Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf AktienBerlinKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel für 2022
In den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der Dussmann Stiftung & Co. KGaA, Berlin *
* Alle Angaben basieren auf den
Einzelabschlüssen nach HGB
Entwicklung der Konzernfirmenwerte im Geschäftsjahr 2022
Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Grundlagen, Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDas MutterunternehmenDie Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, (im Folgenden Dussmann Stiftung & Co. KGaA) wurde mit notarieller Urkunde vom 5. Juli 2000 errichtet. Die Gesellschaft ist unter der Handelsregisternummer HRB 78064 B im Amtsgericht Berlin Charlottenburg eingetragen und hat ihren Sitz in Berlin. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Regelungen des Aktiengesetzes. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Der Bilanzstichtag der einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Stichtag des Konzernabschlusses (31. Dezember 2022). KonsolidierungskreisIn den Konsolidierungskreis werden zum Stichtag neben der Dussmann Stiftung & Co. KGaA neunundzwanzig inländische und siebenunddreißig ausländische Tochtergesellschaften, bei denen mittelbar bzw. unmittelbar die Kontrolle ausgeübt wird, einbezogen. Nach der Equity-Methode werden drei Unternehmen konsolidiert. Zum 1. Januar 2022 wurden die Anteile an der Kursana Eesti OÜ, Tallinn, Estland veräußert. Zum 1. Januar 2022 wurde die Ing. A. Schmid GmbH, Linz, Österreich auf die P. Dussmann GesmbH, Linz, Österreich verschmolzen. Zum 1. Januar 2022 wurden die restlichen 51% Anteile an der Dussmann Gulf - Sole Proprietorship L.L.C., Abu Dhabi, Vereinigte Arabische Emirate erworben, so dass die Gesellschaft vollkonsolidiert wird. Zum 11.Mai 2022 wurde die ideafm GmbH i.L., Berlin liquidiert und im Handelsregister gelöscht. Die dargestellten Konsolidierungskreisänderungen des Geschäftsjahres übten keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. KonsolidierungsmethodenDie Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Gesellschaften werden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen in den Konzernabschluss übernommen. Die nach ausländischen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Abschlüsse werden an die konzerneinheitlich angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze des Mutterunternehmens angepasst. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB. Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden Anteil am Kapital verrechnet. Das Kapital ergibt sich dabei als Differenz der zu Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bewerteten Vermögensgegenstände und Schulden der Tochterunternehmen. Für Tochterunternehmen, die in Geschäftsjahren vor erstmaliger Anwendung des HGB in der Fassung des BilMoG erworben wurden, war Zeitpunkt der Erstkonsolidierung ebenfalls der Erwerb der Anteile oder die erstmalige Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss (Angabe nach § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB a.F.). Ein aus der Kapitalkonsolidierung verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert und gemäß § 309 Abs. 1 HGB über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Passivische Unterschiedsbeträge werden erfolgsneutral in das Eigenkapital eingestellt. Eine erfolgswirksame Auflösung der passiven Unterschiedsbeträge gemäß § 309 Abs. 2 HGB erfolgt nur, sofern feststeht, dass sie einem realisierten Gewinn entsprechen. Die Equity-Konsolidierung erfolgt nach der Buchwertmethode gemäß § 312 HGB. Die Veränderungen des dem Mutterunternehmen zuzurechnenden Eigenkapitals der Tochtergesellschaft werden erfolgswirksam im Berichtsjahr in der Konzerngewinn- und -verlustrechnung im Posten "Auf assoziierte Unternehmen entfallendes Ergebnis" erfasst. Der Wertansatz der Beteiligung und der Unterschiedsbetrag sind auf der Grundlage der Wertansätze zu dem Zeitpunkt ermittelt worden, zu dem das Unternehmen assoziiertes Unternehmen geworden ist. Auf eine Anpassung an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze wurde entsprechend § 312 Abs. 5 HGB verzichtet. Aus der Equity-Konsolidierung der Gesellschaften resultiert zum Stichtag 31. Dezember 2022 ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1.037. Bei zwei Gesellschaften ergibt sich ein negativer at-Equity Wert in Höhe von insgesamt TEUR 2.361. Ausleihungen und andere Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und entsprechende Rechnungsabgrenzungsposten sowie Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Zwischengewinneliminierungen waren hieraus nicht erforderlich. Die Währungsumrechnung der Bilanzen der ausländischen Gesellschaften erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag, mit Ausnahme der Anteile an verbundenen Unternehmen und des Eigenkapitals, die zu historischen Kursen angesetzt werden. Aufwendungen und Erträge werden mit dem Periodendurchschnittskurs umgerechnet. Die sich aus der Währungsumrechnung ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital als gesonderter Posten "Ausgleichsposten für Währungsumrechnung" ausgewiesen. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2022 werden die wesentlichen Währungen wie folgt umgerechnet:
Kursdifferenzen aus der Konsolidierung von Forderungen und Verbindlichkeiten werden als Erträge bzw. Aufwendungen aus Währungsumrechnung gezeigt. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt entsprechend den Aufstellungs-, Konsolidierungs- und Bewertungsgrundsätzen der §§ 290 ff. HGB. Die Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten. Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet und linear über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Software und Lizenzen werden über 3 bis 4 Jahre, Kundenkarteien über 4 Jahre, Marken über 3-5 Jahre und Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine Nutzungsdauer von maximal 15 Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese stellen insbesondere die erworbenen langfristigen Kundenbeziehungen sowie die Kompetenzen im Bereich Gebäudetechnik dar, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von maximal 15 Jahren ausgeschöpft. Geschäfts- und Firmenwerte werden regelmäßig auf der Basis geschätzter zukünftiger Ergebnisse aus dem operativen Geschäft der einzelnen Gesellschaften auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten aktiviert und, soweit abnutzbar, planmäßig über die Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Im Einzelnen werden den Vermögensgegenständen im Konzern folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungskosten von EUR 250 bis EUR 800 werden sofort abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Die Anschaffungskosten von nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen werden jährlich um die auf den Konzern entfallenden Eigenkapitaländerungen vermehrt bzw. vermindert. Aktive Unterschiedsbeträge aus der erstmaligen Einbeziehung dieser Unternehmen werden in einer Nebenrechnung ermittelt und über fünfzehn Jahre planmäßig abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese stellen insbesondere die erworbenen langfristigen Kundenbeziehungen dar, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft. Für Anteile an Unternehmen mit einer untergeordneten Wirtschaftlichen Bedeutung für die Gesamtaussage des Konzerns wird vom § 296 Abs. 2 HGB Gebrauch gemacht. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden auf Basis der Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (Deckungskapital zuzüglich Überschussbeteiligung) zum Bilanzstichtag bewertet. In den Vorräten sind Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren mit ihren Anschaffungskosten ausgewiesen. Sofern zum Bilanzstichtag die Marktpreise niedriger sind, erfolgt der Ansatz unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Bewertung der unfertigen Leistungen erfolgt zu Herstellungskosten. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch die notwendigen Fertigungs- und Materialgemeinkosten. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Bewertung der unfertigen Leistungen einbezogen. Von dem in § 268 Abs. 5 Satz 2 HGB eingeräumten Wahlrecht, die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen offen von den Vorräten abzusetzen, wird Gebrauch gemacht. Geleistete und erhaltene Anzahlungen werden mit dem Nennbetrag bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Zur Abdeckung von Kreditrisiken werden in ausreichendem Maße Wertberichtigungen gebildet. Uneinbringliche Forderungen werden ausgebucht. Die flüssigen Mittel werden mit dem Nominalbetrag bilanziert. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Aktive latente Steuern werden für temporäre Differenzen aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB gebildet. Die Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines nach § 301 Abs. 3 HGB verbleibenden Unterschiedsbetrages bleiben unberücksichtigt. Die Berechnung der latenten Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen erfolgt unter Berücksichtigung des § 274 Abs. 2 HGB. Das Wahlrecht gemäß § 306 Satz 6 HGB, die nach § 306 HGB gebildeten Posten mit den nach § 274 HGB gebildeten Posten zusammenzufassen, wird in Anspruch genommen. Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken angemessen abzudecken. Rückstellungen für Pensionen werden nach versicherungsmathematischen Methoden unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck berechnet. Für die Abzinsung wird gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren angewendet. Zum 31. Dezember 2022 wurde ein Zinssatz von 1,78 % bzw. 1,79 % verwendet. Die Berechnungen erfolgten unter Berücksichtigung von Rententrends (0,0 % bis zu 1,5 %) und Gehaltstrends (1,5 % bis zu 2,85 %). Der im Pensionsaufwand enthaltene Zinsanteil wird in den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Rückstellungen für Altersteilzeit werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Marktzinssätzen fristenkongruent abgezinst (0,34 %). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden, von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Bewertung der Rückstellungen erfolgte unter Einbeziehung von Preis- und Kostensteigerungen. Die Rückstellungen für Ansprüche für Dienstnehmer auf Abfertigungen und für Jubiläumszahlungen in Österreich werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,44 % (Vorjahr 1,35 %) abgezinst, der dem Durchschnittszinssatz der Deutschen Bundesbank der letzten 7 Jahre für 15-jährige Laufzeiten entspricht. Die Berechnungen erfolgen unter Berücksichtigung von jährlichen Gehaltssteigerungen zwischen 3,00 % und 3,11 %. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Die DIV Dussmann Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Liegenschaften KG, Berlin, ist ein nahestehendes Unternehmen. Die Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, ist - wie die Tochtergesellschaften der Dussmann Stiftung & Co. KGaA - ein verbundenes Unternehmen, welches jedoch nicht in den Konzernabschluss einbezogen wird. Die Erbengemeinschaft von Herrn Peter Dussmann ist als Kommanditaktionär nahestehende Person. Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber diesen Unternehmen und Personen werden abweichend vom gesetzlichen Gliederungsschema zur besseren Klarheit (§ 298 HGB i.V.m. § 265 Abs. 5 HGB) unter einem gesonderten Posten "Forderungen gegen verbundene, assoziierte und nahestehende Unternehmen" bzw. "Verbindlichkeiten gegenüber verbundene, assoziierte und nahestehende Unternehmen" ausgewiesen. Die Umrechnung von Beträgen, die auf fremde Währung lauten oder ursprünglich auf fremde Währung lauteten, erfolgt auf der Basis des Kurses zum Transaktionszeitpunkt. Im Konzernabschluss erfolgt die Bewertung unter Beachtung des Imparitätsprinzips ggf. die Umrechnung zum Stichtagskurs (Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag). 2. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Konzernanlagenspiegel dargestellt. Der Konzernanlagenspiegel ist dem Konzernanhang als Anlage 1 beigefügt. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenDer in 2013 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der Dresdner Kühlanlagenbau GmbH, Dresden, mit ihren Tochtergesellschaften wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Der in 2017 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der Kursana Ambulanter Pflegedienst GmbH, Berlin, wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben, da die Ausschöpfung der Synergien innerhalb dieses Zeitraums erwartet wird. Der in 2019 erworbene Geschäfts- oder Firmenwert der Specialist Technical Engineering Services Unlimited Company, Waterford, Irland, wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben. Hierin spiegeln sich die erwarteten Ertragsrückflüsse aufgrund der langfristigen Kundenbeziehungen sowie der hohen Kompetenz im Projektmanagement wider, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs erworben wurden. Die in 2021 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte der K.E.D. Kälte- und Klimatechnik, Bischofsmais, der Janus Gruppe Ges.m.b.H., Wien, und der Net Service S.A., Warschau, werden über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die betriebliche Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäfts- und Firmenwerte. Diese stellen insbesondere die erworbenen langfristigen Kundenbeziehungen dar, die im Rahmen des Unternehmenserwerbs übernommenen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 5 Jahren ausgeschöpft. Hinsichtlich der Detailangaben zu den ausgewiesenen Geschäfts- oder Firmenwerten verweisen wir auf die Anlage 2 zum Anhang. FinanzanlagenDie Anteile an assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 1.566 betreffen die Beteiligung an der STS Buhindi W.L.L, Bahrain, Bahrain und der Dussmann Ajlan & Brothers LLC, Saudi-Arabien. Die Anteile an der Dussmann Ajlan & Brothers LLC, Saudi-Arabien wurden im Berichtsjahr vollständig wertberichtigt. Die Dussmann Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbH, Berlin, ist mit Beteiligungsquoten zwischen 10 Prozent und 49 Prozent und einem Buchwert von insgesamt TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 112) an diversen Servicegesellschaften beteiligt. Die Janus Gruppe Ges.m.b.H., Wien, hat Anteile an einer Gesellschaft in Höhe von TEUR 10 in den Konzern eingebracht. Im Geschäftsjahr hat die Dussmann Stiftung & Co. KGaA Anteile an der Futury Growth GmbH & Co.KG in Höhe von TEUR 1.000 erworben. Da sich die Anteile teilweise zum Jahresende 2021 nicht als werthaltig erwiesen haben, wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 200 vorgenommen. Der Buchwert der übrigen Beteiligungen beträgt TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 96). Hinsichtlich der Detailangaben zu den im Konzernabschluss ausgewiesenen Anteilen an verbundenen Unternehmen verweisen wir auf die Anlage 3 zum Anhang. Auf die Detailangaben zu den im Konzernabschluss ausgewiesenen Beteiligungen wird gemäß § 313 Abs. 3 HGB verzichtet. Die sonstigen Ausleihungen beinhalten im Wesentlichen Rückdeckungsansprüche für Pensionsverpflichtungen und Lebensversicherungen TEUR 1.980 (Vorjahr: TEUR 2.271). Die Aktivwerte dieser Rückdeckungsversicherungen werden auf der Grundlage der von den Versicherungen bestätigten Werte bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind ausnahmslos wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Sie entfallen im Wesentlichen auf Italien TEUR 254.671 (Vorjahr: TEUR 198.025) und Deutschland TEUR 129.893 (Vorjahr: TEUR 110.786). Forderungen gegen verbundene, assoziierte und nahestehende UnternehmenDie Forderungen gegen verbundene, assoziierte und nahestehende Unternehmen bestehen überwiegend aus Darlehensforderungen zuzüglich der aufgelaufenen Zinsen, weisen ausnahmslos wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr auf und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen mit TEUR 253 laufende Forderungen gegen die Peter Dussmann-Stiftung, Berlin. In den oben genannten Forderungen gegen nahestehende, assoziierte und verbundene Unternehmen sind folgende Darlehensforderungen, die mit einem Zinssatz von 4,00 % bzw. 1,25 % p.a. verzinst wurden, enthalten:
Sonstige VermögensgegenständeDie Restlaufzeit der sonstigen Vermögensgegenstände liegt wie im Vorjahr, mit Ausnahme der geleisteten Kautionen von TEUR 1.057 (Vorjahr: TEUR 1.140), bei unter einem Jahr. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, SchecksDie Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestände umfassen in Höhe von TEUR 5.387 (Vorjahr: TEUR 5.134) verfügungsbeschränkte Mittel aus Hausverwaltertätigkeit sowie aus Sicherheitsleistungen von Heimbewohnern in der Kursana. Die entsprechenden Verbindlichkeiten werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Aktive latente SteuernZum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Aktivüberhang der latenten Steuern von TEUR 28.490. Die Dussmann Stiftung & Co. KGaA macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB Gebrauch, so dass ein Ausweis des Aktivüberhangs in der Bilanz unter dem Posten "Aktive latente Steuern" erfolgt. Die ermittelten aktiven und passiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus folgenden temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträgen.
EigenkapitalDas Gesamtkapital der Muttergesellschaft Dussmann Stiftung & Co. KGaA setzt sich aus dem Grundkapital und der Vermögenseinlage der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, (MEUR 51) zusammen. Das Grundkapital (Gezeichnetes Kapital) beträgt TEUR 891; es teilt sich in 890.800 Inhaberaktien im Nennwert von EUR 1 auf. Das variable Kapital der Komplementärin umfasst die Gewinnanteile sowie zusätzliche Geldeinzahlungen und Entnahmen der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen. Die Entnahmen der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, betrugen im Berichtszeitraum TEUR 40.238. Die Einlagen der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, betrugen im Berichtszeitraum TEUR 2.535. Die Kapitalrücklage beträgt unverändert TEUR 6.176 und enthält Beträge gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB. Die Gewinnrücklagen enthalten neben dem frei gewordenen Kapital aus der Kapitalherabsetzung (TEUR 419) Beträge aus der erstmaligen Anwendung der §§ 274, 306 HGB im Rahmen des Übergangs des HGB in der Fassung des BilMoG. Die Gewinnrücklagen enthalten Rücklagen mit Ausschüttungssperre in Höhe von TEUR 4.134 nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB. Der Ausgleichsposten aus der Währungsumrechnung enthält die Umrechnungsdifferenzen aus dem Unterschied zwischen Stichtagskurs und historischen Kursen im Eigenkapital der Tochtergesellschaften. Hinsichtlich der Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf den Konzern-Eigenkapitalspiegel. Der Vorstand schlägt vor, den im Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 6.175.435,63 EUR auf neue Rechnung vorzutragen. RückstellungenDie Rückstellungen für Pensionen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach der "projected unit credit method" ermittelt. Zukünftig erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen (von 1,5 % bis zu 2,85 %) werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen ebenfalls berücksichtigt. Der pauschal zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich auf 1,78 % bzw. 1,79 %. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. In den Pensionsrückstellungen sind Aufzinsungsbeträge in Höhe von TEUR 92 enthalten. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Jahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre beträgt am 31. Dezember 2022 TEUR 399 (Vorjahr: TEUR 399). Dieser Unterschiedsbetrag aus der Änderung der Bewertung unterliegt der Ausschüttungssperre. Aufgrund ihrer Langfristigkeit werden die im Bereich Kursana bestehenden Pachterneuerungsrückstellungen mit dem ihrer durchschnittlichen Laufzeit entsprechenden Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Insgesamt bestehen im Geschäftsjahr 2022 Rückstellungen aus der Pachterneuerung in Höhe von TEUR 4.534 (Vorjahr: TEUR 4.389). Die sonstigen Rückstellungen in Österreich betreffen im Wesentlichen Abschlusszahlungen an ausscheidende Mitarbeiter (sog. Abfertigungsrückstellungen) in Höhe von TEUR 2.990 (Vorjahr: TEUR 2.996). Es werden personalbezogene Rückstellungen von TEUR 80.918 (Vorjahr: TEUR 85.308) ausgewiesen, in denen Rückstellungen für rückwirkende Tarifanpassungen, Urlaubsvergütungen, Schwerbehindertenausgleichsabgaben, Berufsgenossenschaftsbeiträge und sonstige Sozial- und Personalkosten enthalten sind. Die sonstigen Rückstellungen enthalten Verpflichtungen aus Ansprüchen auf Altersteilzeit in Höhe von TEUR 124 (Vorjahr: TEUR 90). Die Rückstellung beinhaltet die Aufstockungsbeträge für die Freistellungsphase. Erfüllungsrückstände bestehen zum Stichtag nicht. Die Rückstellung wurde entsprechend der individuellen Restlaufzeiten gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 und S. 4 HGB abgezinst. Die Abzinsungssätze entsprechen der Veröffentlichung durch die Deutsche Bundesbank. Die Drohverlustrückstellungen In Höhe von TEUR 16.127 (Vorjahr: TEUR 13.377) berücksichtigen negative Ergebniserwartungen aus bestehenden Dienstleistungsverträgen. Die übrigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 83.928 (Vorjahr: TEUR 83.600) beziehen sich auf Garantierückstellungen, Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und ausstehende Rechnungen, Zinsrückstellungen sowie Rückstellungen für sonstige Risiken. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten haben zum 31. Dezember 2022 folgende Restlaufzeiten:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten zum einen Bankdarlehen (TEUR 1.967, Vorjahr: TEUR 2.207) und zum anderen Kontokorrentkredite (TEUR 743, Vorjahr: TEUR 1.505). Im Geschäftsjahr bestehen wie im Vorjahr keine gesicherten Verbindlichkeiten. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 33.774 (Vorjahr: TEUR 31.511) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 34.909 (Vorjahr: TEUR 31.134). 3. Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen haben sich wie folgt entwickelt:
Nach Regionen ergibt sich folgende Aufgliederung:
Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus Lohnkostenzuschüssen in Höhe von TEUR 16.132 (Vorjahr: TEUR 16.678), Erträge aus Schadensfällen in Höhe von TEUR 827 (Vorjahr: TEUR 563), Erträge aus Wechselkursen TEUR 830 (Vorjahr: TEUR 580) und periodenfremde Erträge von insgesamt TEUR 29.354 (Vorjahr: TEUR 31.400). Die periodenfremden Erträge beinhalten Erträge aus zugeschriebenen Forderungen von TEUR 3.208 (Vorjahr: TEUR 4.278), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 873 (Vorjahr: TEUR 1.179), Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 23.912 (Vorjahr: TEUR 25.110) sowie sonstige periodenfremde Erträge TEUR 1.361 (Vorjahr: TEUR 833). PersonalaufwandVon den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen TEUR 463 (Vorjahr: TEUR 720) auf Altersversorgung. Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer (ohne Auszubildende) beträgt:
Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten insgesamt periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.798 (Vorjahr: TEUR 3.087). Weiterhin beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Wechselkursaufwendungen in Höhe von TEUR 781 (Vorjahr: TEUR 567). BeteiligungsergebnisDie Beteiligungserträge (TEUR 32; Vorjahr: TEUR 45) beinhalten Erträge aus der Ausschüttung verschiedener Servicegesellschaften der Dussmann Beteiligungs- und Management GmbH, Berlin sowie Erträge aus der Beteiligung an der Bicocca F.M. S.C.A.R.L. in Liquidation, Bergamo, Italien in der Dussmann Service S.r.l., Mailand, Italien. FinanzergebnisDas Finanzergebnis stellt sich im Geschäftsjahr wie folgt dar:
Die Zinsaufwendungen enthalten Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 103 (Vorjahr: TEUR 232). Die Zinserträge weisen Zinserträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 1) auf. Auf assoziierte Beteiligungen entfallendes ErgebnisDas auf assoziierte Unternehmen entfallende Ergebnis enthält Erträge und Aufwendungen aus der STS Buhindi W.L.L., Bahrain, der Dussmann Ajlan & Brothers LLC, Riad, Königsreich Saudi-Arabien, sowie der Chargemaker GmbH, Frankfurt am Main. SteuernAls Ertragssteueraufwendungen werden im Inland die Gewerbesteuer und die Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag sowie im Ausland vergleichbare ertragsabhängige Steueraufwendungen ausgewiesen. In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 223 Vorjahre betreffend enthalten (Vorjahr Erträge: TEUR 151). Weiterhin beinhalten die Ertragsteuern Erträge aus der Veränderung bilanzierter aktiver latenter Steuern in Höhe von TEUR 657 (Vorjahr: TEUR 5.545). Die sonstigen Steuern umfassen ertragsunabhängige Steuern. Sie enthalten Aufwendungen für Umsatzsteuererstattungen in Höhe von TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 189). Hierbei handelt es sich um periodenfremde Aufwendungen. 4. Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Finanzmittelbestand in der Kapitalflussrechnung entspricht den liquiden Mitteln gemäß Konzernbilanz und beinhaltet die Bestände der Treuhandkonten und erhaltenen Sicherheitsleistungen (TEUR 5.387; Vorjahr: TEUR 5.134), welche verfügungsbeschränkt sind. Cashflow aus der InvestitionstätigkeitDie Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens bzw. immateriellen Anlagevermögens betreffen mit TEUR 3.263 die Sachanlagen und mit TEUR 1 die immateriellen Vermögensgegenstände. Die Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens betrugen TEUR 368. Die Auszahlungen für Investitionen betreffen mit TEUR 44.637 Investitionen in das Sachanlagevermögen, mit TEUR 5.792 Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und mit TEUR 54 Investitionen in das Finanzanlagevermögen. Zins- und ErtragsteuerzahlungenDie Zinszahlungen betrugen TEUR 4.556 (Vorjahr: TEUR 3.448). Ertragssteuerzahlungen fielen im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 42.579 (Vorjahr: TEUR 29.688) an. 5. NachtragsberichtVorgänge, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben, sind nach Abschluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten. 6. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Gesellschaft haftet mit anderen Unternehmen des Konzerns als anfänglicher Kreditnehmer und Garant für die im Dezember 2021 abgeschlossene 2. Änderungsvereinbarung zur Konsortial-Kreditvereinbarung vom September 2012 in Höhe von EUR 140 Mio. und mit einer Laufzeit bis 16. Dezember 2026. Innerhalb der Betriebsmittelkreditlinie wurden 78 MEUR für sogenannte Ancillary Linien angerechnet. Diese Ancillary Linien waren zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 5,6 MEUR durch Kontokorrent-, Aval- und Garantieziehungen ausgenutzt. Für mit Partnern gehaltene Beteiligungen hat der Konzern befristete gesamtschuldnerische Liquiditäts- und Ergebnisgarantieerklärungen abgegeben. Der Konzern geht davon aus, dass die Eintrittswahrscheinlichkeit aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Beteiligungsgesellschaften gering ist, aus den oben genannten Sachverhalten in die Haftung genommen zu werden. Aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen ergeben sich bis zum Ablauf dieser Verträge folgende Verpflichtungen:
Von der Gesamtsumme der Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen entfallen MEUR 365 (Vorjahr: MEUR 405) auf den Bereich Kursana, der für die von ihm betriebenen Pflegeeinrichtungen langfristige Miet- und Pachtverträge abgeschlossen hat und MEUR 33 (Vorjahr: MEUR 38) auf Verpflichtungen gegenüber nahestehenden Unternehmen. 7. Sonstige ErläuterungenHonorar des AbschlussprüfersDas Honorar des Abschlussprüfers im Konzern betrifft Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 657, Steuerberatungsleistungen in Höhe von TEUR 32 sowie sonstige Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 33. Offenlegung von Jahresabschlüssen von einbezogenen TochtergesellschaftenFolgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der Dussmann Stiftung & Co. KGaA machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB insofern Gebrauch, als dass eine Offenlegung der Jahresabschlüsse und Lageberichte unterbleibt:
Folgende in den Konzernabschluss einbezogene Tochterunternehmen der Dussmann Stiftung & Co. KGaA machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB insofern Gebrauch, als dass eine Erstellung der Lageberichte unterbleibt:
GremienDas Grundkapital der Gesellschaft wird von der Erbengemeinschaft von Herrn Peter Dussmann sowie von der Dussmann-Mitarbeiter-Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin, gehalten. Die Geschäftsführung obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, deren einziger Kommanditist die Erbengemeinschaft von Herrn Peter Dussmann ist. Die persönlich haftende Gesellschafterin vertritt die Gesellschaft stets allein. Persönlich haftende Gesellschafterin der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, ist die Peter Dussmann-Stiftung, die im Stiftungsregister der Senatsverwaltung, Berlin, Register-Nr.: 3416/957/2, eingetragen ist. Die Peter Dussmann-Stiftung ist zur Geschäftsführung der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, berechtigt und verpflichtet. Die Befreiung der Vorstände und Geschäftsführer der persönlich haftenden Gesellschafterin von den Beschränkungen des § 181 Alt. 2. BGB ist in der Weise erteilt worden, dass sie jeweils zugleich als Vertreter Dritter handeln können. Mitglieder des Vorstandes der Peter Dussmann-Stiftung sind/waren: Herr Wolf-Dieter Adlhoch, Vorstand Strategie, Personal, Recht, Compliance, IT, DSD und DTS und Sprecher des Vorstands, Frankfurt am Main Herr Pietro Auletta, Vorstand Italien, Concorezzo, Italien bis 31. Mai 2022 Herr Jörg Braesecke, Vorstand Care & Kids, Berlin Herr Hakan Sant'Ana Lanfredi, Vorstand EMEA, Luxemburg und Schweiz, Essen Herr Dieter Royal, Vorstand kaufmännischer Bereich, KulturKaufhaus und Österreich, Frankfurt am Main Herr Renato Spotti, Vorstand Italien, Osio Sotto, Italien, seit 01. Juni 2022 Der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, werden die durch die Geschäftsführung mittelbar und unmittelbar entstehenden Aufwendungen erstattet. Darunter fallen auch die der persönlich haftenden Gesellschafterin der Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, für deren Geschäftsführung entstehenden Aufwendungen. Die Bezüge der Vorstände der Peter Dussmann-Stiftung, welche auch für die Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, sowie die Dussmann Stiftung & Co. KGaA zuständig sind, betrugen im Berichtsjahr TEUR 6.598. Der Aufsichtsrat der Dussmann Stiftung & Co. KGaA besteht aus folgenden Mitgliedern: Anteilseignervertreter:
Arbeitnehmervertreter:
Die Bezüge des Aufsichtsrates betrugen im Jahr 2022 TEUR 278 (Vorjahr: TEUR 263). Der Beirat der Dussmann Stiftung & Co. KG besteht aus den folgenden Mitgliedern:
Der Stiftungsrat der Peter Dussmann-Stiftung besteht aus den folgenden Mitgliedern:
Berlin, den 18. April 2023 Wolf-Dieter Adlhoch Jörg Braesecke Hakan Sant'Ana Lanfredi Dieter Royal Renato Spotti Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022Grundlagen des KonzernsDie Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, (im Folgenden "Dussmann KGaA) fungiert innerhalb der Dussmann Group als zentrale Holdinggesellschaft und ist mittel- und unmittelbar an den operativen Geschäftseinheiten in den Geschäftsbereichen Dussmann Service, Dussmann Technical Solutions, Kursana (Seniorenbetreuung und Pflege), Dussmann Kids und Dussmann das KulturKaufhaus beteiligt. In aktuell 21 Ländern bieten rund 66.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseren Kunden unsere Dienstleistungen an. Diese umfassen Angebote im infrastrukturellen und technischen Facility-Management, im Catering, in der Betreuung und Pflege von Senioren sowie Kindern und Aktivitäten im Anlagenbau und technischen Services, in den Gewerken Elektrotechnik, Aufzugstechnik und Kälte- und Klimatechnik. Darüber hinaus betreibt die Dussmann Group in Berlin ein Kaufhaus für kulturelle Medien, Dussmann das KulturKaufhaus. Geschäftsmodell des KonzernsDie Aufgabe der Dussmann KGaA als Holding der Dussmann Group stellt die strategische und kaufmännische Führung der Dussmann Group sowie die Übernahme der Managementfunktionen zur Steuerung, Koordination und Verwaltung der von ihr gehaltenen Beteiligungen. Mit Dussmann Service ist die Dussmann Group im Geschäftsfeld der Facility-Management-Dienstleistungen national und international tätig. Die Aktivitäten der Dussmann Group im Geschäftsbereich Care & Kids umfassen die Seniorenbetreuung und -pflege im Geschäftsfeld Care (Kursana) sowie die Kinderbetreuung im Geschäftsfeld Kids. Der Geschäftsbereich Dussmann das KulturKaufhaus ist vor allem im stationären Handel von Büchern und anderen Medien tätig und betreibt einen Online-Shop. Der in 2019 neugeschaffene Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions (DTS) umfasst die Aktivitäten im Anlagenbau und technischen Service. In diesen Bereich fallen sämtliche Aktivitäten der STS-Group sowie die Aktivitäten im Aufzugsbau und in der Kälte- und Klimatechnik. Der Geschäftsbereich Dussmann Service erbringt als Facility-Management-Anbieter eine Vielzahl von Dienstleistungen aus einer Hand: Gebäudetechnik, Gebäudereinigung, Sicherheits- und Empfangsdienste, Betriebs- und Werksfeuerwehr, Wäscherei-Leistungen, Kaufmännisches Gebäudemanagement sowie die Sterilgut Versorgung von Krankenhäusern. Ein weiteres bedeutendes Geschäftsfeld sind Catering-Leistungen. In Deutschland, Italien, Luxemburg und Österreich zählt die Dussmann Group seit Jahren zu den führenden Facility-Management- und Catering-Anbietern. In zehn weiteren Ländern nutzt Dussmann die lokalen Wachstumsmöglichkeiten im Facility-Management- sowie im Catering-Sektor. Die Dussmann Speidel Elektro GmbH (ehemals Dussmann Mobility Services GmbH) ist ein Tochterunternehmen der Dussmann Service in Deutschland. Zu ihren Geschäftstätigkeiten zählen die Planung, Installation und Bewirtschaftung von Ladelösungen für E-Fahrzeuge. Seit dem Erwerb der Aktiva und Mitarbeiter der Speidel Gruppe in 2023 hat das Unternehmen seinen Fokus auf Elektro- und Kommunikationstechnik erweitert. Der Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions (DTS) vereint die Dussmann-Spezialisten für den Anlagenbau und technischen Service. Damit bietet DTS Lösungen für den gesamten Lebenszyklus von technischen Anlagen an. Diese erstrecken sich von Ingenieurdienstleistungen in der Planung, über die Errichtung, Inbetriebnahme, Wartung und Instandsetzung bis zum Betrieb. Um auf die wachsende Nachfrage nach Kinderbetreuung und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu reagieren, betreibt die Dussmann Group im Geschäftsfeld Kids häufig in Kooperation mit Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen betriebsnahe Kindergärten in Deutschland. Dabei wird neben flexiblen Öffnungszeiten insbesondere Wert auf die frühkindliche Förderung gelegt. Die meisten Kindergärten bieten neben kulturellen Schwerpunkten u.a. auch zweisprachige Förderungskonzepte an. Kursana ist in Deutschland seit über 35 Jahren einer der führenden privaten Anbieter von Dienstleistungen für Senioren. Der Qualität der Pflege und Betreuung, der Dienstleistungen sowie der Immobilien und ihrer Ausstattung kommt hierbei eine große Bedeutung zu. Kursana unterhielt und managte zum 31. Dezember 2022 insgesamt 101 Einheiten, darunter 98 Betriebsstätten in Deutschland. Zwei weitere sind in Bau bzw. Planung. Außerhalb von Deutschland betreibt die Kursana noch zwei weitere Seniorenresidenzen in Österreich und in der Schweiz sowie eine ambulante Klinik. Die Gesellschaft in Estland wurde zum 01. Januar 2022 veräußert. Das KulturKaufhaus in Berlin ist seit 1997 ein wichtiges Geschäftsfeld der Dussmann Group. Es führt auf über 7.200 Quadratmetern eines der größten Buch-, Musik- und Film-Sortimente in Europa sowie ausgewählte Papeterie und Accessoires. Mit regelmäßigen, auch virtuellen Veranstaltungen ist es eine Institution im Berliner Kulturbetrieb. Fast 11 Millionen Produkte sind vor Ort und online verfügbar. Um die größte Auswahl von relevanten Inhalten aus Kultur und Wissen jederzeit verfügbar und erlebbar zu machen, setzt das KulturKaufhaus eine Omni-Channel-Strategie um, bei der digitale sowie stationäre Angebote und Services entwickelt und erlebbar werden. Mit der Weiterentwicklung des Online-Stores und dem Aufbau des Firmenkundengeschäftes wurde diese Strategie auch in 2022 wesentlich vorangetrieben. SteuerungssystemDie Dussmann Group und damit auch die Dussmann Stiftung & Co. KGaA werden über ein gruppeneinheitliches Berichtswesen gesteuert. Wichtigste Kennzahlen für die Steuerung des Konzerns sind dabei die Umsatzerlöse, das EBTA 1 , das EBITDA 2 und die EBITDA-Marge, das Betriebsergebnis sowie das Konzernjahresergebnis. Ein aktives Working Capital Management sowie eine Vertriebssteuerung über gruppenweite KPI-Systeme ergänzen diese Steuerungskennzahlen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche sowie branchenbezogene RahmenbedingungenDie Entwicklung des Konzerns und der von ihr geführten Tochtergesellschaften in Deutschland wurde in 2022 von folgenden gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen beeinflusst: Die konjunkturelle Entwicklung hing im Berichtsjahr 2022 von dem im Februar begonnenen Ukraine-Krieg, den damit einhergehenden steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, den Lieferkettenengpässen sowie der allgemeinen Unsicherheit aufgrund der makroökonomischen Entwicklung ab. Hinzu kamen die teilweise noch bis Frühjahr bestehenden Schutzmaßnahmen aufgrund des Corona-Infektionsgeschehens. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich im Jahr 2022 als erfreulich widerstandsfähig erwiesen. Nach ersten vorläufigen Ergebnissen des statistischen Bundesamtes nahm das preisbereinigte BIP um 1,9 % zu. Damit ist die deutsche Wirtschaft auch in 2022 trotz der makroökonomischen Herausforderungen infolge der Corona-Pandemie und des Ukraine-Krieges gewachsen. Es mehren sich die Anzeichen dafür, dass die wirtschaftliche Abschwächung im Winterhalbjahr milder ausfällt als bislang erwartet worden ist. Dennoch dürften die zunehmend bei den Verbrauchern ankommenden hohen Preissteigerungen die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in 2023 weiterhin belasten. Auch wenn sich die Stimmung der deutschen Wirtschaft spürbar aufhellt, sorgen Unsicherheiten über die wirtschaftlichen Perspektiven aktuell noch für Investitionszurückhaltung. Die Inflationsrate hat sich im Dezember 2022 im Vergleich zum Vormonat um 1,4 Prozentpunkte auf voraussichtlich 8,6 % verringert. Im Jahresdurchschnitt lagen die Verbraucherpreise damit um 7,9 % über dem Vorjahresniveau. Die Dezember-Soforthilfe für Gas und Wärme dürfte für den Rückgang der Inflationsrate im Dezember eine entscheidende Rolle gespielt haben. Die Teuerung der Energieträger fiel spürbar schwächer aus als in den Vormonaten. Der Anstieg der Preise für Nahrungsmittel hat sich leicht abgeschwächt.
1 EBTA: Gewinn vor Steuern und Abschreibungen
Firmenwerte
Die Anzahl der beantragten Unternehmensinsolvenzen nimmt von einem niedrigen Niveau in 2021 kommend wieder zu. Frühindikatoren deuten auf einen weiteren leichten Anstieg hin, eine "Insolvenzwelle" ist jedoch nicht in Sicht. Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2022 in einem schwierigen Umfeld weiterhin als robust erwiesen. Die Erwerbstätigkeit hat den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung im Jahr 1990 erreicht. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung ist zum Jahresende weiter gestiegen. Die Arbeitslosigkeit erhöhte sich im Zuge der einsetzenden Winterpause im Dezember, saisonbereinigt ging sie aber zurück. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes waren im November 2022 in Deutschland 45,99 Millionen Personen erwerbstätig. Das waren 498.000 mehr als ein Jahr zuvor. Die Bauwirtschaft leidet weiter unter den Problemen bei der Materialbeschaffung und den historisch hohen Preisen. Vor allem der Neubau verliert an Fahrt. Eine hohe Nachfrage gibt es weiterhin bei Sanierungsarbeiten. Die Unternehmen des Bau- und Ausbaugewerbes sahen sich in 2022 insgesamt mit einer Umsatzentwicklung unter Vorjahresniveau konfrontiert. Die Bundesvereinigung Bauwirtschaft geht von einem realen Rückgang im Bereich von bis zu 2 % aus. Schwierigkeiten bereitet vielen Bau- und Ausbaubetrieben nach wie vor die Beschaffung von Baustoffen und deren Preisentwicklung. Insgesamt sind die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe im ersten Halbjahr 2022 real um 3 % auf 51 Milliarden Euro zurückgegangen. Überproportional hat dabei der Wohnungsneubau verloren. Aktuell kann der Wohnungsneubau, anders als in den Vorjahren, die Baukonjunktur nicht weiter stützen. Die Entwicklung des deutschen Facility-Management-Marktes hängt stark von der gesamtwirtschaftlichen Konjunktur ab. Der Markt wird von mehrjährigen Verträgen und von immobilienbezogenen Dienstleistungen dominiert, so dass eine kurzfristige Reduzierung von Dienstleistungen in Zeiten der Konjunkturschwäche nur bedingt möglich ist. Des Weiteren ist der Facility-Service-Markt durch eine große Heterogenität geprägt. Die Auswirkungen der Corona-Krise treffen den Facility-Service-Markt zum Teil erst zeitverzögert. Dabei hängt die Intensität der Auswirkungen stark von der Branchenzugehörigkeit der Kunden und der von ihnen betriebenen und genutzten Immobilienklassen ab. Der Facility-Service-Markt profitiert regelmäßig auch von der Heterogenität seiner Kunden, so dass hier im Vergleich zu anderen Branchen weniger Auswirkungen der Krise zu erwarten sind. Der Ausblick der Branche ist aber durchwachsen: Auf der einen Seite gewinnt das Facility Management im Zuge der ESG-Berichtspflichten und des Bedarfs an einem nachhaltigeren Betrieb von Gewerbeimmobilien deutlich an Bedeutung. Auf der anderen Seite zeigen viele Auftraggeber angesichts der Unsicherheiten sowie der angestiegenen Inflation sowie des Kriegs gegen die Ukraine Zurückhaltung bei Investitionen. Ein besonders hohes Potenzial für die Zukunft sehen die Branchenunternehmen dabei in den Gewerken Energiemanagement, Optimierung der Gebäudeautomation sowie der Gebäudetechnik. Unter den infrastrukturellen Services sehen die Dienstleister das größte Einflusspotenzial in der Gebäudereinigung sowie bei den Catering-Services. Die Dekarbonisierung der Gewerbeimmobilien in Deutschland und die Corona bedingt beschleunigte Nutzungsveränderung stellen Betreiber vor einen größeren Transformationsbedarf. Um die zunehmende Komplexität des Immobilienbetriebs in den Griff zu bekommen, bündeln insbesondere größere Auftraggeber Tätigkeiten und Verantwortlichkeiten im Facility Management. Die führenden Dienstleister reagieren hierauf mit einer Ausweitung des Leistungsangebots und des Service Managements. Der Trend zur Bündelung von Dienstleistungen, auch mit Integriertem Facility-Management beschrieben und häufig über mehrere Länder hinweg, setzt sich fort. Dussmann Service bearbeitet die länderübergreifenden Ausschreibungen über ein zentrales internationales Vertriebsteam. Die Dussmann Group ist mit ihrem Geschäftsfeld Care (Kursana) in der Pflege und Betreuung von Senioren tätig. Die demografisch bedingte Alterung der Gesellschaft in Deutschland eröffnet auch eine langfristig wachsende Nachfrage nach stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanter Pflege. Gleichzeitig stellt diese Entwicklung den Pflegemarkt auch vor verschiedene Herausforderungen. Zentral ist der Mangel an Fachkräften im Pflegebereich. Dieser sowie die regulatorischen Einflüsse auf die Lohnpolitik über das ab 01.09.2022 geltende neue Tariftreuegesetz (GVWG) führten in 2022 zu überproportional steigenden Lohnkosten. Konjunkturelle Einflüsse spielen in diesem Markt eine vergleichbar geringe Rolle. Bereits vor Ausbruch der Corona-Krise herrschte ein Mangel an Pflegekräften in Deutschland. Seit Beginn der Pandemie mehren sich jedoch die Berichte über Personalmangel und überlastete Mitarbeiter. Die Corona-Pandemie beeinträchtigt die Pflegeeinrichtungen in besonderem Maße. Zu den vulnerabelsten Bevölkerungsgruppen der Corona-Pandemie zählen insbesondere ältere Menschen. Auch in 2022 waren Seniorenresidenzen und -pflegeeinrichtungen regelmäßig im Zentrum des Ansteckungsgeschehens der Corona-Pandemie. Die Corona-Pandemie belastet Pflegeunternehmen nicht nur organisatorisch, sondern auch finanziell. Die Kosten für Hygienekonzepte und Schulungen zur Einhaltung der neuen Anforderungen durch das Coronavirus führten zu steigenden Ausgaben. Mit Coronavirus-Ausbrüchen in den Einrichtungen gehen regelmäßig auch temporäre Aufnahmerestriktionen einher. Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr in Pflegeeinrichtungen zögerten ältere Menschen den Umzug von der Privatwohnung in die Pflegeeinrichtung hinaus. Somit kam es branchenweit zu merklichen Belegungs- und Erlösrückgängen, die in 2022 nur zum Teil (bis 30. Juni) durch Zahlungen aus dem Rettungsschirm der Bundesregierung aufgefangen wurden. Der grundsätzlich positive Wachstumstrend der Branche wird weiter durch die Zunahme des Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung gestützt. So wird erwartet, dass der Anteil der Bevölkerung mit einem Alter über 65 Jahren bis zum Jahr 2030 in Deutschland um knapp 13 % zunehmen wird. Im Gegensatz zur ambulanten Pflege ist der Markt der vollstationären Alten- und Pflegeheime in Deutschland überwiegend freigemeinnützig geprägt. Rund 53 % aller Pflegeheime befinden sich in der Trägerschaft freigemeinnütziger Träger, zu denen insbesondere die großen Wohlfahrtsverbände wie Diakonie, Caritas oder DRK zählen. Pflegeheime kommunaler Anbieter machen nur rund 4 % aller Pflegeheime aus, während private Betreiber rund 43 % aller Pflegeheime stellen. Der Einzelhandel in Deutschland, zu dem auch Dussmann das KulturKaufhaus zählt, erzielte nach einer Schätzung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2022 real 0,3 % weniger Umsatz und nominal 8,2 % mehr Umsatz als in 2021. Die Differenz zwischen den nominalen und realen Ergebnissen spiegelt die hohen Preissteigerungen wider. Der Versand- und Internet-Einzelhandel war im Jahr 2022 mit einem Umsatzminus von real 8,1 % sowie nominal von 3,2 % deutlich rückläufig. Allerdings hatte diese Branche in den Vorjahren durch die Corona-Krise enorme Umsatzzuwächse erzielt. Im Jahr 2022 waren die Buchhandlungen in ganz Deutschland wieder das gesamte Jahr über durchgehend geöffnet, nachdem in den beiden vorherigen Jahren Einschränkungen durch Ladenschließungen aufgrund der COVID-19-Pandemie bestanden hatten. Trotzdem verzeichneten alle Absatzwege zusammen ein Umsatzminus von 2,1 % gegenüber dem Vorjahr. Diese Jahresendabrechnung geht aus dem Branchen-Monitor Buch von Media Control hervor. Laut einer Studie im Auftrag von PricewaterhouseCoopers (PwC) zum Thema German Entertainment and Media Outlook 2018-2022 sollen die Umsätze bis 2025 im deutschen Buchmarkt tendenziell anwachsen, wozu insbesondere der wachsende E-Book-Markt beitragen soll, welcher den sinkenden Umsatz des Print-Geschäftes voraussichtlich ausgleichen wird. Auch im Jahr 2025 wird danach die Belletristik den höchsten Umsatzanteil erwirtschaften. Italiens Wirtschaft entwickelte sich in den ersten drei Quartalen 2022 recht stabil. Zum Jahresende muss sie aber doch den schwierigen globalen Rahmenbedingungen Tribut zollen. Hohe Energie- und Rohstoffkosten, steigende Inflation, geringere Kaufkraft, Störungen der Lieferketten und eine schwächere Nachfrage im Ausland sind einige der Gründe. Für das Gesamtjahr 2022 konnte trotzdem ein reales Plus beim BIP in Höhe von ca. 3 % erreicht werden. Bei Investitionen sind viele Unternehmen nach einem insgesamt guten Jahr 2022 wieder etwas zurückhaltender. Grund dafür sind Kostenexplosionen, die angespannte globale Lage und drohende Nachfrageausfälle sowie die gestiegenen Zinsen. Dennoch entwickeln sich besonders die Branchen, die vom hohen Zufluss an EU-Geldern profitieren, weiter dynamisch. Im Gesamtjahr 2022 wuchs die österreichische Wirtschaft um +4,7 %, wobei im vierten Quartal eine breit angelegte Konjunkturabschwächung zu vermerken war. Der private Konsum ging zurück, die Wertschöpfung in der Industrie stagnierte, während sie im Bau- und Dienstleistungssektor schrumpfte. Positive Konjunkturbeiträge kamen von den Exporten und den Investitionen. Wir erwarten, dass sich diese Schwächephase auch im ersten Halbjahr 2023 fortsetzen wird. Während die Inflation im Jahr 2023 zurückgehen soll, werden die Preise für Güter des täglichen Gebrauchs noch eine Weile auf einem hohen Niveau bleiben, was die Kaufkraft der Haushalte schmälern und den privaten Konsum dämpfen wird. Für 2022 verzeichnete die Wirtschaft in Luxemburg ein reales Wachstum von 1,5 %. Dies ist eine sehr deutliche Abschwächung gegenüber dem Jahr 2021, als das luxemburgische Bruttoinlandsprodukt noch um 5,1 % gewachsen ist. Zu den Gründen gehören Lieferengpässe und eine Knappheit von Erdgas, Erdöl und anderen Waren. Dies ließ die Inflation 2022 auf 8,4 % steigen. Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank verteuern zudem die Finanzierungskosten von Investitionen, weswegen das Investitionsvolumen im Jahr 2022 stagnierte. Der Mangel an Fachkräften macht sich in allen Geschäftsbereichen, in denen die Dussmann Group tätig ist, sowohl in Deutschland als auch in den meisten Auslandsmärkten weiter deutlich bemerkbar. Es wird zunehmend schwieriger, ausreichend qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen. Besonders gravierend ist dieses Problem in technischen Berufen und im Pflegebereich. Aber auch Arbeitsplätze für ungelernte oder angelernte Arbeitskräfte zu besetzen, stellt sich zunehmend herausfordernder dar. Die Dussmann Group reagiert auf diesen Trend, indem sie unter anderem Kooperationen mit Bildungsträgern schließt und qualifizierte Ausbildungsprogramme durchführt, um bereits frühzeitig geeignete Mitarbeiter zu entwickeln. Des Weiteren wird durch vielfältige Maßnahmen in die Arbeitgebermarke investiert, um die Dussmann Group im Wettbewerb um Talente attraktiv zu positionieren. GeschäftsverlaufDie für 2022 gesteckten Ziele konnten sowohl im Umsatz, im Betriebsergebnis und im Jahresergebnis übertroffen werden. Der Umsatz lag im Berichtsjahr um 468,7 MEUR über dem des Vorjahres und um 309,4 MEUR über den Erwartungen von Ende 2021. Ursächlich hierfür sind Umsatzzuwächse (130,8 MEUR) in den italienischen Gesellschaften, in den Gesellschaften der STS Gruppe (175,5 MEUR), in Dussmann Service Deutschland (51,5 MEUR), Luxemburg (22,1 MEUR) und Österreich (14,4 MEUR). Das EBTA konnte ebenfalls aufgrund der Umsatzerhöhung im Vergleich zu 2021 gesteigert werden und betrug im Berichtsjahr 131,6 MEUR. Damit übertraf es deutlich die Erwartungen für das Berichtsjahr. Das EBITDA konnte im Berichtsjahr auf 170,9 MEUR gesteigert werde und lag damit über unseren Erwartungen von 147,4 MEUR. Die EBITDA-Marge lag mit 6,1 % auf dem Niveau des Vorjahres (6,4 %) und damit leicht über dem langfristig angestrebten Niveau von 6,0 %. Die starke Umsatzerhöhung bei nahezu proportionaler Betriebsaufwandsentwicklung führten im Berichtsjahr zu einer insgesamt erfreulichen Ergebnisentwicklung im Konzern. Das Jahresergebnis lag entsprechend deutlich über dem des Vorjahres und unseren Erwartungen. Dussmann Service in DeutschlandBedingt durch neue Großaufträge, der Weitergabe von Preissteigerungen und Tarifanpassungen an die Kunden, aber auch den stufenweisen Wegfall von Coronabeschränkungen im Catering konnten im Bereich Dussmann Service Deutschland die Umsätze von 439,3 MEUR auf 490,8 MEUR in 2022 erhöht werden. Vor allem das Geschäft im Catering, welches durch coronabedingte Einschränkungen bei der Nutzung von Kantinen, aber auch durch die verstärkte Nutzung von Homeoffice Lösungen besonders in der Betriebsgastronomie in den Vorjahren gelitten hatte, entwickelte sich in 2022 wieder erfreulicher. Die allgemeinen Preissteigerungen für Lebensmittel, aber auch für Reinigungsmittel, führten in 2022 zu einem Anstieg der Materialaufwandsquote, so dass die Ergebnisentwicklung nicht mit der positiven Entwicklung des Umsatzes mithalten konnte. Aufgrund dieser Rahmenbedingungen sowie der im Vorjahr generierten einmaligen Erträge aus dem Verkauf des Dussmann-Office Bereichs verschlechterte sich das Betriebsergebnis in 2022 leicht und lag damit unter unseren Erwartungen. In-house-Qualifizierungsprogramme in Zusammenarbeit mit namhaften Instituten und Lieferanten wirkten dem steigenden Fachkräftemangel entgegen. So wurden im Berichtszeitraum erneut viele Mitarbeiter am hauseigenen Dussmann Campus und in anderweitigen Präsenz- und virtuellen Veranstaltungen, in allen Geschäftsfeldern fortgebildet. Im Fokus der Qualifizierung standen erneut fachspezifische Schulungen im Bereich Gebäude- und Betriebstechnik sowie der Meisterlehrgang in der Gebäudereinigung. Für die weitere Entwicklung des Service-Geschäfts strebt Dussmann Service eine noch stärkere Integration seines Dienstleistungsportfolios nahe der Wertschöpfungskette der Kunden an, um möglichst kundenspezifische Dienstleistungen von hoher Qualität und Zuverlässigkeit zur Unterstützung der Kernprozesse des Kunden anzubieten. Dazu gehören zum Beispiel Leistungen in Krankenhäusern oder die Reinigung und Versorgung von Rein- und Reinsträumen in der Halbleiter-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie. Die wachsende Nachfrage nach fachlich versierten Dienstleistungen, die hohen Qualitäts- und Hygienestandards genügen müssen, kommt Dussmann dabei entgegen. Dasselbe gilt für die Tendenz, Teile der Wertschöpfungskette, die bislang selbst erbracht wurden, spezialisierten Dienstleistern oder gemeinsamen Servicegesellschaften anzuvertrauen. Dussmann Service in WesteuropaIn Westeuropa konnte Dussmann Service in 2022 in allen Ländern den Umsatz von 1.007,4 MEUR auf 1.180,1 MEUR ausweiten. Italien, als größter Auslandsmarkt, verzeichnete dabei die stärksten absoluten Erhöhungen. Dabei konnten vor allem neue Kundenverträge den größten Anteil zum Wachstum beitragen. Aber auch in Bestandsverträgen wurden die Umsätze ausgebaut. Hervorzuheben hier ist die Zugreinigung bei Trenitalia, welche in 2022 erneut deutliche Umsatzzuwächse verzeichnete. Auch im Catering konnten die Umsätze erhöht werden. Der Umsatz in Italien lag im Berichtsjahr bei 807,6 MEUR nach 676,9 MEUR im Vorjahr. Damit ist Italien der mit Abstand wichtigste Markt im Facility Management für die Dussmann Group. Das Kundenportfolio in Italien ist unverändert durch einen hohen Anteil öffentlicher Aufträge geprägt, wobei insbesondere das Gesundheits- und Bildungswesen eine zentrale Rolle spielen. Einsparmaßnahmen des italienischen Staates dämpfen zwar die Umsatzentwicklung für Einzelaufträge, bieten aber auch Chancen, da weiterhin größere Auftragsvolumen zentral ausgeschrieben werden. Trotz der inflationsbedingten Preissteigerungen vor allem für Lebensmittel und Reinigungsmittel und die allgemeinen Personalkostensteigerungen sowie dem starken Rückgang der coronabedingten Sonderreinigungen entwickelte sich das Betriebsergebnis in 2022 überproportional zum Umsatz. Mit 42,6 MEUR lag es deutlich über unseren Erwartungen. Dussmann Service Luxemburg setzte das langfristige Wachstum weiter fort. Mit 188,0 MEUR Umsatz und einem Betriebsergebnis von 9,2 MEUR ist Luxemburg nach Italien weiterhin der stärkste Auslandsmarkt für die Dussmann Group. In sämtlichen Bereichen konnten die Umsätze erhöht werden. Gestiegenen Energie- und Warenkosten führten zu einer unterproportionalen Entwicklung des Betriebsergebnisses im Vergleich zum Umsatz. Die Dussmann Service Gesellschaften in Österreich setzten ihre erfreuliche Entwicklung auch in 2022 weiter fort. Unterstützt durch den Erwerb der JANUS Gruppe Ges.m.b.H., Wien, Österreich im Jahr 2021 konnte der Umsatz um 14,4 MEUR auf nunmehr 164,7 MEUR gesteigert werden. Das Betriebsergebnis wurde, wie in fast allen Ländern durch den Rückgang der coronabedingten Sonderreinigungen und die höheren Materialaufwendungen aufgrund der Preissteigerungen für Lebensmittel und Reinigungschemie belastet, so dass die Gesellschaften einen Rückgang von 8,4 MEUR auf 7,0 MEUR verzeichneten. Dussmann Service in OsteuropaAuch in Osteuropa konnten die Umsatzerlöse weiter ausgebaut werden. Die Umsätze stiegen um 22,8 MEUR auf nunmehr 138,9 MEUR unterstützt durch die in 2021 erworbene Net Service S.A., Warschau, welche die Gebäudetechnik-Kompetenz in der Region verstärkt. Aber auch in Litauen und Tschechien konnten mit den klassischen infrastrukturellen Facility Management Leistungen hohe zweistellige Wachstumsraten erzielt werden. Das Betriebsergebnis in dieser Region wurde dabei von 2,7 MEUR auf 2,9 MEUR gesteigert. Dussmann Service in AsienAuch die Umsätze der Aktivitäten in Asien konnten in 2022 gesteigert werden. Der bei Dritten liegende Mehrheitsanteil an der bislang nur nach der at-Equity Methode konsolidierten Dussmann Gulf - Sole Proprietorship L.L.C., Abu Dhabi, VAE konnte vollständig erworben werden, so dass diese Gesellschaft 2022 erstmalig zu 100% voll konsolidiert wurde. Entsprechend stiegen in 2022 die Umsätze in der Region um 26,9 MEUR auf 45,2 MEUR. Dussmann Technical Solutions (DTS)Der Geschäftsbereich DTS entwickelte sich im Berichtsjahr sehr erfreulich. Vor allem aufgrund der Beendigung und Abnahme von einigen Großprojekten, die damit in 2022 endabgerechnet werden konnten, führten zu einem Umsatzanstieg von 185,0 MEUR auf 392,8 MEUR. Diese Umsatzausweitung wirkte sich ebenfalls positiv im Betriebsergebnis aus. Neben den Aktivitäten in der irischen STS Group entwickelten sich auch die Aktivitäten in der Kältetechnik sehr erfreulich. Die Gesellschaften hier konnten ihren Umsatz um 12,6 MEUR auf nunmehr 99,2 MEUR erhöhen. Das Betriebsergebnis im Bereich DTS erhöhte sich dabei überproportional zum Umsatz auf 27,8 MEUR. Care & KidsDie Umsätze im Geschäftsfeld Care (Kursana) stagnierten im Berichtsjahr auf einem hohen Niveau. Dies ist unter anderem auf dem Verkauf der Gesellschaft in Estland mit einer Pflegeeinrichtung in Tallinn, zum 01. Januar 2022 zurückzuführen. Auch die coronabedingte geringere Auslastung der vorhandenen Einrichtungen sowie das Auslaufen der staatlichen Erstattungen für coronabedingte Mehraufwendungen bzw. Mindereinnahmen wirkten sich Umsatzreduzierend aus. Diese Effekte konnten im Wesentlichen durch allgemeine Entgelterhöhungen ausgeglichen werden, so dass der Umsatz im Geschäftsfeld Care in 2022 leicht auf 481,9 MEUR gesteigert werden konnte. Die gegenüber 2021 geringere Auslastung der Häuser, die zudem in 2022 nur noch teilweise durch staatliche Zuschüsse abgegolten wurde, gestiegene Personalkosten auch aufgrund des Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetzes sowie höhere Materialaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Leistungen führten zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses im Berichtsjahr. In den Folgejahren ist eine Fortsetzung der Expansion in Deutschland durch neue Pflegeeinrichtungen geplant. Darüber hinaus arbeitet Kursana an Konzepten für zusätzliche Leistungsangebote im Vorfeld stationärer Pflege. Das Konzept der Quartiershäuser wurde mit der Eröffnung einer entsprechenden Einrichtung erstmalig umgesetzt und wird weiter fortgeführt. Aufgrund der Abgabe von drei Einrichtungen an einem Standort im Geschäftsfeld Kids, welche dem Geschäftsbereich Care & Kids zugeordnet ist, entwickelte sich der Umsatz leicht rückläufig, so dass in 2022 nur noch Umsätze in Höhe von 13,8 MEUR erwirtschaftet wurden. Auf das Betriebsergebnis hatte dieser Umsatzrückgang nur geringe Auswirkungen. KulturKaufhausDer Geschäftsbereich Dussmann das KulturKaufhaus konnte im Berichtszeitraum seinen Umsatz wieder deutlich erhöhen und lag mit 38,1 MEUR auf Vorkrisenniveau. Vor allem das überaus erfreuliche Weihnachtsgeschäft, aber auch der neue Onlineshop trugen zu dieser Entwicklung bei. Durch die deutlich gestiegenen Personalkosten aufgrund gesetzlicher Eingriffe in die Lohnpolitik sowie insbesondere gestiegene Logistik- und Energiekosten in Folge des Ukraine Krieges bei weitgehend konstantem Preisniveau aufgrund der Buchpreisbindung spiegelte sich diese positive Umsatzentwicklung aber nur bedingt im Betriebsergebnis wieder, so dass dieses weiterhin negativ war. Insgesamt hat sich das Geschäft der Dussmann Group auch während des zurückliegenden schwierigen Umfeldes des Jahres 2022 als krisenfest erwiesen. Dafür ausschlaggebend ist das diversifizierte Geschäftsmodell der Dussmann Group mit unterschiedlichen Dienstleistungen für verschiedenartige Kundensegmente und Kundengruppen. BelegschaftWesentliche Basis des Erfolgs der Dussmann Group sind ihre rund 66.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Geschäftsmodell basiert auf einer Unternehmenskultur, die auf Eigeninitiative, Flexibilität und das Verantwortungsbewusstsein jedes Einzelnen setzt. Die Dussmann Group dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre Leistung. Unser Dank gilt auch den betrieblichen Arbeitnehmervertretungen für die konstruktive und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Dussmann Group blick auf ein aus wirtschaftlicher Sicht sehr erfreuliches Jahr 2022 zurück. Die Umsätze konnten mit Ausnahme der Kursana in allen Geschäftsbereichen in 2022 gesteigert werden. Maßgeblich dazu beigetragen haben die Gesellschaften in Italien, Deutschland, Luxemburg, Österreich und die STS-Gruppe. Die in 2021 neu erworbenen Gesellschaften in Österreich, Polen und im Geschäftsbereich DTS entwickelten sich ebenfalls sehr erfreulich. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie sowie die Folgen der Ukraine-Krieges wirkten sich ergebnisseitig in 2022 deutlich negativ auf den Bereich Care & Kids sowie das Catering in Deutschland aus. Insgesamt konnte das Betriebsergebnis jedoch vor allem durch die hohen Umsatzzuwächse deutlich gesteigert werden. Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns stellt sich im Detail wie folgt dar.
Die größten Beiträge zum Betriebsergebnis wurden dabei, wie in den Vorjahren, im Geschäftsbereich Dussmann Service Italien, im Bereich Care (Kursana), im Geschäftsbereich Dussmann Technical Solutions sowie in Dussmann Service Luxemburg und Dussmann Service Österreich generiert. Der Umsatzanstieg entfiel vornehmlich auf die irische STS-Gruppe und die Gesellschaften in Italien, Deutschland, Luxemburg und Österreich. Die Bestandsveränderungen reduzierten sich im Berichtsjahr überproportional, da Großprojekte in der irischen STS-Gruppe im Berichtsjahr abgerechnet werden konnten. Der im Vergleich zur Umsatzentwicklung weniger stark gestiegene Materialaufwand ist im Wesentlichen auf die STS-Gruppe und die im Jahr 2022 erfolgten umsatzwirksamen Abrechnungen von einzelnen Projekten zurückzuführen. Gegenläufig entwickelten sich aufgrund der Inflation die Materialaufwendungen in Service Deutschland und der Kursana. Die Personalaufwendungen entwickelten sich auch aufgrund der sich unterproportional gestiegenen Mitarbeiterzahl unterproportional zum Umsatz. Neben diesem Effekt wirkten sich aber auch hier die umsatzwirksame Abrechnung von Projekten in der STS-Gruppe auf die proportionale Entwicklung zum Umsatz aus. Bezogen auf die Betriebsleistung entwickelten sich die Personalkosten nahezu proportional. Gegenüber dem Vorjahr erhöhten sich Personalaufwendungen um 162,2 MEUR, was im Wesentlichen auf die Dussmann Service Gesellschaften in Italien, Deutschland, Luxemburg und Österreich zurückzuführen ist.
Neben den bei Konzerngesellschaften durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitern (64.646) werden von der Dussmann Group Arbeitnehmer anderer Unternehmen (Servicegesellschaften) über Managementverträge geführt. Unter Einbeziehung dieser Arbeitnehmer stellt sich die Anzahl der von der Dussmann Group geführten Mitarbeiter insgesamt wie folgt dar:
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen inklusive der Sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Miet- und Pachtaufwendungen sowie Mietnebenkosten, Kfz-Kosten, Miet- und Wartungsaufwendungen für Maschinen, EDV-Aufwendungen, Wechselkursaufwendungen sowie Aufwendungen für die Geschäftsführung. Sie erhöhten sich im Berichtsjahr unterproportional zum Umsatz. Ursächlich hierfür ist unter anderem der stetige Betrag für Miet- und Pachtaufwendungen vor allem in den Kursana Gesellschaften. Die Erhöhung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Energie- und Treibstoffkosten. Vor allem aufgrund des zum Umsatz unterproportional gestiegenen Personalaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhte sich der Betriebsaufwand im Berichtsjahr unterproportional zum Umsatz. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge steht insbesondere im Zusammenhang mit Erträgen aus der Erstkonsolidierung der Dussmann Gulf - Sole Proprietorship L.L.C., Abu Dhabi, VAE. Im Beteiligungsergebnis werden vor allem die Ergebnisse aus "at Equity" konsolidierten Gesellschaften ausgewiesen. Die geringen Beteiligungsverluste sind dabei im Wesentlichen auf den Verkauf des Anteils an der Schwäbisch Hall Facility Management GmbH, Schwäbisch Hall zum 31.12.2021 zurückzuführen. Die Schwäbisch Hall Facility Management GmbH, Schwäbisch Hall wirkte sich im Vorjahr mit einem Verlust in Höhe von 770 TEUR im Beteiligungsergebnis aus. Der Rückgang des Finanzergebnisses ist auf die in 2022 entfallenen Zinserträge aus dem Darlehen an die Erbengemeinschaft Peter Dussmann, auf geringere Zinserträge aus dem Darlehen an die Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen, sowie die Zinsanpassung der Darlehen an die DIV Dussmann Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. Liegenschaften KG, Berlin zurückzuführen. Die zugrundeliegenden Darlehen an die Erbengemeinschaft bzw. die Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen wurden im Dezember 2021 beziehungsweise im September 2022 zurückgeführt. Gegenläufig wirkten sich höhere Zinserträge in Italien aus. Das neutrale Ergebnis beinhaltet die aperiodischen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, sowie die Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte. Es ist im Vergleich zum Vorjahr um 495 TEUR geringer. Bezüglich der Entwicklung der Firmenwertabschreibungen verweisen wir auf die Angaben im Firmenwertspiegel (Anlage II zum Konzernanhang).
Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Ertragsteueraufwendungen reflektieren die gestiegenen Ergebnisse in Italien sowie gegenüber dem Vorjahr gesunkene latente Steuererträge in der Dussmann Stiftung & Co. KGaA und der irischen STS-Group. FinanzlageDer Finanzmittelbestand setzt sich aus dem Kassenbestand und Bankguthaben bei Kreditinstituten zusammen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt im Berichtsjahr 51,5 MEUR, was gegenüber dem Vorjahreszeitraum (164,7 MEUR) ein Rückgang um 113,2 MEUR darstellt. Der Rückgang steht im Zusammenhang mit reduzierten Rückstellungen sowie deutlich gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstiger Forderungen bei gleichzeitigem unterproportionalem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der gegenüber dem Vorjahr deutlichen Geschäftsausweitung in Italien und Deutschland. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurde im Wesentlichen für laufende Investitionen (50,5 MEUR) und für die Entnahmen der Komplementärin (40,2 MEUR) verwendet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -32,8 MEUR und wurde im Wesentlichen durch Investitionen in Sachanlagen, vornehmlich in Kundenobjekte, und Einzahlungen aufgrund der Rückzahlung des Darlehens an die Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen beeinflusst. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt im Berichtsjahr -43,3 MEUR. Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf geringere Entnahmen der Komplementärin zurückzuführen. Das Ziel des in der Unternehmensgruppe zentral überwachten Finanzmanagements liegt in der laufenden Bereitstellung der erforderlichen liquiden Mittel unter Wahrung des Grundsatzes der Optimierung des Zinsergebnisses und der Sicherstellung stabiler Bilanzkennzahlen sowohl mit Blick auf das Rating der Einzelgesellschaften als auch das der Gruppe sowie der Wahrung der finanziellen Unabhängigkeit der Unternehmensgruppe. Die Finanzierung und Liquiditätssicherung der Dussmann Group erfolgt, mit Ausnahme der Landesgesellschaft in Italien, überwiegend durch die Dussmann Stiftung & Co. KGaA. Dazu bedient sie sich eines Finanzierungsrahmens mit einer Bankengruppe auf Basis einer bis 2026 laufenden Konsortialfinanzierung mit einer ESG-Zinskomponente und weiteren bilateralen Linien. Auf die im Rahmen der Konsortialkreditvereinbarung verfügbaren Kreditlinien von 140 MEUR wurden zum 31. Dezember 2022 innerhalb der Betriebsmittelkreditlinie 78 MEUR für sogenannte Ancillary-Linien angerechnet. Diese Ancillary-Linien waren zum 31. Dezember 2022 in Höhe von 5,6 MEUR durch Kontokorrent-, Aval- und Garantieziehungen ausgenutzt. Zwischen den wichtigsten deutschen Konzerngesellschaften bestehen Cash-Pooling Vereinbarungen. Durch den automatischen Liquiditätsausgleich werden Liquiditätsüberschüsse der Konzerngesellschaften zur Verringerung des Fremdfinanzierungsvolumens der Dussmann Stiftung & Co. KGaA verwendet. Die Finanzierung des langfristig gebundenen Konzernvermögens der Dussmann Group wird durch das Eigenkapital sowie mittelfristige Darlehensverträge sichergestellt. Aus der Struktur des Geschäfts heraus werden im Verlauf des Jahres Kreditlinien temporär kurzfristig in Anspruch genommen. Bei durchgängig hoher Nettoliquidität in Konzern war im abgelaufenen Geschäftsjahr die Zahlungsfähigkeit der Dussmann Group jederzeit gegeben. Die Vermögenslage stellt sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt dar:
Der Rückgang der Geschäfts- oder Firmenwerte ist im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen. Das Anlagevermögen wurde im Berichtsjahr planmäßig weiter abgeschrieben. Die getätigten Investitionen erfolgten im Wesentlichen in neue Kundenobjekte in Italien und Deutschland. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Geschäftsausweitung in Italien und Deutschland. Die Entwicklung der Forderungen gegen verbundene und nahestehende Unternehmen ist auf eine Rückzahlung der Forderungen an die Gesellschafterin Dussmann Stiftung & Co. KG, Zeuthen zurückzuführen. Das im Vorjahr bestehende Darlehen zuzüglich Zinsen wurde im Berichtsjahr vollständig getilgt. Der Anstieg der Forderungen gegen Unternehmen mit einem Beteiligungsverhältnis ist auf ausgereichte Darlehen an die Chargemaker GmbH, Frankfurt am Main und an die Dussmann Ajlan & Brothers LLC, Saudi-Arabien zurückzuführen. Die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände und Vorräte beruht auf einen Anstieg der Umsatzsteuerforderungen in Italien sowie auf höheren Forderungen aus staatlichen Erstattungsansprüchen im Zusammenhang mit Corona-Pandemie bedingten Aufwendungen in der Kursana. Gegenläufig wirkte sich ein Rückgang der Vorräte und unfertigen Erzeugnisse vor allem im Bereich der STS Group Switzerland AG, Basel, Schweiz aus. Der Anstieg des Rechnungsabgrenzungspostens sowie der Aktiven latenten Steuern ist mit 3.518 TEUR auf die erstmalige Einbeziehung der Dussmann Gulf - Sole Proprietorship L.L.C., Abu Dhabi, VAE zurückzuführen, welche in 2022 erstmalig vollkonsolidiert wurde. Das Eigenkapital ist im Berichtsjahr aufgrund des erwirtschafteten Konzernergebnisses deutlich gestiegen. Die Entnahmen betrugen im Berichtsjahr 40,2 MEUR, während gleichzeitig Einlagen in Höhe von 2,5 MEUR getätigt wurden. Die Konzerneigenkapitalquote erhöhte sich auf nunmehr 41,3 Prozent (Vorjahr: 39,6 Prozent). Der Rückgang der Rückstellungen zum Vorjahr ist im Wesentlichen mit 6,9 MEUR auf geringere Steuerrückstellungen vor allem in der STS Group und der Kursana, sowie der Auflösung einer Rückstellung für einen Rechtsstreit in Belgien zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich die erstmalige Vollkonsolidierung der Dussmann Gulf - Sole Proprietorship L.L.C., Abu Dhabi, VAE aus. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten unter anderem die Kredite bzw. die Inanspruchnahmen der vorhandenen Kreditlinien aus der bestehenden Konsortialkreditvereinbarung. Diese sind aufgrund von planmäßigen Tilgungen zurückgegangen. Vor allem durch das gestiegene Geschäftsvolumen in Italien und Deutschland, sowie die erstmalige Vollkonsolidierung der Dussmann Gulf - Sole Proprietorship L.L.C., Abu Dhabi, VAE erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr. Die italienischen Gesellschaften erhöhten ihren Umsatz um 130,8 MEUR mit entsprechenden Auswirkungen auf den Materialaufwand und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+25,6 MEUR). Aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens, vor allem in Deutschland und Italien, sind die Verbindlichkeiten für Löhne & Gehälter, für Lohnsteuer, für Sozialversicherung sowie Umsatzsteuer im Berichtsjahr gestiegen. Reduzierend wirkte sich der Rückgang der Verbindlichkeiten für Kaufpreiszahlungen von neu erworbenen Unternehmen aus. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen durch den im Februar 2022 begonnenen Ukraine-Krieg und den damit einhergehenden steigenden Energie- und Rohstoffpreisen, den Lieferkettenengpässen sowie der allgemeinen Unsicherheit aufgrund der makroökonomischen Entwicklung konnte die Dussmann Group wieder ein gestiegenes Betriebs- und Jahresergebnis ausweisen. Die Unternehmensplanung konnten damit sowohl in Bezug auf die m Umsatzerwartungen als auch in Bezug auf das geplante Jahresergebnis deutlich übertroffen werden. Die Eigenkapitalquote liegt mit 41,3 % weiterhin auf einem hohen stabilen Niveau. Damit verfügt das Unternehmen über eine belastbare Grundlage für Investitionen, Akquisitionen und weiter anhaltendes Wachstum in den Folgejahren. Chancen- und RisikoberichtStändiges Abwägen von Risiken und Chancen ist die Grundlage verantwortungsbewussten unternehmerischen Handelns der Dussmann Group. Risikomanagement ist seit Gründung der Dussmann Group im Jahr 1963 ein integraler Bestandteil der Unternehmensführung. Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Risiken nutzt die Dussmann Group eine Vielzahl von Steuerungs- und Kontrollsystemen, die laufend weiterentwickelt werden. Dazu gehören ein für die ganze Dussmann Group einheitlicher Planungs-, Berichts- und Controllingprozess sowie die regelmäßige Überprüfung der Risikofaktoren durch die Geschäftsbereiche, die Finanzfunktionen in der Holding und die interne Revision. Mit dem Risikomanagementsystem der Dussmann Group wird über eine gruppenweit einheitliche Methodik eine systematische Risikoidentifikation, -bewertung, -steuerung und -berichterstattung durchgeführt. Dabei werden strategische und operative Risiken, Risiken für die Finanz- und Ertragslage sowie Compliance-Risiken unterschieden. Die Risiken werden dabei regelmäßig dem Vorstand berichtet und im Rahmen der Vorstandssitzungen besprochen. Das Risikomanagement wird dabei definiert als ein fortlaufendes und systematisches Vorgehen, bei dem potenzielle Risiken identifiziert, bewertet und mittels Maßnahmen und Kontrollen gesteuert werden. Die Informationen aus dem Risikomanagement liefern die Grundlage für Entscheidungsprozesse und präzisieren die Planungsgenauigkeit. Die kontrollierte Steuerung von Risiken reduziert Fehlerquoten und die daraus resultierende Arbeitsbelastung. Ziel des Vorstands der Dussmann Group ist es, operative Risiken unter Wahrung der operativen Chancen auf ein beherrschbares Maß zu begrenzen. Für die nachfolgend in der Reihenfolge ihrer Bedeutung aufgeführten Risiken (Nettorisikobetrachtung) wurden entsprechend geeignete Maßnahmen umgesetzt. Gesamtwirtschaftliche Chancen und RisikenInsbesondere bei den Energiepreisen ist im Vergleich zu der Zeit vor der Ukraine-Krise von weiter anhaltend hohen Preisen auszugehen. Verbunden mit zu erwartenden Lohn- und sonstigen Preissteigerungen wird auch für 2023 eine hohe Inflationsrate erwartet. Auch eine Eintrübung der Konjunktur ist nicht ausgeschlossen. Die Flüchtlingswelle wird voraussichtlich kurzfristig die öffentlichen Defizite und auch die Arbeitslosenrate in der Europäischen Union leicht erhöhen. Einige Faktoren sprechen aber auch für eine schnelle Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt, sodass mittel- und langfristig die Zuwanderung auch zu einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt führen könnte. Da die Aktivitäten der Dussmann Group in Russland und der Ukraine schon vor Jahren aufgegeben worden sind, gibt es keine direkten Effekte aus dem Krieg in diesen Regionen. Da aber viele Kunden auch in beiden Märkten aktiv sind, erwarten wir weiterhin selektiv negative Effekte für die Geschäftsentwicklung im Geschäftsfeld Dussmann Service. Diese Effekte können beispielsweise Kurzarbeit auf Seiten der Kunden aufgrund von Lieferkettenengpässen oder aber aufgrund von Kosteneinsparungsmaßnahmen sein. Operative RisikenIm Geschäftsbereich Dussmann Service wird operativen Risiken durch konsequente Prüfung potenzieller Aufträge und Auftraggeber vor Auftragsannahme sowie kontinuierliche, zeitnahe und konsequente Überwachung jedes einzelnen laufenden Auftrags auf der Grundlage einer Deckungsbeitragsrechnung und im Rahmen des internen Kontrollsystems begegnet. Laufende Aufträge werden kontinuierlich und konsequent auf Grundlage einer Deckungsbeitragsrechnung und im Rahmen des IKS überwacht. Mit der Zunahme komplexer Dienstleistungen verändert sich das Risikoprofil dieses Bereichs. Langfristige Vertragsbindungen, heterogene Dienstleistungsbilder mit wechselseitigen Abhängigkeiten und Risiken, hoher Investitionsbedarf und Haftungsübernahmen sowie gegebenenfalls komplexe gesellschaftsrechtliche Gestaltungen erfordern ein erhöhtes Risikobewusstsein. Diesem trägt die Dussmann Group durch ein dem Risikoprofil angepasstes System der inhaltlichen und rechtlichen Strukturierung, Kalkulation und Auditierung von Angeboten und Verträgen Rechnung. Die übergreifende Zusammenarbeit im Konzern erfolgt im Rahmen einer Matrix-Organisation. Um dem Risiko von Forderungsausfällen entgegenzuwirken, wird dem Working Capital Management und Reporting hohe Bedeutung beigemessen und durch ein konzerneinheitliches Treasury-System unterstützt. Unbeschadet der dezentralen Verantwortlichkeit erfolgt ein systematisches zentrales Monitoring. In regelmäßigen Abstimmungen in den Landesgesellschaften und mit der Zentrale werden die offenen Posten überprüft, die durchschnittliche DSO-Kennzahl (Days Sales Outstanding) überwacht und Maßnahmen zur Risikobegrenzung eingeleitet. Debitoren werden ab einer bestimmten Größenordnung bereits vor Vertragsunterzeichnung auf Bonität geprüft und erhalten ein entsprechendes internes Limit. Die Werthaltigkeit der außenstehenden Forderungen wird kontinuierlich überprüft. Die Qualifizierung unserer Mitarbeiter im Bereich Dussmann Service wird einerseits durch vielfältige zentrale Schulungsmaßnahmen in unserem Schulungscenter Dussmann Campus sichergestellt. Ferner finden Weiterbildungsveranstaltungen sowie "Training on the job" in Objekten und Niederlassungen statt. Das Risiko von überdurchschnittlichen Tariferhöhungen, die nicht oder nur im begrenzten Maße an den Kunden weitergegeben werden können, wird in der Regel durch entsprechende Indexklauseln in den Kundenverträgen minimiert. Aufgrund des hohen Volumens einzelner Kundenaufträge in Italien besteht eine gewisse finanzielle Abhängigkeit von diesen Verträgen. Das Risiko von Kundenverlusten aufgrund von Einsparungen, Insourcing sowie Neuausschreibungen kann sich hier entsprechend negativ auswirken. Die operativen Risiken im Geschäftsfeld Care (Kursana) beziehen sich insbesondere auf die Standortwahl und die Qualitätssicherung der Pflegedienstleistungen. Risiken folgen aber auch aus dem steigenden Kostendruck der Sozialhilfeträger und der Pflegekassen aufgrund der demographischen Entwicklung. Die erstgenannten beiden Themen sind wesentliche Voraussetzungen für die Gewährleistung einer langfristigen wirtschaftlichen Führung der einzelnen Häuser, die vorrangig von deren Auslastung (Belegung) bestimmt wird. Die Auswahl neuer Standorte von Kursana erfolgt nach einem standardisierten und detaillierten Bedarfsermittlungsverfahren mit einem anschließenden mehrstufigen Entscheidungsprozess. Die Kursana sichert durch ihr zentrales Qualitätsmanagement hochwertige Pflegeplätze und Pflegedienstleistungen, die den steigenden Anforderungen älterer Menschen, und von Menschen mit Demenz, gerecht werden. Risiken bestehen weiterhin durch steigende Personalkosten, bedingt durch den Pflegefachkräftemangel, und/oder weitere Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, z. B. im Hinblick auf das Pflegestärkungsgesetz PSG III und das dabei vorgesehene Pflegesatzverfahren. Anfang 2020 hat sich die Pflegekommission auf die sukzessive Anpassung des Mindestlohns bis 2022 für Pflegehilfskräfte auf 12,55 EUR geeinigt. Ab Juli 2021 galt für Fachkräfte ein Mindestlohn in Höhe von 15,00 EUR, welcher im April 2022 auf 15,40 EUR erhöht wurde. Zudem wurde im neuen Gesundheitsversorgungsweiterentwicklungsgesetz (GVWG) festgelegt, dass Pflegeeinrichtungen ab September 2022 ihre Mitarbeiter nur noch nach einem Tarifvertrag, in Anlehnung an einen Tarifvertrag oder in Höhe des Durchschnitts der gemeldeten Tariflöhne in der Region vergüten dürfen. Das Nachweis- und Kontrollsystem für die gezahlten Löhne und die notwendige Berücksichtigung eines Risikoaufschlages ist bisher unklar bzw. es bestehen keine Erfahrungen damit. Diese strukturellen Anpassungen haben Auswirkungen auf das gesamte Lohn- und Gehaltsgefüge sowie die Ertragssituation im Pflegebereich und bringen entsprechende Ergebnisbelastungen mit sich. Um am Pflegemarkt langfristig erfolgreich agieren zu können, ist es zwingend erforderlich, in den Kursana-Einrichtungen einen einheitlich hohen Qualitätsstandard zu gewährleisten. Um sicherzustellen, dass die Kursana den Anforderungen der Heimaufsicht und des Medizinischen Dienstes (MDS) gerecht wird, hat das zentrale Qualitätsmanagement (ZQM) Qualitätsnormen und Instrumente festgelegt und ein umfassendes Qualitätsmanagementhandbuch erstellt. Dieses Handbuch wird kontinuierlich aktualisiert und verbessert, um sicherzustellen, dass es den aktuellen Anforderungen entspricht. Darüber hinaus wurden das Qualitätscontrolling und die internen Auditierungen weiter ausgebaut und durch eine Branchensoftware zur Bewohnerverwaltung, Pflegedokumentation und Dienstplanung weiter verbessert. Ebenso werden operative Risiken im Bereich Kursana durch die kontinuierliche Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern begrenzt. Diese Qualifizierung wird durch vielfältige zentrale und dezentrale Schulungsmaßnahmen der Kursana Akademie sichergestellt. Aufgrund des in Deutschland bestehenden Fachkräftemangels vor allem in der Altenpflege, der Kinderbetreuung und der Gebäudetechnik hat die Dussmann Group frühzeitig eine Ausbildungsoffensive gestartet. Um bestehende Mitarbeiter im Unternehmen zu halten, stehen zahlreiche Aus-, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung. Zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf werden unter anderem flexible und familienfreundliche Teilzeitmodelle angeboten. Insgesamt bleibt die erfolgreiche Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und die Gewinnung ausreichend qualifizierter Fach- und Hilfskräfte ein zentrales Risiko auch im Bereich der Altenpflege. Risiken im Bereich Dussmann Technical Solutions sind im Wesentlichen Projektrisiken. So können fehlerhafte Kalkulationen oder ungünstige vertragliche Regelungen, z.B. hinsichtlich Preis- und Produktrisiken, bei einzelnen Projekten schnell zu einem negativen Ergebnisbeitrag führen. Diesen Projektrisiken wird durch ein laufendes Projektcontrolling sowie professionelles Projekt- und Risikomanagement Sorge getragen. Durch regelmäßige Schulungen werden den Mitarbeitern die hohen Anforderungen an die Qualitäts-, Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltstandards (QHSE) vermittelt. Risiken im KulturKaufhaus bestehen im Wesentlichen in der Entwicklung des Standortes Friedrichstraße, dem Ausfall des genutzten Kassensystems sowie teilweise adversen Branchenentwicklungen im Medienhandel, insbesondere getrieben durch die Digitalisierung der Medien. Diesen Risiken wird durch kontinuierliche, zeitnahe und konsequente Überwachung der Kosten, des Sortiments und des Marktauftritts begegnet. Das Kassensystem wird durch Back-up-Systeme ergänzt. Das Produktportfolio wird stetig überarbeitet. Das KulturKaufhaus setzt verstärkt auf eine Kundenansprache über soziale Medien und entwickelt auf Basis seines bereits eingeführten Onlineshops innovative digitale Marketing- und Vertriebsstrategien weiter. Das Unternehmen berücksichtigt die Risiken im Einkauf vor allem durch ein zentrales Lieferantenmanagement. Dadurch können sowohl gesetzliche Vorschriften eingehalten als auch einheitliche und optimierte Preis- und Lieferbedingungen erzielt werden. Die Risiken für die Sicherheit und den Schutz von Daten sowie der Infrastruktur nehmen sowohl auf dem Facility Management-Markt als auch allgemein kontinuierlich zu. Diese Risiken werden durch technische und organisatorische Maßnahmen begrenzt. Die RZ-Infrastruktur befindet sich in einem ISO 27001 zertifizierten Rechenzentrum. Die dortigen Maßnahmen umfassen u.a. die redundante Auslegung von Hardware, Spiegelung von Systemen und Datenbanken sowie die regelmäßige organisierte Datensicherung für die Aufrechterhaltung des IT-Betriebes nach einem eventuellen Notfall. Auf den Endgeräten befindet sich eine Endpoint Protection, welche von einem SOC 7x24x365 überwacht wird. Weitere Maßnahmen zur Sicherstellung der Vertraulichkeit der gespeicherten Daten umfassen unter anderem den Kennwortschutz, Awareness-Maßnahmen, Zugriffsberechtigungen, und Firewall-Systeme. Um den steigenden Risiken zu begegnen, ergreift das Unternehmen umfassende Maßnahmen zur Risikosenkung, wie beispielsweise die Absicherung des Netzwerks, das Patchmanagement oder die Ausweitung des ISMS. Diese Maßnahmen werden kontinuierlich weiterentwickelt. Trotzdem kann nicht vollständig ausgeschlossen werden, dass IT-Systeme durch Cyberangriffe beeinträchtigt werden, was zu operativen Beeinträchtigungen und finanzwirtschaftlichen Risiken führen kann. Zur Erreichung des Zieles der Minimierung finanzieller Risiken wurden folgende Maßnahmen ergriffen: Liquiditätsrisiken begegnet die Dussmann Group durch ein zentralisiertes Cash-Management. Die Betriebsmittelkreditlinie des Konsortialkredits steht bis Dezember 2026 in Höhe von 140 MEUR zur Verfügung. Diese Finanzierungszusage, die der Dussmann Group darüber hinaus zur Verfügung stehenden bilateralen Bankkreditlinien sowie die bestehende substantielle Nettoliquidität gewährleisten die kurz- und mittelfristige Liquidität. Den Risiken aus Zinsschwankungen betreffend die kurz- und mittelfristigen Finanzierungen der Gesellschaften wird gegebenenfalls durch Abschluss von Zinssicherungsgeschäften begegnet. Währungsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der Finanzierung der osteuropäischen und asiatischen Tochterunternehmen durch konzerninterne Darlehen. Die diesen Forderungen immanenten Währungsrisiken werden durch weitestmögliche Finanzierung von Tochterunternehmen im eigenen Land in eigener Währung begrenzt. Darüber hinaus bestehende Wechselkursrisiken werden durch Devisentermingeschäfte abgesichert, um volatilen Marktverhältnissen bei Fremdwährungskursen entgegenzuwirken. Die Konzernrisiken der Gesellschaft resultieren im Wesentlichen aus Haftungsverpflichtungen für von Kreditinstituten an Tochtergesellschaften gewährte Kredite und Vertragserfüllungsbürgschaften. Inanspruchnahmen daraus werden nicht erwartet. Aufgrund der Personalintensität und der dem Dienstleistungsgeschäft immanenten dezentralen Struktur sind gesetzeswidrige Handlungen von Mitarbeitern und Führungskräften nicht vollständig auszuschließen. Der Vorstand der Dussmann Stiftung & Co. KGaA hat neben der Einführung eines Code of Conduct organisatorische Vorkehrungen geschaffen, um Gesetzesverstöße grundsätzlich zu verhindern oder entstehende Unregelmäßigkeiten möglichst frühzeitig aufdecken und ahnden zu können. Die Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) stellen regulatorische Anforderungen an den Datenschutz und die Informationssicherheit für die Dussmann Group. Dies beinhaltet u.a. das Führen eines Verarbeitungsverzeichnisses und eines Registers über abgeschlossene Auftragsverarbeitungsverträge. Es wird regelmäßig geprüft und sichergestellt, dass die in der Dussmann Group vorliegenden Datenverarbeitungen den gesetzlichen Anforderungen gerecht werden. Ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Dussmann-Datenschutzorganisation ist das Kontrollieren, Dokumentieren, Bewerten und Verbessern der laufenden Prozesse. Die Umsetzung von Maßnahmen nach dem Stand der Technik, die Einschätzung von Verfahren, die Bewertung neuer Technologien, das Hinterfragen bisheriger getroffener Entscheidungen unterliegen stetig einem Optimierungsprozess. Dieser ständige Zyklus trägt wesentlich zum Erhalt und Verbesserung des Datenschutzniveaus bei. Unterstützt wird die Datenschutzabteilung durch das interne Gremium für Datenschutz und Informationssicherheit (DIG). Aktuelle Themenfelder des Datenschutzes sind vor allem die fortlaufende Aktualisierung des Verzeichnisses für Verarbeitungstätigkeiten, die Durchführung und Dokumentation von Datenschutz-Folgeabschätzungen, die datenschutzrechtliche Bewertung der Einführung neuer IT-Systeme / neuer Software, die regelmäßige Schulung der Mitarbeiter in Bezug auf den Umgang mit personenbezogenen Daten sowie die Bearbeitung von Rechten Betroffener. Die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes zur Verarbeitung von Daten in der Europäischen Union und Drittländern (sog. Schrems-2-Urteil) macht es nach wie vor erforderlich, die Rechtmäßigkeit des Datentransfers in Drittländer strukturiert zu überprüfen und die Datenübermittlungen in Drittländer mit zusätzlichen Maßnahmen so abzusichern, dass die personenbezogenen Daten auch im jeweiligen Drittland stets angemessen geschützt sind. Die Dussmann Group verfügt über ein Compliance Management System (CMS), das darauf abzielt, rechtmäßiges Handeln ihrer Organe, Führungskräfte und Mitarbeitenden nachhaltig sicherzustellen. Im Berichtsjahr wurden unter anderem die Anforderungen des deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz geprüft und vorbereitet. Außerdem wurden unsere Mitarbeitenden flächendeckend zu diversen Risikobereichen geschult. In die laufende Weiterentwicklung des CMS fließen auch die Ergebnisse aus Compliance-Audits sowie Erkenntnisse aus gemeldeten Hinweisen auf Verstöße ein. Die Gesellschaft ist Beteiligte an verschiedenen Rechtsstreitigkeiten. Auch wenn der Ausgang der Verfahren im Hinblick auf die Unwägbarkeit, mit denen Rechtsstreitigkeiten behaftet sind, nicht mit Bestimmtheit vorhergesagt werden kann, wird sich aufgrund ausreichender bilanzieller Rückstellungen und nach unserer derzeitigen Einschätzung aus keinem der Verfahren ein erheblicher Einfluss auf die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft ergeben. Weitere rechtliche oder markttechnische Risiken sowie bestandsgefährdende Risiken, welche die Entwicklung der Gesellschaft beeinträchtigen können, sind uns nicht bekannt. Basierend auf den dargestellten Einzelrisiken, dem bestehenden Risikomanagementsystem und der derzeitigen Entwicklung des operativen Geschäftes unterliegt der Geschäftsbetrieb der Dussmann Group keinen existenzgefährdenden Risiken. Zukünftige Chancen ergeben sich aus der steigenden Internationalisierung der Kunden, den daraus folgenden grenzüberschreitenden Ausschreibungen und auch im Zuge der ESG-Berichtspflichten und des Bedarfs an einem nachhaltigen Betrieb von Gewerbeimmobilien. Die Dussmann Group ist hierfür gut gewappnet und kann den Kundenanforderungen mit seiner Präsenz in den wichtigen Märkten und ergänzenden Kooperationen begegnen. Darüber hinaus besteht Entwicklungspotential im weiteren Ausbau der jeweiligen Marktanteile unserer Tochtergesellschaften und dem weiteren Ausbau unserer Gebäudetechnik-Aktivitäten. Zukünftig wird Technologie eine zunehmend stärkere Rolle im Facility Management spielen, wobei wir den größten Wandel in der Digitalisierung von Prozessen und Lösungen sehen. Dieser Digitalisierungstrend bedarf erheblicher Investitionen in Ressourcen, Projekte und Lösungen, die in einem Markt mit niedrigen Margen nur von finanzstarken Marktteilnehmern getragen werden können. Wir erwarten, dass sich die Anbieterstruktur im Facility Management-Markt hin zu großen, technologiestarken Anbietern weiter verstärkt. Chancen für den Pflegemarkt ergeben sich im Umfeld eines demographisch bedingt wachsenden Pflegemarktes. Kontinuierliche Expansion durch Eröffnung neuer Einrichtungen und eine leicht steigende Belegungsentwicklung sowie hohe Auslastungsquoten in den einzelnen Einrichtungen können wieder zu Ertragssteigerungen führen und kommende Ergebnisbelastungen aufgrund steigender Personalkosten abmildern. Mit dem Angebot großzügiger Zimmer mit gehobener Ausstattung kann sich Kursana von Wettbewerbern im Markt abheben. Stetige Kontrolle der Kosten sowohl in den Betriebsstätten als auch in den Overhead-Bereichen der zentralen Verwaltung sichert die Realisierung von Synergieeffekten. Auch die sich in den politischen Rahmenbedingungen manifestierende Begünstigung ambulanter Pflegeformen und Kurzzeitpflege kann eine Chance darstellen, die von Kursana genutzt wird. So expandiert Kursana im Bereich dieser Versorgungsformen und erweitert das angebotene Leistungsspektrum um neue Wohn- bzw. Versorgungsangebote. Allerdings zeigt die aktuelle Marktentwicklung mit einer zunehmenden Zahl von Insolvenzen von Pflegeheimbetreibern auch Risiken dieses Geschäftsmodells auf. In einem Umfeld mit durch Corona und fehlendes Fachpersonal geprägten niedrigen Belegungsquoten, inflationsbedingt stark gestiegenen steigenden Sachkosten und aufgrund nachhaltigem Personalmangel mit staatlichen Eingriffen in die Lohnpolitik und nur zögerlichen Zugeständnissen der Kostenträger bei den Pflegesätzen wird es in den nächsten Jahren zu einer Konsolidierung im Markt kommen. Chancen im KulturKaufhaus ergeben sich aus dem Ausbau des Großkundengeschäfts für bestimmte Kundengruppen. Dieser Bereich soll zukünftig stärker in den Fokus rücken und unter anderem Bibliotheken, Schulen und Kindergärten stärker angesprochen werden. Zudem sehen wir weiter erhebliche Wachstumschancen für unserem Onlineshop. Gesamteinschätzung der Risiko- und ChancensituationNach der Einschätzung des Vorstands bewegt sich die Dussmann Group in einem Chancen- und Risiko-Profil, das typisch und untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden ist. Hinsichtlich der erläuterten Risiken und unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten werden keine einzelnen oder aggregierten Risken erwartet, die die Unternehmensfortführung im Prognosezeitraum 2023 wesentlich gefährden. Der Fortbestand der Dussmann Group ist somit unter Substanz- und Liquiditätsgesichtspunkten nicht gefährdet. Die Gesamtrisiko- und Chancensituation der Dussmann Group hat sich im Geschäftsjahr 2022 gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen durch die direkten und indirekten Folgen der Energie- und Beschaffungskrise, insbesondere durch die sich daraus entwickelnden makroökonomischen rezessiven Tendenzen herausfordernder verändert, ist jedoch weiterhin begrenzt und überschaubar. Zentrale Herausforderungen für das Geschäftsjahr 2023 ergeben sich weiterhin aus den Auswirkungen der gestiegenen Inflation. Darüber hinaus kann der Ukraine-Krieg viele der bislang positiven Rahmenparameter insbesondere in den osteuropäischen Ländern massiv negativ beeinträchtigen. Aufgrund der Diversifikation des Leistungsangebotes der Dussmann Group ist davon auszugehen, dass sich die Unternehmen trotz der schwierigen Rahmenbedingungen auch im Jahr 2023 stabil entwickeln. Eine abschließende Prognose und Bewertung der Entwicklung und der Folgen des Ukraine-Krieges als auch der vor allem regulatorischen Entwicklungen im Pflegemarkt kann jedoch zum jetzigen Zeitpunkt nicht getroffen werden. PrognoseberichtDieser Prognosebericht und die weiteren Erläuterungen in diesem Lagebericht enthalten Annahmen, Prognosen und Einschätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich künftiger Entwicklungen und Auswirkungen solcher Entwicklungen auf die Ergebnisse der Dussmann Group für das Geschäftsjahr 2023. Vor allem aufgrund der unsicheren konjunkturellen Entwicklung Europas bedingt durch den Ukraine-Krieg sowie der kritischen Entwicklung im deutschen Pflegemarkt ist es nicht zuverlässig einschätzbar, welche Auswirkungen daraus für die Dussmann Group im Geschäftsjahr 2023 erwachsen. Die Dussmann Group hat sich ein nachhaltiges organisches Wachstum als Ziel gesetzt. Die Annahmen zu den Umsatz- und Ergebnisentwicklungen der Dussmann Group basieren insbesondere im Servicebereich auf den von den Geschäftsbereichen geplanten Projektstarts und -verlusten sowie im Pflegebereich auf den vorgesehenen neuen Pflegeeinrichtungen, der Belegungsplanung für die bestehenden Pflegeeinrichtungen sowie auf der Pflegesatzentwicklung. Darüber hinaus wurden Annahmen zu den Kostensteigerungen bei den branchenbezogenen Personalkosten sowie der Entwicklung der Materialkosten getroffen. Diese Einschätzung halten wir insgesamt für realistisch, jedoch können vielfältige unvorhergesehene Einflüsse, insbesondere die vorgenannten Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie Unsicherheiten in Bezug auf die weitere makroökonomische Entwicklung, dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung von unseren Erwartungen abweicht. Zu solchen Einflüssen gehören zum Beispiel auch Veränderungen im wirtschaftlichen oder geschäftlichen Umfeld, gravierende Änderungen der relevanten Lohn- und Rahmentarifverträge und Wettbewerbsverzerrungen. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie haben den Unternehmen im Jahr 2022 gezeigt, dass sich das verändernde Arbeitsumfeld aufgrund der weiterhin starken Nutzung von Homeoffice-Möglichkeiten und die damit einhergehende Digitalisierung von Prozessschritten weitere Investitionen erfordern. Die hierfür geplanten Aufwendungen sowie die Aufwendungen in veränderte Strukturen belasten auch in den nächsten Jahren das Ergebnis vor allem der Dussmann Service Deutschland, weshalb wir eine leicht steigende operative Marge im deutschen Servicegeschäft erwarten. Im Bereich DTS erwarten wir aufgrund der Beendigung von mehreren Großprojekten in 2022 im Folgejahr einen rückläufigen Umsatz mit entsprechend negativen Auswirkungen im EBTA und Jahresergebnis. Mittelfristig sehen wir aber auch hier wieder ein Wachstum im Umsatz sowie im Ergebnis. Im Bereich Kursana erwarten wir nach Corona-bedingten Belegungsrückgängen in vergangenen Jahren wieder eine kontinuierliche Belegungssteigerung in der Zukunft. Gegenläufig wirken sich aber überproportionale Lohnkostensteigerungen, auch aufgrund des festgelegten Mindestlohns, sowie steigende Energiekosten negativ im EBTA und Jahresergebnis aus, da diese nicht bzw. nicht vollständig an die Bewohner bzw. Pflegekassen weitergegeben werden können. Auf Basis der Planung von Ende 2022 im Konzern erwarten wir zum Vorjahr eine leichte Umsatzerhöhung für 2023. Aufgrund von Investitionen in die weitere Digitalisierung von Prozessen und den Entfall der Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Dussmann Service Deutschland und der Dussmann Stiftung & Co. KGaA gehen wir für 2023 von einem Betriebsergebnis, EBTA und EBITDA deutlich unter dem Niveau des Jahres 2022 aus. Diese Einschätzung halten wir insgesamt für realistisch, jedoch können vielfältige, auch indirekte unvorhergesehene Einflüsse, insbesondere die vorgenannten Auswirkungen des Ukraine-Krieges sowie Unsicherheiten in Bezug auf die weitere makroökonomische Entwicklung, dazu führen, dass die tatsächliche Entwicklung von unseren Erwartungen abweicht. Zu solchen Einflüssen gehören zum Beispiel auch Veränderungen im wirtschaftlichen oder geschäftlichen Umfeld, gravierende Änderungen der relevanten Lohn- und Rahmentarifverträge und Wettbewerbsverzerrungen. Wie in den vergangenen Jahren soll das mittelfristige Wachstum durch verstärkte Präsenz in den Kernmärkten Facility-Management-Dienstleistungen und Seniorenpflege sowie durch eine weitere Diversifikation in Dienstleistungsspektrum, Kundenstruktur und Regionen abgesichert werden. Zusätzlich sollen auch anorganische Ergänzungen des Geschäftsportfolios zu einem weiteren Wachstum in 2023 und den Folgejahren beitragen und branchenspezifische Dienstleistungsangebote verstärken. Diese zielen auf eine Vertiefung der Wertschöpfung und nachhaltige Kundenbindung durch größere Nähe zu den Kernprozessen des Kunden. Dem Markttrend der zunehmend länderübergreifenden Auftragsvergabe durch multinationale Konzerne wird Dussmann auch künftig durch die Stärkung der zentralen internationalen Vertriebsstruktur ("Key accounts") Rechnung tragen. Der demographischen Entwicklung folgend wird das Geschäftsfeld Care (Kursana) auch 2023 wieder neue Einrichtungen eröffnen und somit weiter organisch wachsen. Die Anzahl der betreuten Bewohner soll dabei in Deutschland weiter ausgebaut werden. Auch für die Folgejahre plant Kursana weitere Neueröffnungen, wobei der Schwerpunkt weiterhin im deutschen Markt liegen wird. Im Rahmen der Ausbildungsoffensive wird Kursana weiter verstärkt Pflegefachkräfte ausbilden. Mitarbeiter sollen früh und nachhaltig an Kursana gebunden werden. Auch in den folgenden Jahren will die Kursana qualitativ hochwertige Pflegedienstleistungen wirtschaftlich anbieten. Dem Qualitätsmanagement wird hierbei weiterhin eine herausragende Bedeutung zukommen. Besonders im Geschäftsfeld Care (Kursana), aber nicht nur dort, wird die Dussmann Group auch zukünftig auf die Mitarbeitergewinnung, -entwicklung und -bindung fokussieren, um dem Fachkräftemangel in der Branche entgegenzuwirken. Auch im Bereich Dussmann Service soll verstärkt in die Entwicklung der Mitarbeiter durch Aus- und Weiterbildung investiert werden, um die hohe Qualität und Fortentwicklung des Know-hows und der Dienstleistungen sicherzustellen zu können. Das Investitionsverhalten der Dussmann Group wird weiterhin dadurch geprägt sein, dass Sachinvestitionen in überwiegendem Maße durch die Auftragsentwicklung und die Erfüllung konkreter Aufträge bestimmt werden. Im Verwaltungsbereich strebt die Dussmann Group nach bestmöglicher Qualität von Personal, Prozessen und Systemen, einschließlich der Optimierung und Automatisierung von Prozessen, der Einführung intelligenter Software und der Integration von Systemen und Infrastrukturen. Die zunehmende Nutzung von Möglichkeiten, welche die Digitalisierung für die operativen Geschäftsprozesse bietet, ist eine weitere Chance, sich im Wettbewerb abzuheben. Auch in den kommenden Jahren wird die Dussmann Group mit ihrem diversifizierten Dienstleistungsportfolio, ihrer hohen Professionalität und ihren hohen Qualitätsstandards ihre Marktstellung behaupten, weiterhin Arbeitsplätze schaffen und ihren Kunden ein verlässlicher und innovativer Partner sein.
Berlin, den 18. April 2023 Wolf-Dieter Adlhoch Jörg Braesecke Hakan Sant'Ana Lanfredi Dieter Royal Renato Spotti BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, BerlinPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Berlin, den 18. April 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Philipp Medrow, Wirtschaftsprüfer Katharina Woythe, Wirtschaftsprüferin Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2022Im Geschäftsjahr 2022 hat der Vorstand der Peter Dussmann-Stiftung, der Komplementärin der Dussmann Stiftung & Co. KG - diese als persönlich haftende Gesellschafterin der Dussmann Stiftung & Co. KGaA - den Aufsichtsrat über die Lage der Gesellschaft und die wesentlichen Geschäftsvorgänge mündlich und schriftlich regelmäßig unterrichtet. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstandes in seinen Sitzungen ausführlich behandelt. Außerdem wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand und vor allem vom Sprecher des Vorstands der Holding über die Entwicklung des Unternehmens sowie wichtige Geschäftsvorfälle sowohl schriftlich als mündlich laufend informiert. Der von der Dussmann Stiftung & Co. KG aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA für das Geschäftsjahr 2022 sind unter Einbeziehung der Buchführung, des Lageberichts und Konzernlageberichts der Gesellschaft von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft worden. Diese hat jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Berichte des Wirtschaftsprüfers lagen uns vor. Wir haben unsererseits die Jahresabschlüsse und Lageberichte geprüft und beraten. Dem Ergebnis der Prüfung der Jahresabschlüsse und Lageberichte durch den Abschlussprüfer treten wir aufgrund unserer eigenen Prüfungen bei. Dem Vorschlag über die Verwendung des Bilanzergebnisses der Dussmann Stiftung & Co. KGaA schließen wir uns an. Nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung haben wir keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, Konzernabschluss, Lagebericht und Konzernlagebericht zu erheben und billigen diese. Wir empfehlen der Hauptversammlung, den Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. KGaA festzustellen.
Berlin, 05. Juli 2023 Der Vorsitzende des Aufsichtsrates Professor Dr. Roland Koch Niederschrift über die ordentliche Hauptversammlung der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien Vom 10.07.2023in der Friedrichstraße 90, Konferenzraum 4, 7. Etage, 10117 Berlin I.Zu dieser ordentlichen Hauptversammlung waren erschienen: A.vom Aufsichtsrat der Gesellschaft, bestehend aus 1. Herrn Professor Dr. Roland Koch, Vorsitzender, 2. Frau Catherine von Fürstenberg-Dussmann, 3. Herrn Prof. Dr. Rainer Lorz, 4. Frau Alexandra Oetker, 5. Frau Doris Greif, 6. Herrn Olaf Czernomoriez, 7. Herrn Wolfang Branoner, 8. Herrn Pierantonio Rumignani, 9. Herrn Dr. Andreas Penk, 10. Frau Vera Gäde-Butzlaff 11. Herrn Thomas Bernhard, stellvertretender Vorsitzender, 12. Herrn Andreas Reetz, 13. Frau Anja Freuer, 14. Frau Corinna Hersel, 15. Frau Iris Beitz, 16. Herr Thomas Kukla 17. Frau Anneliese Wittig 18. Herrn Mirko Hawighorst 19. Herr Ralf Kugler 20. Herr Marvin Lange die zu 1. und 12. Genannten, B.vom Vorstand der Peter Dussmann-Stiftung als Komplementärin der persönlich haftenden Gesellschafterin, der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft, bestehend aus den Herren 1. Wolf-Dieter Adlhoch, 2. Renato Spotti, 3. Jörg Braesecke, 4. Hakan Sant' Ana Lanfredi 5. Dieter Royal der zu 1. und der zu 5. Genannte. Die übrigen Vorstandsmitglieder ließen sich aufgrund anderer unaufschiebbarer Termine entschuldigen. C.von den Kommanditaktionären der Gesellschaft die in dem in der Hauptversammlung aufgestellten und ausgelegten, bei der Gesellschaft verwahrten Verzeichnis aufgeführten Kommanditaktionäre und Kommanditaktionärsvertreter. II.Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Herr Professor Dr. Roland Koch, eröffnete die Hauptversammlung um 11.00 Uhr und übernahm als Vorsitzender des Aufsichtsrats den Vorsitz. Er stellte fest, dass die heutige Hauptversammlung durch Brief an sämtliche Aktionäre vom 02.06.2023 einberufen worden ist. Auf Vorschlag des Vorsitzenden verzichten sämtliche Aktionäre auf die Einhaltung aller gesetzlichen und satzungsmäßigen Form- und Fristvorschriften für die Einberufung, Ankündigung und Durchführung der Hauptversammlung. Der Vorsitzende bestimmte, dass durch Handaufheben abgestimmt wird. Sodann nahm er wegen des Inhalts der Tagesordnung Bezug auf die Einladung vom 02.06.2023, die auch den Aktionären vorliege. Der Vorsitzende stellte fest, dass weder Anträge zur Erweiterung der Tagesordnung noch Gegenanträge von Aktionären der Gesellschaft zugegangen seien und es also bei den vorliegenden Tagesordnungspunkten bleibe. Die Aktionäre erklären sich damit einverstanden, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats den Vorsitz auch zum Tagesordnungspunkt 5 ausübt. Der Vorsitzende gab sodann aus dem Teilnehmerverzeichnis bekannt, dass das gesamte Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von EUR 890.800,00, eingeteilt in 890.800 Aktien im Nennbetrag von jeweils EUR 1,00, in der heutigen Hauptversammlung vertreten sei. Das Teilnehmerverzeichnis lag bis zur Beendigung der Hauptversammlung zur Einsichtnahme aus. Die Tagesordnung wurde sodann - unter Bezugnahme des Vorsitzenden auf die Einladung -wie folgt erledigt: Zu Punkt 1 der TagesordnungVorlage des Jahresabschlusses 2022 der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien mit dem Lagebericht und des Konzernabschlusses 2022 der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien mit dem Lagebericht sowie Vorlage des Berichts des AufsichtsratsDer Vorsitzende stellte hierzu fest, dass diese Unterlagen den Aktionären übermittelt sind und in der Hauptversammlung ausliegen, so dass er sie als bekannt voraussetze. Er stellte sodann fest, dass Jahresabschluss und Lagebericht sowie Konzernabschluss und Konzernlagebericht von dem für das Geschäftsjahr 2022 gewählten Abschlussprüfer PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft wurden und diese Prüfungen keinen Anlass zu Beanstandungen gegeben haben und die Bestätigungsvermerke uneingeschränkt erteilt wurden. Die Unterlagen seien dem Aufsichtsrat rechtzeitig zur Bilanzaufsichtsratssitzung zugegangen. Der Abschlussprüfer habe an der Sitzung teilgenommen und einen ausführlichen Bericht über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung erstattet. Der Aufsichtsrat habe den Jahresabschluss gebilligt und den Konzernabschluss zustimmend zur Kenntnis genommen und der Hauptversammlung vorgeschlagen, den Jahresabschluss festzustellen. Der Vorsitzende verwies auf den schriftlichen Bericht des Aufsichtsrats, der in der Hauptversammlung ausliegt. Er gehe daher davon aus, dass eine Verlesung nicht gewünscht sei. Hiergegen erhob sich in der Versammlung kein Widerspruch. Der Vorsitzende stellte fest, dass die Hauptversammlung von dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss zum 31.12.2022, dem für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zusammengefassten Lagebericht sowie von dem Bericht des Aufsichtsrats Kenntnis genommen hat. Er eröffnete die Aussprache und teilte mit, dass sich diese Aussprache auf sämtliche Tagesordnungspunkte beziehen solle, die er hierfür wie folgt weiterhin aufrief: TOP 2Feststellung des Jahresabschlusses der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2022TOP 3Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2022TOP 4 Entlastung der KomplementärgesellschafterinTOP 5Entlastung des AufsichtsratesTOP 6Wahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023Es erfolgte eine ausführliche Aussprache mit Bericht des Vorstands unter Bezugnahme auf die Vorlage "Hauptversammlung Dussmann Stiftung & Co. KGaA", vertreten durch Herrn Adlhoch und Herrn Royal. Die Fragen der Aktionäre wurden beantwortet. Der Vorsitzende stellte sodann fest, dass keine weiteren Wortmeldungen und Fragen zu den Tagesordnungspunkten 1 bis 6 vorliegen. Der Vorsitzende schloss daraufhin die Aussprache und eröffnete das Abstimmungsverfahren. Er erläuterte, dass er durch Handaufheben abstimmen lasse. Bei jedem Tagesordnungspunkt werde er die Aktionäre und Aktionärsvertreter bitten, per Handzeichen zu signalisieren, ob sie dem Antrag zustimmen, ihn ablehnen oder sich der Stimme enthalten werden. Das Abstimmungsergebnis werde im Wege des Additionsverfahrens festgestellt. Der Vorsitzende behielt sich vor, eine andere Form der Abstimmung anzuordnen, falls dies im Laufe der Verhandlung erforderlich werde. Ferner wies der Vorsitzende darauf hin, dass die Beschlüsse zu den Tagesordnungspunkten 2 bis einschließlich 5 der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen bedürfen. Der Vorsitzende wies ferner darauf hin, dass der Beschluss zu Tagesordnungspunkt 2 der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin bedarf. Der Vorsitzende rief sodann die Tagesordnungspunkte 2 bis 5 zur Abstimmung auf. Zu Punkt 2 der TagesordnungFeststellung des Jahresabschlusses der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2022trug der Vorsitzende den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats vor, den vorgelegten Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2022 festzustellen. Der Vorsitzende wies nochmals darauf hin, dass dieser Beschlussvorschlag auch der Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin bedürfe, die diese Zustimmung hiermit vertreten durch Herrn Adlhoch und Herrn Royal erklärt. Sodann erfolgte die Abstimmung. Die Hauptversammlung beschloss bei einer Präsenz von 890.800 Stimmen einstimmig, den Jahresabschluss der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien für das Geschäftsjahr 2022 festzustellen. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn. Zu Punkt 3 der TagesordnungVerwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2022trug der Vorsitzende den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats vor, den im Jahresabschluss für das auf den 31.12.2022 endende Geschäftsjahr ausgewiesenen auf die Kommanditaktionäre entfallenden Bilanzgewinn der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Höhe von EUR 6.175.435,63 wie folgt zu verwenden: Vortrag auf neue Rechnung 6.175.435,63 EUR Sodann erfolgte die Abstimmung. Die Hauptversammlung beschloss bei einer Präsenz von 890.800 Stimmen einstimmig, den im Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 ausgewiesenen auf die Kommanditaktionäre entfallenden Bilanzgewinn der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien in Höhe von EUR 6.175.435,63 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn. Zu Punkt 4 der TagesordnungEntlastung der Komplementärgesellschafterintrug der Vorsitzende den Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin und des Aufsichtsrats vor, der persönlich haftenden Gesellschafterin und deren Komplementärin sowie dem Vorstand von deren Komplementärin für das am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr Entlastung zu erteilen. Er erklärte, dass die persönlich haftende Gesellschafterin und ihre Organe bei dem vorliegenden Beschluss nicht stimmberechtigt seien, sofern sie auch Aktien an der Gesellschaft hielten. Die Einhaltung dieses Stimmverbots sei sichergestellt. Sodann erfolgte die Abstimmung. Die Hauptversammlung beschloss bei unveränderter Präsenz einstimmig, die persönlich haftende Gesellschafterin und deren Komplementärin sowie den Vorstand von deren Komplementärin für das am 31.12.2022 endende Geschäftsjahr zu entlasten. Der Vorsitzende stellte den Beschluss mit dem vorbeschriebenen Ergebnis fest und verkündete ihn. Sodann bezog sich der Vorsitzende auf Punkt 5 der TagesordnungEntlastung des AufsichtsratsZu Punkt 6 der TagesordnungWahl des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023trug der Vorsitzende vor, dass für die Beschlussfassung eine gesonderte Beschlussfassung stattfinden werde, sobald die Neuausschreibung abgeschlossen sei und die Angebote der an der Ausschreibung beteiligten Wirtschaftsprüfer vorlägen. Sämtliche Beschlüsse der Hauptversammlung wurden mittels einer Abstimmung durch Handaufheben gemäß der Ankündigung des Vorsitzenden zu Beginn der Hauptversammlung durchgeführt. Nachdem keine Wortmeldungen mehr vorlagen und die Tagesordnung erledigt war, schloss der Vorsitzende die Versammlung um 13.00 Uhr. Unterschrift Versammlungsleiter Einstandserklärung der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien als Muttergesellschaft- Hinweis -1) Bezüglich der Dussmann Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbHa) Zwischen der Dussmann Beteiligungs- und Managementgesellschaft mbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Service Deutschland GmbH, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. b) Zwischen der Dussmann Service Deutschland GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Service Holding GmbH, besteht ebenfalls ein Gewinnabführungsvertrag. c) Schließlich besteht auch ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dussmann Service Holding GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung und Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. 2) Bezüglich der Dussmann das KulturKaufhaus GmbHZwischen der Dussmann das KulturKaufhaus GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. 3) Bezüglich der Dussmann Service Deutschland GmbHa) Zwischen der Dussmann Service Deutschland GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Service Holding GmbH, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. b) Schließlich besteht auch ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dussmann Service Holding GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung und Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. 4) Bezüglich der Dussmann Service Holding GmbHZwischen der Dussmann Service Holding GmbH und der Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. 5) Bezüglich der Kursana Care GmbHa) Zwischen der Kursana Care GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Kursana GmbH (vormals: Kursana Residenzen GmbH Wohnstift-Betriebsgesellschaft), besteht ein Gewinnabführungsvertrag. b) Schließlich besteht auch ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Kursana GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung und Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. 6) Bezüglich der Kursana GmbH (vormals: Kursana Residenzen GmbH Wohnstift-Betriebsgesellschaft)7Zwischen der Kursana GmbH und der Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. 7) Bezüglich der Dussmann Technical Solutions GmbHa) Zwischen der Dussmann Technical Solutions GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Service Holding GmbH, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. b) Schließlich besteht auch ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dussmann Service Holding GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung und Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. 8) Bezüglich der Dresdner Kühlanlagenbau GmbHa) Zwischen der Dresdner Kühlanlagenbau GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Technical Solutions GmbH, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. b) Zwischen der Dussmann Technical Solutions GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Service Holding GmbH, besteht ebenfalls ein Gewinnabführungsvertrag. c) Schließlich besteht auch ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dussmann Service Holding GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung und Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. 9) Bezüglich der K.E.D. Kälte- u. Klimatechnik GmbHa) Zwischen der K.E.D. Kälte- u. Klimatechnik GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Technical Solutions GmbH, besteht ein Gewinnabführungsvertrag. b) Zwischen der Dussmann Technical Solutions GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Service Holding GmbH, besteht ebenfalls ein Gewinnabführungsvertrag. c) Schließlich besteht auch ein Gewinnabführungsvertrag zwischen der Dussmann Service Holding GmbH und ihrer Muttergesellschaft, der Dussmann Stiftung und Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien. |
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Kursana GmbH GmbH
Strukturierte Daten
Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
Schützenstraße 25
10117 Berlin - Handelsregister
- HRB 58690, Charlottenburg (Berlin)
- Eintragungsdatum
- 30. maj 1985
- Branche
-
Sonstige vollstationäre Pflegeeinrichtungen
Ambulante Betreuungsdienste für ältere Menschen
Sonstige teilstationäre Pflegeeinrichtungen - Unternehmenszweck
- Errichtung, Erwerb, Betreiben, Betreuung, Beratung von und/ oder Beteiligung an sozialen Einrichtungen und Dienstleistungsgesellschaften, insbesondere von Altenheimen, Altenwohnheimen, Pflegeheimen, Einrichtungen des betreuten Wohnens sowie Einrichtungen zur vorübergehenden Aufnahme pflegebedürftiger Personen, sowie Erbringung von Pflegedienstleistungen, Hauskrankenpflege, ambulanter Intensivpflege, Pflegeagentur und sonstiger Dienstleistungen zur Pflege, Betreuung und Beratung in pflegerischen Themen von Personen im In- und Ausland.
Finanzen
Bilanz
2023- Umlaufvermögen 80,0 % 885,35 Mio
- Anlagevermögen 15,8 % 174,45 Mio
- Aktive latente Steuern 3,0 % 32,81 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,2 % 13,49 Mio
- Eigenkapital 41,6 % 460,54 Mio
- Verbindlichkeiten 39,7 % 438,61 Mio
- Rückstellungen 18,3 % 202,75 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,4 % 4,21 Mio
Bilanzdaten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2023- Umsatzerlöse 77,8 % 3,03 Mrd
- Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 8,6 % 335,04 Mio
- Konzernbilanzgewinnvortrag 8,2 % 319,89 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 1,8 % 71,87 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1,4 % 53,72 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 1,0 % 39,05 Mio
- Gutschrift auf Kapitalkonto des Komplementärs 0,9 % 36,60 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,2 % 6,58 Mio
- auf assoziierte Unternehmen entfallendes Ergebnis 0,0 % −464,6 k
- Fremdanteile am Ergebnis 0,0 % 9,3 k
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 0
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 0
- Personalaufwand 57,5 % 1,75 Mrd
- Materialaufwand 29,0 % 880,89 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 12,4 % 377,52 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,9 % 28,14 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,2 % 4,88 Mio
- Sonstige Steuern 0,1 % 2,23 Mio
- Ergebnis nach Steuern 53,97 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 51,74 Mio
GuV-Daten für 7 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Eva Maria Lettenmeier
seit 2026 Geschäftsführer
-
Frank Roggenbuck
seit 2009 Geschäftsführer
-
Sebastian Kabak
seit 2025 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Dussmann Stiftung & Co. KGaA AG DEU 100.0 % 26k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.
Beteiligungen an
- City Personal Leasing GmbH GmbH 100.0 %
- Kursana Quartiershaus GmbH GmbH 100.0 %
- Kursana Ambulanter Pflege- dienst GmbH GmbH 100.0 %
Historie
- 2026
-
16.02.
Eintritt eines MitgliedsEva Maria Lettenmeier · Managing Director
- 2025
-
12.05.
Austritt einer PositionGoetz Ulrich Leschonsky · Managing Director
-
24.01.
Eintritt eines MitgliedsSebastian Kabak · Managing Director
- 2024
-
29.01.
Austritt einer PositionG**** L****** · Managing Director
- 2021
-
30.07.
Austritt einer PositionJ*** H***** · Managing Director
- 2020
-
12.02.
Änderung der VertretungsregelungDie Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.
-
12.02.
SatzungsänderungKursana GmbH
- 2019
-
04.12.
Eintritt eines MitgliedsJ*** H***** · Managing Director
Rohdaten & Dokumente
Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.
Jahresabschlüsse (Volltext)
Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.
- 2023 Konzernabschluss
- 2022 Konzernabschluss ↓
- 2021 Konzernabschluss
- 2020 Konzernabschluss
- 2019 Konzernabschluss
Konzernabschluss 2022
Registerdokumente
PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.
- Aktueller Auszug (AD)
- Chronologischer Auszug (CD)
- Strukturierte Inhalte (SI, XML)
- Gesellschafterliste
- Satzung / Gesellschaftsvertrag
Website-Inhalt
Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.
- Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen
Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.
- Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
- Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
- Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
- Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
- Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
- Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
- Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
- Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
- Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
- Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
- News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
In jeden Stack einbaubar
Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.
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Tastenkürzel
- Aktives Snippet kopieren
- C
- entity_id kopieren
- I
- Tab wechseln
- 1–6
- Diese Hilfe
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