aktiv

MaxSolar GmbH GmbH

TraunsteinChieming, DEU ·HRB 19235 Traunstein
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Bahnhofplatz 2 a
83278 Traunstein
Handelsregister
HRB 19235, Traunstein
Eintragungsdatum
22 de junho de 2009
Unternehmenszweck
Planung, Bau, Handel und Betrieb von Energieanlagen, insbesondere Photovoltaikanlagen

Finanzen

Umsatz 2024
40,83 Mio. €
Mitarbeiter 2024
258
Bilanzsumme 2024
167,04 Mio. €
Jahresergebnis 2024
0 €
15 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 167,04 Mio
  • Umlaufvermögen 77,4 % 129,29 Mio
  • Anlagevermögen 22,6 % 37,75 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 766,9 k
Passivseite 167,04 Mio
  • Verbindlichkeiten 44,7 % 74,59 Mio
  • Eigenkapital 43,0 % 71,84 Mio
  • Rückstellungen 12,3 % 20,59 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 10,0 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 15 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 201,86 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 76,5 % 154,40 Mio
  • Umsatzerlöse 20,2 % 40,83 Mio
  • Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 2,5 % 4,96 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,4 % 892,2 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,3 % 552,3 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,1 % 224,5 k
Aufwendungen 201,41 Mio
  • Materialaufwand 89,1 % 179,51 Mio
  • Personalaufwand 6,2 % 12,49 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,0 % 8,00 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,7 % 1,39 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 % 19,1 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 4,3 k
  • Ergebnis nach Steuern −4,95 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0
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GuV-Daten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Christoph Franz Straßer seit 2018 Geschäftsführer
  • Felix Häusler seit 2026 Prokura
  • Guido Reinecke seit 2023 Prokura
2 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 3 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

22 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 09.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Organization (62afefa7fd46...) · Limited Partner
  3. 21.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    PV Blumendorf GmbH & Co. KG · Limited Partner
  4. 21.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Fernwärme Kraiburg GmbH & Co. KG · Limited Partner
  5. 21.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    PV St. Annen West GmbH & Co. KG · Limited Partner
  6. 21.05.
    Eintritt eines Mitglieds
    Felix Häusler · Procura
  7. 24.02.
    Austritt einer Position
    PV Pirach GmbH & Co. KG · Limited Partner
  8. 05.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    PV Niederbergkirchen GmbH & Co. KG · Limited Partner
  9. 21.01.
    Austritt einer Position
    Dach1 GmbH & Co. KG · Limited Partner
199 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2024

Veröffentlicht am 7 de julho de 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

MaxSolar GmbH

Traunstein

Jahresabschluss zum 30.06.2024

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur, Steuerung und Strategie

Die MaxSolar GmbH ist ein Ingenieursdienstleister für Entwicklung und Installation von schlüsselfertigen Photovoltaikanlagen, Speicherkonzepten, Infrastruktur für Elektromobilität und Wärmeplanung sowie Planung und Bau von regenerativen Fernwärmesystemen mit Stammsitz in Traunstein. Mit weiteren Niederlassungen in Feldkirchen bei München, in Hebertsfelden sowie in Hamburg und Berlin setzt das erfahrene Team aus Spezialisten im deutschsprachigen Europa verschiedenste Projekte im Bereich erneuerbarer Energieerzeugung um.

Durch die ganzheitliche Strategie im Bereich der erneuerbaren Energieerzeugung ist die MaxSolar GmbH ein Partner für Projektentwicklung und Umsetzung von langfristigen Investitionen wie beispielsweise Freifläche- und Dachanlagen, sowie Lade- und Speicherinfrastruktur für Unternehmen.

In der Projektumsetzung von Freiflächenprojekten führt der EPC-Dienstleister von der Gestell- und Modulmontage über den Erdbau bis hin zur elektrischen Verkabelung alle Arbeiten als Generalunternehmer aus.

Vorbereitung der Flächen, Sicherung und Bau der Mittelspannungstrassen sowie Zaunsysteme und Alarmanlagen sind weitere Tätigkeiten, die das Portfolio zur kompletten Errichtung einer Photovoltaik-Freiflächenanlagen im Unternehmen abrunden. Durch das große Zentrallager in Hebertsfelden wird die Materiallogistik organisiert.

Ein weiteres Tätigkeitsfeld des Unternehmens ist die Umsetzung der technischen Betriebsführung von großen Photovoltaik-Anlagen auf Freiflächen und Dächern.

Außerdem erweiterte die MaxSolar GmbH ihr Angebot in den letzten Jahren um die Erstellung von Machbarkeitsstudien und Wirtschaftlichkeitsberechnungen zur Projektierung und Umsetzung nachhaltiger kommunaler Fernwärmenetze sowie Planung und Bau von regenerativen Fernwärmesystemen.

Die MaxSolar GmbH arbeitete in der Berichtsperiode Juli 2023 - Juni 2024 mit Key Performance Indicators respektive Steuerungskennziffern, um das Unternehmen zu navigieren und weiterzuentwickeln. Hierbei wurden fortlaufend Forecasts sowie PLAN-/ IST-Abweichungen erstellt.

Den wesentlichen finanziellen Leistungsindikator stellt die Umsatzrendite dar (Ergebnis vor Ergebnisabführung geteilt durch Umsatzerlöse).

2. Gesamtwirtschaftliche Lage und Wettbewerbssituation

Die Erholung von der COVID-19-Pandemie setzt sich auch 2024 fort, wird jedoch durch Herausforderungen wie den geopolitischen Spannungen in Osteuropa und Asien sowie der weltweiten Inflation gebremst. Dennoch hat der IWF sein prognostiziertes globales Wachstum zu Beginn des Jahres 2024 um 0,2 Prozentpunkte auf 3,1 % erhöht. 2023 verzeichnete die globale Wirtschaft ein moderates Wachstum von etwa 2,7 %.

Die zur Eindämmung der Inflation eingeleiteten Zinserhöhungen erreichten 2023 ihren Höhepunkt und blieben bis Mitte des Jahres 2024 stabil. Im zweiten Halbjahr wurde der Leitzins der Europäischen Zentralbankdreimal abgesenkt.

Die Zinspolitik bleibt demnach ein zentrales Thema bei Investitionsentscheidungen und könnte je nach zukünftigen wirtschaftlichen Entwicklungen und Inflationsdynamiken durch die Europäische Zentralbank weiter angepasst werden.

a. Gesamtwirtschaftliche Situation in Deutschland

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist 2023 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 0,3 % gesunken. Für 2024 prognostiziert der IWF ein schwaches Wachstum von 0,2 %.

Die Entwicklung des BIP (preis-, saison- und kalenderbereinigte Werte nach X13) zu Beginn des Jahres bestätigt die Vorhersage der IWF. 5 Nachdem die Wirtschaftsleistung im 1. Quartal noch leicht gestiegen war (+0,2 %) ist sie im 2. Quartal um 0,3 % zurückgegangen. Nach dieser insgesamt verhaltenen Entwicklung ging die deutsche Wirtschaft mit einem kleinen Plus ins zweite Halbjahr.

Die deutsche Wirtschaft wird laut BMWK neben den strukturellen Faktoren wie demografischer Wandel und internationaler Wettbewerbsfähigkeit auch durch schwache Binnen- und Auslandsnachfrage gedämpft. Wobei die binnenwirtschaftlich ausgerichteten Dienstleistungen bisher stabilisierend wirken.

Im Jahr 2023 trug das Baugewerbe 6,2 % zur gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung bei. Der Anteil des Bruttoinlandsproduktes, der für Bauinvestitionen verwendet wurde lag mit 11,8 % um +0,2 %-Punkte über dem Wert vom Vorjahr (11,6 % 2022). Damit bleibt die Bauwirtschaft, trotz aktueller Konjunkturschwächen, einer der wichtigsten Branchen für Deutschland.

Staatliche Förderprogramme und das Interesse an nachhaltigen und energieeffizienten Bauprojekten sind ein wesentlicher Treiber von Bauinvestitionen. Insbesondere Investitionen in erneuerbare Energien, einschließlich Photovoltaik, kurbeln die Bauwirtschaft stetig an.

Eine positive Entwicklung zeichnet sich bei der Betrachtung der Inflationsrate ab, die sich dem Ziel der EZB von 2 % seit Beginn des Jahres annähert. Im Juni 2024 lag der Preisanstieg bei +2,2 %, verglichen mit dem Vorjahresmonat. Gegenläufig entwickelten sich die in den Jahren 2022 und 2023 stark angestiegenen Energiekosten. Die Preise für Energieprodukte sanken um -2,1 %, trotz dem Ende der Energiepreisbremse im Januar 2024 und den CO 2 - Preis-Erhöhungen. Die hohen Preissteigerungen im Bereich der Fernwärme (+27,6 %) und leichtes Heizöl (7,9 %) konnten durch deutlich günstigere Strompreise (-6,3 %) und Kosten für feste Brennstoffe (-13,7 %) kompensiert werden.

Dieser Trend setzte sich auch in den Folgemonaten fort. Im August 2024 (+1,9 %) und September (+1,6 %) lag die Inflationsrate erstmalig nach drei Jahren wieder unter 2 %. Im Oktober (+2,0 %) und November (+2,2 %) hat sie erneut angezogen. Während der Dienstleistungssektor überdurchschnittlich hohe Preissteigerungen verzeichnete, dämpften die weiterhin sinkenden Energiepreise die Inflationsrate.

Die Inflation, die Zinspolitik und die daraus resultierende schwache Konjunktur machen sich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Arbeitslosigkeit pendelte sich im ersten Halbjahr 2024 zwischen 5,6 und 5,8 Prozent ein, dies setzte sich auch im zweiten Halbjahr fort und stieg im Dezember witterungsbedingt nicht an. Somit ähnelt die Entwicklung im Jahresverlauf 2024 dem Vorjahr - auf einem leicht erhöhten Niveau.

b. Branchensituation

Der Photovoltaikmarkt Europas wuchs 2023 im dritten Jahr in Folge um 40 %. Insgesamt lag die installierte Leistung in allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (EU) bei 56 Gigawatt (GW) und deckt sich mit den Prognosen des Branchenverbandes SolarPower Europe. Deutschland liegt mit Neuinstallationen von 14,6 GW vor Spanien (8,2 GW), Italien (5,2 GW), Polen (4,6 GW) und der Niederlande (4,5 GW) an der Spitze der Top fünf Solarnationen.

2024 setzt sich der Wachstumstrend weiter fort, auch wenn sich der Anstieg durch die gleichzeitig sinkenden Strompreise nicht eins zu eins in den Umsatzzahlen widerspiegeln wird.

Der Zubau der Solarleistung fiel 2024 mit 16,2 GW nochmal etwas höher als im Vorjahr. Zwei Drittel des Zubaus erfolgte auf Hausdächern oder an Gebäuden und Fassaden, der Rest auf größeren Flächen. In Bayern wurde mit 4,0 GW die meiste Solarleistung installiert. Am Jahresende 2024 betrug die installierte Solar-Gesamtleistung in Deutschland 99,3 GW. Das von der Bundesregierung gesteckte Ausbauziel (88 MW) für diese Jahr ist damit übertroffen.

Weiterhin werde Solaranlagen häufig mit Speicher kombiniert, hier ist 2024 ein leichter Anstieg der durchschnittlichen Bruttoleistung der Speicher zu beobachten. Für 2025 sind bereits weitere Inbetriebnahmen von Großspeichern bereits im Register vermerkt.

Dennoch fällt das relative Marktwachstum im Verhältnis zu den Vorjahren geringer aus. Der Branchenverband SolarPower Europe prognostizierte Ende 2023 für das Folgejahr ein Anstieg der installierten Leistung im unteren zweistelligen Bereich (11%).

Dieser gebremste Trend setzt sich laut dem Branchenverband auch in den darauffolgenden Jahren fort, sollten die strukturelle Hindernisse und Defizite der Branche nicht durch die Länder behoben werden. Dazu zählen unter anderem der Ausbau und die Digitalisierung der Netze, ebenso wie der Abbau regulatorischer Hemmnisse.

c. Wettbewerbssituation

In den vergangenen Jahren hat die Wettbewerbsintensität im Freiflächenbereich nicht merklich zugenommen. Die Zahl, der auf dem deutschen Markt tätigen Unternehmen, die neben der Projektentwicklung auch den vollständigen Anlagenbau (inkl. Rammung, Zaunbau, Trassenbau, etc.) sowie die Inbetriebnahmen und die Wartung anbieten ist weiterhin begrenzt. Das beschafft der MaxSolar GmbH einen Wettbewerbsvorteil gegenüber Projektentwicklern und Materiallieferanten, da sie von Anfang auf das Angebot von Komplettlösungen für ihre Kunden baute. Gegen Mitbewerber setzt sich das Unternehmen außerdem regelmäßig mit seiner kundenorientierten Betreuung schon während der Angebotsphase durch.

Wesentlicher Erfolgsfaktor bei Kundenentscheidungen im Bereich der PV-Anlagen bleibt jedoch häufig der Preis, wie es bei Investitionsgütern üblich ist. Beeinflusst werden die vom Markt akzeptierten Preisgrenzen von der Wirtschaftlichkeit der Kunden. Diese hat sich mit dem Rückgang der Rückflüsse durch den Fall der Strompreise im letzten Jahr verschlechtert.

Im gleichen Zeitraum gab es auf Seiten der Materialkosten jedoch ebenfalls starke Reduktionen. Die Modulpreise sanken seit Frühjahr 2023 monatlich auf ein neues Rekordtief. Einerseits belastet diese Entwicklung Solarmodulhersteller derzeit schwer, sorgte im letzten Geschäftsjahr aber dafür, dass die Wirtschaftlichkeit der Investitionen in Anlagen gesichert war. Der Abwärtstrend der Herstellkosten von PV-Anlagen soll auch 2025 anhalten.

Im Dachflächenbereich sehen sich die Marktakteure im Gegensatz zum Freiflächenbereich einer weit größeren Wettbewerbsintensität ausgesetzt. Nach den Krisen der letzten Jahre und der einhergehenden Strompreisexplosion, rechnete der Markt mit einer ansteigenden Nachfrage nach unabhängigen Energieversorgungskonzepten wie PV-Dachanlagen zur Stromversorgung. Das lockte viele Quereinsteiger und Neugründungen auf den Markt. Derzeit erlebt die Branche eine Marktbereinigung, da die Erwartungen insbesondere im B2C-Bereich mit Verzögerung eintreffen. Außerdem verfügen eine Vielzahl der Mitbewerber nicht über das notwendige Know-how und die Erfahrung, um im Mittelspannungsbereich Fuß zu fassen. Die MaxSolar GmbH kann im Dachflächenbereich auf die bereits verfügbaren Ressourcen aus dem Freiflächengeschäfts zurückgreifen. Mit der Neugründung der Tochtergesellschaft Energy Partners Anfang 2024 hat sich das Unternehmen auf B2B-Kunden spezialisiert und bietet zukünftig neben Dachanalagen, innovative Energielösungen in der Kombination mit Energiemanagementsystemen und Charge Point Operator (E-Ladestationen) an. Durch den Fokus auf die Vertriebstätigkeit entwickelt die Energy Partners Marktspezialisten, die sich erfolgreich auf dem Markt gegen Mitbewerber durchsetzen sollen.

Erfolge verzeichnete das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr auch bei den Ausschreibungen der Bundesnetzagentur zur Sicherung der EEG-Vergütungssätze. Wie im Jahr zuvor konnte sich die MaxSolar GmbH trotz mehrfacher Überzeichnung der Ausschreibungen ein Großteil des ausgeschriebenen Volumens tariflich absichern.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Errichtung von Freiflächen mit PPA-Verträgen, sogenannte Power Purchase Agreements. Diese sind ein zentrales Element zur Finanzierung neuer Solarparks, außerhalb des klassischen gesetzlichen Förderrahmens des EEG. Als einer der wenigen Anbieter am Markt werden in dieser Form regelmäßig Objekte umgesetzt und realisiert.

3. Geschäftsentwicklung 1. Juli 2023 - 30. Juni 2024

a. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

MaxSolar hat sich im Juli 2023 von den institutionellen Investoren Infranity, I Squared Capital und Rivage eine Finanzierung von insgesamt 410 Mio EUR gesichert. Die Mittel umfassen zwei Tranchen, die erste in Höhe von 165 Mio EUR für Projekte, deren Bau bis Ende 2025 begonnen werden kann. Der Vertrag wurde mit der Tochtergesellschaft MS Projektentwicklungs GmbH geschlossen.

Im Juli 2023 wurde von MaxSolar ein Mietvertrag für eine zentral in Traunstein gelegene neue Firmenzentrale unterzeichnet, die Mitte 2025 bezogen werden kann. Hier sollen die Standorte Traunstein-Wolkersdorf und Erlstätt konsolidiert werden. Der Spatenstich erfolgte plangemäß im April 2024.

Im November 2023 ging das bisher größte Solarpark-Projekt (125 MW) in der Geschichte der MaxSolar GmbH zusammen mit dem ersten eigenen Umspannwerk fristgerecht ans Netz. Ebenfalls im 4. Quartal nahm das erste Fernwärmekraftwerk den Betrieb auf.

Zu Beginn des Kalenderjahres 2024 wurde das Kompetenzteam für Commercial & Industrial Aufdach-Photovoltaik sowie Elektromobilität in das eigenständige Tochterunternehmen Energy Partners GmbH transferiert. Energy Partners bietet maßgeschneiderte Energielösungen für Unternehmen, Gewerbe und Industrie sowie Immobilienverwalter an. Der Fokus liegt hier auf größeren Industrieprojekten. Mit der Ausgründung können wir flexibler auf Marktveränderungen reagieren und Chancen besser nutzen. Mit seiner B2B-Plattform setzt Energy Partners vor allem auf die Digitalisierung von Prozessen.

Ebenfalls im Januar 2024 hat MaxSolar erfolgreich die Zertifizierung nach ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem) und nach ISO 45001 (Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit) abgeschlossen und bestätigt damit, dass den Kunden höchste Qualität und Arbeitssicherheit bei allen Projektumsetzungen garantiert ist.

Im Juni erfolgte der offizielle Spatenstich für den 76 MW-Solarpark in Amerdingen, wofür ab April 2025 auch ein Umspannwerk gebaut werden wird.

Zum 1.7.2024 sind wir nach nur neun Monaten Projektlaufzeit mit unserem neuen ERP-System D365 live gegangen. Dieses System wird in den kommenden Jahren als zentrale Plattform zur Abbildung und Abwicklung all unserer Geschäftsprozesse dienen und ersetzt dabei vollständig die bisher genutzten nicht integrierten Systeme. Mit der Einführung von D365 tragen wir der mittlerweile erreichten Geschäftsgröße und der steigenden Komplexität unserer Abläufe Rechnung. D365 ermöglicht uns moderne digitale Standards zu nutzen und umzusetzen. Damit haben wir auch im Sinne der Digitalisierung einen wichtigen Schritt gemacht, um unsere betrieblichen Prozesse effizienter, transparenter und zukunftsfähiger zu gestalten und uns für weiteres Wachstum optimal aufzustellen.

Im Oktober 2024 fand der Spatenstich für den Solarpark in Darstadt, einem Ortsteil von Ochsenfurt, statt, der mit einer Gesamtleistung von etwa 70 MW ebenfalls eine nachhaltige Energiezukunft für die Region sichern wird.

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 9.12.2024 wurde die Änderung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beschlossen. Folglich wird der Zeitraum Juli 2024 bis Dezember 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr darstellen.

b. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

ba. Ertragslage

Die MaxSolar GmbH konnte sich auch im Geschäftsjahr 2023 -2024 gut am Markt behaupten. Im Berichtsjahr erzielte das Unternehmen eine Gesamtleistung (bei Umsatzerlösen von TEUR 146.836, Vorjahr TEUR 124.276) in Höhe von TEUR 189.076 gegenüber dem Vorjahr Jul 2022 - Jun 2023 ist dies eine Steigerung von TEUR 43.652 (+30%). Es wurden 32 (VJ: 30) Projekte mit einer durchschnittlichen Leistung von 6,0 MW (VJ: 6,2 MW) abgerechnet.

Der Einsatz an Material und Fremdleistung stieg im gleichen Verhältnis (+30%) gegenüber dem Vorjahr an. Der Personalaufwand erhöhte sich im Geschäftsjahresvergleich um 75% von TEUR 11.636 auf TEUR 20.345. Der Ausbau im Personalbereich wurde im vergangenen Geschäftsjahr weiter fortgesetzt, um mit Kompetenz das Wachstum der folgenden Geschäftsjahre abzusichern.

Für die Einführung des neuen ERP-Systems zum 1.7.2024 verzeichnen wir Ausgaben in Höhe von 1.507 TEUR (ohne Berücksichtigung der eigenen internen Stundenleistung), die unser Ergebnis im Geschäftsjahr außergewöhnlich belasten. Unter Berücksichtigung weiterer Aufwandspositionen ergibt sich für das abgelaufene Geschäftsjahr ein EBIT von TEUR -2.850 (Vorjahr: TEUR 3.753). Das Ergebnis vor Verlustübernahme ist bei TEUR -3.911 (Vorjahr: TEUR 3.262). Das Ergebnis wird, begründet durch den Ergebnisabführungsvertrag, von der Muttergesellschaft MaxSolar BidCo GmbH ausgeglichen.

bb. Finanzlage

Maßgebliches finanzpolitisches Ziel ist es, über ausreichende Finanzmittel zu verfügen, um die Zahlungsfähigkeit der MaxSolar GmbH jederzeit sicherzustellen. Die Überwachung, Planung und Steuerung der Liquidität liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung.

Die Finanzierung der Gesellschaft erfolgt im Wesentlichen durch Erhöhung der Kapitalrücklage der Gesellschafter in Höhe von 32,5 Mio EUR und Nutzung der zur Verfügung stehenden Kontokorrentlinien. Zudem werden mit den Kunden Vereinbarungen über Anzahlungen getroffen, um für den Projektfortschritt ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben. Die Gesellschaft war und ist jederzeit in der Lage, ihre eigenen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.

bc. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Bilanzsumme zum 30. Juni 2024 beträgt TEUR 131.920 und liegt damit um TEUR 32.738 über dem Wert des Vorjahres. Auf der Aktivseite gliedert sie sich in 29 % Anlagevermögen und 71 % Umlaufvermögen.

Die gestiegene Bilanzsumme ist auf der Aktivseite im Wesentlichen auf den Anstieg des Finanzanlagevermögens (+5 Mio EUR) und um den Anstieg der Vorräte, um 30 Mio EUR zurückzuführen. Außerdem erhöhten sich die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände um 3,5 Mio EUR. Der Kassen- und Bankbestand nahm um 7,4 Mio EUR ab.

Das Eigenkapital stieg gegenüber dem Vorjahr um 32 Mio EUR an und betrug zum 30. Juni 2024 69,1 Mio EUR. Ursache für die Erhöhung ist die Bildung einer Kapitalrücklage zur Stärkung der Finanzierungsstruktur.

Die Rückstellungen verringerten sich um 0,8 Mio EUR. Während die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 9,5 Mio EUR anstiegen, verringerten sich Verbindlichkeiten aus erhaltenen Anzahlungen (-3,9), und Sonstigem (-3,5) um 7,4 Mio EUR. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich um 2,1 Mio. EUR.

Aufgrund der Analyse des Ergebnisses im Geschäftsjahr 2023/24, in Verbindung mit einer soliden Auftragslage, beurteilt die Geschäftsführung die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft als gut.

Die prognostizierte Leistungssteigerung von 30% wurde erreicht; die mit 3% prognostizierte Umsatzrendite konnte allerdings aufgrund des Verlustes (vor Verlustübernahme) nicht erzielt werden.

4. Mitarbeiter

Die MaxSolar GmbH beschäftigte am Geschäftsjahresende insgesamt 295 Mitarbeiter (exkl. Praktikanten und Werkstudenten), im Jahresdurchschnitt 258 Mitarbeiter.

Das Unternehmen setzt weiterhin auf die Bindung und Weiterentwicklung des bestehenden Mitarbeiterstamms und wird trotz des branchenübergreifenden Wettbewerbs im Fach- und Führungskräftebereichs auch von außen als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen.

II. Chancen- und Risikobericht

1. Risiken

Die MaxSolar GmbH hat es sich seit letztem Jahr zur Aufgabe gemacht, das Risikomanagement weiterzuentwickeln, um es an die Anforderungen eines schnell wachsenden Unternehmens anzupassen. Besondere Aufmerksamkeit richtete das Unternehmen im letzten Geschäftsjahr dem Risikomanagement im IT-Bereich, da die MaxSolar GmbH als Stromlieferant zur Kritischen Infrastrukturen im Sinne des IT-Sicherheitsgesetzes zählt und daher der Nachweispflicht gegenüber dem Bundesinstitut für Informationssicherheit (BSI) nach § 8a BSIG unterliegt. Zur Pflege, Identifizierung und Bewertung von Risiken wird auf Softwareunterstützung zurückgegriffen, um die Prozesse effizient und transparent zu gestalten. Nach erfolgreicher Implementierung folgt die Anbindung des Enterprise-Risikomanagements, welches konzeptionell seit Anfang 2024 ausgebreitet und neu aufgesetzt wird, mit dem Ziel sämtliche Prozesse des Risikomanagements zentral zu organisieren und zu überwachen. Die Funktion des Risikomanagements soll zukünftig in der Organisation fest verankert sein.

Auf Basis des internen Rechnungswesens werden die Auswirkungen der einzelnen Risiken und Chancen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens fortlaufend analysiert und bewertet. Um finanzielle Auswirkungen eines möglichen Schadens zu minimieren, wurden - soweit verfügbar und wirtschaftlich vertretbar - Versicherungen abgeschlossen. Umfang und Höhe dieser Versicherungen werden laufend überprüft. Die MaxSolar GmbH verfügt über eine klare Führungs- und Unternehmensstruktur, in der bereichsübergreifende Schlüsselfunktionen zentral gesteuert werden.

Die im Unternehmen eingesetzte Hard- und Software sowie Dateien sind durch entsprechende Sicherheitsmaßnahmen im EDV-Bereich gegen Zugriffe Unbefugter geschützt. Das Unternehmen arbeitet in weiten Teilbereichen papierlos.

Ein adäquates Richtlinienwesen (z.B. Bilanzierungsrichtlinien, Zahlungsrichtlinien, Reisekostenrichtlinien) ist eingerichtet und wird laufend aktualisiert. Bei rechnungsrelevanten Prozessen wird grundsätzlich das Vier-Augen-Prinzip angewendet.

Das interne und externe Berichtswesen der MaxSolar GmbH wurde im ersten Halbjahr weiter ausgebaut. Die umfassende Auswertung der Unternehmenszahlen hilft dem Management, wirtschaftliche Entscheidungen, welche für die Zukunft des Unternehmens maßgeblich von Bedeutung sind, zu treffen.

a. Branchenrisiken

Überzeichnete EEG-Ausschreibungen & Anpassung des EEG-Höchstwertes durch die Bundesregierung

Überzeichnete EEG-Ausschreiben spiegeln das hohe Angebot an potenziellen PV-Projekten wider, für die eine gesicherte Marktprämie die Grundlage der Finanzierung und der Wirtschaftlichkeit der Investition darstellt. Da das Angebot die Nachfrage übersteigt, erhöht sich das Risiko für einzelne Projekte, keinen Zuschlag zu erhalten. Die Bauvorhaben verschieben sich dadurch um mehrere Monate, was die operative Planung erschwert. Die ungenutzten Ressourcen führen zu Mehrkosten und ein Umsatzrückgang im geplanten Zeitraum ist die Folge.

MaxSolar nimmt sehr erfolgreich an den Ausschreibungen teil. Für die Festlegung des Gebotspreises werden die Ausschreibungsergebnisse vergangener Ausschreibungen dokumentiert und ausgewertet, politische Entwicklungen verfolgt und auf Expertenmeinungen sowie Marktpreisprognosen zurückgegriffen. Diese Maßnahmen in Kombination mit einer langjährigen Markterfahrung ermöglicht es uns stets einen Großteil des Ausschreibungsvolumens tariflich abzusichern und das Risiko eines nicht erzielten Zuschlags zu reduzieren.

Strompreisschwankungen

Strompreisschwankungen verursachen Unsicherheiten in der Investitionsplanung und haben großen Einfluss auf das Ergebnis. Analyse-/Forschungsunternehmen bieten Marktprognosen an, die unter anderem den zukünftigen Strombedarf berücksichtigen. Diese Langzeitprognosen, wie sie für eine 20-Jahres-Investition genutzt werden, können sich je nach aktueller Entwicklung sehr stark ändern. Krisen und weltpolitische Ereignisse führen zusätzlich zu unvorhersagbaren Effekten.

Die Strompreise hat die MaxSolar stets im Blick. Von verschiedenen Forschungs- & Analyseunternehmen werden Marktprognosen bezogen und tag-aktuelle Börsenpreise transparent veranschaulicht. Eigene Datenanalysten bewerten die Prognosen unter Berücksichtigung der aktuellen Brachen- und Marktentwicklungen. Das regelmäßige Reporting der Ergebnisse an das Management und an die betroffenen Fachabteilungen stellt sicher, dass mögliche Entwicklungen früh erkannt werden. Für die Bewertung einer Investition werden Wirtschaftlichkeitsberechnungen mit verschiedenen Szenarien (Sensitivitätsanalyse) erstellt, um Preiseffekte bei der Investitionsentscheidung zur berücksichtigen.

b. Unternehmensrisiken

Die deutliche Ausweitung der geschäftlichen Aktivitäten stellt hohe Anforderungen an die Organisation und interne Struktur des Unternehmens. Es besteht das Risiko, dass die Anpassung der Organisationsstrukturen nicht mit dem operativen Wachstum Schritt halten kann. Dabei sind vorübergehende organisatorische Risiken durch den verzögerten Ausbau angemessener Verwaltungsressourcen und IT-Strukturen nicht gänzlich auszuschließen.

Die MaxSolar GmbH begegnet diesem Risiko nach wie vor, indem sie ihren Schwerpunkt bei der Personalrekrutierung auf Mitarbeiter legt, die bereits über langjährige Erfahrung verfügen und diese in die wachsende Organisationsstruktur einbringen. Ebenso ermöglichen flache Hierarchien und kurze Entscheidungswege ein Höchstmaß an unternehmerischer Transparenz, um schnellstmöglich auf Strukturschwächen in der Ablauforganisation reagieren zu können. Die Gesellschaft setzt effiziente Hilfsmittel und Tools im Bereich des ERP-Systems ein, um Prozesse effektiver zu gestalten und in Teilen zu automatisieren. Des Weiteren erzielte das Management mit der ISO9001 Zertifizierung und der damit einhergehenden Überprüfung der Prozesse eine weitere Verbesserung der internen Abläufe.

c. Beschaffungsrisiken

ESG-Anforderungen an vor-/ und nachgelagerte Wertschöpfungsketten

Unternehmen stehen zunehmend unter Druck, ESG-Anforderungen (Umwelt, Soziales, Governance) in ihrer Lieferkette zu erfüllen. Dies bedeutet, dass sie sicherstellen müssen, dass ihre Lieferanten umweltfreundlich produzieren, faire Arbeitsbedingungen gewährleisten und transparente Governance-Strukturen haben. Ein zentrales Risiko besteht darin, dass die Überprüfung und Einhaltung dieser Standards zusätzliche Kosten und Verwaltungsaufwand verursacht. Zudem kann es schwierig sein, geeignete Lieferanten zu finden, die diesen Anforderungen entsprechen, was zu Engpässen und Verzögerungen in der Beschaffung führt. Nicht erfüllte ESG-Vorgaben können Reputationsschäden und finanzielle Sanktionen zur Folge haben.

MaxSolar begann frühzeitig, sich intensiv mit den neuen ESG-Anforderungen auseinander zu setzen. Obwohl die gesetzliche Auditierung und Reportingpflicht erst mit dem Abschluss des Geschäftsjahres 2025 für uns Relevanz hat, wurde schon Ende 2023 mit der Implementierung der notwendigen Prozesse und der Benennung der Verantwortlichen begonnen. Das verdeutlicht die hohe Priorität, die dem Thema bei MaxSolar zugeschrieben wird. Neben dem Einfluss auf die Beschaffung, sind auch zukünftige Vertriebstätigkeiten und Vertriebserfolge von ESG beeinflusst. Durch die selbständige Aufarbeitung der Themen und Gestaltung der Prozesse, wird umfassendes Know-how zum Thema ESG im Unternehmen aufgebaut. Die Zusammenarbeit mit externen Experten stellt darüber hinaus die Effizienz der Einführung sicher.

Materialverfügbarkeit & Materialkosten

Zu den wesentlichen Hauptkomponenten im PV-Anlagenbau zählen Module, Wechselrichter, Trafostationen und auch Umspannwerke, für den Bau größerer Anlagen, sowie Rohrleitungsmaterial für den Trassenbau. Grundsätzlich bestehen diese Bestandteile nicht aus Rohstoffen, für die eine beschränkte Verfügbarkeit absehbar wäre. Allerdings können die energieintensiven Herstellungsprozesse, z.B. bei der Modulherstellung, oder die globale Marktnachfrage und neue Umweltvorschriften starke Preisschwankungen und zeitweisen Engpässen bei einzelnen Rohstoffen verursachen.

Mit dem Abschluss von Rahmenverträge über ein bestimmtes Volumen sichert sich die MaxSolar GmbH gegen das Risiko starker Preisschwankungen ab. In den Vereinbarungen verpflichtet sich das Unternehmen zur Abnahme einer bestimmten Menge zum vereinbarten Preis und zu einem definierten Zeitpunkt. Die Preissicherung einiger Hauptkomponenten, kann bei einem Preisfall zwar auch einen negativen Effekt haben, jedoch erleichtert sie dennoch die kurz-, mittelfristige Planung. Eine Verteilung der Absicherungen über einen längeren Zeitraum gewährleistet einen soliden Durchschnittspreis für die Angebotskalkulationen. Durch reduzierte Lagerbestände im eigenen Lager, hält die Gesellschaft außerdem das gebundene Kapital stets gering.

d. Währungsrisiken

Wesentliche Komponenten aus dem Solaranlagenbau kommen aus Asien und werden mit Bezug zum Dollarkurs bzw. direkt in Dollar gekauft. Die Stärkung des Dollars gegenüber dem Euro hat teilweise zu Verteuerungen bei den Komponenten geführt. MaxSolar versucht mit Lieferanten dieses Risiko zu teilen bzw. in den Verträgen mit Kunden weiterzugeben.

Des Weiteren wird fallweise entschieden, ob Währungssicherungsinstrumente zur Reduzierung von ungeplanten Ergebniseinflüssen aus Währungsschwankungen herangezogen werden.

e. Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Leitzinserhöhung

Eine Erhöhung des Leitzinses erhöht die Finanzierungskosten von Investitionen von PV-Anlagen, die i.d.R. mit einem wesentlichen Anteil aus Fremdkapital finanziert werden. Der zusätzliche Zinsaufwand wirkt sich erheblich auf die Rendite und die Amortisationszeit der Anlage aus, wenn dieser nicht durch gleichzeitig steigende Einnahmen, oder geringe Investitionskosten kompensiert werden kann.

Die Europäische Zentralbank nutzt die Anpassung des Leitzinses seit Ende 2022 als Werkzeug zur Eindämmung der europaweiten Inflation. Der schnelle Anstieg der Zinssätze hat neue und bereits in Planung befindliche Investitionen vor große Herausforderungen gestellt. Seit 2024 ist mit dem Rückgang der Inflation die Zinswende eingeleitet. Die Wahrscheinlichkeit von weiteren deutlichen Zinssenkungen ist hoch, was die Finanzierungssituation von PV-Großanlagen spürbar entspannt.

Liquiditätsengpässe

Der Bau von PV-Großanlagen erfordert entsprechende Liquidität. Die für die Umsetzung notwendigen Kundenteilzahlungen und Kreditauszahlungen bei Eigenprojekten, sind an den Projektfortschritt und die Erfüllung von Mindestanforderungen gebunden. Während der Projektentwicklung und Projektabwicklung sind zwischen dem Erreichen der unterschiedlichen Entwicklungsstufen Vorfinanzierungen aus eigenen Mitteln zu leisten. Das erhöht das Risiko von Liquiditätsengpässen, besonderes im Falle von Verzögerungen.

Durch die Vorabzahlungen der Auftraggeber bereits bei Auftragserteilung sowie ausreichende Bürgschaftslinien und Gesellschafterdarlehen reduziert die MaxSolar GmbH das Liquiditätsrisiko.

Das starke Wachstum der Gesellschaft wird in hohem Maße von der Finanzierungsfähigkeit der Warenströme beeinflusst. Dafür ist die bankfinanzierte Liquidität aus Eigenprojekten äußerst wichtig aber auch unsere Meilenstein-abhängigen Zahlungsvereinbarungen mit Kunden gewährleisten hierbei die notwendige Liquidität.

Zahlungsausfälle von Kunden hätten wesentliche negative Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens und dessen Ergebnisses. Auch hier sollen vereinbarte Vorauszahlungen und Milestone-Zahlungen diese Gefahr verringern.

Insgesamt verteilt sich das Finanzierungsrisiko mittlerweile auf eine höhere Anzahl von Projekten, sodass mögliche Zahlungsverzögerungen eines Projektes durch andere Projekte kompensiert werden können.

f. IT-Risiken

KRITIS-Anforderungen

Ein Unternehmen, das unter die kritische Infrastruktur (KRITIS) fällt, muss strenge regulatorische Anforderungen erfüllen, da es als Teil der essenziellen Versorgung gilt, insbesondere im Energie- oder Infrastrukturbereich. Die MaxSolar GmbH ist als Unternehmen, welches für die Stromversorgung mitverantwortlich ist, hiervon betroffen und unterliegt spezifischen Sicherheitsvorschriften und IT-Schutzmaßnahmen, die die Betriebsabläufe beeinflussen. Ein zentrales Risiko besteht darin, dass nicht nur die Compliance-Kosten steigen und die Einführung neuer notwendiger Prozesse kostenintensiv ist, sondern auch das Risiko von Strafen oder Sanktionen bei Nichteinhaltung der Vorgaben erheblich ist. Zudem wird von KRITIS-Unternehmen erwartet, dass sie gegen Cyberangriffe und physische Bedrohungen besonders resilient sind, da Angriffe auf kritische Infrastrukturen schwerwiegende gesellschaftliche Folgen haben könnten. Im Falle eines Angriffs oder schwerwiegenden technischen Versagens sind wir verpflichtet, schnell und effizient zu reagieren, was Investitionen in Redundanzsysteme und Sicherheitsmaßnahmen erfordert. Diese Verpflichtungen erhöhen nicht nur die Kosten, sondern auch den Druck, stets auf dem neuesten Stand der Technologie zu bleiben, um den regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.

Die MaxSolar GmbH arbeitet gemeinsam mit externen Beratern an der Integration eines softwaregestützten Risikomanagementsystem für den IT-Bereich. Darunter fällt das Erkennen, Melden und Bewerten von Risiken, um geeignete Sicherheits- und Vorkehrungsmaßnahmen einzuleiten. Das jährliche Audit prüft die Funktionalität und Effizienz der Prozesse und regt zu den kontinuierlichen Verbesserungen an.

ERP-Integration (Microsoft Dynamics)

Die Einführung eines ERP-Systems wie Microsoft Dynamics birgt umfassende Herausforderungen und Risiken. Die Implementierung ist mit hohen Anfangsinvestitionen und laufenden Kosten verbunden, die nur schwer geplant und budgetiert werden können. Häufig sind unvorhergesehene Anpassungen erforderlich, die die Standardanwendung nicht enthält.

Nach der Inbetriebnahme besteht die Gefahr von temporärer Betriebsunterbrechungen, die das Arbeiten mit dem System zu Beginn erschwert, da die Prozesse meist noch nicht einwandfrei funktionieren. Das erhöht das Risiko fehlender Akzeptanz durch die Mitarbeiter, die gegenüber einem neuen System ohnehin skeptisch gegenüberstehen können.

Zur Projektierung und Systemeinführung von Microsoft Dynamics arbeitete MaxSolar mit externen Consultants zusammen, um Expertise und best-practice-Erfahrungen in die Implementierung einzubringen. Potenzielle Schwachstellen konnten so frühzeitig identifiziert und geeignete Lösungen entwickelt werden. Gleichzeitig sind interne Verantwortlichkeiten von Beginn an klar definiert, um sicherzustellen, dass es Anlaufstellen für alle Mitarbeiter gibt, die Fragen und Probleme zeitnah klären können und die die Schnittstellen zu den Beratern und den Projektverantwortlichen darstellen.

Die starke Einbindung der Mitarbeiter bereits im Implementierungsprozess ist eine zentrale Maßnahme zur Risikominimierung. Indem die Mitarbeiter frühzeitig in die Planung und Gestaltung des Systems einbezogen werden, können ihre Bedürfnisse und Bedenken berücksichtigt werden, was die Akzeptanz des neuen Systems erhöht. Zusätzlich sind gezielte Schulungen unerlässlich. Diese erläutern nicht nur die Funktionen von Microsoft Dynamics, sondern helfen den Mitarbeitern, das System in ihren Arbeitsalltag zu integrieren.

Die Kombination aus Einbindung, Schulung und externer Unterstützung verringert das Risiko von Schwachstellen und Ineffizienzen bei der Einführung von Microsoft Dynamics.

g. Personalrisiko

Qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Führungskräfte sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor der MaxSolar GmbH. Dem Risiko, kompetente Stelleninhaber zu verlieren, begegnet die Gesellschaft, indem sie sich als moderner und attraktiver Arbeitgeber positioniert, so können sich Mitarbeiter z.B. weiterbilden und intern weiterentwickeln, es gilt die Vertrauensarbeitszeit und es wird auf eine zeitgemäße Arbeitsplatzausstattung geachtet. Außerdem wird durch festintegrierte Personalprozesse den Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben ihre Wünsche und Vorschläge in das Unternehmen einzubringen.

2. Chancen

Die MaxSolar GmbH agiert als Entwickler von Photovoltaikanlagen in einem dynamischen und zukunftsorientierten Marktumfeld. Angesichts der globalen Energiewende und der zunehmenden Nachfrage nach nachhaltigen Energiequellen bietet sich dem Unternehmen ein breites Spektrum an Chancen. Die MaxSolar GmbH ist bestrebt, innovative Lösungen zur Energiegewinnung bereitzustellen, die sowohl ökologisch als auch ökonomisch einen Mehrwert schaffen. Im Folgenden werden die wesentlichen Möglichkeiten erläutert, die sich aus technologischen Fortschritten, staatlichen Förderprogrammen, der wachsenden Bedeutung von Nachhaltigkeit sowie aus der Expansion in neue Märkte ergeben.

Ziel ist es, die strategischen Potenziale für MaxSolar aufzuzeigen, um langfristig eine starke Marktposition zu sichern und einen aktiven Beitrag zur globalen Energiewende zu leisten.

a. Vertriebs- und Wachstumschancen

Anhebung des EEG-Ausschreibungsvolumens

Die Erhöhung des EEG-Ausschreibungsvolumens für Photovoltaikanlagen bietet Unternehmen wie der MaxSolar GmbH Wachstumschancen. Durch die Ausweitung der Kapazitäten können mehr Projekte in den Markt gebracht werden. Die Chance eines EEG-Zuschlags für die an der Ausschreibung teilnehmenden Projekte steigt.

Die Anhebung des Volumens signalisiert zudem eine klare politische Unterstützung für den Ausbau der Solarenergie, was die Planungs- und Investitionssicherheit erhöht. Für das Freiflächensegment sowie für die Dachflächenprojekte ist eine Anhebung des maximalen Ausschreibungsvolumens im nächsten Geschäftsjahr garantiert.

Diese Maßnahme stärkt die Nachfrage nach Lösungen zur dezentralen Energieversorgung, wodurch auch Dienstleistungen wie Wartung, Monitoring und Energiespeicherung an Bedeutung gewinnen. Dies ermöglicht es derMaxSolar GmbH, ihr Produkt- und Serviceportfolio strategisch weiterzuentwickeln und ihre Marktposition langfristig auszubauen.

M&A Projekte

Derzeit bieten sich auf dem Markt zahlreiche Gelegenheiten, Projektrechte oder bereits in Planung befindliche PV-Anlagen zu vergleichsweise günstigen Preisen zu erwerben. Dies stellt für dieMaxSolar GmbH eine strategische Chance dar, die eigene Projekt-Pipeline gezielt auszubauen und zu stärken.

Durch die Integration solcher Projekte in das bestehende Portfolio kann das Unternehmen nicht nur seine Marktposition festigen, sondern auch kurzfristig umsetzbare Projekte sichern, die direkt zur Umsatz- und Ergebnissteigerung beitragen. Die Erschließung von attraktiven Projektrechten ermöglicht es, langfristig von einer stabilen Auftragslage zu profitieren und die strategischen Ziele hinsichtlich Wachstum und Nachhaltigkeit schneller zu erreichen.

Maxsolar hat für die Akquise und den Abschluss solcher Geschäfte die Abteilung M&A in Ihrer Organisation etabliert. Durch die Spezialisierung und Expertise erzielt die Gesellschaft eine höhere Effizienz in der Identifikation, Bewertung und Abwicklung von Projekten und sichert sich dadurch einen strategischen Vorteil bei der Erweiterung ihres Portfolios sowie bei der erfolgreichen Umsetzung neuer Geschäftsgelegenheiten.

b. Neue Geschäftsfelder

Kommunale Wärmeplanung

Das im Dezember 2023 verabschiedete "Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze" verpflichtet die Bundesländer, bis spätestens 2028 flächendeckende Wärmepläne zu erstellen, um die Wärmeversorgung auf Treibhausgasneutralität umzustellen. Diese gesetzliche Vorgabe führt zu einem erheblichen Bedarf an fachkundiger Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung solcher Pläne.

Für dieMaxSolar GmbH eröffnete sich dadurch die Chance, ihr Dienstleistungsportfolio um den Bereich der kommunalen Wärmeplanung zu erweitern. Durch die Integration dieser Leistungen unterstützt das Unternehmen Kommunen bei der Erfüllung ihrer gesetzlichen Verpflichtungen und trägt gleichzeitig zur Erreichung der Klimaziele bei. Die Erweiterung des Angebots stärkt nicht nur die Marktposition vonMaxSolar, sondern ermöglicht auch die Erschließung neuer Geschäftsfelder und die Festigung langfristiger Partnerschaften mit öffentlichen Einrichtungen.

Batteriespeichersysteme

Derzeit wird für Anlagen mit einer Leistung größer 400 kW ab der dritten aufeinanderfolgenden Stunde mit negativen Strompreisen, keine Marktpreisprämie gezahlt. Bis 2027 ist eine Ein-Stunden-Regelung vorgesehen. Änderung der Solarförderung durch die Bundesregierung könnten schon im kommenden Jahr eine Vergütung ab der ersten Stunde mit negativen Strompreisen aussetzen. Dieser Trend erhöht den Bedarf und die Attraktivität von Batteriespeichersystemen, da PV-Anlagen ohne Speichermöglichkeiten mit wirtschaftlichen Nachteilen konfrontiert werden.

Batteriesysteme speichern die überschüssige Energie in Zeiten der Überproduktion und geben diese flexibel zur Deckung des Eigenverbrauchs oder in Zeiten hoher Strompreise wieder ab. Stand-alone-Batteriespeicher spielen zusätzlich eine wichtige Rolle, um die Netzstabilität zu unterstützen und Verbrauchern unabhängig von einer PV-Anlage Energiesicherheit zu bieten. Darüber hinaus erzielen sie durch den flexiblen Einsatz auf mehreren Märkten attraktive Renditen.

Die Erweiterung des Portfolios der MaxSolar, um kombinierte PV-Batterielösungen sowie eigenständige Speichersysteme bietet den Kunden einen deutlichen Mehrwert, etwa durch erhöhte Energieautarkie, eine verbesserte Nutzung von Eigenstrom und wirtschaftliche Vorteile bei volatilen Strompreisen. Die Gesellschaft nutzt das Potenzial der Batteriespeicher auch zur Erweiterung des eigenen Anlagebestandes. Die verfügbaren Flächen und Netzanschlusspunkte können dadurch effizient genutzt werden.

Langfristig ermöglicht diese strategische Erweiterung der Produktpalette MaxSolar, auf den wachsenden Bedarf an Energiespeichern zu reagieren, ihre Marktposition zu stärken und eine führende Rolle bei der Transformation zu einem stabileren und nachhaltigeren Energiesystem zu übernehmen.

c. Stärkung der Marktposition durch ESG

Auf einem Markt, in dem ESG-Kriterien eine immer größere Rolle bei der Vergabe von Projekten und dem Abschluss von Verträgen spielen, hat die MaxSolar GmbH einen klaren Wettbewerbsvorteil. Durch die frühzeitige Verankerung des Themas innerhalb der Organisation und die Schaffung der Position eines ESG-Managers hat MaxSolar die Weichen gestellt, um den steigenden Anforderungen an Nachhaltigkeit und verantwortungsbewusstes Wirtschaften gerecht zu werden.

Diese strategische Ausrichtung ermöglicht es dem Unternehmen, sich als vertrauenswürdiger und zukunftsorientierter Partner bei Kunden, Investoren und öffentlichen Auftraggebern zu positionieren. Viele Unternehmen und Institutionen bevorzugen mittlerweile Partner, die nachweislich nachhaltige Praktiken umsetzen und die strengen ESG-Vorgaben erfüllen.

Darüber hinaus eröffnen sich durch die starke ESG-Ausrichtung neue Geschäftschancen in Form von bevorzugtem Zugang zu Fördermitteln, Finanzierungen und Ausschreibungen, die zunehmend an ESG-Kriterien geknüpft sind. Die klare Positionierung in diesem Bereich stärkt nicht nur das Markenimage, sondern sichert langfristig die Wettbewerbsfähigkeit und eröffnet neue Wachstumsmärkte. MaxSolar kann so ihre Projekte gezielt an den wachsenden Nachhaltigkeitsanforderungen ausrichten und sich als Vorreiter in der Branche etablieren.

d. Attraktivität als Arbeitgeber

Die strategische Positionierung der MaxSolar GmbH als moderner und attraktiver Arbeitgeber bietet erhebliche Chancen für die langfristige Unternehmensentwicklung. Die Tatsache, dass MaxSolar in den vergangenen Jahren signifikant gewachsen ist und den Mitarbeiterbestand mehr als verdoppeln konnte, bestätigt den Erfolg des Unternehmens, sich bei der Personalsuche gegen Mitbewerber durchzusetzen. Durch Maßnahmen wie Home-Office, zeitgemäße Arbeitsplatzausstattung, Weiterbildungsmöglichkeiten und interne Entwicklungsperspektiven wird nicht nur das Risiko der Mitarbeiterfluktuation reduziert, sondern auch die Attraktivität des Unternehmens für hochqualifizierte Fachkräfte weiter gesteigert.

Zudem erhöht die aktive Einbindung von Mitarbeiterwünschen und Vorschlägen die Zufriedenheit und Motivation der Belegschaft, was zu höherer Produktivität und einer positiven Unternehmenskultur führt.

Langfristig trägt eine hohe Arbeitgeberattraktivität dazu bei, das Unternehmen zukunftsfähig zu machen, Innovationskraft zu stärken und die Wettbewerbsfähigkeit in einem dynamischen Marktumfeld nachhaltig zu sichern. Das deutliche Mitarbeiterwachstum unterstreicht, dass MaxSolar bereits erfolgreich die richtigen Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und - bindung ergriffen hat und diesen Weg weiter ausbauen kann.

Zusammenfassend sehen wir, dass die Chancen aus dem aktuellen Wachstum die Risiken überwiegen und die MaxSolar GmbH durch starke Gesellschafter, ihre professionelle Organisation und langjährige Erfahrung im Photovoltaiksektor sehr gut auf die Herausforderungen der kommenden Jahre vorbereitet ist.

III. Prognosebericht

Die Pläne der MaxSolar GmbH umfassen sowohl die Stärkung der Position auf bestehenden Märkten als auch die Expansion in neue Bereiche. Ein zentrales Ziel ist es, die Innovationskraft weiter auszubauen, insbesondere in den Bereichen Energiespeicherung, Energiemanagement und Fernwärme. Darüber hinaus strebt das Unternehmen an seine Rolle durch strategische Partnerschaften und Kooperationen weiter zu festigen. Konkret basiert das Geschäftsmodell der Unternehmen auf drei strategischen Säulen:

- Eigenprojekte

Durch die Umsetzung von Eigenprojekten entwickelt sich die MaxSolar zu einem unabhängigen Stromproduzenten in Deutschland.

- Generalbauunternehmer

Zum anderen erweitert die MaxSolar GmbH ihre Aktivitäten im Bau von Solarparks für Dritte, um ihre Position als einer der führenden Generalbauunternehmer im deutschsprachigen Raum zu stärken.

- Aufdach-Solaranalgen

Drittens fokussiert sich das Unternehmen über die Tochtergesellschaft Energy Partners auf den Bau und den Betrieb größerer Aufdach-Solaranlagen, mit dem Ziel, sich als der führender Anbieter in den eigenen Kernmärkten zu etablieren.

In den kommenden Jahren erwartet die Geschäftsleitung weiteres Wachstum im Bereich der Freiflächen-Photovoltaik sowie in den Bereichen wie Windenergie, Speicherlösungen und E-Mobilität. Das Unternehmen sieht großes Potenzial in der Kombination von Aufdachanlagen mit E-Mobilität-Infrastruktur und prognostiziert, dass die Bedeutung von Stromlieferverträgen (PPAs) weiter zunimmt. Mit ganzheitlichen Energiekonzepten will MaxSolar weiterhin ein innovativer und zuverlässiger Partner für ihre Kunden sein und einen wesentlichen Beitrag zur Energiewende leisten.

Der bereits erfolgte Aufbau des Fachpersonals wird sowohl kurzfristig als auch im weiteren Ausblick deutliche Wettbewerbsvorteile generieren.

Für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1.7.2024 bis 31.12.2024 plant MaxSolar rd. 500 MW zu installieren, wovon jedoch nur ca. 100 MW abzurechnen sein werden, dieses hohe Volumen wird zu zwei Drittel mit Fremdkundenprojekten und zu rd. einem Drittel aus dem Ausbau von Eigenanlagen kommen. Für das Kalenderjahr 2025 ist ein Installations-Volumen von rd. 900 MW geplant, wovon bereits rd. 50% beauftragt und ein Drittel kurz vor Beauftragung stehen. Das Rumpfgeschäftsjahr wird voraussichtlich wegen hoher noch nicht abrechenbarer Leistung mit einem negativen Ergebnis von ca. 3 Mio EUR vor Verlustübernahme abschließen. Es werden Umsatzerlöse von rd. 40 Mio EUR und eine Gesamtleistung von rd. 195 Mio EUR erwartet. Für das Geschäftsjahr 2025 ist bei geplanten Umsatzerlösen von rund 445 Mio. EUR eine Umsatzrendite von rd. 4% prognostiziert; die Gesamtleistung wird voraussichtlich ebenfalls bei 445 Mio. EUR liegen.

 

Traunstein, 10. Februar 2025

MaxSolar GmbH

Christoph Strasser, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

30.06.2024
30.06.2023
A. Anlagevermögen 37.771.371,49 31.583.178,07
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.212.653,41 433.466,00
II. Sachanlagen 1.407.352,63 1.092.907,05
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.569,00 322,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.928,00 11.876,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.297.379,00 994.250,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 81.476,63 86.459,05
III. Finanzanlagen 35.151.365,45 30.056.805,02
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.151.364,45 30.056.804,02
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1,00 1,00
B. Umlaufvermögen 93.479.264,03 66.930.961,63
I. Vorräte 65.372.736,45 34.872.709,21
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 27.677.760,36 24.225.159,00
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.345.077,31 12.877.208,98
III. Kassenbestand, Schecks, Guthaben bei Kreditinstituten 428.767,22 7.833.093,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 668.965,99 667.757,18
Summe Aktiva 131.919.601,51 99.181.896,88

Passiva

30.06.2024
30.06.2023
A. Eigenkapital 69.052.018,72 36.643.993,87
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 63.835.000,00 31.385.000,00
III. Gewinnvortrag 5.187.018,72 5.228.993,87
IV. Jahresüberschuss - -
B. Rückstellungen 5.811.377,07 6.580.773,70
C. Verbindlichkeiten 56.593.958,60 55.898.295,90
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.963.125,02 1.500.000,00
davon Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.592.262,09 21.440.126,30
D. Rechnungsabgrenzungposten 462.247,12 58.833,41
Summe Passiva 131.919.601,51 99.181.896,88

Gewinn- und Verlustrechnung

30.06.2024
30.06.2023
1. Rohergebnis 33.704.519,92 23.415.932,44
2. Personalaufwand 20.345.238,37 11.636.426,69
a) Löhne und Gehälter 17.236.075,66 9.682.277,85
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alterversorgung und für Unterstützung 3.109.162,71 1.954.148,84
3. Abschreibungen 411.393,31 218.241,69
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 411.393,31 218.241,69
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.797.621,32 7.808.270,56
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 548.585,22 310.615,84
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.572.854,19 887.955,44
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 20.430,33 0,00
8. Ergebnis nach Steuern -3.894.432,38 3.269.769,20
9. Sonstige Steuern 17.118,00 7.708,00
10. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 3.911.550,38 - 3.262.061,20
11. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben

Die MaxSolar GmbH, mit Sitz in Traunstein, ist in das Handelsregister HRB 19235 beim Amtsgericht Traunstein eingetragen.

Der Jahresabschluss wurde unter Beachtung der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches nach den für große Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Für die Bilanz wurde das Gliederungsschema des § 266 HGB verwendet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert.

Seit dem 1. Juli 2022 gilt ein Ergebnisabführungsvertrag mit der MaxSolar BidCo GmbH als herrschendem Gesellschafter.

2. Bilanzierung- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Als Anschaffungskosten wurden die Nettorechnungsbeträge zuzüglich Nebenkosten angesetzt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als € 250,00 bis € 1.000,00 wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalierend über fünf Jahre abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen. Eigenerstellte Anlagen lagen im Geschäftsjahr nicht vor.

Die Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht ein niedrigerer Wert zulässig oder geboten ist.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und geminderter Verwendbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abschreibungen berücksichtigt.

Die in Arbeit befindlichen Aufträge sind mit den Herstellungskosten unter Berücksichtigung der angemessenen Teile der Material-, Fertigungs-, und Verwaltungsgemeinkosten sowie des Werteverzehrs des Anlagevermögens angesetzt; darüber hinaus wurden in Anwendung von § 255 Abs. 3 HGB Zinsen angesetzt. Die geleisteten Anzahlungen auf Vorräte werden mit dem Nennwert, ggf. mit dem niedrigeren beizulegendem Wert angesetzt.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen werden gemäß § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB projektbezogen teilweise auf der Aktivseite und teilweise auf der Passivseite ausgewiesen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit den Nennbeträgen angesetzt. Dem allgemeinen Risiko bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung i. H. v. T€ 29 (Vj.: T€ 34) Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen i. H. v. T€ 591 (Vj.: T€ 459) wurden hinterlegt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert ausgewiesen.

Für Ausgaben, welche Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ist ein entsprechender Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite der Bilanz gebildet worden.

Das Eigenkapital wird zum Nominalwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und Eventualverbindlichkeiten dem Grunde und der Höhe nach. Sie sind nach § 253 HGB mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie berücksichtigen künftige Preis- und Kostensteigerungen. Für die Abzinsung der Rückstellungen über die Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde der laufzeitadäquate Marktzins nach Maßgabe des Einzelbewertungsgrundsatzes für jede einzelne Rückstellung ermittelt.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Einnahmen, welche Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen, ist ein entsprechender Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite der Bilanz gebildet worden.

Währungsumrechnungen monetärer Posten zum Abschlussstichtag mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr erfolgen mit dem Devisenkassamittelkurs (§ 256a HGB).

3. Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Bilanzpositionen und die Abschreibungen sind dem beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen. Die Zugänge im Anlagevermögen i. H. v. T€ 16.766 (Vj.: T€ 31.171) resultieren überwiegend aus Anteilen an verbundenen Unternehmen. Die Abgänge im Anlagevermögen i. H. v. T€ 10.166 (Vj.: T€ 29) resultieren überwiegend aus einer Kapitalrücklagenreduktion einer Tochtergesellschaft. Insgesamt hat sich das Anlagevermögen im Vergleich zum Vorjahr um T€ 6.188 auf T€ 37.771 erhöht.

3.2 Vorräte

Gegenüberstellung der in Arbeit befindlichen Aufträge und der erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen:

30.06.2024
in T €
30.06.2023
in T €
In Arbeit befindliche Aufträge 76.875,00 34.634,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -43.731,00 -21.934,00
33.144,00 12.700,00

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden analog zum Vorjahr projektbezogen teilweise auf der Aktivseite und teilweise auf der Passivseite ausgewiesen.

3.3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Zusammensetzung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände:

30.06.2024 30.06.2023
Gesamt
T€
davon mit Restlaufzeit von über einem Jahr
T€
Gesamt
T€
davon mit Restlaufzeit von über einem Jahr
T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.656,00 - 7.725,00 -
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.346,00 3.009,00 12.877,00 566,00
Sonstige Vermögensgegenstände 2.676,00 436,00 3.623,00 543,00
27.678,00 3.445,00 24.225,00 1.109,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen i. H. v. T€ 6.593 (Vj.: T€ 12.036) und Darlehen i. H. v. T€ 9.059 (Vj.: T€ 841).

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Darlehensforderungen von T€ 873, Steuerforderungen von T€ 651, Forderungen gegen Kreditoren i. H. v. T€ 483 und Kautionssicherheiten aus Mietverträgen von T€ 67.

3.4 Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten i. H. v. T€ 669 beinhaltet im Wesentlichen die Abgrenzung von Zahlungen für Lizenzen, Zinsen für Bürgschaften, Mieten/Leasing und die Abgrenzung von Versicherungsbeiträgen.

3.5 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt T€ 30 (Vj.: T€ 30).

3.6 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt T€ 63.835 (Vj.: T€ 31.385). Es handelt sich um andere Zuzahlungen nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

3.8 Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen i. H. v. T€ 5.792 setzen sich im Wesentlichen zusammen aus Verbindlichkeiten für ausstehende Rechnungen (T€ 2.170), Personalkostenrückstellungen (T€ 1.909), Gewährleistungen (T€ 254) und aus Kosten für Abschluss und Prüfung (T€ 178).

3.9 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel hervor (Vorjahreszahlen in Klammern):

Restlaufzeit bis zu einem Jahr
Restlaufzeit zwischen ein u. fünf Jahren
Restlaufzeit über fünf Jahren
Gesamtbetrag
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 10.963.125,02 0,00 0,00 10.963.125,02
(750.000,00) (750.0000,00) (0,00) (1.500.000,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 3.563.653,03 0,00 0,00 3.563.653,03
(7.481.967,92) (0,00) (0,00) (7.481.967,92)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 20.343.854,93 0,00 0,00 20.343.854,93
(19.812.136,91) (0,00) (0,00) (19.812.136,91)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 12.646.132,87 6.946.129,22 0,00 19.592.262,09
(10.774.696,36 (10.665.429,94) (0,00) (21.440.126,30)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.131.063,53 0,00 0,00 2.131.063,53
(5.664.064,77) (0,00) (0,00) (5.664.064,77)
49.647.829,38 6.946.129,22 0,00 56.593.958,60
(44.482.865,96) (11.415.429,94) (0,00) (55.898.295,90)

Im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen wurden analog zum Vorjahr projektbezogen teilweise auf die Aktivseite umgegliedert und werden nun unter den Vorräten ausgewiesen.

In den Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen sind Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern i. H. v. T€ 15.516 (Vj.: T€ 21.421) enthalten.

4. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse liegen im aktuellen Geschäftsjahr bei T€ 146.836 (Vj.: T€ 124.276). Diese beinhalten Erlöse aus Bauaufträgen von T€ 137.071, aus Projektentwicklungen von T€ 6.724, aus Wartungsverträgen für PV-Anlagen von T€ 1.897 und übrige in Höhe von T€ 1.144.

Im Inland wurden T€ 137.229 und im EU-Ausland T€ 9.607 Umsatzerlöse erzielt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung i. H. v. T€ 216 (Vj.: T€ 3) enthalten.

Der Materialaufwand beträgt im aktuellen Geschäftsjahr T€ 160.193 (Vj.: T€ 122.975) und der Personalaufwand T€ 20.345 (Vj.: T€ 11.636). Anhand des Vorjahresvergleiches des Personalaufwands lässt sich ableiten, dass der Ausbau im Personalbereich weiter fortgesetzt wurde.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen i. H. v. T€ 789 (Vj.: T€ 1.253) enthalten.

Das Ergebnis ist durch einen außerordentlichen Aufwand im Zusammenhang mit der Einführung eines neuen ERP-Systems zum 1.7.2024 in Höhe von T€ 1.506 belastet.

5. Ergänzende Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Gebäudemietverträgen i. H. v. insgesamt T€ 3.756 (Vj.: T€ 1.197). Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Kfz-Leasing betragen zum Stichtag T€ 1.027 (Vj.: T€ 501), die Verpflichtungen aus Leasing von Jobrädern betragen T€ 54 (Vj.: T€ 41) und Verpflichtungen aus Leasing Büroausstattung betragen zum Stichtag T€ 69 (Vj.: T€ 57). Die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beträgt zum Bilanzstichtag T€ 4.906 (Vj.: T€ 1.796).

Für ein verbundenes Unternehmen hat die MaxSolar GmbH eine Patronatserklärung zur Sicherstellung der finanziellen Mittel (nach aktuellem Stand /Kostenschätzung rund T€ 750) im Rahmen eines Leitungsrechtevertrags erteilt. Aufgrund der aktuellen Verträge und Wirtschaftlichkeitsberechnungen in diesem Zusammenhang wird das Risiko einer Inanspruchnahme als sehr gering eingeschätzt.

5.2 Beteiligungsspiegel

Die MaxSolar GmbH ist zum 30. Juni 2024 an den folgenden Unternehmen beteiligt:

Name, Sitz Beteiligung Eigenkapital 31.12.2023 Ergebnis 31.12.2023
MS PV1 GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -42.547,30 -20.107,65
PV Pirach GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -5.124,63 -2.591,83
Dach 1 GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -4.972,78 -2.748,61
PV Pahlen GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -3.552,62 -2.498,50
Kerbfeld Infrastruktur GmbH, Traunstein 100,00 -8.831,39 -16.015,55
EM1 GmbH, Traunstein 100,00 16.112,19 1.006,90
Infrastruktur Stalldorf GmbH, Traunstein 100,00 17.152,65 -5.474,78
MS Trading GmbH , Traunstein 100,00 9.480,37 -1.985,54
PV Lehe II GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -2.141,79 -2.841,79
Energy Partners GmbH , Traunstein 100,00 16.786,88 -7.655,44
Infrastruktur Darstadt GmbH, Traunstein 100,00 22.013,39 -2.986,61
Infrastruktur Hopferstadt GmbH, Traunstein 100,00 21.975,29 -3.024,71
Bürgersolarpark Aidhausen GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -2.098,20 -3.098,20
Bürgersolarpark Marktl GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -1.512,07 -2.512,07
Bürgersolarpark Tüßling GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -1.412,07 -2.412,07
MS Investitions GmbH, Traunstein 100,00 22.363.352,76 -6.511,26
Infrastruktur Waizenbach GmbH, Traunstein 100,00 23.379,60 -1.620,40
PV Mainsondheim Ost GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -130,96 -1.130,96
Infrastruktur Pirach GmbH, Traunstein 100,00 23.577,80 -1.422,20
Bürgersolarpark Erlstätt GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 -31,10 -1.031,10
Alte Weide-Vorbeck Infrastruktur GmbH, Traunstein 100,00 n/a n/a
Umspannwerk Stebbach GmbH, Traunstein 100,00 n/a n/a
PV Vogling GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 n/a n/a
PV Torgelow GmbH & Co. KG, Traunstein 100,00 n/a n/a

5.3 Zahl der Arbeitnehmer

Gemäß § 267 Abs. 5 HGB waren im Geschäftsjahr durchschnittlich 266 (Vj.: 155) Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt. Die Mitarbeiter unterteilen sich in 220 (Vj.: 127) Vollzeitbeschäftigte und in 46 (Vj.: 28) Teilzeitbeschäftigte.

5.4 Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft im Berichtsjahr war:

Herr Christoph Strasser (Geschäftsführer), Neuötting, Kaufmann

Die Angaben gemäß § 285 Nr. 9 a und b unterbleiben, weil von der Schutzklausel gemäß §286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht wird.

5.5 Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar betrug T€ 96. Davon belaufen sich T€ 75 auf die Jahresabschlussprüfung und T€ 21 auf sonstige Leistungen.

5.6 Angaben nach § 285 Nr. 19 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen Devisentermingeschäfte (USD) mit einem Nominalwert in Höhe von T€ 36.346. Der beizulegende Zeitwert beträgt T€ 722, er wurde nach der mark-to-market-Methode ermittelt.

5.7 Ergebnisverwendung

Seit dem 1. Juli 2022 gilt ein Ergebnisabführungsvertrag mit der MaxSolar BidCo GmbH als herrschendem Gesellschafter.

5.8 Nachtragsbericht

Zum 1. Juli 2024 wurden alle digitalen Geschäftsprozesse der MaxSolar GmbH erfolgreich auf ein neues ERP-System umgestellt.

Mit dem Gesellschafterbeschluss vom 9.12.2024 wurde die Änderung des Geschäftsjahres auf den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember beschlossen. Folglich wird der Zeitraum Juli 2024 bis Dezember 2024 ein Rumpfgeschäftsjahr darstellen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Geschäftsjahresende eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung der Lage der Gesellschaft für das Berichtsjahr haben, gibt es nicht.

 

Traunstein, den 10. Februar 2025

MaxSolar GmbH

Christoph Strasser, Geschäftsführer

ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JULI 2023 BIS 30. JUNI 2024

Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 01.07.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 30.06.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 504.142,74 30.789,98 26.989,00 41.239,33 549.183,05
2. geleistete Anzahlungen 0,00 737.023,50 0,00 6.657,88 743.681,38
504.142,74 767.813,48 26.989,00 47.897,21 1.292.864,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 920,47 18.585,68 0,00 0,00 19.506,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 18.338,36 0,00 0,00 0,00 18.338,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.584.495,81 667.932,53 86.681,94 16.797,82 2.182.544,22
4. gelistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86.459,05 725.798,14 666.085,53 -64.695,03 81.476,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 30.056.804,02 14.585.700,43 9.491.140,00 0,00 35.151.364,45
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.554,23 0,00 0,00 0,00 2.554,23
30.059.358,25 14.585.700,43 9.491.140,00 0,00 35.153.918,68
32.253.714,68 16.765.830,26 10.270.896,47 0,00 38.748.648,47
Abschreibungen
Stand 01.07.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
Stand 30.06.2024
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 70.676,74 30.502,28 20.968,00 0,00 80.211,02
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
70.676,74 30.502,28 20.968,00 0,00 80.211,02
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 598,47 338,68 0,00 0,00 937,15
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.462,36 1.948,00 0,00 0,00 8.410,36
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 590.245,81 378.604,35 83.684,94 0,00 885.165,22
4. gelistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
597.306,64 380.891,03 83.684,94 0,00 894.512,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 2.553,23 0,00 0,00 0,00 2.553,23
2.553,23 0,00 0,00 0,00 2.553,23
670.536,61 411.393,31 104.652,94 0,00 977.276,98
Buchwerte
30.06.2024
30.06.2023
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 468.972,03 433.466,00
2. geleistete Anzahlungen 743.681,38 0,00
1.212.653,41 433.466,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 18.569,00 322,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 9.928,00 11.876,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.297.379,00 994.250,00
4. gelistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 81.476,63 86.459,05
1.407.352,63 1.092.907,05
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 35.151.364,45 30.056.804,02
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1,00 1,00
35.151.365,45 30.056.805,02
37.771.371,49 31.583.178,07

Bestätigungsvermerk

An die MaxSolar GmbH, Traunstein

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MaxSolar GmbH, Traunstein - bestehend aus der Bilanz zum 30. Juni 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MaxSolar GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. Juni 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2023 bis zum 30. Juni 2024 und vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB, unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung, durchgeführt. Unsere Verantwortung unter diesen Vorschriften und Grundsätzen im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten, in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen, erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches, unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 10. Februar 2025

BBH AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Tobias Sengenberger, Wirtschaftsprüfer

Udo Glusa, Wirtschaftsprüfer

Sonstiger Berichtsteil

Der Jahresabschluss wurde am 25. Juni 2025 festgestellt.

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Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
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  • Gesellschafterliste
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  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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