aktiv

Gurock Germany Holding GmbH GmbHGesellschaft mit beschränkter Haftung

LeverkusenLeverkusen, DEU ·HRB 108652 Köln
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Bonner Straße 12
51379 Leverkusen
Handelsregister
HRB 108652, Köln
Eintragungsdatum
9. November 2004
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Unternehmenszweck
das Halten und Verwalten eigenen Vermögens, insbesondere der von der Gesellschaft gehaltenen Beteiligungen an anderen Gesellschaften.

Finanzen

Umsatz 2024
105,94 Mio. €
Mitarbeiter 2024
6
Jahresergebnis 2024
38,46 Mio. €
4 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 121,37 Mio
  • Anlagevermögen 64,6 % 78,41 Mio
  • Umlaufvermögen 35,4 % 42,96 Mio
Passivseite 121,37 Mio
  • Eigenkapital 83,6 % 101,44 Mio
  • Verbindlichkeiten 8,4 % 10,23 Mio
  • Rückstellungen 8,0 % 9,71 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 4 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2021
Erträge 92,24 Mio
  • Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 49,1 % 45,27 Mio
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 48,3 % 44,52 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 2,6 % 2,42 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 23,9 k
Aufwendungen 13,73 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 87,6 % 12,03 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10,4 % 1,43 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,0 % 270,5 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 33,24 Mio
Vollständige GuV-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

GuV-Daten für 2 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Randall E. Jacops seit 2021 Geschäftsführer
  • Richard Lee Chambers III seit 2021 Geschäftsführer

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Gurock Germany Holding GmbH DEU AG Köln, HRB 108652 55,5 % 14k €
  • Xblend Software, Unipessoal LDA PRT Gesellschaftsregister von Portugal, Registernummer 515701963 44,5 % 11k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 2 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

Historie

  1. 2021
  2. 22.12.
    Gerichtswechsel
    Gurock Germany Holding GmbH
  3. 22.12.
    Sitzänderung
    Gurock Germany Holding GmbH
  4. 22.12.
    Adressänderung
    Gurock Germany Holding GmbH
  5. 22.12.
    Registerblatt geschlossen
    Gurock Germany Holding GmbH
  6. 14.12.
    Satzungsänderung
    Gurock Germany Holding GmbH
  7. 14.12.
    Namensänderung
    Gurock Germany Holding GmbH
  8. 14.12.
    Ersteintragung
    Gurock Germany Holding GmbH
  9. 14.12.
    Änderung der Rechtsform
    Gesellschaft mit beschränkter Haftung
26 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Konzernabschluss
  • 2023 Konzernabschluss
  • 2022 Konzernabschluss
  • 2021 Konzernabschluss
  • 2020 Konzernabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Konzernabschluss 2023

Veröffentlicht am 15. Juli 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

Gurock Germany Holding GmbH

Leverkusen

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31.12.2023

Aktiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro Euro
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2043227,52 665654,02
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an diesen Rechten und Werten 491289,91 584221,85
3. Geschäfts - oder Firmenwert 37783833,85 40318351,28 19506543,61
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9344,08 3115,20
III. Finanzanlagen
1. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 166684406,18 128032735,26
2. Sonstige Ausleihungen 0,00 166684406,18 2000,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9842301,72 8890918,20
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 4596773,71 8802052,77
3. sonstige Vermögensgegenstände 865752,40 15304827,83 356325,40
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7755733,88 5851330,74
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 337497,88 203309,92
Summe 230410161,13 172898206,97

Passiva

Geschäftsjahr Vorjahr
Euro Euro
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25000,00 25000,00
II. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -20525,49 77408,68
III. Konzerngewinnvortrag 112472456,89 61406982,12
IV. Konzernjahresüberschuss 47913266,85 51065474,77
B PASSIVERUNTERSCHIEDSBETRAG AUS DER KAPITALKONSOLIDIERUNG (FREMDKAPITAL) 1224673,80 1224673,80
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 5805628,58 12043995,58
2. sonstige Rückstellungen 1581088,54 7386717,12 977168,90
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 113000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1077950,29 1250013,94
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14545546,88 1808024,24
4. sonstige Verbindlichkeiten 1726598,74 17350095,91 917561,03
- davon aus Steuern € 303.377,92 (Vorjahr: € 159.540,53)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit € 10.019,39 (Vorjahr: € 10.923,11)
E. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTTEN 43557444,83 41822490,40
F. PASSIVE LATENTE STEUERN 501031,22 166413,51
Summe 230410161,13 172898206,97

Konzern Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. - 31.12.2023

01.01.2023 - 31.12.2023 Vorjahr
Euro Euro Euro
1. Umsatzerlöse 104657322,51 103026242,39
2. Sonstige betriebliche Erträge 4745824,01 3642780,96
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -24523376,90 -13420090,88
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1336882,09 -1788630,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung -242736,75 -1579618,84 -266655,61
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -10992052,65 -12530319,54
6. sonstige betriebliche Aufwendungen -14752847,01 -13704297,79
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 10322820,46 5683669,02
- davon aus verbundenen Unternehmen € 10.091.406,26 (Vorjahr: € 5.508.841,38)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -56017,12 -70322,77
- davon an verbundene Unternehmen € 4.848,79 (Vorjahr: € 51.185,59)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
a) laufender Ertragsteueraufwand -19552072,14 -19957838,20
b) latenter Steuerertrag -334617,71 -19886689,85 469221,40
10. Ergebnis nach Steuern 47935364,61 51083758,84
11. sonstige Steuern -22097,76 -18284,07
12. Jahresüberschuss 47913266,85 51065474,77

Konzern Kapitalflusssrechnung vom 01.01. - 31.12.2023

2023 Vorjahr
Periodenergebnis 47913266,85 51065474,78
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 10992052,65 12530319,54
-/+ Abnahme/Zunahme der Rückstellungen 574784,07 -95082,01
- Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge 231653,41 -150933,32
+/- Abnahme/Zunahme der Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 9541075,45 39789021,63
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 14521069,71 4813062,63
- Zinsaufwendungen/Zinserträge -10266803,34 -5613346,25
+ Ertragsteueraufwand 19552072,14 19957838,19
- Ertragsteuerzahlungen -26196017,05 -13117395,09
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 66863153,89 109178960,10
- Investitionen in das Anlagevermögen -75910047,72 -105141559,22
+ Abgänge aus dem Anlagevermögen 0,00 0,00
+ erhaltene Zinsen 10322820,46 5683669,02
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -65587227,26 -99457890,20
- Tilgung von lang-/mittelfristigen Finanzkrediten verbundener Unternehmen 0,00 -7765054,60
- Tilgung von lang-/mittelfristigen Finanzkrediten von Kreditinstituten -113000,00 -114500,00
- gezahlte Zinsen -56017,12 -70322,77
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -169017,12 -7949877,37
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 1106909,51 1771192,53
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 5851330,74 6486945,09
+ Konsolidierungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 797493,63 -2406806,88
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 7755733,88 5851330,74

Konzern Eigenkapitalentwicklung vom 01.01. - 31.12.2023

01.01.2022 - 31.12.2022
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25000,00 0,00 0,00 25000,00
II. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 77408,68 0,00 -97934,17 -20525,49
IV. Gewinnvortrag/Verlustvortrag 35486402,02 0,00 35486402,02
V. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 76986054,87 47913266,85 124899321,72
Summe 112574865,57 47913266,85 -97934,17 160390198,25

Konzern Entwicklung des Anlagevermögens vom 01.01. - 31.12.2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugang /- Abgang zum Konsolidierungskreis - Buchwert Zugänge des Geschäftsjahres Abgänge des Geschäftsjahres 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 29237447,33 1692685,00 0,00 0,00 30930132,33
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteund ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Rechten und Werten 3692424,12 0,00 110058,12 0,00 3802482,24
3. Geschäfts- oder Firmenwert 48766359,02 28749294,41 0,00 0,00 77515653,43
81696230,47 30441979,41 110058,12 0,00 112248268,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 226005,90 8175,80 0,00 0,00 234181,70
226005,90 8175,80 0,00 0,00 234181,70
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 128032735,26 0,00 45349834,39 -6698163,47 166684406,18
3. sonstige Ausleihungen 2000,00 0,00 0,00 -2000,00 0,00
128034735,26 0,00 45349834,39 -6700163,47 166684406,18
Summe Anlagevermögen 209956971,63 30450155,21 45459892,51 -6700163,47 279166855,88
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge des Geschäftsjahres Abgänge des Geschäftsjahres 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 28571793,31 315111,51 0,00 28886904,82
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteund ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Rechten und Werten 3108202,27 202990,06 0,00 3311192,33
3. Geschäfts- oder Firmenwert 29259815,41 10472004,16 0,00 39731819,57
60939810,99 10990105,73 0,00 71929916,72
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 222890,70 1946,92 0,00 224837,62
222890,70 1946,92 0,00 224837,62
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 61162701,69 10992052,65 0,00 72154754,34
Buchwerte
01.01.2023 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 665654,02 2043227,51
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechteund ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an Rechten und Werten 584221,85 491289,91
3. Geschäfts- oder Firmenwert 19506543,61 37783833,86
20756419,48 40318351,28
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3115,20 9344,08
3115,20 9344,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 128032735,26 166684406,18
3. sonstige Ausleihungen 2000,00 0,00
128034735,26 166684406,18
Summe Anlagevermögen 148794269,94 207012101,54

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen

Die Gesellschaft ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Köln unter HRB 106652. Sitz der Gesellschaft ist Leverkusen.

Gesellschafterin ist die Sembi, Inc. (ehemals: Testrail Group Holdings, Inc.), mit Sitz in Austin, Texas/USA.

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Der Konzernabschluss der Gurock Germany Holding GmbH wurde nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Die Erläuterungen erfüllen die relevanten Anforderungen der §§ 313 ff. HGB.

Die folgenden Tochtergesellschaften wurden gemäß § 264 Abs. 3 HGB von diversen Pflichten zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines eigenen Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2023 befreit:

Gurock Software GmbH, Leverkusen Testmo GmbH, Leverkusen.

Insbesondere können diese Tochterunternehmen für das Wirtschaftsjahr 2023 auf

die Erstellung eines Anhangs

die Erstellung eines Lageberichts

die Jahresabschlussprüfung durch einen externen Abschlussprüfer

die Offenlegung im elektronischen Bundesanzeiger verzichten.

Die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Befreiung liegen vor. Die Gesellschaften sind in den Konzernabschluss der Muttergesellschaft einbezogen, der beim Betreiber des Bundesanzeigers offengelegt wird. Die entsprechenden Befreiungserklärungen wurden ordnungsgemäß im Handelsregister hinterlegt.

II. Angaben zum Konsolidierungskreis

Die Gurock Germany Holding GmbH als Mutterunternehmen hält zum Bilanzstichtag - direkt und indirekt - die folgenden Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen zu 100 %.

Die inländischen Tochterunternehmen:

Gurock Software GmbH, Leverkusen

Testmo GmbH, Leverkusen

sowie die ausländischen Tochterunternehmen:

Ranorex GmbH, Österreich

Ranorex Inc., USA

Kiuwan Software S.L., Spanien

III. Angaben zum Konsolidierungsgrundsätzen

Stichtag

Der Konzernabschluss wurde auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2023 aufgestellt. Mit Ausnahme einer Gesellschaft, deren Bilanzstichtag der 31. März ist, entspricht der Stichtag der Einzelabschlüsse dem Stichtag des Konzernabschlusses. Diese Gesellschaft hat einen Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2023 erstellt.

Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung erfolgt zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung für alle Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung durch Verrechnung der Anschaffungskosten für die jeweiligen Anteile an den Tochterunternehmen mit dem jeweiligen anteiligen Eigenkapital. Dabei wird die Erstkonsolidierung gem. § 301 Abs. 2 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Hierzu werden die zum Zeitpunkt des Erwerbs bei einem Tochterunternehmen vorhandenen stillen Reserven und Lasten vor Durchführung der Erstkonsolidierung grundsätzlich vollständig aufgedeckt. Ein hiernach verbleibender positiver Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- und Firmenwert ausgewiesen, ein verbleibender negativer Betrag wird als Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung auf der Passivseite der Bilanz unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen.

Neuzugang im Konsolidierungskreis durch Erwerb der Testmo GmbH

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis durch den Erwerb der Testmo GmbH, Leverkusen, als 100%iges Tochterunternehmen der Gurock Germany Holding GmbH entsprechend erweitert. Die Testmo GmbH betreibt, ähnlich wie die Schwestergesellschaften, die Entwicklung und den Vertrieb von Software, speziell von Testmanagement-Systemen im Bereich der Softwareentwicklung.

Die Anteile an dieser Gesellschaft wurden mit Wirkung zum 10. Oktober 2023 erworben. Die Anschaffungskosten betrugen einschließlich Nebenkosten EUR 30,4 Mio.

Da die Gesellschaft noch über kein wesentliches Netto-Eigenkapital verfügt, besteht der wesentliche Vermögensgegenstand als im Konzernabschluss entsprechend ausgewiesener Zugang aus Goodwill in Höhe von 28,8 Mio. €. Da keine Nutzungsdauer ermittelt werden konnte, wird diese mit zehn Jahren angenommen. Der Wert des Goodwills besteht im Wesentlichen aus der mit der Testmo GmbH erworbenen Softwaretechnologie und den entsprechenden Marktchancen im Hinblick auf die Anwendung im Zusammenhang mit anderen Konzernprodukten.

Bewertung von Anteilen an assoziierten Unternehmen

Anteile an assoziierten Unternehmen werden, soweit vorhanden, gem. § 311 HGB im Konzernabschluss unter den Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesen und gem. § 312 HGB at equity nach der Buchwertmethode bewertet. Assoziierte Unternehmen sind im vorliegenden Konzernabschluss nicht vorhanden.

Schuldenkonsolidierung

Gem. § 303 HGB wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet.

Eliminierung von Zwischenergebnissen

Eine Zwischenergebniseliminierung wird, soweit erforderlich, gem. § 304 Abs. 1 HGB durchgeführt. Von der Eliminierung von Zwischenergebnissen, die auf Lieferungen zwischen assoziierten Unternehmen und Tochterunternehmen beruhen, wurde in Übereinstimmung mit § 312 Abs. 5 S. 3 i.V.m. § 304 Abs. 2 HGB abgesehen.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Gern. § 305 HGB werden die Aufwendungen und Erträge zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen aufgerechnet.

Währungsumrechnung

Die Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz sowie die Aufwendungen und Erträge der Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaften, die ihren Sitz außerhalb des Euro- Währungsgebietes haben, werden entsprechend § 308 a HGB umgerechnet. Dabei werden die Vermögensgegenstände und Schulden der Bilanz zum Mittelkurs am Bilanzstichtag und die Aufwendungen und Erträge aus der Gewinn- und Verlustrechnung zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres umgerechnet. Der Umrechnung des Eigenkapitals werden im Rahmen der Kapitalkonsolidierung bei in Fremdwährung bilanzierenden Konzerngesellschaften die historischen Mittelkurse zum Stichtag der Erstkonsolidierung zugrunde gelegt.

IV. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände, Geschäfts- und Firmenwert

Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aus der Aktivierung von Softwareentwicklungskosten sowie Warenzeichen/Markennamen angesetzt wurden. Ein darüber hinaus verbleibender Unterschiedsbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden je nach Geschäftsbereich über 3 bis 6 Jahre linear abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird je nach Geschäftsbereich über 5 bis 10 Jahre linear abgeschrieben.

Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich.

Sachanlagen

Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend ihrer Nutzungsdauer angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt.

Forderungen in Fremdwährung

Die Forderungen in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Erstverbuchung oder dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Guthaben bei Kreditinstituten

Diese werden zum Nominalwert angesetzt.

Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der hierunter ausgewiesene Betrag entspricht dem negativen Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung der Ranorex Inc., USA. Der Unterschiedsbetrag ist dem Eigenkapital zuzuordnen, da es sich um einen günstigen Gelegenheitskauf gehandelt hat.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden nach vernünftiger kaufmännischer Schätzung ermittelt. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen wurden berücksichtigt, soweit ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorlagen. Soweit die Rückstellungen eine Restlaufzeit von über einem Jahr aufweisen, werden sie entsprechend nach § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.

Verbindlichkeiten in Fremdwährung

Die Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden mit ihrem Umrechnungskurs bei Erstverbuchung oder dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten wurden gebildet für vor dem Bilanzstichtag geleistete Ausgaben, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen sowie für vor dem Bilanzstichtag erhaltene Einnahmen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit danach darstellen.

Latente Steuern

Latente Steuern wurden in Anwendung der §§ 274 und 306 HGB und DRS 18 ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden nicht saldiert, sondern als Bruttoausweis auf Aktiv- und Passivseite der Bilanz gesondert ausgewiesen. Bei der Bewertung der latenten Steuern wurden Steuersätze von 25 % bis 30 % angesetzt.

V. Angaben zur Bilanz Anlagevermögen

Das Anlagevermögen besteht im Wesentlichen aus Finanzanlagen in Höhe von € 166.684.406,18 (Vorjahr: € 128.034.735,26). Hierbei betrugen die Ausleihungen an verbundene Unternehmen € 166.684.406,18 (Vorjahr: € 128.032.735,26).

Zur Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 siehe Anlage 1 zum Anhang.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von € 9.842.301,72 (Vorjahr: € 8.890.918,20) sind innerhalb eines Jahres fällig.

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Forderungen gegen Gesellschafter (Vorjahr: € 0,00).

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten überwiegend Forderungen aus Ertragsteuern in Höhe von € 710.350,74 (Vorjahr: € 299.073,24).

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der Posten umfasst im Wesentlichen Vorauszahlungen für Nutzungsüberlassungen und Software-Testing.

Eigenkapital

Zur Darstellung des Eigenkapitals wird auf die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns für die Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 als Bestandteil des Konzern-Jahresabschlusses nach § 297 Abs. 1 HGB verwiesen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen in Höhe von € 5.805.628.58 (Vorjahr: € 12.043.995,58) betreffen mit € 5.241.873,49 (Vorjahr: € 9.593.184,91) inländische Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie mit € 563.755,09 (Vorjahr: € 2.450.810,67) Ertragsteuern der ausländischen Tochterunternehmen.

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Rückzahlungsverpflichtungen, ausstehende Rechnungen, Kosten für Abschluss- und Prüfungsarbeiten und Archivierungskosten.

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten, wie im Vorjahr, keine Darlehen.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen handelt es sich in Höhe von € 6.484.259,00 (Vorjahr: € 0,00) um Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin. Bei den übrigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich sowie Umsatzsteuern.

Die Verbindlichkeiten für Latente Steuern aus Neubewertung im Konzern beträgt zum Stichtag € 501.031.22 (Vorjahr: € 166.413,51). Sie haben sich im Laufe des Geschäftsjahres um € 334.617,71 erhöht.

Haftungsverhältnisse / Sonstige Finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.v. § 285 Nr. 3a HGB in Form von Darlehensverträgen („revolving demands“) gegenüber verbundenen Unternehmen mit einem jederzeit abrufbaren Betrag von insgesamt bis zu 237 Mio € (Vorjahr: 186 Mio €) und hiervon sind bisher 167 Mio. € (Vorjahr: 128 Mio. €) in Anspruch genommen worden. Gleichzeitig bestehen gegenläufige Darlehensverträge („revolving demands“) gegenüber verbundenen Unternehmen im Betrag von 137 Mio € (Vorjahr: 139 Mio €), die jederzeit kurzfristig abrufbar sind.

VI. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus dem Vertrieb von Standardsoftware. Die für das Folgejahr erhaltenen Lizenzentgelte werden passiv abgegrenzt.

Die Umsatzerlöse gliedern sich nach Tätigkeitsbereichen und Regionen wie folgt:

Produktsegment 2023 2022
T€ T€
Testmanagement Software 84.756 79.645
Testautomatisierungs-Software 12.493 13.360
SaaS für Softwaresicherheit 7.408 7.483
Open-Source-Lösungen 0 2.539
104.657 103.026
Region
Europa 102.890 97.269
USA 1.767 5.757
104.657 103.026

Die Produkte werden überwiegend online in Europa und USA vermarktet und von professionellen Softwareentwicklern und IT-Unternehmen angewendet. Die Regionen unterscheiden sich daher in der Art der Vermarktung nicht wesentlich.

In den Umsatzerlösen sind Geschäfte mit verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 314 (Vorjahr: T€ 49) enthalten. Dem gegenüber stehen Aufwendungen aus erhaltenen Leistungen von verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 14.564 (Vorjahr: T€ 13.108), sowie Lizenzen von T€ 9.422 (Vorjahr T€ 37). Die Erhöhung der Lizenzen beruht auf einer mit Wirkung zum 01. April 2023 abgeschlossenen Lizenzvereinbarung im Hinblick auf Softwareentwicklung mit der Sembi Inc., USA. Sämtliche dieser Geschäfte erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten unter anderem Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.801 (Vorjahr: T€ 1.651).

Abschreibungen auf neubewertete immaterielle Vermögensgegenstände aus Konsolidierung und auf Geschäfts- und Firmenwert

Die immateriellen Vermögensgegenstände, die im Rahmen der Erstkonsolidierung aus der Aktivierung von Softwareentwicklungskosten sowie Warenzeichen/Markennamen angesetzt wurden, werden je nach Geschäftsbereich über 3 bis 6 Jahre linear mit insgesamt T€ 315 (Vorjahr: T€ 1.083) abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird je nach Geschäftsbereich über 5 bis 10 Jahre linear mit insgesamt T€ 10.472 (Vorjahr: T€ 11.210) abgeschrieben. Die Nutzungsdauern wurden entsprechend der erwarteten wirtschaftlichen Nutzungsdauer der jeweils zugrundeliegenden Software-Technologien ermittelt.

Außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund dauernder Wertminderungen waren nicht erforderlich.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Wesentlicher Bestandteil der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Werbekosten, lntercompany-Leistungen, Rechts- und Beratungskosten, Verluste aus Anlageabgängen, Serverkosten, Buchführungskosten und Kosten für die Erstellung des Jahresabschlusses und Gebühren für Paymentprovider.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Aufwendungen aus Währungsumrechnung in Höhe von T€ 1.644 (Vorjahr: T€ 586).

Zinsertrag und Zinsaufwand

Von den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen betreffen T€ 0 (Vorjahr: T€ 1.846) und von den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) die Gesellschafterin.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

In dem Posten sind Steuererstattungen aus Vorjahren in Höhe von insgesamt T€ 0 (Vorjahr: T€ 410) enthalten.

VII. Organe der Konzern-Muttergesellschaft

Geschäftsführer der Gurock Germany Holding GmbH waren im Geschäftsjahr 2023 Richard Lee Chambers III, Austin, Texas

Randall E. Jacops, Austin, Texas

Der ausgeübte Beruf der Geschäftsführer entspricht deren jeweiliger Organstellung. Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft. Es bestehen keine Vorschüsse, Kredite, Haftungsverhältnisse zugunsten der Organmitglieder.

VIII. Sonstige Pflichtangaben

1. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 wurden durchschnittlich 16 (Vorjahr: 24) Mitarbeiter beschäftigt.

2. Anteilsbesitz

Der Konzern der Gurock Germany Holding GmbH hält wie im Vorjahr zum Bilanzstichtag keine Anteile an anderen Gesellschaften.

3. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird mit sämtlichen Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Flash Charm, Inc., Austin,Texas/USA, einbezogen. Die Flash Charm, Inc. mit Sitz in Texas/USA stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Die Idera Parent Sub, LP, Delaware, USA (ehemals: TA Buckeye Parent LLC, Delaware, USA) stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Die jeweiligen Konzernabschlüsse können am Sitz der jeweiligen Gesellschaften eingesehen werden.

Diese Konzernabschlüsse entsprechen nicht den Befreiungsvorschriften der § 291/ § 292 HGB, insofern war der vorliegende Teilkonzernabschluss der Gurock Germany Holding GmbH aufzustellen.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernanschlusses betrug € 31.000 (Vorjahr: € 30.000).

Weitere Dienstleistungen für die im Konzernabschluss eingebundenen Unternehmen wurden nicht erbracht.

IX. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Abschlussstichtag eingetreten sind, lagen nicht vor.

X. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung der Gurock Germany Holding GmbH schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Jahresüberschuss in Höhe von € 49.548.767,09 wird mit dem bestehenden Gewinnvortrag der Gesellschaft von € 101.410.256,31 verrechnet und auf neue Rechnung vorgetragen. Auf neue Rechnung werden € 150.959.023,40 vorgetragen.

 

Leverkusen, 14. Mai 2025

Richard Lee Chambers III

Randall E. Jacops

Konzernlagebericht für 2023

I. Grundlagen des Konzerns

1. Organisation und Geschäftsmodell

Die Gurock Germany Holding GmbH und ihre direkten und indirekten 100 %igen Tochtergesellschaften bilden einen Teil-Konzernabschluss innerhalb des Gesamtkonzerns der Flash Charm, Inc. (ehemals: Idera, Inc.), Houston, Texas, USA.

Die Flash Charm, Inc. hält ein weltweites Portfolio von Marken, die B2B-Software anbieten, darunter Datenbank-Tools, Tools für die Anwendungsentwicklung, Testmanagement-Tools und Prozessoptimierungs-Tools (DevOps-Tools). Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Houston, Texas, und verfügt über weltweite Niederlassungen, u.a. in Australien, dem Vereinigten Königreich, Deutschland, Österreich, Spanien und Portugal.

Unmittelbare Gesellschafterin des Konzerns ist seit dem 31. März 2022 eine weitere Gesellschaft des Flash Charm-Mutterkonzerns, die Sembi, Inc. (ehemals: Testrail Group Holdings, Inc.) Austin, Texas, USA.

Der Teilkonzern der Gurock Germany Holding GmbH ist ein wesentlicher Bestandteil der Flash Charm-Gruppe für die Regionen Deutschland, Österreich, Spanien und USA und besteht aus folgenden Unternehmen, an denen die Obergesellschaft direkt oder indirekt zu 100 % beteiligt ist:

Gurock Software GmbH, Leverkusen

vertreibt Testmanagement Software unter dem Markennamen „TestRail“

Testmo GmbH, Leverkusen

vertreibt Testmanagement Software unter dem Markennamen „Testmo“

Ranorex GmbH, Österreich

ein Unternehmen für Testautomatisierungssoftware unter dem Markennamen Ranorex

Ranorex Inc., USA

Tochterunternehmen der Ranorex GmbH für den US-amerikanischen Markt

Kiuwan Software S.L., Spanien

ist unter der gleichnamigen Marke ein „Software as a Service“ Anbieter (SaaS) zur Messung und Analyse von Sicherheitsrisiken in der Softwareentwicklung

Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis durch den Erwerb der Testmo GmbH, Leverkusen, zum 10. Oktober 2023 als 100%iges Tochterunternehmen der Gurock Germany Holding GmbH entsprechend erweitert. Die Testmo GmbH betreibt, ähnlich wie die Schwestergesellschaften die Entwicklung und den Vertrieb von Software, speziell von Testmanagement-Systemen im Bereich der Softwareentwicklung.

Bereits im Vorjahr ist die Travis CI GmbH zum 31. März 2022 an eine andere Gesellschaft des Flash Charm Mutterkonzerns veräußert worden und somit einschließlich ihrer Tochtergesellschaft Travis CI Inc. zu diesem Zeitpunkt aus dem Teilkonzern der Gurock Germany Holding ausgeschieden.

2. Strategie und Ziele

Strategisches Ziel von Flash Charm und seiner Tochterunternehmen ist die Weiterentwicklung und der Ausbau eines Angebotes von hochwertigen B2B-Softwaretools, die ein hohes Maß an Vertrauen durch die technischen Anwender in den Bereichen Datenbankverwaltung über die Anwendungsentwicklung bis hin zum Testmanagement genießen. Die Anwendungen von Flash Charm unterstützen die Anwender dabei, mit möglichst geringem Aufwand verbesserte Lösungen zur Erreichung ihrer strategischen Ziele zu erreichen.

Der Fokus von Flash Charm Inc. war von Beginn an auf den Endbenutzer gerichtet und auf die Unterstützung von Softwareanwendern bei technischen Echtzeit-Entscheidungen in Unternehmen. In den letzten 20 Jahren hat Flash Charm Inc. ständig weitere Tools und Innovationen für eine wachsende Anzahl von Anwendern bereitgestellt und sich durch die Erweiterung des Markenportfolios als vertrauenswürdiger Berater etabliert. Alle diese Marken haben folgendes gemeinsam:

Benutzerorientierte Produkte - die Endbenutzer in die Lage versetzen, Probleme einfach, intuitiv und elegant zu lösen,

Vernetzte Tools, die unterschiedliche Daten und Prozesse über Teams, Organisationen und Regionen hinweg demokratisieren,

Innovative Lösungen - an der Spitze von Wachstumsmärkten, wie Geschäftsprozessmodellierung, Internet of Things (IoT) und marktverändernde Testmanagement-Tools

Expertengemeinschaften - die mit Leidenschaft das kollektive Wissen aller Nutzer erweitern.

Als Dienstleister im Bereich IaaS (Infrastructure as a Service) hat Flash Charm umfangreiche Komplettlösungen zur Nutzung der Vorteile von Cloud-Datenbanken zur Erhöhung der organisatorischen Effizienz mit Tools wie SQL Diagnose, SQL Safe Backup und SQL Compliance Manager.

Produktentwicklung

Die Unternehmen des Teilkonzerns der Gurock Germany Holding GmbH betreiben ausschließlich die Vermarktung der jeweiligen Softwareprodukte. Forschung und Produktentwicklung selbst werden durch entsprechend spezialisierte Unternehmen der Flash Charm-Gruppe, z.B. in den USA betrieben.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Entwicklung der Weltwirtschaft

Weltwirtschaftslage 2023/24

Die Weltwirtschaft legte im Schlussquartal 2023 moderat zu. Die globale Konjunktur blieb dabei regional gespalten. Im Euroraum stagnierte die Wirtschaftsleistung, und im Vereinigten Königreich sowie in Japan ging sie erneut zurück. Auch in China blieb die Konjunktur angesichts des anhaltenden Abschwungs am Immobilienmarkt gedampft. In den USA expandierte die Wirtschaft dagegen weiterhin lebhaft. Insgesamt hielt sich die Weltwirtschaft solide, trotz Belastungen wie der noch vergleichsweisehohen Energie- und Nahrungsmittelpreise, der geldpolitischen Straffung in vielen Regionen, verstärkter geopolitischer Risiken und vielfaltiger struktureller Herausforderungen.

Das globale BIP lag im Jahr 2023 bei rund 105,7 Billionen US-Dollar (Vorjahr 100,1 Billionen US- Dollar). Die Staaten mit dem größten Bruttoinlandsprodukt kommen aus dem Kreis der Industrie- und Schwellenländer. Im Jahr 2023 waren die USA das Land mit dem größten BIP von etwa 27,7 Billionen US-Dollar. Auf Rang zwei kam China mit etwa 17,8 Billionen US-Dollar.

Europa / OECD und Deutschland

Im Euroraum hielt die Konjunkturschwäche im vierten Vierteljahr 2023 an. Der Schnellschätzung von Eurostat zufolge stagnierte das BIP preis- und saisonbereinigt. Auch im Vergleich zum Vorjahresquartal blieb die Wirtschaftsleistung praktisch unverändert. Im Jahresdurchschnitt stieg das reale BIP gegenüber 2022 noch leicht an, maßgeblich getragen von Aufholeffekten nach der Pandemie.

Die konjunkturelle Schwäche war zum Ende des Jahres breit über die Sektoren verteilt, wenngleich das verarbeitende Gewerbe nach wie vor am stärksten betroffen war. Dennoch blieb die Arbeitsmarktlage günstig. Die Arbeitslosenquote verharrte auf einem historischen Tiefstand. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick ist weiterhin gedämpft. Die Belastungen durch den schwachen Welthandel, die geopolitische Unsicherheit und die Auswirkungen der strafferen Geldpolitik scheinen anzuhalten und die erhoffte konjunkturelle Belebung weiter zu verzögern.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. „Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken“, sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz „Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland“ in Berlin. „Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur.

Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort“, so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Branchenwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Globale Entwicklung des IT-Marktes, insbesondere der IT-Dienstleistungen

Der IT-Markt ist unterteilt in IT-Dienstleistungen, Computerhardware, Telekommunikations- und Softwareprodukte.

Im Bereich der IT-Dienstleistung ist Cloud Computing die Technik der Verarbeitung, Speicherung und Verwaltung von Daten auf einem Netzwerk von Remote-Computern, die im Internet gehostet werden, anstatt auf einem persönlichen Computer oder einem lokalen Server.

Der weltweite Umsatz mit Cloud Computing betrug im Jahr 2023 rund 561,1 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 478,3 Milliarden US-Dollar). Die weltweit umsatzstärksten Segmente sind Software-as-a- Service (SaaS), lnfrastructure-as-a-Service (laaS) und Platform-as-a-Service (PaaS).

Am häufigsten wird das SaaS-Modell genutzt, bei dem die Anbieter die fertige Software und Infrastruktur bereitstellen. Dieser Service wird beispielsweise bei der Anwendung, wie dem Kundenbeziehungsmanagement und der Ressourcenplanung von Unternehmen in Anspruch genommen. Zu den führenden Anbietern im Segment SaaS zählen Salesforce, Microsoft und SAP. Der weltweite Umsatz mit Software-as-a-Service im Jahr 2023 betrug rund 206,0 Milliarden US- Dollar (Vorjahr: 174,0 Milliarden US-Dollar).

Im selben Jahr wurden weltweit etwa 140,0 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 120,5 Milliarden US-Dollar) im Segment Infrastructure-as-a-Service eingenommen. Bei diesem Modell wird zahlenden Unternehmen die Infrastruktur des Rechenzentrums zur Verfügung gestellt. Die Wartung und Erneuerung der Hardware liegt in der Verantwortung der laaS-Anbieter.

Der weltweite Umsatz im Segment Platform-as-a-Service lag mit rund 134,6 Milliarden US-Dollar (Vorjahr: 119,6 Milliarden US-Dollar) nur knapp hinter dem Infrastruktur-Modell. Paa-Services werden hauptsächlich von Web-Entwickler:innen genutzt, die zusätzlich zur IT-Infrastruktur des Cloud-Anbieters, auch Laufzeiten, Middleware und Betriebssysteme nutzen möchten. Die wichtigsten Anbieter im PaaS-Segment sind Amazon, Microsoft und Google.

Entwicklung der Informations-Technologie in Deutschland

Im Jahr 2023 war weiterhin ein stabiles Wachstum der IT Branche zu verzeichnen. Lt. Bitkom- Statistik erhöhte sich der IT-Umsatz im Inland auf 215,6 Mrd. Euro (Vorjahr: 210,7 Mrd. Euro).

Entsprechend der Jahresprognose Mitte 2024 des Branchenverbands Bitkom für die Unternehmen der ITK-Branche zeichnet sich für Deutschlands digitale Wirtschaft ein stabiles Wachstum ab, wenngleich jedoch nicht alle Unternehmen gleichermaßen von dieser positiven Entwicklung profitieren. Insgesamt erwartet der Bitkom in 2024 für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) nun ein Umsatzplus von 4,3 Prozent auf 224,8 Milliarden Euro. Für 2025 wird ein Wachstum auf ähnlichem Niveau in Höhe von 4,7 Prozent auf 235,4 Milliarden Euro erwartet. “Die Digitalbranche entwickelt sich 2024 in einem schwierigen Umfeld insgesamt stabil”, erklärt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst in einer Stellungnahme. Allerdings sorgten massive politische Eingriffe in den Markt, Krisen und ungelöste Fragen in der Ampel-Koalition für Verunsicherung, so der Vorsitzende des Lobby-Verbands. Ein gleichermaßen verständlicher wie verlässlicher politischer Kurs und Planungssicherheit seien so wichtig wie schon lange nicht mehr. “Das betrifft auch die Investitionen der öffentlichen Hand in die Digitalisierung des Staats und seiner Verwaltungen”, betonte Wintergerst.

II. Geschäftsverlauf

Der Konzern-Nettoumsatz nach Konzerneliminierungen betrug im Geschäftsjahr 2023 T€ 104.657 (Vorjahr: T€ 103.026).

Das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (EBITDA) beträgt im Geschäftsjahr 2023 T€ 68.547 (Vorjahr: T€ 77.489). Der prognostizierte nachhaltige Umsatz auf Vorjahresniveau wurde damit erreicht. Das operative Ergebnis hingegen verringerte sich gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen aufgrund einer in diesem Geschäftsjahr abgeschlossenen Lizenzvereinbarung mit der Muttergesellschaft Sembi Inc., USA um 11,6%. In den letzten Jahren wurden die Funktionen von Gurock im Rahmen des TestRail Software-Systems erheblich reduziert, während die Sembi Inc. als Unternehmen der US-amerikanischen Idera-Gruppe erheblich mehr Verantwortung übernommen hat. Diese übernimmt nun weitgehend die Produktüberwachung, das Management und die technische Führung zur Weiterentwicklung, Verwaltung und Finanzierung von TestRail. Angesichts dessen wurde die neue konzerninterne Lizenzvereinbarung zwischen Sembi Inc. (Lizenzgeber) und Gurock Software GmbH (Lizenznehmer) getroffen.

Aufgrund der Verminderung des operativen Ergebnisses (EBITDA) in Verbindung mit der Verminderung der Abschreibungen um T€ 1.538 reduzierte sich das Ergebnis vor Steuern auf T€ 67.822 (Vorjahr: T€ 70.572). Das Finanzergebnis von T€ 10.267 (Vorjahr: T€ 5.613) brachte dabei einen entsprechend positiven Ergebnisbeitrag. Der Jahresüberschuss beträgt im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 47.913 (Vorjahr: T€ 51.065).

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Gegenüber der oben beschriebenen positiven Entwicklung der Umsatzerlöse zeigten sich die betrieblichen Kosten im Bereich bezogene Leistungen mit 23,4% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 13,0% der Umsatzerlöse) deutlich erhöht. Der Grund hierfür lag in den im Geschäftsjahr 2023 erstmalig angefallenen Lizenzkosten aus dem oben beschriebenen Vertrag.

Die seit einigen Jahren verfolgte Strategie, die Ressourcen innerhalb der Flash Charm-Gruppe zu bündeln, wurde im Geschäftsjahr 2023 weiter verfolgt und führte zu einer erneuten Personalkostenreduzierung um 23,1% (Vorjahr: 27,6%). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich aufgrund gestiegener Marketingaufwendungen und Fremdleistungen um 7,7% auf T€ 14.753 (Vorjahr: T€ 13.704). Sie beinhalteten, wie im Vorjahr, keine außerordentlichen Aufwendungen.

Insgesamt war die Ertragslage wiederum durch ein sehr positives operatives Geschäftsergebnis (EBITDA) von T€ 68.547 (Vorjahr: T€ 77.489) gekennzeichnet.

Die Vermögenslage des Konzerns ist sehr stark durch die aktivierten Geschäfts- und Firmenwerte von T€ 37.784 (Vorjahr: T€ 19.507) geprägt. Maßgeblich für die erhebliche Erhöhung des Geschäfts- und Firmenwertes gegenüber dem Vorjahr war die Erweiterung des Konsolidierungskreises durch den Erwerb der Testmo GmbH, Leverkusen, zum 10. Oktober 2023 als 100%iges Tochterunternehmen der Gurock Germany Holding GmbH. Hier betrug der Zugang des Firmenwertes T€ 28.749.

Sachanlagen bestehen nur in geringem Umfang.

Die Finanzanlagen beinhalten im Wesentlichen Ausleihungen an verbundene Unternehmen der Flash Charm-Gruppe von T€ 166.684 (Vorjahr: T€ 128.033), die sich im abgelaufenen Geschäftsjahr erheblich erhöht haben. Dies erfolgte entsprechend der Strategie des Flash Charm Konzerns, freie liquide Mittel in der Gruppe zu bündeln. Im Rahmen von hierzu bestehenden „Revolving Demand Notes“ ist auf Verlangen des Forderungsinhabers ein Zugriff auf die finanziellen Mittel gewährleistet.

Die ertragsbedingt deutlich gestiegene Eigenkapitalquote von 69,6% (Vorjahr: 65,1%) trägt nach wie vor zur stabilen Lage des Konzerns bei und bietet eine solide Grundlage für weiteres Wachstum.

Ein wesentlicher Vermögensposten des Umlaufvermögens sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 9.842 (Vorjahr: T€ 8.891). Aufgrund eines guten Forderungsmanagements bestehen keine nennenswerten Forderungsausfälle. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen belaufen sich zum Stichtag auf T€ 4.597 (Vorjahr: T€ 8.802) und resultieren im Wesentlichen aus Liefer- und Leistungsforderungen. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus kurzfristigen Verbindlichkeiten und Darlehen. Die Darlehen und sonstigen Posten in ausländischer Währung haben wechselkursbedingt das Jahresergebnis zusätzlich mit ca. € 1,7 Mio. (Vorjahr: € 0,6 Mio.) belastet. Die Wechselkurserträge des Geschäftsjahres betrugen hingegen € 1,8 Mio. (Vorjahr: 1,2 Mio.).

Die Zahlungsfähigkeit war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit gewährleistet. Zum Stichtag betragen die liquiden Mittel T€ 7.756 (Vorjahr: T€ 5.851). Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bestanden zum Stichtag keine (Vorjahr: T€ 113).

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird insgesamt als gut eingeschätzt. Sie ermöglicht es, den angestrebten Wachstumskurs überwiegend aus eigenen Mittel zu finanzieren.

IV. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Veränderung der finanziellen Leistungsindikatoren wird auf die dargestellten Erläuterungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen sowie auf die folgende Tabelle:

2023 2022
Umsatzerlöse T€ 104.657 T€ 103.026
EBITDA T€ 68.547 T€ 77.489
Jahresüberschuss T€ 47.913 T€ 51.065
Eigenkapitalrentabilität
= Jahresüberschuss x 100 / Eigenkapital 29,87% 45,36%
Umsatzrentabilität
= Jahresüberschuss x 100 / Umsatz 45,78% 49,57%

V. Prognosebericht, Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung

Die Gurock Germany Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen ist in das Risikomanagementsystem der Flash Charm-Gruppe eingebunden, in dem unter anderem unterjährig regelmäßige Risikomeldungen erfolgen, worin jegliche Arten von erkennbaren Gefährdungen bewertet werden.

Eine Chance stellt auch die Diversifizierung der Softwareprodukte innerhalb der einzelnen Tochterunternehmen dar. Diese ermöglichen es, Marktanteile weiter auszubauen und den Einfluss im Markt zu stärken. Darüber hinaus können durch die organisatorische Eingliederung der Gesellschaften in die Flash Charm-Gruppe Synergieeffekte erzielt werden.

Im März 2022 ist die Travis CI GmbH an eine andere Gesellschaft innerhalb der Flash Charm Gruppe veräußert worden und ist somit aus dem Konzernkreis der Gurock Germany Holding GmbH ausgeschieden. Im Oktober 2023 kam mit der Testmo GmbH, Berlin eine weitere Akquisition hinzu und hat die Anzahl der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wieder entsprechend erhöht.

Die Unternehmen des Konzerns sichern das Wechselkursrisiko nach Möglichkeit ab, indem es an Kunden in Ländern der EURO-Zone in EURO und außerhalb Europas in USD verkauft. Gurock überwacht die Entwicklung der Wechselkurse sorgfältig, und wo immer möglich, werden alle Einkäufe und Zahlungen in EUR oder USD getätigt. Durch die Einziehung von Kundenforderungen in der lokalen Währung wird die Notwendigkeit des Kaufs der lokalen Währung gemildert.

Die Finanzierung einschließlich der Abrufe von offenen Darlehensforderungen „revolving demands" innerhalb der Gruppe wird von der Muttergesellschaft einheitlich über alle Gesellschaften gesteuert. Darlehensansprüche innerhalb der Unternehmensgruppe werden grundsätzlich nicht gegen Währungsschwankungen abgesichert.

Ein Risiko stellt die Abhängigkeit von der Flash Charm-Gruppe dar. Da die Unternehmen des Gurock Konzerns keine oder nur wenige eigene Mitarbeiter haben, obliegt die Weiterentwicklung und erfolgreiche Vermarktung der Produkte allein der Gruppe. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass das auch weiterhin in dieser Form erfolgen wird. In diesem Zusammenhang wurde auch die oben erwähnte Lizenzvereinbarung zwischen der Sembi Inc. und der Gurock Software GmbH geschlossen (vgl. Absatz II).

Abgesehen von allgemeinen Betriebsrisiken aus dem Einsatz umfangreicher EDV- und Telekommunikationstechnik sowie den allgemeinen Geschäftsrisiken, sind Risiken, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen könnten, auf Basis unseres derzeitigen Kenntnisstands nicht erkennbar.

Unter Berücksichtigung dieser Sachverhalte gelangen wir zu der Einschätzung, dass der Teilkonzern der Gurock Germany Holding GmbH, insbesondere durch die Eingliederung in die Flash Charm-Gruppe, weiterhin gut positioniert ist und sich bietende Chancen nutzen kann. Es ist davon auszugehen, dass die Gruppe den Wachstumskurs auch weiterhin finanziell unterstützt.

Digitalisierung, Big Data und Cloud-Computing haben sich, wie in den Vorjahren, auch im Jahr 2023 ständig weiterentwickelt. Der bestehende ausgeprägte Dienstleistungsgedanke und das nachhaltig erarbeitete Vertrauen unserer Kunden werden sowohl Ansporn als auch Ausgangsbasis weiterer Maßnahmen sein, die dazu führen werden, uns weiterzuentwickeln, zu wachsen und die gesteckten Ziele zu erreichen. Globale wirtschaftliche Faktoren werden sehr wohl eine Rolle spielen, sie können und werden aber der technologischen Weiterentwicklung rund um alle Themen der IT keine unüberwindbaren Hindernisse bereiten. Insbesondere sind auch Im Bereich der künstlichen Intelligenz erhebliche Fortschritte mit entsprechenden Marktveränderungen innerhalb der IT-Branche und in den Anwendermärkten zu erwarten.

Die Wirtschaftsleistung des Euroraums dürfte im ersten Quartal 2025 erneut moderat gestiegen sein. Den Angaben von Eurostat zufolge erhöhte sich das reale BIP im Eurogebiet im vierten Quartal 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorquartal. Im ersten Quartal 2025 dürfte laut den verfügbaren Umfragedaten weiterhin ein moderates Wirtschaftswachstum verzeichnet worden sein. Dabei blieb die Wirtschaftstätigkeit von der Unsicherheit im Zusammenhang mit der Handelspolitik der Vereinigten Staaten in den ersten Monaten des laufenden Jahres im Wesentlichen unberührt.1

Die kurzfristigen Indikatoren legen den Schluss nahe, dass sich der Arbeitsmarkt im ersten Quartal 2025 weiter abkühlen wird. Der monatliche EMI für die Beschäftigung im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor wies ein weitgehend neutrales Niveau auf und stieg von 49,2 Punkten im Februar auf 50,4 Punkte im März. Hinter dem Ergebnis für den zusammengesetzten EMI stand ein leichter Anstieg in allen Sektoren. Insgesamt betrachtet dürfte eine schwächere Beschäftigungsdynamik künftig eine allmähliche Erholung der Arbeitsproduktivität begünstigen.2

Insgesamt haben sich die Konjunkturaussichten für den Euroraum aufgrund der zunehmenden Handelsspannungen verschlechtert. Die erhöhte Unsicherheit dürfte das Vertrauen der privaten Haushalte und Unternehmen mindern. Die negative und volatile Marktreaktion auf die Handelsspannungen dürfte sich zudem restriktiv auf die Finanzierungsbedingungen auswirken. Diese Faktoren werden die Konjunktur im Euroraum den Erwartungen nach bis zum zweiten Quartal 2025 belasten. Zugleich hat die Wirtschaft des Eurogebiets eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegenüber globalen Schocks aufgebaut. Mittelfristig dürfte das Wachstum von der soliden Arbeitsmarktlage, höheren Realeinkommen und nach und nach erschwinglicheren Krediten gestützt werden, was dem Konsum zugutekommen sollte.3

Aufgrund unseres Geschäftsmodells waren wir von diesen Entwicklungen nur sehr gering betroffen. Die weiteren Auswirkungen sowie daraus resultierende Risiken beobachten wir laufend, wobei die gesamtwirtschaftlichen Risiken im Besonderen durch politische Entscheidungen geprägt sein werden. Neben den allgemeinen politischen Unsicherheiten in Europa bestehen grundsätzlich auch Risiken in Bezug auf die wirtschaftliche Entwicklung unserer Kunden. Da unser Kundenstamm unter anderem hochgradig diversifiziert ist, sehen wir für uns derzeit kein erhöhtes Risiko.

Bei der Umsatzplanung wurden die Erwartungen über die Investitionsbereitschaft in IT-Projekte und der zunehmende Wettbewerbsdruck sowie die aktuelle politische Lage berücksichtigt. Für das Geschäftsjahr 2024 gehen wir aufgrund von vergleichbaren Umsatzerlösen in den wesentlichen Geschäftsbereichen von Gurock, Ranorex, Kiuwan und Testmo von weiterhin stabilen Umsatzerlösen von rund € 103 Mio. bei einem entsprechend profitablen Betriebsergebnis (EBITDA) von rund € 55 Mio. aus, nach Berücksichtigung von Lizenzgebühren an die Sembi Inc. von ca. € 18 Mio. Im weiteren Ausblick werden für das Geschäftsjahr 2025 moderate Umsatzsteigerungen auf rund € 105 Mio. sowie ein entsprechend profitables Betriebsergebnis (EBITDA) von ca. € 57 Mio. erwartet.

 

Leverkusen, 14. Mai 2025

Richard Lee Chambers III

Randall E. Jacops

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungs- methoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Gurock Germany Holding GmbH, Leverkusen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Darstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 14. Mai 2025

Akkurata Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Busch, Wirtschaftsprüfer

Hermenns, Wirtschaftsprüfer

Aktuelle Berichte und Vollvolumen-Zugriff auf alle Geschäftsjahre. API-Key holen →

Registerdokumente

PDF-Dokumente direkt vom Amtsgericht – auf Anfrage über den :code Endpunkt abrufbar.

  • Aktueller Auszug (AD)
  • Chronologischer Auszug (CD)
  • Strukturierte Inhalte (SI, XML)
  • Gesellschafterliste
  • Satzung / Gesellschaftsvertrag
Mit API-Key abrufen API-Key holen →

Website-Inhalt

Strukturierter Markdown-Volltext der Unternehmenswebsite – ideal für Anreicherung und AI-Pipelines.

  • Website-Snapshot (per AI ermittelt) AI
Mit API-Key abrufen API-Key holen →
Profil · Finanzen · Personen · Dokumente

Strukturierte Daten und Volltexte – pro Unternehmen

Vom Jahresabschluss als HTML bis zur UBO-Liste: jedes Feld einzeln über den features Parameter aktivierbar. Eine API, alle Daten.

  • Geschäftszahlen Umsatz, Mitarbeiterzahl, Bilanzsumme, Jahresergebnis pro Geschäftsjahr.
  • Vertretungsberechtigte Aktuelle und ehemalige Geschäftsführer, Vorstände, Prokuristen mit Rollen und Datumsangaben.
  • Bekanntmachungen Amtliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister inkl. Datum und Volltext.
  • Gesellschafter Aktuelle Gesellschafterstruktur mit Beteiligungsquoten und Einlagebeträgen.
  • Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs) Wirtschaftlich Berechtigte gemäß Transparenzregister.
  • Beteiligungen Beteiligungen dieses Unternehmens an anderen Gesellschaften.
  • Bilanz Vollständige Bilanzpositionen aus den veröffentlichten Jahresabschlüssen.
  • Gewinn- und Verlustrechnung GuV-Positionen pro Geschäftsjahr.
  • Jahresabschlüsse (HTML) Veröffentlichte Jahresabschlüsse als gerendertes HTML.
  • Insolvenzbekanntmachungen Bekanntmachungen aus den amtlichen Insolvenzregistern.
  • News Aktuelle Erwähnungen des Unternehmens aus externen Quellen.
Alle Felder mit API-Key freischalten API-Key holen →
Code · AI-Agents · No-Code · Workflows

In jeden Stack einbaubar

Egal ob klassische API, AI-Agent oder No-Code-Tool – diese Daten lassen sich überall andocken.

Diese Daten in Ihrer App

Holen Sie sich einen API-Key und verwenden Sie diese strukturierten Handelsregisterdaten direkt aus Ihrer Anwendung – ohne Scraping, ohne PDFs.