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DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft AG

Berlin ·HRB 69474 Charlottenburg (Berlin)
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

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Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Potsdamer Straße 58
10785 Berlin
Handelsregister
HRB 69474, Charlottenburg (Berlin)
Eintragungsdatum
1995年6月29日
Branche
Erbringung von Reservierungsdienstleistungen für Theater-, Sport- und Unterhaltungsveranstaltungen
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Spielstätten für Schauspiel und Musiktheater
Unternehmenszweck
- die Planung, Produktion, Or- ganisation und Durchführung von Veranstaltungen jederArt; - die Erbringung von Dienstleis- tungen im Zusammenhang mit solchen Veranstaltungen, ins- besondere in den Bereichen Vermittlung, Vermarktung, Mer- chandising und Gastronomie; - der Vertrieb und die Vermark- tung von Eintrittskarten im ln- und Ausland; - der Besitz und Betrieb von Veranstaltungsstätten im In- und Ausland.

Finanzen

Umsatz 2025
505.608 €
Mitarbeiter 2025
603
Bilanzsumme 2025
388,26 Mio. €
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 123,57 Mio
  • Umlaufvermögen 83,9 % 103,64 Mio
  • Anlagevermögen 15,9 % 19,59 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 346,2 k
Passivseite 123,57 Mio
  • Verbindlichkeiten 82,8 % 102,33 Mio
  • Eigenkapital 14,3 % 17,72 Mio
  • Rückstellungen 2,8 % 3,52 Mio
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Bilanzdaten für 14 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2019
Erträge 40,74 Mio
  • Entnahmen aus der Kapitalrücklage 41,4 % 16,88 Mio
  • Verlustvortrag 36,7 % −14,94 Mio
  • Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags erhaltene Erträge 7,4 % 3,01 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 6,3 % −2,57 Mio
  • Umsatzerlöse 4,3 % 1,75 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 2,3 % 921,7 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,3 % 543,6 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,3 % 116,7 k
Aufwendungen 10,86 Mio
  • Allgemeine Verwaltungskosten 68,9 % −7,49 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18,9 % −2,05 Mio
  • Vertriebskosten 11,4 % −1,24 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,7 % −80,5 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −3,2 k
  • Ergebnis nach Steuern −4,51 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −4,52 Mio
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GuV-Daten für 13 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • David Reinecke seit 2024 Vorstandsmitglied
  • Detlef Kornett seit 2014 Vorstandsmitglied
  • Moritz Maximilian Leopold Peter Schwenkow seit 2020 Vorstandsmitglied
  • Benedikt Alder seit 2021 Prokura
  • Sandra Antje Pastrik seit 2020 Prokura
12 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Beteiligungen an

4 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2026
  2. 25.02.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  3. 25.02.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  4. 25.02.
    Satzungsänderung
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  5. 2025
  6. 13.11.
    Änderung des Stamm-/Grundkapitals
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  7. 13.11.
    Satzungsänderung
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  8. 13.11.
    Änderung des genehmigten Kapitals
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  9. 17.09.
    Satzungsänderung
    DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft
  10. 18.07.
    Austritt einer Position
    Christian Diekmann · Board Member
111 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2019 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 2024年9月4日 · Quelle: Bundesanzeiger

DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT

1. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT UND DES KONZERNS

1.1 GESCHÄFTSMODELL INKLUSIVE ZIELE UND STRATEGIE

Die DEAG Deutsche Entertainment AG (DEAG) ist ein führender europäischer Live-Entertainment-Anbieter mit mehr als 45 Jahren Erfahrung und 22 Standorten in ihren Kernmärkten Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Irland, Dänemark und Spanien. Als Live-Entertainment-Dienstleister mit vertikal integriertem Geschäftsmodell verfügt die DEAG über umfassende Expertise in der Organisation, Vermarktung und Durchführung von Live-Events sowie im Ticketvertrieb über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen myticket.de, myticket.at, myticket.co.uk, gigantic.com und tickets.ie für eigenen und Dritt-Content. Auf diese Weise deckt die DEAG einen großen Teil der Wertschöpfungskette im Live Entertainment ab. Zu den Kerngeschäftsfeldern der DEAG gehören die Bereiche Rock/Pop, Classics & Jazz, Family-Entertainment, Spoken Word & Literary Events, Arts+Exhibitions sowie das Ticketing. Die DEAG verfügt über ein breit diversifiziertes Veranstaltungs- und Künstlerportfolio und führt rund 6.000 Veranstaltungen im Jahr durch, für die in 2023 mehr als 10 Mio. Tickets verkauft wurden. 2024 plant die DEAG rund 11,5 Mio. Tickets zu verkaufen. Die DEAG adressiert zunehmend gezielt weniger wettbewerbsintensive, attraktive Nischenmärkte und positioniert sich in diesen frühzeitig mit starkem, profitablem Content. Dabei liegt ein Fokus auf dem weiteren Ausbau eigener margenstarker Veranstaltungsformate, die bereits heute einen Großteil zum Gesamtumsatz beitragen. Zu den eigenen Veranstaltungsformaten der DEAG gehören unter anderem die Christmas Garden, die in der Saison 2023/2024 auf 21 Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland ausgeweitet wurden, zahlreiche EDM- und Open-Air-Events sowie die EigenProduktionen "Das Dschungelbuch", das Crossover-Event "Urbanatix" oder die große Silvesterparty am Brandenburger Tor "Celebrate at the Gate". Darüber hinaus ist die DEAG erfolgreicher Betreiber mehrerer Veranstaltungsstätten. Zu diesen zählen die myticket Jahrhunderthalle in Frankfurt (Deutschland), der Salle Métropole in Lausanne und die Veranstaltungsstätte für das Festival "Sion sous les étoiles" in Sion (beide in der Schweiz) sowie Grundstücke im britischen Beauly, auf dem das "Belladrum Festival" stattfindet, und das Veranstaltungsareal des Musikfestivals "Nature One" in Kastellaun (Deutschland).

Ein stetig wachsender Anteil der mehr als 10 Mio. Tickets, die die DEAG im Jahr 2023 abgesetzt hat, wird über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen umgesetzt. Der Anteil der über die eigenen Ticketing-Plattformen vertriebenen Tickets soll stetig erhöht werden und die Plattformen auch als attraktive Alternative für Dritt-Content-Produzenten fungieren. Die DEAG strebt an, zu einem etablierten Vertriebskanal in ihren Kernmärkten nicht nur im Bereich Konzerte und Events, sondern auch bei Ausstellungen zu werden. Die DEAG bietet Veranstaltungspartnern mit ihren Ticketing-Plattformen vielfältige Services wie dynamische Preisgestaltung, umfangreiche Datennutzung und State-of-the-Art-Technologie wie dem Angebot von NFT-Ticketing aus einer Hand.

Mit ihrem erfahrenen Management, der Expertise ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und einer tragfähigen Struktur verfügt die DEAG über eine gute Reputation und einen sehr guten Zugang zu nationalen und internationalen Künstlern. Als Spezialist für Live-Entertainment-Veranstaltungen ist die DEAG zudem ein wichtiger Kooperationspartner für große Medienunternehmen. Durch diese gezielten Kooperationen eröffnen sich der DEAG zusätzliche Wachstumspotenziale. Die DEAG und ihre Tochtergesellschaften sind eine etablierte Größe der europäischen Live-Entertainment-Branche.

Die DEAG hat auch 2023 ihre Buy- & Build-Strategie erfolgreich fortgeführt und beispielsweise ihren Anteil an der Tochtergesellschaft I-Motion von 50,1 % auf 100 % aufgestockt. Ziel der DEAG ist es, im Rahmen ihrer Buy- & Build-Strategie nach erfolgreicher Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen Minderheitenanteile sukzessive zu reduzieren. Durch Übernahmen und Eingliederungen von Wettbewerbern und Dienstleistern erweitert die DEAG ihr Portfolio, erhält Zugang zu hochklassigen Veranstaltungsformaten und -orten sowie State-of-the-Art-Technologien und verstärkt die geografische Abdeckung in ihren Kernmärkten. Die Erweiterung ihres Portfolios bietet der DEAG hohe Synergie- und Integrationspotenziale, insbesondere in den Bereichen Live Entertainment und Ticketing sowie bei der Künstlerakquisition und der Entwicklung neuer Veranstaltungsformate und Standorte. Seit 2019, hat die DEAG mehr als 20 Unternehmen neu gegründet oder nach der Übernahme erfolgreich integriert. Auch zukünftig will die DEAG eine aktive Rolle bei der Konsolidierung der Live-Entertainment-Branche spielen und die internationalen Aktivitäten weiter ausbauen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf ergänzenden Akquisitionen im Bereich Ticketing sowie der Expansion in neue europäische Märkte.

Konzernstruktur, Beteiligungen, Standorte und Mitarbeiter

Die DEAG berichtet in den Segmenten Live Touring und Entertainment Services über die Geschäftsentwicklung der DEAG-Holding als Konzernmuttergesellschaft mit ihren über 60 verbundenen Gesellschaften an aktuell 22 Standorten in Deutschland, Großbritannien, Irland, der Schweiz, Dänemark und Spanien.

Im Segment Live Touring wird das Tourneegeschäft ausgewiesen. Hierzu zählen die Aktivitäten der Gesellschaften DEAG Classics (Berlin) mit The Classical Company (Zürich, Schweiz), CSB Island Entertainment (Fanø, Dänemark), lit.COLOGNE und litissimo (beide in Köln ansässig), DEAG Concerts (Berlin), KBK Konzert- und Künstleragentur (Berlin), Wizard Promotions Konzertagentur (Frankfurt/ Main), Grünland Family Entertainment (Berlin), Global Concerts Touring (München), Christmas Garden Deutschland (Berlin) und Hans Boehlke Elektroinstallationen (Berlin), I-Motion GmbH Event & Communication (Mülheim-Kärlich), MEWES Entertainment Group (Hamburg), des Teilkonzerns Myticket Services inkl. Gigantic Holding und Gigantic Tickets (London, Großbritannien) sowie Oshi Software, des Teilkonzerns Kilimanjaro (London, Großbritannien) einschließlich der Flying Music Group und Singular Artists (Dublin/Irland) sowie dem Teilkonzern JAS Theatricals (vormals Kilimanjaro Theatricals), die UK Live, Regular Ltd. (Edinburgh, Großbritannien), der Teilkonzern Fane Productions inklusive der LoveMyRead sowie GET ROCK und ROCKFEST Entertainment (Barcelona, Spanien).

Im Segment Entertainment Services werden das regionale Geschäft sowie das gesamte Dienstleistungsgeschäft ausgewiesen. Hierzu zählen die Aktivitäten der AIO-Gruppe (Glattpark, Schweiz) einschließlich des Teilkonzerns Live Music Production (LMP)/Live Music Entertainment (LME); beide in Le Grand-Saconnex, Schweiz, ansässig, der Global Concerts (München), Concert Concept (Berlin), des Teilkonzerns C2 Concerts (Stuttgart), Grandezza Entertainment (Berlin), River Concerts (Berlin) und CES Concert & Event Supply (Hamburg), Kultur im Park (Berlin), handwerker promotion (Unna), FOH Rhein Main Concerts (Frankfurt/Main), LiveGeist Entertainment (Frankfurt/Main), Kultur- und Kongresszentrum Jahrhunderthalle (Frankfurt/Main), Airbeat One (Berlin), Indian Spirit (Berlin) sowie der mytic myticket (Berlin).

Im Berichtsjahr ergaben sich Veränderungen des Konsolidierungskreises im Wesentlichen bezogen auf die seit dem 01.01.2023 erstmals in den Konzern einbezogenen inländischen Tochterunternehmen A.C.T. Artist Agency GmbH (Berlin) und Media On-Line GmbH & Co. Classic Open Air (Berlin) und der seit 01.11.2023 einbezogenen BfS - Berlin feiert Silvester GmbH (Berlin) sowie der erstmalig einbezogenen, im Ausland ansässigen Tochterunternehmen GET ROCK LIVE S.L. und ROCKFEST ENTERTAINMENT S.L. (beide ansässig in Barcelona/Spanien seit 01.12.2023).

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 556 Mitarbeiter (Vorjahr: 436 Mitarbeiter) für den DEAG-Konzern im In- und Ausland tätig. Bei der DEAG Deutsche Entertainment AG waren im Jahresdurchschnitt 37 Mitarbeiter (Vorjahr: 34 Mitarbeiter) beschäftigt.

1.2 STEUERUNGSSYSTEM UND LEISTUNGSINDIKATOREN

Das Finanzmanagement der DEAG ist zentral organisiert. Zur Minimierung von Risiken und Nutzung konzernübergreifender Optimierungspotenziale bündelt die Gesellschaft die wesentlichen finanziellen Entscheidungen innerhalb des Konzerns. Im Projektgeschäft werden die Bruttomarge sowie die Break-Even-Ticketanzahl als wichtigste Steuerungsgrößen herangezogen. Bei der Gesamtunternehmenssteuerung sind wie in der Vergangenheit Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sowie seit dem Berichtsjahr auch der nicht-finanzielle Leistungsindikator Anzahl verkaufter Tickets auf Gesamtunternehmensebene die entscheidenden Kennziffern, die ebenso von Marktteilnehmern, Investoren und finanzierenden Banken zur Beurteilung herangezogen werden. Bei Unternehmensakquisitionen ist neben den unternehmensbezogenen Kennziffern die Amortisationsdauer des Kaufpreises ein wichtiges Entscheidungskriterium. Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können und zugleich die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Die Erfüllung von Covenants-Kriterien im Zusammenhang mit in Anspruch genommenen Finanzierungen wird laufend überwacht.

2. WIRTSCHAFTSBERICHT

2.1 GESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGEN

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts (Destatis) sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3 %. Im Vorjahr war das BIP noch um 1,8 % gestiegen. Hohe Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzukamen laut Destatis ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringe Nachfrage aus dem In- und Ausland. Die privaten Konsumausgaben sanken 2023 preisbereinigt um 0,8 % im Vergleich zum Vorjahr, was vor allem auf hohe Verbraucherpreise zurückzuführen sei. Erstmals seit fast 20 Jahren gingen zudem die Staatsausgaben zurück. Sie sanken preisbereinigt um 1,7 %. Der Rückgang ist vor allem auf den Wegfall staatlich finanzierter COVID-19-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern zurückzuführen. Diese Maßnahmen hatten zuvor die Wirtschaftsleistung gestützt.

Die Bundesregierung erwartet für das Jahr 2024 einen leichten Anstieg der Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Das weltwirtschaftliche Umfeld sei labil und das Wachstum des Welthandels historisch niedrig, was für eine Exportnation wie Deutschland eine Herausforderung sei. Hohe Zinsen wirkten sich zudem negativ auf die Investitionen der Unternehmen aus. Auch der Arbeitskräftemangel sei ein Problem, das sich in den nächsten Jahren verschärfen und das Potenzialwachstum dämpfen werde. Die Europäische Kommission geht in ihrer Winterprognose für Deutschland von einem Wirtschaftswachstum von 0,3 % für 2024 und von 1,2 % für 2025 aus. Für die EU erwartet die Kommission ein Wirtschaftswachstum von 0,9 % im Jahr 2024 und für das Folgejahr einen Zuwachs von 1,7 %. Für das Jahr 2023 hat die Europäische Kommission ein Wirtschaftswachstum in der EU von 0,5 % ermittelt.

Im Vereinigten Königreich weist das Office for National Statistics, nach einem Plus von 4,3 % im Vorjahr, für 2023 einen leichten Zuwachs des BIP um 0,1 % aus. Der Internationale Währungsfonds erwartet für das Vereinigte Königreich 2024 ein Wirtschaftswachstum von 0,6 %. Für 2025 wird ein Zuwachs von 1,6 % prognostiziert. Ursächlich für das Wirtschaftswachstum sei, dass die verzögerten Auswirkungen der hohen Energiepreise nachließen und die Desinflation zu einer Erholung der Realeinkommen führe.

In der Schweiz hat das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % im Jahr 2023 ermittelt, nach 2,5 % im Vorjahr. Die Wachstumsverlangsamung stehe im Zusammenhang mit der Normalisierung im Nachgang der COVID-19-Krise. Zudem lastete das herausfordernde internationale Umfeld auf der konjunkturellen Entwicklung. Die Raiffeisen-Ökonomen erwarten ein BIP-Wachstum von 0,8 % in 2024. Der Industriesektor müsse mangels Neuaufträgen die Produktion weiter drosseln und der Kaufkraftverlust dämpfe die Konsumdynamik, urteilen die Ökonomen.

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC prognostiziert in der aktuellen Studie "German Entertainment and Media Outlook 2023-2027" für den deutschen Medienmarkt eine jährliche durchschnittliche Wachstumsrate von 2,1 % bis 2027. Das Gesamtmarktvolumen in Deutschland belaufe sich demnach auf 73,1 Mrd. Euro in 2027. Die Einnahmen aus Livemusik haben sich 2022 auf 1,7 Mrd. Euro mehr als verdoppelt, was vor allem auf Nachholeffekte nach der COVID-19-Pandemie zurückzuführen ist. Für 2023 rechnet PwC mit einem Plus von rund 11,2 % auf 1,9 Mrd. Euro. 2027 soll der Umsatz im Bereich Livemusik bei rund 2,1 Mrd. Euro liegen und bis dahin durchschnittlich um jährlich 4,0 % wachsen. Die Erlöse aus Ticketverkäufen dürften 2027 einen Umsatz von 1,6 Mrd. Euro ausmachen, nach 1,5 Mrd. Euro 2023. Die Sponsoringumsätze sollten sich nach Schätzungen von PwC 2027 auf 436 Mio. Euro belaufen (2023: 388 Mio. Euro).

Größter Medienmarkt in Europa bleibt das Vereinigte Königreich. Wie aus der Studie "Global Entertainment & Media (E&M) Outlook 2023-2027" hervorgeht, erwartet PwC für den Medienmarkt in UK bis 2027 eine jährliche Wachstumsrate von 4 %. Die Erlöse sollen dann bei 100 Mrd. GBP liegen.

2.2 GESCHÄFTSVERLAUF

Die DEAG hat im Geschäftsjahr 2023 die erwartungsgemäß gute Entwicklung verzeichnet. Getragen wurde die positive Geschäftsentwicklung dabei zuvorderst durch starkes organisches Wachstum. Die DEAG hat im Berichtszeitraum ihre langfristige Wachstumsstrategie konsequent umgesetzt und dabei den Anteil an DEAG-eigenen Formaten planmäßig ausgebaut sowie ihre Expansions- und Buy- & BuildStrategie weiter vorangetrieben.

In der Berichtsperiode hat die DEAG in sämtlichen Geschäftsbereichen erfolgreich eine Vielzahl von Konzerten und Events durchgeführt. Im Bereich Rock/Pop veranstaltete die DEAG unter anderem Konzerte und Tourneen mit Iron Maiden, Hans Zimmer, Rod Stewart und Die Ärzte sowie zahlreiche Open-Air- und EDM-Festivals (Electronic Dance Music). Im Bereich Classics & Jazz hat die DEAG Konzerte mit den Berliner Philharmonikern in der Berliner Waldbühne durchgeführt und im Bereich Spoken Word & Literary Events das internationale Literaturfestival "lit.COLOGNE" und das Philosophiefestival "phil. COLOGNE" sowie zahlreiche Autorenlesungen, Theateraufführungen, Poetry Slams, Debatten und Kurse. Im Bereich Arts+Exhibitions hat die DEAG die Christmas Garden in der bis Januar 2024 andauernden Saison 2023/2024 auf 21 Standorte in sechs europäischen Ländern ausgeweitet. Insgesamt wurden die 21 Christmas Garden von mehr als 2 Mio. Menschen besucht. Weiter ausgebaut hat die DEAG ebenfalls ihre Eigen-Produktionen mit Formaten wie "Das Dschungelbuch", dem Crossover-Event "Urbanatix" oder der großen Silvesterparty am Brandenburger Tor "Celebrate at the Gate", die live vom ZDF übertragen wurde. Auch das Service-Geschäft als Ergänzung der Wertschöpfungskette im Live Entertainment hat sich sehr gut entwickelt. Eigene, margenstarke Veranstaltungsformate der DEAG tragen heute einen Großteil zum Gesamtumsatz bei. Der Anteil wiederkehrender Erlöse durch DEAG-eigene Marken und Events soll weiter ausgebaut werden. Für die Gesellschaft gehen damit eine noch bessere Visibilität und Planbarkeit der Umsätze einher.

2023 hat die DEAG insgesamt mehr als 10 Mio. Tickets abgesetzt, nach 9 Mio. 2022. Ein zunehmender Anteil der Tickets wird dabei über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen myticket.de, myticket.at, myticket.co.uk, gigantic.com und tickets.ie verkauft. Das Ticketing ist einer der Wachstumstreiber der DEAG und leistet bereits heute einen erheblichen Beitrag zum Gesamtergebnis.

Die DEAG hat 2023 ihre Buy- & Build-Strategie erfolgreich fortgeführt und im Oktober 2023 beispielsweise den Anteil an ihrer Tochtergesellschaft I-Motion von 50,1 % auf 100 % aufgestockt. Damit unterstreicht die DEAG ihr Ziel, nach erfolgreicher Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen perspektivisch die Minderheitenanteil konsequent abzubauen. Mit Events wie "MAYDAY" und "NATURE ONE" gehört I-Motion zu den führenden Veranstaltern von Festivals im Bereich EDM weltweit. Die DEAG baut ihre Geschäftsaktivitäten und den Anteil an eigenen margenstarken EDM- und Open-Air-Events immer weiter aus und sieht in diesem Bereich hohe Expansionspotenziale in Deutschland und dem europäischen Ausland.

Die gute Marktposition in Großbritannien wurde durch die Eröffnung eines Standortes in Wales weiter ausgebaut. Die DEAG ist als nationaler Veranstalter mit Standorten in England, Wales und Schottland vertreten und kann so ihre Aktivitäten in UK noch enger miteinander verzahnen und Angebote bündeln. Die DEAG ist 2023 zudem in den spanischen Rock/Pop-Markt eingetreten. Erste Veranstaltungen sollen in Spanien 2024 durchgeführt werden. Für die DEAG ergeben sich mit der Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in Spanien Synergieeffekte insbesondere für das Ticketing- und Live-Entertainment-Geschäft, aber auch bei der Entwicklung neuer Standorte und Formate. Die DEAG hat bereits beste Erfahrungen mit ihren Christmas-Garden-Standorten in Madrid, Barcelona, Valencia und Málaga gemacht und will dort auch Events anbieten, die bereits erfolgreich in anderen Ländermärkten veranstaltet wurden.

Im Sommer 2023 hat die DEAG eine neue Unternehmensanleihe mit einer Laufzeit von drei Jahren und einem Volumen von 50 Mio. Euro vollständig platziert. Die Erlöse dienen der Finanzierung der langfristigen Wachstumsstrategie der DEAG, insbesondere ihrer M&A-Aktivitäten.

Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2023 bei 313,5 Mio. Euro (Vorjahr: 324,8 Mio. Euro) und das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) bei 26,4 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro). Damit hat die DEAG bei den Finanzkennzahlen ihr Ziel eines Umsatzes von über 300 Mio. Euro und einer hohen Profitabilität erreicht. Die Finanzkennzahlen 2022 waren noch deutlicher von Nachholeffekten nach der COVID-19-Pandemie sowie Fördermitteln aus COVID-19-Hilfsprogrammen geprägt. Die DEAG sieht sich für zukünftiges Wachstum sehr gut am Markt positioniert und erwartet auch aufgrund eines vielversprechenden Start mit starken Vorverkäufen in das laufende Geschäftsjahr 2024 für das Gesamtjahr weiteres Wachstum.

2.3 FINANZ-, VERMÖGENS- UND ERTRAGSLAGE

2.3.1 Ertragslage des Konzerns

Der DEAG-Konzern erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von 313,5 Mio. Euro (Vorjahr: 324,8 Mio. Euro). Der positive Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde überwiegend organisch und ohne nennenswerte Nachholeffekte infolge der COVID-19-Pandemie wie noch im Vorjahr erzielt. Treiber dieser Entwicklung war eine positive Ergebnisentwicklung im Segment Entertainment Services und insbesondere des Ticketing-Geschäfts sowie der Ausbau DEAG-eigener Veranstaltungsformate und die erfolgreiche Umsetzung der Buy- & Build-Strategie.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz beträgt 60,1 Mio. Euro nach 61,2 Mio. Euro im Vorjahr. Die Umsatzkosten betreffen die veranstaltungsbezogenen Einzelkosten. Die Rohertragsmarge verbesserte sich von 18,8 % im Vorjahr auf 19,2 % im abgelaufenen Berichtsjahr.

Im Geschäftsjahr 2023 erhöhten sich die Vertriebskosten um ca. 9,9 % von 24,1 Mio. Euro auf 26,5 Mio. Euro. Die Verwaltungskosten stiegen um 15,7 % auf 35,2 Mio. Euro nach 30,4 Mio. Euro im Vorjahr im Wesentlichen bedingt durch erhöhte Personalaufwendungen und Abschreibungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,0 % von 17,9 Mio. Euro auf 19,0 Mio. Euro. Sie betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen über 5,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro), Zuschüsse und Unterstützungsleistungen aus "COVID-19"-Hilfsprogrammen in allen Ländermärkten in Höhe von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 9,6 Mio. Euro), ergebniswirksam erfasste Fair-Value-Änderungen von bedingten Kaufpreisverbindlichkeiten und Optionen aus Akquisitionen in Höhe von 3,5 Mio. Euro (Vorjahr: 4,5 Mio. Euro), Erfassung von Versicherungsentschädigungen und Schadenersatzforderungen in Höhe von 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) sowie der erfolgswirksamen Erfassung des negativen Unterschiedsbetrags aus einer Kaupreisallokation in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro).

Die Förderungen aus "COVID-19"-Hilfsprogrammen betreffen in Höhe von 3,3 Mio. Euro (Vorjahr: 7,5 Mio. Euro) Leistungen öffentlicher Kassen zur Förderung von Veranstaltungen und Projekten, bei denen im Wesentlichen Mindereinnahmen und/oder erhöhte Veranstaltungs- und Produktionskosten ohne weitere Ergebniswirkung ausgeglichen wurden.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von 4,1 Mio. Euro (Vorjahr: 4,6 Mio. Euro) beinhalten im Wesentlichen Fair-Value-Anpassungen in Höhe von 1,9 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro) sowie Aufwand aus Verlusten aus Schadensfällen in Höhe von 0,4 Mio. Euro (Vorjahr: 0,4 Mio. Euro).

Unter Berücksichtigung einer Verrechnung der veranstaltungs- und projektbezogenen Fördermittel in den entsprechenden Projekten und einer Saldierung der Erträge und Aufwendungen aus Fair-Value-Änderungen würden die sonstigen betrieblichen Erträge 13,8 Mio. Euro und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen 2,1 Mio. Euro betragen.

Das EBITDA belief sich im Berichtsjahr auf 26,4 Mio. Euro (Vorjahr: 30,9 Mio. Euro). Im Vergleich zum Vor-Pandemie-Jahr 2019 stieg das EBITDA um mehr als 12 Mio. Euro (2019: 14,1 Mio. Euro).

Die Abschreibungen in Höhe von 13,1 Mio. Euro (Vorjahr: 11,0 Mio. Euro) umfassen mit 3,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,9 Mio. Euro) planmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie mit 6,3 Mio. EUR (Vorjahr: 5,3 Mio. Euro) auf Leasing-Nutzungsrechte und mit 2,9 Mio. Euro (Vorjahr: 2,8 Mio. Euro) Abschreibungen auf im Zusammenhang mit Kaufpreisallokationen angesetzte Vermögenswerte.

Das EBIT belief sich im Berichtszeitraum auf 13,3 Mio. Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro).

Aufgrund von erhöhten Zinsaufwendungen erhöhte sich das Finanzergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr auf -6,9 Mio. Euro (Vorjahr: -6,0 Mio. Euro). Es betrifft im Wesentlichen das Zinsergebnis und Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit der Leasingbilanzierung, gestiegenen Zinsen der Kreditlinien und die Erhöhung bzw. Ausgabe der Anleihe.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag stiegen leicht und betragen -5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -4,1 Mio. Euro).

Das Konzernergebnis vor Anteilen anderer Gesellschafter beträgt 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro), was einem Ergebnis von 0,07 Euro je Aktie (Vorjahr: 0,46 Euro je Aktie) entspricht. Das Konzernergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter beträgt -2,1 Mio. Euro (Vorjahr: 5,2 Mio. Euro). Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von -0,10 Euro (Vorjahr: +0,24 Euro je Aktie).

2.3.2 Entwicklung der Segmente

Die DEAG berichtet in einer unveränderten Segmentstruktur. Diese bildet die Aktivitäten des Konzerns zutreffend und übersichtlich ab.

Umsatzerlöse
in Mio. Euro

2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Live Touring 186,6 221,4 -34,8
Entertainment Services 145,9 121,5 24,4

EBITDA
in Mio. Euro

2023 2022 Veränderung zum Vorjahr
Live Touring 18,0 28,1 -10,1
Entertainment Services 16,7 11,5 5,2

Während das Segment Entertainment Services deutliche Steigerungen sowohl bei den Umsatzerlösen als auch EBITDA erzielen konnte, war die Ergebnisentwicklung im Segment Live Touring rückläufig. Ursächlich hierfür ist, dass das Segment Entertainment Services noch bis in die zweite Hälfte des Vorjahres durch COVID-19-Einschränkungen geprägt war, während pandemiebedingt das Nachholen von Veranstaltungen im Live-Touring-Segment das Ergebnis im Vorjahr deutlich positiver beeinflussten.

Der insgesamt positive Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde überwiegend organisch und ohne nennenswerte Nachholeffekte infolge der COVID-19-Pandemie wie noch im Vorjahr erzielt.

2.3.3 Vermögenslage des Konzerns

Die Bilanzsumme hat sich zum Stichtag gegenüber dem Vorjahr um 35,3 Mio. Euro auf 301,7 Mio. Euro (31.12.2022: 266,4 Mio. Euro) erhöht.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betragen 151,9 Mio. Euro nach 126,1 Mio. Euro im Vorjahr. Die Veränderung betrifft neben den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (+2,5 Mio. Euro), den geleisteten Zahlungen (+9,6 Mio. Euro), insbesondere gestiegene liquide Mittel (+15,0 Mio. Euro). Die liquiden Mittel belaufen sich somit zum 31.12.2023 auf 89,8 Mio. Euro (Vorjahr: 74,8 Mio. Euro).

Die langfristigen Vermögenswerte sind im Vergleich zum 31.12.2022 um 9,4 Mio. Euro auf 149,8 Mio. Euro angestiegen (31.12.2022: 140,4 Mio. Euro). Ursächlich hierfür sind im Wesentlichen Zugänge von Sachanlagen (+3,3 Mio. Euro), Geschäfts- oder Firmenwerte (+2,9 Mio. Euro) und Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte (+2,2 Mio. Euro). Dies spiegelt insbesondere die Integration der im Berichtsjahr erstmalig in den Konzernabschluss einbezogenen akquirierten Unternehmen wider.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten verringerten sich um 6,6 Mio. Euro auf 173,9 Mio. Euro (31.12.2022: 180,5 Mio. Euro). Wesentliche Ursache für den Rückgang war die Erfassung der neuen refinanzierten Unternehmensanleihe 2023/2026 in den langfristigen Verbindlichkeiten (+45,7 Mio. Euro), während die vorherige und im Geschäftsjahr refinanzierte Unternehmensanleihe 2018/2023 im Vorjahr in den kurzfristigen Verbindlichkeiten bilanziert war (-24,6 Mio. Euro). Einen deutlichen Zuwachs von +20,9 Mio. Euro auf 83,6 Mio. Euro (31.12.2022: 62,6 Mio. Euro) verzeichneten die Vertragsverbindlichkeiten. Diese Position betrifft am Bilanzstichtag erhaltene Anzahlungen von Endkunden für Eintrittskarten künftiger Veranstaltungen und verdeutlichen die gefüllte Veranstaltungspipeline in den kommenden Monaten.

Analog hat sich die Struktur der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Vergleich zum 31.12.2022 verändert. Insgesamt verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig) um 3,6 Mio. Euro, wobei das Fristenprofil eine Verschiebung verzeichnete. Während sich der kurzfristige Anteil gegenüber dem Vorjahr um 9,5 Mio. Euro auf 12,8 Mio. Euro verringerte, zeigt sich der langfristige Anteil um 5,8 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro erhöht.

Die Nettoverschuldung, definiert als die Summe der Bruttofinanzverbindlichkeiten (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Anleihe) abzüglich der liquiden Mittel, beträgt -14,1 Mio. Euro zum 31.12.2023 nach -16,5 Mio. Euro am 31.12.2022.

Das Eigenkapital verringerte sich um 11,9 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro (31.12.2022: 38,5 Mio. Euro). Diese Entwicklung ist auf das Jahresergebnis sowie Effekte aus der Aufstockung konsolidierter Gesellschaften zurückzuführen. Bei gleichzeitiger Erhöhung der Bilanzsumme aufgrund der sehr guten Ticketvorverkäufe und der Erstkonsolidierung kürzlich erworbener Unternehmen ist die Eigenkapitalquote von 8,8 % nach 14,4 % im Vorjahr rückläufig.

2.3.4 Finanzlage des Konzerns
in Mio. Euro

2023 2022
Mittelzu-/abfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit 31,0 -31,7
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -5,0 -12,8
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit -9,4 -0,1
Veränderung der liquiden Mittel 16,6 -44,6
Wechselkurseffekte -1,6 0,7
Finanzmittelfonds am 01.01. 74,8 118,7
Finanzmittelfonds am 31.12. 89,8 74,8

Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt 31,0 Mio. Euro nach -31,7 Mio. Euro im Vorjahr. Ausgehend von einem positiven Konzernergebnis nach Steuern in Höhe von 1,5 Mio. Euro (Vorjahr: 9,9 Mio. Euro) und gegenüber dem Vorjahr erhöhten Abschreibungen in Höhe von 13,1 Mio. Euro resultiert der starke Mittelzufluss im Berichtsjahr im Wesentlichen aus der Erhöhung des Vorauszahlungssaldos (Entwicklung der erhaltenen Anzahlungen / Vertragsverbindlichkeiten abzüglich geleisteter Zahlungen) von 46,2 Mio. Euro um 11,8 Mio. Euro auf 58,0 Mio. Euro. Dieser Anstieg zeigt auf Basis des organischen Wachstums in 2023 den starken Vorverkauf von Eintrittskarten für künftige Veranstaltungen in 2024. Der deutlich negative Mittelabfluss im Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus den gegenüber 2021 stark reduzierten Vertragsverbindlichkeiten in Folge der deutlichen Wiederbelebung des operativen Geschäfts in 2022 nachdem in 2020 und 2021 keine relevanten operativen Liquiditätsabflüsse zu verzeichnen waren.

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit in Höhe von -5,0 Mio. Euro (Vorjahr: -12,8 Mio. Euro) resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in Sachanlagen insbesondere Büro- und Geschäftsausstattung aufgrund der gestiegenen Geschäftstätigkeiten und immaterielle Vermögenswerte (-4,6 Mio. Euro) und Kaufpreiszahlungen für erworbene Mehrheitsbeteiligungen (-0,6 Mio. Euro).

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von -9,4 Mio. Euro (Vorjahr: -0,1 Mio. Euro) betrifft neben dem positiven Saldo aus der Refinanzierung der Anleihe (25 Mio. Euro) den negativen Saldo aus der Aufnahme und planmäßigen Tilgung von Finanzschulden (-3,8 Mio. Euro), gestiegene Zinsausgaben (-6,8 Mio. Euro), Auszahlungen an Leasinggeber (-6,2 Mio. Euro), Dividendenauszahlungen an andere Gesellschafter auf Ebene der Tochtergesellschaften (4,6 Mio. Euro) und Zahlungen an andere Gesellschafter (8,9 Mio. Euro).

Insgesamt - einschließlich der Wechselkurseffekte - erhöhte sich der Finanzmittelfonds im Berichtszeitraum um 15,0 Mio. Euro auf 89,8 Mio. Euro.

Am Bilanzstichtag 31.12.2023 standen der DEAG neben der Anleihe von 25,0 Mio. Euro (nach Refinanzierung der Anleihe 2018/2023) insgesamt Finanzierungslinien in Höhe von 35,0 Mio. Euro zur Verfügung, die in Höhe von 18,1 Mio. Euro nicht in Anspruch genommen waren. Einschließlich der Sichtguthaben bei der Muttergesellschaft und den Tochterunternehmen betrugen die vollständig in der Disposition des Konzerns befindlichen liquiden Mittel damit rd. 110 Mio. Euro, die u.a. der Finanzierung zur Verfügung stehen.

2.3.5 Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der DEAG (Holding)

Die weiteren Ausführungen zur DEAG-Holding betreffen den nach handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Jahresabschluss.

Ertragslage

Die DEAG hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis in Höhe von -3,6 Mio. Euro realisiert (Vorjahr: -7,0 Mio. Euro). Zur Verbesserung des Ergebnisses trug maßgeblich das Beteiligungsergebnis bei. Während im Vorjahr keine nennenswerten Dividenden vereinnahmt wurden, konnten aufgrund der Stabilisierung der operativen Geschäftstätigkeit im Vorjahr und Geschäftsjahr die positiven Ergebnisse der Tochtergesellschaften vereinnahmt werden. Dagegen wirken sich im Vergleich zum Vorjahr erhöhte Verwaltungskosten aus.

Die Erträge der DEAG resultieren hauptsächlich aus Dienstleistungserträgen, Provisionen sowie Lizenzgebühren und beliefen sich im Geschäftsjahr unverändert zum Vorjahr auf 1,2 Mio. Euro. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Risikovorsorgen für mögliche Rückzahlungsverpflichtungen sowie aus der Herabsetzung von Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und betragen zum Stichtag 4,7 Mio. Euro nach 3,0 Mio. Euro im Vorjahr.

Höhere Aufwendungen fielen im Wesentlichen bei den Verwaltungskosten an. Diese sind im Berichtsjahr auf 16,0 Mio. Euro gestiegen (Vorjahr: 10,5 Mio. Euro). Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen zusätzliche Personal- und Sachaufwendungen infolge der erfolgreichen Platzierung der Unternehmensanleihe 2023/2026. Dagegen haben sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 Mio. Euro reduziert. Der Rückgang ist im Wesentlichen durch den Aufwand aus der Ausbuchung einer Schadenersatzforderung im Vorjahr begründet. Das Zinsergebnis hat sich um -0,8 Mio. Euro auf -2,2 Mio. Euro erhöht (Vorjahr: -1,4 Mio. Euro). Das Beteiligungsergebnis im Geschäftsjahr hat sich deutlich verbessert auf 11,3 Mio. Euro (Vorjahr: 3,7 Mio. Euro).

Finanz- und Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich auf 107,9 Mio. Euro (31.12.2022: 87,6 Mio. Euro) erhöht.

Das Finanzanlagevermögen hat sich leicht auf 18,8 Mio. Euro (31.12.2022: 19,3 Mio. Euro) reduziert und beinhaltet im Wesentlichen Anteile an verbundenen Unternehmen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen 84,5 Mio. Euro (31.12.2022: 66,2 Mio. Euro). Ursächlich für die Veränderung sind im Wesentlichen die Forderungen aus Ergebnisabführungsverträgen.

Am 31.12.2023 betrugen die liquiden Mittel unverändert zum Vorjahr 0,2 Mio. Euro. Insgesamt stehen der DEAG Finanzierungslinien von 35,0 Mio. Euro zur Verfügung, die zum 31.12.2023 in Höhe von 18,1 Mio. Euro nicht in Anspruch genommen waren. Damit verfügt die DEAG über freie Liquidität in Höhe von 18,3 Mio. Euro.

Das Eigenkapital der DEAG beträgt 14,3 Mio. Euro (31.12.2022: 17,8 Mio. Euro). Die Veränderung betrifft das Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote hat sich um 7,1 %-Punkte auf 13,2 % (31.12.2022: 20,3 %) reduziert.

Rückstellungen sind unverändert zum Vorjahr und betragen 8,1 Mio. Euro. Sie beinhalten im Wesentlichen personalbezogene Rückstellungen (im Vorjahr personalbezogene Rückstellungen und Risikovorsorge für Rückzahlungsansprüche).

Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus der Anleihe mit 50,0 Mio. Euro (31.12.2022: 25,0 Mio. Euro) und aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit 22,8 Mio. Euro (31.12.2022: 24,1 Mio. Euro).

2.4 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE DES UNTERNEHMENS

Für das Geschäftsjahr 2023 plante der Vorstand für den Konzern mit einem Jahresumsatzziel von über 300 Mio. Euro und einer weiterhin hohen Profitabilität das 2022 erstmals erreichte Umsatz- und ErgebnisNiveau zu stabilisieren. Hervorzuheben ist die gute Ergebnisentwicklung des Segment Entertainment Services, welches deutliche Steigerungen sowohl bei den Umsatzerlösen als auch EBITDA erzielen konnte. Das Segment Entertainment Services war bis in die 2. Hälfte des Vorjahres noch deutlich durch COVID-19-Einschränkungen geprägt, während der Geschäftsbetrieb des Jahres 2023 davon unberührt blieb. Der positive Verlauf des Geschäftsjahres 2023 wurde überwiegend organisch und ohne nennenswerte Nachholeffekte infolge der COVID-19-Pandemie wie noch im Vorjahr erzielt.

Die sehr gute Geschäftsentwicklung in 2023 ist insbesondere auf starkes organisches Wachstum zurückzuführen. Der Umsatz belief sich im Geschäftsjahr auf 313,5 Mio. Euro (Vorjahr: 324,8 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 26,4 Mio. Euro (Vj. 30,9 Mio. Euro). Die Finanzkennzahlen 2022 waren noch deutlicher von Nachholeffekten nach der COVID-19-Pandemie sowie Fördermitteln aus COVID-19-Hilfsprogrammen geprägt. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 haben sich die Finanzkennzahlen verbessert: Der Umsatz in 2019 hat 185,2 Mio. Euro und das EBITDA 14,1 Mio. Euro betragen.

Die DEAG sieht sich langfristig gut aufgestellt. Das Unternehmen verfügt über ein intaktes Geschäftsmodell, eine robuste Finanzausstattung und eine gut gefüllte Veranstaltungspipeline. Per Ende Dezember 2023 summierte sich die verfügbare Liquidität auf rund 110 Mio. Euro.

Zusammenfassend wertet der Vorstand die wirtschaftliche Lage des Unternehmens als gut sowie das Geschäftsmodell als grundsätzlich intakt und auch in Zukunft profitabel ein.

3. RISIKOBERICHT

Risiken sind ein inhärenter Teil unternehmerischen Handelns und somit sind die DEAG und der DEAG-Konzern allgemeinen Markt- und Geschäftsrisiken sowie speziellen Branchen-Risiken ausgesetzt

Daher hat die DEAG ein konzernweites Überwachungssystem eingerichtet, wodurch den Fortbestand der Gesellschaft und des Konzerns gefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt werden sollen. Die Überwachung der Geschäftstätigkeit zur frühen Erkennung bestandsgefährdender Risiken wird gegenwärtig in weitem Umfang durch den Vorstand und den Bereich Unternehmenscontrolling in der Zentrale vorgenommen. Im Mittelpunkt des Überwachungs- und Steuerungssystems stehen die Liquiditätsplanung, die Projektkalkulationen und Überwachung der Vorverkaufszahlen aller operativen Konzerngesellschaften sowie die laufende Prognose der Ertragslage der Einzelgesellschaften und des Konzerns. Die Steuerung des Konzerns erfolgt sowohl auf Basis von finanziellen Leistungsindikatoren wie Umsatz, EBITDA als auch auf Basis von nicht-finanziellen Leistungsindikatoren (Ticketabsatz). Die erkannten Risiken werden unterjährig regelmäßig mit den Geschäftsbereichsverantwortlichen überprüft, mit dem Ziel, den Eintritt vorhandener Risiken zu verhindern oder deren Auswirkungen auf die DEAG und den DEAG-Konzern zu minimieren. Im Rahmen dieses Prozesses werden die Chancen und Risiken identifiziert, gemeinsam von Vorstand und geschäftsleitenden Organen der Tochtergesellschaften quantifiziert und Steuerungsmaßnahmen festgelegt, die regelmäßig überprüft und soweit erforderlich angepasst werden.

3.1.1 Markt/Wettbewerb

Der DEAG-Konzern ist dem Risiko allgemeiner Veränderungen des Freizeit- und Konsumverhaltens der Konzertbesucher ausgesetzt

Der geschäftliche Erfolg des DEAG-Konzerns hängt ganz wesentlich vom Besucheraufkommen bei den Konzerten und sonstigen Veranstaltungen ab, an deren Durchführung die DEAG-Gruppe mit ihren jeweiligen Leistungen beteiligt ist. Die Angebote der Gesellschaft stehen dabei nicht nur in Konkurrenz zu denen unmittelbarer Wettbewerber, sondern ebenso zu solchen von Anbietern anderer Freizeitangebote, insbesondere Sportveranstaltungen und Filmaufführungen. Es kann passieren, dass das Interesse der jeweiligen Bevölkerung am Besuch von Konzertveranstaltungen zurückgeht, weil sich beispielsweise allgemein die Prioritäten bei der Freizeitgestaltung ändern oder weil die allgemeine Einkommensentwicklung oder eine negative wirtschaftliche Gesamtentwicklung sich nachteilig auf die Konsumbereitschaft in Bezug auf Freizeitveranstaltungen auswirkt. Dies gilt insbesondere im Zusammenhang mit den durch den Ukrainekrieg und den reduzierten Gas-Mengen bedingten Kostenerhöhungen bei Energiepreisen sowie die herrschende erhöhte Inflation, welche die Kaufkraft der Kunden der DEAG-Gruppe negativ beeinflussen können. Zusätzlich könnte sich das pandemiebedingte temporäre Überangebot aufgrund von Verschiebungen oder Nachholungen von Veranstaltungen nachteilig auswirken. Änderungen des Konsumverhaltens können somit zu einer Verminderung des Kartenabsatzes führen und, abhängig von der Anzahl der betroffenen Veranstaltungen und den Leistungen der DEAG-Gruppe für die Durchführung dieser Veranstaltung, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe wesentlich beeinträchtigen.

Der DEAG-Konzern ist dem Risiko der wirtschaftlichen Auswirkungen einer erneuten (Covid-19-) Pandemie, insbesondere in Form einer Absage einer oder mehrerer Veranstaltung auf Grund einer krankheitsbedingten Absage durch beteiligte Künstler, ausgesetzt

Ein Ausbruch bedingt durch eine neue Covid-19-Variante oder einer anderen Form einer Pandemie ist schwer einzuschätzen. Absagen von Veranstaltungen aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls durch beteiligte Künstler ist möglich. Dieses Absageereignis ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wieder durch entsprechende Ausfallversicherungen regulierbar. Sollte ein betroffenes Unternehmen der DEAG-Gruppe in einem solchen Fall nicht oder nicht ausreichend von den innerhalb der DEAG-Gruppe gebildeten finanziellen Rücklagen oder den in einzelnen Ländermärkten beantragten (Covid-19-)Fördermitteln oder staatlich bereitgestellten Ausfallabsicherungen abgedeckt sein, könnten sich die aus dem jeweiligen Schadensereignis entstehenden Verpflichtungen erheblich negativ auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.

Der DEAG-Konzern ist dem Risiko saisonaler und wetterabhängiger Veränderungen des Freizeit- und Konsumverhaltens der Konzertbesucher ausgesetzt

Erfahrungsgemäß ist die Anzahl der Besucher der Angebote der DEAG-Gruppe saisonalen und wetterabhängigen Schwankungen sowohl bei Open-Air- als auch bei Indoor-Veranstaltungen unterworfen. Solche Schwankungen können zu einer Verminderung des Kartenabsatzes führen und, abhängig von der Anzahl der betroffenen Veranstaltungen und den Leistungen der DEAG-Gruppe für die Durchführung dieser Veranstaltung, die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe wesentlich beeinträchtigen.

Risiko steigender Gagenforderungen von Künstlern und Nichtfinanzierbarkeit bereits zugesagter Künstlergagen

Unter anderem bedingt durch rückläufige Erlöse aus dem Verkauf von Tonträgern sind im internationalen Rock/Pop-Bereich, aber auch in anderen Musikbereichen die Gagenforderungen der Künstler stetig gestiegen. Dies hat zur Folge, dass die von der DEAG-Gruppe und ihren Wettbewerbern bei der Durchführung von Konzerttourneen erzielten Margen teilweise gesunken sind. Sollten Künstler weiterhin steigende Gagen bei gleichbleibenden Ticketpreisen verlangen, kann dies dazu führen, dass Konzerttourneen nicht mehr in dem bisherigen Umfang durch die DEAG-Gruppe veranstaltet werden können. Es besteht außerdem das Risiko, dass Künstlern bereits zugesagte Gagen nicht durch zukünftige Erlöse gegenfinanziert werden können. Jeder der vorgenannten Umstände kann erhebliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe haben.

Der DEAG-Konzern ist von den operativ tätigen Führungskräften und Promotern abhängig

Gegenwärtig ist der geschäftliche Erfolg der DEAG in besonderem Maße von den operativ tätigen Führungskräften, Promotern und einem Kreis von einigen Geschäftsführern von DEAG-Tochtergesellschaften und deren personellen Verflechtungen zu Künstlern oder deren Management abhängig. Sollten zukünftig eine oder mehrere dieser Führungskräfte oder Promoter der DEAG-Gruppe nicht mehr zur Verfügung stehen, so könnte dies die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe erheblich beeinträchtigen.

Etwaige künftige Akquisitionen der DEAG-Gruppe könnten zum Eintritt unternehmerischer Risiken führen oder misslingen

Die Gesellschaft plant auch zukünftig den Erwerb weiterer Beteiligungen zur Umsetzung ihrer Wachstumsstrategie. Es besteht jedoch keine Gewähr, dass die DEAG-Gruppe in der Lage sein wird, geeignete Unternehmen zu identifizieren oder zu den jeweils angestrebten Bedingungen zu erwerben oder sich an ihnen zu beteiligen. Weiterhin können sich bei den erworbenen Unternehmen und deren Geschäftstätigkeit Risiken realisieren, von denen die DEAG-Gruppe nicht erkannt hat, dass oder in welchem Umfang sie bestehen; auch erkannte Risiken können in höherem Umfang als erwartet eintreten. So könnten sich Annahmen der DEAG-Gruppe zu den finanziellen, rechtlichen, steuerlichen oder sonstigen Verhältnissen eines erworbenen Unternehmens als zu optimistisch erweisen und auf diese Weise zu zusätzlichen und nicht erwarteten Belastungen für die DEAG-Gruppe führen. Darüber hinaus ist die Integration etwa erworbener Unternehmen mit erheblichen Unsicherheiten und Risiken verbunden und erfordert unter anderem die Fähigkeit, neu erworbene Unternehmen in die bestehende Unternehmensgruppe zu integrieren und eine ausreichende Zahl qualifizierter Führungskräfte und anderer wichtiger Mitarbeiter zu halten oder zeitnah zu ersetzen. Weiterhin müssen für eine erfolgreiche Akquisition in der Regel bestehende Geschäftsbeziehungen gehalten und weiter ausgebaut werden können. Zudem wird die DEAG-Gruppe möglicherweise nicht in der Lage sein, im Rahmen von Unternehmenserwerben zunächst geplante Einsparungen und Synergien zu realisieren oder im Rahmen der laufenden Geschäftstätigkeit des erworbenen Unternehmens die geplanten Ergebnisse zu erzielen. Jeder der vorgenannten Umstände kann im Zusammenhang mit einer Akquisition die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe wesentlich beeinträchtigen. Im Einzelfall könnten Wettbewerbsbehörden auch die Akquisition von Zielgesellschaften untersagen oder mit Auflagen versehen, sodass eine Akquisition fehlschlägt oder nur mit Einschränkungen umsetzen kann.

Der DEAG-Konzern ist einem hohen Wettbewerbsdruck ausgesetzt, und finanzstärkere Wettbewerber könnten die Marktanteile der DEAG-Gruppe schmälern

Die DEAG-Gruppe agiert in einem Markt, der durch intensiven Wettbewerb geprägt ist. Einige der derzeitigen oder potenziellen Wettbewerber der DEAG-Gruppe verfügen insbesondere über größere finanzielle und andere Ressourcen und könnten deshalb erfolgreicher bei der Aufrechterhaltung oder Begründung von Geschäftsbeziehungen sein, die für den Erfolg im Markt bedeutsam sind. Dies könnte sich negativ auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.

Risiko der Nichterteilung behördlicher Genehmigungen

Die DEAG-Gruppe ist darauf angewiesen, dass für die erfolgreiche Durchführung von Konzerttourneen sowie die sonstigen Aufführungen und Veranstaltungen die jeweils erforderlichen behördlichen Genehmigungen erteilt werden. Sollten erforderliche behördliche Genehmigungen nicht oder später als erwartet erteilt, verschärft oder widerrufen werden, z. B. wie derzeit politisch diskutiert als Maßnahme der Energieeinsparung, könnte sich dies negativ auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.

Risiko der Abhängigkeit von Geschäftspartnern und Künstlern

Der geschäftliche Erfolg der DEAG-Gruppe hängt in beiden Geschäftsbereichen - Live Touring und Entertainment Services - auch davon ab, mit solchen Künstlern, Produzenten und sonstigen Akteuren in der Live-Musik- und Unterhaltungsbranche Geschäftsbeziehungen begründen zu können, deren Leistungen und Produktionen dem jeweils aktuellen Publikumsgeschmack entsprechen und geeignet sind, hohe Besucherzahlen zu generieren. Sollten für die DEAG-Gruppe bedeutende Geschäftsbeziehungen in Zukunft nicht mehr aufrechterhalten werden oder neu begründet werden können, so würde sich dies nachteilig auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe auswirken.

Abhängigkeit von IT-Systemen und Cyberkriminalität bergen Risiken

Die DEAG-Gruppe, insbesondere auch ihre Ticketing-Plattformen, und ihre Kooperationspartner setzen im Rahmen ihres Geschäftsbetriebs im erheblichen Umfang IT-Systeme ein. Beeinträchtigungen dieser IT-Systeme können zu Betriebsstörungen und -unterbrechungen führen. Solche Beeinträchtigungen können technisch bedingt, aber auch auf vorsätzliches Handeln Dritter, insbesondere Cyberkrimineller, zurückzuführen sein. Ein Verlust des Datenbestandes oder der längere Ausfall der genutzten IT-Systeme, insbesondere im Ticketing-Bereich, könnten zu erheblichen Störungen des Geschäftsbetriebs führen. Schließlich kann auch ein Datenverlust durch Diebstahl, Feuerschäden oder ähnliche Schäden nicht vollständig ausgeschlossen werden. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage der DEAG-Gruppe haben.

3.1.2 Bewertung von Geschäfts- oder Firmenwerten und anderen immateriellen Vermögenswerten sowie Finanzanlagen

Aufgrund der beschriebenen Unwägbarkeiten im operativen Geschäft des DEAG-Konzerns können zukünftig, sollten die tatsächlichen Ergebnisse der Tochtergesellschaften von den Erwartungen abweichen, weitere Abschreibungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte bzw. Finanzanlagen sowie der im Rahmen der Kaufpreisallokation bilanzierten sonstigen immateriellen Vermögenswerte des Konzerns nicht ausgeschlossen werden. Dies gilt sowohl für die bestehenden, als auch für gegebenenfalls neu hinzukommende Geschäfts- oder Firmenwerte aus weiteren Firmenkäufen. Für die Geschäfts- oder Firmenwerte jeder Cash Generating Unit des Konzerns werden Impairment Tests durchgeführt.

Im Konzern wird ein Teil des Unterschiedsbetrages zwischen Kaufpreis und Eigenkapital der erworbenen Unternehmensanteile auf Marken, Künstler- und Agentenbeziehungen sowie sonstige Rechte allokiert. Dieser Teil wird planmäßig abgeschrieben.

3.1.3 Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Der Konzern weist unverändert in der Bilanz unter der Position "Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" zum Verkauf bzw. zur Bebauung anstehende Teilgrundstücke rund um die Frankfurter myticket Jahrhunderthalle aus (Tz. 17 des Konzernanhanges).

DEAG hat im Jahr 2015 im Zusammenhang mit der Jahrhunderthallen-Transaktion mit einem in Frankfurt/Main ansässigen Immobilieninvestor ein 50:50-Joint-Venture gegründet und die zur Bebauung vorgesehenen Grundstücke aufschiebend bedingt an dieses veräußert.

Mit Erteilung einer Baugenehmigung soll die Eigentumsübertragung vollzogen und das Gesamtareal bzw. Teile davon durch das gemeinsame Joint Venture unter der Federführung des Immobilieninvestors vollständig entwickelt und vermarktet werden. Im Falle einer positiven und erfolgreichen Entwicklung der Grundstücke wird ein zusätzlicher Gewinn generiert, der den Buchwert (5,6 Mio. Euro) übersteigt. Bisher haben störfallrechtliche Bedenken im Hinblick auf die Nachbarschaft zum Industriepark Hoechst und daraus resultierende rechtliche Fragestellungen in Bezug auf die Anwendbarkeit der sog. Seveso-III-Richtlinie, nach der Mindestabstände zwischen Bauvorhaben und bestimmten Betriebsbereichen einzuhalten sind, konkrete Planverfahren blockiert. DEAG stuft dennoch die Schaffung von Baurecht mittelfristig als realistisch ein und sieht sich darin durch die Entwicklungen im Jahr 2018 bestärkt. So hatten sich die Stadt Frankfurt sowie die Industrieparkbetreiber auf eine Vereinbarung verständigt, nach der die Betreiber des Industrieparks gegen (Wohn-) Bauvorhaben außerhalb eines Radius von 500m (gemessen von der Betriebsgrenze) künftig keine rechtlichen Schritte einleiten werden. Im Gegenzug verpflichtete sich die Stadt Frankfurt/Main, keine besonders schutzbedürftigen Nutzungen wie Wohngebäude, Schulen und Seniorenheime zu planen und zu genehmigen, die innerhalb des 500-m-Umkreises liegen. Die durch diese Vereinbarung entstandene Rechtssicherheit ermöglicht nunmehr den Bau von bis zu 3.000 Wohnungen nahe des Industrieparks, insb. auch in der Parkstadt Unterliederbach an der myticket Jahrhunderthalle, und eine damit verbundene Infrastrukturbebauung, wie z.B. mit Einzelhandel.

Sollte die Bebaubarkeit nicht wie geplant genehmigt werden oder sich die geschätzten Preise je Quadratmeter aus anderen Gründen wesentlich mindern, besteht das Risiko einer wesentlichen Wertminderung, was negative Auswirkungen auf die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft hätte.

3.1.4 Finanzielle Verpflichtungen

Die Finanzierung des operativen Geschäftes hängt von der Fähigkeit der Unternehmen der DEAG-Gruppe ab, in einem volatilen Geschäft ausreichend Cashflow zu generieren bzw. externe Finanzierungsquellen (Fremd- oder Eigenkapital) zu erschließen.

Die DEAG hat daher im Inland mit ihren Hausbanken umfangreiche Rahmenlinien vereinbart, die für Zwecke der Akquisitionsfinanzierung (16,5 Mio. Euro), der Vorfinanzierung von Tournee- und Konzertveranstaltungen (6,0 Mio. Euro) sowie des laufenden Geschäfts (14,6 Mio. Euro) vorgehalten werden. Darüber hinaus stehen der DEAG im Ausland bei ihren jeweiligen Hausbanken Finanzierungen im Umfang von 2,9 Mio. GBP bzw. 1,1 Mio. CHF zur Verfügung.

Die laufende Verzinsung der jeweiligen Ziehungen und Inanspruchnahmen basiert im Wesentlichen auf der allgemeinen EURIBOR-Entwicklung.

Die jeweiligen Finanzierungskonditionen spiegeln das Marktniveau sowie das Rating der DEAG wider. Die Rahmenlinien könnten auf Basis der allgemeinen Geschäftsbedingungen gekündigt werden, soweit sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DEAG-Gruppe nachhaltig gegenüber dem Zeitpunkt der jeweiligen Gewährung verschlechtert hat und kompensierende Maßnahmen (etwa durch die Bestellung bzw. die Verstärkung bankmäßiger Sicherheiten zur Absicherung der jeweiligen Ansprüche) nicht gelingen.

Im Dezember 2020 hat die DEAG die Genehmigung der staatlichen Förderbank KfW für ein Darlehen aus dem KfW Sonderprogramm 2020 über 25 Mio. Euro in zwei Tranchen zur Finanzierung von Betriebsmitteln erhalten. Die erste Tranche im Umfang von 15 Mio. Euro ist vollständig abgerufen. Die Ausreichung des Darlehens erfolgte über die Hausbanken. Auf die Inanspruchnahme der zweiten Tranche im Umfang von bis zu 10 Mio. Euro konnte die DEAG im Dezember 2021 auf Grund der guten Liquiditätslage des Konzerns verzichten. Das Darlehen wird mit einem Zinssatz von 2 % p.a. verzinst. Die Laufzeit des Darlehens beträgt sechs Jahre. Nach dem tilgungsfreien ersten Jahr erfolgt eine quartalsweise Tilgung, beginnend seit März 2022. Die Darlehensbedingungen enthalten sonst übliche Konditionen.

Ferner hat die DEAG im Juli 2023 ihre Unternehmensanleihe 2023/2026 (ISIN NO0012487596) mit einem Volumen in Höhe von 50,0 Mio. Euro erfolgreich platziert. Die auf den Inhaber lautenden Schuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 1.000 Euro haben eine Laufzeit von drei Jahren. Der jährliche feste Zinssatz beträgt 8,00 %. Mit dem Emissionserlös soll der Wachstumskurs der DEAG weiter fortgesetzt werden und es wurde die Unternehmensanleihe 2018/2023 vollständig refinanziert. Die Inhaber der Unternehmensanleihe 2018/2023 (ISIN DE000A2NBF25) haben ein entsprechendes Umtauschangebot mit Mehrerwerbsoption erhalten.

Die bestehenden finanziellen und nicht finanziellen Covenants der Finanzierungen werden laufend überwacht.

DEAG ist bei der Finanzierung des operativen Geschäfts einschließlich des organischen und externen Wachstums von einem erfolgreichen Ticketverkauf und somit positiven Geschäftsverlauf abhängig. In Einzelfällen ist die DEAG Verpflichtungen (insbesondere für Gagenzahlungen) eingegangen und muss liquiditätsseitig Vorleistungen erbringen, da zwischen den Auszahlungen und Einzahlungen aus Ticketverkäufen temporär Unterschiede bestehen. In diesen Fällen müssten die betreffenden Vorlaufkosten aus anderen Quellen - etwa aus sonstigen ungebundenen finanziellen Mitteln oder durch Inanspruchnahme von Rahmenlinien bei den Hausbanken - gedeckt werden.

Auf Basis von Umsatz- und Ergebnisprognosen und der daraus abgeleiteten Liquidität schätzt der Vorstand diese und die finanzielle Lage der Gesellschaft und des Konzerns auch im Hinblick auf Finanzierungsbedarfe für internes und externes Wachstum als geordnet ein.

Sollte sich der Geschäftsverlauf gegenüber der Planung und damit die Ertragskraft der DEAG-Gruppe dauerhaft und nachhaltig verschlechtern, könnte eine Liquiditätsunterdeckung eintreten, wenn die geplanten finanziellen Mittelzuflüsse und Rahmenlinien nicht im ausreichenden Maß zur Verfügung stehen. DEAG wäre dann auf die Erschließung zusätzlicher Finanzierungsquellen (Fremd- oder Eigenkapital) angewiesen.

Der Vorstand der DEAG geht zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresfinanzberichtes davon aus, dass die Risiken den Fortbestand der Gesellschaft bzw. des Konzerns nicht gefährden. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass in Einflussfaktoren, die derzeit noch nicht bekannt sind oder momentan noch nicht als wesentlich eingestuft werden, die Entwicklung der Gesellschaft bzw. des Konzerns beeinflussen können.

3.1.5 Finanzinstrumente

Der DEAG-Konzern unterliegt hinsichtlich seiner Vermögenswerte, seiner Verbindlichkeiten sowie im operativen Geschäft Zins-, Währungs-, Bonitäts- und Liquiditätsrisiken.

Teile der Zinszahlungen der durch den Konzern aufgenommenen Kredite erfolgen direkt auf EURIBOR-Basis. Die Kapitalkosten unterliegen somit teilweise dem Zinsänderungsrisiko. Ohne das Risiko zu relativieren sei darauf hingewiesen, dass große Teile der Kapitalseite unverzinst sind, da der DEAG-Gruppe geschäftsmodellspezifisch Vorverkaufsgelder zur Finanzierung zur Verfügung stehen. Aufgrund der gegenwärtigen Zinsentwicklung entfallen Aufwendungen in Form von Negativzinsen und Verwahrentgelten. Stattdessen wirken Guthabenzinsen positiv. Daher wurden im Berichtszeitraum keine Zinssicherungen vorgenommen.

Gagenzahlungen für Künstler, Orchester, Showproduktionen etc. erfolgen teilweise auf USD-Basis und unterliegen somit dem Währungsrisiko gegenüber dem Euro bzw. dem CHF oder dem GBP. Das Gleiche gilt für Dividendenzahlungen ausländischer Tochtergesellschaften, die in CHF und GBP erfolgen. Die Gesellschaft unternimmt regelmäßig Analysen, um die Auswirkungen von Währungsschwankungen vorwegzunehmen und zu beurteilen, ob Kurssicherungsgeschäfte vorteilhaft sind. Im Berichtszeitraum und für das diesem nachfolgenden Geschäftsjahr wurden Währungssicherungstransaktionen (USD und GBP) für Intercompany-Darlehen vorgenommen.

Bezüglich der Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sind die DEAG und der DEAG-Konzern auf das Fortbestehen sowie deren Bonität und damit deren Zahlungsfähigkeit angewiesen. Zur Risikominderung wird ein aktives Forderungsmanagement betrieben. Zusätzlich werden Abschlagszahlungen vereinbart. Im Berichtszeitraum wurde Vorsorge durch die Einzelwertberichtigung einiger Forderungen vorgenommen.

Mögliche Liquiditätsrisiken werden über Kurz- und Mittelfristplanungen erfasst. Aufgabe des Finanzmanagements ist es, die fristgerechte Bedienung aller Verbindlichkeiten sicher zu stellen. Darüber hinaus wird die Einhaltung von finanziellen und nichtfinanziellen Covenants gegenüber Kreditinstituten sowie den Anleihegläubigern laufend überwacht. Die Gesellschaft hat sowohl langfristige als auch kurzfristige Kreditbeziehungen.

Der Bestand an originären Finanzinstrumenten wird in der Bilanz ausgewiesen; die Höhe der finanziellen Vermögenswerte entspricht dem maximalen Ausfallrisiko. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst.

3.1.6 Steuerliche Risiken

Für die DEAG und ihre wesentlichen Tochtergesellschaften ist ein steuerliches Risikomanagementsystem implementiert, welches Maßnahmen zur Erfassung, Bewertung sowie die Minimierung der Auswirkungen von potentiellen steuerlichen Risiken umfasst. Zu Spezialthemen werden Experten herangezogen. Ihre Expertisen werden in der Zentrale geprüft und die Ergebnisse anschließend entsprechend berücksichtigt.

Für hinreichend konkrete, abschätzbare steuerliche Risiken, deren Eintrittswahrscheinlichkeit überwiegend wahrscheinlich ist, wurden bestehende Steuerguthaben gemindert bzw. entsprechende Rückstellungen passiviert.

Darüber hinaus könnten sich im Ergebnis laufender und künftiger Betriebsprüfungen weitere Zahlungsverpflichtungen ergeben, deren Höhe zurzeit nicht verlässlich geschätzt werden kann.

3.1.7 Rechtsstreitigkeiten und Prozesse

Die DEAG führt derzeit sowohl Aktiv- als auch Passivprozesse durch. Soweit Risiken erkennbar sind, werden diese Risiken grundsätzlich im Konzern- und Jahresabschluss einerseits durch Wertberichtigungen bei den Vermögenswerten und andererseits durch Rückstellungen erfasst. Im Berichtsjahr wurden ausschließlich Verfahrenskosten, soweit erforderlich, zurückgestellt. Rückstellungspflichtige Einzelrisiken aus Passivprozessen bestehen nicht. Zur Höhe der hieraus resultierenden Eventualverbindlichkeiten verweisen wir auf unsere Ausführungen in Textziffer 45 des Konzernanhangs.

3.1.8 COVID-19-bedingte Förderungen

Die DEAG und ihre Tochtergesellschaften haben im Vorjahr sowie im Berichtszeitraum bedingte und unbedingte Förderungen aus "COVID-19"-Hilfsprogrammen beantragt und teilweise bewilligt bekommen. Sofern es sich um unbedingte Förderungen handelt und der jeweilige Förderzeitraum das Berichtsjahr umfasste, erfolgte eine Aktivierung dieser Ansprüche unter Berücksichtigung etwaiger Kürzungen durch die betreffenden Fördermittelgeber. Sofern es sich um bedingte Förderungen handelt, kommt eine Realisierung dieser Mittel erst bei vollständiger Erfüllung der Fördervoraussetzungen in Betracht.

Es bestehen Risiken, dass gewährte Förderungen nicht im beantragten Umfang anerkannt werden.

3.1.9 Holdingstruktur

Die Gesellschaft selbst betreibt nahezu kein operatives Geschäft, sondern fungiert als Holding der DEAG-Gruppe. Die Aktiva der Gesellschaft bestehen derzeit zum größten Teil aus den Anteilen an ihren operativen Tochtergesellschaften und Forderungen gegenüber diesen. Mit diesen ist die Gesellschaft teilweise durch Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträge verbunden. Die Gesellschaft selbst ist daher zur Erzielung von Erträgen darauf angewiesen, dass die operativ tätigen Gesellschaften der DEAG-Gruppe Gewinne erwirtschaften und an sie abführen. Umgekehrt ist die Gesellschaft gegenüber den mit ihr mit Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen verbundenen Beteiligungsunternehmen verpflichtet, bei diesen etwa anfallenden Verlusten auszugleichen. Daraus können sich wesentliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ergeben.

Zur Vermeidung bzw. Minimierung dieser Risiken betreibt die Gesellschaft auf Konzernebene ein Risikomanagementsystem, in das alle Tochtergesellschaften einbezogen sind. Durch dieses Risikomanagementsystem werden die Chancen und Risiken auf Konzernebene erfasst, bewertet, Steuerungsmaßnahmen festgelegt und überwacht sowie der einheitliche Konzernrechnungslegungsprozess sichergestellt.

4. CHANCENBERICHT

Die DEAG verfügt über ein diversifiziertes Portfolio und ein intaktes und resilientes Geschäftsmodell. Trotz eines gesamtwirtschaftlich schwachen Umfelds mit hoher Inflation in Deutschland und Europa sowie dem Krieg in der Ukraine hat die DEAG ein starkes Geschäftsjahr 2023 mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach Tickets für Veranstaltungen auch in 2024 verzeichnet. Die DEAG sieht sich angesichts guter organischer und anorganischer Wachstumschancen für langfristiges Wachstum hervorragend aufgestellt.

Finanzielle Stabilität: Die DEAG verfügt über eine sehr robuste Finanzausstattung, die durch die Platzierung der neuen Unternehmensanleihe 2023/2026 mit einem Volumen von 50 Mio. Euro weiter gestärkt wurde. Die liquiden Mittel, inklusive verfügbarer Bankkreditlinien, belaufen sich per 31. Dezember 2023 auf rund 110 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote verringerte sich von 14,4 % auf 8,8 % aufgrund durchgeführter Aufstockungen von Anteilen bereits konsolidierter Tochterunternehmen sowie der gestiegenen Bilanzsumme. Die kommenden Monate sind von einer hohen Visibilität mit einer sehr guten Umsatzbasis geprägt.

Externe Wachstumschancen und europäische Expansion: Die DEAG ist mit ihren Tochtergesellschaften aktuell an 22 Standorten in ihren Kernmärkten Deutschland, Großbritannien, Schweiz, Dänemark, Irland und Spanien präsent. Zudem ist die DEAG über ihre Tochtergesellschaften auch in weiteren Ländermärkten aktiv. Die DEAG verfügt unter anderem über Christmas-Garden-Standorte im europäischen Ausland und ist über ihre Tochtergesellschaft Fane im Bereich Spoken Word & Literary Events in Nordamerika und Australien vertreten. Die DEAG treibt die Internationalisierung ihres Geschäfts permanent voran und verfügt bereits heute über ein internationales und breites Veranstaltungsportfolio mit erheblichen Umsatz-und Synergiepotenzialen. Hohe Wachstumschancen ergeben sich hieraus auch für das Ticketing-Geschäft. Die DEAG plant auch zukünftig ihren internationalen Expansionskurs fortzusetzen, wobei ein Fokus auf dem Ausbau ihrer Ticketing-Plattformen liegt. M&A bleibt neben organischem Wachstum ein wichtiger Baustein für das Unternehmenswachstum. Die DEAG verfügt im Bereich M&A über umfangreiches Knowhow und ein starkes Netzwerk. Zudem verfolgt die DEAG konsequent ihre Buy- & Build-Strategie und hebt Synergien und Cross-Selling-Potenziale. Seit 2019, hat die DEAG mehr als 20 Unternehmen neu gegründet oder erfolgreich nach der Übernahme in den Konzern integriert. Durch Akquisitionen kann die DEAG Synergien bei der Künstlerakquise, im Ticketing oder bei der Entwicklung neuer Standorte und Veranstaltungsformate erzielen und signifikante Möglichkeiten für Kosteneinsparungen umsetzen. Auch künftig will die DEAG eine aktive Rolle bei der Konsolidierung der Live-Entertainment-Branche in Europa spielen und ihr Wachstum sowohl organisch als auch durch M&A vorantreiben.

Ticketing: Das Ticketing gehört zu den stärksten Wachstumstreibern der DEAG und soll auch in Zukunft weiter ausgebaut werden. Die DEAG erweitert ihre Plattformen kontinuierlich durch neue Funktionen und Tools und erzielt im Ticketing überdurchschnittlich hohe Margen. Als Event-Veranstalter und lokaler Promoter im Bereich Live-Entertainment hat die DEAG im Geschäftsjahr 2023 insgesamt mehr als 10 Mio. Tickets verkauft, gegenüber 9 Mio. im Vorjahr und 5 Mio. Tickets vor der COVID-19-Pandemie. Ein signifikanter Anteil an Tickets wird bereits heute über die konzerneigenen Ticketing-Plattformen myticket.de, myticket.at, myticket.co.uk, gigantic.com und tickets.ie verkauft. Dazu gehört ein zunehmender Anteil an eigenen margenstarken Veranstaltungsformaten ohne die Abhängigkeit von einzelnen Künstlern, bei denen die DEAG als Produzent auftritt. Die wiederkehrenden Erlöse aus eigenen Veranstaltungsformaten und Marken machen mittlerweile mehr als die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Der über die eigenen Plattformen vertriebene Anteil soll stetig erhöht werden und die DEAG-Ticketing-Plattformen als attraktive Alternative für Dritt-Content fungieren. Mittelfristig strebt die DEAG an, die Anzahl an Tickets für DEAG-eigene Veranstaltungsformate von derzeit rund 3 Mio. auf über 8 Mio. zu erhöhen. Zudem strebt die Gesellschaft an, zu einem etablierten Vertriebskanal in ihren Kernmärkten nicht nur im Bereich Konzerte und Events, sondern auch bei Ausstellungen zu werden. Veranstaltungspartnern bietet die DEAG mit ihren Ticketing-Plattformen einen Rundum-Service mit dynamischer Preisgestaltung, umfangreicher Datennutzung und State-of-the-Art-Technologie wie dem Angebot von NFT-Ticketing.

Rock/Pop: Das Geschäftsfeld Rock/Pop trägt zu mehr als die Hälfte des gesamten Jahresumsatzes der DEAG bei. In diesem Segment verfügt die DEAG über ein breites Veranstaltungsportfolio in ihren Kernmärkten und veranstaltet mehrere tausend Konzerte pro Jahr, von kleinen Clubkonzerten über große Stadiontourneen bis hin zu Festivals. Das Rock/Pop-Geschäft zeichnet sich durch einen großvolumigen Vorverkauf für Konzerte aus, der zu einem erheblichen Teil über die eigenen Ticketing-Plattformen der DEAG abgewickelt wird. Das Rock/Pop-Portfolio umfasst jährlich mehr als 2.000 Konzerte und Festivals. Im Jahr 2023 organisierte die DEAG unter anderem Konzerte und Tourneen mit Simply Red, Iron Maiden, Take That, Die Ärzte und Muse. Zum Segment Rock/Pop gehören außerdem Festivals wie "NATURE ONE", "MAYDAY" und "Ruhr-in-Love" sowie das "Belladrum Festival" im schottischen Beauly oder das Festival "Sion sous les étoiles" in Sion in der französischen Schweiz. Das Veranstaltungsportfolio der DEAG umfasst mehr als 30 ein- und mehrtägige Festivals in 2023. Die DEAG erwartet, dass das Rock/Pop-Geschäft auch weiterhin ein wesentlicher Bestandteil des Geschäfts sein wird und dass es einen erheblichen Anteil zum Unternehmenswachstum beitragen wird.

Family-Entertainment: Die DEAG sieht im Bereich Family-Entertainment überdurchschnittliche Wachstumschancen. Die konsequent fortgeführte strategische Ausrichtung auf eigene margenstarke Veranstaltungsformate zahlt sich immer stärker aus. Im Geschäftsbereich Family-Entertainment bietet die DEAG Live-Unterhaltung für die ganze Familie an. Zum Angebot gehören unter anderem Shows wie "Disney on Ice", "Riverdance" "ABBA - die Show" oder das Berliner Taschenlampenkonzert. Die DEAG profitiert bei Family-Entertainment sowohl von der Internationalisierung durch Lizenzmodelle ebenso wie durch steigende Ticketverkäufe - insbesondere im Vertrieb über die eigenen Ticketing-Plattformen.

Spoken Word & Literary Events: Der Bereich Spoken Word & Literary Events umfasst Autorenlesungen, Theateraufführungen, Poetry Slams sowie Bücher-Abonnementdienste, Streaming, Podcasts, Merchandising und Buchverkäufe. Mit ihren Tochtergesellschaften Fane Productions Ltd. und der lit. COLOGNE GmbH verfügt die DEAG über eine führende Position im Markt. lit.COLOGNE ist Veranstalterin des gleichnamigen internationalen Literaturfestivals, das mit mehr als 100.000 Besuchern und bis zu 200 Veranstaltungen jährlich zu den größten Europas zählt. Mit weiteren Festivalformaten wie phil.COLOGNE und lit.RUHR hat die lit.COLOGNE ihre Aktivitäten in den letzten Jahren sehr erfolgreich ausgebaut und verfügt über ein umfangreiches und sehr stabiles Netzwerk an Partnern. Fane ist führend in der Produktion und Kuratierung von Spoken-Word-Events in UK, Nordamerika und Australien. Durch die Übernahme des Buchabonnementservice LoveMyRead hat Fane das Angebot deutlich erweitert. Für die DEAG ergeben sich im Bereich Spoken Word & Literary Events Synergieeffekte bei der Entwicklung neuer Formate und Standorte sowie im Ticketing-Geschäft. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2024 hat die DEAG ihre gute Position bei Spoken Word & Literary Events durch die Übernahme des Unternehmens "How to Academy" noch weiter ausgebaut. Die Gesellschaft gehört in Großbritannien zu den führenden Unternehmen im Bereich Spoken Word und veranstaltet jährlich mehrere hundert Live-Events und digitale Events wie Lesungen, Debatten, Konferenzen und Kurse. Darüber hinaus produziert How to Academy Podcasts, Livestreams, Filme und veröffentlicht Bücher.

Arts+Exhibitions: Der Geschäftsbereich Arts+Exhibitions umfasst Formate wie die Potsdamer Schlössernacht sowie das Weihnachtsgeschäft der DEAG. Hierzu gehören die Weihnachts-Circusse in Regensburg und Hannover, das Weihnachtsdorf in Kiel sowie die Christmas Garden, die 2023/2024 an insgesamt 21 Standorten in sechs Ländern stattfanden. Insgesamt begeisterten die Christmas Garden mehr als 2 Mio. Besucher mit einer Winterwunderwelt. Durch Gewinnung neuer Standorte und weiterer Etablierung der bestehenden Standorte soll das hohe, profitable Wachstum weiter fortgesetzt werden.

Classics & Jazz: Im Genre Classics & Jazz ist die DEAG-Gruppe in einem sehr fragmentierten Markt einer der größten Player in Europa und hat namhafte Künstler wie Anna Netrebko, den virtuosen Live-Pianisten Joja Wendt oder auch die Berliner Philharmoniker in ihrem Portfolio.

5. PROGNOSEBERICHT

Die DEAG verfügt über ein intaktes Geschäftsmodell und hat im Geschäftsjahr 2023 als Live-Entertainment-Dienstleister ihr breit diversifiziertes Geschäftsmodell mit den sechs Geschäftsfeldern Rock/Pop, Classic & Jazz, Family-Entertainment, Arts+Exhibitions, Spoken Word & Literary Events sowie insbesondere Ticketing am Markt weiter gefestigt und durch die erfolgreich umgesetzten organischen und anorganischen Wachstumsschritte der letzten Jahre die Basis für eine weiterhin dynamische Unternehmensentwicklung in Bezug auf Umsatz und Ergebnis gelegt. Die Weiterentwicklung der profitablen Geschäftsbereiche und die Schaffung eigener Marken und Rechte sind neben dem wachstumsstarken und hochprofitablen Ticketing die wesentlichen Treiber der künftigen Geschäftsentwicklung.

Nach einem überwiegend organischen, von Nachholeffekten und Auswirkungen der Pandemie nahezu unbeeinflusstem Geschäftsjahr 2023, erwartet der Vorstand für das Jahr 2024 eine kontinuierliche Entwicklung des Konzerns, die zu einer weiteren moderaten Steigerung bei den Umsatzerlösen und im EBITDA führen sollte. Mit ausverkauften Events wie beispielsweise "Disney on Ice", der lit.COLOGNE, der Tournee der Kult-Pop-Band "OMD" durch Deutschland und UK oder auch den Shows des "Cirque du Soleil" in Lausanne ist das Geschäftsjahr 2024 hervorragend angelaufen. Diese Planung wird untermauert durch eine starke Eventpipeline, die rd. 6.000 Veranstaltungen umfasst, für die die DEAG anstrebt, in diesem Jahr ca. 11,5 Mio. Tickets zu verkaufen. Unveränderter Teil der Expansionsstrategie, sind weitere Akquisitionen, von denen sich mehrere aktuell in der Anbahnung befinden. Mit der Ausgabe des Nordic Bonds 2023/2026 über 50 Mio. Euro im 3. Quartal des Geschäftsjahres 2023 und aufgrund der guten Geschäftsentwicklung steht ausreichend Liquidität für das geplante Wachstum zur Verfügung.

Aufgrund der Art der Geschäftstätigkeit der DEAG als Muttergesellschaft, ist deren zukünftige Entwicklung eng mit der Entwicklung des Konzerns verbunden. Aus diesem Grund wird auf die obige Prognose des Konzerns verwiesen. Aus diesem Grund erwartet das Management für 2024 höhere Beteiligungserträge und Ergebnisse aus Gewinnabführungsverträgen sowie Reduzierungen von Minderheiten zur Komplettierung der Buy-&-Build-Strategie der DEAG.

Die Branche und die DEAG ist gesamtwirtschaftlichen Faktoren ausgesetzt. Erfahrungsgemäß ist das Geschäft der DEAG weniger konjunkturanfällig als das vieler anderer Branchen. Auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten verkauft die DEAG "das kleine Glück". Trotz makroökonomischer Faktoren wie dem Krieg in der Ukraine oder in Israel-Gaza und weiterhin hoher Inflationszahlen verzeichnet die DEAG aktuell eine sehr hohe Nachfrage nach Tickets und konnte sämtliche Events im bisherigen Jahresverlauf 2024 planmäßig veranstalten. Dennoch sind Dauer und die weitere Entwicklung der Kriege und die nach wie vor herrschende Inflation nicht vorhersehbar. Daher ist ein detaillierter und stichtagsbezogener Ausblick für das laufende Jahr aus heutiger Sicht nicht möglich.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Dieser Bericht enthält neben vergangenheitsbezogenen Aussagen und Werten im Rahmen des Konzern-sowie Jahresabschlusses auch zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen können von der tatsächlich eintretenden Entwicklung abweichen.

 

Berlin, 08.04.2024

DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Detlef Kornett David Reinecke Christian Diekmann Moritz Schwenkow
Group CEO/International Business CFO CEO national/COO CTTO

BILANZ
zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.554,00 19
2. Geleistete Anzahlungen 26.666,67 0
II. Sachanlagen 52.220,67 (19)
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 489.865,00 24
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.144,00 83
630.009,00 (107)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.417.387,54 17.417
2. Beteiligungen 431.412,64 840
3. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000
18.848.800,18 (19.257)
19.531.029,85 (19.383)
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 84.464.673,22 66.221
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 14.384,00 86
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0,00 1
4. Sonstige Vermögensgegenstände 3.393.576,94 1.450
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 666.040,63 (Vorjahr: T€ 385) 87.872.634,16 (67.758)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 198.672,89 229
88.071.307,05 (67.987)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 326.951,20 248
107.929.288,10 87.618

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 21.588.573,00 21.589
Eigene Anteile -615,00 -1
21.587.958,00 21.588
II. Kapitalrücklage 7.272.824,14 7.273
III. Gewinnrücklagen
Gesetzliche Rücklage 697.056,19 697
IV. Bilanzverlust -15.299.573,66 -11.744
14.258.264,67 (17.814)
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 8.110.269,52 8.110
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 50.000.000,00 25.000
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 0,00 (Vorjahr: T€ 25.000)
2. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 22.766.826,03 24.051
davon
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 14.207.274,19 (Vorjahr: T€ 6.143)
- mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: € 9.843.750,00 (Vorjahr: T€ 12.820)
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 655.059,52 617
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 617.338,68 (Vorjahr: T€ 254)
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 11.378.696,55 10.456
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 10.455.825,53 (Vorjahr: T€ 16.116)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 760.171,81 1.570
davon 85.560.753,91 (61.694)
- mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: € 1.569.892,25 (Vorjahr: T€ 905)
- aus Steuern: € 1.191.019,72 (Vorjahr: T€ 495)
107.929.288,10 87.618

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben und Erläuterungen zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

(1) Allgemeine Hinweise

Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft ("DEAG" oder "die Gesellschaft") hat ihren Sitz in Berlin und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Berlin (Charlottenburg) unter der Nummer HRB 69474 eingetragen.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG und der Satzung aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 1 HGB.

Die größenabhängigen Erleichterungen gemäß § 288 HGB wurden in Anspruch genommen.

(2) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer (5 bis 10 Jahre) um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten bzw. im Fall einer dauerhaften Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennbetrag angesetzt bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird mit den im Voraus gezahlten Beträgen angesetzt und entsprechend der Laufzeit aufgelöst. Unterschiedsbeträge, die sich als Differenz aus dem höheren Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit und dessen niedrigerem Ausgabebetrag ergeben, werden durch planmäßige jährliche Abschreibungen - entsprechend der Laufzeit der betreffenden Verbindlichkeit - getilgt.

Die Rückstellungen sind in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren jeweiligen Erfüllungsbeträgen passiviert.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gem. § 256a HGB umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB nicht angewendet worden.

II. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

(1) Aktiva

a. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf die gesonderte Darstellung am Ende des Anhangs (Anlage 1) verwiesen.

b. Umlaufvermögen

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen kurzfristige Darlehen, laufende Verrechnungen sowie Forderungen aus Ergebnisübernahmen. Die Forderungen/ Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von 66 TEUR wertberichtigt bzw. ausgebucht (31.12.2022: 14 TEUR).

Sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr betragen 1.084 TEUR (31.12.2022: 666 TEUR).

c. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Ausweis des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens hat sich um 79 TEUR auf 327 TEUR (31.12.2022: 248 TEUR) erhöht. Hier sind im Wesentlichen Vorauszahlungen für Dienstleistungen sowie ein Disagio in Höhe von 70 TEUR enthalten. Die Auflösung des Postens erfolgt für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag.

(2) Passiva

a. Eigenkapital

Grundkapital

Am 31.12.2023 hat das Grundkapital der DEAG unverändert zum Vorjahr 21.588.573,00 EUR, eingeteilt in ebenso viele Namensaktien in Form von nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 EUR je Aktie, betragen.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist voll eingezahlt.

Der rechnerische Wert von erworbenen eigenen Anteilen ist in der Vorspalte offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt worden. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert (615,00 Euro) und den Anschaffungskosten (664,20 Euro) ist mit den frei verfügbaren Rücklagen verrechnet worden. Am Stichtag hat die DEAG 615 Stück eigene Aktien gehalten.

Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 23.06.2022 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 22.06.2027 um bis zu EUR 10.794.286,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2022/I). Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte im Jahr 2022.

Das genehmigte Kapital (2022/I) wurde bislang noch nicht genutzt.

Erwerb eigener Aktien (§ 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG)

Die DEAG ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 25.06.2020 gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG ermächtigt, bis zum 24.06.2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Die Entscheidung hierüber liegt beim Vorstand. Ein solcher Erwerb darf nur über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Diese Ermächtigung wurde bisher nicht ausgeübt. Am 31.12.2023 hielt die Gesellschaft 615 eigene Aktien.

Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 7.273 TEUR.

Gesetzliche Rücklage

Die gesetzliche Rücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 697 TEUR.

b. Sonstige Rückstellungen

Der Posten beinhaltet im Wesentlichen Personalrückstellungen, Rückstellungen für die Aufsichtsratsvergütung sowie ausstehende Rechnungen und die Abschlussprüfung.

c. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

Die DEAG-Unternehmensanleihe 2023/2026 (WKN: A351VB, ISIN: NO0012487596) ist seit dem 12.07.2023 im Freiverkehr (Open Market, Segment: Quotation Board) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sowie seit dem 08.01.2024 im Nordic ABM, einem von der Börse Oslo organisierten und betriebenen selbstregulierten Marktplatz, einbezogen. Sie ist als Nordic Bond strukturiert, und unterliegt norwegischem Recht. Der Emissionserlös wurde im Wesentlichen für die Ablösung der Unternehmensanleihe 2018/2023 verwendet und wird für die Finanzierung anorganischen Wachstums genutzt. Die auf den Inhaber lautenden Schuldverschreibungen mit einem Nennbetrag von je 1.000 Euro haben eine Laufzeit von drei Jahren und einen festen jährlichen Zinssatz von 8,0 %, zahlbar halbjährlich jeweils nachträglich zum 30.06. und 31.12. eines jeden Jahres. Das ausstehende Volumen der Anleihe beläuft sich auf 50,0 Mio. Euro. Der jährliche Effektivzinssatz der Anleihe beträgt 12,3 %. Die DEAG-Anleihe 2023/2026 hat die DEAG-Anleihe 2018/2023 komplett abgelöst. Letzter Handelstag dieser Anleihe war der 28.07.2023.

Zur Finanzierung von Maßnahmen des externen und internen Wachstums hatte die DEAG im Oktober 2018 eine Unternehmensanleihe in Höhe von 20,0 Mio. Euro begeben. Diese Unternehmensanleihe wurde im Jahr 2019 um weitere 5,0 Mio. Euro aufgestockt. Die Schuldverschreibungen aus der Unternehmensanleihe 2018/2023 waren bis Ende Juli 2023 am Open Market (Freiverkehr) der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Bis zu diesem Tag und seit dem 01.11.2022 wurden die Schuldverschreibungen mit einem Zinssatz in Höhe von 6,5 % p.a. verzinst. Mit Aufnahme der Unternehmensanleihe 2023/2026 wurde die Anleihe 2018/2023 vollständig abgelöst.

Im Dezember 2020 hat die DEAG die Genehmigung der staatlichen Förderbank KfW für ein Darlehen aus dem KfW Sonderprogramm 2020 über 25 Mio. Euro in zwei Tranchen zur Finanzierung von Betriebsmitteln erhalten. Die erste Tranche im Umfang von 15 Mio. EUR ist vollständig abgerufen. Die Ausreichung des Darlehens erfolgte über die Hausbanken. Auf die Inanspruchnahme der zweiten Tranche im Umfang von bis zu 10 Mio. EUR hat die DEAG im Dezember 2021 verzichtet. Das Darlehen wird mit einem Zinssatz von 2 % p.a. verzinst. Die Laufzeit des Darlehens beträgt sechs Jahre. Nach dem tilgungsfreien ersten Jahr erfolgt seit dem Berichtsjahr eine quartalsweise Tilgung. Die Darlehensbedingungen enthalten sonst übliche Konditionen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen laufende Verrechnungen sowie Verbindlichkeiten aus Ergebnisübernahmen. Die Forderungen/ Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden gegenseitig aufgerechnet.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Laufzeit von bis zu fünf Jahren.

Zur Sicherung von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Zusammenhang mit Akquisitionsfinanzierungen (31.12.2023: 12.281 TEUR; 31.12.2022: 0 TEUR) wurden an das jeweilige finanzierende Kreditinstitut Geschäftsanteile verpfändet.

III. Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 3.281 TEUR (Vorjahr: 3.549 TEUR).

Diese setzen sich wie folgt zusammen:

Nicht in der Bilanz enthaltene Haftungsverhältnisse 2023 2022
TEUR TEUR
Patronatserklärungen 0 0
- davon ggü. verbundenen Unternehmen 0 0
Gesamtschuldnerische Mithaftung 3.122 3.390
- davon ggü. verbundenen Unternehmen 3.122 3.390
Bürgschaften 159 159
- davon ggü. verbundenen Unternehmen 9 9
Summe Haftungsverhältnisse 3.281 3.549

Die Gesellschaft haftet für Verbindlichkeiten von Tochterunternehmen im Zusammenhang mit Tourneefinanzierungen gesamtschuldnerisch mit.

Ferner hat die Gesellschaft Patronatserklärungen gegenüber verbundenen Unternehmen abgegeben. Auf Grund der aktuellen Eigenkapitalausstattung ist mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Gesellschaft daraus nicht in Anspruch genommen wird und damit auch keine Haftung der Gesellschaft eintritt.

Die Bürgschaften betreffen Sicherungen für ein Darlehen einer Beteiligung sowie einen von einem verbundenen Unternehmen abgeschlossenen Mietvertrag für Büroräume.

IV. Angaben zu den sonstige finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 5.097 TEUR (31.12.2022: 4.657 TEUR).

Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Leasing Miete Gesamt
TEUR TEUR TEUR
2024 87 451 538
2025-2028 72 1.803 1.875
>2028 0 1.765 1.765

V. Sonstige Angaben nach § 285 HGB

(1) Angaben zu den Mitarbeiterzahlen gemäß § 285 Nr. 7 HGB

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 37 Mittarbeiter (Vorjahr: 34 Angestellte) beschäftigt, davon 34 Angestellte (Vorjahr: 31 Angestellte) und 3 leitende Angestellte (Vorjahr: 3 leitende Angestellte).

(2) Angaben zum Konsolidierungskreis gemäß § 285 Nr. 14 und 14a HGB

Die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen auf.

Der aufgestellte Konzernabschluss ist auf der Internetseite des Mutterunternehmens (www.deag.de) veröffentlicht.

 

Berlin, 08.04.2024

Detlef Kornett David Reinecke Christian Diekmann Moritz Schwenkow
Group CEO/International Business Affairs CFO CEO national/COO CTTO

DEAG Deutsche Entertainment
Aktiengesellschaft

Entwicklung des Anlagevermögens zum 31. Dezember 2023 (Anlagespiegel)

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 299.611,91 31.009,30 -20.921,10 309.700,11
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 26.666,67 0,00 26.666,67
299.611,91 57.675,97 -20.921,10 336.366,78
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 89.081,20 482.820,15 -66.352,28 505.549,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 442.162,24 100.980,52 -35.317,10 507.825,66
531.243,44 583.800,67 -101.669,38 1.013.374,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 19.039.016,24 0,00 0,00 19.039.016,24
2. Beteiligungen 839.575,29 0,00 0,00 839.575,29
3. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 0,00 0,00 1.000.000,00
20.878.591,53 0,00 0,00 20.878.591,53
21.709.446,88 614.809,97 -122.590,48 22.201.666,37
kumulierte Abschreibungen Restbuchwerte
1.1.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 281.367,91 23.699,30 -20.921,10 284.146,11
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
281.367,91 23.699,30 -20.921,10 284.146,11
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64.940,20 6.421,15 -55.677,28 15.684,07
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 358.953,24 44.045,52 -35.317,10 367.681,66
423.893,44 50.466,67 -90.994,38 383.365,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.621.628,70 0,00 0,00 1.621.628,70
2. Beteiligungen 0,00 408.162,65 0,00 408.162,65
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.621.628,70 408.162,65 0,00 2.029.791,35
2.326.890,05 482.328,62 -111.915,48 2.697.303,19
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 25.554,00 18.244,00
2. Geleistete Anzahlungen 26.666,67 0,00
52.220,67 18.244,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 489.865,00 24.141,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 140.144,00 83.209,00
630.009,00 107.350,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 17.417.387,54 17.417.387,54
2. Beteiligungen 431.412,64 839.575,29
3. Sonstige Ausleihungen 1.000.000,00 1.000.000,00
18.848.800,18 19.256.962,83
19.531.029,85 19.382.556,83

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungenkollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit auf- werfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um- fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung fest- stellen.

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß der anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätze der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns sowie der DEAG AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des DEAG-Konzerns bzw. der DEAG AG beschrieben werden.

 

Berlin, 08.04.2024

DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft

Der Vorstand

Detlef Kornett David Reinecke Christian Diekmann Moritz Schwenkow
Group CEO/International Business CFO CEO national/COO CTTO

BERICHT DES AUFSICHTSRATS
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

SEHR GEEHRTE INVESTORINNEN, SEHR GEEHRTE INVESTOREN,

der Aufsichtsrat der DEAG Deutsche Entertainment Aktiengesellschaft (DEAG) hat sich in diesem Geschäftsjahr regelmäßig und sehr ausführlich mit der Lage und der Entwicklung des Unternehmens befasst. Auch das Geschäftsjahr 2023 war erneut von außergewöhnlichen Ereignissen geprägt. Denn auch noch bis April 2023 galten Beschränklungen auf Grund der COVID-19-Pandemie. Aber auch der terroristische Überfall der Hamas auf Israel und der daraus resultierende Krieg im Gaza-Streifen haben uns beschäftigt. Den gesetzlichen Vorschriften entsprechend, haben wir den Vorstand bei der Geschäftsführung kontinuierlich überwacht und ihn bei Fragen zur Unternehmensleitung regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Der Aufsichtsrat wurde in sämtliche Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, rechtzeitig und direkt eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die Geschäftsentwicklung, die Planung und die Lage des Unternehmens einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements informiert. Entscheidungsrelevante Unterlagen wurden vom Vorstand rechtzeitig im Vorfeld zu den Aufsichtsratssitzungen zur Verfügung gestellt. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden ausführlich erläutert und die Ursachen hierfür analysiert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere wurden alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung erforderlich war.

Im Geschäftsjahr 2023 hat der Aufsichtsrat insgesamt sieben Mal im Rahmen von ordentlichen Aufsichtsratssitzungen getagt, davon sechs Sitzungen im Rahmen einer Videokonferenz und eine Sitzung in persönlicher Präsenz. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr elf außerordentliche Aufsichtsratssitzungen durchgeführt. Sämtliche Aufsichtsratsmitglieder waren bei mehr als der Hälfte der Sitzungen anwesend. Die Mitglieder des Vorstands haben an den ordentlichen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nicht etwas anderes bestimmt hatte. Bei den außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen war der Vorstand vier Mal mit anwesend, im Übrigen hat der Aufsichtsrat ohne Vorstände getagt. Eilbedürftige Angelegenheiten wurden mit schriftlichen Umlaufbeschlüssen entschieden. Sämtliche Beschlüsse wurden jeweils auf Basis detaillierter Beschlussvorlagen und Erörterung mit dem Vorstand getroffen. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende fortlaufend in engem Austausch und Dialog mit den Vorstandsmitgliedern. Im Anschluss informierte der Aufsichtsratsvorsitzende jeweils die anderen Aufsichtsratsmitglieder über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle im Unternehmen.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

In den Aufsichtsratssitzungen vom 22.03.2023 und 30.03.2023 wurde mit den Abschlussprüfern der Gesellschaft der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht und der Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2022 erörtert. Der Aufsichtsrat hat sich dabei intensiv mit der Lage der Gesellschaft und ihren Konzernunternehmen auseinandergesetzt. Nach ausführlicher Diskussion und Prüfung der Vorlagen des Vorstands und nach Kenntnisnahme des Berichts des Abschlussprüfers über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern zum 31.12.2022 gebilligt. Einwände wurden nicht erhoben. Ebenso hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft zum 31.12.2022 gebilligt, der damit festgestellt worden ist.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 26.05.2023 berichtete der Vorstand zum Quartalsabschluss zum 31.03.2023, zum aktuellen Geschäftsverlauf und zum Forecast 1/2023 sowie zum Status der Förderprogramme und den Möglichkeiten einer Replat-zierung der Anleihe.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 05.06.2023 stimmte der Aufsichtsrat dem Markteintritt in Spanien über seine 100%ige Tochtergesellschaften Get Rock Live S.L. und Rockfest Entertainment SLU zu.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 06.06.2023 stimmte der Aufsichtsrat der Begebung einer Schuldverschreibung im Umfang von 50.000.000 EUR in Form eines Nordic Bonds zu, vorrangig zur Refinanzierung der bestehenden Anleihe zu ermöglichen.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 04.07.2023, die im Anschluss an die ordentliche Hauptversammlung der Gesellschaft stattgefunden hat, berichtete der Vorstand zu dem aktuellen Geschäftsverlauf.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 10.07.2023 wurde David Reinecke als Vorstand der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 bestellt.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 18.07.2023 wurde Detlef Kornett als Vorstandsvorsitzender der Gesellschaft mit Wirkung zum 1. April 2024 bestellt.

Auf der Aufsichtsratssitzung vom 30.08.2023 berichtete der Vorstand zum Halbjahresabschluss zum 30.06.2023, sowie zum aktuellen Geschäftsverlauf.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 09.10.2023 stimmte der Aufsichtsrat der Aufstockung von 50,1% auf 100% an der I-Motion GmbH - Events & Communication durch die DEAG Tochtergesellschaft DEAG Concerts GmbH zu.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 09.10.2023 stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb einer Vorratsgesellschaft und deren Umwandlung in die BfS Berlin feiert Silvester GmbH zur Durchführung der Silvesterfeier am Brandenburger Tor zu.

Auf den außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen vom 03.10.2023, vom 06.11.2023 und vom 28.11.2023 befasste sich der Aufsichtsrat mit der Möglichkeit eines Börsengangs in 2024.

Die Aufsichtsratssitzung vom 29.11.2023 hatte den Quartalsabschluss zum 30.09.2023, den Bericht des Vorstands zum aktuellen Geschäftsverlauf und Forecast 2023 und den Status Banken zum Inhalt.

Mit schriftlichem Umlaufbeschluss vom 14.12.2023 stimmte der Aufsichtsrat dem Erwerb von 75% der Geschäftsanteile an der How To Academy Ltd. durch die DEAG Tochtergesellschaft Fane Productions Ltd. zu.

Schwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 14.12.2023 waren die Vorstellung und Erörterung des Budgets 2024 sowie dessen Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat, ebenso wie der Forecast 03/2023.

Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Besetzung des Vorstandes hat sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt verändert. Der Vorstand bestand bis zum 30.09.2023 aus fünf Personen: den Herren Prof. Peter L.H. Schwenkow, Christian Diekmann, Detlef Kornett, Roman Velke und Moritz Schwenkow. Zum 01.10.2023 ersetzte David Reinecke als Finanzvorstand Roman Velke.

Die Besetzung des Aufsichtsrates hat sich im Berichtszeitraum nicht verändert. Ausschüsse des Aufsichtsrates wurden nicht gebildet, da der Aufsichtsrat nur aus drei Personen besteht. Alle Entscheidungen wurden im Gremium getroffen. Interessenskonflikte im Aufsichtsrat sind während des Berichtszeitraums nicht aufgetreten.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Die Hauptversammlung der DEAG wählte am 04.07.2023 die Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer und zum Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023. Der Abschlussprüfer prüfte den Jahresabschluss 2023 der DEAG, den Konzernabschluss 2023 und den zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern und erteilte jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk.

In der Sitzung des Aufsichtsrats vom 28.03.2024 wurde zusammen mit den Vertretern des Abschlussprüfers der Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht und Konzernlagebericht für die Gesellschaft und des DEAG-Kon-zerns sowie der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer hat dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet. Der Abschlussprüfer hat ferner die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll-und Risikomanagementsystems beurteilt, die zu keinen Einwendungen geführt hat. In der Aufsichtsratssitzung vom 08.04.2024 wurden mit dem Abschlussprüfer der Konzernabschluss und der Jahresabschluss weitergehend erörtert. Konzernabschluss und zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG-Konzern sowie der Jahresabschluss der DEAG und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats zur Prüfung und Beschlussfassung vor. Nach Prüfung und Diskussion des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts sowie des Jahresabschlusses der DEAG im Aufsichtsrat waren keine Einwendungen gegen das Ergebnis der Prüfung des Konzernabschlusses und des Jahresabschlusses durch den Abschlussprüfer zu erheben.

Der Aufsichtsrat hat nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht für die Gesellschaft und den DEAG- Konzern für das Geschäftsjahr 2023 erhoben und hat diesen gebilligt. Der Aufsichtsrat hat außerdem den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für die Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 gebilligt und nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen erhoben. Der Jahresabschluss der Gesellschaft ist damit nach §172 AktG festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt der Geschäftsleitung sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und des DEAG-Konzerns ausdrücklich für die in dem vergangenen, außerordentlich anspruchsvollen und herausfordernden Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit.

Berlin, im April 2024

Für den Aufsichtsrat

Wolf-D. Gramatke

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Aktuelle Berichte und Vollvolumen-Zugriff auf alle Geschäftsjahre. API-Key holen →

Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
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Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
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