Berichtigte Fassung der Veröffentlichung vom 29.07.2010Berliner VolksbankBerlinJahresabschluss- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009Lagebericht und Konzernlagebericht 2009Berliner VolksbankA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen1. Konzernunternehmen und Tätigkeitsschwerpunkte Rechtliche Rahmenbedingungen Die Berliner Volksbank eG wurde am 16. Januar 1946 in Berlin als eingetragene Genossenschaft gegründet und ist ein Kreditinstitut im Sinne des Kreditwesengesetzes. Ihr Geschäftssitz befindet sich in der Budapester Straße. Sie ist Mitglied in dem genossenschaftlichen Finanzverbund und mit einer Bilanzsumme von 9,9 Mrd. € eine der größten regionalen Genossenschaftsbanken in Deutschland. Die Bank ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volks-und Raiffeisenbanken e.V. (BVR) angeschlossen. Tochterunternehmen und ihre Tätigkeitsschwerpunkte Für das Geschäftsjahr 2009 erfolgte erstmalig die Aufstellung eines Konzernabschlusses. In den Konzernabschluss sind 13 Tochterunternehmen einbezogen, deren Tätigkeitsschwerpunkte sich wie folgt darstellen:
Organisatorische und rechtliche Struktur des Konzerns und seiner Gesellschaften Die Tochtergesellschaften des Konzerns sind finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch in die Konzernmutter Berliner Volksbank eG eingegliedert. Die Geschäftsführer der Tochtergesellschaften sind gleichzeitig Vorstände sowie Führungskräfte der Berliner Volksbank eG. Darüber hinaus ist bei der VR FinanzDienstLeistung GmbH (VR FDL) und der Berliner Volksbank Immobilien GmbH jeweils ein hauptamtlicher Geschäftsführer bestellt. Ferner wurde durch den Minderheitsgesellschafter Fiducia IT AG ein Mitarbeiter in die Geschäftsführung der VR FDL entsandt. Die Geschäftsentwicklung des Konzerns wird im Wesentlichen durch das Mutterunternehmen Berliner Volksbank eG geprägt. 2. Entwicklung der Gesamtwirtschaft Die Folgen der internationalen Finanzmarktkrise haben im Jahr 2009 zu einem Einbruch der Weltwirtschaftsleistung geführt. Die gleichermaßen stark betroffene konjunkturelle Situation im Euro-Raum stabilisierte sich zur Jahresmitte wieder. Dies hatte auch Einfluss auf die deutsche Wirtschaft, die im Jahr 2009 zum ersten Mal seit sechs Jahren geschrumpft ist. Der Rückgang der Wirtschaftsleistung war mit preisbereinigten -5,0 % außergewöhnlich hoch. Im zweiten Halbjahr vollzog sich eine leichte Erholung der Wirtschaftsleistung auf niedrigem Niveau. Die Verbraucherpreise erhöhten sich in 2009 lediglich um 0,4 %. Eine ähnlich niedrige Jahresteuerungsrate wurde zuletzt vor zehn Jahren ermittelt. Im Juli 2009 erreichte die Inflationsrate mit -0,5 % den niedrigsten Stand seit 1987. Vor diesem Hintergrund konnte der Finanzmarkt durch die EZB mit einer äußerst expansiven geldpolitischen Ausrichtung gestützt werden. Die Rezession und die starken Verwerfungen an den Finanzmärkten führten zu weiteren Senkungen des Leitzinses im Euro-Raum, der im Mai 2009 nach mehreren Schritten den Tiefststand mit 1,0 % erreicht hatte. In der Region Berlin-Brandenburg waren die Auswirkungen der weltweiten Wirtschaftskrise weniger stark wahrzunehmen, als an klassischen Industriestandorten des Bundesgebietes. Dem allgemeinen Rückgang der Wirtschaftsleistung konnte sich die Region aber nicht entziehen. Die Aufhellung des Wirtschaftsklimas wird auch in der Region Berlin-Brandenburg eher langsam verlaufen und ob ein nachhaltiger konjunktureller Aufschwung einsetzen wird, darüber herrscht angesichts fortbestehender gesamtwirtschaftlicher Risiken weiterhin Unsicherheit. Die Nachwirkungen der Finanzmarktkrise führen weiterhin zu Belastungen in den Geschäftsergebnissen. Dennoch beweisen die Zahlen zur Entwicklung der Kreditvergabe der Volks- und Raiffeisenbanken, dass sich die Genossenschaftsbanken nach aktuellen Hochrechnungen der Deutschen Bundesbank mit einer Ausweitung der Kreditvergaben an inländische Unternehmen vom Gesamtmarkt voraussichtlich abheben konnten. 3. Das Geschäftsgebiet und der Geschäftsumfang der Berliner Volksbank eG sowie des Konzerns Die Berliner Volksbank eG zeichnet sich als Bank für Privat- und Firmenkunden aus und stützt sich bei ihren Aktivitäten ergänzend auf die Verbundunternehmen und Tochtergesellschaften, um wettbewerbsfähige Leistungen und Produkte zur Verfügung zu stellen. Sie richtet sich dabei nach den jeweiligen Bedürfnissen ihrer Kunden und passt ihre Geschäftspolitik an die geographischen, sozialen und vor allem wirtschaftlichen Gegebenheiten ihres Geschäftsgebietes an. Durch die Auslagerung von Marktfolgetätigkeiten auf die VR FDL konnte eine Bündelung der Kräfte in der Produktion von Bankdienstleistungen erreicht werden. Die VR FDL erbringt Leistungen im Umfeld des Zahlungsverkehrs, der Kunde-/Kontoadministration, der Kreditsachbearbeitung sowie der Wertpapierabwicklung. Die Vermittlung von Immobilien wird innerhalb des Konzerns von der Berliner Volksbank Immobilien GmbH wahrgenommen. Die KLG Köpenicker Liegenschafts GmbH vervollständigt das Leistungsangebot im Immobiliengeschäft mit baubegleitender Qualitätsüberwachung und der Erstellung von Verkehrswertgutachten. Das Marktgebiet der Berliner Volksbank eG umfasst das gesamte Berliner Stadtgebiet und Teile Brandenburgs. Geographisch erstreckt sich das Geschäftsgebiet im Süden bis nach Treuenbrietzen und Halbe sowie im Norden von Kyritz, Wittstock, Fürstenberg über Joachimsthal bis nach Hohensaaten. Westlich und östlich reicht das Marktgebiet von Nauen bis nach Strausberg. Die Geschäftssitze der Tochtergesellschaften befinden sich in dem zuvor genannten Marktgebiet. Die Berliner Volksbank eG ist mit einem eigenen Marktantritt in der Region und gemeinsam mit den Verbundpartnern präsent. Unterstützt durch die starken Marken der Verbundpartner hebt sich die Berliner Volksbank eG von den Mitbewerbern sowohl in der Metropole Berlin als auch im Marktgebiet in Brandenburg ab. Zweigniederlassungen Zum 31. Dezember 2009 unterhielt die Bank gemäß der Bundesbankstatistik 137 Zweigstellen in Berlin und Brandenburg. Im Genossenschaftsregister eingetragene Zweigniederlassungen gibt es in Berlin (Deutsche Kredit- und Handelsbank) und Potsdam (Volksbank Potsdam). 4. Die Entwicklung der Berliner Volksbank eG und des Konzerns In einem unverändert schwierigen Marktumfeld ist die Berliner Volksbank eG durch hochwertige Beratung im Sinne eines ganzheitlichen Beratungsansatzes auf dem Weg zur Qualitätsbank. Hierzu wurden Filial- und Vertriebsstandards definiert sowie die betrieblichen Leistungspotenziale im Hinblick auf die Bedarfssituation der Mitglieder und Kunden weiter entwickelt. Die Berliner Volksbank eG konzentriert sich weiterhin auf die Geschäftsfelder Privat- und Firmenkunden. Damit sieht sich die Bank gut gerüstet, den in den vergangenen Jahren erreichten Marktanteil zu halten sowie optimal zu stärken und entstandene Potenziale aus der Geschäftsverbindung konsequent zu nutzen. Ziel ist es, den erreichten Marktanteil im Geschäft mit Firmenkunden von etwa 27 Prozent und im Geschäft mit Privatkunden von etwa 12 Prozent qualitativ in den nächsten Jahren auszubauen. Mit Wirkung vom 4. Mai 2009 hat die VR FDL ihre Tätigkeit aufgenommen. Im Zuge der Auslagerung im Sinne des § 25a Abs. 2 KWG fand ein Betriebsübergang von 369 Mitarbeitern der Berliner Volksbank eG auf die VR FDL statt. Die im Vorjahr gegründete Berliner Volksbank Immobilien GmbH hat ihren Geschäftsbetrieb zum Beginn des Geschäftsjahres aufgenommen. In einem weiteren Schritt wurde mit Wirkung zum 30. Juni 2009 das hausinterne Immobilienvermittlungsgeschäft eingestellt. Seit dem 1. Juli 2009 wird dieses Geschäftsfeld ausschließlich von der 100%igen Tochtergesellschaft verantwortet. Bilanzentwicklung Da der Konzernabschluss erstmalig zum 31. Dezember 2009 aufgestellt wurde, sind im Konzernlagebericht als Vergleichszahlen grundsätzlich die Zahlen der Konzernmutter Berliner Volksbank eG dargestellt. Wesentliche Abweichungen im Berichtsjahr zwischen dem Jahresabschluss der Bank und dem Konzernabschluss werden in den jeweiligen Berichtspassagen erläutert. Die Bilanzsumme der Bank hat sich im Vorjahresvergleich um 273 Mio. € erhöht. Die Bilanzsumme des Konzerns ist im Vergleich zur Bilanzsumme der Berliner Volksbank eG nur unwesentlich höher.
Unter Einbeziehung der Bürgschaften betrug das Geschäftsvolumen der Bank zum Jahresende 10,0 Mrd. €. Aktivgeschäft
Die Forderungen an Kunden der Bank haben sich im Berichtsjahr um 247 Mio. € oder 4,7 % erhöht. Eine dominierende Rolle bei der Ausweitung der Kundenforderungen nehmen analog des Vorjahres grundpfandrechtlich gesicherte Engagements ein. Die Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen haben sich planmäßig um weitere 17,5 Mio. € oder 11,1 % reduziert. Das Volumen der Wertpapieranlagen der Berliner Volksbank eG hat sich nennenswert von 2.548 Mio. € auf 3.411 Mio. € erhöht. Darin enthalten sind 600 Mio. € Wertpapiere des Bundes und der Länder, mit denen die Bank an den Refinanzierungsangeboten der Deutschen Bundesbank teilgenommen hat. Weiterhin wurde ein Spezialfonds in Höhe von 100 Mio. € zur Umsetzung einer überarbeiteten Anlagestrategie der Bank neu aufgelegt. Die bereits im vergangenen Jahr neu aufgelegten zwei Spezialfonds wurden um jeweils 30 Mio. € aufgestockt, um zu einer verbesserten Risikodiversifizierung innerhalb der Fonds zu gelangen. Die Forderungen an Banken konnten durch Neuordnung der Bankenlinien zielgerichtet um weitere 778 Mio. € auf 400 Mio. € reduziert werden. Die geringeren Kundenforderungen im Konzern resultieren aus der Konsolidierung der von der Bank an die in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften gewährten Darlehen. Passivgeschäft
Die Bankeneinlagen reduzierten sich auf Ebene der Berliner Volksbank eG im Vergleich zum Vorjahr um 330 Mio. € oder 22,3 %. Einer Verringerung aufgenommener Gelder bei Geschäftsbanken in Höhe von 824 Mio. € steht insbesondere eine Erhöhung der Verbindlichkeiten aus einem Offenmarktgeschäft mit der Deutschen Bundesbank in Höhe von 600 Mio. € gegenüber. Durch Darlehen von konsolidierten Tochtergesellschaften bei Drittinstituten sind die Bankeneinlagen im Konzern um 13 Mio. € höher als im Jahresabschluss der Bank. Die Kundeneinlagen bei der Bank erhöhten sich um 802 Mio. € oder 11,5 %. Die täglich fälligen Kundengelder erhöhten sich hierbei um 1.541 Mio. €, während sich die Verbindlichkeiten mit vereinbarter Laufzeit um 672 Mio. € reduzierten. Insgesamt betrachtet reduzierte sich das Volumen der Spareinlagen um 68 Mio. €. Erkennbar wurde in der Niedrigzinsphase ein allgemeiner Trend im Kundenverhalten, eher Produkte mit kürzerer Laufzeit und variabler Verzinsung nachzufragen. Das Produkt GarantieSparen wurde mit einem Volumenzuwachs von 79 Mio. € verstärkt nachgefragt, während sich das Produkt FestZinsSparen um 162 Mio. € reduzierte. Im Konzern sind die Kundeneinlagen um die Guthaben auf Geschäftskonten der Tochtergesellschaften bei der Bank geringer. Die Höhe der von der Bank ausgegebenen Schuldverschreibungen hat sich im Be richtsjahr um 115 Mio. € oder 31,9 % reduziert. Fälligkeiten im Nennwert von 205 Mio. € standen abgesetzte Inhaberschuldverschreibungen in Höhe von 122 Mio. € gegenüber. Insgesamt ist die Bank aufgrund ihrer hohen Kundeneinlagen bei der Finanzmittelbeschaffung weitestgehend unabhängig von den Entwicklungen an den internationalen Kapitalmärkten. Im Geschäftsjahr 2009 konnten wir brutto mehr als 40.000 neue Kunden gewinnen. Unter Berücksichtigung von Kundenabgängen hat sich die Anzahl unserer Kunden um ca. 2.700 erhöht. Die Anzahl der Girokonten stieg im Berichtsjahr erneut von 709 Tsd. Stück auf 724 Tsd. Stück. Dienstleistungsgeschäft Das Ergebnis der Bank im Dienstleistungsgeschäft konnte im Vorjahresvergleich um 8,8 Mio. € oder 10,5 % gesteigert werden.
Plangemäß konnten die Anzahl der Kundenkonten und das Zahlungsverkehrsgeschäft ausgebaut werden. Hierdurch verbesserte sich das Provisionsergebnis um 5,3 Mio. €. Unabhängig von der Verfassung der Kapitalmärkte ist es uns gelungen, die Erträge im Wertpapiergeschäft auf einem nahezu konstanten Niveau im Vergleich zum Vorjahr zu halten. Treiber für die Ergebnissteigerungen im Vermittlungsgeschäft auf Ebene der Bank im Vergleich zum Vorjahr waren insbesondere die positiven Vertriebsleistungen für die Produkte unserer Verbundpartner, der Union Investment, der Bausparkasse Schwäbisch Hall und der Teambank (easyCredit). Im Vermittlungsergebnis des Konzerns sind im Wesentlichen 0,9 Mio. € Provisionen aus der Vermittlung von Immobilien durch die Berliner Volksbank Immobilien GmbH enthalten. Investitionen Die Investitionen des Geschäftsjahres betrafen erste Umsetzungsschritte des neuen Filialkonzeptes. Darüber hinaus fanden im Rahmen der regelmäßigen Aktualisierung der EDV-Hardware ein PC-Austausch sowie ein Austausch von Teilen der SB-Technik statt. Im Konzern wurden darüber hinaus keine wesentlichen Investitionen vorgenommen. Personal- und Sozialbereich
Zum Jahresende 2009 waren 2.310 Mitarbeiter in der Konzernmutter Berliner Volksbank eG beschäftigt, davon 162 Auszubildende bzw. Studenten der Berufsakademie. Im Konzern wurden 2.681 Mitarbeiter beschäftigt. Die Mitarbeiteranzahl der Bank reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr zum einen durch den Betriebsübergang der Mitarbeiter in die VR FDL im Mai 2009 (369 Mitarbeiter) und zum anderen durch das Ausscheiden von Mitarbeitern im Rahmen der bestehenden Sozialplanvereinbarung (253 Mitarbeiter). Die Zahl der Auszubildenden bzw. Studenten der Berufsakademie wurde mit 162 weiterhin auf einem hohen Niveau gehalten. Die Berliner Volksbank eG wurde für das Geschäftsjahr 2009 mit einer Anerkennungsurkunde als "Bester Ausbildungsbetrieb Berlin eastside 2009" ausgezeichnet. Seit vielen Jahren zählt das Engagement im Bereich Ausbildung zu den Besten der Stadt. Wie schon in den Vorjahren wurde auch im Berichtsjahr die Fortbildung unserer Mitarbeiter durch ein umfangreiches internes und externes Seminarprogramm intensiv gefördert. Sonstige wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Die Aufnahme der Geschäftstätigkeit der VR FDL im Rahmen eines gemeinsamen Betriebes mit der Berliner Volksbank eG wurde im Mai 2009 vollzogen. Gesellschaftsrechtlich wurde durch Zustimmung des Kartellamtes im März 2009 die Veräußerung eines Teilgeschäftsanteiles in Höhe von 24,5 % an die Fiducia IT AG wirksam. Gleichzeitig wurde von beiden Gesellschaftern eine Kapitalerhöhung beschlossen und umgesetzt. Zur Stärkung der Kapitalbasis der DZ Bank AG hat die Berliner Volksbank eG an mehreren Kapitalmaßnahmen teilgenommen. Zum einen wurden im Direktbestand und indirekt über Spezialfonds weitere Aktien aus der Kapitalerhöhung der DZ Bank AG gezeichnet. Zum anderen wurde die nachrangige Tier-1-Anleihe erworben. Im Zusammenhang mit der Kapitalerhöhung der DZ Bank AG hat auch die Norddeutsche Genossenschaftliche Beteiligungs-AG (NGB) eine Kapitalerhöhung durchgeführt, an der sich die Berliner Volksbank eG ebenfalls beteiligte. Darüber hinaus hat die Bank über die Spezialfonds Aktien der NGB von Dritten zugekauft. Insgesamt summieren sich die Investitionen des Berichtsjahres im Umfeld der DZ Bank AG auf 30,0 Mio. €. An der Kapitalerhöhung der R + V Versicherung AG hat die Berliner Volksbank eG im Rahmen eines sogenannten "Ausschüttungsrückholverfahrens" teilgenommen. B. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageTrotz eines schwierigen Marktumfeldes konnte die Berliner Volksbank eG ein positives Geschäftsergebnis erzielen. Die Umsetzung von in Vorjahren eingeleiteten Umstrukturierungs- und Rationalisierungsmaßnahmen hat die Bank weiter vorangetrieben, wobei insbesondere die Aufnahme der Geschäftsaktivitäten der VR FDL und der Berliner Volksbank Immobilien GmbH zu nennen sind. Wie in den Medien zu verfolgen war, hat sich die Anzahl von Betrugsfällen im Bereich der Bank- und Kreditkarten sowie durch Skimming an Geldausgabeautomaten weiter erhöht. Von dieser Entwicklung war die Berliner Volksbank eG im Branchenvergleich unterdurchschnittlich betroffen. Durch geeignete Gegenmaßnahmen und den Austausch betroffener SB-Geräte konnte die Sicherheit durch Investitionen in modernste Technik entscheidend erhöht werden. Materielle Schäden für die Kunden sind aufgrund des bestehenden Versicherungsschutzes nicht entstanden. Für mögliche Schadensersatzleistungen, die aus den geschäftlichen Aktivitäten der Bank sowie ihrer Tochtergesellschaften aus Vorjahren resultieren, wurde durch Bildung von Rückstellungen in ausreichendem Umfang Vorsorge getroffen. 1. Vermögenslage Eigenkapital Das bilanzielle Eigenkapital sowie die Eigenkapitalausstattung und Solvabilität gemäß § 10 KWG haben sich in den letzten drei Jahren wie folgt entwickelt:
*) Passivposten 12 (Eigenkapital)
Das bilanzielle Eigenkapital der Bank entwickelte sich im Berichtsjahr leicht rückläufig. Der Reduzierung des gezeichneten Kapitals um 4,1 Mio. € steht eine Stärkung der Ergebnisrücklagen durch Zuführung aus dem Bilanzgewinn in Höhe von 2,5 Mio. € gegenüber. Das nach aufsichtsrechtlichen Vorschriften ermittelte haftende Eigenkapital ist saldiert im Vorjahresvergleich nahezu unverändert geblieben. Einer leichten Ermäßigung im Kernkapital steht eine weitere Stärkung des Ergänzungskapitals durch Zuführung zu den Vorsorgereserven nach § 340f HGB aus dem Vorjahr gegenüber. Fälligkeiten bei unseren nachrangigen Verbindlichkeiten wurden nicht durch Neuemissionen ersetzt. Im bilanziellen Eigenkapital des Konzerns sind Anteile vom Minderheitsgesellschafter der VR FDL in Höhe von 0,2 Mio. € enthalten. Kundenforderungen Der Anteil der Kundenforderungen an der Bilanzsumme der Bank beträgt 56 %. Das Kreditvolumen (Kundenkredite und Bürgschaften) gliederte sich nach Kundengruppen wie folgt:
Auf Konzernebene wurde auf eine Segmentierung der Kundenforderungen verzichtet. Entsprechend der in Berlin und Brandenburg spezifischen Wirtschaftsstrukturen entfallen unverändert wesentliche Teile unseres Kreditvolumens auf Immobilienkredite, insbesondere an Wohnungsunternehmen, weniger an Bauträger und sonstige Unternehmen des Grundstückswesens. Die Forderungen an unsere Kunden wurden zum Jahresende 2009 mit der gebotenen Vorsicht bewertet. Den bestehenden latenten Risiken stehen Pauschalwertberichtigungen gegenüber. Darüber hinaus wurden die Vorsorgereserven nach § 340f HGB in 2009 erneut aufgestockt. Die für Kreditrisiken gebildeten Einzel- und Pauschalwertberichtigungen wurden von den entsprechenden Aktivposten abgesetzt. Zur Verbesserung der Risikostruktur im Kreditgeschäft wurden Maßnahmen zur Bereinigung im Bestandsgeschäft ergriffen und Blankoanteile in Teilbereichen des Kundenkreditvolumens reduziert. Zur Optimierung der Größenklassen- und Branchenstruktur hat die Bank begonnen, das Konsortialkreditgeschäft im gewerblichen Immobilienbereich auszubauen. Im Vorfeld von Kreditentscheidungen wird grundsätzlich geprüft, zu welchen Konditionen sich der jeweilige Kredit am Markt platzieren lässt und ob die Einbindung eines Konsortialpartners zur Risikoreduzierung zweckmäßig erscheint. 0,4 Mrd. € des Kreditvolumens der Bank entfielen auf Sanierungs- und Abwicklungsengagements. Wertpapieranlagen Die Wertpapieranlagen setzen sich wie folgt zusammen:
Zur Umsetzung der beschlossenen Anlagestrategie wurde ein neuer Spezialfonds im Volumen von 100 Mio. € aufgelegt. Um Adressrisiken weitestgehend zu vermeiden, wird bei der Umsetzung von Allokationsentscheidungen innerhalb dieses Fonds bevorzugt in Produkte, die ganze Indizes abbilden, investiert. Bei zwei bestehenden Spezialfonds wurde das Anlagevolumen zur verbesserten Risikodiversifikation um insgesamt 60 Mio. € erhöht. Die Erhöhung des Bestandes der Liquiditätsreserve ist auf den Erwerb von 600 Mio. € festverzinslicher Wertpapiere des Bundes und der Länder zurückzuführen. Die Spezialfonds, die bereits im Vorjahr im Bestand befindlich waren, wurden weiterhin nach dem gemilderten Niederstwertprinzip bewertet. Aus dieser Bewertung ergibt sich für Buchwerte in Höhe von insgesamt 2.440 Mio. € ein niedriger beizulegender Wert von 2.322 Mio. €. Die Bewertung erfolgte auf Basis einer Durchschaumethode, um eine Beurteilung der einzelnen gehaltenen Vermögensgegenstände auf eine dauernde Wertminderung vorzunehmen. Bei dem überwiegenden Anteil der gehaltenen Vermögensgegenstände handelt es sich um verzinsliche Wertpapiere von Schuldnern mit guter bis sehr guter Bonität. Sofern bei diesen Wertpapieren keine Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vorlagen, wird weiterhin von einer Rückzahlung zum Nennwert bei Fälligkeit ausgegangen. Darüber hinaus wurden Wertpapiere, die dem Umlaufvermögen zugeordnet sind, sowie der neu aufgelegte Spezialfonds und weitere Wertpapiere, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind, nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet. In den Tochtergesellschaften des Konzerns wurden keine Wertpapieranlagen getätigt. Sachanlagen
Auf Ebene des Einzelabschlusses der Berliner Volksbank eG reduzierten sich die Sachanlagen von 121 Mio. € auf 114 Mio. €. Darin enthalten ist neben der planmäßigen Abschreibung der Verkauf des Objektes Feuerbachstraße. Die im Konzernabschluss um 61 Mio. € höheren Sachanlagen resultieren aus der Kapitalkonsolidierung unter Anwendung der Buchwertmethode. Das höhere Volumen ergibt sich im Wesentlichen aus den nachfolgenden Grundstücken und Gebäuden konsolidierter Tochter- und Enkelgesellschaften:
Mitgliedschaft in der Sicherungseinrichtung des BVR Die Berliner Volksbank eG ist der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. angeschlossen, der einen umfassenden Bestandsschutz für Banken gewährt und damit eine über die Einlagensicherung im privaten Bankgewerbe hinausgehende Sicherheit bietet. Sanierungsbedingt besteht unverändert eine Besserungsscheinverpflichtung gegenüber dem Garantiefonds des Bundesverbandes der Deutschen Volks- und Raiffeisenbanken e.V. in Höhe von 219 Mio. €. Die Bürgschaften und Garantien der Sicherungseinrichtung für Ausfallrisiken im Kreditgeschäft belaufen sich zum Stichtag auf 21,0 Mio. €. Eine Zahlung oder Verringerung durch sonstige Anrechnung auf den Besserungsschein erfolgte im Berichtsjahr nicht. 2. Finanz- und Liquiditätslage Das Liquiditätsrisiko wird durch die Liquiditätssteuerung der Bank im Rahmen der aufsichtsrechtlichen Normen begrenzt und monatlich mit einem Liquiditätsrisikobericht überwacht. Die Liquiditätskennziffer nach der Liquiditätsverordnung wurde im Berichtsjahr jederzeit eingehalten. Aufgrund der weitgehend vom Interbankengeschäft unabhängigen Refinanzierungsstruktur, welche aus der am Kundengeschäft ausgerichteten Geschäftsstruktur resultiert, stehen der Bank jederzeit genügend Liquiditätsreserven zur Verfügung. Um die Liquiditätsstruktur der Bank zu optimieren, hat die Bank die Mittelaufnahmen bei Geschäftsbanken gegen befristete Verbindlichkeiten bei der Deutschen Bundesbank getauscht. Zur Besicherung dieses Tausches wurden Wertpapiere des Bundes und der Länder in Höhe von 600 Mio. € im Pfanddepot der Deutschen Bundesbank belegt. Im Falle von unerwarteten Zahlungsstromschwankungen ist die Berliner Volksbank eG durch Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund jederzeit in der Lage, durch ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten Liquiditätsengpässen entgegenzuwirken. Die Kapitalflussrechnung des Konzerns zeigt, dass die Entwicklung des Finanzmittelfonds im Wesentlichen aus den Cashflows der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der Investitionstätigkeit beeinflusst wird. Der Ausgangswert des Finanzmittelfonds in Höhe von 327 Mio. € umfasst den Kassenbestand und das Guthaben bei der Deutschen Bundesbank gekürzt um enthaltene Zinsabgrenzungen. Zugänge an Finanzmitteln entstanden zum einen aus dem Verkauf von Anteilen der VR FDL an die Fiducia IT AG in Höhe von 123 T€ (24,5 %). Aufgrund der gleichzeitig durchgeführten Kapitalerhöhung der VR FDL erfolgte zum anderen eine Einzahlung in Höhe von ebenfalls 123 T€ durch den neuen Minderheitsgesellschafter, der Fiducia IT AG. Im Bereich der außerbilanziellen Geschäfte nehmen Zinsswaps zur Globalabsicherung gegen Zinsänderungsrisiken eine dominante Rolle ein. Devisentermingeschäfte und Devisenswaps dienen nahezu ausschließlich der Global- bzw. Einzelabsicherung von Fremdwährungsbeständen gegen Wechselkursrisiken. In geringerem Umfang werden auch Mikrohedgebeziehungen zur Einzelabsicherung von Kundengeschäften gebildet. Geschlossene Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) wurden als Dienstleistung für die Kunden angeboten und nahezu vollständig durch Gegengeschäfte gesichert. Börsliche Derivate (Zinsfutures) wurden über die Eurex zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken für im Bestand befindliche eigene Inhaberschuldverschreibungen geschlossen. Kreditrisiken im Forderungsbestand sind in geringem Umfang mit nur einem Kreditderivat (Credit Default Swap) abgesichert. 3. Ertragslage
Das operative Ergebnis der Bank verbesserte sich um 3,9 Mio. € oder 9,3 %. Der wesentliche Erfolgsfaktor liegt in der Steigerung des Rohüberschusses um 9,9 Mio. €, der hauptsächlich von dem um 8,8 Mio. € verbesserten Provisionsergebnis getragen wurde. Abweichungen im operativen Ergebnis des Konzerns sind von untergeordneter Bedeutung. Der Zinsüberschuss inkl. der laufenden Erträge aus Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren, Investmentfonds, Beteiligungen und Anteilen an verbundenen Unternehmen sowie der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erhöhte sich im Berichtsjahr um 1,1 Mio. € oder 0,5 %. Auf eine vollständige Ausschüttung der aufgelaufenen ordentlichen Nettoerträge aus den Spezialfonds wurde zugunsten der Stärkung der Fondsreserven verzichtet. Durch die Aufwands- und Ertragskonsolidierung ist das Zinsergebnis des Konzerns um 3,4 Mio. € oder 1,6 % geringer. Dies ist im Wesentlichen auf die Konsolidierung der Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen, Ausschüttungen sowie Darlehenszinsen von Tochtergesellschaften zurückzuführen. Die Zinsspanne der Berliner Volksbank eG hat sich im Berichtsjahr bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme von 2,16 % leicht auf 2,14 % reduziert. Dem allgemein gesunkenen Zinsniveau hat die Bank durch Anpassung der Konditionen Rechnung getragen. Das Zinsergebnis der wesentlichen Kundengruppen der Bank betrug:
Der Provisionsüberschuss der Bank konnte im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Mio. € oder 10,5 % gesteigert werden. Die Erfolgsfaktoren des Geschäftsjahres sind zum größten Teil die Provisionen aus dem Zahlungsverkehrsgeschäft sowie aus der Vermittlung des Produktes easyCredit. Darüber hinaus entwickelten sich die Absatzzahlen für die Verbundprodukte der Union Investment und der Bausparkasse Schwäbisch Hall positiv. Der Provisionsüberschuss des Konzerns ist um 0,9 Mio. € oder 1,0 % höher, was nahezu vollständig auf die Immobilienvermittlungsprovision der Berliner Volksbank Immobilien GmbH zurückzuführen ist. Die Provisionsspanne der Bank erhöhte sich im Berichtsjahr bezogen auf die durchschnittliche Bilanzsumme von 0,84 % auf 0,92 %. Vom Provisionsergebnis entfielen auf die wesentlichen Kundengruppen der Bank:
Der Rohüberschuss der Bank erhöhte sich um 9,9 Mio. € oder 3,3 %. Durch die Aufwands- und Ertragskonsolidierung reduziert sich der Rohüberschuss im Konzern um 2,4 Mio. € oder 0,8 %. Die Personal- und Sachaufwendungen der Berliner Volksbank eG sind mit den Werten der Vorjahre nur eingeschränkt vergleichbar, weil wesentliche Geschäftsaktivitäten der Bank auf die VR FDL übertragen wurden. Die Verwaltungsaufwendungen der Bank inklusive der Abschreibungen auf Sachanlagen stiegen im Berichtsjahr um 6,1 Mio. € oder 2,4 %. Der Verwaltungsaufwand des Konzerns unterschreitet den der Bank um 2,6 Mio. € oder 1,0 %. Die erhöhten Sachaufwendungen bei der Bank resultieren hauptsächlich aus der Leistungsbeziehung mit der VR FDL im Volumen von 15,9 Mio. €. Im Konzern ergibt sich unter Berücksichtigung von Konsolidierungen ein um 16,9 Mio. € geringerer Sachaufwand. Ein Vergleich des Konzerns mit dem Vorjahr der Bank ergibt eine Reduktion des Sachaufwandes in Höhe von 5,6 Mio. € und ist Ergebnis unserer im Vorjahr initiierten Maßnahmen zur Kostensenkung. Der Personalaufwand der Bank reduzierte sich im Vorjahresvergleich um 2,6 Mio. €. Im Konzern ergibt sich unter Berücksichtigung von Konsolidierungen ein um 12,4 Mio. € höherer Personalaufwand. Ein Vergleich des Konzerns mit dem Vorjahr der Bank ergibt eine Erhöhung um 9,8 Mio. €. Darin enthalten ist eine Zuführung in das Kassenvermögen unserer Unterstützungskasse für mittelbare Pensionsverpflichtungen in Höhe von 5,5 Mio. €. Die Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Anlagen reduzierten sich in der Bank durch die vollständige Abschreibung mehrerer Wirtschaftsgüter nach Ablauf der jeweiligen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer um 2,5 Mio. €. Die Abschreibung auf Konzernebene ist auf Grund der im Rahmen der Kapitalkonsolidierung aktivierten Gebäude der Tochterunternehmen um 1,8 Mio. € höher. Das Nettoergebnis aus Finanzgeschäften (Handelsergebnis) ist mit 0,04 Mio. € für die Ertragslage der Bank von untergeordneter Bedeutung. Auf Ebene der Tochtergesellschaften wurden keine Handelsgeschäfte getätigt. Das sonstige betriebliche Ergebnis verringerte sich im Berichtsjahr von 9,3 Mio. € um 6,4 Mio. € auf 2,9 Mio. €, das entspricht -68,9 %. Dieser Rückgang resultiert im Wesentlichen aus Aufwendungen für die Zuführung zur Rückstellung für Schadensersatzleistungen aus Prozessrisiken und Mietverpflichtungen. Im Konzern ergeben sich mehrere gegenläufige Effekte, die sich weitestgehend kompensieren. Darin enthalten sind die abgerechneten Leistungen der Bank für die VR FDL. Ergebnis verbessernd im Konzern wirken sich insbesondere die Erträge aus der Immobilienbewirtschaftung mehrerer Tochtergesellschaften aus. Saldiert betrachtet überschreitet das sonstige betriebliche Ergebnis des Konzerns das der Bank um 0,3 Mio. €. Das Betriebsergebnis vor Bewertung liegt um 2,5 Mio. € oder 4,9 % unter dem Vorjahresergebnis. Die Abweichungen im Konzern sind von untergeordneter Bedeutung. Das Bewertungsergebnis, das sich aus der Netto-Risikovorsorge (GuV Pos.13/14) und dem Bewertungsergebnis aus Finanzanlagen (GuV Pos.15/16) zusammensetzt, beläuft sich auf -38,2 Mio. €. Die notwendige Netto-Risikovorsorge im Kundenkreditgeschäft betrug im Berichtsjahr -10,5 Mio. €. Zudem beinhaltet dieses Bewertungsergebnis notwendige Abschreibungen auf Wertpapiere der Liquiditätsreserve. Darüber hinaus konnte zur weiteren Stärkung der Risikotragfähigkeit eine Zuführung zu den Vorsorgereserven nach § 340f HGB vorgenommen werden. Die Abweichungen im Konzern sind von untergeordneter Bedeutung. Das Bewertungsergebnis aus Finanzanlagen betrug im Berichtsjahr -12,9 Mio. €. Dieses Ergebnis ist im Wesentlichen auf Abschreibungen auf Spezialfonds zurückzuführen, die auf Basis einer Durchschaumethode auf die enthaltenen Vermögensgegenstände ermittelt wurden. Wenngleich bei der überwiegenden Mehrzahl der verzinslichen Wertpapiere keine Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vorlagen, wurden bei Einzeltiteln anhand von im Voraus festgelegten Kriterien dauernde Wertminderungen unterstellt und Vorsorge durch Abschreibungen auf einige Spezialfonds getroffen. Weiterhin ist in dem Betrag das Bewertungsergebnis für die Beteiligungen in Höhe von saldiert -1,0 Mio. € enthalten. Das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit der Bank beträgt im Geschäftsjahr 10,3 Mio. €. Bei einem Vergleich mit dem Vorjahr ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis einmalige Sondereffekte aus der Neuordnung unserer Verbundbeteiligungen enthielt. Die Abweichungen im Konzern sind von untergeordneter Bedeutung. Der Jahresüberschuss der Berliner Volksbank eG ermäßigt sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Mio. € oder 3,4 %. Der Jahresüberschuss des Konzerns beläuft sich auf 12,3 Mio. €. Der den Jahresüberschuss der Bank übersteigende Anteil in Höhe von 0,1 Mio. € wurde in die Ergebnisrücklagen des Konzerns eingestellt. Ein außerordentliches Ergebnis ist im Berichtsjahr nicht auszuweisen. Der Jahresüberschuss der Bank in Höhe von 12,2 Mio. € soll dazu verwendet werden, eine Dividende für unsere Mitglieder in Höhe von 4,0 % auszuschütten und Zuführungen zu den Ergebnisrücklagen gemäß Satzung vorzunehmen. 4. Gesamtaussage Die Entwicklung der Bank und des Konzerns war 2009 durch eine weitere Fokussierung der vertrieblichen Ausrichtung als Qualitätsbank im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden sowie einer Verringerung der Fertigungstiefe in den Geschäftsprozessen der Bank durch Neuordnung großer Teile der Marktfolgeaktivitäten in unserem Tochterunternehmen VR FDL geprägt. Durch diese Maßnahmen konnte eine Steigerung des Zins- und Provisionsergebnisses der Bank erzielt werden. Auf der Kostenseite sind bereits 2008 eingeleitete Maßnahmen im Jahr 2009 wirksam geworden. Dadurch gewonnene Spielräume hat die Bank genutzt, um die Deckungsmasse unserer Unterstützungskasse durch eine Zuführung zum Kassenvermögen aus dem laufenden Geschäftsergebnis der Bank weiter zu stärken. Daraus ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr ein leicht erhöhter Verwaltungsaufwand. Die Risikostruktur des Kundenkreditportfolios konnte im Berichtsjahr abermals aktiv verbessert werden, so dass hier netto Risikovorsorge unterhalb der Erwartungen gebildet wurde und der Aufbau von Vorsorgereserven möglich war. Die Eigenanlagen der Bank haben sich in Folge der allgemeinen Verbesserung der Finanzmärkte erheblich im Wert erholt. Die Strategie, Wertpapierforderungen grundsätzlich bis zu ihrer Fälligkeit zu halten, hat sich 2009 als richtig bestätigt. Soweit erkennbar, wurde latenten Risiken durch Bildung von Risikovorsorge Rechnung getragen. Verbleibende, aus Sicht der Bank vorübergehende Wertminderungen, wirken sich in reduziertem Umfang weiterhin negativ auf die Risikotragfähigkeit der Bank aus. Dennoch war die notwendige Risikotragfähigkeit stets gegeben. Die Instrumente, Systeme und Prozesse der Risikosteuerung und Risikoüberwachung wurden im Berichtsjahr abermals weiter ausgebaut. C. Vorschlag für die GewinnverwendungVorstand und Aufsichtsrat schlagen der Vertreterversammlung vor, den Bilanzgewinn der Bank wie folgt zu verwenden:
D. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. E. Risikobericht1. Strategien Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems ist bestimmt durch unsere vom Gesamtvorstand festgelegte Geschäfts- und Risikostrategie sowie Kapitalstrategie. Die Unternehmensziele unserer Bank und unsere geplanten Maßnahmen zur Sicherung des langfristigen Unternehmenserfolges sind in der Geschäftsstrategie beschrieben. Darin ist das gemeinsame Grundverständnis des Vorstands zu den wesentlichen Fragen der Geschäftspolitik dokumentiert. Jeder Bestandteil des Konzerns ist aufgefordert sicherzustellen, dass alle Risiken transparent gemacht werden. Das Risikomanagement unserer Bank wird regelmäßig auf Basis der aktuellen betriebswirtschaftlichen und aufsichtsrechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich eines Weiterentwicklungsbedarfs überprüft. 2. Risikomanagement Ziel des Risikomanagements Aufgabe des Risikomanagements ist nicht die vollständige Risikovermeidung, denn unser Geschäftsmodell sieht als Kernkompetenz eben die Übernahme von Risiken vor. Die Kontrolle und das Management der Risiken sind für uns eine zentrale Aufgabe und an dem Grundsatz ausgerichtet, die mit der Geschäftstätigkeit verbundenen Risiken zu identifizieren, zu bewerten, zu begrenzen und zu überwachen sowie negative Abweichungen von den Erfolgs-, Eigenmittel- und Liquiditätsplanungen zu vermeiden. Die für das Risikocontrolling zuständigen Stabsbereiche berichten direkt dem Vorstand. Die Rahmenbedingungen für das operative Risikocontrolling sind im Risikohandbuch dokumentiert. Risikotragfähigkeit Planung und Steuerung der Risiken erfolgen auf der Basis der Risikotragfähigkeit der Bank unter Berücksichtigung der Gesamtbankstrategie. Das Risikotragfähigkeitskonzept sowie das daraus resultierende Limitsystem sind darauf ausgerichtet, die Fortsetzung der operativen Geschäftstätigkeit uneingeschränkt sicherzustellen. Diese Absicherungszielsetzung stellt die Ansprüche der Eigentümer bzw. Eigenkapitalgeber, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter in den Vordergrund, die ein natürliches Interesse am Fortbestand des Unternehmens haben. Die Sicherstellung der wirtschaftlichen Unternehmensexistenz ist gegeben, wenn potenzielle Verluste ohne unternehmensgefährdende Auswirkungen getragen werden können. Die Risikotragfähigkeit, die periodisch berechnet wird, ist demnach gegeben, wenn alle wesentlichen Risiken durch so genanntes Risikodeckungspotenzial laufend gedeckt sind. Das vorhandene Risikodeckungspotenzial definiert sich als das insgesamt zur Verfügung stehende Kapital, das zur Abdeckung von Risiken eingesetzt werden kann. Damit im Verlustfall dieses Kapital nicht komplett aufgezehrt wird, legt der Vorstand den Anteil des Vermögens im Sinne eines Gesamtbank-Risikolimits fest, der auch bei Eintritt definierter Risikoszenarien (Normalfall, Stressfall) nicht überschritten werden darf. Dieser Anteil - die Risikodeckungsmasse - stellt das maximale Risikokapital dar, das tatsächlich zur Risikoabsorption eingesetzt werden kann. Um die Angemessenheit des aus der ermittelten Risikodeckungsmasse und den geschäftspolitischen Zielen abgeleiteten Gesamtbank-Risikolimits auch während eines Geschäftsjahres laufend sicherstellen zu können, wird die Höhe der Risikodeckungsmasse, das Gesamtbank-Risikolimit sowie dessen Auslastung durch die quantifizierten Risiken monatlich durch das Risikocontrolling überprüft. Die Kontrolle der Angemessenheit der Methoden zur Beurteilung der Risikotragfähigkeit erfolgt im Rahmen des jährlichen Überprüfungsprozesses des Risikohandbuches. Das risikoartenübergreifende Gesamtbank-Risikolimit betrug zum Stichtag 322 Mio. €. Aufgrund der noch anhaltenden Auswirkungen der extremen Marktsituation griff die Bank dabei partiell auf einen Teil der für den Stressfall reservierten Risikodeckungsmasse zurück. Unter Berücksichtigung dieser Risikodeckungsmasse war die Risikotragfähigkeit stets gegeben. Auf Konzernebene gab es im Berichtsjahr jederzeit einen ausreichenden Freiraum in der Auslastung der Risikodeckungsmasse, sowohl hinsichtlich der quantifizierten Risiken als auch der gesetzten Limite. Risikomanagementprozess Risikoerkennung Auf Konzernebene wird mindestens jährlich eine Risikoinventur durchgeführt. Als wesentliche Risiken werden diejenigen Risiken eingestuft, die auf Grund von Art und Umfang, eventuell auch durch deren Zusammenwirken, den Bestand der Bank gefährden können. Als wesentliche Risiken sind folgende identifiziert worden: Adressrisiken, Liquiditätsrisiken, Marktpreisrisiken sowie Operationelle Risiken. Andere Risikoarten werden als unwesentlich eingestuft. Das auf Basis der Risikotragfähigkeit ermittelte Gesamtbank-Risikolimit verteilen wir auf das Adressrisiko, das Marktpreisrisiko (inklusive Zinsänderungsrisiko) sowie das Operationelle Risiko. Eine Anrechnung des Liquiditätsrisikos auf das Gesamtbank-Risikolimit erfolgt nicht, da zum einen die Vorhaltung ausreichender Liquidität als strenge Nebenbedingung unmittelbar und kapitalunabhängig überwacht wird und zum anderen die jederzeitige Zahlungsfähigkeit der Bank auf Grund der Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund gewährleistet ist. Daneben war die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Liquiditätskennzahl jederzeit gegeben. Darüber hinaus werden das Vertriebs- und Kostenrisiko mindestens monatlich überwacht. Die nicht wesentlichen Risiken aus Beteiligungen fließen über Abschreibungen in die Ermittlung der Risikotragfähigkeit ein. Freiraum in der Auslastung der Risikodeckungsmasse dient zudem als Puffer für nicht wesentliche Risiken auf Konzernebene (z.B. Vertriebsrisiko). Risikomessung und -bewertung Die Ermittlung des Adressrisikos basiert auf regelmäßigen Einstufungen aller Kreditnehmer in Risikogruppen durch Anwendung von Ratingverfahren. Diese Verfahren sind auf die VR-Masterskala kalibriert und beruhen nahezu vollständig auf statistisch-mathematischen Verfahren. Die Bank hat die Umsetzung einer gesamthaften und konsistenten Ratinglandschaft abgeschlossen. Dabei haben wir weitestgehend Verbund-Standards umgesetzt, von der Ratingsegmentierung über den Einsatz der VRRatingverfahren bis hin zum 90-Tage-Zahlungsverzugs-Automatismus (Ausfallerfassung). Der erwartete Verlust wird bei Forderungen, die nicht notleidend sind, in Form von Risikoprämien im Rahmen der Vorkalkulation bzw. Bepreisung sowie in der Nachkalkulation als Kostenkomponente berücksichtigt. Für diese Forderungen haben wir Pauschalwertberichtigungen in der Höhe der steuerlich anerkannten Verfahren gebildet. Für notleidende Forderungen, d.h. bei denen wir erwarten, dass der Vertragspartner seinen Verpflichtungen, den Kapitaldienst zu leisten, nachhaltig nicht nachkommen kann, werden von uns Einzelwertberichtigungen (einschließlich pauschalierter Einzelwertberichtigungen) bzw. Einzelrückstellungen nach handelsrechtlichen Grundsätzen gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Der unerwartete Verlust, der das Adressrisiko darstellt, wird als Credit Value at Risk (CVaR) mittels eines internen Kreditportfoliomodells bemessen und in der Risikotragfähigkeitsermittlung berücksichtigt. Die Bank geht mit dem eigen entwickelten Kreditportfoliomodell über den Standard von VR Control hinaus und trägt damit den spezifischen Anforderungen der Geschäftsstruktur und dem Geschäftsmodell Rechnung. Analog wird das Marktpreisrisiko ebenfalls als Value at Risk (VaR) mittels der Steuerungssoftware VR Control bemessen und in der Risikotragfähigkeitsberechnung berücksichtigt. Für die interne Anrechnung auf die Risikotragfähigkeit haben wir einen Value-at-RiskAnsatz für Operationelle Risiken (OpVaR) implementiert, der auf Basis der Ergebnisse jährlicher Risikoworkshops ermittelt wird. Die Bank greift hierzu ebenfalls auf die Steuerungssoftware VR Control zurück. Die Risikoaggregation der identifizierten und quantifizierten Risiken erfolgt ohne Berücksichtigung von Korrelationen additiv. Die laufenden Analysen, die potenzielle Verluste unter normalen Marktbedingungen bestimmen, werden zusätzlich um Szenarien für außergewöhnliche Ereignisse ergänzt (Stresstesting). Stresstests werden derzeit für das Adress- und das Marktpreisrisiko sowie die Risikodeckungsmasse, jedoch nicht für das Operationelle Risiko durchgeführt. Im Hinblick auf die am 14. August 2009 neue veröffentlichte Fassung der MaRisk ist vorgesehen, das risikoartenübergreifende Stresstesting einer Überprüfung hinsichtlich eines Weiterentwicklungsbedarfs zu unterziehen. Risikoreporting und -kontrolle Das regelmäßige und zeitnahe Risikoreporting der Berliner Volksbank eG umfasst die wesentlichen Risiken und erfolgt im Rahmen eines umfassenden, standardisierten Berichtswesens. Die Berichterstattung der Risikotragfähigkeitsberechnung inklusive der Limitüberwachung erfolgt monatlich auf Basis des Risikoberichts, der über den Risikoausschuss direkt an den Vorstand berichtet wird. Der Bericht fasst dabei Ergebnisse der risikoartenbezogenen Einzelberichte (Adressrisikoreport, Marktpreisrisikobericht sowie Liquiditätsrisikoreport) zusammen und stellt unter Einbeziehung des Operationellen Risikos die in das Risikotragfähigkeitskonzept einbezogenen Risiken und Limite der Risikodeckungsmasse gegenüber. Die Limitauslastungen im Adressrisiko und Operationellen Risiko werden monatlich, die Limitauslastung im Marktpreisrisiko wird täglich berichtet. Über den regelmäßigen Risikobericht hinaus werden Limitüberschreitungen im Rahmen eines standardisierten Adhoc-Berichtswesens erfasst und an einen festgelegten Adressatenkreis reportet. Des Weiteren wird im Rahmen der laufenden Überwachung die Einhaltung der regulatorischen Kapitalquoten sichergestellt. Die als wesentlich eingestuften Risiken werden abgeleitet aus dem Gesamtbank-Risikolimit einzeln sowie tiefer gehend im Rahmen einer Limitsystematik begrenzt. Das Reporting bildet die Basis für detaillierte Abweichungsanalysen (Soll-IstVergleiche) als Grundlage für die Ableitung und Bewertung von Handlungsalternativen sowie die Entscheidung und Umsetzung von Maßnahmen zur Risikosteuerung. Identifizierte Abweichungen werden an den Risikoausschuss berichtet. Der Risikoausschuss erarbeitet und diskutiert Handlungsvorschläge. Die Analyseergebnisse sowie die Handlungsvorschläge werden dem Vorstand präsentiert und dieser verabschiedet die Handlungsvorgaben und leitet entsprechende Maßnahmen ein. Die im Konzern eingesetzten Risikokontrollverfahren haben sich in allen Marktsituationen des Berichtsjahres bewährt. Risiken werden zeitnah erkannt, berichtet und von den Entscheidungsträgern gesteuert. Die Bank aktualisiert und verfeinert die Qualität seiner Risikoüberwachung permanent, um den Entscheidungsprozess zu beschleunigen und die Qualität der verfügbaren In formationen zur Erkennung und Bewertung potenzieller Risiken zu verbessern. Die in terne Revision überwacht die Methoden, Systeme und Prozesse im Risikomanagement im Rahmen ihrer laufenden Prüfungshandlungen. 3. Risikokategorien im Detail Auf Konzernebene unterscheiden wir folgende Risikokategorien:
Adressrisiko Mit den Privatkunden, Gewerbekunden und Freiberuflern erhält der überwiegende Teil unserer Kunden monatlich aktualisierte Ratingnoten auf Basis einer Verhaltensbewertung, sodass neben der Risikoorientierung Bonitätsverbesserungen im Sinne von Vertriebschancen gleichermaßen Berücksichtigung finden. Unter Berücksichtigung engagementspezifischer Besicherungen wird das unter Risikoaspekten relevante Blankovolumen berechnet. Ratingnoten und Blankovolumina fließen sowohl in alle wesentlichen Kreditprozesse - von der Kreditvergabe und -bepreisung bis zur Kreditüberwachung - als auch in die Risikomessung (CVaR) und die Steuerungsprozesse ein. Die Bank verwendet zur Berechnung des CVaR ein internes Modell für die betriebswirtschaftliche Adressrisikomessung. Die Modellierung erfolgt teilportfoliospezifisch, die Risikoaggregation erfolgt unter Berücksichtigung von Korrelationen mittels stochastischer Verfahren. Der CVaR umfasst dabei Adressrisiken aus dem Kundenkreditgeschäft sowie Eigenhandelspositionen und wird mit einer Haltedauer von 250 Tagen auf einem Konfidenzniveau von 99,0 % kalkuliert. Für Eigenhandelspositionen berücksichtigen wir unter dieser Risikoart Spreadrisiken (Haltedauer 60 Tage) aus simulierten Ratingmigrationen sowie ratingunabhängige Spreadvolatilitäten. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Gesamtbanklimit gegenübergestellt. Das Gesamtbanklimit für Adressrisiken betrug zum Stichtag 31. Dezember 2009 255 Mio. € und wurde eingehalten. Darüber hinaus ist eine feingliedrige Limitsystematik bezogen auf Blanko- und Obligovolumina (Einzelnamenlimite), Länder, Kontrahenten/Emittenten und Branchen mit hoher Risikokonzentration implementiert. Im Neugeschäft wurde eine Reduzierung der Einzelnamenlimite sowie eine zusätzliche Kreditobergrenze für Kreditnehmereinheiten eingeführt. Marktpreisrisiko Die Berliner Volksbank eG geht Marktpreisrisiken in Form von Zins-, Währungs- und Aktienrisiken sowie sonstiger Preisrisiken ein. Der Value at Risk wird im Rahmen einer historischen Simulation (bei zusätzlich gespiegelten Barwertveränderungen) mit einer Haltedauer von zehn Tagen auf einem Konfidenzniveau von 99,0 % kalkuliert. Das Gesamtbanklimit für Marktpreisrisiken betrug zum Stichtag 31. Dezember 2009 40 Mio. € und wurde eingehalten. Das Zinsänderungsrisiko aus Kundengeschäften wird im Rahmen unserer Banksteue rung nahezu vollständig eliminiert. Selbst die aktuellen Marktverwerfungen führen daher zu keinem nennenswerten Anstieg des Zinsänderungsrisikos. Hierzu wird ein aggregierter Zahlungsstrom monatlich unter Einsatz von Sicherungsgeschäften, z.B. Zinsswaps, ausgesteuert. Zinsänderungsrisiken der Bank entstehen positionsabhängig aus Eigengeschäften. Bei Bedarf werden entsprechende Sicherungsgeschäfte zur Absicherung des Risikos getätigt. Die gemessenen Risiken werden in einem Limitsystem dem entsprechenden Gesamtbanklimit gegenübergestellt. Marktpreisrisiken, die über die bei der Bank bereits berücksichtigten hinausgehen, bestehen auf Konzernebene nicht. Operationelles Risiko Wir definieren das Operationelle Risiko als direkte oder indirekte Verluste infolge unzulänglicher oder ausfallender interner Verfahren, Mitarbeiter und Systeme oder infolge bankexterner Ereignisse. Die Eigenmittelanforderungen für das Operationelle Risiko werden nach dem Basisindikatoransatz gemäß § 270 SolvV ermittelt. Die für die interne Risikomessung und -steuerung verwendete VaR-Modellierung folgt einem versicherungsmathematischen Ansatz. Auf Basis des konzernweit gültigen Rahmenwerks wird das Operationelle Risiko in jährlichen Risikoworkshops identifiziert, bewertet sowie laufend gesteuert. Zudem werden Maßnahmen und auch Prioritäten zur Risikominderung definiert. Auftretende Schadensfälle werden in einer Schadensdatenbank erfasst. Die Operationellen Risiken der Tochterunternehmen - insbesondere der in der VR FDL ausgelagerten Marktfolgetätigkeiten - sind bereits in den definierten Risikoszenarien berücksichtigt und werden im Zuge der regelmäßigen Risikoworkshops aktualisiert und neu bewertet. Den wesentlichen Teil der Operationellen Risiken der VR FDL stellen mögliche Ausfälle des IT-Betriebs dar. Durch die mit dem Rechenzentrum der Fiducia IT AG getroffenen IT-Service-Level-Vereinbarungen werden diese Risiken weitestgehend begrenzt. In diesen Vereinbarungen sind die jeweils vertretbaren Zeiträume definiert, in denen die IT-Betriebssysteme wieder in einen betriebsbereiten Zustand versetzt werden müssen. Liquiditätsrisiko Im Rahmen der Liquiditätsrisikosteuerung erstellen wir neben der regelmäßigen Überwachung der Liquiditätskennzahl gemäß Liquiditätsverordnung monatlich eine Liquiditätsübersicht (Liquiditätsablaufbilanz) für einen Zeitraum von fünf Jahren über sämtliche liquiditätswirksamen Zahlungsströme. Die erwarteten Mittelzuflüsse werden den erwarteten Mittelabflüssen gegenübergestellt und unter Berücksichtigung eines Limits sowie der Kapazität der Liquiditätsbeschaffung der Bank (Funding-Potenzial) bewertet. Diese Liquiditätsablaufbilanz wird ergänzt durch angemessene Szenariobetrachtungen. Damit versetzen wir uns in die Lage, unseren Liquiditätsbedarf rechtzeitig zu erkennen und Liquiditätsengpässe zu vermeiden. Das Liquiditätsrisiko wird durch eine Steuerung der Liquiditätskennzahl sowie der Liquiditätsablaufbilanz der Bank begrenzt. Daneben ist die Finanzplanung unseres Hauses streng darauf ausgerichtet, allen gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen pünktlich nachkommen zu können. Darüber hinaus werden alle wesentlichen Geschäftsvorfälle im Vorfeld ihrer Umsetzung auf ihre Auswirkungen hinsichtlich der aufsichtsrechtlichen Liquidität überprüft. Durch Einbindung in den genossenschaftlichen Finanzverbund bestehen jederzeit ausreichende Refinanzierungsmöglichkeiten, um unerwarteten Zahlungsstromschwankungen entgegenzuwirken. Durch den Kauf von EZB-fähigen Wertpapieren und anschließender Teilnahme an einem Tendergeschäft (LR-Tender) konnten die aufsichtsrechtlichen Zahlungsmittel im Geschäftsjahr gestärkt werden. Das Liquiditätsmanagement erfolgt durch den Bereich Geld- und Kapitalmarkt. Dabei wird das gleiche System und die gleiche Methodik genutzt wie bei der internen Feststellung der Liquiditätsrisiken durch das Risikocontrolling. Die Liquiditätsrisiken der Tochterunternehmen - insbesondere die der VR FDL - sind durch die derzeitige Ein-Mandanten-Struktur (Berliner Volksbank eG) geprägt. Durch die regelmäßige Überwachung der verfügbaren Mittel auf den Geschäftsgirokonten der VR FDL unter Berücksichtigung des verfügbaren Gesellschafterdarlehens ist eine jederzeit ausreichende Liquidität sichergestellt. Vertriebsrisiko Das Vertriebsrisiko wird durch den Einsatz geeigneter Controllinginstrumente begrenzt. Im monatlichen Turnus werden erfolgsquellen- und verursachungsgerechte Ertrags-, Kosten- und Risikodarstellungen auf Gesamtbank- und Geschäftsfeldebene nach modernen Verfahren betriebswirtschaftlicher Unternehmenssteuerung in einem umfassenden Berichtswesen dargestellt. Damit wird die Geschäftsleitung in die Lage versetzt, durch Einleitung geeigneter Maßnahmen umgehend auf negative Abweichungen reagieren zu können. Beteiligungsrisiko Das Beteiligungsrisiko im Sinne der MaRisk wird als nicht wesentliches Risiko eingestuft. Die Berliner Volksbank eG differenziert in ihrer Beteiligungsstrategie zwischen strategischen und projektbezogenen Beteiligungen. Die wesentliche Größe stellen hierbei die Beteiligungen im genossenschaftlichen Finanzverbund (strategische Beteiligungen) dar. Diese Verbundbeteiligungen unterliegen einem vereinfachten Risikocontrolling im Sinne einer laufenden Überwachung. Insbesondere für die projektbezogenen Beteiligungen ist hingegen eine Weiterentwicklung eines einzelfallbezogenen Risikomeßsystems vorgesehen. Im Rahmen einer abgestuften Systematik entfalten die Beteiligungen der Bank hinsichtlich ihrer Risikostruktur eine unterschiedliche Relevanz für den Gesamtkonzern. Die Einbeziehung der Konzernunternehmen in das Risikomanagement erfolgt unter den Gesichtspunkten der Größe, des Geschäftsumfangs und der Komplexität der einzelnen Unternehmen und des gesamten Beteiligungsportfolios. Die laufende Überwachung des Beteiligungsrisikos wird durch den Bereich Strategische Unternehmenssteuerung sichergestellt, der die Geschäftsaktivitäten der Beteiligungsunternehmen im Sinne der Beteiligungsstrategie überwacht und koordiniert. Durch die Überlassung geeigneter Unterlagen zur Beurteilung der wirtschaftlichen Verhältnisse sowie durch die regelmäßige Einsicht in die Geschäftsgirokonten ist durch den Bereich Strategische Unternehmenssteuerung die jederzeitige Informationsversorgung der Konzernmutter sichergestellt. Zur frühzeitigen Erkennung und Steuerung von Geschäfts- und Risikoentwicklungen findet zudem ein permanenter Dialog zwischen den Gesellschaften und der Bank statt. Vorstand und Aufsichtsrat werden regelmäßig über die aktuelle wirtschaftliche Situation und die Entwicklung des Beteiligungsportfolios informiert. Im Sinne einer systematischen Beurteilung anhand von Planungswerten und Daten aus der laufenden betriebswirtschaftlichen Entwicklung kommt der VR FDL allein auf Grund der Relevanz der Geschäftsprozesse sowie der Anzahl der übertragenen Mitarbeiter eine besondere Bedeutung zu. In der VR FDL ist ein eigenständiges Prozess- und Unternehmenscontrolling implementiert, welches die hauptsächlich auf EDV-Anwendungen des genossenschaftlichen Finanzverbundes basierenden, standardisierten Prozesse sowie die Kompetenzordnung überwacht und regelmäßig weiterentwickelt. In einem ersten Schritt wurde durch die Mengenzählung und Messung von Durchlaufzeiten in den zuvor genannten Standardsystemen auf Ebene der VR FDL eine effiziente und zuverlässige Steuerung der Produktion ermöglicht. Die Unternehmenssteuerung der VR FDL wird durch die Mehrheitsgesellschafterin Berliner Volksbank eG (75,5 %) hinsichtlich der Methodenkonsistenz innerhalb des Konzerns überwacht. 4. Gesamtbeurteilung der Risikolage Die Risikostruktur des Kundenkreditportfolios konnte im Berichtsjahr abermals verbessert werden, sodass hier lediglich im erwarteten konjunkturbedingten Umfang zusätzliche Risikovorsorge gebildet werden musste und der Aufbau von Vorsorgereserven möglich war. Die Eigenanlagen der Bank haben trotz der konservativen Anlagestrategie in Teilen weiterhin unter den Wertveränderungen und der ausgeprägten Volatilität am Kapitalmarkt gelitten, wenngleich eine deutliche Werterholung im Jahresverlauf zu verzeichnen war. In der Folge wirken sich die aus Sicht der Bank vorübergehenden Wertminderungen noch negativ auf die Risikotragfähigkeit der Bank aus. Dennoch war die notwendige Risikotragfähigkeit stets gegeben. Die Instrumente, Systeme und Prozesse der Risikosteuerung und Risikoüberwachung wurden im Berichtsjahr weiter ausgebaut. F. PrognoseberichtDie Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise sind aufgrund der regionalen Besonderheiten der Wirtschaftsstrukturen in den Bundesländern Deutschlands unterschiedlich. Durch einen sehr hohen Anteil der Dienstleistungsbereiche war die Region Berlin-Brandenburg weniger stark betroffen als Industriestandorte. Dem allgemeinen Rückgang der Wirtschaftsleistung konnte sich die Region aber nicht entziehen. Seit Jahresmitte 2009 deutete sich eine - wenn auch teilweise nur leichte - Erholung des wirtschaftlichen Umfeldes an. Wirtschaftsinstitutionen und Politik rechnen in 2010 mit einem gesamtwirtschaftlichen moderaten Wachstum in Deutschland. Trotz der erfreulichen Aufwärtskorrektur der Wirtschaftsprognosen ist davon auszugehen, dass sich Unternehmensinsolvenzen und Arbeitslosigkeit, wenn auch deutlich weniger stark als noch Anfang des Jahres 2009 erwartet, in den nächsten Jahren erhöhen werden. Die Entwicklung des Finanzgewerbes wird voraussichtlich von einem weiterhin anhaltenden Verdrängungswettbewerb sowie gleichzeitiger Konsolidierung geprägt sein. Die regulatorische Entwicklung stellt die Banken vor zusätzliche Herausforderungen. Ein Ende dieser Entwicklung und die Konsequenzen für die Geschäftsmodelle der Banken sind zum heutigen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Die Finanzmärkte haben sich in den letzten Monaten weiter normalisiert, so dass sich die Bewertungen in vielen Anlageklassen verbessert haben. Für 2010 gehen wir von einer weiteren moderaten Erholung aus. Dies sollte sich auch auf das Vertrauen und die Nachfrage der Kunden positiv auswirken. Im Kundengeschäft sehen wir für die nähere Zukunft Herausforderungen, aber auch Chancen. Wir erwarten in den nächsten Jahren einen unverändert anhaltenden harten Wettbewerb. Die Chancen für unser Haus sind insbesondere dadurch geprägt, dass wir Teil des genossenschaftlichen Finanzverbundes sind und uns in den vergangenen Jahren ein besonderes Vertrauen bei den Kunden erarbeitet haben. Ein Zeichen dafür ist die Stabilität des genossenschaftlichen Sektors, zu dem wir als große Primärgenossenschaft beigetragen haben. Im Rahmen der Finanzmarktkrise ist der genossenschaftliche Bereich der Sektor, der keine direkte staatliche Hilfe in Anspruch nehmen musste und seinen Kunden einen umfassenden Bankenschutz gewährt. Mit der bereits eingeleiteten Weiterentwicklung unserer vertrieblichen Ausrichtung als Qualitätsbank sehen wir uns gut gerüstet, uns vom Wettbewerb zu differenzieren. So belegte die Bank zum Beispiel bei einem Test des Deutschen Instituts für Servicequalität (DISQ) im Auftrag der Zeitschrift Focus Money im Herbst 2009 Rang zwei von 40 Regionalbanken. Ausschlaggebend war neben den attraktiven Konditionen das bemerkenswerte Abschneiden beim Service. Bei dem Baufinanzierungstest des DISQ im Auftrag des Nachrichtensenders n-tv im dritten Quartal 2009 belegte die Berliner Volksbank eG aufgrund der sehr guten Service-, Beratungs- und Kommunikationsqualität mit deutlichem Abstand den ersten Platz. Durch die in 2009 ausgelagerten Tätigkeiten haben wir unsere Flexibilität erhöht, um in den nächsten Jahren die Kundenbedürfnisse noch besser zu erfüllen. Die Tochtergesellschaften ergänzen die Ausrichtung der Berliner Volksbank eG als Qualitätsbank im Geschäft mit Privat- und Firmenkunden. Neben der bereits erwähnten VR FDL unterstreichen zum Beispiel die Berliner Volksbank Immobilien GmbH mit dem Geschäftszweck der Vermittlung von Immobilien, Darlehen und Versicherungen sowie die KLG Köpenicker Liegenschafts GmbH zum Zwecke qualitativ hochwertiger und fachkundiger Immobiliengutachten sowie der baubegleitenden Qualitätsüberwachung eigener Immobilienfinanzierungen die vertriebliche Ausrichtung sowie den Qualitätsanspruch der Berliner Volksbank eG. Die regionale Verankerung in Berlin und Brandenburg ist die Grundlage für die Bank, sich als solider Partner vor Ort um die privaten und gewerblichen Geldangelegenheiten professionell kümmern zu dürfen. Dem gegenüber sind die Risiken der künftigen Entwicklung dadurch geprägt, dass die konjunkturelle Erholung keine selbsttragende Dynamik entwickeln wird. Sofern die moderate realwirtschaftliche Erholung anhält, werden die potenziellen Belastungen im Kreditgeschäft in 2010 ihren Höhepunkt erreichen. Die Bank ist aufgrund der implementierten Frühwarnsysteme gut darauf vorbereitet. Wir werden auch in 2010 unsere Risikosteuerungs- und -controllingprozesse entsprechend den betriebswirtschaftlichen als auch aufsichtsrechtlichen Anforderungen weiterentwickeln. Trotz deutlicher Normalisierung der Finanzmärkte sind die Folgen der Krise nach wie vor spürbar. Daher werden wir unsere Strategie fortsetzen, den Risikogehalt unserer Eigenanlagen weiter zu verringern und an unseren Kreditstrukturen zu arbeiten. Zur Verbesserung der Risikotragfähigkeit der Bank streben wir weiterhin die Bildung von zusätzlichen Vorsorgereserven an. Im wettbewerblichen Umfeld sind unsere Herausforderungen unverändert die Verbesserung der Rentabilität. Dank der im Berichtsjahr umgesetzten Maßnahmen zur Kostenreduzierung haben wir einen erforderlichen Schritt getan, um dem Druck des Wettbewerbs begegnen zu können. Durch die Auslagerung unserer Servicetätigkeiten rund um die Themenbereiche Zahlungsverkehr, Kunde-/Kontoadministration, Kreditsachbearbeitung und Wertpapierabwicklung in die VR FDL konnten wir nahezu 400 Arbeitsplätze für die Region nicht nur erhalten, sondern auch zukunftsfähig ausrichten. Mit dem Erreichen der Mehrmandantenfähigkeit sehen wir die Chance, weitere Kunden für die VR FDL zu gewinnen und damit die Eigenständigkeit der Gesellschaft und ihres Geschäftsmodells im Verlauf der nächsten Jahre im Markt zu etablieren. Neben den nicht institutionalisierten Aktivitäten der Berliner Volksbank eG im sozialen, wirtschaftlichen, kulturellen und sportlichen Bereich - wie z.B. Sponsoring, zahlreichen Spenden oder dem Businessplan-Wettbewerb für Existenzgründer - unterstreicht das Kunstforum der Berliner Volksbank eG das kulturelle und gemeinnützige Engagement der Genossenschaftsbank im Raum Berlin-Brandenburg. Insgesamt werden die Aktivitäten der Bank auf eine langfristige Stabilisierung der Erträge, eine nachhaltige Senkung der Kosten sowie eine deutliche Adjustierung der Risikopositionen ausgerichtet sein. Ganz im Sinne unserer Eigentümer, Kunden, Geschäftspartner, Mitarbeiter sowie des Wirtschaftsraums Berlin-Brandenburg sehen wir uns hierbei auf einem erfolgreichen Weg und werden diesen auch in 2010 fortsetzen.
Berlin, 23. März 2010 Dr. Hatje Altenwerth Gerdsmeier Jung Mertke Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und Konzernabschluss des Konzerns Berliner Volksbank 200910787 BerlinBestandteile Jahres- und Konzernabschluss 1. Jahresbilanz der Berliner Volksbank eG (Formblatt 1) 2. Gewinn- und Verlustrechnung der Berliner Volksbank eG (Formblatt 3 - Staffelform) 3. Konzernbilanz (Formblatt 1) 4. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (Formblatt 3 - Staffelform) 5. Anhang und Konzernanhang 6. Eigenkapitalspiegel 7. Kapitalflussrechnung 1. Jahresbilanz zum 31. Dezember 2009Aktivseite
2.
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
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| € | € | € | € |
Vorjahr
T€ |
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| 1. Zinserträge aus | |||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 321.665.083,58 | 366.968 | |||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 15.429.857,74 | 337.094.941,32 | 4.917 | ||
| 2. Zinsaufwendungen | 155.233.198,63 | 181.861.742,69 | 276.727 | ||
| 3. Laufende Erträge aus | |||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 30.955.864,79 | 112.616 | |||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 383.640,62 | 2.217 | |||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 1.300.000,00 | 32.639.505,41 | 3.200 | ||
| 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 570.379,86 | 735 | |||
| 5. Provisionserträge | 102.834.990,92 | 96.276 | |||
| 6. Provisionsaufwendungen | 10.694.943,80 | 92.140.047,12 | 12.924 | ||
| 7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften | 42.626,23 | 46 | |||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 23.978.763,29 | 17.779 | |||
| 9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil | -- | -- | |||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | |||||
| a) Personalaufwand | |||||
| aa) Löhne und Gehälter | 115.745.690,32 | 124.249 | |||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 34.993.226,96 | 150.738.917,28 | 29.139 | ||
| darunter: für Altersversorgung | 15.450.085,44 | (7.681) | |||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 99.096.266,80 | 249.835.184,08 | 87.871 | ||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 11.741.928,03 | 14.261 | |||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 21.095.195,38 | 8.510 | |||
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 25.314.962,50 | 28.041 | |||
| 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | -- | -25.314.962,50 | -- | ||
| 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 12.920.374,15 | -- | |||
| 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | -- | -12.920.374,15 | 34.565 | ||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -- | -- | |||
| 18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil | -- | -- | |||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 10.325.420,46 | 57.597 | |||
| 20. Außerordentliche Erträge | -- | -- | |||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | -- | 45.275 | |||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | -- | -45.275 | |||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.296.472,86 | -632 | |||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 405.862,80 | -1.890.610,06 | 306 | ||
| 25. Jahresüberschuss | 12.216.030,52 | 12.648 | |||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 83.969,48 | 52 | |||
| 12.300.000,00 | 12.700 | ||||
| 27. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | |||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | -- | -- | |||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | -- | -- | -- | ||
| 12.300.000,00 | 12.700 | ||||
| 28. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | |||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | -- | -- | |||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | -- | -- | -- | ||
| 29. Bilanzgewinn | 12.300.000,00 | 12.700 |
3. Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009
Aktivseite
| € | € | € |
Geschäftsjahr
€ |
Vorjahr BVB
T€ |
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| 1. Barreserve | |||||
| a) Kassenbestand | 129.312.471,95 | 144.573 | |||
| b) Guthaben bei Zentralnotenbanken | 148.857.669,47 | 182.972 | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank | 148.857.669,47 | (182.972) | |||
| c) Guthaben bei Postgiroämtern | -- | 278.170.141,42 | -- | ||
| 2. Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind | |||||
| a) Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen sowie ähnliche Schuldtitel öffentlicher Stellen | -- | -- | |||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | -- | (--) | |||
| b) Wechsel | -- | -- | -- | ||
| darunter: bei der Deutschen Bundesbank refinanzierbar | -- | (--) | |||
| 3. Forderungen an Kreditinstitute | |||||
| a) täglich fällig | 275.989.938,89 | 556.909 | |||
| b) andere Forderungen | 123.603.418,79 | 399.593.357,68 | 621.003 | ||
| 4. Forderungen an Kunden darunter: durch Grundpfand- rechte gesichert 1.958.072.297,30 | 5.504.592.169,09 | 5.287.659 (1.611.980) | |||
| darunter: Kommunalkredite | 209.849.782,06 | (215.115) | |||
| 5. Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere | |||||
| a) Geldmarktpapiere | |||||
| aa) von öffentlichen Emittenten | -- | -- | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | -- | (--) | |||
| ab) von anderen Emittenten | -- | -- | -- | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | -- | (--) | |||
| b) Anleihen und Schuldverschreibungen | |||||
| ba) von öffentlichen Emittenten | 617.310.068,49 | (--) | |||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 617.310.068,49 | (--) | |||
| bb) von anderen Emittenten | 235.559.135,92 | 852.869.204,41 | 148.415 | ||
| darunter: beleihbar bei der Deutschen Bundesbank | 224.248.702,39 | (144.980) | |||
| c) Eigene Schuldverschreibungen | 17.943.984,47 | 870.813.188,88 | 7.465 | ||
| Nennbetrag | 17.932.200,00 | (7.510) | |||
| 6. Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere | 2.539.983.292,99 | 2.391.968 | |||
| 7. Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | |||||
| a) Beteiligungen | 74.950.356,81 | 73.615 | |||
| darunter: an Kreditinstituten | 62.672.045,96 | (60.332) | |||
| darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten | -- | (--) | |||
| b) Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 79.758,86 | 75.030.115,67 | 80 | ||
| darunter: bei Kreditgenossenschaften | 350,00 | (0) | |||
| darunter: bei Finanzdienstleistungsinstituten | -- | (--) | |||
| 8. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.954.750,00 | 31.666 | |||
| darunter: an Kreditinstituten | -- | (--) | |||
| darunter: an Finanzdienstleistungsinstituten | -- | (--) | |||
| 9. Treuhandvermögen | 4.586.311,48 | 4.718 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 4.542.191,93 | (4.718) | |||
| 10. Ausgleichsforderungen gegen die öffentliche Hand einschließlich Schuldverschreibungen aus deren Umtausch | -- | -- | |||
| 11. Immaterielle Anlagewerte | 1.381.024,30 | 1.693 | |||
| 12. Sachanlagen | 174.950.547,36 | 120.504 | |||
| 13. Sonstige Vermögensgegenstände | 33.156.793,58 | 35.086 | |||
| 14. Rechnungsabgrenzungsposten | 4.170.483,56 | 4.908 | |||
| 15. Aktive latente Steuern | 1.208.052,26 | -- | |||
| Summe der Aktiva | 9.890.590.228,27 | 9.613.234 | |||
| Passivseite | |||||
| € | € | € |
Geschäftsjahr
€ |
Vorjahr BVB
T€ |
|
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | |||||
| a) täglich fällig | 4.481.648,10 | 6.942 | |||
| b) mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist | 1.161.132.423,57 | 1.165.614.071,67 | 1.476.132 | ||
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber Kunden | |||||
| a) Spareinlagen | |||||
| aa) mit vereinb. Kündigungsfrist von drei Monaten | 1.213.930.018,10 | 1.283.181 | |||
| ab) mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten | 12.637.362,52 | 1.226.567.380,62 | 11.168 | ||
| b) andere Verbindlichkeiten | |||||
| ba) täglich fällig | 6.299.842.729,01 | 4.771.078 | |||
| bb) mit vereinb. Laufzeit od. Kündigungsfrist | 215.904.355,86 | 6.515.747.084,87 | 7.742.314.465,49 | 887.459 | |
| 3. Verbriefte Verbindlichkeiten | |||||
| a) begebene Schuldverschreibungen | 246.108.341,29 | 360.610 | |||
| b) andere verbriefte Verbindlichkeiten | -- | 246.108.341,29 | -- | ||
| darunter: Geldmarktpapiere | -- | (--) | |||
| darunter: eigene Akzepte und Solawechsel im Umlauf | -- | (--) | |||
| 4. Treuhandverbindlichkeiten | 4.586.311,48 | 4.718 | |||
| darunter: Treuhandkredite | 4.542.191,93 | (4.718) | |||
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 22.579.057,58 | 42.309 | |||
| 6. Rechnungsabgrenzungsposten | 21.357.659,81 | 27.432 | |||
| 7. Rückstellungen | |||||
| a) Rückstellungen für Pensionen u. ähnliche Verpflichtungen | 58.123.890,00 | 58.435 | |||
| b) Steuerrückstellungen | 473.900,07 | 5.182 | |||
| c) andere Rückstellungen | 100.132.586,27 | 104.256 | |||
| d) Rückstellungen für latente Steuern | 1.527.841,30 | 160.258.217,64 | -- | ||
| 8. Sonderposten mit Rücklageanteil | -- | -- | |||
| 9. Nachrangige Verbindlichkeiten | -- | 35.322 | |||
| 10. Genussrechtskapital | -- | 7.721 | |||
| darunter: vor Ablauf von zwei Jahren fällig | -- | (7.721) | |||
| 11. Sonderposten aus der Währungsumrechnung | 2.885.223,23 | 4.954 | |||
| 12. Eigenkapital | |||||
| a) gezeichnetes Kapital | 248.793.792,00 | 252.855 | |||
| b) Kapitalrücklage | -- | -- | |||
| c) Ergebnisrücklagen | |||||
| ca) gesetzliche Rücklage | 148.437.083,21 | 147.167 | |||
| cb) andere Ergebnisrücklagen | 115.108.026,19 | 263.545.109,40 | 113.613 | ||
| d) Bilanzgewinn | 12.300.000,00 | 12.700 | |||
| e) Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter | 247.978,68 | 524.886.880,08 | -- | ||
| Summe der Passiva | 9.890.590.228,27 | 9.613.234 | |||
| 1. Eventualverbindlichkeiten | |||||
| a) Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen abgerechneten Wechseln | -- | -- | |||
| b) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen | 140.120.495,67 | 157.615 | |||
| c) Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten | -- | 140.120.495,67 | -- | ||
| 2. Andere Verpflichtungen | |||||
| a) Rücknahmeverpflichtungen aus unechten Pensionsgeschäften | -- | -- | |||
| b) Platzierungs- u. Übernahmeverpflichtungen | -- | -- | |||
| c) Unwiderrufliche Kreditzusagen | 479.351.680,94 | 479.351.680,94 | 475.702 | ||
| darunter: Lieferverpflichtungen aus zinsbezogenen Termingeschäften | -- | (--) |
4.
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009
| € | € | € | € |
Vorjahr BVB
T€ |
||
| 1. Zinserträge aus | ||||||
| a) Kredit- und Geldmarktgeschäften | 320.212.840,94 | 366.968 | ||||
| b) festverzinslichen Wertpapieren und Schuldbuchforderungen | 15.429.857,74 | 335.642.698,68 | 4.917 | |||
| 2. Zinsaufwendungen | 155.294.559,50 | 180.348.139,18 | 276.727 | |||
| 3. Laufende Erträge aus | ||||||
| a) Aktien und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren | 30.955.864,79 | 112.616 | ||||
| b) Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften | 383.640,62 | 2.217 | ||||
| c) Anteilen an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 31.339.505,41 | 3.200 | |||
| 4. Erträge aus Gewinngemeinschaften, Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsverträgen | 0,00 | 735 | ||||
| 5. Provisionserträge | 104.025.987,19 | 96.276 | ||||
| 6. Provisionsaufwendungen | 10.943.071,84 | 93.082.915,35 | 12.924 | |||
| 7. Nettoertrag aus Finanzgeschäften | 42.626,23 | 46 | ||||
| 8. Sonstige betriebliche Erträge | 25.563.668,45 | 17.779 | ||||
| 9. Erträge aus der Auflösung von Sonderposten mit Rücklageanteil | -- | -- | ||||
| 10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | ||||||
| a) Personalaufwand | ||||||
| aa) Löhne und Gehälter | 125.973.558,55 | 124.249 | ||||
| ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 37.186.137,65 | 163.159.696,20 | 29.139 | |||
| darunter: für Altersversorgung 15.450.767,68 | (7.681) | |||||
| b) andere Verwaltungsaufwendungen | 82.235.424,43 | 245.395.120,63 | 87.871 | |||
| 11. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen | 13.542.347,88 | 14.261 | ||||
| 12. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 22.355.353,24 | 8.510 | ||||
| 13. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen und bestimmte Wertpapiere sowie Zuführungen zu Rückstellungen im Kreditgeschäft | 25.314.962,50 | 28.041 | ||||
| 14. Erträge aus Zuschreibungen zu Forderungen und bestimmten Wertpapieren sowie aus der Auflösung von Rückstellungen im Kreditgeschäft | -- | -25.314.962,50 | -- | |||
| 15. Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere | 12.910.149,31 | -- | ||||
| 16. Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenen Unternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren | -- | -12.910.149,31 | 34.565 | |||
| 17. Aufwendungen aus Verlustübernahme | -- | -- | ||||
| 18. Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil | -- | -- | ||||
| 19. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | 10.858.921,06 | 57.597 | ||||
| 20. Außerordentliche Erträge | -- | -- | ||||
| 21. Außerordentliche Aufwendungen | -- | 45.275 | ||||
| 22. Außerordentliches Ergebnis | -- | -45.275 | ||||
| 23. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -2.074.369,28 | -632 | ||||
| 24. Sonstige Steuern, soweit nicht unter Posten 12 ausgewiesen | 630.599,66 | -1.443.769,62 | 306 | |||
| 25. Konzernjahresüberschuss | 12.302.690,68 | 12.648 | ||||
| 26. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr der Berliner Volksbank eG | 83.969,48 | 52 | ||||
| 27. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter am Jahresüberschuss | -2.978,68 | -- | ||||
| 12.383.681,48 | 12.700 | |||||
| 28. Entnahmen aus Ergebnisrücklagen | ||||||
| a) aus der gesetzlichen Rücklage | -- | -- | ||||
| b) aus anderen Ergebnisrücklagen | -- | -- | -- | |||
| 12.383.681,48 | 12.700 | |||||
| 29. Einstellungen in Ergebnisrücklagen | ||||||
| a) in die gesetzliche Rücklage | -- | -- | ||||
| b) in andere Ergebnisrücklagen | 83.681,48 | 83.681,48 | -- | |||
| 30. Bilanzgewinn | 12.300.000,00 | 12.700 | ||||
5. Anhang und Konzernanhang
A. Allgemeine Angaben
Die Berliner Volksbank eG ist eine Genossenschaftsbank mit Sitz in Berlin, Deutschland.
Für das Geschäftsjahr 2009 erfolgte erstmalig die Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines zusammengefassten Anhangs der Berliner Volksbank eG mit dem Konzern Berliner Volksbank.
Der Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und der Konzernabschluss wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB a.F.) in Verbindung mit der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt. Die bereits im Jahres- und Konzernabschluss für 2009 anzuwendenden Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurden berücksichtigt. Darüber hinaus wurde bei der Aufstellung des Konzernabschlusses den Grundsätzen ordnungsmäßiger Konzernrechnungslegung des Deutschen Standardisierungsrats gefolgt, soweit daraus keine gesetzlichen Wahlrechte eingeschränkt wurden.
In der Gliederung der Bilanz der Berliner Volksbank eG ergaben sich keine Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. In der Gewinn- und Verlustrechnung der Bank sind folgende Posten wegen der Auslagerung von Tätigkeiten auf Tochtergesellschaften mit dem Vorjahr nur eingeschränkt vergleichbar:
| • |
5. Provisionserträge |
| • |
6. Provisionsaufwendungen |
| • |
8. Sonstige betriebliche Erträge |
| • |
10. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen sowie die Unterposten a) Personalaufwand und b) andere Verwaltungsaufwendungen. |
B. Konsolidierungskreis und Konsolidierungsgrundsätze im Konzernabschluss
Neben dem Mutterunternehmen Berliner Volksbank eG wurden insgesamt 13 verbundene Unternehmen in den erstmals zum 31. Dezember 2009 aufgestellten Konzernabschluss auf Basis der Vollkonsolidierung einbezogen. Alle verbundenen Unternehmen haben ihren Sitz im Inland. Drei Tochterunternehmen und zwei weitere assoziierte Unternehmen mit untergeordneter Bedeutung für den Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurden gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht konsolidiert bzw. gem. § 311 Abs. 2 HGB nicht nach der Equity-Methode einbezogen. Die Nichteinbeziehung erfolgte, da das durchschnittliche Jahresergebnis und die durchschnittliche Bilanzsumme (Tochterunternehmen) bzw. das durchschnittliche Eigenkapital (assoziierte Unternehmen) innerhalb der definierten Wesentlichkeitsgrenzen lagen. Sie wurden als Anteile an verbundenen Unternehmen oder Beteiligungen unter den Finanzanlagen bilanziert. Eine Übersicht über die zum 31. Dezember 2009 unmittelbar bzw. mittelbar im Besitz der Berliner Volksbank eG befindlichen Kapitalanteile an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen ist in Kapitel F Sonstige Angaben enthalten.
Bis zum Geschäftsjahr 2008 hat die Berliner Volksbank eG keinen Konzernabschluss aufgestellt, da die einzubeziehenden Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen jeweils einzeln und insgesamt nach § 296 Abs. 2 HGB bzw. nach § 311 Abs. 2 HGB von untergeordneter Bedeutung waren.
Da der Konzernabschluss erstmalig zum 31. Dezember 2009 aufgestellt wurde, sind in der Konzernbilanz und der Konzern - Gewinn- und Verlustrechnung die Vorjahresbeträge der Konzernmutter, Berliner Volksbank eG, angegeben.
Abschlussstichtag des Konzerns und aller einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember 2009. Die Jahresabschlüsse der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden für Zwecke der Konsolidierung einheitlich auf die für die Berliner Volksbank eG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden übergeleitet. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden konsolidiert. Soweit nicht § 304 Abs. 2 HGB zur Anwendung kommt, wurden eventuell auftretende Zwischengewinne eliminiert.
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Buchwertmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB. Grundlage der Kapitalkonsolidierung bildeten gem. § 301 Abs. 2 Satz 1 HGB die Wertansätze der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss am 1. Januar 2009. Im Falle zukünftiger Zugänge von Tochterunternehmen wird die Kapitalkonsolidierung auf Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile oder der Gründung des Tochterunternehmens vorgenommen.
Ein nach Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten verbleibender aktiver Unterschiedsbetrag wird in der Konzernbilanz als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und unter dem Posten Immaterielle Anlagewerte ausgewiesen.
Ein nach Aufdeckung der stillen Reserven und Lasten verbleibender passiver Unterschiedsbetrag wird aufgrund seines Eigenkapitalcharakters in der Konzernbilanz in den anderen Ergebnisrücklagen ausgewiesen.
Entsprechend dem Deutschen Rechnungslegungs Standard (DRS) 10.16 wurden latente Steuern auf sämtliche entstandene zeitliche Differenzen gebildet. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden unternehmensindividuelle Steuersätze zu Grunde gelegt.
In dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter sind die nicht der Berliner Volksbank eG gehörenden Anteile an einem voll konsolidierten Unternehmen gesondert ausgewiesen.
C. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den Grundlagen für die Umrechnung in Euro
Bei Aufstellung der (Konzern-) Bilanz und der (Konzern-) Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden angewandt:
Die Barreserve, Forderungen an Kunden und Banken, andere Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert, Körperschaftsteuerguthaben mit dem Barwert angesetzt. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt bzw. bestehen Garantien der Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. (BVR), Bonn. Für eine verlustfreie Bewertung der zinslos und fällig gestellten Kundenforderungen wurde auf Basis einer Portfoliobetrachtung eine Abzinsung der Sicherheitenwerte mit dem durchschnittlichen Refinanzierungssatz dieser Forderungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch Abzug einer angemessenen Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen worden. Im Berechnungsschema wurden die Sondereinflüsse der Jahre 2006 und 2007 weiterhin geglättet.
Disagio- und Agiobeträge wurden als Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und werden zinsanteilig aufgelöst. Von Kunden angekaufte Wechsel wurden mit ihrem Barwert angesetzt.
Die wie Umlaufvermögen behandelten Wertpapiere sowie Wertpapiere des Anlagevermögens im Posten Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsen- oder Marktpreis bilanziert (strenges Niederstwertprinzip).
Wertpapiere des Anlagevermögens im Posten Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden, soweit es sich um Spezialfonds handelt, die bereits zum 31. Dezember 2008 im Bestand befindlich waren, nur bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auf ihren niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben (gemildertes Niederstwertprinzip). Bei diesen Spezialfondsanteilen erfolgte auf Basis der Durchschaumethode eine Beurteilung, ob die in den Spezialfonds gehaltenen Vermögensgegenstände einer dauernden Wertminderung unterliegen. Der Spezialfonds, der nach dem 31. Dezember 2008 aufgelegt wurde, sowie sonstige Bestände des Postens Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertet.
Wertpapiere, die der Absicherung von Verbindlichkeiten im Rahmen einer Mikrohedgebeziehung dienen, bilden eine Bewertungseinheit.
Die Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens und der Immateriellen Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten und soweit abnutzbar abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen gemäß der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Immateriellen Anlagewerte mit begrenzter Nutzungsdauer (System- und Anwendungssoftware) werden über drei Jahre abgeschrieben. Der im Konzernabschluss ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig linear über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter wurden gemäß § 6 Abs. 2 und 2a EStG bilanziert.
Dem Wertaufholungsgebot nach § 280 Abs. 1 HGB ist Rechnung getragen worden.
Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich zum jeweiligen Rückzahlungsbetrag passiviert. Zerobonds und Körperschaftsteuerverbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag mit dem Zeitwert bilanziert.
Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen sind unter Anwendung der Richttafeln 2005 G der Heubeck - Richttafeln - GmbH, Köln (unter Berücksichtigung der Anpassung 2009) mit dem nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Teilwert und analog dem Vorjahr unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 5,3 Prozent bemessen.
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste sowie Steuern wurden in angemessener Höhe gebildet.
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus dem Fondsbereich, aus bestimmten Rechtsstreitigkeiten und Schadensersatzansprüchen aus Fondsfinanzierungen aus dem Geschäftsjahr 2000 und früher sowie drohende Verluste aus Mietverträgen sind nicht gebildet worden, soweit diese Risiken von der Sicherungseinrichtung des BVR abgeschirmt sind.
Termingeschäfte wurden, soweit es sich um offene Geschäfte handelt, mit dem Marktwert bewertet. Dienen derivative Finanzinstrumente (Swap-, Termin-, Optionsgeschäfte) der Absicherung bilanzieller und außerbilanzieller Posten, wird die sich aus Grund- und Sicherungsgeschäft ergebende Bewertungseinheit bewertet. Bei Zinsbegrenzungsvereinbarungen wird die gezahlte Prämie über die Laufzeit abgegrenzt. Für Geschäfte zur Reduzierung des allgemeinen Zinsänderungsrisikos wurde keine Marktbewertung vorgenommen.
Die Marktwerte für Zinsswaps wurden anhand der aktuellen Zinsstrukturkurve am Bilanzstichtag nach der Barwertmethode berechnet. Hierbei wurden die Zahlungsströme (Cash-flows) mit dem laufzeitadäquaten Marktzins diskontiert. Zur Bewertung der Zinsfutures wurden aktuelle Börsenkurse herangezogen. Für die Wertermittlung von Optionen werden Optionspreismodelle eingesetzt. Deren Einsatz erfolgt auf der Basis der allgemein anerkannten grundlegenden Annahmen. Danach bestimmt sich der Wert einer Option insbesondere nach dem Wert des zu Grunde liegenden Basisobjektes und dessen Volatilität, dem vereinbarten Basispreis, Basiszinssatz oder Basisindex, dem risikolosen fristenadäquaten Zinssatz sowie der Restlaufzeit des Kontraktes.
Fremdwährungsposten wurden entsprechend § 340h HGB in Euro umgerechnet. Dabei wurden die Sorten zum Geldkurs und auf Fremdwährung lautende Vermögenswerte und Schulden mit dem Kassamittelkurs der Europäischen Zentralbank bewertet. Devisentermingeschäfte wurden zum Stichtagsterminkurs bewertet.
Für sämtliche Währungspositionen ist das Kriterium der besonderen Deckung gemäß § 340h Abs. 2 HGB definiert worden, sofern sie zur Sicherung der auf Fremdwährung lautenden bilanziellen Vermögensgegenstände und Schulden dienen. Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung sind gemäß § 340h Abs. 2 HGB behandelt worden.
D. Entwicklung des Anlagevermögens 2009
Anlagevermögen der Berliner Volksbank eG
| Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
Immaterielle Anlagewerte
T€ |
Grundstücke und Gebäude
T€ |
Betriebs- und Geschäftsausstattung
T€ |
| Buchwerte zum 31.12.2008 | 1.693 | 103.814 | 16.690 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 16.880 | 170.808 | 75.081 |
| Zugänge | 511 | 651 | 4.628 |
| Umbuchungen (+/-) | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 1.796 | 2.498 | 4.846 |
| Abschreibungen kumuliert | 14.562 | 70.850 | 59.293 |
| Buchwerte zum 31.12.2009 | 1.033 | 98.111 | 15.570 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 1.154 | 5.035 | 5.553 |
| Zuschreibungen Geschäftsjahr | 0 | 0 | 22 |
| Finanzanlagen |
Wertpapiere des Anlagevermögens
T€ |
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei
Genossenschaften
T€ |
Anteile an verbundenen Unternehmen
T€ |
| Buchwerte zum 31.12.2008 | 2.391.644 | 73.695 | 31.666 |
| Anschaffungskosten | 2.394.963 | 89.882 | 79.693 |
| Veränderungen saldiert | 92.964 | ||
| Buchwerte zum 31.12.2009 | 2.550.551 | 75.030 | 31.921 |
In den Veränderungen saldiert sind Umwidmungen vom Handelsbestand in den Anlagebestand in Höhe von insgesamt 836 T€ enthalten.
Anlagevermögen des Konzerns Berliner Volksbank
| Immaterielle Anlagewerte | ||||
| Immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen |
Gesamtwert Immaterielle Anlagewerte
T€ |
davon: Geschäfts- oder Firmenwert
T€ |
Grundstücke und Gebäude
T€ |
Betriebs- und Geschäftsausstattung
T€ |
| Buchwerte zum 31.12.2008 | 1.693 | 0 | 103.814 | 16.690 |
| (Jahresabschluss Berliner Volksbank eG) | ||||
| Abschreibungen kumuliert 31.12.2008 | 15.187 | 0 | 66.994 | 58.391 |
| Erstkonsolidierung (Anschaffungs- und Herstellungskosten) | 423 | 401 | 89.791 | 164 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten | 17.303 | 401 | 260.599 | 75.245 |
| Konzern Berliner Volksbank 01.01.2009 | ||||
| Zugänge | 540 | 0 | 651 | 4.706 |
| Umbuchungen (+/-) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 1.798 | 0 | 3.543 | 4.846 |
| Abschreibungen kumuliert | 14.664 | 80 | 98.401 | 59.461 |
| Buchwerte zum 31.12.2009 | 1.381 | 321 | 159.306 | 15.644 |
| Abschreibungen Geschäftsjahr | 1.236 | 80 | 6.738 | 5.569 |
| Zuschreibungen Geschäftsjahr | 0 | 0 | 0 | 22 |
| Finanzanlagen |
Wertpapiere des Anlagevermögens
T€ |
Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei
Genossenschaften
T€ |
Anteile an verbundenen Unternehmen
T€ |
| Buchwerte zum 31.12.2008 | 2.391.644 | 73.695 | 31.666 |
| (Jahresabschluss Berliner Volksbank eG) | |||
| Überleitung zu den Anschaffungskosten | 3.319 | 16.187 | 48.027 |
| Erstkonsolidierung | 0 | 0 | -76.738 |
| Anschaffungskosten | 2.394.963 | 89.882 | 2.955 |
| Konzern Berliner Volksbank 01.01.2009 | |||
| Veränderungen saldiert | 140.736 | ||
| Buchwerte zum 31.12.2009 | 2.550.551 | 75.030 | 2.955 |
E. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung
I. Bilanz
In den Forderungen an Kreditinstitute (A 3) sind im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss in Höhe von 152.591 T€ Forderungen an die zuständige genossenschaftliche Zentralbank enthalten.
Die in der (Konzern-)Bilanz ausgewiesenen Forderungen haben folgende Restlaufzeiten:
| Berliner Volksbank eG |
bis 3 Monate
T€ |
über 3 Monate bis 1 Jahr
T€ |
über 1 Jahr bis 5 Jahre
T€ |
über 5 Jahre
T€ |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 115.323 | 299 | 2.786 | 5.195 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 307.719 | 374.507 | 1.762.155 | 2.730.325 |
| Konzern Berliner Volksbank |
bis 3 Monate
T€ |
über 3 Monate bis 1 Jahr
T€ |
über 1 Jahr bis 5 Jahre
T€ |
über 5 Jahre
T€ |
| Andere Forderungen an Kreditinstitute (A 3b) (ohne Bausparguthaben) | 115.323 | 299 | 2.786 | 5.195 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 305.113 | 373.607 | 1.747.205 | 2.717.925 |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden der jeweils kürzesten Restlaufzeit zugeordnet.
In den Forderungen an Kunden (A 4) sind im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss 360.742 T€ Forderungen mit unbestimmter Laufzeit enthalten.
Von den in der (Konzern-) Bilanz ausgewiesenen Schuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren (A 5) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Geschäftsjahr 638.742 T€ fällig.
In den Forderungen sind folgende Beträge enthalten, die auch Forderungen an verbundene Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
| Forderungen an verbundene Unternehmen | Forderungen an Beteiligungsunternehmen | |||
| Berliner Volksbank eG |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | -- | -- | 153.097 | 860.941 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 30.859 | 29.899 | 10.839 | 15.793 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | -- | -- | 134.593 | 15.082 |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | Forderungen an Beteiligungsunternehmen | |||
| Konzern Berliner Volksbank |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | -- | -- | 153.097 | 860.941 |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 4 | 29.899 | 10.839 | 15.793 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | -- | -- | 134.593 | 15.082 |
In folgenden Posten sind enthalten:
| davon | ||||
| Berliner Volksbank eG/ Konzern Berliner Volksbank |
börsenfähig
T€ |
börsennotiert
T€ |
nicht börsennotiert
T€ |
nicht mit dem Niederstwert bewertete
börsenfähige Wertpapiere
T€ |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 870.813 | 841.895 | 28.918 | -- |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 11 | 11 | 0 | -- |
| Beteiligungen und Geschäftsguthaben bei Genossenschaften (A 7) | 1 | -- | 1 | |
| Anteile an verbundenen Unternehmen (A 8) | -- | -- | -- | |
Zu den Finanzanlagen gehörende Finanzinstrumente, die über ihrem beizulegenden Zeitwert ausgewiesen werden, bestehen im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss in folgendem Umfang (§ 285 Satz 1 Nr. 19 HGB):
| • |
Spezialfonds mit einem Buchwert in Höhe von insgesamt 2.440 Mio. € haben einen niedrigeren beizulegenden Zeitwert von insgesamt 2.322 Mio. €. |
| • |
Bei der Bewertung der Spezialfonds erfolgte auf Basis der Durchschaumethode eine Beurteilung, ob die in den Spezialfonds gehaltenen Vermögensgegenstände einer dauernden Wertminderung unterliegen. Dabei wurden einzelne Wertpapiere mit dauernder Wertminderung anhand festgelegter Kriterien identifiziert und unter Annahme einer Rückflussquote bzw. mit ihrem Zeitwert bei der Bewertung der Fondsanteile berücksichtigt. Bei verzinslichen Wertpapieren innerhalb der Spezialfonds, bei denen keine Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vorlagen, wird von einer Rückzahlung zum Nennwert bei Fälligkeit ausgegangen. Hierbei handelt es sich zum überwiegenden Teil um Wertpapiere von Schuldnern mit guter bis sehr guter Bonität. Störungen der Zins- und Tilgungsleistungen sind bei diesen Wertpapieren nach derzeitiger Einschätzung nicht zu erwarten. Bei Aktien innerhalb der Spezialfonds, bei denen keine Anhaltspunkte für eine dauernde Wertminderung vorlagen, wird der Buchwert als mittelfristig marktgerechter Wert angenommen. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Beteiligungen an Unternehmen des genossenschaftlichen Finanzverbundes. Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden bei den Spezialfonds für marktpreisbezogene Wertänderungen der verzinslichen Wertpapiere berücksichtigt, sofern der Buchwert den aktuellen Anteilswert je Spezialfonds unter Berücksichtigung des Kurserholungspotenzials übersteigt. |
Angaben zu den im Besitz der Berliner Volksbank eG befindlichen Kapitalanteilen in Höhe von mindestens 20 Prozent an anderen Unternehmen sind in Kapitel F Sonstige Angaben dargestellt.
In den Bilanzposten Treuhandvermögen (A 9) und Treuhandverbindlichkeiten (P 4) sind folgende Gesamtbeträge enthalten:
|
Berliner Volksbank eG
T€ |
Konzern Berliner Volksbank
T€ |
|
| Treuhandvermögen | 4.542 | 4.586 |
| Forderungen an Kunden | 4.542 | 4.542 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | -- | 44 |
| Treuhandverbindlichkeiten | 4.542 | 4.586 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 4.542 | 4.542 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | -- | 44 |
In den Sachanlagen (A 12) sind folgende Gesamtbeträge enthalten:
|
Berliner Volksbank eG
T€ |
Konzern Berliner Volksbank
T€ |
|
| Im Rahmen der eigenen Tätigkeit genutzte Grundstücke und Bauten | 94.139 | 137.471 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 15.570 | 15.644 |
Im Posten Sonstige Vermögensgegenstände (A 13) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
|
Berliner Volksbank eG
T€ |
Konzern Berliner Volksbank
T€ |
|
| Forderungen an die Sicherungseinrichtung des BVR | 6.307 | 6.307 |
| Schecks und sonstige Einzugspapiere | 5.559 | 5.559 |
| Steuererstattungsansprüche | 5.392 | 5.450 |
In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten der Berliner Volksbank eG und des Konzerns Berliner Volksbank sind 450 T€ Disagiobeträge aus aufgenommenen Verbindlichkeiten (im Vorjahr 799 T€) enthalten. Soweit bei Kreditgewährungen der Nennbetrag der gewährten Kredite unter dem Auszahlungsbetrag lag, wurde der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten eingestellt. Der Unterschiedsbetrag belief sich am Bilanzstichtag im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss auf 927 T€ (im Vorjahr 120 T€).
Pensionsgeschäfte bestanden am Bilanzstichtag weder im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG noch im Konzernabschluss.
In folgenden Posten und Unterposten der Aktiva sind nachrangige Vermögensgegenstände enthalten:
| Berliner Volksbank eG/ Konzern Berliner Volksbank |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
| Forderungen an Kreditinstitute (A 3) | -- | -- |
| Forderungen an Kunden (A 4) | 7.958 | 4.894 |
| Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere (A 5) | 10.394 | 277 |
| Darunter: eigene Schuldverschreibungen | 0 | 260 |
| Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere (A 6) | 11 | 74 |
| Darunter: eigene Genussscheine | 0 | 64 |
Bei den nachrangigen Forderungen an Kunden (A 4) handelt es sich in vollem Umfang um haftungsfreigestellte Kredite.
In den Vermögensgegenständen des Jahresabschlusses der Berliner Volksbank eG und des Konzernabschlusses sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von 202.568 T€ vor Pauschalwertberichtigung (A 4) enthalten.
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) sind im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss Verbindlichkeiten gegenüber der zuständigen genossenschaftlichen Zentralbank in Höhe von 351.762 T€ enthalten.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:
| Berliner Volksbank eG |
bis 3 Monate
T€ |
über 3 Monate bis 1 Jahr
T€ |
über 1 Jahr bis 5 Jahre
T€ |
über 5 Jahre
T€ |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1 b) | 126.133 | 631.209 | 114.318 | 276.733 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) | 467 | 4.560 | 5.289 | 2.321 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) | 158.796 | 55.237 | 1.870 | 2 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten (P 3b) | -- | -- | -- | -- |
| Konzern Berliner Volksbank | bis 3 Monate
T€ |
über 3 Monate bis
1 Jahr
T€ |
über 1 Jahr bis 5
Jahre
T€ |
über 5 Jahre
T€ |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 1 b) | 126.266 | 631.599 | 117.727 | 285.540 |
| Spareinlagen mit vereinbarter Kündigungsfrist von mehr als drei Monaten (P 2ab) | 467 | 4.560 | 5.289 | 2.321 |
| Andere Verbindlichkeiten gegenüber Kunden mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist (P 2bb) | 158.796 | 55.237 | 1.870 | 2 |
| Andere verbriefte Verbindlichkeiten (P 3b) | -- | -- | -- | -- |
Anteilige Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden, wurden der jeweils kürzesten Restlaufzeit zugegliedert.
Von den von der Berliner Volksbank eG begebenen Schuldverschreibungen (P 3a) werden im auf den Bilanzstichtag folgenden Jahr 59.585 T€ fällig.
Im Posten Sonstige Verbindlichkeiten (P 5) sind folgende wesentliche Einzelbeträge enthalten:
|
Berliner Volksbank eG
T€ |
Konzern Berliner Volksbank
T€ |
|
| Verbindlichkeiten aus abzuführenden Steuern (ohne Lohn- und Kirchensteuer) | 8.129 | 8.137 |
| Verbindlichkeiten aus Beteiligungserwerb | 3.323 | 3.323 |
Im passiven Rechnungsabgrenzungsposten (P 6) des Jahresabschlusses der Berliner Volksbank eG und des Konzernabschlusses sind Disagiobeträge, die bei der Ausreichung von Forderungen in Abzug gebracht wurden, im Gesamtbetrag von 7.691 T€ (im Vorjahr 10.372 T€) enthalten.
Für die in Vorjahren entstandenen mittelbaren Verpflichtungen aus Pensionszusagen besteht im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss eine Rückstellung (P 7) in Höhe von 23.733 T€. Im Geschäftsjahr erfolgte keine weitere Zuführung. Unter Berücksichtigung der gebildeten Rückstellung sowie der in 2009 erfolgten direkten Zuwendungen (5.500 T€) wurden zulässigerweise für mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen und für ähnliche unmittelbare und mittelbare Verpflichtungen Zuführungen zu den Rückstellungen in Höhe von 7.154 T€ nicht vorgenommen.
Die in den anderen Rückstellungen im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss enthaltenen wesentlichen Einzelbeträge betreffen Vorruhestandsverpflichtungen (28.352 T€) und mögliche Schadensersatzansprüche (19.977 T€).
Im Geschäftsjahr 2009 fielen für Nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss Aufwendungen in Höhe von 1.801 T€ an. Die Position wurde im Geschäftsjahr 2009 vollständig und planmäßig zurückgezahlt.
In den nachstehenden Verbindlichkeiten sind folgende Beträge enthalten, die auch Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen oder Beteiligungsunternehmen sind:
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | |||
| Berliner Volksbank eG |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | -- | -- | 354.501 | 893.057 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) | 12.758 | 6.393 | 2.086 | 1.411 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) | -- | -- | -- | -- |
| Nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) | -- | -- | -- | -- |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen | |||
| Konzern Berliner Volksbank | Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
Geschäftsjahr
T€ |
Vorjahr
T€ |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (P 1) | -- | -- | 354.501 | 893.057 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (P 2) | 109 | 6.393 | 2.086 | 1.411 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten (P 3) | -- | -- | -- | -- |
| Nachrangige Verbindlichkeiten (P 9) | -- | -- | -- | -- |
In der (Konzern-) Bilanz sind Fremdwährungsschulden im Gegenwert von 25.923 T€ enthalten.
Die unter dem Posten Gezeichnetes Kapital (P 12a) im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss ausgewiesenen Geschäftsguthaben gliedern sich wie folgt:
| Geschäftsguthaben | T€ |
| a) der verbleibenden Mitglieder | 236.256 |
| b) der ausscheidenden Mitglieder | 10.719 |
| c) aus gekündigten Geschäftsanteilen | 1.819 |
Rückständige fällige Pflichteinzahlungen auf Geschäftsanteile bestehen in Höhe von 0,1 T€.
Die Ergebnisrücklagen (P 12c) haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
| Berliner Volksbank eG |
gesetzliche Rücklage
T€ |
andere Ergebnisrücklagen
T€ |
| Stand 1. Januar 2009 | 147.167 | 113.613 |
| Einstellungen: | ||
| • aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres | 1.270 | 1.270 |
| • aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres | -- | -- |
| Stand 31. Dezember 2009 | 148.437 | 114.883 |
| Konzern Berliner Volksbank | gesetzliche
Rücklage
T€ |
andere
Ergebnisrücklagen
T€ |
| Stand 31. Dezember 2008 (Berliner Volksbank eG) | 147.167 | 113.613 |
| Erstkonsolidierung | 0 | 141 |
| Stand 1. Januar 2009 (Konzern Berliner Volksbank) | 147.167 | 113.754 |
| Einstellungen: | ||
| • aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres | 1.270 | 1.270 |
| • aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres | -- | 84 |
| Stand 31. Dezember 2009 | 148.437 | 115.108 |
Die sich in der erstmaligen Kapitalkonsolidierung ergebenen passiven Unterschiedsbeträge resultieren aus thesaurierten Gewinnen von drei Tochterunternehmen (200 T€) und wurden den anderen Ergebnisrücklagen des Konzerns Berliner Volksbank zugeführt. Dieser Zuführung stehen 59 T€ aus der Schuldenkonsolidierung mindernd gegenüber, so dass die anderen Ergebnisrücklagen des Konzerns Berliner Volksbank zum 1. Januar 2009 insgesamt um 141 T€ höher als die im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG ausgewiesenen sind.
Zum Bilanzstichtag bestanden Termingeschäfte folgender Art:
| Berliner Volksbank eG/ Konzern Berliner Volksbank |
Nominalwert
T€ |
beizulegender Zeitwert
T€ |
| I. Termingeschäfte in fremden Währungen | ||
| 1. Devisentermingeschäfte und Devisenswaps | 158.395 | +2.194 |
| -2.423 | ||
| 2. Devisenoptionen | 423 | +6 |
| -5 | ||
| 3. Währungsswaps | 6.787 | +76 |
| -69 | ||
| II. Zinsbezogene Termingeschäfte | ||
| 1. Zinsswaps | 11.944.240 | +151.952 |
| -239.695 | ||
| 2. Zinswährungsswaps | 148.239 | +2.047 |
| -4.417 | ||
| 3. Forward Rate Agreements | -- | -- |
| 4. Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) | 115.535 | +159 |
| -161 | ||
| 5. Wertpapier-Termingeschäfte | -- | -- |
| 6. Swapoptionen | 0 | -- |
| 7. Zinsfutures | 25.000 | +129 |
| 8. Zinsoptionen | -- | -- |
| III. Termingeschäfte mit sonstigen Preisrisiken | ||
| 1. Optionen Terminbörsen | -- | -- |
| -- | ||
| 2. Futures Terminbörsen | -- | -- |
| 3. Wertpapier- Termingeschäfte | -- | -- |
| IV. Kreditderivate | ||
| Credit Default Swaps | 3.718 | -- |
| Buchwert | |||
| Berliner Volksbank eG/ Konzern Berliner Volksbank |
Sonstige Vermögensgegen- stände
T€ |
Sonstige Verbindlichkeiten
T€ |
Rückstellungen für drohende Verluste aus
schwebenden Geschäften
T€ |
| I. Termingeschäfte in fremden Währungen | |||
| 1. Devisentermingeschäfte und Devisenswaps | -- | -- | -- |
| 2. Devisenoptionen | -- | -- | -- |
| 3. Währungsswaps | -- | -- | -- |
| II. Zinsbezogene Termingeschäfte | |||
| 1. Zinsswaps | -- | -- | 74 |
| 2. Zinswährungsswaps | -- | -- | -- |
| 3. Forward Rate Agreements | -- | -- | -- |
| 4. Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) | 724 | 786 | -- |
| 5. Wertpapier-Termingeschäfte | -- | -- | -- |
| 6. Swapoptionen | -- | -- | -- |
| 7. Zinsfutures | -- | -- | 0 |
| 8. Zinsoptionen | -- | -- | -- |
| III. Termingeschäfte mit sonstigen Preisrisiken | |||
| 1. Optionen Terminbörsen | -- | -- | -- |
| 2. Futures Terminbörsen | -- | -- | -- |
| 3. Wertpapier- Termingeschäfte | -- | -- | -- |
| IV. Kreditderivate | |||
| Credit Default Swaps | -- | -- | -- |
| Berliner Volksbank eG/ Konzern Berliner Volksbank |
Nominalwert
T€ |
Buchwert
T€ |
beizulegender Zeitwert
T€ |
| Wertpapiere mit impliziten Credit Default Swaps (Credit Linked Notes) | -- | -- | -- |
zu I. Termingeschäfte in fremden Währungen
Devisentermingeschäfte und Devisenswaps entfallen, bezogen auf ihren Nominalwert zu ca. 21 Prozent auf geschlossene Geschäfte. Die übrigen Positionen dienen nahezu ausschließlich der Einzelabsicherung bzw. der Globalabsicherung gegen Wechselkursrisiken in den Fremdwährungsbeständen.
Währungsswaps und Devisenoptionen bestanden für Kundengeschäfte als Mikrohedge.
zu II. Zinsbezogene Termingeschäfte
Zinsswaps dienen überwiegend sowohl der Einzelabsicherung (nominal 1,1 Prozent) als auch der Globalabsicherung (nominal 98,3 Prozent) gegen Zinsänderungsrisiken aus Kundengeschäften und sonstigen Bilanzpositionen. Die Einzelabsicherung bezieht sich auf Kundenkredite und Swapgeschäfte mit Kunden. Bezogen auf den Nominalwert beträgt der Anteil der gesicherten Swaps 0,6 Prozent. Die Marktwertdifferenzen bei Derivaten resultieren aus der Bewertung von Swaps, die zur globalen Steuerung des Zinsänderungsrisikos (Makrohedge) abgeschlossen worden sind.
Zinswährungsswaps dienen bezogen auf ihren Nominalwert zu 70,0 Prozent der Einzelabsicherung. Der übrige Anteil in Höhe von 30,0 Prozent entfällt auf gesicherte Swaps. Um den wirtschaftlichen Gehalt des isoliert ausgewiesenen Bewertungsergebnisses beurteilen zu können, ist zu berücksichtigen, dass den negativen Marktwertdifferenzen aus Swaps in Höhe von 90,1 Mio. € positive Barwerte aus dem Kundengeschäft gegenüberstehen.
Die angegebenen Zinsbegrenzungsvereinbarungen (Caps) entfallen auf Kundengeschäfte, die nahezu vollständig durch Gegengeschäfte gesichert sind.
Die abgeschlossenen Zinsfutures dienen der Absicherung von Zinsänderungsrisiken eigener Inhaberschuldverschreibungen.
zu IV. Kreditderivate
Kreditrisiken im Forderungsbestand in Höhe von 3.718 T€ sind mit einem Credit Default Swap abgesichert.
Von den Verbindlichkeiten und Eventualverbindlichkeiten der Berliner Volksbank eG und des Konzerns Berliner Volksbank sind durch Übertragung von Vermögensgegenständen gesichert:
| • |
Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (aufgenommene Hypothekendarlehen) wurden Grundstücke und Gebäude im Gesamtwert von 6.265 T€ als Sicherheit belastet. |
| • |
Für Offenmarktgeschäfte mit der Deutschen Bundesbank sind Wertpapiere aus dem Gesamtdepot in Höhe von 780.278 T€ verpfändet worden. Zum 31. Dezember 2009 bestanden Offenmarktgeschäfte in Höhe von 600.000 T€ (im Vorjahr 120.000 T€). |
| • |
Kredite aus hereingenommenen zweckgebundenen Mitteln bestehen in Höhe von 405.964 T€, diese sind durch Abtretung eigener Forderungen besichert. |
| • |
Wertpapiere und ausgereichte Termineinlagen in Höhe von insgesamt 2.860 T€ sind bei der DZ BANK AG als Sicherheit (für Initial Margin) hinterlegt. |
Mit den Kontrahenten DZ BANK AG, UniCredit Bank AG und UBS AG bestehen Vereinbarungen im Rahmen eines Collateral Managements. Zur Unterlegung des Kontrahentenrisikos aus Handelsgeschäften erfolgten Sicherheitsleistungen mit Verfügungsbeschränkung in Höhe der saldierten Beträge aus den gegenseitig ermittelten Barwerten von insgesamt 67,6 Mio. € zugunsten der vorgenannten Kontrahenten.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Provisionserträge aus für Dritte erbrachte Dienstleistungen für Verwaltung und Vermittlung, insbesondere für die Vermittlung von Krediten, Versicherungen und Bausparverträgen sowie für die Immobilienvermittlung, stellen in der Ertragsrechnung der Berliner Volksbank eG und im Konzern Berliner Volksbank einen festen Bestandteil dar.
Wichtige Einzelbeträge, die für die Beurteilung des Jahresabschlusses bzw. der Ertragslage der Berliner Volksbank eG und des Konzernabschlusses bzw. der Ertragslage des Konzerns Berliner Volksbank nicht unwesentlich sind, sind enthalten in:
Sonstige betriebliche Erträge:
| • Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | |
| Berliner Volksbank eG | 9.327 T€ |
| Konzern Berliner Volksbank | 9.338 T€ |
| • Erträge aus Immobilien | |
| Berliner Volksbank eG | 5.957 T€ |
| Konzern Berliner Volksbank | 7.437 T€ |
Sonstige betriebliche Aufwendungen:
| • Aufwendungen und Zuführungen zu Rückstellungen aus Schadensersatzleistungen und Prozessrisiken | |
| Berliner Volksbank eG und Konzern Berliner Volksbank | 10.741 T€ |
| • Aufwendungen für nicht dem Bankbetrieb dienende Räumlichkeiten und Grundstücke | |
| Berliner Volksbank eG | 4.359 T€ |
| Konzern Berliner Volksbank | 5.380 T€ |
| • Zuführungen zu Rückstellungen aus Mietverpflichtungen | |
| Berliner Volksbank eG und Konzern Berliner Volksbank | 3.248 T€ |
In den Anderen Verwaltungsaufwendungen des Konzerns Berliner Volksbank sind Honorare für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von 1.799 T€ und für andere Bestätigungsleistungen an den Abschlussprüfer in Höhe von 110 T€ enthalten. Dieser Betrag beinhaltet berechnete Honorare für die Prüfung des Konzernabschlusses sowie berechnete Honorare für die Prüfung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
Bei den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Jahresabschluss der Berliner Volksbank eG und im Konzernabschluss handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von in Vorjahren gebildeten Rückstellungen.
In der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns Berliner Volksbank sind Aufwendungen aus latenten Steuern (30 T€) und Erträge aus latenten Steuern (62 T€) berücksichtigt. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen aktiven latenten Steuern in Höhe von 1.208 T€ resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen, insbesondere aus der Aufdeckung stiller Lasten (916 T€). Die ausgewiesenen Rückstellungen für latente Steuern in Höhe von 1.528 T€ resultieren aus Konsolidierungsmaßnahmen, im Wesentlichen aus der Aufdeckung stiller Reserven (1.507 T€).
F. Sonstige Angaben
Die Kapitalflussrechnung des Konzerns Berliner Volksbank ist entsprechend der Empfehlung von DRS 2-10 gegliedert. Der ausgewiesene Finanzmittelfonds (278.068 T€) ist eng abgegrenzt und umfasst den Kassenbestand (129.313 T€), Guthaben bei Zentralnotenbanken (148.755 T€) sowie Schuldtitel öffentlicher Stellen und Wechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbanken zugelassen sind (0 T€). Zinsabgrenzungen auf die Guthaben bei Zentralnotenbanken (103 T€) werden in den erhaltenen Zinsen und Dividenden ausgewiesen.
Nachfolgend sind die in den Konzernabschluss der Berliner Volksbank eG einbezogenen Tochterunternehmen sowie die nicht im Konsolidierungskreis enthaltenen drei Tochterunternehmen und zwei weiteren assoziierten Unternehmen dargestellt.
In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen:
| Name und Sitz |
Anteil am Gesellschaftskapital
% |
| Tochterunternehmen mit unmittelbarer Beteiligung der Berliner Volksbank eG | |
| Berliner Volksbank Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Berlin | 100 |
| Berliner Volksbank Immobilien GmbH, Berlin | 100 |
| Genossenschaftshaus Wilmersdorf Grundstücksgesellschaft mbH, Berlin | 100 |
| GKB Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin | 100 |
| Grund + Renten Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Budapester Straße KG, Berlin | 100 |
| Immobiliengesellschaft "Eberswalder Volksbank" mbH, Berlin | 100 |
| KLG Köpenicker Liegenschafts-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin | 100 |
| VR FinanzDienstLeistung GmbH, Berlin | 75,5 |
| Zweite Grund + Renten Grunderwerbsgesellschaft mbH, Berlin | 100 |
| Tochterunternehmen mit mittelbarer Beteiligung der Berliner Volksbank eG | |
| Atlas Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin | 100 |
| GKB Geschäftshaus GmbH, Berlin | 100 |
| GKB Geschäftshaus GmbH & Co. Kurfürstenstraße 88/91 KG, Berlin | 100 |
| Grundstücksgesellschaft Kurfürstenstraße 88/91 mbH, Berlin | 100 |
Nicht in den Konzernabschluss einbezogene Tochter- und assoziierte Unternehmen:
| Name und Sitz |
Anteil am Gesellschaftskapital
% |
| Tochterunternehmen mit unmittelbarer Beteiligung der Berliner Volksbank eG | |
| Kunstforum der Berliner Volksbank gemeinnützige GmbH, Berlin | 100 |
| Diestelmeyerstraße 4 Verwaltungs GmbH, Berlin | 75 |
| Objekt Diestelmeyerstraße 4 GmbH & Co. KG, Berlin | 75 |
| ausschließlich assoziierte Unternehmen mit unmittelbarer Beteiligung der Berliner Volksbank eG | |
| BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH, Berlin | 32,3 |
| BBT Treuhandstelle des Verbandes Berliner und Brandenburgischer Wohnungsunternehmen GmbH, Berlin | 25,1 |
Die vollständige Aufstellung der im Besitz der Berliner Volksbank eG befindlichen Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20 Prozent an anderen Unternehmen wird in einer gesonderten Datei beim elektronischen Bundesanzeiger hinterlegt. In dieser Datei sind auch die Angaben zum Konzern Berliner Volksbank enthalten.
Die Berliner Volksbank eG ist der Sicherungseinrichtung (Garantiefonds und Garantieverbund) des BVR angeschlossen, welche den einbezogenen Banken grundsätzlich einen umfassenden Bestandsschutz gewährt. Dadurch sind Kundeneinlagen und Schuldverschreibungen der Berliner Volksbank eG in vollem Umfang geschützt. Gemäß § 5 Abs. 1 des Statuts der Sicherungseinrichtung kann sich die Möglichkeit einer Verpflichtung für die Berliner Volksbank eG bis zur Höhe von 17.623 T€ für das Jahr 2010 ergeben.
Ausfallrisiken der Berliner Volksbank eG im Kreditgeschäft sind durch die in Vorjahren über den Sicherungsvertrag mit der Sicherungseinrichtung des BVR gewährten Bürgschaften und Garantien aktuell noch in Höhe von insgesamt 21,0 Mio. € (im Vorjahr 34,5 Mio. €) gedeckt. Dieser Betrag (ebenso die Vorjahresangabe) beinhaltet die im Zusammenhang mit Prozessrisiken im Geschäftsjahr 2008 wiederbelegten Bürgschaften. Im Jahr 2009 wurden von in Vorjahren gewährten Garantien des BVR 6,8 Mio. € (im Vorjahr 1,2 Mio. €) in Anspruch genommen. Durch Verbesserung der Risikosituation des vom BVR unterlegten Kreditvolumens wurden Bürgschaften in Höhe von 6,7 Mio. € (im Vorjahr 3,9 Mio. €) zur Rückgabe frei.
Im Rahmen der Sicherungsvereinbarung besteht eine Besserungsscheinverpflichtung der Berliner Volksbank eG gegenüber dem Garantiefonds des BVR bis zur Höhe von 219.286 T€, die ohne zeitliche Begrenzung aus den Jahresergebnissen der Bank zu leisten ist.
Die Berliner Volksbank eG bietet den Kommanditisten der Grund + Renten Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Kurfürstendamm 136 KG, Berlin unwiderruflich an, ihre Kommanditanteile zum 31. Dezember 2015 zu 150 Prozent der Zeichnungssumme (ohne Agio) zu erwerben. Nehmen die Kommanditisten das Angebot an, d.h. machen sie von ihrem Rückgaberecht Gebrauch, so ist die Berliner Volksbank eG verpflichtet, die Kommanditanteile zu übernehmen. Das Gesamtvolumen kann bis zu 25.761 T€ betragen. Das gleiche Rückgaberecht haben die Kommanditisten der Trio Immobilienverwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i. Ins., Hamm zum 31. Dezember 2020 mit einem Gesamtvolumen bis zu 767 T€. Die in diesem Zusammenhang bestehenden rechtlichen Risiken sind weiterhin durch die Sicherungseinrichtung des BVR abgeschirmt.
An weiteren nicht in der Bilanz der Berliner Volksbank eG ausgewiesenen oder vermerkten finanziellen Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen Zahlungsverpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien in Höhe von 15.670 T€ jährlich, davon gegenüber verbundenen Unternehmen 2.969 T€ jährlich. Hierdurch sichert sich die Bank strategisch wichtige Standorte zu festen Mietkonditionen, die eine hohe Planungssicherheit gewährleisten. Bei vorzeitiger Aufgabe der angemieteten Standorte aus geschäftspolitischen Erwägungen wird möglichen Risiken durch die Bildung von Rückstellungen in angemessener Höhe Rechnung getragen. Im Konzern Berliner Volksbank bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von 12.701 T€ jährlich.
Mit Wirkung vom 04. Mai 2009 hat die Berliner Volksbank eG Dienstleistungen interner Bereiche rund um die Themen Zahlungsverkehr, Kontoadministration und Kreditsachbearbeitung auf die VR FinanzDienstLeistung GmbH (VR FDL) mit dem Ziel der Verbesserung der Effizienz und der Nutzung von Synergieeffekten übertragen. Gemäß der für eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossenen Grundsatzvereinbarung hat die VR FDL ihre Leistungen zu marktgerechten Konditionen, die zumindest ihre Kosten decken müssen, zu erbringen. Im Rahmen dieser Grundsatzvereinbarung hat sich die Berliner Volksbank eG verpflichtet, die Kosten aus dem Betriebsübergang und dem Interessenausgleich aus dem Sozialplan zu übernehmen. Für die Kosten in diesem Zusammenhang wurden Verpflichtungen in angemessener Höhe bilanziert. Für unmittelbare und mittelbare Verpflichtungen aus Pensionszusagen erfolgte ein Schuldbeitritt durch die Berliner Volksbank eG. Zur Sicherstellung der Liquidität räumte die Berliner Volksbank eG der VR FDL ein jederzeit abrufbares Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt 5.000 T€ ein.
Des Weiteren bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen gegenüber der BAG Bankaktiengesellschaft in Höhe von maximal 6.000 T€ aus der an eine Tochtergesellschaft der BAG Bankaktiengesellschaft übertragenen Abwicklung der Schadensersatzansprüche von Zeichnern des geschlossenen Immobilienfonds Industriepalast in Leipzig Verwaltungs-GmbH & Co. KG. Für diese Schadensersatzansprüche besteht eine Abschirmung der Sicherungseinrichtung des BVR für die Berliner Volksbank eG.
Die geschäftsführenden Kommanditisten der Objektgesellschaft Industriepalast in Leipzig Verwaltungs-GmbH & Co. KG sind von allen geltend gemachten Ansprüchen freigestellt, soweit diese nicht auf einer vorsätzlichen Verletzung der Sorgfaltspflicht eines ordentlichen Kaufmanns beruhen. Risiken hieraus sind nicht erkennbar, da unterstellte Ansprüche gegen die geschäftsführenden Kommanditisten mittlerweile verjährt sind.
Mitarbeiter der Berliner Volksbank eG, die im Rahmen ihrer Tätigkeit als Geschäftsführer von zehn Tochtergesellschaften der Bank tätig sind, sind von allen eventuellen Schadensersatz- und sonstigen Ansprüchen (außer Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit) freigestellt.
Die Gesamtvergütung des Vorstandes belief sich im Geschäftsjahr 2009 auf 3.353 T€ (im Vorjahr 2.901 T€) und setzt sich aus den folgenden drei Bestandteilen zusammen. Die Höhe der erfolgsunabhängigen Komponente betrug 1.610 T€ (im Vorjahr 1.481 T€), die der erfolgsabhängigen Komponente 863 T€ (im Vorjahr 647 T€) und der jährliche Beitragsaufwand für die betriebliche Altersvorsorge 880 T€ (im Vorjahr 773 T€).
Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG beliefen sich auf 209 T€ und der früheren Vorstandsmitglieder und ihrer Hinterbliebenen auf 3.181 T€ (davon entfallen auf Vorstände der fusionierten Rechtsvorgängerinstitute 925 T€). Für frühere Mitglieder des Vorstandes und deren Hinterbliebene bestehen zum 31. Dezember 2009 Pensionsrückstellungen in Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß § 6a EStG ermittelten Barwertes von 23.225 T€ unter Ansatz eines Zinssatzes von 5,3 Prozent (davon entfallen auf Vorstände der fusionierten Rechtsvorgängerinstitute 11.377 T€).
Für die Wahrnehmung von Aufgaben in den Tochterunternehmen haben die (früheren) Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG im Geschäftsjahr 2009 keine Vergütung erhalten.
Am Bilanzstichtag betrugen die Forderungen an und aus eingegangenen Haftungsverhältnissen für:
| T€ | |
| Mitglieder des Vorstandes der Berliner Volksbank eG | 1.064 |
| Mitglieder des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG | 817 |
Mandate in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsgremien von großen Kapitalgesellschaften, die von Vorstandsmitgliedern oder anderen Mitarbeitern der Berliner Volksbank eG wahrgenommen werden, bestehen wie folgt:
| Dr. Holger Hatje | STADT UND LAND
Wohnbauten-Gesellschaft mbH, Berlin
TeamBank AG, Nürnberg |
| Carsten Jung | R+V Lebensversicherung a.G., Eltville am Rhein |
Die Zahl der im Geschäftsjahr 2009 durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:
| Berliner Volksbank eG | Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte |
| Kaufmännische Mitarbeiter | 1.687 | 528 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | -- | -- |
| Gesamt: | 1.687 | 528 |
| Konzern Berliner Volksbank | Vollzeitbeschäftigte | Teilzeitbeschäftigte |
| Kaufmännische Mitarbeiter | 1.890 | 608 |
| Gewerbliche Mitarbeiter | -- | -- |
| Gesamt: | 1.890 | 608 |
Außerdem wurden durchschnittlich 153 Auszubildende in der Berliner Volksbank eG und im Konzern Berliner Volksbank beschäftigt.
Mitgliederbewegung der Berliner Volksbank eG:
| Zahl der Mitglieder | Anzahl der Geschäftsanteile | Haftsummen T€ | |
| 01. Januar 2009 | 108.416 | 4.638.086 | 241.180 |
| Zugang 2009 | 2.658 | 260,977 | 13.571 |
| Abgang 2009 | 6.071 | 355,682 | 18.495 |
| 31. Dezember 2009 | 105.003 | 4.543.381 | 236.256 |
| Die Geschäftsguthaben der verbleibenden Mitglieder haben sich vermindert um | 4.924 T€ |
| Die Haftsummen haben sich im Berichtsjahr vermindert um | 4.924 T€ |
| Höhe des Geschäftsanteils | 52,00 € |
| Höhe der Haftsumme | 52,00 € |
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes:
Genossenschaftsverband e.V.
Hannoversche Straße 149, 30627 Hannover
Mitglieder des Vorstandes:
Dr. Holger Hatje, Vorstandsvorsitzender
Johannes Altenwerth
Dr. Rolf Flechsig (bis 30. Juni 2009)
Stefan Gerdsmeier
Carsten Jung, Stellvertretendes Vorstandsmitglied
Andreas Mertke, Stellvertretendes Vorstandsmitglied
Mitglieder des Aufsichtsrates:
Stephan Schwarz, Vorsitzender des Aufsichtsrates
|
Geschäftsführender Gesellschafter der GRG Services Group Präsident der Handwerkskammer Berlin |
Thomas Mank, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
|
Angestellter der Berliner Volksbank eG |
Carsten Anlauf
|
Angestellter der Berliner Volksbank eG |
Dagmar Berger
|
Angestellte der Berliner Volksbank eG |
Heinz Buff
|
Angestellter der Berliner Volksbank eG, Gewerkschaft DBV |
Nils Busch-Petersen
|
Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg e. V. |
Vera Gäde-Butzlaff
|
Vorsitzende des Vorstandes der Berliner Stadtreinigungsbetriebe Anstalt des öffentlichen Rechts |
Lothar Hemmen
|
Dipl.-Kaufmann, Angestellter der Berliner Volksbank eG |
Harald Joachim Joos
|
Dipl.-Ingenieur |
Prof. Bodo Manegold
|
Fachhochschulprofessor |
Christian Neitzel
|
Angestellter der Berliner Volksbank eG |
Hanns-Eberhard Schleyer
|
Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH) |
Lars Schroeter
|
Angestellter der Berliner Volksbank eG |
Christian Schulz
|
Angestellter der Berliner Volksbank eG |
Wolf Burkhard Wenkel
|
Hauptgeschäftsführer der Fachgemeinschaft Bau Berlin und Brandenburg e. V. |
Fred-Raimund Winkler
|
Dipl.-Volkswirt |
Berlin, 23. März 2010
Berliner Volksbank eG
Der Vorstand:
Dr. Hatje
Altenwerth
Gerdsmeier
Jung
Mertke
6. Eigenkapitalspiegel Konzern Berliner Volksbank zum 31.12.2009
| Mutterunternehmen (Berliner Volksbank eG) | |||||
| Ergebnisrücklagen | |||||
|
Gezeichnetes Kapital
T€ |
gesetzliche Rücklage
T€ |
andere Ergebnisrücklagen
T€ |
Bilanzgewinn
T€ |
Eigenkapital
T€ |
|
| Stand 31.12.2008 | 252.855 | 147.167 | 113.613 | 12.700 | 526.335 |
| Erstkonsolidierung | - | - | 141 | - | 141 |
| Stand 01.01.2009 | 252.855 | 147.167 | 113.754 | 12.700 | 526.476 |
| Zeichnung von Geschäftsguthaben | 13.571 | - | - | - | 13.571 |
| Rückzahlung von Geschäftsguthaben | 17.632 | - | - | - | 17.632 |
| Gezahlte Dividenden | - | - | - | 10.076 | 10.076 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | - | - | - | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | 1.270 | 1.354 | -2.624 | 0 |
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag | - | - | - | 12.300 | 12.300 |
| Übriges Konzernergebnis | - | - | - | - | - |
| Konzerngesamtergebnis | - | - | - | 12.300 | 12.300 |
| Stand 31.12.2009 | 248.794 | 148.437 | 115.108 | 12.300 | 524.639 |
| Minderheits- gesellschafter | ||
|
Eigenkapital
T€ |
Konzerneigenkapital
T€ |
|
| Stand 31.12.2008 | - | 526.335 |
| Erstkonsolidierung | - | 141 |
| Stand 01.01.2009 | - | 526.476 |
| Zeichnung von Geschäftsguthaben | 245 | 13.816 |
| Rückzahlung von Geschäftsguthaben | - | 17.632 |
| Gezahlte Dividenden | - | 10.076 |
| Änderungen des Konsolidierungskreises | - | - |
| Übrige Veränderungen | - | 0 |
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag | 3 | 12.303 |
| Übriges Konzernergebnis | - | - |
| Konzerngesamtergebnis | 3 | 12.303 |
| Stand 31.12.2009 | 248 | 524.887 |
7. Kapitalflussrechnung Konzern Berliner Volksbank für das Geschäftsjahr 2009
| Geschäftsjahr T€ | |
| Konzernjahresüberschuss | 12.303 |
| Überleitung auf das Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit | -1.444 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 10.859 |
| Im Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit enthaltene zahlungsunwirksame Posten und Überleitung auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | |
| Abschreibungen, Wertberichtigungen und Zuschreibungen auf Forderungen, Sach- und Finanzanlagen | 53.830 |
| Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -4.584 |
| Andere zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge | -800 |
| Gewinn/Verlust aus der Veräußerung von Finanz- und Sachanlagen | -1.674 |
| Sonstige Anpassungen | -211.688 |
| Zwischensumme | -154.057 |
| Veränderung des Vermögens und der Verbindlichkeiten aus laufender Geschäftstätigkeit | |
| Forderungen | |
| an Kreditinstitute | 772.944 |
| an Kunden | -276.821 |
| Wertpapiere (soweit nicht Finanzanlagen) | -702.273 |
| Andere Aktiva aus laufender Geschäftstätigkeit | 2.716 |
| Verbindlichkeiten | |
| gegenüber Kreditinstituten | -330.641 |
| gegenüber Kunden | 801.289 |
| Verbriefte Verbindlichkeiten | -110.551 |
| Andere Passiva aus laufender Geschäftstätigkeit | -26.242 |
| Erhaltene Zinsen und Dividenden | 366.808 |
| Gezahlte Zinsen | -165.882 |
| Außerordentliche Einzahlungen | 0 |
| Außerordentliche Auszahlungen | 0 |
| Ertragsteuerzahlungen | 4.157 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 181.447 |
| Einzahlungen aus Abgängen des | |
| Finanzanlagevermögens | 157 |
| Sachanlagevermögens | 4.163 |
| Auszahlungen für Investitionen in das | |
| Finanzanlagevermögen | -172.474 |
| Sachanlagevermögen | -5.358 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 123 |
| Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 |
| Mittelveränderungen aus sonstiger Investitionstätigkeit (Saldo) | -522 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -173.911 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Unternehmenseignern | 13.571 |
| Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Minderheitsgesellschaftern | 123 |
| Auszahlungen an Unternehmenseigner | |
| Dividendenzahlungen | -10.076 |
| sonstige Auszahlungen | -17.632 |
| Auszahlungen an Minderheitsgesellschafter | |
| Dividendenzahlungen | 0 |
| sonstige Auszahlungen | 0 |
| Mittelveränderungen aus sonstigem Kapital (Saldo) | -42.721 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -56.735 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | -49.199 |
| Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 327.267 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 278.068 |
Bestätigungsvermerk des Prüfungsverbandes
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung der Berliner Volksbank eG sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und ihren Bericht über die Lage der Genossenschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung dieser Unterlagen nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Genossenschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung sowie den von ihr aufgestellten Konzernabschluss und ihren Bericht über die Lage der Genossenschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahres- und Konzernabschlussprüfung nach § 53 Abs. 2 GenG sowie § 340k HGB in Verbindung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss und Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Genossenschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Genossenschaft und des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, in Jahres- und Konzernabschluss und in dem Bericht über die Lage der Genossenschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des Berichts über die Lage der Genossenschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen der Jahresabschluss und der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermitteln unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz-und Ertragslage der Genossenschaft und des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Genossenschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Genossenschaft und des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Hannover, 29. März 2010
Genossenschaftsverband e.V.
i. V.
H. Mathes, Wirtschaftsprüfer
Mertins, Wirtschaftsprüfer
Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der Vertreterversammlung am 14. Juni 2010 festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.
Bericht des Aufsichtsrats der Berliner Volksbank eG für das Geschäftsjahr 2009
Sehr geehrte Mitglieder der Berliner Volksbank,
das Berichtsjahr war geprägt von den Folgen der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise. Trotz dieser schwierigen Rahmenbedingungen blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das Jahr 2009 hat gezeigt, dass sich die frühzeitig vom Vorstand getroffenen Entscheidungen zur verstärkten Ausrichtung auf die Kundenbedürfnisse als richtig erwiesen haben.
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und seine Tätigkeit überwacht. Der Vorstand unterrichtete uns sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend, über die Unternehmensplanung, die wirtschaftliche und finanzielle Lage sowie die strategische Weiterentwicklung des Konzerns. Abweichungen vom geplanten Geschäftsverlauf wurden mit uns im Einzelnen erörtert. In alle bedeutenden Unternehmensentscheidungen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Die strategische Ausrichtung der Bank haben wir ausführlich erörtert. Insgesamt fanden fünf turnusmäßige Sitzungen statt. Der Aufsichtsratsvorsitzende stand über die gemeinsamen Sitzungen von Aufsichtsrat und Vorstand hinaus mit dem Vorstandsvorsitzenden in regelmäßigem Kontakt und wurde über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen informiert.
Die Themen des Aufsichtsrats im Jahr 2009
Regelmäßige Themen- und Beratungsschwerpunkte unserer Sitzungen bildeten die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement sowie insbesondere die Entwicklung der Risikotragfähigkeit der Bank, die anhand konkreter Finanzkennzahlen dargelegt wurden. Darüber hinaus haben wir uns über die Entwicklung der Kundenzahlen sowie über Änderungen in der vertrieblichen Ausrichtung informieren lassen.
Der Aufsichtsrat hat weiter die bereits im Jahre 2007 geplante und im zweiten Quartal 2009 vorgenommene Übertragung von Servicebereichen auf die VR FinanzDienstLeistung GmbH eng begleitet. Ferner hat der Aufsichtsrat sich eingehend mit der Strategie und der Mittelfristplanung 2012 der Bank auseinandergesetzt. Wir haben uns angesichts der Auswirkungen der Finanzmarktkrise weiterhin in jeder Sitzung über die aktuelle Kapitalmarktsituation informieren lassen und in diesem Kontext auch die Entwicklung und Ausrichtung der Eigenanlagen der Bank erörtert
Der Aufsichtsrat befasste sich außerdem mit den Veränderungen im Beteiligungs- und Immobilienportfolio der Bank und hat die dafür erforderlichen Beschlüsse gefasst Die turnusmäßige Wahl zur Vertreterversammlung haben die Mitglieder des Aufsichtsrats im Wahlausschuss ordnungsgemäß begleitet.
Der Vorstand hat uns alle zustimmungspflichtigen Geschäfte zur Entscheidung vorgelegt und wir haben deren Umsetzung sowie die an den Vorstand gerichteten Arbeitsaufträge nachgehalten. Von der Ordnungsmäßigkeit des Handelns des Vorstands haben wir uns zudem überzeugt und hierbei im Einzelfall auch externe Beratungsunterstützung eingeholt.
Die Arbeit in den Ausschüssen des Aufsichtsrats
Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat insgesamt drei Ausschüsse eingerichtet. Die Ausschussvorsitzenden berichteten dem Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse in der jeweils folgenden Sitzung.
Der Prüfungs- und Investitionsausschuss tagte viermal und beschäftigte sich dabei regelmäßig mit den Berichten der internen Revision sowie den Ergebnissen der Jahresabschluss- und anderer Prüfungen.
Der Kreditausschuss hat im Berichtsjahr in insgesamt 23 Sitzungen über Kreditanträge sowie die jährliche Weiterentwicklung der Kreditrisikostrategie beraten. Die Entwicklung des Kreditportfolios wurde vor dem Hintergrund der Risikotragfähigkeit ebenfalls regelmäßig im Kreditausschuss beobachtet.
Der Personalausschuss beschäftigte sich in fünf Sitzungen im Wesentlichen mit personellen Veränderungen auf Vorstandsebene sowie mit der Ausgestaltung der Verträge der Vorstandsmitglieder. Der Personalausschuss hat sich frühzeitig mit einem neuen Vorstandsvergütungssystem, unter Berücksichtigung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung befasst und somit die Orientierung an einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung langfristig sichergestellt.
Corporate Governance Kodex der Berliner Volksbank
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben sich auch im Berichtsjahr mit der Weiterentwicklung der Corporate Governance Grundsätze der Berliner Volksbank befasst. Hinsichtlich der Einhaltung der Anforderungen des Corporate Governance Kodex der Berliner Volksbank geben Vorstand und Aufsichtsrat jährlich gemeinsam eine Entsprechenserklärung ab.
Im Jahr 2009 haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates, mit wenigen jeweils begründeten Ausnahmen, an den gemeinsamen Sitzungen des Aufsichtsrats und des Vorstands teilgenommen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde zum wiederholten Male, seit Einführung des Kodex in der Berliner Volksbank, den Verhaltensempfehlungen für Genossenschaften entsprochen.
Auch zukünftig sollen diese Empfehlungen die Basis des Handelns bilden.
Jahres- und Konzernabschlussprüfung ausführlich erörtert
Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss der Berliner Volksbank und der erstmals zu erstellende Konzernabschluss sowie der zusammengefasste Lagebericht der Bank und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2009 wurden im Rahmen der gesetzlichen Prüfung nach § 53 GenG gemäß § 340 k HGB von dem Genossenschaftsverband e. V. geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die bereits im Jahres- und Konzernabschluss für 2009 anzuwendenden Änderungen durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz wurden berücksichtigt.
Durch den fachlich dafür zuständigen Prüfungs- und Investitionsausschuss ist nach Vorliegen der Prüfungsberichte die eingehende Beratung über die Prüfungsergebnisse erfolgt. Der Abschlussprüfer hat sowohl in den entsprechenden Sitzungen des Prüfungs- und Investitionsausschusses als auch in der Prüfungsschlusssitzung des Gesamtaufsichtsrats am 29. April 2010 über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung berichtet. Der Aufsichtsrat hat nach umfassender Beratung gegenüber dem Prüfungsergebnis keine Einwendungen erhoben.
Wir haben den vorliegenden Jahres- und Konzernabschluss nebst dem zusammengefassten Lagebericht der Bank und des Konzerns für das Berichtsjahr geprüft und gebilligt.
Der Aufsichtsrat empfiehlt der Vertreterversammlung, den vom Vorstand vorgelegten Jahresabschluss 2009 festzustellen und die vorgeschlagene Ergebnisverwendung zu beschließen.
Veränderungen im Vorstand
Herr Dr. Rolf Flechsig, der dem Vorstand seit März 2000 angehörte und der das Privatkunden- und Kapitalmarktgeschäft verantwortete, ist auf eigenen Wunsch zum 30. Juni 2009 aus den Diensten der Bank ausgeschieden. Die von ihm verantworteten Aufgabenbereiche wurden von den Vorstandsmitgliedern Johannes Altenwerth und Carsten Jung übernommen. Der Aufsichtsrat spricht Herrn Dr. Flechsig seinen herzlichen Dank für sein langjähriges Engagement sowie die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit aus.
Unsere Bank war im Geschäftsjahr 2009 unter den unverändert schwierigen Bedingungen insgesamt erfolgreich. Durch das Engagement des Vorstandes, die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die vertrauensvolle und zielorientierte Zusammenarbeit mit den Arbeitnehmervertretungen konnte dieses Ergebnis erreicht werden. Ihnen gelten unsere Anerkennung und unser Dank. Des Weiteren gilt ein besonderer Dank unseren Mitgliedern, Kunden und Geschäftspartnern für das der Bank wiederum entgegengebrachte Vertrauen.
Berlin, 29. April 2010
Für den Aufsichtsrat
Stephan Schwarz, Vorsitzender
Die Genossenschaft besitzt folgende Kapitalanteile in Höhe von mindestens 20% an anderen Unternehmen
| Eigenkapital der Gesellschaft | Ergebnis des letzten vorliegenden Jahresabschlusses | |||||
| Name und Sitz |
Anteil am Gesellschaftskapital
% |
Jahr | T€ | Jahr | T€ | In den Konzernabschluss einbezogen |
| 1) Berliner Volksbank Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Berlin | 100 | 2009 | 792 | 2009 | -1 | Vollkonsolidierung |
| 2) Berliner Volksbank Immobilien GmbH, Berlin | 100 | 2009 | 112 | 2009 | 367 | Vollkonsolidierung |
| 3) Genossenschaftshaus Wilmersdorf Grundstücksgesellschaft mbH, Berlin | 100 | 2009 | 821 | 2009 | 0 | Vollkonsolidierung |
| 4) Grund + Renten Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Budapester Straße KG, Berlin | 100 | 2009 | 895 | 2009 | -1 | Vollkonsolidierung |
| 5) Immoblllengesellschaft "Eberswalder Volksbank" mbH, Berlin | 100 | 2009 | 2.095 | 2009 | 38 | Vollkonsolidierung |
| 6) KLG Köpenicker Liegenschafts-Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Berlin | 100 | 2009 | 600 | 2009 | 0 | Vollkonsolidierung |
| 7) VR FinanzDienstLeistung GmbH, Berlin | 75,5 | 2009 | 1.012 | 2009 | 12 | Vollkonsolidierung |
| 8) Zweite Grund + Renten Grunderwerbsgesellschaft mbH, Berlin | 100 | 2009 | 120 | 2009 | 15 | Vollkonsolidierung |
| 9) GKB Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin | 100 | 2009 | 18.603 | 2009 | 1.225 | Vollkonsolidierung |
| a) Atlas Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin | indirekt 100 | 2009 | 7.151 | 2009 | 0 | Vollkonsolidierung |
| b) GKB Geschäftshaus GmbH, Berlin | indirekt 100 | 2009 | 551 | 2009 | 0 | Vollkonsolidierung |
| c) Grundstücksgesellschaft Kurfürstenstraße 88/91 mbH, Berlin | indirekt 100 | 2009 | 8.545 | 2009 | 0 | Vollkonsolidierung |
| cc) GKB Geschäftshaus GmbH & Co. Kurfürstenstraße 88/91 KG, Berlin | indirekt 100 | 2009 | 9.173 | 2009 | 1.382 | Vollkonsolidierung |
| 10) Diestelmeyerstraße 4 Verwaltungs GmbH, Berlin | 75 | 2008 | 24 | 2008 | 0 | Nicht einbezogen |
| 11) Objekt Diestelmeyerstraße 4 GmbH & Co. KG, Berlin | 75 | 2008 | 2.370 | 2008 | -537 | Nicht einbezogen |
| 12) Kunstforum der Berliner Volksbank gemeinnützige GmbH, Berlin | 100 | 2009 | 100 | 2009 | 42 | Nicht einbezogen |
| 13) BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg GmbH, Berlin | 32,3 | 2008 | 8.376 | 2008 | 181 | Nicht einbezogen |
| 14) BBT Treuhandstelle des Verbandes Berliner und Brandenburgischer Wohnungsunternehmen GmbH, Berlin | 25,1 | 2008 | 2.855 | 2008 | -289 | Nicht einbezogen |
| 15) Neunte BEGO Liegenschaften GmbH & Co. Immobilienprojekt KG, Hamm | 100 | 2008 | -14.972 | 2008 | -410 | Nicht einbezogen |
| 16) Zwölfte BEGO Liegenschaften GmbH & Co. Immobilienprojekt KG, Hamm | 100 | 2008 | -4.506 | 2008 | -32 | Nicht einbezogen |
| 17) Fünfzehnte BEGO Liegenschaften GmbH & Co. Immobilienprojekt KG, Hamm | 100 | 2008 | -7.673 | 2008 | -792 | Nicht einbezogen |
| 18) Neunzehnte BEGO Liegenschaften GmbH & Co. Immobilienprojekt KG, Hamm | 100 | 2008 | -14.400 | 2008 | -192 | Nicht einbezogen |
Mit den unter 3) und 6) genannten Unternehmen besteht ein Ergebnisabführungvertrag. Die Gesellschaften weisen folgendes Ergebnis aus:
3) 2009 - Jahresüberschuß vor Abführung in T€: 58
6) 2009 - Jahresüberschuß vor Abführung in T€: 505
Zwischen den Positionen 9) und 9a) - 9c) besteht ein Ergebnisabführungsvertrag.
Bei den Gesellschaften 15) bis 18) bestehen keine Stimmrechte, daher sind diese Gesellschaften trotz Kapitalbeteiligung weder Tochterunternehmen noch assozierte Unternehmen.