Gründungsbericht

Definition

Grunddefinition

Ein Gründungsbericht ist ein internes Dokument bei der AG-Gründung, das den Gründungsablauf, die Einlagen und die Gründungskosten beschreibt und nicht im Handelsregister veröffentlicht wird.

Detaillierte Erklärung

Ein Gründungsbericht ist ein zentrales Dokument bei der AG-Gründung und wird vom künftigen Vorstand gemäß § 32 AktG erstellt. Dieser interne Bericht beschreibt detailliert den Gründungsablauf, die eingezahlten Bar- und Sacheinlagen, die Bewertung der eingebrachten Vermögensgegenstände sowie die Kosten der Unternehmensgründung. Obwohl der Gründungsbericht Teil der Gründungsunterlagen einer Aktiengesellschaft ist, gelangt er im Gegensatz zum Gründungsprotokoll nicht ins Handelsregister und bleibt somit für externe Dritte unsichtbar. Suchanfragen wie „Gründungsbericht Handelsregister“ oder „Gründungsbericht Notar“ führen daher häufig zu der Erkenntnis, dass lediglich das notariell beurkundete Gründungsprotokoll hinterlegt wird. Bei der GmbH-Gründung existiert kein gesetzlich vorgeschriebener Gründungsbericht; stattdessen wird in der Praxis oft eine Dokumentation zur Sacheinlageprüfung erstellt, um Transparenz gegenüber den Gesellschaftern zu gewährleisten. Für Gründer, Rechtsanwälte und Notare ist der Gründungsbericht dennoch ein wichtiges Instrument, um die Rechtmäßigkeit der Unternehmensgründung, insbesondere die Angemessenheit von Sacheinlagen, gegenüber Aufsichtsrat und Gesellschaftern zu belegen. Durch die sorgfältige Erstellung lassen sich spätere Haftungsrisiken reduzieren und die Eintragung der Aktiengesellschaft im Handelsregister zügig umsetzen.

Verwandte Begriffe