aktiv Rechtsform GmbH & Co. KG

Max Lüning GmbH & Co. KG

Rietberg ·HRA 5110 Gütersloh
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Stammdaten

Rechtsform
GmbH & Co. KG
Anschrift
33397 Rietberg
Handelsregister
HRA 5110, Gütersloh
Eintragungsdatum
1. Januar 1937
Branche
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Vertretungsregelung

Jeder persönlich haftende Gesellschafter vertritt einzeln.

Finanzen

Umsatz 2022
661,86 Mio. €
Mitarbeiter 2022
1.307
Bilanzsumme 2022
120,16 Mio. €
Jahresergebnis 2022
16,50 Mio. €
6 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2022
Aktivseite 120,16 Mio
  • Anlagevermögen 78,6 % 94,50 Mio
  • Umlaufvermögen 63,0 % 75,68 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 % 416,0 k
Passivseite 120,16 Mio
  • Verbindlichkeiten 50,2 % 60,29 Mio
  • Eigenkapital 44,0 % 52,88 Mio
  • Rückstellungen 5,0 % 6,04 Mio
  • Passive Rechnungsabgrenzungsposten 0,8 % 951,0 k
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Bilanzdaten für 5 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2022
Erträge 686,22 Mio
  • Umsatzerlöse 96,5 % 661,86 Mio
  • auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn 1,2 % 8,26 Mio
  • Konzernbilanzgewinn/Konzernbilanzverlust 1,2 % 8,24 Mio
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,7 % 4,83 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,4 % 2,67 Mio
  • Ergebnis aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0,0 % 212,0 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,0 % 138,0 k
  • Erträge aus Beteiligungen 0,0 % 12,0 k
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,0 % 0
  • Andere aktivierte Eigenleistungen 0,0 % 0
Aufwendungen 684,13 Mio
  • Materialaufwand 81,8 % 559,34 Mio
  • Personalaufwand 13,2 % 90,39 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 4,5 % 30,93 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,4 % 2,93 Mio
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,0 % 310,0 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 221,0 k
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,0 % 0
  • Ergebnis nach Steuern 16,72 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 16,50 Mio
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GuV-Daten für 6 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • P****** R******** seit 2013 Kommanditist
  • H******* P***** seit 2010 Prokura
  • H********** S******* seit 2016 Prokura
  • I** S****** seit 2023 Prokura
  • J*** K********** seit 2023 Prokura
  • R*** A************ seit 2014 Prokura
  • T******* S******* seit 2021 Prokura
  • U***** R**** seit 2018 Prokura
8 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Beteiligungen an

Historie

  1. 2024
  2. 09.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Schwabenweg Projekt eGbR · Gesellschafter
  3. 2023
  4. 08.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    J*** K********** · Gesamtprokura
  5. 08.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    I** S****** · Gesamtprokura
  6. 2022
  7. 17.03.
    Eintritt eines Mitglieds
    Lüning Ostmärkte GmbH & Co. KG · Kommanditist
  8. 2021
  9. 23.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    T******* S******* · Gesamtprokura
  10. 2018
  11. 23.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    U***** R**** · Gesamtprokura
  12. 23.10.
    Austritt einer Position
    H**** L****** · Gesamtprokura
  13. 2016
  14. 28.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Elli Handelsmarkt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft · Kommanditist
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2022 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2020 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2019 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2018 Konzernabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Konzernabschluss Volltext

Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Rietberg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 - 31.12.2021

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell und Firmenstruktur per 31.12.2021

Rieländer Handels GmbH (Holding)    
Philipp Rieländer 100,00 %  
Max Lüning GmbH & Co. KG   Großhandel
phG Rieländer Handels GmbH 0,00 %  
Kdt. Philipp Rieländer 51,00 %  
Kdt. Edeka Minden-Hannover    
Stiftung & Co. KG 49,00 %  
  100,00 %  
Lüning-Handels-GmbH & Co. KG   Einzelhandel
phG Rieländer Handels GmbH 0,00 %  
Kdt. Max Lüning GmbH & Co. KG 100,00 %  
  100,00 %  
Lüning Nonfood Verwaltungs GmbH   Einzelhandel
Max Lüning GmbH & Co. KG 100,00 %  
Lüning Nonfood GmbH & Co. KG   Einzelhandel
phG Lüning Nonfood Verwaltungs GmbH 0,00 %  
Kdt. Max Lüning GmbH & Co. KG 100,00 %  
  100,00 %  
Walco Handels-GmbH   Einzelhandel
Max Lüning GmbH & Co. KG 100,00 %  
Elli Handelsmarkt   Einzelhandel
Verwaltungsgesellschaft mbH    
Max Lüning GmbH & Co. KG 100,00 %  
Elli Handelsmarkt GmbH & Co. KG   Einzelhandel
phG Elli Handelsmarkt 0,60 %  
Verwaltungsgesellschaft mbH    
Kdt. Max Lüning GmbH & Co. KG 84,70 %  
Maria-Luise Rieländer 0,90 %  
Wolfgang Rieländer 13,80 %  
  100,00 %  
ESAS Group GmbH   Großhandel
Max Lüning GmbH & Co. KG 50,00%  
LEOBEN Ltd 25,00%  
VK7 INVEST GmbH 25,00%  
  100,00%  

Grundlage des Unternehmens ist der Handel mit Trockensortiment, Obst und Gemüse, Fleisch und Wurst, Molkereiprodukten, Tiefkühlkost, Nonfood und Textilien. Der Großhandel ist zu ca. ¾ Lieferant für Tankstellen, selbstständigen Einzelhandel sowie den individuellen Einzelhandel. Auch der konzerneigene Einzelhandel wird vom Großhandel beliefert. Dieser Anteil beträgt ca. ¼ vom gesamten Liefervolumen des Großhandels.

Seit 2019 ist die Max Lüning GmbH & Co. KG zu 50 % an der ESAS GROUP GmbH beteiligt.

Der Einzelhandel betreibt E center, Elli-Märkte, EDEKA-Märkte und sb LÜNING Märkte.

2. Zweigniederlassungsbericht

Zur Zusammensetzung des Konzerns sowie der Verteilung der Märkte und Center verweisen wir auf die Ausführungen unter I. Grundlagen des Unternehmens sowie II. Wirtschaftsbericht.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist im Jahr 2021 nach wie vor von der Corona-Pandemie geprägt. Trotz neuer Infektionswellen in den Wintermonaten 2020/2021 waren die Unternehmen im produzierenden Gewerbe weniger vom Wiederaufflammen der Pandemie betroffen. Allerdings ging pandemiebedingt die Wertschöpfung besonders in den anfälligen Dienstleistungsbranchen wie Handel, Verkehr, Gastgewerbe sowie bei den sonstigen Dienstleistern zurück. Das Bruttoinlandsprodukt stieg erst mit dem Abflachen der Infektionswellen im Frühling wieder an. Im ersten Halbjahr wurde der Konjunkturverlauf somit wesentlich durch den Zeitpunkt und die Stärke von Corona-Wellen sowie die zu ihrer Eindämmung jeweils ergriffenen Maßnahmen geprägt.

Mit der Lockerung von Infektionsschutzmaßnahmen und angesichts der Impffortschritte belebte sich hier die Produktion im Frühjahr zügig. Allerdings wurde die Erholung im Winterhalbjahr wieder gebremst, da in der kalten Jahreszeit das Infektionsgeschehen angesichts des stockenden Impffortschritts und der neuen Corona-Varianten anstieg.

Die Weltwirtschaft erholte sich nur langsam, da die wirtschaftlichen Aktivitäten vor allem dort gebremst wurden, wo die Impffortschritte noch nicht ausreichend vorlagen. Zwar hat sich der weltweite Warenhandel von dem pandemiebedingten Einbruch erholt, allerdings hat diese Erholung an Dynamik verloren, insbesondere weil Kapazitäten im Seeverkehr kaum noch in der Lage waren, die Volumina zu bewältigen.

Eine weitere Belastung für das produzierende Gewerbe waren insbesondere die Lieferengpässe von Vorprodukten, durch die der zu Beginn des Jahres sehr kräftige Aufschwung der weltweiten Industrieproduktion fast zum Stillstand gekommen war. Diese Lieferengpässe hatten zudem einen preistreibenden Effekt, der durch die Verteuerung von Rohstoffen noch verstärkt wurde. Entsprechend schnellten die Rohstoffpreise aufgrund der kräftigen Nachfrage in die Höhe. Insbesondere in Europa haben zuletzt die Gaspreise stark angezogen. Durch ein Zusammenspiel dieser Faktoren erhöhte sich die Inflation stark.

Zum Inflationsanstieg trugen neben der zu Jahresbeginn 2021 angehobenen Mehrwertsteuer vor allem die hohen Energiepreise bei, die fast zweistellig zugelegt haben. So sind neben den Ölpreisen auch die Börsenpreise für Strom und Erdgas kräftig angestiegen. Hierdurch wurden Verbraucher sowohl direkt als auch indirekt belastet, da der enorme Preisschub bei Vorleistungsgütern nach und nach an die Verbraucher weitergereicht wurde. Dieses machte sich unmittelbar bei den Preisen für Waren bemerkbar, die rund die Hälfte der Konsumausgaben ausmachen. Insgesamt ist die Inflation vor allem aufgrund gestiegener Rohstoffpreise und der Mehrwertsteueränderung um 3,1 Prozent weit überdurchschnittlich angestiegen.

Insbesondere durch Lockerungen der Infektionsschutzmaßnahmen haben sich die privaten Konsumausgaben im zweiten Quartal 2021 nach einem Rückgang im Winterhalbjahr 2020/2021 wieder spürbar belebt, im dritten Quartal hat sich die Konsumstruktur wieder normalisiert. Dies zeigte sich vor allem durch eine Verschiebung vom privaten Konsum von Warenkäufen, die die Pandemie geprägt haben, bis hin zum Konsum von Dienstleistungen, die während der Pandemie stark eingeschränkt waren. Widergespiegelt wurde dies durch eine kräftige Expansion der Dienstleistungskäufe und eine eher schwache Entwicklung jener Bereiche, die während der Pandemie verstärkt nachgefragt wurden, wie z. B. rückläufige Umsätze im Online-Handel und im stationären Lebensmitteleinzelhandel.

Lebensmitteleinzelhandel 2021

Im Lebensmitteleinzelhandel (LEH-Vollsortimenter, Discounter und Drogeriemärkte) stiegen die Umsätze 2021 nach Angaben des Marktforschungsinstituts GfK nominal um 1,1 Prozent nach 11,3 Prozent im Vorjahr. Die enttäuschte Vision einer Rückkehr zur Normalität erklärt zu Teilen, dass sich die Umsätze im Lebensmitteleinzelhandel weiter positiv entwickelten. Allerdings mit einer geringeren Dynamik als im Jahr 2020, jedoch besser als erwartet. Viele hatten angenommen, dass aufgrund der extrem starken Umsatzdynamik im Jahr 2020 die Entwicklung in 2021 ins Negative kippen würde.

Für das Jahr 2020 verzeichnete die GfK sowohl einen Anstieg der abgesetzten Mengen als auch einen Anstieg der bezahlten Preise. Diese Entwicklung setzt sich im Jahr 2021 hingegen nicht fort. Vielmehr verzeichnet die GfK einen Rückgang der abgesetzten Waren von 2,4 Prozent, dementgegen steht die Steigerung der Absatzpreise von 3,6 Prozent. Nominal ergibt sich ein Umsatzwachstum für den Lebensmitteleinzelhandel.

Mit Blick auf die einzelnen Vertriebsschienen schnitten die Vollsortimenter (Super- und Verbrauchermärkte) besser ab als der LEH insgesamt - ihr Zuwachs lag im Jahr 2021 mit 4,3 Prozent (Vorjahr: 16,7 Prozent) deutlich über dem Gesamtmarkt. Eine negative Entwicklung verzeichneten hingegen Discounter mit einem Umsatzrückgang von 0,9 Prozent. Sie SB-Warenhäuser entwickelten sich gut, allerdings resultiert aus der real-Abwicklung ein Umsatzrückgang von 1,5 Prozent.

2. Geschäftsverlauf

Auch für die LÜNING-Gruppe stellten diese besonderen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine fordernde Aufgabe dar, die auch im Jahr 2021 sehr gut bewältigt wurde.

Der Konzernabschluss der Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung beinhaltet als Umsatzträger die Max Lüning GmbH & Co. KG mit den Tochtergesellschaften Lüning-Handels-GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Elli Handelsmarkt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, der ESAS Group GmbH sowie seit 2021 auch der Lüning Nonfood GmbH & Co. Kommanditgesellschaft.

Die LÜNING-Gruppe konnte ihren Umsatz nach Konsolidierung im Vergleich zum Vorjahr um 8,8 Prozent steigern. Sowohl der Umsatz im Großhandel vor Konsolidierung mit 9,5 Prozent als auch der Umsatz im Einzelhandel mit 4,8 Prozent konnte deutlich gesteigert werden. Diese Erhöhungen lagen über dem Niveau des deutschen Lebensmittel-Einzelhandels.

Am Bilanzstichtag waren im Konzern 1177 Teilzeitmitarbeiter (inkl. Aushilfen) und 670 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt. Dies entspricht einer Steigerung von 4,62 Prozent bei den Teilzeitmitarbeitern (+52) und einem Zugang von 7,37 Prozent bei den Vollzeitmitarbeitern (+46). Mit 52 Auszubildenden und dualen Studenten sind wir weiterhin in der Lage, zukünftig viele unserer Fachkräfte aus den eigenen Reihen rekrutieren zu können.

Im Jahr 2021 eröffnete im April unser sb LÜNING Hiddenhausen mit einer Fläche von 782 m 2.

Insgesamt betreiben wir zurzeit neben dem Großhandel, 3 E center, 13 Elli-Märkte, 4 Edeka-Märkte und 15 sb LÜNING Märkte in Westfalen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Nordhessen.

3. Lage

a) Ertragslage

Der Jahresüberschuss (inkl. Anteil anderer Gesellschafter, nach Steuern vom Einkommen und Ertrag) beläuft sich auf 17.685 T€ (Vorjahr 17.073 T€) bei einem Umsatz von 624.852 T€ (Vorjahr 574.225 T€).

Das Ergebnis des vereinfachten Cashflows der Gruppe beträgt 22.452 T€ (Vorjahr 21.399 T€).

Die Wareneinsatzquote beträgt 84,8 Prozent und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht. Die Personaleinsatzquote beläuft sich zum 31.12.2021 auf 7,29 Prozent und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 0,04 Prozentpunkte verringert. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Personaleinsatzquote aus Groß- und Einzelhandelslöhnen und -gehältern zusammensetzt.

Die G + V-Position Steuern vom Einkommen und Ertrag beläuft sich auf 3.104 T€ (Vorjahr 3.045 T€) und betrifft im Wesentlichen die Gewerbesteuer.

b) Finanzlage

Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung einer stets ausreichenden und kostengünstigen Deckung des Finanzbedarfs sowohl für das operative Geschäft als auch für Investitionen ausgerichtet. Die Finanzlage ist geordnet. Es stehen ausreichend freie Finanzmittel zur Verfügung.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten belaufen sich zum Stichtag auf 1.000 T€ und haben sich somit gegenüber dem Vorjahr um 7.468 T€ deutlich verringert. Die gesamten Bankverbindlichkeiten sind als kurzfristig zu klassifizieren. Die eingeräumten Kontokorrentkreditlinien waren zum 31. Dezember 2021 zu 7,69 Prozent ausgelastet. Durchschnittlich waren die Kreditlinien in 2021 zu ca. 5 Prozent ausgelastet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 13.426 T€ auf 5.579 T€. Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem Marktwert der Verbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten erhöhten sich um 28.483 T€ auf 46.752 T€. Diese Summe beinhaltet Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern von 25.258 T€ (Vorjahr 14.381 T€).

Die gesamten Investitionen in das Sachanlagevermögen inkl. immaterieller Vermögensgegenstände betrugen im Geschäftsjahr (ohne Umgliederungen aus geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau) 5.645 T€ und sind damit rd. 4.335 T€ niedriger als im Vorjahr.

Die geplanten Investitionen für 2022 belaufen sich auf ca. 8.785 T€. Wesentliche Investitionen sind hierbei die Optimierung und Modernisierung unserer Elli-Märkte, sb LÜNING Märkte und E center in Höhe von ca. 3.242 T€. Für Fuhrparkersatzanschaffungen sind 1.062 T€ im Logistikbereich eingeplant. Die Finanzierung der Investitionen wird durch den laufenden Cashflow erfolgen. Im Nonfood-Bereich wird ein neuer Markt eröffnet: sb LÜNING Lübbecke. Das E center Langenberg wird mit einem Investitionsvolumen von ca. 2. Mio. € am neuen Standort eröffnet.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme des Konzerns stieg im Geschäftsjahr um 13.329 T€ auf 111.823 T€. Die Buchwerte der langfristigen Vermögensgegenstände (ohne Finanzanlagevermögen) erhöhten sich um 896 T€. Der Buchwert des Sachanlagevermögens (inkl. immaterieller Vermögensgegenstände) beträgt 39.511 T€, was einer Sachanlagenintensität von 35,33 Prozent entspricht. Die Anlagendeckung beträgt unter Berücksichtigung des Eigenkapitals und des langfristigen Fremdkapitals rund 133 Prozent. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenständen ist eine Erhöhung von 2.178 T€ auf 28.478 T€ zu verzeichnen. Die liquiden Mittel haben sich stichtagsbedingt um 9.752 T€ auf 13.103 T€ erhöht.

Das Eigenkapital hat sich um 4.204 T€ auf 50.113 T€ erhöht.

Bei einer Bilanzsumme von 111.823 T€ (Vorjahr 98.494 T€) beträgt die Eigenkapitalquote 44,81 Prozent (Vorjahr 46,61 Prozent). Gesellschafterdarlehen wurden bei der Ermittlung der Eigenkapitalquote nicht berücksichtigt.

Die Gesellschafterdarlehen belaufen sich auf 25.258 T€ (Vorjahr 14.381 T€).

4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung insbesondere die Kennzahlen Gesamtumsatz, Umsatz nach Märkten, unterjährige Ergebnisübersichten und Soll-Ist-Vergleiche von Umsätzen und Ergebnissen heran.

Des Weiteren werden die Wareneinsatz- und Personaleinsatzquoten exakt betrachtet, Veränderungen im Cashflow genau analysiert.

Die Umsatzrendite ermittelt sich nach dem EBIT und beträgt 3,4 Prozent (nach 3,6 Prozent im Vorjahr). Die Cashflow-Rate beträgt 3,59 Prozent (nach 3,73 Prozent in 2020).

"Familienunternehmen" heißt für LÜNING nicht nur ein Unternehmen, geführt von einer Familie, sondern vor allen Dingen geführt für Familien. Seit 168 Jahren besteht die LÜNING-Gruppe und hat in dieser Zeit alle Veränderungen des demografischen Wandels mitgemacht. Unsere Mitarbeiter sind uns wichtig. Frauen stellen heutzutage im Handel einen der wichtigsten Mitarbeiterfaktoren. Damit dies so funktioniert, muss ein Arbeitgeber flexible Arbeitszeitmodelle zur Verfügung stellen. In der LÜNING-Gruppe findet man daher viele Formen von der Teilzeitarbeit in verschiedensten Stundenzahlen bis hin zu Homeoffice-Arbeitsplätzen. Daher liegt es uns am Herzen, unsere Mitarbeiter zu fördern, aber auch fachlich und persönlich zu stärken und ihnen so attraktive Wege für ihre persönliche Entwicklung aufzuzeigen. Dazu gehört neben Schulungen und Weiterbildungsangeboten natürlich auch die Ausbildung in acht verschiedenen Berufsbildern.

Bei unserer Sortimentspolitik achten wir auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Eigenmarken. Bei regionalen Produkten liegen die Vorteile auf der Hand - kurze Wege, optimale Frische und Wissen um die Herkunft. Heimat liegt im Trend und gibt Sicherheit. Produkte, die vor unserer Haustür angebaut, verarbeitet, veredelt und produziert werden, sind schon lange eine feste Größe in unserem Sortiment. Als einziger echter regionaler Groß- und Einzelhändler geben wir unseren regionalen Lebensmitteln ein Gesicht. Ausgewählte Produkte unter der Marke "LÜNING" zu verkaufen, hat bei LÜNING Tradition. Bereits in den 1950er Jahren hat Heinz Rieländer, der Großvater des heutigen Geschäftsführers, Kaffee und Weine persönlich ausgewählt und eingekauft. "LÜNING Weine - feine Weine" und der "LÜNING Kaffee" in der goldenen Dose standen schon damals für Qualität.

5. Gesamtaussage

Unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage schätzen wir als sehr gut ein.

Unsere Umsatz- und Ergebnisentwicklung ist sehr erfreulich. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzziel wurde deutlich übertroffen. Unsere Ergebnisprognose im Vorjahreslagebericht wurde mehr als erreicht. Diese über den Prognosen liegenden tatsächlichen Steigerungen hängen im Wesentlichen mit den Unwägbarkeiten im Zusammenhang mit der Pandemielage zusammen.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Wir konnten im Berichtsjahr bei der überwiegenden Zahl an Lieferantenverbindlichkeiten durch kurzfristige Zahlungen Skontoabzüge realisieren, sofern dieses möglich war.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sowie die kurzfristigen Rückstellungen sind durch liquide Mittel, kurzfristige Forderungen und das Warenlager gedeckt.

III. Prognosebericht

Konjunktur und Branchenentwicklung

Die führenden Wirtschaftsinstitute haben in ihrer Gemeinschaftsdiagnose im Herbst 2022 eine Kurzfristprognose bis zum Jahr 2024 sowie eine mittelfristige Projektion der Wirtschaftsentwicklung bis zum Jahr 2027 erstellt. Das Schwerpunktthema behandelt die konjunkturellen Folgen des Gasmangels in Deutschland.

Die krisenhafte Zuspitzung auf den Gasmärkten belastet die deutsche Wirtschaft schwer. Durch die reduzierten Gaslieferungen aus Russland ist ein erheblicher Teil des Angebots weggefallen und auch das Risiko gestiegen, dass die verbleibenden Liefer- und Speichermengen im Winter nicht ausreichen, um die Nachfrage zu decken. Die Gaspreise sind in den Sommermonaten in die Höhe geschossen, und auf den Terminmärkten zeigen sich für einen längeren Zeitraum deutlich höhere Notierungen. Die dadurch stark steigenden Verbraucherpreise schmälern insbesondere die Kaufkraft der privaten Haushalte. Die Wirtschaftsleistung dürfte im dritten Quartal bereits leicht gesunken sein. Im Winterhalbjahr ist ein deutlicher Rückgang zu erwarten. Dass dieser nicht noch höher ausfällt, ist dem hohen Auftragspolster im verarbeitenden Gewerbe zu verdanken. Insgesamt dürfte die Produktion in diesem Jahr trotz des Rückgangs in der zweiten Jahreshälfte um 1,4 Prozent ausgeweitet werden. Für das kommende Jahr ist zu erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahresdurchschnitt um 0,4 Prozent zurückgeht. In dieser Revision zeigt sich das Ausmaß der Energiekrise. Die Inflationsrate dürfte sich in den kommenden Monaten weiter erhöhen

Die dadurch erhöhte Unsicherheit sorgt für Zurückhaltung bei Investitions- und Kaufentscheidungen. Die Ankündigung vieler Unternehmen, aufgrund gestiegener Kosten ihre Preise anzuheben, könnte über kurz oder lang auch zu erhöhten Lohnforderungen führen. Dabei ist in verschiedenen Branchen aufgrund einer Mindestlohnerhöhung allgemein von einem Anstieg der Personalkosten auszugehen.

Die Realwirtschaft treffen aktuell wesentliche Risiken. Diese bestehen z. B. aus ihren Lieferketten hinsichtlich der Rohstoffversorgung und des Energiebedarfs, auf ihren Absatzmärkten, hinsichtlich der Kreditversorgung durch Banken oder aus Cyberangriffen.

Durch die Unsicherheiten über den Verlauf des Krieges in der Ukraine und die Folgen auf die Versorgungslage ist zu beobachten, dass in Teilen der Bevölkerung eine gewisse Bevorratung begonnen hat.

Gesamtaussage der Unternehmensleitung zur Umsatz-, internen EBITA- und Verschuldungsentwicklung

Für das Geschäftsjahr 2022 war für die Lüning-Gruppe eine leichte Umsatzsteigerung geplant. Weitere Expansionen und Umbauaktivitäten sollten langfristig die Umsatzentwicklung stützen. Durch eine leicht positive Umsatzentwicklung und einer Kostensteigerung, insbesondere Personalkosten hatten wir für 2022 ein internes EBITA unter Vorjahresniveau geplant. Durch die Corona- und Energiekrise sowie die damit verbundene Unsicherheit bei der Beurteilung der aktuellen Umsatz- und Ertragsentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern ist eine Gesamtaussage für die Gruppe nur sehr schwer möglich bzw. unterliegt einer großen Schwankungsbreite. Die Auswirkungen sind vor allem abhängig von der Dauer der Krise und den damit verbundenen Einschränkungen. Für die LÜNING-Gruppe wird für 2022 mit einem Anstieg des Konzernumsatzes um ca. 4 Prozent gerechnet. Wir erwarten einen Konzern-Jahresüberschuss, der leicht unter dem Niveau des Jahres 2021 liegt. Die Prognose basiert auf einem Planungssystem, dass sich seit mehreren Jahren im Einsatz befindet und konstant weiterentwickelt wird. Es findet eine detaillierte Planung aller Teilbereiche des Großhandels und der Standorte des Einzelhandels statt. Auch der Wettbewerb wird bei diesen Planungen berücksichtigt. Wir erachten unser Planungssystem sowie die dort getroffenen Annahmen und zu Grunde gelegten Daten als zuverlässig.

Die Lüning-Gruppe verfügt über ausreichende Kreditlinien, um jederzeitige Zahlungssicherheit zu gewährleisten.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Das Hauptprinzip der Risikopolitik ist das Bestreben nach nachhaltigem langfristigem Wachstum und einer Steigerung der Leistungsfähigkeit der LÜNING-Gruppe. Ganz frei von jeglichem Risiko ist kaum ein Unternehmen, das mit unternehmerischem Handeln verbunden ist. Die unterschiedlichen Abnehmerstrukturen im Großhandel (selbständiger Lebensmittel-Einzelhandel, Tankstellen, Drogeriemärkte sowie eigene Regiemärkte) ergeben automatisch schon eine Risikominimierung bei eventuellen Umsatzschwankungen in den einzelnen Sparten. Es ist jedoch anzumerken, dass die Ernährungsindustrie und der Lebensmittelhandel zu den Branchen zählen, die gegenüber Umsatzschwankungen weniger anfällig sind, getreu dem Motto: Gegessen und getrunken wird immer.

Hinsichtlich des Controllings und des Berichtswesens sind viele Unternehmensbereiche und auch unsere Märkte mit der Analyse-Software QlikView ausgestattet. Die Auswertung von finanziellen Leistungsindikatoren (wie z. B. Gesamtumsatz, Umsatz nach Märkten, Ergebnisübersichten oder Soll-Ist-Vergleiche) gibt allen Entscheidern Informationen und somit Rückschlüsse über ihr Handeln. Dadurch fallen viele Entscheidungen leichter, sind schneller und vor allen Dingen zuverlässiger. Der Einsatz gewährleistet unserer Ansicht nach die rechtzeitige Information der Entscheidungsträger zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen. Innerhalb der Organisation sind die jeweiligen Zuständigkeiten genau festgelegt.

Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen nur bedingt erwähnenswerten Risiken ausgesetzt.

Ein starker Wettbewerb im Lebensmittel-Groß- und Einzelhandel und die Konkurrenz zwischen verschiedenen Vertriebskonzepten kennzeichnen seit vielen Jahren die Lebensmittel-Handelsbranche. Auch die typische Abhängigkeit des Handels von der Ausgabenneigung der Verbraucher birgt Chancen und Risiken. Veränderungen im Konsumverhalten der Kunden werden durch die Anpassung der Sortimente sowie durch Korrekturen der Vertriebskonzepte entgegengewirkt. Die LÜNING-Gruppe unterstützt diesen Prozess, indem regelmäßig interne Informationen und ausgewählte externe Quellen (GfK, Edeka usw.) ausgewertet werden, um Veränderungen der Wünsche und des Verhaltens der Konsumenten frühzeitig zu erkennen und damit die Chancen am Markt zu nutzen und sich vom Wettbewerb abzusetzen. Die Konsumenten legen neben dem Preis zunehmend Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität. In diesem Bereich sieht sich LÜNING gut aufgestellt. Es bietet sich die Chance, durch diese Trends weiterhin Neukunden zu gewinnen.

Kontinuierliche Investitionen sichern den Vertriebslinien einen wettbewerbsfähigen Marktauftritt.

Die Eigenmittelausstattung, die laufenden Cashflows sowie die zur Verfügung stehenden Kreditlinien sind die Basis für die langfristige Unternehmensfinanzierung.

Gerichts- und Schiedsverfahren, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben könnten, sind nach Kenntnis der Gesellschaft weder anhängig noch angedroht. Insofern ist keine Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung zu erwarten. Grundsätzlich wird in rechtlichen Belangen auf externe Berater zurückgegriffen. Für sonstige laufende Verfahren wurden entsprechend der Risikoeinschätzung Wertberichtigungen vorgenommen bzw. Rückstellungen gebildet.

Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichend Versicherungsschutz.

Steuerliche Risiken, die einen erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage des Unternehmens haben, bestehen nach Kenntnis der Gesellschaft nicht. Das steuerliche Risiko wird auch durch die begleitenden Betriebsprüfungen, die im Abstand von zwei Jahren stattfinden, erheblich gemindert.

IT-Risiken bestehen primär in der Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit der Kassen- und Rechnersysteme und des dahinter liegenden Netzwerkes, der Integrität der Daten sowie in potenziellen Angriffen auf die IT-Systeme. Ein effektives IT-Management sorgt dafür, dass die EDV-Systeme jederzeit verfügbar sind, insbesondere durch Notstromaggregate sowie diverse Vorkehrungen, die zum Schutz vor externen Angriffen getroffen werden.

Mitarbeiter sind einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Die Förderung von Mitarbeitern durch betriebliche und externe Aus- und Weiterbildung reduziert das Risiko der Personalfluktuation und sichert die unverzichtbare fachliche Kompetenz des Personals. So nehmen 16 Mitarbeiter am "EDEKA-Junioren-Aufstiegsprogramm", "EDEKA-Junioren-Aufstiegsprogramm Bedienung", am Seminar "Führungskraft Handel", "Bachelor of Arts" oder Handelsfachwirt teil.

Unsere finanzwirtschaftlichen Risiken sehen wir als sehr gering an. Potentielle Währungsrisiken bestehen nicht. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sowie durch eine Erhöhung der Gesellschafterdarlehen in 2020/2021 sind Liquiditätsengpässe für 2022 nicht zu erwarten. Wir werden auch zukünftig in der Lage sein, unseren Zahlungsverpflichtungen fristgerecht nachzukommen.

Insgesamt hat die Beurteilung der gegenwärtigen Risikosituation ergeben, dass keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und künftige bestandsgefährdende Risiken gegenwärtig nicht erkennbar sind. Die Minimierung der Geschäftsrisiken und das frühzeitige Erkennen von Fehlentwicklungen liegen zudem im Verantwortungsbereich eines angestellten internen Revisors.

2. Chancenbericht und Ausblick 2022

Die bisherige Umsatzentwicklung gibt für unser Unternehmen weiter Anlass zu Optimismus.

Bis zum 30.09.2022 wurden in der LÜNING-Gruppe nachstehende Umsatzsteigerungen im Vergleich zum Vorjahr erreicht:

Großhandel +5,5 Prozent
Regie-Einzelhandel +2,9 Prozent.

Sowohl im Einzelhandel als auch im Großhandel konnten die guten Umsätze aus 2021 in den ersten neun Monaten des Jahres 2022 deutlich gesteigert werden.

Insgesamt rechnen wir für das Jahr 2022 mit einer Umsatzsteigerung von 4 Prozent und einem Konzernjahresüberschuss leicht unter dem Niveau des Vorjahres.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik zu erwarten. Unsere Marktposition betrachten wir nach über 168-jähriger erfolgreicher Geschäftstätigkeit als sehr gefestigt.

Wir sind weiterhin fest überzeugt, dass die familiengeführte LÜNING-Gruppe mit der 49-prozentigen Beteiligung der leistungsstarken Edeka auch im derzeitigen Umfeld für die Zukunft im wettbewerbsintensiven Lebensmittelhandel gut gerüstet ist und sich erfolgreich am Markt behaupten wird.

V. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Die Finanzinstrumente, die in der LÜNING-Gruppe Verwendung finden, sind im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Möglichen Forderungsausfällen wurde durch entsprechende Wertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Minimierung der Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Forderungsmanagement. Höhere Forderungen sind durch Kreditversicherer abgesichert. Zudem informieren wir uns vor Eingehung einer neuen Geschäftsverbindung stets über die Bonität des Kunden. Im Großhandelsbereich besteht eine langjährige Zusammenarbeit mit einem Großteil der Kunden.

Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt.

Die Investitionen werden durch den laufenden Cash-flow gezahlt.

Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Finanzpolitik.

 

Rietberg, 30. September 2022

Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Wolfgang Rieländer

Philipp Rieländer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021

AKTIVA

31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178   294
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 178 0
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.325   20.625
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.755   17.581
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.253 39.333 115
III. Finanzanlagen      
1. Beteiligungen 258   252
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 258 0
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. fertige Erzeugnisse und Waren   30.123 29.536
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 22.469   20.864
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 3.224   1.202
3. sonstige Vermögensgegenstände 2.785 28.478 4.234
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks   13.103 3.351
C. Rechnungsabgrenzungsposten   350 440
(davon Disagio TEUR 0; i.V. TEUR 0)      
    111.823 98.494

PASSIVA

     
31.12.2021
TEUR
31.12.2020
TEUR
A. Eigenkapital      
I. Gezeichnetes Kapital 4.106   4.106
II. Kapitalrücklage 12.087   10.368
III. Ergebnisvortrag -306   -278
IV. Konzerngewinn 8.849   8.572
V. Anteile anderer Gesellschafter 25.377 50.113 23.141
(davon Ergebnisanteil TEUR 8.836; i. V. TEUR 8.501)      
B. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.468   2.316
2. Steuerrückstellungen 2.188   1.133
3. sonstige Rückstellungen 3.061 7.717 3.038
C. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000   8.468
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.579   19.005
3. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.255   119
4. sonstige Verbindlichkeiten 29.497 53.331 18.150
a) davon aus Steuern TEUR 2.054; i.V. TEUR 1.877      
b) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit TEUR 398; i.V. TEUR 355      
D. Rechnungsabgrenzungsposten   662 356
    111.823 98.494

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar 2021 - 31. Dezember 2021

01.01.2021 - 31.12.2021
TEUR
01.01.2020 - 31.12.2020
TEUR
1. Umsatzerlöse   624.852   574.225
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen   0   0
3. andere aktivierte Eigenleistungen   0   0
    624.852   574.225
4. sonstige betriebliche Erträge   1.829   1.675
    626.681   575.900
5. Materialaufwand        
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 527.055   482.597  
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.823 529.878 2.770 485.367
6. Personalaufwand        
a) Löhne und Gehälter 37.227   34.744  
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung        
(davon für Altersversorgung TEUR 334; i.V. TEUR 318) 8.300 45.527 7.360 42.104
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen   4.615   4.129
8. sonstige betriebliche Aufwendungen   25.453   23.565
    21.208   20.735
9. Erträge aus Beteiligungen 11   12  
10. Ergebnisse aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 0   -61  
11. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 84   70  
(davon aus Auf-/Abzinsungen TEUR 0; i.V. TEUR 0)        
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 308   452  
(davon aus Ab-/Aufzinsungen TEUR 50; i.V. TEUR 56)        
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0 213 0 431
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag   3.104   3.045
15. Ergebnis nach Steuern   17.891   17.259
16. sonstige Steuern   206   186
17. Konzernjahresüberschuss   17.685   17.073
18. Ergebnisanteil anderer Gesellschafter   8.836   8.501
19. Konzerngewinn   8.849   8.572

Konzernanhang 2021

A. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

1. Das Konzernmutterunternehmen Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Rietberg wird beim Amtsgericht Gütersloh unter der Nummer HRB 5581 geführt.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften (Handelsgesetzbuch) erstellt.

2. Folgende Tochterunternehmen sind gem. § 264b HGB grundsätzlich von den Aufstellungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten der §§ 264 ff. HGB befreit:

- Max Lüning GmbH & Co. KG

- Lüning-Handels-GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

- Elli Handelsmarkt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft

- Lüning Nonfood GmbH & Co. KG

Die Jahresabschlüsse der o.g. Unternehmen wurden dennoch nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgestellt; dabei wurde auch dann auf eine separate Prüfung verzichtet, wenn das Unternehmen auf Grund der Größenklasseneinteilung gem. § 267 HGB prüfungspflichtig gewesen wäre.

B. Angaben zum Konsolidierungskreis

3. Der Konsolidierungskreis und Konzernanteilsbesitz ergeben sich aus Anlage 9 zu diesem Bericht; die Liste wird im elektronischen Unternehmensregister (Amtsgericht Gütersloh, HRB 5581) veröffentlicht.

Die nachfolgend aufgeführte Gesellschaft wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen:

ESAS Group GmbH, Rietberg

C. Konsolidierungsmethoden

4. Das Kapital der in Anlage 5 aufgeführten Tochterunternehmen wurde nach der Buchwertmethode konsolidiert. Es ergab sich kein Unterschied zwischen der Anwendung der Buchwertmethode und der Neubewertungsmethode. Zeitpunkt der Erstkonsolidierung war dabei für alle Tochterunternehmen der 31.12.2000 (erstmalige Aufstellung und damit Einbeziehung in den Konzernabschluss). Der Stichtag der Einzelabschlüsse aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist der Stichtag des Konzernabschlusses.

Das assoziierte Unternehmen und deren Tochtergesellschaften haben im Allgemeinen die unter D. aufgeführten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angewandt.

5. Zwischenergebniseliminierungen im Bereich von Anlageverkäufen innerhalb des Konzerns haben das Konzernergebnis 2021 nicht verändert.

Der Buchwert der Finanzanlagen für ein assoziiertes Unternehmen von TEUR 61 ist im Geschäftsjahr 2020 auf Grund der wirtschaftlichen Situation in der Anlaufphase vollständig abgeschrieben worden und ist entsprechend so im Anlagenspiegel (Anlage 4 als Bestandteil dieses Anhangs) dargestellt.

Im Bereich des Umlaufvermögens wurde das Konzernergebnis 2021 durch Zwischenergebniseliminierungen um TEUR 2 erhöht; davon entfielen TEUR 3 (inkl. Rundung) auf andere Gesellschafter.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden entsprechend § 303 HGB aufgerechnet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind Erlöse und sonstige Erträge aus gruppeninternen Sachverhalten mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden.

D. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

6. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, soweit abnutzbar, planmäßig abgeschrieben. Bei der Ermittlung der planmäßigen Abschreibungen kam generell die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Die Abschreibungsdauer wurde in allen Fällen unter Zugrundelegung der steuerlichen AfA-Tabellen geschätzt.

7. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis EUR 250,00 sind im Erwerbsjahr als sofortiger Aufwand ohne separate Aufstellung erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter zwischen EUR 250 und EUR 800,00 sind im Erwerbsjahr voll abgeschrieben worden; aus Vereinfachungsgründen wurde im Anlagenspiegel im Jahr des Zugangs ein Abgang unterstellt.

8. Als Anschaffungskosten der fertigen Erzeugnisse und Waren wurden im Großhandelsbereich die Einkaufspreise angesetzt. Im Einzelhandelsbereich wurden die Anschaffungskosten im Rahmen einer nachverlegten Stichtagsinventur im Januar 2022 retrograd vom Bruttoverkaufspreis ermittelt, wobei dann bis zum Bilanzstichtag die wertmäßige Fortschreibung und Rückrechnung des Warenein- bzw. Warenverkaufs zu Nettoeinkaufspreisen erfolgte; durch Zwischenergebniseliminierung wurde hier ein Abschlag von TEUR 656 (i.V. TEUR 658) vorgenommen.

9. Bei den Forderungen wurde das latente Risiko aus Liefer- und Leistungsforderungen durch eine Pauschalwertberichtigung gedeckt, alle erkennbaren Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

10. Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nominalwert angesetzt.

11. Pensionsrückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Sie wurden pauschal mit einem einer Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Der Zinssatz wird im Wege einer Rechtsverordnung von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben.

12. Rückstellungen sind für alle erkennbaren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet worden; sie sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bemessen. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden Zinssatzes abgezinst.

13. Die im Konzernabschluss vollkonsolidierten Unternehmen wiesen in ihren Jahresabschlüssen zum Stichtag keine Fremdwährungspositionen aus.

14. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

E. Angaben zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

15. Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage 4 als Bestandteil dieses Anhangs). Dem Anlagenspiegel sind auch die Abschreibungen des Berichtsjahres zu entnehmen.

16. Herr Philipp Rieländer ist am Ergebnis (abgesehen von Sondervergütungsabreden) und Vermögen der Max Lüning GmbH & Co. KG zu 51 % beteiligt und besitzt die Mehrheit der Stimmrechte; zugleich ist er Alleingesellschafter der Komplementär-GmbH (Konzernmutterunternehmen) und somit an deren Ergebnis und Vermögen zu 100 % beteiligt. Er partizipiert damit am Gesamtergebnis und Gesamtvermögen des Konzerns und ist daher nicht als anderer Gesellschafter im Sinne des § 307 HGB anzusehen.

Der Eigenkapital- und Ergebnisausweis im Konzernabschluss folgt dieser wirtschaftlichen Betrachtungsweise; dies gilt nicht für die Schulden- und Ertragskonsolidierung.

Das Stammkapital der Komplementär-GmbH beträgt DEM 50.000,00.

Die Entwicklung des Eigenkapitals kann dem Konzerneigenkapitalspiegel (Anlage 7) entnommen werden.

17. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

- Rechnungszins von 1,87 % (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre)

(durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre: 1,35 %) für eine durchschnittliche mittlere Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben wurde.

- Lohn- und Gehaltssteigerungen sowie Fluktuationen wurden nicht berücksichtigt.

- Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 196. Dieser betrifft ausschließlich die Max Lüning GmbH & Co. KG und führt bei Personengesellschaften i.S.d. § 264a HGB nicht zu einer Ausschüttungssperre.

18. Es bestehen Steuerrückstellungen in Höhe von insgesamt TEUR 2.188, wovon sich TEUR 1.118 auf die Vorjahre beziehen.

19. Die Passiva enthalten unter C.4. "sonstige Verbindlichkeiten", auch Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von TEUR 25.258. Von obigem Wert entfallen TEUR 11.217 auf den Gesellschafter Philipp Rieländer.

20. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgender Übersicht (alle Zahlen in TEUR):

31.12.2021
Restlaufzeit
Gesamtbetrag bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.000 1.000 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.579 5.579 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 17.255 17.255 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 29.497 29.497 0 0
  53.331 53.331 0 0

21. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 0 durch Grundschulden auf konzerneigenem Grundvermögen abgesichert. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im branchenüblichen Umfang durch Eigentumsvorbehalte - z.B. verlängerter Eigentumsvorbehalt - gesichert.

22. Eine voraussichtliche jährliche Belastung aus Mietverträgen für bewegliche Wirtschaftsgüter in 2022 ergibt sich i.H.v. TEUR 308, die sich in den Folgejahren wahrscheinlich nicht wesentlich verändern wird.

Die anfängliche jährliche Belastung aus diversen Immobilienmiet- und Erbpachtverträgen (Kündigungstermine zwischen 28.02.2022 und 31.12.2058) beträgt TEUR 2.614 (davon TEUR 10 für eine Equity-Beteiligung); zusätzlich betragen die voraussichtlichen Mietzahlungen in 2022 aus der langfristigen Anmietung von Immobilien, die sich im Eigentum des Mehrheitsgesellschafters Philipp Rieländer oder diesem nahe stehenden Personen befinden, TEUR 2.363.

23. Der Gegenstand der operativen Unternehmen des Konzerns ist der Groß- und Einzelhandel mit Waren aller Art, insbesondere Lebensmitteln. Vom Gesamtumsatz von TEUR 624.852 entfielen dabei ca. 70,3 % auf den Großhandel.

Die ebenfalls konsolidierten Komplementärgesellschaften entfalten keine eigene Geschäftstätigkeit.

F. Sonstige Angaben

24. Auf Grund temporärer Differenzen zwischen Bilanzposten aus handels- und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB ergeben sich latente Steuern, die saldiert zu einem Aktivüberhang führen. Die Gesellschaft macht von dem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 306 HGB keinen Gebrauch, so dass sich insgesamt kein Ausweis latenter Steuern in der Bilanz ergibt. Die latenten Steuern wurden mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen ermittelt. Die zur Berechnung verwendeten Ertragsteuersätze liegen zwischen 14,16 % und 17,14 % (Vj.: 13,55 % und 14,30 %) (ausschließlich für GmbH & Co. KGs). Die Gewerbesteuerhebesätze betragen hierbei zwischen 330 % und 495 %.

Die fiktiven aktiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf temporären Bewertungsdifferenzen bei den Pensionsrückstellungen und den sonstigen Rückstellungen.

Aus den Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich keine latenten Steuern.

25. Durchschnittlich wurden während des Berichtszeitraums 577 Teilzeitmitarbeiter, 645 Vollzeitmitarbeiter und 570 Aushilfen beschäftigt; die Berechnung erfolgte gem. § 267 Abs. 5 HGB.

26. Es wurden folgende Honorare des Abschlussprüfers als Aufwand des Konzerns für das Geschäftsjahr 2021 erfasst:

Abschlussprüfung TEUR 95
Sonstige Beratung TEUR 19

27. Gesetzliche Vertreter des Mutterunternehmens waren:

Herr Wolfgang Rieländer, Kaufmann, Rietberg

Herr Philipp Rieländer, Kaufmann, Rietberg

28. Zu den Vorgängen von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag hat sich folgender Sachverhalt ergeben:

Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus hat sich seit Januar 2020 ausgehend von China sehr dynamisch und weltweit entwickelt. Angesichts der Ausbreitungsdynamik, inklusive der Ausbreitung von Mutationen, der Schwierigkeit, Menschen vor einer Übertragung zu schützen und der Gefährlichkeit des Virus ergriffen und ergreifen Regierungen und nationale Behörden Maßnahmen, die das öffentliche Leben extrem einschränken und die Wirtschaft (einschließlich Güter- und Warenverkehr) stark negativ beeinträchtigen. Nach der Rezession in 2020 und der nur knapp abgewendeten Rezession in 2021 wurde für 2022 eine Erholung der Konjunktur vorhergesagt. Gemäß der Prognose für den Sommer 2022 erholte sich zwar die Wirtschaft in Deutschland seit Jahresbeginn von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, aber dafür traten andere, die Konjunktur abbremsende Faktoren, wie zum Beispiel die hohe Inflation, der Krieg in der Ukraine und die anhaltenden Lieferengpässe auf. Alleine die Inflationsrate mit geschätzt über 8 % (lt. Bundesbank aus August 2022) wird ihren höchsten Wert seit dem Jahr 1974 erreichen. Diese Probleme sind miteinander verknüpft. Laut der Herbstprognose des Instituts für Weltwirtschaft lassen die rasant gestiegenen Energiepreise Deutschland auch für 2023 in eine Rezession abgleiten. Erst für 2024 werden wieder niedrigere Energiepreise prognostiziert und auch erst dann wird sich voraussichtlich die hohe Inflation beruhigen.

Unseren prognostizierten Umsatzsteigerungen im Bereich Groß- und Einzelhandel stehen drastisch gestiegene Preise für Energie gegenüber. Dieses wird auch Auswirkungen auf die Lohnentwicklungen haben. Es verbleiben somit weiterhin große Unsicherheiten, wie die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen im Jahresverlauf ausfallen werden. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht bzw. nur sehr bedingt absehbar. Gleiches gilt auch für die finanziellen Auswirkungen auf unseren Konzern, die nicht quantifizierbar sind.

29. Der Jahresüberschuss des Mutterunternehmens wird in den Gewinnvortrag eingestellt.

30. Das Mutterunternehmen ist unbeschränkt haftender Gesellschafter der Lüning-Handels-GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Rietberg und der Max Lüning GmbH & Co. KG, Rietberg. Sämtliche in den Konzernabschluss einbezogenen Kommanditgesellschaften (Anlage 5) haben einen in den Konzernabschluss einbezogenen Komplementär.

 

Rietberg, 30. September 2022

Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung

Wolfgang Rieländer

Philipp Rieländer

Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2021

Anschaffungs - oder Herstellungskosten
01.01.2021
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.352 62 61 2.353
2. Geschäfts- oder Firmenwert 541 0 0 541
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 30.465 463 37 30.891
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 45.468 3.982 3.381 46.069
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 115 1.138 0 1.253
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 260 3 0 263
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 61 0 0 61
    0 U 0 U  
  79.262 5.648 3.479 81.431
Abschreibungen
01.01.2021
TEUR
Zugänge (Abschr. Berichtsjahr)
TEUR
Abgänge
TEUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.058 177 60 2.175
2. Geschäfts- oder Firmenwert 541 0 0 541
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.840 763 37 10.566
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.887 3.675 3.248 28.314
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
III. Finanzanlagen        
1. Beteiligungen 8 0 3 5
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 61 0 0 61
  40.395 4.615 3.348 41.662
Buchwerte
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 178 294
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0 0
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 20.325 20.625
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.755 17.581
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.253 115
III. Finanzanlagen    
1. Beteiligungen 258 252
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0
  39.769 38.867

Bestätigungsvermerk der unabhängigen Abschlussprüfer

An die Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Rietberg

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Rietberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2021, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Rietberg, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021 und

• vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung der Abschlussprüfer für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zu Grunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

• holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

• beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zu Grunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zu Grunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Gütersloh, 30. September 2022

Dr. Jörg Althans, Wirtschaftsprüfer

Markus Recker, Wirtschaftsprüfer

Konzernanteilsbesitz zum 31. Dezember 2021

Name und Sitz des Unternehmens Beteiligungsquote
v.H.
1. Mutterunternehmen  
Rieländer Handelsgesellschaft mit beschränkter Haftung, Rietberg entfällt
2. Tochterunternehmen  
Max Lüning GmbH & Co. KG, Rietberg 51 (einheitliche Leitung)
Lüning-Handels-GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Rietberg 100
Elli Handelsmarkt GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Rietberg 85,30
Lüning Nonfood GmbH & Co. KG, Rietberg 100
Elli Handelsmarkt Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Rietberg 100
Lüning Nonfood Verwaltungs GmbH, Rietberg 100
Walco Handels-Gesellschaft m.b.H., Rietberg 100
3. Assoziierte Unternehmen  
ESAS Group GmbH, Rietberg 50

Anmerkung: Auf Tz. 16 des Anhangs (Anlage 3) wird bezüglich der Beteiligungsquoten hingewiesen.

Kapitalflussrechnung 2021

Unter Anlehnung an den Rechnungslegungsstandard DRS 21 des DRSC ergibt sich die folgende Kapitalflussrechnung:

Der Finanzmittelfonds entspricht der Position "Kassenbestand, Bundesbankbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" gemäß Bilanz AKTIVA B. III.

2021
TEUR
2020
TEUR
1. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit    
1.1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss) 17.685 17.073
1.2. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.615 4.190
1.3. Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 1.230 1.170
1.3.1. Korrekturposten zur Steuerrückstellung -1.069 -1.133
1.4. sonstige zahlungsunwirksame Erträge/Aufwendungen 151 143
1.5. Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.826 -6.420
1.6. Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Invest- itions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 15.363 6.833
1.6.1. Korrekturposten zur Zinsverbindlichkeit 281 330
1.7. Verlust/Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -17 548
1.8. Zinsaufwendungen/Zinserträge -23 32
1.9. Sonstige Beteiligungserträge -11 -12
1.10. Aufwendungen/Erträge von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
1.11. Ertragsteueraufwand 3.104 3.045
1.12. Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
1.13. Auszahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
1.14. Ertragsteuerzahlungen -2.035 -1.912
1.15. Cashflow aus der laufender Geschäftstätigkeit 36.448 23.887
2. Cashflow aus der Investitionstätigkeit    
2.16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens 0 0
2.17. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -62 -148
2.18. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 148 1.000
2.19. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -5.583 -9.832
2.20. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 0
2.21. Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -3 0
2.22. Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 0
2.23. Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis 0 0
2.24. Einzahlungen auf Grund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
2.25. Auszahlungen auf Grund von Finanzmittelanlagen im Rahmen der kurzfristigen Finanzdisposition 0 0
2.26. Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
2.27. Auszahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
2.28. Erhaltene Zinsen 0 0
2.29. Erhaltene Dividenden 0 0
2.30. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -5.500 -8.980
3. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit    
3.31. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 0 0
3.32. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern 0 0
3.33. Auszahlungen aus Entnahmen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens inklusive Umbuchungen auf die Gesellschafterverrechnungskonten -13.481 -8.195
3.33.1. Auszahlungen an stille Gesellschafter 0 0
3.34. Auszahlungen aus Eigenkapitalherabsetzungen an andere Gesellschafter 0 0
3.35. Einzahlungen aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 0 0
3.36. Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -7.468 -8.485
3.37. Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 0 0
3.38. Einzahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
3.39. Auszahlungen im Zusammenhang mit Erträgen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 0
3.40. Gezahlte Zinsen an Gesellschafter -247 -350
3.41. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens 0 0
3.42. Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter 0 0
3.43. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -21.196 -17.030
4. Finanzmittelfonds am Ende der Periode    
4.44. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 9.752 -2.123
4.45. Wechselkurs- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
4.46. Konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 0 0
4.47. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.351 5.474
4.48. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 13.103 3.351

Konzerneigenkapitalspiegel zum 31.12.2021

Spalte gezeichnetes Kapital
TEUR
Kapitalrücklage
TEUR
erwirtschaftetes Konzerneigenkapital *
TEUR
Summe **
TEUR
Stand 31.12.2019 = 01.01.2020 4.106 9.323 4.949 18.378
Einstellung Kapitalrücklage       0
Umbuchungen   1.045 -1.045 0
Entnahmen/Ausschüttungen     -4.179 -4.179
übrige Veränderungen     -3 -3
Konzernergebnis     8.572 8.572
Stand 31.12.2020 = 01.01.2021 4.106 10.368 8.294 22.768
Einstellung Kapitalrücklage       0
Umbuchungen   1.719 -1.719 0
Entnahmen/Ausschüttungen     -6.877 -6.877
übrige Veränderungen     -4 -4
Konzernergebnis     8.849 8.849
Stand 31.12.2021 4.106 12.087 8.543 24.736
Spalte nicht beherrschende Anteile
TEUR
Konzerneigenkapital
TEUR
Stand 31.12.2019 = 01.01.2020 18.653 37.031
Einstellung Kapitalrücklage 0 0
Umbuchungen 0 0
Entnahmen/Ausschüttungen -4.015 -8.194
übrige Veränderungen 2 -1
Konzernergebnis 8.501 17.073
Stand 31.12.2020 = 01.01.2021 23.141 45.909
Einstellung Kapitalrücklage   0
Umbuchungen 0 0
Entnahmen/Ausschüttungen -6.607 -13.484
übrige Veränderungen 7 3
Konzernergebnis 8.836 17.685
Stand 31.12.2021 25.377 50.113

Erläuterungen:

* = erwirtschaftetes Konzerneigenkapital = Ergebnisvortrag + Konzerngewinn

** = Summe = Eigenkapital A.I. - A.IV. gemäß Konzernbilanz zus.

Angaben gem DRS 22.60: Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum Bilanzstichtag TEUR 7.065 für Ausschüttungen an bzw. Entnahmen der Gesellschafter zur Verfügung.

Beim Eigenkapital anderer Gesellschafter beläuft sich der Betrag auf TEUR 7.150.

Sonstiger Berichtsteil

Ergebnisverwendung: Wir verweisen auf den Konzernanhang.

Billigung: Der Konzernabschluss wurde am 29. November 2022 gebilligt.

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