Splendid Drinks Holding GmbHChemnitzKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Konzerngewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzerneigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr 2021
Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2021
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021I. Allgemeine Angaben Das Mutterunternehmen, die Splendid Drinks Holding GmbH, hat ihren Sitz in Chemnitz. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Chemnitz unter der Register-Nr. HRB 25464 eingetragen. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr ist nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften einschließlich der einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden. A. Konsolidierungskreis Zum Konzern der Splendid Drinks Holding GmbH als Obergesellschaft gehören folgende Unternehmen (Anteilsbesitze in Klammern): - Splendid Drinks Holding GmbH, Chemnitz (ehemals Getränke Pfeifer Holding GmbH) - Splendid Drinks GmbH, Chemnitz (100 %) (ehemals Getränke Pfeifer GmbH) ----> GETRÄNKEWELT GmbH, Chemnitz (100 %) ----> Splendid Drinks Immobilien GmbH, Chemnitz (89 %; Vorjahr 94 %) (ehemals Pfeifer Immobilien GmbH) Auf die Splendid Drinks GmbH wurden 2021 folgende Gesellschaften verschmolzen - Getränke Pfeifer Gera GmbH, Korbußen - Solid Getränke Falkenberg GmbH, Falkenberg/Elster - Solid Getränke Querfurt GmbH, Querfurt - HB Getränke-Fachhandel Dahlener Heide GmbH, Oschatz - GELOS Getränke Logistik & Gastronomie Service GmbH & Co. KG, Ottendorf-Okrilla - Kick in Getränkefachmarkt GmbH, Ottendorf-Okrilla - Splendid Drinks Logistics GmbH, Chemnitz (100 %) (ehemals Spedition Pfeifer GmbH) Auf die Splendid Drinks Logistics GmbH wurden 2021 folgende Gesellschaft verschmolzen - PN-Logistik GmbH, Claußnitz - Getränkewelt Bielefeld GmbH, Bielefeld (100 %). Die Gesellschaften, an denen die Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Anteile hält, wurden alle im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen. B. Geschäftsjahr und Konsolidierungszeitraum Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag der Muttergesellschaft, den 31. Dezember 2021, aufgestellt. Für die im Konzern einbezogenen Unternehmen, die ebenfalls zu diesem Stichtag bilanzieren, wurden die Jahresabschlüsse zugrunde gelegt. C. Konsolidierungsgrundsätze Die Jahresabschlüsse, der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, wurden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Für Mehrheitsbeteiligungen erfolgte eine Vollkonsolidierung. Die Kapitalkonsolidierung aller einbezogenen Tochterunternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem auf das Mutterunternehmen entfallenden anteiligen zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Nettoreinvermögen zum Zeitpunkt des Erwerbs. Die Konsolidierung erfolgte auf den Jahresabschlussdaten der Einzelabschlüsse. Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Erstkonsolidierungen wurden jeweils aktiviert und werden planmäßig abgeschrieben. Da die voraussichtliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte nicht verlässlich geschätzt werden kann, erfolgt die Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 S. 4 i.V.m. S. 3 HGB jeweils über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren. Der Anteil der Minderheitsgesellschafter wird mit dem anteiligen (neubewerteten) Nettovermögen des Tochterunternehmens bewertet. Beteiligungen werden, wenn zwischen 20,0 % und 50,0 % der Stimmrechte gehalten werden und dementsprechend einen maßgeblichen Einfluss auf das Beteiligungsunternehmen ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), grundsätzlich nach der Equity-Methode bilanziert. Der Konzern hält zwei Beteiligungen: - GFGH Direkt Beteiligungs GmbH, Bremen - BONEVA CRAFTINNOVATION GmbH, Köln. Wegen untergeordneter Bedeutung beider Gesellschaften werden diese nicht nach der Equity-Methode bilanziert. Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet. Nicht dem Mutterunternehmen zuzurechnende Anteile am Eigenkapital der konsolidierten Unternehmen werden unter dem Posten "Nicht beherrschende Anteile" ausgewiesen. Innenbeziehungen zwischen den einbezogenen Unternehmen wurden eliminiert. Aus dem konzerninternen Lieferungs- und Leistungsverkehr resultierende Zwischenergebnisse werden storniert, sofern sie wesentlich sind. Bilanzierungswahlrechte (§ 300 Abs. 2 HGB) und Bewertungswahlrechte (§ 308 Abs. 1 HGB) wurden mit Ausnahme dem erstmaligen Ansatz von aktiven latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge im Konzernabschluss nicht neu ausgeübt. D. Grundsätze zur Bilanzierung und Bewertung Die Bilanz entspricht der gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgeschriebenen Gliederung, wobei, soweit notwendig, konzernspezifische Posten hinzugefügt wurden Im Konzernabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Mit Ausnahme der aktiven und passiven latenten Steuern sind die Posten der Aktivseite nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Bewertung der Vermögensgegenstände und Schuldposten trägt allen erkennbaren Risiken nach den Grundsätzen vorsichtiger kaufmännischer Beurteilung Rechnung. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen. Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten abzüglich Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear unter Berücksichtigung der betrieblichen Nutzungsdauern. Die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer orientiert sich im Wesentlichen an den amtlichen AfA-Tabellen. Abschreibungen werden nur bei voraussichtlich dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten vorgenommen. Die Vorräte wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bewertet. Abwertungen auf den niedrigeren beizulegenden Zeitwert wurden vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Für erkennbare und latente Risiken wurden Wertberichtigungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristenkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Sämtliche Rückstellungen mit einer ursprünglichen Laufzeit oder Restlaufzeit von genau einem Jahr oder weniger werden nicht abgezinst. Die Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert. II. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im beigefügten Anlagenspiegel gesondert dargestellt. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind folgende antizipative Posten enthalten:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 4.418,2 TEUR und gegenüber übrige verbundene Unternehmen in Höhe von 922,2 TEUR enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten resultieren aus Lieferungen und Leistungen. Die gesamten Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten größer fünf Jahre von 0,0 TEUR. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung i.H.v. 19.025,5 TEUR sind branchentypisch abgesichert. Die übrigen Verbindlichkeiten 20.549,6 TEUR sind durch Grundschulden, Bürgschaften, Forderungsabtretungen und Sicherungsübereignungen besichert. Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bestehen auf folgenden Bilanzpositionen: - Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (passiv) - entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (aktiv) - andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (passiv). Bei der Bewertung daraus resultierender latenter Steuern wurde ein durchschnittlicher Steuersatz von 29,83 % (15,00 % für KSt, 0,83 % für SolZ und 14,00 % für GewSt unter Anwendung eines durchschnittlichen Hebesatzes von 400 %) zugrunde gelegt. Die latenten Steuern, die saldiert ausgewiesen werden, belaufen sich auf 340,4 TEUR und haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:
III. Erläuterungen zur Konzerngewinn- und Verlustrechnung Die Umsätze gliedern sich nach Tätigkeitsfeldern wie folgt:
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind folgende wesentliche periodenfremde Erträge enthalten:
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende wesentliche periodenfremde Aufwendungen enthalten:
IV. Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung und zum -eigenkapitalspiegel Der Finanzmittelfonds der Konzernkapitalflussrechnung entspricht dem Bilanzposten "Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks". Der im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellte Posten "Nicht beherrschende Anteile" erhöhte sich um 279,4 TEUR. Die Veränderung betrifft in Höhe von 53,7 TEUR die Zurechnung des Gewinns für das Jahr 2021 und mit 225,6 TEUR eine zusätzliche Erhöhung im Ergebnis des Verkaufs von 5 % der Anteile an der Splendid Drinks Immobilien GmbH, Chemnitz (ehemals Pfeifer Immobilien GmbH). V. Sonstige Angaben A. Organe Im Geschäftsjahr waren als Geschäftsführer des Mutterunternehmens bestellt: - Wolfgang Thiel, Geschäftsführung Logistik - Udo Pfeifer, Geschäftsführung Vertrieb/Marketing/Verwaltung - Mirco Jacob (bis zum 12.01.2021), Geschäftsführung B. Mitarbeiter Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich beschäftigt:
C. Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen und Honorare Zum Bilanzstichtag bestehen Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB i. V. m. § 268 Abs. 7 HGB:
Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der Verbindlichkeiten aus Bürgschaften ist aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie und den daraus resultierenden Folgen für die Gastronomie ungewiss, wird jedoch als nicht wesentlich für die Finanzlage eingeschätzt. Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. des § 285 Nr. 3 HGB entstehen wie folgt:
Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers von 97,5 TEUR betrifft ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Angabe gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB: GFGH Direkt Beteiligungs GmbH, Bremen Anteil am Eigenkapital: 33,3 % Eigenkapital: 0,9 TEUR Ergebnis des letzten Geschäftsjahres: -24,5 TEUR (letzter aufgestellter Jahresabschluss zum 31.12.2021) BONEVA CRAFTINNOVATION GmbH, Köln Anteil am Eigenkapital: 33,3 % Eigenkapital: -105,0 TEUR Ergebnis des letzten Geschäftsjahres: 53,5 TEUR (letzter aufgestellter Jahresabschluss zum 31.12.2020) Der Finanzmittelfonds der Kapitalflussrechnung umfasst den Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten. Die Rosalia AG mit Sitz in Luxemburg stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Dieser Konzernabschluss wird in Luxemburg im RCS (Registre de Commerce et des Sociéte`s) unter der Registernummer B81655 veröffentlicht. Die Splendid Drinks Holding GmbH mit Sitz in Chemnitz stellt als Mutterunternehmen den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis auf. E. Nachtragsbericht Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind schwer einschätzbar. Ein gesamtwirtschaftliches Risiko stellt die Verteuerung von Rohstoffen, insbesondere von Kraftstoffen und Energiepreisen, dar. Es wird im Übrigen auf die Ausführungen im Lagebericht verwiesen. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der Konzerngewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, haben sich nicht ereignet. F. ErgebnisverwendungsvorschlagDie Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung des Mutterunternehmens vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen. G. Befreiende Wirkung gem. § 264 Abs. 3 HGB Der Konzernabschluss der Splendid Drinks Holding GmbH zum 31. Dezember 2021 hat für die nachfolgend aufgeführten Kapitalgesellschaften befreiende Wirkung gemäß § 264 Abs. 3 HGB zur Offenlegung von Jahresabschlüssen: - Splendid Drinks Holding GmbH - Splendid Drinks GmbH - Splendid Drinks Logistics GmbH - Splendid Drinks Immobilien GmbH - Getränkewelt GmbH - Getränkewelt Bielefeld GmbH
Chemnitz, 29. April 2022 Splendid Drinks Holding GmbH Billigung des Konzernabschlusses In der Gesellschafterversammlung vom 08.03.2023 wurde der mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Konzernabschluss gebilligt. Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211.1 Grundlagen der Unternehmensgruppe1.1.1 Unternehmensstruktur + GeschäftsmodellDie Splendid Drinks Holding Gruppe (ehemals Getränke Pfeifer Gruppe) ist eine Unternehmensgruppe, die im Bereich Getränkefachgroßhandel und -logistik sowie im Getränkeeinzelhandel aktiv ist. Sie besteht aus der Muttergesellschaft Splendid Drinks Holding GmbH mit Sitz in Chemnitz sowie fünf (Vorjahr: 12) Tochterunternehmen, welche in diesen Abschluss einbezogen sind. Die Splendid Drinks Holding Gruppe ist Teil der Splendid Drinks Deutschland Gruppe. 51,0 % der Splendid Drinks Holding werden von der Splendid Drinks GmbH & Co. KG gehalten, die ein Tochterunternehmen der Splendid Drinks AG (Luxemburg) ist. 49,0 % werden von der Pfeifer Vermögensverwaltungs GmbH (Chemnitz), vertreten durch Udo Pfeifer als geschäftsführendem Gesellschafter, gehalten. Die Splendid Drinks Deutschland Gruppe hat im Geschäftsjahr 2021 umfangreiche Restrukturierungs- und Rebranding-Maßnahmen erfolgreich umgesetzt und ist damit dem Ziel der leistungsfähigste Anbieter der Branche zu werden einen bedeutenden Schritt nähergekommen. Im Zuge des Projektes "Splendid Drinks ONE" wurden in den vergangenen Monaten alle seit 2017 erworbenen Gesellschaften restrukturiert, operative Einheiten verschmolzen und übergeordnete Geschäftsbereiche zentralisiert. Entstanden ist eine schlanke, effiziente und vor allem leistungsfähige Unternehmensstruktur. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Getränke Pfeifer Holding GmbH in Splendid Drinks Holding GmbH umfirmiert und die übergeordneten Funktionen in dieser Gesellschaft zentralisiert. Außerdem wurde das Geschäftsfeld Getränkefachgroßhandel einheitlich strukturiert, indem die Getränke Pfeifer Gera GmbH, Solid Getränke Falkenberg GmbH, Solid Getränke Querfurt GmbH, HB Getränke-Fachhandel Dahlener Heide GmbH und Gelos Getränke Logistik & Gastronomie Service GmbH & Co. KG auf die Getränke Pfeifer GmbH verschmolzen und diese in Splendid Drinks GmbH umfirmiert wurde. Im Bereich Getränkeeinzelhandel ist die Unternehmensgruppe mit 82 (Vorjahr: 83) Getränkefachmärkten in den Regionen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Mecklenburg-Vorpommern vertreten. Das Leistungsspektrum wird durch Onlinehandel und homedelivery komplettiert. Im Geschäftsfeld Speditions-/Beschaffungslogistik wurde die PN-Logistik GmbH auf die Spedition Pfeifer GmbH verschmolzen und die Spedition Pfeifer GmbH in Splendid Drinks Logistics GmbH umfirmiert. Im Geschäftsfeld Immobilien wurde die Pfeifer Immobilien GmbH in die Splendid Drinks Immobilien GmbH umfirmiert. Die umfangreichen Marketing- und Rebranding-Aktivitäten bilden die Basis für eine erfolgreiche Positionierung am Markt: eine klare Zielsetzung und ein gemeinsames Leistungsversprechen. Die Splendid Drinks Deutschland Gruppe investierte in die Vereinheitlichung der Prozess- und Systemlandschaft, wie ERP (Warenwirtschaft), Warehouse- und Transportmanagement, CRM (Kundenmanagement) und Business Intelligence sowie in ein neues Rechenzentrum rund 3 Mio. EUR im abgelaufenen Geschäftsjahr. Die Splendid Drinks Deutschland Gruppe hat damit die Grundlagen einer zielgerichteten und effizienten Ausrichtung der Gruppe geschaffen und forciert in den kommenden Jahren wieder die dynamische Expansion. 1.1.2 Unternehmerische SteuerungssystemeDie Splendid Drinks Holding Gruppe überwacht und misst ihre Leistungsstärke im Wesentlichen mit den Kennzahlen Umsatz, Rohertragsmarge, Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) und Personalkostenquote. Monatliche, quartalsweise und jährliche Veränderungen der relevanten Leistungsindikatoren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bzw. zu den Forecast- und Budget-Werten dienen der Geschäftsführung als Entscheidungsgrundlage. Hierdurch ist die Geschäftsführung in der Lage, Abweichungen kurzfristig zu erkennen und zeitnah entsprechende Maßnahmen einzuleiten. 1.2 Wirtschaftsbericht1.2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen2021 war, wie auch das Vorjahr, für die deutsche Wirtschaft kein einfaches Jahr. Die wirtschaftliche Entwicklung war in den ersten Monaten nach wie vor durch die Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung geprägt. Auch wenn sich fast alle Wirtschaftsbereiche zum Sommer hin spürbar erholen konnten, führten steigende Infektionszahlen sowie Lieferengpässe und Materialknappheit dazu, dass sich die wirtschaftliche Erholung im letzten Quartal deutlich abschwächte. Anders als im Vorjahr stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wieder an, und zwar um +2,7 % (Vorjahr: -4,6 %). (Quelle: Statistisches Bundesamt) Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben blieben mit einer Veränderungsrate von 0,0 % auf Vorjahresniveau (Vorjahr: -5,9 %), während sich Konsumausgaben des Staates mit einem erneuten Anstieg um +3,4 % preisbereinigt (Vorjahr: +3,4 %) auch in 2021 als Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft erwiesen. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Liefer- und Transportengpässe, der starke Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise sowie das Ende der temporären Umsatzsteuersenkung in der zweiten Jahreshälfte 2020 führten dazu, dass die Verbraucherpreise in 2021 deutlich gestiegen sind. Mit einer Inflationsrate von +3,1 % (Vorjahr: +0,5 %) war der höchste Preisanstieg seit 1993 zu verzeichnen. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Der Arbeitsmarkt erwies sich trotz der Pandemie als recht stabil. Mit rund 44,9 Millionen Personen lag die jahresdurchschnittliche Zahl der Erwerbstätigen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr, allerdings arbeiteten viele Erwerbstätige in anderen Wirtschaftsbereichen als zuvor. Die größten Zuwächse wurden in den Bereichen öffentliche Dienstleistungen (+2,2 %) und Information und Kommunikation (+2,4 %) verzeichnet, größere Verluste gab es bei Handel, Verkehr und Gastronomie (-1,8 %). Kurzarbeit wurde in 2021 deutlich weniger in Anspruch genommen als im Vorjahr. (Quelle: Statistisches Bundesamt) Nach den enormen Umsatzrückgängen im Frühjahr 2021 konnte das Gastgewerbe seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen im Mai 2021 seine Umsätze erheblich steigern, musste jedoch ab November wieder herbe Umsatzrückgänge hinnehmen und sich insgesamt nicht von den durch COVID-19 bedingten Umsatzeinbrüchen erholen. Das Gastgewerbe erzielte 2021 preisbereinigt 2,2 % (Vorjahr: -39,0 %) weniger Umsatz als im Vorjahr. In der Gastronomie ging der Umsatz preisbereinigt im Zeitraum Januar bis Dezember 2021 um -4,0 % (Vorjahr: -35,0 %) zurück (Quelle: Statistisches Bundesamt). Nachdem im November 2021 der Getränkefachgroßhandel ein Minus um real 1,4 Prozent verbuchen musste, konnte im Dezember 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat ein marginales Plus von real 0,6 Prozent erzielt werden. Auf Ganzjahressicht erzielen die Getränkefachgroßhändler 2021 im Vergleich zum Vorjahr ein reales Plus von 2,7 Prozent (Quelle: Bundesverband Dt. Getränkefachgroßhandel). Noch erfreulicher sieht laut dem Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels die Umsatzentwicklung in 2021 in den Getränkefachmärkten aus. Die Mitgliedsunternehmen konnten in 2021 in ihren über 2.400 Getränkefachmärkten mit einem Gesamtumsatz von 2,711 Mrd. EUR ein Plus von 4,7 % gegenüber den 2020er-Werten erzielen (Quelle: Verband des Dt. Getränkeeinzelhandels). Der Bierabsatz ist auch in 2021 erneut gesunken. Der Inlandsverbrauch sank in 2021 um -3,4 % auf 70,0 Mio. Hektoliter (Vorjahr: -2,1 %). Damit verkauften die deutschen Brauer im Inland rund 2,0 Mio. Hektoliter Bier weniger als im Vorjahr (Vorjahr: 72,0 Mio. Hektoliter). Bei den Biermischgetränken hingegen war in 2021 mit +0,8 % (Vorjahr: -2,9 %) ein leichter Anstieg zu verzeichnen. Insgesamt machen Biermischungen aber nur 5,2 % des gesamten Bierabsatzes aus. (Quelle: Statistisches Bundesamt) 2021 wurden wieder mehr Erfrischungsgetränke konsumiert. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Erfrischungsgetränken lag in 2021 bei 118,6 Liter (Vorjahr: 114,4 Liter) und ist somit um +3,4 % (Vorjahr: -5,5 %) gestiegen. Bevorzugt wurden vor allem kalorienreduzierte bzw. -freie Erfrischungsgetränke (light), allen voran Cola und Cola-Mischgetränken (light), die 5,4 % mehr nachgefragt wurden als im Jahr davor (Pro-Kopf-Verbrauch 2021: 12,9 Liter, Pro-Kopf-Verbrauch 2020: 12,2 Liter). (Quelle: Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke) 1.2.2 GeschäftsverlaufDie Splendid Drinks Holding Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2021 Nettoumsatzerlöse in Höhe von TEUR 249.430,0 (Vorjahr: TEUR 244.506,6). Die Absatz- und Umsatzentwicklung in der Getränkebranche wurde im Jahresverlauf erheblich von der Witterung beeinflusst. Der verregnete Sommer 2021 hatte negative Auswirkungen auf den Getränkekonsum. Das Geschäftsjahr 2021 war geprägt durch die im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie stehenden Einschränkungen der Lockdowns und Maßnahmen zur Infektionseindämmung und hatte insbesondere auf das Geschäftsfeld Gastronomie signifikante Auswirkungen. Gegenüber dem Jahr 2020 ist ein Umsatzrückgang im Geschäftsfeld Gastronomie von 19,3 % zu verzeichnen. Bezogen auf das Geschäftsjahr 2019 ("Normaljahr") beträgt der Rückgang des Geschäftsfelds Gastronomie über 65,8 %. Die im Geschäftsjahr 2021 beschlossenen und eingesetzten Maßnahmen seitens der Landes- bzw. Bundesregierung zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie waren für das Geschäftsfeld härter und langwieriger als im Jahr 2020. Das Geschäftsfeld Einzelhandel erzielte im Geschäftsjahr 2021 jedoch ein Umsatzwachstum von 1,1 % gegenüber dem Vorjahr und hält sich somit auf einem sehr hohen Niveau. Neben dem organischen Wachstum auf bestehender Fläche wirkte sich hier der Erwerb von zwei Getränkefachmärkten in Nordrhein-Westfalen umsatzerhöhend aus. Im Geschäftsfeld Handel wurde das Umsatzniveau des Vorjahres erreicht und bei wichtigen Kundengruppen konnten Preisanpassungen umgesetzt werden. Schwerpunkte lagen im Geschäftsjahr 2021 auf dem Projekt "Splendid Drinks ONE" - dem Rebranding aller Unternehmen auf Splendid Drinks, der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung der Unternehmensgruppe, der Reorganisation der zentralen Bereiche und den umfangreichen Digitalisierungsprojekten. Das Geschäftsjahr ist beeinflusst von einmaligen Sonderaufwendungen für die Transformation der Unternehmensgruppe, um der beste unabhängige, mittelständische Getränkehändler und -logistiker zu werden. Die Rohertragsmarge (Nettoumsatzerlöse abzüglich Materialaufwand im Verhältnis zu den Umsatzerlösen) stellt für die Unternehmensgruppe einen wichtigen finanziellen Leistungsindikator dar. Im Geschäftsjahr 2021 liegt die Rohertragsmarge für die Gruppe bei 19,1 % (Vorjahr: 19,0 %). Die Personalkostenquote (Verhältnis von Personalaufwand zu Nettoumsatzerlösen) als weiterer wesentlicher finanzieller Leistungsindikator betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 10,9 % (Vorjahr: 9,8%). Der Anstieg der Personalaufwendungen ist auf die Zentralisierung von übergeordneten Funktionen auf Ebene der Splendid Drinks Holding GmbH für die gesamte Splendid Drinks Deutschland Gruppe zurückzuführen. Zur Entwicklung des Ergebnisses vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) im Geschäftsjahr 2021 wird auf die Erläuterung zur Ertragslage verwiesen. 1.2.3 Lage der Unternehmensgruppe1.2.3.1 ErtragslageIm abgelaufenen Jahr wurden Nettoumsatzerlöse in Höhe von TEUR 249.430,0 (Vorjahr: TEUR 244.506,6) erzielt. Der Rohertrag des Geschäftsjahres 2021 lag bei TEUR 47.693,7 (Vorjahr: TEUR 46.408,9). Die Personalaufwendungen betrugen für das Geschäftsjahr 2021 TEUR 27.242,8 (Vorjahr: TEUR 23.967,8). In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen von TEUR 6.334,4 (Vorjahr: TEUR 6.591,8) sind Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 4.204,6 (Vorjahr: TEUR 4.204,6) enthalten. Das Finanzergebnis betrug TEUR -686,9 T€ (Vorjahr: TEUR -958,1) und enthielt Zinserträge in Höhe von insgesamt TEUR 34,6 sowie Zinsaufwendungen und Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 721,5. Das Ergebnis vor Abschreibungen, Zinsen und Steuern (EBITDA) betrug im Geschäftsjahr TEUR -1.241,6 (Vorjahr: TEUR 3.132,2). Die im 2. Halbjahr 2021 prognostizierten Aufholeffekte mit einem positiven EBITDA auf dem Niveau des Jahres 2019 traten nicht ein. So ist das EBITDA 2021 beeinflusst durch die Einschränkungen der Lockdowns und Maßnahmen zur Infektionseindämmung der Covid-19-Pandemie und hatte insbesondere auf das Geschäftsfeld Gastronomie signifikante Auswirkungen. Das EBITDA ist außerdem beeinflusst von einmaligen Sonderaufwendungen für die Transformation der Unternehmensgruppe (TEUR 1.600,0). Bereinigt um Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Projekt Splendid Drinks ONE, würde die Gruppe ein EBITDA in Höhe von TEUR 358,4 ausweisen. Für das Geschäftsjahr 2021 ergibt sich ein Konzernergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes und der Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschende Anteile) von TEUR -7.246,9 (Vorjahr: TEUR -4.817,1). Rückblickend ist festzustellen, dass die Gruppe im Geschäftsjahr 2021 die Unternehmenstransformation konsequent, stringent und mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt hat und für die Zukunft bestens aufgestellt ist. 1.2.3.2 FinanzlageDie Finanzlage der Splendid Drinks Holding Gruppe ist als stabil zu bezeichnen. Die Finanzierung der Gruppe erfolgt im Wesentlichen durch Darlehen von Gesellschaftern und Kreditinstituten. Die Darlehen der Gesellschafter sind mit Rangrücktritt- und Darlehensbelassungsvereinbarung abgeschlossen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Zum 31. Dezember 2021 wird die von Kreditinstituten gewährte Linie mit TEUR 18.000 in Anspruch genommen. Im ersten Quartal 2022 wurde die Betriebsmittelkreditlinie um TEUR 7.000 auf TEUR 25.000 erhöht und mindestens bis zum Jahr 2024 zur Verfügung gestellt. Die Eigenkapitalquote beträgt 35,5 % zum 31. Dezember 2021. Hinsichtlich der Verfügbarkeit der finanziellen Mittel am Bilanzstichtag wird auf die Erläuterungen im Anhang verwiesen. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit für das Geschäftsjahr 2021 beträgt TEUR +291,4 und hat sich gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Die Veränderung zum Vorjahr beruht auf dem erwirtschafteten Ergebnis 2021. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -1.026,4 und ist im Wesentlichen geprägt durch Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -2.777,9 (Vorjahr: TEUR 1.074,2) beinhaltet im Wesentlichen die Veränderung aus Finanzverbindlichkeiten. 1.2.3.3 VermögenslageZum Stichtag weist die Unternehmensgruppe eine Bilanzsumme von TEUR 97.818,5 (Vorjahr: TEUR 98.781,0) aus. Das Sachanlagevermögen beträgt TEUR 18.550,0 (Vorjahr: TEUR 18.948,1) und beinhaltet überwiegend die Grundstücke. Die immateriellen Vermögensgegenstände beinhalten neben dem Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von TEUR 27.775,2 (Vorjahr: TEUR 31.979,8) Konzessionen, Patente und Lizenzen in Höhe von TEUR 816,5 (Vorjahr: TEUR 989,8). Die Finanzanlagen betragen von insgesamt TEUR 1.648,2 (Vorjahr: TEUR 1.869,5). Das Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 48.660,6 (Vorjahr TEUR 44.976,5) setzt sich zusammen aus Handelswaren, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstigen Forderungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen bei TEUR 16.214,4 (Vorjahr: TEUR 12.641,7) und die Bestände von Handelswaren bestehen in Höhe von TEUR 12.831,0 (Vorjahr: TEUR 11.705,0). Liquide Mittel sind zum Stichtag 31.12.2021 in Höhe von 4.703,9 TEUR (Vorjahr: TEUR 8.216,8) vorhanden. Die Konzernbilanz weist zum 31.12.2021 ein Stammkapital in Höhe von TEUR 2.000,0 (Vorjahr: TEUR 2.000,0) aus. Die Kapitalrücklage beträgt im Berichtsjahr TEUR 49.532,7 (Vorjahr: TEUR 49.532,7). Für das Geschäftsjahr 2021 ergibt sich ein Konzernergebnis unter Berücksichtigung der Abschreibungen des Geschäfts- und Firmenwertes und der Anteile anderer Gesellschafter (nicht beherrschende Anteile) von TEUR -7.246,9 (Vorjahr: TEUR -4.817,1). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zum 31.12.2021 bestehen in Höhe von TEUR 20.376,5 (Vorjahr: TEUR 21.707,3). Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten gegenüber der Splendid Drinks GmbH & Co. KG in Höhe von TEUR 5.997,2 (Vorjahr: TEUR 5.769,9). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum 31.12.2021 bestehen in Höhe von TEUR 19.025,5 (Vorjahr: TEUR 12.172,4). 1.3 Risiko-, Chancen- und Prognosebericht1.3.1 RisikoberichtDer systematische und planvolle Umgang mit Risiken ist ein entscheidender Faktor für den Unternehmenserfolg. Daher wird das Risikomanagementsystem kontinuierlich weiterentwickelt und an die sich wandelnden rechtlichen und betrieblichen Anforderungen angepasst. Neben der Identifizierung und Überwachung von Risiken werden auch die damit einhergehenden Chancen wahrgenommen. Das Risikomanagementsystem ist mit anderen Konzernmanagementsystemen, insbesondere mit der Planung, dem Controlling und dem monatlichen Reporting verbunden. Es beruht auf einem internen Kontrollsystem, das den Informationsaustausch zwischen den verschiedenen Unternehmensbereichen sicherstellt und es ermöglicht schnell geeignete Maßnahmen zur Risikominimierung und -behebung einzuleiten. 1.3.1.1 Gesamtwirtschaftliche RisikenWie jedes Wirtschaftsunternehmen ist auch die Splendid Drinks Holding Gruppe von diversen gesamtwirtschaftlichen Faktoren wie Konjunktur, Infrastruktur etc. abhängig, die sich dem direkten Einfluss des Unternehmens entziehen, sich aber sehr wohl auf die Unternehmensentwicklung auswirken. Risiken bestehen zudem beim allgemeinen Konsumklima und der daraus resultierenden Preissensibilität bei Kunden und Verbrauchern. Ein sich verschlechterndes Konsumklima kann zu sinkender Nachfrage und erhöhtem Preiswettbewerb führen. Auch in 2022 ist eine wirtschaftliche Prognose mit hoher Unsicherheit behaftet, da sich die gesamtwirtschaftlichen Risiken aus dem weiteren Pandemieverlauf ergeben, der umfangreichere und länger andauernde Eindämmungsmaßnahmen erfordern könnte als angenommen. Darüber hinaus könnten sich auch länger anhaltende Lieferengpässe und steigender Inflationsdruck negativ auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung auswirken. Die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine sind schwer einschätzbar. Ein gesamtwirtschaftliches Risiko stellt die Verteuerung von Rohstoffen, insbesondere von Kraftstoffen und Energiepreisen, dar. 1.3.1.2 BranchenrisikenDie branchenbezogene Entwicklung im Geschäftsjahr 2022 ist, wie die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, mit hoher Unsicherheit behaftet, da die Entwicklung maßgeblich durch den weiteren Pandemieverlauf und dem Verlauf des Krieges in der Ukraine beeinflusst wird. Darüber hinaus könnten sich auch länger anhaltende Lieferengpässe und steigender Inflationsdruck negativ auf die branchenbezogene Entwicklung auswirken. Ein zunehmendes Risiko stellt die Gewinnung neuer Mitarbeiter im gewerblichen Bereich dar. Mit der stetigen Weiterentwicklung zu einem modernen und damit attraktiven Arbeitgeber sowie dem Einsatz von leistungsorientierten Lohnmodellen, schafft die Gruppe eine Bindung des Stammpersonals und eine gute Basis zur Gewinnung neuer Mitarbeiter. Die üblichen Risiken in der Getränkebranche wie zum Beispiel Witterung, Lieferstrukturen, oder Marktkonsolidierungen sind vorhanden. 1.3.1.3 ForderungsrisikenAusfallrisiken liegen in der Verschlechterung der wirtschaftlichen Verhältnisse von Kreditnehmern und Kunden des Unternehmens begründet. Daraus resultiert die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen bzw. Leistungen. Dem Forderungsrisiko im Bereich Gastronomie und Hotelgewerbe wird durch ein konsequentes Debitorenmanagement entgegengewirkt. 1.3.1.4 Liquiditäts- und FinanzierungsrisikenUnter Liquiditätsrisiken werden Risiken verstanden, dass das Unternehmen gegebenenfalls nicht über ausreichende Finanzierungsmittel verfügt, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen oder dass nicht ausreichend Liquidität zu den erwarteten Konditionen beschafft werden kann. Die Eigenkapital- und Finanzierungssituation der Splendid Drinks Holding Gruppe ist stabil, sodass die Liquiditäts- und Finanzierungsrisiken als gering einzustufen sind. Die Gruppe finanziert sich über den eigenen operativen Cashflow und verfügt darüber hinaus über Betriebsmittelkreditlinien bei den Hausbanken. Des Weiteren steht der Splendid Drinks Holding Gruppe als Teil der Splendid Drinks Group die Möglichkeit einer konzerninternen Finanzierung zur Verfügung. 1.3.2 ChancenberichtUnter Chancen werden kurzfristige positive Möglichkeiten verstanden, die unter bestimmten Voraussetzungen als realisierbar eingestuft werden. Die Gruppe ist durch ihr breites Dienstleistungsportfolio in den Vertriebsbereichen Handel, Gastronomie und Einzelhandel bestens aufgestellt, um auch in einem schwierigen Wettbewerbsumfeld von allgemeinen wirtschaftlichen Faktoren, der steigenden Nachfrage nach Trendprodukten (z. B. Biermisch- und Biermixgetränke) und nach Trendgebinden wie der Glas-Mehrwegflasche profitieren zu können. Mit der neuen deutschen Bundesregierung mit ökologischer Ausprägung verbindet sich eine Stärkung des Mehrwegsystems sowie die Erfüllung der Mehrwegquote eine ressourcenschonende und nachhaltige Chance für den Getränkefachgroßhandel. Das Jahr 2022 wird weiterhin wesentlich durch das Projekt "Splendid Drinks ONE" geprägt sein. Im Fokus steht "Smartes Arbeiten" mit zukunftsorientierten Technologien. Die Schwerpunkte bilden hierbei die transparente Lagersteuerung mittels branchenspezifischen Lagerführungssystemen, der digitale Lieferschein zur Beschleunigung der Lieferprozesse und Reduktion des Verwaltungsaufwandes sowie ein effizientes CRM-System, das den Kunden in den Mittelpunkt aller Prozesse stellt. Die Einführung eines maßgeschneiderten ERP-Systems bringt Zeit- und Qualitätsvorteile für die Gruppe und die Kunden. Durch einfache, integrierte und funktionsübergreifende Standard-Prozesse wird ein hoher Automatisierungsgrad erreicht. Ziel der Splendid Drinks Holding Gruppe ist es, der beste unabhängige, mittelständische Getränkehändler und -logistiker für Gastronomie, Handel und Endverbraucher zu sein und mit perfekt abgestimmten Dienstleistungen, einem zielgerichteten Sortiment, effizientester Logistik, höchster Servicequalität sowie den kompetentesten und freundlichsten Mitarbeitern zu überzeugen. Mit einer straffen Struktur und einer stringenten, operativen Steuerung wird die Splendid Drinks Holding Gruppe die Bedürfnisse der Handels- und Gastronomiepartner erfüllen und die Entwicklung des GFGH-Marktes aktiv mitgestalten. Mit dem Ausbau des Dienstleistungsportfolios zur Flaschenfeinsortierung des Leergutes im Jahr 2021 steht die Gruppe für ein effizientes und innovatives Leergutmanagement und investiert stetig in ressourcenschonende Technik und Software, verbessert fortlaufend die automatisierten Prozesse und entwickelt die vorhandenen Anlagen weiter. Besonderes Augenmerk wird auf der weiteren Vertriebsoffensive der im Unternehmensverbund befindlichen Energy-Marke 28 BLACK gelegt. Diese ist bereits in den Geschäftsfeldern Lebensmitteleinzelhandel, Getränkemärkten und Gastronomie sehr erfolgreich und wird aktiv und kontinuierlich durch die Distribution vorangetrieben. Der Ausbau des Einzelhandel-Filialnetzes erfolgt fortlaufend. Zum 1. Februar 2022 hat die Getränkewelt GmbH zwei Märkte in Parchim und Plate übernommen. Durch die räumliche Nähe zu Standorten der Splendid Drinks Deutschland Gruppe können weitere Synergien gehoben werden. Die Splendid Drinks Deutschland Gruppe hat die Zusammenführung der akquirierten Unternehmen der Splendid Drinks G+L Nord Gruppe, der Splendid Drinks Holding Gruppe sowie der Getränke Müller GmbH & Co. KG erfolgreich umgesetzt und forciert ab dem Jahr 2022 wieder die dynamische Expansion. 1.3.3 PrognoseberichtDie Bundesregierung erwartet für das Jahr 2022 eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,6 %. Dabei wird die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal voraussichtlich noch durch die Covid-19-Pandemie und die entsprechenden Beschränkungen vor allem in den Dienstleistungsbereichen beeinträchtigt. Im weiteren Verlauf dürfte die konjunkturelle Erholung nach der annahmegemäßen Abflachung des Infektionsgeschehens und der damit verbundenen Rücknahme der Einschränkungen wieder spürbar an Fahrt gewinnen. Auch die Industrie sollte ihre Produktion wieder merklich ausweiten können, sobald sich die Lieferengpässe im Jahresverlauf allmählich auflösen. Für 2022 wird mit einem Rückgang der Arbeitslosenquote um -0,6 % auf 5,1 % (Vorjahr: 5,7 %) gerechnet und erwartet, dass das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte um 4,4 % (Vorjahr 2,7 %) kräftig ansteigt. Es wird mit einer deutlichen Expansion der privaten Konsumausgaben von 6,0 Prozent gerechnet. Gründe dafür sind die Einkommensentwicklung und die sich reduzierende Sparquote. (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht 2022) Die Geschäftsführung hat die ursprüngliche Unternehmensplanung 2022 um mögliche Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das erste Quartal 2022 und des Krieges in der Ukraine angepasst. Die Splendid Drinks Holding Gruppe erwartet für 2022 ein organisches Wachstum der Nettoumsatzerlöse um 8 % gegenüber 2021. Diese Entwicklung begründet sich in geplanten Vertriebsoffensiven in den Vertriebskanälen Handel, Gastronomie und Einzelhandel. Für das Geschäftsfeld Gastronomie ist eine wesentliche Steigerung des Umsatzes auf nahezu "Vor-Covid-19-Niveau" geplant. Im Bereich des Getränkeeinzelhandels besteht die Zielstellung, dass wir unsere Marktposition weiter stärken. Hierbei liegt der Schwerpunkt neben anorganischem auch auf organischem Umsatzwachstum, um die Generierung höherer Flächenumsätze zu realisieren. Bei der Rohertragsmarge ist eine Steigerung gegenüber 2021 auf 21 % geplant. Es sind Preisanpassungen in allen Geschäftsbereichen umgesetzt und für das margenstarke Geschäftsfeld Gastronomie ist ein höheres Umsatzvolumen gegenüber 2021 geplant. Die Personalkostenquote wird sich mit voraussichtlich 13 % leicht über dem Vorjahresniveau bewegen. Hintergrund sind die neuen Lohnmodelle im gewerblichen Bereich sowie die voraussichtliche Steigerung des Mindestlohns auf 12,00 Euro/Stunde zum 1.10.2022. Die Entwicklung der Treibstoffkosten und der Energiepreise wird zu höheren Aufwendungen führen. Die Unternehmensgruppe hat bereits weitreichende Maßnahmen zur Ergebnissicherung eingeleitet. Die Gruppe rechnet für das Geschäftsjahr 2022 mit einem positiven EBITDA in Höhe von EUR 3 Mio. Ziel der Splendid Drinks Holding Gruppe ist es in allen Unternehmensbereichen die Prozessoptimierung weiter voran zu treiben und die Synergien aus der Zugehörigkeit zur Splendid Drinks Group zu nutzen. Aufgrund dessen sieht sich das Unternehmen für die Zukunft bestens aufgestellt.
Chemnitz, den 29. April 2022 Splendid Drinks Holding GmbH Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Splendid Drinks Holding GmbH, Chemnitz Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Splendid Drinks Holding GmbH, Chemnitz, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Splendid Drinks Holding GmbH, Chemnitz, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dresden, den 29. April 2022 Grant
Thornton AG
Jens Gerlach, Wirtschaftsprüfer Frank Smyreck, Wirtschaftsprüfer |
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Getränkewelt Bielefeld GmbH
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH
- Anschrift
-
An der Wiesenmühle 8
09224 Chemnitz - Handelsregister
- HRB 33217, Chemnitz
- Eintragungsdatum
- 8. Juli 2019
- Branche
-
Großhandel mit Getränken
Großhandel mit Tabakwaren
Großhandel mit Nahrungs- und Genussmitteln, Getränken und Tabakwaren, ohne ausgeprägten Schwerpunkt - Eingetragenes Kapital
- 25.000,00 EUR
- Vertretungsregelung
Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.
- Unternehmenszweck
- Vertrieb von und Handel mit Getränken aller Art und Nahrungs- und Genussmitteln aller Art, wie z. B. Tabakwaren und andere nikotinhaltige Erzeugnisse; Betrieb und Belieferung von Getränkefachmärkten im Raum Bielefeld
Finanzen
Bilanz
2022- Umlaufvermögen 68,9 % 55,85 Mio
- Anlagevermögen 25,6 % 20,72 Mio
- Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5,3 % 4,30 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 185,7 k
- Aktive latente Steuern 0,0 % 0
- Verbindlichkeiten 79,8 % 64,66 Mio
- Rückstellungen 19,6 % 15,90 Mio
- Passive latente Steuern 0,6 % 498,9 k
- Eigenkapital 0,0 % 0
Bilanzdaten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Umsatzerlöse 80,0 % 268,43 Mio
- Konzernergebnis 10,6 % −35,66 Mio
- Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8,9 % 29,89 Mio
- Sonstige betriebliche Erträge 0,5 % 1,56 Mio
- Anderen Gesellschaftern zuzurechnender Gewinn 0,0 % 53,9 k
- Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 50,0 k
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 39,4 k
- Materialaufwand 76,0 % 209,67 Mio
- Personalaufwand 12,4 % 34,31 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 10,9 % 29,94 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,3 % 859,5 k
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,3 % 842,4 k
- Sonstige Steuern 0,1 % 184,2 k
- Ergebnis nach Steuern −35,43 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag −35,61 Mio
GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
-
Alois Rettenberger
seit 2020 Geschäftsführer
-
Wolfgang Erhard Thiel
seit 2025 Geschäftsführer
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Splendid Drinks Holding GmbH DEU 74,9 % 19k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Historie
- 2025
-
15.07.
Austritt einer PositionChristian Daniels · Geschäftsführer
-
14.04.
Eintritt eines MitgliedsWolfgang Erhard Thiel · Geschäftsführer
-
14.04.
Eintritt eines MitgliedsChristian Daniels · Geschäftsführer
- 2023
-
09.11.
Austritt einer PositionU** P****** · Geschäftsführer
- 2020
-
15.10.
SatzungsänderungGetränkewelt Bielefeld GmbH
-
15.10.
Änderung des UnternehmensgegenstandsVertrieb von und Handel mit Getränken aller Art und Nahrungs- und Genussmitteln aller Art, wie z. B. Tabakwaren und andere nikotinhaltige Erzeugnisse; Betrieb und Belieferung von Getränkefachmärkten im Raum Bielefeld
-
02.09.
Eintritt eines MitgliedsAlois Rettenberger · Geschäftsführer
-
02.09.
Austritt einer PositionN****** R***** · Geschäftsführer
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2020 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2021 Konzernabschluss Volltext
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-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Getränkewelt Bielefeld GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 94ed6625e1432714d9a56f4e12f0d290",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
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{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
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