Restschuldbefreiung

Definition

Grunddefinition

Die Restschuldbefreiung ist der rechtliche Vorgang, durch den natürliche Personen nach Abschluss eines Insolvenzverfahrens und einer Wohlverhaltensperiode von verbliebenen Verbindlichkeiten befreit werden, sofern keine Versagungsgründe vorliegen.

Detaillierte Erklärung

Die Restschuldbefreiung ist das zentrale Ziel vieler Schuldner im Verbraucherinsolvenz- oder Regelinsolvenzverfahren natürlicher Personen. Nach erfolgreichem Abschluss des Insolvenzverfahrens und der daran anschließenden Wohlverhaltensperiode von derzeit in der Regel drei Jahren werden verbliebene Verbindlichkeiten gemäß § 286 Insolvenzordnung (InsO) erlassen – der Betroffene gilt damit offiziell als schuldenfrei. Voraussetzung sind die fristgerechte Abgabe der Abtretungserklärung, die Erfüllung der Obliegenheiten sowie keine Versagungsgründe wegen unangemessenen Verhaltens. Für Einzelkaufleute ist die Restschuldbefreiung doppelt bedeutsam: Durch den öffentlichen Bekanntmachungsservice des Insolvenzgerichts kann das Ergebnis auch indirekt im Handelsregister sichtbar werden, was die wirtschaftliche Reputation positiv beeinflusst. Unternehmen in der Rechtsform einer GmbH oder AG erhalten hingegen keine Restschuldbefreiung; sie werden in der Regel liquidiert. Suchbegriffe wie „Restschuldbefreiung Voraussetzungen“, „Restschuldbefreiung Dauer“ oder „Restschuldbefreiung Handelsregister“ führen Betroffene schnell zu weiterführenden Informationen über Ablauf, Kosten und Chancen des Insolvenzverfahrens. Wer seine finanziellen Altlasten nachhaltig beseitigen möchte, findet in der Restschuldbefreiung den gesetzlichen Weg zu einem schuldenfreien Neuanfang.