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ZDF Studios GmbH GmbH

Mainz ·HRB 4927 Mainz
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Erich-Dombrowski-Str. 1
55127 Mainz
Handelsregister
HRB 4927, Mainz
Eintragungsdatum
perjantai 30. lokakuuta 1992
Branche
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verlegen von Zeitschriften
Unternehmenszweck
Beschaffung, Herstellung, Vermittlung und Verwertung von sowie die Beteiligung an Produktionen im Bereich des Rundfunks und anderer Medien einschließlich des Erwerbs, der Vermittlung und der Verwertung von Übertragungsrechten sowie die Durchführung aller damit im Zusammenhang stehender Geschäfte. Die Gesellschaft ist berechtigt, weitere gleichartige oder ähnliche Unternehmen zu errichten oder bestehende zu erwerben oder sich an diesen zu beteiligen und die Geschäftsführung in einem solchen Unternehmen auszuüben sowie sämtliche Geschäfte zu betreiben, die geeignet sind, den Zweck und die Unternehmung der Gesellschaft zu fördern.

Finanzen

Umsatz 2024
267,85 Mio. €
Mitarbeiter 2024
697
Jahresergebnis 2024
−45,93 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 135,31 Mio
  • Umlaufvermögen 80,8 % 109,40 Mio
  • Anlagevermögen 18,9 % 25,52 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 392,4 k
Passivseite 135,31 Mio
  • Verbindlichkeiten 54,9 % 74,35 Mio
  • Eigenkapital 29,8 % 40,35 Mio
  • Rückstellungen 15,2 % 20,62 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 111,95 Mio
  • Umsatzerlöse 67,4 % 75,49 Mio
  • Entnahme aus Gewinnrücklagen 18,0 % 20,17 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 5,9 % 6,58 Mio
  • Vorabausschüttung 4,6 % −5,10 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2,6 % 2,89 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,7 % 755,9 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,4 % −481,0 k
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,4 % 479,2 k
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,0 % 0
Aufwendungen 100,79 Mio
  • Materialaufwand 52,9 % −53,28 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 19,8 % −19,92 Mio
  • Personalaufwand 14,3 % −14,44 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 11,7 % −11,78 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,1 % −1,15 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,2 % −221,0 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −435
  • Ergebnis nach Steuern −15,07 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −15,07 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Karoline Meichsner-Sertl seit 2019 Geschäftsführer
  • Markus Schäfer seit 2022 Geschäftsführer
  • Gerhartz Tim Heinrich seit 2026 Prokura
  • Markus Kroth seit 2005 Prokura
5 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Historie

  1. 2026
  2. 13.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Gerhartz Tim Heinrich · Procura
  3. 2022
  4. 14.07.
    Austritt einer Position
    F****** B****** · Managing Director
  5. 14.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Markus Schäfer · Managing Director
  6. 31.03.
    Satzungsänderung
    ZDF Studios GmbH
  7. 31.03.
    Namensänderung
    ZDF Studios GmbH
  8. 2021
  9. 26.01.
    Satzungsänderung
    ZDF Studios GmbH
  10. 2019
  11. 22.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Karoline Meichsner-Sertl · Managing Director
  12. 22.01.
    Austritt einer Position
    Karoline Meichsner-Sertl · Procura
30 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am keskiviikko 12. helmikuuta 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

ZDF Studios GmbH

Mainz

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

Grundlagen

Die operative Geschäftstätigkeit von ZDF Studios umfasst auf nationaler und internationaler Ebene die Beschaffung, Finanzierung und Verwertung von Rechten an Medienprodukten aller Art (die sowohl vom ZDF als auch von Dritten erworben werden) sowie verschiedene Dienstleistungen für das ZDF. Daneben hält ZDF Studios zur möglichst optimalen Nutzung der im Medienbereich bestehenden Wertschöpfungskette ein Portfolio von derzeit überwiegend im Produktionsbereich tätigen Beteiligungsgesellschaften.

Die wachstumsorientierte Geschäftspolitik der Gesellschaft ist bei aller Notwendigkeit, auch unternehmerische Risiken einzugehen, seit jeher auf eine größtmögliche Nachhaltigkeit ihrer Ergebnisentwicklung angelegt. Die hierfür erforderliche betriebswirtschaftliche Robustheit ihrer Ertragsstruktur hat die Gesellschaft im Zuge des Auf- und Ausbaus eines breitgefächerten Geschäftsfeld-Portfolios erreicht. So bearbeitet ZDF Studios nicht allein ihr Lizenzhandelsgeschäft, sondern fungiert zugleich als Obergesellschaft einer Unternehmensgruppe. Beide Tätigkeitsfelder sind jeweils auch in sich diversifiziert.

Das Lizenzhandelsgeschäft ist in drei als Profitcenter geführte Genre-Bereiche Drama, Junior und Unscripted gegliedert. Aus der Logik einer solchen Portfoliostruktur ergibt sich die ausgleichende und stabilisierende Wirkung der naturgemäß auftretenden und zwischen den Genre-Bereichen in aller Regel divergierenden Über- und Untererfüllungen von Planvorgaben.

Das Beteiligungsportfolio setzt sich aus einer Reihe von in praktisch allen relevanten Genres tätigen Produktionsgesellschaften zusammen und umfasst außerdem spezialisierte Verwertungsfirmen sowie Gesellschaften, die im Schwerpunkt Dienstleistungen im ZDF-Konzern erbringen. Die Ergebnisausschüttungen dieser Unternehmen flankieren die aus dem Lizenzhandel erzielten Ergebnisbeiträge.

Die Gesellschaft strebt weiteres Wachstum an, das im Lizenzhandelsgeschäft vor allem die Erschließung neuer, gut verwertbarer Rechtequellen erfordert. So hat ZDF Studios mit dem permanenten Ausbau ihres Lizenzrechteportfolios ein Ertragspotential geschaffen, dessen Verwertung und Realisierung am Markt der wesentliche Treiber des Ergebniswachstums im operativen Geschäft ist - ein Faktor, der für die Entwicklung der Ergebniszeitreihe jedenfalls bislang stets wesentlich bedeutender war als konjunkturelle Einflüsse.

Zugleich bewegt sich ZDF Studios jedoch gegenwärtig in einem auch im Medienbereich immer fragileren, durch außenpolitische Bedrohungslagen erschütterten und zuletzt ins Inflationäre umgeschlagenen Konjunkturumfeld - ein in seiner zeitlichen Ausdehnung ungewisser Risikofaktor, den die Gesellschaft bei der Bewertung der wirtschaftlichen Lage ihres Kerngeschäfts Lizenzhandel zu berücksichtigen hat.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsentwicklung

Das Ergebnis vor Steuern von ZDF Studios liegt mit 10,1 M€ um 8,9 M€ unter dem Vorjahreswert (19,0 M€).

Dabei konnte die Gesellschaft in ihrem Lizenzhandelsgeschäft das hohe Niveau der Vorjahre beim Betriebsergebnis (jeweils bereinigt um die dem Beteiligungsbereich zuzuordnenden Gemeinkostenanteile) nicht erneut erreichen. Ausschlaggebend hierfür war bei praktisch konstanten Umsatzerlösen (plus 0,8 % auf 84,4 M€) ein Rückgang der Deckungsbeitragsmarge (Umsatzerlöse abzüglich Einzelkosten und bewertetem Rechteverbrauch) in Verbindung mit einem Anstieg der diesem Geschäft zuzurechnenden Gemeinkosten.

Daneben lagen die von den Beteiligungsgesellschaften vereinnahmten Ausschüttungen um 1,2 M€ (9,3 %) unter dem Vorjahreswert. Da die im Geschäftsjahr 2023 vereinnahmten Ausschüttungen aus den von den Beteiligungen im Jahr 2022 erzielten Jahresergebnissen resultierten, spiegelt sich in diesem Rückgang der im Verlauf von 2022 bei den Produktionsgesellschaften zunehmend spürbar gewordene Kosteneffekt der einsetzenden Inflation wider, dem nicht durch entsprechende Anpassungen der Produktionsbudgets der Auftraggeber begegnet werden konnte. Zugleich war im Jahresabschluss 2023 eine Teilwertabschreibung auf die Finanzanlagen im Umfang von 5,7 M€ vorzunehmen.

Im Jahr 2023 wurde mit der Gründung der auf die Entwicklung und Produktion von seriellen Factual Entertainment-Formaten ausgerichteten Produktionsgesellschaft Content Laden GmbH die Positionierung der ZDF Studios-Gruppe in diesem Genre verstärkt. ZDF Studios hält 70% der Anteile an dieser Gesellschaft.

Außerdem wurde die ZDF Digital GmbH auf die Streamwerke GmbH verschmolzen. Zugleich wurde die verschmolzene Gesellschaft in ZDF Digital GmbH umfirmiert und der Firmensitz von Berlin nach Mainz verlegt.

Daneben waren im Beteiligungsbereich eine Reihe konzeptioneller Überlegungen, Vorarbeiten und Verhandlungen über gegebenenfalls nach dem Berichtsjahr einzugehende Beteiligungsengagements zu verzeichnen.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

ZDF Studios hat im Geschäftsjahr 2023 ein Ergebnis vor Steuern von 10,1 M€ (Vorjahr: 19,0 M€) und einen Jahresüberschuss von 8,3 M€ (Vorjahr: 16,5 M€) erzielt.

Ein wesentlicher Einflussfaktor der Umsatzentwicklung war der nun auch im Geschäftsjahr 2023 festzustellende und insoweit fortgesetzte Rückgang der im Bereich der VoD-Verwertung (Video-on-Demand) erzielten Erträge, die durch eine zunehmende, auch konjunkturell bedingte Sättigung des Streamingmarkts in Verbindung mit einem veränderten Nutzerverhalten nach der Pandemie gegenüber dem Vorjahr um weitere 4,2 M€ zurückgingen. Dieser Entwicklung stand ein ausgleichender Ertragsanstieg in der Summe der übrigen Verwertungsarten gegenüber. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung als Materialaufwand ausgewiesene Position enthält die erworbenen Rechte und bezogenen Leistungen. Die entsprechende Aufwandsquote (erworbene Rechte und bezogene Leistungen im Verhältnis zur Gesamtleistung abzüglich der Erträge aus Geschäftsbesorgungen und sonstiger betrieblicher Erträge) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund eines größeren Ankaufsvolumens um 4,0 Prozentpunkte auf 70,6 %. Periodenfremde Steueraufwendungen haben das Jahresergebnis mit 1,0 M€ zusätzlich belastet.

Mit Gesellschafterbeschluss vom 30.11.2023 wurde eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Vorabausschüttung in Höhe von 5,1 M€ festgelegt, die vom ZDF für das Geschäftsjahr 2023 verbucht wurde.

Die Vermögenslage der Gesellschaft wird wesentlich durch das Beteiligungsportfolio geprägt, dessen Buchwert in Höhe von 25,2 M€ 79,3 % des Anlagevermögens der Gesellschaft (31,8 M€) ausmacht und 39,7 % des Eigenkapitals von ZDF Studios (63,6 M€) entspricht. Der deutliche Rückgang des Beteiligungsportfolios im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Wertminderung einer Beteiligung um 5,7 M€ zurückzuführen.

Auf der Aktivseite vergrößerte sich das Umlaufvermögen im Saldo gegenläufiger Entwicklungen des Vorratsbestands an Lizenzrechten (Rückgang um 2,1 M€ auf 54,5 M€) und des Forderungsvolumens (Anstieg um 5,1 M€ auf 49,0 M€) gegenüber dem Vorjahr um 3,0 M€. Auf der Passivseite waren ein Rückgang von Rückstellungen und Verbindlichkeiten um insgesamt 0,9 M€ auf zusammen 72,5 M€ sowie eine Verminderung des Eigenkapitals um 0,2 M€ auf 63,6 M€ zu verzeichnen. Diese Komponenten waren ausschlaggebend für die Verminderung der Bilanzsumme von 137,2 M€ um 1,2 M€ auf 136,1 M€. Die Vorabausschüttung aus dem Jahresergebnis 2023 fließt unmittelbar in die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter ein. Die Eigenkapitalquote beträgt 46,8 % (Vorjahr: 46,5 %).

ZDF Studios verzeichnete 2023 einen positiven Cash-Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit von 17,9 M€ (Vorjahr: positiver Cash-Flow von 13,4 M€). Die Gesellschaft ist in das Liquiditäts-Clearing des ZDF-Verbunds eingebunden.

Unter den im vorstehenden Wirtschaftsbericht genannten Kennzahlen sind das Ergebnis vor Steuern und die Umsatzerlöse als wesentliche finanzielle Leistungsindikatoren für die Gesellschaft herauszuheben.

Personal

Das Jahresergebnis umfasst einen Personalaufwand von 14,1 M€ (Vorjahr: 13,2 M€) bei einer Veränderung der jahresdurchschnittlichen Stellenzahl gegenüber dem Vorjahr von 141,0 auf 152,4 Stellen. ZDF Studios investiert intensiv in die Weiterqualifizierung ihrer Mitarbeiter und hat nur eine geringe Fluktuationsrate vorzuweisen.

Chancen- und Risikobericht

Rechtequellen und Wettbewerbslage

Das ZDF ist nach wie vor die bedeutendste Einzel-Rechtequelle von ZDF Studios, aus der im Geschäftsjahr 2023 rund 46 % der im Lizenzhandel erzielten Umsatzerlöse resultierten. Die Beschaffung der ZDF-Rechte erfolgt entweder in Form von Direktinvestitionen in die entsprechenden Programme, bei denen die Gesellschaft Verwertungsrechte gegen die Zahlung eines Finanzierungs- oder Koproduktionsbeitrags erwirbt, oder durch den Erwerb bereits bestehender Vertriebsrechte gegen die Zahlung einer vorgangsbezogenen Rechteabgeltung. Bei beiden Modellen unterliegt die Preisbildung zwischen ZDF und ZDF Studios ebenso strikten Marktkonformitätsvorgaben wie auch beim Verkauf von Rechten an das ZDF.

Auf der Absatzseite bleibt angesichts des vorgenannten Umsatzanteils der Zugang zu ZDF-Programmen naturgemäß von vitalem Interesse für die Gesellschaft. Dabei ist jedoch nicht auszuschließen, dass für ZDF Studios in Zukunft eher weniger als mehr Rechte von Seiten des ZDF verfügbar werden. So besteht nach wie vor die Gefahr, dass die von den Produzenten schon seit längerem unternommenen Vorstöße mit dem Ziel verminderter Rechteübertragungen an das ZDF beziehungsweise höherer Erlösbeteiligungen die Vermarktungsaussichten der Gesellschaft trüben. Daneben dämpfen die neu gefassten Vorgaben des Markenradars, die den Lizenznehmern unter anderem ein klareres Herausstellen der Marke "ZDF" abverlangen sowie eine spätere Verfügbarkeit von Rechten als bisher vorsehen, in einem Umfeld, das Absenderkennungen kaum noch akzeptiert, immer stärker die Abnahmevolumina der Plattformpartner.

Auf der Beschaffungsseite verfügt ZDF Studios mit dem ZDF in vielen Fällen über einen Abnehmer der betreffenden Produktionen im wichtigen deutschsprachigen Markt, der ein Vorhaben häufig erleichtert beziehungsweise ermöglicht. Das ZDF erhält im Gegenzug zu günstigen Konditionen Zugriff auf am Markt knapper werdende attraktive Inhalte bis hin zu Programm-Glanzpunkten. Dabei steht ZDF Studios bei der Platzierung von Programmen im ZDF in zunehmenden Wettbewerb mit Angeboten, die das ZDF von internationalen Medienkonzernen erhält, die in ihren zahlreichen Produktionsfirmen über einen großen Bestand attraktiver Programmware verfügen.

Insgesamt ist die Beschaffung von Programmrechten (Entwicklung und Koproduktion) für die Gesellschaft bei ständig stärker werdender Konkurrenz der Schlüssel des Erfolgs. Denn die Erschließung von Rechtequellen und damit der Zugang zu lukrativ vermarktbaren Rechten der essentielle Erfolgsfaktor und Wachstumstreiber im Lizenzhandel.

Dabei ist das auf alle relevanten Beschaffungsmärkte einwirkende Konjunkturumfeld seit etwa Mitte 2022 ins Inflationäre umgeschlagen und führt zu teilweise sprunghaft steigenden Produktions- und damit Beschaffungskosten für den Rechtehändler ZDF Studios. Diese Teuerungen können zugleich kaum durch höhere Verkaufspreise kompensiert werden, da die wirtschaftliche Situation der wesentlichen Kundengruppen Streamer und Sender allgemein angespannt ist. Abo-Streamingdienste verzeichnen stagnierende bis rückläufige Abonnementzahlen, private Sender sehen sich mit massiven Rückgängen der Werbeeinnahmen konfrontiert und öffentlich-rechtliche Sender stehen unter erheblichem Einsparungsdruck. Die Notenbanken haben zur Inflationsbekämpfung das Zinsniveau erheblich angehoben und damit nicht alleine die Finanzierungskosten von ZDF Studios deutlich verteuert, sondern darüber auch den wirtschaftlichen Handlungsspielraum der Kunden eingeschränkt. In dieser Lage konkurriert die Gesellschaft mit sehr finanzkräftigen Mitbewerbern um die Erschließung von Rechtequellen.

Die technische Entwicklung führte in kurzen Zeitabständen zu immer neuen Formen und Varianten der Programmbereitstellung zum Abruf - dieser Fortschritt hält nach wie vor an. Im Zuge dessen verschiebt sich der Schwerpunkt des Lizenzhandelsgeschäfts kontinuierlich weg von den linearen und hin zu nichtlinearen Ausspielformen. Als positive Folge dieser Entwicklung hat sich der Markt und damit die Absatzmöglichkeiten für Lizenzhändler - bis hin zu eigenen B2C-Geschäftsmodellen - wesentlich erweitert. Die Kehrseite dessen besteht in einem deutlich anspruchsvolleren Wettbewerbsumfeld mit einem wesentlich kleinteiligeren, arbeitsintensiveren und somit margenschwächeren Geschäft.

Während der Streaming- beziehungsweise sVoD-Markt in den vergangenen drei Jahren wesentlich zur einer Marktüberhitzung durch intensive Beauftragungen von sogenannten "Originals" beigetragen hat, bewegt er sich aktuell nicht zuletzt als Reaktion auf die globale Rezession und erhöhte Refinanzierungskosten in gegenläufiger Richtung mit Projektabsagen, sehr selektiven Rechteerwerben und komplexen Lizenzierungsstrategien. Zugleich war die Anzahl der um Abonnements konkurrierenden Plattformen nahezu unüberschaubar geworden. Die Nutzerzahlen stagnierten dann beziehungsweise verminderten sich zum Teil sogar. Verstärkt wird dieser Effekt durch Inflation und Rezession, der zu einer Reduzierung der Ausgaben pro Haushalt für Medienkonsum führt. Als Folge fusionierten sVoD-Anbieter und in einigen Fällen wurden neu etablierte Plattformen wieder geschlossen.

Diese Entwicklungen reflektieren den derzeit stattfindenden Wandel des Streamingsektors von einem Wachstumsmarkt hin zu einem gesättigten Markt, der es viel weniger erlaubt, neue digitale Reichweiten aufzubauen. Vor diesem Hintergrund richten sich die Aktivitäten von ZDF Studios im Bereich der nicht-linearen Verwertung zunehmend auf die von Stagnationstendenzen weniger berührten Ausspielformen wie das rein werbefinanzierte aVoD sowie die an der Schnittstelle zwischen linearer und nicht-linearer Ausspielung angesiedelte Bereitstellungsform der FASTChannels.

Neben den genannten Formen gewinnen innerhalb des nicht-linearen Bereichs die unmittelbar den Endkunden adressierenden sogenannten B2C-Angebote zunehmend an Bedeutung. In diesem Sektor hat ZDF Studios eine Vielzahl an Programmpaketen zum Abruf bereitgestellt, die in als eigene Marken eingeführte VoD-Kanäle strukturiert sind und mittels Social Media-Marketingmaßnahmen vermarktet werden.

Risikomanagement

Im Rahmen des Risikomanagements werden alle wesentlichen Risiken des Unternehmens systematisch erfasst, analysiert, bewertet und verfolgt.

In diesen Prozess ist auch die Überwachung von Fremdwährungsrisiken eingebunden, denen gegebenenfalls durch den Abschluss von Devisentermingeschäften Rechnung getragen wird:

Zur Begrenzung risikobehafteter spekulativer Transaktionen werden solche Geschäfte nur dann getätigt, wenn aus einem Grundgeschäft resultierende, vertraglich vereinbarte Zahlungsströme abzusichern sind. Dabei handelt es sich in risikoaverser Herangehensweise stets um laufzeit- und volumenkongruente, sogenannte Micro Hedges, zur Absicherung gegen eine Veränderung des Wechselkurses der Fremdwährung, in der das jeweilige Grundgeschäft abgerechnet wird. Das Devisentermingeschäft bildet mit dem Grundgeschäft eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB. Zum Bilanzstichtag bestanden keine offenen Devisentermingeschäfte, für die Bewertungseinheiten zu bilden gewesen wären.

Diese Kurssicherungsmaßnahmen dienen der Gewährleistung einer stabilen Kalkulationsgrundlage für die jeweiligen Lizenzhandelsgeschäfte durch eine Festschreibung des Euro-Gegenwerts der Erwerbspreise. Die Festschreibung der Erwerbspreise wird durch gegenläufige, sich bei Fälligkeit betraglich ausgleichende Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft sichergestellt (critical terms match-Methode).

Zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken bei den zur Finanzierung der Beteiligungsengagements aufgenommenen Darlehen wurde im Oktober 2022 ein Zinsbegrenzungsgeschäft in der Form einer Höchstsatzvereinbarung (Cap) mit einer Laufzeit von drei Jahren abgeschlossen.

Die Gesellschaft hat die Aufgaben der internen Revision an eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft ausgelagert, deren Prüfungsbefugnis neben ZDF Studios auch die Beteiligungen umfasst. Darüber hinaus verfügt die Gesellschaft über einen Verhaltenskodex, der die für die ZDF Studios-Gruppe compliancerelevanten Sachverhalte in einem übergeordneten Regelwerk erfasst und auch die Agenten und freien Mitarbeiter der Gesellschaft verpflichtet.

Alle Entscheidungen mit strategischer Bedeutung werden von der Geschäftsführung getroffen, die gegebenenfalls den Kreis der Bereichsleiter beziehungsweise eine Expertenrunde in die Entscheidungsfindung einbezieht. Investitionsvorhaben des Tagesgeschäfts werden von einem von der Geschäftsführung hierfür eingesetzten Ausschuss entschieden.

Bei allen Transaktionen der Gesellschaft gilt ein striktes Vieraugenprinzip, das im vollen Umfang auch die Geschäftsführung einschließt. Daneben besteht eine klare und konsequent umgesetzte Vollmachtenregelung.

Aus Sicht der Geschäftsführung bestehen gegenwärtig bei ZDF Studios keine nicht im Jahresabschluss berücksichtigten Risiken, die eine kontinuierliche positive Geschäftsentwicklung gefährden könnten.

Prognosebericht

Das Ergebnis vor Steuern von 10,1 M€ lag um 9,5 M€ unter dem sehr ambitioniert angesetzten Planwert für 2023 von 19,6 M€. Dabei unterschritten die Umsatzerlöse mit 84,4 M€ den im Sinne einer offensiven und motivierenden Vorgabe im Umfang von 97,2 M€ angesetzten Planwert um 12,8 M€.

Im Lizenzhandelsgeschäft wurde für das Berichtsjahr mit 9,8 M€ ein Ergebnis vor Steuern deutlich oberhalb der Größenordnung des Durchschnitts der letzten fünf Geschäftsjahre (im Vorjahr 8,3 M€) geplant. Dieser Erwartung konnte mit einem Ist-Ergebnis von 6,2 M€ nicht entsprochen werden.

In einer konservativeren Herangehensweise wird für den Lizenzhandel des Jahres 2024 derzeit ein unter dem Niveau dieses Durchschnittswerts der dann letzten 5 Jahre (aktuell 7,7 M€) liegender Ergebniswert geplant. Für 2024 wird eine Umsatzsteigerung im gehobenen einstelligen Prozentbereich angestrebt. Für 2025 wird, gestützt auf die Erwartung einer konjunkturellen Aufhellung, ein Anstieg der Ergebnisse im Lizenzhandel angestrebt, vorausgesetzt, das konjunkturelle Umfeld wird bis dahin nicht durch neue Bedrohungslagen weiter fragilisiert.

Im Beteiligungsbereich waren 2023 Wertabschreibungen im Umfang von 5,7 M€ zu verzeichnen. Damit entsprach das Beteiligungsergebnis in Höhe von 4,7 M€ (Vorjahr: 11,4 M€) dem Wert der Ausschüttungssumme abzüglich der Wertabschreibung und der zurechenbaren Gemeinkosten (nebst linearer Abschreibung der Optionsprämie der Zinssicherung. Für das Jahr 2024 wird bei weiterhin inflationsbedingten Produktionskostensteigerungen und der fortdauernden konjunkturell bedingten Zurückhaltung bei der Auftragsvergabe seitens einiger Kunden ohne den Einmaleffekt einer Wertabschreibung mit einem über dem des Berichtsjahres liegenden Beteiligungsergebnis gerechnet.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 945.531,00 353.943,00
2 Geleistete Anzahlungen 631.672,66 0,00
1.577.203,66 353.943,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 49.711,00 86.994,00
2. Technische Anlagen 7.858,00 13.750,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.967,00 119.428,00
172.536,00 220.172,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.363.063,06 17.755.563,06
2. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 12.875.161,09 12.875.161,09
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 3.209.000,00 3.309.000,00
4. Aktivwerte aus der Rückdeckungsversicherung 1.474.872,00 1.332.252,00
5. Optionsprämie Zins-Cap 170.333,34 267.666,67
30.092.429,49 35.539.642,82
31.842.169,15 36.113.757,82
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Lizenzrechte 45.911.735,46 45.214.096,29
2. Waren 2.875,04 2.588,13
3. Geleistete Anzahlungen 8.550.047,82 11.381.515,01
54.464.658,32 56.598.199,43
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 41.488.541,30 38.230.489,58
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 390.612,89 341.458,68
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 168.862,02 204.553,93
4. Sonstige Vermögensgegenstände 6.969.571,41 5.130.187,15
49.017.587,62 43.906.689,34
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 298.637,83 281.479,73
103.780.883,77 100.786.368,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 459.001,54 333.230,16
136.082.054,46 137.233.356,48

Passiva

31.12.2023
31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 11.725.837,62 11.725.837,62
II. Andere Gewinnrücklagen 48.728.487,08 40.754.659,64
III. Bilanzgewinn 3.165.556,73 11.373.827,44
63.619.881,43 63.854.324,70
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.257.711,00 2.085.284,00
2. Steuerrückstellungen 1.953.558,00 1.730.200,32
3. Sonstige Rückstellungen 11.763.715,01 10.024.445,60
15.974.984,01 13.839.929,92
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.995.768,79 16.941.715,77
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 348.470,19 292.705,16
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.428.213,96 5.609.597,97
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 34.460.722,30 35.500.216,25
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 110.265,21 321.899,48
6. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 595.495,15 112.424,60
7. Sonstige Verbindlichkeiten 548.253,42 760.542,63
(davon aus Steuern € 350.401,47; Vorjahr € 619.223,75)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 71,28; Vorjahr € 14.200,63)
56.487.189,02 59.539.101,86
136.082.054,46 137.233.356,48

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023
2022
1. Umsatzerlöse 84.373.268,26 83.712.552,66
2. Erhöhung (Vorjahr: Verminderung) des Bestands an Lizenzrechten 697.639,17 -3.919.782,14
3. Sonstige betriebliche Erträge
(davon Erträge aus Währungsumrechnung € 308.293,98; Vorjahr € 819.050,80)
1.358.756,01 1.224.248,96
86.429.663,44 81.017.019,48
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für erworbene Lizenzrechte -49.995.043,26 -43.790.022,02
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -6.692.552,51 -6.504.180,11
-56.687.595,77 -50.294.202,13
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -11.934.341,10 -11.215.469,11
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung
(davon für Altersversorgung € 105.687,00; Vorjahr € 59.568,00) -2.191.051,96 -1.959.041,91
-14.125.393,06 -13.174.511,02
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -93.359,28 -398.148,42
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen
(davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung € 308.087,30; Vorjahr € 218.551,22)
-10.994.045,44 -10.816.418,74
4.529.269,89 6.333.739,17
8. Erträge aus Beteiligungen 11.891.113,16 13.110.807,54
(davon aus verbundenen Unternehmen € 5.166.223,03; Vorjahr € 7.864.496,97)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 535.307,36 335.246,54
(davon aus verbundenen Unternehmen € 83.707,04; Vorjahr € 79.259,31)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -5.797.333,33 -389.255,21
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.094.745,87 -398.632,67
(davon an verbundene Unternehmen € 260.143,22; Vorjahr € 39.551,40)
(davon Aufwendungen aus Aufzinsung € 90.818,00; Vorjahr € 37.729,00)
(davon periodenfremde Aufwendungen € 1.361,00; Vorjahr € 31.559,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.797.316,48 -2.517.389,93
(davon periodenfremde Aufwendungen 1.001.974,00€ ; Vorjahr € 275.350,16)
(davon periodenfremde Erträge € 937.521,80; Vorjahr € 94.441,78)
13. Ergebnis nach Steuern 8.266.294,73 16.474.515,44
14. Sonstige Steuern -738,00 -688,00
15. Jahresüberschuss 8.265.556,73 16.473.827,44
16. Vorabausschüttung -5.100.000,00 -5.100.000,00
17. Bilanzgewinn 3.165.556,73 11.373.827,44

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Der Jahresabschluss der ZDF Studios GmbH, mit Sitz in Mainz (Amtsgericht Mainz HRB 4927) zum 31. Dezember 2023 ist nach den Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang erfolgen können, erfolgen sie überwiegend im Anhang.

Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Beim Umlaufvermögen wurde entsprechend den Besonderheiten der Branche das gesetzliche Gliederungsschema um Lizenzrechte erweitert.

Zum besseren Verständnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung der Posten Materialaufwand um Aufwendungen für erworbene Lizenzrechte erweitert.

Die Bilanz wurde gemäß § 268 Abs. 1 HGB unter Berücksichtigung der teilweisen Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

ZDF Studios stellt gemäß § 290 HGB als Mutterunternehmen einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht auf.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung der entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um die planmäßige Abschreibung. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der immateriellen Vermögensgegenstände beträgt 3 Jahre. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die zur Weiterveräußerung bestimmten Sende- und ähnlichen Rechte werden im Umlaufvermögen bilanziert.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Die Abschreibung erfolgt linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände. Die Abschreibung auf Zugänge erfolgt grundsätzlich zeitanteilig. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände beträgt 3 - 15 Jahre. Soweit die beizulegenden Zeitwerte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € bis zu 1.000 € werden seit dem 1. Januar 2008 in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und über die Dauer von fünf Jahren gewinnmindernd aufgelöst. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis 250 € werden weiterhin im Jahr des Zugangs in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Unter den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten ausgewiesen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, und die sonstigen Ausleihungen sind zu Nominalwerten bewertet.

Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis versicherungsmathematischer Gutachten mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet.

Die Vorräte beinhalten im Wesentlichen zum Weiterverkauf bestimmte Rechte, Waren und teilfertige Produktionen. Die zum Weiterverkauf bestimmten Rechte sind mit den Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bewertet. Bei der Verwertung der Lizenzrechte wird ab dem ersten Verwertungsvorgang aus dem Umsatzerlös eine Marge von 20 % als Ergebnisbeitrag realisiert, d.h. bei der Bewertung der Lizenzen werden anteilig 80 % der Umsatzerlöse aufwandswirksam im Materialaufwand unter Reduktion des Lizenzwertes erfasst. Die genannte Marge wurde als Ergebnis der letzten steuerlichen Außenprüfung mit Wirkung zum Geschäftsjahr 2022 von 10 % auf 20 % erhöht. Zur Vermeidung einer potentiellen Überbewertung führt die Gesellschaft zu jedem Stichtag einen Niederstwerttest und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen durch.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei der Bewertung der Forderungen wurde, wie im Vorjahr, eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % in Ansatz gebracht. Daneben waren kleinere Einzelwertberichtigungen notwendig.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zum Nennwert am Bilanzstichtag angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Die Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind grundsätzlich mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Rückstellungen für Pensionen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnung nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) unter Berücksichtigung der aktuellen Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck bewertet. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank im Monat Januar 2024 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Zum 31. Dezember 2023 wurde dementsprechend ein Zinssatz von 1,82 % p. a. (Vorjahr 1,78 %) angewendet; Zinsänderungseffekte sind im Zinsaufwand erfasst. Der sich gegenüber der Anwendung der Altregelung (Berechnung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre) ergebende Unterschiedsbetrag beträgt 13 T€ (Vorjahr 58 T€). Bei der Ermittlung der Rückstellungen für Pensionen wurden Rentensteigerungen von 0,00 % (2024), 2,00 % (2025) und 1,71 % (2026-2028) danach 1,00 % für die nachfolgenden Jahre zugrunde gelegt. Da es sich bei dem Versorgungsplan um eine freiwillige arbeitnehmerfinanzierte Zusatzversorgung durch Gehaltsumwandlung handelt, wurden keine Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. Fluktuation berücksichtigt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag passiviert.

Zur Bewertung von Devisentermingeschäften wird jeweils der vereinbarte Kurs mit dem Terminkurs gleicher Fälligkeit verglichen. Ein sich daraus ergebender unrealisierter Verlust wird zurückgestellt, sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden. Eine positive Differenz (Bewertungsgewinn) wird in einem solchen Fall nicht berücksichtigt. Eine Aufrechnung von Gewinnen und Verlusten erfolgt dann nicht. Das Bewertungsergebnis wird auf den Barwert abgezinst.

Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften werden ausschließlich zur Absicherung bestehender und zukünftiger Währungsrisiken eingesetzt. Die Gesellschaft tätigt Devisentermingeschäfte zur Absicherung gegenüber Wechselkursänderungen nur dann, wenn vertraglich vereinbarte Zahlungsströme vorliegen. Grund- und Sicherungsgeschäft werden gemäß § 254 HGB zu einer Bewertungseinheit zusammengefasst. In dem Umfang und für den Zeitraum, in dem sich die gegenläufigen Zahlungsströme ausgleichen, findet keine buchmäßige Erfassung der Bewertung statt.

Zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 16.942 T€ wurde ein Zinsbegrenzungsgeschäft (Cap) mit einem Nominalvolumen von 14.000 T€ abgeschlossen. Für bilanzielle Zwecke wurden entsprechende Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB gebildet. Dabei wurde die sogenannte Einfrierungsmethode zugrunde gelegt. Das Zinssicherungsgeschäft hat eine Laufzeit bis zum 19.10.2025, die in etwa den Laufzeiten der entsprechenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten entspricht. Als Methode der Ermittlung der Wirksamkeit gemäß § 285 Nr. 23 b) HGB kommt die Critical-Term-Match-Methode zur Anwendung. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt.

Fremdwährungsumrechnung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Bilanzposten werden zum Stichtag wie folgt bewertet:

Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, angesetzt (Imparitätsprinzip).

Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder zum höheren Stichtagskurswert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag, bewertet (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Der Berechnung der latenten Steuern liegt ein effektiver Steuersatz von 26,675 % (Vorjahr 26,675 %) zugrunde (15,825 % für die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und 10,85 % für die Gewerbesteuer), der sich voraussichtlich im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen ergeben wird. Der Steuersatz für die Gewerbesteuer ergibt sich aus dem Gewerbesteuerhebesatz von 310 % (Vorjahr 310 %).

III. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

1. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der immateriellen Vermögensgegenstände, Sachanlagen und Finanzanlagen ist im nachfolgenden Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt.

Die Finanzanlagen der Gesellschaft beinhalten zum Bilanzstichtag folgende Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen:

Anteil am Eigenkapital
%
Eigenkapital der Gesellschaft
EUR
Jahresergebnis
EUR
Network Movie Film- und Fernsehproduktion GmbH, Köln (2) 100,00 4.146.022,01 3.120.022,01
ZDF Digital Medienproduktion GmbH, Mainz (vormals Streamwerke GmbH, Berlin) (2) 100,00 -1.916.954,54 -16.978,36
ZDF Servicegesellschaft mbH, Mainz (2) 100,00 329.090,39 107.182,62
doc.station GmbH, Hamburg (2) 100,00 233.788,78 83.788,78
Off the Fence B.V., Amsterdam (2) (5) 100,00 9.795.447,00 419.520,00
Spark GmbH, Oberhaching 100,00 32.258,03 -5.194,25
Gruppe 5 Filmproduktion GmbH, Köln 75,00 1.021.156,87 995.456,87
Content Laden GmbH, München (4) 70,00 n.a. n.a.
Studio TV Film GmbH, Berlin (2) 50,00 1.630.159,65 1.059.466,01
Enterprises Sonor Musik GmbH, Mainz (2) 49,00 1.738.413,07 1.712.813,07
Bavaria Fiction GmbH, Grünwald (1) 49,00 7.009.511,67 6.693.399,04
Intaglio Films GmbH, Berlin (2) 49,00 -3.124.385,07 -377.255,11
Doclights GmbH, Hamburg 49,00 969.513,80 856.513,80
Riverside Entertainment GmbH, Hamburg 49,00 512.780,42 487.780,42
Nadcon GmbH, Köln (2) 49,00 -804.898,34 96.364,79
Fiction Magnet GmbH, München (3) 49,00 7.442,16 -66.399,17
Real Film GmbH, Berlin 49,00 1.423.236,75 1.170.236,75
European Media Rights Ltd, London (3) 36,10 721.994,30 0,00
Mainstream Networks Holding GmbH & Co KG, Ismaning (2) 26,00 311.375,00 1.013.144,38

(1) Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis 31.01.2023

(2) Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis 31.12.2022

3) Geschäftsjahr vom 01.04.2022 bis 31.03.2023

(4) Neugründung

(5) konsolidierter Ausweis des Off the Fence - Teilkonzerns

Im Jahr 2023 wurde mit der Gründung der auf die Entwicklung und Produktion von seriellen Factual Entertainment-Formaten ausgerichteten Produktionsgesellschaft Content Laden GmbH die Positionierung der ZDF Studios-Gruppe in diesem Genre verstärkt. ZDF Studios hält 70% der Anteile an dieser Gesellschaft.

Außerdem wurde die ZDF Digital GmbH auf die Streamwerke GmbH verschmolzen. Zugleich wurde die verschmolzene Gesellschaft in ZDF Digital GmbH umfirmiert und der Firmensitz von Berlin nach Mainz verlegt.

Daneben wurde in Vorbereitung der im Jahr 2024 umgesetzten wirtschaftlichen Neugründung der Spark GmbH als ZDF Sparks GmbH zur Aufnahme der neuen KI-Agentur des ZDF-Verbunds eine Zahlung im Umfang von 290 T€ in die Kapitalrücklagen dieser Gesellschaft geleistet.

Auf die Anteile an verbundenen Unternehmen wurde zum 31. Dezember 2023 aus kaufmännischer Vorsicht eine Teilwertabschreibung in Höhe von 5.700 T€ vorgenommen.

In den Ausleihungen an Beteiligungsunternehmen sind Darlehen an Intaglio Films GmbH in Höhe von 2.009 T€ (Vorjahr: 2.009 T€) und an Nadcon GmbH in Höhe von 1.200 T€ (Vorjahr: 1.300 T€) enthalten.

Unter den Finanzanlagen ist weiterhin das Deckungskapital aus einer Rückdeckungsversicherung für Pensionszusagen in Höhe von 1.475 T€ (Vorjahr: 1.332 T€) sowie die aktivierte Prämie für ein als Höchstsatzvereinbarung (Cap) abgeschlossenes Zinsbegrenzungsgeschäft enthalten, die planmäßig über die Laufzeit von drei Jahren abgeschrieben wird.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7.874T€ (Vorjahr 9.655 T€) haben eine Laufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Umfang von 391 T€ (Vorjahr 341 T€) bestehen mit einem Anteil von 228 T€ vor allem gegen die ZDF Digital GmbH aus Lieferungen und Leistungen (Vorjahr 328 T€). Daneben bestehen Forderungen aus Zinsen für Bürgschaften, Forderungen aus D&O Versicherung und Dienstleistungserstattung gegen die Network Movie GmbH in Höhe von 104 T€ (Vorjahr 0 T€) sowie gegen die Off the Fence in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 0 T€) aus Lizenzen und Jahresbeitrag D&O Versicherung.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betragen insgesamt 169 T€ (Vorjahr 205 T€). Sie betreffen unter anderem die Bavaria Fiction GmbH mit Forderungen aus Avalprovisionen und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (verrechnet mit Verbindlichkeiten) in Höhe von 30 T€ (Vorjahr 29 T€). Gegen die Nadcon GmbH bestehen Forderungen aus Darlehenszinsen in Höhe von 61 T€ (Vorjahr 62 €) sowie aus Dienstleistungserstattungen und Weiterbelastungen in Höhe von 76 T€ (Vorjahr 16 T€).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Zum Bilanzstichtag besteht ein Überhang aktiver latenter Steuern. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die ermittelten aktiven latenten Steuern resultieren aus temporären Differenzen bei den Anteilen an verbundenen Unternehmen, den Rückstellungen für Pensionen und den sonstigen Rückstellungen.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 11.764 T€ (Vorjahr 10.024 T€) enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Erlösbeteiligungen (5.428 T€), personalbezogene Rückstellungen (980 T€), Agentenprovisionen (837 T€), Synchronisationskosten (997 T€) sowie Rechteerwerbe von Dritten (2.402 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter wurden bei gegebener Aufrechnungslage mit den Forderungen saldiert. Sie betreffen mit 34.947 T€ (Vorjahr 33.189 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, mit 5.402 T€ (Vorjahr 11.210 T€) Verbindlichkeiten aus dem Liquiditätsclearing und mit 5.100 T€ (Vorjahr 5.100 T€) Verbindlichkeiten aus der Vorabausschüttung. Dem stehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11.454 T€ (Vorjahr 13.999 T€) gegenüber.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der doc.station GmbH (74 T€, Vorjahr 31 T€), der Gruppe 5 GmbH (34 T€, Vorjahr 19 T€) sowie der ZDF Casino GmbH (3 T€, Vorjahr 1 T€).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber der Intaglio GmbH in Höhe von 477 T€ (Vorjahr 0 T€) und der Doclights GmbH in Höhe von 118 T€ (Vorjahr 112 T€).

Die Laufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich zum Bilanzstichtag wie folgt dar:

in € unter 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.050.872,00 4.944.896,79 0,00 14.995.768,79
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 348.470,19 0,00 0,00 348.470,19
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 5.428.213,96 0,00 0,00 5.428.213,96
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 34.460.722,30 0,00 0,00 34.460.722,30
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 110.265,21 0,00 0,00 110.265,21
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 595.495,15 0,00 0,00 595.495,15
sonstige Verbindlichkeiten 548.253,42 0,00 0,00 548.253,42

Die Laufzeiten zum 31. Dezember 2022 beliefen sich auf:

in € unter 1 Jahr über 1 Jahr davon über 5 Jahre Gesamt
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 402.000,00 16.539.715,77 0,00 16.941.715,77
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 292.705,16 0,00 0,00 292.705,16
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen 5.609.597,97 0,00 0,00 5.609.597,97
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 35.500.216,25 0,00 0,00 35.500.216,25
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 321.899,48 0,00 0,00 321.899,48
Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 112.424,60 0,00 0,00 112.424,60
sonstige Verbindlichkeiten 760.542,63 0,00 0,00 760.542,63

In Bezug auf die gemäß § 254 HGB gebildeten Bewertungseinheiten ist die Erläuterung der abgesicherten Risiken, der Sicherungsstrategie sowie der Effektivität im Lagebericht enthalten. Gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert und in Bewertungseinheiten einbezogen wurde:

Abgesichertes Risiko Sicherungsinstrument Abgesichertes Volumen zum 31.12.2023
T€
Positiver Zeitwert
T€
Negativer Zeitwert
T€
Zinsänderungsrisiko Darlehen Zinsbegrenzungsgeschäft 14.000,00 112,19 0,00

Der Buchwert des Zinsbegrenzungsgeschäfts in Höhe von 170 T€ wird unter den sonstigen Ausleihungen ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert des Zinsbegrenzungsgeschäfts entspricht dem Marktwert (Mark-to-Market Bewertung); er wurde von dem Kreditinstitut ermittelt, bei dem dieses Sicherungsgeschäft abgeschlossen wurde.

2. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:

2023
T€
2022
T€
Erlöse aus der Verwertung von eigenen Filmrechten 48.248 44.349
Erlöse aus der Geschäftsbesorgung und Betriebsführung 4.736 4.299
Erlöse aus sonstiger Verwertung 29.563 33.332
Sonstige Umsatzerlöse (nach BilRUG) 1.826 1.390
84.373 83.713

Die Umsatzerlöse wurden etwa zur Hälfte im Inland erzielt.

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten unter anderem periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (710 T€, Vorjahr: 107 T€) sowie der Auflösung von Wertberichtigungen und Zuschreibungen (43 T€, Vorjahr: 67 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Kosten für Vertriebsprovisionen (1.062 T€, Vorjahr: 529 T€), Dienstleistungsabgeltungen an das ZDF (1.739 T€, Vorjahr: 1.738 T€) sowie Raumkosten (1.148 T€, Vorjahr: 1.123 T€) und Messekosten (985 T€, Vorjahr: 960 T€) enthalten. Daneben beinhaltet diese Position periodenfremde Aufwendungen für zu erwartende Forderungsverluste (106 T€, Vorjahr: 120 T€).

In den Zinsen und sonstigen Erträgen sind Erträge aus Ausleihungen des Anlagevermögens in Höhe von 164 T€ (Vorjahr: 166 T€) enthalten.

In den Ertragssteuern sind, neben periodenfremden Aufwendungen (1.002 T€), Auflösungen von Steuerrückstellungen für Körperschaftssteuer (294 T€) und Gewerbesteuer (518 T€) enthalten. Die Rückstellungen waren im Zusammenhang mit den im Rahmen des Agenturmodells 2 erfolgten Verwertungen gebildet worden. Diese Rückstellungsauflösungen wurden mit den gebuchten Aufwendungen saldiert.

3. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag hat die ZDF Studios GmbH Bürgschaften im Umfang von 28.484 T€ (davon verbundene Unternehmen 4.773 T€ und assoziierten Unternehmen 23.711 T€) vor allem zur Besicherung für Vorauszahlungen von Auftraggebern verschiedener Produktionsvorhaben gewährt. Daneben wurden Patronatserklärungen in Höhe von 13.043 T€ (davon verbundene Unternehmen 13.043 T€) insbesondere zur Besicherung von Bankkreditlinien abgegeben.

Aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens der Gesellschaften bzw. der bestehenden Bonität, gehen wir aufgrund des als gering einzuschätzenden Risikos nicht von einer Inanspruchnahme aus, weshalb keine Rückstellungsbildung erfolgt.

Die Beteiligungen von ZDF Studios unterliegen einem engmaschigen Beteiligungscontrolling bis hinab auf die Projektebene der Gesellschaften. ZDF Studios ist somit stets über die relevanten Aspekte der wirtschaftlichen Lage der Gesellschaften, denen sie Bürgschaften gewährt, informiert und hat über ihre Gesellschafterstellung immer die Möglichkeit, bei Fehlentwicklungen korrigierend einzugreifen. Wegen des aus diesen Gründen als gering einzuschätzenden Risikos einer Inanspruchnahme aus den Haftungsverhältnissen erfolgte keine Rückstellungsbildung.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen insgesamt 1.393 T€. Aus Mietverpflichtungen betragen diese 945 T€ für das Jahr 2024 und 236 T€ für die Jahre 2025 bis 2028. Die Leasingverpflichtungen betragen 73T€ für das Jahr 2024 und 34 T€ für die Folgejahre 2025 bis 2028. Die Verpflichtungen aus Wartungsverträgen für Software betragen 105 T€ für das Jahr 2024.

Neben den dargelegten sonstigen finanziellen Verpflichtungen sowie Haftungsverhältnissen existieren keine außerbilanziellen Geschäfte, die für die Finanzlage der Gesellschaft von Bedeutung wären.

IV. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter

Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 181 (Vorjahr 165) Angestellte, darin sind 1 (Vorjahr 1) Auszubildende enthalten. Die Zahl der Stellen betrug im Geschäftsjahr 152,40 (Vorjahr 140,98) Stellen.

2. Aufsichtsrat am 31.12.2023

Dr. Norbert Himmler Aufsichtsratsvorsitzender Intendant des ZDF

Karin Brieden

Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Verwaltungsdirektorin des ZDF Vorsitzende des Finanzausschusses ZDF Studios Dr. Thomas Bellut Intendant des ZDF a.D.

Dr. Nadine Bilke Programmdirektorin des ZDF

Michael Sommer

Mitglied des ZDF-Verwaltungsrats Marlehn Thieme Vorsitzende des ZDF-Fernsehrats

Frank Werneke

Mitglied des ZDF-Fernsehrats Prof. Dr. Birgitta Wolff Mitglied des ZDF-Verwaltungsrats

An die Aufsichtsratsmitglieder wurden im Geschäftsjahr 57.600,00 € (Vorjahr 63.600,00 €) Sitzungsgelder und 0,00 € (Vorjahr 96,92 €) an Auslagen gezahlt.

3. Geschäftsführer

Im Geschäftsjahr 2023 waren Herr Dr. Markus Schäfer, Physiker und Frau Karoline Meichsner-Sertl, Juristin, als Geschäftsführer/in bestellt. Die Angabe der Bezüge für die Geschäftsführer unterbleibt in Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

4. Abschlussprüferhonorar

Die Angaben zu dem für das Geschäftsjahr berechneten Gesamthonorar des Abschlussprüfers gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss der ZDF Studios GmbH, Mainz, zum 31. Dezember 2022.

5. Ergebnisverwendungsvorschlag

Gemäß Gesellschafterbeschluss vom 30. November 2023 wurden 5.100 T€ an den Gesellschafter ZDF vorab ausgeschüttet. Die Geschäftsführung schlägt vor, den verbleibenden Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 im Umfang von 3.100 T€ auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 66 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.

6. Nachtragsbericht

Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres 2023 ist die im Januar 2024 erfolgte wirtschaftliche Neugründung der Spark GmbH als ZDF Sparks GmbH zur Aufnahme der neuen KI-Agentur des ZDF-Verbunds zu nennen.

Im Geschäftsjahr 2024 wurde eine Patronatserklärung gegenüber der doc.station GmbH, Hamburg, abgegeben.

7. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft erstellt als Muttergesellschaft einen Konzernabschluss der ZDF Studios-Gruppe (kleinster Kreis von verbundenen Unternehmen) und wird in den Konzernabschluss des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) Anstalt des öffentlichen Rechts, Mainz (größter Kreis von verbundenen Unternehmen), einbezogen. Der Konzernabschluss der ZDF Studios-Gruppe wird im Unternehmensregister bekannt gemacht.

 

Mainz, den 27. Juni 2024

Dr. Markus Schäfer

Karoline Meichsner-Sertl

ANLAGENSPIEGEL ZUM 31.12.2023

Bruttowerte
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.468.746,64 581.538,73 0,00 3.050.285,37
Geleistete Anzahlungen 0,00 631.672,66 0,00 631.672,66
2.468.746,64 1.213.211,39 0,00 3.681.958,03
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 559.157,68 0,00 0,00 559.157,68
Technische Anlagen 93.946,76 0,00 0,00 93.946,76
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.732.585,16 25.879,97 1.023,70 1.757.441,43
2.385.689,60 25.879,97 1.023,70 2.410.545,87
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 18.656.762,18 307.500,00 0,00 18.964.262,18
Anteile an assoziierten Unternehmen 13.935.004,86 0,00 0,00 13.935.004,86
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 3.309.000,00 0,00 100.000,00 3.209.000,00
Sonstige Ausleihungen 1.624.252,00 142.620,00 0,00 1.766.872,00
37.525.019,04 450.120,00 100.000,00 37.875.139,04
42.379.455,28 1.689.211,36 101.023,70 43.967.642,94
Bruttowerte
Abschreibungen
1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibung
EUR
31.12.2023
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 2.114.803,64 19.843,31 0,00 29.892,58 2.104.754,37
Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2.114.803,64 19.843,31 0,00 29.892,58 2.104.754,37
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 472.163,68 37.283,00 0,00 0,00 509.446,68
Technische Anlagen 80.196,76 5.892,00 0,00 0,00 86.088,76
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.613.157,16 30.340,97 1.023,70 0,00 1.642.474,43
2.165.517,60 73.515,97 1.023,70 0,00 2.238.009,87
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 901.199,12 5.700.000,00 0,00 0,00 6.601.199,12
Anteile an assoziierten Unternehmen 1.059.843,77 0,00 0,00 0,00 1.059.843,77
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 24.333,33 97.333,33 0,00 0,00 121.666,66
1.985.376,22 5.797.333,33 0,00 0,00 7.782.709,55
6.265.697,46 5.890.692,61 1.023,70 29.892,58 12.125.473,79
Nettowerte
Restbuchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 945.531,00 353.943,00
Geleistete Anzahlungen 631.672,66 0,00
1.577.203,66 353.943,00
Sachanlagen
Bauten auf fremden Grundstücken 49.711,00 86.994,00
Technische Anlagen 7.858,00 13.750,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 114.967,00 119.428,00
172.536,00 220.172,00
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 12.363.063,06 17.755.563,06
Anteile an assoziierten Unternehmen 12.875.161,09 12.875.161,09
Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 3.209.000,00 3.309.000,00
Sonstige Ausleihungen 1.645.205,34 1.599.918,67
30.092.429,49 35.539.642,82
31.842.169,15 36.113.757,82

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ZDF Studios GmbH, Mainz

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ZDF Studios GmbH, Mainz, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ZDF Studios GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 27. Juni 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin

ppa. Michael Neutz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde am 22.07.2024 festgestellt.

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
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Website-Inhalt

Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

  • Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
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Profil · Finanzen · Personen · Dokumente

Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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