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Aktien-Gesellschaft "Ems" AG

Emden ·HRB 100021 Aurich
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Zum Borkumanleger 6
26723 Emden
Handelsregister
HRB 100021, Aurich
Eintragungsdatum
2. September 1889
Branche
Güterbeförderung in der Hochsee- und Küstenschifffahrt
Betrieb von Bahnhöfen für den Personenverkehr einschließlich Omnibusbahnhöfen
Güterbeförderung in der Binnenschifffahrt
Unternehmenszweck
Die Personen- und Güterbeförderung mit See- und Binnenschiffen, mit Fahrzeugen aller Art einschließlich der dazugehörenden Nebengeschäfte, der Betrieb der Spedition und Lagerung, von Tankstellen und Garagen sowie die Vermietung und Verpachtung von Anlagen und Betriebsmitteln im ganzen und in Teilen.

Finanzen

Mitarbeiter 2024
174
Bilanzsumme 2024
104,66 Mio. €
Jahresergebnis 2024
1,66 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 104,66 Mio
  • Anlagevermögen 89,0 % 93,18 Mio
  • Umlaufvermögen 10,7 % 11,20 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 276,9 k
Passivseite 104,66 Mio
  • Eigenkapital 55,0 % 57,54 Mio
  • Verbindlichkeiten 37,0 % 38,72 Mio
  • Rückstellungen 8,0 % 8,40 Mio
  • SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 61,92 Mio
  • Gewinnvortrag 41,1 % 25,45 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 40,0 % 24,74 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9,6 % 5,94 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 3,5 % 2,19 Mio
  • Ausschüttung 2,1 % 1,28 Mio
  • Einstellung in Gewinnrücklagen 1,7 % −1,08 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1,2 % 743,6 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,8 % 495,7 k
  • Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 5,2 k
Aufwendungen 26,92 Mio
  • Personalaufwand 45,2 % 12,16 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 38,0 % 10,22 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 13,1 % 3,53 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 3,6 % 962,8 k
  • Sonstige Steuern 0,2 % 46,6 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 % −6,9 k
  • Rohergebnis 31,06 Mio
  • Betriebsergebnis 2,75 Mio
  • Finanzergebnis −1,05 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 1,70 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,66 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Warner Warnders seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Wessel Philipp Dr. Brons seit 2025 Vorstandsmitglied
  • Claus Hirsch seit 2020 Prokura
  • Hans-Jörg Oltmanns seit 2012 Prokura
  • Janna Reich seit 2020 Prokura
  • Marcel Diekmann seit 2024 Prokura
9 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Historie

  1. 2025
  2. 11.09.
    Kapitaländerung
    Aktien-Gesellschaft "Ems"
  3. 07.08.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Warner Warnders · Vorstand
  4. 06.08.
    Austritt einer Position
    Wessel Philipp Dr. Brons · Gesamtprokura
  5. 06.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Warner Warnders · Vorstand
  6. 06.08.
    Austritt einer Position
    Bernhard Dr. Brons · Vorstand
  7. 06.08.
    Austritt einer Position
    Warner Warnders · Gesamtprokura
  8. 06.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Wessel Philipp Dr. Brons · Vorstand
  9. 2024
  10. 04.09.
    Kapitaländerung
    Aktien-Gesellschaft "Ems"
49 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 3. Dezember 2024 · Quelle: Bundesanzeiger

Aktien-Gesellschaft "Ems"

Emden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 96.040.473,42 97.147.588,25
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 320.072,00 297.424,00
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 60.092,00 17.434,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 259.980,00 279.990,00
II. Sachanlagen 62.123.568,34 65.307.339,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.349.387,64 16.799.659,16
2. Schiffe 39.800.022,50 44.369.509,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.611.146,00 2.616.000,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.363.012,20 1.522.170,51
III. Finanzanlagen 33.596.833,08 31.542.825,08
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.882.050,04 29.882.050,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 0,00
3. Beteiligungen 210.247,00 210.247,00
4. übrige 504.536,04 1.450.528,04
B. UMLAUFVERMÖGEN 11.737.710,88 9.585.270,18
I. Vorräte 530.343,10 635.639,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.220.951,38 8.563.690,86
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 8.371.854,97 6.465.813,24
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 812,91 323,35
3. übrige 1.848.283,50 2.097.554,27
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 986.416,40 385.939,89
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 34.209,28 28.027,20
- davon Disagio: EUR 933,33 (Vorjahr: EUR 1.133,33)
107.812.393,58 106.760.885,63

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 57.165.446,66 55.746.656,80
I. Gezeichnetes Kapital 28.000.000,00 27.000.000,00
II. Kapitalrücklagen 600.000,00 600.000,00
III. Gewinnrücklagen 3.120.435,57 3.020.435,57
1. gesetzliche Rücklagen 2.200.000,00 2.100.000,00
2. andere Gewinnrücklagen 920.435,57 920.435,57
IV. Bilanzgewinn 25.445.011,09 25.126.221,23
B. SONDERPOSTEN FÜR INVESTITIONSZUSCHÜSSE ZUM ANLAGEVERMÖGEN 16.312,00 32.622,00
C. RÜCKSTELLUNGEN 8.663.810,04 8.312.109,08
D. VERBINDLICHKEITEN 41.966.824,88 42.669.497,75
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 35.821.837,73 37.157.130,86
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.128.793,46 3.901.448,75
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 507.500,25 506.007,50
4. übrige 1.508.693,44 1.104.910,64
107.812.393,58 106.760.885,63

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023
EUR
2022
EUR
1. Rohergebnis 31.664.549,26 30.107.239,61
2. Personalaufwand 11.779.575,52 11.702.970,13
a) Löhne und Gehälter 9.588.060,35 9.478.542,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 2.191.515,17 2.224.427,17
- davon für Altersversorgung: EUR 343.291,23 (Vorjahr: EUR 488.979,13)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.710.073,10 5.581.068,80
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 9.052.756,18 9.400.603,89
5. Betriebsergebnis 5.122.144,46 3.422.596,79
6. Erträge aus Beteiligungen 403.379,13 348.124,61
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 403.379,13 (Vorjahr: EUR 348.124,61)
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 368.504,96 526.289,65
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 4.732,85 4.695,60
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 676.488,56 290.830,47
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 663.178,87 (Vorjahr: EUR 287.100,00)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.775.439,30 1.284.854,91
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 980.310,39 780.014,11
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 269.736,64 (Vorjahr: EUR 136.887,08)
12. Finanzergebnis -2.302.644,19 -894.928,69
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 150.000,00 0,00
14. Ergebnis nach Steuern -2.669.500,27 -2.527.668,10
15. sonstige Steuern -27.769,59 99.119,53
16. Jahresüberschuss 2.697.269,86 2.428.548,57
17. Gewinnvortrag 25.126.221,23 24.538.890,66
18. Einstellung in Gewinnrücklagen -1.100.000,00 -1.074.130,00
a) in die gesetzliche Rücklage -100.000,00 -74.130,00
b) in andere Gewinnrücklagen -1.000.000,00 -1.000.000,00
19. Ausschüttung 1.278.480,00 767.088,00
20. Bilanzgewinn 25.445.011,09 25.126.221,23

ANHANG FÜR DAS Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben

Die Aktien-Gesellschaft "Ems" hat ihren Sitz in Emden. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Aurich unter HRB 100021 eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches in der zum Bilanzstichtag gültigen Fassung aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des AktG beachtet.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Der Jahresabschluss wurde entsprechend den Gliederungsvorschriften der §§ 266 ff. HGB unter Anwendung des Gesamtkostenverfahrens für die Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des Aktien-Gesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird.

Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet.

Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden.

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig 3 Jahre zugrunde gelegt.

Die Nutzungsdauer für den entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert ist nicht verlässlich schätzbar, so dass eine typisierte Nutzungsdauer gem. § 253 Abs. 3 S. 4 HGB von 15 Jahren herangezogen wird.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen. In die Herstellungskosten selbst erstellter Sachanlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten, die Fremdkapitalzinsen sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Die Abschreibung des Sachanlagevermögens erfolgt grundsätzlich nach der linearen Abschreibungsmethode. Die degressive Abschreibungsmethode findet in bestimmten Fällen Anwendung, wenn sie dem tatsächlichen Werteverzehr entspricht. Auf die lineare Abschreibungsmethode wird in diesen Fällen übergegangen, sobald diese zu höheren Abschreibungen führt. Im Zugangsjahr erfolgt die Abschreibung pro rata temporis.

Selbstständig nutzbare bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang gezeigt.

Nutzungsdauer der Sachanlagen

Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1 bis 50 Jahre
Schiffe 3 bis 16 Jahre
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 25 Jahre

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Auf die Gegenstände des Anlagevermögens werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, wenn voraussichtlich dauerhafte Wertminderungen vorliegen. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots erfolgen bis zu den fortgeführten Anschaffungskosten, wenn die Gründe für eine dauerhafte Wertminderung nicht mehr bestehen.

Umlaufvermögen

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag beziehungsweise zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Einzelwertberichtigungen auf Forderungen werden entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls gebildet.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennbetrag bilanziert.

Disagio

Das ausgewiesene Disagio wird entsprechend der Laufzeit der Darlehen aufgelöst.

Latente Steuern

Auf temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sowie unter Einbeziehung von berücksichtigungsfähigen Verlust- und Zinsvorträgen wird ein Überhang an passiven latenten Steuern angesetzt, wenn insgesamt von einer Steuerbelastung in künftigen Geschäftsjahren auszugehen ist. Sofern insgesamt eine künftige Steuerentlastung erwartet wird, erfolgt der Ansatz von aktiven latenten Steuern. Soweit die aktiven latenten Steuern den vorhandenen passiven latenten Steuern entsprechen, werden diese insoweit verrechnet dargestellt.

Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Leistungsverpflichtungen aus Pensionszusagen wurden unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten mit dem anhand des versicherungsmathematischen Teilwertverfahrens ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Zukünftig erwartete Gehalts- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt. Für die Abzinsung wird von dem Wahlrecht nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB Gebrauch gemacht und der jeweilige von der Deutschen Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlichte Zinssatz verwendet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird.

Der Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen aufgrund der geänderten Bewertungsvorschriften des BilMoG wird über einen Zeitraum von 15 Jahren verteilt und jährlich mit einem Fünfzehntel angesammelt (Artikel 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB).

Übrige Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die tatsächlichen Verpflichtungen.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen. Wesentliche Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank ermittelt und bekannt gegeben wird, abgezinst.

Die Jubiläumsrückstellung wird nach versicherungsmathematischer Methode auf Basis eines Zinsfußes von 1,74 % (Vorjahr: 1,44 %) unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Verlag Heubeck-Richttafeln-GmbH, Köln) berechnet.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt.

Erläuterungen der Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist im Anlagenspiegel der Aktien-Gesellschaft "Ems" dargestellt, der als Anlage zum Anhang aufgeführt wird.

2. Eigenkapital

EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 28.000.000,00
Kapitalrücklagen
gesetzliche Rücklage 367.046,73
andere Kapitalrücklagen 232.953,27 600.000,00
Gewinnrücklagen
gesetzliche Rücklagen 2.200.000,00
andere Gewinnrücklagen 920.435,57 3.120.435,57
Bilanzgewinn
Gewinnvortrag 25.126.221,23
Ausschüttung -1.278.480,00
Jahresüberschuss 2.697.269,86
Einstellungen in Gewinnrücklagen -1.100.000,00 25.445.011,09
57.165.446,66

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft ist in auf den Inhaber lautende 63.924 Stückaktien aufgeteilt.

Aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres wurden der Gewinnrücklage 1.100.000,00 EUR zugeführt. Ferner wurden der Gewinnrücklage zur Erhöhung des gezeichneten Kapitals 1.000.000,00 EUR entnommen.

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 25.126.221,23 EUR enthalten.

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der Unterdeckung der Pensionsrückstellungen gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB, der sich aufgrund der geänderten Bewertung nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz ergibt, beläuft sich auf 15 TEUR (Vorjahr: 30 TEUR).

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellungen beträgt im Berichtsjahr 6.042 TEUR (Vorjahr: 5.656 TEUR). Die versicherungsmathematische Bewertung des Erfüllungsbetrags basiert unter anderem auf einem Abzinsungssatz von 1,82 % (Vorjahr: 1,78 %), einem Rententrend von 1,00 % (Vorjahr: 1,00 %) sowie Lohn- und Gehaltssteigerungen von 2,00 % pro Jahr. Die Sterbewahrscheinlichkeiten basieren auf den "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck (Köln 2018).

Der Unterschiedsbetrag aus der Bewertung der Rückstellungen für Pensionen gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB beträgt 74 TEUR. Dieser Betrag ist zur Ausschüttung gesperrt.

Da keine rückgedeckten Altersversorgungsverpflichtungen bestehen, ist IDW RH FAB 1.021 nicht anzuwenden.

4. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sowie gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr.

5. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 4.234.799,79 EUR (Vorjahr: 3.828.491,37 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 4.128.793,46 EUR (Vorjahr: 3.901.448,75 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 507.500,25 EUR (Vorjahr: 506.007,50 EUR) und übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.499.915,44 EUR (Vorjahr: 1.090.539,64 EUR).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr bis zu fünf Jahren setzt sich zusammen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 14.388.054,65 EUR (Vorjahr: 12.561.961,11 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR), Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR) und übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8.778 EUR (Vorjahr: 14.371,00 EUR).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von über fünf Jahren beträgt 17.198.983,29 EUR (Vorjahr: 20.766.678,38 EUR).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Schiffshypotheken und Grundschulden gesichert.

Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnung

1. Angaben gemäß Artikel 75 Abs. 5 EGHGB

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB in Höhe von 15 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR).

2. Gewinnverwendung

EUR EUR
Jahresüberschuss 2.697.269,86
Einstellung in die gesetzliche Rücklage -100.000,00
Gewinnvortrag 25.126.221,23
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -1.000.000,00
Ausschüttung -1.278.480,00 22.847.741,23
25.445.011,09

3. Angabe gemäß § 277 Abs. 5 HGB

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten 112 TEUR aus der Aufzinsung von Rückstellungen (Vorjahr: 100 TEUR).

Sonstige Angaben

1. Organe der Gesellschaft

Vorstand der Gesellschaft ist Dr. Bernhard Brons (Dipl.-Kfm.)

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

Dr. Claas T. H. Brons (selbstständiger Unternehmer und Rechtsanwalt)

- Vorsitzender -

Dr. Matthias Klasen (selbstständiger Rechtsanwalt und Notar)

- stellvertretender Vorsitzender -

Hajo Brons (Diplom-Kaufmann und Heilpraktiker)

- ordentliches Mitglied -

Wilko Hapig (selbstständiger Rechtsanwalt und Notar a. D.) bis 16. August 2023

- ordentliches Mitglied -

Heinz Feldmann, Nortmoor (Berater) ab 16. August 2023

- ordentliches Mitglied -

Tino Schuhknecht (Kapitän) bis 16. August 2023

- Arbeitnehmervertreter -

Michael Blok, Emden (Kaufmann)

- Arbeitnehmervertreter -

Florian Weber, Südbrookmerland (Maschinist) ab 16. August 2023

- Arbeitnehmervertreter -

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates belaufen sich im Geschäftsjahr auf 66.000,00 EUR.

Die Bezüge für frühere Vorstandsmitglieder und deren Hinterbliebene betrugen im Geschäftsjahr 0,00 EUR. Die Pensionsrückstellungen hierfür betragen 0,00 EUR.

Unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB wurde auf die Angabe der Vorstandsbezüge verzichtet.

2. Arbeitnehmer

Im Berichtsjahr wurden im Durchschnitt 174 Arbeitnehmer in folgenden Gruppen beschäftigt:

Verwaltung und Vertrieb 54
Schiffsbesatzungen (ohne Restauration) 45
Restaurationspersonal 27
Garage 2
Verladung 6
Schiffsreinigung/Büroreinigung 2
Binnenhafen 7
143
Auszubildende 31
174

3. Anteilsbesitz

Zum 31. Dezember 2023 war die Gesellschaft an den folgenden Unternehmen gem. § 271 Abs. 1 HGB beteiligt:

Firma Sitz Eigenkapital Anteil am Kapital
%
Jahresergebnis
A.G. Ems Nederland B.V. Eemshaven/Niederlande 10.509 TEUR 100,0 1.295 TEUR
Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt Gesellschaft mit beschränkter Haftung Emden 7.618 TEUR 100,0 -454 TEUR *)
Inselhotel VierJahresZeiten GmbH Emden 4.500 TEUR 100,0 369 TEUR *)
AG "Ems" & Co. Schiffahrts-Kommanditgesellschaft Emden 1.710 TEUR 57,0 269 TEUR
OFD-Ostfriesischer-Flug-Dienst GmbH Emden 4.248 TEUR 100,0 -525 TEUR *)
SBS Schnellfähre Brake-Sandstedt Verwaltungs GmbH Brake 45 TEUR 50,0 1 TEUR
SBS Schnellfähre Brake-Sandstedt GmbH & Co. KG Brake -265 TEUR 50,0 27 TEUR
Reederei Cassen Eils GmbH Cuxhaven 3.702 TEUR 100,0 -1.796 TEUR *)
EMS Maritime Offshore GmbH Emden 5.722 TEUR 100,0 354 TEUR
HelgolandLinie GmbH Emden 47 TEUR 100,0 2 TEUR
NordOstHafen GmbH & Co. KG Emden -10 TEUR 100,0 -1 TEUR
NordOstHafen Verwaltungs GmbH Emden 10 TEUR 100,0 -2 TEUR

*) vor Ergebnisabführung

4. Unbeschränkte Haftung bei anderen Gesellschaften

Die Aktien-Gesellschaft "Ems", Emden, ist an der AG "Ems" & Co. Schiffahrts-Kommanditgesellschaft, Emden, als unbeschränkt haftende Gesellschafterin beteiligt.

5. Haftungsverhältnisse

31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 12.500 12.500
davon zugunsten verbundener Unternehmen: 11.950
2022: 11.950
davon zugunsten Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht: 550
2022: 550
Verbindlichkeiten aus Mithaftübernahmeerklärung 1.500 1.500
davon zugunsten verbundener Unternehmen: 1.500
2022: 1.500

Die Aktien-Gesellschaft "Ems" geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die Aktien-Gesellschaft "Ems" derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die Aktien-Gesellschaft "Ems" schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein.

6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen betragen zurzeit jährlich ca. 381 TEUR. Die Charteraufwendungen betragen zurzeit jährlich ca. 3.297 TEUR. Diese Verpflichtungen bestehen in Höhe von 3.231 TEUR jährlich gegenüber verbundenen Unternehmen.

7. Ergebnisverwendungsvorschlag

Das Geschäftsjahr 2023 der Aktien-Gesellschaft "Ems", Emden, schließt mit einem Jahresüberschuss der Aktien-Gesellschaft "Ems" in Höhe von 2.697.269,86 EUR ab. Der Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, einen Betrag in Höhe von 100.000,00 EUR in die gesetzliche Rücklage sowie einen Betrag in Höhe von 1.000.000,00 EUR in die Gewinnrücklage einzustellen sowie die Ausschüttung einer Dividende von 20,00 EUR je dividendenberechtigten Stückaktie, insgesamt 1.278.480,00 EUR vorzunehmen und den restlichen Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen.

8. Name und Sitz des Mutterunternehmens

Aktien-Gesellschaft "Ems", Emden (Amtsgericht Aurich HRB 100021)

Die Aktien-Gesellschaft "Ems", Emden, ist Mutterunternehmen und stellt einen Konzernabschluss auf und legt ihn beim Unternehmensregister offen. Die Gesellschaften, bei denen die Aktien-Gesellschaft "Ems" Mehrheitsgesellschafterin ist, werden als Tochterunternehmen einbezogen.

 

Emden, den 31. März 2024

Aktien-Gesellschaft "Ems"

gez. Dr. B. Brons, Vorstand

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschuss wurde am 21. August 2024 festgestellt.

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 1.001.893,32 0,00 0,00 52.006,00 1.053.899,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 300.000,00 0,00 0,00 0,00 300.000,00
1.301.893,32 0,00 0,00 52.006,00 1.353.899,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.955.669,54 217.087,57 0,00 0,00 32.172.757,11
2. Schiffe 81.269.462,06 -12.585,09 0,00 0,00 81.256.876,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.499.358,00 451.602,10 101.184,29 0,00 11.849.775,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.522.170,51 1.892.847,69 0,00 -52.006,00 3.363.012,20
126.246.660,11 2.548.952,27 101.184,29 -52.006,00 128.642.422,09
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.758.081,44 0,00 0,00 0,00 35.758.081,44
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 3.000.000,00 0,00 0,00 3.000.000,00
3. Beteiligungen 703.858,91 0,00 0,00 0,00 703.858,91
übrige 1.450.774,58 36.219,00 982.211,00 504.782,58
37.912.714,93 3.036.219,00 982.211,00 0,00 39.966.722,93
165.461.268,36 5.585.171,27 1.083.395,29 0,00 169.963.044,34
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 984.459,32 9.348,00 0,00 993.807,32
2. Geschäfts- oder Firmenwert 20.010,00 20.010,00 0,00 40.020,00
1.004.469,32 29.358,00 0,00 1.033.827,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.156.010,38 667.359,09 0,00 15.823.369,47
2. Schiffe 36.899.952,56 4.556.901,91 0,00 41.456.854,47
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.883.358,00 456.454,10 101.182,29 9.238.629,81
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
60.939.320,94 5.680.715,10 101.182,29 66.518.853,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.876.031,40 0,00 0,00 5.876.031,40
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 493.611,91 0,00 0,00 493.611,91
übrige 246,54 0,00 0,00 246,54
6.369.889,85 0,00 0,00 6.369.889,85
68.313.680,11 5.710.073,10 101.182,29 73.922.570,92
NETTOBUCHWERTE
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 60.092,00 17.434,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 259.980,00 279.990,00
320.072,00 297.424,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 16.349.387,64 16.799.659,16
2. Schiffe 39.800.022,50 44.369.509,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.611.146,00 2.616.000,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.363.012,20 1.522.170,51
62.123.568,34 65.307.339,17
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 29.882.050,04 29.882.050,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 0,00
3. Beteiligungen 210.247,00 210.247,00
übrige 504.536,04 1.450.528,04
33.596.833,08 31.542.825,08
96.040.473,42 97.147.588,25

Lagebericht zum 135. (181.) Geschäftsjahr vom 1.1. bis 31.12.2023 und Konzernlagebericht

Aktien-Gesellschaft "EMS"

I. Wirtschaftsbericht

1. Darstellung zum Geschäftsverlauf

1.1 Geschäftsmodellbeschreibung

Die Aktien-Gesellschaft "EMS" betreibt gemeinsam mit der Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt Gesellschaft mit beschränkter Haftung den Versorgungsverkehr ab Emden zu der Insel Borkum, wobei die AG "EMS" den Schiffsverkehr mit seinen Nebenbetrieben samt Ausflügen an der Ems sowie den organisatorischen Ablauf des Gesamtverkehrs abwickelt und die Borkumer Kleinbahn den Landverkehr auf Borkum durchführt.

Ein Verkehr ab Eemshaven/NL wird von der AG "EMS" und der Borkumer Kleinbahn in gleicher Weise wie der Emden-Borkum-Verkehr ausgeführt. In Eemshaven greift die Unternehmensgruppe auf Einrichtungen und Dienstleistungen der A.G. EMS Nederland B.V. zurück. Die Reederei Cassen Eils GmbH ist im Versorgungsverkehr mit den Inseln Helgoland und Neuwerk tätig und bietet seetouristische Angebote an der Jade, Weser und Elbe.

Mit weiteren Tochtergesellschaften und Beteiligungen entfaltet die AG "EMS" unternehmerische Aktivitäten in den Bereichen Logistik, Hafenumschlag, maritime Dienstleistungen bei Offshore-Projekten, Hotelbetrieb sowie Flugverkehr an Nord- und Ostsee.

1.2. Entwicklung des Nordsee-Tourismus als wirtschaftliches Umfeld

Bei einer insgesamt schwachen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland (preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt 2023 -0,3 %) hat sich die Tourismusbranche in Deutschland erholt, das Vorkrisenniveau jedoch noch nicht ganz erreicht. Gemäß amtlicher Statistik bei Beherbergungsbetrieben ab zehn Betten erhöhten sich die Übernachtungen im Deutschland-Tourismus gegenüber dem Vorjahr um +8,1 % auf rd. 487,2 Mio., liegen aber noch um -1,7 % unter dem Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019. Die Gästeankünfte stiegen gegenüber 2022 um 12,4 %, liegen mit -7,7 % aber noch deutlich unter 2019.

Die Ostfriesischen Inseln verzeichneten nach Angaben der Kurverwaltungen einen Anstieg von 1,3 % bei den Gästeankünften und 3,8 % bei den Übernachtungen gegenüber dem Vorjahr, im Vergleich mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 stellt dies jedoch immer noch einen Rückgang um -4,2 % der Gästeanreisen und -6,0 % der Übernachtungen dar. In den Badeorten an der ost-friesischen Küste stieg die Gästezahl um 1,5 % während die Übernachtungen im Vorjahresvergleich um -1,7 % sanken. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegen die Zahlen im Bereich der Gäste um 2,3 % und im Bereich der Übernachtungen um 3,4 % höher. Im Cuxland gab es im Vorjahresvergleich einen Anstieg bei den Gästeankünften in Höhe von 3,8 % und ein leichtes Plus von 0,2 % bei den Übernachtungen. Verglichen mit dem Vor-Corona-Jahr 2019 liegen die Gästeankünfte jedoch um -7,7 % und die Übernachtungszahlen mit -9,0 % zurück.

Auf Borkum sank die Gästezahl im Vorjahresvergleich um -0,3 % auf 302.100 Personen. Die Zahl der Übernachtungen stieg im Vergleich zum Vorjahr jedoch an um 0,5 % auf 2.321.221. Gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 bedeutet dies jedoch einen Rückgang von -2,1 % bei den Gästen und -7,25 % bei den Übernachtungen. Die durchschnittliche Verweildauer betrug 7,7 (i. Vj. 7,6) Tage.

Der Besucherstrom nach Helgoland sank gegenüber 2022 um -6,3 % auf rd. 296.382 Gästeanreisen und um -2,5 % auf rd. 305.232 Gästeübernachtungen. 2019 waren es noch rd. 356.000 Fahrgäste und rd. 332.000 Übernachtungen, was -16,7 % und -8,1 % bedeutet.

1.3. Fahrgastschifffahrt und Inselversorgung

Das Fahrgastaufkommen im Linienverkehr mit der Insel Borkum nahm gegenüber dem Vorjahr um -3,2 % auf 931.889 Personenbeförderungen ab. Im Vergleich zum Vor-Corona-Jahr 2019 beträgt der Rückgang fast -8,8 %. Das Fahrzeugaufkommen sank gegenüber 2022 um 3,8 % auf 98.809 Einheiten, gegenüber dem Vor-Corona-Niveau des Jahres 2019 ist dies ein Minus von 4,7 %. Fähre und Katamaran haben im Vergleich zum Vorjahr 5,3 % weniger Reisen in der Linie unternommen und liegen damit um rund -8,7 % unter dem Vor-Corona-Niveau. Die Fahrpreise wurden zum Jahresbeginn um rund 11,5 % angehoben.

Chart

Das Fahrgastaufkommen der Reederei Cassen Eils mit Helgoland, Neuwerk und bei Ausflugsfahrten verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,5 % auf 484.318 Personenbeförderungen und die Umsatzerlöse sanken um -2,0 % auf 11.440 T€. Der Katamaranverkehr mit MS Nordlicht und MS Nordlicht II wurde überproportional stark nachgefragt; bedingt durch Motorenausfälle bei den Katamaranen konnte die Nachfrage für sieben Wochen in der Hauptsaison nicht bedient werden.

Chart

Unsere Gastronomie an Land und an Bord in der Emsmündung verzeichnete eine Umsatzsteigerung von 10,6%, welche sich nominell um 24,3 % über dem Vor-Corona-Jahr 2019 bewegt. Die Nutzung der Borkumgaragen in Emden und Eemshaven erhöhte sich im Vorjahrsvergleich um 6,1 %. Im Ausflugsverkehr der AG "EMS" über See und im Binnenschiffsverkehr (Hafenboote und Kanalfahrten) beförderten wir rd. 53.000 Personen, rd. 19 % mehr als im Vorjahr. Erfolgreich eingebracht haben wir unsere Terminal-Anlagen (internationale RoRo-Rampe, Fährhaus mit Gastronomie und Garagen) für einen Fährverkehr nach Norwegen, der von der Holland Norway Line kurzfristig an den Emder Außenhafen mit der großen RoPax-Fähre MS "Romantika" verlegt worden war. Bei der Schnellfähre Brake-Sandstedt GmbH & Co. KG bewegt sich das Fahrzeugaufkommen auf Vorjahresniveau.

2. Darstellung der Lage der AG

2.1. Umsätze der AG im Überblick

Chart

2.2. Personal der AG

Entsprechend unseres Tarifvertrags stiegen die Löhne im ersten Quartal um 2,3 %. Die Beschäftigtenzahl bei der AG "EMS" liegt bei 143 (im Vj. 143) Mitarbeitern (jahresdurchschnittlich Vollzeitbeschäftigte), dazu kommen 31 (im Vj. 25) Auszubildende. Der Personalaufwand erhöhte sich um rd. 77 T€.

2.3. Vermögens- und Kapitalstruktur der AG

Vermögensstruktur zum 31.12.2023 (i. Vj.)

Veränderung
in
T€ % T€
Anlagevermögen 96.040 89,1 -1.108
(97.148) (91,0)
Umlaufvermögen inkl. ARAP 11.772 10,9 2.159
(9.613) (9,0)
Gesamt 107.812 100,0 1.051
(106.761) (100,0)

Kapitalstruktur zum 31.12.2023 (i. Vj.)

T€ % Veränderung
in T€
Eigenkapital 57.165 53,1 1.418
(55.747) (52,2)
Sonderposten für Investitionszuschüsse Anlageverm. 16 0,0 -18
(33) (0,0)
Lang- u. mittelfristiges Fremdkapital 37.623 34,9 -1.347
(38.970) (36,5)
Kurzfristiges Fremdkapital 13.008 12,0 996
(12.012) (11,3)
Passiva gesamt 107.812 100,0 1.051
(106.761) (100,0)

Der Großteil unseres Vermögens ist im Anlagevermögen gebunden. Dessen fristenkongruente Finanzierung erfolgt weiterhin hauptsächlich durch Eigenkapital und wird durch mittel- und langfristiges Fremdkapital ergänzt. Das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote haben sich bei leicht gestiegener Bilanzsumme erhöht.

2.4. Finanzmanagement, Finanzierungsmaßnahmen und Finanzlage der AG

Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden die Bankverbindlichkeiten im Rahmen der planmäßigen Tilgungen um 3.835 T€ abgebaut. Neue Darlehen, insbesondere im Zusammenhang mit der Investitionstätigkeit, wurden im Berichtsjahr in Höhe von 2.500 T€ aufgenommen.

T€ im Vj.
T€
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 9.982 5.556
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -5.901 -9.486
Mittelabfluss/-zufluss aus der Finanzierungstätigkeit -3.481 -552
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 600 -4.482
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 386 4.868
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 986 386

Aus laufender Geschäftstätigkeit werden bedeutende Mittelzuflüsse generiert. Diese wurden im Geschäftsjahr im Wesentlichen verwendet für die Tilgung von Krediten und Investitionen in das Anlagevermögen. Der Cashflow beträgt 8.788 T€ (im Vj. 8.438 T€). Die Gesellschaft ist im Berichtsjahr zu jeder Zeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

2.5. Ertragslage der AG

Ergebnisveränderung
2023
T€
2022
T€
T€ %
Umsatzerlöse 40.451 36.696 3.755 10,2
Rohertrag 29.974 26.592 3.382 12,7
Betriebsergebnis 4.873 836 4.037
Finanzergebnis -299 -485 186 38,4
Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit 2.869 426 2.443
neutrales Ergebnis 277 2.488 -2.211 -88,9
Ergebnisabhängige Steuern 150 0 150
Jahresüberschuss 2.697 2.429 268 11,0

Neben gestiegenen Umsatzerlösen haben insbesondere rückläufige Aufwendungen für Instandhaltung an Bord und an Land um -30,7 %, rückläufige Kraftstoffaufwendungen für unsere Seeschiffe (Gasöl und LNG) um -3,5 % sowie nur leicht um 1,2 % gestiegene Personalaufwendungen das Ergebnis geprägt.

Im Ergebnis der AG "EMS" sind Ertragszuflüsse aus Gewinnabführungsverträgen mit der Inselhotel VierJahresZeiten GmbH über insgesamt 369 T€ sowie Verlustübernahmen von der Reederei Cassen Eils GmbH, der OFD-Ostfriesischer Flug-Dienst GmbH und der Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrtsgesellschaft mbH von zusammen 2.775 T€ enthalten, außerdem anteilige Ergebnisübernahmen von der AG Ems Nederland B.V. und der AG "EMS" & Co. Schiffahrts KG. Gesamthaft belaufen sich die Ergebnisübernahmen auf -2.004 T€.

2.6. Mehrjahresübersicht AG

2023 2022 2021 2020 2019
Umsatzerlöse T€ 40.451 36.696 28.211 25.798 32.199
Bilanzsumme T€ 107.812 106.761 108.155 88.052 74.374
Anlagevermögen T€ 96.040 97.148 92.061 70.332 57.073
Investitionen T€ 2.549 10.312 18.279 12.617 5.415
Abschreibungen T€ 5.710 5.581 3.277 2.897 2.842
Eigenkapital T€ 57.165 55.747 54.085 50.798 49.951
Jahresüberschuss T€ 2.697 2.429 3.670 847 4.896
Gewinnausschüttung T€ 1.278 767 384 0 1.215
EBIT T€ 2.869 426 1.622 96 5.038
EBITDA T€ 10.583 6.417 4.089 3.460 6.197

3. Investitionen in AG und im Konzern

Insgesamt betragen die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände bei der AG "EMS" 2.549 T€ und im Konzern 17.075 T€. Einzelinvestitionen über 150 T€ wurden wie folgt getätigt:

Baumaßnahmen Bahnsteige Borkum (Eigenanteil) 3.807 T€
Offshore-Basis Port Mukran 3.394 T€
Erwerb Wohn- und Geschäftshaus auf Borkum, Lüderitz 2 1.503 T€
Windea One (quotal 50%) 1.461 T€
Anzahlung Modernisierung MS "Funny Girl" 955 T€
Rate Wasserbus III (WattSprinter) 766 T€
Anzahlung Hafenboot 749 T€
Verwaltungsteil des Logistikzentrums auf Borkum 633 T€
Beschaffung Flugzeug Tecnam P2006 T 532 T€
Anzahlung Buchungssystem Bookit 455 T€
Erneuerung Gebäude Restaurant vom Strandhotel 413 T€
Umbau Wellnessbereich Inselhotel 371 T€
Anzahlung Ausbau Fährhaus Emden 213 T€
Kauf Teileigentumseinheit Hotel Kachelot 168 T€

4. Darstellung der Lage des Konzerns

4.1. Umsätze des Konzerns im Überblick

Die Gesamtumsätze der Unternehmensgruppe lagen mit 86.832 T€ um 10,5 % über 2022. Die Verteilung auf Sparten gliedert sich wie folgt (eine Veränderung des Spartenumsatzes zum Vorjahr ist dabei in Klammern angegeben):

Chart

4.2. Personal im Konzern

Beschäftigungsspiegel AG "EMS"-Gruppe auf Basis von Vollzeitstellen

Jahresdurchschnitt
Arbeitnehmer Azubi
2023 Vj. 2023 Vj.
AG "Ems" 143 143 31 25
Konzern gesamt 531 547 45 32
Jahresende
Arbeitnehmer Azubi
2023 Vj. 2023 Vj.
AG "Ems" 159 167 31 29
Konzern gesamt 515 540 55 48

Der Personalaufwand im Konzern stieg um 4,9 % auf 32.645 T€.

4.3. Vermögenslage und Kapitalstruktur des Konzerns

Vermögensstruktur zum 31.12.2023 (i. Vj.)

Veränderung
in
T€ % T€
Anlagevermögen 118.315 87,3 5.029
(113.286) (85,9)
Umlaufvermögen 17.241 12,7 -1.422
(18.663) (14,1)
Gesamt 135.556 100,0 3.607
(131.949) (100,0)

Kapitalstruktur zum 31.12.2023 (i. Vj.)

Veränderung
in
T€ % T€
Eigenkapital 65.277 48,1 2.580
(62.697) (47,5)
lang- und mittelfristiges Fremdkapital 49.716 36,7 1.558
(48.158) (36,5)
Kurzfristiges Fremdkapital 20.563 15,2 -531
(21.094) (16,0)
Passiva gesamt 135.556 100,0 3.607
(131.949) (100,0)

Der Konsolidierungskreis wurde um die quotal einbezogene WattSprinter Besitz GmbH und die WattnExpress Besitz GmbH erweitert. Der Großteil unseres Vermögens ist im Anlagevermögen gebunden. Dessen fristenkongruente Finanzierung erfolgt weiterhin hauptsächlich durch Eigenkapital und wird durch mittel- und langfristiges Fremdkapital ergänzt, insbesondere durch Bankdarlehen. Das Eigenkapital und die Eigenkapitalquote konnten bei leicht angestiegener Bilanzsumme gesteigert werden.

4.4. Finanzmanagement, Finanzierungsmaßnahmen und Finanzlage

Hauptziel des Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Liquidität der Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden die Bankverbindlichkeiten im Rahmen der planmäßigen Tilgungen um 8.554 T€ abgebaut. Neue Darlehen im Zusammenhang mit Investitionstätigkeiten wurden im Berichtsjahr in Höhe von 8.750 T€ aufgenommen.

Kapitalflussrechnung T€ im Vj.
T€
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 14.804 16.752
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -14.475 -16.942
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -2.434 -3.966
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands -2.105 -4.156
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 27 0
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 7.610 11.766
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 5.532 7.610

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt 14.804 T€ (im Vj. 16.752 T€). Die in den Konzern einbezogenen Gesellschaften sind im Berichtsjahr zu jeder Zeit in der Lage gewesen, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

4.5. Ertragslage im Konzern

Ergebnisveränderung
2023
T€
2022
T€
T€ %
Außenumsätze einschl. aktivierte Eigenleistungen 86.996 79.083 7.913 10,0
Rohertrag 66.883 61.315 5.568 9,1
Betriebsergebnis 3.787 2.013 1.774 88,1
Finanzergebnis -1.136 -1.024 -112 10,9
Ergebnis aus normaler Geschäftstätigkeit 2.651 989 1.662
neutrales Ergebnis 2.215 3.147 -932 -29,6
ergebnisabhängige Steuern 909 609 300 49,3
Konzernergebnis vor Abführungen an Dritte 3.957 3.527 430 12,2
Ergebnisanteile anderer Gesellschafter 94 88 6 6,8

Die Pensionsrückstellungen haben wir um 425 T€ auf 7.170 T€ erhöht. Den Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen sind gegenüber dem Vorjahr 262 T€ weniger zugeführt worden. Die Rückstellungen wegen eines mehrjährigen Bauprozesses von 140 T€ wurden aufgelöst und eine Rückstellung über 150 T€ für Überbrückungshilfe ist gebildet worden.

4.6. Mehrjahresübersicht Konzern

2023 2022 2021 2020 2019
Umsatzerlöse T€ 86.833 78.590 59.481 57.870 73.920
Bilanzsumme *) T€ 135.556 131.949 133.677 111.232 102.018
Anlagevermögen *) T€ 118.315 113.286 104.328 91.294 81.225
Investitionen T€ 17.092 18.715 21.148 19.612 8.929
Abschreibungen *) **) T€ 10.375 9.699 7.757 7.171 7.266
Eigenkapital ***) T€ 64.414 61.829 59.157 54.823 53.459
Jahresüberschuss T€ 3.957 3.527 4.805 1.532 5.124
Gewinnausschüttung ***) T€ 1.278 767 384 0 1.214
EBIT T€ 6.040 5.194 6.581 2.871 6.919
EBITDA T€ 16.415 14.893 14.338 10.042 14.185

*) Investitionszuschüsse zum Anlagevermögen werden direkt von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt und nicht als passivischer Sonderposten ausgewiesen

**) auf immaterielles Anlagevermögen sowie Sachanlagen

***) ohne Anteile anderer Gesellschafter

5. Entwicklung einzelner Tochtergesellschaften und Geschäftsbereiche

5.1. Helgoland, Neuwerk und Reederei Cassen Eils

Neben den leicht gesunkenen Umsatzerlösen und leicht um 4,8 % gesunkenen Treibstoffaufwendungen (Gasöl und LNG) haben eine Erhöhung der Personalaufwendungen um nahezu 18,5 % und um mehr als das Doppelte auf 3.344 T€ gestiegene Instandhaltungsaufwendungen der konventionellen Seebäder-Flotte das Ergebnis stark geprägt. Besonders ins Gewicht fielen neben Investitionen in MS "Funny Girl" aufwandswirksame Maßnahmen in Höhe von 1.173 T€. Aus laufenden Beteiligungsüberschüssen sind der Gesellschaft rd. 497 T€ zugeflossen. Ein Jahresfehlbetrag der Reederei Cassen Eils GmbH in Höhe von 1.795 T€ (im Vj. Jahresüberschuss 526 T€) wurde entsprechend dem Ergebnisübernahmevertrag übernommen.

5.2. Offshore

Die zusammengefassten Umsätze des Offshore-Bereichs (vollkonsolidiert unter Einbeziehung der Ems Maritime Offshore B.V., der Einschiffgesellschaften für die Crew-Transfer-Vessel sowie einschl. außenstehender Gesellschafter) liegen nach unseren internen Auswertungen mit 16.991 T€ über dem Vorjahrsniveau. Nach Abschreibungen in Höhe von 1.871 T€ entfällt auf den uns zuzurechnenden Beteiligungsanteil ein Fehlbetrag von 82 T€. Ein neuer Service-Standort im Bereich Hafen & Logistik wurde in Sassnitz/Mukran in Betrieb genommen. Hierzu bestehen langfristige Verträge mit einer Laufzeit von wenigstens 15 Jahren, die mit den renommierten Akteuren Parkwind und Vestas abgeschlossen wurden.

Die Ems Maritime Offshore GmbH (EMO) hat als vierte Einheit MS WINDEA one hybrid, welche bis zu 8 Stunden im Windparkfeld mit rein elektrischem Antrieb operieren kann, in ihr Management übernommen; Eigentums- und Betriebsgesellschaft sind durch langfristige Verträge gesichert. Zwei Wasserbusse mit einer Kapazität von gut 50 Fahrgästen und sehr geringem Tiefgang für einen Einsatz im Wattenmeer wurden fertiggestellt und an ihre Charterkunden übergeben. Basis sind auch hier jeweils langfristige Charter- bzw. Pachtverträge mit Kunden guter Bonität. Der Umsatz der EMO erhöhte sich auf 12.956 T€ und die EMO erzielte einen Jahresüberschuss i. H. v. 354 T€ (im Vj. i. H. v. 206 T€).

5.3. Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt GmbH

Die Personenbeförderungen auf Schiene und Straße erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % auf 1,179 Mio Fahrgäste. Die Steigerung ist auf die Einführung des durch den Landkreis finanzierten Schülertickets zurückzuführen, welches mit etwa 100.000 Beförderungen in der Statistik niederschlägt. Diese Beförderungen unberücksichtigt, lagen die Beförderungen auf Schiene und Straße auf dem Niveau von 2022 und damit weiterhin knapp 10 % unter dem Jahr 2019. Durch Tariferhöhungen der von der AG "EMS" bestellten Zugfahrten und Kaigebühren sind die Umsatzerlöse aus der Personenbeförderung um knapp 10 % angestiegen. Insgesamt stiegen die Umsätze um 11,2 % auf 6.867 T€.

Die Erneuerung unserer Bahnsteiganlagen mit niveaugleichen Zugängen am Ortsbahnhof, am Jakob-van-Dyken-Weg und am Hafen samt dritten Neubaugleis sind weit fortgeschritten, die Maßnahme wird zu rund 71 % vom Land Niedersachsen über die LNVG gefördert. Ebenfalls weit fortgeschritten ist der Bau des Verwaltungsgebäudes am Hafen, so dass ein Bezug zu Ostern 2024 erreicht werden kann. Im Berichtsjahr wurde das Gebäude Lüderitz 2 auf Borkum erworben, dessen Wohnteil grundsaniert werden soll, um zusätzliche Personalwohnungen in ortszentraler Lage zu schaffen. Der Gewerbeteil konnte der Sparkasse LeerWittmund zur langfristigen Vermietung übergeben werden.

Insgesamt erzielte die Borkumer Kleinbahn einen Jahresfehlbetrag von 454 T€ (im Vorjahr ein Fehlbetrag i. H. v. 866 T€), der von der AG "EMS" entsprechend dem Ergebnisabführungsvertrag übernommen wurde.

5.4. Luftfahrt

Die Gesamtumsätze der OFD Ostfriesischer Flugdienst GmbH erreichten mit 4.798 T€ das Vor-Corona-Niveau von 2019. Gegenüber dem Vorjahr sanken die Ticketerlöse um 2,4 % und die Paketfrachten stiegen um 2,8 %. Die Erlösrückgänge im Passagierflug sind hauptsächlich auf Flugplanstreichungen wegen unzureichender technischer Verfügbarkeit unserer Luftfahrzeuge in folge einer sehr unbefriedigenden Ersatzteileversorgung bei unserem zweimotorigen Flugzeug Typ Brittan Norman Islander zurückzuführen. Zur Erprobung einer zuverlässigeren, alltags- und Helgoland-tauglichen Alternative ist ein erstes kleineres Flugzeug vom Typ Tecnam P2006 T zum Jahresende beschafft worden. Die Gesellschaft erzielte einen Jahresfehlbetrag von 525 T€ (im Vj. einen Jahresfehlbetrag i. H. v. 177 T€), der entsprechend dem Ergebnisübernahmevertrag von der AG "EMS" übernommen wurde. Die Ergebnisse unserer Beteiligungsgesellschaften Helgoland AirService GmbH und der Ostsee-Flug-Rügen GmbH waren in Summe wiederum positiv.

5.5. Inselhotel VierJahresZeiten GmbH und Kachelot Hotel Betriebs GmbH

Die gesamten Umsatzerlöse unserer Hotels auf Borkum betrugen 9.097 T€, was 4,5 % unter dem Vorjahr liegt. Im Bereich Logis verzeichneten wir jedoch einen Umsatzanstieg von 1,0 %, der hauptsächlich auf eine gestiegene Rate zurückzuführen ist, denn die Belegung ist um 5 % auf 61,1 % gesunken. Dieser Rückgang ist nahezu ausschließlich auf die temporäre Schließung des Strandhotels bis Anfang März 2023 zurückzuführen, als umfangreiche Renovierungsarbeiten im Restaurant durchgeführt wurden.

Im Bereich Getränke und Speisen (exklusive Frühstück) verzeichneten wir hingegen einen deutlichen Umsatzrückgang im Vergleich zu 2022. Dem steht jedoch eine Verbesserung des Ergebnisses gegenüber, die auf Einsparungen bei den Personalkosten (-20 %) und dem Wareneinsatz (-23 %) beruht. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir unsere Ergebnisse durch eine verbesserte Steuerung der operativen Abläufe, eine erhöhte Kontrolle des Wareneinsatzes und eine gezieltere Personaleinsatzplanung verbessert. Dennoch bleibt das gastronomische Ergebnis in den Hotels weiterhin unter Druck, und hier ist besondere Aufmerksamkeit erforderlich, um sicherzustellen, dass das Gesamtergebnis der Hotels nicht zu sehr beeinträchtigt wird.

Die Miet- und Pachtzahlungen, die im Wesentlichen an konzernzugehörige Gesellschaften fließen, stiegen um 14 % auf insgesamt 1.391 T€ und es ergibt sich ein Jahresergebnis von 376 T€, das an die AG "EMS" abgeführt wurde (i. Vj. -242 T€).

Auf Neuwerk besteht bei leicht sinkenden Übernachtungszahlen mit unserem engagiert geführten Haus "Seeblick" eine Präsenz in einem anspruchsvollen Umfeld.

6. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklung von AG und Konzern sowie zu Leistungsindikatoren

Deutlich über dem Vor-Corona-Niveau von 2018 bzw. 2019 lagen die Umsätze der AG (+25,6 % bzw. 35,5 %) und des Konzerns (+17,5 % bzw. 20,2 %). Im Vergleich zu 2022 stiegen die Umsätze der AG um 10,2 % und die Außenumsätze des Konzerns um 10,5 %. Unsere Vermögens- und Finanzlage ist stabil, was sich in den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren entsprechend niederschlägt. Für die Entwicklung der Finanzlage der Aktien-Gesellschaft "EMS" und des Konzerns im Geschäftsjahr 2023 haben wir die Nettosachinvestitionen sowie den Cashflow aus laufender Tätigkeit als die bedeutsamsten Leistungsindikatoren identifiziert (siehe oben Ziffer 4.4.). Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets nahe der Zahlungsfrist zu begleichen und wesentliche Forderungen innerhalb der Zahlungsfrist zu vereinnahmen, was gelungen ist. Das Eigenkapital wurde gesteigert. Die Eigenkapitalquote der AG "EMS" beträgt 53,1 % und die des Konzerns 48,1 %.

Der Umsatzanstieg und das Ergebnis normaler Geschäftstätigkeit (ohne neutrales Ergebnis wie z. B. Anlagenverkäufe) von AG und Konzern übertrifft unsere Erwartungen und wir sind insgesamt mit der Entwicklung der Vermögens- Finanz- und Ertragslage zufrieden.

Zur werteorientierten Steuerung der Unternehmensgruppe sowie der einzelnen Geschäftsfelder ist ein standardisiertes System mit regelmäßen Austausch im Leitungskreis eingerichtet. Das Steuerungssystem ist integraler Bestandteil des konzernweiten Controlling- und Planungsprozesses. Unsere bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren für die Entwicklung der Ertragslage sind der Umsatz, die Fahrgastzahlen, die Kapazitätsauslastungen, die Instandhaltungsaufwendungen sowie der Energie- und Personaleinsatz und nicht zuletzt das um Sonderfaktoren bereinigte Betriebsergebnis je Gesellschaft. Das bereinigte Betriebsergebnis definieren wir als das Ergebnis vor Zinsen und Beteiligungsergebnis, Ertragssteuern und neutralen Erträgen und Aufwendungen.

Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren werden insbesondere über ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001:2015 identifiziert und bewertet. Zur Verbesserung unserer Energiebilanz für unsere Emder Borkumgaragen wurde auf Bestandsgebäuden eine Photovoltaikanlage mit 22 Ladepunkten umgesetzt, weitere Maßnahmen in diesem Zusammenhang sind in Planung. Der Neubau des Borkumer Frachtzentrums wird mit einer autarken, nachhaltigen und CO 2 -neutralen Energieversorgung (Luft-Wärmepumpe) umgesetzt; eine Seewasserwärmepumpe befindet sich in der Vorbereitung. Der Betrieb von zwei Elektrobussen, fünf E-Transportern auf Borkum, drei kleinen Miet-Elektrobooten für den Emder Binnenhafen sowie E-Ladepunkte für Kfz in den Garagen in Emden und Eemshaven und vor Bürogebäuden sind weitere Beiträge für die E-Mobilität. In der Prüfung befindet sich weiterhin eine Umstellung auf vollelektrische Akku-Speicherloks bei der Borkumer Kleinbahn. Im Schiffsverkehr setzen wir seit 2015 auf umweltschonendes LNG, haben den Neubau eines CO 2 -neutralen Hafenbootes mit Methanol-Brennstoffzelle in Betrieb gesetzt sowie ein Elektro-Hybrid-CTV an unseren Charterer übergeben. Mit unseren CTV und an Errichter und Betreiber von Offshore-Windparks vermieteten Logistikflächen leistet die Ems Maritime Offshore GmbH einen wichtigen Beitrag zum weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie. Darüber hinaus prüfen wir den Einsatz von Elektrospeichern an Bord von Neubautonnage und die Errichtung weiterer Photovoltaikanlagen auf den Dächern unserer Immobilien. Durch diese Maßnahmen und ein CO 2 -Monitoring im Rahmen neuer Projekte leisten wir Beiträge zum Klima- und Umweltschutz und stärken unsere Marktposition.

Durch Präsenz in On- und Offline-Medien, auf Messen, durch zeitgemäße Mitarbeiter-Mehrwerte (z.B. Gesundheits- und Sportangebote, Fahrradleasing), eine bewusste Stärkung der Personalabteilung, verstärktes Recruiting in den sozialen Medien sowie durch Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in unterschiedlichsten Funktionsbereichen des Konzerns stellen wir unseren Bedarf an Fachkräften sicher; allerdings bekommen auch wir den Fachkräftemangel deutlich zu spüren. Mit unseren Betriebsratsmitgliedern haben wir eine offene und konstruktive Zusammenarbeit. Wir können auf einen festen Stamm sehr langjährig Beschäftigter zählen. Die personelle Fluktuation ist jedoch gestiegen, es gab bei der AG bezogen auf 143 Vollzeit beschäftigte MitarbeiterInnen vierzehn nicht-altersbedingte Austritte (Eigenkündigungen).

Bezogen auf nicht in Vollzeit Beschäftigte waren es zehn weitere. Insbesondere im Verkehrsbereich an Bord und der Gastronomie verschärfen sich personelle Engpasslagen, auf welche wir reagieren und neue passende Antworten finden müssen. Dabei können Personalwohnungen eine besondere Bedeutung spielen, vor allem auf den Inseln. Aus diesem Grund haben wir ein weiteres Objekt auf Borkum als Unterkunft für unsere MitarbeiterInnen erworben. Herausfordernd ist es geworden, für Tätigkeiten auf nur saisonal eingesetzten Schiffen gut qualifiziertes Personal in ausreichender Anzahl zu finden. Als außerordentlich wichtig erachten wir es, einen jährlich stetigen Zugang von neuen Auszubildenden beizubehalten, wobei wir auch verstärkt auf Nicht-EU-BürgerInnen setzen. Der AG "EMS" ist von der Berufsbildungsstätte Seeschifffahrt e. V. die Auszeichnung als "Exzellenter Ausbildungsbetrieb 2023" verliehen worden. Die Anzahl von Auszubildenden von AG und Konzern konnte gesteigert werden.

B. Erklärung der Unternehmensführung zu Zielgrößen des Frauenanteils

Gemäß gesetzlichen Vorschriften besteht die Verpflichtung, Angaben zu den Zielgrößen für Frauenanteile im Aufsichtsrat, im Vorstand und auf den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstandes zu machen. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass die Zielgröße für den Frauenanteil in Aufsichtsrat und Vorstand bis 30.6.2025 0% beträgt. Abweichend vom gesetzlichen Muster gibt es unterhalb des Vorstands nur eine Führungsebene. Die Zielgröße für den Frauenanteil ist vom Vorstand mit 0% bei einer Frist bis zum 30.6.2025 festgelegt.

Darüber hinaus stellt der Aufsichtsrat fest, dass er bei Wahlvorschlägen zu Aufsichtsratsmitgliedern und bei der Besetzung des (Allein-)Vorstands schon von jeher allein nach Sachverstand und Kompetenz der Kandidatinnen und Kandidaten entschieden hat. Weitere Eigenschaften wie das Geschlecht oder nationale oder religiöse Zugehörigkeiten der Personen waren und sind für die Entscheidungen ohne Belang. Gleichlautende Kriterien legt der Vorstand im Falle der Besetzung von Führungsfunktionen im Unternehmen zugrunde.

C. Risikobericht und Finanzinstrumente sowie Prognose und Chancenbericht

1. Risikobericht und Finanzinstrumente

Ziel unseres Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Zentrale Grundlage ist eine detaillierte Jahresplanung für jedes der wesentlichen Konzernunternehmen. Beim Finanzmanagement verfolgen wir eine konservative Risikopolitik. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft vorrangig über Eigenmittel sowie über Bankkredite bei regionalen Geschäftsbanken, mit denen langjährige Geschäftsbeziehungen bestehen. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Darüber hinaus werden bei großen Investitionsprojekten separate projektbezogene Liquiditätspläne erarbeitet. Zusätzlich verfügen wir für den Fall von überraschenden Ertragseinbrüchen über freie Kreditlinien. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Das Risiko der finanziellen Belastung durch Zinsänderungen wird durch langfristige Zinsbindungen und fristenkongruente Zinssicherungsgeschäfte minimiert.

2. Prognose und Chancenbericht

Vor dem Hintergrund einer stagnierenden Wirtschaft, den demografischen Veränderungen und einer fortwährenden Quasi-Vollbeschäftigung antizipieren wir für das neue Geschäftsjahr eine Seitwärtsentwicklung für die Tourismuswirtschaft in Norddeutschland. Die ersten vier Monate des laufenden Jahres 2024 schließen bei den Personenbeförderungen des Borkum- und Helgolandverkehrs trotz einer ungünstigeren Osterferienlage unserer Haupteinzugsbundesländer Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen an das Vorjahr an oder liegen leicht darüber. Bei unserem Helgolandverkehr rechnen wir jahresbezogen mit deutlich verminderten Instandhaltungsaufwendungen und einer gesteigerten Einsatzbereitschaft unserer Flotte und wollen damit wieder höhere Fahrgastzahlen und Umsatzsteigerungen erreichen. Unser Standort Cuxhaven wird durch Übernahme einer kleineren Reederei gestärkt, welche Stichfahrten in See mit Ausflugsgästen und Seebestattungen ausführt; ältere Tonnage am Standort wird ausgegliedert.

Das neue Buchungssystems Bookit für unsere Fähr- und Ausflugsfahrten konnte Anfang April bei der AG "EMS" erfolgreich eingeführt werden. Notwendige Anpassungen erfolgen im laufenden Betrieb. Unabhängig davon investieren wir weiter in die Digitalisierung und Modernisierung unserer Absatzkanäle.

Für den Flugbereich der OFD richten wir uns auf eine weitgehende Flottenumstellung auf das Muster Tecnam P2006 T aus, um eine hohe technische Verfügbarkeit und damit Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu gewinnen. Die sich in Deutschland und Europa verfestigenden energiepolitischen Ziele setzen verlässliche Rahmenbedingungen für unsere Offshore-Aktivitäten. Unsere Borkumer Hotels erreichen kumuliert eine leichte Steigerung von Gästeanzahl, Zimmerauslastung und Zimmerrate.

Zur Erfassung von wirtschaftlichen Risiken bestehen in der AG "EMS"-Gruppe zeitnahe Abrechnungs-, Kontroll- und Prognoseinstrumentarien, die Fehlentwicklungen frühzeitig aufzeigen und lokalisieren. Aufgrund dieser Instrumente und der wirtschaftlichen Verhältnisse sehen wir die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für das kommende Geschäftsjahr insgesamt als gesichert an. Wirtschaftliche und rechtliche Bestandsgefährdungen erkennen wir nicht. Liquiditätsvorschauen sowie Kreditlinien stellen die Liquiditätsversorgung sicher.

Umsätze und Ergebnisse der AG und des Konzerns befinden sich im Wesentlichen im Plan. Insgesamt sind wir zuversichtlich, die Beförderungs- und Gästezahlen des Niveaus der beiden Vorjahre zu erreichen und planen für das Geschäftsjahr 2024 mit leicht steigenden Umsatzerlösen und erwarten, damit an die Ertragskraft und Jahresüberschüsse der letzten beiden Vor-Corona-Jahre anschließen zu können.

 

Emden, im April 2024

gez. Dr. B. Brons

In dem nachstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach § 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

An die Aktien-Gesellschaft "Ems"

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Aktiengesellschaft "Ems" - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der Aktiengesellschaft "Ems" für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum zusammengefassten Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im zusammengefassten Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, den 7. Juni 2024

Treuhand Weser-Ems GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mader, Wirtschaftsprüfer

Wehming, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres durch die regelmäßige Vorlage von schriftlichen Berichten des Vorstandes über den Geschäftsverlauf der Gesellschaft und der verbundenen Unternehmen unterrichtet gehalten. Darüber hinaus haben wir Angelegenheiten der AG "EMS"-Gruppe in sieben Sitzungen am Hauptsitz in Emden mit dem Vorstand eingehend erörtert. Hinzu kommen Beiratssitzungen der Borkumer Kleinbahn und Dampfschiffahrt GmbH sowie der A.G. "EMS" Nederland B.V..

Besondere Schwerpunkte von Aufsichtsratssitzungen waren die Budgetplanungen für die AG "EMS" sowie für die wesentlichen Konzerngesellschaften, die Auswirkungen einer steuerlichen Großbetriebsprüfung für die Jahre 2015 bis 2018 samt Auswirkungen auf Folgejahre, die Sachstände zum Bau der Frachthalle und Bahnsteigumbauten auf Borkum, der Erwerb des Gebäudes der ehemaligen AOK auf Borkum, die Umstellung der bisherigen OFD-Flotte und Erwerb eines ersten Flugzeugs Typ Tecnam T2006P, der Erwerb einer Fahrgastreederei mit zwei Schiffen (Asset-Deal) in Cuxhaven, die Auswirkungen des 49-EUR-Tickets auf die Einnahmen der Borkumer Kleinbahn, die Aufnahme des Fährverkehrs von Emden nach Kristiansand/Norwegen durch die Holland Norway Line unter Nutzung unserer Terminalanlagen im Emder Außenhafen, die Umstellung unserer Fährschiffs-Buchungssoftware auf Bookit, personelle Perspektiven und Organisation der Führungsebenen im Konzern einschließlich Vorstandsebene unter Einschaltung einer externen Personalberatung, D&O-Versicherungen für Führungskräfte und Aufsichtsrat sowie Vorschläge für die Wahlen zum Aufsichtsrat.

Anlässlich einer Beratung zum Jahresabschluss und Konzernjahresabschluss waren die Abschlussprüfer zugegen. Soweit Gesetz oder Satzung die Zustimmung des Aufsichtsrates zu Geschäftsführungsmaßnahmen erforderten, haben wir die entsprechenden Beschlüsse gefasst. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand schriftlich, über digitale Medien, telefonisch und in persönlichen Besprechungen abgestimmt.

Jahresabschluss, Konzernabschluss und Geschäftsbericht haben wir geprüft. Die Abschlussprüfer haben uneingeschränkte Bestätigungsvermerke erteilt. Dazu haben wir nichts zu bemerken. Unsere Prüfung umfasste auch den Gewinnverwendungsvorschlag. Wir schließen uns diesem Vorschlag an. Der Aufsichtsrat billigt den vom Vorstand vorgelegten Geschäftsbericht und die Jahresabschlüsse für AG und Konzern. Der Jahresabschluss 2023 ist damit festgestellt.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung sind keine Einwendungen zu erheben.

 

Emden, den 7. Juni 2024

Der Aufsichtsrat der Aktien-Gesellschaft "EMS"

Dr. Claas Brons, Vorsitzender

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Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

  • Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
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Profil · Finanzen · Personen · Dokumente

Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
Alle Felder mit API-Key freischalten API-Key holen →
Code · AI-Agents · No-Code · Workflows

In jeden Stack einbaubar

Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.

Diese Daten in Ihrer App

Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.