gelöscht Rechtsform AG Aktiengesellschaft

Axel Springer Aktiengesellschaft

Frankfurt am MainBerlin, DEU ·HRB 4998 Charlottenburg (Berlin)
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Stammdaten

Rechtsform
AG
Anschrift
60313 Frankfurt am Main
Handelsregister
HRB 4998, Charlottenburg (Berlin)
Branche
Verlegen von Zeitungen
Beteiligungsgesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Eingetragenes Kapital
3.060.000,00 EUR
Vertretungsregelung

Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinschaftlich mit einem Prokuristen vertreten. Stellvertretende Vorstandsmitglieder stehen hinsichtlich der Vertretungsmacht ordentlichen Vorstandsmitgliedern gleich. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden.

Unternehmenszweck
a) Betrieb von gedruckten und elektronischen Medien; b) sonstige Betätigungen auf dem Gebiet der Information und Kommunikation; c) Betrieb von Druckereien und sonstigen Produktionsanlagen, soweit sie den unter a) und b) beschriebenen Unternehmensgegenständen dienen; d) Handel mit Waren aller Art, soweit sie zum Unternehmensgegenstand gehören sowie damit im Zusammenhang stehende Vermittlungstätigkeiten, mit Ausnahme von Geschäften, die einer behördlichen Genehmigung bedürfen.

Finanzen

Umsatz 2024
130,10 Mio. €
Mitarbeiter 2024
11.430
Bilanzsumme 2024
10,87 Mrd. €
Jahresergebnis 2024
1,29 Mrd. €
Jahresabschluss · –
17 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

Jahresabschluss · –
2024
Aktivseite 10,87 Mrd
  • Anlagevermögen 96,9 % 10,53 Mrd
  • Umlaufvermögen 3,1 % 335,00 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 5,60 Mio
Passivseite 10,87 Mrd
  • Verbindlichkeiten 51,9 % 5,64 Mrd
  • Eigenkapital 45,7 % 4,96 Mrd
  • Rückstellungen 2,4 % 264,40 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 3,30 Mio
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Bilanzdaten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresabschluss · –
2024
Erträge 3,42 Mrd
  • Ergebnis aus Finanzanlagen 50,9 % 1,74 Mrd
  • Einstellung in andere Gewinnrücklagen 18,9 % −645,40 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 18,9 % 645,40 Mio
  • Zinsergebnis 6,7 % −228,30 Mio
  • Umsatzerlöse 3,8 % 130,10 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,7 % 23,70 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,2 % −5,20 Mio
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 600,0 k
  • Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,0 % 0
Aufwendungen 382,30 Mio
  • Personalaufwand 51,7 % −197,60 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 40,4 % −154,40 Mio
  • Materialaufwand 6,2 % −23,80 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,7 % 6,50 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 1,29 Mrd
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GuV-Daten für 17 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • A****** W**** seit 2004 Vorstandsmitglied
  • C******* R****** S**** seit 2025 Vorstandsmitglied
  • J** B**** seit 2012 Vorstandsmitglied
  • L***** L*** seit 2009 Vorstandsmitglied
  • M*** D**** seit 2024 Vorstandsmitglied
  • M****** O***** C******** D****** seit 2004 Vorstandsmitglied
  • R**** B**** seit 2012 Vorstandsmitglied
  • A***** S******** seit 2024 Prokura
  • A****** N*** seit 2026 Prokura
  • C****** S******* seit 2020 Prokura
  • D**** I******* seit 2016 Prokura
  • E** A******* seit 2023 Prokura
  • F**** M******* seit 2024 Prokura
  • F**** S***** seit 2026 Prokura
  • F****** G*** seit 2020 Prokura
  • I*** R***** seit 2020 Prokura
  • J*** L****** seit 2021 Prokura
  • J*** M***** S****** L*** seit 2025 Prokura
  • L*** K**** seit 2023 Prokura
  • N*** H*** seit 2023 Prokura
  • O***** G**** seit 2013 Prokura
  • P**** H*** seit 2025 Prokura
  • R***** H******* seit 2022 Prokura
  • R****** W***** seit 2025 Prokura
  • S****** S******** seit 2024 Prokura
  • S****** S******** seit 2019 Prokura
  • S******** M******** B******** seit 2021 Prokura
  • T***** A******** S******** seit 2021 Prokura
  • T******* S******* seit 2021 Prokura
  • V******* S********** seit 2024 Prokura
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Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Axel Springer SE DEU Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 154517 B 100,0 % 1,1M €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2026
  2. 01.06.
    Eintritt eines Mitglieds
    S****** S******** · Prokura
  3. 01.04.
    Eintritt eines Mitglieds
    F**** S***** · Prokura
  4. 08.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    A****** N*** · Prokurist
  5. 08.01.
    Austritt einer Position
    S*** H**** · Prokurist
  6. 08.01.
    Austritt einer Position
    P**** H*** W***** W*********** · Prokura
  7. 08.01.
    Austritt einer Position
    O***** K*** A***** S******* · Prokura
  8. 2025
  9. 06.11.
    Satzungsänderung
    Axel Springer Aktiengesellschaft
  10. 16.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    J*** M***** S****** L*** · Prokurist
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

Axel Springer SE

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz

AKTIVA

Mio. € Anhang 31.12.2023 01.01.2023 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände (1) 2,1 3,4 6,9
Sachanlagen (2) 27,7 32,7 35,9
Finanzanlagen (3) 8.846,5 7.547,8 7.575,3
Anlagevermögen 8.876,3 7.583,9 7.618,0
Vorräte 0,0 0,0 7,1
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (4) 135,1 255,1 257,7
Finanzmittel 77,2 55,4 55,4
Umlaufvermögen 212,3 310,6 320,2
Rechnungsabgrenzungsposten 6,0 5,4 7,6
AKTIVA 9.094,5 7.899,9 7.945,8

PASSIVA

Mio. € Anhang 31.12.2023 01.01.2023 31.12.2022
Gezeichnetes Kapital 107,9 107,9 107,9
Kapitalrücklage 547,9 547,9 547,9
Gewinnrücklagen 23,5 72,8 72,8
Bilanzgewinn 3.157,3 1.257,4 1.257,4
Eigenkapital (5) 3.836,6 1.986,0 1.986,0
Rückstellungen (6) 178,7 137,4 157,3
Verbindlichkeiten (7) 5.075,4 5.769,7 5.775,2
Rechnungsabgrenzungsposten 3,8 6,9 27,3
PASSIVA 9.094,5 7.899,9 7.945,8

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. € Anhang 2023 2022P 2022
Umsatzerlöse (8) 117,2 114,7 759,8
Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 0,1 0,2
Sonstige betriebliche Erträge (9) 59,0 62,0 66,4
Materialaufwand (10) - 15,3 - 15,4 -245,3
Personalaufwand (11) - 111,2 - 137,0 -206,6
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen (1), (2) - 5,8 - 7,6 - 10,4
Sonstige betriebliche Aufwendungen (9) - 136,8 - 172,1 -497,5
Ergebnis aus Finanzanlagen (12) 2.257,6 - 149,8 - 172,2
Zinsergebnis (13) - 187,3 - 64,1 - 63,9
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (14) - 1,7 3,1 3,1
Jahresergebnis 1.975,8 - 366,2 - 366,2
Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen (5) 1.181,5 1.623,6 1.623,6
Bilanzgewinn 3.157,3 1.257,4 1.257,4

Anhang

Grundlagen


Die Axel Springer SE ist eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea) mit Sitz in Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft wird beim Handelsregister des Amtsgerichts Berlin-Charlottenburg unter der Handelsregisternummer HRB 154517 B geführt.


Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) in Verbindung mit Art. 61 der Verordnung (EG) Nr. 2157/2001 (SE-VO) aufgestellt. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften des HGB; die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt; sofern nicht anderweitig angegeben, wurden alle Beträge in Millionen Euro (Mio. €) berichtet. Summen und Prozentangaben wurden auf Basis der nicht gerundeten Euro-Beträge berechnet und können von einer Berechnung auf Basis der berichteten Millionen-Euro-Beträge abweichen. Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang getrennt ausgewiesen.


Die Axel Springer SE hat im Geschäftsjahr 2023 den Geschäftsbereich BILD- und WELT-Gruppe sowie die Axel Springer Academy of Journalism and Technology als Gesamtheit mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Ausgliederung auf ihre Tochtergesellschaft Axel Springer Deutschland GmbH (vormals BILD GmbH), Berlin, übertragen. Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 und wurde Ende September 2023 rechtlich wirksam. Zur besseren Vergleichbarkeit sind in der Bilanz zusätzlich die Vorjahreswerte nach erfolgter Ausgliederung (Spalte "01.01.2023") angegeben. Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält zusätzliche pro-forma-Angaben, als ob die Ausgliederung bereits im Vorjahr wirksam gewesen wäre (Spalte "2022P").

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen


Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Abnutzbare Vermögensgegenstände werden planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen auf die niedrigeren beizulegenden Werte am Bilanzstichtag.


Den planmäßigen Abschreibungen lagen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern zugrunde:

in Jahren Nutzungsdauer
Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 3 bis 5
Titel- und Verlagsrechte 15
Sonstige Lizenzen und Rechte 1 bis 5
Sachanlagen
Mietereinbauten 3 bis 15
Technische Anlagen und Maschinen 3 bis 16
Sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13


Investitionszuschüsse der öffentlichen Hand werden als passive Rechnungsabgrenzungsposten bilanziert und über die Nutzungsdauer der jeweils geförderten Vermögensgegenstände ergebniswirksam aufgelöst. Der Ausweis erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen.


Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung zu dem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Zuschreibungen auf Finanzanlagen werden im Ergebnis aus Finanzanlagen ausgewiesen.

Umlaufvermögen


Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten am Bilanzstichtag bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder einer geminderten Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert bzw. zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen berücksichtigt.


Finanzmittel umfassen Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten sowie Schecks und werden zum Nominalwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag bilanziert.

Rückstellungen und Verbindlichkeiten


Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ("Pensionsrückstellungen") werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung von zukünftigen Entgelt- und Rentenanpassungen bewertet. Die Abzinsung erfolgt mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre auf Basis einer pauschal angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren.


Zur Sicherung und Erfüllung von Pensionsverpflichtungen der Axel Springer SE besteht ein sogenanntes Contractual Trust Arrangement. Die treuhänderische Verwaltung ausschließlich der Erfüllung von Pensionsverpflichtungen dienender und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogener Vermögensgegenstände ("Deckungsvermögen") erfolgt durch den rechtlich selbstständigen Axel Springer Pensionstreuhand e. V., Berlin. Das Deckungsvermögen wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Pensionsverpflichtungen verrechnet. Soweit das Deckungsvermögen die hierdurch gesicherten Pensionsverpflichtungen übersteigt, wird ein separater Aktivposten in der Bilanz ausgewiesen ("Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung"). Erträge aus Deckungsvermögen werden mit Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen innerhalb des Postens "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" verrechnet, darüber hinaus im Posten "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" ausgewiesen. Der Ausweis von Aufwendungen aus Deckungsvermögen erfolgt im Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen".


Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet; erwartete Preis- und Kostensteigerungen werden hierbei berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.


Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen mit Barausgleich werden in den sonstigen Rückstellungen ausgewiesen. Die über den Erdienungszeitraum aufwandswirksam im Personalaufwand zu erfassenden Vergütungskomponenten entsprechen dem Zeitwert der gewährten Optionen zum Bilanzstichtag. Die Bestimmung der Zeitwerte erfolgt auf der Grundlage anerkannter Bewertungsmodelle.


Im Zinsergebnis werden ausschließlich die auf das Geschäftsjahr entfallenden Zinsanteile aus der Aufzinsung von Rückstellungen ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen aus Deckungsvermögen werden mit den Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen zusammengefasst ("Zinsergebnis aus der Pensionsbilanzierung"). Erträge und Aufwendungen aufgrund von Änderungen des Rechnungszinses werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. im Personalaufwand erfasst.


Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Steuern


Auf temporäre Differenzen zwischen den steuerrechtlichen Wertansätzen und den Ansätzen in der Handelsbilanz sowie auf Zins- und Verlustvorträge, soweit eine hinreichend hohe Wahrscheinlichkeit ihrer Realisierung innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre besteht, werden latente Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ermittelt. In die Berechnung werden auch die ertragsteuerlichen Organgesellschaften sowie die Personengesellschaften, an denen die Axel Springer SE beteiligt ist, einbezogen. Aktive und passive latente Steuern werden in Summe verrechnet. Sofern sich ein Überhang aktiver latenter Steuern ergibt, wird dieser nicht angesetzt.


Aufwendungen für sonstige Steuern werden in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen.

Währungsumrechnung


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände, Finanzmittel und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Finanzderivate


Finanzderivate können entsprechend den Richtlinien der Gesellschaft insbesondere zur Absicherung von Zins- und Währungsrisiken eingesetzt werden. Sie werden grundsätzlich mit den abgesicherten Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst, sofern die Voraussetzungen hierfür erfüllt sind. Anderenfalls werden Finanzderivate einzeln zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unrealisierte Verluste ergebniswirksam erfasst.

Erläuterungen zur Bilanz

(1) Immaterielle Vermögensgegenstände

Mio. € Rechte und Lizenzen Geleistete Anzahlungen Immaterielle Vermögensgegenstände
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
31.12.2022 125,9 0,9 126,8
Ausgliederung - 32,5 - 0,8 - 33,3
01.01.2023 93,4 0,1 93,5
Zugänge 0,1 0,6 0,7
Umbuchungen 0,1 - 0,1 0,0
Abgänge -57,1 - 0,4 - 57,5
31.12.2023 36,5 0,2 36,7
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 119,9 0,0 119,9
Ausgliederung - 29,8 0,0 - 29,8
01.01.2023 90,1 0,0 90,1
Abschreibungen des Geschäftsjahres 1,5 0,0 1,5
Abgänge -57,1 0,0 - 57,1
31.12.2023 34,5 0,0 34,5
Buchwerte
31.12.2023 1,9 0,2 2,1
01.01.2023 3,3 0,1 3,4
31.12.2022 6,0 0,9 6,9


Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von € 0,1 Mio. (2022P/2022: € 0,0 Mio.) erfasst.

(2) Sachanlagen

Mio. € Grundstücke und Gebäude Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-ausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Sachanlagen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
31.12.2022 4,0 11,7 68,5 1,8 86,0
Ausgliederung 0,0 0,0 - 7,0 - 0,8 -7,9
01.01.2023 4,0 11,7 61,5 1,0 78,1
Zugänge 0,0 0,0 2,4 0,3 2,7
Umbuchungen 0,0 0,0 0,4 - 0,4 0,0
Abgänge - 4,0 - 1,2 -20,7 - 0,1 - 26,0
31.12.2023 0,0 10,5 43,6 0,8 54,8
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 1,6 3,4 45,1 0,0 50,1
Ausgliederung 0,0 0,0 - 4,7 0,0 -4,7
01.01.2023 1,6 3,4 40,4 0,0 45,4
Abschreibungen des Geschäftsjahres 0,1 0,8 3,3 0,0 4,2
Abgänge - 1,7 - 1,2 - 19,7 0,0 - 22,6
31.12.2023 0,0 3,0 24,0 0,0 27,0
Buchwerte
31.12.2023 0,0 7,5 19,5 0,8 27,7
01.01.2023 2,4 8,3 21,1 1,0 32,7
31.12.2022 2,4 8,3 23,3 1,8 35,9


Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von € 0,1 Mio. (2022P/2022: € 1,3 Mio.) erfasst.

(3) Finanzanlagen

Mio. € Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Ausleihungen an Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Finanzanlagen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
31.12.2022 7.175,7 697,2 28,0 5,4 1,1 7.907,4
Ausgliederung - 163,4 0,0 - 4,8 0,0 0,0 - 168,1
01.01.2023 7.012,3 697,2 23,2 5,4 1,1 7.739,3
Zugänge 454,1 3.494,3 0,0 4,8 0,0 3.953,2
Umbuchungen -0,5 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0
Abgänge -2.369,7 - 281,5 0,0 - 1,8 0,0 -2.653,0
31.12.2023 5.096,2 3.910,0 23,7 8,4 1,1 9.039,5
Kumulierte Abschreibungen
31.12.2022 318,2 0,0 13,8 0,0 0,0 332,1
Ausgliederung - 139,8 0,0 - 0,9 0,0 0,0 - 140,7
01.01.2023 178,4 0,0 12,9 0,0 0,0 191,4
Abschreibungen des Geschäftsjahres 51,2 0,0 0,2 0,0 0,0 51,3
Umbuchungen -0,5 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0
Abgänge - 48,6 0,0 0,0 0,0 0,0 - 48,6
Zuschreibungen des Geschäftsjahres - 1,1 0,0 0,0 0,0 0,0 - 1,1
31.12.2023 179,4 0,0 13,6 0,0 0,0 193,0
Buchwerte
31.12.2023 4.916,8 3.910,0 10,1 8,4 1,1 8.846,5
01.01.2023 6.833,8 697,2 10,3 5,4 1,1 7.547,8
31.12.2022 6.857,5 697,2 14,2 5,4 1,1 7.575,3


Im Berichtsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von € 51,3 Mio. (2022P: € 28,7 Mio.; 2022: € 77,3 Mio.) vorgenommen.


Die Zugänge bei den Finanzanlagen resultierten hauptsächlich aus der Vergabe von Darlehen an Tochterunternehmen, die der Finanzierung von Beteiligungstransaktionen innerhalb des Konzerns und der Refinanzierung von konzerninternen Darlehen dienten. Die Abgänge waren vor allem durch die Verschmelzung von Tochtergesellschaften bedingt.

(4) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Mio. € 31.12.2023 01.01.2023 31.12.2022
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5,9 19,6 21,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100,5 217,0 217,0
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,1 0,4 0,4
Sonstige Vermögensgegenstände 28,6 18,2 18,6
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 135,1 255,1 257,7


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthielten im Wesentlichen Finanzforderungen aus dem konzernweiten Liquiditätsmanagement.

(5) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital


Das voll eingezahlte Grundkapital in Höhe von € 107,9 Mio. ist in 107.895.311 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von € 1,00 je Aktie eingeteilt. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden.

Genehmigtes Kapital


Der Vorstand ist satzungsgemäß ermächtigt, das Grundkapital bis zum März 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen (einschließlich gemischter Sacheinlagen) einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 10,5 Mio. zu erhöhen (genehmigtes Kapital). Den Aktionären ist dabei grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen.

Gewinnrücklagen


Die Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:

Mio. € Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Gewinnrücklagen
Stand zum 01.01.2023/31.12.2022 10,2 62,6 72,8
Einstellung gemäß Hauptversammlungsbeschluss 2023 0,0 1.132,3 1.132,3
Auflösung 0,0 - 1.181,5 - 1.181,5
Stand zum 31.12.2023 10,2 13,3 23,5


Zum 31. Dezember 2023 unterlagen Gewinnrücklagen in Höhe von € 13,3 Mio. einer Ausschüttungssperre. Diese resultierte in Höhe von € 6,2 Mio. aus der Zeitwertbilanzierung des Deckungsvermögens und in Höhe von € 3,0 Mio. aus der Bewertung des Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtungen (vgl. Ziffer (6)). Daneben führten diesbezüglich berücksichtigte latente Steuern zu einem rechnerischen Überhang aktiver latenter Steuern, der in Höhe von € 4,1 Mio. in die Ausschüttungssperre einging.

(6) Rückstellungen

Mio. € 31.12.2023 01.01.2023 31.12.2022
Pensionsrückstellungen 77,0 36,2 43,0
Steuerrückstellungen 17,9 18,1 18,1
Sonstige Rückstellungen 83,8 83,1 96,2
Rückstellungen 178,7 137,4 157,3

Pensionsrückstellungen


Die Pensionsrückstellungen ermittelten sich wie folgt:

Mio. € 31.12.2023
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen 340,8
Deckungsvermögen -263,8
Pensionsrückstellungen 77,0


Pensionsrückstellungen wurden für Verpflichtungen aus Anwartschaften und laufenden Leistungen an ehemalige und aktive Mitarbeiter der Axel Springer SE sowie für deren Hinterbliebene gebildet und basierten auf einzelvertraglichen Zusagen, Betriebsvereinbarungen und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen geleisteten Beiträgen in betriebliche Altersversorgungen.


Der Ermittlung des Erfüllungsbetrags der Pensionsverpflichtungen wurde ein Rechnungszins von 1,8 % p.a. sowie ein Renten- und Anwartschaftstrend von 2,0 % p.a. zugrunde gelegt. Die Lebenserwartung wurde entsprechend den Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck berücksichtigt.


Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen unter Anwendung eines Rechnungszinses auf Basis des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre (1,7 %) belief sich auf € 345,2 Mio. Zum angesetzten Wert (€ 340,8 Mio.) ergab sich somit ein Unterschiedsbetrag in Höhe von € 4,4 Mio., der unter Berücksichtigung von latenten Steuern einer Ausschüttungssperre unterlag (vgl. Ziffer (5)).


Das Deckungsvermögen setzte sich wie folgt zusammen:

Mio. € 31.12.2023
Grundstücke und Gebäude 150,0
Wertpapiere des Anlagevermögens 112,9
Finanzmittel 0,5
Versicherungsansprüche 0,4
Zeitwert des Deckungsvermögens 263,8


Die Grundstücke und Gebäude beinhalteten das Axel-Springer-Hochhaus am Standort Berlin. Der zum Bilanzstichtag angesetzte Zeitwert in Höhe von € 150,0 Mio. wurde gutachterlich auf Basis eines Discounted-Cash-flow-Verfahrens unter Verwendung eines Diskontierungszinssatzes von 5,9 % und eines Kapitalisierungszinssatzes von 4,9 % ermittelt.


Bei den Wertpapieren des Anlagevermögens handelte es sich ausschließlich um Anteile an einem Spezial-AIF (Alternativer Investmentfonds) im Sinne des Kapitalanlagegesetzbuchs (Investmentvermögen), der insbesondere in Wertpapiere, Geldmarktinstrumente und Derivate investiert. Der bilanzierte Zeitwert des Investmentvermögens entsprach dem Anteilswert.


Die Finanzmittel wurden zum Nominalbetrag angesetzt. Die Versicherungsansprüche ergaben sich aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen, die zum Aktivwert angesetzt wurden.


Für das Deckungsvermögen ergaben sich folgende Anschaffungskosten:

Mio. € 31.12.2023
Grundstücke und Gebäude 156,0
Wertpapiere des Anlagevermögens 104,0
Finanzmittel 0,5
Versicherungsansprüche 0,4
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 260,9

Sonstige Rückstellungen


Die sonstigen Rückstellungen beinhalteten insbesondere Vorsorgen für leistungsabhängige Vergütungen und anteilsbasierte Vergütungsprogramme (€ 57,7 Mio.), Verpflichtungen aus Altersteilzeitvereinbarungen (€ 8,5 Mio.), Restrukturierungsmaßnahmen (€ 4,7 Mio.) und ausstehende Lieferantenrechnungen (€ 4,4 Mio.).

(7) Verbindlichkeiten

Restlaufzeit Restlaufzeit
Mio. € 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre 01.01.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.695,3 32,8 1.662,5 1.598,8 7,3 1.591,5
Schuldscheindarlehen 795,0 384,5 410,5 456,5 72,0 384,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5,8 5,8 0,0 18,6 18,6 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.547,4 2.547,4 0,0 3.675,6 3.675,6 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,0 0,0 0,0 0,5 0,5 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 31,9 31,9 0,0 19,6 19,6 0,0
Verbindlichkeiten 5.075,4 3.002,4 2.073,0 5.769,7 3.793,6 1.976,0
Restlaufzeit
Mio. € 31.12.2022 bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.598,8 7,3 1.591,5
Schuldscheindarlehen 456,5 72,0 384,5
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1,0 1,0 0,0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 23,1 23,1 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.675,6 3.675,6 0,0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,5 0,5 0,0
Sonstige Verbindlichkeiten 19,6 19,6 0,0
Verbindlichkeiten 5.775,2 3.799,1 1.976,0


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthielten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten aus dem konzernweiten Liquiditätsmanagement. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthielten Steuerverbindlichkeiten in Höhe von € 6,1 Mio. (1. Januar 2023/31. Dezember 2022: € 5,7 Mio.).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

(8) Umsatzerlöse

Mio. € 2023
IT-Dienstleistungen 58,8
Vermietung und Verpachtung 30,7
Übrige Erlöse 27,6
Umsatzerlöse 117,2


Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich im Inland realisiert.

(9) Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen


In den sonstigen betrieblichen Erträgen wurden periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (€ 2,9 Mio.) erfasst. Des Weiteren waren Erträge aus Verschmelzungen von Tochterunternehmen in Höhe von € 39,3 Mio. enthalten.


Aus der Währungsumrechnung resultierten im Berichtsjahr Erträge von € 9,0 Mio. (2022P/2022: € 10,1 Mio.) und Aufwendungen von € 7,1 Mio. (2022P/2022: € 12,4 Mio.).


In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren Aufwendungen aus sonstigen Steuern in Höhe von € 0,3 Mio. (2022P/2022: € 0,3 Mio.) enthalten.

(10) Materialaufwand

Mio. € 2023 2022P 2022
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 0,9 1,1 52,8
Bezogene Leistungen 14,3 14,3 192,4
Materialaufwand 15,3 15,4 245,3

(11) Personalaufwand

Mio. € 2023 2022P 2022
Löhne und Gehälter 101,7 87,4 145,6
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 9,5 49,6 61,0
davon für Altersversorgung 3,2 43,3 47,0
Personalaufwand 111,2 137,0 206,6


Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug im Berichtsjahr 864, davon 275 Redakteure und Redakteurinnen. Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederung sind 540 Beschäftigte (davon 360 Redakteure und Redakteurinnen) Ende September 2023 von der Axel Springer SE in die Axel Springer Deutschland GmbH übergegangen.

(12) Ergebnis aus Finanzanlagen

Mio. € 2023 2022P 2022
Erträge aus Gewinnabführungen 2.300,4 14,8 60,7
Aufwendungen aus Verlustübernahmen - 56,4 - 146,9 - 174,1
Ergebnisübernahmen 2.244,0 - 132,1 - 113,5
Erträge aus Beteiligungen 42,8 2,7 10,2
Abschreibungen auf Finanzanlagen - 51,3 - 28,7 - 77,3
Zuschreibungen auf Finanzanlagen 1,1 0,0 0,0
Erträge aus Ausleihungen 21,0 8,4 8,4
davon aus verbundenen Unternehmen 20,6 7,9 7,9
Ergebnis aus Finanzanlagen 2.257,6 - 149,8 - 172,2


Die Erträge aus Gewinnabführungen sind im Berichtsjahr durch Einmaleffekte aus konzerninternen Beteiligungstransaktionen geprägt.

(13) Zinsergebnis

Mio. € 2023 2022P 2022
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12,4 5,9 5,9
davon aus verbundenen Unternehmen 11,3 4,0 4,0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 199,7 - 70,0 - 69,7
davon an verbundene Unternehmen - 71,9 -16,2 - 16,2
davon aus der Aufzinsung - 6,2 - 5,9 - 6,4
Zinsergebnis - 187,3 - 64,1 - 63,9

(14) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag


Der Berechnung latenter Steuern wurde ein kombinierter Ertragsteuersatz von 31,0 % zugrunde gelegt. Die Steuerermittlung zum 31. Dezember 2023 ergab einen Überhang aktiver latenter Steuern. Dieser resultierte im Wesentlichen aus der niedrigeren steuerrechtlichen Bewertung der Pensionsverpflichtungen.


Zum 1. Januar 2024 trat das Mindeststeuergesetz in Deutschland in Kraft. Die Axel Springer SE als Mutterunternehmen des Axel Springer Konzerns fällt in den Geltungsbereich dieser Rechtsvorschrift. Die potentiellen Auswirkungen auf die Ertragsteuern in Deutschland werden derzeit analysiert. Aufgrund der Abhängigkeit von ausländischen nationalen Primärergänzungssteuervorschriften liegt das Ergebnis der Analyse aktuell noch nicht vor.

Sonstige Angaben

(15) Finanzderivate


Zur Absicherung von Zahlungsstromänderungsrisiken aufgrund variabel verzinster Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen wurden im Berichtsjahr Zinsderivate in Form von Zinsswaps eingesetzt. Die Zinsderivate (Sicherungsgeschäfte) wurden insbesondere hinsichtlich Laufzeit, Nominalbetrag und variabler Verzinsung jeweils analog zu entsprechenden Tranchen der in Anspruch genommenen Kreditlinien und Darlehen (Grundgeschäfte) abgeschlossen. Die Zahlungsströme der jeweiligen Grund- und Sicherungsgeschäfte gleichen sich in Bezug auf das abgesicherte Risiko variabler Zinszahlungen vollständig aus. Die Grundgeschäfte und entsprechenden Sicherungsgeschäfte wurden jeweils als Mikro-Bewertungseinheit bilanziert. Zum 31. Dezember 2023 waren Grundgeschäfte mit einem Gesamtvolumen von € 766,0 Mio. und Laufzeiten bis 2024 (€ 200,0 Mio.), 2026 (€ 414,5 Mio.), 2027 (€ 113,5 Mio.) und 2028 (€ 38,0 Mio.) durch entsprechende Sicherungsgeschäfte gesichert. Zum Bilanzstichtag wurden auf Basis von Marktpreisen für einen Teil der Zinsderivate negative Zeitwerte in Höhe von € 7,6 Mio. ermittelt, die aufgrund der bestehenden Bewertungseinheiten nicht bilanziert wurden.

(16) Haftungsverhältnisse


Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:


Eine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen wird aufgrund des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse als nicht wahrscheinlich eingeschätzt.

(17) Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte


Im März 2020 wurde der Axel-Springer-Neubau am Standort Berlin veräußert und ein Ertrag vor Steuern in Höhe von € 114,2 Mio. realisiert. Der Kaufpreis betrug € 427,1 Mio., die Herstellungskosten beliefen sich auf € 312,9 Mio. Mit dem Erwerber der Immobilie wurde ein Vertrag über die Rückmietung der Gesamtfläche ab April 2020 für einen Zeitraum von 15 Jahren geschlossen (Grundmietzeit). Des Weiteren wurden Axel Springer Mietverlängerungsoptionen von insgesamt 15 Jahren eingeräumt. Die jährliche Miete, die alle zwei Jahre entsprechend dem Verbraucherpreisindex angepasst wird, betrug im Berichtsjahr € 16,4 Mio. Auf Basis der Verhältnisse zum Bilanzstichtag werden sich über die verbleibende Grundmietzeit Mietaufwendungen in Höhe von € 184,4 Mio. ergeben.


Anfang 2018 wurde das Axel-Springer-Hochhaus am Standort Berlin zur Bildung von Deckungsvermögen treuhänderisch an den Axel Springer Pensionstreuhand e. V., Berlin ("Verein"), übertragen und ein Ertrag vor Steuern in Höhe von € 148,3 Mio. realisiert. Zur weiteren Nutzung des Gebäudes seitens der Axel Springer SE wurde mit dem Verein ein Mietvertrag mit einer Laufzeit von 30 Jahren geschlossen. Die Miete, die alle zwei Jahre entsprechend dem Verbraucherpreisindex angepasst wird, betrug im Berichtsjahr € 6,4 Mio. Auf Basis der Verhältnisse zum Bilanzstichtag werden sich zukünftige Mietaufwendungen in Höhe von € 172,6 Mio. ergeben.


Ende 2017 wurde die Axel-Springer-Passage am Standort Berlin veräußert und ein Ertrag vor Steuern in Höhe von € 281,8 Mio. realisiert. Mit dem Erwerber der Immobilie wurde ein Vertrag über die Rückmietung der Gesamtfläche ab Januar 2018 für einen Zeitraum von drei Jahren und von Teilflächen für weitere fünf bzw. sieben Jahre geschlossen. Auf Basis dieses Mietvertrages sowie weiterer Vertragsanpassungen wurde die Anmietung eines Großteils der ursprünglichen Mietfläche sukzessive bis Mitte 2021 beendet. Die Miete für die verbliebene Fläche, die grundsätzlich alle zwei Jahre entsprechend dem Verbraucherpreisindex angepasst wird, betrug im Berichtsjahr € 1,9 Mio. Auf Basis der Verhältnisse zum Bilanzstichtag werden sich zukünftige Mietaufwendungen in Höhe von € 8,7 Mio. ergeben.

Mio. € 31.12.2023
Bürgschaften 2,8
Gewährleistungsverträge 143,9
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 128,4
Haftungsverhältnisse 146,7

(18) Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Sonstige finanzielle Verpflichtungen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf € 55,6 Mio.

(19) Aufsichtsrat

―

Ralph Büchi, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Axel Springer SE

―

Dr. h. c. Friede Springer, Stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Axel Springer SE

―

Andrej Babache, Managing Director CPPI

―

Philipp Freise, Partner und Co-Leiter des europäischen Private-Equity-Geschäfts KKR

―

Oliver Heine, Rechtsanwalt

―

Johannes P. Huth, Partner und Head of KKR EMEA

―

Franziska Kayser, Partner KKR

―

Prof. Dr.-Ing. Wolfgang Reitzle, Unternehmer

―

Martin Varsavsky, Unternehmer

(20) Vorstand

―

Dr. Mathias Döpfner, Vorstandsvorsitzender

―

Jan Bayer, stellvertretender Vorstandsvorsitzender, Vorstand News Media USA

―

Dr. Julian Deutz, Vorstand Finanzen und Classifieds Media

―

Niddal Salah-Eldin, Vorständin Talent & Culture

(21) Bezüge des Aufsichtsrats und des Vorstands


Im Berichtsjahr beliefen sich die Bezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats auf € 3,0 Mio. Die Bezüge der Mitglieder des Vorstands der Axel Springer SE betrugen € 19,0 Mio. Für ehemalige Mitglieder des Vorstands sowie deren Hinterbliebenen wurden Bezüge in Höhe von € 2,6 Mio. geleistet und in Höhe von € 33,3 Mio. Vorsorge für Pensionszusagen getroffen.

(22) Anteilsbesitz


Nachfolgend sind die wesentlichen Beteiligungen zum 31. Dezember 2023 aufgeführt.

Nr. Gesellschaft Anteil am Kapital über Nr. Eigenkapital Mio. € 1) Jahresergebnis Mio. € 1)
1 4Press GmbH & Co. KG, Machern OT Gerichshain 12,8 % 14 0,4 4,5
2 ANTENNE BAYERN GmbH & Co. KG, Ismaning 16,0 % - - 2)
3 Appcast, Inc., Lebanon, USA 95,4 % 127 56,6 28,2
4 AS TV-Produktions- und Vertriebsges. mbH, Hamburg 100,0 % 3,7 0,0
5 AVIV Group GmbH, Berlin 100,0 % 16 1.453,8 7,6
6 AWIN AG, Berlin 80,0 % 17 91,9 - 0,6
7 AWIN Inc., Wilmington, USA 100,0 % 8 50,4 - 3,9
8 AWIN Ltd., London, Großbritannien 100,0 % 6 125,8 16,0
9 AWIN VEICULAÇÂO DE PUBLICIDADE NA INTERNET LTDA., Sao Paulo, Brasilien 100,0 % 6 2,4 0,4
10 Axel Springer All Media GmbH, Berlin 100,0 % 14 43,0 0,0
11 Axel Springer Audio GmbH, Berlin 100,0 % 14 7,8 0,0
12 Axel Springer Auto-Verlag GmbH, Hamburg 100,0 % 14 3,0 0,0
13 Axel Springer Corporate Solutions GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 % 2,8 0,2
14 Axel Springer Deutschland GmbH, Berlin 100,0 % 62,9 0,0
15 Axel Springer Digital Classifieds GmbH, Berlin 100,0 % 17 1.492,7 0,0
16 Axel Springer Digital Classifieds Holding GmbH, Berlin 100,0 % 15 1.536,8 0,0
17 Axel Springer Digital GmbH, Berlin 100,0 % 4.525,6 0,0
18 Axel Springer Digital Ventures GmbH, Berlin 100,0 % 17 1.622,9 0,0
19 Axel Springer Digital Ventures US GmbH, Berlin 100,0 % 18 4,5 0,0
20 Axel Springer Digital Ventures US II GmbH, Berlin 100,0 % 18 4,8 - 7,9
21 Axel Springer Druckhaus Spandau GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 % -2,8 - 1,1
22 Axel Springer España S.A., Madrid, Spanien 100,0 % 0,6 - 1,6
23 Axel Springer France S.A.S., Paris, Frankreich 100,0 % 9,7 1,9
24 Axel Springer INSIDER Ventures GmbH, Berlin 19,9 % 81 2,7 0,0
80,1 % 18
25 Axel Springer International Limited, London, Großbritannien 100,0 % 310,4 -54,2
26 Axel Springer Media for Equity GmbH, Berlin 100,0 % 18 2,4 0,0
27 Axel Springer Medien Accounting Service GmbH, Berlin 100,0 % 1,2 0,0
28 Axel Springer National Media & Tech GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 % 14 8,0 1,0
29 Axel Springer Offsetdruckerei Ahrensburg GmbH & Co. KG, Ahrensburg 100,0 % 22,1 - 1,4
30 Axel Springer Offsetdruckerei Kettwig GmbH & Co. KG, Essen 100,0 % 1,9 - 1,2
31 Axel Springer Plug and Play Accelerator GmbH, Berlin 50,0 % 18 3,2 0,2
32 Axel Springer Porsche GmbH & Co. KG, Berlin 50,0 % 18 24,5 - 4,7
33 Axel Springer Schweiz AG, Zürich, Schweiz 100,0 % 7,5 7,2
34 Axel Springer Services & Immobilien GmbH, Berlin 100,0 % 5,2 0,0
35 Axel Springer Sport Verlag GmbH, Hamburg 100,0 % 14 1,3 0,0
36 Axel Springer Syndication GmbH, Berlin 100,0 % 39 0,5 0,0
37 Axel Springer Teaser Ad GmbH, Berlin 100,0 % 10 3,4 0,0
38 Axel Springer USA Inc., Wilmington, USA 100,0 % 18 9,4 0,0
39 "Axel Springer Verlag" Beteiligungsgesellschaft mbH, Berlin 100,0 % 14 174,0 0,0
40 B.Z. Ullstein GmbH, Berlin 100,0 % 39 15,4 0,0
41 Bayard Advertising Agency, Inc., New York City, USA 100,0 % 42 10,8 6,4
42 Bayard Intermediate Holdings, Inc., Wilmington, USA 100,0 % 3 0,7 0,0
43 Boerse Stuttgart Digital Holding GmbH, Stuttgart 3,3 % 64 6,5 -29,4
6,7 %
44 Bonial Holding GmbH, Berlin 100,0 % 17 - 36,2 10,6
45 Bonial International GmbH, Berlin 100,0 % 44 18,6 0,0
46 Bonial SAS, Paris, Frankreich 100,0 % 45 1,7 1,0
47 bp fulfillment & service GmbH & Co. KG, Hamburg 100,0 % 2,9 0,0
48 Business Insider Deutschland GmbH, Berlin 100,0 % 18 9,0 0,0
49 Business Insider Europe Limited, London, Großbritannien 100,0 % 81 3,2 0,8
50 CaribbeanJobs Ltd, George Town, Kaimaninseln 100,0 % 129 3,8 0,8
51 Commission Factory Pty Ltd, Sydney, Australien 100,0 % 6 5,4 1,7
52 comparado GmbH, Lüneburg 100,0 % 75 1,4 1,1
53 COMPUTER BILD Digital GmbH, Hamburg 100,0 % 14 0,6 0,0
54 Coral-Tell Ltd., Tel Aviv, Israel 100,0 % 5 41,5 8,4
55 Digital Classifieds France SAS, Paris, Frankreich 100,0 % 5 1.201,9 33,6
1,0 % 14
56 dpa Deutsche Presse Agentur GmbH, Hamburg 1,4 % 148 45,0 1,2
1,0 % 40
57 Drive Innovation Insight SAS, Paris, Frankreich 100,0 % 136 4,6 0,0
58 Dyn Media GmbH, Köln 75,2 % 3,6 - 4,4
59 Editions Reworld Axel Springer (ERAS) S.E.N.C., Montrouge Cedex, Frankreich 50,0 % 23 11,9 3,2
60 Einundneunzigste "Media" Vermögensverwaltungsges. mbH, Berlin 100,0 % 0,0 0,0
61 eMarketer Inc., New York, USA 100,0 % 18 3,8 0,8
62 F&J Labs Co-Invest III, L.P., New York, USA 4,0 % 18 87,0 0,2
63 Falguière Conseil SAS, Paris, Frankreich 100,0 % 55 7,0 1,0
64 finanzen.net GmbH, Karlsruhe 89,99 % 18 15,2 14,9
65 finanzen.net zero GmbH, Karlsruhe 100,0 % 64 -3,4 - 1,4
66 FRAMEN GmbH, Berlin 66,1 % 14 -6,2 - 8,3
67 Funk & Fernsehen Nordwestdeutschland GmbH & Co. KG, Hannover 7,6 % 11 3,5 6,9
68 GLC Group SAS, Paris, Frankreich 22,5 % 55 224,2 28,0 4)
69 Grupa Morizon-Gratka Sp. z o.o., Warschau, Polen 100,0 % 94 5,6 1,2
70 Grupa Ringier Axel Springer Polska AG, Zürich, Schweiz 50,0 % 192,1 - 168,3
71 Homeday GmbH, Berlin 100,0 % 5 - 64,0 -29,5
72 Housell Inmo Online Services, S.L., Madrid, Spanien 99,8 % 5 -0,4 - 8,6
73 ICI Formations SAS, Paris, Frankreich 100,0 % 125 2,1 - 0,4
74 ictjob SPRL, Brüssel, Belgien 99,0 % 126 9,3 1,6
1,0 % 123
75 Idealo Internet GmbH, Berlin 74,9 % 17 74,9 14,5
76 ImmoSolve GmbH, Bad Bramstedt 100,0 % 79 1,1 0,5
77 Immoweb Financial Services SA, Brüssel, Belgien 100,0 % 78 0,4 - 0,5
78 Immoweb SA, Brüssel, Belgien 100,0 % 55 109,8 18,7
79 Immowelt GmbH (seit Februar 2024: AVIV Germany GmbH), Nürnberg 100,0 % 5 27,9 0,0
80 infoRoad GmbH, Heroldsberg 90,0 % 12 1,2 0,8
81 Insider Inc., New York, USA 100,0 % 18 15,5 - 3,7
82 Jobcity Ltd., Tel Aviv, Israel 100,0 % 54 - 1,5 - 0,2
83 Jobs LU Ltd, Dublin, Irland 100,0 % 129 7,8 2,2
84 Ladenzeile GmbH, Berlin 96,0 % 75 -2,4 - 2,8
85 Lakestar II LP, Guernsey, Gournsey 5,7 % 18 687,9 - 146,0
86 Lerer Hippeau Ventures IV, LP, New York, USA 1,6 % 18 192,2 -29,3
87 Lerer Hippeau Ventures V, LP, New York, USA 1,8 % 18 407,1 -37,9
88 Lerer Hippeau Ventures VI, LP, New York, USA 2,5 % 18 349,1 -62,1
89 MAZ & More TV-Produktion GmbH, Berlin 100,0 % 148 0,0 0,0
90 Media Impact GmbH & Co. KG, Berlin 100,0 % 10 3,0 - 4,0
91 Media Pioneer Publishing AG, Berlin 35,9 % 60 - 0,6 - 3,5
92 meinestadt.de GmbH, Köln 100,0 % 125 10,2 0,0
93 Morning Brew, Inc., New York, USA 75,4 % 18 4,0 - 10,8
94 MZN Property S.A., Warschau, Polen 92,5 % 70 25,1 0,1
95 Neuraum Ventures GmbH, Berlin 100,0 % 79 0,5 0,0
96 NIJobs.com Ltd, Belfast, Großbritannien 100,0 % 129 1,2 0,2
97 PACE Paparazzi Catering & Event GmbH, Berlin 100,0 % 14 0,3 0,0
98 PMG Presse-Monitor GmbH & Co. KG, Berlin 14,0 % 14 0,1 4,2
99 Pnet (Pty) Ltd, Johannesburg, Südafrika 100,0 % 129 -0,1 0,9
100 Politico LLC, Arlington, USA 100,0 % 102 394,2 30,4
101 Politico Media Group Holding Inc., Wilmington, USA 100,0 % 18 930,6 0,0
102 Politico Media Group, LLC, Arlington, USA 100,0 % 101 39,7 21,0
103 POLITICO SRL, Brüssel, Belgien 100,0 % 136 4,5 4,2
104 Project A Ventures GmbH & Co. KG, Berlin 26,3 % 17 28,5 8,3
105 Project A Ventures II GmbH & Co. KG, Berlin 2,1 % 17 111,9 3,2
106 Project A Ventures III GmbH & Co. KG, Berlin 2,7 % 17 144,9 - 16,4
107 Project A Ventures IV GmbH & Co. KG, Berlin 1,7 % 18 61,7 - 8,0
108 Protocol Media LLC, Arlington, USA 100,0 % 102 3,0 - 9,0
109 pw-Internet Solutions GmbH, Mönchengladbach 100,0 % 95 1,3 0,4
110 Radio Hamburg GmbH & Co. KG, Hamburg 36,8 % 11 5,8 4,3
111 RADIO/TELE FFH GmbH & Co. Betriebs-KG, Bad Vilbel 15,0 % 11 - - 2)
112 REMAGINE MEDIA VENTURES, L.P., Wilmington, USA 6,1 % 18 30,6 - 0,3
113 Ringier Axel Springer Polska Sp. z o. o., Warschau, Polen 100,0 % 70 268,8 8,4
114 Saknai Net Ltd., Tel Aviv, Israel 80,2 % 54 5,4 1,8
115 Sales Impact GmbH, Berlin 100,0 % 14 0,5 0,0
116 SAMAS upday Investment GmbH, Berlin 51,0 % 4,8 0,0
117 ShareASale.com Inc., Chicago, USA 100,0 % 7 68,9 15,8
118 SoD ScreenOnDemand AT GmbH, Wien, Österreich 100,0 % 119 2,3 1,5
119 SoD ScreenOnDemand GmbH, München 50,1 % 10 20,2 19,4
120 StepStone UK Holding Limited, London, Großbritannien 100,0 % 125 58,8 -59,6
121 Studydrive GmbH, Berlin 100,0 % 125 -3,9 0,0
122 Tecoloco International Inc, Panama City, Panama 100,0 % 129 -5,1 - 0,2
123 The Stepstone Group Belgium NV, Brüssel, Belgien 100,0 % 126 0,6 -1,0 3)
0,0 % 130
124 The Stepstone Group Deutschland GmbH, Düsseldorf 100,0 % 126 6,2 0,0
125 The Stepstone Group EMEA GmbH, Düsseldorf 100,0 % 127 44,9 0,0
126 The Stepstone Group Europe GmbH, Berlin 100,0 % 125 0,0 0,0
127 The Stepstone Group GmbH, Berlin 100,0 % 128 313,0 90,9
128 The StepStone Group Holding GmbH, Düsseldorf 82,8 % 15 0,0 0,0
17,2 % 16
129 The Stepstone Group Ireland Recruit Limited, Dublin, Irland 100,0 % 125 29,6 2,0
130 The Stepstone Group Österreich GmbH, Wien, Österreich 100,0 % 124 3,3 0,2
131 The Stepstone Group Polska Sp. z o.o., Warschau, Polen 100,0 % 125 4,5 1,2
132 The Stepstone Group UK Ltd, London, Großbritannien 100,0 % 120 - 10,4 - 9,7
133 TorAlarm GmbH, Düsseldorf 60,0 % 14 1,0 1,0
134 TraderFox GmbH, Reutlingen 50,1 % 64 2,5 1,6
135 Transfermarkt GmbH & Co. KG, Hamburg 51,0 % 14 1,7 1,5
136 TYFP Europe, LLC, Arlington, USA 100,0 % 100 62,2 25,3
137 Ullstein GmbH, Berlin 100,0 % 39 3,7 0,0
138 Universum Business Consulting Shanghai Co. Ltd, Shanghai, China 100,0 % 140 -2,3 - 0,4
139 Universum Communications Pte Ltd, Singapur, Singapur 100,0 % 140 - 4,8 - 0,7
140 Universum Communications Sweden AB, Stockholm, Schweden 100,0 % 127 6,7 - 4,0
141 Universum Communications Switzerland AG, Zürich, Schweiz 100,0 % 140 0,5 - 0,5
142 upday GmbH & Co. KG, Berlin 22,4 % 116 16,9 - 0,7
77,6 %
143 Varsavsky Axel Springer GmbH & Co. KG, Berlin 93,3 % 18 9,2 20,2
144 Vertical Media GmbH, Berlin 100,0 % 148 1,1 0,0
145 Wake Word GmbH, Aschheim 64,9 % 11 0,6 - 0,8
146 WEBIMM SAS, Paris, Frankreich 65,0 % 55 10,9 2,1
147 WeCheck Ltd., Ramat Hasharon, Israel 42,9 % 54 7,8 - 8,3
148 WeltN24 GmbH, Berlin 100,0 % 14 40,3 0,0
149 WORLD.MINDS MANAGEMENT AG, Baar, Schweiz 60,0 % 2,4 - 0,1
150 YOURCAREERGROUP Schweiz GmbH, Kloten, Schweiz 100,0 % 126 2,7 0,9

1 Eigenkapital und Jahresergebnis gemäß lokaler Jahresabschlüsse für das Geschäftsjahr 2022, sofern nicht anders angegeben. Werte in fremder Währung umgerechnet mit dem Stichtagskurs zum 31. Dezember 2023.
2 Keine Nennung von Eigenkapital und Jahresergebnis, da Jahresabschluss nicht veröffentlicht wird.
3 Kapitalanteil kleiner als 0,1 %.
4 Eigenkapital und Jahresergebnis für das zum 31. März 2023 endende Geschäftsjahr.

(23) Mitteilungspflichtige Beteiligungen


Die in den nachfolgenden Mitteilungen genannte Anzahl stimmberechtigter Aktien und Instrumente sowie der genannte Stimmrechtsanteil beziehen sich jeweils auf den in der jeweiligen Mitteilung genannten Zeitpunkt.


KKR Management LLP (New York, NY 10001, USA), KKR & Co. Inc. (vormals KKR Aubergine Inc.) (New York, NY 10001, USA) und KKR Group Co. Inc. (vormals KKR & Co. Inc.) (New York, NY 10001, USA) haben uns am 9. Juni 2022 gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass sich mit Wirkung zum 31. Mai 2022 in der Gruppenstruktur der Absender verschiedene Änderungen ergeben haben: (i) Die bisherige KKR & Co. Inc. wurde umfirmiert in die KKR Group Co. Inc.; (ii) KKR & Co. Inc. (vormals KKR Aubergine Inc.) ist neue alleinige Gesellschafterin der KKR Group Co. Inc. Die vorgenannten Änderungen haben folgende Auswirkungen: Die bereits zuvor mitgeteilten Beteiligungen der KKR Group Co. Inc. (vormals KKR & Co. Inc.) i.S.v. § 20 AktG bleiben infolge der Umfirmierung unverändert. Der KKR & Co. Inc. (vormals KKR Aubergine Inc.) gehören infolge der Eingliederung in die Gruppenstruktur kraft Zurechnung gemäß § 16 Abs. 4 AktG derjenigen Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien (§ 20 Abs. 1 AktG) an der Axel Springer SE mit Sitz in Berlin (Mitteilung nach § 20 Abs. 1 AktG). Die Zurechnung der Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, zur KKR Management LLP und zu jedem anderen hiermit mitteilenden Unternehmen erfolgt jeweils bis zu dem jeweiligen mitteilenden Unternehmen über die nachfolgende (absteigend dargestellte) Beteiligungskette: (i) KKR & Co. Inc., Wilmington, Delaware, USA;(ii) KKR Group Co. Inc., Wilmington, Delaware, USA; (iii) KKR Group Holdings Corp., Wilmington, Delaware, USA; (iv) KKR Group Partnership L.P., George Town, Kaimaninseln; (v) KKR Europe V Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln; (vi) KKR Europe V S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (vii) KKR Associates Europe V SCSp, Luxemburg, Luxemburg; (viii) KKR European Fund V (USD) SCSp, Luxemburg, Luxemburg;(ix) KKR Traviata Aggregator GP LLC, Wilmington, Delaware, USA; (x) KKR Traviata Aggregator L.P., Toronto, Kanada; (xi) Traviata I S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (xii) Traviata II S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (xiii) Traviata B.V., Amsterdam, Niederlande.


Canada Pension Plan Investment Board, Toronto, Kanada ("CPPIB"), hat uns am 5. März 2021 gemäß § 20 Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass CPPIB keine mittelbare Mehrheitsbeteiligung (Kapitalmehrheit und Stimmmehrheit) mehr an der Axel Springer SE gehört und CPPIB weiterhin kraft Zurechnung derjenigen Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE gehört. Die Zurechnung der Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, zu CPPIB erfolgt über die nachfolgende Beteiligungskette: (i) CPPIB; (ii) CPP Investment Board Europe S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (iii) Traviata I S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (iv) Traviata II S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (v) Traviata B.V., Amsterdam, Niederlande.


KKR Management LLP, Wilmington, Delaware, USA, KKR & Co. Inc., Wilmington, Delaware, USA, KKR Group Holdings Corp., Wilmington, Delaware, USA, KKR Group Partnership L. P., George Town, Kaimaninseln, KKR Europe V Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln, KKR Europe V S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg, KKR Associates Europe V SCSp, Luxemburg, Luxemburg, und KKR European Fund V (USD) SCSp, Luxemburg, Luxemburg, haben uns jeweils am 25. Februar 2021 gemäß § 20 Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass ihnen jeweils keine mittelbare Mehrheitsbeteiligung (Kapitalmehrheit und Stimmmehrheit) mehr an der Axel Springer SE gehört und ihnen weiterhin kraft Zurechnung derjenigen Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, jeweils eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE gehört. Die Zurechnung der Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, zur KKR Management LLP und zu jedem anderen hiermit mitteilenden Unternehmen erfolgt jeweils bis zu dem jeweilig mitteilenden Unternehmen über die nachfolgende Beteiligungskette: (i) KKR & Co. Inc., Wilmington, Delaware, USA; (ii) KKR Group Holdings Corp., Wilmington, Delaware, USA; (iii) KKR Group Partnership L.P., George Town, Kaimaninseln; (iv) KKR Europe V Holdings Limited, George Town, Kaimaninseln; (v) KKR Europe V S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (vi) KKR Associates Europe V SCSp, Luxemburg, Luxemburg; (vii) KKR European Fund V (USD) SCSp, Luxemburg, Luxemburg; (viii) KKR Traviata Aggregator GP LLC, Wilmington, Delaware, USA; (ix) KKR Traviata Aggregator L.P., Toronto, Kanada; (x) Traviata I S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (xi) Traviata II S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (xii) Traviata B.V., Amsterdam, Niederlande.


KKR SP Limited, George Town, Kaimaninseln, hat uns am 25. Februar 2021 gemäß § 20 Abs. 5 in Verbindung mit Abs. 4 AktG mitgeteilt, dass der KKR SP Limited keine mittelbare Mehrheitsbeteiligung (Kapitalmehrheit und Stimmmehrheit) mehr an der Axel Springer SE gehört und der KKR SP Limited weiterhin kraft Zurechnung derjenigen Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE gehört. Die Zurechnung der Aktien, die unmittelbar der Traviata B.V. gehören, zur KKR SP Limited erfolgt über die nachfolgende Beteiligungskette: (i) KKR Associates Europe V SCSp, Luxemburg, Luxemburg; (ii) KKR European Fund V (USD) SCSp, Luxemburg, Luxemburg; (iii) KKR Traviata Aggregator GP LLC, Wilmington, Delaware, USA; (iv) KKR Traviata Aggregator L.P., Toronto, Kanada; (v) Traviata I S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (vi) Traviata II S.à r.l., Luxemburg, Luxemburg; (vii) Traviata B.V., Amsterdam, Niederlande.


Frau Dr. h. c. Friede Springer, Berlin, Friede Springer Verwaltungs GmbH, Berlin, Friede Springer gGmbH, Berlin, AS Publizistik GmbH, Berlin, und Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co, Berlin, haben uns am 25. Februar 2021 Folgendes mitgeteilt: Der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co gehört gemäß § 20 Abs. 1 AktG eine unmittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE. Frau Dr. h. c. Friede Springer als herrschende Gesellschafterin der Friede Springer gGmbH, der Friede Springer gGmbH (vormals Friede Springer GmbH & Co. KG) als herrschendes Unternehmen der AS Publizistik GmbH sowie der AS Publizistik GmbH als herrschendes Unternehmen der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co gehören gemäß § 20 Abs. 1 AktG jeweils kraft Zurechnung eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE. Der Friede Springer gGmbH und der AS Publizistik GmbH gehören gemäß § 20 Abs. 3 AktG aufgrund der oben genannten Beteiligungsverhältnisse jeweils eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE. Der Friede Springer Verwaltungs GmbH gehört nicht mehr gemäß § 20 Abs. 1 und 3 AktG eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE.


Dr. Mathias Döpfner, Berlin, hat uns am 22. Dezember 2020 gemäß § 20 Abs. 1 AktG mitgeteilt, dass ihm eine mittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE kraft Zurechnung aufgrund einer bestehenden Poolvereinbarung mit der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik GmbH & Co, die eine unmittelbare Beteiligung von mehr als 25 % der Aktien an der Axel Springer SE hält, gehört.

(24) Gewinnverwendungsvorschlag


Aufsichtsrat und Vorstand schlagen vor, den im Jahresabschluss 2023 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von € 3.157,3 Mio. wie folgt zu verwenden:

Mio. €
Ausschüttung einer Dividende von € 1,16 je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre 125,2
Einstellung des verbleibenden Teils des Bilanzgewinns in andere Gewinnrücklagen 3.032,1
Bilanzgewinn 3.157,3


Die Axel Springer SE wird vorbehaltlich einer entsprechenden Beschlussfassung des Vorstands und einer zustimmenden Beschlussfassung des Aufsichtsrats nach erfolgter Feststellung des Jahresabschlusses eine Abschlagszahlung auf den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von € 125,2 Mio., entsprechend € 1,16 je dividendenberechtigter Stückaktie der Axel Springer SE, vornehmen.

 

Berlin, den 4. März 2024

Axel Springer SE

Dr. Mathias Döpfner

Jan Bayer

Dr. Julian Deutz

Niddal Salah-Eldin


Zusammengefasster Lagebericht

Vorbemerkungen


Der Lagebericht der Axel Springer SE und der Konzernlagebericht sind zusammengefasst. Die in diesem zusammengefassten Lagebericht enthaltenen Informationen betreffen die wirtschaftliche Lage und die Geschäftsentwicklung des Axel Springer Konzerns (im Folgenden auch "Axel Springer" oder "Konzern"). Diese gelten im Wesentlichen auch für die Axel Springer SE. Weitere Informationen zur wirtschaftlichen Lage des Mutterunternehmens Axel Springer SE sind im Kapitel "Wirtschaftliche Lage der Axel Springer SE" enthalten.


Zu den Erläuterungen der verwendeten Leistungskennzahlen sowie zu den Bereinigungen unserer Ergebniskennzahlen verweisen wir auf das Kapitel "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage".

Grundlagen des Konzerns

Konzernstruktur


Die Axel Springer SE, Mutterunternehmen des Axel Springer Konzerns, ist eine Europäische Gesellschaft (Societas Europaea) mit Sitz in Berlin. Daneben sind wir an weiteren Standorten in Deutschland vertreten. Hinzu kommen zahlreiche Gesellschaften im In- und Ausland. Die konsolidierten Tochterunternehmen des Konzerns sind im Konzernanhang dargestellt.

Geschäftsmodell


Axel Springer ist ein Medien- und Technologieunternehmen. Mit den Informationsangeboten vielfältiger Medienmarken (u. a. BILD, WELT, Business Insider, POLITICO) und Rubrikenportalen (Stepstone Group und AVIV Group) hilft Axel Springer Menschen, freie Entscheidungen für ihr Leben zu treffen. Axel Springer ist in mehr als 40 Ländern aktiv. Die Hauptmärkte liegen in Europa und in den USA.

Geschäftsbereiche


Das Geschäft von Axel Springer ist seit dem Berichtsjahr in die operativen Geschäftsbereiche Stepstone Group, AVIV Group, News Media Germany, News Media US und Other Business Units gegliedert. Hinzu kommt der Bereich Holding. Die Stepstone Group und die AVIV Group waren im Vorjahr dem operativen Geschäftsbereich Classifieds Media zugeordnet, News Media Germany und News Media US zählten zum Geschäftsbereich News Media. Der Geschäftsbereich Other Business Units umfasst insbesondere die Awin Group, die im Vorjahr dem operativen Geschäftsbereich Marketing Media zugeordnet war, sowie die Idealo Group, die Grupa Ringier Axel Springer Polska, die Finanzen.net Group und die Bonial Group, die im Vorjahr zum Bereich News Media zählten. Für die nachstehende Beschreibung der Geschäftsbereiche sowie die Darstellung der Finanzkennzahlen ist die im Berichtsjahr verwendete Zuordnung der einzelnen Gesellschaften zu den jeweiligen Geschäftsbereichen maßgeblich.


Die Stepstone Group betreibt digitale Recruiting-Plattformen und bietet berufsbezogene Dienstleistungen an. Das Angebot umfasst sowohl die Schaltung von Stellenanzeigen als auch technologiebasiertes Recruiting. Die Stepstone Group ist mit verschiedenen Marken in über 20 Ländern weltweit tätig und unterstützt Unternehmen dabei, die passenden Mitarbeitenden zu finden und einzustellen. Die Stepstone Group umfasst insbesondere die Stellenportale von Stepstone, Totaljobs, Jobsite und Saongroup, die programmatische Recruiting-Plattform Appcast, das Regionalportal meinestadt.de, den Employer-Branding-Spezialisten Universum sowie die Angebote von Gehalt.de und Studydrive. Die Stepstone Group erzielt ihre Erlöse überwiegend dadurch, dass Werbekunden für das Inserieren von Jobangeboten zahlen.


Die AVIV Group betreibt vor allem digitale Immobilienportale. Diese Plattformen sind Marktplätze, auf denen Immobilien gesucht, gekauft, verkauft oder gemietet werden können. Das Angebot wird ergänzt um Dienstleistungen, die den Prozess des Immobilienhandels unterstützen. Dazu gehören Programme zur Immobilienbewertung, Softwarelösungen für Immobilienverwaltungen und Makler sowie weitere Dienstleistungen, die den An- und Verkauf oder die Vermietung von Immobilien erleichtern. Die AVIV Group ist mit verschiedenen Marken insbesondere in Europa tätig. Hierzu gehören die Immobilienportale Groupe SeLoger in Frankreich, Immowelt in Deutschland und Immoweb in Belgien, der Online-Dienstleister im Bereich der Immobilienbewertung Meilleurs Agents in Frankreich, den Hybridmakler Homeday in Deutschland und Yad2, ein Generalisten-Rubrikenportal in Israel für Immobilien-, Auto- und Kleinanzeigen. Die AVIV Group erzielt über ihre auf Immobilien spezialisierten Portale Erlöse in erster Linie aus dem Verkauf von Anzeigen- und Werbeplätzen an Makler, Projektentwickler, Wohnungsbaugesellschaften oder Privatpersonen. Über das israelische Rubrikenportal Yad2 werden Erlöse mit gewerblichen Automobilverkäufern, Immobilienmaklern, Projektentwicklern und Privatpersonen erzielt.


Der Geschäftsbereich News Media Germany umfasst das journalistische Angebot von Axel Springer in Deutschland und beinhaltet im Wesentlichen die BILD- und die WELT-Gruppe mit ihren jeweiligen Digital-, TV- und Printangeboten. BILD.de ist ein News- und Entertainmentportal in Deutschland. Mit BILDplus besteht ein digitales Paid-Content-Angebot. Zudem gehören zu den digitalen Angeboten von BILD weitere Themenportale wie fitbook.de, stylebook.de, techbook.de, travelbook.de und myhomebook.de. Der lineare TV-Sender BILD hat sein Angebot mit Ablauf des Berichtsjahres eingestellt. Im Printbereich zählen insbesondere die überregionale Tageszeitung BILD und ihre Regionalausgaben sowie die überregionale Sonntagszeitung BILD am SONNTAG zum Portfolio. Die Auto-, Computer- und Sportmedien der BILD-Markenfamilie bilden ein Zeitschriften-Portfolio rund um die Kernmarken AUTO BILD, COMPUTER BILD und SPORT BILD. WELT bietet neben dem digitalen Newsportal WELT.de mit WELTplus ein digitales Paid-Content-Angebot an. Im TV-Bereich ist WELT mit den Nachrichten- und Informationssendern WELT und N24 Doku vertreten. Im Printbereich werden insbesondere die Qualitätstageszeitung DIE WELT und die überregionale Qualitätssonntagszeitung WELT AM SONNTAG angeboten. Der Geschäftsbereich News Media Germany erzielt im Wesentlichen Werbe- und Vertriebserlöse sowie Erlöse aus der Inhalteverwertung mit Dritten, beispielsweise Social Media Plattformen. Die Werbeerlöse resultieren aus der Vermarktung der Reichweiten der Online- und Printmedien. Die Vertriebserlöse werden durch zahlende Leserinnen und Leser aus Abonnements für Print- und Digitalprodukte und dem Einzelverkauf von Printausgaben und digitalen Zugängen realisiert.


Der Geschäftsbereich News Media US umfasst das journalistische Angebot von Axel Springer in den USA. Hierzu zählen Business Insider, einem digitalen Angebot für Wirtschafts-, Börsen- und Finanznachrichten, Insider Intelligence, einem Anbieter von kostenpflichtigen Analysen, Studien und digitalen Marktdaten für Unternehmen und Institutionen, Morning Brew, einem auf Wirtschaftsnachrichten fokussierten Newsletter-Anbieter, und POLITICO, einem Angebot für politische Nachrichten. POLITICO beinhaltet neben dem US-Geschäft auch die europäischen Aktivitäten von POLITICO EU. Der Geschäftsbereich News Media US erzielt im Wesentlichen Werbe- und Vertriebserlöse. Die Werbeerlöse resultieren aus der Reichweitenvermarktung der Online-Angebote. Die Vertriebserlöse ergeben sich aus Abonnements für digitale Inhalte.


Zu dem Geschäftsbereich Other Business Units zählen insbesondere die Awin Group, die Idealo Group, die Grupa Ringier Axel Springer Polska, die Finanzen.net Group und die Bonial Group. Die Awin Group betreibt ein weltweites Affiliate-Marketing-Netzwerk und agiert als Vermittler zwischen Werbetreibenden (Advertiser) und Webseitenbetreibern (Publisher). Erlöse werden überwiegend durch die Vermittlung von Werbung als erfolgsabhängige oder feste Provision generiert. Die Idealo Group betreibt hauptsächlich das Preisvergleichsportal Idealo sowie das Produktportal Ladenzeile und erzielt vorrangig click- und transaktionsbasierte Werbeerlöse durch Generierung von Reichweite bei Online-Händlern. Zur Grupa Ringier Axel Springer Polska gehören neben News- und Entertainmentportalen wie Onet auch das Rubrikenangebot Gratka.pl, das Immobilienkleinanzeigenangebot Morizon.pl sowie das IT-Stellenanzeigenportal No Fluff Jobs. Zu den polnischen Printangeboten zählen unter anderem die polnische Kaufzeitung FAKT. Es werden im Wesentlichen Werbeerlöse aus der Vermarktung der Reichweiten der Online- und Printmedien und Vertriebserlöse aus Print- und Digitalprodukten erzielt. Die Finanzen.net Group ist insbesondere Betreiberin des Börsenportals finanzen.net sowie des Neobrokers finanzen.net zero und generiert vor allem Provisions- und Werbeerlöse. Die in Deutschland und Frankreich tätige Bonial Group ist ein Drive-to-Store Marketingpartner und liefert insbesondere über die Verbraucherinformationsportale kaufDA.de und MeinProspekt.de digitalisierte Werbeprospekte des Einzelhandels regionalisiert und vorwiegend über mobile Endgeräte aus und erzielt hieraus Werbeerlöse.


Im Bereich Holding werden übergeordnete Konzerndienstleistungen sowie Holdingfunktionen ausgewiesen. Die Dienstleistungen werden von den konzerninternen Kunden zu marktüblichen Preisen bezogen.

Leitung und Kontrolle


Der Vorstand der Axel Springer SE besteht derzeit aus vier Mitgliedern. Er wird von einem aus neun Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat bei der Unternehmensführung beraten und überwacht. Die Verantwortlichkeiten im Vorstand der Axel Springer SE sind zum Berichtszeitpunkt wie folgt verteilt:


Dr. Mathias Döpfner ist Vorstandsvorsitzender (CEO). Er ist insbesondere verantwortlich für Strategie und Editorial, die BILD-Gruppe, die WELT-Gruppe und Bonial. Zudem berichten an ihn die Bereiche Public Affairs und Unternehmenskommunikation.


Jan Bayer ist stellvertretender Vorstandsvorsitzender und verantwortlich für das News Media-Geschäft in den USA. Das US-Portfolio umfasst POLITICO, Business Insider, Insider Intelligence und Morning Brew.


Dr. Julian Deutz verantwortet den Vorstandsbereich Finanzen (CFO) sowie die operativen Geschäftsbereiche Stepstone Group und AVIV Group. Neben den Bereichen Bilanzierung und Controlling schließt der Finanzbereich unter anderem die Bereiche M&A, Recht & Compliance (einschließlich Datenschutz), Einkauf, Steuern sowie Revision & Risk Management ein. Zudem hat er die Verantwortung für hy!, finanzen.net und APX/Early Stage.


Niddal Salah-Eldin ist Vorständin Talent & Culture und verantwortet neben Global People & Culture und Diversity & Inclusion auch die Free Tech Academy. Sie ist zudem verantwortlich für Idealo und Business Insider Deutschland.

Ziele und Strategien


Das Ziel von Axel Springer ist es, der weltweite Marktführer im Bereich des digitalen Journalismus und der digitalen Rubrikenangebote zu werden. Axel Springer ist überzeugt, dass die Zukunft des Journalismus in der Digitalisierung liegt und arbeitet daran, in den nächsten drei bis fünf Jahren ein rein digitales Medienunternehmen zu sein. Auch in Zukunft wird Axel Springer Innovationen vorantreiben, damit unabhängiger Journalismus ein tragfähiges Geschäftsmodell und damit ein Kernbestandteil von freien Gesellschaften weltweit bleibt.


Die Stepstone Group gehört zu den führenden Online-Jobplattformen weltweit. Durch den Einsatz von neuen Technologien und verbesserten Produktangeboten schafft die Stepstone Group kontinuierlich bessere Vermittlungen von Jobsuchenden und Unternehmen. Der Fokus liegt auf der Verbesserung der aktuellen Marktposition im Kernmarkt EMEA im klassischen Anzeigengeschäft und der Stärkung des programmatischen Geschäftsbereichs in Nordamerika, der durch die im Berichtsjahr erfolgte Akquisition von Bayard zusätzlich an strategischer Bedeutung gewonnen hat.


Die AVIV Group konzentriert sich markenübergreifend auf die Weiterentwicklung der rein auf Anzeigen fokussierten Portale hin zu transaktionsbasierten Marktplätzen, die zusätzlich vor- und nachgelagerte Leistungen anbieten, sowie auf die gemeinsame Entwicklung von neuen Produkten und die Hebung von Effizienzen, beispielsweise durch den Austausch von bereits bestehenden technischen Komponenten oder Algorithmen.


Im Geschäftsbereich News Media Germany will Axel Springer das Potenzial der starken nationalen Marken BILD und WELT im Digitalen und im Gedruckten ausschöpfen und die digitale Transformation weiter beschleunigen. Im Printbereich geht es darum, den Auflagenrückgang zu begrenzen und unsere Produkte noch konsequenter am Leser auszurichten, um die starke Stellung unserer Titel zu festigen. Der Digitalbereich hingegen erfordert es, weiterhin in technologische Innovationen und Angebotserweiterungen zu investieren. Mit den digitalen Marken-Abos BILDplus und WELTplus wird die Basis zahlender Leser im Internet weiter ausgebaut. Eine weitere Säule des Geschäftsbereichs sind die Bewegtbild-Formate und der TV-Sender von WELT. Über die zentralen Vermarkter Media Impact und ScreenOnDemand bietet der Geschäftsbereich den Werbetreibenden eine medienübergreifende und reichweitenstarke Plattform für Werbekampagnen.


Im Geschäftsbereich News Media US werden die journalistischen Angebote der Insider Group und POLITICO Group gebündelt. Die Potentiale internationaler Marken sollen hier langfristig ausgeschöpft werden, wobei ein klarer Fokus auf qualitativ hochwertigen Journalismus liegt. Für beide Gruppen stellt die Weiterentwicklung der wiederkehrenden Abonnementerlöse eine zentrale Aufgabe dar. Zusätzlich hat Business Insider das Ziel, durch eine Fokussierung auf die Kernthemen Business, Tech und Innovation die Konsumentenzielgruppe zu schärfen und damit langfristig attraktiver für Werbepartner in diesen Bereichen zu werden, was positiv auf die Werbeerlöse einwirken soll. Mit der fortschreitenden Expansion in Europa möchte die POLITICO Group die wichtigsten politischen Märkte in der Europäischen Union weiterentwickeln und stärken.


Im Geschäftsbereich Other Business Units verfolgen die einzelnen Unternehmen heterogene Ziele und Strategien. Die AWIN Group zielt darauf ab, ihre Aktivitäten durch neue, innovative Produkte sowie durch den Ausbau der Services und des Publisher-Netzwerks erfolgreich voranzutreiben. Die Idealo Group verfolgt die Strategie, ihre Marktführerschaft durch Reichweitenerweiterung und Internationalisierung auszubauen, sowie durch Preiserhöhungen die Umsätze zu steigern. Die Grupa Ringier Axel Springer Polska verfolgt das Ziel, den Auflagenrückgang der Kaufzeitung FAKT zu limitieren sowie die bestehenden diversifizierten digitalen Geschäftseinheiten durch Angebots- und Produkterweiterungen auszubauen. Die Finanzen.net Group zielt darauf ab, im Kerngeschäft durch Produkterweiterungen zu wachsen. Der Neobroker finanzen.net zero soll hierbei für überproportionales Wachstum durch starke Marktanteilsgewinne erzielen. Die Bonial Group verfolgt das Ziel, ihre Plattformen durch Reichweitenzugewinne noch attraktiver zu machen, um weitere Key Accounts gewinnen und die bestehenden Key Accounts noch effizienter monetarisieren zu können.


In allen Geschäftsbereichen nutzt Axel Springer darüber hinaus die Chance, das Geschäftsmodell durch Beteiligungen an Unternehmen mit innovativen Geschäftsideen zu erweitern. Dabei wird vereinzelt auch in solche Unternehmen investiert, die sich noch in einer Frühphase der Unternehmensentwicklung befinden. Vor allem aber werden bei sich bietenden Chancen etablierte Unternehmen erworben. Geeignete Beteiligungen wählen wir dabei vor allem nach ihrer passenden strategischen Ausrichtung, der Qualität des Managements, der Profitabilität und der Skalierbarkeit des Geschäftsmodells aus. Die Wirtschaftlichkeit von Investitionen in neue oder bestehende Geschäftsfelder beurteilen wir unter anderem anhand von anerkannten Kapitalwertverfahren, die geschäfts- und länderspezifische Risiken berücksichtigen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen


Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt in seinem im Januar 2024 veröffentlichten Ausblick das reale Wachstum der Weltwirtschaft im Jahr 2023 auf 3,1 %. Dies vergleicht sich mit einem realen Wachstum in Höhe von 3,5 % im Jahr 2022.


Die deutsche Wirtschaft ist nach Berechnung des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,1 % geschrumpft. Dem steht 2022 ein preisbereinigtes Wachstum von 1,9 % gegenüber. Der private Konsum lag 2023 preisbereinigt um 0,8 % unter dem Vorjahresniveau und somit wieder stärker unter dem Vorkrisenniveau 2019. Während die Bauinvestitionen im Jahr 2023 preisbereinigt gegenüber 2022 um 2,1 % niedriger waren, konnten positive Signale im Ausbaugewerbe und Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge verzeichnet werden. Sowohl die Exporte (- 1,8 %) als auch die Importe (- 3,0 %) sind preisbereinigt 2023 gesunken.


Die Verbraucherstimmung gemäß dem GfK-Konsumklima-Index, der die aktuelle Konsumstimmung der Privathaushalte in Deutschland misst, verharrte im Laufe des Jahres 2023 auf niedrigem Niveau, verbesserte sich allerdings leicht zum Jahresende 2023 und im Januar 2024. Für Februar 2024 wurde jedoch schon wieder ein Rückgang prognostiziert. Auch die Einkommenserwartung setzte im Januar 2024 den Abwärtstrend fort. Laut GfK werden die beschriebenen Effekte durch eine verstärkte Sparneigung und eine erneute Verstärkung der Inflation im Dezember 2023 hervorgerufen.


Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stieg der Verbraucherpreisindex im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 5,9 % an. Im Jahresdurchschnitt 2023 verzeichnete die Bundesagentur für Arbeit 2,6 Mio. Arbeitslose. Die Zahl stieg damit im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozentpunkte, die durchschnittliche Arbeitslosenquote lag 2023 bei 5,7 %.


Das Wachstum der Wirtschaft in den USA wird vom IWF für das Jahr 2023 auf real 2,5 % geschätzt. Für das Jahr 2022 ermittelte der IWF ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von real 1,9 %. Die Wirtschaft in Großbritannien konnte laut IWF nach Erholungseffekten im Jahr 2022 (4,3 %) im Jahre 2023 voraussichtlich nur um 0,5 % real wachsen. Für Frankreich schätzt der IWF das reale Wirtschaftswachstum 2023 auf 0,8 % nach einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 2,5 % im Jahr 2022.

Branchenbezogene Rahmenbedingungen


Die Arbeitsmarktentwicklung zeigte sich speziell in den OECD-Ländern robust, bedingt durch langfristig niedrige Arbeitslosenquoten 2023, sinkende Kündigungsquoten und einer niedrigen Anzahl an Stellenangeboten. Obwohl in Deutschland, dem Kernmarkt der Stepstone Group, die konjunkturelle Schwäche 2023 auch den Arbeitsmarkt erreichte, wurde nur ein moderater Anstieg der Arbeitslosigkeit und gleichzeitig ein historischer Höchststand der Erwerbstätigen (45,9 Millionen) verzeichnet. Die Anzahl offener Stellen Ende des dritten Quartals 2023 war zwar gegenüber dem Vorjahresquartalsstichtag rückläufig, blieb jedoch auf einem hohen Niveau und lag 21,6 % über dem Stand vor der Covid-19-Pandemie Ende des vierten Quartals 2019. Auch in Großbritannien waren die offenen Stellen Ende 2023 rückläufig, bewegten sich aber analog zu Deutschland über dem Niveau vor dem Beginn der Covid-19-Pandemie. Der Arbeitsmarkt in den USA zeigte sich im Jahr 2023 robust. Mit über 9,0 Millionen offenen Stellen und einer stabilen Arbeitslosigkeit von 3,7 % Ende Dezember 2023 standen 1,5 offene Stellen einer arbeitslosen Person gegenüber. Trotzdem zeigten sich insgesamt die Entwicklungen auf den Arbeitsmärkten im Jahr 2023 für die Stepstone Group nicht so vorteilhaft wie im Vorjahr.


Die Kernmärkte der AVIV Group waren auch im Jahr 2023 von steigenden Zinsen, einer sich damit abkühlenden Nachfrage nach Kaufobjekten und folglich einer sinkenden Anzahl an Transaktionen am Immobilienmarkt geprägt. Als Folge verblieben Anzeigen zum Verkauf länger auf den Portalen, was zu einer steigenden Anzahl an Anzeigen auf den Plattformen führte. Hinzu kam eine Verlagerung der Nachfrage hin zu Mietobjekten.


Bezogen auf News Media Germany waren im Digitalgeschäft branchenweit die Vertriebserlöse noch deutlich geringer als im Printgeschäft, verzeichneten aber ein starkes Wachstum. Das Printgeschäft stand dagegen weiterhin vor der Herausforderung strukturell sinkender Auflagen. Für die Werbekunden war neben der Auflagenentwicklung vor allem die Reichweite von Bedeutung, von der insbesondere BILD weiterhin profitiert. Im krisengeprägten Umfeld geriet die Gesamtwirtschaft in Deutschland unter Druck, das Bruttoinlandsprodukt ging 2023 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr zurück. Die hohe Inflation dämpfte die Konjunktur, hinzu kamen hohe Zinsen und eine geringere Nachfrage. Die Netto-Werbeeinnahmen der deutschen Medien verzeichneten 2023 insgesamt dennoch ein leichtes Plus von 1,4 % (ZAW-Prognose, Dezember 2023). Ausschlaggebend für die positive Entwicklung war das überproportionale Wachstum der digitalen Werbung, die ihren Anteil auf 48 % steigerte (Vorjahr: 46 %).


Das Geschäft von News Media US wurde im Jahr 2023 besonders durch fehlende Werbeerlöse in einem schwächelnden Marktumfeld sowohl bei Business Insider als auch POLITICO beeinflusst. Die legislativen Entscheidungen in den USA wurden durch das Erreichen der zulässigen Schuldenobergrenze eingeschränkt und beeinflussten somit sowohl die politische Berichtserstattung als auch die Werbeerlöse bei POLITICO. Für beide Geschäftsbereiche stellten die wiederkehrenden Abonnementerlöse einen wichtigen und verlässlichen Umsatztreiber dar.


Die Performance der AWIN Group und der Idealo Group korreliert eng mit dem E-Commerce-Wachstum und konnte auch im Jahr 2023 vom weltweiten Anstieg des E-Commerce profitieren. Idealo hat zudem im Jahr 2023 von der steigenden Inflation und der damit zusammenhängenden Preissensitivität in der Bevölkerung profitiert. Die Grupa Ringier Axel Springer Polska, Finanzen.net Group und Bonial Group erzielen einen Großteil ihrer Umsätze durch Werbeerlöse. Somit sind diese ebenfalls sehr vom Werbemarkt abhängig.

Geschäftsverlauf


Im Februar 2023 hat die BILD-Gruppe des Geschäftsbereichs News Media Germany 60,0 % an TorAlarm erworben. TorAlarm betreibt die gleichnamige Fußball-App und wird die Sportfamilie der BILD-Gruppe verstärken.


Im Juni 2023 hat der Geschäftsbereich News Media Germany weitere 25,0 % der Anteile an SoD ScreenOnDemand erworben und hält nunmehr 50,1 % der Anteile. ScreenOnDemand ist ein Vermarkter digitaler Werbekampagnen in Deutschland, Österreich und Frankreich.


Im Juni 2023 hat die AVIV Group weitere Anteile an Homeday erworben, kontrollierte die Gesellschaft seitdem und ist nach dem Erwerb der verbleibenden Anteile Ende August nun alleinige Gesellschafterin. Homeday ist auf dem deutschen Immobilienmarkt im Bereich der Bewertung und Vermittlung tätig.


Im Juli 2023 hat die Stepstone Group 100,0 % der Anteile an Bayard erworben. Bayard ist ein Technologieanbieter für programmatische Jobanzeigen in den USA. Der Erwerb erweitert das bestehende Produktportfolio als auch den Kundenstamm von Appcast.


Im Juli 2023 hat Axel Springer eine strategische Initiative auf dem Feld der generativen Künstlichen Intelligenz (KI) gestartet. Ein globales Team aus Experten und Expertinnen mit multidisziplinären Hintergründen wird konzernübergreifend Maßnahmen im Bereich der generativen KI konsolidieren und Innovationen vorantreiben.


Im November 2023 hat die AVIV Group 100,0 % der Anteile an Neuraum erworben. Neuraum betreibt mehrere Online-Plattformen für den Hausbau in Deutschland und Österreich.


Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie hat Axel Springer im November 2023 seine Beteiligung an der Ringier Axel Springer Schweiz an seinen Joint-Venture-Partner Ringier veräußert. Über das Joint Venture war Axel Springer an einem Portfolio von 20 Magazin- und Zeitschriftentitel der Schweiz beteiligt.


Im Dezember 2023 hat der Geschäftsbereich News Media Germany weitere 25,0 % der Anteile an cmmrcl.ly erworben und hält nun mit 50,1 % die Mehrheit der Anteile. cmmrcl.ly ist im Bereich der Social Media-Vermarktung tätig.


Des Weiteren wurde im Dezember eine strategische Partnerschaft mit dem Softwareunternehmen OpenAI eingegangen, um unabhängigen Journalismus im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz zu stärken. Die Nutzung von ChatGPT soll um aktuelle und verlässliche journalistische Inhalte der Axel Springer-Medienmarken bereichert werden.


Ende 2023 wurde vorzeitig die Laufzeit der langfristigen Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von unverändert € 1.500,0 Mio. bis Juli 2028 verlängert. Des Weiteren wurden im Laufe des Berichtsjahrs Laufzeitdarlehen in Höhe von insgesamt € 385,0 Mio. refinanziert oder neu abgeschlossen. Deren Laufzeit endet im Juli 2027. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Schuldscheindarlehen in Höhe von insgesamt € 410,0 Mio. neu abgeschlossen.

Gesamtaussage des Vorstands zu Geschäftsverlauf und wirtschaftlichem Umfeld


Die Digitalisierung ist weiterhin der bestimmende Trend für das wirtschaftliche Umfeld von Medienunternehmen. Dies reflektiert auch die Entwicklung der Geschäftsbereiche des Axel Springer Konzerns. Das makroökonomische Umfeld war im Berichtsjahr insbesondere geprägt durch steigende Zinsen, weiterhin relativ hohe Inflation, den Krieg in Nahost und die damit verbundene allgemeine wirtschaftliche und politische Unsicherheit. Besonders unser Geschäft in den USA war durch die gesamtwirtschaftliche Lage im Jahr 2023 stark gefordert. Die Strategie der konsequenten Digitalisierung unserer Aktivitäten hat es uns ermöglicht, die Auswirkungen dieses Umfelds zu beschränken. Mit langfristig orientierten Investoren als strategische Partner, die unsere Wachstumsstrategie unterstützen, sind wir gut aufgestellt, um die Potenziale, die wir in unseren Geschäftsfeldern sehen, zu heben und damit weiteres organisches Wachstum zu erzielen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Finanzielle Leistungsindikatoren


Im Fokus steht für uns die nachhaltige Steigerung sowohl unserer Profitabilität als auch unseres Unternehmenswertes. Bei der Ertragskraft sind Pro-forma-Umsatzerlöse, adjusted EBITDA (Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) und adjusted EBIT (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) die wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren. Diese sowie die darüber hinaus verwendeten finanziellen Leistungsindikatoren adjusted EBITDA-Rendite, adjusted EBIT-Rendite, frei verfügbarer Cashflow und Nettoverschuldung/-liquidität sind nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) nicht definierte Kennzahlen, die als ergänzende Informationen anzusehen sind.


Bei der Ermittlung der Pro-forma-Umsatzerlöse werden für die im Berichts- bzw. Vorjahr erworbenen Unternehmen die Umsatzerlöse so berücksichtigt, als wären diese Unternehmen bereits seit Beginn des Vorjahres im Konzernabschluss enthalten. Bei Veräußerungen bleiben die Umsatzerlöse der veräußerten Unternehmen im Berichts- sowie im Vorjahr vollständig unberücksichtigt.


Adjusted EBITDA, adjusted EBITDA-Rendite, adjusted EBIT und adjusted EBIT-Rendite beinhalten keine Sondereffekte und keine Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen. Sondereffekte enthalten Effekte aus dem Erwerb und der Veräußerung (einschließlich Einbringung) von Tochtergesellschaften, Unternehmensteilen und Beteiligungen (einschließlich Effekten aus der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten und sonstiger Optionsverbindlichkeiten für den Erwerb nicht beherrschender Anteile), Effekte aus der Veräußerung von Immobilien, Sonderabschreibungen und Zuschreibungen auf eigengenutzte Immobilien, Aufwendungen im Zusammenhang mit langfristigen unternehmenswertbasierten Vergütungsprogrammen, Restrukturierungsaufwendungen, das gesamte Beteiligungsergebnis (inkl. Abschreibungen und Zuschreibungen auf Beteiligungen) und sonstige wesentliche Einmaleffekte. Darüber hinaus wird auch eine der Ermittlung der Pro-forma Umsatzerlöse entsprechende Anpassung für Unternehmenserwerbe und -veräußerungen vorgenommen. Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen beinhalten den Aufwand aus Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen aus Unternehmens- und Geschäftserwerben. In der Darstellung der Ertragslage sind die Bereinigungen näher erläutert.


Die adjusted EBITDA-Rendite ermittelt sich als Verhältnis des adjusted EBITDA zu den Pro-forma-Umsatzerlösen. Die adjusted EBIT-Rendite ermittelt sich als Verhältnis des adjusted EBIT zu den Pro-forma-Umsatzerlösen.


Der frei verfügbare Cashflow ergibt sich aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit abzgl. Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (CAPEX - Capital Expenditures) zzgl. Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Die genannten Teilbeträge sind in der Konzern-Kapitalflussrechnung separat ausgewiesen. Die Nettoverschuldung/Nettoliquidität ermittelt sich als Saldo aus den Finanzmitteln und Finanzverbindlichkeiten.


Wir erachten die Pro-forma Umsatzerlöse, das adjusted EBITDA, die adjusted EBITDA-Rendite, das adjusted EBIT und die adjusted EBIT-Rendite als geeignete Kennzahlen zur Messung der operativen Ertragskraft von Axel Springer, da diese Kennzahlen Effekte außer Acht lassen, die die fundamentale Geschäftsentwicklung von Axel Springer nicht reflektieren. Zur Beurteilung unserer aktuellen Finanzierungs- und Kapitalstruktur sowie des zukünftigen Finanzierungsvolumens halten wir den frei verfügbaren Cashflow sowie die Nettoverschul-dung/Nettoliquidität für geeignete Leistungskennzahlen.

Ertragslage


Die im Jahr 2023 weiterhin unsichere politische und wirtschaftliche Lage sowie der schwache Werbemarkt, vor allem in den USA, haben einen negativen Effekt auf unsere Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr gehabt. Das Geschäft mit Job-Portalen und mit Werbeanzeigen in unseren journalistischen Marken, insbesondere bei News Media US, ging nach einem Zuwachs im Vorjahr im Geschäftsjahr 2023 wieder zurück. Die AVIV Group konnte 2023 leicht wachsen. Geschäftsmodelle, wie die der Idealo Group und Bonial Group konnten auch im Jahr 2023 von der inflationsbedingten Preissensitivität der Konsumenten profitieren. Der Geschäftsbereich News Media Germany konnte die Anzahl an digitalen Abonnenten 2023 weiter ausbauen. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse im Berichtsjahr bei € 3.855,3 Mio. und damit 0,6 % über dem Vorjahr (Vj.: € 3.833,9 Mio.).


Die um Akquisitionseffekte angepassten Pro-forma-Umsatzerlöse lagen mit € 3.920,2 Mio. um 1,9 % unter dem Vorjahreswert (€ 3.996,8 Mio.). Die Pro-forma-Umsatzerlöse des Geschäftsbereichs Stepstone Group reduzierten sich um 9,7 %; der Geschäftsbereich AVIV Group legte um 2,1 % zu. Auch der Geschäftsbereich News Media Germany konnte die Pro-forma-Umsatzerlöse um 1,7 % steigern, während die Pro-forma-Umsatz-erlöse des Geschäftsbereichs News Media US 9,4 % gegenüber dem Vorjahr verloren. Der Geschäftsbereich Other Business Units steigerte die Pro-forma-Umsatzerlöse um 8,0 %.


Die Werbeerlöse sanken um 2,9 % auf € 2.735,8 Mio. (Vj.: € 2.818,8 Mio.). Die Pro-forma-Werbeerlöse sanken um 4,0 % auf € 2.764,0 Mio. (Vj.: € 2.879,2 Mio.). Zu diesem Rückgang trugen vor allem die Geschäftsbereiche Stepstone Group und News Media US bei. Der Anteil der Pro-forma-Werbeerlöse an den Pro-forma-Umsatzerlösen bewegte sich mit 70,5 % leicht unter dem Vorjahresniveau (Vj.: 72,0 %).


Die Vertriebserlöse erhöhten sich um 0,6 % auf € 596,0 Mio. (Vj.: € 592,2 Mio.). Der nur leichte Rückgang der Pro-forma-Vertriebserlöse um 0,5 % von € 597,5 Mio. auf € 594,3 Mio. konnte trotz des strukturellen Rückgangs von Auflagen bei gedruckten Zeitungen und Zeitschriften durch einen signifikanten Anstieg von digitalen Abonnements erreicht werden. Der Anteil der Pro-forma-Vertriebserlöse an den Pro-forma-Gesamtumsätzen stieg leicht auf 15,2 % (Vj.: 14,9 %).


Die übrigen Erlöse beliefen sich auf € 523,5 Mio. Dies entsprach einem Anstieg von 23,8 % (Vj.: € 422,9 Mio.), der im Wesentlichen aus der AVIV Group und dem Geschäftsbereich News Media Germany resultierte. Die Pro-forma-übrigen-Erlöse lagen mit € 561,9 Mio. 8,0 % über dem Vorjahreswert von € 520,1 Mio. Insgesamt hatten die Pro-forma-übrigen-Erlöse einen Anteil von 14,3 % (Vj.: 13,0 %) an den Pro-forma-Umsatzerlösen.


Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei € 181,3 Mio. (Vj.: € 105,4 Mio.). Der Anstieg im Berichtsjahr resultierte im Wesentlichen aus Erträgen im Zusammenhang mit der Neubewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten sowie aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen für langfristige unternehmenswertbasierte Vergütungsprogramme.


Die Bestandsveränderung und andere aktivierte Eigenleistungen beliefen sich auf € 150,9 Mio. (Vj.: € 122,9 Mio.) und standen wie im Vorjahr im Wesentlichen im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle.


Die Gesamtaufwendungen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,9 % auf € 4.034,3 Mio. (Vj.: € 3.884,0 Mio.).


Der Materialaufwand verminderte sich um 6,2 % auf € 521,8 Mio. (Vj.: € 556,5 Mio.). Ursächlich für den Rückgang waren insbesondere niedrigere Aufwendungen für Papier und geringere bezogene Leistungen vor allem der Stepstone Group. Die Materialaufwandsquote reduzierte sich auf 13,5 % (Vj.: 14,5 %).


Der Personalaufwand lag mit € 1.872,8 Mio. (Vj.: € 1.726,7 Mio.) um 8,5 % über dem Vorjahresniveau. Ursächlich für diese Entwicklung waren im Wesentlichen gestiegene Aufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen insbesondere im Geschäftsbereich News Media Germany sowie höhere Aufwendungen aus langfristigen unternehmenswertbasierten Vergütungsprogrammen. Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten des Konzerns stieg 2023 um 0,2 % auf 18.242.


Der Anstieg der Abschreibungen auf € 492,4 Mio. (Vj.: € 459,5 Mio.) resultierte im Wesentlichen aus höheren planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte.


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 1.147,3 Mio. (Vj.: € 1.141,3 Mio.) auf dem Niveau des Vorjahres. Hierbei standen höheren Aufwendungen für Fremdpersonal geringeren Aufwendungen für Werbemaßnahmen gegenüber.


Das Beteiligungsergebnis betrug € - 19,6 Mio. (Vj.: € - 47,2 Mio.) und enthielt Verluste aus der Neubewertung von Finanzanlagen in Höhe von € 69,3 Mio. (Vj.: € - 30,4 Mio). Darüber hinaus waren Erträge aus der Übergangskonsolidierung von bislang nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen von € 60,3 Mio. (Vj.: € 15,4 Mio.) enthalten, die insbesondere ScreenOnDemand (im Vorjahr: No Fluff Jobs) betrafen. Im Vorjahr waren zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf unsere nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an Ringier Axel Springer Schweiz AG in Höhe von € 11,1 Mio. berücksichtigt.


Das Finanzergebnis belief sich auf € - 158,7 Mio. (Vj.: € - 48,6 Mio.). Der Rückgang des Finanzergebnisses resultierte im Wesentlichen aus erhöhten Zinsaufwendungen aus Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen sowie Abschreibungen auf Wandeldarlehensforderungen, die fast ausschließlich im Zusammenhang mit der Übergangskonsolidierung der bislang nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen an homeday standen.


Das Ergebnis aus Ertragsteuern betrug im Berichtsjahr € - 143,3 Mio. (Vj.: € - 107,2 Mio.). Die Verminderung war insbesondere auf Wertberichtigungen von aktiven latenten Steuern zurückzuführen.


Das adjusted EBITDA stieg gegenüber dem Vorjahr um 1,8 % auf € 790,0 Mio. (Vj.: € 775,8 Mio.). Die adjusted EBITDA-Rendite des Konzerns betrug 20,2 % (Vj.: 19,4 %). Das adjusted EBITDA der Stepstone Group reduzierte sich um 2,1 % von € 367,4 Mio. auf € 359,6 Mio. vor allem infolge geringerer Umsatzerlöse. Das adjusted EBITDA der AVIV Group erhöhte sich insbesondere aufgrund gestiegener Umsatzerlöse um 10,1 % von € 139,9 Mio. auf € 154,1 Mio. Im Geschäftsbereich News Media Germany stieg das adjusted EBITDA um 31,7 % von € 109,9 Mio. auf € 144,7 Mio., was im Wesentlichen aus höheren Umsatzerlösen und gesunkenen Papierkosten resultierte. Der Geschäftsbereich News Media US verzeichnete beim adjusted EBITDA einen Rückgang um 36,0 % von € 77,0 Mio. auf € 49,3 Mio., was vor allem auf geringere Werbeerlöse zurückzuführen war. Im Geschäftsbereich Other Business Units kam es vor allem infolge des Aufbaus der neuen Second-Tier Sport Streaming Plattform DYN zu einem Rückgang des adjusted EBITDA um 3,4 % von € 166,2 Mio. auf € 160,6 Mio. Im Bereich Holding verbesserte sich das adjusted EBITDA von € - 84,7 Mio. auf € - 78,2 Mio.


Das adjusted EBIT reduzierte sich bei gestiegenen Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr um 3,1 % auf € 524,3 Mio. (Vj.: € 540,9 Mio.). Die adjusted EBIT-Rendite lag mit 13,4 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres (13,5 %). Das adjusted EBIT der Stepstone Group reduzierte sich um 4,2 % von € 306,3 Mio. auf € 293,3 Mio. Die AVIV Group verzeichnete im adjusted EBIT einen leichten Rückgang um 0,7 % von € 95,0 Mio. auf € 94,3 Mio., das adjusted EBIT des Geschäftsbereichs News Media Germany erhöhte sich um 44,2 % von € 56,6 Mio. auf € 81,7 Mio. Im Geschäftsbereich News Media US reduzierte sich das adjusted EBIT um 53,2 % von € 51,9 Mio. auf € 24,2 Mio., das adjusted EBIT des Geschäftsbereichs Other Business Units sank um 5,6 % von € 118,7 Mio. auf € 112,1 Mio. Das adjusted EBIT des Bereichs Holding verbesserte sich dem adjusted EBITDA folgend von € - 87,6 Mio. auf € - 81,3 Mio.


Im adjusted EBITDA und adjusted EBIT ergaben sich folgende Bereinigungseffekte:

Mio. € 2023 2022
Effekte aus Unternehmenserwerben - 2,3 - 10,0
Effekte aus Unternehmens-/Immobilienveräußerungen - 2,6 1,0
Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten 55,9 0,1
Unternehmenswertbasierte Vergütungen - 2,6 - 32,5
Restrukturierungsaufwand - 160,5 - 46,1
Pro-forma-Effekte* - 21,0 - 33,4
Beteiligungsergebnis - 19,6 - 47,2
Sonstige Bereinigungen - 11,2 - 17,1
Bereinigungseffekte EBITDA - 164,1 - 185,2
Abschreibungen aus Kaufpreisallokationen -228,7 -228,1
Pro-forma-Effekte* 1,9 3,5
Bereinigungseffekte EBIT - 390,8 -409,7

* Die Pro-forma-Effekte des Vorjahres unterliegen aufgrund von Erwerben und Veräußerungen des Berichtsjahres einer Veränderung.


Bereinigungen im Zusammenhang mit der Folgebewertung bedingter Kaufpreisverbindlichkeiten betrafen im Berichtsjahr insbesondere Morning Brew. Darüber hinaus wurden wie im Vorjahr Aufwendungen und Erträge aus der Neubewertung unternehmenswertbasierter Vergütungsprogramme bereinigt, insbesondere für den langfristigen Management Incentive Plan sowie die Vergütungsprogramme bei Appcast, Insider und Morning Brew. Die Restrukturierungsaufwendungen betrafen im Berichtsjahr insbesondere den Geschäftsbereich News Media Germany. Die Pro-forma-Effekte des Berichtsjahres und des Vorjahres entfielen im Wesentlichen auf die Erwerbe von ScreenOnDemand, Bayard und homeday. Die vollständige Bereinigung des Beteiligungsergebnisses umfasste im Wesentlichen die laufenden Ergebnisse aus der At-Equity-Konsolidierung, Effekte aus der Übergangskonsolidierung von bislang nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen sowie Neubewertungseffekte auf Finanzanlagen. Im Vorjahr waren zudem außerplanmäßige Abschreibungen auf nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen enthalten.


Nachfolgend ist die Überleitung des adjusted EBITDA zum Konzernergebnis dargestellt:

Überleitung des adjusted EBITDA zum Konzernergebnis

Mio. € 2023 2022
Adjusted EBITDA 790,0 775,8
Ab-/Zuschreibungen (ohne Bereinigungen und Kaufpreisallokationen) -265,7 -235,0
Adjusted EBIT 524,3 540,9
Bereinigungseffekte -390,8 -409,7
Finanzergebnis - 158,7 - 48,6
Ertragsteuern - 143,3 - 107,2
Konzernergebnis - 168,5 - 24,7


Das Konzernergebnis sank um € 143,8 Mio. auf € - 168,5 Mio. (Vj.: € - 24,7 Mio.). Das Ergebnis je Aktie sank aufgrund der Verminderung des positiven Ergebnisanteils der Anteile anderer Gesellschafter von € - 0,42 je Aktie auf € - 1,66 je Aktie.

Finanzlage

Finanzmanagement


Die Finanzmittel im Axel Springer Konzern werden grundsätzlich über die Axel Springer SE bereitgestellt. So wird gewährleistet, dass die Konzerngesellschaften stets über ausreichende Liquidität verfügen. Maßgebliches Ziel des Finanzmanagements ist die kostengünstige Sicherstellung der Liquidität unter Berücksichtigung einer fristengerechten Finanzierung.

Nettoliquidität/-verschuldung

Mio. € 2023 2022
Finanzmittelfonds 233,9 204,1
Finanzverbindlichkeiten 2.989,4 2.606,9
Nettoliquidität/-verschuldung* - 2.755,6 -2.402,8

* Inkl. Leasingverbindlichkeiten in Höhe von € 507,0 Mio. (Vj.: € 562,3 Mio.).


Zum 31. Dezember 2023 bestanden langfristige Kreditlinien in Höhe von € 1.500,0 Mio. Die Laufzeit wurde im Berichtsjahr um ein Jahr verlängert und endet im Juli 2028. Zum Bilanzstichtag waren die Kreditlinien in Höhe von € 777,5 Mio. (Vj.: € 791,5 Mio.) ausgeschöpft. Darüber hinaus bestanden verschiedene Laufzeitdarlehen in Höhe von insgesamt € 910,0 Mio. Laufzeitdarlehen in Höhe von € 275,0 Mio. mit einer ursprünglichen Laufzeit bis Juli 2024 wurden im Berichtsjahr vorzeitig refinanziert und um € 110,0 Mio. erhöht. Die entsprechende Laufzeit der Darlehen in Höhe von € 385,0 Mio. wurde bis Juli 2027 verlängert. Die übrigen Laufzeitdarlehen sind im Juli 2024 (€ 25,0 Mio.) und Juli 2026 (€ 500,0 Mio.) fällig. Ferner bestanden Schuldscheindarlehen in Höhe von € 794,5 Mio. (Vj.: € 456,5 Mio.) mit Laufzeiten bis Mai 2024 (€ 384,5 Mio.), Februar 2026 (€ 118,5 Mio.), Dezember 2026 (€ 150,0 Mio.), Februar 2027 (€ 28,5 Mio.) und Februar 2028 (€ 113,0 Mio.). Schuldscheindarlehen in Höhe von € 410,0 Mio. wurden im Berichtsjahr neu abgeschlossen.


Zur zinsoptimierten Deckung kurzfristigen Kapitalbedarfs kann Axel Springer bestimmte Formen kurzfristiger Inhaberschuldverschreibungen (Commercial Paper) mit einem maximalen Volumen von € 750,0 Mio. und einer Laufzeit bis zu einem Jahr emittieren. Zum Bilanzstichtag waren keine Commercial Paper ausgegeben.


Die Kreditlinie, Laufzeitdarlehen über € 410,0 Mio., die Schuldscheindarlehen sowie das kurzfristige Commercial Paper Programm können sowohl für allgemeine Gesellschaftszwecke als auch zur Finanzierung von Akquisitionen eingesetzt werden. Laufzeitdarlehen in Höhe von € 500,0 Mio. dienen ausschließlich der Akquisitionsfinanzierung.

Cashflow-Entwicklung

Konzernkapitalflussrechnung (Kurzfassung)

Mio. € 2023 2022
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 308,5 464,4
Cashflow aus Investitionstätigkeit -499,0 - 214,6
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit 220,9 -249,1
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 30,4 0,8
Finanzmittelfonds zum 31.12. 233,9 204,1


Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag bei € 308,5 Mio. und damit wesentlich unter dem Wert des Vorjahreszeitraums (€ 464,4 Mio.). Der Rückgang resultierte insbesondere aus höheren Auszahlungen für langfristige unternehmenswertbasierte Vergütungsprogramme, höheren Netto-Zinszahlungen, höheren Auszahlungen für Restrukturierungsmaßnahmen sowie der Entwicklung der Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Entgegengesetzt wirkten geringere Netto-Steuerzahlungen.


Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich auf € - 499,0 Mio. (Vj.: € - 214,6 Mio.). Die Verminderung war vor allem geprägt durch Auszahlungen (abzgl. übernommener Zahlungsmittel) für vollzogene Unternehmenserwerbe und betraf im Wesentlichen die Erwerbe von ScreenOnDemand (€ 24,8 Mio.), Bayard (€ 246,1 Mio.) sowie Neuraum (€ 19,7 Mio.). Darüber hinaus waren insbesondere Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen enthalten.


Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit von € 220,9 Mio. (Vj.: € - 249,1 Mio.) war im Berichtsjahr insbesondere durch die Nettoaufnahme (Vj.: Nettotilgung) von Finanzverbindlichkeiten geprägt. Dem entgegen wirkten der Tilgungsanteil von Miet- und Leasingzahlungen sowie die Dividende an die Aktionäre der Axel Springer SE.

Vermögenslage

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)

Mio. € 31.12.2023 31.12.2022
Langfristige Vermögenswerte 5.920,2 5.885,6
Kurzfristige Vermögenswerte 1.497,8 1.340,1
Aktiva 7.417,9 7.225,7
Eigenkapital 2.096,9 2.500,9
Langfristiges Fremdkapital 3.304,5 3.101,9
Kurzfristiges Fremdkapital 2.016,5 1.622,8
Passiva 7.417,9 7.225,7


Die Entwicklung der langfristigen Vermögenswerte war vor allem geprägt durch die Erfassung immaterieller Vermögenswerte im Rahmen der erstmaligen Konsolidierung der im Berichtsjahr vollzogenen Unternehmenserwerbe. Dementgegen wirkten im Wesentlichen planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen sowie der Wegfall der Vermögensüberdeckung aus leistungsorientierten Pensionsplänen. Der Anstieg der kurzfristigen Vermögenswerte stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.


Das Eigenkapital reduzierte sich insbesondere durch das Konzernergebnis des Berichtsjahres sowie die Dividende an die Aktionäre der Axel Springer SE. Eigenkapitalmindernd wirkten darüber hinaus Währungsumrechnungseffekte konsolidierter Abschlüsse sowie die Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste durch den Rückgang des Rechnungszinses im Rahmen der Pensionsbilanzierung (unter Berücksichtigung entsprechender Steuereffekte).


Der Anstieg des langfristigen Fremdkapitals stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit neu abgeschlossenen Schuldscheindarlehen, trotz Reklassifizierung der im Geschäftsjahr 2024 fälligen Schuldscheindarlehen, und der Netto-Pensionsverpflichtungen aufgrund eines verminderten Rechnungszinses. Darüber hinaus erhöhten sich die sonstigen Verbindlichkeiten aus vereinbarten Optionsrechten aufgrund der im Berichtsjahr vollzogenen Unternehmenserwerbe. Die Veränderung des kurzfristigen Fremdkapitals war vor allem geprägt durch die Reklassifizierung der im Geschäftsjahr 2024 fälligen Schuldscheindarlehen. Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf


In der im Lagebericht des Geschäftsjahres 2022 veröffentlichten Prognose rechneten wir für das Geschäftsjahr 2023 im Axel Springer Konzern mit einem Wachstum der Pro-forma-Umsatzerlöse im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich. Dabei gingen wir bei den Classifieds-Portalen und unseren US-Medien von einem überproportionalen Beitrag zum konzernweiten Umsatzwachstum aus, wobei das Wachstum vor allem konjunktur- und wechselkursbedingt deutlich geringer ausfallen sollte als noch im Vorjahr. Für die deutschen Medien rechneten wir insbesondere aufgrund des strukturell weiterhin rückläufigen Printgeschäfts mit einem leichten Rückgang. Tatsächlich wurde die Konzern-Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2023 nicht erreicht. Die Proforma-Umsatzerlöse des Konzerns verzeichneten einen Rückgang im niedrigen einstelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahreswert. Die Classifieds-Portale verloren im mittleren und die US-Medien im hohen einstelligen Prozentbereich, unter anderem aufgrund der deutlich rückläufigen Werbemarktentwicklung in den USA. Die deutschen Medien entwickelten sich dagegen stabiler als erwartet und verzeichneten ein leichtes Wachstum der Pro-forma-Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich.


Für das adjusted EBITDA rechneten wir aufgrund von inflationsbedingt steigenden Kosten und fortgeführter Wachstumsinitiativen mit einem Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim adjusted EBIT erwarteten wir ein Minus im niedrigen zweistelligen Prozentbereich. Tatsächlich wurden die Erwartungen für das adjusted EBITDA und EBIT trotz der verfehlten Umsatzprognose übertroffen. Das adjusted EBITDA wies ein Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich auf, während der Rückgang des adjusted EBIT lediglich im niedrigen einstelligen Prozentbereich lag. Dies ist vor allem auf Minderkosten im Zusammenhang mit den Umsatzrückgängen sowie auf ein konsequentes Kostenmanagement und verstärkte Restrukturierungsmaßnahmen zurückzuführen.


Sofern auf den zweistelligen Prozentbereich Bezug genommen wird, bezieht sich dies in Anlehnung an den englischen Begriff "Teens" auf den Bereich von mindestens 10 % und höchstens 20 %. Demgegenüber sind mit "deutlich unter Vorjahr" bzw. "deutlich über Vorjahr" Abweichungen gegenüber dem Vorjahr von mehr als 20 % gemeint.

Gesamtaussage des Vorstands zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage


Das Geschäftsjahr 2023 war von einer gesamtwirtschaftlichen Unsicherheit geprägt, verursacht durch hohe Zinsen, eine weiterhin relativ hohe Inflation und den Krieg in Nahost. Dabei waren unsere Aktivitäten in den USA im Jahr 2023 besonders gefordert. Vor diesem Hintergrund verlief das Geschäftsjahr 2023 für uns erfolgreich. Unsere Pro-forma-Umsatzerlöse sanken zwar, besonders durch die Herausforderungen in den USA, um 1,9 %, dagegen konnte das adjusted EBITDA allerdings um 1,8 % gesteigert werden. Das Geschäft mit unseren Jobportalen war dabei besonders beeinflusst durch die Herausforderungen im amerikanischen Markt und die konjunkturbedingte steigende Zurückhaltung der Unternehmen am Arbeitsmarkt. Die Immobilienportale konnten 2023 umsatzseitig wieder zulegen und signifikant in die Transformation investieren. Im Geschäftsbereich News Media Germany wurden strukturell bedingte Umsatzrückgänge im Printbereich durch höhere Umsätze bei den digitalen Medienangeboten und starke Werbeerlöse überkompensiert. Gleichzeitig konnte nach dem Umbau und der Implementierung der neuen Strategie mit stärkerem Fokus auf die Marken, die Profitabilität wieder deutlich gesteigert werden. Im Geschäftsbereich News Media US gingen die Umsätze durch die gesamtwirtschaftliche Lage und die damit verbundenen Herausforderungen im US-Werbemarkt zurück. Hinzu kamen Investitionen in zukünftiges Wachstum des Geschäfts von POLITICO. Im Geschäftsbereich Other Business Units konnten die Umsätze besonders durch eine gute Perfomance von Idealo, Finanzen.net, Bonial, RAS Polen und AWIN deutlich gesteigert werden. Gleichzeitig wurde in den Aufbau der neuen Second-Tier Sport Streaming Plattform DYN investiert.


Wir sind überzeugt, dass es noch deutliches Wachstumspotenzial insbesondere im Bereich der digitalen Rubrikenangebote und des digitalen Journalismus gibt. Wir haben unsere Wachstumsinitiativen weiter vorangetrieben. Akquisitionen und ein aktives Portfoliomanagement werden auch in Zukunft ein Baustein zur Weiterentwicklung des Konzerns bleiben. Durch die strategische Partnerschaft mit langfristig orientierten Investoren, die unsere Wachstumsstrategie unterstützen, sind wir gut aufgestellt, um die Potenziale, die wir in unseren Geschäftsfeldern sehen, zu heben, um auch in Zukunft organisches Wachstum zu erzielen.

Ausgewählte Kennzahlen auf Konzernebene

Mio. € 2023 2022
Umsatzerlöse, pro-forma 3.920,2 3.996,8
EBITDA, adjusted 790,0 775,8
EBITDA-Rendite, adjusted 20,2 % 19,4 %
EBIT, adjusted 524,3 540,9
EBIT-Rendite, adjusted 13,4 % 13,5 %
Konzernergebnis - 168,5 - 24,7
Ergebnis je Aktie (in €) - 1,66 - 0,42
Dividende je Aktie (in €)* 1,16 1,16
Dividendensumme* 125,2 125,2
Nettoverschuldung/-liquidität zum 31.12. -2.755,6 -2.402,8
Frei verfügbarer Cashflow (FCF) 132,1 298,2
FCF ohne Effekte aus Immobilientransaktionen und des MIP/LTIP** 162,0 311,3

* Die Dividende für das Geschäftsjahr 2023 steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung.
** FCF bereinigt um Effekte aus der Veräußerung des Neubaus, der Axel-Springer-Passage in Berlin und der Gebäude in Hamburg sowie dem MIP- und LTIP-Programm für den Vorstand und ausgewählte Führungskräfte.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeitende


Was Axel Springer im Kern ausmacht, sind die Mitarbeitenden, ihre Vielfalt, ihre individuellen Fähigkeiten, ihr Wissen und ihr Engagement. Axel Springer beschäftigte im Berichtsjahr durchschnittlich 18.242 (Vj.: 18.205) Mitarbeitende (ohne Auszubildende, Journalistenschüler und -schülerinnen, Mitarbeitende im Volontariat). Durchschnittlich 9.375 der Mitarbeitenden waren im Ausland (Vj.: 9.334) beschäftigt; das entspricht einem Anteil von 51,4 % (Vj.: 51,3 %). Im Konzern waren durchschnittlich 8.493 Frauen, 9.725 Männer und 24 Mitarbeitende, die sich als divers definieren, tätig. Der Anteil der Frauen liegt mit 46,6 % (Vj.: 44,1 %) über dem Vorjahresniveau. Die Anzahl der Redakteurinnen und Redakteure sank im Berichtszeitraum um 7,5 % auf 3.148. Die Anzahl der Angestellten erhöhte sich leicht um 2,1 % auf 14.852 Mitarbeiter.


Beschäftigte nach Geschäftsbereichen

Anzahl im Jahresdurchschnitt 2023 2022 Veränderung
Stepstone Group 3.913 3.640 7,5 %
AVIV Group 2.414 2.251 7,2 %
News Media Germany 4.314 4.559 - 5,4 %
News Media US 2.395 2.542 - 5,8 %
Other Business Units 4.862 4.870 - 0,2 %
Holding 345 343 0,8 %
Axel Springer Konzern 18.242 18.205 0,2 %


Im Jahr 2023 wurden hauptsächlich in der Stepstone Group und AVIV Group Mitarbeitende aufgebaut. Demgegenüber stand bedingt durch Restrukturierungsmaßnahmen ein Rückgang im Geschäftsbereich News Media Germany sowie ein Personalabbau im Geschäftsbereich News Media US.


Das Ziel von Axel Springer ist es, ein vielfältiges und inklusives Arbeitsumfeld zu schaffen, in dem sich alle Mitarbeitenden respektiert, wertgeschätzt und zugehörig fühlen. Um die Themen Vielfalt und Inklusion tiefer im Bewusstsein der Mitarbeitenden und in der Geschäftsstrategie zu verankern, hat Axel Springer bereits im Jahr 2022 eine konzernweite Strategie formuliert, die bis Ende 2026 umgesetzt werden soll. Diese umfasst Bestrebungen in fünf Bereichen mit insgesamt 15 Verpflichtungen: Aktivierung von Führungskräften, glaubwürdige Bemühungen, inklusive Karrieren, Talent-Erfahrung, Nutzung von Daten.


Die Förderung von Frauen in Führungspositionen bleibt im Fokus des ganzheitlichen Diversity & Inclusion-Ansatzes von Axel Springer: Bis 2026 soll konzernweit ein Geschlechterverhältnis von mindestens 40 % Frauen in den Top-Führungspositionen erreicht werden. In den Geschäftsbereichen gibt es auf den weiteren Managementebenen dezentrale Zielvorgaben für größere Geschlechtervielfalt. Der jeweilige Korridor liegt dabei zwischen 40 % bis 50 %. Es wird angestrebt, auch Menschen mit dem Geschlechtseintrag "divers" sowie nichtbinäre Menschen in dieses Ziel mit einzubeziehen. Der Vorstand war zum 31. Dezember 2023 mit einer Frau und drei Männern besetzt. Der Aufsichtsrat hatte zu diesem Zeitpunkt neun Mitglieder, wovon zwei Frauen und sieben Männer waren. Die Zusammensetzung der Führungskräfte von Axel Springer nach Geschlecht ist nachfolgend dargestellt:

Führungskräfte nach Geschlecht

Anzahl im Jahresdurchschnitt 2023 Anteil 2023 2022 Veränderung
Weiblich 811 39,3 % 906 39,8 %
Männlich 1.250 60,6 % 1.373 60,2 %
Divers 1 0,0 % 0 0,0 %
Axel Springer Konzern 2.062 100,0 % 2.279 100,0 %

Forschung und Entwicklung


Axel Springer betreibt keine Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Sinne eines Industrieunternehmens. Alle Bereiche des Unternehmens optimieren die bestehenden Angebote und arbeiten daran, innovative Produkte im Markt zu etablieren. Vor allem bedeutet dies, dass wir unser Angebotsspektrum kontinuierlich durch Innovationen im digitalen Geschäft erweitern, redaktionelle Inhalte weiterentwickeln und unsere journalistische Exzellenz ausbauen. Dabei legen wir großen Wert auf die frühzeitige Berücksichtigung der sich verändernden Mediennutzung.


Neben unseren Investitionen in Beteiligungen im Frühphasenbereich haben wir im Berichtsjahr Eigenleistungen in Höhe von € 151,1 Mio. (Vj.: € 122,9 Mio.) im Zusammenhang mit IT-Entwicklungsprojekten zum Ausbau und zur Erweiterung unserer digitalen Geschäftsmodelle aktiviert. Ein großer Anteil an den Eigenleistungen sowie der wesentliche Anstieg im Vergleich zum Vorjahr entfällt auf die AVIV Group im Zusammenhang mit dem Aufbau einer einheitlichen technologischen Plattform für ihre digitalen Immobilienportale.

Absatzmarktbezogene Leistungsindikatoren


Für die Beurteilung unserer kunden-, markt- und angebotsbezogenen Leistungen sind die folgenden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren relevant, auch wenn das Unternehmen als Ganzes nicht danach gesteuert wird: Unique Users/Visitors sowie geschäftsmodellbezogene Kennzahlen unserer Online-Medien und die daraus resultierende Marktposition, Reichweite unserer Medien im Werbemarkt sowie Kennzahlen zu Marken- und Werbebekanntheit, durchschnittlich verkaufte Auflage aller wesentlichen Zeitungen und Zeitschriften und digitale Abonnements.

Wirtschaftliche Lage der Axel Springer SE

Vorbemerkungen


Die Axel Springer SE ist das Mutterunternehmen des Axel Springer Konzerns. Ihre Geschäftsentwicklung unterliegt aufgrund der von ihr direkt und indirekt gehaltenen Tochtergesellschaften grundsätzlich den gleichen Risiken und Chancen wie der Konzern. Diese werden ausführlich im Kapitel "Risiko- und Chancenbericht" dargestellt. Ebenso entsprechen die Erwartungen im Hinblick auf die Entwicklung der Axel Springer SE im Wesentlichen den im Prognosebericht beschriebenen Konzernerwartungen (siehe Kapitel "Prognosebericht").


Die folgenden Ausführungen basieren auf dem Jahresabschluss der Axel Springer SE, der nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs und des Aktiengesetzes aufgestellt wurde.

Geschäftstätigkeit


Die Axel Springer SE hat im Geschäftsjahr 2023 den Geschäftsbereich BILD- und WELT-Gruppe sowie die Axel Springer Academy of Journalism and Technology als Gesamtheit mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Ausgliederung auf ihre Tochtergesellschaft Axel Springer Deutschland GmbH (vormals BILD GmbH), Berlin, übertragen. Die Ausgliederung erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2023 und wurde Ende September 2023 rechtlich wirksam. Seit der Ausgliederung, die nahezu die gesamte bisherige operative Geschäftstätigkeit der Axel Springer SE umfasste, übt die Axel Springer SE nahezu ausschließlich Holdingfunktionen des Axel Springer Konzerns aus, steuert das konzernweite Finanz- und Liquiditätsmanagement und erbringt weitere Dienstleistungen an Konzerngesellschaften. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Axel Springer SE entsprechen im Wesentlichen denen des Konzerns und werden im Kapitel "Wirtschaftsbericht" beschrieben.


Um eine verbesserte Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurden in der Darstellung der Ertragslage Pro-forma-Zahlen als Referenzwerte des Vorjahres herangezogen, als wäre die Ausgliederung bereits im Vorjahr wirksam gewesen. Die Vorjahreswerte in den Erläuterungen der Vermögenslage sind um die erfolgte Ausgliederung angepasst.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Gewinn- und Verlustrechnung (Kurzfassung)

Mio. € 2023 2022*
Umsatzerlöse 117,2 114,7
Übrige betriebliche Erträge 59,1 62,1
Personalaufwand - 111,2 - 137,0
Übrige betriebliche Aufwendungen - 157,9 - 195,2
Ergebnis aus Finanzanlagen 2.257,6 - 149,8
Zinsergebnis - 187,3 - 64,1
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - 1,7 3,1
Jahresergebnis 1.975,8 - 366,2

* Vorjahreszahlen als Pro-forma-Werte, als ob die im Berichtsjahr erfolgte Ausgliederung (siehe Abschnitt "Geschäftstätigkeit") bereits im Vorjahr wirksam gewesen wäre.


Die Umsatzerlöse des Berichtsjahres lagen mit € 117,2 Mio. (Vj.: € 114,7 Mio.) leicht über dem Vorjahresniveau. Sie resultierten überwiegend aus konzerninternen IT-Dienstleistungen und der Vermietung von Büroflächen.


Die übrigen betrieblichen Erträge beliefen sich im Berichtsjahr auf € 59,1 Mio. (Vj.: € 62,1 Mio.) und resultierten vor allem aus der Verschmelzung von Tochterunternehmen. Im Vorjahr ergaben sich insbesondere Erträge aus der Veräußerung von Beteiligungen.


Der Personalaufwand sank um € 25,8 Mio. bzw. 18,8 % auf € 111,2 Mio. Im Vorjahr führte insbesondere die Bewertung von Pensionsverpflichtungen aufgrund gestiegener Inflationserwartungen zu erhöhten Aufwendungen. Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten betrug im Berichtsjahr 864 (Vj.: 1.026). Aufgrund der im Berichtsjahr erfolgten Ausgliederung (siehe oben) sind 540 Beschäftigte Ende September 2023 von der Axel Springer SE in die Axel Springer Deutschland GmbH übergegangen.


Die übrigen betrieblichen Aufwendungen lagen mit € 157,9 Mio. um € 37,3 Mio. bzw. 19,1 % unter dem Vorjahreswert, der im Vergleich zum Berichtsjahr durch höhere Aufwendungen aus der Veräußerung von Beteiligungen belastet war.


Das Ergebnis aus Finanzanlagen belief sich auf € 2.257,6 Mio. (Vj.: € - 149,8 Mio.) und umfasste insbesondere Ergebnisübernahmen von Tochtergesellschaften (€ 2.244,0 Mio.; Vj.: € - 132,1 Mio.), die im Wesentlichen Einmaleffekte aus konzerninternen Beteiligungstransaktionen beinhalteten. Sonstige Erträge aus direkten Beteiligungen der Axel Springer SE und Ausleihungen beliefen sich auf € 63,8 Mio. (Vj.: € 11,1 Mio.). Darüber hinaus resultierte aus der Bewertung von Beteiligungen und Ausleihungen insgesamt ein negatives Ergebnis von € 50,3 Mio. (Vj.: € 28,7 Mio.).


Das Zinsergebnis des Berichtsjahres betrug € - 187,3 Mio. (Vj.: € - 64,1 Mio.) und umfasste im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus in Anspruch genommenen Kreditlinien, aus Schuldscheindarlehen und aus kurzfristigen Commercial-Paper-Emissionen sowie aus der Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultierte vor allem aus dem im Vergleich zum Vorjahr deutlich höheren Zinsniveau.


Das Geschäftsjahr 2023 endete mit einem Jahresüberschuss in Höhe von € 1.975,8 Mio. (Vj.: Jahresfehlbetrag in Höhe von € 366,2 Mio.).

Finanz- und Vermögenslage

Bilanz (Kurzfassung)

Mio. € 31.12.2023 01.01.2023*
Finanzanlagen 8.846,5 7.547,8
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 100,5 217,0
Finanzmittel 77,2 55,4
Übrige Aktiva 70,4 79,7
Aktiva 9.094,5 7.899,9
Eigenkapital 3.836,6 1.986,0
Rückstellungen 178,7 137,4
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen 2.490,3 2.055,3
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.547,4 3.675,6
Übrige Passiva 41,5 45,6
Passiva 9.094,5 7.899,9

* Vorjahresvergleichszahlen unter Berücksichtigung der wirtschaftlich zum 1. Januar 2023 erfolgten Ausgliederung (siehe Abschnitt "Geschäftstätigkeit").


Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum 1. Januar 2023 um € 1.194,6 Mio. auf € 9.094,5 Mio. Die Finanzanlagen beliefen sich zum 31. Dezember 2023 auf € 8.846,5 Mio. (Vj.: 7.547,8 Mio.) und stellten 97,3 % (Vj.: 95,5 %) des Gesamtvermögens dar. Sie waren zum Bilanzstichtag zu 43,4 % (Vj.: 26,3 %) durch Eigenkapital gedeckt. Der Anstieg der Finanzanlagen im Berichtsjahr um € 1.298,7 Mio. ergab sich vor allem aus Zugängen in Höhe von € 3.953,2 Mio. und Abgängen von € 2.604,4 Mio. Die Zugänge resultierten hauptsächlich aus der Vergabe von Darlehen an Tochterunternehmen, die der Finanzierung von Beteiligungstransaktionen innerhalb des Konzerns und der Refinanzierung von konzerninternen Darlehen dienten. Die Abgänge waren vor allem durch die Verschmelzung von Tochtergesellschaften bedingt.


Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen (€ 100,5 Mio.; Vj.: € 217,0 Mio.) sowie die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (€ 2.547,4 Mio.; Vj.: € 3.675,6 Mio.) resultierten im Wesentlichen aus dem konzernweiten Liquiditätsmanagement.


Das Eigenkapital erhöhte sich im Berichtsjahr um € 1.850,6 Mio. und betrug zum 31. Dezember 2023 € 3.836,6 Mio. (Vj.: € 1.986,0 Mio.). Für den Anstieg war der Jahresüberschuss des Berichtsjahres in Höhe von € 1.975,8 Mio. ursächlich. Gegenläufig wirkte die Dividendenzahlung für das vergangene Geschäftsjahr (€ 125,2 Mio.).


Die Rückstellungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um € 41,3 Mio. auf € 178,7 Mio. (Vj.: € 137,4 Mio.). Ursächlich für den Anstieg waren insbesondere höhere Vorsorgen für Pensionsverpflichtungen infolge eines geringeren Deckungsvermögens. Die Pensionsrückstellungen beliefen sich nach Abzug des Deckungsvermögens auf € 77,0 Mio. (Vj.: € 36,2 Mio.).


Die Nettoverschuldung (Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Schuldscheindarlehen abzüglich Finanzmittel) der Axel Springer SE belief sich zum 31. Dezember 2023 auf € 2.413,2 Mio. (Vj.: € 1.999,9 Mio.). Im Laufe des Berichtsjahres erhöhten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und die aufgenommenen Schuldscheindarlehen durch die Finanzierung von Unternehmenserwerben sowie durch das konzernweite Finanz- und Liquiditätsmanagement um € 435,0 Mio. auf insgesamt € 2.490,3 Mio. Für weitere Erläuterungen zum Finanzmanagement im Axel Springer Konzern, dass zentral über die Axel Springer SE gesteuert wird, siehe Abschnitt "Finanzlage" des Axel Springer Konzerns.

Abhängigkeitsbericht


Der Vorstand der Axel Springer SE hat den nach § 312 AktG vorgeschriebenen Abhängigkeitsbericht an den Aufsichtsrat erstattet und folgende Schlusserklärung abgegeben:


"Die Axel Springer SE hat nach den Umständen, die ihr in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit einem verbundenen Unternehmen vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und hat im Berichtszeitraum weder auf Veranlassung noch im Interesse der herrschenden oder eines mit ihnen verbundenen Unternehmens Maßnahmen getroffen oder unterlassen."

Risiko- und Chancenbericht


Axel Springer ist als international agierender Konzern einer Vielzahl von internen und externen Einflüssen ausgesetzt, die das Erreichen unserer Ziele in wesentlichem Maße beeinflussen können. Dabei definieren wir Risiken als Möglichkeit einer negativen Abweichung der Unternehmensentwicklung von unseren Zielen, während Chancen die Möglichkeit einer Abweichung im positiven Sinn darstellen. Vor diesem Hintergrund sollen sich bietende Chancen zur Steigerung des Ertrags- und Unternehmenswertes genutzt und Risiken nur insoweit eingegangen werden, wenn sich diese in einem für den Konzern annehmbaren und angemessenen Rahmen bewegen. Risiken sollen durch geeignete Maßnahmen auf ein akzeptables Maß begrenzt werden, teilweise oder vollständig auf Dritte übertragen, vermieden bzw. beobachtet werden, sofern eine Risikobegrenzung nicht sinnvoll erscheint.

Risikomanagementsystem


Der Risikomanagementprozess ist darauf ausgerichtet, alle wesentlichen und potenziell bestandsgefährdenden Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu bewerten, um entsprechend gegensteuern zu können. Die grundsätzliche Ausgestaltung der Strukturen und Prozesse des Risikomanagementsystems bei Axel Springer orientiert sich neben nationalen Standards auch an dem international anerkannten "Enterprise Risk Management Framework", dem vom Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) entwickelten Rahmenwerk. Die Gesamtverantwortung für ein effektives Risikomanagement obliegt dem Vorstand der Axel Springer SE, das operative Management der Einzelrisiken liegt in erster Linie im Verantwortungsbereich der jeweiligen Geschäftsbereiche bzw. Beteiligungen von Axel Springer. Dies umfasst die Früherkennung, Identifikation und Bewertung bereichs- bzw. unternehmensspezifischer Risiken, die Festlegung geeigneter Maßnahmen, deren Steuerung und Kontrolle sowie eine angemessene Dokumentation und Berichterstattung.


Darüber hinaus sind die jeweiligen Bereichsleitungen und Geschäftsführungen innerhalb des Axel Springer Konzerns verpflichtet, an den turnusmäßigen, systematisierten und standardisierten Risikoerhebungen teilzunehmen. Wesentliche Ad-hoc-Änderungen der Risikosituation sind dem zentralen Corporate Risk Management umgehend zu melden.


Das zentrale Corporate Risk Management stellt übergreifende Standards, Methoden und Tools zur Verfügung, steuert sowohl die halbjährliche als auch die jährliche Risikoerhebung und gewährleistet die Berichterstattung an den Vorstand und das Audit Committee des Aufsichtsrats. Es koordiniert die konzernweiten Risikomanagementaktivitäten und plausibilisiert die gemeldeten Risiken auf Vollständigkeit. Darüber hinaus entwickelt das zentrale Corporate Risk Management das Risikomanagementsystem von Axel Springer kontinuierlich weiter. Die Bewertung der Risiken erfolgt - soweit zweckmäßig und bezifferbar - quantitativ anhand der Parameter "Ausmaß des Schadens" (Wirkung) und "Eintrittswahrscheinlichkeit" oder auf Basis qualitativer Kriterien. Eine qualitative Einschätzung des potenziellen Schadens erfolgt mittels Kriterien wie operative Auswirkungen, Einfluss auf unsere Reputation oder rechtliche Konsequenzen. Die Risikobewertung erfolgt unter Berücksichtigung der Maßnahmen zur Gegensteuerung bzw. Risikoreduzierung (Nettobetrachtung). Das auf diese Weise ermittelte Nettorisiko wird in seiner Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt. Die anschließende Einordnung der Risiken erfolgt in einer ordinalskalierten Risikomatrix.


Zur Beurteilung der Wesentlichkeit im Gesamtrisikoportfolio werden die Risiken als "bestandsgefährdend", "wesentlich", "zu überwachend", "übrige" oder "nicht konzernrelevant" kategorisiert.

Risikomatrix Axel Springer SE


Regelmäßig wird auf Konzernebene die Risikotragfähigkeit ermittelt, die das maximale Risikoausmaß angibt, das getragen werden kann, ohne den Fortbestand des Unternehmens zu gefährden.

Chancenmanagementsystem


Axel Springer verfolgt das Ziel, den unternehmerischen Erfolg nachhaltig zu sichern. Mögliche Chancen, die sich im Rahmen der Geschäftstätigkeit durch positive Entwicklungen ergeben, sollen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Im Rahmen der Führungs-, Strategie- und Planungsprozesse werden für die Geschäftsbereiche und Beteiligungen von Axel Springer mögliche intern sowie extern induzierte Chancen identifiziert und analysiert. Externe Chancen bieten sich beispielsweise durch sich verändernde Marktstrukturen oder Kundenwünsche, interne Chancen ergeben sich aus Produktinnovationen oder Qualitätsverbesserungen. Grundlage für die Chancenidentifikation sind dabei z. B. Markt- und Wettbewerbsbeobachtungen, Analysen sowie der regelmäßige Austausch mit Fachexperten. Identifizierte Chancen dienen bei Abwägung mit den einhergehenden Risiken als Grundlage unternehmerischer Entscheidungen und der Einleitung entsprechender Maßnahmen, z. B. über Investitionen in neue Märkte oder Technologien. Die Steuerung der Chancen liegt konzernweit in der Verantwortung des Vorstands und erfolgt dezentral durch die operativen Bereiche und deren Geschäftsführer oder Bereichsleiter.

Das interne Revisionssystem


Die Konzernrevision (Corporate Audit) ist organisatorisch dem Bereich Corporate Audit, Risk Management und Corporate Information Security zugeordnet, der funktional dem Vorstand der Axel Springer SE und disziplinarisch dem CFO unterstellt ist. Sie untergliedert sich in die Teams Operational Audit und IT Audit, die organisatorisch und personell vom Team Corporate Risk Management und Corporate Information Security getrennt sind.


Corporate Audit erbringt risikoorientiert Prüfungs- und Beratungsleistungen in sämtlichen Konzerngesellschaften und -bereichen und richtet die Tätigkeit dabei an den maßgeblichen nationalen und internationalen Berufsstandards aus. Dem Bereich kommt insbesondere die Aufgabe zu, die Angemessenheit und Funktionsfähigkeit des internen Kontroll- und Überwachungssystems risikoorientiert und systematisch zu überprüfen sowie gegebenenfalls Maßnahmen zur Schwachstellenbehebung abzuleiten. Zur Wahrung der Unabhängigkeit erstreckt sich der Prüfungsauftrag von Corporate Audit im Hinblick auf das Risikomanagement nur auf die dezentralen Bestandteile. Das zentrale Risikomanagement wird regelmäßig einer Wirksamkeitsprüfung durch qualifizierte, externe Revisionsdienstleister unterzogen.


Corporate Audit überwacht die ordnungsgemäße und fristgerechte Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen zur Beseitigung der identifizierten Schwachstellen auf Grundlage eines systematischen Verfahrens (Follow-up).


Die Ergebnisse einzelner Prüfungs- bzw. Beratungsaufträge werden an den Vorstand berichtet und periodisch im Audit Committee des Aufsichtsrats zusammenfassend vorgestellt.


Zur Sicherstellung der Wirksamkeit des internen Revisionssystems sind Qualitätssicherungs- und -verbesserungsverfahren eingerichtet, die unter anderem externe Quality Assessments entsprechend den berufsständischen Vorgaben umfassen.

Bericht über das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem und interne Kontrollsystem


Einen wesentlichen Bestandteil des internen Überwachungssystems bilden das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem sowie das angeschlossene interne Kontrollsystem, das gleichfalls auf dem COSO-Rahmenwerk basiert. Durch das effektive Zusammenspiel dieser Systeme sollen die Ordnungsmäßigkeit, Vollständigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sichergestellt werden. Die Finanzberichterstattung soll somit unter Beachtung einschlägiger Gesetze und Normen ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Axel Springer SE und des Axel Springer Konzerns vermitteln. Das rechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem und das interne Kontrollsystem umfassen alle organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Erkennung von und zum Umgang mit den Risiken der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung. Allerdings bietet selbst ein wirksames und somit angemessenes und funktionsfähiges Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem keine absolute Sicherheit, alle Unregelmäßigkeiten oder unzutreffenden Angaben zu verhindern oder aufzudecken.


Wesentliche Elemente des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems und des internen Kontrollsystems sind:

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Verfahren zur Identifikation, Beurteilung und Dokumentation aller wesentlichen rechnungslegungsrelevanten Unternehmensprozesse und Risikofelder sowie dazugehöriger Schlüsselkontrollen.

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Prozessintegrierte Kontrollen (EDV-gestützte Kontrollen, Validierung von Meldedaten, Vier-Augen-Prinzip, Funktionstrennung, analytische Kontrollen).

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Standardisierte Finanzbuchhaltungsprozesse durch Einsatz eines konzerninternen Shared-Service-Centers, in das ein Großteil der konsolidierten deutschen Konzernunternehmen eingebunden ist.

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Konzernweite Vorgaben zu Bilanzierungsrichtlinien, Kontenplänen und Meldeprozessen.

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Quartalsweise Informationen an alle konsolidierten Konzerngesellschaften über Entwicklungen der Rechnungslegung und des Abschlusserstellungsprozesses.

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Sicherstellung der fachlichen Eignung von im Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozess einbezogenen Beschäftigten durch entsprechende Auswahlprozesse und Schulungen. Einsatz externer Fachleute unter anderem bei der Pensionsbilanzierung sowie ausgewählten Bewertungsaufgaben.

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Zentrale Erstellung des Konzernabschlusses und des Lageberichts unter Einsatz von manuellen und systemtechnischen Kontrollen in Bezug auf rechnungslegungsspezifische Zusammenhänge.

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Schutz von rechnungslegungsbezogenen IT-Systemen vor nicht genehmigtem Zugriff durch Berechtigungsbeschränkungen.

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Monatliche interne Konzernberichterstattung inklusive Analyse und Berichterstattung wesentlicher Entwicklungen sowie Soll-Ist-Abweichungen. Regelmäßige, konzernweite Berichterstattung an die Berichtsverantwortlichen, Vorstand und Aufsichtsrat.


Die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen Risikomanagementsystems sowie des internen Kontrollsystems wird durch prozessintegrierte Kontrollen überwacht. Als prozessunabhängige Instanz prüft Corporate Audit in regelmäßigen Abständen in Stichproben ausgewählte Elemente des auf zentraler Ebene und in den Konzerngesellschaften eingerichteten rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems, um Schwachstellen aufzudecken und somit zur Verbesserung der gesetzlichen Regelkonformität beizutragen. Darüber hinaus überwacht das Audit Committee des Aufsichtsrats die Finanzberichterstattungsprozesse sowie die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems und Risikomanagementsystems.

Risiken und Chancen


Sofern nicht anders angegeben, werden im Folgenden jene Risiken und Chancen erläutert, die eine wesentliche Auswirkung auf das Erreichen unserer Unternehmensziele haben könnten. Innerhalb der dargestellten Risikoarten sind die Risiken und Chancen in der Regel nach ihrer Wesentlichkeit für den Konzern geordnet.


Die zum Bilanzstichtag identifizierten und im Folgenden dargestellten Risiken und Chancen beziehen sich grundsätzlich auf den Prognosezeitraum 2024, sofern sie nicht langfristige Ziele betreffen.

Markt- und Wettbewerbsrisiken


Geopolitische Krisen werden wahrscheinlich auch 2024 die globale Konjunktur schwächen. Die Weltkonjunktur wird weiterhin von geopolitischen Verunsicherungen u.a. durch den Krieg in der Ukraine, die weltpolitische Haltung großer Schwellenländer sowie den akuten Nahostkonflikt beeinflusst werden. Das Wachstum in den USA, in der Eurozone und in Großbritannien wird sich wahrscheinlich ebenso wie die Inflation weiter verlangsamen. Zudem können die hohen Kostensteigerungen der vergangenen Jahre zusammen mit den gestiegenen Zinsen den finanziellen Spielraum von Axel Springer einengen.


Ausführungen zum Konjunkturverlauf und den Wachstumsannahmen im Jahr 2024, vor allem für unsere relevanten Absatzmärkte, sind im Kapitel "Prognosebericht" ausführlich beschrieben.


Markt- und Wettbewerbsrisiken beziehen sich grundsätzlich auf Änderungen der Absatz- und Beschaffungsbedingungen sowie die Entwicklung konkurrierender Anbieter. Da Axel Springer global agiert und akquiriert, ist eine Vielzahl aktueller geopolitscher und wirtschaftlicher Einflussfaktoren zur Bestimmung der Marktrisiken zu berücksichtigen. Konjunkturprognosen vor allem für die bedeutenden Absatzmärkte Deutschland, Europa und die USA dienen als übergreifende Indikatoren zur Einschätzung der Markt- und Wettbewerbsrisiken.


Die Unternehmensaktivitäten in unseren operativen Geschäftsbereichen (siehe Kapitel "Grundlagen des Konzerns") sind nach wie vor einer hohen Markt- und Wettbewerbsdynamik ausgesetzt, die zu Marktanteilsverlusten und somit zu Umsatz- und Ergebnisrückgängen führen könnte. Der Wettbewerb insbesondere durch große internationale Technologiekonzerne, z. B. Alphabet (Google), Meta (Facebook) und Microsoft (LinkedIn), nimmt weiterhin stetig zu und ist fortlaufend zu beobachten. Diese marktbeherrschenden Unternehmen konzentrieren nicht nur spezialisiertes Wissen innerhalb ihrer Konzerne, sondern sind auch weltweit führend in der Digitalisierung sowie der Entwicklung von Anwendungen und Diensten, die auf Künstlicher Intelligenz (KI) basieren. Grundsätzlich steigt die technologische Abhängigkeit von den großen internationalen Technologieanbietern, was u.a. zu weiteren Marktkonzentrationen und Wettbewerbsverzerrungen führen könnte. Sie dringen nicht nur in neue Marktsegmente ein, sondern konkurrieren teilweise auch mit unseren Unternehmensaktivitäten. Neue innovative oder disruptive Geschäftsmodelle, das Verpassen von (Markt-)Trends und neuen Technologien, insbesondere der Einsatz von KI sowie allgemein eine nicht den Kundenbedürfnissen entsprechende Weiter- und Neuentwicklung unserer Produkte, können ebenso zu einer potenziellen Gefährdung unserer bestehenden Markt- und Wettbewerbsposition beitragen und Umsatz- und Ergebnisrückgänge zur Folge haben.


Zur Begrenzung der genannten Markt- und Wettbewerbsrisiken erfolgt eine systematische und kontinuierliche Beobachtung des relevanten Markt- und Wettbewerbsumfelds, sich abzeichnender Trends und neuer Technologien. Auf Grundlage dieser Informationen werden Steuerungsmaßnahmen für die operative Unternehmensführung abgeleitet. Die Attraktivität unserer Geschäftsmodelle verbessern wir unter anderem durch Investitionen in innovative, zunehmend auch in KI-basierte Produktentwicklungen und -anpassungen, neue hochwertige Dienstleistungen, den Einsatz neuer Technologien, insbesondere KI, zielgruppenorientiertes Marketing und die Erhöhung der Markenbekanntheit. Auch die Einstellung und Weiterentwicklung von hoch qualifiziertem Fachpersonal, der kontinuierliche Aufbau von KI-Expertise sowie der Aus- und Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen als auch strategischer Partnerschaften, z. B. unsere Ende 2023 eingegangene Partnerschaft mit dem Softwareunternehmen OpenAI, können risikoreduzierend wirken. Mit diesen Maßnahmen wollen wir den sich verändernden Kundenbedürfnissen gerecht werden und zugleich den Abstand zum Wettbewerb halten bzw. ausbauen.


Eine große Anzahl unserer digitalen Angebote sehen sich weiterhin permanent dem Risiko eines plötzlichen Verlusts an Sichtbarkeit ausgesetzt, dass sich vorrangig aus der Dominanz der Internetsuchmaschine Google ergibt. Die sich stetig verändernden und teilweise intransparenten Kriterien der Suchalgorithmen führen zu unerwarteten Sichtbarkeitsverlusten und können somit wesentliche Auswirkungen auf die aktuelle und künftige Erlössituation haben. Bereits kleine Auf- und Abwertungen in der Sichtbarkeit bzw. Platzierung auf den Ergebnisseiten können bei bestimmten Geschäftsmodellen zu signifikantem Traffic-Verlust und einem damit einhergehenden Rückgang Traffic-gebundener Erlöse führen. Auch der Einsatz von KI könnte einen signifikanten Einfluss auf die Suchmaschinenoptimierung und das Suchmaschinenmarketing haben. KI-gesteuerte Tools können zu einer Überoptimierung von Inhalten führen, was von Suchmaschinen als Manipulationsversuch angesehen werden könnte und Ranking-Strafen zur Folge hätte. Wir begegnen diesen Risiken durch ein professionelles Suchmaschinenmarketing, eine zielführende Suchmaschinenoptimierung, die Verbesserung der Online-Seitenstruktur, die Optimierung unseres Contents sowie Investitionen in alternative Traffic-Quellen und den Aufbau von spezifischem KI-Know-how.


Die wirtschaftliche Entwicklung einiger unserer Geschäftsmodelle kann von wichtigen Kunden abhängig sein. So könnte der Verlust von Schlüsselkunden erhebliche Umsatzeinbußen verursachen und unsere Markt- und Wettbewerbsposition schwächen. Um dieses Risiko zu minimieren, setzen wir uns gezielt für die Kundenbindung und -zufriedenheit ein, arbeiten professionell mit unseren Kunden zusammen und suchen nach alternativen Vertragspartnern.


Bei unseren gedruckten Publikationen im nationalen Mediengeschäft führt die anhaltende Veränderung des Leseverhaltens hin zu den digitalen Angeboten weiterhin zu erheblichen Erlösrückgängen, die bisher nicht durch die Erlöse aus den digitalen Angeboten kompensiert werden können. Ein sich veränderndes Marktumfeld, das durch Produktinnovationen geprägt ist, sowie unvorhersehbare Marktentwicklungen können die bereits einkalkulierten Rückgänge weiter verstärken. Auch der Verlust großer Anzeigen- und Werbekunden aufgrund rechtlicher Werbebeschränkungen oder das Ausweichen bedeutender Handelskunden auf andere Werbeformate wie beispielsweise Fernsehen, Radio oder andere Online-Medien stellen weiterhin ein zu beobachtendes Risiko dar.


Die Entwicklungen im Bereich der KI könnten vielfältige Herausforderungen für unsere journalistischen Angebote darstellen. Beispielsweise könnten neue oder bestehende Wettbewerber mit kostengünstigen KI-generierten Inhalten bestimmte Kundengruppen erfolgreicher bedienen als wir. KI verändert auch die Anforderung an die Fähigkeiten unserer Mitarbeitenden. So ist es unerlässlich, dass wir uns aktiv mit den technologischen Veränderungen auseinandersetzen und laufend weitere digitale Kompetenzen erwerben. Sollten wir unsere KI-Expertise nicht angemessen weiterentwickeln können, könnte sich dies möglicherweise nachteilig auf unsere Markt- und Wettbewerbsposition in den für uns relevanten Medienmärkten auswirken.


Die Abhängigkeit von strategisch bedeutsamen Kooperationspartnern, insbesondere wichtiger Traffic-Partner, kann für unsere Recruiting-Plattformen ein erhöhtes Risiko darstellen. Der Verlust eines strategischen Kooperationspartners könnte zu sinkendem Traffic und möglicherweise zu einem Verlust von Marktanteilen führen. Zugleich könnte aufgrund der geringeren Produktleistung die Kundenzufriedenheit abnehmen. Der Abschluss langfristiger Verträge, eine rechtliche Begleitung bei der Verhandlung von Verträgen sowie eine kontinuierliche Beobachtung der Geschäftsaktivitäten unserer Kooperationspartner können zu einer Reduzierung des Risikos beitragen. Auch das kontinuierliche Eingehen zusätzlicher Traffic-Partnerschaften streut das Risiko und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Partnern. Auf diese Weise kann ein möglicher Ausfall eines strategischen Partners kompensiert werden.


Unsere Immobilienportale sehen sich weiterhin mit anhaltend schwierigen Marktbedingungen konfrontiert. In den Kernmärkten der AVIV Group ist das Zinsniveau in den letzten Jahren deutlich gestiegen, jedoch fällt die damit einhergehende Anpassung des Preisniveaus bislang schwächer aus als erwartet. Dies kann zu einem weiteren Rückgang von Angebot und Nachfrage nach Bestandsimmobilien sowie Neubauprojekten führen, wodurch sich das Transaktionsvolumen insgesamt weiter verringern könnte. Stagnierende oder rückläufige Vermittlungsprovisionen sowie eine weiterhin hohe Kundenfluktuation wären die Folge.

Markt- und Wettbewerbschancen


Die Unsicherheiten aufgrund der geopolitischen Lage und bezüglich der Inflationsentwicklung bestehen weiterhin und voraussichtlich wird die Dynamik eines möglichen Aufschwungs im Jahr 2024 deutlich zwischen den Ländern und einzelnen Wirtschaftssektoren variieren. Sollte sich die globale Konjunktur schneller und besser als prognostiziert erholen, könnte dies positive Auswirkungen auf unsere wirtschaftliche Entwicklung haben.


Mit unseren Investitionen in digitale Wachstumsmärkte sieht sich Axel Springer weiterhin in einer guten Position, die bestehende wirtschaftliche Lage gut zu meistern und unsere Marktanteile bei den digitalen Geschäftsmodellen auszubauen. Selbst eine negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung kann Chancen eröffnen: So könnten Wettbewerber aus dem Markt ausscheiden, während dadurch unsere eigene Position gestärkt wird. Zusätzlich bestünde die Möglichkeit, Unternehmen zu vorteilhaften Preisen zu erwerben, somit in bestehenden Märkten unsere Position weiter auszubauen und in neue Märkte mit Wachstumspotenzial zu investieren.


KI kann sich ebenfalls auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Geschäftsfelder positiv auswirken. Axel Springer hat 2023 u.a. ein multidisziplinäres Team gebildet, das konzernübergreifend unsere Geschäftsbereiche und Marken bei der Entwicklung von innovativen Strategien und Anwendungsbereichen für den Einsatz von generativer KI unterstützt. Hierdurch soll die Markt- und Wettbewerbsposition von Axel Springer gestärkt und die Grundlage für den zukünftigen Erfolg von Axel Springer in einem zunehmend von KI geprägtem Umfeld geschaffen werden.


Die Medienbranche steht vor einer Revolution durch generative KI, deren Auswirkungen nahezu jeden Aspekt der Erstellung, Verbreitung und des Konsums von Medieninhalten betreffen. Uns können sich dadurch vielfältige Chancen eröffnen. So kann KI beispielsweise dabei helfen, Inhalte maßgeschneidert auf die individuellen Präferenzen und das Nutzungsverhalten einzelner User anzupassen. Ebenso ist KI in der Lage, automatisiert Inhalte zu erstellen, Analytik und Entscheidungsfindung zu verbessern, zielgerichtete, interessensspezifische Werbung zu generieren, so dass Ressourcen gezielter und effizienter eingesetzt werden könnten.


Unsere Ende 2023 eingegangene globale Partnerschaft mit OpenAI ist ein bedeutender Schritt, KI zur Verbesserung von Content-Angeboten zu nutzen und unabhängigen Journalismus im Zeitalter der KI zu stärken. Durch die Partnerschaft werden ChatGPT-Nutzern weltweit Zusammenfassungen ausgewählter Nachrichteninhalte von Axel Springers Medienmarken erhalten, darunter POLITICO, Business Insider, BILD und WELT. Die Partnerschaft mit OpenAI unterstützt darüber hinaus bestehende KI-Projekte von Axel Springer, die auf der Technologie von OpenAI aufbauen.


Im Sektor der nationalen Nachrichtenmedien können sich durch die dynamische Weiterentwicklung unserer etablierten Medienmarken BILD und WELT zusätzliche Geschäftschancen ergeben. Durch den ambitionierten Ausbau der digitalen Plattformen und der verstärkten Konzentration auf das Bewegtbildsegment intensivieren beide Marken ihre Präsenz und festigen ihre Position als führende Medienmarken Europas. Die Kombination unterschiedlicher Medienkanäle - Print, Digital, TV und Audio - sowie die Einrichtung eines zentralen Sportkompetenzzentrums ermöglichen es uns, konsequent neue Geschäfts- und Wachstumsbereiche zu erschließen. Diese strategische Ausrichtung eröffnet neue Geschäftschancen und trägt zur Erschließung neuer Zielgruppen bei. Die signifikante Anzahl an Paid Content-Nutzern - über 700.000 bei BILDplus und rund 220.000 bei WELTplus (jeweils im Dezember 2023) - spiegelt unsere Position als innovative Kraft bei den digitalen Medienangeboten wider.


In den USA befindet sich der Medienmarkt weiterhin im Umbruch. Dies bietet unseren journalistischen Angeboten die Chance auf den Ausbau ihrer Marktposition. Unser US-Portfolio hat vier Säulen: Business Insider, Insider Intelligence, Morning Brew und POLITICO. Business Insider bietet Digitalangebote für Wirtschaftsnachrichten und -analysen an mit dem Ziel, eine attraktive Zielgruppe, die sogenannten "disruptive go-getters" ("disruptive Macher") anzuziehen und weiter zu binden. Die Inhalte umfassen die Themen Wirtschaft, Technologie und Innovation. Zudem soll das Premium-Werbe- und B2C-Abonnementgeschäft von Business Insider weiter ausgebaut werden.


Insider Intelligence, ein B2B-Marktforschungsunternehmen, das früher unter dem Namen eMarketer bekannt war, soll eine führende Quelle für Prognosen, Forschung und Analysen für Werbe- und Marketingstrategen bleiben. Da sich die Werbe- und Marketingbranche aufgrund der sich ändernden Verbraucher-, Technologie- und Marktanforderungen ständig weiterentwickelt, könnte Insider Intelligence seine Marktposition mit aktuellen sowie zusätzlichen Informationsangeboten stärken.


Morning Brew als eine weitere US-Tochter von Axel Springer liefert informative und unterhaltsame Wirtschaftsnachrichten in einem täglichen E-Mail-Newsletter und spricht aufgrund der einzigartigen redaktionellen Tonalität besonders junge Berufstätige und digital versierte Führungskräfte aus der Wirtschaft an. Zusätzlich zu seinem Flaggschiff-Newsletter bietet Morning Brew sektorspezifische Wirtschaftspublikationen und die beliebte Podcast-Reihe "Business Casual" an.


Durch die 2021 getätigte Akquisition von POLITICO, einem Nachrichtenanbieter für US und EU-Politik und Gesetzgebung, hat Axel Springer seine Position im US-Medienmarkt weiter ausbauen können. POLITICO hat ein diversifiziertes Erlösmodell durch Public Affairs Marketing und B2B-Abbonnements. In den USA soll POLITICO weiter regionalisiert werden, um den dort steigenden Nachrichtenbedarf an regionaler Politikberichterstattung zu decken. In Europa plant POLITICO, seine Nachrichtenberichterstattung in Großbritannien, Frankreich und Deutschland zu verstärken. Zusätzlich sollen im B2B-Abonnementgeschäft auch neue Formate angeboten werden, wie z. B. Recherchen und Analysen im Bereich der EU-Politik, so dass unsere Marktposition auch dadurch weiter ausgebaut werden könnte.


Intelligente Matching- und Recruitingtechnologien sind für Stepstone weiterhin von entscheidender Bedeutung, um ihr Wachstum zu unterstützen. Mit dem zur Stepstone Group gehörenden US-Unternehmen Appcast, dem weltweit führenden Anbieter von Technologie und Services im Geschäftsfeld Programmatic Job Advertising, konnte die Stepstone Group ihre Präsenz in Nordamerika weiter ausbauen. 2023 erfolgte die strategische Übernahme von Bayard, einem Pionier im Recruitment Marketing. Durch diese Akquisition konnte Appcast sein Angebot zur Optimierung des gesamten Personalmarketingprozesses von Unternehmen deutlich ausbauen, seine Reichweite steigern und noch umfangreicher an den Entwicklungen und Marktchancen in diesem für Stepstone wichtigsten Markt partizipieren.


Stepstone investiert bereits seit längerer Zeit in KI und nutzt diese sowohl für die laufende Verbesserung bestehender sowie die Entwicklung neuer Produkte. So wurde bereits 2021 die Conversational AI-Technologie Mya, welche die Art und Weise der Kommunikation mit Jobsuchenden deutlich verändert, durch Stepstone übernommen. Mit Hilfe von Mya kann Stepstone über neue Kanäle noch stärker mit den Nutzern interagieren, um deren Präferenzen und Fähigkeiten zu erfahren und sie zu mehr Bewerbungen zu motivieren. Die Anzahl der erreichbaren Jobsuchenden kann hierdurch erhöht und die Kundenzufriedenheit gesteigert werden. Sowohl B2B als auch B2C Anwendungen profitieren hiervon und positionieren Stepstone als Tech-orientierten Partner der Unternehmen und Kandidaten. Der My-Job-Search Companion, der AI Cover Letter Generator und der AI Interviewer sind Anwendungsbeispiele für den B2C-Bereich ebenso wir die in unsere neue B2B Plattform Recruit integrierten Anwendungen Job Ad Creator, Interview Co-Pilot und der Talent Recommender.


Im Geschäftsbereich unserer Immobilienportale verfolgen wir einen "One Company"-Ansatz. Die Portale wurden unter dem Dach der AVIV Group im Sinne einer Matrix-Organisation zusammengeführt und befinden sich unter einer einheitlichen Leitung. Zugleich investieren wir signifikant in neue Technologien, die schrittweise die bestehenden Plattformen ersetzen und über alle Immobilienportale ausgerollt werden sollen. Hierdurch können Wettbewerbs- und Größenvorteile entstehen. Darüber hinaus internationalisieren wir das Produkt von MeilleursAgents, das Makler unterstützt, verkaufswillige Eigentürmer zu identifizieren und so zusätzliches Geschäft zu generieren und führen es in Deutschland und Belgien ein. Ebenfalls prüfen wir die Entwicklung und Einführung immobiliennaher weiterer Dienstleistungen, teilweise mit transaktionsbasierter Vergütung.


Die Nutzung von KI kann auch unseren Immobilienportalen erhebliche Vorteile bringen. So können Suchalgorithmen verbessert, Immobilienangebote personalisiert oder Marktdaten effizient analysiert werden. In der Folge könnten Kundenbindungen gesteigert und Vermittlungsprozesse effizienter gestaltet werden.


Unsere Geschäftsmodelle könnten durch den Einsatz von KI auch im Bereich ihrer jeweiligen Vermarktungsaktivitäten profitieren. Da KI-Systeme riesige Datenmengen verarbeiten und Muster erkennen können, ist es infolgedessen möglich, personalisierte Erfahrungen für Kunden zu erstellen, indem sie Empfehlungen und Angebote auf deren bisheriges Verhalten abstimmen. Ebenso könnte KI unterstützen, das zukünftige Verhalten von Kunden vorherzusagen. Somit könnten Werbekampagnen wirksamer ausgestaltet und unsere Vermarktungserlöse positiv beeinflusst werden.

Strategische Risiken


Wesentliche strategische Risiken resultieren bei Axel Springer vorrangig aus Entscheidungen zu Investitionen in neue Geschäftsfelder und -modelle sowie Unternehmen, die sich langfristig anders als geplant entwickeln oder sich nicht nachhaltig am Markt behaupten können bzw. durch neue Geschäftsmodelle verdrängt werden. KI könnte die grundsätzliche Bedeutung sowie das Ausmaß strategischer Risiken erhöhen. Bilanziell außerplanmäßige Abschreibungen im Rahmen der durchzuführenden Werthaltigkeitstests und eine geringere Profitabilität wären die Folge. Von diesem Risiko sind die Aktivitäten in allen operativen Geschäftsbereichen betroffen. Ebenfalls birgt eine mögliche unzureichende Diversifikation ein hohes Risikopotenzial.


Insgesamt sind die Geschäftsfelder und -modelle unserer Beteiligungen jedoch vielfältig, sodass durch die Diversifikation sogenannte Klumpenrisiken vermieden werden. Hinzu kommen zur weiteren Risikominimierung präventive Steuerungsmaßnahmen wie klare Investmentkriterien, nach denen wir im Rahmen unserer M&A-Aktivitäten neue Investitionen prüfen, sowie ein aktives Portfolio- und Beteiligungsmanagement, der Aufbau und Erhalt einer qualifizierten Führungsebene und eine aktive und systematische Überwachung der Geschäfts- und Marktentwicklung.


Neben den vorgenannten Risiken ist auch die Abhängigkeit von strategisch bedeutsamen Kooperationspartnern risikobehaftet. Ein aktives Key Account Management, eine rechtliche Begleitung bei der Aushandlung und Neuverhandlung der Verträge sowie eine kontinuierliche Beobachtung der Geschäftsaktivitäten unserer Kooperationspartner tragen zu einer Reduzierung dieses Risikos bei.

Strategische Chancen


In einem sich stetig wandelnden Umfeld entwickeln wir unsere Geschäftstätigkeit kontinuierlich weiter, um den globalen und branchenspezifischen Herausforderungen auch zukünftig mit innovativen und bedarfsgerechten Lösungen begegnen zu können und unsere Position als echten transatlantischen Medienkonzern zu stärken.


Die Strategie von Axel Springer, die auf einen weiteren Ausbau des Geschäfts entlang der bestehenden Kernkompetenzen abzielt, bietet aufgrund einer sehr positiven Entwicklung der digitalen Märkte weiterhin gute Chancen, ein wachstums- und renditestarkes Digitalportfolio aufzubauen und Journalismus auch in der digitalen Welt als erfolgreiches Geschäftsmodell zu etablieren. Neben der kontinuierlichen digitalen Transformation und Monetarisierung der etablierten starken Medienmarken sowie eigener Neu-/Online-Entwicklungen nutzt Axel Springer die Marktentwicklung durch strategisch ausgerichtete Akquisitionen von und Investitionen in neue bzw. zukunftsweisende Unternehmen und Technologien (einschließlich KI). Auch die Vernetzung mit der Gründergeneration digitaler Start-ups, das Eingehen neuer und der Ausbau bestehender Kooperationen ist Bestandteil unserer internationalen Digitalisierungsstrategie.


Ebenfalls könnte uns der Eintritt in neue bzw. der Ausbau bestehender Märkte (z. B. USA) sowie eine weitere mögliche Verselbstständigung von Geschäftsbereichen Wachstumsoptionen eröffnen.


Der Erwerb von Beteiligungen an Unternehmen mit aussichtsreichen digitalen Geschäftsmodellen in den Wachstumsphasen ihres Lebenszyklus bietet uns die Möglichkeit, Kontakte innerhalb der Branche und zu anderen Gründern und Investoren zu knüpfen sowie Zugang zu neuen Ideen und Geschäftsmodellen zu bekommen und zu nutzen. Bei erfolgreicher Entwicklung der Beteiligungsunternehmen können wir damit von potenziell signifikanten Wertsteigerungen profitieren.

Informationssicherheitsrisiken


Aufgrund der hohen Integration von Informationstechnologien in Geschäftsprozesse und Geschäftsmodelle ist Axel Springer auf eine hohe Verfügbarkeit von IT-Komponenten angewiesen, um Unterbrechungen der Geschäftstätigkeit mit weitreichenden Konsequenzen für Erlöse und Reputation zu vermeiden. Externe Faktoren in Form von Cybercrime stellen ein zunehmendes Risiko für den Konzern dar. Beispiele hierfür sind eingeschleuste Schadsoftware, die den Zugriff auf Unternehmensdaten durch eine Verschlüsselung unterbindet bzw. über die eine Veröffentlichung von Unternehmensdaten angedroht wird (Ransomware), gezielte Überlastattacken (DDoS-Angriffe) sowie CEO-Fraud (Betrugsversuche).


Als weitere IT-Risiken werden Ereignisse eingestuft, die eine Verletzung der Vertraulichkeit von Informationen oder der Datenintegrität zur Folge haben können. Vor dem Hintergrund der wachsenden Bedeutung von digitalen Bezahlinhalten, programmatischer Online-Werbung sowie der mit der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) konformen Verarbeitung personenbezogener Daten kommt dem Schutz zur Vermeidung von Diebstahl oder Verlust der Daten eine hohe Bedeutung zu. Aus diesem Grund wurden und werden spezifische Maßnahmen ergriffen, um Auswirkungen von kriminellen Handlungen und Ausfall von IT-Komponenten weitestgehend zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Der Risikoreduzierung dienen hier Maßnahmen, wie bspw. DDoS-Schutz, Ausweichrechenzentren, Analysen von Schwachstellen, Einsatz von Verschlüsselung, Netzwerkzugangskontrollen, Konsolidierung und Standardisierung, Suche nach Datenlecks sowie Härtung von Systemen. Die genannten Maßnahmen werden kontinuierlich analysiert und, sofern notwendig, ausgebaut und verbessert.

Rechtliche Risiken


Die Relevanz des Datenschutzes sowie die gesellschaftliche und politische Sensibilität für Privatsphäre, Transparenz und Datensicherheit, besonders im digitalen Bereich, nehmen seit Jahren stetig zu und betreffen in besonderem Maße die digitalen Geschäftsfelder von Axel Springer. Der Einsatz von KI-Systemen könnte das bestehende Risiko der Verletzung personenbezogener Daten und des Verlusts sensibler Unternehmensinformationen noch erhöhen. Grundsätzlich gibt es eine unternehmensseitige Rechenschaftspflicht, nach der das für die betreffenden personenbezogenen Daten verantwortliche Unternehmen die DS-GVO-Konformität sowie das Ergreifen und kontinuierliche Anpassungen von datenschutzorganisatorischen Maßnahmen nachweisen muss. Bei Verstößen können nach DS-GVO Bußgelder in Höhe von bis zu € 20 Mio. oder im Fall eines Unternehmens von bis zu 4 % des gesamten weltweit erzielten Jahresumsatzes des vorangegangenen Geschäftsjahres verhängt werden. Daneben können Verstöße gegen die DS-GVO Schadenersatzforderungen und Reputationsschäden zur Folge haben. Zur Begrenzung der vorgenannten Datenschutzrisiken haben wir u.a. entsprechende Richtlinien eingeführt sowie technische und organisatorische Maßnahmen eingerichtet. Wir schulen unsere Mitarbeiter regelmäßig im verantwortungsvollen und sorgfältigen Umgang mit personenbezogenen Daten sowie hinsichtlich der datenschutzkonformen Anwendung neuer Technologien.


Nach dem 2021 in Deutschland in Kraft getretenen Gesetz über den Datenschutz und den Schutz der Privatsphäre in der Telekommunikation und bei Telemedien (TTDSG) ist die Speicherung von Informationen wie Cookies und anderen Tracking-Technologien in der Endeinrichtung oder der Zugriff auf diese Informationen nur mit ausreichend informierter Einwilligung der Endnutzer zulässig. Dies hat insbesondere Auswirkungen auf die auch über individualisierte Werbung finanzierten Medienangebote von Axel Springer. Die Konferenz der unabhängigen Datenschutzaufsichtsbehörden (DSK) hebt hervor, dass der Einsatz von Cookies oder das anschließende Tracking in den meisten Fällen einer Einwilligung der Nutzer bedarf. In diesem Zusammenhang ist die Sicherung der Datenschutzkonformität von Einwilligungsbannern, insbesondere die rechtmäßige Abfrage von Einwilligungen und die ausreichende Bereitstellung der notwendigen Informationen, nach wie vor eine zentrale datenschutzrechtliche Herausforderung für unsere digitalen Online-Angebote. Die Datenschutzaufsichtsbehörden fordern grundsätzlich eine Möglichkeit der Ablehnung von Cookies und sonstigen Technologien auf der ersten Ebene des Einwilligungsbanners. Viele Axel Springer-Webseiten sind aus diesem Grund auf ein so genanntes PUR-Modell umgestiegen, wonach Nutzer entweder ihre Einwilligung in Werbung und zustimmungspflichtige Datenverarbeitungen (z. B. Tracking) geben oder eine Gebühr zahlen können, um die Website werbe- und trackingfrei zu nutzen. "PUR" ist dabei kein Akronym, sondern steht für "frei von einwilligungsbedürftigem Tracking und Werbung". Nach Ansicht der Datenschutzaufsichtsbehörden sollen einige PUR-Modelle keine ausreichenden Auswahlmöglichkeiten für bestimmte Datenverarbeitungskategorien bieten und daher nicht datenschutzkonform sein. Axel Springer teilt diese Auffassung nicht und erwägt eine Überprüfung durch die Verwaltungsgerichte.


Der Europäische Datenschutzausschuss (EDSA) hat im Februar 2023 "Guidelines on Technical Scope of Art. 5 (3) of ePrivacy Directive" veröffentlicht, nach denen auch neue Tracking-Technologien, wie z. B. URL- und Pixel-Tracking, Local Processing, Tracking anhand der IP-Adresse und so genannte Unique Identifier, einer vorherigen Einwilligung durch die Nutzer bedürfen. Es ist noch nicht abzusehen, inwiefern dies bisherige Geschäftsmodelle, z. B. von Idealo, beeinträchtigen könnte, etwa hinsichtlich des so genannten Link-Trackings.

Rechtliche Chancen


Auf europäischer Ebene sind im Jahr 2022 mit dem Digital Services Act (DSA) und dem Digital Markets Act (DMA) zwei wichtige Gesetze für Anbieter digitaler Dienste in Kraft getreten. Die wesentlichen Pflichten gelten bei beiden Gesetzen ab dem ersten Quartal 2024. Der DMA soll für faire Marktbedingungen in Bezug auf die großen Digital-Plattformen sorgen, von denen auch Axel Springer profitieren würde. Zum Beispiel werden den großen AdTech-Anbietern wie Google erweiterte Transparenzpflichten auferlegt, die unseren Vermarktungsaktivitäten zusätzliche Möglichkeiten zur optimalen programmatischen Werbevermarktung eröffnen. Weiterhin untersagt der DMA den großen Digitalplattformen, auf ihren Plattformen eigene Dienste gegenüber den Diensten von Wettbewerbern zu bevorzugen. Dies eröffnet Chancen zum Beispiel für Idealo als ein im Wettbewerb mit Google-Shopping stehender Preisvergleichsdienst. Der DSA wird auch als "neues Grundgesetz des Internets" bezeichnet und enthält für digitale Dienstleister, vor allem Online-Plattformen, erhöhte Transparenz- und Verfahrenspflichten. Schon seit Ende August 2023 müssen sehr große Plattformen und Suchmaschinen mit mehr als 45 Millionen Nutzern pro Monat in der EU erste Vorgaben umsetzen, etwa neue Transparenzregeln und Beschwerdemöglichkeiten, auch zugunsten von digitalen Presseanbietern.


Im November 2023 ist die 11. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (11. GWB-Novelle) in Kraft getreten. Sie enthält wichtige Regelungen zur effektiven öffentlichen und privaten Durchsetzung des Digital Markets Act und führt erstmalig eine Kompetenz des Bundeskartellamts ein, im Anschluss an Sektoruntersuchungen Maßnahmen zu ergreifen, um die untersuchten Märkte für mehr Wettbewerb zu öffnen ("New Competition Tool"). Die Möglichkeit der gerichtlichen Durchsetzung der Verpflichtungen aus dem Digital Markets Act ist neben den Untersuchungs- und Durchsetzungsbefugnissen der Europäischen Kommission ein wichtiges Werkzeug, um die Compliance großer Digital-Plattformen mit den Verpflichtungen aus dem Digital Markets Act sicherzustellen.


Im Dezember 2023 haben das Europäische Parlament und der Europäische Rat die Endfassung des KI-Gesetzes (Artificial Intelligence Act, kurz AI Act) als erstes umfassendes KI-Gesetz der Welt beschlossen. Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten müssen der Einigung über das KI-Gesetz noch zustimmen, was eher formale Bedeutung hat. Zwischen Verabschiedung und Inkrafttreten des Gesetzes wird es eine Übergangsphase geben. Das KI-Gesetz teilt KI-Systeme in Risikoklassen ein. Alle KI-Systeme, die in die höchste Kategorie fallen, z. B. Systeme zur Erkennung von Emotionen am Arbeitsplatz, sind ausdrücklich verboten. KI-Systeme mit "erheblichem Schadenspotential", z. B. für die Demokratie, fallen in die zweite Kategorie und unterliegen zahlreichen Verpflichtungen, wie der Schaffung von Beschwerdemöglichkeiten. Andere Systeme, etwa Chatbots, werden nur unwesentlich reguliert. Für die sehr bedeutsamen Sprachmodelle, wie z. B. Chat-GPT, und andere sogenannte Basismodelle sieht der Entwurf des KI-Gesetzes Transparenz- und Dokumentationspflichten vor. Für Content-Anbieter wie Presseunternehmen ist von Bedeutung, dass KI-Anbieter nach dem Entwurf des KI-Gesetzes in einer detaillierten Übersicht transparent machen müssen, welche Werke, z. B. Pressepublikationen, sie zu Trainingszwecken verwendet haben.


Im Dezember 2023 haben sich der Europäische Rat und das Europäische Parlament auf einen vorläufigen Entwurf des "European Media Freedom Act" (EMFA) geeinigt. Ziel des EMFA ist der Schutz der Freiheit und der Vielfalt der Medien. Die Verleger, einschließlich des BDZV Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger, haben erhebliche Bedenken gegen den EMFA, da die unabhängige Presse damit der Aufsicht einer EU-Behörde unterstellt werde, dem "European Board for Media Services". Damit werde die Pressefreiheit bedroht, zumal die Presse in den jeweiligen EU-Staaten nationalem Recht und einer Selbstregulierung unterliegt. Chancen könnten in Art. 17 EMFA liegen, nach dem Medienanbieter durch Verfahrensauflagen gegenüber den sehr großen Plattformen vor zu schneller und umfangreicher Löschung ihrer Inhalte aufgrund der Nutzungsbedingungen der Plattformen geschützt werden sollen.

Reputationsrisiken


Neben den bisher genannten Reputationsrisiken im Zusammenhang mit Datenschutz und Informationssicherheit können sich weitere als Sekundärrisiko bzw. Sekundärwirkung im Zusammenhang mit einem primären Risiko ergeben. Beispielsweise kann ein Verstoß gegen Recht und Gesetz aufgrund der exponierten Stellung von Axel Springer und seinem Beitrag zur gesellschaftlichen Meinungsbildung eine hohe Aufmerksamkeit verursachen und unsere Reputation schädigen. Insbesondere eine fehlerhafte, nicht sorgfältig recherchierte oder widersprüchliche Berichterstattung einer unserer journalistischen Marken, sei es durch internes Verschulden oder durch manipulative Cyber-Angriffe, könnte rufschädigend wirken. Dies hätte nicht nur negative Auswirkungen auf die Integrität und Glaubwürdigkeit der jeweiligen Marken, sondern könnte zusätzlich den Zugang zu benötigten Informationen erheblich beeinträchtigen.


Weitere Reputationsrisiken könnten beispielsweise aus der Verletzung der journalistischen Unabhängigkeit erwachsen, sollte die journalistische Arbeit aufgrund persönlicher Vorteilsnahme, mangelhafter Recherche, unvollständigen Informationen oder fehlender Sorgfalt im Umgang mit Quellen gefährdet werden. Auch ein etwaiger Verstoß gegen länderspezifische Gesetze und Verordnungen, die Missachtung von Programmen zur Gleichbehandlung und Chancengleichheit oder soziale und ökologische Konflikte im Rahmen des Beschaffungsprozesses von Ressourcen oder in der Produktion könnten Reputationsschäden zur Folge haben. Verstöße gegen Vertraulichkeitsvereinbarungen und nicht korrekt veröffentlichte Informationen im Rahmen der externen Berichterstattung können wirtschaftliche oder juristische Konsequenzen für Axel Springer nach sich ziehen. Zudem besteht das Risiko eines Imageschadens für den Konzern bzw. seiner Marken durch eine negative Berichterstattung oder Kampagnen in Social-Media-Kanälen schon dann, wenn rechtlich betrachtet noch kein Gesetzesverstoß vorliegt.


Den genannten Reputationsrisiken wird unter anderem mit regelmäßigen Sensibilisierungen der Beschäftigten, z. B. durch eLearning, Richtlinien und Corporate Principles, einer transparenten internen und externen Kommunikation sowie unserem Code of Conduct, der konzernweit gültige Verhaltensstandards definiert, entgegengewirkt. In unserem neuen Supplier Code of Conduct legen wir unsere Mindestanforderungen bezüglich Sozial- und Umweltstandards an unsere Geschäftspartner offen. Das seit Januar 2023 geltende Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) verpflichtet Axel Springer dazu, Menschenrechtsverletzungen und Umweltschäden im eigenen Geschäftsbereich und in der Lieferkette zu vermeiden. Um diese Sorgfaltspflichten einzuhalten, hat Axel Springer entsprechende Verfahren und Maßnahmen aufgesetzt und in einer Grundsatzerklärung zur Menschenrechtsstrategie offengelegt. Wir definieren darin unsere menschenrechts- und umweltbezogen Erwartungen an unsere Mitarbeitenden und Geschäftspartner und wirken damit auch potenziellen Reputationsrisiken entgegen.

Personalrisiken


Die individuellen Fähigkeiten, fachlichen Kompetenzen und das Engagement unserer Beschäftigten tragen wesentlich zum Erfolg von Axel Springer bei. Ein wesentliches Risiko stellt deshalb der Verlust von Fach- und Führungskräften und der damit einhergehende unternehmensspezifische Wissens- und Kompetenzverlust dar. Diesem wirken wir professionell und aktiv entgegen. Ein Schwerpunkt unseres Personalmanagements liegt in der gezielten und zukunftsweisenden Entwicklung der Beschäftigten mithilfe individueller Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen, regelmäßigen Feedbackgesprächen sowie attraktiven Bonusprogrammen. Fachbereichsspezifische Maßnahmen wie Coachings, Bildungsbedarfsanalysen und unser konzernweites Talentmanagement unterstützen dabei, zunächst die individuellen Bedürfnisse zu identifizieren und im nächsten Schritt Positionen mit den passenden Talenten zu besetzen und diese gezielt weiterzuentwickeln. Besonderer Fokus liegt dabei auf der Besetzung von Top-Führungspositionen durch Frauen (Gender Balance Leadership). Eine systematische Nachfolgeplanung und -entwicklung, insbesondere bei altersbedingter Fluktuation, unterstützt die Besetzung von Schlüsselpositionen und ist unabdingbar. Auf diese Weise soll der Transfer von wertvollem Erfahrungsschatz und Unternehmensexpertise gewährleistet und der Personalbedarf nachhaltig gedeckt werden. Auch flexible Arbeitsbedingungen (z. B. Hybridarbeit, Workation-Programm) und umfassende Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf haben an Bedeutung gewonnen und tragen ebenfalls zur Risikominimierung bei.


Die Rekrutierung von Nachwuchs- als auch von Fach- und Führungskräften stellt ein kontinuierlich wachsendes Risiko dar. Infolge des demografischen Wandels und des steigenden Wettbewerbs auf dem Arbeitsmarkt ist es zunehmend schwieriger, qualifiziertes Personal zu gewinnen und zu halten. Mit Blick auf die weiter steigende Digitalisierung des Konzerns werden insbesondere IT-Fachkräfte - einschließlich Kl-Spezialisten - sowie technologieaffine Mitarbeiter nach wie vor verstärkt nachgefragt. Deshalb haben wir personalstrategische Initiativen gestartet, wie beispielsweise ein Talentmanagement und konzernweite Karrieremöglichkeiten, um den langfristigen Aufbau eines gemeinsamen Talente-Pools mit Fokus auf Engpass- und Schlüsselfunktionen zu sichern. Auch unser proaktiver Rekrutierungsansatz, zusätzliche Rekrutierungsressourcen und wettbewerbsfähige Gehälter, die den aktuellen Marktpreisen entsprechen, leisten einen wichtigen Beitrag, Axel Springer als attraktiven und innovativen Arbeitgeber in der relevanten Zielgruppe zu positionieren.

Personalchancen


Axel Springer bietet ein modernes, internationales und zunehmend digitales Arbeitsumfeld, welches unsere Arbeitgeberattraktivität erhöhen und sowohl Nachwuchs- als auch Fach- und Führungskräfte ansprechen könnte. Wir schaffen eine vielfältige und inklusive Arbeitsumgebung, in der alle Mitarbeitende respektiert und wertgeschätzt werden und sich zugehörig fühlen. Unterschiede sind bei Axel Springer gewünscht, und Innovation wird durch Vielfalt von Fähigkeiten, Perspektiven, persönlichen und sozialen Hintergründen, Alter und Bildung sowie anderer Dimensionen der Vielfalt gefördert. Ein vielfältiges und inklusives Arbeitsumfeld kann nicht nur die Arbeitsatmosphäre, sondern auch die Leistungsfähigkeit verbessern und könnte somit auch für den weiteren Erfolg und das Wachstum unseres Unternehmens beitragen.


Darüber hinaus sollen Initiativen wie die Vernetzung mit der Gründergeneration digitaler Start-ups und die Transformation unserer Journalistenschule zur "Academy of Journalism and Technology" Axel Springer für junge Fach- und Führungskräfte attraktiver machen. So verfolgen wir mit der "Academy of Journalism and Technology" das Ziel, Journalismus und Technologie durch interdisziplinäre Projekte miteinander zu verbinden, um die Entwicklung disruptiver Innovationen im Journalismus zu fördern. Zugleich reagieren wir damit auch auf neue Anforderungen, insbesondere auf die technologischen Veränderungen in der Medienbranche.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Risiken aus der Verwendung von Finanzinstrumenten


Aufgrund des Internationalisierungsgrads von Axel Springer ist der Konzern einer Reihe von Marktpreisrisiken ausgesetzt. Hierzu zählen insbesondere Zinsänderungs- und Währungsrisiken. Diese Risiken werden im Wesentlichen durch den Bereich Konzernfinanzen auf Basis der durch den Vorstand der Axel Springer SE festgelegten Richtlinien gesteuert. Derivative Finanzinstrumente werden dabei ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Währungsrisiken werden überwiegend dadurch vermieden, dass operative Kosten in den Ländern entstehen, in denen wir unsere Produkte und Dienstleistungen verkaufen. Darüber hinaus verbleibende Währungsrisiken aus Fremdwährungs-Cashflows (Transaktionsrisiken) werden nicht gesichert. Währungsrisiken aus offenen Nettopositionen ab € 5 Mio. je Fremdwährung werden auf Einzelbasis mit den entsprechenden Fachbereichen diskutiert und weitestgehend gesichert. Währungseffekte aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen (Translationsrisiko) werden direkt im kumulierten Eigenkapital erfasst. Daher sichert sich Axel Springer nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Das bestehende Zinsänderungsrisiko resultiert in erster Linie aus finanziellen Forderungen oder Verbindlichkeiten mit variabler Verzinsung. Aufgrund von fest definierten Finanzierungsgrundsätzen und eines regelmäßigen Monitorings des variablen Zinsanteils ist dieses Risiko allerdings begrenzt oder wird, soweit erforderlich, durch den Einsatz von Zinsderivaten minimiert.


Das Liquiditätsrisiko wird regelmäßig auf Basis der Mittelfristplanung überwacht. Die eingesetzten Finanzierungsinstrumente, insbesondere die langfristigen Kreditlinien, Schuldschein- und Laufzeitdarlehen (Details siehe Abschnitt "Finanzlage" des Axel Springer Konzerns), bilden einen ausreichenden Liquiditätsrahmen -auch für ungeplante Auszahlungen.


Die Anlage liquider Mittel generiert im Konzern nur geringe Ausfallrisiken. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, erfolgt die Anlage nach vorgegebenen Kriterien, die in einer Konzernrichtlinie festgelegt sind.


Die Risiken aus Finanzinstrumenten und Sicherungsmaßnahmen sind im Konzernanhang unter Ziffer (30) ausführlich erläutert. Insgesamt werden die finanzwirtschaftlichen Risiken als gering eingeschätzt.

Sonstige Risiken


Im Rahmen unseres Nachhaltigkeitsmanagements haben wir eine Klimastrategie erarbeitet (https://sustainabi-lity.axelspringer.com/strategy/), die die kontinuierliche Emissionsreduktion vorsieht. So betreiben unsere Druckereien bereits ein optimiertes Energiemanagement und nehmen regelmäßig erfolgreich an Energie-Audits teil. Mögliche Risiken, die sich aus dem globalen Klimawandel ergeben, wurden ebenfalls untersucht. Jedoch gibt es derzeit keine Anzeichen dafür, dass der Klimawandel einen unmittelbaren Einfluss auf die Geschäftsmodelle von Axel Springer hätte.


Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass auch zu Beginn vermeintlich unscheinbare Ereignisse erhebliche Risiken für die Geschäftstätigkeit von Axel Springer und für unsere Gesellschaft im Allgemeinen darstellen (z. B. Covid-19-Pandemie, Angriffskrieg in der Ukraine, terroristische Attacke auf Israel). Axel Springer folgt daher dem All-Gefahren-Ansatz, bei dem alle Risiken aus Extremereignissen, z. B. Naturgefahren, Unfälle, terroristische Anschläge oder kriminelle Handlungen, gleichermaßen berücksichtigt werden. Diesen Risiken begegnen wir unter anderem mit erhöhten Sicherheitsstandards, einer Krisenprävention und -bewältigung sowie einer ausführlichen Aufklärung und Schulung des sicherheitsrelevanten Personenkreises. Sicherheitspersonal wird auf vielen Ebenen ausgebildet, um innerhalb der Sicherheitsorganisation flexibel eingesetzt werden zu können, so dass Phasen mit erhöhtem Sicherheitsbewusstsein oder Personalengpässen angemessen begegnet werden kann. Das finanzielle Risiko durch mögliche Sachschäden und Betriebsunterbrechungen ist über entsprechende Versicherungen abgedeckt.


Im Rahmen unserer internationalen und journalistischen Tätigkeit sehen wir uns bei Dienstreisen, insbesondere mit journalistischem Hintergrund in Kriegs- und Krisengebiete, besonderen Risiken ausgesetzt. Neben möglichen körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen könnte insbesondere in Hochrisikogebieten auch eine Berichterstattung vor Ort unmöglich für uns werden. Bedingt durch gestiegene geopolitische Risiken sind mittlerweile jedoch nicht nur Kriegsgebiete als Risikogebiete einzustufen und somit nicht ausschließlich unsere Journalistinnen und Journalisten potenziellen Gefahren ausgesetzt, sondern jeder unserer Beschäftigten, der eine zwingend notwendige Reise antritt, kann durch Krankheiten, Vorfälle im Reiseland etc. beeinträchtigt werden. Mit sogenannten automatisierten pre-trip advisories, die jeder Reisende zur sicherheitsspezifischen Vorbereitung bei Buchung in unserem Reisebuchungstool erhält, speziellen Trainings zur Vorbereitung der Reisenden auf den Ernstfall, entsprechenden Versicherungen sowie einer 24/7-Hotline, um eine medizinische und sicherheitsrelevante Betreuung vor Ort zu gewährleisten, minimieren wir die Eintrittswahrscheinlichkeiten und Auswirkungen der Risiken deutlich. Neben diesen Maßnahmen werden u.a. Risk Assessments und Open Source Intelligence-Analysen zur Gefahrenlage im Zielland durchgeführt.

Gesamtbetrachtung der Risiko- und Chancensituation


Das Gesamtbild der Risiko- und Chancensituation des Axel Springer Konzerns setzt sich aus den Einzelrisiken und -chancen aller Risiko- und Chancenkategorien der Axel Springer SE und der vollkonsolidierten Tochterunternehmen zusammen. Gegenwärtig sind keine Risiken ersichtlich, die einzeln oder aggregiert den Fortbestand des Axel Springer Konzerns gefährden oder die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage maßgeblich beeinflussen könnten. Dies gilt unter der Voraussetzung, dass es nicht zu einer signifikanten Verschlechterung der Konjunktur in unseren Märkten sowie der Medienbranche und damit verbunden zu einer wesentlichen Verschlechterung der Ertragslage des Konzerns kommt. Zudem werden Risikokonzentrationen durch kontinuierliche Diversifizierung, Internationalisierung, und Optimierung des Marken- und Produktportfolios sowie durch Digitalisierung reduziert.

Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Erwartungen


Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seinem Ausblick vom Januar 2024 ein gegenüber 2023 gleichbleibendes Wachstum der Weltwirtschaft und prognostiziert für das Jahr 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von real 3,1 %. Die aktuelle Erwartung zeigt bereits eine leichte Verbesserung gegenüber Oktober 2023, was durch kleinere Anpassungen in China, den USA und weiteren Wachstumsmärkten begründet ist. Die Weltwirtschaft liegt damit unterhalb der historischen Wachstumsraten (2000 bis 2019) in Höhe von 3,8 %. Dies lässt sich mit der anhaltenden restriktiven Geldpolitik und rückläufigen staatlichen Unterstützungen begründen. Dennoch wird von einer nachhaltig widerstandsfähigen Weltwirtschaft ausgegangen. Der IWF erwartet ein geringeres Wirtschaftswachstum gegenüber 2023 in Höhe von 1,5 % in den Industrieländern für 2024, was hauptsächlich durch die Eurozone begrenzt wird, während die Schwellen- und Entwicklungsländer ihr Wachstum in Höhe von 4,1 % im Jahr 2024 beibehalten können. In Großbritannien hemmen die Effekte der hohen Energiepreise das Wirtschaftswachstum, sodass für 2024 ein Wachstum in Höhe von 0,6 % erwartet wird (+ 0,1 %-Punkte ggü. 2023). Im Hinblick auf die Schwellen- und Entwicklungsländer leisten speziell China und Indien einen außerordentlichen Beitrag. Für China wird ein Wachstum im Jahr 2024 in Höhe von 4,6 % erwartet, während Indien um 6,5 % wachsen soll.


Das ifo Institut geht im Dezember 2023 von einem leicht wachsenden Wirtschaftswachstum in Deutschland in Höhe von 0,9 % (IWF: 0,5 %) für 2024 aus. Trotz der gegenwärtigen Stagnation der deutschen Wirtschaft deuten verschiedene Indikatoren auf eine Erholung im Jahr 2024 hin: Die sinkende Inflation, potenzielle Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank und sinkende Kredit- und Kapitalmarktzinsen dürften positive Effekte auf den Absatzmarkt und die Kaufkraft haben. Die Zahl der Erwerbstätigen wird laut ifo Institut voraussichtlich um rund 83.000 auf 46,0 Mio. Personen im Jahresdurchschnitt steigen. Die Arbeitslosenquote dürfte sich durch einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um 82.000 Personen auf 5,9 % erhöhen. Das ifo Institut erwartet einer Gesamtinflationsrate in Höhe von 2,2 %.

Branchenbezogene Erwartungen


Trotz leicht gestiegener Arbeitslosenquoten in den fortgeschrittenen Wirtschaften im Jahr 2023 aufgrund der schwächeren Konjunktur wird die Arbeitslosenquote den Erwartungen zufolge weiterhin auf einem niedrigen Niveau bleiben. Durch den Mangel an Arbeitskräften sind Unternehmen zu höheren Ausgaben für Neueinstellungen bereit. Der Arbeitskräftemangel in Verbindung mit dem erhöhten Bedarf an Personal sowie der zunehmenden Digitalisierung und Automatisierung dürfte die unternehmerische Bereitschaft fördern, höhere Gehälter aber auch Rekrutierungskosten zu zahlen.


Durch ein anhaltend hohes Zinsniveau und somit steigende Finanzierungskosten wird für den europäischen Immobilienmarkt in den Kernmärkten der AVIV Group Deutschland, Frankreich und Belgien auch im Jahr 2024 eine geringere Zahl an Transaktionen am Markt (Immobilienkäufe und -verkäufe) erwartet. Um das Transaktionsvolumen zu steigern, müssten sich die Preise wieder an das reale wirtschaftliche und monetäre Umfeld anpassen. Das Interesse an Kaufimmobilien ist jedoch nach wie vor groß und die Nachfrage nach Mietobjekten aufgrund der hohen Zinsen und der in der Vergangenheit gestiegenen Immobilienpreise deutlich gestiegen. Darüber hinaus herrscht in Großstädten eine erhebliche Wohnungsknappheit.


In der Prognose vom Januar 2024 geht der IWF für die Gesamtwirtschaft in Deutschland, dem Kernmarkt des Geschäftsbereichs News Media Germany, nach der Rezession im Vorjahr von einem leichten Plus in Höhe von 0,5 % für das Jahr 2024 aus. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V. schätzt die wirtschaftliche Gesamtlage als weiterhin angespannt an. Zwar eröffneten positive Konjunkturprognosen und Verbesserungen beim Verbrauchervertrauen aufgrund merklicher Lohnsteigerungen Potenziale für den Werbemarkt, Belastungen durch drastische Werbeverbote und Behinderungen des Wettbewerbs im Digitalbereich könnten Chancen aber zunichtemachen und ganze Sektoren hart treffen. Positiv auf die Werbeerlöse könnten Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland oder die Präsidentschaftswahlen in den USA sowie eine steigende Konsumnachfrage infolge der zuletzt gesunkenen Inflationsrate wirken. Im Vertriebsbereich wird auch für 2024 mit einer Fortsetzung des strukturellen Rückgangs der Print-Auflagen gerechnet, während die Zahl der Digital-Abonnenten weiter signifikant wachsen soll.


In den USA wird für das Jahr 2024 mit einem Anstieg der Werbeausgaben um 6,4 % gerechnet (Statista Market Insights, November 2023). Sowohl für die Insider Group als auch die POLITICO Group wird entsprechend von steigenden Werbeerlösen ausgegangen. Analog zum Geschäftsbereich News Media Germany werden positive Effekte in der Nachfrage nach redaktionellen Inhalten durch die Präsidentschaftswahlen in den USA, die Europawahl 2024 und zahlreiche Sportevents erwartet. Zusätzlich wird für die POLITICO Group mit steigenden Abonnementeinnahmen gerechnet, die besonders durch die Expansion in neue Märkte im Geschäftsjahr 2023 und den nächsten Jahren erreicht werden sollen.


Es wird davon ausgegangen, dass die global agierende AWIN Group durch Steigerungen der Werbeausgaben in den Kernmärkten (USA, Großbritannien, DACH und Frankreich) im Jahr 2024 profitieren wird. Nach leicht rückläufigen eCommerce-Umsätzen in Deutschland im Jahr 2023 wird für 2024 ein Wachstum von 3 % angenommen (HDE). Da der Umsatz der Idealo Group stark mit dem eCommerce-Wachstum korreliert, wird eine positive Entwicklung angenommen. Durch die rückläufige Inflation könnte jedoch die Preissensitivität sinken, von der die Idealo Group profitiert hat. Gegenläufig kann die rückläufige Inflation die Konsumbereitschaft steigern, was sich positiv auf die Idealo Group auswirken kann. Für die Grupa Ringier Axel Springer Polska in Polen wird erwartet, dass sich der Printmarkt und damit die Umsatzerlöse aus dem Printgeschäft weiterhin rückläufig entwickeln. Allerdings wird von einem sich langsam erholenden Werbemarkt ausgegangen, der zu einem Umsatzwachstum in eben diesem Bereich führt. Die Finanzen.net Group profitiert weiterhin von dem stark wachsenden Neobroker finanzen.net zero, der auch im Jahr 2024 das Umsatzvolumen anheben soll.

Konzernprognose


Axel Springer hat das Ziel, der weltweite Marktführer für digitalen Journalismus und Rubrikenangebote zu werden. Hierfür entwickeln wir unsere Angebote permanent weiter und bauen unser Geschäft organisch und, wo möglich und sinnvoll, durch zielgerichtete Akquisitionen weiter aus. Zusammen mit unseren Investoren wollen wir den eingeschlagenen Wachstumspfad konsequent weiter beschreiten und dadurch einen langfristigen Unternehmenswertzuwachs erzielen.


Für das Geschäftsjahr 2024 rechnen wir aufgrund der aktuell schwierigen konjunkturellen Lage mit einem Wachstum der Pro-forma-Umsatzerlöse im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Wir gehen davon aus, dass auch unsere Classifieds-Portale insgesamt im niedrigen einstelligen Prozentbereich wachsen. Während wir für die deutschen Medien mit einem strukturell bedingten Rückgang im mittleren einstelligen Prozentbereich rechnen, erwarten wir, dass sich unsere US-Medien überproportional zum Umsatzwachstum des Konzerns entwickeln und nach Rückgängen im Geschäftsjahr 2023 wieder im hohen einstelligen Prozentbereich wachsen. Trotz der Herausforderungen auf der Umsatzseite erwarten wir für das adjusted EBITDA aufgrund von konsequentem Kostenmanagement und der Fortführung ausgewählter Wachstumsinitiativen einen Anstieg im mittleren einstelligen Prozentbereich. Beim adjusted EBIT rechnen wir mit einem Plus im hohen einstelligen Prozentbereich.


Bei den künftigen Dividendenvorschlägen an die Hauptversammlung sollen der jeweilige Stand der Umsetzung der Wachstumsstrategie und dazu notwendige Finanzmittel berücksichtigt werden.


Die künftige Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage planen wir auf Basis von Annahmen, die aus heutiger Sicht plausibel und hinreichend wahrscheinlich sind. Die tatsächliche Entwicklung kann jedoch deutlich von den getroffenen Annahmen und den daraus resultierenden Planungen und Trendaussagen abweichen. Insbesondere liegt der Prognose die Annahme zugrunde, dass es im ersten Halbjahr 2024 noch keine oder nur eine moderate Erholung in Europa und den USA geben wird, der Krieg in der Ukraine anhält und sich nicht ausweitet, die Inflation im Laufe des Jahres weiter zurückgeht und ab dem zweiten Halbjahr 2024 eine stärkere Erholung einsetzt. Ferner liegt der Prognose die Annahme zugrunde, dass die tatsächlichen Wechselkurse nicht signifikant von den zugrunde gelegten Plan-Wechselkursen abweichen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Axel Springer SE

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der Axel Springer SE, Berlin, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Axel Springer SE, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst wurde, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

―

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

―

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschlusses als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

―

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

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gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

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beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

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ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

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beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

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beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft;

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führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, den 5. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Mielke
Wirtschaftsprüferin

von Michaelis
Wirtschaftsprüferin


Bericht des Aufsichtsrats


Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat in enger und vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Vorstand diesen beraten und dessen Geschäftsführung überwacht.


Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat anhand schriftlicher und mündlicher Berichte eingehend, regelmäßig und zeitnah über alle für das Unternehmen wesentlichen Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Über Vorkommnisse von besonderer Bedeutung wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen durch den Vorstand informiert; darüber hinaus führten der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende regelmäßige Informations- und Beratungsgespräche.


Der Aufsichtsrat hat in die ihm vorgelegten wesentlichen Planungs- und Abschlussunterlagen Einsicht genommen und sich von deren Richtigkeit und Angemessenheit überzeugt. Er prüfte und erörterte alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen im gebotenen Maß. Darüber hinaus war eine Einsicht in die Bücher und Schriften der Gesellschaft durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr nicht erforderlich.


Vorgänge von entscheidender Bedeutung für die Gesellschaft wie insbesondere die Unternehmensplanung, größere Investitions- und Desinvestitionsvorhaben und Personalfragen wurden mit dem Vorstand beraten; die strategische Ausrichtung des Unternehmens wurde zwischen Vorstand und Aufsichtsrat abgestimmt und der Stand der Strategieumsetzung erörtert. Der Aufsichtsrat entschied über alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen, an denen der Aufsichtsrat aufgrund Gesetzes, Satzung oder Geschäftsordnung des Vorstands mitzuwirken hat.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats


Im Laufe des Berichtsjahres ergaben sich keine Veränderung in der Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat besteht aus neun Mitgliedern, die durch die Hauptversammlung gewählt wurden. Die Amtsperiode des Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre und endet für alle derzeitigen Mitglieder des Aufsichtsrats mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2023 entscheidet, längstens jedoch zum Ablauf des 17. April 2025.

Wesentliche vom Aufsichtsrat behandelte Themen


Im Berichtsjahr beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Auswirkungen des fortdauernden Krieges in der Ukraine und dem Angriff auf Israel und der damit verbundenen Sicherheitslage bei Axel Springer. Das Thema "Künstliche Intelligenz" und die Auswirkungen auf den Journalismus im Allgemeinen und Axel Springer im Besonderen wurde in mehreren Sitzungen behandelt und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Einen weiteren Schwerpunkt der Beratungen des Aufsichtsrats bildete die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022 (mit zusammengefasstem Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns) und des Berichts über Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Der Aufsichtsrat ließ sich im Laufe des Geschäftsjahrs eingehend über die Entwicklung bei diversen Konzerngesellschaften informieren und erhielt hierzu in den Sitzungen Berichte der jeweiligen Geschäftsleitungen.


Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr ausführlich beschäftigt mit Personalangelegenheiten des Vorstands, der Entwicklung des Geschäftsbereichs News Media US in einem schwierigen Werbemarktumfeld und der Entwicklung von WELT und BILD und dem Fortgang der in diesem Geschäftsbereich durchgeführten Strategieprojekte. Der Aufsichtsrat hat ferner beraten und beschlossen über den Erwerb der Bayard Advertising in den USA durch die Stepstone Group, die Ausgliederung des bislang in der Axel Springer SE verbliebenen News Media Germany-Bereichs in die Axel Springer Deutschland GmbH, die Aktualisierung der Geschäftsverteilung des Vorstands und Finanzierungsprojekte. Der Aufsichtsrat wurde eingehend über die Informationssicherheit bei Axel Springer, Compliance-Fragen sowie die ESG-Strategie der Gesellschaft informiert und erörterte diese Themen im Plenum. Zudem befasste sich der Aufsichtsrat mit den der ordentlichen Hauptversammlung am 23. März 2023 zu unterbreitenden Beschlussvorschlägen des Aufsichtsrats.


Zur effizienten Wahrnehmung seiner Aufgaben hat der Aufsichtsrat als ständige Ausschüsse die Gremien Präsidium, Audit Committee, Personalausschuss und Nominierungsausschuss gebildet.

Jahres- und Konzernabschluss sowie Lage- und Konzernlagebericht


Die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahres- und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.


Die vorstehenden Unterlagen sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns und die Prüfungsberichte der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zur Verfügung gestellt. Die Unterlagen wurden in Anwesenheit des Abschlussprüfers in der Sitzung des Audit Committee am 19. März 2024 umfassend geprüft und erörtert. Der Abschlussprüfer berichtete dabei über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagements bezogen auf den Rechnungslegungsprozess wurden dabei nicht festgestellt. Der Abschlussprüfer ging ferner auf Umfang, Schwerpunkte sowie Kosten der Abschlussprüfung ein. Umstände, die die Befangenheit des Abschlussprüfers besorgen lassen, lagen nicht vor. Der Prüfungsausschuss beschloss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, den Jahres- und Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht zu billigen.


Der Vorsitzende des Audit Committee hat in der Bilanzsitzung am 20. März 2024 dem Aufsichtsrat über die vom Audit Committee angestellten Untersuchungen und deren Ergebnisse berichtet und die Empfehlungen des Audit Committees zur Billigung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie des zusammengefassten Lage- und Konzernlageberichts ausgesprochen. Der Aufsichtsrat hat sodann unter Berücksichtigung dieses Berichts und dieser Empfehlungen, der Prüfungsberichte der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft sowie der Diskussion mit dem auch in der Bilanzsitzung anwesenden Abschlussprüfer die vorstehend genannten Unterlagen seinerseits geprüft; die Anwesenheit des Vorstands hatte der Aufsichtsrat für erforderlich erachtet.


Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat festgestellt, dass Einwendungen nicht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht entsprechend den Empfehlungen des Audit Committee gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Axel Springer SE festgestellt.


Der Aufsichtsrat hat auch den Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzgewinns geprüft und sich diesem unter Berücksichtigung insbesondere des Jahresergebnisses, der Liquidität und der Finanzplanung der Gesellschaft angeschlossen.

Abhängigkeitsbericht


Außerdem hat der Vorstand dem Aufsichtsrat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG vorgelegt. Ebenfalls lag dem Aufsichtsrat der hierzu von der EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellte Prüfungsbericht vor. Beide Berichte wurden vorab jedem Aufsichtsratsmitglied übermittelt.


Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers zum Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen lautet wie folgt:


"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass


1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,


2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."


Auch den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG sowie den hierzu erstellten Prüfungsbericht des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat geprüft. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats vom 20. März 2024 außerdem mündlich über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung berichtet und stand für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen.


Gegen die Ergebnisse des Prüfungsberichts des Abschlussprüfers und die Erklärung des Vorstands zum Bericht gemäß § 312 Abs. 3 AktG sind vom Aufsichtsrat nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung keine Einwendungen zu erheben.

Dank an die Mitglieder des Vorstands sowie an die Mitarbeitenden des Unternehmens


Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeitenden für die hervorragenden Leistungen im zurückliegenden Geschäftsjahr.

 

Berlin, den 20. März 2024

Der Aufsichtsrat

Ralph Büchi
Vorsitzender


Registerdokumente

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Handelsregister-API · MCP

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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.

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  1. Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
  2. Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
  1. In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
    https://mcp.handelsregister.ai/mcp
  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

Einmal im Terminal ausführen:

Terminal
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
  --header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"

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from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
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    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

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      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

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