Max Aicher Stahl AGFreilassingKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021KonzernbilanzAktiva
Passiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Entwicklung des Anlagevermögens
Konzerneigenkapitalspiegel
Konzernkapitalflussrechnung
Der Finanzmittelfonds besteht aus Guthaben bei Kreditinstituten. Die bestehenden Kontokorrentverbindlichkeiten sind nicht in den Finanzmittelfonds der handelsrechtlichen Kapitalflussrechnung einzubeziehen, da durch Einräumung einer Kündigungsfrist von 24 Monaten seitens der Banken das in DRS 21.9 i.V.m. DRS 21.34 geforderte Kriterium der Kurzfristigkeit nicht erfüllt ist. KonzernanhangI. Allgemeines Konsolidierungstechnisch wird der Max Aicher Stahl AG-Konzern als Mutterunternehmen der Max Aicher-Gruppe behandelt; sie stellt den vorliegenden Konzernabschluss auf. Die Max Aicher Stahl AG hat ihren Sitz in Freilassing und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Traunstein (Reg. Nr. HRB 16771). Der vorliegende Konzernabschluss wurde nach den deutschen handelsrechtlichen Konzernrechnungslegungsvorschriften (§§ 290 ff. HGB) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG erstellt. Ergänzende Bestimmungen aus der Satzung ergeben sich nicht. II. Konsolidierungskreis Als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB gilt der Max Aicher Stahl AG-Konzern mit Sitz in Freilassing. Dem Max Aicher Stahl AG-Konzern stehen unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich die Anteile und Stimmrechte an den nachfolgenden 29 Unternehmen zu, deren Abschlüsse vollkonsolidiert wurden:
Folgende Unternehmen wurden gegenüber der Erstkonsolidierung zum 31.12.2021 im Rahmen der Vollkonsolidierung miteinbezogen:
Die Anteile an weiteren 72 in- und ausländischen Tochterunternehmen, deren Anteile und Stimmrechte - unmittelbar oder mittelbar - mehrheitlich im Besitz der Max Aicher Stahl AG-Konzerns stehen, sind mit den Anschaffungskosten oder den am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Werten erfasst, da sie entweder derzeit keinen aktiven Geschäftsbetrieb ausüben, dieser von untergeordneter Bedeutung ist oder die Informationen für eine Vollkonsolidierung nicht vorliegen oder nur mit einem unverhältnismäßig hohem Aufwand zu erhalten sind. Die verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie die Angabe, auf welche Art sie in den konsolidierten Abschluss einbezogen wurden, sind in der Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes (am Schluss dieses Anhangs) dargestellt. III. Konsolidierungsgrundsätze und Erstkonsolidierungszeitpunkt Die Bilanzstichtage der Jahresabschlüsse aller einbezogenen Unternehmen inkl. Mutterunternehmen stimmen mit dem Bilanzstichtag dieses Konzernabschlusses (31. Dezember) überein. Bei der Kapitalkonsolidierung kommt ausschließlich die Neubewertungsmethode nach § 301 HGB zur Anwendung. Demgemäß wurden die Beteiligungswerte der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wurde auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt mit dem Wert angesetzt, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ergibt sich nach der Verrechnung der Wertansätze ein aktiver Unterschiedsbetrag, erfolgt ein Ausweis als Geschäfts- oder Firmenwert in der Konzernbilanz. Zwischengewinne im Anlage- und Umlaufvermögen werden - soweit wesentlich - eliminiert. Im Rahmen der Schulden- und Innenumsatzkonsolidierung wurden Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Aufwendungen und Erträge innerhalb der vollkonsolidierten Unternehmen aufgerechnet. Gleichfalls wurden Ergebnisabführungen innerhalb der Konzernunternehmen eliminiert. IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Abschlüsse der vollkonsolidierten Konzernunternehmen werden grundsätzlich nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Firmenwerte oder Geschäftswerte werden über 5 - 10, Software wird über 3 - 5 Jahre abgeschrieben. Bei den immateriellen Anlagewerten handelt es sich ausschließlich um entgeltlich erworbene Rechte. Die Zugänge zu den Sachanlagen werden zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Im Rahmen der Erstkonsolidierung in der Konzerneröffnungsbilanz zum 01. Januar 2015 entsprachen diese aufgrund der zwingenden Anwendung der Neubewertungsmethode den Zeitwerten zum 01. Januar 2015. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Sachanlagen enthalten direkt zurechenbare Einzelkosten und anteilige Gemeinkosten (ohne Verwaltungs- und Finanzierungskostenbestandteile). Die Abschreibungen bei den abnutzbaren Sachanlagen erfolgen grundsätzlich nach der linearen Methode. Die Abschreibungsdauern betragen bei Gebäuden 25 - 50 Jahre, bei Maschinen und Betriebsausstattung 3 - 15 Jahre. Es werden die erwarteten Nutzungsdauern oder kürzere tatsächliche Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Bei dreischichtigem Betrieb in inländischen Stahlunternehmen werden die Zuschläge zu den Abschreibungen (linearer Betrag + 50 %) oder die degressive Methode (maximal 25 %) angewendet. Eine Anpassung der zugrunde gelegten Nutzungsdauern bei ausländischen Unternehmen an die Nutzungsdauern der inländischen Unternehmen ist aufgrund untergeordneter Bedeutung unterblieben. Soweit Festwerte im Anlagevermögen verwendet werden (Gerüst- und Schalungsmaterial, Reserveteile) werden 40 % der Anschaffungskosten angesetzt. Für Reserveteile (T€ 13.568; i.Vj. T€ 13.568) und für Schalungsmaterial (T€ 490; i.Vj. T€ 479) wird jeweils ein Festwert geführt. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis € 250 werden grundsätzlich sofort als Aufwand erfasst; Investitionen mit Anschaffungskosten über € 250,-- bis € 1.000,-- werden in einen Sammelposten eingestellt, der über 5 Jahre linear verteilt abgeschrieben wird. Die Finanzanlagen sind zu den Anschaffungskosten abzüglich notwendiger Abschreibungen im Fall dauernder Wertminderungen oder Abschreibungen bei vorübergehenden Wertminderungen (beizulegender Wert am Bilanzstichtag) angesetzt. Die in den Finanzanlagen enthaltenen Rückdeckungsansprüche aus Lebensversicherungen werden mit den von den Versicherungen gemeldeten Aktivwerten angesetzt. Soweit sie nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wegen Verpfändung mit den korrespondierenden Verpflichtungen zu saldieren sind, werden sie zu Zeitwerten angesetzt. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren sind zu den Konzernanschaffungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten erfasst. In Höhe von T€ 9.883 (i.Vj. T€ 9.887) wird ein Festwert für Ersatzteile und Betriebsmittel geführt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse wurden grundsätzlich zu den aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet; darin wurden Einzelkosten sowie angemessene Gemeinkosten und Abschreibungen eingerechnet. Bei der Bewertung der unfertigen Aufträge im Bereich Bau wurden aufgrund der längerfristigen Auftragsfertigung angemessene Verwaltungsgemeinkosten in die Herstellungskosten einbezogen. Diese sind für den Konzern von untergeordneter Bedeutung. Soweit zum Bilanzstichtag bei den unfertigen und fertigen Erzeugnissen ein niedriger beizulegender Wert vorlag, wurde dieser angesetzt. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren, am Bilanzstichtag beizulegenden Wert (nach dem Niederstwertprinzip) angesetzt. Bei den Kundenforderungen wurden zur Berücksichtigung des allgemeinen Kreditrisikos Pauschalwertberichtigungen in Höhe von 3 % gebildet. Soweit erforderlich, wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Erfassung der Bankguthaben erfolgt zum Nennwert. Aktive und passive latente Steuerabgrenzungen aus HB I und HB II-Ebene sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen werden saldiert ausgewiesen. Von dem Wahlrecht des § 274 Abs. 1 HGB, einen Überhang der aktiven über die passiven latenten Steuerabgrenzungsposten nicht anzusetzen, wurde auf der HB II-Ebene Gebrauch gemacht. Steuerliche Verlustvorträge auf HB I- und HB II-Ebene wurden nur insoweit berücksichtigt, als sie den Ausgleich passiver Steuerlatenzen ermöglichen. Aus den HB II-Bilanzen wurden deshalb keine aktiven Überhänge in die Konzernbilanz übernommen. Aus Konsolidierungsmaßnahmen resultierende aktive und passive latente Steuerabgrenzungen wurden gemäß § 306 HGB angesetzt. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte bei den deutschen Unternehmen nach der Projected Unit Credit Methode und - in unwesentlicher Höhe - nach dem Teilwertverfahren. Für die nach versicherungsmathematischen Grundsätzen erfolgten Berechnungen wurden die Richttafeln von Dr. Klaus Heubeck 2018 G verwendet. Der Ermittlung liegt ein Gehaltstrend von - wie im Vorjahr - 0 % bis 3,0 % p.a. und ein Rententrend von - wie im Vorjahr - 1,5 % bis 2 % p.a. zugrunde. Der Rechnungszinssatz basiert entsprechend der gesetzlichen Regelung des § 253 Abs. 2 GB auf dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre (1,87 % p.a. bis 1,98 % p.a.; i.Vj. 2,30 % p.a. bis 2,41 % p.a.). Aufgrund der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangen zehn Jahre im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre sind die Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 569 (i.Vj. T€ 693) niedriger angesetzt (Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB). Die Pensionsrückstellungen bei einem kanadischen Tochterunternehmen (TCAD 2.663 i.Vj. TCAD 2.765) wurden versicherungsmathematisch (projected benefit method) und mit landesspezifischen Zinssätzen (2,96 % p.a.; i.Vj. 2,59 % p.a.) und Steigerungsraten (3,5 % p.a. Gehalts- und Rentenanstieg; i.Vj. 3,5 % p.a.) auf den Bilanzstichtag des Konzernabschlusses abgezinst. Für die Sozialbeiträge wurden Kostensteigerungen von 5,75 % p.a. (i.Vj. 6,0 % p.a.) angesetzt. Anpassungen an konzerneinheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind aufgrund von Unwesentlichkeit nicht erfolgt. Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag für alle erkennbaren Risiken aus ungewissen Verpflichtungen und für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften angesetzt. Rückstellungen und unverzinsliche Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem von der Bundesbank vorgegebenen, ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate werden berücksichtigt. Alle anderen Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. V. Währungsumrechnung Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden in den Einzelabschlüssen grundsätzlich mit den Kursen am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag in EURO umbewertet. Gemäß § 308a HGB werden im Konzernabschluss die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen, deren Jahresabschlüsse in fremder Währung aufgestellt sind, mit Ausnahme des Eigenkapitals, mit den Devisenkassamittelkursen am Abschlussstichtag umgerechnet. Die Umrechnung des Eigenkapitals erfolgt mit historischen Kursen. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnungen werden zum landesspezifischen Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Eine sich ergebende Umrechnungsdifferenz wird innerhalb des Eigenkapitals in den Posten "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" eingerechnet. VI. Erläuterungen zur Konzernbilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in einem Anlagespiegel zusammengestellt. Bei den Abschreibungen entspricht die Position Zugänge den Abschreibungen des Geschäftsjahres. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten beinhalten die historischen Werte der vollkonsolidierten Unternehmen. Die Position Geschäfts- oder Firmenwert beinhaltet i.W. mit T€ 1.743 (01.01.2021 T€ 2.179) den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Hohenloher Recycling GmbH, mit T€ 474 (i.Vj. T€ 947) den Firmenwert aus der Konsolidierung der FÉMKER Kft. sowie den Firmenwert aus der Erstkonsolidierung der Lech-Stahlwerke GmbH (T€ 3.601; i.Vj. T€ 4.801), der linear über 10 Jahre verteilt abgeschrieben wird. Die Laufzeit von 10 Jahren wurde aufgrund des längerfristigen Ansatzes in der Stahlbranche und in Anlehnung an § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB gewählt. Die geleisteten Anzahlungen und die Anlagen im Bau betreffen i.W. begonnene Modernisierungsmaßnahmen und Hallenneubauten/Fabrikerweiterungen bei den Stahlwerken. Zum Inhalt der sonstigen Finanzanlagen (T€ 162) vgl. die Aufgliederung im Anlagespiegel. Als Vorratsgrundstücke wird derjenige Grundbesitz erfasst, der voraussichtlich zur Veräußerung bestimmt ist. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht haben analog zum Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Als Salden gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen werden Forderungen und Verbindlichkeiten an nicht konsolidierte Konzernunternehmen, die mittelbar oder unmittelbar im Mehrheitsbesitz des Max Aicher Stahl AG-Konzern stehen bzw. bei denen die Stimmrechte dem Konzern mehrheitlich zustehen. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben T€ 21.919 (i.Vj. T€ 12.398) eine Restlaufzeit von über einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten:
Im Vorjahr hatten sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 942 eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB beinhaltet die zu Zeitwerten (= Anschaffungskosten) bewerteten Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 243; i.Vj. T€ 209), die mit den zugehörigen Pensionsverpflichtungen (T€ 221; i.Vj. T€ 175) saldiert wurden. Die nicht beherrschenden Kapitalanteile anderer Gesellschafter beinhalten die Anteile am Eigenkapital vollkonsolidierter Gesellschaften, die nicht unmittelbar oder mittelbar dem Max Aicher Stahl AG-Konzern zustehen. Die nicht beherrschenden Anteile betreffen:
Die Pensionsrückstellungen wurden in folgender Höhe mit verpfändeten Vermögenswerten saldiert:
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten:
Als längerfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von voraussichtlich mehr als einem Jahr oder mit unbestimmter Laufzeit wurden u.a. das Risiko aus einem gekündigten Auftrag (Zinsen 2021: rd. € 1,5 Mio.) sowie das Risiko Bundeskartellamt (Bußgeldbescheid i.H.v. € 41,2 Mio. zzgl. Beratungskosten € 0,5 Mio.) qualifiziert. Die Verbindlichkeiten zeigen folgende Restlaufzeiten und Besicherungen:
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten:
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten berücksichtigen im Voraus vereinnahmte Pacht- und Mieterlöse. Die passive latente Steuerabgrenzung resultiert aus folgenden Sachverhalten:
Der Aufbau der latenten Steuerabgrenzung (T€ 2.763) resultiert aus ergebniswirksamen Veränderungen von T€ 2.758 und aus der Veränderung aus der Währungsumrechnung in Höhe von T€ 5. Bei der Berechnung der latenten Steuerabgrenzungen wurden Steuersätze zwischen 9 % und 32 % (Körperschaftsteuer + Gewerbesteuer) verwendet. Auf Unternehmensebene wurden aktive und passive latente Steuerabgrenzungen auf HB I- und HB II-Ebene saldiert. VII. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. Die Umsatzerlöse der einzelnen Segmente gliedern sich wie folgt:
Von den Umsatzerlösen wurden 29 % von den ausländischen Tochtergesellschaften erwirtschaftet. Diese befinden sich in folgenden Regionen:
Die Umsatzerlöse wurden mit Abnehmern in folgenden Regionen erzielt:
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten:
In den Kursgewinnen sind T€ 10.697 aus der Währungsumrechnung zum Stichtag gem. § 256a HGB enthalten. Der Aufwand für Altersversorgung innerhalb der sozialen Abgaben beträgt T€ 1.037. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen beinhalten mit T€ 2.415 außerplanmäßige Wertberichtigungen auf nicht mehr verwendbare Anlagegüter. Die über die üblichen Abschreibungen hinausgehenden Abschreibungen auf Gegenstände des Umlaufvermögens betreffen mit T€ 5 nicht mehr verwertbare Vorräte. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten:
In den Kursverlusten sind T€ 1.174 aus der Währungsumrechnung zum Bilanzstichtag gemäß § 256a HGB enthalten. Die Erträge aus Beteiligungen an sonstigen Unternehmen beinhalten:
Die Zinserträge beinhalten mit T€ 23 die Abzinsung von Rückstellungen, mit T€ 619 Zinserträge aus verbundenen Unternehmen und mit T€ 15 Zinsen aus Steuererstattungen für Vorjahre. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen erfolgten außerplanmäßig aufgrund voraussichtlich dauernder oder vorübergehender Wertminderungen. Die Zinsaufwendungen beinhalten mit T€ 777 die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen oder von unverzinslichen, längerfristigen Verbindlichkeiten, mit T€ 548 Zinsen an verbundene Unternehmen und mit T€ 3 Zinsen auf Steuernachzahlungen. Mit T€ 23 sind Zinserträge aus verpfändeten Rückdeckungsversicherungen in den Zinsaufwendungen verrechnet. Der Steueraufwand beinhaltet für deutsche Personen- und Kapitalgesellschaften die Gewerbesteuer (rd. 10,85 % bis 16,35 %) und die Körperschaftsteuer/Solidaritätszuschlag (rd. 16 %), im Fall von ausländischen Unternehmen die landesspezifischen Ertragsteuern (9 % bis 31 %). Der Ausweis des Steueraufwandes ist durch steuerlich nichtabzugsfähige Aufwendungen und durch die steuerlichen Besonderheiten bei deutschen Personengesellschaften beeinflusst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen mit T€ 127 Erträge für Vorjahre. Mit T€ 2.758 ist der Aufwand aus der Veränderung der latenten Steuerabgrenzung enthalten. VIII. Haftungsverhältnisse und finanzielle Verpflichtungen Aus dem Erwerb ausländischer Tochtergesellschaften bestehen Investitions- und Kapitalausstattungspflichten. Nach Auffassung der Geschäftsleitung sind diese zum Bilanzstichtag erfüllt. Die einbezogenen Gesellschaften weisen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB in folgender Höhe aus:
Aufgrund der wirtschaftlichen Lage der Hauptschuldner war die Bildung von Risikovorsorgen in der Konzernbilanz aus diesen Haftungsverhältnissen nicht erforderlich. Im Rahmen einer Sanierungsvereinbarung wurde zugunsten von Kreditinstituten eine Gesamtgrundschuld über T€ 60.000 auf diversen Grundstücken der Max Aicher-Gruppenunternehmen bestellt. Des Weiteren haben sich im Rahmen des Erwerbs von Anteilen an der Thüringer Wertstoffgewinnung Aicher-Müller GmbH (TWG) Herr Dipl.-Ing. Max Aicher und die Max Aicher GmbH & Co. KG verpflichtet, sämtliche Rechte und Verpflichtungen der Veräußerer aus deren Haftungsübernahmen zugunsten der TWG zu übernehmen. Die Übernahme beinhaltet alle Rechte und Pflichten aus Verträgen, welche die TWG mit Dritten abgeschlossen hat, insbesondere die Haftung aus einem öffentlich-rechtlichen Schuldbeitritt bezüglich öffentlicher Zuschüsse für Anlageinvestitionen über T€ 9.228, aus Darlehensgewährungen (zum Stichtag vollständig getilgt) sowie aus der Durchführung eines - zwischenzeitlich gekündigten - Entsorgungsauftrages durch die TWG (Auftragssumme ca. € 17 Mio.). Für dieses Risiko sind € 49,6 Mio. zurückgestellt. Am Bilanzstichtag bestehende finanzielle Verpflichtungen - i.W. aus Miet- und Leasingverträgen - sind fällig in 2022 voraussichtlich i.H. v. T€ 26.881, in 2023 i.H. v. T€ 17.669, in 2024 i.H. v. T€ 10.407, in 2025 i.H. v. T€ 6.961 und in 2026 ff. i.H. v. T€ 9.177. Aus der Verwertung und Vermarktung von Nebenprodukten der Stahlindustrie (insbesondere Elektroofenschlacke inklusive Zunder) ist für ein Grundstück der Lech-Stahlwerke GmbH zur Lagerung der zu verwertenden Stoffe Pacht in Abhängigkeit der gelagerten Menge zu bezahlen. Diese Pacht belief sich in 2021 auf T€ 1.077. Unter bestimmten Bedingungen hat der Minderheitsgesellschafter das Recht, seine in 2019 erworbene, 20 %ige Beteiligung an dem Tochterunternehmen OAM Ózdi Acélmüvek Kft., Ózd (Ungarn) an die Max Aicher GmbH & Co. KG oder an den Stifter Max Aicher zu einem feststehenden Kaufpreis zu veräußern. IX. Nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte Im Berichtsjahr wurden nicht in der Konzernbilanz enthaltene Geschäfte zum Zweck der Auslagerung von Ausfallrisiken und zur Liquiditätssicherung (Factoring) sowie für Zwecke der Finanzierung (Leasing) vorgenommen. Vorteile diesbezüglich bestehen in dem Wegfall der Vorfinanzierung von Vermögensgegenständen. Risiken bestehen aus dem Abfluss von finanziellen Mitteln für die Leasingraten. Zum Bilanzstichtag waren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 38.157 (i.Vj. T€ 24.275) an Factoring-Unternehmen verkauft. Zu den finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverträgen vgl. Ziffer VIII. X. Sonstige Angaben 1. Anteilsbesitz gemäß § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB
(1) - (2) - (3) Unbeschränkte Haftung: Unternehmen seit Jahren stillgelegt (4) Ergebnisabführungsvertrag mit Lech-Stahlwerke GmbH, Meitingen (5) Jahresabschluss liegt nicht vor; Buchwert der Beteiligung geringfügig (6) - (7) - (8) - (9) Ergebnisabführungsvertrag mit Lechsped GmbH Internationale Spedition, Meitingen (10) - (11) - (12) - (13) in Liquidation befindlich oder Unternehmen stillgelegt (14) Ergebnisabführungsvertrag mit Max Aicher Umwelt GmbH (15) zuletzt vorliegende Zahlen für das Geschäftsjahr 2020 (16) - (17) Ergebnisabführungsvertrag mit Max Aicher GmbH & Co. KG, Freilassing 2. Mitarbeiter In 2021 waren jahresdurchschnittlich 3.271 (i.Vj. 3.233) Mitarbeiter in den vollkonsolidierten Unternehmen beschäftigt. Davon waren 2.259 Arbeiter, 958 Angestellte und 54 in Teilzeit bzw. Teilzeitkräfte. Bei ausländischen Tochterunternehmen waren 1.119 (i.Vj. 1.118) angestellt. 3. Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB Die Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2021 beliefen sich auf T€ 1.791. Die Bezüge des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2021 beliefen sich auf T€ 90. Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands und ihre Hinterbliebenen für das Geschäftsjahr 2021 beliefen sich auf T€ 1.308. 4. Angaben gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar für den Abschlussprüfer beträgt für die Konzernabschlussprüfung T€ 188. 5. Vorstand Zu Vorständen waren in 2021 und bis zur Erstellung des Konzernabschlusses bestellt: Herr Walter Schwimbersky Herr Mag. Simon Zeilberger (ab 27. Januar 2021 bis 28. Februar 2022) Herr Dr. Martin Kleinschmitt (ab 27. Januar 2021) Herr Dipl.-Ing. Max Aicher (ab 19. Oktober 2021) Nachrichtlich wird erwähnt, dass Dipl.-Ing. Stephan Theodor Lemgen ab 01. Januar 2022 sowie Dipl.-Volksw. Klaus Jürgen Rudolph ab 01. Juni 2022 zu weiteren Vorstandsmitgliedern bestellt wurden. 6. Aufsichtsrat Zu Aufsichtsräten waren in 2021 bestellt:
XI. Befreiungen gem. § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b HGBNachfolgende Gesellschaften machen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB bzw. § 264b HGB Gebrauch und veröffentlichen infolge des Einbezugs in diesen Konzernabschluss ihren Jahresabschluss nicht:
XI. Nachtragsbericht Eine verlässliche Abschätzung der Auswirkungen des am 24. Februar 2022 begonnen Ukraine-Kriegs auf die Gesamtwirtschaft in Deutschland und Europa ist nicht möglich; aller Voraussicht nach sind massive Beeinträchtigungen für die wirtschaftliche Entwicklung nicht auszuschließen. Es muss mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftskonjunktur, verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung gerechnet werden. Vor allem die in Folge des Krieges massiv gestiegenen Rohstoff- und Energiepreise können sich erheblich belastend auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Bereits im März 2022 musste bei der LSW die Produktion aufgrund der massiv gestiegenen Stromkosten vorübergehend ausgesetzt werden. Auch die sich seit Jahresbeginn 2022 - zwar in abgeschwächter Form - wieder verstärkt ausbreitende Coronapandemie kann weitere Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung notwendig machen; inwieweit sich die Pandemie im kommenden Jahr auf die Lieferströme und den Absatz in der Stahlindustrie auswirkt, kann nicht abschließend beurteilt werden. Der 40%-Anteil an einer Beteiligung wurde zu Jahresanfang 2022 durch Verkauf auf 20% vermindert. XII. Ergebnisverwendung Mutterunterunternehmen Der Vorstand schlägt vor, den Jahresfehlbetrag nebst Verlustvortrag auf neue Rechnung vorzutragen. Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes zum 31. Dezember 2021
*) Keine Vollkonsolidierung wegen
untergeordneter Bedeutung
Freilassing, den 29. Juli 2022 Dipl.-Ing. Max Aicher Dr. Martin Kleinschmitt Dipl.-Ing. Stephan Theodor Lemgen Dipl.-Volksw. Klaus J. Rudolph Walter Schwimbersky Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Geschäfts- und Rahmenbedingungen Die der Max Aicher Stahl AG gehörende Max Aicher-Unternehmensgruppe ist vor allem in den Bereichen
tätig. Herzstück der Unternehmensgruppe sind die stahlerzeugenden und stahlverarbeitenden Betriebe (Walzwerke, Veredelungsbetrieb) in Bayern, Ungarn, Tschechien und Kanada. Die im Umweltbereich aktiven Unternehmen befassen sich mit der Entsorgung von Anlagenrückständen (z.B. Filterstäube) und dem Recycling von Stahlschrott (zur Gewinnung des Rohstoffes Schrott für die Elektrostahlwerke). Durch die Stahlerzeugung mittels Elektroofen (Schmelzung von Stahlschrott im Lichtbogenofen) und dem damit verbundenen Recycling von Stahlschrott liefert die Unternehmensgruppe einen wertvollen Beitrag zur Schonung von Umweltressourcen im Vergleich zur Stahlerzeugung auf Basis von Eisenerz. Innerhalb der Unternehmensgruppe nimmt die Max Aicher GmbH & Co. KG (MAF) verschiedene Funktionen im Rahmen der Gruppenleitung und Corporate Governance wahr. Dies umfasst u.a.
2. Kennzahlen-Übersicht zur Entwicklung der Unternehmensgruppe Die nachfolgende Kennzahlenübersicht wird zukünftig einen Überblick über die Entwicklung des Max Aicher Stahl AG-Konzerns geben. Wegen der erstmaligen Erstellung des Konzernabschlusses ist 2021 das erste Geschäftsjahr für den Max Aicher Stahl AG-Konzern:
3. Geschäftsverlauf -Branchenentwicklung Nachstehend wird die Entwicklung der bedeutendsten Gruppenunternehmen kurz dargestellt: 3.1 Bereich Stahl Folgende wesentliche Unternehmen sind dem Bereich Stahl zuzuordnen:
Generelles zur Entwicklung der Stahlindustrie: Die weltweite Rohstahlerzeugung ist 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 % auf 1,950 Mrd. t gestiegen. China bleibt mit Abstand der weltweit größte Rohstahlerzeuger mit einem Anteil von 53,0 % im Jahr 2021 (53,3 % im Jahr 2020). Die Rohstahlproduktion in Deutschland hat in diesem Jahr zugelegt und beträgt nun 40,1 Mio. t (Vorjahr 35,7 Mio. t). Weltweit liegt der Anteil weiterhin bei niedrigen ca. 2 %. Die europäische Stahlindustrie (EU27) hat im Jahr 2021 wieder etwas aufgeholt und liegt mit einer Produktionsmenge von 152,5 Mio. t nun bei einem Anteil von ca. 7,8 %, im Vorjahr waren es noch 7,4 %. Im Vergleich der unterschiedlichen Produktionsrouten wurden im Jahr 2021 ca. 12,1 Mio. t Elektrostahl (+ 4,8 %) und ca. 28,0 Mio. t Oxygenstahl (+ 15,9 %) in Deutschland hergestellt. Dies entspricht einer Steigerung der Jahresproduktionsmenge 2021 um 12,3 % auf gesamt ca. 40,1 Mio. t. Der Gesamtanteil des in Elektroöfen erschmolzenen Stahls verringert sich leicht um 4,8 % auf 30,2 %. Die herkömmliche Hochofenroute steigert ihren Ausstoß somit auf einen Anteil von 69,8 %. Der CO 2 -Ausstoß pro Tonne Stahl liegt bei der schrottbasierten Elektrostahlerzeugung ca. 75 % unter den Werten der LD-Hersteller. Daraus ergibt sich zukünftig eine Transformation hin zu der E-Stahlroute. Dies kann zu einer Verknappung der Rohstoffe (Schrott) führen. Darüber hinaus steigt der Bedarf an grünem Strom erheblich. Alternativen wie grüner Wasserstoff sind ebenfalls noch Zukunftsmusik. Zusammengefasst wird der Weg zu grünem Stahl noch viel Entwicklungszeit in Anspruch nehmen und lange dauern sowie hohe Investitionen erfordern. Deshalb ist es wichtig, dass politische Instrumente wie "Safeguard-Maßnahmen", die Einführung eines Lieferkettengesetzes sowie Grenzabgaben oder CO 2 -Steuern die Produktionsstandorte in Deutschland bzw. Europa vor hohen Importmengen schützen, eine Transformation der Stahlindustrie unterstützen und somit die Investitionsbereitschaft in die "Old Economy" absichern. Auch im 2. Corona-Jahr sind die Auswirkungen der Krise deutlich zu spüren. Zwar erholten sich die Märkte merklich und eine konjunkturelle Belebung war deutlich spürbar, dennoch bleiben Engpässe durch jahrelang gewachsene globale Lieferketten erhalten und führen zur weiteren Verzögerung der Erholung. Ein Beispiel hierfür ist die Halbleiterkrise in der Automobilindustrie, wo erst im 2. Halbjahr 2022 eine Entspannung erwartet wird. Hinsichtlich der Rohstoffsituation für die Elektrostahlwerke der Max Aicher Unternehmensgruppe ist Folgendes festzustellen: Im Durchschnitt sind die Preise für den bedeutendsten Rohstoff Stahlschrott im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Geschäftsjahr 2020 deutlich gestiegen. Der Schrottimport in die Türkei hat einen wesentlichen Einfluss auf die Schrottpreisentwicklung in Europa und weltweit. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Rekordmenge von ca. 26 Mio. t Schrott in die Türkei importiert. Dies entspricht einem Zuwachs von ca. 11,8 % gegenüber 2020. Von der importierten Menge stammen ca. 53 % aus der EU. Hier konnte ein Zuwachs von ca. 10 % gegenüber 2020 verbucht werden. Mit dem Jahreswechsel von 2020 auf 2021 stieg der Preis um 28 %. Der Höchstwert im Jahr 2021 war im Dezember erreicht. Bis dahin hatte sich der Januarpreis um weitere 32 % erhöht. Somit stieg der Preis aus Dezember 2020 in Höhe von 283,40 €/t auf 484,40 €/t im Dezember 2021. Die Preise für Stahlschrott erreichten im 1. Halbjahr 2021 einen Durchschnitt von 354 €/t. Der oben beschriebene Anstieg führte im 2. Halbjahr 2021 zu einem Durchschnittswert von 443 €/t. Die Sorte 2/8 BDSV wurde zu Beginn des Jahres 2021 mit einem Preis von 336 €/t gehandelt. Bis Jahresende 2021 stieg dieser Wert um ca. 35 % auf 455 €/t. Im Vergleich hierzu lag der Preis zum Jahresende 2020 bei 254 €/t. Zu den bedeutendsten Stahlunternehmen der Gruppe folgende Hinweise zu deren Entwicklung: 3.1.1 Lech-Stahlwerke GmbH (LSW) Das Geschäftsjahr 2021 wurde von LSW mit einer Gesamtversandmenge von 1.071.740 t abgeschlossen und liegt somit 12,2 % über dem Vorjahr (955.508 t). Das Niveau des Rekordjahres 2018 mit 1,132 Mio. t konnte nicht erreicht werden, der Trend stimmt aber wieder. Insbesondere der Sektor Qualitäts- und Baustahl war von der Coronapandemie stark betroffen und konnte sich im Verlauf 2021 wieder erholen. Die Versandmenge Qualitäts- und Baustahl lag bei 431.308 t, dies entspricht einer Erholung von 32,6 %. Der Betonstahlversand lag mit 349.513 t um 8,1 % unter dem Vorjahr, dennoch auf einem guten Niveau und sorgt somit zu einer Grundauslastung des Stahlwerks. Die Rohstranggussmengen für Lieferungen an SAH und RMH lagen mit 290.918 t deutlich über dem Vorjahresniveau (+16,4 %). Leider konnte sich die Automobilindustrie als wichtiger Abnehmer von Qualitätsstahl nach dem 1. Corona-Jahr nicht so stark erholen und blieb bei den Produktionsmengen deutlich hinter den Erwartungen zurück. Zum einen geschuldet durch die Engpässe in den Lieferketten zum anderen aber auch durch die Transformation in der Branche hin zum Elektroauto. Dennoch konnten die Planzahlen der LSW im Bereich Qualitätsstahl, entgegen dieser Entwicklung, erreicht werden. Dies gelang durch eine strategische Ausrichtung hin zu non-Automotive in der 2. Jahreshälfte 2021. Zusätzlich konnte durch die hybride Fahrweise der LSW eine Verschiebung im Produktmix realisiert werden und somit die Bereiche Qualitätsstahl, Betonstahl und Rohstrangguss ausgewogen bedient werden. Die LSW teilt ihre Geschäftsfelder in Qualitäts- und Baustahl sowie Betonstahl: a) Segment Qualitäts- und Baustahl Wichtigste Abnehmer sind die Automotive-Industrie und der Maschinen- und Anlagenbau. Dieses Segment erholte sich im Verlauf des Jahres 2021; die Budgetmengen von 410.000 t konnten mit 431.308 t deutlich übertroffen werden. Der Verlauf über das Jahr gesehen gestaltete sich dennoch volatil. So wurde der Absatzmarkt in Richtung Automotive hauptsächlich von Lieferengpässen geprägt. Ein wesentlicher Treiber hierzu war die geringe Verfügbarkeit von Halbleitern. Die Folgen hieraus waren in den Medien gut zu verfolgen und führten zu relevanten Produktionskürzungen bei den OEM und somit auch in der Zulieferindustrie. Die daraus resultierende Kurzarbeitswelle führt bis dato zu erheblichen Verschiebungen der Abrufe. Dieser Zustand hält bis heute an. Zudem kam erschwerend hinzu, dass im Jahresverlauf auf dem Frachtmarkt der Laderaum knapp wurde. Bis heute hat sich diese Lage nicht entspannt. Der Auftragsbestand war im gesamten Jahresverlauf auf einem hohen Niveau und wurde nicht bzw. nur gering seitens der Abnehmer angepasst. Um das Bestandniveau dennoch niedrig zu halten, hat die LSW hier eingegriffen und Produktionsmengen gekürzt. Dennoch bleibt der Back Lock bestehen und es ist damit zu rechnen, dass die Produktionsmengen über die Zeit aufgeholt werden. Den Maschinen- und Anlagenbauern als weiterer wichtiger Kundenkreis dieses Segments ist im vergangenen Jahr eine außerordentlich starke Aufholjagd gelungen. War das 1. Corona-Jahr 2020 noch geprägt von deutlichen Rückgängen der Bestellungen, so konnten die Orderbücher im Jahr 2021 wieder kräftig gefüllt werden. Insgesamt verbuchten die Maschinenbauer aus Deutschland einen Auftragszuwachs von real 32 % im Vergleich zum Vorjahr, wobei die Inlandsbestellungen um 18 % und die Auslandsbestellungen um 39 % zulegten. Preisbereinigt übertraf der Auftragseingang sogar das hohe Niveau des konjunkturell guten Jahres 2018 um 7 %. b) Segment Betonstahl Die große Unsicherheit über die Beschäftigung der Bauindustrie im 2. Jahr der Pandemie war zu Beginn des Jahres 2021 deutlich zu spüren. Durch Engpässe in der Belieferung von notwendigen Bauprodukten, wie z.B. Holz, Dämmstoffe und diverse Kunststoffprodukte, war zumindest in Frage gestellt, wie sich das auf den Bedarf von Baustahl in 2021 auswirken könnte. Nach dem 1. Quartal 2021 kristallisierte sich heraus, dass sich die Baubranche, ähnlich wie im 1. Jahr der Pandemie, trotz gewisser Lieferengpässe, stabil entwickelt. Die stabile Nachfrage und fehlende Importmengen auf Grund anhaltender Importbeschränkungen führte in fast allen Bereichen der Baumaterialwirtschaft zu Preiserhöhungen. Die seit Februar 2021 anziehenden Konditionen für die Bauleistungen waren damit überwiegend auf die Preissteigerungen der Baumaterialien zurückzuführen. Während einerseits die Nachfrage nach Bauleistung im Jahresverlauf 2021 wieder Auftrieb hatte, wurde andererseits durch die Problematik im Bereich der Materialbeschaffung die Abarbeitung der hohen Auftragsbestände gebremst. 3.1.2 Stahlwerk Annahütte Max Aicher GmbH & Co. KG (SAH) Die Vertriebsbereiche der Annahütte teilen sich grob in die Bereiche Stabstahl und Gewindestahl. Die SAH produziert in ihrem Walzwerk ca. zweihundertzehntausend Tonnen gewalzte Langprodukte für diese beiden Bereiche. Es ergaben sich folgende Entwicklungen: a) Bereich Stabstahl Die Produkte des Stabstahls sind rundgewalzte Edelbaustähle, die in den Ausführungen gewalzt, gestrahlt, geschält und geschliffen in diversen Wärmebehandlungszuständen und Stahlgüten im Abmessungsbereich 12 - 40 mm bzw. 10 - 39 mm in verschiedenen Längen produziert und konfektioniert werden. Die SAH ist ein Walzwerk und bezieht das Vormaterial für die Edelbaustahlproduktion hauptsächlich von dem Schwesterunternehmen LSW und von voestalpine Stahl Donawitz, welche auf Eisenerzbasis und Koks (Hochofen) Stahl herstellen. Mit der LSW hat man einen Vormateriallieferanten innerhalb der Unternehmensgruppe, der eine äußerst hohe Lieferperformance hinsichtlich Belieferung der SAH mit Vormaterial und guter Qualität aufweist. Zudem bietet die LSW ein großes Spektrum von Stahlgüten an, welche für Kunden nach deren Wunschanalyse modifiziert und produziert werden. In enger Zusammenarbeit mit LSW werden u.a. auch Lösungen zur Gewichtsreduzierung von Bauteilen erarbeitet und dem Kunden angeboten. Vor allem durch die immer mehr in den Focus rückende CO 2 -Reduzierung in der gesamten Lieferkette bis hin zur Pkw- und Lkw-Industrie, können Ziele durch optimierte Analysen oder einer geänderten Geometrie von Bauteilen begleitet werden. Zudem ist der CO 2 - Ausstoß bei der Stahlerzeugung mittels Elektrolichtbogenofen bei LSW gegenüber der Hochofenbasis um ein Vielfaches geringer. Im Jahr 2021 wurde eine Versandmenge im Bereich Stabstahl von 143.541 Tonnen erreicht. Es konnte zwar gegenüber dem stark durch Corona beeinflussten Jahr 2020 eine Mehrmenge von ca. 23.000 Tonnen erzielt werden, jedoch liegen die Absatzzahlen 2021 unter den Vorkrisenjahren. Ursache waren die anhaltende pandemische Lage, fehlende Halbleiter und weitere Knappheiten bei Vorprodukten und Rohstoffen in der Automobilindustrie. Die Versandmenge teilt sich in 134.285 Eigenmaterial (ca. + 24 % gegenüber 2020), davon 90.051 Tonnen Schwarzmaterial, 44.234 Tonnen Blankmaterial und 9.256 Tonnen Lohnmaterial auf. Die ersten drei Monate waren mit einem Anteil von 28,6 % der Versandmenge Eigenmaterial das stärkste Quartal im Gesamtjahr 2021. Gefolgt vom zweiten Quartal mit 25,4 %, dem dritten Quartal mit 23,2 % und 22,8 % im vierten Quartal. Ab dem dritten Quartal war das Jahr geprägt von Produktionsausfällen ihrer Kunden, vor allem der OEM´s. So mussten in der gesamten Lieferkette aufgrund der Pandemie und fehlenden Halbleitern Produktionsschichten ausfallen und diese durch Kurzarbeit abgefedert werden. Dies hatte Auswirkungen auf die Abnahme der Fertigmengen bei SAH. Viele Buchungen mussten verschoben und auch teilweise storniert werden. Bei SAH wurde flexibel mit Kurzarbeit in verschiedenen Bereichen in den Monaten September bis November reagiert. In 2021 wurde im Bereich Stabstahl eine durchschnittliche Liefertreue von ca. 98 % erzielt. Dadurch konnte auch in einem schwierigen Lieferjahr die Bindung der Stammkunden mit einem Anteil von über 80 % und die von Neukunden gefestigt werden. Im Stabstahlbereich lag der Lieferanteil in 2021 für Deutschland bei ca. 61,2 % (Vorjahr 64,3 %), in die EU bei ca. 14,0 % (Vorjahr 16,4 %) und in Drittländer bei ca. 24,8 % (Vorjahr 19,3 %). Die gestiegene Menge Richtung Drittländer lässt sich auf die gute Abnahme eines Kunden in der Ölförderindustrie mit einem Fertigungsstandort in Mexico zurückführen. Der größte und wichtigste Absatzmarkt war auch in 2021 die Automobil- und Zulieferindustrie, mit einem Lieferanteil im Stabstahlbereich von ca. 77 % der Menge. Neben der Direktbelieferung von Volkswagen als einzigen OEM werden überwiegend Tier-1, Tier-2 und Tier-3 Supplier wie Schmieden, Kalt-/Warmumformer, Drehereien und Stabilisatorenhersteller beliefert. Größtenteils werden die Preisvereinbarungen mit Kunden für ein Kalenderjahr, aber auch für ein Halbjahr oder ein Quartal abgeschlossen. Aufgrund der drastisch gestiegenen Energiekosten ab September 2021 mussten diese mit Anpassung der Jahrespreise für 2022 an die Kunden weitergegeben werden. Die notwendige Preiserhöhung konnte flächendeckend umgesetzt werden. Anhand der Kundenbedarfe wird für 2022 mit einer Versandmenge in 2022 an Eigenmaterial von 131.500 Tonnen geplant (- 2 % gegenüber Ist - Menge 2021), aufgeteilt in 84.500 Tonnen Schwarzmaterial und 47.000 Tonnen Blankmaterial. Das geringfügige Minus lässt sich mit der angekündigten Preissteigerung für 2022 und der damit verbundenen erhöhten Mengenabnahme in den Monaten November/Dezember 2021 begründen. Basierend auf Meldungen einer verbesserten Verfügbarkeit von Halbleitern in der zweiten Jahreshälfte 2022, wird das erste Halbjahr 2022 mit einem Versand von 60.490 Tonnen (46 %) und das zweite Halbjahr 2022 mit 71.010 Tonnen (54 %) geplant. Zudem wird eine Menge von 8.000 Tonnen Lohnmaterial erwartet. b) Bereich Gewindestahl Das Jahr 2021 war weiterhin durch die Coronapandemie geprägt. Die für diesen Bereich wichtige Bauindustrie ist aber im Vergleich zu anderen Industrien auch in 2021 relativ gut durch diese Zeit gekommen. Für das Jahr 2021 wurde mit einer Versandmenge von 62.000 Tonnen geplant und die tatsächliche Versandmenge lag mit 63.224 Tonnen 2 % über der Planmenge und plus 4,9 % über der Versandmenge von 2020. Auf der Rohstoffseite war die Lage hinsichtlich der Preisentwicklung leider nicht so entspannt wie im Jahr 2020. Zwar hat sich beim Legierungselement Vanadium, welches für den Bereich Gewindestahl von Bedeutung ist, wenig an der Preissituation getan. Im Januar 2021 lag der Vanadiumpreis gelistet an der LME (London Metall Exchange) bei 25,40 USD/kg, der höchste Wert des Jahres lag bei 43,50 USD/kg und zum Ende 2021 bei 32,80 USD/kg. Die Schrottpreisentwicklung für Sorte E2/8 lt. BDSV lag in 2021 bei einem Durchschnittswert von 398,50 €/t, das sind 184,18 €/t mehr als im Vergleich zum Durchschnitt von 2020 (Schrott Sorte 2/8: Januar 2021 335,80 €/t und Dezember 2021 455,00 €/t). 3.1.3 Lech-Stahl Veredelung GmbH (LSVG) Das Produktspektrum der LSVG mit ihren Standorten in Oberndorf, Landsberg am Lech und Meitingen ist von einer hohen Wertschöpfungstiefe gekennzeichnet. Nach dem pandemiebedingten Wirtschaftseinbruch in 2020 ist das Geschäftsvolumen der LSVG in 2021 wiederum deutlich angestiegen. Insbesondere das erste Quartal war von guten Absatz- und Produktionsmengen gezeichnet, die im weiteren Jahresverlauf allerdings abflachten. Insgesamt konnte die Versandleistung um 14 % gegenüber dem Vorjahr auf 111.416 t gesteigert werden. Sie verblieb aufgrund des schlechteren zweiten Halbjahres allerdings noch unter dem Niveau vor der Pandemie. Das im Vorjahr überproportional gesunkene Lohngeschäft holte mit einem Anstieg von 24 % wiederum stärker auf als das Eigengeschäft. Der Eigengeschäftsanteil betrug 86 % (Vorjahr 87 %). Das gleiche Bild zeichnet sich bei Betrachtung der Schälmenge. Diese stieg im Vorjahresvergleich um 17 % auf 101.033 t an, wobei auch hier die Lohnschälmenge stärker anstieg als das Eigengeschäft. Obwohl die Menge an induktiv vergütetem Stabstahl im Vorjahr deutlich weniger drastisch zurückgegangen war, konnte dieser Bereich eine Steigerung um 24 % auf 45.014 t verzeichnen. Diese Leistung repräsentiert den zweitbesten Wert in diesem Bereich nach dem "Boom"-Jahr 2018. Konventionell wärmebehandelte Produkte stagnierten dafür auf dem Niveau von 2020. 3.1.4 Ózdi Acélmüvek Kft. (OAM) Das zweite Jahr der Coronapandemie hatte wie in allen Ländern auch Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Ungarn. Im Jahr 2021 betrug das Wachstum des realen Bruttoinlandsprodukts 7,1 % gegenüber dem Vorjahr. Für das Jahr 2022 wird seitens der ungarischen Regierung ein Wirtschaftswachstum von rd. 5,9 % erwartet. Mit einer Gesamtrohstrangproduktion von 317.383 t wurde das Vorjahresvolumen (318.530 t) der OAM um 1.147 t unterschritten. OAM bestätigte aber trotz dieses Umfelds den positiven Trend und erzielte erneut in 2021, wie in Vorjahren, einen positiven EBT von rd. € 35,6 Mio. (2020 rd. € 9,5 Mio.). Für 2022 geht die Geschäftsführung von OAM von einer Rohstrangproduktion von rd. 375.000 t und von einer wiederum deutlich positiven Ertragslage aus. Die OAM hat bereits Ende 2017 von der Voestalpine Stahl Donawitz GmbH eine Drahtstraße zur Herstellung von Walzdraht erworben. Die Demontage wurde im Juli 2018 abgeschlossen und anschließend mit der anspruchsvollen Montage, dem nötigen Werksumbau und der Erweiterung der Infrastruktur in Ozd begonnen. Im Dezember 2020 wurden die ersten Testläufe gestartet, im Februar 2021 wurden weitere Probewalzungen auf der neuen Drahtstraße erfolgreich durchgeführt und im Mai 2021 konnte die Anlage erfolgreich in Betrieb genommen werden. Damit wurde das Produktspektrum der OAM erweitert, was weitere Absatzchancen eröffnet. In 2019 hatte der ungarische Staat, vertreten durch das Ministerium für Innovation und Technologie in Budapest, 20% der Anteile an der Ozdi Acelmüvek Kft. erworben. Diese Anteile wurden inzwischen an eine universitätsnahe Stiftung in Miskolc (Ungarn) übertragen. 3.1.5 Zelezarny-Annahütte spol. s.r.o. (ZAP) Zelezarny-Annahütte spol. s.r.o. erzeugt geschweißte Baustahlmatten, gerippten Draht sowie dünne Stäbe und versorgt mit diesen Produkten den tschechisch-/slowakischen und teilweise den österreichischen Markt. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Umsatz von € 114,6 Mio. (i.Vj. € 70,2 Mio.). Insgesamt wurden in 2021 ca. 138.200 Tonnen Draht und Matten (i.Vj. ca. 138.500 Tonnen) produziert, davon wurden ca. 70.100 Tonnen an Matten (i.Vj. ca. 79.800 Tonnen) und ca. 70.000 Tonnen an Draht und Stäben (i.Vj. ca. 67.200 Tonnen) versandt. ZAP erzielte in 2021 einen EBT von € 12,4 Mio. (i.Vj. € 1,7 Mio.). Für das Jahr 2022 geht die ZAP aktuell von einer Produktions- und Versandmenge von 130.000 Tonnen aus. 3.1.6 Max Aicher (North America) Ltd. (MANA Ltd.)/ Max Aicher (North America) Realty Inc. (MANA Inc.)/ Max Aicher (North America) Bloom Mill Realty Inc. (Bloom Mill) MANA produziert in seinem Walzwerk u.a. Stähle für die Automobil-, Eisenbahn-, Bergwerks-, Bau- und Energieindustrie. Das Walzwerk "Bar Mill" ist mit einem modernen 140-Tonnen/Stunde Hubbalkenofen, 18 automatischen computergesteuerten Walzgerüsten, mit einem Linienprofil-Lasermessgerät und mit einem sogenannten Oberflächenfehler-Erkennungs-System ausgestattet. Mit einer Gesamtproduktion von 98.644 t lag die Produktion in 2021 mit 1.465 t (+ 1,5 %) über der Vorjahresproduktion von 97.179 t, aber - pandemiebedingt - unter der für 2021 geplanten Menge von rd. 131.500 t. MANA Ltd. erzielte in 2021 einen negativen EBT von € 4,9 Mio. (i.Vj. ./. € 4,8 Mio.). Nach einem strengen Wintereinbruch im Frühjahr 2022 mit einem schwächeren ersten Quartal arbeitet die MANA im zweiten Quartal positiv und geht für 2022 von einem ausgeglichenen bis leicht positiven Ergebnis aus. Treiber hinter dieser Entwicklung ist der eingeleitete Shift hin zu höhermargigen Produkten im Draht- und Gewindestahlbereich. Das zweite, bereits von den Vorbesitzern stillgelegte und als Vorrat erworbene Walzwerk "Bloom Mill" wird bis auf weiteres nicht in Betrieb genommen. Die freien Flächen werden vermietet bzw. zur Vermietung angeboten. 3.2 Bereich Umwelt Folgende wesentliche Unternehmen sind dem Bereich Umwelt zuzuordnen und aktiv:
Generelles zum Bereich Umwelt: Stahlschrott ist der wichtigste Rohstoff für die Stahlerzeugung in Elektrostahlwerken und damit auch einer der wesentlichsten Kostenfaktoren. Nach einsatzgerechter Aufbereitung wird durch Recycling die uneingeschränkte Wiederverwendbarkeit des Werkstoffes Stahl erreicht. Diese Tatsache ist die Hauptgrundlage für die Aktivitäten im Bereich Umwelt. Die Entwicklung des Schrottpreises, welcher den wesentlichen Faktor für die Ertragsentwicklung im Bereich darstellt, zeigt nachfolgende Grafik. Sie verdeutlicht die Volatilität des Schrottpreises und damit die Ertragsschwankungen in diesem Bereich: Schrottpreisentwicklung von 2010 - 2021 Sorte II / Ruhr Abbildung: Schrottpreisentwicklung 2010-2021 Sorte II/Ruhr
3.2.1 Max Aicher Recycling GmbH (MAR) Im Jahr 2021 erhöhten sich die umgeschlagenen Tonnagen (inkl. Dienstleistungen) der MAR von 395.997 Tonnen auf insgesamt 443.849 Tonnen, davon wurden knapp 80 % an die LSW geliefert. Hier zeigte sich erneut, dass die MAR einen wesentlichen Teil der Schrottversorgung der LSW sicherstellt und somit deren größter Einzellieferant ist. MAR ist das erste Unternehmen der Wertschöpfungskette und somit ein wesentlicher Baustein der vertikal integrierten Unternehmensstruktur. Durch den mengenmäßigen Zugang von rd. 12 % sowie dem sehr stark gestiegenen Schrottpreis erhöhten sich die Umsatzerlöse um rd. 88 % auf T€ 164.771 (Vorjahr T€ 87.745). Beim Scherenschrott verzeichnete man zwar mit einer Versandmenge von 88.075 Tonnen (Vorjahr 93.341 Tonnen) einen leichten Rückgang, allerdings konnten alle anderen Geschäftsfelder zulegen. Bei den Handelswaren (Lagergeschäft) um rd. 13% auf 87.406 Tonnen (Vorjahr 77.082 Tonnen), beim Shredderschrott um rd. 30% auf 44.515 Tonnen (Vorjahr 34.359 Tonnen) und beim Streckengeschäft um rd. 19% auf 174.775 gehandelten Tonnen (Vorjahr 147.288 Tonnen). Die MAR erzielte in 2021 einen positiven EBT € 6,6 Mio. (Vorjahr ./. € 3,2 Mio.). 3.2.2 Max Aicher Umwelt GmbH (MAU) Die Max Aicher Umwelt GmbH (MAU) war -wie die Jahre zuvor- im Geschäftsjahr 2021 mit zwei Geschäftsfeldern vertreten - dem Bereich Schlackenaufbereitung und -vermarktung von Nebenprodukten der Lech-Stahlwerke GmbH, u.a. der Elektroofenschlacke (EOS) und dem Bereich Reststoffverwertung (Aschen, Filterstäube, etc.). Im Bereich Reststoffverwertung handelt und makelt die MAU als Dienstleister Reststoffe aus verschiedenen industriellen Prozessen mit dem Schwerpunkt mineralisch-anorganische Stäube. Als treuhänderischer Mitgesellschafter der DEUSA International GmbH (die mit ihrer Niederlassung Nordhäuser Entsorgungsbetreibergesellschaft mbH (NDHE) die Bergwerke Bleicherode und Sollstedt betreibt), welche zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit und zur Verhinderung gemeinschädigender Einwirkungen Bergversatz in die verbliebenen offenen Hohlräume der ehemaligen Bergwerke Bleicherode und Sollstedt einbringt, ist MAU für die Akquise von Versatzstoffen verantwortlich. In diesem Bereich gehört die Max Aicher Umwelt GmbH auf dem bayrischen und mitteldeutschen (Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt) Markt zu den Marktführern. Darüber hinaus wird von der NDHE die Kalirückstandshalde des Kaliwerkes Bleicherode rekultiviert. Der dafür notwendige wasserspeichernde Dreischichtaufbau wird mit Hilfe von mineralischen Reststoffen realisiert, deren Zulieferung z.T. von dem Bereich Reststoffverwertung der MAU geleistet wird. Im Bereich Schlackenaufbereitung und -vermarktung betreibt die MAU in Meitingen u.a. eine Anlage zur Aufbereitung der EOS (Elektroofenschlacke) der Lech-Stahlwerke GmbH (LSW). Die hier aufbereiteten Baustoffe werden qualitätssortiert vertrieben. Von den 196Tto in 2021 von der LSW übernommenen Menge an EOS-Vormaterial konnte die gesamte Menge vermarktet bzw. verwertet werden. Darüber hinaus wurde in 2021 zusätzlich eine Menge an EOS von rd. 5Tto Lagerbestand abgebaut. Die MAU erwirtschaftete in 2021 einen Umsatz von € 19,9 Mio. (i.Vj. € 29,1 Mio.). Die MAU erzielte in 2021 einen negativen EBT € 1,4 Mio. (Vorjahr + € 2,4 Mio.). 3.2.3 UD-Stahl Recycling Kft. (UDS) Das Aufgabengebiet der UDS gliedert sich in die Geschäftsbereiche Schrottaufbereitung und Schrotthandel, verteilt auf sechzehn Standorte in Ungarn. Hauptabnehmer ist die ÒAM Ózdi Acélmüvek Kft. Die gesamte Schrottumschlagsmenge betrug im Jahr 2021 172.239 t (Vorjahr: 157.981 t). UDS erzielte in 2021 einen Gesamtumsatz von T€ 59.983 (Vorjahr: T€ 35.318). In 2021 wurde ein positives Ergebnis von T€ 1.532 (Vorjahr: T€ 144) und ein EBT von T€ 1.924 erzielt. 3.2.4 Femker Kft. (FEMKER) Das Aufgabengebiet der Femker gliedert sich in die Geschäftsbereiche Schrottaufbereitung und Schrotthandel, verteilt auf sieben Standorte in Ungarn. Hauptabnehmer für den Schrott ist die ÒAM Ózdi Acélmüvek Kft. Die gesamte Schrottumschlagsmenge betrug im Jahr 2021 97.489 t (Vorjahr 95.921 t). Femker erzielte in 2021 einen Gesamtumsatz von T€ 41.988 (Vorjahr T€ 28.153) und einen Jahresüberschuss von T€ 1.079 (im Vorjahr Jahresfehlbetrag T€ 1.856). In 2021 wurde ein EBT von € 1,4 Mio. erzielt. 3.3 Bereich Bau: Die Aktivitäten im Baubereich werden im Wesentlichen durch die Max Aicher Bau GmbH & Co. KG (MAB) ausgeübt. Die Bautätigkeit der MAB umfasste im Jahr 2021: • Brücken- und Ingenieurbau Die MAB ist von der Deutschen Bahn offiziell "präqualifiziert" und ist neben wenigen weiteren Bauunternehmen in Bayern berechtigt, anspruchsvolle Eisenbahnübergänge zu realisieren. Im Jahr 2021 gab es laufende Bauvorhaben mit der Deutschen Bahn. Es wurden auch 2021 wieder Brückenbauten in unmittelbarer Nähe des Betriebssitzes akquiriert und mit deren Ausführungen begonnen. Zum Teil hat sich die MAB als ARGE-Partner an größeren Bauvorhaben beteiligt. • Intercompany-Bereich Die positive Entwicklung der letzten Jahre in der Stahlbranche zog größere Investitionen nach sich. So realisierte die Baufirma bei der Lech-Stahlwerke GmbH und dem Stahlwerk Annahütte diverse Hoch- und Tiefbauten. Für ein verbundenes Unternehmen wurde der Rohbau für eine Wohnanlage in Freilassing (Sonnenfeld) errichtet. Die MAB hat ihre Bauleistung nach der Fokussierung auf die Bereiche Brückenbau und gruppeninterne Aufträge in 2021 von € 29,1 Mio. um € 3,3 Mio. auf € 25,8 Mio. verringert. Das Betriebsergebnis war in 2021 wiederum positiv (T€ 1.623; i.Vj. T€ 6.758). In 2021 wurde ein EBT von € 3,1 Mio. erzielt (2020: € 7,0 Mio.). 3.4 Bereich Immobilien: In 2021 wurden verschiedene Grundstücke und Gebäude u.a. im Landkreis Berchtesgadener Land, Traunstein und Augsburg mit Anschaffungskosten in Höhe von insgesamt rd. € 10,7 Mio. erworben. Immobilien zum Buchwert von rd. € 2,8 Mio. wurden abgegeben. 4. Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 4.1 Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich in 2021 von T€ 996.160 um T€ 120.268 (+ 12 %) auf T€ 1.116.428 erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit T€ 10.613 bilanziert (01.01.2021 T€ 12.710). Die Sachanlagen beliefen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 530.181 und lagen mit T€ 8.948 über dem Vorjahr (T€ 521.233). Die Finanzanlagen reduzierten sich zum Bilanzstichtag von T€ 80.019 um T€ 7.700 auf T€ 72.319. Das Anlagevermögen summierte zum Bilanzstichtag auf T€ 613.114 (01.01.2021 T€ 613.962), das entspricht rd. 55% der Bilanzsumme (01.01.2021 62%). Das Umlaufvermögen hat zum Bilanzstichtag T€ 502.533 betragen (01.01.2021 T€ 381.499) und lag damit um T€ 121.034 deutlich über dem Vorjahr. Die Vorräte betrugen T€ 309.803 (01.01.2021 T€ 208.583) und die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beliefen sich auf T€ 156.587 (01.01.2021 125.701). Die Liquidität am Stichtag betrug T€ 36.143 (01.01.2021 47.215). Das Eigenkapital der Unternehmensgruppe lag zum Bilanzstichtag bei T€ 237.444, das entspricht einer Eigenkapitalquote von rd. 21% (01.01.2021 20%). Die Rückstellungen betrugen zum Bilanzstichtag T€ 163.326 (01.01.2021 160.331). An Verbindlichkeiten wurden zum Bilanzstichtag T€ 694.606 (01.01.2021 T€ 622.809). Die Bankverbindlichkeiten reduzierten sich um T€ 10.843 auf T€ 325.028; ihr Anteil am Gesamtkapital beträgt 29 %. Die Netto-Bankverschuldung (Flüssige Mittel ./. Bankschulden) hat sich von T€ 288.656 Mio. auf T€ 288.885 leicht erhöht. 4.2 Finanzlage Der im Rahmen der Kapitalflussrechnung dargestellte "langfristige Überschuss aus laufender Geschäftstätigkeit" der Unternehmensgruppe errechnet sich mit T€ 103.355 und zeigt eine positive Finanzkraft des Konzerns. Das working capital errechnet sich mit T€ 64.882 (01.01.2021 ./. T€ 23.776) und hat sich zum Jahresanfang um T€ 88.658 wesentlich verbessert. Die working capital ratio beträgt 225 % (01.01.2021 220 %). Zu Vereinbarungen mit den finanzierenden Banken vgl. Ziffer 6. 4.3 Ertragslage In 2021 wurden Umsatzerlöse von T€ 1.544.145 erzielt. Von den Umsatzerlösen werden T€ 447.741 (29%) von den ausländischen Gruppenunternehmen getätigt. Im Berichtszeitraum waren Deutschland und die restlichen EU-Länder die wichtigsten Einzelmärkte der Gruppe. Der Personalaufwand betrug im Berichtsjahr T€ 165.302. Von den insgesamt 3.271 (Jahresdurchschnitt) Mitarbeitern waren 1.119 bei ausländischen und 2.152 bei inländischen Gruppenunternehmen beschäftigt. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im Berichtsjahr auf T€ 150.355. Die umsatzabhängigen Vertriebsaufwendungen, wie Fracht- und Verpackungskosten, beliefen sich auf T€ 25.679, Betriebsaufwendungen auf T€ 67.685, Verwaltungsaufwendungen auf T€ 33.161 und übrige Aufwendungen auf T€ 23.830. Das Ergebnis vor Steuern beträgt T€ 58.784. Es wird in 2021 ein Jahresüberschuss von T€ 49.589 ausgewiesen. Die Ergebnisrechnung enthält ferner außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen von T€ 2.415. Auf nicht planmäßig verwertbare Maschinen im Vorratsvermögen (i.W. Elektrodenproduktionsmaschinen) wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 5 vorgenommen. Der Aufwandsüberhang beim Finanzergebnis lt. Gewinn- und Verlustrechnung liegt in 2021 durch die Aufnahme weiterer Bankkredite und Abschreibungen auf Finanzanlagen bei T€ 20.399. 5. Personal Der Max Aicher Stahl AG-Konzern beschäftigte im Jahr 2021 3.271 Mitarbeiter (ohne Leiharbeiter und Auszubildende). Der Personalstand hat sich damit um 1,2 % gegenüber dem Vorjahr erhöht (2020: 3.233). Im Angestelltenbereich waren durchschnittlich 958 Mitarbeiter tätig (2020: 963), im gewerblichen Bereich waren es durchschnittlich 2.259 Mitarbeiter (2020: 2.260), 54 Mitarbeiter waren 2021 in Teilzeit beschäftigt (2020: 10). Im Berichtsjahr waren durchschnittlich 107 (2020: 113) Frauen und Männer in einem Ausbildungsverhältnis. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 3,3 %. Durch die bedarfsgerechte Ausbildung sichert sich die Unternehmensgruppe aktuelles Know-how und damit qualifizierten Nachwuchs. Die Stammbelegschaft wird durch gezielte Schulung und Fortbildung gefördert sowie auf aktuellem fachlichem Niveau gehalten. Das Aus- und Fortbildungskonzept wird regelmäßig geprüft und den Bedarfen der Unternehmensgruppe angepasst. Durch die konsequente Fortführung und fortlaufende Anpassung des betrieblichen Hygienekonzeptes konnte die Zahl der Corona-Infektionen in der Belegschaft im Konzern auf einem sehr geringen Niveau gehalten werden. 6. Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gruppe fokussieren sich auf die Bereiche Energieeinsparung, Emissionsbegrenzung, Qualitätssicherung und Schlackenentsorgung. Ansporn hierzu sind die absehbar weiter steigenden Energiepreise, die laufende Verschärfung der Umweltvorschriften und stetig steigende Qualitätsanforderungen unserer Kunden, deren Erfüllung höchste Priorität beigemessen wird. Im Bereich Energieeinsparung werden laufend Entwicklungsprojekte durchgeführt, deren Ziel die Einsparung von Strom (für Elektroöfen) und Gas (für Walzöfen) ist. Die Fortentwicklung von Rauchgasreinigungs- und Filteranlagen sowie Lärmschutzmaßnahmen zur Emissionsbegrenzung sind ein weiterer Schwerpunkt. Die Entsorgung von Elektroofenschlacke sowie deren Einsatz als Wertstoff wird zudem in vielfältiger Weise erforscht. Im Bereich Gewindestahl erweitern sich die Einsatzmöglichkeiten laufend. Dies erfordert höchste Qualitätsanforderungen, denen wir uns durch permanente Produktweiterentwicklungen stellen. 7. Risikomanagement und Risikobericht Die Risikosteuerung erfolgt im Rahmen des Konzerns überwiegend durch die Max Aicher GmbH & Co. KG (MAF). Diese ist für die Kontrolle und Gruppensteuerung verantwortlich. Die Geschäftsführung hat mittels Kennzahlen eine systematische Risikoüberwachung geschaffen. Zur Stärkung des Bereichs "Controlling" wurden in 2021 und 2022 zusätzliche Kapazitäten durch Personalaufbau geschaffen, neue Systeme implementiert sowie interne Prozessabläufe optimiert. Durch dieses Risikomanagementsystem wird die Aufdeckung von Risikopositionen, deren Optimierung sowie die Wahrnehmung von Chancen unterstützt. Dem operativen Management der Tochterunternehmen obliegt dabei die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Steuerung und Kommunikation der Risiken. Im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung berichten die Tochterunternehmen über den Eintritt, den Status und wesentliche Veränderungen bedeutender Risiken. Zu der Risikoberichterstattung gehört auch, dass die Geschäftsführer der Tochterunternehmen in einem monatlich stattfindenden Führungskreis über die aktuelle Risikolage informieren. Darüber hinaus werden kurzfristig auftretende Risiken und Risiken mit wesentlicher Ausstrahlung auf die Gruppe bei Eilbedürftigkeit unabhängig von den üblichen Kommunikationswegen direkt an die zuständigen Stellen der Max Aicher GmbH & Co. KG übermittelt. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse dienen zur weiteren Verbesserung der Früherkennung und Steuerung von Risiken. Aufgrund ihrer Holdingfunktion und den Beteiligungen an den Stahlwerken als wesentlichste Vermögensbestandteile der MAF ist die Entwicklung dieser Branche und deren Risiko von hoher Bedeutung. Als Risiken im Stahlmarkt, der stark von globalen Konjunkturentwicklungen bestimmt wird und in dem der operative Schwerpunkt der Unternehmensgruppe liegt, sind anzuführen: Langfristig erwarten wir weiterhin eine hohe Stahlnachfrage sowie damit einhergehend eine Verknappung beziehungsweise Verteuerung der Rohstoffe. Dem Risiko auf der Beschaffungsseite wird insbesondere durch einen kontinuierlichen Ausbau der Rohstoffversorgung (Schrott) in der Max Aicher Unternehmensgruppe begegnet. Ausgehend von den gesamtwirtschaftlichen Veränderungen auf den internationalen Märkten ist die Entwicklung der Preise auf den Absatz- und Beschaffungsmärkten, der Frachtpreise, der Energiepreise und Währungskurse (vor allem USD-EUR) besonders bedeutend für den Geschäftsverlauf der Annahütte. Um die Auswirkungen der daraus resultierenden Geschäftsrisiken zu minimieren, werden die jeweiligen Trends beobachtet und fließen in die Risikoprognose mit ein. Derzeit ist die Annahütte unter anderem mit den Auswirkungen aus den Störungen der globalen Liefer- und Logistikketten, den anhaltenden Lieferengpässen bei Vorprodukten in der Industrie sowie der extremen Volatilität auf den Rohstoff- und Energiemärkten, einhergehend mit höheren Inflationsraten, konfrontiert. Zumindest auch in der ersten Hälfte des neuen Jahres 2022 erwarten wir Belastungen aus diesen Zusammenhängen, speziell die im 4. Quartal 2021 sprunghaft angestiegenen Energiepreise werden die Einsatzkosten auch in 2022 erheblich steigern. Da die gestiegenen Vormaterialpreise und Energiekosten zum Teil nicht in vollem Umfang oder nur zeitverzögert an die Kunden weitergegeben werden können, ergeben sich hier auf der Beschaffungsseite Risiken. Ein Risiko besteht auch durch die in den vergangenen Jahren in zahlreichen Industrieländern und in vielen Schwellenländer deutlich gestiegene Verschuldung. Die zahlreichen staatlichen Hilfsmaßnahmen, die zur Abschwächung der Pandemiefolgen initiiert wurden, könnten diese Entwicklung noch verstärken. Es existieren zudem zahlreiche geopolitische Unwägbarkeiten; so ist es zum Beispiel noch ungewiss, wie sich die bestehenden handelspolitischen Konflikte und die zahlreichen globalen Krisenherde, etwa in Afghanistan oder in der Ukraine, weiter entwickeln werden. Vor allem in der Ukraine hat sich die Lage dramatisch entwickelt. Die Folgen und Auswirkungen dieses Krieges sind noch nicht vorhersehbar, allerdings macht sich der Krieg schon in den Lieferketten der deutschen Autobranche bemerkbar. Auch andere Industrien werden von Lieferengpässen betroffen sein. Die Energiemärkte haben bereits heftig auf das Kriegsgeschehen in Europa reagiert. Die drohende Verknappung von Rohstoffen, speziell von russischen Gaslieferungen, lassen die Preise von Gas und Öl drastisch steigen. Zum Ende des Jahres 2021 rückte die Pandemie weltweit wieder stärker in den Fokus, da die neu aufgetretene Omikron-Mutation zu neuen Höchstzahlen bei Neuinfektionen führte. Nicht zuletzt aufgrund der verbesserten Impfquote sowie des mittlerweile vertrauten Umgangs mit den Schutzmaßnahmen verzichteten Europa und Nordamerika auf flächendeckende Lockdowns, wodurch die Wirtschaftsdynamik im Vergleich zu bisherigen Pandemiewellen weniger stark betroffen war. Auch im Jahr 2022 werden die Risiken und Unsicherheiten auf Grund der Unklarheit über den weiteren Verlauf der Coronapandemie hoch bleiben, insbesondere aufgrund neuer Virus-Mutationen, auch hinsichtlich der Entwicklung bei den Impfquoten sowie erneuten Lockdown-Maßnahmen und einer "neuen Normalität" nach der Pandemie. Um die Folgen der Coronapandemie abzufedern, wurden auch in 2021 Maßnahmen ergriffen, um die Infektionszahlen bei der MAF und in den Tochterunternehmen niedrig zu halten. Breit angelegte Testungen ermöglichten es, frühzeitig auf mögliche Infektionsherde reagieren zu können. Die MAF und ihre Tochterunternehmen sehen sich auch künftig für die anhaltend großen Herausforderungen hinsichtlich der Coronapandemie gut gerüstet. Risiken für das Wachstum der Max Aicher Gruppe sind Handels- sowie Exportbeschränkungen, besondere Überwachungsmaßnahmen, Embargomaßnahmen, weitreichende Wirtschaftssanktionen gegen bestimmte Länder, Unternehmen oder Organisationen sowie andere protektionistisch oder politisch motivierte Hemmnisse. Wettbewerbsverzerrung auf dem internationalen Stahlmarkt, massive und weiter steigende Überkapazitäten sowie dem damit verbundenen Importdruck in die EU ergeben branchenspezifische Risiken, denen sich die Max Aicher Gruppe nicht entziehen kann. Die Gefahr hoher Einfuhren an Stahlprodukten in die EU sind nach wie vor eine Bedrohung für die Stahlunternehmen in der EU. Zum Schutz des EU-Stahlmarktes vor den Einfuhren aus China und der Türkei aber auch vor Umlenkungsmaßnahmen von Stahlströmen im Zuge der US-Sonderzölle (Strafzölle) auf Stahl hat die EU-Kommission im Juli 2018 Schutzmaßnahmen (Safeguards) in Form von Zollkontingenten erlassen, welche im Juni 2021 in bestehender Form um weitere drei Jahre, das heißt bis Mitte 2024, verlängert wurden. Dies wurde auch nochmals in einer unilateralen Erklärung seitens der EU bestätigt, die im Rahmen der Einigung im Stahlstreit mit den USA Ende Oktober 2021 veröffentlicht wurde. In dieser erklärte die EU zudem, dass sie (im Einklang mit den WTO-Regeln) über eine Verlängerung über die erlaubte Gesamtlaufzeit von 8 Jahren nachdenkt. Somit sind drastische Einfuhranstiege im Zuge der konjunkturellen Erholung zunächst abgewendet. Die Einführung der 25 % Strafzölle auf Stahlimporte mittels Section 232 durch den ehemaligen US-Präsidenten Trump ab 01. Juli 2018 haben die Wettbewerbsfähigkeit unserer Tochterunternehmen in den USA auch 2021 zum Erliegen gebracht. Im Rahmen des G7-Gipfels in Rom Anfang November 2021 haben die EU und die USA eine Übereinkunft in Sachen Section-232 veröffentlicht. Statt der bestehenden Strafzölle werden produkt- und länderspezifische Zollkontingente für 54 Produktgruppen eingeführt, welche ab dem 01. Januar 2022 in Kraft traten. Die Zollkontingentmengen umfassen insgesamt 3,3 Mio. Tonnen, die den EU-Mitgliedsstaaten auf der Grundlage der traditionellen Einfuhrmengen aus den Jahren 2015 bis 2017 zugeteilt werden. Erst bei Überschreitung der Kontingentmengen wird ein Zoll in Höhe von 25 % fällig. Risiken bestehen weiterhin, da die Zollkontingentmengen, abhängig von der Entwicklung der US-Stahlnachfrage nach unten, jedoch auch nach oben angepasst werden können. Dies schafft weiterhin ein hohes Maß an Planungsunsicherheit. Außerdem fehlt bislang ein verbindlicher Plan für eine schrittweise Liberalisierung der Maßnahmen bis zu ihrer vollständigen Abschaffung. Weitere Risiken ergeben sich aus Versuchen von Importeuren, bestehende Handelsschutzmaßnahmen zu umgehen und sie damit unwirksam zu machen. Um derartigen Praktiken entgegenzuwirken, findet eine kontinuierliche Überwachung der Warenströme statt. Potenzielle Verstöße werden über den Europäischen Stahlverband Eurofer an die EU-Kommission und die EU-Korruptionsbekämpfungsbehörde OLAF weitergeleitet. Gegen Ende des Jahres 2021 hat die Planbarkeit in der Automobilindustrie wieder etwas zugenommen, aber nach wie vor scheint dort die Talsohle der Chipkrise noch nicht durchschritten zu sein. Für 2022 wird mit einer Erholung gerechnet, unter der Annahme der erfolgreichen Kontrolle des Infektionsgeschehens. Allerdings wird mit einer Rückkehr der Zulassungszahlen in Europa zum Niveau vor der Pandemie aufgrund der anhaltenden Chipknappheit frühestens in 2023 / 2024 gerechnet. Ein weiteres Risiko für den Bereich Stabstahl der Max Aicher Gruppe liegt in der politisch gewollten und über Subventionen geförderten Veränderung der Antriebstechnologie in Europa - weg vom Verbrennungsmotor (Benzin und Diesel) hin zu Elektrofahrzeugen (BEV = Battery Electric Vehicel). Die Automobilhersteller verfolgen diesen Wandel, um die CO 2 -Werte ihrer Fahrzeugflotte zu reduzieren. In Deutschland war bereits 2021 mehr als jeder vierte neu zugelassene Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet. Im Bereich Stabstahl werden nicht unerhebliche Mengen in die Antriebstechnologie des Verbrennungsmotors geliefert. Große zusätzliche Herausforderungen ergeben sich für die energieintensive Industrie im Allgemeinen, im Besonderen aber für die Stahlindustrie durch die Energiewende in Deutschland hin zu einem regenerativ dominierten Energiesystem. Die Stahlindustrie ist bei ihrer Transformation zudem auf jederzeit ausreichend verfügbare erneuerbare Strommengen zu wettbewerbsfähigen Preisen angewiesen. Massive Herausforderungen zeichneten sich 2021 auch in der Logistik ab, mangelnde Verfügbarkeit von Containern, speziell von Seefracht-Containern, fehlende Transportkapazitäten und steigende Transportkosten führten zu Beeinträchtigungen der weltweiten Lieferketten. Dies wird sich mittelfristig noch fortsetzen. Die Lech-Stahlwerke GmbH (LSW) ist von einem Verfahren des Bundeskartellamts (BKartA) wegen des Vorwurfs wettbewerbsbeschränkender Preisabsprachen bei der Festlegung von Preisen und Preisbestandteilen sowie des Austauschs wettbewerblich sensibler Informationen betroffen. Das Verfahren (sog. Edelstahl-Verfahren) richtet sich vornehmlich gegen Hersteller bzw. Weiterverarbeiter und Händler von Edelstahlprodukten. Zu den betroffenen Produkten gehören Stahl-Langerzeugnisse der Produktgruppe Edelstahl, Werkzeug- und Schnellarbeitsstahl sowie sog. RSH-Stahl (rost-, säure-, hitzebeständiger Stahl). Diese Edelstahlprodukte wurden üblicherweise nach dem Preismodell vertrieben, das sich im Wesentlichen aus einem sogenannten Basispreis und Zuschlägen für bestimmte Einsatzstoffe, insbesondere Schrott und Legierungen, zusammensetzt. Das BKartA hat in dem von ihm im Juli 2021 abgeschlossenen Edelstahl-Verfahren insgesamt gegen zehn Edelstahlunternehmen, zwei Branchenverbände und siebzehn verantwortliche Personen Geldbußen in Höhen von rd. € 355 Mio. wegen Absprachen über Preisbestandteile und des Austauschs wettbewerblich sensibler Informationen verhängt. Der LSW wurde Anfang des Jahres 2021 ein Bußgeldbescheid i.H. v. € 41,2 Mio. zuzüglich Verfahrenskosten von rd. € 0,1 Mio. durch das BKartA zugestellt. LSW hat gegen diesen Bußgeldbescheid vollumfänglich Einspruch eingelegt. LSW sieht weiter gute Argumente, um den Bescheid anzugreifen. Insbesondere ist der Vorwurf des BKartA unzutreffend, dass die Anwendung der Berechnungsmethode des Preismodells (Schrott- und Legierungszuschlag) durch die LSW auf eine Absprache mit Wettbewerbern zurückgehen würde. Dabei wurde in vielen Aspekten die individuelle Preisgestaltung und Rolle von LSW gegenüber Mitbewerbern nicht entsprechend gewürdigt. LSW hat bereits umfangreich schriftlich gegenüber den Vorwürfen des BKartA Stellung bezogen. Bislang ist das Verfahren noch nicht vom BKartA an das OLG Düsseldorf abgegeben worden. Sollte das geschehen, wird das Gericht über den Einspruch nach voller Prüfung auch der tatsächlichen Feststellungen entscheiden. Nach Aussage der Anwälte ist mit einer Verfahrensdauer zwischen 2 und 5 Jahren einschließlich einer möglichen Rechtsbeschwerde vor dem BGH zu rechnen. Die MAF hat sich verpflichtet, etwaige Belastungen der LSW aus diesem Kartellverfahren zu übernehmen. Es wurde eine entsprechende Rückstellung für einen eventuellen negativen Ausgang des Verfahrens in einer nach unserer Einschätzung ausreichenden Höhe gebildet. Ein negativer Ausgang würde zu einer entsprechenden finanziellen Belastung der MAF führen. Die ARGE Neuer Sorge Rositz hat in 1997 mit der Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen (LEG) einen Auftrag zur Entsorgung eines Teersees einer in 1992 stillgelegten Raffinerie in Rositz abgeschlossen. Mit den Hauptarbeiten wurde 1998 begonnen. Aufgrund technischer Probleme konnte der Auftrag nicht in der vorgegebenen Zeit und mit den vereinbarten Mengen abgewickelt werden, so dass die LEG den Auftrag nach diversen Nachverhandlungen am 28. August 2003 außerordentlich und mit sofortiger Wirkung kündigte. Es folgten Klagen und Gegenklagen mit diversen Gerichtsterminen. Aufgrund der mündlichen Verhandlung Ende 2015 erging im zweiten Rechtszug ein OLG-Gerichtsurteil zu einer vorgreiflichen Frage in einem Rechtsstreit, in dem der Kläger von der MAF und einem ihrer Beteiligungsunternehmen aus einem in 2003 außerordentlich gekündigtem Entsorgungsauftrag einen Betrag von rd. € 29,8 Mio. zzgl. Zinsen fordert und einklagt. In erster Instanz zu der OLG-Entscheidung hatte die MAF vor dem Landgericht noch gewonnen. Für die Forderung des Klägers wurde in 2015 in voller Höhe eine Rückstellung nebst Zinsen gebildet. Derzeit wird von unseren Mitarbeitern und externen Beratern die Berechtigung der Höhe dieser Forderung geprüft. Sollten die Vergleichsgespräche scheitern, wird der Rechtsstreit noch mehrere Jahre in Anspruch nehmen. Daher ist nach Einschätzung unserer Berater mit einem Liquiditätsabfluss aus dieser Klage frühestens in 2-3 Jahren zu rechnen. Die wirtschaftliche Situation der Max Aicher Unternehmensgruppe hat sich im Wesentlichen aufgrund der Coronapandemie im Geschäftsjahr 2020 und in Teilen 2021 verschlechtert. Auf Wunsch der finanzierenden Banken wurde vereinbart, eine gesamthafte Lösung anzustreben. Wesentliche Finanzierungsgeber wurden über die Situation informiert und ein Sanierungsgutachten (in Anlehnung an IDW S6) für die Unternehmensgruppe in Auftrag gegeben. Des Weiteren wurde ein Debt-Advisor zur Unterstützung mandatiert. Es wurde ein Standstill mit den Finanzierungspartnern der Industriesparte vereinbart (Darlehen, Kontokorrentverbindlichkeiten, Factoring und Warenkreditversicherer). Dieser Standstill lief bis zum 11.06.2021 und ist im Anschluss in eine Sanierungsvereinbarung überführt worden. Um die Verhandlungen mit den Banken zu vereinfachen, wurde ein Lenkungsausschuss ("SteerCo") der Banken gebildet. Das Sanierungsgutachten bestätigt, dass die Max Aicher Unternehmensgruppe ein gesundes Kerngeschäft aufweist und die Liquiditätskrise primär aufgrund von Corona und einzelnen Einmaleffekten entstanden ist. Der Bedarf an "Fresh-Money" wurde durch eine LfA-verbürgte Finanzierung gedeckt. Weiter wird die Unternehmensgruppe nachhaltig Kosten i.H. v. € 30 Mio. p.a. einsparen (KEP-Programm) und nicht betriebsnotwendige Assets zur Stärkung der Liquidität veräußern. Zusätzlich ist ein Standstill bis Ende 2023 bei den oben genannten Industrie-Finanzierern Bestandteil der Sanierungsvereinbarung. Voraussetzung hierfür ist die Umsetzung der vereinbarten Maßnahmen (u.a. KEP und Assetverkäufe). Der Umsetzungsstand wird regelmäßig von einer Unternehmensberatung überprüft. Mit Dr. Martin Kleinschmitt wurde auf Gruppenebene ein CRO als Managementunterstützung etabliert. Die Finanzierung des "Fresh-Money" Bedarfs wurde mit Verbürgung über die LfA durch ein Bankenkonsortium bereitgestellt. Das Bankenkonsortium besteht im Wesentlichen aus den Standstillbanken. Der Kreditnehmer ist die MAF, welche die Finanzmittel innerhalb der Gruppe weiterreichte. Im Rahmen der Strukturierung der Finanzierung wurde ein umfassendes Konzept inkl. Sicherheiten und Garanten vereinbart. Die Auszahlung des LfA-verbürgten Kredits in Höhe von € 35 Mio. erfolgte Anfang Juli 2021. Der Sanierungsberater Helbling bestätigte der Max Aicher Unternehmensgruppe im Sanierungsgutachten die Durchfinanzierung im Planungszeitraum bis Ende 2023. Der Fokus im Geschäftsjahr 2022 wird deshalb verstärkt auf liquiditäts- sowie ergebnis-stabilisierenden Maßnahmen liegen. Neben weiteren Prozessoptimierungen werden gruppenweit die Investitionen für das Geschäftsjahr 2022 auf die Erhaltungsinvestitionen fokussiert. Die Max Aicher GmbH & Co. KG hat aufgrund ihrer Steuerungsfunktion und ihres Vermögens umfangreiche Haftungen und Kreditsicherheiten zu Gunsten verbundener Unternehmen gestellt. Zum Umfang vgl. die Aufstellung im Anhang zu den Haftungsverhältnissen. Soweit zum Bilanzstichtag aus diesen Verpflichtungen eine Verbindlichkeit entstanden war, wurde diese passiviert oder bei drohender Inanspruchnahme eine Risikorückstellung gebildet. Eine künftige Inanspruchnahme aus diesen Haftungsverhältnissen kann zu nicht unwesentlichen Ergebnisbelastungen und Liquiditätsanspannungen führen. Im Rahmen des Verkaufs der Anteile an der Rohrwerk Maxhütte GmbH wurden mit dem Erwerber bedingte weitere Kapitalleistungen der MAF vereinbart, die zu liquiditätswirksamen Belastungen führen können. Zwischenzeitlich wurde über die Rohrwerk Maxhütte GmbH ein Insolvenzverfahren eröffnet und ein neuer Eigentümer gefunden. Die MAF geht davon aus, dass aus diesen Vereinbarungen keine wesentlichen Belastungen mehr erwachsen. 8. Ausblick und Chancen Maßgebend für den Ausblick 2022 ff. sind a) die Bewältigung der anhaltenden Pandemie (erneute Lieferkettenproblematik durch restriktive Corona Politik, inkl. "Lockdowns" für die Weltwirtschaft wichtiger Städte (Bsp. Shanghai) und Regionen, seitens der chinesischen Regierung sowie der Befürchtung eines Aufflammens des Infektionsgeschehens inkl. begleitenden Maßnahmen zur Eingrenzung in Deutschland bzw. Westeuropa) und b) der Verlauf des Kriegsgeschehens in der Ukraine und dabei speziell die Auswirkungen der gegen Russland verhängten Sanktionen auf die Energiepreise (die Drosselung der Durchleitungsmengen auf 20% durch Nordstream 1 hat zu einer - nochmaligen - deutlichen Erhöhung der Gas- und Strompreise geführt) sowie die Versorgungssicherheit mit Gas (zum Zeitpunkt des Verfassens dieses Berichtes befindet sich die Gasleitung Nordstream 1 in einem 10 tägigen Wartungsstillstand; ob und in welchem Umfang nach diesem Stillstand wieder Gas durchgeleitet wird kann hier seriös nicht prognostiziert werden). Die MAF hat einen Krisenstab eingerichtet, um agil auf die sich verändernden Bedingungen reagieren zu können. Das Ifo-Institut bezeichnet die Pandemie als die schwerste Weltwirtschaftskrise seit der Großen Depression in den 30er Jahren. Laut Prognosen der Bundesregierung erwartet man für 2022 einen Anstieg des Bruttoinlandproduktes um 2,0 %, nach 2,8 % in 2021. Allerdings ist diese Prognose vor Einsetzen des Ukrainekrieges erstellt worden. Die Erholung der Weltwirtschaft werde gestützt durch ein großes Angebot an Impfstoffen sowie durch die schnelle Anpassung der Menschen an Pandemiebedingungen. Zudem sind in einigen Ländern die Staatshilfen besonders umfangreich ausgefallen. Die schnelle wirtschaftliche Erholung Chinas wie auch das neue US-Investitionsprogramm könnten sich positiv auf die gesamte Weltwirtschaft auswirken. Nach wie vor gilt, dass ein Ende der Pandemie zu Nachholeffekten führen kann, was zumindest temporär zu einer neuen, sehr starken Nachfrage führen kann. Insbesondere bei unseren Kunden im Automobilbereich könnten starke Nachholeffekte entstehen, wenn die Verfügbarkeit der Halbleiterteile wiederhergestellt ist. Der sich beschleunigende Trend zur Nachhaltigkeit und CO 2 -Reduktion in der Gesamtindustrie wird vermehrt durch die aktuelle Entwicklung zur lokalen Produktion bestätigt. Die Umgestaltung der weltweiten Lieferketten bietet der Unternehmensgruppe entsprechende Chancen. Zusätzlich flankiert wird dieser Trend durch politische Zielsetzungen zugunsten zu mehr Kreislaufwirtschaft. Wir reagieren auf diese Trends mit Flexibilität und versuchen Chancen zu nutzen, indem wir unser Produktangebot entsprechend an die sich veränderte Nachfrage anpassen. Insgesamt sehen wir Chancen in allen Bereichen die Kosten zu senken und gleichzeitig die Produktqualität zu verbessern. Durch systematisches Qualitätsmanagement und kontinuierliche Verbesserungsprozesse können die Prozesse und deren Ergebnisse optimiert werden. Im Bereich des Qualitätsmanagements nimmt die Rohstoffqualität, vor allem die Qualität des Schrotts, einen wichtigen Stellenwert ein. In Bezug auf die Aufbereitung des Schrotts können durch verbesserte Technologien ein erhöhter Einsatz und eine höhere Energieeinsparung erreicht werden. Aber auch bei allen anderen Rohstoffen können Qualitätsverbesserungen deutliche Beiträge für die Steigerung des Unternehmensergebnisses leisten. Auch in den Bereichen Personal und Soziales sehen wir Chancen die Mitarbeiterbindung weiter zu erhöhen, um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu erhöhen. Dafür können wir beispielhaft das Potenzial bei der Gesunderhaltung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erwähnen. Berufskrankheiten können vermieden und bestehende Probleme aufgefangen oder vermindert werden. Für die Beteiligungsunternehmen der MAF in den Hauptgeschäftsfeldern Stahl, Bau und Immobilien sehen wir folgende Entwicklung und Chancen: Bereich Stahl Strom und Gas sind die wichtigsten Energieträger in unserem Stahlbereich. Bereits im Vorfeld zum Ukrainekrieg stiegen die Strom- und Gaspreise seit Sommer 2021 kontinuierlich massiv an. Mit Kriegsausbruch am 24.02.2022 und speziell mit der Drosselung der Durchleitungsmengen von Gas durch die Leitung Nordstream 1 hat sich die Lage nochmals verschärft. Ende Juni 2022 betrug der Strompreis ca. 314 Euro/MWh, der Gaspreis 139 Euro/MWh. Damit lagen die beiden Notierungen um den Faktor 3,4 bzw. 4,3 über dem Vorjahreswert. Basierend auf aktuellen Future-Notierungen, ist für das verbleibende Jahr 2022 von einem Strompreis (Base) von 425 Euro/MWh auszugehen. Generell ist der Strompreis sehr volatil. Bei hoher Verfügbarkeit erneuerbarer Energien wurden in den letzten Monaten regelmäßig Tagesmittelwerte von unter 100 Euro/MWh (Mai) bzw. 200 Euro/MWh (Juni) erreicht, bei Nichtverfügbarkeit Werte von 300 Euro/MWh und darüber. Es ist auch zukünftig von einem derartigen Verhalten auszugehen, hierauf gilt es mit einer flexiblen Bezugsstrategie zu reagieren. Bezüglich des Gaspreises werden für das verbleibende Jahr 2022 Werte von 168 Euro/MWh prognostiziert. Im Gegensatz zum Strom war die Notierung in den ersten Monaten 2022 relativ stabil. Deutschland hat in 2021 rund 55 % seines Erdgasbedarfs von annähernd 1.000 TWh/Jahr über russisches Gas gedeckt. Sollte es zu einem Lieferstopp kommen, so wird diese Lücke, zumindest in Jahresfrist, nicht ansatzweise durch andere Quellen zu decken sein. Folglich wäre im gegebenen Falle von einem weiteren Preisanstieg auszugehen, welcher auch auf den Strompreis durchschlagen würde. Mit der sogenannten EKB (EnergieKostenBeteiligung) werden (zumindest teilweise) die Preissteigerungen an die Kunden weitergegeben. Ein völliges Ausbleiben oder auch die Kontingentierung von Gaslieferungen kann aktuell nicht ausgeschlossen werden und könnte zu erheblichen Produktionseinbußen (die Walzwerke brauchen Gas zur Erwärmung des Walzgutes) führen. Die LSW, die Annahütte und das Stahlwerk in Ozd erwarten aufgrund des bisherigen Verlaufs ein positives Ergebnis für 2022. Der Qualitäts- und Betonstahlmarkt entwickelte sich bisher positiv und die Preise beim Betonstahl zogen weiter an. Eine kostendeckende Auslastung der Werke in Rumänien (Zubehörfertigung) und Kanada war auch in 2021 nicht gegeben. Der Break-Even wird in Rumänien auch in 2022 nicht erreicht werden. Dementsprechend werden die Stützungsmaßnahmen dafür die Ergebnisrechnung belasten. Wesentliche Chancen im Stahlbereich liegen in der Differenzierung gegenüber weniger nachhaltigen Anbietern. Ein neuer Hubbalkenofen für die Annahütte würde den Energiebedarf wesentlich senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit signifikant verbessern, was eine Chance für den Vertrieb in Richtung steigender Absatzmöglichkeiten darstellen würde. Bereich Bau und Immobilien Für 2022 prognostizieren die Bauspitzenverbände ein Umsatzwachstum. Aufgrund der positiven Erwartung stellen die Bauunternehmen weiterhin Personal ein. Wegen der hohen Nachfrage und der entsprechenden Auftragsbestände rechnen die Bauverbände in Deutschland im kommenden Jahr mit einer Steigerung des Gesamtumsatzes um nominal 5,5 % auf 151 Milliarden Euro. Preisbereinigt ist das ein Plus von 1,5 %. Mit einer Preisberuhigung rechnen die Bauverbände erst ab zweiten Quartal 2022. Allerdings sei nicht zu erwarten, dass die Preise sich vollständig zurückentwickeln. Weiter steigende Zinsen könnten zu einem Nachfragerückgang in 2023 führen. Chancen bietet die Investition in ein neues Fertigteilewerk, um die Produktivität und damit direkt auch die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Dies würde eine weitere Differenzierung gegenüber lokalen Wettbewerbern ermöglichen. Auch könnten konjunkturstützende staatliche Maßnahmen im Baubereich zu weiteren Chancen führen. Die Max Aicher Bau GmbH & Co. KG ist vor allem bei den eigenen Industriebauten und im Wohnungsbau auf eigenen Grundstücksentwicklungen tätig. Dadurch wird deren Auslastung gesichert und eine positive Ertragssituation für 2022/2023 erwartet. Die MAF besitzt unmittelbar und mittelbar einen nicht unerheblichen Immobilienbesitz. Im Zuge der Restrukturierung und einer Effizienz- und Transparenzverbesserung sollen die Geschäftsfelder Immobilienbereich und Industriebereich rechtlich und organisatorisch getrennt werden. Der Immobilienbestand in Deutschland steigert in der Diskussion um Euro und Inflation seinen Wert und bestätigt die langfristig ausgerichtete Unternehmensstrategie. Aufgrund des eingeschlagenen Wegs, nicht betriebsnotwendiges Vermögen zu veräußern, können sich in diesem Bereich kurz- und mittelfristig zusätzliche Erlöse ergeben. Aufgrund des bisherigen Geschäftsentwicklung geht die Konzerngeschäftsleitung davon aus, dass sich der Umsatz im Jahr 2022 leicht über dem Niveau des Jahres 2021 bewegen wird. Der bislang im Konzern erreichte Auftragseingang und die erreichten Umsatzerlöse sind ein Indikator dafür, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Das Management der Rohstoffpreise sowie der Kosten für Energie, Logistik und Personal werden wesentliche Herausforderungen sein, um ein akzeptables Konzernergebnis erzielen zu können. Daneben muss die kritische Prüfung aller weiteren Kosten erfolgen. Aufgrund eines straffen Kostenmanagements besteht trotz der aktuellen Verwerfungen an den Weltmärkten weiterhin die Annahme, dass ein leicht über dem Vorjahr liegendes EBT erzielbar wird. Dementsprechend zeigt sich die Unternehmensgruppe als sehr robust und stabil in dem sich verändernden Umfeld, was Chancen bietet die Wahrnehmung bei Kunden und Partnern weiter kontinuierlich zu verbessern. Der Max Aicher Stahl AG-Konzern hat sich nach Überzeugung des Vorstands angesichts der enormen Herausforderungen des Geschäftsjahres 2021 als stabil und widerstandsfähig bewiesen. Die im Jahresverlauf leicht verbesserte Konzernumsatz- und Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr wurde erreicht. Insofern war nach Überzeugung des Vorstands 2021 ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr für den Max Aicher Stahl AG-Konzern.
Freilassing, den 29. Juli 2022 Dipl.-Ing. Max Aicher Dr. Martin Kleinschmitt Dipl.-Ing. Stephan Theodor Lemgen Dipl.-Volksw. Klaus J. Rudolph Walter Schwimbersky BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Max Aicher Stahl AG, Freilassing PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Konzernabschluss der Max Aicher Stahl AG, Freilassing, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Max Aicher Stahl AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 23. August 2022 BDO
AG
Günter Wörl, Wirtschaftsprüfer Alexander Hornischer, Wirtschaftsprüfer |
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Max Aicher GmbH & Co. KG
Stammdaten
- Rechtsform
- GmbH & Co. KG
- Anschrift
- 83395 Freilassing
- Handelsregister
- HRA 1075, Traunstein
- Branche
- Branche · mit API-Key einsehbar API-Key holen →
- Vertretungsregelung
Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln. Jeder persönlich haftende Gesellschafter ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen
Finanzen
Bilanz
2022- Anlagevermögen 53,3 % 616,38 Mio
- Umlaufvermögen 46,6 % 538,63 Mio
- Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 1,36 Mio
- Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 0,0 % 34,4 k
- Verbindlichkeiten 54,9 % 634,57 Mio
- Eigenkapital 27,9 % 322,67 Mio
- Rückstellungen 14,8 % 171,44 Mio
- Passive latente Steuern 2,4 % 27,63 Mio
- Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,0 % 89,2 k
Bilanzdaten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Gewinn- und Verlustrechnung
2022- Umsatzerlöse 93,8 % 1,91 Mrd
- Sonstige betriebliche Erträge 2,8 % 57,69 Mio
- Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2,5 % −51,60 Mio
- 23 Ergebnisanteile nicht beherrschender Anteile 0,3 % −7,07 Mio
- Andere aktivierte Eigenleistungen 0,2 % 4,79 Mio
- Erträge aus Beteiligungen 0,2 % 3,91 Mio
- Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,1 % 1,47 Mio
- 12 Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,0 % 3,5 k
- Materialaufwand 77,5 % −1,42 Mrd
- Personalaufwand 9,9 % −180,52 Mio
- Sonstige betriebliche Aufwendungen 8,7 % −160,00 Mio
- Abschreibungen 2,1 % −38,48 Mio
- Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,9 % −15,73 Mio
- Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,8 % −13,97 Mio
- Sonstige Steuern 0,2 % −3,40 Mio
- 15 Aufwendungen aus Verlustübernahmen 0,0 % −378,4 k
- Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
- 4 Gesamtleistung 1,86 Mrd
- Betriebsergebnis 118,83 Mio
- 17 Finanzergebnis −10,73 Mio
- Ergebnis vor Steuern 108,10 Mio
- Ergebnis nach Steuern 94,13 Mio
- Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 90,73 Mio
- 24 Konzernjahresergebnis 83,66 Mio
GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.
Vertretungsberechtigte
Eigentum & Beteiligungen
Gesellschafter
- Max Aicher GmbH & Co.KG DEU 100,0 % 25k €
Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)
Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.
Beteiligungen an
- Max Aicher Golfanlage GmbH 100,0 %
- Max Aicher Sportpark GmbH 100,0 %
- Akademie Berchtesgadener Land GmbH 100,0 %
Historie
- 2026
-
29.07.
VerschmelzungMax Aicher GmbH & Co. KG
- 2025
-
28.10.
Austritt einer PositionMax Aicher Freizeit & Tourismus GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
18.03.
Austritt einer PositionG****** W********** · Gesamtprokura
-
13.03.
Austritt einer PositionEnergieallianz Projekt GmbH & Co. KG · Kommanditist
- 2024
-
04.12.
Austritt einer PositionMaxhütte Technologie GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
04.11.
Austritt einer PositionMax Aicher Immobilien Holding GmbH & Co. KG · Kommanditist
-
06.09.
Austritt einer PositionMax Aicher GmbH & Co. KG · Persönlich haftender Gesellschafter
-
06.09.
Eintritt eines MitgliedsMax Aicher GmbH & Co. KG · Kommanditist
Jahresabschlüsse
Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.
| Geschäftsjahr | Dokument | Veröffentlicht | Zugriff |
|---|---|---|---|
| 2022 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2021 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Volltext lesen |
| 2020 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2019 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
| 2018 | Konzernabschluss | Veröffentlicht | Über die API |
2021 Konzernabschluss Volltext
Registerdokumente
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Geschäftsführung, Beteiligungen und Geschäftszahlen abfragen – über unseren MCP-Server greift Ihr Assistent auf die Handelsregister-API zu.
Assistent verbinden
- Unter „Connectors“ in Claude einen eigenen Connector hinzufügen.
-
Diese Server-URL eintragen und den Connector hinzufügen:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto verbinden und den Connector im Chat über „+“ → „Connectors“ aktivieren.
- In ChatGPT im Browser unter Einstellungen → Apps eine eigene App erstellen. Dafür muss der Entwicklermodus freigeschaltet sein.
-
Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
https://mcp.handelsregister.ai/mcp - Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.
Einmal im Terminal ausführen:
claude mcp add --transport http handelsregister https://mcp.handelsregister.ai/mcp \
--header "X-API-Key: YOUR_API_KEY"
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diesen MCP-Server als Tool in Ihrer Anwendung einbinden:
from openai import OpenAI
client = OpenAI()
response = client.responses.create(
model="gpt-6-astra",
input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von Max Aicher GmbH & Co. KG. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: 4d791be40ef480646a5430baede429cf",
tools=[{
"type": "mcp",
"server_label": "handelsregister",
"server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
"require_approval": "never",
}],
)
print(response.output_text)
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:
{
"mcpServers": {
"handelsregister": {
"url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
"headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
}
}
}
YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.
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