MKS Instruments Deutschland Gesellschaft mit beschränkter HaftungMünchenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Grundlagen Vorbemerkung und Gegenstand der Geschäftstätigkeit Die MKS Instruments Deutschland GmbH ist eine Gesellschaft der MKS Instruments Inc. mit Stammsitz in Andover, USA. MKS ist ein weltweit führender Hersteller von Komponenten, Instrumenten und Systemen für eine Vielzahl von hochtechnologischen Anwendungen im Bereich Halbleiterindustrie, Photovoltaik; Dünnschichttechnologie und Gasanalytik. Der bestehende Beherrschungsvertrag mit der MKS German Holding GmbH, München und die umsatzsteuerliche Organschaft mit der MKS German Holding GmbH, München wurden im November 2018 dahingehend ergänzt, dass mit Wirkung auf den 1. Januar 2018 ein Gewinnabführungsvertrag und damit verbunden eine ertragsteuerliche Organschaft zur Anwendung kommt. Am Stammsitz in München sind Leitung der Gesellschaft, Vertriebs- und Kundendienstaktivitäten für Zentraleuropa und die Logistik für den Absatz der MKS Produkte konzentriert. Es besteht ein Standort in Dresden (Vertrieb, Applikation, Service). Eingetragene Betriebsstätten in den Niederlanden, De Meern und Frankreich, Le Bourget nehmen lokale Vertriebsaktivitäten wahr. Die im Geschäftsjahr 2015 durch Verschmelzung der ASTeX GmbH, Berlin auf die MKS Instruments Deutschland GmbH hinzugekommene Zweigniederlassung in Berlin wurde in das Handelsregister eingetragen. Die Zweigniederlassung entwickelt, fertigt und vertreibt Anlagen zur Ozontechnologie und für Reinstmedienanwendungen. Die Produkte werden vorrangig in der Halbleiterindustrie eingesetzt. Wirtschaftsbericht Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Als Investitionsgüterhersteller ist die Gesellschaft von der Entwicklung des allgemeinen wirtschaftlichen Umfelds insofern betroffen, als diese sich auf die Absatzmöglichkeiten und damit auch die Investitionsbereitschaft seiner Kunden auswirkt. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein Zuwachs der Weltwirtschaft in Höhe von ca. 3,2 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Ein geringeres Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Damit entspricht das Wachstum in 2023 eher den längerfristigen Wachstumsraten. Im Euroraum ist das Bruttoinlandsprodukt im Geschäftsjahr 2023 gegenüber 2022 um 0,4 % gestiegen. Das Wachstum lag damit deutlich unter dem Wert von 3,4 % des Vorjahres. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,3 %. Der Preisanstieg im Kalenderjahr 2023 betrug ca. 5,9 % gegenüber dem Vorjahr. Leistungsindikatoren Die von der Gesellschaft verwendeten bedeutsamen finanziellen Leistungsindikatoren sind der Auftragseingang und die Umsatzerlöse. Als Auftragseingang gelten alle erhaltenen und angenommenen Aufträge im Laufe des Jahres. Auftragseingang Der Auftragseintrag des Berichtsjahres, getrennt nach Standorten, ist in der nachstehenden Übersicht dargestellt.
Mit dem Rückgang des Auftragseingangs um 34,3 % von 123,1 Mio. Euro auf 80,9 Mio. Euro wurde der Planwert von 99,5 Mio. Euro Auftragseingang für 2023 nicht erreicht. Die Gesellschaft hatte ursprünglich mit einem Rückgang von 19,2 % geplant. Im Wesentlichen ist die negative Abweichung von der ursprünglichen Prognose auf die starke Zurückhaltung von Ausrüstungsinvestitionen im Halbleitermarkt in Asien und US zurückzuführen. Umsatzerlöse Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 haben die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 um 3,8 % auf 106 Mio. Euro abgenommen. Die ursprüngliche Prognose aus dem Jahr 2022 über einen Umsatzanstieg auf ca. 117,9 Mio. Euro ist nicht eingetreten. Der Grund dafür, dass die Ende 2022 aufgestellte Prognose verfehlt wurde, liegt an ausgebliebenen Aufträgen aus Asien und US für Investitionsgüter im Halbleiterbereich, die unter anderem auch im Zusammenhang mit den Liefereinschränken für den chinesischen Markt zu sehen sind. Die finanziellen Leistungsindikatoren werden monatlich im Rahmen des Konzern-Reporting ermittelt und berichtet. Als nicht finanzieller Leistungsindikator, der auch zur internen Steuerung des Unternehmens herangezogen wird, wird die Anzahl der Beschäftigten regelmäßig berichtet. Anzahl der Beschäftigten Die Anzahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber 2022 nicht verändert. Insgesamt beschäftigte die Gesellschaft in 2023 137 Mitarbeiter (Vorjahr: 137). Geschäftsverlauf Insgesamt betrachtet die Geschäftsführung die Entwicklung der Gesellschaft, unter Berücksichtigung der Auftragseingänge und des Umsatzes, als zufriedenstellend. Im Geschäftsjahr ist der Auftragseingang deutlich zurückgegangen, der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufig gewesen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2020 hat die Gesellschaft vom Markt positive Rückmeldung für die Produkte LIQUOZON und DI SOLVER erhalten, die sich positiv auf den Auftragseingang und damit auf den Umsatz im Geschäftsjahr 2021 bis 2023 ausgewirkt haben. Der Sitz der niederländischen Betriebstätte der Gesellschaft hat sich verändert. Der bisherige Standort in Woerden wurde aufgegeben. In den Räumen des Konzerngesellschaft Atotech in De Meern wurde ein Büro gemietet und der Sitz nach dort verlagert. Ende des Geschäftsjahres 2022 wurde eine Reorganisation des Vertriebs beschlossen. In diesem Zuge wurden im Vertrieb bis Ende des ersten Quartals 2023 sechs Stellen abgebaut. Im vierten Quartal 2023 haben die Geschäftsführer Dr. Markus Arendt und Seth Bagshaw mitgeteilt, die Geschäftsführung niederzulegen und die Gesellschaft zu Ende April 2024 bzw. Ende März 2024 zu verlassen. Lage der Gesellschaft Ertragslage Der Umsatz der Gesellschaft im Berichtsjahr mit 106 Mio. Euro war gegenüber dem Vorjahr und 110,2 Mio. Euro leicht rückläufig. Aufgrund verschobener bzw. fehlender Aufträge konnte der Standort Berlin den Umsatzanstieg aus dem Vorjahr nicht halten. Ein Teil des Umsatzrückgangs wurde durch die Vertriebsschiene von Produkten im Konzernverbund kompensiert. Zum Jahresende 2023 hatte die Gesellschaft insgesamt einen Auftragsbestand in Höhe von 47 Mio. Euro. Das Kerngeschäft am Hauptsitz der Gesellschaft erzielte 58,2 Mio. Euro Umsatz (Vorjahr: 46,5 Mio. Euro). Hauptumsatzträger waren die Kernprodukte aus dem Stammhaus. Die Zweigniederlassung Berlin hat Umsätze i. H. v. 47,4 Mio. Euro nach 63,7 Mio. Euro im Vorjahr erzielt. Auf Europa entfielen 67 % des Gesamtumsatzes, auf die Region Asien 23 % und auf die Region USA 10 %. Der Materialaufwand aus Aufwendungen für Roh-, Hilfs und Betriebsstoffe und für bezogene Waren hat sich von 65,3 Mio. Euro im Vorjahr auf 65,7 Mio. Euro leicht erhöht. Gestiegene Bezugskosten konnten nicht umgehend an die Kunden weitergegeben werden. Die Abnahme des Personalaufwandes von 13,0 Mio. Euro auf 12,6 Mio. Euro im Vorjahresvergleich ist im Wesentlichen auf die Reorganisation des Vertriebs und dem damit einhergehenden Personalabbau zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr von 9,2 Mio. Euro auf 6,4 Mio. Euro vermindert. Die Aufwendungen für die Vertriebskosten sind gegenüber dem Vorjahr um 2,8 Mio. Euro zurückgegangen, die Raumkosten um 0,1 Mio. Euro gestiegen, die Verwaltungskosten haben um 0,1 Mio. Euro abgenommen. Die Zunahme der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag von 0,2 Mio. Euro auf 0,6 Mio. Euro ist im Wesentlichen auf die Rückstellung von Steuern für die ausländischen Betriebsstätten zurückzuführen. Für das Geschäftsjahr 2023 weist die Gesellschaft ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 17,6 Mio. Euro. (Vorjahr: 23,5 Mio. Euro) aus. Dieses wird aufgrund des im Jahr 2018 geschlossenen Gewinnabführungsvertrags in voller Höhe an die MKS German Holding GmbH abgeführt. Insgesamt ergibt sich, wie im Vorjahr, ein Jahresergebnis von Null Euro. Vermögenslage Zum 31. Dezember 2023 nahm die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um 0,5 % ab. Im Wesentlichen resultiert die Veränderung aus der Erhöhung des Werts der sonstigen Vermögensgegenstände auf der Aktivseite der Bilanz und der Zunahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen auf der Passivseite der Bilanz. Demgegenüber steht die Reduzierung der Vorräte sowie Abnahme der Rückstellungen. Das Anlagevermögen hat gegenüber dem Vorjahr um rd. 0,2 Mio. Euro auf 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) abgenommen. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme ist um 0,7 %-Punkte von im Vorjahr 14,4 % auf 13,7 % gefallen. Die Abnahme des Anlagevermögens steht im Zusammenhang mit dem Abschluss des Ausbaus der Serviceaktivitäten am Standort München Ende 2022 und der erstmaligen Erfassung der Abschreibungen auf diese Anlagen im Jahr 2023. Das Umlaufvermögen hat sich anteilsmäßig mit 85,8 % gegenüber dem Vorjahr von rd. 85,0 % um 0,8 %-Punkt erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensstände mit 16,9 Mio. Euro haben gegenüber dem Vorjahr mit 16,2 Mio. Euro stichtagsbedingt um 0,7 Mio. Euro zugenommen. Zum 31. Dezember 2023 weist die Gesellschaft flüssige Mittel in Höhe von 2,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,3 Mio. Euro) aus. Die Rückstellungen und Verbindlichkeiten sind um 0,2 Mio. Euro von 16,7 Mio. Euro im Vorjahr auf 16,5 Mio. Euro zum 31. Dezember 2023 zurückgegangen. Dabei haben die Rückstellungen um 1,0 Mio. Euro abgenommen und die Verbindlichkeiten haben um 0,8 Mio. Euro zugenommen. Die Abnahme der Rückstellungen steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Einstellung des Betriebs am Standort Filderstadt. Bei den Verbindlichkeiten wird zum Stichtag ein deutlich höherer Saldo gegenüber den Konzerngesellschaften gezeigt, der u.a. aus der Gewinnabführung stammt. Finanzlage Die Finanzierung des Geschäftsbetriebes konnte im Geschäftsjahr durch ein aktives Cash-Management aus dem operativen Cashflow gewährleistet werden. Auch in Zukunft wird angestrebt, den Geschäftsbetrieb weitgehend aus eigenwirtschaftlichen Mitteln zu finanzieren. Bei einem Eigenkapital i. H. v. 20,5 Mio. Euro beträgt die Eigenkapitalquote 55,4 % (Vorjahr: 55,1 %). Das kurzfristige Umlaufvermögen übersteigt die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten, somit ist die Zahlungsfähigkeit gegeben. Investitionen Im Berichtsjahr hat die Gesellschaft Investitionen in Höhe von 0,7 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) vorgenommen. Der Schwerpunkt der Investitionen erfolgte in der Zweigniederlassung Berlin mit 0,5 Mio. Euro vor allem im Bereich der Fertigung. In München wurde weiter in den Servicebereich investiert. Forschung und Entwicklung Die Gesellschaft führt Entwicklungsarbeiten an Produkten der Produktlinie LIQUOZON (zentraler Einsatzbereich ist die Halbleiter Industrie und die Flat Panel Display Industrie) und für andere gelöste Gase, DI SOLVER, durch. Die Arbeiten zur Produktlinie HeliO3 (zentraler Einsatzbereich ist die Solar Industrie) wurden eingestellt. Für die Produktlinie LIQUOZON wurde das im Jahr 2016 gestartete Programm zur Kostensenkung im Bereich F&E weiter durchgeführt, um die Wettbewerbsfähigkeit neben der technischen Marktführerschaft auch im Kostenbereich zu gewährleisten. Der Gesamtbetrag der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung im Geschäftsjahr 2023 betrug 2,70 Mio. Euro gegenüber 2,70 Mio. Euro im Vorjahr. Der Anteil der Forschungs- und Entwicklungsausgaben am Umsatz beträgt rd. 2,5 %. Die Planung sieht vor, dass die Aufwendungen in diesem Bereich in den Folgejahren konstant bleiben werden. Im Geschäftsjahr 2017 wurde ein Entwicklungsprojekt, das sich mit der Lösung eines Gases in Reinstwasser beschäftigt, gestartet. Hier ist die Zielsetzung den Ausschuss bei bestimmten Fertigungsprozessschritten zu minimieren. Erste Prototypen wurden in 2017 gebaut, Erprobungen beim Kunden wurden in 2018 gestartet. In 2022 konnten 9,9 Mio. Euro Umsatzerlöse und in 2023 rd. 7,6 Mio. Euro erzielt werden. Neben diesen zentralen Entwicklungsprojekten betreuten die Mitarbeiter der Abteilung Forschung & Entwicklung (F&E) eine Vielzahl von Änderungen auf Grund von Kundenwünschen an bestehenden Produkten, was sich auch in den Folgejahren fortsetzen wird. Der F&E-Bereich verfolgt seit Jahren die Diskussion um die Reinheit der verwendeten Medien und stellt hierzu auch eigene Untersuchungen an. Personal Im Geschäftsjahr hat es keine Veränderung in der Personalstärke gegeben. Gegenüber dem Vorjahr ist die Anzahl der Mitarbeiter unverändert bei 137 geblieben. Die Gesellschaft hat jedoch aufgrund des schwächeren Umsatzes am Standort Berlin alle Leiharbeitsverhältnisse im Bereich der Produktion in 2023 beendet. Bei einem positiven Geschäftsverlauf wird das Unternehmen aufgrund einer erhöhten Nachfrage im Kundendienst und in der Fertigung in Berlin auch mit Personalleihfirmen zusammenarbeiten. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Die Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2024 vollzieht sich vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs und eines höheren Zinsniveaus. Diese wirken sich auf die wirtschaftliche Entwicklung und die Geschäftstätigkeit in vielen Ländern aus. Für 2024 gehen die "Wirtschaftsweisen" in ihrem Jahresgutachten vom November 2023 von einem Wachstum des BIP im Jahr 2024 von 0,7 % aus, nach einem Rückgang von -0,4% im Jahr 2023. Auftragseingang Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung einen Auftragseingang in einer Bandbreite von 95 bis 105 Mio. Euro. Der Anstieg steht im Zusammenhang mit einer Belebung bei den Ausrüstungsinvestitionen für die Halbleiterindustrie in Asien und einer allgemeinen besseren Lage in Europa aufgrund von Inflation und wirtschaftlichen Ausblick. Der Auftragseingang im 2. Halbjahr wird stärker als im 1. Halbjahr erwartet. Umsatzerlöse (Umsatz) Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die Geschäftsführung Umsatzerlöse in einer Bandbreite von 95 bis 100 Mio. Euro. Im Segment für die Ausrüstungsinvestionen für die Halbleiterindustrie sieht die Gesellschaft eine Belebung beim Auftragseingang. Anzahl der Beschäftigten Für das Geschäftsjahr 2024 plant die Gesellschaft eine Zunahme der durchschnittlichen Anzahl der Beschäftigten um 7 Personen von 137 auf 144 Mitarbeiter. Im Bereich der Fertigung am Standort Berlin und im Kundendienstbereich in München wird die Gesellschaft bei Bedarf auf Personalleihfirmen zurückgreifen. Unsere Prognose stützt sich dabei vor allem auf die folgenden Prämissen:
In diesen Prognosen sind die Folgen des Ukraine-Kriegs sowie des Nahostkonflikts berücksichtigt, soweit sie zum Zeitpunkt der Berichterstattung quantifizierbar waren. Die Prognose wurde im Mai 2024 erstellt. Aufgrund des Krieges in der Ukraine ergeben sich erhebliche Unsicherheiten in Bezug auf Rohstoffpreise und Abnahmezahlen. Bezüglich des Nahostkonflikts sind bisher keine wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft erkennbar. Risikomanagement Die Gesellschaft ist gesamtwirtschaftlichen, branchen- und unternehmensspezifischen Risiken ausgesetzt. Chancen und Risiken der Gesellschaft werden in enger Absprache mit den Gesellschaftern abgewogen, und von der Geschäftsführung operativ begleitet. Entsprechende Gegenmaßnahmen werden fortlaufend verfolgt. Nachfolgend wird auf ausgewählte Chancen und Risiken hingewiesen, die die Erreichung der prognostizierten wesentlichen Leistungsindikatoren beeinflussen könnten. Die Bewertung der Bedeutung der Chancen und Risiken erfolgt in die Einstufung in die Kategorien gering, mittel und hoch. Die Bedeutung ermittelt sich aus der Eintrittswahrscheinlichkeit und die mögliche Auswirkung auf die Erreichung der Prognose bzw. auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Risikobericht Konjunkturrisiko/COVID-19 Die Gesellschaft verkauft überwiegend in den industriellen Bereich. Damit ist sie abhängig von einem guten Investitionsklima. In Bezug auf die beschriebenen Umfeld- und Branchenrisiken besteht aktuell ein sehr wahrscheinliches Risiko der konjunkturellen Abschwächung bis hin zur Rezession sowohl weltwirtschaftlich als auch europäisch und in Bezug auf die Entwicklung der Konjunktur in Deutschland (siehe hierzu den Abschnitt "Prognosebericht"). Auch im Hinblick auf die Entwicklung in einzelnen Branchen bestehen sehr wahrscheinliche Risiken. Aufgrund der momentanen Corona- Pandemie haben einige Hersteller ihre Produktion eingeschränkt mit entsprechender Auswirkung auf die Nachfrage unserer Produkte. Die Bedeutung des Risikos wird als hoch eingestuft. Auswirkungen Ukraine Krieg Hierbei ergeben sich unterschiedlichste Risiken durch Ausfall der Liefer- und Auslieferketten sowie Umsatzausfällen. Die weitere Entwicklung ist mit starker Unsicherheit verbunden. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird die Bedeutung des Risikos als mittel eingestuft. Strategierisiko Mit den Produktfamilien LIQUOZON/DI SOLVER, gefertigt in Berlin, erzielt die Gesellschaft 89 % ihres Umsatzes mit 10 großen Kunden. Daraus kann sich eine sehr schwankende Auslastung ergeben. Die Gesellschaft steuert diesem Risiko entgegen, indem sie Produkte für andere Märkte, wie z.B. den Displaymarkt entwickelt und außerdem große Anstrengungen unternimmt, weitere Großkunden zu gewinnen. Die Bedeutung des Risikos der schwankenden Auslastung wird als mittel eingestuft. Produkt- und Entwicklungsrisiken Im Rahmen der Vertriebsaktivität für die Produkte aus dem Stammhaus ist die Gesellschaft auf eine hohe Produktqualität und kontinuierliche Verbesserung angewiesen, was auf Dauer zu einer Steigerung der Produktionskosten führen kann. Die Entwicklungsaktivitäten müssen mit geplanten Budget- Mitteln unterstützt werden. Neuentwicklungen werden im Rahmen des Patentschutzes geschützt. Die Bedeutung des Risikos wird als mittel eingestuft. Personalrisiken Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft ist sehr Knowhow getrieben. Der Verlust von Fachwissen stellt daher ein Risiko dar. Durch geeignete interne Schulungen, geeignete Vertretungsregelungen und entsprechende Dokumentationen wird das Kernwissen der Gesellschaft geschützt und auf unterschiedliche Personen verteilt. Die Bedeutung dieses Risikos wird als mittel eingestuft. Währungskursrisiko Zu 67 % verkauft die Gesellschaft ihre Produkte in Europa und fakturiert hier überwiegend in Euro. Die Verkäufe nach Asien, die rund 23 % des Umsatzes darstellen, werden in der jeweiligen Landeswährung fakturiert. Gleiches gilt für 10 % der Umsatzerlöse, welche mit dem Geschäft in den USA erzielt werden. Insoweit unterliegt das Unternehmensergebnis den Änderungen des Kursverhältnisses zwischen dem Euro und den betroffenen Fremdwährungen. Besonders betroffen sind der USD, der südkoreanische Won und der Taiwanesische Dollar. Die Gesellschaft tätigt keine Kurssicherungsgeschäfte. Die Bedeutung des Risikos wird als gering eingestuft. Zahlungsausfälle Das Risiko von Zahlungsausfällen wird von der Geschäftsführung als gering eingestuft. Die Gesellschaft verfügt über ein Mahnwesen und Erstkundenevaluierungsverfahren, welches die jeweiligen Zahlungskonditionen festlegt. Bei großen Bestandskunden erfolgt ein Monitoring der Bonität auf Grundlage von veröffentlichten Analysen. Die Bedeutung dieses Risikos wird als gering eingestuft. Rechtliche, steuerliche und IT/Cyber-Risiken Rechtliche, steuerliche und IT/Cyber-Risiken ergeben sich aus dem gewöhnlichen Geschäftsbetrieb. Die Gesellschaft hatte im ersten Quartal 2023 einen IT-Störfall aufgrund einer Ransomware Attacke. Trotz erheblicher Einschränkungen im ersten Quartal 2023 wurde kein wesentliches Geschäft verloren und die Gesellschaft war zu Anfang des zweiten Quartals 2023 IT-technisch wieder im Wesentlichen handlungsfähig. Die Bedeutung des Risikos wird als mittel eingestuft. Gesamtaussage zum Risikobericht Von den im Risikobericht beschriebenen Risiken kann potenziell eine Beeinträchtigung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft ausgehen. Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Risikolandschaft der Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Einzelrisiken. Allerdings sind die Auswirkungen der Ukraine Krise sowie des Nahostkonflikts nur schwer zu prognostizieren. Die Geschäftsführung sieht die bestehenden Risiken von ihrer Bedeutung her als insgesamt mittel an. Chancen der künftigen Entwicklung Im Folgenden werden die einzeln zukünftigen Chancen der Gesellschaft näher erläutert, welche gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert sind. Chance durch Investitionsprojekte bei den Halbleiterherstellern In Erwartung einer weiterhin wachsenden Nachfrage nach Halbleitern sieht die Gesellschaft sich mit ihren Produkten gut positioniert. Größere Investitionsprojekte stehen bei Produktionsunternehmen in den Produktionsstandorten Taiwan und Europa an. Die Bedeutung dieser Entwicklung auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft als hoch eingestuft. Chance Hebung von Synergieeffekten Chancen werden in der Hebung von Synergieeffekten aus der weltweiten Übernahme der Atotech Gruppe durch MKS USA gesehen. Die Bedeutung dieser Entwicklung auf den Geschäftsverlauf der Gesellschaft wird als mittel eingestuft. Insgesamt wird die Bedeutung der Chancen als mittel eingestuft.
München, den 9. September 2024 Die Geschäftsführung Anja Vedder Mandeep Sabharwal Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Anhang zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Vorbemerkung Der Jahresabschluss und der Lagebericht der MKS Instruments Deutschland GmbH für das am 31. Dezember 2023 abgeschlossene Geschäftsjahr sind nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt. Die MKS Instruments Deutschland GmbH mit Sitz in München ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 50132 eingetragen. Mit Wirksamkeit zum 01.01.2018 wurde mit der Gesellschafterin MKS German Holding GmbH, München, ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen und eine ertragsteuerliche Organschaft mit der MKS German Holding GmbH neu begründet. Der Unternehmensvertrag wurde auf eine Dauer von fünf Jahren geschlossen und ist in dieser Zeit nur aus wichtigem Grund kündbar. Anschließend verlängert sich der Vertrag um jeweils ein weiteres Jahr, wenn er nicht innerhalb einer Frist von drei Monaten vor Ablauf der Vertragslaufzeit gekündigt wird. Die MKS ist zum Abschlussstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 angewandten Bilanzierungs- und Bewertüngsmethoden der MKS Instruments Deutschland GmbH wurden beibehalten. Angaben zur Bilanz und Gewinn und Verlustrechnung Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert. Die Abschreibungen erfolgten planmäßig nach der linearen Methode unter Zugrundelegung einer angenommenen Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Eine Ausnahme bilden die EDV-Programme mit Anschaffungskosten unter EUR 250; diese werden sofort in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Der Firmenwert der im Jahr 2002 akquirierten Produktgruppe ENI wurde entsprechend seiner wirtschaftlichen Nutzungsdauer über 15 Jahre abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese repräsentieren insbesondere Kundenstämme sowie das 'knowhow' (Mitarbeiter, Prozesse), die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Von der MKS Instruments SAS, die im Jahr 2014 liquidiert wurde, wurde der Kundenstamm und zwei Vertriebsmitarbeiter übernommen. Für den Kaufpreis wurde ein Firmenwert angesetzt. Dieser Firmenwert wird linear über 5 Jahre abgeschrieben. Der Abschreibungszeitraum beruht auf einer Einschätzung unter Berücksichtigung der zeitlichen Ertragsrückflüsse. Für die Zugänge wurden die Abschreibungen pro rata temporis angesetzt. Sachanlagen Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Anschaffungskosten umfassen auch die einzeln zuordenbaren Anschaffungsnebenkosten und nachträglichen Anschaffungskosten. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert bilanziert. Abnutzbare, bewegliche Vermögensgegenstände, die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bis zu EUR 250 haben, werden als Betriebsausgaben abgesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Zugänge bei den Sachanlagen, deren Wert zwischen EUR 250,01 bis EUR 800 liegt, werden im Zugangsjahr abgeschrieben. Mietereinbauten werden über die Mietdauer bzw. --falls geringer-- über die geplante Nutzungsdauer abgeschrieben. Finanzanlagen Finanzanlagen sind zum Nennwert angesetzt. Vorräte Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt zu Standardkosten. Unfertige und fertige Erzeugnisse wurden zu den Herstellungskosten angesetzt; hierzu gehören Fertigungsmaterialkosten, Materialgemeinkosten, Fertigungslöhne und die Fertigungsgemeinkosten, die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtig sind. Der Bestand an Waren wurde mit Anschaffungskosten und -nebenkosten bewertet. Die Anschaffungsnebenkosten enthalten geringe Lohnkosten für Verkabelung, Eichung und ähnliche Arbeiten an den gelieferten Geräten. Abschläge für Ungängigkeit wurden vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zu Nennwerten angesetzt. Zur Deckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung von 1% des um die Umsatzsteuer gekürzten Forderungsbestands abgesetzt. Eventuelle Einzelrisiken sind nach Erfordernis im Rahmen von Einzelwertberichtungen berücksichtigt. Der Ansatz der übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Flüssige Mittel Flüssige Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Eigenkapital Im Eigenkapital wurden unverändert das gezeichnete Kapital und die Kapitalrücklage zum Nennwert ausgewiesen. Weiterhin wurden der Gewinnvortrag und der Jahresüberschuss ausgewiesen. Rückstellungen Bei der Ermittlung der Steuerrückstellung wurde das Gesamtergebnis auf Deutschland und die Betriebsstätten MKS-Benelux (NL) und MKS-Frankreich verteilt. Das anteilige Ergebnis dieser Betriebsstätten ist der niederländischen und französischen Körperschaftsteuer zu unterwerfen. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung gebildet und mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. Fremdwährungsumrechnungen Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden grundsätzlich mit dem historischen Kurs zum Zeitpunkt der Erstverbuchung erfasst. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigen beizulegenden Wert, unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt (Imparitätsprinzip). Kurzfristige Fremdwährungsforderungen (Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger) sowie liquide Mittel oder andere kurzfristige Vermögensgegenstände in Fremdwährungen werden zum Euroreferenzkurs der Bundesbank am Bilanzstichtag umgerechnet. Kurzfristige Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden einem Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit eingebucht und unter Zugrundelegung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag angesetzt. Grundsätze der Umsatzrealisierung Der Umsatz wird beim Gefahrenübergang an den Kunden realisiert, d.h. bei Auslieferung der Produkte an Kunden. Erläuterungen zur Bilanz Sachanlagen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet die für die Miete der Betriebsstätte hinterlegte Kaution. Forderungen gegen verbundene Unternehmen Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände hatten, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Eigenkapital Das Eigenkapital betrug zum Berichtsstichtag 20,5 Mio. € und hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Das diesjährige Ergebnis wurde aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages an das Mutterunternehmen abgeführt. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Positionen für:
Die Restrukturierung des Vertriebs, für zum 31.12.2022 eine Rückstellung i.H.v. 611 T€ gebildet wurde, ist im ersten Halbjahr 2023 abgeschlossen worden. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten, wie im Vorjahr, Verbindlichkeiten aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr. Gegenüber der Gesellschafterin bestand zum Stichtag eine Verbindlichkeit in Höhe von 6.243.097,94 € (VJ: eine Forderung i. H. v. 82.753,35 €). Zum Stichtag 31. Dezember 2023 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen i. H. v. 10.982 T€ (VJ: 9.038 T€). Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung i. H. v. 6.117 T€ (VJ: 0 T€). Alle Verbindlichkeiten sind innerhalb eines Jahres fällig. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen aufgeteilt wie folgt zusammen:
Aufgliederung der Umsätze nach Tätigkeitsbereichen
Sonstige betrieblichen Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen werden Erträge aus Währungsumrechnung i. H. v. 403 T€ (VJ: 2.466 T€) gezeigt. Es sind keine wesentlichen periodenfremden Erträge im Berichtsjahr angefallen. Materialaufwendungen In den Materialaufwendungen wurden Aufwendungen aus Verrechnungspreisanpassung in Höhe von 3.008 T€ (VJ: 2.656 T€) verrechnet. Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stellen sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Es sind keine wesentlichen periodenfremden Aufwendungen im Berichtsjahr angefallen. Es sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 651 T€ (VJ: 2.330 T€) enthalten. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Mit Wirksamkeit zum 01.01.2018 wurde mit der Gesellschafterin MKS German Holding GmbH, München, ein Gewinnabführungsvertrag geschlossen und eine ertragsteuerliche Organschaft mit der MKS German Holding GmbH neu begründet. Damit entfällt ab 2018 der Ertragssteueraufwand, es erfolgt keine Umlage vom Organträger an die Organgesellschaft. Der Körperschaftsteueraufwand für die Betriebsstätten in den Niederlanden und in Frankreich wurde berücksichtigt. Die Gesellschaft fällt grundsätzlich in den Anwendungsbereich der Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung ("Pillar 2"). Die Regelungen zur globalen Mindestbesteuerung sind mit Wirkung zum 28. Dezember 2023 in Deutschland in Form des Mindeststeuergesetzes ("MinStG") in Kraft getreten. Das MinStG gilt erstmals für Geschäftsjahre, die nach dem 30. Dezember 2023 beginnen. Gemäß dem MinStG ist eine Ergänzungssteuer für jede Jurisdiktion zu zahlen, die einen effektiven Steuersatz unter 15% aufweist. Da das MinStG für das Geschäftsjahr 2023 für die Gesellschaft noch keine Anwendung findet, entsteht für das Geschäftsjahr 2023 keine Steuerbelastung aus dem MinStG. Die Gesellschaft ist derzeit dabei, eine Einschätzung hinsichtlich der wesentlichen Auswirkungen von Pillar Two nach Inkrafttreten der Gesetzgebung zu treffen. Aufgrund der Komplexität der Anwendung der Gesetzgebung und der Ermittlung sind die quantitativen Auswirkungen der in Kraft getretenen Gesetzgebung derzeit noch nicht verlässlich abschätzbar. Sonstige Angaben Mitarbeiter Die durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Mitarbeiter in den Abteilungen stellt sich wie folgt dar:
Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Entwicklung für zukünftige finanzielle Verpflichtungen mit einem Gesamtbetrag von 2.549 T€ stellt sich wie folgt dar:
Wesentliche Positionen sind langfristige Gebäudemieten mit 1.232 T€, wobei insbesondere für die Niederlassung in Berlin Mietverpflichtungen i. H. v. 1.165 T€ für die folgenden Jahre bis zum 30. November 2026 bestehen. Außerdem sind Abnahmeverpflichtungen aus Bestellungen und Rahmenverträgen i. H. v. 1.215 T€ enthalten. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Der erfasste Aufwand im Geschäftsjahr 2023 beträgt 180 T€ (davon 90 T€ für Vorjahre) für Abschlussprüfungsleistungen und 62 T€ (davon 14 T€ für Vorjahre) für Steuerberatungsleistungen. Geschäftsführung Geschäftsführer sind
Die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB bezüglich der Angabe der Bezüge des Geschäftsführungsorgans wird in Anspruch genommen. Konsolidierungskreis Seit dem 18. Dezember 2001 ist alleinige Gesellschafterin MKS Instruments Deutschland GmbH die MKS German Holding GmbH mit Sitz in München. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der MKS Instruments Inc., Andover (Massachusetts) USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten und gleichzeitig kleinsten Kreis von Unternehmen erstellt. Der Konzernabschluss der MKS Instruments Inc., Andover (Massachusetts) USA, ist unter www.mksinst.com abrufbar. Nachtragsbericht Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten und weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, liegen nicht vor.
München, den 9. September 2024 Die Geschäftsführung Anja Vedder Mandeep Sabharwal Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die MKS Instruments Deutschland GmbH, München Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der MKS Instruments Deutschland GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MKS Instruments Deutschland GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 9. September 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Alexander Fiedler, Wirtschaftsprüfer ppa. Uta Menne, Wirtschaftsprüferin
September 18, 2024 MKS German Holding GmbH Mandeep Sabharwal, Geschäftsführer / Managing Director |
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MKS Instruments Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Schatzbogen 43
81829 München - Handelsregister
- HRB 50132, München
- Eintragungsdatum
- 1975년 12월 2일
- Unternehmenszweck
- Vertrieb von MKS-Instrumenten nebst Reparatur- und Kundendienstleistungen für die vorgenannten Waren und alle sonstigen Geschäfte, die hierfür dienlich sein können.
Finanzen
Bilanz
2024- Umlaufvermögen 85,5 % 30,46 Mio
- Anlagevermögen 13,8 % 4,91 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,7 % 257,8 k
- Eigenkapital 57,6 % 20,51 Mio
- Verbindlichkeiten 34,4 % 12,24 Mio
- Rückstellungen 8,1 % 2,88 Mio
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Umsatzerlöse 83,7 % 108,36 Mio
- 12 Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 15,8 % −20,48 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,3 % 438,7 k
- Sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 210,3 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 15,7 k
- Materialaufwand 77,0 % −68,20 Mio
- Personalaufwand 13,7 % −12,11 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 7,4 % −6,59 Mio
- Abschreibungen 1,1 % −993,8 k
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,7 % −636,7 k
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % −12,4 k
- Betriebsergebnis 21,12 Mio
- Ergebnis nach Steuern 20,48 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Christian Günther Konopatzki
seit 2026 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Atotech Asset Management GmbH DEU 100.0 % 615k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Historie
- 2026
-
30.04.
Eintritt eines MitgliedsChristian Günther Konopatzki · Managing Director
-
23.03.
Austritt einer PositionAnja, geb. Halbas Vedder · Managing Director
- 2025
-
04.09.
UnternehmensvertragMKS Instruments Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung
-
03.07.
VerschmelzungMKS Instruments Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung
- 2024
-
24.05.
Eintritt eines MitgliedsA**** V***** · Managing Director
- 2018
-
28.11.
Berichtigung von UnternehmensdatenMKS Instruments Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung
- 2017
-
12.04.
Eintritt eines MitgliedsChristian Günther Konopatzki · Procura
- 2015
-
31.07.
Zweigniederlassung eingetragenMKS Instruments Deutschland Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
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