Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-AnhaltMagdeburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023OrganeTrägerversammlung der Öffentlichen Feuerversicherung Sachen-Anhalt
Aufsichtsrat der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
Angaben zu Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands sind Bestandteil des Anhangs. Vorstand der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
Treuhänder für das Sicherungsvermögen derÖffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt (Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr) seit 01.01.2023 Dr.-Ing. Christian Haferkorn Tanja Reiche Stellvertreterin Angaben zu Mitgliedern des Aufsichtsrats und des Vorstands sind Bestandteil des Anhangs. Sparkassenbeirat der Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt
LageberichtGeschäftsmodell Die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt (ÖSA Feuer) ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Magdeburg. Die Landschaftliche Brandkasse Hannover ist Träger des Unternehmens. Die Rechtsaufsicht wird vom Finanzministerium des Landes Sachsen-Anhalt und die Fachaufsicht durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) wahrgenommen. Die ÖSA Feuer tritt mit der ÖSA Leben als die ÖSA Versicherungen auf. Beide Unternehmen werden von einem gemeinsamen Vorstand geleitet und arbeiten sowohl im Innen- als auch im Außendienst in Organisationsgemeinschaft. Das Geschäftsgebiet beschränkt sich satzungsgemäß auf das Bundesland Sachsen-Anhalt. Das Geschäftsmodell basiert auf den kaufmännischen, betriebs- und versicherungswirtschaftlichen Grundsätzen der Satzung, die auf die Interessen der Versicherungsnehmer und des gemeinen Nutzens ausgerichtet ist, sowie den aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen. Darauf aufbauend orientiert sich die ÖSA Feuer an folgenden strategischen Unternehmenszielen: • Erhaltung / Stärkung der Substanz • Ausbau des Kunden-Marktanteils unter Umsetzung einer Wachstumsstrategie • Service- und Kundenorientierung • Regionalität und Nachhaltigkeit • Erhalt der Arbeitsplätze in der Region Die Hauptvertriebswege - die eigene Vermittlerorganisation und die Sparkassen Sachsen-Anhalts - gewährleisten eine hohe Servicequalität vor Ort. Gemeinsam konnten die beiden Unternehmen Ende 2023 einen Bestand von über 1 Million Verträgen verzeichnen. Die ÖSA Feuer bemisst den Erfolg der unternehmerischen Ausrichtung auch an der Entwicklung der ausgewiesenen Eigenmittel. Diese sollen die erwartete mittelfristige Beitrags- und Risikoentwicklung des Unternehmens absichern und die Solvabilitätsanforderungen jederzeit ausreichend erfüllen. Das Wesentliche in Kürze Eckwerte ÖSA Feuer Die gesamten Brutto-Beitragseinnahmen der ÖSA Feuer lagen im Berichtszeitraum mit 162,9 Millionen Euro etwa auf dem Vorjahresniveau. Im selbst abgeschlossenen Geschäft (s.a.G.) konnte das Beitragsvolumen von 147,4 Millionen Euro im Vorjahr auf 155,7 Millionen Euro im Berichtsjahr gesteigert werden (+5,7 Prozent). Hierbei lag das Beitragswachstum im Sachbereich bei 10,4 Prozent. Der HUK-Bereich (Haftpflicht, Unfall und Kraftfahrt) erreichte ein Wachstum von 2,1 Prozent. Der Bestand der Verträge erhöhte sich geringfügig um 0,6 Prozent auf 737.249 Verträge. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote (s.a.G.) erhöhte sich bei gesunkener Schadenstückzahl von 67,4 Prozent im Vorjahr auf 73,2 Prozent im Berichtsjahr. Ursächlich hierfür war im Wesentlichen der gestiegene Großschadenaufwand im Sachversicherungsbereich. So entfielen allein auf einen Explosionsschaden aus dem Beteiligungsgeschäft 9,4 Millionen Euro. Die Brutto-Kostenquote (s.a.G.) betrug 26,7 Prozent (Vorjahr: 26,6 Prozent). Die Brutto-Combined Ratio (s.a.G.) erhöhte sich somit auf 99,9 Prozent (Vorjahr: 94,0 Prozent). Besonderheiten im Geschäftsjahr Ende Dezember 2023 kam es aufgrund von Dauerregen im gesamten Geschäftsgebiet zu einer verschärften Hochwasserlage bis in den Januar 2024. Insbesondere der Wasserstand des Flusses Helme lag über mehrere Tage deutlich über der höchsten Warnstufe 4. Die zur Regulierung vorgeschaltete Talsperre Kelbra war auf Grund der stärksten seit Wetteraufzeichnung gemessenen Regenfälle nicht mehr in der Lage, die Wassermengen zurückzuhalten, sodass der Wasserstand der Helme nicht reduziert werden konnte. Der Katastrophenschutz mit den örtlichen Feuerwehren, den Technischen Hilfswerken, vielen freiwilligen Helfern sowie zuletzt auch der Bundeswehr waren tagelang im Einsatz, um das Hochwasser einzudämmen und die Ortschaften vor Überflutung zu schützen. Die durchgeführten Sicherungsmaßnahmen waren erfolgreich, sodass größere Schäden ausgeblieben sind. Vereinzelt wurden zur Entlastung gezielte Deichöffnungen vorgenommen. Der versicherte Schaden wird seitens des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) bundesweit auf ca. 200 Millionen Euro eingeschätzt. Die ÖSA war nur in geringem Umfang betroffen. Der russische Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 hat sich zu einem Abnutzungskrieg entwickelt. Seit Beginn des Krieges kam es zu massiven Zerstörungen. Beide Seiten haben zehntausende Tote und Verletzte zu beklagen. Durch die Flucht vieler Zivilisten spricht die UN von der größten Flüchtlingskatastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg. Seitens der westlichen Staaten wird die Ukraine weiterhin in Form von Ausrüstungs- und Waffenlieferungen sowie humanitären Leistungen und finanziellen Hilfen unterstützt. Der erhebliche Einfluss der Sanktionsmaßnahmen gegen Russland auf die Weltwirtschaft blieb in Teilen bestehen. In Deutschland machte sich dies insbesondere in der ersten Jahreshälfte durch deutlich gestiegene Energie- und Kraftstoffpreise bemerkbar. Diese Entwicklung hatte in Folge einen starken Einfluss auf die Preise von Konsumgütern und Lebensmitteln. Die europaweiten Bemühungen, die Unabhängigkeit von russischen Energielieferungen sicherzustellen, führten im zweiten Halbjahr zu sinkenden Energiepreisen. Dies trug zudem zu einer Abschwächung der Inflation bei. Durch den terroristischen Angriff der Hamas auf Israel im Oktober 2023 ist der Nahost-Konflikt erneut aufgeflammt. Durch die regionale Begrenzung des Konflikts kam es zu keinen Verwerfungen auf den Kapitalmärkten. Der Ölpreis zeigte ebenfalls keine nachhaltigen Reaktionen. Nichtsdestotrotz stellen die Konflikte in der Ukraine und Israel geopolitische Risiken dar, die einen spürbaren Einfluss auf das zukünftige Wirtschaftswachstum haben können. Das Neugeschäft der ÖSA Feuer lag insgesamt deutlich über dem Vorjahresniveau. Weiterhin führten die hohen Ersatzteil- und Werkstattkosten sowie die Zunahme des Großschadenaufwandes zu einer Erhöhung der Schadenlast insgesamt. Auch in 2023 lag ein besonderer Fokus auf der Stärkung der Erträge aus der Versicherungstechnik. Unterstützend dienten hierbei der inzwischen etablierte Regelprozess zur Verbesserung der Schadensituation und die Umstellungsaktion der Alttarife in der Verbundenen Gebäudeversicherung und im Firmenkundenbereich. Angesichts des Inflationsgeschehens verstärkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinspolitik mit dem Ziel, zeitnah zu einer Inflationsrate von 2 Prozent zurückzukehren. Die Leitzinssätze der EZB wurden im Februar und März jeweils um 50 Basispunkte und im Juni, Juli und September jeweils um weitere 25 Basispunkte erhöht. Der Zins für kurzfristige Einlagen bei der EZB stieg dadurch auf 4,0 Prozent. Die EZB-Maßnahmen zeigten Wirkung und führten zu einer Reduzierung der Inflationsrate am Ende des Berichtsjahres 2023. Trotz der Turbulenzen an den Kapitalmärkten wurden Kapitalerträge über dem Planniveau erzielt. Mit der EU-Taxonomie-Verordnung wird eine einheitliche Klassifizierung für nachhaltiges wirtschaftliches Handeln geschaffen. Diese soll innerhalb der Europäischen Union für Klarheit darüber sorgen, welche wirtschaftliche Tätigkeiten als nachhaltig angesehen werden können. Innerhalb von sechs Umweltzielen in der Taxonomie-Verordnung sind für die Ziele Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel bereits Kriterien für die Berichterstattung definiert. Zum 1.1.2023 wurde der Anwendungsbereich um die vier Umweltziele Stärkung der Kreislaufwirtschaft, Vermeidung und Kontrolle der Umweltverschmutzung, Schutz der Wasser- und Meeresressourcen sowie Schutz der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme erweitert. Ökologisch-nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten müssen einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung mindestens eines Umweltziels leisten, dürfen nicht zu einer erheblichen Beeinträchtigung eines oder mehrerer Umweltziele führen, der soziale Mindestschutz muss eingehalten und die technischen Bewertungskriterien erfüllt werden. Erfüllt die Wirtschaftstätigkeit die Kriterien, ist sie als Taxonomie-konform anzusehen. Nach den Vorgaben der delegierten Verordnungen sind im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der im Dezember 2023 verlautbarten Auffassung der EU-Kommission die Taxonomie-konformen Anteile der Versicherungsumsätze mit Blick auf die Klimaziele anzugeben, während zu den übrigen Zielen die Taxonomie-Fähigkeit auszuweisen ist. Die Berichterstattung erfolgt im gesondert geprüften Nachhaltigkeitsbericht für die Verbundunternehmen der Versicherungsgruppe Hannover. Für die ÖSA Feuer waren zu keiner Zeit existenzielle Auswirkungen erkennbar. Jahresergebnis Der Jahresüberschuss liegt, vorbehaltlich der Feststellung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat und der Bestätigung durch die Trägerversammlung, bei 0 Euro (Vorjahr: 1,0 Million Euro). Aufgrund der hohen Schadenbelastung konnte aus Sicht des Vorstandes ein noch zufriedenstellendes Geschäftsjahr abgeschlossen werden.
Wirtschaftsbericht Allgemeine wirtschaftliche Lage[1] Nachdem im Vorjahr geopolitische Spannungen die Weltwirtschaft zunehmend in Form von Preissteigerungen belasteten, ist nach Einschätzung des ifo Instituts aufgrund der rückläufigen Inflationsentwicklung anzunehmen, dass der Zinshöhepunkt sowohl in den USA als auch im Euroraum bereits überschritten wurde. Eine erste Leitzinssenkung seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) wird im Laufe des Jahres 2024 erwartet. Risiken bestehen jedoch in einer möglichen weiteren Eskalation des Krieges in der Ukraine und der potenziellen Ausweitung des Nahost-Konflikts durch das Eintreten anderer Regionalmächte, wie dem Iran. Insgesamt konnte im Jahr 2023 eine robuste Expansion der Weltwirtschaft beobachtet werden. In den USA zeigte sich entgegen der Erwartungen eine starke Konjunktur, welche insbesondere durch die steigenden Konsumausgaben getragen wurde. Mit dem "Inflation reduction act" hat die amerikanische Regierung zudem erhebliche Mittel zur Stimulierung der Wirtschaft eingesetzt. In China konnte trotz der strukturellen Immobilienkrise durch stimulierende Staatseingriffe ein Wirtschaftswachstum verzeichnet werden. Der Rohölpreis hat sich zum Ende des Jahres auf mittlerem Niveau stabilisiert, nachdem ein kräftiger, jedoch nicht anhaltender Anstieg in Folge des Angriffs der Hamas auf Israel verzeichnet wurde. Das ifo Institut rechnet in seiner Wachstumsprognose mit einem Anstieg der weltweiten Wirtschaftsleistung um 2,7 Prozent (Vorjahr: 2,8 Prozent). Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte im Euroraum hat sich aufgrund der im Vergleich zu den USA ungünstigeren Entwicklung der Reallöhne abgeschwächt. Weiterhin belasteten die Nachwirkungen des Energiepreisschocks im Vorjahr die Industriekonjunktur. Aufgrund des demografischen Wandels und der Verknappung des Arbeitskräfteangebots sind ebenfalls die Arbeitsmärkte im Euroraum angespannt. Die monatliche Inflationsrate sank in 2023 kontinuierlich in Richtung des EZB-Ziels von 2,0 Prozent. Sie wies für den Dezember 2023 einen Wert von 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus. Bedingt durch diese Gegebenheiten rechnet das ifo Institut für das Jahr 2023 in der Eurozone mit einem Anstieg des Brutto-Inlandsprodukts (BIP) von 0,5 Prozent (Vorjahr: 3,4 Prozent). Der Anstieg der Verbraucherpreise für das Gesamtjahr wird bei 5,5 Prozent (Vorjahr: 8,4 Prozent) eingeschätzt. Die deutsche Wirtschaft stagnierte im Jahr 2023 weitestgehend. Über das gesamte Jahr musste letztendlich ein leichter Rückgang des Brutto-Inlandprodukts in Höhe von 0,3 Prozent (Vorjahr: +1,8 Prozent) verkraftet werden. Obwohl die Inflation im Verlauf des Jahres rückläufig war und ein erhöhter Anstieg der Lohneinkommen verzeichnet werden konnte, blieb eine Erholung des privaten Konsums vorerst aus mit der Folge einer erhöhten Sparrate. Die restriktive Zinspolitik der Zentralbanken hatte einen dämpfenden Einfluss auf die Konjunktur, wodurch das Volumen der deutschen Exporte weiterhin sank. Als Folge der Energiekrise war ein struktureller Wandel bei industriellen Großabnehmern für Gas und Strom zu beobachten, die trotz gesunkener Energiepreise Teile der energieintensiven Produktion an andere Standorte außerhalb Deutschlands verlagert haben. Eine für die zweite Jahreshälfte erwartete wirtschaftliche Erholung blieb aus. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in 2023 durchschnittlich um 5,9 Prozent (Vorjahr: 6,9 Prozent). Die preisbereinigten Konsumausgaben der privaten Haushalte sanken um 1,1 Prozent (Vorjahr: +3,9 Prozent). Die Sparquote lag bei 11,7 Prozent (Vorjahr: 11,0 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg leicht auf 5,7 Prozent (Vorjahr: 5,3 Prozent). In 2022 war Sachsen-Anhalt im bundesdeutschen Vergleich deutlich wachstumsstärker und hat mit einem Zuwachs von 2,6 Prozent beim BIP zugelegt. Diese Entwicklungen haben sich im ersten Halbjahr in 2023 deutlich geändert. In den ersten Monaten haben sich die inflationären Entwicklungen aus 2022 fortgesetzt. Zudem sind die Energie-, Erzeuger- und Verbraucherpreise weiter gestiegen und folglich der Konsum deutlich gesunken. I lag das reale BIP-Wachstum in Sachsen-Anhalt mit -3,2 Prozent deutlich unterhalb des bundesdeutschen Wertes von -0,3 Prozent im ersten Halbjahr. Dies liegt daran, dass die Exporte von den schlechten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in dem Bundesland stärker betroffen waren als in der Bundesrepublik. Insbesondere die energieintensiven Branchen sowie Vorleistungsprodukte mussten deutliche Rückgänge im Umsatz verzeichnen. Das geht aus dem "Konjunkturausblick Sachsen-Anhalt 2024" der NORD/LB hervor. Die durchschnittliche Arbeitslosenquote ist nach Angaben der Agentur für Arbeit gestiegen und lag mit 7,5 Prozent über dem Vorjahresniveau (7,1 Prozent). Die Auswertungen des statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt und des statistischen Bundesamtes zeigen in 2023 einen vorausgeschätzten Bevölkerungsrückgang von rund 0,4 Prozent in Sachsen-Anhalt. Die endgültigen Daten sollen im Juni 2024 vorliegen. Deutscher Versicherungsmarkt Nachdem zum Ende des Vorjahres der Geschäftsklima-Index des ifo Instituts für die Versicherungsbranche auf einen Tiefstand gesunken ist, stiegen die Geschäftserwartungen in 2023, bis sie sich im dritten Quartal erneut eintrübten. Insgesamt befand sich die Geschäftslage somit deutlich unter dem langfristigen Durchschnitt. Obwohl das Geschäftsklima zum Jahresende um 5,1 Punkte gesunken ist, lag es mit 0,8 Punkten immer noch im positiven Bereich, jedoch deutlich unter dem langfristigen Mittelwert von 12,5 Punkten. Für die Versicherungswirtschaft wird im Geschäftsjahr 2023 wegen der Unsicherheit über die Entwicklung der Weltwirtschaft und einer zögerlich rückläufigen Inflation ein leichter Beitragszuwachs von 1,3 Prozent erwartet. Durch einen Anstieg der Vertragsstückzahlen in Höhe von 0,8 Prozent, den inflationsbedingten Summenanpassungen in der Sachversicherung und schadenbedingten Tarifanpassungen in der Kraftfahrtversicherung wird in der Schaden-/Unfallversicherung insgesamt ein Beitragswachstum von 6,7 Prozent prognostiziert. Auf die Sachversicherung entfällt ein Beitragsanstieg von 13,3 Prozent, auf die Kraftfahrtversicherung ein Anstieg von 4,1 Prozent und auf die Haftpflichtversicherung ein Anstieg von 3,0 Prozent. Schadenseitig verläuft die Sachversicherung annähernd auf Vorjahresniveau. Eine weit überproportionale Auswirkung des Inflationsgeschehens besteht wie im Vorjahr in der Kraftfahrtversicherung. Besonders durch die Preissteigerungen von Kfz-Ersatzteilen und Werkstatt-Stundensätzen steht dem Beitragswachstum von 4,1 Prozent eine inflationsbedingte Erhöhung des Schadenaufwands von 13,6 Prozent gegenüber. Dadurch ergibt sich in den Kraftfahrt-Sparten eine Combined Ratio von 110 Prozent und somit ein technischer Verlust von über 3 Milliarden Euro marktweit. Die Combined Ratio für die Schaden-/Unfallversicherung insgesamt steigt von 94,6 Prozent im Vorjahr auf 99 Prozent für das Geschäftsjahr 2023. Mit dem Klimawandel nehmen die Naturgefahren und Wetterextreme dramatisch zu. Auch Deutschland muss sich auf zahlreiche und intensive Dürren, Hitzewellen sowie auf Sturm-, Hagel-, Starkregen- und Überschwemmungsereignisse einstellen. Die Naturgefahrenbilanz 2023 weist einen versicherten Schadenaufwand in Deutschland von ca. 5,0 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,0 Milliarden Euro) aus. Die schwersten Schäden verursachten die Sommer-Unwetter im August. Ende Dezember war Sachsen-Anhalt durch ein Hochwasser als Folge von flächendeckenden und langanhaltenden Regenfällen betroffen. Die bundesweite Schadenbilanz steht noch aus. Erste Schätzungen liegen bei einem versicherten Schaden von ca. 200 Millionen Euro. Neben den Schäden aus Naturgefahren führen Feuergroßschäden zu erheblichen Schadenbelastungen. Im deutschen Markt verzeichnet das Geschäftsjahr 2023 in dem Feuersegment einen leichten Schadenanstieg gegenüber dem Vorjahr. Diese Entwicklung führt zu einer Combined Ratio von 106 Prozent (Vorjahr: 103 Prozente) und erneut zu einem negativen Spartenergebnis. Situation auf dem Kapitalmarkt Angesichts des Inflationsgeschehens verstärkte die Europäische Zentralbank (EZB) ihre Zinspolitik mit dem Ziel, zeitnah zu einer Inflationsrate von 2 Prozent zurückzukehren. Die Leitzinssätze der EZB wurden im Februar und März jeweils um 50 Basispunkte und im Juni, Juli und September jeweils um weitere 25 Basispunkte erhöht. Der Zins für kurzfristige Einlagen bei der EZB stieg dadurch auf 4,0 Prozent. Die EZB-Maßnahmen haben ihr Ziel erreicht, denn zum Ende des Jahres sank die Inflationsrate für den Monat Dezember auf 3,2 Prozent. Es bestehen jedoch weiterhin Unsicherheiten, ob die restriktive Geldpolitik nicht durch "Zweitrundeneffekte" aus Lohn- und Gehaltssteigerungen bzw. dem Auslaufen staatlicher Förderungen konterkariert wird. Die Anleiheprogramme der EZB wurden 2023 reduziert und auslaufende Papiere nicht reinvestiert. Die Bilanzsumme der EZB sank um ca. 13 Prozent auf 6,9 Billionen Euro. Auch die US-Notenbank Fed beließ ihren Leitzins nach mehrfachen Zinserhöhungen vorerst bei einer Spanne von 5,25-5,50 Prozent, dem höchsten Zinsniveau seit 22 Jahren. Die Inflationsrate in den USA sank von 6,4 Prozent zu Jahresbeginn auf 3,4 Prozent im Dezember 2023. Um die angestrebte Rate von 2 Prozent zu erreichen, werden seitens der Fed erneute Zinserhöhungen jedoch nicht vollständig ausgeschlossen. Die Rezessionsbefürchtungen konnten nicht bestätigt werden, da die US-Wirtschaft trotz der restriktiven Zinspolitik ein Wachstum des realen Bruttoinlandsproduktes von 2,4 Prozent aufwies. Im März wurden jedoch zwischenzeitlich mögliche schwerwiegende Folgen der hohen Zinsen deutlich, als es durch die Schieflage mehrerer Regionalbanken in den USA und schwindendem Vertrauen in die Finanzbranche zu einer "Notübernahme" der Schweizer Großbank Credit Suisse durch die UBS kam. Weitere Ansteckungseffekte blieben in der Folge jedoch aus. Durch die Unsicherheiten bezüglich des Ausmaßes und der zeitlichen Ausgestaltung der Zinserhöhungen zeigten sich die Märkte im Jahresverlauf außergewöhnlich volatil. Insgesamt sind die Aktienmärkte sowohl in den USA als auch in Deutschland gestiegen, während ein Rückgang der Aktienrisikoprämien zu beobachten war. Der DAX schloss mit einem Stand von 16.460 Punkten. Die Jahresperformance des deutschen Leitindex lag bei 20,3 Prozent, die des MSCI-World, in Euro gerechnet, bei 19,6 Prozent. Neben der Aussicht auf rückläufige Zinsen waren es insbesondere die Stabilisierung der Energiepreise in Europa sowie neue Geschäftsperspektiven in Folge der technologischen Durchbrüche beim Feld "Künstliche Intelligenz" bei amerikanischen Tech-Unternehmen, die zu diesem außerordentlich starken Aktienjahr beigetragen haben. Die bestehenden und teils neuen bzw. ausgeweiteten geopolitischen Unsicherheiten traten für die Marktteilnehmer in den Hintergrund. Ungewöhnlich war zudem die starke "Spreizung" der Entwicklung beim Vergleich einzelner Aktiensegmente. So hat der MDAX für Deutschland erheblich schwächer als der DAX abgeschnitten, während der DowJones Index in den USA weit hinter dem breiter gefassten S&P 500 Index zurückblieb. Im Gegensatz zu den starken Wertrückgängen des Vorjahres konnten sich die Rentenmärkte im Geschäftsjahr konsolidieren. Nach Kursgewinnen zu Jahresbeginn dominierten zunächst die Sorgen vor einer länger anhaltenden Inflation und die Unsicherheit über das Ausmaß der restriktiven Geldpolitik. In der Spitze stieg die Rendite der 10-jährigen US-Staatspapiere im Oktober über die Marke von 5 Prozent, die Kurse aller wichtigen Rentenmärkte lagen auf Jahressicht deutlich im Minus. Anfang November kam es aufgrund der überraschend niedrigen Inflationszahlen zu einer Trendumkehr mit starken Kursanstiegen. Getrieben wurden diese Entwicklungen von der Einschätzung der Finanzmärkte, dass der Leitzins nicht weiter erhöht wird und das Emissionsvolumen von US-Staatsanleihen verringert werden könnte. Die Aussicht auf Zinssenkungen gab Investoren nach fast zwei Jahren andauernden Kursverlusten Anlass, wieder vermehrt in Anleihen zu investieren. Diese positive Stimmung hat auch die europäischen Rentenmärkte erfasst. Deutliche Unsicherheiten bestehen weiterhin bei Immobilieninvestments aufgrund des Zinsumfelds und der Baukostenentwicklung. Viele Projekte wurden gestoppt. Mit der Insolvenz der Signa-Gruppe hat die Krise auch die Versicherungsbranche als Projektfinanzierer erreicht. Innerhalb eines bestehenden Immobilienbestands belasten gestiegene Liegenschaftszinsen und Finanzierungskosten die Rendite und Zeitwerte der Objekte. Der Sanierungsbedarf unter Nachhaltigkeitsaspekten nimmt darüber hinaus Einfluss auf die Marktpreise. Der Geschäftsverlauf im Einzelnen Selbst abgeschlossenes Geschäft Zusammenfassung Das versicherungstechnische Brutto-Ergebnis (s.a.G) beträgt -0,03 Millionen Euro. Darin enthalten ist eine Entnahme aus der Rückstellung für Kumulrisiken in Höhe von 2,7 Millionen Euro. Nach einem Rückversicherungsergebnis von -2,4 Millionen Euro sowie einer Entnahme aus den Schwankungs- und ähnlichen Rückstellungen von 1,0 Millionen Euro wurde ein versicherungstechnisches Nettoergebnis (s.a.G) von -1,4 Millionen Euro erzielt (Vorjahr: +0,7 Millionen Euro). Beitragszusammensetzung s.a.G.
Entwicklung der Vertragsstückzahlen (inkl. Moped-Verträge)
Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung Nach einem stark vom Wettbewerb bestimmten Jahreswechselgeschäft in der Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung, einer Tarifanpassung im Neu- und Bestandsgeschäft sowie einem auf Vorjahresniveau verlaufenen unterjährigen Kraftfahrtgeschäft betrugen die Beitragseinnahmen 34,5 Millionen Euro (+2,5 Prozent). Die unterjährig hinzugewonnenen Verträge konnten den Negativsaldo aus dem Jahreswechselgeschäft nicht ausgleichen. So erreichte auch die Vertragsanzahl mit insgesamt 147.487 Verträgen nicht das Vorjahresniveau (148.197). Nach Hinzurechnung der Moped-Verträge (14.894 Verträge) betrug die Vertragsanzahl 162.381. Die Schadenanzahl erhöhte sich im Jahr 2023 leicht. Sie lag mit 7.962 Stücken um 1,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Nach einem deutlichen Anstieg der Schadenaufwendungen im Vorjahr sind diese im Berichtsjahr um 11,6 Prozent auf 27,3 Millionen Euro gesunken. Ursache für die hohen Schadenaufwendungen im Vorjahr waren die notwendigen Nachreservierungen bei Großschäden. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote verringerte sich entsprechend von 91,7 Prozent auf 79,1 Prozent. Die Brutto-Kostenquote betrug 20,8 Prozent (Vorjahr: 23,5 Prozent). Die Sparte wies ein Brutto-Ergebnis von -0,2 Millionen Euro aus. Nach einem Rückversicherungsergebnis von -1,5 Millionen Euro und einer Zuführung zur Drohverlustrückstellung von 1,0 Millionen Euro betrug das versicherungstechnische Nettoergebnis -2,7 Millionen Euro (Vorjahr: -3,9 Millionen Euro). Bestandszusammensetzung Kraftfahrt (ohne Moped-Verträge)
Kaskoversicherung Die Beitragseinnahmen der Voll- und Teilkaskoversicherung lagen mit 24,9 Millionen Euro über dem Niveau des Vorjahres (+2,5 Prozent). Auch der Versicherungsbestand lag geringfügig über dem Vorjahresniveau. So waren am Ende des Berichtsjahres 107.125 Kasko-Verträge (inkl. Moped 109.863) im Bestand. Nach einem Anstieg im Vorjahr erhöhte sich der Schadenaufwand auch im Berichtsjahr deutlich um 11,5 Prozent auf 24,9 Millionen Euro. Die Zunahme resultierte unter anderem aus einer erhöhten Schadenbelastung aus Naturereignissen. Weiterhin führten Inflationseffekte bei Ersatzteil- und Werkstattkosten zu einem Anstieg des Durchschnittsaufwandes. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug somit 99,6 Prozent (Vorjahr: 91,5 Prozent). Die Brutto-Kostenquote belief sich auf 20,6 Prozent (Vorjahr: 23,4 Prozent). Die Sparten verzeichneten ein Brutto-Ergebnis von insgesamt -5,0 Millionen Euro. Nach einem Rückversicherungsergebnis von 1,2 Millionen Euro sowie einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 1,9 Millionen Euro schlossen die Sparten mit einem versicherungstechnischen Nettoergebnis von -1,9 (Vorjahr: -2,3 Millionen Euro). Unfallversicherung Die Beitragseinnahmen der Unfallsparte stiegen insgesamt um 1,1 Prozent auf 12,2 Millionen Euro. Der Versicherungsbestand lag mit 61.028 Verträgen geringfügig unter dem Vorjahresniveau. Die Schadenaufwendungen lagen 4,8 Prozent unter dem Vorjahr und betrugen 5,9 Millionen Euro. Die Anzahl der gemeldeten Schäden erhöhte sich geringfügig auf 2.098 Stücke. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote erreichte ein Niveau von 48,0 Prozent (Vorjahr: 51,1 Prozent). Die Brutto-Kostenquote betrug 23,2 Prozent (Vorjahr: 22,0 Prozent). Die Sparte wies ein Brutto-Ergebnis von 3,2 Millionen Euro aus. Das Rückversicherungsergebnis betrug -0,4 Millionen Euro, so dass sich ein Netto-Ergebnis von 2,8 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro) ergab. Haftpflichtversicherung Die Beitragseinnahmen lagen mit 14,3 Millionen Euro 1,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die letzte Treuhänderanpassung der Haftpflichttarife wurde zur Jahresmitte 2023 durchgeführt. Sowohl das private als auch das gewerbliche Haftpflichtsegment trugen zur Beitragsentwicklung bei. Die Vertragsstückzahl erhöhte sich insgesamt leicht um 0,6 Prozent auf 128.775 Stücke. Die Schadenaufwendungen der Sparte betrugen 4,7 Millionen Euro und lagen damit deutlich über dem sehr guten Vorjahresniveau. Die Schadenanzahl verringerte sich um 6,9 Prozent auf 3.530 Stücke. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug 32,7 Prozent (Vorjahr: 12,7 Prozent). Die Brutto-Kostenquote lag mit 26,5 Prozent unter dem Vorjahr. Mit 5,8 Millionen Euro fiel das Brutto-Ergebnis entsprechend positiv aus. Das Rückversicherungsergebnis betrug -1,0 Millionen Euro. Im versicherungstechnischen Nettoergebnis der Sparte konnte folglich ein Gewinn von 4,8 Millionen Euro ausgewiesen werden (Vorjahr: 7,4 Millionen Euro). Beitragszusammensetzung HUK (s.a.G)
Feuerversicherung In der Feuer-Industrieversicherung sowie der landwirtschaftlichen und sonstigen Feuerversicherungen betrugen die Beitragseinnahmen 8,4 Millionen Euro (Vorjahr: 7,7 Millionen Euro). Mit einem Schadenaufwand von 5,7 Millionen Euro wurde das Vorjahresniveau aufgrund der Großschadenbelastung deutlich überschritten. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote erhöhte sich auf 68,5 Prozent (Vorjahr: 33,8 Prozent). Die Brutto-Kostenquote betrug 32,6 Prozent (Vorjahr 27,0 Prozent). Im Brutto-Ergebnis wiesen die Sparten insgesamt einen Verlust von 1,0 Millionen Euro aus. Nach einem ausgeglichenen Rückversicherungsergebnis sowie einer Entnahme aus der Schwankungsrückstellung von 0,3 Millionen Euro betrug das versicherungstechnische Nettoergebnis -0,7 Millionen Euro (Vorjahr: -0,1 Millionen Euro). Verbundene Gebäudeversicherung Die bereits erfolgten Bestandssanierungen im wohnungswirtschaftlichen Bereich sowie insbesondere die Beitragsanpassungen infolge von Baupreiserhöhungen führten in der Gebäudeversicherung zu einem deutlichen Beitragswachstum von 11,6 Prozent. So betrugen die Beitragseinnahmen insgesamt 34,0 Millionen Euro. Mit 50.597 Stücken konnte die Vertragsanzahl geringfügig gesteigert werden. Insgesamt betrugen die Schadenaufwendungen der Sparte 26,1 Millionen Euro (+3,6 Prozent). Die Anzahl der im Berichtsjahr gemeldeten Schäden lag mit 12.786 Stücken deutlich unter dem Vorjahresniveau. Während der Schadenaufwand und damit auch die Schadenstückzahl aus Kumulereignissen (insbesondere Sturm) rückläufig waren, belastete der erhöhte Großschadenaufwand die Sparte im Berichtsjahr entsprechend. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug 78,3 Prozent (Vorjahr 83,7 Prozent). Die Brutto-Kostenquote erhöhte sich auf 32,6 Prozent (Vorjahr: 31,0 Prozent). Die Sparte schloss nach einer Entnahme aus der Rückstellung für Kumulrisiken von 1,8 Millionen Euro mit einem Brutto-Ergebnis von -2,8 Millionen Euro. Nach Rückversicherung (Ergebnis: -3,3 Millionen Euro) sowie einer Entnahme aus der Schwankungs- und Drohverlustrückstellung von insgesamt 1,2 Millionen Euro belief sich das versicherungstechnische Nettoergebnis auf -4,9 Millionen Euro (Vorjahr: -5,8 Millionen Euro). Verbundene Hausratversicherung Die Hausratversicherung verzeichnete eine Steigerung der Beitragseinnahmen von 5,0 Prozent auf 9,0 Millionen Euro. Die Anzahl der Verträge erhöhte sich leicht um 0,1 Prozent auf 86.676 Stücke. Während die Schadenanzahl mit 2.381 Stücken um 5,0 Prozent zunahm, erhöhten sich die Schadenaufwendungen der Hausratversicherung um 39,6 Prozent auf 2,4 Millionen Euro. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote betrug im Berichtsjahr 26,7 Prozent. Die Brutto-Kostenquote belief sich auf 36,6 Prozent (Vorjahr: 37,2 Prozent). Im Brutto-Ergebnis der Sparte wurden 3,0 Millionen Euro ausgewiesen. Ein Rückversicherungsergebnis von -1,1 Millionen Euro führte zu einem versicherungstechnischen Nettoergebnis von 1,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2,4 Millionen Euro). Sturmversicherung Die Beitragseinnahmen der Sparte lagen mit 4,7 Millionen Euro um 17,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Die Vertragsanzahl belief sich auf 34.612 Stücke. Die Schadenaufwendungen waren rückläufig und betrugen 1,5 Millionen Euro. Die bilanzielle Brutto-Schadenquote verringerte sich entsprechend auf 32,0 Prozent (Vorjahr: 77,0 Prozent). Die Brutto-Kostenquote betrug 30,0 Prozent (Vorjahr: 25,0 Prozent). Die Sparte schloss nach einer Entnahme aus der Rückstellung für Kumulrisiken von 0,9 Millionen Euro im Brutto-Ergebnis mit 2,6 Millionen Euro. Nach einem Rückversicherungsergebnis von -1,7 Millionen Euro sowie einer Zuführung zur Schwankungsrückstellung von 1,2 Millionen Euro wies die Sparte ein versicherungstechnisches Nettoergebnis von -0,3 Millionen Euro (Vorjahr: -1,2 Millionen Euro) aus. Übrige Sachversicherung Entwicklung der übrigen Sachversicherungssparten
In Rückdeckung übernommenes Geschäft Die gebuchten Brutto-Beiträge für das in Rückdeckung übernommene Geschäft der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft, der Extremus Versicherungs-AG sowie der Restkreditversicherung betrugen im Berichtsjahr 7,1 Millionen Euro (Vorjahr: 15,3 Millionen Euro), wobei diese überwiegend auf die Restkreditversicherung entfielen. Der Großrisikenrückstellung für die Pharma-Produkthaftpflichtversicherung und Terrorrisiken wurden insgesamt 0,1 Millionen Euro entnommen. Das übernommene Geschäft schloss mit einem versicherungstechnischen Ergebnis von 1,6 Millionen Euro (Vorjahr: 2,2 Millionen Euro). Versicherungstechnisches Brutto-Ergebnis ÖSA Feuer Gesamt Das versicherungstechnische Brutto-Ergebnis belief sich nach einer Entnahme aus der Rückstellung für Kumulrisiken von 2,7 Millionen Euro auf 1,7 Millionen Euro (Vorjahr 7,2 Millionen Euro).
Rückversicherung Das Ergebnis des in Rückdeckung gegebenen Geschäftes betrug -2,4 Millionen Euro (Vorjahr: -7,4 Millionen Euro). Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung Das versicherungstechnische Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungs- und ähnlicher Rückstellungen wies einen Verlust von 0,7 Millionen Euro aus. Den Schwankungs- und ähnlichen Rückstellungen wurden 0,9 Millionen Euro entnommen. Dies führte zu einem versicherungstechnischen Ergebnis für eigene Rechnung von 0,2 Millionen Euro (Vorjahr: 2,9 Millionen Euro). Kapitalanlagen Die Kapitalanlagen der ÖSA Feuer sind im Wesentlichen in zwei Segmente unterteilt, das Replikations- und das Risikoportfolio. Das Replikationsportfolio besteht aus sicheren Zinstiteln sehr hoher Bonität. Über das Risikoportfolio sollen durch aktive Risikonahme, d. h. Risiken, die über das Replikationsportfolio hinausgehen, zusätzlich die am Markt mittelfristig vergüteten Prämien vereinnahmt werden. In diesem Segment erfolgt eine angemessene Risikosteuerung. Das Risikoportfolio wird im Wesentlichen über den MD II-Fonds abgebildet. Dieser weist aufgrund seiner diversifizierten und granularen Allokation relativ geringe Schwankungen auf. Für die zu erwartenden Wertschwankungen wird ein Risikobudget zur Verfügung gestellt. Die Risikoexponierung ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In einem Umfeld gestiegener Zinsen und guter Performance bei fast allen liquiden Märkten erwirtschaftete die ÖSA Feuer ein Kapitalanlageergebnis von 2,9 Millionen Euro (Vorjahr: 2,0 Millionen Euro). Der Kapitalanlagebestand ist im Berichtsjahr von 234,3 Millionen Euro auf 245,5 Millionen Euro gestiegen. Daraus errechnet sich eine Nettoverzinsung von 1,2 Prozent (Vorjahr: 0,9 Prozent). Die Bewertungsreserven betragen -12,1 Millionen Euro (Vorjahr: -25,7 Millionen Euro). Das entspricht 4,9 Prozent des Buchwertes der gesamten Kapitalanlagen. Ausgewählte Kennzahlen des Kapitalbestandes *) *) direkter und indirekter Kapitalanlagebestand
Struktur des Kapitalanlagebestandes
Finanz- und Vermögenslage Nach Jahresergebnis (nach Steuern) von 0 Euro und Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr von 0 Euro beträgt der Bilanzgewinn 0 Euro. Die geltenden Solvabilitätsanforderungen wurden im Geschäftsjahr 2023 hinreichend erfüllt. Das Sicherheitsniveau innerhalb der länger abwickelnden Sparten Haftpflicht und Kraftfahrt-Haftpflicht wurde fortgeführt. Die Schadenreservierung erfolgte grundsätzlich nach dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip. Die Inflationsentwicklung wurde im Bedarfsfall in den Schadenrückstellungen der Einzelschäden sowie in der Spätschadenpauschale berücksichtigt.
Personalentwicklung Die ÖSA Versicherungen beschäftigten zum Ende des Berichtsjahres insgesamt 280 Innendienstmitarbeiter. Davon waren 246 für die ÖSA Feuer tätig. 34 Mitarbeiter arbeiteten im angestellten Außendienst für die ÖSA Versicherungen. Sie betreuten die im Geschäftsbereich tätigen 88 hauptberuflichen Vertretungen und unterstützten die 12 Sparkassen bei Beratung und Verkauf von Versicherungsleistungen. Darüber hinaus können die Kundendienstcenter in Magdeburg und Halle von den Kunden als Anlaufstelle genutzt werden. Um den ständig steigenden Anforderungen der Kunden jederzeit gerecht werden zu können, nahmen die Mitarbeiter regelmäßig an internen und externen Weiterbildungsmaßnahmen teil. Die Erstausbildung von Mitarbeitern hat für die Unternehmen besondere Bedeutung. Im Jahr 2023 wurden acht Auszubildende zum/r Kaufmann/-frau für Versicherungen und Finanzen und ein Student in der Studienrichtung zum Bachelor of Arts Fachrichtung Versicherung neu eingestellt. Das Ausbildungskonzept sieht im ersten Lehrjahr den Einsatz in unserem Ausbildungscenter in Halle vor, im zweiten Lehrjahr den Einsatz in einer Agentur der ÖSA Versicherungen und im dritten Lehrjahr die Vorbereitung auf den angestrebten Einsatzbereich in den Unternehmen. Zum Ende des Berichtsjahres standen insgesamt 24 Nachwuchskräfte in einem Ausbildungsverhältnis mit den Unternehmen. Die Innendienstmitarbeiter, der angestellte Außendienst und die Auszubildenden werden entsprechend dem Gehaltstarifvertrag der privaten Versicherungswirtschaft entlohnt. Die angestellten Außendienstler partizipieren darüber hinaus am Erfolg der von ihnen betreuten Agenturen bzw. Sparkassen. Vertriebsaktivitäten Im Jahr 2023 stand aufgrund von negativen vertrieblichen Vorzeichen, wie Inflation und Verunsicherung der Verbraucher, die Konsolidierung der Bestände im Fokus. Im Laufe des Jahres wurde deutlich, dass die Einschätzung der Erwartung zu pessimistisch war. Sowohl in der Produktion als auch in der Entwicklung der Bestände konnten Zuwächse im Vergleich zum Vorjahr verzeichnet werden. Die erforderliche Weiterführung der Sanierungsmaßnahmen für eine risikogerechte Beurteilung des Bestandes wurde in 2023 fortgesetzt. Die ÖSA unternimmt große Anstrengungen, durch marktgerechte und kundenorientierte Anpassungen ihre Produktstruktur stetig zu verbessern. Dazu werden externe Marktvergleiche genutzt. Die Bezirksdirektionen haben mit dem angestellten Betreuerteam die Vertriebsprozesse engagiert unterstützt und wesentlich zum Gelingen beigetragen. Die Agenturen und Sparkassen wurden im Rahmen der Verkaufsförderung durch unsere Marketingabteilung mit 360° Angeboten versorgt. Zur Unterstützung der vertrieblichen Aktivitäten wurden über das gesamte Geschäftsjahr zentrale und dezentrale Kampagnen angeboten. Ganzjährig wurden Imagemaßnahmen durchgeführt. Gleich zu Beginn des Jahres 2023 wurden die Privatsparten in den werblichen Fokus gerückt. Daneben wurde der Verkauf von Moped-Versicherungen beworben. In unserer Jahresstartkampagne stellten wir die Privatsparten Hausrat, Haftpflicht, Cyber und Unfall in den Mittelpunkt. Von Juni bis September wurde die Zielgruppe junge Leute (16-30 Jahre) in den Fokus der vertrieblichen Aktivitäten gestellt. Zum Jahresende stellte traditionell das Kfz-Geschäft den Schwerpunkt der vertrieblichen Aktivitäten dar. Im Jahr 2024 wird der Verkauf der Privatkundenprodukte forciert. Dazu werden u.a. die Wohngebäude- und die Hausratversicherung überarbeitet. Zusammenarbeit mit dem Agenturvertrieb Das qualifizierte Aus- und Weiterbildungsangebot wurde für die Vertretungen und deren Mitarbeiter ausgebaut. Diese Schulungsangebote erfreuten sich einer großen Nachfrage. Im Vordergrund der Aus- und Weiterbildung stehen die fachliche, verkäuferische und persönliche Ausbildung, die Grundausbildung in den Versicherungssparten sowie die BWV- Prüfungsvorbereitung. Im Rahmen der Agenturberatungen wurden die Agenturen durch die Bezirksdirektoren analysiert, betriebswirtschaftlich beraten und bei der Maßnahmenrealisierung eng begleitet. Weiterhin stand der qualitative Umbau der eigenen Organisation im Fokus des Jahres 2023. Im Laufe des Jahres haben acht neue Vertretungen ihre Arbeit für die ÖSA aufgenommen. Sechs Vertretungen haben ihre Tätigkeit beendet, sodass zum Ende des Geschäftsjahres 88 Agenturen für die ÖSA Versicherungen tätig waren. Verbund mit den Sparkassen Die 12 Sparkassen in Sachsen-Anhalt stellen mit 269 Geschäftsstellen und etwa 1.400 Beratern (Stand 31.12.2023) ein großes Potential für den Vertrieb der ÖSA Versicherungen dar. Der Anteil der Sparkassen an der Vertriebsleistung der ÖSA Feuer betrug - wie im Vorjahr - in 2023 43,1 Prozent. Produktionsanteile Sparkassen
Die vertrieblichen Aktivitäten der Sparkassen wurden auch im Jahr 2023 durch Tertialkampagnen begleitet, die gemeinsam mit dem Ostdeutschen Sparkassenverband (OSV), den Sparkassen und den anderen öffentlichen Versicherern im OSV-Gebiet entwickelt wurden. Die Themen reichen von "Versicherungen um Haus und Wohnung" über die "Absicherung von Unternehmer und Unternehmen" bis hin zur "Kfz-Versicherung". Alle Kampagnen unterstützen maßgeblich das S-Finanzkonzept. Mit dem Sparkassen-Versicherungsmanager steht unseren Sparkassen ein modernes Tool zur ganzheitlichen medialen und stationären Versicherungsberatung zur Verfügung. Als weiteren Teil der Verbundenheit mit den Sparkassen sind die ÖSA Versicherungen Mitglied im Dachverband der Sparkassen-Finanzgruppe, dem Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), der die Interessen innerhalb der Gruppe vertritt. Weiterhin sind die ÖSA Versicherungen seit 2018 Mitglied der Sparkassenstiftung für internationale Kooperation. Nachhaltige Unternehmensausrichtung Für die ÖSA Versicherungen ist das Thema Nachhaltigkeit ein elementarer Baustein des unternehmerischen Erfolgs. Inzwischen gewinnt es auch auf politischer und gesellschaftlicher Ebene zunehmend an Bedeutung. Da für die ÖSA Versicherungen zukunftsorientiertes Denken und Handeln unerlässlich sind, wird die nachhaltige Ausrichtung der ÖSA Versicherungen weiter systematisiert. Das Nachhaltigkeits-Zielbild wurde im Geschäftsjahr um eine Strategie erweitert. Das laufende "CSRD-Projekt" setzt die neuen Anforderungen an die Nachhaltigkeitsberichterstattung um. Die Verbundunternehmen der Versicherungsgruppe Hannover sind verpflichtet, erstmalig in 2025 für das Geschäftsjahr 2024 hiernach zu berichten. Durch die Konzernklausel und die Veröffentlichung im Konzernbericht sind die Einzelunternehmen von der Berichterstattung befreit. Risikomanagement Das Risikomanagement der ÖSA Versicherungen funktioniert vollumfänglich. Das Risikokomitee, bestehend aus dem Gesamtvorstand und dem Risikokoordinierungsteam, bildet das übergeordnete Risikogremium. Aus der Geschäftsstrategie ist die Risikostrategie abgeleitet. Diese beschreibt in den risikostrategischen Grundsätzen die Vorgaben für den bewussten und kontrollierten Umgang mit den einzugehenden und eingegangenen Risiken. Auf Basis der Risikostrategie haben die ÖSA Versicherungen ein Risikofrüherkennungssystem eingerichtet, um Risiken mit wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf entsprechende Steuerungsmaßnahmen einleiten zu können. Die quantitative Risikosteuerung erfolgt im Sinne der Risikostrategie auf Basis eines Risikotragfähigkeitskonzeptes. Die operative Überwachung der daraus abgeleiteten Risikobudgets erfolgt auf Basis der Limitsysteme. Alle aufsichtsrechtlichen Berichtspflichten wurden vollumfänglich und zeitgerecht erfüllt. Dazu gehören unter anderem die Quartalsmeldungen sowie die Jahresmeldung. Des Weiteren wurde Mitte des Berichtsjahres die reguläre unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (ORSA - Own Risk and Solvency Assessment) durchgeführt. Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung Chancen Chancen resultieren aus der Tatsache, dass die ÖSA Versicherungen die einzigen Versicherungsunternehmen mit Sitz in Sachsen-Anhalt sind und ihr Geschäftsgebiet auf dieses Bundesland begrenzt ist. Die Beschränkung auf die Region führt zu einem hohen Identifikationsgrad und einer starken Marktdurchdringung. Dies gilt für die Bevölkerung, das Gewerbe, die Kommunen, die kommunale und genossenschaftliche Wohnungswirtschaft und die Feuerwehren gleichermaßen. Die regionale Verwurzelung ermöglicht es, die Kundenbedürfnisse im Allgemeinen und kleinere Kundensegmente bzw. kleinräumliche Gebiete im Besonderen bedarfsgerecht zu bedienen. Zudem ermöglicht ein Servicenetz mit 89 Agenturen und 269 Sparkassen-Geschäftsstellen eine besonders vorteilhafte Kundennähe. Hieraus resultiert das Selbstverständnis, im Verbund der Sparkassen-Finanzgruppe als der für Sachsen-Anhalt zuständige regionale Service-Versicherer zu gelten. Gestärkt wird dieses Modell durch die hohe Fachkompetenz unserer Vertriebspartner. Die Mitarbeiter und die Vertriebspartner der ÖSA Feuer tragen mit ihren Leistungen unmittelbar zur hohen Wettbewerbsfähigkeit und somit zum Geschäftserfolg bei. Daher strebt die ÖSA Feuer eine hohe Motivation und Identifikation der Mitarbeiter im Innen- und Außendienst an. Hierfür wird in die Qualifikation, Bindung und Gesunderhaltung der Mitarbeiter investiert. Der demographische Wandel ist Herausforderung und Chance zugleich. Eine steigende Lebenserwartung und stagnierende Geburtenzahlen wirken sich auf die gesamte Gesellschaft aus. Die daraus resultierenden Auswirkungen werden von der ÖSA Feuer kontinuierlich berücksichtigt und fließen in die strategische Ausrichtung ein, um zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden. Insbesondere stellt die drohende Altersarmut ein Risiko für die Bevölkerung dar, dem die ÖSA Feuer, auch entsprechend ihres gesellschaftlichen Auftrages, entgegenwirkt. Als regionaler Schaden- und Unfallversicherer richtet die ÖSA Feuer ihre Produktpalette konsequent auf die Bedürfnisse der Kundengruppen aus. Daher wurde in den letzten Jahren das Angebot kontinuierlich erweitert. Im Abschnitt Vertriebsaktivitäten werden die wichtigsten Neuerungen dargestellt. Risiken Zusammenfassung Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass die ständige Verfeinerung der Controllinginstrumente und des Risikomanagementsystems der Schaffung von Transparenz und der Früherkennung von unerwünschten Tendenzen dienen. Innerhalb des zielorientierten Planungs- und Risikomanagementsystems der ÖSA Feuer wird die Erfüllung der Vorgaben ständig überwacht. Abweichungen lösen entsprechende Maßnahmen aus. Angesichts der unsicheren Gesamtlage zum Krieg in der Ukraine und zum Nahost-Konflikt bestehen für die Weltwirtschaft erhebliche Risiken. Welche Auswirkungen die weitere Entwicklung der gesamten Krisensituation auf die Lage in Deutschland, den EU-Wirtschaftsraum und die weltweiten Kapitalmärkte haben wird, kann aus heutiger Sicht nicht abschließend eingeschätzt werden. Gleiches gilt hinsichtlich der Auswirkungen auf die ÖSA Feuer und ihren Geschäftsverlauf. Bezogen auf die Inflation deutet sich hingegen eine Entspannung der Lage an. Gegenwärtig sind keine Risiken erkennbar, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der ÖSA Feuer nachhaltig beeinträchtigen. Die Risikosituation ist kontrolliert und tragfähig. Versicherungstechnisches Risiko In der Versicherungswirtschaft herrscht ein hoher Wettbewerbsdruck insbesondere im Preis-Leistungs-Verhältnis, aber auch im Bedingungswettbewerb. Um einer negativen Entwicklung zu begegnen, setzt die ÖSA Feuer auf eine regionale Produktstrategie, eine risikoorientierte Annahmepolitik, ein konsequentes Kostenmanagement sowie auf eine fundierte Ausbildung ihrer Vertriebsmitarbeiter und Vermittler. Erklärtes Ziel ist zudem die Verbesserung der versicherungstechnischen Ergebnisse sowohl in den einzelnen Sparten als auch aus Kundengruppensicht. Dies erfolgt über zielgerichtete Sanierungen, Beitragsanpassungen und geplante sowie zum Teil bereits durchgeführte risikominimierende Maßnahmen. Das versicherungstechnische Risiko beinhaltet bei der ÖSA Feuer als Regionalversicherer in erster Linie das Kumulrisiko sowie im gewerblichen, kommunalen und wohnungswirtschaftlichen das Großschadenrisiko. Hier bieten langfristige Rückversicherungsverträge einen wesentlichen Ergebnisschutz. Dies gilt auch für die Absicherung von Risiken aus Naturgefahren, insbesondere von Sturm- und Überschwemmungsrisiken. Risiken, die aus der Unsicherheit bei der Schadenreservierung resultieren, werden speziell in Sparten mit lang andauernder Abwicklung durch ständige Beobachtung sowie durch Erstellen von Schadenanalysen minimiert. Die Ergebnisse aus der Abwicklung der Schadenrückstellungen verlaufen fast ausnahmslos positiv. Die genannten Maßnahmen dienen in ihrer Gesamtheit der bestmöglichen Reduzierung des Verlustpotentials aus versicherungstechnischen Risiken. Die Schadenreservierung erfolgt grundsätzlich nach dem kaufmännischen Vorsichtsprinzip. Die Inflationsentwicklung wird im Bedarfsfall in den Schadenrückstellungen der Einzelschäden sowie in der Spätschadenpauschale berücksichtigt. Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft werden nachfolgend unter Kreditrisiko betrachtet.
Marktrisiko Zur Begrenzung des Marktrisikos aus Kapitalanlagen wird laufend ein vom Vorstand verabschiedetes Risikobudget in jeder Risikoklasse bereitgestellt. Im Rahmen einer risikoadjustierten Portfoliosteuerung wird auf Basis einer Auslastungsanalyse über Risikonahme bzw. Risikoreduktion entschieden. Das verfügbare Risikobudget wird mindestens einmal jährlich im Rahmen des Planungsprozesses vom Vorstand im Hinblick auf die absolute Höhe und prozentuale Risikobedeckung beschlossen. Die Steuerung ist grundsätzlich an ökonomischen Belangen ausgerichtet, bilanzielle und aufsichtsrechtliche Rahmenbedingungen fließen als Restriktionen ein. Die Risikomessung und -steuerung erfolgt in den Risikoklassen Aktien, Zinsen, Credit-Spreads, Immobilien und Währungen auf Basis einer Value-at-Risk-orientierten Vorgehensweise. Eine hinreichende Streuung und Mischung der Einzeltitel (Granularität) wird durch ein Limitsystem sichergestellt. Diversifikationseffekte werden bei der Risikobewertung berücksichtigt. Darüber hinaus erfolgt in regelmäßigen Abständen eine szenariobasierte Analyse der Marktpreisrisiken. Dadurch können die Auswirkungen von Marktveränderungen auf die Kapitalanlage der ÖSA Feuer bemessen und bei Bedarf gezielt Maßnahmen zur Steuerung ergriffen werden. Im Folgenden werden die Ergebnisse der Sensitivitätsanalysen gemäß dem Deutschen Rechnungslegungs-Standard (DRS 20) für die ÖSA Feuer dargestellt. In diesem Stresstest werden die Auswirkungen extremer kurzfristiger Kapitalmarktschwankungen auf den nächsten Bilanzstichtag projiziert. Es wird ein Rückgang der Aktienkurse um 20 Prozent angenommen. Für zinssensitive Anlagen wird ein paralleler Anstieg des Zinsniveaus um 100 Basispunkte unterstellt. Eventuelle Absicherungsstrategien von Aktienkursrisiken, Zinsrisiken, Kreditrisiken und Fremdwährungsrisiken werden nicht berücksichtigt. Die aktienkurssensitiven Anlagen umfassen den indirekt im Fonds gehaltenen Aktienteil. Ein Rückgang der Aktienkurse um 20 Prozent würde bei den Kapitalanlagen der ÖSA Feuer per 31.12.2024 zu einem Rückgang der Marktwerte um 7,6 Millionen Euro führen. Bei der Betrachtung der zinssensitiven Anlagen wurden die direkt sowie die indirekt über Fonds gehaltenen Rentenanlagen berücksichtigt. Ein Zinsanstieg um 100 Basispunkte würde den Marktwert der zinssensitiven Kapitalanlagen der ÖSA Feuer per 31.12.2024 um 13,8 Millionen Euro verringern. In allen Tests wird überprüft, ob der eingetretene Marktwertverlust, der für das nach dem Handelsgesetzbuch ermittelte Ergebnis relevant ist, durch das vorhandene Eigenkapital und die nach dem Stress noch verfügbaren Bewertungsreserven abgedeckt werden kann. Alle Tests weisen ein positives Ergebnis aus und wurden bestanden. Darüber hinaus wird ein kombiniertes Szenario aus einem 20-prozentigen Aktienrückgang und einem 100-Basispunkte-Zinsanstieg betrachtet. Auch dieser Stresstest wurde bestanden. Das Kreditrisiko aus der Kapitalanlage wird im Rahmen des Marktrisikos der Höhe nach bewertet. Kreditrisiko Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft können zunächst gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern bestehen. Gegenüber Versicherungsnehmern begegnet die ÖSA Feuer diesem Risiko mittels eines IT-gestützten Inkasso- und Mahnwesens. Das Ausfallrisiko hieraus ist gering. Gegenüber Versicherungsvermittlern ist das Ausfallrisiko unbedeutend, wird aber gleichwohl fortlaufend kontrolliert. Darüber hinaus besteht ein Risiko von Forderungsausfällen im Bereich der Rückversicherung. Mit Änderung der Trägerschaft zum 01.01.2020 wurde die ÖSA ein verbundenes Unternehmen in der VGH-Gruppe. Auf dieser Grundlage übernimmt seit dem 01.01.2022 die Landschaftliche Brandkasse Hannover als alleiniger Rückversicherer das Rückversicherungsprogramm der ÖSA Feuer. Eine hohe Solvabilitätsquote der Landschaftlichen Brandkasse Hannover dient dabei der langfristigen Absicherung des Rückversicherungsschutzes. Liquiditätsrisiko Den finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit, auch bei Großschadenbelastungen, muss jederzeit nachgekommen werden können. Für langfristige Verpflichtungen wird dies durch eine monatlich rollierende Liquiditätsplanung unter Berücksichtigung der notwendigen Fristigkeiten sichergestellt. Die kurz- und mittelfristige Liquidität, z. B. für das besondere Liquiditätsrisiko aus Sturmereignissen, wird in den Kapitalanlagestrukturen unter Beachtung der Fungibilität, der Laufzeit und des Marktrisikos abgebildet. Konzentrationsrisiko Das Konzentrationsrisiko wird bei der Messung nicht als eigenständige Risikokategorie betrachtet, sondern sachbezogen im Rahmen des versicherungstechnischen Risikos, Marktrisikos bzw. Kreditrisikos berücksichtigt. Operationelles Risiko Betriebliche Risiken können durch eine unzureichende Systemverfügbarkeit auftreten. Mit der für die Informationsverarbeitungsprozesse zuständigen Informationsverarbeitung für Versicherungen GmbH (ivv) wurden deshalb Rahmenbedingungen vereinbart, um IT-Risiken zu begrenzen. Eine systematische ivv-Revision sowie interne Kontrollen gewährleisten darüber hinaus die Sicherheit und Verfügbarkeit der IT-Anlagen. Die Cyberrisiken sind gestiegen, wie die Bundesanstalt für Sicherheit in der Informationstechnik in ihrem Jahresbericht feststellt. Im Umfeld der ÖSA Feuer werden Cyberangriffe auf Dienstleister oder Kunden wahrnehmbarer. Interne Prozesse zur Koordination und Durchführung von angemessenen Maßnahmen sind etabliert. Die Bedrohungslage führt zu steigenden regulatorischen Anforderungen auf die die ÖSA Feuer gemeinsam mit ihrem Dienstleister ivv mit risikomindernden Maßnahmen, wie beispielsweise Audits und Verbesserungen der Angriffserkennung und -reaktion, reagiert. Durch diese Maßnahmen ist die Risikolage weiterhin als gleichbleibend einzuschätzen. Die zu Beginn des Russland-Ukraine-Krieges durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik festgestellte erhöhte Bedrohungslage besteht nach wie vor. Den Risikoaspekten im funktionalen und organisatorischen Verwaltungsbereich wird durch das interne Kontrollsystem begegnet, welches das Fehlerrisiko bei Geschäftsprozessen reduziert. Alle Zahlungsströme unterliegen strengen Regelungen hinsichtlich der Vollmachten und Berechtigungen. Entsprechende Funktionstrennungen in den Arbeitsabläufen, das Vier-Augen-Prinzip sowie Stichprobenverfahren nach dem Zufallsprinzip minimieren das Risiko bei der Erledigung von Geschäftsvorfällen. Die Wirksamkeit und Funktionsfähigkeit des internen Kontrollsystems wird durch die Revision planmäßig überwacht. Strategisches Risiko Das strategische Risiko ergibt sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen. Zum strategischen Risiko zählen die Geschäftsentscheidungen, die nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Es wird sichergestellt, dass bei strategischen Geschäftsentscheidungen der ÖSA Feuer neben den Chancen auch die Risiken angemessen berücksichtigt werden. Diesen Risiken wird durch intensive Beratung im Vorstand, frühzeitige Einbindung der Gremien und bedarfsgerechter Unterstützung externer Gutachter begegnet. Mögliche Risiken werden dadurch minimiert. Reputationsrisiko Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Schädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Behörden) ergibt. Reputationsrisiken können das Unternehmen nachhaltig schädigen. Diesen Risiken wird durch strukturierte Prozesse zur Informationsaufbereitung sowie mittels situationsgerechter Kommunikation gegenüber Dritten (z. B. Kunden, Presse) begegnet. Nachhaltigkeitsrisiken Negative Auswirkungen aus Nachhaltigkeitsrisiken umfassen im Wesentlichen Wertverluste aus der Neubewertung von Geschäftsaussichten von Branchen und Betrieben unter Nachhaltigkeitsaspekten. Diese Aspekte spielen bei der ÖSA Feuer vor allem im Bereich der Kapitalanlage eine Rolle. Auch mögliche Reputationsrisiken des Unternehmens sind im Themenbereich "Nachhaltigkeit" besonders zu beachten. Kurzfristige Auswirkungen aus Nachhaltigkeitsrisiken sind bereits in bestehenden Risikokategorien berücksichtigt. Regelmäßige Analysen mit möglichen erforderlichen Anpassungen in der Zukunft erfolgen im Rahmen der jährlichen Überprüfung des Risikoprofils. Rechtsrisiko Rechtsrisiken bestehen in der Versicherungsbranche vorwiegend aus den geplanten gesetzgeberischen Vorhaben, die den unternehmerischen Entscheidungsspielraum in der Produktgestaltung einschränken können, sowie aus der deutschen oder europäischen Rechtsprechung zur weiteren Gestaltung des Verbraucherschutzes, die vor allem in bestehende Verträge eingreift. Wegen der branchenweiten Bedeutung nimmt die Arbeit der Verbände hier eine besondere Stellung ein. Innerhalb der ÖSA Feuer werden mögliche Rechtsrisiken insbesondere im Rahmen der Risikofrüherkennung erfasst und bewertet. Planungsabgleich
Prognosebericht Nachdem im Vorjahr geopolitische Spannungen die Weltwirtschaft zunehmend in Form von Preissteigerungen belasteten, ist nach Einschätzung des ifo Instituts aufgrund der rückläufigen Inflationsentwicklung anzunehmen, dass der Zinshöhepunkt sowohl in den USA als auch im Euroraum erreicht ist. Risiken bestehen jedoch weiterhin in einer möglichen weiteren Eskalation des Krieges in der Ukraine und der potenziellen Ausweitung des Nahost-Konflikts durch das Eintreten anderer Regionalmächte, wie dem Iran. Die ifo Konjunkturprognose geht für 2024 davon aus, dass der Erdgaspreis im Winterhalbjahr über dem Vorkrisenniveau bleiben wird und einen Wettbewerbsnachteil Europas gegenüber anderen Regionen darstellt. Durch den Rückgang der Inflation und der zeitversetzten Anpassung des Lohnniveaus wird mit einem starken Anstieg der Realeinkommen gerechnet, wodurch die Konsumausgaben der privaten Haushalte maßgeblich zur Konjunkturerholung beitragen werden. Das reale Bruttoinlandsprodukt in Deutschland wird in 2023 leicht sinken und in 2024 eine leicht steigende Richtung annehmen. Aufgrund des geringen Wachstums könnte die Zahl an Insolvenzen zunehmen. Der Anstieg der Verbraucherpreise sollte sich von durchschnittlich 5,9 Prozent in 2023 auf 3,0 Prozent in 2024 abschwächen und sich dem Zielwert der EZB annähern. Die aufgebaute Sparquote gibt den privaten Haushalten weiterhin Spielraum für Konsum- und Vorsorgeausgaben. Die Arbeitslosenquote steigt leicht auf ca. 6,0 Prozent (2023: 5,7 Prozent). Der deutliche Rückgang der Inflationsraten im Euroraum gibt Grund für die Annahme, dass die restriktive Geldpolitik der EZB ihren Zinsgipfel bereits erreicht hat. Die langfristigen Kapitalmarktzinsen werden von dieser Einschätzung voraussichtlich nicht beeinflusst, da der zukünftige Zinspfad bereits weitestgehend eingepreist ist. So wird erwartet, dass die Renditen 10-jähriger Bundesanleihen bis zum Jahr 2025 bei 2,5 Prozent verharren. Durch das gleichzeitige Sinken der Kurzfristzinsen sollte sich ebenfalls die Inversion der Zinsstrukturkurve bis 2025 auflösen. Auch die langfristigen Kreditzinsen für Unternehmen und Haushalte werden voraussichtlich nur langsam sinken, sodass lediglich mit einer zögerlichen Erholung der Kreditnachfrage gerechnet wird. An den Aktienmärkten haben sich die Kurse zuletzt zwar deutlich erholt, jedoch birgt das aktuelle Umfeld, insbesondere im Euroraum hinsichtlich der konjunkturellen Dynamik diverse Risiken. Die inflationsbedingte Summen- und Beitragsanpassungen in der Sach-, Haftpflicht und Rechtsschutzversicherungen führten in dem Segment der Schaden-/Unfallversicherung im Jahr 2023 zu einem Beitragswachstum von 6,7 Prozent. Dieser Anpassungsmechanismus wird auch in 2024 die Beitragsentwicklung stark unterstützen. Es bleibt jedoch offen, ob die Beitragserhöhungen aus 2023 und 2024 die gestiegenen Schadenkosten kompensieren können, insbesondere in den Kraftfahrt-Sparten. Die Prognose des Beitragsaufkommens der Schaden- und Unfallversicherung durch den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. (GDV) geht von einem Beitragswachstum von 7,7 Prozent in 2024 aus. Die Prognose ist jedoch mit einer großen Unsicherheit behaftet, da die Risiken in den wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen nach wie vor sehr vielfältig sind. Für die ÖSA Feuer wird im Jahr 2024 ein Beitragswachstum im selbst abgeschlossenen Geschäft von 5,9 Prozent erwartet. Analog zu den Vorjahren steht die Substanzstärkung im Fokus der Planungen. Vor diesem Hintergrund werden die vertrieblichen Schwerpunkte weiterhin auf die Intensivierung der Privat- und Firmenkundensparten der ÖSA Feuer ausgerichtet sein. Zusätzlich werden die risikomindernden Maßnahmen im Firmenkunden- und Privatkundensegment durch die vertrieblichen Steuerungssysteme konsequent unterstützt. Die Schadenerfahrungen der Vorjahre bilden die Planungsgrundlage für die Aufwendungen für Versicherungsfälle. Unterstützend werden weiterhin die Schadenprozesse optimiert und den zukünftigen Entwicklungen angepasst. Gemäß der Wachstumsstrategie steht die Erzielung eines positiven versicherungstechnischen Ergebnisses, als Basis für die Stärkung der Substanz, im Vordergrund. Eine konsequente Tarif-, Zeichnungs- und Sanierungspolitik flankiert diese Zielsetzung. Für 2024 ist ein Kapitalanlageergebnis von 3,6 Millionen Euro geplant. Folglich beträgt die geplante Nettoverzinsung 1,4 Prozent. Das Kapitalanlagemanagement wird sich weiterhin durch eine ausgewogene Gewichtung von Sicherheit, Rendite und Liquidität auszeichnen. Auf Basis einer geplanten bilanziellen Brutto-Schadenquote von 65,6 Prozent, einer Brutto-Kostenquote von 27,3 Prozent und somit einer Combined-Ratio brutto von 92,9 Prozent wird für 2024 ein entsprechend positives Jahresergebnis erwartet. Unter Berücksichtigung der Prognosen und auf der Grundlage der aktuellen Entwicklungen wird für die ÖSA Feuer weiterhin erwartet, dass die Solvabilitätsanforderungen auch im Jahr 2024 jederzeit hinreichend erfüllt werden.
Magdeburg, den 12. April 2024 Der Vorstand Übrige Angaben
GewinnverwendungsvorschlagDer Jahresüberschuss beträgt 0,00 Euro. Jahresbilanz zum 31.12.2023Aktiva
Bestätigung gemäß AktuarV: Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B. II. 1. und B. III. 1. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie unter Beachtung der auf Grund des § 88 Absatz 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist; Altbestand im Sinne des § 336 VAG ist nicht vorhanden.
Magdeburg, den 26. Januar 2024 David Bartusch, Verantwortlicher Aktuar Bestätigung gemäß VAG: In analoger Anwendung zu § 128 Absatz 5 VAG bestätige ich, dass das Sicherungsvermögen der Unfallversicherung mit Beitragsrückgewähr vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.
Magdeburg, den 2. April 2024 Dr. Christian Haferkorn, Treuhänder Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. bis 31.12.2023
AnhangBilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der immateriellen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Mit dem Nennbetrag werden die Anzahlungen angesetzt. Beteiligungen sind mit Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Das Wertaufholungsgebot wird beachtet. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere sowie Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere sind, soweit dem Umlaufvermögen zugeordnet, mit dem Börsen- oder Marktpreis, höchstens mit den Anschaffungskosten bewertet; das Wertaufholungsgebot wird beachtet. Bei den dem Anlagevermögen zugeordneten Fonds und Inhaberschuldverschreibungen erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Abschreibungen werden bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung vorgenommen. Namensschuldverschreibungen werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt. Agio- und Disagiobeträge werden durch aktive oder passive Rechnungsabgrenzung unter Anwendung der Effektivzinsmethode auf die Laufzeit verteilt. Schuldscheinforderungen und Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Erforderliche Abschreibungen werden vorgenommen. Die Amortisation einer Differenz zwischen Anschaffungskosten und Rückzahlungsbetrag erfolgt unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Kassenbestand, laufende Guthaben bei Kreditinstituten sowie abgegrenzte Zinsen und Mieten sind zu Nennbeträgen angesetzt. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft und sonstige Forderungen sind zu Nennbeträgen bilanziert. Notwendige Abschreibungen und Wertberichtigungen erfolgten. Der Bilanzansatz der Sachanlagen und Vorräte sowie der anderen Vermögensgegenstände erfolgt mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Nutzungsdauern. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer liegt zwischen 3 und 23 Jahren. Beitragsüberträge für das selbst abgeschlossene Geschäft sind je Versicherungsvertrag und unter Beachtung der aufsichtsbehördlichen Vorschriften pro rata temporis berechnet. Die nicht übertragungsfähigen Kostenbestandteile werden abgesetzt. Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft entsprechen den Rückversicherungsverträgen. Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft sind die Aufgaben der Zedenten angesetzt. Der Erlass der Finanzverwaltung vom 9.3.1973 wurde berücksichtigt. Die Deckungsrückstellung im selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wird für jeden einzelnen Vertrag nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Für die Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr erfolgt die Berechnung der Deckungsrückstellung auf Basis der Sterbetafeln DAV 1994 T und mit einem Rechnungszins von 2,75% für Verträge mit Beginn vor dem 1.1.2007, 2,25 % für Verträge mit Beginn zwischen dem 1.1.2007 und dem 31.12.2011 und 1,75 % für Verträge mit Beginn zwischen dem 1.1.2012 und dem 31.12.2014 bzw. einem Referenzzins von 1,57 %, der gemäß § 5 Absatz 3 DeckRV ermittelt wurde. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle ist für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft je Schadenfall individuell ermittelt. Zweifelsfrei zu erwartende Erträge aus Regressen, Provenues und Teilungsabkommen werden gemäß § 26 Abs. 2 RechVersV von den Brutto-Schadenrückstellungen abgesetzt. Spätschäden sind nach den Erfahrungen der Vorjahre angemessen geschätzt und hinzugesetzt worden. Die Berechnung der Rückstellung für noch zu erwartende interne Schadenregulierungsaufwendungen erfolgt nach der modifizierten New-York Methode. Die Rentendeckungsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit einem Rechnungszins von 0,25 % berechnet. Für das in Rückdeckung übernommene Geschäft sind die Rückstellungen nach den Aufgaben der Zedenten gestellt oder geschätzt. Die Anteile für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft wurden in vertragsmäßiger Höhe berücksichtigt. Die Schwankungsrückstellung wurde grundsätzlich nach § 341h HGB und § 29 RechVersV sowie den dazu erlassenen Vorschriften berechnet (Anlage zu § 29). Die Berechnung der Rückstellung für Großrisiken für die Produkthaftpflichtversicherungen von Pharmarisiken erfolgte entsprechend § 341h HGB i.V.m. § 30 RechVersV. Für Terrorrisiken ist eine Rückstellung entsprechend § 30 RechVersV gebildet worden. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen Nach den weitergehenden allgemeinen Grundsätzen der Rückstellungsbildung (HGB 341e Abs. 1 Satz 1) wird eine Rückstellung für Kumulrisiken aus Naturgefahren gebildet. Das notwendige Absicherungsniveau wird basierend auf dem bestehenden Rückversicherungsprogramm auf ein Netto-Exposure bei einer Eintrittswahrscheinlichkeit von 1%, das entspricht einem Wert von 15 Mio. €, fixiert. Übrige versicherungstechnische Rückstellungen Die Stornorückstellung für zu erwartende Beitragsausfälle ist aufgrund von Erfahrungswerten der Vergangenheit berechnet. Die Rückstellung für unverbrauchte Beiträge aus ruhenden Kraftfahrtversicherungen ist individuell in Höhe der je Vertrag errechneten anteiligen Beiträge zwischen Stilllegungstermin und nächster Fälligkeit gebildet. Die Rückstellung aufgrund der Verpflichtungen aus der Mitgliedschaft zur Verkehrsopferhilfe e.V. entspricht der Aufgabe des Vereins. Grundlage für die Bemessung der Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften bildeten die nach dem Bilanzstichtag zu erwartenden Schäden und Kosten, die in vier Versicherungszweigen durch die Beiträge voraussichtlich nicht gedeckt werden können. Andere Rückstellungen Die in der Position andere Rückstellungen enthaltenen Rückstellungen für Pensionen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Die "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck wurden hierbei angewandt. Dabei wurde ein Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB von 1,83 % (10-Jahres-Durchschnitt, Vorjahr 1,78 %), zukünftige Gehaltsanpassungen von 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) und Rentenanpassungen von 2,7 % (Vorjahr 2,7 %) berücksichtigt. Die Abweichung zu dem von der Deutsche Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Zinssatz (1,82 %) hat keine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Pensionsverpflichtungen. Jubiläums- und Beihilferückstellungen wurden nach den "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Zukünftige Gehalts- und Kostentrends wurden mit 2,7 % bzw. 2,2 % berücksichtigt. Der verwendete Rechnungszinssatz in Höhe 1,76 % zum Stichtag 31. Dezember 2023 festgestellt. Dabei wurde nach Maßgabe der Vereinfachungsregel des § 253 Abs. 2 HGB eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren unterstellt. Die Abweichung zu dem von der Deutsche Bundesbank zum Stichtag veröffentlichten Zinssatz hat keine wesentliche Auswirkung auf die Höhe der Rückstellung. Zur Insolvenzsicherung von Altersteilzeitwertguthaben besteht ein Sicherungsvertrag mit einer anderen Versicherung. Die Verpflichtungen aus Zeitwertkonten in Höhe von 382.816 Euro werden mit den Aktivwerten aus entsprechend abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe verrechnet. Alle übrigen Rückstellungen tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung. Sie sind in der Höhe gebildet, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Eine Diskontierung wurde bei voraussichtlich mehr als einjähriger Laufzeit mit den von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätzen vorgenommen. Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. Der technische Zinsertrag umfasst ausschließlich die Zinszuführung zur Brutto-Rentendeckungsrückstellung und wurde gemäß § 38 RechVersV dem versicherungstechnischen Bereich zugeordnet. Er wird brutto durch Multiplikation des arithmetischen Mittels des Anfangs- und Endbestandes der Rentendeckungsrückstellung mit 0,25 % ermittelt. Für die nach Art der Lebensversicherung abgeschlossenen Unfallversicherungen werden die vereinnahmten Erträge des Sicherungsvermögens ausgewiesen.
Bewertungsmethoden zur Ermittlung des Zeitwertes Die Bewertung der Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen erfolgt nach dem Ertragswertverfahren, dem Net Asset Value, mit einer angemessenen Fortschreibung der Anschaffungskosten oder wird aus Anteilserwerb/-veräußerung hergeleitet. Bei nicht börsengehandelten Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen wird der Zeitwert nach der Discounted-Cashflow-Methode anhand von Zinsstrukturkurven ermittelt. Dabei wird der individuellen Bonität der Anlagen über Risikoaufschläge Rechnung getragen. Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen mit derivativen Bestandteilen werden mittels geeigneter mathematischer Bewertungsverfahren bewertet. Die Ermittlung des Zeitwertes erfolgt durch bzw. mit externen Dienstleistern.
* ohne A.; einschließlich Agien und Disagien Bei strukturierten Produkten und Inhaberpapieren wird auf unabhängige externe Datenlieferanten zurückgegriffen. ** ohne A. Die übrigen Kapitalanlagen werden entsprechend § 56 Abs. 2 und 3 RechVersV bewertet. Für in die Überschussbeteiligung der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr (UBR) einzubeziehenden Kapitalanlagen ergeben sich als
Aktiva B. Kapitalanlagen B. I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen B. I. 1. Beteiligungen
B. II. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere Anteile an Investmentvermögen größer 10 % gemäß § 285 Nr. 26 HGB
Eine Beschränkung in der täglichen Rückgabe der Anteile besteht nicht. Eine Abschreibung gemäß § 253 Nr. 3 Satz 6 ist unter Anwendung von § 341b HGB unterblieben. Die vorgenommenen Bestandsanalysen innerhalb des MD II-Fonds gemäß des fachlichen Hinweises des IDW zur handelsrechtlichen Bewertung von Kapitalanlagen bei Versicherungsunternehmen nach § 341b HGB haben gezeigt, dass es sich um eine voraussichtlich nicht dauernde Wertminderung handelt. B. II. 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere Gemäß Vorstandsbeschluss werden alle Inhaberschuldverschreibungen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Es waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 HGB erforderlich. Zum Bilanzstichtag bestehen bei den Wertpapieren Stille Lasten in Höhe von 579 Tausende Euro (Buchwert 9.969 Tausend Euro, Marktwert 9.390 Tausend Euro). Hierbei liegt keine dauerhafte Wertminderung vor. E. Rechnungsabgrenzungsposten E. II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten Abgegrenzt wurden Agiobeträge aus Namensschuldverschreibungen von 35.281 (39.574) Euro. Passiva A. Eigenkapital A. I. Eingefordertes Trägerkapital Entsprechend der am 21.9.2021 in Kraft getretenen Satzung beträgt das Trägerkapital 50,0 Mio. Euro A. III. Gewinnrücklagen
Gemäß Beschluss der Trägerversammlung vom 2.6.2010 ist in den anderen Gewinnrücklagen eine Rücklage für außergewöhnliche Schadenereignisse in Höhe von 500.000 Euro enthalten. B. Versicherungstechnische Rückstellungen
Die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen beinhalten Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von 3.330.000 Euro. B. IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung Die unter diesem Posten mit ausgewiesene vertragliche Beitragsrückerstattung in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr wird nach Art der Lebensversicherung betrieben und hat sich wie folgt entwickelt:
Die in der Rückstellung enthaltenen Verpflichtungen betreffen ausschließlich die erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung. Die Entnahmen enthalten auch die den Rechnungszinsfluss übersteigenden Zinsen auf angesammelte Überschussanteile. Unsere Dividendensätze für die Überschussbeteiligung in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr sind auf der Seite 53 dieses Geschäftsberichts dargestellt.
Des Weiteren enthält diese Position die Gewinnbeteiligung ggü Kommunen und Wohnungswirtschaft in Höhe von 375.457 (Vj. 280.580) Euro. C. Andere Rückstellungen C. I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Aus der Abzinsung der Pensionsverpflichtungen mit dem durchschnittlichen Marktzins unter Berücksichtigung eines Beobachtungszeitraums von sieben Jahren gegenüber dem zehnjährigen Zeitraum ergibt sich ein Unterschiedsbetrag von 129.914 (683.973) Euro. C. III. Sonstige Rückstellungen
Gewinn- und Verlustrechnung
Die Abwicklungsgewinne für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft der aus dem Vorjahr übernommenen Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle betragen 9.791.793 (12.457.731) Euro bzw. 11,58 (15,82) Prozent. Sie haben sich im Wesentlichen in den Versicherungszweigen Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung (1.575.840 Euro) und Verbundene Gebäudeversicherung (3.469.660 Euro) ergeben. Die Höhe der Ergebnisse ist insbesondere auf die Abwicklung der für bekannte Schäden gebildeten Einzelschadenrückstellungen, die in dem erwarteten Maß nicht benötigt wurden, zurückzuführen
I. 7a. Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb entfallen 18.893.383 (17.923.257) Euro auf den Abschluss von Versicherungsverträgen und 23.680.878 (27.951.144) Euro auf den laufenden Verwaltungsaufwand. II. Nichtversicherungstechnische Rechnung II. 5. Sonstige Aufwendungen Der Posten enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung bei Personalrückstellungen von 258.007 (265.310) Euro. Sonstige Angaben Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Angaben gemäß § 285 HGB Es sind keine Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren vorhanden. Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen nicht. Die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt wird in den Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover, Hannover, einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister des Bundesanzeiger Verlages bekannt gemacht. Die durchschnittliche Zahl der im Berichtsjahr beschäftigten Mitarbeiter betrug 285. Hiervon entfielen im Innendienst 259 auf die Hauptverwaltung und 4 auf unsere Geschäftsstellen. Im Außendienst waren 22 Mitarbeiter bei uns angestellt. Mitarbeiter, die auch mit der Öffentlichen Lebensversicherung Sachsen-Anhalt einen Dienstvertrag haben, sind entsprechend ihres Arbeitseinsatzes nur anteilig berücksichtigt. Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen für das Geschäftsjahr 595 Tausend Euro. An ehemalige Mitglieder des Vorstandes wurden insgesamt 538 Tausend Euro gezahlt. Für diese Personengruppe sind Rückstellungen für laufende Pensionen in Höhe von 12.278 Tausend Euro passiviert. An Mitglieder des Aufsichtsrats wurden im Geschäftsjahr insgesamt 17 Tausend Euro gezahlt. Die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt, Magdeburg, ist im Handelsregister A des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRA 22247 eingetragen. Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt 216 Tausend Euro für die Abschlussprüfung zuzüglich entfallen 3 Tausend Euro auf die Vorjahre. Für andere Bestätigungsleistungen beträgt der Aufwand 7 Tausend Euro. Im Berichtsjahr ist das Mindeststeuergesetz (MinStG, BGBl. 2023 I Nr. 397) in Kraft getreten. Im Sinne des MiStG fungiert die Landschaftliche Brandkasse Hannover als übergeordneter Gruppenträger des LH Konzerns. Die ÖSA Feuer wird in den Konzernabschluss der Landschaftlichen Brandkasse Hannover als Tochterunternehmen einbezogen. Der Konzern fällt in den Geltungsbereich des Mindeststeuergesetzes und hat eine Bewertung der potenziellen Betroffenheit von der globalen Mindestbesteuerung vorgenommen. Für Angaben zum Mindeststeuergesetz sowie deren Auswirkungen in der Unternehmensgruppe der Landschaftlichen Brandkasse Hannover wird auf den Konzernabschluss verwiesen. Die Landschaftliche Brandkasse Hannover geht davon aus, dass für die ÖSA Feuer keine Mindeststeuer zu entrichten sein wird. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Aufgrund der Mitgliedschaft im Verein "Verkehrsopferhilfe e.V." sind wir verpflichtet, anteilig die zur Durchführung des Vereinszwecks erforderlichen Mittel zur Verfügung zu stellen. Der Umfang der Verpflichtungen ergibt sich aus dem Pflichtversicherungsgesetz. Ferner sind wir Mitglied des Vereins Deutsches Büro Grüne Karte e.V. Als Mitglied der Pharma-Rückversicherungs-Gemeinschaft haben wir eine anteilige Bürgschaft für den Fall übernommen, dass eines der übrigen Pool-Mitglieder zahlungsunfähig wird. Die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt ist am Solidaritäts-Pool der öffentlichen Versicherer mit einem Anteil von 2,16 Millionen Euro beteiligt. Als Mitglied des Verbandes öffentlicher Versicherer haben wir satzungsgemäß einen Anteil von 111 Tausend Euro an dem Stammkapital des Verbandes übernommen. Unsere Haftung ist auf diesen Betrag, der noch nicht eingefordert ist, begrenzt. Außerdem besteht eine Resteinzahlungsverpflichtung bei einer Beteiligung von 12 Tausend Euro. Offene Vorkäufe bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt, Magdeburg, hat mit Stiftungsgeschäft vom 25.11.2011 die Stiftung der ÖSA Versicherungen errichtet. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Jugendweiterbildung beim Feuer-, Katastrophen-, und Zivilschutz sowie bei der Unfallverhütung. Das Stiftungskapital beträgt 500 Tausend Euro. Darüber hinaus hat die Trägerversammlung der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt beschlossen, dass der Stiftung der ÖSA Versicherungen künftig jährlich aus verfügbaren Überschüssen Spendenmittel in Höhe von bis zu 200 Tausend Euro zur laufenden Projektförderung nach dem Stiftungszweck zur Verfügung gestellt werden sollen. Zusätzlich sollen in Abhängigkeit von der Ertragslage der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt in Folgejahren solange Zustiftungen erfolgen, bis das Stiftungskapital einen Betrag von 7,5 Millionen Euro erreicht. Die Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 4 und 5 angegeben. Überschussbeteiligung der Versicherungsnehmer in der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückgewähr Für das in 2024 endende Versicherungsjahr wurden folgende Überschussanteilsätze festgelegt: Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückgewähr erhalten am Ende eines jeden Versicherungsjahres einen laufenden Überschussanteil in Prozent der überschussberechtigten Deckungsrückstellung. Der laufende Überschussanteil beträgt für Tarifwerk 2006 0,75 %, Tarifwerke 2007 und 2008 1,25 %, Tarifwerke 2012 und 2013 1,75 %. Bei beitragspflichtigen Versicherungen werden - sofern keine verzinsliche Ansammlung der laufenden Überschussanteile vereinbart ist - die laufenden Überschussanteile zur Finanzierung einer ab Versicherungsbeginn wirksamen Erhöhung der Invaliditätssumme und - sofern mit abgeschlossen - des Krankenhaustagegeldes, der Unfall-Rente und der Todesfallsumme verwendet (Unfallbonus). Der Unfallbonus beträgt für Tarifwerk 2006 für Versicherungsdauern bis 20 Jahre: 70 %, Versicherungsdauern ab 21 Jahre: 50 %, Tarifwerke 2007, 2008, 2012 und 2013 für Versicherungsdauern bis 20 Jahre: 90 %, Versicherungsdauern ab 21 Jahre: 65 %. Ansonsten werden die laufenden Überschussanteile verzinslich angesammelt und bei Beendigung der Versicherung ausgezahlt. Der ab 1.1.2024 für die Verzinsung des Ansammlungsguthabens maßgebliche Zins beträgt 3,5 %.
Magdeburg, den 12. April 2024 Der Vorstand Dr. Swieter Bartusch Zimmer Bartusch Bülow Bartusch Bülow Vorsitzender des Vorstands Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt, Magdeburg VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt, Magdeburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse 2. entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Lageberichts. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung: [1] Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen [2] Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert: (1) Sachverhalt und Problemstellung (2) Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse (3) Verweis auf weitergehende Informationen Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar: [1] Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen (1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten Sonstige Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von T€ 243.786 (91,7 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert.Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzen eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus.Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt (wie z.B. bei den sonstigen Ausleihungen), besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen haben.Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Sonstigen Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzung zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind. (3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Sonstigen Kapitalanlagen sind im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Anhangs enthalten. Daneben verweisen wir auf den Abschnitt "Erläuterungen zur Jahresbilanz - Entwicklung der Aktivposten" des Anhangs für die Darstellung der Zeitwerte und Bewertungsreserven. [2] Bewertung der Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle (1) Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden unter dem Bilanzposten "Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle" versicherungstechnische Rückstellungen (sog. "Schadenrückstellungen") in Höhe von Brutto T€ 169.638 (63,8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben versicherungstechnische Rückstellungen insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der versicherungstechnischen Rückstellungen erfordert von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Dies beinhaltet auch die erwarteten Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Rahmenbedingungen einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die Bildung der Schadenrückstellungen in den betroffenen Sparten. Den bei der Ermittlung der Höhe der Schadenrückstellungen angewendeten Methoden sowie Berechnungsparametern liegen Ermessensentscheidungen und Annahmen der gesetzlichen Vertreter zugrunde. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Schadenrückstellungen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung dieser Rückstellungen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sowie der erheblichen Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Schadenrückstellungen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung. (2) Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Schadenrückstellungen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung von Schadenrückstellungen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Schadenrückstellungen vorgenommen. Wir haben unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basis Dokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellungen anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzungen überprüft. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich gestiegener Inflationsraten auf die betroffenen Sparten gewürdigt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Schadenrückstellungen begründet und hinreichend dokumentiert sind. (3) Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Schadenrückstellungen sind im Abschnitt Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Anhangs enthalten. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen • wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder • anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulation der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO Wir wurden von der Trägerversammlung am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 18. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2020 als Abschlussprüfer der Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt, Magdeburg, tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Die für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Janna Brüning."
Hannover, den 3. Mai 2024 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Janna Brüning, Wirtschaftsprüferin ppa. Michael Zangl, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands während des Berichtsjahres entsprechend der ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben in Form regelmäßiger Berichterstattung überwacht. Er war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Über den Gang der Geschäfte und die Risikolage des Unternehmens wurde quartalsweise schriftlich vom Vorstand berichtet. In seinen Sitzungen ist er umfassend über die Geschäftslage und die Geschäftsentwicklung sowie die Risikosituation unterrichtet worden. Der Aufsichtsrat befasste sich dabei eingehend mit dem Jahresabschluss und der Unternehmensplanung für das Geschäftsjahr, dem Wirtschaftsplan und der mittelfristigen Ergebnisplanung. Der Verantwortliche Aktuar berichtete im Rahmen der Bilanzsitzung über die wesentlichen Ergebnisse seiner Erläuterungsberichte zur versicherungsmathematischen Bestätigung. Die Erläuterungsberichte und die Ausführungen des Verantwortlichen Aktuars in der Bilanzsitzung sind durch den Aufsichtsrat zu Kenntnis genommen worden. Der Aufsichtsrat, vertreten durch den Aufsichtsratsvorsitzenden, hat den Prüfungsauftrag an die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH, Hannover, erteilt. Nach Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichtes der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt hat der Abschlussprüfer den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Alle Mitglieder des Aufsichtsrates haben rechtzeitig vor der Bilanzsitzung den Jahresabschluss nebst Lagebericht und den Bericht des Wirtschaftsprüfers erhalten. Der Abschlussprüfer nahm an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für Fragen der Mitglieder zur Verfügung. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und stellte ihn in der vorgelegten Form fest. Der Aufsichtsrat legt der Trägerversammlung den festgestellten Jahresabschluss zur Bestätigung vor. Der Trägerversammlung wird empfohlen, über die Gewinnverwendung entsprechend dem Vorschlag des Vorstandes zu beschließen. Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Öffentlichen Feuerversicherung Sachsen-Anhalt für ihren Einsatz und die geleistete Arbeit.
Magdeburg, den 28. Mai 2024 Dr. Ulrich Knemeyer, Vorsitzender |
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Öffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt AO
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- AO
- Anschrift
-
Am Alten Theater 7
39104 Magdeburg - Handelsregister
- HRA 22247, Stendal
- Eintragungsdatum
- 1. ledna 2001
- Branche
-
Tätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertretern
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem Versicherungsgeschäft
Rückversicherungen - Unternehmenszweck
- Betreiben der Schaden- und Unfallversicherung. Die Anstalt kann Mit- und Rückversicherung, auch außerhalb ihres Geschäftsgebietes, nehmen und geben und Rückversicherung auch in anderen Versicherungssparten gewähren. Außerdem kann sie Versicherungsverträge, Spar- und Bausparverträge und Geschäfte, die im unmittelbaren wirtschaftlichen Zusammenhang mit Versicherungsverträgen stehen, anderen Unternehmen vermitteln.
Finanzen
Bilanz
2024- Finanzanlagen 89,5 % 251,71 Mio
- Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4,8 % 13,57 Mio
- Sonstige Vermögensgegenstände 3,7 % 10,27 Mio
- Immaterielle Vermögensgegenstände 1,2 % 3,46 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 2,15 Mio
- Steuerrückstellungen 67,4 % 189,58 Mio
- Eigenkapital 20,0 % 56,17 Mio
- Andere Rückstellungen 8,7 % 24,46 Mio
- Sonstige Verbindlichkeiten 3,7 % 10,47 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 489,7 k
Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2024- Verdiente Beiträge f. e. R. 78,8 % 118,35 Mio
- Zwischensumme 6,4 % 9,64 Mio
- Veränderung der Schwankungsrückstellung und ähnlicher Rückstellungen 5,4 % −8,06 Mio
- Sonstige Erträge 3,9 % 5,81 Mio
- Erträge aus Kapitalanlagen 2,7 % 4,12 Mio
- Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen 1,4 % −2,04 Mio
- Versicherungstechnisches Ergebnis f. e. R. 1,1 % 1,59 Mio
- Sonstige versicherungstechnische Erträge f. e. R. 0,1 % 221,5 k
- Technischer Zinsertrag f. e. R. 0,1 % 158,2 k
- Technischer Zinsertrag 0,1 % −158,2 k
- Aufwendungen für Versicherungsfälle f. e. R. 65,3 % 78,96 Mio
- Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb f. e. R. 21,7 % 26,18 Mio
- Sonstige Aufwendungen 6,4 % 7,71 Mio
- Aufwendungen für Kapitalanlagen 3,2 % 3,88 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,9 % 2,29 Mio
- Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen f. e. R. 1,4 % 1,67 Mio
- Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen f. e. R. 0,2 % 237,1 k
- Sonstige Steuern 0,0 % 869
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,12 Mio
GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Andreas Zimmer
seit 2023 Vorstandsmitglied
-
Detlef Albert Dr. Swieter
seit 2020 Vorstandsmitglied
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- 1750 Ventures GmbH GmbH 100.0 %
- ivv GmbH GmbH 6.6 %
- Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt GmbH GmbH 6.2 %
Historie
- 2023
-
10.08.
Berichtigung personenbezogener DatenAndreas Zimmer · Board Member
-
07.08.
Eintritt eines MitgliedsAndreas Zimmer · Board Member
-
07.08.
Austritt einer PositionR***** B**** · Board Member
-
12.05.
SatzungsänderungÖffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
- 2022
-
02.06.
SatzungsänderungÖffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
- 2021
-
24.11.
SatzungsänderungÖffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
-
24.11.
Änderung der VertretungsregelungDie Anstalt wird durch zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam vertreten.
- 2020
-
30.12.
AdressänderungÖffentliche Feuerversicherung Sachsen-Anhalt
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2024 Jahresabschluss
- 2023 Jahresabschluss ↓
- 2022 Jahresabschluss
- 2021 Jahresabschluss
- 2020 Jahresabschluss
Jahresabschluss 2023
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- oesa.de AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
Diese Daten in Ihrer App
Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.
Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
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