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Eyeo GmbH GmbH

Köln ·HRB 73508 Köln
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Kunibertsgasse 10
50668 Köln
Handelsregister
HRB 73508, Köln
Eintragungsdatum
19. september 2011
Branche
Verlegen von sonstiger Software
Verlegen von Computerspielen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Unternehmenszweck
ist die Entwicklung und Verbreitung von Software sowie das Anbieten von Dienstleistungen zur Verbesserung von Internet Werbung.

Finanzen

Umsatz 2022
71,27 Mio. €
Mitarbeiter 2022
171
Bilanzsumme 2022
102,60 Mio. €
Jahresergebnis 2022
14,26 Mio. €
10 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 102,60 Mio
  • Anlagevermögen 73,7 % 75,58 Mio
  • Umlaufvermögen 25,8 % 26,50 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 513,1 k
Passivseite 102,60 Mio
  • Eigenkapital 52,9 % 54,25 Mio
  • Verbindlichkeiten 27,0 % 27,72 Mio
  • Rückstellungen 20,1 % 20,63 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 10 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 184,05 Mio
  • Umsatzerlöse 38,7 % 71,27 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 29,5 % 54,23 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 21,7 % 39,96 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 8,9 % 16,40 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 1,1 % 2,09 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 101,0 k
Aufwendungen 75,60 Mio
  • Materialaufwand 55,5 % 41,96 Mio
  • Personalaufwand 21,2 % 16,05 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 12,9 % 9,74 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6,0 % 4,52 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 3,8 % 2,90 Mio
  • Abschreibungen 0,5 % 392,1 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,1 % 44,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 147
  • Ergebnis nach Steuern 14,26 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 14,26 Mio
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GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Kai Recke seit 2021 Prokura
7 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Top 3 halten 88.7 %
  • TS Ventures GmbH DEU Amtsgericht Köln HR B 73349 43.4 % 12k €
  • Eyeo GmbH DEU Amtsgericht Köln HR B 73508 32.7 % 9k €
  • Eyeo Acquisition GmbH DEU Amtsgericht Köln HR B 108374 12.7 % 3k €
1 weitere Gesellschafter · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

11.3 % identifiziert 88.7 % nicht identifiziert
1 weitere wirtschaftlich Berechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Beteiligungen an

Historie

  1. 2026
  2. 11.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Ad-IP GmbH & Co. KG · Limited Partner
  3. 2025
  4. 09.09.
    Austritt einer Position
    Jan Wittek · Managing Director
  5. 09.09.
    Austritt einer Position
    Frank Einecke · Managing Director
  6. 20.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Till Faida · Managing Director
  7. 2024
  8. 20.08.
    Adressänderung
    Eyeo GmbH
  9. 2022
  10. 01.12.
    Austritt einer Position
    J**** H****** · Managing Director
  11. 08.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    F**** E****** · Managing Director
  12. 08.09.
    Eintritt eines Mitglieds
    J** W***** · Managing Director
22 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
  • 2019 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2021

Veröffentlicht am 17. november 2023 · Quelle: Bundesanzeiger

Eyeo GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die Eyeo GmbH ("Eyeo"), welche 2011 gegründet wurde, entwickelt und vertreibt die Software Adblock Plus ("ABP"), welche es Internetnutzern erlaubt, Kontrolle über die beim Browsen angezeigten Elemente wie z.B. Werbung zu erhalten. ABP ist eine Browser-Extension, die kostenlos für alle gängigen Browser herunterladbar ist.

Eyeo erzielt Umsätze im Rahmen des Acceptable Ads Programms und freiwilliger Zahlungen von ABP Nutzern.

2. Wirtschaftsbericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Das Jahr 2021 war gekennzeichnet von einem leichten Wachstum der Anzahl der Nutzer. Das Acceptable Ads Programm wuchs von 218,7 Millionen Nutzern im Jahr 2020 auf 218,8 Millionen Nutzern im Jahr 2021. Dies entsprach einem Wachstum von 0,1% und im Wesentlichen der Prognose des Vorjahres.

Bei Desktop Nutzern (+1,8%) konnte ein Wachstum verzeichnet werden, wohingegen bei Mobile Nutzern eine Verringerung verzeichnet wurde (-2,4%).

Der Trend auf Seiten der Publisher, verstärkt nach neuen Umsatz-Modellen im Einklang mit Nutzerinteressen zu suchen, setzte sich auch im Jahr 2021 fort. Eyeo erhofft sich dadurch einen Vorteil im weitergeführten Wettbewerb mit den Anbietern von Circumvention-Technologie.

Geschäftsverlauf

In 2021 verzeichneten wir eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber 2020 von rund 12,6% auf 62,9 Millionen EUR. Somit wurde die im Vorjahr getroffene Prognose einer leichten Umsatzsteigerung übertroffen. Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf das starke Wachstum der Umsatzerlöse mit den Tochtergesellschaften AAX LLC, Atlanta (USA), und Ad-IP GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein, zurückzuführen.

Das operative Ergebnis ist von -0,4 Millionen EUR im Vorjahr auf 1,4 Millionen EUR gestiegen und stieg demnach im Einklang mit der Prognose des Vorjahres leicht an. Maßgeblicher Grund hierfür ist die Umsatzsteigerung zum Vorjahr. Der Personalaufwand hat sich gegenüber dem Vorjahr um 14,9% von 14,7 Millionen EUR auf 16,9 Millionen EUR erhöht. Die Aufwendungen für bezogene Leistungen haben sich um 4,1% von 36,6 Millionen EUR auf 38,1 Millionen EUR ebenfalls leicht erhöht. Demnach liegt der Personalaufwand entgegen der Prognose oberhalb des Vorjahresniveaus. Der erhöhte Personalaufwand resultiert im Wesentlichen aus Entscheidungen, weiter in den Aufbau und die Professionalisierung der Mitarbeiterorganisation zu investieren. Der Materialaufwand entspricht im Wesentlichen der Vorjahresprognose.

Der Jahresüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr um 52,2% von 11,6 Millionen EUR auf 17,7 Millionen EUR gestiegen. Maßgeblicher Grund für den höheren Jahresüberschuss im Jahr 2021 waren die gestiegenen Umsatzerlöse, die gegenüber dem Vorjahr um 7,0 Millionen EUR gestiegen sind. Des Weiteren hat Eyeo im Geschäftsjahr 5,2 Millionen EUR Dividendenerträge erzielt, denen im Vorjahr keine vergleichbaren Erträge gegenüberstanden.

Bedeutend für den weiteren Geschäftsverlauf für Eyeo ist die Intensivierung des Bereichs Partnerschaften.

Der Bankbestand ist auf 2,2 Millionen EUR gesunken. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

3. Prognosebericht

Dem Jahr 2022 sehen wir insgesamt positiv entgegen. Insbesondere erwarten wir ein leichtes Wachstum unserer Acceptable Ads Nutzer. Dies wird unmittelbar zu einer leichten Steigerung des Umsatzes führen. Darüber hinaus erwarten wir einen wachsenden, signifikanten Ergebnisbeitrag unserer Tochtergesellschaft AAX LLC, Atlanta (USA).

Des Weiteren erwarten wir eine leicht steigende Entwicklung des operativen Ergebnisses.

Organisatorisch werden wir im Jahr 2022 weiter wachsen.

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Risiken

4.1.1. Rechtliche Risiken

Der BGH hat am 18.4.2018 die Revision der Axel Springer SE, Berlin, gegen die vom OLG Köln erklärte lauterkeitsrechtliche Zulässigkeit von Adblockern zurückgewiesen und das Urteil, soweit es das Allowlisting als aggressive geschäftliche Handlung verboten hatte, aufgehoben. Der BGH hat damit vollumfänglich die wettbewerbsrechtliche Legalität des geschäftlichen Vertriebs eines Adblockers sowie das mit dem Allowlisting verbundene Geschäftsmodell der Eyeo GmbH bestätigt. Die Axel Springer SE hatte hierzu das Bundesverfassungsgericht angerufen. Das Bundesverfassungsgericht hat die Verfassungsbeschwerde in 2019 nicht zur Entscheidung angenommen und somit das Verfahren gegen die Eyeo GmbH vollumfänglich abgewiesen.

Diverse Klägerinnen (ProSiebenSat.1 Digital GmbH, Axel Springer SE, IP Deutschland GmbH) verfolgen ihre nunmehr primär auf das Kartell- und Urheberrecht gestützten Unterlassungs-, Auskunfts- und Schadensersatzansprüche mit leicht geänderten Anträgen weiter. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist eine belastbare Einschätzung der Verfahrensausgänge noch nicht möglich. Im Hinblick auf die kartellrechtlichen Unterlassungsanträge halten wir es derzeit allerdings für überwiegend wahrscheinlich, dass die Klägerinnen allenfalls teilweise obsiegen können, also allenfalls eine Anpassung aber nicht die begehrte Unterlassung der Geschäftstätigkeit der Eyeo GmbH verlangen können.

Die mündlichen Verhandlungen wurden auf Mai 2023 terminiert. Hinsichtlich der auf Urheberrecht basierenden Unterlassungsanträge der Axel Springer SE hat das Landgericht Hamburg am 14.01.2022 die Ansprüche der Klägerin mit umfangreicher Begründung abgewiesen. Dagegen wurde seitens der Klägerin Berufung eingelegt. Ein Berufungsurteil wird nicht vor 2023 ergehen. Wir halten es für überwiegend wahrscheinlich, dass die Berufung zurückgewiesen wird.

4.1.2. Finanzielle Risiken

Der Verschuldungsgrad i.H.v. 114,3% zum 31.12.2021 ist insbesondere aufgrund der Verbindlichkeit in Höhe von 21,5 Millionen EUR aus einem Anteilsrückkauf sowie dem Rückgang des Bilanzgewinns durch die Verrechnung im Rahmen des Ankaufs eigener Anteile mit dem Gewinnvortrag auf einem höheren Niveau als im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote mit 46,7 % ist weiterhin auf einem hohen Niveau. Die finanzielle Ausgangslage für 2022 und 2023 ist durchweg positiv. Vor dem Hintergrund der weiterhin leicht steigenden Umsätze mit unseren existierenden Partnern und der Aussicht auf eine Steigerung der Umsätze in neuen Geschäftsfelder schätzen wir das mittelfristige finanzielle Risiko gering ein.

Unsere Barreserven belaufen sich zum Jahresende auf rund 2,2 Millionen EUR. Darüber hinaus verbuchen wir weitere 11,3 Millionen EUR als offene Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, was die Planungssicherheit für das anstehende Geschäftsjahr unterstreicht.

4.1.3. Sonstige Risiken

Wie bereits in den Vorjahren, ist die Verschiebung der Nutzeraktivität von Desktop auf Mobile ein zentrales Risiko für unser Geschäft. Aufgrund erster größerer Erfolge mit Vertriebspartnerschaften auf mobilen Browsern sehen wir das Unternehmen jedoch gut aufgestellt.

Durch das Nutzerwachstum über Vertriebspartnerschaften werden unsere Kosten für das Akquirieren neuer User voraussichtlich signifikant wachsen. Dazu kommt, dass Nutzer auf mobilen Endgeräten und in Ländern außerhalb der USA schwerer durch Werbeeinnahmen monetarisiert werden können, der Gewinn pro Nutzer kann also tendenziell sinken.

Daneben steht Eyeo mit dem Whitelisting im Wettbewerb mit Anbietern von Circumvention- Technologie, welche insbesondere im Bereich der Video- und Displaywerbung technologische Fortschritte zu 2018 gemacht haben und international, maßgeblich aber im deutschen Markt, führende Webseitenbetreiber gewinnen konnten.

Direkte Risiken aufgrund der COVID-19-Pandemie sowie dem Russland-Ukraine-Krieg sind für Eyeo aufgrund des Geschäftsmodells derzeit jedoch nicht mehr ersichtlich.

Die weltweite schwierige gesamtwirtschaftliche Lage sowie die steigende Inflation stellen insofern ein Risiko dar, als sie zu langsameren Wachstum bzw. zu Senkungen der Online-Werbeausgaben von Unternehmen führen können, was die Umsätze von Eyeo mit Publishern negativ beeinflussen kann.

4.2. Chancen

Wesentliche Chancen sehen wir im Bereich der Partnerschaften. Zahlreiche Browser Hersteller beginnen damit, Adblocker nativ in ihre Browser zu integrieren. Unsere Chance besteht hierbei darin, unseren Partnern entweder die komplette Adblocking-Technologie zur Integration bereit zu stellen oder zumindest die Monetarisierung einer eigenen Adblocking-Lösung via Acceptable Ads bereit zu stellen.

Darüber hinaus sehen wir Möglichkeiten, für Publisher die durch Acceptable Ads generierten Mehreinnahmen zu steigern, z.B. durch Einführung neuer Produkte für Advertiser oder durch die vom Acceptable Ads Committee geprüfte Einführung neuer Werbemittelformate, die dem Acceptable Ads Standard entsprechen.

 

Köln, 6. Januar 2023

gez. Frank Einecke, Geschäftsführer

gez. Jan Wittek, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 39.451.822,26 39.590.942,46
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 62.704,29 58.265,29
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 62.704,29 58.265,29
II. Sachanlagen 752.021,10 980.110,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 175.570,00 179.450,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 571.956,00 800.660,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.495,10
III. Finanzanlagen 38.637.096,87 38.552.567,17
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 26.749.981,18 26.749.981,18
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.634.000,00 2.634.000,00
3. Beteiligungen 8.510.627,69 8.426.097,99
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 742.488,00 742.488,00
B. Umlaufvermögen 45.902.018,30 50.358.878,22
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 43.678.655,66 42.791.218,66
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.311.287,63 10.132.575,56
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 3.441,06
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 26.947.000,61 29.412.212,32
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 165.924,32 114.942,52
5. sonstige Vermögensgegenstände 5.254.443,10 3.128.047,20
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 40.000,00 0,00
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 2.223.362,64 7.567.659,56
C. Rechnungsabgrenzungsposten 323.053,73 155.789,42
Aktiva 85.676.894,29 90.105.610,10

Passiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 39.981.374,97 71.135.642,39
I. eingefordertes Kapital 20.032,00 25.532,00
1. Gezeichnetes Kapital 26.596,00 26.596,00
2. eigene Anteile -6.564,00 -1.064,00
II. Bilanzgewinn 39.961.342,97 71.110.110,39
davon Gewinnvortrag 71.110.110,39 72.518.927,89
B. Rückstellungen 3.844.579,40 1.882.896,68
1. Steuerrückstellungen 850.000,00 550.000,00
2. sonstige Rückstellungen 2.994.579,40 1.332.896,68
C. Verbindlichkeiten 41.850.939,92 17.087.071,03
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.638,23 24.597,07
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 17.638,23 24.597,07
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 542.835,28 454.692,26
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 542.835,28 454.692,26
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.298.758,54 15.824.307,20
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 19.298.758,54 15.824.307,20
4. sonstige Verbindlichkeiten 21.991.707,87 783.474,50
davon aus Steuern 266.012,23 530.083,13
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 125.807,42 101.552,06
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 21.991.707,87 783.474,50
Passiva 85.676.894,29 90.105.610,10

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 62.863.487,72 55.833.813,73
2. sonstige betriebliche Erträge 1.195.815,76 3.007.898,36
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.055.089,33 2.887.226,90
3. Materialaufwand 38.109.176,04 36.609.895,21
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 38.109.176,04 36.609.895,21
4. Personalaufwand 16.891.766,19 14.704.601,94
a) Löhne und Gehälter 14.918.012,16 12.830.621,42
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.973.754,03 1.873.980,52
davon für Altersversorgung 1.479,24 1.394,56
5. Abschreibungen 398.589,93 269.521,56
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 398.589,93 269.521,56
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 7.230.859,07 7.699.967,81
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 581.480,95 1.709.990,56
7. Erträge aus Beteiligungen 14.049.110,05 14.697.102,11
davon aus verbundenen Unternehmen 14.049.110,05 14.697.102,11
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 5.197.235,07
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.174,19 331.397,87
davon aus verbundenen Unternehmen 38.190,91 277.535,69
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.187,76 42,89
davon an verbundene Unternehmen 10.187,76
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.059.114,62 2.962.405,65
12. Ergebnis nach Steuern 17.695.129,18 11.623.777,01
13. sonstige Steuern 310,00 296,00
14. Jahresüberschuss 17.694.819,18 11.623.481,01
15. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 71.110.110,39 72.518.927,89
16. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 2.650.913,40
17. Entnahmen aus Gewinnrücklagen -51.494.500,00
a) aus der Rücklage für Anteile an einem herrschenden oder mehrheitlich beteiligten Unternehmen -51.494.500,00
18. Ausschüttung 13.032.298,51
19. Bilanzgewinn 39.961.342,97 71.110.110,39

Anhang für 2021

Eyeo GmbH, Köln

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß § 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten in diesem Anhang gemacht.

Registerinformationen

Firmenname laut Registergericht: Eyeo GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Köln
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Köln
Register-Nr.: HRB 73508

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze maßgebend. Die Bewertung erfolgte auf Basis des Grundsatzes der Unternehmensfortführung.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 800 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Der Ansatz der geleisteten Anzahlungen erfolgte mit dem Nennbetrag.

Innerhalb der Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, sofern sie den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem darstellen.

Das Stammkapital, welches in voller Höhe eingezahlt ist, wurde zum Nennwert angesetzt.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der dem Anhang als Anlage beigefügt ist, dargestellt. Zur Verbesserung der Vergleichbarkeit wurden die Vorjahreswerte der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (EUR +175.570,00) und der anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (EUR -175.570,00) angepasst. Die Anpassung betrifft vollumfänglich Mietereinbauten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. EUR 11.311.287,63 betreffen solche Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i. H. v. EUR 1.451.767,38.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen i. H. v. EUR 26.947.000,61 resultieren aus Gewinnanteilen sowie aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, i. H. v. EUR 165.924,32 resultieren vollumfänglich aus Zinsforderungen.

Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Sonstige Vermögensgegenstände

In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind Vorsteuern im Folgejahr abziehbar in Höhe von EUR 492.891,13 enthalten.

Kapitalrücklage

Im Geschäftsjahr wurde eine sonstige Zuzahlung eines Gesellschafters in die Kapitalrücklage i. S. d. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB i. H. v. EUR 2.650.913,40 geleistet, die im Rahmen der Aufstellung des Jahresabschlusses zu Gunsten des Bilanzgewinns aufgelöst wurde.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgenden nicht unerheblichen Rückstellungen:

Rückstellung für Personalkosten in Höhe von EUR 1.324.000,00 (Vj. EUR 197.516,94)
Rückstellung für Prozesskosten in Höhe von EUR 800.000,00 (Vj. EUR 800.000,00)

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr vollumfänglich solche aus Lieferungen und Leistungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind, wie im Vorjahr, nicht besichert.

In den sonstigen Verbindlichkeiten befinden sich EUR 21.500.000,00 mit einer Laufzeit länger als ein Jahr. Alle anderen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen bestehen aus dem Ergebnis der Ad-IP GmbH & Co. KG, Monheim am Rhein.

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind keine periodenfremden Erträge enthalten (Vj. EUR 62.022,53). Im Vorjahr betrafen die periodenfremden Erträge Serviceleistungen für Vorjahre.

Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Herr Frank Einecke, CEO (seit dem 1. September 2022)

Herr Jan Wittek, CRO (seit dem 1. September 2022)

Herr Till Faida, CEO (bis zum 31. August 2022)

Frau Jutta Horstmann, COO (bis zum 18. November 2022)

Die Geschäftsführer führen die Funktion des Geschäftsführers hauptberuflich aus.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesamtbezüge der Geschäftsführung betrugen für 2021 EUR 439.328,35.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte 126
leitende Angestellte 2

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe über das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Gesamthonorar wird im Konzernanhang der Eyeo GmbH, Köln, getätigt.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben.

Gewinnverwendungsvorschlag

Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 71.110.110,40 sowie des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 17.694.819,17, der Verrechnung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr aufgrund des Erwerbs eigener Anteile in Höhe von EUR 51.494.500,00 und der Auflösung der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 2.650.913,40 beträgt der Bilanzgewinn EUR 39.961.342,97.

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Köln, 6. Januar 2023

gez. Frank Einecke, Geschäftsführer

gez. Jan Wittek, Geschäftsführer

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.02.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden eingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Eyeo GmbH

Eingeschränkte Prüfungsurteile

"Wir haben den Jahresabschluss der Eyeo GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Eyeo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile

Die Gesellschaft hat im Anhang entgegen § 285 Nr. 11 HGB die Angaben zum Anteilsbesitz nicht angegeben.

Dieser Sachverhalt beeinträchtigt auch die diesbezüglich im Lagebericht erfolgte Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Den vorstehenden Bericht über unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 der Eyeo GmbH, Köln, erstatten wir in Übereinstimmung mit § 321 unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V., Düsseldorf (IDW PS 450 n. F.).

 

Essen, 15. Februar 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Schlüter, Wirtschaftsprüfer

gez. Hildebrandt, Wirtschaftsprüfer

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