Schindler Deutschland AG & Co. KGBerlinJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Inhaltsverzeichnis Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 1. Bilanz zum 31. Dezember 2021 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 3. Zusammengefasster Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Anlagenspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021Grundlagen der deutschen Schindler-Gruppe Die deutsche Schindler-Gruppe ist als einer der führenden Anbieter von Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen in den Bereichen Montage, Service, Reparatur und Modernisierung tätig. Das Produktportfolio umfasst Personenaufzüge, Spezial- und Lastenaufzüge sowie Fahrtreppen und Fahrsteige. Dabei sind ein zuverlässiger Kundenservice sowie hochwertige Mobilitätslösungen, welche sichere und effiziente Fahrten für die Nutzerinnen und Nutzer gewährleisten, ebenso unerlässlich wie die Bereitstellung leistungsfähiger Anlagen für Bauherren und Gebäudebetreiber. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin ist die Muttergesellschaft der deutschen Schindler-Gruppe und übernimmt als solche zentrale konzernweite Aufgaben und Holdingfunktionen. Die deutsche Schindler-Gruppe ist Teil des Schindler-Konzerns mit Sitz in der Schweiz, der mit mehr als 1.000 Standorten in über 100 Ländern präsent ist. Über 69.000 Schindler Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern tragen dazu bei, täglich mehr als 1,5 Milliarden Menschen in Gebäuden und an Verkehrsknotenpunkten zu bewegen. Auch im Jahr 2021 hat der Schindler-Konzern wichtige Meilensteine im Bereich Technologie und Innovation erreicht. Dazu zählen u.a. die Einführung von SchindlerCoLab, ein Werkzeugkasten zur Gebäudeintegration (Hard- und Softwareschnittstellen) und API-Plattform oder auch Schindler PORT, ein Transitmanagementsystem, das die nachhaltige Entwicklung von Städten fördert. Die deutsche Schindler-Gruppe profitiert von den Innovationen des Schindler-Konzerns wie der cloudbasierten digitalen Plattform "Schindler Ahead", dem weltweit ersten digital vernetzten, geschlossenen Wartungs-, Notruf- und Informationssystem für Aufzüge und Fahrtreppen. Das intelligente System sammelt, analysiert und übermittelt anlagenrelevante Daten in Echtzeit, erkennt selbstständig Abweichungen vom Normalbetrieb und passt die Wartungsroutine flexibel den Bedürfnissen der Anlage an. Bei der Digitalisierung des Geschäfts konzentriert sich der Schindler-Konzern durch diese und weitere Innovationen auf den Ausbau der digitalen Produktpalette. Ziel ist dabei, die Erreichung der Unternehmensziele Wachstum, Profitabilität, Sicherheit, Qualität und Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Der Schindler Konzern stellt sich der Verantwortung für den schonenden Umgang mit knappen Ressourcen, indem wir sicherstellen, dass unsere Anlagen effizient arbeiten - bezogen auf ihre Leistungsfähigkeit, die Raumnutzung und den Energieverbrauch. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 14.1.2022). Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres (+0 %). Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20). Die realen Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten 2021 ein voraussichtliches Wachstum von 1,6 %. Dabei legten die Bauinvestitionen im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 1,3 % zu. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 2,9 % mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020 (-11,2 %) (ifo Konjunkturprognose Winter 2021). Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte real 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20). Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen ist um rund 80.000 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 5,7 % im Jahr 2021. Im Jahr 2020 betrug sie 5,9 % (ifo Konjunkturprognose Winter 2021, 14.12.2021). Das Verbraucherpreisniveau ist im Jahresdurchschnitt 2021 um ca. 3,1 % gestiegen. Zu diesem Preisschub trug insbesondere die Energiekomponente des Preisindex bei, in der sich die deutlich gestiegenen Weltmarktpreise für Öl und Gas widerspiegeln. Im Durchschnitt des Jahres 2021 stiegen die Energiepreise um rund 8,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch die Kerninflationsrate, die die Preissteigerung aller anderen Waren und Dienstleistungen erfasst, war mit 2,3 % spürbar höher als in den vergangenen Jahren, (ifo Konjunkturprognose Winter 2021, 14.12.2021) Die Konjunktur in Deutschland wird im Jahr 2022 von zwei sehr unterschiedlichen konjunkturellen Triebkräften geprägt. Auf der einen Seite dürften die vollen Auftragsbücher der Industrieunternehmen und die allmähliche Normalisierung der Corona-Situation der Konjunktur einen kräftigen Schub geben. Auf der anderen Seite dämpfen die Folgen des militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit (ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2022, 23.03.2022). Um den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des militärischen Konfliktes Rechnung zu tragen, wurden für die ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2022 zwei Szenarien in Betracht gezogen. Das Basisszenario geht nur von einer vorübergehenden Zunahme der Rohstoff preise, Lieferengpässe und Unsicherheit aus. Im Alternativszenario verschärft sich die Situation zunächst noch, bevor ab der Jahresmitte eine allmähliche Entspannung einsetzt. Unter diesen Annahmen dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch um 3,1% (Basisszenario) bzw. 2,2% (Alternativszenario) zulegen und damit spürbar weniger als bislang erwartet (3,7%). Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum dann mit 3,3% (Basisszenario) bzw. 3,9% (Alternativszenario) höher liegen als in diesem Jahr. Die Verbraucherpreise werden in diesem Jahr mit 5,1% (Basisszenario) bzw. 6,1% (Alternativszenario) deutlich schneller steigen als bislang erwartet (3,3%). Im kommenden Jahr wird sich die Inflationsrate zwar wieder verlangsamen, aber mit etwa 2% immer noch deutlich höher sein als in den Jahren vor der Coronakrise. Baubranche Insgesamt ist die Bauwirtschaft in Deutschland im Jahr 2021 um ca. 1,3 % gewachsen. Im Jahr 2022 wird das Wachstum laut ifo Institut rund 3,2 % betragen. Nachfolgend wird die Prognose der Veränderung der realen Bauinvestitionen für 2021 und 2022 des ifo Instituts ausgewiesen (ifo Konjunkturprognose Winter 2021, 14.12.2021):
Auf die mit dieser Prognose einhergehenden Unsicherheiten wird im Prognosebericht weiter eingegangen. Wohnungsbau Der Wohnungsbau stieg im Jahr 2021 um voraussichtlich 2,2 %. Maßgeblich für das geringe Wachstum sind vor allem bestehende Materialengpässe bei wichtigen Baustoffen wie Holz und Stahl. Durch den kräftigen Anstieg der Baurohstoffe wurde die Entwicklung der Wohnungsbauinvestitionen gedämpft. Für 2022 geht das ifo Institut von einer deutlichen Entspannung bei den Lieferengpässen aus so dass die Wohnbauinvestitionen stärker expandieren werden (+4,2 %). Die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen sowie die anhaltende hohe Wohnraumnachfrage stützen diese Entwicklung (ifo Konjunkturprognose Winter 2021). Gewerblicher Bau Der gewerbliche Bau ist im Jahr 2021 um ca. 1,4 % gestiegen. Dabei war die Investitionsneigung je Gebäudetyp aber sehr unterschiedlich: So litt die Investitionsbereitschaft im Bereich Handel, Industrie sowie im Hotel- und Gastronomiebereich unter den aufgrund der Corona-Pandemie erlassenen Einschränkungen. Demgegenüber hat der deutlich angezogene Onlinehandel zu einer höheren Nachfrage nach Lagerflächen geführt (Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Konjunkturprognose 2022). Öffentlicher Bau Der öffentliche Bau ist nach Einschätzung des ifo Instituts im Jahr 2021 um 3,3 % gefallen und wird sich im Jahr 2022 wieder stabilisieren (+1,4 %) (ifo Konjunkturprognose Winter 2021). Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt in Deutschland Auf Basis von internen Auswertungen wird geschätzt, dass die Zahl der verkauften Aufzüge im Gesamtmarkt im Jahr 2021 voraussichtlich leicht gestiegen ist. Das Marktvolumen des Fahrtreppenmarkts lag im Jahr 2021 nach internen Auswertungen unter dem des Vorjahres. Dies ist auf eine geringere Anzahl an Großprojekten zurückzuführen. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich der Auftragseingang des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % bzw. 62,3 Mio. EUR auf 1.244,9 Mio. EUR. Zum Vorjahr ist im Bereich Neuanlagen/ Modernisierung/Kundendienst ein Anstieg von 4,1 % bzw. 46,4 Mio. EUR zu verzeichnen. Der Auftragseingang im Bereich Export/Sonstiges stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 53,1 Mio. EUR (42,7 %). Im Geschäftsjahr haben einzelne Großprojekte zur positiven Auftragslage beigetragen. Dies betrifft sowohl Neuanlagen als auch Modernisierungen. Der Bestand an Kundenaufträgen hat die Milliardengrenze überschritten und ist zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 12,8 % auf 1.009,5 Mio. EUR gestiegen. Der Auftragsbestand umfasst dabei neben dem Bereich Neuanlagen auch Modernisierungen. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind für den Konzernabschluss die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis, für den Einzelabschluss das Jahresergebnis. Das Betriebsergebnis ergibt sich aus der Gesamtleistung, den betrieblichen Erträgen abzüglich Material- und Personalaufwand, Abschreibungen (ohne die Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven in Wartungspaketen und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens im Rahmen der Erstkonsolidierung) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ertragslage Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 liegt mit 1.129,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.043,2 Mio. EUR) entsprechend der Vorjahresprognose um 8,3 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzsteigerung wurde in allen Branchen erzielt. Hierzu hat auch die verstärkte Durchführung von Kundenabnahmen am Jahresende beigetragen. Die Gesamtleistung des Konzerns ist um 71,0 Mio. EUR auf 1.147,3 Mio. EUR angewachsen. Dabei lagen die Bestandsveränderungen der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen zum Bilanzstichtag 2021 bei 5,4 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug der Wert 24,7 Mio. EUR. Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind um 3,5 Mio. EUR gestiegen. Der Materialaufwand des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % auf 474,2 Mio. EUR erhöht. Ursache hierfür ist neben den im gleichen Maße gestiegenen Umsatzerlösen auch der globale Druck auf die Materialkosten. Der Personalaufwand des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Mio. EUR (2,1 %) höher ausgefallen. Der Anstieg steht im Einklang mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl von 4.421 auf 4.534. Das Betriebsergebnis ist die wesentliche Steuerungskennzahl im Konzernabschluss. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % auf 106,4 Mio. EUR gestiegen. Für das Betriebsergebnis wurde die Vorjahresprognose einer deutlichen produktivitätsbedingten Zunahme erreicht. Ausgehend vom Betriebsergebnis des Konzernabschlusses ergibt sich unter Berücksichtigung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses (-4,3 Mio. EUR), der Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven in immateriellen Vermögensgegenstände (Wartungspakete) und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen (14,2 Mio. EUR) sowie einem Aufwand aus Steuern (-17,0 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2021 ein Jahresergebnis von 70,9 Mio. EUR. Der Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG weist ein Jahresergebnis von 77,1 Mio. EUR aus, welches insbesondere aus den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 135,1 Mio. EUR resultiert. Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Materialaufwendungen um 2,1 Mio. EUR gesunken. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis stieg um 8,9 Mio. EUR. Der Steueraufwand im Geschäftsjahr 2021 betrug 8,9 Mio. EUR. Insgesamt ergibt sich für die Schindler Deutschland AG & Co. KG eine Zunahme des Jahresergebnisses um 7,6 Mio. EUR. Die prognostizierte deutliche Steigerung des Jahresergebnisses im Einzelabschluss wurde erreicht. Finanzlage Die Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, fungiert als Konzernfinanzierungsgesellschaft für die Schindler-Gesellschaften. Im Geschäftsjahr entfallen bei der Schindler Deutschland AG & Co. KG von den Verbindlichkeiten gegenüber der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, 92,1 Mio. EUR auf die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditlinie in Höhe von bis zu 270,0 Mio. EUR. Darüber hinaus wird im Konzernabschluss ein weiteres Darlehen der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, über 53,0 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Darlehen sind variabel verzinslich. Im Gegensatz zum Konzernabschluss weist die Bilanz der Schindler Deutschland AG & Co. KG ein deutlich höheres Eigenkapital aus. Dies ist wesentlich dadurch beeinflusst, dass sich die Abschreibungen auf Wartungspakete und die Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven auf Grundstücke und Gebäude, die im Zuge des Erwerbs zahlreicher Unternehmen als Anschaffungskosten aktiviert wurden, nicht im Einzelabschluss, sondern lediglich im Konzernabschluss auf das Ergebnis auswirken. Im Jahr 2018 erfolgten Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalstruktur. Positive Ergebnisse in den folgenden Geschäftsjahren führen zu einem Eigenkapital im Konzernabschluss von 11,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,8 Mio. EUR). Das Eigenkapital im Einzelabschluss beträgt 296,6 Mio. EUR (Vorjahr: 308,0 Mio. EUR). Die tägliche Liquidität wird durch ein konzernweites Cash Pooling optimiert. Eine angemessene Berichterstattung seitens des Konzerns findet statt. Die Liquidität der Schindler Deutschland AG & Co. KG sowie der deutschen Schindler-Gruppe war über den Cash Pool stets abgesichert und die Gruppe war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Kapitalflussrechnung des Konzerns ist als Anlage im Konzernabschluss dargestellt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2021 ist die Investitionssumme der deutschen Schindler-Gruppe in Sachanlagen mit 19,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen betreffen auch 2021 hauptsächlich die Erweiterung des Firmengeländes in Berlin. In diesem Zusammenhang ist auch die Investitionssumme in Sachanlagen mit 2,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. EUR im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG gestiegen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen der M&A Strategie mehrere Unternehmen im Rahmen von Share Deals erworben, die Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis sind im Anhang beschrieben. Aus diesen Unternehmenserwerben ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns. Vermögenslage Vermögensgegenstände des Anlagevermögens der deutschen Schindler-Gruppe von insgesamt 267,2 Mio. EUR betreffen in Höhe von 160,2 Mio. EUR immaterielle Vermögensgegenstände, die überwiegend auf Wartungsvertragspakete und Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen. Im Konzernabschluss stehen unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen in Höhe von 254,9 Mio. EUR erhaltene Anzahlungen in Höhe von 378,6 Mio. EUR gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der deutschen Schindler-Gruppe sind trotz gestiegener Gesamtleistung um 6,4 Mio. EUR auf 83,2 Mio. EUR gesunken. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG von insgesamt 254,3 Mio. EUR betreffen in Höhe von 244,6 Mio. EUR überwiegend die Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind erheblich um 109,5 Mio. EUR auf 540,9 Mio. EUR gestiegen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 109,5 Mio. EUR auf 589,7 Mio. EUR. Die Bilanzsumme der Schindler Deutschland AG & Co. KG ist um 110,7 Mio. EUR gestiegen. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Insgesamt wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage in einem von Ungewissheit geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld für den Konzern- und Einzelabschluss positiv eingeschätzt. Personal Im Geschäftsjahr 2021 beträgt die Gesamtzahl der durchschnittlich Beschäftigten der Schindler Deutschland AG & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften 4.534 (Vorjahr: 4.421). Zum 31.12.2021 sind insgesamt 45 Nationalitäten vertreten. Die deutsche Schindler-Gruppe ist bemüht, das Thema Vielfalt unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter stark voranzutreiben. Die deutsche Schindler-Gruppe begegnet altersbedingten Austritten und den Herausforderungen des demographischen Wandels durch eine umfangreiche interne Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Hierzu hat die deutsche Schindler-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2021 verschiedene Initiativen fortgeführt, zu denen u. a. das Führungsnachwuchsprogramm, alternative Karrieremodelle und funktionsspezifische Programme wie die Sales Academy oder die Projektmanagementausbildung gehören. Die 2019 eingeführte mobile Gesundheitsvorsorge wird weitergeführt. Darüber hinaus gab es zahlreiche Angebote für die Mitarbeitenden zur Verbesserung und zum Erhalt ihrer Gesundheit. Für das Engagement zur Mitarbeitergesundheit wurde der deutschen Schindler-Gruppe für die Jahre 2020 und 2021 der Corporate Health Award vom Handelsblatt und EuPD Research verliehen. Das konzernweite "Schindler Career Development Program", das sich an Hochschulabsolventen und -absolventinnen mit überdurchschnittlichen Abschlüssen richtet, lief auch im Jahr 2021 erfolgreich weiter. So waren zum Jahresende insgesamt 9 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in unterschiedlichen Stufen und Standorten im Programm. Zum Ende des Jahres 2021 befanden sich 95 Trainees in ihrer Ausbildung im Rahmen des deutschlandweiten Traineeprogramms, welches Hochschulabsolventen und Fachkräfte für eine Tätigkeit, z. B. im Vertrieb, ausbildet. Die Zahl der Auszubildenden lag zum Ende des Jahres 2021 bei 121. Dabei lag der Schwerpunkt wie bisher auf der gewerblichen Ausbildung, insbesondere auf dem Ausbildungsberuf des Mechatronikers, bei dem auch die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern wieder erfolgreich fortgesetzt wurde. Auch die kaufmännischen Ausbildungsgänge und das BA-Studium wurden als fester Bestandteil der Ausbildung und Nachwuchssicherung fortgeführt. Alle Schindler-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen haben sich höchsten ethischen Standards verpflichtet - im Umgang miteinander sowie im Verhältnis zu Kunden, Geschäftspartnern, Wettbewerbern, Lieferanten und öffentlichen Institutionen. Aus diesem Grund hat die deutsche Schindler-Gruppe im Berichtsjahr zusätzlich zum bereits bestehenden Code of Conduct einen Code of Ethics eingeführt, der die Ambitionen zu nachhaltigem Handeln im Sinne aller drei ESG-Kriterien unterstreicht. Compliance ist bei der deutschen Schindler-Gruppe die Bezeichnung für Regeln, an die wir uns halten. Im Berichtsjahr wurden in regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aktuelle Fragen behandelt und in Sitzungen der Ausschüsse bestehende Problemkreise diskutiert. Über die Ergebnisse wird regelmäßig Bericht erstattet. Nach wie vor dulden wir keine Kompromisse bei der Sicherheit unserer Produkte und unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Insbesondere das Thema "Safety & Health" hat zentrale Bedeutung und ist täglicher Begleiter aller Beschäftigten im beruflichen und privaten Umfeld. Schindler ist auch im Geschäftsjahr 2021 wieder als Top Arbeitgeber zertifiziert worden. Bewertet werden hier Merkmale aus verschiedenen Kategorien, wie z.B. Talent Acquisition, Onboarding, Personalplanung & -steuerung, Training, Performance Management, Leadership, Karriere- & Nachfolgeplanung, sowie Unternehmenskultur, Nachhaltigkeit und Diversity. Chancen- und Risikobericht Risikoberichtswesen Die deutsche Schindler-Gruppe verfolgt konsequent eine risikobewusste Geschäftspolitik in allen Bereichen und auf allen Geschäftsfeldern. Auch in diesem Jahr wurden Risiken im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses sowie mithilfe monatlich aktueller Reports fortlaufend überwacht und analysiert. Hierbei liegt der Fokus im weitesten Sinne auf Finanz-, Kredit- und Marktrisiken aufgrund interner und externer Einflüsse. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG ist in das zentrale Risikomanagementsystem der deutschen Schindler-Gruppe eingebunden. Durch ein Risikomanagementsystem werden Risiken für die deutsche Schindler-Gruppe identifiziert und gesteuert. Unterjährig stellt die periodische Risikoüberwachung sicher, dass Planabweichungen im Sinne einer effektiven Risikosteuerung frühzeitig offengelegt werden. Dies ermöglicht, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um etwaigen identifizierten Risiken zu begegnen. Um konzernweit eine konsistente Risikobetrachtung zu gewährleisten, richtet sich das Augenmerk auf die Ursachen, aus deren Analyse Handlungsoptionen abgeleitet werden. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken auf externen oder auf internen Einflüssen basieren. Risikobewertung Die Risikostrategie der deutschen Schindler-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand der deutschen Schindler-Gruppe langfristig zu sichern und den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Extern unterliegt die deutsche Schindler-Gruppe insbesondere Risiken des Marktes, z. B. der Baukonjunktur, der konjunkturellen Entwicklung, regulatorischen Änderungen, Forderungsausfallrisiken und weiteren Marktrisiken wie etwa die Verfügbarkeit von Montagekapazitäten und Material sowie funktionsfähigen Logistik- und Lieferketten. Hinzu treten sonstige Wettbewerbsrisiken. Intern unterliegen wir Risiken, die mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens einhergehen und die durch Verletzung bestehender Gesetze und interner Vorgaben (Compliance) entstehen könnten. Markt- und Wettbewerbsrisiken sowie operative Risiken Die Wettbewerbssituation im Bereich des Neuanlagen- und Modernisierungsgeschäfts sowie des Service Geschäfts im Bereich von Aufzügen und Fahrtreppen ist weiterhin durch Wachstum geprägt und stellt somit eine Chance für die Unternehmen der deutschen Schindler-Gruppe dar, Gleichzeitig ist der Markt durch einen intensiven Wettbewerb durch kleine, mittelgroße und weltweit agierende Unternehmen, sowie Markteintritte und die damit verbundenen Risiken für die Unternehmen der deutschen Schindler-Gruppe geprägt. Der Fokus der Schindler-Gruppe liegt daher weiterhin darauf, das Portfolio an Serviceverträgen sowie von Neuanlagen- und Modernisierungsverträgen zu erweitern und daraus stabile Kundenbeziehungen erwachsen zu lassen. Das Inverkehrbringen von Aufzugsanlagen, deren Modernisierung, Reparatur und Service erfordert die Beschaffung von Rohstoffen, Vormaterialien, Komponenten, Flottenfahrzeugen sowie die Nutzung von weiteren Leistungen von Lieferanten einschließlich konzerninterner Lieferanten. Vorstehend genannte Leistungen erfordern ferner einen Fuhrpark, der als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sukzessive auf Elektroautos umgestellt wird. Einkaufspreise können dabei je nach Marktsituation erheblich schwanken und sich auf die Kostenstruktur auswirken. Ebenso können Lieferanten nur eingeschränkt lieferfähig sein, deren Qualität nicht den Anforderungen entsprechen oder komplett ausfallen, was Einfluss auf die Kostenstruktur sowie die Einhaltung von vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden haben kann. Das Berichtsjahr 2021 ist durch Verknappungen und Preissteigerungen bei Rohstoffen, Vorprodukten, Halbleitern und einer Vielzahl anderer Materialen, insbesondere als Folge der noch andauernden Covid-19 Pandemie, gekennzeichnet gewesen. Durch die Covid-19 Pandemie wurden zudem Logistik- und Lieferketten beeinträchtigt. Es ist davon auszugehen, dass diese Effekte, insbesondere infolge der noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine, über das Berichtsjahr 2021 hinaus noch andauern werden, und daher auch für die Gesellschaften der deutschen Schindler-Gruppe ein Risiko darstellen, das aktiv zu managen ist. Die Auswirkungen der aufgeführten Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der deutschen Schindler-Gruppe werden als mittel eingestuft. Forderungsmanagement Die deutsche Schindler-Gruppe legt durch zahlreiche Maßnahmen und abgestimmte Zahlungspläne Wert darauf, Forderungsausfälle zu vermeiden. Mithilfe eines monatlichen Reportings wird der Forderungsbestand sowohl dezentral als auch zentral überwacht. Gezielte Maßnahmen zur Überprüfung der Bonitäten unserer Kunden und zur durchgeführten Identifizierung entsprechender Risiken in den Aktivpositionen unserer Bilanz folgen definierten Routineprozessen. Im Berichtsjahr waren keine nennenswerten Forderungsausfälle festzustellen, beziehungsweise konnten ältere Positionen über ein beauftragtes namhaftes Inkassounternehmen wirkungsvoll realisiert werden. Die deutsche Schindler-Gruppe arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung des Forderungsmanagements, um negative Einflüsse frühzeitig erkennen und managen zu können. Durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die konjunkturelle Lage ist die Bedeutung des Forderungsmanagements weiterhin hoch. Die Auswirkungen der aufgeführten Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der deutschen Schindler-Gruppe werden als gering eingestuft. Kredit- und Vermögensrisiken Zur Überwachung der Kredit- und Vermögensrisiken hat die deutsche Schindler-Gruppe auf Ebene der operativen Einheiten umfangreiche Frühwarnsysteme eingerichtet, um jederzeit möglichen Fehlentwicklungen entgegenwirken zu können. Insbesondere durch eine jährliche Überprüfung der installierten Kontrollen kann schnell und flexibel auf geänderte Prozesse oder Technologien reagiert werden und unter Umständen bestehende Kontrolllücken geschlossen werden. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten keine missbräuchlichen Tatbestände festgestellt werden. Die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage werden als gering eingestuft. IT Die jederzeitige Verfügbarkeit unserer IT-Netzwerke und IT-Anwendungen sowie die Gewährleistung größtmöglichen Datenschutzes und umfassender Datensicherheit sind für den Erfolg des Unternehmens maßgeblich und erhalten eine immer höhere Bedeutung. Weltweit ist der Schutz der Betriebsgeheimnisse und Netzstrukturen sehr weit in den Vordergrund einer Risikovermeidungsstrategie gerückt. Dies wird daher weiterhin für die deutsche Schindler-Gruppe eine wichtige Herausforderung darstellen. Compliance Compliance-Risiken, insbesondere in den Bereichen Kartellrecht und Korruption, begegnet die deutsche Schindler-Gruppe mit einem umfangreichen Compliance-Programm, das in das weltweite Compliance-Programm des Konzernverbunds eingebettet ist. Die Auswirkungen von Compliance-Risiken auf die Ertragslage werden als gering eingestuft. Forschung & Entwicklung Innerhalb unseres weltweiten Konzernverbundes partizipieren wir an den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden zentral aus der Schweiz gesteuert. Somit unterliegt die deutsche Schindler-Gruppe keinen wesentlichen Risiken im Bereich Forschung und Entwicklung. Chancen Demografischer Wandel und zunehmende Urbanisierung bleiben - neben anderen globalen Megatrends - die wesentlichen Einflussgrößen auf unser Geschäft. Sie werden die Nachfrage nach vertikalem Leben und Arbeitsräumen noch verstärken. Gleichzeitig werden die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste globalen wirtschaftliche Effekte, die politischen Spannungen und die Beeinträchtigungen des globalen Handels in einem tiefen Zinsumfeld bei ansteigender Inflation weiterhin Auswirkungen auf die Märkte haben. Innovation nimmt bei der Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen eine wichtige Rolle ein. Modularität und Digitalisierung sind entscheidend für die Weiterentwicklung unserer Produkte und ermöglichen es uns, gleichzeitig effizienter zu wirtschaften. In einem dynamisch entwickelnden Umfeld treiben wir Innovationen weiter voran und investieren in Technologie und Digitalisierung. Chancen sehen wir in der Implementierung unserer digitalen Strategie, hin zu weniger Komplexität und noch kundenfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen. Gesamteinschätzung der Risiko- und Chancensituation Risiken bestehen für die deutsche Schindler-Gruppe im Wesentlichen in der Marktentwicklung sowie bei operativen Themen, dem stehen Chancen im Bereich der Digitalisierung und aus globalen Trends gegenüber. Hinsichtlich der erläuterten Risiken wurden keine einzelnen oder aggregierten Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter für die Unternehmensfortführung im Prognosezeitraum 2022 identifiziert. Prognosebericht Die gute Auftragslage und die ersten Monate des Geschäftsjahres 2022 deuten darauf hin, dass die deutsche Schindler-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich mit einer erhöhten Nachfrage nach unseren Produkten in allen Branchen rechnen darf. Diese Einschätzung wird auch durch den Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 gestützt. Aufgrund der anhaltenden COVID-19 Pandemie und des russischen Angriffs auf die Ukraine werden Unterbrechungen und Verzögerungen in den Lieferketten, eine Verschärfung der Material- und Energiekosteninflation sowie eine weiter anhaltende Verknappung, insbesondere elektronischer Bauteile, erwartet. Dabei sind die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, die Bauindustrie und die aufzugsrelevanten Märkte aber weiterhin mit Unsicherheit behaftet und insbesondere von der Länge des militärischen Konfliktes und den Sanktionen, sowie etwaigen weiteren Eskalationen, die derzeit noch nicht abschätzbar sind, abhängig. Somit bestehen bezüglich der weiteren Entwicklung zusätzliche Unsicherheiten (vgl. die Ausführungen in den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen). Daneben erwartet die deutsche Schindler-Gruppe auch einen starken Wettbewerb auf allen für uns relevanten Märkten. Die sich daraus ergebenden Wettbewerbsrisiken werden sich jedoch nur geringfügig auf die Ertragslage der deutschen Schindler-Gruppe auswirken. Die deutsche Schindler-Gruppe ist auf diese Situation gut vorbereitet und verfügt mit ihren neuen innovativen Aufzugssystemen weltweit über wettbewerbsfähige Produkte, die unsere Marktstellung auch in Deutschland festigen sollen. Wichtige Bausteine sind neben der digitalen Produktpalette auch das Modularitätsprogramm. Mit diesem Programm vereinheitlicht Schindler das Produktkonzept für die Zukunft. Modular aufgebaute, globale Aufzugsplattformen mit vereinheitlichten Entwicklungs- und Produktionsprozessen bieten Kunden eine durchgängige Produktpalette. Modular einsetzbare Komponenten und Subsysteme werden hierbei über eine neue, für alle Produktkonfigurationen einsetzbare Aufzugssteuerung verbunden. Abhängig von der Dauer des militärischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und den stark steigenden Kosten erwarten wir im Konzernabschluss im Vergleich zum Vorjahr ein moderates Umsatzwachstum sowie eine deutliche, produktivitätsbedingte Zunahme des Betriebsergebnisses. Diese Prognose gilt auch für das Jahresergebnis im Einzelabschluss. Trotz des sich verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes wird in der Gesamteinschätzung somit eine Verbesserung aller Leistungsindikatoren erwartet. Darüber hinaus plant die deutsche Schindler-Gruppe weiterhin, externes Wachstum auf dem deutschen Markt durch den Zukauf kleiner und mittelständischer Aufzugsunternehmen zu generieren.
Berlin, den 30. Mai 2022 Schindler Deutschland AG & Co. KG Bilanz 31. Dezember 2021Aktiva in EUR
Passiva in EUR
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang und Anhang für das Geschäftsjahr 2021Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin- Allgemeine Angaben - Erläuterungen der Bilanzen - Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - Ergänzende Angaben und Erläuterungen Allgemeine Angaben 1. Vorbemerkungen Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Gemäß § 264a HGB werden die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) berücksichtigt. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG ist gemäß § 267 HGB eine große Gesellschaft. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zur Vereinfachung der Berichterstattung und um Wiederholungen zu vermeiden, werden die Anhänge des Konzerns und der Schindler Deutschland AG & Co. KG zusammengefasst. Die Erläuterungen betreffen, soweit nicht gesondert angegeben, beide Abschlüsse. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind einzelne Angaben zu den Bilanzen und den Gewinn- und Verlustrechnungen im Anhang ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen wurden nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin ist im Handelsregister von Charlottenburg unter der Nummer HRA 48558 B eingetragen. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Abschluss bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. 2. Konsolidierungskreis/Beteiligungsbesitz In den Konzernabschluss werden neben der Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin, als Mutterunternehmen weitere zwei Tochterunternehmen, bei denen der Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin, die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, drei inländische Enkelunternehmen, bei denen der Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH, Berlin, die Mehrheit der Stimmrechte zusteht sowie weitere Unternehmen, bei denen der Schindler Liftpartner GmbH, Berlin, unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, einbezogen. Für die Zweckgesellschaft Unterstützungsverein der Firma C. Haushahn GmbH & Co. KG, Stuttgart, liegt bei wirtschaftlicher Betrachtung beherrschender Einfluss durch das Mutterunternehmen vor, da es die Mehrheit der Risiken und Chancen trägt. Die Zweckgesellschaft wurde daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss umfasst die zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Jahresabschlüsse der
Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen von Share Deals die folgenden Gesellschaften erworben und erstmals konsolidiert: A.S. Aufzug und Service Dienstleistungs GmbH, Bissendorf, KHS Automatik Türen GmbH, Wedemark, K u S Kuhlemann und Schimpke Aufzüge GmbH, Wedemark, P und S Aufzüge GmbH, Kassel, und die SH-Aufzug und Wartungsdienst GmbH, Pfullingen. Eine Einbeziehung der übrigen Tochter- und Enkelunternehmen in den Konsolidierungskreis erfolgte nicht, da sie einzeln und insgesamt für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zum 31.12.2021 auf. Sie stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Aufstellung des Beteiligungsbesitzes In der folgenden Aufstellung sind Gesellschaften, deren Darstellung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist, gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB nicht aufgeführt.
1 einbezogen gemäß § 294 Abs. 1
HGB
3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Der für die Kapitalkonsolidierung und die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet wurde, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1.1.2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen, seitdem wird die Neubewertungsmethode angewendet. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung). Bei der Schuldenkonsolidierung haben sich keine Differenzen ergeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Umsatzerlöse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie die anderen Erträge mit den jeweils auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne bzw. -ergebnisse sind nicht entstanden oder nur von untergeordneter Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und wurden daher nicht eliminiert. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Darstellung des Eigenkapitals und der Ergebnisverwendung in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Geschäftsjahr 2021 angepasst, die Anpassung ist auch für die Vorjahre berücksichtigt. Gliederung, Ansatz und Bewertung erfolgen im Konzernabschluss unverändert, einheitlich und nach den gleichen Methoden wie bei der Schindler Deutschland AG & Co. KG. Die einheitliche Ausübung von Bewertungswahlrechten sowie ein einheitlicher Bilanzstichtag aller Konzernunternehmen zum Stichtag des Jahresabschlusses der Schindler Deutschland AG & Co. KG gewährleisten die Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses. Zur Bewertung der einzelnen Bilanzposten im Konzern- und Einzelabschluss ist anzumerken: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer der entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte beträgt im Konzern zwischen drei und fünfzehn Jahren, im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG beträgt die Nutzungsdauer regelmäßig drei Jahre. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Aufgrund der Stabilität und Bestandsdauer der Branche sowie der erwarteten Rahmenbedingungen weicht die wirtschaftliche Nutzungsdauer von der Fiktion des § 253 Abs. 3 HGB ab. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis maximal fünfzig Jahren vorgenommen. Das bewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen, bei anderen Anlagen und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Für Vermögensgegenstände mit einem Nettoanschaffungswert von über EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird ein Sammelposten im Jahr der Anschaffung gebildet, der über fünf Jahre - beginnend mit einer vollen Jahresabschreibung im Jahr der Anschaffung - abgeschrieben wird (Poolabschreibung). Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstands- bzw. gewogenen Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung von pauschal ermittelten Anschaffungskostenminderungen bewertet. Zur Berücksichtigung von Wertminderungen durch Überalterung sowie von fehlenden Absatzmöglichkeiten für Materialien werden Bewertungsabschläge vorgenommen bzw. beibehalten. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Gemeinkosten und des durch die Fertigung veranlassten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit die Verkaufspreise die voraussichtlichen Vollkosten nicht decken, wird dem durch Abschläge zum Zwecke der verlustfreien Bewertung auf den beizulegenden Wert Rechnung getragen. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem Kreditrisiko wird durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Forderungen entsprechend der Altersstruktur ausreichend Rechnung getragen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Im Eigenkapital werden entsprechend dem Umwandlungsbeschluss vom 13. August 2013 die Einlagen der Gesellschafter ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,87 % zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde differenziert nach dem Alter der Mitarbeiter mit einer Rate von 0 % bis 8 % berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch das BilMoG ergebende Zuführungsbetrag grundsätzlich über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Für Teile der Pensionszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die die Zusagen vollständig kongruent abdecken. Die betreffenden Verpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB mit den Ansprüchen aus den Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände betragen im Einzel- und Konzernabschluss TEUR 840. Die Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen ist von untergeordneter Bedeutung. Die Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen sowie Verpflichtungen aus Altersteilzeit und gegenüber Unterstützungskassen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung eines Zinsfußes von 1,35 % (Vorjahr: 1,60 %) ermittelt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die angewandten Zinssätze basieren auf den Abzinsungszinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB der Deutschen Bundesbank. Für den nicht oder teilweise angearbeiteten Auftragsbestand werden - soweit erforderlich - Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Deren Berechnung werden die Vollkosten zu Grunde gelegt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der zukünftig erwarteten Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzernabschluss verrechnet ausgewiesen. Im Einzelabschluss unterbleibt die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Vermögensgegenstände, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden mit dem Mittelkurs zum Anschaffungszeitpunkt bewertet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Mittelkurs zum Zeitpunkt der Anschaffung oder dem niedrigeren Devisenkurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Mittelkurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem höheren Devisenkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen der Bilanzen Aktiva 5. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist sowohl für den Konzernabschluss als auch den Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG in dem jeweiligen Anlagenspiegel dargestellt. 6. Immaterielle Vermögensgegenstände Als immaterielle Vermögensgegenstände sind im Konzernabschluss gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte in Höhe von TEUR 64.492 (Vorjahr: TEUR 50.346) bilanziert. Zudem enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 95.681 (Vorjahr: TEUR 84.658). Der Einzelabschluss weist gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 76) aus. 7. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen im Konzernabschluss betreffen die Anteile der nicht in den deutschen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen; dies sind insbesondere die Anteile an der UAB Schindler Liftas, Vilnius/Litauen sowie Anteile an der UAB Klaipedos Liftas, Klaipeda/Litauen. 8. Fertige und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen im Konzernabschluss ergaben sich im Geschäftsjahr erfolgsneutrale Zugänge aufgrund der Erstkonsolidierungen neu erworbener Gesellschaften im Konzern in Höhe von TEUR 1.993. 9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Konzernabschluss von insgesamt TEUR 88.641 (Vorjahr: TEUR 71.967) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.493 (Vorjahr: TEUR 12.999), Forderungen gegen inländischen verbundenen Unternehmen (sonstige Vermögensgegenstände) in Höhe von TEUR 10.364 (Vorjahr: TEUR 6.787) und Forderungen gegen die Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, aus einer kurzfristigen Kapitalanlage in Höhe von TEUR 62.783 (Vorjahr: TEUR 52.181). Im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 540.867 (Vorjahr: TEUR 431.338). Dies sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.592 (Vorjahr: TEUR 14.091), verfügbare Mittel (sonstige Vermögensgegenstände) gegen inländische verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 19.056 (Vorjahr: TEUR 12.897) sowie Forderungen im Zusammenhang mit Verrechnungskonten mit anderen inländischen Schindler-Gesellschaften in Höhe von TEUR 443.435 (Vorjahr: TEUR 352.169). Aus einer kurzfristigen Kapitalanlage besteht eine Forderung gegenüber der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, in Höhe von TEUR 62.783 (Vorjahr: TEUR 52.181). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG entfallen TEUR 8.000 auf ein verbundenes Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises der deutschen Schindler-Gruppe, für das eine Rangrücktrittserklärung abgegeben wurde. Die Forderungen werden als werthaltig eingeschätzt. Passiva 10. Eigenkapital An der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind die Schindler Deutschland Management AG als persönlich haftende Gesellschafterin mit einem festen Kapitalanteil von TEUR 7.665 und die Schindler Holding Berlin AG als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage (zugleich Haftsumme) von TEUR 43.435 beteiligt. Die Bilanz wurde im Einzel- und Konzernabschluss unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags mit Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Anteil der Schindler Deutschland Management AG an den Rücklagen beträgt im Einzelabschluss im Geschäftsjahr TEUR 48.025. Auf die Schindler Holding Berlin AG entfallen TEUR 197.487. Die Überleitung des Konzernjahresüberschusses zum Bilanzausweis, die Aufgliederung und die Entwicklung des Eigenkapitals im Konzernabschluss sind insgesamt im Eigenkapitalspiegel dargestellt. 11. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB im Konzernabschluss TEUR 1.191 und im Einzelabschluss TEUR 169. Für Versorgungszusagen an ehemalige Organmitglieder der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 1.763) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen im Konzernabschluss beinhalten darüber hinaus im Wesentlichen Beträge für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Garantieverpflichtungen, noch auszuführende Wartungs- und Montageleistungen, Altersteilzeitverpflichtungen, Bonusansprüche, ausstehenden Urlaub, Zielprämien, Überstunden und zeitversetzte Bezüge. Die sonstigen Rückstellungen im Einzelabschluss enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubs- und Bonusansprüche, Garantieverpflichtungen, Altersteilzeit, Beratungsleistungen sowie für Jubiläumszuwendungen. Der im Einzelabschluss bestehende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 698. Die Summe der Unterschiedsbetragsbeträge aller im Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 3.372. Der Unterschiedsbetrag steht im Zusammenhang mit einer Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen im Jahr 2016. Diese sind seit der Änderung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren - vormals sieben Jahre - abzuzinsen. 12. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten des Konzernabschlusses gliedern sich wie folgt:
Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Konzernabschluss TEUR 92.063 (Vorjahr: TEUR 90.430) auf die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditlinie bei der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz. Darüber hinaus wird ein Darlehen der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, über TEUR 53.000 (Vorjahr: TEUR 53.000) in Anspruch genommen. Zudem betreffen im Konzernabschluss Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31.917 (Vorjahr: TEUR 21.689) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten des Einzelabschlusses gliedern sich wie folgt:
Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Einzelabschluss TEUR 92.064 (Vorjahr: TEUR 90.430) auf die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditlinie bei der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz. Der Einzelabschluss weist Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.060 (Vorjahr: TEUR 6.285) und sonstige Verbindlichkeiten, insbesondere aus Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 393.615 (Vorjahr: TEUR 283.491) aus. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. 13. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern im Konzernabschluss lassen sich wie folgt auf die verschiedenen Bilanzposten aufteilen:
Den Berechnungen wurde ein Steuersatz von 14,7 % zugrunde gelegt. Im Vorjahr betrugen die latenten Steueransprüche TEUR 11.423. Dies entspricht einer Veränderung der latenten Steueransprüche von TEUR 692. Die latenten Steueransprüche im Einzelabschluss verteilen sich wie folgt auf die Bilanzpositionen:
Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 14,7 % ermittelt. Die Aktivierung des Nettobetrages unterblieb in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Im Vorjahr betrugen die latenten Steuerforderungen TEUR 14.574. Dies entspricht einer Veränderung von TEUR 2.300. 14. Haftungsverhältnisse Für die Kunden und Geschäftspartner verbundener Unternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG werden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Bürgschaften oder Garantien ausgestellt, für die die folgenden Angabepflichten im Jahresabschluss bestehen. Zu diesem Zweck bestanden am Bilanzstichtag Avalrahmen mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 535.000 (Vorjahr: TEUR 475.000), für die die Schindler Deutschland AG & Co. KG gesamtschuldnerisch haftet. Diese Avalrahmen wurden in Höhe von TEUR 460.715 (Vorjahr: TEUR 413.453) in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und Garantien wird aufgrund der guten Auftragsabwicklung und der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. 15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns betreffen weiterhin das Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 2.425); Schindler Deutschland AG & Co. KG TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 1.224). 16. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungen 17. Umsatzerlöse Im Konzernabschluss wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.129.917 mit der Installation von Aufzugsanlagen, Fahrtreppen und Fahrsteigen sowie für die spätere Betreuung in Form von Modernisierungen, Reparaturen und Serviceleistungen erzielt. Sowohl im Konzern als auch in der Muttergesellschaft werden die Umsätze weit überwiegend im Inland erzielt.
Im Einzelabschluss wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 124.228 erzielt.
18. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge des Konzerns enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.012. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Einzelabschluss enthalten sonstige betriebliche Nebenerlöse in Höhe von TEUR 259. 19. Personalaufwand Aus Altersversorgung und ähnlichen Verpflichtungen ergibt sich ein Aufwand in Höhe von TEUR 2.791 (Vorjahr: Aufwand TEUR 99) im Konzernabschluss und TEUR 697 (Vorjahr: Aufwand TEUR 0) im Einzelabschluss. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich im Konzern auf TEUR 3.508 und im Einzelabschluss auf TEUR 698. Die Aufgliederung der Mitarbeiter nach Lohn- und Gehaltsempfängern zeigt folgende Übersicht:
20. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus verbundenen Unternehmen betragen im Konzern- und Einzelabschluss TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 1.250). 21. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge des Konzerns enthalten Zinserträge in Zusammenhang mit Steuererstattungen (vgl. §§ 233 ff. AO) in Höhe von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 252). Die Zinserträge im Einzelabschluss enthalten Zinserträge in Zusammenhang mit Steuererstattungen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 233) und Zinserträge im Zusammenhang mit Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.524 (Vorjahr: TEUR 3.148). 22. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen des Konzernabschlusses enthalten Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit geleisteten oder erwarteten Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 567). Die Zinsaufwendungen des Einzelabschlusses enthalten Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit geleisteten oder erwarteten Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 429). Die Zinsaufwendungen des Konzerns betreffen in Höhe von TEUR 2.115 (Vorjahr: TEUR 4.234) verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen des Einzelabschlusses beinhalten derartige Zinsen in Höhe von TEUR 1.684 (Vorjahr: TEUR 3.434). Ergänzende Angaben und Erläuterungen 23. Gesellschafter Gesellschafter der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind die Schindler Deutschland Management AG, mit einem Anteil von 15,0 % und die Schindler Holding Berlin AG, mit einem Anteil von 85,0 %. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin, Schindler Deutschland Management AG, Hergiswil/Schweiz, beträgt CHF 100.000,00. 24. Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, und somit der Schindler Deutschland Management AG, Hergiswil/Schweiz. Dem die Geschäftsführung obliegendem Verwaltungsrat der Schindler Deutschland Management AG gehören an:
25. Organbezüge Zwei der Geschäftsführer (Günter Schäuble, Erich Murer) beziehen von der Schindler Management AG kein Gehalt. Auf die Angabe der Bezüge der übrigen aktiven sowie ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 26. Honorar Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Honorar des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss der SDH einschließlich der Honorare für Leistungen gegenüber vollkonsolidierten Tochterunternehmen beträgt für:
27. Konzernverhältnisse Die Schindler Deutschland AG & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, als höchster Konzernspitze einbezogen (größter und gleichzeitig kleinster Kreis von Unternehmen). Dieser ist am Sitz der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, erhältlich. Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG machen von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch:
28. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Berichtsjahres kam es zu einem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine. Die deutsche Schindler-Gruppe hat in Russland und der Ukraine keine operativen Geschäftsaktivitäten, der Konflikt hat daher keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe. Hinsichtlich der mit Unsicherheit behafteten kurz- und mittelfristigen Folgen, vor allem hinsichtlich der Länge des militärischen Konfliktes und der Sanktionen oder etwaiger weiterer Eskalationen, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Bis zum Zeitpunkt unserer Berichterstattung ergaben sich darüber hinaus keine weiteren besonderen Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.
Berlin, den 30. Mai 2022 Schindler Deutschland Management AG Geschäftsführung Frank Schach Dr. Lukas Weidenbach Erich Murer AnlagenspiegelEntwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, der mit dem Konzernanhang des Konzernabschlusses zusammengefasst ist, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Schindler Deutschland AG & Co. KG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 2.Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Katharina Woythe, Wirtschaftsprüferin ppa. Frank Horschke, Wirtschaftsprüfer Inhaltsverzeichnis Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 1. Bilanz zum 31. Dezember 2021 2. Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021.. 3. Zusammengefasster Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 Anlagenspiegel 4- Kapitalflussrechnung 5. Eigenkapitalspiegel BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 Grundlagen der deutschen Schindler-Gruppe Die deutsche Schindler-Gruppe ist als einer der führenden Anbieter von Aufzügen, Fahrtreppen und Fahrsteigen in den Bereichen Montage, Service, Reparatur und Modernisierung tätig. Das Produktportfolio umfasst Personenaufzüge, Spezial- und Lastenaufzüge sowie Fahrtreppen und Fahrsteige. Dabei sind ein zuverlässiger Kundenservice sowie hochwertige Mobilitätslösungen, welche sichere und effiziente Fahrten für die Nutzerinnen und Nutzer gewährleisten, ebenso unerlässlich wie die Bereitstellung leistungsfähiger Anlagen für Bauherren und Gebäudebetreiber. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin ist die Muttergesellschaft der deutschen Schindler-Gruppe und übernimmt als solche zentrale konzernweite Aufgaben und Holdingfunktionen. Die deutsche Schindler-Gruppe ist Teil des Schindler-Konzerns mit Sitz in der Schweiz, der mit mehr als 1.000 Standorten in über 100 Ländern präsent ist. Über 69.000 Schindler Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern tragen dazu bei, täglich mehr als 1,5 Milliarden Menschen in Gebäuden und an Verkehrsknotenpunkten zu bewegen. Auch im Jahr 2021 hat der Schindler-Konzern wichtige Meilensteine im Bereich Technologie und Innovation erreicht. Dazu zählen u.a. die Einführung von SchindlerCoLab, ein Werkzeugkasten zur Gebäudeintegration (Hard- und Softwareschnittstellen) und API-Plattform oder auch Schindler PORT, ein Transitmanagementsystem, das die nachhaltige Entwicklung von Städten fördert. Die deutsche Schindler-Gruppe profitiert von den Innovationen des Schindler-Konzerns wie der cloudbasierten digitalen Plattform "Schindler Ahead", dem weltweit ersten digital vernetzten, geschlossenen Wartungs-, Notruf- und Informationssystem für Aufzüge und Fahrtreppen. Das intelligente System sammelt, analysiert und übermittelt anlagenrelevante Daten in Echtzeit, erkennt selbstständig Abweichungen vom Normalbetrieb und passt die Wartungsroutine flexibel den Bedürfnissen der Anlage an. Bei der Digitalisierung des Geschäfts konzentriert sich der Schindler-Konzern durch diese und weitere Innovationen auf den Ausbau der digitalen Produktpalette. Ziel ist dabei, die Erreichung der Unternehmensziele Wachstum, Profitabilität, Sicherheit, Qualität und Kundenzufriedenheit sicherzustellen. Der Schindler Konzern stellt sich der Verantwortung für den schonenden Umgang mit knappen Ressourcen, indem wir sicherstellen, dass unsere Anlagen effizient arbeiten - bezogen auf ihre Leistungsfähigkeit, die Raumnutzung und den Energieverbrauch. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2021 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die konjunkturelle Entwicklung war auch im Jahr 2021 stark abhängig vom Corona-Infektionsgeschehen und den damit einhergehenden Schutzmaßnahmen. Trotz der andauernden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch im Jahr 2020 erholen, wenngleich die Wirtschaftsleistung das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht hat (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20 vom 14.1.2022). Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Niveau des Vorjahres (+0 %). Die Konsumausgaben des Staates waren auch im Jahr 2021 eine Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Sie stiegen trotz des bereits hohen Vorjahresniveaus im zweiten Jahr der Corona-Pandemie preisbereinigt um weitere 3,4 %. Der Staat gab vor allem mehr Geld aus, um die im Frühjahr 2021 flächendeckend eingeführten kostenlosen Antigen-Schnelltests und die Corona-Impfstoffe zu beschaffen sowie Test- und Impfzentren zu betreiben (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20). Die realen Bruttoanlageinvestitionen verzeichneten 2021 ein voraussichtliches Wachstum von 1,6 %. Dabei legten die Bauinvestitionen im Jahr 2021 aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material nur noch um 1,3 % zu. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde im Jahr 2021 preisbereinigt 2,9 % mehr investiert, allerdings nach einem starken Rückgang im Krisenjahr 2020 (-11,2 %) (ifo Konjunkturprognose Winter 2021). Der Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Rückgängen im Vorjahr. Deutschland exportierte real 9,4 % mehr Waren und Dienstleistungen ins Ausland als 2020. Die Importe legten gleichzeitig um preisbereinigt 8,6 % zu. Damit lag der Außenhandel Deutschlands 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. (Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 20). Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2021 von 44,9 Millionen Erwerbstätigen erbracht. Das waren etwa genauso viele Erwerbstätige wie im Vorjahr. Die Zahl der Arbeitslosen ist um rund 80.000 zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote lag damit bei 5,7 % im Jahr 2021. Im Jahr 2020 betrug sie 5,9 % (ifo Konjunkturprognose Winter 2021, 14.12.2021). Das Verbraucherpreisniveau ist im Jahresdurchschnitt 2021 um ca. 3,1 % gestiegen. Zu diesem Preisschub trug insbesondere die Energiekomponente des Preisindex bei, in der sich die deutlich gestiegenen Weltmarktpreise für Öl und Gas widerspiegeln. Im Durchschnitt des Jahres 2021 stiegen die Energiepreise um rund 8,4 % im Vergleich zum Vorjahr. Aber auch die Kerninflationsrate, die die Preissteigerung aller anderen Waren und Dienstleistungen erfasst, war mit 2,3 % spürbar höher als in den vergangenen Jahren. (ifo Konjunkturprognose Winter 2021, 14.12.2021) Die Konjunktur in Deutschland wird im Jahr 2022 von zwei sehr unterschiedlichen konjunkturellen Triebkräften geprägt. Auf der einen Seite dürften die vollen Auftragsbücher der Industrieunternehmen und die allmähliche Normalisierung der Corona-Situation der Konjunktur einen kräftigen Schub geben. Auf der anderen Seite dämpfen die Folgen des militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine die Konjunktur über deutlich gestiegene Rohstoffpreise, die wirtschaftlichen Sanktionen gegen Russland, zunehmende Lieferengpässe bei Rohmaterialien und Vorprodukten sowie erhöhte wirtschaftliche Unsicherheit (ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2022, 23.03.2022). Um den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des militärischen Konfliktes Rechnung zu tragen, wurden für die ifo Konjunkturprognose Frühjahr 2022 zwei Szenarien in Betracht gezogen. Das Basisszenario geht nur von einer vorübergehenden Zunahme der Rohstoff preise, Lieferengpässe und Unsicherheit aus. Im Alternativszenario verschärft sich die Situation zunächst noch, bevor ab der Jahresmitte eine allmähliche Entspannung einsetzt. Unter diesen Annahmen dürfte das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur noch um 3,1% (Basisszenario) bzw. 2,2% (Alternativszenario) zulegen und damit spürbar weniger als bislang erwartet (3,7%). Im kommenden Jahr dürfte das Wachstum dann mit 3,3% (Basisszenario) bzw. 3,9% (Alternativszenario) höher liegen als in diesem Jahr. Die Verbraucherpreise werden in diesem Jahr mit 5,1% (Basisszenario) bzw. 6,1% (Alternativszenario) deutlich schneller steigen als bislang erwartet (3,3%). Im kommenden Jahr wird sich die Inflationsrate zwar wieder verlangsamen, aber mit etwa 2% immer noch deutlich höher sein als in den Jahren vor der Coronakrise. Baubranche Insgesamt ist die Bauwirtschaft in Deutschland im Jahr 2021 um ca. 1,3 % gewachsen. Im Jahr 2022 wird das Wachstum laut ifo Institut rund 3,2 % betragen. Nachfolgend wird die Prognose der Veränderung der realen Bauinvestitionen für 2021 und 2022 des ifo Instituts ausgewiesen (ifo Konjunkturprognose Winter 2021, 14.12.2021):
Auf die mit dieser Prognose einhergehenden Unsicherheiten wird im Prognosebericht weiter eingegangen. Wohnungsbau Der Wohnungsbau stieg im Jahr 2021 um voraussichtlich 2,2 %. Maßgeblich für das geringe Wachstum sind vor allem bestehende Materialengpässe bei wichtigen Baustoffen wie Holz und Stahl. Durch den kräftigen Anstieg der Baurohstoffe wurde die Entwicklung der Wohnungsbauinvestitionen gedämpft. Für 2022 geht das ifo Institut von einer deutlichen Entspannung bei den Lieferengpässen aus so dass die Wohnbauinvestitionen stärker expandieren werden (+4,2 %). Die weiterhin günstigen Finanzierungsbedingungen sowie die anhaltende hohe Wohnraumnachfrage stützen diese Entwicklung (ifo Konjunkturprognose Winter 2021). Gewerblicher Bau Der gewerbliche Bau ist im Jahr 2021 um ca. 1,4 % gestiegen. Dabei war die Investitionsneigung je Gebäudetyp aber sehr unterschiedlich: So litt die Investitionsbereitschaft im Bereich Handel, Industrie sowie im Hotel- und Gastronomiebereich unter den aufgrund der Corona-Pandemie erlassenen Einschränkungen. Demgegenüber hat der deutlich angezogene Onlinehandel zu einer höheren Nachfrage nach Lagerflächen geführt (Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Konjunkturprognose 2022). Öffentlicher Bau Der öffentliche Bau ist nach Einschätzung des ifo Instituts im Jahr 2021 um 3,3 % gefallen und wird sich im Jahr 2022 wieder stabilisieren (+1,4 %) (ifo Konjunkturprognose Winter 2021). Aufzugs- und Fahrtreppenmarkt in Deutschland Auf Basis von internen Auswertungen wird geschätzt, dass die Zahl der verkauften Aufzüge im Gesamtmarkt im Jahr 2021 voraussichtlich leicht gestiegen ist. Das Marktvolumen des Fahrtreppenmarkts lag im Jahr 2021 nach internen Auswertungen unter dem des Vorjahres. Dies ist auf eine geringere Anzahl an Großprojekten zurückzuführen. Wirtschaftsbericht Geschäftsverlauf Im Geschäftsjahr 2021 erhöhte sich der Auftragseingang des Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 5,3 % bzw. 62,3 Mio. EUR auf 1.244,9 Mio. EUR. Zum Vorjahr ist im Bereich Neuanlagen/ Modernisierung/Kundendienst ein Anstieg von 4,1 % bzw. 46,4 Mio. EUR zu verzeichnen. Der Auftragseingang im Bereich Export/Sonstiges stieg im Vergleich zum Vorjahr auf 53,1 Mio. EUR (42,7 %). Im Geschäftsjahr haben einzelne Großprojekte zur positiven Auftragslage beigetragen. Dies betrifft sowohl Neuanlagen als auch Modernisierungen. Der Bestand an Kundenaufträgen hat die Milliardengrenze überschritten und ist zum 31. Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 12,8 % auf 1.009,5 Mio. EUR gestiegen. Der Auftragsbestand umfasst dabei neben dem Bereich Neuanlagen auch Modernisierungen. Die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind für den Konzernabschluss die Umsatzerlöse und das Betriebsergebnis, für den Einzelabschluss das Jahresergebnis. Das Betriebsergebnis ergibt sich aus der Gesamtleistung, den betrieblichen Erträgen abzüglich Material- und Personalaufwand, Abschreibungen (ohne die Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven in Wartungspaketen und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens im Rahmen der Erstkonsolidierung) und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Ertragslage Der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 2021 liegt mit 1.129,9 Mio. EUR (Vorjahr: 1.043,2 Mio. EUR) entsprechend der Vorjahresprognose um 8,3 % deutlich über dem Vorjahresniveau. Die Umsatzsteigerung wurde in allen Branchen erzielt. Hierzu hat auch die verstärkte Durchführung von Kundenabnahmen am Jahresende beigetragen. Die Gesamtleistung des Konzerns ist um 71,0 Mio. EUR auf 1.147,3 Mio. EUR angewachsen. Dabei lagen die Bestandsveränderungen der unfertigen Erzeugnisse und Leistungen zum Bilanzstichtag 2021 bei 5,4 Mio. EUR. Im Vorjahr betrug der Wert 24,7 Mio. EUR. Die anderen aktivierten Eigenleistungen sind um 3,5 Mio. EUR gestiegen. Der Materialaufwand des Konzerns hat sich gegenüber dem Vorjahr um 8,5 % auf 474,2 Mio. EUR erhöht. Ursache hierfür ist neben den im gleichen Maße gestiegenen Umsatzerlösen auch der globale Druck auf die Materialkosten. Der Personalaufwand des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Mio. EUR (2,1 %) höher ausgefallen. Der Anstieg steht im Einklang mit dem Anstieg der Mitarbeiterzahl von 4.421 auf 4.534. Das Betriebsergebnis ist die wesentliche Steuerungskennzahl im Konzernabschluss. Das Betriebsergebnis ist im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % auf 106,4 Mio. EUR gestiegen. Für das Betriebsergebnis wurde die Vorjahresprognose einer deutlichen produktivitätsbedingten Zunahme erreicht. Ausgehend vom Betriebsergebnis des Konzernabschlusses ergibt sich unter Berücksichtigung des Finanz- und Beteiligungsergebnisses (-4,3 Mio. EUR), der Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven in immateriellen Vermögensgegenstände (Wartungspakete) und Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens im Rahmen von Konsolidierungsmaßnahmen (14,2 Mio. EUR) sowie einem Aufwand aus Steuern (-17,0 Mio. EUR) im Geschäftsjahr 2021 ein Jahresergebnis von 70,9 Mio. EUR. Der Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG weist ein Jahresergebnis von 77,1 Mio. EUR aus, welches insbesondere aus den Erträgen aus Ergebnisabführungsverträgen in Höhe von 135,1 Mio. EUR resultiert. Das Betriebsergebnis ist gegenüber dem Vorjahr aufgrund höherer Materialaufwendungen um 2,1 Mio. EUR gesunken. Das Finanz- und Beteiligungsergebnis stieg um 8,9 Mio. EUR. Der Steueraufwand im Geschäftsjahr 2021 betrug 8,9 Mio. EUR. Insgesamt ergibt sich für die Schindler Deutschland AG & Co. KG eine Zunahme des Jahresergebnisses um 7,6 Mio. EUR. Die prognostizierte deutliche Steigerung des Jahresergebnisses im Einzelabschluss wurde erreicht. Finanzlage Die Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, fungiert als Konzernfinanzierungsgesellschaft für die Schindler-Gesellschaften. Im Geschäftsjahr entfallen bei der Schindler Deutschland AG & Co. KG von den Verbindlichkeiten gegenüber der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, 92,1 Mio. EUR auf die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditlinie in Höhe von bis zu 270,0 Mio. EUR. Darüber hinaus wird im Konzernabschluss ein weiteres Darlehen der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, über 53,0 Mio. EUR in Anspruch genommen. Die Darlehen sind variabel verzinslich. Im Gegensatz zum Konzernabschluss weist die Bilanz der Schindler Deutschland AG & Co. KG ein deutlich höheres Eigenkapital aus. Dies ist wesentlich dadurch beeinflusst, dass sich die Abschreibungen auf Wartungspakete und die Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven auf Grundstücke und Gebäude, die im Zuge des Erwerbs zahlreicher Unternehmen als Anschaffungskosten aktiviert wurden, nicht im Einzelabschluss, sondern lediglich im Konzernabschluss auf das Ergebnis auswirken. Im Jahr 2018 erfolgten Maßnahmen zur Stärkung der Eigenkapitalstruktur. Positive Ergebnisse in den folgenden Geschäftsjahren führen zu einem Eigenkapital im Konzernabschluss von 11,9 Mio. EUR (Vorjahr: 29,8 Mio. EUR). Das Eigenkapital im Einzelabschluss beträgt 296,6 Mio. EUR (Vorjahr: 308,0 Mio. EUR). Die tägliche Liquidität wird durch ein konzernweites Cash Pooling optimiert. Eine angemessene Berichterstattung seitens des Konzerns findet statt. Die Liquidität der Schindler Deutschland AG & Co. KG sowie der deutschen Schindler-Gruppe war über den Cash Pool stets abgesichert und die Gruppe war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Die Kapitalflussrechnung des Konzerns ist als Anlage im Konzernabschluss dargestellt. Investitionen Im Geschäftsjahr 2021 ist die Investitionssumme der deutschen Schindler-Gruppe in Sachanlagen mit 19,6 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 Mio. EUR gestiegen. Die Investitionen betreffen auch 2021 hauptsächlich die Erweiterung des Firmengeländes in Berlin. In diesem Zusammenhang ist auch die Investitionssumme in Sachanlagen mit 2,4 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mio. EUR im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG gestiegen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen der M&A Strategie mehrere Unternehmen im Rahmen von Share Deals erworben, die Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis sind im Anhang beschrieben. Aus diesen Unternehmenserwerben ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns. Vermögenslage Vermögensgegenstände des Anlagevermögens der deutschen Schindler-Gruppe von insgesamt 267,2 Mio. EUR betreffen in Höhe von 160,2 Mio. EUR immaterielle Vermögensgegenstände, die überwiegend auf Wartungsvertragspakete und Geschäfts- oder Firmenwerte entfallen. Im Konzernabschluss stehen unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen in Höhe von 254,9 Mio. EUR erhaltene Anzahlungen in Höhe von 378,6 Mio. EUR gegenüber. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der deutschen Schindler-Gruppe sind trotz gestiegener Gesamtleistung um 6,4 Mio. EUR auf 83,2 Mio. EUR gesunken. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG von insgesamt 254,3 Mio. EUR betreffen in Höhe von 244,6 Mio. EUR überwiegend die Anteile an verbundenen Unternehmen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind erheblich um 109,5 Mio. EUR auf 540,9 Mio. EUR gestiegen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 109,5 Mio. EUR auf 589,7 Mio. EUR. Die Bilanzsumme der Schindler Deutschland AG & Co. KG ist um 110,7 Mio. EUR gestiegen. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage Insgesamt wird die Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage in einem von Ungewissheit geprägten gesamtwirtschaftlichen Umfeld für den Konzern- und Einzelabschluss positiv eingeschätzt. Personal Im Geschäftsjahr 2021 beträgt die Gesamtzahl der durchschnittlich Beschäftigten der Schindler Deutschland AG & Co. KG und ihrer Tochtergesellschaften 4.534 (Vorjahr: 4.421). Zum 31.12.2021 sind insgesamt 45 Nationalitäten vertreten. Die deutsche Schindler-Gruppe ist bemüht, das Thema Vielfalt unter den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weiter stark voranzutreiben. Die deutsche Schindler-Gruppe begegnet altersbedingten Austritten und den Herausforderungen des demographischen Wandels durch eine umfangreiche interne Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Hierzu hat die deutsche Schindler-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2021 verschiedene Initiativen fortgeführt, zu denen u. a. das Führungsnachwuchsprogramm, alternative Karrieremodelle und funktionsspezifische Programme wie die Sales Academy oder die Projektmanagementausbildung gehören. Die 2019 eingeführte mobile Gesundheitsvorsorge wird weitergeführt. Darüber hinaus gab es zahlreiche Angebote für die Mitarbeitenden zur Verbesserung und zum Erhalt ihrer Gesundheit. Für das Engagement zur Mitarbeitergesundheit wurde der deutschen Schindler-Gruppe für die Jahre 2020 und 2021 der Corporate Health Award vom Handelsblatt und EuPD Research verliehen. Das konzernweite "Schindler Career Development Program", das sich an Hochschulabsolventen und -absolventinnen mit überdurchschnittlichen Abschlüssen richtet, lief auch im Jahr 2021 erfolgreich weiter. So waren zum Jahresende insgesamt 9 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in unterschiedlichen Stufen und Standorten im Programm. Zum Ende des Jahres 2021 befanden sich 95 Trainees in ihrer Ausbildung im Rahmen des deutschlandweiten Traineeprogramms, welches Hochschulabsolventen und Fachkräfte für eine Tätigkeit, z. B. im Vertrieb, ausbildet. Die Zahl der Auszubildenden lag zum Ende des Jahres 2021 bei 121. Dabei lag der Schwerpunkt wie bisher auf der gewerblichen Ausbildung, insbesondere auf dem Ausbildungsberuf des Mechatronikers, bei dem auch die Zusammenarbeit mit externen Kooperationspartnern wieder erfolgreich fortgesetzt wurde. Auch die kaufmännischen Ausbildungsgänge und das BA-Studium wurden als fester Bestandteil der Ausbildung und Nachwuchssicherung fortgeführt. Alle Schindler-Mitarbeiter und -Mitarbeiterinnen haben sich höchsten ethischen Standards verpflichtet - im Umgang miteinander sowie im Verhältnis zu Kunden, Geschäftspartnern, Wettbewerbern, Lieferanten und öffentlichen Institutionen. Aus diesem Grund hat die deutsche Schindler-Gruppe im Berichtsjahr zusätzlich zum bereits bestehenden Code of Conduct einen Code of Ethics eingeführt, der die Ambitionen zu nachhaltigem Handeln im Sinne aller drei ESG-Kriterien unterstreicht. Compliance ist bei der deutschen Schindler-Gruppe die Bezeichnung für Regeln, an die wir uns halten. Im Berichtsjahr wurden in regelmäßigen Schulungen der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aktuelle Fragen behandelt und in Sitzungen der Ausschüsse bestehende Problemkreise diskutiert. Über die Ergebnisse wird regelmäßig Bericht erstattet. Nach wie vor dulden wir keine Kompromisse bei der Sicherheit unserer Produkte und unserer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Insbesondere das Thema "Safety & Health" hat zentrale Bedeutung und ist täglicher Begleiter aller Beschäftigten im beruflichen und privaten Umfeld. Schindler ist auch im Geschäftsjahr 2021 wieder als Top Arbeitgeber zertifiziert worden. Bewertet werden hier Merkmale aus verschiedenen Kategorien, wie z.B. Talent Acquisition, Onboarding, Personalplanung & -steuerung, Training, Performance Management, Leadership, Karriere- & Nachfolgeplanung, sowie Unternehmenskultur, Nachhaltigkeit und Diversity. Chancen- und Risikobericht Risikoberichtswesen Die deutsche Schindler-Gruppe verfolgt konsequent eine risikobewusste Geschäftspolitik in allen Bereichen und auf allen Geschäftsfeldern. Auch in diesem Jahr wurden Risiken im Rahmen des jährlichen Planungsprozesses sowie mithilfe monatlich aktueller Reports fortlaufend überwacht und analysiert. Hierbei liegt der Fokus im weitesten Sinne auf Finanz-, Kredit- und Marktrisiken aufgrund interner und externer Einflüsse. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG ist in das zentrale Risikomanagementsystem der deutschen Schindler-Gruppe eingebunden. Durch ein Risikomanagementsystem werden Risiken für die deutsche Schindler-Gruppe identifiziert und gesteuert. Unterjährig stellt die periodische Risikoüberwachung sicher, dass Planabweichungen im Sinne einer effektiven Risikosteuerung frühzeitig offengelegt werden. Dies ermöglicht, angemessene Maßnahmen zu ergreifen, um etwaigen identifizierten Risiken zu begegnen. Um konzernweit eine konsistente Risikobetrachtung zu gewährleisten, richtet sich das Augenmerk auf die Ursachen, aus deren Analyse Handlungsoptionen abgeleitet werden. Es wird dabei unterschieden, ob die Risiken auf externen oder auf internen Einflüssen basieren. Risikobewertung Die Risikostrategie der deutschen Schindler-Gruppe ist darauf ausgerichtet, den Bestand der deutschen Schindler-Gruppe langfristig zu sichern und den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern. Extern unterliegt die deutsche Schindler-Gruppe insbesondere Risiken des Marktes, z. B. der Baukonjunktur, der konjunkturellen Entwicklung, regulatorischen Änderungen, Forderungsausfallrisiken und weiteren Marktrisiken wie etwa die Verfügbarkeit von Montagekapazitäten und Material sowie funktionsfähigen Logistik- und Lieferketten. Hinzu treten sonstige Wettbewerbsrisiken. Intern unterliegen wir Risiken, die mit der strategischen Ausrichtung des Unternehmens einhergehen und die durch Verletzung bestehender Gesetze und interner Vorgaben (Compliance) entstehen könnten. Markt- und Wettbewerbsrisiken sowie operative Risiken Die Wettbewerbssituation im Bereich des Neuanlagen- und Modernisierungsgeschäfts sowie des Service Geschäfts im Bereich von Aufzügen und Fahrtreppen ist weiterhin durch Wachstum geprägt und stellt somit eine Chance für die Unternehmen der deutschen Schindler-Gruppe dar. Gleichzeitig ist der Markt durch einen intensiven Wettbewerb durch kleine, mittelgroße und weltweit agierende Unternehmen, sowie Markteintritte und die damit verbundenen Risiken für die Unternehmen der deutschen Schindler-Gruppe geprägt. Der Fokus der Schindler-Gruppe liegt daher weiterhin darauf, das Portfolio an Serviceverträgen sowie von Neuanlagen- und Modernisierungsverträgen zu erweitern und daraus stabile Kundenbeziehungen erwachsen zu lassen. Das Inverkehrbringen von Aufzugsanlagen, deren Modernisierung, Reparatur und Service erfordert die Beschaffung von Rohstoffen, Vormaterialien, Komponenten, Flottenfahrzeugen sowie die Nutzung von weiteren Leistungen von Lieferanten einschließlich konzerninterner Lieferanten. Vorstehend genannte Leistungen erfordern ferner einen Fuhrpark, der als Teil der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sukzessive auf Elektroautos umgestellt wird. Einkaufspreise können dabei je nach Marktsituation erheblich schwanken und sich auf die Kostenstruktur auswirken. Ebenso können Lieferanten nur eingeschränkt lieferfähig sein, deren Qualität nicht den Anforderungen entsprechen oder komplett ausfallen, was Einfluss auf die Kostenstruktur sowie die Einhaltung von vertraglichen Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden haben kann. Das Berichtsjahr 2021 ist durch Verknappungen und Preissteigerungen bei Rohstoffen, Vorprodukten, Halbleitern und einer Vielzahl anderer Materialen, insbesondere als Folge der noch andauernden Covid-19 Pandemie, gekennzeichnet gewesen. Durch die Covid-19 Pandemie wurden zudem Logistik- und Lieferketten beeinträchtigt. Es ist davon auszugehen, dass diese Effekte, insbesondere infolge der noch nicht abschätzbaren Auswirkungen des militärischen Angriffs Russlands auf die Ukraine, über das Berichtsjahr 2021 hinaus noch andauern werden, und daher auch für die Gesellschaften der deutschen Schindler-Gruppe ein Risiko darstellen, das aktiv zu managen ist. Die Auswirkungen der aufgeführten Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der deutschen Schindler-Gruppe werden als mittel eingestuft. Forderungsmanagement Die deutsche Schindler-Gruppe legt durch zahlreiche Maßnahmen und abgestimmte Zahlungspläne Wert darauf, Forderungsausfälle zu vermeiden. Mithilfe eines monatlichen Reportings wird der Forderungsbestand sowohl dezentral als auch zentral überwacht. Gezielte Maßnahmen zur Überprüfung der Bonitäten unserer Kunden und zur durchgeführten Identifizierung entsprechender Risiken in den Aktivpositionen unserer Bilanz folgen definierten Routineprozessen. Im Berichtsjahr waren keine nennenswerten Forderungsausfälle festzustellen, beziehungsweise konnten ältere Positionen über ein beauftragtes namhaftes Inkassounternehmen wirkungsvoll realisiert werden. Die deutsche Schindler-Gruppe arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung des Forderungsmanagements, um negative Einflüsse frühzeitig erkennen und managen zu können. Durch die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf die konjunkturelle Lage ist die Bedeutung des Forderungsmanagements weiterhin hoch. Die Auswirkungen der aufgeführten Risiken auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der deutschen Schindler-Gruppe werden als gering eingestuft. Kredit- und Vermögensrisiken Zur Überwachung der Kredit- und Vermögensrisiken hat die deutsche Schindler-Gruppe auf Ebene der operativen Einheiten umfangreiche Frühwarnsysteme eingerichtet, um jederzeit möglichen Fehlentwicklungen entgegenwirken zu können. Insbesondere durch eine jährliche Überprüfung der installierten Kontrollen kann schnell und flexibel auf geänderte Prozesse oder Technologien reagiert werden und unter Umständen bestehende Kontrolllücken geschlossen werden. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten keine missbräuchlichen Tatbestände festgestellt werden. Die Auswirkungen dieser Risiken auf die Ertragslage werden als gering eingestuft. IT Die jederzeitige Verfügbarkeit unserer IT-Netzwerke und IT-Anwendungen sowie die Gewährleistung größtmöglichen Datenschutzes und umfassender Datensicherheit sind für den Erfolg des Unternehmens maßgeblich und erhalten eine immer höhere Bedeutung. Weltweit ist der Schutz der Betriebsgeheimnisse und Netzstrukturen sehr weit in den Vordergrund einer Risikovermeidungsstrategie gerückt. Dies wird daher weiterhin für die deutsche Schindler-Gruppe eine wichtige Herausforderung darstellen. Compliance Compliance-Risiken, insbesondere in den Bereichen Kartellrecht und Korruption, begegnet die deutsche Schindler-Gruppe mit einem umfangreichen Compliance-Programm, das in das weltweite Compliance-Programm des Konzernverbunds eingebettet ist. Die Auswirkungen von Compliance-Risiken auf die Ertragslage werden als gering eingestuft. Forschung & Entwicklung Innerhalb unseres weltweiten Konzernverbundes partizipieren wir an den Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Konzerns. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden zentral aus der Schweiz gesteuert. Somit unterliegt die deutsche Schindler-Gruppe keinen wesentlichen Risiken im Bereich Forschung und Entwicklung. Chancen Demografischer Wandel und zunehmende Urbanisierung bleiben - neben anderen globalen Megatrends - die wesentlichen Einflussgrößen auf unser Geschäft. Sie werden die Nachfrage nach vertikalem Leben und Arbeitsräumen noch verstärken. Gleichzeitig werden die durch die Covid-19-Pandemie ausgelöste globalen wirtschaftliche Effekte, die politischen Spannungen und die Beeinträchtigungen des globalen Handels in einem tiefen Zinsumfeld bei ansteigender Inflation weiterhin Auswirkungen auf die Märkte haben. Innovation nimmt bei der Verbesserung unserer Produkte und Dienstleistungen eine wichtige Rolle ein. Modularität und Digitalisierung sind entscheidend für die Weiterentwicklung unserer Produkte und ermöglichen es uns, gleichzeitig effizienter zu wirtschaften. In einem dynamisch entwickelnden Umfeld treiben wir Innovationen weiter voran und investieren in Technologie und Digitalisierung. Chancen sehen wir in der Implementierung unserer digitalen Strategie, hin zu weniger Komplexität und noch kundenfreundlicheren Produkten und Dienstleistungen. Gesamteinschätzung der Risiko- und Chancensituation Risiken bestehen für die deutsche Schindler-Gruppe im Wesentlichen in der Marktentwicklung sowie bei operativen Themen, dem stehen Chancen im Bereich der Digitalisierung und aus globalen Trends gegenüber. Hinsichtlich der erläuterten Risiken wurden keine einzelnen oder aggregierten Risiken mit bestandsgefährdendem Charakter für die Unternehmensfortführung im Prognosezeitraum 2022 identifiziert. Prognosebericht Die gute Auftragslage und die ersten Monate des Geschäftsjahres 2022 deuten darauf hin, dass die deutsche Schindler-Gruppe auch im Geschäftsjahr 2022 grundsätzlich mit einer erhöhten Nachfrage nach unseren Produkten in allen Branchen rechnen darf. Diese Einschätzung wird auch durch den Auftragsbestand zum 31. Dezember 2021 gestützt. Aufgrund der anhaltenden COVID-19 Pandemie und des russischen Angriffs auf die Ukraine werden Unterbrechungen und Verzögerungen in den Lieferketten, eine Verschärfung der Material- und Energiekosteninflation sowie eine weiter anhaltende Verknappung, insbesondere elektronischer Bauteile, erwartet Dabei sind die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft, die Bauindustrie und die aufzugsrelevanten Märkte aber weiterhin mit Unsicherheit behaftet und insbesondere von der Länge des militärischen Konfliktes und den Sanktionen, sowie etwaigen weiteren Eskalationen, die derzeit noch nicht abschätzbar sind, abhängig. Somit bestehen bezüglich der weiteren Entwicklung zusätzliche Unsicherheiten (vgl. die Ausführungen in den gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen). Daneben erwartet die deutsche Schindler-Gruppe auch einen starken Wettbewerb auf allen für uns relevanten Märkten. Die sich daraus ergebenden Wettbewerbsrisiken werden sich jedoch nur geringfügig auf die Ertragslage der deutschen Schindler-Gruppe auswirken. Die deutsche Schindler-Gruppe ist auf diese Situation gut vorbereitet und verfügt mit ihren neuen innovativen Aufzugssystemen weltweit über wettbewerbsfähige Produkte, die unsere Marktstellung auch in Deutschland festigen sollen. Wichtige Bausteine sind neben der digitalen Produktpalette auch das Modularitätsprogramm. Mit diesem Programm vereinheitlicht Schindler das Produktkonzept für die Zukunft. Modular aufgebaute, globale Aufzugsplattformen mit vereinheitlichten Entwicklungs- und Produktionsprozessen bieten Kunden eine durchgängige Produktpalette. Modular einsetzbare Komponenten und Subsysteme werden hierbei über eine neue, für alle Produktkonfigurationen einsetzbare Aufzugssteuerung verbunden. Abhängig von der Dauer des militärischen Konflikts zwischen Russland und der Ukraine und den stark steigenden Kosten erwarten wir im Konzernabschluss im Vergleich zum Vorjahr ein moderates Umsatzwachstum sowie eine deutliche, produktivitätsbedingte Zunahme des Betriebsergebnisses. Diese Prognose gilt auch für das Jahresergebnis im Einzelabschluss. Trotz des sich verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfeldes wird in der Gesamteinschätzung somit eine Verbesserung aller Leistungsindikatoren erwartet. Darüber hinaus plant die deutsche Schindler-Gruppe weiterhin, externes Wachstum auf dem deutschen Markt durch den Zukauf kleiner und mittelständischer Aufzugsunternehmen zu generieren.
Berlin, den 30. Mai 2022 Schindler Deutschland AG & Co. KG Konzernbilanz 31. Dezember 2021Aktiva in EUR
Passiva in EUR
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang und Anhang für das Geschäftsjahr 2021Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin- Allgemeine Angaben - Erläuterungen der Bilanzen - Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungen - Ergänzende Angaben und Erläuterungen Allgemeine Angaben 1. Vorbemerkungen Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt. Gemäß § 264a HGB werden die ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) berücksichtigt. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG ist gemäß § 267 HGB eine große Gesellschaft. Der vorliegende Konzernabschluss wurde gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zur Vereinfachung der Berichterstattung und um Wiederholungen zu vermeiden, werden die Anhänge des Konzerns und der Schindler Deutschland AG & Co. KG zusammengefasst. Die Erläuterungen betreffen, soweit nicht gesondert angegeben, beide Abschlüsse. Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung sind einzelne Angaben zu den Bilanzen und den Gewinn- und Verlustrechnungen im Anhang ausgewiesen. Die Gewinn- und Verlustrechnungen wurden nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin ist im Handelsregister von Charlottenburg unter der Nummer HRA 48558 B eingetragen. Aufgrund von Rundungen können sich im vorliegenden Abschluss bei Summenbildungen und bei der Berechnung von Prozentangaben geringfügige Abweichungen ergeben. 2. Konsolidierungskreis/Beteiligungsbesitz In den Konzernabschluss werden neben der Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin, als Mutterunternehmen weitere zwei Tochterunternehmen, bei denen der Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin, die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, drei inländische Enkelunternehmen, bei denen der Schindler Aufzüge und Fahrtreppen GmbH, Berlin, die Mehrheit der Stimmrechte zusteht sowie weitere Unternehmen, bei denen der Schindler Liftpartner GmbH, Berlin, unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht, einbezogen. Für die Zweckgesellschaft Unterstützungsverein der Firma C. Haushahn GmbH & Co. KG, Stuttgart, liegt bei wirtschaftlicher Betrachtung beherrschender Einfluss durch das Mutterunternehmen vor, da es die Mehrheit der Risiken und Chancen trägt. Die Zweckgesellschaft wurde daher nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung einbezogen. Der Konzernabschluss umfasst die zum 31. Dezember 2021 aufgestellten Jahresabschlüsse der
Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen von Share Deals die folgenden Gesellschaften erworben und erstmals konsolidiert: A.S. Aufzug und Service Dienstleistungs GmbH, Bissendorf, KHS Automatik Türen GmbH, Wedemark, K u S Kuhlemann und Schimpke Aufzüge GmbH, Wedemark, P und S Aufzüge GmbH, Kassel, und die SH-Aufzug und Wartungsdienst GmbH, Pfullingen. Eine Einbeziehung der übrigen Tochter- und Enkelunternehmen in den Konsolidierungskreis erfolgte nicht, da sie einzeln und insgesamt für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind. Die Schindler Deutschland AG & Co. KG stellt einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht zum 31.12.2021 auf. Sie stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser wird im Bundesanzeiger bekannt gemacht. Aufstellung des Beteiligungsbesitzes In der folgenden Aufstellung sind Gesellschaften, deren Darstellung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung ist, gemäß § 286 Abs. 3 Nr. 1 HGB nicht aufgeführt.
1 einbezogen gemäß § 294 Abs. 1
HGB
3. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode vorgenommen. Der für die Kapitalkonsolidierung und die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet wurde, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1.1.2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Erwerbszeitpunkt oder zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen, seitdem wird die Neubewertungsmethode angewendet. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften werden gegeneinander aufgerechnet (Schuldenkonsolidierung). Bei der Schuldenkonsolidierung haben sich keine Differenzen ergeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Umsatzerlöse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften sowie die anderen Erträge mit den jeweils auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet (Aufwands- und Ertragskonsolidierung). Zwischengewinne bzw. -ergebnisse sind nicht entstanden oder nur von untergeordneter Bedeutung für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und wurden daher nicht eliminiert. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Darstellung des Eigenkapitals und der Ergebnisverwendung in der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Geschäftsjahr 2021 angepasst, die Anpassung ist auch für die Vorjahre berücksichtigt. Gliederung, Ansatz und Bewertung erfolgen im Konzernabschluss unverändert, einheitlich und nach den gleichen Methoden wie bei der Schindler Deutschland AG & Co. KG. Die einheitliche Ausübung von Bewertungswahlrechten sowie ein einheitlicher Bilanzstichtag aller Konzernunternehmen zum Stichtag des Jahresabschlusses der Schindler Deutschland AG & Co. KG gewährleisten die Aussagefähigkeit des Konzernabschlusses. Zur Bewertung der einzelnen Bilanzposten im Konzern- und Einzelabschluss ist anzumerken: Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer der entgeltlich erworbenen gewerblichen Schutzrechte und ähnlichen Rechte beträgt im Konzern zwischen drei und fünfzehn Jahren, im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG beträgt die Nutzungsdauer regelmäßig drei Jahre. Erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von fünfzehn Jahren abgeschrieben. Aufgrund der Stabilität und Bestandsdauer der Branche sowie der erwarteten Rahmenbedingungen weicht die wirtschaftliche Nutzungsdauer von der Fiktion des § 253 Abs. 3 HGB ab. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und soweit abnutzbar, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten und Abschreibungen einbezogen. Die Abschreibungen werden bei Gebäuden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis maximal fünfzig Jahren vorgenommen. Das bewegliche Anlagevermögen wird linear abgeschrieben; die Nutzungsdauer beträgt bei technischen Anlagen und Maschinen, bei anderen Anlagen und bei der Betriebs- und Geschäftsausstattung drei bis zehn Jahre. Für Vermögensgegenstände mit einem Nettoanschaffungswert von über EUR 250 und bis zu EUR 1.000 wird ein Sammelposten im Jahr der Anschaffung gebildet, der über fünf Jahre - beginnend mit einer vollen Jahresabschreibung im Jahr der Anschaffung - abgeschrieben wird (Poolabschreibung). Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Ausleihungen werden grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Einstands- bzw. gewogenen Durchschnittspreisen unter Berücksichtigung von pauschal ermittelten Anschaffungskostenminderungen bewertet. Zur Berücksichtigung von Wertminderungen durch Überalterung sowie von fehlenden Absatzmöglichkeiten für Materialien werden Bewertungsabschläge vorgenommen bzw. beibehalten. Die Bewertung der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der notwendigen Gemeinkosten und des durch die Fertigung veranlassten Werteverzehrs des Anlagevermögens. Fremdkapitalzinsen und Kosten der allgemeinen Verwaltung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Soweit die Verkaufspreise die voraussichtlichen Vollkosten nicht decken, wird dem durch Abschläge zum Zwecke der verlustfreien Bewertung auf den beizulegenden Wert Rechnung getragen. Die Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquiden Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem Kreditrisiko wird durch pauschalierte Einzelwertberichtigungen auf Forderungen entsprechend der Altersstruktur ausreichend Rechnung getragen. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Im Eigenkapital werden entsprechend dem Umwandlungsbeschluss vom 13. August 2013 die Einlagen der Gesellschafter ausgewiesen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,87 % zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) und erwartete Rentensteigerungen mit 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %) berücksichtigt. Die Fluktuation wurde differenziert nach dem Alter der Mitarbeiter mit einer Rate von 0 % bis 8 % berücksichtigt. Unter Inanspruchnahme des Wahlrechts wird der sich aus der Änderung der Rückstellungsbilanzierung durch das BilMoG ergebende Zuführungsbetrag grundsätzlich über den Höchstzeitraum von 15 Jahren gleichmäßig verteilt. Für Teile der Pensionszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen, die die Zusagen vollständig kongruent abdecken. Die betreffenden Verpflichtungen werden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 Halbsatz 1 HGB mit den Ansprüchen aus den Rückdeckungsversicherungen verrechnet. Die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögensgegenstände betragen im Einzel- und Konzernabschluss TEUR 840. Die Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen ist von untergeordneter Bedeutung. Die Rückstellungen für Jubiläumsaufwendungen sowie Verpflichtungen aus Altersteilzeit und gegenüber Unterstützungskassen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Berücksichtigung eines Zinsfußes von 1,35 % (Vorjahr: 1,60 %) ermittelt. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Die angewandten Zinssätze basieren auf den Abzinsungszinssätzen gemäß § 253 Abs. 2 HGB der Deutschen Bundesbank. Für den nicht oder teilweise angearbeiteten Auftragsbestand werden - soweit erforderlich - Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Deren Berechnung werden die Vollkosten zu Grunde gelegt. Die Bewertung der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der zukünftig erwarteten Steuerbe- und -entlastungen mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt. Aktive und passive latente Steuern werden im Konzernabschluss verrechnet ausgewiesen. Im Einzelabschluss unterbleibt die Aktivierung eines Überhangs latenter Steuern in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechtes. Vermögensgegenstände, die ursprünglich auf fremde Währung lauten, werden mit dem Mittelkurs zum Anschaffungszeitpunkt bewertet. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Mittelkurs zum Zeitpunkt der Anschaffung oder dem niedrigeren Devisenkurs am Bilanzstichtag, Fremdwährungsverbindlichkeiten mit dem Mittelkurs zum Entstehungszeitpunkt oder dem höheren Devisenkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Erläuterungen der Bilanzen Aktiva 5. Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist sowohl für den Konzernabschluss als auch den Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG in dem jeweiligen Anlagenspiegel dargestellt. 6. Immaterielle Vermögensgegenstände Als immaterielle Vermögensgegenstände sind im Konzernabschluss gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte in Höhe von TEUR 64.492 (Vorjahr: TEUR 50.346) bilanziert. Zudem enthalten die immateriellen Vermögensgegenstände Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 95.681 (Vorjahr: TEUR 84.658). Der Einzelabschluss weist gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte in Höhe von TEUR 44 (Vorjahr: TEUR 76) aus. 7. Finanzanlagen Die Anteile an verbundenen Unternehmen im Konzernabschluss betreffen die Anteile der nicht in den deutschen Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen; dies sind insbesondere die Anteile an der UAB Schindler Liftas, Vilnius/Litauen sowie Anteile an der UAB Klaipedos Liftas, Klaipeda/Litauen. 8. Fertige und unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen Bei den fertigen und unfertigen Erzeugnissen und unfertigen Leistungen im Konzernabschluss ergaben sich im Geschäftsjahr erfolgsneutrale Zugänge aufgrund der Erstkonsolidierungen neu erworbener Gesellschaften im Konzern in Höhe von TEUR 1.993. 9. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die bilanzierten Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie auch im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Konzernabschluss von insgesamt TEUR 88.641 (Vorjahr TEUR 71.967) enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.493 (Vorjahr: TEUR 12.999), Forderungen gegen inländischen verbundenen Unternehmen (sonstige Vermögensgegenstände) in Höhe von TEUR 10.364 (Vorjahr: TEUR 6.787) und Forderungen gegen die Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, aus einer kurzfristigen Kapitalanlage in Höhe von TEUR 62.783 (Vorjahr: TEUR 52.181). Im Einzelabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG bestehen Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 540.867 (Vorjahr: TEUR 431.338). Dies sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 15.592 (Vorjahr: TEUR 14.091), verfügbare Mittel (sonstige Vermögensgegenstände) gegen inländische verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 19.056 (Vorjahr: TEUR 12.897) sowie Forderungen im Zusammenhang mit Verrechnungskonten mit anderen inländischen Schindler-Gesellschaften in Höhe von TEUR 443.435 (Vorjahr: TEUR 352.169). Aus einer kurzfristigen Kapitalanlage besteht eine Forderung gegenüber der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, in Höhe von TEUR 62.783 (Vorjahr: TEUR 52.181). Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG entfallen TEUR 8.000 auf ein verbundenes Unternehmen außerhalb des Konsolidierungskreises der deutschen Schindler-Gruppe, für das eine Rangrücktrittserklärung abgegeben wurde. Die Forderungen werden als werthaltig eingeschätzt. Passiva 10. Eigenkapital An der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind die Schindler Deutschland Management AG als persönlich haftende Gesellschafterin mit einem festen Kapitalanteil von TEUR 7.665 und die Schindler Holding Berlin AG als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage (zugleich Haftsumme) von TEUR 43.435 beteiligt. Die Bilanz wurde im Einzel- und Konzernabschluss unter Berücksichtigung des Gesellschaftsvertrags mit Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt. Der Anteil der Schindler Deutschland Management AG an den Rücklagen beträgt im Einzelabschluss im Geschäftsjahr TEUR 48.025. Auf die Schindler Holding Berlin AG entfallen TEUR 197.487. Die Überleitung des Konzernjahresüberschusses zum Bilanzausweis, die Aufgliederung und die Entwicklung des Eigenkapitals im Konzernabschluss sind insgesamt im Eigenkapitalspiegel dargestellt. 11. Rückstellungen Bei den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen beträgt der noch in künftigen Perioden anzusammelnde Fehlbetrag gemäß Art. 67 Abs. 2 EGHGB im Konzernabschluss TEUR 1.191 und im Einzelabschluss TEUR 169. Für Versorgungszusagen an ehemalige Organmitglieder der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind Rückstellungen in Höhe von TEUR 267 (Vorjahr: TEUR 1.763) enthalten. Die sonstigen Rückstellungen im Konzernabschluss beinhalten darüber hinaus im Wesentlichen Beträge für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften, Garantieverpflichtungen, noch auszuführende Wartungs- und Montageleistungen, Altersteilzeitverpflichtungen, Bonusansprüche, ausstehenden Urlaub, Zielprämien, Überstunden und zeitversetzte Bezüge. Die sonstigen Rückstellungen im Einzelabschluss enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Urlaubsund Bonusansprüche, Garantieverpflichtungen, Altersteilzeit, Beratungsleistungen sowie für Jubiläumszuwendungen. Der im Einzelabschluss bestehende Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 698. Die Summe der Unterschiedsbetragsbeträge aller im Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beträgt TEUR 3.372. Der Unterschiedsbetrag steht im Zusammenhang mit einer Änderung der handelsrechtlichen Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen im Jahr 2016. Diese sind seit der Änderung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen zehn Jahren - vormals sieben Jahre - abzuzinsen. 12. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten des Konzernabschlusses gliedern sich wie folgt:
Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Konzernabschluss TEUR 92.063 (Vorjahr: TEUR 90.430) auf die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditlinie bei der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz. Darüber hinaus wird ein Darlehen der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, über TEUR 53.000 (Vorjahr: TEUR 53.000) in Anspruch genommen. Zudem betreffen im Konzernabschluss Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31.917 (Vorjahr: TEUR 21.689) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten des Einzelabschlusses gliedern sich wie folgt:
Von den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen im Einzelabschluss TEUR 92.064 (Vorjahr: TEUR 90.430) auf die Inanspruchnahme einer langfristigen Kreditlinie bei der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz. Der Einzelabschluss weist Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 4.060 (Vorjahr: TEUR 6.285) und sonstige Verbindlichkeiten, insbesondere aus Verrechnungskonten in Höhe von TEUR 393.615 (Vorjahr: TEUR 283.491) aus. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert. 13. Latente Steuern Die aktiven latenten Steuern im Konzernabschluss lassen sich wie folgt auf die verschiedenen Bilanzposten aufteilen:
Den Berechnungen wurde ein Steuersatz von 14,7 % zugrunde gelegt. Im Vorjahr betrugen die latenten Steueransprüche TEUR 11.423. Dies entspricht einer Veränderung der latenten Steueransprüche von TEUR 692. Die latenten Steueransprüche im Einzelabschluss verteilen sich wie folgt auf die Bilanzpositionen:
Die latenten Steuern wurden mit einem Steuersatz von 14,7 % ermittelt. Die Aktivierung des Nettobetrages unterblieb in Ausübung des dafür bestehenden Wahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Im Vorjahr betrugen die latenten Steuerforderungen TEUR 14.574. Dies entspricht einer Veränderung von TEUR 2.300. 14. Haftungsverhältnisse Für die Kunden und Geschäftspartner verbundener Unternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG werden im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Bürgschaften oder Garantien ausgestellt, für die die folgenden Angabepflichten im Jahresabschluss bestehen. Zu diesem Zweck bestanden am Bilanzstichtag Avalrahmen mit verschiedenen Kreditinstituten in Höhe von insgesamt TEUR 535.000 (Vorjahr: TEUR 475.000), für die die Schindler Deutschland AG & Co. KG gesamtschuldnerisch haftet. Diese Avalrahmen wurden in Höhe von TEUR 460.715 (Vorjahr: TEUR 413.453) in Anspruch genommen. Das Risiko einer Inanspruchnahme aus den Bürgschaften und Garantien wird aufgrund der guten Auftragsabwicklung und der guten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der betreffenden Tochterunternehmen als gering eingeschätzt. 15. Sonstige finanzielle Verpflichtungen/ Außerbilanzielle Geschäfte Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen:
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns betreffen weiterhin das Bestellobligo für Investitionen in Höhe von TEUR 1.048 (Vorjahr: TEUR 2.425); Schindler Deutschland AG & Co, KG TEUR 492 (Vorjahr: TEUR 1.224). 16. Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt. Erläuterungen der Gewinn- und Verlustrechnungen 17. Umsatzerlöse Im Konzernabschluss wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 1.129.917 mit der Installation von Aufzugsanlagen, Fahrtreppen und Fahrsteigen sowie für die spätere Betreuung in Form von Modernisierungen, Reparaturen und Serviceleistungen erzielt. Sowohl im Konzern als auch in der Muttergesellschaft werden die Umsätze weit überwiegend im Inland erzielt.
Im Einzelabschluss wurden Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 124.228 erzielt.
18. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge des Konzerns enthalten Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 1.012. Die sonstigen betrieblichen Erträge im Einzelabschluss enthalten sonstige betriebliche Nebenerlöse in Höhe von TEUR 259. 19. Personalaufwand Aus Altersversorgung und ähnlichen Verpflichtungen ergibt sich ein Aufwand in Höhe von TEUR 2,791 (Vorjahr: Aufwand TEUR 99) im Konzernabschluss und TEUR 697 (Vorjahr: Aufwand TEUR 0) im Einzelabschluss. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich im Konzern auf TEUR 3.508 und im Einzelabschluss auf TEUR 698. Die Aufgliederung der Mitarbeiter nach Lohn- und Gehaltsempfängern zeigt folgende Übersicht:
20. Erträge aus Beteiligungen Die Erträge aus verbundenen Unternehmen betragen im Konzern- und Einzelabschluss TEUR 1.700 (Vorjahr: TEUR 1.250). 21. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge Die Zinserträge des Konzerns enthalten Zinserträge in Zusammenhang mit Steuererstattungen (vgl. §§ 233 ff. AO) in Höhe von TEUR 126 (Vorjahr: TEUR 252). Die Zinserträge im Einzelabschluss enthalten Zinserträge in Zusammenhang mit Steuererstattungen in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 233) und Zinserträge im Zusammenhang mit Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 3.524 (Vorjahr: TEUR 3.148). 22. Zinsen und ähnliche Aufwendungen Die Zinsaufwendungen des Konzernabschlusses enthalten Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit geleisteten oder erwarteten Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 567). Die Zinsaufwendungen des Einzelabschlusses enthalten Zinsaufwendungen in Zusammenhang mit geleisteten oder erwarteten Steuernachzahlungen in Höhe von TEUR 300 (Vorjahr: TEUR 429). Die Zinsaufwendungen des Konzerns betreffen in Höhe von TEUR 2.115 (Vorjahr: TEUR 4.234) verbundene Unternehmen. Die Zinsaufwendungen des Einzelabschlusses beinhalten derartige Zinsen in Höhe von TEUR 1.684 (Vorjahr: TEUR 3.434). Ergänzende Angaben und Erläuterungen 23. Gesellschafter Gesellschafter der Schindler Deutschland AG & Co. KG sind die Schindler Deutschland Management AG, mit einem Anteil von 15,0 % und die Schindler Holding Berlin AG, mit einem Anteil von 85,0 %. Das gezeichnete Kapital der Komplementärin, Schindler Deutschland Management AG, Hergiswil/Schweiz, beträgt CHF 100.000,00. 24. Geschäftsführung Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin, und somit der Schindler Deutschland Management AG, Hergiswil/Schweiz. Dem die Geschäftsführung obliegendem Verwaltungsrat der Schindler Deutschland Management AG gehören an:
25. Organbezüge Zwei der Geschäftsführer (Günter Schäuble, Erich Murer) beziehen von der Schindler Management AG kein Gehalt. Auf die Angabe der Bezüge der übrigen aktiven sowie ehemaligen Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. 26. Honorar Abschlussprüfer Das für das Geschäftsjahr 2021 berechnete Honorar des Abschlussprüfers für den Jahres- und Konzernabschluss der SDH einschließlich der Honorare für Leistungen gegenüber vollkonsolidierten Tochterunternehmen beträgt für:
27. Konzernverhältnisse Die Schindler Deutschland AG & Co. KG wird in den Konzernabschluss der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, als höchster Konzernspitze einbezogen (größter und gleichzeitig kleinster Kreis von Unternehmen). Dieser ist am Sitz der Schindler Holding AG, Hergiswil/Schweiz, erhältlich. Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der Schindler Deutschland AG & Co. KG machen von den Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Gebrauch:
28. Nachtragsbericht Nach Abschluss des Berichtsjahres kam es zu einem militärischen Angriff Russlands auf die Ukraine. Die deutsche Schindler-Gruppe hat in Russland und der Ukraine keine operativen Geschäftsaktivitäten, der Konflikt hat daher keine wesentlichen direkten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage der Gruppe. Hinsichtlich der mit Unsicherheit behafteten kurz- und mittelfristigen Folgen, vor allem hinsichtlich der Länge des militärischen Konfliktes und der Sanktionen oder etwaiger weiterer Eskalationen, verweisen wir auf die Ausführungen im Lagebericht. Bis zum Zeitpunkt unserer Berichterstattung ergaben sich darüber hinaus keine weiteren besonderen Vorgänge, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind.
Berlin, den 30. Mai 2022 Schindler Deutschland Management AG Geschäftsführung Frank Schach Dr. Lukas Weidenbach Erich Murer AnlagenspiegelEntwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr 2021
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2021
Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals für 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Schindler Deutschland AG & Co. KG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, der mit dem Anhang des Jahresabschlusses zusammengefasst ist, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Schindler Deutschland AG & Co. KG, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 2. Juni 2022 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Katharina Woythe, Wirtschaftsprüferin ppa. Frank Horschke, Wirtschaftsprüfer |
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C. Haushahn GmbH & Co. KG GmbH & Co. KG
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
-
Heilbronner Straße 364
70469 Stuttgart - Handelsregister
- HRA 346, Stuttgart
- Eintragungsdatum
- 28 aprilie 1954
- Branche
-
Graugießereien
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Großhandel mit Schuhen
Finanzen
Bilanz
2022- Umlaufvermögen 66,4 % 535,09 Mio
- Anlagevermögen 30,8 % 248,06 Mio
- Aktive latente Steuern 2,1 % 16,98 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 6,14 Mio
- Verbindlichkeiten 77,8 % 626,77 Mio
- Rückstellungen 21,0 % 169,16 Mio
- Eigenkapital 0,6 % 5,16 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,5 % 4,18 Mio
Bilanzdaten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Umsatzerlöse 48,9 % 138,08 Mio
- Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 47,5 % 134,23 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,7 % 4,70 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,8 % 2,32 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,6 % 1,67 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,5 % 1,30 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 75,5 k
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 32,0 k
- Materialaufwand 44,9 % 91,10 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 33,0 % 67,01 Mio
- Personalaufwand 17,1 % 34,64 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3,6 % 7,38 Mio
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,7 % 1,50 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,6 % 1,20 Mio
- Sonstige Steuern 0,1 % 134,3 k
- Aufwendungen aus der Verlustübernahme 0,0 % 0
- Ergebnis nach Steuern 75,03 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 74,89 Mio
GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Andreas Harpointner
seit 2025 Prokura
-
Andreas Schmid
seit 2024 Prokura
-
Anita Kaczmarek-Lettau
seit 2023 Prokura
-
Aytac Isaret
seit 2024 Prokura
-
Carolin 69. Wand
seit 2024 Prokura
-
Deborah Saljoughi
seit 2024 Prokura
-
Deniz Kilic
seit 2018 Prokura
-
Doris Ehrensberger-Urbach
seit 2014 Prokura
-
Eero Varila
seit 2026 Prokura
-
Hendrik Dr. Reffken
seit 2022 Prokura
-
Johannes Zihsler
seit 2017 Prokura
-
Josef Khelifa
seit 2023 Prokura
-
Julian Graffe
seit 2024 Prokura
-
Lennart Köster
seit 2024 Prokura
-
Leonie Schulte-Herbrüggen
seit 2026 Prokura
-
Mandy Tönnesen
seit 2024 Prokura
-
Matthias Himml
seit 2024 Prokura
-
Max Schmolke
seit 2022 Prokura
-
Meike Jakob
seit 2014 Prokura
-
Michael Schmoll
seit 2024 Prokura
-
Miriam Nieuweboer
seit 2025 Prokura
-
Nicki Hallmich
seit 2024 Prokura
-
Oliver Tack
seit 2026 Prokura
-
Ronny Braun
seit 2025 Prokura
-
Sebastian Heintz
seit 2025 Prokura
-
Tatjana Weyer
seit 2025 Prokura
-
Tim Peper
seit 2023 Prokura
-
Tobias Adler
seit 2025 Prokura
-
Vinzenz Mc Col gan
seit 2022 Prokura
-
Volker Kraft
seit 2019 Prokura
Historie
- 2026
-
05.02.
Austritt einer PositionJens Renner · Procura
-
05.02.
Eintritt eines MitgliedsOliver Tack · Procura
-
05.02.
Eintritt eines MitgliedsLeonie Schulte-Herbrüggen · Procura
-
30.01.
Eintritt eines MitgliedsEero Varila · Procura
-
30.01.
Austritt einer PositionThomas Ragosch · Procura
- 2025
-
14.10.
Austritt einer PositionAnne Döcke · Procura
-
01.09.
Eintritt eines MitgliedsRonny Braun · Procura
-
01.09.
Eintritt eines MitgliedsTobias Adler · Procura
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2022 Konzernabschluss
- 2021 Konzernabschluss ↓
- 2020 Konzernabschluss
- 2019 Konzernabschluss
- 2018 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2021
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
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