Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbHBremenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Lagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen des Unternehmens Die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH - im Nachfolgenden AB InBev Germany genannt - ist die deutsche Holdinggesellschaft der börsennotierten Anheuser-Busch InBev S.A./N.V., Leuven/Belgien, ("AB InBev SA/NV"), dem international führenden Brauereikonzern. AB InBev Germany ist die zweitgrößte Brauereigruppe in Deutschland. Sowohl geografisch als auch im Hinblick auf das Sortiment ist AB InBev Germany in allen wesentlichen Bereichen des deutschen Biermarktes vertreten. Die Geschäftstätigkeit der AB InBev Germany konzentriert sich zum einen auf das Halten der Anteile an den Brauereien. Über diese ist sie an den Vertriebsgesellschaften in Deutschland beteiligt. Die Kaufpreisfinanzierung der Anteilserwerbe erfolgte im Wesentlichen durch Eigenkapital sowie durch Darlehen verbundener Unternehmen. AB InBev Germany ist Teil des Weltmarktführers in der Bierbranche sowie eines der weltweit führenden Konsumgüterhersteller. AB InBev hat im Jahr 2021 weltweit 581,7 Millionen hl Bier verkauft, die in ca. 200 Brauereien in ungefähr 50 Ländern weltweit gebraut wurden. Der AB InBev SA/NV-Konzern beschäftigt ungefähr 169.000 Mitarbeiter, die mehr als 125 Nationalitäten repräsentieren. AB InBev Germany betreibt Produktionsstätten an vier inländischen Standorten - in Bremen, Issum, München und Wernigerode. 62 % der Produktion erfolgt für den inländischen Markt und 38 % der Produktion für die internationalen Märkte. Die Produktion für die internationalen Märkte erfolgt überwiegend an den Standorten Bremen und München. Zudem erbringt die Gesellschaft Dienstleistungen in den Bereichen Personal, Finanzen, Recht und IT gegenüber ihren Beteiligungsgesellschaften. Dazu wurden mit Beteiligungsgesellschaften Verträge über die Erbringung dieser Dienstleistungen und den Übergang der Mitarbeiter in diesen Bereichen auf die Gesellschaft geschlossen. Der Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher von der erwarteten Entwicklung abweichen. AB InBev Germany übernimmt über die gesetzlichen Anforderungen hinaus keine Verpflichtung, in die Zukunft gerichtete Aussagen zu aktualisieren. 2. Wirtschaftsbericht a. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Corona-Pandemie hinterließ auch im Jahr 2021 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Trotz des andauernden Pandemiegeschehens und der zunehmenden Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch des Vorjahres erholen. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr real um 2,7 % gestiegen. Die deutsche Wirtschaftsleistung konnte sich somit erhöhen, weist allerdings gegenüber 2019 (dem letzten Vor-Pandemie-Jahr) noch immer ein um 2 % niedrigeres Bruttoinlandsprodukt aus. Trotz der Steigerung im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Bereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So nahm zwar die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister (u. a. Forschung, Entwicklung, Rechts- und Steuerberater) um 5,4 % zu, jedoch fiel das Plus im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe aufgrund der anhaltenden Pandemielage lediglich verhalten aus (+3,0 %). Des Weiteren liegen nach wie vor die Bereiche der sonstigen Dienstleister (u. a. Sport, Kultur, Unterhaltung) 9,9 % unter Vorkrisenniveau. 1 Von der Corona-Pandemie erneut stark betroffen zeigte sich auch im Berichtsjahr 2021 die Nachfrageseite. Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich nach dem historischen Rückgang des Vorjahres auf niedrigem Niveau, sind aber weiterhin weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Die staatlichen Konsumausgaben wirkten dagegen mit einem Plus von 3,4 % stabilisierend. Investitionen in Bauten legten Aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material im Berichtsjahr lediglich um 0,5 % zu. In Ausrüstungen -insbesondere Maschinen, Geräte und Fahrzeuge- wurde nach einem starken Rückgang im Vorjahr wieder mehr investiert; hier lag das Plus bei 3,2 %. 2 Der deutsche Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Einbußen des Vorjahres. Die exportierten Waren und Dienstleistungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 9,4 %, die Importe legten gleichzeitig um 8,6 % zu. Somit lag der deutsche Außenhandel 2021 nur noch leicht unter dem des letzten Vor-Pandemie-Jahres 2019. 3
1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 /
Statistisches Bundesamt / 14.01.2022
Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1 % gegenüber 2020 und damit deutlich gegenüber Vorjahr, als die Inflationsrate +0,5 % betragen hatte; eine höhere Jahresteuerungsrate als in 2021 wurde zuletzt vor fast 30 Jahren ermittelt - 1993 mit +4,5 %. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten in der zweiten Jahreshälfte. Die Auswirkungen auf einzelne Gütergruppen fielen unterschiedlich stark aus. So stiegen die Preise für Nahrungsmittel (+3,2 %) erneut deutlich. Insbesondere verteuerten sich Gemüse (+3,9 %) sowie Speiseöle und Speisefette (+5,3 %). Eine deutliche Verteuerung von 10,4 % gegenüber 2020 zeigte sich auch bei den Energieprodukten - ausschlaggebend war hier neben dem Wegfall der Basiseffekte des Vorjahres auch die per Jahresbeginn eingeführte CO 2 -Abgabe. Im Einzelnen verteuerten sich vor allem leichtes Heizöl (+41,8 %) und Kraftstoffe (+22,6 %) sehr. Dagegen verteuerten sich Strom (+1,4 %) und Erdgas (+4,7 %) weniger deutlich. Die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise lag bei +3,1 % (2020:+ 0,5 %). 4 Unter dem Einfluss der Corona-Pandemie waren auch in 2021 Restaurants, Bars und Hotels überwiegend geschlossen. Ebenfalls abgesagte Feste und sonstige Großveranstaltungen vor allem in den Monaten Januar und Februar ließen den Bierabsatz in 2021 erneut deutlich sinken. Nach der schrittweisen Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Frühjahr 2021 erholte sich der Bierabsatz wieder. Ungeachtet dieser leichten Erholung des Marktes, sind die Absätze der deutschen Brauereien um rund 1,9 Millionen Hektoliter oder 2,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Bei einem Gesamtabsatz von 85,0 Millionen Hektoliter betrug der Inlandsverbrauch 70,0 Millionen Hektoliter und lag somit 3,4 % unter dem Vorjahresniveau. In diesen Zahlen sind der Absatz von alkoholfreien Bieren, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten. 5 Der Markt für Biermischgetränke entwickelte sich 2021 dagegen leicht positiv gegenüber Vorjahr. Im Berichtsjahr waren Biermischungen mit 4,4 Mio. Hektolitern bzw. rund 5,2 % am gesamten Bierabsatz beteiligt; gegenüber 2020 wurde in diesem Segment 0,8 % mehr abgesetzt. 6 b. Geschäftsverlauf Erlösentwicklung Die Erlöse (Umsatzerlöse zuzüglich sonstige betriebliche Erträge) sind im Berichtsjahr um TEUR 4.533 von TEUR 14.207 auf TEUR 18.740 gestiegen. Wesentliche Ursache hierfür waren höhere Erträge aus Weiterberechnungen gegenüber Beteiligungsgesellschaften. Investition Die Entwicklung und Zusammensetzung des Anteilsbesitzes der AB InBev Germany ergibt sich aus dem Anlagenspiegel als Anlage des Anhangs zum Jahresabschluss. Im Berichtsjahr gab es keine Investitionen. Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling des AB-InBev-Konzerns eingebunden. Finanzierungsmaßnahmen werden durch Darlehen des Konzerns oder im Rahmen des konzerninternen Cash-Poolings finanziert.
4 Inflationsrate 2021 / Statistisches Bundesamt
/ 19.01.2022
Personal- und Sozialbereich Zum 31. Dezember 2021 beschäftigte die Gesellschaft insgesamt durchschnittlich 111 Mitarbeiter (Vorjahr 117). Im Wesentlichen durch Bonusansprüche ist der Personalaufwand in 2021 um TEUR 1.568 gestiegen. Wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres Wesentliche Entwicklungen der Tochtergesellschaften und die Auswirkung auf die AB InBev Germany werden in Abschnitt c. erläutert. Forschung und Entwicklung AB InBev Germany betreibt systematisches Innovationsmanagement zur Sicherung der planvollen und kontinuierlichen Entwicklung von Produktneuheiten. Die Forschung und Entwicklung schafft die Grundlage für eine effektive und zukunftsgerichtete Marktbearbeitung: Innovationen sichern die Basis für künftiges Wachstum. Ein weiteres Kernelement ist die Analyse und frühzeitige Übernahme neuer Technologien, die zu einer höheren Produktqualität und besseren Produktionsabläufen und somit zu einer Stärkung der Wettbewerbsposition beitragen. Durch Innovationsmanagement werden nicht nur Marktforschung und Produktentwicklung eng verzahnt, auch die Expertise aus anderen Abschnitten der Produktionskette wie Einkauf, Verpackungstechnik und Vertrieb sowie das Wissen von Partnern auf Lieferanten- und Kundenseite werden umfassend einbezogen. Die Bündelung von Know-how trägt dazu bei, neue Geschäftsideen zügig in Produkterfolge umzusetzen. Qualitätsmanagement und Umwelt AB InBev Germany arbeitet nach dem Inhouse System "Voyager Plant Optimisation", das nach den Anforderungen von DIN ISO 9001, 14001, IFS, BRC entwickelt wurde. Das System wird kontinuierlich überprüft, um die stetige Verbesserung von Prozessen und Abläufen sicherzustellen. So wird höchste Produktqualität bei optimaler Wertschöpfung in der gesamten Prozesskette gewährleistet. AB InBev Germany verfolgt anspruchsvolle Ziele. Bis Ende 2025 will das Unternehmen die folgenden globalen Nachhaltigkeitsziele erreichen:
In 2021 hat der AB-InBev Konzern angekündigt bis 2028 in der Brauerei Bremen CO 2 -neutral zu produzieren. Entsprechende Maßnahmen wie z. B. Solaranlagen und dezentrale Speichersysteme werden ab 2022 umgesetzt. Bis 2040 soll eine CO 2 -Neutralität über die gesamte Wertschöpfungskette an allen Standorten erreicht werden. c. Darstellung der Lage Vermögenslage
Die Vermögenslage der AB InBev Germany wird durch die Beteiligungen an den deutschen Tochterunternehmen sowie die Forderungen gegen diese und aus dem internationalen Konzernclearing geprägt. Die Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen um TEUR 388.376 auf TEUR 1.271.422 resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Clearingkonten in Höhe von TEUR 348.209. Die Finanzierung der Beteiligungen erfolgt im Wesentlichen durch das Eigenkapital der Gesellschaft. Die Eigenkapitalquote beträgt 28,8 % (im Vorjahr 31,9 %). Im Berichtsjahr wurde der Jahresüberschuss des Vorjahres in Höhe von TEUR 60.277 auf neue Rechnung vorgetragen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Berichtsjahr um TEUR 359.173 auf TEUR 1.977.874 gestiegen. Der Aufbau zeigt sich insbesondere bei den Clearingkonten aus Konzernverrechnung. Finanzlage Die Gesellschaft ist in das Cash-Pooling des internationalen AB-InBev-Konzerns eingebunden. Die kurzfristigen Forderungen aus dem Cash-Pooling betragen zum 31. Dezember 2021 TEUR 43.403 (i. Vj. TEUR -14.770). Der Rückgang der Cash-Pooling Verbindlichkeit ist im Wesentlichen auf die nicht erfolgte Ausschüttung des 2020er Jahresüberschusses zurückzuführen. Guthaben und Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten werden täglich über das Verrechnungskonto mit der Cobrew N.V. abgerechnet. Ertragslage Nach einem Jahresüberschuss (Leistungsindikator) in Höhe von TEUR 60.277 im Vorjahr ergibt sich in 2021 ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 35.770. Damit lag das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen eines leicht rückläufigen Jahresüberschusses. Gründe für den Ergebnisrückgang 2021 im Vergleich zum Vorjahr sind im Wesentlichen die um TEUR 39.948 geringeren Erträge aus Ergebnisübernahmen aus den gehaltenen Gesellschaften. Wesentlicher Grund des Rückgangs der Erträge aus Ergebnisabführungen waren neben COVID-19 bedingten Umsatzverlusten und gestiegenen Logistikkosten, gestiegene Vertriebs- und Marketingkosten sowie Verwaltungskosten. Der Absatz der Tochtergesellschaften inklusive Lizenzvolumen lag mit 13,9 Millionen Hektolitern (mHL) auf Vorjahresniveau (13,9 mHL). Der Eigenbierabsatz in Deutschland erhöhte sich um 1,4 % auf 6,2 mHL. Der Gesamtabsatz im Inland lag bei 6,4 mHL (Vorjahr: 6,4 mHL). Im Export lag der Absatz inklusive Lizenzvolumen bei 7,4 mHL (Vorjahr: 7,5 mHL). Das Produktionsvolumen lag mit 9,8 mHL auf dem prognostizierten Wert und leicht unter dem Vorjahresniveau von 9,9 mHL. AB InBev Germany konnte sich dem u.a. durch die COVID-19-Krise bedingten Absatzrückgang im deutschen Biermarkt vergleichsweise gut entziehen. Dazu beigetragen hat vorrangig die Stärke der Marken Corona und Spaten die auch 2021 COVID-19 zum Trotz gewachsen sind. Wesentliche Säule des Erfolgs war aber auch die Marke Beck's, die leichte Absatzsteigerung in 2021 erzielte. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere in der Gastronomie, Hotellerie sowie im Freizeit- und Veranstaltungsgeschäft haben den Regionalmarken wiederum Absatzrückgänge beschert. Im Jahr 2021 hat sich der Bereich eCommerce des AB InBev Germany-Konzerns weiterhin positiv entwickelt. Die Absätze sind gegenüber Vorjahr um +53 % gewachsen und das AB InBev Portfolio hat sich wie im Vorjahr besser entwickelt als das Lebensmittel ECommerce Geschäft in Deutschland. Der AB InBev Germany-Konzern plant seinen Marktanteil in diesem Bereich trotz der pandemiebedingten hohen Vorjahresbasis weiter stetig auszubauen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 6.258 gestiegen. Der Netto-Zinsertrag von TEUR 2.283 im Vorjahr wurde durch das allgemein niedrigen Zinsniveau auf einen Netto-Zinsaufwand in Höhe von TEUR 297 gemindert. Ein Gewinnverwendungsbeschluss für den Jahresüberschuss per 31. Dezember 2021 liegt derzeit noch nicht vor. Der Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von TEUR 60.277 wurde im Berichtsjahr auf neue Rechnung vorgetragen. 3. Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289f Handelsgesetzbuch Mit Beschluss vom 06. Juni 2019 hat der Aufsichtsrat der Gesellschaft das Folgende festgelegt: Der Aufsichtsrat beschließt die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil im Aufsichtsrat der Gesellschaft in Höhe von 25 %, die bis zum 31. Mai 2022 zu erreichen ist. Aktuell beträgt der Frauenanteil im Aufsichtsrat 25 %. Der Aufsichtsrat beschließt die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil in der Geschäftsführung der Gesellschaft in Höhe von 0 %. Aktuell beträgt der Frauenanteil in der Geschäftsführung 0 %. Mit Beschluss vom 26. Juni 2019 hat die Geschäftsführung der Gesellschaft das Folgende festgelegt: Die Geschäftsführung stellt fest, dass der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unter der Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt 54 % beträgt. Die Geschäftsführung beschließt die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil in der ersten Führungsebene unter der Geschäftsführung der Gesellschaft in Höhe von 54 %, die bis zum 31. Mai 2022 zu erreichen ist. Die Geschäftsführung stellt fest, dass der Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unter der Geschäftsführung zum jetzigen Zeitpunkt 24 % beträgt. Die Geschäftsführung beschließt die Festlegung einer Zielgröße für den Frauenanteil in der zweiten Führungsebene unter der Geschäftsführung der Gesellschaft in Höhe von 24 %, die bis zum 31. Mai 2022 zu erreichen ist. 4. Prognose, Chancen- und Risikobericht Die AB InBev Germany ist in das Chancen- und Risikomanagement der AB-InBev Deutschland Gruppe einbezogen, dessen Funktionsfähigkeit regelmäßig von der Konzernrevision überprüft wird. Durch konzernweites Reporting ist die Geschäftsführung in der Lage, bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken können, zu erkennen und zu kontrollieren. Unter dem ausdrücklichen Hinweis, dass dies keine erschöpfende Liste ist, sind die wichtigsten Risikofaktoren und Unsicherheiten von AB InBev Germany im Folgenden aufgeführt. Als Holding ist die AB InBev Germany nicht unmittelbar von Marktentwicklungen betroffen, sondern mittelbar, über ihre operativen Tochtergesellschaften. Deren Entwicklung und, darauf basierend, die Werthaltigkeit der Anteile an den verbundenen Unternehmen wird regelmäßig überwacht. Wesentliche Risikofelder sind die Geschäftsfeld- und Produktrisiken sowie die finanziellen Risiken. Der demografische Wandel sowie die Veränderungen im Verbraucherverhalten führen auch langfristig zu einer rückläufigen Biernachfrage. Die AB InBev Germany versucht über Innovationen und die Forcierung alkoholfreier und alkoholreduzierter Biere sowie Import von Spezialitäten neue Kundengruppen zu erschließen, um den Marktrückgang zu kompensieren. Die zunehmende Konzentration in den Absatzmärkten erhöht den Druck auf die erzielbaren Margen und erschwert den Marktzugang. Hier ist insbesondere die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel sowie im Fachgroßhandel zu nennen. Die anhaltende Konsolidierung der Groß- und Einzelhändler in den Märkten, in denen AB InBev Germany tätig ist, könnte zu einer geringeren Rentabilität der Bierindustrie insgesamt führen und indirekt die Finanzergebnisse von AB InBev negativ beeinflussen. Im Export ist der Erfolg der Vertriebsaktivitäten unter anderem von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den lokalen Vertriebspartnern abhängig. Auf die Tätigkeit der Vertriebspartner haben die Unternehmen der AB-InBev Deutschland Gruppe nur einen mittelbaren Einfluss. Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten hat einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse der Beteiligungen der AB InBev Germany. Preisschwankungen bei Rohstoffen und die auch währungsbedingt volatilen Energiepreise haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Herstellkosten. Aufgrund der Wettbewerbssituation auf den Absatzmärkten sowie der bestehenden Überkapazitäten in der deutschen Brauwirtschaft können gestiegene Herstellkosten nicht in jedem Fall über Preissteigerungen kompensiert werden. Die Gesellschaften der AB-InBev Deutschland Gruppe beziehen wesentliche Produkte und Dienstleistungen von bestimmten Lieferanten und Dienstleistern. Sollten diese Lieferanten oder der Dienstleister nicht in der Lage sein, ihre vertraglichen Verpflichtungen im Hinblick auf Qualität, Termin oder Umfang zu erfüllen, so kann dies Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaften der AB-InBev Deutschland Gruppe haben. Der Einkauf agiert nach einheitlich festgelegten Einkaufs- und Lieferantenmanagementprozessen. Langfristige Verträge und ein aktives Lieferantenmanagement für strategisch bedeutsame Waren und Dienstleistungen sind dabei wichtige Elemente. Dadurch minimieren AB-InBev- Germany nicht nur einkaufsspezifische Risiken wie Lieferengpässe oder größere Preisschwankungen, sondern stellt auch die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und reibungslose Produktionsabläufe sicher. Die AB InBev Germany bezieht Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen, die in Fremdwährung abgerechnet werden. Kursrisiken daraus sind geringfügig. Die AB InBev Germany ist über die ABI Gruppenpolicen gegen wesentliche Risiken versichert. Andernfalls könnte ein nicht versicherter Schadenfall erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Ausfallrisiken aus Forderungen und Ausleihungen sind durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in den Beteiligungsgesellschaften berücksichtigt. Ausleihungen und Bierlieferungsrechte werden systematisch auf Werthaltigkeit geprüft und bei Bedarf wertberichtigt. Mit der systematischen Überwachung von Fälligkeiten und einem EDV-gestützten Mahnwesen existieren effiziente Kontrollsysteme in der Gruppe. Sollten sich die Beteiligungen nicht wie geplant entwickeln, könnten Abwertungen auf die Beteiligungsansätze notwendig werden. Eine Abwertung hätte eine entsprechende Auswirkung auf das Ergebnis und das Eigenkapital der AB InBev Germany. Derzeit sind weder Ausfall-, Liquiditäts- oder andere Risiken erkennbar, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft bestandsgefährdend oder entwicklungsbeeinträchtigend auswirken könnten. Das Bundeskartellamt hat einen Großteil seiner Kartellverfahren gegen Hersteller- und Handelsunternehmen wegen Ladenpreisbindung bei bekannten Markenprodukten aus den Warengruppen Süßwaren, Kaffee, Tiernahrung, Bier und Körperpflegeprodukte abgeschlossen. Weitere Risiken in Zusammenhang mit den Kartellverfahren bzw. mit der Auslegung der wettbewerbsrechtlichen Regelungen können nicht ausgeschlossen werden. Die Unternehmen der AB-InBev-Deutschland-Gruppe haben die notwendigen Prozesse und Kontrollsysteme eingerichtet, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Annahmen zu demografischen (Arbeitnehmerfluktuation, Sterbewahrscheinlichkeiten) und finanziellen Variablen (Zinssatz, künftige Gehaltssteigerungen, Rententrend). Die tatsächliche Entwicklung der einzelnen Parameter kann von den Annahmen abweichen und damit zu einer höheren Verpflichtung als in der Bilanz ausgewiesen führen. AB InBev Germany verlässt sich auf den Ruf seiner Marken. Der Erfolg hängt von der Fähigkeit ab, das Image und den Ruf von AB InBev Germanys Marken zu erhalten, zu verbessern, bestehende Produkte zu entwickeln und ein positives Image sowie einen guten Ruf für neue Produkte zu entwickeln. Ein Ereignis oder eine Reihe von Ereignissen, die den Ruf einer oder mehrerer Marken von AB InBev Germany schädigen, könnte sich nachteilig auf den Wert dieser Marke und die daraus resultierenden Einnahmen aus dieser Marke oder dieses Unternehmens auswirken. Darüber hinaus können Einschränkungen hinsichtlich des zulässigen Werbestils, der Medienkanäle und der verwendeten Botschaften AB InBev Germanys markenbildendes Potenzial und damit den Wert seiner Marken sowie die damit verbundenen Einnahmen reduzieren. Risiken mit potenzieller Auswirkung auf das Wachstum und den Absatz von Produkten der AB InBev Germany in internationalen Märkten können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in unseren Exportmärkten ergeben. Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Auswirkungen haben auch weiterhin einen sehr großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Geschäft der AB InBev Germany. Die Verschärfung der Covid-19-Pandemie mit der Omikron-Welle und die damit verbundenen Einschränkungen insbesondere im Geschäftssegment HoReCa (Hotel / Restaurant / Café) dämpfen die wirtschaftliche Erholung. Darüber hinaus bremsen die Folgen der Covid-19-Krise wie Lieferkettenprobleme und die hohe Inflation hartnäckig die konjunkturelle Erholung. AB InBev Germany sieht auch weiterhin erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten. Das Ausmaß und die Dauer einzelner Auswirkungen auf das operative Geschäft sind schwer vorherzusagen. Die wesentlichsten Unsicherheiten der Covid-19-Pandemie sind ihre weitere Dauer, die Schwere weiterer Infektionswellen sowie die Entwicklung des Impffortschritts. Absatzrisiken, die sich hieraus ergeben könnten, werden durch AB InBev Germany im regelmäßigen Austausch mit den strategischen Geschäftspartnern fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert. Aus heutiger Sicht sind aufgrund des breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage absehbar. Unsicherheiten bestehen derzeit durch die sehr angespannte Lage zwischen Russland und der EU. Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z. B. Sanktionen) sind negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zu erwarten, die aufgrund der hohen Unsicherheit aus heutiger Sicht nicht abschließend bewertet werden können. Infolge des Russland-Ukraine-Konflikts hat AB InBev Germany die Exporttätigkeiten nach Russland vollständig gestoppt. Die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr steht seit wenigen Wochen ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft. Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland spüren den Konflikt vor allem an den stark gestiegenen Energiepreisen. Die hohen Inflationsraten dürften den privaten Konsum im Jahresverlauf dämpfen. Ebenso dürfte die gestiegene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung und einem negativen Effekt auf den Welthandel führen. Wie groß diese Effekte sind und was sie für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts bedeuten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beziffern. Das Niveau der Verbraucherpreise hat sich im Februar gegenüber dem Vormonat um 0,9 % erhöht (Januar: +0,4 %). Die Inflationsrate, also die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, erhöhte sich im Februar um 0,2 Prozentpunkte auf 5,1 %. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere deutliche Steigerungen bei den Preisen für Energie (+22,5 %; zuvor +20,5 %) und auch bei Nahrungsmitteln (+5,3 %; zuvor +5,0 %). 7
7 Bmwi - Die wirtschaftliche Lage in Deutschland
im März 2022 vom 16. März 2022
Die Inflationsrate in Deutschland wird im März 2022 voraussichtlich +7,3 % betragen. Gemessen wird sie als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach bisher vorliegenden Ergebnissen weiter mitteilt, steigen die Verbraucherpreise gegenüber Februar 2022 voraussichtlich um 2,5 %. Seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine sind die Preise für Erdgas und Mineralölprodukte nochmals merklich angestiegen und beeinflussen die hohe Inflationsrate erheblich. Ähnlich hoch war die Inflationsrate in Deutschland zuletzt im Herbst 1981, als infolge der Auswirkungen des Ersten Golfkrieges die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren. Hinzu kommen im aktuellen Berichtsmonat Lieferengpässe durch unterbrochene Lieferketten aufgrund der Corona-Pandemie und die deutlichen Preisanstiege bei Energieprodukten auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. 8 Die AB InBev Germany geht für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt, trotz herausfordernder Marktbedingungen im deutschen Biermarkt davon aus, aufgrund des breiten Produktportfolios und der damit verbundenen guten Möglichkeiten der von ihr gehaltenen Beteiligungen, flexibel auf Marktchancen und Marktrisiken reagieren zu können. Das Markenportfolio der AB InBev Germany umfasst insbesondere die nationalen Marken Beck's und Franziskaner sowie Hasseröder. Das Portfolio wird abgerundet durch das mexikanische Premiumbier Corona, das belgische Abteibier Leffe, die Marke Diebels, als Marktführer im Altbiersegment, die Marke Haake-Beck in der Region Bremen/Weser-Ems sowie die Münchener Biere Löwenbräu und Spaten. Sowohl geografisch als auch im Hinblick auf das Sortiment ist die AB InBev Germany über ihre Beteiligungen damit in allen wesentlichen Bereichen des deutschen Biermarktes vertreten. In 2022 wird das Portfolio um das Premium-Lager Bier San Miguel erweitert. Die AB InBev Germany erwartet für das laufende Geschäftsjahr 2022 aufgrund nationaler Absatzplanungen, des internationalen Geschäftes und Lizenzeinnahmen, Beteiligungserträge unter Niveau von 2021. Bei steigenden Rohstoffkosten, einem weiterhin stagnierenden Biermarkt und einem unverändert wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie aufgrund der COVID-19-Pandemie und der Russland-Ukraine Krise wird aufgrund der geplanten Maßnahmen in der AB-lInBev-Deutschland-Gruppe mit moderat steigenden Konzernumsatzerlösen in 2022 und 2023 im Vergleich zu 2021 gerechnet. Für die AB InBev Germany wird kostenbedingt ein Jahresüberschuss leicht unter dem Niveau von 2021 geplant. Zielsetzung der AB InBev Germany ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung durch kontinuierlichen Ausbau der Marktanteile im margenstarken (Super-) Premiumgeschäft. Der inländische Bierabsatz ist in den Monaten Januar und Februar des Jahres 2022 im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 % gestiegen. 9 Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Virus (COVID-19) negative Auswirkungen auf die Ertragslage der Gesellschaft im Prognosezeitraum 2022 haben wird. Zu den möglichen Auswirkungen auf den Konzern zählen zum Beispiel ein geringeres Umsatzwachstum und ein im Vergleich zu den Vorjahren höherer Prozentsatz von Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit einstellen oder regional begrenzen müssen.
8 Destatis - Pressemitteilung Nr. 137 vom 30.
März 2022
Die Planungsrechnung geht dabei für die von der AB InBev Germany gehaltenen Brauereien von einem Produktionsvolumen von 10,1 mHL (2021: 9,8 mHL) aus. Für 2022 wird je nach Pandemieentwicklung eine leichte Erholung im deutschen Biermarkt erwartet. Entsprechend der Annahmen zur Marktentwicklung und der Absatzplanung ergibt sich für 2022 ein prognostizierter Marktanteil von 8,6 %.
Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen und einer hieraus resultierenden hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2022 wesentlich beeinträchtigt.
Bremen, den 29. April 2022 Die Geschäftsführung Bilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Anhang für das Geschäftsjahr 2021A. Allgemeine Angaben Die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH mit Sitz in Bremen ist beim Amtsgericht Bremen in Abteilung B unter HRB 21274 HB eingetragen. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021 ist nach den Vorschriften des dritten Buchs des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft erfüllt zum Abschlussstichtag die Kriterien für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit und Erhöhung der Aussagefähigkeit werden bestimmte Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit für die Gliederung nach § 265 Abs. 1 HGB ist beachtet worden. B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei dauernder Wertminderung den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nominalwert nach Abzug erforderlicher Wertberichtigungen bilanziert. Die Höhe der Wertberichtigungen richtet sich nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko. Die liquiden Mittel werden zu Nennwerten angesetzt. Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben aktiviert, die Aufwendungen des Folgejahres betreffen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert angesetzt. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-UnitCredit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei gehen wir derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,30 % bei den Entgelten und von 1,80 % bei den Renten aus. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,87 % (i. Vj.: 2,31 %); es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren unter Berücksichtigung von erwarteten Entgelt- und Rentensteigerungen. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zum 31.12.2021 beträgt TEUR 782,2 (i. Vj. TEUR 946,2). Erfolgswirksame Änderungen der Abzinsungssätze werden im Finanzergebnis ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrags, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Bei der Ermittlung der Jubiläumsverpflichtungen werden ebenfalls die Richttafeln Heubeck 2018 G zu Grunde gelegt. Bei der Bewertung der Verpflichtungen wird wie im Vorjahr eine erwartete Einkommenssteigerung von 2,30 % berücksichtigt. Die Verpflichtungen werden mit 1,35 % (i. Vj. 1,61 %) abgezinst. Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert. Fremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursen angesetzt, die am Tag der Transaktion gelten, bzw. soweit vorhanden, mit den Stichtagskursen aus Devisentermingeschäften. Auf Fremdwährungen lautende kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet, soweit keine Sicherung besteht. Latente Steuern werden grundsätzlich für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt grundsätzlich auf Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,79 %. Der kombinierte Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag. Eine sich insgesamt ergebende Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt. Im Falle einer Steuerentlastung könnte von einem Aktivierungswahlrecht Gebrauch gemacht werden. Aktive Steuerlatenzen wurden mit passiven Steuerlatenzen verrechnet. C. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen
Der Anteilsbesitz der Gesellschaft ist nachfolgend aufgeführt (Werte jeweils zum 31. Dezember 2021 bzw. für das Geschäftsjahr 2021):
* nach Ergebnisabführung /
Ergebnisübernahme
Unternehmen von untergeordneter Bedeutung sind nicht aufgeführt. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen resultieren im Wesentlichen aus Ergebnisabführungen in Höhe von TEUR 60.184 (i. Vj. TEUR 90.353), gewährten Darlehen in Höhe von TEUR 722.000 (i. Vj. TEUR 722.000) sowie Anlagen bei Tochtergesellschaften resultierend aus dem Cash-Pooling im AB-InBev Deutschland-Konzern in Höhe von TEUR 443.907 (i. Vj. TEUR 65.529). Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belief sich auf TEUR 1.921 (i. VJ TEUR 5.157). Ebenfalls enthalten sind Forderungen aus der Abgabe kurzfristiger Liquidität bei der Cobrew S.A. in Höhe von TEUR 43.403 (i. Vj. Verbindlichkeit von TEUR 14.770). Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten im Wesentlichen Ertragsteuerforderungen von TEUR 17.509 (i. VJ. TEUR 9.599). Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr kurzfristig. 3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Die Pensionsrückstellungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Sie sind mit dem abgezinsten Erfüllungsbetrag ohne Verrechnung mit Deckungsvermögen angesetzt. 4. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen insbesondere solche für ausstehende Rechnungen mit TEUR 113 (i. Vj. TEUR 2.855), Abfindungen mit TEUR 1.996 (i. Vj. TEUR 2.750), Jubiläumszuwendungen mit TEUR 498 (i. Vj. TEUR 442) sowie Urlaub/Zeitguthaben mit TEUR 340 (i. Vj. TEUR 292). 5. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten zwei Darlehen über insgesamt TEUR 720.000, mit einer Restlaufzeit bis zum 14. Oktober 2024 (TEUR 260.000) und bis zum 31. Juli 2025 (TEUR 460.000). Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren mit TEUR 1.257.762 (i. Vj. TEUR 883.353) im Wesentlichen aus Verrechnungen und mit TEUR 112 (i. VJ. TEUR 577) aus Lieferungen und Leistungen. Zum 31. Dezember 2021 bestanden wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern. Im Berichtsjahr haben, wie im Vorjahr (abgesehen von den oben erwähnten Darlehensverbindlichkeiten), alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 5.756 (i. Vj. TEUR 287) enthalten. 6. Passive latente Steuern Im Berichtsjahr werden passive latente Steuern in Höhe von TEUR 24.219 ausgewiesen (i. Vj. TEUR 23.382).
Der saldierte Ausweis der passiven latenten Steuern resultiert im Wesentlichen aus dem unterschiedlichen Ansatz der Beteiligung (Realisierung Unterschiedsbetrag zwischen Handels- und Steuerbilanz an der indirekt gehaltenen Beteiligung an der Brauerei Beck & Co. GmbH) in Höhe von TEUR 21.893. Der Rest betrifft Unterschiede in den folgenden Bilanzposten:
D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1. Umsatzerlöse
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Berichtsjahr keine Erträge aus Währungskursgewinnen (i. VJ. TEUR 0). 3. Materialaufwand / bezogene Leistungen
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr TEUR 2.235 (i. VJ. TEUR 592) Restrukturierungsaufwendungen enthalten. 5. Erträge aus Gewinnabführungen Die ausgewiesenen Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen entfallen im Berichtsjahr mit einem Ertrag von TEUR 41.816 (i. Vj. TEUR 74.292) auf die Kaiserbrauerei GmbH, Bremen, mit TEUR 18.368 (i. Vj. TEUR 16.060) auf die BGH Verwaltungs AG, Bremen, mit TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3.107) auf die Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH, München, und mit einem Ertrag von TEUR 5.575 (i. Vj. TEUR 5.782) auf die Löwenbräu Aktiengesellschaft, München. Darüber hinaus ist eine Gewinnausschüttung der InBev Deutschland Vertriebs Verwaltungs-GmbH i.H. von TEUR 7 enthalten (i. Vj. TEUR 8). 6. Aufwand aus Verlustübernahme Der ausgewiesene Aufwand aus Verlustübernahme entfällt auf die Spaten Franziskaner Bräu GmbH, München. 7. Zinsaufwand Im Zinsaufwand erfasst sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensions- und längerfristigen Personalrückstellungen in Höhe von TEUR 739 (i. Vj. TEUR 738). 8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Als Ertragsteueraufwendungen werden Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag ausgewiesen. Im Berichtsjahr betrug der latente Steueraufwand TEUR 837 (i. Vj. Steuerertrag von TEUR 4.321). Die Steueraufwendungen enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 6.247 (i. Vj. periodenfremde Erträge von TEUR 2.022). E. Sonstige Angaben 1. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr durchschnittlich 111 (i. Vj. 117) Arbeitnehmer. 2. Mitglieder der Geschäftsführung Im Geschäftsjahr 2021 waren die folgenden Personen Geschäftsführer: Michel Pepa, Bremen Country Director Germany, AB-InBev Germany Maria Degener, Bremen BOPS Director, BU Central, AB-InBev Germany Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge für das Geschäftsjahr 2021 wurde gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Gegenüber ehemaligen Geschäftsführern bestanden am Bilanzstichtag Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 615. Bezüge im Sinne von § 285 Satz 1 Nr. 9.b) HGB für diese Personengruppe fielen im Berichtsjahr nicht an. 3. Mitglieder des Aufsichtsrats Die Mitglieder des mitbestimmten Aufsichtsrates sind bzw. waren im Berichtsjahr: Jens Bujok, Konzernbetriebsratsvorsitzender AB InBev Germany; Bremen (bis 31.12.2021) Klaus Filbry, Vorsitzender der Geschäftsführung, SV Werder Bremen GmbH & Co KG aA - Vorsitzender-, Bremen Gabriele Freytag, Referatsleiterin Standortmarketing und Sportentwicklung, Senatsverwaltung für Inneres und Sport Berlin; Berlin Dieter Nickel, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Region Bremen-Weser-Elbe, Bremen Christoph Bernhard Kalvelage, Geschäftsführender Gesellschafter Kalvelage Holding GmbH; Emstek-Höltinghausen Dr. Torsten Köhne, Vorstandsvorsitzender swb AG, Bremen Gunnar Zinke, Brewery Manager Bremen, Bremen Matthias Eisenbarth, Legal and Corporate Affairs Director BU Central Anheuser-Busch InBev, Stockholm/Schweden René Stahlhofen, Managing Director Royal Greenland Vertriebs GmbH, Bremen Mario Vagnoni, Betriebsratsvorsitzender Brauerei Beck & Co GmbH, Bremen Manja Wiesner, Geschäftsführerin Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten Region Krefeld-Neuss (NGG) - Stv. Vorsitzende; Düsseldorf (bis 31.12.2021) Helmut Thimm, stellv. Betriebsratsvorsitzender Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH, München Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten insgesamt TEUR 115 für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr. 4. Unternehmensverträge Die Gesellschaft hat als herrschendes Unternehmen Gewinnabführungsverträge mit der Spaten-Franziskaner-Bräu GmbH, München, der BGH Verwaltungs AG, Bremen, der Kaiserbrauerei GmbH, Bremen, sowie mit der Löwenbräu Aktiengesellschaft, München abgeschlossen. 5. Derivate Zur Absicherung des Wechselkursrisikos aus dem Bezug in fremder Währung fakturierter Waren und Dienstleistungen bestanden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte im Volumen von USD 19,5 Mio. und GBP 0,7 Mio. Der beizulegende Zeitwert, der durch den Vergleich der kontrahierten Kurse mit den Kursen an Devisentermingeschäften entsprechender Laufzeit am Bilanzstichtag ermittelt wurde, ergab allein aus den Devisengeschäften ein Risiko von TEUR 414. Für diesen Betrag wurde eine Drohverlustrückstellung gebildet. Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB wurden nicht gebildet. 6. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen Leasingverpflichtungen von TEUR 309, davon TEUR 234 fällig in 2022. 7. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsleitung schlägt einen Vortrag des Jahresüberschusses in Höhe von EUR 36.606.335,61 auf neue Rechnung vor. 8. Nachtragsbericht Aus der nach wie vor andauernden Covid-19-Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftliche Risiken, die zu fortlaufenden Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen der Pandemie -sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten- auf die Wirtschaft und das operative Geschäft der AB INBEV GERMANY ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen, werden die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sich nicht bestandsgefährdend auf die Gesellschaft AB INBEV GERMANY auswirken. Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z. B. Sanktionen), sind negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Risiken könnten sich beispielsweise durch Engpässe in der Energieversorgung und steigende Energiepreise sowie steigende Rohstoffpreise ergeben. Auf Basis einer aktuellen Risikobewertung werden diese Risiken jedoch keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten. Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage der AB INBEV GERMANY haben. 9. Konzernzugehörigkeit Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der Anheuser-Busch InBev S.A. / NV mit Sitz in Leuven, Belgien, (größter Konsolidierungskreis) einbezogen. Der Konzernabschluss der Anheuser-Busch InBev S.A. /NV wird bei der United States Securities and Exchange Commission, Washington, D.C. 20549, Commission File No. 001-34455 offengelegt. Der Konzernabschluss ist erhältlich unter der Adresse Brouwerijplein 1, 3000 Leuven, Belgien, und wird im Internet unter der Adresse www.ab- inbev.com veröffentlicht. Darüber hinaus legt die Gesellschaft den eigenen, ebenfalls nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss (kleinster Konsolidierungskreis) im deutschen Bundesanzeiger offen.
Bremen, den 29. April 2022 Die Geschäftsführung BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. SONSTIGE INFORMATIONEN Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote). Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 6. Mai 2022 BDO
AG
Zypress, Wirtschaftsprüfer Renken, Wirtschaftsprüfer KONZERNLAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2021 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021I. Grundlagen des Konzerns Die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH - im Nachfolgenden AB InBev Germany genannt - ist die deutsche Holdinggesellschaft der börsennotierten Anheuser-Busch InBev S.A./N.V., Leuven/Belgien, ("AB InBev SA/NV"), dem international führenden Brauereikonzern. Der AB InBev Germany-Konzern ist die zweitgrößte Brauereigruppe in Deutschland. Sowohl geografisch als auch im Hinblick auf das Sortiment ist der AB InBev Germany-Konzern in allen wesentlichen Bereichen des deutschen Biermarktes vertreten. Das Markenportfolio der AB InBev Germany umfasst insbesondere die nationalen Marken Beck's und Franziskaner sowie Hasseröder. Das Portfolio wird abgerundet durch das mexikanische Premiumbier Corona, das belgische Abteibier Leffe, die Marke Diebels, als Marktführer im Altbiersegment, die Marke Haake-Beck in der Region Bremen/Weser-Ems sowie die Münchener Biere Löwenbräu und Spaten. In 2022 wird das Portfolio um das Premium-Lager Bier San Miguel erweitert. Im Jahr 2021 hat sich der Bereich eCommerce der AB InBev Germany weiterhin positiv entwickelt. Die Absätze sind gegenüber Vorjahr um +53% gewachsen und das AB Inbev Portfolio hat sich wie im Vorjahr besser entwickelt als das Lebensmittel eCommerce Geschäft in Deutschland. AB InBev Germany plant seinen Marktanteil in diesem Bereich trotz der pandemiebedingten hohen Vorjahresbasis weiter stetig auszubauen. AB InBev Germany betreibt Produktionsstätten an vier inländischen Standorten - in Bremen, Issum, München und Wernigerode. 62% der Produktion erfolgt für den inländischen Markt und 38% der Produktion für die internationalen Märkte. Die Produktion für die internationalen Märkte erfolgt überwiegend an den Standorten Bremen und München. Die Vertriebstätigkeiten sind in zentralen Gesellschaften zusammengefasst. Die Geschäftstätigkeit des AB InBev Germany-Konzerns wird in zwei Geschäftsfelder unterteilt. Das Geschäftsfeld "Deutschland" umfasst Marketing und Vertrieb im Inland sowie den Betrieb der Produktionsstätten. Der Bereich "International" umfasst den Vertrieb des Marken-Portfolios auf den Export-Märkten. Die Marktbearbeitung erfolgt hier sowohl über den direkten Export als auch über Lizenzvereinbarungen zur lokalen Produktion. Geschäftspartner sind Brauereien, unabhängige Importeure und Gesellschaften aus dem AB InBev SA/NV-Konzern. Der Konzern steuert den Geschäftsbetrieb über die KPI's Absatz, Umsatz und Produktionsvolumen. Der deutsche AB InBev Germany-Konzern ist Teil des Weltmarktführers in der Bierbranche sowie eines der weltweit führenden Konsumgüterhersteller. AB InBev hat im Jahr 2021 weltweit 581,7 mHL Bier verkauft, die in ca. 200 Brauereien in ungefähr 50 Ländern weltweit gebraut wurden. Der AB InBev SA/NV-Konzern beschäftigt ungefähr 169.000 Mitarbeiter, die mehr als 125 Nationalitäten repräsentieren. II. Wirtschaftsbericht a. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche Die Corona-Pandemie hinterließ auch im Jahr 2021 deutliche Spuren in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Trotz des andauernden Pandemiegeschehens und der zunehmenden Liefer- und Materialengpässe konnte sich die deutsche Wirtschaft nach dem Einbruch des Vorjahres erholen. Das Bruttoinlandsprodukt ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes gegenüber dem Vorjahr real um 2,7% gestiegen. Die deutsche Wirtschaftsleistung konnte sich somit erhöhen, weist allerdings gegenüber 2019 (dem letzten Vor-Pandemie-Jahr) noch immer ein um 2% niedrigeres Bruttoinlandsprodukt aus. Trotz der Steigerung im Jahr 2021 hat die Wirtschaftsleistung in den meisten Bereichen noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. So nahm zwar die Wirtschaftsleistung der Unternehmensdienstleister (u. a. Forschung, Entwicklung, Rechts- und Steuerberater) um 5,4% zu, jedoch fiel das Plus im Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe aufgrund der anhaltenden Pandemielage lediglich verhalten aus (+3,0%). Des Weiteren liegen nach wie vor die Bereiche der sonstigen Dienstleister (u. a. Sport, Kultur, Unterhaltung) 9,9% unter Vorkrisenniveau. 1 Von der Corona-Pandemie erneut stark betroffen zeigte sich im Berichtsjahr 2021 auch die Nachfrageseite. Die privaten Konsumausgaben stabilisierten sich nach dem historischen Rückgang des Vorjahres auf niedrigem Niveau, sind aber weiterhin weit vom Vorkrisenniveau entfernt. Die staatlichen Konsumausgaben wirkten dagegen mit einem Plus von 3,4% stabilisierend. Investitionen in Bauten legten aufgrund von Engpässen bei Arbeitskräften und Material im Berichtsjahr lediglich um 0,5% zu. In Ausrüstungen -insbesondere Maschinen, Geräte und Fahrzeuge -wurde nach einem starken Rückgang im Vorjahr wieder mehr investiert; hier lag das Plus bei 3,2%. 2
1 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 /
Statistisches Bundesamt / 14.01.2022
Der deutsche Außenhandel erholte sich 2021 von den starken Einbußen des Vorjahres. Die exportierten Waren und Dienstleistungen erhöhten sich im Berichtsjahr um 9,4%, die Importe legten gleichzeitig um 8,6% zu. Somit lag der deutsche Außenhandel 2021 nur noch leicht unter dem letzten Vor-Pandemie-Jahr 2019. 3 Die Verbraucherpreise erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2021 um 3,1% gegenüber 2020 und damit deutlich gegenüber dem Vorjahr, als die Inflationsrate +0,5% betragen hatte; eine höhere Jahresteuerungsrate als in 2021 wurde zuletzt vor fast 30 Jahren ermittelt - 1993 mit +4,5%. Ausschlaggebend hierfür waren vor allem die hohen monatlichen Inflationsraten in der zweiten Jahreshälfte. Die Auswirkungen auf einzelne Gütergruppen fielen unterschiedlich stark aus. So stiegen die Preise für Nahrungsmittel (+3,2%) erneut deutlich. Insbesondere verteuerten sich Gemüse (+3,9%) sowie Speiseöle und Speisefette (+5,3%). Eine deutliche Verteuerung von 10,4% gegenüber 2020 zeigte sich auch bei den Energieprodukten - ausschlaggebend war hier neben dem Wegfall der Basiseffekte des Vorjahres auch die per Jahresbeginn eingeführte CO 2 -Abgabe. Im Einzelnen verteuerten sich vor allem leichtes Heizöl (+41,8%) und Kraftstoffe (+22,6%) sehr. Dagegen verteuerten sich Strom (+1,4%) und Erdgas (+4,7%) weniger deutlich. Die Jahresteuerungsrate der Verbraucherpreise lag bei +3,1% (2020: +0,5%). 4 Unter dem Einfluss der Corona-Pandemie waren auch in 2021 Restaurants, Bars und Hotels überwiegend geschlossen. Ebenfalls abgesagte Feste und sonstige Großveranstaltungen vor allem in den Monaten Januar und Februar ließen den Bierabsatz in 2021 erneut deutlich sinken. Nach der schrittweisen Aufhebung der Corona-Beschränkungen im Frühjahr 2021 erholte sich der Bierabsatz wieder. Ungeachtet dieser leichten Erholung des Marktes, sind die Absätze der deutschen Brauereien um rund 1,9 Millionen Hektoliter oder 2,2% gegenüber dem Vorjahr gesunken. Bei einem Gesamtabsatz von 85,0 Millionen Hektoliter betrug der Inlandsverbrauch 70,0 Millionen Hektoliter und lag somit 3,4% unter dem Vorjahresniveau. In diesen Zahlen sind der Absatz von alkoholfreien Bieren, Malztrunk sowie das aus Ländern außerhalb der Europäischen Union eingeführte Bier nicht enthalten. 5 Der Markt für Biermischgetränke entwickelte sich 2021 dagegen leicht positiv gegenüber dem Vorjahr. Im Berichtsjahr waren Biermischungen mit 4,4 Mio. Hektolitern bzw. rund 5,2% am gesamten Bierabsatz beteiligt; gegenüber 2020 wurde in diesem Segment 0,8% mehr abgesetzt 6.
3 Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 /
Statistisches Bundesamt / 14.01.2022
b. Geschäftsverlauf 1. Absatz- und Umsatzentwicklung Der Absatz inklusive Lizenzvolumen des AB InBev Germany-Konzerns lag mit 13,9 Millionen Hektolitern (mHL) auf Vorjahresniveau (13,9 mHL). Der Eigenbierabsatz in Deutschland erhöhte sich um 1,4 % auf 6,2 mHL. Der Gesamtabsatz im Inland lag bei 6,4 mHL (Vorjahr: 6,4 mHL). AB InBev Germany konnte sich auch im zweiten Jahr der Covid-19-Krise dem pandemiebedingten massiven Absatzrückgang im deutschen Biermarkt vergleichsweise gut entziehen. Dazu beigetragen hat vorrangig die Stärke der Marken Corona und Spaten die auch 2021 stark gewachsen sind. Wesentliche Säule des Erfolgs war aber auch die Marke Beck's die im Jahr 2021 ebenfalls leichte Absatzzuwächse verzeichnen konnte. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie, insbesondere in der Gastronomie, Hotellerie sowie im Freizeit- und Veranstaltungsgeschäft haben die Regionalmarken Diebels und Hasseröder zu spüren bekommen. Im Segment "International" lag der Absatz inklusive Lizenzvolumen bei 7,4 mHL und somit auf Vorjahresniveau (Vorjahr: 7,5 mHL). Volumenverluste im direkten Export konnten mit zusätzlichen Volumen in Lizenzproduktion kompensiert werden. Das Produktionsvolumen entsprach mit 9,8 mHL der Prognose von 9,8 mHL und lag leicht unter dem Vorjahresniveau von 9,9 mHL. Der Konzernumsatz abzüglich Biersteuer lag bei EUR 723 Mio. (Vorjahr: EUR 748 Mio.). Der Rückgang der Umsatzerlöse fiel mit -3,4% höher aus als prognostiziert (-2,1%). Im Segment "Deutschland" betrug der Umsatz EUR 487 Mio. nach EUR 483 Mio. im Vorjahr. Im Segment "International" wurde ein Umsatz von EUR 236 Mio. nach EUR 265 Mio. in 2020 realisiert. Die wesentlichen Absatzmärkte sind hier Italien, die USA, China, Russland, Südkorea und UK, auf die insgesamt 70% der Bierlieferungen im internationalen Bereich entfallen. 2. Investitionen Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen lag im Berichtsjahr bei EUR 57,6 Mio. (Vorjahr: EUR 38,4 Mio.). Es wurden EUR 27,3 Mio. in Produktion und Logistik investiert (Vorjahr: EUR 12,3 Mio.). Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag auf Ersatzinvestitionen. Die Investitionen in Emballagen in Form von neuen Kisten und Flaschen betrugen EUR 21,4 Mio. nach EUR 20,3 Mio. in 2020. Die Investitionen im Vertriebsbereich lagen bei EUR 6,3 Mio. (Vorjahr: EUR 4,5 Mio.). Ziel der Investitionstätigkeit ist die Kundenakquise und Kundenbindung im Gastronomiebereich über Bierlieferrechte und Gastronomieausstattung. Im Bereich Verwaltung/IT wurden im Berichtsjahr EUR 2,6 Mio. investiert (Vorjahr: EUR 1,3 Mio.). 3. Personal Der Personalstand im AB InBev Germany-Konzern (Vollzeitäquivalente) belief sich im Geschäftsjahr 2021 auf durchschnittlich 1.794 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.743). Im Produktionsbereich waren 1.311 (Vorjahr: 1.219), in Vertrieb und Marketing 329 (Vorjahr: 379) und in Verwaltungsfunktionen 84 Mitarbeiter (Vorjahr: 72) beschäftigt. 70 Mitarbeiter (Vorjahr: 73) machten eine Ausbildung im AB InBev Germany-Konzern. 4. Forschung und Entwicklung Der AB InBev Germany-Konzern betreibt systematisches Innovationsmanagement zur Sicherung der planvollen und kontinuierlichen Entwicklung von Produktneuheiten. Die Forschung und Entwicklung schafft die Grundlage für eine effektive und zukunftsgerichtete Marktbearbeitung: Innovationen sichern die Basis für künftiges Wachstum. Ein weiteres Kernelement ist die Analyse und frühzeitige Übernahme neuer Technologien, die zu einer höheren Produktqualität und besseren Produktionsabläufen und somit zu einer Stärkung der Wettbewerbsposition beitragen. Durch Innovationsmanagement werden nicht nur Marktforschung und Produktentwicklung eng verzahnt, auch die Expertise aus anderen Abschnitten der Produktionskette wie Einkauf, Verpackungstechnik und Vertrieb sowie das Wissen von Partnern auf Lieferanten- und Kundenseite werden umfassend einbezogen. Die Bündelung von Know-how trägt dazu bei, neue Geschäftsideen zügig in Produkterfolge umzusetzen. Die direkten Kosten für Forschung und Entwicklung lagen im Jahr 2021 bei rund EUR 1,3 Mio. (Vorjahr: EUR 1,1 Mio.). Im Berichtsjahr wurden keine Mitarbeiter beschäftigt, die ausschließlich im Bereich Forschung und Entwicklung tätig waren. 5. Qualitätsmanagement und Umwelt Der AB InBev Germany-Konzern arbeitet nach dem Inhouse System "Voyager Plant Optimisation", das nach den Anforderungen von DIN ISO 9001, 14001, IFS, BRC entwickelt wurde. Das System wird kontinuierlich überprüft, um die stetige Verbesserung von Prozessen und Abläufen sicherzustellen. So wird höchste Produktqualität bei optimaler Wertschöpfung in der gesamten Prozesskette gewährleistet. AB InBev verfolgt branchenweit anspruchsvolle Ziele. Bis Ende 2025 will das Unternehmen die folgenden globalen Nachhaltigkeitsziele erreichen:
Für das Unternehmen ist es wichtig, sich global permanent neue und anspruchsvolle Ziele zu setzen, um zukünftig noch nachhaltiger mit den Ressourcen umgehen zu können. Die Nachhaltigkeitsziele wurden bereits teilweise erreicht. Der weltweite Wasserverbrauch pro produziertem Hektoliter Bier wurde um 13,9% gesenkt. Aber auch die Reduzierung von Verpackungsmaterialien ist ein wichtiges Anliegen: Verpackungsmaterialien haben einen großen Einfluss auf unsere Umwelt. Deshalb wurde der Anteil an recycelten Glasverpackungen weltweit bereits von 37% auf 43,8% erhöht. In 2021 stammten 81 % des zugekauften Stroms aus erneuerbaren Energiequellen. In 2021 waren 74% der direkten landwirtschaftlichen Zulieferbetriebe qualifiziert, 65% waren vernetzt und 69% waren finanziell selbstbestimmt. In 2021 hat der AB-InBev Konzern angekündigt bis 2028 in der Brauerei Bremen CO 2 -neutral zu produzieren. Entsprechende Maßnahmen wie z.B. Solaranlagen und dezentrale Speichersysteme werden ab 2022 umgesetzt. Bis 2040 soll eine CO 2 -Neutralität über die gesamte Wertschöpfungskette an allen Standorten erreicht werden. 6. Ertragslage Der Konzernjahresüberschuss reduzierte sich von 64,1 Mio. in 2020 auf EUR 43,0 Mio. in 2021. Damit lag das Ergebnis deutlich unter den Erwartungen eines ansteigenden Konzernjahresüberschusses. Der Jahresüberschuss verringerte sich durch den Rückgang des Bruttoergebnisses vom Umsatz und durch gestiegene Vertriebs- und Marketingkosten sowie Verwaltungskosten. Das Bruttoergebnis vom Umsatz hat sich um 13,9 Mio. Euro verringert, da die Absätze pandemiebedingt rückläufig waren. Die Vertriebs- und Marketingkosten lagen im Berichtsjahr durch Erhöhungen des Vertriebs- und Marketingetats mit EUR 127,1 Mio. um EUR 16,1 Mio. über dem Vorjahreswert. Die Logistikkosten verringerten sich absatzbedingt um EUR 3,2 Mio. Die Verwaltungskosten erhöhten sich von EUR 58,4 Mio. auf EUR 78,0 Mio., dies resultierte im Wesentlichen aus höheren Umlagen aus dem AB InBev SA/NV-Konzern (+ EUR 15,6 Mio.). Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken durch den Rückgang der ausländischen Lizenzeinnahmen sowie der Erlöse für der Verpachtung von Gastronomieobjekte von EUR 58,1 Mio. auf EUR 52,6 Mio. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich deutlich von EUR 22,5 Mio. auf EUR 14,4 Mio., im Wesentlichen aufgrund der deutlich niedrigeren Zuführungen zu Rückstellungen für Restrukturierungen. Das Finanzergebnis beinhaltet in 2021, wie im Vorjahr, im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Darlehen an Gesellschaften des AB InBev SA/NV-Konzerns. Die folgende Darstellung zeigt die Entwicklung wesentlicher Ertragskennzahlen.
7. Finanzlage Die Bilanzsumme des Konzerns lag Ende 2021 bei EUR 2.509,9 Mio. (Vorjahr: EUR 2.436,2 Mio.). Das Eigenkapital erhöhte sich um EUR 49,9 Mio. auf EUR 1.067,7 Mio. Dies resultiert im Wesentlichen aus dem einbehaltenen Konzernergebnis 2021. Damit liegt die Eigenkapitalquote bei 42,5 % (Vorjahr: 41,8 %). Das langfristige Fremdkapital beträgt EUR 945,9 Mio. (Vorjahr: EUR 968,6 Mio.). Diese Reduzierung resultiert im Wesentlichen aus dem Rückgang der Pensionsverpflichtungen (EUR - 14,2 Mio.) sowie der Leasingverbindlichkeiten (EUR -11,6 Mio.). Der Deckungsgrad langfristiger Vermögenswerte durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital liegt aufgrund des gestiegenen Eigenkapitals trotz Reduzierung des langfristigen Fremdkapitals über dem Vorjahresniveau bei 89,1% (Vorjahr: 87,7%).
7 EBITDA = Konzernergebnis vor Finanzergebnis,
Ertragsteuern und Abschreibungen
Die Liquiditätsentwicklung wird anhand der Kapitalflussrechnung dargestellt. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag bei EUR 151,9 Mio. (Vorjahr: EUR 160,3 Mio.). Höherer Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit (EUR +11,9 Mio.) wird durch Erhöhung der Nettozinszahlungen (EUR +7,7 Mio.) und gestiegene Ertragssteuerzahlungen (EUR +12,6 Mio.) überkompensiert. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit betrug in 2021 EUR - 121,9 Mio. (Vorjahr: EUR -506,7 Mio.). Der Mittelabfluss im Berichtsjahr resultiert aus der Auszahlung für Investitionen. (EUR -57,6 Mio.) und der Rückzahlung der Finanzierung von verbundenen Unternehmen (EUR -67,2 Mio.), diese war EUR -403,7 Mio. niedriger als im Vorjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr EUR -30,1 Mio. (Vorjahr: EUR 346,4 Mio.). Im Vorjahr wurde eine Konzernfinanzierung in Höhe von EUR 460,0 Mio. aufgenommen und Dividenden in Höhe von EUR -80,7 Mio. wurden ausgezahlt. Diese Positionen entfallen im Berichtsjahr.
8. Vermögenslage Die folgende Darstellung gliedert die Konzernbilanz nach wirtschaftlichen und finanziellen Gesichtspunkten:
Mit EUR 2.261 Mio. sind 90% des Konzernvermögens langfristig investiert. Davon entfallen unverändert zum Vorjahr EUR 1.891 Mio. auf aktivierte Geschäftswerte aus Erstkonsolidierungen. Die Sach- und Finanzanlagen haben sich um EUR +2 Mio. auf EUR 242 Mio. erhöht. Nutzungsrechte aus Leasingvereinbarungen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahr um EUR -11 Mio. Die Veränderung der kurzfristigen Vermögenswerte ist maßgeblich durch die Erhöhung der Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten (EUR +76,0 Mio.) beeinflusst. Die Übrigen Vermögenswerte erhöhten sich um EUR +1,7 Mio. Das langfristige Fremdkapital verringerte sich um EUR -23,0 Mio. und das kurzfristige Fremdkapital erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR +47 Mio. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg der Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten. Die Erhöhung der kurzfristigen Übrigen Verbindlichkeiten resultierte im Wesentlichen aus der Entwicklung der Übrigen Personalverpflichtungen und der Pfandverbindlichkeiten. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Prognosebericht
Die Planungsrechnung geht für die von der AB InBev Germany gehaltenen Brauereien von einem Produktionsvolumen von 9,5 mHL (2021: 9,8 mHL) aus. Für 2022 wird je nach Pandemieentwicklung eine leichte Erholung im deutschen Biermarkt erwartet. Entsprechend der Annahmen zur Marktentwicklung und der Absatzplanung ergibt sich für 2022 ein prognostizierter Marktanteil von 8,6%. Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen und einer hieraus resultierenden hohen Unsicherheit ist die Prognosefähigkeit für das laufende Geschäftsjahr 2022 wesentlich beeinträchtigt. Der inländische Bierabsatz ist per März 2022 im Vergleich zum Vorjahr um +7,0% gestiegen. 11 Die Marken des AB InBev Germany-Konzerns entwickelten sich besser als der Markt und verzeichneten ein höheres Wachstum gegenüber dem Vorjahr. Der Marktanteil stieg leicht gegenüber Vorjahr. Die AB InBev Germany geht für das Geschäftsjahr 2022 insgesamt, trotz herausfordernder Marktbedingungen im deutschen Biermarkt davon aus, aufgrund des breiten Produktportfolios und den damit verbundenen guten Möglichkeiten, flexibel auf Marktchancen und Marktrisiken reagieren zu können. Bei steigenden Roh Stoffkosten, einem weiterhin stagnierenden Biermarkt und einem unverändert wettbewerbsintensiven Marktumfeld sowie der Covid-19-Pandemie und der Russland-Ukraine-Krise wird aufgrund der geplanten Maßnahmen des AB InBev-Germany-Konzerns mit moderat steigenden Konzernumsatzerlösen in 2022 und 2023 im Vergleich zu 2021 gerechnet. Für die AB InBev Germany wird kostenbedingt ein Konzernjahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Vorjahres geplant. Zielsetzung der AB InBev Germany ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung durch kontinuierlichen Ausbau der Marktanteile im margenstarken (Super-)Premiumgeschäft. Wir gehen weiterhin davon aus, dass das Virus (Covid-19) negative Auswirkungen auf die Ertragslage des Konzerns im Prognosezeitraum 2022 haben wird. Zu den möglichen Auswirkungen auf den Konzern zählen zum Beispiel ein geringeres Umsatzwachstum und ein im Vergleich zu den Vorjahren höherer Prozentsatz von Unternehmen, die ihre Geschäftstätigkeit einstellen oder regional begrenzen müssen. Aufgrund der nicht vollumfänglich abzuschätzenden Auswirkungen der COVID-19 Epidemie, sowie der weiterhin angespannten Entwicklung des deutschen Biermarktes - auch durch den soziodemographischem Wandel - stellen sich die AB Inbev Germany und ihre Tochtergesellschaften mit Kosteneinsparungen und der fortlaufenden Anpassung ihrer Braukapazitäten auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2022 ein. Der Konzernlagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen über das Geschäft, die finanzielle Entwicklung und die Erträge. Diesen Aussagen liegen Annahmen und Prognosen zugrunde, die auf gegenwärtig verfügbaren Informationen und aktuellen Einschätzungen beruhen. Sie sind mit einer Vielzahl von Unsicherheiten und Risiken behaftet. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann daher von der erwarteten Entwicklung abweichen. b. Chancen- und Risikobericht Die AB InBev Germany ist in das Chancen- und Risikomanagement des AB InBev SA/NV Konzerns einbezogen, dessen Funktionsfähigkeit regelmäßig von der Konzernrevision überprüft wird. Durch konzernweites Reporting ist die Geschäftsführung der AB InBev Germany jederzeit in der Lage, bestandsgefährdende Risiken sowie Risiken, die sich wesentlich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken können, zu erkennen und zu kontrollieren sowie entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Unter dem ausdrücklichen Hinweis, dass dies keine erschöpfende Liste ist, sind die wichtigsten Risikofaktoren und Unsicherheiten von AB InBev Germany im Folgenden aufgeführt. Wesentliche Risikofelder sind die Geschäftsfeld- und Produktrisiken sowie die finanziellen Risiken. Der demografische Wandel sowie die Veränderungen im Verbraucherverhalten führen auch langfristig zu einer rückläufigen Biernachfrage. Im Segment "Deutschland" versucht die AB InBev Germany über Innovationen und die Forcierung alkoholfreier und alkoholreduzierter Biere sowie Import von Spezialitäten neue Kundengruppen zu erschließen, um den Marktrückgang zu kompensieren. Die zunehmende Konzentration in den Absatzmärkten erhöht den Druck auf die erzielbaren Margen und erschwert den Marktzugang. Hier ist insbesondere die Konzentration im Lebensmitteleinzelhandel sowie im Fachgroßhandel zu nennen. Die anhaltende Konsolidierung der Groß- und Einzelhändler in den Märkten, in denen AB InBev Germany tätig ist, könnte zu einer geringeren Rentabilität der Bierindustrie insgesamt führen und indirekt die Finanzergebnisse von AB InBev negativ beeinflussen. Im Bereich "International" ist der Erfolg der Vertriebsaktivitäten unter anderem von der erfolgreichen Zusammenarbeit mit den lokalen Vertriebspartnern abhängig. Auf die Tätigkeit der Vertriebspartner hat die AB InBev Germany nur einen mittelbaren Einfluss. Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten hat einen erheblichen Einfluss auf die Ergebnisse des AB InBev Germany-Konzerns. Preisschwankungen bei Rohstoffen und die auch währungsbedingt volatilen Energiepreise haben einen maßgeblichen Einfluss auf die Herstellkosten. Aufgrund der Wettbewerbssituation auf den Absatzmärkten sowie der bestehenden Überkapazitäten in der deutschen Brauwirtschaft können gestiegene Herstellkosten nicht in jedem Fall über Preissteigerungen kompensiert werden. Die Gesellschaften des AB InBev Germany-Konzerns beziehen wesentliche Produkte und Dienstleistungen von bestimmten Lieferanten und Dienstleistern. Sollten diese Lieferanten oder der Dienstleister nicht in der Lage sein, ihre vertraglichen Verpflichtungen im Hinblick auf Qualität, Termin oder Umfang zu erfüllen, so kann dies Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit des AB InBev Germany-Konzerns haben. Der Einkauf agiert nach einheitlich festgelegten Einkaufs- und Lieferantenmanagementprozessen. Langfristige Verträge und ein aktives Lieferantenmanagement für strategisch bedeutsame Waren und Dienstleistungen sind dabei wichtige Elemente. Dadurch minimiert AB InBev Germany nicht nur einkaufsspezifische Risiken wie Lieferengpässe oder größere Preisschwankungen, sondern stellt auch die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und reibungslose Produktionsabläufe sicher. Die AB InBev Germany bezieht Dienstleistungen von verbundenen Unternehmen, die in Fremdwährung abgerechnet werden. Kursrisiken daraus sind geringfügig. Die AB InBev Germany ist über die ABI Gruppenpolicen gegen wesentliche Risiken versichert. Andernfalls könnte ein nicht versicherter Schadenfall erhebliche Auswirkungen auf das Ergebnis haben. Ausfallrisiken aus Forderungen und Ausleihungen sind durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen in den Beteiligungsgesellschaften berücksichtigt. Ausleihungen und Bierlieferungsrechte werden systematisch auf Werthaltigkeit geprüft und bei Bedarf wertberichtigt. Mit der systematischen Überwachung von Fälligkeiten und einem EDV-gestützten Mahnwesen existieren effiziente Kontrollsysteme in der Gruppe. Sollten sich die Beteiligungen nicht wie geplant entwickeln, könnten Abwertungen auf die Beteiligungsansätze notwendig werden. Eine Abwertung hätte eine entsprechende Auswirkung auf die Ertragslage im Konzern und das Eigenkapital der AB InBev Germany. Derzeit sind weder Ausfall-, Liquiditäts- oder andere Risiken erkennbar, die sich auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns bestandsgefährdend oder entwicklungsbeeinträchtigend auswirken könnten. Das Bundeskartellamt hat einen Großteil seiner Kartellverfahren gegen Hersteller- und Handelsunternehmen wegen Ladenpreisbindung bei bekannten Markenprodukten aus den Warengruppen Süßwaren, Kaffee, Tiernahrung, Bier und Körperpflegeprodukte abgeschlossen. Weitere Risiken in Zusammenhang mit den Kartellverfahren bzw. mit der Auslegung der wettbewerbsrechtlichen Regelungen können nicht ausgeschlossen werden. Der AB InBev Germany-Konzern hat die notwendigen Prozesse und Kontrollsysteme eingerichtet, um die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zu gewährleisten. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Annahmen zu demografischen (Arbeitnehmerfluktuation, Sterbewahrscheinlichkeiten) und finanziellen Variablen (Zinssatz, künftige Gehaltssteigerungen, Rententrend). Die tatsächliche Entwicklung der einzelnen Parameter kann von den Annahmen abweichen und damit zu einer höheren Verpflichtung als in der Bilanz ausgewiesen führen. AB InBev Germany verlässt sich auf den Ruf seiner Marken. Der Erfolg hängt von der Fähigkeit ab, das Image und den Ruf von AB InBev Germanys Marken zu erhalten, zu verbessern, bestehende Produkte zu entwickeln und ein positives Image sowie einen guten Ruf für neue Produkte zu entwickeln. Ein Ereignis oder eine Reihe von Ereignissen, die den Ruf einer oder mehrerer Marken von AB InBev Germany schädigen, könnte sich nachteilig auf den Wert dieser Marke und die daraus resultierenden Einnahmen aus dieser Marke oder dieses Unternehmens auswirken. Darüber hinaus können Einschränkungen hinsichtlich des zulässigen Werbestils, der Medienkanäle und der verwendeten Botschaften AB InBev Germanys markenbildendes Potenzial und damit den Wert seiner Marken sowie die damit verbundenen Einnahmen reduzieren. Risiken mit potenzieller Auswirkung auf das Wachstum und den Absatz von Produkten der AB InBev Germany in internationalen Märkten können durch ungünstige politische Entwicklungen entstehen, wie beispielsweise in einer Eskalation geopolitischer Konflikte und in einer Verstärkung protektionistischer Tendenzen. Infolgedessen können sich negative Auswirkungen auf das Konsumklima in unseren Exportmärkten ergeben. Die Covid-19-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen und Auswirkungen haben auch weiterhin einen sehr großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung und das Geschäft der AB InBev Germany. Die Verschärfung der Covid-19-Pandemie mit der Omikron-Welle und die damit verbundenen Einschränkungen insbesondere im Geschäftssegment HoReCa (Hotel / Restaurant / Café) dämpfen die wirtschaftliche Erholung. Darüber hinaus bremsen die Folgen der Covid-19-Krise wie Lieferkettenprobleme und die hohe Inflation hartnäckig die konjunkturelle Erholung. AB InBev Germany sieht auch weiterhin erhebliche Unsicherheiten hinsichtlich der wirtschaftlichen Aussichten. Das Ausmaß und die Dauer einzelner Auswirkungen auf das operative Geschäft sind schwer vorherzusagen. Die wesentlichsten Unsicherheiten der Covid-19-Pandemie sind ihre weitere Dauer, die Schwere weiterer Infektionswellen sowie die Entwicklung des Impffortschritts. Absatzrisiken, die sich hieraus ergeben könnten, werden durch AB InBev Germany im regelmäßigen Austausch mit den strategischen Geschäftspartnern fortlaufend identifiziert und bewertet sowie gegebenenfalls erforderliche risikomindernde Maßnahmen initiiert. Aus heutiger Sicht sind aufgrund des breit diversifizierten Produkt- und Kundenportfolios keine negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns absehbar. Unsicherheiten bestehen derzeit durch die sehr angespannte Lage zwischen Russland und der EU. Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z. B. Sanktionen) sind negative Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft zu erwarten, die aufgrund der hohen Unsicherheit aus heutiger Sicht nicht abschließend bewertet werden können. Infolge des Russland-Ukraine-Konflikts hat AB InBev Germany die Exporttätigkeiten nach Russland vollständig gestoppt. Die wirtschaftliche Entwicklung im laufenden Jahr steht seit Monaten ganz im Zeichen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine. Die beschlossenen Sanktionen treffen vor allem die russische Wirtschaft. Aber auch deutsche Unternehmen sind betroffen, wenn bestehende Handelspartner wegbrechen oder Lieferketten reißen. Die Bürgerinnen und Bürger in Deutschland spüren den Konflikt vor allem an den stark gestiegenen Energiepreisen. Die hohen Inflationsraten dürften den privaten Konsum im Jahresverlauf dämpfen. Ebenso dürfte die gestiegene Unsicherheit zu Investitionszurückhaltung und einem negativen Effekt auf den Welthandel führen. Wie groß diese Effekte sind und was sie für die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts bedeuten, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht seriös beziffern. Die Inflationsrate, also die Preisniveauentwicklung gegenüber dem Vorjahr, erhöhte sich im April gegenüber des Vormonats März um 0,1 Prozentpunkte auf 7,4 %. Ausschlaggebend hierfür sind insbesondere hohe Steigerungen bei den Preisen für Energie (+35,3%; zuvor +39,5%) und auch bei Nahrungsmitteln (+8,6%; zuvor +6,2%). 12 Seit Beginn des Kriegs in der Ukraine sind insbesondere die Preise für Energie merklich gestiegen und beeinflussen die Inflationsrate erheblich. Eine ähnlich hohe Inflationsrate gab es zuletzt im Herbst 1981 im früheren Bundesgebiet, als infolge des Ersten Golfkriegs zwischen dem Irak und dem Iran die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren. Hinzu kommen Lieferengpässe durch unterbrochene Lieferketten aufgrund der Covid-19-Pandemie und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Nicht nur die Energieprodukte, sondern auch andere Güterbereiche wie Nahrungsmittel verteuerten sich infolge der Kriegs- und Krisensituation zunehmend für die Verbraucherinnen und Verbraucher. 13 In der Gesamtschau aller Risiken und Chancen sieht der AB InBev Germany-Konzern keine bestandsgefährdenden Risiken.
Bremen, 30. Juni 2022 Michel Pepa Maria Degener
12 Verbraucherpreisindizes für Deutschland
- Monatsbericht - Fachserie 17 Reihe 7 - April 2022
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerngesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR 2021 BIS ZUM 31. DEZEMBER 2021A. Allgemeine Grundlagen Der Konzern ist im Bereich der Produktion und des Vertriebs von Bier tätig. Folgende deutsche Brauereigruppen sind im Konzern zusammengefasst (vgl. hierzu auch den Konsolidierungskreis unter Abschnitt I):
Es wurden im Berichtsjahr Braustätten an vier inländischen Standorten -in Bremen, Issum, München und Wernigerode-betrieben. Die Vertriebstätigkeiten sind in zentralen Gesellschaften zusammengefasst. Der Konzern verfügt über ein breites Portfolio von nationalen Pils-Marken, regionalen Bieren und Biermischgetränken bis hin zu verschiedenen Bierspezialitäten. Muttergesellschaft des Konzerns ist die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH mit Sitz in Bremen (Am Deich 18/19, 28199 Bremen/Deutschland). Sie ist unter der Nummer HRB 21274 HB in das Handelsregister des Amtsgerichts Bremen eingetragen. Der Konzernabschluss der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen, (kurz: AB InBev Germany) wird gemäß § 315e HGB zum 31. Dezember 2021 nach den zum Bilanzstichtag geltenden International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, und unter Berücksichtigung der Auslegungen des International Financial Reporting Standards Interpretation Committee (IFRS IC), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Standards und Interpretationen, welche im Geschäftsjahr 2021 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren, wurden von AB InBev Germany nicht angewandt. Eine Segmentberichterstattung sowie Angaben über das Ergebnis je Aktie erfolgten in Übereinstimmung mit den IFRS nicht, weil die Anteile der AB InBev Germany nicht öffentlich gehandelt werden und dies auch nicht beabsichtigt ist (IFRS 8.2 und IAS 33.2). Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind für alle im Konzernabschluss angegebenen Perioden konsistent von allen einbezogenen Gesellschaften angewendet worden. Das Geschäftsjahr der AB InBev Germany und ihrer einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Der Stichtag des Konzernabschlusses entspricht dem Abschlussstichtag des Mutterunternehmens. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Angaben erfolgen in TEUR, sofern nicht anders angegeben. Die funktionale Währung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der Euro. Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich auf der Grundlage historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten aufgestellt mit Ausnahme von zum beizulegenden Zeitwert angesetzten finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden, mit Ausnahme der Bilanzierung von Leasingverträgen gemäß IFRS 16. Vermögenswerte und Schulden werden nach Kurzfristigkeit und Langfristigkeit getrennt in der Bilanz dargestellt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2020 wurden von der Geschäftsführung am 24. September 2021 zur Veröffentlichung freigegeben. B. Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungskreis In den Konsolidierungskreis wurden nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung neben der AB InBev Germany alle in- und ausländischen Tochterunternehmen, bei denen die AB InBev Germany unmittelbar oder mittelbar die Beherrschung ausübt und bei denen es sich nicht um Tochterunternehmen von insgesamt unwesentlicher Bedeutung handelt, einbezogen. Zum Bilanzstichtag wurden unverändert 24 Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen. Konsolidierungsmethoden Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode durch Verteilung der Anschaffungskosten auf die erworbenen Vermögenswerte sowie die übernommenen Schulden und Eventualverbindlichkeiten, die mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt angesetzt werden. Die beizulegenden Zeitwerte beinhalten angesetzte Vermögenswerte und Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Erwerbsbezogene Kosten werden aufwandswirksam erfasst. Für jeden Unternehmenserwerb entscheidet der Konzern auf individueller Basis, ob die nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen zum beizulegenden Zeitwert oder anhand des proportionalen Anteils am Nettovermögen des erworbenen Unternehmens erfasst werden. Der Überschuss der Anschaffungskosten über den Anteil an dem beizulegenden Nettozeitwert und je nach Wahlrechtsausübung dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen der auf diese Weise angesetzten identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wird als Geschäftswert unter den immateriellen Vermögenswerten erfasst und mindestens einmal jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie alle Forderungen und Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden eliminiert. Im Anlagevermögen und in den Vorräten enthaltene Vermögenswerte aus konzerninternen Lieferungen werden um Zwischenergebnisse bereinigt. Transaktionen mit nicht beherrschenden Anteilen ohne Statuswechsel werden nur innerhalb des Eigenkapitals abgebildet. Sie werden wie Transaktionen mit Eigenkapitaleignern des Konzerns behandelt. C. Währungsumrechnung Der Konzernabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt, der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in welchem das Unternehmen tätig ist. Währungstransaktionen wurden zu Wechselkursen angesetzt, die am Tag der jeweiligen Transaktion gelten. In Fremdwährung bewertete monetäre Vermögenswerte und Schulden werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Gewinne und Verluste aus der Abwicklung von Währungstransaktionen sowie aus der Umrechnung von monetären Vermögenswerten und Schulden, die in einer Fremdwährung bewertet werden, werden ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis erfasst. Nicht monetäre Vermögenswerte und Schulden, die in einer Fremdwährung bewertet wurden, werden zu dem am Tag der Transaktion geltenden Kurs umgerechnet. Die folgenden Wechselkurse wurden bei der Erstellung der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt (Gegenwert für EUR 1):
Es gibt keine Konzernunternehmen, die eine vom Euro abweichende Währung haben. D. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze I. Immaterielle Vermögenswerte Allgemeines Die Bewertung entgeltlich angeschaffter immaterieller Vermögenswerte mit einer bestimmbaren Nutzungsdauer erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich der kumulierten linearen Abschreibung über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer werden zu Anschaffungskosten angesetzt und analog zu den Geschäftswerten nicht planmäßig abgeschrieben, sondern einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen. Die Geschäftswerte stellen die Überschüsse der Anschaffungskosten im Rahmen von Unternehmenserwerben über die vom Erwerber zum Tage des Unternehmenserwerbs erworbenen Anteile an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der erworbenen Tochterunternehmen dar. Die Aktivierungsvoraussetzungen für selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte nach IAS 38 liegen in der Regel im Konzern nicht vor. Sofern nicht zu aktivierende Ausgaben für die Entwicklung anfallen, werden diese analog zu den Forschungsaufwendungen ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Geschäftsjahr 2021 wurden, wie im Vorjahr, keine Finanzierungskosten aktiviert. Geschäftswerte Die Geschäftswerte werden mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen und nicht planmäßig abgeschrieben. Für Zwecke dieses Werthaltigkeitstests werden die Geschäftswerte zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet, denen der Nutzen aus diesen Geschäftswerten zugutekommt. Entsprechend den Regelungen des IAS 36 wird eine Wertminderung dann vorgenommen, wenn der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäftswert zugeordnet ist, den Fair Value übersteigt. Für die Ermittlung des Fair Value wird der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Dieser ist anhand der Bewertungshierarchie des IFRS 13 in Stufe 3 einzuordnen. Der Stichtag für den Werthaltigkeitstest ist jeweils der Bilanzstichtag. Belieferungsrechte Die Belieferungsrechte betreffen von Kunden erworbene Getränkeabnahmeverpflichtungen. Der Ausweis erfolgt in Höhe des gezahlten Betrags, welcher über die Vertragslaufzeit linear abgeschrieben wird. Die Vertragslaufzeit beträgt bis zu 10 Jahren. Wertminderungen werden berücksichtigt, wenn der Gegenwert nicht entsprechend gegeben ist. Dies ist namentlich der Fall, wenn die abgenommenen Mengen hinter dem vereinbarten Volumen zurückbleiben. Der niedrigere, den Rechten zum Bilanzstichtag beizulegende Wert wird ermittelt, indem die Deckungsbeiträge der auf der Grundlage des Absatzes der vergangenen Perioden geschätzten zukünftigen Absätze auf den Stichtag mit einem kundenspezifischen Zinssatz abgezinst werden. Sonstige Vermögenswerte Die zwischen drei und fünf Jahren angesetzten Nutzungsdauern für Konzessionen, Lizenzen und ähnliche Rechte werden jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst. Darüber hinaus werden Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer ausgewiesen und einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterzogen (vgl. Anhang G 1). II. Sachanlagen Allgemeines Alle Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen sowie Wertminderungsaufwand bilanziert. Die Anschaffungskosten umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Anschaffungskosten (z.B. nicht erstattungsfähige Steuern, Transport). Die Herstellungskosten für selbst hergestellte Sachanlagen umfassen Materialkosten, direkte Arbeitskosten sowie direkt zurechenbare Material- und Fertigungsgemeinkosten. Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum gesamten Wert der Sachanlage wird getrennt abgeschrieben. Instandhaltungen und Reparaturen werden aufwandswirksam erfasst, während Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen aktiviert werden. Die Gewinne oder Verluste aus Anlagenabgängen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen oder Aufwendungen erfasst. Finanzierungskosten werden aufwandswirksam verrechnet, es sei denn, sie fallen im Zusammenhang mit dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts an. In diesem Fall werden die direkt zuzuordnenden Finanzierungskosten aktiviert. Ein qualifizierter Vermögenswert ist ein Vermögenswert, für den ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu bringen. Im Geschäftsjahr wurden Finanzierungskosten in Höhe von TEUR 35 (Finanzierungszinssatz 4% p.a.; i. Vj. TEUR 262) aktiviert. Abschreibung Die planmäßigen Abschreibungen werden von dem Tag an berechnet, an dem der Vermögenswert seinem Gebrauch zugeführt werden kann. Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzte Nutzungsdauer der jeweiligen Sachanlage. Als Nutzungsdauern werden folgende Werte angesetzt:
Grundstücke werden nicht planmäßig abgeschrieben, weil diese eine unbegrenzte Nutzungsdauer haben. Die Gewinne und Verluste aus Abgängen von Sachanlagen werden als Unterschied zwischen Veräußerungserlös und den Buchwerten der Sachanlage ermittelt und ergebniswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Wertminderungen Die Sachanlagen werden einem Werthaltigkeitstest unterzogen, wenn Hinweise darauf vorliegen, dass Gründe für eine Wertminderung vorliegen könnten. Vermögenswerte werden wertgemindert, wenn der Buchwert den höheren Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert übersteigt. Der Nutzungswert wird anhand der erwarteten zukünftigen Zahlungszuflüsse ermittelt, die der Vermögenswert bei gleichbleibender Verwendung über die Nutzungsperiode wahrscheinlich generieren wird. Wenn Hinweise vorliegen, dass Gründe, die in der Vergangenheit zu einer Wertminderung geführt haben, nicht mehr vorliegen, wird geprüft, ob eine Zuschreibung erfolgen muss. Leasing Leasingvereinbarungen werden ab dem 1. Januar 2019 im Einklang mit den Anforderungen des IFRS 16 "Leases" bilanziert. Die bislang unter IAS 17 vorzunehmende Unterscheidung zwischen Finanzierungs- und Operating Leasing-Verträgen entfällt damit für den Leasingnehmer. AB InBev Germany beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingvertrag ist oder enthält. Das Unternehmen verbucht einen Vermögenswert mit Nutzungsrecht und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit für alle Leasingverträge, bei denen sie der Leasingnehmer ist, mit Ausnahme von kurzfristigen Leasingverträgen mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten und Leasing von geringwertigen Vermögenswerten. Bei diesen Leasingverträgen verbucht das Unternehmen die Leasingzahlungen als Betriebsausgaben über die Laufzeit des Leasingvertrags. Die Leasingverbindlichkeit wird anfänglich in Höhe des Barwerts der bestehenden Zahlungsverpflichtung bewertet, abgezinst mit der im Mietvertrag implizit enthaltenen Rate. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne Weiteres ermittelt werden kann, verwendet das Unternehmen seinen spezifischen risiko- und laufzeitäquivalenten Grenzfremdkapitalzinssatz. Der Zugangswert der Verbindlichkeit ist zugleich Ausgangspunkt für die Bestimmung der Anschaffungskosten des Nutzungsrechts, welches separat als neuer Posten in der Bilanz ausgewiesen wird. In die Anschaffungskosten des Nutzungsrechts einbezogen werden darüber hinaus noch anfängliche direkte Kosten und erwartete Kosten, die aufgrund einer Rückbauverpflichtung bestehen, wenn sich diese nicht auf eine Sachanlage beziehen. Vorauszahlungen erhöhen und erhaltene Leasinganreize reduzieren den Zugangswert. Die Abschreibung erfolgt linear über den kürzeren Zeitraum von Leasinglaufzeit und wirtschaftlicher Nutzungsdauer des identifizierten Vermögenswerts. Wenn Ereignisse oder veränderte Umstände eine Wertminderung vermuten lassen, erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung nach IAS 36. Bei der Bestimmung der Vertragslaufzeiten werden sämtliche Tatsachen und Umstände berücksichtigt, die einen wirtschaftlichen Anreiz zur Ausübung von Verlängerungsoptionen oder Nicht-Ausübung von Kündigungsoptionen bieten. Laufzeitänderungen aus der Ausübung bzw. Nicht-Ausübung solcher Optionen werden bei der Vertragslaufzeit nur berücksichtigt, wenn sie hinreichend sicher sind. III. Langfristige finanzielle Vermögenswerte Beteiligungen Die Investitionen in Beteiligungen beziehen sich auf Unternehmen, auf deren Finanz- und Geschäftspolitik die AB InBev Germany unmittelbar oder mittelbar keinen maßgeblichen Einfluss ausübt. Bei solchen Unternehmen liegt der Stimmrechtsanteil in der Regel unter 20%. Solche Beteiligungen werden erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) angesetzt, weil es sich um Beteiligungen handelt, die für langfristige strategische Zwecke gehalten werden. Erhaltene Dividenden werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei Veräußerung werden die im sonstigen Gesamtergebnis kumulierten Gewinne oder Verluste nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht. Ausleihungen Die Ausleihungen betreffen Darlehen, die zur Sicherung des Absatzes an Kunden gewährt werden. Sie werden anfänglich zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die nominelle Verzinsung der Darlehen liegt unterhalb des normalen Marktzinses, zum Teil sind sie unverzinslich. Die Gegenleistung für die Gewährung der Darlehen besteht, neben einer etwaigen Verzinsung, insbesondere in der Vergütung, die der Kunde im Rahmen der Abnahme von Bier und anderen Getränken vom Konzern zahlt. Die Laufzeit der Darlehen beträgt bis zu 10 Jahren. Eine Sicherung der Darlehen erfolgt teilweise durch Grundschuldbestellungen oder Sicherungsübereignungen. Sofern die vertraglich vereinbarten Leistungen seitens der Kunden nicht oder nicht in vollem Umfang erbracht werden, werden Wertminderungen, die Ermessensspielräume hinsichtlich künftiger Entwicklungen aufweisen, in Abhängigkeit von Tilgungsausfällen der Vergangenheit erfasst. IV. Latente Steuern Latente Steuern fallen für künftige Steuervorteile aus Verlustvorträgen sowie unter Anwendung der Verbindlichkeitenmethode für sämtliche temporäre Differenzen an, die sich zwischen dem Steuerwert von Vermögenswerten und Schulden und deren Buchwert zu Bilanzierungszwecken ergeben. Sie werden unter Anwendung der Steuersätze (und Steuervorschriften) bewertet, die am Bilanzstichtag gelten oder im Wesentlichen gesetzlich verabschiedet sind und deren Geltung zum Zeitpunkt der Realisierung der latenten Steuerforderung bzw. der Begleichung der latenten Steuerverbindlichkeit erwartet wird. Für die nachstehenden temporären Differenzen werden keine Rückstellungen gebildet: Nicht steuerlich abzugsfähige Geschäftswerte, der erstmalige Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld, die weder eine Auswirkung auf die Bilanz noch auf den zu versteuernden Gewinn haben, sowie Differenzen in Verbindung mit Beteiligungen an Tochterunternehmen in dem Umfang, in dem es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zukunft nicht umkehren wird und das Mutterunternehmen den Zeitpunkt der Umkehrung steuern kann. Ein latenter Steueranspruch wird nur in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftig zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das der Anspruch verrechnet werden kann. Ein latenter Steueranspruch wird in dem Maße gemindert, wie es nicht länger wahrscheinlich ist, dass der diesbezügliche Steuervorteil realisiert wird. Dies gilt für Verlustvorträge ebenso wie für aktive latente Steuern aus temporären Differenzen. V. Laufende Ertragsteuern Der Steueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden Steuern und latenten Steuern zusammen. Steuern werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im sonstigen Konzernergebnis erfasst wurden. Laufende Ertragsteuern umfassen die erwartete Steuerschuld bezüglich des zu versteuernden Einkommens der Periode unter Zugrundelegung der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze sowie jeglicher Anpassung bezüglich der zu zahlenden Ertragsteuern aus vergangenen Rechnungsperioden. Laufende Steuerforderungen entstehen aus Steuervorauszahlungen, die die jeweilige Steuerschuld für einen Veranlagungszeitraum übersteigen, oder durch die Einräumung von Ansprüchen durch den Gesetzgeber. VI. Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte Vorräte werden zum niedrigeren Wert von Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungskosten werden über den gewichteten Durchschnitt ermittelt. Die Herstellungskosten für fertige Erzeugnisse sowie unfertige Erzeugnisse enthalten Rohstoffe, andere Betriebsstoffe, direkte Lohnkosten, sonstige Direktkosten sowie anteilige feste und variable Gemeinkosten basierend auf normaler Beschäftigung. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte Verkaufspreis im gewöhnlichen Geschäftsverlauf abzüglich der geschätzten Vertriebskosten. Finanzielle Vermögenswerte Die finanziellen Vermögenswerte beinhalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte. Sie werden seit dem 1. Januar 2018 nach den Vorschriften des IFRS 9 bilanziert. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen gegen Kunden aus Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erbracht wurden und grundsätzlich innerhalb von 30 Tagen fällig sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei der erstmaligen Erfassung in Höhe der vorbehaltlosen Gegenleistung, sofern sie keine wesentlichen Finanzierungskomponenten enthalten, zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Gesellschaft hält Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen mit dem Ziel, die vertraglichen Cashflows einzuziehen und bewertet sie daher in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen bilanziert. IFRS 9 sieht vor, dass für alle Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Anwendungsbereich der Wertminderungsvorschriften erwartete Verluste zu erfassen sind. Die Höhe der Verlusterfassung sowie die Zinsvereinnahmung bestimmen sich dabei anhand der Zuordnung in 3 Stufen (General Approach). Stufe 1: In Stufe 1 sind grundsätzlich alle Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte bei Zugang einzuordnen. Für sie ist der Barwert der erwarteten Zahlungsausfälle, die aus möglichen Ausfallereignissen innerhalb der nächsten zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag resultieren, aufwandswirksam zu erfassen. Für Finanzinstrumente der Stufe 1 wird der Zinsertrag unter Verwendung des Effektivzinssatzes auf Basis des Bruttobuchwerts erfasst. Stufe 2: Dort sind alle finanziellen Finanzinstrumente enthalten, die am Abschlussstichtag im Vergleich zum Zugangszeitpunkt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos aufweisen. Die Risikovorsorge hat den Barwert aller erwarteten Verluste über die Restlaufzeit des Instruments abzubilden. Die Zinserfassung erfolgt analog zu Stufe 1. Stufe 3: Liegt neben einer signifikanten Erhöhung des Ausfallrisikos am Abschlussstichtag zusätzlich ein objektiver Hinweis auf Wertminderung vor, erfolgt die Bemessung der Risikovorsorge ebenfalls auf Basis des Barwerts der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit. Die Zinserfassung ist in darauf folgenden Perioden jedoch anzupassen, sodass der Zinsertrag künftig auf Basis des Nettobuchwerts zu berechnen ist. Der Konzern wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen den vereinfachten Ansatz nach IFRS 9 an, um die erwarteten Kreditverluste zu bemessen; demzufolge werden für alle Forderungen aus Lieferungen und Leistungen die über die Laufzeit erwarteten Kreditverluste herangezogen. Um den angemessenen Betrag zu bestimmen, werden Faktoren wie erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die Wahrscheinlichkeit, dass der Schuldner in Verzug oder in Konkurs gerät, oder Zahlungsrückstände berücksichtigt. Nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell ist für alle Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen, d.h. es erfolgt eine pauschale Zuordnung zu Stufe 2 bei Zugang und ein Transfer in Stufe 3, soweit objektive Hinweise auf Wertminderung vorliegen (Simplified Approach). Sonstige finanzielle Vermögenswerte werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Etwaige Wertminderungen und Fremdwährungsergebnisse werden direkt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Der Finanzmittelbestand umfasst Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Laufzeit von bis zu 3 Monaten. Die Bewertung erfolgt mit dem Nominalwert. Die Konzern-Kapitalflussrechnung gibt über die Mittelzuflüsse und deren Verwendung Auskunft. VII. Schulden Allgemeines Eine Rückstellung wird erfasst, wenn eine aktuelle rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge eines zurückliegenden Ereignisses vorliegt und es wahrscheinlich ist, dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen erforderlich ist, die einen wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, sowie ferner wenn der Wert der Verpflichtung zuverlässig geschätzt werden kann. Rückstellungen werden mit dem Barwert der erwarteten Ausgaben bewertet. Die Erhöhung der Rückstellung, die aus der reinen Aufzinsung resultiert, wird erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden bei erstmaligem Ansatz zum Zeitwert und in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzschulden, wie verzinste Kredite, werden zuerst abzüglich der zuzuordnenden Transaktionskosten zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und dann nach der Effektivzinsmethode fortgeschrieben. Die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Ausleihung in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Personalverpflichtungen Für die verschiedenen Tochterunternehmen der AB InBev Germany existieren unterschiedliche Leistungspläne, die auf Betriebsvereinbarungen, Ruhegeldabkommen, Versorgungsordnungen oder Einzelzusagen basieren, die überwiegend leistungsorientiert ausgestaltet sind. Alle Leistungspläne sind mittlerweile geschlossen, d.h. es werden keine Neuzusagen mehr erteilt. Typischerweise schreiben leistungsorientierte Pläne einen Betrag an Pensionsleistungen fest, den die Beschäftigten bei Renteneintritt erhalten werden und der in der Regel von einem oder mehreren Faktoren (wie Alter, Dienstzeit und Gehalt) abhängig ist. Die in der Bilanz angesetzte Rückstellung für leistungsorientierte Pläne entspricht dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Bilanzstichtag. Die DBO wird jährlich von einem unabhängigen versicherungsmathematischen Sachverständigen unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode (projected unit credit method) berechnet. Der Barwert der DBO wird berechnet, indem die erwarteten zukünftigen Mittelabflüsse mit dem Zinssatz von Industrieanleihen höchster Bonität abgezinst werden. Die Industrieanleihen lauten auf die Währung der Auszahlungsbeträge und weisen den Pensionsverpflichtungen entsprechende Laufzeiten auf. In den Ländern, in denen es keinen hinreichend entwickelten Markt für solche Anleihen gibt, werden Regierungsanleihen angewandt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, die auf erfahrungsbedingten Anpassungen und Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen basieren, werden in der Periode ihres Entstehens im sonstigen Konzernergebnis erfasst. Nachzuberechnender Dienstzeitaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 2,40% (i. Vj. 2,40%) bei den Entgelten und 1,90% (i. Vj. 1,90%) bei den Renten ausgegangen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum 31. Dezember 2021 auf 1,05% (i. Vj. 0,65%). Bei beitragsorientierten Plänen leistet der Konzern aufgrund einer gesetzlichen oder vertraglichen Verpflichtung oder freiwillig Beiträge an öffentliche oder private Pensionsversicherungspläne. Der Konzern hat über die Zahlung der Beiträge hinaus keine weiteren Zahlungsverpflichtungen. Die Verpflichtungen der Gesellschaft zu Beitragsleistungen in die beitragsorientierten gesetzlichen Pensionspläne werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung als Herstellungskosten, Verwaltungs- und Vertriebsaufwand bei Entstehung erfasst. Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden zum Barwert der künftigen Zahlungsverpflichtungen bilanziert. Die Bewertung erfolgt unter Berücksichtigung von Annahmen über künftige Einkommenssteigerungen. Rückstellungen für Restrukturierungen Eine Rückstellung wird erfasst, wenn ein detaillierter und formaler Restrukturierungsplan genehmigt wurde und die Restrukturierung bereits begonnen hat beziehungsweise öffentlich bekannt gegeben wurde. Die Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Auszahlungen bewertet, wobei die Abzinsung mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz vorgenommen wird. Übrige Rückstellungen Gemäß IAS 37 "Rückstellungen, Eventualschulden und Eventualforderungen" bildet AB InBev Germany Rückstellungen für Verpflichtungen, wenn dem Unternehmen aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige Verpflichtung entstanden ist, es darüber hinaus wahrscheinlich ist (d. h. mehr dafür als dagegen spricht), dass zur Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen erforderlich ist und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Die Rückstellungen werden zum Barwert der erwarteten Auszahlungen bewertet, wobei die Abzinsung mit einem der Restlaufzeit entsprechenden Zinssatz vorgenommen wird. VIII. Derivative Finanzinstrumente Der AB InBev Germany-Konzern setzt zur Absicherung von Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeit in begrenztem Umfang derivative Instrumente ein. Dabei werden Währungsrisiken, welche sich im Wesentlichen aus Verkäufen in US-Dollar und Zahlungsverpflichtungen in verschiedenen Fremdwährungen ergeben können, sowie Risiken aus Preisschwankungen für Fracht- und Rohstoffkosten gesichert. Zur Sicherung dieser Risiken werden Devisentermingeschäfte und Rohstoffswaps verwendet. Der Einsatz dieser Instrumente wird im Rahmen des Risikomanagementsystems durch Konzernrichtlinien geregelt, die grundgeschäftsorientierte Limite festlegen, Genehmigungsverfahren definieren, den Abschluss derivativer Instrumente zu spekulativen Zwecken ausschließen, das interne Meldewesen sowie die Funktionstrennung regeln. Die Einhaltung dieser Richtlinien und die ordnungsmäßige Abwicklung und Bewertung der Geschäfte werden regelmäßig unter Wahrung der Funktionstrennung überprüft. Vertragspartner für alle derivativen Geschäfte ist eine Tochtergesellschaft des AB InBev S.A./N.V.-Konzerns. Gemäß IFRS 9 weist der AB InBev Germany-Konzern Derivate ungeachtet ihres Anlagezwecks in der Konzernbilanz als Vermögenswerte oder Schuldposten aus und bewertet sie zu Zeitwerten. Zeitwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten sind ergebniswirksam zu erfassen. Devisentermingeschäfte betreffen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete künftige Transaktionen. Deren Volumen wird unter Berücksichtigung eines angemessenen Sicherheitsabschlags aus den Planungen des Konzerns abgeleitet. Der Konzern verzichtet auf den Nachweis der Effektivität der Sicherungsbeziehung und behandelt diese als sog. "ökonomische Hedges", deren Wertveränderungen unmittelbar in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Der Kauf und Verkauf von finanziellen Vermögenswerten, die im gewöhnlichen Geschäftsgang erfolgen, werden zum Erfüllungstag bilanziert. IX. Ertragsrealisierung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse umfassen den beizulegenden Zeitwert der für den Verkauf von Waren im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit erhaltenen Gegenleistung. Hierbei hat der Konzern die Erlösquellen Handel und Gastronomie. Sie werden seit dem 1. Januar 2018 nach den Vorschriften des IFRS 15 bilanziert. Bei den Gastronomiekunden im Inland schließt der Konzern Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr, die alle Rabattprogramme und Vereinbarungen enthalten. Rabatte können sowohl innerhalb als auch außerhalb der Rechnung gewährt werden. Auf der Rechnung sind Rabatte wie Zahlungsrabatte oder Mengenrabatte, die direkt auf der Verkaufsrechnung enthalten sind. Off-Rechnungsrabatte sind Rabatte, die kalenderjährlich abgerechnet werden. Für den Handelsbereich in Deutschland hat AB InBev Germany Verträge mit Einzelhändlern. Die Verträge sind ähnlich zu den Gastronomiekunden mit der Ausnahme des Vorhandenseins von Listungsgebühren, die als Gegenleistung an den Kunden zu zahlen sind und in Abzug gebracht werden. Da AB InBev Germany keine Rabatte oder Listungsgebühren gewähren würde, wenn keine Bierprodukte vom Kunden gekauft wurden, ist dies nicht als gesonderte Leistungspflicht zu betrachten. Erlöse aus dem Verkauf von Erzeugnissen, Waren und Dienstleistungen werden realisiert, wenn die geschuldete Lieferung erbracht worden ist, die Höhe der Erlöse verlässlich bestimmt werden kann und der Gefahren- und Eigentumsübergang erfolgt ist. Der Zeitpunkt des Gefahren- und Eigentumsübergangs liegt auf Basis der vereinbarten Incoterms fast ausschließlich bei Verlassen des Brauereigeländes. Vorsorge für Kundenskonti und -rabatte sowie Warenrückgaben aus Reklamationen werden periodengerecht entsprechend den zugrunde liegenden Umsätzen verbucht. Dabei verwendet das Management bestmögliche Schätzwerte. Die Umsatzrealisierung folgt dem folgenden 5-Stufen-Ansatz:
Die Umsatzerlöse werden auf der Grundlage der Gegenleistung bemessen, auf die das Unternehmen in einem Vertrag mit einem Kunden voraussichtlich Anspruch hat, und schließen Beträge aus, die im Namen Dritter eingezogen wurden. Die Verträge können variable Elemente beinhalten wie z.B. Rabatte, Vergütungen, Preisnachlässe, Prämien, Leistungsboni und Vertragsstrafen. Andere Erträge Miet- und Lizenzerträge werden nach Maßgabe der vertraglichen Vereinbarung linear über den Zeitraum der Nutzung des überlassenen Vermögenswerts vereinnahmt. Zinserträge werden zeitanteilig unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung eines finanziellen Vermögenswerts erfasst. Gewinnanteile aus Personengesellschaften werden unmittelbar mit Ablauf des Geschäftsjahres realisiert, es sei denn, der Gesellschaftsvertrag knüpft das Entstehen eines Entnahmeanspruchs an einen gesonderten Gesellschafterbeschluss. Dividenden von Kapitalgesellschaften werden dagegen erst nach Vorliegen eines Ergebnisverwendungsbeschlusses erfolgswirksam erfasst. E. Wesentliche Ermessensentscheidungen und Schätzungen Die Aufstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert, dass Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden. Diese haben Einfluss auf die angegebenen Beträge für Vermögenswerte und Schulden zum Bilanzstichtag sowie den Ausweis von Aufwendungen des Geschäftsjahres. Die vorgenommenen Schätzungen wurden auf Basis von Erfahrungswerten unter Berücksichtigung aller bei der Aufstellung des Konzernabschlusses verfügbaren Informationen unter der Prämisse der Unternehmensfortführung vorgenommen. Im Folgenden werden die Schätzparameter und Annahmen für wesentliche Vermögenswerte und Schulden erläutert: Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen: Die Schätzung von wirtschaftlichen Nutzungsdauern unterliegt Unsicherheiten, deshalb erfolgt eine jährliche Überprüfung. Geschäftswerte: Mindestens einmal jährlich wird ein Wertminderungstest für die Geschäftswerte aus Erstkonsolidierungen durchgeführt. Dieser Impairment Test basiert auf zukunftsbezogenen Annahmen, welche Schätzungen in Bezug auf die zukünftigen Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten erfordern. Diese Schätzungen können Auswirkungen auf die Ermittlung des Cashflows haben. Belieferungsrechte: Zur Sicherung des Absatzes werden von Kunden Belieferungsrechte erworben, die planmäßig über die Vertragsdauer abgeschrieben werden. Die Belieferungsrechte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Wird für die Zukunft ein geringerer Absatz als vereinbart erwartet, erfolgt eine Wertminderung. Ausleihungen: Die AB InBev Germany hat ihren Kunden Darlehen zur Sicherung des Bierabsatzes zur Verfügung gestellt. Sofern die vertraglich vereinbarten Leistungen seitens der Kunden nicht oder nicht in vollem Umfang erbracht werden, werden Wertminderungen, die Ermessensspielräume hinsichtlich künftiger Entwicklungen aufweisen, vorgenommen. Pensionsverpflichtungen: Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgt unter Berücksichtigung versicherungsmathematischer Annahmen zu demografischen (Arbeitnehmerfluktuation, Sterbewahrscheinlichkeiten) und finanziellen Variablen (Zinssatz, künftige Gehaltssteigerungen, Rententrend). Der Rechnungszins wird über die Höhe der am Kapitalmarkt erzielten Rendite für erstrangige Unternehmensanleihen zum Stichtag bestimmt. Verpflichtungen aus mengenabhängigen Vermarktungskonditionen: Bei der Ermittlung der ausstehenden Verpflichtungen ist die wesentliche Schätzgröße die Höhe der bonifizierten indirekten Absätze. Hierzu wird auf Basis der gesamten direkten Ist-Absätze, der Aufteilung nach den einzelnen Absatzkanälen, den mit den Kunden vereinbarten Absatzzielen, der aktuellen Vertriebseinschätzung sowie den bereits gemeldeten indirekten Absätzen die Höhe der Verbindlichkeit ermittelt. Pfandverpflichtungen: Die wesentlichen Schätzgrößen bei der Ermittlung der zum Stichtag bestehenden Höhe der Pfandverpflichtungen liegen in der Umlaufgeschwindigkeit der Gebinde in Umlauftagen. Hierzu werden auf Basis von Gebindebewegungen voraussichtliche Zeiten im Markt ermittelt und mit ständig gepflegten Pfandkonten abgeglichen. Rückstellungen für Restrukturierungen: Diese enthalten den Gesamtbetrag aller anfallenden Personalrestrukturierungskosten für Abfindungszahlungen und sonstige Leistungen an Mitarbeiter. Die Bewertung erfolgt nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung auf Basis bestehender Vereinbarungen und in Zusammenarbeit mit den Personalverantwortlichen auch unter Berücksichtigung von Erfahrungswerten aus vorhergehenden Restrukturierungsmaßnahmen. Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten: Rechtsstreitigkeiten sind vielen Unsicherheiten unterworfen und der Ausgang einzelner Verfahren kann nicht mit Sicherheit vorausgesagt werden. Der AB InBev Germany-Konzern bildet Rückstellungen für anhängige und drohende Verfahren, wenn eine Verpflichtung wahrscheinlich und deren Höhe hinreichend genau bestimmbar ist. Die Bildung der Rückstellung beruht auf der Einschätzung zum Bilanzstichtag. Zeitwertermittlungen: Die Zeitwerte für nicht auf einem aktiven Markt gehandelte derivative Finanzinstrumente werden durch Anwendung geeigneter Bewertungstechniken unter Verwendung von Annahmen basierend auf beobachtbaren Marktkonditionen ermittelt. Steuern: Die Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern ist mit Annahmen verbunden. Dabei ist die Nutzung von aktiven latenten Steuern insbesondere abhängig von den erzielten steuerlichen Ergebnissen zukünftiger Jahre. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den aufgrund von Schätzungen und Annahmen ermittelten Beträgen abweichen. F. Auswirkungen neuer Rechnungslegungsstandards Der Konzernabschluss der AB InBev Germany zum 31. Dezember 2021 wird nach den zum 31. Dezember 2021 in der Europäischen Union geltenden IFRS aufgestellt. I. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, für die erstmalig im Geschäftsjahr 2021 Anwendungspflicht besteht und die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AB InBev Germany haben: Es sind keine Standards anzuwenden. II. Standards, Interpretationen und Änderungen zu veröffentlichten Standards, für die erstmalig im Geschäftsjahr 2021 Anwendungspflicht besteht, die aber im Geschäftsjahr keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AB InBev Germany finden:
III. Neu herausgegebene, vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften Im Geschäftsjahr 2021 wurden im Rahmen der Konzernabschlusserstellung der AB InBev Germany keine neu herausgegebenen Rechnungslegungsvorschriften vorzeitig angewendet. IV. Neu herausgegebene, relevante, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften, die Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AB InBev Germany haben könnten: Es sind keine Standards anzuwenden. V. Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften, die keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der AB InBev Germany haben:
VI. Neu herausgegebene, nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften, die noch nicht durch die EU übernommen wurden:
G. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Konzernabschlusses (1) Immaterielle Vermögenswerte Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten insbesondere aktivierte Geschäftswerte aus Erstkonsolidierungen. Um eventuelle Wertminderungen von Geschäftswerten zu ermitteln, sind zahlungsmittelgenerierende Einheiten (Cash Generating Units = CGU) entsprechend der internen Berichterstattung festgelegt worden und es erfolgte eine Aufteilung der Geschäftswerte auf diese CGU. Im AB InBev Germany-Konzern wurden für den internen Steuerungs- und Berichtsprozess die geographischen CGU "Deutschland" und "International" definiert. Zur Überprüfung der Werthaltigkeit wird der Buchwert jeder CGU mittels Zuordnung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, einschließlich zurechenbarer Geschäftswerte und immaterieller Vermögenswerte, ermittelt. Übersteigt der Buchwert der CGU deren erzielbaren Betrag, ist in Höhe der Differenz eine ergebniswirksame Wertminderung vorzunehmen. Der erzielbare Betrag entspricht dem höheren der beiden Werte aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der Nutzungswert einer CGU ist definiert als Barwert der zu erwartenden, aus einer CGU generierbaren Mittelzuflüsse. Für den Fall, dass bereits nach der Ermittlung von einem der beiden Werte dieser den Buchwert einer CGU überschreitet, erübrigt sich die Ermittlung des jeweils anderen Wertes. Der AB InBev Germany-Konzern bestimmt den erzielbaren Betrag als beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Bei der Werthaltigkeitsprüfung wird auf ein kapitalwertorientiertes Verfahren abgestellt, weil die Voraussetzungen für die Anwendbarkeit eines marktpreisorientierten Verfahrens nicht gegeben sind. Im Rahmen des kapitalwertorientierten Verfahrens ist die Methode der unmittelbaren Cashflow-Prognose zur Anwendung gekommen. Die Prognose der beiden CGU basiert im ersten Jahr auf detailliert geplanten Budgetwerten und in den Folgejahren auf dem strategischen Plan mit einem Planungshorizont von fünf Jahren. Die Annahmen im strategischen Plan berücksichtigen makroökonomische Indikatoren, die Branchenentwicklung, das jeweilige Marktumfeld der CGU und beziehen die erwarteten Entwicklungen auf den Beschaffungsmärkten sowie vergangenheitsbezogene Erfahrungswerte mit ein. Liegen zum Zeitpunkt der Werthaltigkeitsprüfung bereits aktuellere Annahmen aus der operativen Budgetplanung vor, so werden diese zur Aktualisierung der Planungsprämissen herangezogen. Das durchschnittliche jährliche Absatzwachstum in den Planjahren 2022 bis 2027 beträgt 1,15%. Als nachhaltige Wachstumsraten nach Ende des fünfjährigen Planungszeitraums wurde für beide CGU 0,5% (i. Vj. 0,5%) angenommen. Der aus den Kapitalkosten des AB InBev Germany-Konzerns abgeleitete Abzinsungssatz beträgt für beide CGU, wegen der ähnlichen Finanzierungs- und Risikostruktur, 4,4% nach Steuern. (i. Vj. 4,1%). Der erzielbare Betrag einer CGU wird wesentlich beeinflusst von der erwarteten Umsatzentwicklung, der Entwicklung der Kosten, insbesondere des Materialeinsatzes, der Entwicklung der Wechselkurse sowie des für die Entwicklung notwendigen Investitionsvolumens. Obwohl die Planungsrechnungen auf angemessenen Annahmen und der aktuellen Einschätzung des Managements über die künftige Entwicklung basieren, können die tatsächlich erzielten Ergebnisse von der Planung abweichen. Zur detaillierten Darstellung der mit der Geschäftstätigkeit des AB InBev Germany-Konzerns verbundenen Risiken wird auf die Darstellung der Risiken im Konzernlagebericht verwiesen. Die Werthaltigkeitsprüfungen haben ergeben, dass im Berichtsjahr keine Wertminderungen auf die Geschäftswerte vorzunehmen waren. Wäre der Abzinsungssatz um 0,5 Prozentpunkte höher gewesen, hätte sich der beizulegende Zeitwert aller CGU um EUR 327 Mio. reduziert. Eine um 0,5 Prozentpunkte niedrigere nachhaltige Wachstumsrate hätte zu einer Minderung des beizulegenden Zeitwertes aller CGU um EUR 271 Mio. geführt. Ein um 1% schwächerer USD-Wechselkurs hätte zu einer Reduzierung des beizulegenden Zeitwertes um EUR 3,4 Mio. geführt. Sämtliche aufgeführten Sensitivitäten in den Parametern hätten sowohl in der isolierten Betrachtung wie auch kumuliert zu keiner Wertminderung in der jeweiligen CGU geführt. Unter den sonstigen immateriellen Vermögenswerten werden wie im Vorjahr Lizenzrechte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer mit Buchwerten von TEUR 14.082 ausgewiesen, die ebenso wie die Geschäftswerte einem jährlichen Werthaltigkeitstest unterliegen. Die Nutzungsdauer ist unbestimmt, da dem Konzern so lange positive Cashflows aus den Lizenzen zufließen, wie der AB InBev SA/NV-Konzern Eigentümer dieser Vermögenswerte ist und eine Beendigung der Distribution dieser Lizenzmarken nicht geplant ist. Methodik und Parameter des jährlichen Werthaltigkeitstests entsprechen denen, die für die Überprüfung der Werthaltigkeit der Geschäftswerte angewandt wurden. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Belieferungsrechte werden jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, der gegebenenfalls zu Wertminderungen führt. Die immateriellen Vermögenswerte, bei denen es sich ausschließlich um erworbene Vermögenswerte handelt, haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die Abschreibungen und Wertminderungen bzw. Zuschreibungen werden unter den folgenden Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen:
Die Aufteilung der Geschäftswerte nach CGU stellt sich wie folgt dar:
Die Belieferung der Kunden in Österreich erfolgt seit 2020 über eine belgische Konzerngesellschaft, daher wurde dieses Geschäft in 2020 von der bisherigen CGU "Deutschland/Österreich" in die CGU "International" umgegliedert. Das Lizenzrecht (TEUR 14.082) ist wie im Vorjahr der CGU "International" zugeordnet. (2) Sachanlagen Die Sachanlagen haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
Die Abschreibungen und Wertminderungen werden unter den folgenden Posten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen:
(3) Nutzungsrechte Die Nutzungsrechte haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
(4) Langfristige finanzielle Vermögenswerte Die Ausleihungen stellen sich wie folgt dar:
Bei den langfristigen finanziellen Vermögenswerten wird der General Approach nach IFRS 9 angewandt, wodurch die wertberichtigten Kundendarlehen der Stufe 3 und die übrigen Ausleihungen der Stufe 1 zugeordnet sind. Das maximale Ausfallrisiko am Bilanzstichtag entspricht den Buchwerten. Der Buchwert der Ausleihungen stellt eine gute Annäherung an ihren beizulegenden Zeitwert dar, da die Auswirkungen der Diskontierung nicht wesentlich sind. In geringem Umfang bestehen teilweise Sicherheiten in Form von erhaltenen Grundschulden, Bürgschaften und Sicherungsübereignungen, die erst unter bestimmten Voraussetzungen des Zahlungsausfalls verwendet werden dürfen. Einzelwertberichtigungen wurden auf die Kundendarlehen insbesondere immer dann vorgenommen, wenn sich die Kunden in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befanden. Ob zukünftig noch mit einem Zahlungseingang zu rechnen ist, kann gegenwärtig nicht abgeschätzt werden. (5) Laufende Ertragsteuerforderungen/-verbindlichkeiten Die laufenden Ertragsteuerforderungen und die laufenden Ertragsteuerverbindlichkeiten betreffen die aus der laufenden Geschäftstätigkeit resultierenden überzahlten bzw. noch zu zahlenden Ertragsteuern sowie erwartete Nachzahlungsverpflichtungen aus anhängigen steuerlichen Außenprüfungen. (6) Latente Steueransprüche/-verbindlichkeiten Die ausgewiesenen latenten Steuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die unter "Übrige" erfassten aktiven latenten Steuern betreffen insbesondere Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit IFRS 16, Derivate mit einem negativen beizulegenden Zeitwert und Rückstellungen, die steuerlich nicht angesetzt wurden. Von den unsaldierten latenten Steuerforderungen sind innerhalb von 12 Monaten TEUR 7.571 (i. Vj. TEUR 9.071) fällig. Bei den unsaldierten latenten Steuerverbindlichkeiten sind innerhalb von 12 Monaten TEUR 356 (i. Vj. TEUR 594) fällig. Die Überleitung der Veränderung des Saldos der Steuerabgrenzungsposten zum latenten Steueraufwand It. Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung stellt sich wie folgt dar:
(7) Vorräte Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
Im Geschäftsjahr 2021 wurden Vorräte in Höhe von TEUR 295.010 (i. Vj. TEUR 301.780) als Aufwand in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erfasst. Die kumulierten Wertberichtigungen auf Vorräte betragen TEUR 3.511 (i. Vj. TEUR 3.475). Die Zuführungen zu den Wertberichtigungen sind ebenfalls in den Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen erfasst. (8) Forderungen und sonstige Vermögenswerte
Bei den sonstigen Steuerforderungen handelt es sich um Umsatzsteuer. Zusätzliche Angaben zu kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerten: Die folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Bruttobuchwerte aller kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte mit Ausnahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet wurden:
Die oben genannten Bruttobuchwerte nach Ausfallrisiko-Ratingklassen stellen sich wie folgt dar:
Finanzinstrumente mit der Ratingklasse 1 unterliegen keinem signifikanten Ausfallrisiko. Finanzinstrumente mit der Ratingklasse 2 unterliegen einem erhöhten Ausfallrisiko, hier hat es basierend auf Erfahrungswerten prozentuale Einzelwertberichtigungen gegeben. Finanzinstrumente der Ratingklasse 3 umfassen vollständig wertgeminderte Forderungen, da diese mehr als 90 Tage überfällig sind oder ein Rechtsstreit vorliegt. Die Kreditverluste der nach dem vereinfachten Wertminderungsmodell (Simplified Approach) bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der nach dem generellen Wertminderungsmodell (General Approach) bewerteten sonstigen finanziellen Vermögenswerte entwickelten sich wie folgt:
Ein Transfer zwischen den Stufen hat im Berichtsjahr nicht stattgefunden. Erträge und Aufwendungen aus den vorstehend dargestellten Wertminderungen des Geschäftsjahres und den Umkehrungen von Wertminderungen des Vorjahres werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. Überfällige, aber noch nicht wertgeminderte Forderungen setzen sich unter dem Aspekt der fristgerechten Erfüllung durch die Kontrahenten nach Zeitbändern wie folgt zusammen:
Die überfälligen Forderungen wurden im Wesentlichen zu Beginn des Geschäftsjahres 2022 beglichen. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte dienen nicht als Sicherheiten für Verbindlichkeiten. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten. Anhaltspunkte für signifikante Konzentrationen des Ausfallrisikos bei Dritten liegen nicht vor. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind wie im Vorjahr keine Forderungen aufgrund von Sicherheitseinbehalten enthalten. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen wie im Vorjahr überwiegend in Euro. (9) Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren insbesondere aus kurzfristigen Geldanlagen (Cobrew N.V./S.A. - General Approach Stufe 1) sowie aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit Unternehmen des AB InBev Germany-Konzerns (Simplified Approach).
Die Forderungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen und Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen, wie im Vorjahr, in EUR, ausgenommen sind die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in den USA, die in USD bestehen. Am 15. Oktober 2019 gewährte die ABI Euro Finance Services LTD, London/England der AB InBev Germany ein Darlehen über TEUR 260.000, das mit 1,2525% p.a. verzinst wird und eine Laufzeit bis zum 14. Oktober 2024 hat. Am 1. August 2020 wurde ein weiterer Darlehensvertrag über TEUR 460.000 mit einer Laufzeit bis zum 31. Juli 2025 und einer Verzinsung von 1,8497% mit ABI Euro Finance Services LTD, London/England abgeschlossen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Laufzeit von bis zu einem Jahr. (10) Eigenkapital Aufgrund der Rechtsform der AB InBev Germany (Gesellschaft mit beschränkter Haftung) ist das gezeichnete Kapital nicht in eine Anzahl von Anteilen unterteilt, welche jeweils einen gleichen Anteil am Kapital repräsentieren. Jeder Gesellschafter hält einen Anteil am Kapital, dessen Höhe individuell festgelegt ist. Die Stimmrechte richten sich nach dem Nominalwert des Anteils am Kapital. Jeweils EUR 50,00 gewähren eine Stimme. Alle Einlagen auf die Anteile sind vollständig geleistet und setzen sich wie folgt zusammen:
Die Kapitalrücklage von EUR 936 Mio. (i. Vj. EUR 936 Mio.) betrifft die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH und besteht nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB. Das erwirtschaftete Kapital von EUR 131,3 Mio. (i. Vj. EUR 81,4 Mio.) enthält die kumulierten Werte aus Konzerngesamtergebnis, anteilsbasierten Vergütungen, Ausschüttungen und Einmaleffekten. Zur Entwicklung der Pensionsrückstellungen wird auf Ziffer (12) verwiesen. Im Berichtsjahr ergab sich ein versicherungsmathematischer Gewinn von TEUR +8.193 (i. Vj. Verlust TEUR-4.788), der nach Abzug latenter Steuern von TEUR -2.599 (i. Vj. TEUR+1.514) im sonstigen Konzernergebnis erfasst wurde. Der Nachsteuerbetrag von TEUR +5.594 (i. Vj. TEUR -3.274) entfiel, wie im Vorjahr, vollständig auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens. Kapitalmanagement und Ausschüttungen Die Ziele des Konzerns im Hinblick auf das Kapitalmanagement liegen in der Sicherstellung der Unternehmensfortführung, um den Anteilseignern weiter Erträge auszuschütten sowie der Aufrechterhaltung einer optimalen Kapitalstruktur, um die Kapitalkosten zu reduzieren. Der AB InBev Germany-Konzern definiert sein Eigenkapital als Gezeichnetes Kapital und Zuzahlungen von Gesellschaftern, welche er von verbundenen Unternehmen der AB InBev zur Verfügung gestellt bekommen hat. Jahresüberschüsse der AB InBev Germany werden regelmäßig an die Gesellschafter ausgeschüttet. Der Konzern unterliegt keinen externen Kapitalanforderungen. In der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens am 23. November 2021 ist beschlossen worden, den Bilanzgewinn der AB InBev Germany zum 31. Dezember 2020 in Höhe von EUR 60.276.713,47 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen. (11) Anteilsbasierte Vergütungen Die oberste Muttergesellschaft der AB InBev Germany, die Anheuser-Busch InBev S.A./N.V. ("AB InBev S.A./N.V.") gewährt leitenden Mitarbeitern des Gesamtkonzerns, und damit auch des AB InBeV Germany-Konzerns, Optionen auf Aktien der AB InBev S.A./N.V. im Rahmen verschiedener Pläne. Für alle Pläne wird der beizulegende Zeitwert der anteilsbasierten Vergütungen zum Tag der Gewährung unter Nutzung des Binomial Hull Modells ermittelt, wobei dieses dahingehend modifiziert wurde, dass es die Anforderungen des IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütungen", wonach Annahmen über die Verwirkung von Ansprüchen innerhalb des Erdienungszeitraums keinen Einfluss auf die Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts haben dürfen, erfüllt. Leitende Mitarbeiter des AB InBev Germany-Konzerns partizipieren an den folgenden Plänen: "Long Term Incentive Stock Option Plan". Jede hierunter ausgegebene Option gibt dem Mitarbeiter das Recht, eine Aktie der AB InBev S.A./N.V. zu erwerben, deren Preis sich nach dem durchschnittlichen Börsenkurs der AB InBev S.A./N.V.-Aktie zum Ausgabezeitpunkt der Option bemisst. Die Optionen haben insgesamt Laufzeiten von maximal zehn Jahren, der Erdienungszeitraum liegt bei fünf Jahren. Der zum Tag der Gewährung nach dem Binomial Hull Modell ermittelte beizulegende Zeitwert wird linear über den Erdienungszeitraum verteilt. In 2021 wurden keine Optionen unter dem "Long Term Incentive Stock Option Plan" ausgegeben. Bis 2010 gewährte der "Share-Based Compensation Plan" Optionen auf AB InBev S.A./N.V. Aktien in Abhängigkeit von der Ausübung von Wahlmöglichkeiten bei der Auszahlung einer Tantieme. Eine Hälfte der Tantieme ist verpflichtend in AB InBev S.A./N.V. Aktien anzulegen, die zum aktuellen Börsenkurs erworben werden und die mindestens drei Jahre zu halten sind. Die andere Hälfte der Tantieme kann nach Wahl des Berechtigten in bar oder aber ganz oder zu 50% in AB InBev S.A./N.V. Aktien ausgezahlt werden, die mindestens fünf Jahre zu halten sind. Mit dem Erwerb zusätzlicher Aktien ist die Gewährung von Optionen verknüpft, die nach fünf Jahren ausübbar werden, wenn bestimmte finanzielle Ziele auf der Ebene der AB InBev S.A./N.V. erreicht werden. Die Optionen berechtigen zum Erwerb von Aktien oder zu einer gleichwertigen Barzahlung durch AB InBev S.A./N.V. Der beizulegende Zeitwert der Optionen wird zum Tag der Gewährung nach dem Binomial Hull Modell ermittelt und linear über den Erdienungszeitraum verteilt. Die Laufzeit der Optionen beträgt insgesamt zehn Jahre. Seit 2011 wird der Bonus ausgezahlt, aber dem Mitarbeiter wird ein Wahlrecht gewährt. Er kann im Rahmen des "Share-Based Compensation Plan" einen Anteil oder den ganzen Bonus in AB InBev S.A./N.V. Aktien anlegen, die mindestens zur einen Hälfte drei Jahre und zur anderen Hälfte fünf Jahre zu halten sind. Die Umrechnung des Bonus erfolgt zum aktuellen Börsenkurs abzüglich eines Rabattes von 20%. Bei der Umwandlung erhält der Mitarbeiter zusätzliche AB InBev S.A./N.V. Aktien, deren Anzahl ist abhängig von der Position des Mitarbeiters. Der Rabatt sowie die zusätzlichen Anteile werden in der Form von Aktienbezugsrechten / Restricted Stock Units gewährt, die zur einen Hälfte drei Jahre und zur anderen Hälfte fünf Jahre gehalten werden müssen. Darüber hinaus können die Inhaber der Restricted Stock Units berechtigt sein, von AB InBev S.A./N.V. zusätzliche Restricted Stock Units in Höhe der seit der Gewährung erklärten Dividenden zu erhalten. Seit 2019 wird die anteilsbasierte Vergütung für Direktoren in Form von Aktienbezugsrechten/Restricted Stock Units (RSU) gewährt. Diese sind mindestens fünf Jahre zu halten und berechtigen den Inhaber bei Fälligkeit zum Tausch gegen AB InBev S.A./N.V. Aktien. Dieses Programm wurde am 01. Dezember 2020 erweitert und gewährt Mitarbeitern des Senior Managements abhängig von Performance und zukünftigem Entwicklungspotenzial Aktienbezugsrechte die zu 50 Prozent eine Laufzeit von 3 Jahren und zur anderen Hälfte von 5 Jahren haben. Da AB InBev S.A./N.V. die Aufwendungen für die anteilsbasierten Vergütungen nicht an den AB InBev Germany-Konzern weiterbelastet, erfasst dieser einerseits den Aufwand und andererseits eine entsprechende Erhöhung des Eigenkapitals in seinem Konzernabschluss. Der Aufwand des Berichtsjahres von TEUR 1.336 (i. Vj. TEUR 1.003) ist in den Verwaltungskosten enthalten. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert der Optionen und die Annahmen, die für die Anwendung des AB InBev S.A./N.V. Optionspreismodells für die im Vorjahr gewährten Aktionenoptionen getroffen wurden, waren wie folgt. In 2021 wurden keine Aktienoptionen gewährt.
Die erwartete Volatilität basiert auf der historischen Volatilität, die über eine Referenzperiode von 10 Jahren berechnet wurde. Das Binomial Hull Modell unterstellt, dass alle Mitarbeiter ihre Optionen sofort ausüben würden, wenn der Aktienkurs der AB InBev Aktie das 2,5-fache des Ausübungspreises betragen würde. Die Gesamtzahl der ausstehenden Optionen 1 hat sich wie folgt entwickelt:
Die Bandbreite der Ausübungspreise der am Bilanzstichtag ausstehenden Optionen liegt zwischen EUR 10,32 und EUR 121,95, während die gewogene durchschnittliche Restlaufzeit fünf Jahre beträgt.
1 = Aktienoptionen + Aktienbezugsrechte
(Restricted Stock Units)
Von den insgesamt 326.888 ausstehenden Optionen waren am 31. Dezember 2021 111.050 (i. Vj. 94.437) ausübbar. Der gewogene durchschnittliche Ausübungspreis stellt sich wie folgt dar:
Für die im Geschäftsjahr 2021 ausgeübten Optionen lag der gewogene durchschnittliche Aktienkurs am Tag der Ausübung bei EUR 53,47 (i. Vj. EUR 45,23). Die maximale Anzahl aller gewährten Optionen beträgt 591.005 für den "Long Term Incentive Warrant Plan" und 442.222 für den "Share Based Compensation Plan". (12) Personalverpflichtungen Von den gesamten Personalverpflichtungen betreffen TEUR 146.784 (i. Vj. TEUR 161.297) Pensionsverpflichtungen, wovon ca. TEUR 8.342 (i. Vj. TEUR 8.701) voraussichtlich im folgenden Geschäftsjahr zahlbar sind. Die betriebliche Altersversorgung im Konzern beruht im Wesentlichen auf direkten leistungsorientierten Versorgungszusagen. Für die Bemessung der Pensionen sind in der Regel die Dauer der Zugehörigkeit zum Unternehmen und die versorgungsrelevanten Bezüge maßgeblich. Die Pensionsverpflichtungen sind nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren gemäß IAS 19 unter Berücksichtigung der künftigen Entwicklung versicherungsmathematisch bewertet. Für die Ermittlung der Anwartschaftsbarwerte wurde ein Abzinsungssatz von 1,05% (i. Vj. 0,65%) zugrunde gelegt. Bei den Gesellschaften wird von einer erwarteten jährlichen Steigerungsrate der Löhne und Gehälter von bis zu 2,40% (i. Vj. 2,40%) und der Renten von 1,90% (i. Vj. 1,90%) ausgegangen. Es finden unverändert die Heubeck-Richttafeln 2018 G Anwendung. Alle Pläne werden intern durch Rückstellungsbildung finanziert, sodass kein Planvermögen besteht. Die Pensionsverpflichtungen bestehen ausschließlich bei inländischen Gesellschaften. Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Pensionsverpflichtung beträgt 12,88 Jahre (i. Vj. 13,46 Jahre).
Die Analyse der erwarteten Fälligkeit der undiskontierten Pensionsleistungen stellt sich wie folgt dar:
Die Pensionsverpflichtungen verteilen sich auf folgende Personengruppen:
Die Sensitivität der Gesamtpensionsverpflichtung auf Änderungen in den gewichteten Hauptannahmen beträgt:
Die obige Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet und Veränderungen in einigen Annahmen könnten korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der die Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt wurden. Die übrigen nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Verpflichtungen resultieren im Wesentlichen aus Altersteilzeit- (TEUR 78, i. Vj. TEUR 158) und Jubiläumsverpflichtungen (TEUR 3.956, i. Vj. TEUR 3.737) und entwickelten sich wie folgt:
Durch die Pläne ist der Konzern üblicherweise folgenden versicherungsmathematischen Risiken ausgesetzt: Zinsänderungsrisiko: Ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit. Langlebigkeitsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung der begünstigten Arbeitnehmer führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit. Gehaltsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der zukünftigen Gehälter der begünstigten Arbeitnehmer ermittelt. Somit führen Gehaltserhöhungen der begünstigten Arbeitnehmer zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit. (13) Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen für Restrukturierungen betreffen im Wesentlichen Abfindungsverpflichtungen für im Rahmen von Umstrukturierungsmaßnahmen freigesetzte oder noch freizusetzende Mitarbeiter. Von den Rückstellungen werden TEUR 9.135 (i. Vj. TEUR 10.762) unter den langfristigen Schulden ausgewiesen. Von den langfristigen Verpflichtungen werden TEUR 3.947 voraussichtlich in 2023 fällig und TEUR 4.557 von 2024 bis 2027. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten betreffen Risiken aus Passivprozessen des Konzerns. Sie unterliegen naturgemäß besonderen Schätzungsunsicherheiten hinsichtlich des Betrags und der Fälligkeit zu leistender Zahlungen. Vor diesem Hintergrund werden die Verpflichtungen größtenteils als kurzfristig ausgewiesen. In den sonstigen Rückstellungen werden Grunderwerbsteuern ausgewiesen, die Unternehmenserwerbe auf oberster Konzernebene betreffen. (14) Pfandverpflichtungen Die wesentlichen Schätzgrößen bei der Ermittlung der zum Stichtag bestehenden Höhe der Pfandverpflichtungen liegen in der Umlaufgeschwindigkeit der Gebinde in Umlauftagen. Hierzu werden auf Basis von Gebindebewegungen voraussichtliche Zeiten im Markt ermittelt und mit ständig gepflegten Pfandkonten abgeglichen. (15) Sonstige Verbindlichkeiten
Sonstige Steuern umfassen die Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie Biersteuerverbindlichkeiten. (16) Derivative Finanzinstrumente Der Konzern ist im Rahmen seiner laufenden Geschäftstätigkeit Wechselkurs- und Kreditrisiken sowie Preisänderungsrisiken ausgesetzt. Derivate werden eingesetzt, um die Risiken aus schwankenden Wechselkursen und Preisen zu begrenzen. Es wird von einer wirksamen Absicherung ausgegangen, wenn die Kriterien des IFRS 9 bezüglich einer Hedgebeziehung erfüllt sind. Zur Absicherung von Währungsrisiken in Bezug auf erwartete Verkäufe und erwartete Käufe werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Seit dem Geschäftsjahr 2016 verzichtet der Konzern auf den Nachweis der Effektivität der Sicherungsbeziehung. Devisentermingeschäfte mit beizulegenden Zeitwerten von TEUR -413 (i. Vj. TEUR 551) wurden als nicht wirksame Absicherung eingestuft und abzüglich der darauf entfallenden latenten Steuern von TEUR 131 (i. Vj. TEUR -175) ergebniswirksam erfasst. Die positiven Zeitwerte der Devisentermingeschäfte von insgesamt TEUR 25 (i. Vj. TEUR 646) werden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen, die negativen Zeitwerte von TEUR 438 (i. Vj. TEUR 95) unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Preisänderungsrisiken betreffen neben den für das Brauen von Bier eingesetzten Rohstoffen insbesondere die Frachtkosten im Exportgeschäft, deren Höhe vom Preis für Schiffsdiesel abhängig ist, sowie den für den Inlandstransport benötigten Diesel. Zur Absicherung dieser Preisschwankungen in Bezug auf erwartete Schiffsfrachten wurden Swap-Geschäfte abgeschlossen (Schweröl- und Diesel-Hedge). Die negativen Zeitwerte von TEUR 538 (i. Vj. TEUR 236) werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Darüber hinaus gab es Swap-Geschäfte mit positiven Zeitwerten von TEUR 0 (i. Vj. TEUR 172), die unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen werden. Die entsprechenden Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte wurden erfolgswirksam erfasst. Die Nominalwerte der Swaps (Festpreise) betrugen TEUR 2.895 (i. Vj. TEUR 1.898). Daneben wurden Preisänderungsrisiken hinsichtlich der Aluminiumkomponente in Dosen abgesichert (Aluminium-Swaps). Die negativen Zeitwerte von TEUR 706 (i. Vj. TEUR 606) sind unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen worden. Die positiven Zeitwerte dieser Swaps von insgesamt TEUR 4 (i. Vj. TEUR 37) wurden unter den sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Die Nominalwerte der Swaps (Festpreise) betrugen TEUR 4.889 (i. Vj. TEUR 5.845). Die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte wurden erfolgswirksam erfasst. Als Nominalvolumen eines derivativen Sicherungsgeschäftes wird die rechnerische Bezugsgröße bezeichnet, aus der sich die Zahlungen ableiten. Sicherungsgegenstand und Risiko sind nicht das Nominalvolumen selbst, sondern nur die darauf bezogenen Preisänderungen. Der Zeitwert entspricht dem Betrag, der zum Stichtag bei der unterstellten Auflösung des Sicherungsgeschäfts zu bezahlen oder zu bekommen wäre. Da es sich bei dem Sicherungsgeschäft nur um marktübliche handelbare Finanzinstrumente handelt, wird der Zeitwert unmittelbar aus Marktpreisen abgeleitet und ohne Verrechnung mit etwaig gegenläufigen Wertentwicklungen aus zugrunde liegenden Grundgeschäften ermittelt. Weitere Einzelheiten zu den Derivaten ergeben sich aus Ziffer 24 Finanzinstrumente. (17) Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse ergeben sich vollständig aus dem Verkauf von Gütern aus Verträgen mit Kunden. Sie verteilen sich wie folgt:
Hinsichtlich der bereits ausgeführten Erlöskanäle Handel und Gastronomie stellen sich die Umsatzerlöse wie folgt dar:
Die gesamte Umsatzrealisierung erfolgt wie im Vorjahr zeitpunktbezogen (vgl. auch Abschnitt D.IX. Ertragsrealisierung). Das Zahlungsziel liegt kundenspezifisch zwischen einem und 45 Tagen und beträgt durchschnittlich 14 Tage. (18) Personalaufwendungen
Die Personalaufwendungen sind je nach Entstehung in den Umsatz-, Vertriebs-, Logistik- oder Verwaltungskosten enthalten. In den Pflichtbeiträgen zur Sozialversicherung sind TEUR 10.273 (i. Vj. TEUR 10.663) Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten, die als Leistungen zu einem beitragsorientierten Pensionsplan zu sehen sind. Der Beitragssatz betrug im Geschäftsjahr unverändert 18,6%. (19) Sonstige betriebliche Erträge
Die Mieterträge resultieren im Wesentlichen aus der Vermietung von Gastronomieobjekten, die der Konzern zur Sicherung des Bierabsatzes selbst anmietet. (20) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(21) Finanzergebnis
Die Zinserträge und -aufwendungen entfallen vollständig auf Finanzinstrumente der Kategorie "amortized costs". (22) Ertragsteuern Der Ertragsteueraufwand ermittelt sich wie folgt:
Für 2021 wurde ein kombinierter Steuersatz von 31,7% (Vorjahr 31,7%) verwendet. Er setzt sich zusammen aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15% und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5% auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 454%. (23) Anmerkungen zur Konzernkapitalflussrechnung Die Konzernkapitalflussrechnung ist entsprechend den Regelungen des IAS 7 aufgestellt und gliedert sich nach Zahlungsströmen aus der laufenden Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Die Darstellung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit stammt im Wesentlichen aus Zahlungsströmen, mit denen langfristig, in der Regel länger als ein Jahr, ertragswirksam gewirtschaftet wird. Dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit werden grundsätzlich die Zahlungsströme zugeordnet, die aus Transaktionen mit den Unternehmenseignern, nicht beherrschenden Gesellschaftern konsolidierter Tochterunternehmen sowie aus der Aufnahme oder Tilgung von Finanzschulden resultieren. Die Finanzschulden bestehen insbesondere aus Intercompany Darlehen (EUR 720 Mio.), die im Berichtsjahr unverändert blieben. Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten blieben ebenfalls nahezu unverändert und resultieren aus dem normalen Geschäftsbetrieb. Der Finanzmittelbestand ist definiert als Summe der liquiden Mittel. Die liquiden Mittel setzen sich zusammen aus Barmitteln (TEUR 4, i. Vj. TEUR 7) sowie täglich fälligen Sichteinlagen (TEUR 211, i. Vj. TEUR 277). Die Veränderungen der Finanzverbindlichkeiten sind in der folgenden Überleitungsrechnung dargestellt:
(24) Finanzinstrumente Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements Die wesentlichen zur Finanzierung des Konzerns verwendeten Finanzinstrumente -mit Ausnahme derivativer Finanzinstrumente-umfassen langfristige Darlehen von verbundenen Unternehmen sowie liquide Mittel und kurzfristige Geldanlagen bei verbundenen Unternehmen. Der Hauptzweck dieser Finanzinstrumente ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene weitere Finanzinstrumente wie zum Beispiel Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unmittelbar im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit entstehen. Die sich aus den Finanzinstrumenten ergebenden wesentlichen Risiken des Konzerns bestehen aus Fremdwährungsrisiken, Preisänderungsrisiken, Ausfallrisiken und Liquiditätsrisiken. Die Unternehmensleitung erstellt und überprüft Richtlinien zum Risikomanagement für jedes dieser Risiken, die im Folgenden dargestellt werden. Fremdwährungsrisiko Die bestehenden Fremdwährungsrisiken werden mit Devisentermingeschäften abgesichert und resultieren im Wesentlichen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Es werden Geschäfte in USD und GBP (Vorjahr auch CZK und INR) abgeschlossen. Die Besicherung erfolgt rollierend, jeweils bis zu 12 Monate im Voraus. Am Bilanzstichtag bestanden folgende Devisentermingeschäfte:
Der beizulegende Zeitwert der einzelnen Devisentermingeschäfte wird durch den Vergleich der kontrahierten Kurse mit den Kursen von Termingeschäften in gleicher Währung und mit vergleichbaren Restlaufzeiten am Bilanzstichtag ermittelt. Seit dem Geschäftsjahr 2016 werden alle Devisentermingeschäfte als ineffektiv eingestuft. Hätten sich die Kurse am 31. Dezember 2021 um +/- 5% verändert, wäre das Konzernergebnis aufgrund der in Fremdwährung valutierenden Forderungen/Verbindlichkeiten nach Steuern um TEUR 1.010 (i. Vj. TEUR 1.264) niedriger bzw. höher ausgefallen. Preisänderungsrisiko Der Konzern unterliegt Preisänderungsrisiken, die sich auf der Verkaufsseite auf die am Markt erzielbaren Preise für die Produkte des Konzerns und auf der Einkaufsseite auf die Preise wesentlicher Rohstoffe, insbesondere Hopfen und Malz, von Energie sowie bestimmter Dienstleistungen beziehen. Für Hilfsstoffe im Bereich Aluminium bestehen revolvierend abgeschlossene Terminkontrakte, die zur Herstellung einer gewissen Planungssicherheit für die eigene Produktion abgeschlossen werden. Am Bilanzstichtag hatten die Swap-Geschäfte per Saldo einen beizulegenden Zeitwert von TEUR -702 (i. Vj. TEUR -569). Ein am Bilanzstichtag um 10% höherer (niedrigerer) Aluminiumpreis hätte zu einem um TEUR 70 niedrigeren (bzw. TEUR 70 höheren) Aufwand bzw. Ertrag vor Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus der Bilanzierung der Swaps geführt. Für die Schweröl-Komponente des Preises von Seefrachten wurden in Vorjahren Swap-Geschäfte geschlossen, die den Konzern verpflichteten, einen festen Preis pro metrische Tonne Schweröl zu zahlen und ihn berechtigten, für den Marktpreis am jeweiligen Referenzstichtag zu beziehen. Diese Geschäfte wurden für das Berichtsjahr nicht abgeschlossen. Außerdem sichert sich der Konzern mit Diesel-Swaps gegenüber Preisschwankungen auf dem Mineralölmarkt ab. Das zugrundeliegende, vereinbarte Volumen an Schweröl und Diesel orientiert sich an dem erwarteten Frachtaufkommen. Am Bilanzstichtag hatten die Swap-Geschäfte für Diesel einen beizulegenden Zeitwert von TEUR -538 (i. Vj. TEUR -64). Ein am Bilanzstichtag um 10% höherer (niedrigerer) Ölpreis hätte zu einem um TEUR 54 niedrigeren (bzw. TEUR 54 höheren) Aufwand bzw. Ertrag vor Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aus der Bilanzierung der Swaps geführt. Ausfallrisiken Die Ausfallrisiken des Konzerns resultieren hauptsächlich aus Ausleihungen an Kunden sowie aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie werden durch eine Limitierung und die laufende Überwachung der einzelnen Forderungen begrenzt. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich abzüglich Wertberichtigungen für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf der Grundlage von Erfahrungswerten und des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds bis zum Stichtag ermittelt wurden. Durch die laufende Überwachung der Forderungsbestände ist der Konzern zurzeit keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte stellt das maximale Ausfallrisiko des Konzerns dar. Das Ausfallrisiko ist bei liquiden Mitteln begrenzt, da diese bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen unverändert eine hohe Bonität bescheinigt haben. Derivative Finanzinstrumente (Devisentermingeschäfte) werden mit der Brandbev S.a.r.l, Munsbach/Luxemburg, abgeschlossen. Liquiditätsrisiken In den nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der langfristigen originären finanziellen Verbindlichkeiten zusammengestellt:
In der nachfolgenden Tabelle sind die derivativen Finanzverbindlichkeiten des Konzerns nach Fälligkeiten dargestellt. Sofern derivative finanzielle Verbindlichkeiten brutto ausgeglichen werden (Devisentermingeschäfte), werden die Bruttocashoutflows gezeigt. In den Devisentermingeschäften sind die Cashflows für solche Geschäfte dargestellt, die am Bilanzstichtag einen positiven oder einen negativen Zeitwert ausweisen. Jene werden ausschließlich im Folgejahr ergebniswirksam.
Einbezogen wurden alle langfristigen Finanzinstrumente, die am Bilanzstichtag im Bestand und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für künftige neue Verbindlichkeiten werden nicht einbezogen. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten, ausgenommen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, deren Fälligkeit bis zu einem Jahr beträgt, sind den Erläuterungen zu den einzelnen Konzernbilanzposten zu entnehmen. Den Devisentermingeschäften zum Jahresende stehen Einnahmen bzw. Ausgaben aus dem folgenden Geschäftsjahr gegenüber. Erträge und Aufwendungen aus Finanzinstrumenten nach Kategorien
AC = amortized costs FVPL = fair value through profit or loss FVOCI = fair value through other comprehensive income Im Nettoergebnis aus Finanzinstrumenten werden Zinsaufwendungen und -erträge nicht erfasst. In den Spalten "Wertminderungen" und "Zuschreibungen" werden auch Abgangsverluste/Ausbuchungen von Forderungen bzw. Abgangsgewinne/Eingänge auf abgeschriebene Forderungen ausgewiesen. Beizulegender Zeitwert von Finanzinstrumenten Der Fair Value nach IFRS 13 ist als Abgangspreis (exit price) definiert, das heißt als Preis, der durch den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt werden würde, beziehungsweise als Preis, der gezahlt werden müsste, um eine Schuld zu übertragen. Wie bereits bislang aus der Fair-Value-Bewertung finanzieller Vermögenswerte bekannt, wird ein dreistufiges Hierarchiesystem eingeführt, das bezüglich der Abhängigkeit von beobachtbaren Marktpreisen abgestuft ist. Die verschiedenen Stufen der Fair Value-Hierarchie des IFRS 13 stellen sich wie folgt dar:
Sowohl in 2021 als auch in 2020 sind keine Vermögenswerte oder Schulden von einer in die andere Stufe umklassifiziert worden. Zur Schätzung des beizulegenden Zeitwerts der einzelnen Klassen von Finanzinstrumenten werden die folgenden Verfahren und Annahmen verwendet: Bei den Ausleihungen entspricht der Buchwert, in dessen Bestimmung Ausfallrisiken und der aktuell realisierte und zukünftig erwartete Zins sowie erwartete Gewinne aus der Abnahme von Bier eingehen, im Wesentlichen dem beizulegenden Zeitwert der Forderungen (Stufe 3). Die in die Kategorie FVOCI eingestuften Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten, welche eine geeignete Schätzung des Fair Values (Stufe 3) darstellen, bewertet. Bei den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Schulden ist davon auszugehen, dass der beizulegende Zeitwert (Stufe 3) im Wesentlichen dem Buchwert entspricht. Dasselbe gilt für variabel verzinsliche langfristige Verbindlichkeiten. Alle derivativen Finanzinstrumente des Konzerns sind mit dem beizulegenden Zeitwert bilanziert. Da sich dieser jeweils nicht unmittelbar aus notierten Marktpreisen ergibt, sondern aus Preisen wie Devisenkassakursen oder Warenterminkursen der London Metall Exchange unter Berücksichtigung weiterer Faktoren oder anderen (over-the-counter) Preisen ableitet, ist die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Stufe 2 der Fair-Value-Hierarchie zuzuordnen. Die folgenden Aufstellungen fassen die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns differenziert nach den Kategorien des IFRS 9 und nach Klassen zusammen:
AC =amortized costs FVPL = fair value through profit or loss FVOCI = fair value through other comprehensive income
AC = amortized costs FVPL = fair value through profit or loss FVOCI = fair value through other comprehensive income (25) Miet- und Leasingverhältnisse Von AB InBev Germany werden Vermietungen von angemieteten Gaststätten vorgenommen. Die Mindestmieteinnahmen aus diesen Verträgen stellen sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2021 sind als Erträge aus Mietverträgen TEUR 18.108 (i. Vj. TEUR 21.226) unter den sonstigen betrieblichen Erträgen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Diese Mietverträge enthalten branchenübliche Verlängerungs- und Preisanpassungsoptionen. (26) Forschungsaufwendungen Forschungsaufwendungen sind in Höhe von insgesamt TEUR 1.337 (i. Vj. TEUR 1.072) angefallen und wurden nicht aktiviert. Sie betreffen mit TEUR 1.335 (i. Vj. TEUR 1.069) insbesondere den Marketingbereich sowie mit TEUR 2 (i. Vj. TEUR 3) Produktinnovationen. (27) Bestellobligo Der AB InBev Germany-Konzern hat Verträge über den Kauf von Vermögenswerten und Dienstleistungen wie folgt abgeschlossen:
(28) Eventualschulden Zum Bilanzstichtag bestehen, wie im Vorjahr, keine Eventualschulden. (29) Nahe stehende Unternehmen und Personen Der AB InBev Germany-Konzern wird durch die AB InBev Western European Holding B.V., Breda/Niederlande, (90,0%) bzw. die Interbrew International B.V., Breda/Niederlande, (10,0%) unmittelbar beherrscht, die selbst wiederum zu 100% Tochterunternehmen der Anheuser-Busch InBev S.A./N.V., Leuven/Belgien, (oberstes beherrschendes Mutterunternehmen) sind. Weiter führt der Konzern mit den übrigen Unternehmen der AB InBev-Gruppe Transaktionen durch, die Teil der normalen Geschäftstätigkeit sind und wie unter fremden Dritten abgewickelt werden. Hierbei handelt es sich insbesondere um den Kauf oder Verkauf von fertigen oder unfertigen Erzeugnissen, Vergütungen für Finanzierungsvereinbarungen und die Erbringung von Managementleistungen. Zwischen dem AB InBev Germany-Konzern und nahe stehenden Unternehmen fanden die folgenden Geschäftsvorfälle statt:
Die Umsatzerlöse, Bezüge von fertigen oder unfertigen Erzeugnissen, Lizenzerträge und Zinsaufwendungen betreffen Schwestergesellschaften. Konzernumlagen wurden an bzw. von übergeordneten Konzernunternehmen berechnet. Von den Zinsaufwendungen entfallen TEUR 419 (i. Vj. TEUR 395) auf Cobrew N.V./S.A., Leuven/Belgien und TEUR 11.800 (i. Vj. TEUR 6.979) auf ABI Euro Finance Services Ltd., London/England. Diese Zinsen resultieren im Wesentlichen aus den langfristigen Darlehen. Konzernumlagen in Höhe von TEUR 374 (i. Vj. TEUR 2.629) betreffen Zahlungen an das oberste Mutterunternehmen Anheuser-Busch InBev S.A./N.V., Leuven/Belgien. Die Forderungen und Verbindlichkeiten aus diesen Transaktionen ergeben sich aus der Darstellung der Forderungen und Verbindlichkeiten im Verbundbereich unter Ziffer (9). Ferner wurden alle derivativen Geschäfte des AB InBev Germany-Konzerns mit der Brandbev S.a.r.l, Munsbach/Luxemburg, abgeschlossen (s. Ziffer 16 und Ziffer 24). Im Geschäftsjahr 2021 waren die folgenden Personen Geschäftsführer: Michel Pepa, St. Joost ten Node, Belgien Country Director Germany, AB-InBev Germany Maria Degener, Bremen BOPS Director, BU Central, AB-InBev Germany Die Aufwendungen für laufende Bezüge der im Geschäftsjahr 2021 aktiven Mitglieder der Geschäftsführung der AB InBev Germany beliefen sich auf TEUR 428 (i. Vj. TEUR 213) einschließlich erfolgsabhängiger Vergütungskomponenten. Die Geschäftsführer partizipieren an einem Aktienoptionsprogramm der Konzernobergesellschaft AB InBev S.A./N.V. Im Berichtsjahr wurden Aktienoptionen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 115) gewährt. Ehemalige Geschäftsführer erhielten anlässlich ihres Ausscheidens Abfindungen in Höhe von TEUR 320 (i. Vj. TEUR 1.523). Laufende Bezüge für diese Personengruppe fielen in Höhe von TEUR 71 (i. Vj. TEUR 1.301) an. Die am Bilanzstichtag bestehenden Pensionsverpflichtungen waren mit TEUR 615 (i. Vj. TEUR 610) passiviert, Renten für ehemalige Geschäftsführer wurden nicht gezahlt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der AB InBev Germany erhielten für ihre Tätigkeit im Berichtsjahr TEUR 115 (i. Vj. TEUR 125). (30) Vergütung des Konzernabschlussprüfers Die Vergütungen des Konzernabschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft für Leistungen an die AB InBev Germany und ihre Tochtergesellschaften im Berichtsjahr setzen sich wie folgt zusammen:
H. Ereignisse nach Ablauf des Geschäftsjahres Aus der nach wie vor andauernden Covid-19-Pandemie ergeben sich gesamtwirtschaftlich Risiken, die zu fortlaufenden Beeinträchtigungen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen der Pandemie -sowie der Entwicklung neuartiger Virusvarianten - auf die Wirtschaft und das operative Geschäft der AB InBev Germany ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich. Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen und unter Berücksichtigung eingeleiteter Maßnahmen, werden die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie sich nicht bestandsgefährdend auf den Konzern auswirken. Mit Bezug auf die aktuelle Eskalation des Russland-Ukraine-Konflikts und resultierender Reaktionen vieler Länder (z. B. Sanktionen), sind negative Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung zu erwarten. Risiken könnten sich beispielsweise durch Engpässe in der Energieversorgung und steigende Energiepreise sowie steigende Rohstoffpreise ergeben. Auf Basis einer aktuellen Risikobewertung werden diese Risiken jedoch keine bestandsgefährdenden Wirkungen entfalten. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor. I. Anteilsbesitzliste
Insgesamt werden die Tochterunternehmen mit Minderheitsgesellschaftern bzw. der Einfluss der Minderheitsgesellschafter auf diese aus Sicht des Managements zum Bilanzstichtag in Relation zum gesamten Konzern als nicht wesentlich eingestuft. Der vorliegende Konzernabschluss entfaltet befreiende Wirkung für Tochterunternehmen unter den Voraussetzungen des § 264b HGB bzw. des § 264 Abs. 3 HGB, sodass die folgenden Gesellschaften Erleichterungen des § 264b HGB bzw. des § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch nehmen:
Bremen, den 30. Juni 2022 Michel Pepa Maria Degener Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2020
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, 15. September 2022 BDO
AG
Zypress, Wirtschaftsprüfer Renken, Wirtschaftsprüfer Auszug aus Gesellschafterbeschluss der Anheuser-Busch InBev Germany Holding GmbH, Bremen vom 15. November 2022Der Jahresüberschuss in Höhe von € 35.796.335,61 wird in voller Höhe auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresüberschuss zum 31. Dezember 2021 wurde am 15. November 2022 festgestellt. |
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GB Verwaltungs AG
Stammdaten
- Rechtsform
- AG
- Anschrift
-
Am Deich 18/19
28199 Bremen - Handelsregister
- HRB 31462HB, Bremen
- Eintragungsdatum
- 30. Mai 1871
- Branche
-
Großhandel mit Getränken
Herstellung von Erfrischungsgetränken und Mineralwässern
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen - Eingetragenes Kapital
- 14.400.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Die Gesellschaft wird durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Der Betrieb des Brauereigewerbes und aller dazugehörigen oder damit im Zusammenhang stehenden Nebengewerbe sowie die Herstellung und der Vertrieb von alkoholfreien Getränken aller Art.
Finanzen
Bilanz
- Langfristige Vermögenswerte 87,2 % 2,07 Mrd
- Kurzfristige Vermögenswerte 12,8 % 304,50 Mio
- Eigenkapital 39,8 % 944,13 Mio
- Langfristige Schulden 37,8 % 897,26 Mio
- Kurzfristige Schulden 22,4 % 533,05 Mio
Bilanzdaten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
- Umsatzerlöse 68,6 % 719,92 Mio
- Bruttoergebnis vom Umsatz 28,2 % 295,67 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 2,7 % 28,79 Mio
- Finanzerträge 0,4 % 4,35 Mio
- Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 47,0 % 424,25 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 19,1 % −172,86 Mio
- Logistikkosten 11,1 % −100,67 Mio
- Allgemeine Verwaltungskosten 10,3 % −93,08 Mio
- Vertriebskosten 9,1 % −82,58 Mio
- Finanzaufwendungen 1,8 % −15,83 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1,6 % −14,29 Mio
- Ergebnis vor Steuern −136,20 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 150,49 Mio
GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Guilherme Machado De Lima
seit 2026 Vorstandsmitglied
-
Eveline Ruth Urfer
seit 2019 Prokura
-
Sandra Bettina Brandstädter
seit 2016 Prokura
Eigentum & Beteiligungen
Beteiligungen an
- Hasseröder Brauerei GmbH 100,0 %
- Vitamalz GmbH 3,2 %
- Haus der hannoverschen Industrie, Gesellschaft mit beschränkter Haftung GmbH 1,3 %
Historie
- 2026
-
10.07.
Eintritt eines MitgliedsGuilherme Machado De Lima · Vorstand
-
10.07.
Austritt einer PositionJannik Alexander Weitzl · Vorstand
- 2025
-
08.07.
Austritt einer PositionMichel Pepa · Vorstand
- 2024
-
05.09.
Änderung der VertretungsbefugnisA****** G**** · Vorstand
-
05.09.
Austritt einer PositionM***** P*** · Vorstand
-
05.09.
Änderung der VertretungsbefugnisA****** G**** · Vorstand
-
05.09.
Änderung der VertretungsbefugnisM***** P*** · Vorstand
-
05.09.
Austritt einer PositionA****** G**** · Vorstand
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2020 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2018 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2021 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
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- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von GB Verwaltungs AG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: c0dfd0da64c3fc194d42b8db74bf0610",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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