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Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien AGKommanditgesellschaft auf Aktien

BerlinBerlin, DEU ·HRB 78064 Charlottenburg (Berlin)
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
Friedrichstraße 90
10117 Berlin
Handelsregister
HRB 78064, Charlottenburg (Berlin)
Eintragungsdatum
5. juli 2000
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen für Veranstaltungen nicht künstlerischer Art
Unternehmenszweck
Die Errichtung von Zweigniederlassungen zwecks Erbringung von Dienst- und Werkleistungen verschiedener Art im In- und Ausland, insbesondere auf dem Gebiet der Gebäudereinigung und -hygiene, der Vollverpflegung, der Bewachung, der Installation und Instandhaltung von gebäude-technischen Anlagen, des Sicherheitsdienstes, des Brandschutzes, des Büroservices sowie der Beratung und Führung von Dienstleistungsbetrieben, wie Hotels, Kantine, gaststättenähnlichen Betrieben und Senioreneinrichtungen; ferner die Verwaltung eigenen Grundbesitzes und des Grundvermögens, das im Eigentum von der Gesellschaft nahestehenden Unternehmen steht. Sie kann für diese Zwecke Grundstücke erwerben, verwalten und veräußern. Ausgeschlossen sind Tätigkeiten, die der Genehmigung nach § 34 c GewO bedürfen.

Finanzen

Umsatz 2024
38,19 Mio. €
Mitarbeiter 2024
377
Bilanzsumme 2024
441,10 Mio. €
Jahresergebnis 2024
47,70 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 441,10 Mio
  • Umlaufvermögen 80,8 % 356,50 Mio
  • Anlagevermögen 18,8 % 83,12 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 1,49 Mio
Passivseite 441,10 Mio
  • Verbindlichkeiten 65,6 % 289,18 Mio
  • Eigenkapital 32,4 % 142,93 Mio
  • Rückstellungen 2,0 % 9,00 Mio
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Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 196,46 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 42,9 % 84,21 Mio
  • Gutschrift auf Kapitalkonto des Komplementärs 23,9 % 46,88 Mio
  • Umsatzerlöse 19,4 % 38,19 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5,5 % 10,73 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 3,9 % 7,63 Mio
  • Gewinnvortrag 3,5 % 6,81 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,8 % 1,55 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,2 % 451,5 k
Aufwendungen 84,45 Mio
  • Personalaufwand 37,0 % 31,26 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 27,1 % 22,88 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18,6 % 15,67 Mio
  • Materialaufwand 12,1 % 10,21 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 3,3 % 2,76 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,3 % 1,10 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,6 % 516,0 k
  • Sonstige Steuern 0,1 % −63,6 k
  • Ergebnis nach Steuern 47,64 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 47,70 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Andreas Christian Knupfer seit 2023 Prokura
  • Andreas Reetz seit 2011 Prokura
  • Ann Kaap seit 2021 Prokura
  • Björn Carsten Wriegt seit 2017 Prokura
  • Carsten Neubert seit 2019 Prokura
  • Christof Widmer seit 2022 Prokura
  • Christopher Wille seit 2020 Prokura
  • Corinne Kaun seit 2023 Prokura
  • Frank Steybe seit 2020 Prokura
  • Hans-Juergen Grosser seit 2009 Prokura
  • Jan Matthes seit 2021 Prokura
  • Janko Schiebeck seit 2020 Prokura
  • Manuela Stirl seit 2025 Prokura
  • Markus Talanow seit 2019 Prokura
  • Olaf Dippel seit 2024 Prokura
  • Peggy Schumm seit 2023 Prokura
  • Sebastian Gediehn seit 2020 Prokura
  • Thiel seit 2004 Prokura
  • Thomas Friedrich Holtgräfe seit 2020 Prokura
  • Verena Bettina Gross seit 2020 Prokura
30 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

3 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 03.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Manuela Stirl · Procura
  3. 03.02.
    Austritt einer Position
    Franziska Hantsch · Procura
  4. 2024
  5. 14.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Olaf Dippel · Procura
  6. 2023
  7. 06.11.
    Berichtigung personenbezogener Daten
    F****** H****** · Procura
  8. 06.11.
    Austritt einer Position
    A*** F****** · Procura
  9. 20.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Corinne Kaun · Procura
  10. 03.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Peggy Schumm · Procura
  11. 20.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Andreas Christian Knupfer · Procura
417 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 3. februar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.164.368,87 739.862,44
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 441.540,00 86.465,63
1.605.908,87 826.328,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.718,90 41.350,39
2. technische Anlagen und Maschinen 24.920,19 10.339,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.260.388,56 845.821,23
1.315.027,65 897.511,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.170.309,12 80.170.309,12
2. Beteiligungen 800.000,00 800.000,00
80.970.309,12 80.970.309,12
83.891.245,64 82.694.148,39
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 46.461,40 32.583,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 294.881,97 612,71
2. Forderungen gegen verbundene und nahestehende Unternehmen 275.483.933,41 232.953.309,72
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31.038,70 28.985,18
4. sonstige Vermögensgegenstände 7.329.485,74 197.283,25
283.139.339,82 233.180.190,86
III. Wertpapiere 1.022,58 1.022,58
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 60.126.927,93 52.487.668,02
343.313.751,73 285.701.464,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.233.361,58 1.144.078,13
428.438.358,95 369.539.691,18

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 890.800,00 890.800,00
II. Komplementär
1. Vermögenseinlage 51.000.000,00 51.000.000,00
2. Variables Kapital 64.087.773,93 44.472.959,78
115.087.773,93 95.472.959,78
III. Kapitalrücklage 6.175.771,68 6.175.771,68
IV. Gewinnrücklage 419.200,00 419.200,00
V. Bilanzgewinn 6.814.653,27 6.175.435,63
129.388.198,88 109.134.167,09
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.166.901,38 330.662,72
2. sonstige Rückstellungen 7.409.926,38 6.472.443,35
8.576.827,76 6.803.106,07
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.778.095,70 2.627.341,01
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 275.861.864,21 244.426.271,51
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 2.09
4. sonstige Verbindlichkeiten 11.833.372,40 6.548.803,41
(davon aus Steuern € 11.476.370,62; Vorjahr € 6.107.891,93)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 1.545,56; Vorjahr € 0,00)
290.473.332,31 253.602.418,02
428.438.358,95 369.539.691,18

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

2023 2022
1. Umsatzerlöse 33.959.495,56 29.629.839,10
2. sonstige betriebliche Erträge 1.210.083,89 4.443.782,46
(davon aus der Währungsumrechnung € 511,22; Vorjahr € 328,98)
3. Materialaufwand
a) Aufwand für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1.087,71 -2.485,81
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.791.960,34 9.823.244,93
10.793.048,05 9.820.759,12
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 22.724.361,63 19.492.213,96
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.616.367,19 3.024.440,24
(davon für Altersversorgung € 10.946,52; Vorjahr € 13.687,65)
26.340.728,82 22.516.654,20
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.129.680,65 920.943,63
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 28.045.933,02 21.066.648,27
(davon aus der Währungsumrechnung € 1.013,79; Vorjahr € 1.058,65)
7. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 76.199.228,80 62.226.485,50
8. Aufwendungen aus Verlustübernahme 2.252.974,12 3.068.575,35
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 8.928.710,91 2.371.050,30
(davon aus verbundenen Unternehmen € 6.803.990,30; Vorjahr € 1.839.011,54)
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.560.092,79 3.728.797,74
(davon an verbundene Unternehmen € 13.006.887,82; Vorjahr € 3.185.718,70)
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.044.273,31 92.875,99
12. Ergebnis nach Steuern 37.130.788,40 37.455.903,06
13. sonstige Steuern -104.859,20 -225.192,75
14. Jahresüberschuss 37.235.647,60 37.681.095,81
15. Gutschrift auf Kapitalkonto des Komplementärs 36.596.429,96 37.034.231,24
16. Gewinnvortrag 6.175.435,63 5.528.571,06
17. Bilanzgewinn 6.814.653,27 6.175.435,63

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1. Grundlagen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Allgemeines

Die Aufstellung des Jahresabschlusses der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, (Dussmann Stiftung & Co. KGaA) erfolgt nach den von Kommanditgesellschaften auf Aktien zu beachtenden Vorschriften. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses finden die §§ 150 ff. AktG, § 286 AktG und §§ 264 ff. HGB ihre Anwendung. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 78064 B im Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin.

Das gesetzliche Gliederungsschema der Bilanz wurde zur besseren Klarheit um den Posten "Genossenschaftsanteile" unter A.III. ergänzt.

Weiter wurde der Posten Forderungen gegen verbundene Unternehmen um Forderungen gegen nahestehende Unternehmen erweitert. Entsprechend wurde die Bezeichnung des Bilanzpostens ergänzt.

Als nahestehende Unternehmen werden definiert:

Die DIV Dussmann Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Liegenschaften KG, Berlin, stellt ein nahestehendes Unternehmen dar. Die Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, ist - wie die Tochtergesellschaften der Dussmann Stiftung & Co. KGaA - ein verbundenes Unternehmen. Die Erbengemeinschaft Peter Dussmann ist als Kommanditaktionärin nahestehend zur Dussmann Stiftung & Co. KGaA.

Grundsätze der Rechnungslegung

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Software wird über 3 Jahre, der erworbene Geschäfts- und Firmenwert wurde bereits in Vorjahren voll abgeschrieben.

Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau werden zum Nennwert angesetzt.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Bei Gegenständen, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, werden die Abschreibungen planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden sofort abgeschrieben.

Im Einzelnen werden den Vermögensgegenständen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

• Gebäude 15 - 50 Jahre
• Einbauten auf fremden Grundstücken und Außenanlagen 5 - 16 Jahre
• Technische Anlagen und Maschinen 5 Jahre
• Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 10 Jahre

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen.

Vorräte werden mit den Anschaffungskosten und unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht.

Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips (niedrigeren beizulegender Wert) bewertet.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nominalbetrag bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Latente Steuern werden für sich in folgenden Geschäftsjahren voraussichtlich abbauende Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Dies erfolgt ebenso für bestehende in den Folgejahren nutzbare Verlustvorträge. Eine sich ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer, eine sich ergebende Steuerentlastung als aktive latente Steuer angesetzt. Sofern eine Verrechnung eine aktive latente Steuer ergibt, wird das Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch genommen und diese nicht angesetzt. Zur Berechnung der latenten Steuern wird ein Ertragssteuersatz von 14,97 % herangezogen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken angemessen abzudecken. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgt unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Soweit der Jahresabschluss Posten enthält, die in Fremdwährung valutieren sind diese zum Entstehungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassa-Mittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden neben den unrealisierten Verlusten auch die unrealisierten Gewinne aus der Stichtagskursbewertung nach § 256a HGB berücksichtigt. Werden Vermögensgegenstände, Schulden, schwebende Geschäfte oder mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen mit Finanzinstrumenten gegen Wert- oder Zahlungsstromänderungen abgesichert, erfolgt eine Zusammenfassung zu Bewertungseinheiten gemäß § 254 HGB. Die bilanzielle Abbildung erfolgt hierbei nach der Einfrierungsmethode.

2. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt. Der Anlagenspiegel ist dem Anhang als Anlage beigefügt.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Der ursprüngliche Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 54.283 war durch die Aufdeckung stiller Reserven im Rahmen der Anwachsung der P. Dussmann GmbH & Co. KG, Berlin, auf die Gesellschaft im Geschäftsjahr 2000 entstanden. Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurde ein Teil des Geschäfts- oder Firmenwerts in Höhe von TEUR 4.343 in die Dussmann Service Deutschland GmbH ausgegliedert. Der Firmenwert ist planmäßig seit 2015 vollständig abgeschrieben.

Finanzanlagen

Hinsichtlich der Detailangaben zu den gehaltenen Anteilen an verbundenen Unternehmen und der wesentlichen Beteiligungen verweisen wir auf die Anlage zum Anhang.

Forderungen gegen verbundene und nahe stehende Unternehmen sowie sonstige Vermögensgegenstände

Alle Forderungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 231.266 181.929
Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen 44.218 51.024
Forderungen gegen verbundene und nahe stehende Unternehmen 275.484 232.953
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 31 29
Sonstige Vermögensgegenstände 7.329 197

Die Forderungen gegen verbundene, nahe stehende Unternehmen und gegen Beteiligungen enthalten Darlehensforderungen bzw. Forderungen aus Cash-Poolingvereinbarungen von TEUR 155.931 (Vorjahr: TEUR 132.725) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 43.385 (Vorjahr: TEUR 38.030) sowie Forderungen aus Ergebnisabführungen von TEUR 76.199 (Vorjahr: TEUR 62.226).

Die Dussmann Stiftung & Co. KGaA weist zum 31. Dezember 2023 folgende Darlehensforderungen gegen die Erbengemeinschaft Peter Dussmann als Kommanditaktionäre und die ihr nahe stehenden Unternehmen aus:

Art der Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen Buchwert zum 31.12.2023 Zinsertrag 2023
TEUR TEUR
Darlehensforderung gegen die DIV Dussmann Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Liegenschaften KG 30.066 399

Aktive und passive latente Steuern

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Darüber hinaus werden aktive latente Steuern auf die bestehenden gewerbesteuerlichen Verlustvorträge gebildet, soweit innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verlustverrechnung zu erwarten ist. Nach der formalen Betrachtungsweise ist alleinige Steuerschuldnerin die Gesellschaft als Organträgerin, d.h. auch tatsächliche und latente Steuern der Organgesellschaften sind vollständig in dem Jahresabschluss der Organträgerin auszuweisen, da sie alleine die Besteuerungsfolgen treffen. Dementsprechend werden die temporären Differenzen der Organgesellschaften im Abschluss der Gesellschaft erfasst.

Passive latente Steuern bestehen in Höhe von TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 186) und wurden mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.891 (Vorjahr: TEUR 2.617) verrechnet. Für den sich darüber hinaus ergebenden aktiven Überhang wurde das Wahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht in Anspruch genommen und aktive latente Steuern nicht angesetzt.

Bilanzposten Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz Steuersatz Aktive latente Steuer
TEUR % TEUR
Anteile an verbundenen Unternehmen 14.100 8,83 1.246
Pauschale Einzelwertberichtigungen 88 14,97 13
Bauten auf fremdem Grund & Boden 396 14,97 59
Sonstige Aktiva 500 14,97 75
Firmenwert 112 14,97 17
Unfertige Erzeugnisse 60 14,97 9
Pensionsrückstellungen 1.883 14,97 282
Sonstige Rückstellungen 3.231 14,97 484
Drohverlustrückstellung 4.259 14,97 706
Bilanzposten Differenz zwischen Handels- und Steuerbilanz Steuersatz Passive latente Steuer
TEUR % TEUR
Beteiligung -1.240 14,97 -186

Eigenkapital

Das Grundkapital (Gezeichnetes Kapital) beträgt TEUR 891, es teilt sich auf in 890.800 Inhaberaktien im Nennbetrag von je EUR 1.

Das variable Kapital des Komplementärs hat sich wie folgt entwickelt:

TEUR
31. Dezember 2022 44.473
Entnahmen der persönlich haftenden Gesellschafterin 18.017
Einlagen der persönlich haftenden Gesellschafterin 1.035
Gewinnanteil der persönlich haftenden Gesellschafterin 36.596
31. Dezember 2023 64.087

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 6.176 und enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB.

Der Bilanzgewinn enthält den auf die Kommanditaktionäre entfallenden Anteil am Jahresergebnis 2023 nach Verrechnung mit dem Gewinnvortrag (6.175 TEUR).

Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 6.814.653,27 EUR auf neue Rechnung vorzutragen.

Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Drohverlustrückstellungen im Zusammenhang mit der Einführung einer Software TEUR 2.655 (Vorjahr: TEUR 3.752), personalbezogene Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.331 (Vorjahr: TEUR 2.035), Rückstellungen für Zinsen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 33), sowie übrige sonstige Rückstellungen in Höhe von TEUR 2.383 (Vorjahr: TEUR 653) enthalten.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von TEUR 261.051 (Vorjahr TEUR 236.086) um Cash-Pooling Verbindlichkeiten, in Höhe von TEUR 1.114 (Vorjahr TEUR 3.204) um Darlehensverbindlichkeiten, in Höhe von TEUR 11.444 (Vorjahr TEUR 2.067) um Verbindlichkieten aus Lieferungen und Leistungen sowie in Höhe von TEUR 2.253 (Vorjahr TEUR 3.069) um Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme.

Sämtliche Verbindlichkeiten waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 nicht durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert.

3. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse beinhalten im Wesentlichen die konzerninterne Erbringung von Leistungen an die Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Die Umsatzerlöse wurden mit TEUR 28.055 im Inland und TEUR 5.904 im Ausland realisiert.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalten periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 207, Vorjahr TEUR 2.806), Erträge aus Schadensfällen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 14), sowie Erträge aus dem Verkauf von Anlagevermögen (TEUR 8; Vorjahr: TEUR 0).

Personalaufwand

Durchschnittlich wurden während des Geschäftsjahres 332 Mitarbeiter, davon 304 Angestellte und 28 leitende Angestellte in der Verwaltung beschäftigt.

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen beinhalten die Ergebnisabführung der Kursana GmbH, Berlin, (TEUR 46.420; Vorjahr: TEUR 30.286) sowie der Dussmann Service Holding GmbH, Berlin (TEUR 29.780; Vorjahr: TEUR 31.940).

Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Aufwendungen aus Ergebnisabführungsverträgen beinhalten die Ergebnisabführung der Dussmann das KulturKaufhaus GmbH, Berlin (TEUR 2.253; Vorjahr: TEUR 3.069).

Finanzergebnis

2023 2022
TEUR TEUR
Zinserträge
aus verbundenen Unternehmen 6.804 1.839
aus nahe stehenden Unternehmen 399 424
Übrige Zinserträge 1.725 108
8.928 2.371
Zinsaufwendungen
an verbundene Unternehmen -13.007 -3.186
Übrige Zinsaufwendungen -379 -400
Avalprovisionen -174 -143
-13.560 -3.729
-4.632 -1.358

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der Posten für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthält periodenfremde Aufwendungen für Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 9). Für das Geschäftsjahr 2023 sind Körperschaftsteuer inkl. Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 84) und Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 1.000 (Vorjahr: TEUR 0) angefallen.

4. Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Vorgänge eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.

5. Sonstige Erläuterungen

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft haftet mit anderen Unternehmen des Konzerns als anfänglicher Kreditnehmer und Garant für die im Dezember 2021 abgeschlossene 2. Änderungsvereinbarung zur Konsortial- Kreditvereinbarung vom September 2012 in Höhe von EUR 140 Mio. und mit einer Laufzeit bis 16. Dezember 2027.

Innerhalb der Betriebsmittelkreditlinie wurden 78 MEUR für sogenannte Ancillary Linien angerechnet. Diese Ancillary Linien waren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 5,8 MEUR durch Kontokorrent-, Aval- und Garantieziehungen ausgenutzt.

Die Gesellschaft haftet für Bankverbindlichkeiten von Tochterunternehmen durch Übernahme von Bürgschaften, Abgabe von Garantieerklärungen sowie Patronatserklärungen in Höhe von MEUR 4,6, davon zum Stichtag genutzt in Höhe von MEUR 3,1.

Des Weiteren hat die Gesellschaft Garantien für die Vertragserfüllung von Tochtergesellschaften begeben unter anderen eine Zahlungsgarantie in Höhe von MEUR 2,1 zur Absicherung von Energielieferverträge und haftet für die Erfüllung von Kautionsversicherungsverträgen von Tochtergesellschaften im Umfang von MEUR 27,9 sowie von Pachtverträgen der Kursana Gesellschaften im Umfang von MEUR 1,0.

Die Gesellschaft geht davon aus, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der aktuellen Ertragslage der jeweiligen Gesellschaften gering ist, aus den o.g. Sachverhalten in die Haftung genommen zu werden.

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen bis zum Ablauf dieser Verträge die folgenden sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

2024 2025 2026
TEUR TEUR TEUR
Mietverträge 2.656 2.521 2.469
Leasingverträge 108 64 33
2.764 2.585 2.502
2027 2028ff. Summe
TEUR TEUR TEUR
Mietverträge 0 0 7.646
Leasingverträge 0 0 205
0 0 7.851

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen gegenüber nahe stehenden Unternehmen TEUR 6.763 und gegenüber verbundenen Unternehmen TEUR 882.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers nach § 285 Nr. 17 HGB

Auf die Angabe des Gesamthonorars für den Abschlussprüfer wird verzichtet. Die Angabe erfolgt im Konzernabschluss.

Gremien

Das Grundkapital der Gesellschaft wird von der Erbengemeinschaft von Herrn Peter Dussmann sowie von der Dussmann-Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, gehalten.

Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, deren einziger Kommanditist die Erbengemeinschaft von Herrn Peter Dussmann ist. Die persönlich haftende Gesellschafterin vertritt die Gesellschaft stets allein.

Persönlich haftende Gesellschafterin der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, ist die Peter Dussmann-Stiftung, die im Stiftungsregister der Senatsverwaltung, Berlin, Register- Nr.: 3416/957/2, eingetragen ist. Die Peter Dussmann-Stiftung ist zur Geschäftsführung der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, berechtigt und verpflichtet. Die Befreiung der Vorstände und Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin von den Beschränkungen des § 181 Alt. 2. BGB ist in der Weise erteilt worden, dass sie jeweils zugleich als Vertreter Dritter handeln können.

Mitglieder des Vorstandes der Peter Dussmann-Stiftung sind:

Herr Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstand Strategie, Personal, Recht, Compliance, IT, DSD und DTS und Vorsitzender des Vorstands, Frankfurt am Main

Herr Jörg Braesecke, Vorstand Care & Kids, Berlin bis 31.12.2023

Herr Hakan Sant'Ana Lanfredi, Vorstand EMEA, Luxemburg und Schweiz, Essen

Herr Dieter Royal, Vorstand kaufmännischer Bereich, KulturKaufhaus und Österreich, Frankfurt am Main

Herr Renato Spotti, Vorstand Italien, Osio Sotto, Italien

Der Dussmann Stiftung & Co. KG werden die durch die Geschäftsführung mittelbar und unmittelbar entstehenden Aufwendungen erstattet. Darunter fallen auch die der persönlich haftenden Gesellschafterin der Dussmann Stiftung & Co. KG für deren Geschäftsführung entstehenden Aufwendungen. Die Bezüge der Vorstände der Peter Dussmann-Stiftung, welche auch für die Dussmann Stiftung & Co. KG sowie die Dussmann Stiftung & Co. KGaA zuständig sind betrugen im Berichtsjahr TEUR 6.556.

Der Aufsichtsrat der Dussmann Stiftung & Co. KGaA besteht aus folgenden Mitgliedern:

Anteilseignervertreter:

Herr Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Eschborn Rechtsanwalt, Professor an der Frankfurt School of Finance and Management, Aufsichtsratsvorsitzender
Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Berlin Unternehmerin
Herr Prof. Dr. Rainer Lorz, Stuttgart Rechtsanwalt, Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, Stuttgart
Frau Alexandra Oetker, Berlin Mitbegründerin und Stiftungsratsmitglied Liberales Netzwerk
Herr Olaf Czernomoriez, Berlin Pensionär, ehem. Vorstandsmitglied der GASAG Berliner Gaswerke AG, Berlin
Frau Doris Greif, Dubai Vice President Luxury & Lifestyle Hotels Middle East & Africa IHG Hotels and Resorts Dubai, United Arab Emirates
Herr Wolfgang Branoner, Berlin Diplom-Kameralist, Mitglied der Geschäftsführung SNPC GmbH, Berlin
Herr Pierantonio Rumignani, Berlin Pensionär; bis 2012 Unicredit Group, Business Development
Herr Dr. Andreas Penk, Potsdam Manager
Frau Vera Gäde-Butzlaff, Berlin Juristin, Mitglied des Aufsichtsrates der Berliner Volksbank eG, Berlin

Arbeitnehmervertreter:

Frau Iris Beitz, Gützkow Arbeitnehmerin der Kursana Social Care GmbH, Berlin; Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats Kursana Social Care GmbH, Vorsitzende des Konzernbetriebsrats Dussmann Gruppe Deutschland
Herr Thomas Bernhard, Hannover Geschäftsführer der NGG-Region Hannover, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
Frau Anja Freuer, Berlin Arbeitnehmerin der Dussmann Service Deutschland GmbH, Berlin
Herr Marvin Lange, Breese Arbeitnehmer der Dresdner Kühlanlagenbau GmbH, Dresden
Frau Corinna Hersel, Haßleben Geschäftsführerin des Verdi-Bezirkes Mittel-/ Nordthüringen
Herr Andreas Reetz, Berlin Leitender Angestellter der Dussmann Stiftung & Co. KGaA (Leiter Rechtsabteilung, Revsion, Compliance, Versicherungen)
Frau Anneliesse Wittig, Berlin Arbeitnehmerin der Dussmann Service Deutschland GmbH, Gesamtbetriebsratsvorsitzende Dussmann Service Deutschland GmbH, Berlin
Herr Mirko Hawighorst, Potsdam IG Bauen-Agrar-Umwelt, Region Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen
Herr Thomas Kukla, Vilmar Vorsitzender der Betriebsrates der Dussmann Service Deutschland GmbH, Berlin
Herr Ralf Kugler, Griesheim Arbeitnehmer der Kursana Care GmbH, Berlin,

Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Jahr 2023 TEUR 357 (Vorjahr: TEUR 278).

Der Beirat der Dussmann Stiftung & Co. KG besteht aus den folgenden Mitgliedern:

Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Berlin Unternehmerin Vorsitzende des Beirates
Herr Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Eschborn Rechtsanwalt, Professor an der Frankfurt School of Finance and Management, Hessischer Ministerpräsident a. D. Stellvertretender Vorsitzender
Herr Prof. Dr. Rainer Lorz, Stuttgart Rechtsanwalt, Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, Stuttgart
Frau Doris Greif, Dubai Vice President Luxury & Lifestyle Hotels Middle East & Africa IHG Hotels and Resorts Dubai, United Arab Emirates
Herr Maurice Thompson, London Non-Executive Director of WH Smith PLC, London
Herr Dieter Haller, Berlin Geschäftsführer Haller Consult GmbH, Berlin

Der Stiftungsrat der Peter Dussmann-Stiftung besteht aus den folgenden Mitgliedern:

Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Berlin Unternehmerin Vorsitzende des Stiftungsrates
Herr Prof. Dr. h.c. mult. Roland Koch, Eschborn Rechtsanwalt, Professor an der Frankfurt School of Finance and Management, Hessischer Ministerpräsident a. D. Stellvertretender Vorsitzender
Herr Maurice Thompson, London Non-Executive Director of WH Smith PLC, London
Herr Prof. Dr. Rainer Lorz, Stuttgart Rechtsanwalt, Kanzlei Hennerkes, Kirchdörfer & Lorz, Stuttgart
Frau Doris Greif, Dubai Vice President Luxury & Lifestyle Hotels Middle East & Africa IHG Hotels and Resorts Dubai, United Arab Emirates
Herr Dieter Haller, Berlin Geschäftsführer Haller Consult GmbH, Berlin

Konzernabschluss

Die Gesellschaft stellt einen Konzernabschluss nach § 290 HGB auf, der elektronisch im Unternehmensregister offen gelegt wird und den Konzernabschluss für den größten Konsolidierungskreis darstellt.

 

Berlin, den 19. April 2024

Wolf-Dieter Adlhoch

Hakan Sant'Ana Lanfredi

Dieter Royal

Renato Spotti

Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.966.993,91 587.349,26 86.465,63 0,00 8.640.808,80
2. Geschäfts- oder Firmenwert 49.939.933,61 0,00 0,00 0,00 49.939.933,61
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 86.465,63 441.540,00 -86.465,63 0,00 441.540,00
57.993.393,15 1.028.889,26 0,00 0,00 59.022.282,41
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.103.639,24 3.817,93 0,00 0,00 1.107.457,17
2. technische Anlagen und Maschinen 261.050,52 21.113,74 0.00 0,00 282.164,26
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.771.034,46 1.274.626,01 0,00 355.281,15 6.690.379,32
7.135.724,22 1.299.557,68 0,00 355.281,15 8.080.000,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.170.309,12 0,00 0,00 0,00 80.170.309,12
2. Beteiligungen 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
81.170.309,12 0,00 0,00 0,00 81.170.309,12
146.299.426,49 2.328.446,94 0,00 355.281,15 148.272.592,28
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 7.227.131,47 249.308,46 0,00 7.476.439,93
2. Geschäfts- oder Firmenwert 49.939.933,61 0,00 0,00 49.939.933,61
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
57.167.065,08 249.308,46 0,00 57.416.373,54
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.062.288,85 15.449,42 0,00 1.077.738,27
2. technische Anlagen und Maschinen 250.710,94 6.533,13 0,00 257.244,07
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.925.213,23 858.389,64 353.612,11 5.429.990,76
6.238.213,02 880.372,19 353.612,11 6.764.973,10
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
200.000,00 0,00 0,00 200.000,00
63.605.278,10 1.129.680,65 353.612,11 64.381.346,64
Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.164.368,87 739.862,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 0,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 441.540,00 86.465,63
1.605.908,87 826.328,07
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.718,90 41.350,39
2. technische Anlagen und Maschinen 24.920,19 10.339,58
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.260.388,56 845.821,23
1.315.027,65 897.511,20
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 80.170.309,12 80.170.309,12
2. Beteiligungen 800.000,00 800.000,00
80.970.309,12 80.970.309,12
83.891.245,64 82.694.148,39

Anteile an verbundenen Unternehmen der Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin *

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital Gezeichnetes Kapital Eigenkapital GJ 2023 ** Ergebnis im GJ 2023 **
TEUR TEUR TEUR
Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin 891 129.388 37.236
Dussmann das KulturKaufhaus GmbH, Berlin 100 % 520 3.396 EAV
Dussmann Kids GmbH, Berlin 100 % 25 546 50
Dussmann Kulturkindergarten gemeinnützige GmbH, Berlin 100 % 25 -453 647
Kinder, Kinder Beruf und Familie gGmbH, Düsseldorf 100 % 50 4.152 243
Dussmann Energy GmbH, Berlin 100 % 25 156 -328
Kursana GmbH, Berlin 100 % 26 140 EAV
Kursana Care GmbH, Berlin 100 % 2.300 4.331 EAV
Kursana Social Care GmbH, Berlin 100 % 26 93.216 7.210
Kursana Seniorenvilla GmbH, Berlin 100 % 2.500 54.402 6.743
Kursana Management und Betriebsgesellschaft mbH, Berlin 100 % 52 5.007 346
Kursana Quartiershaus GmbH, Berlin 100 % 1.000 -2.080 -1.232
Kursana Wohnstift GmbH, Berlin 100 % 26 14.927 1.352
Kursana Wohnstift Fürth GmbH, Berlin 100 % 26 6.572 564
Kursana Ambulanter Pflegedienst GmbH, Berlin 100 % 26 -935 -365
City Büro Service GmbH, Berlin 100 % 26 -11 -11
Kursana AG, St. Gallen, Schweiz 100 % 64 640 -32
Kursana Holding Austria GmbH, Linz, Österreich 100 % 18 8.412 -70
Kursana Residenzen GmbH, Linz, Österreich 100 % 50 -4.389 -2.887
Kursana Gesundheitszentrum Wörgl BetriebsgmbH, Linz, Österreich 100 % 220 5.030 1.129
Dussmann Service Holding GmbH, Berlin 100 % 102 81.901 EAV
Dussmann Service Deutschland GmbH, Berlin 100 % 2.100 20.998 EAV
Dussmann Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbH, Berlin 100 % 26 83 EAV
DTC Sicherheit GmbH, Frankfurt am Main 100 % 25 11 -1
Schneider Personalleasing GmbH & Co. KG, Berlin 100 % 26 -1.234 -15
Dussmann Speidel Elektro GmbH, Berlin 100 % 25 -138 EAV
Speidel Elektrodienstleistungen GmbH, Göppingen 100 % 25 -29 730
Chargemaker GmbH, Frankfurt am Main 50 % 30 -5.275 -2.303
Code Blue GmbH, Frankfurt am Main 45 % 25 808 -417
Schneider Personalleasing Verwaltung GmbH, Berlin 100 % 26 71 5
Dussmann Industrial Automation GmbH, Berlin 100 % 25 -178 -199
DUSSMANN Service S.à r.l., Luxemburg 100 % 224 15.081 6.359
Dussmann LAVADOR S.à r.l., Luxemburg 100 % 980 7.170 1.690
Culinaris Dussmann Service S.à.r.l. & Co. KG, Luxemburg 100 % 2 -1 0
DUSSMANN SECURITY S.a r.l., Luxemburg 100 % 50 2.806 495
Dussmann CATERING S.à r.l., Luxemburg 100 % 150 5.945 2.740
Dussmann Service S.r.l., Mailand, Italien 100 % 20.600 141.393 30.831
Steritalia S.p.a., Umbertide, Italien 100 % 500 2.680 467
Dussmann Solutions Srl, Mailand, Italien 100 % 20 344 53
Securducale Vigilanza S.R.L., Parma, Italien 100 % 50 11 -131
Kursana Italia S.r.l., Mailand, Italien 100 % 1.000 962 -12
P. Dussmann Gesellschaft m.b.H., Linz, Österreich 100 % 1.000 17.040 1.721
JANUS Gruppe Ges.m.b.H., Österreich 100 % 35 13.971 2.234
Dussmann Service s.r.o., Prag, Tschechien 100 % 3.377 2.856 200
P. DUSSMANN Security s.r.o., Prag, Tschechien 100 % 3 14 -1
P. Dussmann Kft., Budapest, Ungarn 100 % 255 8.086 309
Dussmann Service AG, Zürich, Schweiz 100 % 1.372 2.846 919
P. Dussmann Eesti Osaühing, Tallinn, Estland 100 % 83 972 328
UAB "Dussmann Service", Vilnius, Litauen 100 % 281 4.769 1.512
Dussmann Polska Sp. z o. o., Warschau, Polen 100 % 362 5.499 468
Dussmann Service Polska Sp. z o. o., Warschau, Polen 100 % 1 1.424 562
Net Service S.A., Warschau, Polen 100 % 86 2.155 590
P. Dussmann Serv Romania SRL, Bukarest, Rumänien 100 % 1.535 315 46
P. Dussmann Security Serv SRL, Bukarest, Rumänien 100 % 0 -525 -72
Dussmann Ajlan & Bros Holding Company LLC, Riad, Saudi-Arabien 51 % 3 -16 -19
Dussmann Ajlan & Brother LLC, Riad, Saudi Arabien *** 49 % 3.529 -4.432 -3.039
Dussmann Gulf LLC, Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate 100 % 65 5.536 1.445
P. Dussmann Vietnam Co. Ltd, Hanoi, Vietnam 100 % 2.625 924 124
Dussmann Technical Solutions GmbH, Frankfurt am Main 100 % 25 942 EAV
Dresdner Kühlanlagenbau GmbH, Dresden 100 % 1.023 3.840 EAV
Hebo Aufzugstechnik GmbH, Berlin 100 % 25 1.106 117
K.E.D. Kälte- und Klimatechnik GmbH, Bischofsmais 100 % 225 5.312 -40
neogramm GmbH, Mannheim **** 25 % 43 71 466
Dussmann Holdings Ltd, Dublin, Irland 100 % 50 25.418 12.185
Specialist Technical Engineering Services Unlimited Company, Waterford, Irland 100 % 0 16.466 15.310
STS D&V NV, Gemeente Olen, Belgien 100 % 62 -5.326 -867
STS Denmark ApS, Kopenhagen, Dänemark 100 % 7 -64 -45
STS Specialist Technical Engineering Services B.V., Amsterdam, Niederlande 100 % 5 -1.933 -12
STS Elektromechanische Anlagenbau GmbH, Frankfurt am Main 100 % 25 604 2.052
STS Group Switzerland AG, Basel, Schweiz 100 % 151 9.287 5.241
STS Specialist Technical Services UK Ltd., London, Großbritannien 100 % 0 2.959 426
Specialist Technical Services Sweden AB, Stockholm, Schweden 100 % 538 859 461
STS Buhindi W.L.L, Bahrain, Bahrain 49 % 47 -21 -239

* Alle Angaben basieren auf den Einzelabschlüssen nach HGB
** EAV = TEUR 0 wegen Ergebnisabführung
*** Einzelabschluss nach IFRS
**** Jahresabschluss 2022 der neogramm GmbH & Co.KG

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, (im Folgenden "Dussmann Stiftung & Co. KGaA") fungiert innerhalb der Dussmann Group als zentrale Holdinggesellschaft und ist mittel- und unmittelbar an den operativen Geschäftseinheiten in den Geschäftsbereichen Dussmann Service, Dussmann Technical Solutions, Kursana (Seniorenbetreuung und Pflege), Dussmann Kids und Dussmann das KulturKaufhaus beteiligt.

In aktuell 21 Ländern bieten rund 68.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren Kunden unsere Dienstleistungen an. Diese umfassen Angebote im infrastrukturellen und technischen Facility- Management, im Catering, in der Betreuung und Pflege von Senioren sowie Kindern und Aktivitäten im Anlagenbau und technischen Services, in den Gewerken Elektrotechnik, Aufzugstechnik und Kälte- und Klimatechnik. Darüber hinaus betreibt die Dussmann Group in Berlin ein Kaufhaus für kulturelle Medien, Dussmann das KulturKaufhaus.

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die Aufgabe der Dussmann Stiftung & Co. KGaA als Holding der Dussmann Group stellt die strategische und kaufmännische Führung der Dussmann Group sowie die Übernahme der Managementfunktionen zur Steuerung, Koordination und Verwaltung der von ihr gehaltenen Beteiligungen dar. Die Umsatzerlöse der Gesellschaft wurden im Wesentlichen durch die Belastung von Managementleistungen und IT-Infrastrukturaufwendungen an ihre unmittelbaren und mittelbaren Beteiligungen erzielt. Da die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage als Holdinggesellschaft maßgeblich von der Entwicklung der gehaltenen Beteiligungen abhängig ist, wird nachfolgend auf die wesentlichen Geschäftsbereiche und deren Entwicklungen eingegangen.

Mit Dussmann Service ist die Dussmann Group im Geschäftsfeld der Facility-Management- Dienstleistungen national und international tätig. Die Aktivitäten der Dussmann Group im Geschäftsbereich Care & Kids umfassen die Seniorenbetreuung und -pflege im Geschäftsfeld Care (Kursana) sowie die Kinderbetreuung im Geschäftsfeld Kids. Der Geschäftsbereich Dussmann das KulturKaufhaus ist vor allem im stationären Handel von Büchern und anderen Medien tätig und betreibt einen Online-Shop. Der Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions (DTS) umfasst die Aktivitäten im Anlagenbau und im technischen Service. In diesen Bereich fallen sämtliche Aktivitäten der STS-Group sowie die Aktivitäten im Aufzugsbau und der Kälte- und Klimatechnik.

Der Geschäftsbereich Dussmann Service erbringt als Facility-Management-Anbieter eine Vielzahl von Dienstleistungen aus einer Hand: Gebäudetechnik, Gebäudereinigung, Sicherheits- und Empfangsdienste, Betriebs- und Werksfeuerwehr, Wäscherei-Leistungen, kaufmännisches Gebäudemanagement sowie die Sterilgutversorgung von Krankenhäusern. Ein weiteres bedeutendes Geschäftsfeld sind Catering-Leistungen. In Deutschland, Italien, Luxemburg und Österreich zählt die Dussmann Group seit Jahren zu den führenden Facility-Management- und Food Service-Anbietern. In zehn weiteren Ländern nutzt Dussmann die lokalen Wachstumsmöglichkeiten im Facility-Management- und Catering-Sektor. Die Dussmann Speidel Elektro GmbH ist ein Tochterunternehmen der Dussmann Service in Deutschland. Fokus der Geschäftstätigkeit ist die Elektro- und Kommunikationstechnik.

Der Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions vereint die Dussmann-Spezialisten für den Anlagenbau und den technischen Service. Damit bietet DTS Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von technischen Anlagen an, von Ingenieurleistungen und Planung, über die Errichtung, Inbetriebnahme, Wartung, Reparatur bis zum Betrieb.

Um auf die wachsende Nachfrage nach Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu reagieren, betreibt die Dussmann Group im Geschäftsfeld Kids, häufig in Kooperation mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen, betriebsnahe Kindergärten in Deutschland. Dabei wird neben flexiblen Öffnungszeiten insbesondere Wert auf die frühkindliche Förderung gelegt. Die Kindergärten bieten neben kulturellen Schwerpunkten u.a. auch zweisprachige Förderungskonzepte an.

Kursana ist in Deutschland seit fast 40 Jahren einer der führenden privaten Anbieter von Dienstleistungen für Senioren. Der Qualität der Pflege und Betreuung, sowie der Immobilien und ihrer Ausstattung kommt hierbei eine große Bedeutung zu. Kursana unterhielt und managte zum 31. Dezember 2023 insgesamt 100 Einheiten in Deutschland. Zwei weitere sind in Bau bzw. Planung. Außerhalb von Deutschland betreibt die Kursana noch drei weitere Einheiten in Österreich und in der Schweiz, davon zwei Seniorenresidenzen und ein Belegklinikum.

Das KulturKaufhaus in Berlin ist seit 1997 ein Geschäftsfeld der Dussmann Group. Es führt auf über 7.500 Quadratmetern eines der größten Buch -, Musik- und Film-Sortimente in Europa sowie ausgewählte Papeterie und Accessoires. Mit regelmäßigen Veranstaltungen ist es eine Institution im Berliner Kulturbetrieb. Fast 15 Millionen Produkte sind vor Ort und online verfügbar. Um die größte Auswahl von relevanten Inhalten aus Kultur und Wissen jederzeit verfügbar und erlebbar zu machen, setzt das KulturKaufhaus eine Omni-Channel-Strategie um, bei der digitale sowie stationäre Angebote und Services entwickelt und erlebbar werden. Mit der Weiterentwicklung des Online-Stores und dem Ausbau des Firmenkundengeschäftes wurde diese Strategie auch in 2023 wesentlich vorangetrieben.

Steuerungssystem

Die Dussmann Group und damit auch die Dussmann Stiftung & Co. KGaA werden über ein gruppeneinheitliches Berichtswesen gesteuert. Wichtigste Kennzahlen für die Steuerung des Konzerns sind dabei die Umsatzerlöse, das EBTA 1 , das EBITDA 2 und die EBITDA-Marge, das Betriebsergebnis sowie das Konzernjahresergebnis. Das aktive Working Capital Management sowie die Vertriebssteuerung über gruppenweite KPI-Systeme ergänzen diese Steuerungskennzahlen.

Für die Holdinggesellschaft Dussmann Stiftung & Co. KGaA selbst besitzen diese vorgenannten Kennzahlen jedoch nur eine nachrangige bzw. indirekte Bedeutung, da diese Gesellschaft vor allem über ein Leistungs- und Kostencontrolling sowie die Tochtergesellschaften über ein entsprechendes Beteiligungscontrolling gesteuert werden.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Entwicklung der Holdinggesellschaft und der von ihr geführten Tochtergesellschaften in Deutschland wurde in 2023 von folgenden gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen beeinflusst.

Die deutsche Wirtschaft war im gesamten Jahresverlauf 2023 von einer wirtschaftlichen Stagnation bei gleichzeitig hohen, wenn auch im Jahresverlauf rückläufigen Inflationsraten geprägt. Ursächlich für diese schwächer als zu Jahresbeginn allgemein erwartete Entwicklung waren vor allem die Nachwirkungen der massiven Kaufkraftverluste im Zuge der Energiepreiskrise, die den privaten Konsum geschwächt haben. Hinzu kommen die deutlich geringere Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft sowie die dämpfenden Effekte der geopolitischen Spannungen und Krisen.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland beeinflussen die Konjunktur negativ. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im ersten Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort.

Im Jahr 2023 sind die Verbraucherpreise nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 5,9% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Durch den Krieg in der Ukraine stiegen die Energiepreise in Deutschland auf Rekordniveau an und dadurch steigen auch die Produktions- und Lebenshaltungskosten.

1 EBTA: Gewinn vor Steuern und Abschreibungen Firmenwerte
2 EBITDA: Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Abschreibungen Firmenwerte

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen stieg im Dezember um 12,3 % im Vergleich zum Vorjahresmonat. Das Insolvenzgeschehen bleibt dynamisch und wird sich auch in den nächsten Monaten nur in Richtung weiter steigender Zahlen entwickeln. Nach wie vor liegen die Unternehmensinsolvenzen mit -4,4 % leicht unter dem Vor-Corona-Mittelwert der Jahre 2016- 2019.

Bisher hat sich die schlechte Stimmung zwar nur geringfügig auf die Arbeitslosigkeit niedergeschlagen. Doch Arbeitsmarktforscher rechnen damit, dass sich das ändern könnte. Im Jahresdurchschnitt waren trotz Konjunkturflaute im vergangenen Jahr so viele Menschen erwerbstätig wie noch nie. Im Schnitt gingen knapp 46 Millionen Menschen einer Arbeit nach, teilte das Statistische Bundesamt Anfang 2024 nach vorläufigen Berechnungen mit.

Der Rückgang der Baukonjunktur setzt sich weiter fort. Der Umsatz ging in 2023 real um 5,3 % zurück und auch im kommenden Jahr wird von einem weiteren Minus ausgegangen. Verantwortlich hierfür bleibt der Wohnungsbau, der in 2023 um 11 % zurück ging und 2024 mit - 13 % seinen Sinkflug fortsetzen wird. Die gestiegenen Material- aber auch die deutlich gestiegenen Finanzierungskosten haben im Wohnungsbau ihre Spuren hinterlassen. Damit rückt das Ziel der Ampel-Koalition von 400.000 Wohneinheiten pro Jahr in unrealistische Ferne. Der Wirtschaftshochbau wird durch die Zinsentwicklung und die Energiepreise deutlich eingebremst. Die Nachfrage bleibt insgesamt schwach gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt sind im Jahr 2023 rund 1,3 Millionen Quadratmeter neue Flächen auf den Markt gekommen, was einem Rückgang von 27 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Nur in Frankfurt wurden etwas mehr Büroflächen als im Vorjahr fertig, in allen anderen Märkten war ein Minus zu verzeichnen.

Die Entwicklung des deutschen Facility-Management-Marktes hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur ab. Der Markt wird von mehrjährigen Verträgen und von immobilienbezogenen Dienstleistungen dominiert, so dass eine kurzfristige Reduzierung von Dienstleistungen in Zeiten der Konjunkturschwäche nur bedingt möglich ist. Des Weiteren ist der Facility-Service-Markt durch eine große Heterogenität geprägt.

Die Facility-Service-Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz prognostizieren für 2023 ein Umsatzwachstum von 6,6 %. Der Ausblick der Branche ist aber durchwachsen: Auf der einen Seite gewinnt das Facility Management im Zuge der ESG-Berichtspflichten und des Bedarfs an einem nachhaltigeren Betrieb von Gewerbeimmobilien deutlich an Bedeutung. Auf der anderen Seite zeigen viele Auftraggeber Zurückhaltung bei Investitionen und verstärktes Kostenbewusstsein.

Ein besonders hohes Potenzial für die Zukunft sehen die Branchenunternehmen dabei in den Gewerken Energiemanagement, Optimierung der Gebäudeautomation sowie der Gebäudetechnik. Unter den infrastrukturellen Services sehen die Dienstleister das größte Wachstumspotenzial in der Gebäudereinigung sowie bei den Catering-Services. Die Dekarbonisierung der Gewerbeimmobilien und die Corona bedingt beschleunigte Nutzungsveränderung stellen Betreiber vor einen größeren Transformationsbedarf. Um die zunehmende Komplexität des Immobilienbetriebs in den Griff zu bekommen, bündeln insbesondere größere Auftraggeber Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten im Facility Management bei einem oder wenigen Dienstleistern. Die führenden Anbieter reagieren hierauf mit einer Ausweitung des Leistungsangebots und des Service Managements.

Der Trend zur Bündelung von Dienstleistungen, auch mit Integriertem Facility-Management beschrieben und häufig über mehrere Länder hinweg, setzt sich fort. Dussmann Service bearbeitet die länderübergreifenden Ausschreibungen über ein zentrales internationales Vertriebsteam.

Die Dussmann Group ist mit ihrem Geschäftsfeld Care (Kursana) in der Pflege und Betreuung von Senioren tätig. Die demografisch bedingte Alterung der Gesellschaft in Deutschland eröffnet auch eine langfristig wachsende Nachfrage nach stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflege. Gleichzeitig stellt diese Entwicklung den Pflegemarkt auch vor verschiedene Herausforderungen. Zentral ist der Mangel an Fachkräften im Pflegebereich. Dieser sowie die regulatorischen Einflüsse auf die Lohnpolitik führten auch in 2023 zu massiv steigenden Lohnkosten. Verbunden mit steigenden Sachkosten, wie Pachten, Energie und Material sowie die nur zögerliche Berücksichtigung dieser Kostenentwicklungen durch die Kostenträger führte diese andauernde Entwicklung zu einer Welle von Insolvenzen in der Branche. Konjunkturelle Einflüsse spielen in diesem Markt eine vergleichbar geringe Rolle.

Der grundsätzlich positive Wachstumstrend der Branche wird weiter durch die Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung gestützt. So wird erwartet, dass der Anteil der Bevölkerung mit einem Alter über 65 Jahren bis zum Jahr 2030 in Deutschland um knapp 13 % zunehmen wird.

Zu Beginn des Jahres 2023 gibt es in Deutschland 11.683 vollstationäre Pflegeheime mit insgesamt 918.084 Plätzen für die Altenpflege. Im Januar 2023 befanden sich 229 Pflegeheime im Bau und 319 in Planung. Im Gegensatz zur ambulanten Pflege ist der Markt der vollstationären Alten- und Pflegeheime überwiegend freigemeinnützig geprägt. Rund 53 % aller Pflegeheime befinden sich in der Trägerschaft freigemeinnütziger Träger, zu denen insbesondere die großen Wohlfahrtsverbände wie Diakonie, Caritas oder DRK zählen. Pflegeheime kommunaler Anbieter machen nur rund 4 % aller Pflegeheime aus, während private Betreiber rund 43 % aller Pflegeheime stellen.

Zunehmende Insolvenzen haben die Pflegelandschaft im Jahr 2023 deutlich geprägt - auch große Namen sind durch das Tariftreuegesetz und inflationsbedingte Kostensteigerungen in Bedrängnis geraten. Gerade Meldungen über Neugründungen gehen zwischen all den beunruhigenden Nachrichten unter und die fragmentierte Marktstruktur erschwert es, sich ein vollständiges Bild von der aktuellen Marktsituation zu machen.

Der Einzelhandel in Deutschland, zu dem auch Dussmann das KulturKaufhaus zählt, hat nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 real (preisbereinigt) 3,3 % weniger Umsatz erwirtschaftet als im Jahr 2022. Der reale Umsatz im Einzelhandel mit Nicht- Lebensmitteln sank im Jahr 2023 um 3,1 % gegenüber 2022, womit die reale Umsatzentwicklung erstmals seit 2013 rückläufig war.

Im Buchhandel konnten alle Vertriebswege zusammen ihre Einnahmen im Vorjahresvergleich um 2,9 % steigern. Das zeigt der Branchen-Monitor Buch des Börsenvereins. Im Buchhandel vor Ort wird der Umsatzzuwachs von 2,8 % ebenfalls von den Preissteigerungen getragen. Um 5,1 % höhere, durchschnittlich gezahlte Preise und rückläufige Absätze von 2,2 % bilden die Komponenten dieses Ergebnisses. Im Schnitt 15,01 Euro war den Kundinnen und Kunden ein gekauftes Buch wert. Im Sortiment wurden mit Hard- und Softcovern Erlössteigerungen von 3,5 % erzielt, Taschenbücher brachten 1,7 % mehr ein und Kalender erzielten 4,4 % höhere Umsätze.

Die internationalen Krisen haben auch Italiens Wirtschaft in 2023 belastet. Die Wirtschaft wuchs in 2023 um 0,7 % und es wird auch für 2024 ein geringes Wachstum von 0,8 % erwartet. Neben den Tendenzen, die mit der Verlangsamung des Welthandels und den Auswirkungen der restriktiven Geldpolitik zusammenhängen, gibt es auch wichtige inländische Faktoren, die das Wachstumstempo in Italien bremsten. Die Konsumschwäche der privaten Haushalte hielt auch in 2023 an. Dies ist auf das hohe Preisniveau und den Kaufkraftverlust aufgrund der Lohnentwicklung sowie auf das Nachlassen der expansiven Wirkung des 110-Prozent- Superbonus Konzeptes zurückzuführen. Angesicht des geringen Spielraums für eine expansive Politik sind nach der Finanzierung der öffentlichen Aufträge und der notwendigen Ausgaben die Mittel für neue Fördermaßnahmen begrenzt.

Österreichs Wirtschaftsleistung schrumpfte im Jahr 2023 um 0,8 %. Damit entwickelte sich die Wirtschaft Österreichs deutlich schwächer als jene der Eurozone und sogar schlechter als jene Deutschlands. Der starke Anstieg der Kreditzinsen und Baukosten führten 2023 zu einem Rückgang der Bruttowertschöpfung im Bausektor um 1,5 %. Für 2024 wird ein weiterer Rückgang erwartet. Nach einer Stagnation des privaten Konsums im Jahr 2023 ermöglichen Reallohnsteigerungen ein deutliches Plus beim privaten Konsum im Jahr 2024. Durch die erwartete Verbesserung der internationalen Konjunktur wird für 2024 mit einem Plus beim Warenexport gerechnet.

Die luxemburgische Wirtschaft schrumpfte im zweiten und dritten Quartal 2023. Insgesamt ist die Wirtschaftstätigkeit im Jahr 2023 um 0,8 % zurückgegangen. Dies ist hauptsächlich auf den Rückgang der Finanzdienstleistungen und des Bausektors zurückzuführen. Der private Konsum, der durch die sinkende Inflation und die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen sowie den Staatsverbrauch gestützt wurde, führte zu einem Anstieg der Binnennachfrage. Die Wirtschaftstätigkeit soll sich 2024 mit einem BIP-Wachstum von 1,3 % erholen, so die Prognose. Der private Verbrauch dürfte durch den nachlassenden Inflationsdruck, steigende Löhne, die Senkung der persönlichen Einkommensteuer, die Auswirkungen des staatlichen Unterstützungspakets "Solidaritéitspak 3.0" und eine moderate Lockerung der Finanzierungsbedingungen über den Prognosehorizont hinweg gestützt werden.

Der Mangel an Fachkräften macht sich in allen Geschäftsbereichen, in denen die Dussmann Group tätig ist, sowohl in Deutschland als auch den meisten Auslandsmärkten weiter deutlich bemerkbar. Es wird zunehmend schwieriger, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Besonders gravierend ist dieses Problem in technischen Berufen und im Pflegebereich. Aber auch Arbeitsplätze für ungelernte oder angelernte Arbeitskräfte zu besetzen, stellt sich zunehmend herausfordernder dar. Die Dussmann Group reagiert auf diesen Trend, indem sie unter anderem Kooperationen mit Bildungsträgern schließt und qualifizierte Ausbildungsprogramme durchführt, um bereits frühzeitig geeignete Mitarbeiter zu entwickeln. Des Weiteren wird durch vielfältige Maßnahmen in die Arbeitgebermarke investiert, um die Dussmann Group im Wettbewerb um Talente attraktiv zu positionieren.

Geschäftsverlauf

Im Berichtsjahr lag das Beteiligungsergebnis mit 73,9 MEUR über unseren Erwartungen. Die Erhöhung ist dabei vor allem auf einmalige Erträge aus einer Dividende zurückzuführen, welche im Rahmen der Gewinnabführung seitens der Kursana GmbH an die Dussmann Stiftung & Co. KGaA geflossen sind. Gegenläufig entwickelten sich aufgrund der gestiegenen Zinsen das Finanzergebnis, aufgrund einer Risikovorsorge für eine ehemalige Tochtergesellschaft im Ausland das neutrale Ergebnis sowie das Betriebsergebnis. Das Betriebsergebnis liegt im Wesentlichen auch aufgrund höherer Geschäftsführungskosten und höherer Wertberichtigungen auf Forderungen moderat unter unseren Erwartungen.

Infolge des deutlich gestiegenen Beteiligungsergebnisses konnte aber mit 37,2 MEUR ein Jahresergebnis auf Vorjahresniveau und damit deutlich über der Planung erzielt werden.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Ertragslage

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft ist im Berichtsjahr durch ein deutlich höheres Beteiligungsergebnis geprägt, was im Wesentlichen auf gestiegene Erträge aus der Gewinnabführung der Kursana GmbH zurückzuführen ist. Aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus im Jahr 2023 entwickelte sich das Finanzergebnis gegenläufig. Das Betriebsergebnis entwickelte sich aufgrund des Aufbaus der Holdingaktivitäten sowie der Übernahme von bisher von den Tochtergesellschaften erbrachten Leistungen negativ. Der Kostenanstieg wurde nur zum Teil an die Tochtergesellschaften weiterbelastet, so dass trotz des deutlich gestiegenen Beteiligungsergebnisses das Jahresergebnis auf dem Vorjahresniveau liegt.

2023 2022 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse 33.959 29.630 +4.329
Materialaufwand 10.793 9.821 +972
Personalaufwand 26.340 22.516 +3.824
Abschreibungen 1.130 921 +209
Sonstige betriebliche Aufwendungen, Sonstige Steuern (ohne neutrale Aufwendungen) 25.966 21.073 +4.893
Betriebsaufwand 64.229 54.331 -9.898
Sonstige betriebliche Erträge (ohne neutrale Erträge) 1.003 1.643 -640
Betriebsergebnis -29.267 -23.058 -6.209
Beteiligungsergebnis 73.946 59.157 +14.789
Finanzergebnis -4.631 -1.358 -3.273
Neutrales Ergebnis -1.768 3.033 -4.801
Ergebnis vor Ertragsteuern 38.280 37.774 +506
Ertragsteuern -1.044 -93 -951
Jahresüberschuss 37.236 37.681 -445

Die Umsatzerlöse werden durch die Erbringung von Management- und Serviceleistungen an Tochtergesellschaften erwirtschaftet. Diese betreffen unter anderem die Personalbetreuung, steuerliche und rechtliche Beratung, Marketing- und Werbedienstleistungen, die Entsendung von Geschäftsführern in die Tochtergesellschaften sowie die Bereitstellung wichtiger IT-Applikationen sowie den Betrieb des Dussmann internen Schulungszentrums in Zeuthen.

Die Materialaufwendungen stehen vor allem im Zusammenhang mit dem Einkauf von IT- Dienstleistungen, welche an die Tochtergesellschaften im Rahmen der Leistungsverrechnung weiterbelastet werden. Der Anstieg des Materialaufwandes ist im Wesentlichen auf den Start von IT-Projekten im Berichtsjahr zurückzuführen.

Der Anstieg der Personalaufwendungen ist auf neu besetzte Positionen (plus 60 gegenüber dem Vorjahr) in strategisch wichtigen Bereichen, den Ausbau der IT-Dienstleistungen sowie allgemeine Gehaltssteigerungen zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen aufgrund der Übernahme der Betreuung des Schulungszentrums in Zeuthen und damit einhergehenden höheren Mietaufwendungen, höheren Strom- und sonstigen Mietnebenkosten, höheren Einzelwertberichtigungen auf Forderungen und höheren Geschäftsführungskosten über denen des Vorjahres.

Das deutlich verschlechterte Finanzergebnis ist im Wesentlichen auf das höhere Zinsniveau zurückzuführen. Aufgrund der Erhöhung der Basiszinssätze, erhöhten sich die Zinsaufwendungen gegenüber den verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr.

Das neutrale Ergebnis beinhaltet die wesentlichen einmaligen und aperiodischen Positionen.

Neutrales Ergebnis 2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für die Bildung einer Rückstellung für einen Rechtstreit im Ausland -2.087 0
Umsatzsteuererstattungen 112 232
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 207 2.801
-1.768 3.033

Die laufenden Körperschaftsteueraufwendungen, inklusive Solidaritätszuschlag betrugen im Geschäftsjahr TEUR 50 und die Gewerbesteueraufwendungen TEUR 1.000.

Die Finanzlage stellt sich wie folgt dar:

Kapitalflussrechnung 2023 1)

2023 2022
TEUR TEUR TEUR
Periodenergebnis 37.236 37.681
+ Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 1.130 921
+/- Zunahmen/Abnahme der Rückstellungen 1.774 -3.702
-/+ Gewinne/Verluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens -7 1
- Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -12.885 -766
+/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 14.812 -1.999
- Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen -76.199 -59.158
+ Zinsaufwendungen 5.031 2.109
= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit -29.108 -24.913
+ Einzahlungen aus Abgängen des Anlagevermögens 9 0
- Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -2.328 -1.855
- Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen von Finanzdispositionen -28.206 -20.867
+ Einzahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen im Rahmen von Finanzdispositionen 5.000 10.963
+ Einzahlungen aus Ergebnisabführungsverträgen 61.411 66.813
+ Erhaltene Zinsen 8.529 1.620
= Cashflow aus der Investitionstätigkeit 44.415 56.674
- Entnahmen der Komplementärin -18.017 -40.238
+ Einlagen der Komplementärin 1.035 2.535
+ Einzahlungen aus Krediten an/von verbundene Unternehmen 22.874 12.047
- Gezahlte Zinsen -13.560 -3.729
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -7.668 -29.385
+/- Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands 7.639 2.376
= Finanzmittelbestand Anfang des Geschäftsjahres 52.488 50.112
Finanzmittelbestand Ende des Geschäftsjahres 60.127 52.488

1) Die Kapitalflussrechnung ist für den Cash Flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode dargestellt.

Der Finanzmittelbestand setzt sich aus dem Kassenbestand und Bankguthaben bei Kreditinstituten zusammen. Der Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 29.108 TEUR, was gegenüber dem Vorjahresstichtag eine Verringerung von 4.194 TEUR darstellt.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit wurde im Berichtsjahr vor allem durch Einzahlungen aus der teilweisen Tilgung des Darlehens an DIV Dussmann Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Liegenschaften KG, Berlin und den Einzahlungen aus den deutlich höheren Einzahlungen aus Zinsen bestimmt. Die Auszahlungen an Tochtergesellschaften im Rahmen der konzerninternen Darlehensgewährung betreffen im Wesentlichen Auszahlungen an die Dussmann Service Holding GmbH, Berlin. Die Investitionen in Sachanlagen liegen auf Vorjahresniveau und betreffen im Wesentlichen IT-Hardware und IT-Software.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit liegt aufgrund der gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Entnahmen der Komplementärin über dem Vorjahresniveau. Die Entnahmen der Komplementärin betrugen im Berichtsjahr brutto 18.017 TEUR (Vorjahr: 40.238 TEUR).

Das Ziel des in der Unternehmensgruppe zentral überwachten Finanzmanagements liegt in der laufenden Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel unter Wahrung des Grundsatzes der Optimierung des Zinsergebnisses, der Sicherstellung stabiler Bilanzkennzahlen, sowohl mit Blick auf das Rating der Einzelgesellschaften als auch das der Gruppe, sowie der Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit der Unternehmensgruppe.

Die Finanzierung und Liquiditätssicherung der Dussmann Group erfolgt, mit Ausnahme der Landesgesellschaft in Italien, überwiegend durch die Dussmann Stiftung & Co. KGaA. Dazu bedient sie sich eines Finanzierungsrahmens mit einer Bankengruppe auf Basis einer bis 2027 laufenden Konsortialfinanzierung mit einer ESG-Zinskomponente und weiteren bilateralen Linien. Den Konzerngesellschaften werden neben der Finanzierung durch konzerninterne Darlehen gegebenenfalls Kredit- und Avallinien im Rahmen der Konsortialfinanzierung lokal zur Verfügung gestellt.

Mit den wichtigsten deutschen Konzerngesellschaften bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen. Durch diesen automatischen Liquiditätsausgleich werden Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Minimierung des Fremdfinanzierungsvolumens der Dussmann Stiftung & Co. KGaA verwendet. Bei den übrigen Tochtergesellschaften erfolgen die Finanzierung bzw. das Liquiditätspooling regelmäßig über Dividenden und interne Darlehen.

Die Finanzierung des langfristig gebundenen Vermögens der Dussmann Stiftung & Co. KGaA wird durch das Eigenkapital sowie mittelfristige Darlehensverträge sichergestellt. Aus der Struktur des Geschäftes heraus werden kurzfristig kündbare Kreditlinien im Verlauf des Jahres temporär in Anspruch genommen, wodurch die Gesellschaft befähigt wird, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Bei durchgängig hoher Nettoliquidität im Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft jederzeit gegeben.

Auf die im Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung verfügbaren Kreditlinien von 140 MEUR wurden zum 31. Dezember 2023 innerhalb der Betriebsmittelkreditlinie 78 MEUR für sogenannte Ancillary-Linien angerechnet. Diese Ancillary-Linien waren zum 31. Dezember 2023 in Höhe von 5,8 MEUR durch Kontokorrent-, Aval- und Garantieziehungen ausgenutzt. Die Konsortialkreditvereinbarung hat eine Laufzeit bis Dezember 2027.

Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Aktiva TEUR TEUR TEUR
A. Anlagevermögen 83.891 82.694 +1.197
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen gegen verbundene / nahe stehende Unternehmen und Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis 275.515 232.982 +42.533
II. Sonstige Vermögensgegenstände, Vorräte, Wertpapiere 7.672 231 +7.441
III. Kassen, Guthaben bei Kreditinstituten 60.127 52.488 +7.639
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.233 1.144 +89
428.438 369.539 +58.899
Passiva
A. Eigenkapital 129.388 109.134 +20.254
B. Rückstellungen 8.577 6.803 +1.774
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.778 2.627 +151
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 275.862 244.426 +31.436
3. Sonstige Verbindlichkeiten 11.833 6.549 +5.284
428.438 369.539 +58.899

Die Bilanzsumme ist um 58,9 MEUR gestiegen. Auf der Aktivseite ist diese Entwicklung im Wesentlichen aus der Konzerninnenfinanzierung durch einen um 28,2 MEUR gestiegenen Bestand an Forderungen aus Cash-Pooling gegen verbundene Unternehmen und einen um 14,0 MEUR gestiegenen Bestand Forderungen aus Ergebnisabführungen sowie aus um 7,0 MEUR gestiegene Kapitalertragssteuerforderungen und ein um 7,6 MEUR höheres Guthaben bei Kreditinstituten verursacht.

Auf der Passivseite erhöhten sich aufgrund der Konzerninnenfinanzierung die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 31,4 MEUR sowie das Eigenkapital um 20,3 MEUR. Ebenfalls erhöhten sich die um 5,3 MEUR gestiegenen Umsatzsteuerverbindlichkeiten.

Die Investitionen in das Anlagevermögen bezogen sich wie im Vorjahr im Wesentlichen auf IT- Hardware und Software.

Der Anstieg der Forderungen gegen verbundene und nahestehende Unternehmen im Berichtsjahr ist auf höhere Forderungen aus dem Cash-Pooling (118,3 MEUR; Vorjahr: 90,1 MEUR) sowie auf höhere Forderungen aus Ergebnisabführung (76,2 MEUR; Vorjahr 62,2 MEUR) zurückzuführen. Die Forderungen aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen wurden im Berichtsjahr teilweise getilgt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten liegen um 7,6 MEUR über dem Niveau des Vorjahres.

Der Erhöhung der Rückstellungen ist auf höhere Steuerrückstellungen sowie eine Risikovorsorge für einen Rechtsstreit im Ausland zurückzuführen.

Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr um 20,3 MEUR gestiegen. Aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote aber nur von 29,5 % auf nunmehr 30,2 %.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bezieht sich mit 16,2 MEUR auf gestiegene Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegenüber der Kursana GmbH, Berlin, höhere Cash-Pooling-Verbindlichkeiten gegenüber der Dussmann Service Deutschland GmbH (+6,3 MEUR) und höhere laufende Verbindlichkeiten gegenüber der Kursana GmbH, Berlin (+7,1 MEUR). Gegenläufig entwickelten sich die Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der DUSSMANN SERVICE S.à r.l., Luxemburg (-2,1 MEUR).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten liegen im Wesentlichen aufgrund höherer Umsatzsteuerverbindlichkeiten aus der Organschaft (11,1 MEUR) für den Monat Dezember über denen des Vorjahres.

Erklärung zur Unternehmensführung

Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern in Führungspositionen in Kraft. Es sieht die Festlegung von Zielgrößen für den Frauenanteil in der Geschäftsführung und in den beiden Führungsebenen unterhalb der Geschäftsführung vor.

Für die Dussmann Stiftung & Co. KGaA betrug die erste Zielgröße im Sinne des Gesetzes für den Frauenanteil auf der ersten Führungsebene unterhalb des Konzernvorstands bis 30. Juni 2017 21 %. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Konzernvorstands lag das erste, im Jahr 2015 festgelegte Ziel bei 20 %. Für den Aufsichtsrat wurde keine Quote festgelegt.

Zum gesetzlichen Stichtag 31. Dezember 2023 betrug der Frauenanteil auf der ersten Führungsebene der Dussmann Stiftung & Co. KGaA 23,5 %. Auf der zweiten Führungsebene waren zum 31. Dezember 2023 zu 52,0 % Frauen beschäftigt.

In der Dussmann Stiftung & Co. KGaA soll der Frauenanteil Mitte 2027 auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands mindestens 23 % betragen. Für die zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wird bis dahin ein Frauenanteil von mindestens 50 % angestrebt.

Für paritätisch mitbestimmte Aufsichtsräte sieht das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen ab 2016 für Neubesetzungen eine verbindliche Frauenquote von mindestens 30 % vor. Zum Stichtag 31. Dezember 2023 betrug die Frauenquote bereits rund 40 %. Für den Aufsichtsrat wird bis zum 30. Juni 2027 ein Frauenanteil von mindestens 30 % angestrebt.

Chancen- und Risikobericht

Ständiges Abwägen von Risiken und Chancen ist die Grundlage verantwortungsbewussten unternehmerischen Handelns der Dussmann Group. Risikomanagement ist seit Gründung der Dussmann Group im Jahr 1963 ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken nutzt die Dussmann Group eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehören ein für die ganze Dussmann Group einheitlicher Planungs-, Berichts- und Controllingprozess sowie die regelmäßige Überprüfung der Risikofaktoren durch die Geschäftsbereiche, die Finanzfunktionen in der Holding und die interne Revision.

Mit dem Risikomanagementsystem der Dussmann Group wird über eine gruppenweit einheitliche Methodik eine systematische Risikoidentifikation, -bewertung, - steuerung und - berichterstattung durchgeführt. Dabei werden strategische und operative Risiken, Risiken für die Finanz- und Ertragslage sowie Compliance-Risiken unterschieden. Die Risiken werden dabei regelmäßig dem Vorstand berichtet und im Rahmen der Vorstandssitzungen besprochen. Das Risikomanagement wird dabei definiert als ein fortlaufendes und systematisches Vorgehen, bei dem potenzielle Risiken identifiziert, bewertet und mittels Maßnahmen und Kontrollen gesteuert werden. Die Informationen aus dem Risikomanagement liefern die Grundlage für Entscheidungsprozesse und präzisieren die Planungsgenauigkeit. Die kontrollierte Steuerung von Risiken reduziert Fehlerquoten und die daraus resultierende Arbeitsbelastung.

Ziel des Vorstands der Dussmann Group ist es, operative Risiken unter Wahrung der operativen Chancen auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen. Grundsätzlich besteht für die Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin als Holding das Risiko der fehlenden Ertragskraft ihrer Beteiligungen. Daher bezieht sich das Risikomanagement vor allem auf die Risiken der Tochtergesellschaften. Für die nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführten Risiken (Nettorisikobetrachtung) wurden entsprechend geeigneter Maßnahmen umgesetzt.

Gesamtwirtschaftliche Chancen und Risiken

Insbesondere bei den Lohnkosten ist im Vergleich zu der Zeit vor dem Ukraine-Krieg von weiter anhaltend hohen Steigerungen auszugehen. Auch eine weitere Eintrübung der Konjunktur ist nicht ausgeschlossen.

Da die Aktivitäten der Dussmann Group in Russland und der Ukraine schon vor Jahren aufgegeben worden sind, gibt es keine direkten Effekte aus dem Krieg in diesen Regionen. Da aber viele Kunden auch in beiden Märkten aktiv sind, erwarten wir weiterhin selektiv negative Effekte für die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Dussmann Service. Diese Effekte können beispielsweise Kurzarbeit auf Seiten der Kunden aufgrund von Lieferkettenengpässen oder aber aufgrund von Kosteneinsparungsmaßnahmen sein.

Der seit dem 7. Oktober 2023 währende Nahostkonflikt zwischen Israel und Palästina hat keine direkten Auswirkungen auf die Geschäftsaktivitäten der Dussmann Group.

Operative Risiken

Im Geschäftsbereich Dussmann Service wird operativen Risiken durch konsequente Prüfung potenzieller Aufträge und Auftraggeber vor Auftragsannahme sowie kontinuierliche, zeitnahe und konsequente Überwachung jedes einzelnen laufenden Auftrags auf der Grundlage einer Deckungsbeitragsrechnung und im Rahmen des internen Kontrollsystems begegnet. Laufende Aufträge werden kontinuierlich und konsequent auf Grundlage einer Deckungsbeitragsrechnung und im Rahmen des IKS überwacht. Mit der Zunahme komplexer Dienstleistungen verändert sich das Risikoprofil dieses Bereichs. Langfristige Vertragsbindungen, heterogene Dienstleistungsbilder mit wechselseitigen Abhängigkeiten und Risiken, hoher Investitionsbedarf und Haftungsübernahmen sowie gegebenenfalls komplexe gesellschaftsrechtliche Gestaltungen erfordern ein erhöhtes Risikobewusstsein. Diesem trägt die Dussmann Group durch ein dem Risikoprofil angepasstes System der inhaltlichen und rechtlichen Strukturierung, Kalkulation und Auditierung von Angeboten und Verträgen Rechnung. Die übergreifende Zusammenarbeit im Konzern erfolgt im Rahmen einer Matrix-Organisation.

Um dem Risiko von Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird dem Working Capital Management und Reporting hohe Bedeutung beigemessen und durch ein konzerneinheitliches Treasury-System unterstützt. Unbeschadet der dezentralen Verantwortlichkeit erfolgt ein systematisches zentrales Monitoring. In regelmäßigen Abstimmungen in den Landesgesellschaften und mit der Zentrale werden die offenen Posten überprüft, die durchschnittliche DSO-Kennzahl (Days Sales Outstanding) überwacht und Maßnahmen zur Risikobegrenzung eingeleitet. Debitoren werden ab einer bestimmten Größenordnung bereits vor Vertragsunterzeichnung auf Bonität geprüft und erhalten ein entsprechendes internes Limit. Die Werthaltigkeit der außenstehenden Forderungen wird kontinuierlich überprüft.

Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter im Bereich Dussmann Service wird einerseits durch vielfältige zentrale Schulungsmaßnahmen in unserem Schulungscenter Dussmann Campus sichergestellt. Ferner finden Weiterbildungsveranstaltungen sowie "Training on the job" in Objekten und Niederlassungen statt.

Das Risiko von überdurchschnittlichen Tariflohnerhöhungen und damit nicht kalkulierten Kostensteigerungen, wird in der Regel durch entsprechende Indexklauseln in den Kundenverträgen minimiert, wonach diese erhöhten Kosten an die Kunden weitergereicht werden können.

Aufgrund des hohen Volumens einzelner Kundenaufträge in Italien besteht eine gewisse finanzielle Abhängigkeit von diesen Verträgen. Das Risiko von Kundenverlusten aufgrund von Einsparungen, Insourcing sowie Neuausschreibungen kann sich hier entsprechend negativ auswirken.

Die operativen Risiken im Geschäftsfeld Care (Kursana) beziehen sich insbesondere auf die Standortwahl und die Qualitätssicherung der Pflegedienstleistungen. Risiken folgen aber auch aus dem steigenden Kostendruck der Sozialhilfeträger und der Pflegekassen aufgrund der demographischen Entwicklung. Die erstgenannten beiden Themen sind wesentliche Voraussetzungen für die Gewährleistung einer langfristigen wirtschaftlichen Führung der einzelnen Häuser, die vorrangig von deren Auslastung (Belegung) bestimmt wird. Die Auswahl neuer Standorte von Kursana erfolgt nach einem standardisierten und detaillierten Bedarfsermittlungsverfahren mit einem anschließenden mehrstufigen Entscheidungsprozess. Die Kursana sichert durch ihr zentrales Qualitätsmanagement hochwertige Pflegeplätze und Pflegedienstleistungen, die den steigenden Anforderungen älterer Menschen, und von Menschen mit Demenz, gerecht werden. Risiken bestehen weiterhin durch steigende Personalkosten, bedingt durch den Pflegefachkräftemangel, und/oder weiteren Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, z. B. im Hinblick auf das Pflegestärkungsgesetz PSG III und das dabei vorgesehene Pflegesatzverfahren. Anfang 2020 hat sich die Pflegekommission auf die sukzessive Anpassung des Mindestlohns für Pflegekräfte geeinigt. Ab Juli 2021 galt für Fachkräfte ein Mindestlohn in Höhe von 15,00 EUR, welcher im Mai 2024 auf 19,50 EUR erhöht werden soll. Zudem wurde im neuen Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) festgelegt, dass Pflegeeinrichtungen ab September 2022 ihre Mitarbeiter nur noch nach einem Tarifvertrag, in Anlehnung an einen Tarifvertrag oder in Höhe des Durchschnitts der gemeldeten Tariflöhne in der Region vergüten dürfen. Das Nachweis- und Kontrollsystem für die gezahlten Löhne und die notwendige Berücksichtigung eines Risikoaufschlages ist bisher unklar bzw. es bestehen keine Erfahrungen damit. Diese strukturellen Anpassungen haben Auswirkungen auf das gesamte Lohn- und Gehaltsgefüge sowie die Ertragssituation im Pflegebereich und bringen entsprechende Ergebnisbelastungen mit sich.

Um am Pflegemarkt langfristig erfolgreich agieren zu können, ist es zwingend erforderlich, in den Kursana-Einrichtungen einen einheitlich hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass die Kursana den Anforderungen der Heimaufsicht und des Medizinischen Dienstes (MDS) gerecht wird, hat das zentrale Qualitätsmanagement (ZQM) Qualitätsnormen und Instrumente festgelegt und ein umfassendes Qualitätsmanagementhandbuch erstellt. Dieses Handbuch wird kontinuierlich aktualisiert und verbessert, um sicherzustellen, dass es den aktuellen Anforderungen entspricht. Darüber hinaus wurden das Qualitätscontrolling und die internen Auditierungen weiter ausgebaut und durch eine Branchensoftware zur Bewohnerverwaltung, Pflegedokumentation und Dienstplanung weiter verbessert.

Ebenso werden operative Risiken im Bereich Kursana durch die kontinuierliche Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begrenzt. Diese Qualifizierung wird durch vielfältige zentrale und dezentrale Schulungsmaßnahmen der Kursana Akademie sichergestellt.

Aufgrund des in Deutschland bestehenden Fachkräftemangels vor allem in der Altenpflege, der Kinderbetreuung und der Gebäudetechnik hat die Dussmann Group frühzeitig eine Ausbildungsoffensive gestartet. Um bestehende Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, stehen zahlreiche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden unter anderem flexible und familienfreundliche Teilzeitmodelle angeboten. Insgesamt bleibt die erfolgreiche Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und die Gewinnung ausreichend qualifizierter Fach- und Hilfskräfte ein zentrales Risiko auch im Bereich der Altenpflege.

Risiken im Bereich Dussmann Technical Solutions sind im Wesentlichen Projektrisiken. So können fehlerhafte Kalkulationen oder ungünstige vertragliche Regelungen, z.B. hinsichtlich Preis- und Produktrisiken, bei einzelnen Projekten zu einem negativen Ergebnisbeitrag führen. Diesen Projektrisiken wird durch ein laufendes Projektcontrolling sowie professionelles Projekt- und Risikomanagement Sorge getragen. Durch regelmäßige Schulungen werden den Mitarbeitern die hohen Anforderungen an die Qualitäts-, Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards (QHSE) vermittelt.

Risiken im KulturKaufhaus bestehen im Wesentlichen in der Entwicklung des Standortes Friedrichstraße, dem Ausfall des genutzten Kassensystems sowie teilweise adversen Branchenentwicklungen im Medienhandel, insbesondere getrieben durch die Digitalisierung der Medien. Diesen Risiken wird durch kontinuierliche, zeitnahe und konsequente Überwachung der Kosten, des Sortiments und des Marktauftritts begegnet. Das Kassensystem wird durch Back-up- Systeme ergänzt. Das Produktportfolio wird stetig überarbeitet. Das KulturKaufhaus setzt verstärkt auf eine Kundenansprache über soziale Medien und entwickelt auf Basis seines bereits eingeführten Onlineshops innovative digitale Marketing- und Vertriebsstrategien weiter.

Das Unternehmen berücksichtigt die Risiken im Einkauf vor allem durch ein zentrales Lieferantenmanagement. Dadurch können sowohl gesetzliche Vorschriften, wie diese beispielsweise mit dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz einhergehen, eingehalten als auch einheitliche und optimierte Preis- und Lieferbedingungen erzielt werden.

Die Risiken für die Sicherheit und den Schutz von Daten sowie der Infrastruktur nehmen sowohl auf dem Facility Management-Markt als auch allgemein kontinuierlich zu. Diese Risiken werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Die RZ-Infrastruktur befindet sich in einem ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum. Die dortigen Maßnahmen umfassen u.a. die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall. Auf den Endgeräten befindet sich eine Endpoint Protection, welche von einem SOC 7x24x365 überwacht wird. Weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit der gespeicherten Daten umfassen unter anderem den Kennwortschutz, Zugriffsberechtigungen, Awareness-Maßnahmen und Firewall-Systeme.

Um den steigenden Risiken zu begegnen, ergreift das Unternehmen umfassende Maßnahmen zur Risikosenkung, wie beispielsweise die Absicherung des Netzwerks, das Patchmanagement oder die Ausweitung des ISMS. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass IT-Systeme durch Cyberangriffe beeinträchtigt werden, was zu operativen Beeinträchtigungen und finanzwirtschaftlichen Risiken führen kann.

Zur Erreichung des Zieles der Minimierung finanzieller Risiken wurden folgende Maßnahmen ergriffen:

Liquiditätsrisiken begegnet die Dussmann Group durch ein zentralisiertes Cash-Management. Die Betriebsmittelkreditlinie des Konsortialkredits steht bis Dezember 2027 in Höhe von 140 MEUR zur Verfügung. Diese Finanzierungszusage, die der Dussmann Group darüber hinaus zur Verfügung stehenden bilateralen Bankkreditlinien sowie die bestehende substantielle Nettoliquidität gewährleisten die kurz- und mittelfristige Liquidität.

Den Risiken aus Zinsschwankungen betreffend die kurz- und mittelfristigen Finanzierungen der Gesellschaften wird gegebenenfalls durch Abschluss von Zinssicherungsgeschäften begegnet.

Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der osteuropäischen und asiatischen Tochterunternehmen durch konzerninterne Darlehen. Die diesen Forderungen immanenten Währungsrisiken werden durch weitestmögliche Finanzierung von Tochterunternehmen im eigenen Land in eigener Währung begrenzt. Darüber hinaus bestehende Wechselkursrisiken werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert, um volatilen Marktverhältnissen bei Fremdwährungskursen entgegenzuwirken.

Die Konzernrisiken der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus Haftungsverpflichtungen für von Kreditinstituten an Tochtergesellschaften gewährte Kredite und Vertragserfüllungsbürgschaften. Inanspruchnahmen daraus werden nicht erwartet. Weitere Konzernrisiken bestehen in der Nichterreichung der eigenen Planziele der Tochtergesellschaften, so dass sich die Erträge aus Gewinnabführung verringern können.

Aufgrund der Personalintensität und der dem Dienstleistungsgeschäft immanenten dezentralen Struktur sind gesetzeswidrige Handlungen von Mitarbeitern und Führungskräften nicht vollständig auszuschließen. Der Vorstand der Dussmann Stiftung & Co. KGaA hat neben der Einführung eines Code of Conduct organisatorische Vorkehrungen geschaffen, um Gesetzesverstöße grundsätzlich zu verhindern oder entstehende Unregelmäßigkeiten möglichst frühzeitig aufdecken und ahnden zu können.

Die von der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und vom Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) vorgegebenen regulatorischen Anforderungen an den Datenschutz werden von der Dussmann Group umgesetzt. Es wird regelmäßig geprüft und sichergestellt, dass die in der Dussmann Group vorliegenden Datenverarbeitungen den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden.

Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Dussmann-Datenschutzorganisation ist das Kontrollieren, Dokumentieren, Bewerten und Verbessern der laufenden Prozesse. Die Umsetzung von Maßnahmen nach dem Stand der Technik, die Einschätzung von Verfahren, die Bewertung neuer Technologien, das Hinterfragen bisheriger getroffener Entscheidungen unterliegen stetig einem Optimierungsprozess. Dieser ständige Zyklus trägt wesentlich zum Erhalt und Verbesserung des Datenschutzniveaus bei.

Aktuelle Themenfelder des Datenschutzes sind vor allem die fortlaufende Aktualisierung des Verzeichnisses für Verarbeitungstätigkeiten, die Prüfung von Auftragsverarbeitungsverträgen, die Durchführung und Dokumentation von Datenschutz-Folgeabschätzungen, die datenschutzrechtliche Bewertung der Einführung neuer IT-Systeme / neuer Software, die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf den Umgang mit personenbezogenen Daten sowie die Bearbeitung von Rechten Betroffener.

Die Dussmann Group verfügt über ein Compliance Management System (CMS), das darauf abzielt, rechtmäßiges Handeln ihrer Organe, Führungskräfte und Mitarbeitenden nachhaltig sicherzustellen.

Im Berichtsjahr wurden unter anderem die Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz umgesetzt. Außerdem wurden unsere Mitarbeitenden flächendeckend zu diversen Risikobereichen geschult. In die laufende Weiterentwicklung des CMS fließen auch die Ergebnisse aus Compliance-Audits sowie Erkenntnisse aus gemeldeten Hinweisen auf Verstöße ein.

Die Gesellschaft ist Beteiligter an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten. Auch wenn der Ausgang der Verfahren im Hinblick auf die Unwägbarkeit, mit denen Rechtsstreitigkeiten behaftet sind, nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann, wird sich aufgrund ausreichender bilanzieller Rückstellungen und nach unserer derzeitigen Einschätzung aus keinem der Verfahren ein erheblicher Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ergeben.

Weitere rechtliche oder markttechnische Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken, welche die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen können, sind uns nicht bekannt.

Aufgrund der Abhängigkeit der Gesellschaft von den Geschäftsentwicklungen der von ihr direkt und indirekt gehaltenen Beteiligungen wirken sich positive Geschäftsentwicklungen in den Tochtergesellschaften indirekt auch auf die Entwicklung der Dussmann Stiftung & Co. KGaA aus. Insbesondere ergeben sich Chancen für die Geschäftsentwicklung aus der steigenden Internationalisierung der Kunden, den daraus folgenden grenzüberschreitenden Ausschreibungen und auch im Zuge der ESG-Berichtspflichten und des Bedarfs an einem nachhaltigen Betrieb von Gewerbeimmobilien. Die Dussmann Group ist hierfür gut gewappnet und kann den Kundenanforderungen mit ihrer Präsenz in den wichtigen Märkten und ergänzenden Kooperationen begegnen. Darüber hinaus besteht Entwicklungspotential im weiteren Ausbau der jeweiligen Marktanteile unserer Tochtergesellschaften und dem weiteren Ausbau unserer Gebäudetechnik-Aktivitäten.

Zukünftig wird Technologie eine zunehmend stärkere Rolle im Facility Management spielen, wobei wir den größten Wandel in der Digitalisierung von Prozessen und Lösungen sehen. Dieser Digitalisierungstrend bedarf erheblicher Investitionen in Ressourcen, Projekte und Lösungen, die in einem Markt mit niedrigen Margen nur von finanzstarken Marktteilnehmern getragen werden können. Wir erwarten, dass sich die Anbieterstruktur im Facility Management-Markt hin zu großen, technologiestarken Anbietern weiter verstärkt.

Chancen für den Pflegemarkt ergeben sich im Umfeld eines demographisch bedingt wachsenden Pflegemarktes. Kontinuierliche Expansion durch Eröffnung neuer Einrichtungen und eine leicht steigende Belegungsentwicklung sowie hohe Auslastungsquoten in den einzelnen Einrichtungen können wieder zu Ertragssteigerungen führen und kommende Ergebnisbelastungen insbesondere durch steigende Personalkosten abmildern. Mit dem Angebot großzügiger Zimmer mit gehobener Ausstattung kann sich Kursana von Wettbewerbern im Markt abheben. Stetige Kontrolle der Kosten sowohl in den Betriebsstätten als auch in den Overhead-Bereichen der zentralen Verwaltung sichert die Realisierung von Synergieeffekten. Auch die sich in den politischen Rahmenbedingungen manifestierende Begünstigung ambulanter Pflegeformen und Kurzzeitpflege kann eine Chance darstellen, die von Kursana genutzt wird. So expandiert Kursana im Bereich dieser Versorgungsformen und erweitert das angebotene Leistungsspektrum um neue Wohn- bzw. Versorgungsangebote. Allerdings zeigt die aktuelle Marktentwicklung mit einer zunehmenden Zahl von Insolvenzen von Pflegeheimbetreibern auch Risiken dieses Geschäftsmodells auf. In einem Umfeld mit niedrigen Belegungsquoten, inflationsbedingt stark gestiegenen steigenden Sachkosten und aufgrund nachhaltigem Personalmangels mit staatlichen Eingriffen in die Lohnpolitik und nur zögerlichen Zugeständnissen der Kostenträger bei den Pflegesätzen wird auch in den nächsten Jahren die Konsolidierung im Markt voranschreiten.

Chancen im KulturKaufhaus ergeben sich aus dem Ausbau des Großkundengeschäfts für bestimmte Kundengruppen. Dieser Bereich soll zukünftig stärker in den Fokus rücken und unter anderem Schulen und Kindergärten stärker angesprochen werden. Zudem sehen wir weiter erhebliche Wachstumschancen für unseren Onlineshop.

Gesamteinschätzung der Risiko- und Chancensituation

Nach der Einschätzung des Vorstands bewegt sich die Gesellschaft in einem Chancen- und Risiko-Profil, das typisch und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden ist. Hinsichtlich der erläuterten Risiken und unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten werden keine einzelnen oder aggregierten Risiken erwartet, die die Unternehmensfortführung im Prognosezeitraum 2024 wesentlich gefährden. Der Fortbestand der Dussmann Stiftung & Co. KGaA ist somit unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten nicht gefährdet. Die Gesamtrisiko- und Chancensituation der Dussmann Stiftung & Co. KGaA hat sich im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die direkten und indirekten Folgen der Energie- und Beschaffungskrise, insbesondere durch die sich daraus entwickelnden makroökonomischen rezessiven Tendenzen herausfordernder negativ verändert, ist jedoch weiterhin begrenzt und überschaubar. Zentrale Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2024 ergeben sich weiterhin aus den nachgelagerten Auswirkungen der gestiegenen Inflation in 2023.

Aufgrund der Diversifikation des Leistungsangebotes der Dussmann Group ist davon auszugehen, dass sich das Unternehmen trotz der teilweise schwierigen Rahmenbedingungen im Jahr 2024 stabil entwickelt. Eine abschließende Prognose und Bewertung der Entwicklung der vor allem regulatorischen Entwicklungen im Pflegemarkt kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden.

Prognosebericht

Dieser Prognosebericht und die weiteren Erläuterungen in diesem Lagebericht enthalten Annahmen, Prognosen und Einschätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich künftiger Entwicklungen und Auswirkungen solcher Entwicklungen auf die Ergebnisse der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften für das Geschäftsjahr 2024. Aufgrund der konjunkturellen Entwicklung Europas bedingt durch den Ukraine-Krieges sowie der kritischen Entwicklung im deutschen Pflegemarkt ist es nicht zuverlässig einschätzbar, welche Auswirkungen daraus für die Dussmann Stiftung & Co KGaA im Geschäftsjahr 2024 erwachsen.

Die Geschäftsentwicklung der Dussmann Stiftung & Co. KGaA ist im Wesentlichen von der Entwicklung ihrer Beteiligungen abhängig. Aufgrund der Gewinnabführungsverträge mit der Dussmann Service Holding GmbH, Berlin, der Kursana GmbH, Berlin sowie der Dussmann das KulturKaufhaus GmbH, Berlin wirkt sich deren Geschäftsentwicklung direkt auch auf die Entwicklung der Dussmann Stiftung & Co. KGaA aus. Die Annahmen zu den Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der Beteiligungsgesellschaften basieren insbesondere auf den von den Geschäftsbereichen geplanten Projektstarts und -verlusten, den vorgesehenen neuen Pflegeeinrichtungen, der Belegungsplanung für die bestehenden Pflegeeinrichtungen sowie auf der Pflegesatzentwicklung und der Besucherfrequenz. Darüber hinaus wurden Annahmen zu den Kostensteigerungen bei den branchenbezogenen Personalkosten sowie der Entwicklung der Materialkosten getroffen. Diese Einschätzung halten wir insgesamt für realistisch, jedoch können vielfältige, auch indirekte unvorhergesehene Einflüsse, insbesondere die vorgenannten Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie Unsicherheiten in Bezug auf die weitere makroökonomische Entwicklung, dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung von unseren Erwartungen abweicht. Zu solchen Einflüssen gehören zum Beispiel auch Veränderungen im wirtschaftlichen oder geschäftlichen Umfeld, gravierende Änderungen der relevanten Lohn- und Rahmentarifverträge und Wettbewerbsverzerrungen.

In 2023 konnte insbesondere durch Dividenden der Kursana GmbH, Berlin ein Beteiligungsergebnis über unseren Erwartungen realisiert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir mit einem deutlichen Rückgang der Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und somit einem moderat reduzierten Beteiligungsergebnis. Dies ist im Wesentlichen auf sinkende Dividendeneinnahmen aus der Kursana GmbH, Berlin zurückzuführen. Das führt entsprechend zu einem gegenüber dem Berichtsjahr deutlich reduzierten Jahresergebnis der Dussmann Stiftung & Co. KGaA.

Neben laufenden operativen Investitionen in Software werden wir im Jahr 2024 den Prozess zur Optimierung und Digitalisierung unserer Unterstützungsprozesse fortführen, aber auch der Entwicklung der Digitalisierung der Geschäftsprozesse Rechnung tragen. Hierfür notwendige Investitionen werden in den Folgejahren anfallen und aus dem operativen Cashflow finanziert.

Auch in den kommenden Jahren wird die Dussmann Group mit ihrem diversifizierten Dienstleistungsportfolio, ihrer hohen Professionalität und ihren hohen Qualitätsstandards ihre Marktstellung behaupten, weiterhin Arbeitsplätze schaffen und ihren Kunden ein verlässlicher und innovativer Partner sein.

Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen

Der Vorstand hat einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) erstellt. In diesem Bericht gibt der Vorstand die folgende Schlusserklärung ab:

"Wir erklären, dass die Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, bei allen im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften im Geschäftsjahr 2023 nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Andere Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr nicht getroffen oder unterlassen."

 

Berlin, den 19. April 2024

Wolf-Dieter Adlhoch

Hakan Sant'Ana Lanfredi

Dieter Royal

Renato Spotti

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 19. April 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer

Katharina Woythe, Wirtschaftsprüferin

Auszug aus dem Protokoll der gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Beirat der Dussmann Stiftung & Co. KG am 7.5.2024 um 09.00 Uhr per Videokonferenz

Anwesend sind:
vom Stiftungsrat/ Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann
Beirat Frau Doris Greif
Herr Dieter Haller
Herr Prof. Dr. Roland Koch
Herr Prof. Dr. Rainer Lorz
Herr Maurice Thompson
vom Vorstand: Herr Wolf-Dieter Adlhoch
Herr Renato Spotti
Herr Hakan Lanfredi
Herr Dieter Royal
als Gast von PwC: Frau Katharina Woythe
Herr Philipp Medrow
für das Protokoll: Frau Angelika Hilpert.

Die Stiftungsratsvorsitzende eröffnet um 09.00 Uhr die Sitzung und stellt fest, dass der Stiftungsrat und der Beirat form- und fristgerecht eingeladen wurden. Unterlagen zu den Tagesordnungspunkten I - II wurden mit der Einladung versandt. Hiergegen gibt es auf Nachfrage keine Einwendungen.

Auf Nachfrage erklären die Vertreter des Stiftungsrates und des Beirats einstimmig, dass Sie mit einer einheitlichen Abhandlung der Tagesordnungspunkte des Stiftungsrates und des Beirats einverstanden sind.

Beschlussfassung Stiftungsrat/Beirat zur Konzernbilanz und zum Jahresabschluss 2023

Der Stiftungsrat fasst einstimmig folgende Beschlüsse:

Die Konzernbilanz und die Konzerngewinn- und Verlustrechnung der Dussmann Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2023 werden gebilligt.

Der Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2023, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht wird zustimmend zur Kenntnis genommen. Es wird der Hauptversammlung empfohlen, den Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA festzustellen.

Der Jahresabschluss der Peter Dussmann-Stiftung für das Geschäftsjahr 2023, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Anhang wird festgestellt.

Der Beirat fasst einstimmig folgenden Beschluss:

Der Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KG für das Geschäftsjahr 2023, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht wird festgestellt.

Weiteres war nicht zu beschließen.

Die Sitzung endet um 09.45 Uhr.

 

Catherine von Fürstenberg-Dussmann, Vorsitzende des Stiftungsrates

Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2023

der Dussmann Stiftung & Co. KGaA mit Sitz in Berlin

Im Geschäftsjahr 2023 hat uns der Vorstand der Dussmann Stiftung & Co. KG - diese als persönlich haftende Gesellschafterin - über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge mündlich und schriftlich regelmäßig unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes in seinen Sitzungen ausführlich behandelt. Zusätzlich zu den regulären AR-Sitzungen fanden zwei konstruktive Austausche zwischen Arbeitnehmervertretern und Mitgliedern des Vorstandes statt.

Der von der Dussmann Stiftung & Co. KG aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung, des Lageberichts und Konzernlageberichts der Gesellschaft von der PricewaterhouseCoopers GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft worden. Diese hat jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Berichte von PwC lagen uns vor. Wir haben unsererseits die Jahresabschlüsse und Lageberichte geprüft und beraten. Dem Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse und Lageberichte durch den Abschlussprüfer treten wir aufgrund unserer eigenen Prüfungen bei. Dem Vorschlag der Dussmann Stiftung & Co. KG über die Verwendung des Bilanzergebnisses der Dussmann Stiftung & Co. KGaA schließen wir uns an.

Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht zu erheben und billigen diese. Wir empfehlen der Hauptversammlung, den Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA festzustellen.

 

Berlin, 03. Juli 2024

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates

Prof. Dr. Roland Koch

Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien vom 17.07.2024 in der Friedrichstraße 90, Konferenzraum 6, 7. Etage, 10117 Berlin

I.

Zu dieser ordentlichen Hauptversammlung waren erschienen:

A.

vom Aufsichtsrat der Gesellschaft, bestehend aus

1.

Herrn Professor Dr. Roland Koch, Vorsitzender,

2.

Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann,

3.

Herrn Prof. Dr. Rainer Lorz,

4.

Frau Alexandra Oetker,

5.

Frau Doris Greif,

6.

Herrn Olaf Czernomoriez,

7.

Herrn Wolfang Branoner,

8.

Herrn Dr. Andreas Penk,

9.

Frau Vera Gäde-Butzlaff

10.

Herrn Thomas Bernhard, stellvertretender Vorsitzender,

11.

Herrn Andreas Reetz,

12.

Frau Anja Freuer,

13.

Frau Corinna Hersel,

14.

Frau Iris Beitz,

15.

Herr Thomas Kukla,

16.

Frau Anneliese Wittig,

17.

Herrn Mirko Hawighorst,

18.

Ralf Kugler,

19.

Marvin Lange

die zu 1. und 11. Genannten,

B.

vom Vorstand der Peter Dussmann-Stiftung als Komplementärin der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft, bestehend aus den Herren

1.

Wolf-Dieter Adlhoch,

2.

Renato Spotti,

3.

Hakan Sant' Ana Lanfredi

4.

Dieter Royal

der zu 1. und der zu 4. Genannte. Die übrigen Vorstandsmitglieder ließen sich aufgrund anderer unaufschiebbarer Termine entschuldigen.

C.

von den Kommanditaktionären der Gesellschaft

die in dem in der Hauptversammlung aufgestellten und ausgelegten, bei der Gesellschaft verwahrten Verzeichnis aufgeführten Kommanditaktionäre und Kommanditaktionärsvertreter.

II.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Professor Dr. Roland Koch, eröffnete die Hauptversammlung um 10.32 Uhr und übernahm als Vorsitzender des Aufsichtsrats den Vorsitz.

Er stellte fest, dass die heutige Hauptversammlung durch Brief an sämtliche Aktionäre vom 12.06.2024 einberufen worden ist.

Auf Vorschlag des Vorsitzenden verzichten sämtliche Aktionäre auf die Einhaltung aller gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften für die Einberufung, Ankündigung und Durchführung der Hauptversammlung. Der Vorsitzende bestimmte, dass durch Handaufheben abgestimmt wird.

Sodann nahm er wegen des Inhalts der Tagesordnung Bezug auf die Einladung vom 12.06.2024, die auch den Aktionären vorliege.

Der Vorsitzende stellte fest, dass weder Anträge zur Erweiterung der Tagesordnung noch Gegenanträge von Aktionären der Gesellschaft zugegangen seien und es also bei den vorliegenden Tagesordnungspunkten bleibe.

Die Aktionäre erklären sich damit einverstanden, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats den Vorsitz auch zum Tagesordnungspunkt 5 ausübt.

Der Vorsitzende gab sodann aus dem Teilnehmerverzeichnis bekannt, dass das gesamte Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 890.800,00, eingeteilt in 890.800 Aktien im Nennbetrag von jeweils EUR 1,00, in der heutigen Hauptversammlung vertreten sei. Das Teilnehmerverzeichnis lag bis zur Beendigung der Hauptversammlung zur Einsichtnahme aus.

Die Tagesordnung wurde sodann - unter Bezugnahme des Vorsitzenden auf die Einladung - wie folgt erledigt:

Zu Punkt 1 der Tagesordnung

Vorlage des Jahresabschlusses 2023 der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien mit dem Lagebericht und des Konzernabschlusses 2023 der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien mit dem Lagebericht sowie Vorlage des Berichts des Aufsichtsrats

Der Vorsitzende stellte hierzu fest, dass diese Unterlagen den Aktionären übermittelt sind und in der Hauptversammlung ausliegen, so dass er sie als bekannt voraussetze. Er stellte sodann fest, dass Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht von dem für das Geschäftsjahr 2023 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers

GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft wurden und diese Prüfungen keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben haben und die Bestätigungsvermerke uneingeschränkt erteilt wurden. Die Unterlagen seien dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Bilanzaufsichtsratssitzung zugegangen. Der Abschlussprüfer habe an der Sitzung teilgenommen und einen ausführlichen Bericht über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung erstattet. Der Aufsichtsrat habe den Jahresabschluss gebilligt und den Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen und der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Jahresabschluss festzustellen.

Der Vorsitzende verwies auf den schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats, der in der Hauptversammlung ausliegt. Er gehe daher davon aus, dass eine Verlesung nicht gewünscht sei. Hiergegen erhob sich in der Versammlung kein Widerspruch.

Der Vorsitzende stellte fest, dass die Hauptversammlung von dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss zum 31.12.2023, dem für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zusammengefassten Lagebericht sowie von dem Bericht des Aufsichtsrats Kenntnis genommen hat. Er eröffnete die Aussprache und teilte mit, dass sich diese Aussprache auf sämtliche Tagesordnungspunkte beziehen solle, die er hierfür wie folgt weiterhin aufrief:

TOP 2

Feststellung des Jahresabschlusses der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2023

TOP 3

Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023

TOP 4

Entlastung der Komplementärgesellschafterin

TOP 5

Entlastung des Aufsichtsrates

TOP 6

Wahl von Herrn Holger Follmann zum Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat

TOP 7

Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Es erfolgte eine ausführliche Aussprache mit Bericht des Vorstands, vertreten durch Herrn Adlhoch und Herrn Royal. Die Fragen der Aktionäre wurden beantwortet. Der Vorsitzende stellte sodann fest, dass keine weiteren Wortmeldungen und Fragen zu den Tagesordnungspunkten 1 bis 7 vorliegen. Der Vorsitzende schloss daraufhin die Aussprache und eröffnete das Abstimmungsverfahren.

Er erläuterte, dass er durch Handaufheben abstimmen lasse. Bei jedem Tagesordnungspunkt werde er die Aktionäre und Aktionärsvertreter bitten, per Handzeichen zu signalisieren, ob sie dem Antrag zustimmen, ihn ablehnen oder sich der Stimme enthalten werden. Das Abstimmungsergebnis werde im Wege des Additionsverfahrens festgestellt. Der Vorsitzende behielt sich vor, eine andere Form der Abstimmung anzuordnen, falls dies im Laufe der Verhandlung erforderlich werde.

Ferner wies der Vorsitzende darauf hin, dass die Beschlüsse zu den Tagesordnungspunkten 2 bis einschließlich 7 der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen bedürfen. Der Vorsitzende wies ferner darauf hin, dass der Beschluss zu Tagesordnungspunkt 2 der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin bedarf.

Der Vorsitzende rief sodann die Tagesordnungspunkte 2 bis 7 zur Abstimmung auf.

Zu Punkt 2 der Tagesordnung

Feststellung des Jahresabschlusses der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2023

trug der Vorsitzende den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats vor, den vorgelegten Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2023 festzustellen. Der Vorsitzende wies nochmals darauf hin, dass dieser Beschlussvorschlag auch der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin bedürfe, die diese Zustimmung hiermit vertreten durch Herrn Adlhoch und Herrn Royal erklärt.

Sodann erfolgte die Abstimmung.

Die Hauptversammlung beschloss bei einer Präsenz von

890.800 Stimmen

einstimmig,

den Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2023 festzustellen. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn.

Zu Punkt 3 der Tagesordnung

Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2023

trug der Vorsitzende den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats vor, den im Jahresabschluss für das auf den 31.12.2023 endende Geschäftsjahr ausgewiesenen auf die Kommanditaktionäre entfallenden Bilanzgewinn der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Höhe von EUR 6.814.653,27 wie folgt zu verwenden:

Vortrag auf neue Rechnung EUR 6.814.653,27

Sodann erfolgte die Abstimmung.

Die Hauptversammlung beschloss bei einer Präsenz von

890.800 Stimmen

einstimmig,

den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ausgewiesenen auf die Kommanditaktionäre entfallenden Bilanzgewinn der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Höhe von EUR 6.814.653,27 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn.

Zu Punkt 4 der Tagesordnung

Entlastung der Komplementärgesellschafterin

trug der Vorsitzende den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats vor, der persönlich haftenden Gesellschafterin und deren Komplementärin sowie dem Vorstand von deren Komplementärin für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen. Er erklärte, dass die persönlich haftende Gesellschafterin und ihre Organe bei dem vorliegenden Beschluss nicht stimmberechtigt seien, sofern sie auch Aktien an der Gesellschaft hielten. Die Einhaltung dieses Stimmverbots sei sichergestellt.

Sodann erfolgte die Abstimmung.

Die Hauptversammlung beschloss bei unveränderter Präsenz

einstimmig,

die persönlich haftende Gesellschafterin und deren Komplementärin sowie den Vorstand von deren Komplementärin für das am 31.12.2023 endende Geschäftsjahr zu entlasten. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn.

Sodann bezog sich der Vorsitzende auf

Punkt 5 der Tagesordnung

Entlastung des Aufsichtsrats

Zu Punkt 6 der Tagesordnung

Wahl von Herrn Holger Follmann zum Aktionärsvertreter im Aufsichtsrat

Zu Punkt 7 der Tagesordnung

Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2024

Der Aufsichtsrat schlägt vor, die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen.

Sodann erfolgte die Abstimmung.

Die Hauptversammlung beschloss bei einer unveränderten Präsenz von

890.800 Stimmen

einstimmig

die PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024 zu bestellen. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn.

Sämtliche Beschlüsse der Hauptversammlung wurden mittels einer Abstimmung durch Handaufheben gemäß der Ankündigung des Vorsitzenden zu Beginn der Hauptversammlung durchgeführt.

Nachdem keine Wortmeldungen mehr vorlagen und die Tagesordnung erledigt war, schloss der Vorsitzende die Versammlung um 12.20 Uhr.

 

Unterschrift Versammlungsleiter

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