aktiv Rechtsform GmbH Aktiengesellschaft

team agrar GmbH

FlensburgFlensburg, DEU ·HRB 17034FL Flensburg

Stammdaten

Rechtsform
GmbH
Anschrift
Marie-Curie-Ring 2
24941 Flensburg
Handelsregister
HRB 17034FL, Flensburg
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Großhandel mit landwirtschaftlichen Maschinen und Geräten
Großhandel mit Getreide, Rohtabak, Saatgut und Futtermitteln
Eingetragenes Kapital
71.255.680,00 EUR
Vertretungsregelung

Die Gesellschaft hat einen oder mehrere Geschäftsführer. Ist ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, wird die Gesellschaft gemeinschaftlich durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer in Gemeinschaft mit einem Prokuristen vertreten. Alleinvertretungsbefugnis kann erteilt werden. Jeder Geschäftsführer kann von dem Verbot, Rechtsgeschäfte mit sich selbst oder als Vertreter Dritter abzuschließen, befreit werden.

Unternehmenszweck
Handel mit landwirtschaftlichen Betriebsmitteln, Investmentsgütern, Bedarfsartikeln und Erzeugnissen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu betreiben, welche dem Gegenstand des Unternehmens mittelbar oder unmittelbar dienlich sind. Die Gesellschaft kann im In- und Ausland Zweigniederlassungen, Handels-, Produktions-, Lagerei-, Be- und Verarbeitungs-, Dienstleistungs- sowie Reparaturbetriebe errichten oder erwerben und sich bei anderen Unternehmen beteiligen.

Finanzen

Umsatz 2024
1,72 Mrd. €
Mitarbeiter 2024
981
Bilanzsumme 2024
525,40 Mio. €
Jahresergebnis 2024
110.190 €
10 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

2024
Aktivseite 525,40 Mio
  • Umlaufvermögen 65,9 % 346,50 Mio
  • Anlagevermögen 32,8 % 172,56 Mio
  • Aktive latente Steuern 1,1 % 6,02 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 0,1 % 320,9 k
Passivseite 525,40 Mio
  • Eigenkapital 49,5 % 260,25 Mio
  • Verbindlichkeiten 44,9 % 235,99 Mio
  • Rückstellungen 5,6 % 29,16 Mio
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Bilanzdaten für 10 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

2024
Erträge 1,74 Mrd
  • Umsatzerlöse 98,9 % 1,72 Mrd
  • Sonstige betriebliche Erträge 0,6 % 10,71 Mio
  • Ausschüttung an Gesellschafter 0,1 % −2,00 Mio
  • Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 0,1 % 1,98 Mio
  • Einstellung in anderen Gewinnrücklagen 0,1 % −1,98 Mio
  • Entnahme aus anderen Gewinnrücklagen 0,1 % 1,89 Mio
  • Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 0,1 % −1,40 Mio
  • Bilanzgewinn/Bilanzverlust 0,0 % 0
Aufwendungen 1,74 Mrd
  • Materialaufwand 93,4 % 1,62 Mrd
  • Personalaufwand 2,9 % 49,64 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 2,5 % 42,75 Mio
  • Abschreibungen 0,7 % 12,51 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,5 % 8,61 Mio
  • Sonstige Steuern 0,0 % 633,4 k
  • Rohergebnis 110,41 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 743,6 k
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 110,2 k
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GuV-Daten für 10 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Bent Nissen seit 2024 Geschäftsführer
  • Raimund Nikolaus Hackenberger seit 2024 Geschäftsführer
  • Anders Westad Bertelsen seit 2024 Prokura
  • Christian Witt seit 2026 Prokura
  • Florian Rasche seit 2024 Prokura
  • Hauke Krohn seit 2024 Prokura
  • Hinnerk Radke seit 2026 Prokura
  • Mike Redmann seit 2024 Prokura
  • Robert Timm seit 2024 Prokura
5 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Historie

  1. 2026
  2. 23.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Hinnerk Radke · Prokura
  3. 23.01.
    Eintritt eines Mitglieds
    Christian Witt · Prokura
  4. 2025
  5. 03.12.
    Austritt einer Position
    Claus-Peter Wölpern · Prokurist
  6. 20.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    Penzliner Lagerhaus GmbH & Co. KG · Persönlich haftender Gesellschafter
  7. 20.10.
    Eintritt eines Mitglieds
    Penzliner Lagerhaus GmbH & Co. KG · Kommanditist
  8. 03.09.
    Austritt einer Position
    Andre Kretzing · Prokurist
  9. 30.01.
    Satzungsänderung
    team agrar GmbH
  10. 2024
  11. 04.11.
    Eintritt eines Mitglieds
    Robert Timm · Prokura
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

5 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2024 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2022 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2023 Jahresabschluss Volltext

team agrar GmbH

Flensburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

1 Abkürzungsverzeichnis

BIP Bruttoinlandsprodukt
BMP Sparte Betriebsmittel Pflanze der team agrar
DLG Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a., Fredericia/Dänemark
EBIT Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern
EBITDA Ergebnis vor Zinsen, Ertragsteuern, Abschreibung und Amortisation
EBT Ergebnis vor Ertragsteuern
FEFAC European Feed Manufacturers' Federation
GRH Sparte Getreide, Raps, Hülsenfrüchte der t e a m agrar
team agrar team agrar AG, Flensburg
Lantmännen Lantmännen ek för, Stockholm/Schweden
Matif Marche de Terme International de France (Euronext)
Mg Milligramm
mT Metrische Tonne, entspricht Tonne
RÖV Raps Ölsaatenverarbeitungs GmbH, Kiel
T Tonnen
Tto Tausend-Tonnen

II. Wirtschaftsbericht

Lagebericht gemäß § 289 für das Jahr 2023

1 Allgemeines

1.1 Allgemeine Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht bezieht sich in seinen Aussagen auf den Jahresabschluss der team agrar AG, Flensburg, der nach den Bilanzierungsnormen des HGB erstellt wurde.

1.2 Grundlagen des Unternehmens

Die team agrar AG, Flensburg, (im Folgenden team agrar) gehört mit einem Umsatz von rund € 2,3 Mrd. zu den größten Landhandelsunternehmen in Deutschland. Die operative Unternehmenszentrale befindet sich in Osterrönfeld. Die team agrar beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.061 Mitarbeiter:innen.

Die team agrar bindet die Landwirtschaft in ihrem Geschäftsgebiet

―

über eine Logistikkette und Umschlagsanlagen in die hiesigen und vor allem internationalen Getreide- und Ölsaatenmärkte,

―

über Mischfutterwerke, die Futtermittel herstellen, in die komplexe Wertschöpfungskette der Produktion von Nahrungsmitteln tierischer Herkunft sowie

―

über Betriebsmittel in die sich weiter globalisierenden Strukturen ein.

Die Geschäftsbereiche der team agrar sind in folgenden Sparten organisiert:

―

Getreide, Raps und Hülsenfrüchte (GRH)

―

Betriebsmittel für die pflanzliche Produktion (BMP)

―

Futter

Mit eigenen Hafenumschlagsanlagen in Hamburg, Kiel und Rostock und langjähriger Erfahrung im Getreideexport ist die team agrar aus Sicht des Vorstands der team agrar hervorragend aufgestellt und besitzt eine starke Basis für die Vermarktung von Brot- und Futtergetreide sowie Raps.

2 Gesamtwirtschaft und Branche

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die in Deutschland vorherrschende konjunkturelle Lage und deren Entwicklung bestimmen maßgeblich die allgemeinen Rahmenbedingungen für die team Gruppe und somit für die team agrar.

Im ersten Quartal des Jahres 2023 verzeichnete das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im Vergleich zum vierten Quartal des Vorjahres einen Rückgang um -0,3 %. Daneben sank das preisbereinigte BIP, verglichen mit dem Vorjahresquartal um -0,2 % und das preis- und kalenderbereinigte BIP um -0,5 %. Hauptgrund für die negative Entwicklung war vor allem die steigende Inflation, die besonders den Konsum der privaten Haushalte mit -1,2 % zum Vorquartal gesenkt hat. Zudem sanken die staatlichen Konsumausgaben deutlich mit -4,9 % gegenüber dem Vorquartal, was zum Teil auf die sinkenden Ausgaben im Zusammenhang mit Corona zurückzuführen ist.

Im zweiten Quartal stagnierte das preis-, saison- und kalenderbereinigte BIP im Vergleich zum Vorquartal, das preis- und kalenderbereinigte BIP sank jedoch im Vergleich zum zweiten Quartal 2022 um -0,2 %. Damit konnte der Negativtrend der letzten zwei Quartale zumindest gestoppt werden. Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres waren die gesunkenen privaten und staatlichen Konsumausgaben ein treibender Faktor für die negative Entwicklung. Die Wirtschaftsleistung wurde von ca. 45,9 Mio. Erwerbstätigen erbracht. Damit war die Anzahl der Erwerbstätigen um 0,7 % höher als im Vorjahresquartal.

Auch im dritten Quartal 2023 lag das preis- und kalenderbereinigte BIP unter dem Vorjahresquartal, mit einem Rückgang von -0,4 %, während das BIP zum Vorquartal nahezu stagnierte. Weiterhin waren die privaten und staatlichen Konsumausgaben aufgrund der Inflation bzw. der rückläufigen Ausgaben im Zusammenhang mit Corona Haupttreiber der negativen Entwicklung. Zudem nahmen auch die Exporte mit -3,8 % und Importe mit -5,7 % ab. Bei der Zahl der Erwerbstätigen konnte ein neuer Rekord mit 46,0 Millionen verzeichnet werden, was einem Anstieg um 0,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht.

Insgesamt war das Jahr 2023 geprägt von einer sehr hohen Inflation von 5,9 % und einem damit einhergehenden Rückgang im Konsum, besonders bei den privaten Haushalten. Die Gründe waren dabei vielfältig. Der andauernde Konflikt in der Ukraine, weiterhin bestehende Probleme in vielen Lieferketten und die zu Beginn des Jahres gestiegenen Energiepreise waren Treiber der Inflation. Zudem kamen steigende Zinsen, die die Investitionsbereitschaft in vielen Bereichen gesenkt haben. Aufgrund dieser schwierigen Rahmenbedingungen lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt für das Jahr 2023 in Deutschland nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes -0,3 % unter dem Vorjahr. Die Entwicklung der Wirtschaftsleistung verlief in den einzelnen Bereichen sehr unterschiedlich. Während besonders der Dienstleistungsbereich ein Wachstum zum Vorjahr verzeichnen konnte, wie zum Beispiel der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 %, musste das Produzierende Gewerbe, insbesondere aufgrund der gestiegenen Energiepreise und einer niedrigeren Produktion, einen Rückgang um -2,0 % hinnehmen. Die privaten Konsumausgaben wurden vor allem durch die hohe Inflation gedrückt und nahmen um -0,8 % ab. Darüber hinaus sanken die staatlichen Konsumausgaben sogar um -1,7 %, da viele staatliche Corona-Ausgaben im letzten Jahr wegfielen.

Laut Statistischem Bundesamt waren im Jahresdurchschnitt 2023 ca. 45,9 Mio. Personen mit Arbeitsort in Deutschland erwerbstätig. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der Erwerbstätigen um 333.000 Erwerbstätige gestiegen und erreicht damit erneut einen neuen Höchstwert. Vor allem ausländische Arbeitskräfte haben den erneuten Anstieg im Jahr 2023 bedingt, aber auch die inländische Erwerbstätigkeit ist gestiegen. Der Anstieg resultierte beinahe ausschließlich aus den Dienstleistungsbereichen mit einer Steigerung von 295.000 Erwerbstätigen. Auch die Zahlen im Baugewerbe und dem produzierenden Gewerbe stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht an, während die Land- und Forstwirtschaft & Fischerei erneut einen Rückgang von -0,4 % verzeichnete. Die Zahl der Arbeitnemer:innen stieg um 363.000 (+0,9 %), während die Zahl der Selbstständigen um 30.000 (-0,8 %) weiter zurückging. Die Zahl der Erwerbslosen sank nach vorläufigen Schätzungen im Jahresdurchschnitt zum Vorjahr marginal um 9.000 Personen (-0,7 %) auf ungefähr 1,3 Mio. Personen. Durch Zuwanderung aus dem Ausland stieg die Zahl der aktiv am Arbeitsmarkt verfügbaren Personen um 314.000 Personen (+0,7 %) auf 47,1 Mio. Personen. Dadurch konnte die Erwerbslosenquote von 2,9 % auf 2,8 % reduziert werden.

2.1.1 Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft

Gute Ergebnisse und eine getrübte Zukunft - die Rahmenbedingungen in der Landwirtschaft:

Im Wirtschaftsjahr 2022/2023 haben die landwirtschaftlichen Betriebe deutlich bessere Ergebnisse erzielen können. Ausgenommen von dieser Entwicklung sind die Wein- und Obstbaubetriebe. Andere Betriebsformen konnten im Schnitt Unternehmensergebnisse einfahren, die 45 % besser waren als im Vorjahr.

Diese guten Ergebnisse wurden allerdings von den stark gesunkenen Erzeugerpreisen, insbesondere bei Milch und pflanzlichen Erzeugnissen, in der zweiten Jahreshälfte 2023 eingetrübt. Die trübe Stimmung zeigte sich auch bei den geringen Investitionen in landwirtschaftlichen Betrieben. Besonders in Ställe und Wirtschaftsgebäude wurde wenig investiert. Beeinflusst wird dies vor allem durch die Unsicherheiten über die rechtlichen Rahmenbedingungen.

Der Produktionswert der deutschen Landwirtschaft wird in der Landwirtschaftlichen Gesamtrechnung (LGR) für 2023 auf gut € 74 Mrd geschätzt. Das sind gegenüber dem Vorjahr knapp € 2 Mrd oder 2 % weniger. Die Vorleistungen sind dabei fast gleichbleibend mit € 46 Mrd.

Insgesamt stehen landwirtschaftliche Erzeugnisse unter einem starken Preisdruck. Die Preise für Energie, Dünge- und Futtermittel sind gesunken, die Kosten für Materialien und Dienstleistungen allerdings gestiegen.

Auch die Prognose für die kommenden Jahre ist deutlich eingetrübt. Es kann angenommen werden, dass die geringen Investitionen einen weiteren Strukturwandel in der Landwirtschaft fördern. Auch zeichnen sich Kürzungen in den EU-Direktzahlungen und den Mitteln der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz ab. Dies gepaart mit einer fehlenden Planungssicherheit setzt die landwirtschaftlichen Betriebe unter enormen Druck.

2.2 Personalbericht

Im Jahr 2023 waren rund 1.061 Mitarbeitende in der team agrar beschäftigt.

Wie in den vergangenen Jahren wurde in der gesamten DLG-Gruppe eine Mitarbeitenden-Umfrage mit dem Titel "Celsius" durchgeführt. Die Teilnahmequote der im Oktober und November erfolgten Umfrage lag bei 75 %. Eine deutliche Verbesserung zum vergangenen Jahr, in welchem die Teilnahmequote bei 57 % lag.

Die team agrar hat weiterhin das Ziel, die Teilnahmequote zu erhöhen. Dies soll nicht nur durch den Abbau von Hürden bei der Teilnahme selbst erfolgen, sondern auch durch eine konsequente Besprechung der Ergebnisse. Demnach sind alle Führungskräfte dazu aufgefordert, die Ergebnisse mit den Mitarbeitenden in den jeweiligen Bereichen zu besprechen und Maßnahmen abzuleiten.

Im Februar 2023 ist zudem das erste Young Leadership Programm der team Gruppe gestartet. Insgesamt haben 19 Mitarbeitende der Gruppe teilgenommen, sieben davon von der team agrar. Im Fokus stehen Mitarbeitende, die seit maximal vier Jahren ein Team führen oder in den nächsten zwei Jahren ein Team übernehmen sollen. In fünf Modulen zu jeweils zwei bis drei Tagen wird den Teilnehmenden eine Reihe von Führungstools erklärt.

Das zweite Young Leadership Programm ist bereits im September 2023 gestartet und wird 2024 abgeschlossen. Insgesamt nehmen hier 12 Personen teil, darunter zwei von der team agrar.

Über das Jahr verteilt hat sich die team agrar auf zwei Ausbildungsmessen in Kiel und Neumünster als Arbeitgeber präsentiert und so eine Vielzahl an Schüler:innen in der Region erreicht.

2.3 Lage des Unternehmens

Der wesentliche genutzte Leistungsindikator auf Ebene der team agrar AG ist das Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT).

Die Umsatzerlöse der team agrar haben sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um € 0,6 Mrd verringert. Die geminderten Umsatzerlöse sind auf Preissenkungen auf den Absatzmärkten sowie auf geminderte Absatzmengen zurückzuführen. Bei sinkenden Umsatzerlösen ist das Rohergebnis um € 3,7 Mio gegenüber dem Vorjahr angestiegen.

Das EBT im Geschäftsjahr mit € 2,0 Mio liegt unter der Erwartung in Höhe des EBT aus dem Vorjahr von € 3,7 Mio.

Nach einem Jahresüberschuss im Jahr 2023 von € 2,0 Mio. weist die team agrar eine Eigenkapitalquote von 51 % aus.

Der Vorstand wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, den Bilanzgewinn von € 2,0 Mio in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.

2.3.1 Unternehmensentwicklung der team agrar

i. Politisches und wirtschaftliches Umfeld

Nach dem Einmarsch der russischen Truppen im Februar 2022 in die Ukraine dauert der Konflikt auch in 2023 weiter an. Daneben ist am 7. Oktober 2023 durch einen Überfall extremistischer Gruppen auf den Süden Israels ein weiterer Konflikt im Nahen Osten entfacht. Der Anstieg des Zinsniveaus hat sich in 2023 abgeschwächt und scheint sich in der Folge der Zinspolitik der EZB (Europäische Zentralbank) und der amerikanischen FED (Federal Reserve System) gegen Ende 2023 zu stabilisieren.

Die team agrar ist auch in 2023 ihrer im Vorjahr eingeleiteten Haltung gefolgt und hat weiterhin konsequent jegliche Handelsaktivität mit Russland sowie mit auf den Sanktionslisten geführten Personen, wenn vorhanden, unterlassen.

ii. Organisatorische und rechtliche Veränderungen im Geschäftsjahr Umfirmierung und Sitzverlegung

Zum 1. Juni 2023 wurde die ehemalige Hauptgenossenschaft Nord AG in team agrar AG umfirmiert. Im gleichen Schritt erfolgte eine Sitzverlegung von Kiel nach Flensburg. Die Umfirmierung in team agrar AG erfolgte mit dem Ziel, einen einheitlichen Marktauftritt mit den anderen Geschäftsbereichen der team Gruppe zu realisieren.

Squeeze Out

Die DLG hat dem Vorstand der team agrar mit Schreiben vom 16. August 2023 die Absicht mitgeteilt, einen Beschluss der Hauptversammlung der team agrar nach § 327a Absatz 1 Satz 1 Aktiengesetz zur Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf die Hauptaktionärin gegen Gewährung einer angemessenen Barabfindung herbeizuführen. Dieser Schritt wird gemeinhin als Squeeze Out bezeichnet.

Am 18. Dezember 2023 wurde eine außerordentliche virtuelle Hauptversammlung zu dem Beschlusspunkt des Squeeze Outs abgehalten. Die Hintergründe zum Squeeze Out wurden erläutert und den Aktionären die Gelegenheit gegeben, Fragen zum Sachverhalt zu stellen. Der Beschluss zum Squeeze Out wurde in der Hauptversammlung mit der notwendigen Mehrheit angenommen. Seitens der Aktionäre wurden Widersprüche gegen den Beschluss eingelegt.

Eine Eintragung des Squeeze Outs im Handelsregister ist am 7. Februar 2024 erfolgt.

iii. Liquidität und Finanzierung

Im Jahr 2023 wurde die Konzernfinanzierung im gesamten DLG-Konzern neu aufgesetzt. Dies hat auch die zuvor geltende Konzernfinanzierung auf Ebene der team agrar betroffen. Die zuvor bestehende Konzernfinanzierung der team agrar AG wurde vorzeitig gekündigt und der ausstehende Kreditbetrag seitens der team agrar vereinbarungsgemäß zurückgezahlt. Durch die weiterhin stabile Finanzierung ist die team agrar in der Lage, die notwendigen Investitionen zu tätigen.

iv. Umzug in neue Unternehmenszentrale nach Osterrönfeld

Nach dem Umzug der Kieler Verwaltung nach Flensburg im Jahr 2022 sind auch die Mitarbeiter:innen der zentralen Sparten GRH, BMP und Futter im Oktober 2023 von Kiel nach Osterrönfeld umgezogen.

v. Vereinheitlichung durch Projekt OneSAP

Ausgehend von den im Vorjahr eingeleiteten Fusionen innerhalb der team agrar Gruppe bzw. team agrar wurden im Geschäftsjahr 2023 einheitliche Strukturen in Rahmen des Projekts OneSAP umgesetzt.

2.4 Ertragslage

Im Einzelnen sind die Entwicklungen der operativen Handelsbereiche den folgenden Darstellungen zu entnehmen.

2.4.1 Getreide Raps Hülsenfrüchte

Das Handelsvolumen der Sparte GRH ist gegenüber dem Vorjahr um ca. 12 % rückläufig gewesen. Dies begründet sich in der Schließung der Erfassungsstandorte in Hessen und dem Handelsbüro in Süddeutschland, der geringeren Erntemenge in den Haupterfassungsgebieten der team agrar sowie der Verkaufszurückhaltung der produzierenden Landwirte aufgrund der stark gefallenen Getreide-/Ölsaatenpreise. Die angesprochenen geringeren Rohstoffpreise haben den wertmäßigen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Der Rohertrag konnte gegenüber dem Vorjahr weiter verbessert werden, sowohl absolut, aber insbesondere in €/mto.

Die geplanten Erfassungsziele für Getreide und Hülsenfrüchte wurden durch die oben genannte geringere Produktionsmenge nicht erreicht und lagen ca. 10 % unter Planniveau, was jedoch durch ein geschicktes Margenmanagement teilweise kompensiert wurde. Die Erfassungsmenge der Ölsaaten verzeichnete ein stabiles Niveau auf Plan.

Die Ernte in diesem Jahr hat sich über einen langen Zeitraum erstreckt und wurde immer wieder durch Regenfälle unterbrochen. Einzig die Gerste konnte früh und relativ trocken eingebracht werden. Die übrigen Früchte wurden häufig nass und mit heterogener Qualität geerntet. Vor allem der Weizen schwankte wie bereits im Vorjahr stark im Protein durch Trockenheitsphasen im Frühjahr sowie geringere Stickstoffgaben und hatte in gewissen Regionen erhöhte Auswuchswerte und deshalb kaum stabile Fallzahlen mehr. Dadurch hat sich der Anteil an Futtergetreide in unseren Regionen deutlich erhöht. Dennoch verlief die Exportvermarktung auf einem stabilen Niveau und die größeren Mengen Futtergetreide konnten am Markt platziert werden.

Die politischen Entscheidungen hinsichtlich der Mautanhebung sowie eine weitere Erhöhung der Co 2 -Steuer wirken sich kostenerhöhend auf das Getreidegeschäft aus. Der LKW als Transportmittel wird immer unattraktiver und ein Ausbau des Schienenverkehres scheint unumgänglich, zumal der Binnenschiffsverkehr am oberen Ende der Kapazitätsgrenze zu sein scheint. Die Investitionen im Bereich Bahntransport und umschlag der team agrar der letzten Jahre sind ein Schritt in die richtige Richtung, um auch in der Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die systemseitige Neustrukturierung von SAP in 2023 hat im Geschäftsbereiches GRH das Ziel, die Prozesse weiter zu standardisieren und zu automatisieren unterstützt. Ziel ist es, dies auch im Geschäftsjahr 2024 weiter voranzutreiben.

Da anders als in Deutschland die weltweite Getreideernte im Wirtschaftsjahr 2023/2024 den bisherigen Schätzungen nach größer ausgefallen ist, ist in diesem Jahr wieder ein größerer Wettbewerbsdruck am Weltmarkt spürbar. Vor allem im Schwarzmeerraum fielen die Ernten üppiger aus und die Exportverladungen liefen bisher auf Hochtouren. Dies spiegelt sich in den rückständigen Exportverladungen aus Deutschland und der EU wider.

2.4.2 Futter

Das Thema Nachhaltigkeit ist sehr wichtig für uns. Wir möchten unsere Kund:innen beim grünen Wandel unterstützen. Deshalb haben wir uns entschieden, unsere Futtermittel mit einer Klimadeklaration zu versehen. Wir sind damit das erste Unternehmen in Deutschland, das die eigenen Mischfutter gemäß der internationalen Richtlinien der European Feed Manufacturers' Federation (FEFAC) klimadeklariert. Damit soll den Landwirt:innen erleichtert werden, ihre Klimaanstrengungen zu dokumentieren. Seit dem 1. Mai 2023 konnten wir bei allen ausgelieferten Mischfuttern die Klimaauswirkungen des jeweiligen Produktes je Tonne ausweisen.

Durch den Rückgang des Schweinebestands in Deutschland ist der Futtermarkt stark von Überkapazitäten in der Produktion geprägt. Dadurch stellte die Aufrechterhaltung der Produktion in Süderbrarup eine große Herausforderung dar. Daher haben wir uns Anfang 2023 dazu entschieden, nach alternativen Nutzungsmöglichkeiten für das Futtermittelwerk zu suchen. Da es in Schleswig-Holstein bis dato keine größere Produktionsstätte für Bio-Futtermittel gab, haben wir uns für die Umstellung des Werkes in Süderbrarup auf die Produktion von Bio-Produkten entschieden. Das Werk in Süderbrarup ist einem guten Zustand und verfügt über die benötigten technischen Möglichkeiten. Es eignet sich hervorragend für die Herstellung von Bio-Futtermitteln. Diese wurde in Zusammenarbeit mit der Gut Rosenkrantz Bio-Futter GmbH & Co KG umgesetzt. Es werden jetzt ausschließlich Bio-Futtermittel für Rind, Schwein und Geflügel in Süderbrarup produziert.

Die Produktion von konventionellem Schweinefutter wurde in Richtung Dänemark und zur HaBeMa Futtermittel GmbH & Co. KG Produktions- und Umschlagsgesellschaft verlegt. Anfang des Jahres 2024 kann in Rendsburg wieder konventionelles Mastschweinefutter produziert werden.

2.4.3 Betriebsmittel Pflanze

Im Geschäftsbereich BMP der team agrar sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 12 % gesunken. Der Rohertrag ist um 16 % gesunken. Allerdings hat der Geschäftsbereich damit die geplanten Ziele deutlich übertroffen.

Die Entwicklung der einzelnen Bereiche innerhalb der Sparte BMP wird im Folgenden dargestellt:

Im Bereich Pflanzenschutz ist der Umsatz um ca. 8,5 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 gesunken und das, obwohl es einen weiteren Preisanstieg von Pflanzenschutzmitteln im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen gab. Ein Grund dafür sind die Vorverkäufe im Jahr 2022, welche zu hohen Beständen bei unseren Kund:innen geführt haben sowie die Tatsache, dass viele Kund:innen aufgrund der hohen Pflanzenschutzpreise ihr Einkaufsverhalten geändert und nur noch bedarfsgerecht eingekauft haben.

Aufgrund der gesunkenen Preise bei Getreide und Raps wurde im Jahr 2023 weniger Pflanzenschutzmittel angewendet als im Jahr 2022. Weiter reduzierte sich der Einsatz von Pflanzenschutz gegenüber dem Vorjahr aufgrund der frühen Trockenheit ab Mai bis Ende Juni 2023.

Der Markt für Pflanzenschutzmittel zeichnete sich im Jahr 2023 nicht mehr durch Knappheiten und Nichtverfügbarkeiten von Produkten aus. Die Lieferfähigkeit war gegeben und das Angebot an Generika hat zugenommen, was zu einem leichten Preisverfall geführt hat.

Fokusthema war auch im Jahr 2023 der Verkauf unserer Exklusivitäten, bei denen die Absatzmenge deutlich gesteigert werden konnte. Dies führte neben einer optimierten Preissteuerung dazu, dass die Roherträge trotz des geminderten Umsatzes gesteigert werden konnten.

Mit Beginn der Hauptapplikationssaison für Düngemittel zu Beginn von Q1 halbierten sich die Stickstoff-Düngerpreise von Januar bis Ende April 2023. Haupttreiber für diese Entwicklung war der europäische Gaspreis, der sich zwischen Mitte Dezember 2022 und April 2023 um ca. 60 % reduzierte.

Zudem floss in 2023 weiterhin russischer Stickstoff-Dünger nach Europa und insbesondere nach Deutschland. Dieser wird im Vergleich zu Produkten anderer Provenienzen oft mit Preisabschlägen gehandelt. Viele andere Händler vermarkten diese Ware nach wie vor.

Im Bereich der P- und K- Dünger stabilisierten sich die Verkaufsmengen in 2023 im Vergleich zu 2022. Nachholeffekte zeigten sich noch nicht nachhaltig nach der Preisreduktion für die Produkte in der zweiten Jahreshälfte 2023.

Zudem zeigt sich der Markt nach dem Preisverfall Anfang 2023 sehr zurückhaltend mit Vorkäufen für das Frühjahr 2024, da alle Marktteilnehmer auf weiter fallende Preise Anfang 2024 hoffen. Die Logistiksituation hat sich im Geschäftsjahr 2023 sowohl für den Dünger als auch den Kalkbereich entspannt. Im Kalkbereich ist die Umsatzmenge leicht rückläufig, da witterungsbedingt insbesondere im Herbst weniger Kalk nachgefragt wurde.

Im Saatgutbereich konnten über alle Fruchtarten die Sorten unter dem Profi-Eigenmarken-Dach ausgebaut werden. Insbesondere im Bereich Wintergetreide konnten wir die von Sejet Planteforædling gezüchteten Weizen-Sorten Knut und Faxe sowie die Triticale Sorte Trias weiterentwickeln. Gleichzeitig wurde das Portfolio gestrafft, um die Prozesse einfacher und effizienter zu machen.

Die Herbstaussaat 2022 erfolgte unter optimalen Bedingungen, wodurch das Sommergetreidegeschäft im Frühjahr 2023 unterdurchschnittlich ausfiel.

Das Maisgeschäft lief erfreulich, wobei insbesondere der positive Einfluss der Exklusivitätenstrategie zu erwähnen ist.

Die Rapsfläche war in 2023 rückläufig und zudem wurden die Aussaatstärken durch die voranschreitende Optimierung der Aussatztechnik weiter reduziert.

Im Gräser und Zwischenfruchtgeschäft war ein deutlicher Verunsicherungs-Effekt der Landwirt:innen durch die GAP-Reform spürbar, wodurch auf den Betrieben Kaufentscheidungen verzögert wurden und das Geschäft für die gesamte Branche schwer planbar war.

Im Bereich Agrarkunststoffe gab es eine extreme Kaufzurückhaltung bei Wiederverkäufern und Lohnunternehmern auf Grund des hohen Preisniveaus und noch immer hoher Lagerbestände. Dieses führte in 2023 zu einem sehr herausfordernden Markt mir geringeren Umsätzen in Vergleich zum Jahr 2022.

Stark fallende Rohstoffpreise für Polyethylen ab Mai 2023, ca. 15 % bei Silofolien, drückten massiv auf die Ertragsmöglichkeiten.

Niedrige Temperaturen bis in den Mai führten zunächst zu einem geringen Aufwuchs und zu einem späten 1. Schnitt. Die Trockenheit im Sommer verhinderte in vielen Regionen weitere gute Grasschnitte. Später setze viel Regen ein, so dass auch die Strohernte nur sehr gering ausfiel.

Auch wenn der Konjunkturindikator, der im Laufe des Jahres 2022 durch den Krieg in der Ukraine rasant abgestürzt war, sich in 2023 ein wenig erholen konnte, liegt die Konsumstimmung in Deutschland weiter auf niedrigem Niveau. Dies hat auch unser, von der Konsumstimmung abhängiges Consumer-Geschäft im Bereich Haus- und Garten, entsprechend negativ beeinflusst. Rasant angestiegene Energiepreise und eine auf Rekordniveau liegende Inflationsrate haben zu einem starken Rückgang der Umsätze u.a. im Baumarktbereich geführt. Erschwerend hinzu kam ein nicht besonders gartenfreundliches Wetter.

Trotz dieser vielen Herausforderungen haben beide Bereiche im Rohertrag, zwar etwas hinter den Erwartungen, aber auf Niveau 2022 abgeschlossen.

Die weitere Ertragslage außerhalb des operativen Handelsgeschäfts stellt sich wie folgt dar:

Wie in Vorjahren erfolgte die Veräußerung von nicht betriebsnotwendigem Vermögen. Insgesamt weist die team agrar sonstige betriebliche Erträge von € 6,3 Mio gegenüber dem Vorjahr von € 8,4 Mio aus. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Geschäftsjahr Erträge im Zusammenhang mit Energiepreisbremsen in Höhe von € 2,0 Mio enthalten.

Der Personalaufwand hat sich insgesamt um € 1,6 Mio (3,1 %) erhöht. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die unterjährigen Anwachsungen per 1. April 2022 und damit anteiligen Personalaufwand im Geschäftsjahr 2022 zurückzuführen. Der Personalaufwand ist bereinigt um diesen Fusionseffekt gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 4,0 % (€ 1,7 Mio) höher als in 2022. Die Steigerung ist wie bei den Personalaufwendungen auf die unterjährigen Fusionen in 2022 und deren nur zeitanteilige Berücksichtigung zurückzuführen.

Das Finanzergebnis des Geschäftsjahres war durch eine außerordentliche Ausschüttung einer niederländischen Tochtergesellschaft beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2023 wurde auf eine Ausleihung eine Wertminderung vorgenommen. Neben diesen Effekten sind vor allem gestiegene Zinsaufwendungen in Folge des weiter gestiegenen Zinsniveaus angefallen.

Insgesamt liegt das Finanzergebnis um € 1,6 Mio hinter dem Vorjahreswert. Der Jahresüberschuss beträgt für das Geschäftsjahr 2023 in der Folge € 2,0 Mio.

2.5 Finanzlage

Die Finanzierungsstruktur der team agrar ist durch die kurzfristigen Finanzierungserfordernisse des Handels im Umlaufvermögen determiniert.

Für die Absicherung der Grundfinanzierung in der team agrar besteht ein langfristiger Kredit bei der Nykredit Bank, der am Bilanzstichtag mit € 16,5 Mio (Vorjahr € 19,8 Mio) valutiert. Das Fundament der Kurzfristfinanzierung bildet für die team agrar die Möglichkeit, im Rahmen der in 2023 neu aufgesetzten Konzernfinanzierung der DLG über die team SE die notwendigen Finanzierungsmittel aufzunehmen. Die zuvor bestehende Konzernfinanzierung der team agrar wurde vorzeitig gekündigt und der ausstehende Kreditbetrag seitens der team agrar vereinbarungsgemäß zurückgezahlt. Neben den darüber hinaus bestehenden kurz- und langfristigen Finanzierungen wird ein Programm zum Forderungsverkauf genutzt.

Die Zahlungsfähigkeit der team agrar und aller Konzernunternehmen war während des gesamten Geschäftsjahres sichergestellt.

Der operative Cash-Flow (aus der laufenden Geschäftstätigkeit) in der team agrar betrug im Geschäftsjahr 2023 € +31,4 Mio gegenüber € +53,3 Mio im Vorjahr. Dies ist vor allem auf die geringeren Vorratsbestände sowie geringeren Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie durch ein gutes Working-Capital Management zurückzuführen.

Der Cash-Flow aus der Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 in der team agrar € -3,5 Mio (Vorjahr € -14,5 Mio). Dabei stehen den geleisteten Auszahlungen für Investitionen im Wesentlichen erhaltene Zinsen und Ergebnisausschüttungen gegenüber.

Der Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 € -2,9 Mio (Vorjahr € +2,8 Mio) und ist Wesentlichen auf Tilgungen von langfristigen Finanzverbindlichkeiten zurückzuführen.

2.5.1 Investitionen

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände mit einem Betrag von € 13,4 Mio angeschafft.

Hervorzuheben ist dabei die Investition in die Standorte Neumünster und Osterrönfeld.

Insgesamt wurden im Geschäftsjahr 2023 Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände mit historischen Anschaffungskosten von € 3,8 Mio (Buchwert € 0,7 Mio) desinvestiert.

Das Sachanlagevermögen hat sich um € 4,8 Mio erhöht. Die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens haben sich in Folge der Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte um € 4,8 Mio reduziert.

2.6 Vermögenslage

Die Bilanzsumme der team agrar hat sich gegenüber dem Vorjahr um 13 % (€ -73,8 Mio) auf € 509,7 Mio verringert. Dabei hat sich das Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr kaum verändert (€ -0,7 Mio).

Das Umlaufvermögen hat sich im Vorjahresvergleich, im Wesentlichen durch geringere Forderungsbestände, um € 72,5 Mio verringert.

Das Eigenkapital hat sich in Höhe des Jahresüberschusses von € 2,0 Mio erhöht. Bei gesunkener Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote von 45 % im Vorjahr auf 51 % erhöht.

Die Bankverbindlichkeiten sind im Wesentlichen aufgrund der geringeren Forderungen aus Lieferung und Leistung um € 29,6 Mio gesunken.

III. Prognose-, Chancen und Risikobericht

3 Chancen und Erfolgspotenziale

3.1 Erläuterungen zu Chancen und Erfolgspotenzialen

Die Auswirkungen der Krise in der Ukraine und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen werden die Agrarwirtschaft auch in der Zukunft immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontieren. Die Preisvolatilität ist im vergangenen Jahr von steigenden Preisen auf Preisreduktionen für Agrarprodukte umgeschwenkt, die teilweise zu Preisen unter Vorkrisenniveau führten. Weiter steigende Zinsen führten trotz Preissenkungen zu höheren Finanzierungskosten.

Dies führt weiterhin zu Wettbewerbsvorteilen für Unternehmen mit einer hohen Eigenkapitalausstattung und den damit verbundenen Vorteilen in der Kapitalbeschaffung.

Unverändert gilt, dass die deutlichen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Auflagen Chancen für diejenigen Unternehmen eröffnen, die durch ein großes und starkes Portfolio in der Lage sind, die Umsetzung notwendiger und kostenintensiver gesetzlicher Auflagen effizient umzusetzen. Größe wird hier zum Wettbewerbsvorteil.

Gleiches gilt für Unternehmen, die der weiterhin vorhandenen Volatilität auf den Märkten mit einem funktionierenden Risikomanagement begegnen. Dies ist eine Voraussetzung, um nachhaltig rentabel wirtschaften zu können.

Die Voraussetzungen, um diese Rahmenbedingungen positiv nutzen zu können, sind auch über das Unternehmensbeteiligungsportfolio und die Gesellschafterstruktur der team agrar vorhanden. Das Unternehmen ist kapitalstark aufgestellt und die Prozesse sind durch die Straffung der Gesellschaftsstruktur und die Vereinheitlichung der Warenwirtschaftssysteme weiter optimiert worden.

3.2 Erläuterungen zu sonstigen Chancen/Risiken mit besonderem Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Wie im vorangegangenen Abschnitt erwähnt, sind die erheblichen Volatilitäten in den Agrarmärkten als wesentliches Chancen- und Risikomerkmal der Agrarbranche und unseres Unternehmens erkannt, und die darauf ausgerichteten und implementierten Risikoinstrumente werden effizient genutzt.

Die wesentlichen Instrumente neben dem permanenten Monitoring, wie der Einsatz von Sicherungsinstrumenten wie z. B. die Matif Futures, um die Marktpreisrisiken zu mindern, sind langjährig angewandt. Die zulässigen Positionen sind limitiert, werden aber in einer flexiblen Steuerung angepasst, um temporäre Chancen zu nutzen oder Risiken zu mindern.

Die Weiterentwicklung des Risikomanagements wurde auf die Ebene der Gesellschaftergruppe gehoben. Es wird die Kompetenz und das Knowhow der gesamten DLG-Gruppe genutzt, um zu einer noch besseren Bewertung und Steuerung der Risiken und Chancen zu kommen.

Bewährte Mittel zur Risikominimierung sind die auf Ebene der team Gruppe ausgerollten Compliance-Prozesse und die auf DLG Ebene implementierte Group Sanction Policy, die auf der Verkaufs- und Einkaufsseite die Überwachung der Geschäftspartner sicherstellt, um keine Geschäfte mit sanktionierten Geschäftspartnern zu realisieren. Bewusst werden hier kurzfristige Wettbewerbsnachteile in Kauf genommen.

Die Schulung der Belegschaft im Wettbewerbsrecht und Compliance erfolgt laufend mit verpflichtenden Onlineschulungen. Die Revisionsfunktion wird weiter über die team SE sichergestellt.

Nachfolgend sind die aus der Sicht der team agrar weiteren größten Risiken in absteigender Größenordnung beschrieben:

Im Bereich Dünger dient die Limitsteuerung über saisonale Linien zur Begrenzung der Marktpreisrisiken, da eine Nutzung von Hedge Instrumenten hier nicht anwendbar ist.

Die finanzwirtschaftlichen Risiken in den Bereichen Liquidität, Kreditrisiken und Zinsrisiken werden weiter mit dem vorhandenen Instrumentarium begleitet. Die Kreditgewährung für kurzfristige Finanzmittel ist im letzten Jahr mit einer neuen Finanzierungsvereinbarung mit einem Bankenpool (Synloan) für die zukünftigen Jahre auf Ebene der DLG-Gruppe neu aufgestellt.

Die Energiebeschaffung erfolgt mit Blick auf die steigenden Energiekosten langfristig transparent, um für die Geschäftskalkulationen gesicherte Rahmenbedingungen zu haben.

Die Ergebnisse des Jahres 2023 zeigen weiter die verbesserte Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit der Steuerungsinstrumente. An der funktionalen Trennung der vertrieblichen und kaufmännischen Entscheidung im Rahmen der Kreditlimitvergabe wird festgehalten. Die Beachtung von mit zu bewertenden Kontraktrisiken in einem Gesamtobligo ist implementiert.

Wesentliche Zinsrisiken bestehen aufgrund der hohen Eigenkapitalquote und der marktweit einheitlichen Zinsentwicklung zurzeit nicht.

Bestandsrisiken werden durch die eindeutige Festlegung der Verantwortung für die Ware und wiederkehrende Inventuren abgesichert.

Die Gefahr von Cyberattacken nimmt zu. Die Steuerung der Abschirmung der Systeme wird auf Konzernebene (DLG-Gruppe) einheitlich für die gesamte Gruppe optimiert. Für 2023 wurde der Ausbau der IT-Sicherheit strukturiert über ein DLG-weites Programm (ATHENA) vorangetrieben. Das wird im Jahr 2024 fortgesetzt. Bestandteil der Risikoabschirmung ist ebenfalls die Erarbeitung von Notfallprozessen bei Ausfall von kritischen IT-Systemen (Business Continuity Planning).

Das Marktumfeld verändert sich durch die gesellschaftliche Ausrichtung auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das Thema Nachhaltigkeit und die Optimierung der CO 2 erzeugenden Prozesse sind in diesem und den folgenden Jahren auf Ebene der DLG-Gruppe in dem strategischen Portfolio verankert. Die Verankerung dieser Strategie über die gesamte Wertschöpfungskette lässt die team agrar an den Chancen dieser Veränderung teilhaben.

3.3 Erläuterungen zu Bestandgefährdungspotenzialen

Das Unternehmen ist kapitalstark aufgestellt und robust gegenüber Sondereffekten. Mit der laufenden Weiterentwicklung aller Risiko- und Steuerungssysteme sieht die team agrar auch in einem Markt mit weiteren ständigen Veränderungen und neuen Anforderungen keine Risiken, die zu einer wesentlichen Beeinträchtigung der Vermögens- oder Ertragslage im Berichtszeitraum geführt haben oder über diese hinausführen könnten oder die Finanzierung und Finanzlage bedrohen.

Weiterhin bewährt hat sich das Compliance-Management-Systems (CMS), um Risiken im Wettbewerbsrecht Rechnung zu tragen.

3.4 Perspektiven/Prognosebericht

3.4.1 Weltwirtschaftliche Entwicklung

Für das Jahr 2024 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Besonders die Schwellenländer und die USA zeigen sich robust gegenüber den schwierigen Rahmenbedingungen, wohingegen das Wachstum der europäischen Industrieländer deutlich unter dem globalen Wachstum liegt. Die Weltwirtschaft leidet weiterhin unter politischen Spannungen und der hohen Inflation. Laut dem IWF wird die Inflation in den Industrieländern aber im nächsten Jahr auf einen Wert von 2,6 % sinken.

3.4.2 Entwicklung in Deutschland

Die hohe Inflation, insbesondere aufgrund der hohen Energiepreise gepaart mit einer schwächelnden Weltwirtschaft, die die deutschen Exporte gedämpft hat, hat zu einem Rückgang der deutschen Wirtschaft im Jahr 2023 geführt. Der Sachverständigenrat zur Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung prognostiziert in seinem am 08.11.2023 veröffentlichten Jahresgutachten ein leichtes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das Jahr 2024 um 0,7 %. Ein Lichtblick für das nächste Jahr ist die Verringerung der Inflation, die bereits in den letzten Monaten des Jahres 2023 eingesetzt hat. So wird mit einer Inflation in Deutschland von 2,6 % für das nächste Jahr gerechnet. Aufgrund der positiven Entwicklung der Inflation rechnen die meisten Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Wachstum der Wirtschaft in Deutschland, trotz der ansonsten schwierigen Rahmenbedingungen.

So prognostizieren ausgewählte Institute das Wirtschaftswachstum wie folgt:

―

RWI (Leibniz Institut für Wirtschaftsforschung): +0,8 %

―

ifo (Institut für Wirtschaftsforschung): +0,9 %

―

EU-Kommission: +0,8 %

―

OECD: +0,6 %

―

IWF: +0,5 %

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln geht als einziges Institut von einem Rückgang mit - 0,5 % aus, während die Gemeinschaftsdiagnose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute mit einem Zuwachs von 1,3 % des BIP rechnet.

Nach einer Studie der GfK - Gesellschaft für Konsumforschung - wird von einer nominal steigenden Kaufkraft von 2,8 % ausgegangen, die anders als in den letzten zwei Jahren die aktuelle Prognose der Inflationsraten decken und zu einer leicht steigenden realen Kaufkraft führen würde.

3.4.3 Operative Geschäftsentwicklung

Der Fokus im Agrarbereich liegt auf der Optimierung der internen Prozesse und Systeme sowie einer Stärkung des Kerngeschäfts. Während die landwirtschaftlich genutzte Fläche weiter konstant ist, so ist auch die Agrarbranche von gestiegenen Finanzierungs-, Energie- und Rohwarenkosten betroffen.

Nach dem die Agrarmärkte bis in den Herbst 2022 und teilweise bis zum Frühjahr 2023 von hohen Preisen gekennzeichnet waren, sanken seitdem die Preise speziell für Pflanzenbauprodukte, Dünger, Futtermittel und Energie. Im nächsten Jahr rechnen wir mit konstanteren Preisentwicklungen für unsere Verkaufsprodukte.

Diese Entwicklung sehen wir unter der Annahme, dass keine neuen verschärfte weltwirtschaftlichen Krisen eintreten, die einen Einfluss auf die internationalen und nationalen Märkte im Jahr 2024 haben.

Zur Messung der Mitarbeiter:innenzufriedenheit wird die team agrar weiter an der Messung an der konzernweiten Mitarbeiter:innenbefragung teilnehmen. Wir wollen bei dem Engagement-Index wieder ein Ergebnis von mindestens 70 (von 100 erreichbaren Punkten) erreichen und die Beteiligungsquote des Jahrs 2023 erreichen.

3.4.4 Ertragserwartung

Aufgabe wird es sein, die in der Planung transparent erfassten Rahmenbedingungen des Marktes und der spezifischen Kostensituation in die Kalkulation einfließen zu lassen. Die Kostensituation im Bereich Energie, Finanzierungskosten und absehbare Inflation war in den letzten Monaten konstanter und die Kalkulation konnte zielgerechter erstellt werden. Wir sehen uns auch im Benchmark zum Wettbewerb gut aufgestellt.

Die Kernsparte Agrar der team agrar rechnet für das Jahr 2024 mit einer inflationsbereinigt positiven Ertragsentwicklung und sinkenden Kosten durch die eingeleiteten Maßnahmen. Die Kosten werden durch Anpassungen im Standortportfolio und Optimierung der Backoffice Prozesse gesenkt. Deutliche Kostensenkungen sind auch im Einkaufportfolio Energie zu erwarten. Diese Kostensenkungen werden in den Rohertragszielen zur Marktsteuerung, aber auch zur Verbesserung der Spartenergebnisse genutzt. In der Summe erwarten wir dadurch eine deutliche Verbesserung des EBTs im Vergleich zum abgelaufenen Geschäftsjahr.

3.4.5 Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist weiterhin fester Bestandteil der übergeordneten Strategie der gesamten DLG-Gruppe, zu der auch die team agrar gehört. Diese strategische Stärke und Zielsetzung im Konzern ermöglicht es uns, diesen Wandel in der gesellschaftlichen Ausrichtung als Chance zu ergreifen, da wir den Zugriff auf effiziente Strukturen und Ressourcen zur Begegnung dieser Herausforderung haben.

IV. Verwendung von Finanzinstrumenten

4 Verwendung von Finanzinstrumenten

Für die Schwerpunktbereiche des Risikomanagements, die Marktrisiken, ist festgelegt, Handelspositionen so zu managen, dass plötzliche und starke Preisschwankungen auf internationalen Märkten, Wechselkursverzerrungen oder politische Entwicklungen nicht zu existenzbedrohlichen Auswirkungen führen können. Bestände, Einkaufs- und Verkaufspositionen sind entsprechend zu decken. Für die wesentlichen Produkte und Produktgruppen werden Limits an offenen Positionen sowohl nach Menge als auch nach Wert festgelegt, deren Einhaltung einer permanenten Kontrolle und Berichterstattung unterliegen. Währungsrisiken werden durch den unmittelbaren Abschluss von Devisengeschäften, die zu den Handelsgeschäften gehören, weitestgehend ausgeschlossen.

V. Übernahmerelevante Angaben

5 Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen / Abhängigkeitsbericht

Die team agrar AG ist gemäß § 17 Abs. 1 AktG abhängiges Unternehmen der Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a., Fredericia, Dänemark und der team SE, Flensburg.

Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der abhängigen Gesellschaft einen sog. Abhängigkeitsbericht erstellt und folgende Schlusserklärung abgegeben:

"Die team agrar hat bei den im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und geleistet. Berichtspflichtige Maßnahmen haben im Berichtszeitraum vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2023 nicht vorgelegen."

VI. Erklärung gem. § 289f HGB

6 Erklärung zur Unternehmensführung

Für das Jahr 2023 beträgt die Frauenquote im Aufsichtsrat 33 %, im Vorstand 0 % und im Managementkreis inklusive Vorstand 17,14 %. Das Ziel, im Jahr 2022 einen Anteil von 11 % Frauen im Aufsichtsrat zu haben, wurde bereits im Jahr 2019 erreicht.

In der Managementebene inklusive Vorstand sollen 15 % der Positionen von Frauen besetzt werden.

 

Kiel, den 22. März 2024

team agrar AG

Der Vorstand

Bent Nissen

Lars S0rensen

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Sitz der Gesellschaft: Flensburg

Registergericht: Flensburg

Handelsregisternummer: HRB 16407 FL

Bilanz

Aktivseite

Anhang Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
A. Anlagevermögen B 171.090.398,02 171.814
I. Immaterielle Vermögensgegenstände C 1 51.248.019,64 56.024
II. Sachanlagen C 1 87.589.474,64 82.782
III. Finanzanlagen C 1 32.252.903,74 33.008
B. Umlaufvermögen 324.137.727,56 396.668
I. Vorräte C 2 200.265.708,48 221.859
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände C 3 122.239.343,43 173.544
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten C 4 1.632.675,65 1.265
C. Rechnungsabgrenzungsposten C 5 501.577,30 1.350
D. Aktive latente Steuern C 6 14.012.438,99 13.691
Summe der Aktivseite 509.742.141,87 583.523

Passivseite

Anhang Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
A. Eigenkapital 262.141.611,41 260.159
I. Gezeichnetes Kapital C 7 71.255.680,00 71.256
II. Kapitalrücklage 59.608.972,08 59.609
III. Gewinnrücklagen C 8 129.294.383,19 127.259
IV. Bilanzgewinn 1.982.576,14 2.035
B. Rückstellungen C 9 33.250.530,14 38.483
C. Verbindlichkeiten C 10 214.350.000,32 284.880
Summe der Passivseite 509.742.141,87 583.523

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 01. Januar bis 31. Dezember 2023

Anhang Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Umsatzerlöse C 12 2.274.932.886,02 2.898.341
Erhöhung / Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 801.511,55 2.248
Aktivierte Eigenleistungen 0,00 0
Sonstige betriebliche Erträge C 13 6.338.068,37 8.419
Materialaufwand C 14 2.162.912.440,43 2.793.589
Rohergebnis 119.160.025,51 115.419
Personalaufwand C 15 53.466.081,50 51.871
Abschreibungen C 16 12.651.617,64 11.889
Sonstige betriebliche Aufwendungen C 17 42.670.461,58 41.018
Zwischensumme 10.371.864,79 10.642
Finanzergebnis C 18 -7.671.923,34 -6.124
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag C 19 -20.124,81 1.763
Ergebnis nach Steuern 2.720.066,26 2.755
Sonstige Steuern 737.490,12 720
Jahresüberschuss 1.982.576,14 2.035
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 2.035.020,01 2.017
Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 0
Einstellung in anderen Gewinnrücklagen -2.035.020,01 -2.017
Bilanzgewinn 1.982.576,14 2.035

Anhang vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der team agrar AG wird nachfolgend erläutert.

Form und Gliederung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Vorschriften des § 266 Abs. 2 und 3 bzw. des § 275 Abs. 2 HGB. Soweit erforderlich, wurden die Vorjahreszahlen in Klammern angegeben.

Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 265 Abs. 7 HGB einzelne Posten zusammengefasst. Sie werden im Anhang mit allen Pflichtangaben bei den Erläuterungen der einzelnen Posten dargestellt.

Die Vermögensgegenstände und Schulden werden grundsätzlich einzeln bewertet.

Der Jahresabschluss wird nach den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) in Verbindung mit dem Aktiengesetz (AktG) aufgestellt.

Im Geschäftsjahr 2022 wurden die Roth Agrarhandel GmbH, die HaGe VR Süderlügum Verwaltungs GmbH und die BSL Verwaltungsgesellschaft Betriebsmittel Service Logistik mbH auf die team agrar AG rückwirkend auf den 01. Januar 2022 verschmolzen. Daneben wurde die BSL Betriebsmittel Service Logistik GmbH & Co. KG, die busch saatgetreide GmbH & Co. KG und die busch agrarhandel KG per 01. April 2022 auf die team agrar AG. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahr ist in Folge der Anwachsungen zum 01. April 2022 im Geschäftsjahr 2022 in der Gewinn- und Verlustrechnung bedingt möglich. Bei wesentlichen Einschränkungen der Vergleichbarkeit wird im Anhang an den jeweiligen Stellen mittels Kommentaren die Vergleichbarkeit durch die Angabe des Effekts hergestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens vom 01. Januar bis 31. Dezember 2023

B. Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs-u. Herstellungskosten
Vortrag
€
Zugänge
€
Umbuchungen (+/-)
€
Abgänge
€
Periodenende
€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 20.071.470,94 22.969,54 144.912,46 0,00 20.239.352,94
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und übrige ähnliche Rechte 1.255.748,04 0,00 0,00 0,00 1.255.748,04
3. Geschäfts- oder Firmenwert 59.810.098,45 0,00 0,00 0,00 59.810.098,45
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 81.137.317,43 22.969,54 144.912,46 0,00 81.305.199,43
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 99.366.028,82 5.490.656,58 7.518,00 1.673.499,33 103.190.704,07
2. Technische Anlagen und Maschinen 110.285.616,81 1.270.863,40 944.391,99 1.420.941,44 111.079.930,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 33.149.354,65 4.974.724,74 333.350,71 575.034,22 37.882.395,88
Geringwertige Wirtschaftsgüter 707.866,00 87.282,25 845,19 141.478,22 654.515,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.167.566,50 1.543.659,25 -1.431.018,35 0,00 2.280.207,40
Summe Sachanlagen 245.676.432,78 13.367.186,22 -144.912,46 3.810.953,21 255.087.753,33
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.355.807,24 285.000,00 0,00 0,00 14.640.807,24
2. Beteiligungen 17.201.299,65 0,00 0,00 0,00 17.201.299,65
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.536.215,37 0,00 0,00 50.000,00 1.486.215,37
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 16.450,00 0,00 0,00 0,00 16.450,00
5. Sonstige Ausleihungen 750.000,00 0,00 0,00 750.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 33.859.772,26 285.000,00 0,00 800.000,00 33.344.772,26
Insgesamt 360.673.522,47 13.675.155,76 0,00 4.610.953,21 369.737.725,02
Abschreibungen
Vortrag
€
Zugänge
€
Umbuchungen (+/-)
€
Abgänge
€
Periodenende
€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 17.934.613,30 782.896,00 0,00 0,00 18.717.509,30
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und übrige ähnliche Rechte 1.053.040,04 52.708,00 0,00 0,00 1.105.748,04
3. Geschäfts- oder Firmenwert 6.125.736,05 4.108.186,40 0,00 0,00 10.233.922,45
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 25.113.389,39 4.943.790,40 0,00 0,00 30.057.179,79
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 56.303.610,63 2.304.237,96 0,00 1.180.245,76 57.427.602,83
2. Technische Anlagen und Maschinen 78.489.140,81 3.546.640,39 0,00 1.291.661,44 80.744.119,76
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 27.670.599,65 1.729.697,45 0,00 490.574,22 28.909.722,88
Geringwertige Wirtschaftsgüter 430.887,00 127.251,44 0,00 141.305,22 416.833,22
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 162.894.238,09 7.707.827,24 0,00 3.103.786,64 167.498.278,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 101.533,77 0,00 0,00 0,00 101.533,77
2. Beteiligungen 1,50 46.248,75 0,00 0,00 46.250,25
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 944.084,50 0,00 0,00 944.084,50
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Sonstige Ausleihungen 749.999,00 0,00 0,00 749.999,00 0,00
Summe Finanzanlagen 851.534,27 990.333,25 0,00 749.999,00 1.091.868,52
Insgesamt 188.859.161,75 13.641.950,89 0,00 3.853.785,64 198.647.327,00
Restbuchwert
Bilanzstichtag
€
Vorjahr
€
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Software 1.521.843,64 2.136.857,64
2. entgeltlich erworbene Konzessionen und übrige ähnliche Rechte 150.000,00 202.708,00
3. Geschäfts- oder Firmenwert 49.576.176,00 53.684.362,40
4. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 51.248.019,64 56.023.928,04
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten 45.763.101,24 43.062.418,19
2. Technische Anlagen und Maschinen 30.335.811,00 31.796.476,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 8.972.673,00 5.478.755,00
Geringwertige Wirtschaftsgüter 237.682,00 276.979,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.280.207,40 2.167.566,50
Summe Sachanlagen 87.589.474,64 82.782.194,69
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 14.539.273,47 14.254.273,47
2. Beteiligungen 17.155.049,40 17.201.298,15
3. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 542.130,87 1.536.215,37
4. Geschäftsguthaben bei Genossenschaften 16.450,00 16.450,00
5. Sonstige Ausleihungen 0,00 1,00
Summe Finanzanlagen 32.252.903,74 33.008.237,99
Insgesamt 171.090.398,02 171.814.360,72

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sind dem Anlagespiegel zu entnehmen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um die planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen, angesetzt. Standardsoftware wird über die Nutzungsdauer von drei Jahren, ERP-Programme über fünf Jahre abgeschrieben. Das Sachanlagevermögen wird über die voraussichtliche Nutzungsdauer von einem bis 50 Jahre abgeschrieben. Firmenwerte werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf bis 15 Jahren der miterworbenen, nicht selbständig ansatzfähigen, stillen Reserven der Beteiligungen abgeschrieben; soweit erforderlich werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die Abschreibungsdauer wird nach der strategischen Bedeutung unter der Berücksichtigung der zeitlich möglichen Nutzungsmöglichkeit der Firmenwerte bemessen.

Bei der planmäßigen Abschreibung kommt einheitlich die lineare Methode zur Anwendung. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten bis zu € 250,00 betragen, werden direkt als Aufwand erfasst. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Anschaffungskosten zwischen € 250,00 und € 1.000,00 liegen, werden jährlich in einem Sammelposten zusammengefasst, der über fünf Jahre linear abgeschrieben wird.

Geleistete Anzahlungen beim Anlagevermögen werden zum Nennbetrag angesetzt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um erforderliche Abschreibungen, bewertet. Ausleihungen werden zum Nominalwert angesetzt.

2. Vorräte

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Warenvorräte wurden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Ermittlung der Herstellungskosten für die unfertigen Leistungen und fertigen Erzeugnisse aus eigener Produktion erfolgte gemäß § 255 Abs. 2 HGB. Anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Abschreibungen wurden einbezogen. Dabei wurde das Niederstwertprinzip beachtet und es wurden Bewertungsrisiken aufgrund der Lagerdauer oder geminderten Verwertbarkeit angemessen berücksichtigt. Der verlustfreien Bewertung wurde Rechnung getragen.

Die geleisteten und die erhaltenen Anzahlungen werden mit ihrem Nominalbetrag angesetzt.

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.653.464,61 7.683
Unfertige Leistungen 1.790.747,00 345
Fertige Erzeugnisse und Waren 201.544.663,86 231.513
Geleistete Anzahlungen 1.233.553,57 1.504
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -8.956.720,56 -19.186
200.265.708,48 221.859

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zum Nominalwert bewertet. Erkennbare Risiken wurden durch Einzelwertberichtigungen abgesichert. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Der Pauschalwertberichtigungssatz beträgt 0,5 % auf alle Nettoforderungen, die weder einzelwertberichtigt noch kreditversichert sind.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen insgesamt € 23,0 Mio (Vorjahr: € 32,3 Mio). Davon betreffen € 1,7 Mio (Vorjahr: € 3,3 Mio) Forderungen aus Liefer- und Leistungsgeschäften und € 21,3 Mio Forderungen aus Konzernfinanzierungen (davon € 0,4 Mio (Vorjahr: € 0,4 Mio) verrechnet mit Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Liefer- und Leistungsgeschäften). Die Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beruhen aus Forderungen aus Finanzierung € 0,6 Mio, (Vorjahr: € 0,2 Mio) sowie € 0,2 Mio (Vorjahr € 0,0 Mio) Forderungen aus Liefer- und Leistungsgeschäften. Von diesen Forderungen sind € 0,3 Mio innerhalb eines Jahres fällig.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden zum Zugangszeitpunkt mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls sowie mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls oder dem Devisenkassamittelkurs bewertet, soweit eine Neubewertung nach dem Niederst- bzw. Höchstwertprinzip erforderlich ist.

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 84.276.256,45 117.415
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 23.047.236,27 32.344
davon gegen Gesellschafter - 7.442
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 778.796,14 273
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 431.888,96 966
Sonstige Vermögensgegenstände 14.137.054,57 23.511
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 74.865,15 349
122.239.343,43 173.544

Zinsrisiken

Die team agrar AG hat Zinsswaps im Zusammenhang mit der Aufnahme langfristiger Darlehen abgeschlossen. Auf diese Weise wird für diese langfristigen Kredite ein Festzins gesichert. Das Volumen dieser Swaps betrug zum 31. Dezember 2023 nominal € 11,3 Mio (Vorjahr € 20,6 Mio), der Marktwert wurde mit € -0,5 Mio (Vorjahr € -0,9 Mio) angegeben.

Die Bewertung basiert auf Marktwerten (mark to market), die von den Kreditinstituten eingeholt wurden. Diese wiederum wurden mithilfe allgemein anerkannter Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung marktgerechter Zinsstrukturkurven sowie ggf. historischen Volatilitäten bestimmt. Die Zinsswaps werden grundsätzlich unter Anwendung der Einfrierungsmethode in einer Bewertungseinheit mit der variabel verzinsten Basisfinanzierung für langfristige Kredite auf Einzelkreditebene (Micro-Hedge) betrachtet. Als Grundgeschäfte wurden zum 31. Dezember 2023 langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von € 16,5 Mio (Vorjahr € 19,9 Mio) in die Micro-Hedges einbezogen.

Das abgesicherte Risiko ist abhängig von der Marktzinsentwicklung. Die gegenläufigen Zahlungsstromänderungen gleichen sich über den Zeitraum der Laufzeit der derivativen Finanzinstrumente zwischen dem 30. September 2009 und dem 30. Juni 2028 aus. Da sich die unter der Berücksichtigung der Zinsswaps de facto ergebenden Festzinsen im Rahmen der sonst von der team agrar AG vereinbarten Festzinskonditionen bewegen, waren keine Drohverlustrückstellungen zu bilden.

Fremdwährungsrisiken

Fremdwährungsrisiken wurden über die DLG Finance A/S mit Devisentermingeschäften in Höhe von nominal USD 0,5 Mio gesichert. Den Devisentermingeschäften stehen schwebende Warentermingeschäfte in USD in gleicher Höhe gegenüber, die mit diesen zusammen Bewertungseinheiten unter Anwendung der Einfrierungsmethode bilden. Für jedes Grundgeschäft wird jeweils ein zum abzusichernden (Fremdwährungs-) Risiko passendes gegenläufiges Derivat abgeschlossen. Dabei wird sichergestellt, dass die wertbestimmenden Faktoren (Währung, Nominalwert, Laufzeit) bei Grundgeschäft und Sicherungsinstrument übereinstimmen. Die Zuordnung der Devisentermingeschäfte zu den Warentermingeschäften erfolgt somit auf Basis von Micro-Hedges. Das abgesicherte Risiko ist abhängig von der Wechselkursentwicklung. Die gegenläufigen Zahlungsstromänderungen gleichen sich über den Zeitraum der Laufzeit der Devisentermingeschäfte im Geschäftsjahr 2024 aus. Der Marktwert der Devisentermingeschäfte beträgt zum 31. Dezember 2023 € 0,0 Mio. Es waren keine Drohverlustrückstellungen zu bilden.

Rohstoffpreisrisiken

Die team agrar AG schließt zur Sicherung von Preisveränderungen Warenterminkontrakte und Futures für Raps, Weizen und Mais an der Börse ab. Zu den entsprechenden Börsenterminen im Jahr 2023 wurden Sicherungskontrakte einkaufsseitig für insgesamt 3.661,0 Tto bzw. € 991,0 Mio (Vorjahr 623,8 Tto bzw. € 224,7 Mio) und verkaufsseitig für insgesamt 3.331,3 Tto bzw. € 906,8 Mio (Vorjahr 882,5 Tto bzw. € 328,0 Mio) abgeschlossen. Die Marktwerte der Futures betragen am Bilanzstichtag € +1,7 Mio (Vorjahr € +4,8 Mio); diese werden durch die abwickelnde Bank bzw. den Broker ermittelt und durch schriftliche Bestätigungen mitgeteilt. Die Gegenposition zu diesen Sicherungskontrakten ergibt sich aus dem Warenbestand (€ 62,8 Mio; Vorjahr € 88,5 Mio) und den offenen Ein- (€ 160,2 Mio; Vorjahr € 365,2 Mio) und Verkaufskontrakten (€ 234,5 Mio; Vorjahr € 378,4 Mio) zum 31. Dezember 2023. Die Bildung der Bewertungseinheiten erfolgt entsprechend dem Portfolio-Ansatz. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich über einen Zeitraum bis zur Erfüllung der jeweiligen Kontrakte bzw. bis zu den entsprechenden Börsenterminen in dem Geschäftsjahr 2024 aus. Per 31. Dezember 2023 sind keine Optionen an der Börse im Bestand.

Zur Absicherung von Preisänderungsrisiken im Futtermittelgeschäft wurden Vorratsbestände in Höhe von € 5,9 Mio (Vorjahr € 9,7 Mio) sowie schwebende Einkaufsgeschäfte in Höhe von € 174,8 Mio (Vorjahr € 85,1 Mio) in Bewertungseinheiten mit Terminverkäufen von € 112,0 Mio (Vorjahr € 107,1 Mio) einbezogen (Portfolio-Hedges). Das abgesicherte Risiko entspricht dem vollständigen Betrag der einbezogenen Grundgeschäfte. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich innerhalb des Geschäftsjahres 2024 aus. Es waren keine Drohverlustrückstellungen zu bilden.

Darüber hinaus wurden zur Absicherung von Preisänderungsrisiken im Düngemittelbereich Vorratsbestände in Höhe von € 39,2 Mio. (Vorjahr € 40,3 Mio.) sowie schwebende Einkaufskontrakte in Höhe von € 15,2 Mio. (Vorjahr € 13,3 Mio.) in Bewertungseinheiten mit Terminverkäufen von € 44,9 Mio. (Vorjahr € 49,7 Mio.) einbezogen (Portfolio Hedges). Das abgesicherte Risiko entspricht dem vollständigen Betrag der einbezogenen Grundgeschäfte. Die gegenläufigen Wertänderungen gleichen sich innerhalb des Geschäftsjahres 2024 aus. Es waren keine Drohverlustrückstellungen zu bilden.

Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung im Bereich der Warenpreisrisiken wird auf das dokumentierte, angemessene und funktionsfähige Risikomanagementsystem verwiesen. Hierbei erfolgt eine systematische und fortdauernde Risikoidentifikation-, -messung, -Steuerung und -analyse mit definierten Verlustrisikolimiten, die nicht überschritten werden dürfen.

4. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nominalwert angesetzt.

5. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten der team agrar AG enthalten ein Disagio in Höhe von € 0,2 Mio (Vorjahr: € 0,3 Mio).

Die Beträge werden zum Nominalwert angegeben.

6. Aktive latente Steuern

Für jeden Sachverhalt wird der Unterschied zwischen dem handels- und steuerrechtlichen Bilanzansatz ermittelt und darauf die aktive oder passive latente Steuer mit dem individuellen Steuersatz (Körperschaftsteuersatz 15,83 % sowie Gewerbesteuer 13,88 %) errechnet. Anschließend werden die verrechnungsfähigen aktiven und passiven Steuern saldiert und nur der aktive Überhang ausgewiesen.

Die latenten Steuern ergeben sich aus den Unterschieden in den folgenden Bilanzposten:

Aktiva

Aktivische Differenz Gj-Beginn
T€
Veränderung
T€
Aktivische Differenz Gj-Ende
T€
27.508 4.237 31.745
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.412 128 2.540
II. Sachanlagen 309 -157 152
III. Finanzanlagen 21.982 4.142 26.124
IV. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.805 124 2.929
Passiva 7.770 -1.730 6.040
I. Rücklagen nach EStG 0 0 0
II. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 7.295 -1.448 5.847
III. Sonstige Rückstellungen 475 -282 193
IV. Verbindlichkeiten 0 0 0
Summe der Differenzen 35.278 2.507 37.785

Aktiva

Passivische Differenz Gj-Beginn
T€
Veränderung
T€
Passivische Differenz Gj-Ende
T€
-40.269 3.631 -36.638
I. Immaterielle Vermögensgegenstände -29.483 3.280 -26.203
II. Sachanlagen -10.556 149 -10.407
III. Finanzanlagen -187 183 -4
IV. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände -43 19 -24
Passiva -388 -438 -826
I. Rücklagen nach EStG -338 34 -304
II. Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen -50 24 -26
III. Sonstige Rückstellungen 0 0 0
IV. Verbindlichkeiten 0 -496 -496
Summe der Differenzen -40.657 3.193 -37.464

Daneben wurden auf steuerliche Verlustvorträge für Gewerbesteuern in Höhe von € 94,9 Mio und Körperschaftsteuern (inklusive Solidaritätszuschlag) in Höhe von € 27,1 Mio aktive latente Steuern in Höhe von € 17,5 Mio angesetzt. Die team agrar AG geht aufgrund interner Planungsrechnungen von einer Nutzung der steuerlichen Verlustvorträge mit verrechnungsfähigem steuerlichem Einkommen innerhalb der nächsten fünf Geschäftsjahre nach dem Abschlussstichtag aus.

Der Überhang aus aktiven (€ 25,1 Mio) und passiven (€ 11,1 Mio) latenten Steuern wird aktivisch ausgewiesen.

7. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital beläuft sich zum Bilanzstichtag auf € 71.255.680,00 und ist eingeteilt in 27.834.250 Stückaktien. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 2,56. Die Aktien lauten auf den Namen. Der Ansatz in der Bilanz erfolgt zum Nominalwert.

Jede Übertragung, Sicherungsabtretung und Verpfändung der Aktien bedarf der Zustimmung der Gesellschaft. Die Zustimmung erteilt der Vorstand. Die Zustimmung ist nicht erforderlich für Aktien, die infolge der Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital über Stückaktien ohne Vinkulierung entstanden sind.

Ausgabe und Form der Aktienurkunden sowie der Gewinnanteil- und Erneuerungsscheine setzt der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats fest. Die Einziehung der Aktien ist nach Maßgabe des Aktiengesetzes gestattet.

Die Hauptversammlung hat mit Beschluss vom 3. April 2019 den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital in der Zeit bis zum 3. April 2024 einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu € 30,0 Mio durch Ausgabe von bis zu 11.718.750 neuer vinkulierter Stückaktien gegen Geld- oder Sachleistungen zu erhöhen (genehmigtes Kapital), wobei sich die Zahl der Aktien in demselben Verhältnis wie das Grundkapital erhöhen muss.

Der Vorstand hat am 11. Dezember 2019 unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Aufsichtsrates beschlossen und der Aufsichtsrat hat am 18. Dezember 2019 die Zustimmung erteilt, diese Kapitalerhöhung aus genehmigtem Kapital durchzuführen und den Aktionären im Wege des unmittelbaren Bezugsrechts im Zeitraum vom 23. Dezember 2019 bis 10. Januar 2020 den Erwerb entsprechender neuer Aktien im Verhältnis 6,49 : 1 zu einem Bezugspreis von € 8,00 je Aktie anzubieten. Bis zum 10. Januar 2020 haben Aktionäre insgesamt Einzahlungen in Höhe von € 29,7 Mio geleistet; durch Eintragung in das Handelsregister am 28. Januar 2020 wurde damit das gezeichnete Kapital um € 9.518.080,000 und die Kapitalrücklage um € 20.225.920,00 erhöht. Es wurden insgesamt 3.718.000 neue Stückaktien ausgegeben. Damit besteht die Möglichkeit aus dem Beschluss der Hauptversammlung vom 03. April 2019, das Kapital um weitere 8.000.750 vinkulierte Stückaktien in der Zeit bis zum 3. April 2024 zu erhöhen.

Am 18. Dezember 2023 wurde auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a. mit Sitz in Frederica/Dänemark gegen Gewährung einer Barabfindung beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister ist am 07. Februar 2024 erfolgt.

8. Gewinnrücklagen

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Gesetzliche Rücklage 12.287.992,40 12.288
davon aus Jahresüberschuss - 0
Andere Gewinnrücklagen 117.006.390,79 114.971
davon mit Bilanzgewinn verrechnet 2.035.020,01 2.017
129.294.383,19 127.259

Der Ansatz in der Bilanz erfolgt zum Nominalwert.

Die folgenden Beträge kommen grundsätzlich als Ausschüttungssperre in Betracht. Da die nach der Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens den insgesamt angesetzten Beträgen entsprechen, besteht keine Ausschüttungssperre:

Geschäftsjahr
in €
Gem. § 253 Abs. 6 HGB 111.504,00
Gem. § 268 Abs. 8 HGB 14.012.438,99

Der Gesamtbetrag der zum Bilanzstichtag ausschüttungsgesperrten Beträge nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von T€ 14.012 entfällt ausschließlich auf die Aktivierung von latenten Steuern.

9. Rückstellungen

Die Pensionsrückstellungen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf € 16,2 Mio (Vorjahr € 18,5 Mio). Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt gemäß § 253 Abs. 2 HGB nach der Projected-Unit-Credit-Methode. Der Rechnungszinsfuß wird gemäß § 253 Abs. 2 S. 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzins aus den vergangenen zehn Jahren abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dabei wurde als Rechnungszinsfuß von dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssatz aus Oktober 2023 der Zinsatz zum Jahresende von 1,82 % p.a. (Vorjahr: 1,79 %) abgeleitet und angesetzt. Der Rückstellungsbetrag ist weiterhin unter Einbeziehung von Trendannahmen hinsichtlich der zukünftigen Anwartschafts- bzw. Rentenentwicklung zu ermitteln. Die erwartete Rentenanpassung wurden 1,0 % (Vorjahr: 1,5 %) p.a. angenommen; es lagen die Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zugrunde. Für künftige Gehaltsteigerungen wurden in 0 % p. a. zugrunde gelegt, da es sich um gehaltsunabhängige Festrentenzusagen handelt.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus dem Ansatz der Pensionsrückstellung unter Zugrundelegung des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (in 2023: 1,82 %, Vorjahr: 1,79 %), der erstmalig im Geschäftsjahr 2016 angewendet wird, und dem bis 2015 angewendeten durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren (2023: 1,75 %, Vorjahr: 1,46 %) beträgt im Geschäftsjahr 2023 insgesamt € 0,1 Mio (Vorjahr € 0,7 Mio). Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach einer Ausschüttung verbleibenden frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens diesem Unterschiedsbetrag entsprechen.

Das Aktivvermögen wird zur Deckung der Pensionsverpflichtungen direkt mit den Pensionsrückstellungen saldiert dargestellt, soweit sie an die Pensionäre verpfändet sind. Es wird ein Aktivvermögen von € 0,1 Mio (Vorjahr: € 0,1 Mio) mit den Pensionsrückstellungen verrechnet.

Die beizulegenden Zeitwerte der verrechneten Vermögenswerte betragen € 0,1 Mio (Vorjahr: € 0,1 Mio) und wurden anhand der Aktivwerte der Rückdeckungsversicherungen, die den fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen, ermittelt. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden beträgt € 0,4 Mio (Vorjahr: € 0,4 Mio).

Der Zinsaufwand (inkl. des Zinssatzänderungseffekts) im Geschäftsjahr 2023 aus der gesamten Pensionsverpflichtung beträgt € 0,3 Mio (Vorjahr: € 0,5 Mio). Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2023 aufgrund eines negativen Zuführungsbetrag ein Betrag von € 1,4 Mio in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und die Sonstigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Ende 2023 wurde in Deutschland das Mindeststeuergesetz (Gesetzes zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung für Unternehmensgruppen "MinStG") eingeführt. Die Bestimmungen des Mindeststeuergesetzes sind grundsätzlich für alle Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2023 beginnen, anzuwenden. Die team agrar AG hat keine Geschäftsaktivitäten in Niedrigsteuerländern mit Ertragsteuersätzen unterhalb des Mindeststeuersatz von 15 Prozent gem. § 54 MinStG. Grundsätzlich wird mit keinen wesentlichen Effekten aus dem neuen Mindeststeuergesetz auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage gerechnet.

Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften wurden nach unveränderten Grundsätzen gebildet. Die Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen zwischen 1,03 % und 1,79 %, die von der Deutschen Bundesbank bekannt gegeben werden, sowie unter Berücksichtigung von Kostensteigerungen in Höhe von bis 2,0 % abgezinst.

Die Entwicklung der Steuerrückstellungen zeigt die nachstehende Tabelle:

1.1.
in T€
Verbrauch
in T€
Auflösung
in T€
Zuführung
in T€
31.12.
in T€
Rückstellungen für Steuern 25 25 0 123 123

Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

1.1.
in T€
Verbrauch
in T€
Auflösung
in T€
Zuführung
in T€
31.12.
in T€
Sonstige Rückstellungen für
Risiken aus dem Warenbereich 6.750 6.750 8.414 8.414
Personalverpflichtungen 5.102 4.655 69 4.508 4.885
Abbruchverpflichtungen 239 0 0 8 247
Drohende Verluste aus schwebenden Geschäften 342 279 0 0 63
Übrige 7.532 7.275 134 3.231 3.354
19.964 18.958 204 16.161 16.963

Gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB werden Teile der sonstigen Rückstellungen, für die sich aufgrund der geänderten Bewertung eine Auflösung ergeben würde, beibehalten, soweit der aufzulösende Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2025 wieder zugeführt werden müsste. Zum 31. Dezember 2023 beläuft sich der Überdeckungsbetrag auf € 0,0 Mio (Vorjahr: € 0,0 Mio).

10. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden mit ihrem jeweiligen Erfüllungsbetrag ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind vollständig durch Grundschulden und Sicherungsübereignungen besichert. Darüber hinaus bestehen für die Verbindlichkeiten Eigentumsvorbehalte und gesetzliche Pfandrechte.

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 42.684.308,58 72.311
daran Restlaufzeit bis zu einem Jahr 29.927.972,60 55.312
davon Restlaufzeit über einem Jahr 12.756.335,98 16.998
davon Restlaufzeit über fünf Jahre 0,00 1.809
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 81.790.041,27 89.413
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 81.790.041,27 89.413
Verbindlichkeiten aus der Annahme gez. Wechsel und der Ausstellung eigener Wechsel 0,00 10.000
daran Restlaufzeit bis zu einem Jahr 0,00 10.000
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 71.858.390,34 71.450
daran Restlaufzeit bis zu einem Jahr 71.858.390,34 71.450
davon gegenüber Gesellschafter 66.524.889,56 6.082
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4.846.388,74 3.969
davon Restlaufzeit bis zu einem Jahr 4.846.388,74 3.969
Sonstige Verbindlichkeiten 13.170.871,39 37.738
daran Restlaufzeit bis zu einem Jahr 13.170.871,39 37.738
davon aus Steuern 8.248.697,48 18.503
214.350.000,32 284.880

Im Jahr 2023 wurde die Konzernfinanzierung im gesamten DLG-Konzern neu aufgesetzt. Dies hat auch die zuvor geltende Konzernfinanzierung auf Ebene der team agrar AG betroffen. Die zuvor bestehende Konzernfinanzierung der team agrar AG wurde vorzeitig gekündigt und der ausstehende Kreditbetrag seitens der team agrar AG vereinbarungsgemäß zurückgezahlt. Aus diesem Grund besteht für die team agrar AG, aus der zuvor bestehenden Konzernfinanzierung, zukünftig keine Verpflichtung mehr Sicherheiten zur Verfügung zu stellen. Auch durch die neue Konzernfinanzierung im DLG Konzern hat die team agrar AG keine Sicherheiten mehr zur Verfügung zu stellen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der Rückführung der zuvor geltenden Konzernfinanzierung reduziert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und die darin enthaltenen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern beruhen im Wesentlichen auf Finanzierungen durch die team SE. Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beruhen wie im Vorjahr im Wesentlichen auf Liefer- und Leistungsgeschäften.

11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
a) Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 832.871,56 6.849
davon für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen 0,00 4.340
b) Patronatserklärungen 7.000.000,00 8.000
davon für Verbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen 6.000.000,00 6.000
c) Leasingverpflichtungen 3.122.388,65 5.218
davon binnen eines Jahres fällig 1.370.534,05 1.673
d) Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 24.463.820,98 29.589
davon binnen eines Jahres fällig 4.823.255,98 5.121
davon gegenüber verbundenen Unternehmen 3.958.961,19 64
e) Verpflichtungen aus Altersvorsorge 0,00 0

Auf Grundlage der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen über die finanzielle Situation der jeweiligen Unternehmen ist eine Inanspruchnahme aus den genannten Haftungsverhältnissen als unwahrscheinlich zu bezeichnen.

Die Leasingverträge wurden aus Finanzierungsgründen abgeschlossen und sind als Operate-Lease-Verträge gestaltet; die wesentlichen Chancen und Risiken liegen entsprechend beim Leasinggeber.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der team agrar AG belaufen sich am Bilanzstichtag auf insgesamt € 28,4 Mio (Vorjahr € 35,7 Mio).

Des Weiteren wurde im Konzern zur Finanzierung mit der Coral Purchasing (Jersey) Limited, Jersey/UK, und der DZ Bank AG, Frankfurt/Main, eine Asset-backed-Commercial-Paper-Transaktion (Forderungsverkauf zum Zwecke der Besicherung der Commercial Paper) vertraglich vereinbart. Gemäß der Vereinbarung dient die team agrar AG der Coral wöchentlich einen Bestand an versicherten Forderungen zum Kauf an. Die Finanzierungslinie für die Transaktion beträgt € 75,0 Mio. Zum 31. Dezember 2023 betrug der verkaufte Forderungsbestand € 7,6 Mio (Vorjahr € 7,8 Mio).

12. Umsatzerlöse

Sparten

Umsatzerlöse der team agrar AG in Prozent

Regionen

Umsatzerlöse der team agrar AG in Prozent

13. Sonstige betriebliche Erträge

In den Sonstigen betrieblichen Erträgen sind die folgenden aperiodischen Positionen enthalten:

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Buchgewinne aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Sach- und Finanzanlagevermögens 1.466.327,27 2.767
Auflösung von Rückstellungen 290.647,12 574
Entlastungsbeträge aus den Energiepreisbremsen 2.000.000,00 0
Erträge aus der Währungsumrechnung 69.371,66 52

14. Materialaufwand

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 2.074.972.954,48 2.692.941
Aufwendungen für bezogene Leistungen 87.939.485,95 100.648
2.162.912.440,43 2.793.589

15. Personalaufwand

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Löhne und Gehälter 44.473.569,07 42.650
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 8.992.512,43 9.221
davon für Altersversorgung 132.063,98 821
53.466.081,50 51.871

Die Zahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug:

Vollzeitbeschäftigte Teilzeitbeschäftigte befristet/ Saison
kaufmännische Mitarbeiter 423 53 0
gewerbliche Mitarbeiter 425 29 131
848 82 131

Außerdem wurden 25 (Vorjahr: 30) Auszubildende beschäftigt.

16. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Im Jahr 2023 wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens vorgenommen.

17. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den Sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die folgenden aperiodischen Positionen enthalten:

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Buchverluste aus dem Abgang von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens 133.490,85 308
Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 64.281,55 33

Darüber hinaus besteht ein saldierter periodenfremder Delkredereaufwand in Höhe von € 0,4 Mio (Vorjahr Delkredereaufwand: € 0,2 Mio).

18. Finanzergebnis

Geschäftsjahr
in €
Vorjahr
in T€
Erträge aus Beteiligungen und Geschäftsguthaben 6.927.438,99 2.391
davon aus verbundenen Unternehmen 3.500.000,00 0
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 0,00 28
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 6.000,00 7
davon aus verbundenen Unternehmen 0,00 0
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 2.573.351,97 2.817
davon aus verbundenen Unternehmen 485.770,73 812
Abschreibungen auf Finanzanlagen 990333,25 750
Aufwendungen aus Verlustübernahme 3.004.066,45 1.694
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 13.184.314,60 8.922
davon an verbundene Unternehmen 3.413.866,91 1.415
-7.671.923,34 -6.124

Die Zuführungen zu den langfristigen Rückstellungen wurden in Höhe des Zinsteils der Rückstellungen über den Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" bei der team agrar AG in Höhe von € 0,0 Mio (Vorjahr: € 0,5 Mio) dargestellt.

19. Ertragsteuern

Neben einem effektiven Steueraufwand von € 0,3 Mio (Vorjahr: € 0,1 Mio) beeinflussen latente Steuern den Posten im Jahresabschluss der team agrar AG mit einem Ertrag von € 0,3 Mio (Vorjahr: Aufwand € 1,9 Mio).

D. Organe

Mitglieder des Vorstands:

―

Bent Nissen, Vorstandsvorsitzender; Gentofte, Dänemark

―

Lars S0rensen,Finanzvorstand; Hornslet / Dänemark

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

―

Kristian Hundeb0ll, Vorsitzender (Vorstandsvorsitzender DLG), Aller0d / Dänemark

―

Torsten Jensen, stellvertretender Vorsitzender (Vorstand VR Bank eG, Niebüll), Niebüll

―

Niels Dengsoe Jensen, (Aufsichtsratsvorsitzender DLG, Landwirt), Lögstrup / Dänemark

―

Detlev Elgeti (Landwirt), Stülow ab 11.05.2023

―

Magnus Kagevik (COO Lantmännen), Stockholm / Schweden

―

Elisabeth Ringdahl (EVP, Lantmännen), Stockholm / Schweden

Vertreter der Arbeitnehmer:

―

Andreas Jensen (kaufm. Mitarbeiter), Ostenfeld

―

Anja Faydali (kfm. Mitarbeiterin), Kiel

―

Madlen Zell (Betriebsratsvorsitzende team agrar AG, kfm. Mitarbeiterin), Neustrelitz

E. Gesamtbezüge und Prüfungshonorar

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands und die Gesamtbezüge der ehemaligen Organmitglieder und deren Hinterbliebenen wird nach § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats beliefen sich auf € 0,1 Mio (Vorjahr: € 0,1 Mio).

Die Rückstellungen für Pensionszusagen an ehemalige Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebenen beliefen sich auf € 5,4 Mio (Vorjahr: € 5,8 Mio).

Für den Abschlussprüfer des Mutterunternehmens wurden im Geschäftsjahr folgende Honorare als Aufwand erfasst:

―

für Abschlussprüfungsleistungen der team agrar AG: € 0,3 Mio (Vorjahr: € 0,2 Mio)

―

für andere Bestätigungsleistungen € 0,0 Mio (Vorjahr: € 0,0 Mio)

―

für sonstige Leistungen € 0,0 Mio (Vorjahr: € 0,1 Mio).

F. Mitteilungen nach AktG

Die Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a., Fredericia, Dänemark hat der team agrar AG mitgeteilt, dass ihr gemäß § 16 Abs. 4 AktG, mittels der durch die team SE, Flensburg gehaltenen Anteile, mehr als die Hälfte der Aktien an der team agrar AG, Flensburg, zuzurechnen sind.

Die team SE, Flensburg hat der team agrar AG mitgeteilt, dass ihr gemäß § 20 Abs. 1, 3 und 4 AktG unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien sowie eine Mehrheitsbeteiligung an der team agrar AG, Flensburg gehören.

G. Nachtragsbericht

Am 18. Dezember 2023 wurde auf einer außerordentlichen Hauptversammlung die Übertragung der Aktien der Minderheitsaktionäre auf den Hauptaktionär Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a. mit Sitz in Frederica/Dänemark gegen Gewährung einer Barabfindung beschlossen. Die Eintragung im Handelsregister ist am 07. Februar 2024 erfolgt. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahrs eingetreten und weder in der GuV noch in der Bilanz berücksichtigt sind und die finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, haben sich nicht ereignet.

H. Mutterunternehmen

Die team agrar AG nutzt die Befreiungsvorschriften des § 291 HGB und stellt keinen eigenen Konzernabschluss auf. Der Jahresabschluss der team agrar AG wird in den Konzernabschluss der Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a., Fredericia/Dänemark, (DLG) einbezogen (größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss, der nach den Grundsätzen der IFRS (International Financial Reporting Standards) erstellt wird, wird im Centrale Virksomhedsregister (CVR) unter der CVR-Nummer 24246930 veröffentlicht. Der Konzernabschluss wird auch im Bundesanzeiger bzw. Unternehmensregister offengelegt.

I. Verwendung des Bilanzgewinns

Der Vorstand schlägt vor, den ausgewiesenen Bilanzgewinn von € 2,0 Mio in voller Höhe den anderen Gewinnrücklagen zuzuführen.

 

Flensburg, den 22. März 2024

team agrar AG

Der Vorstand

Bent Nissen

Lars Sørensen

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Aufstellung des Anteilsbesitzes (Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB, inkl. Unternehmen gem. § 271 Abs. 2 HGB)

BETEILIGUNGSGESELLSCHAFT Name Sitz Höhe des Anteils am gez. Kapital per 31.12.2022
(%)
vorliegende r Jahresabschluss per Eigenkapital
T€
Jahresergebnis
T€
1) ABS Transport Sp.z o.o. c) (in Liquidation) Stettin/ Polen 100,00 31.12.2020 ./. TPLN 193 b) TPLN 2
2) Agrocentrum B.V. i) Steenbergen/ Niederlande 100,00 31.12.2022 1.045 926
3) ANDREAS Sp. z o.o. Stettin/ Polen 49,00 31.12.2022 TPLN 31.186 b) TPLN 561
4) Antiberia Grundstückverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Neumünster II KG Mainz 47,00 31.12.2022 40 1
5) C.V. Holland Fyto U.A. e) Emmeloord/ Niederlande 39,67 31.12.2022 500 0
6) European Fertilizer A/S Kopenhagen/ Dänemark 31,00 31.12.2022 TDKK 1.210 b) TDKK 3
7) Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH Rostock 33,30 31.12.2021 26 0
8) GMV Getreidelager GmbH & Co. KG Boddin Boddin 40,00 30.06.2022 402 17
9) GMV Getreidelager GmbH & Co. KG Woldegk Woldegk 9,20 30.06.2022 370 0
10) Graanhandel Trigo GmbH Kiel 100,00 31.12.2022 555 124
11) Grambower Lagerhaus GmbH & Co. KG Neubrandenburg 100,00 31.05.2023 k) 380 k)
12) Gut Rosenkrantz Bio-Futter GmbH & Co. KG Neumünster 50,00 31.12.2022 1.975 459
13) HaBeMa Futtermittel GmbH & Co.KG Produktions- und Umschlagsgesellschaft Hamburg 50,00 31.12.2022 52.616 8.473
14) HaBeMa Futtermittel-Verwaltungs GmbH Hamburg 50,00 31.12.2022 54 5
15) HaGe NORDLAND Verwaltungs GmbH Demmin 100,00 31.12.2022 101 4
16) HaGe Produktions GmbH Rendsburg 100,00 31.12.2022 55 a)
17) Handelsgesellschaft für Naturprodukte mbH Gut Rosenkrantz Neumünster 39,30 30.06.2022 5.800 1.367
18) Handelsonderneming Vlamings B.V. i) Steenbergen/ Niederlande 100,00 31.12.2022 5.072 1.553
19) IB Sortenvertriebs GmbH Kiel 100,00 31.12.2022 87 57
20) Innoventis B.V. e) Emmeloord/ Niederlande 100,00 31.12.2022 16 ./. 1
21) Lagerhaus Lübeck Dr. Pleines GmbH & Co. KG f) Lübeck 25,19 31.12.2022 205 867
22) Landhandel Wetter RS GmbH Wetter 100,00 31.12.2022 301 14
23) Ostthüringer Saaten GmbH Gera 50,00 31.12.2021 1.224 4
24) Penzliner Lagerhaus GmbH & Co. KG Neubrandenburg 50,00 30.06.2022 289 -11
25) Profyto B.V. h) Emmeloord/ Niederlande 100,00 31.12.2022 6.836 2.766
26) Profytodsd Holding B.V. d) Emmeloord/ Niederlande 80,00 31.12.2022 11.813 2.835
27) Raps Ölsaatenverarbeitungs GmbH Kiel 100,00 31.12.2022 31 a)
28) SGL GmbH Erftstadt-Gymnich 24,00 30.06.2022 2.277 5
29) SAS EURO A PRO Blois/ Frankreich 33,33 30.09.2021 250 2
30) Septem B.V. g) Emmeloord/ Niederlande 50,00 31.12.2022 14.660 2.632
31) Stameer B.V. Emmeloord/ Niederlande 100,00 31.12.2022 13.499 2.245
32) team agrar vermögensverwaltungs GmbH Flensburg 100,00 18.12.2023 k) 25 K)
33) team logistik GmbH Flensburg 50,00 31.12.2022 3.594 1.976
34) Vlamings Agro Groep B.V. j) Steenbergen/ Niederlande 50,00 31.12.2022 7.560 2.409
35) Zeleny Informaciòn y Mercados S.L Pamplona/ Spanien 20,00 31.12.2022 941 ./. 97

a) Ergebnisabführungsvertrag mit team agrar AG

b) Wechselkurse: 4,3395 PLN = 1 EUR; 7,4529 DKK = 1 EUR per 31.12.202

c) mittelbare Beteiligung, gehalten über team logistik GmbH

d) mittelbare Beteiligung, gehalten über Stameer B.V.

e) mittelbare Beteiligung, gehalten über Profyto B.V.

f) mittelbare Beteiligung, gehalten über Graanhandel Trigo GmbH

g) mittelbare Beteiligung, gehalten über Profytodsd Holding B.V.

h) mittelbare Beteiligung, gehalten über Profytodsd Holding B.V. und Septem B.V.

i) mittelbare Beteiligung, gehalten über Vlamings Agro Groep B.V.

j) mittelbare Beteiligung, gehalten über Septem B.V.

k) Gründung in 2023

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die team agrar AG, Flensburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der team agrar AG, Flensburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden- geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der team agrar AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

―

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

―

vermittelt der bei gefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts'' unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

―

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

―

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grund läge des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschifften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

―

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können,

―

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

―

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

―

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu fuhren, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

―

beurteilen war Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

―

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

―

fuhren wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Kiel, den 22. März 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Andreas Focke, Wirtschaftsprüfer

ppa. Charlotte Meky, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2023

Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen.

Der Aufsichtsrat hat sich vom Vorstand regelmäßig schriftlich und mündlich umfangreich über die Lage des Unternehmens, den Geschäftsverlauf und die geplante Unternehmensentwicklung unterrichten lassen. Er konnte sich dabei von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen.

Im Rahmen der Hauptversammlung des Unternehmens vom 11. Mai 2023 wurde die Umfirmierung der Hauptgenossenschaft Nord AG (HaGe) in team agrar AG (team agrar) und die Sitzverlegung von der Werftstraße 218 in Kiel in den Marie-Curie-Ring 2 in Flensburg beschlossen.

Im Jahre 2023 fanden sechs ordentliche und zwei außerordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. In einer weiteren Sitzung wurde gesondert die Strategie der team agrar beraten.

Auf seinen Sitzungen hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit der Ergebnissituation, mit der Entwicklung der Sparten sowie mit Investitionsvorhaben befasst und die erforderlichen Beschlüsse gefasst. Schwerpunkte der Beratungen 2023 waren darüber hinaus die unterschiedlichen Optionen zur Weiterentwicklung des Unternehmens, insbesondere Organisationsentwicklungen, die infolge von Anpassungen in der Organisation zur Verbesserung der Kundenorientierung und weiteren Effizienzsteigerungen im Unternehmen führen.

Der Beirat der team agrar tagte als Gesamtgremium und befasste sich neben der Geschäfts- und Marktentwicklung und weiteren Möglichkeiten der Prozessoptimierung mit den landwirtschaftlichen Kunden. Darüber hinaus wurde in mehreren Produktstrategiegruppen zu konkreten Fragestellungen des Geschäftes der team agrar beraten.

Der Vorstand hat im Hinblick auf die Mitteilung der Dansk Landbrugs Grovvareselskab a.m.b.a., Kopenhagen/Dänemark, wonach dieser eine unmittelbare Stimmrechtsmehrheit an der Gesellschaft zusteht, einen Bericht gemäß § 312 AktG erstellt, aus dem hervorgeht, dass bei den im Abhängigkeitsbericht aufgeführten Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung erhalten wurde und der Gesellschaft durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen kein Nachteil entstanden ist.

Der Abschlussprüfer hat diesen Bericht geprüft, über das Ergebnis seiner Prüfung mit Datum vom 22. März 2024 schriftlich berichtet und folgenden Vermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war". Von dem Prüfungsergebnis des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts.

Der Jahresabschluss 2023 der team agrar AG, unter Einbeziehung der Buchführung, sowie der Bericht über die Lage der Gesellschaft sind vom Abschlussprüfer der PricewaterhouseCoopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden.

Der Prüfungsausschuss hat die Prüfungstätigkeit und den Jahresabschluss 2023 in gemeinsamen Sitzungen mit dem Abschlussprüfer ausführlich beraten und dem Aufsichtsrat über diese Beratungen Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat vom Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen Nach dem Ergebnis seiner Prüfung billigt der Aufsichtsrat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht und hat den Jahresabschluss 2023 der team agrar AG am 26. März 2024 festgestellt.

 

Flensburg, den 04. April 2024

Der Aufsichtsrat

Kristian Hundeboll, Vorsitzender

Niederschrift über die Gesellschafterversammlung am 24.06.2024

Wir, die

a) team SE, Marie-Curie-Ring 2, 24941 Flensburg, vertreten durch die Vorstände Kevin Lorenzen, Carsten Gemeinhardt, Raimund Hackenberger und Bent Nissen

b) dlg a.m.b.a., Ballesvej 2, Fredericia, vertreten durch die Vorstände Kristian Hundeboll, Jesper Pagh und Christina Nielsen

halten hiermit unter Verzicht auf alle durch Gesetz und Gesellschaftsvertrag vorgeschriebenen Formen und Fristen der Einberufung und Ankündigung eine Gesellschafterversammlung der team agrar GmbH ab und beschließen:

1. Feststellung des Jahresabschlusses zum 31.12.2023

D er von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 wird nebst Lagebericht festgestellt.

2. Gewinnverwendung

Der ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2 Mio. wird in voller Höhe den anderen Gewinnrücklagen zugeführt.

3. Entlastung der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023

Über die Entlastung der ehemaligen Vorstandsmitglieder für das Geschäftsjahr 2023 wird zu einem späteren Zeitpunkt entschieden.

Weitere Beschlussfassungen stehen nicht an. Die Gesellschafterversammlung wird hiermit geschlossen.

 

Flensburg, den 24.06.2024

team SE
dlg a.m.b.a.

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from openai import OpenAI

client = OpenAI()
response = client.responses.create(
    model="gpt-6-astra",
    input="Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von team agrar GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.\n\nentity_id: d7ef7396246505a75a4f7cc49c0d1519",
    tools=[{
        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
        "require_approval": "never",
    }],
)
print(response.output_text)

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Diese Konfiguration in Ihrem MCP-Client hinterlegen:

JSON
{
  "mcpServers": {
    "handelsregister": {
      "url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
      "headers": { "X-API-Key": "YOUR_API_KEY" }
    }
  }
}

YOUR_API_KEY durch Ihren handelsregister.ai API-Key ersetzen.

Dieses Unternehmen abfragen

Nach dem Verbinden diese Frage im Assistenten stellen:

Zeige mir die Geschäftsführung, Gesellschafter und letzten verfügbaren Geschäftszahlen von team agrar GmbH. Nenne die Geschäftsjahre und Quellen.

entity_idd7ef7396246505a75a4f7cc49c0d1519