aktiv Rechtsform SE Aktiengesellschaft

umlaut SE

AachenAachen, DEU ·HRB 24165 Aachen ·umlaut.com

Stammdaten

Rechtsform
SE
Anschrift
Am Kraftversorgungsturm 3
52070 Aachen
Handelsregister
HRB 24165, Aachen
Eintragungsdatum
18. Juni 2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Eingetragenes Kapital
2.857.098,00 EUR
Vertretungsregelung

Ist nur ein Vorstandsmitglied bestellt, so vertritt es die Gesellschaft allein. Sind mehrere Vorstandsmitglieder bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Vorstandsmitglieder oder durch ein Vorstandsmitglied gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Unternehmenszweck
Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung eigenen Vermögens sowie der Erwerb, das Halten und Verwalten von Beteiligungen, im Wesentlichen von Mehrheitsbeteiligungen (Kapital- oder Stimmrechtsmehrheit), an in- und ausländischen Unternehmen, die überwiegend in den Bereichen Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen sowie Entwicklung und Vertrieb von Produkten und Lösungen für öffentliche und industrielle Auftraggeber tätig sind. Ferner erbringt die Gesellschaft Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen sowie Entwicklungs- und Vertriebstätigkeiten für öffentliche und industrielle Auftraggeber. Gegenstand des Unternehmens ist des Weiteren die Erbringung von entgeltlichen Verwaltungs- und sonstigen Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Gesellschaft ist berechtigt, alle Geschäfte zu betreiben und Maßnahmen vorzunehmen, die mit dem Gegenstand des Unternehmens gemäß Absatz 1 zusammenhängen oder ihm unmittelbar oder mittelbar zu dienen geeignet sind. Die Gesellschaft darf im In- und Ausland Zweigniederlasungen errichten und schließen, Tochtergesellschaften gründen und gleichartige oder ähnliche Unternehmen betreiben, erwerben, pachten oder sich daran beteiligen.

Finanzen

Mitarbeiter 2021
73
Bilanzsumme 2021
141,87 Mio. €
Jahresergebnis 2021
40,00 Mio. €
Jahresabschluss · –
3 Vorjahre · Werte mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Bilanz

Jahresabschluss · –
2021
Aktivseite 141,87 Mio
  • Anlagevermögen 73,3 % 104,00 Mio
  • Umlaufvermögen 25,2 % 35,70 Mio
  • Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 1,5 % 2,16 Mio
  • Aktive latente Steuern 0,0 % 21,0 k
Passivseite 141,87 Mio
  • Eigenkapital 82,0 % 116,40 Mio
  • Verbindlichkeiten 15,0 % 21,22 Mio
  • Rückstellungen 2,4 % 3,42 Mio
  • Passive latente Steuern 0,6 % 825,6 k
Vollständige Bilanz-Aufstellung mit API-Key API-Key holen →

Bilanzdaten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Gewinn- und Verlustrechnung

Jahresabschluss · –
2021
Erträge 48,19 Mio
  • Erträge aus Beteiligungen 68,8 % 33,14 Mio
  • auf Grund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags erhaltene Gewinne 30,9 % 14,90 Mio
  • Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,3 % 142,1 k
Aufwendungen 22,96 Mio
  • Sonstige betriebliche Aufwendungen 43,7 % 10,04 Mio
  • Personalaufwand 28,8 % 6,61 Mio
  • Aufwendungen aus Verlustübernahme 14,2 % 3,25 Mio
  • Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 11,8 % 2,70 Mio
  • Abschreibungen 1,4 % 329,3 k
  • Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,1 % 23,6 k
  • Sonstige Steuern 0,0 % 1,9 k
  • Rohergebnis 14,78 Mio
  • Ergebnis nach Steuern 40,01 Mio
  • Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 40,00 Mio
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GuV-Daten für 3 weitere Geschäftsjahre verfügbar.

Vertretungsberechtigte

  • Timmo Axel Sturm seit 2024 Vorstandsmitglied
  • Gunnar Freiherr Bock von Wülfingen seit 2024 Prokura
6 ehemalige Vertretungsberechtigte · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Eigentum & Beteiligungen

Gesellschafter

  • umlaut SE DEU AG Aachen, HRB 24165 100,0 % 25k €

Wirtschaftlich Berechtigte (UBOs)

Die wirtschaftlich Berechtigten hinter diesen Beteiligungen konnten nicht eindeutig zugeordnet werden.

Beteiligungen an

3 weitere Beteiligungen · mit API-Key einsehbar API-Key holen →

Historie

  1. 2024
  2. 04.12.
    Eintritt eines Mitglieds
    Gunnar Freiherr Bock von Wülfingen · Einzelprokura
  3. 24.07.
    Austritt einer Position
    A*** B**** · Vorstand
  4. 24.07.
    Eintritt eines Mitglieds
    Timmo Axel Sturm · Vorstand
  5. 15.05.
    Austritt einer Position
    S****** K***** · Vorstand
  6. 06.03.
    Austritt einer Position
    L*** D** · Vorstand
  7. 2023
  8. 27.10.
    Austritt einer Position
    M*** A****** · Vorstand
  9. 27.10.
    Austritt einer Position
    T** D** · Vorstand
  10. 27.10.
    Austritt einer Position
    S**** G**** · Vorstand
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Jahresabschlüsse

Veröffentlichte Abschlüsse im Original, nach Geschäftsjahr sortiert.

4 Dokumente
Geschäftsjahr Dokument Veröffentlicht Zugriff
2021 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Veröffentlicht Volltext lesen
2019 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2018 Jahresabschluss Veröffentlicht Über die API
2020 Jahresabschluss Volltext

umlaut SE (vormals: umlaut AG)

Aachen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die umlaut SE, Aachen (vormals: umlaut AG, Aachen) ist als Ingenieur- und Beratungs-Dienstleistungsunternehmen tätig. Darüber hinaus koordiniert sie als Konzernmuttergesellschaft bzw. Holding verschiedene zentralisierte Dienstleistungen insbesondere in den Bereichen Management, Finance, Branding & Communication, Compliance sowie IT & Security gegenüber den Tochter- und Beteiligungsgesellschaften. Die umlaut SE (vormals: umlaut AG) sowie ihre Tochter- und Beteiligungsgesellschaften bilden ein globales, branchen- und technologieübergreifendes Full-Service-Unternehmen mit in- und ausländischen Experten und Subdienstleistern unterschiedlicher fachlicher Ausrichtung und Qualifikation. Diese konzipieren, planen und managen komplexe Projekte für Kunden in den Regionen Americas, Europe und APAC folgenden Branchenschwerpunkten:

- Automobil (Automotive & Mobility),

- Luft- und Raumfahrt (Aerospace & Defense),

- Telekommunikation (Telecommunication),

- und Energy und Sonstige (Energy & Others).

Dabei analysieren und beraten die Gesellschaften der umlaut-Gruppe ihre Kunden in diversen Stufen der Wertschöpfungskette und übernehmen im Ganzen oder in Teilen die Entwicklung von Produkten sowie die technologische und qualitätsfokussierte Weiterentwicklung der Operation und Strategien der Auftraggeber. Tiefgehende Fachkenntnisse, ein breites praktisches Wissen sowie eine interdisziplinäre Zusammenarbeit ermöglichen es ihnen, den Unternehmen, Dienstleistungen und Produkten ihrer Kunden mehr Wert, Qualität und Fokussierung zu verleihen.

Des Weiteren übernimmt die umlaut SE (vormals: umlaut AG) die Abwicklung und Koordination von Projektdienstleistungen als Ingenieur- und Beratungs-Dienstleistungsunternehmen als Auftragnehmerin für öffentliche und industrielle Auftraggeber in den Kernbereichen Automobil, Luft- und Raumfahrt, Telekommunikation, Energie und Sonstige.

Insgesamt hält die umlaut SE (vormals: umlaut AG) zum Bilanzstichtag unmittelbar oder mittelbar Beteiligungen an 16 (Vorjahr: 17) inländischen Tochtergesellschaften sowie 16 (Vorjahr: 16) ausländischen Tochtergesellschaften.

2. Geschäft- und Rahmenbedingungen

2.1. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2020 ist geprägt durch die Corona-Virus (SARS-CoV-2) Pandemie und deren Auswirkungen. Das Weltwirtschaftswachstum liegt im Berichtsjahr bei -3,5 % (Vorjahr: 2,8 %). Im Euro-Raum liegt ein, im Vergleich zur Weltwirtschaft, stärkerer Rückgang der Wirtschaftsleistung in Höhe von -6,8 % (Vorjahr 1,1 %) vor. Die Weltwirtschaft weist erstmals eine rückläufige Entwicklung seit dem Jahr 2012 auf. Insbesondere im Frühjahr 2020 entwickelt sich eine beispiellose Rezession für die Weltwirtschaft.

Die Pandemie und die damit einhergehenden Reaktionen zur Eindämmung beeinflussen, insbesondere in der ersten Jahreshälfte, in vielen Volkswirtschaften der Welt sowohl den Dienstleistungssektor, das produzierende Gewerbe sowie auch die gesamten globalen Lieferketten. Seitens der weltweiten Regierungen angeordnete Einschränkungen des öffentlichen Lebens als auch des Wirtschaftens, mit dem Ziel der Eindämmung der Infektionsdynamik ("Lockdowns"), wirken sich negativ auf die Entwicklung der Weltwirtschaft aus. Der stufenweise Ausstieg aus dem Lockdown bewirkt eine Belebung der Wirtschaft, welche allerdings infolge zunehmender Infektionszahlen eingedämmt und durch erneute Eindämmungsmaßnahmen zum Jahresende unterbrochen wird.

Unverändert zum Vorjahr wirkt sich auch im Jahr 2020 der Handelskonflikt zwischen den USA und China negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung aus. Auch die Ungewissheit über den künftigen politischen Kurs der USA als auch die Folgen des EU-Austritts Großbritanniens bewirken eine Zunahme der negativen Konjunkturentwicklung. Um dieser Rezession entgegenzuwirken beschließen die Regierungen und Notenbanken weltweit umfangreiche Programme, um die Auswirkungen der Pandemie auf Wirtschaft und Gesellschaft zu mindern.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt verringert sich im Jahr 2020 um -4,9 % (Vorjahr: Anstieg +0,6 %). Neben den beschriebenen Auswirkungen der Covid-19 Pandemie wirkt sich ein rückläufiges Konsumverhalten bei Verbrauchern als auch bei den Investitionen der Unternehmen negativ auf die Entwicklung des deutschen Bruttoinlandsproduktes aus. Der hohe Exportanteil der deutschen Wirtschaft führt zu einem, im Vergleich zum Euroraum, stärkeren Rückgang des Bruttoinlandsproduktes (2020: -6,8%, 2019: +1,1 %).

Für das Jahr 2021 wird laut Wirtschaftsbericht der deutschen Bundesregierung ein Wachstum des deutschen Bruttoinlandsproduktes von 3,0 % erwartet. Dabei ist die Unsicherheit über die zukünftige Entwicklung vor allem aufgrund der schwierigen Datenlage und der außergewöhnlichen Situation derzeit hoch.

In diesem beschriebenen makroökonomischen Umfeld weisen die Wechselkurse Volatilitäten auf. Dies betrifft insbesondere auch die für die umlaut Gruppe relevanten Währungen EUR, USD, GBP und AUD.

2.2. Geschäftsentwicklung

Die Pandemie hat auch bei der umlaut-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr negative Auswirkungen zur Folge gehabt. So konnte das im Lagebericht 2019 prognostizierte Umsatzziel sowie das erwartete Ergebnis vor Steuern nicht erreicht werden. Die Diversifizierung des Portfolios der umlaut-Gruppe bewährt sich in den herausfordernden, makroökonomischen Gegebenheiten. Die globale und inhaltliche Positionierung der umlaut-Gruppe ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Während sich das durch die umlaut SE (vormals: umlaut AG) in diversen Kerngeschäftsbereichen der umlaut-Gruppe selbst ausgeübte Geschäft im Gesamtergebnis konstant entwickelt hat, sind die durch Tochter- und Beteiligungsgesellschaften ausgeübten nationalen und internationalen Geschäftsaktivitäten in den Kernsegmenten Automobil (Automotive & Mobility), Luft- und Raumfahrt (Aerospace & Defense), Telekommunikation (Telecommunication) sowie Energie/Sonstige (Energy/ Others) durch heterogene Entwicklungen geprägt.

Das Marktumfeld im Bereich Automotive & Mobility befindet sich weltweit im technologischen und strukturellen Umbruch. Die Covid-19 Pandemie wirkte sich spürbar sowohl auf die Absatzmärkte als auch auf die Produktion der Automobilindustrie aus. Ungeachtet der herausfordernden makroökonomischen Rahmenbedingungen ist es gelungen, die bereits bestehenden Kundenbeziehungen zu den marktführenden OEMs (Original Equipment Manufacturer) weiter zu stabilisieren und somit rückläufigen Umsätzen entgegen zu wirken. Ebenfalls konnte mit der Realisierung von Projekten in den Themenfeldern Elektromobilität, autonomous & connected Drive, Softwareentwicklung, Ladeinfrastruktur sowie Mobility Konzepte der Rückgang der Umsatzerlöse aus anderen Bereichen der umlaut-Gruppe kompensiert werden.

Das Marktumfeld im Bereich der Telecommunication hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt, obwohl der Hightech-Verband Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikationswirtschaft und Medien) für das Marktsegment Informationstechnologie und Telekommunikation einen weltweiten Umsatzrückgang im Jahr 2020, im Vergleich zum Vorjahr, von -0,8 % angibt. Neben dem weiteren Ausbau der Präsenz bestehender Geschäftsbeziehungen wurden sowohl die Kundenbeziehungen in dem Bereich der Mobilfunkbetreiber, der Festnetzanbieter, der Netzausrüster als auch der Terminal- und Chipset-Hersteller nachhaltig weiter gefestigt. Der Fokus auf und die engen Beziehungen zu den Top-Accounts half, speziell während der Pandemie, das Geschäft zu stabilisieren und teilweise auch auszubauen. Die betreffenden Tochtergesellschaften haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr positiv entwickelt und sind durch ein globales Produkt- und Leistungsportfolio unter anderem in den Bereichen Testing & Validation, Design & Engineering, Security und Data-Analytics für global führende Anbieter von Telekommunikations-Infrastruktur, -Diensten und -Geräte für die Herausforderungen der gesamten Industrie sehr gut positioniert.

Das Marktumfeld im Bereich der Aerospace & Defense hat sich für die betreffenden Tochtergesellschaften im abgelaufenen Geschäftsjahr negativ entwickelt. Infolge der erheblich reduzierten Produktionszahlen der marktführenden OEMs, die aufgrund der Covid-19 Pandemie resultierten, ist ein signifikanter Umsatzrückgang bei den betroffenen Tochtergesellschaften zu verzeichnen. Dem entgegen ist es gelungen, die innovative Positionierung in dem sich konsolidierenden Wettbewerbsumfeld zu stärken. Die fortgesetzte innovative Entwicklungstätigkeit sowie das bestehende technologisch und organisational anspruchsvolle Leistungsspektrum, u.a. in den Bereichen Supplier Management, Systems Engineering, Process Design & Deployment sowie Organizational Change rund um die Digitalisierung des Engineering und Manufacturing führt zu einer sehr aussichtsreichen Positionierung der Tochtergesellschaften im Branchenumfeld der Luft- und Raumfahrt aus der Covid-19 Pandemie heraus.

Im dem sich wandelnden Marktumfeld der Energy haben sich die Ingenieurdienstleistungs- und Beratungsprojekte in der umlaut-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr sehr positiv entwickelt. Im Geschäftsjahr 2020 wurden Offshore/ Wind & Wasserstoff als neue Themenfelder erschlossen, was zu einem weiteren Wachstum in dem strategischen Bereich der umlaut-Gruppe geführt hat.

Insgesamt lässt sich für die umlaut SE (vormals: umlaut AG), ungeachtet der weltweiten makroökonomischen Herausforderungen und der pandemiebedingten Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahr, sowohl in struktureller und bilanzieller Hinsicht, als auch in den Zahlen der Gewinn- und Verlustrechnung eine sehr stabile Geschäftsentwicklung feststellen.

Als ergänzende Veränderung wurde die Umwandlung der umlaut AG in die Rechtsform der SE gem. §§ 190 ff. UmwG durch die Hauptversammlung vom 18. Juni 2020 beschlossen.

Die durchschnittliche Zahl qualifizierter Mitarbeiter der umlaut-Gruppe hat sich durch pandemiebedingt erforderliche Anpassungen gegenüber dem Vorjahr verringert.

2.2.1. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Die bedeutsamen Leistungsindikatoren für die Gesellschaft sind unverändert zum Vorjahr die Entwicklung der Gesamtleistung sowie das Betriebsergebnis. Es werden keine nicht-finanziellen Leistungsindikatoren verwendet.

2.2.2 Ertragslage

Der Geschäftsverlauf der umlaut SE (vormals: umlaut AG) resultiert in einer um 6,04% gestiegenen Gesamtleistung, bestehend aus Umsatzerlösen zuzüglich Bestandsveränderung von insgesamt T€ 26.510 (Vorjahr: T€ 25.000). Die für die Leistungserbringung erforderlichen Ressourcen und damit einhergehenden maßgeblichen Aufwendungen resultieren aus dem Bezug externer Leistungen in Höhe von T€ 11.726 (Vorjahr: T€ 9.970) sowie gleichbleibender Personalaufwendungen in Höhe von T€ 2.003 (Vorjahr: T€ 2.031). Weiterhin bestehen sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 6.629 (Vorjahr: T€ 7.528). Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert hauptsächlich aus reduzierten Werbe- und Repräsentationskosten sowie reduzierten Reisekosten.

Unter Berücksichtigung der sonstigen betrieblichen Erträge, der Aufwendungen für Abschreibungen sowie des Finanzergebnisses ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von T€ 13.981 (Vorjahr: T€ 49.880).

Sowohl die sonstigen betrieblichen Erträge als auch die Erträge aus Beteiligungen haben sich im Geschäftsjahr wesentlich reduziert und waren im Vorjahr durch Sondereffekte geprägt. Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von T€ 15.348 (Vorjahr: T€ 49.991) resultieren im Wesentlichen aus laufenden Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften.

Nach Ertragsteuern sowie sonstigen Steuern führt dies zu einem Jahresüberschuss in Höhe von T€ 13.697 (Vorjahr: T€ 48.661).

2.2.3 Finanzlage

Das Finanzmanagement auf Unternehmensebene ist Aufgabe des Vorstands. Kernthema des Finanzmanagements ist das Liquiditätsmanagement. Hier wird sichergestellt, dass die umlaut SE (vormals: umlaut AG) jederzeit ihre Zahlungsverpflichtungen erfüllen kann.

Zum Bilanzstichtag bestanden liquide Mittel von T€ 6.561 (2019: T€ 4.977) sowie kurzfristig fällige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände von T€ 12.279 (2019: T€ 13.950). Demgegenüber bestanden kurzfristig fällige Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 10.253 (2019: T€ 6.459).

Die Finanzierung der Muttergesellschaft erfolgt primär durch Ausschüttungen der Tochtergesellschaften. In Abhängigkeit der realisierten und geplanten Ausschüttungen der Tochtergesellschaften werden Investitionen geplant, Rücklagen gebildet sowie eine konservative Ausschüttungspolitik an die Anteilseigner verfolgt. Die Auszahlungen an Unternehmenseigner beliefen sich im Jahr 2020 auf T€ 15.580 (2019: T€ 12.356).

2.2.4 Vermögenslage

Die Vermögensstruktur der umlaut SE (vormals: umlaut AG) ist neben dem Finanzanlagevermögen überwiegend durch dienstleistungsbezogene Liefer- und Leistungsbeziehungen zu Tochtergesellschaften, Kunden und Lieferanten geprägt.

Die Tätigkeit als Beratungs- und Ingenieurgesellschaft erfordert langfristiges Vermögen nur in geringem Umfang. Im Wesentlichen bestand dieses zum Bilanzstichtag aus Soft- und Hardware sowie der erforderlichen Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Jahr 2020 steht neben dem Erhalt insbesondere der Ausbau einer moderneren IT-Infrastruktur im Vordergrund. So wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 281 in die Erneuerung von betriebsnotwendiger Software investiert.

Ohne Berücksichtigung der Finanzanlagen mindert sich das langfristige Vermögen gegenüber dem Vorjahr von T€ 1.492 auf T€ 320. Zugängen in Höhe von T€ 358 standen Abschreibungen in Höhe von T€ 1.486 sowie Buchwert-Abgänge mit T€ 43 entgegen. Bei einem Gesamtvermögen von T€ 93.344 (Vorjahr: T€ 92.463) verringert sich das Verhältnis des Anlagevermögens, ohne Berücksichtigung der Finanzanlagen, zum Stichtag um -1,3 % auf 1,6 %. Dies entspricht einem, dem adäquaten Geschäftszweck entsprechendem, geringeren Verhältnis.

Unter den Finanzanlagen werden Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 57.295 (2019: T€ 56.259) ausgewiesen. Der Anstieg resultiert maßgeblich aus den Anteilskäufen der umlaut energy GmbH und der umlaut communications GmbH im Rahmen der Kapitalerhöhung durch Sacheinlagen. Die umlaut SE (vormals: umlaut AG) ist nun alleinige Anteilsinhaberin der umlaut communications GmbH.

Die an damalige Gesellschafter gewährten Ausleihungen, die mit der Nachfolgeregelung und somit der Weiterveräußerung eigener Anteile an Neugesellschafter in Zusammenhang stehen, betragen T€ 14.884 (2019: T€ 14.962).

Das Umlaufvermögen umfasst im Wesentlichen neben kurzfristigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 12.279 (2019: T€ 13.950) insbesondere liquide Mittel in Höhe von T€ 6.561 (2019: T€ 4.977).

Die Eigenkapitalquote liegt mit 84,8 % (2019: 87,6 %) bei einem Eigenkapital von T€ 79.126 (2019: T€ 80.991) fortgesetzt auf hohem Niveau.

Für ungewisse Verbindlichkeiten wurden sonstige Rückstellungen in Höhe von T€ 965 (2019: T€ 1.070) gebildet.

Korrespondierend zum kurzfristigen Vermögen werden Verbindlichkeiten von insgesamt T€ 12.649 (2019: T€ 9.964) ausgewiesen, die in Höhe von T€ 3.038 (2019: T€ 1.605) solche gegenüber Tochter- und Beteiligungsunternehmen beinhalten.

2.2.5. Zusammenfassende Aussage über die Ertrags- Finanz- und Vermögenslage

Im Geschäftsjahr 2020 hat sich die umlaut SE (vormals: umlaut AG) entsprechend der Planwerte entwickelt. Dabei wurde eine unterjährige Steuerung infolge der Covid-19 Pandemie regelmäßig berücksichtigt. Das im Vorjahr im Lagebericht prognostizierte Umsatz- und Ergebnisziel wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr übertroffen. Die Diversifizierung des Konzernportfolios hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr bewährt, so dass dieses, vor diesem Hintergrund, der soliden Kapitalstruktur und der Entwicklung der Tochtergesellschaften der umlaut-Gruppe für eine fortgesetzt erfolgreiche, zukünftige Entwicklung sehr gut positioniert ist.

3. Risikomanagement

Risikomanagement wird in der umlaut SE (vormals: umlaut AG) als zentrale Managementaufgabe aufgefasst. Durch die permanente Identifikation, Bewertung, Steuerung und Überwachung von Risiken im Rahmen standardisierter Management-Systeme wird eine nachhaltige Geschäftsentwicklung gewährleistet. Mögliche Risiken werden sowohl auf der operativ-technischen als auch auf der operativ-wirtschaftlichen Ebene evaluiert.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde zudem bereits Ende Januar ein multidisziplinärer Krisenstab (Crisis Response Team) eingerichtet, welcher die globalen Auswirkungen der Pandemie generell beobachtet sowie Maßnahmen zum Schutz der Mitarbeiter und der Geschäftskontinuität für die umlaut Gruppe im Besonderen umgesetzt hat.

Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, wesentliche und auch bestandsgefährdende Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und zu kontrollieren. Sowohl das interne Kontrollsystem als auch das Risikomanagementsystem haben zum Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Wirksamkeit der operativ-technischen wie auch der Rechnungslegungsprozesse bis hin zur Finanzberichterstattung sicherzustellen. Risiken aus den laufenden Projekten werden durch die Verantwortlichen regelmäßig mit der Geschäftsführung diskutiert und bewertet. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird u. a. durch ein standardisiertes Berichtswesen, eine etablierte Regelkommunikation, ein konsequentes Mahnwesen sowie eine verantwortungsvolle Investitions- und Finanzierungstätigkeit kontrolliert.

4. Chancen- und Risikobericht

Die Rahmenbedingungen stellen volkswirtschaftliche Risiken und Chancen dar und beeinflussen den Erfolg der umlaut-Gruppe. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr werden in der Geschäftsentwicklung (2.2) dargestellt. Die Annahmen hinsichtlich des Wachstums im Jahr 2021 werden im Prognosebericht (5.) erläutert.

Das Chancen- und Risikomanagement wird als zentrale Aufgabe der Geschäftsführung verstanden. Um unternehmerische Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, zu bewerten und zu handhaben, werden wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme eingesetzt. Sowohl Chancen als auch Risiken werden stets getrennt voneinander betrachtet.

Die wesentlichen Chancen für 2021 liegen in den Tochtergesellschaften und deren jeweiligen fachlichen und nationalen Strategien begründet. Die umlaut SE (vormals: umlaut AG) kann als koordinierende Muttergesellschaft Großprojekte sowie deren Finanzierung begleiten und neue Themen, Technologien bzw. Produkte sowie New Ventures fortsetzen bzw. Start-Ups initiieren.

Dem Kundenportfolio der umlaut SE (vormals: umlaut AG) ist eine gute Bonität zuzuschreiben, welchem den Umständen der Pandemie geschuldet nochmal gesonderte Aufmerksamkeit in der Überwachung galt. Dem Risiko der Umsatzkonzentration auf einige wenige Kunden wird innerhalb der gesamten umlaut- Gruppe durch die Akquisition von Neukunden und neuen Geschäftsbereichen begegnet. Zudem verteilt sich der realisierte Umsatz auf eine Vielzahl heterogener Projekte, so dass ein signifikanter Umsatzrückgang kurzfristig nicht zu erwarten ist. Mittels strategischer Allianzen werden der Zugang und das Vertrauen zu den wesentlichen Kunden gesichert.

Der konsequent hohe Anteil bezogener Leistungen ermöglicht eine zeitnahe Anpassung der zur Leistungserbringung erforderlichen Kapazitäten, insbesondere auch im Zusammenhang mit den Auswirkungen der Pandemie. Die Berücksichtigung der spezifischen Kundenanforderungen erfordert zudem den temporären Einsatz hochqualifizierter Mitarbeiter aus der umlaut Gruppe bzw. ausgewählter Lieferanten. Der Erhalt und die Pflege der Lieferanten auf einem qualitativ hohen Niveau ist wesentlicher Teil des Risikomanagements auf der Beschaffungsseite.

Die Gewinnung sowie die Entwicklung hochqualifizierter Ingenieure und Berater stellen vor dem Hintergrund des diskutierten und faktischen Fachkräftemangels eine der größten Herausforderungen auch nach der Pandemie dar. Diesen gilt es durch frühzeitige nationale und internationale Recruiting-Maßnahmen und nachhaltige Entwicklungsprogramme ungeachtet der aktuellen Umstände und Unsicherheiten zu begegnen.

Auch bedarf es einer stetigen Aktualisierung des technologischen Know-hows. Dies wird insbesondere dadurch gewährleistet, dass Kontakte zur Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen sowie diversen Hochschulen im In- und Ausland gepflegt und dadurch neue Ansätze im Bereich der Forschung und Entwicklung frühzeitig aufgenommen werden. Ein weiterer Bezug qualifizierter und kostengünstiger Personalressourcen soll durch internationale Partner und Gesellschaften sichergestellt werden.

Neben der umlaut SE (vormals: umlaut AG) sind auch diverse Tochtergesellschaften der umlaut Gruppe im Hinblick auf die Bedeutung des Qualitätsmanagements nach ISO 9001 und ISO 27001 zertifiziert.

Die Entwicklung der Covid-19 Pandemie und das damit verbundene Infektionsgeschehen kann die im Prognosebericht dargestellten Annahmen zur wirtschaftlichen Entwicklung beeinträchtigen. Eine Verlängerung der Lockdowns und der damit verbundenen Eindämmungsmaßnahmen könnte sich negativ auf die Wirtschaft auswirken. Für die umlaut-Gruppe kann dieses Risiko zu einem Rückgang der zu erbringenden Beratungs- und Ingenieursdienstleistungen führen.

Sofern die Maßnahmen zur Eindämmung des Covid-19 Virus, im Wesentlichen die Impf- und Teststrategien der Länder, erfolgreich verlaufen, könnte sich die Wirtschaft deutlich erholen. Infolgedessen könnte eine höhere Investitionsbereitschaft bei Unternehmen eine steigende Nachfrage für zu erbringende Beratungs- und Ingenieursdienstleistungen auch bei der umlaut-Gruppe bewirken.

Den Auswirkungen und Konsequenzen des Covid-19 Virus wird auch weiterhin aktiv seitens des Managements, im Hinblick auf Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten und Märkte der umlaut-Gruppe, begegnet. Der sich ergebende Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wird konsequent identifiziert, um geeignete proaktive Maßnahmen abzuleiten und umzusetzen. In Bezug auf die Mitarbeiter wurden und werden Maßnahmen zur Aufklärung, der Fürsorge und zum Schutz durch ein bereits im Januar 2020 zentrales eingerichtetes Team (Crisis Response Team) unter Einbezug führender Institute und behördlicher Maßnahmen initiiert und koordiniert. Den wirtschaftlichen Herausforderungen wird mit dem Ziel der maximal möglichen Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes durch eine enge Abstimmung mit den Auftraggebern und erforderlichen organisatorischen und personellen Maßnahmen entsprochen. Die Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus führten im Jahr 2020 dazu, dass zur Sicherstellung des ordnungsgemäßen Geschäftsbetriebes flexible Arbeitslösungen zum Einsatz kamen und diese auch derzeit weiterhin genutzt werden. Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass die technische Ausstattung für die Fortführung des Betriebs ausreichend ist und sowohl die Systeme als auch die Prozesse stabil laufen.

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Einschätzung der oben genannten Risiken und Chancen strukturell nicht wesentlich verändert. Neben den vorgenannten Risikopotenzialen sind weitere Risikofaktoren mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, derzeit nicht erkennbar.

5. Prognosebericht

Als Grundlage für diese Planung werden auch die Einschätzungen der Bundesregierung in ihrem Jahreswirtschaftsbericht 2021 und die Prognosen der Branchenführer herangezogen. Die Erwartungen an den Geschäftsverlauf werden rollierend entsprechend der aktuellen Geschäfts- und Rahmenbedingungen angepasst. Die Prognose basiert auf dem derzeitigen Kenntnisstand.

Für das Jahr 2021 wird von einer Vielzahl der Wirtschaftsforschungsinstitute eine Erholung der deutschen Wirtschaft vorhergesagt. Die durchschnittliche Prognose für das Bruttoinlandsprodukt liegt für 2021 bei +4,2 %. Weiter sieht die Prognose für das Jahr 2022 ein Wirtschaftswachstum von +2,6 % vor. Als Grund für die Erholung der Wirtschaft, im Vergleich zur Rezession im Jahr 2020, gelten die Auswirkung der Impfkampagnen als auch eine ansteigende, sich erholende Nachfrage der Weltwirtschaft.

Auch für die europäische und die globale Weltwirtschaft wird mit einer Erholung im Jahr 2021 gerechnet. Die Prognose sieht ein europäisches Wachstum von +3,7 % und ein globales Wirtschaftswachstum von +5,5 % vor. Die Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum befindet sich demnach unterhalb der europäischen als auch der globalen Prognose, was auf den hohen Exportanteil des deutschen Bruttoinlandsproduktes zurückzuführen ist.

Für die Entwicklungsprognose der umlaut-Gruppe wird unterstellt, dass die seit November geltenden Infektionsschutzmaßnahmen unverändert bis in den Frühsommer 2021 in Kraft bleiben und danach allmählich gelockert werden. Für das laufende Jahr 2021 kann bei fortgesetzt positiver gesamtwirtschaftlicher Entwicklung mit einer Steigerung der Umsatzerlöse in den Geschäftsbereichen Automotive, Aviation, Communication und Energy/ Others gerechnet werden, wobei die Ertragslage durch die heterogenen marktüblichen Rahmenbedingungen der Kernbereiche beeinflusst wird. Es bestehen sowohl während der andauernden als auch insbesondere nach Überwindung der aktuellen Covid-19 Pandemie national und international Wachstumspotenziale im gesamten Leistungsportfolio der umlaut SE (vormals: umlaut AG). Die Berücksichtigung der zukünftigen, dynamischen Entwicklungen des Umfelds in Verbindung mit der in der Vergangenheit aufgebauten, ausgezeichneten Unternehmensreputation sind in diesem Zusammenhang die Grundlagen für eine erfolgreiche fortgesetzte Entwicklung der umlaut SE (vormals: umlaut AG) und lassen eine positive Prognose der Geschäftsentwicklung für die kommenden zwei Jahre zu. Für das Geschäftsjahr 2021 wird mit einem Umsatz- bzw. Ergebnisziel in der Brandbreite von € 20 bis 25 Mio. bzw. von € 8 bis 10 Mio. geplant. Aufgrund der global bestehenden Unsicherheit werden die vorstehenden Prognosen im Verlauf des Geschäftsjahres fortlaufend evaluiert und an die tatsächlichen Gegebenheiten angepasst.

 

Aachen, den 31. März 2021

Dr. Lars Karsten

Dipl. Ing. Marc-Peter Althoff

Dr. Samit Ghosh

Dr. Tim Moog

Dipl. Ing. Sebastian Keller

Bilanz

Aktiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Anlagevermögen 72.500.374,70 72.714.766,12
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 237.200,00 1.378.858,00
1. sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 237.200,00 1.378.858,00
II. Sachanlagen 83.723,00 113.573,00
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.723,00 113.573,00
III. Finanzanlagen 72.179.451,70 71.222.335,12
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 57.295.457,76 56.259.573,95
2. sonstige Finanzanlagen 14.883.993,94 14.962.761,17
B. Umlaufvermögen 18.878.158,11 19.171.861,50
I. Vorräte 37.700,00 244.590,24
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 12.279.264,50 13.950.306,54
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.444.633,08 5.457.341,81
2. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 30.167,67 3.500,48
3. sonstige Vermögensgegenstände 8.804.463,75 8.489.464,25
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.561.193,61 4.976.964,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.965.576,12 576.522,50
Bilanzsumme, Summe Aktiva 93.344.108,93 92.463.150,12

Passiva

31.12.2020
EUR
31.12.2019
EUR
A. Eigenkapital 79.126.416,83 80.990.835,52
I. gezeichnetes Kapital 2.792.165,00 2.773.177,00
II. Kapitalrücklage 35.165.234,87 35.165.234,87
III. Bilanzgewinn 41.169.016,96 43.052.423,65
B. Rückstellungen 1.518.862,12 1.444.980,40
C. Verbindlichkeiten 12.648.701,90 9.964.141,61
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 7.917,99
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.038.300,48 1.604.737,04
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 3.038.300,48 1.604.737,04
3. sonstige Verbindlichkeiten 9.610.401,42 8.351.486,58
D. Passive latente Steuern 50.128,08 63.192,59
Bilanzsumme, Summe Passiva 93.344.108,93 92.463.150,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
1. Rohergebnis 9.152.649,58 11.565.426,29
2. Personalaufwand 2.002.965,95 2.030.804,71
a) Löhne und Gehälter 1.946.307,46 1.989.963,77
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 56.658,49 40.840,94
davon für Altersversorgung 22.944,00 5.161,65
3. Abschreibungen 2.025.997,42 2.491.687,86
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.486.480,21 2.255.348,56
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 539.517,21 236.339,30
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.628.897,07 7.528.590,75
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 135.595,69 21.703,19
5. Erträge aus Beteiligungen 15.348.035,43 49.990.809,93
davon aus verbundenen Unternehmen 13.179.050,76 8.236.239,22
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 223.031,80 374.992,52
davon aus verbundenen Unternehmen 32.387,20 51.635,31
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 85.350,28 0,00
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 281.811,78 1.211.656,13
a) Ertrag aus der Veränderung latenter Steuern 13.064,51 0,00
b) Aufwand aus der Veränderung latenter Steuern 0,00 63.192,59
9. Ergebnis nach Steuern 13.698.694,31 48.668.489,29
10. sonstige Steuern 1.820,30 7.466,36
11. Jahresüberschuss 13.696.874,01 48.661.022,93

Ergebnisverwendung

1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1.1.2019 - 31.12.2019
EUR
11. Jahresüberschuss 13.696.874,01 48.661.022,93
12. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 43.052.423,65 62.815.530,05
13. Entnahmen aus Gewinnrücklagen 0,00 -56.068.055,57
a) aus anderen Gewinnrücklagen 0,00 -56.068.055,57
14. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 15.580.280,70 12.356.073,76
15. Bilanzgewinn 41.169.016,96 43.052.423,65

Anhang für das Geschäftsjahr 2020

umlaut SE (vormals: umlaut AG), Aachen

1. Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der umlaut SE (vormals: umlaut AG), Aachen, wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des Aktiengesetzes und der Satzung der Gesellschaft aufgestellt. Die umlaut SE hat ihren Sitz in Aachen und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Aachen mit der Nummer HRB 24165.

Die Darstellung der Bilanz erfolgte entsprechend den in § 266 Abs. 2 und 3 HGB geregelten Gliederungsvorschriften. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die handelsrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften beachtet. Die größenabhängigen Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB wurden bei der Erstellung des Anhangs in Anspruch genommen.

Die auf den Vorjahresabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Gesellschaft geht von der Fortführung des Unternehmens aus.

2. Angaben zur Bilanz

2.1. Aktivseite

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Das abnutzbare Anlagevermögen wurde um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer gemindert.

Im Geschäftsjahr erworbene Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten von mehr als 250 € bis 800 € (ohne Umsatzsteuer), werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Vermögensgegenstände mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten über 800 € werden über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert nach § 253 Abs. 3 S. 5 und 6 HGB angesetzt.

Die sonstigen Ausleihungen resultieren aus Darlehen in Zusammenhang mit früheren Veräußerungen eigener Anteile an damalige GmbH Gesellschafter sowie Veräußerungen von Geschäftsanteilen an verbundenen Unternehmen an damalige Minderheitsgesellschafter welche nun zum größten Teil Aktionäre der umlaut SE (vormals: umlaut AG) sind. Die Ausleihungen an Aktionäre belaufen sich auf € 12.996.958,95 (2019: € 13.096.360,43).

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Einzelnen ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Fremdkapitalzinsen wurden bei der Ermittlung der Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Sofern die Marktwerte am Bilanzstichtag niedriger waren, kamen diese zum Ansatz.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.

Forderungen in fremder Währung werden grundsätzlich zu dem am Entstehungstag gültigen Wechselkurs umgerechnet. Zum Bilanzstichtag wird eine Bewertung mit dem Devisenkassamittelkurs vorgenommen.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde das allgemeine Ausfallrisiko durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung auf die Nettoforderungen angemessen berücksichtigt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen über € 3.444.857,73 (2019: € 5.457.341,81) umfassen in Höhe von € 2.134.493,74 (2019: € 2.529.415,19) solche aus Lieferungen und Leistungen mit einer Restlaufzeit bis zu 1 Jahr, in Höhe von € 1.293.873,86 (2019: € 2.927.926,62) solche aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen und in Höhe von € 16.490,13 € Forderungen aus umsatzsteuerlicher Organschaft (2019: € 0,00).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen werden zum Abschlussstichtag im Wesentlichen Steuererstattungsansprüche in Höhe von € 3.642.440,57 (2019: € 1.776.093,78) ausgewiesen.

Die flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

2.2. Passivseite

Das Eigenkapital der Gesellschaft beträgt zum Jahresende € 79.126.610,49 (2019: € 80.990.835,52).

Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital der umlaut SE (vormals: umlaut AG) ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag passiviert. Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 2.792.165 (2019: 2.773.177) auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1 € zusammen.

Nach § 6 Abs. 1 der Satzung der umlaut SE (vormals: umlaut AG) ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats dazu ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zu 5 Jahren nach Erteilung der Ermächtigung am 6. August 2019 einmalig oder mehrmals durch Ausgabe von bis zu 1.000.000 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder gegen Sacheinlagen, insgesamt jedoch höchstens um € 1.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht unter bestimmten Voraussetzungen, die in § 6 Abs. 2 der Satzung umlaut SE (vormals: umlaut AG) geregelt sind, auszuschließen.

Das Grundkapital wurde mit Beschlussfassung des Vorstands und der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 30. Oktober 2020 durch die Ausgabe von 18.988 auf den Namen lautenden Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von jeweils 1 € erhöht. Die Kapitalerhöhung erfolgte unter Ausnutzung des Genehmigten Kapitals. Durch die erfolgte Kapitalmaßnahme im Berichtsjahr ist der Vorstand der umlaut SE (vormals umlaut AG) ermächtigt das Grundkapital der Gesellschaft bis zu 5 Jahre nach Erteilung der Ermächtigung am 6. August 2019 um bis zu 981.012 weitere neue, auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bareinlagen und/oder gegen Sacheinlagen, insgesamt jedoch höchstens um € 981.012,00 zu erhöhen.

Gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 29. November 2019 wurde der Vorstand dazu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 31. Dezember 2023 einmalig oder mehrfach nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bestimmungen im Rahmen eines Aktienoptionsprogramms 2019 bis zu 150.000 Aktienoptionen mit Bezugsrecht auf jeweils eine Stückaktie der umlaut SE (vormals: umlaut AG) an ausgewählte Leistungsträger und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen der umlaut SE (vormals: umlaut AG) auszugeben. Das Grundkapital der umlaut SE (vormals: umlaut AG) ist dementsprechend um bis zu € 150.000,00 durch Ausgabe von bis zu 150.000 auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2019).

Im Geschäftsjahr 2020 wurde das vorstehend erläuterte Aktienoptionsprogramm fortgesetzt. Dabei wurde der Vorstand dazu ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats, bis zu 19.750 Aktienoptionen mit Bezugsrecht auf jeweils eine Stückaktie der umlaut SE (vormals: umlaut AG) auszugeben. Das Grundkapital der umlaut SE (vormals: umlaut AG) ist dementsprechend um bis zu € 19.750 durch Ausgabe von bis zu 19.750 auf den Namen lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2020).

Mit außerordentlicher Hauptversammlung vom 30. November 2020 wurde eine Gewinnverwendung des Bilanzgewinns beschlossen. Demnach wurde eine Ausschüttung in Höhe von € 15.580.280,70 beschlossen, sodass pro Aktie eine Dividende in Höhe von € 5,58 ausgeschüttet wurde.

Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:

In €
2020
In €
2019
1. Januar 35.165.234,87 2.876.422,00
Entnahme aus der Kapitalrücklage 0,00 1.750.000,00
Einstellungen in die Kapitalrücklage 0,00 34.038.812,87
31. Dezember 35.165.234,87 35.165.234,87

Die Steuer- und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in Höhe des notwendigen Erfüllungsbetrages bemessen, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich ist.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen hauptsächlich Rückstellungen für Mitwirkungspflichten bei Betriebsprüfungen, Rückstellungen für Tantiemen, Rückstellungen für Aufbewahrung und Archivierung, Rückstellungen für Rechts- und Beratungskosten sowie Rückstellungen für Gewährleistungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihren Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die Bewertung der Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgte nach Maßgabe des Wechselkurses zum Entstehungsstichtag, soweit nicht eine Veränderung des Wechselkurses am Bilanzstichtag eine niedrigere oder höhere Bewertung erforderlich gemacht hat.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 3.038.300,48 (2019: € 1.604.737,04) betreffen mit € 3.033.375,24 (2019: € 1.599.811,80) solche aus Lieferungen und Leistungen und mit € 4.925,24 (2019: € 4.925,24) Verbindlichkeiten aus der umsatzsteuerlichen Organschaft.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Aktionären mit € 3.127.724,80 (2019: € 500,00), solche aus Vermögensbildung mit € 4.344,00, solche aus Steuern mit € 183.514,30 (2019: € 715.944,71), solche aus sozialer Sicherheit und Kreditkarte mit € 864,78 (2019: € 0,00) und Verbindlichkeiten aus Anteilskauf in Höhe von € 3.855.099,56 (2019: € 5.148.848,20).

Restlaufzeit per 31. Dezember 2020 in € (31. Dezember 2019) mit bis zu einem 1 Jahr von 2 bis 5
Jahren
mit mehr als 5
Jahren
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00
(7.917,99) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.438.884,97 0,00 0,00
(2.482.193,67) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.038.300,48 0,00 0,00
(1.604.737,04) (0,00) (0,00)
sonstige Verbindlichkeiten 4.775.485,62 2.303.267,24 92.794,57
(2.364.193,35) (2.975.348,28) (529.751,28)
Gesamtsumme 10.252.671,07 2.303.267,24 92.794,57
(6.459.042,05) (2.975.348,28) (529.751,28)

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis des Ertragsteuersatzes von 32%. Im Geschäftsjahr ergaben sich aktive latente Steuern aus sonstigen Rückstellungen (T€ 1) und sonstigen Vermögensgestände (T€ 111). Die passiven latente Steuern resultieren aus Anteilen an verbundenen Unternehmen (T€ 210) sowie sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 58). Die daraus resultierende Steuerbelastung beträgt € 50.128,08 und wurde in der Bilanz als passive latente Steuer angesetzt.

3. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus Weiterbelastungen von Kosten (Umlage) in Höhe von € 14.864.478,35 (2019: 14.976.048,16) sowie Erlöse aus Projektleistungen in Höhe von €11.852.559,31 (€ 9.779.665,39). Von den Umsatzerlösen entfallen € 21.697.119,32 (2019: 20.306.441,51) auf das Inland und € 5.019.918,34 (2019: € 4.449.272,04) auf das Ausland.

Ergänzend zu den Umsatzerlösen ist der Bestand der unfertigen Leistungen um € 206.890,24 gesunken.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen / sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 22.760,67 (2019: € 18.208,91) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 135.595,69 (2019: € 21.703,19) enthalten.

Die sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung entfallen auf solche für Altersversorgung in Höhe von € 22.944,00 (2019: € 5.161,65).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Geschäftsjahr von € 7.528.590,75 auf € 6.628.897,07.

Die Erträge aus Beteiligungen enthalten solche aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 14.970.665,37 (2019: € 9.563.323,23) und Erträge aus Anteilsverkauf in Höhe von € 350.702,87 (2019: € 39.154.862,30).

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge entfallen auf Erträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von € 32.387,20 (2019: € 51.635,31).

Die Steuern auf Einkommen und Ertrag enthalten Erträge aus der Verringerung der passiven latenten Steuern in Höhe von € 13.064,51 (2019: € 63.192,59 Aufwand).

4. Sonstige Angaben

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen zum Bilanzstichtag berichtspflichtige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Dauerschuldverhältnissen im Sinne des § 285 Nr. 3a HGB wie folgt:

Höhe der Verpflichtung

Mietverträge Immobilien T€ 82 (2019: T€ 132)
Leasingverträge T€ 56 (2019: T€ 42)

Des Weiteren hat die umlaut SE (vormals: umlaut AG) eine Bürgschaft für die II. NOVA Beteiligungsgesellschaft mbH gegenüber der Sparkasse Aachen bis zu einem Betrag von € 48.000.000,00 übernommen. Die Bürgschaft wurde ohne zeitliche Begrenzung gewährt. Das Risiko der Inanspruchnahme wird als gering angesehen.

An folgenden Gesellschaften ist die umlaut SE, Aachen, unmittelbar oder mittelbar mit mindestens 20 % beteiligt:

Gesellschaft Höhe des Anteils
in %
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
Verbundene Unternehmen, Inland
HotSprings GmbH, Aachen 60,00 -64 -66
I. Kraftversorgungsturm GmbH, Aachen 100,00 26 -1
II. Kraftversorgungsturm GmbH, Berlin 100,00 26 0
LaKart GmbH, Aachen 50,00 -118 -112
umlaut communications GmbH, Aachen 100,00 30.693 7.183
umlaut consulting GmbH, Aachen 100,00 8.752 2.904
umlaut energy GmbH, Aachen 71,00 2.202 1.507
umlaut engineering GmbH, Hamburg 100,00 16.442 890
umlaut engineering holding GmbH, Hamburg 100,00 15.772 -16
umlaut eS GmbH, Aachen 50,00 667 167
umlaut safety GmbH, Aachen 100,00 76 573
umlaut shared services, Aachen 100,00 11 5
umlaut solutions GmbH, Aachen 85,00 2.667 987
umlaut systems GmbH, Stuttgart 100,00 19.547 10.428
umlaut telehealthcare GmbH, Aachen 81,00 420 91
umlaut transformation GmbH, hen 64,90 529 166
Verbundene Unternehmen, Ausland Höhe des Anteils
in %
Eigenkapital
T€
Ergebnis
T€
BNOW ACADEMY FOUNDATION, Bengaluru, Indien 99,95 -107 6
Polestar S.A. DE C.V., Santiago de Queretaro, Mexiko 100,00 17 66
umlaut (Shanghai) Co. Ltd. China 100,00 986 330
umlaut communications Inc., Morristown, USA 100,00 4.251 987
Umlaut do Brasil Consultoria e Serviços de Engenharia Ltda., São José dos Campos, Brasilien 100,00 420 85
umlaut consulting engineering S.L.U., Madrid, Spanien 100,00 1.314 -122
umlaut d.o.o., Valjevo, Serbien 100,00 1.202 273
umlaut group Inc., Quebec, Kanada 100,00 2.420 801
umlaut group Pty Ltd, Sydney, Australien 100,00 572 360
umlaut Inc., Detroit, USA 100,00 12.772 -1.183
umlaut K.K., Tokio, Japan 100,00 31 6
umlaut Ltd., Bristol, United Kingdom 100,00 1.268 364
umlaut product solutions Inc., Detroit, USA 100,00 -178 -409
umlaut Pvt. Ltd., Bengaluru, Indien 100,00 4.954 531
umlaut S.A.R.L., Toulouse, Frankreich 100,00 10.374 -1.241
umlaut S.p.z.o.o., Szczecin, Polen 50,00 -125 -152

Die Gesellschaft stellt neben dem Einzelabschluss einen Konzernabschluss auf, der im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 5 Vorstandsmitglieder (2019: 6).

Da die Prüferhonorare im Konzernabschluss der umlaut SE (vormals: umlaut AG), Aachen, angegeben werden, macht die Gesellschaft vom Wahlrecht des § 285 Nr. 17 letzter Satzteil HGB Gebrauch und veröffentlicht diese Angaben nicht zusätzlich.

Dem Vorstand der umlaut SE (vormals: umlaut AG) gehörten folgende Mitglieder an:

•

Dr. Tim Moog, Kaufmann, Villingen-Schwenningen

•

Dr. Lars Karsten, Ingenieur, Hamburg

•

Dipl.-Ing. Marc-Peter Althoff, Ingenieur, Mönchengladbach

•

Samit Ghosh, Huntington Woods/USA

•

Dipl.-Ing. Sebastian Keller, Stuttgart

Dem Aufsichtsrat der umlaut SE (vormals: umlaut AG) gehörten folgende Mitglieder an:

•

Prof. Dr. Ing. Thomas Prefi, Ingenieur, Aachen - Aufsichtsratsvorsitzender

•

Dr. Ing. Michael Tobias, Ingenieur, Aachen

•

Dr. Timo Alte, Rechtsanwalt, Stuttgart

•

Prof. Dr. Katja Nettesheim, Unternehmensberaterin, Berlin (seit 30. November 2020)

•

Thomas Andrae, Unternehmensberater, Berlin (seit 30. November 2020)

Die Bezüge der Geschäftsführungstätigkeit des Vorstandes der umlaut SE (vormals: umlaut AG) betragen € 1.946.613,51.

Die Bezüge der Geschäftsführer, für die in 2019, bis zur Umwandlung in die umlaut AG mit notarieller Urkunde vom 6. August 2019, als GmbH geführte P3 group GmbH betragen bis zum 1. September 2019 € 1.121.034,13.

Seit dem 2. September 2019 wird die Geschäftsführungstätigkeit bei der umlaut SE, Aachen (vormals: umlaut AG, Aachen) vollständig durch den Vorstand durchgeführt. Die Bezüge hierfür betragen ab dem 2. September 2019 € 832.801,89.

Die Vergütungen an den Aufsichtsrat für 2020 betragen insgesamt € 24.556,95 (2019: € 14.943,51).

Zusätzlich wurden Beratervergütungen an Aufsichtsratsmitglieder in Höhe von € 201.632,83 (2019: € 90.670,93) bezahlt.

5. Angaben zur Verwendung des Bilanzergebnisses

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 16. Juni 2021 vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 41.169.210,62 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Aachen, den 31. März 2021

Dr. Lars Karsten

Dipl.Ing. Marc-Peter Althoff

Dr. Samit Ghosh

Dr. Tim Moog

Dipl. Ing. Sebastian Keller

Anlagespiegel 2020

umlaut SE, Aachen

Kumulierte Anschaffungskosten
01.01.2020
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.309.746,68 281.493,49 -7.554.477,15 3.036.763,02
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.647.676,75 76.291,72 -714.103,74 1.009.864,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 56.495.987,35 1.035.883,81 0,00 57.531.871,16
2. sonstige Ausleihungen 14.962.761,17 295.852,23 -374.619,46 14.883.993,94
Zwischensumme 71.458.748,52 1.331.736,04 -374.619,46 72.415.865,10
Gesamt 83.416.171,95 1.689.521,25 -8.643.200,35 76.462.492,85
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2020
Euro
Zuführungen
Euro
Abgänge 31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten -8.930.888,68 -1.422.465,49 7.553.791,15 -2.799.563,02
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung -1.534.103,75 -64.014,72 671.976,74 -926.141,73
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen -236.413,40 0,00 0,00 -236.413,40
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Zwischensumme -236.413,40 0,00 0,00 -236.413,40
Gesamt -10.701.405,83 -1.486.480,21 8.225.767,89 -3.962.118,15
Buchwert
31.12.2020
Euro
31.12.2019
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 237.200,00 1.378.858,00
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 83.723,00 113.573,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 57.295.457,76 56.259.573,95
2. Beteiligungen 0,00 0,00
2. sonstige Ausleihungen 14.883.993,94 14.962.761,17
Zwischensumme 72.179.451,70 71.222.335,12
Gesamt 72.500.374,70 72.714.766,12

Bericht des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2020

der umlaut SE

Der vorliegende Bericht des Aufsichtsrats bezieht sich für den Zeitraum vom 01.01.2020 bis zum 21.10.2020 auf die umlaut AG, die mit Wirkung zum 22.10.2020 durch einen Rechtsformwechsel in die heutige umlaut SE umgewandelt wurde. Dementsprechend bezieht sich der Bericht für den Zeitraum vom 22.10.2020 bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31.12.2020 auf die umlaut SE.

Die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2020 war in erster Linie durch eine enge Begleitung und Beratung des Vorstands im Hinblick auf die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Daneben war auch der Rechtsformwechsel von einer Aktiengesellschaft in eine SE sowie die Einführung eines neuen gruppenweiten ERP-Systems zur weiteren Professionalisierung der Gruppe wichtiger Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen.

Nachdem der umlaut-Gruppe ein guter Start in das Geschäftsjahr 2020 gelungen war, wurden ab ca. Mitte März 2020 die Auswirkungen der COVID-19-Pandemie deutlich spürbar. Die umlaut-Gruppe hat auf die Pandemie bereits Ende Januar 2020 durch Errichtung einer Task-Force, in der auch ein Aufsichtsratsmitglied vertreten waren, reagiert und umfassende Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zur Sicherung der Geschäftstätigkeiten ergriffen. Dadurch konnten pandemiebedingte Schließungen von Standorten vermieden und sowie die gesundheitlichen Auswirkungen auf die Mitarbeiter erheblich reduziert werden.

Neben dem Schutz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren die wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Markt- und Kundengegebenheiten ein großer Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat. Während sich die Auftragssituation in den meisten Branchen der umlaut-Gruppe ab Mitte des Jahres 2020 langsam wieder erholte, verzeichnete die Aerospace-Sparte einen großen und auch längerfristigen Auftrags- und Umsatzrückgang. Dem Umsatzrückgang wurde in der gesamten Gruppe durch konsequentes Kostenmanagement und Nutzung öffentlicher Förderprogramme in den einzelnen Ländern begegnet. Hierdurch war es möglich, den Abbau von Arbeitsplätzen auf ein Minimalmaß zu reduzieren. Die Reduktion der Arbeitsplätze war im Hinblick auf die länger andauernde Krise der gesamten Luftfahrtbranche insbesondere in Frankreich und Indien nicht vermeidbar.

Auf Bitten des Vorstands hat der Aufsichtsrat erneut einer Vielzahl von Aktienübertragungen an aktive Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der umlaut-Gruppe sowie der Ausgabe weiterer Aktienoptionen im Rahmen des Mitarbeiteroptionsprogramms zugestimmt. Diese hohe Nachfrage nach dem Erwerb von Aktien zeigt, dass die umlaut-Gruppe attraktiv für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist. Der Aufsichtsrat wird sich auch künftig dafür einsetzen, diese Attraktivität zu gewährleisten und weiter zu steigern.

Der Aufsichtsrat hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Neben den Aufsichtsratssitzungen hat er sich vom Vorstand laufend über alle wesentlichen Geschäftsvorfälle und die Entwicklung der Finanzkennzahlen berichten lassen und den Vorstand überwacht und begleitet. Der Vorstand hat dabei den Aufsichtsrat zeitnah schriftlich und mündlich über die Geschäftspolitik, über die wirtschaftliche Lage und die strategische Entwicklung sowie bedeutende Geschäftsvorfälle unterrichtet.

Der Aufsichtsrat hat innerhalb der Berichtsperiode 11 Sitzungen abgehalten, die aufgrund der COVID-19-Pandemie - mit einer Ausnahme - sämtlich im Wege von Videokonferenzen abgehalten wurden. Die Mitglieder des Aufsichtsrats standen dem Vorstand zudem auch außerhalb von Sitzungen beratend zur Seite.

Dem Aufsichtsrat ist am 24.04.2021 der Prüfungsbericht der Abschlussprüfer über den Jahresabschluss der Gesellschaft mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 07.04.2021 übergeben und vorgestellt worden. Der Aufsichtsrat hat den darin enthaltenen Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 geprüft, am 03.05.2021 festgestellt und die Bilanz sowie die Gewinn- und Verlustrechnung der Gesellschaft für das abgelaufene Geschäftsjahr genehmigt. Ferner hat der Aufsichtsrat in der gleichen Sitzung am 03.05.2021 ebenfalls den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk vom 23.04.2021 für den Konzernabschluss geprüft. Der darin enthaltene Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 01.01.2020 bis zum 31.12.2020 wurde geprüft und gebilligt.

Für das Jahr 2021 erwartet der Aufsichtsrat - mit Ausnahme des Bereichs Aerospace - eine langsame wirtschaftliche Erholung und im Ergebnis einen Umsatz in etwa auf dem Niveau des Vor-Krisen-Jahres 2019. Dennoch oder gerade deshalb wird auch im Geschäftsjahr 2021 weiterhin ein striktes Kostenmanagement erforderlich sein. Auch haben sich die Kundenanforderungen in allen Bereichen durch die Pandemie zum Teil stark geändert, so dass es weiterhin das Ziel der umlaut-Gruppe sein muss, in technologischer Hinsicht Vorreiter zu sein, um die Kunden bestmöglich bei ihrer Transformation und die Entwicklung neuer technologischer Lösungen unterstützen zu können.

Zusammenfassend geht der Aufsichtsrat davon aus, dass das Jahr 2021 weiterhin durch die COVID-19-Pandemie beeinträchtigt sein wird. Der Aufsichtsrat bewertet aber die Nähe zu Mitarbeitern, Kunden, die Innovationskraft und Flexibilität der umlaut-Gruppe als Garant, aus der Pandemie gestärkt hervorgehen zu können.

Der Aufsichtsrat dankt den Vorstandsmitgliedern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und der Gruppengesellschaften für ihr herausragendes Engagement und ihre Bereitschaft, auch durch Gehaltsverzichte die wirtschaftliche Stabilität der umlaut-Gruppe in diesem in jeder Hinsicht außergewöhnlichen Jahr 2020 zu sichern. Angesichts dieses Commitments der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern blickt der Aufsichtsrat äußerst positiv in die Zukunft.

 

Aachen, im Mai 2021

Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Thomas Prefi, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 25.06.2021 festgestellt.

BESTäTIGUNGSVERMERK DES UNABHäNGIGEN ABSCHLUSSPRüFERS

An die umlaut SE (vormals: umlaut AG), Aachen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der umlaut SE (vormals: umlaut AG), Aachen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2020 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der umlaut SE (vormals: umlaut AG), Aachen, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

•

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2020 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2020 und

•

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des Vorstands und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

•

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

•

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

•

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

•

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

•

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

•

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

•

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 7. April 2021

Rödl & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Stramitzer, Wirtschaftsprüfer

gez. Broda, Wirtschaftsprüfer

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  2. Als Namen „handelsregister“, als Authentifizierung OAuth und diese Server-URL verwenden:
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  3. Mit Ihrem handelsregister.ai-Konto anmelden, die App erstellen und im Chat aus dem Tools-Menü auswählen.

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        "type": "mcp",
        "server_label": "handelsregister",
        "server_url": "https://mcp.handelsregister.ai/mcp",
        "headers": {"X-API-Key": "YOUR_API_KEY"},
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