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List Develop Commercial GmbH & Co. KG GmbH & Co. KG

Oldenburg (Oldb.) ·HRA 204169 Oldenburg
Part 1 / 2

Structured data

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Overview

Legal form
GmbH & Co. KG
Address
Kleine Kirchenstraße 9
26122 Oldenburg (Oldb.)
Commercial register
HRA 204169, Oldenburg
Registration date
August 26, 2014
Industry
Beteiligungsgesellschaften
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden

Financials

Revenue 2023
459,65 Mio. €
Employees 2023
519
Total assets 2023
204,00 Mio. €
Net income 2023
4,98 Mio. €
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Balance sheet

2023
Assets 204,00 Mio
  • Current Assets 94,8 % 193,40 Mio
  • Fixed Assets 4,4 % 8,88 Mio
  • Deferred Tax Assets 0,7 % 1,36 Mio
  • Prepaid Expenses 0,2 % 365,2 k
Liabilities and Equity 204,00 Mio
  • Provisions 46,6 % 95,17 Mio
  • Liabilities 38,2 % 77,84 Mio
  • Equity 15,2 % 31,00 Mio
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Balance sheet data available for 7 earlier fiscal years.

Profit & loss

2023
Income 1,11 Mrd
  • Revenue 41,5 % 459,65 Mio
  • Material expenses 38,0 % 421,46 Mio
  • Personnel expenses 5,1 % 56,77 Mio
  • Increase or decrease in finished and unfinished goods inventory 4,8 % 53,46 Mio
  • Group balance sheet profit/loss 2,6 % 28,73 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2,4 % 27,03 Mio
  • Other operating expenses 2,3 % 25,20 Mio
  • Other operating income 0,8 % 8,47 Mio
  • Income and profit taxes 0,6 % 6,70 Mio
  • Result after taxes 0,5 % 5,24 Mio
  • Annual net profit/loss 0,4 % 4,98 Mio
  • Interest and similar expenses 0,3 % 2,89 Mio
  • Depreciation on financial assets and current asset securities 0,2 % 2,46 Mio
  • On intangible assets and property, plant, and equipment 0,2 % 1,76 Mio
  • Ausschüttungen 0,1 % −1,18 Mio
  • Other interest and similar income 0,1 % 896,0 k
  • Veränderung Gewinnvortrag aufgrund Veränderung Konsolidierungskreis 0,1 % −819,9 k
  • Other taxes 0,0 % 251,8 k
  • Income from investments 0,0 % 9,1 k
  • Anteile Dritter am Konzernjahresüberschuss (nicht beherrschende Anteile) −1,29 Mio
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P&L data available for 7 earlier fiscal years.

Authorized representatives

  • Michal Garstka since 2015 Limited Partner
2 former representatives · viewable with an API key Get API key →

Ownership & holdings

Holds shares in

History

  1. 2023
  2. 25.05.
    Exit of position
    J**** G****** · Limited Partner
  3. 06.02.
    Exit of position
    H*** S****** · Procura
  4. 2020
  5. 23.12.
    Member entry
    J**** G****** · Limited Partner
  6. 2018
  7. 20.09.
    Member entry
    LDC Dresden GmbH & Co. KG · Limited Partner
  8. 2017
  9. 27.06.
    Change of company name
    List Develop Commercial GmbH & Co. KG
  10. 2016
  11. 25.02.
    Exit of position
    List Develop Commercial GmbH & Co. KG · Other
  12. 2015
  13. 05.03.
    Change of address
    List Develop Commercial GmbH & Co. KG
  14. 09.01.
    Member entry
    Michal Garstka · Limited Partner
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Raw data & documents

Original filings, full-text markdown and PDFs — full content via the API.

Annual statements (full text)

Published reports as markdown — including management report, balance sheet, P&L and appendix.

  • 2023 Konzernabschluss
  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
  • 2020 Konzernabschluss
  • 2019 Konzernabschluss
Previous year — readable in full

Konzernabschluss 2022

Published January 3, 2024 · Source: Bundesanzeiger

List AG

Nordhorn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Konzernlagebericht

I. Struktur des Konzerns und Geschäftstätigkeit

Die LIST Gruppe ist eine deutsche Unternehmensgruppe, die im Wirtschaftssektor Immobilien und Bauwirtschaft tätig ist. Der Konzern agiert dabei als Generalübernehmer für (Hoch-)Bauprojekte dritter Bauherren, als Immobilien-Projektentwickler, als Planer und Projektsteuerer und in der Beratung zur Nachhaltigkeit von Immobilien. Im Bereich der Ingenieurdienstleistungen bietet der Konzern Planungs- und Projektsteuerungsleistungen für Objekt- und Architekturplanung, die Technische Gebäudeausrüstung sowie Beratungen und Planungen mit verschiedenen Digitalisierungsmethoden wie z. B. Building-Information-Modelling (BIM) an. Das Angebotsportfolio beinhaltet des Weiteren Dienstleistungen im Bereich der Nachhaltigkeitskonzeption und -beratung sowie die Erstellung von Gebäude- und Energiekonzeptsimulationen. Das Leistungsspektrum umfasst Gewerbeimmobilien, z. B. Logistik- und Industrieimmobilien, Handelsimmobilien und Hotels, sowie Wohn-, Büro- und Mischimmobilien und Quartierlösungen.

Der Konzern wickelt in erster Linie größere Projektvolumina ab.

Die Immobilienprojekte werden in Deutschland umgesetzt, wobei die Kunden zum Teil aus dem Ausland stammen.

Die LIST Gruppe ist wie folgt organisiert:

Die LIST AG fungiert als (Management-)Holding und Dienstleistungsgesellschaft und führt den Konzern strategisch, wirtschaftlich und kulturell. Sie stellt den operativen Gesellschaften Shared-Services wie Finanzwesen, Marketing, IT sowie Personalwesen zur Verfügung und berät ihre Tochtergesellschaften zudem zu den Thematiken Nachhaltiges Bauen, Digitalisierung sowie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz.

In der Unternehmensentwicklung werden Konzepte zur Weiterentwicklung der LIST Gruppe entwickelt. Die operativen Geschäftsfelder der Gruppe lassen sich differenzieren in "Bauen und Revitalisieren", "Planen und Steuern", "Entwickeln und Finanzieren" sowie "Nachhaltigkeitskonzeption und -beratung".

LIST Gruppe

LIST AG

Unternehmensentwicklung Finanzwesen
Personalwesen/Organisation
Informationstechnologie
Marketing
Arbeitssicherheit/ Gesundheitsschutz Nachhaltigkeitsentwicklung
entwickeln und finanzieren planen und steuern
LIST Develop Commercial intecplan Düsseldorf
LIST Develop Residential intecplan Essen
LIST Invest
bauen und revitalisieren Nachhaltigkeitskonzeption und -beratung
LIST Bau Nordhorn LIST Eco
LIST Bau Bielefeld
LIST Bau Rhein-Main
LIST Bau München
LIST Bau Stuttgart
LIST BiB
LIST Ing

Die LIST Bau Nordhorn GmbH & Co. KG, die LIST Bau Bielefeld GmbH & Co. KG, die LIST Bau Rhein-Main GmbH & Co. KG sowie die LIST Bau München GmbH & Co. KG übernehmen Konstruktions-, Planungs- und Durchführungsaufgaben als Generalunternehmer bzw. -übernehmer für schlüsselfertige Neubauimmobilien und fügen die einzelnen Schritte des Bauprozesses zu einem einheitlichen Gesamtprozess zusammen.

Diverse dezentrale Bürostandorte unterschützen die Tochterunternehmen, um möglichst in räumlicher Nähe zu den Kunden bzw. Projekten zu agieren. Die Expansionspläne für unsere Bausparte haben wir durch die Gründung der LIST Bau Stuttgart GmbH & Co. KG sowie der LIST Bau Leipzig GmbH & Co. KG Anfang 2023 weiter umgesetzt. Die LIST BiB Bielefeld GmbH & Co. KG plant und führt darüber hinaus als Generalübernehmer Vorhaben im Schlüsselfertigbau im vorhandenen Immobilienbestand durch. Die Anteile an den Gesellschaften der Bausparte wurden zu Beginn des Jahres 2022 in der LIST Bau Holding GmbH & Co. KG gebündelt. Diese Zwischenholding übernimmt organisatorisch die Funktion als zentrale "Ansprechpartnerin" für diesen Geschäftsbereich und sorgt für kurze Kommunikationswege und gewährleistet die richtigen Entscheidungen mit Sach- und Marktkompetenz in Zusammenarbeit mit den operativen Gesellschaften. Zudem hält die LIST Bau Holding GmbH & Co. KG zentrale Bereiche im Key-Account-Vertrieb, strategischem Einkauf sowie weitere übergeordnete technische Leistungen für die gesamte Bausparte vor. Die LIST Ingenieure GmbH & Co. KG entwickelt, plant und überwacht die Technische Gebäudeausrüstung von Immobilien und agiert im Bereich Objekt- und Architekturplanung als Partner für alle Unternehmen der LIST Gruppe. Dies ist ein Beitrag dazu, Schnittstellen zu minimieren und in jeder Hinsicht effiziente und digitale Planungslösungen anzubieten. Sie gehört ebenfalls zur Bausparte und damit zur List Bau Holding GmbH & Co. KG.

Unter der Marke intecplan bündelt die LIST Gruppe die intecplan integrierte technische Planung GmbH sowie die intecplan Essen GmbH & Co. KG. Beide Gesellschaften bieten im Ingenieurdienstleistungsbereich Lösungen für die (technische) Projektsteuerung, die Objektplanung, die technische Gebäudeausrüstung sowie Energie- und Nachhaltigkeitskonzepte vornehmlich für externe Kunden an. Hierbei kommt unter anderem die BIM-Methode zum Einsatz. Die LIST Develop Commercial GmbH & Co. KG und die LIST Develop Residential GmbH & Co. KG führen als Spezialisten für Immobilienprojektentwicklungen von der umfassenden Markt- und Standortanalyse über Grundstücksakquisition, Planung und Realisierung bis zur Vermarktung das gesamte Projektmanagement der Immobilienentwicklung durch. Zur Umsetzung der jeweiligen Projekte werden dabei Projektentwicklungsgesellschaften genutzt.

Die kompetente Steuerung der Baurealisierung sowie sämtlicher Prozesse im kompletten Projektverlauf als auch in den einzelnen Bauphasen ergänzt das Angebotsportfolio der Projektentwicklungsgesellschaften. Die LIST Invest GmbH & Co. KG ist im Wesentlichen für die Strukturierung der Projektfinanzierung der Projektentwicklungsgesellschaften zuständig. Der komplette Prozess der Geschäftsanbahnung bis hin zur Vertragsunterzeichnung mit Eigenkapitalgebern liegt in ihrer Hand. Darüber hinaus unterstützt sie die Projektentwicklungsgesellschaften mit Due-Diligence-Leistungen bei Investitionsentscheidungen sowie beim Verkauf der Objekte und beschafft Mezzaninekapital. Als Spezialistin zum Thema Nachhaltigkeit entwickelt die LIST Eco GmbH & Co. KG ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte für EU-Taxonomie konforme Immobilien und Quartiere. Bei Fragen zu einer langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie steht sie Investoren, Bestandshaltern, Projektentwicklern sowie Städten und Kommunen disziplin- und lebenszyklusübergreifend beratend zur Seite. Dabei führt sie mithilfe von GIS- & BIM-basierten Optimierungsverfahren verschiedene Analysen durch - von der Ökobilanz bis hin zur Zirkularitätsbewertung. Ebenfalls gehören alle gängigen Zertifizierungen zum Leistungsportfolio. Sonstige Unternehmungen der LIST Gruppe fungieren als Verwaltungs- oder Projektentwicklungsgesellschaften.

Die Gruppe verfügt zurzeit über nachfolgende Standorte:

II. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung, Branchenentwicklung und Geschäftsverlauf

a) Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Die gesamtwirtschaftliche Lage des Jahres 2022 stand im Wesentlichen unter dem Einfluss des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, welcher u.a. extreme Energiepreissteigerungen zur Folge hatte. Begleitet wurde dieser Effekt von einer verschärften Preis- und Liefersituation auf den Beschaffungsmärkten sowie einem wachsenden Mangel an Fachkräften. Schließlich beeinflussten auch die Auswirkungen der Corona-Pandemie weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung, wenn auch weniger stark als in den beiden Vorjahren. Trotz der vorgenannten schwierigen Rahmenbedingungen konnte sich die deutsche Wirtschaft jedoch nach Meinung des Statistischen Bundesamtes gut behaupten. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt ist nach deren Berechnungen um 1,9 % gestiegen. Damit liegen die Berechnungen des Bundesamtes leicht über den nach Ausbruch des Ukrainekrieges erfolgten Prognosefortschreibungen etwa der Wirtschaftsweisen oder der EU-Kommission aus dem Frühjahr 2022. Dies bedeutet zwar nach wie vor ein um 0,7%-Punkte geringeres Wachstum gegenüber dem Vorjahr, stellt allerdings gleichzeitig ein Signal einer weiteren Erholung nach dem tiefen Konjunktureinbruch im Corona-Jahr 2020 dar. Laut den Statistikern verlief die konjunkturelle Entwicklung in den einzelnen Wirtschaftsbereichen sehr unterschiedlich.

Insbesondere der Dienstleistungssektor konnte vom Wegfall nahezu aller pandemiebedingter Schutzmaßnahmen von Nachholeffekten profitieren. Im Gegensatz dazu litt insbesondere das Baugewerbe unter Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten und zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen, was zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung von 2,3 % führte.

Auf der Nachfrageseite erwiesen sich die privaten Konsumausgaben erneut als wichtige Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen im Vorjahresvergleich preisbereinigt um 4,6 % und erreichten damit nahezu das Vorkrisenniveau von 2019. Die staatlichen Konsumausgaben stiegen anders als im Vorjahr jedoch nur moderat um 1,1 %. Nach dem die Bauinvestitionen sechs Jahre in Folge gestiegen waren, musste für 2022 ein Rückgang von 1,6 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Als Gründe führt das Statistische Bundesamt wiederholt Material- und Fachkräftemangel sowie steigende Baupreise und -zinsen an. Trotz vorgenannter Umstände zeigte sich hingegen der deutsche Arbeitsmarkt in einem schwierigen Umfeld robust. Nachdem im Vorjahr die Zahl der Erwerbstätigen leicht rückläufig war, wurden 2022 mit 45,6 Mio. Personen (+ 0,6 Mio.) so viele Menschen beschäftigt wie noch nie zuvor. Auch im Baugewerbe gab es trotz des Fachkräftemangels erneut einen kleinen Beschäftigungszuwachs. Seit dem Sommer des Jahres 2021 befindet sich der Verbraucherpreisindex in einer deutlichen Aufwärtsbewegung und liegt seit Anfang 2022 teils erheblich über dem von der EZB angestrebten Inflationsziel von 2,0 %. Spürbar teurer wurden insbesondere Nahrungsmittel und erneut Energie, auch wenn die Preissteigerungen einerseits nicht vollständig an die Verbraucherinnen und Verbraucher weitergegeben und andererseits durch staatliche Entlastungsmaßnahmen wie etwa dem Tankrabatt, dem 9-Euro-Ticket oder der Energiepreispauschale abgemildert wurden. Im Laufe des Jahres 2022 trat auf den Geldmärkten eine Zinswende ein, welche die historische Niedrigzinsphase endgültig beendete. So notierte der der EZB-Referenzzinssatz für Tagesgeldeinlagen (Euro Short-Term Rate) zu Beginn des Jahres noch bei -0,578 %, während er per Ende Dezember 2022 bereits 1,568 % betrug. Analog stiegen die Zinsen für Darlehen wie etwa Wohnungsbaukredite deutlich an.

b) Branchenentwicklung

Der Jahresumsatz im Bauhauptgewerbe erreichte laut dem Statistischen Bundesamt mit einem nominalen Plus von 9,9 % im Jahr 2022 zwar einen neuen Höchststand von 108,8 Milliarden Euro, preisbereinigt sank der Umsatz im Vorjahresvergleich jedoch um 5,8 %. In allen Bausektoren stiegen die nominalen Umsätze, teils sogar im zweistelligen Prozentbereich:

2021 2022 Änderung Änderung
Mrd. € Mrd. € Mrd. € %
Wohnungsbau 25,2 28,0 2,8 11,0%
Gewerblicher und industrieller Hochbau 23,5 25,8 2,3 9,9%
Hochbauten f. Körperschaften d. öffentl. Rechts 5,3 5,6 0,3 6,0%
Hochbauten f. Organisationen ohne Erwerbszweck 0,9 0,9 0,0 1,2%
Straßenbau 14,4 15,9 1,5 10,1%
Gewerblicher und industrieller Tiefbau 17,8 20,0 2,1 11,9%
Öffentlicher Tiefbau 11,9 12,7 0,8 7,0%
Baugewerblicher Umsatz gesamt 99,0 108,8 9,8 9,9%

Die Auftragseingänge während des Jahres lagen im Hochbau nominal nur knapp (-1,6 %) unter dem Vorjahresniveau, preisbereinigt zeigte sich jedoch ein Rückgang von 15,1 %. Auch der Wohnungsbau litt unter den stark gestiegenen Baupreisen sowie Zinsen, was sich in einem realen Rückgang der Auftragseingänge in diesem Bereich von 16,5 % (nominal: -3,9 %) widerspiegelt. Die Beauftragungen im Tiefbau sanken im Vorjahresvergleich real um 3,0 %, während sie nominal um 12,7 % stiegen.

c) Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Konzerns wird durch die Entwicklung der operativ tätigen Unternehmungen bestimmt, während die Tätigkeit der LIST AG sich im Wesentlichen auf die Gruppenstrategie und auf Shared-Services für die operativ tätigen Tochterunternehmungen beschränkt. Das Geschäftsjahr 2022 stellte sich für den Konzern als ein anspruchsvolles Jahr dar. Der Vorstand ging zu Anfang des Jahres noch von einer Ergebnissteigerung im Vergleich zum Vorjahr aus. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine haben allerdings die Margen spürbar reduziert. Insbesondere die exorbitanten Preiserhöhungen beim Energie- und Baustoffeinkauf sind hier als Gründe zu nennen. Zudem gab es erhebliche Probleme bei der Sicherstellung der Lieferketten. In Bezug auf die Ergebnisentwicklung ist das Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich mit einer mäßigen Geschäftsentwicklung zu bewerten. Vor dem Hintergrund der geopolitischen Lage und der noch immer wahrnehmbaren Folgen der Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf alle Volkswirtschaften Europas, ist der Vorstand gleichwohl sehr zufrieden über die verhältnismäßig geringen Auswirkungen der Krisen sowie die ausgeprägt gute Resilienz der Gruppe. Dies ist der Verdienst eines kreativen und engagierten Handelns unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einerseits sowie eines sehr partnerschaftlichen und lösungsorientieren Umgangs unserer Geschäftspartner andererseits. Das Ergebnis vor Steuern (Ertragssteuern und sonstigen Steuern) und einschließlich der Anteile der Minderheitsgesellschaftern unserer Tochterunternehmen lag mit 10,1 Mio. € ungefähr auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2020 (10,8 Mio. €), welches aufgrund der nachgelagerten Projektergebnisrealisierungen noch ohne nennenswerte Coronaauswirkungen erwirtschaftet wurde.

Der Konzernjahresüberschuss liegt mit 5,1 Mio. € deutlich unterhalb des Vorjahres (10,1 Mio. €). Gleiches gilt für die Rendite vor Steuern bezogen auf die Umsatzerlöse von 2,3 % (Vorjahr 4,2 %). Bei der Gesamtleistung konnte trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ein Wachstum von über 30 % auf 485,0 Mio. € realisiert werden.

Die Zielmarke einer Gesamtleistung größer 450,0 Mio. € wurde damit deutlich erreicht. Den Unternehmen der LIST Gruppe ist grundsätzlich es gut gelungen, die großen Herausforderungen des abgelaufenen Geschäftsjahres für die eigene Geschäftstätigkeit zu meistern und hohe Projektverluste und -verzögerungen durch erhebliche Preissteigerungen oder Baupreiserhöhungen zu vermeiden.

Im Februar 2022 ist Herr Frank Thiele als Vorstandsvorsitzender der LIST AG ausgeschieden. Sein Nachfolger und gleichzeitig Vorgänger auf dieser Position, Herr Gerhard List, bekleidete bis Ende Februar 2023 das Amt des Vorsitzenden, ehe Herr Dirk Rehaag, der bereits bis August 2021 einen Vorstandsposten bekleidete, die Rolle des Vorstandsvorsitzenden übernahm. Herr List ist seit dem 1. März 2023 Vorsitzender des Aufsichtsrates der LIST AG. Die beiden größten operativen Geschäftsbereiche, sowohl die Bausparte als auch die Projektentwicklung, haben in Summe positive Umsatz- und Ergebnisbeiträge im Konzern geleistet. Auch in strategischer Hinsicht konnte sich die LIST Gruppe im Geschäftsjahr 2022 erfolgreich weiterentwickeln. Direkt zu Jahresbeginn wurde die Bausparte in der LIST Bau Holding GmbH & Co. KG zusammengeführt. Die wesentlichen Aufgaben der LIST Bau Holding ist die Umsetzung der strategischen Ausrichtung der Bausparte sowie den Ausbau des Key Account Vertriebs, strategischen Einkaufs, dem technischen Service und der Expansion. Die rechtliche Verselbständigung des Standortes Bietigheim-Bissingen in einer LIST Bau Stuttgart GmbH & Co. KG wurde weiter vorangetrieben und konnte am Jahresanfang 2023 umgesetzt werden. Wichtige Weiterentwicklungen konnten im Bereich der Nachhaltigkeit bzw. des nachhaltigen Bauens umgesetzt werden. Hier ist nicht zuletzt die Gründung der LIST ECO GmbH & Co. KG zu nennen sowie der weitere Auf- und Ausbau der Beratungstätigkeit zur Nachhaltigkeit von Immobilien und zum nachhaltigen Bauen. Für den Bereich der im aktuellen Preis- und Zinsumfeld nicht einfacher werdenden Tätigkeit als Immobilien-Projektentwickler konnten zudem Ergänzungen des Geschäftsmodells (Service Developer) erarbeitet werden.

Im Einzelnen ist zu den Gesellschaften der Bausparte Folgendes zu erläutern: Die anfänglich prognostizierte Bauleistung wurde durch die LIST Bau Nordhorn GmbH & Co. KG deutlich übertroffen. Sie konnte insgesamt 16 Projekte erfolgreich fertigstellen und erreichte mit einer realisierten Bauleistung von 260,9 Mio. € (+ 84,8 Mio. €) einen neuen Rekordwert in ihrer Unternehmensgeschichte, wenngleich die Gesamtleistungsrendite im Jahresvergleich gesunken ist. Grund hierfür ist insbesondere die anhaltend schwierige Situation auf den Beschaffungsmärkten und die Tatsache, dass dortige Preissteigerungen nicht vollends an Auftraggeber weitergegeben werden konnten. Die LIST Bau Nordhorn GmbH & Co. KG ist neben dem Sitz der Gesellschaft in Nordhorn mit zwei weiteren Standorten in Hamburg und Stuttgart innerhalb der Bausparte der Gruppe die größte Einheit. Um das Unternehmen weiterhin mit einem gut skalierbaren Risiko zu steuern und auch im Süd-Westen Deutschlands eine selbständige Einheit als Ansprechpartner für Kunden und Partnerunternehmen, aber insbesondere auch für zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu etablieren, wurde die Abspaltung des Standortes Stuttgart Anfang 2023 umgesetzt. Die LIST Bau Bielefeld GmbH & Co. KG konnte sechs Projekte erfolgreich vollständig abschließen und an ihre Auftraggeber übergeben. Zudem konnte die Gesamtleistung zum ersten Mal in der 12 jährigen Firmengeschichte auf über 100 Mio. € (101,7 Mio. €) gesteigert werden. Ebenso ist es gelungen die Planwerte für das operative Ergebnis und die Rendite zu erreichen. Die Gesamtleistung der LIST Bau Rhein-Main GmbH & Co. KG wurde durch größere Projektvolumina planmäßig von 27,9 Mio.€ auf 37,6 Mio. € gesteigert. Insgesamt wurden vier Projekte fertiggestellt. Davon zwei in Kooperationen mit dem Schwesterunternehmen LIST Develop Commercial GmbH & Co. KG und zwei für Kunden außerhalb der Unternehmensgruppe. Die LIST Bau Rhein-Main GmbH & Co. KG konnte im Konzernvergleich unverändert eine sehr gute Rendite erwirtschaften. Das Geschäftsjahr der LIST Bau München GmbH & Co. KG war geprägt von einem größeren Projekt in München. Aufgrund von ausbleibenden Zahlungseingängen wurden die Arbeiten eingestellt und es ist nicht gelungen, mit dem Kunden eine Basis für die Wiederaufnahme der Leistungen herzustellen. Als Resultat wurden die Verträge kundenseitig sowie durch die LIST Bau München GmbH & Co. KG gekündigt und abgerechnet. Im Übrigen konnte die Gesellschaft ihre Projekte erfolgreich bearbeiten, ein Projekt vollständig abschließen und mit 44,8 Mio. € die bisher höchste Gesamtleistung der Unternehmensgeschichte umsetzen. Nach Risikovorsorge für den genannten Projektabbruch resultierte beim Geschäftsergebnis eine schwarze Null.

Die Gesamtleistung der LIST BiB Bielefeld GmbH & Co. KG erreicht mit 20,1 Mio. € ungefähr das Niveau des Vorjahres. Allerdings wurde nur ein Projekt fertiggestellt.

Ein weiteres Projekt konnte im Geschäftsjahr 2022 nicht mehr beendet werden, so dass dem ausgeglichenen Jahresergebnis Margenbeiträge fehlten. Zu den Gesellschaften des Projektentwicklungsgeschäftes ist Folgendes zu erläutern: Die LIST Develop Commercial GmbH & Co. KG hat branchenübliche lange Entwicklungszeiten von Immobilienprojekten, so dass sich Entscheidungen oftmals erst einige Jahre später auswirken. Durch die Corona-Pandemie wurde entschieden, die Investitionsbereitschaft in der Immobilienprojektentwicklung aus Risikogründen zu reduzieren. Auch die Ukrainekrise mit den Auswirkungen auf Baustoffpreise einerseits und Immobilienpreise nebst Zinsentwicklungen andererseits hat zu einem weiteren verhaltenen Projektengagement der Gesellschaft geführt. Aus diesem Grund wurde im vergangenen Geschäftsjahr auch nur ein Projekt veräußert und konnte der Geschäftsbereich nur ein ausgeglichenes Jahresergebnis darstellen. Die Gesamtleistung im Zusammenwirken mit den als Objektgesellschaften fungierenden Tochterunternehmen ist entsprechend auch planmäßig von 64,4 Mio. € auf 28,6 Mio. € zurückgegangen. Nach erfolgter Umstrukturierung hat die LIST Develop Residential GmbH & Co. KG im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Projektansatz veräußert. Der Geschäftsbereich hat leicht defizitär abgeschlossen. Aktuell werden in diesem Unternehmensstrang keine Wohnungsbauprojekte projektiert. Das abgelaufene Geschäftsjahr hat in der Engineering-Sparte der Gruppe zu folgenden Ergebnissen geführt: Die intecplan integrierte technische Planung GmbH in Düsseldorf hat eine Gesamtleistung von 6,1 Mio. € erreicht, welches unter dem Niveau des Vorjahres liegt. Neben den Kosten für die erforderlichen operativen Umstrukturierungen und Aufbaukosten für ein zweites Büro in München haben unerwartete Defizitsituationen in Bestandsprojekten ein weiteres Jahr zu einem erhöhten Jahresfehlbetrag geführt. Die Potentiale der übrigen Ingenieurgesellschaften der Gruppe zusammen mit denen der Gesellschaft im Hinblick auf Kompetenzen, Netzwerke, Know-How und Prozesse lassen mittelfristig jedoch einen positiven Ergebnisbeitrag nach einer erfolgreichen Restrukturierung zum Konzernergebnis erwarten. Die intecplan Essen GmbH & Co. KG konnte an die Entwicklungen des vorherigen Geschäftsjahres nicht ganz anschließen, das Geschäftsjahr aber mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis beenden. Die LIST Invest GmbH & Co. KG sowie die LIST Ingenieure GmbH & Co. KG haben mit ihrer konzerninternen Arbeit erheblich zum Konzernerfolg in 2022 beigetragen.

Umsätze mit Dritten erzielen beide Gesellschaften kaum. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde die Dienstleistung rund um das Thema nachhaltige Immobilien von der LIST AG in die LIST Eco GmbH & Co. KG ausgelagert. Als Spezialistin zum Thema Nachhaltigkeit entwickelt die LIST Eco GmbH & Co. KG ganzheitliche Nachhaltigkeitskonzepte für EU-Taxonomie konforme Immobilien und Quartiere.Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat die Gesellschaft durch Kosten für den Unternehmensaufbau einen Verlust in niedriger sechsstelliger Höhe ausgewiesen. Die LIST AG als Holding- und Dienstleistungsgesellschaft profitierte von der soliden geschäftlichen Entwicklung ihrer Tochterunternehmen. Die positive Entwicklung spiegelt sich insgesamt auch in den Ergebnisprognosen der laufenden Projekte für das Geschäftsjahr 2023 wider. Im Geschäftsjahr 2022 haben sich Risiken des Generalübernehmergeschäfts (z.B. Kostenüberschreitungen oder Streitigkeiten über die Bauausführung) mit Ausnahme des genannten Projektes in München nicht in wesentlichem Umfang realisiert, so dass das Konzernergebnis im Übrigen von solchen Belastungen frei ist. Erfreulich gut entwickelte sich der Auftragseingang im Geschäftsjahr 2022 trotz der schwierigen Situation aufgrund des Krieges in der Ukraine und dessen Folgen auf dem Beschaffungsmarkt, der Zinsentwicklung und der Inflation. Die Auftragsbestände sind zum Ende des Geschäftsjahres hoch und die Gesellschaften der Gruppe sind auf dieser Basis weitestgehend ausgelastet. Dies gilt insbesondere für die Segmente Bau als Generalübernehmer bezogen auf das Geschäftsjahr 2023. Selbstredend gilt es gleichwohl, die Akquisitionstätigkeiten mit dem Fokus auf für die LIST Gruppe interessante Projekte und Kunden fortzuführen.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns

a) Ertragslage

Der insgesamt erreichte Konzernumsatz in Höhe von 447,2 Mio. € sowie die Gesamtleistung von 485,0Mio. € stellt für den Konzern erneut einen Spitzenwert dar. Die Umsatzrealisierung ist dabei stark geprägt von den einzelnen Projektabschlüssen im Rahmen der bilanziellen Anwendung der so genannten completed-contract Methode.

Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich mit 5,3 Mio. € etwas über dem Niveau des Vorjahres (3,9 Mio. €). Ursächlich für den Ausweis ebendieser sind insbesondere Erstattungen für Versicherungsschäden auf Baustellen, Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an das operative Management sowie regelmäßige Komponenten wie z.B. Erlöse aus Sachbezügen, wobei der Anstieg wesentlich auf den mehr als 1,5 Mio. € ausmachenden Erträgen aus Verkäufen von Minderheitsbeteiligungen, die sich aus der Entkonsolidierung der Anteile ergeben, basiert.

Die Rohergebnismarge (vor sonstigen betrieblichen Erträgen) konnte mit 16,9 % nicht das Niveau der Vorjahre erreichen. Anzumerken ist hier, dass die Aussagekraft der Entwicklung dieser Größe begrenzt ist. So hängt die Materialeinsatzquote mit dem Verhältnis von Umsatz zu Bauleistung und mit dem Mix der realisierten Objekte zusammen und kann bereits hierdurch größeren Veränderungen unterliegen. Festgehalten werden kann gleichwohl, dass es der LIST Gruppe trotz der geopolitischen Gegebenheiten und deren Auswirkungen auf die Bauwirtschaft gut gelungen ist, die konkret vorhandenen Preissteigerungen für Nachunternehmerleistungen und Baustoffe weitgehend zu kompensieren. Der Personalaufwand ist um knapp 7 Mio. € auf 49,0 Mio. € gestiegen, was zu einer Personaleinsatzquote in Relation zur Gesamtleistung von 10,1 % (Vorjahr 11,5 %) führt. Der absolute Anstieg ist auf einen Personalaufbau durch organisches Wachstum und daneben auf Lohnerhöhungen zurückzuführen. Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter lag im Geschäftsjahr 2022 bei 572 (2021: 499). Die Abschreibungen sind gegenüber dem Vorjahr geringfügig von 1,0 auf 1,1 Mio. € gestiegen, was durch weitere Investitionen in neue Hard- und Softwareausstattung sowie dem Aufbau neuer Standorte bedingt ist. Die Abschreibungen haben allerdings wie bisher keine nennenswerte Bedeutung für die Ertragslage des Konzerns. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten mit 25,4 Mio. € in Relation zur Steigerung der Gesamtleistung leicht gegenüber dem Vorjahr (2021: 20,2 Mio. €) gesenkt werden. Der Anstieg in absoluten Zahlen wäre spürbar geringer ausgefallen, wenn für das genannte Bauprojekt in München und die Neubewertung der Risikolage in einem Alt-Gewährleistungsfall nicht Aufwendungen für Risikovorsorgen von etwas mehr als 5,0 Mio. € zu tätigen gewesen und Wertberichtigungen für Forderungen gegen nicht vollkonsolidierte Tochterunternehmen in mittlerer sechsstelliger Höhe nicht vorzunehmen gewesen wären. Der Zinsaufwand wurde mehr als halbiert. Er hängt fast ausschließlich mit dem Projektentwicklungsgeschäft zusammen. Aufgrund der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ausgehend von der Corona-Pandemie und der Ukraine-Krise wurde das Projektentwicklungsgeschäft planmäßig aufgrund von Risikoüberlegungen reduziert, welches sich entsprechend beim Zinsaufwand bemerkbar macht. Zinserträge haben weiterhin eine geringe Bedeutung für den Konzern, konnten nun mit 0,5 Mio. € aber in wahrnehmbarer Größenordnung generiert werden. Das in der Konzernsteuerung besonders betrachtete Vorsteuerergebnis (Jahresergebnis vor Ertragsteuern und sonstigen Steuern) konnte mit 10,1 Mio. € nicht an dem guten Wert des Vorjahres von 16,3 Mio. € anknüpfen. Auch die EBT-Rendite (EBT im Verhältnis zum Umsatz) von 2,1 % konnte den Wert des Vorjahres mit 4,2 % ebenfalls nicht halten.

Aus Sicht des Vorstandes ist das wirtschaftliche Ergebnis vor dem Hintergrund der Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den Auswirkungen des Ukraine-Krise auf die heimische (Bau-) Wirtschaft durch Lieferschwierigkeiten, einer sehr hohen Inflation und einer starken Erhöhung der Zinslandschaft zum Ende des Geschäftsjahrs trotzdem als gut zu bezeichnen. Nach Abzug der Ertragsteuern und der sonstigen Steuern (insbesondere Grunderwerbsteuer) wurde ein Konzernjahresüberschluss von 5,1 Mio. € (Vorjahr: 10,1 Mio. €) erreicht, von dem 0,9 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) auf Minderheitsgesellschafter entfielen.

b) Vermögens- und Finanzlage

Die Gruppe verzeichnet auch zum 31. Dezember 2022 eine aus Sicht des Vorstandes uneingeschränkt solide Vermögenslage. Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich dabei von 164,4 Mio. € auf 196,0 Mio. €. Ursächlich hierfür ist zunächst die Zunahme der im Bau befindlichen Projekte im Bereich des Generalübernehmerbaus. Die unfertigen Projekte des Projektentwicklungssegmentes wurden etwas unter dem Niveau des Vorjahres bilanziert. Insgesamt stieg das Vorratsvermögen von 64,6 Mio. € auf 70,6 Mio. €. Von nur geringer Bedeutung für den Konzern ist das immaterielle und materielle Anlagevermögen, das sich investitionsbedingt erhöht hat. Die vorgenommenen Investitionen lagen bei rund 1,3 Mio. €. Weiter ursächlich für die Bilanzsummenanstieg sind Ausleihung im Rahmen von Geschäftspartnerschaften, in Höhe von 5,2 Mio. € und an ein nicht konsolidertes Tochterunternehmen von 1,3 Mio. €. Das Engagement in Beteiligungsunternehmen in Form von Eigenkapital wurde um 0,3 Mio. € erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgenstände sind in Summe spürbar um 17,3 Mio. € auf 40,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und damit der dritte Erklärungsgrund für den Bilanzsummenanstieg. Hier ist vor allem ein erhöhter Bestand an Kundenforderungen ursächlich, was wiederum vor allem auf Stichtagseffekte zurückzuführen ist. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten neben Steuerrückforderungen u.a. Forderungen aus dem genannten Verkauf von Anteilen an Minderheitsgesellschafter. Der Bestand der Bankguthaben in Höhe von 74,1 Mio. € konnte zum Vorjahr leicht gesteigert werden und ist vor allem Ausdruck der soliden Ergebnisse des operativen Geschäftes. Die Rechnungsabgrenzungsposten und aktiven latenten Steuern sind gegenüber dem Vorjahr nicht erheblich verändert. Die Reduktion der aktiven latenten Steuern hat vor allem mit geringeren Zwischenergebnissen im Konzern zu tun. Auf der Passivseite prägt zunächst der thesaurierungs- und gewinnbedingte Anstieg des Eigenkapitals das Bild.

Das Konzerneigenkapital liegt nun bei 30,9 Mio. € (Vorjahr 28,0 Mio. €), die Konzerneigenkapitalquote bei 15,8 % (Vorjahr: 17,0 %). Die Rückstellungen betragen 98,7 Mio. € (Vorjahr 68,7 Mio. €). Im Detail haben sich die Steuerrückstellungen um 1,0 Mio. € und die Pensionsrückstellungen um 0,3 Mio. € verringert und die sonstigen Rückstellungen um 30,7 Mio. € erhöht. Prägend für die Rückstellungen sind unverändert die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Nachunternehmern. Die Bilanzierungsweise des Konzerns bedingt dabei, dass solche Rückstellungen ggf. auch bereits gebildet werden, bevor der Nachunternehmer rechtlich zur Stellung einer finalen Schlussrechnung berechtigt ist. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind moderat auf 33,5 Mio. € insbesondere durch die Verkäufe von Projekten des Bereichs Projektentwicklung und entsprechende Rückführung der zugehörigen Bankverbindlichkeiten gesunken. Bankfinanzierungen nimmt der Konzern bisher nahezu ausschließlich im Bereich der Projektentwicklung in Anspruch. Um 0,3 Mio. € auf 8,2 Mio. € sind die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gesunken. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind 10,1 Mio. € Mezzaninekapital für Projektentwicklungsfinanzierungen enthalten. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten von 23,5 Mio. € auf 24,8 Mio. € geht insbesondere auf erhöhte Umsatzsteuerverbindlichkeiten zurück. Der Konzern finanziert sich im GU-Bau-Geschäft in erster Linie über Kundenanzahlungen und im Projektentwicklungsgeschäft vornehmlich über Bankdarlehen. Daneben tragen das Eigenkapital und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (inklusive der in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen) wesentlich zur Finanzierung bei. Im Projektentwicklungsgeschäft wird die Finanzierung außerdem über Nachrangdarlehen von Nicht-Kreditinstituten (Mezzaninekapital) unterstützt. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit fiel im Geschäftsjahr 2022 mit 15,9 Mio. € im Vergleich zum Vorjahr (61,7 Mio. €) wesentlich geringer als. Ursächlich für den Rückgang sind vor allem Effekte im Working Capital, das deutlich mehr Liquidität als im Vorjahr zum Stichtag bindet. Der Cashflow der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2022 6,0 Mio. € (Vorjahr: -48,5 Mio. €). Rückzahlungen und Aufnahmen von Finanzierungsmitteln sind anders als im Vorjahr nun in ähnlicher Größenordnung angefallen. Daneben sind eine Ausschüttung von 1,2 Mio. € und Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter in Höhe von 1,1 Mio. € sowie Zinszahlungen angefallen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag bei -6,8 Mio. € und fiel vor allem aufgrund der genannten Ausleihungen deutlich höher als im Vorjahr aus.

Der Gesamt-Cashflow des Geschäftsjahres lag bei 3,1Mio. € (Vorjahr: +11,8 Mio. €). Insgesamt war die Liquidität der LIST Gruppe im Geschäftsjahr 2022 zu jeder Zeit komfortabel.

c) Zusammenfassende Beurteilung des Vorstands

In der zusammenfassenden Gesamtbetrachtung kommt der Vorstand zu dem Ergebnis, dass das Geschäftsjahr 2022 insbesondere vor den Hintergrund der zuvor beschriebenen Auswirkungen des Ukraine-Konfliktes auf dem Beschaffungsmarkt, der hohen Inflation und die sich ändernden Zinslandschlaft als erfolgreich zu bezeichnen ist, auch wenn die für das Geschäftsjahr gesetzten, an die Geschehnisse im Frühjahr 2022 angepassten wirtschaftlichen Ziele zwar beim Umsatz und der Gesamtleistungen, bei der zentralen Größe Ergebnis vor Steuern aber nicht ganz erreicht wurden. Trotz des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldes konnte das sehr hohe Bau- und Projektvolumen des Geschäftsjahres mit erfreulich hoher Effizienz sowie Zielerreichung und Termintreue bewältigt werden. Für diese erfolgreiche Leistung gilt der besondere Dank des Vorstandes den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe, die ein weiteres Jahr unter schwierigen volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen professionell und engagiert zum positiven Konzernergebnis beigetragen und sich solidarisch und loyal zu unserer Unternehmensgruppe verhalten haben. Vorgänge von besondere Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind jenseits des bereits berichteten Wechsel im Vorstand und Aufsichtsrat nicht eingetreten.

IV. Chancen- und Risikobericht

a) Risikomanagementziele und -methoden

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns hängt neben verschiedenen Geschäftschancen untrennbar auch mit verschiedenen Risiken zusammen, denen es Rechnung zu tragen gilt. Der Vorstand ist bestrebt, die Risikoposition des Konzerns auf ein akzeptables Niveau zu begrenzen. Wo möglich werden dazu z.B. vertragliche Gestaltungen genutzt oder Versicherungen abgeschlossen. Für große Bau- oder Entwicklungsprojekte bestehen besondere konzerninterne Genehmigungserfordernisse. Der Überwachung der wirtschaftlichen Situation dienen außerdem die Konzernunternehmensplanung (Budget) und deren dediziertes Monitoring. Wesentliche Risiken des Konzerns liegen im Bau-Projektgeschäft. Für alle Projekte führen wir ein dezidiertes und kontinuierliches Projektcontrolling durch. Hierdurch können Fehlentwicklungen zeitnah erkannt und Maßnahmen zur Korrektur eingeleitet werden.

Einen Großteil unserer Forderungen aus Bauprojekten finanzieren wir durch Abschlagszahlungen und Anzahlungen unserer Kunden, wodurch wir unser Finanzierungsvolumen und die Abhängigkeit von Banken sowie das Risiko eines Forderungsausfalls (Vorfinanzierungsrisiko) begrenzen. Um gerichtliche (Bau-) Prozesse, die in der Regel auf technisch und juristisch sehr komplexen Sachverhalten beruhen und neben einer hohen Zeit- und Kostenintensität risikoreich und nur schwer prognostizierbar sind, möglichst zu vermeiden, sind die Generalübernehmer der LIST Gruppe zum Abschluss von Adjudikationsvereinbarungen mit den Kunden grundsätzlich verpflichtet. Die Datensicherheit der IT ist gewährleistet. Die Architektur und Sicherheitsstandards des Datennetzes entsprechen nach Einschätzung des Vorstands und des Bereichsleiters IT dem aktuellen Stand der Technik und werden kontinuierlich weiterentwickelt.

b) Risiken und Chancen der künftigen Entwicklung

Chancen

Ziel der LIST Gruppe ist es, dem Kunden vollumfassend und aus dem gesamten Dienstleistungsspektrum in Bezug auf Immobilienprojekte Lösungen anzubieten. Dem kommen insbesondere Netzwerkeffekte zugute, die des Weiteren dem Konzern die Gelegenheit bietet, auch künftig hochqualifiziertes Personal zu rekrutieren und langfristig zu binden. Beide Ziele - Ausbau des Leistungskatalogs sowie die Schaffung anhaltender Beziehungen zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern - wurden zuletzt durch die Gründung der LIST Eco GmbH & Co. KG unterstützt, welche als Spezialistin im Bereich nachhaltige Immobilien agiert. Die Konzernführung erkennt in der Fokussierung auf Nachhaltigkeit enormes Entwicklungspotenzial. Hierzu stellt sie umwelt- und sozialverträgliches Handeln in den Mittelpunkt. Durch die Ausgestaltung der eigenen Prozesse zum einen als auch die Erweiterung des Angebotsportfolios sowie die Ausrichtung ebendieses auf Nachhaltigkeitsaspekte zum anderen sollen diese Potenziale gehoben werden, um einen Beitrag bei der Transformation hin zu einer nachhaltigen Wirtschaft leisten zu können und ökologische, soziale und ökonomische Ziele zu vereinen.

Zu diesem Zweck baut die LIST Gruppe Kompetenzen und Kapazitäten in diesem Bereich weiter massiv aus, um dem Kunden die für ihn passenden nachhaltigen Produkte anbieten zu können, aber auch um die eigenen Prozesse auf dem Prüfstand zu stellen. Neben Neubauten liegen hier auch im Bereich der Sanierung bzw. Entwicklung von Bestandsbauten interessante Marktpotentiale.

Zudem erkennt das Management unverändert in der Digitalisierung der Baubranche erhebliche wirtschaftliche Chancen, da diese insbesondere in Kombination mit dem gewachsenen Angebotsspektrum der LIST Gruppe und der Nachfrage nach nachhaltigerem Bauen eine Schlüsselrolle zukommt. Durch die strikte Umsetzung von Investitionen in Teams, IT und Prozessen in den vorgenannten strategisch enorm wichtigen Bereichen Nachhaltigkeit und Digitalisierung möchte die Geschäftsführung eine starke Anziehungskraft bei potenziellen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen sowie Kunden erzielen, um das Unternehmen zukunftssicher aufzustellen. In den Segmenten großer Bestandsimmobilien sind die Umsätze der LIST Gruppe im konzerninternen Vergleich bisher moderat. Insoweit bietet ein Ausbau des Bereiches Bauen im Bestand Wachstumspotentiale.

Risiken

Das Management der LIST Gruppe erkennt für die künftige Geschäftsentwicklung folgende Risiken von besonderer Bedeutung:

Konjunktur-/Finanzmarktrisiken

Risiken für die zukünftige Entwicklung liegen selbstredend zunächst in externen Störfaktoren wie der konjunkturellen Entwicklung, insbesondere der Investitionskonjunktur, oder z.B. verschuldungsbedingten Verwerfungen im internationalen Finanzsystem sowie geopolitischen Spannungen. Bei einer nachhaltigen Verschlechterung solcher Rahmendaten - z.B. durch eine Eskalation in den Beziehungen zu China - und einer weiteren Erhöhung bzw. nachhaltigen Fortsetzung des bereits aktuell erreichten Zinsniveaus kann dies zu einer geringeren Investitionsbereitschaft unserer Kunden führen. Der russische Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 und die anschließenden politischen Sanktionen führten zu wesentlichen wirtschaftlichen Unsicherheiten in einem bereits pandemiebedingt angespannten Marktumfeld. Die damit einhergehenden steigenden Rohstoffpreise zeigten eine inflationstreibende Wirkung, insbesondere im Bereich Energie. Die Maßnahmen der Europäischen Zentralbank zur Eindämmung der Preissteigerungen, vor allem die endgültige Einleitung einer Zinswende am Kapitalmarkt, haben bereits im Berichtsjahr einen negativen Einfluss auf die Erwartungshaltung an erzielbaren Renditen im Immobiliensektor gezeigt. Angesichts der unverändert hohen Inflationserwartungen für 2023 können die ebenso höheren Zinssätze die wirtschaftliche Realisierbarkeit von Bauprojekten unserer Kunden beeinträchtigen. Aufgrund der gegenwärtig jedoch guten Auftragslage wird sich diese Entwicklung auf die LIST Gruppe eher mittelfristig auswirken.

Ebenso ist die proaktive Kommunikation mit den Bauherren zur Abfederung vorgenannter Risiken ein eingesetztes Instrument. Die derzeit vieldiskutierte so genannte Heizwende ist noch nicht in allen Details definiert. Eine weitere Erhöhung der Anforderungen an die Energieeffizienz von Neubauten ist in der Diskussion. Es bleibt abzuwarten, wie die politischen Vorgaben das Nachfrageverhalten für Neubauten und die Ertüchtigung von Bestandsimmobilien beeinflussen werden.

Beschaffungsrisiken

Unter diesem Risiko lassen sich zum einen Gefahren aus Lieferengpässen von Materialien als auch aus der mangelnden Verfügbarkeit von qualifizierten und zuverlässigen Nachunternehmern und zum anderen die Gefahr von unverhältnismäßigen Preisanstiegen verstehen. Bereits in den letzten beiden Jahren sah sich die LIST Gruppe mit diesen Risiken bedingt durch die Corona-Pandemie, geopolitischer Entwicklungen sowie einer grundsätzlichen Veränderung des Zinsniveaus konfrontiert. Durch die weitere Stärkung der langfristigen und partnerschaftlichen Beziehungen zu Nachunternehmern und Lieferanten sollen Kosten- und Mengenrisiken weiter begrenzt werden. Zur Risikobegrenzung im Verhältnis zu unseren Kunden streben die Gesellschaften der LIST Gruppe für jedes Projekt individuelle vertragliche Regelungen in Hinblick auf eine schwer zu kalkulierende Preisentwicklung sowie Lieferschwierigkeiten aufgrund globaler Lieferabhängigkeiten bei geopolitischen negativen Einflüssen an. Eine Absicherung von Beschaffungsrisiken durch Derivate wird bisher nicht betrieben. Sowohl das Projektkostenrisiko als auch das Projektterminrisiko ist in besonderer Weise mit dem Risiko von Nachunternehmer-Ausfällen verbunden. Wir wählen unsere Nachunternehmer deshalb sehr sorgfältig aus und legen großen Wert auf deren Bonität. Nichtdestotrotz kann eine Nachunternehmerinsolvenz z. B. zu erheblichen Projektverzögerungen führen.

Kundenrisiken

Die Kernrisiken des Konzerns ergeben sich aus den durchgeführten Bauprojekten. Zu nennen sind hier vor allem Kostenüberschreitungsrisiken, Terminüberschreitungsrisiken (Pönalisierung), bautechnische Risiken und Schlechtleistungs- bzw. Gewährleistungsrisiken einschließlich diesen häufig nachfolgenden rechtlichen Auseinandersetzungen. Selbstredend ist auch die Bonität unserer Kunden ein wichtiger Risikofaktor, den es zu beherrschend gilt, insbesondere wenn die Kunden ihrerseits Projektgesellschaften für die Projektumsetzung auf ihrer Seite einsetzen.

In der Immobilienprojektentwicklung kommen für den Konzern außerdem das Vermarktungsrisiko der geschaffenen Flächen und ein zusätzliches Realisierungsrisiko einschließlich der bewussten Entscheidung für Projektabbrüche hinzu. Auch Risiken nach dem Projektabschluss wie z.B. gewährte Mietgarantien sind hier in die Betrachtung einzubeziehen. Wenngleich die getroffene Risikovorsorge in Form von Rückstellungen und Wertberichtigungen grundsätzlich als ausreichend betrachtet wird, besteht in Zusammenhang mit dem erläuterten Projektabbruch in München aktuell eine Situation, in der die sachgerechte und ausreichende Risikovorsorge erhöhten Unsicherheiten unterliegt, so dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass die getroffene Risikovorsorge zukünftig anzupassen ist.

Personalrisiken

Risiken wie z. B. Fluktuation, Altersstruktur, fehlende Qualifikation oder Fachkräftemangel beobachten wir und begegnen ihnen unter anderem mit aktiven Personalentwicklungsprogrammen sowie einem verstärkten Personalmarketing, das die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für die Unternehmen des Konzerns gewinnen und sie langfristig binden soll. Systemrelevante Abhängigkeit besteht weder bei einzelnen Kunden noch bei einzelnen Lieferanten. Wechselkursrisiken unterliegt der Konzern nicht. Konkreten Zinsänderungsrisiken unterliegt der Konzern in Bezug auf die derzeit genutzten Bankdarlehen und Nachrangdarlehen von Dritten nur begrenzt, weil die Darlehen in der Regel mit festen Zinskonditionen versehen sind. Gleichwohl bleibt durch die aktuell hohen Inflationsraten in Europa das Risiko steigender Finanzierungskosten für die Projektentwicklungssparte, da Zinssteigerungen durch die EZB auch im Laufe des Jahres 2023 zu erwarten sind. Vor diesem Hintergrund unterliegt der Konzern in beiden großen Geschäftsbereichen auch den Rückwirkungen steigender Zinsen auf die Immobiliennachfrage und die Immobilienpreise, wohlgleich durch Zinssteigerungen eine Abflachung der Baupreisentwicklung zu erwarten ist. Der Ausgang gerichtlicher Auseinandersetzungen, in die Gesellschaften des Konzerns involviert sind, lässt sich naturgemäß nur schwer prognostizieren. Wir gehen aber davon aus, dass wir im Rahmen der Evaluation der Verfahren ausreichend bilanzielle Vorsorge für alle bestehenden Prozessrisiken getroffen haben. Gleichwohl verbleibt ein darüberhinausgehendes Risiko aus Rechtsstreitigkeiten. Das Engagement der LIST Gruppe in Form von Ausleihung geht mit dem Risiko von Wertberichtigungen und Zahlungsausfällen einher, die auch durch sorgfältige Auswahl und Begleitung der Engagements nicht vollständig vermieden werden können.

Einzelne Risiken, die für sich genommen oder gemeinsam den Bestand des Konzerns gefährden können, existieren aus Sicht des Vorstandes mit hinreichender Sicherheit derzeit nicht bzw. sind nicht erkennbar. In der Gesamtbetrachtung der Risikolage kommt der Vorstand zu der Einschätzung, dass die Risikopotenziale den Konzern trotz externer, teils nicht beeinflussbarer Effekte, im Geschäftsjahr 2023 nicht massiv treffen werden, und sich die Gesamtrisikosituation damit kurzfristig gegenüber dem Vorjahr wenig verändert hat. Die wirtschaftlichen Folgerisiken aus der Corona-Pandemie und die bislang nicht abschließend abschätzbaren Risiken aus der weiteren Entwicklung des Ukrainekriegs sorgen jedoch verstärkt für erhöhte Wachsamkeit und einem vorausschauenden unternehmerischen Handeln. Wenngleich die konkrete Pandemie-Lage nunmehr wohl endgültig überwunden ist. Auch das Hinzutreten einer tiefgreifenden wirtschaftlichen und langanhaltenden Rezession als Ausfluss geopolitischer Umwälzungen oder finanzmarktwirtschaftlicher Ungleichgewichte darf nicht unterschätzt werden und würde auch die LIST Gruppe unweigerlich treffen. Damit sind reduzierte Geschäftsaussichten und erhöhte Risiken der Geschäftstätigkeit verbunden. Vor allem die Zinswende und die wohl länger als bisher erhofft benötigende Normalisierung der Beschaffungsmarktsituation bedeuten aus Sicht des Vorstandes für die LIST Gruppe mittelfristig betrachtet weiterhin ein höheres Risikoniveau als vor dem Auftreten der Corona Pandemie und dem Kriegsausbruch in der Ukraine.

V. Prognosebericht

a) Gesamtwirtschaft und Branchenentwicklung

Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen schätzt die konjunkturelle Lage im Jahr 2023 als unverändert angespannt ein. Insbesondere die anhaltend hohe Inflation und die dadurch bedingten Kaufkraftverluste stellen für die Wirtschaftsentwicklung eine große Belastung dar. Gepaart mit schlechteren Finanzierungsbedingungen und der sich nur langsam erholenden Auslandsnachfrage prognostizieren die Wirtschaftsweisen ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes von 0,2 % für 2023 und von 1,3 % für das Folgejahr. Nach Meinung der Expertengruppe dürfte die Inflation ihren Höhepunkt zwar bereits im Herbst 2022 überschritten haben, dennoch wird mit einer Inflationsrate von 6,6 % im Jahr 2023 gerechnet. Vor allem gestiegene Verbraucherpreise und zu erwartende Lohnsteigerungen dürften die Inflation unverändert hochhalten. Aufgrund der verzögerten Wirkung der geldpolitischen Maßnahmen der EZB zur Bekämpfung der Inflation dürfte aber mit einem - wenn auch langsamen - Rückgang zu rechnen sein.

So wird für das Jahr 2024 noch eine Inflationsrate von 3,0 % erwartet. Die straffe Geldpolitik der EZB, insbesondere die Reduzierung ihrer Anleihebestände und die deutliche Erhöhung ihrer Leitzinsen, sorgt für hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten und verschlechtert die Finanzierungsbedingungen für Privathaushalte und Unternehmen. Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie prognostiziert einen Rückgang des baugewerblichen Umsatzes im Bauhauptgewerbe von 6,0 %. Besonders für den Wohnungsbau trägt hierzu mit einem Umsatzrückgang von 9,0 % bei, während die Bereiche Wirtschaftsbau und Öffentlicher Bau mit Rückgängen von 4,0 % bzw. 5,0 % rechnen müssen.

b) Eigene Entwicklung

Hierauf aufbauend fußt die voraussichtliche Entwicklung auf den Aussichten für die einzelnen Konzerngesellschaften. Die unverändert hohen Auftragsbestände der LIST Bau Nordhorn GmbH & Co. KG werden auch im laufenden Geschäftsjahr zu einer Bauleistung in ähnlicher Größenordnung wie im Vorjahr führen, wenngleich der Rekordwert aus 2022 nicht ganz erreicht wird. Die Gesellschaft rechnet mit einer Bauleistung von rund 250,0 Mio. € und einer deutlich besseren Rendite. Auch die LIST Bau Bielefeld GmbH & Co. KG wird die Betriebsleistung auf einem ähnlich Niveau im Geschäftsjahr 2023 halten können. Der geplante Jahresüberschuss liegt jedoch leicht unter dem Wert des Vorjahres. Die Bauleistung der LIST Bau Rhein-Main GmbH & Co. KG wird sich nach dem überdurchschnittlichen Ergebnis im Jahr 2022 wieder auf ein unverändert gutes Niveau der Vorjahre konsolidieren, wenngleich ein geringerer Jahresüberschuss zu erwarten ist. Für die LIST Bau München GmbH & Co. KG wird eine leicht rückläufige Bauleistung erwartet. Verbunden mit einer konservativen Bewertung eines nicht durch die Gesellschaft zu vertretenen negativen Projektverlaufs erzielt die Gesellschaft voraussichtlich kein nennenswertes Jahresergebnis. Geplante Akquisitionsaktivitäten der LIST BiB Bielefeld GmbH & Co. KG sind der wesentliche Grund für eine prognostizierte Bauleistung von rund 38,0 Mio. €, was einer deutlichen Steigerung im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Auch der Jahresüberschuss wird planmäßig deutlich positiver ausfallen. Die LIST Develop Commercial GmbH & Co. KG wird im Jahr 2023 planmäßig mehr Projekte fertigstellen als im Vorjahr. Aufgrund der schwierig zu kalkulierenden Baukosten werden neue Projekte teilweise verschoben, um die weiteren Auswirkungen der Ukrainekrise sowie die Zinsentwicklung zu beobachten. Die Geschäftsleitung geht trotzdem von einem positiven, verbesserten Ergebnis im laufenden Geschäftsjahr aus.

Für die intecplan integrierte technische Planung GmbH erwartet der Konzern im Geschäftsjahr eine Gesamtleistung unterhalb des Niveaus des Vorjahres und einen nochmals moderat negativen Beitrag zum Konzernergebnis, da die Restrukturierung der Gesellschaft voraussichtlich erst gegen Ende des Jahres 2023 beendet werden kann. Für die intecplan Essen GmbH & Co. KG wird in 2023 ein wieder gesteigertes Ergebnis angestrebt. Für die zusammenfassende Betrachtung dieser Teilprognosen ist zunächst anzumerken, dass das Projektgeschäft bereits rechnungslegungsseitig aufgrund der Anwendung der so genannten completed-contract-Methode Schwankungen unterliegt. Daneben ist es dem Projektgeschäft immanent, dass der Projektfortschritt weniger zuverlässig prognostiziert werden kann als bei der stationären Industrie. Lieferschwierigkeiten und sich daraus ergebene Produktionsverschiebungen sind durch die aktuelle Lage in Europa ebenfalls nur schwer prognostizierbar. Aus diesem Grund ist eine Planung für unsere Geschäftstätigkeit nur in Bandbreiten möglich, da sich kundenspezifische Sachverhalte oder äußere Einflüsse nicht oder nicht vollständig a priori steuern lassen. Bei weitestgehend ungestörtem Geschäftsverlauf, z.B. also auch keiner wesentlichen Beeinträchtigung von Baustellen durch den Krieg in der Ukraine einschließlich beherrschbar bleibenden Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten, plant der Vorstand für 2023 mit einem Ergebnis vor Steuern (EBT) und Konzernjahresüberschuss, welche leicht oberhalb des Niveaus des Geschäftsjahres 2022 liegen werden. Der Konzernumsatz sowie die Gesamtleistung werden aufgrund der guten Auftragslage oberhalb von 500,0 Mio. € erwartet. Insgesamt betrachtet der Vorstand den LIST-Konzern als gut aufgestellt für eine weitere positive und nachhaltige Konzernentwicklung.

 

Nordhorn, 23. Mai 2023

LIST AG

gez. Dirk Rehaag, Vorstandsvorsitzender

gez. Markus Figenser, Vorstand Finanzen

gez. Dirk Schaper, Vorstand Engineering und Digitalisierung

Konzernbilanz

Aktiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen 9.724.047,87 3.099.355,11
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.128.846,18 1.424.124,23
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 0,00 120.860,02
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 477.587,00 558.968,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 651.259,18 744.296,21
II. Sachanlagen 1.731.133,13 1.544.354,56
1. technische Anlagen und Maschinen 6.885,00 8.407,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.724.248,13 1.535.947,56
III. Finanzanlagen 6.864.068,56 130.876,32
1. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 22.500,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 1.334.000,00 0,00
3. Andere Beteiligungen 282.597,53 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 5.224.971,03 105.876,32
B. Umlaufvermögen 184.871.952,54 159.479.899,13
I. Vorräte 70.603.413,48 64.612.575,87
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 220.228,43 336.409,68
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 280.627.087,03 242.893.187,70
3. geleistete Anzahlungen 2.241.670,35 1.505.856,00
4. erhaltene Anzahlungen 212.485.572,33 180.122.877,51
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 40.209.046,82 22.926.828,44
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 33.904.418,93 16.749.243,92
2. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen und Beteiligungsunternehmen 0,00 1.000.000,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 6.304.627,89 5.177.584,52
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 74.059.492,24 71.940.494,82
C. Rechnungsabgrenzungsposten 434.326,15 413.501,04
D. Aktive latente Steuern 1.008.020,96 1.441.260,78
Bilanzsumme, Summe Aktiva 196.038.347,52 164.434.016,06

Passiva

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital 30.879.742,79 28.024.629,50
I. Grundkapital 636.000,00 636.000,00
II. Kapitalrücklagen 1.505.826,53 1.505.826,53
III. Gewinnrücklagen 1.709.997,18 1.807.598,72
1. satzungsmäßige Rücklagen 459.789,94 459.789,94
2. andere Gewinnrücklagen 1.250.207,24 1.347.808,78
IV. Konzernbilanzgewinn 27.027.919,08 24.075.204,25
B. Rückstellungen 98.652.940,13 68.684.335,51
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 646.456,00 370.367,00
2. Steuerrückstellungen 5.816.382,85 6.810.434,37
3. sonstige Rückstellungen 92.190.101,28 61.503.534,14
C. Verbindlichkeiten 66.505.664,60 67.725.051,05
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 33.506.648,70 35.769.070,65
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.215.758,54 8.502.146,73
3. sonstige Verbindlichkeiten 24.783.257,36 23.453.833,67
davon aus Steuern 9.929.876,00 7.905.497,18
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 115.825,44 161.500,87
Bilanzsumme, Summe Passiva 196.038.347,52 164.434.016,06

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 447.204.034,39 385.150.485,77
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 37.744.888,97 -19.120.126,99
3. sonstige betriebliche Erträge 5.293.130,45 3.920.433,82
4. Materialaufwand 402.938.661,67 285.880.586,74
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 28.839.357,76 12.369.930,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 374.099.303,91 273.510.655,82
5. Personalaufwand 49.020.239,14 42.034.082,80
a) Löhne und Gehälter 42.555.212,04 36.583.571,44
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.465.027,10 5.450.511,36
davon für Altersversorgung 159.259,68 91.291,17
6. Abschreibungen 1.130.787,58 1.030.815,27
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.130.787,58 1.030.815,27
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 25.399.754,67 20.233.529,76
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 478.977,68 7.267,91
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2.172.118,03 4.447.378,10
10. Steuern vom Einkommen und Ertrag 4.835.226,78 5.968.446,30
11. Ergebnis nach Steuern 5.224.243,62 10.363.221,54
12. sonstige Steuern 88.831,53 290.985,08
13. auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 898.195,66 2.227.194,45
14. Konzernjahresüberschuss 4.237.216,43 7.845.042,01

Ergebnisverwendung

1.1.2022 - 31.12.2022 1.1.2021 - 31.12.2021
EUR EUR
14. Konzernjahresüberschuss 4.237.216,43 7.845.042,01
15. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 1.176.000,00 1.176.000,00
16. Gewinnvortrag auf neue Rechnung (soweit nicht Aktiengesellschaft) -23.966.702,65 -17.406.162,24
17. Konzernbilanzgewinn 27.027.919,08 24.075.204,25

Konzernkapitalflussrechnung

2022 2021
Tsd.€ Tsd.€ Tsd.€ Tsd.€
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit:
Konzernjahresüberschuss einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter
5.135 10.072
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.131 1.031
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 30.963 11.896
+/- Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind
-24.335 28.677
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.860 4.470
+/- Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -23 117
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 1.693 4.440
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 4.835 5.968
+/- Ertragsteuerzahlungen -5.396 -4.996
+/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen, Erträge und Sachverhalte 0 0
10.728 51.603
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
(Übertrag) 15.863 61.675
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
15.863 61.675
Cashflow aus der Investitionstätigkeit
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -153 -424
+ Einzahlungen aus Desinvestitionen im Sachanlagevermögen 18 25
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -982 -1.049
+ Einzahlungen aus Entkonsolidierungen ohne Statusänderung 488 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -6.615 -25
+ Einzahlungen aus Desinvestitionen im Finanzanlagevermögen 0 25
+ Erhaltene Zinsen 479 7
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.766 -1.441
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
- Ausschüttungen an Gesellschafter des Mutterunternehmens -1.176 -2.352
- Ausschüttungen und andere Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter -1.147 -1.282
+ Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen Dritter beim Konzernunternehmen 334 0
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 19.938 22.889
- Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten -21.792 -63.289
- Gezahlte Zinsen -2.172 -4.447
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -6.016 -48.481
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 3.082 11.753
Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 8
+ Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 68.311 56.550
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 71.392 68.311

Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode

2022 2021
Tsd.€ Tsd.€
Liquide Mittel 74.059 71.940
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -2.667 -3.629
zur kurzfristigen Finanzdisposition
71.392 68.311

Konzerneigenkapitalspiegel

EIGENKAPITAL DES MUTTERUNTERNEHMENS
Grundkapital
Stammaktien Vorzugsaktien Kapitalrücklagen nach § 272 Abs. 2 Nr. 1-4 HGB
Stand am 01.01.2021 600.000,00 36.000,00 1.505.826,53
Kapitalerhöhung 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand am 31.12.2021 600.000,00 36.000,00 1.505.826,53
Stand am 01.01.2022 600.000,00 36.000,00 1.505.826,53
Kapitalerhöhung 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Ausschüttungen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 0
Stand am 31.12.2022 600.000,00 36.000,00 1.505.826,53
Konzerngewinnrücklagen Konzernbilanzgewinn Summe
Stand am 01.01.2021 459.789,94 17.406.162,24 20.007.778,71
Kapitalerhöhung 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Ausschüttungen 0 -1.176.000,00 -1.176.000,00
Konzernjahresüberschuss 0 7.845.042,01 7.845.042,01
Stand am 31.12.2021 459.789,94 24.075.204,25 26.676.820,72
Stand am 01.01.2022 459.789,94 24.075.204,25 26.676.820,72
Kapitalerhöhung 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 -108.501,60 -108.501,60
Ausschüttungen 0 -1.176.000,00 -1.176.000,00
Konzernjahresüberschuss 0 4.237.216,43 4.237.216,43
Stand am 31.12.2022 459.789,94 27.027.919,08 29.629.535,55
NICHT BEHERRSCHENDE ANTEILE
Nicht beherrschende Anteile vor Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne Summe
Stand am 01.01.2021 393.348,12 560.353,87 953.701,99
Kapitalerhöhung 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0 0 0
Ausschüttungen 0 -1.833.087,66 -1.833.087,66
Konzernjahresüberschuss 0 2.227.194,45 2.227.194,45
Stand am 31.12.2021 393.348,12 954.460,66 1.347.808,78
Stand am 01.01.2022 393.348,12 954.460,66 1.347.808,78
Kapitalerhöhung 0 0 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 442.026,59 0 442.026,59
Ausschüttungen 0 -1.437.823,79 -1.437.823,79
Konzernjahresüberschuss 0 898.195,66 898.195,66
Stand am 31.12.2022 835.374,71 414.832,53 1.250.207,24
EIGENKAPITAL
Eigenkapital
Stand am 01.01.2021 20.961.480,70
Kapitalerhöhung 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 0
Ausschüttungen -3.009.087,66
Konzernjahresüberschuss 10.072.236,46
Stand am 31.12.2021 28.024.629,50
Stand am 01.01.2022 28.024.629,50
Kapitalerhöhung 0
Veränderungen Konsolidierungskreis 333.524,99
Ausschüttungen -2.613.823,79
Konzernjahresüberschuss 5.135.412,09
Stand am 31.12.2022 30.879.742,79

Konzernanhang

1. Allgemeine Angaben

Die List AG hat ihren Sitz in Nordhorn und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Osnabrück, HRB 205748.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungs-vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

2. Konzern-Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

2.1 Bilanzierung

Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schulden wird unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit vorgenommen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Wertberichtigungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen erfolgen nur im Fall dauerhafter Wertminderungen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. mit dem am Abschlussstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Nach dem gemilderten Niederstwertprinzip erfolgt eine Wertberichtigung wahlrechtsgemäß nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die niedrigeren beizulegenden Werte werden im Wesentlichen nach den Verhältnissen am Beschaffungsmarkt unter Berücksichtigung der Einsatzmöglichkeiten der Bestände ermittelt.

In Ausführung befindliche Bauaufträge und fertige Bauaufträge (unfertige und fertige Erzeugnisse) sind mit ihren individuellen Herstellungskosten bewertet, die neben den Material- und Fertigungseinzelkosten auch angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten einschließlich des Werteverzehrs des Anlagevermögens enthalten. Sonderkosten der Fertigung werden ebenfalls eingerechnet.

Fremdkapitalzinsen werden gemäß dem entsprechenden Wahlrecht in die Herstellungskosten einbezogen, sofern und soweit ein enger Finanzierungszusammenhang in Form von Projektfinanzierungen besteht. Soweit die bereits entstandenen und noch zu erwartenden Kosten einzelner Aufträge die vereinbarten Erlöse überschreiten, werden entsprechende Wertabschläge auf die aktivierten Herstellungskosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren am Abschlussstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos werden Pauschalwertberichtigungen auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 HGB ausgewiesen. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten bilden Auszahlungen vor dem Stichtag, die nach dem Stichtag zu Aufwendungen führen ab. Passive Rechnungsabgrenzungsposten bilden Einzahlungen vor dem Stichtag ab, die nach dem Stichtag als Erträge zu vereinnahmen sind.

Latente Steuern werden in Betrachtung der einzelnen Konzernunternehmen auf Differenzen zwischen den so genannten Handelsbilanzen II und den jeweiligen steuerlichen Wertansätzen gemäß § 274 HGB gebildet. Gemäß dem Wahlrecht des § 274 HGB werden Überhänge aktiver latenter Steuern dabei nicht aktiviert. In der Bilanz werden aktive und passive latente Steuern saldiert ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge aus latenten Steuern sind in der Gewinn- und Verlustrechnung Teil des laufenden Steueraufwands.

Das Grundkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens ist zum Nennbetrag angesetzt und voll eingezahlt. Die Kapitalrücklage bildet u. a. Agien aus der Aktienausgabe ab.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt und decken alle am Stichtag bestehenden ungewissen Verbindlichkeiten ab. Rückstellungen für drohende Verluste und Rückstellungen für unterlassene Instandhaltungen, die innerhalb von drei Monaten nach dem Geschäftsjahresende nachgeholt werden, waren wie im Vorjahr nicht erforderlich. Alle Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten laufzeitäquivalenten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Für Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt wahlrechtsgemäß keine Abzinsung. Preis- und Kostensteigerungen werden in der Bewertung berücksichtigt, wenn diese ausreichend konkretisiert sind.

Pensionsrückstellungen werden zum 31. Dezember 2022 mit ihrem versicherungsmathematisch nach der Anwartschaftsbarwertmethode ermittelten Erfüllungsbetrag bewertet. Für die versicherungsmathematische Bewertung wurden die Richttafeln 2018G von Prof. Heubeck und der durchschnittliche Marktzins der vergangenen zehn Jahre (1,78 %) berücksichtigt. Weiter ist ein Rententrend von 2,0 % und ein Anwartschaftstrend von 0,0 % berücksichtigt. Der Ausweis der Pensionsrückstellung erfolgt gemäß § 246 Absatz 2 Satz 2 HGB saldiert mit dem beizulegenden Zeitwert (so genannter Aktivwert) der zugehörigen Rückdeckungsversicherungen. Der saldierte Aktivwert beträgt 2.051 Tsd. €. Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und Erträge aus dem Rückdeckungsvermögen werden ebenfalls saldiert ausgewiesen. Die Erträge betrugen 9 Tsd. € und die Aufwendungen 49 Tsd. €. Die Voraussetzungen für die besondere Bilanzierung kongruent rückgedeckter Pensionszusagen sind nicht gegeben.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umsatzrealisierung der Bauprojekte erfolgt nach der so genannten Completed-Contract-Methode. Es erfolgt damit keine anteilige Gewinnrealisierung während der Projektlaufzeit, sondern der Umsatz und die damit verbundene Marge werden am Ende des Projektes erfasst. Soweit außerhalb von Bauprojekten Umsätze getätigt werden, sind die Umsatzerlöse realisiert, wenn die Lieferung oder Leistung erfolgt ist und die Chancen und Risiken auf den Kunden übergegangen sind.

2.2 Konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung und Konsolidierung

Die Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte werden im Konzernabschluss gemäß § 308 HGB grundsätzlich in einheitlicher Art und Weise ausgeübt und die Bilanzierung und Bewertung einheitlich vorgenommen, sofern nicht aus Gründen der Wesentlichkeit eine Anpassung unterbleibt.

Bei der Ausübung der Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechte erfolgt eine ergänzende Wahlrechtsausübung soweit die Wahlrechte im Einzelabschluss des Mutterunternehmens nicht relevant sind.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode (§ 301 HGB). Aus der Aufrechnung der Wertansätze des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Eigenkapital des Tochterunternehmens entstehende aktive Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- und Firmenwerte ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge werden gemäß § 309 Abs. 2 HGB behandelt. Soweit die Erstkonsolidierung von Tochterunternehmen nicht mit der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zusammenfiel, ist der Zeitpunkt des Erwerbs oder im Einzelfall die erstmalige Einbeziehung in den Konzernabschluss der Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Im Rahmen der mehrstufigen Konsolidierung (Kettenkonsolidierung) wird die Beteiligungsquote des Konzerns nach der so genannten additiven Methode ermittelt. Hinzuerwerbe von Anteilen an vollkonsolidierten Konzernunternehmen werden als Kapitalmaßnahmen innerhalb des Gesellschafterbestandes und nicht nach der Erwerbsbilanzierung behandelt. Solche Erwerbe haben regelmäßig keine langfristige Zielsetzung. Abstockungen der Anteilsquote, die nicht zu einer Beendigung der Vollkonsolidierung führen, werden als anteilige Entkonsolidierung behandelt. Regelmäßig sollen hier dauerhafte Minderheitsbeteiligungen installiert werden.

Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden aus dem Konzernabschluss im Wege der Schuldenkonsolidierung bzw. Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert.

Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen werden nach § 304 HGB eliminiert, soweit sie eine wesentliche Bedeutung haben.

Gemäß § 306 HGB werden auf Konsolidierungsmaßnahmen aktive sowie passive latente Steuern gebildet. Zu den latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen rechnen dabei auch die latenten Steuern der Erstkonsolidierung. Für die insgesamt bestehenden latenten Steuern - einschließlich der latenten Steuern nach § 274 HGB - erfolgt ein saldierter Ausweis.

3. Konsolidierungskreis

Der (Voll-) Konsolidierungskreis umfasst neben der List AG als Mutterunternehmen folgende Tochterunternehmen:

Konzernanteil am Kapital
%
List Bau Holding GmbH & Co. KG, Nordhorn 90
List Bau Holding Verwaltungs GmbH, Nordhorn 90
List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG, Nordhorn 88,2
List Bau Nordhorn Verwaltungs GmbH, Nordhorn 88,2
List Bau Bielefeld GmbH & Co. KG, Bielefeld 81
List Bau Bielefeld Verwaltungs GmbH, Bielefeld 81
List Bau Rhein-Main GmbH & Co. KG, Hünstetten 72
List Bau Rhein-Main Verwaltungs GmbH, Hünstetten 72
List Bau München GmbH & Co. KG, München 72
List Bau München Verwaltungs GmbH, München 72
List BiB Bielefeld GmbH & Co. KG, Bielefeld 76,5
List BiB Bielefeld Verwaltungs GmbH, Bielefeld 76,5
List + Wilbers Projektentwicklung GmbH, Nordhorn 90
List + Wilbers Projektentwicklung Bad Oldesloe GmbH, Nordhorn 90
List Develop Commercial GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
List Develop Commercial Verwaltungs GmbH, Oldenburg 75
LRD Verwaltungs GmbH, Oldenburg 75
List Bau Stuttgart GmbH & Co. KG, Bietigheim-Bissingen (vormals List Bau Nordhorn Süd GmbH & Co. KG, Nordhorn) 89,55
List Bau Stuttgart Verwaltungs GmbH (vormals List Projektmanagement Verwaltungs GmbH, Nordhorn) 75
LDC Aachen GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Essen GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Herne GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Osnabrück GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Wolfsburg GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Berlin GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Dortmund GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Coburg GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Hamburg-Bramfeld GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Hannover GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Krefeld GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Stuttgart GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Bochum GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Bochum Zwei GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Wuppertal GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LRD Emden GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Hof GmbH & Co.KG, Oldenburg 75
LDC Dresden GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Hamburg GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Heidelberg CBS GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Villingen-Schwenningen GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Rostock Zwei GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Rostock GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDC Meinerzhagen GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
Hoff & List Objekt Drio GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
Hoff & List Objekt Drio Verwaltungs GmbH, Oldenburg 75
List Develop Residential GmbH & Co. KG, Essen 75
List Develop Residential Verwaltungs GmbH, Essen 75
LDR eins GmbH, Oldenburg 75
LDR zwei GmbH, Oldenburg 75
LDR Düsseldorf GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDR Düsseldorf Zwei GmbH & Co. KG, Oldenburg 75
LDR Bocholt eins GmbH, Oldenburg 75
LDR Bocholt zwei GmbH, Oldenburg 75
LDR Düsseldorf Mecumstraße GmbH (vormals LDR Bocholt drei GmbH), Oldenburg 75
ARGE Goodman GbR, Nordhorn 80,1
intecplan Essen GmbH & Co. KG, Essen 88,24
intecplan Essen Verwaltungs GmbH, Essen 88,24
List Invest GmbH & Co. KG, Nordhorn 75
List Invest Verwaltungs GmbH, Nordhorn 100
List Ingenieure GmbH & Co. KG, Bielefeld 72
List Ingenieure Verwaltungs GmbH, Bielefeld 72
intecplan GmbH, Düsseldorf 90
Proptech Capital Management GmbH, Düsseldorf 100
List Eco GmbH & Co. KG, Köln 70
List Eco Verwaltungs GmbH, Köln 70

Veränderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Geschäftsjahr wie folgt ergeben:

neuer Konzernanteil am Kapital
%
Zugang: List Eco GmbH & Co. KG, Köln 70
Zugang: List Eco Verwaltungs GmbH, Köln 70
Zugang: List Bau Stuttgart GmbH & Co. KG, Bietigheim-Bissingen 89,55

Es bestehen keine nicht konsolidierten Tochterunternehmen und keine Gemeinschaftsunternehmen oder assoziierte Unternehmen. Ausgenommen ist die Tochtergesellschaft ProMaterial Technologies GmbH, Düsseldorf, an der ein Anteil von 55 % gehalten wird. Der Anteilserwerb ist in Weiterveräußerungsabsicht erfolgt, weshalb die Gesellschaft gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 3 HGB nicht konsolidiert, sondern mit ihrem Beteiligungsbuchwert im Konzernabschluss ausgewiesen wird. Das ausschließlich vermögensverwaltend tätige übergeordnete Unternehmen stellt keinen konsolidierten Abschluss auf. Alle in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben den 31. Dezember 2022 als Abschlussstichtag. Der Konzernabschluss wird auf den 31. Dezember 2022 aufgestellt.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die Gesellschaften wurden entweder selbst gegründet oder als Vorrats-GmbH erworben.

Mit der Kamiro GmbH (20%) ist eine zum Beteiligungsbuchwert ausgewiesene Minderheitsbeteiligung von untergeordneter Bedeutung bilanziert.

4. Erläuterungen zur Konzernbilanz und zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

4.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung des Konzernanlagevermögens ist in Anlage 3.1 zu diesem Konzernanhang dargestellt.

Die vormaligen konsolidierungsbedingten Geschäfts- und Firmenwerte sind seit dem 31. Dezember 2017 vollständig abgeschrieben. Aus der Erstkonsolidierung der intecplan integrierte technische Planung GmbH zum 31. Dezember 2019 resultierte zunächst ein Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 1,3 Mio. EUR, der beginnend ab dem 1. Januar 2020 linear über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren in Anwendung der Regelung des § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB abgeschrieben wird. Dies erfolgt, weil die Nutzungsdauer des Geschäfts- und Firmenwertes einer im Kern freiberuflichen Tätigkeit nicht ausreichend verlässlich bestimmbar ist. Eine Kaufpreisanpassung im Geschäftsjahr 2021 hat zur Korrektur des Geschäfts- und Firmenwertes um 0,4 Mio. EUR geführt. Der Geschäfts- und Firmenwert beträgt zum 31. Dezember 2022 0,7 Mio. €.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr im Wesentlichen innerhalb eines Jahres fällig. Sonstige Vermögensgegenstände von 2.119 Tsd. € (Vorjahr: 45 Tsd. €) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 772 Tsd. € (Vorjahr: 896 Tsd. €) haben eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Als Restlaufzeit wird dabei der nächstmögliche Fälligkeitstermin herangezogen.

4.3 Eigenkapital

Das Grundkapital der Muttergesellschaft ist eingeteilt in 636.000 auf den Namen lautende, nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 mit je einem Stimmrecht. 600.000 Aktien sind Stammaktien, 36.000 Aktien sind vinkulierte Vorzugsaktien, die den doppelten Anteil am Bilanzgewinn gewähren.

Im Posten Konzerngewinnrücklagen ist die bisher bei der Gesellschaft gebildete gesetzliche Rücklage in Höhe von 2.000,00 € (Vorjahr: 2.000,00 €) enthalten. Daneben sind konsolidierungsbedingte Einstellungen in die Gewinnrücklagen in Höhe von 457.789,94 € (Vorjahr: 457.789,94 €) enthalten.

Bedingtes Kapital, Aktienoptionen oder Wandelschuldverschreibungen bestehen nicht.

Im Bilanzgewinn der Muttergesellschaft sind Gewinnvorträge in Höhe von 22.736 Tsd. € enthalten, der Konzernbilanzgewinn enthält Gewinnvorträge in Hohe von 22.899 Tsd. €. Ausschüttungen an die Aktionäre der List AG sind im Geschäftsjahr in Höhe von 1.176.000,00 € beschlossen worden.

4.4 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen zuallererst Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Nachunternehmern. Eine Rückstellung wird dabei korrespondierend zur Vorratsbilanzierung gegebenenfalls bereits gebildet, bevor der Nachunternehmer zur Stellung einer (weiteren) Abschlagsrechnung berechtigt ist. Auf entsprechende Rückstellungen entfallen mehr als 90 % des Rückstellungsvolumens. Im Übrigen betreffen die sonstigen Rückstellungen Gewährleistung, Rechtsstreitigkeiten, Tantiemen und geschäftsübliche Rückstellungen wie Resturlaub, Archivierung oder Abschlusskosten.

4.5 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr ausgehend vom nächstmöglichen Fälligkeitstermin innerhalb eines Jahres fällig. Ausgenommen sind 149 Tsd. € (Vorjahr: 3.922 Tsd. €) der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren und 0 Tsd. € (Vorjahr: 4.053 Tsd. €) der sonstigen Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit zwischen ein und fünf Jahren. Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen 140 Tsd. € (Vorjahr: 140 Tsd. €) und betreffen die sonstigen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 28.971 Tsd. € durch Grundschulden besichert. Weitere Besicherungen betreffen Kaufpreisabtretungen, die Abtretung von Miet- und Pachtansprüchen und die Abtretung von Ansprüchen aus Generalunternehmerverträgen. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von 10,1 Mio. EUR Nachrangdarlehen.

4.6 Latente Steuern

Der Steuersatz für die Ermittlung latenter Steuern beträgt zwischen 14 % und 31 % je nach Rechtsform. Zum Abschlussstichtag bestanden bilanzierte aktive latente Steuern in Höhe von 1.008 Tsd. €, zum vorherigen Abschlussstichtag von 1.441 Tsd. €. Es wurden zum Stichtag 8 Tsd. € passive latente Steuern mit den aktiven latenten Steuern verrechnet und zum Vorjahresstichtag 9 Tsd. €. Entsprechend haben sich die aktiven latenten Steuern um 434 Tsd. € vermindert und die passiven latenten Steuern um 1 Tsd. € vermindert.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind im Saldo Aufwendungen aus latenten Steuern von 437 Tsd. € (Vorjahr: Aufwendungen von 46 Tsd. €) enthalten.

Die aktiven und passiven latenten Steuern basieren auf Ansatz- und Wertdifferenzen im Wesentlichen bei:

 

den sonstigen Rückstellungen (aktiv)

 

den Pensionsrückstellungen (aktiv)

 

Ergänzungsbilanzen (aktiv)

 

Bewertungsunterschiede im Anlagevermögen (passiv)

 

Konsolidierungsmaßnahmen, insbesondere Zwischenergebniseliminierung (aktiv) und Verlustvorträge (aktiv).

Verlustvorträge auf Ebene der Einzelgesellschaften werden bei Ermittlung aktiver latenter Steuern nur in Ansatz gebracht und verrechnet, soweit auf Ebene der Handelsbilanzen II ansonsten ein Überhang passiver latenter Steuern besteht. Abweichend hiervon werden im Rahmen von Erstkonsolidierungen aktive latente Steuern auf Verlustvorträge - soweit werthaltig - vollständig aktiviert.

4.7 Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Gegenüber Aktionären des Mutterunternehmens bestanden am Abschlussstichtag unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderungen von 1.405 Tsd. € (Vorjahr: 308 Tsd. €).

Gegenüber Minderheitsgesellschaftern von Tochterunternehmen bestanden unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesene Forderungen von TEUR 669 (Vorjahr: TEUR 0) und unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesene Verbindlichkeiten von 1.586 Tsd. € (Vorjahr: 1.848 Tsd. €).

4.8 Umsatzerlöse und Sonstiges

Die Umsatzrealisierung der Bauprojekte nach der Completed-Contract-Methode beeinflusst den Einblick in die Ertragslage des Konzerns. Ein Gesamtauftragswert zum Stichtag von mehr als 650,0 Mio. € war zu diesem Zeitpunkt zu mehr als 30 % angearbeitet.

Die konsolidierten Umsatzerlöse von 447,2 Mio. € (Vorjahr: 385,2 Mio. €) teilen sich wie folgt auf die Produktbereiche des Konzerns auf:

2022 2021
Gewerbeimmobilien (insbesondere Handels-, Logistik- und Hotelimmobilien) 95 % 81 %
Wohnimmobilien (insbesondere Pflegeheime, Mikroappartments und Wohnungsbau) 4 % 17 %
Sonstige Umsätze 1 % 2 %

Die Umsätze wurden wie im Vorjahr zu 100,0 % im Inland erzielt.

Der offene Verteilungsbetrag nach Art. 67 EGHGB beträgt 77 Tsd. €. Im Geschäftsjahr wurden über die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 38 Tsd. €den Pensionsrückstellungen zugeführt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außergewöhnliche Erträge aus dem Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an Tochtergegesellschaften der List AG in Höhe von 1.605 Tsd. €.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außergewöhnliche Aufwendungen aus Wertberichtigungen auf Kundenforderungen und Zuführungen von Rückstellungen für Gewährleistungen von insgesamt 5.650 Tsd. €.

5. Sonstige Angaben

5.1 Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen grundsätzlich keine Haftungsverhältnisse des Konzerns gegenüber Externen im Sinne des § 251 HGB.

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverhältnissen, Leasingverhältnissen und sonstigen Verpflichtungen von:

Jahr TEUR
bis zu 1 Jahr 4.021
mehr als 1 Jahr 20.531
Insgesamt 24.552

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen mit mehr als einem Jahr Restlaufzeit entfallen mehr als 50 % auf Mietverpflichtungen jenseits von 5 Jahren.

5.2 Angabe des Gesamthonorars des Konzernabschlussprüfers

Für das Geschäftsjahr 2022 beträgt das Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers 102 Tsd. € für an die List AG und ihre Tochterunternehmen erbrachte (Konzern-) Abschlussprüfungsleistungen. Von Netzwerkpartnern des Abschlussprüfers wurden daneben andere Beratungsleistungen wie z. B. Steuerberatungsleistungen erbracht.

5.3 Arbeitnehmer

Die List-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2022 durchschnittlich Mitarbeiter wie folgt beschäftigt:

List AG 110
Bauhauptgesellschaften 273
Projektentwicklungs- und Ingenieurgesellschaften 189

Von 572 Mitarbeitern sind 554 dem Angestelltenbereich und 4 dem gewerblichen Bereich zuzurechnen.

5.4 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde nach DRS 21 erstellt. In den Finanzmittelfonds werden Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, einbezogen. Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Zahlungsmitteln von 74.059 Tsd. € (Vorjahr: 71.940 Tsd. €) und kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von 2.667 Tsd. € (Vorjahr: 3.630 Tsd. €) zusammen. Zahlungsmitteläquivalente lagen zu beiden Abschlussstichtagen nicht vor.

5.5 Eigenkapitalspiegel

Die gesetzliche Rücklage ist in Zusammenschau mit den Kapitalrücklagen bereits vollständig erbracht.

Ausschüttungssperren im Zusammenhang mit der Bewertung von Pensionsrückstellungen würden ein Tochterunternehmen betreffen. Die Gesellschaft kann bereits aufgrund von Verlustvorträgen aktuell keine Ausschüttungen tätigen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Absatz 6 HGB beträgt 100 Tsd. €.

5.6 Vorstand und Aufsichtsrat

Dem Vorstand gehörten im Geschäftsjahr 2022 an:

 

Gerhard List, Nordhorn, hauptberuflicher Vorstandsvorsitzender, vom 01.03.2022 bis 28.02.2023

 

Markus Figenser, Nordhorn, hauptberuflicher Vorstand Finanzen

 

Dirk Schaper, Düsseldorf, hauptberuflicher Vorstand für Engineering und Digitalisierung

 

Frank Thiele, Villingen-Schwenningen, hauptberuflicher Vorstandsvorsitzender, bis 28.02.2022

Frank Thiele ist im Februar 2022 aus dem Vorstand ausgeschieden. Zeitgleich hat Gerhard List wieder die Aufgabe des Vorstandsvorsitzenden übernommen. Dirk Rehaag ist zum 01.03.2023 als Vorstandsvorsitzender eingetreten. Zum 01.06.2023 wird Dirk Schaper aus dem Vorstand austreten.

Dem Aufsichtsrat gehörten an:

 

Prof. Dr.-Ing. Manfred Helmus, Herscheid, hauptberuflicher Hochschulprofessor, Aufsichtsratsvorsitzender, bis 28.02.2023, Mitglied des Aufsichtsrats ab 01.03.2023

 

Wilhelm Strohm, Nordhorn, Steuerberater im Ruhestand, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender, bis 28.02.2023

 

Markus Bültermann, Münster, hauptberuflicher Geschäftsführer ieQ Systems GmbH & Co. KG, Mitglied im Aufsichtsrat bis 28.02.2023

 

Gerhard List, Nordhorn, Aufsichtsratsvorsitzender ab 01.03.2023

 

Dr. Klaus Stein, Osnabrück, Steuerberater und Rechtsanwalt, Mitglied des Aufsichtsrats, ab 01.03.2023

5.7 Inanspruchnahme von § 264b HGB:

Folgende Konzernunternehmen nehmen Befreiungen nach § 264b HGB in Anspruch:

 

List Bau Holding GmbH & Co. KG, Nordhorn

 

List Bau Nordhorn GmbH & Co. KG, Nordhorn

 

List Bau Bielefeld GmbH & Co. KG, Bielefeld

 

List Bau Rhein-Main GmbH & Co. KG, Hünstetten

 

List Bau München GmbH & Co. KG, München

 

List BiB Bielefeld GmbH & Co. KG, Bielefeld

 

List Develop Commercial GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Aachen GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Essen GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Herne GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Osnabrück GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Wolfsburg GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Berlin GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Dortmund GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Coburg GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Hamburg-Bramfeld GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Hannover GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Krefeld GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Stuttgart GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Bochum GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Bochum Zwei GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Wuppertal GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LRD Emden GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Hof GmbH & Co.KG, Oldenburg

 

LDC Dresden GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Hamburg GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Heidelberg CBS GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Villingen-Schwenningen GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Rostock Zwei GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Rostock GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDC Meinerzhagen GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

Hoff & List Objekt Drio GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

List Develop Residential GmbH & Co. KG, Essen

 

LDR Düsseldorf GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

LDR Düsseldorf Zwei GmbH & Co. KG, Oldenburg

 

intecplan Essen GmbH & Co. KG, Essen

 

List Invest GmbH & Co. KG, Nordhorn

 

List Ingenieure GmbH & Co. KG, Bielefeld

 

List Eco GmbH & Co. KG, Köln

 

List Bau Stuttgart GmbH & Co. KG, Bietigheim-Bissingen (vormals List Bau Nordhorn Süd GmbH & Co. KG, Nordhorn)

5.8 Forschungs- und Entwicklungskosten

Forschung im Sinne des § 255a HGB betreibt der Konzern nicht. Die im Vorjahr begonnen Entwicklungen von Software-Applikationen wurden im Geschäftsjahr 2022 aus dem Konzern ausgelagert.

5.9 Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

5.10 Vorschlag zur Verwendung des Jahresergebnisses

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens eine Ausschüttung in Höhe von 1.176.000,00 € vorzunehmen und den Bilanzgewinn im Übrigen auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Nordhorn, 23. Mai 2023

LIST AG

gez. Dirk Rehaag, Vorstandsvorsitzender

gez. Markus Figenser, Vorstand Finanzen

gez. Dirk Schaper, Vorstand Engineering und Digitalisierung

Konzernanlagespiegel

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2022
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 120.860,02 156.737,51 156.737,51 -120.860,02 0,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.275.154,83 159.561,46 335.810,90 0,00 1.098.905,39
3. Geschäfts- und Firmenwerte 930.370,26 0,00 0,00 0,00 930.370,26
2.326.385,11 316.298,97 492.548,41 -120.860,02 2.029.275,65
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.694,76 0,00 18.694,76 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 11.971,02 0,00 2.749,28 0,00 9.221,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.595.463,36 1.024.788,67 943.972,70 0,00 2.676.279,33
2.626.129,14 1.024.788,67 965.416,74 0,00 2.685.501,07
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 2.500,00 0,00 22.500,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 1.334.000,00 0,00 0,00 1.334.000,00
3. Beteiligungen 0,00 161.737,51 0,00 120.860,02 282.597,53
4. Sonstige Ausleihungen 105.876,32 5.119.094,71 0,00 0,00 5.224.971,03
130.876,32 6.614.832,22 2.500,00 120.860,02 6.864.068,56
5.083.390,57 7.955.919,86 1.460.465,15 0,00 11.578.845,28
AUFGELAUFENE ABSCHREIBUNGEN
44.562,00 Zugänge Abgänge 44.926,00
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 716.186,83 240.822,46 335.690,90 621.318,39
3. Geschäfts- und Firmenwerte 186.074,06 93.037,02 0,00 279.111,08
902.260,89 333.859,48 335.690,90 900.429,47
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.694,76 0,00 18.694,76 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.564,02 1.521,00 2.748,28 2.336,74
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.059.515,80 795.407,10 902.891,70 952.031,20
1.081.774,58 796.928,10 924.334,74 954.367,94
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.984.035,47 1.130.787,58 1.260.025,64 1.854.797,41
NETTOBUCHWERTE
2.022,00 2.021,00
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
3. Geschäfts- und Firmenwerte 477.587,00 558.968,00
651.259,18 744.296,20
II. SACHANLAGEN 1.128.846,18 1.424.124,22
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.885,00 8.407,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.724.248,13 1.535.947,56
1.731.133,13 1.544.354,56
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 22.500,00 25.000,00
2. Ausleihungen an verbundenen Unternehmen 1.334.000,00 0,00
3. Beteiligungen 282.597,53 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 5.224.971,03 105.876,32
6.864.068,56 130.876,32
9.724.047,87 3.099.355,10

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat der List AG hat in seinen Sitzungen im Geschäftsjahr 2022 den Jahresabschluss der List AG zum 31.12.2021 festgestellt sowie den Konzernabschluss gebilligt. Zudem wurde die Umgliederung der Bausparte unter der neu gegründete LIST Bau Holding GmbH & Co. KG und die Neugründung der LIST Eco GmbH & Co. KG bewilligt. Weitere Beschlüsse des Aufsichtsrates waren die Bestellung von Herrn Dirk Rehaag in den Vorstand der LIST AG und die Abberufung von Herrn Frank Thiele sowie die Festlegung von Tantiemen für Herrn Gerhard List und Herrn Markus Figenser. Der Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 zu insgesamt zwei Sitzungen zusammengefunden.

Ein Schwerpunkt der Tätigkeiten des Aufsichtsrats im vergangenen Geschäftsjahr lag in der Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung des Konzerns und der operativen Tochtergesellschaften, der Expansion der Unternehmensgruppe sowie der strategischen Ausrichtung. Hier waren insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung der Engenineering-Sparte und die hierzu notwendigen Umstrukturierungen Schwerpunkte der Tätigkeiten. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit der Neubesetzung des Vortandes beschäftigt.

Im Geschäftsjahr 2022 haben Vorstand und Aufsichtsrat stets vertrauensvoll zusammengearbeitet. Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand über wesentliche Geschäftsvorfälle in den Sitzungen des Aufsichtsrats, der Vorsitzende des Aufsichtsrats in Einzelfällen auch außerhalb von Sitzungen, unterrichtet. Die Unterrichtung erfolgte schriftlich oder mündlich. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten die Einladungen zu den Aufsichtsratssitzungen einschließlich der Tagesordnungen für die Sitzungen, Beschlussvorlagen und die weiteren Unterlagen zur Vorbereitung auf die Sitzungen rechtzeitig vor den Sitzungen. Eine angemessene Vorbereitung auf die Sitzungen war insoweit gewährleistet.

Zum Abschlussprüfer der List AG wurde die Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB, Nordhorn, gewählt. Der Aufsichtsrat hatte keine Einwendungen zu dieser Wahl. Schwerpunkte für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernjahresabschlusses zum 31.12.2022 waren insbesondere die Überprüfung von Umsatzrealisierungen, Durchführung von Konsolidierungsmaßnahmen, Bewertung unfertiger Erzeugnisse, Vorhandensein und Werthaltigkeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vollständigkeit und Bewertung sonstiger Rückstellungen sowie Sachgerechtigkeit und Angemessenheit der Angaben im Konzernlagebericht.

Der Abschlussprüfer hat den vom Vorstand zum 31.12.2022 aufgestellten Jahresabschluss der Gesellschaft unter Einbeziehung der Buchführung sowie den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft sowie den Abhängigkeitsbericht als sonstige Information kritisch gewürdigt. Prüfungsschwerpunkte waren die vorgenannten Themen. Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB hat keine Einwendungen gegen den aufgestellten Jahresabschluss erhoben und einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 31.05.2023, in der sich der Aufsichtsrat mit dem Jahresabschluss befasst hat, berichtete der Wirtschaftsprüfer der Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB über den Verlauf und das Ergebnis der Abschlussprüfung. Der Vorstand hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss in dieser Sitzung erläutert sowie den Lagebericht und Konzernlagebericht und den Abhängigkeitsbericht vorgestellt. Die Fragen des Aufsichtsrates wurden vom Vorstand und den für den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahresabschluss befassten Wirtschaftsprüfer zufriedenstellend beantwortet. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht der Gesellschaft, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht sowie den Abhängigkeitsbericht auch selbständig geprüft. Sie haben sich dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer der Grafschaft Beratung Strohm und Partner mbB angeschlossen und den Jahresabschluss und den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 gebilligt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 ist damit festgestellt. Weder gegen den Lagebericht noch gegen den Abhängigkeitsbericht erhebt der Aufsichtsrat Einwendungen. Dem Vorschlag des Vorstandes, den im Jahresabschluss der LIST AG ausgewiesenem Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von 25.307.105,59 auf neue Rechnung vorzutragen, stimmt der Aufsichtsrat zu.

 

Nordhorn, im Mai 2023

Für den Aufsichtsrat:

gez. Dipl.-Ing. Gerhard List, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 31.05.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

An die List AG, Nordhorn:

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der List AG und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der List AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrates für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen im Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Anlage zu diesem Bestätigungsvermerk enthält eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Diese Beschreibung ist Teil dieses Bestätigungsvermerks.

 

Nordhorn, den 24. Mai 2023

GB Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Niehues, Wirtschaftsprüfer

ANLAGE ZUM BESTÄTIGUNGSVERMERK

Weitergehende Beschreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben,

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben,

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann,

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt,

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile,

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns,

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

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