roda computer GmbHLichtenauJahresabschluss zum 31. Dezember 2023Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Firma der Gesellschaft lautet roda computer GmbH. Sitz der Gesellschaft ist Lichtenau. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Mannheim unter B 210974 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss 2023 wurde grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungsgrundsätze nach den für große Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB geltenden Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 265 Abs. 1 Satz 2, 266 ff. HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG) aufgestellt. Der Jahresabschluss 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen dürfen, erfolgte die Angabe zur Klarheit der Darstellung im Anhang. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Beträge. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer wird auf betriebliche Erfahrungen abgestellt, die sich weitgehend mit den Angaben in den steuerlichen AfA-Tabellen decken. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs sofort abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten ausgewiesen. Die Waren werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Einkaufspreis des letzten Einkaufs bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden in angemessenem Umfang berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbarer Risiken bewertet. Die in den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Risiken werden im Bedarfsfall durch Einzelwertberichtigungen entsprechend der Wahrscheinlichkeit des Ausfalls berücksichtigt. Für das allgemeine Ausfallrisiko wurde eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Soweit die Guthaben auf fremde Währung lauten, erfolgt die Umrechnung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen (Anwartschaftsbarwertverfahren = Projected-Unit-Credit-Methode) unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,83 % p. a. (Vorjahr: 1,78 % p. a.) gemäß den Vorschriften der RückAbzinsV und unverändert zum Vorjahr unter Berücksichtigung eines Rententrends von 1,0 % p. a. nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Die Auswirkungen aus den Änderungen des Rechnungszinssatzes werden unter den Personalaufwendungen ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Verbindlichkeiten werden mit den Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. IV. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich wie folgt:
Die Gesellschaft hielt am Bilanzstichtag folgende Beteiligungen:
Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke *) Eigenkapital zum 31.12.2022 bzw. Jahresergebnis 2022. Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 lag zum Zeitpunkt der Aufstellung noch nicht vor V. Gesonderte Angaben gem. § 327 Abs. 1 Nr. 1 HGB
Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 4.776,00 €. Dieser Unterschiedsbetrag ist für die Ausschüttung gesperrt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten haben wie zum Vorjahresstichtag ausschließlich Restlaufzeiten bis zu einem Jahr. Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte der Lieferanten. Mitzugehörigkeits- und Restlaufzeitvermerke
VI. Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet gesamtschuldnerisch für Verbindlichkeiten eines nahe stehenden Unternehmens und eines Unternehmens, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, gegenüber einem Kreditinstitut bei Ausnutzung des gewährten Kreditrahmens bis zu einer Höhe von insgesamt 2,5 Mio. €. Zum Bilanzstichtag wiesen weder das nahe stehende Unternehmen noch das Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, Verbindlichkeiten gegenüber diesem Kreditinstitut aus. Mit einer Inanspruchnahme der Gesellschaft wird nicht gerechnet, weil sowohl das nahe stehende Unternehmen als auch das Unternehmen, mit dem ein Beteiligungsverhältnis besteht, ihren Verpflichtungen bisher immer fristgerecht nachgekommen sind. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 611 T€ enthalten. An Zuschreibungen bzw. Abschreibungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens ergeben sich Erträge in Höhe von 35 T€ bzw. Aufwendungen in Höhe von 1 T€. Gesonderter Ausweis bestimmter Erträge und Aufwendungen:
Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen 1.317 T€ auf periodenfremde Erträge. Es handelt sich ausschließlich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. VIII. Sonstige Angaben Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich beschäftigt:
Die Honorare für Abschlussprüferleistungen gemäß § 285 Nr. 17 a HGB betragen 22 T€. Sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, bestehen im Wesentlichen aus unbefristeten Grundstücksmietverträgen in Höhe von jährlich rd. 415 T€. Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr: Herr Martin Bertsch, Geschäftsführer für Finanzen, Vertrieb und Technik Herr Siegbert Wortmann, Geschäftsführer für Finanzen und Controlling Herr Frank Scholz, Geschäftsführer für Solid IT Die Geschäftsführer Martin Bertsch und Siegbert Wortmann sind einzelvertretungsberechtigt. Der Geschäftsführer Siegbert Wortmann ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit. Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 8.451.827,83 € und den Gewinnvortrag in Höhe von 20.433.174,14 € wie folgt zu verwenden:
IX. Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind Zum 9. April 2024 wurden 5 % der Anteile an der WESTEK TECHNOLOGY LIMITED veräußert. Dies entspricht einem Buchwert in Höhe von 26.585,42 €.
Lichtenau, den 27. Mai 2024 gez. Martin Bertsch, Geschäftsführer gez. Siegbert Wortmann, Geschäftsführer gez. Frank Scholz, Geschäftsführer Datum der Feststellung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der roda computer GmbH ist in der Gesellschafterversammlung vom 13.6.2024 festgestellt worden. Der in der Bilanz zum 31. Dezember 2023 ausgewiesene Jahresüberschuss von 8.451.827,83 € und der Gewinnvortrag von 20.433.174,14 € werden wie folgt verwendet:
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen des Unternehmens 1. Geschäftsmodell des Unternehmens Die roda computer GmbH hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem der führenden europäischen Anbieter robuster IT entwickelt. Ca. 98 % des Gesamtumsatzes werden im Bereich Verteidigungstechnik realisiert. Der Vertrieb der Produkte erfolgt bis auf wenige Ausnahmen im Export im direkten Vertrieb, ohne Einschaltung von Distributoren oder Zwischenhändlern. Dies ist darin begründet, dass die roda Produkte größtenteils projektspezifisch angepasst werden, was einer hohen Beratungsqualität bedarf. Die von roda vertriebenen Produkte basieren einerseits auf Produkten des taiwanesischen Herstellers MilDef Crete Inc., an welchem roda auch Anteile hält, andererseits auf Eigenentwicklungen, für welche in Deutschland Fertigungsaufträge an langjährige Partner vergeben werden. Ferner werden Kleinserien und Prototypen hausintern gefertigt. Zur umfänglichen Bedarfsdeckung unserer Kunden werden auch Spezialprodukte des langjährigen schwedischen Partner-Unternehmens MilDef AB sowie in nennenswertem Umfang die Toughbook-Serie von Panasonic vertrieben. Seit 2023 neu hinzugekommen sind die Produkte der WESTEK TECHNOLOGY LIMITED, einer in 2023 erworbenen Tochtergesellschaft unseres Unternehmens in Großbritannien. Im Bereich roda Electronics werden neben den Stromversorgungen für militärische Anwendungen wie bisher auch Elektronikbauteile für den Bereich roda IT entwickelt und hergestellt. Hier sind derzeit 7 Ingenieure/Techniker beschäftigt. Die Stromversorgungen werden einerseits zur Versorgung der eigenen Produkte entwickelt und gefertigt, andererseits handelt es sich um Entwicklungen im Kundenauftrag. Derzeit besteht eine Produktpalette von 18 eingeführten und für die militärische Nutzung zertifizierten Produkten. Vor Auslieferung wird jedes Produkt unter Nutzung einer selbst erstellten Test- und Qualitätssicherungssoftware umfangreichen Tests unterzogen, um fehlerfreie Lieferungen zu gewährleisten. Im Berichtsjahr wurde in weiteres Mess- und Testequipment zur Ausweitung des hausinternen Testumfangs investiert. Diese Investitionen umfassen zum Beispiel zusätzliche Antennen und Messwertempfänger sowie umfangreiche Software-Pakete. Der technische Support, die Instandsetzung und die Dokumentation für alle Produkte werden von roda-Mitarbeitern selbst durchgeführt. Dadurch soll ein hohes Qualitätsniveau gewährleistet werden. 2. Forschung und Entwicklung Die roda Computer GmbH betreibt keine Forschungstätigkeit, wohl aber Entwicklungstätigkeit. Der Bereich technische Entwicklung ist nach ISO 9001 zertifiziert. Bei den Entwicklungen handelt es sich entweder um Anpassungsentwicklungen an bereits bestehende Produkte oder um Neuentwicklungen nach Kundenvorgabe. Teilweise wurden und werden auch Produktentwicklungen ohne Kundenauftrag realisiert, um dadurch einen gewissen Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb zu erlangen. Zu nennen sind beispielsweise die Entwicklung von weiteren Sonderrechnern, tempestierten Rechnern für den Einsatz zur streng geheimen Anwendung, von modularen Serversegmenten, Spezialdisplays sowie weitere Sonderlösungen. Die Entwicklung der leistungsstärkeren ROD-Modular-Serie mit verschiedenen Ein- und Ausgangsspannungen konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Erstmals wurde von roda Electronics auch eine sogenannte DC/DC Base Platine für die Verwendung in roda eigenen Produkten entwickelt, wodurch diese Komponenten zukünftig nicht mehr zugekauft werden müssen. II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Die weltweite Wirtschaftsleistung ist im Jahr 2023 um 3,0 % gewachsen. Im Jahr 2022 hatte das Wachstum noch 3,5 % betragen. Im Euroraum ist der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im Berichtsjahr bei einem Plus von 0,5 % schwach ausgefallen. Die deutsche Wirtschaftsleistung ist 2023 geschrumpft; hier wurde ein BIP-Rückgang um 0,3 % ausgewiesen. Besser entwickelte sich die US-Wirtschaft. Dort lag der Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2023 bei 2,5 %. Infolge des Krieges in der Ukraine haben zahlreiche Länder weltweit mit der Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben reagiert. Auch in Europa haben sich zahlreiche Länder dazu entschlossen, ihre nationalen Haushalte aufzustocken und in die Ausrüstung ihres Militärs zu investieren. Bereits in 2022 hatte Deutschland vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges ein kreditfinanziertes Sondervermögen von 100 Mrd. EUR außerhalb des regulären Verteidigungshaushaltes aufgelegt. Neben dem Sondervermögen, das in den kommenden Jahren für diverse Ausrüstungsprogramme zur Verfügung steht, wurde der reguläre Verteidigungshaushalt im Jahr 2023 auf einem zum Vorjahr vergleichbaren Niveau mit etwas über 50 Mrd. EUR veranschlagt. Weitere rund 8,4 Mrd. EUR wurden im vergangenen Jahr aus dem Sondervermögen angesetzt. Nicht nur Deutschland hat mit einer Erhöhung der Verteidigungsausgaben auf die veränderte Gefährdungslage reagiert. Insgesamt dürften die globalen Verteidigungsausgaben im Jahr 2023 um 2,1 Mrd. USD auf 2.327,3 Mrd. USD gestiegen sein (Vorjahr 2.115,3 Mrd. USD). 2. Geschäftsverlauf Wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, der Rohertrag und das Jahresergebnis. Der Umsatz des Geschäftsjahres 2023 erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 38.521 TEUR (127,4 %) auf 68.768 TEUR. Der Umsatzanstieg bezieht sich sowohl auf das Inland wie auch auf das Ausland. Während sich im Vorjahr Abwicklungsprobleme bei dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sowie Verspätungen bei der Fertigstellung von roda-Neuentwicklungen negativ ausgewirkt haben, konnten im Berichtsjahr diese Effekte aufgeholt werden und Auslieferungen von Bestellungen in deutlich größerem Umfang fakturiert werden. Gleichzeitig haben sich die Realisierungen von langwierigen Beschaffungsvorgängen, eine unverändert hohe Nachfrage nach Rüstungsgütern sowie der interne Umzug in eine neue Halle positiv ausgewirkt. Die Umsatzentwicklung entspricht insoweit unserer Prognose im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022. Der Jahresüberschuss beträgt 8.452 TEUR, was einem Anstieg von 4.629 TEUR bzw. 121,1 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Erhöhung des Jahresüberschusses entspricht damit ebenfalls der Prognose im Vorjahres-Lagebericht, die einen deutlich höheren Jahresüberschuss vorsah. Der Verlauf des Geschäftsjahres 2023 ist aufgrund der beschriebenen positiven Entwicklung aus Sicht der Geschäftsführung als sehr erfreulich zu bezeichnen. 3. Lage der Gesellschaft a) Ertragslage Im Geschäftsjahr 2023 erhöhte sich der Rohertrag gegenüber dem Vorjahr deutlich um 7.938 TEUR bzw. 75,6 % auf 18.441 TEUR. Gegenläufig entwickelte sich der Personalaufwand, der um 1.381 TEUR auf 6.011 TEUR zunahm. Im Geschäftsjahr 2023 wurde ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (vor außerordentlichem Ergebnis und Ertragsteuern von 10.746 TEUR erzielt (Vorjahr: 5.562 TEUR). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge aus der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens in Höhe von 611 TEUR enthalten. Aus Zuschreibungen bzw. Abschreibungen der Wertpapiere des Umlaufvermögens ergibt sich ein Ertragssaldo in Höhe von 34 TEUR, der ebenfalls außerordentlichen Charakter aufweist. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind in Höhe von 2.939 TEUR (Vorjahr: 1.730 TEUR) angefallen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2023 beträgt 8.452 TEUR (Vorjahr: 3.823 TEUR). b) Finanzlage Die Liquidität der Gesellschaft war im abgelaufenen Geschäftsjahr zu jeder Zeit gewährleistet. Verbindlichkeiten wurden regemäßig innerhalb der vorgegebenen Zahlungsfristen beglichen. Die Gesellschaft erwirtschaftete aufgrund des höheren Jahresüberschusses im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Cashflow nach DVFA/SG in Höhe von 7.527 TEUR (Vorjahr 3.465 TEUR). Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich im Vorjahresvergleich deutlich auf 2.167 TEUR (+9.056 TEUR gegenüber dem Vorjahr). Aus der Investitionstätigkeit ergab sich ein Mittelbedarf von 115 TEUR, der im Wesentlichen durch den Erwerb der Anteile an der WESTEK TECHNOLOGY LIMITED sowie der Veräußerung von Wertpapieren des Anlagevermögens geprägt ist. Die Finanzierungstätigkeit führte im Berichtsjahr zu einem Mittelbedarf in Höhe von 1.072 TEUR, der im Wesentlichen die Tilgung der Kontokorrentverbindlichkeiten des Vorjahresstichtages umfasst. Der Bestand an flüssigen Mitteln erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 980 TEUR auf 4.253 TEUR. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme erhöhte sich deutlich um 17.805 TEUR auf 50.341 TEUR. Auf der Aktivseite ist neben dem um rd. 37 % höheren Vorratsbestand von 19.867 TEUR insbesondere der deutlich höhere Ausweis an Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr (+195,6 % auf 21.191 TEUR) ursächlich für diese Entwicklung. Letzterer korrespondiert mit der Entwicklung der Umsatzerlöse. Die Buchwerte des Anlagevermögens erhöhten sich im Vorjahresvergleich um 737 TEUR, was insbesondere auf die erfolgten Investitionen in das Finanzanlagevermögen zurückzuführen ist. Auf der Passivseite wird ein um 5.952 TEUR höheres Eigenkapital von 29.493 TEUR ausgewiesen. Die Rückstellungen erhöhten sich, im Wesentlichen aufgrund des höheren Rückstellungsbedarfs für Steuern, um 1.454 TEUR bzw. 43,1 %. Die Verbindlichkeiten aus dem Liefer- und Leistungsverkehr gegenüber Dritten sowie gegenüber Beteiligungsunternehmen stiegen, einhergehend mit dem höheren Materialaufwand, um 7.062 TEUR auf 10.697 TEUR. Die höheren sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten neben Darlehensverbindlichkeiten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Steuern. Die Eigenkapitalquote hat sich trotz der absoluten Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahresstichtag von 72,4 % auf 58,6 % verringert. Die Gesellschaft ist weiterhin aufgrund des oben erwähnten Bestandes an flüssigen Mitteln unabhängig von der Kreditgewährung durch Banken. III. Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als wesentliche nicht-finanzielle Leistungsindikatoren für unsere Gesellschaft sind die Kunden- und die Mitarbeiterzufriedenheit zu nennen. Unser Anspruch besteht darin, mit unseren Produkten den hohen Anforderungen an Produkten im Bereich der Verteidigungstechnik gerecht zu werden und von unseren Kunden als zuverlässiger, pünktlicher und qualitativ äußerst hochwertiger Lieferant wahrgenommen zu werden. Mit unseren Kunden sind wir daher permanent in einem engen vertraulichen Austausch, um die gewünschten Qualitätsansprüche umzusetzen. Die langjährige Geschäftstätigkeit mit unseren bedeutendsten Kunden zeigt, dass sich diese Strategie auszahlt. Unser Mitarbeiterstamm zeichnet sich insgesamt durch eine langjährige Unternehmenszugehörigkeit aus. IV. Prognosebericht Die Dynamik der Weltwirtschaft wird auch im laufenden Jahr 2024 nur verhalten ausfallen. Insbesondere die Industrieländer zeichnen sich durch ein geringes Wirtschaftswachstum aus. Bremsend wirkt hierbei zunächst noch das deutlich gestiegene Zinsniveau, das die Konsum- und Investitionsbereitschaft bei den privaten Verbrauchern und Unternehmen hemmt. In Deutschland dürfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) nur um 0,3 % zulegen. Angesichts der aktuellen und voraussichtlich weiter zunehmenden geopolitischen Risiken sollen die weltweiten Verteidigungsausgaben nach den Prognosen von IHS Jane's in 2024 bei rund 2.398 Mrd. USD liegen. Deutschlands Verteidigungsausgaben sollen im laufenden Jahr auf das Rekordhoch von rund 74 Mrd. EUR steigen. Davon entfallen 51,8 Mrd. EUR auf den regulären Etat des Verteidigungsministers und weitere 19,2 Mrd. EUR stammen aus dem Sondervermögen der Bundeswehr für militärische Beschaffungen. Wir gehen für das Geschäftsjahr 2024 von einem Jahresüberschuss sowie von Umsatzerlösen wie in 2023 bzw. einer leichten Steigerung aus. Ursächlich hierfür sind das Anlaufen des Projektes DLB0 (Digitalisierte Landbasierte Operationen) und der allgemeine Nachholbedarf an Modernisierung der Kommunikationsausstattung. V. Chancen- und Risikobericht 1. Risikobericht 1.1. Entwicklungsrisiken Sowohl im Bereich IT als auch im Produktbereich Electronics werden durch unsere Kunden Entwicklungstätigkeiten beauftragt. Wir unterscheiden im Wesentlichen zwei Arten der Entwicklung: a) Produktmodifikationen Im Bereich der Produktmodifikationen werden nach speziellen Kundenanforderungen bestehende Produkte modifiziert, um die spezifischen technischen Anforderungen unserer Kunden zu erfüllen. Diese Art der Entwicklung ist meistens mit der anschließenden Beauftragung einer Serie verbunden. In Anbetracht des enormen Zeit- und Budgetdrucks durch unsere Kunden ist oftmals die Möglichkeit einer ausführlichen Erprobung nicht gegeben, was letztlich zu einem Nachbesserungsrisiko führt. b) Neuentwicklungen Im Bereich der Neuentwicklungen ist das Entwicklungsrisiko noch deutlich höher einzustufen. Insbesondere die Einhaltung der strengen militärischen Normen und die Einhaltung der Produkteigenschaften auch unter extremen Umgebungsbedingungen bergen Risiken in sich. Beide Risiken versuchen wir durch folgende Maßnahmen zu reduzieren, was jedoch in vollem Umfang nur selten möglich ist: - Verhandlung längerer Entwicklungszeiten - entwicklungsbegleitende Qualifizierungstests - verstärkte Verwendung und Integration bestehender Technik 1.2 Währungsrisiken Die Preise der von roda eingesetzten elektronischen Bauteile, Komponenten und Produkte sind zu ca. 70 % vom Wechselkurs USD/EUR abhängig. Dies kann bei bestehenden, längerfristigen Aufträgen zu einer deutlichen Reduzierung der Marge führen und im Extremfall sogar einen negativen Deckungsbeitrag herbeiführen. Die Gesellschaft sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch ein Währungsmanagementsystem ab, welches unter anderem auch vorsieht, Lieferungen an Kunden im Ausland in USD zu fakturieren. Hinzu kommen verstärkte Währungsrisiken für Importe aus und Exporte nach Großbritannien. Hiergegen versucht roda den Euro als Transaktionswährung durchzusetzen. 1.3 Wettbewerbsrisiko Das Wettbewerbsrisiko ist zurzeit einem starken Wandel unterworfen. Im Bereich der Standard-Hardware versuchen sich immer wieder Mitbewerber in unserem relevanten Marktsegment zu etablieren, was jedoch teilweise erfolgreich verhindert werden konnte. Weiterhin ist zu beobachten, dass Unternehmen, die bisher nicht im Verteidigungsbereich, sondern ausschließlich im Industriebereich tätig gewesen sind, verstärkt versuchen, hier ihre Produkte zu etablieren. Dies erfolgt häufig zu nicht angemessenen niedrigen Preisen. Dieses Preisverhalten liegt teilweise in der mangelhaften Erfahrung hinsichtlich der erforderlichen Anforderungen der zu militärischen Zwecken genutzten Produkte in Bezug auf Testumfang, Prüfsoftware, Lifecycle Management und Dokumentation begründet. Darüber hinaus ist zu beobachten, dass sich, einhergehend mit der fortschreitenden Digitalisierung im militärischen Umfeld, zunehmend große und international agierende Unternehmen der Verteidigungstechnik um die Akquisition von Hardwareprojekten im Kontext kompletter Führungs- und Informationssysteme bemühen. Vgl. hierzu auch 2.a. 1.4. Beschaffungsrisiko Auf Grund der geringen Anzahl an Herstellern von Halbleitern besteht grundsätzlich das Risiko, für manche Aufträge nicht mehr lieferfähig zu sein. Außerdem können Verknappungen der notwendigen Rohstoffe sowie Ausfälle von Produktionskapazitäten zu höheren Beschaffungspreisen führen. Weitere Auswirkungen ergeben sich durch die Volatilität der Luftfrachtkosten. 2. Chancenbericht Zukünftige Chancen sehen wir in erster Linie in folgenden Bereichen: a) Fortschreitende Digitalisierung im Bereich Führungs- und Informationssysteme Für unsere Gesellschaft bieten sich, insbesondere in den Produktgruppen mobile Visualisierungsanlagen, mobile Server und hochmobile Endgeräte Chancen zur Realisierung weiterer Projekte, wenn die Einführung leistungsfähiger Funktechnologie zur mobilen Datenübertragung vorangetrieben werden kann. Die roda Entwicklung roCCs wird ebenso zu einer positiven Entwicklung beitragen. Erstmalig in 2023 konnten auch Produkte des neu erworbenen Tochterunternehmens WESTEK TECHNOLOGY LIMITED durch roda in einem europäischen Digitalisierungsprojekt eingesetzt werden. Wir gehen davon aus, dass bestehende und neu entwickelte Produkte im Bereich roda Electronics der Gesellschaft ein kontinuierliches Wachstum werden sichern können. Die geplante Einführung von IT-Komponenten gemäß dem (N)GVA - Standard (NATO Generic Vehicle Architecture) national und international kann roda als Partner und Unterlieferant der großen Unternehmen der Verteidigungstechnik weitere Umsätze ermöglichen. b) Erhöhter Bedarf zum Ersatz überalterter IT In Deutschland, aber auch in den europäischen Nachbarländern sind viele im Einsatz befindliche IT-Komponenten lange über die geplante Nutzungsdauer hinaus im Einsatz. Dieser Regenerationsbedarf könnte sich positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken. Für das Jahr 2023 sind im deutschen Verteidigungshaushalt ursprünglich Ausgabensteigerungen auf rund 52 Mrd. EUR eingeplant gewesen. 3. Gesamtaussage Insgesamt überwiegen aus unserer Sicht die Chancen. Sollte die Chancenauswertung in ähnlichem Maße gelingen wie in der Vergangenheit, sehen wir der weiteren Entwicklung unserer Gesellschaft positiv entgegen. VI. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu unseren wesentlichen Finanzinstrumenten gehören die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen wichtiger Kunden nach längeren Zahlungszielen verstärken sich. Wir versuchen diesem Begehren entgegenzuwirken. Negative Auswirkungen auf die Liquidität ergeben sich auch aus dem schlechter gewordenen Zahlungsverhalten der öffentlichen Hand. Dieses ist teilweise in dem noch nicht funktionierenden System der E-Rechnungen begründet. Das Debitorenmanagement der roda computer GmbH wird nachfolgend beschrieben. Bei der Anlage von Neukunden wird deren Bonität überprüft und entsprechend diesen Auskünften ein Kreditlimit pro Kunde hinterlegt, welches nur nach Freigabe durch die Geschäftsführung überschritten werden darf. Auslandsgeschäfte werden teilweise gegen letter of credit (L/C) oder Vorkasse abgewickelt. An Kunden, bei denen eine positive Historie vorliegt, wird auch gegen offene Rechnung geliefert. Generell ist bei roda das Ausfallrisiko als gering einzustufen, da es sich bei den meisten Debitoren um renommierte Unternehmen der Verteidigungsindustrie, um öffentliche Einrichtungen oder Ministerien handelt.
Lichtenau, den 27. Mai 2024 gez. Martin Bertsch, Geschäftsführer gez. Siegbert Wortmann, Geschäftsführer gez. Frank Scholz, Geschäftsführer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBei dem vorstehenden Jahresabschuss handelt es sich um die nach § 327 für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt: An die roda computer GmbH: Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der roda computer GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der roda computer GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichtes geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichtes, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichtes in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichtes getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht auf Grund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können, • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichtes relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben, • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben, • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann, • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so dargestellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt, • beurteilen wir den Einklang des Lageberichtes mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens, • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertreter zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Herford, den 27. Mai 2024 DR.
WOELKE AG
gez. Michael Blöbaum, Wirtschaftsprüfer gez. Wilhelm Upheber, Wirtschaftsprüfer |
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roda computer GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Landstr. 6
77839 Lichtenau - Handelsregister
- HRB 210974, Mannheim
- Eintragungsdatum
- 2. November 1987
- Unternehmenszweck
- Import und Vertrieb von Computern, Hard- und Software und Computerperipherie sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, ferner die Entwicklung, Fertigung und Vertrieb gehärteter IT Hardware für die Verwendung im industriellen und verteidigungstechnischen Umfeld, die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Stromversorgungen für die Verwendung im industriellen und verteidigungstechnischen Umfeld sowie der Support und Service für alle gelieferten Produkte und die Beratung von Kunden hinsichtlich Lifecycle- Management für alle gelieferten Produkte.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 93,5 % 36,04 Mio
- Anlagevermögen 3,7 % 1,41 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 5,2 k
- Eigenkapital 54,5 % 21,01 Mio
- Verbindlichkeiten 33,4 % 12,87 Mio
- Rückstellungen 10,3 % 3,98 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 1,7 % 661,0 k
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 94,6 % 73,51 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 5,0 % 3,86 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,4 % −320,1 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 17,2 k
- Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 11,4 k
- Personalaufwand 39,0 % 6,09 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 27,7 % −4,32 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 23,1 % −3,60 Mio
- Materialaufwand 8,3 % 1,30 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,9 % −293,8 k
- Sonstige Steuern 0,1 % −11,2 k
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
- Ergebnis nach Steuern 11,53 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 11,52 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Frank Scholz
seit 2014 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- MilDef Germany Holding GmbH DEU 100,0 % 110k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Historie
- 2026
-
12.06.
Änderung der VertretungsregelungIst nur ein Geschäftsführer bestellt, vertritt er allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, vertreten zwei gemeinsam oder ein Geschäftsführer mit einem Prokuristen.
-
12.06.
Satzungsänderungroda computer GmbH
- 2025
-
15.07.
Austritt einer PositionMartin Dr. Bertsch · Geschäftsführer
-
15.07.
Austritt einer PositionSiegbert Wortmann · Geschäftsführer
-
15.07.
Änderung der VertretungsbefugnisFrank Scholz · Geschäftsführer
- 2020
-
28.09.
Satzungsänderungroda computer GmbH
-
30.07.
Änderung des UnternehmensgegenstandsImport und Vertrieb von Computern, Hard- und Software und Computerperipherie sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Geschäfte, ferner die Entwicklung, Fertigung und Vertrieb gehärteter IT Hardware für die Verwendung im industriellen und verteidigungstechnischen Umfeld, die Entwicklung, Fertigung und der Vertrieb von Stromversorgungen für die Verwendung im industriellen und verteidigungstechnischen Umfeld sowie der Support und Service für alle gelieferten Produkte und die Beratung von Kunden hinsichtlich Lifecycle- Management für alle gelieferten Produkte.
-
30.07.
Satzungsänderungroda computer GmbH
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
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- entity_id kopieren
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