unbekannt

Edeloptics GmbH GmbH

Hamburg ·HRB 108926 Hamburg
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Straßenbahnring 19 a
20251 Hamburg
Handelsregister
HRB 108926, Hamburg
Eintragungsdatum
7. januar 2009
Branche
Einzelhandel mit Brillen und Kontaktlinsen
Großhandel mit Foto- und optischen Erzeugnissen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von feinmechanischen, Foto- und optischen Erzeugnissen, Uhren, Edelmetallwaren und Schmuck
Unternehmenszweck
Der Handel mit augenoptischen Erzeugnissen und Erbringung von augenoptischen Dienstleistungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft kann auch für Unternehmen, die in der augenoptischen Branche tätig sind, Dienstleistungen und Entwicklungsleistungen, insbesondere IT- Entwicklungsleistungen, erbringen. Ausgenommen ist der Handel mit erlaubnispflichtigen Waren.

Finanzen

Bilanzsumme 2024
10,77 Mio. €
Jahresergebnis 2024
−1,22 Mio. €
15 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 10,77 Mio
  • Umlaufvermögen 52,5 % 5,66 Mio
  • Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 46,4 % 4,99 Mio
  • Anlagevermögen 0,9 % 94,3 k
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 22,0 k
Passivseite 10,77 Mio
  • Verbindlichkeiten 97,5 % 10,49 Mio
  • Rückstellungen 2,5 % 273,6 k
  • Eigenkapital 0,0 % 0
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
Erträge 6,6 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 100,0 % 6,6 k
Aufwendungen 7,56 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 41,4 % 3,13 Mio
  • Personalaufwand 31,2 % 2,36 Mio
  • Abschreibungen 26,9 % 2,03 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,5 % 36,7 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 605
  • Rohergebnis 2,57 Mio
  • Ergebnis nach Steuern −4,97 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −4,97 Mio
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GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Andreas Korsus seit 2026 Geschäftsführer
4 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

1 mit ≥ 25 %
54.0 % identifiziert 46.0 % nicht identifiziert
  • C****** B*** ≥25% 26.0 %
  • A****** K***** 20.0 %
2 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 30.03.
    Satzungsänderung
    Edeloptics GmbH
  3. 30.03.
    Änderung des Unternehmensgegenstands
    Der Handel mit augenoptischen Erzeugnissen und Erbringung von augenoptischen Dienstleistungen sowie alle damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten. Die Gesellschaft kann auch für Unternehmen, die in der augenoptischen Branche tätig sind, Dienstleistungen und Entwicklungsleistungen, insbesondere IT- Entwicklungsleistungen, erbringen. Ausgenommen ist der Handel mit erlaubnispflichtigen Waren.
  4. 30.03.
    Austritt einer Position
    Dennis Martens · Managing Director
  5. 30.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Andreas Korsus · Managing Director
  6. 30.03.
    Adressänderung
    Edeloptics GmbH
  7. 30.03.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    Edeloptics GmbH
  8. 2025
  9. 14.03.
    Insolvenzverfahren eröffnet
    Edeloptics GmbH
  10. 14.03.
    Änderung der Dauer
    Edeloptics GmbH
31 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 24. november 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Edeloptics GmbH

Hamburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der Edeloptics GmbH

1. Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftstätigkeit im Jahr 2023

Die Edeloptics GmbH startete 2009 als Online-Optiker für Markenbrillen und ist einer der größeren Online-Optiker für Sonnenbrillen und Korrektionsbrillen in den europäischen Fokusländern.

Edeloptics vertreibt in über 53 Ländern in eigenen Online-Shops sowie - auch über die inzwischen verschmolzene Tochtergesellschaft Edeloptics Shop GmbH - in drei Stores in Deutschland augenoptische Geräte überwiegend an Privatkunden. Im Jahr 2013 eröffnete Edeloptics den ersten eigenen Store in Hamburg und erweiterte damit sein erfolgreiches Omnichannel-Konzept um einen zusätzlichen Vertriebskanal. Vor Ort können ausgestellte Brillen und Sonnenbrillen virtuell und real anprobiert und gekauft sowie auf das Online-Sortiment zugegriffen werden. Zudem bietet das Edeloptics-Team kostenlose Services wie Sehtests und Anpassungen an. Das Unternehmen bietet Privat- und Geschäftskunden nicht nur eine breite Palette an augenoptischen Geräten namhafter Hersteller und hochwertigen Eigenentwicklungen, sondern auch eine fachliche Beratung vor und nach dem Kauf. Das Warensortiment besteht aus mehr als 40.000 Artikeln und umfasst neben Brillen und Sonnenbrillen auch Kontaktlinsen sowie Accessoires.

2. Wirtschaftsbericht Weltwirtschaft

Die globale Wirtschaft zeigte 2023 eine gewisse Widerstandsfähigkeit, sah sich jedoch weiterhin erheblichen Herausforderungen gegenüber. Die hohe Inflation, die 2022 ihren Höhepunkt erreichte, begann sich in vielen Regionen langsam zu entspannen, blieb aber über den Zielwerten der Zentralbanken. Dies führte dazu, dass die großen Zentralbanken, darunter die Europäische Zentralbank und die US-Notenbank Federal Reserve, ihre restriktive Geldpolitik fortsetzten oder die Zinssätze auf einem erhöhten Niveau hielten, um den Preisdruck weiter zu dämpfen.

Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine blieben spürbar, insbesondere in Form von weiterhin hohen Energiepreisen und anhaltenden geopolitischen Spannungen.

Lieferkettenprobleme, die während der Pandemie auftraten, normalisierten sich größtenteils, aber regionale Engpässe und Protektionismus blieben bestehen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostizierte für 2023 ein globales Wachstum von etwa 3,0 %, was eine leichte Abschwächung gegenüber 2022 darstellt. Die Divergenz zwischen den Volkswirtschaften wurde deutlicher, wobei einige Schwellenländer robuste Wachstumsraten aufwiesen, während Industrieländer mit einer geringeren Dynamik und dem Risiko einer technischen Rezession kämpften.

In der Eurozone verlangsamte sich das Wachstum auf voraussichtlich unter 1 %, da die hohen Zinsen und die anhaltende Inflation den Konsum und die Investitionen bremsten.

Deutschland

Die deutsche Wirtschaft sah sich 2023 mit einem schwierigen Umfeld konfrontiert und befand sich in einer Phase der Stagnation oder leichten Schrumpfung. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) ging das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Hohe Energiepreise, die schwache globale Nachfrage und die restriktive Geldpolitik belasteten die Exportnation. Insbesondere die energieintensive Industrie litt unter den erhöhten Produktionskosten.

Die Inflation (gemessen am Verbraucherpreisindex, CPI) lag im Jahresdurchschnitt bei 5,9 % und damit deutlich über dem 2 %-Ziel der EZB, auch wenn sie im Jahresverlauf spürbar zurückging. Die hohe Teuerung beeinträchtigte weiterhin die Kaufkraft der Haushalte.

Der Arbeitsmarkt zeigte sich trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten robust, mit einer durchschnittlichen Arbeitslosenquote von 5,7 % im Jahr 2023. Das ist ein leichter Anstieg gegenüber 2022, blieb aber historisch betrachtet ein eher niedriger Wert. Die deutsche Regierung versuchte, mit Entlastungspaketen und Investitionsanreizen die Wirtschaft zu stützen, doch die strukturellen Herausforderungen, wie der Fachkräftemangel und die Bürokratie, blieben bestehen.

Der Optimismus in der deutschen Wirtschaft war gedämpft, was sich in verschiedenen Stimmungsindikatoren wie dem ifo-Geschäftsklimaindex widerspiegelte.

Branchenentwicklungen: Optikbranche

Der deutsche Optikmarkt zeigte sich 2023 leicht positiv. Nach Daten des ZVA wuchs der Gesamtmarkt gegenüber 2022 um etwa 1,1 % auf ungefähr 6,8 Mrd. €. Der Umsatz in der stationären Augenoptik betrug rund 6,217 Mrd. €, ein Plus von etwa 0,8 % gegenüber dem Vorjahr.Der Brillenoptikumsatz allein lag bei 5,48 Mrd. €, ebenfalls leicht über dem Vorjahr. Die Stückzahlen kompletter Brillen im stationären Fachhandel gingen auf etwa 10,8 Millionen zurück.

Der Umsatz mit Kontaktlinsen inklusive Pflegemitteln belief sich auf 605 Mio. €, etwas unter dem Vorjahreswert.

Die Digitalisierung im Augenoptikerhandwerk ist weiter voran geschritten, insbesondere bei der Kundenansprache und der Effizienzsteigerung in den Betrieben.

3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 sanken auf TEUR 6.614, was einem Rückgang von 64 % gegenüber dem Vorjahr (TEUR 18.518) entspricht. Die reduzierte Liquidität hat dazu geführt, dass Lagerbestände nicht ausreichend aufgefüllt werden konnten und die Marktnachfrage nicht bedient werden konnte.

Die Materialaufwandsquote fällt mit 69,0 % immer noch zu hoch aus, was insbesondere auf ineffiziente Lagerhaltung und damit verbundene Preissenkungen gegenüber Endkunden zurückzuführen ist. Da die vereinbarten Zielabnahmemengen bei den einzelnen Lieferanten nicht erreicht wurden, entfielen die Bonusauszahlungen, was sich negativ auf die Materialaufwandsquote auswirkte.

Der Personalaufwand verringerte sich um 39,5 %. Der Anteil am Gesamtumsatz wurde aufgrund des gesunkenen Umsatzes auf 36 % erhöht (Vorjahr 21 %).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich auf TEUR 3.129 und sanken im Vergleich zum Vorjahr (TEUR 8.492) um 63,2 %.

Im Geschäftsjahr wurde eine Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 4.974 erzielt.

Finanzlage

Die Cash-Flows aus der operativen Geschäftstätigkeit, aus der Investitionstätigkeit sowie aus der Finanzierungstätigkeit waren im Geschäftsjahr negativ.

Insgesamt sank der Finanzmittelbestand am Ende des Geschäftsjahres um TEUR 21 auf TEUR 118.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme sank auf TEUR 4.901 (Vorjahr: TEUR 7.400).Das Anlagevermögen reduzierte sich auf TEUR 655 (Vorjahr: TEUR 905). Die Vorräte wurden auf TEUR 1.627 reduziert (Vorjahr: TEUR 5.254).

Die Verbindlichkeiten erhöhten sich auf TEUR 4.706 (Vorjahr: TEUR 3.970).

Das Eigenkapital verringerte sich durch den Jahresfehlbetrag auf TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.100). Es wird ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag in Höhe von TEUR 1.874 ausgewiesen.

4. Insolvenz

Trotz des Schuldenerlasses im Vorjahr und der damit verbundenen signifikanten Reduzierung der Verbindlichkeiten reichten die erzielten Einsparungen und Restrukturierungsmaßnahmen nicht aus, um die finanzielle Stabilität langfristig zu sichern. Die Restrukturierungsmaßnahmen konnten die kurzfristige Liquidität nur teilweise stabilisieren, sodass trotz signifikanter Einsparungen eine nachhaltige Finanzierungsgrundlage fehlte. Dies machte die Einleitung des Insolvenzverfahrens Anfang 2024 unvermeidlich.

Ziel des Insolvenzverfahrens ist die grundlegende Sanierung der Edeloptics GmbH. Am Ende des Insolvenzverfahrens sollen die beiden mittelständischen Optiker Brillen Rottler GmbH & Co. KG und die Optiker Bode GmbH sowie die Korsus Ventures GmbH als neue Gesellschafter fungieren. Die geplanten neuen Gesellschafter bringen umfassende Marktkenntnisse und ein etabliertes Netzwerk mit, das insbesondere in der Weiterentwicklung des hybriden Geschäftsmodells von Edeloptics einen bedeutenden Beitrag leisten soll. Zudem wird erwartet, dass Skaleneffekte und Synergien im Einkauf die Wettbewerbsfähigkeit stärken.

5. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Risikobericht

Das wirtschaftliche Umfeld ist grundsätzlich von einem starken Wettbewerbsdruck geprägt. Intensiver Preiswettbewerb kann Umsatz- und Marktanteile sowie die Profitabilität belasten. Eine Abhängigkeit und damit ein Risiko von einzelnen Kunden bzw. Produkten besteht nicht. Durch die Geschäftstätigkeiten in und außerhalb des Euroraumes können sich durch ändernde regulatorische Rahmenbedingungen Risiken ergeben. Potenzielle Zusatzkosten für den Transport und die Einfuhr durch Zölle sowie damit verbundene Währungsrisiken können Risiken sein. Da ein Großteil des Geschäftes innerhalb Europas generiert wird, ist das Währungs- und Handelsrisiko deutlich reduziert. Die Währungsentwicklungen innerhalb Europas werden eng überwacht. Das Handelsrisiko innerhalb Europas wird nach wie vor trotz des EU-Austritts Großbritanniens als gering eingestuft.

Sämtliche Zahlungsströme des Unternehmens werden im Rahmen des Forderungsfactoring gesteuert. Ein Ausfallrisiko ist damit überschaubar. Die Schwankungen von Transportkosten stehen unter ständiger Beobachtung durch die Geschäftsführung. Die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine werden als Risiko eingestuft.

Personalrisiken

Die Rekrutierung von kompetenten Mitarbeitern auf allen Ebenen stellt ein kontinuierlich wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Personalmarkt wird es immer schwieriger qualifiziertes Personal, insbesondere Augenoptiker und Fachkräfte mit IT-Kenntnissen, zu gewinnen. Der Verlust von Fach- und Führungskräften stellt ein weiteres Risiko dar. Edeloptics ist für die erfolgreiche Umsetzung der strategischen Ziele auf kompetente und engagierte Fachkräfte und Führungskräfte angewiesen und hat seit Gründung in das Team investiert und hervorragende Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen entwickelt und hinzugewonnen. Ziel des Personalmanagements ist es, die Mitarbeiterentwicklung mittels gezielter Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen zu unterstützen und zu fördern, um auch in Zukunft das Team mit kompetenten Mitarbeitern zu stärken. Die Mitarbeiterzufriedenheit und die sich daraus ergebende langfristige Mitarbeiterbindung haben höchste Priorität.

IT-Risiken und Risiken des Datenschutzes

Aufgrund der Geschäftstätigkeit sind die ständige Verfügbarkeit der eingesetzten IT-Systeme sowie die Integrität dieser Technologien in die Geschäftsprozesse ein Risikofaktor. Störungen oder Ausfälle von Online-Diensten können neben datenschutzrechtlichen Folgen zu Umsatzeinbußen führen. Auch die mit dem wachsenden Markt steigende Cyberkriminalität ist ein Risiko. Auch interne Unterbrechungen im IT-Umfeld wie z.B. im Waren- und Logistikbereich haben ebenso maßgeblichen Einfluss auf die Performance und können kurzfristig einen Rückgang der Umsätze nach sich ziehen. Ein Störungsmeldeprozess sowie regelmäßige Updates von Hard- und Software führen zu Sicherheit und Stabilität der Systeme. Die Besetzung von Schlüsselpositionen im IT-Bereich durch eigene Mitarbeiter ist ein wesentlicher Faktor für Sicherheit und Unabhängigkeit im IT-Bereich.

Die wirtschaftlichen Herausforderungen und die beschriebenen Risiken führten letztlich dazu, dass die Edeloptics GmbH Anfang 2024 ein Insolvenzverfahren einleiten musste, um die Fortführung der Geschäftstätigkeit sicherzustellen.

b. Prognosebericht

Die Edeloptics GmbH steht seit Eröffnung des Insolvenzverfahrens im April 2024 vor der Herausforderung, die Grundlage für eine langfristige Stabilisierung und Restrukturierung zu schaffen.

Die Ereignisse im Jahr 2023 und die geplanten Maßnahmen ab 2024 werden nachfolgend differenziert dargestellt.

Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 Sanierung durch das Insolvenzverfahren:

Das Insolvenzverfahren wird als notwendiger Schritt zur Neuordnung der finanziellen und operativen Grundlagen des Unternehmens betrachtet. Die Geschäftsführung plant, durch den Abbau von Verbindlichkeiten und die Einbindung neuer Gesellschafter eine nachhaltige Stabilisierung zu erreichen.

Einbindung neuer Gesellschafter:

Die geplante Einbindung von Brillen Rottler GmbH & Co. KG, Optiker Bode GmbH und Korsus Ventures GmbH wird die finanzielle und operative Basis der Edeloptics GmbH stärken. Diese neuen Gesellschafter bringen umfassende Marktkenntnisse und Netzwerke mit, die die Wiederherstellung der Wettbewerbsfähigkeit unterstützen.

Neuausrichtung des Geschäftsmodells:

Ab 2024 liegt der Fokus auf dem reinen Online-Handel, ergänzt durch Partnerschaften mit lokalen Optikern. Diese hybride Strategie soll die Kostenstruktur verbessern und gleichzeitig hochwertige Services für Endkunden gewährleisten.

Wachstum und Innovation:

Nach Abschluss der Sanierung sollen gezielte Investitionen in die E-Commerce-Plattform und digitale Innovationen erfolgen. Auch der Ausbau des Sortiments um nachhaltige und innovative Produkte, einschließlich Smart Glasses, wird priorisiert.

Risiken und Herausforderungen Finanzielle Unsicherheiten:

Die erfolgreiche Umsetzung des Insolvenzverfahrens hängt maßgeblich von der Zusammenarbeit mit Gläubigern und potenziellen Gesellschaftern ab.

Wirtschaftliches Umfeld:

Anhaltende Inflation und ein unsicheres Konsumklima könnten den Restrukturierungsprozess erschweren.

Wettbewerb:

Der intensive Wettbewerb im Online-Brillenmarkt könnte die Wiedererlangung von Marktanteilen verzögern.

Fazit:

Das Jahr 2023 markiert ein weiteres schwieriges Jahr für die Edeloptics GmbH, das im Jahr 2024 die Einleitung eines Insolvenzverfahrens erforderlich machte. Die Geschäftsführung ist jedoch zuversichtlich, dass durch die Sanierungsmaßnahmen ab 2024, die Einbindung neuer Gesellschafter und die Neuausrichtung des Geschäftsmodells eine nachhaltige Stabilisierung und ein langfristiges Wachstum erreicht werden können. Der Fokus liegt auf der Nutzung von Synergien, der Kostenreduktion und der Digitalisierung, um die Wettbewerbsposition wiederherzustellen.

Für die Jahre 2024 und 2025 geht die Gesellschaft, vorausgesetzt die oben beschriebenen Maßnahmen werden umgesetzt, von positiven EBITDA`s aus.

 

Hamburg, den 19. September 2025

Insolvenzverwalter

Bilanz

Aktiva

scroll
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 654.901,00 905.013,00
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 118.167,00 174.193,00
II. Sachanlagen 536.734,00 730.820,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 536.734,00 730.820,00
B. Umlaufvermögen 2.310.242,86 6.342.798,56
I. Vorräte 1.627.000,00 5.253.752,85
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 565.438,28 949.941,25
1. Forderungen gegen Gesellschafter 110.000,00 83.490,61
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 110.000,00 83.490,61
2. sonstige Vermögensgegenstände 455.438,28 866.450,64
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 89.223,58 136.171,07
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 117.804,58 139.104,46
C. Rechnungsabgrenzungsposten 62.330,57 151.888,04
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.873.785,52
Summe Aktiva 4.901.259,95 7.399.699,60

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 3.100.417,98
I. Gezeichnetes Kapital 41.902,00 41.902,00
II. Kapitalrücklage 10.539.164,79 10.539.164,79
III. Verlustvortrag 7.480.648,81 28.238.217,18
IV. Jahresfehlbetrag 4.974.203,50 -20.757.568,37
V. nicht gedeckter Fehlbetrag 1.873.785,52
B. Rückstellungen 195.550,00 329.350,00
C. Verbindlichkeiten 4.705.709,95 3.969.931,62
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.062,83 2.714,71
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 2.062,83 2.714,71
2. sonstige Verbindlichkeiten 4.703.647,12 3.967.216,91
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.573.390,46 3.835.145,47
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 130.256,66 132.071,44
Summe Passiva 4.901.259,95 7.399.699,60

Gewinn- und Verlustrechnung

scroll
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 2.574.433,73 35.093.052,05
2. Personalaufwand 2.357.209,68 3.896.447,42
a) Löhne und Gehälter 1.962.118,13 3.272.239,95
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 395.091,55 624.207,47
davon für Altersversorgung 544,38 1.659,13
3. Abschreibungen 2.031.961,25 598.250,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 292.482,29 598.250,22
davon außerplanmäßige Abschreibungen 22.969,00 117.660,00
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.739.478,96
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.128.721,95 8.491.819,83
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 36.398,86 84.974,06
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6.590,86 10.114,68
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 36.730,21 1.358.458,27
7. Ergebnis nach Steuern -4.973.598,50 20.758.190,99
8. sonstige Steuern 605,00 622,62
9. Jahresfehlbetrag 4.974.203,50 -20.757.568,37

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Edeloptics GmbH, Hamburg

I. Allgemeine Angaben

Die Edeloptics GmbH mit Sitz in Hamburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Hamburg unter der Nummer HRB 108926 eingetragen. Sie ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB.

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des HGB unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 23. Februar 2024 wurde Dr. Tjark Thies zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Mit Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 1. April 2024 wurde wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eingeleitet; es wird diesbezüglich auf die Angaben im Lagebericht verwiesen. Zum Insolvenzverwalter wurde Dr. Tjark Thies bestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Wertansätze in der Bilanz der Gesellschaft zum Ende des Vorjahres wurden unverändert auf neue Rechnung vorgetragen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibung sowie außerplanmäßiger Abschreibung vermindert.

Die Abschreibungen werden unter Beachtung der Nutzungsdauer des Vermögensgegenstandes linear vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr des Zuganges in einem Sammelposten erfasst und in dem Jahr seiner Bildung und den folgenden vier Jahren linear jeweils mit 20 % aufwandswirksam aufgelöst.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder den zum Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken grundsätzlich zum Nennwert bewertet.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt.

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert angesetzt.

Die Rückstellungen werden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

III. Erläuterungen zur Bilanz

AKTIVA

A. Anlagevermögen

Die Entwicklung der Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

B. Umlaufvermögen

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen gegen Gesellschafter von TEUR 100 (i.Vj. TEUR 84) enthalten.In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen in Höhe von TEUR 105 (i. Vj. TEUR 148) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr enthalten. Sie betreffen gezahlte Kautionen.

PASSIVA

C. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen bestehen für die folgenden Verpflichtungen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Warenrücklieferungen / Retouren 17 71
Jahresabschlusskosten 75 45
übrige Rückstellungen 104 213
196 329

D. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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Restlaufzeit
Bis ein Jahr
TEUR
über ein Jahr
TEUR
über 5 Jahre
TEUR
gesamt
TEUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2 0 0 2
(Vj. 3) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 3)
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 278 0 0 278
(Vj. 186) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 186)
3. Verbindlichkeiten aus Liefferungen und Leistungen 570 0 0 570
(Vj. 954) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 954)
4. sonstige Verbindlichkeiten 3.856 0 0 3.856
(Vj. 2.827) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 2.827)
4.706 0 0 4.706
(Vj. 3.970) (Vj. 0) (Vj. 0) (Vj. 3.970)

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren mit TEUR 1.776 (Vj. TEUR 1.374) aus Steuern und bestehen mit TEUR 179 (Vj. TEUR 43) im Rahmen der sozialen Sicherheit.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

A. Abschreibungen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe vom TEUR 23 (Vj. TEUR 118) enthalten. Des Weiteren sind Abschreibungen auf das Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 1.622 (Vj. TEUR 0) sowie auf Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 117 (Vj. TEUR 0) enthalten.

B. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 242 (Vj. TEUR 235).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen von TEUR 63 (Vj. TEUR 131).

C. Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus Währungsumrechnung von TEUR 2 (Vj. TEUR 4).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung von TEUR 36 (Vj. TEUR 85).

Sonstige Angaben

D. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen über Lager- und Verkaufsräume betragen bis zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit insgesamt TEUR 162 (i.Vj. TEUR 803). Weitere sonstige Verpflichtungen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 311 (i.Vj. TEUR 401).

E. Beschäftigte Personen

Im Jahresdurchschnitt waren im Unternehmen 48 (Vj. 84) Personen beschäftigt.

F. Mitglieder der Geschäftsführung

Hauptberufliche Geschäftsführer waren bzw. sind:• Dennis Martens, Hamburg, einzelvertretungsberechtigter Geschäftsführer

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Ab dem 1. April 2024 ist Rechtsanwalt Dr. Tjark Thies Insolvenzverwalter der Gesellschaft.

G. Nachtragsbericht

Das Jahr 2023 markierte ein weiteres schwieriges Jahr für die EdelOptics GmbH, welches im Jahr 2024 die Einleitung eines Insolvenzverfahrens erforderlich machte. Die Geschäftsführung ist jedoch zuversichtlich, dass durch die Sanierungsmaßnahmen ab 2024, die Einbindung neuer Gesellschafter und die Neuausrichtung des Geschäftsmodells eine nachhaltige Stabilisierung und ein langfristiges Wachstum erreicht werden können. Der Fokus liegt auf der Nutzung von Synergien, der Kostenreduktion und der Digitalisierung, um die Wettbewerbsposition wiederherzustellen.

Weitere Informationen zum Insolvenzverfahren sind dem Lagebericht zu entnehmen.

H. Verwendung des Jahresergebnisses

Der Geschäftsführer schlägt vor, den Jahresfehlbetrag von EUR 4.974.203,50 und den Verlustvortrag von EUR 7.480.648,81 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Hamburg, den 09. November 2025

Insolvenzverwalter

sonstige Berichtsbestandteile

 

Hamburg, 09.11.2025

gez. Dr. Tjark Thies

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 09.11.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben zu dem nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschluss und Lagebericht der Edeloptics GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt, der hier wiedergegeben wird:

"Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Edeloptics GmbH, Hamburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Edeloptics GmbH, Hamburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Edeloptics GmbH, Hamburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Hinweis auf eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie zur Hervorhebung eines Sachverhaltes

Ohne die Prüfungsurteile einzuschränken, weisen wir auf Folgendes hin:Durch Beschluss des Amtsgerichts Hamburg vom 1. April 2024 wurde für die Gesellschaft wegen Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung das Insolvenzverfahren eröffnet.

Da die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft auf Basis des vorliegenden Insolvenzplans von der Fortführung der Gesellschaft ausgehen, erfolgte die Bewertung unter Annahme der Fortbestehensprognose.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen und Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.“

 

Hamburg, 19. September 2025

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Holger Martens, Wirtschaftsprüfer

Bernd Dankowski, Wirtschaftsprüfer

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