rückstellungen für Pensionen und den passiven latenten Steuern ist das Fremdkapital kurzfristiger Natur. Wie in der Vermögenslage dargestellt, ist die Aktivseite der Bilanz durch das Umlaufvermögen dominiert, welches das kurzfristige Fremdkapital deutlich übersteigt.

Auch im Geschäftsjahr 2023 war zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit keine Finanzierung über Kreditinstitute erforderlich. Es gab keine zugesagten, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien. Neben Eigenmitteln dienten insbesondere Lieferantenkredite, gruppeninterne Mittel und kurzfristige Rückstellungen zur Finanzierung.

Die liquiden Mittel und die Cash-Pool-Guthaben erhöhten sich um T€ 5.138 auf nunmehr T€ 58.340. Die Zuflüsse aus dem laufenden Geschäft in Höhe von T€ 36.768 überstiegen den Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit (T€ -36.505), der insbesondere aus Ergebnisabführung bzw. Ausschüttungen resultiertet. Aus der Investitionstätigkeit ergaben sich im Geschäftsjahr Abflüsse in Höhe von insgesamt T€ 336.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen belaufen sich auf T€ 55.281 (Vj.: T€ 39.367) und bestehen insbesondere gegenüber der Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH. Hier wird neben einer Vielzahl von Verrechnungen auch die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gezeigt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 51.954 Vj.: T€ 50.961) beinhalten sowohl Verbindlichkeiten aus Honorarzahlungen an Autoren und andere Rechtegeber als auch die Verbindlichkeiten gegenüber anderen Lieferanten.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen resultieren zum größten Teil aus Mietverträgen für Büro- und Lagerräume. Insgesamt beliefen sich die Verpflichtungen zum Bilanzstichtag auf T€ 29.177 (Vj.: T€ 31.370).

Von diesen Verpflichtungen entfallen T€ 4.831 auf das Jahr 2024 und T€ 14.700 auf die Jahre 2025 bis 2028. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Stichtag nicht.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Wie bereits beschrieben, konnten das sechste Jahr in Folge ein Umsatzrekord aufgestellt werden. Nach der pandemiebedingten "Sonderkonjunktur" für Buchverlage in den Jahren 2020 und 2021 und den Belastungen durch den Ukrainekrieg im Speziellen und der konjunkturellen Entwicklung im Allgemeinen in den Jahren 2022 und 2023, war diese positive Umsatzentwicklung keinesfalls zu erwarten.

Erfreulich ist zudem, dass die hohen Umsätze nicht auf einem oder wenigen Bestsellern beruhen. Sie resultieren aus einer großen Anzahl gut verkäuflicher Titel. Aus der Darstellung des Geschäftsverlaufs ist zudem ersichtlich, dass die positive Umsatzentwicklung und die umsatzstarken Buchtitel aus verschiedenen Sparten der Unternehmensgruppe resultieren. Insofern ist keine Abhängigkeit, von einem oder wenigen Titeln, Autoren oder Lizenzgebern zu erkennen. Der Anstieg der Umsätze kann deshalb als "gesund" bezeichnet werden.

Das Ergebnis vor Steuern liegt zwar nicht auf Rekord- aber auf einem sehr hohen Niveau. Trotz der im Berichtsjahr hohen Inflationsrate ist die Kostenentwicklung zufriedenstellend, die Anstiege im Gemeinkostenbereich sind auf einem akzeptablen Niveau. Im Vorjahr belasteten Preissteigerungen, insbesondere beim Materialaufwand, das Ergebnis. Der Materialaufwand wurde auf der einen Seite durch deutlich gestiegene Papierpreise, auf der anderen Seite durch den Anstieg der Energiekosten in die Höhe getrieben. In diesen Bereichen ist im Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung feststellbar.

Die Umsatzrendite nach Steuern erhöhte sich von ca. 8,5% im Vorjahr auf 10,5%.

III. Chancen- und Risikobericht

Risikobericht

Zur Risikoerkennung analysieren wir ergänzend zu den genannten finanziellen Leistungsindikatoren und weiteren Daten der Ergebnisrechnung eine Reihe weiterer Kennzahlen, die größtenteils aus der Bilanz abgeleitet werden. Es handelt sich um ausgewählte Bestandszahlen, beispielsweise im Bereich der physischen Vorräte und der Autoren-Rechte. Zudem erfolgen Analysen des Working Capitals und es werden roulierende Ergebnisrechnungen erstellt. Das Risikomanagement wurde im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert.

Die nachfolgend dargestellten Risiken haben wir entsprechend ihrer relativen Bedeutung klassifiziert. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und der möglichen Auswirkung auf die Erreichung der Prognosen. Aus unserer Sicht sehr bedeutsame Risiken haben wir mit "A" gekennzeichnet, mittlere Risiken mit "B" und eher nachrangige Sachverhalte mit "C". Risiken werden als bedeutsam eingestuft, wenn die zu erwartenden monetären Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage hoch sind. Bei moderaten oder geringen monetären Auswirkungen haben wir zusätzlich die Eintrittswahrscheinlichkeit des jeweiligen Risikos in die Kategorisierung einbezogen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die letzten vier Jahre wurden durch die Pandemie und einen Krieg innerhalb Europas geprägt, Sachverhalte die über Jahrzehnte hinweg als komplett unvorstellbar galten. Die Verwerfungen in der globalen Wirtschaft, beispielsweise durch Störungen in den Lieferketten, Engpässe und Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen, waren enorm. Diese Ereignisse der jüngeren Vergangenheit bringen eine große Unsicherheit mit sich. Zuverlässige Vorhersagen über das zukünftige Weltgeschehen und die Entwicklung sowohl der globalen Wirtschaft als auch der deutschen Volkswirtschaft erscheinen unmöglich, weitere negative Entwicklungen erscheinen im Bereich des Möglichen zu liegen. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung birgt somit erhebliche Risiken (B).

Marktrisiken

Der Buchmarkt stagniert schon seit vielen Jahren, er ist kein Wachstumsmarkt. Der Markt ist hart umkämpft, auf der Seite des Buchhandels gibt es durch die digitalen Vertriebswege beschleunigte Konzentrationstendenzen. Trotz dieser nicht einfachen Rahmenbedingungen auf der Absatzseite sind die Risiken auf der Beschaffungsseite derzeit tendenziell höher einzuschätzen. Auch wenn sich die Situation im Jahr 2023 entspannte, waren die letzten Jahre durch Schwierigkeiten in der Beschaffung von Papier und anderen Rohstoffen, mangelhafte Lieferketten, hohen Energiepreisen und einer generellen Tendenz zu deutlichen Preissteigerungen geprägt. Aufgrund der politischen und weltwirtschaftlichen Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass sich die Situation auf dem Beschaffungsmarkt wieder verschlechtern wird (B).

Beeinträchtigungen der Geschäftstätigkeit der Verlage sind auch durch die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt denkbar. Der Arbeitskräftemangel betraf in den letzten Jahren insbesondere technische Berufsfelder, breitete sich dann in andere Tätigkeitsgebiete aus. Auch das Verlagswesen wird auf mittlere Sicht nicht von einem limitierten Angebot an Arbeitskräften verschont bleiben. Ob die derzeit eher schwache Entwicklung der deutschen Konjunktur einen Rückgang der Nachfrage nach Arbeitskräften mit sich bringen wird, bleibt abzuwarten (B).

Rechtliche Risiken

In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Veränderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen der Verlagsbranche, beispielsweise im Urheberrecht oder im Steuerrecht. Hierdurch ergibt sich eine Rechtsunsicherheit, die auch im Bereich der Buchpreisbindung latent vorhanden ist. Aktuell sind hier insbesondere die diskutierten Neuregelungen zum Verleihen von eBooks durch Bibliotheken und die Auslegung der Meistbegünstigungsklausel des Buchpreisbindungsgesetzes zu nennen (C).

Risiken der Daten -und Informationssicherheit

In den letzten Jahren sind die Cyber-Risiken für alle Marktteilnehmer deutlich gewachsen. Ziel der Cyber-Attacken kann der Diebstahl von Daten, das Erpressen von "Lösegeld" oder auch nur eine Form von digitalem Vandalismus sein. Es ist aber davon auszugehen, dass Buchverlage, insbesondere Publikumsverlage, kein primäres Ziel für digitale Angriffe sind. Zudem versuchen wir durch technologische und organisatorische Maßnahmen die Risiken in diesem Bereich einzudämmen. Wir erwarten allerdings, dass die kriminellen Aktivitäten im digitalen Umfeld in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden (B).

Technologische Risiken

Im Jahr 2023 nahm das Thema Künstliche Intelligenz vehement Fahrt auf. Viele kreative Prozesse können mittlerweile durch Maschinen übernommen werden, auch das Schreiben und Illustrieren von Büchern. Buchverlagen und deren Autoren und Illustratoren kann dadurch Konkurrenz erwachsen, sei es durch ein stärker werdendes Self-Publishing-Segment, sei es durch Konkurrenz anderer Wertschöpfungsstufen der Buchindustrie (C).

Finanzielle Risiken:

Zur Minimierung der Risiken aus Forderungsausfällen haben wir in Zusammenarbeit mit unserem Auslieferer ein Forderungsmanagement entwickelt. Ein mehrstufiges Mahnwesen, automatische Liefersperren, Lieferungen gegen Vorfaktur u.a. sind Maßnahmen zur Risikoreduzierung. Das verbleibende Risiko wird bilanziell durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen berücksichtigt. Der durch die Corona-Pandemie ohnehin stark belastete stationäre Handel ist einer starken Konkurrenz durch Online-Shops ausgesetzt, die die Kundenfrequenz in den Läden reduziert. Das Risiko von Forderungsausfällen besteht unverändert (C).

Fazit:

Unter Berücksichtigung sämtlicher bekannter Tatsachen und Ereignisse liegen derzeit keine Risiken vor, die den Fortbestand der Bonnier Media-Gruppe gefährden könnten. Die aufgeführten Risiken werden in ihrem Umfang so eingeschätzt, dass sie den Geschäftsverlauf zwar beeinflussen können, die Geschäftstätigkeit aber nicht gefährden. Von einer signifikant negativen Beeinträchtigung des Buchmarkts ist nicht auszugehen, die größten Risiken bestehen nach wie vor in der weltwirtschaftlichen Entwicklung, die stark von politischen Entwicklungen abhängt. Gerade die politischen Entwicklungen (Krieg in der Ukraine, Krieg und andere Unruhen im Nahen Osten, Erstarken von Autokraten in vielen Ländern, Wahlen in den USA) erscheinen derzeit kaum vorhersagbar.

Chancenbericht

Auch die Chancen haben wir entsprechend ihrer relativen Bedeutung klassifiziert. Aus unserer Sicht sehr bedeutsame Chancen haben wir mit "A" gekennzeichnet, mittlere Chancen mit "B" und eher nachrangige Sachverhalte mit "C".

Gesamtwirtschaftliches Umfeld und Markt:

Die derzeit schwierige konjunkturelle Lage und der Krieg in der Ukraine führten zu keinen Einbrüchen im Buchmarkt. Sollte sich das Umfeld und dadurch bedingt das Konsumklima wieder aufhellen, ist mit einem moderaten Wachstum zu rechnen (C). Im Bereich der digitalen Medien sehen wir Chancen für weiteres Wachstum. Neben den etablierten Produkten (eBooks und digitale Hörbücher) kommt es immer wieder zu neuen Produktideen. Ein weiteres Marktwachstum ist insbesondere auch im Audio-Bereich (Hörbuch, Hörspiel etc.) zu erwarten (C).

Neue Produkte, Geschäftsbereiche und Technologien:

Wir sehen Chancen in der ständigen Optimierung der Portfolios an Programmbereichen und -feldern, sei es durch Ausweitung erfolgreicher Segmente, durch gänzlich neue Produkte oder durch den Relaunch bereits existierender Reihen und Titel (B). Durch die Stärkung des B2C-Geschäfts im Print- und insbesondere im digitalen Bereich kann weiteres Wachstum generiert werden (C). Neue Technologien im Bereich Datenverarbeitung und Künstliche Intelligenz können zu einer Erhöhung der Effizienz und eventuell auch zu neuen Produkten führen (C).

Platzierung von Bestsellern:

Der Geschäftsverlauf von Publikumsverlagen ist stark von extremen Bestsellern abhängig. Leider sind diese nicht planbar. Wir gehen aber davon aus, dass wir in unserer Unternehmensgruppe das notwendige Umfeld zur Realisierung gut verkäuflicher Bestseller geschaffen haben (A).

Fazit:

Die Bonnier-Gruppe hat sich in den letzten Jahren oftmals besser als der Gesamtmarkt und somit die Wettbewerber entwickelt. Aufgrund des in der Gruppe bestehenden Knowhows, den bestehenden Strukturen und der Qualität des Personals gehen wir davon aus, dass wir auch in der Zukunft in der Lage sein werden, sich bietende Chancen zu nutzen und somit den erfolgreichen Weg der letzten Jahre fortsetzen zu können.

IV. Prognosebericht /Ausblick der Geschäftsleitung

Wir erwarten, dass der Umsatz des Jahres 2024 nicht ganz den Rekordwert des Jahres 2023 erreichen wird. Eine prognostizierte Verminderung im niedrigen einstelligen Prozentbereich würde aber den zweithöchsten konsolidierten Umsatz in der Geschichte der Gruppe bedeuten. Der geringfügig rückläufige Umsatz und steigende Kosten führen auch zu einem Rückgang des Ergebnisses nach Steuern, das voraussichtlich in etwa auf dem Niveau des Jahres 2022 (T€ 28.063) liegen wird.

Auch wenn bei den Erlösen kein neuer Rekord erwartet wird, blicken wir zuversichtlich auf das Jahr 2024. Einerseits stimmt uns die gute Geschäftsentwicklung der letzten Jahre auch für 2024 zuversichtlich, andererseits haben wir uns in den vergangenen Jahren intensiv mit den für die Verlagsbranche relevanten Themen und Herausforderungen beschäftigt und fühlen uns gut gewappnet. Wachstumsfelder gibt es in vielen Bereichen, in denen die Verlage der Bonnier-Gruppe schon heute aktiv sind. Zudem scheint der Audio-Markt nach wie vor sehr dynamisch zu sein, was man daran ablesen kann, dass nun auch Spotify im Hörbuchmarkt aktiv werden möchte. Selbst wenn 2024 ein Jahr der Konsolidierung nach mehrjährigem Wachstum werden sollte, sind wir gut gerüstet für weitere Expansionsvorhaben, die sich gegebenenfalls in den darauffolgenden Jahren realisieren lassen.

Ein besonderes Augenmerk wird auf dem Themenkomplex der "künstlichen Intelligenz" (KI) liegen. Hier sehen wir Risiken und Chancen gleichermaßen. Insofern gilt es die Risiken zu minimieren und die Chancen zu nutzen. Letzteres setzt vor allem auch die intensive Beschäftigung mit internen Prozessen voraus. Nur wer seine Prozesse gut durchdringt und entsprechende Strukturen für die Anwendung von KI schafft, wird auch von den entsprechenden Möglichkeiten profitieren.

V. Ergänzende Lageberichterstattung zum Einzelabschluss der Bonnier Media Deutschland GmbH

Der Lagebericht und der Konzernlagebericht der Bonnier Media Deutschland GmbH wurde in Anwendung von § 315 Absatz 3 HGB i. V. m. § 298 Absatz 2 HGB mit dem Lagebericht der Bonnier Media-Gruppe zusammengefasst. Die folgenden Erläuterungen basieren auf dem Jahresabschluss der Bonnier Media Deutschland GmbH, der, ebenso wie der Konzernabschluss, nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Gesetzes die Gesellschaften mit beschränkter Haftung betreffend aufgestellt wurde.

Geschäftstätigkeit

Die Bonnier Media Deutschland GmbH ist Holdinggesellschaft der Bonnier Media-Gruppe. Neben ihrer Funktion als Verlagsholding bietet die Bonnier Media Deutschland GmbH zahlreiche Dienstleistungen aus den Bereichen Finanzen und Verwaltung, IT und Vertrieb an. Diese Leistungen werden aber nahezu ausschließlich gruppenintern erbracht. Geschäftstätigkeit und Geschäftsverlauf der Gruppe werden vornehmlich durch die operativen Tochtergesellschaften bestimmt.

Leistungsindikatoren

Die Bonnier Media Deutschland GmbH ist als Management- und Holdinggesellschaft der Gruppe vom Erfolg der operativen Tochterunternehmen der Gruppe als Ganzes abhängig. Neben der indirekten Wirkung der finanziellen Leistungsindikatoren des Konzerns stellt das Beteiligungsergebnis (als Summe der Erträge aus Beteiligungen sowie der Gewinnabführungen und Verlustübernahmen) die wichtigste Kenngröße dar. Im Vorjahr lag das Beteiligungsergebnis bei 43,7 Millionen €. Da die Unternehmensgruppe für das Jahr 2023 leicht rückläufige Umsätze und weitere Preissteigerung auf der Einkaufseite erwartete, wurde für dieses Jahr ein Rückgang des Beteiligungsergebnisses im niedrigen zweistelligen Prozentbereich prognostiziert. Wie bereits dargestellt entwickelten sich die Umsatzerlöse der Tochtergesellschaften im Berichtsjahr unerwartet positiv. Zudem fand der rasante Anstieg bei den Produktionskosten (insbesondere bei den Papierpreisen) ein Ende. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich deutlich auf 59,3 Millionen €; somit wurde nicht nur die Prognose, sondern auch der Vorjahreswert übertroffen.

Geschäftsverlauf

Ein deutlich verbessertes Beteiligungsergebnis, insbesondere das aus Ergebnisabführungsverträgen resultierende Ergebnis, führte dazu, dass das Ergebnis nach Steuern in Höhe von T€ 37.642 den Wert des Vorjahres (T€ 29.937) deutlich übertraf.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage:

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Bonnier Deutschland GmbH beläuft sich das Jahresergebnis erneut auf T€ 0 (Vj.: T€ 0). Das Beteiligungsergebnis als zentraler Leistungsindikator erhöht sich auf T€ 59.328 (Vj.: T€ 43.722), das Ergebnis vor Ertragsteuern und Ergebnisabführung auf T€ 55.480 (Vj.: T€ 41.424).

Die Umsätze der Gesellschaft stiegen erneut an, auf nunmehr T€ 9.963 (+14,2%). Die Umsätze aus Dienstleistungen für die Tochtergesellschaften bildeten mit T€ 8.087 (Vj.: T€ 6.986) den Schwerpunkt der Erlöse. Zudem wuchsen die Umsätze aus der Erstellung von Sonderausgaben für Industriekunden auf T€ 1.370 (Vj.: T€ 1.269) an. Weitere Umsätze wurden durch die gruppeninterne Vermietung von Räumlichkeiten i. H. von T€ 462 (Vj.: T€ 432) und sonstigen Dienstleistungen i. H. von T€ 44 (Vj.: T€ 41) generiert.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beliefen sich auf T€ 762 (Vj.: T€ 550). Diese resultieren mit T€ 622 (Vj. T€ 400) aus Weiterbelastungen von Forderungsausfällen bzw. aus Zuführungen zu Wertberichtigungen an die Tochtergesellschaften. Der korrespondierende Aufwand wird in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gezeigt, die sich ebenfalls, um T€ 505 auf T€ 4.231, erhöht haben.

Den gestiegenen Umsätzen steht eine Erhöhung des Materialaufwands um T€ 129 auf T€ 1.212 gegenüber.

Der Personalaufwand (T€ 7.697) stieg gegenüber dem Vorjahr (T€ 5.927) deutlich an. Dies liegt unter anderem an gruppeninternen Umstrukturierungen im IT-Bereich, die zu einem Stellenaufbau bei der Bonnier Media Deutschland GmbH führten.

Das Finanzergebnis verschlechterte sich von T€ -729 im Jahr 2022 auf T€ -1.293. Wie in den Vorjahren resultiert es zu großen Teilen aus gruppeninternen Verzinsungen.

Der Steueraufwand in Höhe von T€ 17.837 (Vj.: T€ 11.487) resultiert erneut ausschließlich aus den Aufwendungen eines im August 2015 zwischen der Bonnier Deutschland GmbH und der Bonnier Media Deutschland GmbH abgeschlossenen Steuerumlagevertrages.

Insbesondere der Anstieg des Beteiligungsergebnisses führte dazu, dass sich der aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführte Gewinn um T€ 7.705 auf T€ 37.642 erhöhte.

Vermögenslage:

Der Buchwert des Anlagevermögens stieg im Vergleich zum Vorjahr von T€ 79.484 auf nunmehr T€ 79.817. Der Anstieg von T€ 333 resultiert insbesondere aus den Finanzanlagen, die sich von T€ 79.082 auf T€ 79.332 erhöhten. Die Verbuchung eines "Earn Out" (T€ 250) führte zu diesem Anstieg.

Das Umlaufvermögen (einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzung) erhöhte sich von T€ 144.176 auf T€ 167.488. Die Bonnier Media Deutschland GmbH ist als Kommissionärin für ihre Tochtergesellschaften tätig, in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen schlagen sich insbesondere die Buchhandelsforderungen aus dem Verlagsgeschäft nieder. Unter anderem aufgrund von gestiegenen Umsätzen im letzten Quartal erhöhten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um T€ 18.162 auf T€ 105.213.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich ebenfalls, um T€ 5.091 auf T€ 62.081. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten mit T€ 57.310 Liquiditätsüberschüsse aus dem Cash-Pooling mit der Konzern-Treasury-Gesellschaft. Das Guthaben erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 4.572.

Das Umlaufvermögen einschließlich aktiver Rechnungsabgrenzung ist nahezu deckungsgleich mit dem kurzfristigen Fremdkapital.

Finanzlage:

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Cash-Pool Forderungen mit T€ 58.310 und liquide Mittel in Höhe von T€ 30. Im Finanzmittelfonds und der Erhöhung der Cash-Pool-Guthaben schlagen sich insbesondere die Mittelzuflüsse und -abflüsse aus der Geschäftsentwicklung der Tochtergesellschaften und die Mittelabflüsse aus der Ergebnisabführung an die Muttergesellschaft nieder.

Die Eigenkapitalbasis ist - aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages mit der Muttergesellschaft - stabil, das Eigenkapital beläuft sich unverändert auf T€ 79.043. Die Verlängerung der Bilanzsumme von T€ 223.659 auf T€ 247.305 bedingte einen Rückgang der Eigenkapitalquote von 35,3% auf 32,0%.

Das Fremdkapital in Höhe von T€ 168.262 (Vj.: T€ 144.616) ist größtenteils kurzfristiger Natur (T€ 167.558, Vj.: T€ 143.890). Die Erhöhung des Fremdkapitals im Vergleich zum Vorjahr (+T€ 23.646) ist größtenteils durch die Veränderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bedingt. Auf der einen Seite hat sich die Verbindlichkeit aus Ergebnisabführung gegenüber der Muttergesellschaft erhöht (s. Ertragslage). Auf der anderen Seite führt die in der Vermögenslage beschriebene Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der Stellung als Kommissionärin spiegelbildlich zu einer Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.

Wie im Vorjahr war zur Finanzierung der Geschäftstätigkeit keine Finanzierung über Kreditinstitute erforderlich. Neben Eigenmitteln dienten insbesondere die oben dargestellten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen der Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 3.596 (Vj.: T€ 4.120). Hiervon entfallen T€ 975 auf das Jahr 2024 und T€ 2.622 auf die Jahre 2025 bis 2028. Die Verpflichtungen resultieren insbesondere aus einem Mietvertrag für Büroflächen, zu geringen Teilen aus dem Leasing und Dienstleistungen von/für Informations- und Kommunikationstechnologie und KFZ-Leasing.

Chancen und Risiken

Die Geschäftsentwicklung der Bonnier Media Deutschland GmbH unterliegt im Wesentlichen den gleichen Chancen und Risiken wie die des Konzerns. An den Risiken der Tochterunternehmen partizipiert die Bonnier Media Deutschland GmbH in vollem Umfang. Die Aussagen zu den einzelnen Bewertungen der Chancen- und Risikosituation des Konzerns gelten daher auch für die Bonnier Media Deutschland GmbH.

Prognosebericht / Ausblick

Aufgrund der aufgezeigten Struktur der Unternehmensgruppe spiegeln die für den Konzern getroffenen Aussagen hinsichtlich des Prognoseberichts auch die Erwartungen für die Muttergesellschaft wider. Die wirtschaftliche Entwicklung der Holding Gesellschaft Bonnier Media Deutschland GmbH ist abhängig von der Entwicklung der Tochtergesellschaften, die in der Regel über Ergebnisabführungsverträge verbunden sind. Die Unternehmensgruppe geht für das Geschäftsjahr 2024 derzeit von leicht rückläufigen Umsätzen aus, was im Zusammenhang mit steigenden Kosten zu einem Rückgang des Beteiligungsergebnis um knapp ein Drittel im Vergleich zum Ausnahmejahr 2023 führt. Neben den üblichen Prognoserisiken gibt es derzeit eine Vielzahl nicht vorhersagbarer weltpolitischen Ereignisse, deren Verlauf und Folgen kaum prognostizierbar sind und Planungsrechnungen leider erschweren. Für die obigen Prognosen haben wir einen stabilen konjunkturellen Verlauf unterstellt.

 

München, den 17. Juni 2024

Christian Schumacher-Gebler

Karl Håkan Rudels

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
€
31.12.2022
€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.449,70 458.448,61
2. Geschäfts- und Firmenwert 10.975.002,45 13.399.044,02
11.423.452,15 13.857.492,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.331.759,67 1.357.733,01
2. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.696.874,46 1.267.331,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.894.795,35 1.620.230,27
4.923.429,48 4.245.294,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.200,94 5.200,94
16.352.082,57 18.107.988,48
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 74.049,89 140.719,14
2. Unfertige Erzeugnisse 5.487.235,14 5.245.333,40
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 30.265.043,26 30.543.014,69
4. Autorenrechte 11.724.555,35 11.112.561,84
47.550.883,64 47.041.629,07
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 108.703.195,41 89.822.476,34
davon mit einer RLZ >1 Jahr € 0,00; Vorjahr € 856,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 58.721.196,56 53.207.336,40
davon mit einer RLZ >1 Jahr € 0,00; Vorjahr € 0,00
davon gegen Gesellschafter € 0,00; Vorjahr € 0,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 1.743.184,60 929.498,22
davon mit einer RLZ >1 Jahr € 210.142,24; Vorjahr € 213.597,62
169.167.576,57 143.959.310,96
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 29.766,22 104.083,03
216.748.226,43 191.105.023,06
C. Rechnungsabgrenzungsposten 482.483,14 447.257,06
233.582.792,14 209.660.268,60

Passiva

31.12.2023
€
31.12.2022
€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 16.500.000,00 16.500.000,00
II. Kapitalrücklage 9.717.025,75 9.717.025,75
III. Bilanzgewinn 19.578.631,98 22.085.281,11
(davon Gewinnvortrag € 22.085.281,11; Vorjahr: € 25.262.681,11)
IV. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 2.174.524,47 2.177.236,22
47.970.182,20 50.479.543,08
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.653.840,05 1.681.330,73
2. Steuerrückstellungen 10.000,00 599.942,50
3. Sonstige Rückstellungen 61.815.364,28 53.696.755,05
63.479.204,33 55.978.028,28
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 441.802,39 340.472,22
davon mit einer RLZ bis 1 Jahr € 441.802,39; Vorjahr € 340.472,22
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 51.954.432,40 50.961.147,11
davon mit einer RLZ bis 1 Jahr € 51.954.432,40; Vorjahr € 50.961.147,11
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 55.280.921,11 39.367.000,63
davon mit einer RLZ bis 1 Jahr € 55.280.921,11; Vorjahr € 39.367.000,63
davon gegen Gesellschafter € 55.195.845,92; Vorjahr € 38.993.262,12
4. Sonstige Verbindlichkeiten 13.353.254,31 11.624.920,18
davon mit einer RLZ bis 1 Jahr € 13.353.254,31; Vorjahr € 11.624.920,18
davon aus Steuern € 1.045.299,00; Vorjahr € 975.609,59
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 203.775,19; Vorjahr € 420.788,08
121.030.410,21 102.293.540,14
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.050.279,22 847.654,88
E. Passive latente Steuern 52.716,18 61.502,22
233.582.792,14 209.660.268,60

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
€
2022
€
1. Umsatzerlöse 347.381.659,35 331.299.180,15
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -73.576,17 3.241.614,73
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.993.605,59 5.694.247,64
(davon aus Währungsumrechnung € 79.417,54; Vorjahr € 83.273,37)
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -88.727.173,31 -95.856.907,38
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -73.742.797,04 -74.868.182,13
-162.469.970,35 -170.725.089,51
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -50.412.293,10 -44.416.911,06
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -8.127.709,36 -7.578.006,90
(davon für Altersversorgung € 102.839,16; Vorjahr € 110.898,92)
-58.540.002,46 -51.994.917,96
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -3.778.173,32 -3.785.529,52
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -72.649.973,52 -72.782.489,36
(davon aus Währungsumrechnung € 88.270,34; Vorjahr € 136.065,56)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.649.742,50 141.567,68
(davon aus verbundenen Unternehmen € 1.647.734,76; Vorjahr: € 136.717,64)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -54.117,95 -34.050,45
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -19.014.824,64 -12.991.592,21
(davon latente Steuern: € 8.786,04; Vorjahr: € 8.786,04)
11. Ergebnis nach Steuern 36.444.369,03 28.062.941,19
12. Sonstige Steuern -9.965,15 -705,19
13. Jahresüberschuss 36.434.403,88 28.062.236,00
14. Aufgrund eines Gewinnabführungvertrages abgeführter Gewinn -37.642.208,87 -29.937.443,50
15. Konzernergebnis vor Anteilen fremder Gesellschafter -1.207.804,99 -1.875.207,50
16. Anteile fremder Gesellschafter am Konzernjahresergebnis 1.298.844,14 1.302.192,50
17. Konzernergebnis nach Anteilen fremder Gesellschafter -2.506.649,13 -3.177.400,00
18. Gewinnvortrag aus den Vorjahren 22.085.281,11 25.262.681,11
19. Bilanzgewinn 19.578.631,98 22.085.281,11

Konzernanhang zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember 2023

(1) Allgemeines

Sitz der Bonnier Media Deutschland GmbH (im Folgenden "Bonnier Media") ist München. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 136800 im Register des Amtsgerichts München eingetragen.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses sind die Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches sowie des GmbH-Gesetzes angewandt worden.

Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist das Gesamtkostenverfahren gewählt worden.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt.

Die Bonnier Media Deutschland GmbH weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB auf.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bewerten Ihre Vermögens- und Schuldposten nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien. Alle maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind unverändert zum Vorjahr.

Im Einzelnen wird nach den folgenden Grundsätzen bewertet:

Aktiva

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Entgeltlich erworbene Software wird über eine Nutzungsdauer von drei Jahren bis fünf Jahren abgeschrieben. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert durchgeführt.

Für die Abschreibung eines Geschäfts- oder Firmenwertes aus der Kapitalkonsolidierung wird beim Erwerb von Buchverlagen eine voraussichtliche wirtschaftliche Nutzungsdauer von 10 Jahren zugrunde gelegt. Aufgrund der langfristigen Ausrichtung des Buchgeschäftes und der oftmals über viele Jahre gewachsenen und auf viele Jahre ausgerichteten Autoren-, Kunden und Lieferantenbeziehungen erscheint eine kürzere Abschreibungsperiode nicht angemessen. Sonstige Geschäfts- und Firmenwerte, die in den Einzelabschlüssen der Tochtergesellschaften ausgewiesen werden, werden über 15 Jahren abgeschrieben, weil die Imprints nachhaltig genutzt werden und am Markt etabliert sind.

Die im Rahmen mehrerer Asset-Deals und Verschmelzungen durch Anwachsung erworbenen Verlagsrechte und ähnliche Rechte werden entsprechend ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer zwischen 2 und 15 Jahren abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht bilanziert.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen bewertet. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Sofern erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert durchgeführt. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Folgende konzerneinheitliche Nutzungsdauern werden zugrunde gelegt:

Bauten 40 Jahre
Einbauten in fremde Gebäude 8 bis 17 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre
EDV-Anlagen 2 bis 11 Jahre
Fuhrpark 6 Jahre

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten, bei voraussichtlich dauernder Wertminderung gemindert um außerplanmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei einem Wegfall der Abschreibungsgründe erfolgt eine Wertaufholung durch entsprechende Zuschreibung.

Die Vorräte sind grundsätzlich mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Entsprechend der voraussichtlichen Reichweite des zukünftigen mengenmäßigen Absatzes wurden unter Zugrundelegung des Vorsichtsprinzips angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Beim Ansatz der Herstellungskosten wurde ein Gemeinkostenzuschlag auf die Einzelkosten (insbesondere Druckkosten, Redaktion, Grafik, Übersetzungskosten) aufgeschlagen. Dieser enthält Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie Aufwendungen für freiwillige soziale Leistungen.

Die Autorenrechte beinhalten an Autoren geleistete Vorauszahlungen abzüglich der unter Berücksichtigung des Vorsichtsprinzips gebildeten Wertberichtigungen. Diese werden zum Nennwert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennbetrag bewertet. Erkennbare Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen, das allgemeine, darüberhinausgehende Kreditrisiko durch eine angemessene Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten geleistete Zahlungen, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Die eingestellten Beträge sind periodengerecht abgegrenzt.

Passiva

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Projected Unit Credit Methode) berechnet. Es wird der Erfüllungsbetrag nach § 253 (1) Satz 2 HGB angesetzt, die Abzinsung erfolgt nach §253 (2) Satz 1 HGB. Zur Berechnung der Pensionsrückstellung wurden die Sterbetafeln von Klaus Heubeck (RT 2018 G) angewendet.

Folgende Bewertungsparameter wurden bei der Rückstellungs-Berechnung zugrunde gelegt:

 

Rechnungszins: 1,82% (Vorjahr: 1,78%)

 

Rententrend: 2% (Vorjahr: 2%)

 

Fluktuationswahrscheinlichkeit: 5% (Vorjahr: 5%)

 

Lohn- und Gehaltssteigerung: 2% (Vorjahr: 2%)

Die Verpflichtungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden mit den Vermögensgegenständen, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungs- und ähnlichen Verpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind (sogenanntes Deckungsvermögen), verrechnet. Mit den Pensionsrückstellungen wurde ein Deckungsvermögen von T€ 605 (Vorjahr: T€ 625) verrechnet. Das Deckungsvermögen beinhaltet die Anschaffungskosten sowie bis zum Bilanzstichtag durch die Versicherungsgesellschaft zugewiesenen Überschussanteile. Die Erträge aus Deckungsvermögen in Höhe von T€ 16 (Vorjahr: T€ 16) wurden mit den Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 45 (Vorjahr: T€ 48) gem. § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet. Der sich ergebende Aufwand in Höhe von T€ 29 (Vorjahr: T€ 31) ist im Finanzergebnis unter dem Posten Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Der Erfüllungsbetrag der zugehörigen Rückstellung beläuft sich auf T€ 694 (Vorjahr: T€ 694).

Die bilanzierten Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden auf Basis des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von fünfzehn Jahren ermittelt. Bei einer Durchschnittsbildung auf Basis von sieben Geschäftsjahren hätten sich um T€ 17 höhere Verpflichtungen ergeben.

Aufgrund des BMF-Schreibens vom 23. Dezember 2016 wird der ausschüttungsgesperrte Betrag in Höhe von T€ 16 wegen des vorliegenden Ergebnisabführungsvertrages an die Bonnier Deutschland GmbH abgeführt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass die erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen berücksichtigt sind. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um künftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit dem Marktzins der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden zum Nennwert angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bewertet.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten enthalten erhaltene Zahlungen, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Im Zusammenhang mit der Akquisition der Adrian & Wimmelbuchverlag GmbH, Berlin, sind passive latente Steuern als Zugang in der Kaufpreisallokation berücksichtigt worden. Diese latenten Steuerschulden beruhen auf temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Der theoretische Ertragsteuersatz ergab sich aus der Anwendung des Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Berlin in Höhe von 30,18 % (Vorjahr: 30,18 %).

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlöse aus Verkäufen mit Rückgaberecht enthalten. Für die zu erwartenden Rücksendungen wurde unter den sonstigen Rückstellungen ein entsprechender Betrag passiviert. Die Umsatzrealisation erfolgt zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs auf den Käufer.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet, Aufwendungen und Erträge wurden zu Monatsdurchschnittskursen in die Berichtswährung Euro umgerechnet. Für Forderungen und Verbindlichkeiten über einem Jahr wird gem. § 256a. HGB das Vorsichtsprinzip beachtet. Die Zugangsbewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.

Konsolidierungskreis

Im Geschäftsjahr kam es zu keinerlei Änderungen im Konsolidierungskreis.

Anteilsbesitz

Die Bonnier Media Deutschland GmbH ist zum Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen, die in die Konsolidierung einbezogen wurden, mittel- oder unmittelbar beteiligt:

Name und Sitz des Unternehmens Anteil am Kapital
in %
Adrian & Wimmelbuchverlag GmbH, Berlin 1) 51
arsEdition GmbH, München 1) 100
BookBeat GmbH, München 1) 100
BuchVertrieb Blank GmbH, Vierkirchen 1) 100
B&H Buchvertriebsgesellschaft mbH, München 1) 100
Carlsen Verlag GmbH, Hamburg 1) 100
Gutkind Verlag GmbH, Berlin 1) 2) 100
Hörbuch Hamburg HHV GmbH, Hamburg 1) 100
Münchner Verlagsgruppe GmbH, München 1) 100
Piper Verlag GmbH, München 1) 100
Thienemann-Esslinger Verlag GmbH, Stuttgart 1) 70
Ullstein Buchverlage GmbH, Berlin 1) 100

1) Die Gesellschaft hat die Befreiung in Bezug auf die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihres Jahresabschlusses nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen.

2) Ehemals: Aladin Verlag GmbH, Hamburg

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgt für Erstkonsolidierungen nach dem 31. Dezember 2009 nach der Neubewertungsmethode. Für bereits zum 31. Dezember 2009 konsolidierte Unternehmen wird weiterhin die Buchwertmethode angewendet. Hierbei wird durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Anteile an Tochterunternehmen mit dem auf das Mutterunternehmen entfallende anteilige Eigenkapital zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konsolidierungskreis ein Unterschiedsbetrag errechnet. Unabhängig von der angewandten Methode wird ein entstehender, aktivischer Unterschiedsbetrag in der Konzernbilanz als Geschäftswert ausgewiesen und in den Folgejahren um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Sonstige Konsolidierungsmaßnahmen

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen konsolidierten Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet. Die Eliminierung von Zwischenergebnissen war nicht erforderlich.

In der Gewinn- und Verlustrechnung werden konzerninterne Umsätze und andere konzerninterne Erträge entsprechend § 305 Abs. 1 HGB mit den darauf entfallenden Aufwendungen verrechnet. Wertberichtigungen, Rückstellungen und sonstige in den Einzelabschlüssen ergebniswirksame Maßnahmen aus Konzernverbindungen werden für die Erstellung des Konzernabschlusses aufgehoben.

Latente Ertragsteuern

Latente Ertragsteuern sind bei der obersten Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH, München, (Organträgerin) zu berücksichtigen, sofern sie Konzerngesellschaften betreffen, die Teil der ertragsteuerlichen Organschaft sind. Bei Konzerngesellschaften, welche nicht Teil der ertragsteuerlichen Organschaft sind, werden latente Ertragsteuern für sämtliche temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen gebildet. Die Bewertung erfolgt anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, zu erwarten ist. Dabei werden die Steuersätze und vorschriften zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gültig sind.

(3) Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

Hinsichtlich der Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf den beigefügten Konzern-Anlagenspiegel.

Die dort ausgewiesene Position Grundstücke und Bauten (T€ 1.332; Vorjahr: T€ 1.358) enthält auch eigenständige Bauten auf fremden Grundstücken. Einbauten auf fremden Grundstücken (T€ 1.697, Vorjahr: T€ 1.267) sind hingegen in einer gesonderten Position ausgewiesen.

Der Geschäfts- und Firmenwert (T€ 10.975; Vorjahr: T€ 13.399) hat sich wie folgt entwickelt:

Geschäftswert 1. Januar 2023 (in T€) 13.399
Zugang 2023 (in T€) 250
Abschreibung 2023 (in T€) 2.674
Geschäftswert 31. Dezember 2023 (in T€) 10.975

Forderungen

Forderungen gegen verbundene Unternehmen (T€ 58.721, Vorjahr: T€ 53.207) resultieren mit T€ 58.310 (Vorjahr: T€ 53.098) aus einem Guthaben gegenüber einer konzerneigenen Treasury-Gesellschaft, die für den schwedischen Bonnier-Gesamtkonzern das zentrale Liquiditätsmanagement übernimmt. Es bestehen Cashpool-Vereinbarungen, wonach die Bonnier Media Überschüsse an Zahlungsmitteln an diese Gesellschaft abführt. Des Weiteren besteht eine Forderung aus Cashpool-Zinsen gegenüber dieser Gesellschaft in Höhe von T€ 411 (Vorjahr: T€ 107). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen bestehen nicht (Vorjahr: T€ 2). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr bestehen in Höhe von T€ 0 (Vorjahr: T€ 1).

PASSIVA

Gezeichnetes Kapital

Die Anteile am Stammkapital (T€ 16.500; Vorjahr T€ 16.500) der Bonnier Media Deutschland GmbH, München, werden von der Bonnier Deutschland GmbH, München, gehalten. Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beläuft sich zum 31.12.2023 unverändert zum Vorjahr auf T€ 9.717.

Bilanzgewinn

Der Bilanzgewinn entwickelt sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Stand 1. Januar 22.085 25.263
Jahresüberschuss nach Anteilen fremder Gesellschafter -2.507 -3.177
Stand 31. Dezember 19.579 22.085

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Remissionen 26.195 23.592
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 13.528 11.222
Tantiemen, Gratifikationen etc. 7.112 5.360
Ausstehende Rechnungen und ungewisse Verbindlichkeiten, Rechtskosten etc. 6.339 5.955
Kundenboni u.ä. 4.537 4.169
Urlaub, Überstunden 1.744 1.461
Abfindungen 958 165
Provisionen, Ansprüche von Handelsvertretern 757 739
Rechtsrisiken 646 1.035
61.815 53.697

Die Rückstellung für drohende Verluste betrifft Risiken aus Autorenverträgen.

Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Die Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr betragen T€ 121.030 (Vorjahr T€ 102.294).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 51.954, Vorjahr T€ 50.961) umfassen neben den Lieferantenverbindlichkeiten auch Verbindlichkeiten gegenüber Autoren sowie Lizenzgebern.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 55.281, Vorjahr T€ 39.367) bestehen in Höhe von T€ 55.196 gegenüber der Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH. Sie resultieren in Höhe von T€ 37.642 aus der Abführung des Ergebnisses, mit T€ 17.837 aus der Steuerumlage 2023 und mit T€ -284 aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verrechnungen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von T€ 85 (Vorjahr: T€ 374).

Die latenten Steuerschulden beruhen auf temporären Differenzen zwischen den steuerlichen und den handelsrechtlichen Wertansätzen im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände eines Tochterunternehmens. Der theoretische Ertragssteuersatz ergab sich aus der Anwendung des Steuersatzes einer Kapitalgesellschaft mit Sitz in Berlin in Höhe von 30,18 % (Vorjahr: 30,18 %).

Die Entwicklung der latenten Steuerschulden stellt sich wie folgt dar:

2023
T€
2022
T€
Latente Steuerschulden zum 01.01. 62 70
Latente Steuererträge -9 -9
Latente Steuerschulden zum 31.12. 53 62

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen ergeben sich aus Miet- und Leasingverträgen in Höhe von T€ 29.177 (Vorjahr: T€ 31.370). Hiervon entfallen T€ 4.831 auf das Jahr 2024 und T€ 14.700 auf die Jahre 2025 bis 2028. Sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen und Haftungsverhältnisse i. S. d. §§ 251 und 268 Abs. 7 HGB bestanden zum Stichtag nicht.

(4) Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Erlöse aus Buchverkäufen
Inland 247.238 227.394
Ausland 68.415 76.648
Erlöse aus Lizenzverträgen, Abdrucken, Industriegeschäft, Streaming etc.
Inland 31.165 27.949
Ausland 6.971 6.331
353.789 338.323
Kundenskonti -6.408 -7.024
Gesamt 347.382 331.299

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen werden periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 3.785 (Vorjahr: T€ 5.378) ausgewiesen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Erträge aus Währungsumrechnung belaufen sich auf T€ 79 (Vorjahr: T€ 83). Außerdem sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen insbesondere Erträge aus Kfz-Nutzung in Höhe von T€ 275 (Vorjahr: T€ 314), Erträge aus Schadensersatz in Höhe von T€ 2 (Vorjahr: T€ 1) und Erträge aus ausgebuchten Forderungen in Höhe von T€ 131 (Vorjahr: T€ 15) enthalten.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für Autorenhonorare.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten keine periodenfremden Aufwendungen (Vorjahr: T€ 0). Sie enthalten Verluste aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 88 (Vorjahr: T€ 136).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

2023
T€
2022
T€
Marketing- und Vertriebskosten 28.828 30.594
Logistikkosten 19.935 20.754
Sonstige Kosten 9.935 9.542
Raumkosten 4.156 4.073
IT und Kommunikation 3.054 2.174
Reise- und Kfz-Kosten 2.441 1.912
Künstlersozialabgabe 2.325 1.841
Rechts- und Beratungskosten 1.070 1.150
Personalsuche und -entwicklung 907 743
72.650 72.782

Die Zinserträge belaufen sich auf T€ 1.650 (Vorjahr: T€ 142). Die Zinsaufwendungen belaufen sich auf T€ 54 (Vorjahr: T€ 34) und resultieren in Höhe von T€ 29 aus der Aufzinsung von Rückstellungen (§277 Abs. 5 HGB) sowie in Höhe von T€ 25 aus sonstigen kurzfristigen Zinsen.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag weisen einen Aufwand in Höhe von T€ 19.015 (Vorjahr: T€ 12.992) aus. Der Steueraufwand aus einem Steuerumlagevertrag (mit der Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH) beträgt T€ 17.837 (Vorjahr: T€ 11.487). T€ 1.178 (Vorjahr: T€ 1.508) des ausgewiesenen Steueraufwands resultieren aus Konzerngesellschaften, die nicht in die ertragsteuerliche Organschaft der Bonnier Deutschland GmbH eingebunden sind. Die Zahlungsausgänge aus Ertragssteuern beliefen sich auf T€ 2.191 (Vorjahr: T€ 3.020).

Die Anteile fremder Gesellschafter am Konzernergebnis betragen T€ 1.299 (Vorjahr: T€ 1.302).

(5) Honorar des Abschlussprüfers

Der Aufwand für Leistungen des Abschlussprüfers betrug für das Berichtsjahr T€ 336 (Vorjahr: T€ 303) und entfällt ausschließlich auf Abschlussprüfungsleistungen (§§285 Nr. 17a), 314 Abs. 1 Nr. 9a) HGB).

(6) Erläuterungen zur Cashflow-Rechnung

Die Zahlungen aus Ergebnisabführung (T€ 29.937, Vorjahr: T€ 36.030) werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit gezeigt.

Neben Kassenbeständen und Bankguthaben (T€ 30, Vorjahr: T€ 104) bestehen insbesondere Cash-Pool-Guthaben gegenüber der Bonnier Treasury SA (T€ 58.310, Vorjahr: T€ 53.098).

(7) Sonstige Angaben

Die Gesellschaften beschäftigten im Jahr 2023 durchschnittlich 828 (Vorjahr: 789) Angestellte, zudem 21 Auszubildende (Vorjahr 21).

Geschäftsführer waren im Berichtsjahr:

- Christian Schumacher-Gebler, München Kaufmann, Gesamtgeschäftsführer
- Karl Håkan Rudels, Täby / Schweden CEO Bonnier Books

Hinsichtlich der Angabe zu den Bezügen der aktiven und ehemaligen Geschäftsführung gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB wird in analoger Anwendung von der Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da nur ein aktiver und zwei ehemalige Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten.

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mehrere der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen haben die Befreiung in Bezug auf die Aufstellung, Prüfung und Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse nach § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch genommen. Die Gesellschafter haben der Befreiung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 zugestimmt und die Beschlüsse wurden nach § 325 HGB offengelegt.

Die Bonnier Media Deutschland GmbH (kleinster Konsolidierungskreis) ist eine Tochtergesellschaft der Bonnier Deutschland GmbH. Der Konzernabschluss der Bonnier Media Deutschland GmbH ist einsehbar unter www.unternehmensregister.de. Sie wird in den Konzernabschluss der Albert Bonnier AB, Stockholm (größter Konsolidierungskreis, einsehbar unter www.bolagsverket.se), einbezogen.

(8) Nachtragsbericht

Es sind keine bedeutsamen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag aufgetreten.

(9) Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Bonnier Media Deutschland GmbH hat zum 1. Januar 2005 einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag mit der Bonnier Deutschland GmbH geschlossen. Die Bonnier Media Deutschland GmbH verpflichtet sich darin, das Ergebnis an die Muttergesellschaft Bonnier Deutschland GmbH abzuführen. Der Bilanzgewinn wird auf neue Rechnung vorgetragen.

 

München, den 17. Juni 2024

Christian Schumacher-Gebler

Karl Håkan Rudels

Konzern-Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

EUR

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.180.145,18 151.203,84 0,51 8.331.348,51
2. Geschäfts- und Firmenwert 69.923.384,45 250.000,00 0,00 70.173.384,45
78.103.529,63 401.203,84 0,51 78.504.732,96
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 3.059.081,26 36.859,90 0,00 3.095.941,16
2. Einbauten auf fremden Grundstücken 2.531.701,74 580.069,17 6.416,00 3.105.354,91
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.324.933,82 1.009.514,32 283.517,79 10.050.930,35
14.915.716,82 1.626.443,39 289.933,79 16.252.226,42
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 111.179,49 0,00 105.978,55 5.200,94
111.179,49 0,00 105.978,55 5.200,94
93.130.425,94 2.027.647,23 395.912,85 94.762.160,32
Abschreibungen
01.01.2023 Zugang Abgang 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.721.696,57 161.202,24 0,00 7.882.898,81
2. Geschäfts- und Firmenwert 56.524.340,43 2.674.041,57 0,00 59.198.382,00
64.246.037,00 2.835.243,81 0,00 67.081.280,81
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.701.348,25 62.833,24 0,00 1.764.181,49
2. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.264.370,11 149.702,34 5.592,00 1.408.480,45
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.704.703,55 730.393,93 278.962,48 8.156.135,00
10.670.421,91 942.929,51 284.554,48 11.328.796,94
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 105.978,55 0,00 105.978,55 0,00
105.978,55 0,00 105.978,55 0,00
75.022.437,46 3.778.173,32 390.533,03 78.410.077,75
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 448.449,70 458.448,61
2. Geschäfts- und Firmenwert 10.975.002,45 13.399.044,02
11.423.452,15 13.857.492,63
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.331.759,67 1.357.733,01
2. Einbauten auf fremden Grundstücken 1.696.874,46 1.267.331,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.894.795,35 1.620.230,27
4.923.429,48 4.245.294,91
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.200,94 5.200,94
5.200,94 5.200,94
16.352.082,57 18.107.988,48

Kapitalflussrechnung 2023

2023
T€
2022
T€
Periodenergebnis (Konzernjahresfehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) -1.208 -1.875
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.778 3.786
+ Zunahme der Rückstellungen 7.745 1.828
- Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions-, Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -19.779 -322
+ Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions-, Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 42.526 29.306
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -36 -42
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -1.596 -108
+ Ertragsteueraufwand 19.015 12.992
- Ertragsteuerzahlungen -13.678 -19.590
= Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 36.768 25.975
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle -401 -792
Anlagevermögen + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 42 92
- Auszahlungen für Investitionen in das -1.626 -538
Sachanlagevermögen - Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -29
+ Erhaltene Zinsen 1.650 142
= Cash Flow aus Investitionstätigkeit -336 -1.125
- Gezahlte Zinsen -54 -34
- Auszahlung aus Ergebnisabführung -29.937 -36.030
- Auszahlung an Minderheitsgesellschafter -1.302 -1.476
+ Umgliederung Anfangsbestand des Cash-Pool-Guthabens in den Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit 53.098 0
- Cash-Pool-Guthaben zum 31.12.2023 -58.310 0
= Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -36.505 -37.540
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes -74 -12.690
+ Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 29
+ Finanzmittelbestand am Anfgang der Periode 53.202 65.863
- Umgliederung des Cash-Pool-Guthabens in den Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -53.098 0
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 30 53.202

Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 beinhaltet liquide Mittel in Höhe von T€ 30 (Vorjahr T€ 104). Im Vorjahr waren im Finanzmittelbestand neben den liquiden Mitteln Cash-Pool-Guthaben bei der Bonnier Treasury S.A. Luxemburg, in Höhe von T€ 53.098 enthalten.

Aufgrund der für 2023 erstmaligen vorgeschriebenen Anwendbarkeit von DRÄS 13 (Deutscher Rechnungslegungs Änderungsstandard zur Kapitalflussrechnung) wird das Cashpool-Guthaben bei der Bonnier Treasury S.A., Luxemburg, zum 31. Dezember 2023 in Höhe von T€ 58.310 erstmalig der Finanzierungstätigkeit zugeordet. Für die Abbildung der Erhöhung des Cash-Pool-Guthabens in der Finanzierungstätigkeit zum Stichtag des Geschäftsjahres 2023 (+ T€ 5.212) wurde der Endbestand des Vorjahres (T€ 53.098) ebenfalls der Finanzierungstätigkeit zu geordnet.

Konzerneigenkapitalspiegel vom 01.01. bis 31.12.2023

EUR

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen Periodenergebnis
Stand 01.01.2022 16.500.000,00 9.717.025,75 0,00 (1.436.075,21)
Umgliederung Vorjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 1.436.075,21
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Erwerb von Minderheitenanteilen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe der Transaktionen mit Anteilseignern 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Wechselkursdifferenz 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe direkt im Eigenkapital berücksichtigter Ergebnisse 0,00 0,00 0,00 0,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 (3.177.400,00)
Gesamteinkommen 0,00 0,00 0,00 (3.177.400,00)
Stand 31.12.2022 16.500.000,00 9.717.025,75 0,00 (3.177.400,00)
Umgliederung Vorjahresergebnis 0,00 0,00 0,00 3.177.400,00
Veränderung Minderheitenanteile und Einlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00 0,00
Erwerb von Minderheitsanteilen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe der Transaktionen mit Anteilseignern 0,00 0,00 0,00 0,00
Veränderung Wechselkursdifferenz 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe direkt im Eigenkapital berücksichtigter Ergebnisse 0,00 0,00 0,00 0,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 0,00 (2.506.649,13)
Gesamteinkommen 0,00 0,00 0,00 (2.506.649,13)
Stand 31.12.2023 16.500.000,00 9.717.025,75 0,00 (2.506.649,13)
Gewinnvortrag Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Gesamt ohne Minderheitsanteile
Stand 01.01.2022 26.698.756,32 0,00 51.479.706,86
Umgliederung Vorjahresergebnis (1.436.075,21) 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Erwerb von Minderheitenanteilen 0,00 0,00 0,00
Summe der Transaktionen mit Anteilseignern 0,00 0,00 0,00
Veränderung Wechselkursdifferenz 0,00 0,00 0,00
Summe direkt im Eigenkapital berücksichtigter Ergebnisse 0,00 0,00 0,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 (3.177.400,00)
Gesamteinkommen 0,00 0,00 (3.177.400,00)
Stand 31.12.2022 25.262.681,11 0,00 48.302.306,86
Umgliederung Vorjahresergebnis (3.177.400,00) 0,00 0,00
Veränderung Minderheitenanteile und Einlagen 0,00 0,00 0,00
Ausschüttungen 0,00 0,00 0,00
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00 0,00
Erwerb von Minderheitsanteilen 0,00 0,00 0,00
Summe der Transaktionen mit Anteilseignern 0,00 0,00 0,00
Veränderung Wechselkursdifferenz 0,00 0,00 0,00
Summe direkt im Eigenkapital berücksichtigter Ergebnisse 0,00 0,00 0,00
Periodenergebnis 0,00 0,00 (2.506.649,13)
Gesamteinkommen 0,00 0,00 (2.506.649,13)
Stand 31.12.2023 22.085.281,11 0,00 45.795.657,73
Minderheitenanteile Gesamt mit Minderheitsanteile
Stand 01.01.2022 2.350.930,09 53.830.636,95
Umgliederung Vorjahresergebnis 0,00 0,00
Ausschüttungen (1.475.886,37) (1.475.886,37)
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00
Erwerb von Minderheitenanteilen 0,00 0,00
Summe der Transaktionen mit Anteilseignern (1.475.886,37) (1.475.886,37)
Veränderung Wechselkursdifferenz 0,00 0,00
Summe direkt im Eigenkapital berücksichtigter Ergebnisse 0,00 0,00
Periodenergebnis 1.302.192,50 (1.875.207,50)
Gesamteinkommen 1.302.192,50 (1.875.207,50)
Stand 31.12.2022 2.177.236,22 50.479.543,08
Umgliederung Vorjahresergebnis 0,00 0,00
Veränderung Minderheitenanteile und Einlagen 0,00 0,00
Ausschüttungen (1.301.555,89) (1.301.555,89)
Veränderung Konsolidierungskreis 0,00 0,00
Erwerb von Minderheitsanteilen 0,00 0,00
Summe der Transaktionen mit Anteilseignern (1.301.555,89) (1.301.555,89)
Veränderung Wechselkursdifferenz 0,00
Summe direkt im Eigenkapital berücksichtigter Ergebnisse 0,00 0,00
Periodenergebnis 1.298.844,14 (1.207.804,99)
Gesamteinkommen 1.298.844,14 (1.207.804,99)
Stand 31.12.2023 2.174.524,47 47.970.182,20

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Bonnier Media Deutschland GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Bonnier Media Deutschland GmbH, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Bonnier Media Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

•

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

•

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

•

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 17. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Katharina Deni, Wirtschaftsprüfer

ppa. Martina von Möller, Wirtschaftsprüferin

Der Konzernabschluss zum 31.12.2023 wurde am 18.06.2024 gebilligt.

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  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
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  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:

Python
from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von BookBeat GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: e36f0362f784f1bb4ef4d8d59889a6ba",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

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{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
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