envia TEL GmbHMarkkleebergJahres- und Tätigkeitsabschluss nach EnWG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum 31. Dezember 2023Grundlagen des Unternehmensenvia TEL ist ein regionaler Telekommunikationsdienstleister und Netzbetreiber in Mitteldeutschland. Mit digitalen Infrastrukturen und Kommunikationsdiensten verbinden wir Menschen, Unternehmen und Kommunen mit KRITIS-Standard im Informationszeitalter. Die Expertise der Mitarbeiter, der Datacenter Campus Leipzig, rund 7.000 Kilometer Glasfaserkabel im eigenen und betriebsführend in fremden Netzen sowie hunderte Netzknoten und die globale Vernetzung über den DE-CIX Leipzig bilden die Basis eines modernen, regionalen Telekommunikationsnetzes in Deutschland. Wir positionieren uns mit leistungsfähigen Dienstleistungen rund um Rechenzentren, Internet, Netzinfrastrukturen, Sprachdiensten, Vernetzung und Netzwerk-Sicherheit für Geschäftskunden, Netzbetreiber, Kommunen und privaten Haushalten. envia TEL steht dabei für hohe Leistung, Sicherheit und Zuverlässigkeit als regionaler Netzbetreiber, Infrastruktur- und Serviceprovider. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit liegen im Ausbau von digitalen Infrastrukturen, insbesondere in Gemeinden und Gewerbegebieten. Daneben werden kontinuierlich neue Datacenterkapazitäten bereitgestellt. Im Zentrum unseres Netzes positionieren wir unsere Datacenter-Infrastrukturen. Auf mehr als 3.000 Quadratmetern bieten wir Geschäftskunden die Möglichkeit, ihre IT-Technik in hochverfügbaren und sicheren Umgebungen zu betreiben. Wir stellen Technikschränke oder gesicherte Flächen, redundante Energie, Klimatisierung und latenzarme Konnektivität über den Internetaustauschpunkt DE-CIX Leipzig zur Verfügung. Der Datacenter Campus Leipzig wird bereits heute mit 100 % Grünstrom betrieben. Seit 2020 errichten wir Glasfasernetze in ausgewählten Ausbaugebieten für das Privatkundensegment. Das Geschäft mit Breitbandanschlüssen mit höchsten Bandbreiten und TriplePlay-Diensten wird in den Folgejahren kontinuierlich ausgebaut. envia TEL liefert ITK-Dienstleistungen als standardisierte Produkte oder auch als Projektlösung. Unsere Produkte bedienen die Nachfrage nach Schnelligkeit und einem guten Preis-/Leistungsverhältnis. Projektlösungen sind dagegen die Antwort auf komplexe und individuelle Anforderungen unserer Kunden. Unsere Kompetenz in der Planung, dem Aufbau und Betrieb moderner ITK-Netze sowie ein effizientes Projekt- und Prozessmanagement zeichnen uns aus. Unseren Kunden und Partnern gegenüber agieren wir mit persönlicher Betreuung, Zuverlässigkeit unserer Prozesse und der Kompetenz eines Betreibers für kritische Infrastrukturen. Zertifizierungen nach ISO 27001, ISO 9001 und TÜViT Level 3 belegen unsere Leistungsfähigkeit. Wir sind mit eigenen Entwicklern in der Lage, neue Geschäftsansätze, Produkte oder IT-Lösungen zu entwerfen und umzusetzen. Die Kundenschnittstellen bedienen wir flexibel mit unseren Produkten und Services auf eigenen Plattformen. Ein wichtiger Geschäftspartner und Auftraggeber ist die enviaM-Gruppe. Wir bewältigen täglich die hohen KRITIS-Anforderungen eines Energiedienstleisters im Bereich der Telekommunikation zur Sicherstellung des Strom- und Gasverteilprozesses, insbesondere die Planung, den Bau und den Betrieb der notwendigen ITK-Netze. WirtschaftsberichtAllgemeine Wirtschafts- und BranchenentwicklungDas Wachstum der deutschen Wirtschaft schrumpft. Mit der starken Steigerung der Energiepreise durch Umbau der Lieferkette hat sich ein Standortvorteil Deutschlands in sein Gegenteil verkehrt. Viele Unternehmen, gerade energieintensive Branchen, suchen derzeit nach Lösungsszenarien und ordnen ihre Investitionen neu. Auf der anderen Seite ergeben sich neue Geschäftschancen, denn Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden in ihrer Transformationswirkung immer wahrhaftiger. Die Menschen erleben die Welt geprägt von Beschleunigung und Unsicherheit, wie sie einst theoretisch beschrieben wurde, ganz hautnah. Die Resilienz der Gesellschaft spielt eine wachsende Rolle. Die Telekommunikation spielt als KRITIS-Branche eine grundlegende Rolle für einen funktionierenden Staat und eine wachsende Wirtschaft. Die Branche liefert die sicheren Verbindungen und Netzzugänge, die den Daten- und Informationsaustausch ermöglichen, Lieferketten zusammenbringen und die verteilte Produktion koordiniert. Wurde Anfang 2023 noch von einer Erholung der Wirtschaft ausgegangen, zeigt die Realität für 2023 ein Schrumpfen von 0,5 %. Für das Jahr 2024 wird von einem Wachstum von 1,3 % ausgegangen. Damit revidierten die Bundesregierung und die EU ihre Prognosen für das laufende und das kommende Jahr kräftig nach unten. Besonders betroffen von der schwachen Konjunktur ist die Bauwirtschaft und der Konsum. Hier zeigte der Reallohnverlust der Bevölkerung aus 2021-2023 eine starke Wirkung. [IfW Kiel, Institut für Weltwirtschaft, Herbstprognose vom 06.09.2023] Die im Jahr 2022 stark steigende Inflation soll sich von 6,5 % in 2023 auf 3,2 % in 2024 abschwächen. [Europäische Kommission, Pressemitteilung zur Sommerprognose vom 11.09.2023] Der Bitkom konstatiert nach einer Abkühlung der Wirtschaftsentwicklung der ITK-Branche in Deutschland ein gutes Wachstum in Höhe von 3 %, bei Software sogar um 9,6 %. Die IT-Services, zu denen auch das Datacentergeschäft gezählt werden kann, wächst 2024 um 5,3 % gegenüber 2023. [Bitkom e. V., Presseinformation vom 05.07.2023] Der Markt für Telekommunikation hat im Jahr 2023 ein Wachstum von 1 % erlebt. Für 2024 wird ein gering niedrigeres Wachstum prognostiziert. Am stärksten legte das Wachstum bei Telekommunikations-Infrastrukturen zu (+ 3 %). [Bitkom e. V., Presseinformation vom 05.07.2023] Grundsätzlich blickt die ITK-Branche optimistischer in die Zukunft als der Durchschnitt der deutschen Wirtschaft. Während jedoch die Informationstechnik direkt vom sich verstärkenden Trend der Digitalisierung profitiert, steht der Ausbau der Telekommunikationsnetze vor den Herausforderungen des Fachkräftemangels, Lieferengpässen sowie steigenden Bau- und Energiekosten. Unabhängig von diesen teilweise temporären Effekten sind digitale Infrastrukturen weiterhin eine nachgefragte Anlageklasse für Investoren. Die jüngsten Prognosen von Bitkom bis zum Jahr 2025 gehen z. B. von einer weiteren Kapazitätserweiterung allein in Deutschland aus. Die ITK ist ein energieintensives Geschäft. Durch Cloudifizierung des Geschäftes prognostizieren Experten einen Anstieg des Energiebedarfs für ITK weltweit auf bis zu 21 %. [Bitkom e. V., Rechenzentren in Deutschland, Aktuelle Marktentwicklungen, Update 2023] Datacenter und Colocation spielen dabei die entscheidende Rolle. Der Trend zu mehr KI-Nutzung wird einen bisher nicht dagewesenen Bedarf an Kapazitäten und Energie nach sich ziehen. Die Intensität der Energienutzung macht die ITK-Branche zu einer Fokusgruppe für Nachhaltigkeitsanforderungen. Das zeigt sich heute im Energieeffizienzgesetz und der absehbaren Wirkung der EU-Taxonomie. Nachhaltigkeit, insbesondere energieeffizient, und Abwärme-Kreislaufwirtschaft wird zur Kernkompetenz der Branche. Lieferanten werden TK-Unternehmen wählen, wenn diese die Nachhaltigkeitsanforderungen erfüllen und eine Nachhaltigkeitsstrategie vorweisen können. Geschäftsentwicklung im Jahr 2023Zur Steuerung der Unternehmensaktivitäten im Hinblick auf die obersten Unternehmensziele nutzt envia TEL verschiedene Kennzahlen. Im finanzbezogenen Bereich werden das betriebliche Ergebnis (Ergebnis nach Steuern abzüglich Zinsergebnis sowie abzüglich Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gem. GuV) und die Höhe der Investitionen als wesentliche Steuerungsgrößen verwendet. Im Geschäftsjahr 2023 konnte ein betriebliches Ergebnis von 612 T€ (im Vorjahr: 898 T€) realisiert werden. In der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 war envia TEL von einem betrieblichen Ergebnis von ca. 6.000 T€ ausgegangen. Die Abweichung resultiert im Wesentlichen aus Verzögerungen bei der Umsetzung von Investitionsvorhaben in Fördergebieten aufgrund langwieriger behördlicher Genehmigungsverfahren und Vergabeprozessen. Das Geschäft auf eigener Infrastruktur ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für envia TEL. Daher ist die Höhe an Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen eine weitere Zielgröße der Gesellschaft. Diese betrugen im abgelaufenen Geschäftsjahr 66.452 T€ (im Vorjahr: 27.279 T€). In der Prognose für das Geschäftsjahr 2023 war envia TEL von Investitionen in Höhe von rund 120.000 T€ ausgegangen. Die Abweichung resultiert auch hier im Wesentlichen aus Verzögerungen bei der Umsetzung von Investitionsvorhaben in Fördergebieten. Im nicht finanzbezogenen Bereich steuerte envia TEL im Jahr 2023 die unternehmerischen Aktivitäten unter anderem mit Hilfe der Prozessqualitätskennzahlen "Ticketlaufzeit von Problemmeldung bis -behebung" und "durchschnittliche Termintreue der Auftragsrealisierung", da die Qualität der Leistungserbringung einen wesentlichen Einfluss auf die Kundenzufriedenheit und somit auf die langfristige Kundenbindung hat. Die "Ticketlaufzeit von Problemmeldung bis -behebung" wird als Medianberechnung aller Premium-SLA-Tickets erhoben und betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 3,2 Stunden (im Vorjahr: Ist 3,0 Stunden, Plan ≤ 4,0 Stunden). Der Median der Ticketlaufzeit Problemmeldung bis -behebung für Premium-SLAs ist damit stabil im Zielkorridor. Für das kommende Geschäftsjahr 2024 beträgt der Planwert unverändert ≤ 4 Stunden. Für die "durchschnittliche Termintreue der Auftragsrealisierung" wird aus dem Vergleich des voraussichtlichen Bereitstellungstermins und dem Vertragsbeginn eine Quote ermittelt. Im Jahr 2023 wurde für diese Kennzahl ein Wert von 81,3 % erreicht (im Vorjahr: Ist 69 %, Plan 70 %). Für das kommende Geschäftsjahr prognostizieren wir einen Wert von 80 %. Forschung und Entwicklung. Das Produktangebot von envia TEL stellt einen Baukasten von ITK-Service-Leistungen dar, die wesentliche Bedürfnisse unserer Kunden in hoher Qualität befriedigen und durch Automatisierung immer effizienter gestaltet werden. envia TEL unterhält eigene Ressourcen und Mitarbeiter für Produktmanagement und Geschäftsentwicklung. Es besteht eine lang- und mittelfristige Planung für eine systematische Geschäftsentwicklung auf der Basis von Markt- und Technologietrends und ein funktionierendes Ideenportfoliomanagement. Kern der Entwicklungsarbeit der letzten Jahre war die Bereitstellung eines leistungsfähigen Gigabit-Produktportfolios für Geschäftskunden. Ein Handlungsfeld der nächsten Jahre bilden unsere Produkte für Vernetzung und Sicherheit, auch unter dem Schwerpunkt der wachsenden KRITIS-Anforderungen. Daneben werden neue Geschäftsansätze im Bereich der digitalen Infrastrukturen entwickelt. Hervorzuheben sind unter anderem neue Angebote zur nachhaltigen Digitalisierung Deutschlands im Rahmen des E.ON TowerCo-Geschäftes. Informationsmanagement. Die digitale Transformation bleibt ein Schlüsselelement für den Erfolg von Unternehmen in einer sich ständig verändernden Geschäftswelt. Auch im vergangenen Geschäftsjahr wurde der Grad der IT-Unterstützung in den Geschäftsbereichen weiter vorangetrieben. Das ist ein entscheidender Beitrag zur Umsetzung der Unternehmensstrategie, da die Digitalisierung immer stärker die Arbeitsweise und die Art und Weise der Interaktion mit unseren Kunden prägt. End-to-End-Businessprozesse wurden unter Berücksichtigung von Digitalisierungsanforderungen analysiert, verbessert und an aktuelle Markterfordernisse angepasst. Die Webportale wurden und werden umfassend überarbeitet, um unseren Kunden ein noch besseres Online-Erlebnis zu bieten. Auch die Aktivitäten zur Steigerung der Business-Process-Automation (BPA) wurden fortgeführt. BPA hat nicht nur die Effizienz gesteigert, sondern auch dazu beigetragen, menschliche Fehler zu minimieren und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen. Unsere IT-Wertschöpfung konzentriert sich mehr und mehr auf konzeptionelle und entwicklungsorientierte Aufgaben, während operative Aufgaben vermehrt an externe Partner und Dienstleister ausgelagert werden. Parallel erfolgt eine Intensivierung der IT-Integration in die Fachbereiche. Diese Verlagerung ermöglicht es, IT-Ressourcen effizienter einzusetzen. Ein hoher Grad der Prozessintegration und -automatisierung ist eine wesentliche Voraussetzung zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit. Angesichts neuer und zukünftiger ITK-Technologien bleibt eine kontinuierliche Erneuerung und Weiterentwicklung der IT-Systeme erforderlich. Zertifizierungen. Die Zertifikate für das integrierte Managementsystem nach ISO 9001 und ISO 27001 wurden im Juni 2023 im Rahmen eines Rezertifizierungsaudits bestätigt. Das ISO 27001 Zertifikat gilt für die Dienstleistungen im Bereich Datacenter am Standort Taucha. Beide Zertifizierungen erfolgten nach unabhängiger Beurteilung des TÜV SÜD. Erstmalig wurde im August 2022 das Datacenter Leipzig 2 nach dem TSI.STANDARD V4.3 Level 3 (erweitert) erfolgreich zertifiziert und gilt bis September 2024. Das Billingsystem einschließlich der zugehörigen Prozesse wurde hinsichtlich der Abrechnungsgenauigkeit und der Konformität zu gesetzlichen Anforderungen wiederholt zertifiziert. envia TEL fördert gezielt die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Seit 2009 sind wir für unsere familienbewusste Personalpolitik mit dem Zertifikat zum audit berufundfamilie ausgezeichnet. 2024 streben wir die fünfte Re-Auditierung an. Vermögenslage
Die Vermögens- und Kapitalstruktur der envia TEL ist durch einen hohen Anteil des Anlagevermögens, des Eigenkapitals, des Sonderpostens und der Finanzmittelforderungen und -verbindlichkeiten an der Bilanzsumme gekennzeichnet. Das Anlagevermögen erhöhte sich deutlich um 60.166 T€ auf 147.629 T€. Dies ist vorrangig auf die getätigten Investitionen für den Ausbau der Breitbandinfrastruktur im abgelaufenen Geschäftsjahr zurückzuführen. In dem gestiegenen Anlagevermögen sind Finanzinvestitionen in Höhe von 3.022 T€ enthalten, welche auf eine neue Beteiligung der envia TEL zurückzuführen sind. Hierbei handelt es sich um die Avacon Data Center GmbH, an der envia TEL nun mit einem Anteil von 49 % beteiligt ist. Die Steigerung des Umlaufvermögens von 5.374 T€ ist vorrangig auf die Erhöhung der sonstigen Vermögensgegenstände um 12.941 T€ zurückzuführen. Diese sind i. W. dem geförderten Breitbandausbau geschuldet. Gegenläufig dazu sind die Finanzforderungen gegen verbundene Unternehmen investiv bedingt um 7.468 T€ gesunken. Die Erhöhung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens ergibt sich aus der Abgrenzung verschiedener Vorausausgaben, welche Aufwendungen für einen Zeitraum bis 2034 darstellen. Die Eigenkapitalquote liegt nunmehr bei 35,9 % (im Vorjahr: 23,9 %). Der starke Anstieg der Eigenkapitalquote resultiert insbesondere aus der Erhöhung der Kapitalrücklage zur Finanzierung des hohen eigenwirtschaftlichen und geförderten Breitbandausbaus in der Region. Der starke Anstieg des Sonderposten um 11.306 T€ ist auf den intensiven geförderten Breitbandausbau zurückzuführen. Die Rückstellungen verringerten sich nur geringfügig um 28 T€ auf 11.027 T€. Während sich die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen insbesondere wegen der gutachterlichen Bewertung um 406 T€ auf 3.900 T€ erhöhten, reduzierten sich die sonstigen Rückstellungen von 7.542 T€ auf 7.127 T€. Diese Abnahme begründet sich insbesondere in stichtagsbedingt gesunkenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen. Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 13.663 T€ ergibt sich im Wesentlichen aus der investitionsbedingten Erhöhung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 12.666 T€. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet verschiedene Vorauseinnahmen, welche Erträge für einen Zeitraum bis 2041 darstellen. Finanzlage
Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus den höheren Verbindlichkeiten sowie dem höheren Sonderposten im Vergleich zum Vorjahr. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthält u. a. die Veränderungen der Finanzforderungen aus Cash Pool in Höhe von 7.468 T€. Daneben haben die Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 69.474 T€ den Cashflow aus Investitionstätigkeit wesentlich bestimmt. Somit ergibt sich zum Ende des Geschäftsjahres eine Cash Pool-Forderung in Höhe von 7.346 T€ (im Vorjahr: 14.814 T€). Die Erhöhung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit ist im Wesentlichen durch die Erhöhung des Eigenkapitals aufgrund einer Dotierung der Kapitalrücklage in Höhe von 38.630 T€ bestimmt. Die Höhe der Gesellschafterdarlehen bleibt unverändert bei 52.500 T€. Die Liquidität war im Geschäftsjahr 2023 durch das laufende Geschäft und den Finanzmittelfonds jederzeit sichergestellt. Die Finanzmittel von envia TEL werden ausschließlich als Cash-Management-Guthaben gehalten. Die Finanzierung der Gesellschaft ist darüber hinaus durch die Kapitalrücklage und durch mittelfristige Darlehen gesichert. Der Kapitalbedarf für die im Jahr 2023 getätigten Investitionen konnte vollständig aus den vorhandenen Finanzmitteln, dem operativen Cashflow, der Kapitalrücklage und den gewährten Gesellschafterdarlehen gedeckt werden. Zum Stichtag bestehen des Weiteren sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 106.019 T€. Ertragslage
Der Umsatz im Vorleistungsmarkt konnte durch ein gesteigertes Absatzvolumen mit anderen Netzbetreibern von 23.029 T€ auf 26.157 T€ gesteigert werden. Der Umsatz im Endkundenmarkt sank geringfügig von 45.106 T€ auf 44.912 T€. Wesentliche Gründe hierfür sind reduzierte Absatzvolumina im Projektgeschäft sowie gestiegene Umsätze im laufenden Produktgeschäft. Die Materialaufwand stieg um 3.815 T€ auf 42.162 T€. Ein wesentlicher Grund hierfür ist der starke Anstieg des Stromaufwandes aufgrund massiver Preissteigerungen. Die Steigerung des Personalaufwandes resultiert im Wesentlichen aus den tariflichen Erhöhungen und den vorgenommenen Neueinstellungen in den Geschäftsjahren 2022 und 2023. Der Anstieg der planmäßigen Abschreibungen resultiert aus den in Vorjahren und dem laufenden Geschäftsjahr getätigten Investitionen. Die Steigerung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Aufwendungen für Marketingaktivitäten. Aufgrund der positiven Zinsentwicklung am Finanzmarkt und des hohen unterjährigen Finanzmittelbestandes verbesserte sich das Zinsergebnis zum Vorjahr um 787 T€. Das Ergebnis vor Steuern beträgt somit 1.134 T€. Die Vermögens- und Finanzlage kann insgesamt als gut bewertet werden. Die Ertragslage wird sich in den Folgejahren aufgrund der Reduzierung von Anlaufverlusten positiv entwickeln. VertriebDer Gewinn von Neukunden, wie auch die Stärkung des partnerschaftlichen Agierens und Wachstums mit unseren Bestandskunden für eine glasfaserbasierte digitale Kommunikationswelt aus Internet, Datacenter und unserem cloudbasierten Security-Produkt, standen im Mittelpunkt des Geschäftsjahres 2023. Mit Blick auf die Ereignisse der vergangenen Jahre und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen im Umfeld der Energiepolitik für unsere Kunden und uns, ist es im großen Umfang gelungen, die digitale Kommunikationswelt mit partnerschaftlichen Lösungen zu stabilisieren, Bandbreiten und Geschwindigkeiten anforderungsgerecht zu erweitern und bereitzustellen. Im Geschäftsjahr 2023 haben wir unseren Wachstumskurs fortgesetzt und das Niveau der Vorjahre im Absatz von mehr als 500 glasfaserbasierten Breitbandanschlüssen erhalten. Mit unseren Datacenter-Produkten und einer cloudbasierten Sicherheitslösung auf dem Glasfaseranschluss begleiten und schützen wir unsere Kunden auf ihrem Weg in die Digitalisierung. Mit Ausblick auf die sich verändernde KRITIS-/NIS2-Gesetzgebung haben wir umfangreiche Produkterweiterungen im Security-Umfeld vorgenommen, die unsere Kunden im laufenden Betrieb vor Angriffen schützen und deren mögliche Folgewirkungen massiv eindämmen. Ein Verstärker im Digitalisierungsfortschritt unserer Kunden hat sich durch den im Oktober 2022 aktivierten DE-CIX Leipzig als Internetknoten für Mitteldeutschland eingestellt. Im Jahr 2023 wurde der Absatz von Glasfaser- und Datacenter-Produkten um das Angebot des DE-CIX Leipzig ergänzt und auch durch Neu- und Bestandskunden intensiv nachgefragt und beauftragt. Das Angebot beinhaltet Produkte und Lösungen mit geringster Latenz für echtzeitbasierte IT-Anwendungen, welche zunehmend Eingang in die prozessautomatisierte Machine-to-Machine-Kommunikation bei den Kunden findet. Mit dem DE-CIX Leipzig wurde ein bedeutender Schritt für die Vernetzung der mitteldeutschen Wirtschaftskraft digitale Realität. Zu unserem Datacenter Campus Leipzig gehören die Datacenter 1 und 2. Das neue Datacenter Leipzig 2 haben wir trotz wirtschaftlicher Marktentwicklungen, vor allem mit Blick auf die Energiepreise, auch im Geschäftsjahr 2023 erfolgreich positioniert. Die Ansiedlung des DE-CIX Leipzig auf dem Datacenter Campus treibt die positive Resonanz und Cloudifizierung im Umfeld der Geschäftskunden und Internet-Service-Provider voran. Es ist 2023 gelungen, bereits 100 % der verfügbaren Rechenzentrums-Kapazität von 1.000 Quadratmetern Fläche der ersten beiden Bauabschnitte zu vermarkten. Dies zeigt überaus deutlich, welchen hohen Bedarf das Agieren in der Arbeitswelt 4.0 und der Digitalstrategie in Geschäftsprozessen im Mittelstand erfordert. In Zukunft wird das Datacenter-Angebot von envia TEL um einen weiteren Standort in Sehnde bei Hannover wachsen. Dort errichtet die Avacon Datacenter GmbH, an der envia TEL im laufenden Geschäftsjahr 49 % der Anteile erwarb, gemeinsam mit dem Mehrheitsgesellschafter Avacon Connect GmbH ein neues hochmodernes Datacenter mit einer Bruttofläche von 2.000 Quadratmetern. Der Bau des neuen Datacenters wird voraussichtlich Mitte 2025 abgeschlossen sein. Es ermöglicht envia TEL den Zugang zum Markt in der Region Hannover und bietet unseren Kunden zusammen mit dem Datacenter Campus Leipzig erstmals georedundante Produkte auf Grund der Distanz von mehr als 200 Kilometern zwischen beiden Standorten. Der Absatztrend von glasfaserbasierten Internetanschlüssen war auch 2023 ungebrochen. Mit Markteinführung unseres cloudbasierten Security-Produktes 2021 und den neu eingebrachten Produkt-Updates beauftragten unsere Kunden im Jahr 2023 neben der Glasfaserpower zunehmend die Kombination mit einer IT-Sicherheitsarchitektur zum Schutz vor Angriffen aus dem Internet. Der Glasfaserausbau für Geschäftskunden spielt weiterhin eine dominierende Rolle im unternehmerischen Wachstum, wenn es um Digitalisierung und IT-Sicherheit geht. Auch im vergangenen Geschäftsjahr vertrauten namhafte Unternehmen aus der Bundesrepublik und Mitteldeutschland bei der Auswahl ihres Telekommunikationsanbieters auf envia TEL. Das ist wiederholt ein starkes Signal für das Netz der Zukunft und das Team - sei es für die Produkte Telefonie und Internet oder Datenverbindungen bis 100 Gigabit pro Sekunde. Der Absatz von Glasfaserinfrastrukturen und Datacenter-Kapazitäten für Netzbetreiber wächst weiterhin stark. Einen Schub gab es durch den Gewinn neuer Ausbaucluster für Mobilfunknetzbetreiber sowie die gestiegene Vermarktung von verfügbaren Glasfaseranschlüssen in und zu kommunalen Glasfaserausbau- und Gewerbeflächen. Der Umsatz mit Telefonie- und Internetvorleistungsprodukten ist im Vergleich zum Vorjahr weiter gestiegen. In Mittel- und Ostdeutschland sind wir Lieferant für Vorleistungsprodukte an andere Netzbetreiber. Auch das Privatkundensegment hat sich 2023 positiv entwickelt. In Sachsen wurden drei weitere eigenwirtschaftliche Projekte dank sehr erfolgreicher Vorvermarktungskampagnen auf den Weg gebracht. Die partnerschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Kommunen hat hier einen wesentlichen Beitrag geleistet. Zudem wurde der Ausbau in den bereits laufenden Projekten wie zum Beispiel Groitzsch abgeschlossen und zahlreiche Kunden an das Glasfasernetz angebunden. Somit können perspektivisch mehr als 100.000 Haushalte von unseren Breitbandprodukten profitieren. Ein weiterer Meilenstein im Privatkundengeschäft von envia TEL ist der geförderte Breitbandausbau im Erzgebirgskreis. Im Zuge des Projekts werden 21 Kommunen in drei Clustern mit hochleistungsfähiger Glasfaserinfrastruktur erschlossen. Neben der Erschließung sogenannter weißer Flecken (Bandbreiten unter 30 Megabit pro Sekunde) erfolgt auch eine eigenwirtschaftliche Nachverdichtung. In Vorbereitung auf den Ausbau wurde die Trassenplanung in enger Abstimmung mit Landkreis und Gemeinden bereits abgeschlossen. Rund 29.000 Haushalte können künftig von dem Breitbandangebot profitieren. InvestitionenIm abgelaufenen Geschäftsjahr investierte envia TEL 69.474 T€ (im Vorjahr 30.279 T€) in immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagen des Anlagevermögens und Finanzinvestitionen. Wesentlicher Schwerpunkt der Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2023 war der Ausbau unseres Privatkundensegmentes. Dafür wurden in diesem Geschäftsjahr Investitionen in Höhe von 50.893 T€ getätigt. Ein weiterer Schwerpunkt der Investitionstätigkeit besteht im fortlaufenden Ausbau der Glasfaserinfrastrukturen zum Anschluss von Geschäftskunden entlang unserer bestehenden Glasfasertrassen sowie zum Anschluss von Mobilfunkstandorten. Dafür investierte envia TEL im Geschäftsjahr 2023 9.086 T€. Darüber hinaus wurden 4.379 T€ in die Erweiterung des Kernnetzes investiert. Für Erweiterungen unseres Datacenter Campus Leipzig wurden in diesem Geschäftsjahr 2.039 T€ investiert. Weiterhin beteiligte sich envia TEL an der Avacon Data Center GmbH. Dafür wurden Finanzinvestitionen in Höhe von 3.022 T€ getätigt. Dies entspricht einem Anteil von 49 % an dieser Gesellschaft. MitarbeiterZum 31.12.2023 beschäftigte envia TEL 241 Mitarbeitende (im Vorjahr: 233). Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Geschäftsjahr betrug 235 Mitarbeitende (im Vorjahr: 226). Zusätzlich befanden sich 11 junge Menschen in einer beruflichen Erstausbildung (im Vorjahr: 14) sowie 3 Personen in einem dualen Studiengang (im Vorjahr: 1). Um den Bedarf an qualifizierten Fachkräften langfristig sicherzustellen, investiert envia TEL in die eigene Berufsausbildung. An den Standorten Chemnitz, Halle, Markkleeberg und Taucha bilden wir Elektroniker für Betriebstechnik und Fachinformatiker aus. Zusätzlich bietet envia TEL in Zusammenarbeit mit der Berufsakademie Glauchau den dualen Bachelor-Studiengang Technische Informatik an. Seit dem Geschäftsjahr 2023 wurde das Angebot an dualen Studiengängen erweitert. Gemeinsam mit der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig bietet envia TEL den Bachelor- und Master-Studiengang Informations- und Kommunikationstechnik sowie den Bachelor-Studiengang Telekommunikationsinformatik an. Die stetige fachliche und persönliche Weiterbildung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist ein wesentlicher Baustein zum Erhalt und Aufbau von Wissen. Im Jahresverlauf 2023 investierte envia TEL insgesamt 529 T€ in die Berufsaus- und Weiterbildung (im Vorjahr: 441 T€). Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein fester Bestandteil unserer Unternehmenskultur. Mit einer familienfreundlichen und lebensphasenbewussten Personalpolitik unterstützt envia TEL ihre Beschäftigten dabei, die beruflichen und privaten Herausforderungen in Einklang zu bringen. Zur Erhaltung der Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Mitarbeitenden bietet envia TEL ein umfangreiches Gesundheitsmanagement. Rechnungsmäßiges Unbundlingenvia TEL gehört zu einer Gruppe verbundener Elektrizitäts- oder Gasversorgungsunternehmen und erbringt gegenüber den Netzbetreibern Mitteldeutsche Netzgesellschaft Gas mbH und Mitteldeutsche Netzgesellschaft Strom mbH Dienstleistungen. Sofern diese Dienstleistungen mittelbar oder unmittelbar energiespezifisch sind, muss envia TEL hinsichtlich der Rechnungslegung und Buchführung die Anforderungen des § 6b EnWG erfüllen. Im Jahr 2019 hat die Bundesnetzagentur in zwei Festlegungen zusätzliche Bestimmungen für die Erstellung und Prüfung von Jahresabschlüssen und Tätigkeitsabschlüssen nach § 6b EnWG für vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen vorgegeben (Beschlüsse BK8-19/00002-A und BK9-19/613-1). In Folge der Festlegungen hat die Gesellschaft die Regelungen des § 6b Abs. 3 EnWG zu beachten und für diese Tätigkeiten getrennte Konten zu führen. Auf Basis der Kostenrechnung der envia TEL wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den jeweiligen Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel. In der Bilanz erfolgte eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivpositionen. Auch hier erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel für jene Fälle, in denen dies nicht möglich war oder mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre. Im Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" wurden Umsatzerlöse aus energiespezifischen Dienstleistungen in Höhe von 18.864 T€ (im Vorjahr: 21.435 T€) und ein Jahresüberschuss in Höhe von 422 T€ (im Vorjahr: -423 T€) erzielt. Ferner wurden im Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" Umsatzerlöse aus energiespezifischen Dienstleistungen in Höhe von 493 T€ (im Vorjahr: 552 T€) generiert. Der Jahresüberschuss dieses Tätigkeitsbereichs belief sich im Geschäftsjahr auf 167 T€ (im Vorjahr: 161 T€). Chancen- und RisikomanagementIm Rahmen der unternehmerischen Tätigkeit ist envia TEL einerseits verschiedenen Risiken ausgesetzt, andererseits können sich auch Chancen ergeben. Somit ist ein ganzheitlich organisiertes Chancen- und Risikomanagement ein fester Bestandteil der betrieblichen Abläufe und gewährleistet u. a. durch ein monatliches Review das zeitnahe Erkennen wirtschaftlicher Risiken. Gleichzeitig berücksichtigt es Frühindikatoren in der Umsatz- und Kostenentwicklung. Das Chancen- und Risikomanagement ist in das Chancen- und Risikomanagement-System der enviaM-Gruppe eingebunden. Die Erfolge zeigen sich z. B. bei den aktuellen Herausforderungen bezüglich Inflation und Rezession, insbesondere im Kontext der Strompreisentwicklung. Dem konnte durch ein intensiveres Risikomanagement und einer Umstellung der Beschaffungsstrategie entgegengewirkt werden. Gleichzeitig wurden, wenn notwendig, relevante Verträge mit Kunden in den Konditionen angepasst. Weiterhin agiert envia TEL sowohl im Vorleistungs- als auch im Endkundenmarkt auf einer breiten Kundenbasis und geht auch für die Zeit der rezessiven Entwicklung der deutschen Wirtschaft von einer robusten Aufstellung ihres Geschäfts aus. Chancen. Aufgrund des dynamischen Marktumfeldes, in dem sich envia TEL bewegt, ergeben sich Chancen, die nachfolgend mit absteigender Bedeutung klassifiziert sind. envia TEL konzentriert sich heute auf den wirtschaftlich attraktiven Ausbau digitaler Infrastrukturen. Dabei liegen die wesentlichen Chancen im Glasfasernetzausbau und der Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen für Geschäftskunden, Privatkunden und andere Netzbetreiber. envia TEL beabsichtigt auch in den nächsten Jahren weiterhin intensiv in digitale Infrastrukturen zu investieren. Das Geschäft mit dem Bau und der Vermarktung von Mobilfunkstandorten und weiteren Datacentern wurde im Jahr 2022 gestartet und ist eine der wesentlichen neuen Chancen. Im Endkundenmarkt nutzen wir daneben die Chancen des geförderten Glasfasernetzausbaus für Privatkunden. Der politische Rahmen für Fördermaßnahmen soll für die nächsten Jahre weiter Bestand haben. Es kann auf eine belastbare Projektpipeline verwiesen werden. Die envia TEL hat darüber hinaus die Chance, IT-Dienstleistungen, insbesondere im Bereich CyberSecurity, über ihre Netze zu vermarkten. Daneben sollen die Produktwelten mit dem TK-Festnetz verschmolzen werden und entlang der neuen Trends und Resilienzanforderungen der Wirtschaft neue Geschäftschancen entwickelt werden Zusätzliche Wachstumsimpulse können aus Kooperationen entstehen, wo Ressourcen und Kompetenzen gebündelt werden und den Partnern den schnellen Markteintritt und neues Wachstum im Markt der digitalen Infrastrukturen ermöglicht wird. Risiken. Wesentliche Risiken haben im Berichtsjahr nicht bestanden. Als wesentlich werden Risiken oberhalb einer Schadenshöhe von ca. 550 T€ pro Jahr angesehen, dies entspricht rund 14 % des durchschnittlichen betrieblichen Ergebnisses des aktuellen Planungszeitraumes. Grundsätzlich werden im Risikomanagement der envia TEL nur Risiken dargestellt, die nicht in der aktuellen Planung berücksichtigt worden sind. Im Folgenden werden die Risiken in absteigender Bedeutung erläutert: Einfluss auf die Ertragslage haben hohe Kosten für Bauleistungen im Rahmen des Ausbaus digitaler Infrastrukturen und die Verfügbarkeit von Planungs- und Baukapazitäten. Auch Risiken aus stagnierenden Umsätzen bei Standardprodukten bestehen fort. Die Telekommunikationsbranche ist noch nicht bereit, die höheren Kosten in adäquaten Preisen abzubilden. Ein Verlust der Marktfähigkeit einzelner Produkte kann eintreten, ist aber für die nächsten Jahre wenig wahrscheinlich. envia TEL hat eigene Planungs- und Projektierungskapazitäten aufgebaut und kann auf einen stabilen Pool an Rahmenvertragspartnern zurückgreifen, um die Leistungsfähigkeit im Netzausbau sicherzustellen. Die Erhöhung der Strompreise konnte im Geschäftsjahr 2023 bei einigen Produkten direkt an den Kunden weitergegeben werden. Die Normalisierung am Energie-Beschaffungsmarkt mildert das Risiko insbesondere im Datacenter-Markt. Eine Beschaffungsstrategie für Energie wurde mit Hilfe externer Beratung erarbeitet und umgesetzt. Grundsätzlich kann, wie in jeder Branche, die Profitabilität des Telekommunikationsgeschäftes durch volatile Bedingungen im Vorleistungs- und Energiemarkt negativ beeinflusst werden. Lieferengpässe bei Technik und Workforce führen zu höheren Bereitstellungszeiten und damit ggf. zur Nichterreichung von Anschaltungszeiten insbesondere im attraktiven Projektgeschäft. envia TEL überarbeitet diesbezüglich permanent ihre Beschaffungsstrategie und begrenzt Risiken durch Vertragsgestaltung. Forderungsausfallrisiken, welche sich negativ auf die Ertragslage des Unternehmens auswirken können, werden durch ein effizientes Mahnwesen begrenzt. envia TEL rechnet auch im nächsten Jahr - trotz aktueller geopolitisch bedingter wirtschaftlicher Entwicklungen - mit keiner wesentlichen Erhöhung der Forderungsausfälle. Das Risiko wird trotz der gesamtwirtschaftlichen Lage bezogen auf envia TEL als gering eingeschätzt. Ein effizientes Mahn- und Forderungsmanagement sorgt im Einzelfall dafür, dass eventuelle Forderungsausfälle sich äußerst gering auswirken. Zwei weitere Risiken, das Risiko missbräuchlicher Eingriffe in das Netz sowie das Risiko des unberechtigten Zugriffs auf Daten, können für das Unternehmen zu einem hohen Imageverlust und entsprechenden Sanktionen führen. Daher wurden diese beiden Risiken durch geeignete Maßnahmen auf ein Minimum reduziert. Diese werden u. a. durch das Umsetzen von Security-Standards sowie durch ein etabliertes 24/7-Takt-Fraudmanagement permanent geprüft. Insgesamt bestehen derzeit keine Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden und nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind solche auch nicht für die nächsten Jahre erkennbar. Prognoseberichtenvia TEL prognostiziert für das laufende Geschäftsjahr 2024 ein positives betriebliches Ergebnis von ca. 7 Mio. €, welches deutlich über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023 liegt. Grund hierfür ist die weitere Auslastung der in den Vorjahren getätigten Investitionen und ein erwarteter Anstieg im Projektgeschäft. Die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen des Anlagevermögens werden mit rund 157 Mio. € veranschlagt und bewegen sich somit weit über dem Niveau des Geschäftsjahres 2023. Schwerpunkt der Investitionstätigkeit ist weiterhin der Ausbau der Glasfaserinfrastrukturen, insbesondere im Privatkundensegment. Der im Jahr 2024 benötigte Kapitalbedarf für geplante Investitionen in das Anlagevermögen soll durch eine Erhöhung der Kapitalrücklage gewährleistet werden. Dadurch wird sichergestellt, dass der Kapitalbedarf für getätigte Investitionen auch im Jahr 2024 vollständig aus den vorhandenen Finanzmitteln gedeckt werden kann. Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen zur Entwicklung von envia TEL. Diese Aussagen sind ausschließlich Erwartungen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn die Geschäftsführung davon überzeugt ist, dass die getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft aufgrund einer Vielzahl von internen und externen Faktoren hiervon abweichen.
Markkleeberg, 16.02.2024 Geschäftsführer Stephan Drescher Haiko Rennert Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeinesDie wirtschaftliche Tätigkeit der envia TEL GmbH mit Sitz in Markkleeberg (im Folgenden kurz "envia TEL" genannt) erstreckt sich im Wesentlichen auf die Errichtung, den Erwerb und den Betrieb von Telekommunikationsanlagen, der Erbringung von Leistungen und Diensten auf dem Gebiet der Telekommunikation sowie den Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen, die auf dem Gebiet der Telekommunikation tätig sind oder über Kommunikationsinfrastruktur verfügen. envia TEL ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 und 4 HGB und im Handelsregister des Amtsgerichts Leipzig unter der Nummer HRB 24812 eingetragen. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2023 wurden die Vorschriften des HGB für große Kapitalgesellschaften - unter Beachtung der Regelungen des GmbHG und des EnWG - angewendet. Soweit Angaben wahlweise in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang vorgenommen werden können, erfolgen diese Angaben überwiegend in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung. Der Jahresabschluss wird in Euro (€) aufgestellt; die Beträge werden in Tausend EUR (T€) angegeben. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren angewendet. envia TEL wird analog zum Vorjahr in den Konzernabschluss der E.ON SE, Essen, einbezogen. Dieser Konzernabschluss wird gleichzeitig für den kleinsten und größten Konsolidierungskreis aufgestellt. Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt. Seit Inkrafttreten des DiRUG (Gesetz zur Umsetzung der Digitalisierungsrichtlinie) zum 1. August 2022 werden Jahresabschlüsse für Geschäftsjahre beginnend nach dem 31. Dezember 2021 im Unternehmensregister veröffentlicht (www.unternehmensregister.de). envia TEL ist unter Beachtung von § 291 HGB von der Verpflichtung befreit, einen eigenen Konzernabschluss und Konzernlagebericht aufzustellen. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAktivaEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten erfasst und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer - im Zu- und Abgangsjahr zeitanteilig - linear abgeschrieben. Zugänge zu den Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten für Material und Personal, den auf die Herstellung entfallenden Werteverzehr des Anlagevermögens sowie angemessene Teile der Material-, Fertigungs- und Verwaltungsgemeinkosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 und 3 HGB. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau für Sachanlagen sind zum Nennwert bewertet. Die Abschreibungen erfolgen auf der Grundlage der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bezogen auf den überwiegenden Anteil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden mit Ausnahme abnutzbarer beweglicher Sachanlagen, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 € und nicht mehr als 800,00 € betragen, seit dem 1. Januar 2021 nach der linearen Methode abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 250,00 € und nicht mehr als 800,00 € betragen, werden im Zugangsjahr grundsätzlich vollständig abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang gezeigt. Geringwertige Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis zu 250,00 € werden im Jahr der Anschaffung grundsätzlich aufwandswirksam erfasst. Darüber hinaus werden außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen vorgenommen, soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände voraussichtlich dauerhaft unter dem Buchwert liegen. Im Falle des Wegfalls der Gründe für außerplanmäßige Abschreibungen erfolgen Zuschreibungen, die bei abnutzbaren Vermögensgegenständen des Anlagevermögens unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ermittelt werden. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Anteile an verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungskosten bewertet. Ist der beizulegende Wert aufgrund einer voraussichtlich dauernden Wertminderung niedriger, wurde dieser angesetzt. Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 2 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurde das rollierende Durchschnittsverfahren angewendet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Alle erkennbaren Einzelrisiken wurden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Sofern es sich bei Vermögensgegenständen um Deckungsvermögen zur Absicherung von Pensionsverpflichtungen handelt, erfolgt gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB eine Saldierung mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben für Telekommunikationsdienstleistungen abgegrenzt und ratierlich über einen Gesamtzeitraum bis 2034 zu Gunsten des Materialaufwandes aufgelöst. Darüber hinaus werden als aktive Rechnungsabgrenzungsposten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für Folgejahre darstellen. Bestehende Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Bilanzansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen werden, führen sowohl zu aktiven als auch zu passiven latenten Steuern, die saldiert werden. Eine Nutzung des Wahlrechtes gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB erfolgt nicht, so dass nach Saldierung eine Passivierung von latenten Steuern vorgenommen wird. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein Steuersatz von 31,00 % (im Vorjahr: 31,00 %) zu Grunde gelegt. Insgesamt übersteigen die passiven latenten Steuern die aktiven latenten Steuern, wodurch sich eine zukünftige Steuerbelastung ergibt.
Die aktiven latenten Steuern resultieren hauptsächlich aus Ansatz- bzw. Bewertungsunterschieden bei den Rückstellungen. Die passiven latenten Steuern betreffen Bewertungsunterschiede aus dem Anlagevermögen und dem Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen. PassivaDas Eigenkapital ist zum Nennwert bilanziert. Steuerpflichtige Zuschüsse der öffentlichen Hand für Investitionen sind als Sonderposten für Investitionszuwendungen zum Anlagevermögen passiviert und werden über die Nutzungsdauer der begünstigten Vermögensgegenstände zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge aufgelöst. Bei der Bemessung der Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten Rechnung getragen. Der Wertansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Kostensteigerungen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen für Vorruhestand, Altersteilzeit, Jubiläen und Sterbegeld wurden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G - die eine generationsabhängige Lebenserwartung berücksichtigen - nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Project Unit Credit-Methode) bewertet. Soweit Deckungsvermögen gemäß § 246 Abs. 2 HGB vorliegt, ergibt sich die Rückstellung aus dem Saldo des versicherungsmathematischen Barwertes der Verpflichtung und des beizulegenden Zeitwertes des Deckungsvermögens. Der beizulegende Zeitwert entspricht grundsätzlich dem Marktwert des verrechneten Deckungsvermögens. Ergebnisauswirkungen aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes, Zeitwertänderungen und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden nach Verrechnung in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen bzw. Zinsen und ähnlichen Aufwendungen ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Zwischen dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 (1,82 %; im Vorjahr: 1,78 %) und dem 7-Jahresdurchschnittszinssatz zum 31. Dezember 2023 (1,74 %; im Vorjahr: 1,44 %) ergibt sich bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 46 T€ (im Vorjahr: 210 T€), der grundsätzlich ausschüttungsgesperrt ist. Die für die Pensionsrückstellungen zugrunde gelegten Lohn- und Gehaltssteigerungen lagen zwischen 0,00 % und 2,95 % (im Vorjahr: zwischen 0,00 % und 2,75 %). Für Renten wurden Steigerungsraten zwischen 0,00 % und 2,20 % (im Vorjahr: zwischen 0,00 % und 2,00 %) angenommen. Das Wahlrecht nach Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB wurde nicht in Anspruch genommen. Alle mittelbaren Pensionsverpflichtungen wurden in Höhe ihrer Unterdeckung bilanziert. Dabei wurde das Kassenvermögen der Unterstützungskasse vom Verpflichtungswert abgesetzt. Die mittel- und langfristigen sonstigen Rückstellungen wurden entsprechend ihrer Restlaufzeit mit dem von der Deutschen Bundesbank zum 31. Dezember 2023 veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Zur Anwendung kamen Zinssätze zwischen 0,99 % und 1,45 % (im Vorjahr: zwischen 0,43 % und 0,84 %). Erwartete künftige Kostensteigerungen wurden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Ergebnisse aus der Änderung des Abzinsungssatzes oder aus einer geänderten Restlaufzeit werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag und erhaltene Anzahlungen mit dem Nennwert passiviert. Einnahmen aus Telekommunikationsdienstleistungen, vereinnahmte Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten werden im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen und ratierlich über einen Gesamtzeitraum bis 2041 zu Gunsten der Umsatzerlöse aufgelöst. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten werden ferner Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für Folgejahre darstellen. Erläuterungen zur BilanzAnlagevermögenDas Anlagevermögen entwickelte sich im Geschäftsjahr wie folgt: Buchwerte
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Kumulierte Abschreibungen
An nachstehend aufgeführten Unternehmen ist envia TEL gemäß § 16 AktG beteiligt (Angabe gemäß § 285 Nr. 11 HGB).
Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, mit Ausnahme der unter den sonstigen Vermögensgegenständen ausgewiesenen Kautionen in Höhe von 17 T€ (im Vorjahr: 16 T€), eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betreffen überwiegend Forderungen für erbrachte Telekommunikationsleistungen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich wie folgt zusammen:
Alle gleichartigen Forderungen und Verbindlichkeiten gegen bzw. gegenüber verbundenen Unternehmen, bei denen Gläubiger und Schuldner identisch sind und die gleiche Fristigkeit aufweisen, werden saldiert ausgewiesen. Die Forderungen gegen die Gesellschafterin betragen 7.346 T€ (im Vorjahr: 15.121 T€), davon sind 7.346 T€ (im Vorjahr: 14.814 T€) auf Cash-Management-Vereinbarungen zurückzuführen. Aktive RechnungsabgrenzungspostenUnter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben für Telekommunikationsdienstleistungen in Höhe von 14.399 T€ (im Vorjahr: 12.185 T€), die Aufwendungen für einen Zeitraum bis 2034 darstellen, enthalten. EigenkapitalDie Anteile am Stammkapital der envia TEL werden zu 100 % von enviaM gehalten. Mit Umlaufbeschluss vom 07. März 2023 wurde festgestellt, dass der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von 153 T€ auf neue Rechnung vorgetragen wird. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen eingegangene Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern im Zusammenhang mit den Betriebsvereinbarungen zur Altersteilzeit, ausstehende Eingangsrechnungen, Zinszahlungsverpflichtungen sowie andere ungewisse Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin betragen 53.422 T€ (im Vorjahr: 52.500 T€), davon betreffen 52.500 T€ (im Vorjahr: 52.500 T€) Finanzverbindlichkeiten aus Darlehen und 922 T€ (im Vorjahr: 0 T€) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Als Sicherheit für die Finanzverbindlichkeiten dient das bewegliche und unbewegliche Vermögen der envia TEL. Passive RechnungsabgrenzungspostenUnter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen für Telekommunikationsdienstleistungen in Höhe von 20.883 T€ (im Vorjahr: 17.785 T€), die Erträge für einen Zeitraum bis 2041 darstellen, sowie Baukostenzuschüsse und Hausanschlusskosten mit 208 T€ (im Vorjahr: 206 T€) bilanziert. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und außerbilanzielle Geschäfte gemäß § 251 bzw. § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGBDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzen sich wie folgt zusammen:
Erläuterungen zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseDie Umsatzerlöse wurden vollständig im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland erzielt.
In den Umsatzerlösen sind periodenfremde Erlöse in Höhe von 36 T€ (im Vorjahr: 61 T€) enthalten. Sonstige betriebliche Erträge
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Sonstige Zinsen und ähnliche ErträgeIn den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen aus Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 77 T€) enthalten. Zinsen und ähnliche AufwendungenDie Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten mit 58 T€ (im Vorjahr: -11 T€) die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen. Steuern vom Einkommen und vom ErtragSteuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen im Wesentlichen die latenten Steuerbelastungen für das Geschäftsjahr 2023. Periodenfremde Steuererträge sind in Höhe von 3 T€ (im Vorjahr: 121 T€) sowie periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 14 T€ (im Vorjahr: 172 T€) enthalten. Sonstige AnhangangabenGeschäfte größeren Umfangs, die mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt wurden (§ 6b Abs. 2 EnWG)Im Geschäftsjahr wurden Geschäfte größeren Umfangs, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nicht von untergeordneter Bedeutung sind, mit verbundenen und assoziierten Unternehmen wie folgt getätigt:
Ausschüttungsgesperrter BetragDie zum 31. Dezember 2023 gemäß § 253 Abs. 6 und § 268 Abs. 8 HGB gegen Ausschüttung gesperrten Beträge belaufen sich auf insgesamt 46 T€ (im Vorjahr: 210 T€). Der Betrag entfällt ausschließlich auf den Unterschied zwischen 7-Jahresdurchschnittszinssatz und dem 10-Jahresdurchschnittszinssatz bei der Bewertung von Pensionsrückstellungen (§ 253 Abs. 6 HGB) und ist daher ausschüttungsgesperrt. Sonstige AngabenBei envia TEL waren im Jahresdurchschnitt die nachfolgend aufgeführten Mitarbeiteräquivalente (MÄ) beschäftigt:
Die Geschäftsführung setzt sich wie folgt zusammen: - Stephan Drescher, Geschäftsführer - Haiko Rennert, Geschäftsführer - seit 01.09.2023 -. Es erfolgen keine Angaben zu den Bezügen der Geschäftsführer. Von der Freistellung gemäß § 286 Abs. 4 HGB wird Gebrauch gemacht. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber ehemaligen Geschäftsführern sind 0 T€ (im Vorjahr: 5 T€) zurückgestellt. Es erfolgen keine Angaben über das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar, da diese Angaben im Konzernanhang der E.ON SE enthalten sind. Nach Schluss des Berichtszeitraumes sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der envia TEL eingetreten. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von 661 T€ auf neue Rechnung vorzutragen.
Markkleeberg, 22.01.2024 Geschäftsführer Stephan Drescher Haiko Rennert Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 31. Dezember 2023AllgemeinesAls Erbringer energiespezifischer Dienstleistungen, führt die envia TEL GmbH, Markkleeberg (nachfolgend "envia TEL" genannt) auf Grundlage des § 6b Abs. 3 des EnWG, getrennte Konten in den Tätigkeitsbereichen "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung". Entsprechend des Entwurfs des IDW ERS ÖFA 2 n.F. stellt die envia TEL den Tätigkeitsabschluss zum 31. Dezember 2023 als Erbringer energiespezifischer Dienstleistungen auf. ElektrizitätsverteilungIm Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" werden Umsätze aus energiespezifischen Dienstleistungen, sowie die korrespondierenden Aufwendungen erfasst, welche beim Empfänger der energiespezifischen Dienstleistungen dem Tätigkeitsbereich "Elektrizitätsverteilung" zugeordnet werden. GasverteilungIm Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" werden Umsätze aus energiespezifischen Dienstleistungen, sowie die korrespondierenden Aufwendungen erfasst, welche beim Empfänger der energiespezifischen Dienstleistungen dem Tätigkeitsbereich "Gasverteilung" zugeordnet werden. Zuordnungsgrundsätze der Aktiva und Passiva sowie der Aufwendungen und Erträge zu den TätigkeitsbereichenDen Tätigkeitsabschlüssen liegt der Jahresabschluss der envia TEL GmbH zum 31. Dezember 2023 unmittelbar zu Grunde. Die auf Ebene des Gesamtunternehmens angewandten und im Anhang der envia TEL erläuterten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden kommen deshalb durchgängig auch für die Tätigkeitsabschlüsse zur Anwendung. Die Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen der Gesellschaft werden auf Grundlage der bestehenden Verträge und angefallenen Kosten abgebildet. Auf Basis der Kostenrechnung der envia TEL wurden wesentliche Aufwendungen und Erträge direkt den Tätigkeitsbereichen zugeordnet. In den Fällen, in denen dies nicht möglich war oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand verbunden gewesen wäre, erfolgte die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel. In der Bilanz erfolgte ebenfalls vorrangig eine direkte Zuordnung wesentlicher Aktiv- und Passivposten. In den Fällen, in denen dies nicht oder nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand möglich ist, erfolgte auch hier die Zuordnung unter Anwendung sachgerechter Schlüssel. Als sachgerechte Schlüssel kamen je nach Hintergrund der Umsatzschlüssel, der Personalschlüssel, der Investitionsschlüssel und der Bauplanweiterberechnungsschlüssel zur Anwendung. Der sich aus der Zuordnung der einzelnen Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung ergebende Saldo in dem Tätigkeitsbereich wird in dem Tätigkeitsabschluss unter dem Bilanzposten "Forderungen", Unterposten "Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen" ausgeglichen. Das Eigenkapital wird aufgrund des Ergebnisses der Gewinn- und Verlustrechnung jährlich fortentwickelt. Ferner wurde die Dotierung der Kapitalrücklage den Tätigkeiten mitzugeordnet Tätigkeitsabschluss ElektrizitätsverteilungBilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des AnlagevermögensBuchwerte
|
|
Vortrag zum 01.01.2023
T€ |
Zugänge
T€ |
Umbuchungen
T€ |
Abgänge
T€ |
Stand am 31.12.2023
T€ |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 811 | 27 | 0 | -463 | 375 |
| 811 | 27 | 0 | -463 | 375 | |
| Sachanlagen | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 3.066 | 4 | 0 | -1.783 | 1.287 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.268 | 15 | 0 | -640 | 643 |
| 4.334 | 19 | 0 | -2.423 | 1.930 | |
| Anlagevermögen | 5.145 | 46 | 0 | -2.886 | 2.305 |
Kumulierte Abschreibungen
|
Vortrag zum 01.01.2023
T€ |
Abschreibungen
T€ |
Zuschreibungen
T€ |
Umbuchungen
T€ |
Abgänge
T€ |
Stand am 31.12.2023
T€ |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 756 | 10 | 0 | 0 | -447 | 319 |
| 756 | 10 | 0 | 0 | -447 | 319 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 1.999 | 87 | 0 | 0 | -1.162 | 924 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 815 | 60 | 0 | 0 | -412 | 464 |
| 2.814 | 147 | 0 | 0 | -1.574 | 1.388 | |
| Anlagevermögen | 3.570 | 157 | 0 | 0 | -2.021 | 1.707 |
Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr auch - in dem Tätigkeitsbereich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Finanzforderungen in Höhe von 1.950 T€ (im Vorjahr: 4.661 T€) resultieren aus der Cash-Management-Vereinbarung mit enviaM.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr auch - in dem Tätigkeitsbereich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen enthalten nur Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 292 T€ (im Vorjahr: 59 T€).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen langfristige Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von 29.774 T€ (im Vorjahr: 28.387 T€).
Insgesamt entfallen davon 1.517 T€ (im Vorjahr: 1.582 T€) in diesen Tätigkeitsbereich.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen von Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 23 T€) enthalten.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen enthalten mit 19 T€ (im Vorjahr: -5 T€) den Zinsanteil der Zuführung zu den langfristigen Rückstellungen.
Tätigkeitsabschluss Gasverteilung
Bilanz
Aktiva
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1 | 1 |
| 1 | 1 | |
| Sachanlagen | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 | 4 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 | 2 |
| 3 | 6 | |
| 4 | 7 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | ||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9 | 10 |
| 9 | 10 | |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 373 | 298 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 5 | 11 |
| 378 | 308 | |
| 387 | 318 | |
| 391 | 325 | |
|
Passiva |
||
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Eigenkapital | 169 | 164 |
| Zugeordnetes Eigenkapital | 169 | 164 |
| Rückstellungen | ||
| Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 16 | 12 |
| Sonstige Rückstellungen | 36 | 58 |
| 52 | 70 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 154 | 88 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 8 | 1 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1 | 2 |
| davon aus Steuern | (1) | (1) |
| 163 | 91 | |
| Passive Latente Steuern | 7 | 0 |
| 391 | 325 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
2023
T€ |
2022
T€ |
|
| Umsatzerlöse | 493 | 552 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4 | 9 |
| Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -10 | -12 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -155 | -201 |
| -165 | -213 | |
| Personalaufwand | ||
| Löhne und Gehälter | -103 | -116 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für die Altersversorgung und für Unterstützung | -25 | -27 |
| davon für Altersversorgung | (-6) | (-6) |
| -128 | -143 | |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -1 | -2 |
| -1 | -2 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -32 | -40 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | -1 |
| davon aus verbundenen Unternehmen | (0) | (-1) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -1 | 0 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3 | -1 |
| Ergebnis nach Steuern | 167 | 161 |
| Jahresüberschuss | 167 | 161 |
Entwicklung des Anlagevermögens
Buchwerte
|
31.12.2023
T€ |
31.12.2022
T€ |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1 | 1 |
| 1 | 1 | |
| Sachanlagen | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 2 | 4 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1 | 2 |
| 3 | 6 | |
| Anlagevermögen | 4 | 7 |
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
|
Vortrag zum 01.01.2023
T€ |
Zugänge
T€ |
Umbuchungen
T€ |
Abgänge
T€ |
Stand am 31.12.2023
T€ |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | |||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3 | 0 | 0 | -1 | 2 |
| 3 | 0 | 0 | -1 | 2 | |
| Sachanlagen | |||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 11 | 0 | 0 | -3 | 8 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 7 | 0 | 0 | -2 | 5 |
| 18 | 0 | 0 | -5 | 13 | |
| Anlagevermögen | 21 | 0 | 0 | -6 | 15 |
Kumulierte Abschreibungen
|
Vortrag zum 01.01.2023
T€ |
Abschreibungen
T€ |
Zuschreibungen
T€ |
Umbuchungen
T€ |
Abgänge
T€ |
Stand am 31.12.2023
T€ |
|
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 2 | 0 | 0 | 0 | -1 | 1 |
| 2 | 0 | 0 | 0 | -1 | 1 | |
| Sachanlagen | ||||||
| Technische Anlagen und Maschinen | 7 | 1 | 0 | 0 | -2 | 6 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5 | 0 | 0 | 0 | -1 | 4 |
| 12 | 1 | 0 | 0 | -3 | 10 | |
| Anlagevermögen | 14 | 1 | 0 | 0 | -4 | 11 |
Sonstige Angaben nach §§ 268, 277 und 285 HGB
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr auch - in dem Tätigkeitsbereich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthaltenen Finanzforderungen in Höhe von 51 T€ (im Vorjahr: 120 T€) resultieren aus der Cash-Management-Vereinbarung mit enviaM.
Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr auch - in dem Tätigkeitsbereich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 8 T€ (im Vorjahr: 1 T€).
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Es bestehen langfristige Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen in Höhe von 29.774 T€ (im Vorjahr: 28.387 T€).
Insgesamt entfallen davon 40 T€ (im Vorjahr 41 T€) in diesen Tätigkeitsbereich.
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
In den Zinserträgen von verbundenen Unternehmen sind Negativzinsen von Cash-Pool-Forderungen in Höhe von 0 T€ (im Vorjahr: 1 T€) enthalten.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Die ausgewiesenen Zinsaufwendungen enthalten mit 0 T€ (im Vorjahr: -0,1 T€) den Zinsanteil der Zuführung zu den langfristigen Rückstellungen.
Markkleeberg, 16.02.2024
Geschäftsführer
Stephan Drescher
Haiko Rennert
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die envia TEL GmbH, Markkleeberg
Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der envia TEL GmbH, Markkleeberg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der envia TEL GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften, Grundsätzen und Standards ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.
- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG
Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten "Elektrizitätsverteilung" und "Gasverteilung" nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
- Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.
- Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entsprechen die beigefügten Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.
Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht.
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
- ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben und
- ob die Tätigkeitsabschlüsse in allen wesentlichen Belangen den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG entsprechen.
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.
Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Leipzig, den 16. Februar 2024
KPMG
AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez. Strom, Wirtschaftsprüfer
gez. Dr. Becker, Wirtschaftsprüfer
Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2023
Gemäß dem Beschlussvorschlag der Geschäftsführung der envia TEL GmbH wurde über die Verwendung des Jahresergebnisses 2023 am 22. Februar 2024 folgender Gesellschafterbeschluss gefasst:
Der Jahresüberschuss von 660.740,70 € für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis 31.12.2023 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen.