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ZytoService Beta GmbH GmbH

Hamburg ·HRB 146673 Hamburg
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Warburgstraße 2
20354 Hamburg
Handelsregister
HRB 146673, Hamburg
Eintragungsdatum
perjantai 2. kesäkuuta 2017
Branche
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Unternehmenszweck
Der Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften.

Finanzen

Umsatz 2022
596,40 Mio. €
Mitarbeiter 2022
905
Bilanzsumme 2022
375,29 Mio. €
Jahresergebnis 2022
−9,82 Mio. €
3 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 375,29 Mio
  • Umlaufvermögen 53,0 % 198,86 Mio
  • Anlagevermögen 35,6 % 133,75 Mio
  • Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 11,1 % 41,71 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 981,7 k
  • Aktive latente Steuern 0,0 % 0
Passivseite 375,29 Mio
  • Verbindlichkeiten 92,7 % 347,76 Mio
  • Rückstellungen 7,3 % 27,25 Mio
  • Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 0,0 % 156,8 k
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 78,5 k
  • Passive latente Steuern 0,0 % 54,4 k
  • Eigenkapital 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 788,03 Mio
  • Umsatzerlöse 75,7 % 596,40 Mio
  • Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 10,4 % −81,71 Mio
  • Konzernverlustvortrag 9,1 % −71,38 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4,3 % 33,89 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,5 % 3,63 Mio
  • Ausschüttung 0,1 % −500,0 k
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 313,2 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 204,2 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 17,3 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 0
Aufwendungen 576,50 Mio
  • Materialaufwand 79,5 % 458,05 Mio
  • Personalaufwand 10,2 % 58,73 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 6,1 % 35,39 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 2,8 % 15,92 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,5 % 8,40 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % 8,9 k
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 0,0 % 781
  • Gesamtleistung 600,34 Mio
  • Rohergebnis 142,28 Mio
  • Betriebsergebnis 14,28 Mio
  • Finanzergebnis −15,70 Mio
  • Ergebnis nach Steuern −9,82 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −9,82 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Mirco Dr. Schaecke seit 2018 Geschäftsführer
  • Pia Maria Sundermann seit 2018 Geschäftsführer
3 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • alanta health group GmbH DEU AG Hamburg HRB 140 278 100.0 % 25k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

23.2 % identifiziert 76.8 % nicht identifiziert
  • T***** B**** 3.0 %
  • E*** S***** 3.0 %
6 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2022
  2. 06.12.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Pia Maria Sundermann · Managing Director
  3. 06.12.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Mirco Dr. Schaecke · Managing Director
  4. 05.01.
    Austritt einer Position
    A**** D** · Managing Director
  5. 2018
  6. 14.03.
    Austritt einer Position
    T***** B**** · Managing Director
  7. 14.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    A**** D** · Managing Director
  8. 14.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Pia Maria Sundermann · Managing Director
  9. 14.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Mirco Dr. Schaecke · Managing Director
  10. 17.01.
    Zweckänderung
    Der Gegenstand des Unternehmens sind der Erwerb sowie das Halten und Verwalten von Beteiligungen an in- und ausländischen Gesellschaften.
12 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
  • 2020 Konzernabschluss
  • 2019 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2021

Veröffentlicht am keskiviikko 18. tammikuuta 2023 · Quelle: Bundesanzeiger

alanta health group GmbH

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.592.550,00 1.604.447,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 123.770.458,23 151.617.293,18
3. Geleistete Anzahlungen 1.500.553,75 1.331.016,15
126.863.561,98 154.552.756,63
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.596.741,50 2.954.961,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.208.179,41 5.605.849,53
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.344,52 0,00
7.851.265,43 8.560.810,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 146.980,00 131.980,00
2. Beteiligungen 12.021.538,30 12.021.538,30
3. Sonstige Ausleihungen 163,69 163,69
12.168.681,99 12.153.681,99
146.883.509,40 175.267.249,15
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 18.470.412,25 22.452.582,21
2. Unfertige Leistungen 0,00 18.837,21
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.743.782,39 1.407.880,20
21.214.194,64 23.879.299,62
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 55.230.794,77 62.297.799,58
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.379.310,50 10.520.684,68
61.610.105,27 72.818.484,26
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 57.927.380,94 24.404.651,51
140.751.680,85 121.102.435,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 514.076,26 628.175,51
D. Aktive latente Steuern 22.484,59 25.269,39
E. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 31.381.634,04 32.082.725,46
319.553.385,14 329.105.854,90

Passiva

Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 39.975.000,00 39.975.000,00
III. Konzernbilanzverlust -71.381.634,04
davon nicht durch Eigenkapital gedeckt 31.381.634,04 -40.000.000,00 -40.000.000,00
0,00 0,00
B. Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens 41.335,00 31.524,00
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 12.656.233,65 13.497.944,81
2. Sonstige Rückstellungen 9.825.869,20 12.769.477,62
22.482.102,85 26.267.422,43
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen 281.776.205,45 282.060.349,49
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 12.213.314,84 18.449.025,05
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 64.752,99 53.431,19
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.878.220,01 2.116.362,74
davon aus Steuern: € 2.129.371,33 (Vorjahr: € 1.005.108,35)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 54.401,29 (Vorjahr: € 68.826,61)
296.932.493,29 302.679.168,47
E. Rechnungsabgrenzungsposten 97.454,00 127.740,00
319.553.385,14 329.105.854,90

Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
1. Umsatzerlöse 558.229.318,41 546.935.357,13
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an unfertigen Leistungen -18.837,21 18.837,21
3. Sonstige betriebliche Erträge 3.178.810,67 4.036.975,51
4. Gesamtleistung 561.389.291,87 550.991.169,85
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 419.562.532,04 417.041.284,42
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 397.162,19 476.928,94
419.959.694,23 417.518.213,36
6. Rohergebnis 141.429.597,64 133.472.956,49
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 43.517.682,85 42.699.243,72
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung: 7.726.254,09 7.161.735,94
davon für Altersversorgung: € 137.600,21 (Vorjahr: € 122.942,02)
51.243.936,94 49.860.979,66
8. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 31.459.176,04 32.109.671,80
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 29.255.884,91 29.000.152,38
10. Betriebsergebnis 29.470.599,75 22.502.152,65
11. Erträge aus Beteiligungen 1.492,42 1.382,14
davon von verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: € 1.356,75)
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 11.141,26 1.930.581,99
davon von verbundenen Unternehmen: € 0,00 (Vorjahr: € 1.802.269,25)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: €0,00 (Vorjahr: € 1.600,00)
13. Aufwendungen aus Verlustübernahme 665,57 1.188,27
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 14.428.465,22 15.731.489,72
davon an verbundene Unternehmen: € 1.676,35 (Vorjahr: € 1.086,41)
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen: € 2.225,23 (Vorjahr: € 0,00)
15. Finanzergebnis -14.416.497,11 -13.800.713,86
16. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.044.674,44 11.746.821,11
davon Aufwendungen (Vorjahr: Erträge) aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern: € 2.784,80 (Vorjahr: € -18.845,70)
17. Ergebnis nach Steuern 1.009.428,20 -3.045.382,32
18. Sonstige Steuern 8.336,78 11.117,87
19. Konzernjahresüberschuss (Vorjahr:-fehlbetrag) 1.001.091,42 -3.056.500,19
20. Konzernverlustvortrag -72.082.725,46 -38.979.302,10
21. Ausschüttung -300.000,00 -30.046.923,17
22. Konzernbilanzverlust -71.381.634,04 -72.082.725,46

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021

2021 2020
T€ T€
Konzernjahresüberschuss (Vorjahr: -fehlbetrag) 1.001 -3.057
+/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 31.459 32.110
+/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -2.946 1.094
-/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 13.430 -13.233
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -5.665 -4.114
-/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 96 -171
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 14.417 13.801
+/- Ertragsteueraufwand/-ertrag 14.045 11.747
-/+ Ertragsteuerzahlungen -14.430 -7.275
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 51.407 30.902
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 440
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.745 -967
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 19 106
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.430 -2.933
- Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -15 -2.008
- Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 -12.000
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 -455
+ Erhaltene Zinsen 115 20
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -3.056 -17.796
- Gezahlte Zinsen -14.528 -16.268
- Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens -300 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -14.828 -16.268
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 33.522 -3.162
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 24.405 27.567
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 57.927 24.405
Finanzmittelfonds
Flüssige Mittel 57.927 24.405
57.927 24.405

Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
in €
Stand am 01.01.2020 25.000,00
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0,00
Ausschüttungen 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Anteil 0,00
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 25.000,00
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0,00
Ausschüttungen 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Anteil 0,00
Stand am 31.12.2021 25.000,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Rücklagen Konzernbilanzverlust
Kapitalrücklage
in € nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag davon nicht durch Eigenkapital gedeckt
Stand am 01.01.2020 39.975.000,00 -30.429.911,24 -8.549.390,86 0,00
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0,00 -8.549.390,86 8.549.390,86 0,00
Ausschüttungen 0,00 -30.046.923,17 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag 0,00 0,00 -3.056.500,19 0,00
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Anteil 0,00 0,00 0,00 32.082.725,46
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 39.975.000,00 -69.026.225,27 -3.056.500,19 32.082.725,46
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0,00 -3.056.500,19 3.056.500,19 0,00
Ausschüttungen 0,00 -300.000,00 0,00 0,00
Konzernjahresüberschuss 0,00 0,00 1.001.091,42 0,00
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Anteil 0,00 0,00 0,00 -701.091,42
Stand am 31.12.2021 39.975.000,00 -72.382.725,46 1.001.091,42 31.381.634,04
Eigenkapital des Mutterunternehmens Konzerneigenkapital
Konzernbilanzverlust
in € Summe Summe
Stand am 01.01.2020 -38.979.302,10 1.020.697,90
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00
Ausschüttungen -30.046.923,17 -30.046.923,17
Konzernjahresfehlbetrag -3.056.500,19 -3.056.500,19
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Anteil 32.082.725,46 32.082.725,46
Stand am 31.12.2020/01.01.2021 -40.000.000,00 0,00
Umgliederung des Vorjahresergebnisses 0,00 0,00
Ausschüttungen -300.000,00 -300.000,00
Konzernjahresüberschuss 1.001.091,42 1.001.091,42
Nicht durch Eigenkapital gedeckter Anteil -701.091,42 -701.091,42
Stand am 31.12.2021 -40.000.000,00 0,00

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Muttergesellschaft alanta health group GmbH (im Folgenden "alanta health group") hat ihren Sitz in Hamburg. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter HRB 140278 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss wurde entsprechend den Vorschriften des Handelsgesetzbuches sowie den ergänzenden Regelungen des GmbH-Gesetzes erstellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach der für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschrift des § 266 HGB. Die Bezeichnung einzelner Bilanzpositionen wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst. Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 HGB, wobei das Gesamtkostenverfahren angewendet wird. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde ferner gemäß § 265 Abs. 5 HGB entsprechend den Bedürfnissen der Gesellschaft erweitert.

Der Berichtszeitraum umfasst das Kalenderjahr 2021.

III. Konsolidierungskreis (einschließlich Anteilsbesitz)

In den Konzernabschluss werden grundsätzlich der Jahresabschluss der alanta health group und ihrer Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die alanta health group mittelbar oder unmittelbar einen beherrschenden Einfluss gemäß § 290 Abs. 2 HGB ausüben kann.

Für erworbene Gesellschaften erfolgte die Erstkonsolidierung gemäß § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem die Unternehmen Tochterunternehmen geworden sind.

Der Konsolidierungskreis umfasst neben der alanta health group als Mutterunternehmen die folgenden Unternehmen:

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Beteiligung in %
ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg 100
Vivatis Arzneimittel GmbH, Hamburg 100
SKH Stadtteilklinik Hamburg GmbH, Hamburg 100
Medizinisches Versorgungszentrum für Immunologie Lokstedt GmbH, Hamburg 100
MVZ für Hämatologie und Onkologie Ulm GmbH, Ulm 100
Medizinisches Zentrum für Hämatologie und Onkologie München MVZ GmbH, München 100
VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Sonnenstraße GmbH, München 100
MVZ Hämatologie und Onkologie Duisburg GmbH, Duisburg 100
Medizinisches Versorgungszentrum für Hämatologie und Onkologie Düsseldorf GmbH, Düsseldorf 100
VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Mainz GmbH, Mainz 100
VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Mümmelmannsberg GmbH, Hamburg 100
MVZ für Ambulante Hämatologie und Onkologie Im Harz GmbH, Halberstadt (vormals: MVZ für interdisziplinäre Onkologie Hannover GmbH, Hannover) 100
MVZ für Senologie, gynäkologische Onkologie und spezielle operative Gynäkologie Taxisstraße München GmbH, München 100
Zentrum für Hämatologie und Onkologie MVZ GmbH, Porta Westfalica 100
SKH Studien GmbH, Hamburg 100
alanta health service GmbH, Hamburg 100
alanta medical information management GmbH, Hamburg 100
ZytoService Beta GmbH, Hamburg 100
ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan 100
ZytoService Deutschland GmbH Leipzig, Leipzig 100
ZytoService Deutschland GmbH München, München 100
Hämato-Onkologisches Zentrum Kassel MVZ GmbH, Kassel 100
Zentrum für Gastroenterologie Saar MVZ GmbH, Saarbrücken 100
Ambulantes Onkologie Zentrum Ansbach MVZ GmbH, Ansbach 100
MVZ für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie Weiden GmbH, Weiden in der Oberpfalz (vormals: MVZ für Hämatologie und Onkologie Niedersachsen GmbH, Hamburg) 100
Onkologie Ebersberg MVZ GmbH, Ebersberg 100
Vollkonsolidierte Tochterunternehmen Beteiligung in %
Zentrum für interdisziplinäre Onkologie Hamburg MVZ GmbH, Hamburg 100
Berufsausübungsgemeinschaft für Interdisziplinäre Onkologie München GbR, München 100
ÜBAG MVZ Lokstedt - MVZ Mümmelmannsberg GbR, Hamburg 100

Nicht konsolidiert werden die folgenden Unternehmen:

Nicht konsolidierte Tochterunternehmen Beteiligung in %
Forschungs- und Studiengesellschaft Hämato-Onkologische Projektentwicklung (HOPE) München mbH, München 100
al health logistics B.V., Enschede/Niederlande (vormals: ZytoService Nederland B.V., Almere/Niederlande) 100
ZytoPlus Verwaltungs GmbH, Hamburg 100
ZytoPlus Beteiligungs GmbH & Co. KG, Hamburg 100
ZytoPlus GmbH, Hamburg 100

Aufgrund ihrer für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vernachlässigenden Bedeutung - basierend auf dem geringen Umsatz und Jahresergebnis in Relation zum Konzernumsatz bzw. -jahresergebnis - wurden diese Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Die Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB stellen sich wie folgt dar:

Beteiligungen Beteiligung Eigenkapital Jahresergebnis
in % in T€ in T€
Indivumed GmbH, Hamburg 5,50 41.351 * -21.227 *
Doc Cirrus GmbH, Berlin 5,82 1.868 * -2.197 *

* Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020.

IV. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt.

Bei der Kapitalkonsolidierung wurde die Neubewertungsmethode (§ 301 Abs. 1 HGB) angewandt. Dabei erfolgte die Verrechnung der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile konsolidierungspflichtiger Tochterunternehmen mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals zum Erwerbszeitpunkt. Das Eigenkapital wurde mit dem Betrag angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten entspricht, der diesen an dem für die Verrechnung maßgeblichen Zeitpunkt beizulegen war.

Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsätze und anderen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen.

Bei der Zwischenergebniseliminierung werden die im Rahmen der Veräußerung bzw. Übertragung von Vermögensgegenständen zwischen einzelnen Gesellschaften des Konzerns resultierenden Buchgewinne bzw. Buchverluste gemäß § 304 Abs. 1 HGB rückgängig gemacht, sofern diese nicht gemäß § 304 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung sind.

V. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der alanta health group geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt und in den Konzernabschluss einbezogen.

Immaterielle Vermögensgegenstände

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer angesetzt.

Die derivativen Firmenwerte der ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg, werden linear über eine Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer der Firmenwerte wurden u. a. die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Knowhows und der Kundenbeziehungen berücksichtigt.

Die Abschreibung der derivativen Geschäfts- oder Firmenwerte der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) erfolgt linear über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wurde unter anderem die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Knowhows und der Geschäftsbeziehungen im Kontext der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt. Dabei wurden Erfahrungen vergleichbarer Transaktionen der Branche zu Grunde gelegt.

Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden linear über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Bei der Bemessung der Nutzungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes wurde jeweils unter anderem die Art und voraussichtliche Bestandsdauer des erworbenen Knowhows und der Geschäftsbeziehungen im Kontext der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bilanziert. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Mietereinbauten werden über die Restlaufzeit des Mietvertrages bzw. die ggf. kürzere wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt.

Vorräte

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die unfertigen Leistungen (Überlieger*Innen im Krankenhaus) wurden entsprechend ihrer anteiligen Verweildauer retrograd aus den Vergütungen für DRG-Fallpauschalen und Pflegeentgelten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Sie werden wertberichtigt, wenn ihr Ausgleich am Abschlussstichtag ungewiss oder gefährdet ist.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden mit ihren Nennwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 HGB nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in Höhe des Erfüllungsbetrags gebildet. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutsche Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst, soweit die hieraus resultierenden Abzinsungsbeträge wesentlich sind.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gebildet, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen.

Die Abschreibungen der im Rahmen von Verschmelzungen erworbenen Firmenwerte stellen steuerlich nicht abzugsfähige Verschmelzungsverluste dar. Aus diesen Unterschiedsbeträgen, die sich in späteren Berichtsjahren abbauen, ergibt sich für die Zukunft eine Steuerbelastung, da die in der Handelsbilanz ausgewiesenen Abschreibungen steuerlich nicht abzugsfähig sind. In analoger Anwendung der Erleichterungsregel des § 306 Satz 3 HGB hat es der Hauptfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) in seiner 223. Sitzung für vertretbar gehalten, aufgrund des Residualcharakters des Firmenwertes in diesem Fall von einer Passivierung latenter Steuern abzusehen. Auf die Bildung passiver latenter Steuern auf die im Rahmen von Verschmelzungen erworbenen Firmenwerte wurde dem folgend verzichtet.

VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Geschäfts- oder Firmenwerte

Die folgenden erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte sind in den statuarischen Jahresabschlüssen der einbezogenen Gesellschaften vor Einbezug in den Konzernabschluss entstanden.

Vollkonsolidierte Tochterunternehmen 31.12.2021 31.12.2020
in T€ in T€
ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg 4.517 7.927
MVZ 4.127 5.775

Aus der Kapitalkonsolidierung der ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg, und der Vivatis Arzneimittel GmbH, Hamburg, resultierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 216.981. Die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer von zehn Jahren begann am 1. Januar 2017. Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 21.697 berücksichtigt.

Aus der Kapitalkonsolidierung der ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan, der ZytoService Deutschland GmbH Leipzig, Leipzig, und der ZytoService Deutschland GmbH München, München, resultierten Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 12.993. Die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer von zehn Jahren begann am 1. Februar 2018. Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 1.081 berücksichtigt.

Aus der Kapitalkonsolidierung der Zentrum für Gastroenterologie Saar MVZ GmbH, Saarbrücken, resultierte ein Geschäfts- oder Firmenwert von T€ 97. Die lineare Abschreibung über die Nutzungsdauer von zehn Jahren begann am 1. Juli 2018. Im Geschäftsjahr 2021 wurden planmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 10 berücksichtigt.

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel als Anlage zum Anhang dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mögliche Ausfallrisiken bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden durch angemessene Einzelwertberichtigungen (T€ 21, Vorjahr: T€ 23) berücksichtigt. Auch bestehen Pauschalwertberichtigungen (T€ 113, Vorjahr: T€ 149) zur Berücksichtigung des allgemeinen Ausfallrisikos.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben in Höhe von T€ 127 (Vorjahr: T€ 154) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Zum 31. Dezember 2021 haben sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 163 (Vorjahr: T€ 163) eine Laufzeit von über einem Jahr.

Eigenkapital

Im Konzernbilanzverlust ist ein Verlustvortrag von T€ 72.083 (Vorjahr: T€ 38.979) enthalten.

Sonderposten aus Zuwendungen zur Finanzierung des Anlagevermögens

Der Sonderposten wird in Höhe der Restbuchwerte der nach dem Hamburgischen Krankenhausgesetz (HmbKHG) pauschal geförderten Vermögensgegenstände angesetzt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 9.826 (Vorjahr: T€ 12.769) betreffen im Wesentlichen erfolgsabhängige Vergütungen (T€ 3.128, Vorjahr: T€ 3.367), Abrechnungskorrekturen (T€ 2.886, Vorjahr: T€ 4.668), Zeitguthaben aus Urlaub und Überstunden (T€ 1.182, Vorjahr: T€ 1.092), Rechtstreitigkeiten (T€ 1.095, Vorjahr: T€ 2.027), ausstehende Rechnungen (T€ 1.034, Vorjahr: T€ 1.023), Rückbauverpflichtungen (T€ 232, Vorjahr: T€ 231) sowie die Jahresabschlusserstellung und Prüfung (T€ 219, Vorjahr: T€ 260).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

Gesamtbetrag davon Restlaufzeit
bis zu 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
in T€ in T€ in T€ in T€
Verbindlichkeiten
• gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen 281.776 5.776 276.000 0
(Vorjahr) (282.060) (6.060) (0) (276.000)
• aus Lieferungen und Leistungen 12.213 12.213 0 0
(Vorjahr) (18.449) (18.449) (0) (0)
• gegenüber verbundenen Unternehmen 65 65 0 0
(Vorjahr) (53) (53) (0) (0)
• sonstige 2.878 2.878 0 0
(Vorjahr) (2.117) (2.117) (0) (0)
Gesamt 296.932 20.932 276.000 0
(Vorjahr) (302.679) (26.679) (0) (276.000)

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen in Höhe von T€ 281.776 sind über Globalzessionen, Bankkonto- und Geschäftsanteilsverpfändungen sowie Sicherungsübereignungen von Schutzrechten besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegen nicht konsolidierte Konzernunternehmen und sind wie im Vorjahr vollständig dem Posten der sonstigen Verbindlichkeiten mit zugehörig.

Latente Steuern

Die latenten Steuern resultierten am Bilanzstichtag aus höheren handelsrechtlichen Rückstellungswerten für Rückbau- und Archivierungsverpflichtungen.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern kam ein Steuersatz von 32,275 % zur Anwendung. Insgesamt ergeben sich wie im Vorjahr ausschließlich aktive latente Steuern.

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand zu Ende des Geschäftsjahres
in T€ in T€ in T€
Aktive latente Steuern 25 -3 22

VII. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
in T€ in T€
Pharmazeutische Herstellung von Infusionen 394.336 381.287
Pharmazeutischer Großhandel 142.924 147.988
Medizinische Versorgungsleistungen 17.702 15.195
Krankenhausleistungen 1.305 1.321
Sonstige Umsatzerlöse 1.963 1.144
558.229 546.935

Der Umsatz entfiel wie im Vorjahr ausschließlich auf Deutschland.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthaltenen periodenfremden Erträge in Höhe von T€ 1.294 (Vorjahr: T€ 2.375), die sich insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen (T€ 1.243, Vorjahr: T€ 1.828) sowie dem Verkauf von Anlagevermögen (T€ 13, Vorjahr: T€ 364) ergeben.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremden Aufwendungen in Höhe von T€ 2.318 (Vorjahr: T€ 284), die sich im Wesentlichen aus Forderungsverlusten (T€ 2.210, Vorjahr: T€ 54) sowie dem Abgang von Anlagevermögen ergeben (T€ 108, Vorjahr: T€ 191).

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag werden periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 0,2 (Vorjahr: T€ 21) ausgewiesen.

VIII. Sonstige Angaben

Mitarbeiter*Innen

Der Jahresdurchschnitt der beschäftigten Mitarbeiter*Innen setzt sich wie folgt zusammen:

2021 2020
MVZ 261 238
ZytoService Deutschland GmbH 252 246
ZytoService Deutschland GmbH Leipzig 59 62
alanta health group GmbH 59 59
alanta health service GmbH 56 57
ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf 42 47
Vivatis Arzneimittel GmbH 39 36
SKH Stadtteilklinik Hamburg GmbH 30 29
ZytoService Deutschland GmbH München 24 23
ZytoService Beta GmbH 1 1
SKH Studien GmbH 0 6
823 804

Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2021 beträgt insgesamt T€ 142 und betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung des Mutterunternehmens

Die Geschäftsführung der Muttergesellschaft alanta health group setzt sich wie folgt zusammen:

Thomas D. Boner, Hamburg, Apotheker,

Enno Scheel, Hamburg, Apotheker,

Dr. Mirco Schaecke, Hamburg, Kaufmann.

Die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung der Muttergesellschaft unterbleibt in Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB i. V. m. § 314 Abs. 3 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betragen insgesamt T€ 19.167 (Vorjahr: T€ 19.738) und betreffen Mietverträge (T€ 18.132, Vorjahr: T€ 18.565) und Leasingverträge (T€ 1.035, Vorjahr: T€ 1.173).

Gewinnverwendung

Es ist beabsichtigt, den Jahresüberschuss sowie den Gewinnvortrag des Mutterunternehmens auf neue Rechnung vorzutragen.

Offenlegungserleichterungen

Die folgenden vollkonsolidierten Tochterunternehmen machen für das Geschäftsjahr 2021 von der Befreiung des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:

ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg

Vivatis Arzneimittel GmbH, Hamburg

SKH Stadtteilklinik Hamburg GmbH, Hamburg

Medizinisches Versorgungszentrum für Immunologie Lokstedt GmbH, Hamburg

MVZ für Hämatologie und Onkologie Ulm GmbH, Ulm

Medizinisches Zentrum für Hämatologie und Onkologie München MVZ GmbH, München

VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Sonnenstraße GmbH, München

MVZ Hämatologie und Onkologie Duisburg GmbH, Duisburg

Medizinisches Versorgungszentrum für Hämatologie und Onkologie Düsseldorf GmbH, Düsseldorf

VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Mainz GmbH, Mainz

VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Mümmelmannsberg GmbH, Hamburg

MVZ für Ambulante Hämatologie und Onkologie Im Harz GmbH, Halberstadt (vormals: MVZ für interdisziplinäre Onkologie Hannover GmbH, Hannover)

MVZ für Senologie, gynäkologische Onkologie und spezielle operative Gynäkologie Taxisstraße München GmbH, München

Zentrum für Hämatologie und Onkologie MVZ GmbH, Porta Westfalica

SKH Studien GmbH, Hamburg

alanta health service GmbH, Hamburg

alanta medical Information management GmbH, Hamburg

ZytoService Beta GmbH, Hamburg

ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan

ZytoService Deutschland GmbH Leipzig, Leipzig

ZytoService Deutschland GmbH München, München

Hämato-Onkologisches Zentrum Kassel MVZ GmbH, Kassel

Zentrum für Gastroenterologie Saar MVZ GmbH, Saarbrücken

Ambulantes Onkologie Zentrum Ansbach MVZ GmbH, Ansbach

MVZ für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie Weiden GmbH, Weiden in der Oberpfalz (vormals: MVZ für Hämatologie und Onkologie Niedersachsen GmbH, Hamburg)

Onkologie Ebersberg MVZ GmbH, Ebersberg

Zentrum für interdisziplinäre Onkologie Hamburg MVZ GmbH, Hamburg

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Der Konzern wurde im März 2022 von einem wichtigen Geschäftspartner über ein gegen ihn gerichtetes Verfahren informiert. Obgleich keine Gesellschaft der alanta-Gruppe in diesem Verfahren unmittelbar betroffen ist, analysiert die Geschäftsführung mögliche Risiken für den alanta-Konzern. Wir weisen diesbezüglich auf den Abschnitt "7.c. Risiken" im Konzernlagebericht hin.

Konzernabschluss

Die alanta Investment GmbH, Hamburg, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf, in den die alanta health group als Tochterunternehmen mit ihren Tochterunternehmen einbezogen wird. Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht werden nach § 325 HGB beim Betreiber des Bundesanzeigers elektronisch eingereicht und dort bekannt gemacht. Diese Unterlagen sind im Internet unter www.bundesanzeiger.de zugänglich.

 

Hamburg, den 25. April 2022

alanta health group GmbH

Thomas D. Boner

Enno Scheel

Dr. Mirco Schaecke

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2021

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2021 Zugänge Umrechnung Abgänge Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3.376.522,59 473.163,81 0,00 402.099,20 3.447.587,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 297.906.412,34 1.085.391,90 0,00 0,00 298.991.804,24
3. Geleistete Anzahlungen 1.331.016,15 186.581,70 -17.044,10 0,00 1.500.553,75
302.613.951,08 1.745.137,41 -17.044,10 402.099,20 303.939.945,19
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 13.722.190,32 262.653,95 0,00 114.661,94 13.870.182,33
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 10.735.215,42 1.120.686,28 17.044,10 647.465,95 11.225.479,85
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 46.344,52 0,00 0,00 46.344,52
24.457.405,74 1.429.684,75 17.044,10 762.127,89 25.142.006,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 199.174,71 15.000,00 0,00 0,00 214.174,71
2. Beteiligungen 12.021.538,30 0,00 0,00 0,00 12.021.538,30
3. Sonstige Ausleihungen 163,69 0,00 0,00 0,00 163,69
12.220.876,70 15.000,00 0,00 0,00 12.235.876,70
339.292.233,52 3.189.822,16 0,00 1.164.227,09 341.317.828,59
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2021 Zugänge Abgänge Stand am 31.12.2021
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.772.075,29 396.938,11 313.976,20 1.855.037,20
2. Geschäfts- oder Firmenwert 146.289.119,16 28.932.226,85 0,00 175.221.346,01
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
148.061.194,45 29.329.164,96 313.976,20 177.076.383,21
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 10.767.229,32 615.626,45 109.414,94 11.273.440,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.129.365,89 1.514.384,63 626.450,08 6.017.300,44
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
15.896.595,21 2.130.011,08 735.865,02 17.290.741,27
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 67.194,71 0,00 0,00 67.194,71
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
67.194,71 0,00 0,00 67.194,71
164.024.984,37 31.459.176,04 1.049.841,22 194.434.319,19
Buchwerte
Stand am 31.12.2021 Stand am 31.12.2020
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.592.550,00 1.604.447,30
2. Geschäfts- oder Firmenwert 123.770.458,23 151.617.293,18
3. Geleistete Anzahlungen 1.500.553,75 1.331.016,15
126.863.561,98 154.552.756,63
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.596.741,50 2.954.961,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.208.179,41 5.605.849,53
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 46.344,52 0,00
7.851.265,43 8.560.810,53
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 146.980,00 131.980,00
2. Beteiligungen 12.021.538,30 12.021.538,30
3. Sonstige Ausleihungen 163,69 163,69
12.168.681,99 12.153.681,99
146.883.509,40 175.267.249,15

Zusammengefasster Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2021

1. Allgemeine Informationen

Der zusammengefasste Lagebericht umfasst neben dem alanta health group-Konzern (im Folgenden "alanta-Konzern" oder "alanta-Gruppe") auch die Muttergesellschaft, die alanta health group GmbH, Hamburg (im Folgenden "alanta health group"). Die alanta health group stellt den Einzel- und Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsgrundsätzen des HGB auf. Der Lagebericht und der Konzernlagebericht sind zusammengefasst. Der Wirtschaftsbericht mit der Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird jeweils separat dargestellt.

2. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Einleitend werden die für den Konzern, im Folgenden auch als alanta-Gruppe oder alanta-Konzern bezeichnet, maßgeblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2021 dargestellt. Die Angaben zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen basieren unter anderem auf Schätzungen des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) für das Jahr 2021. Bei Geschäftsbereichen, für die noch keine aktuellen Wirtschaftsdaten vorliegen, beziehen sich die Angaben noch auf das Jahr 2020 bzw. im Rahmen des Vorjahresvergleichs auf 2019.

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) hat 2021 das dritte Jahr in Folge mit einem Defizit abgeschlossen. Nach dem Minus von € 2,6 Mrd. in 2020 verzeichnete sie mit € 5,8 Mrd. in 2021 das höchste Defizit seit der deutschen Einheit. Neben den negativen Effekten der Corona-Pandemie haben auch die Auswirkungen gesetzlicher Änderungen der Vorjahre die Ausgabensituation der GKV belastet. Die Finanzreserven der gesetzlichen Krankenkassen haben sich dadurch zum 31. Dezember 2021 auf rund € 11 Mrd. (Vorjahr: € 16,7 Mrd.) reduziert. Mit einem Betrag von € 278,6 Mrd. lagen die vorläufigen Einnahmen der GKV im Jahr 2021 wieder einmal über denen des Vorjahres (€ 260,0 Mrd.). Dem standen jedoch Ausgaben der GKV von rund € 284,3 Mrd. (Vorjahr: € 262,6 Mrd.) gegenüber. Von diesen Ausgaben entfielen rund € 8,0 Mrd. auf die Vermögensabführung an den Gesundheitsfonds zur Stabilisierung der Beitragssätze.

Der Gesundheitsfonds hatte nach einem Defizit von rund € 3,5 Mrd. im Vorjahr im Jahr 2021 einen Überschuss von rund € 1,4 Mrd. realisiert. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass sich die Beitragseinnahmen in der GKV besser entwickelt haben, als prognostiziert war. Zur Bewältigung der Corona-Pandemie wurden mit € 17,4 Mrd. (Vorjahr: 12,2 Mrd.) auch 2021 wieder erhebliche Mittel aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds zur Verfügung gestellt. Hierunter fielen unter anderem Kompensationsleistungen für freigehaltene Krankenhausbetten sowie Aufwendungen für Impfungen und Corona-Tests. Davon hat der Bund rund € 17,2 Mrd. an den Gesundheitsfonds erstattet. Der Zuwachs der Beitragseinahmen blieb hinter den langjährigen Steigerungsraten zurück. Daher hat der Bund die Einnahmen des Gesundheitsfonds durch einen ergänzenden Zuschuss in Höhe von € 5,0 Mrd. stabilisiert.

Die Leistungsausgaben der gesetzlichen Krankenkassen sind 2021 um 5,7 % (Vorjahr: 4,0 %) gestiegen. Die Ausgabentreiber waren neben den besonderen Belastungen durch die Corona-Pandemie die gesetzlichen Änderungen der letzten Bundesregierung, unter anderem das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz und das Terminservice- und Versorgungsgesetz, die 2019 in Kraft getreten sind. Die Kostensteigerungen betrafen alle großen Ausgaben-Positionen der GKV- allerdings waren 2021 aufgrund gesetzlicher Anpassungen unterproportionale Ausgabensteigerungen im Bereich der vertragsärztlichen Behandlung (+1,8 % nach +7,3 % im Vorjahr) zu verzeichnen. Die Ausgaben für Krankenhausbehandlungen sind um 4,4 % gestiegen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Krankenhäuser 2021 zusätzlich rund € 5,0 Mrd. aus Steuermitteln für freigehaltene Betten aufgrund der Corona-Pandemie erhalten haben. Ausgaben für Arzneimittel stiegen um 7,8 % (nach +5,4 % im Vorjahr). Die Ausgaben für Heilmittel sind 2021 deutlich um 16,5 % (nach +2,3 % im Vorjahr) gestiegen. Dieser starke Ausgabenanstieg ist insbesondere auf Vergütungsanpassungen als Ergebnis der Verhandlungen und Schiedssprüche nach §125 SGB V zurückzuführen.

Nach wie vor sind die Ausgaben für Arzneimittel neben den Ausgaben für Krankenhausbehandlungen (€ 85,1 Mrd.) und Honorare an niedergelassene Ärzt*Innen (€ 44,8 Mrd.) einer der drei größten Posten der Gesamtausgaben der GKV. Das Marktvolumen der von den gesetzlichen Krankenkassen verordneten Arzneimittel belief sich 2021 auf rund € 46,7 Mrd. (Vorjahr: € 43,3 Mrd.). Dabei sind die Ausgaben für Arzneimittel überdurchschnittlich um 7,8 % bzw. € 3,4 Mrd. gestiegen. Hier haben sich Ausgabenzuwächse im Jahresverlauf stetig erhöht. Der Ausgabenanstieg ist dabei nur zu einem geringeren Anteil auf die Rücknahme der Mehrwertsteuerabsenkung zu Beginn des Jahres zurückzuführen. Die Einsparungen durch Rabattverträge stiegen wie im Vorjahr nur sehr moderat um rund 2,2 %.

Auch die private Krankenversicherung (PKV) befindet sich nach wie vor in einem anspruchsvollen Umfeld und war 2021 wie die GKV von den Auswirkungen der Corona-Pandemie betroffen. Da noch keine abschließenden Berichte für das Jahr 2021 vorliegen, werden an dieser Stelle die im Dezember 2021 veröffentlichten endgültigen Daten für das Kalenderjahr 2020 dargestellt. Insgesamt konnte die PKV auch 2020 eine Steigerung der Beitragseinnahmen verzeichnen. Sie liegen bei insgesamt € 42,8 Mrd. nach € 41,0 Mrd. im Vorjahr. Damit konnte die PKV in den vergangenen fünf Jahren ihre Beitragseinnahmen um durchschnittlich 3,6 % pro Jahr erhöhen. Wie in den Vorjahren weist die private Krankenversicherung jedoch einen kontinuierlichen Rückgang an Vollversicherungen in der Krankenversicherung aus. Die Zahl ist geringfügig auf 8,72 Millionen Personen gesunken (Vorjahr: 8,73 Millionen). Nichtsdestotrotz hat die PKV gegenüber der GKV auch in 2020 eine positive Entwicklung erlebt, da die Zahl der von der GKV in die PKV gewechselten Versicherten mit 145.000 Personen um 20.500 höher liegt als die Anzahl der Personen, die von der PKV in die GKV gewechselt sind. Kompensiert wurden die rückläufigen absoluten Zahlen in der Vollversicherung durch ein Wachstum bei den Zusatzversicherungen. Die Zahl der Verträge von Pflege- und Zusatzversicherungen betrug 2020 36,6 Millionen und lag damit abermals über dem Niveau des Vorjahres (35,9 Millionen).

Trotz der derzeitigen Wachstumsschwäche in der Vollversicherung ist die Ertragslage der PKV nach wie vor gut. Neben den oben beschriebenen Einnahmen konnte die PKV 2020 auch relativ stabile Kapitalerträge erwirtschaften. Den Einnahmen standen 2020 Ausgaben in der Kranken- und Pflegeversicherung in Höhe von € 30,7 Mrd. gegenüber. Damit konnte die PKV die Vorsorge für ihre Versicherten insgesamt verbessern und die Altersrückstellungen in der Kranken- und Pflegeversicherung zum Jahresende 2020 von € 274 Mrd. auf € 288 Mrd. erhöhen. Dieser positive Trend setzt sich auch in 2021 fort. Nach einer ersten Schätzung haben sich die Beitragseinnahmen im Jahr 2021 auf rund € 45 Mrd. erhöht, während die Versicherungsleistungen unterproportional auf rund € 31,4 Mrd. gestiegen sind.

Trotzdem steht die PKV in der Zukunft insbesondere im Bereich der Krankenvollversicherungen vor Herausforderungen. Eine generelle Trendumkehr bei Wachstum und Bestand der Anzahl der Vollversicherten ist für viele Marktbeobachter nicht zu erwarten.

Der Markt der onkologischen Arzneimittel stellt seit Jahren die umsatzstärkste Indikationsgruppe des GKV-Marktes dar. Für 2020 wird von einem Umsatzvolumen von € 9,5 Mrd. nach € 8,2 Mrd. im Vorjahr ausgegangen - darin enthalten sind sowohl Fertigarzneimittel als auch onkologische Rezepturen, die den Hauptmarkt des Konzerns darstellen. Damit haben die Onkologika ihren Anteil am GKV-Arzneimittelmarkt auf 20,5 % (Vorjahr: 18,7 %) gesteigert. Gegenüber 2019 sind die Nettokosten (Umsatz abzüglich gesetzlicher Hersteller- und Apothekenabschläge) noch einmal um 12,4 % gestiegen. Schon in 2019 hat der Anstieg gegenüber dem Vorjahr 13,7 % betragen. Dem sehr hohen Umsatzwachstum steht ein Absatzwachstum von 4,7 % bei den Verordnungen gegenüber. Die Daten belegen, dass in der Onkologie immer mehr teure Arzneimittel verordnet werden. Dies zeigt sich auch darin, dass der Anteil der Therapien mit monoklonalen Antikörpern stetig zunimmt. Mit rund € 3,7 Mrd. (Vorjahr: € 3,2 Mrd.) verursachen sie seit Jahren die höchsten Kosten in diesem Segment. Eine Besonderheit im Bereich der Onkologika ist die Tatsache, dass rund 50 % der Therapiekosten auf Patient*Innenindividuelle parenteral zu verabreichende Infusionstherapien entfallen. Der Markt für parenterale Rezepturen in der Onkologie beträgt damit rund € 4,7 Mrd. Hinzu kommen andere Indikationen wie beispielsweise Immunologie oder Rheumatologie, die auch Patient*Innenindividuell zubereitet werden müssen.

Seit Beginn des Jahrtausends steigen die Ausgaben des Gesundheitswesens für onkologische und immunologische Erkrankungen an. Auch zukünftig ist davon auszugehen, dass die Nachfrage nach Medikamenten und Therapien, insbesondere im Bereich der Onkologie, Immunologie, Gastroenterologie und Rheumatologie aller Wahrscheinlichkeit nach weiter steigen wird. Folgende Faktoren sind dafür verantwortlich:

Eine alternde Weltbevölkerung mit erhöhtem medizinischem Versorgungsbedarf. Dieser anhaltende Trend ist insoweit wesentlich, weil nach dem 55. Lebensjahr chronische Leiden wie degenerative Erkrankungen der Gelenke, des kardiovaskulären Systems und des zentralen Nervensystems exponentiell zunehmen und auch das Risiko einer Krebserkrankung mit zunehmendem Alter steigt. Laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts haben mehr als 25 % der über 60-Jährigen eine Krebserkrankung. Verstärkend wirkt die Polymorbidität im hohen Alter. So leiden über 80 % der über 80-Jährigen an einer und über 60 % an zwei oder mehr Krankheiten.

Ein ungesunder Lebensstil und die Umweltverschmutzung fördern die Häufigkeit chronischer Erkrankungen. Veränderte Ernährungsgewohnheiten und ein bewegungsarmer Lebensstil sowie vor allem die Luftverschmutzung fordern ihren Tribut in Form von Übergewicht, chronischen kardiovaskulären Krankheiten, Diabetes, Krebs und Lungenkrankheiten.

Der Patient*Innenwunsch nach modernen Therapieformen und einer ambulanten Therapie in der häuslichen Umgebung in Kombination mit medizinischem Fortschritt.

Aufgrund der oben genannten Faktoren ist zu erwarten, dass der Arzneimittelmarkt mittel- und langfristig weiterwächst. Die Ausgabenstatistik der GKV in den letzten Jahren belegt dies eindrucksvoll. Allein in Deutschland wird der Anteil der über 60-Jährigen an der Bevölkerung von derzeit knapp 24 % auf 28 % im Jahr 2050 steigen. Zudem führt der medizinisch-technische Fortschritt dazu, dass mittelfristig immer mehr Krankheiten therapierbar werden. Der daraus resultierende positive Effekt auf die Lebenserwartung erhöht den Medikamentenverbrauch zusätzlich. Dies gilt auch und insbesondere für die Onkologie. Laut einer Einschätzung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) soll die Zahl der Krebserkrankungen in Deutschland von derzeit 500.000 bis 2040 auf rund 600.000 Neuerkrankungen pro Jahr steigen. Mit einer Steigerung von €1,3 Mrd. in 2006 auf über € 4,7 Mrd. in 2020 beträgt die durchschnittliche Umsatz-Wachstumsrate bei den parenteralen onkologischen Zubereitungen in der GKV mehr als 10 % pro Jahr. Zusammenfassend zeigen die oben genannten Daten, dass die Finanzierung des Gesundheitswesens in Deutschland aufgrund der guten wirtschaftlichen Konjunktur der vergangenen Jahre trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf vergleichsweise gesunden Füßen steht. Auch hat die GKV die wirtschaftlich guten Jahre der Vergangenheit erfolgreich dazu genutzt, entsprechende Rücklagen aufzubauen. Für die nähere Zukunft stellen die gesetzlichen Änderungen der letzten Jahre und die jüngsten gesamtwirtschaftlichen Herausforderungen und sicherheitspolitischen Bedrohungen eine große Belastung für das System der GKV dar. Dies zeigen die Daten für 2021 schon heute. Schon ab Mitte der 2020er Jahre erwarten Marktbeobachter ein großes strukturelles Defizit in der GKV, für das die gebildeten Rücklagen nicht ausreichen werden. Eine gesundheitspolitische Debatte über sinnvolle Instrumente, die Kosten reduzieren und Einnahmen erhöhen ist daher auch in naher Zukunft zu erwarten.

Das Segment der Onkologie, als größter Kostenblock der Arzneimittelkosten, hat auch 2021 keine wesentlichen regulatorischen Eingriffe erfahren. Mit dem im Mai 2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz - AMVSG) wurde ein regulatorischer Rahmen geschaffen, der ein stabiles regulatorisches Umfeld für die Zukunft schafft. Mit den darauf basierenden angepassten Regelungen zur Hilfstaxe für die Abrechnung parenteraler Zubereitungen nutzt die GKV durch fortlaufende Anpassungen ihre Möglichkeiten, Kosteneinsparungspotentiale zu generieren. Aufgrund der deutlichen Ausgabensteigerungen in den vergangenen beiden Jahren werden für das Geschäftsjahr 2022 wieder relevante Anpassungen der Regelungen zur Hilfstaxe erwartet.

Der pharmazeutische Großhandel, das zweite Geschäftsfeld des Konzerns, ist ein etabliertes und stabiles Geschäftsfeld. Er stellt das Bindeglied zwischen den rund 1.500 Herstellern von pharmazeutischen Produkten und den über 19.000 Apotheken in Deutschland dar.

Der Umsatz des pharmazeutischen Großhandels in Deutschland mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln lag im Kalenderjahr 2021 bei rund € 30,7 Mrd. nach € 29,3 Mrd. im Vorjahr. Dies entspricht einem Anstieg von 4,7 %. Die fünf größten Großhändler erwirtschaften hiervon rund 90 %. Allerdings ist im gleichen Zeitraum der Absatz an verschreibungspflichtigen Arzneimittelpackungen von 712 Mio. auf 706 Mio. weiter gesunken. Die Großhandelsmarge bei den verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist kontinuierlich auf 4,0 % gesunken. Ursache hierfür ist der stetig steigende Anteil an neuen patentgeschützten Arzneimitteln, mit denen der vollversorgende Großhandel aufgrund der Vergütungsstruktur relativ geringe Erträge generiert.

Onkologische Arzneimittel (€ 9,5 Mrd.) und Immunsuppressiva (€ 5,7 Mrd.) stellten 2020 die beiden umsatzstärksten Indikationsgruppen des Arzneimittel-Marktes dar. Diese Arzneimittel stellen den Hauptmarkt des Spezial-Großhandels des Konzerns dar. Hinzu kommen andere Indikationen wie Gastroenterologie, Ernährung und das allgemeine Apothekensortiment von verschreibungspflichtigen und nicht-verschreibungspflichtigen Arzneimitteln und die spezielle Pharma-Logistik.

Im Krankenhausmarkt, dem dritten Tätigkeitsgebiet des Konzerns, hat sich die Landschaft in den vergangenen Jahren stark verändert. Die Anzahl der Krankenhäuser und Betten ist in der Vergangenheit kontinuierlich gesunken. Während es 2004 noch 2.166 Krankenhäuser mit 531.333 Betten gab, sank die Zahl bis zum Jahr 2020 auf 1.903 Krankenhäuser und 487.783 Betten. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang bei der Anzahl der Krankenhäuser um 0,6 % und beim Bettenangebot um 1,3 %. Damit ist der Rückgang des Bettenangebotes 2020 noch größer gewesen als in den Vorjahren.

Aufgrund der massiven Auswirkungen der Corona-Pandemie ist die absolute Fallzahl der in den deutschen Krankenhäusern behandelten Patien*tinnen 2020 erstmals wieder deutlich zurück gegangen. Während sie 2019 noch bei rund 19,4 Millionen lag, ist sie im Jahr 2020 um 13,5 % auf 16,8 Millionen vollstationär behandelten Patient*innen gesunken. Auch die Zahl der Belegungstage ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich rückläufig, und zwar um 13,7 % auf 120,2 Millionen. Während der durchschnittliche Krankenhausaufenthalt unverändert 7,2 Tage dauert, hat sich die Bettenauslastung im Vergleich zum Vorjahr deutlich von 77,2 % auf 67,3 % verringert. Der Rückgang der Bettenauslastung um 9,9 Prozentpunkte ist primär auf die Corona-Pandemie zurückzuführen, da planbare Krankenhausaufnahmen, Operationen und Eingriffe verschoben oder ausgesetzt wurden, um vorhandene Kapazitäten für die Versorgung von
Corona-Patient*innen zu erhöhen.

Der Anteil der Krankenhäuser in privater Trägerschaft, der 1991 noch bei 14,8 % lag, steigt seit Jahren kontinuierlich an. Im Jahr 2020 ist mehr als jedes dritte Krankenhaus (38,5 %) in privater Trägerschaft. Damit ist der Anteil von Krankenhäusern in privater Trägerschaft gegenüber den Vorjahren noch einmal leicht gestiegen. Von 1991 bis 2020 sank der Anteil öffentlicher Krankenhäuser von 46,0 % auf 29,0 %.

Da private Einrichtungen mit durchschnittlich 133 Betten tendenziell kleine Einrichtungen sind, öffentliche Krankenhäuser mit durchschnittlich 421 Betten jedoch mehr als dreimal so groß sind, stand auch 2020 weiterhin knapp jedes zweite Bett (47,6 %) in einem öffentlichen Krankenhaus und lediglich ein knappes Fünftel (19,9 %) in einem privaten Krankenhaus. Neben den stationären allgemeinen Krankenhäusern wurden in Deutschland 2017 auch 98 Kliniken (5,0 %) als reine Belegkliniken geführt, also als Kliniken, in denen niedergelassene Ärzt*innen die Betten für die stationäre Behandlung ihrer Patient*innen nutzen.

Im Gegensatz zum Arzneimittelmarkt steht der Krankenhausmarkt seit Jahren unter starkem Kostendruck. Mit rund € 85,1 Mrd. im Jahr 2021 stellt er den größten Ausgabenblock im deutschen Gesundheitswesen dar und ist im Vergleich zu 2020 um 4,4 % gestiegen. Rund 60 % der Krankenhäuser in Deutschland rechnen für das Jahr 2021 mit wirtschaftlichen Verlusten. Daher ist in diesem Segment der Unternehmenstätigkeit des Konzerns auch in Zukunft mit einem schwierigen Umfeld und weiter steigendem Kostendruck zu rechnen.

Der Bereich der ambulanten Medizin, das vierte Tätigkeitsgebiet des Konzerns, bildet neben den Arzneimittelausgaben und dem Krankenhaussektor mit Ausgaben von rund € 44,8 Mrd. den dritten großen Bereich der Gesundheitsausgaben in Deutschland.

Ambulante medizinische Leistungen wurden im Jahr 2020 in Deutschland von rund 161.400 berufstätigen Ärzten*Innen erbracht, von denen rund 46.500 angestellte Ärzt*Innen sind. Die Anzahl der Ärzt*Innen in Anstellung steigt dabei in den letzten Jahren kontinuierlich an. Mit rund 1.100 Ärzt*Innen stellt die ambulante Onkologie eine kleine Gruppe der Internist*Innen dar.

Die Kooperationsform der Medizinischen Versorgungszentren (MVZ) wurde mit dem Gesundheitsmodernisierungsgesetz im Jahr 2004 in die Versorgungslandschaft in Deutschland eingeführt. Ende 2020 waren in Deutschland 3.846 MVZ zugelassen. Dies entspricht einem Anstieg von 8,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Seit 2011 hat sich die Anzahl von MVZ in Deutschland mehr als verdoppelt. Insgesamt arbeiteten 2020 23.640 Ärzt*Innen in MVZ, dies sind knapp 15 % aller berufstätigen ambulanten Ärzt*Innen in Deutschland. Dabei zählt die Gruppe der fachärztlich tätigen Internist*Innen mit 1.054 zu den zahlenmäßig häufigsten MVZ in Deutschland. Die in der alanta-Gruppe gewählte Struktur der MVZ in Trägerschaft eines zugelassenen Krankenhauses zählt zu der meistverwendeten Struktur in Deutschland. Insgesamt 42 % der MVZ befinden sich in Trägerschaft von Krankenhäusern, 42 % in der Trägerschaft von Vetragsärzt*Innen und der Rest in sonstiger Trägerschaft.

Grundsätzlich ist zu erwarten, dass die Ausgaben im Bereich der ambulanten Medizin in Deutschland in den kommenden Jahren weiter steigen werden. Dies gilt insbesondere aus den oben genannten Gründen für den Bereich der niedergelassenen Onkologie - einem der strategisch bedeutendsten Geschäftsfelder des Konzerns.

3. Tätigkeiten des Konzerns

Der Konzern ist unter dem Namen alanta health group als bundesweit agierender Gesundheitsdienstleister mit über 820 Mitarbeiter*Innen für die Versorgung von ambulanten und stationären Patient*Innen tätig. Der alanta-Konzern hat im Wesentlichen die vier folgenden Geschäftsbereiche:

Herstellung von Patient*Innen individuellen parenteral zu applizierenden Infusionslösungen,

Arzneimittelspezialgroßhandel,

medizinische Dienstleitungen im stationären und ambulanten Bereich,

sonstige Dienstleistungen.

Der größte Geschäftsbereich des Konzerns ist die Herstellung von Patient*Innenindividuellen parenteral zu applizierenden Infusionslösungen. Diese Dienstleistungen werden von den folgenden vier pharmazeutischen Herstellungsbetrieben mit einer Herstellerlaubnis nach § 13 AMG angeboten:

ZytoService Deutschland GmbH, Hamburg (im Folgenden "ZS Hamburg"),

ZytoService Deutschland GmbH Leipzig, Leipzig (im Folgenden "ZS Leipzig"),

ZytoService Deutschland GmbH Düsseldorf, Haan (im Folgenden "ZS Düsseldorf"),

ZytoService Deutschland GmbH München, München (im Folgenden "ZS München").

Gemeinsam machen sie die alanta-Gruppe zu dem deutschlandweitführenden Anbieter für die Herstellung von Patient*Innenindividuellen parenteral zu applizierenden Infusionslösungen. Neben Zytostatika-Infusionen umfasst das Produktspektrum parenterale Ernährungslösungen und Antibiotika-Infusionen. In enger Abstimmung mit den Kunden (Offizin-Apotheken, krankenhausversorgende Apotheken) versorgen diese Konzerngesellschaften schwerkranke Patient*Innen in Kliniken, Ambulanzen, Arztpraxen und pflegerischen Einrichtungen. Als unabhängige Hersteller bieten die Herstellbetriebe den Kunden die gesamte Bandbreite aller in Deutschland zugelassenen onkologischen Arzneimittel, Antibiosen, anderer Parenteralia, Pumpen oder Hilfsmittel an. Die Herstellung der Infusionslösungen erfolgt unter Berücksichtigung höchster Qualitätsstandards in speziell errichteten Sterillaboren der höchsten Reinraumklasse. Grundlage dieser Vorgehensweise sind die strengen EU-GMP-Vorgaben (Good Manufacturing Practice) der Europäischen Kommission für die Arzneimittelherstellung.

Die Vivatis Arzneimittel GmbH, Hamburg (im Folgenden "Vivatis"), ist als pharmazeutischer Spezial-Großhändler nach § 52a AMG und Logistikdienstleiter bundesweit tätig. In enger Abstimmung mit den Kunden (Offizin-Apotheken, krankenhausversorgende Apotheken, Herstellbetriebe und andere Großhändler) hat sich die Vivatis auf bestimmte Indikationen im Bereich des Arzneimittelgroßhandels spezialisiert. Als unabhängiger Großhändler bietet die Vivatis den Kunden eine große Bandbreite der in Deutschland zugelassenen Arzneimittel, Medizinprodukte und sonstigen Apothekenbedarf in ihren Spezial-Bereichen an. Die Lagerung und der Transport der Arzneimittel und anderer Güter erfolgt unter Berücksichtigung höchster Qualitätsstandards in oder mit speziell qualifizierten Einrichtungen, Mitarbeiter*Innen und Dienstleistern. Grundlage dieser Vorgehensweise sind die GDP-Vorgaben (Good Distribution Practice) der Europäischen Kommission.

Mit der SKH Stadtteilklinik Hamburg GmbH, Hamburg (im Folgenden "SKH"), gehört seit 2014 eine Belegklinik im Hamburger Stadtteil Billstedt mit den Fachbereichen Chirurgie/Orthopädie, Gynäkologie, Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde und Innere Medizin zum Konzern. Die Klinik ist mit 15 Planbetten im Krankenhausplan der Freien und Hansestadt Hamburg geführt.

Die SKH hat per 31. Dezember 2021 insgesamt 18 100%ige Tochtergesellschaften, von denen die folgenden 17 Gesellschaften ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) betreiben oder dazu ausgebaut werden sollen:

Medizinisches Versorgungszentrum für Immunologie Lokstedt, Hamburg,

MVZ für Hämatologie und Onkologie Ulm GmbH, Ulm,

Medizinisches Zentrum für Hämatologie und Onkologie München MVZ GmbH, München,

VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Sonnenstraße GmbH, München,

MVZ Hämatologie und Onkologie Duisburg GmbH, Duisburg,

Medizinisches Versorgungszentrum für Hämatologie und Onkologie Düsseldorf GmbH, Düsseldorf,

VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Mainz GmbH, Mainz,

VivaQ Medizinisches Versorgungszentrum Mümmelmannsberg GmbH, Hamburg,

MVZ für Ambulante Hämatologie und Onkologie Im Harz GmbH, Halberstadt (vormals: MVZ für interdisziplinäre Onkologie Hannover GmbH, Hannover),

MVZ für Senologie, gynäkologische Onkologie und spezielle operative Gynäkologie Taxisstraße München GmbH, München,

Zentrum für Hämatologie und Onkologie MVZ GmbH, Porta Westfalica,

Zentrum für Gastroenterologie Saar MVZ GmbH, Saarbrücken,

Hämato-Onkologisches Zentrum Kassel MVZ GmbH, Kassel,

Ambulantes Onkologie Zentrum Ansbach MVZ, GmbH, Ansbach,

MVZ für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie Weiden GmbH, Weiden in der Oberpfalz (vormals: MVZ für Hämatologie und Onkologie Niedersachsen GmbH, Hamburg),

Onkologie Ebersberg MVZ GmbH, Ebersberg,

Zentrum für interdisziplinäre Onkologie Hamburg MVZ GmbH, Hamburg.

Zusätzlich existiert mit der SKH Studien GmbH, Hamburg, eine weitere Gesellschaft, die auf die Durchführung klinischer Studien im Bereich der Onkologie spezialisiert ist.

Darüber hinaus betreibt die alanta-Gruppe die folgenden Gesellschaften, um das Dienstleistungsportfolio des Konzerns zu ergänzen:

alanta health service GmbH, Hamburg,

alanta medical information management GmbH, Hamburg,

ZytoService Beta GmbH, Hamburg.

Die Muttergesellschaft alanta health group fungiert als Management-Holding, in der zentrale Dienstleistungen - wie insbesondere Buchhaltung, Controlling, IT und Personalwesen - für die Konzernunternehmen erbracht werden.

4. Wirtschaftsbericht des alanta-Konzerns

a. Geschäftsverlauf der wesentlichen Konzerngesellschaften

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die ZS Hamburg trotz der Auswirkungen der Corona-Pan- demie den kontinuierlichen Wachstumskurs der Vorjahre auf einem geringen Niveau fortsetzen und die Umsatzerlöse steigern. Die unkonsolidierten Umsatzerlöse konnten von T€ 413.469 leicht um 1,7 % auf T€ 420.390 ausgeweitet werden. Die unkonsolidierten Materialaufwendungen haben sich von T€ 346.115 um 0,5 % auf T€ 344.469 verringert. Die Materialaufwandsquote beträgt 81,9% nach 83,7% im Vorjahr. Insgesamt wurde ein EBITDA von T€ 41.889 (Vorjahr: T€ 35.162) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge beträgt bezogen auf die Umsatzerlöse 10,0 % (Vorjahr: 8,5 %). Insgesamt wurde ein Überschuss in Höhe von T€ 37.564 (Vorjahr: T€ 30.685) realisiert, der entsprechend des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft ahg abgeführt wird.

Die Integration der 2018 erworbenen Gesellschaften ZS Leipzig, ZS Düsseldorf und ZS München wurde im Geschäftsjahr 2021 abgeschlossen. Die Gesellschaften konnten im Geschäftsjahr 2021 kumuliert betrachtet die unkonsolidierten Umsatzerlöse von T€ 94.817 im Vorjahr um 1,7 % auf T€ 96.414 steigern. Dabei haben sich die unkonsolidierten Materialaufwendungen unterproportional von T€ 70.317 um 0,2 % auf T€ 70.486 erhöht. Mit einem EBITDA von T€ 1.019 (Vorjahr: T€ -198) ist im Geschäftsjahr 2021 auch bei der ZS Düsseldorf der Turnaround gelungen. Die ZS München mit einem EBITDA von T€ 5.128 (Vorjahr: T€ 7.006) und die ZS Leipzig mit einem EBITDA von T€ 7.103 (Vorjahr: T€ 4.548) haben ebenfalls zum positiven Konzernergebnis beigetragen.

Im Geschäftsjahr 2021 konnte die Vivatis ebenfalls den Wachstumskurs der Vorjahre fortsetzen. Die unkonsolidierten Umsatzerlöse konnten von T€ 254.961 im Vorjahr um 5,3 % auf T€ 268.393 gesteigert werden. Dabei haben sich die unkonsolidierten Materialaufwendungen überproportional im Verhältnis zum Umsatz um 7,3 % auf T€ 250.203 erhöht. Die Materialaufwandsquote hat sich im Geschäftsjahr 2021 von 91,5 % auf 93,2 % erhöht. Es wurde ein EBITDA von T€ 9.976 (Vorjahr: T€ 13.534) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge beträgt bezogen auf die Umsatzerlöse 3,7 % (Vorjahr: 5,3 %). Insgesamt wurde ein Überschuss in Höhe von T€ 9.857 (Vorjahr: T€ 13.555) realisiert, der entsprechend des Ergebnisabführungsvertrages an die Muttergesellschaft ahg abgeführt wird.

Das Geschäftsjahr 2021 der SKH war abermals nachhaltig durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie gekennzeichnet. Aufgrund der eingeschränkten Belegsituation haben sich die Erlöse aus Krankenhausleistungen, Wahlleistungen und Nutzungsentgelten der Ärzt*Innen reduziert. Die Umsatzerlöse haben sich von T€ 1.380 auf T€ 1.336 reduziert, wobei das Vorjahr durch Kompensationszahlungen durch den Gesundheitsfonds des Bundes verzerrt war. Insbesondere durch gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen hat sich das EBITDA von T€ -1.391 im Vorjahr auf T€ -1.609 verschlechtert.

Die MVZ befinden sich noch in einer Phase operativer Verluste. Zusätzlich belasten die planmäßigen Abschreibungen auf die im Rahmen der Praxiskäufe identifizierten Geschäfts- oder Firmenwerte die Ergebnisse.

b. Konzerngewinn- und -verlustrechnung des alanta-Konzerns

Trotz der Auswirkungen der Corona-Pandemie war das Geschäftsjahr 2021 von einem leichten organischen Wachstum geprägt. Die Umsatzerlöse konnten um 2,1 % von T€ 546.935 auf T€ 558.229 ausgeweitet werden. Davon entfielen 70,6 % (Vorjahr: 69,7 %) auf die pharmazeutische Herstellung von Infusionen, 25,6 % (Vorjahr: 27,1 %) auf den pharmazeutischen Spezial-Großhandel, 3,2 % (Vorjahr: 2,8 %) auf medizinische Versorgungsleistungen, 0,2 % (Vorjahr: 0,2 %) auf Krankenhausleistungen und 0,4 % (Vorjahr: 0,2 %) auf sonstige Umsatzerlöse. Der geplante Konzernumsatz wurde aufgrund der von der Corona-Pandemie beeinflussten gesamtwirtschaftlichen Situation nicht erreicht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 3.179 (Vorjahr: T€ 4.037) beinhalten periodenfremde Effekte in Höhe von T€ 1.294 (Vorjahr: T€ 2.375), die insbesondere aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge unter anderem Weiterbelastungen von Kosten.

Die Materialaufwendungen haben sich leicht unterproportional im Verhältnis zum Umsatz von T€ 417.518 um 0,6 % auf T€ 419.960 erhöht. Die Materialaufwandsquote beträgt 75,2 % nach 76,3 % im Vorjahr.

Der Rohertrag, als Differenz der Umsatzerlöse und Materialaufwendungen, hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 129.417 auf T€ 138.270 überproportional zum Umsatz um 6,8 % erhöht. Die Rohertragsmarge ist um 1,1 %-Punkte auf 24,8 % gestiegen.

Der Personalaufwand in Höhe von T€ 51.244 liegt um T€ 1.383 (+2,8 %) über dem Vorjahresniveau von T€ 49.861. Dieser Anstieg ist primär auf den Ausbau des Personalbestandes von durchschnittlich 804 Mitarbeiter*Innen im Jahr 2020 auf 823 Mitarbeiter*Innen im Geschäftsjahr 2021 zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz hat sich marginal von 9,1 % auf 9,2 % verschlechtert.

Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2021 um T€ 650 auf T€ 31.459 gesunken. Wesentlichster Bestandteil sind die planmäßigen Abschreibungen der aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 22.788.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit T€ 29.256 um 0,9 % über dem Vorjahr (T€ 29.000). Die Aufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz ist um 0,1 %-Punkte auf 5,2 % gesunken. Wesentliche Bestandteile sind die Rechts- und Beratungskosten, Mieten, Kosten der Warenabgabe, Aufwendungen für die Wartung von Hard- und Software sowie Leasingaufwendungen.

Insgesamt wurde ein EBITDA von T€ 60.930 (Vorjahr: T€ 54.612) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt 10,9 % (Vorjahr: 10,0 %). Das EBITDA konnte mit einem Wachstum von 11,6 % wie geplant überproportional zum Umsatz gesteigert werden, blieb jedoch in absoluten Zahlen unter dem für das Geschäftsjahr 2021 geplanten Wert.

Es wurde ein Ergebnis vor Steuern und Finanzierungstätigkeit (EBIT = Betriebsergebnis) von T€ 29.471 (Vorjahr: T€ 22.502) erwirtschaftet. Die EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse ist auf 5,3 % gestiegen (Vorjahr: 4,1 %).

Die Zinsen und ähnlichen Erträge haben sich deutlich von T€ 1.931 auf T€ 11 verringert. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem Ende 2020 an den Gesellschafter alanta Investment GmbH, Hamburg (im Folgenden "alanta Investment"), zurückgeführten Darlehen.

Die Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind maßgeblich durch Private-Debt- sowie Bankdarlehen entstanden und haben sich von T€ 15.731 um 8,3 % auf T€ 14.428 verringert. Der Rückgang ist auf niedrigere Zinssätze zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 14.045 (Vorjahr: T€ 11.747) enthalten Aufwendungen aus der Zuführung latenter Steuern in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: Ertrag T€ 19).

Im Geschäftsjahr 2021 wurde ein Konzernjahresüberschuss von T€ 1.001 realisiert, nachdem sich im Vorjahr noch ein Konzernjahresfehlbetrag von T€ 3.057 ergab. Damit liegt das Konzernjahresergebnis auf dem Niveau des prognostizierten Wertes.

c. Konzernbilanz des alanta-Konzerns

Der Konzern weist eine Bilanzsumme (ohne den nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag) von T€ 288.172 (Vorjahr: T€ 297.023) aus. Hiervon entfallen 51,0 % (Vorjahr: 59,0 %) beziehungsweise T€ 146.884 (Vorjahr: T€ 175.267) auf das Anlagevermögen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 126.864 (Vorjahr: T€ 154.553) entfallen mit T€ 123.770 (Vorjahr: T€ 151.617) im Wesentlichen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Mit T€ 108.486 (Vorjahr: T€ 130.183) stellen die aus der Kapitalkonsolidierung der Anteile an der ZS Hamburg und Vivatis resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte den größten Posten dar. Aus der Kapitalkonsolidierung der Anteile an der ZS Leipzig, der ZS Düsseldorf und der ZS München resultieren Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 6.577 (Vorjahr: T€ 7.658).

Aus dem Jahresabschluss der ZS Hamburg wurden Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von T€ 4.517 (Vorjahr: T€ 7.927) übernommen. Aus den Jahresabschlüssen der MVZ resultieren Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von insgesamt T€ 4.127 (Vorjahr: T€ 5.775).

Das Sachanlagevermögen in Höhe von T€ 7.851 (Vorjahr: T€ 8.561) enthält im Wesentlichen die technischen Anlagen der Herstelllabore sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Rückgang ist abschreibungsbedingt.

Unter den Finanzanlagen wird neben den nicht konsolidierten Unternehmen im Wesentlichen die Beteiligung an der Indivumed GmbH, Hamburg, sowie der Doc Cirrus GmbH, Berlin, ausgewiesen.

Die im Umlaufvermögen ausgewiesenen Vorräte betreffen die Fertigarzneimittel der Herstellbetriebe, die als Rohstoff der einzelnen Herstellungen zu betrachten sind sowie die für den Großhandelsverkauf bestimmten Arzneimittel der Vivatis. Der deutliche Rückgang gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.665 auf T€ 21.214 ist auf eine außerplanmäßige Bevorratung zum Vorjahresstichtag 31. Dezember 2020 zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 11,3 % auf T€ 55.231 verringert und bestehen hauptsächlich gegen in Deutschland ansässigen Apotheken, die mit den Kostenträgern abrechnen. Darüber hinaus bestehen Forderungen gegen Krankenkassen und Selbstzahler bei der SKH und den MVZ.

Die flüssigen Mittel haben sich zum Bilanzstichtag deutlich von T€ 24.405 um 137,4 % auf T€ 57.927 erhöht.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von T€ -32.083 auf T€ -31.382. Es wird unverändert auf der Aktivseite ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag ausgewiesen. Die Veränderung des Eigenkapitals ist auf den Konzernjahresüberschuss in Höhe von T€ 1.001 zurückzuführen, dem eine Ausschüttung an den Gesellschafter alanta Investment in Höhe von T€ 300 gegenübersteht.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von T€ 12.769 auf T€ 9.826 verringert und betreffen im Wesentlichen erfolgsabhängige Vergütungen (T€ 3.128, Vorjahr: T€ 3.367), Abrechnungskorrekturen (T€ 2.886, Vorjahr: T€ 4.668), Zeitguthaben aus Urlaub und Überstunden (T€ 1.182, Vorjahr: T€ 1.092), Rechtstreitigkeiten (T€ 1.095, Vorjahr: T€ 2.027), ausstehende Rechnungen (T€ 1.034, Vorjahr: T€ 1.023), Rückbauverpflichtungen (T€ 232, Vorjahr: T€ 231) sowie die Jahresabschlusserstellung und Prüfung (T€ 219, Vorjahr: T€ 260).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen haben sich marginal um T€ 284 auf T€ 281.776 zum Bilanzstichtag reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 33,8 % auf T€ 12.213 reduziert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten stellen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten dar.

d. Cashflow des alanta-Konzerns

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 51.407 (Vorjahr: T€ 30.902).

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ -3.056 (Vorjahr: T€ -17.796) und stellt im Wesentlichen Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände (T€ -1.745) und Sachanlagevermögen (T€ -1.430) dar. Im Vorjahr wurden Zahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis (T€ -12.000) getätigt, die aus nachgelagerten Kaufpreiszahlungen resultierten.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -14.828 (Vorjahr: T€ -16.268) und resultiert aus Zinszahlungen in Höhe von T€ -14.528 (Vorjahr: T€ -16.268) sowie einer Ausschüttung an die Muttergesellschaft alanta Investment in Höhe von T€ -300.

5. Wirtschaftsbericht der alanta health group

a. Gewinn- und -verlustrechnung der alanta health group

Als Management-Holding erbringt die alanta health group zentrale Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Buchhaltung, Controlling, IT und Personalwesen. Die Umsatzerlöse konnten von T€ 11.595 um 3,2 % auf T€ 11.970 ausgeweitet werden. Davon entfielen 98,4 % (Vorjahr: 98,2 %) auf Umsatzerlöse mit Konzernunternehmen.

Der Personalaufwand in Höhe von T€ 6.077 liegt um T€ 237 (+4,1 %) über dem Vorjahresniveau von T€ 5.840. Dieser Anstieg ist bei einer konstanten Mitarbeiter*Innenzahl primär auf gestiegene Sozialversicherungsabgaben und Gehaltserhöhungen zurückzuführen. Die Personalaufwandsquote bezogen auf den Umsatz hat sich marginal von 50,4 % auf 50,8 % erhöht.

Die Abschreibungen sind im Geschäftsjahr 2021 um T€ 54 auf T€ 316 gestiegen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit T€ 5.382 um 25,1 % unter dem Vorjahr (T€ 7.187). Die Aufwandsquote im Verhältnis zum Umsatz ist von 62,0 % auf 45,0 % gesunken. Wesentliche Bestandteile sind die Rechts- und Beratungskosten, Mieten, Aufwendungen für die Wartung von Hard- und Software sowie Leasingaufwendungen.

Insgesamt wurde ein EBITDA von T€ 675 (Vorjahr: T€ -1.342) erwirtschaftet. Die EBITDA-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse beträgt 5,6 % (Vorjahr: -11,6 %).

Es wurde ein Ergebnis vor Steuern und Finanzierungstätigkeit (EBIT = Betriebsergebnis) von T€ 359 (Vorjahr: T€ -1.605) erwirtschaftet. Die EBIT-Marge bezogen auf die Umsatzerlöse hat sich auf 3,0 % verbessert (Vorjahr: -13,8 %).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 3.660 bzw. 6,6 % auf T€ 59.358 erhöht.

Die Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von insgesamt T€ 1.664 (Vorjahr: T€ 3.399) resultieren im Wesentlichen aus an diverse Tochtergesellschaften gewährte Darlehen.

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 413 bzw. 4,2 % auf T€ 9.394 verringert.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind maßgeblich durch Private-Debt- sowie Bankdarlehen entstanden und haben sich von T€ 15.685 um 9,6 % auf T€ 14.177 verringert. Der Rückgang ist auf niedrigere Zinssätze zurückzuführen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 14.045 (Vorjahr: T€ 11.747) enthalten Aufwendungen aus der Zuführung latenter Steuern in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: Ertrag T€ 19).

Im Ergebnis ergibt sich ein Jahresüberschuss von T€ 23.764 (Vorjahr: T€ 20.249).

b. Bilanz der alanta health group

Die ahg weist eine Bilanzsumme von T€ 395.353 (Vorjahr: T€ 385.253) aus. Hiervon entfallen 64,2 % (Vorjahr: 65,9 %) beziehungsweise T€ 253.780 (Vorjahr: T€ 253.822) auf das Anlagevermögen.

Wesentlichster Bestandteil des Anlagevermögens sind die Finanzanlagen mit T€ 253.196 (Vorjahr: T€ 253.196). Unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen werden im Wesentlichen die Anteile an der ZS Hamburg, Vivatis und SKH ausgewiesen. Seit 2020 wird darüber hinaus eine Beteiligung an der Doc Cirrus GmbH, Berlin, ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 69,7 % auf T€ 86 erhöht.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben sich um T€ 3.298 auf T€ 130.111 erhöht und beinhalten Darlehens- und Zinsforderungen (T€ 68.175, Vorjahr: T€ 57.758), Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen (T€ 59.358, Vorjahr: T€ 55.698), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (T€ 855, Vorjahr: T€ 11.407) sowie Forderungen aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (T€ 1.723, Vorjahr: T€ 1.951).

Die flüssigen Mittel haben sich zum Bilanzstichtag deutlich von T€ 2.796 um 273,0 % auf T€ 10.428 gesteigert.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 23.464 auf T€ 86.864. Der Anstieg des Eigenkapitals ist auf den Jahresüberschuss in Höhe von T€ 23.764 und der gegenläufig wirkenden Ausschüttung an den Gesellschafter in Höhe von T€ 300 zurückzuführen.

Die sonstigen Rückstellungen haben sich von T€ 3.302 auf T€ 2.314 verringert und betreffen im Wesentlichen Rechtstreitigkeiten (T€ 965, Vorjahr: T€ 2.000), erfolgsabhängige Vergütungen (T€ 763, Vorjahr: T€ 773), ausstehende Rechnungen (T€ 310, Vorjahr: T€ 212), Jahresabschlusserstellungs- und Prüfungskosten (T€ 127, Vorjahr: T€ 152) sowie Zeitguthaben aus Urlaub und Überstunden (T€ 106, Vorjahr: T€ 122).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und aus Private Debt Darlehen haben sich zum Bilanzstichtag marginal um T€ 284 auf T€ 281.776 reduziert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich stichtagsbedingt um 41,3 % auf T€ 373 verringert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich deutlich um 53,9 % auf T€ 10.170 vermindert und beinhalten Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten (T€ 55, Vorjahr: T€ 10.108), Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung von Tochtergesellschaften (T€ 9.394, Vorjahr: T€ 9.807), Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft (T€ 627, Vorjahr: T€ 2.160) sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 94 (Vorjahr: T€ 0).

Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich von T€ 282 auf T€ 1.200 erhöht und stellen im Wesentlichen Steuerverbindlichkeiten dar.

c. Cashflow der alanta health group

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt T€ 31.533 nach T€ 32.487 im Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt T€ -9.529 (Vorjahr: T€ -24.575) und stellt im Wesentlichen Auszahlungen für Darlehen an Tochtergesellschaften dar (T€ -9.241). Darüber hinaus wurden Investitionen in Sachanlagevermögen (T€ -120) sowie immaterielle Vermögensgegenstände (T€ -174) getätigt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt T€ -14.371 (Vorjahr: T€ -6.223) und resultiert aus Zinszahlungen in Höhe von T€ -14.071 (Vorjahr: T€ -16.223) sowie einer Ausschüttung an die Muttergesellschaft alanta Investment in Höhe von T€ 300. Im Vorjahr wirkte die Darlehensaufnahme bei einer Tochtergesellschaft (T€ 10.000) gegenläufig.

6. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Abgeleitet aus den strategischen Zielen werden zur Steuerung des alanta-Konzerns die Umsatzerlöse sowie das EBITDA als Kennzahlen verwendet. Diese Kennzahlen werden im Rahmen des monatlichen Reportings detailliert ausgewertet und analysiert. Die Umsatzerlöse des alanta-Konzerns beliefen sich im Geschäftsjahr 2021 auf T€ 558.229 nach T€ 546.935 im Vorjahr. Der Wareneinsatz lag bei T€ 419.960 (Vorjahr: T€ 417.518) beziehungsweise 75,2 % (Vorjahr: 76,3 %) vom Umsatz. Insgesamt ergab sich ein EBITDA von T€ 60.930 (Vorjahr: T€ 54.612) beziehungsweise 10,9 % (Vorjahr: 10,0 %) vom Umsatz.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betreffen unter anderem die Zufriedenheit der Mitarbeiter*Innen. Für eine nachhaltige Entwicklung benötigt die alanta-Gruppe kompetente und engagierte Mitarbeiter*Innen. Die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter*Innen soll durch Chancengleichheit, ein attraktives und modernes Arbeitsumfeld sowie eine zukunftsfähige Arbeitsorganisation gefördert werden.

7. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

a. Allgemeines

Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Tätigkeit und im Wettbewerb einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Aus diesem Grund ist ein wirksames Risikomanagement ein bedeutender Erfolgsfaktor zur nachhaltigen Sicherung des Unternehmenswerts.

Die Steuerung von Chancen und Risiken bildet einen integralen Bestandteil der Konzernführung und ist nicht Aufgabe einer bestimmten organisatorischen Einheit. Zentrale Bestandteile des Risikomanagement-Systems sind der Planungs- und Controlling-Prozess, das Berichtswesen, die Informationsstruktur und das Compliance-System. In regelmäßigen Sitzungen zur Geschäftsentwicklung werden neben den Ergebnissen der Geschäftstätigkeit mögliche Chancen und Risiken aufgezeigt und bewertet sowie Ziele und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Um die Steuerung der Risiken zu verbessern, wird das bestehende Quality Risk-Management-System als Bestandteil des QM-Systems kontinuierlich weiterentwickelt.

Der alanta-Konzern hat bereits 2016 einen Verhaltenskodex (Code of Conduct) eingeführt, der unter anderem den Umgang mit Interessenkonflikten, Datenschutz, IT-Sicherheit sowie Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitsschutz regelt. Für die kontinuierlichen Weiterentwicklung des Verhaltenskodex ist der Compliance Officer zuständig, der insbesondere auch die Prävention und Aufklärung möglicher Verstöße verantwortet. Die Mitarbeiter*Innen werden regelmäßig bezüglich der Verhaltensgrundsätzen geschult. Ferner haben die Mitarbeiter*Innen die Möglichkeit, den Compliance Officer über Verdachtsfälle anonym zu informieren. Im Geschäftsjahr 2021 lagen keine Meldungen zu Compliance-Verstößen vor.

Um die finanziellen Auswirkungen eines möglichen Schadens gering zu halten, werden - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft.

b. Chancen

Wie vorstehend zu den allgemeinen Aussichten im Markt der onkologischen Versorgungen sowie im Arzneimittelmarkt dargestellt, ist eine weiter steigende Nachfrage nach parenteral zu verabreichenden onkologischen Therapien sowie nach Arzneimitteln mittel- und auch langfristig zu erwarten. Auch die Anzahl der ambulant zu behandelnden Patient*Innen mit onkologischen oder immunologischen Erkrankungen wird aufgrund der demographischen Entwicklung und der verbesserten Diagnostik weiter ansteigen und so für ein stabiles Marktumfeld der MVZ sorgen.

Auch wird durch die regulatorischen Veränderungen, insbesondere durch die kontinuierliche Anpassung der Hilfstaxe, der Margendruck auf kleinere und mittlere Marktteilnehmer weiter steigen. Daraus könnten sich gute Chancen für einen weiteren, wenn auch langsamen Ausbau von Marktanteilen, Absatzmengen und Umsatzerlösen für den Konzern ergeben.

Zusammen mit den Anfang 2018 übernommenen drei Herstellstandorten in Leipzig, Düsseldorf und München bietet der Herstellbetrieb der ZS Hamburg am Standort Hamburg dem Konzern alle Möglichkeiten, die Leistungen flächendeckend und ganzheitlich in Deutschland anzubieten. Mit der deutschlandweiten Präsenz sowie dem weiteren Ausbau der MVZ-Struktur sind die Weichen für weiteres Wachstum gestellt.

Mit dem durch die Vivatis erschlossenen Geschäftsfeld des pharmazeutischen Spezial-Großhandels hat der Konzern seine Diversifikation weiter vorangetrieben. Gerade in den Stammbereichen erwartet die Gesellschaft durch ihren integrierten Marktzugang interessante Wachstumschancen. Über die Erweiterung der Tätigkeit als Dienstleister im Bereich HealthCare-Logistik bieten sich gute Chancen, die Marktpräsenz der Vivatis weiter zu stärken sowie die Position weiter auszubauen, um dadurch die Grundlagen für weiteres nachhaltiges Wachstum zu schaffen.

Über die im Geschäftsjahr 2014 begonnene Diversifikationsstrategie mit dem Betrieb des Krankenhauses sowie der 2015 begonnenen Gründung von medizinischen Versorgungszentren bieten sich gute Chancen, die Marktpräsenz des Konzerns im Bereich der Onkologie weiter zu stärken, die Position als einer der führenden Konzerne unserer Branche weiter auszubauen und Grundlagen für weiteres nachhaltiges Wachstum zu schaffen. Die allgemeinen Aussichten im Markt der onkologischen Versorgung bieten für dieses Geschäftsfeld des Konzerns Chancen für weiteres Wachstum.

Neben den allgemeinen Risiken im Krankenhausmarkt (siehe Punkt 7. c.) eröffnen sich für die SKH auch Chancen, die aus der besonderen Lage und dem besonderen Charakter der Klinik sowie dem strategischen Engagement des Konzerns erwachsen. Dazu zählen das mit der AOK entwickelte sozialmedizinische Versorgungsprojekt zur erweiterten hausärztlichen, kurzstationären Versorgung von Patient*Innen, das 2016 gestartet und auf weitere gesetzliche Kassen ausgeweitet wurde. In den Geschäftsjahren 2018 bis 2021 sind hieraus Erfolge zu verzeichnen, die - auch durch die Corona-Pandemie bedingt - jedoch hinter den Erwartungen zurückblieben. Für 2022 sind hier positive Effekte zu erwarten.

c. Risiken

Politische Rahmenbedingungen haben einen großen Einfluss auf den künftigen Geschäftserfolg des Konzerns. Neben dem allgemeinen Marktrisiko des Wettbewerbs stellen allgemein weitere mögliche Gesetzesänderungen mit Auswirkungen auf Marge und Ergebnis ein Risiko für die Geschäftsentwicklung dar.

In diesem Zusammenhang ist vor allem die Anpassung der Hilfstaxe durch die Änderungen des Gesetzes zur Stärkung der Arzneimittelversorgung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Arzneimittelversorgungsstärkungsgesetz - AMVSG) zu nennen. Diese Gesetzesänderung hatte in den letzten Jahren negativen Einfluss auf die Margen und Ertragslage des Konzerns. Aufgrund der Struktur der Regelungen des AMVSG erwachsen aus ihnen auch in Zukunft Umsatz-, Margen- und Ertragsrisiken. Auch 2022 sind weitere Anpassungen der Hilfstaxe zu erwarten. Weitere bedeutende Gesetzesänderungen sind derzeit nicht in Sicht.

Wir gehen in unserer Risikobewertung daher davon aus, dass weitere spezielle Änderungen der Rahmenbedingungen mit Auswirkung auf Umsatz oder Ergebnis des gesamten Konzerns vor dem Hintergrund der allgemeinen Diskussion um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen und den damit verbundenen notwendigen Kosteneinsparungen in den nächsten Jahren zu erwarten und auch wahrscheinlich sind, derzeit aber durch den Gesetzgeber noch nicht konkretisiert sind. Sollten diese Änderungen eintreten, sind negative Auswirkungen auf Marge und Ergebnis sehr wahrscheinlich.

Es besteht das Risiko des Verlustes von qualifizierten Mitarbeiter*Innen und insbesondere von Mitarbeiter*Innen in Schlüsselfunktionen. Eine strukturierte Personalentwicklung, Angebote zur individuellen Fort- und Weiterbildung, finanzielle Sonderleistungen sowie die Schaffung einer angenehmen Arbeitsatmosphäre soll die Attraktivität des Konzerns als Arbeitgeber erhöhen und damit die Wahrscheinlichkeit von Personalabgängen reduzieren. Darüber hinaus besteht das Risiko, ausreichend neue Mitarbeiter*Innen zu finden und einzustellen, um das geplante Wachstum realisieren zu können. Die Lage am Personalmarkt ist unverändert angespannt und wird sich voraussichtlich in naher Zukunft auch nicht merklich verbessern. Mittlerweile ist es nahezu in allen Geschäftsfeldern des Konzerns schwierig, qualifiziertes Personal zu rekrutieren. Mit dem Hauptsitz in Hamburg bietet der Konzern aber ein attraktives Umfeld im Bereich des wachsenden Gesundheitssektors.

Der Erfolg des Konzerns ist im Personalbereich ganz wesentlich vom Know-how und der Einsatzbereitschaft der Mitarbeiter*Innen abhängig. Der Einsatz von unterschiedlichen Personalinstrumenten wie z. B. Schulungen, Fortbildungen und Dosiergenauigkeitstests minimieren die bestehenden Risiken durch Mitarbeiter*Innen und begegnet diesen durch gezielten Know-how-Transfer. Die zielgerichtete Personalentwicklung und Weiterbildung legen dabei den Grundstein des Personalmanagements. Diesem Umstand trägt der Geschäftsbereich der parenteralen Zubereitung von Patient*Innenindividuellen Zubereitungen durch den Ausbau der Akademie am Standort Hamburg Rechnung. Dieses interne Schulungszentrum verantwortet seitdem erfolgreich die Aus-, Fort- und Weiterbildung des pharmazeutischen Fachpersonals der Herstellbetriebe. Trainingsangebote für die anderen Konzernbereiche wurden weiter ausgebaut und seit 2020 erfolgreich virtualisiert. Die alanta-Gruppe wird weiterhin nachhaltig in die Fortbildung der Mitarbeiter*Innen investieren.

Aufgrund der bestehenden hohen Kapazitätsauslastung besteht für die Vivatis ein Risiko in der Gestalt, als dass das geplante Wachstum nicht umgesetzt werden kann. Diesem Risiko will die Vivatis durch einen Umzug in neue Geschäftsräume begegnen, der für das Geschäftsjahr 2022 geplant ist. Für die Zwischenzeit wurden weitere Lager- und Geschäftsflächen am Standort Hamburg-Jenfeld angemietet.

Produktionsrisiken bestehen insoweit, als die Produktionskapazitäten der Herstellbetriebe vorübergehend durch technisches Versagen beeinträchtigt werden könnten. Diesen Risiken wird dadurch begegnet, dass der Ausfall eines Standortes im Verbund der vier Produktionsstandorte Düsseldorf, Leipzig, Hamburg und München abgefedert werden kann. Zusätzlich sind in allen Fertigungsstätten, insbesondere in Hamburg-Jenfeld, alle relevanten technischen Systeme redundant vorhanden.

Einbringlichkeitsrisiken bestehen für die Herstellbetriebe nur in geringem Maße, da die Abnehmer der parenteralen Zubereitungen in Deutschland niedergelassene Apotheken sind, die den größten Teil der Patient*Innenversorgung mit den gesetzlichen Krankenkassen abrechnen. Ein mögliches Risiko besteht hier in der Zahlungsunfähigkeit eines Apothekenrechenzentrums, das als Dienstleister die Abrechnung zwischen Apotheken und gesetzlichen Krankenkassen abwickelt. Da der Konzern mit einer großen Anzahl von Apotheken - die wiederum mit unterschiedlichen Rechenzentren kooperieren - zusammenarbeitet, ist das Risiko von größeren Zahlungsausfällen als gering einzustufen. Selbst im Fall einer solchen Insolvenz eines Apothekenrechenzentrums bestehen hinreichend Sicherheiten für Apotheken, die einen wesentlichen Zahlungsausfall für den Konzern als unwahrscheinlich erscheinen lassen.

Auch für den pharmazeutischen Spezial-Großhandel bestehen Einbringlichkeitsrisiken nur in geringem Maße, da die Abnehmer der Produkte Apotheken aus Deutschland oder welt- und/oder europaweit tätige Pharmagroßhandelskonzerne sind. Zu allen Kunden bestehen Beziehungen, die über Lieferverträge und/oder enge Zahlungsziele angebunden sind. Bei der SKH und den MVZ werden Einbringlichkeitsrisiken durch Verbesserungen des Abrechnungs- und Mahnungsprozesses kontinuierlich verbessert.

Die Herstellbetriebe sind im Absatzbereich Preisänderungsrisiken in der Form ausgesetzt, als dass die für die Abrechnung der Zytostatika-Versorgung maßgebliche Hilfstaxe für Apotheken durch die Tarifparteien regelmäßig angepasst wird.

Auch die Vivatis ist im Absatzbereich Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Sie können allgemein durch Änderungen der Preisregelungen des Apothekenverkaufspreises nach Lauer-Taxe entstehen.

Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken bestehen in der Regel langfristige Liefer- und Kooperationsvereinbarungen.

Der Konzern hat durch die Bildung von Rückstellungen eine ausreichende Vorsorge für Retaxierungen der gesetzlichen Krankenkassen getroffen.

Zur Abfederung des Liquiditätsrisikos wurden mit wichtigen Kunden langfristige Lieferverträge abgeschlossen.

Für die Absicherung von Zinsänderungsrisiken sieht der Konzern vor dem Hintergrund der derzeitigen langfristigen Zinserwartungen keine Notwendigkeit.

Die Tätigkeit der SKH ist grundsätzlich von den allgemeinen Risiken im deutschen Krankenhausmarkt - Kostensenkungen, Bettenabbau und Schließung - bedroht. Dies gilt gerade für kleine Krankenhäuser und Belegkliniken. Aufgrund des klaren Bekenntnisses der Stadt Hamburg aus ordnungs- und standortpolitischen Erwägungen heraus für den Standort Mümmelmannsberg und die Einbindung der SKH in den Bettenplan der Stadt Hamburg schätzen wir diese Risiken als vorhanden, aber nicht bedrohlich ein. Nichtsdestotrotz besteht immer das Risiko, dass vorhandene Planbetten mittelfristig gestrichen werden und damit das Budget der SKH sinkt.

Die Risiken im Bereich des MVZ-Betriebs liegen im Wesentlichen im personellen Bereich und hier in der Herausforderung, langfristig geeignetes medizinisches Fachpersonal und insbesondere Fachärzt*Innen zu gewinnen. Dem begegnet der Konzern mit professionellem Personalmanagement durch die eigene Personalabteilung. Trotz dieser allgemeinen unternehmerischen Herausforderung sehen wir besondere kurz- und mittelfristige Risiken im Betrieb der MVZ derzeit nicht.

Ein zusätzliches Risiko erwächst auch 2022 aus den Folgen der globalen Corona-Pandemie. Wie die vorliegenden Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr zeigen, hat die Pandemie im vergangenen Jahr jedoch zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung für die alanta-Gruppe geführt. Trotzdem beobachtet das Management die Lieferfähigkeit von Lieferanten und eine eventuelle Kontingentierung von einzelnen Wirkstoffen kontinuierlich. Sollte es hier zu wesentlichen Veränderungen kommen, ist eine Anpassung der Risikoeinschätzung nicht ausgeschlossen. Grundsätzlich besitzt die alanta-Gruppe entsprechend den GMP-Anforderungen umfangreiche Notfallpläne, insbesondere in den Herstellbetrieben, um die Versorgung von onkologischen Patient*Innen auch in Krisenzeiten sicher stellen zu können. Als Folge der Corona-Krise können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die das Wirtschaftswachstum in Deutschland negativ beeinflussen und damit Auswirkungen auf das Geschäftsumfeld der alanta-Gruppe haben können.

Auch aufgrund der kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine seit dem Februar 2022 können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die nicht nur das Wirtschaftswachstum in Deutschland negativ beeinflussen können. Aktuell sind keine signifikanten negativen Einflüsse auf das Geschäftsumfeld der alanta-Gruppe zu spüren. Weder die Beschaffungs- noch die Absatzmärkte des alanta-Konzerns sind direkt betroffen. Die Geschäftsführung geht aktuell davon aus, dass es keine wesentlichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell geben wird. Im Rahmen seiner Möglichkeiten beobachtet das Management die Entwicklung in der Ukraine und wird seine Risikoeinschätzung bei Bedarf anpassen.

Seit dem 17. Dezember 2019 läuft ein Ermittlungsverfahren der Generalstaatsanwaltschaft Hamburg gegen die alanta health group GmbH, Hamburg, und einen Teil ihre Tochtergesellschaften. Im Mittelpunkt der Untersuchungen steht die Zulässigkeit des gewählten und praktizierten Versorgungsmodells der MVZ-Struktur. Das Ermittlungsverfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium. Ob sich aus dem Verfahren, das überwiegend sozialrechtliche Vorwürfe beinhaltet, am Ende Geldbußen oder sonstige Konsequenzen für den Konzern ergeben, unterliegt zum aktuellen Zeitpunkt Einschätzungsrisiken und kann noch nicht abschließend bewertet werden. Die Patient*Innenversorgung über Medizinische Versorgungszentren ist einer der Eckpfeiler der ambulanten Patient*Innenversorgung und politisch gewollt. In Deutschland gibt es heute über 3.800 MVZ in unterschiedlichen medizinischen Disziplinen und verschiedener Trägerschaft. Alle MVZ der alanta-Gruppe sind nach Auffassung der Geschäftsführung und ihrer Rechtsberater gemäß der gesetzlich vorgegebenen Genehmigungsverfahren bestandskräftig zugelassen worden, weswegen auch das Geschäftsmodell der alanta-Gruppe nach unserer Auffassung und der unserer Rechtsberater in vollständigem Einklang mit geltenden Gesetzen steht.

Darüber hinaus wurde der Konzern im März 2022 von einem wichtigen Geschäftspartner über ein gegen ihn gerichtetes Verfahren informiert. Obgleich keine Gesellschaft der alanta-Gruppe in diesem Verfahren unmittelbar betroffen ist, analysiert die Geschäftsführung mögliche Risiken für den alanta-Konzern.

Aufgrund der Grundsätzlichkeit der erhobenen staatsanwaltlichen sowie privatrechtlichen Vorwürfe schätzt die Gesellschaft den zur gerichtlichen Klärung notwendigen Zeitraum als deutlich über ein Jahr ein.

8. Ausblick

Durch die Entwicklung in den letzten Jahren hat die alanta-Gruppe ihre Position als bundesweit tätigen Gesundheitsdienstleister mit über 820 Mitarbeiter*Innen in vier eigenständigen Tätigkeitsbereichen für die Versorgung von ambulanten und stationären Patient*Innen gefestigt und ausgebaut. Dieser Weg soll fortgesetzt werden.

Bedingt durch die unter Abschnitt 7.c geschilderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sind exakte Prognosen nur schwer möglich. Für das Geschäftsjahr 2022 wird nichtsdestotrotz ein Umsatzwachstum leicht über der Größenordnung des Geschäftsjahres 2021 erwartet. Das EBITDA soll im Verhältnis zum Umsatz überproportional gesteigert werden. Es wird erwartet, dass das Geschäftsjahr 2022 mit einem höheren Konzernjahresüberschuss abschließt. Die tatsächliche Geschäftsentwicklung kann von den Prognosen abweichen. Die Entwicklung des Konzerns hängt insbesondere vom regulatorischen und branchenbezogenen Umfeld, des unsicheren Fortgangs der Corona-Pan- demie sowie der Entwicklung des Ukrainekonfliktes ab.

Auf Ebene der alanta health group hängt die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage aufgrund der Funktion als Management-Holding sowie der Ergebnisabführungsverträge maßgeblich von der Entwicklung der operativ tätigen Tochtergesellschaften ab. Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein deutlicher Anstieg des Jahresüberschusses erwartet.

Der Geschäftsbereich der Herstellung parenteraler Zubereitungen wird gefolgt von den Spezial-Großhandelsaktivitäten im alanta-Konzern auch im Geschäftsjahr 2022 die dominierende Rolle spielen.

Im Geschäftsjahr 2022 ist geplant, die Geschäftstätigkeit der SKH weiter zu entwickeln. Die Auslastungsentwicklung der Klinik soll durch neu gewonnene Belegärzt*Innen bzw. die Ausdehnung der Belegarzttätigkeit der etablierten Praxen im Hause zu einer spürbaren Ergebnisverbesserung des Krankenhausbetriebs führen. Die Ausweitung des Zuweisernetzwerkes der Klinik soll weiter vorangetrieben werden. Durch die hohen Aufwendungen der SKH wird allerdings abermals ein deutlicher operativer Fehlbetrag erwartet, der durch den Ergebnisabführungsvertrag ausgeglichen werden soll.

Aus dem Ausbau des MVZ-Netzwerkes erwartet der Konzern in der Zukunft eine weitere Verbesserung seiner Position im Bereich der onkologischen Versorgung in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2022 ist in einzelnen MVZ abermals mit einem deutlichen Verlust zu rechnen, da die Überführung eines Arztsitzes in eine MVZ-Struktur mit anfänglich höheren Aufwendungen verbunden ist.

Zum Zeitpunkt der Abfassung des Lageberichtes setzte sich die nachhaltige Entwicklung des Konzerns insoweit fort, als per Februar 2022 ein konsolidierter Umsatz von € 94,5 Mio. und ein EBITDA von € 10,1 Mio. erwirtschaftet wurde. Beide Kennzahlen liegen auf Planungsniveau.

Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung des alanta-Konzerns und der einzelnen Konzerngesellschaften sowie auf wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Dies gilt insbesondere für das Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Hamburg. Sollten die zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Hamburg, den 25. April 2022

alanta health group GmbH

Thomas D. Boner

Enno Scheel

Dr. Mirco Schaecke

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die alanta health group GmbH, Hamburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der alanta health group GmbH, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht der alanta health group GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht zu dienen.

Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts

Wir verweisen auf die Ausführungen der gesetzlichen Vertreter in Abschnitt ,,7.c. Risiken" des zusammengefassten Lageberichts, welche die Risiken und Auswirkungen von staatsanwaltlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von medizinischen Versorgungszentren darstellt. Derzeit sind keine Rückstellungen für Risiken und Auswirkungen von staatsanwaltlichen Untersuchungen im Zusammenhang mit dem Betrieb von medizinischen Versorgungszentren gebildet, da die Gesellschaft die Vorwürfe, unter Berücksichtigung der Einschätzung der rechtlichen Begleiter der Gesellschaft, für unbegründet hält. Aufgrund der mit den laufenden und erwarteten Rechtsstreitigkeiten zwangsläufig zusammenhängenden Unsicherheiten ist nicht auszuschließen, dass zukünftig die Einschätzung der Risiken anders ausfallen kann. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter-falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 27. April 2022

Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Olaf Sackewitz, Wirtschaftsprüfer

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