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MDR Media GmbH GmbH

ErfurtLeipzig, Deutschland ·HRB 517346 Jena ·mdrmedia.de
Teil 1 / 2

Strukturierte Daten

Geparste, typisierte und über die API direkt abfragbare Felder.

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Erich-Kästner-Straße 1b
99094 Erfurt
Handelsregister
HRB 517346, Jena
Eintragungsdatum
23. September 1992
Branche
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Werbeagenturen
Unternehmenszweck
Die Gesellschaft ist zum einen als Holdingund zum anderen als Werbegesellschaft tätig. Als Führungs- und Finanzholding mit zentralem Servicebereich für ihre Beteiligungsunternehmen obliegt der Gesellschaft die unternehmerische Steuerung sowie Kontrolle der operativen Beteiligungsunternehmen. Sie repräsentiert diese Unternehmen als Ganzes nach außen. Ferner bietet die Gesellschaft als Dienstleistungsholding ihren Beteiligungsunternehmen und Dritten mit ihrem zentralen Servicebereich verschiedene Dienstleistungen unter anderem in den Feldern Betriebswirtschaft, IT und Innovationsmanagement sowie Tätigkeiten auf dem Gebiet der Arbeitnehmerüberlassung an. Als Werbegesellschaft vermarktet die Gesellschaft Werbung und Sponsoring im Rundfunk (Fernsehen und Hörfunk) für den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) und kooperierende Rundfunkveranstalter. In diesem Rahmen plant und führt sie auch Werbemaßnahmen und Marketingaktivitäten im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit und Eigenwerbung des MDR durch, die geeignet sind, die Unternehmungen der Gesellschaft und die programmlichen und wirtschaftlichen Interessen des MDR und der kooperierenden Sender zu fördern. Die Gesellschaft stellt gegebenenfalls gemeinsam mit den anderen ARD-Werbegesellschaften Programmbeiträge nach den einschlägigen ARD-Regelungen bereit. Die Veranstaltung der Werbefernseh- und Werbehörfunksendungen einschließlich aller sendetechnischen Belange bleibt in der ausschließlich rundfunkrechtlichen Verantwortung des MDR. Die Gesellschaft hat die geltenden Richtlinien für die Durchführung der Hörfunk- und Fernsehwerbung einzuhalten. Gegenstand des Unternehmens sind weiterhin Betätigungen auf dem Gebiet der Herstellung und Verwertung von audiovisuellen Programmen und Multimedia-Anwendungen, die Entwicklung neuer mediennaher Geschäftsfelder sowie die Vorhaltung, Vermietung und Verpachtung von Studioeinrichtungen und Büroräumen für Film-, Fernseh- und sonstige audiovisuelle Produktionen.

Finanzen

Umsatz 2024
37,98 Mio. €
Mitarbeiter 2024
85
Bilanzsumme 2024
57,84 Mio. €
Jahresergebnis 2024
6,74 Mio. €
18 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 57,84 Mio
  • Anlagevermögen 56,7 % 32,79 Mio
  • Umlaufvermögen 29,3 % 16,94 Mio
  • Programmvermögen 13,8 % 7,99 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,2 % 111,9 k
Passivseite 57,84 Mio
  • Eigenkapital 63,8 % 36,91 Mio
  • Verbindlichkeiten 31,1 % 17,98 Mio
  • Rückstellungen 5,1 % 2,94 Mio
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 42,43 Mio
  • Umsatzerlöse 89,5 % 37,98 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 4,3 % 1,81 Mio
  • Sonstige betriebliche Erträge 2,1 % 887,4 k
  • Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 2,1 % 875,0 k
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,9 % 377,6 k
  • Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 0,7 % 282,8 k
  • Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 0,5 % −217,1 k
Aufwendungen 35,25 Mio
  • Programmaufwand 53,1 % −18,71 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 26,0 % −9,17 Mio
  • Personalaufwand 18,0 % −6,33 Mio
  • Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 2,0 % −700,0 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1,0 % −339,9 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % −1,9 k
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,0 % 712
  • Ergebnis nach Steuern 6,74 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 6,74 Mio
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GuV-Daten für 18 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Reinhard Hild seit 2022 Geschäftsführer
  • Wolf-Dieter Jacobi seit 2025 Geschäftsführer
  • André Hoffmann seit 2025 Prokura
  • Barbara Ottow seit 2025 Prokura
  • Barbara Voigt seit 2022 Prokura
  • Dirk Kretzschmar seit 2025 Prokura
6 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • Mitteldeutsche Rundfunk gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Leipzig DEU 100,0 % 18,6M €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Keine wirtschaftlich Berechtigten eindeutig zugeordnet — 1 mögliche Personen aus dem Transparenzregister.

Beteiligungen an

6 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2025
  2. 07.08.
    Eintritt eines Mitglieds
    Wolf-Dieter Jacobi · Geschäftsführer
  3. 10.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Barbara Ottow · Prokura
  4. 10.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    Dirk Kretzschmar · Gesamtprokura
  5. 10.02.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Barbara Ottow · Prokura
  6. 10.02.
    Austritt einer Position
    Uwe Geißler · Geschäftsführer
  7. 10.02.
    Änderung der Vertretungsbefugnis
    Dirk Kretzschmar · Prokura
  8. 10.02.
    Austritt einer Position
    Dirk Kretzschmar · Gesamtprokura
  9. 10.02.
    Eintritt eines Mitglieds
    André Hoffmann · Gesamtprokura
30 weitere Einträge API-Key holen →
Teil 2 / 2

Rohdaten & Dokumente

Originaldokumente, Markdown-Volltexte und PDFs – Volltext-Zugriff über die API.

Jahresabschlüsse (Volltext)

Veröffentlichte Berichte als Markdown – inklusive Lagebericht, Bilanz, GuV und Anhang.

  • 2024 Jahresabschluss
  • 2023 Jahresabschluss
  • 2022 Jahresabschluss
  • 2021 Jahresabschluss
  • 2020 Jahresabschluss
Vorjahresbericht – frei einsehbar

Jahresabschluss 2023

Veröffentlicht am 11. Februar 2025 · Quelle: Bundesanzeiger

MDR Media GmbH

Erfurt

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1 Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1.1 Umfeld und Strukturen

Die MDR Media GmbH (MDR Media) ist ein Beteiligungsunternehmen des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) und besteht aus den Bereichen Werbung und Beteiligungen.

Die Bündelung der in der MDR Media-Gruppe angesiedelten Tätigkeiten Werbung, Arbeitnehmerüberlassung, Content-Produktion und Technik-Dienstleistung ermöglicht es, diese nach einer einheitlichen Strategie auszurichten und zu steuern, um den Mitteldeutschen Rundfunk bei der Erfüllung seines Programmauftrages zu unterstützen.

Zum 31. Dezember 2023 bestand das Beteiligungsportfolio der MDR Media aus sechs (Vj neun) Tochterunternehmen (60 % bis 100 %), zwei Gemeinschaftsunternehmen (50 %) und drei (Vj. vier) Minderheitsbeteiligungen (< 50 %). Im Geschäftsjahr 2023 wurden vier Tochterunternehmen zu einer Gesellschaft (MCS TEAM GmbH) verschmolzen.

Mit drei Tochterunternehmen bestehen Gewinnabführungsverträge.

1.2 Aufgaben und Funktionen

Die Kerngeschäfte der MDR Media erstrecken sich primär auf die Vermarktung von Werbezeiten (Bereich Werbung) sowie auf Führungs- und Finanzdienstleistungen für die Tochter- und Beteiligungsgesellschaften (Bereich Beteiligungen).

Die Geschäftstätigkeit des Bereichs Werbung besteht insbesondere aus der werblichen Vermarktung der Programme des MDR. Dies geschieht im Wege der Einzelvermarktung oder gemeinsam mit den Angeboten anderer Sender, insbesondere denen der ARD-Anstalten. Die MDR Media und die Werbegesellschaften der anderen ARD-Landesrundfunkanstalten haben die ARD MEDIA GmbH (ARD MEDIA) mit der Vermarktung der Werbezeiten in nationalen Kombinationsangeboten in Fernsehen und Hörfunk beauftragt.

Der Bereich Beteiligungen koordiniert die Zusammenarbeit der einzelnen Gesellschaften des Verbundes und gibt die Leitlinien der strategischen Entwicklung vor. Daneben obliegt ihm im Innenverhältnis die unternehmerische Steuerung und Kontrolle der operativen Unternehmen. Für ihre Mehrheitsbeteiligungen übernimmt die MDR Media zudem die kaufmännische und juristische Betreuung. Des Weiteren hat sie mit der Arbeitnehmerüberlassung ein operativ agierendes Geschäft, das vor allem den MDR mit passgenauen Angeboten von Zeitarbeitskräften unterstützt.

2 Darstellung und Analyse des Geschäftsverlaufs und der wirtschaftlichen Lage

2.1 Ertragslage

Die MDR Media erzielte im Jahr 2023 einen Jahresüberschuss von TEUR 5.708 (i. Vj. TEUR 7.867) Dieser verringerte sich hauptsächlich aufgrund niedrigerer Umsätze des Bereichs Werbung sowie aufgrund notwendiger Wertberichtigungen auf Forderungen im Bereich Beteiligungen.

Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die MDR Media Umsatzerlöse von TEUR 35.813 (i. Vj. TEUR 40.907). Diese liegen damit um 12,5 % unter dem Wert des Vorjahres.

Die Umsätze des Bereichs Werbung sind aufgrund von Erlöseinbrüchen der ARD MEDIA im Geschäftsjahr 2023 erheblich gesunken. Trotz starker Vertriebsleistung und dem Übertreffen des Planziels in der Eigenvermarktung, konnten die nationalen Minderumsätze nicht vollständig ausgeglichen werden. Des Weiteren überlagert die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, gekennzeichnet durch ein hohes Inflationsniveau mit entsprechend gedämpftem Konsumklima und die damit zusammenhängende Werbekonjunktur, die Entwicklung der Umsatzerlöse.

Die Umsatzerlöse gliedern sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt:

Nettoumsatzerlöse 2023
TEUR
Anteil
in %
2022
TEUR
Anteil
in %
Fernsehwerbung 17.834 49,8 21.188 51,9
Hörfunkwerbung 13.617 38,0 15.173 37,2
Arbeitnehmerüberlassung 1.786 5,0 1.860 4,7
Dienstleistungen und Vermietung 934 2,6 972 2,4
Sponsoring Werbung 923 2,6 947 2,4
SAP- und DMS-Nutzerpauschalen 242 0,7 247 0,5
Sponsorenprovision Werbung 95 0,3 118 0,2
Übrige Umsatzerlöse Werbung 382 1,0 402 0,7
35.813 100,0 40.907 100,0

Aufgrund der Reduzierung der Umsatzerlöse fielen rd. TEUR 2.421 geringere originäre Programmaufwendungen an. Die verminderte Kostenerstattung beträgt TEUR 3.297 (i. Vj. TEUR 5.297). Unter Hinzurechnung der Kostenerstattung verringern sich die Programmaufwendungen gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 11,5 % auf TEUR 18.701 (i. Vj. TEUR 21.122). Der Anteil der Programmaufwendungen an den Nettoumsatzerlösen verschob sich von 55,9 % im Vorjahr auf 56,9 % im Berichtsjahr.

Die Steigerung der Personalaufwendungen um 1,9 % auf TEUR 6.438 (i. Vj. TEUR 6.318) resultiert insbesondere aus Gehaltsanpassungen und Inflationsausgleichszahlungen bei der Stammbelegschaft. Dem gegenüber verminderte sich die Mitarbeiterzahl in der Arbeitnehmerüberlassung korrespondierend zum Umsatz aus der Arbeitnehmerüberlassung.

Der sonstige betriebliche Aufwand verminderte sich auf TEUR 8.937 (i. Vj. TEUR 9.272). Die Reduzierung gegenüber dem Vorjahr resultiert in erster Linie aus dem Bereich Werbung, wobei insbesondere geringere Aufwendungen für programmunterstützende Maßnahmen und für ARD MEDIA Provisionen zu verzeichnen waren. Die Verringerung der ARD MEDIA Provisionen ist auf die gesunkenen Werbeerlöse der ARD MEDIA zurückzuführen. Für den Bereich Beteiligungen ist aufgrund einer Wertberichtigung auf Forderungen eines verbundenen Unternehmens ein Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verzeichnen, der jedoch durch die Reduzierungen insbesondere des Bereichs Werbung vollständig kompensiert werden konnte.

Erfreulich hat sich die Entwicklung des Beteiligungs- und Finanzergebnisses gezeigt, welches in Summe TEUR 3.972 erreichte (i. Vj. TEUR 3.670). Dabei erhöhte sich das Beteiligungsergebnis um TEUR 57 und das Finanzergebnis um TEUR 245.

Das Beteiligungsergebnis in Höhe von TEUR 3.611 (i. Vj. TEUR 3.554) betrifft mit TEUR 2.840 (i. Vj. 2.707) vor allem das Beteiligungsergebnis im engeren Sinne, welches aus den Gewinnabführungen der Tochtergesellschaften und Erträgen aus Beteiligungen besteht. Das Beteiligungsergebnis ist durch Erträge aus Zuschreibungen (TEUR 821; i. Vj. TEUR 851) und Abschreibungen auf Finanzanlagen (TEUR 50; i. Vj. TEUR 4) beeinflusst.Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR 361 (i. Vj. TEUR 116) hat sich vor allem auf Grund von höheren Guthabenzinsen bei Banken erhöht.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag resultieren aus Nachzahlungen für Vorjahre für den Bereich Beteiligungen. Ertragsteuern fallen aufgrund von bestehenden Verlustvorträgen nicht an.

2.2 Finanzlage

Die MDR Media sichert und steuert über einen Cash Pool neben der eigenen Liquidität die kurzfristige Liquidität der einbezogenen Töchter und Beteiligungen. Im Bilanzausweis der liquiden Mittel der Gesellschaft spiegeln sich die in den Cash Pool eingebrachten und beanspruchten finanziellen Mittel der Tochter- und Beteiligungsgesellschaften wider.

Die Liquidität der MDR Media besteht zum 31. Dezember 2023 aus Bankguthaben von TEUR 8.392 (i. Vj. TEUR 13.112). Dabei entfallen TEUR 1.960 (i. Vj. TEUR 3.465) der Bankguthaben auf die in den Cash Pool integrierten Tochter- und Beteiligungsunternehmen.

Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Ausschüttungen von TEUR 7.867 (i. Vj. TEUR 8.266) an den Gesellschafter.

Die MDR Media war jederzeit in der Lage, ihren gegenüber den finanzierenden Kreditinstituten bestehenden Verpflichtungen nachzukommen. Darüber hinaus finanziert sie Investitionsprojekte ihrer Tochtergesellschaften durch entsprechende Gesellschafterdarlehen. Im Geschäftsjahr 2023 sind TEUR 3.810 (i. Vj. TEUR 2.820) als Gesellschafterdarlehen zur Investitionsfinanzierung ausgereicht worden. Insgesamt bestehen zum Bilanzstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von TEUR 6.092 (i. Vj. TEUR 4.825), deren Laufzeit bis zu fünf Jahre beträgt.

2.3 Vermögenslage und Kapitalstruktur

Das Anlagevermögen zum 31. Dezember 2023 von TEUR 34.663 (i. Vj. TEUR 34.408) ist vollständig durch Eigenkapital finanziert, sodass eine vollständig fristenkongruente Finanzierung gegeben ist. Das Anlagevermögen umfasst hauptsächlich Finanzanlagen in Höhe von TEUR 33.927 (i. Vj. TEUR 33.634). Die Finanzanlagen erhöhten sich durch Darlehensausreichungen und Zuschreibungen, die die Darlehenstilgungen und Wertberichtigungen überstiegen.

Die Gesellschaft verfügt zum 31. Dezember 2023 über ein Eigenkapital von TEUR 36.471 (i. Vj. TEUR 38.631); davon gezeichnetes Kapital von TEUR 18.560. Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme stieg die Eigenkapitalquote auf 66 % (i. Vj. 65 %).

Die Verbindlichkeiten der MDR Media haben sich auf TEUR 15.819 (i. Vj. TEUR 18.226) gemindert. Ca. 39 % davon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 6.092), die sich gegenüber dem Vorjahr durch Darlehensaufnahmen erhöht haben. Weiterhin wesentlich sind die Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter von TEUR 4.610 (i. Vj. TEUR 5.850) sowie gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 2.748 (i. Vj. TEUR 4.186), die vor allem aus deren Cash Pool-Guthaben bestehen.

2.4 Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Trotz anhaltend rezessiver Tendenzen der Wirtschaft und höher geplanter Ergebnisse in den Bereichen Werbung und Beteiligungen verlief das Geschäftsjahr 2023 dennoch erfolgreich.

3 Prognosebericht

Der Jahresüberschuss 2023 der MDR Media liegt mit TEUR 5.708 um TEUR 1.192 unter der Prognose von TEUR 6.900.

Gründe hierfür sind geringere Umsätze im Bereich Werbung sowie insbesondere Wertberichtigungen auf Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen im Bereich Beteiligungen.

Der Jahresüberschuss 2024 der MDR Media wird mit TEUR 6.500 um TEUR 792 über dem des Berichtsjahres prognostiziert. Dabei wird von Umsatzerlösen in Höhe von TEUR 38.000 ausgegangen.

Für das Jahr 2024 erwarten wir keine rasche Erholung der bereits skizzierten werbewirtschaftlichen Lage. Zwar wird die nationale Vermarktung durch die ARD MEDIA durch anstehende Großsportereignisse (Fußball Europameisterschaft in Deutschland, olympische Sommerspiele in Paris) wieder an Fahrt gewinnen, jedoch prognostizieren wir weiterhin einen zurückhaltenden Einsatz von Werbebudgets in den werbetragenden Programmen des MDR. Hinzu kommen negative Effekte aus der fortschreitenden Digitalisierung, weiterhin sinkende Reichweiten in den linearen Programmen und eine stark fragmentierte Mediennutzung. Diese zunehmenden Einflüsse bewirken einen Rückgang der klassischen Werbung über alle Programmschienen.

Im Jahr 2023 wurde begonnen, das neue Unit "Programmverwertung & Lizenzen" im Bereich Werbung aufzubauen. Hierdurch wird eine Chance gesehen, langfristig die abnehmenden linearen Werbeerlöse teilweise zu kompensieren.

Trotz allgegenwärtiger Krisen, Inflation und massiver Verunsicherung blicken Analysten vergleichsweise positiv auf die Entwicklungen in der deutschen Wirtschaft und im Werbemarkt. Ob sich eine nachhaltige Erholung in den Märkten einstellt, wird auch von der Verbesserung des derzeit schlechten Konsumklimas abhängen.

Im Bereich Beteiligungen wird mit einer stabilen Umsatzentwicklung sowohl aus Arbeitnehmerüberlassung als auch aus Dienstleistungen gerechnet. Das Beteiligungsergebnis im engeren Sinne wird auf nahezu gleichem Niveau wie 2023 mit TEUR 2.850 erwartet.

Der MDR Media obliegt es, den Finanzbedarf der Konzerngesellschaften aus Investitionsprojekten zu bündeln und über Gesellschafterdarlehen der MDR Media zu decken. Darüber hinaus werden auch eigene Investitionsprojekte extern finanziert. Im Geschäftsjahr 2024 sollen insgesamt TEUR 6.300 Bankdarlehen aufgenommen werden.

Durch den anhaltenden kriegerischen Konflikt in der Ukraine, die Energiekrise und die Inflation wird die Werbewirtschaft je nach Dauer und Intensität mittelbar über die Werbebudgets mäßig bis sehr stark betroffen sein. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese makroökonomischen Entwicklungen auf beide Bereiche der MDR Media auswirken.

4 Risiko- und Chancenbericht

Das Risikomanagementsystem (RMS) der MDR Media basiert auf der Konzernrichtlinie "Risiko- und Chancenmanagement".

Während die Risiken aus dem Ukraine-Krieg und der Corona-Pandemie sich spürbar abgeschwächt zeigen, münden deren Auswirkungen u.a. nun in dem Spitzenrisiko der gesamtwirtschaftlichen Konjunkturschwäche. Die nationale Konjunkturstimmung bleibt pessimistisch und multiple Krisenlagen mit ihren Folgen belasten Wirtschaft und Gesellschaft. Obwohl die Preise in einigen Bereichen gesunken sind, bleiben sie auf vielen Ebenen des wirtschaftlichen Prozesses hoch und dämpften das Wirtschaftswachstum. Die Inflationsrate entwickelt sich zwar inzwischen sichtbar rückläufig, erreichte allerdings im Geschäftsjahr 2023 den hohen Vorjahreswert und dämpft in Verbindung mit einem gestiegenen Zinsniveau die Wirtschaftsleistung. Die Erhöhung der Leitzinsen zur Eindämmung der Inflation führt aber gleichzeitig zu realem Bruttoinlandsprodukt (BIP)-Verlusten in Deutschland, welches aufgrund seines kapitalintensiven verarbeitenden Gewerbes besonders betroffen ist. Nebenbei prägt Unsicherheit das Ausgabeverhalten von Verbrauchern und Unternehmen und belastet das Konsumklima zusätzlich. Die genannten Faktoren spiegeln sich anhaltend in der gesamten Werbe- und Medienwirtschaft wider und beeinflussen damit ganz unmittelbar auch die MDR Media.

Abseits der konjunkturellen Schwäche haben sich im Berichtsjahr einige festgestellte Risiken gegenüber dem Vorjahr inhaltlich nicht wesentlich geändert, aber in ihren Determinanten (Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) leicht verschärft. So wird das fortgesetzte Risiko der Abhängigkeit vom Kernkunden MDR aufgrund vielfältiger Herausforderungen im Sender wie Beitragsdiskussionen und eine sinkende Zahl an Beitragszahlenden, politische Entwicklungen, aber auch Spardruck und vergaberechtliche Regelungen als leicht erhöht eingeschätzt.

Seit der Fusion zur MDR Media agieren nun die Bereiche Werbung und Beteiligungen gemeinsam erfolgreich im Werbe- bzw. Medienmarkt. Die Branchenentwicklung in beiden Bereichen ist dabei ebenfalls mit ernstzunehmenden Risiken behaftet. Daher wird in regelmäßig erstellten Monats- und Quartalsberichten insbesondere die Einhaltung der Planansätze überwacht und über eventuelle Abweichungen gegenüber den Vorjahren berichtet. Die Quartalsberichte werden dem Aufsichtsrat und dem Gesellschafter übermittelt und dienen vor allem der Überwachung und Steuerung operativer Risiken.

Die Geschäftstätigkeit des Bereichs Werbung wird maßgeblich durch die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und die damit zusammenhängende Werbekonjunktur beeinflusst. Die Bundesregierung erwartet in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2024 eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 %. Darüber hinaus ist die Reichweitenentwicklung der Programme von wesentlicher Bedeutung für den Vermarktungserfolg. Zu den Programmreichweiten und zur Absatz- und Umsatzentwicklung werden der Geschäftsleitung über ein IT-gestütztes Dispositionssystem kontinuierlich aktuelle Informationen zur Verfügung gestellt. Außerdem werden die branchenspezifischen Auswertungen der Beteiligung ARD MEDIA insbesondere zur Überwachung des nationalen Werbegeschäfts, das im Berichtsjahr ganz besonders mit Krisenlagen belastet war, genutzt.

Die Chancen für den Bereich Werbung werden vor allem in der Weiterentwicklung des Portfolios mit dem Hintergrund des Agenturgedankens und dem Rechteerwerb sowie in einer möglichen Öffnung von Audio- und Mediatheken für die Werbevermarktung gesehen. Vor dem Hintergrund der Diskussion um einen stabilen Rundfunkbeitrag steigt die Relevanz von Werbeerlösen. Aufgrund des geänderten Mediennutzungsverhaltens ist eine Prüfung des geltenden Telemedienwerbeverbots künftig ggf. denkbar. Eine weitere Chance liegt in der Prüfung des geltenden TV-Sponsoringverbots nach 20 Uhr.

Die Ergebnisse des Bereiches Beteiligungen sind im hohen Maße vom wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen der MDR Media-Gruppe im regionalen und teilweise auch überregionalen Medienmarkt abhängig. Der Fokus liegt dabei in erster Linie auf der Situation des Hauptkunden MDR und dem Konkurrenzdruck durch Mitbewerber.

Chancen werden in der im Geschäftsjahr 2023 erfolgten Konsolidierung von vier technischen Dienstleistungsunternehmen zur MCS TEAM GmbH gesehen, da die künftig veränderten Aufgaben somit gebündelt werden und zu flexibleren Lösungen führen.

In Ergänzung der Risikoerhebung zu den strategischen und operativen Geschäftsrisiken wird in den Tochter- und Beteiligungsunternehmen eine gesonderte Risikoerhebung im Bereich Compliance durchgeführt. Hier zeigten sich keine wesentlichen Veränderungen zu den Compliance-Risikoerhebungen der vorhergehenden Jahre. Folglich wiesen die erhobenen Daten für beide Bereiche der MDR Media, wie auch für die jeweiligen Beteiligungsunternehmen keine kritischen Risiken aus. Programmatisch wird dementsprechend die kontinuierliche Verstetigung der Compliance-Kultur innerhalb des MDR Media Konzerns, insbesondere durch Sensibilisierung und Wissensvermittlung mittels Schulungen sowie jeweils für den Einzelfall angemessener Kommunikationsmethoden, weiterzuführen sein. Ebenso werden, beispielsweise durch gesetzliche Vorgaben oder aktuell die kürzlich veröffentlichte Neufassung der ARD-weiten Compliance-Standards, stetig neue Impulse in den laufenden Verbesserungsprozess einfließen.

Zum derzeitigen Stand schätzt die Geschäftsführung die Risikoauswirkungen als leicht verschlechtert gegenüber dem Vorjahr ein, da sich zunehmend negative Entwicklungen und Unsicherheiten im gesamtwirtschaftlichen Kontext zeigen. Die eingerichteten internen Kontrollen gewährleisten dabei eine hinreichende Risikoüberwachung.

Bestandsgefährdende Risiken für die Gesellschaft wurden nicht identifiziert.

 

Erfurt, 08. Mai 2024

gez. Uwe Geißler, Geschäftsführer

gez. Reinhard Hild, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 186.012,63 183.935,11
2. Geleistete Anzahlungen 78.170,00 43.729,28
264.182,63 227.664,39
II. Sachanlagen
1. Rundfunktechnische Anlagen und Maschinen 6.574,02 7.525,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 465.371,86 538.753,58
471.945,88 546.279,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.694.754,84 8.224.231,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.795.278,25 11.973.136,40
3. Beteiligungen 13.437.076,56 13.437.076,56
33.927.109,65 33.634.444,00
34.663.238,16 34.408.387,74
B. Programmvermögen
1. Fertige Produktionen 4.189.461,63 3.450.329,43
2. Unfertige Produktionen 3.834.815,70 3.197.498,96
8.024.277,33 6.647.828,39
C. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 548.128,28 709.188,77
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.645.111,66 2.587.713,08
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 356.470,47 495.505,54
4. Forderungen gegen Gesellschafter 455.895,75 378.984,33
5. Sonstige Vermögensgegenstände 628.546,68 742.269,14
3.634.152,84 4.913.660,86
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 8.392.015,68 13.111.792,96
12.026.168,52 18.025.453,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 181.382,16 176.520,39
54.895.066,17 59.258.190,34

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 18.560.000,00 18.560.000,00
II. Kapitalrücklage 3.758.179,93 3.758.179,93
III. Gewinnrücklagen
1. Sonderrücklage gemäß § 27 Abs.2 DMBilG 3.312.587,47 3.312.587,47
2. Sonderrücklage gemäß § 17 Abs.4 DMBilG 531.411,22 531.411,22
3.843.998,69 3.843.998,69
IV. Gewinnvortrag 4.601.381,28 4.601.381,28
V. Jahresüberschuss 5.707.596,87 7.866.947,77
36.471.156,77 38.630.507,67
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 977.560,00 1.005.191,00
2. Sonstige Rückstellungen 1.627.317,69 1.396.279,30
2.604.877,69 2.401.470,30
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.092.414,00 4.824.827,76
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 732.982,40 869.127,01
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.748.248,00 4.185.875,41
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.523.737,13 2.366.934,19
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.609.913,46 5.849.756,61
6. Sonstige Verbindlichkeiten 111.736,72 129.691,39
- davon aus Steuern: EUR 98.862,68 (Vorjahr: EUR 110.722,62)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 2.311,68 (Vorjahr: EUR 0,00)
15.819.031,71 18.226.212,37
54.895.066,17 59.258.190,34

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 35.812.798,03 40.907.122,08
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.042.551,77 1.033.169,10
3. Programmaufwand
a) Kostenerstattung MDR -3.297.301,62 -5.296.676,01
b) GEMA-Gebühren -806.683,23 -933.716,78
c) GVL-Gebühren -288.952,00 -289.391,60
d) Vorabendprogramm -12.998.442,55 -13.434.840,44
e) Programmnebenkosten -1.310.006,69 -1.167.760,59
-18.701.386,09 -21.122.385,42
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -5.439.121,02 -5.369.251,15
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -999.114,62 -948.798,96
- davon für Altersversorgung: EUR 22.556,09 (Vorjahr: EUR 13.729,23)
-6.438.235,64 -6.318.050,11
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -217.218,79 -184.647,78
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -8.936.806,69 -9.271.559,36
- davon nach Artikel 67 Abs.1 EGHGB: EUR 9.361,00 (Vorjahr: EUR 9.400,00)
7. Erträge aus Beteiligungen 1.647.650,54 1.511.865,83
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.192.165,40 1.195.061,07
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 184.735,85 134.957,41
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 184.735,85 (Vorjahr: EUR 134.957,41)
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 285.028,92 44.612,65
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 100.326,39 (Vorjahr: EUR 35.177,85)
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen -50.000,00 -3.617,21
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -108.296,78 -63.835,71
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.820,15 6.812,22
14. Ergebnis nach Steuern 5.711.166,37 7.869.504,77
15. Sonstige Steuern -3.569,50 -2.557,00
16. Jahresüberschuss 5.707.596,87 7.866.947,77

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

1 Allgemeine Angaben

Die MDR Media GmbH (MDR Media) hat ihren Sitz in Erfurt und ist in das Handelsregister beim Amtsgericht Jena (HR B 517346) eingetragen.

Die MDR Media beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich Bilanzierung, Bewertung und Gliederung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches, des GmbH-Gesetzes und rundfunkspezifische Besonderheiten. Gemäß § 267 Abs. 3 i. V. m. Abs. 4 HGB ist die MDR Media eine große Kapitalgesellschaft.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Bilanzgliederung gemäß § 266 HGB wurde unter Berücksichtigung der spezifischen Verhältnisse der Gesellschaft um das Programmvermögen erweitert.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB wurde zur Verbesserung der Aussagekraft um den Posten Programmaufwand erweitert.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung zeitanteilig und planmäßig linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer beträgt i. d. R. drei bis fünf Jahre.

Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, solche mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Abschreibungen erfolgen nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauern orientieren sich an den steuerlichen AfA-Tabellen (Mindestsätze) sowie an den in den "Richtlinien über einheitliche Abschreibungssätze für die ARD" festgelegten Prozentsätzen. Die Nutzungsdauern betragen im Einzelnen:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 5 Jahre
Rundfunktechnische Anlagen und Maschinen 3 bis 10 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 13 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden - mit Ausnahme der im Jahr 2022 angeschafften Möbelerstausstattung im Rahmen des Umzugs in Höhe von TEUR 125 - im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Abgang behandelt. Bis zum 31. Dezember 2019 wurde für geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungswert über EUR 250,00 netto und unter EUR 1.000,00 netto lag, teilweise die Sammelpostenregelung (Abschreibung des Sammelpostens über 5 Geschäftsjahre) angewandt.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert aufgrund voraussichtlich dauernder Wertminderung bewertet.

Noch nicht gesendetes Programmvermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt. Gemäß Bewertungsmodell der ARD-Werbegesellschaften werden erstausgestrahlte Repertoireprogramme mit 90 % der Anschaffungskosten als Programmaufwand ausgewiesen. Die verbleibenden Restbuchwerte werden in den drei Folgejahren unabhängig vom Zeitpunkt der Wiederholung in gleichmäßigen Tranchen abgeschrieben, spätestens jedoch mit Lizenzende. Bei Programmen ohne Wiederholungsmöglichkeit im ARD-Vorabendprogramm werden bei Erstsendung 100 % der Anschaffungskosten sofort als Programmaufwand ausgewiesen. Programmvermögen ohne Ausstrahlungsmöglichkeit wird außerplanmäßig abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Liquide Mittel werden mit dem Nennwert bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionen werden nach der projizierten Einmalbetragsmethode (Projected-Unit-Credit-Methode bzw. PUC-Methode) bewertet. Für die Umstellung nach Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz zum 1. Januar 2010 wurden die Rückstellungen auf Basis der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck und auf der Grundlage eines Rechnungszinssatzes von 5,25 % bewertet. Die sich hieraus ergebende Aufwertung wird über die folgenden 15 Jahre, bis spätestens zum 31. Dezember 2024, zu mindestens 1/15 der Gesamtrückstellungshöhe zugeführt und als davon-Vermerk bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen als "Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB" ausgewiesen. Zum 31. Dezember 2023 ergibt sich aufgrund der Anwendung des Wahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB ein Betrag der Unterdeckung der Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 5. Bei der handelsrechtlichen Bewertung der Pensionszusagen zum 31. Dezember 2023 wurden die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck, ein Zinssatz von 1,82 % (Zehn-Jahres-Durchschnittssatz) sowie ein Gehalts- und Rententrend von durchschnittlich 2,25 % zu Grunde gelegt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um alle zum Bilanzstichtag ungewissen Verbindlichkeiten abzudecken.

Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

3 Erläuterungen zur Bilanz

3.1 Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sind im Anlagespiegel dargestellt (Anlage zum Anhang).

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Aus Gründen der Klarheit und Übersichtlichkeit werden Forderungen und Verbindlichkeiten aus verschiedenen Leistungsarten trotz Gleichartigkeit und gleicher Fristigkeiten nicht saldiert ausgewiesen.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben bis auf TEUR 90 (Vj. TEUR 107) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen mit TEUR 453 (Vj. TEUR 383) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Vermögensgegenstände. Die Forderungen gegen Gesellschafter betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 356 (Vj. TEUR 496) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Vermögensgegenstände.

3.3 Guthaben bei Kreditinstituten

Zur Optimierung des Cash- und Liquiditätsmanagements führt die MDR Media-Gruppe ein Cash Pool-System bei der DONNER & REUSCHEL AG, München. Die dem Cash Pool zugeführten liquiden Mittel der einbezogenen verbundenen und Beteiligungsunternehmen werden dabei auf dem Geschäftskonto der MDR Media zusammengeführt und als liquide Mittel im Jahresabschluss bilanziert. Von den ausgewiesenen Guthaben wurden zum Stichtag TEUR 1.960 laufende Bankguthaben für Tochter- und Beteiligungsunternehmen verwaltet. Korrespondierend zu den Cash Pool-Guthaben werden in gleicher Höhe Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber diesen Unternehmen ausgewiesen.

3.4 Eigenkapital

Das voll eingezahlte gezeichnete Kapital beträgt TEUR 18.560.

Die Geschäftsanteile werden zum Bilanzstichtag wie folgt gehalten:

TEUR %
Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), Gemeinnützige Anstalt des öffentlichen Rechts, Leipzig 18.560 100,0

Vom Bilanzgewinn ist ein Betrag in Höhe von TEUR 8 (Vj. TEUR 39) aufgrund der Umbewertung der Pensionsrückstellungen (Änderung des Durchschnittszinssatzes von 7- auf 10-Jahreszeitraum 2016, § 253 Abs. 6 HGB) ausschüttungsgesperrt.

3.5 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich mögliche Sozialplanverpflichtungen, Tantiemen und Prämien, Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern aus ausstehendem Urlaub und Mehrarbeit sowie ausstehende Eingangsrechnungen.

3.6 Verbindlichkeiten

Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2023
EUR
bis zu einem Jahr
EUR
über einem Jahr
EUR
davon mehr als fünf Jahre
EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 6.092.414,00 2.532.414,00 3.560.000,00 0,00
(Vorjahr) (4.824.827,76) (2.432.413,76) (2.392.414,00) (0,00)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 732.982,40 732.982,40 0,00 0,00
(Vorjahr) (869.127,01) (869.127,01) (0,00) (0,00)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.748.248,00 2.748.248,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (4.185.875,41) (4.185.875,41) (0,00) (0,00)
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.523.737,13 1.523.737,13 0,00 0,00
(Vorjahr) (2.366.934,19) (2.366.934,19) (0,00) (0,00)
5. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 4.609.913,46 4.609.913,46 0,00 0,00
(Vorjahr) (5.849.756,61) (5.849.756,61) (0,00) (0,00)
6. Sonstige Verbindlichkeiten 111.736,72 111.736,72 0,00 0,00
(Vorjahr) (129.691,39) (129.691,39) (0,00) (0,00)
15.819.031,71 12.259.031,71 3.560.000,00 0,00
(Vorjahr) (18.226.212,37) (15.833.798,37) (2.392.414,00) (0,00)

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt- und Kreissparkasse Leipzig, Leipzig, (TEUR 5.320) sind wie folgt besichert:

Art der Sicherheit Sicherungsgeber Betrag
TEUR
Abtretung Forderungen MCS TEAM GmbH 3.700
Mithaftung MCS TEAM GmbH 1.620

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Commerzbank AG, Frankfurt am Main, betragen TEUR 772. Maßgebliche Grundlage der Darlehensverträge ist, dass die Gewinnabführungsverträge mit drei verbundenen Unternehmen unverändert bestehen bleiben.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen mit TEUR 40 (Vj. TEUR 61) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen mit TEUR 1.321 (Vj. TEUR 2.142). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Verbindlichkeiten. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen mit TEUR 3.949 (Vj. TEUR 5.832) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und im Übrigen sonstige Verbindlichkeiten.

4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Besteuerung der Werbeeinnahmen der Landesrundfunkanstalten der ARD ist seit dem 1. Januar 2001 in § 8 Abs. 1 Satz 3 Körperschaftsteuergesetz geregelt. Danach bemisst sich die Steuerlast auf Grundlage einer Gewinnpauschale in Höhe von 16 % des Netto-Umsatzes aus Hörfunk- und Fernsehwerbung sowie Sponsoring.

Zur praktischen Umsetzung der gesetzlichen Regelung und zur Weiterberechnung pauschaler Rahmenprogrammkosten vom MDR an die Gesellschaft wird auf Ebene der MDR Media GmbH eine Spartenrechnung durchgeführt, die das reine Geschäft aus dem Verkauf von Hörfunk- und Fernsehwerbezeiten von den übrigen Geschäftsaktivitäten trennt. Gemäß den gesetzlichen Festlegungen wird in der Sparte Werbung im engeren Sinne ein Pauschalgewinn von 16 % der Netto-Werbeumsätze ausgewiesen. Diese Gewinn-Regelung unterstellt demnach pauschale Betriebsausgaben in Höhe von 84 % der Werbeumsätze. Die Kostenerstattung wird folglich als Differenzbetrag von 84 % der Netto-Umsatzerlöse abzüglich der direkt der Sparte Werbung im engeren Sinne zurechenbaren Aufwendungen errechnet.

Das Ergebnis der Sparte Werbung im engeren Sinne wird unter steuerlichen Gesichtspunkten dem BgA "Werbung" auf Ebene des Gesellschafters MDR zugeordnet.

Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt:

2023
TEUR
2022
TEUR
Fernsehwerbung 17.834 21.188
Hörfunkwerbung 13.617 15.173
Arbeitnehmerüberlassung 1.786 1.860
Dienstleistungen 934 972
Sponsoring 923 947
SAP- und DMS-Nutzerpauschalen 242 247
Sponsorenprovision 95 118
Sonstige 382 402
35.813 40.907

5 Sonstige Angaben

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen i. S. d. § 285 Satz 1 Nr. 3a HGB

Die nachfolgend aufgeführten sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Gesellschaft betragen auf der Basis geschlossener Verträge zum 31. Dezember 2023 insgesamt TEUR 3.721.

Gesamt
TEUR
2024
TEUR
2025
TEUR
2026 und später
TEUR
Bestellobligo 813 541 254 18
Mietverpflichtungen 2.731 356 328 2.047
Leasingverpflichtungen 149 78 55 16
Investitionsobligo 28 28 0 0
3.721 1.003 637 2.081
- davon gegenüber verbundenen Unternehmen 311 229 64 18

5.2 Angabe gemäß § 285 Nr. 31 HGB

Das Jahresergebnis ist von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen ein verbundenes Unternehmen von TEUR 1.250 sowie von Zuschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 821 und Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 50 beeinflusst.

5.3 Durchschnittliche Arbeitnehmerzahl

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 88 (Vj. 92). Von den Arbeitnehmern (ohne Geschäftsführer und Auszubildende) sind durchschnittlich 26 in der Arbeitnehmerüberlassung, 41 in der Verwaltung und 21 im Verkauf/Kommunikation/Technik tätig.

5.4 Anteilsbesitz

Name, Sitz Anteile
%
Nennkapital 31.12.2023
TEUR
Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
Jahresergebnis 2023
TEUR
AVI.DAT Software & Technology GmbH, Leipzig 100 257 557 [1] 0 [1]
DREFA Immobilien Management GmbH, Leipzig 100 500 1.180 [1] 0 [1]
MCS TEAM GmbH, Magdeburg [2] 100 1.650 1.984 [1] 0 [1]
Media City Atelier (MCA) GmbH, Leipzig 100 1.300 1.528 [3] 282 [3]
Saxonia Entertainment GmbH i. L., Magdeburg 100 500 136 [4] -159 [4]
Mideu Films GmbH, Erfurt 60 550 -645 [3] -1.224 [3]
Synchron- und Tonstudio Leipzig GmbH, Leipzig 50 102 250 [3] 38 [3]
SARAG Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Grünwald [5] 50 102 91 [6] 0 [6]
Saxonia Media Filmproduktionsgesellschaft mbH, Leipzig 49 500 2.195 [7] 1.695 [7]
Bavaria Film GmbH, Geiselgasteig 16,64 29.990 66.979 [7] 4.845 [7]
ARD MEDIA GmbH, Frankfurt am Main 11,11 135 6.124 [8] 711 [8]

[1] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023, zwischen der Gesellschaft und der MDR Media GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

[2] Bei der Gesellschaft handelt es sich um die umfirmierte Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen-Anhalt, auf die rückwirkend zum 1. Januar 2023 die Verschmelzung durch Aufnahme der Media & Communication Systems (MCS) GmbH Sachsen, der Media & Communication Systems (MCS) GmbH Thüringen und der Media Mobil GmbH erfolgte.

[3] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023.

[4] Gemäß geprüftem Abschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Januar 2023 zum 1. Juni 2023. Die Gesellschaft befindet sich seit 2. Juni 2023 in Liquidation.

[5] Beteiligung als persönlich haftender Gesellschafter.

[6] Gemäß Liquidationsschlussbilanz zum 31. Dezember 2023.

[7] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Januar 2023.

[8] Gemäß geprüftem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022.

Die MDR Media ist persönlich haftende Gesellschafterin der SARAG Grundstücks-Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG i. L., Grünwald, mit einer Einlage von TEUR 51. Die MDR Media hält 50 % der Gesellschaftsanteile an der SARAG KG i. L. Die Gesellschaft beendete ihre Geschäftstätigkeit planmäßig und gewinnbringend zum 30. Juni 2019 und befindet sich seit dem 1. Juli 2019 in Liquidation. In der Liquidationsschlussbilanz zum 31. Dezember 2023 weist die SARAG KG i. L. bei einem Eigenkapital von TEUR 91 ein Jahresergebnis von EUR 165,05 aus. Ein konkreter zusätzlicher Gewinnanteil zum 31. Dezember 2023 wurde bilanziell nicht erfasst, da der Gesellschafterbeschluss zur Beendigung der Liquidationsphase noch aussteht. Nach Beendigung der Liquidation soll auch das Beteiligungsengagement der MDR Media enden.

5.5 Gesellschaftsorgane

Mitglieder der Geschäftsführung waren im Geschäftsjahr 2023:

- Herr Boris Lochthofen, Erfurt (bis 31.12.2023),

- Herr Uwe Geißler, Leipzig,

- Herr Reinhard Hild, Erfurt

Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Personen an:

- Herr Ralf Ludwig, Intendant des MDR, Vorsitzender (ab 11.12.2023), Mitglied (bis 10.12.2023)

- Frau Prof. Dr. Karola Wille, Intendantin des MDR, Vorsitzende (bis 31.10.2023)

- Herr Dr. Ulrich Liebenow, Betriebsdirektor des MDR, stellvertretender Vorsitzender; kommissarische Amtsausübung als Vorsitzender (vom 01.11.2023 bis 10.12.2023)

- Frau Jana Brandt,Programmdirektorin des MDR, Halle

- Herr Rainer Olmes, (bis 31.12.2023), Ministerialdirigent Staatskanzlei Sachsen-Anhalt a. D.

- Herr Markus Schlimbach,Vorsitzender des DGB Sachsen

- Herr Klaus Brinkbäumer, Programmdirektor des MDR, Leipzig

- Frau Dr. Marita Kasper, Referatsleiterin in der Thüringer Staatskanzlei

- Herr Dietrich Bauer, Vorsitzender des Rundfunkrates des MDR

- Frau Birgit Diezel, Vorsitzende des Verwaltungsrates des MDR

5.6 Gesamtbezüge der Gesellschaftsorgane

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Jahr 2023 auf TEUR 34.

5.7 Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

5.8 Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Das Geschäftsjahr 2023 schließt mit einem Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 5.708 ab. Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss vollständig an den Gesellschafter auszuschütten.

5.9 Konzernabschluss

Die MDR Media GmbH stellt einen Konzernabschluss auf, der im Unternehmensregister offengelegt wird.

 

Erfurt, 08. Mai 2024

gez. Uwe Geißler, Geschäftsführer

gez. Reinhard Hild, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 845.337,43 32.213,42 26.432,61 34.729,28 885.847,52
2. Geleistete Anzahlungen 43.729,28 69.170,00 0,00 -34.729,28 78.170,00
889.066,71 101.383,42 26.432,61 0,00 964.017,52
II. Sachanlagen
1. Rundfunktechnische Anlagen und Maschinen 328.025,61 2.615,00 5.821,76 0,00 324.818,85
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.065.774,47 87.557,17 214.741,10 0,00 938.590,54
1.393.800,08 90.172,17 220.562,86 0,00 1.263.409,39
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 10.902.576,83 0,00 0,00 0,00 10.902.576,83
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 12.507.801,61 3.810.000,00 4.288.386,40 0,00 12.029.415,21
3. Beteiligungen 13.860.236,59 0,00 423.160,03 0,00 13.437.076,56
37.270.615,03 3.810.000,00 4.711.546,43 0,00 36.369.068,60
39.553.481,82 4.001.555,59 4.958.541,90 0,00 38.596.495,51
kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Zuschreibungen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 661.402,32 64.865,18 26.432,61 0,00 699.834,89
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
661.402,32 64.865,18 26.432,61 0,00 699.834,89
II. Sachanlagen
1. Rundfunktechnische Anlagen und Maschinen 320.499,84 3.566,75 5.821,76 0,00 318.244,83
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 527.020,89 148.786,86 202.589,07 0,00 473.218,68
847.520,73 152.353,61 208.410,83 0,00 791.463,51
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.678.345,79 50.000,00 0,00 520.523,80 2.207.821,99
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 534.665,21 0,00 0,00 300.528,25 234.136,96
3. Beteiligungen 423.160,03 0,00 423.160,03 0,00 0,00
3.636.171,03 50.000,00 423.160,03 821.052,05 2.441.958,95
5.145.094,08 267.218,79 658.003,47 821.052,05 3.933.257,35
Restbuchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 186.012,63 183.935,11
2. Geleistete Anzahlungen 78.170,00 43.729,28
264.182,63 227.664,39
II. Sachanlagen
1. Rundfunktechnische Anlagen und Maschinen 6.574,02 7.525,77
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 465.371,86 538.753,58
471.945,88 546.279,35
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 8.694.754,84 8.224.231,04
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 11.795.278,25 11.973.136,40
3. Beteiligungen 13.437.076,56 13.437.076,56
33.927.109,65 33.634.444,00
34.663.238,16 34.408.387,74

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MDR Media GmbH, Erfurt

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MDR Media GmbH, Erfurt, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MDR Media GmbH, Erfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.

Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Leipzig, den 17. Mai 2024

Baker Tilly GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Düsseldorf)

Antje Dominiak, Wirtschaftsprüferin

Dirk Luther, Wirtschaftsprüfer

Feststellung des Jahresabschlusses 2023 und Ergebnisverwendung

Die Gesellschafterversammlung stellte am 24. Juni 2024 den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 fest und beschloss, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 5.707.596,87 auf neue Rechnungs vorzutragen.

Aufsichtsratssitzung am 24. Juni 2024

TOP 3 - Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Bericht des Aufsichtsrates der MDR Media GmbH

Der Aufsichtsrat hat sich über den Gang der Geschäfte und die Lage des Unternehmens regelmäßig unterrichtet und die Geschäftsführung der Gesellschaft auf Grund schriftlicher und mündlicher Berichterstattung überwacht.

Im Geschäftsjahr 2023 haben zwei Sitzungen des Aufsichtsrates stattgefunden. Dabei wurde neben den laufenden Geschäften vor allem die Strategie der Unternehmensgruppe besprochen.

Eingehend behandelt wurden auch die vorgenommenen strukturellen Anpassungen an die Marktveränderungen, die Unternehmensplanung und der Vergleich des Geschäftsverlaufs mit den erwarteten Zahlen. Der Entwurf des Businessplans (Wirtschaftsplans) 2024 wurde geprüft und der Gesellschafterversammlung am 11.12.2023 empfohlen, diesen zu genehmigen.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrates hat mit der Geschäftsführung auch außerhalb der Sitzungen des Aufsichtsrates in Einzelgesprächen die Lage der Gesellschaft und ihre weitere Entwicklung erörtert.

Die Zusammensetzung des Aufsichtsrates ergibt sich aus dem Anhang der MDR Media GmbH für das Geschäftsjahr 2023, Punkt 5.5.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Lagebericht der MDR Media GmbH und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2023 sind von dem durch die Gesellschafterversammlung gewählten und vom Aufsichtsrat beauftragten Abschlussprüfer, der Baker Tilly GmbH & Co KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern ausgehändigt. Der Aufsichtsrat hat die Abschlüsse sowie die Prüfungsberichte in Anwesenheit der Wirtschaftsprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat das Ergebnis der Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat vorgenommenen Prüfung des Jahresabschlusses, des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung sind Einwendungen nicht zu erheben. Die von der Geschäftsführung für die Gesellschaft und den Konzern vorgelegten Jahresabschlüsse und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden vom Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. Juni 2024 gebilligt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der MDR Media GmbH zum 31.12.2023 mit folgenden Eckwerten geprüft:

Umsatzerlöse 35.813 TEUR
Jahresüberschuss 5.708 TEUR
Investitionen 4.002 TEUR
Mitarbeitende (gem. § 267 Abs. 5 HGB) 88 Mitarbeitende

Bei der Prüfung des Jahresabschlusses und der Prüfung gemäß § 53 Haushaltsgrundsätzegesetz (HGrG) sowie der Marktkonformität gemäß § 43 Abs. 1 S. 2 Medienstaatsvertrag (MStV) haben sich keine Beanstandungen ergeben.

An dieser Sitzung haben auch die unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer teilgenommen und ihre Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses erläutert.

Der Aufsichtsrat leitet den geprüften und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft versehenen Jahresabschluss sowie die Berichte nach § 53 HGrG und nach § 43 Abs. 1 S. 2 MStV über die Prüfung der Marktkonformität an die Gesellschafterversammlung weiter und empfiehlt dieser einstimmig:

1. den Jahresabschluss festzustellen,

2. a) den Jahresüberschuss von 5.707.596,87 EUR, entfallend auf:

• Sparte Werbung 5.392.984,36 EUR
• Sparte Beteiligungen 30.771,23 EUR
• Sonstiges 283.841,28 EUR

und

b) für die Sparte Beteiligungen zusätzlich einen Betrag in Höhe von 519.228,77 EUR aus dem Gewinnvortrag aus Vorjahren

sowie

c) die Auflösung der Kapitalrücklage für die Sparte Werbung in Höhe von 73.174,36 EUR

vollständig in Höhe von 6.300.000,00 EUR (davon Sparte Werbung 5.750.000,00 EUR; davon Sparte Beteiligungen 550.000,00 EUR) am 06. Dezember 2024 an den Mitteldeutschen Rundfunk auszuschütten.

3. der Geschäftsführung Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat spricht der Geschäftsführung und allen Mitarbeitenden Dank und Anerkennung für ihre Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr aus.

 

Erfurt, 24. Juni 2024

Der Aufsichtsrat

gez. Ralf Ludwig, Vorsitzender

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